Sicherheitskamera mit Google Assistant: Nest Cam IQ Indoor erhält großes Update

Sprachassistenten spielen eine immer wichtigere Rolle im vernetzten Alltag. Bisher ist Amazons Alexa dem großen Wettbewerber Google um Längen voraus. Alexa ist einfach auf viel mehr Geräten verfügbar als der Google Assistant. Nun will Google die Tür zum Smart Home weiter aufstoßen. Nach Smartphones, Smartwatches und Lautsprechern gibt es nun auch eine Sicherheitskamera mit Google Assistant. Die Premiere erfolgt quasi im Kreise der Familie. Denn das Kameramodell Nest Cam IQ Indoor gehört wie Googles Sprachservice zum Alphabet-Konzern. Noch, denn Nest soll von einer eigenständigen Firma wieder zu einem engeren Teil von Googles Hardware-Entwicklung werden, wie Google in diesem Blog-Beitrag mitteilte.

Smart Home über die Sicherheitskamera mit Google Assistant steuern

Die Nest Cam IQ Indoor ist schon seit längerem in Deutschland erhältlich, kam bisher aber ohne den Sprachservice aus. Die Sicherheitskamera mit Google Assistant nutzen können alle Besitzer daher erst, nachdem sie ein Update über die Smartphone-App von Nest eingespielt haben. Außerdem müssen sie den Sprachservice in den App-Einstellungen aktivieren, denn ab Werk ist er ausgeschaltet.

Über die integrierten Mikrofone in der Nest Cam IQ Indoor können Nutzer dem Google Assistant Fragen stellen, ihn Smart-Home-Geräte wie Philips Hue steuern lassen oder Termine zur Kalender-App von Google hinzufügen. Wer also ohnehin über diese Sicherheitskamera verfügt oder über eine Anschaffung nachdenkt, kann sich den Kauf eines Lautsprechers vom Typ Google Home oder Google Home Mini sparen. Es mag Fälle geben, in denen jemand der Privatsphäre wegen nicht möchte, dass der Google Assistant beim Warten auf Aufgaben ständig die Ohren spitzt. Daher kann er ihn auch jederzeit in den Einstellungen der Nest-App deaktivieren.

Nest Cam IQ Indoor erhält weitere Funktionen

Neben dem Google Assistant bietet das Update Besitzern der Nest Cam IQ Indoor weitere neue Funktionen. So kann die intelligente Gesichtserkennung auf bestimmte Bereiche innerhalb des Bildwinkels der Kamera begrenzt werden. Außerdem lassen Bilder von Personen, die im Rahmen der Gesichtswiedererkennung unter verschiedenen Einträgen mehrmals gespeichert wurden, sich in der App nun zusammenführen. Damit zieht die Indoor-Variante der Nest Cam IQ mit der gerade in Deutschland gestarteten Outdoor-Variante gleich. Die genannten Funktionen setzen aber bei beiden Modellen zusätzlich zum Kamerakauf ein kostenpflichtiges monatliches Abo beim Cloud-Dienst Nest Aware voraus.

Die Nest Cam IQ Indoor kostet 349 Euro. Wer auf die intelligente Gesichtserkennung verzichten kann, spart Geld, wenn er stattdessen zum Modell ohne IQ im Namen greift. Sie kostet nur 199 Euro und schnitt in unserem Praxistest überzeugend ab.

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Dieser Artikel erschien zuerst auf Netzpiloten Android.


Image by Nest Labs


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Berti Kolbow-Lehradt

Berti Kolbow-Lehradt

ist Freier Technikjournalist. Für die Netzpiloten sowie unsere Geschwisterseiten Netzpiloten Apple und Netzpiloten Android befasst er sich mit vielen Aspekten rund ums Digitale. Die Dissertation zur Geschichte der Fotoindustrie hat der Wirtschaftshistoriker erfolgreich abgebrochen, um sich der Digitalen Fotografie, Smartphones, der Apple-Welt, dem Smart Home und vielen anderen Bereichen der Consumer Electronics und IT in der Gegenwart zu widmen. Mitglied des Netzpiloten Blogger Networks.

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