Newcomer 2010: Janelle Monáe – ArchAndroid

Ich hasse die Musik von Beyoncé Knowles, Christina Aguilera und den anderen R&B-Tanten. Aber halt. Es gibt eine ganz junge Frau in den Staaten, die kann es.

Janelle Monáe ist bereits mit ihrer sagenumwobenen ersten EP The Chase Suite zum Grammy-Nominee avanciert! Nun ist das erste Album erschienen. Naja, die CD halt. Archandroid. Sehr abwechslungsreich. Big Boi von Outkast ist auch an Bord. Schöner Pop zwischen dem üblichen R&B aus den Charts, ein bißchen Yello und Zappa ist mit drin und sogar Anklänge an Stray Cats und die 60s.

Ich bin absolut paralysiert und habe diese CD privat auf very heavy rotation. Hier kann man mal reinhören. Unbedingt mehrere Songs anspielen, weil praktisch jedes zweite Lied von einer total anderen Band sein könnte. Die Stimme ist sehr vielseitig und immer beeindruckend ausdrucksstark. Die Musik ist verspielt, experimentell und partiell gut tanzbar bzw. zum Chillen geeignet. Um es kurz zu fassen: Ihr gebührt all der Ruhm den nun Sir Lady Gaga einheimst. Ach ja. Sie ist wirklich eine Frau, eine sehr hübsche noch dazu. Und das habe ich erst gesehen, als ich mich beim zweiten Durchhören in die Stimme verliebt hatte. Kaufen! Sofort! Die erste Hälfte ist ausgezeichneter Pop mit etwas R&B und Bar-Jazz, die zweite Hälfte macht sie schon jetzt zu meiner CD des Jahres 2010. Eine ganz Große hat die Bühne der modernen Musik betreten. Lasst Euch nicht von den ganzen Remixes bei Myspace auf die falsche Fährte bringen und fangt erst beim dritten Song an…

Jörg Wittkewitz

  ist seit 1999 als Freier Autor und Freier Journalist tätig für nationale und internationale Zeitungen und Magazine, Online-Publikationen sowie Radio- und TV-Sender. (Redaktionsleiter Netzpiloten.de von 2009 bis 2012)


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