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Raising Kratos – Sony kündigt Dokumentarfilm zu God of War an

Sony kündigt den Dokumentarfilm Raising Kratos an, der die Entstehung von God of War zeigt.

Anlässlich zu dessen erstem Geburtstag hat Sony den Dokumentarfilm Raising Kratos zur Entstehung des PS4-Hit God of War angekündigt. Das Making-of soll Szenen hinter der Kulisse und die Entwicklung des Action-Rollenspiels zeigen. Fans des Franchise dürfen sich außerdem über eine Szene freuen, die bisher noch niemand zu Gesicht bekommen hat.

Kratos mit Axt und Bart – Ein absoluter Erfolg

God of War sorgte im vergangenen Jahr für Begeisterung. Der neuste Teil der Reihe brach mit so ziemlich allem, was Fans der Reihe mit God of War verbanden. Man enthob das Franchise der griechischen Mythologie, in der die vorherigen sieben Teile angesiedelt waren, setzte es in die nordische Mythologie und stattete Kratos mit einer brachialen Axt und Vollbart aus. Das kam gut an. In dem Trailer sehen wir, wie Fans der Reihe förmlich ausrasteten, als sie den „Wikinger-Kratos“ zu Gesicht bekamen.

Der PlayStation Exklusivtitel wurde für Sony schnell zu einem riesigen Erfolg. Mit einem Metascore von 94 lässt sich das kaum abstreiten. Dabei schaffte es der Entwickler Santa Monica Studio unter der Leitung von Creative Director Cory Barlog einen absoluten Verkaufsschlager zu schaffen. Zudem verlieh man dem Spiel einen beinahe künstlerischen Anstrich. So besticht es durch gut geschriebene und vertonte Dialoge, ein ausgeklügeltes Farbkonzept und natürlich die Tatsache, dass das komplette Spiel ohne einen einzigen Cut auskommt. Cory Barlog ist übrigens auch im Trailer zu Raising Kratos mehrfach zu sehen. Auch das humorvolle Thumbnail schmückt er dabei.

Die Entwickler eines Spiels stehen im Rampenlicht

Laut Sony soll Raising Kratos schon bald auf dem eigenen YouTube-Kanal erscheinen. Besonders ist der Dokumentarfilm deshalb, weil Sony hiermit etwas schafft, was in der Games-Branche nicht üblich ist. Raising Kratos zeigt die Entwickler hinter dem Spiel und – so wirkt es zumindest im Trailer – erzählt eine Geschichte, die sich mit der Entstehung des Titels sowie den damit verbundenen Menschen beschäftigt. So fällt in dem Trailer auch der Satz “Doubt is the demon that lives in the ear of every person in this industry” und macht klar, wie Entwickler häufig an sich und ihrem Werk zweifeln.

Eine noch nie gezeigte Szene

Der Trailer zu Raising Kratos zeigt außerdem eine Szene, die wir von God of War bisher noch nicht zu sehen bekommen haben. Wir sehen Kratos, wie er langsam auf den Ausgang einer Höhle zugeht und hören Schritte von jemandem hinter ihm. Die gerenderte Szene wurde anfänglich für eine Ankündigung zu God of War 2 gehalten, entpuppte sich aber durch einen Tweet von Cory Barlog als ursprüngliche angedachte Enthüllung von God of War. Diese sollte in der Remastered Version von God of War 3 für die PS4 als Easter Egg verfügbar sein und so God of War bekanntgeben. Aus Zeitgründen habe man sich dann aber doch gegen diesen Weg entschieden.

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Playstation 5: Raytracing, 8K und SSD

Endlich erste Informationen zur kommenden Playstation 5. Sony-Ingenieur Mark Cerny hat in einem Interview mit dem Technik-Magazin Wired einen ersten Ausblick gegeben, was wir von der neuen Konsole erwarten können. „Die wichtigste Frage ist“, sagt Cerny, „ob die Konsole eine neue Ebene zur bereits bekannten Erfahrung hinzufügt oder ob sie fundamentale Änderungen erlaubt, was ein Spiel sein kann.“

Mehr Power für die Playstation 5

Die Antwort darauf soll das letztere sein. Im Kern bleibt jedoch alles gewohnt für eine neue Konsolengeneration – mehr Rechenpower und mehr Grafikpower. Die CPU basiert auf der kommenden, dritten AMD Ryzen Generation. Sie bietet 8 Kerne auf der neuen 7nm Zen 2 Mikroarchitektur. Außerdem soll der AMD-Chip auch eine eigene 3D Audio Soundeinheit besitzen, die laut Cerny neu definieren soll, was Sound in einem Videospiel machen kann. Dafür soll signifikant mehr Hardwareleistung für den Sound aufgewendet werden.

Bei der GPU vertraut Sony auf eine angepasste Variante von Radeaon’s Navi Familie, die neben einer 8K-Auflösung auch Raytracing ermöglichen soll. Raytracing ist eine neue Rendertechnik, bei der jeder Strahl einer Lichtquelle berechnet wird, um ein möglichst realistisches Bild zu erzeugen. In Kinofilmen oft verwendet, ist Raytracing bei Spielen hingegen sehr neu. Es gibt nur wenige Spiele, die diese Technologie bereits unterstützen. Bislang schlägt sich Raytracing ziemlich negativ auf die Performance nieder. Allerdings dürfte der große Marktanteil der Konsolenspieler dafür sorgen, dass die Technologie einen breiteren Einsatz in kommenden Spielen findet.

Abwärtskompatibilität und schnellere Ladezeiten

Im Gegensatz zur Xbox One S All Digital, hält Sony weiterhin an einem Laufwerk für Discs fest. Eine Freude für viele Sony-Veteranen ist außerdem, dass die Playstation 5 offenbar abwärtskompatibel sein soll. Das haben sich Spieler schon oft bei neuen Konsolen gewünscht, mussten alte Spiele aber meist erneut digital erwerben, um sie auf der neuen Hardware zu zocken. Möglich macht das eine sehr ähnliche Architektur zur Playstation 4.

Auf der letzten Generation geriet nicht nur die Leistung der Konsole an ihre Grenzen. Die Spiele wurden immer größer und nahmen mitunter viel Platz auf der Festplatte ein. Die Playstation 5 bekommt erstmals eine SSD verbaut, mit der sich Ladezeiten installierter Spiele deutlich verkürzen. Laut Cerny ermöglicht das mitunter neue Spielkonzepte. Denkbar wären zum Beispiel schnellere Fortbewegungsmethoden in Open-World-Spielen. Für Cerny ein echter Gamechanger.

Den Unterschied einer SSD demonstriert Cerny an Spider-Man (Provisionslink) für die Playstation 4 Pro. Mit dem Schnellreisefeature dauert es gut 15 Sekunden bis Spidey an einem anderen Ort Manhattens auftaucht. Mit dem Next Gen Devkit braucht es nicht einmal eine Sekunde, um den Protagonisten an einem anderen Ort auftauchen zu lassen. Etwas außer Acht gelassen wurde, dass für schnellere Bewegungsmethoden in Echtzeit auch die GPU mit dem Rendern hinterherkommen muss.

Playstation VR sehr wichtig

Im Interview wird Cerny auch auf Playstation VR angesprochen, die Virtual Reality-Erfahrung von Sony, die sich bereits mehr als vier Millionen Mal verkauft hat. Details verrät Cerny noch nicht, macht aber deutlich, dass Playstation VR sehr wichtig für das Unternehmen ist und auch das aktuelle PSVR-Headset kompatibel mit der neuen Konsole ist. Auch über Services und andere Features der Playstation 5 hält sich Cerny im Interview bedeckt.

Playstation 5 nicht in 2019

Wann wir die nächste Konsole erwarten können, steht noch nicht fest. In 2019 wird sie jedoch nicht mehr auf den Markt kommen. Sony ist dieses Jahr zudem auch erstmals nicht auf der E3 vertreten, weshalb eine erste richtige Vorstellung der Konsole dort wegfällt. Die Playstation 5 könnte somit entweder auf der E3 2020 oder auch auf der hauseigenen Playstation Experience 2019 vorgestellt werden.

2020 wäre zumindest ein gutes Releasejahr, da Playstation dann 25 Jahre alt wird.

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Apple TV+: Video-Streaming vom iPhone-Konzern kommt

Apple TV+ Logo

Wer gerne Filme und Serien im Abo streamt, muss sich nach Disney+ künftig zwischen noch einem weiteren Dienst entscheiden. Wie erwartet startet Apple sein eigenes Angebot für Video-Streaming namens Apple TV+ ab Herbst diesen Jahres. Außerdem überarbeitet der iPhone-Konzern seine TV-App und veröffentlicht sie im Mai für weitere Geräte, auch für die anderer Hersteller.

TV-App von Apple kommt für Mac, Smart TVs und Fire TV Stick

Apple will seine TV-App als zentrale Anlaufstelle für Video-Streaming etablieren und kehrt sie dafür von innen nach außen. Bisher diente sie auf iPhone, iPad und der Set-Top-Box Apple TV als Sammelbecken für bei iTunes gekaufte Sendungen, sowie die woanders gebuchten Streaming-Abos wie etwa Amazon Prime Video. Das bleibt auch so. Doch künftig können Nutzer in der TV-App direkt kostenpflichtige Programme anderer Anbieter abonnieren, darunter die von HBO und Showtime. Apple TV Channels heißt dieses neue Angebot. Darüber hinaus soll die TV-App stärker als bisher die Rolle eines Programm-Guides übernehmen und Nutzern personalisierte Vorschläge unterbreiten.

Apple TV-App 2019
Die neue TV-App von Apple soll noch mehr zur zentralen Anlaufstelle für Fernsehinhalte werden, sodass die Grenzen zwischen den Anbieter-Apps verschwimmen. Image by Apple

Apple-Nutzer finden die TV-App ab Mai 2019 auch auf Geräten anderer Hersteller. Im Frühjahr erscheint sie erstmals auf Smart TVs von Samsung, später folgen Fernseher von LG, sowie der Streaming-Stick Amazon Fire TV. Auf Mac-Computern ist die TV-App ab Herbst verfügbar. Selbst wer die TV-App nicht verwendet, kann künftig trotzdem leichter Medien aus dem Apple-Kosmos auf Fernsehgeräten schauen. Ab diesem Jahr unterstützen Smart TVs von Samsung, LG und Sony nämlich AirPlay 2, weswegen sich Inhalten vom iPhone und iPad auch ohne den Umweg über die Streaming-Box Apple TV dort spiegeln lassen.

Video-Streaming mit Apple TV+

Eine Schlüsselrolle für den Durchbruch der TV-App soll Apples eigener erster Dienst für Video-Streaming spielen: Apple TV+. Dort will Apple ausschließlich „Originals“, also Produktionen mit eigener Beteiligung zeigen. Dafür nimmt der Konzern offenbar Milliarden in die Hand und Branchengrößen wie Steven Spielberg, J.J. Abrams und M. Night Shyamalan unter Vertrag. Apple TV+ wird in die TV-App integriert und startet frühestens im Herbst 2019. Erst dann will Apple nennen, was der Dienst für Nutzer kostet und welche Inhalte in Deutschland verfügbar sind. Zur gleichen Zeit kommt übrigens auch Apple Arcade, ein Abo-Dienst für Spiele.

TV-Geräte mit HomeKit automatisieren

Mit dem jetzt veröffentlichten Update auf iOS 12.2 für iPhone und iPad, integriert Apple auch auf andere Weise Fernsehgeräte in das eigene Ökosystem. Damit lassen sich iPhone und iPad als Fernbedienungen für Fernseher verwenden, die demnächst HomeKit unterstützen. Für die Smart-Home-Plattform von Apple wollen sich LG, Sony und teilweise Samsung öffnen. Dadurch können kompatible TV-Geräte auch Teil von automatisierten Abläufen werden, etwa im Zusammenspiel mit smarten Lampen.

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Sony eröffnet dritte Ausstellung von „Lost in Music“

Einen ganz eigenen, personalisierten Song erstellen und das nur durch Bewegung und einfachste Interaktionen. Klingt ziemlich cool – ist es auch. Der Technik- und Entertainment-Gigant Sony eröffnete am 15. November in der Melburry Street im New Yorker Stadtteil Soho die dritte Installation seines Projektes „Lost in Music“.

Bereits vorher gab es zwei Versionen des Langzeitprojektes. Einerseits in 2017, als Sony mit dem DJ-Duo The Chainsmokers zusammenarbeitete, welche ein interaktives VR-Musikvideo für ihre Single „Paris“ veröffentlichten. Andererseits im Januar 2018, als dann eine Kollaboration mit dem Singer-Songwriter Khalid folgte. Innerhalb eines speziellen Konzerts gingen Fans durch einen Tunnel, welcher von Sony mit 576 Lautsprechern ausgestattet worden war. Unter dem Namen „Odyssey“ erlebten die Teilnehmer, wie die Klänge sich um sie herumbewegten und wurden damit Teil einer ganz besonderen Hör-Erfahrung.

Die Verschmelzung von Technik und Musik

Sonys Ideen in diese Richtung sind einzigartig. Das betont auch Miki Anan, Senior Manager Of Entertainment Partnerships bei Sony. „Unsere größte Priorität war es, den Fans eine tiefere Bindung zur Musik, durch Technologie, zu ermöglichen“, sagt er in einem Rolling Stone-Interview. Das ist dem Technik-Konzern in seinem neuen interaktiven Aufnahmestudio in New York gelungen.

Mit Hilfe von Virtual Reality-Elementen und der Nutzung von Multi-Purpose-Concept-Spaces, können die Besucher der Installation ihren ganz persönlichen Song aufnehmen. Des Weiteren wird der erstellte Song mit dem eigenen Herzschlag synchronisiert. Zudem gibt es eine Vocal-Booth zum Aufnehmen der eigenen Stimme und einen interaktiven Dance-Floor, sowie eine Walk-Through-Sphäre in der Schlagzeug-Rhythmen aufgenommen werden können. Ziel dahinter sei es, das Erstellen von Musik so intuitiv und kreativ wie möglich zu gestalten.

Der eigene Song kann anschließend runtergeladen werden.

 

Lost in Music wieder mit zahlreichen Kollaborationen

Wie bei jedem bisherigen Projekt sind auch dieses Mal viele Künstler involviert. Unter anderem wird es exklusive Konzerte und Interviews in kleiner Runde geben. Infolgedessen nehmen Künstler wie Zara Larsson oder Tove Styrke teil. Außerdem ist es Besuchern der Installation möglich, die neusten Sony-Produkte vor Ort zu testen.

Für ganz besonders Audio-Begeisterte gibt es übrigens einen Raum, der mit einer multi-dimensionalen Anlage ausgestattet ist. Damit wird das Hören der Lieblingsmusik noch einmal eine ganz neue Erfahrung. Sony möchte mit diesen einzigartigen Projekten die Bindung zwischen Künstlern und Fans mittels Technologie erreichen und Musik somit auf eine ganz neue Ebene heben.

Die Ausstellung ist bis zum 10. Februar 2019 für die Öffentlichkeit frei zugänglich.


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Die PlayStation 1 kommt zurück!

Für die einen ist es komplettes Neuland, für die 90er-Generation wohl die Nachricht schlechthin! Wer schon vor etwa 24 Jahren die ersten Gaming-Schritte auf der PlayStation 1 gemacht hat, in dem dürften jetzt wohl nostalgische Gefühle aufflackern. Denn wie Sony nun vorgestellt hat, dürfen wir uns auf die klassische PS1 im neuen und kompakten Format freuen!

Wer hat damals auch so unendlich viele Stunden damit zugebracht auf der PS1 zu zocken und mit Crash Bandicoot durch den Dschungel zu laufen oder mit Spyro – dem kleinen lila Drachen – eine Vielzahl an Welten zu durchreisen und gegen das Böse zu kämpfen? Oder seid ihr lieber wilde Autorennen mit Need for Speed gefahren oder habt Autos verfolgt im Kultspiel Driver? Egal, was ihr gerne gespielt habt, ihr könnt es wieder tun. Ab dem 3. Dezember gibt es die PS1 wieder zu kaufen.

In alte Zeiten abtauchen

Die PS1 kommt aber etwas kompakter daher, als wie wir sie bisher kennen. Die Nachbildung ist perfekt, nur ist sie zu 45 Prozent kleiner als ihr Vorgänger aus dem Jahr 1994. Ein Power-, ein Reset- und der Open-Button auf der Oberfläche sind ebenfalls geblieben. Zudem bringt sie einige Überraschungen mit sich, denn kaum einer kann sich vorstellen, dass man Controller noch an ein Gerät anschließen, oder auf einer Memory Card seinen Spielstand speichern muss. Aber tatsächlich ist auch das geblieben: Zwei kabelgebundene Controller, ein HDMI-Kabel, um das Gerät an den Fernseher anzuschließen und eine virtuelle Speicherkarte. Nostalgie-Fans kommen also voll und ganz auf ihre Kosten!

Auch in Sachen Spiele können PS1 Fanatiker noch einmal ihre schönsten PlayStation-Momente durchleben, denn die PS1 hat einige Spiele mit im Gepäck. So können wir uns auf 20 Spiele der original PlayStation freuen, wie unter anderem Tekken 3, Final Fantasy VII oder Jumping Flash. Weitere Spiele sind bisher noch nicht bekannt. Die Auflösung unterstützt 480p bis maximal 720p.

Schnell sein lohnt sich

Es ist noch nicht klar, wie viele Konsolen von Sony produziert werden. Daher lohnt es sich natürlich,  beim Vorbestellen schnell zu sein. Die Konsole erscheint am 3. Dezember und ist schon in sämtlichen Onlineshops wie unter anderem bei Amazon zum Vorbestellen für rund 99 Euro verfügbar.

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Das sind die Kamera-Highlights der Photokina 2018

Canon EOS R gehört zu den Kamera-Highlights der Photokina 2018

Ein paar Knaller haben Canon und Nikon schon vorher gezündet, doch das große Feuerwerk hoben die meisten Kamera-Hersteller sich für die Photokina auf. Denn einen Tag vor dem offiziellen Start der weltweit wichtigsten Imaging-Messe briefen die großen Marken die Presse. Wir waren daher in Köln bei Sony, Leica, Panasonic, Fuji, Canon, Nikon sowie Olympus dabei und sichteten für euch die Kamera-Highlights der Photokina 2018. Da war auch einiges dabei – allerdings handelte es sich vielfach um Vorabankündigungen. Die größte Überraschung hatte Zeiss mit der Zeiss ZX1 zwei Tage nach dem Medientag parat.

Viele Details folgen erst nach der Messe. Dennoch ist die Richtung klar. Erstmals bekennen sich alle großen Kamera-Hersteller zu kompakten spiegellosen Systemen. Handlich ist Trumpf. Denn weder Smartphone-Nutzer noch Profis wollen viel schleppen. Dennoch geht der Trend zu großen Sensoren im Kleinbildformat oder größer.

Imaging-Branche sucht nach neuer Perspektive

Wer die Photokina 2018 vom 26. bis 29. September in Köln besucht, sieht eine Branche im Wandel. Die Messe öffnet sich stärker als zuvor für jüngere Imaging-Trends. Deshalb sind auch Smartphone-Hersteller wie Huawei und Honor an Bord. Außerdem werden beliebte Schlagwörter wie Künstliche Intelligenz, Cloud sowie Virtual Reality und Augmented Reality bespielt. Die großen Platzhirsche, die die Entwicklung der Branche prägen, besetzen diese Themen aber nur zögerlich. Daher finden sie hauptsächlich auf der Nebenmesse Digility Platz.

Dabei ist der Handlungsbedarf bei den traditionellen Kamera-Herstellern groß. Sie stehen unter Druck. Schließlich fotografieren Immer mehr Menschen mit Smartphones und teilen ihre Bilder übers Netz. Ausdrücke auf Papier spielen eine erheblich geringere Rolle als früher. Und die herkömmliche große Kamera lässt die breite Masse immer öfter zuhause, weil das Smartphone für viele Fälle genügt. Deswegen bricht inzwischen auch die Nachfrage nach Einsteiger-DSLR immer stärker weg, teilt der Digitalverband Bitkom mit.

Der Markt für Kameras wandelt sich Stück um Stück von einem Massenmarkt hin zum Spezialistenmarkt für Hobbyisten und Profis. Die großen Kamera-Hersteller verlegen sich daher zunehmend auf ihre Kernkompetenz: Modelle mit immer besseren Leistungswerten für anspruchsvolle Nutzer. Sie bilden auch den Schwerpunkt der heutigen Pressebriefings. Das sind ihre Kamera-Highlights der Photokina 2018.

Kamera-Highlights der Photokina 2018: Sony mit Kreativpause

Als erstes Unternehmen präsentierte Sony ein Update zur Produktpolitik. Die große Frage war, wie Sony darauf reagiert, dass nun mit der Canon EOS R, Nikon Z6 und Nikon Z7 spiegellose Vollformatkameras von zwei weiteren großen Playern erscheinen. Die Antwort lautete: Überhaupt nicht. Rein gar nichts Neues zeigte Sony. Stattdessen lehnt sich der Hersteller entspannt zurück und ruht sich auf seinem großen technischen Vorsprung aus.

Sony spiegellose Vollformatkamera photokina 2018
Sony präsentierte auf der Photokina 2018 nichts Neues, beruft sich stattdessen auf die marktführende Position bei spiegellosen Vollformatkameras und dem Vorsprung vor den Neueinsteigern Nikon und Canon. Image by Berti Kolbow-Lehradt

Schließlich ist Sony seit 2013 in diesem Segment aktiv und bietet inzwischen 30 Objektive für seine spiegellosen Vollformatkameras, die gleichzeitig auch noch an APS-C-Kameras funktionieren. Offensichtlich sieht sich Sony damit gut gerüstet gegen Canon und Nikon, die zum Start natürlich erst eine Handvoll eigene Objektive in petto haben.

Leica S3, neues Objektiv-System und erste Smartphone-App

Großer Aufschlag hingegen von Leica. Der Traditionshersteller will das Momentum für große Sensoren und neue Objektive nutzen und stellte daher eine Objektiv-Allianz namens L-Mount vor. Vom Start weg sind neben Leica auch Sigma und Panasonic mit eigenen Objektiven am Start. Linsen anderer Hersteller sollen sich einfach adaptieren lassen. Von Haus aus ist der L-Objektivanschluss für Mittelformatsensoren gedacht. Allerdings ist er so konstruiert, dass auch Objektive für Kleinbild (Vollformat) und APS-C passen sollen.

Ferner stellte Leica ein Upgrade für Profi-Fotografen vor, die Werbung oder Mode im Mittelformat fotografieren. Leica S3 heißt die neue Kamera. Weil auch Leica-Nutzer die Vorteile von Smartphones erkannt haben, bringt Leica in Kürze eine Begleiter-App für iOS und Android namens Leica Fotos. Mit ihr lassen sich per WLAN Bilder von der Kamera übertragen, bearbeiten und verschicken. Die App erscheint am 24. Oktober. Für einen Beta-Test kann man sich bereits anmelden.

Lumix S: Panasonic setzt nun auch auf spiegelloses Vollformat

Spiegellose Vollformatkameras gehören definitiv zu den Kamera-Highlights der Photokina 2018. Nach Sony, Nikon und Canon steigt auch Panasonic in das Geschäft ein. Lumix S heißt eine neue Kamera-Serie, die auf die Spiegelreflextechnik verzichtet und einen großen Sensor mit Kleinbild-Diagonale („Vollformat“) verwendet. Panasonic Lumix S1 mit 24 Megapixel-Sensor und Panasonic Lumix S1R mit 47 Megapixel sind die beiden Modelle zum Start. Diesen terminierte Panasonic wage auf das Frühjahr 2019. Preise und eine Übersicht der technischen Ausstattung nannte Panasonic ebenfalls noch nicht.

Panasonic Lumix S
Panasonic setzt mit der Kamera-Serie Lumix S auch auf spiegelloses Vollformat. Image by Panasonic

Mindestens 18 Objektive sollen innerhalb eines Jahres erhältlich sein – das ist vergleichsweise viel für ein neues System. Dabei profitiert Panasonic davon, dass die neue Kamera-Serie den L-Mount nutzt, den auch Leica und Sigma bedienen. Unter der Lumix-Marke selbst erscheinen zehn Objektive, Leica bringt acht und Sigma eine weitere nicht genannte Anzahl.

Fuji stellt GFX 50R vor und eine Kamera mit 100 Megapixeln in Aussicht

Kameras mit sehr großen Sensoren sind ein Schwerpunkt auf der Messe. Doch wenn das frühere Kleinbild jetzt als „Vollformat“ durchgeht, wie nennt man dann das größere Mittelformat? Fuji prescht vor und führt die Bezeichnung „Super-Vollformat“ ein. Gelegenheit dafür bot die Vorstellung einer weiteren Kamera aus der GFX-Reihe namens GFX 50R. Statt einen Sucherbuckel in der Mitte hat sie ein Sucherdisplay seitlich versetzt, so, wie von früheren Messsucherkameras bekannt. Die Kamera erscheint für 4.500 Euro im November 2018.

Fuji GFX50R
Die Fuji GFX 50R ist eine Mittelformat-Kamera im Messsucherstil. Image by Fujifilm

Dem Namen getreu löst die neue Kamera 50 Megapixel auf. Doch da geht mehr, findet Fuji, und berichtete davon, dass sich eine GFX-Kamera mit 100 Megapixel in Entwicklung befindet. Ferner zeigte Fuji drei neue Objektive, die trotz Mittelformat-Optimierung sehr klein und leicht sein sollen.

Schon vor der Photokina hat der Hersteller seine neue spiegellose APS-C-Kamera Fuji XT3 vorgestellt. Sie wurde von der Fachwelt sehr positiv aufgenommen, weil sie viel Qualität in kleinem Format bietet.

Canon und Nikon: Fokus aus EOS R und Nikon Z

Die beiden wichtigsten DSLR-Hersteller sehen die Zukunft ebenfalls im Spiegellos-Bereich. Ihre Vollformat-Neuankündigungen hatten sie aber schon weit vor Messebeginn vorgestellt. Dennoch zählen die Canon EOS R sowie Nikon Z6 und Nikon Z7 definitiv zu den Kamera-Highlights der Photokina 2018. Schließlich können das Publikum und die meisten Medien sie dort erstmals erleben.

Canon hat ferner eine Superzoom-Bridgekamera PowerShot SX70 HS im Gepäck, die seit vergangener Woche offiziell bekannt ist. Sie bietet einen 65-fachen Zoom und 4K-Video. Zudem wird auf der Photokina die kürzlich vorgestellte Einsteiger-DSLR Nikon D3500 gezeigt.

Canon EOS R
Die Canon EOS R ist eines der Kamera-Highlights der Photokina 2018.

Olympus: Farbenfrohster Stand aber keine neuen Kameras

Mit dem Olympus Playground bietet der Hersteller wieder einen echten Blickfang. In Sachen Neuvorstellungen kam Olympus aber mit leeren Händen. Wie Panasonic stieg Olympus vor zehn Jahren als Pionier in den Bereich der spiegellosen Systemkameras ein, könnte jetzt aber den Anschluss verpassen. Denn während die anderen großen Player den Aufmerksamkeitsschwerpunkt der Foto-Welt auf große Sensoren lenken, hält Olympus am deutlich kleinen MFT-Format fest.

Zwar betont der Hersteller, weiter in neue MFT-Kameras und -Objektive investieren zu wollen. Schließlich sprechen Handlichkeit und geringes Gewicht weiter für dieses Produktkonzept. Aber wenn die Masse der Anwender eher zum Smartphone greifen und die anspruchsvollen Anwender mit Bedarf für High-Performance sich größerformatigen Kameras zuwenden, könnte Olympus die Nutzerbasis abhanden kommen.

Olympus Playground Photokina 2018
Der Olympus Playground ist ein Spaßpark fürs Fotografieren auf der Photokina 2018. Image by Berti Kolbow-Lehradt

Zeiss ZX1: Kompakte Vollformatkamera mit eingebautem Lightroom CC

Die größte Photokina-Überraschung zeigte Zeiss. Der Hersteller steigt nämlich ins Kamerageschäft ein, natürlich ebenfalls mit einer spiegellosen Vollformatkamera – dem Trend der Stunde. Allerdings handelt es sich um eine kompakte Kamera ohne Wechseloptik. Stattdessen ist ein 35-Milllimeter-Objektiv vom Typ Zeiss Distagon verbaut. Mit f/2 Offenblende ist die Festbrennweite sehr lichtstark. 

Das besonderste Merkmal ist die Smartphone-ähnliche Bedienung über den überdurchschnittlich großen 4,3-Zoll-Touchscreen. Dort können Fotografen ihre Bilder gleich bearbeiten. In der Kamera kommt nämlich eine angepasste Variante von Lightroom CC zum Einsatz. Dadurch lassen sich Rohdaten direkt in der Kamera nach eigenen Vorlieben entwickeln und in JPGs konvertieren. Über WLAN oder Bluetooth teilen Nutzer die Bilder mit ihren Social-Media-Profilen oder speichern sie gleich in der Cloud. Ein Transfer per Speicherkarte ist gar nicht vorgesehen. Vielmehr finden Bilder auf einem 512 GB großen SSD-Festspeicher Platz. Eine Kabelverbindung per USB-C ist hingegen möglich.

Damit nimmt Zeiss einen sehr modernen, innovativen Kurs, von dem wir wünschten, dass mehr Kamerahersteller ihn einschlagen würden. Nichtsdestotrotz handelt es sich um eine klassische Kamera, die eine Bildkontrolle via Sucher, Einstellungen via zwei Rändelrädern und den Aufsatz eines Zusatzlichts per Blitzschuh ermöglicht. Die Zeiss ZX1 soll Anfang 2019 erscheinen. Bis dahin nennt Zeiss auch den Preis und weitere technische Details.

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Images by Canon, Panasonic, Fujifilm, Berti Kolbow-Lehradt

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Endlich: Nikon kündigt spiegellose Vollformatkamera an

Neue spiegellose Vollformatkamera mit dem Look der Nikon D850?

Update: Inzwischen hat Nikon alle Fakten über die spiegellose Vollformatkamera bekannt gegeben. Hier geht es zur ausführlichen Meldung

Die Spatzen haben es schon von den Dächern gepfiffen. Jetzt bestätigt Nikon das Gerücht. Der japanische Fototechnik-Hersteller stellt zur Photokina eine spiegellose Vollformatkamera vor. Passend zur Nikon-FX-Vollformatkamera wird es auch Nikkor-Objektive mit einem neuen Bajonett geben. Das ist in der Foto-Welt eine kleine Sensation, da Nikon bisher sehr stark an seinem traditionellen Geschäft mit DSLR-Kameras, also solchen mit Spiegelreflex-Technik festgehalten hat. Spiegellose Kameras gelten allgemein als die Zukunft der Fototechnik.

Nach einem glücklosen Versuch mit der kleinformatigen spiegellosen Kamerareihe Nikon 1, geht der Hersteller jetzt buchstäblich in die Vollen. Die neue Kamera wird auf einen besonders großen Bildsensor mit der Diagonale eines früheren Kleinbildnegativs setzen, im Volksmund auch Vollformat genannt. Das verspricht höhere Auflösungen bei gleichzeitig weniger Bildrauschen auch bei sehr wenig Umgebungslicht. Weil die Kamera über keinen Schwingspiegel verfügt, besitzt sie weniger mechanische Teile, die verschleißen können. Außerdem kann sie kompakter gebaut werden.

Zwar hat Nikon bereits Vollformatkameras mit Spiegel im Programm, aber die entsprechenden Objektive werden nicht ohne Weiteres zum neuen Modell passen. Dafür werden Besitzer eines bestehenden Objektiv-Fuhrparks auf einen Bajonettadapter zurückgreifen können. Diesen können Anwender mit den Nikor-Objektiven mit F-Bajonettanschluss verwenden, die Teil des Nikon-Digital-SLR-Systems sind und damit die Auswahlmöglichkeiten für Fotografen erweitern.

Wann die neue Kamera zu kaufen ist, was sie kostet und weitere Details hat Nikon noch nicht verraten. Ob sie so aussieht wie das DSLR-Flaggschiff Nikon D850 auf dem Foto oben, ist noch offen. Diese News hebt sich der Hersteller für die Photokina auf. Auch ein Teaser-Video gibt kaum etwas preis.

Nikon folgt Sony. Wann bringt Canon eine spiegellose Vollformatkamera?

Bisher hat nur Sony eine spiegellose Vollformatkamera im Programm, die Alpha 7, die es in gleich mehreren Ausführungen bereits in dritter Generation gibt. Branchengerüchten zufolge soll auch Canon eine spiegellose Vollformatkamera planen. Ähnlich wie Nikon, wenn auch nicht ganz so hartnäckig, setzt Canon bisher ebenfalls auf seine Marktmacht bei DSLR-Kameras. Canon hat sich noch nicht dazu geäußert. Mit einer Nachricht ist zur Imaging-Leitmesse Photokina im September zu rechnen.

Spiegellose Kameras mit Wechselobjektiven sind seit 2009 erhältlich. Sie laufen unter der Abkürzung DSLM, CSC oder ILC und verkaufen sich inzwischen besser als DSLR-Kameras. Kein Wunder, sind sie doch viel handlicher. Praktisch alle bekannten Marken haben inzwischen spiegellose Kameras im Programm, allerdings überwiegend mit kleineren Sensoren. Neben den erwähnten Herstellern wären auch noch Panasonic, Olympus und Fuji zu nennen. Mit Nikon 1 verfügte Nikon ebenfalls über eine solche Produktreihe, die allerdings erfolglos eingestellt wurde. Abgesehen von DSLRs ist Nikon sonst noch in Kompakt- und Bridgekameras mit großem Zoom aktiv.

Wegen der Fortschritte in der Bildsensortechnik bieten DSLMs mit kleineren Sensordiagonalen ebenfalls eine Bildqualität auf hohem Niveau. Eine spiegellose Vollformatkamera, wie die vorhandene von Sony und die angekündigte von Nikon, hat technikbedingt nochmals mehr zu bieten, ist allerdings auch etwas schwerer und ausladender.

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Bethesda, EA, Sony & Co.: Bisherige E3 2018 Highlights und die kommenden Konferenzen

E3 2018 Symbolbild REDPIXEL - stock adobe com

Alle Jahre wieder trifft sich die Videospiel-Welt zum Gaming-Mekka. Seit 1995 findet die Electronic Entertainment Expo – kurz E3 – in Los Angeles – außer zweier kleinen Abstecher in Atlanta – statt. Die Publisher konnten die Haupt-Show der E3 2018 beinahe gar nicht erwarten und so regnete es schon im Vorfeld Ankündigungen und Teaser-Trailer, wie beispielsweise den ominösen Ankündigungs-Stream zu Fallout 76. Bevor die Messe aber am 12. Juni beginnt regnet es erstmal Teaser und Trailer auf der Konferenz-Bühne. Let the games begin!

EA und die kürzeste Wartezeit ever!

Ein neuer FIFA-Teil ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Die Infos zu FIFA 19 waren deshalb absehbar und wenig berauschend. Auch zu Battlefield V gab es im Vorfeld schon Informationen.

Was tatsächlich niemand ahnen konnte war die Ankündigung von Unravel Two. Schon 2016 begeisterte das kleine Faden-Wesen Yarni die Spieler, eine Fortsetzung des Indie-Abenteuers war also absehbar. Die Überraschung dabei: das Game wurde im gleichen Moment direkt veröffentlicht. Unravel Two ist also ab sofort für PC, Playstation 4 und Xbox One verfügbar. Neu ist ein optionaler Koop-Modus!

EA will auch in Zukunft weiterhin ihre Star Wars Lizenz nutzen. Trotz des holprigen Starts von Star Wars: Battlefront 2 hat der Publisher noch Hoffnung und große Pläne für das Spiel – geplant sind zukünftige Inhalte zur Clone Wars Ära. Auch ein neuer Titel namens Star Wars Jedi: Fallen Order wurde angekündigt, der zwischen den Episoden 3 und 4 spielen wird. Ein Release sei aber erst für das vierte Quartal 2019 geplant.

Weitere Titel der Show waren beispielsweise Sea of Solitude, ein Adventure des Berliner Studios Jo-Mei Games, das zeigt, welche Monster aus Menschen in Einsamkeit werden können, sowie der Online-Shooter Anthem aus dem Hause BioWare, welches am 22. Februar 2019 erscheinen soll.

Bethesda – erstes neues Franchise in 25 Jahren

Der neue Online-Titel Fallout 76 war ohne Frage einer der Stars des Bethesda-Streams, aber durch die Ankündigung im Vorfeld keine große Überraschung. Der Fallout-Ableger kommt noch 2018, genauer gesagt am 14. November.

Beinahe vergessen konnte man den Teaser zu Starfield – dem ersten neuen Bethesda Franchise in 25 Jahren. Denn dieser wurde quasi in einem Nebensatz erwähnt und mit der Ankündigung eines Ablegers zu einem der erfolgreichsten Bethesda-Reihen regelrecht überrannt: The Elder Scrolls 6. 

Gleichzeitig hat sich der Publisher auch ein wenig selbst auf den Arm genommen und angedeutet, auf welchen Plattformen Skyrim in einer „Very Special Edition“ eigentlich noch ausgeschlachtet werden könnt. Aber seht selbst:

Außerdem wurde der kostenlose Titel Fallout Shelter für alle Plattformen und The Elder Scrolls – Blades als erster mobiler Ableger der beliebten Reihe angekündigt.

Die größten Pressekonferenzen der E3 2018 auf einen Blick

Wenn sich Sony, Nintendo, EA und Co. gegenseitig das Mikrofon auf der Bühne der E3 2018 in die Hand drücken, schaut die Gaming-Welt gespannt zu. Hier fassen wir euch nochmal die wichtigsten Pressekonferenzen der größten Publisher zusammen und wo ihr sie nachholen könnt!

Montag, 11. Juni, 19 Uhr: SQUARE ENIX

Hier freuen sich Fans vor allem auf Infos zum langersehnten Kingdom Hearts 3, dem 3. Teil der „Tomb Raider“ Reboot-Reihe Shadow of the Tomb Raider sowie zum Remake des Klassikers Final Fantasy 7.

Den Square Enix Stream könnt ihr hier verfolgen.

Montag, 11. Juni, 22 Uhr: UBISOFT

Nachdem die „Assassins Creed“-Reihe von Ubisoft schon häufig dafür in Kritik geraten ist neue Teile zu inflationär im Jahrestakt auf den Markt zu werfen, gibt es nur ein Jahr nach Assassin’s Creed: Origins womöglich noch in diesem Jahr einen neuen Ableger. Das Ganze trägt dann den Titel Assassin’s Creed: Odyssey und wird in Griechenland spielen und mit ziemlicher Sicherheit hierzulande pünktlich zur Gamescom anspielbar sein.

Weitere Titel auf der Ubisoft Agenda sind u.a. Beyond Good and Evil 2, Skull & Bones und Tom Clancy’s The Division 2

Den Ubisoft Stream könnt ihr hier verfolgen:

Live-Video von Ubisoft auf www.twitch.tv ansehen

Dienstag, 12. Juni, 0 Uhr: PC GAMER

Im Vordergrund dieser Präsentation stehen – auf der sonst sehr konsolen-lastigen Veranstaltung – die PC-Spiele im Mittelpunkt. In diese Stream wird es demnach Infos Jurassic World Evolution, Psychonauts 2 und Shadow of the Tomb Raider geben.

Die PC Gaming Show könnt ihr hier verfolgen.

Dienstag, 12. Juni, 3 Uhr: SONY

Sony hat auf der E3 2018 gleich zwei heißbegehrte Games im Gepäck. The Last of Us: Part 2 ist die langersehnte Fortsetzung des Blockbusters aus dem Jahr 2013 und Death Stranding mit „The Walking Dead“-Star Norman Reedus als neues Projekt von „Metal Gear Solid“-Schöpfer Hideo Kojima.

Den Sony Stream könnt ihr hier verfolgen.

Dienstag, 12. Juni, 18 Uhr: NINTENDO

Bestätigte Titel für die Nintendo Pressekonferenz sind ein neuer Teil der Super Smash Bros Reihe und Pokemon Let’s Go Pikachu und Evoli, die bereits im Vorfeld der E3 2018 angekündigt wurden. Letztere Titel werden auf der E3 2018 spielbar sein und Fans können mit weiteren Infos rechnen. Es werden zudem Infos zu Metroid Prime 4 und jeweils neuen Ablegern der Fire Emblem und Paper Mario Reihen erwartet.

Den Nintendo Stream könnt ihr hier verfolgen.

Live-Video von Nintendo auf www.twitch.tv ansehen/center>
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Wann kommt die Playstation 5 und was kann sie?

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Dass die Playstation 5 kommen wird gilt als sicher. Spiele-Entwickler arbeiten angeblich bereits mit der neuen Konsole. Doch wann sie kommt und welche neuen Features und Eckdaten Sony ihr verpassen wird, wird nach wie vor heiß diskutiert. Gerüchte über die PS5 nehmen in letzter Zeit zumindest dramatisch zu. Und dies nicht aus heiterem Himmel, denn nach und nach kommen vereinzelt immer mehr Informationen bezüglich der neuen Playstation ans Licht. Dennoch gehen die Meinungen über Details der Konsole, selbst unter Analysten und Experten, teilweise weit auseinander.

Das Unternehmen Sony und der Vorgänger

Die japanische Technik-Firma Sony gehört zu den weltweit be- und anerkanntesten Herstellern seiner Branche. Das 1946 gegründete Unternehmen mit Sitz in Minato (Japan) ist mit 125.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von 61,5 Milliarden Euro hinter Hitachi und Panasonic der drittgrößte Elektronik-Konzern in Japan.

Als Anbieter von Unterhaltungselektronik liegt Sonys Hauptaufgabengebiet im Vertrieb von TV-Geräten, Mobiltelefonen, Kameras,  und Konsolen. Flaggschiff ist dabei die Playstation, welche sich momentan in der vierten Generation befindet und seit jeher im Konkurrenzkampf mit der Xbox-Konsole von Microsoft steht. Zusammen mit Nintendo teilen die drei Unternehmen den Konsolen-Markt quasi komplett untereinander auf. Nicht zuletzt deshalb genießt die Playstation höchsten Stellenwert bei Sony.

Alleine die PS4 verkaufte sich seit ihrem Release weltweit fast 75 Millionen Mal. Auch die Vorgänger PS1, PS2 und PS3 waren Verkaufsschlager. Mit der Ankündigung bezüglich der Planung einer Playstation 5 entschied sich Sony, die erfolgreiche Serie weiter fortzusetzen.

Was man von der Playstation 5 erwarten darf

Was genau Benutzer von der PS5 erwarten können, lässt sich bisher größtenteils nur vermuten oder erahnen. Dennoch gelten einige wenige Eckdaten der Konsole als quasi sicher oder zumindest als recht wahrscheinlich.

So wird sich der technische Aufbau nicht sonderlich von dem der PS4 unterscheiden. Sony greift wohl auch weiterhin auf Chips von AMD zurück, weshalb ein 8-Kern-Prozessor auf Zen-Basis zu erwarten ist. Außerdem plant AMD für 2019 die Einführung einer Navi-Grafikkartenarchitektur, was eine 4K-Konsole ermöglichen würde. An dem Generationenwechsel hin zu 4K-Gaming (60 Bilder pro Sekunde) führt eh kaum noch ein Weg vorbei, will man auf dem Gaming-Markt weiterhin mithalten. Bislang nutzt Sony für Spiele noch die Zwischenauflösung 1440p.

Die PS5 wird daher vermutlich mit deutlich mehr Power, Grafik und auch Speicher aufwarten. Besonders beim Speicher macht ein SSD-Speicher aufgrund langer Ladezeiten der PS4 Sinn. Gerechnet wird mit einem SSD-Speicher dennoch nicht, zumal die klassische Festplatte erhebliche Kosteneinsparungen bedeutet. Dafür wird gilt eine Aufstockung von 1 TB auf 2 TB Speicherplatz als realistisch.

Außerdem lässt die Ähnlichkeit zur PS4 auf eine lange ersehnte Abwärtskompatibilität hoffen, was bedeuten würde, dass auch Spiele von Vorgängermodellen problemlos auf der neuen Konsole gezockt werden könnten. Ebenfalls nicht ausgeschlossen ist aufgrund der Auflösung ein kabelloses Nachfolgermodell der PSVR (Playstation Virtuell Reality). Dies ist jedoch lediglich Spekulation.

Viel sinnvoller und wahrscheinlicher erscheint, dass Sony seinem Konkurrenten Microsoft in mehrerer Hinsicht nachzieht. So könnte eine Fernseh-Funktion und das DLNA-Steaming Einzug in Sonys Pläne erhalten. Auch eine Spiele-Flatrate, ähnlich dem Game Pass bei Microsoft, scheint möglich. Die Xbox macht alle diese Funktionen bereits erfolgreich vor.

Über Design und Preis ist dagegen bisher wenig zu erfahren, weshalb weiterhin abgewartet werden muss. Erwarten darf man hier allerdings wohl auch nicht allzugroße Veränderungen, weshalb der Preis wieder zwischen 399 und 499 Euro liegen wird, machte Sony doch in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen mit zu hohen Preisen.

Zukunftsaussichten für Sony und die PS5

Letztendlich handelt es sich in Bezug auf die Playstation 5 noch um viel Spekulation. Nichts desto trotz kann man sicher davon ausgehen, dass Sony an vielen Stellen nachgebessert und einige Neuheiten einbauen wird. Um welche es sich zum Schluss handeln wird ist offen, allerdings deutet viel auf Grafik (4K), Speicher (2TB) und einen Ausbau des Entertainment-Systems hin.

Außerdem gibt es mit Blick auf die Zukunft berechtigte Annahmen, dass die PS5 die vorerst letzte Konsole des Unternehmens sein könnte. Bereits jetzt läuft das Spiele-Streaming bei PS-Now äußerst gut, weshalb Sony künftig komplett auf den Umweg über eine Konsole verzichten könnte. Womöglich reicht in Zukunft ein DUALSHOCK-Controller mit 4K-fähigem Fernseher samt Streaming-Dienst (PS-Now). Für 2019 rechnet man in den USA mit 50 Prozent und weltweit etwa 35 Prozent solcher TV-Geräte. Auch deshalb rechnet man mit einem Release frühestens 2019.

Weitere Gründe für einen Release 2019 wäre die Einführung der Navi-Grafikkartenarchitektur seitens AMD, sowie die zwei Fakten, dass sich die noch recht junge PS4 Pro (2017) weiterhin gut verkauft und dass im Jahr 2018 bisher noch keinerlei Werbung in dieser Richtung gemacht wurde, was bei diesjähriger Veröffentlichung eigentlich an der Zeit wäre.

Die allgemeine Meinung von Branchen-Kennern und auch die Fakten sprechen damit für einen wahrscheinlichen Release in erst ein bis zwei Jahren. Dann allerdings vermutlich als voll ausgerüstetes Flaggschiff und mit großartigen Zukunftsaussichten für Sony. Die Gaming-Szene jedenfalls darf sich schon mal auf die Playstation 5 freuen.


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Huawei P20 Pro lenkt alle Augen auf die erste Triple-Kamera

Huawei P20 Pro Triple-Kamera

Mit Dual-Kameras versuchen immer mehr Smartphone-Hersteller die Foto-Qualitäten ihrer Modelle denen von herkömmlichen Kameras mit Wechselobjektiv anzunähern. Huawei hat dieses Prinzip mit dem P9 populär gemacht. Mit dem Ur-Enkel, dem Huawei P20, geht der Hersteller einen Schritt weiter und präsentiert das erste Smartphone mit drei Kameras auf der Rückseite. Die zwei preisgünstigeren Geschwistermodelle, das P20 lite und das P20 ohne Namenszusatz verzichten auf diese Weltneuheit, sind ansonsten allerdings technisch ebenfalls stark ausgestattet.

Huawei P20 Pro: Drei Kameras für einen fünffachen Zoom

Das Leistungsvermögen von Smartphones ist etwas mehr als zehn Jahre nach dem ersten iPhone zwar fast ausgereizt. Bei den Foto-Qualitäten geht aber noch was. Denn der Abstand zu den kreativen Möglichkeiten herkömmlicher DSLR und kompakter Systemkameras ist noch groß. Daher preschte Smartphone-Marktführer Samsung kürzlich mit einem Modell vor, dessen Objektiv erstmals die Blende variieren kann. Allerdings ist der praktische Mehrwert dieser Funktion in der ansonsten sehr guten Dual-Kamera des Galaxy S9+ gering.

Huawei Mate 20 Pro
Das Huawei P20 Pro. Image by Huawei

Samsungs Verfolger Huawei kontert jetzt mit einem Modell, das trotz Smartphone-typischer Bauweise einen bis zu fünffachen Zoom anbietet. Dafür sollen drei Sensoren deren Aufnahmen zu einer Bilddatei verrechnet werden. Dabei handelt es sich um einen Farbsensor mit 40 Megapixel, einen Schwarz-Weiß-Sensor mit 20 Megapixeln und einen Farbsensor mit 8 Megapixel. Vor dem 8-Megapixel-Sensor befindet sich zudem Vario-Summilux-Objektiv von Leica optischen Dreifach-Zoom, der einer Brennweite von 80 Millimetern (Kleinbild-äquivalent) entspricht.

Durch das Plus an Bildinformationen und den optischen Zoom sollen Nutzer den Bildausschnitt im Sinne eines Hybrid-Zooms bis zu fünffach vergrößern können, ohne dass es zu nennenswerten Einbußen in der Qualität kommt. Wie bei den vorherigen Flaggschiff-Geräten von Huawei stand die Traditionsmarke Leica Pate. 

Auf der Front bleibt Huawei bei einer Aufnahmeeinheit. Diese ist jedoch ungewöhnlich hoch aufgelöst. Denn der Sensor zählt satte 24 Megapixel.

Super-Zeitlupe, Studiolicht-Effekte und KI-Bildstabilisator

Darüber hinaus ist das Huawei P20 Pro in der Lage, Videos mit 960 Bildern pro Sekunde aufzunehmen und in Super-Zeitlupe in einer HD-Auflösung (720p) abzuspielen. Diese rechenintensive Funktion bieten sonst nur noch Spitzenmodelle von Samsung und Sony.

Huawei P20 Pro
Wie Samsung und Sony ermöglicht Huawei eine Super-Zeitlupe mit 960 Bildern pro Sekunde.

Außerdem bietet das Huawei P20 Pro einen Porträtmodus, der neben dem Bokeh-Effekt auch Lichteinstellungen wie im Studio simuliert. In diesem Punkt eifert Huawei dem Vorbild des iPhone X nach. 

Wie schon das Mate 10 nutzt auch das P20 Pro Verfahren des Maschinellen Lernens (Künstliche Intelligenz, KI), um dem Fotografen bei der Belichtung zu helfen. Die schlauen Algorithmen sollen Motive viel besser identifizieren und automatisch belichten als dies die Szenenprogramme herkömmlicher Kameras können.

Huawei NPU
Die KI-gestützte Kamera-Software soll die Belichtung in über 500 Szenarien präzise automatisch einstellen.

Außerdem soll die interne KI im Zusammenspiel mit dem optischen Bildstabilisator Langzeitbelichtungen aus freier Hand bis bis zu 8 Sekunden Länge ermöglichen. Huawei AIS nennt der Hersteller diese Funktion, die ein Stativ entbehrlich machen soll. Das sind große Worte, die wir bei nächster Gelegenheit durch einen Praxistest prüfen werden.

Huawei AIS
Huawei will mit einem KI-gestützten System das Stativ bei Langzeitbelichtungen überflüssig machen.

Huawei stattet das P20 Pro mit Technik vom Feinsten aus

Auch Display und Rechenleistung und sonstige Ausstattung des Huawei P20 Pro zählen zur Créme de la Créme dessen, was der Markt für Smartphone-Komponenten derzeit hergibt. Beim Bildschirm setzt Huawei auf eine aufwendig zu produzierende Konstruktion fast ohne Rahmen an allen Seiten, aber mit einem Sensorsteg am oberen Ende. Trendgemäß verfügt das 6,1 Zoll in der Diagonale messende Display über das langgezogene 19:9-Format. Das farbstarke OLED-Panel löst in knackscharfe 2.240 x 1.080 Pixel auf und verspricht damit eine hervorragende Bildqualität.

Ein sehr schnelles Arbeitstempo gewährleistet der von Huawei selbst gefertigte Prozessor vom Typ Kirin 970. Neben acht Rechenkernen verfügt er auch über die aus dem Huawei Mate 10 bekannte Prozessoreinheit, die Aufgaben mit Künstlicher Intelligenz löst. Dem Kirin 970 an die Seite stellt Huawei imposante 6 GB Arbeitsspeicher, was für schnelle App-Starts und flüssiges Multitasking sorgen dürfte. Mit 128 GB Festspeicher bietet das P20 Pro auch viel Platz für Apps, Fotos und Musik. Allerdings ist er nicht erweiterbar, denn auf einen Slot für eine Micro-SD-Karte verzichtet Huawei.

Auch bei der übrigen Ausstattung lässt Huawei sich nicht lumpen. Das Betriebssystem ist mit Android in der Version 8.1 topaktuell, der Akku ist mit einer Kapazität von 4.000 mAh recht groß dimensioniert und gemäß IP67-Standard ist das Modell auch sicher vor Wasser und Staub.

Dieses vorzüglich zusammengestellte Paket hat natürlich auch seinen Preis. So ruft Huawei zum Marktstart im April 899 Euro für das in drei Farbvarianten erhältliche Top-Smartphone auf. Der Unterschied zum Luxus-Preis des iPhone X schmilzt somit bei Android-Geräten immer mehr.

Huawei P20 und P20 lite bieten viel Leistung für weniger Budget

Dem neuen Vorzeige-Gerät an die Seite stellt Huawei zwei preisgünstigere Geschwistermodelle: Das Huawei P20 für 649 Euro und das Huawei P20 lite für 369 Euro. Wegen des niedrigeren Preises sind einige Leistungsdaten im Vergleich zum P20 Pro abgespeckt.

Huawei P20
Das Huawei P20. Image by Huawei

Wer auf die Triple-Kamera verzichten kann, sollte das P20 in Betracht ziehen. Es verfügt über eine Dual-Kamera mit Know-how von Leica, deren Sensoren mit 20 und 12 Megapixel auflösen. Das Display basiert auf der helleren, aber nicht so farbstarken LCD-Technologie. Außerdem ist es mit 5,8 Zoll in der Diagonale etwas kleiner als beim Pro-Modell. In das Gehäuse passt daher auch nur ein Akku mit 3.400 mAh Kapazität. Der Arbeitsspeicher zählt 4 GB, was aber immer noch gehoben ist. Wie beim Pro-Modell unterstützt eine KI Smartphone-Nutzer beim Fotografieren.

Das P20 Lite (zu unserem Test) setzt wie das P20 auf ein vergleichbar großes LC-Display. Die Dual-Kamera auf der Rückseite nutzt einen 16-Megapixel- und einen 2-Megapixel-Sensor. Der Akku fasst 3.000 mAh. Statt dem neusten Android kommt die Hauptversion 8.0 zum Einsatz. Im Gegensatz zum P20 und P20 Pro ist der 64 GB große Festspeicher des „kleinen“ Modells dafür durch eine Micro-SD-Karte erweiterbar. Unter der Haube rechnet nicht der KI-Prozessor, sondern ein Mittelklasse-Rechenknecht namens Kirin 659.

Huawei P20 lite
Das Huawei P20 lite. Image by Huawei

Insbesondere das Preis-Leistungsverhältnis des Huawei P20 lite ist äußerst attraktiv. Denn obwohl es auf Spitzen-Technik verzichtet, bietet es immer noch eine gehobene Ausstattung für vergleichsweise kleines Geld. Ein Smartphone mit fast rahmenlosen und nahezu vollflächigen Display (abgesehen von der Notch) ist in dieser Preisklasse neu.

Porsche Design Huawei Mate RS mit Fingerabdruckleser im Display

Neben der P20-Serie kündigte Huawei in Paris auch eine neues Luxus-Modell namens Porsche Design Mate RS an. Es wird Mitte April für 1.699 Euro erscheinen. Neben einem besonderen Design und dem Prestige eines exklusiven Modells erhalten Käufer dann das erste Gerät, das über einen Fingerabdrucksensor im Display verfügt. Außerdem ist Spitzentechnik aus dem Huawei P2o Pro dabei. So sind die Triple-Kamera von Leica mit 40 Megapixeln, die KI-gestützte Fotografie, ein 4.000-mAh-Akku und der IP67-Wetterschutz an Bord.

Welchen ersten Eindruck das Huawei P20 Pro macht, berichtet Jonathan Kemper in diesem Kurztest. Er war als Autor von Netzpiloten Android bei der Vorstellung der P20-Serie in Paris vor Ort.

Das P20 bei Amazon (Provisions-Link)
Die Pro-Variante des P20 bei Amazon (Provisions-Link)
Die lite-Variante des P20 bei Amazon (Provisions-Link)
Das Porsche Design Huawei Mate RS bei Amazon (Provisions-Link)


Images by Huawei; Sebastian Seitz; Berti Kolbow-Lehradt

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Sony WH-1000XM2 im Test: Die Kopfhörer-Königsklasse

Sony-WH-1000XM2

Na, schon mal für 300 Euro Kopfhörer gekauft? Ich nehme an, das trifft nur auf den kleinsten Teil der Leserschaft zu. Immerhin ist das eine ganze Stange Geld und für diesen Preis bekommt man auch zehn mittelmäßige Headsets. Warum es dennoch lohnt, in die Over-Ear-Kopfhörer Sony WH-1000XM2 zu investieren, erkläre ich in diesem Artikel.

Soundqualität

Schauen wir uns als erstes den vielleicht wichtigsten Faktor an: Die Soundqualität. Man darf einiges erwarten von Kopfhörern, die 300 Euro kosten und Sony lässt die Kunden nicht hängen. Die Japaner setzen auf alle aktuellen Sound-Standards, um die beste Tonqualität liefern zu können. Sowohl per Bluetooth als auch über Kabel ist das Hören über die WH-1000XM2 ein Genuss. Solltet ihr kein High-Resolution-Audio besitzen, ist das auch kein Problem. Die Sony-Kopfhörer können alle Audiodateien abspielen. Mit der DSEE HX-Technologie verspricht Sony, dass der Kopfhörer die Lebhaftigkeit und Qualität der Songs durch Upscaling verbessert. Ist die Ausgangsdatei allerdings sehr schlecht, kann diese Funktion auch nicht mehr viel retten.

Grundsätzlich kann ich sagen: Die Audioqualität der Sony WH-1000XM2 ist phänomenal. Es gibt keinen sogenannten Badewanneneffekt. Diesen hört ihr oft bei günstigen Kopfhörern und Bluetooth-Lautsprechern. Die Hersteller boosten die Lautstärke des Basses und der Höhen, um die wahrgenommene Lautstärke zu vervielfältigen. Dadurch leiden die mittleren Töne, die unter anderem den Gesang enthalten. Der Sony-Kopfhörer spricht auf jede Frequenz gleich gut an und überzeugt mit einem neutralen Klangbild. Dadurch macht das Hören von qualitativ hochwertiger Musik sehr viel Spaß, da sich wirklich jedes Musikgenre verzerrungsfrei abbilden lässt.

Sony WH-1000XM2
Die Sony WH-1000XM2 sind bequem genug für Stunden langes tragen. Image by Mika Baumeister

Zahlreiche Anpassungsmöglichkeiten

Schön und gut, dass die Kopfhörer eine ausgeglichene Frequenzkurve bieten. Nur gehöre ich zu den Personen, die sehr auf Bass stehen. Deswegen waren meine vorherigen Kopfhörer (Sony MDR-XB500) auch sehr basslastig. Nur weil der WH-1000XM2 vom Werk aus neutral eingestellt ist, heißt das glücklicherweise nicht, dass sich das nicht ändern ließe. Über die Smartphone-App lassen sich viele Einstellungen anpassen. So bietet die Anwendung „Headphones Connect“ für iOS und Android verschiedene voreingestellte Equalizer an, um den Sound euren Präferenzen anzupassen.

Über die Klangpositionssteuerung könnt ihr einstellen, aus welcher Richtung der Sound kommt: Sei es das normale Stereo-Signal der Lieder oder eine fast beliebige Position rund um den Kopf herum, zum Beispiel von hinten rechts. Das lässt sich am finalen Klang auch deutlich erkennen. Für die reine Musikwiedergabe ist diese Funktion unnötig, wenn ihr den Sony WH-1000XM2 im Heimkinosystem verwendet, mag es sinnvoll sein. Ein weiteres Gimmick ist die VPT-Funktion: Damit lässt sich die Musik in verschiedenen Umgebungen abspielen, wobei der Kopfhörer etwa den blechernen Klang eine Konzerthalle oder den hallenden Sound einer Arena imitiert. VPT ist zwar mal ganz witzig, aber auch nicht für den Alltagsgebrauch gemacht.

Noise Cancelling

Kommen wir zu einem der wohl wichtigsten Punkte der Sony WH-1000XM2: Die Noise Cancelling-Technologie. Ich habe in diesem Artikel bereits erklärt, wie Noise Cancelling genau funktioniert. Aber wie gut klappt das Ganze bei Sony? Long Story Short: Sehr gut. Im direkten Vergleich mit den Bose QuietComfort 25 (Over-Ear) und den Bose QuietComfort 20 (In-Ear) schlägt sich Sony hervorragend. Die Hintergrundgeräusche werden besser herausgefiltert. Das merkt ihr im Vergleich vor allem bei hohen Tönen: Die QC 20 haben Probleme mit hohen Tönen, die durch die geringe Soundbarriere der In-Ears einfach durchdringen. Dadurch hört sich in der Nähe abgespielte Musik, gefiltert durch die Noise Cancelling-Technologie, sehr blechern an. Die QuietComfort 25 sind in diesem Aspekt etwas besser, können aber aufgrund des im direkten Vergleich geringerem Anpressdruck an den Kopf ebenfalls nicht komplett hohe Frequenzen herausfiltern.

Die Sony WH-1000XM2 können allerdings auch nicht zaubern: Hohe und nur kurze Töne werden nicht ideal herausgefiltert, zum Beispiel Ping Pong-Bälle, deren Ton recht laut und kurz ist. Hier fällt es der Software im Hintergrund schwer, Störgeräusche zu isolieren und herauszufiltern. Normale Gespräche werden zu einem Flüstern, energisches Lachen dringt trotzdem hindurch. Sobald ihr aber Musik anschaltet und das Noise Cancelling im Hintergrund läuft, ist es fast nicht mehr wahrnehmbar. Der subjektive Eindruck lässt sich mit drei Buchstaben beschreiben: Wow.

Sony WH-1000XM2
Eine Benachrichtigungs-LED informiert über den Stand des Noise Cancelling. Image by Mika Baumeister

Perfekt in Bus und Bahn

Vor allem bei einer gleichbleibenden Lärmbelastung spielt die Noise-Cancelling-Technik ihre Stärken aus. Diese findet ihr überall: Sei es beim täglichen Pendeln in Bus und Bahn oder vielleicht auch einfach in der Küche, wo das Wasser gemütlich vor sich hin köchelt. Diese einzelnen Frequenzen findet der Sony WH-1000XM2 zuverlässig und filtert sie heraus. Ich kann euch verraten: In der Straßenbahn ist das ein wahrer Genuss. Ein hohes Fiepen beim Anfahren oder das dumpfe Rumpeln über die Schienen sind quasi nicht mehr wahrnehmbar.

Mit der Companion-App könnt ihr das Noise-Cancelling-Level anpassen: In 20 Stufen lässt sich regeln, wie viel der Umgebungsgeräusche der Kopfhörer heraus filtert. Das passiert wahlweise manuell über die App oder automatisch. Hier möchte die Anwendung allerdings dauerhaften GPS-Zugriff, um Bewegungen feststellen zu können – deswegen ist diese bequeme Funktion bei mir deaktiviert.

Tragekomfort

Sony qualifiziert diesen Kopfhörer mit der NC-Technik dazu, ihn während der normalen Arbeit die ganze Zeit zu tragen. Aber acht Stunden Kopfhörer aufgesetzt zu haben, fordert heraus. Das ist auch bei den Sony WH-1000XM2 der Fall: Die Headphones haben einen recht großen Anpressdruck an den Schädel, um stabil zu sitzen. Im Vergleich zu anderen On-Ear-Kopfhörern ist der Unterschied gut merkbar. Für mich benötigte es eine längere Anpassungsphase, bis ich mit den Sony-Kopfhörern problemlos klar kam. Inzwischen fällt mir das zusätzliche Gewicht meist aber nicht auf und ich trage die WH-1000XM2 täglich teils auch länger als acht Stunden: Transit, Arbeit und abendliche Spielrunden addieren sich.

Die Noise-Cancelling-Kopfhörer von Bose tragen sich aber tatsächlich bequemer: Die Ohrmuschel ist weicher, wodurch die Auflagefläche größer ausfällt als bei Sony. Gleichzeitig ist der Bügel nicht so stark gespannt. Die beiden Muscheln drücken also weniger auf den Schädel. Hier muss jeder für sich abwägen: Lieber ein besseres Noise Cancelling oder doch eher ein etwas bequemerer Kopfhörer?

Sony WH-1000XM2
Die Headphones haben einen recht großen Anpressdruck an den Schädel, um stabil zu sitzen. Image by Mika Baumeister

Konnektivität: Bluetooth und Touch-Steuerung

Für die drahtlose Signalübertragung per Bluetooth 4.1 nutzt Sony den hauseigenen LDAC-Standard, der verlustfreie Audiodateien unterstützt. Mit 990 Kilobit pro Sekunde könnte die Audiokodierungstechnologie theoretisch betrachtet sieben normale MP3-Streams gleichzeitig übertragen. LDAC überträgt Audiodateien mit einer Auflösung von maximal 24 Bit und 96 Kilohertz. Ebenfalls unterstützt der Sony WH-1000XM2 den verbreiteten Standard für Bluetooth-Audio SBC (Subband Coding) der mit 328 Kilobit sendet und dadurch problemlos ein hochauflösendes MP3-Lied übertragen kann.

Sony WH-1000XM2
Durch Berühren verbinden sich die Kopfhörer innerhalb weniger Sekunden. Image by Mika Baumeister

Innovative Bedienung mit Touchpanel

Im Gegensatz zu anderen Kopfhörern mit Noise Cancelling punkten die Sony WH-1000XM2 mit einer Gestensteuerung an der rechten Ohrmuschel. Durch ein einfaches Wischen auf der vertikalen Ebene könnt ihr die Lautstärke der Kopfhörer verstellen, die nicht mit der Gerätelautstärke gekoppelt ist – dadurch lässt sich die Ambient-Sound-Funktion genau auf eure Bedürfnisse anpassen. Auf der horizontalen lassen sich Lieder überspringen oder zurückspulen. Ein Doppelklick auf die Mitte der Ohrmuschel pausiert die aktuelle Wiedergabe.

Deckt ihr die rechte Seite des Kopfhörers mit der ganzen Hand ab, deaktiviert sich das Noise Cancelling und die Musik wird auf einen Bruchteil der eigentlichen Lautstärke reduziert. Dadurch könnt ihr mit einem Gegenüber sprechen, ohne die Musikwiedergabe und das Noise Cancelling zu deaktivieren. Nachdem die Hand von der Muschel entfernt ist, spielt die Musik einfach weiter. Diese Funktion ist im Alltag sehr nützlich und wird von mir persönlich häufig genutzt, um kurze Konversationen zu führen oder Nachfragen zu beantworten, ohne fünf Sekunden zum Ausschalten der Musik und zehn Sekunden für das Wiedereinschalten zu verschwenden.

30 Stunden Akku

Ich erwähnte bereits, dass ich den Kopfhörer täglich viele Stunden trage. Das geht aber auch nur, weil der verbaute Akku wirklich exzellent ist. Die von Sony beworbene Akkulaufzeit von 30 Stunden stimmt tatsächlich! Ich habe es nicht auf die Minute genau analysiert, im Regelfall komme ich aber ohne Laden mindestens drei Tage lang aus. Falls die Kopfhörer dann doch einmal komplett leer sein sollten, genügen zehn Minuten Ladezeit für 70 Minuten Musikgenuss. Wenn ihr die Kopfhörer beiseite legt, läuft das Noise Cancelling ganz normal weiter. Das belastet den Akku weiterhin, allerdings hält sich der Ladungsverlust in Grenzen. So lagen die Kopfhörer während der Mittagspause durchaus mal zwei Stunden eingeschaltet neben dem Laptop, ohne dass der Akkustand danach weit gesunken war.

So punktet Sony WH-1000XM2 im Vergleich zu Bose QC-35 und QC-25

Auch Bose stellt hervorragende Kopfhörer her. Allerdings befindet sich der US-amerikanische Hersteller teils einfach noch nicht in der digitalen Ära. Der Bose QC-35 wäre das direkte Konkurrenzprodukt – er bietet aber nur 20 Stunden drahtloser Laufzeit und kostet je nach Modell bis zu 40 Euro mehr als die WH-1000XM2. Gleichzeitig baute Bose Klangoptimierungen ein, die vom Nutzer nicht ausgeschaltet werden können. Dadurch verschwindet der neutrale Sound hochwertiger Audiodateien und die Bose-Software verfälscht den Klang. Die günstigere Version der Bose-Kopfhörer, also der QC-25, kann nicht mit Bluetooth umgehen. Die Nutzung ausschließlich über Klinke war für mich keine Option, da Kabelverbindungen in den nächsten Jahren definitiv weiter sterben werden.

Die Sony-Kopfhörer übertrumpfen die Konkurrenz in allen Aspekten und bieten umfangreiche Funktionen, die bei anderen gar nicht erst angeboten werden. Deswegen gewinnt Sony dieses Duell in fast allen Aspekten. Also: Wenn ihr das Geld über habt und euren Ohren etwas Gutes tun wollt, ist die Investition in die Sony WH-1000XM2 definitiv richtig.

Sony WH-1000XM2
Die Transporttasche passt perfekt. Image by Mika Baumeister

Fazit

Lange habe ich gehadert, ob ich mir neue Kopfhörer kaufen sollte. Ich meine: Warum sollte ich? Ich besitze ein sehr gutes In-Ear-Headset und einen ordentlichen kabelgebundenen Kopfhörer für den Heimgebrauch. Aber trotzdem war da dieser Haben-wollen-Reiz. Im schlimmsten Fall hätte ich das Audio-Accessoire auch wieder zurück schicken können. Also ging der Daumen auf die „Kaufen“-Taste. Bis heute – knapp einen Monat später – bereue ich den Kauf nicht. Das Noise Cancelling funktioniert wirklich gut und macht eine hektische Arbeitsumgebung ein ganzes Stückchen angenehmer. In der Bahn plötzlich leise Musik hören zu können, obwohl die Räder unter der Belastung quietschen, ist eine völlig neue Erfahrung. Und die neutrale Klangwiedergabe mit Unterstützung für High-Resolution-Audio ist ebenfalls ein großer Pluspunkt.

Natürlich geht es trotzdem günstiger. Die Sony MDR-1000X als Vorgänger haben prinzipiell die gleiche Technik verbaut, nur die App-Funktionen fehlen und die Akkulaufzeit liegt bei 20 Stunden. Der Aufpreis von 50 Euro macht sich meiner Meinung nach aber allein durch den stärkeren Akku bezahlt. Läge der 1000X bei 200 Euro, müsste man noch einmal neu kalkulieren. Beim jetzigen Preisunterschied war meine Entscheidung aber recht deutlich.

Den Sony-Kopfhörer bei Amazon kaufen (Provisons-Link)

Dieser Artikel erschien zuerst auf Netzpiloten Apple.


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Endlich Stille! So funktionieren Noise-Cancelling-Kopfhörer

Sony-WI-1000X-Noise-Canceling-Lifestylebild

Schon seit einigen Jahren erobern immer mehr sogenannte Noise-Cancelling-Kopfhörer die Verkaufsregale großer Handelsketten. Auch im Netz kommt man bei der Suche nach neuen Kopfhörern nur selten um die auch mit „ANC“ oder „ANR“ betitelten Ohrhörer herum. Dies steht für Active Noise Canceling bzw. Active Noise Reduction. Aber was hat es eigentlich mit dieser Technik auf sich? Ich möchte euch die technische Funktionsweise, Vorteile und Nachteile der Antischall-Technologie aufzeigen.

Noise-Cancelling-Kopfhörer: Gegenschall ist das Geheimnis

Eigentlich ist das Prinzip des Gegenschalls sehr einfach erklärt. Hier kommt eigentlich nur ein wenig Physik zum Einsatz. Ähnlich wie Wasser breitet sich auch der Schall in einer Wellenform aus. Diese sehen wir zwar nicht, erfassen sie aber mit unseren Ohren. In diesem Sinne bringen auch Lautsprecher oder die einzelnen Zündungen eines Autos aber auch unsere Stimmbänder die Luft zum Schwingen. Voila, schon können unsere Ohren diese Signale aufnehmen. Denn dann haben wir eine Schallwelle, die sich aufzeichnen lässt.

Handelt es sich bei der Schallwelle eben nicht um Musik, die du hören möchtest, sondern um Störgeräusche, lassen diese sich durch eine gegenläufige Schallwelle völlig ausschalten. Dafür muss der Ton mit derselben Amplitude und in der gleichen Tonhöhe dupliziert und umgekehrt werden. Der Fachbegriff für diese alternative Tonkurve nennt sich „Destruktive Interferenz“. Das Berechnen dieser Interferenz funktioniert in Computerprogrammen sehr gut, da hier keine Echtzeitberechnung vonnöten ist. Die Funktionsweise schildern die Kollegen von CNet sehr anschaulich im Video (auf Englisch).

Umsetzung ist technisch schwierig

Theoretisch ist die Erzeugung eines exakten Ebenbilds der originalen Schallwelle sehr einfach. Praktisch kommt es aber zu großen Problemen. Das größte Hindernis ist die Rechenleistung von kleinen Prozessoren: Um den Gegenschall zu produzieren, bleiben dem Kopfhörer nur wenige Millisekunden. Der Schall bewegt sich mit etwa 340 Metern pro Sekunde vorwärts. Das Mikrofon ist aber nur maximal einen Zentimeter – tendenziell eher weniger – von der Membran entfernt, die den entgegenwirkenden Schall produzieren soll. Das heißt: in nur 0.000029 Sekunden muss der Kopfhörer das Signal invertieren und über die Membran abspielen.

Zusätzlich kommt das Anspielverhalten der Mikrofone hinzu: Nur hochwertige Mikros können ein breites Tonspektrum aufnehmen. Hier ist es wichtig, dass das Mikro im kompletten menschlichen Hörbereich anspricht und dabei ein überall möglichst gleich lautes Signal einfängt. Sollte es bei unterschiedlichen Frequenzen unterschiedlich gut anspringen, muss auch das per Software ausgeglichen werden, was auf die Rechenleistung und die Verzögerung geht.

Ein weiteres Hindernis ist die genaue Berechnung der Schallwellen, die die Kopfhörer bereits bauartbedingt filtern. Bei eng anliegenden Over-Ear-Kopfhörern ist die Filterung von hohen Tönen beispielsweise schon gut gewährleistet, während tiefe Töne meist ohne Problem ins Ohr gelangen. In-Ear-Hörer sind nicht so gut abgeschirmt und lassen sowohl hohe als auch tiefe Töne gut in die Gehörgänge eindringen. Das muss die Software bei der Berechnung berücksichtigen, sonst würde der Gegenschall bestimmte hochtönige Signale wieder lauter machen – es könnte quasi ein „Über-Cancelling“ auftreten.

Noise-Cancelling-Kopfhörer
Noise-Cancelling-Visualisierung vom Kopfhörer-Hersteller iDeaUSA

Die Abschirmung unterscheidet sich von Kopf zu Kopf, deswegen bieten manche Noise-Cancelling-Kopfhörer eine Kalibrierungsfunktion, die misst, welche Frequenz wie laut nach außen dringen. Daran wird der Ton angepasst und verbessert.

Auch der Luftdruck ist ein Faktor. Schallwellen sind abhängig von unterschiedlichen Drücken, Temperaturen und der Luftfeuchtigkeit etwas schneller oder langsamer als die oben genannten 340 Meter pro Sekunde. Damit der Gegenschall genau passt, berücksichtigt die Software vieler Geräte auch diesen Aspekt.

Beste Filterung bei gleichbleibender Frequenz

Noise-Cancelling-Kopfhörer kann trotz all der in ihr verbauten Technologie aber auch nicht immer Wunder vollbringen. Während Geräusche im Flugzeug oder in der Bahn häufig fast komplett verschwinden, haben einige Kopfhörer Probleme mit wechselnden oder schnell auftretenden, lauten oder schrillen Frequenzen. Das offenbart sich beispielsweise beim Geschrei von Kindern. Auch Ping-Pong-Bälle auf der Tischtennisplatte werden nicht perfekt gefiltert. Tiefe, männliche Stimmen sind weniger zu hören als hohe Töne. Das hängt auch wieder mit der Reaktionszeit des Prozessors zusammen, der den Gegenschall berechnet.

Natürliche Endgegner: Wind, Wasser und Verkehr

Noise-Cancelling-Kopfhörer haben aber auch klare Nachteile, die vor allem draußen auftreten. Am schlimmsten hat es Wind auf die Technologie abgesehen. Starke Böen pusten in das Mikrofon, was unschöne Störgeräusche produziert. Dadurch hört ihr dann das typische Windgeräusch, was ihr von Handyvideos kennt. Dadurch wird die aktive Geräuschunterdrückung völlig unnütz und es lohnt sich eher, die Funktion zu deaktivieren. Ein sogenannter Popschutz könnte das Problem eindämmen – allerdings sinkt dann die Gesamtaufnahmequalität, selbst im Indoor-Einsatz.

Durch das offene Mikrofon ist der Einsatz von NC-Kopfhörern im Regen auch ein absolutes No-Go. Nur ein Tropfen Wasser könnte reichen, um die empfindliche Elektronik nachhaltig zu stören. Ein Mikrofon mit Wasserschaden nimmt die Außenwelt falsch auf und würde dementsprechend auch für ein fehlerhaftes Noise Cancelling sorgen.

Im Straßenverkehr solltet ihr solche Ohrhörer sowieso nicht verwenden. An einer Hauptstraße verschwinden Autogeräusche fast komplett, nur die Sirenen des Notarztes oder der Feuerwehr lassen sich noch gedämpft wahrnehmen. Durch das Wegfallen des Hörsinnes müsst ihr euch mehr auf die Augen verlassen. Das, was hinter euch oder sogar auch nur seitlich passiert, bekommt ihr gar nicht mehr mit. Die Gefahr, in einen Unfall verwickelt zu werden, steigt enorm. Das zeigen auch mehrere Verkehrsunglücke in den letzten Jahren. Seid beim Einsatz von NC-Technologie beim Teilnehmen am Straßenverkehr also besonders vorsichtig!

Gesundheitliche Vorteile inklusive

Tatsächlich ist die Verwendung von geräuschreduzierenden Technologien für den Körper gesund. Denn hohe Geräuschlevel erhöhen den Ausstoß von Stresshormonen. Zusätzlich könnt ihr mit Sicherheit im Flieger oder der Bahn mehr entspannen und vielleicht sogar einschlafen. Für mich persönlich war eine so stille Umgebung eine Offenbarung.

Ich arbeite in einem Coworking-Space, in dem meistens Musik im Hintergrund läuft und viele Gespräche stattfinden. Mit den aufgesetzten Kopfhörern – selbst ohne abgespielte Musik – ist die Arbeit direkt viel angenehmer zu erledigen. Fast keine Störgeräusche gelangen durch die aktive Geräuschreduzierung. Mit meinen Kopfhörern kann ich sogar leiser Musik hören, als die Umgebungsgeräusche eigentlich sind. Das schont das Gehör und ist viel entspannter als andere Kopfhörer gezielt lauter zu drehen, damit Gespräche nicht mehr zu meinen Ohren vordringen. Der Gesamtschallpegel ist geringer und meine sowieso schon geschundener Hörsinn kann ein wenig entspannen.

Noise-Cancelling-Kopfhörer für verschiedene Budgets

Besonders zwei Firmen haben sich rund ums Thema Noise Cancelling einen Namen gemacht: Bose und Sony. Es gibt aber auch Newcomer für kleines Budget, die ich kurz vorstellen möchte.

Bose und insbesondere das Modell QC-35 II gelten in Sachen Noise Cancelling als Referenz. Image by Bose

Bose

Bose war die erste Firma, die Noise Cancelling für den Normalnutzer anbot. Die Technologie kommt eigentlich aus der Raumfahrt und wurde von Bose adaptiert. Derzeit gibt es zwei verschiedene Modelle von Bose, welche für euch in Betracht gezogen werden sollten: Die QC-25 und QC-35 II. Der Hauptunterschied liegt darin, dass der QC-25 nur mit Kabel genutzt werden kann. Der QC-35 unterstützt auch Bluetooth und NFC für eine schnelle Verbindung. Natürlich gibt es weitere kleine Differenzen, die aber nicht besonders erwähnenswert sind. Der Akku beider Kopfhörer hält rund 20 Stunden. Für die kabelgebundene Version QC-25 werden derzeit rund 170 Euro fällig (Provisions-Link). Der kabellose QC-35 II ist für 330 Euro erhältlich (Provisions-Link). Ob sich der große Aufpreis für Bluetooth lohnt, ist an dieser Stelle euch überlassen.

Sony

Der Newcomer ist ganz klar Sony. Die Produktpalette des Herstellers ist riesig, doch zwei Kopfhörer stechen aus dem Portfolio hervor: Die MDR-1000X und WH-1000XM2. Beide unterstützen Bluetooth und verwenden dabei das verlustfreie Bluetooth-Audio-Protokoll apt-X HD und DSEE HX. Der MDR-1000X ist seit Mitte 2016 im Handel und punktet mit einer Gestensteuerung sowie einer Akkulaufzeit von 20 Stunden. Version 2, der WH-1000 XM2, trumpft etwas auf. Der Akku hält 30 Stunden, eine zusätzliche App erlaubt die exakte Steuerung des Tons mit Equalizer, räumlichen Verzerrungen und der Optimierung der Rauschunterdrückung. Das Design ist fast identisch zur alten Version. Für den Sony MDR-1000X werden 250 Euro fällig (Provisions-Link). Der Sony WH-1000XM2 kostet etwa 300 Euro (Provisions-Link).

Sony Noise-Cancelling-Kopfhörer
Mika-Baumeister testet den Sony WH-1000 XM2 mit Noise Cancelling.

Bluedio

Der in Deutschland unbekannte Hersteller Bluedio macht Noise Cancelling erschwinglich. Mit den beiden beliebtesten Modellen Bluedio T4s für 45 Euro (Provisions-Link) und Bluedio F2 für 65 Euro (Provisions-Link) sind sie deutlich unter dem Preispunkt des Premium-Segments anzutreffen. Logisch, dass darunter die Klangqualität leidet. Der Bass ist nicht so überzeugend wie bei Bose- oder Sony-Kopfhörern. Auch das Noise Cancelling ist nicht ganz so rund und rauscht mehr. Die Kopfhörer sind etwas schwerer, was auch an der Verwendung von echtem Metall statt angemaltem Plastik liegt. Dennoch: Für den kleinen Geldbeutel und den Einstieg in die Welt der Noise-Cancelling-Kopfhörer sind die Bluedio-Geräte perfekt geeignet.

Es gibt noch viele weitere NC-Modelle zur Auswahl. Wir haben für euch unter anderem bereits die Modelle B&O Beoplay H9, Plantronics Backbeat 2 SE, JBL Reflect Aware, Sennheiser PXC 550 Wireless, Denon AH-GC20 und Parrot Zik 3 ausprobiert.

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Smarte Lautsprecher: Google Assistant oder Amazon Alexa, das ist die Frage

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Die IFA 2017 wird bei mir vor allem als Messe der digitalen Assistenten Google Assistant und Amazon Alexa im Gedächtnis bleiben. Zusammen mit namhaften Herstellern wie Panasonic, Sony, Onkyo, JBL, Harman Kardon und Newcomern wie Creative versuchen sich Google oder Amazon jeweils Marktanteile zu sichern. Für die Audiophilen unter euch ist das wachsende Angebot für smarte Lautsprecher praktisch. Schließlich ist die Musikwiedergabe nicht die Stärke der hauseigenen Lautsprecher von Google und Amazon.

Google Home oder Amazon Echo könnten in dieser Hinsicht besser klingen. Insofern ist es von Vorteil, wenn audioerfahrene Hersteller ihr Know-how einbringen. Für welche Plattform ihr euch dabei entscheidet, ist eine individuelle Frage. Ich habe mich auf die Pirsch begeben und stelle euch die interessantesten Geräte für beide Plattformen vor.

Google Assistant bei Sony, Panasonic und JBL an Bord

Obwohl die deutsche Sprachausgabe des Google Assistant der von Amazons Alexa um einiges hinterher hinkt, nutzt ein Großteil der Hersteller die Plattform. Zu den bekanntesten Unternehmen zählen etwa Sony oder Panasonic. Erstere zeigten auf der Funkmesse in Berlin ihre Vorstellung eines intelligenten Lautsprechers. Er besitzt den sperrigen Namen LF-S50G und integriert nicht nur zwei Lautsprecher mit Hoch- und Tieftöner. Unter der Textilhülle findet sich zudem ein Display, das etwa die aktuelle Uhrzeit anzeigt. Für den Einsatz in der Küche ist das Gerät nach IPx3 spritzwassergeschützt. Auch eine Gestensteuerung ist an Bord. Mit 229 Euro ist das smarte Helferlein geschlagene 80 Euro teurer als das Original von Google. Marktstart soll im Dezember sein.

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Der Panasonic wirk schlicht, aber auch klobig. Image by Jonas Haller

Panasonic setzt bei seinem Modell auf eine Multiroom-Lösung. Der smarte Lautsprecher mit der Modellbezeichnung SC-GA10 lässt sich daher mit bis zu fünf anderen Exemplaren für Surround-Sound verknüpfen. Wer ein Chromecast-fähigen Speaker einer anderen Marke besitzt, soll diesen in das Netzwerk problemlos integrieren können. Per Aux-Anschluss ist das kabelgebundene Verbinden mit Sound-Quellen möglich. Bluetooth integriert Panasonic ebenfalls. Der Sound war im ersten Test deutlich besser als bei Google Home. Allerdings müsst ihr für das Gadget von Panasonic knapp 500 Euro berappen. Ab Januar 2018 kommt der smarte Lautsprecher in den Handel.

Hersteller JBL stattet gleich drei neue Lautsprecher mit Google Assistant aus. Dabei handelt es sich um die Modelle Link 10, Link 20 und Link 300. Bei den ersten beiden Modellen handelt es um portable Lautsprecher mit Akku und IPX7-Wetterschutz. Der Link 300 ist für den stationären Betrieb vorgesehen. Alle drei Modelle sind per WLAN Multiroom-fähig und unterstützen Bluetooth. Sie sollen im Herbst 2017 für 169 Euro (Link 10), 199 Euro (Link 20) und 299 Euro (Link 300) erscheinen.

Harman Kardon Allure und Creative Nova mit Alexa-Unterstützung

Wer lieber auf Amazons clevere Software Alexa zurückgreift, der ist beim Lautsprecher Allure von Harman Kardon an der richtigen Adresse. Der futuristische Speaker mit Beleuchtung besitzt einen nach unten gerichteten Subwoofer. Der sorgt für deutliche Vibrationen auf dem Untergrund. Leider fehlen Anschlussmöglichkeiten für das Audiosystem. Mit einem Preis von rund 280 Euro ist der Harman Kardon Allure kein Schnäppchen. Der Verkaufsstart ist für kommenden Winter anberaumt.

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Wer auf amazon Alexa steht, greift beim Harman Kardon Allure zu. Image by Mika Baumeister

Für die Integration von Amazon Alexa hat sich auch die Marke Creative entschieden. Sie ist eher für Produkte aus dem Gaming-Bereich bekannt, will sich aber auch bei Musik-Lautsprechern einen Namen machen. Amazons Sprachsteuerung soll im Multiroom-Modell Nova zum Einsatz kommen, das in Berlin nur als Prototyp der Presse vorgeführt wurde.

Die Kommunikation mit Alexa wurde wegen des internationalen Publikums auf Englisch geführt und klappte gut. Auch die Musikwiedergabe überzeugte mit breiter Klangbühne und klar verständlichen Mitten und Höhen. Neben seinen klanglichen Eigenschaften fällt der smarte Lautsprecher Nova jedoch insbesondere wegen seiner 28 integrierten RGB-Leuchtdioden auf. Dank sehr vieler Farbkombinationen eignet sich das Modell somit auch als Stimmungslampe. Auch das buntgemusterte Dekor des Vorführmodell sticht aus der Masse heraus. Der Lautsprecher soll im ersten Halbjahr 2018 zu einem noch unbekannten Preis erscheinen.

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Creative präsentierte während einer Vorführung auf der IFA 2017 die Zusammenarbeit des Multiroom-Lautsprechers Nova mit Amazon Alexa. Image by Berti Kolbow-Lehradt

Bei Onkyo hat der Käufer die Qual der Wahl

Der japanische Hersteller Onkyo hat auf der IFA in Berlin direkt zwei Geräte im Gepäck. Während der Smart Speaker G3 mit Google Assistant ausgestattet ist, kommt der Smart Speaker P3 mit Amazon Alexa daher. Obwohl beide smarten Lautsprecher das gleiche Innenleben besitzen sollen, ist das Google-Modell viereckig und das Amazon-Gerät oval. Per Aux-Anschluss können die Speaker in das bestehende Musiksystem integriert werden. Der Marktstart der Hardware ist für den November geplant. Preislich bewegen sich die Modelle zwischen 230 und 250 Euro.

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Der Speaker von Onkyo kommt wahlweise mit Google Assistant oder Amazon Alexa daher. Image by Jonas Haller

Smarte Lautsprecher: Die Hersteller sind uneins

Der Kampf zwischen Google Assistant und Amazon Alexa wird sich in Zukunft nicht auf die Eigenproduktionen beschränken, sondern auf den Markt für smarte Lautsprecher ausweiten. Auf der Funkmesse IFA in Berlin haben eine Reihe von großen und kleinen Unternehmen in diesem Sinne einen Vorgeschmack gegeben. Das Geschäft ist dabei eine Win-Win-Situation: Google und Amazon profitieren von der Verbreitung, Speaker-Hersteller von der cleveren Cloud-Anbindung. Letztlich liegt es aber an uns Käufern, welche Marktanteile die Systeme einfahren werden. Die Auswahl an klangstarken Lautsprechern ist bald schon auf beiden Seiten groß genug. Daher dürften nicht die Klangeigenschaften, sondern die Qualität des Assistenten die entscheidende Rolle spielen. (bkl)

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FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

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  • SONY Heise: Sony will mit dem intelligenten Lautsprecher LF-S50G ins smarte Heim: Nach Alexa und Google Home, bringt nun auch Sony seinen eigenen intelligenten Lautsprecher auf den Markt. Was wird der Sprachassistent alles können? Er wird natürlich Musik abspielen, sämtliche Geräte im Haushalt steuern und Antworten auf alle möglichen Fragen parat haben. Die kleine Box wird mit dem Sprachbefehl „Ok, Google“ aktiviert, und stellt den idealen Helfer für das Eigenheim dar. Neben seinen Funktionen Geräte im Smart Home zu steuern, kann er auch To-Do-Listen anlegen, Nachrichten vorlesen und Kalendereinträge abfragen bzw. erstellen. Der kleine Sprachassistent soll noch im Dezember dieses Jahres unter dem Namen LF-S50G für etwa 230 Euro erscheinen.

  • GOOGLE MAPS Chip: Autofahrer werden es lieben: Google Maps hat ein grandioses neues Feature: Jeder, der oft in Großstädten unterwegs ist, kennt mit Sicherheit die unangenehme Situation mit der Parkplatzsuche. Aber Google Maps hat eine ganz besondere Lösung gefunden, die Autofahrer wieder glücklich machen könnte: Eine voraussichtliche Parkplatz-Situation am Zielort. Bislang ist die App vorerst in fünf deutschen Städten verfügbar wie Darmstadt, Düsseldorf, Köln, München und Stuttgart. Bleibt also zu hoffen, dass sich diese nützliche Funktion in naher Zukunft auch in weiteren Städten durchsetzt.

  • SELFPUBLISHING e-book-news: Zur Hölle mit der Kohle, was am Ende übrigbleibt, ist Liebe in Teedosen…: die #dspp17-Longlist ist da: Wer sich gerne mit Büchern beschäftigt, egal ob Werke aus einem Verlag oder aus dem Selbstverlag und sich ohnehin viel mit dem Buchmarkt auseinandersetzt, der dürfte gesehen haben, dass die Longlist für den ersten deutschen Self-Publisher-Preis veröffentlicht wurde. Am 26.09. rückt die Shortlist nach, um den Gewinner auf der Frankfurter Buchmesse bekannt zu geben. Die Juroren haben sich hierfür 1.800 Titel zu Gemüte geführt, um die Longlist mit 22 Büchern zu füllen. Der Vorsitzende des Selfpublisher-Verbandes Matthias Matting sagte dazu, dass eine professionelle Entwicklung der Autoren gut zu erkennen sei. Man darf gespannt sein, wer dann im Oktober den Self-Publishing-Preis mit nach Hause nehmen darf.

  • CARSHARING Süddeutsche: Mit dem neuen Gesetz hat Carsharing endlich eine Chance: Heute tritt das neue Carsharing-Gesetz in Kraft, was viele Nutzer freuen wird, die diese Möglichkeit des Carsharings regelmäßig nutzen. Wenn das Auto am Ziel ordnungsgemäß geparkt werden soll, gibt es jedoch in Großstädten oftmals das Problem, dass keine Parkplätze vorhanden sind und die Gebührenuhr immer weiterläuft, da die meisten Autos im Minutentakt abgerechnet werden. Aufgrund dieses Aufwandes, was die Nutzer dafür hinnehmen müssen, hat sich das System bisher nicht wie gewünscht durchsetzen können. Durch das neue Gesetz sollen jetzt allerdings spezielle Parkplätze für die Carsharing-Autos zur Verfügung stehen. Anwohner werden jedoch nicht sehr erfreut darüber sein, noch mehr Raum für Parkplätze – die ohnehin schon sehr knapp sind in Großstädten – hergeben zu müssen.

  • FLORENCE OZ: Am 1. September: Riesiger Asteroid fliegt an der Erde vorbei: Heute Abend wird mit einem sicheren Abstand der Asteroid „Florence“ an der Erde vorbeifliegen. Mit seinen etwa vier Kilometern Durchmesser zählt er zu den größten Asteroiden, die der Erde bislang so nahe gekommen sind. Der Abstand den er zur Erde haben wird beträgt etwa sieben Kilometer. Das nächste Mal wird man ihn erst wieder im Jahre 2500 zu Gesicht bekommen. Wer sich das nicht entgehen lassen möchte, der kann Florence durch ein gutes Fernglas sogar betrachten.

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Welche Smartphones Android 8 Oreo erhalten – und warum viele andere leer ausgehen

Android 8 Oreo (Screenshot by Berti Kolbow-Lehradt)

Googles aktuelles mobiles Betriebssystem Android 8 Oreo bringt viele neue Funktionen. Jedoch werden erneut bei weitem nicht alle Android-Smartphones das Upgrade erhalten. Die Update-Versorgung ist ein chronisches Problem bei Android, wie auch ein jüngerer Bericht zeigt. Warum ist das eigentlich so? Und welcher Nutzer darf sich eigentlich auf das neue Betriebssystem für sein Gerät freuen?

Upgrade ist ein komplizierter Vorgang

Um das zu verstehen, muss man wissen, wie eine neue Android-Version entwickelt wird. Zunächst hatte Google im März 2017 die Version Android 8.0, damals noch mit dem Codenamen O, angekündigt. Anschließend konnten Entwickler sich in den Folgemonaten verschiedene Betaversionen herunterladen, um die Funktionalität mit ihren Apps zu testen und die neuen Softwareschnittstellen, die sogenannten APIs, zu integrieren.

Doch erst nach dem finalen Release am 21. August 2017 veröffentlichte Google den Quellcode von Android 8 Oreo im sogenannten Android Open Source Project (kurz AOSP). Erst jetzt können die Chipsatz-Hersteller wie Qualcomm und Mediatek entscheiden, ob sie Hardware-Treiber für ihre Prozessoren veröffentlichen werden.

Sobald diese Treiberupdates fertig entwickelt sind, können die Smartphone-Hersteller anfangen, an einem Software-Update zu arbeiten. Die fertige Software muss dann noch von Google und eventuell von den einzelnen Netzbetreibern zertifiziert werden, bevor das Update an euch ausgeliefert werden kann. Dies alles dauert einfach seine Zeit. Daher können Monate ins Land ziehen, bis Android 8 Oreo auf euren Smartphones landet.

Android 8 Oreo verspricht Besserung

Mit Android 8 Oreo führt Google Project Treble ein. Damit will es den Smartphone-Herstellern ermöglichen, Software-Updates schneller an ihre Kunden auszuliefern. Dazu wurde eine neue Hardware-Schnittstelle, das sogenannte Vendor Interface, entwickelt. Dieses macht das Android-System unabhängig von den Chipsatz-Treibern, wodurch die Smartphone-Hersteller nicht mehr von den Chipsatz-Herstellern abhängig sind und schneller Software-Updates entwickeln können.

Unklar ist jedoch, inwiefern diese neue Möglichkeit die komplexen Entwicklungsstrukturen mit ihren vielen Beteiligten tatsächlich in der Praxis verschlanken kann, wie Heise betont. Außerdem kann Project Treble nichts gegen Update-unwillige Hersteller ausrichten. Womöglich werden dann ohnehin nur Sicherheits-Patches, aber keine Funktions-Updates bei euch ankommen. Google versucht schon länger vergeblich, seine Partner zu einer besseren Update-Versorgung zu drängen. Daher das ist der neuste Vorstoß keine Garantie, dass sich wirklich etwas bessert.

Nur wenige Hersteller haben sich festgelegt

In dieser Übersicht fasse ich euch alle aktuellen Smartphones zusammen, die mit einem Update auf Android 8 Oreo rechnen dürfen. Bislang haben sich noch nicht alle Hersteller dazu geäußert. Da es dennoch bei einigen Smartphone-Modellen relativ sicher ist, dass diese das Upgrade bekommen, habe ich diese auch in der Übersicht aufgeführt und mit „unbestätigt“ gekennzeichnet.

Google

Googles eigene Smartphones erhalten Softwareupdates für mindestens 18 Monate nach Marktstart. Neben Nexus-Geräten erhalten die erste und natürlich auch 2 Generation der Pixel-Modelle Oreo:

Samsung

Galaxy S8 Test
Samsung Galaxy S8. Image by Julia Froolyks

Samsung hat sich bislang noch nicht geäußert, welche Smartphones das Update erhalten werden. Alle Geräte, die dieses Jahr vorgestellt wurden, sowie die Top-Geräte aus dem letzten Jahr, dürfen aber auf jeden Fall mit dem Update rechnen. Auch die A-Serie aus 2016 und das Note 5 könnten das Update noch zu einem späteren Zeitpunkt erhalten.

HTC

HTC U11 im DXO Mark
HTC U11. Image by Jonas Haller

HTC hat über Twitter das Update für einige Modelle inzwischen bestätigt. Für das U11 soll das Update demnach im vierten Quartal 2017 erscheinen. Neben dem U11 werden aber ebenfalls HTCs andere Smartphones aus 2017 das Update erhalten. Einzig das U Play fehlt in der Ankündigung. Dennoch ist es wahrscheinlich, dass die Lite-Variante des U Ultra das Update zu einem späteren Zeitpunkt erhalten wird. Das U11+ erscheint gleich zum Marktstart mit Oreo.

OnePlus

OnePlus hat das Update auf Android 8 Oreo bereits für das OnePlus 3 sowie 3T bestätigt. Damit ist auch ein Update für das zum Zeitpunkt der Bestätigung noch nicht vorgestellte OnePlus 5 ebenfalls sicher. Das OnePlus 2 wird das Update aber nicht mehr erhalten.

Nokia

Nokia 8. Image by Jonas Haller

Nokia hat für all seine Smartphones das Update bereits zugesagt. Demnach sollten das Nokia 3, 5 und 6 zeitnah mit Android 8 Oreo ausgestattet werden. Das Nokia 8 wird zum Marktstart noch mit Android 7 ausgestattet sein, erhält aber definitiv ein Update.

Motorola/Lenovo

Lenovo hat die Smartphones der Moto-Serie in der Vergangenheit immer zeitnah mit Updates versorgt. Auch dieses Jahr hat Lenovo eine komplette Liste aller Smartphones veröffentlicht, die das Update erhalten werden. Die Top-Geräte aus 2017 und 2016, sowie die G-Reihe aus 2017 erhalten Android 8. Auch das auf der IFA vorgestellte Moto X4 wird das Update erhalten. Bei der Veröffentlichung der Liste gab es Kritik von einigen Nutzern, die behaupteten, Motorola habe bei der Einführung des Moto G4 Plus ebenfalls ein Update auf Android O versprochen. Lenovo hat auf die Kritik reagiert und angekündigt, das Update nachzuliefern, was aber noch bis 2018 dauern könnte. Ob es für das kleinere Moto G4 ebenfalls ein Update geben wird, ist fraglich.

  • Moto Z
  • Moto Z Play
  • Moto Z2 Force
  • Moto Z2 Play
  • Moto X4
  • Moto G5
  • Moto G5 Plus
  • Moto G5S
  • Moto G5S Plus
  • Moto G4 Plus

LG

LG V30
LG V30. Image by Jonas Haller

LG lässt sich erfahrungsgemäß viel Zeit mit Software-Updates. Das aktuelle Flagship-Smartphone G6 hat bis jetzt noch kein Update auf Android 7.1 erhalten. Dennoch werden das G6 sowie das V20 das Update irgendwann erhalten. Ob das G5 auch noch auf die Aktualisierung hoffen kann, ist eher fraglich. Allerdings wird das technisch fast identische Nexus 5X das Update erhalten. Für das gerade erst vorgestellte Mittelklasse-Smartphone Q6 ist ein Update auf Android 8 ebenfalls fraglich. Das V30 hingegen erhält auf jeden Fall das Update auf Android 8, erscheint zum Start aber noch mit Nougat.

Sony

Sony hat sich ebenfalls noch nicht zu Updates auf Android 8.0 Oreo geäußert. Dennoch darf man davon ausgehen, dass der japanische Hersteller alle Smartphones von 2017 und die Flaggschiff-Geräte aus 2016 mit einem Update versehen wird. Hingegen die XA-Serie aus 2016 wird wohl eher kein Update mehr erhalten. Jedoch das neue XZ1 und XZ1 Compact werden direkt mit Oreo ausgeliefert.

  • Xperia XZ Premium (unbestätigt)
  • Xperia XZs (unbestätigt)
  • Xperia XZ (unbestätigt)
  • Xperia X (unbestätigt)
  • Xperia X Compact (unbestätigt)
  • Xperia X Performance (unbestätigt)
  • Xperia XA1 (unbestätigt)
  • Xperia XA1 Ultra (unbestätigt)
  • Xperia XZ1
  • Xperia XZ1 Compact

Huawei/Honor

Huawei Nova 2
Huawei Nova 2. Image by Timo Brauer

Für Smartphones von Huawei, sowie deren europäischer Tochterfirma Honor, werden erfahrungsgemäß relativ zügig Updates bereitgestellt, obwohl größere Anpassungen der Benutzeroberfläche vorgenommen werden müssen. Honor gibt auch auf Nachfrage keine Auskunft über die Update-Roadmap. Jedoch kann man mit einem Update für das Honor 9, 8 Pro, sowie 6X rechnen. Ob das Honor 8 das Update noch bekommt, ist fraglich. So hatte beispielsweise das Honor 7 das Update auf Android 7 nicht mehr erhalten.

Huawei hat sich bei der Vorstellung des Mate 10 zum Update-Fahrplan geäußert. Demnach erhalten definitiv das Mate 9, das P10 und das P10 Plus die Aktualisierung auf Oreo. Zum kürzlich vorgestellten Nova 2 sagte Huawei jedoch nichts. Dennoch ist ein Update für das Mittelklasse-Gerät aus unserer Sicht wahrscheinlich. Und schließlich wird das neue Mate 10 Pro ab Marktstart bereits mit Android 8 ausgestattet sein. Hingegen die abgespeckte Variante Mate 10 Lite erhält zumindest zum Start nur Android 7.

BQ

Fingerabdruckscan Aquaris X (Image by Anne Jerratsch)
BQ Aquaris X. Image by Anne Jerratsch

Unterdessen hat auch die spanische Marke BQ mitgeteilt, welche in den Jahren 2016 und 2017 erschienenen Smartphones sie mit Oreo aktualisieren wird. Demnach garantiert BQ für alle seine Smartphones mindestens eine Aktualisierung zur neusten Version. Das gilt sowohl für die Flaggschiffe als auch für die viel günstigeren Einstiegergeräte, wie der Hersteller mitteilt. Manche Modelle versieht BQ sogar mit einem zweiten großen Update. Das trifft zum Beispiel auf das Aquaris X5 Plus und die Smartphones der Aquaris U-Reihe zu. Sie erschienen 2016 mit der Android-Version 6.0.1 Marshmallow, erhielten im Laufe dieses Jahres ein Update auf Android 7.1 und bekommen in Kürze auch Android 8 Oreo. Außerdem verpflichtet sich BQ, alle Modelle zwei Jahre ab der Markteinführung um Sicherheitspatches zu aktualisieren.

  • Aquaris X
  • Aquaris X Pro
  • Aquaris X5
  • Aquaris U
  • Aquaris U Lite
  • Aquaris U Plus
  • Aquaris V
  • Aquaris V Plus
  • Aquaris U2
  • Aquaris U2 Lite

Asus

Asus spendiert nicht nur der aktuellen und erst im September präsentierten vierten Generation eine Aktualisierung auf Android 8.0 Oreo, sondern auch den Vorgängern der dritten. Wann genau es zu den Update-Wellen kommen soll, ist noch unklar. Aber spätestens in der zweiten Jahreshälfte von 2018 sollen alle Geräte nach und nach beliefert werden. Doch ist bei Asus nicht nur wichtig, was unter der Haube passiert, denn der taiwanesische Hersteller setzt auf die eigenentwickelte Oberfläche ZenUI. Ein Update auf Android 8 bedeutet in jedem Falle auch ein Update auf die ZenUI 4.0, welche optisch aufgefrischt und deutlich entschlackt auftritt. Statt über 30 Apps sind künftig nur noch 13 vorinstalliert, insgesamt läuft sie flüssiger und zuverlässiger.

Asus Zenfone 3 Deluxe
Asus Zenfone 3 Deluxe. Image by Jonas Haller

Mit Material von Berti Kolbow-Lehradt und Jonathan Kemper.
Letztes Artikel-Update: 2.11.2017


Teaser Image: Google Keynote, Screenshot by Timo Brauer; Images by Jonas Haller, Timo Brauer, Anne Jerratsch, Julia Froolyks.


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FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

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  • E3 heise: E3-Konferenz von Sony: Blockbuster-Show für die PS4: Die E3 – also die Electronic Entertainment Expo – ist seit über 20 Jahren eines der Highlight-Events in der Gamingszene, auf dem jährlich die aktuellsten Neuerungen vorgestellt werden. Nach Ankündigungen von neuen Konsolen wie der Xbox One X von Microsoft, ziehen auch andere Entwickler und Publisher wie Ubisoft. Aus dem Hause Sony werden den geneigten Zocker vor allem diverse Eigenproduktionen und mehr Material für die Playstation VR – die hauseigene Virtual-Reality-Brille – erwarten. Bei diversen Spielen wird sich allerdings noch bedeckt gehalten, dafür soll es erst auf der Gamescom im August weitere Infos geben.

  • DIGITALISIERUNG sueddeutsche: Deutschland braucht einen Digitalminister: Man lachte noch über Bundeskanzklerin Angela Merkel’s Aussage “das Internet sei für uns alle Neuland”, aber tatsächlich passiert in Deutschland zu wenig. Am gestrigen Tag reiste die halbe Bundesregierung zum Digitalgipfel in die Rhein-Neckar-Region. Ein Punkt, in dem Deutschland vor allem hinterherhinkt, ist der Ausbau der Glasfaserleitungen und der steht immerhin schon in der neuen Agenda des Wirtschaftsministeriums. Was jetzt wichtig ist, damit das Land innerhalb der Digitalisierung nicht auf der Strecke bleibt, ist eine digitale Agenda mit harten Zielen und idealerweise einem Staatsminister im Kanzleramt, der die Aktivitäten der Fachministerien mit einem entsprechenden Mandat koordiniert.

  • DATENSCHUTZ handelsblatt: Gesichtsscan im Supermarkt ist unbedenklich: Kürzlich machte die News die Runde, dass in Real-Supermärkten die Gesichter von Kunden an den Kassen gescannt und digital erfasst werden sollten. Die Software erfasst demnach, wie lange der Kunde auf den Werbebildschirm schaut, unterscheidet nach Geschlechtern und schätzt das Alter. Bei Datenschützern klingelten da erst mal die Alarmglocken, aber laut dem Bayerischen Landesamt für Datenschutzaufsicht sei datenschutzrechtlich alles in Ordnung.

  • PODCASTS wired: Apple gibt Podcastern mehr Daten – doch die sind skeptisch: Es wird von Produzenten als Meilenstein angesehen – Apples neue Podcasting-Analytics soll es Podcastern möglich machen, zu wissen, wie lange der Hörer mithört und welche Teile möglicherweise übersprungen werden. Aus Previews geht hervor, dass die Podcast Analytics wie die Analytics für iOS Apps dargestellt werden und dass Apple Nutzerdaten anonymisiert. Inhalte und Werbung können demnach nicht zielgruppengerecht auf die Hörer zugeschnitten werden.

  • WORDPRESS Quelle: Zu wenige Mitarbeiter anwesend: WordPress-Firma schließt Büro: Das WordPress-Büro in San Francisco macht dicht. Grund dafür: Mitabreiter der Firma hinter WordPress.com – Automattic – seien zum großen Teil schlichtweg nicht regelmäßig anwesend. Wie das sein kann? Automattic stellt es seinen Mitarbeitern frei, wo sie arbeiten wollen. Dem Firmensprecher Mark Armstrong zufolge war das Büro in San Francisco — ähnlich wie weitere Offices in Kapstadt und Portland – eine Art Coworking-Space.

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Toshiba TransferJet im Test: Der Date-Doktor für iOS und Android

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Wer Daten eines iOS-Geräts auf ein Android-Handy schicken möchte, steht oft im Regen. Apples iOS-Baby ist für fremde Systeme tabu. In Zeiten von WhatsApp und Co. ist das eigentlich kein Problem. Fotos sind schnell über den Messenger verschickt. Schnell ist da allerdings auch das in Deutschland rar gesäte Datenvolumen verbraucht. Eine Lösung möchte hier Toshiba mit TransferJet bieten. Die von Sony entwickelte, immer noch relativ unbekannte Nahbereichskommunikationstechnik soll blitzschnell Daten zwischen unterschiedlichen Geräten hin- und her senden können. Ich habe mir die kleinen Aufsätze mal genauer angesehen, und einen großen Haken bei der Sache entdeckt.

Toshiba hat Sonys TransferJet-Technologie in handliche Stecker verbaut. Besonders interessant ist hier die Übertragung von Daten zwischen iOS- und Android-Geräten, die sich in der Vergangenheit stets als Farce entpuppt hat. „Mal eben“ ein paar Fotos qualitätsverlustfrei auf ein Android-Telefon senden geht nämlich nicht. Auch nicht via Bluetooth. Das mobile Betriebssystem iOS ist so dicht wie es ein Sicherheitsschloss am Weißen Haus gerne wäre. Apples solide Systeme haben mich dennoch immer gehalten.

TransferJet: Das steckt dahinter

TransferJet von Sony ist eine sogenannte drahtlose Nahbereichskommunikationstechnik. Sie ist keinesfalls eine neue Erfindung, denn bereits 2008 wurde sie auf der CES in Las Vegas vorgestellt. Seit 2013 hat Toshiba die Technik in eigenen Produkten verbaut. Neben den Steckern für iOS und Android hält Toshiba außerdem eine SDIO-Speicherkarte und USB-Stecker für Windows bereit. Zu meinem Ärger gibt es keine USB-Sticks mit TransferJet für Mac. Hier könnte ich nämlich meine Spiegelreflexkamera mit der Speicherkarte ausstatten und die etlichen Fotos einer Session sehr fix an den Mac senden. Fehlanzeige, geht nicht.

Sehr fix heißt übrigens, dass TransferJet 100 Bilder in maximal 5 Sekunden übertragen kann. Da kommen weder Bluetooth noch NFC mit. Sony gibt als maximale Übertragungsrate 560 Mbit/s an. Die haben sich im Test deutlich bemerkbar gemacht. Mein iPhone 7 Plus und ein Alcatel Idol 4 sollten miteinander verbunden werden. Was sich im Alltag als schwieriges Unterfangen abzeichnet, funktioniert mit dem „Date-Doktor“ TransferJet sehr zügig. Bevor die beiden Smartphones allerdings miteinander kommunizieren können, benötigen ich auf jedem Handy die passende TransferJet-App von Toshiba. Die ist kostenlos im PlayStore und im App Store verfügbar und lässt sich ebenfalls schnell installieren.

iOS ist dicht – daran ändert auch Toshiba nichts

Ist die App installiert, muss nur noch der kleine Stecker ins Smartphone eingeführt werden. Für iOS ist das ein kleiner Adapter mit Lightning-Anschluss. Der passt leider nur komplett rein, wenn ich die (ultra-dünne) Schutzhülle ein wenig beiseite stülpe. Für das Alcatel-Smartphone passt der TransferJet-Stecker mit Micro-USB-Anschluss. Neuere Smartphones mit USB-Typ-C-Anschluss schauen hier leider in die Röhre. Toshiba hat bislang kein passendes TransferJet-Modul herausgebracht. Wenn beide Stecker an den Smartphones hängen, kann die wilde Paarung auch schon beginnen.

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Schnell habe ich allerdings festgestellt, dass die ganze Sache natürlich einen Haken hat. Die Eheschließung zwischen Alcatel und iPhone stellt sich nämlich als nicht ganz ideal heraus. Die Optionen, die ich beim Android-Telefon habe, sind deutlich vielfältiger. Hier kann ich neben Kontakten, Fotos oder Videos zusätzlich Musik und Dateien auf mein iPhone senden. Umgekehrt ist das leider nicht möglich. Die TransferJet-App zeigt mir beim iPhone nur die Optionen „Foto/Video senden“, „Alle Kontakte senden“ (wer will das denn?) und „Einzelne Kontakte senden“ an. Dateien oder Musik vom iPhone bleiben weiterhin unter Verschluss. Keine gute Voraussetzung für eine langlebige Beziehung.

Was zwischen den beiden TransferJet-Adaptern gut funktioniert ist die Schnelligkeit der Übertragung. Ein Foto ist innerhalb eines Bruchteils einer Sekunde auf dem anderen Smartphone. Ein ganzes Album (24 Bilder) braucht ebenfalls nicht mehr als eine gute Sekunde. Das ist schon erstaunlich. In meinem Test hat die Übertragung von Daten ab einer Entfernung von zehn Zentimetern nicht mehr funktioniert. Toshiba selbst gibt hier maximal drei Zentimeter Abstand an, die die Geräte zueinander benötigen. Die beiden Smartphones konnten bequem mit etwas Abstand nebeneinander liegen beim Transfer der Dateien.

Einen großen Nutzen erkenne ich allerdings nicht wirklich. Dazu tragen vor allem einmal wieder die Einschränkungen des iOS-Systems bei. Gerade das Versenden von Dateien und Musik ist zwischen Freunden, Kollegen oder Kommilitonen besonders interessant.

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Preise und Verfügbarkeit

Zu einem gewaltigen Preis von knapp 40 Euro erhält man den TransferJet-Stecker als Lightning-Version im Internet. Als sei hier die Marke Programm, kostet der MicroUSB-Stecker für Android mit 23 Euro beinahe nur die Hälfte. Viele Händler scheinen gemerkt zu haben, dass die Technik auf nicht sehr viele Abnehmer stößt – der einzige seriöse TransferJet-Händler, den ich im Internet gefunden habe, ist Cyberport.

Mein Fazit

TransferJet übertragt wirklich blitzschnell und sehr einfach. Die App ist übersichtlich und selbsterklärend. Doch beim Test wurde mir bewusst, warum sich diese kleinen Adapter bisher nicht durchgesetzt haben: iOS ist trotz Adapter immer noch eingesperrt. An Dateien und Musik komme ich nicht dran. Der Android-Stecker unterstützt nur MicroUSB-Anschlüsse. Die sind zwar noch vorhanden, aber eher ein Relikt der Vergangenheit. Zudem sind die Stecker einfach nicht praktisch. Die Handy-Hülle muss abgemacht werden, der Stecker wird eingesteckt, die App muss geöffnet werden und dann die Smartphones zudem sehr nahe beieinander sein.

Da gibt es mittlerweile wesentlich bequemere Verfahren, zum Beispiel Cloud-Dienste wie iCloud Drive. Gut, diese fressen Datenvolumen, aber ganz ehrlich: Wer will schon unterwegs hundert Fotos oder Song-Titel mit Freunden teilen? Das macht man doch ohnehin zu Hause mit schneller WLAN-Verbindung. Der Preis ist absolut nicht gerechtfertigt und eher abschreckend – vermutlich ist das der Grund, warum kaum ein Händler die Stecker mit TransferJet noch anbietet.

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Große Marke, wenig dahinter: Lasst euch beim Smartphone-Kauf nicht von Traditions-Labels einlullen

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Die Qualität der Kamera ist eines der Hauptverkaufsargumente bei Smartphones aller Preiskategorien. Deshalb wird neben immer besseren Leistungen von den Mobilgeräte-Herstellern auch gerne die Zusammenarbeit mit großen Namen aus der Welt der Kameras angepriesen. In manchen Fällen werden Geräte sogar direkt unter dem Markennamen eines Kameraherstellers vermarktet. Diese Maßnahmen sollen gegenüber dem Konsumenten überdurchschnittliche Kompetenz im Bezug aufs Imaging suggerieren. Allerdings steckt dahinter nicht immer allzu viel Substanz.

Traditionsmarken zieren Billig-Geräte

Vor allem im niedrigen Preissegment sollen traditionsreiche Marken völlig unaufregenden Geräten etwas Glanz verleihen. So hat Archos, eine französische Elektronikmarke, zum Beispiel gerade angekündigt, eine Reihe günstiger Tablets unter dem Markennamen Kodak zu vetreiben. Zudem verkauft ein anderer Lizenznehmer der Kodak-Marke, die Bullit Group aus Großbritannien, mit dem Kodak Ektra (hier zu meinem Kurztest) ein Smartphone im Retrokamera-Design. Zwar sieht das sehr nett aus, bietet aber selbst im Kameramodul nur Durchschnittstechnik. Und der legendäre Polaroid-Schriftzug ist auf Action-Cams der Einstiegsklasse und Selfie-Sticks zu finden.

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Kodak Ektra, vertrieben von der Bullit Group. Image by Lars Rehm

Marken-Protz bei Mittelklasse und High-End-Geräten

Aber auch im Hochpreissegment werden Marken lizensiert. So nutzt die weltweite Nummer drei im Smartphone-Markt, Huawei, Leicas Namenszug auf den Kameras seiner Topmodelle, zum Beispiel auf dem P10 (hier zu meinem Kurztest). Auf Sonys Smartphones der Xperia-Reihe prangt das Zeiss-Logo. Und Motorolas „True Zoom“-Kameramodul für die Moto-Z-Reihe wird unter dem Hasselblad-Namen vertrieben (hier mein ausführlicher Test).

All diese Produkte sind insgesamt von hoher Qualität und kosten viel Geld. Jedoch dürfte sich der tatsächliche Einfluss der berühmten Kameramarken auf Entwicklung und Fertigung in vielen Fällen in Grenzen halten. Zwar hat Leica laut eigener Aussage bei den Huawei-Smartphones P9, P10 und Mate 9 (zu Jonas’ Test) an der Optimierung von Bildatmosphäre, Farbanmutung und Rauschverhalten gearbeitet. Auch das Zusammenspiel der beiden Linsen in der Dual-Kamera soll Teil des Engagements gewesen sein. Gemessen an der gesamten Ingenieursleistung, die in ein Kamerasystem einfließt, scheint dies aber ein relativ kleiner Beitrag zu sein.

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Huawei Mate 9 mit Dual-Kamera „von“ Leica. Image by Jonas Haller

Wie konkret Traditionsmarken die Produkte der Lizenzpartner mitentwickelt haben, bleibt oft schwammig. Wohl aus gutem Grund. So muss sich keiner der Beteiligten rechtfertigen, wenn die Technik nicht so toll funktioniert, wie das Marketing suggeriert.

Denn in vielen meiner Tests stellte ich fest, dass der Deal mit den Traditionsmarken für den Kunden überhaupt keinen funktionellen Mehrwert bietet. So war die Qualität der Objektive in Sonys Smartphone-Kameras in der Vergangenheit oft nicht auf dem Niveau, das man mit Zeiss-Produkten assoziiert. Und das bereits erwähnte „True Zoom“-Modul basiert auf typischer Kompaktkamera-Technologie, mit der Hasselblad normalerweise keine Berührungspunkte hat. Schließlich ist das Unternehmen hauptsächlich für seine professionellen Mittelformatkameras bekannt.

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Das Hasselblad „True Zoom“-Modul am Lenovo Moto Z Force Smartphone. Image by Lars Rehm

Schaut beim Kauf auf’s Produkt, nicht auf die Marke!

Und genau das ist es, was den Marken-Kooperationen oft einen etwas faden Beigeschmack gibt. Gut informierte Verbraucher lassen sich natürlich nicht von einem Label in die Irre führen. Der Durchschnittskonsument könnte aber durchaus den Eindruck gewinnen, er erwirbt ein Mobilgerät, das eine bessere Kamera hat als das Konkurrenzprodukt ohne den Namenszug eines Kameraherstellers. Das kann der Fall sein, ist es oft aber nicht.

Marken-Kooperationen können die Reputation versauen

Aber nicht nur Verbraucher könnten auf der Verliererseite stehen. Auch die Lizengeber setzen ihre Reputation bei der Stammkundschaft aufs Spiel. In manchen Fällen, wie Polaroid oder Kodak, ist das Lizensieren inzwischen zum Hauptunternehmenszweck geworden. Hier muss man sich sicher nicht allzu viele Sorgen ums Markenimage machen.

Marken wie Leica, Zeiss oder Hasselblad, die ihr Geld immer noch mit Profifotografen sowie ambitionierten und solventen Amateuren verdienen, haben aber einiges zu verlieren. Kunden, die mehrere Tausend Euro für eine Leica-Kamera oder ein Zeiss-Objektiv ausgeben, dürften nicht immer darüber erfreut sein, dass der Schriftzug „ihrer“ Marke auf einem Smartphone prangt, das für einen Bruchteil dieser Summen zu haben ist. Denn zumindest aus dem Blickwinkel dieser Klientel haben Smartphones im Vergleich mit den Kernprodukten der Marke nur unterklassige Bildqualität zu bieten.

Hey Marken, bitte ein bisschen mehr Klartext für Käufer!

Sinkende Umsätze in der Foto-Industrie bedeuten, dass auch diese Firmen nach neuen Märkten und Zielgruppen Ausschau halten müssen. Es wäre aber wünschenswert, dass dem Kunden mehr Transparenz im Bezug auf diese Kooperationen gewährt werden würde. Wenn es sich um einen reinen Licensing-Deal handelt, sollte dies ersichtlich sein. Echter Technologie-Transfer ist natürlich gewünscht und kann mittel- und langfristig zu Kamera-Performance und Features führen, die wir uns heute noch gar nicht vorstellen können. Aber auch in diesen Fällen sollte von Anfang an kommuniziert werden, auf welcher Ebene und in welchem Umfang dieser Transfer stattfindet. Dann wüsste auch der Verbraucher genau, woran er ist.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Androidpiloten.


Teaser Image adapted by Lars Rehm; Images by Lars Rehm, Jonas Haller


 

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Über Verbrecher, Emotionen und Künstliche Intelligenz: Verstehen ist nicht programmierbar

tabletop assistant (adapted) (Image by Matthew Hurst [CC BY SA 2,0], via flickr)

Wie fänden Sie es, sich von einem Roboter therapieren zu lassen? Emotional intelligente Maschinen sind vielleicht nicht so weit weg, wie es scheint. In den letzten Jahrzehnten hat sich die künstliche Intelligenz zunehmend darin verbessert, emotionale Reaktionen beim Menschen zu lesen.

Jedoch ist lesen ist nicht damit vergleichbar, sie wirklich zu verstehen. Wenn die KI selbst keine Emotionen erleben kann, kann sie uns dann jemals wirklich verstehen? Und wenn nicht, gibt es ein Risiko, dass wir Robotern Eigenschaften zuschreiben, die sie nicht haben?

Die jüngste Generation von KIs ist dank größer erreichbaren Datenmengen, mit denen die KIs ihre Fähigkeiten schulen, und ihrer verbesserten Rechenleistung entstanden. Diese Maschinen werden zunehmend wettbewerbsfähiger in Bereichen, die immer als menschlich wahrgenommen wurden. Die KI kann nun unter anderem Gesichter erkennen, Gesichtskizzen in Fotos verwandeln, Sprache erkennen und Go spielen.

Identifizierung von Kriminellen

Vor kurzem haben Forscher eine KI entwickelt, die nur durch Analyse der Gesichtszüge in der Lage ist, zu sagen, ob eine Person kriminell sein könnte. Das System wurde mithilfe von Ausweisbildern aus einer chinesischen Datenbank getestet und die Ergebnisse sind erstaunlich. Nur in etwa 6 Prozent der Fälle kategorisierte die KI Unschuldige fälschlicherweise als Kriminelle, gleichzeitig war sie in der Lage, etwa 83 Prozent der Kriminellen erfolgreich zu identifizieren. Dies führte zu einer erstaunlichen Gesamtgenauigkeit von fast 90 Prozent.

Das System basiert auf einem Ansatz, der als ‚Deep Learning‘ bezeichnet wird und bei Wahrnehmungsaufgaben wie Gesichtserkennung erfolgreich war. In Kombination mit einem ‚Gesichtsdrehungsmodell‘ ermöglicht das Deep Learning der KI, zu verifizieren, ob zwei verschiedene Aufnahmen eines Gesichts dieselbe Person repräsentieren, selbst wenn die Beleuchtung oder der Winkel zwischen den Fotos sich ändert.

Deep Learning baut ein ’neuronales Netzwerk‘, das sich grob am menschlichen Gehirn orientiert. Dieses besteht aus Hunderttausenden von Neuronen, die in verschiedenen Schichten organisiert sind. Jede Schicht wandelt die Daten, beispielsweise ein Bild eines Gesichts, in eine höhere Abstraktionsstufe, etwa einen Satz von Kanten an bestimmten Ausrichtungen und Stellen. Dies unterstreicht automatisch die Merkmale, die für die Durchführung einer bestimmten Aufgabe am relevantesten sind.

Angesichts des Erfolges des Deep Learning ist es nicht verwunderlich, dass künstliche neuronale Netze Kriminelle von Nicht-Kriminellen unterscheiden können – wenn es wirklich Gesichtszüge gibt, mit denen zwischen ihnen unterschieden werden kann. Die Forschung deutet darauf hin, dass man dies an drei Merkmalen erkennen kann. Eines ist der Winkel zwischen der Nasenspitze und den Mundwinkeln, der bei Kriminellen im Durchschnitt 19,6 Prozent kleiner war als bei Nicht-Kriminellen. Die Krümmung der oberen Lippe war für Kriminelle ebenfalls durchschnittlich um 23,4 Prozent größer, während der Abstand zwischen den inneren Winkeln der Augen durchschnittlich 5,6 Prozent schmaler war.

Auf den ersten Blick scheint diese Analyse darauf hinzudeuten, dass veraltete Ansichten, dass Kriminelle durch physikalische Attribute identifiziert werden können, nicht völlig falsch sind. Allerdings ist das womöglich nicht die ganze Wahrheit. Es ist interessant, dass sich zwei der wichtigsten Merkmale auf die Lippen beziehen, die unsere ausdrucksstärksten Gesichtszüge sind. Für Ausweisbilder, wie sie in der Studie verwendet wurden, muss der Gesichtsausdruck neutral sein. Es könnte jedoch sein, dass es der KI gelungen ist, versteckte Emotionen in diesen Fotos zu finden. Diese könnten so gering sein, dass die Menschen sie möglicherweise nicht einmal selbst bemerken.

Es ist schwierig, der Versuchung zu widerstehen, auf die Beispielfotos zu schauen, die in dem Dokument enthalten sind, das noch begutachtet werden muss. Tatsächlich offenbart ein sorgfältiger Blick ein kleines Lächeln auf den Fotos derenigen ohne kriminelle Vergangenheit – sehen Sie selbst. Es sind jedoch nur wenige Musterfotos verfügbar, sodass wir unsere Schlussfolgerungen nicht auf die gesamte Datenbank verallgemeinern können.

Die Stärken der affektiven Datenverarbeitung

Das war nicht das erste Mal, dass ein Computer menschliche Emotionen erkennen konnte. Das sogenannte Feld der „affektiven Datenverarbeitung“ gibt es schon seit mehreren Jahren. Es wird argumentiert, dass, wenn wir in einer uns angenehmen Art und Weise mit Robotern leben und interagieren wollen, diese Maschinen in der Lage sein sollten, die menschlichen Emotionen zu verstehen und angemessen darauf zu reagieren. Es liegt auf diesem Gebiet noch viel Arbeit vor uns und die Möglichkeiten sind riesig.

Zum Beispiel haben Forscher die Gesichtsanalyse verwendet, um Studenten, die sich in computergesteuerten Nachhilfeseminaren schwer taten, herauszufiltern. Die KI wurde ausgebildet, um verschiedene Ebenen von Engagement und Frustration zu erkennen, sodass das System wissen konnte, wann die Schüler die Arbeit zu einfach oder zu schwierig fanden. Diese Technologie könnte nützlich sein, um die Lernerfahrung auf Online-Plattformen zu verbessern.

Das Unternehmen BeyondVerbal nutzte die KI auch, um Emotionen auf Grundlage des Klanges unserer Stimme zu erkennen. Sie haben Software produziert, die die Sprachmodulation analysiert und in der Art und Weise, wie Menschen sprechen, spezifische Muster sucht. Das Unternehmen gibt an, in der Lage zu sein, Emotionen mit einer 80prozentigen Genauigkeit zu identifizieren. In Zukunft könnte diese Art von Technologie zum Beispiel Autisten helfen, Emotionen zu identifizieren.

Sony versucht sogar, einen Roboter zu entwickeln, der in der Lage ist, emotionale Bindungen mit Menschen einzugehen. Es gibt nicht viele Informationen darüber, wie sie das erreichen wollen, oder was genau der Roboter tun wird. Sie erwähnen jedoch, dass sie versuchen, „Hardware und Dienstleistungen zu verbinden, um emotional anregende Erfahrungen zu liefern“.

Eine emotional intelligente KI hat mehrere potenzielle Vorteile, sei es, jemandem ein Freund zu sein oder uns zu helfen, bestimmte Aufgaben durchzuführen – vom Verhören Krimineller bis zur Gesprächstherapie. Doch es gibt auch ethische Probleme und Risiken. Ist es richtig, einen Patienten mit Demenz einem KI-Begleiter anzuvertrauen und zu glauben, dass dieser ein emotionales Eigenleben hat, obwohl das nicht der Fall ist? Und könnte man eine Person auf der Grundlage einer KI, die sie als schuldig klassifiziert, verurteilen? Natürlich nicht. Aber es könnte, wenn ein solches System weiter verbessert und vollständig ausgewertet wird, auf eine weniger schädliche, vielleicht sogar hilfreiche Weise verwendet werden, wenn Personen, die von der KI als „verdächtig“ angesehen werden, fortan genauer überprüft werden.

Was können wir also von der KI erwarten? Subjektive Dinge wie Emotionen und Gefühle sind für die KI immer noch schwer zu erlernen, zum Teil deshalb, weil die KI keinen Zugang zu ausreichend guten Daten hat, um sie objektiv zu analysieren. Wird eine KI beispielsweise jeso etwas wie Sarkasmus verstehen? Ein Satz kann sarkastisch sein, wenn er in einem bestimmten Kontext gesagt wird, aber in einem anderen Kontext ist er es nicht.

Doch die Menge an Daten und Rechenleistung wächst weiter. Mit wenigen Ausnahmen könnte die KI deshalb in den nächsten Jahrzehnten durchaus in der Lage sein, verschiedene Arten von Emotionen genauso gut zu erkennen, wie Menschen das können. Aber ob eine KI jemals Emotionen erleben kann, ist ein kontroverses Thema. Selbst wenn sie es könnten, würde es sicherlich Emotionen geben, die sie niemals durchleben können wird – und das macht es ihnen schwierig, sie tatsächlich zu verstehen.

Dieser Artikel erschien zuerst auf „The Conversation“ unter CC BY-NC-SA 3.0 US. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image (adapted) tabletop assistant by Matthew Hurst (CC BY-SA 2.0)


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  • YAHOO heise: Yahoo leitet Mails wieder weiter: Yahoo ermöglicht es seinen Nutzern wieder eingehende E-Mails an andere E-Mail-Adressen automatisch weiterzuleiten. Der Internetdienstleister hat, die in der vergangenen Woche deaktivierte, automatische E-Mail-Weiterleitung wieder aktiviert. Zuvor war es Anwendern nicht mehr möglich gewesen, neue Weiterleitungen einzurichten. Als Grund für den Wegfall der Funktion hatte Yahoo Wartungsarbeiten angegeben, jedoch legte das Vorgehen den Verdacht nahe, dass es das Abwandern von Nutzern in Folge der Überwachungsaffäre „Yahoo-Gate“ erschweren sollte.
  • GOOGLE t3n: Android Wear 2.0: Zwei neue Google-Smartwatches kommen Anfang 2017: Im Sommer wurde bekannt, dass Google an zwei neuen Android-Wear-Uhren arbeitet, jetzt gibt es neue Informationen dazu. Die Smartwatches kommen im ersten Quartal 2017 auf den Markt und werden das aktualisierte Betriebssystem Android Wear 2.0 haben. Weitere Features sind derzeit nicht bekannt – nur, dass die Wearables den neuen virtuellen Assistenten Google Assistant erhalten. Ursprünglich sollte es sich bei den neuen Android-Wear-Produkten um Nexus-Uhren handeln, doch das Unternehmen zieht auch bei den Wearables seine neue Hardware-Strategie durch. Wie die neue Smartphone-Serie Pixel könnten auch die Smartwatches das Label „Made by Google“ erhalten.
  • SONY golem: Produktionsmenge von Playstation VR soll erhöht werden: Das Virtual-Reality-Headset Playstation VR ist so gut wie überall ausverkauft, nun plant Sony eine Steigerung der produzierten Menge. Bis sich an der Liefersituation etwas ändert, dürfte es aber noch dauern. Das hat Jim Ryan, Chef von Sony Interactive Entertainment Europe, vor einigen Tagen im Gespräch mit CNBC gesagt. Der Manager geht davon aus, dass innerhalb kurzer Zeit mehrere Hunderttausend PS VR einen Käufer finden. Das Marktforschungsunternehmen Superdata Research hatte in einer (allerdings etwas älteren) Prognose sogar den Absatz von bis zu 2,6 Millionen Playstation VR allein bis Ende 2016 erwartet.
  • FACEBOOK The Next Web: Future versions of Facebook Messenger will come with a Data Saver mode: Facebook arbeitet zurzeit an einem Datenspar-Modus für seinen Messenger. Nutzer des Android-Beta-Programms können dieses neue Feature bereits testen. Ohne den Datenspar-Modus wurden alle Bilder und Videos, die der Nutzer empfangen hat, automatisch runtergeladen. Mit dem neuen Feature muss man die Bilder und Videos zuerst anklicken damit sie runtergeladen werden. Für Textnachrichten gibt es keine Veränderungen.
  • FUJITSU Handelsblatt: Fujitsu streicht in Deutschland hunderte Jobs: Der japanische Elektronikkonzern Fujitsu will einem Zeitungsbericht zufolge in Deutschland 400 bis 500 Arbeitsplätze abbauen. Eine endgültige Entscheidung solle nach Verhandlungen mit den Beschäftigten fallen, berichtete die japanische Wirtschaftszeitung „Nikkei“. Insgesamt beschäftigt der Konzern hierzulande 12.000 Menschen. Die Stellenstreichungen beträfen hauptsächlich Entwicklung und Informationstechnik. Insidern zufolge könnte sich Fujitsu zukünftig auf IT-Dienstleistungen konzentrieren. Mit dem weltgrößten Computer-Hersteller Lenovo verhandelt das Unternehmen offenbar über einen Verkauf des PC-Geschäfts von Fujitsu.
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  • FACEBOOK sueddeutsche: Facebook – ein Nachrichtensender mit 1,5 Milliarden Korrespondenten: Die Bilder von Anschlägen und Attentaten überschatten den Alltag der letzten Wochen. Smartphonenutzer kriegen Eilmeldungen direkt auf ihre Geräte geschickt und TV-Nachrichtensender versuchen so schnell wie möglich für Aufklärung zu sorgen. Während die Nachrichtendienste daran arbeiten Stimmen und Bilder zu liefern, sind Millionen schon auf Facebook unterwegs, um dort ihre Informationen zu beziehen.
  • NINTENDO theverge: Nintendo has doubled in value since Pokémon Go’s release: Es ist ein Hype der in der Welt der Apps seinesgleichen sucht. Nachdem die Interesse an Pokémon nach zehn Jahren so langsam zu verblassen schien, heißt es mit Pokémon Go nun wieder „Gotta catch ‚em all“. Der Weg von den Spielekonsolen auf das Smartphone hat dem Spielekonzern Nintendo nun eine unfassbare Wertsteigerung an der Börse beschert. Der Börsenwert konnte verdoppelt werden und Nintendo überholt Sony.
  • APP faz: Terror-Warn-App versagt im Fall Nizza: In Frankreich wurde eine App programmiert, die Menschen so schnell wie möglich warnen soll, falls es einen Anschlag in der Nähe gibt. SAIP ist der Name der App. Die App ist in Französisch und Englisch verwendbar. Während der Amokfahrt von Nizza, bei der 84 Menschen ihr Leben verloren, hat diese App total versagt und verschickte Stunden danach erst eine Warnung heraus. Es ist wieder ein kleiner Stein im Schuh der Bevölkerung Frankreichs, die App wurde nämlich von der Regierung herausgebracht.
  • TECHNOLOGIE thenextweb: Connecticut middle schoolers 3D printed a boot to help this endangered penguin walk again: In Connecticut hat es eine Gruppe von jungen Schülern geschafft, einem Pinguin etwas seinen Alltag zu verbessern. In einer Auseinandersetzung mit einem anderen Pinguin, hatte dieser sich so stark verletzt, dass er eine Einschränkung beim Gehen erlitt. Zusammen mit einem 3D-System Unternehmen und dem Zoo des kleinen Schnabeltiers haben die Schüler einen Stiefel desinged, der dem Pinguin das Laufen erleichtert.
  • WHATSAPP mashable: WhatsApp is back in Brazil after yet another ban: Während in vielen Ländern der Welt Whatsapp in den letzten Jahren wolh zum beliebtesten Messenger geworden ist, haben es die Nutzer in Brasilien nicht so leicht. Am Dienstag wurde Whatsapp wieder vom Netz getrennt. Es ist innerhalb eines Jahres der dritte Bann. Grund dafür soll die Verschlüsselung sein, die von Whatsapp genutzt wird.
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5 Lesetipps für den 15. Dezember

In unseren Lesetipps geht es heute um Schwachstellen der PlayStation4, einen Hackerangriff auf Twitter-Nutzer, brennende Hoverboards, YouTube und Java. Ergänzungen erwünscht.

  • PLAYSTATION4 WinFuture.de: Playstation 4 ist offen: Kernel-Hacker schafft den Jailbreak: Auch die PlayStation 4 ist nicht ganz ohne Fehler und so wurden auch hier, von einem nicht unbekannten Hacker namens CTurt, Schwachstellen entdeckt. Er bestätigte, dass es ihm gelungen sei, über einen WebKit-Prozess einen Kernel-Exploit in das System von Sony einzuschmuggeln. Wie es heißt, sind jedoch derzeit nur die Konsolen betroffenen, die mit der sogenannten Firmware 1.76 ausgestattet sind. Bleibt abzuwarten, wie Sony auf die Hackernachricht reagiert und wie die Schwachstellen geschlossen werden sollen.

  • HACKERANGRIFF SPIEGEL ONLINE: Twitter warnt Nutzer gezielt vor Hackerangriff: In der vergangenen Woche sind ausgewählte Twitter-Nutzer unter anderem auch in Deutschland, Hackern zum Opfer gefallen. Somit hatte das Microblogging-Tool Warnungen an seine Nutzer geschickt, dass die Angreifer womöglich an IP-Adressen, E-Mail-Adressen oder Telefonnummern herankommen wollten. Wie sich herausstellte sind vor allem Computerspezialisten, die sich mit Computersicherheit und Anonymisierung beschäftigen, von solchen Angriffen betroffen.

  • HOVERBOARDS DIE WELT: Gefährliches Spielzeug: Hoverboards können plötzlich in Flammen aufgehen: Das bekannte Hoverboard, was vermutlich die meisten Leute aus dem Film “Zurück in die Zukunft 2” kennen, gibt es jetzt schon seit einiger Zeit auf dem Markt. Und so beliebt es auch ist, genauso gefährlich ist es. Laut einigen Kundenberichten, sollen die Hoverboards einfach in Flammen aufgehen und teilweise auch schon sehr gefährliche Schäden angerichtet haben. Viele Online-Händler, darunter auch Amazon, haben die Querscooter direkt aus dem Programm genommen. Auch in diversen US-Fluglinien wurde die Mitnahme untersagt.

  • YOUTUBE GWB: YouTube: Direkte Video-Aufnahme von der Webcam wird in einem Monat eingestellt: Eine langwierige Funktion wird bei YouTube eingestellt: Das Aufnehmen eines Videos per Webcam innerhalb der Plattform. Das Ganze soll am 16.01.2016 beendet werden und so müssen die Nutzer wieder ganz klassisch ihre Videos hochladen. YouTube nannte gleich zwei Gründe für die Einstellung dieser Funktion. Zum einen wurde die Aufnahmemöglichkeit so wenig genutzt, dass sich der Erhalt dieser Funktion nicht mehr lohnen würde. Zum anderen ist auch ein Grund die Technologie, die dahinter steckt, denn die Funktion basiert noch auf Flash, welches von Google und YouTube aus allen Produkten entfernt werden soll.

  • JAVA silicon.de: Java-Nutzer wettern gegen Yahoo-Toolbar: Toolbars können ziemlich nervig sein. Schlimmer ist es noch, wenn man sie gar nicht mehr los wird. Diesen Ärger haben jetzt die Nutzer von Java, denn wenn man bei der Installation der jüngsten Version ein falsches Häkchen setzt, installiert man sich die Yahoo-Toolbar direkt mit. Wer Java anschließend wieder deinstallieren möchte, hat es dabei nicht einfach, denn dafür ist ein manueller Prozess nötig. Bislang sind viele Beschwerden eingegangen und auch der Interessenverbund der Java User Groups e.V. (iJUG) spricht sich dagegen aus. Allerdings empfiehlt er dennoch aus Sicherheitsgründen bestenfalls die aktuellste Version von Java zu verwenden, auch wenn sie die unerwünschten Nebenwirkungen beinhaltet.

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5 Lesetipps für den 23. Juli

In unseren Lesetipps geht es heute um eine Fernbedienung für die Playstation, einen Film über Emojis, ein Experiment von Sony, Google Photos und einen 3D-gedruckten Ofen. Ergänzungen erwünscht.

  • PLAYSTATION WinFuture.de: Sony PlayStation 4 bekommt offiziell lizenzierte Fernbedienung: Wer seine Playstation vor allem auch zum Ansehen von Filmen verwendet, wird sich freuen, dass er demnächst das Gamepad liegen lassen und zu der neuen offiziellen Fernbedienung für die Spielkonsole greifen kann – per Bluetooth lassen sich damit auch andere Geräte steuern. Im Oktober 2015 soll das Gerät noch auf den Markt kommen und in etwa 30 US-Dollar kosten. Der Unterschied zur klassischen Fernbedienung ist, dass sie mit den typischen Tasten mit dem Dreieck, dem Quadrat und so weiter ausgestattet ist.

  • EMOJIS Business2community: An Animated Movie about… Emojis?!: Ein Film über Emojis? Ganz genau: Sony Pictures Animation wird einen Film rund um die gelben Gesichter mit den unterschiedlichsten Gesichtsausdrücken drehen. Das Projekt wird von Tony Leondis inszeniert, der in 2011 schon die Verfilmung des Kurzfilms Kung Fu Panda: Secrets of the Master geleitet hatte. Leondis wird das Skript zusammen mit Eric Siegel (“Men At Work”) zusammen schreiben. Man kann gespannt sein, was die beiden wohl daraus machen werden.

  • SONY Golem: Xperia Z3: Sony experimentiert mit weniger eigenen Android-Anpassungen: Sony will testen, ob sich die Kunden auch mit einer Android-Ausführung zufriedengeben, die sich starker am Basis-Android von Google orientiert. Der Konzern ruft seine Kunden in einem Testlauf aus, eine spezielle Version von Android 5.1 auszuprobieren. Hier fehlt aber, anders als sonst, die Sony-typische Oberfläche und der Hersteller übernimmt mehr von Googles Vorgaben. Der Umfang der typischen Sony-Apps verringert sich und es gibt auch weniger Sony-spezifische Funktionen.

  • GOOGLE GWB: Google Photos-App: Erstes großes Update bringt einige fehlende Funktionen zurück: Google Photos hat ein großes Update bekommen: Die erste Begeisterung über das neue Angebot fiel sehr schwach aus, da viele Funktionen im Vergleich zu den Vorgängerprodukten fehlten, welche das neue Update jetzt bringt. Fotos können wieder mit einer Beschreibung versehen werden und das Hinzufügen von Fotos zu Alben ist einfacher. Es gibt sogar Hinweise darauf, dass es eine Chromecast-Unterstützung geben wird.

  • 3D-PRINT Digital Trends: Pyra Is The World’s First 3D Printed Oven: Heutzutage kann man alles Mögliche in 3D drucken – jetzt sogar einen Ofen. Der “Pyra”, wie der Ofen heißt, ist laut den Machern eine neue Herangehensweise an die moderne Art eines Konvektionsofens, welche “Designer und Techniker herausfordern soll, darüber nachzudenken, wie Produkte designet und hergestellt werden.” Das Team hinter Pyra meint, dass der Ofen “ein Gerät ist, dass als Tool in einem Labor, aber auch als Grill für das nächste Grillfest dienen kann.”

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5 Lesetipps für den 24. Dezember

In unseren Lesetipps geht es heute um die Startup-Exits des Jahres, IT-Hilfe für die Familie, den Film „The Interview“ und die #Freiheit-Debatte. Ergänzungen erwünscht.

  • EXIT Inc.com: The 10 Biggest Exits of 2014: Auf Inc.com zeigt uns Jeremy Quittner noch einmal, für welche Startups im Jahr 2014 richtig Geld geflossen ist. Angeführt wird die Liste natürlich von WhatsApp, für das Facebook mehr als 19 Milliarden US-Dollar bezahlte. PLatz 2 nahm Trulla ein, dass von Zillow für vergleichsweise „nur“ 3,5 Milliarden US-Dollar gekauft wurde. Für 3,2 Milliarden US-Dollar erwarb Google dann Nest. Insgesamt waren die Top10-Akquisen alle sehr unterschiedlich: Technologie, etwas mobil, ein bisschen smart.

  • IT CROWD BR Puls: Rechtsklick hab ich gesagt!!!: Spätestens heute muss man sich der wohl härtesten Zeit im Jahr stellen und zum familiären IT-Crack der Familie werden, natürlich ohne ein Einkommen im oberen Bereich. Zu Weihnachten haben Eltern und Großeltern, neben Geschenken, noch jede Menge Computer- und Internetprobleme, die zwischen Familienessen und Großvaters Rumtopf gelöst werden sollen. David Württembeger vom BR war so nett, eine kleine Übersicht zu erstellen, um das Gröbste schneller in den Griff zu bekommen.

  • THE INTERVIEW I Spiegel Online: Sony zeigt „The Interview“ an Weihnachten: Zu Weihnachten wird „The Interview“ dann doch in den Kinos gezeigt. Auch wenn Sony das in öffentlichen Statements anders darstellt, bleibt festzuhalten, dass das Unternehmen dem öffentlichen Druck in den USA, unterstützt vom US-Präsidenten Barack Obama, nachgegeben hat und sich nicht von einem Diktator vorschreiben lässt, welche Filme gezeigt werden dürfen und welche nicht. Zwar bin ich überzeugt, dass die Komödie über Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un sicher nicht der beste Film aller Zeiten wird, aber sicher immer noch besser als „Team America“ von 2004, das leider damals wirklich nicht verhindert wurde.

  • THE INTERVIEW II Business Insider: Larry Flynt Making ‚The Interview‘ Into Porn: Regel 34: „Wenn es existiert, gibt es davon Porno. Keine Ausnahmen.“ Und so auch beim wohl schon meistdiskutiersten Film des Jahres 2014, den noch niemand gesehen hat: „The Interview“. Hustler-Chef Larrs Flint hat angekündigt, eine Porno-Version des Films zu drehen. Das läuft zwar entlang bekannter Muster, aber Flints Motivation ist diesmal nicht nur mit einem Porno Geld zu verdienen und dabei den Medien-Hype um den Film zu nutzen, sondern das Recht auf freie Meinungsäußerung durchzusetzen. Im Falle Flint, der dies wirklich stets vor Gericht ausfechtet, kann man ihm dieses politische Engagement sogar glauben, dass Aly Weisman im Business Insider erklärt.

  • #FREIHEIT Broadmark: 8 Fakten über #Freiheit: Die Debatte um den dramatisch initiierten Ausstieg des YouTube-Vlogger Simon Unge aus dem Multi-Channel-Netzwerk Mediakraft wirkt an sich wie die erste Lektion eines jungen Menschens, was es heißt, einen Vertrag abzuschließen. Doch die Zahlen scheinen eine andere Sprache zu sprechen. Unser Autor Lukas Menzel hat auf Broadmark.de insgesamt acht sehr beeindruckende Fakten zu diesem Fall zusammengetragen, die in den sozialen Netzwerken unter dem Hashtag #Freiheit diskutiert wird. Die Zahlen zeigen, dass hier etwas Größeres passiert zu sein scheint. Allein das Medieninteresse ist enorm.

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Sony kämpft nach Hack um das Vertrauen der Nutzer

Show me the way of hacking (adapted) (Image by Alexandre Dulaunoy [CC BY-SA 2.0] via Flickr)

Ende November wurde Sony Pictures durch einen massiven Hack getroffen. Experten zweifeln nun aber an den Aussagen des Unternehmens, das noch nie viel Wert auf Sicherheit gelegt hat. Das volle Ausmaß des Schadens, den Sony Pictures durch den Hacker-Angriff Ende November erlitten hat, ist immer noch nicht vollständig bekannt. Neben diversen, bisher unveröffentlichten Filmen sind auch die Gehälter der Mitarbeiter, Drehbücher kommender Filme und Passwörter der Mitarbeiter an die Öffentlichkeit gelangt. Sony hat die Attacke als beispiellos, einmalig und nicht bemerkbar bezeichnet. Unabhängige Experten zweifeln nun allerdings daran – vielmehr scheint Sony dadurch zu versuchen, von eklatanten Sicherheitslücken abzulenken, was ein weiterer Hack allerdings erschwert.

Ein großer Hack und die Frage nach dem Ursprung

Vor gut zwei Wochen haben Hacker mit einem Angriff Sony Pictures lahmgelegt. Soweit erst mal nichts allzu ungewöhnliches, zumal gerade Sony in der Vergangenheit bereits des Öfteren Ziel derartiger Angriffe war. 2011 erbeuteten Hacker die Login-Daten für mehrere Online-Dienste wie das PlayStation Network und zwangen die Nutzer zum Ändern der Passwörter. Der letzte Hack unterscheidet sich allerdings im Ausmaß von bisherigen Angriffen. Neben Gehaltslisten, Passwörtern und sogar Filmen, die bisher noch nicht veröffentlicht waren, haben die Hacker Unmengen an Daten erbeutet, deren genaues Ausmaß bisher noch gar nicht bekannt ist, da bis heute fast jeden Tag neue Informationen an die Öffentlichkeit gelangen.

Sony hat schnell Nordkorea als Schuldigen auserkoren. Die verantwortliche Malware ist in koreanischer Sprache programmiert, und als Motiv wird vermutet, dass Kim Jong Un in dem Film „The Interview“ getötet wird, was bei der Regierung nicht gerade für Freude gesorgt hat. Stichhaltige Beweise dafür, dass Nordkorea tatsächlich hinter dem Angriff steckt, gibt es allerdings keine. Die Nordkoreanische Regierung hat die Vorwürfe allerdings wenig überraschend mehrfach dementiert. Experten vermuten jedenfalls, dass die Angreifer hinter dem Sony-Hack die gleichen sind, die schon 2012 mit einer sehr ähnlichen „Wiper-Malware“ 30.000 Computer der Ölfirma Saudi Aramco und im vergangenen Jahr diverse Südkoreanische Banken und Fernsehsender getroffen hat.

Don’t believe the Hype

Und genau diese Vermutung lässt nun große Zweifel an Sonys Aussagen über den Angriff aufkommen. Kevin Mandia, Chef der von Sony für die Untersuchung des Angriffs angeheuerten Sicherheitsfirma Mandiant hat in einem Schreiben erklärt, dass der Angriff „von beispielloser Natur gewesen sei, die Malware von Antivirus-Software, die Industriestandards entspricht, nicht nachweisbar sei und genug Schaden angerichtet hat um das FBI zu veranlassen, andere Unternehmen vor derartigen Attacken zu warnen“. Außerdem fügt er hinzu, dass es ein noch nie dagewesenes und gut durchgeplantes Verbrechen einer organisierten Gruppe war, für das weder Sony Pictures, noch andere Unternehmen vorbereitet wären. Die bereits angesprochenen ähnlichen Fälle sprechen allerdings dagegen.

Vielmehr schleicht sich der Eindruck ein, dass es sich bei der Öffentlichkeitsoffensive um ein Ablenkungsmanöver von den Unzulänglichkeiten in Sachen Sicherheit handelt. So haben Mitarbeiter zum Beispiel Passwörter als Klartext in Word-Dokumenten aufbewahrt. Und dass der damalige Executive Director und heutiger Vice President of Information Security Jason Spaltro 2005 erklärt hat, es sei eine valide Geschäftsentscheidung, das Risiko eines Angriffs in Kauf zu nehmen, untermauert diesen Eindruck. Die Sicherheitsexperten Adam Caudill und Adrian Sanabria haben zudem gegenüber Mashable erklärt, dass selbst wenn Sony die Schadsoftware tatsächlich nicht bemerkt hätte, die daraus resultierenden Aktivitäten die Alarmglocken hätten auslösen müssen. Es sollte eigentlich nicht möglich sein, dass über 40 GB Daten systematisch kopiert und unbemerkt an externe Server transferiert werden – es sei denn, niemand schaut hin.

Scheitern als Chance

Natürlich will Sony mit den Aussagen versuchen, das eigene Image zu wahren und in der Öffentlichkeit nicht als unsicher dazustehen, was auf lange Sicht viele Nutzer vergraulen und Sony in ernste Schwierigkeiten bringen könnte. Doch nachdem die Wogen um den Sony Pictures-Hack immer noch nicht geglättet wurden, steht schon das nächste Unheil ins Haus. Hackern ist es gelungen den PlayStation Store inklusive PSN, wenn auch nur für einen kurzen Zeitraum, lahmzulegen. Das Ausmaß des Schadens, also ob auch Nutzerdaten entwendet wurden, ist bisher allerdings noch unklar.

Sony befindet sich also unter Dauerbeschuss und sollte der Konzern das Thema Sicherheit weiter auf die leichte Schulter nehmen, dürften diese Attacken in Zukunft nicht gerade weniger werden. Gefährlich ist dies für Sony vor allem, da das Unternehmen Gefahr läuft, das Vertrauen der Kunden zu verspielen. Natürlich versucht das Unternehmen, durch Aussagen von angeheuerten Sicherheitsexperten das eigene Image zu schützen, doch dem muss auch ein grundlegender Kurswechsel bei der Sicherheitspolitik folgen. Sollten weitere Hacks folgen wird sicher kaum ein Nutzer bereit sein, seine Daten, inklusive Zahlungsinformationen an die Japaner zu übermitteln und Schauspieler werden sicher auch zwei Mal überlegen in ein Projekt von Sony einzusteigen, wenn später die Telefonnummern und andere vertrauliche Details an die Öffentlichkeit gelangen. Auch wenn das Ausmaß des Schadens noch immer nicht bekannt ist, ist Sony mit einem blauen Auge davon gekommen, muss nun aber an der eigenen Verteidigung arbeiten, um nicht in der nächsten Runde zu Boden zu gehen.


Image (adapted) „Show me the way of hacking“ by Alexandre Dulaunoy (CC BY-SA 2.0)


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5 Lesetipps für den 7. Februar

In unseren Lesetipps geht es heute um Facebook, unpopuläres Streaming, wie Politik funktioniert, die Newsonomics des Guardians und Sony verkauft das PC-Geschäft. Ergänzungen erwünscht.

  • FACEBOOK PR-Blogger: Facebook kontrolliert unseren Content: Der Unternehmensberater Klaus Eck setzt sich auf PR-Blogger mit Facebooks Wandel zur persönlichen Zeitung eines jeden Mitglieds auseinander und beschreibt die Möglichkeiten der neuen Nachrichten-App für das Content-Marketing, aber auch was es bedeutet, dass Facebook unseren Content kontrolliert.
  • STREAMING Süddeutsche.de: Deutsche nutzen kaum kostenlose Streaming-Angebote: Die EU hat in einer groß angelegten Studie untersucht, wie ihre Bürger Filme schauen. Fast 70 Prozent nutzen dafür kostenlose Streaming- oder Downloadportale. Allerdings nicht in Deutschland. Scheinbar haben Jahre des Abmahnwahns die Menschen so verunsichert, so dass nur wenige sich mit den neuen Möglichkeiten des Internets beschäftigt haben. Nicht alle Streaming-Plattformen sind illegal, da verwundert es schon, dass 75 Prozent der Deutschen noch nie einen Film gestreamt haben wollen.
  • POLITIK Zeit Online: Wie uns Europa im Netz schützt: Die Internetunternehmen aus den USA scheinen die SPielregeln im Digitalen zu bestimmen. Ihre Marktmacht erschreckt viele, die sich dann an die Politik wenden. Die EU-Kommission will die Internetnutzer schützen. Eine gute Idee, aber wie wird diese Idee zum Gesetz? Zeit Online wirft einen Blick in das Zusammenspiel aus Kommission, Parlament und Ministerrat.
  • THE GUARDIAN Newsonomics: The Newsonomics of The Guardian’s New “Known” Strategy: Im neusten Newsonomics-Artikel von Ken Doctor geht es um den Guardian, der mitten im Medienwandel mit seiner „Known“-Strategie in jegliche Gefilde des Internets gibt, um neue Innovation zu finden und zu testen. Doch trotz neuer Formate und Geschichten um die Enthüllungen von Wikileaks und Edward Snowden steckt die britische Tageszeitung in finanziellen Schwierigkeiten, wie jeder andere Zeitung auch – denn der Werbemarkt hat sich verändert.
  • SONY CNET News: Sony shows the PC business has become expendable: Sony zieht eine sehr drastische Konsequenz aus den technischen Entwicklungen der letzten Jahre und trennt sich von seiner kompletten Computer-Sparte. Nach IBM (2004), HP (2011) ist Sony nun der dritte große Gerätehersteller des Pre-Smartphones/Tablet-Zeitalters, dass sich von seiner Vergangenheit trennt. Auch wenn es in den anderen Bereichen ebenfalls nicht rosig für Sony aussieht, will sich das Unternehmen vor allem Smartphones, Tablets und TV-Geräte konzentrieren.

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Angespielt: PlayStation 4 (vs. Xbox One)

Über die Feiertage hatte ich Gelegenheit, eine Spielkonsole der neuen Generation auszuprobieren. Die PlayStation 4, ein durchaus schick designter, schwarzer Kasten um 400 Euro, tritt derzeit gegen den etwas klobigeren und 100 Euro teureren Rivalen von Microsoft, die Xbox One, an. Und natürlich ist die PS4 schön zu spielen: Im Vergleich zu meiner einige Jahre alten Xbox 360 ist sie natürlich schneller und leiser, hat kürzere Ladezeiten und bietet einen etwas angenehmeren Controller und eine bessere Grafik. Doch was mir eindeutig gefehlt hat: der Wow-Effekt.

Von einer Konsole, die sieben Jahre nach ihrem Vorgänger auf den Markt kommt, hätte ich mir doch mehr “Wow” erwartet. Womit sich für mich die Frage erledigt hat, ob ich mir im nächsten halben Jahr eine der neuen Konsolen kaufen soll. Nein, werde ich nicht. Das Problem liegt dabei nicht an der sicher starken Hardware – auch wenn Sony etwa schon auf die neue Auflösung 4K setzen hätte können – sondern beim Content, also den Games. Sowohl PlayStation 4 als auch Xbox One kommen mit einer eher dürftigen Zahl an exklusiven Titeln daher, die eine Anschaffung notwendig machen würden.

Bei der PlayStation 4 gibt es derzeit nur eine eher enttäuschende Reihe an Exklusiv-Spielen, aus der einzig “Killzone” heraussticht, und bei der Xbox One sieht es hinsichtlich “System Seller” (u.a. „Forza“, „Ryse“) ebenfalls düster aus. Dem gegenüber stehen aktuelle und künftige Knaller wie “Assassin´s Creed IV: Black Flag”, “GTA V”, “Watchdogs” oder “Destiny”, die allesamt auch auf den alten Konsolen PS3 und Xbox360 zu haben sind bzw. zu haben sein werden. Sicher bieten die Versionen für die Next-Generation-Konsolen eine bessere Grafik – aber ist die auch 400 bzw. 500 Euro wert?

Laut Tony Key, Senior VP für Sales und Marketing bei Ubisoft, konzentrieren sich die Publisher aus wirtschaftlichen Gründen im Moment noch eher auf die Vorgängermodelle. Die Rechnung ist einfach: Sony prognostiziert bis März 2014 etwa 5 Millionen verkaufte PS4-Konsolen, ein ungleich größerer Markt aber sind die über 80 Millionen PS3, die weltweit in den Haushalten stehen. Während man Sonys PS4 als solide Spielkonsole ohne großen Überraschungen einreihen kann, versucht Microsoft seine Xbox One als Multimedia-Zentrale fürs Wohnzimmer zu positionieren. So soll man damit nicht nur zocken, sondern via Skype Videotelefonate führen, das TV-Signal durch die Konsole schleifen oder Musik- und Video-Streaming damit abrufen. Doch zum Skypen oder Musikhören den Fernseher und eine Spielkonsole aufdrehen zu müssen, wirkt auf mich in Zeiten von Smartphones und Tablets eher unpraktisch.

Wer also schon eine Spielkonsole der letzten Generation besitzt, der kann sich mit einem Upgrade Zeit lassen. Exklusiv-Blockbuster wie “Halo 5” (Xbox One) oder “Uncharted” (PS 4) werden von der Fachpresse erst in frühestens einem halben Jahr erwartet, und bis dahin kann noch viel passieren. Zum einen könnten Xbox One und PS4 günstiger werden bzw. in attraktiven Bundles angeboten werden (z.B. mit zwei Controllern, mehreren Spielen), und zum anderen bleibt abzuwarten, was Apple, Google und Samsung vorhaben. Der iPhone-Hersteller ist dank App Store stark bei Spielen und wird schon seit Jahren verdächtigt, einen Smart-TV bauen zu wollen – warum sollten nicht auf dem die Games laufen und die iOS-Geräte als Controller herhalten? Und auch Samsung dringt immer weiter in den Bereich “Home Entertainment” vor und dürfte sich nicht nur einmal überlegt haben, auch Games auf seine Internet-Fernseher zu bringen.

 


 

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Sponsored Post: Sony Xperia Z1

Der Nachfolger des Xperia Z wartet schon in den Startlöchern.

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Ein neues High-End-Smartphone kommt bald auf den Markt. Das Sony Xperia Z1 wird am 4. September auf der IFA-Pressekonferenz Berlin vorgestellt und ist das aktuelle Flaggschiff von Sony. Bekannt ist das Sony-Gerät unter dem Codenamen „Honami“. Ganz klar ist die Bezeichnung „Xperia Z1“ also noch nicht. Im kurzen Werbefilm seht ihr ein Smartphone, dass dem Xperia Z allerdings gar nicht mal so unähnlich ist. Weiterlesen »

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