Sony Rolly – Shake that thing

Irgendwie kennt man es nur von Menschen. Egal was die Leute auch hören, sie bewegen sich bewusst oder unbewusst zu dem, was sie hören. Der eine schnippt mit den Fingern, der andere stampft mit dem Fuß und wiederum andere lassen ihre Hüften kreisen. Mal gut und mal weniger gut. Und wer, wenn nicht die Japaner, hätten es wohl geschafft, auch Elektronikgeräte zum Tanzen zu bewegen? Ich darf vorstellen, der Sony Rolly, den man mittlerweile für rund 350 Euro bekommt, schwingt seine Plastik-Hüften wie einst Shakira ihre Hüften, vergleiche das folgende Video.

Beim Sony Rolly handelt es sich um einen Sound Entertainment Player, der nach Testberichten aber doch mehr entertaint, als dass er gute Musik ausspuckt. Aber bezüglich des Entertainment Programms ist Rolly ein echter Spaßfaktor. Wenn man ihn einschaltet, klappt er zunächst einmal seine Arme aus. Kurze Zeit später erstrahlen seine Arme. Nur einen Klick entfernt und die Show kann beginnen.

Nach Drücken der Wiedergabetaste wird auch hier die Musik wie bei jedem anderen Gerät abgespielt. Einziger Unterschied hierbei, Rolly fängt langsam an sich zu shaken. Im Rhythmus der Musik bewegt er zunächst langsam seine Arme rauf und runter. Begleitet von einer beeindruckenden Farbenshow fängt er nun auch noch an sich wie ein Detlef D Soost in besten Zeiten im Kreis zu drehen.

Rolly ist auf jeden Fall ein Spaßgadget, jedoch auch nicht ganz günstig. Für knapp 350 Euro bekommt man zwar einen tanzenden MP3 Player, jedoch hat dieser nur 2GB Speicherplatz. Klar mag das reichen, immerhin passen ungefähr 500 Lieder auf unseren „Dancer“, jedoch bekommt man für diesen Preis auch schon einen iPod. Aber genau das ist der Punkt, vor dem sich Sony gar keine Sorgen macht. Mit dem Rolly wollte man nach eigenen Angaben keinen Apple Konkurrenten auf den Markt bringen, sondern lediglich zeigen, dass man auch einfach mal was Kreatives entwickeln kann.

Daher hat man auch gleich auf den Kopfhöreranschluss verzichtet, da man davon ausging, dass er eh nur für Vorführungszwecke wie zu Hause genutzt werden würde. Um ihn zu synchronisieren, hat man dem Rolly einen USB-Anschluss spendiert der sich unter einer kleinen Abdeckung verbirgt. Eine Ladestation mit Netzteil ist leider nicht im Preis mit drin und muss für knapp 50 Euro mit dazu gekauft werden.

Was allerdings unabdingbar ist bei dem Rolly, ist die Bedienungsanleitung. Wenn man ihn auspackt, sucht man nämlich verzweifelt nach den Knöpfen, um ihn endlich tanzen zu lassen.  Das einzige, was man sieht, sind jedoch zwei große Räder, auf denen der Rolly aufliegt. Die dienen zum einen als Auflagefläche, aber zum anderen auch als Bedienelemente.

Einen Song weiter kommt man zum Beispiel, wenn man ihn vor und zurückrollt. Kann also schon ein wenig dauern, wenn man mal eben 100 Lieder überspringen möchte. Ein Schmankerl, das der Rolly aber noch bietet, ist der Bluetooth Modus. Dadurch kann man ihn als kabellosen Lautsprecher benutzen und auch fernab des Rechners oder Handys tanzen und performen lassen.

Fazit: Der Sony Rolly ist schon eine recht kostspielige Angelegenheit und man sollte sich sehr gut überlegen, ob man dafür knapp 350 Euro ausgeben möchte. Sony lässt sich den Rolly auf jeden Fall gut bezahlen. Wer einen richtigen MP3 Player sucht, weil er auch gerne unterwegs Musik hören möchte, ist mit dem Rolly wohl eher nicht so gut bedient. Wer allerdings lediglich eine kleine Spielerei für zu Hause und seine Freunde sucht, ist mit dem Rolly auf jeden Fall gut bedient und hat die Show ganz bestimmt im Kasten.

André Paetzel

ist 21 Jahre jung und seit 2007 als Blogger unterwegs. Zurzeit macht er eine Ausbildung in der Werbebranche und schreibt auf seinem Blog LogoLook über Logos, ihre kreativen Schöpfer und die Unternehmen, die dahinter stehen. Mitglied des Netzpiloten Blogger Networks.


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