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Netzpiloten @ //Slash

Chasing new tech ist für uns Netzpiloten natürlich von jeher ein großer Spaß! Deshalb lieben wir Hackathons und freuen uns, dass wir vom 29. bis 31.März beim Slash Hackathon in Berlin dabei sein werden. An der Berliner CODE Universität kommen für ein Wochenende 100 Teilnehmer aus mehr als 20 Ländern zusammen um coole Tech-Projekte anzugehen. Die Teilnehmer sind zugleich auch Vortragende, was die Veranstaltung in dieser Form einzigartig macht. Wir freuen uns drauf!

Welche Mentoren werden da sein?

Zu den Mentoren des Wochenendes gehört Jaycee Day, Senior UI/UX & Conversational Designer. Sie hat unter anderem einen Chatbot für Zalando entwickelt und Fallstudien für die UC Berkeley geschrieben. Spannend wird es sicherlich auch mit Philipp Adamidis, Incubation Manager beim Max-Planck IT Inkubator. Als Jungunternehmer und Mitbegründer eines E-Sport-Unternehmens bringt er die nötigen Kompetenzen und Erfahrungen in der Unternehmensgründung mit. Wir freuen uns auch auf den smarten Boas Bamberger, Co-Founder & Head of Data Science, AIVY. Der junge Doktorand hat Erfahrungen in verschiedenen Studien-und Arbeitsbereichen, unter anderem in professionellem Recruitment und wird ebenfalls sein fachliches Wissen mit den Anwesenden teilen.

Um welche Themen und Formate geht es?

  • Startup-Tour
  • Workshops
  • BarCamp
  • Get together & activities

Und sonst noch?

Die Slash Hackathon ist eine Initiative von Studierenden für Studierende. Applications sind bereits geschlossen, aber wir werden hier auf Netzpiloten.de über das Event berichten.

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Netzpiloten @NKF Summit

Die Industrie 4.0 braucht den intensiven Austausch zwischen etablierten Unternehmen und Startups. Das ist das Markenzeichen der Transformationshelfer NKF Media. In Dresden geht der NKF Summit am 8. März in seine fünfte Runde. Wir Netzpiloten freuen uns, wieder als Medienpartner der inspirierenden Konferenz mit dabei zu sein, wenn erneut etablierte Corporates auf visionäre Startups treffen. Die diesjährige Ausgabe findet in der Gläsernen Manufaktur statt, die sich als „Center of Future Mobilty“ versteht. 

Welche Speaker werden da sein?

In einer Produktionsstätte von Volkswagen stattfindend, darf die Automobilindustrie auf dem NKF Summit nicht fehlen. Daher gehören Porsche Digital CEO Thilo Koslowski und Volkswagens Head of New Mobility and Innovations Marco Weiß zur Riege der spannenden Referenten. Auf Startup Seite steht zum Beispiel Lawrence Leuschner, Co-founder des Berliner eScooter-Sharing Anbieters Tier Mobility. Mit New Mobility beschäftigt sich auch Gunnar Floh, Gründer und Geschäftsführer von Wunder Mobility. Auf dem Investor-Panel spricht zudem Dr Tanja Emmerling vom High-Tech Gründerfonds, einem der aktivsten Seedinvestors in Europa.

Wer sonst noch als Speaker auf dem NKF Summit dabei ist, könnt ihr euch hier sehen.

Welche Themen und Formate erwarten euch?

Auf dem NKF Summit steht dieses Jahr die Industrie 4.0, New Mobility und das Internet of Things im Vordergrund. Zu den zahlreichen Programmpunkten gehören unter anderem:

  • Elektrische Mikro-Mobilität
  • Deutschland – zukunftsblinde Republik?
  • Industrielles Internet der Dinge

Teil des NKF Summit ist auch die Startup Expo, ein Ausstellungsbereich, in dem sich rund 50 Startups präsentieren. Hier gibt es unter anderem auch Speed-Networking Sessions.

Und sonst noch? – 25 % Netzpiloten-Rabatt!

Die Tickets für den NKF Summit könnt ihr direkt über die Website bestellen. Wer den NKF Summit als junges Startup besuchen will, kann auf Anfrage ein Startup-Ticket zum Sonderpreis von 190 Euro ergattern. Alle anderen profitieren von unserem Netzpiloten-Rabatt: 25 % mit diesem Code: NKF5-NETZPILOTEN. Wir freuen uns schon auf die inspirierende Konferenz in der Gläsernen Manufaktur.

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All doors in Flight @NKF Summit, Jan Thomas?

Am 15. November geht in Berlin wieder der NKF Summit an den Start. Wir Netzpiloten sind als Medienpartner mit dabei, wenn sich wieder alles um Inspirationen für die erfolgreiche Digitale Transformation drehen wird. Mitten in der heißen Vorbereitungsphase erwischen wir Jan Thomas, den Gründer und Chef der NKF Media noch schnell für drei Fragen:
Ihr habt euch in kurzer Zeit mit euren NKF Summits gut etabliert. Glückwunsch! Wie laufen die Vorbereitungen für Volume 4?

Vielen Dank! Eine Konferenz ist natürlich immer etwas Besonderes, auch in der Vorbereitung. Aber wir freuen uns, dass wir nach dem Ausflug nach Düsseldorf (NKF Summit Vol.3, Anm. der Red.) nun wieder ein Heimspiel haben. Das Radialsystem in Berlin war ja bereits Austragungsort für unsere zweite Konferenz. Hier gibt es für uns also keine Überraschungen. Zeitgleich ist garantiert, dass ausreichend Platz für unsere beiden Bühnen, die Startup-Expo und die Matchmaking Sessions vorhanden ist. Und dank der vielen spannenden Speaker freuen wir uns auf viele Impulse, Case Studies und Insights.

Wie helft ihr euren Teilnehmern, den Transformationsstress abzubauen?

Tja, so ganz wird man den Transformationsstress nicht abbauen können. Das ist aber auch gut so, denn viele etablierte Unternehmen müssen sich gerade komplett neu erfinden. Und das geht nicht über Nacht. Der NKF Summit soll dabei sinnvolle Impulse liefern. Wir präsentieren Lösungen unterschiedlicher Branchen und fragen unsere Speaker und Panelisten „Was hat bei Euch funktioniert? Was nicht? Und was waren die Gründe (und die Kosten)?“ Nicht jedes Modell passt zu jedem Unternehmen und viele der aktuellen Buzzwords und Modelle werden in unterschiedlichen Unternehmen völlig unterschiedlich praktiziert. Und auch das Commitment und die finanzielle Ausstattung der Projekte variieren oft stark. All das durchleuchten wir und versuchen, ein paar Lösungsansätze zu zeigen.

Was sind deine persönlichen Highlights für den 15. November? Was sollten wir nicht verpassen?

Wie bei all unseren Medien und Aktivitäten stehen natürlich Startups im Mittelpunkt. Daher freue ich mich über die vielen Bewerbungen, die wir für die Startup-Expo hatten. Hier gibt es insgesamt knapp 40 Aussteller, die von einer Jury ausgewählt wurden und die spannende Lösungen, größtenteils aus dem B2B-Segment zeigen. Darunter sind auch zehn Startups aus der in Kürze erscheinenden Ausgabe von „the Hundert – Startups of Germany“, wo wir die 100 innovativsten Startups des Jahres vorgestellt haben. Diese werden auch in einem großen Finale auf der Bühne pitchen.

Neben vielen hochinteressanten Rednern, z.B. von Daimler, Kodak, Bosch, Telekom, EY, UniCredit und Conrad Electronic freue ich mich ganz besonders auf das Panel zum Thema „Was bringen die Digitalberater?“, wo u.a. die Digitalberatungen TLGG, McKinsey und Etventure mit dem Chefredakteur von Capital, Horst von Buttlar, über Kosten und Nutzen ihrer Projekte sprechen. Und zu guter Letzt haben wir unser Programm gerade noch erweitert und den Ecosia-Gründer Christian Kroll eingeladen, seine Unternehmensmission zu präsentieren. Christian ist der aktuelle Cover-Star von Berlin Valley, weil er sein Unternehmen, die Suchmaschine Ecosia, der Allgemeinheit gespendet hat. Zur Erinnerung: Ecosia ist eine gemeinnützige Suchmaschine, die bis 2020 insgesamt eine Milliarde Bäume pflanzen möchte. Christian ist ein leidenschaftlicher Unternehmer mit einer Mission, dem wir gerne eine Bühne zur Verfügung stellen möchten.

Tickets für den NKF Summit am 15. November in Berlin gibt es hier.

WEITERE INFORMATIONEN ZUM EVENT

In nur kurzer Zeit hat sich der NKF Summit zu einer festen Größe unter der inspirierenden und vernetzungsstarken Digital-Events entwickelt. Allein die Speed-Networking Sessions sind perfekt für alle Startups und deren Bewunderer. Am 15. November geht’s in Berlin ins beeindruckende Radialsystem direkt an der Spree. Wir Netzpiloten sind zum dritten Mal dabei, wenn das Team der NKF Media wieder Corporates und Startups in vielfältigen Konferenzformaten zusammenbringt und uns alle fit machen wird für die Digitalisierung.

Welche Experten werden teilnehmen?

Zu den Speakern des Tages gehören beispielsweise Aleš Drábek, Geschäftsführer der innovativen Conrad Connect. Er wird über die Digitalisierung des Elektronik-Riesen sprechen. Conrad Fritzsch, der Leiter im Digital Marketing bei der Daimler AG hat bereits einige Startups gegründet und wird von der Förderung digitaler Innovationen bei Daimler berichten. Thomas Bachem, Gründer der CODE University of Applied Sciences, ist mit dabei und wir freuen uns auf den Tausendsassa Florian Heinemann von Project A Ventures.

Das erwartet dich auf dem NKF Summit

  • Fallstudien von Unternehmen im digitalen Wandel
  • Panel-Diskussionen
  • Workshops
  • Matchmaking-Sessions
  • Speed-Networking Sessions

Und sonst noch? – Netzpiloten Rabatt Code!

Es wird sicher wieder ein super Tag werden. Wir sehen uns. Tickets erhältst du hier. Mit folgendem Netzpiloten-Code gibt es eine Ermäßigung: 490€ statt 790€ netto: NKF4-NP 

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Netzpiloten @IdeaLab!

Es wird wieder innovativ und zukunftsweisend auf dem diesjährigen IdeaLab! in Vallendar. Am 5. und 6. Oktober veranstalten die Studenten der WHU, Otto Beisheim School of Managment, wieder ihre jährliche Konferenz für junge Unternehmer und zukunftsorientierte Startups.

Netzwerken und Ideen austauschen, Sponsoren finden und mit namenhaften Firmen in Kontakt kommen. All dies ist das ausgewiesene Ziel der IdeaLab! Konferenz auch in diesem Jahr. Wir Netzpiloten sind nun schon seit fünf Jahren als Medienpartner mit dabei und sind begeistert von dem jungen, aufregenden Unternehmertum, das sich jedes Jahr hier vorstellt. Die Konferenz besteht vor allem aus Workshops, Vorträgen und Fortbildungsmöglichkeiten, aber auch aus Wettbewerben und Preisausschreibungen an denen junge Startup Firmen teilnehmen können.

Welche Speaker werden da sein?

Gespannt sind wir auf den Unternehmer Elvir Omerbegovic, der im Jahr 2005 sein eigenes Hip-Hop-Label Selfmade Records startete und heute damit erfolgreich ist. Auch der bekannte Investor Frank Thelen („Höhle der Löwen“) wird  zu den jungen Unternehmern sprechen. Spannend werden sicher auch die Ausführungen des Metro Group Chefs Olaf Koch.

Um welche Themen wird es gehen?

  • Unternehmesgründung und Vermarktung
  • zukunftsweisende Konzepte in Bereichen wie Mobilität, Gesundheit, Landwirtschaft
  • unterstützen und Motivation junger Unternehmer bei ihren Vorhaben

Und sonst noch?

Im Vorfeld findet noch als Pre-Event, der Hackathon, statt. In diesem soll es vor allem um die Zukunft der Mobilität gehen. Das eigentliche IdeaLab! Event schließt daran an. Um an ein Ticket zu kommen, muss vorher ein Lebenslauf mit eiger Idee bzw. eine Beschreibung des eigenen Startups eingereicht werden. Die acht besten Teilnehmer haben im Pitch Battle die Chance 10.000 Euro für ihr Unternehmen zu gewinnen. Diese Konferenz ist exklusiv von Unternehmern für Unternehmer. Bewerbt euch schnell bevor die begehrten Plätze vergeben sind!

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Netzpiloten @Corporate Startup Summit

Diesen Winter geht’s in die in die Schweiz zum innovativen Mix-up aus Corporates und Startups! In Zürich findet am 27. und 28. November der Corporate Startup Summit 2018 statt. Wir Netzpiloten sind bereits zum zweiten Mal Partner des Events und sind gespannt auf die Vorträge, die das Team um Lukas Strniste zusammengestellt hat. Die Veranstaltung soll hauptsächlich Innovations-Manager und Digital Leaders inspirieren. Über 150 Teilnehmer haben wieder die Chance von internationalen Experten zu lernen. Wie kann beispielsweise durch mehr Verantwortungsbewusstsein und eigenverantwortliches Handeln, durch Mitdenken und aktive Gestaltung die Flexibilität eines klassischen Unternehmens erhöht werden. Hier können etablierte Corporates von Startups lernen und umgekehrt können Startups von den Erfahrungen langjähriger Unternehmen profitieren.

Welche Speaker werden da sein?

Zu den vielen internationalen Vortragenden gehört unter anderem Matthias Patz. Er ist der Leiter von DB Systel, dem Digitalisierungstreiber der Deutschen Bahn. Ebenfalls mit dabei sind der Corporate-Innovator  Jeremy Basset und Tazz Gault vom Blockchain Lab State Zero aus London. Wir freuen uns auch auf  Torsten Kolind von YouNoodle. Sein Unternehmen bietet eine spannende Plattform für Entrepreneurship-Wettbewerbe. 

Welche Themen und Formate erwarten dich auf dem Corporate Startup Summit?

  • Workshops, Meetups und Vorträge
  • Startup Engagement
  • Collaboration & Co-Creation
  • Incubation & Acceleration und Intrapreneurship

Und sonst noch?

Bis zum 31.Oktober 2018 könnt ihr euch noch bewerben für den Corporate Startup Award! In vier verschiedene Kategorien werden innovative und wirkungsstarke Unternehmensformen ausgezeichnet.

Ansonsten gibt es Tickets für den Summit hier (Early Bird bis 14.September!).  Sehn wir uns im schönen Zürich?!

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Netzpiloten @StartupCon 2018

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Am 18. und 19. September steigt wieder die StartupCon 2018 in Köln! Zum fünften Mal laden die Veranstalter dazu ein, an einen der größten Events für die Startup-Branche teilzunehmen. Zum kleinen Jubiläum gehts in die beeindruckende LANXESS Arena. Dort treffen Startup-Unternehmen auf große, etablierte Konzerne, um Wissen auszutauschen und Geschäfts-Gelegenheiten zu schmieden. Die Netzpiloten sind auch dieses Jahr wieder gerne dabei und gratulieren zum 5-Jährigen!

41 Speaker teilen ihre Erfahrungen im Bereich Unternehmensführung und beraten diejenigen, die noch am Anfang ihres Startup-Abenteuers stehen. Neben der zweitägigen Hauptveranstaltung soll die ganze Stadt zu einer Startup Szene werden! Das will StartupCon durch Satellite Events in unterschiedlichen Locations erreichen. Die Vernetzung erfolgt durch spannende VR-Veranstaltungen, Wohnzimmerkonzerte und Networking-Partys. Noch ein Tipp: ein Satellite Event kann übrigens jeder gestalten!

StartupCon Awards

Wie schon im Vorjahr werden auch dieses Mal Preise an Startup-Unternehmen verteilt. Diese unterteilen sich in drei Kategorien:

  • Chem Startup 2018 Award
  • Food Startup 2018 Award
  • Tech Startup 2018 Award

Das bietet euch die StartupCon

Wenn du auf der Suche nach einem Partner oder Investor bist, dann hat dieses Event eine perfekte Lösung für dich: In 50 Logen finden 15-minütige One-on-One Pitches statt. Man kann sein Profil anlegen und sein Pitch Deck auf startupfinder.de hochladen. Der passende Partner oder Investor wird das Unternehmen dann kontaktieren und einen Termin für den 18. oder den 19. September festlegen.

Die StartupCon 2018 ist ein wahres Place-to-be für Startup-Unternehmen in der frühen Phase ihrer Entwicklung. Bei diesem Event stehen sie – vielleicht sogar zum allerersten Mal – im Mittelpunkt, können sich präsentieren und Feedback sammeln. Die Konferenz legt laut Veranstalter jedes Jahr enorm an Bekanntheit zu.

Seit 2015 gibt es, zusammen mit der StartupCon, die StartupExpo mit über 200 internationalen Ausstellern. Dort kriegt man Einblicke in die neuesten Entwicklungen und kann sehr gut Partnerschaften knüpfen und Networking betreiben. Die Veranstalter legen Wert darauf, dass die Preise für Aussteller moderat sind und verstehen sich als Innovationsmesse.

Dieses Jahr zählen die Veranstalter über 10.000 Besucher und du kannst einer von ihnen sein. Warte nicht und sichere dir hier die Tickets! Mit dem Code SCON2018 gibt’s 30% Rabatt!  Übrigens sind auch Schüler und Studenten herzlich willkommen bei der StartupCon 2018! Wir sehen uns!

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Netzpiloten @Pirate Summit

Wer sein Wissen in Sachen Startup vertiefen und sich mit anderen Startup-Gründern vernetzen möchte, der sollte sich die drei Tage vom 03. – 05. Juli rot im Kalender anstreichen. Denn in Köln eröffnet zu dieser Zeit der Pirate Summit für alle Interessierten, Gründer und Investoren seine Tore.

Drei Tage volles Programm

Bereits 2011 startete der Pirate Summit als eine Konferenz für Unternehmer mit dem Fokus Startup-Gründer untereinander zu vernetzen. Wer sich also mit Gleichgesinnten aus anderen Startups zusammentun oder von anderen Gründern lernen möchte, ist hier genau richtig.

Mit über 1.000 Teilnehmern, 250 Investoren, 60 Startup Pitches und über 50 Experten Sessions wird allen Besuchern und Gründern an drei Tagen das geboten, was sie für ihr eigenes Startup brauchen.

Bereits am ersten Tag könnt ihr euch auf einen tollen Abend beim beliebten Pirate BBQ bei leckeren Getränken und toller Gesellschaft freuen. Tauscht euch aus, vernetzt euch und genießt den Abend, bevor es an den folgenden beiden Tagen bunt wird.

An Tag zwei geht es dann nämlich in die Vollen, denn hier dreht sich alles um das Networken untereinander. Anders als bei anderen Events sind hier jedoch keine Panels und nur sehr wenige Keynotes zu erwarten. Vielmehr erwartet die Besucher anregende 1:1-Meetings, Masterclasses für alle relevanten Gründerthemen und gemütliche Lagerfeuer.

Nach einem Tag voller Innovation, Motivation und Networking könnt ihr am großen legendären Lagerfeuer teilnehmen und Teil einer einzigartigen Party sein. Trinkt ein Gläschen Rum und lasst noch einmal die tollen Gespräche und Eindrücke des Tages auf euch wirken, während ihr bei der traditionellen „Nubbelverbrennung“ dabei seid.

Tag drei startet mit einem leckeren Katerfrühstück. Anschließend besichtigt ihr die besten Startups, die Köln zu bieten hat und erhaltet einen Blick hinter die Kulissen. Hierbei könnt ihr durch verschiedene Themenbereiche reisen. Wählt aus, ob eure Besichtigungen eher industrie-, bühnen-, oder technikspezifisch verlaufen sollen. Egal wie ihr euch entscheidet, ihr bekommt hier von Experten die besten Cases und Storys präsentiert.

Begleitet von Speakern und Experten

Der Pirate Summit wartet mit namhaften Speakern aus den unterschiedlichsten Branchen auf. Von ihnen lernt ihr alles Wissenswerte zum Thema Gründen und Startups. Tauscht euch aus, schnappt euch nützliche Best Cases und rüstet euch mit geballtem Wissen für euer eigenes Startup auf. Dabei dient keine geringere Räumlichkeit als Kölns beliebte Location Odonien die perfekte Kulisse.

Wenn ihr diese drei spannenden Tage nicht verpassen und Teil dieses abenteuerlichen Events sein möchtet, dann könnt ihr hier noch Tickets ergattern!


Images by Pirate Summit

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Die Netzpiloten sind Partner der Startup Safari Berlin 2018

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Die Startup Safari Berlin kommt auch 2018 wieder nach Berlin. Vom 8. bis 9. Mai finden in Berlin wieder Startups und verschiedene Köpfe der Startup-Szene für Austausch und Networking zusammen. Das Event geht bereits in seine neunte Runde und ist eines der absoluten Highlights in der Branche.

Was die Startup Safari bietet

Die Startup Safari ist keine weitere, einfache Veranstaltung mit Messe und Vorlesungen. Vielmehr bietet die Veranstaltung seinen Teilnehmern die einmalige Chance eine eigene Safari nach eigenen Vorlieben zu entwerfen. Die Safari ermöglicht es nicht nur, ausgewählte Startups kennenzulernen, sondern diese sogar in deren eigenen Büros zu besuchen. Damit erstreckt sich das Event über Coworking Spaces, Startup Offices und Acceleratoren quer durch die Stadt und macht Berlin zu einer großflächigen Location. Somit bietet die Safari zahlreiche tiefe Eindrücke und Einblicke aus erster Quelle und direkt vor Ort. Außerdem erhalten die Besucher diversen Input in Form von Ideen, Firmenstrukturen und Prozessen.

Das Programm der Startup Safari

Das Programm ist damit erneut hochkarätig besetzt. Gäste der Startup Safari lernen auf ihrer Safari zahlreiche Unternehmen kennen. Kleine und größere Gruppen können in mehreren Sessions zwei Tage lang Startups in deren eigenen vier Wänden besuchen. Dabei werden in Vorträgen und Seminaren alle wichtigen Methoden des Alltags aufgezeigt. Zudem warten einige Workshops mit weiteren spannenden Inhalten. Ausklingen lassen können Gäste die jeweiligen Event-Tage mit zwei entspannten Abendveranstaltungen, welche gute Möglichkeiten für Networking und persönlichen wie auch fachlichen Austausch bei Drinks und schöner Atmosphäre bieten.

Gäste und Partner der Startup Safari

Wie gewohnt geben auch dieses Jahr zahlreiche vielversprechende und bekannte Unternehmen und Startups tiefe Einblicke in ihre Firmenstruckturen. Teilnehmer der Veranstaltung können sich unter anderem auf tolle Referenten und Speaker von folgenden „Early Stage“ Startup-Unternehmen freuen:

Lasst euch dieses großartige Event nicht entgehen und seid unbedingt mit dabei. Tickets sind nach wie vor im Online-Ticketshop zu erhalten. Bei weiteren Fragen oder Anliegen könnt ihr hier den Veranstalter kontaktieren.

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Crowd-Juwel: Das Gärtnerglück CloudRain

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Supersmarte Gartenbewässerung mit crowd-finanzierter Lösung CloudRain

Wir Netzpiloten durchstreifen regelmäßig die verschiedenen Crowdfunding-Projekte im Internet. Uns begeistern Produkte und Aktionen, die durch diese innovative Finanzierungsform erst möglich gemacht werden. Hier im Telegrammstil unser Lieblingsprojekt der Woche:

Was ist CloudRain? – Ein per App steuerbares Bewässerungssystem (kabellose Controller und Ventile), solarbetrieben und mit bereits vorhandenen Gerätschaften zu verwenden. Der besondere Clou: die innovative Smart Garden- Anwendung bezieht lokale Wetterdaten mit ein. Klingt genial, oder? Detaillierte Infos zum Produkt gibt es bei Kickstarter.

Wie ist die Crowd-Finanzierung gelaufen? – Erfolgreich! Insgesamt haben 131 Unterstützer satte 24.750 Euro beigetragen, um dieses Projekt zu verwirklichen.

Wo bekommt man CloudRain? – Über die Homepage der glücklichen Crowd-Projektstarter Henry Bröker, Mathias Mortag und Nils Borgböhmer: https://cloudrain.de/.

 

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Destination Check: HR Future Day 2018

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Die Human Ressource Abteilungen in Medienhäusern müssen seit Beginn der Digitalisierung verschiedene Herausforderungen bewältigen. Die Akademie der Deutschen Medien hat dieses Jahr den HR Future Day in Kooperation mit Bommersheim Consulting abgehalten und die aktuell interessantesten Themenfelder diskutiert.

New Work, Employer Branding, HR-Tech, HR-Strategien und Personalentwicklung im digitalen Medienhaus. Mit diesen Themenfeldern hat die Akademie der Deutschen Medien den HR Future Day 2018 angeteast. Und das hat geklappt. Viele Interessenten aus dem Medienbereich haben den Weg ins Literaturhaus München angetreten. Hier haben sie Lösungen für die verschiedensten Herausforderungen ihres Arbeitsalltags gefunden. Ansätze für diese Lösungen sollten die Speaker der Konferenz bringen.

Hier haben die Veranstalter einen Hochkaräter nach dem anderen aufgefahren. Haufe Group, Bertelsmann, TU München, Google Germany, Axel Springer und ProSiebenSat.1 Media. In kurzen Spotlight-Sessions wurden außerdem Gründer von Startups eingeladen, die den Teilnehmern interessante Entwicklungen im HR-Bereich näher gebracht und die Arbeit ihrer Unternehmen erklärt haben. Für WhatsBroadcast war zum Beispiel der Head of Content, Jo Lenz, auf dem HR Future Day. In seiner Session wurde klar, was für eine unglaubliche Power in Messengerdiensten steckt. Außerdem wurde besprochen wie man diese zum Recruiting junger Talente nutzen kann. Hier wurde schnell ein Gespräch zwischen mehreren Teilnehmern gestartet, die ihre Erfahrungen im Recruiting über Messenger teilten und so anderen Lösungen für Probleme mitgeben konnten.

Nah am Mitarbeiter sein

Die einzelnen Speaker haben über verschiedene Themenfelder im HR-Bereich gesprochen. Als Fazit konnte man am Ende jedes Panels allerdings heraushören, dass es immer darum geht, wirklich nahe am Mitarbeiter zu sein. Mária Heydebreck ist HR Business Partner Tech bei Google Germany und gab den letzten Vortrag vor der Mittagspause. Google setzt verstärkt auf Transparenz. Zudem will Google dem Mitarbeiter zeigen, dass im Unternehmen Information kein Machtsymbol sei. Jede Woche findet Donnerstag (TGIAF) oder Freitag (TGIF) der Google Livestream statt. Jeder Mitarbeiter kann diesen Livestream von überall verfolgen und wird über die News der vergangenen Woche informiert.

Von Bertelsmann war Dr. Nico Rose auf dem HR Future Day 2018. In seinem Vortrag setzte er die Konzentration auf positive Psychologie im Arbeitsalltag. Mitarbeiter müssen den Sinn in ihrer Arbeit erkennen und von den Führungspositionen die nötige Anerkennung bekommen. Das ist für Nico Rose der Treiber des Unternehmenserfolgs.

„One size fits all“ wird aussterben

Prof. Dr. Isabell Welpe von der TU München sieht in der richtigen Organisation von New Work den zukünftigen Erfolg der digitalen Medienhäuser. Unternehmen müssen Bewerbern die Chance geben alternative Arbeitsmöglichkeiten zu bieten. Also zum Beispiel im Homeoffice von überall arbeiten zu können. „One size fits all“ wird laut Prof. Dr. Welpe in naher Zukunft aussterben. Auch beim letzten Vortrag, der von Yvonne Riedel gehalten wurde, hört man diesen Ton heraus.

Yvonne Riedel ist Head of Employer Branding bei der ProSiebenSat.1 Mediengruppe. Für sie ist klar: Young Talents müssen sich nicht mehr bei Unternehmen bewerben, sondern Unternehmen bei den Talents. Sie gab den Teilnehmern des HR Future Days mit, dass, wenn man Geld investiert, muss das auf jeden Fall in die Karriereseite fließen! Die perfekte Präsentation ist essentiell, um Bewerber anzuziehen.

Wir waren vom diesjährigen HR Future Day begeistert und fanden die Speaker der Vorträge und Spotlight Sessions sehr interessant. Wie Veranstalter, Speaker und Teilnehmer den HR Future Day wahrgenommen haben, könnt ihr in den folgenden Statements sehen.


Teilnehmer: Dominic Bönisch, Gründer und Geschäftsführer von Joblocal GmbH


Wie ist dein Eindruck vom HR Future Day?

Gutes Spektrum an Referenten und Themen, die von wissenschaftlichen Blickwinkeln, wie Dr. Nico Rose oder Prof. Dr. Welpe bis hin zu konkreten Case Studies am Beispiel Google oder P7S1, gereicht haben. Innerhalb eines Tages konnte man so verschiedensten Input für die eigene HR-Strategie aufsammeln und spart sich das „Vor-Recherchieren“ der eventuell infrage kommenden Themen. Die Veranstaltung ist ein guter Auftakt, um die Themen zu selektieren und dann gezielt zu vertiefen. Super war auch der Austausch mit den Referenten.

Welcher Vortrag war dein Highlight und warum?

Dr. Nico Rose mit seinem „Return on Sinnvestment“ hat mir tolle Gedankenanstöße gegeben, die ich bereits eine Woche später in unserem Managementworkshop umsetzen konnte (zum Beispiel KAARMA für Führungskräfte).

Hat dir etwas gefehlt, oder hättest du über ein bestimmtes Thema gerne mehr gehört?

Working out loud. Gibt es hier Case Studies zur erfolgreichen Umsetzung?!

Würden Sie den HR Future Day weiterempfehlen?

Ja! Definitiv!


Veranstalter: Leonie Rouenhoff, Akademie der Deutschen Medien


Was ist euer Fazit von der Konferenz?

Wir sind begeistert! Der HR Future Day war ein voller Erfolg! Das Programm aus Strategievorträgen und Fallbeispielen von HR-Experten aus der Verlagsbranche, digitalen Vorreitern und Wissenschaftlern ist bei den Teilnehmern sehr gut angekommen. Und das ist natürlich unser schönster Erfolg. Die Diskussion gemeinsamer Fragestellungen rund um die Themen New Work, Employer Branding und HR-Tech und auch der Blick über den Tellerrand auf andere Branchen haben das Event ausgemacht!

Was war euer Highlight?

Die Highlights waren die innovativen Vorträge mit interaktiven Elementen. Schön, dass sowohl interessante Erfolgsbeispiele, aber auch harte Lessons Learned geteilt wurden. Ein Highlight waren natürlich auch die Teilnehmer aus der Medien-, aber auch aus anderen Branchen, die HR-Innovation in ihren Häusern vorantreiben. Es wurde rege mitdiskutiert. Das war eine tolle Atmosphäre, hier im Literaturhaus. Intensiver Austausch und Networking!

Was erwartet ihr vom nächsten HR Future Day?

Was wir erwarten? Die Verlagsbranche befindet sich im stetigen Wandel. Wir hoffen daher, dass sich der HR Future Day inhaltlich so spannend weiterentwickelt wie in den letzten Jahren. Und dass sich der Austausch zwischen den verschiedenen Branchen, zwischen Unternehmen und Startups weiter intensiviert.


Image by Akademie der Deutschen Medien; (adapted) by Nils Hansen

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Flightright: „Mit dem Versteckspiel der Airlines muss jetzt Schluss sein“

Flugausfall - Flugverspätung - Fluggastrechte - Flightright

Das Berliner Startup Flightright ist eigenen Angaben zufolge Marktführer für Fluggastrechte in Europa. Mit ein paar Klicks auf dessen Webseite können Flugpassagiere ihre Rechte gegenüber Airlines durchsetzen lassen. Nicht zuletzt wegen einer Erfolgsquote von 99 Prozent bei Gerichtsverfahren haben sich die Legal-Tech-Experten aus der Hauptstadt zu einem relevanten Player der Luftfahrtindustrie gemausert. Dabei scheut sich das vor acht Jahren gegründete Unternehmen auch nicht, für die Rechte von Passagieren sogar bis vor den Europäischen Gerichtshof zu ziehen oder gleich ein ganzes Flugzeug zu pfänden. Wir sprachen mit dem Flightright-Gründer Dr. Philipp Kadelbach darüber, was sich im Verhältnis zwischen Fluggästen und Airlines grundsätzlich ändern muss.

Netzpiloten: Herr Kadelbach, gehört das Kirchberg-Plateau in Luxemburg eigentlich zu Ihren Lieblings-Reisezielen?

Philipp Kadelbach: (lacht) Ich würde sagen, die Welt hat durchaus schönere Ecken. Aber ich nehme an, Sie spielen auf den Sitz des Europäischen Gerichtshof an.

Richtig. Dort hat Flightright Ende März 2018 Entschädigungen für große Verspätungen durch Anschlussflüge erstritten.

Was die Rechte von Passagieren in aller Welt betrifft, fehlt es in vielen Aspekten noch an höchstrichterlichen Grundsatzentscheidungen. Daher führt uns unsere Arbeit für den Verbraucher immer wieder vor den Bundesgerichtshof nach Karlsruhe oder eben vor den Europäischen Gerichtshof nach Luxemburg. Für diese Aufgabe ist uns kein Weg zu weit. Wir nennen das #fairfliegen und wollen die Welt des Fliegens eben ein kleines Stück gerechter machen – denn Fluggastrechte sind bares Geld wert.

Zuletzt ist der Europäische Gerichtshof in einem Urteil (Aktenzeichen C-274/16) der Rechtsauffassung von Flightright gefolgt. Um was ging es dabei und was bedeutet das Urteil für mich als Reisender?

Verbraucher können künftig ihre Ansprüche auf Entschädigung sowohl in dem Land, in dem der Flug gestartet ist, wie auch in dem der Landung einklagen. Das gilt nun auch unabhängig von etwaigen Zwischenlandungen. Damit wurde einem beliebten Winkelzug der Airlines ein Riegel vorgeschoben. Sie haben sich bislang oft der berechtigten Ansprüche der Verbraucher entzogen, indem sie auf ihr Heimatland als einzig rechtmäßigen Ort der Klage verwiesen. Mit diesem Versteckspiel ist jetzt Schluss. Die Airlines müssen sich ihrer Verantwortung bei Flugausfall und Flugverspätung stellen.

Und was hat Flightright mit diesem Urteil zu tun?

Wir haben die spanische Air Nostrum auf Entschädigung verklagt, nachdem zwei Passagiere ihre Ansprüche ans uns abgetreten hatten. Die Fluggäste hatten im Jahr 2015 eine einheitliche Beförderung von Ibiza über Palma de Mallorca nach Düsseldorf gebucht. Aufgrund der Verspätung des Fluges von Ibiza nach Palma de Mallorca hatten sie den Anschlussflug von Palma de Mallorca nach Düsseldorf verpasst.

Mit Verweis auf die ursprüngliche innerspanische Verspätung hatte die Airline bisher erklärt, sie sei nur in Spanien zu verklagen. Ein prozessuales Manöver, das gerade von spanischen Airlines in der Vergangenheit regelmäßig praktiziert worden war. Denn es hatte – aus ihrer Sicht – erfolgreich dazu geführt, dass viele Verbraucher den Gang vor Gericht in einem fremden Land mieden. Dieser Erfolg ist für uns bahnbrechend – aber auch einfach nur gerecht.

Sie klingen wie ein moderner Robin Hood. Aber davon können Sie und Ihr Team nicht leben. Was ist Ihr Geschäftsmodell?

Philipp Kadelbach ist Gründer und Geschäftsführer von Flightright, einem Webportal, das für Fluggäste Entschädigungen durchsetzt. Image by Flightright

Diesen Vergleich hören wir natürlich nicht zum ersten Mal. Irgendwo ist es auch das Prinzip „David gegen Goliath“. Denn ohne Unterstützung sind Verbraucher den Möglichkeiten internationaler Airlines unterlegen. Diese Ungerechtigkeit war der Ansporn für die Gründung von Flightright im Jahr 2010. Anders als Robin Hood greifen wir bei unserer Arbeit auch nicht zu illegalen Mitteln. Wir berufen uns auf die Fluggastrechte-Verordnung 261/2004 der Europäischen Union. Was wir von den Airlines fordern, ist Fairness.

Dabei sehen wir uns als Partner der Verbraucher und behalten im Erfolgsfall einen angemessenen Teil der Entschädigung ein. Weil wir nach etlichen gewonnenen Urteilen ein ernstzunehmender Player der Luftfahrtbranche geworden sind, trägt sich unser Geschäftsmodell über die große Zahl an Fällen, die wir betreuen. Das zeigt: Als Unternehmen erfolgreich zu sein und dabei die Welt zu verbessern, passt prima zusammen.

In einer fairen Welt – wie genau sollte das Verhältnis zwischen Fluggast und Airline aussehen?

Die Zukunft des Fliegens ist digital, so viel ist klar. Smarte Technologien werden schon morgen die Reisekette und das Kundenerlebnis massiv verändern. Doch warum werden all diese Innovationen und zukunftsweisenden Technologien durch die Fluggesellschaften nur für die eine Seite der Medaille eingesetzt? Nämlich nur dann, wenn der Kunde den Geldbeutel öffnen muss.

Selbstverständlich wird Reisen smarter, moderner, schneller, ja angenehmer. Aber es spült auch Geld in die Kassen der Airlines. Müssten nicht all diese Lösungen, kombiniert mit dem Versprechen der Fluggesellschaften, stets das Beste für den Kunden zu wollen, auch für Fluggastrechte eingesetzt werden? Ich frage mich, warum „Nonstop You“ eigentlich genau dann aufhört, wenn mein Recht als Fluggast beginnt. Diese Doppelmoral ist Gift für ein faires Verhältnis.

Haben Sie ein konkretes Beispiel?

In den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) von Ryanair zum Thema Fluggastentschädigungen ist vermerkt, dass Ryanair einen Nachweis verlangen kann, dass einem das Konto auch tatsächlich gehört, auf das das Unternehmen die Entschädigung auszahlen soll. Wie wäre es eigentlich, wenn wir alle Ryanair einmal bitten, nachzuweisen, dass das Konto, auf das ich meine Kosten für den Flug überweise, auch wirklich der Airline gehört?

Sie haben sicher nicht nur Freunde bei den Airlines. Der Marketing-Chef von Ryanair hat Flightright kürzlich als „claims chaser“, also sinngemäß als Prämienjäger bezeichnet.

Unser Verhältnis zu den Fluglinien ist nicht so schlecht wie man vielleicht denkt. Wir arbeiten partnerschaftlich zusammen. Und sind wir ehrlich: Flightright gibt es doch nur, weil die Airlines unzureichende Angebote und unzureichende Kommunikationswege haben, wie ich als Passagier an mein Geld komme.

Was müssen die Airlines denn aus Ihrer Sicht konkret ändern?

Zunächst muss es unserer Meinung nach eine dedizierte Schlichterstelle geben, an die ich mich mit meinen Rechtsansprüchen wenden kann, egal ob online oder offline. Offene Kommunikationswege, nicht versteckt auf irgendeiner schwer zu erreichenden Webseite. Und diese Kommunikation darf keine Einbahnstraße sein.

Die Anliegen müssen qualifiziert, fristgerecht und professionell behandelt werden. Dazu gehört auch eine einfache Sprache, schließlich ist der normale Fluggast kein ausgebildeter Jurist. Werbung und Versprechen dürfen nicht bei Fluggastrechten enden. Wenn ich behaupte, dass ich für meine Passagiere alles tue, dann muss ich mich zu jederzeit daran messen lassen. Auch wenn es dem eigenen Konto schmerzt.

Flightright ist mittlerweile acht Jahre alt, hat über 100 Mitarbeiter und bereits über 150.000.000 Euro Entschädigung für Kunden aus der ganzen Welt durchgesetzt. Empfinden Sie sich eigentlich noch als Startup? Und was kommt in den nächsten acht Jahren?

Natürlich sind wir rein von der Organisationsgröße und der Unternehmensgeschichte eigentlich kein Startup mehr. Im Herzen werden wir es trotzdem immer bleiben. Dazu zählt natürlich auch die Art, wie wir zusammenarbeiten und moderne Technologie wie Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen für die Rechte von Fluggästen einsetzen. Ich bin gespannt auf die nächsten acht Jahre. Unsere Reiselust, für das #fairfliegen einzutreten, ist noch lange nicht gestillt.

Vielen Dank für das Interview, Herr Kadelbach.

Dieses Interview wurde schriftlich geführt und entstand in Kooperation mit Flightright.


Images by adrian_ilie825 / stock.adobe.com; Flightright

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@ EU-Startup Summit 2018

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Nicht verpassen, unbedingt dabei sein – der EU-Startup Summit findet auch 2018 wieder in Barcelona statt. Die Startup-Conference ist DAS Highlight des Jahres der Startup-Branche und lockt auch dieses Jahr wieder zahlreiche Unternehmen und die größten Köpfe der Szene in Kataloniens Hauptstadt. Am 24. April finden sich auf dem Event die vielversprechendsten Startups zusammen, um von den erfolgreichsten Firmen und deren Entscheidern zu lernen. Damit ermöglicht die Veranstaltung wie keine Andere, tiefste und hilfreichste Einblicke in die Welt der Startups.

Was der EU-Startup Summit zu bieten hat

Die Konferenz bietet seinen Teilnehmern erneut einzigartige und exklusive Möglichkeiten im Bereich der Startup-Szene. Auch 2018 erwartet die Messe viele tolle Teilnehmer, bestehend aus über 750 Gründern, sowie Investoren, Firmenkunden, Unternehmen und Startup-Enthusiasten aus den verschiedensten Ländern Europas. Das Event ist Treff- und Schauplatz für diverse aufstrebende Unternehmer und Investoren, die internationale Tech-Firmen aufbauen wollen. Zudem ist der Kongress die ideale Möglichkeit für Networking und Gelegenheit für fachlichen, wie auch persönlichen Austausch zwischen allen Parteien der Startup-Welt Europas.

Programm und Gäste des EU-Startup Summit

Neben den vielen großartigen Beiträgen, Seminaren und Konferenzen, hält das Programm einen weiteren Höhepunkt bereit. In einem Pitch-Wettbewerb stellen 15 der spannendsten Startups Europas in dreiminütigen Vorträgen ihre Geschäftsidee vor. Dem durch eine hochwertige Jury von bekannten Investoren ausgewählten Sieger winkt ein Preisgeld von 65.000 Euro. Außerdem können sich Besucher des EU-Startup Summit auch dieses Jahr wieder auf tolle Gäste und Speaker freuen. Mit dabei sind:

Lasst euch Europas größte Messe für Startups nicht entgehen und nehmt die Chance auf einzigartige Kontakte und neue Einflüsse wahr. Tickets sind nach wie vor im Online-Ticketshop erhältlich. Für weitere Infos und Fragen abonniert ihr hier den Newsletter.

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Die Netzpiloten sind Partner der Startup-Kooperation 2018 in München

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Verpasst nicht DIE Messe für Startup-Unternehmen! Vom 17.-18. April ist es wieder soweit – das 3. Networking-Event Startup-Kooperation kommt auch 2018 wieder nach München. Süddeutscher Verlag Veranstaltungen lädt dafür auf die Novotel Messe München ein.

Was bietet die Startup-Kooperation 2018

Wie bereits in den vergangenen Jahren, bietet die Startup-Kooperation auch in diesem Jahr viele einzigartige und exklusive Möglichkeiten. So ist die Messe der ideale Ort zu tiefen Einblicken und Eindrücken in die Startup-Branche. Besucher des Events können die Zeit auf der Messe nutzen, um weitreichendes Networking zu betreiben, sowie wichtige Tipps und Tricks für und über die Startup Szene zu sammeln. Desweiteren gibt es die Möglichkeit an den zahlreichen Fachkonferenzen sowie Seminaren teilzunehmen. Freut euch auf Gastbeträge von großen und anerkannten Referenten sowie Unternehmen wie beispielsweise:

Das Programm der Startup-Kooperation 2018

Die Messe beginnt am Dienstag (17. April) mit dem Empfang um 8.30 Uhr. Nach der Begrüßung und Eröffnung um 9:00 Uhr startet der erste Konferenztag mit Seminaren und Vorträgen zu folgenden Themenschwerpunkten:

  • Corporate Venture Capital
  • Modelle für den Mittelstand
  • Scouting and Guiding
  • Startup Erfahrungen

Anschließend erwartet euch ab 18:30 Uhr die Abendveranstaltung, welche eine entspannte Atmosphäre und die optimale Gelegenheit für Kontakt und Networking mit anderen Gästen bei gutem Essen bietet. Für den zweiten Konferenztag sind bis zum Ende des Events um 16:00 Uhr folgende Themenschwerpunkte geplant:

  • Die (e)-Mobilitätswende: Keiner schafft das allein
  • Praxis-Tipps to go

Seid auch in diesem Jahr unbedingt dabei und nutzt die Chance auf wertvolle Einblicke und Informationen bezüglich dem Thema Startups. Tickets für die Veranstaltung gibt es nach wie vor im Online Shop nach der kostenpflichtigen Anmeldung. Für weitere Infos hier klicken.

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So lernt dein Startup fliegen – Kapitel 2: Prototyping

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Eine Artikel-Serie für Menschen, die aus ihrer Geschäftsidee ein erfolgreiches Startup machen wollen.


Im ersten Kapitel haben wir gelernt, auf unsere Zielgruppe zu hören, ihren größten Schmerz identifiziert und uns eine passende Lösung dafür überlegt. Nun widmen wir uns dem Prototyping und der Frage, wie wir mit geringem Aufwand möglichst früh möglichst viele Erkenntnisse gewinnen können. So können Schwachstellen identifiziert und das Produkt weiter optimiert werden. Das fängt damit an, nie den Kontakt zum Endnutzer zu verlieren.

Du musst im konstanten Austausch stehen

Das Thema Customer Development ist für das Prototyping mindestens genauso wichtig wie die Arbeit am Produkt selbst. Die Entwicklungen beider gehen dabei Hand in Hand. Auf der einen Seite benötigst du eine vorzeigbare erste Version deines Services oder deiner Produktidee. Diese muss längst nicht funktionsfähig sein. Auf der anderen Seite brauchst du eine Nutzerschaft, die bereit ist, an einem Test dieser Lösung teilzunehmen (und bestenfalls sogar schon dafür bezahlt). Solche Endnutzer nennt man auch „Earlyvangelists“, wie uns Coach Thomas Hartmann von Str84wd im Startup-Bootcamp vom Media Lab Bayern verriet. Das sind Nutzer, die man nicht groß überreden muss, sondern die schon händeringend genau nach deiner Lösung gesucht haben. Und wenn du diese einmal gefunden hast, darfst du sie nicht mehr gehen lassen! Viel besser: Richte eine Slack-, Facebook- oder Whatsapp-Gruppe ein und halte sie über alle Fortschritte auf dem Laufenden.

Visualisiere zunächst alle Prozesse

Wenn du dir für dein Startup nun schon eine Lösung überlegt hast, gilt es diese als nächstes in die Realität zu überführen. Dabei ist es viel wichtiger, auf Prozesse zu achten statt auf Corporate Identities und Programmiersprachen. Wenn du zum Beispiel eine App planst, musst du als erstes an den User Stories arbeiten: Was wollen Nutzer in der Anwendung erledigen und wie kommen sie von A nach B? Dafür genügt es, sich zunächst Papier Klickpfade für alle möglichen Funktionen zu überlegen. Die Informationsarchitektur ergibt sich dann fast von allein.

 

Ein von @ux_ui_wireframes geteilter Beitrag am

Wenn du schon etwas weiter gehen willst, nutzt du am besten ein Tool zum schnellen Anlegen von digitalen Wireframes – also grob strukturierten Layouts, die noch nicht gestaltet sind. Das kannst du entweder in Google Präsentationen, Powerpoint oder Keynote erledigen. Oder du arbeitest dich gleich in professionelle Design-Tools wie Sketch, Figma oder Invision ein. Diese ermöglichen es dir, Prototypen direkt auf dem Endgerät deiner Wahl zu testen.

Achte auf Verhalten, anstatt auf Meinung

Beim Prototyping kommt es darauf an, deine Entwicklung frühzeitig mit echten Nutzern zu validieren. Je nach Zielgruppe, kannst du dafür entweder wildfremde Leute ansprechen, während sie etwas Zeit für einen kurzen Test haben, oder du telefonierst dich durch die gesamte Liste an potentiellen Firmen, die dein Software-as-a-Service-Tool später benutzen sollen. Je besser dein User Research war, desto eher findest du in sozialen Netzwerken, bei Meetups oder auf Konferenzen potenzielle Nutzer.

Nun willst du von ihnen wissen, ob deine User Stories tatsächlich so funktionieren, wie du sie dir überlegt hast. Dafür kannst du Aufgaben stellen wie:  „Wenn du X machen möchtest, wie würdest du vorgehen?“ Dafür musst du nichts weiter tun als deine Wireframes oder deinen Papierprototypen dabei zu haben und dir Notizen zum Verhalten der Testpersonen zu machen. Wichtig ist, dass du weniger nach persönlicher Meinung fragst, sondern dich ganz darauf fokussierst, das Verhalten der Tester zu dokumentieren.

Nach der Annahme kommt das Learning

Die Lean-Startup-Coaches von Str84wd, haben für den Prozess des Testens sogar einen eigenen Canvas entwickelt: den Experiment Tracker. Mit diesem kannst du dir kritische Annahmen überlegen und vertesten. Als Messwerte kannst du einerseits die Zeit stoppen, das heißt, wie lange für die Bewältigung einer Aufgabe benötigt wurde. Andererseits kannst du mitzählen, wie oft die Nutzer falsche Routen eingeschlagen haben. Das hilft dir, dich auf klare Problemstellungen zu fokussieren und beim Test nicht zu viele verwandte Themengebiete anzuschneiden. Du wirst schnell merken, wo sich Stolpersteine auftun und was du noch korrigieren solltest. Thomas Hartmann betont: „Du willst immer herausfinden, welches Produkt sich durch sein Wertangebot quasi von selbst verkauft.“

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Bring dein Produkt zum Leben

Während es unerlässlich ist, am Feedback echter Nutzer zu wachsen, musst du dich nicht zwangsläufig auch als jemand zu erkennen geben, der gerade erst mit der Entwicklung beginnt. Dafür bieten sich zum Beispiel die beiden Test-Varianten „Concierge“ und „Wizard of Oz“ an. Beim „Concierge“ gibst du dich als jemand zu erkennen, der manuell bei der Bewältigung eines Problems hilft. Wir haben das bei Shelfd beispielsweise durch den Versand eines wöchentlichen Newsletters mit Mediathekentipps angewandt (zur Anmeldung). Jeder Tipp wird von uns per Hand kuratiert. Durch den Austausch mit unserer Community haben wir gelernt, was gut ankommt. Beim „Wizard of Oz“ wird dagegen so getan, als sei das Produkt bereits fertig und der Nutzer könne es sofort in Anspruch nehmen. Im Hintergrund erstellst du aber für jeden einzelnen Nutzer noch manuell das Produktversprechen. Dadurch ließen sich beispielsweise Algorithmen testen, bevor sie entwickelt sind.


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Blockchain-Startup Bitwala hält an Plänen für Krypto-Bank fest

Bitcoin

Krypto-Währungen wie Bitcoin oder Ethereum sorgen derzeit mit steilen Kursgängen und dem möglichen Aufbau einer Blase für Schlagzeilen. In den Hintergrund rückt, dass die zugrunde liegende Blockchain-Technologie nicht als Spekulationsvehikel geschaffen wurde, sondern als Ansatz, den elektronischen Zahlungsverkehr zu revolutionieren. So erlaubt die dezentrale Datenorganisation der Blockchain-Technologie, Geld grundsätzlich schneller, günstiger und sicherer zu überweisen. Das Fintech-Startup Bitwala hat ein solches Konto der neuen Generation im Angebot und strebt sogar den Bankstatus an.

Gegenwind aus dem traditionellen Bankensektor durchkreuzte dieses Vorhaben bisher. Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Im Gespräch mit den Netzpiloten auf der High-Tech Partnering Conference in Bonn bekräftigte Bitwala-CEO Jörg von Minckwitz die Ambitionen des Startups.

Investor HTGF stärkt Bitwala den Rücken

Anfang dieses Jahres musste das junge Startup am eigenen Leib erfahren, wie hart umkämpft der Finanzmarkt ist. Der Traum von der eigenen Krypto-Bank scheiterte im ersten Anlauf, aufgrund plötzlicher Unstimmigkeiten mit Partnern, wie die Bitwala-Führung in diesem Blog-Beitrag erklärt. Laut von Minckwitz sei das vor allem auf die Angst einiger Unternehmen zurückzuführen, die gegen nicht regulierte Märkte wie Kryptowährungen vorgehen. Im Laufe dieses Jahres will Jörg von Minckwitz mit dem Bitwala-Team jedoch weitermachen und die Idee der ersten Krypto-Bank doch noch umsetzen.

Unterstützt wird das junge Start-up-Team ungeachtet des Rückschlags vom High-Tech-Gründerfonds (HTGF), dem größten Seedinvestor Deutschlands. Der HTGF fördert junge Technologie-Unternehmen wie Bitwala und stellte auf der 9. High-Tech-Partnering Conference in Bonn den Kontakt zwischen gestandenen Unternehmen und Start-Up-Gründern her.

Dass vor allem bei jungen Gründern nicht immer alles nach Plan laufen kann, ist Alexander von Frankenberg, Geschäftsführer des HTGF, dabei bewusst. Im Gespräch erzählt er, dass es immer wieder Planabweichungen, Krisen und Rückschläge geben könne. „Was wir in solchen Fällen signalisieren, sind keine Zweifel am Team oder dem Projekt, sondern Ruhe und Gelassenheit. Wir unterstützen unsere Gründer, indem wir ihnen zur Seite stehen und in solchen Fällen gemeinsam einen Restart planen.“

Bitwala-CEO Jörg von Minckwitz
Mit den Netzpiloten sprach Jörg von Minckwitz, Mitgründer und CEO des Fintech-Startups Bitwala über die Blockchain als Zukunftstechnologie. Image by High-Tech Gründerfonds

Wie Überweisungen einfacher und sicherer werden sollen

Das Vertrauen in das große Marktpotenzial der Blockchain-Technologie ist bei Bitwala und dem HTGF ungebrochen. Bei der Blockchain-Technologie handelt es sich um eine stark verschlüsselte Datenbank, die auf tausende Server verteilt, also dezentral, ist. Das bietet zum einen den Vorteil, dass Fintech-Unternehmen wie Bitwala für die Durchführung der Transaktionen nicht auf die Infrastruktur einiger weniger marktbeherrschender Zahlungsanbieter angewiesen ist.

Dadurch können Transaktionen grundsätzlich günstiger abgewickelt werden, was sich auch in geringeren Gebühren für Endkunden niederschlagen kann. Außerdem ist diese Art des Zahlungsverkehrs besser vor Transaktionsbetrug und Datendiebstahl bei Hackerangriffen gefeit. Fallen Server aus, sind die Daten immer noch vorhanden, weil sie sich auf immer noch tausenden anderen Servern befinden und in Echtzeit synchronisiert werden.

Blockchain kann alle Lebensbereiche revolutionieren

Nicht nur Kryptowährungen und deren Transaktionshistorie lässt sich innerhalb der dezentralen Datenbank verschlüsselt sichern. Die Blockchain könnte das Leben aller Menschen verändern und vereinfachen. Im Gesundheitswesen ließen sich beispielsweise Patientenakten und Untersuchungsergebnisse sicher ablegen und nur von denjenigen Personen aufrufen, die dazu berechtigt sind.

Auch im Bereich Identitätsmanagement kann die Blockchain für mehr Sicherheit und weniger Papierkram sorgen. Da die Blockchain manipulationssicher ist, können Behörden beispielsweise Geburtsurkunden und Melderegister innerhalb der Blockchain ablegen. Universitäten und Hochschulen könnten über die Blockchain Abschlüsse und Zeugnisse sichern, sodass Absolventen und Arbeitgeber auf fälschungssichere Dokumente zugreifen.

Die meisten Anwendungsbeispiele für Blockchain sind jedoch Zukunftsmusik. Aktuell und deutlich realer sind hingegen Peer-to-Peer-Möglichkeiten, die die Blockchain schon jetzt bereithält. Gemeint sind damit direkte Transaktionen zwischen zwei Personen, also etwa das Überweisen von Geld. Das ist auch das Geschäftsmodell von Bitwala.

Blockchain ist keine Bubble, sagt Bitwala

Bevor die Blockchain allerdings zur Lösung aller Menschheitsprobleme werden kann, wird wohl noch viel Zeit vergehen. Jörg von Minckwitz hat in den vergangenen Wochen vor allem die aufkommende Regulierungsdiskussion zur Blockchain verfolgt. Hier stünden immer wieder Fragen nach Haftbarkeit im Raum. Laut von Minckwitz sei dafür eine gewisse Form von Zentralität notwendig. Hinzu käme die Problematik, dass Menschen ein gewisses Vertrauen in Systeme aufbauen müssten. Das sei deutlich schwieriger, als interpersonelles Vertrauen herzustellen. Bei einem ist sich der junge Gründer allerdings ganz sicher: „Blockchain ist nicht die nächste Bubble. Das System wird sich eigenständig weiterentwickeln und optimieren. Ob wir das wollen oder nicht.“

Dieser Text entstand in Zusammenarbeit mit dem High-Tech Gründerfonds.


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So lernt dein Startup fliegen – Kapitel 1: Product-Market-Fit

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Eine Artikel-Serie für Menschen, die aus ihrer Geschäftsidee ein erfolgreiches Startup machen wollen.


Im Januar bin ich mit meinem Startup Shelfd in das 4. Batch des Media Lab Bayern gestartet. Und als Auftakt der sechsmonatigen Förderung sind alle Teams zwei bunte Wochen Startup-Bootcamp durchlaufen. Fast jeden Tag stand ein anderes Oberthema auf dem Programm, das uns inspirieren sollte und durch das wir uns immer wieder hinterfragen sollten. In den Sessions haben wir zum Beispiel etwas über die Themenbereiche Prototyping, Design, Marketing und Sales gelernt. Und weil ich diesen Input richtig wertvoll fand, teile ich die wichtigsten Methoden, Learnings und Tipps der Coaches hier mit allen Netzpiloten, Gründern in spe und Startups, die sich neu erfinden wollen.

Den Anfang machte Ralf Westbrock von Str84wd mit dem großen Thema Product-Market-Fit. Im Mittelpunkt stand die Frage, ob unsere Produktidee ein reales Kundenbedürfnis befriedigt. Und um das herauszufinden, haben wir die beiden Tools „Value Proposition Canvas“ und „Business Model Canvas“ rauf und runter dekliniert. Noch besser eignen sie sich sogar dafür, wenn man noch gar keine Vorstellung davon hat, was man genau plant – aber eine Zielgruppe vor Augen hat. Denn der Start eines jeden Geschäftsvorhabens liegt in der Evaluierung des Marktes und einem fokussierten User Research.

 

 

#Moodbild aus dem @MediaLabBayern. Grüße vom #ValuePropositionCanvas!

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Du startest am besten damit Abstand von deiner Idee, bestehenden Features und sonstigen Schranken zu gewinnen. Denn die kopflose Umsetzung bringt am Ende nichts, wenn sie nur den eigenen Vorstellungen der perfekten Lösung entspricht. Die richtige Strategie ist es, immer zuerst den Markt zu untersuchen und nicht schon über den eigenen Beitrag nachzudenken. Also nimm dich einmal zurück und frage dich, welche Jobs deine Zielgruppe eigentlich zu erledigen hat? Und das darfst du dir nicht ausdenken, sondern solltest direkten Kontakt aufnehmen und dir beschreiben lassen, was schon gut läuft und wo sich Stolpersteine auftun. An dieser Stelle willst du noch nicht überzeugen, sondern dazu lernen.

Alles beginnt mit dem richtigen Werteversprechen

Das perfekte Tool zur Ausarbeitung deiner Idee ist der Value Proposition Canvas von Strategyzer. Er stellt die Kundenzufriedenheit in den Mittelpunkt der Betrachtung und hilft dir, deine Produktidee von der heutigen Situation deiner Kunden zu trennen. Denn wenn man echte und wichtige Probleme löst, braucht man gewissermaßen kein Marketing mehr. Dann wird sich die Lösung ganz von allein zu behaupten wissen. Wenn du nun bei der Entwicklung deines Startups oder von neuen Produkten mit der Wertschöpfung für deine Nutzer startest, hast du die besten Chancen auf Erfolg am Markt.

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Image by Strategyzer

Ausgefüllt wird der Canvas von rechts nach links. Zuerst betrachtest du dein Kundenprofil (#1): Was versuchen sie zu erreichen? Dann schreibst du die Aufgaben auf, die dafür erledigt werden müssen. Danach folgen unangenehme (#2) und wünschenswerte Situationen (#3), die im Zusammenhang mit diesen Aufgaben entstehen. Was macht die Erledigung heute schwierig und teuer? Welche Mehrwerte ersehnen sich deine Kunden? Das alles kannst du im Team brainstormen – und dann aus Interviews mit Menschen aus der Branche belegen oder korrigieren.

Weiter geht es mit der linken Seite und der Einlösung deines Werteversprechens. Du startest damit alle möglichen Produkte und Dienstleistungen aufzulisten (#4), mit deren Hilfe du Nutzen für deine Kunden erzeugen könntest. Am besten du fokussierst dich aber auf solche Bereiche, die einen möglichst großen Schmerz verursachen. Damit sicherst du dir eine vergleichsweise große Bereitschaft neue Lösungsansätze auszuprobieren und dafür auch echtes Geld zu bezahlen. Mit den Schmerzkillern (#5) und Nutzenstiftern (#6) erledigst du anschließend schon das halbe Grobkonzept deiner Features. Denn sie beantworten das „wie?“ in der Frage, wie du die Schmerzen und Nutzen aus der rechten Seite tatsächlich verringerst beziehungsweise erzeugst.

Zoom-out auf die große Draufsicht

Das Kundenproblem ist erst der Anfang. Nach der Lösung folgt das Geschäftsmodell. Und das lässt sich am besten mit Hilfe des Business Model Canvas von Strategyzer evaluieren. Ganz praktisch: Der Value Proposition Canvas hat bereits zwei der neun Felder in den Fokus genommen. Weiter geht es also mit der Analyse, wie dein Produkt am Markt funktionieren kann. Und auch dafür musst du noch keinen einzigen Euro in die Entwicklung selbst investieren. Stattdessen beleuchtest du deinen Weg zum Erfolg und minimierst gleichzeitig viele unternehmerische Risiken, da du bereits jetzt über alle positiven und negativen Aspekte nachdenken kannst.

Image by Strategyzer

Nachdem dein Kundensegment (#1) und Wertangebot (#2) bereits definiert sind, kümmerst du dich also um relevante Kommunikationskanäle (#3) und deine Kundenbeziehungen (#4). Welche Art von Beziehung erwarten deine Nutzer zu dir und wie erreichst du sie am besten? Natürlich darf dein Angebot auch etwas kosten und auf verschiedenste Erlösquellen (#5) setzen – von einmaligen Verkäufen über Abonnements bis hin zu Werbung. Merke: Jedes tragfähige Geschäftsmodell muss an irgendetwas ein Preisschild hängen.

Wenn du Teil zwei des Business Model Canvas aus dem Stehgreif ausfüllen kannst, zeugt das von großem Know-how und großer Branchen-Kenntnis. Denn in der linken Hälfte werden zunächst Schlüsselressourcen (#6) und –aktivitäten (#7) behandelt. Erstere beschreiben das, was notwendig ist, um dein Produkt anzubieten (Werkstoffe, Manpower etc.). Zweitere beschreiben die Dinge, die du tun musst, um dein Produkt anzubieten (Produktion, Vertrieb etc.). Das alles kann durch Partner (#8) ergänzt werden, die dir bei einer der vielen Teilaufgaben helfen. Zu guter Letzt werden die Kosten (#9) eines jeden Rädchens aufgelistet. Spätestens jetzt zeigt sich, ob deine Rechnung am Ende aufgehen wird und du tatsächlich Gewinn erwirtschaften kannst.

Ob du wirklich richtig stehst, siehst du wenn…

Wenn du den Value Proposition Canvas und den Business Model Canvas nun ausgefüllt hast, steht die Validierung deiner vielen Annahmen an. Die Wirklichkeit ist einfach der beste Gradmesser für den Erfolg deiner Idee: Sprich mit Kunden, die nicht länger ohne deine Lösung leben wollen. Und wenn der Schmerz so richtig groß ist, finanzieren sie womöglich sogar die Entwicklung im Voraus. Dafür musst du eigentlich nichts weiter tun, als sie so lange hinzuhalten, bis du tatsächlich soweit bist zu liefern. Das gelingt beispielsweise durch einen großzügigen Rabatt bei Vorauszahlung oder indem du kommunizierst, dass es wegen der großen Nachfrage noch zu einer kurzen Verzögerung kommt. Aber so ein unterschriebener Auftrag und andere Vorab-Bekenntnisse sind das Beste, was dir passieren kann!

Wie du es schaffst dafür die Kommunikation anzukurbeln und erste Leads einzusammeln, beschreibe ich im zweiten Teil dieser Artikel-Serie. Man beachte, dass bis hierhin erst zwei Tage unseres Coachings am Media Lab Bayern vergangen sind. Es gibt also keine Ausrede die beiden Methoden nicht mal an einem Wochenende auszuprobieren. Zugegeben hilft so eine intensive Betreuung wie durch Ralf von Str84wd aber auch extrem dabei sich zu fokussieren.


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Urlaub machen beim Arbeiten, arbeiten im Urlaub

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Work… was? Wer nach „Workation” im Internet sucht, landet höchstens beim Slang-Lexikon. Denn der Begriff, zusammengezogen aus den englischen Wörtern „work” (Arbeit) und „vacation” (Urlaub), ist noch relativ neu. Gemeint ist damit eine Kombination aus Arbeit und Urlaub. Hier tauscht meist das gesamte Team den drögen Bürotisch gegen einen Laptop am Strand. Willkommen in der Arbeitswelt der Millennials!

Es ist nicht verwunderlich, dass gerade diese Generation das neue Arbeitskonzept erfunden hat. Millennials sorgen sich um ihre Work-Life-Balance wie keine andere Generation vor ihnen. Sie erwarten von ihrem Job viel mehr als nur eine finanzielle Stütze. Sie wollen sich durch ihre Arbeit selbst verwirklichen. Die Welt verändern und dabei auch noch Spaß haben. Dass das alles wirklich möglich ist, zeigt das Konzept der Workation.

Warum das Homeoffice nicht an den Strand verlegen?

Denn mit der zunehmenden Digitalisierung der Arbeitswelt, können immer mehr Aufgaben vom Computer aus online erledigt werden. Damit sind nicht nur Freelancer und digitale Nomaden gemeint, die grundsätzlich ihre Arbeit über das Internet erledigen. Auch in klassischen Unternehmen ist die ständige Anwesenheit am Arbeitsplatz kein Muss mehr. Meetings können per Videochat abgehalten, Briefings über E-Mail und Cloudtechnologien verteilt werden. Auch der Kundenservice läuft vielerorts auf Social-Media-Kanälen. Warum also nicht das Homeoffice noch einen Schritt weiter denken? Das Büro am Wohnzimmertisch oder im Nachbarscafé mit einem Coworking-Space in Thailand austauschen?

Was zunächst nach einer billigen Ausrede klingt, um vom Chef einen zweiten Jahresurlaub zu bekommen, hat in der Praxis viele Vorteile für das Team, die Kunden und das Unternehmen. Zum einen führt eine Workation das Team näher zusammen. Logisch: Wenn die Mitarbeiter nicht mehr um Punkt 17 Uhr getrennte Wege gehen, schweißt das zusammen. Vielmehr teilen sie sich beispielsweise während ihres Arbeitsurlaubs ein Zimmer oder navigieren gemeinsam durch eine fremde Stadt. Oder sie gehen nach Feierabend alle miteinander an der Strandbar chillen. Hierdurch entsteht ein ganz anderes Teamgefühl. Das Miteinander wird intensiver, man lernt sich intensiver kennen und – so die Theorie – arbeitet damit auch besser zusammen.

Studien belegen: Arbeiten in der Sonne macht Mitarbeiter produktiver

Darüber hinaus bietet ein neues Arbeitsumfeld auch völlig neue Inspiration. Das liegt eigentlich auf der Hand. Neues Land, neue Umgebung, neue Menschen, neue Kultur. All das regt die Kreativität auch im Arbeitsumfeld zwangsläufig an. Neue Ideen für den Job können da förmlich sprudeln. Unternehmen versprechen sich deshalb von einer Workation nicht nur besseren Teamgeist, sondern auch neue Impulse für das eigene Business. Nach einer Studie von Inc Magazine arbeiten Angestellte sogar produktiver, wenn das Arbeitsumfeld mehr Flexibilität zulässt.

Ein weiterer Pluspunkt ist das Networking. Denn die meisten Unternehmen wählen international beliebte Coworking-Spaces als Büros für ihre Workation. Hier hat das Team die Chance, neue Kontakte aus aller Welt zu knüpfen und so ein neues Netzwerk zu bilden, was vom heimischen Büro aus gar nicht möglich wäre.

Ach so, und da wäre auch noch der Faktor „Sonne”. Eine wissenschaftliche Untersuchung unter 444 Angestellten hat gezeigt, dass Sonne bei der Arbeit für glücklichere, entspanntere und ausgeglichenere Mitarbeiter sorgt.

Was, wenn nicht jeder zur Workation möchte?

Die Argumente klangen auch für Jenny so überzeugend, dass sie als Head of People & Culture beim Interior-Design-Startup 99chairs gemeinsam mit ihrem Kollegen Michael gleich eine Präsentation für das Unternehmen ausarbeitete. Tenor: Das Team von 99chairs sollte unbedingt während des grauen Berliner Winters seine Koffer packen und auf in die gemeinsame Workation starten. Gerade in einem Unternehmen, dass eine neue Art von Büro verkauft, bietet sich so ein Eigenexperiment schließlich an.

Einige Wochen später sitzt Jenny im Coworking-Space Greenpoint in Kapstadt. Sie kann während des WhatsApp-Gesprächs mit den Netzpiloten gar nicht aufhören, von der Sonne, dem Strand und der tollen Landschaft in Südafrika zu schwärmen. Einen Monat ist das Team schon hier, die Workation ist bis Ende Februar angesetzt. Sie glaubt, dass die Entscheidung zur Workation die richtige war. „Es gab natürlich auch viele kritische Fragen zur Workation-Idee. Zum Beispiel die Frage nach der Effizienz oder dem Kundenservice”, erzählt sie im Gespräch. „Es wollten auch nicht alle Kollegen mit. Manche wollten nicht die vollen zwei Monate aus Berlin weg.” Wenn man bedenkt, dass so manch einer möglicherweise die Familie zwei volle Monate allein zurücklassen müsste, ist das absolut nachvollziehbar.

Für all das hat das Team letztendlich Lösungen gefunden. Wer nicht mitwollte, hält derzeit im Berliner Büro die Stellung. Wem zwei Monate zu lang erschienen, konnte den Aufenthalt beliebig verkürzen. Wer lieber in einem Einzelzimmer wohnt, konnte dies tun, erklärt Jenny. „Es ist natürlich verständlich, dass am Anfang viele Fragen und auch Ängste da sind. Wir machen dies ja zum allerersten Mal. Wir fanden aber auch, dass die Workation eine tolle Chance für das Team sein könnte und haben deshalb gesagt, dass wir es lieber probieren wollen, statt aus Angst abzusagen.”

„Überrascht, wie produktiv wir arbeiten“

Insgesamt haben sich 25 von 60 Mitarbeiter dazu entschieden, nach Südafrika zu fliegen. Flug und Unterkunft mussten sie selbst bezahlen, den Coworking-Space zahlt das Unternehmen.

Bisher mit vorwiegend positiven Ergebnissen, sagt Jenny. „Wir waren sehr überrascht, wie produktiv wir arbeiten. Dadurch, dass wir hier nicht das typische Büroumfeld um uns und damit weniger Ablenkung haben, gehen wir ganz gezielt an die Arbeit und sind am Abend erstaunt, wie viel wir geschafft haben.” Sie findet ebenfalls, dass die Zusammenarbeit im Team sich stark gebessert hat.

Tafelberg; Image by 99chairs
Auf dem Tafelberg; Image by 99chairs

Die Theorie zu den Vorteilen einer Workation scheint sich bei 99chairs also in der Praxis zu bestätigen. Was ist aber mit den zurückgebliebenen Mitarbeitern? Schmollen die im nasskalten Berlin, während es sich das halbe Team in der südafrikanischen Sonne gutgehen lässt? Genau das war anfangs auch die Befürchtung von Jenny. „Wir wollten am Anfang bei unseren Videokonferenzen gar nicht so viel von Kapstadt und all unseren Erlebnissen erzählen, um den heimischen Kollegen nicht vor den Kopf zu stoßen. Dann haben die Kollegen in Deutschland aber gemerkt, dass sie sich ausgeschlossen fühlten, und zu wenig von uns und unserer Zeit hier mitbekommen und sie gerne mehr an unserer Workation teilhaben möchten.”

Also hat das Team kurzerhand eine Officekamera im Coworking-Space in Kapstadt aufgestellt und so winkt man sich während des Arbeitstages über 13.000 Kilometer Entfernung virtuell zu und bleibt stets in Kontakt. „Wir haben einfach gemerkt, dass gerade auf die Distanz hin die visuelle Kommunikation extrem wichtig ist und wirklich sein muss.” So sind sie auch auf die etwas ungewöhnliche Idee eines Tele-Wine-Wednesdays gekommen. Nach Feierabend sitzten die Mitarbeiter im Berlin mit einem Glas Wein im Büro, während die Workationer in Kapstadt das gleiche tun – und so gemütlich beim Weinchen miteinander plauschen.

Wenn der Chef plötzlich eine Badehose trägt

So toll das alles klingt, so kommen einem doch auch Zweifel auf, ob das wirklich alles so hervorragend läuft, wie alle behaupten. Was ist, wenn der Kollege-Zimmergenosse einem tierisch auf den Keks geht? Auf Abstand gehen ist auf einer Workation schließlich nicht so gut möglich. Und wie ist das eigentlich mit dem Respekt, wenn der Chef plötzlich in der Badehose vor den Mitarbeitern steht? Jenny lacht: „Wir haben unsere Gründer schon öfter in Badehosen gesehen! Wir waren ja schon vor dieser Workation auf gemeinsamen Trips in Prag, Frankreich oder Spanien. Das ist also kein Problem. Uns sind ohnehin flache Hierarchien wichtig, sodass der gegenseitige Respekt nicht verloren geht, nur weil man gemeinsam Kajak fährt.”

Workout; Image by 99chairs
Workout; Image by 99chairs

Tatsächlich kamen die Zweifel an dem Sinn und Zweck der Workation für das 99chairs-Team aus einer ganz anderen Richtung. In Südafrika angekommen, wurde ihnen erst klar, dass im Land Wasserknappheit herrschte. Nun hatten sie also erst einen nicht gerade klimafreundlichen Flug hinter sich. Angekommen stellten sie nun auch noch fest, dass sie knappe Ressourcen verbrauchten. Kurzzeitig überlegte das Team sogar deswegen, die Workation wieder abzubrechen. Doch nach einiger Recherche beschlossen sie, aus der Not eine Tugend zu machen. Die Mitarbeiter bekamen Tipps zum Wassersparen. Das Team fand ebenfalls eine Webseite, mit der jeder, der wollte, für den Klimaschutz spenden konnte. Auch wenn sie Ausflüge machen, achten sie darauf, dass sie faire oder ökologisch verantwortliche Touranbieter wählen. Sicherlich sei das aber in Zukunft ein Aspekt, auf den man stärker achten werde, sagt Jenny.

Einige Fragen sind noch zu klären

Offen ist, ob es denn zu einer weiteren Workation bei 99chairs kommen sollte. Denn so viel Spaß das Team auch hat, sobald alle wieder zurück in Deutschland sind, soll ausgewertet werden, ob die Workation wirklich so positiv gelaufen ist, wie erwartet. Wurden die Kunden nicht vernachlässigt? Ist das Arbeitspensum gleich geblieben? Sind tatsächlich neue, kreative Impulse dazugekommen? „Das alles kann man natürlich jetzt noch nicht sagen”, gibt Jenny zu. „Wir sehen dies erstmal als Pilotprojekt an und schauen dann im Anschluss, ob und wie wir das wieder machen.”

Das ist auch der Grund, weshalb sie sich auch erstmal lieber auf die nahe Zukunft konzentriert. In den nächsten Tagen hat das Workation-Team schließlich viel vor. Wandern, Museumsbesuche, Restaurants ausprobieren, ein Besuch im Open-Air-Kino und ein Angus & Julia Stone Konzert stehen auf dem Programm.

Workation entwickelt sich zum eigenen Geschäftsfeld

Doie vielfältigen Aktivitäten haben die Mitarbeiter von 99chairs übrigens komplett selbst zusammengestellt – von der Buchung der Unterkunft bis hin zum Tagesausflug. Das ist die eine Möglichkeit, eine Workation zu organisieren. Das Konzept wird derzeit aber gerade in der jungen internationalen Startup-Szene so beliebt, dass es auch immer mehr professionelle Anbieter gibt, die spezielle Workation-Pakete für Freelancer und Unternehmen anbieten.

Surf Office mit Sitz in Lissabon und auf den Kanarischen Inseln kombiniert zum Beispiel das Urlaubsfeeling am Strand mit Coworking, Workation und – wie der Name schon sagt – Surfen. Nomad House wiederum legt den Fokus auf nicht nur sonniges und entspanntes, sondern vor allem auf konzentriertes und zielstrebiges Arbeiten für Startups. Das Workation-Angebot von Refuga möchte Unternehmen mit thematischen Programmen, wie Frauen-Workations oder einem Ökofarmprogramm in Italien anlocken.

Es haben sich auch schon einige Hotspots für Workations herausgebildet, die nicht überraschend auch einige der Lieblingsaufenthaltsorte von digitalen Nomaden sind. Dazu gehören Chiang Mai in Thailand, Medellín in Kolumbien sowie Ubud auf Bali oder auch Lissabon.

Noch ist dies sicherlich ein Nischenmarkt. Aber es ist sicherlich nur eine Frage der Zeit, bis auch größere Unternehmen die Vorteile des Konzepts erkennen und auf den Workation-Wagen aufspringen.


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Handwerk 4.0: Die digitalen Klempner kommen

Workbench and Tools (adapted) (Image by Jeff Sheldon [CC0 Public Domain] via Unsplash) Handwerk 4.0

Die beste Autowerkstatt online finden? Den Fahrradreparaturdienst per Twitter anheuern? Klimaanlage im Netz planen? Die Digitalisierung der Handwerksbranche, auch Handwerk 4.0 genannt, läuft in Deutschland auf Hochtouren.

Handwerk 4.0 – was ist das eigentlich?

Angelehnt an das Prinzip der Industrie 4.0, heißt dies, dass Abläufe und Arbeitsprozesse im Handwerk zunehmend digitalisiert werden. Sprich: Was vorher Menschen erledigt haben, übernimmt nun ein Computer, beziehungsweise eine Software und irgendwann wahrscheinlich ein Roboter. Die Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz definiert den Begriff folgendermaßen:

„Handwerk 4.0 beschreibt Betriebsstrukturen, Arbeitsprozessabläufe, Produkte und Dienstleistungen von Handwerksbetrieben, die in einem bisher noch nicht dagewesenen Maß digital vernetzt, adaptiv wissensbasiert und aus Kundensicht höchst intelligent in Erscheinung treten.“

Ganz klar, die Handwerksbranche ist im Wandel. Das hat auch die Politik erkannt, und sieht offensichtlich Handelsbedarf. So hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie als Teil der Förderinitiative „Mittelstand 4.0 – Digitale Produktions- und Arbeitsprozesse“ das Kompetenzzentrum „Digitales Handwerk” ins Leben gerufen. Von Infoveranstaltungen über Webinare bis hin zu Lehrvideos. Hier können traditionelle Handwerksbetriebe wie Dachdecker oder Bäckereien Informationen rund um die Digitalisierung ihres Fachfelds bekommen.

Auch ein Blick auf die Branchenpublikation handwerksblatt.de bestätigt, dass Handwerksbetriebe sich zunehmend digitalisieren. Viele Veröffentlichungen widmen sich explizit dem digitalen Wandel der Branche. Neben einer ganzen Serie „Handwerk 4.0” werden zum Beispiel regelmäßig Artikel mit Titeln wie „Cyberangriffe auf Handwerksbetriebe” oder „Online-Shops lohnen sich auch für Handwerker” veröffentlicht.

Der starke Fokus auf die Digitalisierung des Handwerks ist jedoch keine Einbahnstraße. Sie ist auch eine Antwort auf verändertes – digitales – Kundenverhalten. Nach einer Umfrage der Gelbe Seiten Marketinggesellschaft läuft beispielsweise das Suchen und Finden von Diensten, auch von Handwerkern, zunehmend im Internet ab. Demnach:

  • recherchieren 80 Prozent der 18 bis 39-Jährigen im Web
  • suchen 42 Prozent der Deutschen nach Handwerkern zuerst online statt Bekannte zu fragen
  • werden 25 Prozent aller Anfragen ab 2020 online gestellt

Startups stürmen die Handwerksbranche

Gerade junge Gründer sind sich darüber im Klaren, dass die nächste Welle von Kunden die Digital Natives sind. Und die suchen, wie diese Zahlen belegen, nicht mehr im Telefonbuch nach einem Klempner. Das Handwerk 4.0 ist für diese Kunden keine Entwicklung. Es ist bereits die grundsätzliche Erwartungshaltung an die Branche.

Bastian Scherbeck, Andreas Schmidt und Peter Pawlitzek gründeten zum Beispiel ihr Startup Livecycle, weil ihnen der Service bei Fahrradreparaturen gelinde gesagt, „unterirdisch” erschien, wie sie im Interview verrieten. Der Kunde sei bisher kaum ernst genommen worden. „Wenn dein Fahrrad kaputt ist, musst du es selbst in die Werkstatt bringen und dann auch noch lange auf die Reparatur warten. Wenn das dein Haupttransportmittel ist, ist das eigentlich nicht akzeptabel“, sagt Bastian Scherbeck.

Bei Livecycle drehen die Gründer daher das Prinzip um: Die Handwerker kommen zum Kunden und reparieren das Fahrrad vor Ort. Alles von der Terminvereinbarung über die Preisfrage wird vorab online geregelt. Schneller, zeitsparender, billiger ist auch das Motto von Caroobi. Das Berliner Startup bringt auf einer Online-Plattform Autowerkstätten mit Autobesitzern zusammen. User geben hier ein, welche Reparaturen sie benötigen und können anschließend verschiedene Angebote online vergleichen – und direkt über die Webseite buchen. Damit wollten sie Autoreparaturen übersichtlicher, transparenter, flexibler und einfacher gestalten, sagen die Gründer.

Ein Wandel der klassischen Handwerksdienste

So machen gerade viele klassische Handwerksdienste wie das Bodenhandwerk, Malerbetriebe oder Dachdecker eine digitale Wandlung durch, oft angetrieben durch junge Gründer.

Robin Lanzer ist einer dieser Gründer. Der gelernte Farben- und Lackentwickler mit BWL-Studium arbeitet seit 17 Jahren im Handwerk. Mit seinem Startup Jeez will er den lästigen Baumarkt-Besuch überflüssig machen. Seine Idee ist dabei ähnlich wie der Ansatz von Livecycle. Wenn es für Kunden zu umständlich ist zum Baumarkt zu gehen, kommt eben der Baumarkt zum Kunden. Statt also selbst stundenlang von einer Abteilung zur anderen zu rennen, Farben, Bodenbeläge, Regale und Nägel zu suchen, kommen die Experten von Jeez zu den Kunden in die Wohnung. Die Beratung findet in den eigenen vier Wänden statt. Auch hier wird der Service im Netz gebucht, sodass Kunden so wenig Zeit und Nerven wie möglich verlieren.

Das ist ebenfalls der Ansatz von Stegimondo. Das Startup mit Sitz in Berlin positioniert sich selbst wiederum als „Der Online Dachdecker“ und wirbt mit Attributen wie Schnelligkeit, Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit um seine Dienste.

All diese Beispiele zeigen: Das Handwerk 4.0 ist keine Zukunftsvision, es ist bereits Realität. Einige Brancheninsider sind daher der Meinung, dass traditionelle Handwerksbetriebe nur zwei Optionen haben: Voll in die Digitalisierung einsteigen – oder untergehen.


Image (adapted) „Workbench and Tools“ by Jeff Sheldon (CC0 Public Domain)

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WG-Suche: Der neue Trendmarkt für Startups

Wohnungen (adapted) (Image by karlherl [CC0 Public Domain] via Pixabay

Wer als junger Mensch eine Bleibe in einer Großstadt sucht, hat es nicht leicht. Der Wohnraum wird knapper, die Mieten teurer, die Angebote seltener. Genau diese Situation haben nun einige Startups als Trendmarkt erkannt. Sie spezialisieren sich vor allem darauf, junge Menschen bei der WG-Suche zusammenzubringen.

Berlin, das Mietparadies? Das war einmal!

Berlin galt mal als Mietparadies: viele Wohnungen, günstige Preise. Doch auch wenn der Quadratmeter Wohnung in Berlin im internationalen Vergleich immer noch relativ günstig ist, die Lage spitzt sich zu. Laut Wohneigentumsreport 2017/2018 gibt es für die steigende Nachfrage nach Wohnraum in der Hauptstadt nicht genug Angebote.

 

Grafik Wohnungsnot
Bevölkerung im Vergleich zum Wohnraum, Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt

Besonders kritisch ist es im unteren Preissegment. Nach den Ermittlungen des Wohneigentumsreports ist die Nachfrage nach Wohnungen für weniger als 1.000 Euro/m² um einen Prozent gestiegen, das Angebot ist aber gleich geblieben. Das bedeutet, gerade Studenten oder junge Menschen, die sich die teuren Mieten nicht leisten können, haben es zunehmend schwer, eine bezahlbare Bleibe in Berlin zu finden. Selbst der typische Studenten-Wohnungsmarkt, bei dem vorwiegend junge Leute Wohngemeinschaften suchen, ist völlig überschwemmt. Es ist beispielsweise nicht ungewöhnlich, dass sich auf ein attraktives WG-Zimmer in Berlin 300 Personen bewerben.

Das gilt natürlich nicht nur für Berlin. Aktuell ist in den meisten gefragten Großstädten dieser Welt die Nachfrage nach Wohnraum größer als das Angebot. Tendenz: Es wird noch schlimmer. Was für Wohnungssuchende frustrierend sein mag, haben einige Startups jetzt als neuen Trendmarkt entdeckt.

Von der WG-Suche zum Startup

Presse-Foto Desireé und Anne WOVIVI 1
Desireé und Anne (Image by Sophie Werche)

Eigentlich wollten Desireé Städter und Anne Pehla nach ihrem Abitur nach Berlin ziehen, eine WG eröffnen und von dort aus ein eigenes Projekt starten. Bis sie feststellten, dass der erste Schritt – eine Wohnung finden – viel schwieriger war als anfangs gedacht. Drei Monate lang suchten sie vergeblich. „Wir sind dafür zum Teil auf Wohnungsbesichtigungen mit 30 anderen Personen gegangen und hatten dabei nie die Chance unsere Persönlichkeiten zu zeigen”, sagt Desireé Städter im Netzpiloten-Interview. Die beiden Freundinnen beschlossen daher, ein Vorstellungsvideo von sich zu drehen, damit Makler oder Hausverwaltungen sie besser kennen lernen konnten. „Wir haben das viel größer aufgezogen als es eigentlich notwendig war, mit einer Couch auf einem Hochhausdach in Berlin und einem ganzen Filmteam“, erinnert sich Anne Pehla.

Dabei kam ihnen die zündende Idee: Warum nicht eine Plattform für andere Wohnungssuchende in Berlin starten, auf der sich WG-Bewerber und WGs mit verfügbaren Zimmern in persönlichen Videos vorstellen und so schneller zueinander finden können? Ihr eigenes Video stellten sie danach zwar nie fertig, die Idee für ihr eigenes Startup war aber geboren – Wovivi. Auf der Webseite können sich WG-Suchende in kurzen Videos vorstellen, und sich so auf eine sehr persönliche Art um ein WG-Zimmer in Berlin bewerben.

 

Wer so ein Porträt erstellen möchte, bewirbt sich über ein Kontaktformular auf der Webseite. Die beiden Gründerinnen treffen die Bewerber dann persönlich in Berlin und nehmen die Videos auf, die die jungen WG-Bewerber anschließend an ihre Wunsch-WGs schicken können. Insgesamt drei bis vier Stunden dauert die Erstellung eines solchen Video-Porträts. Bisher wird der Service von den Gründerinnen gratis angeboten. Ihr Ziel ist es, zunächst genug Nutzer – WG-Suchende und WGs – auf ihre Webseite zu führen, um dann für die Vermittlung eine Gebühr verlangen zu können.

So will Wovivi DIE Plattform für WG-Suchende werden. Ganz schön ehrgeizig für zwei junge Unternehmerinnen Anfang Zwanzig. Doch die beiden sind davon überzeugt, dass sie einen einzigartigen Service anbieten, der sich von Massenportalen wie wg-gesucht.de abheben kann. „Die großen WG-Portale sind unsere größte Konkurrenz, aber wir bieten mit unserer Plattform die Möglichkeit, seine Persönlichkeit zu zeigen und aus der Anonymität der Zimmersuche auszubrechen.“

Tatsächlich könnte ein Portal wie Wovivi sowohl Wohnungs- als auch Mitbewohnersuchenden viel Zeit sparen. „Aktuell ist es so, dass WGs zum Teil 50 Bewerber zu sich einladen, allen eine Wohnungstour geben, und sich immer wieder vorstellen müssen. Mit einer Plattform wie unserer sieht man viel schneller, wer als Mitbewohner gut passen können und kann das Ganze dann schnell auf vielleicht noch etwa fünf Bewerber reduzieren“, sagen die Gründerinnen. 

Knapp 20 junge Menschen haben Wovivi für ihre WG-Suche bisher genutzt, und rund zehn konnten bereits auf diesem Weg eine passende Bleibe finden. Das ist keine schlechte Bilanz, wenn man bedenkt, dass die Webseite am 13. September 2017 gelauncht wurde. Seit Ende 2017 können Nutzer auch eine passende App dazu bekommen, mit der sie dann selbst Videos aufnehmen können. Auch WGs sollen sich dann über die App in Kurzvideos vorstellen. Langfristig wollen Desireé Städter und Anne Pehla eine Plattform nicht nur für die Wohnungssuche, sondern auch für die Vernetzung von WGs untereinander werden.

Vom menschlichen Faktor bis zum Matching-Algorithmus

In Deutschland ist Wovivi mit seinen Video-Porträts recht einzigartig, doch angesichts der knappen Wohnugssituation in anderen Großstädten dieser Welt, gibt es mittlerweile viele weitere Startups, die den Wohnungsmarkt als Trendmarkt entdeckt haben und vergleichbare Angebote vor allem für medial versierte Millennials entwickelt haben. Die Idee dahinter ist ähnlich wie bei Wovivi: Persönlichkeit statt Massenabfertigung, passender Match statt wahlloser Suche.

Roomiematch, ein Startup aus den USA, setzt beispielsweise auf den menschlichen Faktor bei der Vermittlung. Wie das Portal betont, überprüfen hier echte Menschen die Profile auf der Webseite. So sollen Fake-Profile vermieden werden und Nutzer mit falschen Angaben von Anfang an aussortiert werden.

Roomi wiederum ist eine weitere App aus den USA, für Wohnungssuchende in Städten wie New York City und mittlerweile auch Chicago und San Francisco. Hier gibt es zwar keine Videos, dafür aber kurze Selbstbeschreibungen, Fotos und die Möglichkeit, miteinander zu chatten und sich über Social Media zu vernetzen.

Das Portal Diggz konzentriert sich auf den wahrscheinlich schwierigsten Wohnungsmarkt der Welt: New York City. Diggz ist dabei eine Mischung aus Airbnb und Tinder, und setzt alles darauf, über einen Algorithmus von vorneherein passende Profile zueinander zu führen.

Auch wenn viele dieser Apps tatsächlich aus den USA kommen, gibt es auch im deutschsprachigen Raum einige Apps, die neue Wege gehen, um Nutzern bei der Wohnungssuche zu helfen.

Deutschsprachige WG-Apps setzen auf das Tinder-Prinzip

Gerade den Aspekt des passenden Matches hebt beispielsweise das Dortmunder Startup Weegee hervor. Mitgründer Daniel Timmermann hatte dabei ganz klar das Tinder-Prinzip vor Augen, es erinnert von der Funktonsweise daher ein wenig an Diggz. Die Idee zu Weegee kam Timmermann ganz klassisch, durch ein persönliches Erlebnis. Nachdem ein Freund von Timmermann eine frustrierende WG-Castingrunde mit über 150 Bewerbern hinter sich hatte, kam der Entwickler schnell auf die Idee, die WG-Suche effektiver zu gestalten.

Auf Weegee können sich Bewerber und WGs wie bei Tinder entweder nach links oder rechts wischen, und kommen somit nur mit gleichermaßen interessierten Menschen in Kontakt. Die Kontakte, die Weegee dabei vorschlägt, sind aber nicht so zufällig wie bei der Dating-App. Ein Algorithmus sortiert von vorneherein unpassende Profile aus. Raucher und Nichtraucher-WGs kommen so etwa gar nicht erst zusammen. Das soll die Suche effektiver und zeitsparender machen. Langfristig soll die App nicht nur für den Wohnungsmarkt, sondern auch für andere Produkte genutzt werden.

Auch Flatmatch, ein Zürcher Startup, setzt auf das Vermitteln per Algorithmus. „Meet. Match. Move.“ lautet das Motto hinter der App. Wie bei Weegee diente bei Flatmatch ebenfalls die Dating-App Tinder als Inspiration. Ein Algorithmus führt dabei passende Profile zusammen und erleichtert so die Wohnungssuche. Alexander von Luckner sagt, er wolle mit der App vor allem den Zeitaufwand reduzieren. Denn sowohl Wohnungssuchende als auch WGs müssen aktuell sehr viel Zeit in den Prozess investieren. Bisher gibt es Flatmatch nur in der Schweiz, ab 2018 sollen dann auch Deutschland und weitere europäische Länder hinzukommen.

Übrigens, bei Desireé Städter und Anne Pehla hat es mit der gemeinsamen WG-Gründung letztlich doch nicht ganz so geklappt wie ursprünglich geplant. Dafür wohnt Anne Pehla jetzt in einer WG und Desrieé Städter in ihrer eigenen Wohnung in Berlin.


Porträt: Sophie Werche


Image (adapted) Wohnungen by karlherl (CC0 Public Domain)


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  • DARKNET wired: Revierkrieg im Darknet – Jemand greift die Schwarzmärkte an: Das Darknet steht unter Beschuss. Die IT-Forscherin Emily Wilson bemerkte jetzt eine Angriffswelle auf Märkte des Darknets und beobachtete, wie sich das Chaos ausbreitete. Betroffen sind der Handel mit Kinderpornographie, Daten- und Waffen und vor allem aber das Drogengeschäft. Die aktuellen Angriffe sind der bisherige Höhepunkt einer Reihe von DDoS-Attacken auf die Märkte.Jetzt wird nach Ursachen und vor allem Verantwortlichen gesucht. Am wahrscheinlichsten halten Experten derzeit eine Art Darknet-Revierkrieg.

  • STARTUPS gruenderszene: Wie zwei Startups die Bahn zur Pünktlichkeit erziehen wollen: Die Deutsche Bahn ist leider nicht dafür bekannt, besonders pünktlich zu sein. Zwei Startups aus dem Mindbox-Accelerator haben sich dieses Problems angenommen und wollen Verspätungen künftig vermeiden. Beim Mindbox Accelerator Programm können sich innovative Startups bewerben, um durch die Deutsche Bahn unterstützt zu werden. Das Startup Konux will Sensoren in Eisenbahn-Schwellen einbauen, um so Reperaturen voraussagen zu können und Verspätungen zu vermeiden. Das Berliner Startup Siut will lästige Verspätungen mit einer Fahrgast-Ampel umgehen.

  • NETZNEUTRALITÄT zeit: US-Behörde will offenbar Netzneutralität stark einschränken: Unter der Trump-Regierung haben schon so einige Regulierungen gelitten. Nun will der vom US-Präsidenten neu ernannte Präsident der US-Kommunikationsbehörde Obamas Regeln zur Netzneutralität abschaffen. Der Präsident der Federal Communications Commission, Ajit Pai, verkündigte in einem Statement im Dezember eine Neu-Abstimmung zum Entwurf „Anordnung zur Wiederherstellung der Freiheit im Internet“. Die aktuellen Regulierungen würden aus Sicht der Republikaner Innovation hemmen, wohingegen sich Demokraten weitesgehend für Netzneutralität und Regeln für ein freies Internet aussprechen.

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  • GETNOW Gründerszene: Dieser Online-Supermarkt will Amazon Fresh angreifen: Lebensmittel gibt es längst nicht mehr nur noch vor Ort im Supermarkt oder im Tante-Emma-Laden nebenan zu kaufen. E-Food wird bei Verbrauchern immer beliebter und so kämpfen Supermärkte, nach dem Einstieg von Amazon Fresh, auch online um jeden Kunden. Hierbei hat eine aktuelle Studie herausgefunden, dass Rewe derzeit der beliebteste Online-Supermarkt in Deutschland ist. Den zweiten Platz belegt Allyouneedisfresh.de, erst dahinter folgt Amazon. Das Berliner Startup Getnow möchte da mit seinem eigenen Lieferdienst mitmischen. Aber was unterscheidet das Startup von den anderen Anbietern? Getnow hat, anders als die anderen Anbieter, kein eigenes Lager, sondern kauft bei eingehender Bestellung die Ware in Metro-Märkten und gibt diese zum Versand an DHL weiter. Dahinter steckt zudem das Versprechen, dass die Ware innerhalb von 90 Minuten beim Kunden ankommt.

  • WHATSAPP Chip: WhatsApp: Umstrittene Funktion wird weiter verbessert: Noch gar nicht lange gibt es das neue Standort-Feature für WhatsApp-Nutzer. Hierbei können diese in Einzel- oder Gruppenchats ihren Live-Standort mitteilen. Nun gibt es schon die ersten Verbesserungen. Nutzer können bei den geteilten Standorten ihrer Freunde direkt eine Wegbeschreibung abrufen und die passende Route bei Google Maps planen, indem sie einfach das Infoprofil des Nutzers mit dem geteilten Live-Standort anklicken. Anschließend muss die Option “Wegbeschreibung” abgerufen werden. Der Standort wird dann in Google Maps angezeigt und die Route berechnet.

  • IPHONEX Heise: iPhone X: Stiftung Warentest warnt vor Sturzempfindlichkeit: Das neue iPhone X sollten Nutzer besser in Watte verpacken, denn ein Sturz auf den Boden kann teuer werden, wie Stiftung Warentest herausgefunden hat. Hierbei reagierte das aktuelle Modell empfindlicher als seine Vorgänger. Bei einem Sturztest in der Falltrommel wurden drei Geräte getestet. Bei einem Modell sei der Glasrücken gesprungen und die beiden anderen Modelle wiesen Darstellungsfehler auf dem Display auf. Das iPhone 8 – wessen Vorder- und Rückseite ebenfalls mit Glas ausgestattet ist – schnitt bei diesen Tests deutlich besser ab. Somit handelt es sich, laut den Warentestern, beim iPhone X um das zerbrechlichste Modell aller Zeiten. Den Nutzern wird daher geraten, sich eine Hülle zuzulegen. Das Beheben eines solchen Schadens bei Apple kann bis zu 600 Euro kosten.

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Check-up Ireland: Ein Nachtrag & ein Vortrag

Coworking (adapted) (Image by rawpixel.com [CC0 Public Domain] via Unsplash)

Seit 1997 lebe ich nun schon in der irischen Hauptstadt Dublin. Mein erster Job bei AOL hatte auch ein wenig mit Tech zu tun – wenn man die berüchtigten Freistunden-CDs als “Tech” ansieht oder das Verbinden an die technische Hotline durchgehen lässt. Im November letzten Jahres hatte ich damit begonnen, die “Tech-Insel” ein Jahr lang aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. Das Jahr ist nun rum. Und wie sagt man hier so schön? „It’s been a blast!“

Nachtrag in Sachen „Athenry & Apple“ und einen Kollegen

Zuerst zum Nachtrag. In meiner letzten Kolumne hatte ich von den Problemen berichtet, die Apple mit der Baugenehmigung für ein 850 Millionen Euro teures Datenzentrum in Athenry hat. Es gab drei Widersprüche gegen das Projekt – zwei von Einwohnern aus Athenry, die sich Sorgen um die Umwelt machen, sowie einen eines Projektentwicklers für Datenzentren aus Dublin, der sich offensichtlich Sorgen um seine Brieftasche macht. Zum Glück hat sich der Mann nicht getraut, seinen abgeschmetterten Widerspruch erneut beim High Court vorzubringen. Die beiden Einwohner aus Athenry nahmen allerdings ihr Recht in Anspruch, beim zweithöchsten Gericht Widerspruch gegen das Abschmettern ihrer Bedenken einzulegen.

Mehrere Dutzend Bürger aus Athenry versammelten sich am vergangenen Mittwoch im High Court – während Hunderte mehr daheim am Handy auf Nachrichten aus Dublin warteten – und lauschten wie ihre zwei Nachbarn gebannt den Ausführungen des Richters. Justice Paul McDermott lies zur Freude der Befürworter des Projekts den erneuten Widerspruch mit der Begründung nicht zu, dass die Antragssteller keinen Punkt in der Rechtssprechung genannt hätten, der neue Aspekte öffentlichen Interesses hervorbringen könnte.

Theoretisch können die beiden Einwohner nun zwar Einspruch beim höchsten Gericht des Landes, dem Supreme Court, einlegen – dort gilt aber noch mehr, dass ein Einspruch nur dann Aussicht auf Erfolg hat, wenn es im öffentlichen Interesse ist. Der Jubel war natürlich laut in Athenry, aber was immer noch Sorgen bereiten sollte, ist der Fakt, dass Apple sich immer noch nicht geäußert hat. Der irische Ministerpräsident Leo Varadkar, der jetzt auf seiner USA-Reise auch bei Apple vorbeischauen wird, um mit Tim Cook zu reden, wird da nachhaken müssen.

Als unser Editor at Large vor gut einem Jahr das Vorhaben einer regulären Kolumne an mich herantrug, geschah das im Hinblick auf die Coworking Europe Konferenz  – auf die ich quasi ein Jahr lang hinschreiben sollte. Nun ist es soweit. Tobias ist in Dublin. Hoffentlich nicht, um mir persönlich eine Kündigung zu überreichen, aber mit Sicherheit, um den Vortrag zu halten, den ich in der Überschrift erwähnt habe.

Ich bin zwar nicht sehr mit der Coworking-Materie vertraut, aber ein Coworking Space, an dem ich, nein, niemand in Dublin vorbeikommt, ist zweifelsohne Dogpatch Labs im Herzen nicht nur der Hauptstadt, sondern vor allem auch der Silicon Docks. Der Name stammt von der Nachbarschaft in San Francisco, in der ein Investment Fond beheimatet ist, der vor Jahren einen eigenen Coworking Space in Dublin betrieben hat, dann aber feststellte, dass so ein eigenständiger Geschäftszweig nicht mal eben auf halber Flamme neben dem Hauptgeschäft betrieben werden kann. Man wollte den Coworking Space schon aufgeben, doch zum Glück ist Dublin nicht nur Hauptstadt, sondern in vielen Belangen auch ein Dorf. Man kennt sich halt. Patrick Walsh, mit Mervyn Greene Gründer von Dogpatch Labs, hörte von den Plänen und man übernahm den Coworking Space.

Die Heimat von Dogpatch Labs, das historische chq wurde 1820 gebaut und war einst ein Lagerhaus für Tabak, Wein und Whiskey. Das letzgenannte leckere Zeug wurde im Keller, den sogenannten Vaults, bei entsprechender Temperatur gelagert. Heute werden die Vaults von Dogpatch Labs genutzt und beherbergen Büros, Meeting-Räume, sowie einen Event Space für 100 Leute. Die Vaults waren Phase 2 des imposanten Coworking Spaces. Phase 1 war das Erdgeschoss und zuletzt wurde Phase 3, das geräumige Mezzanine, eröffnet.

Hier finden sich Hot Desks, ein Communal Garden, aber auch die neuen Büros von Pivotal, einer typischen Dogpatch Labs-Erfolgsgeschichte: Als das Unternehmen nach einem geeigneten Standort in Dublin für das Starter-Team von vier Developern suchte, wurde man bei Dogpatch Labs im Erdgeschoss fündig. Schnelles Wachstum brachte Bedarf nach mehr Raum mit sich, womit man aber bei den Machern von Dogpatch Labs offene Türen einrannte. Pivotal wollte nicht weg, Dogpatch wollte Pivotal behalten und der Ausbau ward beschlossen.

Das Credo von Dogpatch Labs lautet, dass man ein Coworking Space sein will, der nur solche Tech-Unternehmen unterstützt, die von Developern vorwärtsgetrieben werden. 77 Startups und über 300 Mitglieder belegen, dass dieser „strenge“ Weg, mit dem man sich von anderen Coworking Spaces abgrenzt, der richtige ist. Die Arbeit von Dogpatch Labs ruht hierbei auf drei Pfeilern: Coworking Space, Events (wie zum Beispiel Tech-MeetUps oder Hackathons) und Community.

Menno Axt, der mich rumgeführt hat, ist Membership Manager und erklärt die Wichtigkeit dieser Community wie folgt: „Sobald Du Leute zusammenbringst, springen die Ideen nur so heraus.“ Alles an Dogpatch Labs (ich gebe zu – vor allem die Vaults für mich persönlich) ist so beeindruckend, dass die Frage an Menno gehen musste, ob es nicht Neid gibt bei der Konkurrenz. Die Antwort lautete Nein. Im Gegenteil – man habe ein gutes Verhältniss und empfehle auch hier und da einen anderen Coworking Space, nämlich in solchen Fällen, wenn ein anfragendes Unternehmen schlicht und einfach nicht zur eigenen, sehr eng gefassten Philosophie passt.

Was weitere Coworking Spaces anbetrifft, so liefert diese Website einen guten Überblick. In diesem Sinne – lieber Tobias, viel Spaß in Dublin bei der Coworking Europe. Und Euch, liebe Leser, vielen Dank! It’s been a blast!


Image (adapted) „Coworking“ by rawpixel.com [CC0 Public Domain]


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  • SHIPPO t3n: Deutsche Gründer erhalten 20 Millionen für den Kampf gegen Amazon: Die deutschen Gründer des Versand-Startups Shippo aus dem Silicon Valley wurden im Januar 2017 in die Forbes Top-30-Liste erfolgreicher Unternehmer unter 30 Jahren aufgenommen. Dadurch meldeten sich bereits 10.000 Kunden, sodass Shippo nun 20 Millionenn Dollar von Investoren eingesammelt hat, für den Kampf gegen Amazon. Das Startup hat eine Technlogie entwickelt, die den Versand von Online-Produkten für kleine und mittelständische Unternehmen leichter macht. Nach Gründerin Behrens Wu sollen Onlinehändler, die kreative Produkte online verkaufen wollen, die Möglichkeit bekommen, damit ein tragfähiges Geschäftsmodell zu betreiben. Der Versand soll dabei keine Probleme bereiten – dafür bietet Shippo die notwendige Software an.

  • DIGITALISIERUNG zeitonline: Jamaika-Sondierer wollen deutlich mehr für Bildung ausgeben: Die Themen Bildung und Digitales scheinen erste Einigungen bei den Jamaika-Sondierern zu erzielen. So wollen Union, FDP und Grüne deutlich mehr Geld für Bildung ausgeben: Bis 2025 sollen mehr als zehn Prozent des Bruttoinlandsproduktes in Bildung investiert werden. In weiteren Sondierungsgesprächen soll es um einen flächendeckenden Breitbandausbau in Gigabitgeschwindigkeit bis 2025 gehen. Auch die Schließung von Funklöchern, der Ausbau des Mobilfunktnetzes der fünften Generation (5G) und die Schaffung eines modernen Datenrechts stehen auf dem Programm für weitere Gespräche.

  • FACEBOOK Wired: The Solution to Facebook Overload Isn’t More Facebook: Es stellt sich die Frage, ob es besser ist, wenn Facebook sich hinter seinen eigenen Algorithmen versteckt und sich jegliche Verantwortung für den Content, den Menschen dort teilen, entzieht oder wenn Mark Zuckerberg Editor-in-Chief für über zwei Milliarden Menschen wird. Schlussendlich scheint es, dass wir uns von eine totalen Demokratie des Gedankens und Ideen verabschieden müssen, wenn wir eine politische Demokratie bewahren wollen, die die Populärsten unter uns an der Macht sehen möchte. Und auch dieser Fakt, wir immer deutlicher: Dass wir mit der Freiheit, Macht zu erlagen, indem wir viral werden und ein großes Publikum erreichen können – sei es durch artikuliertes Denken oder Klatsch und Verleumdung – nicht umgehen können.

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  • WHATSAPP chip: WhatsApp: Neues Feature wird Chats für immer verändern
    Über die neue Funktion, die jetzt für den Nachrichtendienst WhatsApp eingeführt wird, wurde lange spekuliert. Jetzt ist sie endlich da und verändert die Chatverläufe der App grundlegend. Fortan können Nachrichten im Chat innerhalb von sieben Minuten nach versenden wieder gelöscht werden. Statt der ursprünglichen Nachricht wird in den Chats die Meldung „Diese Nachricht wurde gelöscht“ angezeigt. Damit die Nachrichten auch erfolgreich für alle gelöscht werden, müssen Empfänger und Versender beide die aktuell erforderliche Version von WhatsApp installiert haben.

  • KI wired: Neue Captchas können Künstliche Intelligenzen überlisten: “Ich bin kein Roboter” kennt eigentlich fast jeder, der schon mal im Internet unterwegs war. Meistens erscheint das Feld bei Online-Einkäufen. Captchas sind meist nervig, tatsächlich aber auch unsicher. Ironischerweise können künstliche Intelligenzen die Tests zur Unterscheidung zwischen Mensch und Maschine mittlerweile ziemlich einfach knacken. Das KI-Startup hat jetzt eine Methode in einer Fachzeitschrift veröffentlicht, mit der Captchas von KIs bezwungen werden können. Captcha schien tot, aber Ende 2016 sollte mit unsichtbaren reCaptchas der Kampf gegen KIs wieder aufgenommen werden.

  • INTERNET welt: Wie Bing eines Tages doch noch der Übermacht von Google trotzen soll: Google ist in Sachen Internet-Suchmaschinen ein wahres Monopol. Der Kollege Bing aus dem Hause Microsoft wird dabei gerne belächelt, die Konkurrenz durch Google ist einfach zu groß. Microsoft beerdigt die hauseigene Suchmaschine aus gutem Grund aber noch lange nicht. In Zukunft könnten die protokollierten Suchanfragen eine Grundlage sein für viel weitreichendere Anwendungen. Die durch Bing gesammelten Daten könnten fundamental für Arbeiten in Richtung künstlicher Intelligenz werden.

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Wir sind Medienpartner vom Deutschen Handelskongress

Erfahrt auf dem Deutschen Handelskongress 2017 am 15. und 16. November in Berlin von erstklassigen Branchenexperten, kreativen Querdenkern und erfolgreichen Vorreitern, welche Entwicklungen die Zukunft des Handels bestimmen und wie die daraus resultierenden Chancen jetzt zu nutzen sind! Die zweitägige, hochkarätige Kongressagenda ist wie immer eingebettet in ein spektakuläres Rahmenprogramm mit Vorabend-Event, begleitender Kongressmesse, Verleihung des Deutschen Handelspreises und der legendären Retailers’ Night. Kommt auch dahin, wo der Handel sich trifft – und freut euch auf 1.500+ Kongressteilnehmer, 100+ national und international führende Branchenexperten, 60+ Aussteller, 40+ Stunden inspirierendes Kongressprogramm und jede Menge Gelegenheit zum Networking.

Diese Top-Themen erwarten euch:

  • HANDEL 2017/2018 – Zahlen. Daten. Fakten. Und: Was treibt die Branche?
  • DIGITALE HERAUSFORDERUNG – Für Unternehmen und Mitarbeiter
  • SMART DATA & CRM – Die datengestützte Weiterentwicklung der Customer Experience
  • HANDEL & POLITIK IM DIALOG – Wahljahr 2017: Kurswechsel für den Handel?
  • VERTRAUEN DURCH VERANTWORTUNG – CSR als Unternehmensstrategie
  • CONSUMER ENGAGEMENT & – LOYALTY – Neue Wege des Partnerings zwischen Handel & Industrie
  • GAMECHANGER IN-STORE TECHNOLOGY – Augmented/Virtual Reality, Roboting & Co.: Mehr als ein Hype?
  • START-UP POWER FÜR DEN HANDEL – Innovation und Inspiration für die Branche
  • GLOBAL POWERS OF RETAIL – Was wir von den internationalen Kollegen lernen können
  • CONSUMER IOT – Welche neuen Potenziale bietet das Internet der Dinge dem Handel?

Wer also am 15. und 16. November Lust auf spannende Themen und exzellente Speaker hat, kann sich noch Tickets sichern.

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Hausaufgaben werden digital: Schulfactory

Hausaufgaben (adapted) (Image by StockSnap [CC0 Public Domain] via Pixabay)

Noch immer ist die Schule eine Papierwüste, die Digitalisierung schreitet sehr zögerlich voran. Aus verschiedensten Faktoren: Angst vor weniger Lernerfolgen durch Ablenkungen, mangelhaft geschulte Lehrer, Eltern, die lieber auf konventionelle Lernmethoden setzen wollen. Das Startup Schulfactory möchte diese Probleme angehen – mit einer Web-Anwendung, die alle Probleme adressiert und Hausaufgaben komplett digitalisiert.

Vorteile für Lehrer, Schüler und Eltern

Die Firma Schulfactory aus Köln wurde von Lena Spak und Annie Doerfle gegründet. Beide Frauen sind Mütter von zweijährigen Kindern. Die Idee zum Startup kam ihnen, als sie sich mit befreundeten Pädagogen über die schleppende Digitalisierung an Schulen unterhielten. Für die beiden war klar: Die eigenen Kinder sollen anders lernen und das Internet und Computer nicht nur in der Freizeit kennen lernen. Deswegen wurde dieses Jahr die Schulfactory gegründet, die aus den Büroräumen des Startplatzes Köln fungiert.

GründerSchulfactory
Die Gründerinnen von Schulfactory: Annie Doerfle und Lena Spak.

Die Gründerinnen bezeichnen ihr Startup mit den drei Hashtags #EdTech, #SchuleDerZukunft und #neuesLernen. Damit werden die Ziele des zweiköpfigen Teams schnell klar: Es geht um eine Neuorientierung der Lerntechniken, wie sie im deutschen Raum angewendet werden. Dafür werden Stift und Papier – dem derzeitigen Lernmedium Nummer 1 – eher in den Hintergrund treten. Ein vollständiger Ersatz des niedergeschriebenen Wortes ist mit Schulfacotry nicht geplant. Vielmehr ist die Plattform ein Weg, die digitale Kompetenz der Schüler zu verbessern.Konkret gibt es drei Zielgruppen, die Spack und Doerfle ansprechen wollen: Lehrer, Schüler und Eltern. Für jede Gruppe gibt es besondere Features, die die Schulfactory im Vergleich zu alternativer Software qualifizieren.

Lehrer beispielsweise benötigen laut den Gründerinnen keine ewig lange Schulung, um das Programm zu verstehen. Es bietet sich die Möglichkeit, auf einfach zu verstehende Templates zurückzugreifen. Davon soll es mehrere Dutzend geben. Präsentiert wurde etwa ein stilisierter menschlicher Körper, der für Lehrer als Vorlage zur Verfügung stellt. Es muss von der Lehrkraft festgelegt werden, welche Organe von Schülern erkennen sollen. Das klappt zum Start laut den Gründerinnen so gut, dass selbst ungeschulte Lehrer über Sechzig mdas System verstehen. Die Pädagogen haben des weiteren Zugriff auf sehr detaillierte Statistiken: So bekommt der Lehrer Informationen darüber, wie lange einzelne Schüler für welche Aufgaben benötigt. Dadurch können die Pädagogen nicht nur erkennen, bei welchen Punkten Nachholbedarf für den Einzelnen oder die ganze Gruppe besteht. Auch die Eins-zu-eins-Betreuung wird einfacher, da ein direktes Monitoring möglich ist.

Vielfältige Aufgabentypen machen die Lernkontrolle multimedial: Die Schüler dürfen über verschiedene Medientypen Antworten auf die gestellten Fragen finden. Geplant sind etwa normale Texte, aber auch Podcasts und Videoantworten. Dafür können sich die Schüler ihr eigenes Lerntempo auswählen: Zwar gibt es Module, die von den Schülern unter Zeitdruck zu beantworten sind. Zum Großteil ist die Nachbereitung zuhause aber mit dem eigenen Tempo machbar. Die Einbindung von multimedialen Lerninhalten in Form von Videos, Audiodateien und Quizzes ermöglicht ein besseres Lernen als ein reines Bücher-Pauken. Schüler dürfen selbstbestimmt festlegen, in welchem Medium die Frage beantwortet wird. Durch die Schulfactory soll auch persönlicheres Lernen möglich sein. Lehrer können spezielle Aufgaben für Überflieger oder eher langsamere Schüler stellen, um sie auf dem richtigen Level abzuholen und so viel Stoff zu vermitteln wie möglich.

Eltern sind in den Unterricht eingebunden

Neben der direkten Kommunikation zwischen Lehrern und Schülern haben auch Eltern die Möglichkeit, sich direkt in die Geschehnisse rund um die Schule einzuklinken. Sie können – mit Einverständnis der Lehrer – Ergebnisse einzusehen und direkt Maßnahmen zu ergreifen. Sei es ein Verdonnern zu mehr Lernerei, ein kollaboratives Lernen mit dem Kind oder auch der einfache Hinweis, dass mehr für das jeweilige Fach getan werden muss. Sollten Probleme die Überhand nehmen, sind Lehrer in der Lage, direkt mit den Eltern zu kommunizieren und so Schwierigkeiten an der Wurzel auszumerzen. Schulfactory will also sozusagen den Elternsprechtag völlig ersetzen, was Lehrer zusätzlich stressen könnte. Die beiden Gründerinnen sind sich aber sicher, dass dies die bessere Lösung sei: „In unserem Umkreis fühlen sich Lehrer viel wohler damit, direktes Feedback geben zu können.

Finanzierung nicht durch Schulen

Bis die Schulfactory in seiner finalen Form live geht, wird es noch ein wenig dauern. Die beiden Gründerinnen müssen den funktionierenden Prototypen noch ein besseres Design spendieren. Dann geht es auf Kundensuche. Und die gibt es laut Spak und Doerfle zuhauf: Viele Schulen seien nicht auf dem aktuellen Stand und haben einiges an Nachholbedarf. Lehrer, Schüler und Eltern können sich dennoch jetzt schon an der Entwicklung beteiligen und in einer Umfrage angeben, welche Funktionen den Weg in die fertige Software finden sollen.

Ein solches Projekt kostet natürlich Geld. Infrastruktur muss gestellt werden und die Templates entstehen auch nicht von jetzt auf gleich. Trotzdem möchte die Schulfactory keinen Cent von den Schulen bekommen, die die Software einsetzen wollen. Tatsächlich möchte sich das Startup später durch die Eltern refinanzieren: Es gebe durchaus eine Bereitschaft, für das Monitoring des eigenen Kindes Geld zu bezahlen. Bis zu zehn Euro sollen Eltern pro Monat für eine genaue Lernübersicht und die Kommunikationsmöglichkeiten mit Lehrern zahlen – dieses Konzept kann sich jedoch in Zukunft noch ändern.

Ist digitales Lernen überhaupt sinnvoll?

Stift und Papier sind noch lange nicht aus der Schule verbannt. Das liegt nicht nur an den Lehrern, die diese Lernmethoden am besten finden und vielleicht auch gar nicht mit Computern umgehen können. Auch Studien attestieren digitalen Lernplattformen nicht nur Vorteile. Eines der größten Negativpunkte ist der Faktor Ablenkung: Nutzt ein Schüler eine Lernapp, sind YouTube, Instagram und Co. nur zwei Tastendrücke entfernt. Ein aktives Lernen ohne Prokrastination ist laut Kritikern nicht möglich. Studien belegen außerdem, dass das Schreiben mit der Hand die Erinnerung an das jeweils niedergeschriebene besser hält, als wenn die Tastatur als Eingabemethode gewählt wird. Schließlich setzt sich der Schreibende länger mit den Wörtern auseinander und kann nicht einfach falsche Wörter korrigieren, sondern denkt im Zweifelsfall auch länger über die eingesetzten Satzbausteine nach.

Auf der anderen Seite stehen die Meinungen der aktuell Lehrenden. Eine Bertelsmann-Studie befragte Lehrer und Schulleiter nach ihrer Meinung. Ergebnis: Etwa 70 Prozent befürworten digitale Medien und Lerninhalte in der Schule, allerdings bringen erst rund zehn Prozent der Befragten solche Inhalten im Schulalltag herüber. 23 Prozent der Interviewpartner sind der Meinung, dass digitales Lernen die Leistungen der Schüler verbessert.

Bis zur völligen Digitalisierung der Schulen sind sowieso noch einige Hürden zu überwinden. Die IT vieler Bildungsstätten erinnert häufig an Computermuseen, ein schnelles Internet und flächendeckendes WLAN für alle Schüler ist eher die Ausnahme. Auch Jöran Muuß-Merholz, Experte für digitale Medien im Bildungsbereich, attestiert uns im Interview Defizite: „Wenn wir Schulen jetzt ans Netz bringen, haben sie teilweise 50 Mbit pro Sekunde. Gehen alle Schüler gleichzeitig ins Netz, verursacht das aber irren Traffic. Ein Befund ist, dass Schulen ihr Internet als gar nicht so schlecht empfinden.

Es gibt aber Hoffnung für den Nachwuchs. Es fließen Millionen an Fördergeldern, um Deutschlands Jugend nicht zum „Analognomaden“ zu erziehen. Und Lernplattformen wie die Schulfactory können in Zukunft helfen, Lehrer noch einmal zum Lernen zu bringen und einen Sinneswandel in der deutschen Bildung hervor zu rufen.


Image (adapted) „Hausaufgaben“ by StockSnap [CC0 Public Domain]


 

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Willkommen im Coworking Space der Zukunft: Zu Besuch im Epicenter Stockholm

Epicenter (Image by Epicenter)

„Willkommen im Epicenter, dem Büro der Zukunft!“ Mit einem breiten Lachen begrüßt Patrick Mesterton neue Besucher in Schwedens angesagtestem Coworking Space mitten in Stockholm. Man merkt, dass er eigentlich noch hinzufügen möchte: „Willkommen im besten Coworking Space der Welt!“ Als einer der drei Gründer des Epicenters ist Patrick Mesterton sichtlich stolz auf das, was er und seine Mitstreiter in zwei Jahren auf die Beine gestellt haben.

Transformation, Erneuerung, Zukunft

Schwedens erstes „Digital House of Innovation“ nennen sie ihren Coworking-Space. Tatsächlich verwandelten die Gründer, inspiriert vom Silicon Valley, in kürzester Zeit ein marodes Bankgebäude in einem ehemaligen Rotlichtviertel in einen modernen Hub für Startups, führende Tech-Firmen sowie Freelancer und digitale Nomaden aus aller Welt. Transformation, Erneuerung und Zukunft sind die Grundpfeiler der Epicenter-Philosophie und sollen so dazu beitragen, dass Schweden zur „Kreativhauptstadt der Welt“ wird.

Innenhof (Image by Marinela Potor)
Innenhof des Epicenters (Credit by Marinela Potor)

„Als wir das Epicenter im Januar 2015 eröffnet haben, waren wir innerhalb von zwei Wochen komplett ausgebucht“, erzählt Patrick Mesterton beim Netzpiloten-Besuch vor Ort. Und das will schon etwas heißen. Immerhin erstreckt sich das Epicenter auf rund 30.000 Quadratmeter und bietet Büroräume auf einer Fläche von 12.000 Quadratmeter. Aktuell hat das Epicenter mehr als 3.000 Mitglieder. Denn Miete zahlt hier keiner, die Räume werden über Mitgliedschaftsraten verrechnet. Es gibt von offenen Lounges bis zu 3.000 Quadratmeter großen Privatbüros viele verschiedene Arbeitsmöglichkeiten. Im Prinzip ist dabei jeder, der hier von seinem Laptop aus arbeiten möchte, willkommen.

Nun ja, fast jeder. Denn für Unternehmen ist es mittlerweile schwierig geworden, im heiß umschwärmten Epicenter noch Büroräume zu bekommen. Das liegt auch ein wenig daran, dass es für Unternehmen einfach als „cool“ gilt, hier ein Büro zu haben – und als Wettbewerbsvorteil beim heißen Kampf um die klügsten Köpfe gesehen wird. So müssen Mitglieder sich tatsächlich bewerben – und vom Epicenter angenommen werden.

„So wollen wir sicherstellen, dass wir wirklich nur den besten Mix aus Startups und etablierten Konzernen unter einem Dach haben. Denn es bringt ja nichts, wenn du nur Gründer in einem Coworking Space hast, die zwar tolle Ideen haben, aber sich finanziell nicht helfen können. Oder nur große Konzerne, denen die frischen Ideen ausgehen“, erklärt Patrick Mesterton den Bewerbungsprozess.

Das Rezept scheint aufzugehen, im Epicenter sitzen Unternehmen wie Spotify, Google und Microsoft, aber auch junge Startups wie das Smart-Lock-Unternehmen Glue oder Zoundio, eine Gitarrenapp, die auf künstlicher Intelligenz basiert, oder auch Splay, Schwedens größtes YouTube-Netzwerk.

Motto (Image by Marinela Potor)
Motto (Credit by Marinela Potor)

Innovation an jeder Ecke

Doch es sind nicht nur die Unternehmen, die für das kreative Ambiente sorgen. Es ist auch die Aufmachung des Coworking Spaces, die an jeder Ecke beinahe aufdringlich „Innovation“ schreit. Der 24-Stunden-Zugang zum Space oder die schicken Tablets, die als Türschilder dienen, sind dabei noch das Langweiligste, was man hier sieht.

So steht im großen Innenhof des Epicenters eine von Samsung entwickelte ADHS-Box, in der Coworker selbst erleben können, wie Menschen mit Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung die Welt erleben. „Eine Störung, die übrigens sehr viele Gründer haben“, sagt Patrick Mesterton und meint das ganz ernst. Dann gibt es auch noch Telepräsenz-Roboter, mit denen Anrufe entgegengenommen werden können und ein robotischer Automat verkauft Smoothies auf Bestellung.

Seit Kurzem können Nutzer mit unter der Haut implantierten RFID-Chips Türen öffnen und Getränkeautomaten bedienen.

Biochip (Image by Marinela Potor)
Patrick Mesterton ordert ein Getränk per Chipimplantat: Credit by Marinela Potor

Menschen, die zu Cyborgs werden? Im Epicenter liegt das, was viele als Biohacker-Spinnerei abtun, voll im Trend. So kommen viele Epicenter-Mitglieder begeistert zu den regelmäßigen „Chip n‘ Beer After Work“ Sessisons.

Gesunde Körpern und rege Geister

Es ist aber nicht nur die Technologie, die für neue Ideen bei den Coworkern sorgen soll. Das Epicenter scheint eine ausgeprägte „mens sana in corpore sano“ Mentalität zu haben. Tatsächlich sehen alle Coworker hier erstaunlich fit und gesund aus. Das mag eben auch an den vielfältigen Gesundheits-, Fitness- und Sportangeboten liegen.

Es gibt Yoga-Klassen, Massageexperten, ein Fitnessstudio und das – selbstredend gesundheitsbewusste – Restaurant im Coworking-Space wird von Jens Dolk geleitet, einem der bekanntesten kulinarischen Experten des Landes, der sich aktuell stark gegen die Verschwendung von Essen einsetzt.

Die Epicenter-Gründer sind mit jeder Erneuerung stets bemüht, dem futuristischen Ansatz ihres Coworking Spaces treu zu bleiben. So wird gerade in der „Orangerie“ ein weiteres Restaurant gebaut, zu dem auch Nicht-Mitglieder Zutritt bekommen sollen.

Dahinter steckt aber mehr als lediglich eine neue Einnahmequelle, erklärt Mesterton. „Diese Gäste können unseren Coworkern und Unternehmen sozusagen als Quelle für Konsumerforschung nutzen.“ Marketingforschung an lebenden Laborratten sozusagen. Wer sich Chipimplantate unter die Haut stechen lässt und Biohacker-Frühstücke schmeißt, findet das natürlich gar nicht seltsam.

Der Erfolg spricht fürs Epicenter. Bereits im kommenden Jahr möchten die Gründer expandieren. Im September 2018 soll das nächste Epicenter in Helsinki eröffnet werden.


Image „Epicenter“ by Epicenter


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Die Netzpiloten sind Partner der StartupCon 2017

Partnergrafik_StarUpCon

Lust bei der StartupCon 2017 dabei zu sein? Dann gewinnt bei uns 3×1 Ticket oder sichert euch hier 30% Rabatt aufs Ticket! Teilnahmebedingungen


Das Mekka für Startups und Innovatoren: Die StartupCon 2017 gilt als Deutschlands große Gründerkonferenz und findet dieses Jahr in Köln statt. Hier treffen Investoren, Entscheider aus der Industrie und Meinungsbilder aus Medien und Presse aufeinander, um Gründern Wissen, Kontakte und den Geist des Entrepreneurship zu vermittelt.

Denn Startups haben großen Einfluss auf die Politik und Wirtschaft, im nationalen sowie internationalen Fokus. Damit Europa seine Rolle als Vorreiter behalten und weiter ausbauen kann, braucht es junge Unternehmern mit kreativen Ideen und guten Kontakten. Daraus entstand die Idee 2014 die StartupCon zu gründen.

Ziel der StartupCon ist es somit in der Startup-Szene zu vernetzen und neue Kooperationen zu bilden, sowie Synergien aus alteingesessenen Unternehmen und frischen, jungen Startups zu fördern.

Somit ist die StartupCon ultimativer Hotspot, um Kontakte zu knüpfen und in Dialog zu treten – egal ob als Aussteller, Besucher oder Interessierter. Es wird dieses Jahr 200 Speaker geben, wie z.B. den Founder von Lakestart, Klaus Hommels, und den Entrepreneur Cyriac Roeding. Zudem werden rund 5000 Besucher erwartet. Und ihr könnt auch dabei sein!

Wann & wo? 

Am 11.10.2017 in der LANXESS Arena in Köln.

Und hier gibt es noch Bilder vom letzten Jahr, Broschüren und weiter Informationen für euch.

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Die Netzpiloten sind Partner der IdeaLab! 2017

Partnergrafik_IdeaLab

Dieses Jahr findet zum 17. Mal die IdeaLab!-WHU Founders‘ Conference statt: Ein Team aus elf Studenten der WHU- Otto Beisheim School of Management läd euch am 6. und 7. Oktober zu einer von Europas führenden Startup- und Entrepreneurshipkonferenzen ein. Das Ganze findet am Campus in Vallendar statt.

Dabei ist das IdeaLab! nicht nur eine von Europas bekanntesten Startupkonferenzen – sie ist auch einer der exklusivsten! Denn es werden nur 450 Teilnehmer angenommen, die sich im Voraus mit ihrem Lebenslauf bewerben müssen. So schafft das IdeaLab! eine persönliche und einzigartige Atmosphäre, in der jeder durch tiefgründige Gespräche und Bekanntschaften einen Mehrwert bekommen und bieten kann.

Die Konferenz ist bekannt für den Erfahrungsaustausch zwischen Studenten, Gründern und Investoren und macht diesen in einer lockeren Campusatmosphäre möglich. Hochkarätige Workshops ermöglichen eine Plattform für interessante und stimulierende Diskussionen und Reden. Außerdem werden neue Trends und Entwicklungen in der Gründerszene ausgetauscht.

Ein gutes Beispiel ist das bekannte Startup DailyDeal: Bei IdeaLab! konnten sie sich ihre erste Finanzierungsrunde sichern und wurden später von über 100 Millionen Dollar von Google übernommen.

Das Programm beinhaltet neben bekannten Speakern auch ein Pitch Battle, bei dem die acht besten Startups gegeneinander antreten dürfen. Den Sieger erwartet 10 0000 Euro Gewinn. Auch dieses Jahr sind bekannte Speaker dabei, wie z.B. Florian Leibert, CEO & Gründer von Mesophere, und Oliver Samwer, CEO und Gründer von Rocket Internet.

Auch Gründerszene findet IdeaLab! ist „Europe’s best known startup conference.“ Und ihr könnt auch dabei sein! Bewirbt euch hier.

Für einen noch besseren Eindruck, könnt ihr euch hier das Aftermovie von letztem Jahr ansehen.

 

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Artnight: Das Startup, das Großstädter zum Malen bringt

Aimie_und_David_nah (adapted) (Image by Artnight)

379 Minuten. So viel Zeit verbringen Deutsche im Schnitt pro Tag vor ihren Bildschirmen. Von Fernseher bis Smartphone, von den beruflichen E-Mails bis zum privaten WhatsApp-Chat: Ein großer Teil unseres Lebens spielt sich um einen kleinen eckigen Kasten ab. Da ist es vielleicht nicht verwunderlich, dass sich Menschen nach mehr Offline-Zeit sehnen, in der sie anderen im echten, physischen Leben begegnen, IRL sozusagen. Offline ist das neue Online. Pfiffige Unternehmen greifen diesen Wunsch auf – und bilden darum ein Geschäftsmodell.

Malen und trinken: Das neue Erfolgsmodell

Eins dieser Unternehmen heißt Artnight, kommt aus Berlin und wurde von Aimie-Sarah Henze und David Neisinger 2016 gegründet. Die beiden Gründer bringen Künstler und malwillige Großstädter in Bars und Restaurants zusammen. Den Abend gemeinsam ausklingen lassen, etwas Künstlerisches selbst schaffen und dabei andere Menschen kennen lernen sind die drei Grundpfeiler von Artnight. Ein Konzept, das ursprünglich aus den USA kommt und dort unter Namen wie „uptown art“, „painting party“ oder „paint & cocktails“ rasch zum Erfolgsschlager wurde. Das Trink-und-Mal-Prinzip ist zum wahren Boom-Business geworden. Das Start-up „Paint Night“ ist sogar auf dem zweiten Platz der Inc. 5000 Liste der am schnellsten wachsenden privaten Unternehmen in den USA.

Artnight ist nun der Versuch, das Modell in Europa einzuführen. Dabei stand allerdings nicht allein die Geschäftsidee im Vordergrund, sondern auch das Liebesleben von Mitgründer David Neisinger. „David ist wirklich sehr romantisch und denkt sich immer etwas Besonderes für seine Dates aus. So ist er auf die Malevents gestoßen und wir fanden die Idee dann so gut, dass wir daraus ein Unternehmen gemacht haben“, erzählt Aimie-Sarah Henze im Gespräch mit den Netzpiloten. Ganz so einfach war die Umsetzung dann aber doch nicht. Denn während die Amerikaner hauptsächlich zusammenkommen, um (viel) zu trinken und sich von einem Entertainer unterhalten zu lassen, haben deutsche Artnight-Besucher einen künstlerischen Anspruch. „Wir haben es am Anfang auch mit einem Unterhalter probiert. Doch wenn es dann hieß, ‚jetzt halten wir alle zusammen den Pinsel in die Höhe‘, fanden das die meisten das sehr merkwürdig“, erinnert sich Henze.

Events sind für Künstler Gold wert

Also wurde umgestellt: Die Events finden immer noch in Bars und Restaurants statt und getrunken wird auch, allerdings steht die Kunst im Vordergrund. Dafür hat Artnight aktuell 47 Künstler rekrutiert und stellt den Teilnehmern hochwertige Materialien zur Verfügung. Der Rest passiert dann von allein, der Spaß entsteht automatisch durch das Zusammensein und das Malen.„Es ist sehr erfüllend zu sehen, wie viel Spaß die Teilnehmer haben und welch schöne Momente durch das gemeinsame Malen entstehen“, sagt Verena Bonath, eine der Künstlerinnen, die seit den Anfängen von Artnight mit dabei ist.

Die Studentin an der Universität der Künste Berlin hatte sich gleich beworben, als sie von Artnight hörte. Denn die Künstler durchlaufen einen Bewerbungsprozess, um die Qualität der Kunstwerke für die Teilnehmer zu garantieren, aber auch, um sicherzugehen, dass sie zum Konzept passen. Genau deswegen wurden schon einige Bewerber abgelehnt: „Uns geht es natürlich auch darum, den Teilnehmern eine tolle Erfahrung zu bieten und die Künstler müssen schon sehr extrovertiert und kommunikativ sein“, sagt Aimie-Sarah Henze. So erhalten die Künstler nach jeder Artnight Feedback von den Teilnehmern. Wer besonders gut ankommt, steigt auf der Artnight-Skala auf und kann entsprechend mehr verdienen. Ein Künstler kann so 300 Euro oder sogar mehr pro Abend verdienen.

Für Studenten wie Verena Bonath ist dies natürlich ein willkommener Nebeneffekt. Anstatt einen Nebenjob in einer Bar zu haben, wie viele ihrer Kommilitonnen, arbeitet sie künstlerisch und kann viele wichtige Kontakte knüpfen. „Ich habe durch die Teilnehmer auf den Artnights einige neue Aufträge bekommen“, erzählt sie. „Für Künstler sind solche Events natürlich Gold wert, da andere Menschen uns und unsere Arbeit in Natura kennen lernen können.“ Die Netzwerke, die sie auf den Artnight-Veranstaltungen knüpfen kann, sind für Bonath viel hilfreicher als die eigenen Bilder im Internet hochzuladen, sei es auf Kunstplattformen oder Instagram.

Als Erwachsene das Malen wieder lernen

Doch nicht nur die Künstler profitieren von den Malevents, auch die Teilnehmer kehren immer wieder. Pro Woche veranstaltet das Berliner Startup etwa 15 Artnights in 25 verschiedenen deutschen Großstädten. Pro Artnight sind im Schnitt 20 Teilnehmer dabei.

Das Konzept ist offensichtlich so erfolgreich, dass Artnight demnächst nach Österreich expandieren wird. Weitere europäische Städte sollen folgen. Das Erfolgsrezept ist sicherlich nicht nur das Malen, sondern das zwanglose Zusammenkommen mit anderen Menschen. „Wenn die Teilnehmer gemeinsam malen, haben sie natürlich auch direkt ein Gesprächsthema. So können sie sich schnell kennenlernen und neue Kontakte knüpfen.“ Einige Romanzen sollen auch schon daraus entstanden sein. Die Teilnehmer sind überwiegend weiblich und die meisten sind im Alter zwischen 30 und 40 Jahren, was auch sicherlich etwas mit dem Eintrittspreis von rund 35 Euro pro Person zu tun hat. Es kommen aber auch Familien mit Kindern, ältere Paare und jüngere Malbegeisterte zu den Events. Mittlerweile scheint sich die Artnight auch unter Single-Männern herumgesprochen zu haben.

Rund zwei Stunden dauert eine Artnight und am Ende nehmen die Teilnehmer ein eigenes Bild mit nach Hause. Dabei ist es wichtig, dass sich die Künstler gute Konzepte überlegen und den Teilnehmern mit einigen Tricks dabei helfen, Kunstwerke wie zum Beispiel im Stil von Frida Kahlo zu kopieren. Auch wenn viele anfangs Angst haben, etwas falsch zu machen, trauen sich die meisten dann doch an die Palette und die Leinwand heran. „Das ist schon interessant, wie wir als Kinder so viel malen und dies dann nach unserer Kindheit komplett aufgeben“, sagt Verena Bonath. Sie ermutigt ihre Teilnehmer daher immer wieder, es einfach auszuprobieren. Die meisten entdecken dabei, wie viel Spaß es ihnen macht, abseits von Bildschirmen und virtuellen Welten, auch mit ihren Händen und greifbaren Materialien zu arbeiten. Am Ende steht meist ein großes Erfolgserlebnis für die Teilnehmer. Das ist natürlich auch fürs Geschäft wichtig. Schließlich kann ein solches Event nicht langfristig erfolgreich sein, wenn die Teilnehmer sich überfordert fühlen.

ArtNight_JGA_draußen (Image by Artnight)

Kritik: Kunst wird kommerzialisiert

Neben den Künstlern und den Artnight-Besuchern profitieren auch die lokalen Restaurants und Bars von dem Konzept. Denn die Artnights werden bewusst zu Zeiten geplant, in denen die Räumlichkeiten nur mäßig gefüllt sind. So können Restaurants und Bars auch an sonst eher langsamen Abenden gute Gewinne einfahren.

Gründer, Künstler, Teilnehmer und Bars – die Malevents scheinen tatsächlich ein Win-Win-Win-Win-Modell zu sein. Doch nicht alle stehen dem Konzept positiv gegenüber. Vor allem aus der Künstlerszene kommt harsche Kritik. Unternehmen wie Artnight machen aus der Kunst ein Geschäft, Künstler verkaufen sich, die Kunst wird kommerzialisiert – solche Vorwürfe hat Verena Bonath schon oft gehört. „Bei vielen Kollegen ist die Idee, dass man sich als Künstler so nahbar macht, eher verpönt. Dahinter steckt die Idee, dass wir uns eine gewisse Mystik bewahren müssen, damit wir geschätzt werden. Ich finde das ziemlich blöd. Wieso ist meine Kunst weniger wert oder schlechter, wenn ich anderen dabei helfe, sich mehr mit Kunst zu beschäftigen?“ Auch Aimie-Sarah Henze kann die Kritik nicht nachvollziehen. „Kunst ist etwas sehr Subjektives„, sagt sie dazu, „wir möchten uns gar kein Urteil erlauben, was Kunst ist und was nicht. Uns geht es in erster Linie darum, dass Erwachsene zusammenkommen, kreativ sind und am Ende etwas Schönes erlebt haben. Ob man das jetzt nun Kunst nennen möchte oder nicht, ist uns egal.“


Teaser (adapted) & Images by Artnight


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