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Archos Hello Connect: Alexa und Google Assistant in einer App für das ganze Smart Home

Archos Hello Connect

Der eigentlich für Smartphones bekannte französische Hersteller Archos möchte einen Fuß in die Tür des Smart Home kriegen. Dazu macht er nicht nur den Echo-Lautsprechern von Amazon Konkurrenz. Auch eine Alternative zu Google Home will Archos etablieren. Dazu bringt das Unternehmen die App Archos Hello Connect für Android-Smartphones sowie für den smarten Lautsprecher Archos Hello.

Die App bietet Zugriff auf die beiden Sprachassistenten Amazon Alexa und Google Assistant. Mit ihr sollen Nutzer ab Ende Juli nicht nur einzelne Geräte steuern können, sondern auch vielfältige Vernetzungsszenarien erstellen und bedienen können. Das soll mit allen Geräten möglich sein, die sich über die Cloud-Plattform des Anbieters Tuya Smart vernetzen lassen.

Eine App als Universalfernbedienung für das Smart Home

Mithilfe von Archos Hello Connect sollen Nutzer smarte Geräte hinzufügen, einrichten und Befehle dafür erstellen können. Anhand derer lassen sich dann beispielsweise Lampen, Steckdosen, Heizungen, Klimaanlagen, Überwachungskameras und vieles mehr steuern – einfach per Sprachbefehl.

Archos will mit der App offenbar gleich mehrere aktuelle Anwendungsprobleme im Bereich des Smart Home lösen. Und zwar ist Alexa bisher erst auf wenigen Smartphones wie dem HTC U12+ integriert. Mit der App Archos Hello Connect werden viel mehr Nutzer Alexa auf ihrem Smartphone verwenden können. Außerdem ist es immer noch nicht selbstverständlich, Geräte verschiedener Hersteller gemeinsam miteinander nutzen zu können. Indem Archos mehrere Ökosysteme integriert, macht es die Bedienung deutlich einfacher.

Dafür, dass möglichst viele smarte Geräte unterstützt werden, sorgt die Plattform von Tuya Smart. Die hierzulande noch kaum bekannte Vernetzungsplattform schlägt ähnlich wie beispielsweise Conrad Connect eine Brücke zwischen den Geräten von mehr als 10.000 Herstellern. Die App Archos Hello Connect dockt an das System von Tuya Smart an.

Archos Hello Connect ab Ende Juli downloaden

Die App erscheint laut Archos ab Ende Juli für Android-Smartphones im Google Play Store. Gleichzeitig fällt der Startschuss für Smart-Home-Zubehör von Archos. So soll ab dem Zeitpunkt auch eine WLAN-fähige Glühbirne von der französischen Marke im Handel erscheinen. Ähnlich wie die Glühbirnen von beispielsweise Philips Hue ermöglicht die Archos Smart WiFi Bulb verschiedene Lichtstimmungen auf Knopfdruck bzw. per Sprachbefehl. Sie wird jedoch deutlich günstiger als die Produkte von Platzhirsch Signify sein und soll nur rund 20 Euro kosten.

Archos Smart WiFi Bulb
Neben einer Smart-Home-App bringt Archos Ende Juli auch eine smarte Glühbirne auf den Markt. Image by Archos

Die beiden smarten Lautsprecher aus der Reihe Archos Mate, die das Modell Archos Hello ergänzen, erscheinen hingegen erst später, voraussichtlich im Oktober.

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Archos Mate ab Oktober verfügbar: intelligente Sprachassistenten in zwei Größen

Archos Mates

Archos bringt ab Oktober zwei neue KI-fähige Sprachassistenten auf den Markt. Die Archos Mates kombinieren dabei Sprachassistent und Bild und sollen außerdem in zwei unterschiedlichen Zollgrößen verfügbar sein. Beide Modelle lassen sich dann vom Nutzer über Amazons Sprachdienst Alexa per Frage aktivieren und bieten dann Unterstützung bei täglichen Aufgaben. Ob Terminkalender, Wetterprognosen oder Kochrezepte – beiden Geräte vom Typ Archos Mate liefern beispielsweise auf Nachfrage alle erdenklichen Nachrichten und Informationen.

Archos Mate: HD-Displays und Hi-Fi Klang

Die neuen Archos Mates managen ebenfalls Video-Anrufe oder das smarte Zuhause, denn sie lassen sich einfach nutzen, um 
Beleuchtung und Überwachungskameras zu steuern oder Heizung und Klimaanlage zu regeln. Außerdem kann der smarte Assistent Musik Fotos oder Videos verwalten und abspielen, denn beide Geräte sind entsprechend mit HD-Displays und einem omnidirektionalen Sound-System für präzise Hi-Fi-Klangqualität ausgestattet. Das Pariser Design-Team von Archos hat die Archos Mates in einer ovalen und einer viereckigen Form konzipiert.

Im Inneren arbeitet bei beiden Mates ein Quad-Core Prozessor. Ferner verfügen die Archos-Assistenten über Bluetooth und Wifi-Konnektivität sowie ein fünf Megapixel auflösende Kamera. Zwei Mikrofonen für die Kommunikation mit Alexa sind ebenso obligatorisch. Die 5-Zoll-Version bietet einen 1.500 mAh großen Akku, während die 7-Zoll-Variante über 3.000 mAh Akkuleistung verfügt. Archos bringt seine neuen Mates im Oktober 2018 ab 129 Euro in den Handel. Sie liegen damit unterhalb der Preise für den Amazon Echo und den Google Home, sind aber teurer als Echo Dot und Google Home Mini. Tatsächlich konkurrieren die beiden Archos-Geräte auch eher mit Amazon Echo Show und Amazon Echo Spot.

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Sonnenenergie für Zuhause: Photovoltaik im Smart Home Trend

Deutschland will das Fossil-nukleare Energiezeitalter hinter sich lassen und strebt weiter Richtung nachhaltige Energiegewinnung. Dabei spielt die Stromerzeugung aus Sonnenenergie eine entscheidende Rolle. Aber genügen unsere Bemühungen in Sachen Photovoltaik im Jahr 2018 schon? Laut Fraunhofer Institut noch nicht ganz. Demnach erreicht Deutschland seine selbstgesteckten Ziele im Ausbau erneuerbarer Energien im Photovoltaik-Bereich nur zum Teil. Dennoch liefert Sonnenenergie hierzulande bereits 1,75 Gigawatt von den angestrebten 2,5 Gigawatt pro Jahr.

Photovoltaikmarkt auf Wachstumskurs

Forschungsinstitute und Hersteller arbeiten deshalb mit Hochdruck daran, den Wirkungsgrad von Solarzellen und Modulen weiter zu steigern und gleichzeitig Herstellungskosten zu senken. Jüngst hat etwa das Fraunhofer ISE seinen Weltrekord für multikristalline Siliziumzellen auf 22,3 Prozent verbessert und so kann Photovoltaik inzwischen mit sinkenden Kosten punkten und verzeichnet weltweit wieder starken Zuwachs. Vom Wachstum des Photovoltaikmarktes, immer besseren Solartechnologien und Speichermöglichkeiten, profitieren schließlich auch die Endverbraucher.

Private Solarstromerzeuger

So wundert es nicht, dass jedes Jahr tausende kleine Photovoltaik-Anlagen auf Wohnhäusern in Betrieb gehen. In Deutschland kommen laut Bundesverband Solarwirtschaft monatlich 5.000 neue Solaranlagen auf Hausdächern hinzu, so dass er hierzulande inzwischen schon rund eine Million private Solarstromerzeuger zählt. Solarstrom zu erzeugen und selbst zu nutzen ist momentan eine der kostengünstigsten Arten der Stromversorgung. Bei kleinen Photovoltaik-Anlagen betragen die Kosten pro Kilowattstunde etwa neun bis 13 Cent – beim Stromversorger zahlen Kunden rund das Doppelte für dieselbe Leistung. Und mit einer eigenen Solaranlage lässt sich immerhin ein Viertel des Haushalt-Bedarfs decken.

Wem die Anschaffungskosten für eine eigene Solaranlage dennoch zu hoch sind, kann sich inzwischen eine Solaranlage mieten. Seit einigen Jahren bieten viele Energieversorger auch Solaranlagen zum Mieten oder Pachten an. Die Höhe der Solaranlagen-Miete hängt genau wie beim Kauf, von der Größe der Anlage ab. Für Ein- und Zweifamilienhäuser müssen Endkunden mit 50 bis 100 Euro pro Monat rechnen. Nach einer bestimmten Laufzeit können die gepachteten Anlagen dann meist kostenlos übernommen werden. Ein großer Vorteil bei dieser Variante: während der Pachtzeit kümmert sich der Vermieter um Wartung und eventuelle Reparaturen. Den so erzeugten Solarstrom können die Kunden natürlich ebenfalls für sich selbst nutzen oder ihn ins Netz einspeisen. Bei unabhängigen Vergleichsportalen können sich Verbraucher über das passende Miet-Angebot für die eigene Solaranlage informieren.

Netzeinspeisung oder Eigenbedarf? Beides!

Dank sinkender Anschaffungspreise lohnt also die Investition in eine Photovoltaik-Anlage inzwischen mehr denn je. Doch wohin mit dem zu viel sauber erzeugten Solarstrom? Strom, den der Erzeuger nicht selbst nutzt, kann er ins Stromnetz speisen und erhält eine Vergütung. Doch diese Einspeisevergütung sinkt seit Jahren und vor allem der Eigenverbrauch des Solarstroms rückt in den Fokus.

Der Trend geht in Richtung Stromspeicher für Photovoltaik-Anlagen seit auch die Anschaffungspreise für Batteriespeicher fallen. Ein eigener Energiespeicher macht Hausbesitzer zeitweise unabhängig vom Stromnetz und der Anteil an selbstverbrauchtem Strom kann auf ganze 60 Prozent steigen.

Kein Wunder, dass laut Bundesverband Solarwirtschaft deutsche Haushalte und Unternehmen allein im vergangenen Jahr mehr als 30.000 neue Solarstromspeicher installiert haben. Damit hat sich das Marktvolumen in den letzten drei Jahren verdreifacht und Solarstrom-Speicher sind inzwischen ab 3.000 Euro zu haben. Darüber hinaus können Verbraucher auch für Solarstromspeicher eine entsprechende Förderung erhalten.

Sonnige Aussicht: Smart Home begünstigt Solaranlagen

Ein weiterer spannender Trend beim Eigenverbrauch entwickelt sich außerdem im Bereich Smart Home. Hier gibt es eine Reihe von Geräten, mit denen sich Stromfluss und Energieverbrauch optimieren lassen, so dass die Umweltbelastung sinkt und die Stromersparnis weiter steigt. Auch dezentrale Energiespeicher und Smart Grids sind im Smart Home eindeutig auf dem Vormarsch und begünstigen Besitzer einer Solaranlage.

Wenn Sie mit dem Gedanken spielen, sich eine Solaranlage zuzulegen, gilt es vorher die wichtigsten Voraussetzungen zu prüfen. Dazu gehören die benötigte Fläche zur Installation am Haus, der eigene Stromverbrauch, nach dem sich die Größe der Anlage richten sollte und gegebenenfalls die Finanzierung der Anlage. Nach der Montage müssen Betreiber die Photovoltaik-Anlage im Register der Bundesnetzagentur eintragen lassen, sobald sie ans Stromnetz geschlossen ist.

Über die Trends 2018 für Solarthermie-Anlagen, Photovoltaik-Anlagen, Batteriespeicher und zum Energiemanagement können sich Verbraucher zudem auf Messen wie der Intersolar Europe vom 20. bis 22. Juni 2018 in München informieren.

Dieser Artikel erschien in Zusammenarbeit mit der Beko Käuferportal GmbH.

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Sonos Beam: Soundbar schaltet mit Alexa den Fernseher an

Sonos Beam schwarz

Geht es nach Sonos, hat ein Fernbedienungschaos auf dem Wohnzimmertisch nichts mehr zu suchen. Nicht einmal eine Universalfernbedienung sollen TV-Zuschauer mehr brauchen. Denn der Lautsprecherhersteller hat einen neuen Soundbar angekündigt, der den Sprachdienst Amazon Alexa unterstützt. Statt einen Fernbedienungsbarren in die Hand zu nehmen, können Nutzer ihre Heimkinolandschaft also mit dem Zuruf „Alexa, schalte den Fernseher ein“ aktivieren. Neben dem 450 Euro teuren Soundbar kündigte Sonos zudem Software-Updates an, die ausgewählte erhältliche Lautsprecher um AirPlay 2 und Sprachbefehle von Apples Dienst Siri ergänzen. Ebenso wie Sonos Beam werden die neuen Funktionen Mitte Juli ausgeliefert.

Sonos Beam versteht Alexa-Befehle

Sonos ist nicht der erste, aber der populärste Hersteller eines Klangriegels, der sich mit Alexa steuern lässt. Der neue Soundbar namens Sonos Beam kommt wie andere Sonos-Lautsprecher ohne Fernbedienung aus und wird rein per App oder eben jetzt auch per Sprachbefehl gesteuert. Damit Alexa den TV ansteuern kann, muss er CEC-Funktionen unterstützen. Eine weitere Voraussetzung ist, dass ein HDMI-ARC-Slot am TV frei ist und der Sonos-Klangriegel damit verbunden wird. Dass Sonos HDMI verbaut, ist ein Novum, aber unumgänglich für diese Funktion. Mit einem optischen Kabel lässt sie sich nicht realisieren.

HDMI-ARC und CEC sind bei Flachbildfernsehern seit Jahren gängig, sodass es keine Kompatibilitätsprobleme geben sollte. Wie einfach oder komplex die Sprachbedienung jedoch ausfällt, wenn weitere Zuspieler, wie etwa ein Receiver für IPTV oder eine Spielekonsole eingebunden sind, muss die Praxis zeigen. Wer Sonos Beam weiterhin per Fernbedienung steuern will, kann das dennoch tun. Steuerfunktionen auf eine Universalfernbedienung, wie zum Beispiel von Logitech, zu legen, ist kein Problem.

Sonos Beam weiß Alexa Fernseher
Keine Fernbedienung nötig: Per Sprachbefehl mit Amazons Alexa schalten Nutzer den Fernseher und den Klangriegel Sonos Beam gleichzeitig an. Image by Sonos

Neben der Gerätesteuerung können Nutzer von Sonos Beam den Sprachdienst Alexa natürlich auch in anderen Fragen konsultieren. Wenn es nur um den Wissensschatz von Alexa an sich geht, können Nutzer alternativ jedoch auch einfach zum kleineren Lautsprecher Sonos One greifen.

Ausbaufähig zum Surround-System

Abgesehen von den smarten Funktionen soll Sonos Beam auch über einen hochwertigen Klang verfügen. Für ein besseres Hörverstehen von Dialogen hellt das Lautsprechersystem die Stimmen auf. Für eine ansprechende musikalische Klangwiedergabe sind diverse Woofer und Hochtöner verbaut. Wegen der gleichzeitig kompakten Bauweise wird Sonos Beam aber nicht so laut und breit aufspielen können wie das Sounddeck Playbase und der andere Soundbar im Sortiment, der Playbar. Im Vergleich dazu hat Sonos Beam eine geringere Anzahl an einzelnen Lautsprechern und soll für maximal mittelgroße Räume geeignet sein. Allerdings ist der neue Klangriegel auch 300 Euro günstiger als die beiden anderen TV-Systeme von Sonos.

Weil Sonos Beam aber, wie alle anderen Speaker des Herstellers, Teil eines Systems ist, können Nutzer den Klangriegel mit zwei Sonos One zu einem Surround-System erweitern und auf diese Weise für eine breitere Klangbühne sorgen. Ein separater Subwoofer lässt sich ebenfalls kabellos verbinden.

AirPlay 2 und Siri erleichtern Bedienung von Sonos One, Play 5 und Playbase

Neben neuer Hardware hat Sonos auch Software-Updates angekündigt, die Sonos-Nutzern mehr Steuermöglichkeiten eröffnen. Mit AirPlay 2 müssen Nutzer von Sonos-Lautsprechern nicht mehr frickelige Bastellösungen oder Adapter nutzen. Selbst der Umweg über die Sonos-App ist nicht mehr nötig. Wie bei einem Bluetooth-Lautsprecher können Nutzer in die Apple-Music-App auf dem iPhone oder iPad gehen und einfach einen kompatiblen Sonos-Lautsprecher aktivieren. Wie andere Sonos-Speaker auch, unterstützt Sonos Beam aber nicht nur Apple Music, sondern insgesamt rund 80 Musikdienste. AirPlay 2 wird auf Sonos Beam, Sonos One, der zweiten Generation von Sonos Play 5 und der Playbase laufen. Künftige Produkte werden AirPlay 2 ebenfalls unterstützen.

Darüber hinaus kann Sonos noch mehr Gebrauch von Siri machen. So können Nutzer während des Betriebs per Siri-Befehl einen Lautsprecher zu den bereits spielenden Lautsprechern hinzufügen. Dieses Feature soll im Juli per Update verfügbar sein.

Sonos AirPlay 2 iPhone Apple Music
Wenn im Juli ein Update mit AirPlay 2 erscheint, können Nutzer Apple Music direkt über einen Sonos-Lautsprecher abspielen, ohne zuvor in die Sonos-App gehen zu müssen. Image by Sonos

Weiter warten auf Google Assistant

Was digitale Assistenten angeht, zeigt sich Sonos außerordentlich sprachbegabt. Neben Alexa will der Anbieter auch Google Assistant integrieren. Eine entsprechende Ankündigung gab es bereits vor einem Dreiviertel Jahr, die den Start auf Anfang 2018 datierte. Bei der Vorstellung von Sonos Beam und den Software-Updates gab sich Sonos diesbezüglich allerdings einsilbig und sprach lediglich weiterhin von einer baldigen Verfügbarkeit.

Der neue Sonos-Klangriegel bei Amazon (Provisions-Link)


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5 Mythen zum Smart Home und warum sie nicht mehr stimmen

Conrad Connect Smart Home Mythen

Ob smarte Beleuchtung, vernetzte Lautsprecher oder intelligente Steckdosen und Schalter – langsam aber stetig begeistern sich immer mehr Menschen hierzulande für Smart-Home-Produkte. Rund 13 Prozent der Haushalte besitzen ein smartes Device und 87 Prozent sind damit so zufrieden, dass sie die Geräte regelmäßig nutzen, ergab jetzt eine Deloitte-Studie. Gleichzeitig schwindet bei anderen Verbrauchern die Skepsis erst allmählich. So zögern beispielsweise einige Interessierte mit dem Einstieg, weil sie eine zu komplizierte Installation und Bedienung fürchten oder sich nicht auf einen Standard festlegen wollen. Wir von den Netzpiloten glauben aber, dass diese Vorbehalte im Allgemeinen nicht mehr gerechtfertigt sind. Daher wollen wir mit gängigen Mythen zum Smart Home aufräumen.

Dies ist der fünfte und letzte Teil einer Serie, in der wir zusammen mit der Smart-Living-Plattform Conrad Connect erklären, wie sich das vernetzte Heim dank automatischer Abläufe viel einfacher bedienen lässt.

Mythos 1: Smart Home ist so aufwendig zu installieren, dass es sich nur für neue Hausbauprojekte lohnt

Es kann nicht zwar nicht schaden, bei einem Neubau das Thema Smart Home von Anfang an mitzudenken. Doch die Zeiten, als sich raffinierter technischer Komfort ausschließlich durch die Unterputz-Installation von hunderten Metern Kabelsträngen realisieren ließ, sind längst vorbei.

Smart-Home-Geräte einfach nachrüsten
Smart-Home-Funktionen gibt es nicht nur für Neubauten, sie lassen sich auch einfach nachrüsten. Image by Conrad Connect

Denn in praktisch allen denkbaren Technikkategorien versehen die Hersteller ihre Produkte heutzutage mit einer Steuerung per WLAN und Bluetooth. „Die Vielfalt an ausgereifter, funkfernsteuerbarer Technik, die den digitalen Alltag der Nutzer bereichert, ist inzwischen enorm. Dadurch lässt sich Smart-Home-Technik selbst in Mietimmobilien sehr einfach nachrüsten und ohne nennenswerte Spuren wieder entfernen“, erklärt Andreas Bös, Senior Director bei Conrad Connect, einer herstellerübergreifenden Vernetzungsplattform für smarte Technik.

Mythos 2: Smart Home ist kompliziert zu bedienen, weil die Produkte nicht harmonieren

Naturgemäß möchten Hersteller Kunden für ihre eigenen Produkte begeistern und nicht für die des Wettbewerbers. Daher kochten viele Anbieter lange Zeit ihr eigenes Süppchen. Dadurch blieb das Thema Smart Home selbst für viele Enthusiasten unattraktiv. Denn wer will sich schon auf einen Technikstandard festlegen, der womöglich bald keinen Anschluss mehr findet.

„Mittlerweile sind die generellen Zweifel an der Zukunftssicherheit von Smart-Home-Produkten unbegründet. Denn die meisten Technikhersteller haben eingesehen, dass das Thema Smart Home sich nur etablieren kann, wenn Software-Schnittstellen die Grenzen zwischen Geräte verschiedener Marken einreißen“, erläutert Andreas Bös von Conrad Connect. Vernetzungsplattformen wie Conrad Connect ermöglichen Anwendern, intelligente Geräte, Apps und Webdienste zu vernetzen. Dadurch harmonieren auch Lösungen von verschiedenen Herstellern reibungslos.

Mythos 3: Smart Home bringt mir nichts, weil ich mehr unterwegs als zuhause bin

Jedem fünften Befragten der oben genannten Deloitte-Studie fällt es schwer, den Mehrwert von Smart-Home-Lösungen zu erkennen. Das mag an einem landläufig sehr engen Verständnis des Begriffs liegen. Er legt nahe, dass sich mit smarter Technik nur das eigene Heim aufwerten lässt. Wer oft unterwegs ist oder viel Zeit draußen verbringt, findet dies vielleicht nicht überzeugend genug.

Smart Living und Smart Gardening mit Conrad Connect
Smart Home geht über die eigenen vier Wände hinaus – zum Beispiel in Form von Smart Gardening. Image by Conrad Connect

Doch über Vernetzungsplattformen verknüpfte, smarte Technik kann inzwischen in vielen weiteren Bereichen das Leben bereichern. So lassen sich Fitness-Tracker verschiedener Marken vernetzen, um sich mit Freunden sportlich zu messen. Intelligentes Rasenmähen und Bewässern des Gartens sind weitere Beispiele für die Vorteile der Vernetzung außerhalb der eigenen vier Wände. „Auf diese Weise können Verbraucher nicht nur ihr Heim, sondern zunehmend ihren gesamten Alltag mit intelligenten Lösungen aufwerten. Wir bei Conrad Connect sprechen daher auch von Smart Living statt von Smart Home“, betont Andreas Bös.

Mythos 4: Smart Home ist noch zu teuer 

Andreas Bös von Conrad Connect im Porträt
Weil Verbraucher Smart-Home-Geräte verschiedener Hersteller kombinieren können, können sie Geld sparen, erklärt Andreas Bös von Conrad Connect. Image by Conrad Connect

Wie zum Beginn vieler neuer Technologien positionierten sich auch Smart-Home-Produkte im Hochpreisbereich. Doch das Angebot und der Wettbewerb nehmen zu, sodass Nutzer auch immer mehr erschwingliche Lösungen finden. „Nutzer von Vernetzungsplattformen profitieren darüber hinaus von der größeren Flexibilität der Komponentenwahl. Denn weil sie nicht ausschließlich zu den Produkten aus dem Sortiment eines Herstellers greifen zu brauchen, können sie Preise vergleichen und sich eine Produktauswahl entsprechend ihres Budgets zusammenstellen“, betont Andreas Bös von Conrad Connect.

Abgesehen davon lässt sich inzwischen selbst ältere Technik, die noch ohne Internetverbindung das Werk verließ, durch vergleichsweise günstige, smarte Steckdosen in ein Smart-Home-Gerät verwandeln. Auf diese Weise können Nutzer die von den Großeltern geerbte Lampe nicht nur per App und Sprache bedienen, sondern auch in komplexe Automationsszenarien einbinden.

Mythos 5: App- und Sprachsteuerung ist zwar leicht, die Automatisierung aber kompliziert 

Geräte per Smartphone-App oder mit einer Anweisung an einen Sprachassistenten ein- und auszuschalten zu können, begeistert viele Nutzer. Doch der wahre Schritt ins Smart Home steht ihnen erst noch bevor. Denn wirklich schlau ist ein Heim schließlich erst, wenn es die Bedürfnisse der Bewohner ohne Zutun erkennt. Heimautomation heißt das Zauberwort. Mitunter erweckt dieses Thema den Eindruck einer Geheimwissenschaft, sei es, weil die Begriffe kompliziert klingen oder die Erstellung von Automationsprojekten schwierig erscheint.

Conrad Connect Dashboard
Mittlerweile lassen sich Geräte verschiedener Hersteller sehr gut miteinander in Einklang bringen. Das Dashboard der Plattform von Conrad Connect hilft dabei. Image by Conrad Connect

Doch bei der aktuellen Generation von Vernetzungsplattformen ist das nicht mehr der Fall. Dort können Nutzer mithilfe einer grafischen Oberfläche im Webbrowser Gerätefunktionen mit einfachen Drag-and-Drop-Mausgesten kombinieren – so wie sie es vom Computer kennen. „Wer eine Option aus einem Dropdown-Menü auswählen kann, für den ist auch Heimautomation ein Leichtes“, erklärt Andreas Bös von Conrad Connect. 

Das zeigt: So manche Ansicht zum Thema Smart Home entpuppt sich als Mythos. Mit smarten Lösungen das Leben leichter zu machen, ist einfacher als viele glauben. Lust darauf bekommen? Einfach ausprobieren!

Das war der letzte Teil unserer Smart-Living-Serie, die in Zusammenarbeit mit Conrad Connect entstanden ist. Hier die anderen Teile zum Nachlesen:

1: Smart Home per Sprache steuern: 5 Tipps wie Alexa und Google aufs Wort hören
2: Kleines Smart-Home-Lexikon: 15 wichtige Begriffe zur Heimautomation
3: Heimautomation für Einsteiger: So einfach geht intelligentes Wohnen
4: Smart-Home-Projekt im Eigenbau: 5 praktische Vernetzungsbeispiele für intelligentes Wohnen


Images by Conrad Connect; Halfpoint / stock.adobe.com

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HD-Gesichtserkennung an der Haustür: Videotürklingel Nest Hello ab sofort erhältlich

Nest-Hello_Klingel

Der Hersteller Nest Labs hat mit der Videotürklingel namens Nest Hello eine smarte HD-Kamera für die Haustür auf den europäischen Markt gebracht. Diese benachrichtigt Nutzer via Smartphone, wenn Besucher vor der Tür stehen. Die Kamera mit einem 2K-Bildsensor mit Seitenverhältnis 4:3, einem Erfassungswinkel von 160 Grad und HD-Videoqualität nimmt Besucher in ganzer Größe auf, wenn sie klingeln. HDR-Bildverarbeitung und ein Nachtsicht-Modus mit Infrarot-LED sollen dabei für detailreiche Bilder sogar im Dunkeln sorgen. Besuchern zeigt ein Lichtring außerdem, wo sich der Klingelknopf befindet.

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Die neue Nest Hello-Videotürklingel bietet ein HD-Kamera mit einem 2K-Bildsensor und Nachtlicht. Image byNest Labs

Mit der Klingel-App von überall antworten

Über die App-Funktion „Sprechen und zuhören in HD-Qualität“ können sich Anwender mit dem Gast unterhalten. Echo- und Rauschunterdrückung sollen dabei für einen entsprechend verständlichen Klang sorgen. Die Kommunikation mit dem Besucher ist aber auch vorher aufgezeichnete Kurzantworten möglich, die man aus der App an Besucher senden kann. Über die App lässt sich außerdem der Klingelton deaktivieren.

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Über die App mit Kurznachrichten antworten und so mit Besuchern kommunizieren. Image by Nest Labs

Always on: Videostreaming rund um die Uhr

Mit durchgehendem Videostreaming haben Nutzer den Eingangsbereich ihrer Haustür jederzeit über Smartphone, Tablet oder Fernsehgerät im Blick. Über die Nest App, den kostenlosen dreistündigen Verlauf und die Ein-Blick-Funktion lassen sich Momentaufnahmen der wichtigsten Ereignisse wieder auffinden. Nest Hello lässt sich zudem mit Google-Assistant-Lautsprechern wie Google Home kombinieren. Kein Wunder, schließlich ist der Hersteller mit Sitz in Palo Alto seit Februar 2018 Teil von Googles Hardware-Abteilung. Und wer Nest Aware abonniert, kann sogar personalisierte Warnungen erhalten und erfährt, ob ein Bekannter vor der Tür steht.

Preise und Verfügbarkeit der Nest Hello-Videotürklingel

Kunden, die ihre Nest Hello-Videotürklingel mit einem Nest Aware-Abo kombinieren, können zudem Videoaufnahmen rund um die Uhr in der Cloud speichern. Zusätzliche Funktionen wie etwa bei der Suche oder eben der Gesichtserkennung sind im Abo ebenfalls enthalten. Nest Hello ist für 279 Euro auf www.nest.com verfügbar. Ab Mitte Juni wird Nest Hello auch im Einzelhandel angeboten. Der Hersteller empfiehlt vor dem Kauf die Kompatibilität über sein Online-Widget zu prüfen.


Images by Nest Labs

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Philips Hue Sync im Test: Ambilight für den Computer ausprobiert

Philips Hue Sync

Smarte Lampen sind die simpelsten und gleichzeitig vielleicht am meisten unterschätzten Smart-Home-Gadgets. Denn sie sind einfach einzurichten und werten dank verschiedenfarbiger Lichtstimmungen die Wohnatmosphäre erheblich auf. In diesem Segment ist die Produktreihe Philips Hue vom Hersteller Signify (bis vor kurzem Philips Lighting) Platzhirsch. Kein anderes System vernetzter Beleuchtung bietet so ein breites Sortiment an Glühbirnen, Lichterketten, Komplettleuchten und Schaltzubehör für Innen und Außen. Die vergleichsweise sehr hohen Preise rechtfertigt Signify auch mit kontinuierlich weiterentwickelten Steuerungsprogrammen. Nach Apps für Mobilgeräte stellt Philips Hue mit Hue Sync ab sofort auch ein Programm für Windows- und Apple-Computer bereit. Dadurch können Anwender die Lichtfarben ihre Hue-Beleuchtung auf den Rhythmus von Musik, Videos und Spiele abstimmen. Ich konnte Hue Sync für macOS bereits vorab ausprobieren.

So funktioniert Hue Sync

Wer mit einem Philips-TV fernsieht, kennt das Prinzip bereits. Dort passen sich auf der Rückseite verbaute LED-Leisten der Lichtfarbe einer auf dem Display gezeigten Sendung an. Die Ambilight genannte Technik lässt das Geschehen im gewissen Sinne über den Rand des TV-Displays hinauswachsen. Hue Sync funktioniert ähnlich, nur eben auf Computern und im Zusammenspiel mit externen Wand-, Decken- und Stehleuchten von Philips Hue.

Philips Hue Sync iMac
Hue Sync ist eine kleine Software für Mac und Windows, die smarte Glühbirnen so steuert, dass sie sich dem Rhythmus von Musik und der Lichtstimmung von Filmen und Videospielen anpasst. Image by Signify

Dazu laden Anwender zunächst die Hue-Sync-Software auf ihren Windows- oder Mac-Rechner und installieren sie (zum Download von Hue Sync). Bevor sie sie einrichten können, müssen sie in der Smartphone- oder Tablet-App von Philips Hue einen „Entertainment-Bereich“ bestimmen. Das ist das Zimmer bzw. der Wohnbereich, in dem Hue-Leuchten auf die Inhalte eines Computers reagieren sollen. Dafür fragt die mobile Hue-App ab, wie die Leuchten um die Sitzposition herum positioniert sind. Anwender ziehen die Hue-Produkte mit dem Finger an den jeweiligen Standort und speichern ihn ab.

Anschließend wechseln Anwender zum Computer, auf dem Hue Sync installiert ist. In der Computersoftware selbst lässt sich der Entertainment-Bereich nicht definieren, sondern nur für die Zusammenarbeit auswählen. In der Bedienoberfläche von Hue Sync bestimmen Anwender dann, ob sie Musik, einen Film oder ein Computerspiel mit der Lichtfarbe abgleichen wollen und drücken den grünen Knopf „Synchronisierung starten“. Fertig.

Was man für Hue Sync braucht

Hue Sync funktioniert mit allen aktuellen Hue-Leuchten. Dabei können Anwender RGB-Glühbirnen genauso wie die Lichterketten Hue Lightstrip oder beispielsweise die mobile Lampe Hue Go über die Software steuern. Nur weiße Glühbirnen band Hue Sync in meinem Test nicht in das System ein.

Logischerweise müssen sich die Glühbirnen im gleichen WLAN befinden wie der Computer, auf dem Hue Sync diese anspricht. Denn nur dann gelangen die Steuersignale zu den smarten Glühbirnen, die auf den drahtlosen Kommunikationsstandard Zigbee setzen. Zudem müssen die Lampen angeschaltet sein. Selbst Stehlampen, die nicht per kabelgebundenem Schalter sondern nur per Software-Befehl vom Strom getrennt sind, kann Hue Sync nicht aus dem Standby wecken.

Hue Sync läuft unabhängig davon, ob Anwender es mit einem Windows- oder Mac-Rechner nutzen wollen. Auf Laptops funktioniert das Programm genauso wie auf Standrechnern. Zum Smartphone oder Tablet müssen Anwender nach der ersten Einrichtung nicht mehr greifen. Denn die Hue-App für iOS und Android, die seit kurzem in der stark überarbeiten Version 3.0 vorliegt, ist für den Betrieb nicht nötig.

Praxistest: Mit Apple TV läuft Hue Sync auch auf Fernsehern ohne Ambilight

Im Kurztest auf einem iMac von 2012 und einem MacBook Pro von 2015 überzeugte Hue Sync durch eine schnelle Einrichtung und einen praktisch reibungslosen Betrieb. Auf Playlisten von Apple Music, Video-Streaming bei Netflix im Chrome-Browser und zwei Videospielen (Duke Nukem Forever, Mindcraft) sprach die Software tadellos an. Nur bei schnellen Wechseln zwischen diesen Medienarten hakte die Software mehrfach, sodass ein Ein- und Ausschalten der Synchronisierung notwendig wurde. So viel, wie ich während meines Ausprobierens, werden Anwender im Alltag der Software wohl aber nicht abverlangen. Deshalb betrachte ich diese Hickups nicht als zwingend praxisrelevant.

Hue Sync ist zwar für Computer gedacht, doch mit einer Streaming-Lösung lässt sich das Geschehen vom Computer auch auf einen Fernseher spiegeln, der nicht von Philips stammt. In meinem Praxistest war es kein Problem, Bild und Ton eines MacBooks über einen Apple TV an einen Samsung-Fernseher durchzuschleifen. Weil dieser mit Sonos-Lautsprechern verbunden ist, konnte ich meine iTunes-Sammlung auf diese Weise nicht nur von farbigem Licht untermalen lassen, sondern auch in einer Qualität hören, die über die von Laptop- und Fernseherlautsprechern hinaus geht.

Die Wirkung der Lichtsteuerung war je nach Medium komplett unterschiedlich. Titel aus dem Genre Drum & Bass begleiteten die Hue-Birnen in meinem Wohnzimmer mit einem wilden und bunten Stroboskop-Gewitter. Hingegen während einer Mindcraft-Partie schimmerten die Wohnzimmerwände kontinuierlich in Pastellgrün. Bei den meisten Videos war die Wirkung unerwartet gering. Es brauchte schon einen extrem farbstichigen Film wie Matrix, um die Lichtstimmung aus dem Weiß-Spektrum heraus zu bewegen. Zwar lässt sich die Intensität innerhalb der Hue-Sync-Software in vier Schritten zwischen „subtil“ und „intensiv“ anpassen. Am grundsätzlichen Eindruck änderte das aber nichts.

Fazit: Hue Sync als stimmungsvolle Ergänzung fürs Smart Home

Mit Hue Sync erweitert Signify das Philips-Hue-Ökosystem um eine sinnvolle Komponente. Weil die Software für Computer designt ist, spricht sie in erster Linie Gamer an und Anwender, die Musik über ihren Computer steuern. Mit einer Box oder einem Adapter fürs Streaming lässt sich jedoch auch wunderbar ein Fernseher einbinden, sodass die Lösung auch ein viel breiteres Publikum anspricht. Im Test überzeugte die Software ohne nennenswerte Schwächen. Weil Hue Sync kostenlos nutzbar ist, können Anwender sie ohnehin risikofrei ausprobieren.

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Gigaset Smart Home: Aktionsbundles öffnen Tür zum intelligenten Wohnen

Gigaset Smart Home

Smart Home für Alle, dachte sich Gigaset, und bringt jetzt vier günstige Aktionsbundles für ein vernetztes Zuhause auf den Markt. Dabei wird Heimautomation ohnehin immer beliebter. Ob smarte Lautsprecher mit virtuellen Assistenten, intelligente Heizungssteuerung oder vernetzte Rauchwarnmelder. Die Verbreitung von Smart-Home-Produkten ist in den vergangenen drei Jahren laut einer Deloitte Studie um bis zu 67 Prozent gestiegen. Demnach ist aber auch jedem Dritten die Anschaffung einer Smart-Home-Lösung noch zu teuer. Das System Gigaset Smart Home will hier punkten.

Mit den vier neuen Aktionsbundles bringt Gigaset nun also ein Smart Home-Angebot, das sich viele Mieter und Eigentümer leisten können. Denn bis 30. September erhalten Kunden für 79 Euro eines von vier Smart-Home-Bundles zum Schutz von Wohnungen und Häusern; das smoke pack, das elementary pack, das security pack sowie das Gigaset plug pack. Jedes Pack besteht aus einer Basisstation und zwei Sensoren und lässt sich entsprechend über die App für Android und iPhone steuern. Zusätzliche Kosten für die sichere Datenspeicherung in der Gigaset Cloud, fortlaufende Software-Updates oder die Nutzung des Systems entstehen nicht. Jedes Pack ist außerdem jederzeit erweiterbar.

Das Rauchwarnmelder Paket: Gigaset smoke pack

Rauchwarnmelder sind in Deutschland mittlerweile Standard und es gibt viele günstige Angebote, die dieser Pflicht genüge tun. Die beiden Rauchwarnmelder aus dem Gigaset smoke pack können aber mehr als die Standardgeräte. Sie warnen nicht nur lokal vor Feuer und Rauch sondern senden via Gigaset Cloud und Smartphone-App auch Nachrichten an jeden Ort der Welt. Das Bundle lässt sich außerdem mit der Gigaset Alarmsirene erweitern, die im Notfall mit rund 100 Dezibel vor Rauch warnt.

Rundumschutz gegen Wasser und Feuer: Gigaset elementary pack

Wer testen möchte, welche Möglichkeiten Gigaset Smart Home gegen Elementarschäden bietet, kann sich mit dem Gigaset elementary pack nicht nur vor Feuer, sondern auch Wasserschäden warnen lassen. Das Paket besteht aus einem Rauchwarnmelder und einem Wassersensor, der sich flexibel in der Wohnung positionieren lässt. Darüber hinaus kann man mit dem Wassersensor die auslösenden Faktoren für eine mögliche Schimmelbildung beobachten, denn der Sensor überwacht auch Temperatur und relative Luftfeuchtigkeit.

Einsteigerpaket für Einbruchsschutz: Gigaset security pack

Kompakten und unauffälligen Schutz gegen Einbrecher soll ferner das Gigaset security pack bieten. Türsensor und Alarmsirene an Wohnungs- oder Balkontüren können unterscheiden, ob eine Tür normal geöffnet oder ein Einbruchsversuch unternommen wird. Die Alarmsirene sollte den Täter verschrecken. Außerdem erhält der Nutzer via Gigaset Cloud ein Push-Notification und ist sofort informiert. Wer besonders viel Wert auf Überwachung legt, könnte das System überdies mit der Gigaset Überwachungskamera oder weiteren Fenstersensoren ergänzen.

Smarte Lichtsteuerung: Gigaset plug pack

Das Gigaset plug pack beinhaltet zwei Schaltsteckdosen, die sich von der Kaffeemaschine bis zur Sofalampe mit nahezu jedem Gerät kombinieren lassen. In Verbindung mit dem Gigaset Regelmanager in der Smart-Home-App lassen sich damit alle möglichen Steuerungskonzepte umsetzen. Gigaset Smart Home ist außerdem mit Amazon und Google, sodass sich das vernetzte Heim auch über Sprachebefehle fernsteuern lässt.

Die Aktionsbundles von Gigaset Smart Home im Überblick

  • smoke pack: Eine Basis und zwei Rauchwarnmelder
  • elementary pack: Eine Basis, ein Rauchwarnmelder und Wassersensor
  • security pack: Eine Basis, ein Türsensor und eine Sirene
  • plug pack: Eine Basis und zwei Steckdosen

Alle Bundles sind während der Aktion bis 30. September zum Preis von 79 Euro im Handel verfügbar. Dort finden sich auch alle anderen Produkte von Gigaset Smart Home.

Smart-Home-Produkte von Gigaset bei Amazon (Provisions-Link)


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Smart-Home-Projekt im Eigenbau: 5 praktische Vernetzungsbeispiele für intelligentes Wohnen

Smart-Home-Projekt im Eigenbau mit Conrad Connect

Besser aufwachen, motivierter joggen, klüger gärtnern oder Einbrecher verjagen, bevor sie zuschlagen – dabei kann inzwischen das Smart Home helfen. Die Technik ist mittlerweile so weit fortgeschritten und so einfach zu bedienen, dass das Heim dies automatisch erledigen kann. In vielen Fällen ist nicht einmal mehr eine Sprachanweisung an einen der modernen smarten Lautsprecher nötig. Wer ein paar einfache Begriffe rund ums Smart Home kennt und die Grundlagen der Heimautomation verstanden hat, kann das Zuhause zum digitalen Paradies machen, das vieles von selbst erledigt. Wir stellen fünf Beispiele für ein Smart-Home-Projekt im Eigenbau vor. Sie lassen sich mit wenigen Mausklicks auf der Smart-Living-Plattform Conrad Connect erstellen.

Dies ist der vierte Teil einer Serie, in der wir zusammen mit Conrad Connect erklären, wie sich das vernetzte Heim dank automatischer Abläufe viel einfacher bedienen lässt.

Smart-Home-Geräte mit Conrad Connect verknüpfen

Damit sich smarte Geräte verschiedener Hersteller miteinander verstehen, verknüpfen Anwender sie zunächst mit ihrem persönlichen Zugang bei Conrad Connect. Dazu registrieren sie sich bzw. loggen sich auf der Plattform ein. Dann klicken sie auf Produkte & Services / Alle Produkte und Services. Entweder scrollen Anwender durch die Übersicht oder kürzen diesen Vorgang mit einer Eingabe in der Suchmaske ab. Ist das gewünschte Gerät gefunden, einmal darauf klicken und dann den grünen Knopf Authentifizieren klicken, um die Cloud-Konten miteinander zu verknüpfen. Die Auswahl kompatibler Geräte ist groß. Diese Geräte unterstützt Conrad Connect.

Conrad Connect Devices
Mit Conrad Connect sind praktisch alle gängigen Smart-Home-Geräte verknüpfbar. Image by Berti Kolbow-Lehradt

Smart-Home-Projekt Morgenroutine: Besser aufwachen mit Google Home 

Früh aufzustehen fällt Morgenmuffeln schwer. Köstlich duftender Kaffee, aufmunternde Musik, aktivierendes Licht und strahlender Sonnenschein können aber Wunder wirken. In einem smarten Heim reicht ein müde genuschelter Hinweis und prompt brüht die Maschine den Koffeintrunk auf, gibt die Jalousie den Blick auf die Morgensonne frei und spielt das Radio einen Powersong.

Was dafür nötig ist: Google Home oder ein anderer smarter Lautsprecher mit Google Assistant, eine smarte Jalousie, mindestens eine smarte Glühbirne und zwei smarte Steckdosen für Kaffeemaschine und Radio.

So funktioniert es: In ihrem persönlichen Zugang bei Conrad Connect klicken Anwender auf Projekte / Meine Projekte / Neues Projekt. Links im Bereich Aktoren & Logikgatter / Aktor wählen sie alle Geräte aus, die reagieren sollen. Dort konfigurieren sie auch zum Beispiel, in welcher Lichtfarbe die smarte Glühbirne leuchten soll. Zuletzt speichern Anwender dieses Projekt unter dem Namen „Guten Morgen“, „Morgenroutine“ oder ähnlich. Ab sofort aktiviert der smarte Lautsprecher alle gewünschten Geräte auf einmal, wenn sie ihm die Projektbezeichnung nennen. Weitere Einzelheiten zum Projekt und zum generellen Einbinden von Geräten mit der Plattform Conrad Connect in diesem Blog-Beitrag.

Smart-Home-Projekt Gartenbewässerung: Trockenen Fußes in den Garten

Garten-Fans kennen das: Läuft der Sprenger, gibt es kaum eine Chance, trockenen Fußes durch den Garten zu kommen. Wer Bewegungssensoren mit einem Gartenbewässerungssystem verknüpft, kann das verhindern. Dann stoppt das System, sobald jemand den Garten betritt. Umgekehrt kann das System nachts auch aufdrehen, wenn Nachbars Katze im Garten wildern will.

Conrad Connect Smart Gardening
Wasser, weiche! Mit intelligenten Bewegungssensoren können Smart-Home-Nutzer ihre Gartenbewässerung so einstellen, dass sie stoppt, wenn jemand vorbeigeht. Image by Topseller / Shutterstock.

Was dafür nötig ist: Ein Starterkit für eine smarte Bewässerung mit Steuerungseinheit und Durchflussmesser, mindestens ein Bewegungssensor.

So funktioniert es: Wie beim Morgenroutinen-Beispiel oben, könnten Anwender die beteiligten Geräte per Mausklick verknüpfen. In diesen wie in vielen anderen Fällen auch, geht es aber noch einfacher. Weil ein Benutzer ein entsprechendes Projekt bereits bei Conrad Connect angelegt hat, können andere Anwender dieses einfach in ihren Account importieren und verwenden. Dazu klicken sie auf Projekte / Veröffentlichte Projekte. Auf der Übersichtsseite geben sie in die Suchmaske die Suchworte „Smart Garden“ ein und wählen das entsprechende Projekt aus, indem sie Projekt importieren klicken. Fertig! Weitere Tipps dazu in diesem Blog-Beitrag.

Smart-Home-Projekt Fitness-Challenge: Gemeinsam motivierter joggen

Ein Fitness-Tracker allein reicht als Motivation oft nicht. Aber ein Vergleich mit Freunden spornt schon an. Schade nur, dass jeder einen anderen Tracker und eine andere App nutzt. Mit einer Plattform wie Conrad Connect lässt sich die Hürde nehmen und die Fitness-Apps der Computeruhren vernetzen. Mit einem Google-Konto verknüpft, können die Rivalen ihre Daten auf einem Tabellendokument übersichtlich vergleichen.

Was dafür nötig ist: Pro Teilnehmer einen Fitness-Tracker von Fitbit, Nokia, Garmin oder Polar; ein Google-Konto, um Daten in einem Tabellendokument auszugeben.

Conrad Connect Fitness Competition
Egal, welchen Fitness-Tracker Freunde besitzen. Mit Conrad Connect können sie eine Schritte-Challenge eingehen. Image by Conrad Connect

So funktioniert es: Praktisch – auch beim Erstellen dieses Projekts müssen smarte Sportler keinerlei inneren Schweinehund überwinden und selbst Hand anlegen. Stattdessen existiert bereits ein fertiges Projekt namens „Fitness Competition“, das die Challenge-Teilnehmer einfach in ihre Accounts importieren. Das funktioniert wie im vorherigen Beispiel. Weitere Einzelheiten dazu in diesem Blog-Beitrag.

Smart-Home-Projekt Sicherheit: Einbrecher smart verjagen

Noch sinnvoller als Einbrecher durch eine Videokamera zu identifizieren, ist es, sie vor ihrer Tat durch Licht und Geräusche zu entmutigen. Mithilfe von vernetzten Geräten stellen sich Anwender ihr eigenes Alarmsystem zusammen, sodass das Zuhause unwillkommene Besucher automatisch abschreckt.

Was dafür nötig ist: Kontaktsensoren für Türen und Fenster, smarte Glühbirnen, smarte Steckdosen.

So funktioniert es: Im eigenen Profil bei Conrad Connect klicken Anwender auf Projekte / Neues Projekt. Weil der Alarm nur in Abwesenheit der Bewohner ausgelöst werden soll, wählen sie im Bereich Wetter & Zeit / Zeit / zwischen Stunden das Zeitfenster, in dem das smarte System „scharfgeschaltet“ ist. Mit dieser zeitlichen Bedingung werden die Fenster- und Türsensoren des Zuhauses verknüpft. Im Bereich Aktoren & Logikgatter entscheiden sich Anwender für die smarten Lampen, die aufblenden sollen. Smarte Steckdosen werden ebenfalls aktiviert, wenn ein damit verknüpftes TV-Gerät oder Radio ertönen soll. Außerdem können Anwender eine SMS an eine bestimmte Nummer schicken lassen, wenn das System Alarm schlägt. Weitere Einzelheiten dazu in diesem Blog-Beitrag.

Conrad Connect Smart Security
Wer seine Sicherheitskamera mit smarten Glühbirnen vernetzt, kann Einbrecher leichter abschrecken. Image by Conrad Connect

Smart-Home-Projekt Brandschutz: Alarmstufe rot

Rauchmelder allein reichen mitunter nicht, um Bewohner auf Feuer aufmerksam zu machen. Wer smarte Rauchmelder mit smarten Glühlampen vernetzt, kann das Licht nachts strahlend hell und tagsüber alarmierend rot einstellen. Smarte Steckdosen schalten den TV und die Musikanlage automatisch aus, damit das Alarmgeräusch nicht übertönt wird.

Was dafür nötig ist: Smarte Rauchmelder, smarte Glühbirnen, smarte Steckdosen.

So funktioniert es: Im persönlichen Profil bei Conrad Connect klicken Anwender auf Projekte / Neues Projekt und wählen im Bereich Sensoren einen smarten Rauchmelder aus. Unter Wetter & Zeit / Zeit entscheiden sich Anwender für den Eintrag Tag oder Nacht und verknüpfen diesen per Drag-and-Drop mit dem ausgewählten Rauchmelder. Als nächstes bestimmen Anwender Im Bereich Aktoren & Logikgatter die Geräte, die den Rauchalarm signalisieren sollen. Für den Tagesbetrieb wählen sie bei den smarten Leuchten die Einstellungen Tag und Rot. Damit das Licht nachts die Bewohner leichter aufweckt, fügen Anwender für Nacht die Lichtfarbe Weiß hinzu. Bei den smarten Steckdosen sorgt die Einstellung Aus in beiden Fällen dafür, dass sie die verbundenen Geräte deaktivieren. Nach dem anschließenden Speichern ist das Projekt fertig. Weitere Einzelheiten dazu in diesem Blog-Beitrag.

Viele weitere fertige Smart-Home-Projekte von der Community für die Community

Dies sind nur einige Beispiele dafür, wie ein Smart-Home-Projekt den Alltag erleichtern kann. Das Projektverzeichnis von Conrad Connect listet noch viele weitere Möglichkeiten auf, das Zuhause smarter zu gestalten. Dabei handelt es sich um zum Teil vielfach erprobte Projekte, die eine fleißige und kontinuierlich wachsende Community erstellt hat. Dass sie bereits gebrauchsfertig vorliegen und sich einfach importieren lassen, macht den Start für Einsteiger besonders einfach. Ob automatisches Einschalten des Lichts, smarte Fitnesserinnerungen oder eine intelligente Einschlafhilfe fürs Baby: die Projektauswahl deckt viele große und kleine Anwendungsfälle ab. Auf diese Weise ein Smart-Home-Projekt zu erstellen, ist einfacher als viele glauben. Einfach ausprobieren!

Im nächsten Teil unserer Smart-Living-Serie, die in Zusammenarbeit mit Conrad Connect entsteht, räumen wir mit gängigen Mythen zum Smart Home auf.

Die Serie zum Nachlesen:

1: Smart Home per Sprache steuern: 5 Tipps wie Alexa und Google aufs Wort hören
2: Kleines Smart-Home-Lexikon: 15 wichtige Begriffe zur Heimautomation
3: Heimautomation für Einsteiger: So einfach geht intelligentes Wohnen
5: Fünf Mythen zum Smart Home und warum sie nicht mehr stimmen


Images by Berti Kolbow-Lehradt; Conrad Connect; Shutterstock; zinkevych / stock.adobe.com

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Heimautomation für Einsteiger: So einfach geht intelligentes Wohnen

Heimautomation für Einsteiger

Licht, Musik, Kaffeemaschine und andere Technik im Smart Home per App oder Sprachbefehl zu bedienen, ist bequem. Noch mehr Komfort bietet aber das Zuhause, wenn es automatisch auf die Bedürfnisse der Bewohner reagiert. Heimautomation lautet das Zauberwort. Die smarten Glühbirnen, Funksteckdosen, Wetterstationen, Sicherheitskameras, Fitnesstracker oder Gartengeräte so einzurichten, dass sie ohne Zutun das Leben angenehmer machen, ist nicht schwer. Wer die grundlegenden Begriffe rund ums Smart Home kennt und folgende Tipps zur Heimautomation für Einsteiger beachtet, kann sich seine Wohnwünsche wie von Zauberhand erfüllen lassen.

Dies ist der dritte Teil einer Serie, in der wir zusammen mit der Smart-Living-Plattform Conrad Connect erklären, wie sich das vernetzte Heim dank automatischer Abläufe viel einfacher bedienen lässt.

Heimautomation für Einsteiger: Vernetzte Geräte vorbereiten 

Um einen Vorgang automatisch ablaufen zu lassen, sind mindestens zwei Geräte nötig. Dabei kann es sich beispielsweise auf der einen Seite um eine Netzwerkkamera handeln, die als Sensor die Anwesenheit von Bewohnern misst. Auf der anderen Seite leuchtet eine WLAN-fähige Lampe als sogenannter Aktor auf ein Signal der Kamera hin auf.

Die ausgewählten Geräte sollten natürlich auch wirklich für die Teamarbeit miteinander geeignet sind. Stammen sie vom gleichen Hersteller, ist das gegeben. „Für eine flexiblere Komponentenwahl und ein günstigeres Preisverhältnis können Anwender auch zu Produkten verschiedener Marken greifen. Dann sollten sie aber sicherstellen, dass diese sich mittels herstellerübergreifender Vernetzungsplattformen verknüpfen lassen. Das sollte schon vor der Anmeldung in einer Liste einsehbar sein, damit sich Anwender nicht unnötig dort registrieren“, erklärt Jane Stojcheski, der als UI- und UX-Designer bei Conrad Connect Spezialist für Bedienoberflächen ist.

Heimautomation für Einsteiger Sensoren und Aktoren
Der Schlüssel zur Heimautomation ist das Verknüpfen von Geräten, die auf der einen Seite als Sensor und auf der anderen Seite als Aktor funktionieren. Image by Conrad Connect

Damit die Geräte zusammenarbeiten, sollten sie außerdem vernünftig mithilfe eines Gateways installiert sein und zwingend mit dem Internet kommunizieren können. Denn der Signaltransfer für die Heimautomation läuft in der Regel über die Cloud. Kommt kein Datenkabel zum Einsatz, ist ein ausreichend stabiles WLAN-Signal Pflicht. Sonst führt in unserem Beispiel das Signal der Netzwerkkamera womöglich ins Leere und die Lampe bleibt dunkel. Eine aktuelle Firmware sollten die beteiligten Geräte ebenfalls verwenden, sonst verweigern sie mitunter den Dienst.

„Hausordnung“: Das Smart Home braucht klare Regeln

Trotz aller Fortschritte benötigen Smart-Home-Geräte genau wie gängige Computer klare Vorgaben, was sie zu gegebener Zeit zu tun haben. Dafür sorgen Nutzer, indem sie Regeln in einer Art Hausordnung formulieren. Diese funktionieren nach dem Prinzip der sogenannten bedingten Anweisung („Wenn dies, dann das“). Das bedeutet, wenn ein bestimmtes Ereignis eintrifft und ein Sensor dieses bemerkt, soll ein vorher festgelegter Vorgang starten. Eine solche Regel zu erstellen, bedarf immer drei Schritte.

  • Nutzer wählen einen Sensor, der mit einem Wert etwas auslöst. Dieser Wert kann eine Bewegung sein, eine Temperatur, ein Wetterphänomen, die GPS-Standortdaten eines Bewohners und vieles mehr. Das ist der „Wenn dies“-Teil.
  • Danach legen Nutzer eine Bedingung fest, an die die Auslösung gebunden ist. Dabei kann es sich um das Wetter handeln, ein Wochentag oder eine Uhrzeit. Schließlich braucht sich das Licht ja nicht automatisch einschalten, wenn es taghell ist.
  • Als letztes entscheiden sich Nutzer für einen oder mehrere Aktoren – also die Geräte, die entsprechend reagieren sollen. Das ist der „…dann das“-Teil.

„Die Bezeichnungen mögen je nach Vernetzungsplattform unterschiedlich sein, doch wenn Nutzer verinnerlichen, dass es sich grundsätzlich immer um diesen Dreischritt handelt, ist die Heimautomation für Einsteiger ein Leichtes“, betont Jane Stojcheski von Conrad Connect.

Heimautomation für Einsteiger Dashboard Regeleditor Conrad Connect
Heimautomation für Einsteiger ist ein Leichtes, wenn sich Smart-Home-Projekte über einen grafischen Regeleditor auf einer Webseite erstellen lassen. Image by Conrad Connect

Eine Regel kommt selten allein: Automation meist im Doppelpack

Mit der obigen Automation aktiviert sich bei Bewegung automatisch das Licht. Doch wie und wann geht es wieder aus? Um das zu bestimmen, bedarf es üblicherweise einer zweiten Regel. Die „Wenn dies, dann das“-Anweisung würde in diesem Fall so lauten, dass sich das Licht automatisch deaktiviert, wenn die Netzwerkkamera während einer definierten Zeitspanne keine Bewegung registriert hat.

Wer vergisst, ein Regel-Duo für „Ein“ und „Aus“ aufzustellen, wundert sich dann, warum das Licht, die Heizung oder die Gartenbewässerung dauerhaft im Betrieb bleiben. „Die Notwendigkeit einer zweiten Regel ist häufig eine Stolperfalle in der Heimautomation für Einsteiger. Praktisch ist es daher, wenn der Automationsprozess beide Vorgänge kombiniert und das Ein- und Ausschalten jeweils an eine Bedingung knüpft“, erklärt Technik-Experte Jane Stojcheski. Bei Projekten auf der Conrad-Connect-Plattform legen Nutzer im genannten Beispiel einfach eine „Verzögerung“ fest. Diese bestimmt, nach welcher Zeitspanne sich das Licht wieder ausschaltet.

Mehrere Sensorwerte und Gegebenheiten unter einen Hut kriegen

Die Netzwerkkameras als Lichtschalter zu programmieren, ist an sich ein sehr gradliniges Beispiel mit einem Sensor und einem Aktor. Komplexer wird es jedoch, wenn für das automatische Ein- und Ausschalten des Lichts mehrere Gegebenheiten erfüllt seinen sollen. „Wollen Nutzer mindestens zwei Sensorwerte oder Bedingungen kombinieren, greifen sie zu einem sogenannten Logikgatter. Nur dann kann das Smart Home mehrere Zuständig gleichzeitig überprüfen und wie vom Nutzer gewünscht reagieren“, erläutert Jane Stojcheski.

Im genannten Beispiel ist der Einsatz eines Logikgatters sinnvoll, wenn das Licht nachts und auch nur am Wochenende brennen soll. Auf diese Weise ließe sich auch an arbeitsfreien Tagen im Bürogebäude Anwesenheit simulieren. Im grafischen Regel-Editor von Conrad Connect veranschaulicht eine Pfeilanordnung ein Logikgatter. Conrad Connect bietet weitere Tipps zum Einsatz von Logikgattern in diesem Blog-Beitrag.

Bei vielen Smart-Home-Projekten den Überblick behalten

Wer einmal Gefallen an Smart-Home-Projekten gefunden hat, plant schnell eine Heimautomation nach der anderen. „Je mehr Regeln und Szenen zusammenkommen, desto wichtiger wird es, den Überblick zu behalten. Sonst leuchtet vielleicht eine smarte Glühbirne in einer Signalfarbe auf, aber der Nutzer weiß womöglich nicht, ob hinter dem Hinweis die Wetterstation, die Sicherheitskamera oder der Rauchmelder steckt“, schildert Jane Stojcheski, UI- und UX-Designer von Conrad Connect.

Üblicherweise bieten Vernetzungsplattformen digitale Pinnwände an, auf denen Nutzer ihre bevorzugten Sensorwerte oder Automationsprojekte anheften können. Falls möglich, sollten Nutzer beim Auslösen jeder Aktion jedoch auch eine Nachricht in ein Logbuch auf dem Dashboard eintragen lassen, empfiehlt Jane Stojcheski. So behalten Bewohner den besten Überblick über ihr Smart Home.

Mit diesem Basiswissen zur Heimautomation für Einsteiger, das wir in Kooperation mit Conrad Connect zusammengestellt haben, steht dem intelligenten Wohnen im Smart Home nichts mehr im Wege. Einfach ausprobieren!

Hier geht es zu den weiteren Folgen unserer Smart-Living-Serie:

1: Smart Home per Sprache steuern: 5 Tipps wie Alexa und Google aufs Wort hören
2: Kleines Smart-Home-Lexikon: 15 wichtige Begriffe zur Heimautomation
4: Smart-Home-Projekt im Eigenbau: 5 praktische Vernetzungsbeispiele für intelligentes Wohnen
5: Fünf Mythen zum Smart Home und warum sie nicht mehr stimmen

Jane Stojcheski Conrad Connect
Jane Stojcheski ist als UX- und UI-Designer bei Conrad Connect Experte für Bedienoberflächen und die Steuerung von Smart-Home-Projekten. Image by Conrad Connect

Images by vladgrin / stock.adobe.com; Conrad Connect

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Crowd-Juwel: Das Gärtnerglück CloudRain

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Supersmarte Gartenbewässerung mit crowd-finanzierter Lösung CloudRain

Wir Netzpiloten durchstreifen regelmäßig die verschiedenen Crowdfunding-Projekte im Internet. Uns begeistern Produkte und Aktionen, die durch diese innovative Finanzierungsform erst möglich gemacht werden. Hier im Telegrammstil unser Lieblingsprojekt der Woche:

Was ist CloudRain? – Ein per App steuerbares Bewässerungssystem (kabellose Controller und Ventile), solarbetrieben und mit bereits vorhandenen Gerätschaften zu verwenden. Der besondere Clou: die innovative Smart Garden- Anwendung bezieht lokale Wetterdaten mit ein. Klingt genial, oder? Detaillierte Infos zum Produkt gibt es bei Kickstarter.

Wie ist die Crowd-Finanzierung gelaufen? – Erfolgreich! Insgesamt haben 131 Unterstützer satte 24.750 Euro beigetragen, um dieses Projekt zu verwirklichen.

Wo bekommt man CloudRain? – Über die Homepage der glücklichen Crowd-Projektstarter Henry Bröker, Mathias Mortag und Nils Borgböhmer: https://cloudrain.de/.

 

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Kleines Smart-Home-Lexikon: 15 wichtige Begriffe zur Heimautomation

Kleines Smart-Home-Lexikon

In vielen Haushalten ist das Thema Smart Home erstmals buchstäblich in aller Munde. Denn Sprachassistenzen wie Amazon Alexa und Google Assistant ermöglichen einen bequemen und spielerischen Zugang dazu. Doch es gibt noch so viel mehr zu entdecken! Wer die unendlichen Möglichkeiten der Heimautomation erleben möchte, stößt zunächst auf viele neue Begriffe. Weil sie aus der Computer- und Gebäudetechnik stammen, erklären sie sich mitunter nicht von selbst. Sie zu verstehen, erleichtert den Einstieg jedoch nochmals deutlich. Wir präsentieren hier ein kleines Smart-Home-Lexikon mit wichtigen Begriffen aus der Welt des vernetzten Heims. Dies ist der zweite Teil einer Serie, in der wir zusammen mit der Smart-Living-Plattform Conrad Connect erklären, wie sich das vernetzte Heim dank automatischer Abläufe viel einfacher bedienen lässt.

Kleines Smart-Home-Lexikon: Was versteht man unter einem Smart Home?

Smart Home: Beim „Intelligenten Heim“ handelt es sich um einen Oberbegriff. In einem erweiterten Sinn fällt er, wenn es um Geräte in Wohnräumen geht, die sich über das Internet fernsteuern lassen. Wirklich intelligent ist das aber noch nicht. „In einem engeren Sinn ist von einem Smart Home die Rede, wenn die darin verwendete Technik wie Heizung, Licht und anderes so miteinander vernetzt ist, dass sie automatisch funktioniert“, erklärt Giorgi Jashiashvili, Technik-Experte bei Conrad Connect.

Heimautomation: Dieser Begriff, der auch als Hausautomatisierung zu finden ist, verdeutlicht die engere Bedeutung des Smart Home. Statt Vorgänge per App oder Sprache zu aktivieren, registriert die Haustechnik die Bewohner und startet Aktionen automatisch. Dabei können Nutzer die Automatisierung auf Webseiten von Smart-Home-Plattformen an ihre Bedürfnisse anpassen.

Smart Living Fitness-Challenge
Smart Living ist eine Erweiterung des Smart-Home-Konzepts. Seine Fitnessuhren in die Automatisierung einzubeziehen, ist ein Beispiel dafür. Image by Conrad Connect

Smart Living: Warum sollte die Idee des digitalen Alltags an den Wohnungsmauern enden? Schließlich nutzen viele Menschen internetfähige Fitnessuhren oder Autos. Diese in die Heimautomation einzubinden, bietet Vorteile. Für diese ganzheitliche Vorstellung gewinnt der Begriff „Smart Living“ an Bedeutung.

Internet of Things, IoT: Das „Internet der Dinge“ ist ein weiterer Sammelbegriff für die Automatisierung von technischen Vorgängen. Dabei sollen vernetzte Geräte so reibungslos miteinander zusammenarbeiten, dass Menschen nicht eingreifen müssen. „Ist vom IoT die Rede, geht es allerdings meist um Automatisierung in der Industriefertigung oder anderen gewerblichen Bereichen, während Smart Home sich auf den privaten Einsatz bezieht“, erklärt Giorgi Jashiashvili.

Cloud-to-Cloud-Connection: Praktisch alle Anbieter von Vernetzungsplattformen nutzen Internetserver, über die die verknüpfte Technik Daten austauscht. Würde dies nicht über die Cloud laufen, könnten Verbraucher beispielsweise ihre Heizung nicht aus der Ferne ein- und ausschalten. Eine Meta-Plattformen wie Conrad Connect verbindet mehrere Clouds und baut damit eine sogenannte Cloud-to-Cloud-Connection auf.

Kleines Smart-Home-Lexikon: Wichtige Begriffe zur Einrichtung

Plug & Play: „Anschließen und loslegen“ stammt aus dem Computerbereich und gilt auch immer öfter für Smart-Home-Geräte. Verbrauchern signalisiert der Begriff, dass sich Geräte ohne Installation in Betrieb nehmen lassen. Insbesondere für Wohnungsmieter sind solche Produkte interessant, weil sie ohne Spuren zu entfernen sind. „Die Zeiten, in denen ein Smart Home nur mit einer Unterputz-Installation realisierbar war, sind vorbei. Viele Produkte lassen sich nachrüsten und kabellos einbinden“, so Giorgi Jashiashvili.

Gateway: Wer Geräte eines Herstellers in sein Smart-Home-System einbinden möchte, benötigt oft zunächst ein Gateway, auch Hub oder Bridge genannt. Dabei handelt es sich um eine kleine Box, die Nutzer per Kabel oder per WLAN und der App des Herstellers mit ihrem Internetrouter verbinden.

Smart Home Gateway Philips Hue Fritz!Box Router
Beispiel für ein Gateway: Um smartes Licht von Philips Hue zu steuern, verbinden Anwender die kleine weiße Box rechts im Bild mit dem Router. Image by Conrad Connect

API: Sollen Geräte eines Herstellers mit den Geräten eines anderen Herstellers Daten austauschen, brauchen sie nicht immer ein Gateway, aber stets eine API. Die Abkürzung für „application programming interface“ bezeichnet eine Programmierschnittstelle, mit der Entwickler eine Brücke zwischen der Betriebssoftware der Geräte schlagen.

ZigBee: Es fällt Geräteentwicklern viel leichter, den Datenaustausch mit Geräten anderer Hersteller zu gewährleisten, wenn sie einen gemeinsamen drahtlosen Kommunikationsstandard nutzen. WLAN und Bluetooth kennen zwar viele Verbraucher von ihren Smartphones. Aber bei Smart-Home-Geräten viel häufiger anzutreffen ist der ZigBee-Standard. Andere sind beispielsweise Z-Wave, HomeMatic und KNX.

Smart Home Dashboard Conrad Connect
Mit einem Dashboard behalten Nutzer den Überblick. Image by Conrad Connect

Dashboard: Jedes smarte Gerät liefert viele Informationen. Praktischer, als jede einzelne App zu checken, ist eine Ansicht, die alle Daten bündelt. Für solch eine Überblicksseite hat sich der Begriff „Dashboard“ durchgesetzt. Übersetzt bedeutet er „Armaturenbrett“ oder „Instrumententafel“.

Kleines Smart-Home-Lexikon: Wichtige Begriffe zur Automatisierung

Szene: Das ist ein beliebter Schlüsselbegriff, weil er das beschreibt, was ein intelligentes Heim erst ausmacht. Denn Szenen starten und stoppen mehrere Geräte gleichzeitig, um eine bestimmte Wohlfühlatmosphäre zu schaffen. Geht es nur darum, dass ein Gerät eine Aktion auslöst, spricht man von einem Projekt statt einer Szene. Ein Beispiel für ein sensorbasiertes Projekt: Registriert der Raumklimasensor im Büro schlechte Luft, aktiviert sich die per smarter Steckdose vernetzte Lampe, sodass die smarte Glühbirne mit rotem Licht zum Fensteröffnen mahnt.

Sensor: Für automatische Abläufe, bei denen Nutzer nichts manuell starten, sind Sensoren unverzichtbar. Als Sensor können etwa der Temperaturfühler im Heizungsregler, die Bewegungserkennung der Sicherheitskamera oder die CO2-Analyse im Raumklimathermostat dienen.

Smart Home Sensoren
Sensoren sind ein Schlüsselelement für die Heimautomation. Dabei kann es sich um Rauchmelder, Wetterstationen, Sicherheitskameras oder Bewegungsmelder handeln. Image by Conrad Connect.

Aktor: Damit der Messwert eines Sensors nicht ins Leere läuft, übernimmt mindestens ein Gerät die Rolle des Aktors, auch Aktuator genannt. Das sind Geräte, die eine Aktion ausführen, beispielsweise eine intelligente Glühbirne oder eine smarte Steckdose.

Regel: Wenn ein Projekt nicht per Sprachbefehl, sondern sensorbasiert ausgelöst wird, dient eine Regel als Klammer. Damit bestimmen Nutzer, bei welchem Sensorwert welches Gerät eine Aktion starten soll. Soll die Aktion nur unter bestimmten Bedingungen stattfinden, hilft ein Logikgatter.

Logikgatter: Warum sollte der Bewegungsmelder das Licht aktivieren, wenn es taghell ist? „Erstellen Nutzer ein Projekt, können sie dessen Umsetzung anhand eines Logikgatters mit Bedingungen verknüpfen. Beispielsweise lässt sich das Licht an eine bestimmte Uhrzeit koppeln“, erläutert Giorgi Jashiashvili von Conrad Connect.

Mit dem Basiswissen, das unser kleines Smart-Home-Lexikon bietet, gelingt die Heimautomation viel leichter. Einfach ausprobieren!

Weitere Folgen der Smart-Living-Serie, die in Kooperation mit Conrad Connect entsteht:

1: Smart Home per Sprache steuern: 5 Tipps wie Alexa und Google aufs Wort hören
3: Heimautomation für Einsteiger: So einfach geht intelligentes Wohnen
4: Smart-Home-Projekt im Eigenbau: 5 praktische Vernetzungsbeispiele für intelligentes Wohnen
5: Fünf Mythen zum Smart Home und warum sie nicht mehr stimmen


Images by Creativa Images / stock.adobe.com; Conrad Connect

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Smart Home per Sprache steuern: 5 Tipps wie Alexa und Google aufs Wort hören

Smart Home per Sprache steuern

Mit Sprachkommandos Licht, Raumklima, Gartenbewässerung und andere Haustechnik zu bedienen, ist bequem und macht Spaß. Doch wer wegen bekannter Sprachassistenzen wie Amazon Alexa und Google Assistant erstmals richtig Lust auf das Thema Smart Home bekommt, fragt sich vielleicht: „Was soll ich eigentlich sagen?“ Amazon und Google bieten Einsteigern dafür quälend lange Befehlslisten. Denn die Helferlein brauchen konkrete Anweisungen, Umschreibungen verstehen sie oft nicht. Wer allerdings die Systematik dahinter kennt, muss keine Befehlstiraden auswendig lernen. Wir verraten wertvolle Tipps, wie Verbraucher ihr Smart Home per Sprache steuern.

Dies ist der erste Teil einer Serie, in der wir zusammen mit der Smart-Living-Plattform Conrad Connect erklären, wie sich das vernetzte Heim dank automatischer Abläufe viel einfacher bedienen lässt.

Tipp 1: Hey, immer erst das Signalwort. Ok?

Sollen Alexa oder Google Assistant ein Smart Home per Sprache steuern, muss immer erst ein sogenanntes Aktivierungswort fallen. Bei den beiden bekannten Diensten lauten sie „Alexa“ und „Ok, Google“ oder „Hey, Google“. „Die Mikrofone der smarten Lautsprecher verarbeiten die Sprachbefehle erst, wenn sie das Signalwort gehört gehaben. Daher muss der erste Satz eines Befehls immer damit beginnen“, erklärt Giorgi Jashiashvili, Technik-Experte bei Conrad Connect. Wer möchte, kann in der Alexa-App auch „Computer“ als Aktivierungswort einstellen. Damit können sich Star-Trek-Fans einen langersehnten Traum erfüllen.

Tipp 2: Klartext reden

Nach dem Aktivierungswort für die Lautsprecher Amazon Echo oder Google Home folgt die eigentliche Anweisung. Dazu gehört ein Verb in der Befehlsform, das gemeinte Gerät bzw. Gerätegruppe und schließlich der Raum, in dem die Aktion ausgeführt werden soll. Natürlich darf auch der Zielzustand nicht fehlen. Damit sind beispielsweise die Grad-Zahl, die die Heizung erreichen soll, oder die Lichtfarbe und Lichthelligkeit einer smarten Lampe gemeint. „Stellen“, „Anmachen“, „Aktivieren“, „Ausschalten“ und die jeweiligen Gegenteile sind typische Verben, die Alexa und Google Assistant verstehen.

Philips Hue und Google Home
Die Sprachanweisung „Starte Szene Feierabend“ kann für schöne Stimmung sorgen. Image by Philips

Ob Nutzer sagen „Licht im Bad ausschalten“ oder „Dimme das Licht auf 50 Prozent im Wohnzimmer“ ist dabei gleich. So viel Sprachverständnis besitzen die Assistenten durchaus. „Die Reihenfolge ist nicht wichtig, aber alle Teile der Anweisung müssen vorhanden sein. Sonst weiß der Sprachassistent nicht, was er tun soll und wo er es tun soll“, betont Giorgi Jashiashvili.

Wer sein Smart Home per Sprache steuern will, muss also Klartext reden. „Heize im Wohnzimmer auf 22 Grad!“ muss es heißen. Indirekte Aufforderungen wie „Mir ist kalt“, versteht hingegen noch keine Sprachassistenz.

Tipp 3: Smarte Szenen erleichtern die Sprachbedienung

Bequemer und einfacher lassen sich Anweisungen erteilen, wenn Nutzer sogenannte Szenen verwenden. Dabei aktivieren oder deaktivieren sie verschiedene Geräte in einem oder mehreren Zimmern gleichzeitig. Und zwar mit einem einzigen Begriff oder einer Phrase, die Nutzer zuvor selbst festgelegt haben.

So könnten sie beispielsweise mit der Anweisung „Alexa, starte Szene ‚Feierabend‘ mit Conrad Connect“ die Lichttemperatur aller Glühbirnen im Wohnzimmer auf einen tropischen Sonnenuntergang färben, die Heizung auf wohlige 23 Grad heizen und die smarte Steckdose die Musikanlage starten lassen. „Verwenden Nutzer Szenen, benötigen sie keine detaillierten Sprachanweisungen mehr. Das vereinfacht die Bedienung nochmals enorm“, betont Giorgi Jashiashvili von Conrad Connect.

Tipp 4: Deutlich sprechen, Fremdwörter meiden

Was das akustische Hörverstehen betrifft, sind Alexa, Google Assistant und andere Sprachdienste schon sehr weit. Selbst mit Anweisungen aus der anderen Ecke des Zimmers kommen die Mikrofone der smarten Lautsprecher oft klar. Jedoch mit genuschelten Befehlen haben sie die gleichen Probleme wie menschliche Ohren.

„Eine deutliche und klare Aussprache ohne laute Hintergrundgeräusche verbessert die Signalverarbeitung erheblich und vermeidet, dass man eine Anweisung wiederholen muss“, erklärt Giorgi Jashiashvili von Conrad Connect.

Unabhängig von der Aussprache der Nutzer stoßen die smarten Assistenzen allerdings bei Eigennamen und Begriffen aus anderen Sprachen oft an ihre Grenzen. Wenn man etwa Deutsch und Englisch in einem Satz zu mixt, macht dies Alexa und Google Assistant immer mal wieder ratlos.

Tipp 5: Smart Home per Sprache steuern – oder mit Sensor

Gehen Sprachanweisungen wiederholt ins Leere, wenn Nutzer ihr Smart Home per Sprache steuern, strapaziert das die Nerven. Denn schließlich sollen die smarten Helfer das Leben einfacher machen und nicht komplizierter. „Um sprachliche Missverständnisse zu vermeiden, sollten Nutzer komplexe Smart-Home-Szenarieren nicht durch mündliche Anweisungen, sondern sensorbasiert bedienen“, rät Technik-Experte Giorgi Jashiashvili.

Giorgi Jashiashvili von Conrad Connect
Wer sein Smart Home möglichst individuell nach seinen Wünschen gestalten möchte, sollte auf eine sensorbasierte Automation setzen, empfiehlt Giorgi Jashiashvili, Technik-Experte bei der Smart-Living-Plattform Conrad Connect.

Wer die Technik seines vernetzten Heims über die Smart-Living-Plattform Conrad Connect automatisch steuern lässt, braucht keine App und keine Sprachbefehle. Damit Licht, Heizung und andere Geräte reagieren, genügt es, wenn ein Bewegungssensor registriert, dass der Bewohner das Heim betritt. Ein weiterer Vorteil: Conrad Connect berücksichtigt auch äußere Bedingungen. Dann schaltet sich das Wohlfühllicht wirklich nur nach Sonnenuntergang ein.

Zudem verschafft eine zeitgemäße Heimautomatisierung weiteren Komfort. So warnt die smarte Schreibtischlampe vor schlechter Büroluft, der vernetzte Regensensor spornt bei gutem Wetter zum Joggen an und die intelligente Bewässerungsanlage stoppt, damit man trockenen Fußes in den Garten gelangt. So wird das Smart Home erst wirklich smart. Einfach ausprobieren!

Hier geht es zu den nächsten Folgen unserer Smart-Living-Serie, die in Zusammenarbeit mit Conrad Connect entsteht:

2: Kleines Smart-Home-Lexikon: 15 wichtige Begriffe zur Heimautomation
3: Heimautomation für Einsteiger: So einfach geht intelligentes Wohnen
4: Smart-Home-Projekt im Eigenbau: 5 praktische Vernetzungsbeispiele für intelligentes Wohnen
5: Fünf Mythen zum Smart Home und warum sie nicht mehr stimmen


Images by Amazon, Philips, Conrad Connect

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Sicherheitskamera mit Google Assistant: Nest Cam IQ Indoor erhält großes Update

Sicherheitskamera mit Google Assistant

Sprachassistenten spielen eine immer wichtigere Rolle im vernetzten Alltag. Bisher ist Amazons Alexa dem großen Wettbewerber Google um Längen voraus. Alexa ist einfach auf viel mehr Geräten verfügbar als der Google Assistant. Nun will Google die Tür zum Smart Home weiter aufstoßen. Nach Smartphones, Smartwatches und Lautsprechern gibt es nun auch eine Sicherheitskamera mit Google Assistant. Die Premiere erfolgt quasi im Kreise der Familie. Denn das Kameramodell Nest Cam IQ Indoor gehört wie Googles Sprachservice zum Alphabet-Konzern. Noch, denn Nest soll von einer eigenständigen Firma wieder zu einem engeren Teil von Googles Hardware-Entwicklung werden, wie Google in diesem Blog-Beitrag mitteilte.

Smart Home über die Sicherheitskamera mit Google Assistant steuern

Die Nest Cam IQ Indoor ist schon seit längerem in Deutschland erhältlich, kam bisher aber ohne den Sprachservice aus. Die Sicherheitskamera mit Google Assistant nutzen können alle Besitzer daher erst, nachdem sie ein Update über die Smartphone-App von Nest eingespielt haben. Außerdem müssen sie den Sprachservice in den App-Einstellungen aktivieren, denn ab Werk ist er ausgeschaltet.

Über die integrierten Mikrofone in der Nest Cam IQ Indoor können Nutzer dem Google Assistant Fragen stellen, ihn Smart-Home-Geräte wie Philips Hue steuern lassen oder Termine zur Kalender-App von Google hinzufügen. Wer also ohnehin über diese Sicherheitskamera verfügt oder über eine Anschaffung nachdenkt, kann sich den Kauf eines Lautsprechers vom Typ Google Home oder Google Home Mini sparen. Es mag Fälle geben, in denen jemand der Privatsphäre wegen nicht möchte, dass der Google Assistant beim Warten auf Aufgaben ständig die Ohren spitzt. Daher kann er ihn auch jederzeit in den Einstellungen der Nest-App deaktivieren.

Nest Cam IQ Indoor erhält weitere Funktionen

Neben dem Google Assistant bietet das Update Besitzern der Nest Cam IQ Indoor weitere neue Funktionen. So kann die intelligente Gesichtserkennung auf bestimmte Bereiche innerhalb des Bildwinkels der Kamera begrenzt werden. Außerdem lassen Bilder von Personen, die im Rahmen der Gesichtswiedererkennung unter verschiedenen Einträgen mehrmals gespeichert wurden, sich in der App nun zusammenführen. Damit zieht die Indoor-Variante der Nest Cam IQ mit der gerade in Deutschland gestarteten Outdoor-Variante gleich. Die genannten Funktionen setzen aber bei beiden Modellen zusätzlich zum Kamerakauf ein kostenpflichtiges monatliches Abo beim Cloud-Dienst Nest Aware voraus.

Die Nest Cam IQ Indoor kostet 349 Euro. Wer auf die intelligente Gesichtserkennung verzichten kann, spart Geld, wenn er stattdessen zum Modell ohne IQ im Namen greift. Sie kostet nur 199 Euro und schnitt in unserem Praxistest überzeugend ab.

Sicherheitskameras und andere Smart-Home-Produkte von Nest bei Amazon (Provisions-Link)

Dieser Artikel erschien zuerst auf Netzpiloten Android.


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Smartes Thermostat im Test: Eve Thermo erwärmt HomeKit-Nutzern das Herz

Elgato Eve Thermo 2017

Der Winter streckte seine kalten Fingerchen unangenehm weit ins Jahr 2018 rein. Und selbst, wenn das Thermometer jetzt endlich wieder höher steigt, werden wir zumindest um das stundenweise Heizen noch eine Weile nicht herumkommen. Sehr bequem regulieren lässt sich die Wärme mit smarten Heizkörperthermostaten. Nachdem ich bereits mit einem Exemplar vom Spezialisten Tado Erfahrungen gesammelt habe, folgte nun ein Praxistest mit dem Modell Eve Thermo von Elgato.

Wie alle Produkte aus der Eve-Reihe ist das Thermostat speziell für die Zusammenarbeit mit Apples Smart-Home-Plattform HomeKit optimiert. Im Test erleichterte das die Einrichtung und ermöglichte eine bequeme Bedienung. Doch obwohl das auf der IFA vorgestellte 2017er-Modell von Eve Thermo bereits in der zweiten Generation vorliegt, sind noch nicht alle Funktionen perfekt ausgereift.

Smarter heizen mit HomeKit: Das kann Elgato Eve Thermo (2017)

Als Smart-Home-Thermostat kennzeichnen Eve Thermo sehr bequeme und individuelle Möglichkeiten, die Wohnraumtemperatur zu regulieren. So könnt ihr das Thermostat von Elgato per App-Eingabe und Siri-Sprachbefehl steuern. In der App programmierte, persönliche Heizpläne und HomeKit-Szenen für die Heimautomation unterstützt der Temperaturregler ebenfalls. Außerdem möchte eine integrierte Fenstererkennung euch das Mitdenken beim Stoßlüften abnehmen.

Natürlich lässt sich Eve Thermo auch ganz konventionell am Heizkörper selbst bedienen. Dazu verfügt das aktuelle Modell im Vergleich zur ersten Generation über zwei Sensortasten und ein weißes LC-Display. Das Display selbst ist nicht berührungsempfindlich, lässt sich aber praktischerweise zur Betrachtung aus zwei Richtungen ausrichten.

Dabei stammt die etwas klobig designte Hardware des Thermostats vom Spezialisten Eurotronic, während Elgato die Anbindung an HomeKit realisiert und die Steuer-App Eve entwickelt.

Dank HomeKit-Schnittstelle lässt sich Eve Thermo leicht einrichten

Eve Thermo ist schnell installiert. Dazu löst ihr mit einer Rohrzange den bisherigen Temperaturregler und ersetzt ihn durch Eve Thermo. Damit das Elgato-Thermostat das Heizkörperventil steuern kann, setzt ihr zuvor zwei AA-Zellen in das Batteriefach. Die Energiespender sollen mindestens zwölf Monate durchhalten und rechtzeitig vor der vollständigen Entladung warnen. Das erscheint realistisch, da die Ladestandsanzeige in der App nach viermonatigem Testeinsatz noch die volle Kapazität bescheinigt.

Elgato Eve Thermo 2017
Elgato Eve Thermo (2017), montiert am Heizungskörper und mit aktiviertem Display. Image by Berti Kolbow-Lehradt

Damit ihr Eve Thermo über Siri und HomeKit-Szenen bedienen könnt, fügt ihr das Thermostat in der Apple-Home-App via HomeKit-Code hinzu. Mehr ist nicht nötig, was den Installationsaufwand im Vergleich zu Modellen anderer Hersteller deutlich reduziert. Anders als etwa bei Tado müsst ihr keine Bridge mit eurem Router verbinden und keinen zusätzlichen Account zur Cloud-Steuerung einrichten. Stattdessen verbindet sich Elgatos Gadget kabellos und direkt mit HomeKit und der iCloud.

Weil eine Bridge entfällt, fallen auch die Anschaffungskosten niedriger aus. Statt eines Starterkits mit zwei Thermostaten und Bridge genügt ein einzelnes Thermostat zum Preis von 70 Euro als Einstieg.

Die Heizung hört aufs Wort und achtet auf den Ort

Eve Thermo per Siri zu bedienen, macht Spaß und klappte im Test über die Spracheingabe per iPhone, iPad und Apple Watch tadellos. Ihr könnt via „Hey, Siri“-Befehl eine direkte Anweisung geben oder eine Szene starten. Alternativ könnt ihr die Szene auch per Touch-Bedienung in der App aktivieren oder deaktivieren.

Eve Thermo Szenen mit Siri aktivieren
Dank der HomeKit-Anbindung lässt sich Eve Thermo über Szenen steuern, die entweder per Siri oder manuell in der Apple-Home-App aktiviert werden. Image by Berti Kolbow-Lehradt

Neben einer manuell gestarteten Szene lässt sich Eve Thermo auch automatisch über eine Anwesenheitserkennung steuern. Dafür nutzt Elegato die seit iOS 11 in HomeKit integrierte Funktion. Diese richtet ihr im Reiter „Automation“ der Apple-Home-App ein. Dort könnt ihr festlegen, dass Eve Thermo den Heizkörper ins Standby schickt, wenn alle Bewohner das Haus verlassen und wieder aufweckt, sobald sich ein Bewohner dem Heim nähert.

Wichtig: Sowohl für das Verlassen als auch das Ankommen ist jeweils eine Regel nötig. Weil ich anfangs versäumt hatte, auch eine Rückkehr-Regel einzurichten, habe ich eine Weile vergeblich darauf gewartet, dass Eve Thermo das Zimmer auf Wohlfühltemperatur heizt.

Die ortsabhängige HomeKit-Steuerung von Eve Thermo funktioniert im Test zwar reibungslos. Doch wie auch bei der Tado-Lösung hat diese Funktion einen prinzipbedingten Haken. Sie kann nämlich nur dann Wirkung zeigen, wenn alle Bewohner ihren Standort über die Cloud freigeben. Sonst sitzen die Daheimgebliebenen im Kalten. Besucher, die nicht Teil des HomeKit-Zuhauses sind, und generell alle Nutzer ohne Apple-Smartphone, lassen die Wirksamkeit dieses Features ebenfalls ins Leere laufen.

Das Elgato-Thermostat in welcher Weise auch immer fernzusteuern ist aber empfehlenswert. Denn die manuelle Bedienung am Regler selbst enttäuscht. Dafür reagieren die Sensortasten einfach zu träge. Weil ihr Druckpunkt zudem sehr schwammig ist, tippe ich häufig versehentlich zu oft darauf und schieße bei der Temperatur übers Ziel hinaus.

Heizen mit System in der Eve-App

Heizpläne unterstützt die Smart-Home-App von Apple noch nicht. Dafür ist eine zusätzliche App nötig. Elgato schickt dafür die umfangreiche Universal-App namens Eve ins Rennen. Sie kommt bei allen Produkten des Herstellers zum Einsatz, zum Beispiel auch beim Eve Button.

In der Eve-App lassen sich für jeden Heizkörper, der mit einem Eve Thermo ausgestattet ist, Ziele für die Wohlfühltemperatur und die Standby-Temperatur festlegen. Zu welchen Zeitpunkten die Heizung laufen soll, könnt ihr für jeden einzelnen Tag bestimmen. Diese Heizphasen verkürzt oder verlängert ihr per Wischgeste.

Eve Thermo Heizpläne
Mit der Eve-App lassen sich Heizphasen und Temperaturziele für jeden Wochentag und jedes Zimmer festlegen. Image by Berti Kolbow-Lehradt

Sollen Räume an bestimmten Tagen nur auf Standby-Temperatur erwärmt werden, löscht ihr durch längeres Drücken alle Heizphasen. Alternativ könnt ihr freie Tage, Feiertage oder Urlaube in die Apple-Kalender-App eintragen und Eve Zugriff darauf geben. Die Heizplanung mit Eve gelingt im Test auf diese Weise sehr gut.

Weitere Komfortfunktionen: Temperaturabweichung, Displayausrichtung und mehr

Darüber hinaus bietet die App von Elgato weitere Komfortfunktionen, die in Apple Home nicht verfügbar sind. Leider sind sie aufgrund der verschachtelten Menüs nicht leicht zu finden. Das ist wohl der Kompromiss, den eine Multi-Geräte-App erfordert, in der sehr viele Inhalte untergebracht sind.

Sehr hilfreich ist die Möglichkeit, eine Temperaturabweichung zwischen Heizkörper und Raummitte zu definieren. Damit lässt sich das Problem lösen, dass es an anderer Stelle kälter sein kann als direkt am Heizkörper, wo Eve Thermo die Temperatur misst.

Elgato Eve Thermo App Temperaturabweichung
Die Messung der Temperatur am Heizkörper und in der Raummitte lässt sich mit dieser Funktion in der Eve-App in Einklang bringen. Image by Berti Kolbow-Lehradt

Ein weiteres praktisches Feature bietet der Menüpunkt „Installation“, unter dem ihr die Displayausrichtung des Thermostats um 180 Grad drehen könnt. Das ist dann von Vorteil, wenn sich die Anzeige aus einem bestimmten Blickwinkel nicht einsehen lässt.

Automatisch aktiviert und nicht abschaltbar ist eine Fenstererkennung. Sie soll die Heizung vorübergehend für zehn Minuten abschalten, wenn Eve Thermo einen plötzlichen Temperatursturz feststellt, wie er beim Stoßlüften entsteht.

Im Test überzeugt mich diese Funktion aber nicht, da ich auch bei sehr großen Temperaturunterschieden zwischen Drinnen und Draußen kein erkennbares Pausieren des Heizplans feststellen konnte. Anders als bei Tado gibt das Display von Eve Thermo kein entsprechendes Feedback. Nur sehr tief in der App lässt sich einsehen, ob das Ventil gerade offen oder geschlossen ist. Ein besseres Ergebnis könnte ein dedizierter Kontaktsensor bieten, der direkt am Fenster angebracht ist. Diesen bietet Elgato als „Eve Door & Window“ optional für rund 40 Euro an.

Elgato Eve Thermo Displayanzeige drehen
Lässt sich das Display von einem Blickwinkel aus nicht gut ablesen, kann man die Anzeige via App um 180 Grad drehen. Image by Berti Kolbow-Lehradt

Test-Fazit: Software zum Wohlfühlen, Hardware zum Frösteln

Das smarte Heizkörperthermostat Eve Thermo in der Generation von 2017 ist für rund 70 Euro eine empfehlenswerte Ergänzung für alle, die ihr Smart Home mit Apple HomeKit managen und außerdem schon stark in das Eve-System investiert sind.

Durch die native HomeKit-Integration ohne Bridge ist die Einrichtung sehr leicht. Dass sich Eve Thermo zusammen mit anderen Elgato-Geräten in der Eve-App organisieren lässt, entschlackt außerdem den iPhone-Homescreen. Heizpläne, Siri-Befehle, Einbindung in Szenen – vieles von dem, was ein smartes Thermostat ausmacht, erfüllt Eve Thermo prima. Die variable Displayausrichtung ist zudem ein praktisches Schmankerl.

Auf Software-Seite fehlt daher nur wenig zur Perfektion. Lediglich die integrierte Fenstererkennung beim Stoßlüften offenbarte im Test nicht ihren Mehrwert. Wünschenswert wäre zudem, dass Elgato die Menüführung der Eve-App aktualisiert. Das Produktportfolio ist jetzt schon so breit, dass es umständlich sein kann, schnell auf alle Funktionen eines einzelnen Produkts wie Eve Thermo zuzugreifen.

Was das Hardware-Design betrifft, wird diese Eve-Thermo-Generation ihrem Premium-Charakter nicht vollständig gerecht. Mit der etwas massigen Formsprache kann vermutlich noch leben, wer keinen grazileren Vergleich kennt. Hingegen die trägen und schwammigen Sensortasten dürften die Nerven jedes Anwenders strapazieren. Dass Eve Thermo zum Glück auch eher auf die smarte Bedienung aus der Ferne ausgelegt ist, kann darüber gerade so hinwegtrösten.

Das smarte Heizkörperthermostat von Elgato bei Amazon (Provisions-Link)

Dieser Artikel erschien zuerst auf Netzpiloten Apple.


Images by Berti Kolbow-Lehradt

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Alles was wir über das Spotify Device fürs Auto wissen

Syda Productions - stock adobe com

Ihr kennt das Gefühl bestimmt. Im Radio läuft dieser perfekte Song zum Autofahren, bei dem ihr die Musik laut aufdreht und die Fahrt sich dadurch vielleicht gar nicht mehr so lang anfühlt. Der Musik-Streamingdienst Spotify setzt auf genau dieses Fahrgefühl und bringt wohl bald ein Device zum streamen im Auto auf den Markt. Wir haben alle bisherigen Infos für euch zusammengefasst!

Spotify Car Device (Screenshot by Lisa Kneidl)
Über diese Anzeige, die angeblich das neue Smart Device fürs Auto ankündigt, stolperten einige Spotify-Nutzer. Screenshot by Lisa Kneidl

Über 70 Millionen Autofahrer nutzen Spotify

Radio und Musik sind schon seit den 50er Jahren fester Bestandteil der meisten Autofahrten. Spotify arbeitet schon länger daran, ihr Angebot jetzt auch vermehrt in die Autos dieser Welt zu bringen. Über das Entertainment System kann in vielen Autos schon über Android Auto oder Apple CarPlay sowohl das gratis, als auch das Premium-Angebot genutzt werden. In einigen Autos ist die App auch bereits vorinstalliert, dazu gehören beispielsweise BMW, MINI, Tesla und jetzt auch Cadillac.

Kommt der smarte Spotify Auto-Lautsprecher?

Auf Reddit und andernorts im Internet wunderten sich Spotify Nutzer schon vor einiger Zeit über die neuen Werbeanzeigen des Streaminganbieters. Der Anzeige kann man entnehmen, dass man das Device vorbestellen kann. Es soll innerhalb eines Angebots von 12,99 Dollar monatlich verfügbar sein und im Preis inbegriffen sein. In anderen Anzeigen war von 14,99 Dollar pro Monat die Rede und dass im Modell ein 4G-Modul und die Spracheingabe über Amazons Alexa integriert sei. In den Spotify-Support-Foren soll es laut The Verge von offizieller Seite geheißen haben, die Werbeanzeigen seien lediglich Tests, sie würden das entsprechende Team aber wissen lassen, dass es Interesse an dem Projekt gibt.

Ebenfalls soll der Konzern auch bereits Stellenanzeigen für ihre Hardware-Projekte zum Thema Sprachsteuerung veröffentlicht haben. Auf Smart Home Devices wie dem Amazon Echo und Google Home können Kunden Spotify bereits per Sprachsteuerung nutzen. Da liegt es nah, dass der Konzern mit einem eigenen Gerät zur sprachgesteuerten Musik-Wiedergabe liebäugelt.

spotifycares (Screenshot by Lisa Kneidl)
@SpotifyCares, der Support-Twitteracount des Konzerns, gibt nur vage Antworten auf die Fragen eines Kunden. Screenshot by Lisa Kneidl

Spotify-Event am 24. April

Ob das ominöse Gerät bald erhältlich sein wird oder ob es sich wirklich nur um einen Test handelt, werden wir womöglich am 24. April 2018 erfahren. Spotify hat für diesen Termin ein Event angekündigt, bei dem der Konzern größere Neuerungen bekannt gegeben will. Wir bleiben gespannt!


Syda Productions/stock.adobe.com

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Amazons Alexa wird mit Echo Buttons zur Minispielkonsole

Echo Buttons (Image via Amazon)

Besser später als nie – in Deutschland sind nun die Buttons für Alexa-Lautsprecher erhältlich. Aber was genau können die kleinen Buzzer-ähnlichen Gadgets und wofür sind sie gut?

Mit den kleinen Buttons wird Alexa zur Spielkonsole. Schon im September wurden diese von Amazon vorgestellt aber erst jetzt haben sie es auf den deutschen Markt geschafft. Nutzer erhalten sie im Doppelpack für etwa 20 Euro und können Alexa damit in einen kleinen Quizmaster verwandeln. Hier haben Nutzer die Möglichkeit zwischen Geschicklichkeits- und Quizspielen zu wählen. Unter den Spielen befinden sich kompatible Alexa Skills wie unter anderem Schüttelwort, Bandit Buttons und Alien Decoder.

Wie benutzt man die bunten Buttons?

Nutzer können sich mit bis zu vier Buttons mit einem Echo vernetzen. Hierbei sind die Devices Echo (1. und 2. Generation), Echo Dot, Echo Show, Echo Spot oder Echo Plus für die neuen Gadgets geeignet. Das Ganze geht ganz einfach via Bluetooth-Verbindung. Alexa stellt während der Spiele eine Frage und die bunten Buzzer werden dafür genutzt, um zu antworten. Hierbei sind die einzelnen Games unterschiedlich gestaltet. Die Buttons leuchten und können in den Spielen verschiedene Spielzüge ausführen. Wer wissen möchte, welche Spiele zur Verfügung stehen und welche man mit den kleinen Buttons spielen kann, der kann Alexa natürlich einfach fragen„Alexa, welche Spiele kann ich mit Echo Buttons spielen?“ Zudem bietet Amazon eine ganze Reihe an Alexa Skills auf der Homepage an.

Die Buttons stellen das erste Gadget für Amazon Alexa dar. Hiernach ist noch eine ganze Reihe an Zubehör zu erwarten. Mit den nächsten Gadgets sollen die smarten Lautsprecher nach und nach erweitert werden. Allerdings sind die weiteren Gadgets noch nicht weiter bekannt.

Wer also beim nächsten Spieleabend mit Freunden oder der Familie einmal was Neues ausprobieren möchte, der hat mit den kleinen Buttons sicherlich seinen Spaß.

Einen Amazon Echo bei Amazon aussuchen (Provisionslink)


Echo Buttons / Amazon Presse

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Philips Hue Go – Smart Home zum Mitnehmen?

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Die Philips Hue Go ist das erste Smart-Home-Gerät der Philips Hue Serie, welches sich ohne Stromanschluss verwenden lässt. Der Hersteller verspricht „stimmungsvolle Akzente im ganzen Zuhause“ oder schlägt vor, die Lampe mitzunehmen, wenn ihr mit Freunden die Grillsaison auf der Terrasse einläutet. Nun ja, sie bietet jedenfalls neben weißem Licht ein Leuchtmittel mit 16 Millionen Farben und natürlichen, dynamischen Effekten. Diese könnt ihr direkt am Produkt steuern oder die Philips Hue Go über die Hue Bridge mit Apple HomeKit verbinden. Ich habe die Lampe ausprobiert.

Hochwertige Hardware mit Designfehler

Der Lieferumfang ist schlicht gehalten. Neben der Lampe selber findet man nur einen weißen Ladestecker und eine Bedienungsanleitung in der Box. Die Lampe wirkt hochwertig verarbeitet und ist in einem milchig-weißen Plastikgehäuse untergebracht. Das einzige wirkliche Manko an dem Produkt ist der Netzstecker. Dieser besitzt zwar ein ausreichend langes Kabel, welches sich aber nicht tauschen lässt. Leider setzt Philips hier auf eine eigene Konstruktion, statt Micro-USB oder USB-C zu verbauen. Außerdem lässt sich das Kabel, wie auf dem Foto zu sehen, nur nach vorne wegführen. Hier sollte Philips bei einer zweiten Generation auf jeden Fall nachbessern.

Überzeugen kann die Lampe hingegen in der wichtigsten Kategorie: ihrer Leuchtkraft. Die Lampe erzeugt ein sehr schönes, gleichmäßiges Licht. Über einen Knopf an der Rückseite könnt ihr zwischen acht verschiedenen Einstellungen wählen. Unter anderem stehen hier ein warmes und entspannendes Licht, ein kaltes und konzentrationsförderndes Licht, sowie einige farbige Lichttöne zur Auswahl. Sehr gut gefallen hat mir auch die Möglichkeit, ein flackerndes Kerzenlicht auszuwählen.

Volles Smart-Home-Erlebnis nur per App

Um den vollen Funktionsumfang der Philips Hue Go nutzen zu können, musst ihr per Philips-Hue-App die Lampe mit dem Steuerungselement HueBridge verbinden. Wie bei jeder Hue Glühbirne oder Lampe, kann man der Philips Hue Go einen Namen für die Bedienung per Sprache geben und sie einem Raum im Haus zuordnen. Anschließend lässt sich die Lampe per App bedienen sowie mit Apple HomeKit, Alexa und Google Home oder auch Conrad Connect per Sprache steuern. In der App kann man aus tausenden Lichtfarben und Stärken sowie vielen Voreinstellungen wählen, so wie man es von sämtlichen Philips-Hue-Geräten gewöhnt ist.

Um die Lampe abseits einer Steckdose zu verwenden, muss man lediglich warten, bis der Akku voll geladen ist und das Stromkabel abziehen. Leider gibt es keine Möglichkeit den Ladestand der Philips Hue Go zu überprüfen. Der Akku ist nicht wechselbar und reicht für eine Nutzungsdauer von circa drei Stunden. Auch im Akkubetrieb sind alle Smart-Home Funktionen weiterhin verfügbar. Allerdings trennt die Lampe nach einer Standbyzeit von ein paar Stunden die WLAN-Verbindung und lässt sich dann nicht mehr über Smart Home einschalten. In diesem Fall muss man den Button auf der Rückseite betätigen, um das Gerät wieder zu aktivieren beziehungsweise zu verbinden. Außerhalb des heimischen WLAN müsst ihr zudem auf die Bedienung per App verzichten und könnt lediglich auf die acht voreingestellten Optionen zurückgreifen.

Philips Hue Go als günstiger Lichtwecker

Abseits der Standardfunktionen lässt sie die Philips Hue Go noch in vielen weiteren Szenarien einsetzen. Philips bietet mit den sogenannten Wake-up-Lights eine Reihe von Weckern an, die euch mit einem künstlichen Sonnenaufgang wecken und mit einem Sonnenuntergang beim Einschlafen helfen. Diese sind jedoch deutlich teurer als die Philips Hue Go und lassen sich nicht ins Smart Home einbinden. Über die Philips-Hue-App könnt ihr aber an der Hue Go unter dem Menüpunkt „Routinen“ die Funktionen „natürliches Aufwachen“ und „schlafen gehen“ aktivieren. Hierzu müsst ihr die Hue Go allerdings per Kabel mit dem Strom verbinden. In jedem Fall ist die Philips Hue Go ein praktischerer Lichtwecker als die Elgato Avea Sphere.

Fazit: Solide, aber ausbaufähig

Die Philips Hue Go ist eine sehr gute Erweiterung für euer Philips-Hue-System, doch auch für diejenigen die noch keine Philips-Hue-Geräte besitzen, kann sich die Anschaffung durchaus lohnen. Sofern man sich mit dem etwas unpraktisch angebrachten Stromkabel anfreunden kann. Besonders angetan hat es mir die Möglichkeit, die Hue Go abends als „Kerze“ und morgens als Lichtwecker zu nutzen. Im Akkubetrieb verwende ich die Lampe aufgrund der eingeschränkten Funktionalität und etwas kurzen Akkulaufzeit hingegen eher selten. Die Hue Go bei Amazon kaufen (Provisions-Link)

Dieser Artikel erschien zuerst auf Netzpiloten Apple.


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Sonos One im Test: Kleiner Alexa-Lautsprecher mit großartigem Sound

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Sonos ist derzeit der einzige Hersteller von Streaming-Lautsprechern mit direktem Zugriff auf Apple Music und daher insbesondere für Apple-Nutzer eine attraktive Sound-Option. Angesichts des Trends zu smarten Sprachassistenten wäre es für Apple-Fans natürlich das Höchste der Gefühle, Sonos-Lautsprecher mit Siri fernbedienen zu können. Das ist aber, wenn überhaupt, Zukunftsmusik. Stattdessen ist Alexa derzeit in aller Munde. So auch bei Sonos. Kürzlich habe ich euch berichtet, wie gut Sonos-Lautsprecher auf Sprachkommandos im Verbund mit Amazon-Echo-Lautsprechern hören. Jetzt lag mir auch die integrierte Variante zum Test vor: der neue Lautsprecher Sonos One.

Der Sonos One hat Alexa ab Werk eingebaut und kommt daher ohne weitere Hilfsmittel aus. Im Ergebnis will Sonos damit ein Sound-System präsentieren, das nicht nur mit smarten Funktionen euren Alltag erleichtert, sondern dabei auch noch sehr überzeugenden Musikklang bietet. Schließlich ist genau das die Lücke, die Apple mit dem HomePod füllen will. In meinem Praxistest zeigt sich, dass Sonos die Messlatte mit dem Sonos One für Apple aber äußerst hoch legt.

Sonos One und Alexa rocken das Smart Home

Der Sonos One leistet prinzipiell all das, was auch Amazons Echo-Lautsprecher bieten. Im Alltag erweist er sich daher auch als sehr nützlich. Ich kann nicht nur das Wetter abfragen oder Kalendereinträge mit gesprochener Sprache erstellen, sondern etwa auch meine WLAN-Glühbirnen von Philips Hue über den Sonos One steuern. Weil sich die Sprachsteuerung zum Testzeitpunkt aber in der Beta-Phase befindet, sind noch nicht sämtliche Alexa-Funktionen freigeschaltet. Beispielsweise kann ich einen Echo Dot um Erinnerungen bitten, den Sonos One nicht.

Sonos One Test
Das Mikrofon-Icon symbolisiert die wichtigste Eigenschaft des Sonos One. Er hört auf Sprachbefehle via Amazon Alexa. Image by Berti Kolbow-Lehradt

Neben diesen smarten Funktionen dient die Sprachfunktion beim Sonos One zur Musiksteuerung. Allerdings sind sämtliche Befehle dieser Sprachfernbedienung nur in Zusammenarbeit mit den Streaming-Diensten Amazon Music, TuneIn und (Update 21.11.2017) Spotify Premium anwendbar. Andere Dienste wie Apple Music hören nicht auf Alexa. Ferner kann ich lokale, auf dem iPhone oder iPad gespeicherte Songs nur per Sprache steuern, wenn ich sie zuvor händisch in der Sonos-App gestartet habe. Sofern ich die semantische Systematik der Alexa-Befehle einhalte, versteht mich die im Sonos One integrierte Software gut. Die Reaktionsgeschwindigkeit ist sehr flott. Ganz selten läuft ein Befehl ins Leere. Insofern ist die Performance besser als bei der Kombination eines Sonos Play 1 und eines Echo Dot, die ich hier getestet habe.

Offenbar hat Sonos die Abstimmung des internen Mikrofons mit der Alexa-Software noch etwas besser hinbekommen. Ich finde die Leistung aber auch bei dem Setup mit Echo-Lautsprecher akzeptabel und kann die harsche Kritik vieler Bewertungen des Sonos-Skills in der Alexa-App nicht nachvollziehen. Die Einrichtung und Steuerung von Alexa funktioniert beim Sonos One genau so wie bei der Variante mit einem zusätzlichen Echo-Lautsprecher. Ebenso kann ich mit Kommandos nicht nur den Sonos One, sondern auch alle anderen Sonos-Boxen in der Wohnung fernbedienen. Der Sonos One ersetzt in diesem Sinne einen Amazon Echo.

Sonos One und die Datensparsamkeit

Wer den Sonos One mit Alexa nutzt, muss sich im Klaren sein, dass das Mikrofon grundsätzlich immer mithört. Außerdem protokolliert Amazon alle eingesprochenen Anfragen in einem Verlauf mit, sobald das Schlüsselwort „Alexa“ gefallen ist. Aus diesem Grund läuft der Sonos One zudem nur mit einem Software-Update, das mit einer neuen Datenschutzrichtlinie von Sonos einhergeht. Darin behält sich Sonos vor, zur Leistungsverbesserung bestimmte Nutzerdaten zu speichern.

Wer das nicht will, kann das Update natürlich verweigern, muss dann aber auf den Sonos One verzichten. Andere Sonos-Lautsprecher funktionieren zwar weiterhin, erhalten dann aber keine Funktions-Updates mehr. Das bringt so manchen Nutzer zurecht auf die Palme, wie ich auch in einem Dialog mit einem Twitter-Nutzer festgestellt habe. Ich gehe zwar mit meinen persönlichen Daten als Technik-Geek bisweilen sehr freizügig um. Wer hingegen sehr großen Wert auf Datensparsamkeit legt, sollte von smarten Lautsprechern Abstand nehmen. Das schließt das Sonos-System ab sofort ein.

Zucker für Design-Puristen

Abgesehen von der Alexa-Integration unterscheidet sich der Sonos One nur sehr wenig vom bestehenden Modell Sonos Play 1. Formfaktor und Maße sind identisch. Nur in der Farbgebung und der Gestaltung der Deckplatte weicht der Sonos One leicht vom Geschwistermodell ab. Die Deckplatte ist jetzt vollkommen plan und verzichtet auf den leicht gewölbten Rand sowie die physischen Tasten. Die Funktionen der neuen Sensortasten tragen zudem der Anwesenheit von Alexa Rechnung. So ist eine neue Taste hinzugekommen, mit der sich das Mikro deaktivieren lässt.

Das Lochgitter rund um den Korpus ist jetzt vollständig weiß statt grau. Durch diese leichte Modernisierung wirkt das Lautsprecherdesign noch etwas homogener und puristischer. Gleichzeitig sind die Anpassungen nicht so gravierend, dass der Sonos One aus der Reihe tanzt. Die Verwandtschaft zum Play 1 und dem gesamten Sonos-System bleibt deutlich erkennbar.

Update ist auf dem iPhone zum App-gewöhnen

Zeitgleich zur Alexa-Funktion hat Sonos auch eine neue Version der Steuer-App vorgestellt. Dabei hat der Hersteller zum einen das Layout massiv angefasst und einem noch puristischeren Look mit Schwarz und Weiß als Grundfarbe geschaffen. Zum anderen hat er die gewohnte Menüführung über den Haufen geworfen.

Statt in einer seitlichen Leiste sind die Menüpunkte jetzt am unteren Rand angeordnet. Was nach einem Detail klinkt, empfinde ich in der Praxis als gewöhnungsbedürftig. Die Umstellung gelingt mir nicht auf Anhieb intuitiv. Insbesondere der „Mein Sonos“-Tab, der die Musiksammlung bündelt, ist herausfordernd. Weil die Playlisten, Radiosender und Favoriten-Titel nun in sehr großen Icons dargestellt werden und seitlich zu durchscrollen sind, leidet die Übersicht. Im Querformat auf dem iPad sieht das zwar okay aus, aber auf dem iPhone im Hochformat schlecht. Und das nutze ich am häufigsten zur Bedienung des Sonos-Systems.

Nach etwas Eingewöhnung gelungen finde ich die neue Raumsteuerung. Damit lässt sich präzise steuern, welcher Titel wo spielen soll. Unverändert gut ist die Suchfunktion, mit der sich Titel übergreifend in allen verknüpften Audio-Diensten und dem lokalen Speicher suchen lassen. Die Auswahl an verknüpfbaren Diensten ist beachtlich. Verfügbar sind Apple Music, Spotify, SoundCloud, TuneIn, Deezer, Google Play Music, Juke, Napster, Amazon Music, Pocket Casts, Qobuz, Tidal, Aldi Life Musik und andere.

Angesichts des überdurchschnittlichen Angebots an Musikquellen und der guten Grundfunktionalität ist meine Kritik auf hohem Niveau formuliert. Insgesamt betrachte ich die App weiterhin als eine sehr ansprechende Fernbedienung für das Sonos-System, an der sich der Wettbewerb messen lassen muss. Vorerst ist die App die einzige Möglichkeit, Musik auf Sonos-Lautsprecher zuzuspielen. Für 2018 hat Sonos jedoch angekündigt, Apples überarbeitetes Audio-Protokoll Airplay 2 zu unterstützen. Inwiefern dies ohne Zusatzgeräte geht, oder ob ein umständliches Setup nötig ist, ließ Sonos bisher unbeantwortet.

Riesen-Klangspektakel auf kleinem Raum

Den Sound des Sonos One hat der Hersteller so belassen, wie ihn Nutzer vom Play 1 kennen. Das ist prima, denn an der Klangqualität der kleinsten Lautsprecherkategorie von Sonos ist rein gar nichts auszusetzen. Angesichts des begrenzten Klangkörpers spielt das Audio-System überraschend laut, wuchtig und klar auf. Einen derart raumgreifenden und gleichzeitig präzisen Bass habe ich bei noch keinem anderen Lautsprecher dieser Größe erlebt. Gleichzeitig kommen Mitten und Höhen klar verständlich rüber. Musik mit dem Sonos One zu hören, macht einfach Spaß. Weil die Hardware dem Innenleben des Play 1 entspricht, ist der Klang des Sonos One erwartungsgemäß ebenbürtig.

Bedauerlich ist, dass sich beide Modellvarianten momentan dennoch nicht zu einem Stereopaar kombinieren lassen. Für diese Funktion benötigt ihr vorerst entweder zwei Sonos One oder zwei Play 1. Möglicherweise wird Sonos diese Beschränkung mit einem künftigen Software-Update aufheben. In mein bestehendes Sonos-Setup fügt sich das Testexemplar des Sonos One ansonsten nahtlos ein. Die Übertragung ist wie gewohnt synchron und verzögerungsfrei.

Test-Fazit Sonos One

Mit dem Sonos One betreibt der Hersteller von WLAN-Lautsprechern mit Multiroom-Funktion sinnvolle Produktpflege, die den Trend zu digitalen Sprachassistenten gelungen aufgreift. Obwohl sich die Integration von Alexa offiziell noch im Beta-Status befindet, ist die Performance in meinem Praxistest schon sehr stabil. In den meisten Fällen führen die Sprachkommandos umgehend zum Ziel. Das gegenüber dem fast baugleichen Play 1 leicht aktualisierte Gehäuse ist in seinem Purismus noch einen Tick konsequenter und dürfte Fans hochwertigen Produktdesigns ansprechen.

Sonos One Test
Der Sonos One überzeugt im Test. Image by Berti Kolbow-Lehradt

Die Klangqualität entspricht der des Play 1 und liegt damit auf sehr hohem Niveau. Wer auf die Alexa-Funktion und das neue Design verzichten kann, kann also auch guten Gewissens zu einem Play 1 greifen. Beide Modelle bleiben zum gleichen Preis von 229 Euro im Programm. Der Sonos One ist hier bestellbar. Sonos will in den kommenden Monaten übrigens ebenfalls den Sonos One um Google Assistant erweitern und damit beide führenden Sprachassistenten integrieren. Bei dem Rennen um Marktanteile im Bereich der Lautsprecher, die nicht nur smart sind, sondern auch noch gut klingen, hat sich Sonos eine vorteilhafte Startposition erarbeitet. Apple-Nutzer dürften jedoch weiter gespannt dem HomePod mit Siri entgegenfiebern, der ebenfalls auf Smartness und Klang setzt, aber – anders als Sonos und Alexa – auch Apple Music per Sprache ansteuern wird.

Sonos bei Amazon (Provisionslink)


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Die irrste Technik-Show der Welt: CES 2018 in Fotos und Video

CES 2018

Gleich zu Jahresbeginn stand für die Redaktion der Netzpiloten und die gesamte Technik-Branche ein wichtiger Termin an: Die größte Technik-Messe der Welt, die CES, öffnete ihre Tore für über 184.000 Besucher und 4.000 Aussteller. Ich war für euch vor Ort dabei. Dabei verwandelte sich ganz Las Vegas zum Showcase für außergewöhnliche, verrückte und innovative Technik. Denn nicht nur auf dem Messegelände im Las Vegas Convention Center empfingen Unternehmen wie Samsung, Belkin, Sony oder LG Journalisten und Technik-Interessierte. Auch in den beeindruckenden Casino-Hotels, die sich über den gesamten Strip verteilen, fanden während der CES 2018 Veranstaltungen und Presskonferenzen statt.

Ausprobiert: HTC zeigt auf der CES 2018 Virtual Reality in 4K

So präsentierte HTC während der CES 2018 im glamourösen Wynn-Hotel seine neuesten Entwicklungen in Sachen Virtual Reality. Die HTC Vive Pro kommt mit besseren Displays daher und löst nun in 4K auf. Im Test beeindruckte zwar die extrem hohe Auflösung – wer wie ich allerdings unter akuten Schwindelanfällen leidet, wenn es um VR geht, sollte sich die Anschaffung noch einmal gut überlegen. Die HTC Vive Pro lässt dem Körper kaum noch die Möglichkeit, zwischen Realem und Virtuellen zu unterscheiden. Für Schwindelfreie ist das ein absoluter Gaming-Genuss.


Mein persönliches Highlight der Messe war allerdings Samsungs Riesen-Fernseher „The Wall“. Das Besondere ist dabei allerdings nicht die enorme Größe von 142 Zoll, sondern die Möglichkeit, den Fernseher in vielen unterschiedlichen Größen zu fertigen, also maßgeschneidert auszuliefern. Wie teuer Samsungs MicroLED-Fernseher wird, steht aktuell noch gar nicht fest. Genauso steht es um den Marktstart. In meinem Hintergrundbericht zum neuen MicroLED-TV von Samsung könnt ihr noch mal alle technischen Details, die Funktionsweise der mLED-Technik und den direkten Vergleich zu OLED nachlesen.

Alexa im neuen Robo-Gewand

Besonders viel Spaß hatte ich auf dem Stand von UBTech. Dort hatte der Robotor-Hersteller ein kleines gemütliches Wohnzimmer aufgebaut. Der weiße Robotor Lynx stach dabei direkt ins Auge. Eine Stand-Mitarbeiterin verriet mir, dass im Inneren von Lynx Amazons Alexa wohnt und Befehle annimmt. Die darauffolgende Demonstration brachte den süßen Roboter zum Tanzen und mich zum Schmunzeln. Wie das aussieht, sehr ihr in unserem Highlight-Video zur CES. Wie UBTech künftig menschlich aussehende Roboter in die Heime bringt, lest ihr hier.

Lynx beherbergt Amazons Alexa und kann sogar tanzen. Image by Julia Froolyks

Nicht sehr innovativ: Stromausfall in der Central Hall

Am CES-Mittwoch passierte das, was man erstes nicht in Las Vegas und zweitens nicht auf einer Technik-Messe erwartet: Der Strom in der Central Hall fiel aus. Alle großen Hersteller wie Huawei, LG und Samsung standen komplett im Dunkeln. 40 Minuten brauchte der Messeveranstalter, um die Messestände wieder zu erleuchten und die Unternehmen aufatmen zu lassen. Huawei hatte sich indes mit batteriebetriebenen Lampen selbst geholfen, was zu einem, naja, romantischen Ambiente am Messestand geführt hatte.

Ich hatte das große Glück, von Harman auf das traditionelle CES-Konzert eingeladen zu werden. Harman ist für hochwertige mobile Lautsprecher bekannt. Niemand Geringeres als Lenny Kravitz gab im Hard Rock Hotel Las Vegas, etwas abseits des Strips, seine Hits zum Besten. Boxen der Harman-Marke JBL beschallten den Raum und liefen beim ersten Anschlag meine Haare nach hinten wehen. Ein weiteres Highlight der Abendlichen Veranstaltungen war die gigantische Pool-Party von Huawei im Schatten des legendären goldenen Mandalay-Bay-Hotels. Leider spielte das Wetter in Las Vegas nicht mit und der Pool blieb bei knapp zwölf Grad leer. Eine große Überraschung und ebenfalls ein Highlight: Hier traf ich den erfolgreichen amerikanischen Technik-YouTuber Zack, der auf seinem Kanal „JerryRigEverything“ aktuelle Smartphones extremen Härtetests unterzieht. 

CES 2018
Zack von JerryRigEverything veröffentlicht auf seinem YouTube-Kanal ausführliche Handy-Tests. Image by Julia Froolyks

Belkin bringt Edge-to-Edge-Glas für iPhone X auf den Markt

Auf dem Belkin-Stand durfte ich Prototypen von künftigen Produkten ansehen und bewerten. Außerdem hatten Messebesucher hier die Möglichkeit, ihr Smartphone mit einem 3D-Glas-Displayschutz versehen zu lassen. Mein iPhone X hat bereits vor der Messe einen Schutz verpasst bekommen, den ich bei Apple habe anbringen lassen. Ich hätte damit allerdings noch warten sollen. Wie mir ein Belkin-Mitarbeiter verriet, soll im Februar der Edge-to-Edge-Schutz auch für das iPhone X herauskommen, der das gesamte Display und nicht nur den Bildschirm bedeckt. Auch für meine Apple Watch Series 3 konnte Belkin mir einen Display-Schutz verpassen. Normalerweise stehe ich etwaigen Folien und Gläsern skeptisch entgegen. Das aufgesetzte Glas schmiegt sich allerdings sehr schlicht an. Die Touch-Funktion wird allerdings minimal beeinflusst. Ich muss mit Schutzglas etwas fester auf die Uhr drücken, um Aktionen auszuführen.

CES 2018
Am Belkin-Stand herrschte großer Andrang. Es gab kostenlosen Display-Schutz. Image by Julia Froolyks

Fazit: Die Consumer Electronics Show macht ihrem Namen alle Ehre

Die CES 2018 lieferte eine sehenswerte Technik-Show vom Feinsten. Technik-Nerds und –Journalisten kommen in der verrückten Stadt Las Vegas überhaupt nicht mehr aus dem Staunen heraus. Viele Hersteller ließen sich nicht lumpen, und tischten richtig groß auf, wenn es um die Vorstellung neuer Produkte geht. Vor allem Fernseher, Smart Home und Roboter standen in diesem Jahr ganz oben auf der Agenda. Die Messe hat mir persönlich einen grandiosen Einblick verschafft, auf welche Technologien wir uns in diesem Jahr freuen dürfen.


Images & Video by Julia Froolyks


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CES 2018 für Apple-Fans: Die coolsten Gadgets für iOS, Mac und Homekit

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Die Consumer Electronics Show in Las Vegas ist wie jedes Jahr eines der großen Highlights der Technikbranche. Apple ist zwar nicht auf der Messe vertreten, aber dank vielen neuen Zubehörs für iOS, Mac und HomeKit gibt es selbstverständlich auch für Apple-Fans eine Menge zu bestaunen. Die Netzpiloten sind für euch in Las Vegas dabei. Wir haben die interessantesten Neuheiten von der CES 2018 für euch im Überblick.

Elgato Eve Button und Eve Room: Brückenlose HomeKit-Gadgets

Smart Home bleibt im Jahr 2018 ein großes Thema. Ein Schwerpunkt liegt auf der Automatisierung von Szenarien. Der minimalistische Eve Button von HomeKit-Spezialist Elgato ermöglicht auf Knopfdruck das Einstellen von drei verschiedenen Szenen. Mit einem einfachen Drücken, einem doppelten oder einem längeren. So ist er auch für bereits bestehende HomeKit-Umgebungen geeignet und lässt sich über die App von Apple Home oder die separate Eve-App steuern. „Nicht jeder hat permanenten Siri– oder App-Zugriff, nicht überall sind sensorbasierte Automationen sinnvoll. Deshalb ist eine einfache und elegante manuelle Steuerung die ideale Ergänzung für das Connected Home“, sagt Adam Steinberg, Vice President für Customer Experience bei Elgato.

Glücklicherweise ist eine Bridge oder eine Cloud dafür nicht notwendig. Der Eve Button wird von einem stabilen Aluminiumgehäuse eingefasst und von einer Batterie angetrieben. Die Knopfzelle soll dabei für eine lange Laufzeit ohne ständigen Wechsel sorgen. Preislich schlägt der Eve Button mit circa 50 Euro zu Buche und lässt sich hierzulande ab sofort vorbestellen.

Elgato Eve Button CES 2018
Eve Button. Image by Elgato

Auch im Gepäck für die CES 2018 hatte Elgato die zweite Generation von Eve Room, dem Raumklimasensor. In Kooperation mit den Schweizern von Sensirion misst die Raumklima-Station nicht nur die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit, sondern auch den Gehalt von sogenannten „flüchtigen organischen Verbindungen“ (VOC). Das sind beispielsweise Dämpfe oder Gase, die sich auf die Luftqualität niederschlagen. Die Raumklima-Station bietet zudem ein E-Ink-Display und einen Akku, der über USB geladen wird. Die Auswertung der Daten erfolgt in der Eve-App. Auch hier ist keine Bridge zum Betrieb notwendig. Im März 2018 landet die zweite Generation von Eve Room für 100 Euro im Handel.

Elgato Eve Room 2 CES 2018
Eve Room 2. Image by Elgato

Nanoleaf Remote: Knopflose Fernbedienung für Apple HomeKit

„Minimalismus“ ist ein Wort, das auf die neue Smart-Home-Fernbedienung von Nanoleaf in allen Punkten zutrifft. Und das fängt schon beim Namen an, denn man hat sie ganz innovativ auf „Remote“ getauft. Zudem verzichtet der Hersteller vollständig auf Knöpfe. Stattdessen sollen die Eingaben des Bluetooth-Gadgets lediglich über Positionierung und Drehung erfolgen. Dafür macht das Dodekaeder mit 12 Seiten ganz schön was her und versteht sich sowohl mit HomeKit als auch mit dem versatilen Automatisierungs-Webservice IFTTT. Neben voreingestellten Szenarien lässt sich auch auf solche von der Community zurückgreifen. Als Veröffentlichungszeitraum für die Nanoleaf Remote ist das Frühjahr festgelegt, die unverbindliche Preisempfehlung beträgt rund 60 Euro.

Nanoleaf Remote CES 2018
Nanoleaf Remote. Image by Nanoleaf

Insta360 Nano S: Verbesserte iPhone-Kamera für 360-Grad-Bilder

Mit einer verbesserten Version seiner iPhone-Kamera für 360-Grad-Bilder wartet Insta360 auf. Die erste Insta360 Nano hatte uns im Test gut gefallen. Der Formfaktor der Nano S entspricht weiterhin dem Original-Modell. Daher schmiegt sie sich weiterhin passgenau ans iPhone an. Die neue Nano-Generation versteht sich auch mit dem iPhone 8, iPhone 8 Plus und iPhone X. Allerdings hat Insta360 das Innenleben aufgebohrt. Videos löst die Kamera jetzt in 4K statt 3K auf, Fotos zählen bis zu 20 statt 4,6 Megapixel. Neu ist auch eine Video-Chat-Funktion. Dafür gehört nun ein zusammenfaltbarer Standfuß zum Lieferumfang. Der Preis von 279 Euro fällt etwas höher aus als bei der Erstauflage, ist aber im Vergleich zu anderen 360-Grad-Kameras weiterhin moderat. Die Insta360 Nano S ist ab sofort erhältlich.

Zurück zum Kabel: Alternative zum Apple Wired Keyboard von Matlas

Apple hatte die kabelgebundene Version seiner Mac-Tastatur vor einer Weile aus dem Programm genommen. Der Zubehörhersteller Matlas stellte nun auf der CES 2018 das Matlas Wired Aluminium Keyboard vor, das sich optisch und funktional deutlich am Apple-Produkt orientiert. Look & Feel sollen genauso wie beim Vorbild sein. Mac-Funktionstasten sind natürlich an Bord. Zusätzlich stattet Matlas die Tastatur mit zwei USB-Ports auf, an die ihr eine kabelgebundene Maus und einen USB-Speichermedium anschließen könnt. Kompatibel ist das Schreibbrett mit dem Mac-Betriebssystem bis zurück zur Version 10.6.8 (Snow Leopard). Bei Macland.de ist die Tastatur für rund 75 Euro erhältlich.

Matlas Wired Aluminium Keaybord CES 2018
Matlas Wired Aluminium Keaybord. Image by Matlas

Kingston Nucleum USB-Typ-C-Hub bietet sieben Anschlüsse fürs MacBook

Spätestens seit dem 12-Zoll-MacBook von 2015 ist der Bedarf an USB-Hubs mit Typ-C-Anschluss stark gewachsen. Diesem will der Hersteller Kingston mit dem „Nucleum“ gerecht werden und präsentiert einen 7-in-1-Hub, der für alle möglichen Alltagsszenarien eines Arbeitsgerätes optimiert sein soll. So lassen sich zum Beispiel Mäuse und Tastaturen über das übliche USB-A anschließen, ein zweiter Monitor über HDMI v1.4, welches bis zu 4K-Auflösungen unterstützt, betreiben oder ein iPhone aufladen – teilweise sogar alles gleichzeitig.

Dafür bietet der Hub einen USB-Typ-C-Anschluss zum Laden, einen zur Datenübertragung, den besagten HDMI-Port, einen microSD- und einen SD-Slot sowie zwei USB-A-Eingänge. Beim Design soll außerdem viel Wert darauf gelegt worden sein, wo die Anschlüsse platziert sind, sodass genügend Raum zwischen ihnen geboten wird. Auf die Waage bringt der Hub dabei unter 100 Gramm. Später im ersten Quartal dieses Jahr soll der Kingston Nucleum verfügbar sein, einen offiziellen Preis gibt es noch nicht. Einige Shop-Listungen lassen jedoch vermuten, dass er um die 85 Dollar kosten soll.

Kingston Nucelum CES 2018
Kingston Nucleum 7-in-1-USB-Hub. Image by Kingston

Nokia Sleep: Alte Kissen in neuen Bezügen

Schon vor einiger Zeit wurde der smarte, französische Hersteller Withings von Nokia aufgekauft. Daher schicken die Finnen auf der CES 2018 nun auch die ehemals als „Withings Aura“ bekannte Schlafmatte unter dem Namen „Nokia Sleep“ wieder ins Rennen. Dabei hat der Hersteller das Produkt abgespeckt: Der Lichtwecker ist entfallen, jetzt werden hauptsächlich Daten gesammelt, die sich per WLAN in die App einspeisen. Besonders interessant ist die Anbindung an IFTTT. Smarte Ausstattung vorausgesetzt, könnt ihr zum Beispiel das Licht automatisch ausschalten lassen, wenn ihr euch ins Bett legt, oder die Heizung einschalten, wenn ihr aufsteht. Im ersten Quartal dieses Jahr soll Nokia Sleep noch auf den Markt kommen. Mit 100 Euro liegt der Startpreis etwas niedriger als beim Originalprodukt Withings Aura.

Nokia Sleep CES 2018
Nokia Sleep. Image by Nokia

DJI Osmo Mobile 2: Jetzt auch geschmeidig hochkant filmen

Wer mit seinem Smartphone wackelfreie Videos aufnehmen will, kommt an einem sogenannten Gimbal kaum vorbei. Und dass vor allem die Kamera des iPhone inzwischen nicht nur für Hobby-Aufnahmen eignet, sollte weitläufig bekannt sein. Warum also teures Geld in eine Kamera investieren, wenn man mit einem Smartphone-Gimbal schon gute Ergebnisse erzielen kann? Einer der bekanntesten Vertreter ist hier der Osmo Mobile von DJI, der nun in die zweite Generation geht.

Obwohl er mit 149 Euro deutlich günstiger als sein Vorgänger zum Marktstart wird, der noch 100 Euro teurer war, kann DJI Osmo Mobile 2 mit einem essentiellen Feature auftrumpfen: Er unterstützt auch Aufnahmen im Hochkantformat. Die Positionierung der Bedienknöpfe hat sich ansonsten etwas verändert, die Batterien sind nicht mehr herausnehmbar, dafür soll eine Ladung für eine Laufzeit von rund 15 Stunden ausreichen. Neben iPhones werden von dem Gadget natürlich auch Android-Smartphones unterstützt.

DJI Osmo Mobile 2 CES 2018
DJI Osmo Mobile 2. Image by DJI

Colgate Smart Electronic Toothbrush E1: Zähneputzen mit ResearchKit

Die Zahnhygiene-Firma Colgate hat mit der Smart Electronic Toothbrush E1 eine erste Bürste vorgestellt, die sich mit Apples offener Schnittstelle ResearchKit verbindet. Mit Echtzeitsensoren überwacht die Toothbrush E1 die 16 Zonen eines Mundes und überträgt die Daten via Bluetooth an ein iPhone oder iPad. Mittels App werden auch Hinweise gegeben, wie die Zähne am besten gesäubert werden. Vorerst startet das Gadget für smarte Zähneputzer diesen Monat exklusiv in Apple Stores der USA, kommt aber hoffentlich auch später den Sprung über den großen Teich schafft. Zwar hat Colgate damit die Zahnbürste nicht neu erfunden, die Konkurrenz hatte sich bislang aber noch nicht ans Apple ResearchKit getraut.

Merge VR 6DoF: Nerf-Gun mit Smartphone-Aufsatz

Aber warum muss es denn immer ein nützliches Gadget sein, wenn es auch einfach mal nur Spaß machen kann? Die 6DoF von Merge VR ist eine Next-Level-Nerf-Gun und handlicher als ihr Name. Auf die Plastik-Knarre wird das iPhone aufgesteckt und bietet dann virtuelle Ziele. Zwar vermarktet Merge VR das unter dem Schlagwort “Augmented Reality”, tatsächlich wird auf dem Display jedoch eine komplett virtuelle Welt dargestellt. Insgesamt sind an der 6DoF vier haptische Knöpfe angebracht: Ein Abzug zum Feuern, ein Optionen-Button am hinteren Ende und noch zwei weitere am vorderen Lauf. Interessenten müssen sich jedoch noch einige Zeit gedulden. Im Sommer kommt die Merge VR 6DoF in den USA auf den Markt, zum Weihnachtsgeschäft dann hoffentlich auch in Europa. Ein Preis wurde noch nicht genannt.

Philips Hue Sync: Smarte Lichter passen sich Stimmung an

Eigentlich ist die neue Anwendung von Philips für Filme, Serien und Spiele optimiert: Über diese sollen sich die vernetzten Glühbirnen dem jeweiligen Fall farblich anpassen. Dafür entwickelt Philips aktuell die App “Hue Sync”, die für Windows und macOS erscheinen soll. Auch beim Abspielen von Musik verändert sich die Beleuchtung und sorgt für die entsprechende Stimmung. Zunächst konzentriert sich Philips aber aufs Gaming und hat eine Partnerschaft mit Razer angekündigt.

Neben Hue Sync verrät der Hersteller zudem, dass man an der dritten Generation der Hue App für Android und iOS arbeitet. Beide Applikationen sollen im zweiten Quartal dieses Jahr auf den Markt kommen, begleitet von den ersten Hue-Lampen für den Außeneinsatz.

CES 2018 für Apple-Fans: Meist Evolution statt Revolution

Ein wirkliches Killer-Gadget für Apple-Nutzer wurde auf der CES 2018 für Apple-Nutzer nicht vorgestellt. Stattdessen dominiert Produktpflege die Technik-Messe. So gibt es einen neuen DJI Osmo Mobile für Smartphone-Filmer und eine neue Iteration des Raumsensors Elgato Eve Room. Withings Aura heißt jetzt Nokia Sleep und wurde um das Feature des Lichtweckers beraubt, kann dafür aber mit anderen Smart-Home-Produkten kommunizieren. Lediglich die Fernbedienung Nanoleaf Remote scheint es so noch nicht gegeben zu haben und ist auch optisch eine Neuerung. Der zwölfseitige Würfel ermöglicht ganz ohne Knöpfe die Steuerung des vernetzten Heims, das dieses Jahr auch für die Apple-Welt ein großes Thema ist. Immerhin ist Merge VR ist eine gelungene Abwechslung im Smart-Home-Einerlei und zeigt auf, wie AR und VR die digitale Unterhaltung verändern.

Mit Material von Berti Kolbow-Lehradt

Dieser Artikel erschien zuerst auf Applepiloten.


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Highlights der CES 2018: Sprachassistenten und Roboter ziehen ins Smart Home

Highlights der CES 2018

Die weltgrößte Technik-Messe CES kennzeichnet dieses Jahr neben zahlreichen neuen Gadgets, autonomen Autos und Virtual Reality vor allem die schiere Masse an Lösungen fürs Smart Home. Wir haben uns für euch durch die Trilliarden Technik-News gewühlt. Das sind unsere Highlights der CES 2018.

Fernseher: Jetzt mit Sprachassistenten kompatibel

Smart TVs sind immer komplexer zu bedienen, weil sie so viele Funktionen erhalten haben. Dies durch Sprachsteuerung zu vereinfachen, haben zwar schon einige Hersteller versucht. Aber ohne durchschlagenden Erfolg. Jetzt soll es die Integration bekannter digitaler Sprachassistenten richten.

Ein Vorreiter ist hier LG: Neben einem aufrollbaren OLED-Screen überzeugte der Konzern die Fachpresse durch die Implementierung von beiden großen Sprachassistenten, nämlich Google Assistant und Alexa. Solltet ihr also entweder einen Google Home oder einen Amazon Echo haben, wird die Steuerung durch einfache Sprachbefehle enorm erleichtert. Auch der Google Assistant auf eurem Smartphone kann die TV-Geräte aktivieren.

LG Smart TV Google Assistant
LG Smart TVs lassen sich künftig mit Google Assistant per Sprache steuern. Image by LG Electronics

Neben grundlegenden Funktionen wie dem Wechseln des aktuellen Senders sollen bei den LG-Fernsehern auch die vorinstallierten Anwendungen bedient werden können. Die Suche nach Youtube-Videos oder Netflix-Filmen klappt bei Demonstrationen auf der CES bereits sehr gut.

Auch Samsung, der weltgrößte Produzent von Displays, lässt sich nicht lumpen und wird seine Fernseher seine zukünftig über eure Stimme steuern lassen. Allerdings nutzt Samsung die Eigenentwicklung Bixby. Der Sprachdienst der Koreaner ist seit kurzer Zeit auch auf Deutsch verfügbar, besitzt aber noch lange nicht den Funktionsumfang eines etwas länger gereiften Assistenten.

Nutzer der neuesten Galaxy-Smartphones wie etwa dem Samsung Galaxy S8 oder Note 8 dürften sich über die Einbindung von Bixby freuen. Auf anderen Smartphones ist der Dienst nicht verfügbar.

Smarte Displays ergänzen smarte Lautsprecher

Den jüngeren Hype um digitale Sprachassistenten transportieren vor allem sprachgesteuerte Lautsprecher in die Wohnungen und Häuser von Konsumenten. Nach dem Vorbild des Amazon Echo Show wird in diesem Jahr ein neuer Schwerpunkt auf smarten Displays liegen, die daher auch zu unseren Highlights der CES 2018 zählen.

Ein Beispiel ist Brilliant Control Smart Light Switch. Er wurde 2017 ursprünglich als cleverer Lichtschalter designt. Nun übernimmt der Lichtbringer Funktionen des Amazon Echo Show und wird dadurch zur Smart-Home-Zentrale. Ihr könnt auf dem hochkant montierten 16:9-Monitor die sogenannten „Display Cards“ aufrufen, die auch beim Show auf Suchanfragen gezeigt werden. Mit einem dieser besonders schlauen Lichtschalter in jedem Zimmer des Hauses ließe sich euer gesamtes Smart Home problemlos steuern, ohne auch nur einen Amazon-Echo-Lautsprecher verbaut zu haben. Das Kontrollpanel, welches zum Beispiel auch in die Wand eingelassen werden kann, kostet zum Start in den USA 199 US-Dollar. Wie der Euro-Preis aussieht, ist noch nicht bekannt.

Die AR-Brille Vuzix Blade hört aufs Wort

Nun erobern Sprachassistenten auch Headsets für Augmented Reality. Der Hersteller Vuzix integriert Alexa in seine AR-Brille namens Blade: Das beim Marktstart rund 1000 Euro kostende Gadget zeigt euch die Cards an, wie es das oben genannte Brilliant Control auch tut. Alle Sprachfragen werden durch Amazons Stimmenservices verarbeitet, die Navigation zu einem bestimmten Ort wird direkt im vor euren Augen fliegenden Display dargestellt.

Vuzix CES 2018
Das Augmented-Reality-Headset von Vuzix sieht nicht nur so aus wie eine ganz normale Brille, sondern lässt sich per Alexa-Sprachsteuerung bedienen. Image by Vuzix

Bis die Vuzix Blade auf den Markt kommt, wird noch der ein oder andere Monat vergehen. Der hohe Preis wird ein Ausschusskriterium für Privatkunden sein. Trotzdem ist die Brille eines der wenigen Anwendungsszenarien, bei denen die Implementierung von Alexa außerhalb des eigenen Heims sinnvoll ist.

Whirlpool zeigt eine komplett smarte Küche

Noch ein wenig mehr Alexa haben die cleveren Küchenzeilen des US-Herstellers Whirlpool. Die Firma setzt in die verbundenen Geräte ein Touchscreen ein, der unter anderem Rezepte und Ernährungstipps der App Yummily anzeigen kann. Zusammen mit cleveren Kühlschränken, wie Samsung sie inzwischen schon anbietet, lässt sich so eine besonders gesunde Ernährung realisieren. Denn: Yummily gibt Informationen zum Kaloriengehalt, hilft beim Einhalten von Diäten, umgeht glutenhaltige Produkte und kann mit einem verknüpften Kühlschrank ein Rezept aus den vorhandenen Zutaten zusammenbasteln.

Die per WLAN verbundenen Küchengeräte sind nicht günstig: 800 US-Dollar werden für eine Mikrowelle fällig, eine Ofenzeile wird 1950 US-Dollar kosten. Das Whirlpool-Geräte-Lineup ist in Deutschland stark eingeschränkt, deswegen gehen wir nicht davon aus, dass die smarten Geräte hier aufschlagen werden. Aber: Der Ofen und die Mikrowelle zeigen, wo der Weg hin geht und in Zukunft wird mit Sicherheit auch eine alt eingesessene Firma wie Siemens oder Bosch entsprechende Küchen-Hardware präsentieren.

Künstliche Intelligenz auf dem Vormarsch

Ein smartes Haus ist nicht richtig clever, wenn es nur auf den Input vom Nutzer reagiert. Hier setzt Viaroom mit dem Home an. Das ist ein Gerät, welches ohne Display und ohne Kamera euer Verhalten im Haus analysiert. Innerhalb von 48 Stunden lernt das System euren Tagesablauf kennen. Danach automatisiert das Gadget das Haus ganz von alleine: Solltet ihr jeden Abend kurz vor der Tagesschau ein Beistelllämpchen aktivieren, lernt der Viaroom Home das und wird nach kurzer Zeit diese Lampe automatisch aktivieren, sobald ihr in den Raum geht. Der Viaroom Home ist mit den meisten gängigen Smart-Home-Systemen kompatibel. Unterstützt werden die Lösungen von Amazon und Google.

Viaroom Home
Die Box von Viaroom Home nutzt künstliche Intelligenz um das Zuhause zu automatisieren. Image by Viaroom

Smarte Lichtsteuerung für Gamer

Philips-Fernseher sind seit längerem mit Ambilight ausgestattet. Dabei reagieren Leuchtdioden auf das Display-Geschehen und beleuchten die Umgebung in gleicher Lichtfarbe. Seit kurzem passen sich auch die Lampen und Glühbirnen von Philips Hue an die Farbe des Fernsehers an. Dieses Prinzip greift nun Razer, Hersteller für Gaming-Peripherie auf und zählt damit buchstäblich zu den Highlights der CES 2018.

Gamer können sich darüber freuen, dass die bunt beleuchteten Razer-Peripheriegeräte mit dem Chroma-Protokoll demnächst auch Philips-Hue-Lampen steuern können. Dadurch ist bald die ganze Wohnung problemlos in der typisch giftgrünen Razer-Farbe beleuchtbar. Sinnvoll? Wohl kaum, aber in einigen Spielen wird das Licht der Mäuse, Tastaturen und Mauspads zum Feedback genutzt. Zum Beispiel bei Shootern: Ein Treffer kann dafür sorgen, dass die Steuergeräte kurz aufblitzen. Tun das die Hue-Lampen ebenfalls, erhöht das die Immersion auf ungeahnte Höhen.

Razers Vorstoß ist typisch für ein aktuelles Marktphänomen. Jeder Hersteller versucht, irgendwelche Smart-Home-Funktionen zu bieten. Viele werden sich nicht durchsetzen. Dennoch ist diese Entwicklung positiv. Denn gerade zum Beginn der Smart-Home-Ära gilt: Je mehr, desto besser. So kann nämlich jeder Kunde abgeholt werden und Smart Home gewinnt schnell an Akzeptanz.

Humanoide Roboter ante Portas

Staubsaugerroboter haben einen Vorgeschmack auf die automatisierte Haushaltsführung gegeben. Allmählich ist die Zeit reif für Serviceroboter mit menschlicher Form. Sie zählten zu den Highlights der CES 2018. Zu den sehr aktiven Herstellern zählt UBTech. Die Firma aus Asiens Technik-Hauptstadt Shenzhen etabliert sich seit 2012 auf dem Markt der Roboter. Unter anderem produzierte UBTech zusammen mit Disney einen per App steuerbaren Stromtrooper.

Mit dem sogenannten Walker präsentiert der Hersteller nun einen humanoid wirkenden Roboter. Er kommt zwar ohne Arme daher, ist aber eine der ersten Maschinen, die nicht auf Räder, sondern richtige Beine setzt. Die in den Beinen verbauten Motoren sind nicht komplett lautlos, lärmen aber nicht so stark wie vergleichbare Produkte. Dafür ist der Walker noch etwas wacklig auf den Beinen und fällt schneller um.

UBTech Walker CES 2018
Serviceroboter wieder UBTech Walker werden künftig eine humanoide Form haben. Image by UBTech

Der Walker soll euch im Alltag als beweglicher Terminassistent, Sekretär und Verwalter dienen. Dafür hat das hüfthohe Gadget mehrere Mikrofone und Lautsprecher verbaut. Mit den Sensoren kann der Roboter Bewegungen erkennen und Hindernissen ausweichen. Schon jetzt läuft er Treppen herauf.

Marktreif ist das Produkt noch nicht. UBTech plant einen Release im nächsten Jahr. Preislich soll der Walker die bisherigen Angebote schlagen. Wir sprechen hier immer noch von vierstelligen Summen. In wie weit der Walker 2019 mit euren Smart-Home-Geräten kompatibel ist, steht in den Sternen. Chinesische Firmen halten sich oft mit der Implementierung westlicher Standards zurück.

Die Highlights der CES 2018 sind eher Idee als fertige Produkte

Es sind weniger die fertigen Produkte, die die Highlights der CES 2018 ausmachen. Vielmehr begeistert der Marktplatz für Technik-Ideen mit Visionen, wie es in naher Zukunft zuhause aussehen könnte. In ein paar Jahren wird ein Serviceroboter in vielen Haushalten Standard sein. Die jetzigen Pionierprodukte dürften schnell intelligenter, leiser und zuverlässiger werden. Mit Ansätzen wie maschinellem Lernen und künstlicher Intelligenz wird humanoider Roboter unterstützen. Dann heißt es vielleicht „T-850, reiche mir das Salz“ und schon würzt ein Schwarzenegger-Verschnitt eure Mahlzeit in eurer automatisierten Küche, während farbige Glühbirnen eine gemütliche Stimmung für einen angenehmen Abend erzeugen.

Zu den Highlights der CES 2018 für Apple-Nutzer geht es hier entlang.


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Netzpiloten auf der CES 2018: Diese Technik-Trends erwarten wir

CES 2018 Ausblick

Vom 9. bis 12. Januar leitet die Consumer Electronics Show (CES) das Jahr mit tausenden neuen Produkten und Gadgets aus dem Elektronikbereich ein. Alljährlich zeigen Hersteller in Las Vegas neue Spielereien und innovative Elektronik, die in den darauffolgenden Monaten erhältlich sein werden. Aber auch Prototypen von selbstfahrenden Autos, Robotern oder Neuheiten aus dem Bereich Smart Home werden präsentiert. Bei einer Vorab-Schau in Amsterdam konnten wir uns bereits ein erstes Bild von den Plänen einiger Tech-Startups machen. Worauf wir uns 2018 im Bereich Consumer Electronics gefasst machen können, zeigen wir euch in unserer Vorschau zur CES 2018.

Big Player: Diese Aussteller zeigen sich auf der CES 2018

Ob Samsung, LG, Sony oder Google: Die großen Technik-Hersteller lassen es sich nicht nehmen, ihre Neuheiten in Sachen Hardware aber auch Software auf der größten Elektronik-Messe der Welt zu präsentieren. Nur ein Technik-Riese fehlt seit eh und je: Apple. Das Unternehmen aus Cupertino zeigt seine Produkte ausschließlich auf Veranstaltungen, die selbst ausgerichtet werden. Entweder während der traditionellen Keynotes im Spätsommer und Frühjahr, oder während der alljährlichen WWDC.

Bis auf Apple ziehen die meisten Hersteller von Elektrogeräten aber mit und zeigen sich auf Keynotes, Shows und Ständen während der CES 2018 in Las Vegas. So wird es von Samsung aller Voraussicht nach neue Fernseher zu sehen geben, die noch smarter und hochauflösender daherkommen. Ein neues Smartphone stellt das südkoreanische Unternehmen erfahrungsgemäß nicht vor. Dafür nutzt Samsung traditionell den Mobile World Congress (MWC) in Barcelona, der im März 2018 stattfinden wird. Ob wir im Januar endlich einen Blick auf das angeblich faltbare Samsung Galaxy X werfen können, ist also fraglich.

Die großen Elektronik-Hersteller präsentieren daher vor allem Neuheiten aus dem Bereich Smart Home. Google wird während der CES 2018 wohl im Bereich Augmented- und Virtual Reality aufgestellt sein. Aber auch Neuheiten im Bereich Google Home könnten präsentiert werden.

CES 2018 Ausblick
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LG und Sony stellen aus

Auch LG wird sich wie Samsung vor allem im Bereich Smart-TV auf der CES 2018 in Las Vegas zeigen. So hat der Konzern beispielsweise den dünnsten OLED-Fernseher auf der CES 2017 präsentiert. Es ist zu erwarten, dass LG diese Technologie im vergangenen Jahr weiter vorantreiben konnte und weitere smarte Modelle im schlanken OLED-Stil präsentieren wird. Der Audio-Experte Sony wird auf der CES 2018 ebenfalls vertreten sein. Neue Kopfhörer, Sound-Systeme und professionelles DJ-Equipment wie Turntables erwarten Technik-Begeisterte am Sony-Stand.

Auch andere Größen wie Asus, Acer, Dell, HP und Razer geben sich auf der großen Elektronik-Show die Ehre. Auto-Hersteller werden sehr wahrscheinlich im Bereich autonomes Fahren Fortschritte präsentieren. So stellte Toyota bereits auf der CES 2017 die automobile Zukunft mit Concept Cars vor, die auf den ersten Blick aussehen, als seien sie einem Hollywoodstreifen entsprungen, der weit in der Zukunft spielt.

Roboter und Künstliche Intelligenz

Ein Bild, an das sich Besucher der CES 2018 in Las Vegas wohl außerdem gewöhnen müssen, sind Roboter. Vor allem aus den asiatischen Ländern wird die Entwicklung von künstlicher Intelligenz in Robotern stark vorangetrieben. Während der CES 2018 wird es rund um dieses Thema zahlreiche Keynotes und Veranstaltungen geben, die sich auch mit der Frage beschäftigen, wie sich intelligente Roboter nachhaltig in die Gesellschaft integrieren lassen.

Die CES wird vom 9. bis zum 12. Januar 2018 mehr als 3.900 Aussteller aus über 150 Ländern eine Plattform bieten, ihre neuen Produkte zu präsentieren. Auch die Netzpiloten werden live von der CES 2018 aus Las Vegas bei Twitter und Facebook über die neuesten Gadgets und Innovationen berichten.


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Google Home Mini vs. Echo Dot: der große Vergleich

Google Home Mini vs. Echo Dot (Image by Timo Brauer)

Digitale Assistenten wie Amazons Alexa oder Google Home waren das Trendthema im Jahr 2017. Nachdem Amazon in diesem Feld lange alleine auf dem Markt war, kamen 2016 Google und einige Zeit später Microsoft und Apple hinzu. Den günstigen Einstieg bietet Amazon mit dem Echo Dot und Google mit dem Home Mini. Beide Geräte kosten rund 60 Euro und unterscheiden sich nur in der Qualität der Lautsprecher von ihren größeren Geschwistern. Doch wo bekommt man am meisten für seine 60 Euro? Ich habe beide Geräte miteinander verglichen.

Google Home Mini vs. Echo Dot: Design im Vergleich

Die Kategorie Design gewinnt Google eindeutig. Der Google Echo Dot besitzt ein einfaches Hochglanz-Plastikgehäuse in schwarz oder weiß und eine matt-schwarze Oberseite. Der Google Home Mini hingegen, ist fast vollständig mit einem rauen Stoff überzogen. Dieser ist in den Farben Karbon, Hellgrau und einem hellen Rot verfügbar. Dadurch wirkt er weit weniger technisch und lässt sich unauffälliger in der Wohnung platzieren. Durch den Stoff sind die LEDs des Google Home Mini aber nicht so gut sichtbar wie der LED-Ring vom Echo Dot. Dadurch sieht man nicht so einfach, ob der Assistent einem gerade zuhört oder nicht. Trotzdem geht der Punkt in Sachen Design hier an den Google Home Mini.

Google Home Mini
Image by Timo Brauer

Codewort: Weniger künstlich beim Echo Dot

Um den digitalen Assistenten etwas sagen zu können, muss man das Codewort sagen. Erst dadurch fühlen sich die intelligenten Sprachassistenten angesprochen. Beim Google Home Mini lautet dieser Befehl „Okay Google“ oder „Hey Google“ und beim Echo Dot „Alexa“, „Echo“ oder „Computer“. Dadurch, dass man beim Echo Dot nicht jedes Mal „Hey“ oder „Okay“ sagen muss, fühlt es sich deutlich natürlicher an, Fragen zu stellen oder seine Smart-Home-Geräte zu steuern. Hier geht der Punkt eindeutig an den Echo Dot.

Tonqualität

Die Lautsprecher des Echo Dot sind auf den Untergrund gerichtet, wodurch der Klang sich je nach Oberfläche unterscheiden kann. Doch auch bei einem optimalen Untergrund klingt der Lautsprecher des Google Home Mini deutlich besser. Zum Beschallen einer Party reicht hingegen keiner der beiden Lautsprecher aus. Beim Hören von Radio und Podcasts habe ich beim Echo Dot stets einen externen Lautsprecher verbunden. Beim Google Home Mini war das nicht notwendig. Doch hier zeigt sich auch der nächste Unterschied.

Der Echo Dot lässt sich problemlos per Klinkenstecker oder Bluetooth mit einem externen Lautsprecher verbinden. Der Google Home Mini hingegen verfügt über keinen Klinkenanschluss und lässt sich auch nicht per Bluetooth verbinden. Hier benötigt ihr zwingend einen rund 40 Euro teuren Chromecast Audio. Plant ihr also das Gerät mit einer Anlage zu verbinden, geht der Punkt an den Echo Dot, ansonsten an den Google Home Mini.

Google Home Mini
Image by Timo Brauer

Der Assistent – das steckt drin

Beide Assistenten haben mich im Test gleich gut verstanden. Nur sehr selten, zum Beispiel bei lauten Umgebungsgeräuschen, musste ich meine Fragen wiederholen. Die besseren Antworten lieferte bei Wissensfragen oder Fragen nach Öffnungszeiten von Geschäften der Home Mini. Bei der Steuerung von meinen Smart-Home-Geräten (Lampen, Heizung und Steckdosen) und Einkaufen von Lebensmitteln über Amazon Fresh hatte der Echo Dot die Nase vorn.

Ökosystem

Solange ihr euch im Google-Ökosystem befindet, kann der Home Mini seinen Heimvorteil ausspielen. Er verbindet sich problemlos mit dem Chromecast eures Fernsehers oder lässt euch die aktuelle Musik mit eurem Android-Handy steuern. Auch eure Kalendereinträge oder die Einkaufsliste werden in den entsprechenden Google-Diensten gespeichert. Beim Amazons Echo Dot hingegen könnt ihr über die sogenannten „Skills“ auf beinahe jeden Dienst zugreifen. So kann ich mir Einträge meines iCloud-Kalenders anhören oder meine Einkaufsliste mit der App „Bring“ synchronisieren. Auch für zahlreiche weitere Dienste und Minispiele sind Skills verfügbar. Sogar die Inhalte der „Täglichen Zusammenfassung“ lassen sich mit Skills personalisieren und mit den Nachrichtenquellen eurer Wahl versehen.

Google Home Mini
Image by Timo Brauer

Fazit: Beide Assistenten haben ihre Vor- und Nachteile

Eine pauschale Antwort auf die Frage, ob Google Home Mini oder Echo Dot der bessere digitale Assistent ist, kann man nicht geben. Wenn euch die Tonqualität des Lautsprechers wichtiger ist, wäre der Home Mini von Google besser für euch geeignet. Wollt ihr mit eurem Assistenten eher organisieren als Musik hören, oder ihn eher nicht mit einer bestehenden Musikanlage verbinden, ist der Echo Dot besser geeignet. Der wichtigste Punkt dürfte jedoch eure bestehenden Geräte sein. Nutzt ihr viele Google-Dienste, ein Android-Smartphone und vielleicht sogar einen Chromecast, kann der Home Mini sein Potenzial voll ausschöpfen.

Seid ihr jedoch auf anderen Plattformen wie iOS, macOS oder Windows unterwegs, und nutzt verschiedene kleinere Dienste, werdet ihr bestimmt bei den „Skills“ des Echo Dot fündig. Gerade für Windows-Nutzer wird es in Zukunft durch die Kooperation von Alexa und Cortana noch weitere Nutzungsmöglichkeiten geben. Wollt ihr etwas mehr Geld in die Hand nehmen und bessere Lautsprecher an eurem Assistenten haben, lohnt sich ein Blick auf den Google Home

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Google Home im Test: Intelligente Interaktion auf Zuruf

googlehome

Wohl keine andere technologische Entwicklung polarisiert derzeit so stark wie die smarten digitalen Assistenten. Sie wissen dank Suchmaschinen- und Kalenderanbindung über alles und jeden Bescheid. Sie spielen die Lieblingsmusik und können das smarte Zuhause steuern. Sprachassistenten leben nicht nur in eurem Smartphone, sondern auch immer öfter in intelligenten Lautsprechern. Mit Google Home – zum Hands-On – hat einer der größten Akteure im Tech-Markt vor knapp drei Monaten sein erstes Produkt auf dem deutschen Markt eingeführt. Seitdem nutze ich das System in den eigenen vier Wänden intensiv und möchte euch über meine Erfahrungen berichten.

Schnelle Einrichtung per Smartphone

Die Einrichtung des schicken Zylinders geschieht nach dem Plug-and-Play-Prinzip. Das heißt, ihr könnt das Gadget einfach mit einer in der Nähe befindlichen Steckdose verbinden. Danach ladet ihr die „Google Home“-App herunter und nehmt den Lautsprecher darüber in Betrieb. Wichtig ist hierbei, dass ausreichend WLAN-Signal vorhanden ist. Innerhalb von wenigen Minuten ist das Gerät online und einsatzbereit. Es folgt das Kennenlernen der Stimme durch mehrmaliges Einsprechen des „Ok Google“-Befehls. Dann ist der smarte Assistent auch schon betriebsbereit.

Durch das Sprechen der Keywords „Ok Google“ oder „Hey Google“ aktiviert sich das Gadget und wartet auf weiterführende Eingaben – oder besser: Einsprachen. Eine nützliche Phrase zum Start in den Tag ist etwa die Frage „Was steht heute an?“. Dann gibt Google Home das aktuelle Wetter, die Wettervorhersage, Termine im Google Kalender, Informationen zur Verkehrslage und Nachrichten in einem Stück aus. Das funktioniert zuverlässig und semantisch in einem sehr guten Deutsch.

Zwischen Produktivität und Unterhaltung

Generell lässt sich mit dem Google Assistent der Alltag spürbar erleichtern. Fragen wie „Benötige ich heute einen Regenschirm?“ oder „Wie weit ist es bis Ort X?“ und Ansagen wie „Setze Mehl auf die Einkaufsliste!“ oder „Timer auf fünf Minuten“ finden schnell einen festen Platz in meinem heimischen Tagesablauf. Selbst in großen Räumen hört das sensible Mikrofon die Sprachbefehle recht zuverlässig. Menschen mit starkem regionalem Akzent dürften anfangs allerdings so ihre Probleme haben.

Google Home Test
Die drei verbauten Lautsprecher bieten eine überraschend gute Klangqualität. Image by Jonas Haller

Auch als Lautsprecher-Ersatz leistet Google Home einen guten Job. Dank TuneIn-Integration startet etwa bei „Spiele MDR Sputnik“ das zugehörige Radio-Programm als Internet-Stream. Wer Google Play Music, Spotify oder Deezer nutzt, kann sich direkt Interpreten, Alben oder Playlists auf Zuruf abspielen lassen. Das funktionierte im Fall von Spotify allerdings nicht immer fehlerfrei: Interpreten und Alben werden falsch verstanden oder nicht gefunden. Einfacher ist es da, direkt per Smartphone oder Tablet die Tracks über die Connect-Funktion abzuspielen.

Natürlich kann man sich auch von Google Home unterhalten lassen. So erzählt der Assistent auf Zuruf einen Witz oder einen interessanten Fakt. Selbst Empfehlungen für Filme gibt der smarte Zylinder. Dafür greift Google auf eine große Datenbank im Hintergrund zu. Auf Fragen wie „Was denke ich gerade?“ oder „Liebst du mich?“ weiß Google Home kreativ und clever zu antworten. Entscheidungsfaule Gemüter können dem Assistenten per Münzwurf die Wahl überlassen. Freestyle-Rapper freuen sich auf eine kleine aber feine Beatbox-Funktion.

Volles Potential erst mit Smart-Home-Peripherie

Google Home Test
Google Home kann per rückseitigem Mute-Button stummgeschalten werden. Image by Jonas Haller

So richtig sinnvoll ist der Einsatz von Google Home allerdings erst mit der richtigen Geräte-Peripherie. Das sind in erster Linie die Chromecast-Produkte, die zusätzliche Lautsprecher und TV-Geräte mit Namen in das Google-Netzwerk einbinden. Per Sprache startet so auf dem Fernseh-Gerät das präferierte YouTube-Video oder Beiträge aus Mediatheken etwa der ARD oder des ZDF. Auch die Lieblingsserie auf Netflix landet per Audio-Eingabe auf dem Smart TV. Amazon Prime wird hingegen noch nicht unterstützt.

Die nächste Ausbaustufe ist das Integrieren von smarten Thermostaten, Schließsystemen oder auch Lampen. Letztere konnte ich in Form des Philips-Hue-Systems unkompliziert einbinden. Dann erschließen sich noch ganz andere Möglichkeiten. Der Befehl „Licht an!“ lässt etwa die smarten Glühlampen im Nu erstrahlen. Auch die Farben der LED-basierten Leuchtmittel verändern sich auf Zuruf. Durch die Verknüpfung mit dem jeweiligen Zimmer ist die Aktivierung auch per Sprache ortsbasiert möglich. Leider funktionierte die Eingabe nicht immer. Das ist besonders ärgerlich, wenn man nachts im Dunklen tappt. 

Fazit: Google Home als Smart-Home-Zentrale nur mit Peripherie sinnvoll

Google Assistant Google Home
Google Assistant Google Home. Image by Jonas Haller

Google hat mit seinem Sprachassistenten Home eine spannende, leistungsfähige Alternative zum Platzhirsch Amazon Echo auf den Markt gebracht. Für mich persönlich war es die erste längere Alltagsbegegnung mit einem solchen Gadget. Umso größer war meine Überraschung, wie schnell ich mich an die neuen Funktionen und den Komfort gewöhnt habe. Selbst Radio und Lautsprecher vermag Google Home zu ersetzen. Zwar bietet Google Home bereits für sich genommen eine Menge an Mehrwert, der das tägliche Leben erleichtert. Allerdings entfaltet der Assistent erst mit der richtigen Peripherie seine volle Funktionsfähigkeit. Und das zieht eine radikale Technisierung der eigenen vier Wände nach sich. Das geht natürlich zum einen ins Geld, ist zum anderen auch in Sachen Datenschutz nicht ganz unbedenklich. Denn der kleine unscheinbare Google-Zylinder fungiert dann als Schaltzentrale für die Elektronik der eigenen Wohnung.

Aktivitäten bleiben im Google-Konto gespeichert. Auch per App lässt sich Google Home komfortabel steuern. Trotz allem sehe ich die Sprachassistenten als Zukunft der Heimsteuerung. Mit Google Home Mini und Home Max hat der Konzern bereits weitere Schwestermodelle vorgestellt, die das Sortiment sinnvoll erweitern. Freunde kompakter Geräte greifen zur kleinen Ausführung, Audio-Fans holen sich mit der großen Variante besseren Sound in die heimischen vier Wände.

Neue Familien-Funktionen wie Family Link und Broadcast, bei der gesprochene Nachrichten direkt an Zweitgeräte gesendet werden, werten Google Home weiter auf. Mit 150 Euro im Google-Store kostet der Sprachassistent ebenso viel wie das Pendant von Amazon, weiß aber durch eine geschickte Einbindung der eigenen Dienste zu überzeugen. Für Android-Nutzer stellt er deshalb die erste Wahl dar. Besitzer des Amazon Echo müssen sich allerdings nicht ärgern – in Sachen Funktionsumfang befinden sich Google Assistant und Amazon Alexa auf einem ähnlich hohen Niveau. Wer lieber einen smarten Lautsprecher von einer der traditionellen Audio-Marken bevorzugt, findet zudem immer mehr Modelle mit integriertem Sprachassistenten von Google oder Amazon.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Androidpiloten.


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Conrad Connect: „Das Smart Home muss noch viel einfacher werden“

Conrad Connect Oberfläche auf Mac und iPad

Smarte Unterhaltungs- und Haustechnik boomt. Doch auf dem Weg zum wirklich intelligenten Heim kann der derzeitige Hype nur eine Zwischenphase sein. Denn meistens beschränkt sich der smarte Aspekt darauf, dass Verbraucher WLAN-fähige Glühbirnen oder Heizungsthermostate per Smartphone-App oder Sprachbefehl steuern. Das ist modern aber immer noch sehr manuell. Richtig intelligent wäre es, wenn das Zuhause automatisch weiß, wann es zu leuchten und heizen hat. Solche automatischen Abläufe einzurichten, geht zwar mit der aktuellen Technik viel einfacher und günstiger als früher, fällt aber selbst Enthusiasten noch nicht leicht. Das Startup Conrad Connect will das ändern.

Auf der Webseite von Conrad Connect können Verbraucher smarte Produkte verschiedener Hersteller per Drag-and-Drop verknüpfen. Dadurch können sie nicht nur ihr Heim, sondern ihren gesamten Alltag intelligent steuern lassen. Conrad Connect spricht daher auch von Smart Living statt Smart Home. Nach dem Start in 2016 und dem Ausbau der Plattform im vergangenen Jahr, will die Tochter des Elektronik-Händlers Conrad im Jahr 2018 groß durchstarten und die Hausautomation massentauglich machen. Wir sprachen mit Andreas Bös, Senior Director der Conrad Connect GmbH, über die Pläne für die Plattform und die Zukunft des Smart Living.

Netzpiloten: Andreas Bös, Smart Living soll das Leben sicherer und komfortabler machen und auch ganz handfest Geld sparen, Heizkosten zum Beispiel. Klingt toll, warum leben wir nicht längst alle in einem Smart Home?

Andreas Bös: Das Thema Smart Home hat den Durchbruch noch nicht geschafft, weil viele Hersteller die Menschen mit den neuen Funktionen überfordern. Außerdem ist die Techniklandschaft sehr heterogen, sodass vieles nicht auf Anhieb zusammenpasst. Und dann stellen sich die Konsumenten natürlich die Frage, ob das alles zukunftssicher ist und ihre jetzige Investition nicht vielleicht schon bald wieder veraltet ist.

Warum gelingt es den jeweiligen Herstellern nicht, diese Zweifel zu entkräften?

Viele Anbieter schauen aus nachvollziehbarem Interesse nicht über den Tellerrand, sondern kommunizieren nur die Vorteile ihrer eigenen Lösungen. Und das zum Teil auch noch sehr abstrakt. Wir sind überzeugt, dass Technik noch viel einfacher erklärt werden muss, und zwar bezogen auf die Lebensrealität der Anwender. Die Probleme sind aus Sicht von Technik-Experten manchmal erstaunlich trivial. Zum Beispiel möchten manche Verbraucher sich einfach nur in einer Fitness-Challenge mit ihren Freunden messen. Das scheitert dann oft schlicht daran, dass sich die Fitness-Tracker verschiedener Hersteller untereinander nicht verstehen.

Conrad Connect Smarte Fitness-Challenge
Für eine Fitness-Challenge unter Freunden lassen sich auf Conrad Connect die Apps der Computeruhren von Garmin, Fitbit, Polar und Nokia verbinden. Screenshot by Berti Kolbow-Lehradt
Was will Conrad Connect daran ändern?

Als Spin-Off von Conrad Electronics sind wir bei Conrad Connect von der DNS her Händler, kein Hersteller. Daher sind wir nicht produktverliebt, sondern offen für Lösungen. Mit dieser Herangehensweise wollen wir die Hausautomation endlich für alle bedienbar machen. Das Konzept gibt es seit 20 Jahren. Und immer noch steht es am Anfang. Aber die Zeit ist jetzt reif für den Durchbruch. Mit der Plattform von Conrad Connect ermöglichen wir, intelligente Geräte, Apps und Webdienste über ein frei konfigurierbares Dashboard im Webbrowser miteinander zu vernetzen – und das auch herstellerübergreifend. Einfach durch Drag-and-Drop, so wie es Anwender vom Computer gewohnt sind. Dadurch lassen sich komplexe Abläufe sehr einfach automatisieren.

Weil viele Menschen an den gleichen Abläufen interessiert sind, ist es möglich, diese als bestehende Projekte aus einem Katalog herunterzuladen oder selbst erstellte Projekte mit einer Community zu teilen. All diese Aspekte gelten übrigens nicht nur für das Smart Home. Wir sehen uns als Plattform für Smart Living, die das Potenzial hat, jeden Lebensbereich – also auch über die eigenen vier Wände hinaus – intelligent zu vernetzen und das Leben der Nutzer so zu bereichern.

Mit Amazon Alexa, Google Home oder Apple HomeKit gibt es doch schon drei populäre Plattformen für Konsumenten, mal ganz zu schweigen von den unzähligen Smart-Home-Standards. Wie will sich Conrad Connect angesichts dessen positionieren?

Wir sehen uns nicht als direkte Konkurrenz zu Amazon und Google, sondern als Bindeglied. Amazon Alexa und Google Home sind genauso eingebunden in Conrad Connect wie herstellerspezifische Produktserien von Marken wie Philips, Fitbit, Nest, Netatmo und Nokia. Nur HomeKit ist übrigens außen vor, weil Apple auf ein geschlossenes System setzt. Wir sehen uns in einer Meta-Position und bezeichnen uns deshalb auch als „IoT-Plattform für Smart Living“. Außerdem sind die Lösungen von Amazon, Google und Apple noch sehr stark darauf fokussiert, smarte Funktionen per App oder Stimme zu steuern. Das kann nicht die Zukunft des Smart Home sein.

Conrad Connect Smart Home Portfolio
Conrad Connect ist eine Meta-Plattform, die Geräte, Apps und Webdienste diverser Marken verknüpft. Screenshot by Berti Kolbow-Lehradt
Was spricht gegen die Steuerung per App oder Sprache?

Grundsätzlich nichts. Aber wenn wir im Wortsinne von einem Smart Home, also einem intelligenten Heim reden, muss das Ziel sein, eine App gerade nicht nutzen zu müssen. Heimautomatisierung ist ja dann erst wirklich smart, wenn sie nicht von Nutzerhand gesteuert wird. Daher ist es unser Anspruch, eine Lösung zu schaffen, die keines manuellen Eingriffs bedarf. Nutzer von Conrad Connect richten sich ihren Ablauf einmalig per Web-App ein – und müssen danach das Projekt im besten Fall nie wieder aufrufen.

Conrad ist mit 1 Milliarde Umsatz, 4.000 Beschäftigten sowie Filialen in mehreren Ländern Europas ganz klar im Elektronik-Handel verwurzelt. Warum der Quereinstieg in das unbekannte Terrain von Smart-Living-Dienstleistungen?

Conrad beobachtet den Markt sehr genau und probiert mit der extra dafür eingerichteten Abteilung Business Innovation auch viel aus. Aus dieser ist Conrad Connect Anfang 2016 hervorgegangen. Das war ganz klar eine strategische Entscheidung. Die Wertschöpfung im Markt für Consumer Electronics verlagert sich zunehmend von der Hardware ins Virtuelle. Bisher sind Händler von diesem „Enabler“-Geschäft abgeschnitten. Eine Plattform wie die von Conrad Connect ist eine Möglichkeit, in dieser neuen Marktkonstellation wieder eine aktive Rolle einzunehmen und als Bindeglied zwischen dem Kunden und den Webservices der Produkthersteller zu fungieren.

Wie sieht das Geschäftsmodell von Conrad Connect aus?

Unser Ziel ist, ein Freemium-Modell zu etablieren. Conrad Connect ist für den Nutzer derzeit komplett kostenlos. Die Grundfunktionen werden das auch immer bleiben. Ab 2018 werden wir einen kostenpflichtigen Pro-Account einführen, mit dem Nutzer mehr Möglichkeiten erhalten, beispielsweise viel mehr Dashboards einrichten können und Ähnliches. Zudem werden wir im kommenden Jahr einen Community-basierten Marketplace geben.

Was soll dort gehandelt werden?

Im Zentrum wird die Möglichkeit stehen, Experten zu beauftragen, die Dashboard-Daten zu analysieren. Denn die eigenen Daten transparent einsehen zu können, ist das eine. Daraus sinnvolle Schlüsse zu ziehen, das andere. Naheliegend ist die Auswertung des Energieverbrauchs mit anschließenden Spartipps. Denkbar ist aber auch, dass ein Tierarzt Bewegungsdaten des Haustiers interpretiert. Fitness-Tracker gibt es schließlich längst nicht mehr nur für Menschen. Ein weiteres Beispiel: Versicherungen könnten anhand von Verbrauchsdaten und einem Geräteinventar passgenaue Tarife für die Hausratsversicherung erstellen.

Naheliegend ist auch ein Affiliate-Modell: Werden Sie als Conrad-Tochter Nutzer zum Online-Shopping bei Conrad animieren?

Das ist nicht das primäre Ziel. Wir wollen uns unabhängig aufstellen. Aber ein Affiliate-Modell ist durchaus denkbar. Das muss jedoch nicht allein zu Conrad führen. Es ist auch eine Art Cloud-Basket denkbar. Kunden legen alles dort hinein, was sie kaufen wollen. Conrad Connect zeigt dann an, wo die Artikel am günstigsten sind. Das könnte dann auch Amazon sein. Wir sind als ausgegründete GmbH ja gerade unabhängig, damit wir schnell auf den Markt reagieren und eigenständig wachsen können.

Wie groß wollen Sie denn werden? Was ist die Vision von Conrad Connect?
Porträt Andreas Bös von Conrad Connect
Andreas Bös baut als Senior Director das Startup Conrad Connect zum Spezialisten für Smart Living auf. Image by Conrad Connect

Wir sehen uns jetzt schon als führende Plattform in unserem Bereich. Seit Jahresbeginn hat sich die Zahl der angemeldeten User auf 100.000 verzehnfacht. Sowohl in Deutschland als auch im europäischen Ausland sehen wir noch großes Wachstumspotenzial. Ein nächster großer Schritt ist die Integration in die Webangebote von Kooperationspartnern. Künftig werden Online-Händler die Projekte von Conrad Connect in ihr Frontend einbauen können. Dann ist es denkbar, dass ein Kunde mit einem Klick bei Amazon alle Produkte kaufen kann, die nötig sind, um ein bestimmtes Projekt der Conrad-Connect-Community umzusetzen.

Das klingt nach der Demokratisierung des Smart Home. Müssen sie dafür die technische Einstiegshürde nicht noch viel niedriger schrauben?

Wir sind überzeugt, dass wir die Heimautomation so stark vereinfachen können, dass sie auch für die Masse jenseits der Early Adopter attraktiv wird. Aber natürlich wird unsere Zielgruppe immer aus Kunden bestehen, die technisch interessierter sind als der Durchschnittsbürger. Aber auf eine simple Formel gebracht: Wer eine Option aus einem Dropdown-Menü auswählen kann, wird auch die Heimautomation mit Conrad Connect beherrschen können.

Andreas Bös, vielen Dank für das Gespräch.

Images by Berti Kolbow-Lehradt; Conrad Connect


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Gießen war gestern: Smarter Pflanzentopf Parrot Pot im Test

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Wer sich im Urlaub beim Sprung ins Meer oder in den Bergsee abkühlt, möchte sicher nicht, dass derweil die Zimmerpflanzen daheim in der Sonne vertrocknen. Scheiden Gießbesuche von Nachbarn aus, könnt ihr allerlei automatische Bewässerungssysteme einsetzen. Mit dem vernetzten Pflanzentopf Parrot Pot gibt es sogar schon eine smarte Variante. Sensoren messen den Zustand der Pflanze und bewässern sie selbsttätig. Per Bluetooth sendet der Pflanzentopf die Sensordaten ans iPhone und iPad, wo Pflanzenfreunde sie ausführlich analysieren können. Mein Praxistest zeigt, dass das in Weiß, Rot und Schwarz erhältliche Gadget jedoch nur relativ wenig Mehrwert gegenüber konventionellen Lösungen bietet.

Wenig Pflanze, viel Topf

Mit 31 Zentimetern Höhe und 20,5 Zentimetern Durchmesser verfügt der Parrot Pot über eine stattliche Größe. Viel Pflanze passt aber nicht in den Topf. Gut die Hälfte des Gehäusevolumens ist für Wassertank und Wasserzuführung, Sensorik sowie vier AA-Batterien reserviert. Der Wurzelballen sollte daher laut Hersteller-App nicht üppiger als 16 Zentimeter im Durchmesser ausfallen. In meinem Testexemplar fand ein junger Drachenbaum ausreichend Platz. Das Gehäuse ist nach IPX5 wasserfest und erlaubt daher sowohl einen Innen- als auch einen Außeneinsatz. Die Kunststoffoberfläche verleiht dem Parrot Pot eine sterile Ästhetik, die an Wohnlichkeit zu wünschen übriglässt. Der halbtransparente Überflussbehälter im Topfboden meines weißen Parrot Pot stört ebenfalls die Optik, weil bräunlich verfärbtes Pflanzenwasser deutlich durchscheint. Beim roten und schwarzen Modell ist diese Komponente blickdicht. Im Zweifelsfall spielen bei diesem Blumentopf ohnehin eher die inneren Werte eine entscheidende Rolle für den Kauf.

Parrot Pot Farbauswahl
Den Parrot Pot gibt es in drei Farbvarianten, rot, schwarz und weiß. Image by Parrot

Wasser für einen ganzen Monat

Die verbaute Technik ermöglicht, dass vier Sensoren kontinuierlich die Feuchte und den Nährstoffgehalt des Bodens sowie Temperatur und Lichteinfall messen. Einzig auf den Wasserbedarf kann der Parrot Pot jedoch reagieren. Befindet sich der Parrot Pot im automatischen Bewässerungsmodus, benetzen vier Düsen die Erde so, dass die Pflanze bestmöglich wächst. Steht der Betrieb hingegen auf „Pflanzensitter“, streckt der Parrot Pot die Gießintervalle so, dass der 2,2 Liter fassende Wassertank einen Monat ohne Nachschub auskommt. Dank des sparsamen Energieverbrauchs soll eine Batterieladung für ein Jahr genügen. Nach drei Monaten Einsatz beträgt die Kapazität bei meinem Testexemplar noch 92 Prozent. Die automatische Bewässerung funktionierte während meines Testzeitraums überwiegend unauffällig und einwandfrei. Sie setzt aber voraus, dass der Feuchtigkeitssensor korrekt arbeiten kann. Er verhielt sich recht divenhaft und verlangte, dass die Pflanzenerde sehr fest in Richtung Topfboden gepresst wird. Ist das Erdreich zu locker, erfolgt keine oder eine fehlerhafte Messung.

Flower Power mit großer Pflanzendatenbank

Welche Pflege die jeweilige Pflanze erfordert, zieht sich der Parrot Pot aus einer Datenbank, die in der zugehörigen App namens Flower Power hinterlegt ist. Die Anwendung ist kostenlos für iOS und Android verfügbar. Über eine Mini-Anwendung für die Apple Watch lässt sich der Parrot Pot ebenfalls steuern. In der Datenbank wählen Nutzer das im Parrot Pot verpflanzte Gewächs aus. Anschließend können sie die Messdaten ablesen, solange sich das Smartphone oder Tablet in Bluetooth-Reichweite befindet. Ein Fernzugriff aus dem Südseeurlaub ist nicht möglich. Denn mit Smart-Home-Plattformen wie HomeKit ist der Topf nicht kompatibel. Die Pflanzendatenbank der App ist sehr umfangreich und bietet viele interessante Info-Häppchen. Als jemand mit einem nicht sehr ausgeprägten grünen Daumen kann ich dort viel lernen. Ferner ist Flower Power ansprechend und intuitiv gestaltet. Die Sensorwerte lassen sich übersichtlich ablesen und anschaulich als Datenhistorie in einer Grafik veranschaulichen.

Mankos unter iOS und watchOS

An anderer Stelle leistet sich die Software (getestet in App-Version 4.6.2) im Zusammenspiel mit dem Parrot Pot (getestet mit Firmware 1.2.0) ärgerliche Schwächen. So konnte sich die App, installiert auf einem iPhone 7 Plus, immer wieder mal nicht mit dem Parrot Pot verbinden. Zum Teil erst das Zurücksetzen der Netzwerkeinstellungen unter iOS sorgte dann wieder für eine funktionierende Bluetooth-Verbindung. Dieses Problem besteht in Verbindung mit dem iPhone 7 oder 7 Plus offenbar häufiger, wie ein Blick in die App-FAQ verrät. Als geradezu brenzlig erwies sich eine Eigenart der Push-Benachrichtigungen, die die App in bestimmten Fällen aufpoppen lässt.

So soll die App vor zu geringer Bodenfeuchte warnen. Aber nur, wenn der Pflanzentopf sich im manuellen Modus befindet, bei dem der Nutzer die Bewässerungsdüsen händisch in der App auslöst. Hingegen für den automatischen Betrieb, in dem sich mein Testexemplar durchgehend befand, ist in diesem Fall keine Warnung vorgesehen. Dennoch wäre dies angebracht gewesen. Denn nur durch Zufall entdeckte ich, dass die Bodenfeuchte unter einen kritischen Wert gefallen war. Wie ich herausfand, stellte die Bewässerung ihren Dienst ein, weil die Messung der Bodenfeuchtigkeit nicht korrekt funktionierte. Vermutlich, weil das Erdreich zu locker war. Aber auch darauf hätte mich die App eben gern hinweisen können. Die App für die Apple Watch betrachte ich in dieser Form als überflüssig. Neben einer sehr groben Übersicht zum Zustand der Pflanze, bietet sie zwei Touch-Buttons für den Betriebsmodus und das manuelle Gießen. Jedoch lassen sich diese nur aktivieren, wenn die iPhone-App parallel aktiv ist. Dann kann ich diese Funktionen aber genauso gut auf dem Smartphone-Display ausführen. Läuft die iPhone-App lediglich im Hintergrund, sind alle Schaltflächen auf der Apple Watch ausgegraut und somit funktionslos.

Test-Fazit Parrot Pot

Parrot Pot weiß Rendering
Parrot Pot im Profil. Image by Parrot

Der Parrot Pot ist ein interessantes Produkt für Technik-Enthusiasten, die ihr Smart Home gern begrünen, sich aber weitestgehend nicht um das Gießen kümmern möchten. Dafür eignet sich der smarte Blumentopf im Alltag genauso wie während des Urlaubs. Per App können sie zudem vom Smartphone aus prüfen, ob es dem Gewächs gut geht. Zumindest, wenn sie sich in Bluetooth-Reichweite befinden. Im Test erwies sich die automatische Bewässerung als überwiegend zuverlässig.

Völlig fehlerfrei blieb der Parrot Pot jedoch nicht. Messfehler und Verbindungsprobleme trübten das Gesamtbild. Klar, auch bei einer Nachbarschaftshilfe oder einem herkömmlichen Bewässerungskegel kann etwas schiefgehen. Im Vergleich zum Parrot Pot sind diese Alternativen aber preisgünstiger. Da zudem die Begleit-App Flower Power nur Live-Daten zum Zustand der Pflanze liefert, wenn der Anwender so dicht daneben steht, dass er sie eigenen Auges begutachten kann, ist der smarte Mehrwert gegenüber einer analogen Lösung gering. Zwar hat Parrot den ursprünglichen Listenpreis von 150 Euro schon um fast die Hälfte reduziert. Doch vor dem genannten Hintergrund halte ich selbst einen Online-Preis von 80 Euro für ambitioniert.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Applepiloten.


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  • POST Tagesspiegel: Post testet Begleit-Roboter für Briefträger: Immer mehr Menschen bestellen am liebsten bequem von Zuhause bei sämtlichen Online-Shops und lassen sich die Ware direkt vor die eigene Haustür liefern. Daher testet die nordhessische Kleinstadt Bad Hersfeld derzeit sechs Wochen lang den sogenannten Postbot. Hinter diesem versteckt sich ein vierrädriger Roboter mit einer Höhe von 1,50 Meter, der dem Postboten hinterherfährt und so 150 Kilo Briefe und Pakete transportiert. Eingebaute Sensoren sorgen dafür, dass der Postbot die Beine des Zustellers erkennt und ihm somit in Schrittgeschwindigkeit folgen kann. Die Angst dahinter, dass der Postbot Arbeitsplätze wegnehmen könnte, ist allerdings unbegründet. Der Roboter ist vielmehr ein Helfer, der die Arbeit der Zusteller und Postboten, die die Post zu Fuß austragen müssen, erleichtern soll.

  • WHATSAPP Welt: WhatsApp bekommt eigene Emojis und so sehen sie aus: Emojis sind aus unseren Chats gar nicht mehr wegzudenken. Das Unicode-Konsortium entscheidet darüber, welche Emojis verfügbar sind, doch kann sich das Design je nach Plattform, Betriebssystem und Hersteller leicht unterscheiden. Bisher hat man auf Whatsapp die Emojis von Apple vorgefunden – auch auf Android-Geräten. Allerdings gibt es derzeit eine Betaversion des Messengers, auf der es nun von Whatsapp entworfene Emoticons geben wird. Bisher sind die Unterschiede kaum erkennbar und erst beim zweiten Mal hinsehen, werden diese teilweise sichtbar. Leicht abgeänderte Frisuren oder Kleidungen von Personen oder andere Farben deuten auf eine Veränderung hin. Dazu können Nutzer sich allerdings auf ganz neue Emojis wie Fantasy-Figuren freuen. Unklar ist jedoch, wann das neue Design bei Whatsapp zu finden sein wird.

  • GOOGLE Chip: Angriff auf Amazon: Google bringt smarten Lautsprecher zum Schleuderpreis: Google setzt mit seinen smarten Lautsprechern jetzt auch auf einen guten Klang. Beim neuen vernetzten Lautsprecher Google Home Max wurden daher zwei Tieftöner, Hochtöner und empfindliche Mikrofone im Inneren verbaut, damit Sprachbefehle auch bei lauter Musik deutlich verstanden werden können. Zudem soll der neue Lautsprecher die beste Tonabstimmung ermitteln können. Hier kann das Gerät seine Position und Umgebung besser einschätzen und somit den Ton entsprechend anpassen. Schon ab Dezember soll der smarte Lautsprecher für etwa 400 US-Dollar – vorerst in den USA – auf den Markt kommen.

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  • WHATSAPP Chip: WhatsApp kündigt neues Geschäftsmodell an: App bald nicht mehr für alle kostenlos: Der Messenger WhatsApp möchte zukünftig Firmen-Profile einführen: Mit der neuen Funktion möchte der Messenger die Kommunikation für Unternehmen vereinfachen und hat sich somit offiziell aus Business-Plattform ausgesprochen. Doch dieser Service soll vor allem für große Unternehmen nicht auf Dauer kostenlos bleiben.

  • YOUTUBE MacTechNews: YouTube-mp3: Musikindustrie bewirkt Ende des Streaming-Rippers: Dem YouTube-Streaming wird in Zukunft ein Riegel vorgeschoben – nach einer Klage namhafter Musikilabels, unter andrem Warner Bros und Sony Music, wird die Webpräsenz der Internetseite YouTube-mp3.org ein Ende haben. Der Vorwurf richtete sich vor allem auf die Verletzung von Urheberrechten und der Nichtbeachtung der Kopierschutzrechte von YouTube.

  • GOOGLE STREET VIEW GoogleWatchBlog: Streetview: Google kündigt verbesserte Kameras und Technologien zur Gebäude-Erkennung an: Seit gut acht Jahren ist die Technologie zum Schießen der Fotos für Google Street View die gleiche – das soll sich nun ändern. Zum zehnten Geburtstag des Online-Dienstes hat Google ein großes Update angekündigt, mit einer deutlich verbesserten Kamera-Technologie. Die Kameras sind nicht nur in ihrer Anzahl deutlich weniger, sondern versprechen auch eine bessere Bildqualität, die für die Informationssammlung von großem Vorteil ist.

  • VERBRAUCHERZENTRALE Heise: Smart Home: Verbraucherschützer fordern Recht auf analoges Wohnen: Der Bundesverband der Verbraucherzentrale hat sich im Zuge der zunehmenden Zahl vernetzter Heimgeräte für mehr Sicherheit im dialogen Zuhause ausgesprochen. Das vom vzbv verfasste Hintergrundpapier Smart Home fordert die Prüfung gesetzlicher Rahmen für Smart-Home-Produkte. Dies umfasst unter anderem Haftungsfragen und auch Datenschutzgesetze.

  • EY-STUDIE t3n: Mehr Analoges wagen: Studie rät von unreflektierter Nutzung digitaler Tools ab: Dass digitale Kommunikation nicht nur von Vorteil ist, lässt sich anhand von Studien beweisen. Nach einer aktuellen Umfrage der Beratungsfirma EY führt die fortschreitende Digitalisierung zunehmend zu Stress am Arbeitsplatz. Somit werden analoge Kommunikationsformen in Zukunft an Bedeutung gewinnen, da auch Fach- und Führunskräfte diese als sehr hilfreich eingestufen.

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  • SONY Heise: Sony will mit dem intelligenten Lautsprecher LF-S50G ins smarte Heim: Nach Alexa und Google Home, bringt nun auch Sony seinen eigenen intelligenten Lautsprecher auf den Markt. Was wird der Sprachassistent alles können? Er wird natürlich Musik abspielen, sämtliche Geräte im Haushalt steuern und Antworten auf alle möglichen Fragen parat haben. Die kleine Box wird mit dem Sprachbefehl „Ok, Google“ aktiviert, und stellt den idealen Helfer für das Eigenheim dar. Neben seinen Funktionen Geräte im Smart Home zu steuern, kann er auch To-Do-Listen anlegen, Nachrichten vorlesen und Kalendereinträge abfragen bzw. erstellen. Der kleine Sprachassistent soll noch im Dezember dieses Jahres unter dem Namen LF-S50G für etwa 230 Euro erscheinen.

  • GOOGLE MAPS Chip: Autofahrer werden es lieben: Google Maps hat ein grandioses neues Feature: Jeder, der oft in Großstädten unterwegs ist, kennt mit Sicherheit die unangenehme Situation mit der Parkplatzsuche. Aber Google Maps hat eine ganz besondere Lösung gefunden, die Autofahrer wieder glücklich machen könnte: Eine voraussichtliche Parkplatz-Situation am Zielort. Bislang ist die App vorerst in fünf deutschen Städten verfügbar wie Darmstadt, Düsseldorf, Köln, München und Stuttgart. Bleibt also zu hoffen, dass sich diese nützliche Funktion in naher Zukunft auch in weiteren Städten durchsetzt.

  • SELFPUBLISHING e-book-news: Zur Hölle mit der Kohle, was am Ende übrigbleibt, ist Liebe in Teedosen…: die #dspp17-Longlist ist da: Wer sich gerne mit Büchern beschäftigt, egal ob Werke aus einem Verlag oder aus dem Selbstverlag und sich ohnehin viel mit dem Buchmarkt auseinandersetzt, der dürfte gesehen haben, dass die Longlist für den ersten deutschen Self-Publisher-Preis veröffentlicht wurde. Am 26.09. rückt die Shortlist nach, um den Gewinner auf der Frankfurter Buchmesse bekannt zu geben. Die Juroren haben sich hierfür 1.800 Titel zu Gemüte geführt, um die Longlist mit 22 Büchern zu füllen. Der Vorsitzende des Selfpublisher-Verbandes Matthias Matting sagte dazu, dass eine professionelle Entwicklung der Autoren gut zu erkennen sei. Man darf gespannt sein, wer dann im Oktober den Self-Publishing-Preis mit nach Hause nehmen darf.

  • CARSHARING Süddeutsche: Mit dem neuen Gesetz hat Carsharing endlich eine Chance: Heute tritt das neue Carsharing-Gesetz in Kraft, was viele Nutzer freuen wird, die diese Möglichkeit des Carsharings regelmäßig nutzen. Wenn das Auto am Ziel ordnungsgemäß geparkt werden soll, gibt es jedoch in Großstädten oftmals das Problem, dass keine Parkplätze vorhanden sind und die Gebührenuhr immer weiterläuft, da die meisten Autos im Minutentakt abgerechnet werden. Aufgrund dieses Aufwandes, was die Nutzer dafür hinnehmen müssen, hat sich das System bisher nicht wie gewünscht durchsetzen können. Durch das neue Gesetz sollen jetzt allerdings spezielle Parkplätze für die Carsharing-Autos zur Verfügung stehen. Anwohner werden jedoch nicht sehr erfreut darüber sein, noch mehr Raum für Parkplätze – die ohnehin schon sehr knapp sind in Großstädten – hergeben zu müssen.

  • FLORENCE OZ: Am 1. September: Riesiger Asteroid fliegt an der Erde vorbei: Heute Abend wird mit einem sicheren Abstand der Asteroid „Florence“ an der Erde vorbeifliegen. Mit seinen etwa vier Kilometern Durchmesser zählt er zu den größten Asteroiden, die der Erde bislang so nahe gekommen sind. Der Abstand den er zur Erde haben wird beträgt etwa sieben Kilometer. Das nächste Mal wird man ihn erst wieder im Jahre 2500 zu Gesicht bekommen. Wer sich das nicht entgehen lassen möchte, der kann Florence durch ein gutes Fernglas sogar betrachten.

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