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Umsonst ist umsonst – das lehrt uns die Umsonstkultur

Die Umsonstkultur nimmt immer seltsamere Züge an. Mittlerweile kann selbst Gratis-Musik manche Konsumenten nicht mehr befriedigen. Während Finanz-Selbstbediener Uli Hoeneß vor Gericht steht und in den Supermärkten die Taschentüchervorräte schwinden, schwenkt das Magazin de:bug im Angesicht mit der grassierenden Umsonstkultur die weiße Fahne. Der Produzent Skrillex veröffentlicht derweil sein neues Album „Recess“ mit einer Gratis-App – und erntet dafür paradoxer Weise den Unmut zahlreicher Fans.

Skrillex: Ein rasanter Aufstieg – auch dank der Umsonstkultur

GO to www.skrillex.com right now and play with my little alien..N download this free app! But hurry! he’s lonely and needs somebody to chill w!“ Die Nachricht, die Skrillex am Samstag verbreitete, begleitet vom Abbild eines treuherzigen Aliens, wirkte in allen Belangen harmlos. Gut, der Produzent hatte gerade erst die Veröffentlichung eines neuen Albums namens „Recess“ angekündigt, davon war hier aber zunächst nichts zu lesen, und auch dann nicht, wenn man die „Alien Ride“ getaufte Android-App (Beschreibung: „Realize your true potential as an alien (…). Fresh graphics and killer audio will make this your new addiction.„) startete. Wenn man die – zugegeben – nicht unbedingt einladende Ästethik des simplen Arcade-Spiels, bei dem mit einem Alienraumschiff Asteroiden abgeschossen werden müssen, lange genug übersteht (und nicht stirbt), schaltete das Spiel nach und nach die einzelnen Songs von „Recess“ zum Streamen frei. Skrillex bot so seinen Fans eine spielerische und kostenlose Möglichkeit, seine Musik vorab (wenn auch nicht unbegrenzt) zu hören, auch wenn „Alien Ride“ wahrlich nicht in den hier bereits vorhergesagten Trend kreativer Musik-Apps fällt.

Der 26-jährige hat einen der rasantesten Aufstiege der Musikgeschichte hinter sich. Sonny John Moore, wie Skrillex bürgerlich heißt, spielte früher in der Post-Hardcore-Band From First To Last, dann widmete er sich dem Produzieren von elektronischer Musik – mit bahnbrechendem Erfolg. Über 15 Millionen Fans hat er auf Facebook. Sein Song „Scary Monsters And Nice Sprites“ wurde auf YouTube zehnmal so oft abgespielt, zu Hause stehen bereits sechs Grammys. Erreicht hat er das alles lediglich mit einigen EPs und Singles, das offiziell am Freitag erscheinende „Recess“ ist tatsächlich sein erstes Studioalbum.

Dass seine Musik besonders über eben YouTube und Torrent-Netzwerke zirkuliert, hat Skrillex Popularität sicherlich stärker geholfen als dass ihn diese Umsonstkultur geschadet hätte. Und dennoch ist es wohl ein Teil dieser dort gewonnen Fans, der jetzt App-Bewertungen schreibt wie: „Pile of shit This is as primitive as a highschool coding project. No. Worse.„, oder: „Bad game. Inaccurate controls and non impressive graphics lower the fun of this game immediately. Deleted it right away.“ Dabei ist das Spiel nun wahrlich nicht schwer zu spielen.

Ist es möglich, dass der nimmersatte Konsument selbst das Problem ist?

Und wenn jemand etwas, an dem er monatelang gearbeitet hat, nämlich in Skrillex Falle seine Musik, kostenlos anbietet, wie kann man sich dann ernsthaft über eine kleine, ausschließlich spielerische Hürde beschweren? Anders als etwa Jay Z, der sein letztes Album „Magna Carta Holy Grail“ ebenfalls vorab mit einer App veröffentlichte, jedoch nur auf einem bestimmten Smartphonetyp eines bestimmten Elektronikherstellers, für den der Rapper gleichzeitig ausgiebig warb, präsentiert Skrillex „Recess“ ohne jegliche Marketingverschränkungen. „Alien Ride“ fragt ja noch nicht einmal irgendwelche Nutzerdaten ab. Auch hier hakte es bei Jay Z.

Als de:bug, das stets wagemutige und aufgeschlossene „Magazin für elektronische Lebensaspekte“, am Dienstag nach 16 Jahren sein voraussichtliches Ende verkündete, führte Mitgründer Sascha Kösch in seiner Erklärung für das wirtschaftliche Scheitern auch die heutige Umsonstkultur an: „Die Welt explodiert in Medien, die Konkurrenz für umsonst ist überall (…).“ Dass das Kernproblem neben dem veränderten Wettbewerbsbedingungen aber auch, wenn nicht gar ganz wesentlich in der Mentalität der nimmersatten Konsumenten liegt – wie es Johnny Hauesler richtigerweise anmerkt –, verschwieg Kösch gnädigst. Aber die derart (Nicht-)Angesprochenen haben den Bauch und Kopf für derlei Überlegungen wahrscheinlich gerade nicht frei. Es gilt schließlich, den Live-Ticker zum „Gerichtsprozess des Jahres“ zu verfolgen.

 

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5 Lesetipps für den 5. März

In unseren Lesetipps geht es heute um das Musikfernsehen der Zukunft, wie 3D-Drucker Lego herausfordern, die Auswirkungen von Facebooks Drohnen, Reichweite in Social Media und die Bitcoin-Krise. Ergänzungen erwünscht.

  • MUSIKFERNSEHEN Netzwertig.com: Tape.tv will mit Relaunch die vernetzten Wohnzimmer einnehmen: Fast sechs Jahre nach dem Debüt präsentiert sich der Berliner Online-Musikvideo-Pionier Tape.tv in neuer Optik und mit aktualisiertem Konzept. Dank der sich endlich bewahrheitenden Konvergenz von Internet und TV glaubt das Startup, jetzt seine langfristige Vision verwirklichen zu können.
  • 3D-DRUCKER VentureBeat: Will 3D printing turn Lego into an intellectual property publisher?: 3D-Drucker werden immer preiswerter und ihre Verbreitung steigt stetig. Eine Firma, die sich davon besonders heraus gefordert fühlen muss, ist Lego, denn wenn in Zukunft einzelne Bausteine selber produziert werden können, muss Lego seinen Nutzern und Wert vollkommen neu definieren. Erste Überlegungen gibt es schon, zum Beispiel zum Lieferanten von Bauplänen zu werden und so durch die Verwaltung des „geistigen Eigentums“ Geld verdienen. Eine gute Idee oder droht dadurch die nächste Abmahnwelle in Kinderzimmern?
  • FACEBOOK PandoDialy: The political and privacy implications of a Facebook drone army: Gestern berichteten wir, dass Facebook plant, den Drohnen-Hersteller Titan Aerospace zu kaufen, um mit eigenen Drohnen Internet in Gegenden zu bringen, die noch nicht am Netz angeschlossen sind. Nathaniel Matt setzt sich auf PandaDialy mit den politischen und gesellschaftlichen Auswirkungen auseinander, wenn ein soziales Netzwerk zu den Gatekeepern über den Zugang zum Internet werden.
  • SOCIAL MEDIA Thomas Hutter’s Blog: Die Sache mit der Reichweite und den Veränderungen: Facebook ist eine Plattform sich ständig verändernde Plattform, die neue Sachen ausprobiert. Dies kann manchmal ein Alptraum für Community- und Social Media-Manager sein, denn bewährte Strategien können morgen schon nicht mehr funktionieren. Thomas Hutter plädiert in seinem Marketing-Blog darauf, sich dem Wandel stets unvoreingenommen anzupassen.
  • BITCOIN Frankfurter Rundschau: Kanadische Bitcoin-Website Flexcoin macht nach „Bankraub“ dicht: Die Bitcoin-Bank Flexcoin wird von Hackern „attackiert und ausgeraubt“, es wurden 896 Bitcoins im Wert von aktuell 430.000 Euro entwendet. Der Betreiber muss daraufhin die Website der Bank schließen, denn es fehlen die Mittel, um die Verluste aufzufangen. Es stellt sich die Frage, um hier einfach nur eine unversicherte Bank überfallen wurde oder das Bitcoin-System an sich bedroht ist.

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Vollkommen vermessen: Das Projekt Tango von Google

Mit dem Projekt „Tango“ will Google zukünftig mittels Smartphone in Echtzeit und 3-D jede Umgebung erfassen. Nicht jeder freut sich auf so viel Durchsicht. // von Thomas Vorreyer Wo Satelliten und Kamera-Fahrzeuge nicht hinkommen, sollen nun die Nutzer selbst Google hinführen. Unter dem Projektnamen „Tango“ entwickelt der Konzern eine Technologie, [...]
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Selbst ist der Musiker – heute: SoundCloud

DSC_0126 (adapted) (Image by Thomas Bonte [CC BY 2.0] via Flickr)
Über SoundCloud haben die Netzpiloten in den vergangenen Jahren immer mal wieder berichtet – heute gibt es hier eine aktuelle Bestandsaufnahme. SoundCloud ist wie Bandcamp oder Jamendo ein populärer Online-Musikdienst, auf dem Künstler ihre Werke unabhängig veröffentlichen können. Label, Vertrieb, Promotion – auf all das kann man hier theoretisch verzichten. [...]
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Selbstmarketing: Journalisten, tut es den Musikern gleich!

Neil smiles (adapted) (Image by Cassandra Rae [CC BY 2.0] via Flickr)
Selbstmarketing ist etwas für Onliner? Nicht nur. Selbstmarketing ist etwas für jeden Journalisten. Ihre Künstlerkollegen aus dem Musikgeschäft machen es vor. Journalisten sind Künstler. Jeder Text ist ihr eigenes Werk. Zwar gibt es Standards, ein journalistisches Handwerk, aber vor allem gestalten sie ihre Texte mit eigener Kreativität. Vergleichen wir Journalisten [...]
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Netlabels, Teil II: Headphonica und Aaahh Records

20130824-braaahhlitz-1200.jpg (adapted) (Image by Simon Bierwald [CC BY 2.0] via Flickr)
Anfang Januar dieses Jahres versprach ich hier, Netlabels, die „aus der Masse herausragen„, vorzustellen. Heute geht es weiter – mit einem Kollektiv aus Berlin und experimentellen Sounds aus Halle. Neben Jamendo, Soundcloud oder Bandcamp, auf den Musikerinnen und Musiker ihre Werke selbst veröffentlichen und promoten können, gibt es immer noch [...]
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Unser Bild lebt – perfekter als in der Realität

Sophie.......... (adapted) (Image by justDONQUE.images [CC BY 2.0], via flickr
Beständig manipulieren wir unsere Bilder und unser Leben. Die Photoshop-Realität beschränkt sich nicht nur auf Plakatwände wie die Sängerin Boggie in einem Video zeigt. Herzogin Kate hat ihn. Scarlett Johansson sowieso. Aber auch das Gelegenheitsmodel aus der Nachbarschaft. Einen schlanken Hochglanzzwilling aus dem Photoshop-Brutkasten, der mitunter leicht deformiert sein lebendiges [...]
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Der Fall Zoe.Leela: Eine Bestandsaufnahme

Zoe.Leela aus Berlin ist nicht nur eine Sängerin mit Band und professionellen Produzenten. Zoe.Leela ist auch ein Projekt, das etablierte Strukturen im Musikbusiness auf den Kopf stellt. // von Marco Trovatello Zoe.Leela war und ist das Vorzeigeprojekt, wenn es um Creative Commons-lizenzierte Musik im kommerziellen Umfeld geht. 2009 veröffentlichte sie [...]
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#mehrwissen: Die Wissenschaft des Heavy Metal (Teil II)

400m Gallows circle-pit (adapted) (Image by Pete [CC BY 2.0] via Flickr)
Im zweiten Teil des Artikels über die Wissenschaft des Heavy Metals geht es um Mosh Pits, Circle Pits und die Signale, die Festivalbesucher aussenden. Die Musikrichtung Heavy Metal wird immer mehr zum vielfältigen Forschungsgebiet für die Wissenschaft, die dabei interessante Erkenntnisse sammelt. Forscher befassen sich nämlich nicht nur – wie [...]
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Trend: Aufwendige Videoproduktionen oder kreative Musik-Apps

Neues Jahr, neues Glück. Doch wo geht die digitale Reise für die Musikwelt hin? Zwei mögliche Trends: Videos und Apps. // von Thomas Vorreyer Es gibt immer mehr und mehr Musik. Der ewige Strom wird auch 2014 nicht abschwellen. Um herauszustechen, dürften sich die Künstler im neuen Jahr verstärkt auf [...]
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Von der neuen Sichtbarkeit

Ebenso minimalistisch wie effektvoll hat der Musiker Oneohtrix Point Never in diesem Jahr der Gesellschaft mit drei Musikvideos einen erschreckenden Spiegel vorgehalten. // von Thomas Vorreyer Es ist nicht nur Weihnachts-, sondern auch Jahresrückblickszeit. Im Bereich Musik hat die Kategorie „Musikvideo“ – trotz aller großen Spektakel anderswo – der US-amerikanische [...]
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Totgesagte leben länger: Zum Status quo der Netlabels

Zuge der andauernden Debatte um eine Reform des Urheberrechts, digitale Selbstbestimmung und Medienwandel besitzen die oft totgesagten Netlabels mit ihrer freien Musik nach wie vor Relevanz.

The Black Atlantic, hier beim Cologne Commons-Festival 2010. Trotz mittlerweile ansehnlicher Erfolge – ausgedehnte Touren führten sie u.a. zum South by Southwest-Festival in Austin, Texas – ist die Band um Singer-Songwriter Geert van der Velde aus den Niederlanden überzeugte Nutzerin von Creative Commons-Lizenzen. (Bild: Simon Bierwald, CC-BY-NC-SA)

Ein Artikel, den ich im August 2012 für das Kölner Magazin Stadtrevue schrieb, trug die zugegebenermaßen optimistische Titelzeile „Maximale Verbreitung – Netlabels krempeln das Musikbusiness um“. Aktuelle und ehemalige Protagonisten der Netlabelszene kamen zu Wort und zur Unterstützung der formulierten These dienten die wissenschaftlichen Arbeiten von Patryk Galuszka, der das Potenzial alternativer Netzmusik untersuchte. Sein Fazit: Netlabels sind zwar ein Nischenphänomen ohne größere gesellschaftliche Relevanz, besitzen aber durchaus ein gewisses Potenzial zur Demokratisierung des Musikbusiness. Das haben Netlabels bisher nicht umgekrempelt, denn aus der Nische heraus war das bisher nicht möglich. Doch in der Zwischenzeit ist einiges passiert.

Mithilfe der frisch gegründeten Musikverwertungsgesellschaft C3S (siehe mein Netzpiloten-Interview mit Wolfgang Senges) kann hier noch einiges passieren. Und es wird freilich nicht nur um die vielbeschworene Aufmerksamkeitsökonomie durch kostenlose Downloads oder die Nutzung von Creative Commons-Lizenzen als Marketinginstrument gehen, sondern vielmehr um eine faire und selbstbestimmte Distribution eigener Werke jenseits von Bürokratie und anachronistischen Abrechnungs- und Vergütungsmodellen. Hier werden nicht nur Netlabels zur von Galuzska formulierten Demokratisierung der Musikindustrie beitragen, sondern auch Musikdienste wie Bandcamp oder Jamendo eine zunehmend größere Rolle spielen.

Ich definiere noch einmal aus meinem Verständnis heraus den Begriff „Netlabel“: Obwohl sie Musik meist zum kostenlosen Download anbieten, betreuen und promoten engagierte Netlabels ihre Künstler ebenso professionell wie traditionelle Labels. Sie stehen für ein eigenes musikalisches Profil und achten auf die Qualität ihrer Veröffentlichungen – inhaltlich wie technisch, von Mix über Mastering bis hin zum Artwork.

Um zu verstehen, warum es Netlabels auch heute noch gibt und sie alles andere als tot sind, warum Betreiber wie Musiker anscheinend so verrückt sind, das alles auch noch vollkommen umsonst zu tun, hilft ein Blick auf ihren Ursprung. Netlabels sind heute – d.h. auch in den 2010er Jahren – immer noch so etwas wie die legitimen Nachfolger der Do it yourself Tape-, Vinyl- oder CD-R-Labels der achtziger und neunziger Jahre.

Damals wie heute wird Musik leidenschaftlich und gut produziert – auch außerhalb von professionellen Studios und ohne große Plattenfirma – und zwar der Kunst und nicht eines von vorneherein angepeilten kommerziellen Erfolgs wegen. Was früher selbstfinanziert auf Tapes, Vinyl oder CD-R unter die Hörerinnen und Hörer gebracht wurde, wird seit Anfang der 2000er Jahre zu deutlich geringeren Kosten im Netz publiziert und über Social Media distribuiert und promotet. Denn im Grunde sind freie Musik im Netz und Netlabel so alt wie das Netz selbst. Sie lassen sich bis zu den Mods, Sound- bzw. Sequenzerdateien des Amiga-Heimcomputers, verfolgen, die über die heute noch aktive Netaudio-Plattform scene.org geteilt wurden.

Nicht wenige – darunter wichtige und sehr gute – Netlabels stellten den Betrieb ein, doch es sind auch zahlreiche neue hinzugekommen. Betrachten wir das Ganze einmal unter dem Aspekt der Konsolidierung: Meinem Eindruck nach hat das Netaudio-Massenphänomen „schnell produzierte und veröffentlichte elektronische Musik“ deutlich nachgelassen und speziell im vergangenen Jahr wurde mehr und mehr freie Musik aus den zuvor unterrepräsentierten Genres Indie, Alternative, Pop, Rock, Folk und Punk veröffentlicht – so viel wie noch nie zuvor. Es scheint als habe auch diese Sparte die Phänomene Netaudio und Creative Commons für sich entdeckt.

Zum Schluss noch eine Anmerkung zu Freier Musik, die vielen, aber vielleicht nicht allen Leserinnen und Lesern bekannt sein wird: Im Verständnis der partizipierenden Musikerinnen, Musiker und Netlabels gilt hier die Philosophie der freien Software mit dem Leitspruch „Frei wie in Freiheit“: Freier Umgang mit eigenen und fremden Werken, freie Zugänglichkeit, Recht auf Remix. In Abgrenzung zu „Frei wie in Freibier“ muss freie Musik nicht gratis sein (kann es aber sein). Oder anders gesagt: Es steht Euch offen, die Bands, Musikerinnen und Musiker zu unterstützen, indem ihr die Musik mit anderen teilt, Konzerte besucht, ihr Vinyl, ihre CDs oder Merchandising-Artikel kauft oder beim Download bezahlt oder spendet.

Und damit dieser Artikel nicht ohne Musik endet – hier noch einige Empfehlungen für den gepflegten Einstieg in eine der schönsten Nischen des Netzes:

Podcasts: MachtdoseFreeQuencyMusic ManumitKlangboot

Blogs/Magazine: ProgologNetlabelismFree Music ArchiveStadtrevue Netzmusik


 


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Schmeißt eure Smartphones weg und kauft unsere Platten!

Blackberry recording (adapted) (Image by jgoge [CC BY 2.0], via flickr)
Es ist Dezember und die Musikmagazine veröffentlichen wieder ihre zahllosen Jahresbestenlisten. Ganz oben mit dabei sind 2013 auch zwei Bands, die kaum verhohlene Kulturkritik an Smartphonenutzern & Co üben. Doch die kanadisch-US-amerikanischen Grammy-Gewinner Arcade Fire und die britischen Newcomerinnen Savages verfolgen dabei ganz unterschiedliche Strategien. Nun mag es nicht unbedingt [...]
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Bob Dylan überrascht mit interaktivem Musikvideo

Fast ein halbes Jahrhundert nach der Veröffentlichung von „Like a Rolling Stone“ weiß Bob Dylan mit einer Musikvideoinstallation zu begeistern // von Thomas Vorreyer Plötzlich pfeifen wieder alle „Like A Rolling Stone“: Bob Dylan überraschte diese Woche mit einem Musikvideo, nein, einer Musikvideoinstallation zu seinem vor 48 Jahren erschienen Trademark-Song. [...]
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Spotify: Musik-Portal will als Talentschmiede aufgeigen

Spotify HQ (adapted) (Image by Sorosh Tavakoli [CC BY 2.0] via Flickr)
Der Streaming-Dienst Spotify aus Schweden lässt seine Muskeln spielen, verschafft jungen Künstlern Millionen Hörer – und spricht auch ziemlich gern darüber. Spotify hat es geschafft, meinen Musikkonsum zur Gänze zu erobern. Ich kaufe keine MP3s mehr, höre kaum noch Radio, über CDs brauchen wir gar nicht reden. ich bin aber [...]
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5 Lesetipps für den 14. Oktober

In unseren Lesetipps geht es heute um die gesellschaftlichen Folgen der Digitalisierung, den Online-Wahlkampf, wie das Internet die Kreativität von Musikern gefährdet, Datenschutz in den USA und Europa und Buzzfeeds Wachstumsplan durch Internationalisierung. Ergänzungen erwünscht.

  • BUZZFEED Wall Street Journal: BuzzFeed wird ein mehrsprachiges Nachrichtenportal: Für seine Form von Journalismus zwar umstritten, ist Buzzfeed aber eine Erfolgsgeschichte, denn Jonah Peretti hat es geschafft, in wenigen Jahren ein Millionenpublikum zu erreichen. Allein im August 2013 besuchten 85 Millionen Menschen aus der ganzen Welt die rein englischsprachige Seite. Im nächsten Schritt wird die Seite jetzt auch in weiteren Sprachen angeboten und wird so eine der wenigen mehrsprachigen Nachrichtenseiten.
  • DATENSCHUTZ Ars Technica: Warum E-Mails in den USA besser aufgehoben sind als in Deutschland: Cyrus Farivar setzt sich mit den Datenschutzbestimmungen in den USA und Deutschland auseinander und kommt nach dem Test der beiden Mailalternativen Riseup und Posteo zu dem Ergebnis, dass seine Mails in Europa nicht besser aufgehoben sind als in den USA, auch weil deutsche Unternehmen gar nicht sagen dürften, wenn sie Daten weitergeben müssen.
  • KREATIVITÄT The Guardian: ‚The internet will suck all creative content out of the world‘: In einem Gastbeitrag für den Guardian erklärt Talking Heads-Gründer David Byrne die momentane Situation des Musikstreaming und wie sich einzelne Musiker dazu positionieren. Byrne glaubt, dass mit Streaming und anderen Online-Vertriebskanälen zwar Geld verdient werden kann, letztendlich aber die Kreativität darunter leiden wird.
  • ONLINE-WAHLKAMPF bpb: Warum der Wahlkampf nicht mit sozialen Medien entschieden wurde: Soziale Medien sind aus modernen Wahlkämpfen nicht mehr wegzudenken. Doch trotz Twitter, Facebook, Youtube und Co: Social Media sind nach wie vor nur ein kleiner Baustein in den Kampagnen. Konzertierte Strategien sind bei den etablierten Parteien nicht zu erkennen, sagt die Soziologin Jasmin Siri.
  • DIGITALISIERUNG Zeit Online: „Die Armen haben immerhin Kabelfernsehen und Smartphones“: Im Interview auf Zeit Online zeichnet der US-Ökonom Tyler Cowen ein düsteres Bild vom technologischen Fortschritt. Eine von der Gesellschaft nicht mitgestaltete Entwicklung wird am Ende dazu führen, dass nur ein kleiner Teil der Gesellschaft profitieren wird: „Die Armen haben immerhin Kabelfernsehen und Smartphones“.

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5 Lesetipps für den 28. Juni

In unseren Lesetipps geht es heute um den Relaunch von Mister Wong, was ein gutes Social TV ausmacht, die Preise für das Musik-Streaming, ein Blog von Hobby-Detektiven und den digitalen Wandel in der Bildung. Ergänzungen erwünscht.

  • MISTER WONG Basic Thinking: Mister Wong goes Fashion: Unser Netzpiloten-Autor Tobias Gillen hat auf Basic Thinking über dern Relaunch von Mister Wong geschrieben, dass sich vom Bookmarking-Dienst zur Social Fashion-Plattform wandeln will. Etwas neues zu probieren, findet er sinnvoll, ob es aber ein Shopping-Dienst sein muss, weiß auch er nicht.
  • SOCIAL TV W&V: Was macht ein gutes Social-TV-Format aus?: Was macht eigentlich ein gutes Social-TV-Format aus? W&V hat dazu die Aussagen von ein paar Branchengrößen gesammelt und stellt die neueste Studie zu dem Thema vor, in der A.T. Kearney zum Ergebnis kommt, dass durch Social TV getriebene Online-Werbeumsätze bis 2016 jährlich um 25 Prozent steigen könnten.
  • STREAMING Time.com: This Is What Apple’s Paying Music Labels on iTunes Radio: Streaming-Dienste werden immer beliebter. Doch die Einnahmen lohnen sich für die meisten Musiker kaum. Das Internet-Radio Pandora zahlt $0,12 pro Klick. Apple zahlt nur leicht mehr. Für jedes im iTunes Radio gespielte Lied zahlt Apple im ersten Jahr $,014, danach nur noch $0,13 und beteiligt die Musiker zu 15 Prozent an den Werbeeinnahmen.
  • BLOGOSPHÄRE Zeit Online: In ihrer Freizeit jagen diese Blogger Mörder im Internet: Michelle McNamara betreibt in den USA einen Blog für ungelöste Mordfälle. Sie und andere Freizeitermittler versuchen, der Polizei zu helfen. Manchmal gelingt das sogar, wie der interessante Artikel von Boris Hänßler zeigt.
  • BILDUNG herrlarbig.de: Von der Digitalisierung, freien Bildungsmaterialien und dem Lernen im digitalen Leitmedienwandel: Das „Internet und Gesellschaft Co:llaboratory e.V.“ hat sich in seiner 6. Initiative mit dem „Lernen in der digitalen Gesellschaft“ beschäftift. In diesem Zusammenhang reflektierte Jöran Muuß-Merholz die Frage, was Open Educational Ressources (Freie Lern-/Bildungsmaterialien; kurz: OER) mit digitaler Integration und Medienkompetenz zu tun haben. Torsten Larbig hat dazu eine lesenwerte Replik über Lernen im digitalen Medienwandel geschrieben.

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WhoSampled: Cover-Versionen beliebter Songs entdecken

WhoSampledManchmal hört man einen Song und weiß ganz genau, dass dieser gecovert wurde. Doch von wem war das Original? Was der geneigte Musikfan nicht mehr weiß, ist WhoSampleds täglich Brot. Denn die App hat eine riesige Musikbibliothek im Hintergrund, die sie nach der Komposition abfragt.

Gleichzeitig erhält man auch noch Spezialwissen, welches den Nutzer glänzen lässt. Wie viele Remixes gibt es von dem Stück? Wie viele Cover-Versionen? Und wie oft wurde der Song bereits gesampled? Alles Fragen auf die WhoSampled seit einigen Tagen eine Antwort gibt. Nicht zuletzt auch mit Hilfe einer intuitiven Suchfunktion. Doch auch die eigene Musikbibliothek auf dem iPod, iPhone oder iPad kann durchleuchtet werden. Dafür muss man sich nur im WhoSampled-Dienst anmelden – entweder per Anmeldedaten oder Facebook-Login.

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Music-Quiz: Teste dein Musikwissen rundum deine iPod-Bibliothek

Ihr seid Musikfans? Ihr meint euer Wissen darüber ist unanfechtbar? Dann fordert euch selbst heraus mit der neuen Music-Quiz-App für euren iPod und beantwortet Fragen rundum um die Bands und Titel aus eurer persönlichen Musik-Bibliothek.

Music-Quiz iPod AppEs gibt dabei drei verschiedene Modi. In „20 Rounds“ geht es darum aus 20 verschiedenen Tracks den richtigen zu erraten. „Survival“ lässt euch so lange Songs raten, bis Ihr den ersten falschen Tipp gegeben habt und in „Open End“ spielt man einfach so lange bis man keine Lust mehr hat (oder das Ende seiner Reise erreicht hat).

Das Spielekonzept innerhalb der Modi ist dann ziemlich einfach. Immer dann wenn ein Song gespielt wird, bekommt man selber fünf Antworten vorgelegt und man muss sich dann nur noch entscheiden. „Wer wird Millionär“ für Tonbegeisterte also.

Die App ist dabei sicherlich nicht für jeden was. Denn wer mit 20 Tracks in der Bibliothek aufwartet und diese von der letzten Bravohits abspielt, wird eher weniger Fails erzeugen. Wer allerdings eine spannende und vielseitige iPod-Bibilothek vorweisen kann, der wird mit dieser App sicherlich seinen Spaß haben und sein persönliches Sammelsurium auf jeden Fall neu entdecken.

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Kampf um das Copyright – Bestraft uns

Die Gesternbranchen blasen zur letzten Jagd auf die, die sie Raubkopierer nennen. Dabei überspielt der ganze Trubel doch nur, dass sich die Manager im kollektiven Dornröschenschlaf befunden haben. Profitieren werden nun andere, insbesondere Apple.

Der liebwerteste Zeit-Gichtling Adam Soboczynski ist ein heldenhafter Kämpfer für die Rechte von geknechteten, gebeutelten und verarmten Künstlern, die in den Fängen von freibeuterischen Piraten bald ein Dasein am Hungertuch fristen müssen. Die Wochenblatt-Edelfeder macht sich wenig Gedanken, wie das Vollzugsdefizit des Urheberrechtes beseitigt werden kann und schreibt in unnachahmlicher Klarheit, dass sich die Künstler mit ihrer Protestnote „Wir sind die Urheber“ bemerkenswert kompromisslos in Szene setzen. Achtung, ich verdinge mich jetzt als Kopist und zitiere Sobo in Auszügen, bitte nicht abmahnen:

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Berlin Boombox – DIY-Ghettoblaster für iPhone und iPod

Berlin BoomboxLetztens hatte ich euch ja einmal die reaDIYmate-Charaktere vorgestellt, die man sich in Übersee ordern kann. Heute lernt Ihr etwas Ähnliches kennen. Die Berlin Boombox. Diese Box, die wie die reaDIYmates ebenfalls aus Pappe und mit einigen leichten Handgriffen selber gebastelt werden können, ist dabei mindestens genauso ein Hingucker. Was braucht man dafür? Man nehme einen Bastelbogen, ein Lautsprecher-System sowie ein iPhone oder iPod und los geht’s.

Technologie

Berlin BoomboxDer iPod, das iPhone und selbstverständlich auch alle anderen Smartphones und Mp3-Geräte werden über einen 3,5mm-Klinkenstecker vom Kopfhöreranschluss an das Soundsystem angedockt. Die Lautsprecher, die mit 2x-1-Watt-Boxen laufen, sorgen sicherlich nicht für genauso so einen starken Beat, wie man es von einem herkömmlichen Ghettoblaster erwartet, aber die Entwickler feilen bereits an einem erweiterten Klangerlebnis.

iPhone- und iPod-User können beispielsweise demnächst über die „Bongiovi DPS-App“, die das Team zusammen mit Bongiovi Acoustics aus NYC entwickelt, einen an die Boxen angepassten Sound ausgeben lassen. Die App arbeitet dabei wie ein Equalizier und holt die bestmögliche Qualität aus der Boombox heraus.

Die Berlin Boombox ist außerdem mit einem großen Aluminium-Drehknopf ausgestattet mit dem man das Lautsprechersystem sowohl anschaltet, als auch die Lautstärke regeln kann.

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Jugendliche wollen Musik

Eltern und Web - Medienlotse

Katrin Viertel von Medienlotse.com beantwortet Fragen rund ums Thema Erziehung und digitale Medien. Heute geht es ums Musikhören und -beschaffen.

Wenn es um Filme und Musik aus dem Netz geht, sind mir meine Kinder (14 und 16 Jahre) weit voraus. Sie wissen, was es wo zu streamen, runterzuladen und zu tauschen gibt. Was davon legal oder illegal ist, interessiert sie nicht. Ich gestehe, dass es mich zwar interessiert, dass ich aber schlicht nicht mehr Bescheid weiß. Immerhin frage ich mich noch, ob sich die Kinder strafbar machen. Muss, kann, sollte ich verhindern, dass sie sich ihre Lieblingsstücke aus dem Internet holen?

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Rara: Konkurrenz für spotify und pandora?

Rara ist eine haitianische Musikrichtung und ein lokales Fest. Und das soll es nun auch im Netz werden. Ein Musikfest als Streamingdienst. Mit 10 Millionen Songs wollen die Macher heute in 16 Ländern an den Start gehe. Da der Hersteller der Blackberry-Smartphones RIM und Sony dahinter stehen, gibt es zwar ein gewisse Garantie, dass ausreichend Mainstream-Musik vorhanden sein wird. Aber auch hier werden sicher wie bei den anderen Streaminganbietern früher oder später die Labels abspringen, die nicht den Massengeschmack bedienen, weil der Aufwand in keinem Verhältnis zum Ertrag steht – einige Labels haben sich schon von den bekannten Streaminganbietern zurückgezogen, weil sie auch Kannibalisierungseffekte beobachten zu ihrem normalen Geschäft. Ob das langfristig eine kluge Entscheidung ist, sei dahingestellt.

Zumindest machen alle anderen Major-Labels mit und HP will auf seinen PCs (ja es gibt sie doch noch diese Sparte) das Programm (die App) von rara vorinstallieren. Auch auf den mobilen Plattformen wie eben Blackberry, Apples iOS und Android ist der Zugang für rara.com möglich und mit einem Clou verbunden, denn die gestreamten Songs werden dort auf der SD-Karte in einem rara-cache gespeichert, sodas sie auch offline gehört werden können. Playlists und Favoriten sind wie bei den anderen Diensten natürlich mit dabei. Und bei eingeloggten Nutzern werden diese auch über alle denkbaren Zugangsgeräte synchron zugänglich sein. Alles wie gehabt: eben Musik in der Cloud. Neu ist, dass es auch Mitherausgeber für den Dienst gibt, die von der Seite der Künstler kommen. Die erste bekannte Person ist Imogen Heap, die sicher nicht den Mainstream repräsentiert, es könnte doch spannender werden als der Erste Eindruck vermuten lässt. 10 Millionen Songs für 99 Cent im Monat ist schon mal eine Ansage. Mal sehen ob sie eines Tages auch auf dem Rechner und nicht nur per Handy speicherbar sind.

Ich weiß gar nicht mehr, seit wann ich bei pandora.com bin, muss fünf Jahre her sein. Aber es hat mich bisher kein anderer Service so elegant bedient. Wer also per Proxy oder stealth-extension als US-Brüger im Netz unterwegs ist, der möge dort mal vorbeisehen.

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EU: Urheberrecht für Tonaufnahmen

Bald wird es laut irights.info wahrscheinlich wegweisende Entscheidungen im europäischen Urheberrecht in Sachen Musik und Sprachaufnahmen geben: Die lange auf Eis liegende Schutzfristverlängerung für Tonaufnahmen von 50 auf 70 Jahre soll laut der Website aller Voraussicht nach morgen am 07. September vom Ausschuss der ständigen Vertretungen und Botschaften in Brüssel (COREPER) beschlossen werden.

Dieser Ausschuss bereitet in der Folge die Ratsarbeitsgruppe Urheberrecht vor. Diese soll dann am 12.09. tagen und aller Voraussicht nach die Schutzfristverlängerung in europäische Gesetzeskraft gießen. Eine besonders großen Nutzen für die Bürger Europas können wir von hier aus nicht erkennen.

Diese letzten Entwicklungen sind laut irights.info weitgehend unter Ausschluß der Öffentlichkeit im Schnellverfahren vorangetrieben worden. Durch ein Einlenken von Dänemark, Portugal und Finnland sei inzwischen die Sperrminorität gefallen.

Mehr dazu lest Ihr hier im verlinkten Dossier (PDF)

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Facebook: Musik abspielen dank Chrome Plugin!

+music downloadDas +Music Plugin für den Chrome Browser macht es möglich, dass man beim Surfen auf Bandpages oder Musikblogs die Musik der Artists im Hintergrund hören kann. Das Plugin nutzt die Music Intelligence Service’s API von Swarm.fm und erkennt welche Tracks gerade abgespielt werden sollen. Auch Facebook Seiten werden in das Plugin integriert. Geht Ihr nun z.B. auf die Seite von Arcade Fire braucht ihr nur noch neben dem Bandnamen auf „Play“ drücken und schon spielt die Playlist ab, die die API übergeben hat. Auch eine Share-Funktion ist integriert!

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GOOGLE Music ist live (BETA)


Google Music startete neulich in den USA. Es ist ein Musik-Streaming-Dienst wie es schon viele andere vorher gab – nur eben von Google. Nicht ganz zufällig kommt dieser Start kurz vor dem lange erwarteten iTunes Replay Dienst von Apple. Dort werden neben Musik wohl auch Videos und TV erreichbar sein. Außerdem kann man sich dort mit einer einmaligen Gebühr reinwaschen vom schmutzigen Content aus Dunklen Kanälen der Piraterie. Ähnliches ist bei Google Music nicht zu erwarten. Man lädt mit dem Download-Manager (?), also einem eigenen Programm, das an den eigenen GMail-Account gebunden bliebt, seine Musik in die Google-Cloud und kann sie dann überall mit dem Browser oder der zugehörigen Android-App anhören. Anscheinend ist das besser, als das lokal auf der SD-Karte zu haben. Naja. Es kann auch einfach sein, dass sich mir das Modell cloudbasierte Musik-Sammlung nicht so erschließt. Seit ich Leute an iTunes verzweifeln sehe, zwei Blicke auf spotify geworfen habe, musste ich feststellen, dass ich offenbar nicht zur Zielgruppe gehöre, Playlisten auszustauschen, und aller Welt, vor allem den Musikverlagen mitzuteilen, welche Musik ich so höre… Weiterlesen »

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Let’s have an orgy!

Ich möchte nicht wie ein schlechtgelaunter Zeuge Jehovas vor seiner ersten Tasse Kaffee klingen, aber Jennifer Lopez ist die Hure Babylons. Wenn man sich das Video zu ihrem neuen Hit „On the floor“ ansieht, hat man fast Mitleid mit ihr, mit welchem Ehrgeiz und unter völliger Aufgabe jeglichen Charmes sie versucht, aus einer kleinen Glitzerdisco einen Tanz auf dem Vulkan zu entfesseln. Sie ist der Star einer provinziellen Ballermann Orgie, die Göttin der letzten Stunde in einem Moskauer „Nobelclub“, auch genannt „Resterampe“. Und dabei singt sie das Thema von „Lambada“… Weiterlesen »

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#CTM11: Live ist tot, es lebe die Liveness!?

Das mit der Transmediale (#TM11) verschwesterte und zeitgleich statt findende Festival Club Transmediale (#CTM11, 1. – 6.2.2011) in Berlin ist in diesem Jahr der Frage der “liveness” nachgegangen, vor allem mit einem zweitägigen Symposium zu Beginn des Festivals (1. – 2.2.) im HAU1, am Donnerstag dann mit Vorlesungen und einer Diskussion im Haus der Kulturen der Welt, gemeinsam mit der Transmediale. Die Frage, was eigentlich „live“ ist, gehört zu den wichtigsten Fragen der „digital culture“ (imho), entsprechend vielfältig und kontrovers ist der Begriff dann auch diskutiert worden. Während etwa für Wolfgang Ernst, Professor für Medientheorien an der Berliner HU und Eröffnungsredner des Symposiums, “live” mit den digitalen Medien endet, stellte gleich die erste anschließende Diskussionsrunde eine Renaissance des “live”, gerade durch die Verbreitung digitaler Medientechnologie, fest.

Dieser Text wird sich hauptsächlich mit der Frage der Live-Musik und auditiver Medienkultur befassen, da mich einerseits die Frage der Laptop-Konzertsituation und des Computers als Musikinstrument persönlich beschäftigt und andererseits ein Blogeintrag über ein einwöchiges Festival eine gewisse Reduktion vorschreibt, wenn nicht einfach nur aus jedem Dorf ein Hund präsentiert werden soll. Verweise auf andere, artverwandte Live-Kontexte können jedoch immer leicht gezogen werden… Weiterlesen »

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New York: Subway als Musikinstrument

Wie kann eine U-bahn Musik machen?

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Series-Netlabel: Elektro-Klänge aus Lateinamerika

In den Weiten des Webs tummeln sich eine Unmenge von Netlabels, die spannende Musik veröffentlichen. Eines davon stelle ich euch heute vor: Series Media, das sich auf elektronische Musik aus Lateinamerika spezialisiert hat.

Series ist ein Netlabel aus Medellín im Nordwesten Kolumbiens, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, Künstlern ohne Plattenvertrag ein Forum zu bieten – meist elektronische Musik, stilistisch im Bereich von Minimal und Ambient verordnet. Wie für Netlabels typisch, stehen alle Werke auf Series Media unter einer Creative-Commons-Lizenz – in ihrem Fall die BY-NC-ND. Alle Veröffentlichungen kommen mit eigenem Artwork und ordentlichen id3-Tags. Weiterlesen »

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Switched-On Tron

Von Beate Stender und Philipp Noltensmeier

Daft Punk sind zurück: mit einem Soundtrack für den Disneyblockbuster „Tron Legacy“, der ihre Fans überraschen dürfte! Denn sowenig „Tron Legacy“, der kurz vor Weihnachten in den USA startet, ein bloßes ‚Remake‘ des fast dreißig Jahre alten Kultfilms darstellt, sowenig steht der Soundtrack von Daft Punk in direkter musikalischer Folge zu ihren bisherigen Alben. Anstelle von clubbiger Housemusik sind 22 großformatige, orchestral und elektronisch arrangierte Tracks entstanden, die eines deutlich machen: niemand anders als Daft Punk wäre geeigneter für diese Arbeit gewesen!

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CD des Winters: Yello by Yello

Alle fanden Kraftwerk toll. Habe ich nie verstanden, das, was Moebius, Tangerine Dream und Rother gemacht haben war mir immer näher – auch und gerade, weil es die andere Linie neben Brian Eno und Harold Budd war. Außerhalb der Konkurrenz war schon damals Yello. Dies war die erste und lange Zeit einzige Band, die Elektrosounds mit Synthesizern (auch noch per Sequencer maschinisiert) extrem tanzbar machte. Bostiche wird mir immer im Gedächtnis sein, so wie Stewart Copeland für mich Police musikalisch weiter entwickelte und NICHT Sting, so entwickelte Yello die Welt der Klangbastler weiter zu Charthits die noch heute sehr frisch klingen. Und Boris Blank und Dieter Meier können es noch heute, wie ihre neue CD-Box Yello by Yello beweist. Es gibt die Singles Collection und die Anthology mit 3 neuen Stücken von Boris Blank, der es noch immer kann – sogar fast besser geworden ist. Ach ja und eine DVD ist auch an Bord. Weihnachtstipp! Hier ein kleines Interview dazu:

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Musiksuche der gehobenen Art

the sixty one“ ist wieder einmal ein (zum Teil) neue und wie ich den Eindruck habe sinnvolle Herangehensweise Musik auffindbar zu machen, bzw. sie an den Mann/an die Frau zu bringen. Musiker und Labels können hier ihre Musik einstellen, Hörer bekommen ein leicht Bedienbares Internet-Radio, dass sie mit teilweise ungewöhnlicher, zumeist aber sehr schöner Independentmusik versorgt. Unbedingt mal vorbeischauen und stöbern und (!) bewerten.

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Neue CDs: anbb | Greie Gut Fraktion

Alva Noto ist das Pseudonym von Carsten Nicolai, Musiker, Labelgründer, Installations- und Video-Künstler. Er betreibt verschiedene musikalische Projekte, u.a. mit Peter Greenaways ehemaligem Komponisten Michael Nyman und Ryuichi Sakamoto (früher Mitglied beim ‚Yellow Magic Orchestra‘). Seit 2007 experimentiert Nicolai unter dem Namen ‚anbb‘ zum ersten Mal mit einem Sänger, und zwar keinem geringerem als der ‚Einstürzende Neubauten‘-Kultfigur Blixa Bargeld. Zwei passionierte Schwarzträger die immer wieder an den unterschiedlichsten Zusammenarbeiten und Konstellationen interessiert sind, regelmäßig Hörgewohnheiten brechen,
und ganz selbstverständlich zwischen Hoch- und Popkultur hin und herwandern…
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Was soll Musik kosten?

Scheiden tut weh. Auch noch nach Jahren, wie auf der diesjährigen Konferenz für Musik- und Kreativwirtschaft Alltogethernow, die am Montag im Rahmen der Berlin Music Week gestartet ist, uneindeutig zu vernehmen ist. So präsentiert sich das Thema Filesharing auch 2010 noch immer als ungelöstes Dilemma in der Musikindustrie und legt damit auf den ersten Blick die Vermutung nahe, dass konservativ denkende Majorlabels nicht das Internet verschlafen, sondern ungeachtet ihrer zerbröckelnden Machtposition bewusst nicht wahrhaben wollen. Doch wer die Debatte als reines Problem einer raffgierigen Majorklientel aburteilt, irrt: denn nicht nur marktwirtschaftliche, sondern auch moralische Fragen begleiten das Thema Internet und ihre Urheberrechte. So ist der Ruf nach einer zur Gänze legalisierten Filesharer-Kultur von digitalen Gütern eben auch der Ruf nach dem Tod des Urhebers des digitalen Guts, der damit Geld verdienen will. So unvereinbar die beiden Positionen „Digital Goods for free“ versus „Copy kills music“ erscheinen, so vehement wurden sie bereits auf den ersten beiden Tagen der Konferenz, dem Alltogethernow Camp, in den verschiedenen Sessions vertreten. Neben hitzigen Diskussionsrunden gab es jedoch auch Lösungsvorschläge, wie der Musiker in Zukunft jenseits von „Zensursula“ vor dem Ruin zu retten ist. Doch festzuhalten gilt: eine Einigung beider Positionen gibt es vorläufig nicht. Warum eigentlich nicht? Ein kleiner Exkurs…

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Video: Sonar

Visuelle Musik, oder?

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Konferenz: all2gethernow 2010

Als 2009 die popkomm abgesagt wurde, war die Musikbranche etwas stickum. Man munkelte es könne an den bösen p2p-Tauschbörsen im Netz liegen, oder an der schlechten Stimmung wegen der Krise. Die Gerüchte und Mutmaßungen schossen ins Kraut. Die all2gethernow etablierte sich in Berlin aus dem Stand in dieser Nische als Zwitter zwischen Konferenz und barcamp. Heute macht man aus der Not eine Tugend. Offiziell klingt das nun so:
Genreübergreifend und auf Augenhöhe sollen möglichst umfassende Perspektiven in die Gespräche über neue Strategien und Geschäftsmodelle der Musikwirtschaft und angrenzender Kultur- und Kreativzweige mit einbezogen werden. Geschäftsführer großer Unterhaltungskonzerne treffen auf Klein- und Mittelständler, Vertreter von traditionellen Verwertungsgesellschaften auf digitale Freigeister, Performer und Produzenten treffen auf interessierte Konsumenten. Der partizipatorische Prinzip des Konferenzformates liefert den Teilnehmern wertvolle neue Inspiration und lädt explizit dazu ein, voneinander zu lernen.

Das Programm Anfang bis Ende nächster Woche gliedert sich in drei Abschnitte:

06.-07.09.2010: #a2n_camp, Kulturbrauerei
Hier steht der praxisorientierte, partizipative Dialog über die Zukunft der Musikbranche zwischen allen Beteiligten im Fokus. Es
tauschen sich Internationale Player aus: Major CEOs, Indie-Vertreter, Musiker, Manager, Promoter, Hollywood-Sounddesigner,
Internet-Unternehmer, Journalisten, GEMA und Creative Commons.
140 Speaker, ca. 80 Sessions
Ticktets: 30,00 Euro, http://a-2-n.de/ticket oder an der Tageskasse

08.-09.09.2010: #a2n_congress, Flughafen Tempelhof
Aufgebaut als kuratiertes Kongress-Programm steht die Vermittlung von aktuellen Erkenntnissen im Mittelpunkt: Internationale
Top Speaker geben Einblicke in Gegenwart und Zukunftsperspektiven der Branche.
90 Speaker, 26 Sessions
Zugang nur mit 4-Tage Kombi-Ticket der Berlin Music Week: 236,00 Euro, http://berlin-music-week.de/tickets

10.-11.09.2010: #a2n_forum, Flughafen Tempelhof
Die Ergebnisse von #a2n_camp und #a2n_congress werden von sogenannten „Rapporteuren“ zusammengefasst und als
Interviewfragen aufbereitet. In öffentlichen Gesprächen mit verschiedenen Künstlern des BERLIN FESTIVAL werden die
spannendsten Themen der BERLIN MUSIC WEEK CONFERENCE aus der Sicht der Performer noch einmal durchleuchtet.
Zugang mit 4 Tage Kombi-Ticket und Tickets des Berlin Festivals, http://berlin-music-week.de/tickets

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Build a Jam

FOR MUSICIANS!

Du suchst nach Menschen mit denen Du gemeinsam jammen kannst? „Build a Jam“ hilft Dir weltweit auf der Suche nach Mitmusikern, mit denen Du sofort online losjammen kannst. Music is all around us. Listen & participate!

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High Energy Shit – Die Antwoord klettern aus dem Netz

Sie klingen wie eine Autoscooterfahrt auf Speed und zelebrieren in ihrer Musik “the next level shit“: seit Beginn des Jahres irritieren ´Die Antwoord´ das internationale Pop-Publikum und scharren gleichzeitig eine wachsende Jägermeister-begeisterte Fangemeinde um sich. Dabei weiß bis heute immer noch niemand so richtig, was das Trio aus Kapstadt wirklich im Schilde führt: ist ihr hochproduzierter Ghettotechrave ernst gemeint oder reine Show? Wer zieht die Fäden im Hintergrund? Und leben Sänger Ninja und seine Freundin Yo-Landi mit der gemeinsamen Tochter womöglich gar nicht in den Townships von Kapstadt, wie sie uns weismachen wollen?

“the next level shit“
Wie Phoenix aus der Asche tauchten Vanilla-Ice-Mähne Ninja, “fresh futuristik rich bitch“ Yo-Landi Vi$$er und der entrückte Beatmaster DJ Hi-Tek Anfang 2010 zum ersten Mal im Internet auf. Mit einem Debutalbum zum kostenlosen Download, das sich im weitesten Sinne als Antwort auf Eurodance und Kwaito versteht, demonstrierten ´Die Antwoord´ selbstbewusst, wie white-trash aus Südafrika klingen soll: pumpende Basslinien, trillernde Synthesizer und ein hochgepitchter weiblicher Gesang über aggressivem Rap von Ninja, gesungen auf Afrikaans und Englisch. Die Band selber bezeichnet ihre Musik als Zef, was im Englischen mit “redneck“ und im Deutschen schlicht mit „Prolet“ übersetzt werden kann. “Everybody has like an inner zef,“ erklärt Ninja in einem Interview auf Youtube, “and we found the fucking ´Antwoord´ according to my inner zef. It´s not something you can really explain, it´s something that you kinda experience! It´s like in a video game when you reach the next level: basically zef is the next level shit!“ Mit pointierter Ungenauigkeit lassen ´Die Antwoord´ Ninja´s innerem Proll seinen freien Lauf und orientieren sich dabei an allem, was einen südafrikanischen white trash boy in seiner Identität geprägt haben mag: “Check it, a ready present South African culture, in this place you hear a lot of different things, blacks, whites, coloreds, english, records, coza, zulu, vudokka, I’m rom. All these different things, all these different people, packed into one bus.“ Oder, wie Ninja dann weiter in “Enter the Ninja“ singt: „My style is UFO, totally unknown!“

MaxNormal
Dabei ist Ninja gar nicht so ein Unbekannter, wie er glauben machen will. Hinter dem aggressiv-angestrengten Proletengesicht verbirgt sich Watkin Tudor Jones, ein bekannter Künstler aus der südafrikanischen Musikszene, der schon seit längerem vergnügt zwischen verschiedenen musikalischen Alter Egos hin- und herspringt. 2002 gründete er als Max Normal das hörenswerte multimediale HipHop-Projekt ´MaxNormal.tv´, in der er in selbstproduzierten Videos nicht nur Beats, sondern auch niedliche Stofftiere selber zusammenbastelte und mit Karaoke-Texten den Zuschauer zum Mitsingen animierte. Schon damals mit an seiner Seite: die blutjunge Sängerin Yolandi Visser unter dem Pseudonym “Anica The Snuffling“…
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ZPYZ – eine Pop-CD

Achtziger Jahre Pop, der sich bei mir mit dem Namen „ein Muh, ein Mäh“ in der Rhythmbox anmeldet ist schon mal per se ne gute Sache. Der Text der Agentur nimmt den Mund voll. Und tatsächlich ist das wirklich eine Mischung aus Alphaville, Pet Shop Boys und den unvermeidlichen Depeche Mode. Der zweite Testsong hat sogar bei New Order, Alien Sex Fiend und Bauhaus was abgeschaut.
„In den Achtzigern spuckte die Subkultur zukünftige Stars am Fließband aus. Dann wurde das Reisbrett zum Planungsbüro für die Popkarriere. Nun schlägt die Subkultur zurück. Und das mit ZPYZ, einer Band deren Spezialität die Massenhypnose ist.“ Soso, Massenhypnose ist im Moment schlecht, aber die Musik ist mal ein Revival der besseren Art. Lesen wir weiter:“Großer Pop meint es stets ernst, selbst wenn er sich nicht in jedem Moment ernst anhört. Großer Pop bleibt unwiderruflich im Ohr kleben und wird dort langfristig sesshaft. Großer Pop weiß, was er tut und klingt trotzdem so als wäre nichts geplant. ZPYZ stehen auf großen Pop und haben deshalb ein abwechslungsreich bewegendes Album produziert, dessen Songs nur einen gemeinsamen Nenner haben: sie machen süchtig!“ Artwork und Name sind etwas sperrig, die Musik nicht. Lohnt sich sicher mal reinzuhören, wenn man auf den Sound der Achtziger steht. Mehr gibt es hier zu sehen/hören/erforschen. Am 20.08 erscheint dann also die neue CD namens 2080. Könnte klappen mit der Karriere.

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Newcomer 2010: Janelle Monáe – ArchAndroid

Ich hasse die Musik von Beyoncé Knowles, Christina Aguilera und den anderen R&B-Tanten. Aber halt. Es gibt eine ganz junge Frau in den Staaten, die kann es.

Janelle Monáe ist bereits mit ihrer sagenumwobenen ersten EP The Chase Suite zum Grammy-Nominee avanciert! Nun ist das erste Album erschienen. Naja, die CD halt. Archandroid. Sehr abwechslungsreich. Big Boi von Outkast ist auch an Bord. Schöner Pop zwischen dem üblichen R&B aus den Charts, ein bißchen Yello und Zappa ist mit drin und sogar Anklänge an Stray Cats und die 60s.

Ich bin absolut paralysiert und habe diese CD privat auf very heavy rotation. Hier kann man mal reinhören. Unbedingt mehrere Songs anspielen, weil praktisch jedes zweite Lied von einer total anderen Band sein könnte. Die Stimme ist sehr vielseitig und immer beeindruckend ausdrucksstark. Die Musik ist verspielt, experimentell und partiell gut tanzbar bzw. zum Chillen geeignet. Um es kurz zu fassen: Ihr gebührt all der Ruhm den nun Sir Lady Gaga einheimst. Ach ja. Sie ist wirklich eine Frau, eine sehr hübsche noch dazu. Und das habe ich erst gesehen, als ich mich beim zweiten Durchhören in die Stimme verliebt hatte. Kaufen! Sofort! Die erste Hälfte ist ausgezeichneter Pop mit etwas R&B und Bar-Jazz, die zweite Hälfte macht sie schon jetzt zu meiner CD des Jahres 2010. Eine ganz Große hat die Bühne der modernen Musik betreten. Lasst Euch nicht von den ganzen Remixes bei Myspace auf die falsche Fährte bringen und fangt erst beim dritten Song an…

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