All posts under Musik

5 Lesetipps den 13. Mai

In unseren Lesetipps geht es heute um Wikileaks, Facebook und die Instant Articles, Lobbyismus und Youtube gegen die Gema. Ergänzungen erwünscht.

  • WIKILEAKS NSA-Ausschuss im Bundestag: Wikileaks veröffentlicht Mitschriften – taz.de: Das Enthüllungsportal Wikileaks hat ein 1380 Seiten umfassendes Protokoll des NSA-Untersuchungsausschusses des Bundestages veröffentlicht. Dieses beinhaltet Zeugenaussagen von Mai 2014 bis zum Februar 2015. Betroffen sind nur Mitschriften aus öffentlichen Sitzungen des Ausschusses, welche bisher nicht öffentlich zugänglich waren. Laut Wikileaks-Gründer Julian Assange „hat die Öffentlichkeit das Recht, die Arbeit dieses Untersuchungsausschusses zu verstehen.“

  • YOUTUBE Youtube verliert gegen Gema vor Gericht: Sperrtafeln sind unzulässig – Digital | STERN.DE: Dass sich Youtube und die Gema in Deutschland nicht ausstehen können, ist gemeinhin bekannt. Wahrscheinlich hat jeder schon einmal die verhasste Sperrtafel bei Youtube gesehen, die besagt, dass die Rechte der Musik nicht von der Gema eingereicht wurden. Diese Sperrtafel wurde nun vom Landesgericht München als unzulässig erklärt, da er die Gema in eine schlechtes Licht rücken würde.

  • JOURNALISMUS heise online: Spiegel und Bild veröffentlichen Artikel direkt auf Facebook: Facebook hat nun offiziell das Feature „Instant Articles“ implementiert. Das bedeutet, dass nun komplette Artikel über Facebook hochgeladen und angesehen werden können. Diese Funktion solle vor allem mobilen Nutzern helfen, schneller Artikel zu laden. In Deutschland werden Bild.de und Spiegel Online das neue Feature nutzen. Sowohl die Geschäftsführerin von Spiegel Online, Katharina Borchert als auch Julian Reichelt, Chefredakteur bei Bild.de, sprechen sich sehr positiv über die neue Funktion aus.

  • LOBBYISMUS Politik Digital: Ein Radar für mehr Durchblick im Lobbydschungel: Heutzutage gibt es überall in der Politik Lobbyisten, welche versuchen, ihren eigenen Standpunkten in der Politik durch Studien oder persönliche Gespräche Gewicht zu verleihen. In der Gesellschaft gilt Lobbyismus als verpönt, da oftmals kleinere Interessensgruppen ignoriert werden. Die drei Journalisten Dominik Wurnig, Jan Schneider und Michael Hartlep entwicklten ein Browser-Add-On, um den Einfluss der Lobbyisten auf die Politik zu verdeutlichen: das Lobbyradar.

  • FACEBOOK Politik Digital: Facebooks Politik des (Nicht-)Löschens: Facebook ist aus dem heutigen Leben kaum noch wegzudenken. Doch oftmals kommt es in dem sozialen Netzwerk zu Äußerungen oder ähnlichem, welche über alle Grenzen schlagen, zum Beispiel schwere Beleidigungen oder extremistische Kommentare. Dem Netzwerk wird nun vorgeworfen, nicht stark genug gegen solche Beiträge vorzugehen. Außerdem wird sich darüber beschwert, dass oft die Nutzer selbst sich um die Beseitigung solcher Inhalte kümmern müssen.

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5 Lesetipps für den 8. Mai

In unseren Lesetipps geht es heute um einflussreiche Pop-Musik, Spotify, E-Mail-Marketing, die Sms und Nintendos Rückkehr zur Profitabilität. Ergänzungen erwünscht.

  • MUSIK CNET: The most influential pop-music genre? Science makes a ruling: In jeder Generation gibt es Bands und Songs, von denen angenommen wird, sie haben die Musik von Grund auf verändert. In den 60er Jahren waren das die Beatles, die Fans in den 70er Jahren hatten die Disco-Musik. Eine Gruppe von Biologen und Ingenieuren aus verschiedenen Universitäten Londons, wollten nun über den subjektiven Geschmack hinaus gehen. Durch die Quantifizierung von Daten, machten sie Schlussfolgerungen über Pop-Musik, in einem Zeitraum von 50 Jahren.

  • SPOTIFY t3n: Video-Streaming: Spotify soll Angriff auf YouTube planen: Insidern zufolge, plant Spotify offenbar sein Geschäftsmodell um ein Video-Streaming-Angebot zu erweitern. Dem Wall Street Journal zu urteilen, soll das schwedische Unternehmen bereits mit Video-Content-Erstellern im Gespräch sein. Angeblich sollen die Pläne zum Video-Streaming bereits im Mai offiziell angekündigt werden. Wann der entsprechende Dienst dann tatsächlich startet, ist allerdings noch unbekannt. Spotify hatte sich zuletzt eine Finanzspritze von rund 400 Millionen US-Dollar geben lassen, um der Konkurrenz besser die Stirn bieten zu können.

  • MARKETING Online Marketing Rockstars: 5 Minuten, die Euer E-Mail-Marketing spektakulär verändern: Neue Funktionen von Google Analytics eröffnen Marketer neue Einblicke in das Verhalten von Kunden, bezüglich E-Mail-Kampagnen. Neben dem regulären Klick-Tracking, kann man jetzt auch das Öffnen von E-Mails messen und in Zusammenhang mit Website-Zielen und Umsätzen stellen. Laut Marketing-Experten mangelte es E-Mail-Marketing bisher an echtem Postview-Tracking. Im Folgenden erklären zwei Experten aus dem Marketingbereich, wie das mit Google Analytics funktioniert.

  • SMS heise online: Bitkom: Anzahl verschickter SMS stürzt weiter ab: Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland nicht einmal mehr halb so viele SMS verschickt wie noch in 2012. Während es im Jahr 2013 noch 37,9 Milliarden verschickte Nachrichten waren, kam man 2014 nur mehr auf 22, 5 Milliarden. Die Hauptgründe für den Abwärtstrend der einst so beliebten Kurznachricht, sind neben der ständig steigenden Verbreitung von internetfähigen Smartphones, der Boom um Messenger wie zum Beispiel Whatsapp. Anstelle einer vollkommenen Verdrängung der SMS, rechnen Experten aber eher mit einer grundlegenden Veränderung des Marktes.

  • NINTENDO TIME: Why Nintendo is Suddenly Profitable Again: Der Dino unter den Konsolenhersteller ist wieder zurück im Geschäft. Nintendo hat die Ergebnisse des am 31.März 2015 endenden Geschäftsjahres 2014/2015 vorgestellt. Wie das japanische Wirtschaftsblatt Nikkei bereits prognostizierte, kehrt Nintendo seit dem Jahr 2011 wieder zur operativen Profitabilität zurück. Dieser Erfolg Nintendos ist größtenteils auf eine Reihe von Blockbuster-Hits zurückzuführen.

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Soundcloud entwickelt sich zu einer Podcast-Plattform

Soundcloud öffnet sich für Podcasts
Nach erfolgreicher Beta-Phase startet Soundcloud eine Podcast-Funktion und gibt der Plattform ein ganz neues Wesen. Seit heute können Nutzer auf Soundcloud auch Podcasts hochladen und von dort aus teilen. Mit verschiedenen Funktionen möchte die soziale Audio-Plattform sich der Podcasting-Community öffnen und somit eine neue Zukunft des Podcastings einläuten. Mit der [...]
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5 Lesetipps für den 17. April

In unseren Lesetipps geht es heute um die Vorratsdatenspeicherung, den Vinyl-Trend, Julian Assange, die Digitalisierung und einen Skandal im Schach. Ergänzungen erwünscht.

  • VORRATSDATENSPEICHERUNG Politik Digital: Aus #VDS wird Höchstspeicherfrist: Das Umbenennen von politischen Themen zur Eroberung der Deutungshoheit ist ein beliebtes Mittel in der Politik. Vor anderthalb Jahren wollte man die Netzpolitik der aktivistischen Szene entreißen und sprache nur noch von Digitapolitik, passend zur Digitalen Agenda. Ähnlich läuft es jetzt mit der anlasslosen Vorratsdatenspeicherung, die jetzt als zwei Wochen kürzer ausfallende Höchstspeicherfrist wieder zurück ist, wie Julie Rothe auf Politik-Digital.de erklärt.

  • VINYL The Conversation: Back on record – the reasons behind vinyl’s unlikely comeback: Trotz engagierter Nutzung digitaler Fortschritte, kaufe ich immer noch Schallplatten. Angefangen hat das vor 12 Jahren mit einem geschenkten Schallplattenspieler, inzwischen scheine ich Teil einer globalen Trendwende zu sein, denn Vinyl ist wieder auf dem Vormarsch. Der Medienwissenschaftler Lee Barron von der Northumbria University in Newcastle erklärt das ungewöhnliche Comeback der Schallplatte.

  • JULIAN ASSANGE Berliner Morgenpost: Wikileaks-Gründer Julian Assange stellt sich der Staatsanwaltschaft: Seit drei Jahren sitzt Wikileaks-Gründer Julian Assange in der ecuadorianischen Botschaft in London, nach dem Schicksal von Edward Snowden beinahe schon vergessen. Die schwedische Staatsanwaltschaft hat ihn nicht vergessen, gibt aber jetzt ihren Widerstand auf, auf ein Verhör in Schweden zu bestehen, denn einige der Vorwürfe verjähren im August. Spannend, wie sich das entwickeln wird.

  • DIGITALISIERUNG FAZ: Leben und Arbeiten mit dem Internet in Deutschland: In der Frankfurter Allgemeine hat Prof. Dr. Renate Köcher vom Institut für Demoskopie Allensbach einen lesenswerten Denkanstoß über den digitalen Graben in unserer Gesellschaft gegeben. Dieser verläuft allerdings nicht zwischen verschiedenen Altersgruppen, sondern zwischen sozialen Schichten. Nicht alle Menschen profitieren von den durch das Internet ausgelösten gesellschaftlichen und ökonomischen Veränderungsprozessen.

  • SCHACH Techdirt: Chess Grandmaster Exposed As App-Using Cheat: Ich habe Ende der 90er Jahre, als sich auf einmal jeder ein Handy leisten konnte, angefangen Schach zu spielen. Das stellte sich, durch gewisse soziale Normen und kleineren Regeln, als keinerlei Bedrohung für die Integrität des Spiels heraus. Die Geräte verbanden zwar auch von unterwegs Menschen, sie waren aber alles andere als smart. Bei den heutigen Geräten, den Smartphones, sieht das natürlich anders aus und jetzt hat der Sport einen Skandal, der mit einer iPhone-App zu tun hat und gar nicht so klar ist, wie es vielleicht zuerst klingt.

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5 Lesetipps für den 7. April

In unseren Lesetipps geht es heute um Amazon, Disruption aus dem Silicon Valley, was Tidal für Streaming bedeutet, Vorratsdatenspeicherung und Medienkritik. Ergänzungen erwünscht.

  • AMAZON Monday Note: The Internet of Amazon Things: Während Facebook versucht das Internet zu werden, arbeitet Amazon daran, dass Internet der Dinge zu werden. Jean-Louis Gassée erklät in seinem Beitrag auf Mondaynote.com, wie Amazon sich als perspektivisch ausgerichteter Vordenker beweist, der den noch nicht festgelegten Bereich des Internet der Dinge für Konsumenten selber definieren möchte. Doch noch hadert auch Amazon mit den Vorstellungen der Kunden.

  • DISRUPTION Süddeutsche.de: Samstagsessay – Die Zerstörer: Zwei der führenden Wirtschaftsjournalisten der Süddeutschen Zeitung veruschen sich in einem Essay mit dem Thema Disruption auseinanderzusetzen. Der Text bringt wenig Neues zum Vorschein („Alles wird schneller“, „Alles wird brutaler“ und „Alles wird vernetzt“), ist aber ein schönes Beispiel dafür, wie der hiesige Journalismus über das Silicon Valley berichtet. Das „Allmachtsdenken“ der „Zerstörer“ ist eben immer noch ein Thema, mit dem man seine zahlenden Leser ängstigen kann.

  • STREAMING Meshed Society: Tidal means that artists finally acknowledge streaming as the future of music consumption: Mit Tidal haben US-amerikanische Musiker einen eigenen Streaming-Dienst gestartet, den Thomas Vorreyer in seinem Artikel auf Netzpiloten.de als wenig überzeugend beschrieb. Martin Weigert wertet den neuen Service perspektivisch als Zeichen dafür, dass sich Musiker an Streaming als Distributionskanal für Musik gewöhnt haben und in Zukunft stärker darauf setzen werden. Das setzt die Musiklabels unter Druck, denn am Ende muss auch mit Streaming Geld verdient werden.

  • VORRATSDATENSPEICHERUNG taz.de: Gabriel und die Vorratsdatenspeicherung: Der rechtspolitische Korrespondent der taz, Christian Rath, fasst die vergangenen Wochen der von Sigmar Gabriel begonnen Debatte um die Vorratsdatenspeicherung treffend zusammen: „Sobald der SPD-Chef etwas über die von ihm gepushte Vorratsdatenspeicherung sagt, kommt Unfug heraus.“ Letzter Fehltritt war die Behauptung von Gabriel, dass die Mordserie der rechtextremistischen NSU-Terroristen mit einer Vorratsdatenspeicherung schneller hätte aufgeklärt werden können. Diese Aussage zeugt von grober Unkenntnis der NSU-Morde und einem nicht auf Fakten basierenden Populismus seitens Gabriel.

  • MEDIENKRITIK Columbia Journalism Review: „A failure that was avoidable“: Vergangenen November berichtete das US-Musikmagazin Rolling Stone über eine angebliche Vergewaltigung einer Frau durch sieben Männer im Haus einer Studentenverbindung an der Universität von Virginia. Der Artikel musste nun zurückgezogen werden, nachdem bereits vor wenigen Wochen eigene Fehler zugegeben wurden. Der jetzt veröffentlichte Untersuchungsbericht der Journalistenschule der Universität Columbia zeigt die vermeidbaren Fehler des Magazins auf.

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Gezeitenwende: Tidal, der neue Streamingservice der Musik-Superstars

Jay-Z (adapted) (Image by Daniele Dalledonne [CC BY-SA 2.0] via Flickr)
Warum es tatsächlich neue Ansätze beim Streaming braucht – unabhängig von Tidal. Musik für alle? Der neue Streamingservice Tidal will genau das bieten. Noch dazu in bester Qualität. Mit großem Bohei brachten ihn seine Besitzer – Musik-Superstars wie Beyoncé, Madonna und Jay-Z – gestern Nacht an den Start. Begleitet von [...]
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5 Lesetipps für den 31. März

In unseren Lesetipps geht es heute um einen Google Analytics-Profi aus Hamburg, WLAN im ICE, Lobbyismus, Verschlüsselung und ein neuen Streaming-Dienst. Ergänzungen erwünscht.

  • GOOGLE ANALYTICS DAA Germany: Der jüngste Google Analytics IQ-Zertifizierte kommt aus Hamburg: Len Focken aus Hamburg ist der weltweit jüngste Google Analytics IQ-Zertifizierte. Der Fünfzehnjährige legte die Prüfung in nur 40 Minuten und mit einem Ergebnis von 92 Prozent ab. Eine großartige Leistung – vor allem im Vergleich zu seinen erwachsenen Mitstreitern, die er in Punkto Geschwindigkeit und Ergebnis hinter sich gelassen hat. DAA-Vorstandsvorsitzender Timm Peters betont die Bedeutung von Digital Analysten für die digitale Welt.

  • WLAN Zeit Online: Der Regionalverkehr bleibt vorerst offline: Als Nutzer des Telekom-Hotspot hatte ich gestern Internetzugang in der zweiten Klasse eines ICE, auch wenn ich mich alle drei Minuten neu einwählen musste. Andere Mitreisende waren zwangsweise offline, denn WLAN gibt es im ICE nur in der ersten Klasse umsonst, wer nicht bei der Telekom ist, muss viel Geld für den Hotspot bezahlen. Das soll sich bald ändern, zumindest im Fernverkehr. Im Nahverkehr dagegen wird sich aber nichts ändern. Am Abend habe ich übrigens erfahren, dass es in der Moskauer Metro ein offene WLAN gratis gibt. Wer will, der kann, so scheint es.

  • LOBBYISMUS Die Welt: Google nimmt stark Einfluss im Weißen Haus: Benedikt Fuest vom Springer-Medium Welt.de nimmt einen Artikel des Wall Street Journal zum Anlass, selber über dein Einfluss von IT-Unternehmen wie Google auf die US-amerikanische Politik zu verweisen. Durch ungefähr 230 Besuche von Google im Weißen Haus nahm das Unternehmen angeblich Einfluss auf alle möglichen Entscheidungen des US-Präsidenten Barack Obama. Das muss nicht immer zum Nachteil der Bürger gewesen sein, ganz bestimmt aber nicht zum Nachteil von Google. Jetzt fehlt eigentlich nur noch ein Artikel über den Einfluss von Springer auf die Bundesregierung, vor allem während der Bruder von Springers Lobbyist Dietrich von Klaeden, Eckart von Klaeden, Staatsminister im Bundeskanzleramt war.

  • VERSCHLÜSSELUNG Heise: Europol-Chef warnt vor Verschlüsselung: Man muss sich die Worte von Rob Wainwright, Leiter der Polizeibehörde Europol, mal wirklich laut aufsagen und gründlich darüber nachdenken. Traditionell sei die Telekommunikation gut überwachbar gewesen, was allein für jeden Menschen mit einem Faible für Grundrechte erschreckend klingen muss. Und seine Kritik an Verschlüsselungsprodukten, die für ihn das derzeit das „größte Problem“ sind. Das wirft allein schon die Frage auf, wie gut unsere Daten bei Europol eigentlich gesichert sind, und was die Behörde für Überwachungsinstrumente bereits einsetzt.

  • STREAMING FAZ: Superstar-Allianz im Streaming-Geschäft: Nicht über den Preis, sondern über die Qualität wollen einige US-amerikanische Musiker jetzt den etablierten Streaming-Diensten, die ihnen zu wenig Geld abgeben, den Kampf ansagen. Der Rapper Jay-Z und andere Musiker, wie Rihanna, Madonna und Alicia Keys, haben mit „Tidal“ einen eigenen Streaming-Dienst gegründet, der für einige „die Zukunft der Musik“ darstellt. Taylor Swift ist übrigens auch für die bereits kritisierten 19,99 US-Dollar pro Monat mit dabei.

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Apples Musik-Streaming-Dienst: Das Ende der kostenlosen Musik?

Day 242/365 - Apple guitar sign (Prepping for their September 1 event) (adapted) (Image by Anita Hart [CC BY-SA 2.0] via Flickr)
Wenn es nach den großen Plattenfirmen geht, soll es kostenlose Musik-Streaming-Dienste wie Spotify bald nicht mehr geben und Apple scheint sie dabei zu unterstützen. Spotify befindet sich trotz aller Beliebtheit bei den Nutzern dauerhaft im Feuer der Kritik. Zunächst waren es immer wieder Künstler, die die geringen Einnahmen aus Spotify-Plays [...]
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„Blurred Lines“ ist vielleicht der größte Urheberrechtsfall 2015

Robin Thicke (Bild by Michelle Uthoff-Campbell [CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons)
Das Jahr ist noch jung, aber bei dem „Blurred Lines“-Urteil könnte es sich vielleicht um den wichtigsten Fall im Musikbusiness des Jahres 2015 handeln. Die Kinder von Marvin Gaye haben einen Urheberrechtsfall gegen Robin Thicke gewonnen (dem Streitigkeiten auch nicht fremd sind), außerdem war Pharrell Williams in den Fall verwickelt. [...]
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5 Lesetipps für den 16. März

In unseren Lesetipps geht es heute um den Islam in den Medien, den YouTube-Star LeFloid, Merkel auf der CeBit, Kreativität in der Musik und Facebook. Ergänzungen erwünscht.

  • ISLAM taz: Muslime in deutschen Medien: Der Journalist Eren Güvercin schreibt auf taz.de über das Bild von Muslimen in hiesigen Talkshows, Zeitungen und Magazinen, dass oft genug einen negativen Eindruck vermittelt. Ein lesenswerter Beitrag mit persönlicher Note, der zeigt, wie deutsche Medien mit der zweitgrößten Religion in Deutschland berichten und wie damit die Gesellschaft beeinflusst wird.

  • YOUTUBE Broadmark: LeFloid im Portrait: Der Berliner Student Florian Mundt ist besser bekannt als LeFloid, einer der größten und erfolgreichsten Vlogger auf YouTube. Man sieht ihn (inzwischen) oft im Fernsehen, auch auf Podien. Pauline Claass erklärt in einem Portärt auf Broadmark, wie sich LeFloid entwickelt hat, welche Bedeutung er für die hiesige YouTube-Szene hat und was seinen Erfolg ausmacht.

  • CEBIT Golem: Merkel für Kooperationen mit chinesischer IT-Industrie: Auf der gerade eröffneten CeBit traf Bundeskanzlerin Angela Merkel auf Chinas Vizepremierminister Ma Kai und Alibaba-Gründer Jack Ma. Die Betonung auf die digitale Wirtschaft und das Partnerland China hätte kaum besser durch Gäste ausgedrückt werden können. Merkel wirbte deshalb gerade für mehr Kooperation mit China, allerdings bei klaren Spielregeln, wie sie hofft. Warten wir es ab, wie fair das Land aus dem Alibaba kommt mit dem Land sein wird, dass so etwas wie die De-Mail entwickelt hat und das auch noch gut findet.

  • KREATIVITÄT F.A.Z.: Warum das Urteil gegen „Blurred Lines“ falsch ist: Im Feuilleton der F.A.Z. erklärt Thomas Lindemann angenehm nüchtern für diesen Ort, warum das Urteil gegen „Blurred Lines“ falsch ist. Es gefährdet die Popmusik als Kunst, für die zum einen wissenschaftlich bestätigt ist, dass je erfolgreicher das Genre wurde, umso einfacher und ähnlicher wurden auch die Songs, zum anderen genau darauf die Kreativität heutzutage aufbaut. Auf Carta.info nahm ich das Gerichtsurteil als Anlass, um zu erklären, warum es ein Recht auf Remix geben muss.

  • FACEBOOK The Next Web: Facebook Updates its Community Standards for Clarity: Was man auf Facebook darf und was nicht, ist oft unklar. Das jeweilige nationale Gesetz der Nutzer gilt nämlich nur bedingt. Facebook hat eigene Vorstellungen, was er laubt sein soll. Rechtes Gedankengut findet leider oft genug Schutz eines zweifelhaften Begriffs von Meinungsfreiheit, während Meldungen von Nachrichtenmagazinen aufgrund harmloser Nacktheit gelöscht werden. Nun versucht Facebook aber in die Erkläroffensive zu gehen und die neuen Regeln vorzustellen.

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5 Lesetipps für den 9. März

In unseren Lesetipps geht es heute um den Blogger Raif Badawi, Twitter, ein Troll vor Gericht, Amanda Palmer und Crowdfunding, sowie digitale Bibliotheken. Ergänzungen erwünscht.

  • RAIF BADAWI Heise Online: Gabriel will sich in Riad für Blogger einsetzen: Das ist zwar nur eine kurze dpa-Medlung, aber eine, die man gelesen haben sollte: „Vizekanzler Sigmar Gabriel hat zu Beginn seiner Reise nach Saudi-Arabien versprochen, sich für die Freilassung des inhaftierten Bloggers Raif Badawi einzusetzen.“ Man sollte stets auf die Worte und folgenden Taten von Politikern achten, besonders wenn der Budneswirtschaftsminister hier den Spagat zwischen Achtung der Menschenrechte und den wirtschaftlichen Interesse der ihn begleitenden Unternehmen schaffen will.

  • TWITTER NYTimes.com: Study of TV Viewers Backs Twitter’s Claims to Be Barometer of Public Mood: Über die Bedeutung von Twitter kann man wahrscheinlich endlos diskutieren. Für mich persönlich – als jemand, der was mit Medien macht – ist es sehr wichtig. Weniger als Werkzeug für mehr Reichweite statt als Instrument zur Selbstdarstellung und Vernetzung mit den für mich relevanten Leuten. Offensichtlich kann Twitter aber als Secondscreen-Netzwerk viel über das Verhalten von Firstscreen-Nutzern aussagen, wie eine Nielsen-Studie jetzt ermittelt haben möchte.

  • TROLLE CNET: Man trolls lawyer on Web, lawyer sues (guess who wins): An sich klingt die Geschichte einfach: ein Unbekannter trollt einen US-amerikanischen Anwalt und schreibt falsche Bewertungen über ihn. Der Anwalt schafft es, diesen Troll zu identifizieren und erfolgreich zu verklagen. Jetzt wird es aber komplizierter: der Troll ist ein junger Brite, der offensichtlich in keinerlei Verhältnis zu dieser Anwaltskanzlei steht und behauptet, sein Gmail-Konto sei gehackt worden. Wie entscheidet man da? Und da wird es interessant: auf die hohe Sicherheit von Google bei Passwörtern vertrauend, wird der junge Brite schuldig gesprochen, denn es sei wahrscheinlicher, dass er der Troll ist als das sein Konto gehackt worden wäre.

  • AMANDA PALMER Süddeutsche.de: Crowdfunding – Vom Fan zum Mäzen: Amanda Palmer ist quasi der Prototyp des vom Internet lebenden Künstlers. Ihren Erfolg kann sicher nicht jeder kopieren, sie ist aber der Beweis, dass es funktioniert und das gesamte System der Musikbranche und der wirtschaftlichen Abhängigkeit von der reinen Lizenzierung von Nutzungsrechten überdacht werden sollte. Amanda Palmer möchte ihre Werke in Zukunft kostenlos im Internet veröffentlichen und hat deshalb ihre Fans gebeten, ihr eine Art Grundeinkommen zu zahlen, was auch Tausende taten. Es ist nicht der erste MIndchanger in puncto Crowdfunding, den Palmer erfolgreich versucht hat.

  • BIBLIOTHEKEN ZBW MediaTalk: „Bringt die Inhalte zum Nutzer!“: Bibliotheken galten als eines der ersten „Opfer“ der Digitalisierung, besonders da sie sich wie so gut wie jeder andere nur langsam anpassten. Das EU-Projekt EEXCESS möchte diese Entwicklung für Bibliotheken zu einem Erfolgsfaktor machen, wie Maren Lehmann schreibt. Das Programm möchte eine Grundlage für wissenschaftliche Bibliotheken sein, ein zeitgemäßes Angebot für Recherchen anzubieten, dass nicht Google Scholar ist.

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Leben in der Nische

Epic (adapted) (Image by Andree Kröger [CC BY-SA 2.0] via Flickr)
Die Schallplatte feiert ein Comeback. Aber hat sie eine wirkliche, ernsthafte Zukunftschance? Glaubenskriege sind gerade sehr in Mode. Gottseidank (sic!) gibt es auch solche, die nicht ganz ernst zu nehmender, sondern eher unterhaltsamer Natur sind – wiewohl sie bisweilen in punkto Verbissenheit ihren gewaltsamen Artgenossen kaum nachstehen. Einer dieser lässlichen [...]
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Beats Music zieht in den Kampf um die Music-Stream-Marktanteile

Musik Streaming Plattform Beats Music (Bild: Beats Music)
Musik wird heute nicht mehr gekauft, sondern gestreamt. Die amerikanische Firma Beats Music will in dem hart umkämpften Markt nun mitmischen. // von Daniel Kuhn Musik-Streaming-Dienste wie Spotify werden als Heilsbringer, oder Todesurteil der Musikindustrie gesehen – je nachdem, wen man fragt. Der Markt ist hart umkämpft und während die [...]
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5 Lesetipps für den 26. Januar

In unseren Lesetipps geht es heute um Lobbyismus im Bundestag, Hamburg bloggt, eine nicht engagierte Gesellschaft, TTIP und Zoë Keating kritisiert YouTube. Ergänzungen erwünscht.

  • BUNDESTAG Süddeutsche.de: So schützt der Bundestag Lobbyisten: Vor fast einem Jahr wurde mir der Zugang zu einer Ausschusssitzung des Bundestags verwehrt, da sich angeblich zu viele Blogger vor Ort befinden. Das eigentliche Problem hinter dieser Lüge der Bundestagsverwaltung war das ausufernde Ausmaß an Hausausweisen für Lobbyisten. Thorsten Denkler zeigt auf Süddeutsche.de auf, dass mehr als die Hälfte der 2.000 Hausausweise über die Parlamentarischen Geschäftsführer der Fraktionen verteilt werden, davon 90 Prozent durch CDU/CSU und SPD. Wer das aber ist, der da u.a. Öffentlichkeit schaffenden Bloggern die Chance auf Berichterstattung nimmt, wollte die Bundestagsverwaltung oder die Fraktionen nicht sagen.

  • HAMBURG OSK Blog: Hamburg, deine Blogger: Für das OSK Blog hat sich Carsten Christian – nach Köln und Stuttgart – mit der Hamburger Blogosphäre beschäftigt und einen thematischen Schwerpunkt auf Mode und Lifestyle ausgemacht. Vier der in der Elbmetropole beheimateten Blogs werden genauer vorgestellt und weitere Blogs aus/über/für Hamburg ordentlich aufgelistet – von A wie avatter.de, über N wie Netzpiloten.de bis Z wie zeitgeist247.de.

  • GESELLSCHAFT Süddeutsche.de: Lehren aus Pegida – Rückzug ins Private stoppen: Unser Online-Magazin Netzpiloten.de gibt es auch aufgrund einer gefühlten Verantwortung als Medium für die Gesellschaft. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den gesellschaftlichen Wandel durch die Digitalisierung, aber wir allein oder auch eine Institution wie ein Bundestagsausschuss, reichen dafür nicht aus. Es braucht Menschen, die sich einbringen und engagieren. Anhand der islamophoben Rechtenbewegung PEGIDA zeigt Hannah Beitzer lesenswert auf, dass der Rückzug ins Private, die Schaffung einer Parallgesellschaft ohne ziviles Engagement, zu einem politischen Integrationsdefizit führt. Politische Diskurse, auch bei der Digitalisierung aber vor allem beim gesellschaftlichen Miteinander, dürfen nicht von Politik und Medien allein geführt werden.

  • FREIHANDEL Telepolis: „Vorläufige Anwendung“ mit völkerrechtlichen Verpflichtungen: Die Europäische Kommission, aber genauso die Bundesregierung, wollen das Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA – kurz TTIP genannt – mit beinahe allen Mitteln durchbekommen. Auf Heise.de berichtet Peter Mühlbauer über die Idee der EU-Kommissarin Cecilia Malmström, die Parlamente der Mitgliedsländer bei TTIP und CETA (Freihandelsabkommen der EU mit Kanada) zu umgehen, in dem Teile der umstrittenen Freihandelsabkommen zu völkerrechtlichen Tatsachen gemacht werden. Ein Scheitern wie beim ACTA-Abkommen soll so verhindert werden.

  • YOUTUBE Zoë Keatings Blog: What should I do about Youtube?: Auf ihrem Tumblr schreibt die ihre Musik ohne Label selbst vertreibende Musikerin Zoë Keating über ihr Dilemma als unabhängige Musikerin. Die im letzten Jahr viel diskutierten Verträge zwischen YouTube und den damals erst aggressiv unfair agierenden Labels, die sich dann doch einigten, gelten eben nicht für einzelne Musiker. Die müssen jetzt in die neuen Nutzungsbedingungen einwilligen, damit die Musik beim Streaming-Service Youtube Music Key zu finden ist oder Google schließt die Channels der Musiker. Keating ist ratlos, was sie jetzt machen soll: Den All-or-nothing-Deal (wie es Gizmodo ausdrückt) annehmen oder weitermachen, aber auf das Geld verzichten (laut dem Guardian werden die Channels nicht gelöscht, sondern nur von den Einnahmen ausgeschlossen).

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Ist Lossless-Music das nächste große Ding?

Lossless verspricht Musik mit hoher Klangqualität (Bild: Grooveaddicted [CCo], via pixabay)MP3
MP3-Dateien klingen nicht wirklich gut. Dies sollen nun verlustfreie Formate und entsprechende Abspielgeräte ändern. Doch ist Klangqualität wirklich das nächste große Ding? // von Daniel Kuhn   Lange Zeit galt die MP3-Datei als Inbegriff eines neuen Mobilitätsgefühls, das einst durch den Walkman ins Rollen gebracht wurde. Dank der Komprimierung von [...]
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5 Lesetipps für den 5. Januar

In unseren Lesetipps geht es heute um das Streaming von Musik, die Sprache der Zukunft, Journalismus im Jahr 2015, die digitale Arbeitswelt und Geschichte. Ergänzungen erwünscht.

  • STREAMING Süddeutsche Zeitung: Spotify & Co. wird zum Massengeschäft: Über die Feiertage lockte der Streaming-Dienst Spotify hierzulande neue Kunden mit drei Monaten Mitgliedschaft für nur 99 Cent. Wie erfolgreich das Angebot war, weiß ich nicht, aber es ist eine bekannte Entwicklung des letzten Jahres, dass die Zahl der Musik-Downloads rückläufig ist, während die Zahl der Streaming-Abrufe wächst. Den meisten Nutzern geht es heute immer weniger um den Besitz einer Privatkopie, sondern viel mehr um den Zugang zu Musik – möglichst preiswert und von all ihren Geräten. Doch weil man damit weniger Geld verdient, wehren sich die ersten Musiker dagegen, wie z.B. Taylor Swift. Mal sehen, was das Jahr 2015 noch bringt.

  • SPRACHE The Wall Street Journal: What the World Will Speak in 2115: Das „The Saturday Essay“ des Sprachwissenschaftlers John H. Dr. McWhorter im Wall Street Journal hat mich an diesem Wochenende am meisten begeistert. Es ist ein spannender Text über die Entwicklung von Sprachen im Zeitalter der Globalisierung und die Thesen von McWhorter widersprechen wohl so jeder Aussage der hierzulande sehr konservativ geprägten Debatten zu diesem Thema. Zwar werden Sprachen verloren gehen und die restlichen Sprachen sich simplifizieren, aber das ist eine ganz normale Entwicklung und muss nichts schlechtes sein. Bisher wurde das biblische Sprachgewirr Bables als Fluch gesehen, der es zum einen nicht wirklich ist und dessen Zeit aber wohl langsam vorbei ist.

  • JOURNALISMUS Neue Digitale Medienwelt: Die sechs guten Vorsätze für Medien 2015: Ich habe gestern auf meinem Blog über vier Lektion des Medienwandel im Jahr 2014 geschrieben, den ich bei den Netzpiloten beobachtet habe. Diese Lektionen sind auch Arbeitsaufträge für uns, die ich gerne um diese sechs guten Vorsätze für Medien ergänzen möchte, die Stefan Westphal in seinem Blog über die neue digitale Medienwelt veröffentlicht hat. Denn das neue Jahr bietet viele Chancen, die Medienbranche und den Journalismus positiv weiterzuentwickeln, woran wir Netzpiloten uns gerne beteiligen.

  • ARBEITSWELT Golem: „Ganze Berufsfelder sind von der Digitalisierung bedroht“: Die Gewerkschaft Verdi will dasThema der Arbeitswelt im digitalen Zeitalter zu einem Schwerpunkt dieses Jahres machen, wie der Vorsitzende Frank Bsirske im Interview mit der dpa ankündigte. Mit einer Automatisierungsdividende, die in nicht bedrohte Branchen investiert werden müssen, um durch Automatisierung verloren gegangene Arbeitsplätze zu ersetzen, hat Bsirske schon eine diskussionswürdige Idee präsentiert. Ich bin gespannt, ob es nur um Reaktionen auf negativ gesehene Folgen gehen wird, wie z.B. ein Recht auf binäre Nichterreichbarkeit, oder ob die globale Vernetzung, Crowdsourcing, Coworking, etc. auch als zu gestaltende Chance gesehen werden. Dafür bräuchte es auch einen starken Wortführer, den die ihren zukünftigen Platz suchenden Gewerkschaften bisher nicht abgaben.

  • GESCHICHTE Blog von Achim Landwehr: Lepanto oder der fortgesetzte Missbrauch der Vergangenheit: In der Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung durfte gestern der AfD-Politiker Konrad Adam einen sehr geschichtsvergessenen Text über die Schlacht von Lepanto auf Seite 2 der Zeitung veröffentlichen. Zuerst ärgerte ich mich über die politisch eindimendionale Nacherzählung der Geschehnisse, denn Adam reduzierte die Schlacht auf einen Glaubenskampf zwischen Christentum und Islam. Doch nicht nur mir, der ein Semester lang venezianische Geschichte in Venedig studierte, missfiel das, sondern auch dem Düsseldorfer Historiker Achim Landwehr, der auf seinem Blog eine lesenswerte Antwort gab und mir dabei auch wieder einmal zeigte, was das Schöne am Blogging ist.

Die morgendlichen Lesetipps und weitere Linktipps am Tag können auch bequem via WhatsApp abonniert werden. Jeden Tag informiert dann Netzpiloten-Projektleiter Tobias Schwarz persönlich über die lesenswertesten Artikel des Tages. Um diesen Service zu abonnieren, schicke eine WhatsApp-Nachricht mit dem Inhalt arrival an die Nummer +4917622931261 (die Nummer bitte nicht verändern). Um die Nachrichten abzubestellen, einfach departure an die gleiche Nummer senden. Wir werden, neben dem Link zu unseren morgendlichen Lesetipps, nicht mehr als fünf weitere Lesetipps am Tag versenden.

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2015 gibt es 1 Milliarde Creative Commons-Werke

Creative Commons BBB (adapted) (Image by Steren Giannini [CC BY 2.0] via Flickr)
2001 wurde die gemeinnützige Organisation Creative Commons begründet. 13 Jahre später werden täglich rund 27 Millionen neue CC-Plaketten im Internet vergeben – nächstes Jahr wird die Milliardenmarke geknackt. Nächstes Jahr wird eine magische Grenze geknackt. Dann gibt es im Internet eine Milliarde Werke, die mithilfe einer Creative Commons-Lizenz (CC) veröffentlicht [...]
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Wie das Mikrofon Mikme die Welt verändern kann

Via Kickstarter soll das Mikrofon Mikme finanziert werden
Via Crowdfunding soll Unmögliches doch möglich gemacht werden, wie zum Beispiel ein revolutionäres Mikrofon namens Mikme. // von Niklas Möller Kaum eine andere Finanzierungsform hat sich in den letzten Jahren besonders für unabhängige Entwickler so bezahlt gemacht wie Crowdfunding. Darauf hat es auch Philipp Sonnleitner abgesehen, der mit seinem Team [...]
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5 Lesetipps für den 13. November

In unseren Lesetipps geht es um das Ende des deutschen Wall Street Journal, Freunde von Freunden, YouTubes Einfluss auf die Musik, Estlands digitale Staatsbürgerschaft und das Urheberrecht. Ergänzungen erwünscht.

  • WALL STREET JOURNAL Blicklog: Schwarzer Mittwoch für deutschen Wirtschaftsjournalismus: Zum Jahresende wird die deutsche (und türkische) Ausgabe des Wall Street Journal eingestellt. Dirk Elsner bezeichnet diese Entscheidung auf seinem Blog als „schwarzen Mittwoch“ für den deutschen Wirtschaftsjournalismus und erklärt, was die Zeitung für ihn bedeutete. Genau wie ihn treibt auch uns die Frage um, was aus den deutschsprachigen WSJ-Artikeln wird, denn wir haben sie oft hier in unseren Lesetipps empfohlen. Es bleibt zu hoffen, dass sie archiviert erhalten bleiben.

  • FREUNDE VON FREUNDEN OSK-Blog: „Freunde von Freunden“ im Interview: Im OSK-Blog stellt Oliver Nermerich das Magazin „Freunde von Freunden“ vor, welches modern eingerichtete Arbeitsräume von Freunden ihrer Freunden vorstellt und die Akteure in den kreativen Arbeitsumgebungen interviewen und fotografieren. Inzwischen ist da raus eine erfolgreiche Agentur geworden, die mit ihrem globalen Netzwerk an Content-Produzenten die unterschiedlichsten Projekte stemmen. Ein interessanter Einblick auf die Bedeutung des Arbeits- und Wohnraums für das eigene Schaffen.

  • YOUTUBE TechCrunch: How YouTube Music Key Will Redefine What We Consider ‘Music’: YoutTube startet einen Streaming-Dienst, ähnlich wie Spotify, der neben einem Gratis-Angebot mit Werbung auch einen bezahlten Abo-Dienst haben wird. Durch den andauernden Streit mit der GEMA wird es den Dienst nicht in Deutschland geben, zum Ärger der Musikbranche und den Nutzern. Denn hier wird eine wohl entscheidende Entwicklung im Umgang mit Musik verpasst, über die sich Darrell Etherington auf TechCrunch Gedanken gemacht hat.

  • ESTLAND Netzwertig: Estland erfindet die virtuelle Staatsbürgerschaft: In den vergangenen fast fünfzehn Jahren hat Estland eine einzigartige Infrastruktur für die elektronische Kommunikation zwischen Behörden, Bürgern und Unternehmen aufgebaut. Jetzt wird diese international geöffnet: Im Dezember führt das baltische Land die weltweit erste virtuelle Staatsbürgerschaft ein. Martin Weigert stellt das Konzept auf Netzwertig.com näher vor.

  • URHEBERRECHT c’t: US-Parlament käuflich wie nie zuvor: Die c’t hat sich zu den kürzlich in den USA stattgefundenen Wahlen in verschiedenen Essays mit dem Land und seiner Politik beschäftigt. Im letzten Teil schreibt der Journalist Daniel AJ Sokolov über sein Gespräch mit Jim Griffin, einem Technologoieberater der Musikindustrie. Griffin spricht darüber, dass es bei den derzeitigen Abgeordneten wohl kein Modernisierung des veralteten Urheberrechts in den USA geben wird, das geplante Freihandelsabkommen TTIP wichtiger als das Parlament ist und technologische Herausforderungen im modernen Lizenzgeschäft.

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5 Lesetipps für den 12. November

In den Lesetipps geht es um Netzneutralität, eine Mutter besucht ihre Tochter auf Arbeit, der Newsroom von Quartz, dbate und den Streaming-Dienst Spotify. Ergänzungen erwünscht.

  • NETZNEUTRALITÄT Süddeutsche.de: Obamas Kampf gegen Giganten: US-Präsident Obama sucht den Freiheitsbegriff der digitalen Welt – mit großer Geste, wie Adrian Kreye lesenswert auf Süddeutsche.de aufzeigt. Obama spielt die Rolle des Helden gegen die übermächtigen Monopole. Und kämpft damit für die digitale Freiheit aller Nutzer weltweit. Was er damit meint und welche Auswirkungen das auf die weltweiten Debatten um Netzneutralität hat, ist aber noch offen.

  • GENERATIONEN The New Yorker: What My Mom Said on “Take Your Parents to Work” Day: In den letzten Wochen gab es diverse Texte zu irgendwelchen Generationen, die sich, laut den meist älteren und nicht dazu gehörenden Autoren, irgendwie mit diesem Internet und überhaupt ihren Entscheidungen selbst schädigen. Zu diesen Texten kann man stehen wie man will, aber wenn man die heutige Generation wirklich verstehen möchte, sollte sich diesen Dialog zwischen Caitlin Kelly und ihrer Mutter anhören, die ihre Tochter einen Tag auf Arbeit begleiten durfte.

  • MEDIENWANDEL Digiday: Quartz rethinks the newsroom for the digital age: Auf Digiday wirft Lucia Moses einen interessanten Blick in den Newsroom von Quartz, wo ja bekanntlich digitaler Journalismus stets etwas anders gedacht wird. Entwickler und Redakteure arbeiten eng zusammen, nerdige Spielereien gehören zum Redaktionsalltag dazu und der Fokus liegt nicht allein auf dem Erstellen von Inhalten. Ein vierköpfiges Team kümmert sich namentlich um die „Dinge“, die durch die Digitalisierung des Journalismus möglich geworden sind und diesen ergänzen.

  • DBATE Meedia: Produzent Stephan Lamby gründet Video-Portal dbate: Gestern startete die Video-Plattform dbate.de online, mit der die Produktionsfirma Eco Media in Kooperation mit Video-Bloggern Dokumentationen erstellt. Im Interview mit MEEDIA erklärt Geschäftsführer Stephan Lamby sein Konzept, neben dem TV-Geschäft auch im Internet Geld zu verdienen, spricht über die Herausforderung mit Fremdmaterial und die Zusammenarbeit mit TV-Sendern.

  • STREAMING Spotify Blog: $2 Billion and Counting: In der Debatte um Taylor Swifts Rückzug von der Streaming-Plattform Spotify meldet sich nun Spotify-Gründer Daniel Ek zu Wort und schreibt im firmeneigenen Blog über die zuletzt wieder verstärkt geführte Debatte über den Nutzen von Streaming-Plattformen und wie viel Geld sie abwerfen. Ek betont, dass Streaming für Einnahmen sorgt, die es ohne einfach nicht geben würde. Dabei räumte er auch Fehler in der transparenten Darstellung ein, zeigte aber auf, dass die Musikindustrie sich nun einmal wandelt und sie grundsätzlich die Wahl hat, sich für kein Geld aufgrund von Piraterie zu entscheiden oder lernt, mit Streaming Geld zu verdienen.

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Spotify laufen die Künstler weg – allen voran Taylor Swift

Taylor Swift (adapted) (Image by Eva Rinaldi [CC BY-SA 2.0] via Flickr)
Taylor Swift ist nicht die erste Künstlerin, die ihre Musik komplett aus dem Spotify-Katalog hat entfernen lassen und sie wird sicher auch nicht die letzte sein. Sie war mir persönlich bis vor kurzem überhaupt kein Begriff. Aber das ist das ja kein Maßstab, wie ihre Millionen Fans weltweit deutlich zeigen. [...]
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5 Lesetipps für den 29. Oktober

In unseren Lesetipps geht es um Günther Oettinger, Gmail und Inbox, ein zensiertes Magazin von Verizon, Tsu und Ello, sowie das neue Video von OK Go. Ergänzungen erwünscht.

  • GÜNTHER OETTINGER Zeit Online: Günther Oettinger hat das Thema doppelt verfehlt: Im Handelsblatt hat EU-Digitalkommissar Günther Oettinger ein viel beachtetes Interview gegeben, dass zwar im Vergleich zu seinem Hearing im Europaparlament keine wirklichen Neuigkeiten besaß, aber wieder einmal durch eine unglaubliche Naivität bei den digitalen Herausforderungen „glänzte“. Auf Zeit Online hat sich Leonard Dobusch mit den Aussagen des Interviews auseinandergesetzt, der nicht sehr überzeugt ist, dass Oettinger auch nur einen Bruchteil seiner Vorhaben schaffen wird.

  • GOOGLE Computerworld: Why Google wants to replace Gmail: Seit gestern nutze ich die von Google selber entwickelte Gmail-Alternative „Inbox“, die viele tolle Features von anderen Maildiensten kopiert hat. Mein erster Eindruck ist positiv, aber vielleicht müssen wir sowieso uns daran gewöhnen, denn es kann sein, so Mike Elgan auf Computerworld.com, dass Google mit Inbox seinen eigenen Mailing-Dienst langsam beerdigt. Es liegt wohl im Interesse des Unternehmens einen von Nutzern kontrollierten Dienst ebenfalls in die Kontrolle seiner Algorithmen zu begeben.

  • VERIZON The Daily Dot: Verizon is launching a tech news site that bans stories on U.S. spying: Verizon startet eine neues Geschäftsmodell und Patrick Howell O’Neill fragt noch im ersten Satz, was an diesem Vorhaben überhaupt schief gehen kann und das nicht ohne Grund. Der US-amerikanische Telekommunikationsanbieter startet eine Tech- und Lifestyle-Seite namens “Sugerstring” hoch und macht, auch wenn es sich um eine Form von Corporate Publishing handelt, den größten Fehler überhaupt: Zensur von bestimmten Themen. Den Redakteuren ist es verboten, über Themen wie die von Edward Snowden geleakte Überwachung zu berichten oder die Debatte um Netzneutralität.

  • SOCIAL MEDIA Medium: Wenn Tsu und Ello sich um Nutzer streiten: In einem Blogpost auf Medium untersucht Klaus Eck die neuen sozialen Netzwerken Ello und Tsu hinsichtlich das Thema Anzeigen. Der größte Unterschied ist, während Ello persönlich und menschlich sein will, zählt auf Tsu allein das Geld. Es ist spannend zu beobachten, wie sich die beiden sozialen Netzwerke entwickeln, Klaus Ecks Beobachtungen sind dabei ein lesenswertes Kommentar dieser Entwicklung.

  • REDEFREIHEIT Vox: The latest OK Go video is amazing. Would it have been legal in the United States?: Ein sehr kurzer Text von Timothy B. Lee auf Vox.com, dafür mit dem neuesten Video von OK Go, über das neueste Video der Band, denn das wieder einmal mit einer beeindruckenden Choreografie versehene Musikvideo wurde nur mit Drohnen gedreht und zwar in Japan. Dies hat etwas mit der Gesetzgebung bezüglich Drohnen in den USA zu tun. Und damit erinnert das sehenswerte Video daran, dass es bei der gesetzlichen Regulierung von Drohnen auch um eine Einschränkung der freien Meinungsäußerung geht, die gut begründet sein muss.

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5 Lesetipps für den 27. Oktober

In unseren Lesetipps geht es heute um emanzipierende Selfies, Netflix-Konkurrent Qello, #theconf-Highlights, Bitcoin und die Schulden-Strategie von Amazon. Ergänzungen erwünscht.

  • SELFIE Zeit Online: Das nackte Selbst: Ich möchte diesem Gastbeitrag von Edition F-Chefredakteurin Teresa Bücker auf Zeit Online nicht mit zu vielen Worten anteasern, er sollte einfach gelesen werden. Sie setzt sich mit dem Selfie als einen Akt der Emanzipation auseinander. Das soll hier kein Lesebefehl sein, sondern ein gut gemeinter Ratschlag, diesen Artikel nicht zu verpassen.

  • QELLO PandoDaily: Qello is quietly building a “Netflix for music films” — and maybe building the future of digital video: In einem lesenswerten Beitrag auf PandoDialy wirft David Holmes einen Blick in die Nische neben Netflix und stellt den Streaming-Dienst Qello vor, der für 4,99 US-Dollar im Monat Konzertfilme und Musik-Dokumentationen anbietet. Was Qello zeigt, findet sich nur zum Bruchteil auch auf Netflix oder Hulu wieder und schon gar nicht im Fernsehen, was den Dienst so wertvoll für Musikinteressierte macht.

  • THE CONFERENCE Ole Reißmanns Blog: Was ich auf #theconf in Malmö gelernt habe: Auf seinem Blog listet der SPON-Redakteur Ole Reissmann in einem Rückblick seine persönlichen Highlights der „The Conference“ statt, die im August in Malmö stattfand. Diese skandinavische Version der re:publica hat rund tausend „Kreative und Irgendwas-mit-Internet-Menschen“, wie Reissmann es formuliert, zusammengebracht, um über die digitale Zukunft zu reden.

  • BITCOIN Welt.de: Bitcoin erlebt sein Comeback: Laut Welt-Finanzredakteur Daniel Eckert „kaum bemerkt“ (–> hier geht es zu unseren Newslettern, um mehr zu bemerken), macht Bitcoin weltweit Fortschritte als Zahlungsmittel. Trotz des etwas holprigen Einstiegs und der seltsamen Überschrift gibt Eckert einen lesenswerten Einblick in die Digitalwährung, benennt spannende Beispiele für die wachsende Relevanz von Bitcoin und zeigt auf, wo das wahre Potenzial des Netzgeldes liegt. Anfang Februar haben wir zusammen mit Politik Digital im 11. Berliner Hinterhofgespräch das Thema Bitcoin diskutiert – die Hangout-Debatte findet sich hier zum nachschauen.

  • AMAZON Quartz: Why Amazon has no profit—and why it works: Als Amazon letzte Woche seine aktuellen Zahlen bekannt gegeben hat, gab es vor allem in meinen diversen Timelines viel Hohn und Spott, denn vom traditionellen Wirtschaftsdenken her, kann es einem Unternehmen nicht gut gehen, dass keinen Gewinn macht und noch mehr Schulden anhäuft. Benedict Evans erklärt auf Quartz, was Amazon eigentlich macht und wieso es erfolgversprechend sein kann, denn das Unternehmen bastelt an der Zukunft des E-Commerce. Die Frage ist, wie lange die Aktionäre auf Jeff Bezos warten.

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Preiskampf bei Streaming-Diensten: Keine gute Nachricht für Musiker

Noch bevor Apple selber Musik-Streaming anbietet, hat der Konzern bereits einen Preiskampf mit Spotify begonnen, unter dem besonders die Künstler leiden werden. // von Daniel Kuhn Nächstes Jahr will Apple in das Musik-Streaming-Business einsteigen, indem der kürzlich gekaufte Dienst Beats Music in iTunes integriert wird. Doch bereits jetzt fordert das [...]
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Clickbaiting auf Kosten der GEMA

GEMA-Gebäude (Bild: Lars Sobiraj)
Die Online-Magazine Telepolis und Bild.de werfen der GEMA vor, sie habe Mitglieder der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) finanziell durch die Auszahlung von Tantiemen unterstützt. Was steckt wirklich dahinter? // von Lars Sobiraj Vergangenen Freitag veröffentlichte das vom Heise Zeitschriften Verlag betriebene Online-Magazin Telepolis einen heiß diskutierten Artikel. Darin wirft Redakteur [...]
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5 Lesetipps für den 26. September

In unseren Lesetipps geht es heute um Foursquare, Werbung auf Facebook, konservative Digitalisierung, Ello und Pornhub steigt ins Musikgeschäft ein. Ergänzungen erwünscht.

  • FOURSQUARE Inc.com: How to Drive Foot Traffic with Foursquare: Auf Inc.com ist ein interessantes Interview mit Foursquare-Mitgründer Dennis Crowley über Vorhersagen treffende Technologien und die Personalisierung der Suche erschienen. Ähnlich wie bei unserem in insgesamt fünf kurze Videos aufgeteiltem Interview mit Tim Cole, hat Inc. das Interview ihres Redakteurs Scott Gerber in elf Kurzvideos aufgesplittet, die jeweils drei bis sieben Minuten lang sind. Das macht es (anders als in unserem Beispiel) zwar etwas schwer zu schauen, aber es lohnt sich wirklich, Crowley zu zuhören.

  • FACEBOOK My Social Sherpa: Pranking My Roommate With Eerily Targeted Facebook Ads: Melange-Liebhaber Jannis Kucharz hat uns in seinen Morgenlinks auf die Story von Brian Swichkow aufmerksam gemacht, der seinem Mitbewohner einen ziemlich interessanten Streich gespielt hat, der viel darüber aussagt, wie Facebook-Anzeigen funktionieren (und irgendwie auch, wie man sich im digitalen Zeitalter einen „Klingelstreich“ spielt“). Swichkow schaltete auf Facebook Anzeige, die nur auf eine einzige Person getargetet waren: Seinen Mitbewohner. In seinem Blogpost könnt Ihr nachlesen, wie sein Mitbewohner langsam darüber verzweifelte.

  • DIGITALISIERUNG Cicero Online: Ideologisch, ängstlich, antimodern – das Dogma der neuen Netz-Konservativen: „Enzensberger wütet gegen Smartphones, Grass wird ordinär, wenn es um Facebook geht und das Feuilleton der FAZ polemisiert gegen die Allianz der Netzkonzerne: Die Auseinandersetzung um das Netz gleicht mittlerweile einer weltanschaulichen Endschlacht“, wie Alexander Pschera in einem lesenswerten Beitrag auf Cicero.de anmerkt. Konservative Denker und Medien simplifizieren den Wandel durch die Digitalisierung und finden so auf scheinbar im kern einfache Probleme zu einfache Antworten.

  • ELLO Netzwertig.com: Die gesamte US-Techbranche spricht über Ello: Auf Netzwertig.com hat Martin Weigert einen interessanten Fakt angemerkt. Vor vier bis sechs Wochen wurde der Microblogging-Dienst Ello innerhalb der deutschsprachigen Netzszene getestet und diskutiert, jetzt springt auch die US-Presse auf den Zug, was wiederum es spannend macht, ob Ello eine wirkliche Chance hat, sich als Konkurrent von Facebook zu etablieren. Doch nicht vergessen, auch Ello geht es irgendwann darum, einmal Geld zu verdienen.

  • PORNHUB Billboard: Pornhub Launches Pornhub Records Label: Sex sells. Das gilt für die Erotikindustrie genauso wie für die Musikindustrie. Die US-amerikanische Plattform Pornhub will deshalb ein eigenes Musiklabel gründen. Wie das aussehen könnte, zeigt der Rapper Coolio, der das Video zu seinem neuen Album exklusiv auf der Porno-Webseite veröffentlichte und in der ersten Woche über 500.000 Aufrufe schaffte. Vielleicht ist das auch für deutschsprachige Bands ein interessantes Geschäftsmodell, immerhin sind Deutsche die viertgrößte Nutzergruppe bei Pornhub, wie Achim Sawall auf t3n anmerkt.

Auf Startnext.de kann noch die nächsten 35 Tage das Crowdfunding-Projekt unserer Autorin Gina Schad unterstützt werden: „Durchgedreht mit…„. 

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One Spark: Betty Dittrich über Crowdfunding & Musik

Mikrofon (adapted) (Image by Didgeman [CC0 Public Domain] via Pixabay)
Thomas Vorreyer hat sich mit Betty Dittrich über Crowdfunding und Musik unterhalten. „Kaum jemand wusste, was eine digitale Veröffentlichung ist.“ Betty Dittrich kann sich gut an die Zeit vor zehn Jahren erinnern, als der Markt für MP3s von Songs noch ein zartes Pflänzchen war. Dass eines Tages sogar Crowdfunding als möglicher [...]
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5 Lesetipps für den 1. September

In unseren Lesetipps geht es um Googles „Same Day Delivery“-Pläne, die Digitalisierung von allem, das Time Magazine, Technologie in der Musik und Netflix. Ergänzungen erwünscht.

  • SAME DAY DELIVERY Re/code: Inside Google Shopping Express’ Big Plan to Race Amazon to Your Door: Auf Re/Code stellt Jason Del Rey das Wettrennen zwischen Google und Amazon (und eigentlich auch Uber) um den Markt für Same-Day-Delivery vor, den beide Unternehmen vor allem in den USA austragen. Uber mag smart sein, Amazon stets ambitioniert, aber für Google scheint zu sprechen, dass sie jetzt schon konkurrenzfähig sind, aber noch nicht einmal einen Bruchteil ihrer Möglichkeiten dafür aufgewendet haben, dass aber laut internen Quellen vorhaben. Wie teuer Googles Lieferservice werden könnte, steht noch nicht fest, aber es könnte eine Art Amazon Prime werden, nur eben für fast jedes denkbare Produkt. Wer sich wirklich Sorgen machen sollte, sind die Ladengeschäfte, denn Google bringt den direkten Versand von Produkten und Lebensmitteln meines Erachtens noch einmal schneller auf eine höhere Stufe, als Amazon und Uber das schaffen werden.

  • DIGITALISIERUNG Zeit Online: So leben wir in fünf Jahren: Auf Zeit Online entwirft Stefan Schmitt eine Version der Zukunft, in der das Internet der Dinge und Augmented Reality unsere Wahrnehmung der Welt maßgebend begleiten und mitbestimmen, in der aber die schon heute führenden Unternehmen ein vor allem in der Vergangenheit perfekt funktionierenden Tauschhandel weiterführen: Komfort gegen Daten. Feststeht, dass wir und alles um uns herum in Zukunft mehr Daten produzieren werden. Sie sind das Öl des 21. Jahrhunderts, nur versiegen sie nicht. Die Wirtschaft denkt schon lange darüber nach, wie Daten genutzt werden können, was legitim ist. Wir als Gesellschaft sollten das aber auch einmal machen und sei es nur, dass Journalisten in Technologien nicht nur ein Werkzeug der Werbung sehen.

  • MEDIENWANDEL New York Magazine: Time Inc. Faces a Looming Existential Magazine Deadline: New York City ist wahrscheinlich wirklich die heimliche Hauptstadt der Welt, zumindest aber mit der New York Times und dem Time Magazine das Epizentren des Medienwandels, denn diese beiden Publikationen sind die wohl interessantesten Akteure der traditionellen Medien, wenn es darum geht, die Zukunft der Medienwelt zu entdecken. Über die New York Times hat man zuletzt öfters gelesen, weshalb ich diesen einen sehr langen Longread von Gabriel Sherman über das Time Magazine empfehle, in dem er sich mit der Frage auseinandersetzt, wie ein auf ein Magazins setzendes Unternehmen heutzutage aussehen sollte und die ersten Ideen des Magazins skizzenhaft vorstellt.

  • MUSIK PandoDaily: Smashing Pumpkins’ drummer, now a CEO, wants to save the music industry through tech: Fast nach dem Motto „Wenn du sie nicht schlagen kannst, verbünde dich mit ihnen.“ hat die Musik-Industrie sich in den letzten Jahren die neuen Technologien zu Nutze gemacht, wenn die Innovation auch von außerhalb kam und die Integration lange dauerte. Doch mit dem neuen Startup LiveOne des ehemaligen Schlagzeugers der Smashing Pumplins, Jimmy Chamberlin, versucht nun jemand, der die goldenen Jahre des CD-Verkaufs mitgemacht hat, selber mit Technologie wieder Geld im Musikgeschäft zu verdienen. LiveOne bietet einen Service namens Crowdsurfing an, der Livestreams von Konzerten anbietet, dabei aber auch eine soziale Kompetenten aufweist und die Zuschauer an den Bildschirmen miteinander interagieren lässt. Bereits bekannte Unternehmen sind als Werbeschaltende auf den Zug aufgesprungen, der ein Millionenpublikum anspricht.

  • NETFLIX c’t: Hinter den Kulissen von Netflix: Netflix startet diesen Herbst in vielen europäischen Ländern und hat sich zum Deutschland-Start den c’t-Redakteur Nico Jurran nach Kalifornien eingeflogen, um ihm die Firma zu zeigen. Dabei herausgekommen ist ein lesenswertes Porträt der Streaming-Firma, die von einigen bereits gefürchtet und vielen aber begrüßt wird. Im Artikel findet sich auch ein aufschlussreiches Zitat von Netflix-CEO Reed Hasting, das für mich zeigt, was Netflix anders und somit erfolgreich macht: „Wir schauen uns unter anderem die Piraterie-Netzwerke an, um herauszufinden, welche Bedürfnisse aktuell nicht befriedigt werden.“

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Streaming zum großen Fressen

McDonald's (adapted) (Image by Mike Mozart [CC BY 2.0] via flickr)
Die Fast-Food-Kette McDonald’s steigt tatsächlich in das Streaming-Geschäft ein – Musik wird zu Beilage. Das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden und so den Kunden bei der Kartoffelstange halten: McDonald’s arbeitet an einer neuen Digitalstrategie rund um eine App, die nicht nur Bestellungen aufnehmen wird, sondern wohl auch einen Musikstreamingdienst bieten [...]
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Verlosung: 1×2 Gold-Tickets für die Berlin Music Week

Nächste Woche ist es wieder soweit: die Berlin Music Week bringt die Hauptstadt zum vibrieren und du kannst mit dabei sein! // von Tobias Schwarz

Berlin Music Week 2014

Vom 3. bis 7. September findet bereits zum fünften Mal die Berlin Music Week in der Spreemetropole statt und als Medienpartner der Berlin Music Week WORD!-Conference dürfen wie einen unserer Leser samt Begleitung mitbringen. Mit den beiden Tickets dürft Ihr am 4. und 5. September die komplette WORD!-Conference besuchen, Abends bei den VUT Indie Days im Postbahnhof abfeiern, alle Klubkonzerte der FIRST WE TAKE BERLIN-Showcases in Kreuzberg und Friedrichshain besuchen und am 7. September die Verleihung des NEW MUSIC AWARD im Berliner Admiralspalast miterleben.

Wenn Ihr die beiden Gold-Tickets haben wollt, schickt uns bis Freitagnachmittag um 15 Uhr einen Tweet auf Twitter oder erwähnt uns in einem Foto auf Instagram mit dem Hashtag #BMWpiloten, in dem Ihr uns erklärt, warum Ihr die beiden Tickets verdient habt!

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Soundcloud: Streaming-Rennen gegen YouTube, Apple & Co.

Day 18, Project 365 - 11.7.09 (adapted) (Image by William Brawley [CC BY 2.0], via flickr)
Das Berliner Start-up macht Ernst bei der Monetarisierung: Künftig will man sich Werbeeinahmen mit Musikern und Labels teilen, während User sich von den Ads gegen eine Monatsgebühr freikaufen können. Der Zeitpunkt ist kein Zufall: Auch die Google-Tochter YouTube und Apple mit seinem Einkauf Beats Music werden den Markt für Musik-Subscriptions [...]
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5 Lesetipps für den 12. August

In unseren Lesetipps geht es heute um den Wandel von der MP3 zum Streaming von Musik, Selfies und Feminismus, Christian Bollert über detektor.fm, BuzzFeed und wie Landesregierung sich auf Facebook bewegen. Ergänzungen erwünscht.

  • MUSIK Netzwertig.com: Vom MP3-Sammler zum Streamer: Auf Netzwertig.com lässt Martin Weigert seine persönliche Wandlung vom MP3-Sammler zum Streaming-Nutzer rekapitulieren und zeigt damit den Einfluss von Technologien auf unser Nutzungsverhalten. Bis auf eine stete Liebelei zu Vinyl erging es mir genauso und sicher auch noch vielen anderen Musikliebhabern, was Weigerts Fazit, „dass das beste Mittel gegen Piraterie tatsächlich die Bereitstellung von leistungsfähigen legalen Alternativen darstellt„, noch einmal kräftig unterstreicht.

  • SELFIES Time.com: The Feminist Photo Revolution: Auf Time.com schreibt die Journalistin Jessica Bennett über die Rolle von Selfies für die Selbstdarstellung von Frauen und wie diese von Natur aus narzisstischen Bilder es Frauen ermöglichen, selbst das Bild von sich in den Medien zu prägen. Ich bin mir über die Auswirkung auf den Feminismus unsicher, da ich mich in dem Thema auch nicht auskenne, aber es ist ein interessanter Gedanke, dass Social Media (laut einer Studie) heute einen größeren Einfluss auf unsere Schönheitsideale hat und Frauen durch Selfies selber den Maßstab setzen.

  • DETEKTOR.FM torial Blog: “Machen statt Quatschen”: Auch wenn man selbst sich nicht für das Medium Radio interessiert, muss einem das Leipziger Internetradio detektor.fm imponieren. Im Interview mit Ben Schwan erzählt Christian Bollert, Chef von detektor.fm, wie eine Gruppe freier Radiojournalisten ein unabhängiges Internet-Radio für Deutschland hochgezogen hat. Ich kenne die Geschichte schon, bin aber immer wieder neu davon fasziniert.

  • BUZZFEED Siliconrepublic.com: BuzzFeed to spend US$50m investment on major expansion: Während traditionelle Medien über den Anzeigen- und Bedeutungsverlust durch den Medienwandel klagen, hat BuzzFeed ein Erfolgsmodell entdeckt, dass zumindest teilweise etwas mit Journalismus zu tun hat. Das hat Investoren überzeugt und der von Jonah Peretti gegründeten Plattform über 50 Millionen US-Dollar gegeben, damit das Unternehmen sich zu einem der führenden Online-Medien der Welt entwickeln kann. Wann hatte zuletzt jemand so viel Vertrauen in eine Zeitung?

  • FACEBOOK Hamburger Wahlbeobachter: Landesministerien bei Facebook: Der „Hamburger Wahlbeobachter“ Martin Fuchs hat sich angesehen, wie sich die deutschen Landesregierungen im sozialen Netzwerk Facebook bewegen. Mit über 26 Millionen deutschen Nutzern ist Facebook für Regierungsorganisationen durchaus interessant, um die Bürger zu erreichen, aber noch gibt es viel Optimierungsbedarf.

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Google Music: Ein Schmuddelkind schon im Bauch

Passt der Streaming-Dienst Google Music überhaupt zum vieltriebigen Internetunternehmen? // von Thomas Vorreyer Eine Serie von Rückschlägen begleitet bislang die geplante Einführung von Googles neuem Streamingdienst Google Music. Nun schied auch noch der verantwortliche Product Manager unzufrieden aus dem Unternehmen. Derweil spielt Google mit dem Gedanken einer Übernahme von Marktführer [...]
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Streaming rückt den Fokus auf die digitale Soundqualität

Streaming
Der wirtschaftliche Erfolg von Streaming-Diensten rückt die Soundqualität in den Fokus der digitalen (Musik-)Revolution. // von Thomas Vorreyer Wie viele Songs passen auf deinen MP3-Player? Wie groß ist die Bibliothek eines Streamingdienstes? Was kostet das alles? Fragen wie diese prägten bislang das Geschäft um den digitalen Musikkonsum. Zeit, sich dem [...]
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Die Playlist zwischen Kuration und Code

Playlist (adapted) (Image by Delwin Steven Campbell [CC BY 2.0] via Flickr)
Google erwirbt Songza und setzt beim Thema Kuration von Musik wieder auf den Faktor Mensch. Erst kaufte Apple spektakulär die Firma Beats Music, die neben Kopfhörern auch einen kuratierten Streamingdienst im Angebot hat. Jetzt erwarb Google Songza, einen Dienst, der Playlisten offeriert, zusammengestellt von Menschen, nicht Algorithmen. Damit steht Google [...]
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„Darf es noch ein Streaming-Dienst zum Eis sein?“

Spoon Live Streaming (adapted) (Image by Incase [CC BY 2.0] via Flickr)
Das Streaming von Musik wird einem heute fast schon hinterhergeschmissen. Mit welchen Folgen? Amazon, Google, T-Mobile. Die nächsten Großunternehmen haben bereits eigene Streaming-Dienste für Musik lanciert oder zumindest angekündigt. Durchgesetzt werden sie zum Teil mit harten Bandagen und fragwürdigen Preisen. Die Strukturen verschieben sich mehr und mehr zuungunsten kleinerer Labels. [...]
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5 Lesetipps für den 10. Juni

In unseren Lesetipps geht es um das Cyberabwehrzentrum, wie Metallica Geld verdient, Google+, #24hPolizei in Berlin und Metadaten auf Twitter. Ergänzungen erwünscht.

  • CYBERABWEHRZENTRUM Golem: Vernichtendes Urteil zum Cyberabwehrzentrum: Das vor drei Jahren gegründete Cyberabwehrzentrum des Bundes sei in seiner jetzigen Konzeption nicht gerechtfertigt: Zu dem Urteil kommt der Bundesrechnungshof in einem vertraulichen Bericht, den Jörg Thoma auf Golem.de vorstellt.
  • MUSIKINDUSTRIE Die Welt: Metallica bietet mehr Cash Metal als Thrash Metal: Musiker verdienen ihr Geld heutzutage vor allem mit Auftritten. Ein Metallica-Konzert zeigt, dass daraus nervige Werbeveranstaltungen geworden sind. Mit Musikern als Verkäufern ihrer Marke, wie Steffen Fründt kritisch auf Welt.de anmerkt.
  • GOOGLE+ ZDNet: Thanks for nothing, jerkface: Einen Monat nach der Entlassung von Vic Gundotra, Erfinder von Google+, hat sich Sergey Brin auf einer Konferenz sehr kritisch über die Entwicklung des sozialen Netzwerks geäußert. Das hat Violet Blue dann doch sehr auf die Palme gebracht und zu einem lesenswerten Rant auf ZDNet veranlasst.
  • #24hPOLIZEI Zeit Online: 24 Stunden Berlin auf Twitter: Am Samstag gab die Berliner Polizei einen Tag und eine Nacht lang Einblick in den Alltag der Beamten. Durch Tweets über die Einsätze soll das Bild der Polizei verbessert werden und Nachwuchs geworben werden. Zeit Online hat das Experiment in einem Storify zusammengefasst.
  • METADATEN WSJ: In a Single Tweet, as Many Pieces of Metadata as There Are Characters: Richtig gute Twitter-Nutzer, den Autor dieser Zeilen eingeschlossen, können in 140 Zeichen jede Menge Informationen packen und trotz der begrenzten Zeichenanzahl via Twitter kommunizieren. Doch die Tweets sagen viel mehr aus, als uns klar ist. Das Startup Elasticsearch hat ermittelt, dass ein Tweet bis zu 150 einzelne Metadaten besitzt.

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5 Lesetipps für den 6. Juni

In unseren Lesetipps geht es heute um E-Commerce statt Kaufhalle, Amazon, ein EuGH-Urteil zum Urheberrecht, Proteste gegen YouTube und Bitcoin. Ergänzungen erwünscht.

  • E-COMMERCE Netzwertig.com: Lebensmitteleinkauf im Internet: Auch wenn deutsche Verbraucher noch immer zögern, werden Supermärkte irgendwann im großen Stil ins Netz ziehen. Eine aktuelle Studie zeigt, dass sich auch im Lebensmittel-Einzelhandel die “traditionelle” Verdrängung einheimischer Akteure durch Internetgiganten wiederholen könnte, wie Martin Weigert auf Netzwertig.com erklärt.
  • AMAZON PandoDaily: Amazon has opened a physical “store” in SF that doesn’t sell anything physical: In San Francisco hat Amazon einen Laden eröffnet, in dem allerdings keine Waren verkauft werden. Die Riese im E-Commerce hat auch nicht vor, einen physischen Ort mit seinem virtuellen Marktplatz zu verbinden, sondern zeigt interessierten Kunden vor Ort, wie sie einen eigenen Server aufsetzen können. Natürlich bei Amazon. Ob der Shop wie bisher angekündigt nur einen Monat existieren wird oder daraus eine permanente Anlaufstelle für Interessierte wird, steht noch nicht fest.
  • URHEBERRECHT Ars Technica: Web browsing is copyright infringement, publishers argue: Gestern hat der Europäische Gerichtshof mal eine auf Anhieb nachvollziehbare Entscheidung getroffen, aber die Berichterstattung darüber scheint auszubleiben. Zumindest David Kravets schreibt auf Ars Technica darüber, das die Klage der britischen Verwertungsgesellschaft für Presseverlage abgelehnt wurde, dass das Anzeigen von Artikeln auf Displays bereits eine Verletzung von Urheberrechten darstelle. Mit der Klage versuchte die Newspaper Licensing Agency die technologischen Grundlagen des Internets anzugreifen.
  • YOUTUBE Golem.de: Unabhängige Labels protestieren gegen YouTube-Sperre: Es wirkt wie ungleicher Kampf, den die Indie-Labels gerade versuchen gegen YouTube zu kämpfen. Hintergrund sind neue Verträge für einen Streaming-Service, den YouTube demnächst starten will. Die Indie-Labels sind mit den von YouTube angebotenen Konditionen nicht einverstanden und fordern nun, denn von der Plattform verschwinden wollen sie auch nicht, dass die EU-Kommission YouTube untersagen soll, ihre Inhalte zu sperren. Die Musikbranche versucht wieder einmal, sich mit politischer Regulierung an Googles Erfolg beteiligen zu lassen. Innovation ist was anderes.
  • BITCOIN W&V: „Das Bitcoin-Ökosystem hat sich deutlich verbessert“: Anfang September findet in Bonn die Konferenz „World Bitcoin Forum 2014“ statt. Professionell beschäftigen sich derzeit in Deutschland aber erst wenige mit der Digitalwährung. Über vergangene Skandale, Chancen und künftige Einsatzmöglichkeiten für das Digitalgeld sprach W&V-Autor Franz Scheele mit Bastian Brand, Investment Manager des Pathfinder Crypto-currency Fund (PCF) der Londoner Investment-Firma Pathfinder Capital.

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Die Software als Interpret

Les Robots-Music (adapted) (Image by Sascha Pohflepp [CC BY 2.0] via Flickr)
Software ist zum wohl wichtigsten aller Musikinstrumente geworden, aber wird sie irgendwann auch selbst Musik verfassen können? Die Softwaredesignerin ist die Instrumentebauerin des 21. Jahrhunderts. Einige Künstler gehen aber längst weiter und nutzen die technischen Möglichkeiten, um kreative Prozesse in den Code auszulagern. Während möglicherweise bereits der erste Pop-Hit, der [...]
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5 Lesetipps für den 5. Juni

In den Lesetipps geht es um Überwachung, BuzzFeed auf YouTube, Netzpolitik im TTIP, WhatsApp’s Situation und Twitter sucht musikalische Zerstreuung. Ergänzungen erwünscht.

  • ÜBERWACHUNG Berliner Gazette: Post-Snowden: Seitdem mit Hilfe von Edward Snowden Enthüllungen über ein ungeheuerliches Ausmaß von Überwachung veröffentlicht werden, offenbart sich die wohl größte Krise der Demokratie in der Geschichte. Wir müssen eine globale Sicherheitsindustrie zur Kenntnis nehmen – voller Verstrickungen von staatlichen und privat-wirtschaftlichen Interessen, jenseits demokratischer Legitimation und Kontrolle. Doch über ihr Agieren aus der digitalen Deckung heraus und ihren Einfluss auf Individuen und Gesellschaften – darüber haben wir nur Anhaltspunkte. Was tun? Das Dossier POST-SNOWDEN der Berliner Gazette geht dieser Frage nach, im Glauben, dass mehr Aufklärung über diesen Schattenkomplex notwendig ist. Und in der Überzeugung, dass die Stärkung demokratischer Ideen und Praktiken die richtige Antwort auf unsere Krise sind.
  • BUZZFEED Blogrebellen: BuzzFeeds next big thing: Seit nicht einmal drei Jahren ist BuzzFeed auf YouTube aktiv und hat in der Zeit allein mit dem Hauptaccount mit etwa 800 Videos über eine Milliarde Klicks und über zwei Millionen Abonnenten generiert. Bei den Blogrebellen stellt Martin Giesler die BuzzFeed Videos vor, die wieder einmal zeigen, dass BuzzFeed schneller in die Zukunft des Online-Journalismus voranschreitet als andere.
  • TTIP Hyperland: Das Freihandelsabkommen und die Netzpolitik: Das europäisch-amerikanische Freihandelsabkommen TTIP steht vor der Tür – und es wird heiß diskutiert. Doch echte Fakten sind ein wenig rar, es herrschen Gerüchte und Hörensagen vor. Kritiker machen jedoch gegen das Abkommen mobil. Sie befürchten, dass erreichte Schutzstandards auf das jeweils niedrigste Niveau angepasst werden. Auch netzpolitische Themen stehen auf der Agenda, die Christiane Schulzki-Haddouti im Hyperland-Blog des ZDF vorstellt.
  • WHATSAPP CNET: WhatsApp focuses on costs as it prepares to join Facebook: Der Nachrichtendienst Whatsapp wächst scheinbar ohne Ende weiter und stößt dabei immer wieder an seine Grenzen. Doch Facebook scheint nicht zur Hilfe zu eilen, sondern fordert immer mehr Wachstum und neue Funktionen, die den ehemaligen schlanken Messenger fast überfordern. Dieser will deine Kostenbilanz verbessern. Am Mittwoch sprach der Mitgründer Brian Acton über die aktuelle Situation bei WhatsApp.
  • TWITTER Golem.de: Twitter wollte Spotify für 4 Milliarden US-Dollar kaufen: Twitter hat sich neben dem Berliner Startup Soundcloud auch für die Übernahme von Spotify für 4 Milliarden US-Dollar und von Pandora im Wert von 5 Milliarden US-Dollar interessiert. Damit will der Kurznachrichtendienst die Verweildauer der Nutzer erhöhen, wie Achim Sawall auf Golem.de erklärt. Allerdings kam keiner der Deals zustande, weshalb der Microblogging-Dienst wohl weiter nach seinen Nutzern Abwechslung bietenden Diensten suchen wird.

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Curation is King: Menschliche Expertise statt maschineller Algorithmus

Apple & Beats (adapted) (Image by K?rlis Dambr?ns [CC BY 2.0] via Flickr)
Keine schlauen Formeln, sondern echte Menschen sollen künftig die digitalen Inhalte und Waren zusammenstellen, die wir konsumieren. Eine Kehrtwende hin zu Curation? Rund um die viel diskutierte 3-Milliarden-Dollar-Übernahme von Kopfhörer-Hersteller Beats ist ein spannender Satz gefallen. “We get a subscription music service that we believe is the first subscription service [...]
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Wir wollen eure Smartphones sehen!

Konzert (Bild: Vodafone)
Auf Konzerte dürften Smartphones in den nächsten Jahren mehr und mehr in das Spektakel einbezogen werden. Entscheidend ist dafür aber der richtige Umgang mit der Technik. // von Thomas Vorreyer Beim Fernsehen hat sich der Second Screen längst durchgesetzt. Nun soll auch bei Konzerten das Smartphone nicht mehr nur reine [...]
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5 Lesetipps für den 21. Mai

In unseren Lesetipps geht es um Fotos vom Medienwandel, wie TTIP & Co. verhandelt werden, die Generation Y, Digitalisierung von Prosa zu Musik und Netflix kommt nach Europa. Ergänzungen erwünscht.

  • MEDIENWANDEL Marcus Schwarze: Von wo das Netz herkommt: Im Frühjahr 2014 reisten zwei Dutzend Journalisten aus Deutschland ins Silicon Valley, um etwas davon zu ergründen, was in dieser Zeit unsere Lebensumstände nachhaltig verändert. Unter dem Hashtag #crusa14 konnte man die Neuland-Entdeckern verfolgen. Marcus Schwarze hat jetzt Fotos vom Trip veröffentlicht und kommentiert.
  • TTIP & Co. Berliner Gazette: Wie mit TTIP und Co. Politik jenseits der Demokratie gemacht wird: Hinter verschlossenen Türen wird eine transatlantische Freihandelszone entworfen. Die Verhandlungsführer sind weder bekannt noch demokratisch legitimiert. Die genauen Vertragstexte, sei es TTIP, CETA, TPP oder TiSA, sind geheim. Ist dieses Verfahren zeitgemäß? Umweltingenieurin und Berliner Gazette-Autorin Tatiana Abarzúa kommentiert.
  • GENERATION Y Politik Digital: Generatin Y – Schöne, neue Arbeitswelt?: Die Arbeitswelt ist im Wandel. Man spricht von einer neuen Generation von Menschen, die flexibel, mobil und selbstbestimmt arbeiten möchte. Die sogenannte „Generation Y“ gilt als innovativ und sinnsuchend, aber auch als verwöhnt und faul. Politik und Wirtschaft passen sich nur langsam diesen neuen Bedürfnissen an, um keine Wähler und Mitarbeiter zu verlieren. Und auch Arbeitnehmer nutzen die neuen Modelle nur zögerlich und arbeiten meist nicht weniger und effizienter – wie es der technologische Fortschritt verheißt – sondern sind überarbeitet bis hin zum Burnout.
  • DIGITALISIERUNG Spiegel Online: TransProse analysiert Stimmung von Text und macht Filmmusik: Werden Filme in Zukunft automatisch durch Software-Tools vertont? Ein Forschungsprojekt hat mit dem Projekt TransProse erste Erfolge erzielt, indem es „Sequenzen von Noten bestimmt, die die emotionale Aktivität von Texten einfangen“. Es scheint so, dass rund 100 Jahre nach der Einführung des Tonfilms den Filmorchestern ein nächster Wandel bevorsteht.
  • NETFLIX Netzwertig.com: Netflix plant Debüt in Deutschland, Österreich und der Schweiz für Ende 2014: Dass Netflix im deutschsprachigen Raum starten würde, war ein offenes Geheimnis. Jetzt nennt das Unternehmen erstmals einen Zeitraum: Ende 2014 soll es soweit sein. Für Martin Weigert ein weiterer Schritt des Streaming-Dienstes zu einem globalen Internetgiganten, der schon heute über 48 Millionen zahlende Abonnenten hat.

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Videokolumne: Über queere Musik, Filmkunst und Edward Said

Kulturen (Bild: Screenshot, via Haus der Kulturen der Welt)
In der Videokolumne heute: Grenzüberschreitungen in der Popmusik, ein multimedialer Zugang zu einem streitbaren Intellektuellen und das Erzählen von Geschichten.// von Hannes Richter Der palästinensisch-amerikanische Intellektuelle Edward Said war eine kritische Stimme und hat mit seinem Hauptwerk Orientalism unseren heutigen Blick auf nach-koloniale Gesellschaften entscheidend geprägt. Die Materialien eines Symposiums [...]
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5 Lesetipps für den 7. Mai und 5 Lesetipps für den zweiten rp14-Tag

In unseren Lesetipps geht es um Google in der Schule, den Erfolg von Musik auf Vinyl, DuckDuckGo vs. Google, die neue Silk Road, die Zukunft des sozialen E-Commerce und die re:publica 2014. Ergänzungen erwünscht.

  • GOOGLE CNET: Google unveils Classroom, a tool designed to help teachers: Google hat einen interessanten Use Case vorgestellt, wie die Produkte des Suchmaschinenriesens intelligent in der Schule eingesetzt werden können. Mal abgesehen von der Eigenwerbung des Unternehmens für seine Produkte zeigt dieser Fall Möglichkeiten des vernetzten Lernens und der Organisation des Bildungswesen durch digitale Mittel. Und wie viel in diesem Bereich noch nicht getan wurde.
  • MUSIK Ars Technica: Largest vinyl record pressing plant in the US is expanding: Seit Jahren schon steigen die Verkaufszahlen für Vinyl-Schallplatten, wenn auch nur im niedrigen einstelligen Bereich. Doch trotz iTunes, Spotify und AmazonMP3 scheint sich das Geschäft mit den durch digitale Bearbeitung wirklich sehr guten Tonträgern wieder zu lohnen. Die in den USA größte Schallplattenpresse baut aus, denn sie erwarten, dass der Trend noch weiter geht. Interessanterweise hat der Erfolg der Schallplatte etwas mit dem Erfolg digitaler Musik zu tun.
  • SUCHMASCHINE TIME: DuckDuckGo Is About to Become a Far More Powerful Google Alternative: Die vor allem durch ihre sehr nutzerfreundlichen Privatsphäre-Einstellungen bekannte Suchmaschine DuckDuckGo plant die nächste Version der Suchmaschine, mit mehr Funktionen und einem neuen Design. Die meisten dieser Neuerungen verringern den Abstand zum von Google gesetzten Standard erheblich, so dass hier vielleicht die meist nur Datenschutz-Aktivisten bekannte Alternative langsam in den Mainstream vorrücken könnte.
  • SILK ROAD Techdirt: Silk Road 2.0 Now Larger Than Silk Road Ever Was: Wie beim Kampf gegen Napster, als nach der Zerschlagung der Musiktauschbörse lauter neue Dienste entstanden, die den vermeintlichen Pionier ersetzten, ist auch der von den US-Bundesbehörden zerschlagene Online-Marktplatz Silk Road, berühmt für die einen Teil davon ausmachenden Schwarzmarkt-Geschäfte und das hier mit Bitcoins bezahlt werden konnte, inzwischen durch neue Anbieter ersetzt wurden, die noch größer und erfolgreicher sind, als ihr Vorgänger.
  • E-COMMERCE CNET: Why Amazon wants you to use Twitter hashtags to shop: Gestern haben wir in den Lesetipps über die Kooperation von Amazon und Twitter berichtet, die ermöglicht, dass in Tweets gesendete Links zu Produkten auf Amazon direkt in den eigenen Warenkorb wandern können, ohne Twitter zu verlassen. Donna Tam hat sich für CNET dieses neue Feature genauer angesehen und erklärt dir Vorteile für beide Unternehmen und wie wir in Zukunft online einkaufen könnten.

  • RP14 I Zeit Online: Unterwandern gegen Überwachen: Ein paar Online-Petitionen unterzeichnen ist zu wenig: Auf der re:publica rufen Aktivisten zu Unterwanderung der Politik und zur technischen Aufrüstung der Massen auf, wie Eike Kühl auf Zeit Online schreibt. Zusammen mit Sascha Lobos Aufforderung, das System von innen heraus zu verändern, scheint nach den Jahren des Hypes um die Piratenpartei wieder mehr Realitätssinn in die sich politisierende Netzgemeinde zu kommen.
  • RP14 II Heise Online: Asyl for Snowden!: Bei allem Wachstum und der damit einhergehenden Kommerzialisierung der re:publica ist das Wesen der Blogger-Konferenz immer noch erkennbar. Zwei der wichtigsten Themen war die Forderung nach Asyl für Edward Snowden und Solidarität mit in Asien inhaftierten Bloggern, wie Stefan Krempl auf Heise.de schreibt.
  • RP14 III Tagesschau.de: Politik ohne Politiker: Auf Tagesschau.de wundert sich WDR-Reporter Christian Feld, dass es in Zeiten des Europawahlkampfs und politischer Skandale wie der Überwachung so wenig Politiker auf der re:publica gibt. Dabei übersieht er aber, dass die sich hier treffende Zivilgesellschaft politischer wird, ein klarer Fortschritt zu den letzten Jahren.
  • RP14 IV BR.de: #Auftanken, bitte!: Eine Zapfsäule mit USB-Schnittstelle lädt auf der re:publica zum Auftanken ein. Wikimedia kämpft damit für die Verbreitung von öffentlichen Daten. Im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk erklärt Mathias Schindler die auf Twitter trendende #Datentankstelle.
  • RP14 V Zeit Online: Hauptsache Hasselhoff: Don’t believe the hype: David Hasselhoff soll auf der re:publica über digitale Freiheit sprechen. Er redet vor allem über sich selbst und die Mauer. Und am Ende singt er doch. Steffi Dobmeier zeigt in ihrem Artikel, dass wirklich niemand etwas verpasst hat, der nicht auf der re:publica war oder da war, aber nicht zum Vortrag von David Hasselhoff ging. Inhaltlich kam da nämlich überhaupt nichts bei raus.

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Wie böse ist YouTube?

Welche Auswirkungen hat Musikvideo-Streaming über YouTube in den USA auf die dortigen Albenverkäufe? Kritische Analyse einer neuen Studie dazu. Es gibt mittlerweile zahlreiche Studien, die hier im Blog auch ausführlich besprochen wurden, darüber, wie schädlich oder unschädlich Filesharing für die Musikverkäufe ist. Ein klares Fazit aus wissenschaftlicher Sicht kann aber immer noch nicht gezogen werden. Nun legen R. Scott Hiller von der Fairfield University und Jin-Hyuk Kim von der University of Colorado Boulder eine erste Studie vor, wie sich das weitverbreitet Musikvideo-Streaming über YouTube in den USA auf die dortigen Albenverkäufe ausgewirkt hat.

Sie beobachteten dabei, wie sich der vorübergehende Boykott, den die Warner Music Group über YouTube nach gescheiterten Lizenverhandlungen zwischen Anfang Januar und Ende September 2009 verhängt hat, auf die Verkäufe von Alben jener Warner-KünstlerInnen ausgewirkt hat, die in diesem Zeitraum in den Billboard 200 Albencharts vertreten waren. Das Ergebnis scheint eindeutig zu sein: Warner konnte durchschnittlich 10.000 Stück pro Hit-Album mehr pro Woche verkaufen als die Konkurrenten, die ihr Repertoire weiterhin auf YouTube verfügbar gemacht hatten. Zudem hat der Warner-Boykott keinerlei statistisch signifikante Auswirkungen auf das Suchverhalten der Fans auf Google gezeitigt, was die Autoren zu Schluss veranlassen, dass es keine positiven Sampling- bzw. Promotionseffekt von YouTube gibt.

Wie diese Ergebnisse zustande kommen und was von ihnen zu halten ist, möchte in weiterer Folge genauer untersuchen.

Vorgeschichte

Nachdem YouTube um US$ 1,65 Mrd. von Google im Herbst 2006 gekauft worden war, ging der neue Eigentümer mit allen Musikkonzernen Lizenzpartnerschaften ein, um dem Vorwurf, Urheberrechtsverletzungen Vorschub zu leisten, Wind aus den Segeln zu nehmen. Allerdings waren die Majors mit den bescheidenen Ausschüttungen von YouTube nicht zufrieden. Als 2008 die Erneuerung der Verträge anstand, forderten sie wurden höhere Lizenzzahlungen. Im Dezember 2008 hatte sich Google und alle Majors mit Ausnahme der Warner Music Group (WMG) auf neue Lizenzdeals geeinigt, was dazu führte, dass die WMG begann, Musikvideos, die ihre Rechte berührten, von YouTube entfernen zu lassen. Vom 1. Januar bis zum 29. September 2009 waren in den USA keine Musikvideos mit Warner-KünstlerInnen bzw. Amateuraufnahmen mit Warner-Material auf YouTube zu sehen, bis sich die Videoplattform und der Musikkonzern dann doch auf einen Lizenzdeal einigten.

Datensample und Methodik

Dieses Blackout für Warner-Musikvideos auf YouTube wurde nun von den Studienautoren zum Anlass genommen, die Verkaufszahlen der Alben von Warner-KünstlerInnen mit jenen anderer Musikkonzerne zu vergleichen. Dazu benutzen Hiller & Kim die von SoundScan erhobenen Absatzzahlen, auf deren Basis allwöchentlich die Billboard 200 Albencharts zusammengestellt werden. Das ergibt ein Gesamtsample von 2.261 Alben von 1.663 KünstlerInnen. Die Gesamtzahl wurde pro Chartwoche um 10 bis 20 Nichtmusik- bzw. Compilation-Alben bereinigt.

Für jedes Album wurden nun die Zahl der in einer Woche verkauften Einheiten eines Albumstitels als abhängige Variable defininiert. Als unabhängige Variable flossen in die Schätzung ein:

  1. Der “Warner-Effekt” des Blackouts
  2. Die Gesamtanzahl der Wochen, die ein Album in den Top 200 war
  3. Die Zahl der in der ersten Woche nach Neuerscheinen verkauften Einheiten eines Albumtitels
  4. Ein Indikator für das Debütalbum einer KünstlerIn
  5. Ein Indikator für nachfolgende Alben einer KünstlerIn
  6. Die Dauer in den Charts sowie die Absatzzahlen des vorletzten Albums einer KünstlerIn, um ggf. Spillover-Effekte von früheren Produktionen sichtbar zu machen

Alle Alben wurden dann noch nach Musikgenres und nach Indie- bzw. Major-Release mit Hilfe der Discogs-Datenbank codiert. Schließlich wurden auch noch der Rang eines Albums in den US Top-100 Airplay-Charts berücksichtigt, um etwaige Promotionseffekte des Radios feststellen zu können.

Als weitere abhängige Variable wurde die Suchintensität der Musikfans nach “ihren” KünstlerInnen” im Internet gewählt. Dazu mussten die Studienautoren einen komplexen Index bilden, der nach US-Region differenziert die Suche nach MusikerInnen auf Google.com abzubilden in der Lage ist. Während die erste Variable den Einfluss der Warner-Blackouts auf YouTube auf die Absatzzahlen messen soll, dient die zweite Variable dazu, herauszufinden, ob der Blackout einen negativen Einfluss auf die Wahrnehmung durch die Fans auf die Warner-KünstlerInnen hatte.

Auf dieser Basis wurden nun alle Warner-Alben im Sample mit den Alben anderer Labels in den Top-200 vor, während und nach dem Blackout verglichen, wobei das Zeitfenster mit 1 Jahr sowie 9 Monate, 6 Monate und 3 Monate jeweils davor und danach variiert wurde.

Ergebnisse

Getestet wurde die Hypothese, ob der Blackout einen positiven oder negativen Einfluss auf die Absatzzahlen von Alben der Warner-KünstlerInnen hatte bzw. ob sich die Suchintensität der Fans durch den Blackout verändert hat. Anders formuliert: Wenn die Warner-KünstlerInnen in der Blackout-Periode verhältnismäßig mehr Alben absetzen konnten, dann könnte man auf einen negativen (Substitutions-)Effekt auf den Albenvverkauf schließen.

Für die vier verschiedenen Zeitfenster wurden nun Regressionen sowohl für die Absatzzahlen (Tabellen 2 bis 5) als auch für Suchintensität (Tabellen 6 bis 9) gerechnet. Dabei wurden schrittweise zuerst die Top-10 Alben aus dem Sample eliminiert, dann die Top-25-Alben und schließlich die Top-50-Alben, um ggf. unterschiedliche Effekte auf Superstarrepertoire und weniger bekanntes Repertoire sichtbar zu machen.

Die Daten für das Gesamtsample (Top-200) zeigen, dass je nach Zeitfenster ein Warner-Album im Durchschnitt um 5.718 Einheiten pro Woche bis zu 9.829 Einheiten pro Woche mehr verkaufen konnte. Dieser Effekt nimmt ab, wenn die Top-10-Alben aus dem Sample eliminiert werden – plus 2.458 bis 3.678 Einheiten pro Album – und ist noch schwächer, wenn die Top-25-Alben unberücksichtigt bleiben – plus 1.419 bis 1.870 Einheiten pro Album. Dieser “Warner-Effekt” verschwindet sogar ganz, wenn die Top-50-Alben aus dem Sample verschwinden. Das lässt den Schluss zu, dass der Blackout für die Warner-Superstars vorteilhafter war als für die weniger nachgefragten Stars und überhaupt keine Rolle für das Nicht-Superstar-Repertoire spielte. Allerdings darf nicht der Umkehrschluss gezogen werden, dass es für die Nicht-Superstars einen positiven Samplingeffekt gäbe, da die Ergebnisse weder negativ noch statistisch signifikant sind.

Die Studienautoren schlussfolgern: “(…) that the Warner artists who had Billboard top 200 albums during the nine-month blackout sold on average larger quantities of albums, as opposed to the non-Warner artists during the same period. (…) The estimates represent causal effects and thus render support for the sales displacement hypothesis” (S. 14). Dieser Effekt verschwindet aber, wenn die Top-50 platzierten Alben aus dem Sample genommen werden. YouTube hätte demnach also keinerlei negative Wirkungen auf die Absatzzahlen von Nicht-Superstaralben.

Des Weiteren können die Studienautoren keinen irgendwie gearteten Promotionseffekt von YouTube feststellen. Es lässt sich zumindest kein statistisch signifikanter negativer Einfluss des Blackouts auf die Google-Suche nach Warner-KünstlerInnen in den USA feststellen. Die Regressionen zeigen “(…) that the blackout had no statistically significant effect on the level of Internet user’s search activity. (…) Therefore, the hypothesis that a greater exposure to free online content increases the user’s level of interests finds no support in our data” (S. 16).

Kurz zusammengefasst legen die Studienergebnisse folgende Schlüsse nahe:

  • Die Verfügbarkeit von gratis konsumierbarer Musikvideos auf YouTube hat einen negativen Effekt auf den Albenabsatz. YouTube kannibalisiert demnach bis zu einem gewissen Grad die physischen und Download-Musikverkäufe.
  • Die Autoren betonen zwar, dass die Ergebnisse aufgrund des begrenzten Samples nicht verallgemeinerbar sind, legen aber doch die Vermutung nahe, dass Musikstreaming insgesamt einen Kannibalisierungseffekt auf Musikverkäufe haben könnte. Studien dazu müssten aber noch durchgeführt werden.
  • YouTube hat keinen Sampling- bzw. Promotionseffekt, weder auf das Superstar- noch auf das Nicht-Superstar-Repertoire.

Kritische Würdigung

Was haben die Autoren im Grunde genommen festgestellt? Sie haben gezeigt, dass der Absatz von Alben der Warner Music Group (WMG), die in den Billboard 200 in den ersten drei Quartalen des Jahres 2009 vertreten waren, im Durchschnitt relativ höher war als jener der Konkurrenz, verglichen mit den Jahren 2008 und 2010. Es handelt sich dabei um eine Korrelation von zwei Sachverhalten, die auf das Fehlen der Warner-Musikvideos auf YouTube im gleichen Zeitraum zurückgeführt wird. Ein kausaler Zusammenhang zwischen dem Warner-Blackout auf YouTube und dem relativ höheren Albenabsatz kann aber noch nicht hergestellt werden. Es könnte schließlich auch andere Ursachen für die Korrelation geben, die von den Studienautoren nicht untersucht wurden.

Ein Anhaltspunkt für eine solche Ursache findet sich im Jahresbericht der Warner Music Group für 2009. Darin berichtet der damalige CEO Edgar J. Bronfman: “According to SoundScan data, we reported the highest U.S. album market share growth of all major music companies in total albums sold between calendar 2004 and calendar 2008? (WMG 2010: 3). Dieses starke Wachstum wird allerdings im Jahresbericht 2009 nicht auf die fehlende Präsenz auf YouTube zurückgeführt, sondern auf die 2007 formulierte und ab 2008 konsequent umgesetzte Digitalstrategie des Musik-Majors. Der Erfolg schlug sich auch in Zahlen nieder. Die digitalen Musikverkäufe der WMG, die von 2007 auf 2008 im US-amerikanischen Markt um ein Drittel gestiegen waren, konnten ein Jahr später um weitere 10,7 Prozent zulegen. Von 2009 auf 2010 fiel hingegen das Umsatzwachstum im digitalen Musiksegment mit 1,1 Prozent recht bescheiden aus. Vor allem in den USA griff die Digitalstrategie besonders gut. Nachdem der Digitalanteil an allen in den USA getätigten Umsätzen 2008 auf 29,9 Prozent gestiegen war, machte er 2009 einen weiteren starken Sprung nach oben auf 38,8 Prozent. Der Zuwachs auf 44,3 Prozent fiel 2010 vergleichsweise schwach aus.

Ein Vergleich mit dem Weltmarktführer, Universal Music Group (UMG), macht den Erfolg der Digitalisierungsstrategie von Warner in den Jahren 2008 und 2009 noch sichtbarer. Der UMG konnte zwar von 2007 auf 2008 die digitalen Musikumsätze um 30,5 Prozent steigern, aber mit einem Plus von 7,8 Prozent im Jahr 2009 fiel die UMG hinter die WMG zurück. Erst mit einer Steigerung um 13,8 Prozent im darauffolgenden Jahr konnte der Rückstand zur WMG wieder aufgeholt werden. Dementsprechend moderat fiel der Anteil des Digitalumsatzes der UMG im Jahr 2009 aus, als er 25,7 Prozent erreichte – 13,1 Prozentpunkte niedriger als der Digitalanteil der WMG am US-Markt im gleichen Jahr (Vivendi 2010: 150) Am Rande sei noch erwähnt, dass bei Atlantic Records, einem Sublabel der WMG, 2009 mehr als 50 Prozent der phonografischen Umsätze auf digitale Musikverkäufe entfielen (WMG 2010: II).

Diese Indizienlage legt einen anderen Schluss nahe: Die relativ höheren Albenverkäufe der WMG sind nicht auf das YouTube-Blackout zurückzuführen, sondern auf die Umsetzung der Digitalstrategie, die Warner 2009 einen vorübergehenden Vorteil im Digitalgeschäft gegenüber der Konkurrenz verschafft hat. Dieser Vorteil ging, wie die Zahlen belegen, bereits 2010 wieder verloren, was sich durchaus mit der Analyse von Hiller & Kim deckt. Auch der schwächer werdende “Warner-Effekt”, wenn immer weniger Hit-Alben in Betracht gezogen werden, kann mit der Digitalstrategie der WMG erklärt werden. Da die Konzerne vor allem ihr Superstar-Repertoire mit entsprechendem PR- und Marketingsaufwand am Markt positionieren, profitierten vor allem die Hit-Alben von der Digitalstrategie.

Diese Erklärung ist trotz des statistischen Apparates, den die Autoren aufbieten, schlüssiger. Warum sollten die Verantwortlichen in der Warner Music Group, denen die präzisen Absatzzahlen für jedes Album vorliegen, so dumm sein, den Vertrag mit YouTube zu verlängern, wenn sie aus den Daten einen massiven Kannibalisierungseffekt herauslesen müssten? YouTube kann also nicht so böse sein, wie die Studie von Hiller & Kim suggeriert. Schließlich glauben nicht nur die WMG, sondern alle anderen Majors und der Großteil der Indies an die positiven Promotions- und Samplingeffekte, die von YouTube ausgehen. Ganz im Gegenteil, heutzutage kann es sich kein Label leisten, nicht mit seinem Repertoire auf YouTube verfügbar zu sein. Die Autoren sollten also ihr Forschungsdesign noch einmal überdenken, und auch noch andere mögliche Erklärungen für den “Warner-Effekt” in Betracht ziehen.


Quellenangaben


Dieser Beitrag erschien zuerst auf dem Blog Musikwirtschaftsforschung.


 


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Software vs. Musik: Hat Content abgedankt?

Ist die Software drumherum wichtiger geworden als die eigentliche Musik? Ja, heißt es jetzt im Guardian – fälschlicherweise. Die platte Phrase »Content is king.« ist das »Sex sells!« der Kulturindustrie und ihrer Vermarktungsmechanismen. Im britischen Guardian wurde jetzt erneut an der Binse gerüttelt. Vor dem Präzedenzfall Beyoncé behauptet David Hepworth dort, die Zeit großer, wichtiger Alben sei vorbei, es gehe nur noch um Technik. Hat er am Ende gar recht?

Kluge Köpfe setzen auf Technik

Schon im Januar ging es an dieser Stelle um die nahezu unaufkündbare Verbindung, die die Musik einerseits und ihre (digitale) Vermarktung und ihr Vertrieb andererseits mittlerweile eingegangen sind. Letztere bedienen Letzteres nicht mehr willenlos Erstere, sondern dieses muss bereits spätere Synergieeffekte selbst initiieren. Was nützt einem etwa ein schöner Song, wenn man keine thematisch passende, lustige Promo-App dazu kreieren kann?, könnte man zugespitzt fragen. Der Journalist David Hepworth geht sogar noch weiter.

Content is not king„, schrieb er am Wochenende im Guardian – allen immer wiederkehrenden romantischen Beschwörungen des Kreativen zum Trotz. „Delivery has mounted its throne and has already eaten its lunch„. Als Begründung zieht er dabei die Reaktionen auf Beyoncés jüngstes Album, welches diese unter dem Titel „Beyoncé“ im Dezember ohne Vorankündigung als Sammlung von Musikvideos via iTunes veröffentlicht hatte. Nachdem das Album in der ersten Woche über eine Million Mal verkauft wurde, ließ das Interesse schlagartig nach so Hepworth – ähnlich wie bei den Sonderveröffentlichungen für den jährlichen Record Store Day, der ebenfalls am Wochenende gefeiert wurde. Der Autor schlussfolgert deshalb für den erweiterten Rahmen: „It’s the software that changes people’s lives. Netflix, Skype, Spotify, Flipboard, Amazon Prime, Kindle, Paper and scores of others. These are as exciting, if not more exciting, than the individual items of entertainment and edification that speed along their rails„.

Wenn (Musik-)Journalisten und Medien also schlau sein wollen, dann ziehen sie die richtigen Schlüsse aus Hepworths Analyse und kümmern sich neben den Inhalten, auch um die damit verbundenen technischen Kommunikationswege. Der Brite lebt es vor, ist schließlich auch Verantwortlicher für Inhalte bei Development Hell Ltd, einer Firma, die das renommierte Magazin für elektronische Musik und DJ-Kultur, Mixmag, herausgibt und zeitgleich mit DontStayIn.com ein eigenes soziales Netzwerk für ClubgängerInnen besitzt.

Buzz ist nicht gleich Buzz

So weit, so bereits bekannt. Vorher sollte man sich allerdings kurz die Zeit nehmen, Heptworths schludrige Argumentation aufzulösen, um am Ende doch noch den richtigen Gehalt extrahieren zu können. Da wäre etwa der Umstand, dass „Beyoncé“ mittelfristig keinesfalls eine kommerzielle Enttäuschung war. Im Gegenteil: In den USA verkaufte das Werk in den Folgewochen weiterhin kräftig, obwohl es vorerst nur in einem möglichen Format erhältlich war. Es war sogar das erste Album seit Susan Boyles „I Dreamed a Dream“, das in den ersten drei Wochen (nach Rechenmodus des „Billboard“ Magazins) jeweils mehr als 300.000 Einheiten verkaufte. Mit dem Stück „Drunk In Love“ entwuchs den in einem Schwung an die Öffentlichkeit gebrachten Liedern mit etwas Verspätung sogar mindestens ein klassischer Hit. Und wären die meisten Jahresbestenlisten vieler Redaktionen Ende Dezember nicht bereits gewählt und veröffentlicht gewesen, dann hätte „Beyoncé“ auch hier gute Chancen auf die eine oder andere Platzierung gehabt. Das Album hat nämlich durchaus zahlreiche qualitativ überzeugende, interessante Momente. Die den Vertriebskanal übernehmende Software, iTunes, spielte hingegen einen lediglich untergeordneten Aspekt, Beyoncé hätte ihre Videos auch anderswo veröffentlichen können.

Doch gehen wir David Hepworths These noch einmal von der anderen Seite an: Welche Alben sind uns aus den letzten Jahren als besonders prägend in Erinnerung geblieben? Tatsächlich bekamen nur wenige klassisch vermarktete Alben eine ähnlich große Aufmerksamkeit wie Radioheads Wähle-den-Preis-selbst-Album „In Rainbows“, Björks-App-LP „Biophilia“, Jay-Zs Samung-gesponsertes „Magna Carta Holy Grail“ und eben „Beyoncé“. Auf die Verkäufe, Streaming-Zahlen, Kritiken hatten deren Neuerungen aber ganz unterschiedliche Einflüsse – oder eben gar keinen. Vergleicht man die Werke mit den jeweiligen Vorgängern ihrer Interpreten, dann lässt sich jedenfalls keine relevante Korrelation hinsichtlich kommerziellen Erfolgs und Rezeption feststellen. Gleichzeitig gab es mit Taylor Swift, Arcade Fire, Daft Punk, Vampire Weekend, Tylor, the Creator oder aber Kanye West zahlreiche Ausnahmeerscheinungen, die auch ohne App- oder Vertriebs-Stunt populär worden oder aber ihren Erfolg fortsetzten.

Pop-Musik bleibt Pop-Musik

Zwar werden Hits „The Fox (What Does The Fox Say?)“ auf ewig mit YouTube verbunden bleiben, das ist aber keineswegs ein neues Phänomen. Im Gegenteil: Pop-Musik ist ein aus mehreren Aspekten von der Rezipientin selbst – nicht der Künstlerin – zusammengesetztes Gesamtprodukt, wie Diedrich Diederichsen gerade in seinem omnipräsenten Buch zum Thema bemerkt. „Pop-Musik wird nach und nach aufgenommen. Wer sie wahrnimmt und verarbeitet, stellt immer wieder neue und andere Zusammenha?nge zwischen den Teilprodukten (Sounds, Texten, Videos, Covern, Frisuren, Emblemen usw.) her, die inhaltlich und stilistisch miteinander verbunden sind (…)„. Die Digitalisierung hat die Menge dieser Teilprodukte nochmals erheblich vergrößert, anders als David Hepworth meint, hat sie aber nicht die Erfahrungswelten verschoben. Denn auch ehemalige Vinyl- oder Kassettenhörer erinnern sich noch sehr prägnant auf ihren Umstieg zur CD und später dann zum MP3-Player. Was sie dabei gehört haben, die „Musik-Musik“ wie Diederichsen nennt, ist allerdings ein bis heute gleichwertiges Erlebnis geblieben. Und das ungeachtet der allgemeinen Krise des Formats „Album“ und der ökonomischen des (Musik-)Journalismus, die David Hepworth ganz klar beide im Hinterkopf herumschwirrten.

Wenn wir also seine These auf die Aufmerksamkeitsökonomie umlenken, dann kommen wir der Wahrheit näher. Denn angesichts der gegenwärtigen Vielfalt und Überproduktion schafft es kreatives „Musik-Musik“-Kapital allein kaum noch bis gar nicht, den ganz großen Buzz zu erschaffen. In der Pop-Musik war dieses allerdings schon immer nur ein Teilaspekt, wenngleich auch ein unersetzbarer. Sein Anteil ist seit der Entstehung dieser Form eben bloß kontinuierlich geringer geworden, ergänzt durch die Produkte anderer Kulturindustrien, aber eben nicht ausgetauscht.


 


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Musik im Digitalen: Tiefe vs. Weite

Musica comprimida - Compressed Music (adapted) (Image by Ferrari + caballos + fuerza = cerebro Humano ? [CC BY-SA 2.0] via Flickr)
Innige Liebe für einige, wenige Künstler hegen oder permanent neue Bands entdecken? Ein Streit über Musik im Digitalen und den Sinn von Dienste wie Last.fm. Hatten wir letzte Woche noch von den Umwälzungen bei Last.fm berichtet, welches Mitte April sein Radio schließen wird, um sich ausschließlich auf seinen Scrobbler- und [...]
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Digitale Musik: Die Vorhersehung und das Unbekannte

Der Code hört Musik mit, ob erwünscht oder nicht: Was die Neuerungen bei Last.fm, Shazam und dem Wu-Tang Clan miteinander verbindet. Der Newsflash eines einzigen Tages (letzten Mittwochs): Last.fm schaltet sein Radio ab, Shazam erkennt jetzt auch Vinyl-Only-Veröffentlichungen und der Wu-Tang Clan will ein neues Doppelalbum mit einer Auflage von lediglich einem Exemplar herausbringen. Justiert sich das Dreieck von Musik, Digitalisierung und Algorithmus gerade neu?

Shazam expandiert, Last.fm re-fokussiert

Fünf Jahre ist es her, dass der Dienst Last.fm mit seinen Nutzerbewertungen und Hörerstatistiken auswertenden Algorithmen begann, echte Radiostationen auch außerhalb des Internets zu ersetzen. Die Erfahrungswerte dazu hatte man mit einem simplen Modell zuvor digital eingesammelt, immer nach dem Prinzip: Wenn du jenes magst, wirst du das hier lieben. Schließlich hatte eine Vielzahl anderer Hörer, die mit ihren Musikplayern- und Bibliotheken ebenfalls bei Last.fm angemeldet waren, ja genau diese Präferenz. Und wenn man den folgenden Song doch nicht lieb gewann? Dann konnte man ihn wegklicken und so den Code noch schlauer machen. Schon damals verlor Last.fm allerdings zunehmend Marktanteile an diverse Konkurrenten, jetzt will sich die Firma im Besitz des CBS-Netzwerks allein auf das Erfassen von Hörgewohnheiten, das Scrobbling, konzentrieren: Ende April schließt Last.fm seinen Radio-Service.

Angesichts der Marktlage und der allgegenwärtigen Konkurrenz durch Streamingdienste wie Spotify ist das ein logischer Schritt. Aber auch in Letzteren steckt ja weiter der Last.fm-Scrobbler, der seit nunmehr zwölf Jahren munter weiter Daten sammelt. Last.fm kann kommende Hits vorhersagen und das aufgrund der Erfahrungswerte wohl immer noch besser als jede andere Software, weshalb sie wirtschaftlich hochgradig interessant ist. Denn auch die Musikwirtschaft ist längst in der Hand von Big Data. Mittlerweile nehmen A&Rs neue Künstler nicht mehr nur ausschließlich wegen ihrer Musik oder ihres Charakters unter Vortrag, sondern auch wegen ihrer sozial-digitalen Gefolgschaft, dem damit verbundenen Datenmaterial und des Innovationspotenzials. Und wenn der Nutzer mal – mit neuer, aber anonymer Musik konfrontiert – nicht weiter weiß, dann hilft auch hier die Software weiter: Er shazamt die ihm unbekannte Musik einfach.

Shazam, das Musik anhand kurzer Smartphonemitschnitte erkennt und mit der Prämisse arbeitet, dass alles, was der Hörer unbedingt mit Namen kennen will, schon ziemlich gut sein muss, ist mittlerweile so erfolgreich, dass Künstler hier ihre neue Musik sogar erstmals und interaktiv vorstellen. Die Band Chromeo zeigt ein neues Musikvideo erstmals all jenen via Shazam, die einen wahllosen Song der Band mit der App suchten, Linkin Park boten ihre neue Single – ebenfalls in einer Premiere – jedem an, der egal welchen Song suchte. Dabei will nicht unbedingt jedes Stück Musik auch gefunden werden. Jene Lieder etwa, die als formvollendeter Fetisch oder sicher kalkuliertes Nullsummenspiel in Kleinstauflage auf Vinyl – und nur in diesem Format – erscheinen. Dank eines Deals mit Juno Records, einem britischen Musikvertrieb, der sein Plattensortiment auch digitalisiert, erkennt Shazam jetzt allerdings auch solche Titel. Auf die erfolgreiche Anwendung im Club, vorm Vinyl-DJ-Pult des Vertrauens folgt so eventuell nun die große Enttäuschung, denn neben dem von der Software geborgten »coolen Wissen« wird die App in nicht wenigen Fällen auch mitteilen, dass die begehrte Scheibe bereits vergriffen oder nur noch zu horrend hohen Preisen erhältlich ist.

Ein einsamer Shaolin als vermeintlicher Retter der Musik

Es bleibt – unabhängig, ob wünschenswert oder nicht – die Frage, ob sich Musik überhaupt noch der Digitalisierung entziehen kann? Auftritt: Wu-Tang Clan. Das Rap-Kollektiv will „The Wu – Once Upon A Time In Shaolin”, sein erstes Album in sieben Jahren in nur einem einzigen Format und als Einzelstück veröffentlichen. Der Künstler Yahya, sonst im Auftrag von Menschen mit zehnstelligen Kontobilanzen unterwegs, hat dafür eine märchenhaft schöne Kiste aus Silber und Nickel gestaltet, die mit ihrem Inhalt an einen potenten Käufer versteigert werden soll. Die Idee ist nicht ganz ohne historische Vorbilder und dennoch spektakulär. Denn während Jay Z noch über den Bacon rappt, vor dem er morgens seinen Bacon verspeist, wollen seine Kollegen verdeutlichen, dass Pop-Musik eine ebenso hohe und wertvolle Kunst ist, die in eine Reihe mit den alten Malermeister(inne)n gehört.

We’re making a single-sale collector’s item. This is like somebody having the scepter of an Egyptian king“, sagt Wu-Mitglied RZA Forbes. Bevor sie jemand seiner privaten Schatzsammlung einverleiben kann, werden Musik und Hülle allerdings auf eine eintrittspflichtige Museums- und Festivaltour gehen. Zudem wird der Clan ganz regulär ein weiteres Album mit dem Titel „A Better Tomorrow” für alle veröffentlichen. Schon allein deshalb sind Zweifel über die musikalischen Qualitäten der wahrscheinlich nur besseren B-Seiten-Sammlung aus der Metallkiste angebracht. Und auch, wenn sie niemals bei Juno im Stock stehen wird, dürfte die Musik der Digitalisierung doch nicht entgehen. Der oder die Käuferin könnte das Album schließlich ja allen öffentlich zugänglich machen. Mitschnitte von den Abspielveranstaltungen werden da allerdings längst YouTube & Co geflutet haben. Nicht zu vergessen: Die Songs sind aller Wahrscheinlichkeit nach bereits längst digitalisiert, liegen auf den privaten Rechnern der Rapper herum. Sie wären nicht die Ersten, deren Werke durch einen Hacker-Angriff vorab geleakt werden.

Was zu schreiben bleibt

Das Ganze bleibt eine Schimäre. Ein Lied kann genauso große Kunst oder eben nur reiner Gebrauchsgegenstand sein, wie auch ein Gemälde oder eine Installation. Verschieden sind nur die Reproduktionsmöglichkeiten. Und dann gibt es da noch Walter Benjamin, kapitalistische Spekulationsblasen etc. pp. Hinter der Wu-Tang-Idee stecken am Ende dann aber doch wieder einmal nackte Kalkulationen. Sie wissen: Begehrlichkeiten sind immer noch die beste Promo. „A Better Tomorrow” kann sich über die flankierende Unterstützung freuen. Ein großes Bohei, ein einmaliges Thema für alle – das wirkt noch immer besser als jeder Algorithmus wie zuvor schon Künstler von Beyoncé bis Radiohead mit großem kommerziellen Erfolg bewiesen haben. Denn irgendwann wird die Kampagne von möglichen, der zum hochpreisigen Unikat mutierten Resteverwertung auf das reguläre Album umschwenken. Öffentlichkeit wird derweil weiterhin auch Digitalisierung bedeuten, daran können (und wollen) auch Wu-Tang Clan nichts ändern.

 

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