Xbox Series X im Überblick – Xbox Series S als Einsteiger-Modell

Endlich wird es konreter um die Xbox Series X. Microsoft bestätigt bestätigt die Leaks um die kleinere Schwester Xbox Series S. Die kleinste Konsole der Xbox-Geschichte kostet 299 Dollar und soll bis zu 120 Bilder pro Sekunde bei 1440p schaffen. In unserem Überblick erfahrt ihr nicht alles zur Xbox Series X und Xbox Series S. 

Xbox Series S: Einsteigerkonsole für 300 Euro

Nachdem Informationen zur Xbox Series S etwas zu früh nach draußen gesickert sind, hat sich Microsoft dazu entschlossen, sie zu bestätigen. Damit ihr schon mal ein Bild von der Series S habt, gibt es erst einmal den offiziellen Trailer für euch.

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Angepriesen wird die Konsole mit Next-Gen Performance in der kleinsten jemals veröffentlichten Xbox-Konsole. Im direkten Vergleich ist die Series S fast 60 Prozent kleiner als der große Bruder Xbox Series X. Der Preis von 299 Dollar ist dabei natürlich eine regelrechte Kampfansage. Dafür verzichtet die Xbox Series X auf ein optisches Laufwerk und hat den Leaks zufolge deutlich weniger Grafik-Power. Statt 12 TFLOP Leistung der Series X, sind es bei der Series S nur 4 TFLOP. Auch der Arbeitsspeicher fällt mit 10 statt 16 GB deutlich kleiner aus. Außerdem müsst ihr euch trotz fehlendem Blu-ray-Laufwerk mit 500GB SSD zufrieden geben. Diese könnten mit den Möglichkeiten der nächsten Generation schnell erreicht werden. Vielleicht verzichten Anwendungen der Series S bei Installation zumindest auf hochauflösende 4K-Texturen.

Hier seht ihr die Hardware-Specs der neuen Konsole

Der Krieg der Konsolen geht in die nächste Runde. Ende 2020 erscheint sowohl die Xbox Series X, als auch die Playstation 5. Sony zieht wieder gegen Microsoft in den Kampf, der fast so alt zu sein scheint, wie der zwischen Jedi und Sith. Nur Onkel Nintendo hält sich aus dem Gröbsten fein raus. Kürzlich lüftete Microsoft gleich mehrere Details zur Xbox Series X – seiner neuen Konsole. Wir verraten euch im Xbox Series X Überblick, auf was ihr euch am Jahresende freuen dürft und welche Details Microsoft bisher bekannt gegeben hat.

Xbox Series X Übersicht der Hardware-Specs

Die Xbox Series X
Mut zur Ecke: Das Design der Xbox Series X ist sehr schlicht in Form eines Quaders gehalten. Image by Microsoft.
CPU 8x Zen 2 Cores at 3.8GHz (3.6GHz with SMT) 7nm
GPU 12 TFLOPs, 52 CUs at 1.825GHz, Custom RDNA 2
Arbeitsspeicher 16GB GDDR6 (10GB bei 560GB/s, 6GB bei 336GB/s)
Speicher 1TB Custom NVMe SSD, IO: 2.4GB/s (Raw), 4.8GB/s (Compressed)
Externer Speicher USB 3.2 HDD Support
Laufwerk 4K UHD Blu-ray
Performance-Ziel 4K bei 60 Fps – bis zu 120 Fps

Xbox Series S Übersicht der Hardware-Specs

Xbox Series S
Die Xbox Series S ist deutlich kompakter gehalten. Auffällig ist das schwarze Lüftungsdesign auf der sonst weißen Konsole. Image by Microsoft.
CPU 8x Zen 2 Cores at 3.8GHz (3.6GHz with SMT) 7nm
GPU 4 TFLOPS, 20 CUs @ 1.55 GHz Custom RDNA 2 GPU
Arbeitsspeicher 10GB GDDR6 
Speicher 500GB Custom NVMe SSD
Externer Speicher USB 3.2 HDD Support
Laufwerk
Performance-Ziel 1440p mit bis zu 120 Fps

Leistung und Grafik – 8K und 120 FPS bei der Series X, 2K und 120 FPS bei der Series S

Xbox Series X

Die Xbox Series X spielt gewaltig mit den Muskeln. Als CPU kommt ein Achtkern Zen 2-Prozessor mit ganzen 3,8 GHz zur Verwendung.

Die Grafikeinheit schafft eine Leistung von 12 Teraflops – das sind die Anzahl an mathematischen Operationen in Billionen, die pro Sekunde durchgeführt werden können. Das liegt in etwa zwischen der Leistung der RTX 2080 Super und 2080 Super Ti. Die Grafikkarte aus dem Hause AMD bringt 52 CUs bei 1.825 GHz und RDNA 2 aufs Papier. Für die GPU ist also erneut nicht Marktführer Nvidia, sondern AMD zuständig, die auf dem Konsolenmarkt auch die letzte Generation als Hersteller dominierten.

Die Leistung entspricht damit in der Theorie den Top-Grafikkarten der 2000er-Serie, die für sich schon im Preisrahmen einer Konsole zu finden sind. Die Xbox Series X soll nämlich satte 120 Bilder pro Sekunde liefern. Wie die Playstation 5, ist auch eine Auflösung bis 8K möglich, auch wenn General Manager Aaron Greenberg die Bildwiederholungsrate wichtiger ist. In Anbetracht der Verbreitung von 8K-fähigen Bildschirmen nachvollziehbar.

Xbox Series S

Die Xbox Series S hat überraschenderweise ein Grafikziel von bis zu 120 Fps bei einer 2K-Auflösung von 1440p. Außerdem kann die Series S das Bild zumindest auf 4K hochskalieren. Dabei befindet sich die Series S von der Grafik-Rechenleistung sogar noch hinter der Current-Gen-Konsole Xbox One X. Die verbesserte Architektur hilft aber offenbar, die Leistung besser auf die Straße zu bringen. Außerdem sollen einige neue Technologien helfen, Leistung zu sparen.

Variable Rate Shading und Raytracing

Um die Bildrate auch stabil zu halten setzt Microsoft auf „Variable Rate Shading“, das Pixel in Gruppen zusammenfasst und einzelne Effekte nur auf bestimmte Figuren oder Objekte angewendet werden können. Damit die nötige Rechenleistung reduziert werden.

Ebenfalls soll eine Hardware-basierte Lösung für Raytracing an Bord sein. Raytracing verfolgt alle Lichtstrahlen vom Auge des Betrachters in die Welt und seine Objekte und berechnet unter Berücksichtigung des Materials Reflexionen, Schatten und Lichtbrechung. Ein Prozess der aufgrund seiner komplexen Berechnung erst allmählich für Grafikkarten in Echtzeit realisierbar ist.

Nicht nur die potente Hardware macht Hoffnung auf Top-Grafik. Konsolen profitieren außerdem davon, dass Entwickler auf eine bestimmte Hardware entwickeln und nicht wie beim PC unterschiedlich starke Grafikleistung und Wechselwirkung mit anderen Komponenten berücksichtigen müssen.

Während die Power der Xbox Series X kaum an Raytracing zweifeln lässt, sieht das bei der schwachbrüstigen Series S noch etwas anders aus. Die Series S wird zwar mit Raytracing beworben, doch wären die Raytracing-Features wohl die erste Stellschraube, wenn es darum geht ein Spiel für die Series S zu optimieren.

Weitere Hardware-Spezifikationen

Xbox Series X

Microsoft hat den Arbeitsspeicher der Konsole mit 16 Gigabyte GDDR 6 angegeben. Davon sollen 10GB etwas schneller als die übrigen 6GB sein. Bei der in der Xbox Series X verbauten Festplatte handelt es sich außerdem um eine Custom NVMe SSD mit einem Terabyte Größe. Die SSDs sollen allgemein in dieser Konsolengeneration der große Gamechanger sein. Via USB-Anschluss auch weitere externe Festplatten anschließen, allerdings nur weniger schnell HDD-Platten. Die neue Xbox unterstützt zudem USB 3.2, wodurch laut Microsoft eine Performance von 4K-Auflösungen bei 60 FPS möglich sein soll. Das Laufwerk der Xbox Series X unterstützt zudem 4K UHD Blu-rays.

Xbox Series S

Im Gegensatz zur Series X bekommt die Series S nur 10 Gigabyte GDDR 6. Ob der Arbeitsspeicher dem schnelleren Teil der Series X entspricht ist noch nicht bekannt. In Sachen Festplatte verbaut Microsoft bei der Series S auch nur 500GB. Das könnte besonders schmerzhaft werden, weil in der digitalen Series S das Blu-ray-Laufwerk gestrichen wurde. Da der Flight Simulator 2020 zumindest auf PC mindestens 150GB Festplattenspeicher benötigt, könnte der Speicher bei Next-Gen-Spielen schnell an seine Grenzen stoßen. Eine zusätzliche HDD-Festplatte dürft ihr aber auch bei der Series S anschließen. 

Leicht überarbeiteter Controller mit weniger Latenz

Bei Microsoft gibt es auch in dieser Konsolengeneration keine drastische Controller-Revolution. Dennoch gab Microsoft auch einige Details zum Xbox Series X Controller preis. Optisch liegt der gezeigte Controller noch immer sehr nah am ersten Xbox-Controller. Das gewohnt wuchtige Design ist gerade für größere Hände gut geeignet. Allerdings sollen hier einige Verbesserungen in Sachen Ergonomik vorgenommen worden sein. So soll der Controller im Hinblick auf verschiedene Handgrößen angepasst worden sein und somit auch für kleinere Hände besser geeignet sein.

Neu ist außerdem ein Share-Button zum Teilen von Inhalten und ein leicht angepassten Steuerkreuz, das an den Xbox One Elite-Controller erinnert. Der Controller ist in einem matten schwarz gehalten.

Im Innern sorgt der „Dynamic Latency Input“ für Neuerung. Indem Eingabe des Controllers direkt mit dem Ausgabesignal des Bildschirms synchronisiert, sollen Eingabeverzögerung spürbar verringert werden. Das dürfte vor allem in kompetitiven Shootern eine wichtige Neuerung darstellen. Wie bereits zur Abwärtskompatibilität erwähnt, dürft ihr ebenso euren alten Xbox One-Controller verwenden.

Der Controller der Xbox Series X
Vom Grunddesign unterscheidet sich der Controller der Xbox Series X kaum von seinen Vorgängern. Image by Microsoft.

Volle Abwärtskomptabilität der Xbox Series X

Ein Grund zur Freude macht die Abwärtskomptabilität der Xbox Series X. Ende 2019 kündigte Phil Spencer bereits an, dass die Xbox Series X zum Release schon komplett abwärtskompatibel sein soll. Das umfasst nicht nur die Vorgängerkonsole Xbox One, sondern auch die ersten beiden Konsole Xbox und Xbox 360. Keine Selbstverständlichkeit, da diese Spiele für eine ganz andere Hardware produziert wurden. Zudem ist auch das Zubehör der Xbox One, das mit der Series X komplett kompatibel. Also nichts wegwerfen.

Für alle Exklusivtitel, die sowohl für Xbox One, als auch Xbox Series X erscheinen, verspricht Microsoft, dass man mit dem Kauf für eine Konsole, das Spiel auf beiden Spielen nutzen kann. Andere Entwickler entscheiden selbst. CD Projekt Red hat für das kommende Cyberpunk 2077 den Cross-Buy bestätigt. Das ist breathtaking!

Kein VR für die Xbox Series X geplant

Zumindest zu Release, verzichtet Microsoft weiter auf Virtual Reality. Laut Xbox-Chef Phil Spencer interessieren sich nur wenige Spieler dafür. Außerdem ist VR ein Konzept, dass Spieler eher isoliere. Eine Aussage die man eher von Nintendo verstehen könnte, wo das Kräftemessen am gemeinsamen Bildschirm deutlich mehr Tradition hat. Allerdings betonte man, dass es lediglich zum Launch noch kein VR-Headset gibt. Die Tür zur Virtuellen Realität lässt man sich also schon noch offen.

Preis und Release

Die Xbox Series X und Xbox Series S erscheinen am 10. November. Für die Series X wurde das zwar noch nicht bestätigt, aber es gibt keinen Grund die Series X erst später zu starten. 

Xbox Series X: 499 Euro (noch nicht bestätigt)

Xbox Series S: 299 Euro (bereits bestätigt)

Auch die aktuelle Generation hat es noch in sich. Aktuell als Jedi: Fallen Order Bundle (Provisionslink)

Games für die Xbox Series X

Dirt 5

Ein starkes Rennspiel ist immer ein guter Launch-Titel für eine neue Konsole. Bei schnellen Rennen mit hübschen Karren kann eine Hardware sehr gut sämtliche Performance- und Grafikmuskeln spielen lassen. Dirt 5 soll noch zum Launch der Xbox One Series X erscheinen und spannende Offroad-Action bieten, natürlich in einer bisher ungekannten grafischen Qualität. Wann Microsoft übrigens noch mit ihrem eigenen Flaggschiff Forza um die Ecke kommt, ist noch nicht bekannt. Erfahrungsgemäß sollte dies aber nicht allzu lange dauern.

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Yakuza: Like a Dragon

Die vormals PS4-exklusive Yakuza-Reihe erscheint jetzt auch für die Xbox One Series X und den PC. Mit einem neuem Charakter erkundet der Spieler im siebten Teil der Action-Adventure-Reihe den Stadtteil Yokohama der japanischen Hauptstadt Tokio. Hierbei setzt das Spiel erstmals auf ein rundenbasiertes Kampfsystem, statt auf das Echtzeit-System der Vorgänger.

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Vampire: The Masquerade – Bloodlines 2

Die beliebte Rollenspiel-Reihe wird auch auf der neuen Xbox fortgesetzt. In diesem Ableger verwandelt sich unsere Hauptfigur in Seattle in einen Blutsauger. Danach durchkämmen wir die Metropole, um eine Verschwörung in der Schattenwelt der Vampire aufzudecken.

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Neues Xbox One X Series-Spiel – Second Extinction

Eine neue Ankündigung war der Trailer zum Koop-Shooter Second Extinction. Hier bekämpfen wir mit bis zu drei Spielen mutierte Dinosaurier mit ordentlich Feuerkraft. Mit Waffen und Skills versuchen wir möglichst lang zu überleben.

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Neues Xbox One X Series-Spiel – The Medium

Ebenfalls neu angekündigt ist das Horrorspiel The Medium. Das Game des Entwicklers verschiedener Horror-Hits wie Layers of Fear und Blair Witch erscheint auch zum Launch der Xbox One Series X. Das namensgebende Medium Marianne hat die Vision eines Kindermordes und reist in eine verlassene Hotelanlage. Sie kann dabei übrigens zwischen der normalen und der Geisterwelt hin und her wechseln. Dadurch ergibt sich ein bisher sehr effektiver Grusel-Trip.

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Assassin’s Creed: Valhalla

Das wohl größte Spiel der Präsentation war sicher der neue Teil der beliebten Meuchelmörder-Reihe Assassin´s Creed: Valhalla. Das Spiel aus dem Hause Ubisoft erscheint zwar nicht exklusiv für die neue Xbox, aber Microsoft hat bereits seit mehreren Jahren die Exklusiv-Rechte für Trailer und Präsentationen. Nachdem das Spiel bereits in der Vergangenheit mit einem fulminanten Cinematic-Trailer gezeigt wurde, sollte nun das Gameplay folgen. So richtig viel sah man im neuen Clip aber auch noch nicht. Viele Schnitte, keine Szenen im User Interface des Spiels, dafür ein paar hübsche Landschaftsaufnahmen des hohen Nordens.

Wir befinden uns in der Haut des männlichen oder weiblichen Hauptcharakters Eivor Wolfsmal, dessen Geschichte während des dunklen Zeitalters, im neunten Jahrhundert unserer Zeit spielt. Hier plündern die Wikinger vor allem die nordenglischen Grafschaften Wessex und Northumbria. „Vikings“-Fans werden da sicher hellhörig. Handelt es sich doch um die legendären Fahrten Ragnar Lodbroks. Der Konflikt zwischen Templern und Assassinen bringt uns diesmal von Norwegen über Nordsee und Ärmelkanal bis nach England, sogar Stonehenge wurde bereits gezeigt. Wie für die Serie mittlerweile übrig, werden wir also auch in diesem Spiel viel mit dem Schiff unterwegs sein.

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Assassin’s Creed: Valhalla nutzt übrigens auch das neue Smart-Delivery-System. Kauft man sich das Spiel für die alte Xbox One, kann man sich kostenlos eine geupgradete Xbox-One-Series-X-Version herunterladen.

Weitere Games für die Xbox One Series X sind unter anderem das JRPG Scarlet Nexus von Bandai Namco, der Sci-Fi-Shooter Bright Memory Infinite und natürlich auch der alljährliche Ablger der Football-Simulation Madden. Weitere Informationen findet ihr auf der Xbox-Website.


Image by Microsoft

Stefan Reismann

Das Internet ist sein Zuhause, die Gaming-Welt sein Wohnzimmer. Der Multifunktions-Nerd machte eine Ausbildung zum Programmierer, entdeckte dann aber vor allem die inhaltliche Seite für sich. Nun schreibt er für die Netzpiloten und betreibt nebenher einen Let's Play-Kanal, auf dem reichlich gedaddelt wird.


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