Kleines Smart-Home-Lexikon: 15 wichtige Begriffe zur Heimautomation

In vielen Haushalten ist das Thema Smart Home erstmals buchstäblich in aller Munde. Denn Sprachassistenzen wie Amazon Alexa und Google Assistant ermöglichen einen bequemen und spielerischen Zugang dazu. Doch es gibt noch so viel mehr zu entdecken! Wer die unendlichen Möglichkeiten der Heimautomation erleben möchte, stößt zunächst auf viele neue Begriffe. Weil sie aus der Computer- und Gebäudetechnik stammen, erklären sie sich mitunter nicht von selbst. Sie zu verstehen, erleichtert den Einstieg jedoch nochmals deutlich. Wir präsentieren hier ein kleines Smart-Home-Lexikon mit wichtigen Begriffen aus der Welt des vernetzten Heims. Dies ist der zweite Teil einer Serie, in der wir zusammen mit der Smart-Living-Plattform Conrad Connect erklären, wie sich das vernetzte Heim dank automatischer Abläufe viel einfacher bedienen lässt.

Kleines Smart-Home-Lexikon: Was versteht man unter einem Smart Home?

Smart Home: Beim „Intelligenten Heim“ handelt es sich um einen Oberbegriff. In einem erweiterten Sinn fällt er, wenn es um Geräte in Wohnräumen geht, die sich über das Internet fernsteuern lassen. Wirklich intelligent ist das aber noch nicht. „In einem engeren Sinn ist von einem Smart Home die Rede, wenn die darin verwendete Technik wie Heizung, Licht und anderes so miteinander vernetzt ist, dass sie automatisch funktioniert“, erklärt Giorgi Jashiashvili, Technik-Experte bei Conrad Connect.

Heimautomation: Dieser Begriff, der auch als Hausautomatisierung zu finden ist, verdeutlicht die engere Bedeutung des Smart Home. Statt Vorgänge per App oder Sprache zu aktivieren, registriert die Haustechnik die Bewohner und startet Aktionen automatisch. Dabei können Nutzer die Automatisierung auf Webseiten von Smart-Home-Plattformen an ihre Bedürfnisse anpassen.

Smart Living Fitness-Challenge
Smart Living ist eine Erweiterung des Smart-Home-Konzepts. Seine Fitnessuhren in die Automatisierung einzubeziehen, ist ein Beispiel dafür. Image by Conrad Connect

Smart Living: Warum sollte die Idee des digitalen Alltags an den Wohnungsmauern enden? Schließlich nutzen viele Menschen internetfähige Fitnessuhren oder Autos. Diese in die Heimautomation einzubinden, bietet Vorteile. Für diese ganzheitliche Vorstellung gewinnt der Begriff „Smart Living“ an Bedeutung.

Internet of Things, IoT: Das „Internet der Dinge“ ist ein weiterer Sammelbegriff für die Automatisierung von technischen Vorgängen. Dabei sollen vernetzte Geräte so reibungslos miteinander zusammenarbeiten, dass Menschen nicht eingreifen müssen. „Ist vom IoT die Rede, geht es allerdings meist um Automatisierung in der Industriefertigung oder anderen gewerblichen Bereichen, während Smart Home sich auf den privaten Einsatz bezieht“, erklärt Giorgi Jashiashvili.

Cloud-to-Cloud-Connection: Praktisch alle Anbieter von Vernetzungsplattformen nutzen Internetserver, über die die verknüpfte Technik Daten austauscht. Würde dies nicht über die Cloud laufen, könnten Verbraucher beispielsweise ihre Heizung nicht aus der Ferne ein- und ausschalten. Eine Meta-Plattformen wie Conrad Connect verbindet mehrere Clouds und baut damit eine sogenannte Cloud-to-Cloud-Connection auf.

Kleines Smart-Home-Lexikon: Wichtige Begriffe zur Einrichtung

Plug & Play: „Anschließen und loslegen“ stammt aus dem Computerbereich und gilt auch immer öfter für Smart-Home-Geräte. Verbrauchern signalisiert der Begriff, dass sich Geräte ohne Installation in Betrieb nehmen lassen. Insbesondere für Wohnungsmieter sind solche Produkte interessant, weil sie ohne Spuren zu entfernen sind. „Die Zeiten, in denen ein Smart Home nur mit einer Unterputz-Installation realisierbar war, sind vorbei. Viele Produkte lassen sich nachrüsten und kabellos einbinden“, so Giorgi Jashiashvili.

Gateway: Wer Geräte eines Herstellers in sein Smart-Home-System einbinden möchte, benötigt oft zunächst ein Gateway, auch Hub oder Bridge genannt. Dabei handelt es sich um eine kleine Box, die Nutzer per Kabel oder per WLAN und der App des Herstellers mit ihrem Internetrouter verbinden.

Smart Home Gateway Philips Hue Fritz!Box Router
Beispiel für ein Gateway: Um smartes Licht von Philips Hue zu steuern, verbinden Anwender die kleine weiße Box rechts im Bild mit dem Router. Image by Conrad Connect

API: Sollen Geräte eines Herstellers mit den Geräten eines anderen Herstellers Daten austauschen, brauchen sie nicht immer ein Gateway, aber stets eine API. Die Abkürzung für „application programming interface“ bezeichnet eine Programmierschnittstelle, mit der Entwickler eine Brücke zwischen der Betriebssoftware der Geräte schlagen.

ZigBee: Es fällt Geräteentwicklern viel leichter, den Datenaustausch mit Geräten anderer Hersteller zu gewährleisten, wenn sie einen gemeinsamen drahtlosen Kommunikationsstandard nutzen. WLAN und Bluetooth kennen zwar viele Verbraucher von ihren Smartphones. Aber bei Smart-Home-Geräten viel häufiger anzutreffen ist der ZigBee-Standard. Andere sind beispielsweise Z-Wave, HomeMatic und KNX.

Smart Home Dashboard Conrad Connect
Mit einem Dashboard behalten Nutzer den Überblick. Image by Conrad Connect

Dashboard: Jedes smarte Gerät liefert viele Informationen. Praktischer, als jede einzelne App zu checken, ist eine Ansicht, die alle Daten bündelt. Für solch eine Überblicksseite hat sich der Begriff „Dashboard“ durchgesetzt. Übersetzt bedeutet er „Armaturenbrett“ oder „Instrumententafel“.

Kleines Smart-Home-Lexikon: Wichtige Begriffe zur Automatisierung

Szene: Das ist ein beliebter Schlüsselbegriff, weil er das beschreibt, was ein intelligentes Heim erst ausmacht. Denn Szenen starten und stoppen mehrere Geräte gleichzeitig, um eine bestimmte Wohlfühlatmosphäre zu schaffen. Geht es nur darum, dass ein Gerät eine Aktion auslöst, spricht man von einem Projekt statt einer Szene. Ein Beispiel für ein sensorbasiertes Projekt: Registriert der Raumklimasensor im Büro schlechte Luft, aktiviert sich die per smarter Steckdose vernetzte Lampe, sodass die smarte Glühbirne mit rotem Licht zum Fensteröffnen mahnt.

Sensor: Für automatische Abläufe, bei denen Nutzer nichts manuell starten, sind Sensoren unverzichtbar. Als Sensor können etwa der Temperaturfühler im Heizungsregler, die Bewegungserkennung der Sicherheitskamera oder die CO2-Analyse im Raumklimathermostat dienen.

Smart Home Sensoren
Sensoren sind ein Schlüsselelement für die Heimautomation. Dabei kann es sich um Rauchmelder, Wetterstationen, Sicherheitskameras oder Bewegungsmelder handeln. Image by Conrad Connect.

Aktor: Damit der Messwert eines Sensors nicht ins Leere läuft, übernimmt mindestens ein Gerät die Rolle des Aktors, auch Aktuator genannt. Das sind Geräte, die eine Aktion ausführen, beispielsweise eine intelligente Glühbirne oder eine smarte Steckdose.

Regel: Wenn ein Projekt nicht per Sprachbefehl, sondern sensorbasiert ausgelöst wird, dient eine Regel als Klammer. Damit bestimmen Nutzer, bei welchem Sensorwert welches Gerät eine Aktion starten soll. Soll die Aktion nur unter bestimmten Bedingungen stattfinden, hilft ein Logikgatter.

Logikgatter: Warum sollte der Bewegungsmelder das Licht aktivieren, wenn es taghell ist? „Erstellen Nutzer ein Projekt, können sie dessen Umsetzung anhand eines Logikgatters mit Bedingungen verknüpfen. Beispielsweise lässt sich das Licht an eine bestimmte Uhrzeit koppeln“, erläutert Giorgi Jashiashvili von Conrad Connect.

Mit dem Basiswissen, das unser kleines Smart-Home-Lexikon bietet, gelingt die Heimautomation viel leichter. Einfach ausprobieren!

Weitere Folgen der Smart-Living-Serie, die in Kooperation mit Conrad Connect entsteht:

1: Smart Home per Sprache steuern: 5 Tipps wie Alexa und Google aufs Wort hören
3: Heimautomation für Einsteiger: So einfach geht intelligentes Wohnen
4: Smart-Home-Projekt im Eigenbau: 5 praktische Vernetzungsbeispiele für intelligentes Wohnen


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