Huawei Band 2 Pro im Test: Günstiger Fitnesstracker mit GPS und Pulsmesser

Seit kurzem setze ich mich mit dem Thema Fitnesstracker auseinander. Da ich versuche, so gut es geht, zwei bis drei Mal in der Woche Sport zu treiben, dachte ich mir, könnte ein kleiner Helfer am Arm mir vielleicht gute Dienste erweisen. Daher wollte ich nun auch endlich mal einen Fitnesstracker ausprobieren. Freunde von mir nutzen Modelle vom Marktführer Fitbit. Doch ich wollte mal sehen, was es noch für Fitnesstracker gibt. Deshalb habe mir das Modell Huawei Band 2 Pro genauer angesehen und zwei Wochen lang auf Herz und Nieren getestet.

Nach dem Auspacken…

Optisch hat mich der Fitnesstracker schon einmal sehr angesprochen. Er fühlt sich leicht an und sieht zudem auch noch stylisch aus. Wer kein Schwarz mag, der kann laut der Produktseite auch andere Bänder in Blau oder Grün wählen. Am Handgelenk empfand ich den Tracker die erste Zeit als etwas ungewohnt, da das Gerät direkt darauf hinweist, es möglichst fest am Handgelenk zu befestigen und das merkt man dann schon zu Beginn. Das hat sich aber nach schon wenigen Tagen wieder gelegt. Mittlerweile ist es so normal ihn zu tragen, wie jede andere Uhr auch.

Die Einrichtung des Geräts hat zwar nicht lange gedauert, dennoch musste ich gefühlt tausende Male bei sämtlichen Einwilligungen zur Nutzung der Daten zustimmen. Das Modell Huawei Band 2 Pro benötigt nämlich drei Apps, um reibungslos zu funktionieren. Einmal die Grundapp “Huawei Wear” (für Apple und Android), die Gesundheitsapp “Huawei Health” (für Android) und “Huawei Mobildienste” (für Android). Der Tracker ist jedoch für Android, sowie für iOS verwendbar.

Ich war erschrocken, wie viel man tatsächlich von sich preisgibt beim Einrichten des Trackers. Natürlich kommt es hier darauf an, welche Funktionen man als Nutzer in Anspruch nehmen möchte. Darauf werde ich noch detailliert eingehen.

Was kann das Huawei Band 2 Pro?

Mit seinem eingebauten GPS eignet es sich bestens für diejenigen, die gerne und viel joggen gehen. Mit dem Tracker kann man seine Laufdaten analysieren und sich passend zu den Ergebnissen einen angepassten Trainingsplan erstellen. Aber die App zum Fitnesstracker bietet noch einige Funktionen mehr, um das Gerät individuell an den Nutzer anzupassen.

Huawei TruSleep: Hier wird der Schlaf der Nutzer genauestens analysiert. Mit dieser Schlafüberwachungstechnologie bekommt man Auswertungen der Schlafdaten und Empfehlungen für eine bessere Schlafqualität von Center for Dynamical Biomarkers (DBIOM). Diese Funktion muss man nicht zwangsläufig aktivieren, das habe ich beispielsweise auch nicht gemacht. Allerdings finde ich sie durchaus nützlich für diejenigen, die wirklich unter Schlafproblemen leiden und Tipps und Empfehlungen für einen besseren Schlaf gebrauchen können.

Aktivitätsalarm: Die meiste Zeit am Tag sitze ich und habe daher eher weniger Bewegung am Tag, bis auf den Sport oder auch mal einem Spaziergang am Abend. Der Tracker erinnert mich allerdings daran, mich jede Stunde wenigstens einmal kurz zu bewegen. Meistens stehe ich dann auf und hole mir einen Kaffee oder koche mir einen Tee, um mich auch daran zu halten. Vorher habe ich das einfach zu oft vergessen.

Nicht stören: Die Benachrichtigungen und die Bewegungshinweise sind ja sehr sinnvoll. Sie können aber, wenn man abends zur Ruhe kommen möchte, auch störend sein. Daher nutze ich diese Funktion häufig. So lässt sie mich zu meiner Schlafzeit in Ruhe und am Morgen schaltet sie sich von alleine wieder ein. Für einen ruhigen Schlaf empfehle ich diese Funktion auf jeden Fall.

Benachrichtigungsverwaltung: Der Nutzer kann sich alles Mögliche auf seinem Bildschirm anzeigen lassen. Von SMS, WhatsApp, E-Mail bis hin zum Smartphone-Kalender oder Notizen. Hierbei sollte sich der Nutzer gut überlegen, was genau er sich anzeigen lassen möchte, denn sonst vibriert der Tracker bei jeder kleinsten Info und auch das kann irgendwann nervig werden.

Eine App für den Überblick: Huawei Health

Die eigentliche Überwachung findet auf der zweiten App “Huawei Health” statt. Hier werden alle Daten genauestens aufgezeigt und analysiert. Die App zeigt, ob ich mein Tagesziel geschafft habe, oder wie weit ich davon noch entfernt bin. Auch meine zurückgelegten Schritte am Tag werden hier aufgezeichnet, sowie die Distanz und die verbrannten Kalorien.

Eine Herzensangelegenheit

Wer aktiv joggt, der kann sich sein Training ebenfalls in dieser App anzeigen lassen und auch gleich seine Herzfrequenz überprüfen. Hierbei sieht man im Menü “Details” die einzelnen Werte und im welchem Bereich man sich aufgehalten hat. Auf meinem Beispiel kann man erkennen, dass ich es bis in den grünen Bereich geschafft habe, was so viel heißt, dass ich Fett verbrannt habe. Die einzelnen Farben stehen für verschiedene Stufen, was sinnvoll ist, um sich beim Sport selbst überprüfen zu können und zu sehen, wie effektiv die Sporteinheit war.

An die App können noch weitere Produkte gekoppelt werden. In diesem Zusammenhang störte mich jedoch folgendes: Bei Huawei Health kann ich mein Gewicht eintragen. Auch meine Körperfettwerte möchte die App wissen, nur kann ich diese nicht händisch eintragen, sondern brauche dafür die passende Waage. Was ärgerlich ist, da ich meine Werte über eine andere Waage, die nicht vom Hersteller Huawei stammt, entnehme. Es ist schade, dass ich diese nun nicht eintragen und gemeinsam mit dem Gewicht überblicken kann.

Nachdem mich die Funktionen der App und des Fitnesstrackers an sich überzeugt haben, fand ich auch die technischen Gegebenheiten gut gelungen. Neben den verschiedenen Sportarten zeichnet das Gerät ebenfalls die Leistungen beim Schwimmen auf und ist somit auch wasserdicht bis fünf ATM.

Besonders gut empfand ich die lange Laufzeit des Akkus. Dieser hält sich wirklich gut und ist mit bis zu 21 Tage Laufzeit, meiner Meinung nach, sehr langlebig. Selbst das Aufladen des Akkus verlief super schnell und war schon nach kurzer Zeit wieder einsetzbar.

Nach dem Testen…

Auch wenn ich keine Vergleichsprodukte hatte, muss ich sagen, war ich wirklich begeistert von dem Huawei Band 2 Pro. Am Anfang war es zwar ungewohnt am Handgelenk. Aber mittlerweile merke ich es gar nicht mehr. Ich habe meine Schlafgewohnheiten besser im Blick. Auch meine Herzfrequenz zu überprüfen und zu sehen, ob wie sehr ich mich am Tag betätigt habe, ist ein guter Ansporn. Beim Sport selbst merke ich, wie sehr ich mich dabei auspowern möchte, um hinterher zu sehen, in welchem Bereich ich mich befunden habe und ob ich schon im Fettverbrennungsmodus angekommen bin.

Neben diesen Erfahrungen hatte das Band aber noch eine weitere positive Auswirkung auf mich: Ich schaue um einiges weniger auf mein Smartphone. Normalerweise lange ich sofort danach, sobald es vibriert oder das kleine Licht in der Ecke aufleuchtet. Und ist das Smartphone schon mal in der Hand, so kann man ja gleich mal dies und das checken. Mit dem Fitnesstracker habe ich um einiges weniger danach gegriffen. Auf dem Huawei Band 2 Pro konnte ich bereits sehen, ob eine wichtige Nachricht oder E-Mail eingetroffen ist und konnte es auch einfach mal liegen lassen, wenn ich entschieden habe, später zu antworten.

Im Großen und Ganzen habe ich für mich persönlich schon nach einer Woche die Entscheidung getroffen, mir ebenfalls einen Huawei Band 2 Pro anzuschaffen, da er mich nicht nur sportlich, sondern auch gesundheitlich und anti-smartphone-mäßig durch den Tag begleitet. Zudem ist das Gerät auch für den kleineren Geldbeutel gut geeignet. Im Online-Handel erhaltet ihr das Huawei Band 2 Pro für unter 100 Euro.

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Images and Screenshots by Jennifer Eilitz

SFIO CRACHO / stock.adobe.com



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Jennifer Eilitz

Jennifer Eilitz

kommt aus der Lüneburger Heide, hat Bibliotheks- und Informationsmanagement an der HAW in Hamburg studiert und arbeitet jetzt bei den Netzpiloten als Social Media Managerin. Wenn sie nicht gerade für die Netzpiloten schreibt, dann schreibt sie an ihren Romanen, die im Bookshouse und Edel Elements Verlag erscheinen. Mitglied des Netzpiloten Blogger Networks.

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