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Netzpiloten @newTV Kongress

Der newTV Kongress ist Hamburgs prominentes Event der Bewegtbild-Branche und zählt mittlerweile zu den gefragten Veranstaltungen in der Multi-TV-Industrie. Am 28. März findet der Kongress bereits zum zehnten Mal statt. Wir Netzpiloten sind wieder als Medienpartner mit dabei und sind gespannt darauf, welche aktuellen Trends und Entwicklungen die visuelle Bewegtbild-Szene bewegen. Die Veranstalter nextMedia.Hamburg und newTV Focus Group warten mit einer Reihe an Panels auf und versprechen viele spannende Vorträge. Neue mediale Formate und Variationen erfordern innovative Strategien. Content, Technology und Distribution werden im Bewegtbild-Bereich daher immer wichtiger. Wie sieht die Zukunft des Bewegtbilds aus? Welche innovativen Content-Formate können begeistern? Branchen- und Medienvertreter können sich also auf einen spannenden Konferenztag mit tollen Gästen freuen.

Welche Speaker werden da sein?

All diese Fragen und mehr werden beim newTV Kongress unter dem Motto „Business Innovation on Screen“ von nationalen und internationalen Branchenexperten diskutiert. Zu den exzellenten Keynote Speakern gehört der beliebte Trendforscher und Visionär Henry Mason, CEO von TrendWatching. Sein Thema lautet „2020: Will AI enslave or entertain us?“. Spannend wird es sicherlich auch mit Dominik Schilling von der ARD. Er ist für die ARD Mediathek zuständig und koordiniert darin die SmartTV-Distribution. Er wird über On-Demand-Plattformen referieren.

Welche Themen und Formate erwarten dich?

  • Masterclasses
  • Interaktive Workshops
  • Startup Pitches
  • Experten und internationale Keynotes
  • Mobiles FOODBOOM Studio
  • Innovation, Networking & Aftershow

Und sonst noch?

Das Event bietet ein buntes Programm mit exklusiven Masterclasses und interaktiven Sessions. Bewegtbildkunst & Digitales sorgen für ein kreatives Ambiente. Lasst euch dieses spannende Branchen-Event nicht entgehen! Tickets für den newTV Kongress gibt es hier. Wenn ihr wissen wollt, was euch erwartet, dann werft doch einen Blick auf den newTV Kongress des letzten Jahres. Wir sehen uns in Hamburg!


Image via Netzpiloten

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Netzpiloten @VDZ Tech Summit

Für den Verband Deutscher Zeitschriften (VDZ) ist es selbstverständlich seit vielen Jahren schon eine enorm wichtige Aufgabe, den klassischen Verlagen bei der digitalen Transformation unter die Arme zu greifen. Dazu gehören hochkarätige Veranstaltungen wie der  VDZ Tech Summit am 20. und 21. November in Hamburg. Wir Netzpiloten sind als Medienpartner mit dabei, wenn es in zahlreichen Vorträgen und Workshops dieses Mal vor allem um die Verantwortung und neuen Herausforderungen für Manager und IT-Experten in der Verlagsbranche geht.

Welche Speaker werden da sein?

Die Eröffnungskeynote wird von Burdas Chief Technology Officer Kai Riecke gehalten. Jennifer Becker, Head of Project Office bei Madsack Online, wird über die Publishing-Lösung „Arc“ referieren, die ursprünglich für die Washington Post entwickelt wurde. In Tomasz Orczykowskis Vortrag wird es um die spannende Frage gehen, ob Big Data den nächsten Bestseller vorhersehen kann. Er arbeitet als Head of Data Sience für Inkitt.com. Besonders freuen wir uns auf Nico Lumma und seine Insights in Next Media Startups.

Um welche Themen wird es gehen?

  • Blockchain Systeme
  • Data Driven Business
  • Content-Management-Systeme
  • Vorstellung erfolgreicher Konzepte und Kampagnen aus der Medienbranche

Und sonst noch?

Social Media Hashtag ist #vdzts. Hier gibt es die Tickets. Wir sehen uns !

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YouTube Gaming wird abgeschafft – und bleibt trotzdem erhalten

2015 erst startete „YouTube Gaming“ – eine neue Internetseite des Videoportals, speziell auf den großen Markt der Gaming-Videos zugeschnitten. Damit wollte YouTube dem auf Livestreaming konzentrierten Konkurrenten Twitch den Kampf ansagen. Der Internetriese Amazon hatte den Streamingdienst erst ein Jahr zuvor übernommen.

Nun, drei Jahre später, verkündet YouTube, seinen Gaming-Ableger März 2019 zu schließen. Dem Spielesektor den Rücken kehren will YouTube aber keinesfalls. Die YouTube Gaming-Features werden bis zur Abschaltung in die Hauptseite integriert. Grund für diese Entscheidung seien Rückmeldungen der Nutzer, die von der Trennung der beiden Seiten irritiert waren oder nicht einmal von der Existenz einer eigenen Gaming-Seite wussten.

Gegenüber Techcrunch äußerte sich Ryan Wyatt, Director of Gaming Content, wie folgt:

„We have 200 million people that are logged in, watching gaming content every single day. And the majority of them, quite frankly, are just not using the YouTube Gaming app for their gaming experiences.“

Mit 200 Millionen eingeloggten Besuchern, die täglich Gaming Content schauen, sei man sehr zufrieden. Der größte Teil schaut sich die Videos aber nach wie vor über die normale YouTube -Seite an.

Wie geht es weiter?

Wenn im ersten Quartal 2019 der Stecker gezogen wird, müsst ihr trotzdem auf nichts verzichten. Bereits jetzt ist die neue Themenseite über „Mehr von YouTube“ auf der Startseite oder direkt über die neue Seite erreichbar.

Hier könnt ihr gewohnt Spiele auswählen und habt die aktuellen Top-Livestreams sofort im Blick. Ebenso abonniert ihr nicht nur einzelne Kanäle, sondern bei Bedarf auch ganze Spiele. YouTube spendiert euch sogar eine Gaming-bezogene Trendseite. Auch für kleinere Kanäle gibt es Grund zur Freude: „On the Rise“ nennt sich ein neues Programm, das Gaming-Kanäle hervorheben soll, die gerade auf dem Vormarsch sind. 

Die Features werden Schritt für Schritt in die neue Themenseite implementiert. Damit findet ein flüssiger Übergang von der alten in die neue Welt statt, ehe YouTube Gaming im März 2019 vom Netz genommen wird. Ob die neue Themenseite besser angenommen wird, wird sich dann zeigen.


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Beste Ergebnisse für Facebook Ads

Im zweiten Teil der Facebook Ads Summit von Social Media Examiner lag der Fokus auf Kostreduzierung von Campaigns durch intelligentes Re-Targeting. Oder – so wie es Rick Mulready, einer der geladenen Experten, ausdrücken würde: „Wie wird meine ‚kalte‘ Zielgruppe ‚warm‘, damit die Kassen heiss laufen?“

Custom Audience – der Schlüssel zum Erfolg

Rick Mulready produziert nicht nur den Podcast ‚The Art of Paid Traffic‘, sondern arbeitete zudem auch für namhafte Kunden wie AOL, Yahoo!, Funny or Die und Vibrant Media. Er betont vor allem, wie wichtig es ist, sich beim Advertising auf wahre Beziehungen mit der Zielgruppe zu konzentrieren. „Wie im echten Leben gilt auch auf Facebook: Likes sind super. Aber die Menschen möchten echte Verbindungen aufbauen. Als Geschäftsführer ist es das, was sie zum Erfolg führen wird.“

On Facebook. Image by Social Media Examiner

Mit mehr als 1,4 Billionen Menschen, die täglich auf Facebook online sind, ist es schwer, sich jedem einzelnen auf persönliche Art zu nähern. Für Mulready sind Custom Audiences des Rätsels Lösung.

Sie können von Facebook aus den Menschen generiert werden, die in irgendeiner Art und Weise schon mal mit ihrem Facebook Content interagiert haben. Sei es, dass Besucher ein Post liken, ein Video schauen oder ein Link anklicken. Während die ‚Awareness‘-Phase den Content ‚Saved Audiences‘ aufzeigt, kann Facebook nach einiger Zeit diejenigen herausfiltern, die sich tatsächlich für das Produkt interessieren.

Aus kalt wird heiss

So werden aus ‚kalten‘ Zielgruppen, die nichts von der Marke bisher wussten, ‚warme‘ Audiences gebildet. Unter ihnen sind dann die Zielgruppen, die motiviert dem Content folgen. Sie sind der Pool, aus dem sich am Ende des sogenannten Sales Funnels echte Conversions bilden lassen.

Sie sind die Käufer der Produkte, die zuerst über die Marke informiert und dann mit gezielten Content zum Kauf geführt wurden. Ihnen wurde die Möglichkeit gegeben, über einen längeren Zeitpunkt eine Beziehung zu dem Angebot aufzubauen. Und Beziehungen führen in sozialen Netzwerken zum Erfolg.

Awareness, Consideration, Lead. Image by Social Media Examiner

4 Must-Have Custom- Audiences

Diese massgeschneiderten Zielgruppen lassen sich aus unterschiedlichen Daten zusammensetzen. Für Mulready lohnen sich vor allen Dingen die Folgenden:

  • Facebook Engagement: Eine Zielgruppe, die aus denjenigen gebildet wurde, die in irgendeiner Weise mit dem Content oder der Facebook Page interagiert haben
  • Video Views: Alle, die in einem bestimmten Zeitraum ihre Videos geschaut haben
  • Email-Liste: Gesetz dem Fall, sie haben ihre Email-Subscriber über die weitere Nutzung ihrer Daten informiert, lohnt sich eine Custom-Audience aus ihrem Email-Verteilern. Diese Nutzer haben nämlich bereits ihr Interesse an der Marke gezeigt
  • Website-Traffic: Auch bei der Installation von Pixeln auf ihrer Website gilt: Die Besucher müssen der weiteren Nutzung ihrer Daten zugestimmt haben. Ist dies erfolgt, können Audiences dank des „Page View Pixels“ aus den Webseiten-Besuchern generiert werden.

Um die Reichweite der Zielgruppen zu vergrößern, können aus den Custom-Audiences wiederum Lookalikes generiert werden. Diese ähneln im Verhalten und in den Interessen.

Auch beim Bilden der Custom Audiences ist der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Facebook Ads Manager macht es möglich, sehr ins Detail zu gehen. Es lohnt sich, verschiedene Zusammensetzungen zu testen, bis man eine gute, interessierte und ‚warme‘ Zielgruppe gefunden hat.

Sollte man die gleiche Ad in einer Campaign für mehrere Target Audiences gleichzeitig laufen lassen, ist es sinnvoll die ‚Exclude‘ Funktion zu nutzen. Das ist wichtig, um Überlappungen zu verhindern. Man schließt bei der ‚Video-View- Audience‘ diejenigen aus, die auch mit dem Post interagiert haben. Bei der ‚Facebook-Engagement- Audience‘ werden wiederum die nicht eingeschlossen, die das Video gesehen haben.

Mehr Tipps vom Experten gibt es hier zum freien Download.

In den Grundsätzen herrscht Einigkeit

Wer bereits den ersten Teil der Ads Summit verfolgt hat weiß, wie man ein Produkt über Facebook erfolgreich vermarktet. Auch wie man den richtigen Advertising-Text verfasst und wie man Video Views in Conversions verwandelt, wurde hier gezeigt.

Jede Session passt thematisch in die andere. Und obwohl die Experten unterschiedliche Herangehensweisen an das Advertising haben, sind sie sich doch in einigen Grundsätzen einig. Soziale Medien werden ihrem Namen gerecht. Das Marketing muss menschlich sein. Wir müssen daher unsere Zielgruppe genau kennen. Wir müssen ihre Probleme und Sorgen definieren können, um sie mit den Ads zu lösen. Langzeitbeziehungen bringen auf Facebook Erfolg. Sie machen Herzen warm und lassen Kassen heiss laufen.

Obwohl jeder Experte seine eigene Herangehensweise hat, haben alle Taktiken eines gemeinsam. Die Testphase, die mühselig, aber notwendig ist. Wer nicht genug Zeit (und Geld) in die Proberunden steckt, kann kaum auf Erfolg hoffen. Wie in der Küche bedarf es mehrere Versuche, bis das Rezept perfekt gelingt.

Azriel Ratz, der nächste Experte auf der Facebook Ads Summit Bühne, widmete seinen kompletten Vortrag dem systematischen Testen.

Wie erreiche ich meine perfekte Zielgruppe mit den richtigen Ads zum niedrigsten Preis?

Die Antwort ist ganz einfach – mit gezielten Tests.

Zielgruppen-Test: Mit Mulready haben wir bereits gelernt, wie man aus allgemeinen Zielgruppen diejenigen herausfiltert, die tatsächlich am Produkt interessiert sind. Doch ist es wichtig zu verstehen, dass jede Zielgruppe unterschiedlich auf Campaign-Objektives reagiert.

Ist die Custom-Audience aus Video-Views gebildet, ist es einfacher zu sagen, dass sie wohl gut mit dynamischen Content interagiert. Doch wie es zum Beispiel mit der Email-List Custom Audience aus?

Find your best potential audience. Image by Social Media Examiner

Deswegen rät auch Ratz, jede Campaign mit Audience-Testing zu beginnen. Sinnvoll ist es hierbei, den gleichen Post in separate Ad-Sets mit unterschiedlichen Audiences zu testen.

Viele begehen den Fehler, alle Audiences zusammenzufassen in dem Wunsch mit größerer Reichweite bessere Ergebnisse zu erzielen. Doch damit umgeht man die Möglichkeit, die beste Audience für jedes Objektive zu finden, da es keinen Vergleich gibt.

Text- und Bild- Test: In einem zweiten Schritt kann auch der Post an sich getestet werden. „Wenn Sie Ads kreieren, schaut Facebook auf die Worte, die Sie in dem Text nutzen und sucht sich einige Schlüsselwörter heraus. Dann vergleicht es diese Wörter mit den Menschen, die Sie mit den Ads erreichen wollen; mit deren Interessen und dem Content, den sie sich anschauen. Wenn Sie zum Beispiel Fahrräder verkaufen und Sie versuchen Menschen zu erreichen, die daran interessiert sind, dann ist es wichtig, dies im Ad-Text zu benennen. Facebook wird das erkennen und Sie werden weniger für die Impression per Person bezahlen. Einfach weil Sie das richtige Schlüsselwort genutzt haben.“

Ads. Image by Social Media Examiner
Create multiple versions of ads. Image by Social Media Examiner

Wo genau diese Schlüsselwörter zu setzen sind, lässt sich wieder in der Testphase herausfinden. Ratz rät besonders für Link-Ads, die über Ad-Text, Titel und Unterschrift verfügen, mehrere Test-Ads laufen zu lassen. Das ist sinnvoll, um die einzelnen Teile miteinander beliebig zu tauschen.

Wer Videos testet, dem sei geraten, unterschiedliche Thumbnails auszuprobieren. Und auch bei Fotos können kleine, aber feine Unterschiede riesige Auswirkungen auf den Ads-Spend haben.

Experten-Tipp für kleinere Unternehmen

Besonders für kleinere Unternehmen hat Ratz auch hier einen wichtigen Experten-Tipp. Auf die Frage hin, was er raten würde, wenn ein Business nicht viel Budget hat, um so viel in die unterschiedlichen Testphasen zu investieren, hat er eine Antwort parat.

„Ich rate Kunden, die weniger als 2.000 Dollar im Monat ausgeben wollen, sich komplett auf Re-Targeting von bestehenden Zielgruppen zu fokussieren. Lassen Sie die ganz neuen Kunden Sie von selbst finden. Aber die Menschen, die Sie bereits kennen – die Email-Subscriber, die Webseiten- und Facebook-Besucher – wenn diese Menschen nicht bei Ihnen einkaufen und aktiv sind, dann haben Sie ein viel größeres Problem.

Also stellen Sie sicher, dass Sie die fünf, zehn oder 20 Dollar pro Tag für die beste Audience mit den besten Ads ausgeben. Finden Sie heraus, wie Sie diese Menschen immer und immer wieder zum Kauf bewegen können. Und sobald Sie genug Profit mit ihnen machen, können Sie einen Schritt zurück gehen und neue Menschen für Ihre Marke gewinnen.“

So schließt sich der Kreis wieder. Lang lebe die Langzeitbeziehung im schnelllebigen Facebook-Business!

Mehr Experten-Tipps von Azriel Ratz gibt es hier.


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[UPDATE] Artikel 13: Kommt mit dem Upload-Filter das Ende vom Internet wie wir es kennen?

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Die Internet-Community ist mal wieder in Aufruhr. Kurz nach dem kuriosen Instagram-Werbe-Urteil bedroht die Reform Artikel 13 des EU Parlaments jetzt wohl das Internet so wie wir es bisher kannten. Doch worum genau geht es bei dem so genannten Upload-Filter?

Was ist Artikel 13 eigentlich?

Der Rechtsausschuss des EU-Parlaments, allen voran durch den CDU-Politiker Axel Voss, haben im Juni Artikel 13, den Upload-Filter, und Artikel 11, das Leistungsschutzrecht, beschlossen. Sprich, jede Art von Content, der ein Urheberrecht beinhalten kann, dürfte so nicht mehr hochgeladen werden. Damit soll die Nutzung geschützter Inhalte durch „Sharing Provider“ für Online-Content verhindert werden.

Einen ähnlichen Urheberrechts-Filter gibt es so beispielsweise schon auf der Video-Plattform Youtube. Upload-Plattformen aller Art, beispielsweise Instagram, Facebook und Co. würden bei der schieren Menge an täglich hochgeladenem Content gar nicht mit dem Überprüfen hinterherkommen. Als einzige Möglichkeit bliebe da das Blockieren. Viele sehen darin einen Verstoß gegen die Meinungsfreiheit, andere applaudieren dem Schutz des Urheberrechts. Aber ist so ein Beschluss im Internet der heutigen Zeit, das auf das veröffentlichen und teilen von Content basiert, denn vertretbar? Noch ist man sich uneinig.

Wer profitiert – wer verliert?

Der Upload-Filter steht heftig in der Kritik, im öffentlichen Diskurs ist von einer Zensurmaschine und dem Ende des freien Internets die Rede. Am Ende stellt sich beim Ganzen natürlich die Frage, wer denn schlussendlich davon profitiert. Die Urheberrechte-Inhaber sind in der Theorie diejenigen, die geschützt werden sollen, in der Praxis wird vermutet, dass wohl eher Rechtskanzleien Kasse machen werden. 

Indirekt profitieren können davon auch große Medienhäuser. Kleinere Publisher und Plattformen werden sich die Lizenzen für etliche Urheberrechte kaum leisten können und laufen so Gefahr, im Hintergrund zu verschwinden.

Was passiert jetzt?

Unter dem Hashtag #savetheinternet lassen Twitter-User derzeit die Tasten glühen. Die Petitions-Plattform Change.org hat außerdem eine Petitionen für eine Million Unterschriften gestartet und das Vorab-Ergebnis bereits dem EU-Parlament präsentiert. Zu welcher Entscheidung das EU-Parlament auch kommt, der 5. Juli 2018 wird wohl in die Geschichte des freien Internets eingehen.

UPDATE vom 5. Juli

Das EU-Parlament hat abgestimmt und die Stimmen sind ausgezählt! Dem umstrittenen Upload-Filter wurde vorerst eine, wenn auch knappe, Absage erteilt. Von 627 Abgeordneten stimmten 318 gegen Artikel 13 und 278 dafür, während sich 31 enthielten. Das Internet bleibt also vorerst „frei“.

 


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Netzpiloten @DCX – Digital Content Expo 2018

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Schon im letzten Jahr haben wir euch von der IFRA und DCX erzählt – auch dieses Mal könnt ihr euch wieder auf das Partner-Event freuen! Vom 09. bis 11. Oktober 2018 findet in der Messe Berlin das 48. Meeting der Publishing Community statt.

Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

Experten und Branchen-Kollegen aus der ganzen Welt treffen sich zu den Co-Veranstaltungen IFRA – dem Weltverband der Zeitungen und Nachrichtenverbände – und der jüngeren Digital Content Expo, um zu networken und voneinander zu lernen. Immer ein bisschen Vergangenheit, sehr viel Gegenwart und vor allem auch Zukunft – das ist die IFRA beziehungsweise DCX und bereit sein für die Zukunft ist das große Ziel der Veranstaltung und der Grund, wieso Publishing und digitaler Content Hand in Hand gehen. 

Guided Tours, Networking Nights und mehr

Drei Tage Expo bieten selbstverständlich auch reichlich Zeit und Platz für ein breites Programm. Die Networking Night am Abend des 09. Oktobers beschließt den ersten Expo-Tag und bei Drinks und einem leckeren Buffet könnt ihr euch dort dann mit internationalen Branchenkollegen austauschen und den passenden Anstoß zur restlichen Expo-Woche einleiten. 

Wenn ihr nicht genau wisst, was euch auf der Messe erwartet, sind die Guided Tours genau das Richtige für euch. Ob Multichannel Publishing oder Digital Advertising und Paid Content – für jedes branchenrelevante Thema gibt es eine perfekt zugeschnittene Guided Tour, die euch an allen relevanten Standpunkten an der Messe vorbeiführt. Alle Highlights, die dich außerdem auf der Messe erwarten kannst du hier nachsehen.

Sichere dir dein Ticket!

Solltest du bei unserer Verlosung kein Glück haben, kannst du dir hier dein Ticket sichern. Bis zum 30. Juni profitiert ihr von einem Frühbucherpreis von 89 Euro für das 3-Tages-Ticket, bis zum 31. August kosten die Tickets 119 Euro. Noch Fragen? Die Veranstaltung findest du auf Facebook, Twitter und LinkedIn – verbinde dich mit ihr und verpasse so keine Updates!

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Netzpiloten @Ascend Berlin

Zwei Tage voller Trends und Entwicklungen im Bereich Digital Marketing. Am 11. und 12. Juni findet der Ascend Berlin 2018 statt. Im Westhafen Event & Convention Center können die Teilnehmer ihr Wissen über Themen rund um das digitale Marketing, E-Commerce und Content auffrischen.

Die Besucher erwartet an zwei Tagen ein spannendes Programm. Auf der Konferenz werden über 400-Marketing-Verantwortliche, SRM-Manager, Webseiten-Betreiber und E-Commerce Experten unter dem Motto „Creating Valueable Digital Experiences“ ihre Case Studies präsentieren.

Aktiv werden am Praxis-Tag

Wer schon am 11. Juni sein Wissen in Sachen zu kanalübergreifendem E-Mail und Omnichannel-Marketing schärfen möchte, der kann am sogenannten Praxis-Tag teilnehmen. Hierbei werden die einzelnen Sessions durch einen Fachvortrag von Speakern wie unter anderem Sascha Oswald und Nadine Lauenstein von Episerver GmbH an die Teilnehmer weitergegeben. Diejenigen, die an diesen Sessions teilnehmen möchten, können sich unter anderem auf folgende Themen freuen:

  • B2C vs. B2B: Same same, but different
  • Mehr Performance durch hochgradig individualisierte Kampagnen
  • E-Mails werden interaktiv – Machen Sie mit

Wissen schärfen auf der Konferenz

Auf der Konferenz am 12. Juni haben Teilnehmer dann die Möglichkeit sich auszutauschen, kostbares Wissen anzueignen und sich zu vernetzen. Hier zeigen renommierte Unternehmen, wie sie Omnichannel- und Email-Kampagnen entwickeln oder auch, wie sie Personalisierungen im Web und per Email vornehmen. All diese Themen werden auch hier in anregende Panels verpackt:

  • Die Top Trends im Digital-Marketing
  • Automatisieren. Individualisieren. Engagement maximieren. So wird die Customer Journey nicht zum One-Way-Trip!
  • Die Harmonisierung von Plattformen im Rahmen eines Multi-Marken-Konzerns
  • Die Trends der Branche im Praxis-Check

Im Anschluss bleibt dann allen Teilnehmern noch genügend Zeit für ein gemütliches Get Together.

Wer an diesen beiden Tagen mehr zu den Themen rund um das digitale Marketing erfahren möchte, der kann hier noch Tickets ergattern. Seid Teil dieser spannenden Konferenz und erlebt zwei aufregende Tage im Westen Berlins!

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FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

Follow me
  • CES 2018 stern: TV-Giganten und knuffige Alltags-Helfer: Das sind die Highlights der CES 2018: Die Consumer Electronics Show – oder kurz CES – 2018 neigt sich dem Ende zu – und wir waren übrigens auch vor Ort! Wie jedes Jahr stellt die Messe den Auftakt für das folgende Tech-Jahr dar und setzt die kommenden Trends. Eines lässt sich aber jetzt schon sagen: künstliche Intelligenzen und Sprachassistenten werden die Technik-Welt und auch den Alltag vieler Nutzer weiterhin beschäftigen. Aber auch die Automobil-Industrie und TV-Hersteller sorgten in Las Vegas für Aufsehen.

  • SMART HOME androidpiloten: Google Home Mini vs. Echo Dot: der große Vergleich: Kampf der Mini-Giganten: die Androidpiloten haben sich die Mini-Versionen der beiden größten Smart-Home-Hersteller mal genauer angesehen. Google Home Mini versus Amazon Echo Dot – wer hat die Nase vorn? Was viele vor ein bis zwei Jahren noch skeptisch machte, hält heute schon Einzug in viele Haushalte. Sprachassistenten in smarten Lautsprechern lagen 2017 vielerorts unter den Weihnachtsbäumen. Technik-Experte Timo Brauer hat sich die beiden Helferlein genauer angesehen und weiß, welcher sich für welchen Nutzer eignet.

  • FACEBOOK spiegelonline: Neuer Newsfeed: Facebook stuft Inhalte von Medien und Firmen zurück: Facebook führt einen neuen Feed ein. Inhalte durch Medienhäuser, Unternehmen und politische Gruppen sollen zurückgestuft werden. Dafür sollen dann Beiträge von Freunden und Familien wieder sichtbarer werden. Zuckerberg möchte, auf den Wunsch vieler Nutzer, Facebook damit wieder zum Urpsrungsgedanken zurückbringen und die Plattform zum Austausch persönlicher Verbindungen zurückführen. Inhalte von Facebook-Seiten werden zwar trotzdem noch im Feed auftauchen, der Algorithmus wird aber so geändert, dass Beiträge von Facebook-Freunden priorisiert werden. Unternehmens-Seiten müssen also künftig noch tiefer in die Tasche greifen, um sichtbar zu bleiben.

  • INFLUENCER t3n: Wenn ein Youtube-Star eine Leiche filmt: Wie viel Verantwortung haben Influencer?: Das neue Jahr hatte kaum begonnen und schon war es wohl einer der Aufreger des Jahres: Youtuber filmt Leiche. Der US-amerikanische Content-Creator Logan Paul lädt ein Video zu seinem Besuch im japanischen “Suizidwald” hoch und stößt auf einen Mann, der sich an einem Baum erhängt hat. Statt die Kamera auszumachen hält Paul weiterhin drauf, zeigt den Körper nr spärlich zensiert. Was darauf folgte war ein Shitstorm sondergleichen, warf aber gleichzeitig auch Fragen auf. Wie haben Plattformen und Influencer auf solche Fälle zu reagieren, wo liegt die Verantwortung? Influencer-Experte Simon Staib von Blogfoster weiß mehr.

  • INSTAGRAM handelsblatt: Kein Kuscheln mit Quokkas auf Instagram: Sie zählen sicherlich zu den niedlichsten Tieren der Welt. Quokkas waren eine ganze Zeit lang ein viraler Hit, zahlreiche User posierten mit den knuffigen Tieren für Selfies, um das dann mit dem Hashtag #quokkaselfie auf Instagram hochzuladen. Tierschützer haben sich jetzt aber gegen den Trend ausgesprochen, die Selfies würden die Wildtiere zu sehr stressen. Instagram pflichtet dem zu und schaltet sich ein. Wenn dieser oder ähnliche Hashtags also gesucht werden, zeigt Instagram dem Nutzer künftig einen Hinweis zu Umweltschutz.

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Die Netzpiloten sind Partner der BloomReach Connect

Partnergrafik_Connect_Amsterdam

Lust bei der BloomReach Connect dabei zu sein? Dann gewinnt bei uns 3×1 Ticket für die spannende Konferenz in Amsterdam! Teilnahmebedingungen.


Hier dreht sich alles rund ums „Connecten“: BloomReach läd am 6. Dezember 2017 auf die Konferenz Connect Amsterdam ein! Das Verbinden von Content und Commerce, Maschine Learning und Human Creativity, Customer Journey und Customer Experience und vieles mehr stehen hier im Mittelpunkt. Denn der digitale Erfolg der Zukunft  liegt in diesen Verbindungen, die von den Experten der Branche bereits intensiv diskutiert werden: Wie sieht die Zukunft der Cloud, Customer Experience und Künstlichen Intelligenz aus? Und wie schafft man es, diese digitalen Trends zu verbinden?

Ein Experte auf diesem Gebiet ist der Gartner-Analyst Mike Lowdnes. Seine 18-jährige Expertise im Bereich Digital Commerce, Softwareentwicklung und Architektur bestimmen die Thematik seines Vortrags: Hier wird er sich mit dem aktuellen Stand von Digital Experience befassen und diskutieren, welche Innovationen und Fähigkeiten sich aus diesen Trends ergeben.

Auch der Gründer der Zukunftsforschungs-Agentur Whetston, Thimon de Jong, wird vor Ort sein. Unter dem Thema „Mensch & Maschine: Rivalen oder Gefährten?“ wird er seine Keynote halten: Hier zeigt er euch einen Einblick in die Welt der Künstlichen Intelligenz, sowie gesellschaftliche Veränderungen und Geschäftsstrategien.

Ihr dürft somit nicht nur internationale Speaker erwarten, sondern auch Best Practices, Workshops, sowie ein Hackmarathon, die die Veranstaltung BloomReach Connect abrunden werden. Das spannende Programm richtet sich dabei vor allem an Developer, Solutions-Experts und Digital Marketer, doch auch alle anderen Teilnehmer sind herzlich willkommen.

Wann & Wo?

6. Dezember 2017, 9 bis 18 Uhr, am Beurs van Berlage, Damrak 243, 1012ZJ in Amsterdam. Hier könnt ihr euch Tickets sichern. Wir wünschen allen Teilnehmern viel Spaß!

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Influencer-Marketing – aber bitte mit Kennzeichnung!

Influencer-Marketing Photographing a donut (adapted) (Image by Callie Morgan [CC0 PublicDomain] via Unsplash)

Ich bin durch und durch Millennial, auch was Social Media angeht. Als ich neulich einen Laden für Heimausstattung besuchte und dort einkaufte, wurde ich derart massiv beschenkt, dass ich mich für soviel Freundlichkeit gerne mit einem kleinen Tweet bedankt hätte. Ich fragte mich allerdings auch, ob ich diesen Tweet schon als Werbung kennzeichnen sollte – die aktuelle Debatte um Werbung durch Influencer hatte ihre Spuren hinterlassen. Bisher verliefen die Grenzen zwischen Influencer-Marketing und Schleichwerbung fließend. Jüngste Gerichtsurteile, wie das von Rossmann, laut dem die Kennzeichnung mit dem Hashtag #ad nicht als Kennzeichnung ausreicht – es droht Ordnungsgeld von bis zu 250.000 Euro – oder der Eklat um Lena Meyer-Landruts ungeschickte Werbekampagne für die Deutsche Telekom, müssen der Branche zu denken geben.

Trends im Influencer-Marketing

Influencer-Marketing macht inzwischen durchschnittlich sieben Prozent des klassischen Marketing Mix aus. Schon 2015 gaben rund 84 Prozent der Marketiers an, in den kommenden zwölf Monaten mit Influencern arbeiten zu wollen. Der langfristige Trend geht dabei in Richtung Micro-Influencer, denn die sind mit durchschnittlich 2,7 Prozent Engagement oft effektiver als Influencer mit großer und recht diffuser Followerschaft. Die Frage, wo persönliche Überzeugung aufhört und Werbung anfängt und damit das Thema rechtlich saubere Kennzeichnung von Werbebotschaften wird uns in den nächsten Jahren also alle immer wieder beschäftigen. Was gilt es nun zu bedenken?

Die Hauptverantwortung liegt beim Influencer

Das größte Risiko beim Influencer-Marketing trägt der Influencer selbst, denn erst seine Glaubwürdigkeit bei den Fans macht ihn zu dem, wofür ihn Marketiers schließlich engagieren. Geht die Reputation den Bach runter, weil Postings für Unternehmen wie Schleichwerbung – oder im Fall von Lena, wie ein sehr, sehr großer Fettnapf – wirken, dann darf man nicht nur die Kampagne getrost als gefloppt bezeichnen, sondern ebenfalls den Ruf des Influencers als ruiniert.

Aber auch auf juristischer Ebene sind die Influencer die erste Adresse, wenn es um Abmahnungen, Bußgelder und Unterlassungserklärungen geht. Da wäre zunächst §5a UWG, das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb, der die klassische Definition unerlaubter Schleichwerbung liefert:

Unlauter handelt, wer den kommerziellen Zweck einer geschäftlichen Handlung nicht kenntlich macht, sofern sich dieser nicht unmittelbar ergibt, und das Nichtkenntlichmachen geeignet ist, den Verbraucher zu einer geschäftlichen Handlung zu veranlassen, die er andernfalls nicht getroffen hätte.

Allerdings ist von verbotener Schleichwerbung nur dann auszugehen, wenn der Influencer tatsächlich einen kommerziellen Zweck mit der Produktbesprechung oder -platzierung verfolgt, also der Zweck seines Posts auf Verkauf gerichtet ist. Aber auch der Rundfunkstaatsvertrag (§§7, 58), das Telemediengesetz (§ 6 Abs.1 Nr. 1) sowie der Pressekodex (Ziffer 7) verlangen eine klare Trennung von journalistischen und kommerziellen Inhalten. Und das war erst der nationale Teil: Auf EU-Ebene ist bereits eine neue Richtlinie für audiovisuelle Mediendienste auf dem Weg, die das Thema Kennzeichnungspflicht in sozialen Medien ebenfalls befeuert. Jeder vernünftige Influencer wird sich zukünftig rechtlich absichern wollen.

Wie seriös sind solche Unternehmen?

Es muss jedoch in beiderseitigem Interesse liegen, dass bezahlte Kooperationen eindeutig als solche zu erkennen sind, denn sonst ist es eben sehr weit her mit der authentischen Produktempfehlung und der reichweitenstarken Kampagne. Leider versuchen Unternehmen immer wieder, den werbenden Charakter eines kommerziellen Beitrages zu verschleiern. Der Blogger Henning Uhle hat dazu gerade einen deutlichen Standpunkt geteilt. 

„Bitte verfassen Sie einen Artikel zu Thema XYZ. Der Artikel darf nicht als Werbung gekennzeichnet sein.“ – Solche Anfragen bekommt man manchmal als Blogger. Mir konnte aber noch nie eine der anfragenden Leute irgendwie klar machen, wieso man einen beauftragten Artikel nicht als Werbung kennzeichnen soll. Will man in meinem Blog etwa Schleichwerbung machen? Angeblich so seriöse Firmen wollen mich dazu bringen, das Gesetz zu beugen oder gar zu brechen? Schämt euch mal ein paar Takte lang.

Und dann einfach nie wieder fragen. Sondern im besten Fall den Influencer von Anfang an darum bitten, seine Posts eindeutig zu kennzeichnen!

Do’s und Dont’s beim Influencer-Marketing

Wenn also geklärt wäre, dass eine Kooperation immer erkennbar sein sollte, stellt sich nun die Frage, wie das rechtlich konform auszusehen hat. Spätestens seit dem Rossmann-Urteilt steht fest, dass man weder mit “sponsored by“ noch mit einem #ad ausreichend rechtssicher handelt. Die ganz sicheren Varianten lauten #Werbung oder #Anzeige, wie hier Edition F ihren bezahlten Content auf Twitter kennzeichnet.

 

 

Formulierungen wie “im Auftrag von“, „mit freundlicher Unterstützung von“ oder “unterstützt durch Produktplatzierungen“ genügen ebenfalls. Sie klingen doch etwas weniger werblich, aber transparent genug, um etwaige Irreführung des Konsumenten auszuschließen. Authentisch und transparent wäre auch: “Danke an soundso! Ihr stellt mir dieses Produkt zur Verfügung und ich kriege sogar Geld dafür!“. Einen guten Überblick zur Kennzeichnung von Werbung in Social Media liefern zudem die aktuellen FAQ der Landesmedienanstalten.

Professionelle Influencer gehen ganz sicher und kennzeichnen trotz neuem Instagram-Tool ihre Markenposts als #Anzeige. So bleiben alle Seiten glaubwürdig – die Voraussetzung für erfolgreiches Influencer-Marketing.

Nicht zuletzt bemühen sich auch die Social-Media-Plattformen selbst um transparente Werbepraktiken. So bietet die Facebook-Tochter Instagram ihren Nutzern seit kurzem das Branded-Content-Tool zur Kennzeichnung von bezahlten Inhalten. Was genau mit “bezahlter Inhalt“ gemeint ist, ist damit aber nicht abschließend geklärt. Ob eine Fülle an Geschenken genügt oder Geld geflossen sein muss, bleibt offen.

Transparenz ist alles

Deshalb sollte die Devise sowohl für Influencer als auch für Marketiers klar sein. Sie sollten mit größtmöglicher Offenheit und Transparenz auf die User zuzugehen. Das Verständnis und die Akzeptanz der Nutzer für bezahlte Postings dürfte sofort vorhanden sein, wenn die nervigen Werbebanner und ewig vorbei zielenden Targeting-Kampagnen dafür endlich weniger würden.


Image (adapted) „Photographing a donut“ by Callie Morgan (CC0 Public Domain)


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Kommunikationstalente für die Netzöffentlichkeit entdecken – Vom Nutzen der Jobbotschafter

DigitalWork(adapted) (Image by Alex Kotliarskyi [CC0 Public Domain] via Pixabay)

Gerade im Bereich Digital Relations fällt immer wieder auf, dass viele Grundprinzipien der digitalen Welt noch nicht angekommen sind. Dies ist oft unabhängig vom Alter oder der Position. Was können wir tun, um nachhaltig sowohl bei Kunden als auch intern ein größeres Verständnis für digitale Prozesse zu erarbeiten? Diese Frage wurde mir für die Novemberausgabe des prmagazins gestellt. Ist so ein Experten-Ding. Meine Antwort:

Fachliche Kompetenz ins Digitale übertragen

Digital Relations funktioniert nur dann, wenn man nach der Logik des Netzes operiert. Man muss die Mitarbeiter für die Netzkommunikation schulen und ihnen die Möglichkeit geben, ihre fachliche Kompetenz auch ins Digitale zu übertragen. Klaus Eck von der Agentur d.Tales plädiert für die Heranbildung von Markenbotschaftern. Hier liegt eine große Chance, die Themen der Unternehmen auf breite Füße zu setzen und richtig gutes Storytelling zu machen.

Dafür braucht man Köpfe und Sichtbarkeit. Das schafft man nur, in dem man nicht nur tolle Geschichten entwickelt, sondern auch über die Netzwerke der Mitarbeiter verteilt“, so Eck.

Wie das gelingt, skizziert er in einem Blog-Interview mit Nick Marten, der für den Onlinehändler Otto ein Jobbotschafterprogramm aufgesetzt hat: „Unternehmen und speziell Kommunikatoren sollten lernen, mehr loszulassen. Uns ist bewusst, dass sich das sehr leicht sagt, in der Umsetzung jedoch viel Energie und Überwindung kostet. Aber: Die einstige Kommunikationshoheit gibt es nicht mehr.“

Barcamps für Kommunikationsexperimente

In Zukunft gehe es vielmehr darum, mehr Mitarbeiter zur Kommunikation zu befähigen. „Und dabei sollten wir Kommunikatoren gar nicht erst versuchen, den Menschen irgendetwas aufzuzwingen, ihnen Botschaften zu diktieren oder sie zu Werbesprech- oder PR-Maschinen machen zu wollen“, sagt Marten. Wie das gelingt das? Eck gibt im prmgazin-Interview eine leicht umzusetzende Empfehlung:

 

Content-Silos abschaffen

Das reicht allerdings nicht aus. Wichtiger Tipp der PR-Expertin Kerstin Hoffmann an Unternehmen. Verabschiedet euch von der Fachbereichsdenke: „Trennt man das Content-Marketing streng von der PR und diese wiederum von Social-Media-Aktivitäten, so bleiben Content-Silos bestehen, die in der Summe viel zu schwerfällig sind, um die gewünschten Stakeholder zu erreichen und vor allem in Gespräche mit diesen einzutreten.“

Organisationen sollten endlich begreifen, dass praktisch alle ihre Mitarbeiter mittlerweile in sozialen Netzwerken präsent sowie in Messengern mit anderen verbunden sind. „Hier werden sie eben auch in ihrer beruflichen Funktion wahrgenommen und sind daher, gewollt oder ungewollt, Markenvertreter“, schreibt Hoffmann. Wer das ignoriert, überlässt die Außenwirkung dem Engagement und dem mehr oder weniger zufälligen individuellen Kommunikationstalent der Mitarbeiter als den wichtigsten Schnittstellen in die Öffentlichkeit. Das Notiz-Amt ist ja ein Fan des Zufalls. Aber an dieser Stelle sollte man die Expertisen in den eigenen Reihen gezielt an die Netzöffentlichkeit bringen.


Image (adapted) „DigitalWork“ by Alex Kotliarskyi [CC0 Public Domain]


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Die Netzpiloten sind Partner der Virtual Reality Conference 2017

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The „Next Big Thing“ der Technologiebranche hat jetzt auch eine eigene Konferenz: Denn Virtual Reality kann bald echte Realität werden!

Im Rahmen des Business-Festivals hub.berlin dreht sich bei der Virtual Reality Conference am 27. November 2017 im Microsoft Atrium in Berlin alles rund um User Cases, Content, neue Features und die sich daraus ergebenden Chancen für Business und Gesellschaft. Anbieter sowie Anwender werden über diese Themen vor Ort diskutieren.

Denn durch VR ändert sich die Nutzung digitaler Inhalte fundamental: Virtual, Agumented und Mixed Reality schaffen eine neue Dimension der Digitalisierung und sorgen dafür, dass sich die Welt anders vernetzt. Doch diese Entwicklungen bleiben nicht nur privaten Nutzern vorenthalten, denn auch Unternehmen profitieren im B2B von der erweiterten Realität. Ob im Gaming, bei Sportevents oder Konzerten: Virtuelle Showrooms lohnen sich, wenn eine Produktvorstellung nicht vort Ort stattfinden kann und Simulationen können auch sehr gut für Schulungen angewendet werden. Zudem kann Mixed Reality bei Reperaturarbeiten oder Navigation neue Möglichkeiten schaffen, da so Informationen in die reale Welt einblendet werden können. Die Möglichkeiten sind vielfältig!

Unter den Speakern werden unter anderem Dennis Ahrens, Business Solution Manager bei Zühlke und Torsten Fell, Experte in Corporate Learnin und Business Transformation, erwartet. Mit ca. 150 anderen Teilnehmern könnt ihr euch somit auf spannende Vorträge bereit machen.

Also, verpasst nicht diese einmalige Konferenz. Wir wünschen allen Teilnehmern viel Spaß!
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Die Netzpiloten sind Partner des Zukunftsforums Zeitschriften 2017

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Das diesjährige Zukunftsforum Zeitschriften stellt die konkreten Herausforderungen, denen sich Medienhäuser heute stellen, um sich selbst und ihr Geschäftsmodell neu zu erfinden, in den Fokus: Unter dem Motto Neudefinition „Zeitschriftenverlag“ findet das 8. Zukunftsforum Zeitschriften der Akademie der Deutschen Medien am 28. November 2017 im Literaturhaus München statt.

Immer mehr Verlage entwickeln sich zu mehrmedialen Service-Providern: Innovative Content-Angebote und Kunden-Services werden entwickelt, die fast immer mit strukturellen und organisatorischen Neuerungen einhergehen. Für intelligente Content-Angebote und Vermarktungsansätze sind flache Hierarchien und agile Prozesse nötig, damit Produkte schnell umgesetzt werden können.

In den Visionary-Keynotes und Best Cases von Top-Experten aus Verlagen und Digitalunternehmen stehen somit unter andrem folgende Fragen im Vordergrund: Wie müssen sich Verlage neu definieren, um in Zeiten der digitalen Transformation zu bestehen? Und welche Strukturen und Prozesse sind notwendig, um innovative Produkte zu entwickeln?

Mit dabei sind Markus Reithwiesner, Holding Geschäftsführer der Haufe Gruppe, Peter Buhr, Senior Consultant Digital & Innovations von Axel Springer und Eva Maria Bauch, Geschäftsführerin von Gruner + Jahr /G+J Digital Products.

Interessiert? Mehr Informationen und die Abmeldung findet ihr hier.

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Alte Verleger investieren nicht in digitale Medienexperimente #djvbo

Office meeting (adapted) (Image by rawpixel.com [CC0 Public Domain] via Unsplash)

In den USA sieht der ehemalige The European-Herausgeber Alexander Görlach in den neuen Medien-Marken wie Mic, Vice oder Buzzfeed gute Karrierechancen für Journalisten. „In Deutschland ist mein Eindruck, dass eher eingespart werden soll als ausgegeben.“ Die Strukturen werden nach Einschätzung von Görlach ausgedünnt. „In den USA gibt es noch einige Akteure, die an die Zukunft von Journalismus glauben und die viel Geld investieren. In Deutschland gibt es keine entsprechende Begeisterung und Investitionen in diesem Maße.“

Vielleicht liegt es ja an der Überalterung der Medienunternehmer. Sie leben von der Substanz, investieren kaum und verdrängen die Notwendigkeit von Erweiterungsinvestionen sowie Innovationen. Ein Trend, der nach Studien der KfW für viele Wirtschaftsbranchen gilt: 57 Prozent der Unternehmen mit Chefs unter 40 Jahren investieren. Mit steigendem Unternehmeralter sinkt der Investorenanteil deutlich. Bei den über 60-jährigen Unternehmensinhabern erreicht er nur noch 37 Prozent. Auch die Art der Investition verändert sich mit steigendem Alter. Stärker risikobehaftete und kapitalbindende Vorhaben werden seltener, die noch durchgeführten Investitionen dienen in erster Linie der Pflege des Kapitalstocks. Jürgen Stäudtner spricht in seinem Innovationsstau-Buch gar von einer Hedgefonds-Mentalität, die bei den arrivierten Firmenchefs dominiert.

Eigentümerfamilien der Verlage haben kräftig Umsatzrendite gescheffelt

Im Mediensektor gehen jedenfalls nur wenig Impulse für innovative Themen aus – etwa beim Roboterjournalismus, in der Daten-Analyse oder beim Einsatz von Chatbots. Das skizzierte Saim Alkan von AX Semantics auf dem Besser Online-Kongress des Deutschen Journalisten Verbandes (DJV) in Köln: „Die großen Medienhäuser liegen in den Händen einiger Eigentümerfamilien. Die haben über Jahre rund 20 bis 25 Prozent Umsatzrendite gescheffelt. Hocken auf hunderten Millionen Euro Kapital. Wenn es darum geht, 50.000 Euro in die Hand zu nehmen, um ein agiles Projekt zu starten, dann wendest Du Dich an Deinen Vorgesetzten, an Deinen Verleger oder Chefredakteur und der sagt dann, das müssten wir selbst erwirtschaften, weil die Verlegerfamilie nichts zurück investiert.“

Nicht nur abziehen, sondern in Journalismus investieren

Wer soll also neue Projekte bezahlen? „Fangen wir doch mal an, die Leute, die seit 30 oder 40 Jahren Gelder aus den Häusern gezogen haben, zu bitten, wieder zu reinvestieren“, fordert Alkan. Die Verlegerfamilien sollten wieder etwas zurückgeben und mehr Experimente wagen.

„Die erste Digitalisierungswelle wurde ausgesessen. Vielleicht sollte man bei der zweiten Welle etwas tun und dazu gehört eben auch Geld.“ Konkurrenz bekommen die etablieren Medien zunehmend von branchenfremden Unternehmen, die beim Content Marketing und bei Broadcasting-Einheiten im Verbund mit Big Data-Programmen und Künstlicher Intelligenz kräftig zulegen. Könnten Daimler, Telekom und Co. die Verlage überholen? Dieser Zug sei schon längst abgefahren, so Alkan.

Unternehmen und Sportverbände als Nachrichtenproduzenten

Es gebe sogar erste Sportverbände, die ihre Nachrichten selbst produzieren, weil sie in der Presse zu wenig vorkommen.

„Die erteilen Journalisten sogar schon Haus- oder Platzverbote, um die Exklusivität ihres Contents zu bewahren. Dazu kommen Content Marketer, die mit einem riesigen Druck Service-Themen aufarbeiten. Beispielsweise über die Qualität von Badeseen in Deutschland. Da gibt es Anbieter, die diese Informationen aus öffentlicher Hand nehmen und in einfache Lückentexte einbauen. Wenn ich dann Informationen über die Wasserqualität des nächstgelegenen Badesees suche, poppt nicht mehr meine Tageszeitung auf, die das Thema gar nicht aufgreift, weil es zu teuer und zu schwierig ist, sondern irgend ein Content Marketer, der mit einer Automatisierung nützliche Informationen vermittelt und dadurch Werbeeinnahmen über Google generiert“, erläutert Alkan in Köln.

Unternehmerjournalismus oder Werbung?

Da entstehe eine Befähigung selbst für kleine Unternehmen oder Verbände, Content in großen Mengen zu produzieren. Das führe zu einer Veränderung im Rollenverhältnis zu Journalisten, die dann für solche Berichte nicht mehr notwendig sind. Ob das Ganze zu einem Verfall des Journalismus führt, wurde in einem zweiten Panel heftig unter dem Titel „Rettungsanker oder Sargnagel? Content Marketing“: Professor Lutz Frühbrodt von der Hochschule für angewandte Wissenschaft in Würzburg hält es für problematisch, dass man gar von Unternehmensjournalismus spricht. Diese Zuordnung sei falsch. Es sei letztlich nur eine Ersatzform von Werbung. Entsprechend wichtig seien auf der operativen Ebene Kennzeichnungspflichten. „Das andere Thema ist, welche Auswirkungen Content Marketing auf die öffentliche Kommunikation und die öffentliche Meinungsbildung hat.“

Er sieht Content Marketing als weiteren Sargnagel des Journalismus. Diesen Befund thematisierte ich bereits in der April-Ausgabe des prmagazins. Sascha Pallenberg von Daimler hält diese Sorge für unbegründet: Sie sei eher ein Beleg für zu wenig Selbstbewusstsein auf der journalistischen Seite. Die Herausforderung liege bei den klassischen Medien, Premiuminhalte herauszubringen. „Gute Unternehmenskommunikation lebt von der Transparenz. Es muss klar sein, von wem die Botschaften stammen.“

So sieht es auch Karsten Lohmeyer von der Agentur The Digitale, einer hundertprozentigen Tochter der Deutschen Telekom: „Ein großer Teil des täglich produzierten Medienbreis besteht aus belanglosem Entertainment, zusammengestrichenen Pressemitteilungen, schlecht recherchiertem Nutzwert und leider viel zu oft aus armselig versteckter Schleichwerbung. Die so genannten Native Ads auf den Online-Seiten der Verlage sind viel problematischer. Die werblichen Inhalte sind von den redaktionellen Beiträgen kaum zu unterscheiden.“ Man müsse sich dem neuen Wettbewerb im Digitalen stellen. „Was die Content-Produzenten auf der Unternehmensseite killen, ist in erster Linie schlechter Journalismus.“

Der Marketer als Konkurrent des Journalisten

Lohmeyer trat bei der Kölner DJV-Veranstaltung als Antipode von Frühbrodt auf.

„Ich arbeite mit journalistischem Werkzeug. Der Journalist ist mein Konkurrent. Ich bin der Konkurrent des Journalismus. In manchen Dingen sind wir symbiotisch, aber im Markt der medialen Kommunikation stehen wir im Wettbewerb. Manchmal gewinnt der Bessere und manchmal gewinnt auch der, der mehr Geld hat.“

Häufig werde auf der Seite des Content Marketings gar kein so außergewöhnlicher Job gemacht. Häufig sei es eher so, dass von den klassischen Journalisten ein viel zu schlechter Job geleistet werde. „Die interessieren sich nicht für Suchmaschinen-Optimierung, die interessieren sich nicht für Reichweitenaufbau. Die interessieren sich natürlich für die gute Geschichte. Aber nicht dafür, wie sie die gute Geschichte an die Menschen bringen. Und plötzlich erreichen wir im Monat 500.000 Leute und die Fachmagazine nur 10.000“, sagt Lohmeyer und erwähnt als Positivbeispiel die von seiner Agentur realisierte Sportnews-Plattform ISPO.com. Hier werden Technologien und Fähigkeiten eingesetzt, die der Journalismus auch nutzen könnte. „Er tut es aber nicht oder er tut es viel zu selten“, so Lohmeyer.

Phantomdiskussion unter Journalisten

Ob das nun als Journalismus gewertet werde oder nicht, sei eher eine Phantomdiskussion, die unter Journalisten geführt wird. Dem Rezipienten sei das egal. Es handelt sich um Content. „Der User macht das Smartphone an oder schlägt das Laptop auf und trifft auf Inhalte“, erklärt Lohmeyer. Ob sie nun von Bots, Journalisten oder Marketers erstellt werden, sei dabei zweitrangig. Jeder kann Sender und Empfänger von medialen Botschaften sein. So ist das nun mal im Netz. Ob das nun als Journalismus auf der akademischen Seite gewertet wird oder nicht, ist eher nebensächlich. Ob man nun Blogger als Journalisten anerkennt oder nicht, stört nicht den Erfolg von Blogprojekten.

Das Notiz-Amt sieht den Ball eher im Feld der Verlagshäuser. Macht mehr Geld locker für guten Journalismus und spannende Medienexperimente.


Image (adapted) „Office meeting“ by rawpixel.com (CC0 Public Domain)


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Die Netzpiloten sind Partner der Social Media Conference

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Am 17. und 18. Oktober öffnet die Social Media Conference in Hamburg ihre Tore. Ganz getreu dem Motto „Social Media Conference meets Content Marketing“, richtet sich diese Konferenz vor allem an Verantwortliche aus dem Bereich Marketing, Business Development und an Führungskräfte aus Unternehmen, die sich und ihre Produkte auf sozialen Kanälen ausbreiten und auf dieser Ebene professioneller werden wollen.

Wer an dem Tag vor Ort ist, der darf sich auf ein vielfältiges Programm mit namhaften Speakern freuen und sich mit Themen wie beispielsweise „Strategisches Content-Marketing: zielgerichtetes Storytelling“, „Social Media Erfolgsmessung“ und „Organische Reichweite vs. Social Advertising“ auseinandersetzen:

69 Insights from 41 Kilo of (Content)Marketing books in 60 Minutes!

  • Hier zeigen euch die Speaker AJ Huisman und Bert van Loon – die Gründer von Content Marketing Fast Forward – ihre Lieblingsbücher aus dem Marketing, die für moderne Vermarkter und Kommunikationsprofis unerlässlich sind.

Influencer Marketing – Wie kennzeichne ich werbliche Beiträge, Posts und Videos in Social Media richtig?

  • Wer wissen möchte, in welchen Fällen der Online Werbung eine Kennzeichnungspflicht herrscht oder wie Werbung von PR und Product Placement unterschieden wird, der erfährt von Dr. Martin Gerecke, Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht und Tomma Rabach, Inhaberin der Kommunikationsagentur „rabach kommunikation“, die besten Beispiele aus der Praxis.

Bewegtbild für Social Media

  • Thorwald Erbslöh – Geschäftsführer der bluehouse GmbH – erklärt den Teilnehmern in diesem Vortrag, unter anderem welches Video auf welchem Kanal am besten und wirksamsten funktioniert.

Generation Z

  • Charles Bahr – gerade einmal 15 Jahre alt – gründete schon in diesen jungen Jahren seine eigene Künstleragentur. In seinem Vortrag über die Generation Z erklärt er wie Jugendliche Werbebotschaften auf sozialen Netzwerken erreichen.

Wer diese spannenden Inhalte nicht verpassen und sich mit interessierten und begeisterten Teilnehmern vernetzen und austauschen möchte, der sollte sich diese beiden Tage unbedingt merken und am besten jetzt schon Tickets bestellen, denn hier erhalten die Besucher unter anderem nach der Veranstaltung die Möglichkeit die zur Verfügung gestellten Vorträge nach der Veranstaltung zu downloaden und am anschließenden Get-together teilzunehmen.

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Die Netzpiloten sind Partner der DCX Digital Content Expo

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In Berlin trifft die internationale Nachrichtenbranche aufeinander und ihr könnt dabei sein! Wir verlosen unter unseren Lesern fünf 3-Tages-Tickets für die Digital Content Expo . Um dabei zu sein könnt ihr hier an unserer Verlosung teilnehmen. Zeit dafür habt ihr bis zum 25. September. Wir wünschen euch viel Erfolg!

Teilnahmebedingungen


Vom 10 – 12. Oktober trifft sich die weltweite Nachrichtenbranche zur DCX Digital Content und IFRA World Publishing Expo auf dem Messegelände Berlin. Dieses Jahr werden neben den Verlegern der Zeitungsbranche auch Unternehmen angesprochen. Hauptthema wird dieses Mal die Frage, wie digitale Tools und Geschäftsmodelle für Nachrichtenmedien weiterhin Qualität garantieren und finanzieren können. Neben den messebegleitenden Konferenzen „Digital Media World“ und „Print World“ sind 150 Aussteller vor Ort und präsentieren ihre Produkte. Besucher erwartet ein vielseitiges Proramm mit Diskussionen und Vorträgen zu Best Practice, Trendreports und neuste Forschungen.

Hochkarätiges Programm aus aller Welt

Qualitätsjournalismus aus aller Welt erlebt momentan in der digitalen Welt viele Herausforderungen durch andauernde Veränderung. Deswegen wurden Internationale Medienvertreter eingeladen, die ihre Strategien und Perspektiven in verschiedenen Formaten präsentieren werden. Mit dabei sind unter anderem:

  • Michael Golden, der stellvertretender Vorsitzende der New York Times, wird die Eröffnungskeynote halten über anstehenden Aufgaben der Nachrichtenmedien in Zeiten des Internets.
  • Mathhias Döpfner, CEO der Axel Springer SE, über die wichtige Rolle der Medien in einer Demokratie
  • Rajiv C. Lochan, CEO von Kasturi & Sons Ltd., die mit The Hindu eine der größten englischsprachigen Tageszeitungen Indiens herausgeben, über Leserzentrierte Inhalte und aus der perspektive eines wachsenden Marktes.

Außerdem sind in diesem Jahr zwei „Content Stages“ neu in die Konferenz eingebunden, unter anderem mit Präsentationen von Michael Jaschke, Managing Director von ProSiebenSat.1 Digital, warum Video aus seiner Sicht das Medium der Zukunft ist. Auch die Debatte um den richtigen Umgang mit Fake News bleibt nicht aus. Zeitlich befristetes Problem oder Dauerkrise? Darüber referiert der russisch-amerikanische Medienanalyst und Forscher Vasily V. Gatov.

Themen der Podiumsdisskussionen sind ebenfalls weit gefächert. Zum einen geht um Facebook und die Stärken von Printmedien gegenüber diesen neuen Medienformen, zum anderen über die Zukunft von Roboterjounralismus und neue Bezahlmethoden für Online-Journalismus.

Gute Gründe dabei zu sein

Die DCX und die IFRA bieten für Besucher die Möglichkeit mit vielen internationalen Medienunternehmen und Kontakt zu treten und Netzwerke zu knüpfen. Über 6000 Besucher aus vielen Ländern kommen zusammen, viele Unternehemen informieren über aktuelle Trends der Branche. Die Trends sind vielseitig, der Diskussionsstoff wird definitiv nicht ausgehen. Weitere Informationen zu Tickets sind auf der Webseite der Expo zu finden.

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Die Netzpiloten sind Medienpartner der PLAY Summit 2017

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Zum zweiten Mal veranstalten ADZINE und Videobeat Networks dieses Jahr im Kehrwieder-Theater in Hamburg der PLAY – Video Advertising und Marketing Summit. Die Konferenz am 29. Juni ist ein Treffpunkt für Fachkräfte der Videomarketingbranche sowohl aus klassischen als auch digitalen Umfeldern.

Branchenkenner aus verschiedenen Bereichen präsentieren Advertising Trends und Technologie. In anschießenden Diskussions- und Networking Runden gibt es die Chance sich mit den Experten der digitalen Szene auszutauschen.

Alles rund ums Bewegtbild

Auf der PLAY Summit dreht es sich nicht nur um traditionelles Video Markting über TV-Spots, sondern auch um neue Möglichkeiten, wie Influencer Marketing und digitale Konzepte für Soziale Netzwerke.

Leitthemen wie Kreation, Channels, Technologie und Audience werden in den Vorträgen und Case Studies der Speaker behandelt. Themen sind unter anderem:

  • Trends im Bewegtbildkonsum (Vortrag der GFK)
  • TV Tracking -Online Effekte aus TV messen und nutzen?
  • CASE: Cross-Device-Retargting für Digital Video Kampagne
  • Gehören Video Influencer in den Mediaplan?
  • Technologie für mehr Dynamik und Flexibilität auf der Digital Video Supply Side
  • Facebook: Chancen und Risiken im Video Advertising
  • Freut euch ebenfalls auf ein breites Spektrum an spannenden Speakern aus verschiedenen Bereichen und Aspekten der Branche.

Hier findet ihr das volle Programm und eine Liste der Referenten. Wenn ihr dabei sein wollt, könnt ihr hier die Anmeldung finden. Mit dem Code PLAY17NETZPILOTEN bietet der PLAY Summit Freunden der Netzpiloten bis zu 25 Prozent Rabatt auf die Konferenztickets an!

Wir wünschen euch viel Spaß!

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Die Netzpiloten sind Partner der Content Marketing Masters

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In Berlin findet am 31. Mai und 01. Juni 2017 die Content Marketing Masters statt – und zwar schon zu vierten Mal. Bei der Konferenz dreht sich alles um das Thema Content Marketing. Schon in den vergangenen Jahren bestand immer reges Interesse an der Veranstaltung; die Organisatoren gehen daher davon aus, dass auch dieses Jahr der Bedarf an Content-Marketing-Wissen wieder groß sein wird.

Die Content Marketing Masters sieht sich als Plattform, auf der sich Kollegen und Experten über Erfolgsfaktoren, bewährte und neue Strategien sowie Perspektiven im Content Marketing auszutauschen können. Die Besucher erwarten Snacks und Drinks, sodass ideale Voraussetzungen für entspanntes Networking geschaffen sind.

Begnadete Speaker – große Unternehmen

Etwa 16 Präsentationen sind geplant, es gibt zwei Tracks, die parallele stattfinden und gehalten werden die Vorträge auf Deutsch und auf Englisch. Themen sind zum Beispiel Influencer Marketing und Social Content sowie natürlich alles weitere aus dem Umfeld des Content Marketing. Bart von Olphen von Fish Tales, Stefan Heidrich von Maybelline New York und Karsten Köhler von HubSpot haben ihrer Auftritte auf der Veranstaltung schon zugesagt. Hier findet ihr das vollständige Programm.

2017 wird es im Vorfeld der Konferenz erstmals Intensivseminare geben, sowohl im B2B als auch B2C. Die Seminare sind nicht nur für Neulinge geeignet, sondern bieten auch einen Mehrwert für erfahren Content-Marketing-Spezialisten und finden in kleinen Gruppen von maximal 25 Teilnehmern statt.

+++ Rabattaktion +++

Mit den Netzpiloten erhaltet ihr exklusiv 10% Rabatt auf den Preis beim Ticketkauf. Gebt dafür einfach in das dafür vorgesehene Feld im Anmeldeformular den Code „MP-netzpiloten-10“ ein. Hier gelangt ihr zum Ticketshop.

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Wie Netflix den TV-Markt revolutioniert hat

Netflix VHS (adapted) (Image by karat [CC BY 2.0] via flickr)

Die erste Revolution: Die Sehgewohnheiten

Viele Fans hätten sich diese Option wohl gerne für das Ende der US-Sitcom „How I Met Your Mother“ gewünscht: Gerüchten zufolge experimentiert der Streaminganbieter Netflix mit der Interaktivität von Handlungsverläufen. Die Zuschauer sollen die volle Kontrolle erhalten und entscheiden können, wie die Serie auf dem eigenen Bildschirm weitergehen soll – ein Happy End auf Knopfdruck. Wie viel an den Gerüchten dran ist, lässt sich nur schwer beurteilen, doch sie unterstreichen die Rolle von Netflix als disruptive Kraft im Mediensektor. Seitdem der Video-on-demand-Anbieter (VoD), der 1997 noch als Online-DVD-Verleih startete, vor ziemlich genau zehn Jahren sein Streaming-Angebot auf den Markt warf, hat sich die TV-Branche extrem gewandelt.

Netflix war der erste Anbieter, der alle Episoden eigenproduzierter Serien auf einen Schlag zur Verfügung gestellt hat – ganz im Gegensatz zur gewohnten wöchentlichen TV-Ausstrahlung. Auch das „Binge Watching“, also das Schauen zahlreicher Folgen am Stück, geht letztlich auf den Streaminganbieter aus Los Gatos in Kalifornien zurück. Die Amerikaner bieten vor allem auch sicheres und ruckelfreies Streaming und schaffen es, mit den eigenen Algorithmen recht treffsicher den Geschmack der einzelnen Zuschauer vorherzusagen.

Netflix‘ Erfolg basiert demnach auch auf seiner Rolle als Technikunternehmen: „Ihre Stärke ist, dass sie ein wirklich gutes Produkt haben“, so formulierte es Media-Analyst Michael Nathanson im vergangenen Jahr gegenüber der New York Times. Hinten über fällt gerne die Tatsache, dass Netflix natürlich eine Menge Daten von seinen Nutzern sammelt: Wann bricht man eine Serie ab? Wann pausiert man die aktuelle Folge? Ab welchem Zeitpunkt wird man „süchtig“ nach einer Produktion? Alles wertvolle Kundendaten für das Unternehmen.

Die zweite Revolution: Der globale Anspruch

Insgesamt kann Netflix auf 93,8 Millionen Abonnenten verweisen und peilt für dieses Quartal die 100-Millionen-Marke an. Das Wachstum des Streaminganbieters ist immer noch immens: innerhalb des letzten Jahres legte die Zahl der Kunden um ein Viertel zu, die Umsätze stiegen um 40 Prozent. Dabei denkt die Unternehmensführung konsequent global: in jedem Land der Welt solle es möglichst dasselbe Angebot geben – und das setzt die klassischen Akteure der Branche mächtig unter Druck. Dieses Vorgehen entspricht nicht mehr dem alten Geschäftsmodell der Studios und Sender, die ihre Lizenzen teuer in andere Länder verkaufen. Und noch einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil hat Netflix gegenüber klassischen Sendern: im Vergleich zu US-Kabelanbietern, die zunehmend an Zuspruch verlieren, zahlen Kunden nur knapp die Hälfte pro geschauter Stunde.

Netflix hat sich durch seine globale Reichweite – fast die Hälfte der Netflix-Kunden stammt mittlerweile aus dem Ausland – im Rechtepoker in eine deutlich bessere Verhandlungsposition katapultiert. Doch gegen die Windmühlen der Studios hilft selbst das manchmal nicht, sodass Eigenproduktionen konzeptueller Mittelpunkt des Anbieters sind.

Die dritte Revolution: Die Inhalte

Unter anderem mithilfe gezielter Reboots alter Serien trifft Netflix den Nerv der Millenials: im vergangenen Jahr legte man sehr erfolgreich „Full House“ und „Gilmore Girls“ neu auf. Mit den eigenen Ideen erregt Netflix vor allem seit 2013 globale Aufmerksamkeit. Die Veröffentlichung von „House of Cards“ war einer der Game Changer in der Branche und der erste Schritt in Netflix‘ Positionierung als ernstzunehmender Konkurrent im Produktionsbereich. In diesem Jahr will der Anbieter sechs Milliarden Dollar für Inhalte ausgeben und langfristig sicherstellen, dass die Hälfte der auf der eigenen Seite gestreamten Inhalte Eigenproduktionen sind.

Die Masse an neu auf den Markt geworfenen Netflix-Serien ist für den einzelnen Zuschauer natürlich nicht zu bewältigen, doch das ist auch nicht das Ziel des Unternehmens. Der große Vorteil des eigenen Geschäftsmodells, so Programmchef Ted Sarandos, sei die Möglichkeit, Serien und Shows zu produzieren, die es im klassischen TV nicht gegeben hätte. Massentaugliche Serien entstehen bei Netflix selten, vor allem die Nische wird bedient. Auch klassische Branchen-Messgrößen wie die Einschaltquote verlieren im Video-on-Demand-Bereich zunehmend ihre Bedeutung – eine Serie muss nicht sofort bei der Veröffentlichung ein Zuschauermagnet sein.

Das bietet natürlich auch für die Kreativen hinter der Kamera neue Chancen. Nicht nur Einkäufe bekommen durch Netflix neuen Schub („Breaking Bad“-Schöpfer Vince Gilligan berichtet, dass die Bereitstellung auf Netflix die Zuschauerzahlen erst richtig in die Höhe getrieben hat, nachdem die AMC-Serie trotz toller Kritiken noch kein Quotenhit war), auch ungewöhnliche Ideen haben bei Netflix die Chance auf Verwirklichung. Und das ganz ohne Quotendruck, schließlich werden die Streaming-Zahlen selbst vor den Machern einer Serie geheim gehalten.

Die vierte Revolution?

Doch trotz der vielen Erfolge, die Netflix in den vergangenen Jahren feierte, prophezeien nicht alle dem Anbieter eine goldene Zukunft. Börsenanalysten gehen davon aus, dass der Höhenflug des Anbieters an der Wall Street nicht ewig andauern wird – in den vergangenen zwölf Monaten stieg der Aktienwert immerhin um über 40 Prozent.

Diese Einschätzung rührt vor allem daher, dass die klassischen TV-Anbieter mittlerweile verstanden haben, welche Gefahr für sie von Netflix ausgeht und steuern mit eigenen Angeboten dagegen. Anfangs nahm man die neue Konkurrenz noch nicht ernst, doch inzwischen setzt beispielsweise auch Sky Deutschland zunehmend auf selbstproduzierte Inhalte (das prestigeträchtigste Projekt ist derzeit die für 2018 angekündigte Serien-Fortsetzung von „Das Boot“).  Schon lange haben sich Disney, 21st Century Fox und Comcast für den gemeinsamen US-Dienst “Hulu” zusammengeschlossen – seit vergangenem Jahr schaltet der Streaminganbieter der drei größten Medienunternehmen in den USA mit zwei großen selbstproduzierten Dramen (u.a. von J.J. Abrams) einen Gang höher.

Auch die BBC und HBO scheinen sich der Veröffentlichungsstrategie von Netflix anschließen zu wollen. Und nicht zu vergessen Amazon Prime Video, der derzeit größte direkte Konkurrent – mit dem Vorteil eines riesigen Unternehmens im Rücken. Netflix‘ entscheidender Vorteil aus den Anfangsjahren ist inzwischen verschwunden: das Unternehmen hat nicht mehr den ganzen Markt für sich allein, sondern muss sich immer mehr mit ernstzunehmenden Konkurrenten herumschlagen.

Netflix bleibt im Moment der Platzhirsch auf dem Streaming-Markt und beeindruckt mit Innovationen und starkem Wachstum. Doch wie lange können die Kalifornier noch auf der Welle des Erfolgs reiten? Aber egal, in welche Richtung sich der VoD-Anbieter entwickelt: der Wandel der TV-Branche ist bereits in vollem Gange – und die Interaktivität von Handlungsverläufen ist vielleicht nicht die letzte von Netflix angestoßene Revolution.


Image (adapted) „Netflix VHS“ by karat (CC BY 2.0)


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High Five für das Hochformat: Die BBC geht neue Wege

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Als BBC News im vergangenen Jahr begonnen hat, in ihrer App hochformatige Videos zu testen, waren viele Mitarbeiter skeptisch – doch die Entwicklung des Videoplayers hat laut Kreativdirektor Ryan O’Connor dabei geholfen, „einige neue Abteilungen in die Welt des wiederkehrenden, benutzerzentrierten Designs mitzunehmen,“ und die Ergebnisse sind vielversprechend.

Im vergangenen Herbst, nachdem die vertikalen Videos intern in der App getestet wurden, hat BBC News eine Neuauflage ihrer mobilen App präsentiert. Obwohl nur ein Bruchteil der BBC-Zuschauer die App benutzen, werden 48 Prozent der digitalen BBC News-Videos dort angeschaut. Gut ein Viertel der Nutzer schauen sich mehr als fünf Clips pro Woche an. Der Sender wollte diese Videos für mobile Geräte optimieren und mehr als nur neuverpackte TV-Beiträge anbieten.

Inzwischen gibt es zwei Komponenten in der BBC App, die vertikale Videos abspielen. „Videos of the Day“ ist eine Snapchat-artige Wiedergabeliste mit Kurzbeiträgen, durch die die Nutzer blättern können. Die Ausgaben enthalten Informationen von Meryl Streeps Rede bei den Golden Globes bis hin zu im Schnee spielenden Katzenbären. Im vergangenen Dezember wurde außerdem BBC Stories vorgestellt, wo eher dokumentarische Berichte im Vordergrund standen.

Manchmal war es schwierig, die Redaktionsteams mit ins Boot zu holen, teilte der Mobilproduktmanager James Metcalfe mit, da sie dafür verantwortlich wären, neue Arten von Video-Inhalten zu erstellen. Zur Zeit der internen Tests waren „eine Mehrzahl der Beiträge, die wir produziert haben, noch Videos im Querformat“. Aber „durch diesen internen Beta-Test [haben wir gesehen], dass das vertikale Format weitaus besser ist. Es hat Klick gemacht, und wir haben verstanden, dass wir mehr Inhalte in diesem Format produzieren müssen“.

„Eine Geschichte in diesem Format zu erzählen, macht sie persönlicher“, ist O’Connor überzeugt. „Die Nutzer werden hier ähnlich wie bei FaceTime dargestellt […] das [erlaubt es uns], sich mit einer Geschichte auf eine andere Art verbunden zu fühlen und gleichzeitig verschiedene Zielgruppen anzusprechen.“

Die hochformatigen Videosegemente der BBC sind höchstens 90 Sekunden lang, außerdem sind sie untertitelt, sodass die Zuschauer sie auch ohne Ton ansehen können. Viele der Videos werden direkt auf Facebook oder anderen sozialen Netzwerken geteilt, und die BBC entwickelt auch hochformatige Videoanzeigen.

Bei vorherigen Projekten war das Digitalteam hauptsächlich für die Entwicklung von Produkten für vorbestimmte Redaktionsinhalte zuständig. Mit der Initiative für hochformatige Videos haben die Mitarbeiter des Digitalteams auch bei der Gestaltung der redaktionellen Berichterstattung mitgewirkt, meint Produktleiter Alex Watson.

„Dies ist wahrscheinlich eines unserer ersten Projekte, bei dem das Nutzererlebnis, die Produkte und die Technologie ein zentraler Bestandteil der Gestaltung des Inhaltsangebotes waren“. Die BBC hat im Juli 2016 eine Beta-Version veröffentlicht und das Produkt dann mit Hilfe des Feedbacks der Tester verbessert. Zum Beispiel haben Nutzer oft mehrere Videos gleichzeitig angeschaut, also sorgte das Team dafür, dass man durch Wischen mit dem Finger einfach zwischen den Videos hin- und herwechseln kann.

„Jüngere Zuschauer, vor allem Frauen, werden von dieser stärker visuellen Herangehensweise und Videos angezogen“, findet O’Connor. „Die Zuschauer berichten, dass sie sich so fühlen, als ob sie sich einfach zurücklehnen können. Wenn sie mehr wissen wollen, nehmen wir sie mit auf eine Reise, aber wir werden sie nicht auf 500 Reisen mitnehmen. Wir versuchen, das Gefühl der Überforderung durch zu viele Alternativen, das ein Hauptbestandteil typischer App-Erfahrungen ist, zu begrenzen.“

Die BBC nannte keine genauen Zuschauerzahlen, Metcalfe ließ aber verlautbaren, dass die Erweiterung des Angebots gut angenommen wurde. Während die Ergänzung um Hochformat-Videos für die Benutzer der App problemlos erschien, ist das Produktionssystem für die Inhalte des BBC noch immer vorranging auf Fernsehen und einen querformatigen Output ausgerichtet. Häufig müssen die horizontalen Videos für den vertikalen Player angepasst werden.

Die Markteinführung der App war „ein gutes Beispiel für einen Kompromiss, um auf den Markt zu kommen und zu beweisen, dass vertikale Videos funktionieren können“, meint Watson. „Wie bei allen Arbeitsabläufen gibt es auch hier eine Henne-und-Ei-Situation: Die Leute wollen nichts ändern, solange es noch nicht greifbar ist und den Zuschauern über das Frontend präsentiert wird – wenn man sich aber radikal verändern möchte, muss man natürlich die Inhalte ändern, bevor die Zuschauer das Produkt zu sehen bekommen.“

Watson hofft, dass die Einführung der vertikalen Videos durch BBC News auch andere Bereiche des BBC dazu ermutigen wird, mit dem Format zu experimentieren. „Hochformatige Spielfilme gibt es noch nicht“, sagt Watson. „Aber wahrscheinlich wird das noch kommen. Das Schöne ist, da wir es getan haben, wird es auch bei der BBC ein Gespräch über hochformatige Videos geben. Im Sport wird man es sicherlich schon bald sehen.“

Dieser Artikel erschien zuerst auf „Nieman Journalism Lab“ unter CC BY-NC-SA 3.0 US. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image: Screenshots by Niklas Hamburg. Adapted by Nils Hansen.


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FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

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  • Whatsapp t3n: Whatsapp: Neue Funktion soll Tracking von Gruppenkontakten in Echtzeit ermöglichen: Praktische Funktion oder schon beängstigendes Feature? Schon Facebook hat seit kurzer Zeit ein neues Standort-Feature, das den Nutzern erlaubt sich lokal in Echtzeit mit Kontakten zu verknüpfen. Jetzt führt auch Whatsapp eine ähnliche Funktion ein. Sowohl in der Android- (Version 2.16.399) als auch der iOS-Beta-Version (Version 2.17.3.28) des Messengers konnte eine Funktion entdeckt werden, mit der Gruppenmitgliedern eines Chats der Standort in Echtzeit mitgeteilt werden kann. Die Funktion ist allerdings standardmäßig deaktiviert und muss durch die Gruppenteilnehmer aktiviert werden.

  • DNA gizmodo: First Genetic Results From Scott Kelly’s Year In Space Reveal DNA Mysteries: Ein One-Way-Ticket zum Mars klingt für viele angesichts der derzeitigen politischen Situationen erstaunlich verlockend. Die Zwillingsbrüder Scott und Mark Kelly haben sich für die NASA exakt solchen Tests unterzogen und wie ein Leben im Weltraum sich auf den Körper auswirken wird. Scott verbrachte zuletzt 340 Tage am Stück im Weltraum und erste Ergebnisse zu den Auswirkungen auf den menschlichen Körper wurden jetzt bekannt gegeben. Ein vollständiger Bericht der Ergebnisse wird wohl aber erst in ein oder zwei Jahren vorliegen.

  • GAMERGATE giga: Das sind side FBI-Akten aus der Gamergate-Affäre: Die Spielebranche war vor gut zwei Jahren in hegen Aufruhr versetzt. Das #Gamergate löste eine regelrechte Hexenjagd gegen weibliche Gamer aus, allen voran im Kreuzfeuer war Medienkritikerin Anita Sarkeesian. Jetzt hat das FBI die Akten veröffentlicht, die aus insgesamt 173 Seiten mit E-Mails, Artikeln und internen Memos besteht. Allerdings wurden die Untersuchungen des FBI ohne Anklage eingestellt.

  • DATENSCHUTZ netzpolitik: Drohender Datenschutz-Abbau: Bundesinnenministerium plant massive Abweichungen von europäischen Standards: Datenschutz scheint, wie wohl auch das Internet an sich, für das Bundesinnenministerium immer noch Neuland zu sein. Ein Einwurf eines neuen Datenschutzgesetzes, der in Kürze beschlossen werden soll, wurde jetzt harsch kritisiert. So sollen Vorstellungen umgesetzt werden, die auf eruopäischer Ebene nicht kompatibel sind. Heute soll das Bundeskabinett voraussichtlich den Entwurf für eine Datenschutzreform verabschieden. Das Datenschutzanpassungs- und Umsetzungsgesetz (DSAnpUG-EU) soll eigentlich nur Dinge regeln, die durch die im Frühjahr verabschiedete und ab Mai 2018 anzuwendende EU-Datenschutzgrundverordnung notwendig wurden.

  • FAKE NEWS digiday: The BBC is using “slow news” to fight fake news: Fake News sind in aller Munde, doch wie geht man gegen sie vor? Die BBC hat innerhalb ihres “Newsrooms” jetzt extra “lie-debunking-unit” eingesetzt. Das Team wird anhand des Traffics der Leser und deren Engagement mit dem Content wissen, wie sie ihre Arbeit fokussieren müssen. Der BBC News Redaktionsleiter James Angus betonte aber die Konzentration auf Qualität über Quantität bei dieser Maßnahme, ausgewählter Content soll ausreichend überprüft werden.

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Auf der Suche nach dem Karriere-Nadelöhr – Über die Zukunft des Journalismus

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Journalisten müssen ihr traditionelles Handwerk beherrschen und neue Kompetenzen mitbringen.

Der amerikanische Medienprofessor Jeff Jarvis steht vor den gleichen Herausforderungen wie alle anderen Journalistenschulen: wie man den Wandel lehrt, wie man dem journalistischen Nachwuchs genug Tools so beibringt, dass sie sie hinterher beherrschen, ohne deshalb unentbehrliche Zeit von der Vermittlung der grundsätzlichen Fähigkeiten und Wahrheiten des Journalismus abzuziehen, „wie man dem Wandel unseres Feldes voraus bleibt, aber die Studenten trotzdem auf die Stellen vorbereitet, die heute existieren.

Es gebe keine bessere Zeit, um Journalismus zu unterrichten, und keine bessere Zeit, um Journalist zu werden, als heute. „Unsere heutigen Studenten sind nicht nur technologisch versierter, als wir es je sein könnten, sondern sie sehen auch die Welt mit neuen Augen. Ich dränge sie, sich diesen frischen Blickwinkel zu bewahren und ihn zu benutzen, um alle unsere Annahmen infrage zu stellen und herauszufordern, damit sie sich eine neue Zukunft für den Journalismus vorstellen und sie aufbauen können“, betont Jarvis.

Social Media und Storytelling beherrschen

Optimistisch beurteilt auch der Hörfunk- und Fernsehjournalist Kai Rüsberg die Jobperspektiven in der Medienbranche: „Der Bedarf nach hochqualifizierten Kräften ist trotz Stellenabbaus vorhanden. Es scheiden in den kommenden Jahren viele Redakteure aus Altersgründen aus und es entstehen ständig neue Aufgabenfelder, sowohl in Print, Online und elektronischen Medien. Zudem gibt es in Unternehmen immer mehr Nachfrage nach qualifizierten Social Media Managern und Redakteuren und Autoren für Content Marketing in allen Facetten. Dafür werden Journalisten gebraucht, die ihr Handwerk gut beherrschen“, betont Rüsberg, der auch als Dozent für Kommunikationspolitik an der Westfälischen Hochschule tätig ist und das Netzwerk für Medieninnovationen MediaLab NRW initiierte.

Gefragt seien eine Vielzahl von Kompetenzen: „Es fängt damit an, sich kurz und prägnant auszudrücken, Storytelling zu beherrschen, kommunikativ zu sein sowie verschiedene Mediengattungen bedienen zu können und auch die technischen Fähigkeiten mitzubringen. Wer frei arbeiten will, muss zudem auch in der Lage sein, Innovationen zu entwickeln oder sie zumindest schnell zu adaptieren und seiner Arbeit eine deutliche persönliche Note und wiedererkennbare Marke zu geben. Besondere Bedeutung bekommt auch die Fähigkeit, eine Verlässlichkeit und Vertrauenswürdigkeit zu vermitteln“, sagt Rüsberg.

Die Chancen, eine feste Stelle zu bekommen, sind nach seiner Einschätzung nicht schlechter als in den vergangenen Jahren. „Die Frage ist eher, ob die Bezahlung auch fair ist. Nicht selten wird man Jobs unter Tarif oder zeitweilig unbezahlt angeboten bekommen. Dennoch wird auch bei den schlecht bezahlten Tätigkeiten besonderer Einsatz erwartet“, erläutert Rüsberg im journalist.de-Interview.

Für die Zukunft rechnet er in den Medienhäusern mit flacheren Hierarchien und weniger hoch bezahlten Chefposten. Spitzenpositionen in einem Blog seien schlechter dotiert als Chefredakteursposten alter Prägung. „Auch in der PR gehen aufgrund des Überangebots von Bewerbern seit Jahren die Gehälter drastisch nach unten. Im öffentlich-rechtlichen Rundfunk werden vermutlich nur noch wenige Spitzenpositionen mit externen Kandidaten besetzt – und nur dann, wenn man sich erhofft, damit Expertise zu bekommen, die man selbst nicht hat. In kleinen Medieneinheiten könnte es üblich werden, dass das Gehalt des Führungspersonals stark am Umsatz orientiert ist“, prognostiziert Rüsberg.

Liveübertragungen kann nicht jeder

Die Perspektiven für gute Journalisten sind nach Einschätzung von Franziska Bluhm, Leiterin für Digitale Vernetzung bei der Verlagsgruppe Handelsblatt, besser denn je: „Wer sein Handwerk versteht, ein Gespür für gute Geschichten hat und versteht und anwenden kann, wie seine Geschichten eine möglichst große Öffentlichkeit finden, wird als Journalist gut arbeiten können – ob fest angestellt oder frei.“ Es komme aber auf die Kompetenzen an: „Fähigkeit zur Zusammenarbeit in interdisziplinären Teams, was ein viel größeres Grundverständnis von Analytics, Coden, Videobearbeitung, Optiken und Datenvisualisierung voraussetzt. Und am besten hat man selbst auch Erfahrungen auf diesen Gebieten, um im Ernstfall auch aushelfen zu können“, sagt Bluhm. Anwachsen werde das projektbezogene Arbeiten in freien Tätigkeiten. Zudem werden gute Autoren noch spezialisierter unterwegs sein. „Die Vielzahl der unterschiedlichen Plattformen, die bedient werden müssen, erfordert mehr Spezialwissen. Also spezielles Storytelling für jeden Kanal – und das wird extrem kleinteilig“, vermutet Bluhm. Liveübertragungen in unterschiedlichen Kontexten könne beispielsweise nicht jeder: „Es ist eben etwas anderes, ob du live in einem mobilen oder stationären Szenario auf Sendung gehst.“ Für die Jobperspektiven seien Netzwerkstärken, eigene Communities und Managementfähigkeiten essentiell.

Wie gut ist die digitale Kompetenz von Verlagsmanagern?

Verlagsmanager, die den angehenden Journalisten empfehlen, Programmierkenntnisse zu erwerben, sollten allerdings selbst ebenso in der Lage sein, das eigene digitale Hundefutter zu essen. So etwas habe der Geschäftsführer einer großen Regionalzeitung, die online sehr erfolgreich ist, auf den Münchner Medientagen propagiert, sagt Frankfurter Rundschau-Chefredakteurin Bascha Mika gegenüber journalist.de: „Solange dieser Geschäftsführer selber nicht in der Lage ist, Programme für die Bilanz seines Verlages zu schreiben, solange kann er ähnliches nicht von Journalisten verlangen“, bemerkt Mika.

Wichtiger sei die enge Verzahnung unterschiedlicher Disziplinen. Sowie jedes gute Magazin zusammen mit einer Art-Redaktion entwickelt wird, komme es auf die gute Mischung zwischen Onlinern und Generalisten für unterschiedliche Plattformen an. Universaltalente hält das Notiz-Amt für unverzichtbar.


Image „Apple Minianwendungen“ by Pexels (CC0 Public Domain)


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Destination Check: NEPTUN Award 2016

Der NEPTUN Award hat am 17.11 zum bereits 11. Mal die besten Crossmedia-Kampagnen Deutschlands ausgezeichnet. Neben Preisen wie dem „NEPTUN Talents Award“ (Sieger: „Wir sind das Volt“) oder den „best use of mobile Award“ (Sieger: Volkswagen up!-Kampagne) wurden selbstverständlich auch die begehrtesten Preise des Abends verliehen: der durch das Publikum gevotete Grand Prix, sowie der durch die Jury bestimmte X-Media Award. Das Preisgeld der Hauptpreise und Platzierten beläuft sich dabei auf einen Gesamtwert von 120.000€ als Werbefläche in ausgewählten Titeln des Axel Springer Verlags.

Herzstück des Abends waren vor allem die Präsentationen der 5 Kampagnen-Teilnehmer, denn das Herausragende am NEPTUN Award sind die 10 minütigen, einem Pitch ähnelnden Vorträge der Vertreter der jeweiligen Agentur. Hierbei wird noch einmal das Konzept, die Umsetzung und Reichweite der Kampagne erläutert und kreativ und einladend dargestellt. Anschließend hatte neben der Jury auch jeder aus dem Publikum die Chance mittels eines Voting-Geräts an der Entscheidung teilzunehmen. Gevotet wurde in den 5 Kategorien Innovation, Kreation, Intelligenz, Viralität und Effizienz. Hier nochmal die Teilnehmer im Überblick:

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Startnummer 1: Grabarz & Partner, mit einer Kampagne für den VW up!, vor allem an die „Generation Y“ gerichtet. Image by Lisa Kneidl
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Startnummer 2: Überground mit einer Kampagne für Freeletics, die zu mehr Sportlichkeit motivieren soll. Image by Lisa Kneidl
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Startnummer 3: Grabarz & Partner die 2. – Für den Art Directors Club 2016: Battle of Content (ADC) setzten sie auf die Experten schlechthin, wenn es um Viralität geht: Katzen! Image by Lisa Kneidl
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Startnummer 4: Kolle Rebbe mit dem Aktion Mensch e.V. und einem als Casting getarnten sozialen Experiments gegen zwischenmenschliche Berührungsängste. Image by Lisa Kneidl
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Startnummer 5: GUD. Grüner und Deutscher mit #weilwirdichlieben für die BVG. Image by Lisa Kneidl

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Besondere in diesem Jahr – Jury und Publikum waren sich einig und bestimmten einen gemeinsamen Sieger: die Kampagne „#weilwirdichlieben“ von GUD. Grüner und Deutscher für die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG). Eine mutige und schlagfertige Kampagne, wie sich die Besucher einig waren. Einem Betreiber öffentlicher Verkehrsmittel ein gutes Image zu bereiten ist schon ein wahnwitziges Unterfangen, es gibt wohl weniges, was der arbeitenden Gesellschaft mehr Unmut bereitet als die um zwei Minuten verspätete U-Bahn.

So löste der Kampagnen-Hashtag zunächst auch einen regelrechten Shitstorm aus. Aber wie man so schön sagt: Jede Presse ist gute Presse – und so hat sich die Kampagne wie ein Lauffeuer durch Social Media und die Medienkanäle verbreitet und im Endeffekt ihr Ziel erreicht.

Wir haben mit Vertretern der Gewinnern, Jury und dem Publikum über den Abend gesprochen:


Gewinner: Christian Artopé, GUD. Grüner und Deutscher


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Image by Lisa Kneidl
Wie ist dein Gesamteindruck?

Wir sind das erste Mal dabei und sehr glücklich und überwältigt von unserem doppelten Gewinn.

Was hältst du vom Voting?

Toll und herausfordernd. Die Tatsache, dass man für die Präsentation nochmal bewertet wird, ist durchaus ungewöhnlich und wird bei den meisten Award-Zeremonien nicht so gehandhabt. Deswegen waren wir auch ein klein wenig aufgeregt. Aber es ist ja gut ausgegangen.

Haben die Teilnehmer deine Erwartungen erfüllt?

Das steht uns natürlich nicht zu zu beurteilen, aber es waren großartige Kampagnen und Kollegen dabei, was es noch so unglaublicher macht, dass wir gewonnen haben. Die Kollegen von Kolle Rebbe und Grabarz & Partner und auch die jüngeren Agenturen waren fantastisch und haben sich auch sehr viel Mühe bei den Präsentationen gegeben, deswegen haben wir mit überhaupt nichts gerechnet.

Hattest du einen Favoriten?

Mein Favorit waren die ADC Katzen von Grabarz & Partner, das war schon großer Sport!

Wem würdest du die Veranstaltung empfehlen?

Kreativen Kollegen, die einen schönen Abend haben wollen und ihre Arbeit prämieren lassen wollen, weil das grade für Agenturen auch ein Sprungbrett sein kann.

Wo siehst du die Zukunft der Crossmedia-Vermarktung?

Es gibt keinen einen guten Social-Media-Kanal für Vermarktung, es muss immer eine Geschichte, die zum Produkt passt, dahinter stehen. Wenn ich weiß, was ich erzählen will und welches Produkt ich bewerben will, kann ich mir Gedanken machen, welcher Kanal der Richtige ist und das kann ich niemals verallgemeinern. Deswegen gibts für jede Marke, jedes Produkt, zu jedem Zeitpunkt und gegebenenfalls auch für die einzelnen Zielgruppen ganz unterschiedliche Kanäle und nicht den einen richtigen Kanal. Wenn Sie die maximale Reichweite wollen, dann ist es aktuell Facebook.


Jury-Mitglied: Florian Lormes, fandom by wikia


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Image by Lisa Kneidl
Wie ist dein Gesamteindruck?

Toll! Die Stimmung war gut, die Leute hatten Spaß und die Kampagnen waren sehr nah beieinander. Alle fünf sind dann am Ende gevotet worden und der Gewinner hat dann offensichtlich jeden überzeugt und beides gewonnen (Jury- und Publikums-Voting).

Was hältst du vom Voting?

Ich war ja in der Jury und auch sofort von Berlin (Grüner und Deutscher) begeistert und alle anderen waren auch gut, aber das war einfach rund und toll und es war interessant zu sehen, dass das Publikum das genauso gesehen hat. Im letzten Jahr war ich auch dabei, da war das nicht so und das ist auch schön. Insofern ist es immer spannend, es ist der einzige Award, der das bietet, dass eben das Publikum auch seine Meinung abgeben kann und nicht nur die „langweilige“ Jury.

Haben die Teilnehmer deine Erwartungen erfüllt?

Die Erwartungen wurden übertroffen. Wer hier überhaupt schon auf der Shortlist ist, ist ja schon herausragend. Wir als Jury haben uns ja durch alles andere durchgegraben, was auch schon gute Einreichungen waren, aber das waren schon die Top 5 und das hat man auch gesehen.

Hattest du einen Favoriten?

Ja und der hat auch gewonnen!

Wo siehst du die Zukunft der Crossmedia-Vermarktung?

Crossmedia ist heute zum Glück ja eigentlich alles. Also die Kampagne „machen wir nur Plakat“ oder „machen wir nur Radio“ ist ja selten geworden. Insofern sehe ich eine große Zukunft dieses Awards. Ich finde nur die Stadt Hamburg müsste sich mehr engagieren, müsste hier nochmal einsteigen. Alle Unterstützung außerhalb von Hamburg läuft in Berlin und das hilft weder der Stadt und noch dem Award. Dieser Award hat, eben, weil er so besonders ist, das Potential, viel größer zu sein. Da müssten eben auch mal in Institutionen mit hinein gehen und nicht nur die Privatwirtschaft.


Jury-Mitglied: Gunnar Brune, STORIES


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Wie ist dein Gesamteindruck?

Extrem gut! Wir haben volles Haus gehabt, super Kampagnen und eine Veränderung gespürt, denn die Kampagnen sind wesentlich druckvoller gewesen, kreativer, multimedialer, crossmedialer – alles, was man will. Die schnelle Form der Präsentation, die Inhalte der Kampagnen und dann nicht einer, der herausragt, sondern alle – es hat sich was getan und das haben wir hier gesehen. Das kann man in keinem anderen Award sehen, denn dort findet das auf einer anderen Ebene statt.

Was hältst du vom Voting?

Es gibt zwei Dinge, die den NEPTUN Award besonders machen: er ist der einzige Award, bei dem eine crossmediale Kampagne als crossmedial und nicht nach ihrem Leitmedium ausgezeichnet wird. Das zweite ist diese Kombination aus einer Fach-Jury und dem Live-Pitch, bisschen wie eine TED-Konferenz, wo die besten Kampagnen auf die Bühne gehen und sich vor einem Fachpublikum präsentieren, weil diese wissen wollen, was crossmedial passiert. Die haben gevotet und dann sogar gemeinsam mit der Jury den Sieger gewählt, das gibts sonst nirgendwo.

Haben die Teilnehmer deine Erwartungen erfüllt?

Die Teilnehmer hier, ja. Man weiß mittlerweile, was der NEPTUN Award ist und wenn man in der Shortlist ist, weiß man, dass man auf der Bühne performen muss und das kann einen zwei bis drei Plätze nach vorne oder hinten bringen. Wir haben gesehen, dass Kampagnen, die in der Jury-Bewertung mäßig abgeschnitten haben, dann hier auf der Bühne richtig performt haben und das ist ganz interessant für unsere Branche. Normalerweise sehe ich eine nicht fertige Kampagne als Marketingleiter im Pitch. Das hier sind fertige Kampagnen, die gelaufen sind, im Pitch auf einer Bühne und vor einem sehr fachkräftigen Publikum. Da sind wir stolz drauf!

Hattest du einen Favoriten?

Das Problem war, dass es dieses Jahr keinen richtigen Favoriten gab. Nehme ich den, der mein Herz am meisten bewegt hat? Da hatten wir zwei. Oder nehme ich den, der in die Breite der technischen Möglichkeiten geht? Nehme ich einen der sein Konzept super witzig überall ausrollt? Nein! Wir haben dieses Jahr keinen Hornbach-Hammer oder Opel-Kampagne. Dieses Jahr war es ganz knapp, das haben wir auch in den Zahlen gesehen. Wer gewonnen hat, hat verdient gewonnen, weil beide Jurys, Publikum und Fachjury, gleich entschieden haben.

Wo siehst du die Zukunft der Crossmedia-Vermarktung?

Die Zukunft wird noch eine Steigerung haben. Wir haben heute gesehen, wie wichtig Snapchat, ein Kanal, den viele hier wahrscheinlich gar nicht richtig kennen, in den Gewinnerkampagnen war und wir werden uns hier also vorbereiten müssen, Kampagnen auf Kanälen zu machen, die wir nicht einfach abends beim Lagerfeuer betrachten können. Wir müssen viel mehr unterwegs sein und medial kleine, private Abenteuer wagen, damit wir unseren Kunden die besten Kampagnen vorschlagen können.


Besucherin: Yanni Subki, Schülerin


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Image by Lisa Kneidl
Wie ist dein Gesamteindruck?

Ich finde ihn eigentlich ganz schön, die Raumgestaltung ist sehr schön und das Publikum entspannt.

Was hältst du vom Voting?

Ich fands ganz cool, ich finde Sie hätten das ein paar Sekunden schneller machen können und das Schulnoten-System war leicht verständlich.

Haben die Teilnehmer deine Erwartungen erfüllt?

Da ich die meisten davon auch kannte würde ich sagen ja. Ich war total begeistert und fand es auch schön sich mit dem Publikum darüber zu unterhalten.

Hattest du einen Favoriten?

Ich finde Aktion Mensch mega cool. Ich gehe selber noch zur Schule und das war so ein Thema, über das alle gesprochen haben und fand das dann auch cool und interessant, als es hier erwähnt wurde.

Aus welcher Motivation bist du zum Award gekommen?

Mein Vater arbeitet bei der Bild und meinte, ich sollte mir das unbedingt ansehen. Ich fand es sehr spannend und würde auf jeden Fall nochmal kommen!


Images by Lisa Kneidl


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Netzpiloten sind Partner von Content World

Ein gutes Content Marketing gilt nicht umsonst als Schlüssel zum Kunden. Kaum ein Thema wird zurzeit in der Kommunikationsbranche so kontrovers disktutiert. Doch wie überzeugt man mit seinen Inhalten? Auf der Content World 2016 werden international gefragte Experten erklären wie das geht. Unter dem Motto „How to tell your story – cases, tools, solutions“ dreht sich am 17. und 18. Oktober alles um die Themen Storytelling, Content Strategy, ROI/Conversion und Influencer-Kommunikation. Vorbildhafte Cases, Workshops, Talks und internationale Keynotes machen die Mischung aus Konferenz und Expo perfekt. Zudem erhält man Learnings für das eigene Unternehmen und kann damit den Unternehmenserfolg mit zukunftsweisender Kundenansprache verbessern. Es erwartet euch ein inspirierender Trip in die Welt des Content Marketings: Es werden Diskussionen angestoßen, Fragen aufgeworfen und Antworten gegeben.

Highlight des ersten Kongresstages ist die Verleihung des Deutschen Content Marketing Preises mit feierlicher Prämierung der besten Einreichungen. Die Preisträger von 2015 werden sich in drei TED-Talks mit den Themen „Content Strategy“, „Strategy & Content“ sowie „Content Creation“ beschäftigen. Top-Marketer, CEO’s, Kreativ-Agenturen, Content-Experten und Wissenschaftler werden vermitteln, wie gutes Storytelling in Verbindung mit Big Data erfolgreich umgesetzt wird: „creativity loves tech“! Zu den Speakern zählen unter anderem Gabriele Crepaz, Content Strategin bei Core Stories, Dr. Astrid Deilmann, Leiterin Digitale Kommunikation beim WWF Deutschland und Kathleen Karrer von der Deutschen Telekom AG. Aber nicht nur wegweisende Praxisbeispiele stehen im Fokus der Content World 2016, sondern auch das „Gewusst wie“: Im Forum „Der heiße Stuhl – Problems and Solutions“ wird Klaus Eck, Inhaber der Münchner Content-Marketing-Agentur d.Tales, auf fünf Praxisfragen aus dem Publikum antworten. Werdet Teil einer lebendigen Community zusammen im regen Austausch mit den Referenten und Diskutanten.

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Suchergebnisse und Google AMP: Ab jetzt untrennbar verbunden

mac (image by ChristianHoppe[CC BY 1.0] via Pixabay

Überlegen Sie immer noch, ob Sie Ihren #Content AMP-fähig machen sollten? Google gibt Ihnen hierzu den bisher stärksten Anreiz – und das betrifft nicht nur diejenigen, die Inhalte veröffentlichen. Die Bemühungen von Google, das mobile Internet zu beschleunigen und sich gegen Facebooks Instant-Artikel-Erstellung zu wehren, ist innerhalb der letzten Monate zu einer beständigen Quelle neuer Features und Ankündigungen geworden.

Die generelle Markteinführung und das sich abzeichnende Potential des Projekts war in den Augen einiger Contentproduzenten allerdings durchaus verbesserungswürdig. Slate und The Atlantic, die für die Mehrheit ihrer Geschichten AMP-Seiten herausgeben, fanden heraus, dass AMP-Seiten „für 4 Prozent oder weniger ihrer Seitenaufrufe verantwortlich waren“ – wie Digiday bereits zu Beginn des Sommers berichtete.

Der Aufschwung kommt aber doch: Google plant jetzt, AMP-Links überall in seinen Suchergebnissen zu zeigen – also an einem Ort, der den eigenen Homepages der Contentproduzenten eine Menge Traffic bescheren dürfte. Wenn es eine AMP-Seite gibt, wird Google diese in den Ergebnissen anzeigen (inklusive dem integrierten AMP-Blitz).

Die Verbesserung kommt gemäß Richard Gingras, Chef der Google Abteilung für Nachrichten und Produkte für Social Media, ohne Veränderungen innerhalb des Such-Rankings aus. Es gibt bisher keine Bestrebungen, den Suchalgorithmus von Google um ein spezifisches AMP-Signal zu erweitern – auch wenn die Seitenschnelligkeit, auf die AMP abzielt, bereits ein kleines Anzeichen darstellt. Nutzer können im Rahmen einer „frühen Vorschau“ testen, wie AMP-Seiten dargestellt werden.

Hierzu muss man auf seinem mobilen Endgerät einige Suchbegriffe eingeben. Google sucht nach Feedback von Entwicklern und Produzenten. Die Contentproduzenten, die ihre Seiten noch nicht für AMP formatiert haben, können einen Eindruck davon gewinnen, was sie verpassen werden. „Das ist ein großer Schritt vorwärts, alleine durch das Trafficvolumen, das AMP in nächster Zeit erhalten wird – mit Abstand der größte Schritt im Sinne der gestiegenen Annahme und Verkehrsaufkommen von AMP“, sagt  Gingras.

 

„Dieser Launch ist ein großer Schritt für das Ökosystem, der den Schwerpunkt hin zu besserer Leistung von herausgegebenen Inhalten verschiebt Macht das Internet endlich wieder groß“, schloss er.

 

Zuvor war der hauptsächliche Ort, an dem AMP-Seiten auftauchten, ein speziell kreiertes Nachrichtentool am Anfang der Suchergebnisse. Als das Tool im April erstmals eingeführt wurde, waren die Ergebnisse noch recht spärlich, aber mittlerweile sehe ich regelmäßig AMP-Ergebnisse, wenn ich nach Nachrichtenereignissen suche.

Die Anzahl der Verleger, welche AMP-Inhalte veröffentlichen, nimmt also spürbar zu: Es gibt nach Aussagen von Google 150 Millionen Dokumente bisher und „zehntausende Contentproduzenten, die hunderttausende Artikel jeden Tag veröffentlichen“. Das AMP-Tool wird weiterhin bestehen bleiben, während AMP-Seiten direkt in die Suchergebnisse mit aufgenommen werden.

Auch Contentproduzenten, die keine Nachrichten veröffentlichen, beginnen AMP zu nutzen: Neulich hatte ich ein Kinoticket für den neuen Ghostbusters-Film auf einer für AMP ausgelegte Fandango-Seite gekauft. Ebay erweiterte sein Angebot kürzlich um 8 Millionen Seiten, womit ein Meilenstein des AMP-Projekts in Richtung e-commerce gelegt wird.

Es gibt außerdem eine engagierte E-Commerce-Arbeits-Gruppe, die industriespezifische Probleme bearbeitet. Rezept-Seiten von Seiten, die AMP übernommen haben, werden bereits in ihrem eigenen „Nahrungs“-AMP-Tool in den Suchergebnissen gesammelt, WordPress bietet ein AMP-Plugin, mit dessen Hilfe Millionen dieser Webseiten erstellt wurden – und es gibt weitere Tools, welche bei der Umwandlung helfen. Auch Squarespace bietet mittlerweile einen bedienerfreundlichen AMP-Support für alle seine Blogseiten. Sehen Sie sich den Fahrplan für Googles AMP-Projekt an: Jeder der im Internet veröffentlicht, und nicht bereits an Bord ist, oder nicht die Ressourcen dazu hat, sollte seine Entscheidung überdenken.

Dieser Artikel erschien zuerst auf “Nieman Journalism Lab” unter CC BY-NC-SA 3.0 US. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image „Mac“ by ChristianHoppe (CC by 1.0)


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FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

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  • SMARTPHONE sz-magazin: Sechs Regeln gegen den Smartphone-Wahnsinn: Bei vielen Menschen hat man den Eindruck, sie seien zu Sklaven ihrer Smartphones geworden. Dauernd schlagen Mitteilungen von Freunden oder Apps auf dem Bildschirm ein. Minütlich wandert der Blick auf das Smartphone, um ja keine Nachricht zu lange unkommentiert zu lassen. Man scheint komplett auf dieses Leben im Netz fixiert zu sein. Einer SZ-Autorin wird es irgendwann zu viel. Unbewusst hart wirft sie ihre Tasche samt Smartphone auf den Boden – es geht kaputt. Sie greift zu einem alten Nokia Mobiltelefon und macht sich wieder auf in die Offline-Welt. Doch können wir ohne die Vorteile des Smartphones leben.
  • INSTAGRAM wsj: Publishers Flock to New Instagram Stories: Anfang August wurde ein neues Update von Instagram bereitgestellt, das eine neue Funktion in die App bringen sollte – Instagram Stories. Was eigentlich schon lange auf der App Snapchat zu sehen ist, lässt nun den Content auf Medienaccounts bei Instagram explodieren. Diese Entwicklung hilft auch Snapchat, weil die App professioneller aufgebaut ist und mehr Möglichkeiten bietet, um seine Fotos und Videos zu bearbeiten.
  • LYFT techcrunch: GM expressed interest in buying Lyft, but Lyft declined: Der US-amerikanische Autokonzern General Motors (GM) arbeitet schon länger mit dem kalifornischen Mitfahrdienst Lyft zusammen. 500 Millionen Dollar investierte GM dieses Jahr in das Startup, das mit Uber konkurriert. Uber wird allerdings immer stärker und Lyft braucht neue Investitionen. GM wollte Lyft nun übernehmen, was die Führung des Startups allerdings ablehnte. Man wolle mit neuen Finanzierungsrunden Investoren gewinnen, um einen erneuten Angriff zu starten.
  • SPACEX digitaltrends: Elon Musk landed his sixth Falcon 9 rocket after launching a satellite into orbit: Das Projekt SpaceX macht weiter Fortschritte. Nachdem ein Satellit in den Orbit geschossen wurde, konnte sich CEO Elon Musk nun auch über die erfolgreiche Landung einer weiteren Falcon 9 Rakete freuen. Das ist die sechste Rakete, die Musk mit seinem Luftfahrtkonzern unbeschadet auf den Boden zurück bringt.
  • ELEKTROAUTOS handelsblatt: Anschluss gesucht: Die großen deutschen Autokonzerne haben strickte Pläne vorgestellt, die sich auf die Elektromobilität beziehen. Geplante Milliardeninvestitionen bei VW, eine Submarke bei Daimler und auch BMW hat die Priorität des Themas erhöht. Man will sich der Pioniersarbeit des US-Konzerns Tesla anschließen, doch in Deutschland gibt es ein großes Problem. Es mangelt an Ladestationen, deren Ausbau nur stockend vorangeht.
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  • DROHNE t3n: 90 Minuten in der Luft: Facebooks Internet-Drohne „Aquila“ absolviert ersten erfolgreichen Testflug: Premiere! Auch wenn der Testflug drei Mal länger dauerte als geplant, gelang es dem Facebook Connectivity Lab erstmals eine Drohne in der finalen Größe in die Luft zu schicken. Dabei misst das Fluggerät eine Spannweite von 43 Metern, bringt ganze 900 Pfund auf die Waage und wird durch Solarenergie angetrieben. Ziel des Projekts ist es mit Hilfe von Drohnen die Erde flächendeckend mit Internet zu versorgen. Das Facebook Connectivity Lab will die Flughöhe und –dauer nun konstant steigern.
  • CONTENT Business2community: Long-Form Content vs. Short-Form: Which Gets the Results You Want?: Eine Studie von Microsoft aus dem Jahr 2015 ergab, dass sich unser Konzentrationsvermögen auf durchschnittliche acht Sekunden beschränkt. Selbst ein Goldfisch verfügt über eine längere Aufmerksamkeitsspanne. Aus diesem Grund stellt sich die berechtigte Frage, ob auch die Länge von Inhalten an diesem Aspekt ausgerichtet werden soll. Neueste Untersuchungen zeigen jedoch, dass lange Blogbeiträge nicht nur gelesen, sondern auch beliebter sind als Kurzbeiträge. Problem dabei: Sogenannter Long-Form-Content ist zeit- und kostenintensiv. Lies hier, ob es sich dennoch für dein Business lohnt, diesen zu produzieren.
  • TINDER Mashable: Tinder’s new feature may shake up your social life a little too much: Keep swiping! Tinder Social ist seit Dienstag in den USA, UK und Indien verfügbar. Während das klassische Tinder einem bisher nur potenzielle Partner im gewünschten Alter und in der Nähe des Nutzers anzeigte, ist es mit Tinder Social nun möglich ganze Personengruppen zu finden und gemeinsam etwas zu unternehmen. Voraussetzung dafür ist, dass man sich selbst zumindest mit einer Person aus dem persönlichen Freundeskreis zusammenschließt. Nicht so erfreulich für manche dabei ist, dass die App dafür auf die eigenen Facebook-Kontakte zurückgreift und die Nutzung, der von vielen verpönten Dating-App öffentlich sichtbar wird.
  • PERSONALAUSWEIS heise online: Neuer Personalausweis: Elektronische Identifikation von Auslandsdeutschen macht Probleme: Nicht immer bringt neue Technik die gewünschten Resultate. So haben Auslandsdeutsche, die im Besitz eines neuen Personalausweises mit eID-Funktion und der Ausweisapp 2 das Nachsehen bei der Nutzung der eID-Funktion. Dabei sollten eID-Dienste auch für Auslandsdeutsche verfügbar sein, um sich beispielsweise per elektronischen Antrag ein Führungszeugnis ausstellen zu lassen. Das Innenministerium kennt das Problem bereits und sieht Handlungsbedarf.
  • FACEBOOK allfacebook: Das neue Facebook Seiten Design im Überblick: An den immer wiederkehrenden Designwechsel von sozialen Netzwerken werden wir uns wohl nie gewöhnen. Kaum hat man sich auf eine Benutzeroberfläche eingestellt, wird diese von einer neuen Version abgelöst. So auch beim US-amerikanischen Unternehmen Facebook, welches vor Kurzem seiner Desktop Version ein neues Design verpasste. Welche Veränderungen das mit sich bringt, lest ihr zusammengefasst hier.
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Mailchimp probiert hinter einer Paywall eine neue Werbestrategie aus

mailchimp-vinyl-toy (adapted) (Image by Tomos [CC BY-SA 2.0] via flickr)

Mailchimp möchte sein Produkt platzieren – dies geschieht jedoch hinter einer Paywall. Es stellt sich die Frage: Wem nützt das? Ein Forbes-Artikel, der neulich veröffentlicht wurde, beschreibt ein kommendes Hörstück auf dem Abonnement-Service für Premium-Inhalte von Midroll namens Howl, das Produktplatzierungen von Mailchimp, dem Zugpferd für Podcast-Werbegelder, einschließen wird. Gemäß diesem Artikel wird der E-Mail-Newsletter-Service, der auch Hot Pod und das Nieman Lab beliefert, wohl “heimische Inhalte beitragen, die innerhalb der Storyline existieren”.

Der Podcast selbst klingt spannend: Das Drama mit dem Titel “Fruit” ist ein aus der Ich-Perspektive erzähltes Drama über X, einen professionellen, afroamerikanischen Fußballspieler, der homosexuell ist.

Das Projekt wurde durch Issa Rae, bekannt aus der YouTube-Serie The Misadventures of Awkward Black Girl, ins Leben gerufen. Rae entwickelt derzeit die neue HBO-Show “Insecure”, für die das Netzwerk, laut Deadline eine Serienbestellung aufgenommen hat.

Sei’s drum, was ich an der ganzen Produktplatzierung besonders interessant finde – vor allem auf der Seite von Mailchimp – ist folgendes:

  • Fruit wird hinter der Paywall von Howl veröffentlicht, was die Entscheidung von Mailchimp, dort zu werben, zu einer ganz besonderen macht. Das Unternehmen kauft im Grunde Werbespots für mehr Sichtbarkeit in einer strukturell eingeschränkten Gruppe, was eindeutig gegen die typische Verbreitungsstrategie spricht. Es ist unklar, wie viele Menschen Howl tatsächlich abonniert haben. Ich bin mir jedoch ziemlich sicher, dass es weitaus weniger sind als die durchschnittliche Hörerschaft von, sagen wir, einem stärkeren Radiotopia-Podcast. Auf unsere Nachfrage hin lehnte Scripps ab, die Abonnentenzahl zu veröffentlichen.

  • Wenn Werbetreibende Spots auf frei zugänglichem Podcast-Content kaufen, erhalten sie Zugang zu zwei Arten von Mehrwert. Der eine kann von der Zahl der durchschnittlichen Hörerzahl abgeleitet werden – einer Zahl, die weiter gefasst, konzeptionsloser und mit der jetzigen Podcast-Technologie ein wenig ungreifbar ist. Der andere ist der potenziell erzielbare Wert im Falle eines unerwartet starken Wachstums des Podcasts (siehe Serial). Obwohl das letztere Szenario nur relativ selten vorkommt, kann das Potenzial sehr berauschend erscheinen.

  • Eben dieses Potenzial existiert jedoch bei Inhalten hinter Paywalls nicht. Podcasts sind für das Standardpublikum schwer zu greifen und diese Hürde wird durch die Existenz von Paywalls noch vergrößert. Mit diesem Gedanken im Hinterkopf ist die kleine Hörerschaft von Howl vermutlich zielgerichteter und definierter, wenn man davon ausgeht, dass Midroll mehr granulare Daten von Howl-Usern hat – was wahrscheinlich der Fall ist. Daher kann man mit ziemlicher Sicherheit annehmen, dass Mailchimp einen Mehrwert in dem Zielkonflikt zwischen dieser zielgerichteten, kontrollierten Hörerschaft und einer potenziell chaotisch größeren Menge sieht.

  • Zusätzlich wird die Neuigkeit, dass Mailchimp sein Produkt auf zahlungspflichtigen Inhalten platziert, wohl auch Idioten wie mich dazu bringen, darüber zu reden und so den Namen Mailchimp weiter zu verbreiten. (Für ein weiteres Beispiel von “Neuheit als Strategie” lesen Sie die Berichte rund um die GE Podcast Theater-Kampagne vom letzten Jahr. Haftungsausschluss: Dieser Podcast, The Message, wurde von meinem Arbeitgeber, Panoply produziert.)

  • Auf der anderen Seite ist ein natürlich integrierter Produktplazierungs-Spot vielleicht nur eine Spaßaktion von Mailchimp.

Die Premiere von Fruit soll im Premium-Abonnement-Service von Howl im nächsten Monat stattfinden.

Dieser Artikel erschien zuerst auf “Nieman Journalism Lab” unter CC BY-NC-SA 3.0 US. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image (adapted) „mailchimp-vinyl-toy“ by Tomos (CC BY-SA 2.0)


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Engagement durch Technologie – Content allein reicht nicht

CrowdEmotion-Image-Paul-Clarke-Digital-Catapulte-CC-BY-3.0

Wie sieht eine gute Empfehlung für Entertainment und News-Inhalte aus, welche Datenquellen liegen ihr zu Grunde, wie muss die Gewichtung sein, um Relevanz beim Konsumenten zu erzeugen? Bei den Musikstreaming-Diensten hat Spotify mit der Funktion ‚Discover Weekly‘ anscheinend vieles richtig gemacht und Apple Music alt aussehen lassen. Dass hierfür zuvor größere Investitionen in Technologie getätigt werden mussten, wie den Zukauf von The Echonest, ist ein wichtiges Detail dieser Erfolgsgeschichte. Denn zukünftig wird Technologie das Zünglein an der Waage sein, wenn es um die Alleinstellungsmerkmale digitaler Angebote geht.

Publisher liefern in Zukunft nur noch den Content

In Deutschland wurden 2013 noch Videotheken gebaut als bei South Park bereits die Verwüstung von Blockbuster thematisiert wurde. Heute sind wir einen Schritt weiter: Videos werden gestreamt, die Mehrheit der Innovation früh annehmenden Verbraucher ist dabei, sich ihr eigenes Video-Programm zusammen zu basteln.

In anderen Bereichen sind wir noch weiter: Im Musik-Bereich hat Spotify das Rennen unter den Diensten gegen Deezer und Rdio gewonnen, wird nun von etablierten Giganten wie Apple, Google und Amazon attackiert. Bei der Kategorie News sind wir uns noch nicht ganz sicher: Die alten, lokalen Destinations ziehen dank ihrer Markenmacht noch stark, aber die Aggregatoren kratzen an der Tür und ihr Siegeszug ist unaufhaltsam.

Ihre stärkste Waffe: Relevanz. Ihr Geschäftsmodell: Disruptiv. Die eigentliche Marktveränderung steht somit auch den Verlagen noch bevor. Denn intelligente Dienste klauen dem Publisher die Startseite. Wie viel Prozent vom Umsatz für digitale Publisher macht heute die Startseite aus? 70 Prozent? Oder sogar 80 Prozent?

Selbst mit diesen Umsätzen schreiben die Online-Medien der Publisher – wie Bild.de, Stern.de oder Zeit Online – knapp eine schwarze Null. Was passiert, wenn die Startseiten – zum Beispiel für News oder Entertainment – zusätzlich zum bereits gewonnenen Ad Targeting zukünftig in der Hand von Tech-Firmen liegen? Die Publisher verkommen zu Content-Lieferanten, ganz so wie die Sender im TV Bereich.

Können Publisher und Sender diesen Trend aufhalten? Nein. Können sie davon profitieren? Ja, wenn sie Technologie als integralen Bestandteil ihrer digitalen Produkte verstehen und resultierend die Relevanz ihrer Inhalte für den Einzelnen erhöhen. Wie geht das? Indem sie Intelligente Produkte bauen.

Individualisierung und Optimierung des Nutzungserlebnisses

Entscheidende Faktoren für die Intelligenz zwecks Individualisierung von Produkten lassen sich in ein Dreieck aus Kontext, Social und Personalisierung clustern.

Kontext beinhaltet Faktoren wie Uhrzeit, Wochentag, Wetter, Ort und Gerät. Die Daten lassen sich je nach Plattform berücksichtigen. Social beinhaltet Freunde sowie Interessensgruppen, die erstmals bekannt wurden durch die Last.fm-“Nachbarn”, also persönlich unbekannte Nutzer mit einem ähnlichen Geschmacksprofil.

Personalisierung kann auf Basis von expliziten (aktive Eingabe durch den Nutzer) oder impliziten (Tracking des Verhaltens via Cookie) Faktoren erfolgen, sowie vor allem durch den Import von vorhandenen Interessensdaten. Aggregiert haben Nutzer diese im Social Web, in Diensten wie Facebook oder Twitter. Die Daten dieser beiden Plattformen werden vermehrt zu Produktbestandteilen von anderen Diensten.

Die Herausforderung besteht darin, diese Daten inhaltlich mit dem Content eines Dienstes zu verknüpfen, um den Nutzer bestmöglich zu erfassen. Dies bietet die Chance, dem Nutzer schon bei Erstnutzung individuelle Erlebnisse zu liefern, um einer möglichen Kundenabwanderung vorzubeugen. Die Chance auf eine weitere Lernkurve erhält heute kein Serviceanbieter mehr.

Die Ausprägung und das Nutzerlebnis sind abhängig vom Anwendungsfall. Während ich in Bezug auf Nachrichten eher zeitlich getrieben bin und einen schnellen Überblick erwarte, habe ich beim Konsum von Videos mehr Zeit und freue mich über einen größeren Einfluss des im Englischen als “Serendipity” beschriebenen “relevanten Zufalls”.

Gefragt: Ein personalisierter News Feed

Apple lässt seine Nutzer einen intelligenten Fragebogen bei der Registrierung für Apple News beantworten. Nutzer beantworten also zunächst allgemeinere Fragen. Je mehr (explizitere) Signale ich hinterlasse, desto detaillierter werden die Fragen in den einzelnen Verästelungen, zwischendurch aufgelockert durch mit Marketingbudgets aufgeladene Marken wie das Wall Street Journal oder Vice.

Der Vorteil des Fragebogen-Ansatzes ist, dass er relativ gute Ergebnisse liefert. Der Nachteil ist zugleich, dass er ein hohes kognitives Engagement beim Konsumenten voraussetzt. Für einen News-Dienst kann das durchaus aufgehen. Für Entertainment jedoch wäre das mit Sicherheit nichts, da sich der Nutzer in einem sogenannten ‚Leanback-Szenario‘ befindet, er also nicht aktiv sein möchte, sondern erwartet, dass die besten (ergo: relevantesten) Inhalte im aktuellen Kontext direkt präsentiert werden und mit einem Klick abspielbar sind.

Die iOS-App Something präsentiert in einer schicken Leseoberfläche sämtliche Artikel seiner Twitter-Follower zur Verfügung stellt. Die initial wahrgenommene Qualität zeigt die Stärke der personalisierten Kuratierung. Über Jahre hinweg habe ich die Liste der Twitter-Nutzer, denen ich folge, bewusst zusammengestellt.

Zusätzliche Besonderheiten sind die Offline-Lesbarkeit, sowie ein Tinder-ähnlicher Feedback-Modus bezüglich Interessantheitsgrad des einzelnen Artikels, welches als implizites Feedback in die Discovery eingeht – wobei ich das Gefühl habe, dass sich das Feedback lediglich auf das Ranking der Quelle auswirkt und nicht auf den Inhalt, was langfristig aus meiner Sicht nicht reicht, um relevante Inhalte nach oben zu bringen.

Der Newsfeed Nuzzel personalisiert am umfangreichsten: Man kann Freunden folgen, oder sogar Freunden von Freunden. Man hat einen Überblick über Facebook, Twitter und alle anderen gewünschten Kanäle. Der Nutzer kann hier viel Feintuning betreiben, was allerdings noch sehr manuell erfolgt und somit ein hohes Anfangs-Tuning-Investment erfordert.

Wie sieht Discovery für Entertainment-Inhalte aus?

Vor Kurzem sorgte der Release von Spotifys ‚Discover Weekly‘ in der Empfehlungs-Industrie für positive Stimmung. Ähnlich wie Netflix erhob Spotify, angegriffen durch Apple Music, Google und Amazon, die Personalisierung at scale zum Alleinstellungsmerkmal, zum Feature, das den Unterschied macht.

Gerade gegenüber Apple eine geschickte Strategie, haben die End2End-Giganten aus Cupertino in diesem Segment bislang noch nie ernsthaft Punkten können – weder im Bereich Maps, Filme, Apps oder Musik. Entsprechend positiv wurde Discover Weekly gefeiert.

Vom Himmel gefallen ist dieses Feature nicht. Spotify hatte im März 2014 Echonest (das Tweek für Musik) akquiriert. Die Dauer von 18 Monaten zwischen Akquise und erstem Feature-Release des Echonest-Teams in der Spotify-Plattform zeigt, dass eine vernünftige Personalisierung Ressourcen verschlingt.

Gleichzeitig ist es wohl kein Wunder, dass mit Netflix, die jährlich 150 Millionen US-Dollar in ihre Empfehlungen investieren und Spotify exakt die Dienste, die frühzeitig und entschieden auf diese Funktion gesetzt haben, am erfolgreichsten agieren.

Dass diese Strategie hier nicht aufhört, sondern weiter ausgebaut wird, ist bereits bekannt. Auf den Münchener Medientagen sagte Spotifys Deutschland-Geschäftsführer Stefan Zilch, dass die im Musikstreaming eingesetzte Personalisierung auch auf die neuen Spotify Video-Features ausgeweitet werden.

Engagement wird der entscheidende Erfolgsfaktor

Leider ist diese Einsicht bei europäischen Diensten selten. Streaming-Dienste werden hierzulande primär Content-seitig konzipiert, wobei allen Beteiligten klar ist, dass der Content weder im Musik noch im SVoD-Markt (Subscription-Video-on-Demand) wirklich als Differentiator eingesetzt werden kann und selbst die Content-Akquise zumeist nicht datengetrieben durchgeführt wird, sondern die Entscheidung einzelner ist. Dass die richtige durchgeführte Datenanalyse neben dem Nutzungserlebnis, den Content-Einkauf und die die Nutzergewinnung richtig steuern kann, sei hier nur erwähnt.

Engagement wird der wichtigste Erfolgsfaktor für zukünftige Produkte. Zu hoch sind die Marketingkosten ohne entsprechende Verweildauer, Wiederkehrraten und virale Verbreitungswege. Entsprechend werden auch Publisher und Video-Dienste den Weg zur Integration der Technologie jenseits von Traffic-Händler-oder Customer-Acquisition-Kanälen integrieren müssen. Oder eben nicht. Somit würde man in der Relevanz abnehmen und im Wettbewerb verlieren.


Teaser & Image „CrowdEmotion” by Paul Clarke/Digital Catapulte (CC BY 3.0)


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Storyful verwandelt Slack in eine Erweiterung seines Dienstes

Storyful_SLack_Image (image adapted by Tobias Schwarz)

Die Nutzung der Messaging-Anwendung Slack boomt. Das Unternehmen gibt an, es habe 1,25 Millionen tägliche Nutzer, eine Verzehnfachung in nur einem Jahr, und allerlei Nachrichtenagenturen – von der New York Times bis zu uns hier beim Nieman Lab – verwenden Slack. Storyful, die Social Media nutzende Nachrichtenagentur, ist dabei keine Ausnahme. Im Besitz der News Corp hat Storyful seinen Hauptsitz in Dublin, hat aber auch Firmensitze in New York, Hong Kong und Sydney, und es verwendet Slack, um über die Zeitzonen hinweg in Kontakt zu bleiben.

Anfang diesen Jahres war eine Gruppe Angestellter von Storyful in einer Bar, als sie zu der Erkenntnis gelangten, dass sie Slack für einen anderen Zweck verwenden könnten: Um Kunden Inhalte zu übermitteln.

“Es verpackt Inhalte in ein sehr nützliches vorgefertigtes Benachrichtigungsformat”, sagte Storyful Produktleiterin Alexandra Pressland. “Es gibt nichts, was sie noch machen müssen, denn sie haben es schon auf ihren Desktops und ihren Mobiltelefonen.

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 Storyful, das 2013 von der News Corp gekauft wurde, verwendet eine Mischung aus Software und einem Team von Journalisten, um Videos und Social-Media-Inhalte zu finden, zu verifizieren und zu lizensieren. Obwohl Storyful unlängst durch das Arbeiten mit Marken und die Hervorhebung von viralen Inhalten expandiert hat, bleiben Eilmeldungen das Kerngeschäft.

Das Unternehmen verteilt Inhalte mittels ihrer Nachrichtendienst-Plattform, doch es hat auch andere Mittel, wie etwa einen geschlossenen Twitter-Account, um Kunden auf Eilnachrichten oder Inhalte, die Storyful verifizieren konnte, aufmerksam zu machen. Die Integration von Slack ist eine weitere Möglichkeit für das Unternehmen, um mit seinen Kunden zu interagieren.

In Zusammenarbeit mit dem Entwickler Jon Hope hat das Unternehmen die Integration in etwa einem Monat erstellt und eine kleine Anzahl von Storyful-Klienten, einschließlich des Wall Street Journals, Mashable und AJ+, ersucht, um den Dienst zu testen.

Brian Ries, Mashables Echtzeit-Nachrichtenredakteur, sagte, dass so gut wie alle von Mashables Eilmeldungen von Slack ausgeführt werden. Mashable hat Bots eingerichtet, größtenteils RSS verwendend, die hereinkommende Nachrichten von der Associated Press, Reuters, Breaking News und anderen in einen dafür gedachten Slack-Kanal senden.

“Es hat den Entdeckungsprozess vollkommen optimiert und Storyfuls Inhalte viel näher zu unserem redaktionellen Arbeitsfluss gebracht”, erzählte mir Ries in einer E-Mail.

Zuvor war es auf ein Dashboard verwiesen, das von mir verlangte, mich anzumelden und nach Inhalten zu suchen, was ich selten tue – wir haben ein System errichtet, das uns meistens auf Neuigkeiten aufmerksam macht, über die wir Bescheid wissen sollten. Das bedeutet, dass wir weit mehr Angebote von Storyful sehen und nie eine Gelegenheit oder einen Bericht verpassen.

Storyful erstellte dieses Tool, um sich mit Slack zu verbinden, unter Verwendung von OAuth, welches Nutzern die Integration genehmigen lässt, auf die gleiche Weise, wie wenn sie einer Applikation Zugriff auf deren Facebook- oder Twitter-Accounts gewähren würden. Nutzer können dann den Slack-Kanal wählen, in dem sie ihre Updates zugestellt haben wollen und ebenso wählen, über welche Themen sie News-Updates erhalten wollen.

StoryfulSlackIntegration

Nutzer können jeden beliebigen Kanal, den sie abonnieren, in Storyfuls Nachrichtendienst nehmen – wie etwa virale Nachrichten, das Wetter oder eine Berichterstattung über die Wahl 2016 – und diesen Output in Slack integrieren. An dieser Stelle ist auch zu sagen, dass nur manche Videos, die Storyful in Slack teilt, tatsächlich innerhalb des Tools anschaubar sind.

Aufgrund der Art und Weise, wie Slack funktioniert, bekommen Nutzer eine Benachrichtigung für jeden Bericht, den Storyful sendet. Unabhängig davon ist, ob sie sich für diesen Bericht interessieren oder nicht, wenn sie sich dafür entscheiden, den Storyful-Bot zu einem Kanal hinzuzufügen, in dem sie Benachrichtigungen erhalten können. Doch sobald die Integration von Slack jenseits der ursprünglichen Tester auf den Markt gebracht wird, plant Storyful, weitere Funktionalität hinzuzufügen.

Storyfuls Ziel ist es, mehr differenzierte Angebote zu ermöglichen – beispielsweise könnte es Nutzern die Möglichkeit geben, spezifische Themen oder Nachrichtenmeldungen zu abonnieren, die an einem bestimmten Tag trenden. Und Pressland sagte, das Unternehmen arbeite gemeinsam mit Slack an Wegen, verbesserte Analytik oder bessere Benachrichtigungen zu integrieren.

“Falls es, zum Beispiel einen riesigen Eilmeldungsvorfall gibt, könnten wir einen Slack-Abonnenten ermutigen wollen, dieser [bestimmten Meldung] zu folgen”, sagte sie. “Slack arbeitet mit uns, um herauszufinden, wie man dies hinbekommt.

Storyful sucht außerdem einen Weg für die eigenen Angestellten, über die App mit Kunden zu chatten. “Das erste Anzeichen, dass wir von unseren Kunden bekommen ist, dass dies ein wirklich bedeutendes Tool für sie sein wird”, sagte sie.

Eines von Storyfuls Zielen mit der Slack-Integration ist es, mehrere Menschen in Nachrichtenabteilungen jener Art der Arbeit auszusetzen, die Storyful verrichtet. Pressland sagte, sie sei hoffnungsvoll, dass Menschen, die nicht auf Storyfuls eigenen Nachrichtendienstservice zugreifen mögen, es auf Slack sehen werden, nachdem sie ohnehin schon so viel Zeit dort verbringen.

Es ist in meinem Interesse, dass eine große Menge Leute Zugriff auf diese Inhalte haben, sagt sie. Es wird keinen besseren Weg für mich geben, dies zu tun, als sich Slack zunutze zu machen. Das Schöne dabei ist, dass es nicht so auffällig ist, denn die Organisationen selbst sind es, welche die Kanäle errichten, in die die Inhalte kommen.

Da Storyfuls Geschäft darauf aufgebaut ist, für die eigenen Kunden nützlich zu sein, erklärt Pressland, dass Storyful letztlich die eigenen Dienste zusätzlich zu Slack mit anderen weitverbreiteten Nachrichtentools verflechten möchte; welche dafür in Frage kommen, möchte sie jedoch nicht sagen.

Wir sind sehr darauf fokussiert, unsere Inhalte dorthin zu bekommen, wo es am einfachsten für unsere Kunden ist, sie zu konsumieren”, sagte Alexandra Pressland.

Dieser Artikel erschien zuerst auf  “Nieman Journalism Lab” unter CC BY-NC-SA 3.0 US. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Teaser & Image by Storyful and Slack, combined by Tobias Schwarz


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