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Amazon Echo Input – Alexa für die Heimanlage

Amazon liefert mit Echo Input einen weiteren virtuellen Sprachsteuerungsassistenten für smartes Wohnen. Für 40 Euro kann man nun die eigene Musikanlage oder seine Lautsprecher mit Alexa aufrüsten und mit dem Klang der eigenen Heimlautsprecher genießen. Im Gegensatz zum Echo, ist der Echo Input ein reines Eingabegerät. Mit anderen Worten, der Sound kommuniziert nur über eine externe Anlage und nicht mehr wie beim klassischen Echo über interne Lautsprecher. Die Verbindung ist sowohl mit einem 3,5-mm-Audiokabel per Klinkenbuchse, als auch per Bluetooth möglich. Im Echo Input befinden sich insgesamt 4 Fernfeldmikrofone, wodurch eine sensiblere Akustik gewährleistet ist. Dadurch vergrößert sich die Reichweite des Gerätes, sodass man vom ganzen Raum aus mit Alexa sprechen kann.

Alexa spielt Musik

Das Design des Echo Input erinnert ein wenig an eine Eishockey-Puck. Das Gerät gibt es im klassischen, matten schwarz und in einer edlen weißen Ausführung. Zudem passt sich der Input Echo durch seine dezente Größe perfekt seiner Umgebung an und kann unauffällig im Raum aufgestellt werden. Auf der Oberseite befindet sich außerdem eine Stummschalttaste, mit der sich die Mikrofone ausschalten lassen. Daneben gibt es eine Aktionstaste mit der man die Sprachsteuerung Alexa starten kann, ohne das Signalwort auszusprechen. Bei Betrieb sieht man in der Mitte einen blauen LED-Punkt aufleuchten. Mit der Alexa Multiroom-Funktion können die verbundenen Lautsprecher mit anderen Echo-Lautsprechern verknüpft werden.

Durch Echo Input verwandeln sich die Lautsprecher und die Musikanlage in einen virtuellen Assistenten, die auf Spracherkennung reagieren. Zum Beispiel kann man Musik von Amazon Music, Spotify, TuneIn, radio.de, Deezer oder audible streamen und dann über die hauseigenen Lautsprecher hören. Das Gerät kann darüber hinaus einfache Befehle ausführen, wie etwa den Wecker stellen, die Einkaufsliste erstellen, Begriffe erklären oder den Kalender verwalten. Außerdem gibt das Gerät Auskunft über Nachrichten, den Wetterbericht oder Verkehrsinformationen. Darüber hinaus ist es auch möglich Sportergebnisse, Öffnungszeiten oder das Kinoprogramm abzurufen.

Amazon erweitert somit sein Smart Speaker Angebot um ein weiteres intelligentes Tool. Man darf gespannt sein, welche Produkte sich die Technik-Experten von Amazon als nächstes einfallen lassen.

Der Input Echo bei Amazon (Provisionslink).


Image by Amazon Newsroom

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Smarte Heizkörperthermostate erklärt: Mehr Komfort, weniger Verbrauch – so geht‘s

Smarte Heizkörperthermostate mit Conrad Connect - das bringt's

Smarte Heizkörperthermostate kümmern sich um eine wohlige Wärme und sorgen gleichzeitig dafür, dass Bewohner „nicht für die Straße heizen“. Anders als herkömmliche Thermostatköpfe denken sie mit und regeln die Temperatur genau zur richtigen Zeit. Das erhöht den Komfort und senkt den Energieverbrauch. Wie sich auf intelligente Weise Wärme ins Smart Home bringen lässt, erklären wir zusammen mit Conrad Connect.

So funktioniert die intelligente Heizungssteuerung

„Anders als herkömmliche Modelle verfügen smarte Heizkörperthermostate über einen Elektromotor und sind mit dem Internet verbunden. Dadurch können sie die Wunschtemperatur aufs Grad Celsius genau regeln – und zwar auch per Fernsteuerung in und außerhalb des Hauses“, erklärt Giorgi Jashiashvili, Technik-Experte bei Conrad Connect. Wer öfter einmal vergisst, die Heizung in den Sparmodus zu schicken, kann dies mit smarten Heizkörperthermostaten auch dann noch nachholen, wenn er das Haus bereits verlassen hat.

Allerdings müssen Bewohner noch nicht einmal selbst daran denken, die Heizung ein- und auszuschalten. Per sogenanntem Geofencing sorgen smarte Heizkörperthermostate für eine ortsbasierte Steuerung. Dabei lassen Bewohner per GPS und WLAN ihres Smartphones die Heizsteuerung wissen, ob sie sich im Smart Home aufhalten oder es verlassen haben. Darüber hinaus erkennen smarte Heizkörperthermostate abhängig vom Modell, ob Fenster oder Türen beispielsweise zum Lüften geöffnet sind. Sowohl bei der Fenster-Offen-Erkennung als auch beim Geofencing fährt die Heizung dann rechtzeitig herauf und herunter.

Wenn sie nicht gerade auf Ereignisse und manuelle Eingriffe reagiert, folgt die intelligente Steuerung festgelegten Zeitschaltplänen. Diese sind für einzelne Räume definierbar. Manche Heizungsteuerungen lassen dabei sogar die Wettervorhersage einfließen und fahren die Energie zurück, wenn die Sonne scheint. Das verringert den Energieverbrauch zusätzlich.

Einfache Installation und flexible Bedienung

„Wer von smarten Heizkörperthermostaten profitieren möchte, muss keinen Neubau hochziehen. Sie lassen sich einfach montieren und können so vorhandene Heizkörper modernisieren“, betont Giorgi Jashiashvili, Technik-Experte bei Conrad Connect. Zur Montage genügt eine Rohrzange, mit der der alte Thermostatkopf abgeschraubt und der smarte Ersatz angeschraubt wird. Das gelingt selbst Laien. Um Funkchip und Elektromotor mit Energie zu versorgen, wird das Thermostat noch mit Batterien bestückt. Sie halten in der Regel sehr lange. Eine App im Smartphone sagt Bescheid, wenn es Zeit für einen Tausch ist.

Smarte Thermostate lassen sich sehr flexibel bedienen. Wer es gerade wärmer oder kälter haben möchte als im Zeitschaltplan vorgesehen, kann die Wunschtemperatur über Apps oder mit Sprachbefehlen einstellen. Für den Signalaustausch zwischen den Thermostaten auf der einen Seite sowie den Bediengeräten wie Smartphones und smarte Lautsprecher auf der anderen Seite sorgt ein sogenanntes Gateway. Diese kleine Box verbinden Anwender mit ihrem WLAN-Router.

Smarte Heizung mit Smartphone steuern
Smarte Heizkörperthermostate lassen sich per Smartphone-App, Sprachsteuerung oder über Conrad Connect steuern. Image by Andrey Popov / stock.adobe.com

Natürlich lässt sich die gewünschte Temperatur auch weiterhin direkt am Thermostat festlegen. Denn trotz digitaler Aufrüstung verfügen alle Regler immer noch über Tasten oder einen Drehring.

Weniger Energieverbrauch: So viel Ersparnis ist drin

Geld sparen zu wollen, ist ein häufiger Grund, sich smarte Heizkörperthermostate anzuschaffen. Tatsächlich lassen sich der Energieverbrauch und damit die Nebenkosten senken. Eine Ersparnis von bis über 30 Prozent halten die Thermostat-Hersteller selbst für möglich. Doch dabei spielen viele Faktoren eine Rolle, etwa, wie häufig Bewohner ihr Smart Home verlassen oder das Fenster zum Lüften öffnen. Deshalb kann die Höhe der Ersparnis im Einzelfall stark abweichen. Außerdem sind in der Rechnung natürlich die Anschaffungskosten zu berücksichtigen. Diese fallen etwas höher aus als bei herkömmlichen Modellen, weil eben auch erheblich mehr Technik drinsteckt.

„Auf jeden Fall deutlich spürbar ist jedoch der Komfortgewinn. Die Heizung dank automatischer Abläufe nicht mehr selbst regulieren zu müssen, bedeutet für viele Verbraucher im Alltag ein deutliches Plus an Wohnqualität“, erläutert Giorgi Jashiashvili, Technik-Experte von Conrad Connect. Darüber hinaus freut sich die Umwelt. Denn, wenn die Heizung weniger Energie verbraucht, gelangt auch weniger CO2 in die Luft. Dadurch leisten Verbraucher ihren persönlichen Beitrag dazu, wem Klimawandel entgegenzuwirken.

Die besten Heizkörperthermostate für das Smart Home finden

„Smarte Heizkörperthermostate unterscheiden sich bei den Funktionen, dem Design und natürlich im Preis. Ein genauer Vergleich lohnt sich“, rät Giorgi Jashiashvili. Schon rein optisch sind die Unterschiede groß. Reicht etwas Schlichtes oder soll Premium-Design die Heizkörper zieren? Und wenn auch gleich ein Display integriert ist, lässt sich die Temperatur ohne App und Web ablesen. Außerdem verstehen sich viele Lösungen nicht mit beiden, sondern mit jeweils einem der beiden großen Sprachdienste Google Assistant und Amazon Alexa.

Beim Einstieg in die smarte Heizungssteuerung muss ein Gateway für 50 bis 150 Euro her. Ein einzelnes Thermostat kostet dann zwischen 40 und 80 Euro. Abhängig vom Modell ist eine Fenster-Offen-Erkennung an Bord. Falls nicht, lässt sich diese über externe Tür- und Fensterkontaktsensoren nachrüsten.

Smarte Heizung mit Fenster-Offen-Erkennung.
Praktisch: Viele smarte Heizkörperthermostate erkennen offene Fenster und drosseln dann automatisch die Leistung. Falls Sensoren dafür nicht integriert sind, lassen sie sich per Conrad Connect verknüpfen. Image by Creativemarc / stock.adobe.com

Einfacher geht’s nicht: Einstellungen für die smarte Heizung per Mausklick

Nutzer von Conrad Connect brauchen sich nicht auf smarte Thermostate von einem Hersteller festzulegen. Stattdessen können sie verschiedene Lösungen kombinieren und gleichzeitig steuern. Darüber hinaus lassen sich auf der Plattform weitere Komponenten einbinden, zum Beispiel Sensoren für Raumluft, Fenster-Offen-Erkennung und Bewegungsmeldung.

Dies bietet nicht nur mehr Freiheit bei den Kombinationsmöglichkeiten sondern erleichtert auch die Bedienung. Denn anstatt jedes Thermostat in der jeweiligen Hersteller-App zu konfigurieren, können Nutzer Zeitschaltpläne und automatische Abläufe für sämtliche im Smart Home verbauten Heizkörperthermostate in einem Rutsch festlegen.

Und das Beste daran: Die fleißige Community von Conrad Connect hat bereits ganze Arbeit geleistet und automatische Abläufe für viele gängigen Geräte-Kombinationen und Szenarien erstellt. Diese können neue Nutzer in Form von gebrauchsfertigen Projekten mit einem Mausklick per Web-App einfach in ihr Profil importieren und sofort damit loslegen. Weitere Tipps bietet dieser Blog-Post zum smarten Heizen bei Conrad Connect.

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Smart Home ganz einfach: WLAN-Steckdosen als smarter Geheimtipp

WLAN-Steckdose Smartphone

Nix mit teuer und kompliziert. Wer sein Zuhause zu einem Smart Home aufrüsten möchte, braucht keine kostspieligen und aufwendig einzurichtenden Gadgets. Es geht auch günstig und einfach. Ein Geheimtipp für den Einstieg sind smarte Zwischenstecker. Mit ihnen lässt sich auch ältere Technik via WLAN per App oder Sprache bedienen. Zusammen mit der IoT-Plattform Conrad Connect stellen wir vor, was mit WLAN-Steckdosen alles möglich ist und wie Einsteiger das richtige Modell für sich finden.

Das steckt hinter smarten Steckdosen

Von außen sehen smarte Steckdosen wie ganz normale Zwischenstecker aus. Das Geheimnis steckt im Innern. Dort befindet sich, was alten Lampen oder Lautsprechern fehlt – ein Funkchip. Dadurch nehmen die kleinen Kästchen Kontakt mit einem WLAN oder einem anderen gängigen Funknetz auf. Meist erhalten sie ihre Steuersignale über Funkstandards wie Z-Wave oder ZigBee. Als Vermittler dient dabei dann ein WLAN-Router. Daher ist häufig pauschal von WLAN-Steckdosen die Rede. Seltener kommen Bluetooth oder DECT zum Einsatz.

Egal, auf welche Art sie funken: In der Folge können Nutzer über den Zwischenstecker praktisch jedes kabelgebundene Gerät per Smartphone-App und Sprachsteuerung bedienen oder in komplexe Automationsszenarien einbinden. Wegen dieser Fähigkeiten werden die Kästchen auch als intelligente Steckdose, Smart-Home-Steckdose oder Smart Plug bezeichnet. „Licht, Musik, Wärme, gute Luft und mehr – man sieht smarten Steckdosen gar nicht an, wie viel Wohnkomfort in ihnen steckt. Sie sind die vielleicht am meisten unterschätzte Komponente für den Einstieg ins Smart Home und ein Paradebeispiel dafür, wie einfach der Weg zum intelligenten Wohnen ist“, sagt Giorgi Jashiashvili, Technik-Experte bei Conrad Connect.

Praktisch: WLAN-Steckdosen lassen sich sehr flexibel bedienen

Moderne Funkmodelle lassen sich im Unterschied zu herkömmlichen Steckdosen mit Zeitschaltuhr viel flexibler fernsteuern. So können Nutzer nahezu alle intelligenten Steckdosen per Smartphone-App oder Sprachbefehl von Amazon Alexa und Google Assistant ein- und ausschalten. Mit der Lösung Unified Inbox von Conrad Connect genügt sogar eine Nachricht von WhatsApp oder Viber, um WLAN-Steckdosen zu bedienen. Einige Modelle bieten auch eine physische Taste, mit der sich der Stromkreislauf direkt an der WLAN-Steckdose schließen oder trennen lässt. Eine Fernbedienung zum Anfassen gibt es manchmal als Zubehör.

So findet ihr die beste WLAN-Steckdose für euch

Smarte Steckdosen kosten zwischen 15 und 50 Euro sind damit auch bei einem kleinen Budget erschwinglich. „Die Auswahl von WLAN-Steckdosen ist groß, hochwertig und deckt viele Einsatzszenarios und Nutzerinteressen ab. Nutzer sollten daher darauf achten, das passende Angebot für sich zu wählen“, erklärt Giorgi Jashiashvili von Conrad Connect.

Conrad Connect Service Marketplace Fresh Compare
WLAN-Steckdosen mit Zusatzfunktionen ermöglichen eine intelligente Analyse des Stromverbrauchs. Image by Berti Kolbow-Lehradt

Beispielsweise weicht die Bedienung voneinander ab. So lassen sich die meisten smarten Steckdosen zwar per App steuern, aber nicht alle per Sprache. Und wenn doch, dann entweder von Google Home oder Amazon Alexa. Ein weiteres Kriterium ist der Einsatzort. Soll die WLAN-Steckdose auch auf dem Balkon oder im Garten ihren Dienst verrichten können, ist sie am besten nach IP44 wetterfest. Entscheidend ist ebenfalls der Funktionsumfang. Beispielsweise messen manche Steckdosen auch den Stromverbrauch. Aus diesen Daten lassen sich mit Stromanalyse-Diensten wie Fresh Energy, wertvolle Erkenntnisse ziehen.

Weitere Tipps für die Wahl der WLAN-Steckdose und konkrete Modelle stellt Conrad Connect in seinem Blog vor.

Das lässt sich in Conrad Connect mit WLAN-Steckdosen alles „smart machen“

„Ältere Steh- oder Tischlampen, in die sich keine smarten Leuchtmittel einsetzen lassen, sind beliebte Einsatzorte für WLAN-Steckdosen“, nennt Giorgi Jashiashvili von Conrad Connect Beispiele. Denn in vielen Haushalten befindet sich eine entsprechende Leuchte. Sie sind leicht zugänglich und die intelligente Steckdose somit einfach einzusetzen. Perfekt, um die Vorteile solch einer smarten Lösung einmal auszuprobieren.

Auf die gleiche Weise lassen sich Luftbefeuchter, elektrische Heizkörper oder Kaffeemaschinen „smart machen“. Morgens schlaftrunken die Küche betreten und der Kaffee ist schon fertig? Mit WLAN-Steckdosen ist das ein Leichtes.

Idealerweise muss kein Nutzer mehr aktiv das Smart Home bedienen. Im besten Fall weiß es selbst, was zu tun ist. Dazu lassen sich WLAN-Steckdosen mit einem kostenlosen Nutzerkonto bei Conrad Connect in festgelegte Zeitschaltpläne oder sensorgesteuerte Aktionen einbinden.

WLAN-Steckdosen und Kaffeemaschine vernetzen mit Conrad Connect
Schöner aufstehen: Per WLAN-Steckdose den Kaffee aufbrühen und gleich genießen können, wenn man in die Küche kommt. Image by Izabela Magier / Adobe Stock

Wer einen Smart Plug mit weiteren gängigen Komponenten wie einen Sensor fürs Raumklima oder einen Bewegungssensor kombiniert, kann auf einfachem Weg eine Automation einrichten. Dann könnte die smarte Steckdose beispielsweise einen Raumbefeuchter aktivieren, sobald die Sensoren trockene Luft und die Anwesenheit des Bewohners bemerken. Im Regel-Editor stellen sich angemeldete Nutzer bei Conrad Connect diese in wenigen Schritten selbst zusammen oder sie übernehmen bereits gebrauchsfertige Projekte aus der Community.

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Images by Daisy Daisy / Izabela Magier / Adobe Stock, Berti Kolbow-Lehradt

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Gewicht im Griff? Smarte Fitnesswaage Phicomm Smart Scale S7 ausprobiert

Phicomm Smart Scale S7

Der Urlaub war schön, aber als Souvenir habt ihr etwas Hüftgold heimgebracht? Dann eignen sich die milden Übergangstemperaturen dazu, beim Jogging wieder etwas abzuspecken. Eine Fitnesswaage hilft dabei, neben dem Gewicht auch andere Körperwerte im Blick zu behalten. Digitalos setzen natürlich auf eine smarte Waage mit App-Steuerung und WLAN-Verbindung. Um ein solches Modell handelt es sich bei der Phicomm Smart Scale S7. Im Unterschied zu ähnlichen Waagen ergänzt die Waage ein kabelgebundener Handgriff, dessen Sensoren zusätzliche Messungen vornehmen. Dadurch will das Phicomm-Modell einen insgesamt umfassenderen Einblick in die eigene Fitness liefern. Wie gut die smarte Waage das im Griff hat, habe ich im Zusammenspiel mit der iPhone-App ausprobiert.

Stolperstein WLAN-Verbindung

Hinter der Marke Phicomm steckt ein chinesischer Anbieter, der mit Smartphones, WLAN-Routern und Fitnesswaagen im „smart Life“ auch von deutschen Nutzern Fuß fassen will. Von den chinesischen Schriftzeichen der App im App Store sollte sich keiner abschrecken lassen. Die iPhone-Anwendung ist sorgfältig und verständlich übersetzt worden.

Die App namens Phicomm Health ist der Einstiegspunkt für die Inbetriebnahme. Eigentlich klingen die Anweisungen ganz einfach. App mit der smarten Waage verknüpfen und ins heimische WLAN einbinden. Doch das führt zunächst zu einer Fehlermeldung, weil die Phicomm Smart Scale S7 nur Funknetze mit 2,4 Ghz unterstützt, nicht aber mit 5 Ghz. Diese beiden Frequenzbereiche kombinieren aber viele moderne WLAN-Router – so auch meiner. Erst nachdem ich den Dual-Band-Betrieb in der Fritz!Box deaktiviere, fügt die Waage sich umgehend ins kabellose Netzwerk ein.

Erfreulicherweise genügt es, den Dual-Band-Betrieb nur während der Einrichtung der Waage im Router zu deaktivieren. Anschließend könnt ihr ihn wieder anschalten, um genügend Funkkanäle für den wachsenden Gerätefuhrpark im digitalisierten Zuhause in petto zu haben. Die Phicomm Smart Scale S7 übermittelt die Messergebnisse im Alltag trotzdem problemfrei.

Handgriff-Sensoren für detailliertere Messewerte

Im normalen Betrieb nimmt die Waage nach einer Messung Kontakt mit dem Router auf und überträgt die Daten an die Phicomm-Server, die sie wiederum an die Smartphone-App weiterleitet. Das klappt im Test reibungslos. Dieses Vorgehen setzt aber wie bei vielen anderen smarten Waagen voraus, dass ihr eure Gesundheitsdaten einem Cloud-Anbieter anvertraut.

Neben dem Gewicht und dem Body-Mass-Index berechnet die Fitnesswaage weitere Teilwerte, die etwas über die Körpergesundheit aussagen. So analysiert die Phicomm Smart Scale 7 die Viszeral- und Körperfette und gibt Aufschluss über den Wasseranteil im Körper. Zusätzlich hält sie den aktuellen Stand der Knochen- und Muskelmasse sowie das grundlegende Stoffwechselprofil fest.

Das ist reichlich Datenfutter zum Verdauen, aber nicht mehr als andere hochpreisige Waagen auch bieten. Was die Phicomm Smart Scale S7 jedoch vom Wettbewerb abhebt, ist der Handgriff mit seinen zusätzlichen Messdioden. Wenn ich ihn per Kabel mit dem Waagengehäuse verbinde und bei der Messung in die Hand nehme, ist die Software in der Lage, die Fitnesswerte noch detaillierter aufzuschlüsseln. Dann erfahre ich zusätzlich, wie sich Körperfettanteil und Muskelmasse anteilig auf Arme, Beine und Rumpf verteilen.

Wer den Handgriff beim Wiegen weglässt, muss nur auf die Einzeldaten zu den Gliedmaßen verzichten. Alle anderen Werte werden weiterhin über die Messung via Sensoren an der Fußsohle erhoben. Damit bietet der Handgriff einen Mehrwert für Nutzer, die einen sehr kleinteiligen Überblick über die Körperdaten erfahren möchten.

Ehrlich wirkt am heftigsten

Den kompletten Überblick über die eigenen Daten erhält nur, wer die App öffnet. Denn im Unterschied zur Nokia Body Cardio (zum Test) zeigt das Display der Phicomm-Waage selbst nur das Körpergewicht an.

Phicomm bereitet die Messwerte sehr übersichtlich und aufschlussreich in der schlicht und funktional gestalteten App auf. So konkret und hilfreich habe ich bisher kaum eine Gesundheits-App erlebt. Sie macht es sehr einfach, Rückschlüsse aus den Daten zu ziehen. So veranschaulicht sie die Werte nicht nur mit einem Ampelsystem, sondern formuliert den Fitnessstatus auch verbal knallhart aus. Die zum Teil brutal ehrliche Rückmeldung tut in meinem Fall leider sehr weh, hat mich aber stärker berührt als die nüchternen Zahlenreihen anderer Waagen, die mich mit einem Kuschelfeedback in trügerischer Sicherheit wiegen.

Dass die Messergebnisse leicht von denen einer Nokia Body Cardio abweichen, betrachte ich nicht als problematisch. Welches der beiden Modelle Recht hat, lässt sich im Rahmen dieses Praxistests nicht überprüfen. In der Praxis ist das aber nicht relevant, solange ihr nur eine Waage verwendet. Schließlich zählt die relative Veränderung der Daten über einen Zeitraum. Hier scheint die Waage konsistent zu messen, soweit ich das beurteilen kann. Außerdem räumt der Hersteller wie andere Wettbewerber auch ein, dass es sich um kein medizinisches Produkt handelt, dass die präzise Diagnose von Ärzten ersetzt.

Über das reine Messen und Bewerten der Körperdaten hinaus verzichtet die Phicomm-App auf Zusatzinformationen. Im Vergleich zur Nokia Body Cardio fehlen Trainings-Programme, die Integration von Schrittzählern und Gamification-Elemente wie Auszeichnungen. Außerdem synchronisiert die Phicomm-App die Daten nicht mit Apple Health. Wer sich ein Ökosystem an Smart-Health-Geräten anschaffen möchte, mag dies vielleicht vermissen. Für viele Nutzer dürfte das Angebot jedoch vollständig genug sein.

Test-Fazit Phicomm Smart Scale S7

In dem Handgriff und die zusätzlichen Messungen, die ermöglicht werden, kann ich keine stichhaltigen Vorteile erkennen. Viel mehr nervt der Kabelsalat recht schnell. Das Griffstück einfach beiseite zu legen, ist aber auch kein großer Verlust. Die Phicomm Smart Scale S7 bietet auch ohne Zusatz-Gadget aussagekräftige Messungen, die in der Smartphone-App zudem äußerst aufschlussreich aufbereitet sind.

Über den lästigen WLAN-Stolperstein in der Einrichtung kann ich leicht hinwegsehen, weil die smarte Waage im Betrieb unauffällig und zuverlässig ihren Dienst tut. Außerdem ist das schick designte Gehäuse aus Glas und Metall zusammen mit dem dezent integrierten LED-Display ein Hingucker im Badezimmer. Für rund 80 Euro erhaltet ihr eine stylische und funktionale Gesundheitswaage mit hilfreicher App. Den Handgriff lasst ihr einfach im Karton liegen.

Die smarte Waage von Phicomm bei Amazon (Provisions-Link).


Image by Phicomm

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5 Mythen zum Smart Home und warum sie nicht mehr stimmen

Conrad Connect Smart Home Mythen

Ob smarte Beleuchtung, vernetzte Lautsprecher oder intelligente Steckdosen und Schalter – langsam aber stetig begeistern sich immer mehr Menschen hierzulande für Smart-Home-Produkte. Rund 13 Prozent der Haushalte besitzen ein smartes Device und 87 Prozent sind damit so zufrieden, dass sie die Geräte regelmäßig nutzen, ergab jetzt eine Deloitte-Studie. Gleichzeitig schwindet bei anderen Verbrauchern die Skepsis erst allmählich. So zögern beispielsweise einige Interessierte mit dem Einstieg, weil sie eine zu komplizierte Installation und Bedienung fürchten oder sich nicht auf einen Standard festlegen wollen. Wir von den Netzpiloten glauben aber, dass diese Vorbehalte im Allgemeinen nicht mehr gerechtfertigt sind. Daher wollen wir mit gängigen Mythen zum Smart Home aufräumen.

Dies ist der fünfte und letzte Teil einer Serie, in der wir zusammen mit der Smart-Living-Plattform Conrad Connect erklären, wie sich das vernetzte Heim dank automatischer Abläufe viel einfacher bedienen lässt.

Mythos 1: Smart Home ist so aufwendig zu installieren, dass es sich nur für neue Hausbauprojekte lohnt

Es kann nicht zwar nicht schaden, bei einem Neubau das Thema Smart Home von Anfang an mitzudenken. Doch die Zeiten, als sich raffinierter technischer Komfort ausschließlich durch die Unterputz-Installation von hunderten Metern Kabelsträngen realisieren ließ, sind längst vorbei.

Smart-Home-Geräte einfach nachrüsten
Smart-Home-Funktionen gibt es nicht nur für Neubauten, sie lassen sich auch einfach nachrüsten. Image by Conrad Connect

Denn in praktisch allen denkbaren Technikkategorien versehen die Hersteller ihre Produkte heutzutage mit einer Steuerung per WLAN und Bluetooth. „Die Vielfalt an ausgereifter, funkfernsteuerbarer Technik, die den digitalen Alltag der Nutzer bereichert, ist inzwischen enorm. Dadurch lässt sich Smart-Home-Technik selbst in Mietimmobilien sehr einfach nachrüsten und ohne nennenswerte Spuren wieder entfernen“, erklärt Andreas Bös, Senior Director bei Conrad Connect, einer herstellerübergreifenden Vernetzungsplattform für smarte Technik.

Mythos 2: Smart Home ist kompliziert zu bedienen, weil die Produkte nicht harmonieren

Naturgemäß möchten Hersteller Kunden für ihre eigenen Produkte begeistern und nicht für die des Wettbewerbers. Daher kochten viele Anbieter lange Zeit ihr eigenes Süppchen. Dadurch blieb das Thema Smart Home selbst für viele Enthusiasten unattraktiv. Denn wer will sich schon auf einen Technikstandard festlegen, der womöglich bald keinen Anschluss mehr findet.

„Mittlerweile sind die generellen Zweifel an der Zukunftssicherheit von Smart-Home-Produkten unbegründet. Denn die meisten Technikhersteller haben eingesehen, dass das Thema Smart Home sich nur etablieren kann, wenn Software-Schnittstellen die Grenzen zwischen Geräte verschiedener Marken einreißen“, erläutert Andreas Bös von Conrad Connect. Vernetzungsplattformen wie Conrad Connect ermöglichen Anwendern, intelligente Geräte, Apps und Webdienste zu vernetzen. Dadurch harmonieren auch Lösungen von verschiedenen Herstellern reibungslos.

Mythos 3: Smart Home bringt mir nichts, weil ich mehr unterwegs als zuhause bin

Jedem fünften Befragten der oben genannten Deloitte-Studie fällt es schwer, den Mehrwert von Smart-Home-Lösungen zu erkennen. Das mag an einem landläufig sehr engen Verständnis des Begriffs liegen. Er legt nahe, dass sich mit smarter Technik nur das eigene Heim aufwerten lässt. Wer oft unterwegs ist oder viel Zeit draußen verbringt, findet dies vielleicht nicht überzeugend genug.

Smart Living und Smart Gardening mit Conrad Connect
Smart Home geht über die eigenen vier Wände hinaus – zum Beispiel in Form von Smart Gardening. Image by Conrad Connect

Doch über Vernetzungsplattformen verknüpfte, smarte Technik kann inzwischen in vielen weiteren Bereichen das Leben bereichern. So lassen sich Fitness-Tracker verschiedener Marken vernetzen, um sich mit Freunden sportlich zu messen. Intelligentes Rasenmähen und Bewässern des Gartens sind weitere Beispiele für die Vorteile der Vernetzung außerhalb der eigenen vier Wände. „Auf diese Weise können Verbraucher nicht nur ihr Heim, sondern zunehmend ihren gesamten Alltag mit intelligenten Lösungen aufwerten. Wir bei Conrad Connect sprechen daher auch von Smart Living statt von Smart Home“, betont Andreas Bös.

Mythos 4: Smart Home ist noch zu teuer 

Andreas Bös von Conrad Connect im Porträt
Weil Verbraucher Smart-Home-Geräte verschiedener Hersteller kombinieren können, können sie Geld sparen, erklärt Andreas Bös von Conrad Connect. Image by Conrad Connect

Wie zum Beginn vieler neuer Technologien positionierten sich auch Smart-Home-Produkte im Hochpreisbereich. Doch das Angebot und der Wettbewerb nehmen zu, sodass Nutzer auch immer mehr erschwingliche Lösungen finden. „Nutzer von Vernetzungsplattformen profitieren darüber hinaus von der größeren Flexibilität der Komponentenwahl. Denn weil sie nicht ausschließlich zu den Produkten aus dem Sortiment eines Herstellers greifen zu brauchen, können sie Preise vergleichen und sich eine Produktauswahl entsprechend ihres Budgets zusammenstellen“, betont Andreas Bös von Conrad Connect.

Abgesehen davon lässt sich inzwischen selbst ältere Technik, die noch ohne Internetverbindung das Werk verließ, durch vergleichsweise günstige, smarte Steckdosen in ein Smart-Home-Gerät verwandeln. Auf diese Weise können Nutzer die von den Großeltern geerbte Lampe nicht nur per App und Sprache bedienen, sondern auch in komplexe Automationsszenarien einbinden.

Mythos 5: App- und Sprachsteuerung ist zwar leicht, die Automatisierung aber kompliziert 

Geräte per Smartphone-App oder mit einer Anweisung an einen Sprachassistenten ein- und auszuschalten zu können, begeistert viele Nutzer. Doch der wahre Schritt ins Smart Home steht ihnen erst noch bevor. Denn wirklich schlau ist ein Heim schließlich erst, wenn es die Bedürfnisse der Bewohner ohne Zutun erkennt. Heimautomation heißt das Zauberwort. Mitunter erweckt dieses Thema den Eindruck einer Geheimwissenschaft, sei es, weil die Begriffe kompliziert klingen oder die Erstellung von Automationsprojekten schwierig erscheint.

Conrad Connect Dashboard
Mittlerweile lassen sich Geräte verschiedener Hersteller sehr gut miteinander in Einklang bringen. Das Dashboard der Plattform von Conrad Connect hilft dabei. Image by Conrad Connect

Doch bei der aktuellen Generation von Vernetzungsplattformen ist das nicht mehr der Fall. Dort können Nutzer mithilfe einer grafischen Oberfläche im Webbrowser Gerätefunktionen mit einfachen Drag-and-Drop-Mausgesten kombinieren – so wie sie es vom Computer kennen. „Wer eine Option aus einem Dropdown-Menü auswählen kann, für den ist auch Heimautomation ein Leichtes“, erklärt Andreas Bös von Conrad Connect. 

Das zeigt: So manche Ansicht zum Thema Smart Home entpuppt sich als Mythos. Mit smarten Lösungen das Leben leichter zu machen, ist einfacher als viele glauben. Lust darauf bekommen? Einfach ausprobieren!

Das war der letzte Teil unserer Smart-Living-Serie, die in Zusammenarbeit mit Conrad Connect entstanden ist. Hier die anderen Teile zum Nachlesen:

1: Smart Home per Sprache steuern: 5 Tipps wie Alexa und Google aufs Wort hören
2: Kleines Smart-Home-Lexikon: 15 wichtige Begriffe zur Heimautomation
3: Heimautomation für Einsteiger: So einfach geht intelligentes Wohnen
4: Smart-Home-Projekt im Eigenbau: 5 praktische Vernetzungsbeispiele für intelligentes Wohnen


Images by Conrad Connect; Halfpoint / stock.adobe.com

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Smart-Home-Projekt im Eigenbau: 5 praktische Vernetzungsbeispiele für intelligentes Wohnen

Smart-Home-Projekt im Eigenbau mit Conrad Connect

Besser aufwachen, motivierter joggen, klüger gärtnern oder Einbrecher verjagen, bevor sie zuschlagen – dabei kann inzwischen das Smart Home helfen. Die Technik ist mittlerweile so weit fortgeschritten und so einfach zu bedienen, dass das Heim dies automatisch erledigen kann. In vielen Fällen ist nicht einmal mehr eine Sprachanweisung an einen der modernen smarten Lautsprecher nötig. Wer ein paar einfache Begriffe rund ums Smart Home kennt und die Grundlagen der Heimautomation verstanden hat, kann das Zuhause zum digitalen Paradies machen, das vieles von selbst erledigt. Wir stellen fünf Beispiele für ein Smart-Home-Projekt im Eigenbau vor. Sie lassen sich mit wenigen Mausklicks auf der Smart-Living-Plattform Conrad Connect erstellen.

Dies ist der vierte Teil einer Serie, in der wir zusammen mit Conrad Connect erklären, wie sich das vernetzte Heim dank automatischer Abläufe viel einfacher bedienen lässt.

Smart-Home-Geräte mit Conrad Connect verknüpfen

Damit sich smarte Geräte verschiedener Hersteller miteinander verstehen, verknüpfen Anwender sie zunächst mit ihrem persönlichen Zugang bei Conrad Connect. Dazu registrieren sie sich bzw. loggen sich auf der Plattform ein. Dann klicken sie auf Produkte & Services / Alle Produkte und Services. Entweder scrollen Anwender durch die Übersicht oder kürzen diesen Vorgang mit einer Eingabe in der Suchmaske ab. Ist das gewünschte Gerät gefunden, einmal darauf klicken und dann den grünen Knopf Authentifizieren klicken, um die Cloud-Konten miteinander zu verknüpfen. Die Auswahl kompatibler Geräte ist groß. Diese Geräte unterstützt Conrad Connect.

Conrad Connect Devices
Mit Conrad Connect sind praktisch alle gängigen Smart-Home-Geräte verknüpfbar. Image by Berti Kolbow-Lehradt

Smart-Home-Projekt Morgenroutine: Besser aufwachen mit Google Home 

Früh aufzustehen fällt Morgenmuffeln schwer. Köstlich duftender Kaffee, aufmunternde Musik, aktivierendes Licht und strahlender Sonnenschein können aber Wunder wirken. In einem smarten Heim reicht ein müde genuschelter Hinweis und prompt brüht die Maschine den Koffeintrunk auf, gibt die Jalousie den Blick auf die Morgensonne frei und spielt das Radio einen Powersong.

Was dafür nötig ist: Google Home oder ein anderer smarter Lautsprecher mit Google Assistant, eine smarte Jalousie, mindestens eine smarte Glühbirne und zwei smarte Steckdosen für Kaffeemaschine und Radio.

So funktioniert es: In ihrem persönlichen Zugang bei Conrad Connect klicken Anwender auf Projekte / Meine Projekte / Neues Projekt. Links im Bereich Aktoren & Logikgatter / Aktor wählen sie alle Geräte aus, die reagieren sollen. Dort konfigurieren sie auch zum Beispiel, in welcher Lichtfarbe die smarte Glühbirne leuchten soll. Zuletzt speichern Anwender dieses Projekt unter dem Namen „Guten Morgen“, „Morgenroutine“ oder ähnlich. Ab sofort aktiviert der smarte Lautsprecher alle gewünschten Geräte auf einmal, wenn sie ihm die Projektbezeichnung nennen. Weitere Einzelheiten zum Projekt und zum generellen Einbinden von Geräten mit der Plattform Conrad Connect in diesem Blog-Beitrag.

Smart-Home-Projekt Gartenbewässerung: Trockenen Fußes in den Garten

Garten-Fans kennen das: Läuft der Sprenger, gibt es kaum eine Chance, trockenen Fußes durch den Garten zu kommen. Wer Bewegungssensoren mit einem Gartenbewässerungssystem verknüpft, kann das verhindern. Dann stoppt das System, sobald jemand den Garten betritt. Umgekehrt kann das System nachts auch aufdrehen, wenn Nachbars Katze im Garten wildern will.

Conrad Connect Smart Gardening
Wasser, weiche! Mit intelligenten Bewegungssensoren können Smart-Home-Nutzer ihre Gartenbewässerung so einstellen, dass sie stoppt, wenn jemand vorbeigeht. Image by Topseller / Shutterstock.

Was dafür nötig ist: Ein Starterkit für eine smarte Bewässerung mit Steuerungseinheit und Durchflussmesser, mindestens ein Bewegungssensor.

So funktioniert es: Wie beim Morgenroutinen-Beispiel oben, könnten Anwender die beteiligten Geräte per Mausklick verknüpfen. In diesen wie in vielen anderen Fällen auch, geht es aber noch einfacher. Weil ein Benutzer ein entsprechendes Projekt bereits bei Conrad Connect angelegt hat, können andere Anwender dieses einfach in ihren Account importieren und verwenden. Dazu klicken sie auf Projekte / Veröffentlichte Projekte. Auf der Übersichtsseite geben sie in die Suchmaske die Suchworte „Smart Garden“ ein und wählen das entsprechende Projekt aus, indem sie Projekt importieren klicken. Fertig! Weitere Tipps dazu in diesem Blog-Beitrag.

Smart-Home-Projekt Fitness-Challenge: Gemeinsam motivierter joggen

Ein Fitness-Tracker allein reicht als Motivation oft nicht. Aber ein Vergleich mit Freunden spornt schon an. Schade nur, dass jeder einen anderen Tracker und eine andere App nutzt. Mit einer Plattform wie Conrad Connect lässt sich die Hürde nehmen und die Fitness-Apps der Computeruhren vernetzen. Mit einem Google-Konto verknüpft, können die Rivalen ihre Daten auf einem Tabellendokument übersichtlich vergleichen.

Was dafür nötig ist: Pro Teilnehmer einen Fitness-Tracker von Fitbit, Nokia, Garmin oder Polar; ein Google-Konto, um Daten in einem Tabellendokument auszugeben.

Conrad Connect Fitness Competition
Egal, welchen Fitness-Tracker Freunde besitzen. Mit Conrad Connect können sie eine Schritte-Challenge eingehen. Image by Conrad Connect

So funktioniert es: Praktisch – auch beim Erstellen dieses Projekts müssen smarte Sportler keinerlei inneren Schweinehund überwinden und selbst Hand anlegen. Stattdessen existiert bereits ein fertiges Projekt namens „Fitness Competition“, das die Challenge-Teilnehmer einfach in ihre Accounts importieren. Das funktioniert wie im vorherigen Beispiel. Weitere Einzelheiten dazu in diesem Blog-Beitrag.

Smart-Home-Projekt Sicherheit: Einbrecher smart verjagen

Noch sinnvoller als Einbrecher durch eine Videokamera zu identifizieren, ist es, sie vor ihrer Tat durch Licht und Geräusche zu entmutigen. Mithilfe von vernetzten Geräten stellen sich Anwender ihr eigenes Alarmsystem zusammen, sodass das Zuhause unwillkommene Besucher automatisch abschreckt.

Was dafür nötig ist: Kontaktsensoren für Türen und Fenster, smarte Glühbirnen, smarte Steckdosen.

So funktioniert es: Im eigenen Profil bei Conrad Connect klicken Anwender auf Projekte / Neues Projekt. Weil der Alarm nur in Abwesenheit der Bewohner ausgelöst werden soll, wählen sie im Bereich Wetter & Zeit / Zeit / zwischen Stunden das Zeitfenster, in dem das smarte System „scharfgeschaltet“ ist. Mit dieser zeitlichen Bedingung werden die Fenster- und Türsensoren des Zuhauses verknüpft. Im Bereich Aktoren & Logikgatter entscheiden sich Anwender für die smarten Lampen, die aufblenden sollen. Smarte Steckdosen werden ebenfalls aktiviert, wenn ein damit verknüpftes TV-Gerät oder Radio ertönen soll. Außerdem können Anwender eine SMS an eine bestimmte Nummer schicken lassen, wenn das System Alarm schlägt. Weitere Einzelheiten dazu in diesem Blog-Beitrag.

Conrad Connect Smart Security
Wer seine Sicherheitskamera mit smarten Glühbirnen vernetzt, kann Einbrecher leichter abschrecken. Image by Conrad Connect

Smart-Home-Projekt Brandschutz: Alarmstufe rot

Rauchmelder allein reichen mitunter nicht, um Bewohner auf Feuer aufmerksam zu machen. Wer smarte Rauchmelder mit smarten Glühlampen vernetzt, kann das Licht nachts strahlend hell und tagsüber alarmierend rot einstellen. Smarte Steckdosen schalten den TV und die Musikanlage automatisch aus, damit das Alarmgeräusch nicht übertönt wird.

Was dafür nötig ist: Smarte Rauchmelder, smarte Glühbirnen, smarte Steckdosen.

So funktioniert es: Im persönlichen Profil bei Conrad Connect klicken Anwender auf Projekte / Neues Projekt und wählen im Bereich Sensoren einen smarten Rauchmelder aus. Unter Wetter & Zeit / Zeit entscheiden sich Anwender für den Eintrag Tag oder Nacht und verknüpfen diesen per Drag-and-Drop mit dem ausgewählten Rauchmelder. Als nächstes bestimmen Anwender Im Bereich Aktoren & Logikgatter die Geräte, die den Rauchalarm signalisieren sollen. Für den Tagesbetrieb wählen sie bei den smarten Leuchten die Einstellungen Tag und Rot. Damit das Licht nachts die Bewohner leichter aufweckt, fügen Anwender für Nacht die Lichtfarbe Weiß hinzu. Bei den smarten Steckdosen sorgt die Einstellung Aus in beiden Fällen dafür, dass sie die verbundenen Geräte deaktivieren. Nach dem anschließenden Speichern ist das Projekt fertig. Weitere Einzelheiten dazu in diesem Blog-Beitrag.

Viele weitere fertige Smart-Home-Projekte von der Community für die Community

Dies sind nur einige Beispiele dafür, wie ein Smart-Home-Projekt den Alltag erleichtern kann. Das Projektverzeichnis von Conrad Connect listet noch viele weitere Möglichkeiten auf, das Zuhause smarter zu gestalten. Dabei handelt es sich um zum Teil vielfach erprobte Projekte, die eine fleißige und kontinuierlich wachsende Community erstellt hat. Dass sie bereits gebrauchsfertig vorliegen und sich einfach importieren lassen, macht den Start für Einsteiger besonders einfach. Ob automatisches Einschalten des Lichts, smarte Fitnesserinnerungen oder eine intelligente Einschlafhilfe fürs Baby: die Projektauswahl deckt viele große und kleine Anwendungsfälle ab. Auf diese Weise ein Smart-Home-Projekt zu erstellen, ist einfacher als viele glauben. Einfach ausprobieren!

Im nächsten Teil unserer Smart-Living-Serie, die in Zusammenarbeit mit Conrad Connect entsteht, räumen wir mit gängigen Mythen zum Smart Home auf.

Die Serie zum Nachlesen:

1: Smart Home per Sprache steuern: 5 Tipps wie Alexa und Google aufs Wort hören
2: Kleines Smart-Home-Lexikon: 15 wichtige Begriffe zur Heimautomation
3: Heimautomation für Einsteiger: So einfach geht intelligentes Wohnen
5: Fünf Mythen zum Smart Home und warum sie nicht mehr stimmen


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Heimautomation für Einsteiger: So einfach geht intelligentes Wohnen

Heimautomation für Einsteiger

Licht, Musik, Kaffeemaschine und andere Technik im Smart Home per App oder Sprachbefehl zu bedienen, ist bequem. Noch mehr Komfort bietet aber das Zuhause, wenn es automatisch auf die Bedürfnisse der Bewohner reagiert. Heimautomation lautet das Zauberwort. Die smarten Glühbirnen, Funksteckdosen, Wetterstationen, Sicherheitskameras, Fitnesstracker oder Gartengeräte so einzurichten, dass sie ohne Zutun das Leben angenehmer machen, ist nicht schwer. Wer die grundlegenden Begriffe rund ums Smart Home kennt und folgende Tipps zur Heimautomation für Einsteiger beachtet, kann sich seine Wohnwünsche wie von Zauberhand erfüllen lassen.

Dies ist der dritte Teil einer Serie, in der wir zusammen mit der Smart-Living-Plattform Conrad Connect erklären, wie sich das vernetzte Heim dank automatischer Abläufe viel einfacher bedienen lässt.

Heimautomation für Einsteiger: Vernetzte Geräte vorbereiten 

Um einen Vorgang automatisch ablaufen zu lassen, sind mindestens zwei Geräte nötig. Dabei kann es sich beispielsweise auf der einen Seite um eine Netzwerkkamera handeln, die als Sensor die Anwesenheit von Bewohnern misst. Auf der anderen Seite leuchtet eine WLAN-fähige Lampe als sogenannter Aktor auf ein Signal der Kamera hin auf.

Die ausgewählten Geräte sollten natürlich auch wirklich für die Teamarbeit miteinander geeignet sind. Stammen sie vom gleichen Hersteller, ist das gegeben. „Für eine flexiblere Komponentenwahl und ein günstigeres Preisverhältnis können Anwender auch zu Produkten verschiedener Marken greifen. Dann sollten sie aber sicherstellen, dass diese sich mittels herstellerübergreifender Vernetzungsplattformen verknüpfen lassen. Das sollte schon vor der Anmeldung in einer Liste einsehbar sein, damit sich Anwender nicht unnötig dort registrieren“, erklärt Jane Stojcheski, der als UI- und UX-Designer bei Conrad Connect Spezialist für Bedienoberflächen ist.

Heimautomation für Einsteiger Sensoren und Aktoren
Der Schlüssel zur Heimautomation ist das Verknüpfen von Geräten, die auf der einen Seite als Sensor und auf der anderen Seite als Aktor funktionieren. Image by Conrad Connect

Damit die Geräte zusammenarbeiten, sollten sie außerdem vernünftig mithilfe eines Gateways installiert sein und zwingend mit dem Internet kommunizieren können. Denn der Signaltransfer für die Heimautomation läuft in der Regel über die Cloud. Kommt kein Datenkabel zum Einsatz, ist ein ausreichend stabiles WLAN-Signal Pflicht. Sonst führt in unserem Beispiel das Signal der Netzwerkkamera womöglich ins Leere und die Lampe bleibt dunkel. Eine aktuelle Firmware sollten die beteiligten Geräte ebenfalls verwenden, sonst verweigern sie mitunter den Dienst.

„Hausordnung“: Das Smart Home braucht klare Regeln

Trotz aller Fortschritte benötigen Smart-Home-Geräte genau wie gängige Computer klare Vorgaben, was sie zu gegebener Zeit zu tun haben. Dafür sorgen Nutzer, indem sie Regeln in einer Art Hausordnung formulieren. Diese funktionieren nach dem Prinzip der sogenannten bedingten Anweisung („Wenn dies, dann das“). Das bedeutet, wenn ein bestimmtes Ereignis eintrifft und ein Sensor dieses bemerkt, soll ein vorher festgelegter Vorgang starten. Eine solche Regel zu erstellen, bedarf immer drei Schritte.

  • Nutzer wählen einen Sensor, der mit einem Wert etwas auslöst. Dieser Wert kann eine Bewegung sein, eine Temperatur, ein Wetterphänomen, die GPS-Standortdaten eines Bewohners und vieles mehr. Das ist der „Wenn dies“-Teil.
  • Danach legen Nutzer eine Bedingung fest, an die die Auslösung gebunden ist. Dabei kann es sich um das Wetter handeln, ein Wochentag oder eine Uhrzeit. Schließlich braucht sich das Licht ja nicht automatisch einschalten, wenn es taghell ist.
  • Als letztes entscheiden sich Nutzer für einen oder mehrere Aktoren – also die Geräte, die entsprechend reagieren sollen. Das ist der „…dann das“-Teil.

„Die Bezeichnungen mögen je nach Vernetzungsplattform unterschiedlich sein, doch wenn Nutzer verinnerlichen, dass es sich grundsätzlich immer um diesen Dreischritt handelt, ist die Heimautomation für Einsteiger ein Leichtes“, betont Jane Stojcheski von Conrad Connect.

Heimautomation für Einsteiger Dashboard Regeleditor Conrad Connect
Heimautomation für Einsteiger ist ein Leichtes, wenn sich Smart-Home-Projekte über einen grafischen Regeleditor auf einer Webseite erstellen lassen. Image by Conrad Connect

Eine Regel kommt selten allein: Automation meist im Doppelpack

Mit der obigen Automation aktiviert sich bei Bewegung automatisch das Licht. Doch wie und wann geht es wieder aus? Um das zu bestimmen, bedarf es üblicherweise einer zweiten Regel. Die „Wenn dies, dann das“-Anweisung würde in diesem Fall so lauten, dass sich das Licht automatisch deaktiviert, wenn die Netzwerkkamera während einer definierten Zeitspanne keine Bewegung registriert hat.

Wer vergisst, ein Regel-Duo für „Ein“ und „Aus“ aufzustellen, wundert sich dann, warum das Licht, die Heizung oder die Gartenbewässerung dauerhaft im Betrieb bleiben. „Die Notwendigkeit einer zweiten Regel ist häufig eine Stolperfalle in der Heimautomation für Einsteiger. Praktisch ist es daher, wenn der Automationsprozess beide Vorgänge kombiniert und das Ein- und Ausschalten jeweils an eine Bedingung knüpft“, erklärt Technik-Experte Jane Stojcheski. Bei Projekten auf der Conrad-Connect-Plattform legen Nutzer im genannten Beispiel einfach eine „Verzögerung“ fest. Diese bestimmt, nach welcher Zeitspanne sich das Licht wieder ausschaltet.

Mehrere Sensorwerte und Gegebenheiten unter einen Hut kriegen

Die Netzwerkkameras als Lichtschalter zu programmieren, ist an sich ein sehr gradliniges Beispiel mit einem Sensor und einem Aktor. Komplexer wird es jedoch, wenn für das automatische Ein- und Ausschalten des Lichts mehrere Gegebenheiten erfüllt seinen sollen. „Wollen Nutzer mindestens zwei Sensorwerte oder Bedingungen kombinieren, greifen sie zu einem sogenannten Logikgatter. Nur dann kann das Smart Home mehrere Zuständig gleichzeitig überprüfen und wie vom Nutzer gewünscht reagieren“, erläutert Jane Stojcheski.

Im genannten Beispiel ist der Einsatz eines Logikgatters sinnvoll, wenn das Licht nachts und auch nur am Wochenende brennen soll. Auf diese Weise ließe sich auch an arbeitsfreien Tagen im Bürogebäude Anwesenheit simulieren. Im grafischen Regel-Editor von Conrad Connect veranschaulicht eine Pfeilanordnung ein Logikgatter. Conrad Connect bietet weitere Tipps zum Einsatz von Logikgattern in diesem Blog-Beitrag.

Bei vielen Smart-Home-Projekten den Überblick behalten

Wer einmal Gefallen an Smart-Home-Projekten gefunden hat, plant schnell eine Heimautomation nach der anderen. „Je mehr Regeln und Szenen zusammenkommen, desto wichtiger wird es, den Überblick zu behalten. Sonst leuchtet vielleicht eine smarte Glühbirne in einer Signalfarbe auf, aber der Nutzer weiß womöglich nicht, ob hinter dem Hinweis die Wetterstation, die Sicherheitskamera oder der Rauchmelder steckt“, schildert Jane Stojcheski, UI- und UX-Designer von Conrad Connect.

Üblicherweise bieten Vernetzungsplattformen digitale Pinnwände an, auf denen Nutzer ihre bevorzugten Sensorwerte oder Automationsprojekte anheften können. Falls möglich, sollten Nutzer beim Auslösen jeder Aktion jedoch auch eine Nachricht in ein Logbuch auf dem Dashboard eintragen lassen, empfiehlt Jane Stojcheski. So behalten Bewohner den besten Überblick über ihr Smart Home.

Mit diesem Basiswissen zur Heimautomation für Einsteiger, das wir in Kooperation mit Conrad Connect zusammengestellt haben, steht dem intelligenten Wohnen im Smart Home nichts mehr im Wege. Einfach ausprobieren!

Hier geht es zu den weiteren Folgen unserer Smart-Living-Serie:

1: Smart Home per Sprache steuern: 5 Tipps wie Alexa und Google aufs Wort hören
2: Kleines Smart-Home-Lexikon: 15 wichtige Begriffe zur Heimautomation
4: Smart-Home-Projekt im Eigenbau: 5 praktische Vernetzungsbeispiele für intelligentes Wohnen
5: Fünf Mythen zum Smart Home und warum sie nicht mehr stimmen

Jane Stojcheski Conrad Connect
Jane Stojcheski ist als UX- und UI-Designer bei Conrad Connect Experte für Bedienoberflächen und die Steuerung von Smart-Home-Projekten. Image by Conrad Connect

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Kleines Smart-Home-Lexikon: 15 wichtige Begriffe zur Heimautomation

Kleines Smart-Home-Lexikon

In vielen Haushalten ist das Thema Smart Home erstmals buchstäblich in aller Munde. Denn Sprachassistenzen wie Amazon Alexa und Google Assistant ermöglichen einen bequemen und spielerischen Zugang dazu. Doch es gibt noch so viel mehr zu entdecken! Wer die unendlichen Möglichkeiten der Heimautomation erleben möchte, stößt zunächst auf viele neue Begriffe. Weil sie aus der Computer- und Gebäudetechnik stammen, erklären sie sich mitunter nicht von selbst. Sie zu verstehen, erleichtert den Einstieg jedoch nochmals deutlich. Wir präsentieren hier ein kleines Smart-Home-Lexikon mit wichtigen Begriffen aus der Welt des vernetzten Heims. Dies ist der zweite Teil einer Serie, in der wir zusammen mit der Smart-Living-Plattform Conrad Connect erklären, wie sich das vernetzte Heim dank automatischer Abläufe viel einfacher bedienen lässt.

Kleines Smart-Home-Lexikon: Was versteht man unter einem Smart Home?

Smart Home: Beim „Intelligenten Heim“ handelt es sich um einen Oberbegriff. In einem erweiterten Sinn fällt er, wenn es um Geräte in Wohnräumen geht, die sich über das Internet fernsteuern lassen. Wirklich intelligent ist das aber noch nicht. „In einem engeren Sinn ist von einem Smart Home die Rede, wenn die darin verwendete Technik wie Heizung, Licht und anderes so miteinander vernetzt ist, dass sie automatisch funktioniert“, erklärt Giorgi Jashiashvili, Technik-Experte bei Conrad Connect.

Heimautomation: Dieser Begriff, der auch als Hausautomatisierung zu finden ist, verdeutlicht die engere Bedeutung des Smart Home. Statt Vorgänge per App oder Sprache zu aktivieren, registriert die Haustechnik die Bewohner und startet Aktionen automatisch. Dabei können Nutzer die Automatisierung auf Webseiten von Smart-Home-Plattformen an ihre Bedürfnisse anpassen.

Smart Living Fitness-Challenge
Smart Living ist eine Erweiterung des Smart-Home-Konzepts. Seine Fitnessuhren in die Automatisierung einzubeziehen, ist ein Beispiel dafür. Image by Conrad Connect

Smart Living: Warum sollte die Idee des digitalen Alltags an den Wohnungsmauern enden? Schließlich nutzen viele Menschen internetfähige Fitnessuhren oder Autos. Diese in die Heimautomation einzubinden, bietet Vorteile. Für diese ganzheitliche Vorstellung gewinnt der Begriff „Smart Living“ an Bedeutung.

Internet of Things, IoT: Das „Internet der Dinge“ ist ein weiterer Sammelbegriff für die Automatisierung von technischen Vorgängen. Dabei sollen vernetzte Geräte so reibungslos miteinander zusammenarbeiten, dass Menschen nicht eingreifen müssen. „Ist vom IoT die Rede, geht es allerdings meist um Automatisierung in der Industriefertigung oder anderen gewerblichen Bereichen, während Smart Home sich auf den privaten Einsatz bezieht“, erklärt Giorgi Jashiashvili.

Cloud-to-Cloud-Connection: Praktisch alle Anbieter von Vernetzungsplattformen nutzen Internetserver, über die die verknüpfte Technik Daten austauscht. Würde dies nicht über die Cloud laufen, könnten Verbraucher beispielsweise ihre Heizung nicht aus der Ferne ein- und ausschalten. Eine Meta-Plattformen wie Conrad Connect verbindet mehrere Clouds und baut damit eine sogenannte Cloud-to-Cloud-Connection auf.

Kleines Smart-Home-Lexikon: Wichtige Begriffe zur Einrichtung

Plug & Play: „Anschließen und loslegen“ stammt aus dem Computerbereich und gilt auch immer öfter für Smart-Home-Geräte. Verbrauchern signalisiert der Begriff, dass sich Geräte ohne Installation in Betrieb nehmen lassen. Insbesondere für Wohnungsmieter sind solche Produkte interessant, weil sie ohne Spuren zu entfernen sind. „Die Zeiten, in denen ein Smart Home nur mit einer Unterputz-Installation realisierbar war, sind vorbei. Viele Produkte lassen sich nachrüsten und kabellos einbinden“, so Giorgi Jashiashvili.

Gateway: Wer Geräte eines Herstellers in sein Smart-Home-System einbinden möchte, benötigt oft zunächst ein Gateway, auch Hub oder Bridge genannt. Dabei handelt es sich um eine kleine Box, die Nutzer per Kabel oder per WLAN und der App des Herstellers mit ihrem Internetrouter verbinden.

Smart Home Gateway Philips Hue Fritz!Box Router
Beispiel für ein Gateway: Um smartes Licht von Philips Hue zu steuern, verbinden Anwender die kleine weiße Box rechts im Bild mit dem Router. Image by Conrad Connect

API: Sollen Geräte eines Herstellers mit den Geräten eines anderen Herstellers Daten austauschen, brauchen sie nicht immer ein Gateway, aber stets eine API. Die Abkürzung für „application programming interface“ bezeichnet eine Programmierschnittstelle, mit der Entwickler eine Brücke zwischen der Betriebssoftware der Geräte schlagen.

ZigBee: Es fällt Geräteentwicklern viel leichter, den Datenaustausch mit Geräten anderer Hersteller zu gewährleisten, wenn sie einen gemeinsamen drahtlosen Kommunikationsstandard nutzen. WLAN und Bluetooth kennen zwar viele Verbraucher von ihren Smartphones. Aber bei Smart-Home-Geräten viel häufiger anzutreffen ist der ZigBee-Standard. Andere sind beispielsweise Z-Wave, HomeMatic und KNX.

Smart Home Dashboard Conrad Connect
Mit einem Dashboard behalten Nutzer den Überblick. Image by Conrad Connect

Dashboard: Jedes smarte Gerät liefert viele Informationen. Praktischer, als jede einzelne App zu checken, ist eine Ansicht, die alle Daten bündelt. Für solch eine Überblicksseite hat sich der Begriff „Dashboard“ durchgesetzt. Übersetzt bedeutet er „Armaturenbrett“ oder „Instrumententafel“.

Kleines Smart-Home-Lexikon: Wichtige Begriffe zur Automatisierung

Szene: Das ist ein beliebter Schlüsselbegriff, weil er das beschreibt, was ein intelligentes Heim erst ausmacht. Denn Szenen starten und stoppen mehrere Geräte gleichzeitig, um eine bestimmte Wohlfühlatmosphäre zu schaffen. Geht es nur darum, dass ein Gerät eine Aktion auslöst, spricht man von einem Projekt statt einer Szene. Ein Beispiel für ein sensorbasiertes Projekt: Registriert der Raumklimasensor im Büro schlechte Luft, aktiviert sich die per smarter Steckdose vernetzte Lampe, sodass die smarte Glühbirne mit rotem Licht zum Fensteröffnen mahnt.

Sensor: Für automatische Abläufe, bei denen Nutzer nichts manuell starten, sind Sensoren unverzichtbar. Als Sensor können etwa der Temperaturfühler im Heizungsregler, die Bewegungserkennung der Sicherheitskamera oder die CO2-Analyse im Raumklimathermostat dienen.

Smart Home Sensoren
Sensoren sind ein Schlüsselelement für die Heimautomation. Dabei kann es sich um Rauchmelder, Wetterstationen, Sicherheitskameras oder Bewegungsmelder handeln. Image by Conrad Connect.

Aktor: Damit der Messwert eines Sensors nicht ins Leere läuft, übernimmt mindestens ein Gerät die Rolle des Aktors, auch Aktuator genannt. Das sind Geräte, die eine Aktion ausführen, beispielsweise eine intelligente Glühbirne oder eine smarte Steckdose.

Regel: Wenn ein Projekt nicht per Sprachbefehl, sondern sensorbasiert ausgelöst wird, dient eine Regel als Klammer. Damit bestimmen Nutzer, bei welchem Sensorwert welches Gerät eine Aktion starten soll. Soll die Aktion nur unter bestimmten Bedingungen stattfinden, hilft ein Logikgatter.

Logikgatter: Warum sollte der Bewegungsmelder das Licht aktivieren, wenn es taghell ist? „Erstellen Nutzer ein Projekt, können sie dessen Umsetzung anhand eines Logikgatters mit Bedingungen verknüpfen. Beispielsweise lässt sich das Licht an eine bestimmte Uhrzeit koppeln“, erläutert Giorgi Jashiashvili von Conrad Connect.

Mit dem Basiswissen, das unser kleines Smart-Home-Lexikon bietet, gelingt die Heimautomation viel leichter. Einfach ausprobieren!

Weitere Folgen der Smart-Living-Serie, die in Kooperation mit Conrad Connect entsteht:

1: Smart Home per Sprache steuern: 5 Tipps wie Alexa und Google aufs Wort hören
3: Heimautomation für Einsteiger: So einfach geht intelligentes Wohnen
4: Smart-Home-Projekt im Eigenbau: 5 praktische Vernetzungsbeispiele für intelligentes Wohnen
5: Fünf Mythen zum Smart Home und warum sie nicht mehr stimmen


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Fit in den Frühling: Was kann der Fitnesstracker Fitbit Charge 2?

Adam Birkett - via unsplash

Vor einigen Wochen habe ich angefangen, mich mit dem Thema Fitnesstracker auseinanderzusetzen. Dafür habe ich den Huawei Band 2 Pro getestet, der mir wirklich sehr gut gefallen hat. Bevor ich mich jedoch für einen endgültigen Kauf entscheiden wollte, brauchte ich einen Vergleich. Da ich diesen noch nicht hatte, wollte ich unbedingt noch den Fitbit Charge 2 testen.

Ausgepackt und dann?

Vom Design des Fitbit Charge 2 war ich von Anfang an begeistert. Der Fitbit Charge 2 sieht nicht nur super aus, er sitzt auch sehr bequem, was ich Anfangs beim Huawei Band 2 Pro zu bemängeln hatte. Er wirkt mit seiner Breite von gerade mal 21,45 mm entgegen meinen Erwartungen überhaupt nicht klobig, sonbdenr ist sehr unauffällig und anschmiegsam. Passend zu seinem schlanken Design kann man noch viele weitere Armbänder erstehen. Dabei gibt es die Fitbit in verschiedenen Größen passend für jedes Handgelenk. Außerdem ist der Fitbit Charge 2 schweiß-, spritzwasser- und regendicht. Allerdings sollte man den Tracker unter der Dusche oder beim Schwimmen nicht tragen.

Los geht’s!

Das Einrichten hat sich etwas in die Länge gezogen. Das Aktualisieren brach immer wieder ab, sodass ich einige Male neu starten musste. Das kann allerdings auch an meinem Smartphone liegen, da dieses nicht offiziell von Fitbit unterstützt wird und die Bluetooth-Verbindung immer wieder abbricht. Nachdem das Gerät es dann zehn Minuten geschafft hat, die Aktualisierung durchzuziehen, ging es endlich los.

Zunächst benötigt man die App, die man sich im Google Play Store oder im Apple Store kostenlos herunterladen kann. Die dazugehörige App für den Fitbit Charge 2 hat mir in ihrer Aufmachung sehr gut gefallen. Sie ist sehr übersichtlich gestaltet und bietet viele Möglichkeiten, seine Fitness und täglichen Daten zu überblicken. Wer das Ganze lieber am großen Bildschirm tun möchte, kann das auch in der Fitbit-Browserversion erledigen.

Fitbit Dashboard Browser
Sowohl in der App als auch in der Browser-Version kann man alles genau überblicken. Screenshot by Jennifer Eilitz

Wie funktioniert die Fitbit?

Das OLED-Display zeigt die Uhr im gewünschten Design an. Hierbei kann man sich für verschiedene Anzeigeoptionen entscheiden. Die Bedienung ist sehr einfach. Am seitlichen Knopf drücken, um das Display einzuschalten oder einfach den Arm anheben, so als würde man auf die Uhr schauen, dann schaltet sich das Gerät automatisch an. Sobald der Arm wieder eine andere Position einnimmt, geht dieser wieder aus. Auf der Uhr kann man nun hin- und herswitchen, entweder anhand des Knopfes oder indem man oberhalb des Bildschirms tippt. Laut Hersteller soll die Akkulaufzeit des Trackers etwa fünf Tage betragen, was ich gut bestätigen kann. Das Aufladen geht ebenfalls sehr einfach und nimmt lediglich ein bis zwei Stunden in Anspruch.

Ein Alleskönner

Die App verfügt über viele Funktionen die die tägliche Nutzung sinnvoll einteilen.

Tagesziele: In der App erhält man einen Überblick über die gelaufenen Schritte. Klickt man direkt auf das Symbol, zeigt sie zudem eine ausführliche Statistik mit den wöchentlichen Zielen. Ich versuche täglich auf mindestens 6.000 Schritte zu kommen. Daneben zeigt sie noch die Anzahl an Etagen, da das Gerät mit einem Höhenmesser ausgestattet ist. Somit können deine gelaufenen Etagen, die gelaufenen Kilometer, die verbrannten Kalorien und die aktiven Minuten aufgezeichnet werden.

Aktive Stunden: Die Fitbit möchte, dass man sich auch innerhalb der einzelnen Stunden genügend bewegs und fordert den Nutzer daher einmal in der Stunde auf, etwa 250 Schritte zu gehen. Hat man das Ziel erreicht, bekommt man einen pinken Punkt angezeigt, der sagt, ob man das Ziel erreicht hat oder nicht.

Die Anzahl an aktiven Stunden bestimmt man bei den Einstellungen. Meine aktiven Stunden befinden sich in einer Zeit zwischen sechs Uhr am Morgen und 18 Uhr am Abend. In dieser Zeit bin ich den Tag über unterwegs und kann anschließend schauen, wie viele Stunden ich dann auch tatsächlich geschafft habe.

Freunde: Wer nicht alleine trainieren möchte, muss das auch nicht tun. Man kann seine Freunde einladen, mit denen man Wettkämpfe austragen will. Man kann seine Freunde allerdings auch motivieren oder spaßeshalber necken, wenn man mit deren Leistungen nicht zufrieden ist.

Neben den Einstellungen gibt es natürlich eine ganze Reihe Möglichkeiten, sich selbst zu kontrollieren. Du kannst beispielsweise das wöchentliche Training festlegen und einstellen, an wie vielen Tagen man unter der Woche trainieren will. Oder man überwacht die eigenen Schlafgewohnheiten.

Höre auf das, was dein Herz dir sagt

Mit dem Fitbit Charge 2 hat man seine Herzfrequenz immer im Auge. Sowohl der Tracker als auch die App zeigen auf Abruf die Herzfrequenz an. Man kann herausfinden, wie viele Schläge pro Minute das eigene Herz braucht, oder wann es sich in der Ruhefrequenz befindet. Zudem kann man seine Sporteinheiten, Fettverbrennung und Cardiofitness besser kontrollieren.

Essen, Kalorien, Trinken: Zu einem sportlichen und gesunden Alltag gehört natürlich auch eine gesunde Ernährung. Auf der Fitbit Charge 2-App kann man alles eintragen, was du am Tag zu dir genommen und wie viel du getrunken hast. Die App zeigt an, wie viele Kalorien mn bereits zu sich genommen hat. Die Mglichkeiten sind erstaunlich weitreichend. Man kann fast alles eintragen und die App weiß sofort Bescheid. Sie wusste sogar die Angaben zu meinem Salat, den ich mir morgens auf meinem Weg am Bahnhof gekauft habe. Diese Funktion gefällt mir mitunter am besten, da ich endlich sehe, wie viel ich am Tag eigentlich zu mir nehme, ohne mühsam Kalorien zählen zu müssen.

Gemeinsam geht’s besser: Gamification deluxe

Ist der Sportsgeist so richtig entfacht, kann man mit dem Fitbit Charge 2 mehrere Tage an virtuellen Wettrennen teilnehmen – und das an allen Orten der Welt. Wenn dabei ein bestimmtes Zwischenziel erreicht wird, erhält man Panoramafotos von dem Ort, an dem man das Rennen austrägt. Wenn man aber lieber alleine auf Reise gehen möchte, kann man auch an einem Solorennen teilnehmen und zum Beispiel gemütlich durch New York spazieren.

Anleitungen: Wer sich mit Training und sportlichen Übungen schwertut, kann sich ganz einfach Anleitungen auf der App ansehen, die einem genügend Inspiration liefert, um sein eigenes Training in den eigenen vier Wänden zu starten. Wenn nan dabei auch noch die Leistungen seiner Freunde checken möchte, kann man sich mit ihnen vernetzen und schauen, welche Ziele und Fortschritte sie machen. Man kann sie unterwegs motivieren, necken und ihnen Nachrichten senden.

Stell dich auf was ein!

Das Menü beim Fitbit Charge 2 ist variierbar, dafür gibt es deutliche Pluspunkte. Ich habe mich für meine Schritte, meine Herzfrequenz, Stoppuhr, Relaxen und für Laufen, bzw. verschiedene Trainingsarten entschieden. Wenn ich mit dem Sport beginne, lasse ich den Sportmodus laufen, der mir durchgehend meine Herzfrequenz und die Zeit anzeigt. So kann ich genau sehen, ob mein Training effektiv ist und ich mich zumindest im Fettverbrennungsmodus befinde.

Eine für mich persönlich schöne Nebensache ist das Empfangen von Nachrichten auf dem Fitbit Charge 2. Hier kann man zwischen herkömmlichen SMS, Kalenderbenachrichtigungen, Anrufen und WhatsApp-Nachrichten auswählen. Manch einer mag sich durch das Vibrieren am Handgelenk vielleicht gestört fühlen, ich hingegen finde diese Funktion sehr praktisch. So schaue ich tatsächlich weniger auf mein Smartphone. Schade finde ich allerdings, dass ich, anders als beim Huawei Band 2 Pro, meine Emails nicht auf dem Tracker anzeigen lassen kann.

Fazit: Fitbit Charge 2 gewinnt durch Punktsieg

Nachdem ich endlich einen Vergleich hatte muss ich sagen, dass mir der Fitbit Charge 2 noch besser gefällt als der Huawei Band 2 Pro. Das liegt aber weniger an den Funktionen, sondern vielmehr an der vielseitigen Fitbit-App. Hier hat der Nutzer tatsächlich viele Möglichkeiten, sich selbst und seine sportlichen Aktivitäten zu überwachen. Auch das schlanke Design des Trackers und der App hat mich überzeugen können.

Leider kann ich persönlich die Verbindung zwischen Smartphone und Fitnesstracker nicht vollkommen auskosten, da mein Smartphone leider nicht von Fitbit unterstützt wird. Immer wieder kommt es zu fehlgeschlagenen Synchronisierungen und auch das Empfangen der Nachrichten auf dem Tracker wird ständig unterbrochen. Das nervt wirklich enorm. Vor dem Kauf sollte man also unbedingt darauf achten, ob das eigene Smartphone kompatibel mit dem Gerät ist.

Unabhängig davon bin ich sowohl mit der App als auch mit dem Fitnesstracker recht zufrieden. Ich nutze den Fitbit Charge 2 mittlerweile tatsächlich jeden Tag, um meine Schritte zu kontrollieren. Abends oder auch mal zwischendurch schaue ich in die App, um meine Mahlzeiten und mein Trinkverhalten dort einzutragen.

Wer sich selbst und seine sportlichen Fortschritte genau überprüfen möchte, gerät mit der Fitbit Charge 2 an einen wirklich guten Fitnesstracker. Die dazugehörige App bietet mehr als genügend Möglichkeiten und Hilfestellungen, um die eigene Fitness im Alltag ganz einfach auszubauen.

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Adam Birkett – via unsplash.com

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Smart Home per Sprache steuern: 5 Tipps wie Alexa und Google aufs Wort hören

Smart Home per Sprache steuern

Mit Sprachkommandos Licht, Raumklima, Gartenbewässerung und andere Haustechnik zu bedienen, ist bequem und macht Spaß. Doch wer wegen bekannter Sprachassistenzen wie Amazon Alexa und Google Assistant erstmals richtig Lust auf das Thema Smart Home bekommt, fragt sich vielleicht: „Was soll ich eigentlich sagen?“ Amazon und Google bieten Einsteigern dafür quälend lange Befehlslisten. Denn die Helferlein brauchen konkrete Anweisungen, Umschreibungen verstehen sie oft nicht. Wer allerdings die Systematik dahinter kennt, muss keine Befehlstiraden auswendig lernen. Wir verraten wertvolle Tipps, wie Verbraucher ihr Smart Home per Sprache steuern.

Dies ist der erste Teil einer Serie, in der wir zusammen mit der Smart-Living-Plattform Conrad Connect erklären, wie sich das vernetzte Heim dank automatischer Abläufe viel einfacher bedienen lässt.

Tipp 1: Hey, immer erst das Signalwort. Ok?

Sollen Alexa oder Google Assistant ein Smart Home per Sprache steuern, muss immer erst ein sogenanntes Aktivierungswort fallen. Bei den beiden bekannten Diensten lauten sie „Alexa“ und „Ok, Google“ oder „Hey, Google“. „Die Mikrofone der smarten Lautsprecher verarbeiten die Sprachbefehle erst, wenn sie das Signalwort gehört gehaben. Daher muss der erste Satz eines Befehls immer damit beginnen“, erklärt Giorgi Jashiashvili, Technik-Experte bei Conrad Connect. Wer möchte, kann in der Alexa-App auch „Computer“ als Aktivierungswort einstellen. Damit können sich Star-Trek-Fans einen langersehnten Traum erfüllen.

Tipp 2: Klartext reden

Nach dem Aktivierungswort für die Lautsprecher Amazon Echo oder Google Home folgt die eigentliche Anweisung. Dazu gehört ein Verb in der Befehlsform, das gemeinte Gerät bzw. Gerätegruppe und schließlich der Raum, in dem die Aktion ausgeführt werden soll. Natürlich darf auch der Zielzustand nicht fehlen. Damit sind beispielsweise die Grad-Zahl, die die Heizung erreichen soll, oder die Lichtfarbe und Lichthelligkeit einer smarten Lampe gemeint. „Stellen“, „Anmachen“, „Aktivieren“, „Ausschalten“ und die jeweiligen Gegenteile sind typische Verben, die Alexa und Google Assistant verstehen.

Philips Hue und Google Home
Die Sprachanweisung „Starte Szene Feierabend“ kann für schöne Stimmung sorgen. Image by Philips

Ob Nutzer sagen „Licht im Bad ausschalten“ oder „Dimme das Licht auf 50 Prozent im Wohnzimmer“ ist dabei gleich. So viel Sprachverständnis besitzen die Assistenten durchaus. „Die Reihenfolge ist nicht wichtig, aber alle Teile der Anweisung müssen vorhanden sein. Sonst weiß der Sprachassistent nicht, was er tun soll und wo er es tun soll“, betont Giorgi Jashiashvili.

Wer sein Smart Home per Sprache steuern will, muss also Klartext reden. „Heize im Wohnzimmer auf 22 Grad!“ muss es heißen. Indirekte Aufforderungen wie „Mir ist kalt“, versteht hingegen noch keine Sprachassistenz.

Tipp 3: Smarte Szenen erleichtern die Sprachbedienung

Bequemer und einfacher lassen sich Anweisungen erteilen, wenn Nutzer sogenannte Szenen verwenden. Dabei aktivieren oder deaktivieren sie verschiedene Geräte in einem oder mehreren Zimmern gleichzeitig. Und zwar mit einem einzigen Begriff oder einer Phrase, die Nutzer zuvor selbst festgelegt haben.

So könnten sie beispielsweise mit der Anweisung „Alexa, starte Szene ‚Feierabend‘ mit Conrad Connect“ die Lichttemperatur aller Glühbirnen im Wohnzimmer auf einen tropischen Sonnenuntergang färben, die Heizung auf wohlige 23 Grad heizen und die smarte Steckdose die Musikanlage starten lassen. „Verwenden Nutzer Szenen, benötigen sie keine detaillierten Sprachanweisungen mehr. Das vereinfacht die Bedienung nochmals enorm“, betont Giorgi Jashiashvili von Conrad Connect.

Tipp 4: Deutlich sprechen, Fremdwörter meiden

Was das akustische Hörverstehen betrifft, sind Alexa, Google Assistant und andere Sprachdienste schon sehr weit. Selbst mit Anweisungen aus der anderen Ecke des Zimmers kommen die Mikrofone der smarten Lautsprecher oft klar. Jedoch mit genuschelten Befehlen haben sie die gleichen Probleme wie menschliche Ohren.

„Eine deutliche und klare Aussprache ohne laute Hintergrundgeräusche verbessert die Signalverarbeitung erheblich und vermeidet, dass man eine Anweisung wiederholen muss“, erklärt Giorgi Jashiashvili von Conrad Connect.

Unabhängig von der Aussprache der Nutzer stoßen die smarten Assistenzen allerdings bei Eigennamen und Begriffen aus anderen Sprachen oft an ihre Grenzen. Wenn man etwa Deutsch und Englisch in einem Satz zu mixt, macht dies Alexa und Google Assistant immer mal wieder ratlos.

Tipp 5: Smart Home per Sprache steuern – oder mit Sensor

Gehen Sprachanweisungen wiederholt ins Leere, wenn Nutzer ihr Smart Home per Sprache steuern, strapaziert das die Nerven. Denn schließlich sollen die smarten Helfer das Leben einfacher machen und nicht komplizierter. „Um sprachliche Missverständnisse zu vermeiden, sollten Nutzer komplexe Smart-Home-Szenarieren nicht durch mündliche Anweisungen, sondern sensorbasiert bedienen“, rät Technik-Experte Giorgi Jashiashvili.

Giorgi Jashiashvili von Conrad Connect
Wer sein Smart Home möglichst individuell nach seinen Wünschen gestalten möchte, sollte auf eine sensorbasierte Automation setzen, empfiehlt Giorgi Jashiashvili, Technik-Experte bei der Smart-Living-Plattform Conrad Connect.

Wer die Technik seines vernetzten Heims über die Smart-Living-Plattform Conrad Connect automatisch steuern lässt, braucht keine App und keine Sprachbefehle. Damit Licht, Heizung und andere Geräte reagieren, genügt es, wenn ein Bewegungssensor registriert, dass der Bewohner das Heim betritt. Ein weiterer Vorteil: Conrad Connect berücksichtigt auch äußere Bedingungen. Dann schaltet sich das Wohlfühllicht wirklich nur nach Sonnenuntergang ein.

Zudem verschafft eine zeitgemäße Heimautomatisierung weiteren Komfort. So warnt die smarte Schreibtischlampe vor schlechter Büroluft, der vernetzte Regensensor spornt bei gutem Wetter zum Joggen an und die intelligente Bewässerungsanlage stoppt, damit man trockenen Fußes in den Garten gelangt. So wird das Smart Home erst wirklich smart. Einfach ausprobieren!

Hier geht es zu den nächsten Folgen unserer Smart-Living-Serie, die in Zusammenarbeit mit Conrad Connect entsteht:

2: Kleines Smart-Home-Lexikon: 15 wichtige Begriffe zur Heimautomation
3: Heimautomation für Einsteiger: So einfach geht intelligentes Wohnen
4: Smart-Home-Projekt im Eigenbau: 5 praktische Vernetzungsbeispiele für intelligentes Wohnen
5: Fünf Mythen zum Smart Home und warum sie nicht mehr stimmen


Images by Amazon, Philips, Conrad Connect

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Philips Hue Go – Smart Home zum Mitnehmen?

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Die Philips Hue Go ist das erste Smart-Home-Gerät der Philips Hue Serie, welches sich ohne Stromanschluss verwenden lässt. Der Hersteller verspricht „stimmungsvolle Akzente im ganzen Zuhause“ oder schlägt vor, die Lampe mitzunehmen, wenn ihr mit Freunden die Grillsaison auf der Terrasse einläutet. Nun ja, sie bietet jedenfalls neben weißem Licht ein Leuchtmittel mit 16 Millionen Farben und natürlichen, dynamischen Effekten. Diese könnt ihr direkt am Produkt steuern oder die Philips Hue Go über die Hue Bridge mit Apple HomeKit verbinden. Ich habe die Lampe ausprobiert.

Hochwertige Hardware mit Designfehler

Der Lieferumfang ist schlicht gehalten. Neben der Lampe selber findet man nur einen weißen Ladestecker und eine Bedienungsanleitung in der Box. Die Lampe wirkt hochwertig verarbeitet und ist in einem milchig-weißen Plastikgehäuse untergebracht. Das einzige wirkliche Manko an dem Produkt ist der Netzstecker. Dieser besitzt zwar ein ausreichend langes Kabel, welches sich aber nicht tauschen lässt. Leider setzt Philips hier auf eine eigene Konstruktion, statt Micro-USB oder USB-C zu verbauen. Außerdem lässt sich das Kabel, wie auf dem Foto zu sehen, nur nach vorne wegführen. Hier sollte Philips bei einer zweiten Generation auf jeden Fall nachbessern.

Überzeugen kann die Lampe hingegen in der wichtigsten Kategorie: ihrer Leuchtkraft. Die Lampe erzeugt ein sehr schönes, gleichmäßiges Licht. Über einen Knopf an der Rückseite könnt ihr zwischen acht verschiedenen Einstellungen wählen. Unter anderem stehen hier ein warmes und entspannendes Licht, ein kaltes und konzentrationsförderndes Licht, sowie einige farbige Lichttöne zur Auswahl. Sehr gut gefallen hat mir auch die Möglichkeit, ein flackerndes Kerzenlicht auszuwählen.

Volles Smart-Home-Erlebnis nur per App

Um den vollen Funktionsumfang der Philips Hue Go nutzen zu können, musst ihr per Philips-Hue-App die Lampe mit dem Steuerungselement HueBridge verbinden. Wie bei jeder Hue Glühbirne oder Lampe, kann man der Philips Hue Go einen Namen für die Bedienung per Sprache geben und sie einem Raum im Haus zuordnen. Anschließend lässt sich die Lampe per App bedienen sowie mit Apple HomeKit, Alexa und Google Home oder auch Conrad Connect per Sprache steuern. In der App kann man aus tausenden Lichtfarben und Stärken sowie vielen Voreinstellungen wählen, so wie man es von sämtlichen Philips-Hue-Geräten gewöhnt ist.

Um die Lampe abseits einer Steckdose zu verwenden, muss man lediglich warten, bis der Akku voll geladen ist und das Stromkabel abziehen. Leider gibt es keine Möglichkeit den Ladestand der Philips Hue Go zu überprüfen. Der Akku ist nicht wechselbar und reicht für eine Nutzungsdauer von circa drei Stunden. Auch im Akkubetrieb sind alle Smart-Home Funktionen weiterhin verfügbar. Allerdings trennt die Lampe nach einer Standbyzeit von ein paar Stunden die WLAN-Verbindung und lässt sich dann nicht mehr über Smart Home einschalten. In diesem Fall muss man den Button auf der Rückseite betätigen, um das Gerät wieder zu aktivieren beziehungsweise zu verbinden. Außerhalb des heimischen WLAN müsst ihr zudem auf die Bedienung per App verzichten und könnt lediglich auf die acht voreingestellten Optionen zurückgreifen.

Philips Hue Go als günstiger Lichtwecker

Abseits der Standardfunktionen lässt sie die Philips Hue Go noch in vielen weiteren Szenarien einsetzen. Philips bietet mit den sogenannten Wake-up-Lights eine Reihe von Weckern an, die euch mit einem künstlichen Sonnenaufgang wecken und mit einem Sonnenuntergang beim Einschlafen helfen. Diese sind jedoch deutlich teurer als die Philips Hue Go und lassen sich nicht ins Smart Home einbinden. Über die Philips-Hue-App könnt ihr aber an der Hue Go unter dem Menüpunkt „Routinen“ die Funktionen „natürliches Aufwachen“ und „schlafen gehen“ aktivieren. Hierzu müsst ihr die Hue Go allerdings per Kabel mit dem Strom verbinden. In jedem Fall ist die Philips Hue Go ein praktischerer Lichtwecker als die Elgato Avea Sphere.

Fazit: Solide, aber ausbaufähig

Die Philips Hue Go ist eine sehr gute Erweiterung für euer Philips-Hue-System, doch auch für diejenigen die noch keine Philips-Hue-Geräte besitzen, kann sich die Anschaffung durchaus lohnen. Sofern man sich mit dem etwas unpraktisch angebrachten Stromkabel anfreunden kann. Besonders angetan hat es mir die Möglichkeit, die Hue Go abends als „Kerze“ und morgens als Lichtwecker zu nutzen. Im Akkubetrieb verwende ich die Lampe aufgrund der eingeschränkten Funktionalität und etwas kurzen Akkulaufzeit hingegen eher selten. Die Hue Go bei Amazon kaufen (Provisions-Link)

Dieser Artikel erschien zuerst auf Netzpiloten Apple.


Images by Timo Brauer

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Conrad Connect: „Das Smart Home muss noch viel einfacher werden“

Conrad Connect Oberfläche auf Mac und iPad

Smarte Unterhaltungs- und Haustechnik boomt. Doch auf dem Weg zum wirklich intelligenten Heim kann der derzeitige Hype nur eine Zwischenphase sein. Denn meistens beschränkt sich der smarte Aspekt darauf, dass Verbraucher WLAN-fähige Glühbirnen oder Heizungsthermostate per Smartphone-App oder Sprachbefehl steuern. Das ist modern aber immer noch sehr manuell. Richtig intelligent wäre es, wenn das Zuhause automatisch weiß, wann es zu leuchten und heizen hat. Solche automatischen Abläufe einzurichten, geht zwar mit der aktuellen Technik viel einfacher und günstiger als früher, fällt aber selbst Enthusiasten noch nicht leicht. Das Startup Conrad Connect will das ändern.

Auf der Webseite von Conrad Connect können Verbraucher smarte Produkte verschiedener Hersteller per Drag-and-Drop verknüpfen. Dadurch können sie nicht nur ihr Heim, sondern ihren gesamten Alltag intelligent steuern lassen. Conrad Connect spricht daher auch von Smart Living statt Smart Home. Nach dem Start in 2016 und dem Ausbau der Plattform im vergangenen Jahr, will die Tochter des Elektronik-Händlers Conrad im Jahr 2018 groß durchstarten und die Hausautomation massentauglich machen. Wir sprachen mit Andreas Bös, Senior Director der Conrad Connect GmbH, über die Pläne für die Plattform und die Zukunft des Smart Living.

Netzpiloten: Andreas Bös, Smart Living soll das Leben sicherer und komfortabler machen und auch ganz handfest Geld sparen, Heizkosten zum Beispiel. Klingt toll, warum leben wir nicht längst alle in einem Smart Home?

Andreas Bös: Das Thema Smart Home hat den Durchbruch noch nicht geschafft, weil viele Hersteller die Menschen mit den neuen Funktionen überfordern. Außerdem ist die Techniklandschaft sehr heterogen, sodass vieles nicht auf Anhieb zusammenpasst. Und dann stellen sich die Konsumenten natürlich die Frage, ob das alles zukunftssicher ist und ihre jetzige Investition nicht vielleicht schon bald wieder veraltet ist.

Warum gelingt es den jeweiligen Herstellern nicht, diese Zweifel zu entkräften?

Viele Anbieter schauen aus nachvollziehbarem Interesse nicht über den Tellerrand, sondern kommunizieren nur die Vorteile ihrer eigenen Lösungen. Und das zum Teil auch noch sehr abstrakt. Wir sind überzeugt, dass Technik noch viel einfacher erklärt werden muss, und zwar bezogen auf die Lebensrealität der Anwender. Die Probleme sind aus Sicht von Technik-Experten manchmal erstaunlich trivial. Zum Beispiel möchten manche Verbraucher sich einfach nur in einer Fitness-Challenge mit ihren Freunden messen. Das scheitert dann oft schlicht daran, dass sich die Fitness-Tracker verschiedener Hersteller untereinander nicht verstehen.

Conrad Connect Smarte Fitness-Challenge
Für eine Fitness-Challenge unter Freunden lassen sich auf Conrad Connect die Apps der Computeruhren von Garmin, Fitbit, Polar und Nokia verbinden. Screenshot by Berti Kolbow-Lehradt
Was will Conrad Connect daran ändern?

Als Spin-Off von Conrad Electronics sind wir bei Conrad Connect von der DNS her Händler, kein Hersteller. Daher sind wir nicht produktverliebt, sondern offen für Lösungen. Mit dieser Herangehensweise wollen wir die Hausautomation endlich für alle bedienbar machen. Das Konzept gibt es seit 20 Jahren. Und immer noch steht es am Anfang. Aber die Zeit ist jetzt reif für den Durchbruch. Mit der Plattform von Conrad Connect ermöglichen wir, intelligente Geräte, Apps und Webdienste über ein frei konfigurierbares Dashboard im Webbrowser miteinander zu vernetzen – und das auch herstellerübergreifend. Einfach durch Drag-and-Drop, so wie es Anwender vom Computer gewohnt sind. Dadurch lassen sich komplexe Abläufe sehr einfach automatisieren.

Weil viele Menschen an den gleichen Abläufen interessiert sind, ist es möglich, diese als bestehende Projekte aus einem Katalog herunterzuladen oder selbst erstellte Projekte mit einer Community zu teilen. All diese Aspekte gelten übrigens nicht nur für das Smart Home. Wir sehen uns als Plattform für Smart Living, die das Potenzial hat, jeden Lebensbereich – also auch über die eigenen vier Wände hinaus – intelligent zu vernetzen und das Leben der Nutzer so zu bereichern.

Mit Amazon Alexa, Google Home oder Apple HomeKit gibt es doch schon drei populäre Plattformen für Konsumenten, mal ganz zu schweigen von den unzähligen Smart-Home-Standards. Wie will sich Conrad Connect angesichts dessen positionieren?

Wir sehen uns nicht als direkte Konkurrenz zu Amazon und Google, sondern als Bindeglied. Amazon Alexa und Google Home sind genauso eingebunden in Conrad Connect wie herstellerspezifische Produktserien von Marken wie Philips, Fitbit, Nest, Netatmo und Nokia. Nur HomeKit ist übrigens außen vor, weil Apple auf ein geschlossenes System setzt. Wir sehen uns in einer Meta-Position und bezeichnen uns deshalb auch als „IoT-Plattform für Smart Living“. Außerdem sind die Lösungen von Amazon, Google und Apple noch sehr stark darauf fokussiert, smarte Funktionen per App oder Stimme zu steuern. Das kann nicht die Zukunft des Smart Home sein.

Conrad Connect Smart Home Portfolio
Conrad Connect ist eine Meta-Plattform, die Geräte, Apps und Webdienste diverser Marken verknüpft. Screenshot by Berti Kolbow-Lehradt
Was spricht gegen die Steuerung per App oder Sprache?

Grundsätzlich nichts. Aber wenn wir im Wortsinne von einem Smart Home, also einem intelligenten Heim reden, muss das Ziel sein, eine App gerade nicht nutzen zu müssen. Heimautomatisierung ist ja dann erst wirklich smart, wenn sie nicht von Nutzerhand gesteuert wird. Daher ist es unser Anspruch, eine Lösung zu schaffen, die keines manuellen Eingriffs bedarf. Nutzer von Conrad Connect richten sich ihren Ablauf einmalig per Web-App ein – und müssen danach das Projekt im besten Fall nie wieder aufrufen.

Conrad ist mit 1 Milliarde Umsatz, 4.000 Beschäftigten sowie Filialen in mehreren Ländern Europas ganz klar im Elektronik-Handel verwurzelt. Warum der Quereinstieg in das unbekannte Terrain von Smart-Living-Dienstleistungen?

Conrad beobachtet den Markt sehr genau und probiert mit der extra dafür eingerichteten Abteilung Business Innovation auch viel aus. Aus dieser ist Conrad Connect Anfang 2016 hervorgegangen. Das war ganz klar eine strategische Entscheidung. Die Wertschöpfung im Markt für Consumer Electronics verlagert sich zunehmend von der Hardware ins Virtuelle. Bisher sind Händler von diesem „Enabler“-Geschäft abgeschnitten. Eine Plattform wie die von Conrad Connect ist eine Möglichkeit, in dieser neuen Marktkonstellation wieder eine aktive Rolle einzunehmen und als Bindeglied zwischen dem Kunden und den Webservices der Produkthersteller zu fungieren.

Wie sieht das Geschäftsmodell von Conrad Connect aus?

Unser Ziel ist, ein Freemium-Modell zu etablieren. Conrad Connect ist für den Nutzer derzeit komplett kostenlos. Die Grundfunktionen werden das auch immer bleiben. Ab 2018 werden wir einen kostenpflichtigen Pro-Account einführen, mit dem Nutzer mehr Möglichkeiten erhalten, beispielsweise viel mehr Dashboards einrichten können und Ähnliches. Zudem werden wir im kommenden Jahr einen Community-basierten Marketplace geben.

Was soll dort gehandelt werden?

Im Zentrum wird die Möglichkeit stehen, Experten zu beauftragen, die Dashboard-Daten zu analysieren. Denn die eigenen Daten transparent einsehen zu können, ist das eine. Daraus sinnvolle Schlüsse zu ziehen, das andere. Naheliegend ist die Auswertung des Energieverbrauchs mit anschließenden Spartipps. Denkbar ist aber auch, dass ein Tierarzt Bewegungsdaten des Haustiers interpretiert. Fitness-Tracker gibt es schließlich längst nicht mehr nur für Menschen. Ein weiteres Beispiel: Versicherungen könnten anhand von Verbrauchsdaten und einem Geräteinventar passgenaue Tarife für die Hausratsversicherung erstellen.

Naheliegend ist auch ein Affiliate-Modell: Werden Sie als Conrad-Tochter Nutzer zum Online-Shopping bei Conrad animieren?

Das ist nicht das primäre Ziel. Wir wollen uns unabhängig aufstellen. Aber ein Affiliate-Modell ist durchaus denkbar. Das muss jedoch nicht allein zu Conrad führen. Es ist auch eine Art Cloud-Basket denkbar. Kunden legen alles dort hinein, was sie kaufen wollen. Conrad Connect zeigt dann an, wo die Artikel am günstigsten sind. Das könnte dann auch Amazon sein. Wir sind als ausgegründete GmbH ja gerade unabhängig, damit wir schnell auf den Markt reagieren und eigenständig wachsen können.

Wie groß wollen Sie denn werden? Was ist die Vision von Conrad Connect?
Porträt Andreas Bös von Conrad Connect
Andreas Bös baut als Senior Director das Startup Conrad Connect zum Spezialisten für Smart Living auf. Image by Conrad Connect

Wir sehen uns jetzt schon als führende Plattform in unserem Bereich. Seit Jahresbeginn hat sich die Zahl der angemeldeten User auf 100.000 verzehnfacht. Sowohl in Deutschland als auch im europäischen Ausland sehen wir noch großes Wachstumspotenzial. Ein nächster großer Schritt ist die Integration in die Webangebote von Kooperationspartnern. Künftig werden Online-Händler die Projekte von Conrad Connect in ihr Frontend einbauen können. Dann ist es denkbar, dass ein Kunde mit einem Klick bei Amazon alle Produkte kaufen kann, die nötig sind, um ein bestimmtes Projekt der Conrad-Connect-Community umzusetzen.

Das klingt nach der Demokratisierung des Smart Home. Müssen sie dafür die technische Einstiegshürde nicht noch viel niedriger schrauben?

Wir sind überzeugt, dass wir die Heimautomation so stark vereinfachen können, dass sie auch für die Masse jenseits der Early Adopter attraktiv wird. Aber natürlich wird unsere Zielgruppe immer aus Kunden bestehen, die technisch interessierter sind als der Durchschnittsbürger. Aber auf eine simple Formel gebracht: Wer eine Option aus einem Dropdown-Menü auswählen kann, wird auch die Heimautomation mit Conrad Connect beherrschen können.

Andreas Bös, vielen Dank für das Gespräch.

Images by Berti Kolbow-Lehradt; Conrad Connect


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