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Erste Details zu iOS 13 veröffentlicht

Insider aus dem Hause Apple geben erste Informationen zu iOS 13 bekannt.

Auf der diesjährigen Worldwide Developers Conference (WWDC) von Apple erwarten viele die Vorstellung der neuen Betriebssoftware iOS 13. Das Online Magazin 9to5mac.com hatte nun die Möglichkeit, mit einigen der Entwickler in Kontakt zu kommen und bereits erste handfeste Neuerungen für iPhone, iPad und Co öffentlich zu machen. Hier eine Zusammenfassung der voraussichtlichen Neuerungen im Nachfolger zu iOS 12.

Verbesserte Multitasking-Optionen

Die Verwaltung von Apps, sowohl auf iPad als auch Mac, war bisher immer ein wenig umständlich. Anders als zum Beispiel bei Windows, ist die Benutzung mehrerer Anwendungen beim Mac auf zwei gleichzeitig verwendbare Apps beschränkt. Verwendet man das iPad ist Multitasking sogar noch schwieriger. Doch genau das möchte Apple mit dem Update auf iOS 13 ändern. Dann soll es möglich sein, Apps nach Belieben in ihrer Größe zu ziehen und zu verändern. Auch das Anpinnen von Apps soll dann kein Problem mehr sein. Wie das am Ende konkret aussehen könnte, zeigt ein bereits jetzt verfügbares Tool genannt „PanelKit“.

Darüber hinaus soll sich in der Bearbeitung und Verwaltung von Dokumenten einiges ändern. So soll man in Zukunft direkt in den Einstellungen des Apple-Geräts verschiedene Schriftarten auswählen können. Auch eine verbesserte mehrsprachige Unterstützung wird implementiert werden. Das soll das Arbeiten mit anderen Sprachen und Tastaturen erleichtern. Auch Siri lernt in iOS 13 wieder dazu und soll in Zukunft weniger anfällig für Fehlannahmen sein.

Apple Mail wird intelligenter

Benutzer der Mail-App auf dem iPhone, Mac oder iPad dürfen sich des Weiteren auf eine intelligentere Einordnung von E-Mails freuen. Ab iOS 13 sortiert das Postfach automatisch in Kategorien wie „Privat“, „Geschäftlich“, „Urlaub“, und so weiter. Außerdem kommt mit iOS 13 endlich ein voll ausgereifter Dark Mode auf das iPad und iPhone, der in den Einstellungen ausgewählt werden kann.

Wie mit jedem Update, wird es auch in iOS 13 wieder ein paar kleinere Änderungen geben. So zum Beispiel eine verbesserte Druck-Unterstützung bei der Benutzung von Touchscreens und eine verbesserte Gestensteuerung für die Bearbeitung von Dokumenten und Ähnlichem. Auch die bisherige Undo-Funktion, bei der man die Geräte schütteln muss, um eine Eingabe zu widerrufen, wird überarbeitet.

Voraussichtlich am 3. Juni wird Apple das Update erstmals der Öffentlichkeit vorstellen. Und ab September 2019 können wir es und dann auf unsere Geräte laden.

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Image by Yura Fresh / unsplash.com

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Skillshare – Lernen im 21. Jahrhundert

Schon seit geraumer Zeit steht in meinem Zimmer diese wunderschöne Western-Gitarre. Mit 17 hatte ich mir in den Kopf gesetzt, in Zukunft Gitarre spielen zu wollen. Und von dort an folgte eine zweijährige Odyssey durch das Internet, auf der Suche nach dem perfekten Gitarrenkurs. Heute kann ich sagen: Ich habe meinen Meister gefunden. In der App Skillshare.

Die meisten Seiten und Apps, die ich vorher probierte, riefen bei mir nichts als Frustration hervor. Natürlich ist es theoretisch möglich, allein anhand von YouTube-Videos ein Instrument zu lernen, aber die schiere Menge an Videos hat mich dann doch überrumpelt. Dazu kam noch, dass gefühlt jeder selbsternannte Gitarren-Guru im Netz wieder seine eigene Herangehensweise an das Thema hatte. Zu oft landete die Gitarre nach einer kurzen Lern-Session wieder in der Ecke. Bis ich eben auf diese wundersame App traf.

Ambivalent und abwechslungsreich

Skillshare gibt es auch als Website. Dort habe auch ich dieses außergewöhnliche Konzept kennengelernt. Die Idee hinter der Website bzw. App ist, dass Lehrer aus der ganzen Welt einen Online-Kurs mit Videos, Arbeitsblättern und sogar dazugehöriger Software erstellen können, den die User von Skillshare sich dann ansehen können. Gegen eine monatliche Gebühr von 14 Euro kann man als User auf tausende von Online-Kursen zugreifen. Und diese tauchen in allen Formen und Facetten auf.

Grob unterteilt sind die Kategorien auf Skillshare in Creative, Business, Technology und Lifestyle. Und zu jeder übergeordneten Kategorie gibt es dann noch einmal viele, viele Unterkategorien mit entsprechend vielen Videos. Egal, ob man ein Instrument lernen will, oder sich die Grundpfeiler des Zeichnens aneignen will, oder seinen Schreibstil verbessern möchte. Ich war selbst wirklich überrascht, wie viele interessante Kurse es gab, bei denen ich sofort auf „Follow“ klicken wollte.

Und wie lernt es sich so?

Ich hatte bereits vor einiger Zeit, als ich Skillshare 30 Tage kostenlos getestet habe, mit einem Musik-Theorie Kurs angefangen, bei dem der Lehrer eine kostenlose Software benutzt hatte, anhand derer man Musikstücke Note für Note analysieren konnte. Er gab seinen Schülern immer eine Art „Hausaufgabe“ in Form von einem Arbeitsblatt, das man sich herunterladen konnte. Jeder Lehrer gestaltet seinen eigenen Kurs natürlich anders. Außerdem kann nicht jeder einfach Lehrer werden. Man muss, wenn man selbst einen Kurs auf Skillshare anbieten möchte, nachweisen, dass man qualifiziert ist. Der Anteil, den man als Lehrer bekommt, ist jedoch allgemein nicht so hoch, dass er unbedingt Betrüger anlocken würde, die nur schnell Geld verdienen wollen.

Auch mit meinem Gitarrenkurs bin ich bis jetzt sehr zufrieden. Nach nur zwei Wochen täglichen Übens kann ich schon zwei Lieder ganz gut spielen. Ich bin jetzt mit Skillshare schon deutlich weiter gekommen, als mit meinen monatelangen Versuchen auf YouTube. Besonders gut gefällt mir, in welchem Tempo die Lernfortschritte auf Skillshare vermittelt werden. In jedem Kurs, in den ich bis jetzt hereingeschaut habe, hat der Lehrer seine „Unterrichts-Einheiten“ in sinnvolle Teilschritte zerlegt und auch immer wieder auf Schwierigkeiten und Tipps hingewiesen. Toll finde ich außerdem, dass Skillshare das erste Online-Lern-Tool ist, bei dem ich bei jeder Fähigkeit, die ich lernen wollte, sehr schnell erste Erfolgserlebnisse hatte. Das finde ich besonders wichtig, da meine Frustrationstoleranz allgemein nicht so hoch ist. Natürlich bleibt es am Ende nicht aus, dass man sich selbst hinsetzen und üben muss. Gitarre spielen, oder Zeichnen lernen geht schließlich nicht rein durchs Zugucken.

Was bleibt noch zu sagen?

Wenn ihr einen passenden Kurs sucht, lohnt es sich auch die Bewertungen der anderen User anzusehen. Es wird wahrscheinlich nicht jeder Kurs so professionell sein wie die, in die ich bis jetzt reingeschnuppert habe. Aber die Bewertungen haben mich bis jetzt noch nie im Stich gelassen. Außerdem gibt es bei Skillshare eben nicht nur kreativ-Kurse, sondern auch Kurse die euch helfen können, eure berufliche Laufbahn voranzutreiben. Oder einen erfolgreichen Blog zu eröffnen, oder euch selbstständig zu machen. Oder, oder, oder. Die meisten Kurse sind dabei in Englisch, aber wer genau sucht, der wird auch einige deutsche Kurse finden.

Ich muss selbst zugeben, dass ich mir Skillshare nur geholt habe, weil ich Gitarre lernen wollte. Mal eben in einem Monat alle Lektionen des Gitarrenkurses durchgucken und Skillshare schnell wieder deabonnieren, bevor die nächste Abrechnung kommt. Das war mein Plan. Aber beim Stöbern durch die App, die es übrigens für Android und iOS gibt, sind mir viele tolle Kurse aufgefallen, die ich mir unbedingt noch angucken will. Wieso denn nicht lernen wie mein ein professionelles Video mit dem iPhone aufnimmt, oder wie man tolle Kurzgeschichten schreibt? Und seit ich wieder Gitarre spiele kam in mir auch wieder der Wunsch hoch, mir eine E-Gitarre zuzulegen und diese ebenfalls spielen zu lernen. Wie praktisch, dass es auch dafür einen passenden Kurs auf Skillshare gibt.


Image by The_Creative_Exchange / unsplash.com

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40 Jahre LEGO Minifiguren-Geschichte als Mobile Game

LEGO beflügelte schon die Fantasie von Generationen. Fast jeder hat als Kind mit den bekannten Bausteinen gespielt. Zu LEGO gehören aber nicht nur die Steine, sondern auch die Minifiguren. In 40 Jahren sind so mehr als 8.000 unterschiedliche Figuren mit 650 einzigartigen Gesichtern entstanden. Zu Beginn gab es lediglich 20 LEGO-Charaktere.

Um das 40-jährige Jubiläum der Kult-Figuren zu feiern, kündigen Gameloft und die LEGO Gruppe ein neues Mobile Game an.

Drei Figuren stehen schon fest

Genauere Details über das Gameplay liegen noch nicht vor. Das LEGO-Spiel soll jedoch die 40-jährige Geschichte der Figuren und ihre dazugehörigen Welten in das Mobile Game übertragen. LEGO-Fans jeden Alters eröffnet sich eine ganz neue LEGO-Welt und entführt sie in ein grandioses Abenteuer. Die Spieler sollen die gleiche Kreativität vorfinden, die sie bereits von der beliebten Marke kennen und lieben gelernt haben.

Die ersten drei Figuren des mobilen Abenteuers stehen bereits fest. Der klassische rote Astronaut aus dem Jahr 1978 war eine der ersten Figuren und darf sich auf eine digitale Renaissance freuen. Auch Käpt’n Rotbart aus dem Set 6270 von 1989 entert eure Bildschirme. Die aktuellste der drei Figuren ist der Hot Dog Man aus der LEGO Serie 13 von 2015.

Bis zum Start des Spiels, der für 2019 geplant ist, werden stets weitere Charaktere veröffentlicht werden.

Von der Partnerschaft überzeugt

Gameloft CEO Stéphane Roussel äußerte sich zur Partnerschaft: „Wir sind stolz darauf, dass wir Partner von Lego sind und ein LEGO mobile Game entwickeln. Noch dazu eins, das Gamer schon lange fordern und erwarten. Unsere beiden Unternehmen haben viel gemeinsam, besonders weil wir Kreativität und Phantasie in den Mittelpunkt der von uns geschaffenen Welten stellen. Diese Partnerschaft mit einer weltweit anerkannten und renommierten Marke, ist ein wirkliches Privileg für uns. Wir arbeiten mit der LEGO Gruppe an diesem Projekt bereits seit einiger Zeit zusammen, und setzen all unsere Kräfte, Kreativität und Können ein, um es perfekt zu machen. Genauso, wie es jeder Spieler und LEGO Fan verdient.“

Auch Sean McEvoy, Vice President bei LEGO Games und der LEGO Gruppe, zeigt sich erfreut über die Zusammenarbeit. „Die LEGO Gruppe hat mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Entwicklung von lustigen und kreativen Spielen, die das klassische LEGO Spiel erweitern und ergänzen. Wir freuen uns, in Zusammenarbeit mit Gameloft, dass LEGO Universum in die Hände von LEGO Fans und mobile Gamern zu legen.“


Image by The LEGO Group

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Apple bringt iOS 12 auf den Markt: Das sind die neuen Features

ArtRoms/stock.adobe.com

Nach langem Ersehnen und Gespanntsein hat Apple das neue Betriebssystem iOS 12 am 17. September auf den Markt gebracht. Wie im Sommer schon berichtet wurde, gibt Apple seinen Nutzern nun sogar die Möglichkeit, sein Gerät weniger zu verwenden. Was steckt dahinter und welche neuen Funktionen bringt iOS 12 sonst noch mit? Ich habe mir das Update einmal genauer angeguckt. 

Das Betriebssystem iOS 12 läuft auf allen Geräten, die iOS 11 unterstützen, also auch auf dem iPhone 5s. Apple verspricht, dass mit dem neuen Update auch „ältere“ Geräte wesentlich schneller funktionieren sollen. Die Kamera soll bis zu 70 Prozent schneller geöffnet werden und auch die Tastatur und andere Apps sollen rund doppelt so schnell funktionieren.

Verbesserte Funktionen bei den Benachrichtigungen

Bei dem neuen Betriebssystem werden deine Nachrichten ab jetzt in Gruppen eingeteilt. Es werden zum Beispiel alle deine WhatsApp-Nachrichten in einer Gruppe angezeigt. Die Funktion ermöglicht dir, schnell einen besseren Überblick über deine Mitteilungen zu erhalten. Du kannst die Benachrichtigungen ab jetzt in Gruppen entfernen und musst nicht mehr jede Benachrichtigung einzeln löschen. Wenn du mehrere Nachrichten von einer Person erhältst, zeigt Apple sie ebenfalls gebündelt an und es erscheint zunächst nur die neueste Nachricht. Die anderen Nachrichten kannst du dir dann unter „weitere Mitteilungen“ ansehen. Die neue Funktion lässt sich in den Einstellungen konfigurieren und ausstellen.

Zudem gibt es jetzt eine überarbeitete Nicht-Stören-Funktion. Apple macht es jetzt möglich, diese Funktion für bestimmte Ereignisse und Orte zu aktivieren. Diese Funktion bietet sich also perfekt für Meetings und ähnliche Veranstaltungen an.

Neue Kategorien und Optionen für Kamera und Fotos

Wie vorher schon erwähnt, hat Apple versprochen, dass mit dem neuen Update die Kamera wesentlich schneller geöffnet werden soll. Ich besitze das Iphone 6 und hab direkt nach der Installation von iOS 12 gemerkt, dass meine Kamera sich tatsächlich deutlich schneller öffnet. Zudem gefällt mir die neue Funktion „Suchen“ bei den Fotos. Sie befindet sich unten rechts in der Leiste. Apple sortiert dort die Bilder nach Kategorien, wie zum Beispiel „Tiere“ oder „Essen“. Außerdem gibt es eine neue Ansicht für „Personen“ und „Orte“.

Ebenfalls neu ist der Tab „Für dich“. Hier werden Vorschläge zum Teilen mit Freunden angezeigt. Zudem stellt Apple verschiedene Rückblicke aus den tollsten Momenten für dich zusammen.

Die neue Funktion "Suchen" bei den Fotos, Screenshot by Lina Schilling
Die neue Funktion „Suchen“ bei den Fotos, Screenshot by Lina Schilling

Überprüfen, wie viel Zeit du am Smartphone verbringst

Smartphones gehören mittlerweile zum Alltag dazu und sind nicht mehr aus unserem Leben wegzudenken, aber jeder von uns weiß, dass wir auch gerne mal zu viel Zeit auf den sozialen Netzwerken verbringen. Mit dem neuen Tool „Bildschirmzeit“ lässt sich die Nutzung des Smartphones überprüfen und man erhält eine Übersicht, wie viel Zeit man auf bestimmten Apps verbracht hat. Auch für Eltern bringt die neue Funktion Vorteile mit sich. Eltern können nämlich jetzt den Gebrauch von iPad und iPhone ihrer Kinder begrenzen und überwachen. Wenn Geräte auf derselben iCloud angemeldet sind, kann die Funktion geräteübergreifend geteilt werden und eine kombinierte Bildschirmzeit wird aufgeführt.

„Bildschirmzeit“ ist nicht nur in den Einstellung abrufbar, sondern auch bei deinen Widgets, wenn du auf deinem Homescreen nach ganz rechts streichst. Apple zeigt dir die verbrachten Minuten auf den meist verwendetsten Apps an. Zusätzlich gibt dir das neue Tool eine Übersicht über bestimme Kategorien, wie „soziale Netzwerke“ oder „Unterhaltung“.

Besonders gut gefällt mir die neue Funktion „Auszeit“. Hier kann man einen Zeitraum für die bildschirmfreie Zeit festlegen. Während dieser Zeit sind nur von dir zugelassene Apps sowie Telefonanrufe verfügbar. Eine weitere Funktion, die ich gerne nutze, ist „App-Limits“. Hiermit setze ich mir ein tägliches Limit für die Nutzung von meinen sozialen Netzwerken, wie Facebook, Snapchat und Co. Seit dem neuen Update kann ich sagen, dass ich wesentlich bewusster mein Smartphone benutze und nicht mehr so oft aus Langeweile Zeit am Handy verbringe.

Bildschrimzeit überprüfen, Screenshot by Lina Schilling
Bildschrimzeit überprüfen, Screenshot by Lina Schilling

Neues Siri-Shortcuts-Feature

Das Softwareupdate iOS 12 bringt noch eine weitere nützliche Funktion mit: Die Kurzbefehle mit Siri. Die Funktion ist für alle interessant, die gerne mit ihrem iPhone sprechen. Zuerst sollte man in den Einstellungen unter „Siri & Suchen“ seine Kurzbefehle hinzufügen. Siri kann so favorisierte Kontakte anrufen oder zum Beispiel das Fotoalbum öffnen. Mit der „Shortcuts“-App kann man schnell und einfach verschiedene Tätigkeiten ausführen.

Die iOS-Anwender können Siri so noch stärker in ihren Alltag einbinden. Beispielsweise hat die App der Deutschen Bahn der „DB Navigator“ ein neues Update mit Siri-Shortcuts veröffentlicht. Jetzt muss man sein Smartphone nur noch fragen, wann die nächste S-Bahn fährt und man erhält eine Antwort. Das Siri-Shortcuts-Feature kann allerdings nur ab dem iPhone 6s verwendet werden. Da ich noch das iPhone 6 besitze, konnte ich diese Funktion leider nicht testen.

Weitere Neuheiten bei iOS 12

Für den Unterhaltungsfaktor gibt es für das iPhone X jetzt vier neue Animojis: Einen Koala, einen Tiger einen T-Rex und einen Geist. Die Animojis können jetzt eure Zunge erkennen, damit könnt ihr die Avatare eure Zunge rausstrecken lassen. Die Memojis sind die neuen individualisierten Avatare bei Apple. Ihr könnt eure digitalen Ebenbilder verschicken oder mit Bildern versehen.


Image by ArtRoms via stock.adobe.com

 

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Earth Atlantis – der alltägliche Unterwasser-Shooter

Earth Atlantis

Earth Atlantis ist ein strategisches Videospiel von Pixel Perfex, welches seinen Ursprung auf Plattformen wie PlayStation 4 oder Nintendo Switch gefunden hat. Doch seit wenigen Wochen ist Earth Atlantis auch für das Handy verfügbar. Ich habe es getestet.

Das letzte Smartphone-Spiel, dass mich unter den Teilnehmern hatte, war Temple Run. Seit circa 2013 also hatte ich wenig bis keinen Kontakt zu Spielen auf dem Handy. Nicht mal Pokemon GO fand ich überzeugend genug um zu spielen.

Earth Atlantis erinnert mich ein wenig an Temple Run – vor allem durch den Schwierigkeitsgrad der Aufgaben. Sowie man bei Temple Run einfach vorwärts rennen musste, um einem Monster zu entfliehen, so muss man bei dem aktuellen Spiel durch die Gegend schwimmen und Monster-Fische töten.

Der Spieler befindet sich in einem U-Boot. Die Handlung besagt, dass 96 Prozent der Erde unter Wasser ist und die Überlebenden der menschlichen Rasse sich nicht mehr an der Spitze der Nahrungskette befinden. Um zu überleben, müssen die Menschen das Grauen, welches im ewigen Meer lebt, töten. Aus diesem Grund muss der Spieler ein U-Boot steuern und auf die Monster schießen. Klingt einfach, ist es aber nicht ganz.

Einsteiger aufgepasst!

Zum Bedienen des Schiffes braucht man lediglich beide Daumen. Rechts tippt man, sobald das U-Boot umdrehen soll, links wird das Boot gesteuert – hoch/runter; nach vorne/nach hinten. Schießen erfolgt automatisch. Ohne Erfahrung ist man erst mal ein wenig verloren. Durch wahlloses Schlagen gegen Objekte verliert man Energie und so habe ich auch den ersten Kampf verloren. Frustriert habe ich das Spiel geschlossen und das Handy weggelegt.

Doch nach ein paar Tagen wurde ich neugierig, was passiert, wenn ich den Kampf in den Tiefen des Wassers gewinne, also habe ich es noch einmal probiert. Diesmal schienen mir meine Bewegungen koordinierter zu sein und auch das Kämpfen hat Spaß gemacht.

Es erwarten euch viele Boss-Fights, die natürlich etwas schwerer sind als die anderen Aufgaben. Doch auch diese sind mit gewissem Training machbar.

Das Spiel besitzt drei Schwierigkeitsstufen: Einfach, Normal und Schwer. Für die Neulinge unter euch empfehle ich natürlich die einfachste Stufe, doch man sagt, die Welt gehöre den Mutigen – also muss jeder selbst entscheiden, was er wählt.

Interessant finde ich das Design: Das ganze Spiel erinnert an eine alte Meereskarte. Die Farbstufen erfassen mehrere Brauntöne. Im Hintergrund ist ab und zu die Freiheitsstatue oder das Empire State Building zu sehen – alles teilweise durch das Wasser zerstört.

Im Großen und Ganzen finde ich, dass das Spiel ein toller Zeitvertreib ist. Augenblicklich vergehen Stunden, in denen man zu einem mächtigen Hunter des Meeres wird.

Bisher ist das Spiel nur im App Store für 5,49 Euro verfügbar.

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Jurassic World Alive: neues AR-Game im Pokémon-Go-Style

Jurassic World Alive (Image by Ludia - Universal Studios)

Pokémon Go mit Dinosauriern? Genau das verspricht Jurassic World Alive. Das AR-Mobile-Game ist ab sofort, nach Beta-Phasen in ausgewählten Ländern, weltweit verfügbar.

Das Pokémon Go Erfolgsrezept

Kommt der Sommer, müssen die Gamer wieder nach draußen gelockt werden. Ideal dafür eignet sich das AR-Konzept, das wir schon vom Pokémon Go kennen, das die Welt im Sommer 2016 innerhalb eines Monats eroberte. Jurassic World Alive sieht dabei auf den ersten Blick wie ein Klon des Games um die Taschenmonster aus.

Die Marketing-Maschine zum Kinostart des nächsten Jurassic Park-Kinofilms läuft auf Hochtouren. “Jurassic World: Fallen Kingdom” startet am 7. Juni in den deutschen Kinos. Um den Hype des Dino-Streifens anzufeuern wird jetzt auch pünktlich zum Kinostart das Mobile Game veröffentlicht, Entwickler des Games ist das Studio Ludia

Jurassic World ist kostenlos im Google Play und Apple App-Store verfügbar und konnte zum offiziellen Release bereits über eine Millionen Nutzer, sowie fast 100.000 App-Bewertungen bei Google Play mit einem Durchschnitt von 4,3/5 Sternen.

Dino-Jagd mit Drohne

Das Game ist kostenlos, es finanziert sich aber durch Werbeeinblendungen und In-App-Käufe. Inwiefern unterscheidet sich Jurassic World Alive nun aber vom Platzhirsch Pokémon Go? Die zu fangenden Dinosaurier lokalisiert ihr über die In-Game-Karte, indem ihr eine digitale Drohne steigen lasst. Statt mit Pokébällen jagt ihr die Dinosauerier dann mit Betäubungspfeilen. Gefangene Dinosaurier könnt ihr anschließend eurem Team hinzufügen.

Die Ressourcen im Spiel sind DNA, Münzen, Dollar, Pfeile, Reichweite und Drohnen-Energie. Mit Reichweite, Pfeilen und Drohnen-Energie fangt ihr wilde Dinosaurier, mit der DNA erstellt ihr Klone. Ein Pendant zu den Pokéstops gibt es auch, bei denen sich neue Ressourcen abgeholt werden können. Ein großes Feature das für Jurassic World Alive spricht und bei Pokémon Go aktuell noch vermisst wird, ist die Option Kämpfe zwischen Dinosauriern auszuführen.

Ob Jurassic World Alive ein vergleichbares Phänomen wie zu Pokémon Go Zeiten auslösen wird ist fraglich. Vorübergehenden Spielspaß bereitet das Game aber allemal und es bewegt wieder dazu draußen mit seinem Smartphone zu spielen. Also ideal um am Wochenende Dinosaurier in der Stadt zu jagen! Jurassic World ist ab sofort kostenlos für Android und iOS verfügbar.


Image (adapted) by Ludia Inc./Universal Pictures

Screenshots by Lisa Kneidl

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FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

Follow me
  • YOUTUBE MUSIC golem: Google attackiert Spotify mit kostenlosem Musikstreaming: Spotify, Amazon Music und Co. bekommen Konkurrenz! Auch Youtube möchte jetzt einen eigenen Musikstreamingdienst anbieten. Wie die Konkurrenz,  soll dieser Dienst zum Teil werbefinanziert und dafür kostenlos sein. Weitere Funktionen würde es dann gegen Bezahlung geben. Außerdem kommt das Modell Youtube Premium nach Deutschland, welches ein Nachfolgemodell von Youtube Red darstellt und hierzulande nie angeboten wurde. Youtube Music soll laut Google noch im Mai in den USA und zu einem späteren Zeitpunkt in Deutschland erscheinen.

  • WHATSAPP chip: Großes Update für WhatsApp: Gruppen bekommen neue Funktionen: Ein neues Update für die Messenger-App hält viele Neuerungen bereit, die vor allem für Gruppen interessant sind. Die neuen Features sind bereits in den Beta-Versionen von WhatsApp für iOS und Android zum Testen verfügbar. Zu den neuen Features zählt eine Gruppenbeschreibung odere genauere Admin-Berechtigungen, Gruppengründer dürfen beispielsweise nicht mehr aus Gruppen entfernt werden. Auch Gruppenbilder und -beschreibungen können nicht mehr von jedem Mitglied einfach geändert werden. Alle Neuerungen hat euch Chip in ihrem Artikel zusammengefasst.

  • GOOGLE PAY curved: Deutschlandstart von Google Pay: Erste Nutzer haben die App schon: Bargeldlose Bezahlen ist nach wie vor ein großes Thema. Auch Googles Bezahldienst Google Pay könnte in Deutschland bald an den Start gehen. Erste Nutzer haben die App zum bargeldlosen Bezahlen bereits auf dem Smartphone. Die App funktioniert an Terminals, die kontaktloses Bezahlen ermöglichen. Dafür muss man das Smartphone einfach über das Terminal halten und den Einkauf mit einem Code oder Fingerabdruck bestätigen. Der Dienst soll schon bald starten – sollte das wirklich so sein, wäre Google der Konkurrenz einen Schritt voraus, die ihren kontaktlosen Bezahldienst bisher noch nicht launchte.

  • DSGVO heise: Last-Minute-Hilfe gegen Abmahnungen und Bußgelder: Zum 25. Mai 2018 wird die EU-Datenschutzgrundverordnung wirksam. Der Wirbel in der Onliner-Welt und die Angst um Abmahnwellen und Bußgelder ist groß. Was am 25. Mai wirklich passieren wird, ist nicht ganz klar, wichtig ist es aber vorbereitet zu sein und zu prüfen, ob man DSGVO-konform ist. Aktuelle Entwicklungen und konkrete Leitfäden haben die Kollegen von Heise und c’t zusammengefasst.

  • STEAM LINK computerbase: Steam Link App im Test: Die Hardware per Software getötet: Hochauflösende PC-Spiele auf dem Handy zocken soll mit der Steam Link App bald möglich sein. Die App wahrscheinlich noch im Mai für iOS und Android erscheinen. Gamer erhalten so die Möglichkeit ihre Steam-PC-Games auch auf dem Smartphone zu zocken. Das Ganze funktioniert dann mit dem hauseigenen Steam-Controller, aber auch mit den meisten anderen Bluetooth-Controllern. Die Steam Video App soll dann im Sommer folgen.

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Harry Potter: Hogwarts Mystery – alles was du wissen musst!

Harry Potter Hogwarts Mystery - Screenshot by Lisa Kneidl (7)

Wenn du als jugendlicher Harry Potter-Fan vergeblich auf deinen Hogwarts-Brief gewartet hast, dann solltest du jetzt herhören. Ab sofort kannst du in dem Mobile-Game Harry Potter: Hogwarts Mystery in die Welt von J.K. Rowlings Zauberlehrling eintauchen. 

Hogwarts erwartet dich!

Harry Potter: Hogwarts Mystery trägt zwar den Namen des berühmtesten Zauberlehrlings der Welt, allerdings wird dieser im Spiel nicht vorkommen. In einem Monolog verrät der Hogwarts-Schulleiter Dumbledore, dass der junge Harry nach dem Angriff durch Lord Voldemort in Sicherheit ist. Er ist zum Zeitpunkt der Spielgeschehnisse also noch ein Kleinkind. Das Game ist ein Roll-Playing Game – kurz RPG. Somit erstellen Spieler darin ihre eigenen Charaktere, mit denen sie die Zauberer-Schule Hogwarts erkunden können. Vom goldenen Trio Harry, Ron und Hermine fehlt zwar jede Spur, aber trotzdem darfst du dich über ein Wiedersehen mit alten Bekannten freuen, wie Rubeus Hagrid, Severus Snape oder Minerva McGonagall. Umso besser: die tatsächlichen Schauspieler aus den Filmen Michael Gambon, Maggie Smith und Warwick Davis leihen ihren ikonischen Rollen Dumbledore, McGonagall und Flitwick in Hogwarts Mystery ihre Stimmen. 

Harry Potter Hogwarts Mystery - Screenshot by Lisa Kneidl (4)
Der Brief, den sich beinahe jeder mit elf gewünscht hatte.

Das Game stammt aus dem Hause der Entwickler Jam City und wird herausgegeben durch Portkey Games. Letztere sind das hauseigene Gaming-Label von Warner Bros. Interactive Entertainment, das sich komplett auf Gaming-Inhalte rund um die Zauberer-Welt aus der Feder von J.K. Rowling drehen soll. Im folgenden erkläre ich dir Schritt für Schritt wie das Game funktioniert!

1. Charaktererstellung

Harry Potter Hogwarts Mystery - Screenshot by Lisa KneidlHogwarts Mystery ist ein Rollenspiel, das bedeutet, dass du dir zuerst einen Avatar nach Belieben zusammenstellen kannst. Zur Auswahl hast du einen männlichen oder weiblichen Avatar und ein kleines Angebot an Frisuren, Gesichtsformen, Haarfarben etc. Wer mit den begrenzten Möglichkeiten nicht zufrieden ist, muss einfach etwas abwarten und Ressourcen sammeln. Im späteren Verlauf des Spiels können noch allerhand Frisuren, Outfits etc. mithilfe von Münzen oder Edelsteinen freigeschaltet werden!

2. Account mit Facebook verbindenHarry Potter Hogwarts Mystery - Screenshot by Lisa Kneidl (15)

Es mag wie eine Option aussehen, die du sonst auch eher ignorieren könntest, allerdings empfehle ich dir deinen Hogwarts Mystery Spielstand mit deinem Facebook-Konto zu verknüpfen. Nur die Verknüpfung ermöglicht es, das Spiel exakt zu speichern. Fehlt diese Verknüpfung wirst du an den letzten automatischen Speicherpunkt zurückgeworfen.

3. Ab in die Winkelgasse

Die Winkelgasse fungiert als Tutorial für das Spiel. Nachdem du deinen Hogwarts-Brief erhalten hast, streifst du durch die Einkaufsstraße, um alle nötigen Schulutensilien zu besorgen. Gleichzeitig lernst du durch den NPC Rowan etwas über den Plot des Spiels. Das namensgebende “Hogwarts Mystery” scheint wohl etwas mit dem verschwundenen Bruder deines Avatars zu tun zu haben. Was genau es damit auf sich hat, gilt es herauszufinden.

4. Wähle dein Haus und erkunde Hogwarts

Nach einem kurzen Aufenthalt in der Winkelgasse geht es auch schon gleich nach Hogwarts! Kurz nach einer Begrüßung durch Professor McGonagall darfst du auch prompt dein Hogwarts-Haus aussuchen. Hier hätte ich mir einen Test ähnlich wie bei Pottermore gewünscht, denn dort entscheiden einzig und allein die Antworten auf obskure Fragen, ob man in Gryffindor, Hufflepuff, Ravenclaw oder Slytherin einsortiert wird. Als frischgebackener Gryffindor – in meinem Fall – bist du dann auch endlich bereit für den Unterricht in Hogwarts. Das Spiel ist durch die sieben Hogwarts-Schuljahre mit je zehn Kapiteln aufgeteilt, in denen es gilt, das Mysterium um den verschollenen Bruder aufzudecken – und natürlich den Zauberer-Unterricht zu besuchen.

5. Ressourcen und Attribute im Spiel

Im Game stehen dem Spieler drei verschiedene Ressourcen zur Verfügung: Energie, Münzen und Edelsteine. Energie – in Form von blauen Blitzen – brauchst du, um Handlungen auszuführen, sie lädt sich allerdings nach einigen Minuten auch automatisch wieder auf. Falls dir die Energie knapp wird, kannst du dir mit Edelsteinen mehr Energie kaufen. Edelsteine erhältst du wiederum durch Levelaufstiege und kannst sie dann anschließend für neues Zubehör ausgeben. Münzen verdienst du dir durch das Lösen von Aufgaben. Sie werden ebenfalls für Zubehör benötigt, können aber auch neue Aufgaben freischalten. Auch In-App-Käufe sind möglich, aber nicht notwendig, um das Spiel zu bestreiten. Du kannst beispielsweise mehr Energie für deinen Charakter kaufen, um Aufgaben gleich erledigen zu können und nicht auf den Cooldown warten zu müssen. 

Attributpunkte kannst du dir durch Interaktionen in Dialogen verdienen. Es gibt die drei Attribute Tapferkeit, Empathie und Wissen. Es ist zu empfehlen, die drei Attribute immer auf einem ungefähr gleichen Level zu halten. Hast du bei einem Attribut zu wenig Punkte, hast du eventuell nicht die Möglichkeit später bestimmte Antwort-Möglichkeiten auszuwählen.

Fazit

Harry Potter: Hogwarts Mystery ist ein liebevoll gestaltetes Spiel, das vor allem für all diejenigen gedacht ist, die heute noch auf ihren Hogwarts-Brief warten. Nur kommen gelegentlich kleine Übersetzungsfehler vor. Zudem muss die App hin und wieder neu gestartet werden und alles in allem ist es ein eher seichteres Spiel. Dennoch ein schönes und Nostalgie-geladenes Wiedersehen mit den Schauplätzen und Charakteren des Harry-Potter-Universums. 

Harry Potter: Hogwarts Mystery ist ab sofort kostenlos für iOS und Android verfügbar.

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Screenshots by Lisa Kneidl

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Fit in den Frühling: Was kann der Fitnesstracker Fitbit Charge 2?

Adam Birkett - via unsplash

Vor einigen Wochen habe ich angefangen, mich mit dem Thema Fitnesstracker auseinanderzusetzen. Dafür habe ich den Huawei Band 2 Pro getestet, der mir wirklich sehr gut gefallen hat. Bevor ich mich jedoch für einen endgültigen Kauf entscheiden wollte, brauchte ich einen Vergleich. Da ich diesen noch nicht hatte, wollte ich unbedingt noch den Fitbit Charge 2 testen.

Ausgepackt und dann?

Vom Design des Fitbit Charge 2 war ich von Anfang an begeistert. Der Fitbit Charge 2 sieht nicht nur super aus, er sitzt auch sehr bequem, was ich Anfangs beim Huawei Band 2 Pro zu bemängeln hatte. Er wirkt mit seiner Breite von gerade mal 21,45 mm entgegen meinen Erwartungen überhaupt nicht klobig, sonbdenr ist sehr unauffällig und anschmiegsam. Passend zu seinem schlanken Design kann man noch viele weitere Armbänder erstehen. Dabei gibt es die Fitbit in verschiedenen Größen passend für jedes Handgelenk. Außerdem ist der Fitbit Charge 2 schweiß-, spritzwasser- und regendicht. Allerdings sollte man den Tracker unter der Dusche oder beim Schwimmen nicht tragen.

Los geht’s!

Das Einrichten hat sich etwas in die Länge gezogen. Das Aktualisieren brach immer wieder ab, sodass ich einige Male neu starten musste. Das kann allerdings auch an meinem Smartphone liegen, da dieses nicht offiziell von Fitbit unterstützt wird und die Bluetooth-Verbindung immer wieder abbricht. Nachdem das Gerät es dann zehn Minuten geschafft hat, die Aktualisierung durchzuziehen, ging es endlich los.

Zunächst benötigt man die App, die man sich im Google Play Store oder im Apple Store kostenlos herunterladen kann. Die dazugehörige App für den Fitbit Charge 2 hat mir in ihrer Aufmachung sehr gut gefallen. Sie ist sehr übersichtlich gestaltet und bietet viele Möglichkeiten, seine Fitness und täglichen Daten zu überblicken. Wer das Ganze lieber am großen Bildschirm tun möchte, kann das auch in der Fitbit-Browserversion erledigen.

Fitbit Dashboard Browser
Sowohl in der App als auch in der Browser-Version kann man alles genau überblicken. Screenshot by Jennifer Eilitz

Wie funktioniert die Fitbit?

Das OLED-Display zeigt die Uhr im gewünschten Design an. Hierbei kann man sich für verschiedene Anzeigeoptionen entscheiden. Die Bedienung ist sehr einfach. Am seitlichen Knopf drücken, um das Display einzuschalten oder einfach den Arm anheben, so als würde man auf die Uhr schauen, dann schaltet sich das Gerät automatisch an. Sobald der Arm wieder eine andere Position einnimmt, geht dieser wieder aus. Auf der Uhr kann man nun hin- und herswitchen, entweder anhand des Knopfes oder indem man oberhalb des Bildschirms tippt. Laut Hersteller soll die Akkulaufzeit des Trackers etwa fünf Tage betragen, was ich gut bestätigen kann. Das Aufladen geht ebenfalls sehr einfach und nimmt lediglich ein bis zwei Stunden in Anspruch.

Ein Alleskönner

Die App verfügt über viele Funktionen die die tägliche Nutzung sinnvoll einteilen.

Tagesziele: In der App erhält man einen Überblick über die gelaufenen Schritte. Klickt man direkt auf das Symbol, zeigt sie zudem eine ausführliche Statistik mit den wöchentlichen Zielen. Ich versuche täglich auf mindestens 6.000 Schritte zu kommen. Daneben zeigt sie noch die Anzahl an Etagen, da das Gerät mit einem Höhenmesser ausgestattet ist. Somit können deine gelaufenen Etagen, die gelaufenen Kilometer, die verbrannten Kalorien und die aktiven Minuten aufgezeichnet werden.

Aktive Stunden: Die Fitbit möchte, dass man sich auch innerhalb der einzelnen Stunden genügend bewegs und fordert den Nutzer daher einmal in der Stunde auf, etwa 250 Schritte zu gehen. Hat man das Ziel erreicht, bekommt man einen pinken Punkt angezeigt, der sagt, ob man das Ziel erreicht hat oder nicht.

Die Anzahl an aktiven Stunden bestimmt man bei den Einstellungen. Meine aktiven Stunden befinden sich in einer Zeit zwischen sechs Uhr am Morgen und 18 Uhr am Abend. In dieser Zeit bin ich den Tag über unterwegs und kann anschließend schauen, wie viele Stunden ich dann auch tatsächlich geschafft habe.

Freunde: Wer nicht alleine trainieren möchte, muss das auch nicht tun. Man kann seine Freunde einladen, mit denen man Wettkämpfe austragen will. Man kann seine Freunde allerdings auch motivieren oder spaßeshalber necken, wenn man mit deren Leistungen nicht zufrieden ist.

Neben den Einstellungen gibt es natürlich eine ganze Reihe Möglichkeiten, sich selbst zu kontrollieren. Du kannst beispielsweise das wöchentliche Training festlegen und einstellen, an wie vielen Tagen man unter der Woche trainieren will. Oder man überwacht die eigenen Schlafgewohnheiten.

Höre auf das, was dein Herz dir sagt

Mit dem Fitbit Charge 2 hat man seine Herzfrequenz immer im Auge. Sowohl der Tracker als auch die App zeigen auf Abruf die Herzfrequenz an. Man kann herausfinden, wie viele Schläge pro Minute das eigene Herz braucht, oder wann es sich in der Ruhefrequenz befindet. Zudem kann man seine Sporteinheiten, Fettverbrennung und Cardiofitness besser kontrollieren.

Essen, Kalorien, Trinken: Zu einem sportlichen und gesunden Alltag gehört natürlich auch eine gesunde Ernährung. Auf der Fitbit Charge 2-App kann man alles eintragen, was du am Tag zu dir genommen und wie viel du getrunken hast. Die App zeigt an, wie viele Kalorien mn bereits zu sich genommen hat. Die Mglichkeiten sind erstaunlich weitreichend. Man kann fast alles eintragen und die App weiß sofort Bescheid. Sie wusste sogar die Angaben zu meinem Salat, den ich mir morgens auf meinem Weg am Bahnhof gekauft habe. Diese Funktion gefällt mir mitunter am besten, da ich endlich sehe, wie viel ich am Tag eigentlich zu mir nehme, ohne mühsam Kalorien zählen zu müssen.

Gemeinsam geht’s besser: Gamification deluxe

Ist der Sportsgeist so richtig entfacht, kann man mit dem Fitbit Charge 2 mehrere Tage an virtuellen Wettrennen teilnehmen – und das an allen Orten der Welt. Wenn dabei ein bestimmtes Zwischenziel erreicht wird, erhält man Panoramafotos von dem Ort, an dem man das Rennen austrägt. Wenn man aber lieber alleine auf Reise gehen möchte, kann man auch an einem Solorennen teilnehmen und zum Beispiel gemütlich durch New York spazieren.

Anleitungen: Wer sich mit Training und sportlichen Übungen schwertut, kann sich ganz einfach Anleitungen auf der App ansehen, die einem genügend Inspiration liefert, um sein eigenes Training in den eigenen vier Wänden zu starten. Wenn nan dabei auch noch die Leistungen seiner Freunde checken möchte, kann man sich mit ihnen vernetzen und schauen, welche Ziele und Fortschritte sie machen. Man kann sie unterwegs motivieren, necken und ihnen Nachrichten senden.

Stell dich auf was ein!

Das Menü beim Fitbit Charge 2 ist variierbar, dafür gibt es deutliche Pluspunkte. Ich habe mich für meine Schritte, meine Herzfrequenz, Stoppuhr, Relaxen und für Laufen, bzw. verschiedene Trainingsarten entschieden. Wenn ich mit dem Sport beginne, lasse ich den Sportmodus laufen, der mir durchgehend meine Herzfrequenz und die Zeit anzeigt. So kann ich genau sehen, ob mein Training effektiv ist und ich mich zumindest im Fettverbrennungsmodus befinde.

Eine für mich persönlich schöne Nebensache ist das Empfangen von Nachrichten auf dem Fitbit Charge 2. Hier kann man zwischen herkömmlichen SMS, Kalenderbenachrichtigungen, Anrufen und WhatsApp-Nachrichten auswählen. Manch einer mag sich durch das Vibrieren am Handgelenk vielleicht gestört fühlen, ich hingegen finde diese Funktion sehr praktisch. So schaue ich tatsächlich weniger auf mein Smartphone. Schade finde ich allerdings, dass ich, anders als beim Huawei Band 2 Pro, meine Emails nicht auf dem Tracker anzeigen lassen kann.

Fazit: Fitbit Charge 2 gewinnt durch Punktsieg

Nachdem ich endlich einen Vergleich hatte muss ich sagen, dass mir der Fitbit Charge 2 noch besser gefällt als der Huawei Band 2 Pro. Das liegt aber weniger an den Funktionen, sondern vielmehr an der vielseitigen Fitbit-App. Hier hat der Nutzer tatsächlich viele Möglichkeiten, sich selbst und seine sportlichen Aktivitäten zu überwachen. Auch das schlanke Design des Trackers und der App hat mich überzeugen können.

Leider kann ich persönlich die Verbindung zwischen Smartphone und Fitnesstracker nicht vollkommen auskosten, da mein Smartphone leider nicht von Fitbit unterstützt wird. Immer wieder kommt es zu fehlgeschlagenen Synchronisierungen und auch das Empfangen der Nachrichten auf dem Tracker wird ständig unterbrochen. Das nervt wirklich enorm. Vor dem Kauf sollte man also unbedingt darauf achten, ob das eigene Smartphone kompatibel mit dem Gerät ist.

Unabhängig davon bin ich sowohl mit der App als auch mit dem Fitnesstracker recht zufrieden. Ich nutze den Fitbit Charge 2 mittlerweile tatsächlich jeden Tag, um meine Schritte zu kontrollieren. Abends oder auch mal zwischendurch schaue ich in die App, um meine Mahlzeiten und mein Trinkverhalten dort einzutragen.

Wer sich selbst und seine sportlichen Fortschritte genau überprüfen möchte, gerät mit der Fitbit Charge 2 an einen wirklich guten Fitnesstracker. Die dazugehörige App bietet mehr als genügend Möglichkeiten und Hilfestellungen, um die eigene Fitness im Alltag ganz einfach auszubauen.

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  • SXSW rp-online: Trends auf der Digitalkonferenz in Texas – Worüber die SXSW spricht: Das Ende der Smartphone-Ära, die moderne Familie mit Roboter und der große Podcast-Boom – das alles sind Themen, welche die Digitalszene auf der diesjährigen SXSW beschäftigen. Bis zum 18. März findet die jährliche South by Southwest Digitalkonferenz noch statt. Was mal als Musikfestival angefangen hat, gewinnt jährlich mehr und mehr Bedeutung im Zuge der Digitalisierung. Aber auch netzpolitische Themen werden wichtiger. Die South-by-Southwest hat sich zur wichtigsten Netzkulturkonferenz der Welt gemausert. So überraschte beispielsweise auch Tesla-Chef Elon Musk mitsamt dem befreundeten Jonathan Nolan (Westworld) bei einer Podiumsdiskussion mit seinem Auftritt.

  • HEALTHINEERS sueddeutsche: Siemens feiert an der Börse: Der Konzern Siemens hat jetzt Teile seiner Medizinsparte verkauft und ist damit am Freitagmorgen an die Börse gegangen. Der Ausgabepreis für die Aktie lag bei 28 Euro, dieser stieg zum Handelsstart aber auch gleich auf 29,30 Euro. “Healthineers” ist Weltmarktführer für Röntgengeräte sowie für Apparate für Magnetresonanz- und Computertomografie. Die Siemens Medizinsparte gilt mit Healthineers als einer der profitabelsten Bereiche des Konzerns. Die Süddeutsche beantwortet die wichtigsten Fragen zum Börsenstart der Siemenstocher.

  • WEARABLES t3n: Google tauft Android Wear in Wear OS um – diese Smartwatches bekommen das Update: Wearables wie Smartwatches sind nach wie vor ein großes und lukratives Thema. Google hat sein Projekt “Android Wear” jetzt eingestampft und as “Wear OS” neu aufgezogen. Jeder dritte nutzt Smartwtaches mit einem iPhone, weswegen Google den Schritt für sinnvoll erachtete. Die 2014 angekündigte Wearable-Plattform wird dann nicht mehr nur ausschließlich für Android kompatibel sein. Viele der auf dem Markt befindlichen Modelle sollen in den kommenden Wochen ein entsprechendes Update auf Wear OS erhalten. Dieses werde begleitet von einer neuen Smartphone-App mit entsprechenden Anpassungen. Bei t3n gibt es eine Liste mit allen Smartwatches, die in nächster Zeit das Update erhalten!

  • REDDIT zeit: Den Schreihälsen den Spielplatz nehmen: Sie ist die “Titelseite des Internets” – die Foren-Plattform Reddit steht an der Spitze der meistbesuchten Websites in den USA. Gleichzeitig befand sich die Website aber die letzten Jahre in einer Identitätskrise. Seit Steve Huffmann seit 2015 wieder Geschftsführer des Konzerns ist, soll dies aber abgewendet werden. Zuletzt wurde bekannt, dass während der letzten US-Präsidentschaftswahl auch auf Reddit die Meinungen der Nutzer durch russische Propaganda beeinflust wurde. In einem Gespräch auf der SXSW bestätigte Huffman, dass die Plattform Hunderte verdächtige Profile gesperrt habe und die Sache ernst nehme.

  • NINTENDO LABO golem: NINTENDO LABO AUSPROBIERT:Licht und Pappen: Auf einem Anspiel-Event im Hamburger Prototyp Museum konnten sich Presse, Influencer und ausgewählte Endkunden jetzt mit dem “Nintendo Labo” austoben. Wie Anfang des Jahres stellte Nintendo mit Labo eine Erweiterung zu ihrer aktuellen Galionsfigur – der Nintendo Switch – vor. Das Bastel-Konzept der Papp-Produktlinier stieß im Netz auf geteilte Meinungen. Kreativität beweist Nintendo damit aber allemal und schafft es sich gekonnt von der Konkurrenz à la PlayStation 4 und Xbox One abzusetzen. Am 27. April kommt die Nintendo Labo Linie in den Handel. Es bleibt spannend, wie das innovative Spielkonzept bei der breiten Masse ankommt!

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Huawei Band 2 Pro im Test: Günstiger Fitnesstracker mit GPS und Pulsmesser

SFIO CRACHO - stock adobe com

Seit kurzem setze ich mich mit dem Thema Fitnesstracker auseinander. Da ich versuche, so gut es geht, zwei bis drei Mal in der Woche Sport zu treiben, dachte ich mir, könnte ein kleiner Helfer am Arm mir vielleicht gute Dienste erweisen. Daher wollte ich nun auch endlich mal einen Fitnesstracker ausprobieren. Freunde von mir nutzen Modelle vom Marktführer Fitbit. Doch ich wollte mal sehen, was es noch für Fitnesstracker gibt. Deshalb habe mir das Modell Huawei Band 2 Pro genauer angesehen und zwei Wochen lang auf Herz und Nieren getestet.

Nach dem Auspacken…

Optisch hat mich der Fitnesstracker schon einmal sehr angesprochen. Er fühlt sich leicht an und sieht zudem auch noch stylisch aus. Wer kein Schwarz mag, der kann laut der Produktseite auch andere Bänder in Blau oder Grün wählen. Am Handgelenk empfand ich den Tracker die erste Zeit als etwas ungewohnt, da das Gerät direkt darauf hinweist, es möglichst fest am Handgelenk zu befestigen und das merkt man dann schon zu Beginn. Das hat sich aber nach schon wenigen Tagen wieder gelegt. Mittlerweile ist es so normal ihn zu tragen, wie jede andere Uhr auch.

Die Einrichtung des Geräts hat zwar nicht lange gedauert, dennoch musste ich gefühlt tausende Male bei sämtlichen Einwilligungen zur Nutzung der Daten zustimmen. Das Modell Huawei Band 2 Pro benötigt nämlich drei Apps, um reibungslos zu funktionieren. Einmal die Grundapp “Huawei Wear” (für Apple und Android), die Gesundheitsapp “Huawei Health” (für Android) und “Huawei Mobildienste” (für Android). Der Tracker ist jedoch für Android, sowie für iOS verwendbar.

Ich war erschrocken, wie viel man tatsächlich von sich preisgibt beim Einrichten des Trackers. Natürlich kommt es hier darauf an, welche Funktionen man als Nutzer in Anspruch nehmen möchte. Darauf werde ich noch detailliert eingehen.

Was kann das Huawei Band 2 Pro?

Mit seinem eingebauten GPS eignet es sich bestens für diejenigen, die gerne und viel joggen gehen. Mit dem Tracker kann man seine Laufdaten analysieren und sich passend zu den Ergebnissen einen angepassten Trainingsplan erstellen. Aber die App zum Fitnesstracker bietet noch einige Funktionen mehr, um das Gerät individuell an den Nutzer anzupassen.

Huawei TruSleep: Hier wird der Schlaf der Nutzer genauestens analysiert. Mit dieser Schlafüberwachungstechnologie bekommt man Auswertungen der Schlafdaten und Empfehlungen für eine bessere Schlafqualität von Center for Dynamical Biomarkers (DBIOM). Diese Funktion muss man nicht zwangsläufig aktivieren, das habe ich beispielsweise auch nicht gemacht. Allerdings finde ich sie durchaus nützlich für diejenigen, die wirklich unter Schlafproblemen leiden und Tipps und Empfehlungen für einen besseren Schlaf gebrauchen können.

Aktivitätsalarm: Die meiste Zeit am Tag sitze ich und habe daher eher weniger Bewegung am Tag, bis auf den Sport oder auch mal einem Spaziergang am Abend. Der Tracker erinnert mich allerdings daran, mich jede Stunde wenigstens einmal kurz zu bewegen. Meistens stehe ich dann auf und hole mir einen Kaffee oder koche mir einen Tee, um mich auch daran zu halten. Vorher habe ich das einfach zu oft vergessen.

Nicht stören: Die Benachrichtigungen und die Bewegungshinweise sind ja sehr sinnvoll. Sie können aber, wenn man abends zur Ruhe kommen möchte, auch störend sein. Daher nutze ich diese Funktion häufig. So lässt sie mich zu meiner Schlafzeit in Ruhe und am Morgen schaltet sie sich von alleine wieder ein. Für einen ruhigen Schlaf empfehle ich diese Funktion auf jeden Fall.

Benachrichtigungsverwaltung: Der Nutzer kann sich alles Mögliche auf seinem Bildschirm anzeigen lassen. Von SMS, WhatsApp, E-Mail bis hin zum Smartphone-Kalender oder Notizen. Hierbei sollte sich der Nutzer gut überlegen, was genau er sich anzeigen lassen möchte, denn sonst vibriert der Tracker bei jeder kleinsten Info und auch das kann irgendwann nervig werden.

Eine App für den Überblick: Huawei Health

Die eigentliche Überwachung findet auf der zweiten App “Huawei Health” statt. Hier werden alle Daten genauestens aufgezeigt und analysiert. Die App zeigt, ob ich mein Tagesziel geschafft habe, oder wie weit ich davon noch entfernt bin. Auch meine zurückgelegten Schritte am Tag werden hier aufgezeichnet, sowie die Distanz und die verbrannten Kalorien.

Eine Herzensangelegenheit

Wer aktiv joggt, der kann sich sein Training ebenfalls in dieser App anzeigen lassen und auch gleich seine Herzfrequenz überprüfen. Hierbei sieht man im Menü “Details” die einzelnen Werte und im welchem Bereich man sich aufgehalten hat. Auf meinem Beispiel kann man erkennen, dass ich es bis in den grünen Bereich geschafft habe, was so viel heißt, dass ich Fett verbrannt habe. Die einzelnen Farben stehen für verschiedene Stufen, was sinnvoll ist, um sich beim Sport selbst überprüfen zu können und zu sehen, wie effektiv die Sporteinheit war.

An die App können noch weitere Produkte gekoppelt werden. In diesem Zusammenhang störte mich jedoch folgendes: Bei Huawei Health kann ich mein Gewicht eintragen. Auch meine Körperfettwerte möchte die App wissen, nur kann ich diese nicht händisch eintragen, sondern brauche dafür die passende Waage. Was ärgerlich ist, da ich meine Werte über eine andere Waage, die nicht vom Hersteller Huawei stammt, entnehme. Es ist schade, dass ich diese nun nicht eintragen und gemeinsam mit dem Gewicht überblicken kann.

Nachdem mich die Funktionen der App und des Fitnesstrackers an sich überzeugt haben, fand ich auch die technischen Gegebenheiten gut gelungen. Neben den verschiedenen Sportarten zeichnet das Gerät ebenfalls die Leistungen beim Schwimmen auf und ist somit auch wasserdicht bis fünf ATM.

Besonders gut empfand ich die lange Laufzeit des Akkus. Dieser hält sich wirklich gut und ist mit bis zu 21 Tage Laufzeit, meiner Meinung nach, sehr langlebig. Selbst das Aufladen des Akkus verlief super schnell und war schon nach kurzer Zeit wieder einsetzbar.

Nach dem Testen…

Auch wenn ich keine Vergleichsprodukte hatte, muss ich sagen, war ich wirklich begeistert von dem Huawei Band 2 Pro. Am Anfang war es zwar ungewohnt am Handgelenk. Aber mittlerweile merke ich es gar nicht mehr. Ich habe meine Schlafgewohnheiten besser im Blick. Auch meine Herzfrequenz zu überprüfen und zu sehen, ob wie sehr ich mich am Tag betätigt habe, ist ein guter Ansporn. Beim Sport selbst merke ich, wie sehr ich mich dabei auspowern möchte, um hinterher zu sehen, in welchem Bereich ich mich befunden habe und ob ich schon im Fettverbrennungsmodus angekommen bin.

Neben diesen Erfahrungen hatte das Band aber noch eine weitere positive Auswirkung auf mich: Ich schaue um einiges weniger auf mein Smartphone. Normalerweise lange ich sofort danach, sobald es vibriert oder das kleine Licht in der Ecke aufleuchtet. Und ist das Smartphone schon mal in der Hand, so kann man ja gleich mal dies und das checken. Mit dem Fitnesstracker habe ich um einiges weniger danach gegriffen. Auf dem Huawei Band 2 Pro konnte ich bereits sehen, ob eine wichtige Nachricht oder E-Mail eingetroffen ist und konnte es auch einfach mal liegen lassen, wenn ich entschieden habe, später zu antworten.

Im Großen und Ganzen habe ich für mich persönlich schon nach einer Woche die Entscheidung getroffen, mir ebenfalls einen Huawei Band 2 Pro anzuschaffen, da er mich nicht nur sportlich, sondern auch gesundheitlich und anti-smartphone-mäßig durch den Tag begleitet. Zudem ist das Gerät auch für den kleineren Geldbeutel gut geeignet. Im Online-Handel erhaltet ihr das Huawei Band 2 Pro für unter 100 Euro.

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  • FALCON HEAVY deutschlandfunk: Falcon Heavy erfolgreich gestartet: Das wahre Wettrennen kommt erst noch: Am Abend des 6. Februars, gegen 21:45 Uhr, war es soweit, die Falcon Heavy startete erfolgreich Ihren Erstflug. An Board der Rakete von SpaceX befand sich zudem ein Tesla Roadster des Firmengründers Elon Musk. Der PR-Coup wirkt fast perfekt, nach nur sieben Jahren hat es SpaceX geschafft mit der Falcon Heavy eine der leistungsstärksten Raketen zu Bauen, die sich jetzt, unterlegt mit “Life on Mars” von David Bowie, auf dem Weg in eine Mars-Umlaufbahn befindet. Das nächste Space-Race, das es so schon in den 1960er Jahren gab, könnte jetzt kurz bevorstehen. Konzerne wie Boeing sitzen SpaceX schon im Nacken.

  • GEOBLOCKING gamestar: Online-Einkäufe – EU verbietet Geoblocking – außer bei Digital-Inhalten: Häufig werden EU-Bürger davon abgehalten in Online-Shops aus dem Ausland einzukaufen. Das Ganze nennt sich Geoblocking. Die Händler sperrten bisher Käufer aus dem EU-Ausland auf diese Weise von ihrem Angebot aus und verhinderten eine potenzielle Schnäppchenjagd in anderen Ländern. Das hat jetzt ein Ende, wie das EU-Parlament mit einer deutlichen Mehrheit beschlossen hat. Unabhängig vom Wohnort können EU-Bürger jetzt also grenzübergreifende Einkäufe tätigen. Einzig digitale Inhalte wie e-Books, Filme, Musik und Online-Spiele sind davon ausgenommen.

  • WHATSAPP engadget: Bezahlen via WhatsApp gestartet: Die bargeldlose Gesellschaft scheint kurz bevor zu stehen. In China ist das Bezahlen per App – WeChat in diesem Fall – quasi schon Gang und Gäbe. WhatsApp testet jetzt ebenfalls eine Bezahl-Funktion. In vorerst nur Indien startet jetzt die Betaversion. Dort wird das ganze über ein so genanntes Unified Payments Interface realisiert, was Banken in Indien ermöglicht, direkte Zahlungen über Smartphones von Bankkonto zu Bankkonto in Sekundenschnelle zu realisieren.

  • JOHN PERRY BARLOW heise: Er kam aus dem Cyberspace. Zum Tode von John Perry Barlow: Internet-Aktivist und Gründer der Bürgerrechtsorganisation EFF John Perry Barlow ist am Mittwoch im Alter von 70 Jahren verstorben. Seines Zeichens war Barlow Kämpfer für die Unabhängigkeit des Internets und kämpfte 1996 dafür mit der “Unabhängigkeitserklärung des Cyberspace”. Neben zahlreichen Auftritten für die EFF arbeitete John Perry Barlow am Berkmann Center for Internet & Society und war „Professor of Cyberspace“ an der Schweizer European Graduate School. Neben seinem Engagement für die Freiheiten im Internet gehörte die eigenständige Entwicklung von Afrika zu seinen Herzensangelegenheiten.

  • IOS t3n: „Größter Leak der Geschichte“: iOS-Quellcode geklaut und ins Netz gestellt: Eine ältere Version des Quellcodes der Trusted-Boot-Routine iBoot, eine Komponente von Apples iOS, wurde jetzt von Anonymen auf der Software-Plattform GitHub veröffentlicht. Es ist einer der größten Leaks dieser Art und kann es Cyber-Kriminellen ermöglichen, leichter Zugang zu Sicherheitslücken zu erhalten. Deshalb werden in Zukunft neue Jailbreaks befürchtet.

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4 Apps für umweltbewusstes Einkaufen – #AppHilfe

Young woman shopping in the fresh produce section at the grocery store.

In unserer Reihe #AppHilfe wollen wir euch regemäßig Apps und Websites zeigen, mit denen ihr einfach und schnell Gutes tun könnt und ein umweltbewusstes Leben führen könnt. Diesmal dreht sich alles um Ernährung und wir stellen euch vier Apps für bewusstes Einkaufen von Lebensmitteln. Oft wissen wir gar nicht so recht, was da im Supermarkt eigentlich vor uns liegt, diese Apps sollen helfen, mehr Durchblick zu bekommen!

WWF Fischratgeber

Die Meere sind überfischt und viele Arten wie der Kabeljau oder Scampi haben einen so geringen Bestand, dass die Überfischung verheerende Ausmaße für diese Arten haben kann. Der Fischratgeber vom WWF ist eine einfach Möglichkeit an der Fischtheke genau überprüfen zu können, welcher Fisch ohne Bedenken gekauft werden kann. Unterteilt werden die Fischarten in die drei Kategorien „Gute Wahl“, „Zweite Wahl“ und „Lieber nicht“, sodass der Käufer direkt sieht, welchen Fisch er kaufen kann.  

Den WWF Fischratgeber gibt es kostenlos für iOS– und Android-Geräte.

Barcoo

Barcoo ist eine Scanner-App, mit der ihr beim Einkaufen den Barcode von Lebensmitteln oder anderen Produkten ganz einfach mit eurer Handy-Kamera scannen könnt. Die App erkennt über eure Smartphone-Kamera jeden beliebigen QR Code, Barcode, EAN oder ISBN. Nach dem Scannen zeigt dir Barcoo dann direkt was genau in dem jeweiligen Produkt enthalten ist und wo es das am günstigsten zu kaufen gibt. Diese App ist also sowohl für Sparfüchse als auch für diejenigen zu empfehlen, die ganz genau auf bestimmte Inhaltsstoffe achten wollen.

Sowohl iOS– als auch Android-Nutzer können sich Barcoo kostenlos aufs Smartphone laden. 

PETA Vegan einkaufen

Wer sich für eine vegane Ernährung entscheidet hat sich einiges vorgenommen. Die Lebensweise und Ernährung muss in vielen Fällen erstmal grundlegend umgestellt werden. Oftmals ist es aber gar nicht so leicht vegane von nicht veganen Produkten zu unterscheiden. Tierische Produkte verbergen sich oft in Lebensmitteln, in denen man sie gar nicht erwartet. PETA hat deswegen eine Ratgeber-App zur Verfügung gestellt, die bei der Umstellung auf die pflanzliche Ernährung behilflich sein soll. Über die Suchfunktion können dabei entweder bestimmte Produkte gesucht werden oder einzelne Supermarkt-Sortimente nach passenden Produkten durchgesehen werden. Im Blog-Feed werden euch Rezepte gezeigt und weiter Tipps zum veganen Leben gegeben.

Der vegane Einkaufsguide ist kostenlos im Apple App Store und im Google Play Store erhältlich.

CodeCheck

Auch bei CodeCheck können passende Produkte über diverse Kategorien – von Lebensmitteln über Haushalt bis zu Kosmetik – gesucht werden oder Barcodes direkt eingescannt werden. Wenn man zudem ein individuelles Profil anlegt, kann man Produkte nach eigenen Kriterien filtern lassen. So können auf einen Blick wie bspw. laktosefreie, vegane oder Produkte ohne Aluminium etc. angezeigt werden lassen. In wenigen Klicks erfährt man mehr über die Inhaltsstoffe eines jeweiligen Produkts und kann den Geschmack oder die Wirkung eines Produktes für andere Konsumenten bewerten. Im App-eigenen Feed stehen zudem noch interessante Artikel und DIYs zum Thema bewusstes Leben zur Verfügung. 

CodeCheck ist kostenlos für iOS– und Android-Geräte verfügbar.


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  • ANDROID APPS Connect: Diese 1000 Android-Apps belauschen ihre Nutzer: Achtung, eure Apps haben Ohren! Wie die Tageszeitung “The New York Times” jetzt herausgefunden hat, nutzen zahlreiche Spiele-Apps die sogenannte „Automated Content Recognition“-Technologie (ACR). Mit der App soll über die Mikrofone der Smartphones ermittelt werden, was sich deren Nutzer gerade im Fernsehen anschauen. Entwickelt wurden diese Apps von dem Start-up Alphonso Inc., welches die gesammelten Informationen der Nutzer an Werbetreibende verkauft. Der Sinn dahinter ist, dass somit personalisierte Werbung ausgespielt werden soll. Das Smartphone nimmt selbst dann auf, wenn die Apps nicht aktiv genutzt werden, sondern auch nur im Hintergrund laufen. Oftmals stimmen dem sogar die Nutzer zu, denn bei der Installation verlangen diese Apps den Zugriff auf das Mikrofon. Im Nachhinein kann diese Zustimmung allerdings widerrufen werden. Betroffen sind hiervon etwa 1.000 Apps im Google Play Store und im iTunes Store.

  • FACEBOOK Handelsblatt: Zuckerberg will Facebook reparieren: Viele starten mit guten Vorsätzen in das neue Jahr. Auch Mark Zuckerberg hat sich einen ganz besonderen Vorsatz gemacht: Er möchte Facebook reparieren. Dazu zählt vor allem gegen Wahlmanipulationen, Hasskommentare und Beleidigungen vorzugehen. Zuckerberg scheint immer mehr an seinem Unternehmen zu zweifeln und schreibt daher, dass ein Missbrauch der Plattform nie ganz verhindert werden könne, es aber dennoch zu viele Fehler, unter anderem beim Durchsetzen der Richtlinien seitens des Unternehmens, gemacht werden. Seinen Worten ist anzumerken, dass das soziale Netzwerk unter starkem politischen Druck steht. Bleibt abzuwarten, wie ernst Zuckerberg seine guten Vorsätze für dieses Jahr nimmt.

  • GOOGLE Chip: Google Maps für Rache ausgenutzt: Google reagiert mit Verbot: Schaut man sich auf Google Maps nach bestimmten Adressen um, kann man oftmals auch entsprechende Rezensionen dazu finden. Allerdings sind diese nicht immer positiv. Oft stammen diese negativen Bewertungen von Ex-Mitarbeitern, denen gekündigt wurde. Für die Unternehmen ist das durchaus schädlich. In den aktualisierten Geschäftsbedingungen geht Google nun aber gegen negative Bewertungen an. Somit verbietet das Unternehmen schlechte Rezensionen und erklärt diese negativen Inhalte als unzulässig.

  • DATENSCHUTZ Heise: Verbraucherzentralen fordern mehr digitalen Datenschutz: Laut den Verbraucherzentralen steht in der digitalen Welt leider nicht der Kunde im Fokus sondern vielmehr seine Daten. Zu sehr sind die digitalen Angebote an die Bedürfnisse der Werbeindustrie angepasst und das müsse sich ändern, wie Klaus Müller, Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv), meint. Hoher Datenschutz sollte daher die Norm sein und nicht nur die Ausnahme. Viel zu häufig geben wir erst unsere Daten preis, um sie anschließend durch eine Vielzahl von Klicks rückgängig zu machen. Laut dem Verbraucherschützer sollte es eher andersherum sein: Wer mehr personalisierte Werbung bekommen möchte, der sollte selbst durch das Setzen von einem Häkchen entscheiden, ob er dies wirklich möchte, oder eben nicht.

  • KREDITKARTEN Spiegel Online: Kreditkarten von Aldi-Kunden mehrfach belastet: Wenn man seinen Einkauf gleich zwei Mal bezahlt – einigen Kunden, die am Dienstag und Mittwoch dieser Woche bei Aldi Süd mit Kreditkarte eingekauft haben, sollten einen genauen Blick auf ihre Kreditkartenabrechnung werfen. Wie die Firma mitteilte sei ein technischer Fehler schuld an den mehrfachen Abbuchungen und bemühe sich eine Rückabwicklung schnellstmöglich in die Gänge zu leiten. Hierbei müssen Kunden nicht selbst tätig werden, das Ganze soll automatisch geschehen. Allerding können die Rückzahlungen ein paar Tage dauern.

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80er in 8-Bit – Stranger Things: The Game

Stranger Things The Game (adapted) (Screenshot by Lisa Kneidl via Netflix & BonusXP)

Es war der Serien-Überraschungs-Hit im Jahr 2016. 80er-Retro-Charme, ein Synthesizer-Soundtrack und ein Setting das an einen Steven King Roman erinnert. Durch diese Erfolgsformel gelang dem Netflix-Original Stranger Things binnen kürzester Zeit der Kultstatus. Es dauert nicht lange, bis man die Bewohner der fiktiven US-Kleinstand Hawkins ins Herz schließt. Für jeden der nicht genug von Eleven, Mike, Dustin und Co. bekommt, gibt es jetzt das passende Smartphone Game.

80er in 8-Bit

Im Oktober 2017 erschien die lang erwartete 2. Staffel der beliebten Serie Stranger Things. Um die – über ein Jahr lang andauernde – Wartezeit zwischen den Staffeln zu überbrücken, brachte Netflix zusammen mit dem Studio BonusXP, Inc. eine passende App.

Das Gameplay ist relativ einfach, man bewegt seine Spielfigur simpel per Tapping auf den Bildschirm fort. Gleiches gilt für das Interagieren mit Gegenständen, anderen Charakteren oder Kampfsituationen. Kleine Rätsel und die aus der Serie bekannten Charaktere werten das Spiel auf. Denn obwohl das Spiel recht simpel gehalten ist und relativ kurzweilig ist, macht es großen Spaß, sich im 8-Bit Hawkins zu bewegen.

Kostenlos und werbefrei

Was mir besonders gefällt ist, dass die App komplett kostenlos ist, aber gleichzeitig auch nicht auf nervige In-Game Werbung zurückgreift. Das ist oft ein böses Omen für ein schlechtes Spiel. Bei Stranger Things ist das aber nicht der Fall, es ist komplett kosten- und werbefrei, aber macht gleichzeitig großen Spaß und bietet viel Raum für Interaktion. So hat jeder Charakter eine passende Fähigkeit für die jeweilige Situation. Die Jäger und Sammler unter den Spielern kommen aber durch die Sammelobjekte auch auf ihre Kosten.

Wenn ihr also nach dem Binge-Watching doch wieder Sehnsucht nach Hawkins und deren charismatischen Bewohnern rund um Eleven, Chief Hopper und Co. habt, dann holt euch Stranger Things: The Game kostenlos für iOS und Android. Notwendig dafür sind minimal die Versionen iOS 9.0 und Android 4.4.


Screenshots by Lisa Kneidl


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  • APPS Zeit: Populäre Apps gefährden ihre Nutzer: Wir alle haben unsere Lieblingsapps, doch sind diese auch immer so sicher, wie wir glauben? Thomas Jansen – ein Hamburger IT-Spezialist – hat sich die 200 beliebtesten, kostenlosen iOS-Apps genauer angesehen und festgestellt, dass sich in 111 Apps Sicherheitslücken befinden. Unter anderem ist auch die beliebte Shopping-App „Shein“ davon betroffen, denn Angreifer können hier die Log-in-Daten der Nutzer unerlaubt abfangen. Die Freigabe der Apps von Apple für den App-Store ist also nicht unbedingt immer eine Garantie für die Sicherheit. Jedoch möchte sich das Unternehmen zum Thema Freigabe und Sicherheit der Apps derzeit nicht weiter äußern.

  • WHATSAPP Chip: Vorsicht vor Fake-WhatsApp: Finger weg von dieser App: Vorsicht beim Installieren von Whatsapp-Business. Im Play-Store ist eine WhatsApp-Version für Unternehmen verfügbar, die unter dem Namen “Whatsapp-Business” zu finden ist. Allerdings handelt es sich hierbei nicht um die angekündigte Version für Unternehmen, sondern um eine gefälschte. Bei dieser Version war schon der Name auffällig, da dieser mit einem kleinen a geschrieben wurde, anstatt mit einem großen, sowie es im Namen WhatsApp eigentlich geschrieben wird. Unternehmen sollten dringend darauf achten, dass sie lediglich offizielle und geprüfte Versionen von WhatsApp installieren.

  • BLUETOOTH Golem: Android will Bluetooth-Verbindungen vereinfachen: Android-Nutzer erwartet jetzt eine neue Funktion. Mit Fast Pair sollen Bluetooth-Verbindungen mit Kopfhörern einfacher vonstatten gehen. Hier müssen Nutzer ihre Kopfhörer nur noch einschalten, das Smartphone erkennt diese und verbindet sich automatisch mit ihnen. Allerdings müssen die Kopfhörer die neue Funktion unterstützen, damit diese sich verbinden können. Zudem muss das Android-Gerät mindestens über die Version Android 6.0 verfügen und Google Play-Dienste die Version 11.7. Diese Verbindung soll aber nicht nur für Kopfhörer gedacht sein, sondern vielmehr möchte Google Entwickler von Bluetooth-Zubehör, die ebenfalls Interesse an der Implementierung von Fast Pair haben, darum bitten, sich beim Unternehmen zu melden.

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Trick or Cheat: 5 Horror-Games zu Halloween 2017

oxenfree_screen_6 (adapted) (Image by Night School Studio)

Zugegebenermaßen bin ich ein richtiger Angsthase, was Horror-Games angeht. Anders als bei Horrorfilmen nimmt man in Horror-Games meist die Rolle einer Hauptfigur ein und erlebt die Geschehnisse durch die Augen dieser Figur. Das Hineinfühlen in den Raum einer virtuellen Welt wird dadurch viel immersiver, wie Medientheoretiker sagen würden. Gerade dieses Phänomen verstärkt ja den wohligen Schauer und macht Horror-Games erst interessant. Falls ihr noch nach ein wenig nervenaufreibender Unterhaltung während der schaurigsten Zeit des Jahres sucht, ist hier vielleicht der ein oder andere Mac- und iPhone-taugliche Spieletipp für euch dabei. Hier stelle ich euch fünf schaurige-schöne, atmosphärische – nicht immer, aber meistens – Horror-Games für die Hosentasche und Zuhause vor! Natürlich könnt ihr sie nicht nur an Halloween 2017, sondern auch an jedem anderen Tag spielen.

Oxenfree – das Stranger Things der Horror-Games

Mit Oxenfree geht es erstmal sachte los, denn das Game ist eigentlich mehr Mystery als Horror. Die schräge Stimmung und die unerklärlichen Ereignisse im Spiel haben mir beim Zocken im Dunkeln dann aber schon das ein oder andere Mal einen kalten Schauer über den Rücken gejagt. Das Spiel beginnt mit einer Gruppe Teenager, die sich mit einer Fähre zum Feiern auf eine kleine Insel begibt. Der Spieler schlüpft in die Rolle von Alex, die stets bemüht ist zwischen den Freunden zu schlichten, denn schon zu Beginn gibt es Spannungen. Teenie-Zoff allein ist schon der Stoff, aus dem Albträume gemacht sind. Als es aber auf der Insel nach und nach zu mysteriösen Zwischenfällen kommt, läuft alles aus dem Ruder. Schon nach kurzer Zeit ist nichts und niemand mehr so wie es scheint und man sieht sich mit verschiedenen Zeitlinien, Dimensionen und Versionen seiner Freunde und seiner selbst konfrontiert. Es braucht nicht immer Splatter oder Jumpscares, um den Spielern das Blut in den Adern gefrieren zu lassen. Oxenfree schafft es auf seine Weise eine einzigartige Stimmung aufzubauen – sei es subtiler Psychohorror, wie ein alternatives Spiegelbild von Alex oder der großartig schaurige Synthesizer-Soundtrack!

Der Indie-Titel stammt vom US-Entwickler Night School Studio und wurde 2016 zunächst für PC und aktuelle Konsolen und im Laufe des Jahres 2017 auch für iOS und Android veröffentlicht. Das Grafik-Adventure war 2016 für die LA Times das Stranger Things der Videospielwelt und so fühlt es sich auch an.

Limbo – alles will dich töten!

Limbo ist ähnlich wie Oxenfree ein Sidescroller. Es wurde vom dänischen Indie-Entwickler Playdead entwickelt und 2010 von Microsoft herausgegeben. Bei dem 2D-Sidescroller spielt man einen namenlosen Jungen, der sich auf der Suche nach seiner Schwester durch einen angsteinflößenden Wald begeben muss. Begegnungen mit Menschen und Tieren hat man nur vereinzelt, eines haben sie aber alle gemeinsam – alle wollen dich töten! Wegen seines hohen Schwierigkeitsgrades ist das Spiel regelrecht zum Haare raufen. Man kann gar nicht aufzählen, auf wie viele Weisen man an ein und derselben Stelle im Spiel sterben kann. Der schwarz-weiß Look und die schiere Tristesse schaffen es aber, eine unverwechselbare Atmosphäre herzustellen. Da kann man gerne darüber hinwegsehen, dass man diverse Male in Folge an derselben Stelle gestorben ist.

Limbo (Image by Playdead)
Image by Playdead.

Limbo ist für iOS, Android, PC und aktuelle gängige Konsolen erschienen erschienen.

Gone Home und das Spiel mit der Erwartung

Gone Home ist ein Walking Simulator aus dem Jahr 2013. Entwickelt wurde das Game von The Fullbright Company, allen voran vom leitenden Entwickler Steve Gaynor. Ich wiederhole mich, aber mit der Atmosphäre steht und fällt ein Game dieser Genrezugehörigkeit. Gone Home spielt mit der Erwartung des Spielers. Und zwar mit den Tropes vorhergegangener Spiele aus dem Genre der Horror-Games und den möglichen Jumpscares, die man auf Schritt und Tritt erwartet. Aber zunächst mal zur Synopsis. In Gone Home schlüpft man in die Rolle – und Ego-Perspektive – von Kaitlin Greenbriar, die am 7. Juni 1995 nach einem Auslandsjahr zurück nach Hause kehrt. Soweit so gut, aber dann geht es direkt mit den ersten Horror/Mystery-Klischees weiter. Es herrscht ein verheerendes Unwetter, Kaitlin findet ihr Zuhause komplett verlassen vor und stößt dabei nur auf eine Reihe verwirrender Briefe ihrer Schwester. Im richtigen Kontext kann selbst das eigene Zuhause zu einem angsteinflößenden Ort werden.

Gone Home (Image by The Fullbright Company)
Image by The Fullbright Company.

Gone Home ist erhältlich für Microsoft Windows, macOS, Linux, Xbox One und PlayStation 4.

Five Night’s at Freddy’s – sie wollen doch nur spielen…

Five Night’s at Freddy’s muss man eigentlich kaum mehr erwähnen. Das Game, das 2014 erschienen ist, wurde im Alleingang von Scott Cawthon entwickelt und mauserte sich binnen kürzester Zeit zum Kult-Titel. Ein Let’s Player nach dem anderen versuchte sich an dem Horror-Titel und verhalf dem Spiel zu außergewöhnlicher Bekanntheit. Schauplatz des Horror-Games ist eine Pizzeria, in der ihr als Hauptcharakter einen neuen Job als Nachtwächter beginnt. Erstmal ein leichter Job, schließlich müsst ihr einfach nur die animatronischen Figuren bewachen – oder etwa nicht? Diese verselbstständigen sich nachts nämlich und ab da beginnt für euch ein Kampf um Elektrizität und vor allem euer Leben!

Five Night’s at Freddy’s ist erhältlich für Microsoft Windows, Android, iOS und Windows Phone.

SOMA – auf dem Meeresgrund hört dich niemand schreien

SOMA entführt seine Spieler ähnlich wie die Bioshock-Reihe tief unter die Meeresoberfläche. Das Survival-Horror-Game ist 2015 erschienen und von Frictional Games entwickelt worden. Wer also die Atmosphäre der Unterwasserstadt Rapture in Bioshock 1 und 2 mochte, wird auch in SOMAs verlassener Forschungsstation auf seine Kosten kommen. Dabei schlüpft man in die Rolle des Simon Jarrett, eines Kanadiers, der nach einem Autounfall unter gesundheitlichen Problemen leidet. Deswegen entscheidet er sich experimentellen neurologischen Untersuchungen zu unterziehen. Wie es nicht anders kommen kann, geht das Experiment schief und Simon erwacht im Jahr 2103 auf dem Meeresgrund. Wie es dazu gekommen ist, wieso er – scheinbar – alleine ist und was es mit der dystopisch-schaurigen Forschungsstation auf sich hat, heißt es herauszufinden. SOMA könnt ihr auf der PlayStation 4, Microsoft Windows, macOS und Linux spielen.

Ihr interessiert euch eher für starke Geschichten, bei denen ihr viel beeinflussen könnt? Dann probiert doch mal unsere Tipps aus dem Interactive-Fiction-Genre!

Dieser Artikel erschien zuerst auf Applepiloten.de.


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Gießen war gestern: Smarter Pflanzentopf Parrot Pot im Test

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Wer sich im Urlaub beim Sprung ins Meer oder in den Bergsee abkühlt, möchte sicher nicht, dass derweil die Zimmerpflanzen daheim in der Sonne vertrocknen. Scheiden Gießbesuche von Nachbarn aus, könnt ihr allerlei automatische Bewässerungssysteme einsetzen. Mit dem vernetzten Pflanzentopf Parrot Pot gibt es sogar schon eine smarte Variante. Sensoren messen den Zustand der Pflanze und bewässern sie selbsttätig. Per Bluetooth sendet der Pflanzentopf die Sensordaten ans iPhone und iPad, wo Pflanzenfreunde sie ausführlich analysieren können. Mein Praxistest zeigt, dass das in Weiß, Rot und Schwarz erhältliche Gadget jedoch nur relativ wenig Mehrwert gegenüber konventionellen Lösungen bietet.

Wenig Pflanze, viel Topf

Mit 31 Zentimetern Höhe und 20,5 Zentimetern Durchmesser verfügt der Parrot Pot über eine stattliche Größe. Viel Pflanze passt aber nicht in den Topf. Gut die Hälfte des Gehäusevolumens ist für Wassertank und Wasserzuführung, Sensorik sowie vier AA-Batterien reserviert. Der Wurzelballen sollte daher laut Hersteller-App nicht üppiger als 16 Zentimeter im Durchmesser ausfallen. In meinem Testexemplar fand ein junger Drachenbaum ausreichend Platz. Das Gehäuse ist nach IPX5 wasserfest und erlaubt daher sowohl einen Innen- als auch einen Außeneinsatz. Die Kunststoffoberfläche verleiht dem Parrot Pot eine sterile Ästhetik, die an Wohnlichkeit zu wünschen übriglässt. Der halbtransparente Überflussbehälter im Topfboden meines weißen Parrot Pot stört ebenfalls die Optik, weil bräunlich verfärbtes Pflanzenwasser deutlich durchscheint. Beim roten und schwarzen Modell ist diese Komponente blickdicht. Im Zweifelsfall spielen bei diesem Blumentopf ohnehin eher die inneren Werte eine entscheidende Rolle für den Kauf.

Parrot Pot Farbauswahl
Den Parrot Pot gibt es in drei Farbvarianten, rot, schwarz und weiß. Image by Parrot

Wasser für einen ganzen Monat

Die verbaute Technik ermöglicht, dass vier Sensoren kontinuierlich die Feuchte und den Nährstoffgehalt des Bodens sowie Temperatur und Lichteinfall messen. Einzig auf den Wasserbedarf kann der Parrot Pot jedoch reagieren. Befindet sich der Parrot Pot im automatischen Bewässerungsmodus, benetzen vier Düsen die Erde so, dass die Pflanze bestmöglich wächst. Steht der Betrieb hingegen auf „Pflanzensitter“, streckt der Parrot Pot die Gießintervalle so, dass der 2,2 Liter fassende Wassertank einen Monat ohne Nachschub auskommt. Dank des sparsamen Energieverbrauchs soll eine Batterieladung für ein Jahr genügen. Nach drei Monaten Einsatz beträgt die Kapazität bei meinem Testexemplar noch 92 Prozent. Die automatische Bewässerung funktionierte während meines Testzeitraums überwiegend unauffällig und einwandfrei. Sie setzt aber voraus, dass der Feuchtigkeitssensor korrekt arbeiten kann. Er verhielt sich recht divenhaft und verlangte, dass die Pflanzenerde sehr fest in Richtung Topfboden gepresst wird. Ist das Erdreich zu locker, erfolgt keine oder eine fehlerhafte Messung.

Flower Power mit großer Pflanzendatenbank

Welche Pflege die jeweilige Pflanze erfordert, zieht sich der Parrot Pot aus einer Datenbank, die in der zugehörigen App namens Flower Power hinterlegt ist. Die Anwendung ist kostenlos für iOS und Android verfügbar. Über eine Mini-Anwendung für die Apple Watch lässt sich der Parrot Pot ebenfalls steuern. In der Datenbank wählen Nutzer das im Parrot Pot verpflanzte Gewächs aus. Anschließend können sie die Messdaten ablesen, solange sich das Smartphone oder Tablet in Bluetooth-Reichweite befindet. Ein Fernzugriff aus dem Südseeurlaub ist nicht möglich. Denn mit Smart-Home-Plattformen wie HomeKit ist der Topf nicht kompatibel. Die Pflanzendatenbank der App ist sehr umfangreich und bietet viele interessante Info-Häppchen. Als jemand mit einem nicht sehr ausgeprägten grünen Daumen kann ich dort viel lernen. Ferner ist Flower Power ansprechend und intuitiv gestaltet. Die Sensorwerte lassen sich übersichtlich ablesen und anschaulich als Datenhistorie in einer Grafik veranschaulichen.

Mankos unter iOS und watchOS

An anderer Stelle leistet sich die Software (getestet in App-Version 4.6.2) im Zusammenspiel mit dem Parrot Pot (getestet mit Firmware 1.2.0) ärgerliche Schwächen. So konnte sich die App, installiert auf einem iPhone 7 Plus, immer wieder mal nicht mit dem Parrot Pot verbinden. Zum Teil erst das Zurücksetzen der Netzwerkeinstellungen unter iOS sorgte dann wieder für eine funktionierende Bluetooth-Verbindung. Dieses Problem besteht in Verbindung mit dem iPhone 7 oder 7 Plus offenbar häufiger, wie ein Blick in die App-FAQ verrät. Als geradezu brenzlig erwies sich eine Eigenart der Push-Benachrichtigungen, die die App in bestimmten Fällen aufpoppen lässt.

So soll die App vor zu geringer Bodenfeuchte warnen. Aber nur, wenn der Pflanzentopf sich im manuellen Modus befindet, bei dem der Nutzer die Bewässerungsdüsen händisch in der App auslöst. Hingegen für den automatischen Betrieb, in dem sich mein Testexemplar durchgehend befand, ist in diesem Fall keine Warnung vorgesehen. Dennoch wäre dies angebracht gewesen. Denn nur durch Zufall entdeckte ich, dass die Bodenfeuchte unter einen kritischen Wert gefallen war. Wie ich herausfand, stellte die Bewässerung ihren Dienst ein, weil die Messung der Bodenfeuchtigkeit nicht korrekt funktionierte. Vermutlich, weil das Erdreich zu locker war. Aber auch darauf hätte mich die App eben gern hinweisen können. Die App für die Apple Watch betrachte ich in dieser Form als überflüssig. Neben einer sehr groben Übersicht zum Zustand der Pflanze, bietet sie zwei Touch-Buttons für den Betriebsmodus und das manuelle Gießen. Jedoch lassen sich diese nur aktivieren, wenn die iPhone-App parallel aktiv ist. Dann kann ich diese Funktionen aber genauso gut auf dem Smartphone-Display ausführen. Läuft die iPhone-App lediglich im Hintergrund, sind alle Schaltflächen auf der Apple Watch ausgegraut und somit funktionslos.

Test-Fazit Parrot Pot

Parrot Pot weiß Rendering
Parrot Pot im Profil. Image by Parrot

Der Parrot Pot ist ein interessantes Produkt für Technik-Enthusiasten, die ihr Smart Home gern begrünen, sich aber weitestgehend nicht um das Gießen kümmern möchten. Dafür eignet sich der smarte Blumentopf im Alltag genauso wie während des Urlaubs. Per App können sie zudem vom Smartphone aus prüfen, ob es dem Gewächs gut geht. Zumindest, wenn sie sich in Bluetooth-Reichweite befinden. Im Test erwies sich die automatische Bewässerung als überwiegend zuverlässig.

Völlig fehlerfrei blieb der Parrot Pot jedoch nicht. Messfehler und Verbindungsprobleme trübten das Gesamtbild. Klar, auch bei einer Nachbarschaftshilfe oder einem herkömmlichen Bewässerungskegel kann etwas schiefgehen. Im Vergleich zum Parrot Pot sind diese Alternativen aber preisgünstiger. Da zudem die Begleit-App Flower Power nur Live-Daten zum Zustand der Pflanze liefert, wenn der Anwender so dicht daneben steht, dass er sie eigenen Auges begutachten kann, ist der smarte Mehrwert gegenüber einer analogen Lösung gering. Zwar hat Parrot den ursprünglichen Listenpreis von 150 Euro schon um fast die Hälfte reduziert. Doch vor dem genannten Hintergrund halte ich selbst einen Online-Preis von 80 Euro für ambitioniert.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Applepiloten.


Images by Parrot, Screenshots by Berti Kolbow-Lehradt


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  • APPLE Mac& i: Futuremark: iPhone-Performance bleibt nach Updates stabil: Das Gerücht, Apple würde über die iOS-Updates die Performance alter iPhones beeinträchtigen, haben sicherlich schon einige gehört. Doch ist da was dran? „Nein“, sagt der Benchmark-Hersteller Futuremark. Seine Aussage bezieht sich auf eine Analyse von mehr als 100.000 Benchmark-Ergebnissen aus der Community für iOS 9, 10 und 11 auf 7 unterschiedlichen iPhone-Modellen. Die Ergebnisse zeigen auf, dass Apple alte Geräte nicht drosseln will, um den Kauf neuer Smartphones anzuregen, da es keine nennenswerten Einbrüche bei der CPU- oder GPU-Performance einer neuen iOS-Version gibt. Dennoch räumt Futuremark ein, dass durch Features und Apps, die für neuere Modelle gedacht sind, sich ein Smartphone nach einem Update langsamer anfühlen kann.

  • DEUTSCHE BANK t3n:Deutsche Bank macht auf Open Source – und stellt 150.000 Zeilen Code ins Netz: Die Deutsche Bank traut sich an Open-Source: Zum ersten Mal stellt der Finanzkonzern seinen Code öffentlich zugänglich ins Netz, um neue Impulse für die Trading-Technologie zu bekommen. Der 150.000 Zeilen Code seiner Plattform Autobahn soll vor allem auf dem von Finanzkonzernen verwendeten Portal Symphony Collaboration verfügbar sein. Damit möchte die Deutsche Bank einen einheitlichen Industriestandard für Trading-Technolgie entwickeln und die führende Kraft für Open-Source-Technologie im Bankensektor werden. So soll der Code tausende verschiedene Applikationen im Finanzsektor verbinden, sodass die Kunden über eine Standardplattform für alle Finanztransaktionen direkt mit den Banken kommunizieren können. Denn zurzeit nutzen die Marktteilnehmer für Daten, Nachtrichten und Aktienhandel noch verschieden Applikationen, die unabhängig voneinander funktionieren.

  • GOOGLE TRANSLATE Heise: Färöer fordern Google Translate – und übersetzen bis dahin selbst: Habt ihr schon mal jemanden Färöisch sprechen gehört? Nein? Kein Wunder, denn gerade mal rund 80.00 Menschen sprechen die färöische Sprache weltweit. Doch wer auf die Färörer-Insel Urlaub macht, hat leider nicht die Möglichkeit, Google Translate zur Verständigung zu nutzen: Denn Google hat die Sprache noch nicht in seinen Übersetzter integriert. Daher hat der Tourismusverband der Inselgruppe sich ein amüsantes Video überlegt, in dem er die Einwohner dazu bewegt, eigene Videoübersetzungen anzubieten. Bis es die Sprache beim Google Übersetzer gibt, können sich somit neugierige und interessierte Nutzer auf dem Videoportal „Faroe Islands Translate“ von Färöern Wörter in Videobotschaften übersetzen lassen.

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Siri vs. Google Assistant für iOS – Was Apple von Google lernen kann

Google-Assistant-ios-iphone-7-Plus (Image by Berti Kolbow-Lehrardt)

Seit einiger Zeit steht der Google Assistant für iOS auch in Apples App Store zum Download bereit – und damit auch in direkter Konkurrenz mit der Hausherrin Siri. Ich habe mir die beiden smarten Helfer auf dem iPhone im Vergleich angesehen und verrate euch, warum Siri oft einfach nicht sicher ist, ob sie das richtig verstanden hat.

Mit dem Google Assistant hat der Suchmaschinen-Riese im Jahr 2016 den Nachfolger von Google Now vorgestellt. Auf dem deutschen Markt ist die freundliche Google-Stimme erst im letzten Sommer erschienen. Im Gegensatz zur relativ starren Google-Now-Version soll der smarte Assistent von Nutzern lernen und Fragen in einen erweiterten Kontext setzen können. Damit ist Google der Konkurrenz aus Cupertino einen Schritt voraus. Auf der WWDC 2017 kündigte Apple eine ähnliche Lernfähigkeit für seine Siri an, die bereits im Jahr 2011 in der ersten Version der Öffentlichkeit präsentiert wurde.

Google Assistant für iOS sammelt eure Daten – gibt aber viel dafür zurück

Während Siri sich standardmäßig an Bord von Apple-Geräten befindet, kann der Google-Konkurrent namens Assistant kostenlos für iOS im App Store heruntergeladen werden. Mit Google Assistant für iOS durchbricht Google die Android-Gebundenheit der Sprachsteuerung. Der lernfähige Assistent benötigt auf dem iPhone oder iPad ein Google-Konto, um aktiviert zu werden. Nach der Installation der App lässt sich das Google-Konto entweder direkt erstellen oder – wie in meinem Fall – aus einer vorhandenen Liste auswählen, sofern das Google-Konto bereits mit dem iPhone verbunden wurde.

Im zweiten Schritt könnt ihr euch dazu entscheiden, E-Mail-Benachrichtigungen des Google Assistant zu erhalten. Hier sollen Neuigkeiten und Updates angekündigt werden. Standardmäßig habe ich diese Mail-Benachrichtigungen deaktiviert. Solltet ihr den Schieberegler nicht deaktiviert haben, habt ihr in den Einstellungsmöglichkeiten der App die Gelegenheit, das nachzuholen.

Nachdem ihr dem Google Assistant für iOS Zugriff auf euer Mikrofon ermöglicht habt, kann es auch schon losgehen mit der Sprachsteuerung. Diesen Schritt könnt ihr allerdings auch verweigern, da ihr den Google Assistant für iOS auch per Tastatur bedienen könnt. Bevor ich die lernfähige Sprachsteuerung mit Fragen und Anweisungen bombardiert habe, interessierte mich allerdings vor allem, auf welche Bereiche des iPhones der Google Assistant für iOS überhaupt zugreift.

Aktivitätseinstellungen verwalten lohnt sich

Innerhalb der App befinden sich oben rechts drei kleine Punkte, die die Einstellungen des Assistenten öffnen. Hier zeigt sich, welche Daten Google mithilfe meines iPhones sammelt. Der Menüpunkt „Geräte“ zeigt mein Smartphone an. Hier lässt sich einstellen, ob Google einen Standortverlauf erstellen darf, auch wenn der Google Assistant gerade nicht genutzt wird. Diese Einstellung habe ich Standardmäßig abgeschaltet.

Innerhalb der Aktivitätseinstellungen geht es in Sachen Datenschutz weiter. Google greift mithilfe eures iPhones und der Assistant-App auf folgende Aktivitäten zu:

  • Web- und App-Aktivitäten
  • Geräteinformationen
  • Sprach- und Audioaktivitäten
  • YouTube-Suchverlauf
  • YouTube-Wiedergabeverlauf
  • Google-Standortverlauf

Besonders interessant ist hier der Punkt „Sprach- und Audioaktivitäten“. Zwar hört Google nicht permanent mit, wenn diese Option aktiviert ist. Eure gesamten Spracheingaben in sämtlichen Google-Diensten werden allerdings aufgezeichnet und auf Googles Servern abgelegt. Ihr könnt unter myactivity.google.com all eure Spracheingaben detailliert und chronologisch sehen und diese sogar abspielen. Löschen könnt ihr die Daten an dieser Stelle übrigens auch.

Google sammelt in gewohnter Manier jede Menge eurer Daten. Das ist der Preis, den ihr für eine sehr ausgereifte Spracherkennungs-Software zahlen müsst. Die enge Verzahnung von Nutzer-Aktivitäten und Meta-Daten ermöglicht es dem Google Assistant für iOS nahezu perfekte Ergebnisse zu erzielen.

Siri versteht nix, Google Assistant liefert ab

Der Google Assistant für iOS ist nur aktiv, wenn die App geöffnet ist. Das ist etwas schade, da eine reine Sprachaktivierung sehr praktisch ist. Bereits meine erste Frage konnte der Google Assistant für iOS jedoch mit Bravour beantworten: „Ok, Google – Zugverbindung nach Köln“. Der Assistant benötigt für die Bearbeitung dieser Anfrage nur einen Bruchteil einer Sekunde und spuckt daraufhin mit sehr freundlicher Stimme meine ideale Zugverbindung inklusive Umsteigen und Anschlusszügen aus.

Um diesen Service nutzen zu können, müsst ihr übrigens die Standortfreigabe erteilt haben. Zum Vergleich: Die Antwort von Apples Siri auf die identische Frage nach einer Zugverbindung: „Ich bin mir nicht sicher, ob ich das richtig verstanden habe“. Alles klar – danke, Siri. Eine Konkretisierung der Frage führte bei Siri lediglich zu einer Websuche, bei der mir dann überwiegend vermeintliche Angebote der Deutschen Bahn für Zugtickets angezeigt werden. Sehr frustrierend und absolut nicht zielführend.

Siri vs. Google Assistant für iOS
Screenshots by Julia Froolyks

Auf meine nächste Anweisung „Supermarkt in der Nähe“ schaffen es beide smarten Assistenten, mir einen echten Mehrwert zu bieten. Doch auch hier hat der Google Assistant für iOS die Nase vorn. Während Siri mir zwar über die Informationen aus Apple Karten die Geschäfte in der Nähe anzeigt, bekomme ich von Googles Konkurrenz in der selben Zeit auch noch Informationen zu den Öffnungszeiten. Siri zeigt mir lediglich in roter Schrift an, wenn ein Laden noch geschlossen ist. Wann dieser aufmacht, muss ich dann wohl selbst im Netz recherchieren.

Funktionalität auch ohne weitere Google-Apps

Gleich auf sind die beiden Sprachassistenten in Sachen Musik abspielen. Mit dem Unterscheid, dass der Google Assistant für iOS mir neben Apple Music auch YouTube als Medium anbietet. Das Anfordern des Wetterberichts, aktuelle Verkehrslagen und das Erstellen von E-Mails verlaufen bei Siri und Googles Assistant sehr ähnlich. Mit dem Unterschied, dass Google beispielsweise Erinnerungen in der eigenen Kalender-App sichert und eine Navigation mit Google Maps startet, anstatt mit Apples Karten-App. Ist die Google-Maps-App nicht installiert, öffnet der Google Assistant für iOS den Dienst in Safari. Das passiert auch, wenn ihr die Apps anderer Google-Dienste, wie Kalender, Übersetzer und Co. nicht installiert habt. Doch gerade durch die Verzahnung der Google-Dienste untereinander, macht der Assistant schon sehr viel Spaß. Sind Google-Apps installiert, werden Anweisungen deutlich schneller umgesetzt.

Im täglichen Umgang mit dem Google Assistant für iOS ist mir aufgefallen, wie viele Möglichkeiten Googles Sprachassistent eigentlich im Gegensatz zu Siri bietet. Trotz der eigentlich sehr guten Abstimmung innerhalb von iOS, scheint Siri im direkten Vergleich noch in den Kinderschuhen zu stecken. Siri kommt beinahe etwas versnobt rüber, da der Google Assistant für iOS sehr flott mit mir kommuniziert und mir manchmal sogar mit Emojis antwortet. Die iOS-App des Assistant ist wie eine Art Chat aufgebaut und es kommt ein persönlicheres Feeling rüber. Zudem verfügt Googles künstliche Intelligenz über einige interessante Gimmicks und Funktionen: So kann ich mir beispielsweise die Zeit mit einigen kleinen Chat-Spielchen versüßen.

Google Assistant für iOS überzeugt mit Charme

Bei den sogenannten Emoji-Rätseln gibt mir Googles KI einige Emojis vor, aus denen ich dann einen Film erkennen muss. Umgekehrt stellt mir der Google Assistant für iOS eine Aufgabe, das passende Emoji zu einer bestimmten Aussage zu finden. Alles in allem ist die Unterhaltungs-Seite von Googles KI wirklich sehr süß und detailverliebt programmiert worden. Der Assistant ist mir auf Anhieb „sympathischer“ als meine steife Siri, die zudem oft einfach noch nicht genug auf meine Bedürfnisse hinter den Fragen oder Anweisungen eingeht.

Sehr praktisch im Google Assistant für iOS sind außerdem die sogenannten Verknüpfungen. Ihr könnt in den Einstellungen festlegen, welche Aktion der Assistent bei bestimmten Worten oder Phrasen ausführen soll. So habt ihr beispielsweise die Möglichkeit beim Wort „Feierabend“ eine Nachricht verschicken zu lassen, dass ihr auf dem Heimweg seid. Den Möglichkeiten sind im Bereich „Verknüpfungen“ keine Grenzen gesetzt. Alle Funktionen des Google Assistant lassen sich mit Worten oder Sätzen verbinden. Zu diesen Funktionen zählen neben Erinnerungen erstellen oder Wetter-Auskünfte auch Features, die Siri noch nicht unterstützt:

  • Nachrichten vorlesen lassen von präferierten Medien
  • Tageszusammenfassung „Was steht an?“ mit Verkehrslage auf dem Weg zur Arbeitsstätte, Wetterbericht und Erinnerungen des Tages
  • Einkaufsliste via Google Shoppinglist erstellen

Fazit: Siri verliert den direkten Vergleich – vorerst

Google Assistant für iOS hat mich mehr als überzeugt. War Siri bislang für mich nicht interessant, werde ich wohl mit Googles Alternative künftig mehr Sprachbefehle ins iPhone diktieren. Einziges und leider auch großes Manko ist, dass ich die Assistant-App öffnen muss, wenn ich plaudern will. Das ist ein Schritt, der dazu führen dürfte, dass ich den Kalendereintrag schnell selbst anlege oder die Nachricht selbst tippe. Einzig beim Suchen von Zugverbindungen ist der Google Assistant für iOS trotz öffnen der App noch schneller als die DB-App.

Bei vielen Suchanfragen, die Google mit Bravour beantwortet, weiß Siri oft einfach nicht, ob sie alles richtig verstanden hat. Das ist frustrierend. Es lässt sich aber darauf zurückführen, dass Google ein beeindruckendes Netzwerk von Diensten kreiert hat, die perfekt aufeinander abgestimmt sind. Das fehlt bei Apples Sprachassistentin bisweilen noch. Ein Lichtblick für Siri ist allerdings iOS 11. Apple hatte während der WWDC bereits gravierende Änderungen für die smarte Assistentin angekündigt. Auch Siri soll künftig lernfähig sein und noch bessere Ergebnisse liefern.

Der Text erschien zuerst bei den Applepiloten.


Teaser Image by Berti Kolbow-Lehradt

Screenshots by Julia Froolyks


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  • FACE ID Curved: Touch ID ist nicht tot: Trotzdem wohl alle iPhones 2018 mit Face ID: Anfang November erscheint das neue iPhone X mit Gesichtserkennung. Allerdings kann es sein, dass die Touch ID dadurch bei den nächsten iPhones wegfallen wird – vorausgesetzt die Face ID-Technologie kommt bei den Nutzern gut an. Sofern die Nutzer mit Face ID jedoch nicht zufrieden sind, müsste Apple die Touch ID weiterentwickeln, was allerdings gar nicht so einfach in der Umsetzung wäre, wenn das randlose Design der iPhones beibehalten werden soll. Die 3D-Touch-Technik des iPhones sorgt für eine dickere Display-Einheit, wodurch ein eingebauter Fingerabdrucksensor unterhalb des Bildschirms nicht einwandfrei laufen würde. Jetzt liegt es an Apple eine der beiden Funktionen so gut weiterzuentwickeln, dass die Nutzer vor allem zufrieden sind.

  • AMAZON Süddeutsche: Amazon plant eine Brille zum Hören und Befehlen: Es gibt ja schon viele intelligente Geräte, die unseren Alltag erleichtern sollen, aber Amazon setzt hier noch einen drauf und entwickelt derzeit eine intelligente Brille. Auch Google hat sich schon an eine intelligente Brille unter dem Namen „Google Glass“ herangewagt, die jedoch nicht gut bei den Nutzern ankam. Amazons Brille soll sich drahtlos mit dem Smartphone verbinden können und dabei wie eine ganz normale Brille aussehen. Die Besonderheit ist hier jedoch nicht die drahtlose Verbindung zum Smartphone sondern vielmehr Alexa, die in die Brille integriert werden soll. Mit dem eingebauten Sprachassistenten hat der Träger Alexa immer dabei und kann Befehle jederzeit an die intelligente Brille weiterleiten.

  • IOS11 Focus: iOS 11-Update sorgt für massive Probleme: Bei Apples neuem Betriebssystem iOS 11 gibt es derzeit einige Probleme. Seit Dienstag gibt es nun die offizielle Version und doch sind viele Nutzer bereits verärgert. Gerade bei älteren Modellen wie unter anderem dem iPhone 5s oder auch bei den iPads soll die Geschwindigkeit extrem nachgelassen haben. Auch 32-Bit-Apps soll das neue Betriebssystem ausschließen und nur noch 64-Bit-Apps bevorzugen. Zudem berichten einige Nutzer über Bildschirm- und Akkuprobleme. Allerdings ist auch Apple Maps mit Problemen behaftet und die Lautstärke des Weckers habe sich laut einigen Nutzern auch verändert. Bei iPhone 6s Plus-Nutzern wiederum soll das Betriebssystem fehlerfrei funktionieren. Den Nutzern wird dennoch derzeit geraten beim Update noch ein wenig zu warten, bis Apple die Probleme beseitigt hat und das Betriebssystem fehlerfrei läuft.

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  • KÜNSTLICHE INTELLIGENZ sueddeutsche: Vom Computer geoutet: Es gibt ja immer wieder Situationen im Internet, in denen das Hirn nicht mehr ganz mit dem Auge mitkommt. Da liest man etwas nur so halb, und wenn der Artikel, um den es geht, schon fast wieder am oberen Bildschirmrand verschwunden ist, stellen sich Fragen nach der Tragweite. „Deep neural networks are more accurate than humans at detecting sexual orientation from facial images“ lautete so eine Überschrift vor Kurzem auf dem Open-Source-Wissenschaftsportal „osf.io“. Eine künstliche Intelligenz, so die Autoren der Studie, sei also präziser darin, die sexuellen Neigungen von Menschen zu erkennen als deren Artgenossen. Die Software könne anhand eines Porträts in 81 Prozent der Fälle richtig einschätzen, ob ein Mann homosexuell ist oder nicht. Bei Frauen liege die Trefferquote immerhin noch bei 74 Prozent. Wenn mehrere Bilder der gleichen Person analysiert werden, steigen diese Zahlen sogar noch um ein Zehntel. Damit wäre der Rechner gegenüber einer menschlichen Kontrollgruppe, der die gleichen Fotos vorgelegt wurden um beinahe 40 Prozent präziser. Geoutet vom Computer.

  • GOOGLE googleblog: Ein Feed, der zu euch passt:Wir alle haben Gemeinsamkeiten, doch keiner von uns hat haargenau die gleichen Leidenschaften, Interessen und Ziele. Wir halten uns auf unterschiedliche Weise über Dinge auf dem Laufenden – über Social Media, Apps oder Gespräche mit Freunden. Es ist jedoch schwierig, einen Ort zu finden, an dem man immer die neuesten Informationen zu dem findet, was einem wirklich am Herzen liegt. Das ändert sich nun. Ab heute starten wir einen neuen Feed in der Google App. Dieser macht es euch einfacher als je zuvor, euch über die Themen, die euch wichtig sind, zu informieren – ohne, dass ihr jedes Mal einen passenden Suchbegriff eingeben müsst. Ganz gleich, ob ihr ein Tiernarr seid, gerne Nietzsche lest, Sportfanatiker seid, auf Hiphop steht oder euer eigenes Bier brauen möchtet: Euer Feed sollte zu euren ganz persönlichen Vorlieben und Interessen passen.

  • STARTUP gruenderszene: Worauf Gründer bei Acqui-Hires achten müssen: Acquisition und Hiring in einem Vorgang, also ein sogenanntes Acqui-Hire, ist die gezielte Übernahme von Mitarbeitern eines Startups, um diese im eigenen Unternehmen anzustellen. Das ist an sich nicht neu. Doch da technisches Know-how für die Digitalisierung größerer Unternehmen immer wichtiger wird, rückt der einzelne Mitarbeiter als wesentlicher Faktor in den Vordergrund – und damit auch Acqui-Hires.

  • APPLE heise: Apple-Event: iOS-11-Leak soll Hinweis auf iPhone X geben: Am Dienstag stellt Apple neue iPhones vor, und die Gerüchteküche brodelt vorab wieder mächtig. Jetzt haben einige Nutzer bereits den angeblichen finalen OS 11 GM (Golden Master) in die Hand bekommen. Darin finden sich der Mac-News-Seite 9to5Mac zufolge allerlei Hinweise auf die neuen iPhones und auf eine neue Apple Watch. Demnach soll sich das neue iPhone wie vermutet per Gesichtserkennung entsperren lassen, der neuen Firmware zufolge heißt das Feature wie erwartet „Face ID“. Ein Tutorial-Video fordert den Nutzer dazu auf, seinen Kopf vor dem Smartphone in alle Richtungen zu drehen.

  • RE:PUBLICA wdr.de: #rpDUB: Die Highlights der re:publica in Dublin: Leere Sessel? So würde es auf der re:publica in Berlin nie aussehen. Doch auch die zweite Ausgabe der Konferenz in Dublin ist eine völlig andere Hausnummer als die Mutterkonferenz. Oder wie re:publica-Chef Andreas Gebhard es zur Closing Session in Dublin formuliert hat: „Menschen erzählen mir, dass sie an dieser Veranstaltung schätzen, dass es privater ist, dass es kleiner ist. Das stimmt. Es ist eben ein leicht anderes Format.“

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Ab ins sichere Nest: Die smarte Überwachungstechnik für Zuhause im Test

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Das Zuhause, das mitdenkt, ist keine Utopie mehr. Immer mehr digitale Helfer erreichen mittlerweile auch den deutschen Markt und die Technik ist sicher nicht mehr nur für Technik-Geeks. Amazon Echo oder Google Home wollen den breiten Markt erobern, aber für ein smartes Zuhause braucht es neben einem Assistenten auch Geräte, die miteinander interagieren – Lichter, Staubsauger-Roboter oder auch Überwachungstechnik. Auf Letzteres hat sich Googles Schwesterunternehmen Nest Labs spezialisiert. Im Februar 2017, ganze sieben Jahre nach Markteintritt in den USA, wurden die ersten Produkte in Deutschland eingeführt. „Die Unterschiede zwischen den verschiedenen Ländern sind sehr spezifisch.”, sagt Lionel Guicherd-Callin, Head of Product Marketing für Nest in Europa. „Wir wollten erst sicherstellen, dass alles für den deutschen Markt passt.“

Bisher kannte ich smarte Überwachungskameras nur von meinen Verwandten, die damit ihre Kleinkinder im Auge behalten, wenn sie selbst nicht zu Hause sind. In meiner Wohnung passiert allerdings nicht viel. Gelegentlich bewegen sich ein paar Schatten und niemand kann so einfach auf meinen Balkon klettern. Deswegen musste ich mir ein paar andere Testsituationen überlegen. Nach einer ausführlichen Testphase stelle euch die Nest Cam Indoor und die Nest Cam Outdoor vor. Beide sind momentan zu einem Preis von 199 Euro erhältlich.

Der erste Eindruck

Die Kameras kommen in stabilen Boxen, minimalistisch verpackt ohne große Probleme und Plastikberge. Das simple Design setzt sich in den Produkten fort. „Ventilatoren oder Rauchmelder sind Produkte, die das Raumgefühl stören. Deswegen war es uns bei den Nest Produkten wichtig, dass sie gut designt sind und sich in das Zuhause einpassen“, erklärt Guicherd-Callin.

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Lieferumfang der Nest Cam Outdoor. Image by Nest.

Mit einer Gesamtgröße von nur elf Zentimetern ist die Indoor-Kamera nicht auffällig oder störend, eingebunden in einen stabilen Metallfuß. Sie kann Dank eines eingebauten Magneten angebracht werden. Ist keine magnetische Oberfläche in der Nähe, tut es auch die mitgelieferte Wandhalterung. Die Kamera wird mit einem gängigen Micro-USB-Kabel verbunden. Nest hat sich hierbei bewusst gegen Batteriebetrieb entschieden, da die dauerhafte Stromversorgung dem System viel umfangreichere Möglichkeiten bietet.

Die Nest Cam Outdoor kann Dank des Magneten individuell ausgerichtet werden. Das übertragene Bild lässt sich allerdings im Nachhinein nur um 180 Grad drehen. Die Vielseitigkeit der Winkel wird hier leider wieder etwas einschränkt.

Besonders gefällt die Verbindungsart des Netzteils der Outdoor-Kamera. Der USB-Anschluss und das Netzteil werden durch eine Druck-Drehbewegung miteinander verbunden, sodass der Anschluss witterungsgeschützt ist. Eine einfache, aber sehr effektive Lösung.

Die Outdoor Kamera ist mit der IP-Schutzart IP65 ausgestattet, was absolute Staubdichte und Schutz gegen Strahlwasser aus beliebigen Winkeln verspricht. Dem Hamburger Dauerregen hat die Kamera standgehalten – durch den Regen haben sich allerdings andere Probleme ergeben, auf die ich später eingehen werde.

Plug and Stream

Zu jeder smarten Hardware sollte eine gute Software gehören. Deswegen lassen sich alle Nest-Produkte über eine App steuern. Die Nest App ist sowohl für Android als auch im iOS-App-Store erhältlich. Wir haben beide Plattformen während dieses Tests auf einem Smartphone (LG G4) und einem Tablet (iPad Air) gestestet. Die iOS-App fror sich während dieses Tests leider regelmäßig fest und hinkte auch sonst ein wenig hinter der Android-Version hinterher. Schade. In Puncto Funktionen und Übersichtlichkeit nehmen sich die Apps jedoch nichts.

Um die Produkte verwenden zu können, muss ein Nest-Konto erstellt werden. Auf diesem Konto werden die Cloud-Daten gespeichert und gewährleistet, dass nur zugelassene Personen auf die Kameras zugreifen können. Für das Einrichten der Geräte ist momentan noch zwingend ein Smartphone oder Tablet mit der Nest-App notwendig. Einmal eingerichtet, sind sie allerdings auch vom Computer aus steuerbar.

Die Installation geht schnell und ist sehr einfach gestaltet. Jeder Schritt der Installation wird mit Illustrationen oder Bildern begleitet. Wer seine Adresse nicht mit der Kamera verknüpfen möchte, muss seinen Wohnort nicht angeben. Die einzige verpflichtende Angabe, die bei der Kameraaktivierung gemacht werden muss, ist die Postleitzahl. Um die Kamera mit der App zu verknüpfen, muss nur noch der aufgedruckten QR-Code gescannt werden. Bei einer stabilen Internetverbindung dauert die Kameraeinrichtung vom Anschluss an die Steckdose bis zur fertigen Inbetriebnahme weniger als fünf Minuten. Ist die Kamera fertig eingerichtet, beginnt sie sofort mit der Bildübertragung. 

Die Steuerung innerhalb App ist sehr intuitiv. Mit einem Fingerwisch kann man das Bild vergrößern und bewegen. Die Einstellungen sind hinter einem Zahnrad in der Ecke versteckt, der Aufbau lenkt etwas vom Bild ab. 

Immer wachsam

Die Basisfunktionen erfüllen, was sie versprechen: Live-Video rund um die Uhr (zumindest, wenn die Bandbreite stimmt), HD-Streaming mit einer Auflösung von 1080 Pixeln, Bewegungsmeldungen, Infrarot-Nachtmodus und eine Gegensprechanlage. Wer zuhause nicht dauerhaft gefilmt werden möchte, kann auch die Abwesenheitsfunktion nutzen. Die App erkennt, wenn man das Netzwerk der Kamera verlässt und schaltet sie automatisch ein. Wenn man den Wohnort wieder betritt, schaltet sich die Kamera ab. Ein netter Effekt, denn so fühlt man sich nicht dauerhaft in den eigenen vier Wänden beobachtet. Der Nutzer hat ebenfalls die Möglichkeit, genau einen Zeitplan zu erstellen, der bestimmt, wann die Kameras aktiv sein sollen. So können die Kameras sehr individuell eingestellt werden.

Aber Nest kann noch mehr. Für Nutzer, die das volle Potential der Geräte dauerhaft nutzen möchten, kann dies allerdings sehr schnell teuer werden. Das Bezahlangebot Nest Aware, das als Monats- oder Jahres-Abo angeboten wird, speichert den Videoverlauf nicht nur für drei Stunden, sondern für ganze zehn Tage (Kosten: zehn Euro pro Monat) oder 30 Tage (30 Euro pro Monat). Das aufgezeichnete Videomaterial kann gespeichert werden, als Clip oder auch als Zeitraffer. Wer möchte, kann die Videos auch direkt über die Webseite auf diversen sozialen Netzwerken teilen. Zum Anschauen im Netz außerhalb der App ist allerdings ein Flash-Player notwendig. Für Nutzer eines iPad oder iPhones ist diese Voreinstellung leider äußerst unpraktisch.

Die letzte, sehr nützliche Funktion von Nest Aware ist das Einrichten von Warnbereichen. Die Bedienmaske, die leider nur in der Webansicht am Computer zugänglich ist, ermöglicht es dem Nutzer, über eine Drag-and-Drop-Maske gesonderte Warnmeldungen zu erhalten. In diesem Fall haben wir den Haustürbereich festgelegt, um zu testen, ob vorbeifahrende Autos von der Kamera ignoriert werden.

Die Kamera verfügt außerdem über die Nest Aware-Ansicht. Hier ist jeder Punkt in der Zeitleiste ein von der Kamera wahrgenommenes Ereignis. Die Zeitleiste von Nest Aware kann die Meldungen der Warnzonen farblich zugehörig sortieren. Je nach Ausrichtung der Kameras können so eine große Anzahl an Meldungen zusammenkommen. Insgesamt wurden mir an einem Wochenende 228 Warnmeldungen angezeigt, von denen 24 in jedem Fall angemessen, aber der Großteil vorbeifahrende Autos, Schatten oder sogar nur ein paar Fliegen waren. Angemessen bedeutet in diesem Fall: Die Nachbarskatze lief über unsere Treppe, Besuch stand vor der Haustür oder wir sind selbst aus dem Haus gegangen, um etwas zu holen.

An einem anderen Tag habe ich die Outdoor-Kamera im Regen getestet. Die Bilanz: 369 Warnmeldungen. Ab einem bestimmten Zeitpunkt habe ich die Benachrichtigungen der Kamera ausgeschaltet. Jeder Regentropfen wurde mir als „mögliche Person“ gemeldet. Das ist wohl etwas übertrieben.

Aber was ist mit meinen Daten?

Die Videos und Daten, die die Kameras aufzeichnet, speichert Nest in einer Cloud und ist mit dem Nest-Nutzerkonto verknüpft. Eine berechtigte Frage ist hierbei: Wie kann ich denn sicherstellen, dass die Daten nicht von jemandem gestohlen oder abgegriffen werden?

„Die Sicherheit der Daten ist Nest sehr wichtig. Von dem Moment in dem die Kamera etwas aufnimmt ist es verschlüsselt. Und die Aufnahmen bleiben verschlüsselt“, erklärt Lionel Guichard-Callin im Gespräch. „Wenn die Daten in einem internen Speicher liegen würden, wären sie bei einem Diebstahl anfälliger.“

Die Kameras sind über eine Zwei-Faktor-Authentifikation mit dem Konto verbunden. Sollte die Kamera also gestohlen und in einem anderen Netzwerk wieder angeschlossen werden, kann man nur in dem zugehörigen Nest-Account auf die Daten zugreifen. Nest empfiehlt den Nutzern im Falle eines Diebstahls, das Passwort zum persönlichen Nest-Konto zu ändern und so sicherstellen, dass niemand auf die gespeicherten Daten zugreifen kann.

Ein Zugriff von einem anderen Konto muss vom Besitzer der Kamera aktiviert werden. Nest bietet die Möglichkeit, Familienmitglieder für ein gemeinsames Konto freizuschalten, die daraufhin ebenfalls Zugriff auf die Daten und Einstellungen haben.

Ohne Bandbreite keine Bilder

Nach einem ausgiebigen Test konnte ich mehrere Dinge feststellen. Erstens: Um die Kameras effektiv nutzen zu können, ist eine stabile und schnelle Internetverbindung zwingend notwendig. Wenn die Bandbreite nicht stimmt, schaltet sich die Kamera ständig aus und muss sich erneut mit dem WLAN verbinden und lädt dabei jedes Mal neu. Sehr nervig! Für Nutzer mit einem schlechtem WLAN-Netz bietet Nest in den Einstellungen die Möglichkeit, die Video-Qualität zu verändern, um die Ladezeiten zu verringern.

Ein weiterer persönlicher Störfaktor ist die Status-LED. Während des Betriebs leuchtet sie dauerhaft in einem grellen Blau. Durch die auffällige Farbe des Lichts zieht die Kamera sofort alle Aufmerksamkeit auf sich. Wer sich von so etwas schnell gestört fühlt, könnte damit ein Problem haben. 

Man muss sich also beim Einstellen der Kamera und der Einrichtung der Warnbereiche Gedanken machen, dass ungewollte Bereiche nicht zu sehen sind. Wenn man Push-Benachrichtigungen eingeschaltet hat, schickt die Kamera auch Benachrichtigungen von sich verändernden Schatten oder vorbeifahrenden Autos, die nur eine Sekunde im Bild zu sehen sind und im Normalfall keine Meldung wert sein sollten. Wer also im Urlaub die Kamera auf das werte Heim aufpassen lassen möchte, könnte durch das ständige Auftauchen von Push-Benachrichtigungen anstelle der versprochenen Entspannung eher ständigen Stress durchleben.

Ein sicheres Nest

Zusammenfassend machen die Kameras trotz der Kritikpunkte einen sehr guten Job. Wer sie nicht zwingend als Überwachungskamera nutzen möchte, sondern sie lieber als Wetterkamera für Zeitraffer einsetzt, wird die stablie und hochqualitative Streaming-Qualität überzeugen. Die Warnmeldungen waren in meinen Tests nicht vollends überzeugend, da sie zum Teil sehr vage waren. Die Benachrichtigungen wurden auf jedenfalls stets binnen kürzester Zeit auf mein Smartphone gesendet. Die meisten Funktionen, die ich im Test lieben gelernt habe, sind momentan nur mit der Funktion Nest Aware verfügbar. Wer sich für das Rundum-Sorglos-Paket entscheidet, ist mit den Nest-Kameras definitiv gut ausgestattet.

Die Nest Cam Indoor empfiehlt sich meiner Meinung nach für Familien mit Haustieren oder kleinen Kindern, die Nest Cam Outdoor für Hausbesitzer, die ihren Eingang im Auge behalten wollen. Die Anwendungsmöglichkeiten der Produkte sind noch viel weitreichender, wenn man sie in Kombination von anderen Smart Home Produkten verwendet. Für alle, die einfach eine solide, hochwertige Kamera suchen, sind die Nest-Produkte meiner Meinung nach eine gute Wahl. 

Nest Cam Sicherheitskameras bei Amazon (Provisions-Link)


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Beliebte Sprachassistentin: So hilft euch Siri im Alltag

Siri-Logo (Image by Apple)

Sprachassistenten werden beliebter, wie eine Umfrage des Digitalverbands Bitkom zeigt. Demnach möchte jeder vierte Deutsche einen smarten Assistenten nutzen, um Smart-Home-Produkte zu steuern. Ebenfalls beliebt ist mit 14 Prozent das Abrufen von Verkehrsnachrichten und knapp dahinter mit 13 Prozent ist der Anteil der Befragten, die sich E-Mails und Kurznachrichten vorlesen lassen. Der Rest entfällt auf das Erfahren von Sportnachrichten per Stimme, das Bestellen von Waren im Internet und das Musikhören über den Lautsprecher. Auch, wenn Google mit Google Home und Amazon mit Alexa nachgelegt haben, so bleibt Apple‘s Siri bisher das ausgereifteste Produkt.

Seit der Einführung im Herbst 2011 hat Apple seine Sprachassistentin Siri fortlaufend verbessert. Inzwischen hat sich der virtuelle Assistent fest in das Nutzungsverhalten der Besitzer von iPhone, iPad, Apple TV und Apple Watch integriert. Viele möchten ihn nicht mehr missen. Nachdem mit der neusten iOS-Version 10 inzwischen auch die Interaktion zwischen Siri und Apps von Drittanbietern klappt, hat sich Siris Mehrwert mit vielen neuen Funktionen noch mal gesteigert. Schaut mal, was Siri alles für euch tun kann!

Eure persönliche Sprachassistenz einrichten

In den Einstellungen auf iPhone und iPad könnt ihr Siri aktivieren und an eure Bedürfnisse anpassen. Ihr könnt Siri beibringen, euch beim Namen zu nennen, indem ihr eure Kontaktinformationen zuweist. Spricht sie euren Namen falsch aus, könnt ihr sie verbessern. Außerdem reagiert sie auf das Kommando „Hey Siri“, das auch ohne Drücken des Home-Buttons funktioniert. In den Einstellungen könnt ihr zudem zwischen einer männlichen und einer weiblichen Stimme wählen.

Siri versteht sich auch mit anderen Apps gut

Zu Beginn verstand sich Siri nur mit Apples eigenen Apps. Seit iOS 10 kann sie auch mit anderen Apps zusammenarbeiten. Zum Beispiel kann man sich mit ihrer Hilfe ein Taxi über die App MyTaxi rufen. Auch WhatsApp-Nachrichten kann Apples Sprachassistentin inzwischen verschicken. Und wenn man das möchte, und alles richtig konfiguriert hat, erledigt sie sogar Überweisungen. Möglich ist dies über die Banking-App Azimo. Sagt Siri dazu: „Überweise meinem Bruder 20 Euro“. So eine Kooperation funktioniert auch mit Pinterest, sodass ihr Siri nach Inspiration suchen lassen könnt. Im Test konnte Siri allerdings nur die App öffnen.

In Verbindung bleiben

Siri kann euch helfen, Kontakt zu Familie, Freunden, Kollegen und anderen Bekannten aufzunehmen. Beispielsweise könnt ihr Siri jemanden für euch anrufen lassen. Dazu müsst ihr nicht nicht zwangsläufig den Namen nennen, unter dem derjenige im Adressbuch steht. Siri kann sich inzwischen das Verhältnis merken, in dem ihr zu jemandem steht. Dazu müsst ihr einen entsprechenden Eintrag im Adressbuch hinterlassen. Es stehen etliche Verwandtschaftsgrade sowie hierarchische Ebenen im beruflichen Kontext zur Verfügung. Außerdem lassen sich sogar eigene Verhältnisse hinzufügen. So ist es möglich Siri zu sagen, „Ruf Schatz an“.

Mit Siri den Alltag organisieren

Siri kann für euch Ereignisse im Kalender erstellen oder euch an Dinge erinnern. Wenn gewünscht, erfolgen diese Erinnerungen nicht nur zu einer festgelegten Uhrzeit, sondern auch, wenn ihr einen bestimmten Standort erreicht. Ihr könnt Siri also sagen: „Erinnere mich daran, sobald ich das Haus verlassen habe.“ Siri kennt euren Kalender und gibt euch gerne eine Auskunft, wann der nächste Termin ist, ob ihr am Nachmittag noch Zeit für einen neuen Termin habt und warnt euch auch, wenn ihr dabei seid, Terminsalat zu machen.

Siri macht Musik, erklärt euch Bücher

Siri hat den Rhythmus im Blut. Sie kann für euch Lieder spielen und anhalten, ein Lied vor- oder zurückspulen. Außerdem kann die Sprachassistenz ähnliche Lieder suchen, wenn euch gefällt, was ihr gerade hört. Ich mag besonders die Funktion „Spiele das beliebteste Lied aus dem Jahr XY„. Voraussetzung dafür ist, dass ihr Apple Music aktiviert habt. Aber auch mit Filmen und Büchern kennt sich Siri aus. Wo und wann welcher Film in der Nähe läuft verrät sie euch ebenso gerne wie sie Bücher aus dem iBooks-Store zu eurer Mediathek hinzufügt. Eine weitere hilfreiche Funktion finde ich, dass Siri im Internet nach Zusammenfassungen von Büchern oder Filmen suchen kann. Sagt dazu einfach: „Worum geht es in …?“

Unterwegs

Auch, wenn ihr gerade nicht Zuhause seid, könnt ihr euch mithilfe von ein paar Sprachkommandos das Leben leichter machen. Siri kennt zum Beispiel immer den kürzesten Weg. Wo in der Nähe ein gemütliches Café oder ein beliebtes Restaurant sind, weiß sie ebenfalls. Auch, wenn ihr nur eure Bedürfnisse nennt, kann die Assistentin euch unterstützen. Eine gescheite Antwort erhaltet ihr zum Beispiel auf dieses Sätze:

  • Ich brauche eine Aspirin.
  • „Wo kann ich mir die Haare schneiden lassen?“
  • Ich muss bald tanken.
  • Ich brauche einen guten Elektriker.

Im Auto

Praktisch ist auch die Nutzung von Sprachbefehlen im Auto. Ihr wisst ja, dass es verboten ist, während der Fahrt das Handy ans Ohr zu halten, eine Nachricht zu tippen oder zu lesen. Dies könnt ihr Siri erledigen lassen. Sie arbeitet außerdem mit Apple’s CarPlay zusammen, einer abgespeckten Version von iOS, die sich in die Betriebssysteme einiger Autohersteller integrieren lässt. Hier findet ihr eine Auflistung der Hersteller und Modelle, bei denen das möglich ist. Die Digitalassistentin kann dann während ihr fahrt Anrufe annehmen und tätigen, Nachrichten vorlesen, verfassen und verschicken.

Das Lexikon aus der Cloud

Apples Sprachassistentin hilft euch bei vielen kleinen Fragen des Alltags. Hier ein paar Anregungen.

  • Wie viel sind 7 Prozent Trinkgeld auf 85 Euro?
  • Wie hoch ist der Mount Everest?“
  • Wie viel ist ein Viertel von 128?“
  • Wie viel ist 1 Euro in US-Dollar
  • Wie hat der HSV zuletzt gespielt?“
  • Zeige mir Bilder von Tim Cook.“
  • Wie viel Tage noch bis Weihnachten?“
  • Wie steht der DAX?“

Spaß muss sein

Zu guter Letzt noch ein paar unterhaltsame Frotzeleien, die ihr mit eurem virtuellen Assistenten austauschen könnt, wenn euch gerade langweilig ist.

  • Wirf einen Würfel.
  • Wie macht ein Fuchs?“
  • Kannst du auch Dirty Talk?“
  • Was ist besser? iPhone oder ein Samsung Handy?“
  • Warum vibrierst du?“
  • Was ist Null geteilt durch Null?“
  • Wann wird die Welt untergehen?“
  • Wie viele Mitarbeiter von Apple benötigt man, um eine Glühbirne zu wechseln?“

Image by Apple

Dieser Artikel erschien zuerst bei Applepiloten


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  • WINDOWS chip: Windows Phone ist tot: Jetzt zieht Microsoft den Stecker: Microsoft zieht sich vorerst aus dem mobilen Markt zurück – Grund dafür ist das Scheitern des Windows Phone. Dieses steht nun offiziell vor dem Aus, Microsoft hat diese Woche den Support eingestellt. Damit werden Windows Phone 7, Windows Phone 8 und Windows Phone 8.1 werden nicht mehr unterstützt. Ob Microsoft den mobilen Markt noch einmal betreten wird ist fraglich, die Konkurrenz durch Android uns iOs war einfach zu groß, zumindest gäbe es aber Pläne, in Zukunft weitere Smartphones zu bauen.

  • MOBILE t3n: Xiaomi kommt nach Europa: Wird das chinesische Startup Xiaomi jetzt zum Global Player? Der Smartphone-Hersteller, auch bekannt als das Apple Chinas, expandiert und tastet sich langsam auf den europäischen Markt. Deshalb sollen Xiaomi-Produkte jetzt über offiziellen Weg in den europäischen Handel kommen. Für den Anfang sollen Smartphones und Fitnessbänder angeboten werden, aber auch Lautsprecher und Power-Packs.

  • VIRTUAL REALITY golem: Oculus plant drahtloses 200-Dollar-Headset: Der Boom des Virtual-Reality-Marktes scheint nicht abzuebben. VR-Pionier und Facebook-Tochter Oculus will jetzt ein VR-Headset veröffentlichen, das rund 200 Euro günstiger als das Rift und kabellos sein wird. Die Facebook-Tochter will damit den Massenmarkt ansprechen, was mit Modellen wie dem Rift oder konkurrierenden Modellen wie HTCs Vive und Sonys Playstation VR bisher nicht gelang. Das Headset wird unter dem Codenamen Pacific entwickelt und voraussichtlich für 2018 angekündigt werden.

  • POKEMON GO spiegel: Ein Jahr „Pokémon Go“: 1000 Kilometer, 5390 Monster: Heute vor genau einem Jahr konnte man vielerorts nicht vors Haus gehen, ohne auf hysterisch auf dem Screen wischende Pokémon-Trainer zu treffen. Der Pokémon Go-Hype hat die Welt im Sturm erobert, der Nostalgie-Faktor war groß und die Nutzung der Augmented Reality Technologie für den Zweck ideal eingesetzt. Spiegel-Autor Stephan Freundorfer hat seine Eindrücke und Erfahrungen nach einem Jahr gesammelt und zusammengefasst.

  • WIRTSCHAFT gründerszene: Flixbus‘ Allmacht sorgt bei Reisenden für Ernüchterung: Der Fernbus-Konzern Flixbus hat in den vergangenen Jahren erfolgreich die Konkurrenz vom Markt vertrieben und sich so ein regelrechtes Bus-Monopol aufgebaut. Nachdem diverse Konkurrenten wie MeinFernbus, Postbus oder City2City geschlcukt wurden, hat Flixbus jetzt einen Marktanteil von 93 Prozent, aber das Wachstum stagniert und das soll sich in steigenden Preisen bemerkbar machen. Es bleibt abzuwarten, ob und wie sich diese Entwicklung der letzten Jahre im Fernverkehr nun auch auf die Deutsche Bahn auswirken könnte.

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  • AMAZON heise: Amazon Prime Reading: Prime-Mitglieder bekommen Lesestoff: Eine Amazon Prime Mitgliedschaft ermöglicht seinen Mitgliedern seit längerer Zeit schon schnellen Versand oder das Streaming von Filmen- und Serieninhalten. Jetzt kommen auch Leseratten in den Genuss einer Leseflatrate. Ohne weitere Zusatzkosten – außer der Prime-Mitgliedschaft – können nun hunderte E-Books, E-Magazine und Comics gelesen werden. Ein Amazon E-Reader ist nicht notwendig, lesen geht auch per Leseapp auf dem Smartphone und ist auf iOs und Android verfügbar.

  • ÜBERWACHUNG br: „Staatstrojaner“ passiert den Bundestag: Gestern hat die schwarz-rote Koalition im Bundestag das „Gesetz zur effektiveren und praxistauglicheren Ausgestaltung des Strafverfahrens“ verabschiedet – und das beinhaltet auch den Einsatz sogenannter Staatstrojaner. Künftig müssen also auch Hehler, Drogendealer und Steuersünder damit rechnen, dass Strafverfolger eine digitale Wanze auf ihrem Handy platzieren. Das war bislang nur bei schwersten Straftaten wie zum Beispiel terroristischen Anschlägen oder deren Vorbereitung erlaubt.

  • YOUTUBE techcrunch: YouTube chops 360 video in half with new VR180 format: Die Video-Plattform Youtube hat jetzt ein neues Videoformat vorgestellt – aus 360 wird 180 Grad! Das 360-Grad-Videoformat wird zwar nicht vernachlässigt, wird aber laut Youtube von VR-Videogestaltern nicht zum vollsten Potential genutzt. Produktions- und Hardwareprobleme seien ein Grund, wieso viele Videoschöpfer noch eher von VR abgeschreckt sind. Außerdem würden sich die Filmschaffenden meist eher auf den 180 Grad-Bereich direkt vor ihnen beschränken. Die Videos werden für mobile Headsets wie Cardboard oder Daydream bereitgestellt und werden auch Livestreaming unterstützen.

  • SNAPCHAT t3n: Snap Maps: Wie Snapchat sich Instagram vom Leib halten will: In der Welt der Social-Media-Apps ist es wohl ein Kampf der Titanen – Snapchat und Instagram liefern sich schon seit einiger Zeit einen heftigen Schlagabtausch. Die zu Facebook zugehörige Bilder-Plattform Instagram kopiert schon seit einiger Zeit schamlos Funktionen des Konkurrenten des Snap-Konzerns, wie die Story- oder Filterfunktion – und verbucht deutlich mehr Nutzer. Die fast schon „letzte Instanz“ für Snapchat soll jetzt eine Location-Sharing-Funktion namens „Snap Maps“ werden und das Teilen des eigenen Standorts mit Freunden für spontane Treffen zu ermöglichen oder besondere Events in der Nähe zu entdecken.

  • STEAM chip: Steam Summer Sale 2017 gestartet: Mit diesen Tipps gibt’s die besten Schnäppchen: Seit gestern 19 Uhr ist der halbjährliche Gamer-Shopping-Wahnsinn wieder in vollem Gange. Beim Steam Summer Sale werden bis zum 5. Juli wieder allerhand Schnäppchen-Games angeboten und die Spiele-Bibliotheken bis zum Zerbersten mit Titeln gefüllt, die man eh nie spielen wird. Zu den besten Angebotstiteln zählen „The Witcher 3: Wild Hunt“ oder der Unterwasser-Indie-Titel „Abzu“.

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Mehr als nur iPhone: Apples 4 wichtigste Zukunftsthemen der WWDC 2017

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Eingelullt vom anhaltenden Verkaufserfolg des iPhones hat sich Apple schon seit einer Weile bequem zurückgelehnt. Bei den großen Tech-Trends gaben zuletzt Google, Facebook, Amazon und Microsoft den Takt vor. Nun ist Apple offenbar aus seiner Duldungsstarre hochgeschreckt. Auf der viel beachteten Entwicklerkonferenz WWDC 2017 hat der Konzern jede Menge Neuerungen in Sachen Künstliche Intelligenz (KI), Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR), Mobile Computing sowie Heimvernetzung vorgestellt.

Apple erscheint damit spät zur Party und sieht sich dem Vorwurf ausgesetzt, in blindem Aktionismus lauter „Me too“-Produkte rauszufeuern. Doch die Neuerungen sind für meinen Geschmack klug und gezielt gewählt. Und angesichts der Sogwirkung von Apples Ökosystem und den Finanzreserven des Unternehmens könnte es Apple abermals gelingen, zum richtigen Zeitpunkt diffuse Trends reif für den Massenmarkt zu machen. Meine Einschätzung zu den Neuerungen der WWDC 2017.

Zukunftsthema 1 – HomePod und Siri: Künstliche Intelligenz, die gut klingt

Wie von der Gerüchteküche vor der WWDC 2017 erwartet, betritt jetzt auch Apple die Bühne der vernetzten Lautsprecher. Mit dem HomePod erscheint zum Jahresende ein Soundsystem, dass nicht nur auf Sprachbefehle reagiert, sondern auch gut klingen soll. Dabei legt Apple viel Wert auf hochwertigen Sound, der sich wie bei den populären Sonos-Lautsprechern auch noch automatisch an die Raumverhältnisse anpasst. Ganz im Gegensatz zu Amazon, dessen Echo-Lautsprecher Musikliebhaber bisher nicht überzeugt.

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Gleichzeitig soll der HomePod nicht weniger smart als die Konkurrenz sein. In Verbindung mit Apples Sprachassistent Siri sowie einem Abo bei Apple Music können Nutzer dem Lautsprecher ihren Musikgeschmack beibringen, News und Sportergebnisse abfragen sowie vernetzte Heim- und Haushaltsgeräte steuern.

Mit 350 US-Dollar ruft Apple einen deutlich höheren Preis als die smarten Lautsprecher-Wettbewerber auf. Wenn der HomePod so gut klingt und so intelligent funktioniert, wie Apple verspricht, dürfte er jedoch eine Marktlücke schließen und viele Käufer finden. Während Amazon mit seiner KI namens Alexa durch Lizenzpartner auf Breitenwirkung setzt, könnte ein Verkaufserfolg von Apples Siri-Lautsprecher HomePod hingegen den Qualitätswettbewerb bei smarten Lautsprechern vorantreiben.

Siri lernt und lernt

Um von Apples Fortschritten bei Künstlicher Intelligenz zu profitieren, müssen viele Nutzer von Apple-Geräten keinen Eurocent ausgeben. Wenn im Herbst die neue Version von Apples mobilen Betriebssystem iOS 11 als kostenloses Update erscheint, sind auch diverse neue Fähigkeiten von Siri an Board. So soll Apples KI dank maschinellen Lernverfahren die Interessen der Nutzer automatisch immer besser verstehen und die Bedienung zum Beispiel in den Apple eigenen Programmen Safari, Mail und Nachrichten durch passende Vorschläge beschleunigen.

Insofern verfolgt Apple einen breiteren Ansatz als etwa Google, das KI-Technologie bisher vor allem im Foto-Bereich anwendet. Angesichts der großen Nutzerbasis von iOS dürfte Apples Vorstoß den Einsatz von Künstlicher Intelligenz stärker im Alltag einer breiten Masse verankern. Bewusst wahrnehmen wird diese das jedoch vermutlich nicht. Ob nun KI-Algorithmen oder andere Rechenoperationen zum gewünschten Ergebnis führen, dürfte den Nutzer herzlich egal sein.

Zukunftsthema 2 – Augmented oder Virtual Reality? Apple macht einfach beides

Mit dem Erfolg von Pokémon Go ist Augmented Reality schlagartig zu einem Hype-Thema geworden. Trotzdem ist die durch computergenierte Objekte erweiterte Realität bisher ein Nischenthema geblieben. Es gibt viel zu wenige AR-Apps und eine große, einheitliche Technologie-Plattform, die App-Entwicklern das Thema schmackhaft macht, fehlte bislang ebenfalls. Aus dem Nichts könnte Apple AR-Anwendungen nun massentauglich machen.

Mit der Entwicklersoftware namens ARKit sollen es Programmierer nun einfacher haben, AR-Apps fürs iPhone und iPad zu entwickeln. Den Präsentationen auf der WWDC 2017 nach zu urteilen, wird es dabei weiterhin vorrangig um Spiele und Möbel-Apps gehen.

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Was die Art der Inhalte angeht, sind von Apple keine unwiderstehlich neuartigen Inspirationen zu erwarten. Der Zauber liegt vielmehr abermals in der großen Nutzerbasis von iOS. Das bestehende iPhone oder iPad ließe sich ganz einfach weiterhin nutzen, neue Hardware müsste niemand kaufen. Zumal bisher weit und breit keine sozial akzeptablen AR-Brillen verfügbar sind. Wer will schon den ganzen Tag mit einer Microsoft HoloLens herumlaufen. Und anders als bei Googles Project Tango müssten iOS-Entwickler ihre Apps auch nicht für dutzende verschiedene Smartphone-Modelle anpassen. Die Chancen für eine weitere Verbreitung von AR-Anwendungen auf iPhone und iPad stehen daher gut.

Virtual Reality kommt auf den Mac

Alles spricht dafür, dass Apple in Augmented Reality größeres Potenzial sieht als in Virtual Reality. Trotzdem setzt das Unternehmen nicht alles auf eine Karte. Während VR-Brillen bisher nur mit Windows-Rechnern und Spielekonsolen kompatibel waren, arbeitet das neue Mac-Betriebssystem macOS High Sierra ab Herbst mindestens auch mit einer HTC Vive zusammen. Zudem sollen überarbeitete Grafikschnittstellen und bessere Mac-Hardware die Programmierung von VR-Anwendungen erleichtern.

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Apples später VR-Vorstoß ist ein Schritt in die richtige Richtung und stärkt die generelle Bedeutung des Mac als Anwendungsplattform. Dennoch scheint mir die Prognose hier nicht so günstig wie bei AR. Die Anschaffungskosten für VR-fähige Macs und -Brillen bleiben hoch. Und viele Nutzer tauschen die langlebigen Mac-Rechner nur in größeren Intervallen aus. Den Mac als VR-Spielwiese mit großem App-Angebot kann ich mir daher frühestens mittelfristig vorstellen. Hier dürften Windows, Xbox und PlayStation weiterhin die Nase vorn behalten.

Zukunftsthema 3 – Das iPad Pro wird ein immer besserer mobiler Computer

Mit den Surface-Geräten hat Microsoft klug auf den „New Work“-Trend hin zu ortsunabhängigen Arbeiten und zur Vermischung von Arbeit und Freizeit aufgesattelt. Wie Microsoft mit Windows 10 ein Desktop-Betriebssystem in einen Tablet-Formfaktor integriert hat, ist schon clever. So lassen sich im Windows-Lager praktische 2-in-1 Geräte konzipieren, während Apple weiterhin noch zwischen MacBook und iPad trennt.

Das rechenstarke iPad Pro mit passendem Digitalstift Apple Pencil war eine sinnvolle Annäherung an aktuelle Nutzungsszenarien. Aber einen Desktop-Computer kann das Apple-Tablet trotz aller PR-Prosa nicht ersetzen. Das lag vor allem am mobilen Betriebssystem iOS, das seine Wurzeln in der minimalistischen Touch-Bedienung hat. Unter Windows alltägliche Arbeitsfunktionen gingen lange Zeit einfach nicht. Bisher. Mit iOS 11 reicht Apple diese Features endlich nach.

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Drag-and-Drop, ein Dateibrowser, ein individualisierbares App-Dock für häufig genutzte Apps – das sind für sich genommen sehr subtile Neuerungen, die das iPad Pro (nicht nur das neue mit 10,5-Zoll-Diagonale) zu einem einfach zu bedienenden Arbeits- und Kreativrechner machen. Diese Verbesserungen halte ich für bedeutender als die aufgebohrte Hardware, die Apple ebenfalls dem iPad Pro spendiert.

Wie sehr die speziellen Arbeitsfeatures in iOS 11 auf dem iPad Pro die eigene Produktivität in der Praxis wirklich steigern, wird ein Test zeigen müssen. Zumindest auf dem Papier ist die Entscheidung zwischen einem iPad Pro und einem Surface Pro wieder ein Stück ausgeglichener und damit schwieriger geworden.

Zukunftsthema 4 – Wieder ein wenig mehr Liebe für die Profis

Nicht alles, wo Pro draufsteht, macht einen Profi richtig glücklich. Der Ärger der Community über das leistungsmäßig nicht sehr imposante MacBook Pro 2016 war groß. Entwickler und Filmemacher mit sehr großem Hardware-Hunger stört auch, dass das Mac Pro seit 2013 nicht erneuert wurde. Endlich scheint Apple diese Kundengruppe erhört zu haben. Mit dem ab Jahresende erhältlichen iMac Pro präsentiert Apple einen sehr leistungsstarken und ausbaufähigen Rechner für High-End-Ansprüche, für den rund 5.000 US-Dollar fällig werden. Auch die iMacs ohne „Pro“-Namenszusatz werden gehörig aufgebohrt.

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Dass Apple sich endlich wieder nicht nur mehr auf die lukrative Mobil-Sparte konzentriert, betrachte ich als ein vielversprechendes Signal. Nach wie vor schätzen viele Anwender den Mac in erster Linie als stabile und verlässliche Plattform für produktives und kreatives Arbeiten. Würden diese enttäuscht zu Windows wechseln, könnte darunter die Beliebtheit der gesamten Apple Produktpalette leiden. Schließlich sind Macs eine starke Säule in Apples Ökosystem. Fällt diese weg, würde auch die Nutzung von iPhones und iPads weniger Mehrwert bieten. Schließlich ist die gute Verzahnung doch ein wichtiger Vorteil gegenüber anderen Betriebssystemen.

Fazit WWDC 2017: Apples Zukunft ist vernetzt, virtuell und künstlich intelligent

Auf der WWDC 2017 hat Apple richtig abgeliefert. In der inhaltlich vollgepackten Keynote hat das Unternehmen bewiesen, dass es doch noch kluge Ideen hat, wenn es einmal nicht um den größten Umsatzbringer, das iPhone geht.

Ein Konzept, wie Apple auf AR und VR zu setzen plant, war überfällig. Insbesondere die AR-Plattform ARKit könnte sich als Coup erweisen. Der vernetzte Lautsprecher HomePod klingt auf dem Papier unverschämt teuer, aber auch richtig vielversprechend. Die neuen KI-Funktionen wirken deutlich praxisrelevanter als das, was viele andere Software-Entwickler derzeit mit dem Buzzword KI verknüpfen. Dass Apple professionelle Kreativanwender nicht nur mit Tablets, sondern auch wieder mit hochgerüsteten iMacs ansprechen möchte, ist ebenfalls begrüßenswert. Mit den Neuerungen in iOS 11 und dem überarbeiteten iPad Pro scheint Apple auch im Bereich Mobile Computing sehr gut aufgestellt.

Keine einzelne Neuerung auf der WWDC 2017 ist im engeren Sinn revolutionär. Apple knüpft an Trends an, die andere aufgestellt haben. Verwerflich finde ich das nicht. Ein wesentlicher Faktor für Apples Beliebtheit, ist die Fähigkeit, ausgereifte und stabile Produkte zu liefern. Behutsame Produktpflege (über viele praktische Detailneuerungen bei macOS und iOS habe ich hier noch gar nicht geschrieben) ist vor diesem Hintergrund viel wichtiger als hastig aufgegriffene Hypes. Sinnvoll ins Ökosystem integriert, könnten gerade Augmented Reality und der HomePod echte Knaller werden. Dass Apple spät auf der Party erscheint, ist nicht schlimm. Hauptsache, es ist endlich von seinem iPhone-Rausch aufgewacht.

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  • HACKER sueddeutsche: WannaCry, NSA und BND: Globaler Cyber-Angriff zeigt, wie riskant die Arbeit der Geheimdienste ist: Seit Freitag sind weltweit Hunderttausende Computer von dem Hackerangriff rund um den Wurm „WannaCry“ betroffen. Die Attacke scheint zunächst gestoppt, ist aber noch nicht ganz überstanden. Die Hacker haben den Notausgang, den ein IT-Spezialist eher zufällig fand und dadurch die Weiterverbreitung von WannaCry stoppte, aus der Ransomware entfernt, erneute Angriffe seien also möglich. Betroffen waren große Konzerne wie Renault oder die Deutsche Bahn und ausgelöst wurde die Attacke, wenn auf einen E-Mail-Anhang geklickt wurde.

  • DIGITALISIERUNG t3n: Bahnchef will die Fahrkarte abschaffen: Laut Bahnchef Richard Lutz ist der klassische Bahn-Fahrschein bald passé. Die Digitalisierung nimmt auch in den öffentlichen Verkehrsmitteln Einzug und nun soll auch das digitale Ticketing eingeführt werden. In Zukunft soll der Zug über das Handy des Passagiers erkennen, wann dieser ein- und aussteigt und infolgedessen automatisch einen Betrag abbuchen. Das dafür benötigte WLAN-Netzwerk wird derzeit bereits ausgebaut. Nicht unbeteiligt an dieser Entwicklung war sicherlich auch der weltweite Wanna-Cry-Hackerangriff am Freitag, von dem auch die Deutsche Bahn betroffen war.

  • KONFERENZ heise: Cube Tech Fair: Zum Abschluss rockt Steve Wozniak das Haus: Am Freitag endete die neue, dreitägige Startup-Messe Cube Tech Fair in Berlin. Zu den Stargästen zählten Tech-Aktivistin Robin Wright und Apple-Mitgründer Steve Wozniak. Der Job von „The Woz“ auf der Messe war es, einen mit einer Millionen Euro dotierten Startup-Preis zu verleihen, nicht ohne aus seinem bewegten Leben zu erzählen. Insgesamt konnte die Messe rund 5.000 Besucher versammeln und soll auch im nächsten Jahr wieder stattfinden.

  • MICROSOFT spiegel: Windows 10 öffnet sich für iOS und Android: Vergangene Woche hat auch Microsofts hauseigene Entwicklerkonferenz, die “Build 2017”, stattgefunden. So eine Konferenz kommt selbstverständlich nicht ohne große Ankündigungen aus und so war auch Windows 10 ein zentrales Thema. Microsoft hat auf der Build 2017 das Windows 10 Fall Creators Update der Öffentlichkeit präsentiert und will damit insgesamt einen viel größeren Fokus auf Nutzer mobiler iOs- und Android-Geräten legen. Windows 10 zeigt sich offen wie nie und holt sogar den größten Konkurrenten an Bord: Apples iTunes wird im Windows Store verfügbar sein.

  • WIRTSCHAFT faz: Delivery Hero: Frisches Geld für Foodora-Muttergesellschaft: Der südafrikanische Investor Naspers hat jetzt 387 Millionen Euro in die “Lieferheld”, “Foodora” und “Pizza.de” Muttergesellschaft gesteckt. Das Internet-Beteiligungsunternehmen Rocket Internet hat für den Essenslieferdienst Delivery Hero einen weiteren Investor gefunden. Damit sinkt der Anteil des Internet-Brutkastens an Delivery Hero von zuletzt knapp 38 Prozent auf etwa 33 Prozent.Schon 2015 und 2016 war der Börsengang für Delivery Hero geplant, 2017 soll es nun nach einem Wachstumssprung des Unternehmens soweit sein.

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DXO One im Test: Diese iPhone-Kamera ist besser als deine iPhone-Kamera

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Klar, mit dem iPhone können tolle Bilder gelingen. Aber manchmal reicht es eben nicht, was Apples Mobiltelefon als Fotoapparat zu bieten hat. Mehr fotografischen Gestaltungsspielraum soll die zusätzliche Mini-Kamera namens DxO One aus dem iPhone herausholen. Ihr verbindet die Kamera per Lightning-Anschluss oder WLAN und steuert sie über das Smartphone-Display. Dank ihres vergleichsweise großen Sensors ist die Bildqualität der 500 Euro teuren DxO One der des iPhone überlegen. Vor einer Weile hatte ich die Kamera im Hands-on. Wie macht sie sich in der Praxis?

Warum die iPhone-Kamera manchmal nicht reicht

Zwar wirbt Apple mit den tollen Nacht-Fotos des iPhone. Aber die Leistung eines Smartphones bei schwachem Licht ist nun mal begrenzt. Die Mini-Kamera das französisch-amerikanischen Unternehmens DxO Labs bietet mehr Reserven. Der 1 Zoll in der Diagonale messende Sensor ist um mehr als doppelt so groß wie der des iPhone 7 (1/2,6 Zoll). Daher verursacht die DxO One schon bauartbedingt weniger Bildrauschen bei höheren ISO-Zahlen.

Wer Fotos gern mit mehr Dynamikumfang als Raw-Datei abspeichern möchte, muss zu einer der beiden jüngsten iPhone-Generationen greifen. Mit der DxO One können Besitzer älterer iPhones ebenfalls die Vorteile von Raw-Dateien nutzen. Auch der beliebte Unschärfeeffekt im Hintergrund gelingt mit der Mini-Kamera unabhängig vom gekoppelten Gerät und Datei-Format. Diesen vermag Apple nur im JPG-Modus mit der Dual-Kamera des iPhone 7 Plus zu leisten. Außerdem verzerrt die DxO One mit 32 Millimeter Brennweite Gesichter bei Porträtaufnahmen weniger als das 28-Millimeter-Weitwinkel der iPhone-Standardkamera.

Außerdem bietet die DxO One mit einer Auflösung von 20 Megapixeln mehr Potenzial für Ausschnittsvergrößerungen als das iPhone (8 bzw. 12 MP). Freunde von Langzeitbelichtungen freut, dass die DxO One mit F1.8 nicht nur eine lichtstarke Offenblende hat, sondern sich auch auf F5.9 abblenden lässt. Hingegen Geschmacksache ist es, dass die DxO One Bilder im klassischen DSLR-Seitenverhältnis von 3:2 statt wie beim iPhone in 16:9 abbildet.

DxO One
Die DxO One ist schön designt und passt bestens zum Look von Apple-Geräten. Image by Berti Kolbow-Lehradt

Ein Schmuckstück für die Hosentasche

Was in ihr steckt, sieht man der DxO One von außen nicht an. Aber ein Hingucker ist Kamera auf jeden Fall. Das rechteckige Gehäuse aus Kunststoff und Aluminium ist so edel designt und hochwertig verarbeitet, wie Apple-Nutzer es erwarten. Stylische Akzente setzen die geschliffenen Kanten um Objektivdeckel und Auslöseknopf. Die Formsprache ist angenehm minimalistisch.

Mit 108 Gramm wiegt die DxO One zwar nur etwas weniger als ein iPhone 7 selbst (138 Gramm). Immerhin sind die Maße mit weniger als 7 x 5 x 3 Zentimetern gerade noch kompakt genug, um die Kamera einigermaßen diskret in der Hosentasche zu verstauen. Befestige ich die mitgelieferte Trageschlaufe, kann ich die DxO One auch an der Hand spazieren tragen – wie damals zu Zeiten von Kompaktkameras.

Standalone geht, als iPhone-Zubehör besser

Als eigenständiger Fotoapparat ohne Smartphone lässt sich die DxOne tatsächlich verwenden. Insofern passt der Vergleich mit der Kompaktkamera. Mit dem grobpixeligen, monochromen Kleinstdisplay auf der Rückseite kann ich das Motiv zur Not auch ohne Smartphone anvisieren. Dank eines eigenen Akkus, den ich via microUSB lade, ist die DxO One nicht auf die Energie des iPhone angewiesen. Mittels des microSD-Kartenschachts lassen sich Aufnahmen ohne Umweg mit dem Computer austauschen. Eine 8-GB-große Karte gehört sogar zum Lieferumfang.

DxO One
Der Lightning-Stecker ist etwas tricky. Toll: Der Hersteller packt auch eine microSD-Karte in den Lieferumfang. Image by Berti Kolbow-Lehradt

Im Team mit einem Smartphone-Display macht die DxO One aber mehr Spaß. Für den gemeinsamen Einsatz mit einem iPhone (oder iPad) ab iOS 9 und mit Lightning-Anschluss hat der Hersteller die Kamera ja schließlich auch entwickelt. Um den eingeklappten Lightning-Stecker auszufahren und wieder einzuklappen, schiebe ich den Objektivdeckel ganz nach unten. Leider erklärt sich dieser wichtige Mechanismus nicht ohne einen Blick ins Handbuch. Einen intuitiveren Ansatz halte ich für wünschenswert.

Die Verbindung zwischen DxO One und iPhone ist zwar schon recht stabil, dennoch empfiehlt der Hersteller eine beidhändige Bedienung. Das Ensemble ist auch zu sperrig, um es nur in einer Hand zu halten. Habe ich die DxO One mit dem iPhone verbunden, startet die zuvor installierte, herstellereigene Kamera-App automatisch. Erst mit ihr kann ich auf alle Bedienmöglichkeiten der DxO One zugreifen.

Funktionsreiche Kamera-App

In der hervorragend durchdachten DxO-App in der Version 2.1 finde ich mich schnell zurecht. Ihr Layout ist fürs Querformat gestaltet. Auf der linken Seite der Live-Bildvorschau wechsele ich zwischen Foto- und Video-Modus. Zudem verändere ich dort Blende, Verschlusszeit, ISO, Belichtungskorrektur, Belichtungsmessung und Weißabgleich. Auf der rechten Seite entscheide ich mich mit dem Button unten für P, A, S, M oder einen szenenbezogenen Aufnahmemodus.

DxO One
Die gut durchdachte Kamera-App ist eine Freude! Screenshot by Berti Kolbow-Lehradt

Der Button rechts oben führt mich zu den Einstellungen. Dort kann ich viele Parameter zur Bildqualität und zu den Metadaten nach meinen Vorlieben konfigurieren. In dieser Hinsicht bietet die DxO One eine Optionsvielfalt, die auch Profis erfreuen dürfte. Zurück im Hauptbildschirm komme ich mit dem Thumbnail oben links in die Galerie. Dort kann ich die Fotoausbeute betrachten und an Nachrichten- sowie Social-Media-Apps weiterreichen.

DxO One per WLAN oder per Apple Watch fernsteuern

In vielen Situationen gelingen Fotos besser oder überhaupt erst, wenn der Fotograf die Kamera nicht direkt in der Hand hat. Mit der DxO One lässt sich das prima realisieren, denn ich kann sie auch per Funk fernsteuern.

Dazu rufe ich das Einstellungsmenü auf und verbinde die DxO One mit dem iPhone per WLAN. Entweder füge ich beide Geräte in ein bestehendes Drahtlosnetz ein oder stelle eine Direktverbindung zwischen ihnen her. Während der Einrichtung muss die DxO One per Lightning-Stecker mit dem iPhone kommunizieren. Danach kann ich sie abziehen.

Ohne spürbare Verzögerung konnte ich per WLAN Fotos auslösen oder die Videoaufnahme starten. Zwar hinkte die Übertragung des Live-Bildes bei schnellen Schwenks punktuell und minimal hinterher. Im fertigen Video ist davon aber nichts zu sehen.

DxO One
Die DxO One lässt sich per Apple Watch fernauslösen. Image by Berti Kolbow-Lehradt

Alternativ kann ich den Fotoauslöser der DxO One auch mit einer Begleiter-App für die Apple Watch fernsteuern. Dafür muss die Kamera aber am iPhone stecken, per WLAN funktioniert das nicht. Weil auf dem kleineren Smartwatch-Display außer dem Auslöseknopf weder Live-Bildvorschau noch andere Optionen eingeblendet sind, lassen sich Bilder bei dieser Option jedoch nur „aus der Hüfte schießen“.

Fotografieren mit der DxO One in der Praxis

Mit der DxO One zu fotografieren ist eine Freude. Dank der vorbildlich gestalteten DxO-App kann ich die Belichtung viel schneller und intuitiver verändern als in der nativen iPhone-App oder in dem an sich auch recht guten Kamera-Modul von Lightroom.

Die DxO One fokussiert und knipst ebenso verzögerungsfrei wie das iPhone. Aber sie bietet darüber hinaus noch einen coolen Trick, den ich sonst nur von ausgewachsenen Systemkameras kenne. So kann ich mit dem halb gedrückten physischen Auslöser am Kameragehäuse ein Objekt fokussieren und dann trotzdem den Bildausschnitt verändern, ohne dass sich die Schärfeebene verschiebt.

Ein Segen für Fotos aus der Käfer- oder Vogelperspektive ist der beweglich gelagerte Sockel des Lightning-Steckers. Er lässt sich um 45 Grad nach oben und unten drehen, sodass ich auch noch das iPhone-Display betrachten kann, wenn ich die Blickrichtung der DxO One ändere. Im WLAN-Betrieb könnte ich die Kamera getrennt vom iPhone natürlich noch freier bewegen. Meistens bevorzuge ich aber den gekoppelten Modus, weil ich das System dann stabiler halte und weniger verwackle.

Hingegen ein No-Go ist für mich die lange Einschaltzeit. Selbst wenn die DxO One bereits gekoppelt ist, dauert es mindestens geschlagene fünf Sekunden vom Öffnen des Objektivdeckels bis zum automatischen Start der App. Da ist jede Schnappschuss-Gelegenheit längst vorbei. Den Sperrbildschirm des iPhones zu deaktivieren und die Kamera-App zu starten, gelingt mir schneller. Wenn es schnell gehen muss, nutze ich dann doch die interne Kamera, obwohl ich die DxO One dabei habe.

Ein weiteres Manko ist die Ergonomie im Standby. Dann liegt das sperrige Duo nicht besonders angenehm in der neben mir baumelnden Hand. Wünschenswert wäre, wenn DxO Labs die Kamera so geschmeidig an den iPhone-Body anpassen könnte, wie es bei der 360-Grad-Kamera Insta360 Nano gelungen ist.

Mit dieser Bildqualität kann das iPhone nicht mithalten

In punkto Bildqualität macht die DxO One eine erstklassige Figur. Schon die JPGs sind scharf und detailreich. Zudem bieten sie einen hohen Dynamikumfang, der viel Spielraum bei Lichtern und Schatten lässt. Die Abstimmung ist so gut, dass ich aus den Raw-Dateien im DNG-Format nicht viel mehr rausholen kann. Nur bei sehr hohen Empfindlichkeiten ist der Raw-Entwicklung der Vorzug zu geben.

DxO One
Der Raw-Vergleich zeigt, dass die DxO One wegen des größeren Sensors deutliche Vorteile beim Rauschverhalten hat. Images by Berti Kolbow-Lehradt

Gerade bei schlechtem Umgebungslicht spielt der 1 Zoll große Sensor seine Stärke aus und lässt das iPhone in punkto Bildrauschen und Detailreichtum hinter sich. Wegen der höheren Auflösung des Sensors der DxO One bleibt die Bildqualität selbst bei etwas größeren Ausschnitten dann noch passabel, wenn es bei iPhone-Fotos schon etwas pixelig wird.

Auch den Schärfeverlauf mag ich sehr. Anders als beim Software-Filter im iPhone 7 Plus handelt es sich um einen natürlichen optischen Effekt, der auch entsprechend authentischer wirkt. Allerdings ist ein Direktvergleich wegen der unterschiedlichen Brennweiten schwierig.

Mini-Manko: Für meinen Geschmack sind die Bilder etwas zu entsättigt und zu dunkel, wenn sie direkt aus der Kamera kommen. Daran ändert auch die „Mobile Smart Lighting“-Funktion wenig, die Schatten in verschiedenen Stärken aufhellt. Aber der Look lässt sich mit einer Bildbearbeitungsapp ja nach Belieben anpassen.

Testfotos aus der DxO One

Bilder übertragen und bearbeiten

Eine Bearbeitungsfunktion bringt die App von DxO Labs selbst nicht mit. Stattdessen kann ich mit einer beliebigen anderen App wie etwa Lightroom oder Snapseed im Fotos-Ordner des iPhone auf die Bilder zugreifen und diese bearbeiten.

JPGs lädt die Kamera automatisch aufs Smartphone oder Tablet. Hingegen die 25 MB großen Raw-Dateien muss ich händisch übertragen, was nur über eine versteckte Funktion gelingt. Dazu wechsle ich aus dem Aufnahmefenster der DxO-App in die Galerie, tippe das gewünschte Bild an, wische nach unten in die Exif-Ansicht und aktiviere den „Raw übertragen“-Knopf.

Per microSD-Karte oder microUSB-Kabel kann ich die Bilder natürlich auch auf den Mac spielen. Mit DxO Connect stellt der Hersteller eine kostenlos nutzbare aber sehr schmalbrüstige Transfer- und Editor-Software zur Verfügung. Eine kostenpflichtige aber deutlich mächtigere Alternative ist DxO Optics Pro. Sie lässt sich per Plug-in auch in macOS Fotos und in Lightroom einbinden.

Warum die DNG-Dateien der DxO One in meiner Lightroom-CC-Installation seltsame Störstreifen und andere Artefakte auf den Bildern anzeigt, ließ sich bisher nicht klären. Weil aber Camera Raw in Photoshop CC und die Lightroom-Installation eines Kollegen die Raw-Fotos einwandfrei darstellen, dürfte es sich um einen Einzelfall handeln.

Fazit

Viele Fotografen wünschen sich eine möglichst kompakte Kamera, die qualitativ hochwertige Bilder erlaubt und diese auch gleich ins Social Web verschicken kann. Die DxO One ist in diesem Sinne eine gelungene „Connected Camera“ fürs iPhone oder iPad. Ihre Möglichkeiten erweitern den Spielraum für anspruchsvolle Fotografie mit den Apple-Geräten erheblich. Die Bildleistung spielt in einer Liga klar oberhalb des iPhones. Auch die Bedienung der Mini-Kamera bietet erheblich mehr Optionen als die native iPhone-App und macht anspruchsvolle Fotografen glücklich.

Hingegen die lange Einschaltzeit bekommt der Hersteller hoffentlich mit einem kommenden Update in den Griff. Wünschenswert wäre es zudem, dass sich die DxO in einer etwaigen künftigen Generation im gekoppelten Zustand noch etwas angenehmer in einer Hand transportieren ließe. Außerdem dürfte das Ensemble aus DxO One und iPhone generell gern etwas weniger sperrig und mehr aus einem Guss wirken. Begeistert wäre ich auch, wenn DxO Labs künftig noch Aufstecklinsen für Telebrennweiten veröffentlichen würde. Das gibt das kleine aber wachsende Zubehörsortiment noch nicht her.

Unter dem Strich ist die DxO One ein mächtiges Foto-Zubehör für iPhone-Fotografen. Als unauffällige Reportage-Kamera eignet sie sich hervorragend. Allerdings ist der Preis von rund 500 Euro im Hersteller-Shop an der Schmerzgrenze angesetzt.

DxO One
Stativadapter, Gegenlichtblende und Filteradapter bietet DxO Labs bereits an. Aufstecklinsen wie bei Zeiss wären auch toll. Image by Berti Kolbow-Lehradt

Dieser Artikel erschien zuerst auf Applepiloten.


Teaser Image by Timo Holthoff

Screenshots & Images by Berti Kolbow-Lehradt


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Backup-Strategien: So bleiben eure Daten unter macOS und iOS sicher

Backup-Mac-Time-Machine-Applepiloten

Es ist die absolute Horror-Story: Man arbeitet an einem wichtigen Dokument, schreibt die Bachelor-Arbeit oder sucht nach den Urlaubsfotos von letztem Jahr – und die Daten sind weg. Es gibt mehrere Möglichkeiten, eure Daten auf MacBook, iMac, iPhone und iPad zu sichern. Ich stelle euch Vor- und Nachteile verschiedener Backup-Strategien vor.

Einmal gesichert ist gar nicht gesichert

Wusstet ihr, dass eine Festplatte im laufenden Betrieb durchschnittlich nur fünf Jahre hält? Nicht viel besser sieht es mit gebrannten CDs aus, sie halten etwa fünf bis zehn Jahre. Was also könnt ihr tun, um eure Daten verlässlich zu sichern?

Voll und ganz fahrlässig ist es, Daten nur auf einem einzigen Datenträger zu haben. Mindestens ein zweiter muss her. Das Motto: Einmal gesichert ist gar nicht gesichert. Es bringt aber auch nichts, Laptop und Backup-Festplatte im gleichen Raum aufzubewahren, wenn bei einem Feuer beides zu Siliziumbrei verschmilzt. Gleiches gilt für eine zusätzlich in den Rechner eingebaute Platte. Deshalb ist die goldene Regel: Mindestens zwei Backups an mindestens zwei räumlich getrennten Orten.

Dabei gilt: Eure Backup-Strategien sollte zwar sicher, aber gleichzeitig so einfach wie möglich sein. Denn: Je mehr Aufwand ihr mit der Datensicherung habt, desto wahrscheinlicher ist es, dass ihr sie nicht regelmäßig genug durchzieht.

macOS-Variante 1: Time Capsule und andere externe Festplatten

Backup-Strategien Apple Time Capsule
Die Rückseite der Apple Airport Time Capsule. Image by Apple

Die Standardvariante ist eine externe Festplatte als Backup-Medium. Die gibt es in unzähligen Ausführungen und Preisklassen. Am günstigsten und schnellsten sind 3,5-Zoll-Festplatten. Etwas handlicher, aber minimal langsamer sind die kleineren 2,5-Zoll-Festplatten ohne eigenes Netzteil. Noch praktischer sind Festplatten mit Funkübertragung wie die Time Capsule von Apple, die allerdings mehr als dreimal so viel kostet. Das aktuelle Modell kostet in der kleineren Variante mit 2 TB bei Apple 329 Euro.

Eine wichtige Rolle spielt die Backup-Software. Im Idealfall nimmt sie automatisch Backups vor, sodass ihr nicht immer an eine Datensicherung denken müsst. Apple-Nutzern nimmt das die in macOS integrierte Lösung Time Machine ab. Sie arbeitet inkrementell. Das heißt: Bei jedem Sicherungsvorgang wird nur das gesichert, was sich seit dem letzten Mal verändert hat. Das ist genauso sicher und spart sowohl Zeit als auch Speicherplatz. Ist alles eingerichtet, startet das Backup automatisch, sofern die Festplatte angeschlossen ist und das MacBook oder der iMac am Strom hängt.

Ob ihr Time Machine nun mit einer Time Capsule oder einer anderen Festplatte nutzt – von folgenden Vorteilen profitiert ihr immer: Die Einrichtung ist selbsterklärend. Zudem macht die optional wählbare Verschlüsselung das Backup für potenzielle Datendiebe unbrauchbar. Zudem bleiben die Daten unter eurer Kontrolle. Allerdings muss man aktiv etwas dafür tun: Die Festplatte kaufen, einrichten und dann immer wieder anschließen. Auch die räumliche Trennung erfordert etwas Disziplin.

macOS-Variante 2: Ab in die Cloud damit

Heutzutage ein immer beliebterer Aspekt im Rahmen von Backup-Strategien ist es, Daten virtuell zu sichern: Über Cloud-Anbieter wie iCloud Drive, Dropbox oder OneDrive. Der Vorteil: Die Sicherung funktioniert vollautomatisch, solange die Dateien im richtigen Ordner liegen und noch Online-Speicherplatz frei ist. Arbeitet man direkt in einem synchronisierten Ordner, werden Dateien bei jedem Speichern sofort hochgeladen.

Zum Anfixen bietet praktisch jeder Anbieter ein wenig Gratis-Speicherplatz an. Bei Apples iCloud sind das etwa 5 GB. Für ein größeres Backup reicht das natürlich nicht. Wollt ihr mehr Speicher, zahlt ihr im Abo. Für 50 GB im Monat nimmt Apple 0,99 Euro, für 2 TB nimmt das Unternehmen 19,99 Euro. Das ist im Vergleich moderat. Mit der Funktion iCloud Drive könnt ihr die Daten, die in eurem Dokumente- und Schreibtisch-Ordner des Macs auch unterwegs mitnehmen.

Backup-Strategien iCloud Drive
Mit iCloud Drive könnt ihr Dokumente und den Schreibtisch des Macs sichern. Image by Apple

Eine automatische Spiegelung der kompletten Festplatte wie etwa Time Machine nimmt aber keiner der bekannten Cloud-Anbieter vor. Wollt ihr ein inkrementelles Auto-Backup, schaut euch mal Mozy Home oder Backblaze an. Mit monatlich 5 US-Dollar für unbegrenzten Speicherplatz ist Backblaze extrem günstig.

Praktisch alle Cloud-Dienste haben ein Web-Interface mit einem Account, den es mit Zugangsdaten zu schützen gilt. Wie leicht etwas schiefgehen kann, zeigen etliche Skandale, bei denen die Accounts prominenter User kompromittiert wurden. Kommt das vor, ist oft ein zu schwaches Passwort schuld. Nutzt ihr die von Apple angebotene Zwei-Faktor-Authentifizierung, ist iCloud so sicher, wie eine Cloud nur sein kann.

Das hilft aber nichts, wenn ihr ein Passwort wählt, das Hacker leicht herausfinden können. Auf Seiten wie How secure is my Password könnt ihr herausfinden, wie sicher ein Passwort ist. Aus taktischen Gründen ist es klüger, lieber ein ähnliches und nicht genau euer eigenes Passwort auszuprobieren. Wichtig ist auch, für verschiedene Dienste verschiedene Passwörter zu verwenden.

Nehmt ein willkürliches und möglichst kompliziertes Passwort mit Eselsbrücke. Ein Beispiel: Aus dem Satz „Das ist eins der 500 geilsten Passwörter überhaupt!“ wird „Di1d500gPü!“. Groß- und Kleinbuchstaben: Check. Zahlen: Check. Sonderzeichen: Check. Über zehn Zeichen: Check. Wirklich sicher? Nicht mehr, seit es in diesem Artikel steht, also überlegt euch lieber ein eigenes.

macOS-Variante 3: Mit einer privaten Cloud behaltet ihr die Kontrolle

Ihr solltet noch einen anderen Aspekt in euren Backup-Strategien berücksichtigen. Und zwar den Ort, an dem die Daten gespeichert werden. Die Server aller oben genannten Dienste stehen in den USA. Dort gilt ein vergleichsweise schwacher Datenschutz.

Wollt ihr wirklich sichergehen, auf welchen Festplatten eure Daten landen, aber nicht auf die Vorteile der Cloud verzichten, bleibt ein Mittelweg. Legt euch eine private Cloud dazu!

Bei einer solchen Lösung richtet ihr euch einen eigenen Server ein und greift darauf von überall über ein verschlüsseltes Web-Interface zu (an das sichere Passwort denken!).

Backup-Strategien Lima Ultra
Mit dem Netzwerk-Speicher LIma Ultra baut ihr eure eigene Cloud auf. Image by Lima Technology

Sehr flexible Möglichkeiten bietet aber auch viel Aufwand erfordert der Dienst OwnCloud, den ich bereits als mobile Version vorgestellt habe. Eine standardisierte und intuitivere Lösung ist Lima. Den privaten Cloud-Speicher Lima Ultra haben wir hier getestet.

Backup-Strategien für iOS: So sichert ihr euer iPhone und iPad

OwnCloud und Lima helfen euch auch weiter, wenn ihr die Daten eures iPhones oder iPads sichern wollt. Per iCloud könnt ihr das alternativ auch mit Apples Bordmitteln erledigen.

Backup-Strategien OwnCloud
Bei Owncloud hostet ihr eure Backups auf eurem eigenen Server. Screenshot by Anton Knoblach

Sofern in den Einstellungen aktiviert, sichert Apples Speicherdienst viele eurer Daten in der Cloud. Das ist einerseits extrem praktisch: Sobald euer eben geschossenes Foto hochgeladen ist, könnte das iPhone im schlimmsten Fall auch geklaut werden, die Daten wären noch da. Allerdings ist hier die Frage noch relevanter, ob ihr das möchtet. Bei vielen Bildern ist es egal, wer sie sieht – bei manchen jedoch nicht.

Überlegt euch deshalb gut, wie ihr euer Smartphone konfiguriert und geht lieber vom schlimmsten Fall aus: Was wäre, wenn all eure iCloud-Fotos veröffentlicht würden? Jede Antwort außer „kein Problem“ wäre ein Grund, die Sache zu überdenken.

Wer all seine Fotos oder gar ein vollständiges Backup seines iPhones oder iPads in iCloud speichern möchte, kommt an einem kostenpflichtigen Abo zu oben genannten Preise nicht vorbei.

Völlig kostenlos hingegen könnt ihr ein Backup mit iTunes realisieren. Ihr könnt euren Mac so einstellen, dass er stets das neueste Backup zieht, sobald das iDevice per Kabel oder WLAN verbunden ist.

Egal für welche der Backup-Strategien ihr euch entscheidet: In allen Fällen solltet ihr beachten, dass auch die Geräte selbst gut geschützt sind. iOS-Geräte lassen sich zusätzlich so einstellen, dass alle Daten nach zehn erfolglosen Zugriffsversuchen gelöscht werden. Das solltet ihr natürlich nur machen, wenn der Datensatz auch noch woanders gesichert ist.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Applepiloten.


Images & Screenshots by Anton Knoblach; Apple; Lima Technology


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