PlayStation 5 Überblick – Das ist der neue PlayStation 5 Controller

In diesem Jahr kommt endlich die neue Konsolengeneration. Sony und Microsoft laden zur Neuauflage eines Duells, das mittlerweile fast schon eine Art Glaubenskampf geworden ist. PlayStation 5 oder Xbox Series X lautet dieses Jahr die Glaubensfrage. Obwohl beide Konsolen im Weihnachtsgeschäft durchstarten, kommen erst nach und nach mehr Informationen auf den Tisch.

Kürzlich stellte Sony endlich den neuen PlayStation 5 Controller vor. Der DualSense-Controller ist die radikalste Änderung am Controller in der langen PlayStation-Geschichte. Neben einer etwas anderen Form und der Abkehr vom traditionellen Schwarz, bietet der neue PlayStation 5 Controller Einige neue Features. Unter anderem sollen haptisches Feedback und adaptive Trigger für ein noch intensiveres Spielerlebnis sorgen.

Ein vorsichtiges Taktieren, um den anderen bloß keinen Vorteil zu geben was Preis und Release der neuen Konsole angeht. Für die Xbox Series X haben wir bereits vor kurzem die aktuellen Informationen zusammengefasst. Nun ist auch die PlayStation 5 mit einem umfassenden Überblick dran. Kürzlich gab Sony endlich handfestere Informationen zur kommenden Konsole bekannt, die wir euch natürlich nicht vorenthalten. Vor allem mit dem SSD-Speicher punktet die PlayStation 5 gegenüber der Konkurrenz von Microsoft.

Auch künftig halten wir euch immer wieder auf dem Laufenden, wenn neue Informationen zur Konsole erscheinen. Vor allem beim Design der Konsole gibt es nämlich noch zahlreiche Fragezeichen. 

Playstation 5 Übersicht der Hardware-Specs

CPU 8x Zen 2 Cores bis zu 3.5GHz
GPU 10,3 TFLOPs, Custom RDNA 2, 36 CUs at 2.23GHz
Arbeitsspeicher 16GB GDDR6 (448GB/s)
Speicher 825GB Custom NVMe SSD, IO: 5.5 GB/s (Raw), erweiterbar
Externer Speicher USB HDD Support
Laufwerk 4K UHD Blu-ray mit bis zu 100 GB/Disc
Performance-Ziel 4K 120FPS, 8K

PlayStation 5 mit 8K, 120 Hertz und Raytracing

Wie bei der Konkurrenz setzt auch Sony erneut komplett auf AMD-Technik. Das bedeutet auch, dass der Grafikchip, eine extra angefertigte Variante der Radeon Navi-Serie ist. Auch wenn die Anzahl Shader mit der PlasStation 4 Pro identisch ist, bringt es die Grafikkarte der PlayStation 5 durch erhöhten Takt auf 10.3 Teraflops und damit auf eine rund eine zweieinhalb Mal größere Leistung als die der PlayStation 4 Pro. Im direkten Vergleich mit dem Konkurrenten hinkt die PS5 bei der Grafik ganz leicht hinterher. All zu große Unterschiede sind jedoch nicht zu erwarten.  

Die Grafikpower ist stark genug, um 4K bei bis zu 120 Bildern pro Sekunde zu erlauben. Auch 8K-Fernseher unterstützt die PlayStation 5. Mit VRR (Variable Refresh Rate) synchronisiert die Bildausgabe der Konsole mit dem Bildschirm und sorgt so für ein flüssigeres Gaming-Erlebnis.

Bei der grafischen Berechnung erlaubt der Grafikchip auch die Nutzung von Raytracing, einer Technik, mit der das Licht strahlenweise berechnet wird und auch die Beschaffenheit von Oberflächen mit einbezieht. Bislang ist diese Technologie noch dem PC vorbehalten und selbst dort so rechenintensiv, dass es nur ein Bruchteil der Spieler nutzt. Neben der Berechnung von Lichteffekten eignet sich die Raytracing aber auch zur Simulation von Schallwellen. In Verbindung mit dem 3D-Sound, lässt die PlayStation 5 also auch auf neue akustische Genüsse hoffen.

Mit SSD zu neuen Möglichkeiten

Bei der CPU setzt Sony auf einen Ryzen-Chip mit acht Kernen, der im aktuellen 7-Nanometer-Verfahren gefertigt wird. Obwohl die genaue Taktfrequenz mit bis zu 3,5Ghz nicht an Top-CPUs für den PC reicht, dürfte die CPU kaum zum Flaschenhals werden. Gerade Konsolenspiele fordern dann doch eher die Grafikkarte heraus, als den Prozessor. Sowohl die CPU, als auch die Grafikkarte arbeiten zudem mit einer variablen Frequenz, was Energie sparen kann, wenn die Hardware nicht ausgereizt wird. Außerdem verwendet die PlayStation 5 als erste Konsole einen Boost-Modus. 

Beim Arbeitsspeicher dürfte die PlayStation 5 etwa gleichauf mit der Xbox Series X sein, auch wenn es Unterschiede gibt. Zwar setzen beide auf 16GB GDDR6-Speicher, doch Microsoft nutzt dabei 10 GB schnelleren und 6GB langsameren Speicher. Bei der PlayStation 5 laufen alle 16GB mit einem Durchsatz von 448GB/s.

Der große Gamechanger der PlayStation 5 ist jedoch der SSD-Speicher. Dieser mit mit einem Durchsatz von 5,5GB (Raw) deutlich schneller, als der Speicher der Xbox Series X. Damit ist der Lesezugriff doppelt so schnell wie die Konkurrenz. Schon von Anfang an betont Sony den Unterschied, den die SSD bei Ladezeit im Spiel machen soll. Diese verkürzen sich um mehr als das Hundertfache!

Einziges Problem: Der Speicher ist nur 825GB groß. Gerade wenn Spiele auf der Konsole installiert werden, ist der Speicher damit schnell voll. Allerdings gibt es einen Slot, um den Speicher der PlayStation 5 zu erweitern. Dabei handelt es sich vermutlich um ein eigenes Format, wie Sony es schon oft mit Memory Cards oder Speicherkarten der PS Vita gemacht hat. Entsprechend teuer dürfte sich dann auch das Upgrade gestalten. 

Der neue PlayStation 5 Controller DualSense

Mit jeder neuen Konsolengeneration gibt es auch eine Überarbeitung der PlayStation 5 Controller. Dabei ist Sony bislang dem grundlegenden Design treu geblieben. Bei der PlayStation 5 ändert sich das etwas. Schon seit der ersten PlayStation entwickelte Sony den DualShock-Controller weiter und blieb sich auch im Design den Wurzeln stets treu. Der neue PlayStation 5 Controller nennt sich nun allerdings DualSense. Auch wenn der DualSense Controller sich nicht ganz von seiner Herkunft trennt, stellt er den größten Sprung in der langen Geschichte der Sony-Konsolen dar.

PlayStation 5 Controller mit hellem Design

Als erstes fällt die neue Optik des DualSense-Controllers auf. Der erste DualShock-Controller war noch grau, danach dominierte aber das edle Schwarz. Jetzt führt Sony ein sehr edles Design mit hellgrauer, fast weißer Grundfarbe und einigen schwarz abgesetzten Bereichen ein. Die Tasten ssetzen nicht in unterschiedlichen Farben, sondern in einem dezenten Grau ab und wirken von oben die flache Icons. Aber keine Sorge: Von der Seite erkennt man, dass es noch richtige Tasten sind. Die Lichtleiste ist gewandert und umrandet nun das Touchpad.

Insgesamt kommt der Controller deutlich wuchtiger rüber und erinnert dabei ein Stück weit an die Xbox-Controller von Microsoft. Auch die Auswuchtungen für die Analogsticks ragen nichtmehr so stark aus dem Controller heraus. Die Sticks selbst orientieren sich aber noch stark am Vorgänger.

Haptisches Feedback & Adaptive Trigger

Schon seit dem ersten DualShock-Controller dürfen wir dank Motoren im innern die Spieler auch in den Händen fühlen. Mit dem haptischen Feedback geht Sony noch einen Schritt weiter. Wie genau dieses Feedback sich bemerkbar macht, geht aus der Vorstellung des Controllers noch nicht hervor. Sony verspricht jedoch eine Vielzahl beeindruckender Empfindungen wie etwa das Gefühl mit einem Auto durch Schlamm zu fahren.

Im selben Zug verbessert Sony auch die Trigger beim DualSense-Controller. die neuen adaptiven Trigger lassen euch ein Stück weit die Kraft spüren, die ihr in die Aktionen legt. So spürt der Nutzer beim Spannen des Bogens die Zugkraft, die er anlegen muss. Hoffentlich lässt sich das Feature optional nutzen, damit Nutzer mit Handproblemen auch barrierefrei spielen können.

Create-Taste statt Share-Button

Mit dem DualShock 4 kam der neue Share-Button hinzu. Dieser wird beim neuen PlayStation 5 Controller in Form des neuen Create-Buttons weiterentwickelt. Laut eigenen Angaben leistet Sony damit erneut Pionierarbeit, damit Spieler epische Gaming-Inhalte erstellen und mit der Welt teilen können. Wie genau diese Pionierarbeit aussieht, verrät Sony jedoch nicht. Weitere Details erhalten wir erst, wenn der Release näherrückt.

Integriertes Mikrofon im PlayStation 5 Controller

Ein spannendes neues Feature ist auch eine integrierte Mikrofonanordnung im neuen PlayStation 5 Controller. Das Feature dient vor allem dem schnellen und unkomplizierten Austausch. Für längere Gespräche empfiehlt Sony weiterhin die Verwendung eines richtigen Headsets.

Akkulaufzeit & Gewicht

Beim Design des neuen PlayStation 5 Controllers ging es jedoch nicht nur um Optik und neue Features. So legte Sony auch ein Augenmerk darauf, bei all den Neuerungen die Akkulaufzeit beizubehalten. Auch das Gewicht des DualSense-Controllers wurde, so gut es bei den neuen Features ging, verringert.

Abwärtskomptabilität der PlayStation 5

Besitzer einer PlayStation 4 müssen übrigens nicht unnötig viele Konsole anschließen. Die PlayStation 5 ist nämlich eng mit der Vorgängerkonsole verzahnt und lässt euch ihre Spiele spielen. Ziel ist es, dass ihr möglichst die gesamte Bibliothek weiter auf dem neuen Gerät nutzen könnt. Wer den Vorgänger ausgelassen hat, kann sich zumindest über ein breites Spieleangebot freuen. Die Situation, dass für eine neue Konsole anfangs kaum gute Spiele vorhanden sind, wird damit also geschickt umgangen. 

Allerdings gibt es Spiele, die mit der höheren Leistung der PlayStation 5 Probleme haben. Daher sind zum Start der Konsole noch nicht alle Titel verfügbar. Sony geht jedoch davon aus, die 100 beliebtesten Titel fast alle zum Start auf die neue Konsole zu bringen. Im Laufe der Zeit folgen auch immer weitere Titel. Insgesamt möchte man den Testvorgang mit mehr als 4.000 Titeln fortsetzen.

Aber nicht nur die Spiele dürft ihr auf die neue Konsole mitnehmen. Auch eure Freundesliste nutzt ihr auf der PlayStation 5 gewohnt weiter. Ihr könnt PlayStation 4 –Spiele trotz unterschiedlicher Konsolen gemeinsam spielen und auch die Spielstände mit auf die PlayStation 5 nehmen.

Design der PlayStation 5 noch nicht sicher

Sony hat bei der Bekanntgabe der Leistung leider kein Bild der PlayStation 5 gezeigt. Das bislang bekannte Design der PlayStation 5 hat ein bisschen was von einer Landebucht aus einem Science Fiction-Streifen. An den Seiten abgerundet hat es auf der Oberseite eine V-Förmige und ebenfalls abgerundete Aussparung aus deren, vermutlich der Lüftung dienenden, Schlitzen cyan-blaues Licht scheint. Auch außerhalb dieser Schlitze ist cyan die bestechende Farbe. So auch bei den Knöpfen.

Neben einem Powerknopf gibt es interessanterweise auch Bedienelemente, die man eher von Blu-Ray-Playern kennt. Da die Symbole für Stop oder Vorspulen jedoch keine mechanischen Knöpfe zu sein scheinen, könnte es sich auch eher um eine optische Auslagerung der Wiedergabesteuerung vom Bildschirm auf die Konsolenfront handeln.

Beim Design handelt es sich allerdings auch um die Entwicklerversion der Konsole. Das endgültige Design im Handel kann sich stark von diesem Dev-Kit unterscheiden.

Gerade da der neue PlayStation 5 Controller optisch ein deutlich helleres Design hat, dürfen wir davon ausgehen, dass auch die Konsole selbst eine ähnliche Farbgebung erhält. Beim verspielten Design des DualSense-Controllers, würde es aber nicht verwundern, wenn die allgemeine Form der Konsole trotzdem ähnlich bleibt.

Virtual Reality – aber gerne!

Die neue Konsolengeneration ist sich in vielem einig. Einer der größten Unterschiede stellt da das Thema VR dar. Während Microsoft noch keinen großen Markt in VR-Brillen sieht, hat Sony den Markt bereits mit der Playstation 4 erschlossen. Für die PlayStation 5 baut Sony das ganze sogar nochmal aus. Mit dem Release der neuen Konsole kommt offenbar auch ein neues VR-Headset für die Konsole auf den Markt. Das lassen zumindest mehrere Patente zu einer VR-Brille seitens Sony hoffen.

Zu den möglichen Neuerungen gehört auch, dass das Display der neuen PlayStation VR womöglich mit einem Transparenzeffekt die Wahrnehmung der echten Umgebung und damit die Entwicklung von AR-Spielen erlaubt. Sony möchte künftig auch auf Eye-Tracking setzen, mit dem sie den aktiven Sichtbereich schärfer stellen und damit Rechenpower im peripheren Sichtbereich sparen.

Der Sitz der Brille könnte zudem per Ultraschall an mehreren Stellen des Kopfes überprüft werden, um Tragefehler zu verhindern. Das ist nicht nur der Gesundheit zuträglich, sondern auch dem Erlebnis, das bei falschem Sitz an seiner Sogwirkung verliert.

Preis und Release der PlayStation 5

Beim Preis und Release halten sich beide Konsolen noch immer bedeckt. Vermutlich aus Taktikgründen, möchte niemand der erste sein, der konkret wird. In Anbetracht des starken Grafikchips, des SSD-Speichers und des möglichen Biofeedback-Controller, dürfte die PlayStation 5 sicher teurer werden als die 399 Euro zum Release der PS4. Allerdings gibt es neue Gerüchte um zwei mögliche Modelle der Konsole zum Release. Eine Zweiteilung macht die Spieleentwicklung jedoch auch etwas schwieriger, wenn zwei Hardware-Spezifikationen bedacht werden müssen.

Die Zeit zur Playstation 5 mit einer Playstation 4 überbrücken (Provisionslink)


Image by Sony

 

 

 

Stefan Reismann

Das Internet ist sein Zuhause, die Gaming-Welt sein Wohnzimmer. Der Multifunktions-Nerd machte eine Ausbildung zum Programmierer, entdeckte dann aber vor allem die inhaltliche Seite für sich. Nun schreibt er für die Netzpiloten und betreibt nebenher einen Let's Play-Kanal, auf dem reichlich gedaddelt wird.


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