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iPad-Kaufberatung: Welches iPad eignet sich für welchen Nutzer?

Unsere iPad-Kaufberatung verrät, welches iPad sich besten für welchen Nutzer-Typen eignet.

iPad, iPad Air, iPad mini und iPad Pro – Apples Tablet gibt es mittlerweile in vier verschiedenen Ausführungen, die sich mehr oder weniger stark voneinander unterscheiden. Sich dabei für eines der Geräte zu entscheiden, kann mitunter schwierig sein. Aus diesem Grund haben wir für euch zusammengetragen, für welchen Anwender welches iPad am besten geeignet ist. Erwartet dabei aber bitte kein ausführliches technisches Review. In unserer iPad-Kaufberatung soll es vielmehr um die Arten der Nutzung gehen, für die das jeweilige iPad sinnvoll sein kann.

iPad 2018

Beginnen wir mit dem Klassiker. In seiner ersten Version wurde das Tablet 2010 vorgestellt. Letztes Jahr hat Apple die 6. Generation des iPads veröffentlicht. Erhältlich ist es mit einer Speicherkapazität von 32 oder 128 GB. In seiner kleineren Version kostet das iPad 349 Euro und stellt damit den günstigsten Vertreter der iPad-Familie dar. Dabei ist es für jeden Standardnutzer eine gute Wahl. Der geringe Preis macht es besonders für Anwender attraktiv, die das Tablet nur in ihrer Freizeit nutzen wollen und das ist vermutlich auch der beste Grund, sich ein normales iPad anzuschaffen.

Mit seinem 9,7 Zoll Retina Display eignet es sich hervorragend zum Surfen oder Schauen von Filmen, Serien und Videos. Da das iPad mittlerweile auch den Apple Pencil unterstützt, taugt das Gerät außerdem, um sich Notizen zu machen oder gelegentlich Präsentationen zu erstellen. Auch Apps wie Procreate können zum Zeichnen genutzt werden. Allerdings empfehlen wir Nutzern, die das Tablet professionell nutzen wollen, die teureren Modelle. Das iPad ist mit seinem A10 Fusion Chip zwar nach wie vor recht flott, kommt bei wirklich professioneller Anwendung aber am ehesten an seine Grenzen. Auch Apples Smart Keyboard ist mit dem iPad nicht kombinierbar. Bluetooth-Tastaturen schaffen da zwar Abhilfe, wer jedoch ein wirklich vollwertiges Gerät für die Arbeit sucht, der wird hier nicht fündig.

Wir haben das neuste iPad kurz nach Veröffentlichung ausführlich getestet.

Unsere iPad-Kaufberatung: Das iPad eignet sich für Freizeit-Nutzer, kann aber auch für Schüler noch eine gute Produktiv-Lösung darstellen.

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iPad Air 2019

Das iPad Air lässt sich am ehesten als ein flotteres und größeres iPad beschreiben. Es gibt ein hervorragendes Entertainment-Gerät ab und lässt sich wunderbar für den privaten Gebrauch nutzen. Mit seinem 10,5 Zoll großen True Tone Retina Display und dem etwas schnelleren A12 Bionic Chip mit Neural Engine, stellt es aber ebenso ein komfortables Gerät für die Arbeit dar. Zwar ersetzt es einen Laptop für Dauernutzer eher nicht, gerade Illustratoren und Grafiker bekommen mit dem iPad Air jedoch ein leistungsstarkes Grafiktablet. Dank Apple Pencil und Apps wie Procreate lassen sich auf dem iPad Air professionelle Illustrationen anfertigen. Die bis zu 256 GB sollten dabei ausreichen, um auch größere Projekte auf dem Gerät zu speichern. Ansonsten besteht die Möglichkeit, Grafiken und Bilder ebenso in die iCloud auszulagern.

Studenten könnten mit dem iPad Air ebenfalls gut beraten sein. Die Kompatibilität mit dem Apple Pencil und Apples Smart Keyboard macht aus dem iPad Air einen geeigneten Studienbegleiter für Mitschriften, Präsentationen, Notizen, Skizzen und Hausarbeiten. Mit seinen 456 Gramm und den Maßen 250,6 x 174,1 x 6,1 Millimeter passt es außerdem in jeden Rucksack und jede Tasche und lässt sich notfalls auch mal unter den Arm klemmen. Auch wer sonst einen digitalen Begleiter für unterwegs sucht, könnte gerade aus preislicher Sicht mit dem iPad Air zufrieden sein. Als gelegentliches Office-Gerät lässt es sich für unterwegs ebenso gebrauchen und kann für etwa 100 Euro mehr in der Wi-Fi + Cellular Variante mit einer SIM-Karte ausgestattet werden.

Unsere iPad-Kaufberatung: Das iPad Air eignet sich für Freizeit-Nutzer, Studenten, Illustratoren und Grafiker sowie für gelegentliche Office-Anwender. Als alleiniges Gerät für die Arbeit reicht es jedoch nicht aus.

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iPad mini 2019

Was das Innenleben angeht, unterscheidet sich das iPad mini nicht großartig von seinem großen Bruder, dem iPad Air. Allerdings sagt der Namenszusatz „mini“ schon, dass sich Nutzer hier mit einem 7,9 Zoll großen Display zufriedengeben müssen. Außerdem entfällt die Kompatibilität zum Smart Keyboard, wodurch das Schreiben nur über das Tablet selber oder eine extra Bluetooth-Tastatur möglich ist. Eigentlich gibt es in meinen Augen nur zwei wirklich sinnvolle Verwendungen für das iPad mini. Es stellt sowohl ein hervorragendes Entertainment-Gerät für Zuhause, als auch auf Reisen dar. Dabei ist es mit seinen 449 Euro in der kleinsten Variante 100 Euro günstiger, als das iPad Air und lässt sich aufgrund der geringen Größe besser transportieren.

Zum anderen funktioniert es auch als produktives Gerät, ist dabei aber ganz klar eine Ergänzung zu einer richtigen Workstation und lässt sich aus Arbeits-Perspektive mit einem Notizbuch vergleichen. Notizen, Skizzen, Präsentationen oder Mails lassen sich von überall aus mit dem iPad mini erstellen. Ideen können digital und handschriftlich festgehalten werden und direkt auf einen PC oder Mac übertragen werden. Aufgrund seiner Größe und der fehlenden Tastatur ersetzt das iPad mini zwar keinen vernünftigen Rechner, ist aber die mobilste Variante. Wer es wirklich als mobilen Begleiter für seine Arbeit nutzen möchte, sollte außerdem darüber nachdenken, sich das Gerät in der WiFi + Cellular Variante zuzulegen. Über eine SIM-Karte habt ihr so auch unterwegs Zugriff auf die iCloud oder eure Mails.

Sowohl die Neuauflage des iPad Air, als auch die des iPad mini wurden erst vor kurzem von Apple veröffentlicht.

Unsere iPad-Kaufberatung: Das iPad mini eignet sich für Freizeit-Nutzer sowie professionelle Nutzer. Es kann aber immer nur ergänzen und dient eher dazu, mobil kreativ werden zu können. Ein vollwertiges Gerät für produktive Zwecke stellt es nicht dar. 

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iPad Pro 2018

Das iPad Pro ist in unserer iPad-Kaufberatung das einzige iPad, das unter Umständen ein vollwertiges Gerät für produktive Zwecke abgibt. Im Gegensatz zu seinen Geschwistern ist es aber eher nicht für Entertainment-Nutzer gedacht. Zwar bietet es dieselben Funktionen, sein stolzer Preis von 879 Euro für die 11 Zoll Variante mit gerade mal 64 GB macht es für eine rein freizeitliche Nutzung aber viel zu teuer.

Ebenso wie das iPad Air, eignet sich das iPad Pro als Grafiktablet für Illustratoren und Grafiker, kann dafür aber auch gleich in einer 12 Zoll Variante erworben werden. Hier kann allerdings als einziges der neuere Apple Pencil der 2. Generation genutzt werden, der mit kabellosem Laden und ein paar extra Funktionen aufwartet. Die Möglichkeit, doppelt auf den Apple Pencil zu tippen, um zwischen Funktionen in Apps zu wechseln, gehört zu den Funktionen, die die 2. Generation des Stifts für professionelle Nutzer reizvoll macht. Das 12 Zoll Liquid Retina Display mit ProMotion Technologie bietet professionellen Anwendern außerdem eine erhöhte Bildrate von 120 Hz. Diese sorgt für flüssigeres Scrollen und gerade in Kombination mit dem Apple Pencil für ein flüssigeres Zeichnen.

Mit bis zu 1 TB Speicherplatz, bietet das iPad Pro außerdem den größten Speicher unter den iPads. Wer das Gerät fürs Office benutzen muss, kann auch hier dank des Smart Keyboards Microsofts Office-Produkte nutzen. Somit kann es sowohl stationär, als auch mobil für Notizen, Präsentationen und diverse andere Aufgaben genutzt werden. Der verbaute A12X Bionic Chip sorgt mit Neural Engine außerdem für die meiste Power unter den iPads.

Wie sich das erste iPad Pro aus 2015 für Journalisten gegenüber dem Surface Book schlägt, haben wir getestet.

Unsere iPad-Kaufberatung: Das iPad Pro eignet sich für Studenten, Illustratoren, Grafiker, Kreative und als Hauptgerät für Office-Anwender. Es ist das einzige iPad, das sich auch als alleiniges Gerät sinnvoll nutzen lässt.

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Image by niekverlaan via pixabay.com

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Tablet-Test: Das starke Samsung Galaxy Tab S4

Samsung Galaxy Tab S4 Test

Kinofeeling, atemberaubender Sound, mehr Produktivität und viele weitere neue Features verspricht Samsung mit dem Samsung Galaxy Tab S4, dem Nachfolger des Tab S3 (hier zum Test). Ich hatte die Möglichkeit, das neue Tablet mit dem Samsung Book Cover Keyboard und dem S Pen zu testen.

Das Tablet war für knapp zwei Wochen mein treuer Begleiter und hat meinen Alltag verschönert. Von morgens auf dem Weg in das Büro bis abends auf der Couch hat das Tab S4 überzeugt. Zu Beginn hatte ich als voreingenommene iOS-Nutzerin tatsächlich meine Zweifel. Ich war anfangs leicht überfordert, denn der klassische Homebutton fehlte mir bei der Bedienung schon ein wenig. Doch die Zweifel haben sich gelegt und ich habe mich schnell an das Android 8.1 Oreo-Betriebssystem gewöhnt.

Gesichtserkennung und Irisscanner

Nachdem ich das Tablet aus dem Karton herausholte, war ich direkt erstaunt, wie leicht es für seine Größe ist. Das Samsung Galaxy Tab S4 wiegt bei einer Displaygröße von 26,72 cm (10,5 Zoll) gerade mal 482 Gramm. Bei der Einrichtung konnte ich zwischen der Gesichtserkennung und dem Irisscanner wählen. Ich entschied mich für die Gesichtserkennung, die sogar bei schwacher Beleuchtung funktioniert. Bei der Benutzung des Irisscanners gab es zu Beginn leider leichte Komplikationen und meine Iris wurde nicht erkannt. Natürlich kann man sein Tablet auch zusätzlich mit einer PIN schützen.

Galaxy Tab S4 überzeugt durch modernes Design

Beim Samsung Galaxy Tab S4 fiel mir vor allem das Design positiv auf. Das Tablet ist auf der Vorder- und auf der Rückseite in Glas gefasst. Dazwischen befindet sich ein Rahmen aus Metall. Das Design wirkt sehr modern und klassisch. Zudem liegt das Tablet gut in den Händen.

Durch das Glas wirkt das Gerät meiner Meinung nach allerdings auch sehr zerbrechlich und zieht zudem schnell die Fingerabdrücke an. Das gibt einen kleinen Minuspunkt. Das Keyboard mit eingebauter Schutzhülle kam mir da also sehr gelegen. Gerade wenn man viel unterwegs ist und das Tablet in der Tasche verstaut, bietet eine Schutzhülle gute Sicherheit.

Kinofeeling und fesselnder Sound

Das Samsung Galaxy Tab S4 verfügt gleich über vier Lautsprecher mit Dolby Atmos-Technologie, die für einen hervorragenden und fesselnden Sound sorgen. Die Lautsprecher wurden von Akkustik-Experten von AKG entwickelt und liefern ein räumliches Klangbild. Als ich mir die Spotify-App runtergeladen hatte, testete ich direkt den Sound – und war beeindruckt. Das Klangbild passt sich automatisch an die Ausrichtung des Tablets an und auch die Lautstärke kann man überraschend hoch einstellen.

Auch für Serienliebhaber wie mich eignet sich das Samsung Galaxy Tab S4 hervorragend. Denn mit dem 10,5 Zoll große Super AMOLED-Display und einem Seitenverhältnis von 16:10, sowie einem besonders schlanken Rahmen sind alle Videos, Filme und Serien in einem gestochen scharfen Bild zu genießen. Ich verbrachte während des Testes eine Menge Zeit auf Netflix und war jedes Mal wieder begeistert von dem räumlichen Sound und der beeindruckenden Bildschirmauflösung.

Zeichnungen und Notizen erstellen mit dem S Pen

Der Samsung S Pen sticht vor allem durch seine feinen Gummispitze hervor. Zudem liegt er gut in der Hand und fühlt sich wie ein hochwertiger Kugelschreiber an. Mit seiner feinen Spitze von gerade mal 0,7 Millimetern Dicke lässt sich das Tablet einwandfrei bedienen. So kann man kreativ werden und ein paar nette Kunstwerke in der Pen.Up-App erstellen. Wenn man sich schnell etwas notieren möchte, aber keinen Zettel und Stift dabei hat, kann man ganz einfach seine Notizen mit dem S Pen im Modus namens Screen-Off-Memo erstellen.

S Pen Samsung Galaxy Tab S4
Das Samsung Galaxy Tab S4 verfügt über einen überarbeiteten S Pen. Image by Lina Schilling

Langer Videogenuss dank hoher Akkukapazität

Auch nach mehreren Stunden über knapp drei Tage verteilt auf Netflix, Instagram und mehreren Schreibeinheiten hat der Akku immer noch mitgespielt. Das Samsung Tab S4 hat eine Akkukapazität von 7.300 mAh und soll 16 Stunden andauernden Videogenuss ohne Pause ermöglichen. Ich war tatsächlich überrascht, wie lange ich das Tablet nutzen konnte, ohne es aufladen zu müssen. Als der Akku dann doch irgendwann mal leer wurde, war das Tab S4 innerhalb von knapp drei Stunden wieder voll aufgeladen. Auch der Speicher verfügt über eine große Kapazität und bietet viel Platz für Filme, Musik, Bilder und weitere Daten.

Mehr Produktivität mit Samsung DeX und dem Book Cover Keyboard

Mit Samsung DeX kann das Tab S4 sogar wie ein Desktop funktionieren. Wenn man das Tablet mit dem separat erhältlichen Samsung Book Cover verbindet, startet automatisch die Samsung DeX Funktion. Die Tastatur und das Tablet werden mit einem magnetischen POGO-Anschluss verbunden und es dauert nur paar Sekunden bis das Keyboard einsatzbereit ist.

Zunächst hatte ich ein paar Probleme mit der Bedienung der Tastatur, da sie im Gegensatz zu einer Standard-Tastatur doch recht klein ist. Doch je mehr mit dem Keyboard schrieb, desto mehr fand ich Gefallen daran. Für Vielschreiber und alle, die viel unterwegs sind, eignet sich das Tab S4 mit dem Keyboard also perfekt.

Mit dem Samsung DeX war das Arbeiten fast wie am PC möglich. Das Betriebssystem erinnert an Windows 10: Man kann mehrere Fenster und Anwendungen gleichzeitig öffnen, wie zum Beispiel Google Tabellen und Word.

Verbesserungsfähige Kamera

Die Rückkamera des Samsung Galaxy Tab S4 wartet mit 13 Megapixel auf und konnte nur ausreichend Leistung bringen, wenn die Lichtverhältnisse stimmten. Aber auch für schnelle Schnappschüsse im Sonnenschein ist die Kamera durchaus geeignet. Die Frontkamera überzeugte mich schon eher. Sie verfügt über acht Megapixel und macht ganz passable Bilder. Allerdings gehört der Komfort nicht zu den Lieblingsthemen von Samsung: Die Aufnahmen mit einem Tablet finde ich generell etwas umständlich und greife im Alltag dann doch lieber zu meinem iPhone.

Test-Fazit Samsung Galaxy Tab S4

Das Samsung Galaxy Tab S4 ist für alle, die häufig unterwegs sind und viel schreiben, der richtige Begleiter. Auch für Streaming-Junkies, die viel Wert auf Sound und Auflösung setzen, hat das Tab S4 viel zu bieten. Die separat erhältliche Tastatur lohnt sich und auch die DeX Funktion ist leicht zu bedienen. Allerdings ist das Konstrukt noch nicht  hundertprozentig ausgereift, denn einige Apps, wie beispielsweise Netflix, lassen sich nicht im Vollbildmodus öffnen.

Insgesamt hat mir das Tab S4 sehr gut gefallen und ich hab mich schnell an das Android Betriebssystem gewöhnt. Auch die Bedienung mit dem Keyboard und Samsung DeX haben meinen Alltag erleichtert.

Für knapp 700 Euro (und zusätzlich noch einmal 150 Euro für das separat erhältliche Book Cover Keyboard) ist das Samsung Galaxy Tab S4 nicht gerade günstig, aber hat für seinen Preis doch eine Menge zu bieten.

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Images by Lina Schilling

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Microsoft Surface Go – die neue Alternative für den Alltag

rawpixel unsplash

Bisher war das iPad die populärste Innovation. Doch heute hat Microsoft das neue Tablet Microsoft Surface Go vorgestellt. Dies sollte die billigere Alternative zu den Apple-Produkten sein. Das Windows-Gerät mit einer 10-Zoll-Diagonalen kostet 450 Euro und ist bei allen autorisierten Microsoft Händlern ab dem 28. August erhältlich.

Im Inneren des Surface Go

Ob fürs Büro oder als Schreibgerät für die Uni, das Surface-Tablet eignet sich für beides. Die Tiefe des mobilen Computers beträgt 8,3 Millimeter. Es wiegt 522 Gramm, ist also nicht viel schwerer als das iPad (469 Gramm). Besonders lobenswert ist der Winkel der Halterung, die für die Surface-Reihe üblich ist. Bis zu einem Winkel von 165 Grad, lässt sich das Tablet in den Studio Modus bringen.

Die Akkulaufzeit soll bis zu 9 Stunden aushalten. Das iPad hält genauso lange. Zusätzlich zu dem Microsoft Surface Go kann man eine Tastatur, eine kabellose Mouse und einen Digitalstift Surface Pen separat erhalten. Dieses Zubehör macht das Gerät zu einem vollwertigen Rechner.

Der mobile Prozessor ist ein Intel Pentium Gold 4415Y. Er ist zwar schwacher als die Prozessoren bei den üblichen Laptops, reicht aber vollkommen für die Aktivitäten, für die er vorgesehen ist.

In der Ausstattung kann der Käufer zwischen 4 und 8 GB RAM Arbeitsspeicher wählen. Beim Speicher gibt es die 64 und die 128 GB Variante. Das Betriebssystem für Privatkunden ist Windows 10 Home im S Modus. Bei Unternehmenskunden ist das Tablet mit Windows 10 Pro ausgestattet, welches man auch in den S Modus umändern lässt.

Bisher wurde nur die WLAN-Version des Geräts vorgestellt, doch Microsoft wird die Surface Go Reihe auch um ein Modell mit einer LTE-Verbindung ergänzen. Dies erwartet uns noch im Laufe des Jahres.

Die 64 GB, 4 GB RAM Variante des Surface Go kostet 449 Euro, die 128 GB, 8 GB RAM dagegen 599 Euro. Zwar ist das Surface Go somit teurer als das neue iPad, doch es leistet so viel wie das iPad Pro.


Rawpixel / unsplash.com

 

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Starte mit einer App organisiert ins neue Jahr

Diary desk business meeting and meeting (Image by Anete Lüsina [CC0 Public Domain] via Unsplash)

Das neue Jahr beginnt häufig mit guten Vorsätzen, Zielen und vielen Dingen, die man sich unbedingt vornehmen möchte. To-Do’s und Checklisten sind da oftmals eine gute Hilfe. Besser ist es noch, wenn man diese immer bei sich trägt, sodass man sie nicht so einfach vergessen kann. Erst kürzlich habe ich hier einmal eine praktische Notizapp vorgestellt. Mit ColorNote kann man super einfach Checklisten erstellen und seinen Alltag planen.

Ich habe dennoch weitergesucht und möchte dir noch eine weitere Notepad-App vorstellen, die mir ebenfalls ziemlich gut gefallen hat.

Notizen und Einträge immer dabei

Die App trägt den ganz einfachen Namen „Meine Notizen speichern“ und bietet einige nützliche Features. Natürlich steht hier das Speichern von Notizen im Vordergrund, aber auch als Tagebuch eignet sich die App sehr gut. Du hast verschiedene Möglichkeiten deine Notizen zu verfassen. Die Notepad-App lässt es also offen, ob man lieber im Textformat, im Checklistenformat oder sogar handschriftlich seine Notizen verfassen möchte. Ich muss ehrlich sagen, dass ich mit der handschriftlichen Notizmöglichkeit eher weniger anfangen kann. Da gefallen mir die Checklisten, die ich übrigens in verschiedenen Farben gestalten kann, und das reine Textformat um einiges besser. Wenn du lieber sprichst anstatt zu tippen, dann nutzt du einfach die Sprachnachrichten-Funktion.

Auf Nummer sicher gehen

Wenn du die App als Tagebuch nutzen möchtest, aber nicht willst, dass irgendjemand deine Einträge lesen kann, dann sichere diese einfach mit einem Passwort. Die Passwortfunktion in der App erlaubt dir nämlich alles mit Passwörtern zu schützen, was du möchtest.

Auch wenn du bei all den Listen und Notizen Angst hast den Überblick zu verlieren, dann bieten sich einzelne Ordner sehr gut an. Diese kannst du in verschiedene Oberkatergorien einteilen wie beispielweise wichtige Einkaufslisten, Reisechecklisten oder Tagebuchkapitel. Wenn du Gefahr läufst deine Notizen zu vergessen, dann stellst du einfach die Erinnerungsfunktion ein.

Ein bisschen Spielkram muss sein

Wer sich gerne mit Spielkram auseinandersetzt, kann davon auch ein bisschen auf dieser App finden. Texte können individuell gestaltet werden. Zwar gibt es nicht so viele Möglichkeiten, aber immerhin können Schriften in ihrer Größe verändert, in kursiv, fettgedruckt oder unter- und durchgestrichen wiedergegeben werden. Wichtige Textpassagen kannst du zudem auch in verschiedenen Farben markieren.

Mir persönlich gefällt die App ziemlich gut. Sie ist einfach gehalten und sehr übersichtlich. Mit den verschiedenen Farben, den Schriftformen und der Rechtschreibüberprüfung bleibt auch für diejenigen, die gerne ein bisschen rumspielen was übrig. Du kannst dir die App kostenlos für dein Android-Smartphone oder -Tablet im Google Play Store herunterladen.


Image (adapted) „Diary desk business meeting and meeting“ by Anete Lūsiņa (CC0 Public Domain)

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FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

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  • AMAZON PRIME Chip: Amazon Prime Video: Kostenloses Streaming-Angebot geplant: Amazon Prime kann vielleicht schon bald als werbefinanzierter Streamingdienst genutzt werden. Derzeit laufen die Verhandlungen über die Bereitstellung von Inhalten mit Fernsehsendern, Medienunternehmen und Filmstudios. Amazon Prime Videos sollen dann kostenfrei geschaut werden können. Allerdings nicht werbefrei. Das Ziel hinter diesem Modell ist die Neukundengewinnung. Gerade die jungen Nutzer erfreuen sich der Vielzahl an Streamingportalen, scheuen allerdings die zusätzlichen Kosten. Amazon möchte auf diese Art mehr Nutzer auf seine Seite ziehen. Gerade jetzt, wo Netflix erst vor Kurzem seine Preise erhöhen musste, könnte das kostenlose Streamingangebot einen guten Vorteil darstellen.

  • LADESÄULEN Manager Magazin: Siemens setzt auf Ladesäulen an Straßenlaternen: Ladestationen für Elektroautos sind zwar praktisch, aber dennoch viel zu selten auf den Straßen vertreten. Dagegen möchte Siemens etwas unternehmen: Straßenlaternen sollen jetzt mit Steckdosen ausgestattet werden, um Autofahrern das Aufladen ihrer Elektroautos zu ermöglichen. Gemeinsam mit dem Berliner Startup Ubitricity möchte Siemens diese Idee umsetzen. Ubitricity arbeitet schon länger an diesem Projekt, welches vor allem in London umgesetzt wird. Neben Siemens gibt es jedoch auch andere Unternehmen, wie etwa die Deutsche Telekom, die Vorschläge unterbreiten, wie das Nachladen für Elektroautos einfacher werden kann. Bezüglich der Zusammenarbeit zwischen Siemens und Ubitricity äußern sich die Unternehmen jedoch nicht detailliert.

  • GOOGLE ASSISTANT Turn On: Google Assistant könnte doch noch auf Android-Tablets kommen: Bisher hatte Google es vermieden seinen Sprachassistenten auf Tablets zur Verfügung zu stellen. Die Gründe dafür sind bisher unbekannt. Doch die aktuelle Beta-Version der Google-App zeigt, dass sich das bald ändern könnte. Ein Symbol, das eindeutig ein Tablet darstellen soll, bietet den Hinweis dafür. Google hat selbst noch nicht darauf hingewiesen. Allerdings würde es nur sinnvoll für das Unternehmen sein, denn Tablets sind nach Smartphones derzeit die zweitgrößte Gesamtkategorie. Wenn Google seinen Sprachassistenten auch auf Android-Tablets zur Verfügung stellt, könnte der Konzern weitere Millionen von Nutzern erreichen. Wann der Sprachassistent auf Android-Tablets einziehen lassen wird, weiß man allerdings noch nicht.

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FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

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  • MESSENGER Welt: Nutzung von Messengern im Job „massiv problematisch“: Die meisten nutzen mittlerweile sämtliche Messenger wie WhatsApp, den Facebook Messenger und Co. Auch im Berufsleben hat sich die Art miteinander zu kommunizieren etabliert und sogar werden schon teilweise Emails durch Messenger ersetzt. Allerdings ist das nicht immer so hilfreich, wie man womöglich denken mag. Viele Nutzer sprechen dadurch berufliche Termine und andere wichtige Dinge ab, aber auch andere nutzen sie gleichzeitig für private Absprachen und Zwecke. Die Nutzung sehen Experten eher als problematisch, weil Nutzer gegen Datenschutzrichtlinien verstoßen könnten. Es könnte sein, dass Unternehmen künftig eigene Richtlinien zur Nutzung von Messengern einführen.

  • IPHONE ZDNet: Bericht: Apple untersucht Akkus aufgeplatzter iPhone 8 Plus: Aufgeblähte Akkus beim iPhone 8 Plus? Hoffentlich sind es nur zwei Einzelfälle, die bisher gemeldet wurden. In beiden Fällen haben die Besitzer berichtet, dass der Akku sich so stark aufgebläht habe, dass sich sogar das festverklebte Display vom Rahmen gelöst hatte. Einer der beiden Käufer habe sein iPhone schon beschädigt im Karton vorgefunden. Apple untersucht derzeit die Vorfälle. Schon im vergangenen Jahr gab es immer wieder Meldungen von Samsung Galaxy Note 7-Besitzern, die über überhitzte Akkus geklagt haben. Der Herstellungsfehler hatte in Einzelfällen sogar für Brände und Personenschäden gesorgt. Bleibt zu hoffen, dass es bei Apple durch überhitzte Akkus nicht erneut zu solchen Vorfällen wie beim Samsung Galaxy Note 7 kommt.

  • ZTE Golem: ZTE soll faltbares Smartphone mit zwei Displays planen: Ob es in Deutschland dieses Smartphone geben wird, ist noch unbekannt, aber dennoch ist es ziemlich interessant zu sehen, wie sich Smartphones weiterentwickeln. Auch wenn das Prinzip nicht ganz neu ist, plant der chinesische Hersteller ZTE ein Smartphone mit zwei Displays. Unter dem Namen Axon M soll es sich anhand eines Scharniers aufklappen lassen und zugleich so zu nutzen sein, wie ein Tablet. Der Bildschirm hat dann eine Größe von 6,8 Zoll. Auch die Ränder sollen so schmal gehalten sein, dass diese beim Aufklappen kaum auffallen dürften. Auf jedem Bildschirm können dann beispielsweise unterschiedliche Apps gestartet und genutzt werden. Am 17. Oktober will ZTE auf einer Pressekonferenz seine neuen Smartphones vorstellen – vielleicht befindet sich darunter auch schon das neue faltbare Axon M.

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Tag der Videospiele: Welche Games uns bewegen

TenTooMany (adapted) (Image by Joel Stubston [CC BY SA 2.5], via Wikimedia Commons) Tag der Videospiele

Hoch die Tastaturen, dieses Wochenende wird eskaliert, Gamer! Der 8. Juli wird als ‚Tag der Videospiele‘ gefeiert. Wer diesen Tag ins Leben gerufen hat, und warum, ist unklar. Dennoch spricht nichts dagegen, diesen Tag mit einer gepflegten Partie [hier bitte euer Lieblingsspiel einsetzen] zu begehen.

Tag der Videospiele – warum ist Gaming relevant?

Ob auf dem Computer, einer Konsole oder gar Smartphone und Tablet – Videospiele sind weit verbreitet und inzwischen ein popkulturelles Phänomen. Immer mehr Realverfilmungen basieren darauf. Cosplay-Conventions, auf denen sich Menschen als Spielfiguren verkleiden, werden zum Mainstream. Und viele Menschen finden sogar Spaß an Videospielen, ohne sie selbst zu spielen, wie die hohen Zuschauerzahlen von Let’s-Play-Videos bei YouTube zeigen. Videospiele sind ein großes Business, Forschungsgegenstand der Wissenschaft und immer mal wieder ein Sündenbock für kulturpessimistische Politiker.

Vor allem aber sind Videospiele für viele Menschen ein Teil ihrer Biographie geworden. Viele erinnern sich gern an ihre ersten Gaming-Erfahrungen oder großartige Spielemomente, die lange zurückliegen. Auch die Redaktion von Netzpiloten, Applepiloten und Androidpiloten zockt immer mal wieder gern und leidenschaftlich. Den Tag der Videospiele nehmen wir zum Anlass, euch zu verraten, welche Games uns begeistern oder prägen.

BioShock – Wunderschön hässliches Spielesetting zum Eintauchen

Lisa Kneidl, Redakteurin: Videospiele spiele ich schon mein Leben lang, aber erst „BioShock“ hat mich im Jahr 2007 zu einer leidenschaftlichen Gamerin gemacht. In das wunderbare Storytelling dieser Mischform aus Egoshooter, Rollenspiel und Survival-Horror habe ich mich damals verliebt.

Atmosphäre wird in „BioShock“ großgeschrieben. Sie ist mitunter so nervenzerfetzend spannend, dass ich den ersten Teil nur bei Tageslicht spielen konnte. Er entführt den Spieler in die wunderschön zerstörte Unterwasserstadt Rapture in den Sechziger Jahren. Hier finden die Bewohner eine Zuflucht vor den Nachkriegswirren und wollen eine freie Gesellschaft aufbauen. Zu fröhlichen Swing-Titeln aus herrlich verzerrten Jukeboxen durch klaustrophobische Tunnel zu wandern, mit der Befürchtung, hinter jeder Ecke auf einen genetisch manipulierten Bewohner Raptures oder gar einem der berühmt-berüchtigten Big Daddies zu treffen, hat mich unvergleichlich gegruselt und fasziniert.

Das Setting der „BioShock“-Spielereihe hat mich derart in seinen Bann gezogen, dass die Spielfigur Elizabeth zu einer meiner Lieblingsrollen in meinem anderen Hobby – dem Cosplay – geworden ist.

Mario Kart: Double Dash!! – Zocken und zoffen wie Bruder und Schwester

Melina Mork, Praktikantin: Aufgewachsen mit einem großen, technikaffinen Bruder, wurde ich früh mit Videospielen sozialisiert. Zum einen, weil ich unbedingt zuschauen wollte, zum anderen, weil mein Bruder eine Gegnerin brauchte, gegen die er immer und immer wieder gewinnen konnte.

Das Spiel, das mich am längsten in dieser Hinsicht begleitet hat ist „Mario Kart: Double Dash!!“ für den Nintendo GameCube. Ich kann nicht aufzählen, wie oft ich mit meinem Bruder oder meinen Freunden die Strecken und Pokale gefahren bin und wie oft ich verloren habe. Aber es gibt kein schöneres Gefühl, als den Gegner auf den letzten Metern zu überholen, mit Items zu treffen oder auf dem Regenbogen-Boulevard nicht in den Abgrund zu stürzen. Und für mich persönlich war das schönste Erlebnis, meinen Bruder kürzlich zum ersten Mal zu besiegen – nach zehn Jahren Anlauf. Ich bin überzeugt: Ist man nach einer ausgiebigen „Mario-Kart“-Partie noch befreundet, wird die Freundschaft alles überstehen.

„Mario Kart: Double Dash!!“ und die Konsole Nintendo GameCube sind nur noch gebraucht zu haben, werden aber noch begeistert gespielt.

Tomb Raider: Rätselraten mit der taffen Amazone

Jonas Haller, Autor: Am liebsten spiele ich Games mit starken Geschichten. Adventure-Games sind deshalb meine Lieblingskategorie. Sie fesseln mich und lassen mich in eine andere Welt abtauchen. Mein persönlicher Favorit ist die „Tomb Raider“-Reihe – sowohl die Klassiker als auch die beiden Next-Gen-Neuauflagen.

Auch wenn die Stories rund um die taffe Lara Croft sehr linear sind, gefällt mir das Entdecken der liebevoll und detailliert modellierten Inselwelt sowie das Bewältigen kleiner Aufgaben und Rätsel. Kampfszenen sind nicht nur ein unüberlegtes Geballere, sondern bieten einen spannenden Strategie-Faktor. Auch deshalb kann man die Spiele gern ein zweites Mal durchzocken. Es zeigen sich immer wieder neue Lösungsmöglichkeiten. Ich hoffe, dass es in der Spielereihe noch die ein oder andere Fortsetzung geben wird.

Der aktuellste Titel, „Rise of Tomb Raider“, ist für PC, Xbox One und PlayStation 4 erhältlich.

Minecraft: Unendliche Möglichkeiten

Julia Froolyks, Autorin: „Was ist das Ziel des Spiels?“ – diese Frage höre ich öfter, wenn es um mein Lieblingsspiel „Minecraft“ geht. Darauf gibt es eigentlich keine richtige Antwort. Denn das Open-World-Spiel hat kein Ende im engeren Sinn. Die Spieler können hier in einer offenen Welt ale möglichen Objekte aus würfelartigen 3D-Blöcken konstruieren. Zudem können Spieler die Welt erkunden, Ressourcen sammeln und gegen Monster kämpfen – allerdings ist das kein Muss. Genau das ist das Schöne an „Minecraft“: Jeder Spieler erlebt die Welt auf seine eigene, individuelle Art.

Ich verbringe meine Zeit im Spiel am liebsten im Bergbau und besorge wertvolle Edelsteine, die andere Spieler zu Gebrauchsgegenständen verarbeiten können. Diese eintönige Aufgabe hat auf mich fast schon eine meditative Wirkung. Eine Multiplayer-Funktionen erlaubt das Zusammenspiel mit anderen Spielern. Sich für das Spiel zu verabreden und „ingame“ zu treffen, ist für mich und viele andere Menschen ein großer Spaßfaktor. Zudem ist das Spiel so komplex, dass ich mich auch außerhalb des Spiels über neue Funktionen informiere und mit anderen darüber diskutiere. „Minecraft“ ist also virtuell und in der Realität ein Spiel, das verbindet. Diese soziale Komponente und die Tatsache, dass kein Spielziel das Handeln einengt, machen „Minecraft“ zu etwas Besonderem.

„Minecraft“ ist für alle gängigen Plattformen erhältlich.

Grim Fandango: Komm mit ins Land der Toten!

Anne Jerratsch, Redakteurin: „Gehe zu, öffne Schublade, benutze seltsam aussehendes Objekt“ – die Spiele von Lucas Arts gelten bis heute als absolute Klassiker der Point-and-Click-Adventures. Die abgedrehten Stories und der einzigartige, oft anarchische Humor sind mittlerweile zu echten Internet-Memes geworden. Der neben dem Piratenklassiker „Monkey Island“ etwas vergessene mexikanische Noir-Thriller „Grim Fandango“ ist hierbei mein Favorit.

Hier schlüpft der Spieler in die Rolle von Manuel Calavera. Er ist bereits tot, muss aber als Reiseberater schuften, um sich sein Ticket ins Jenseits zu verdienen. Dabei trifft er die aufregende, aber ebenso tote Mercedes und kommt einem Korruptionskomplott auf die Spur. Der Humor ist hier mindestens so schwarz wie die Lungen der Beteiligten. Das Setting knüpft an die mexikanische Tradition des Día de los Muertos an und die liebevoll gestalteten Kulissen erinnern an Kinoklassiker wie Casablanca. Mehr als einmal bin ich zu einem früheren Spielstand zurückgekehrt, um durch die Gassen von Rubacava zu streunern oder in der Blue Casket-Bar abzuhängen. Als besonderes Bonbon wird das Spiel mit einem mitreißenden Soundtrack aus Blues und Jazz unterlegt, der jede Party aufmotzen kann.

Die Remastered-Version von Grim Fandango ist für PC, Mac, PlayStation 4 sowie für iOS und Android erhältlich

Game of Thrones: Ein „Spiel-Film“ für das iPad

Berti Kolbow-Lehradt, Redakteur: Ich spiele inzwischen überwiegend auf dem iPad. Die hochwertigen, mobilen Titel muss ich zwar mit der Lupe suchen, aber es gibt sie. Allen voran schätze ich die fantastisch erzählten „Interactive Fiction“-Spiele von Telltale, insbesondere „Game of Thrones“, das ich derzeit wieder durchspiele.

Die erzählerische Dichte fesselt mich mindestens so wie die Serien-Vorlage. Die innere Zerrissenheit der von mir gespielten Protagonisten bei manchen Entscheidungen geht mir manchmal bis ins Mark. Zwar ist mein Einfluss auf den Ausgang nicht so groß wie der Hersteller das suggeriert, trotzdem fühle ich mich hineingezogen in das Geschehen. Insofern macht mir die Mischung aus interaktivem Spiel und filmischer Erzählung nicht nur riesigen Spaß. Game of Thrones für iOS ist für mich auch ein Leuchtturm dafür, wie Storytelling in Lizenz-Videospielen heute sein sollte und dafür, dass die Qualität von Mobile Games dem Erlebnis von PC- und Konsolentiteln das Wasser reichen kann.

Game of Thrones ist neben iOS für alle gängigen Plattformen erhältlich.

Was zockt ihr am Tag der Videospiele? Was sind eure Lieblingsspiele und warum? Und welche Erinnerungen verbindet ihr mit ihnen? Erzählt es uns in den Kommentaren!


Image (adapted) Ten Too Many by Joel Stubston (CC BY SA 2.5)


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Lightroom: So holst du mehr aus deinen Schnappschüssen heraus

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Das Smartphone wird heutzutage nicht nur zum Versenden von Nachrichten, Webbrowsen und Spielen genutzt, sondern ersetzt auch immer öfter die Kompaktkamera. Wen wundert’s, hat die Kameratechnik doch in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht. Und in Zeiten von Instagram und anderen fotoorientierten Bildernetzwerken kann jeder schnell künstlerische Aufnahmen kreieren. Wer mehr aus seinen Schnappschüssen herausholen will, sollte allerdings auf professionelle Anwendungen zurückgreifen. Der Branchenprimus Adobe bietet mit Photoshop Lightroom eine leistungsfähige Lösung an. Wir zeigen euch, wie ihr mit der kostenlosen App eure Fotos unkompliziert aufwerten könnt.

Adobe Photoshop Lightroom, auch nur kurz Lightroom, ist im Google Play Store in der Basisversion gratis verfügbar. Mit knapp 60 MB ist die Anwendung trotz des großen Funktionsumfangs kompakt gehalten. Besonders angenehm gestaltet sich die Verwendung der Adobe-App mit einem großformatigen Tablet. Deshalb haben wir den Workflow mit dem Lenovo Yoga Book durchgeführt, das für den Einsatz geradezu prädestiniert ist.

Fotoausbeute schnell sichten

Beim ersten Starten fügst du wie beim Desktop-Pendant die entsprechenden Bilddateien zur Lightroom-Bibliothek hinzu. Dann stehen die Aufnahmen im Programm selbst zur Verfügung. In unserem Fall haben wir direkt ein Testfoto des Lenovo Yoga Book geladen.

Adobe hat das mobile Lightroom ursprünglich als Begleiter-App für die Desktop-Version entwickelt. Ziel: Die Unmengen von Bildern, die ihr während einer Fotosession geschossen habt, schnell zu sichten. Das geht auch immer noch gut. Mit dem Flaggen- und dem Stern-Symbol unten links sowie Hoch- und Runterwischen auf dem Display könnt ihr das jeweilige Foto bewerten. Auf diese Weise könnt ihr die guten und schlechten Fotos anhand der Bewertung später leicht rausfiltern.

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Die Funktionsvielfalt sieht man dem Lightroom-Startbildschirm kaum an. Screenshot by Jonas Haller

Bearbeiten wie die Profis

Neben einem Verwalter ist das mobile Lightroom auch ein sehr guter Editor. Seit einer Weile arbeitet Adobe daran, dass die App nicht mehr als Zusatz zur Desktop-Variante zu sehen ist, sondern immer mehr zur eigenständigen Anwendung wird.

Der Bearbeitungsmodus, der sich hinter dem Symbol mit den drei Schiebereglern verbirgt, bietet unter anderem Weißabgleich, Belichtung, Kontrast, Lichter, Tiefen, Dynamik oder Sättigung. Statt Regler zu verschieben, wischen Anwender auf einer Skala nach links und rechts. Mit einem Fingerdruck auf das Blenden-Symbol in der unteren Hauptleiste gelangen Anwender zu weiteren Menüs, in denen sich Farben und die Gradationskurve bearbeiten lassen.

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Ein Algorithmus holt bei „Automatischer Tonwert“ das beste aus dem Foto heraus. Screenshot by Jonas Haller

Für Automatik-Fans ist der automatische Tonwert eine tolle Sache. Der Algorithmus im Hintergrund errechnet die besten Werte für Belichtung, Kontrast, den Tiefen, Höhen sowie Farbwerten und präsentiert ein ansehnliches Ergebnis. Für die Feinjustage stehen die Regler noch separat zur Verfügung. Unsere Erfahrung zeigte allerdings, dass bereits die Automatik gute Ergebnisse erzielt. Ein Tipp: Ziehe die Anpassung der Bilddynamik der Bildsättigung vor. So sehen die Aufnahmen deutlich lebensechter und weniger nach Pop-Art aus.

Die Funktionen ermöglichen dir schon bei JPG-Dateien viel Spielraum. Noch mehr Spaß machen sie, wenn du deine Fotos im Rohdatenformat DNG aufgenommen hast. Dann enthält die Datei vielmehr Helligkeitsinformationen und du kannst zum Beispiel Struktur in scheinbar über- und unterbelichtete Stellen zurückholen.

Tatsächlich ist Lightroom Mobile inzwischen so ein guter Bildbearbeiter, dass auch viele Profis das Programm dazu nutzen, schon unterwegs ihren Fotos die ersten Korrekturen zu verpassen.

Filter gibt es auch

Wer seine Fotos nicht so gern manuell bearbeiten möchte, sondern lieber Filter die Arbeit erledigen lässt, hat auch dazu die Möglichkeit. Ähnlich wie beim sozialen Fotonetzwerk Instagram verbergen sich hinter dem Button mit den drei Ringen verschiedenste Farbfilter.

Das „Rundum-Sorglos-Paket“ gibt es im Segment ‚Kreativ‘. Dort lassen sich acht Layer finden, die vom klassischen Cremeton bis zur verspielten Crossentwicklung reichen. Unter ‚Farbe‘ kannst du dem Foto mithilfe der Kraftvoll-Layer mehr Ausdruck verleihen. Richtig stilvoll wird es mit den Schwarz-Weiß-Filtern. Neben Automatischem Schwarz/Weiß-Werten kannst du deinen Schnappschüssen auch einen alten Filmlook verpassen. Unter Details kannst du deine Fotos Scharf- oder Weichzeichnen. Nichts anderes verbirgt sich unter den kryptischen Namen Klarheit und Rauschreduzierung.

Der „Effekt“-Reiter beinhaltet weitere Optionen wie Vignetten, also abgedunkelte runde Fotorahmen, die bei Analogapparaten damals fertigungsbedingt auftraten. Heute sind sie oft künstlerisches Mittel, um den Blick auf das Bildzentrum zu lenken. Außerdem kannst du durch die Körnung ein künstliches Bildrauschen hinzufügen. Insgesamt ist die Filterauswahl allerdings relativ klein und nicht wirklich originell. Filter sind einfach nicht die Stärke und der Haupteinsatzzweck von Lightroom.

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Per Filter kannst du den Schnappschuss auch verschlimmbessern. Screenshot by Jonas Haller

Kamera-App inklusive

Geht es nach Adobe, muss man für alle Aspekte rund ums Fotografieren mit dem Smartphone die Lightroom-App nicht mehr verlassen. Mittlerweile ist nämlich auch eine Kamera-Funktion integriert. Sie bietet neben Automatik-Schnappschüssen auch einen „Pro“-Modus, mit dem Fotografen die Belichtung manuell vornehmen können. Wie viele Optionen hier zur Verfügung stehen, hängt aber davon ab, wie viel Zugriff der Smartphone-Hersteller auf die Kamera-API zur Verfügung stellt.

Cloud-Funktionen gegen Gebühr

Als Gratis-App lässt sich Lightroom ziemlich gut nutzen. Aber so richtig zur Hochform läuft es erst auf, wenn Anwender es über ein kostenpflichtiges Abo (ab ca. 12 Euro / Monat) mit den anderen Anwendungen der Creative Cloud von Adobe verknüpfen. Dann können Anwender zum Beispiel die unterwegs selektierten und bearbeiteten Bilder direkt in der Sammlungs-Ansicht von Lightroom CC am Desktop öffnen und nahtlos weiterbearbeiten. Außerdem stehen die in Lightroom mobile synchronisierten Fotos auch automatisch in anderen mobilen Anwendungen von Adobe zur Verfügung.

Fazit: Lightroom als Top-Fotoapp

Neben Snapseed gehört es sicherlich zu den besten aktuellen Editoren auf Mobilgeräten. Dafür müsst ihr noch nicht mal die kostenpflichtige Variante nehmen. Auch die Gratis-App bietet alles, was ein Smartphone-Fotograf braucht. Der Cloud-Sync ist allerdings das Tüpfelchen auf dem „i“ für alle, die ihren Bildern am Desktop gern den Feinschliff verpassen möchten.


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Teuer vs. günstig: Welches Amazon Fire Tablet ist besser?

Amazon Fire Tablet Größenvergleich

Stapelweise Literatur, Serien-Streaming oder neuerdings auch Supermarkt im Netz: Derzeit gibt es kaum eine Branche, in die der Internetriese Amazon nicht hineinwächst. Und er produziert auch eigene Geräte für seine Plattform. Nachdem ich bereits den Kindle-E-Reader ausführlich getestet habe, war ich neugierig, ob die Amazon Fire Tablets des Online-Händlers halten, was sie versprechen. Zum Vergleich habe ich aus Amazons Produktreihe die günstige Tablet-Variante und das Top-Tablet Fire HD 10 genauer unter die Lupe genommen. Bei beiden handelt es sich eigentlich um Android-Tablets, die mit einer speziellen Oberfläche von Amazon angepasst sind.

Das Schnäppchen: Amazon Fire Tablet

Dieses Tablet ist das günstigste aus der Tablet-Reihe von Amazon Fire – und eben einen genaueren Blick wert. Der erste Eindruck war ziemlich gut. Das Tablet kommt mit seinem farbigen Design stylisch daher. Mit seinen 7 Zoll wirkt es klein und kompakt. Die Auflösung von 1024 x 600 Bildpunkten mit einer Pixeldichte von 171 ppi empfinde ich für das kleine Gerät mehr als ausreichend. Allerdings liegt es mit 313 Gramm etwas schwer und klobig in der Hand. Mit einer Tiefe von 10,6 mm ist es auch ganz schön dick geraten. Durch das stabile Kunststoffgehäuse ist es nicht so schmutzempfindlich wie das hochwertigere Amazon Fire Tablet HD 10. Somit passt es perfekt als kleiner Begleiter in die Tasche und kann unterwegs bestens genutzt werden.

FIRE TABLET (2)
Image by Jennifer Eilitz

Das Amazon-Tablet ist auf dem Gerät mit eigenen Apps und Funktionen wie beispielsweise „Amazon-Angebote“ oder auch den „Amazon-Shop“ vertreten, um den Nutzer in den eigenen Amazon-Kosmos zu locken.

Bei dem Versuch, das Tablet benutzerdefiniert für mich einzurichten, gibt es die ersten Stolpersteine. Die vielen Apps aus dem Google Play Store kann ich nämlich nicht benutzen. Ab Werk ist nur Amazons hauseigener App-Store installiert. Sein Angebot ist viel kleiner. Schade!

Schwächen bei Akku und WLAN

Die Akkulaufzeit konnte mich nicht beeindrucken, da sich der Akku bei intensiver Nutzung schnell entlädt. Amazon vermerkt hier eine Laufzeit von etwa sieben Stunden – und somit eine ganze Stunde weniger als beim Fire HD 10. Mir kommt das ziemlich kurz vor – schließlich halten moderne Netbooks locker doppelt so lange durch.

Fire Tablet Startmenü
Image by Jennifer Eilitz

Die Kameraauflösung ist höchstens mittelmäßig. Eine VGA-Frontkamera und eine rückseitige Kamera mit gerade mal zwei Megapixeln sorgen für einen gewissen Retrofaktor, denn die Bilder sehen aus, als wären sie zu einer Zeit geschossen worden, als Fotohandys gerade frisch auf den Markt kamen. Für den geringen Kaufpreis überrascht mich die Qualität jedoch nicht.

Musikhören auf dem Gerät klappt besser, der Klang selbst ist deutlich und klar. Leider hat Amazon hier beim Design nicht so gut aufgepasst. Die Lautsprecher sind unten auf der Rückseite angebracht – sobald das Tablet hingelegt wird, dringt der Klang nur noch gedämpft nach außen. Es gibt noch weitere Mankos: Die Musik, die ich über die Prime-Musik-App abgespielt habe, bricht immer wieder ab, da die WLAN-Verbindung unterbricht und neu gesucht werden muss.

Das Lesen auf diesem Gerät war schon angenehmer als das ständige WLAN-Gesuche, das Gerät liegt auch nach längerer Zeit gut in der Hand. Durch die sogenannte Blue-Shade-Funktion ist das Lesen auch am Abend sogar augenschonend. Zusammen ergibt dies also ein allgemeines „befriedigend“ mit leichten Abzügen in der B-Note. Wer diesen kleinen Begleiter für Reisen, unterwegs und fürs Sofa erstehen möchte, muss immerhin nicht allzu tief in die Tasche greifen. Das Low-Budget-Tablet gibt es in verschiedenen Farben ab ca. 60 Euro.

Das Elegante: Fire Tablet HD 10

Fire HD 10 Tablet Startmenü
Image by Jennifer Eilitz

Trotz seiner Displaygröße von ganzen 10,1 Zoll liegt das schlanke Tablet mit einer Randbreite von gerade einmal 7,7 mm angenehm in der Hand. Ein Leichtgewicht ist es mit seinen 432 Gramm allerdings nicht. Die Auflösung mit über einer Million Pixeln (1280 x 800 Bildpunkte ergeben eine Pixeldichte 149 ppi) hat mir auf den ersten Blick besonders zugesagt. Sie stellt die Bilder und Hintergründe auf dem Tablet klar dar.

Allerdings zieht das Gerät im Gebrauch auch Fingerabdrücke magisch an, sodass es sich empfehlen würde, eine passende Hülle gleich mitzubestellen. Die günstige Variante mit ihrer Kunststoffverkleidung hat sich hier als robuster erwiesen.

Die Akkulaufzeit empfand ich bei diesem Gerät mit mehr als acht Stunden als durchaus langlebiger. Die rückseitige Kamera ist hier mit seinen fünf Megapixeln um einiges besser als sein Billigkonkurrent. Bei der Frontkamera handelt es sich hier genau wie bei der kostengünstigeren Variante um eine VGA-Kamera – nicht gerade der neueste Standard. Vielleicht lassen wir beim nächsten Mal die Kameras einfach weg.

(zum Vergrößern einfach auf die Bilder klicken)

Lesen: nein. Streaming und Daten sichern: ja, bitte!

Wie verhält sich das Amazon Fire Tablet im Alltagsgebrauch? Es taugt ganz sicher nicht zum regelmäßigen Lesen – ein starker Spiegeleffekt stört den Genuss zumindest bei Tageslicht. Außerdem ist es für gemütliche Daddel-Sessions auf der Couch einfach zu groß und zu unhandlich geraten.

Als schicker, externer Datenspeicher macht es hingegen eine enorm gute Figur, denn mit einer microSD-Karte kann man es um bis zu 200 GB Speicherplatz erweitern. Alternativ kann auch der von Amazon angebotene unbegrenzte Cloud-Speicherplatz genutzt werden. Wer das Tablet zum Streamen von Filmen oder Musik nutzt, den erwartet ein wirklich guter Klang. Pluspunkt: Das Gerät lässt sich schön laut stellen, der Ton ist klar und gut verständlich.

Das Shoppen und Stöbern in den Shops empfand ich ebenfalls als sehr angenehm, da der Shop genauso aufgebaut ist wie die Desktop-Version. Den Nutzer erwartet hier keine große Überraschung. Auch hier bekommen vor allem Amazon Prime-Nutzer erneut eine Menge geboten: Zahlreiche kostenlose Apps und Spiele sind freigeschaltet, zusätzlich lockt Amazon mit besonderen Angeboten, dem Amazon-Shop und regelmäßige Hinweise auf dem Startbildschirm für die neuesten Aktionen.

Fazit: Auch dieses Amazon Fire Tablet bleibt eindeutig Zweitgerät – als netter Zeitvertreib beim Streaming und als Back-up-Hilfe macht es wirklich Spaß. Für etwa 199,00 Euro kann man das Tablet bestellen.

Die Amazon Fire Tablet-Funktionen

Amazon ist überall: Die Amazon-Apps springen dem Nutzer ständig ins Auge. Für das Amazon Fire Tablet lohnt es sich definitiv, ein Prime-Mitgliedsabo abzuschließen, denn nur so lässt sich das Rundum-Sorglos-Paket wirklich genießen. Für Nichtabonnenten macht die Nutzung deutlich weniger Spaß – eine subtilere Vermarktung der eigenen Apps und Services wäre hier eleganter gewesen.

  • Unbegrenzt, aber nicht für immer: Amazon Drive

Wer viele Daten hat, muss auch viel Speicherplatz zur Verfügung haben – eine Platzerweiterung gibt es unbegrenzt in der Cloud von Amazon-Drive. Die Übertragungsrate ist angenehm schnell, so macht Backuppen zumindest ein bisschen Spaß. Amazon bietet hier eine dreimonatige, kostenlose Probemitgliedschaft an. Nach Ablauf der Zeit lässt Amazon sich die Nutzung der Cloud ganze 70 Euro im Jahr kosten. 

  • Ein flüssiges Prime-Erlebnis: Streaming ohne Ende

Amazon Prime Nutzer können sich entspannt zurücklehnen und Filme und Serien ohne Ende schauen. Hier eignet sich die Videofunktion ganz besonders gut, da Filme und Serien wie auf dem Fernseher geschaut werden können – und zwar geräteübergreifend. Die Streaming-Funktion eignet sich daher ideal zum Reisen oder für eine kurze Serienfolge abends im Bett. Besonders clever: Filme und Serien können auch offline auf den Geräten gespeichert werden. Der Download ist einfach zu handhaben. Dem Nutzer werden je nach Qualität des Videos verschiedene Speichervarianten empfohlen. Der Download dauert nur wenige Minuten und im Anschluss findet man den Film oder die Serie im übersichtlich gestalteten Download-Ordner der Video-App. 

  • Unendlich lesen wie auf dem Kindle

Die Fire Tablets sorgen für mehr Ordnung im Elektroregal. Sie verfügen über die gleichen Funktionen wie der herkömmliche Kindle-E-Reader, und die werden immer smarter. Dass Amazon sich Gedanken über das beste Leseerlebnis macht, merkt man: Die Seitenzahl, Positionsangabe oder aber auch die Minutenangabe für das verbleibende Kapitel kann je nach Bedarf angezeigt werden. Der Nutzer kann auch hier die Buchstabengröße, Zeilenabstand sowie die Schriftart und den Rand nach eigener Vorliebe einstellen. Die Geräte können außerdem die persönliche Nutzerbibliothek anzeigen, sodass man seine Bücher auch auf dem E-Reader lesen kann. Prime-Mitglieder können einmal monatlich ein Buch kostenfrei leihen. Will man diesen Service nutzen, um das Abo aber einen Bogen machen, kann man sich auch bei Kindle Unlimited anmelden.

Die Tablets verfügen zwar nicht über augenschonende Displays, mit der „Blue Shade“ -Funktion werden die Augen aber gerade vor dem Schlafen gehen um einiges entspannter. Die Funktion minimiert das blaue Licht, was uns am Einschlafen hindert und ein entspanntes Lesen ermöglicht, ohne die Augen zu belasten. Blue-Shade ist nicht nur zum Lesen geeignet, sondern auch für andere Funktionen wie Apps oder Spiele.

  • The Game is on: Spiele auf dem Tablet

Im App-Store gibt es zahlreiche Spiele und Apps, die sich der Nutzer herunterladen kann. Ob „Social Media“-Apps oder bekannte Games – mit einer Auswahl von über 500.000 Apps und Spiele lässt sich Amazon nicht lumpen. Auf jedem der beiden Geräte funktionierte das auch wirklich gut. Die Spielegrafik hat eher auf dem HD 10-Tablet überzeugt, für ein gemütliches Daddeln auf dem Sofa hingegen erwies sich das kleinere Amazon Fire Tablet als Gewinner.

  • Musikstreaming bei Amazon: Log dich ein

Bei Amazon gibt es nicht nur Serien und Filme, auch die Musikauswahl ist groß. Der Nutzer kann unter zwei Millionen Songs auswählen und seine eigenen Playlists zusammenstellen. Das ist weniger als bei den anderen großen Anbieter wie Spotify oder Apple Music, aber es reicht. Zudem laden verschiedene Playlists zum Stöbern und Streamen ein. Hierfür braucht der Nutzer jedoch ein neues Konto bei Amazon Music-Unlimited. Als Prime-Kunde zahlt man 7,99 Euro für den Zugang – alle Externen müssen 9,99 Euro über den virtuellen Musiktresen reichen.

Die Bedienung der Amazon-Music-App war einfach und unkompliziert und ähnlich aufgebaut wie bei den Konkurrenzdiensten Spotify oder Deezer. Und auch hier punktet die Offline-Variante: Alben, Songs oder Playlists können auf das Gerät heruntergeladen und offline wiedergegeben werden.

Fazit: Prime-Nutzer haben es besser

Die beiden Tablets passen ideal in die Zeit, denn sie sind schnell, leistungsstark und für den reinen Medienkonsum ausgelegt. Auf beiden Geräten lässt es sich angenehm und ruckelfrei Filme und Serien schauen, Musik hören, Spiele spielen und im Internet surfen. Wer ein Tablet genau dafür nutzen und nur hin und wieder mal ein Buch darauf lesen möchte, ist hier mit der günstigeren Variante gut beraten.

Der Elefant im Raum ist bei allen Funktionen die Dauerpräsenz von Amazon Prime. Dabei muss man nicht zwingend Prime-Kunde werden, um dieses Tablet zu nutzen, denn alle Funktionen – wie beispielsweise der Browserzugang bei Netflix – laufen problemlos. Dennoch bietet sich eine Mitgliedschaft an, um von den zahlreichen Vorteilen profitieren zu können. Die Apps, der Shop und die Angebote richten sich nun einmal am ehesten an Amazon Kunden.

Zum reinen Arbeiten finde ich die Tablets nicht brauchbar, es sei denn, man nutzt die von Amazon angebotene Cloud, um seine Daten dort abzulegen. Zudem lasen sich nicht alle frei verfügbaren Apps außerhalb des Amazon-Shops installieren.

Das Amazon Fire HD 10 kommt mit seinem gepfefferten Kaufpreis von 200 Euro etwas übertrieben daher, da es sich von den Möglichkeiten her kaum vom günstigeren Produkt unterscheidet. Für den Alltag reicht die günstige Variante, trotz weniger Speicherplatz, einer mittelmäßigen Akkulaufzeit, einem nicht ganz so hochwertigen Display und einer wirklich unterirdisch miesen Kamera dennoch aus. Die Basisfunktionen sind dem teureren Modell sehr ähnlich und alle Amazon-internen Service-Apps sind auf beiden Geräten nutzbar. Daher empfiehlt sich das Gerät am ehesten auf Reisen und für den Pendler-Alltag.


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Ode an Android: Wie ich zum Google-System kam und es lieben lernte

Android-Image-by-Scott-Akerman-CC-BY-2.0via-flickr

„Google Android verdrängt Microsoft Windows bei den Web-Nutzungsstatistiken“. Diese Headline war in der vergangenen Woche bei allen großen Technikportalen zu lesen. Innerhalb von nicht einmal zehn Jahren hat es der Suchmaschinenriese geschafft, den Markt vollkommen auf den Kopf zu stellen. Auch ich habe das System in den letzten Jahren lieben gelernt. Meine Geschichte mit dem Android-System.

Windows First: Ich bin ein Wechsler

Meine erstes, smartes Mobilgerät aus dem Jahre 2008 war weit entfernt vom heutigen Standard. Mit Windows Mobile 6.1 ausgestattet stellte das Simvalley XP-25 von Pearl für damalige Verhältnisse ein spannendes Einsteigergerät für den Markt der Pocket PCs dar.

Für die produktive Verwendung des 2,4 Zoll kleinen Displays war ein Eingabe-Stift nötig. Das zog öfters Blicke auf sich. Ein Prozessor mit 300 MHz-Taktung, 64 MB Arbeitsspeicher und 128 MB um bis zu 2 GB erweiterbarer Festspeicher waren damals für den Alltag genug. Vorinstalliert waren neben Media Player und Internet Explorer auch Microsoft Office mobile. Für den Schulalltag war ich damals perfekt ausgestattet.

Auch wenn Android und iOS so langsam Fahrt aufnahmen, blieb ich Windows aufgrund des vorhandenen Ökosystems treu und entschied mich Anfang 2011 für ein Gerät des Smartphone-Pioniers HTC. Das 7 Mozart kam dabei als eines der ersten Telefone mit dem runderneuerten Windows Phone 7 Betriebssystem daher.

Das Geek-Interesse war geweckt: Das Kacheldesign gefiel und auch die Performance war außerordentlich gut. Doch schon damals zeichnete sich ab, dass Microsoft den Sprung auf den Smartphone-Zug verpasst hatte. Etliche Apps waren für Windows Phone 7 nicht verfügbar und aufgrund fehlenden Multitaskings war das Konzept nicht wirklich smart. Updates behoben einen Teil der Fehler, doch das Betriebssystem hinkte der Konkurrenz von Apple und Google stets etwas hinterher.

Trotzdem kam für mich damals das iPhone, welches dem Smartphone so richtig zum Durchbruch verhalf, nicht infrage. Neben dem in sich geschlossenem Ökosystem schreckte mich als Zivi mit schmaler Geldbörse der saftige Aufpreis vom Kauf ab.

HTC hat Lust auf Android gemacht

Einen Vorteil brachte das HTC 7 Mozart auf jeden Fall: Das Gerät war eines der Auslöser, dass ich Ende 2011 begann für HTC Inside Artikel zu schreiben. Das brachte eine Menge Spaß und das Interesse an Entwicklungen in der mobilen Welt wuchs. Da war es nur eine Frage der Zeit bis ich in Kontakt mit dem Android-Betriebssystem kam.

Android ließ meine Liebe für Microsofts Mobilsystem Stück für Stück erkalten. Erste Testgeräte mit dem Android-OS trudelten ein und ich lernte die Vorzüge eines offenen Systems kennen und gewissermaßen auch lieben. Der wohl größte Vorteil und der Grund für den Systemwechsel war neben der App-Vielfalt der Funktionsreichtum des Systems, den man bei Microsofts Windows Phone 7 vergeblich suchte.

HTC One M7: Mein erstes Smartphone mit Android-System

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Das HTC One M7 war ein echter Handschmeichler. Image by HTC

Man möge es kaum glauben, aber das One M7 von HTC war im Jahre 2013 mein allererstes, eigenes Android-Telefon. Der taiwanische Hersteller schaffte es eines der bis dato schönsten Smartphones mit dem nerdigen Google-System auf die Beine zu stellen. Mit der grundlegend überarbeiteten, schlichten Nutzeroberfläche Sense UI ergatterte das Telefon einen Platz in den Herzen der Mobilfunk-Enthusiasten – auch bei mir. Features wie die klangvollen BoomSound-Stereolautsprecher und die lichtstarke Ultrapixelkamera stellten ein Novum in der Branche dar.

Der Einsatz im Alltag zeigte immer öfter die Vorteile des Google-OS dank breiter App-Verfügbarkeit und guter Performance auf. Die schnelle Entwicklung des Ökosystems sorgte zudem für eine immer bessere Produktivität. Wenngleich das Unternehmen aus Mountain View in den folgenden Monaten und Jahren den Datenschutz zunehmend mit Füßen trat, gewöhnte ich mich immer mehr an die Bequemlichkeiten von Maps, Drive, Notizen und Co. Auch Google Now schlich sich in meinen Alltag und ist für mich heute kaum noch wegzudenken. Einzige Nachteile zu Windows Phone: Damals wurden die Telefone aufgrund Dateifragmentierung mit der Zeit spürbar langsamer und Updates wurden erst nach Prüfung und Anpassung verzögert an die Endkonsumenten ausgeliefert.

HTC 10: Mein aktueller „Daily Driver“

Obwohl die rosigen Zeiten des taiwanischen Smartphone-Herstellers HTC längst vorbei sind, bin ich den schicken Geräten bis heute treu geblieben. Das 2016er-Flaggschiff HTC 10 sollte mein geliebtes One M7 nach drei Jahren reger Nutzung ablösen. Für das Gerät sprachen nicht zuletzt Display, Kamera, Akku und neueste Android-Software. Das Google-System hat sich in der Zwischenzeit derart entwickelt, dass Hersteller ihre eigenen Nutzeroberflächen immer stärker zurückfahren.

Auch ohne großartige Optimierungen lässt sich Android mittlerweile schön und schnell auf einem Mobiltelefon nutzen. Das wird auch am Wegfall von teilweise essentiellen HTC-Anwendungen wie Mail oder der Foto-Galerie deutlich. Dadurch verbessert sich auch das Zusammenspiel zwischen Hard- und Software, was wiederum der User-Experience zu Gute kommt.

Und Google schöpft daraus Selbstvertrauen: Mit den neuen Pixel-Phones beweist das Unternehmen Mut und zeigt auf, dass sich die ‚herkömmlichen‘ Elektronik-Hersteller in Zukunft warm anziehen müssen. Nicht zuletzt, weil Software-Aktualisierungen direkt und somit deutlich früher als bei Mitbewerbern ausgeliefert werden.

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Das HTC 10 gehört aktuell zu den besten Android-Phones. Image by HTC

Bei Tablets hat mich Android noch nicht überzeugt

Die Achillesferse des Android-Systems ist und bleibt allerdings der Tablet-Markt. Er wird auch im Jahre 2017 von Apple und den erfolgreichen iPads geprägt. Abgesehen von einer kurzen Odyssee mit dem HTC Flyer, hat mich der Softwaregigant auf diesem Gebiet noch nicht wirklich erreichen können.

Selbst hervorragende Geräte wie das Asus Zenpad 3S 10 lassen eine ausgereifte Tablet-Software vermissen. Das beginnt mit der Nutzeroberfläche und endet mit der miserablen Anpassung der Drittanbieter-Apps. Aktuell gibt es einfach kein einziges Gerät, was dem iPad auch nur annähernd das Wasser reichen kann. Google könnte hier noch eine Menge an Boden gut machen.

KI und digitale Assistenten lassen Smartphones alt aussehen

Und wo geht die Reise hin? In Zeiten von ‚Künstlicher Intelligenz‘ und vernetzten Heimassistenten ist die Zukunft das Smartphones, und damit auch des Android-Betriebssystems, ungewisser denn je. Die Entwicklung des Smartphones an sich dürfte langsam aber sicher ihren Zenit erreicht haben. Das zeigt die geringe Innovationsdichte der letzten Geräte-Generation.

Ein wichtiger Schwerpunkt dürfte in den kommenden Monaten und Jahren die Entwicklung neuer Interaktionsmöglichkeiten sein. Als Software-Lieferant ist Google hier gefragter denn je. Die Frage ist, ob Android dann noch eine Rolle spielen wird.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Androidpiloten.


Image (adapted) „Android“ by Scott Akerman (CC BY 2.0); Product-Images by HTC


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Wie nutzen die Deutschen das Internet?

Die Online-Nutzung steigt weiter an, das Smartphone wird immer wichtiger und die Bedeutung von Messengern wie WhatsApp nimmt deutlich zu. Das sind die zentralen Erkenntnisse der neuen Online-Studie 2016 von ARD und ZDF, die von den beiden öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten jährlich in Auftrag gegeben wird.

Die Zahl der Onlinenutzer ist im Vergleich zu 2015 um 4,3 Prozentpunkte auf 83,8 Prozent gestiegen, wobei die Studie bereits die Kategorie „zumindest selten genutzt“ als regelmäßige Internetnutzung definiert. Das etwas härtere, aber aussagekräftigere Kriterium: 65,1 Prozent der Deutschen nutzen die Möglichkeiten des Internets täglich (das sind bis zu zwei Prozentpunkte mehr), während 11,2 Millionen Menschen das Internet weiterhin verschmähen.

Wenig überraschend ist die Lücke zwischen den Generationen – immerhin kommen 9,2 Millionen Menschen ab 60 ohne Internet aus. Während 91,5 Prozent der 14- bis 19-Jährigen das Internet täglich nutzen, ist es in der Generation 60+ gerade mal jeder Dritte. Das drückt sich auch in der durchschnittlichen Nutzungsdauer aus: Vier Stunden und fünf Minuten verbringt ein 14- bis 29-Jähriger täglich im Internet, während die Deutschen insgesamt im Mittel nur auf 128 Minuten kommen.

Damit überschreitet die tägliche Nutzungsdauer erstmals die Marke von zwei Stunden. Ebenfalls interessant: Menschen mit mobilem Internetzugang verbringen durchschnittlich 35 Minuten mehr Zeit im Internet als die Gesamtbevölkerung. Die meiste Zeit geht für die Kommunikation drauf (39 Prozent der Zeit im Netz), wobei es in dieser Hinsicht im Vergleich zum Vorjahr über alle Gruppen hinweg einen Zuwachs gab, vor allem aber bei den 14- bis 29-Jährigen sowie bei den Frauen.

Das wichtigste Internetgerät: Das Smartphone

Erstmals gelang es dem Smartphone darüber hinaus, das wichtigste Internetdevice zu werden, nachdem es 2015 noch der ärgste Verfolger des Spitzenreiters Laptop war. 66 Prozent gehen mit dem Smartphone ins Netz, der Laptop folgt mit 57 Prozent abgeschlagen auf Rang zwei. Vor allem bei den 30- bis 49-Jährigen gab es bei der Smartphone-Nutzung einen gewaltigen Sprung von 69 auf 86 Prozent. In der Gesamtbevölkerung drücken vor allem die älteren Mitbürger diesen Wert auf 66 Prozent (das entspricht täglich 49 Prozent).

Bei den Jüngeren nähert sich das Smartphone derweil zunehmend der Komplettversorgung an: 95 Prozent der 14- bis 29-Jährigen gaben an, mit dem Smartphone online zu gehen, die tägliche Nutzung liegt bereits bei 86 Prozent. Dabei sind das Verschicken von Nachrichten und das Musikhören die wichtigsten Smartphone-Dienste für die 14- bis 29-Jährigen. Telefonieren landete nur auf Platz Vier.

Jeder Dritte benutzt sein Smartphone täglich unterwegs, beispielsweise an einer Bushaltestelle, um im Internet zu surfen. Bemerkenswert sind vor allem die Zuwachsraten: 2015 lag dieser Wert noch zehn Prozentpunkte niedriger. Im Allgemeinen nutzen aber schon 68 Prozent der Befragten immer wieder das Smartphone unterwegs – eine Steigerung von 13 Prozentpunkten.

Aber auch die Bedeutung von Tablets hat zugenommen: 38 Prozent der Deutschen nutzen die Geräte, um ins Internet zu kommen – elf Prozentpunkte mehr als 2015. Einzig und allein bei Smart-TVs lässt sich keine solche Dynamik erkennen: Stagnierende 17 Prozent der Deutschen nutzen den Fernseher als Internetdevice. Darüber hinaus wurden in diesem Jahr erstmals auch Streaming-Boxen und -Sticks wie Google Chrome oder Amazon Fire TV in die Studie einbezogen, die von insgesamt neun Prozent der Befragten genutzt werden.

Amazon Prime vor Netflix

Im Allgemeinen bleibt das Senden und Empfangen von E-Mails der wichtigste Online-Dienst, den die Deutschen nutzen – gefolgt von der Suche nach Informationen und dem Schauen von Videos, das sich erstmals vor das Lesen von Artikeln im Internet drängt. Das audiovisuelle Medium hat dabei im Vergleich zum Vorjahr hohe Wachstumsraten zu verzeichnen. 72 Prozent der Befragten schauen Onlinevideos – im vergangenen Jahr lag der Wert noch sieben Prozentpunkte darunter.

Mittlerweile schaut jeder Vierte täglich Videos im Netz, bei den Jüngeren ist es sogar jeder Zweite. In erster Linie fallen darunter Videoportale wie YouTube, die von 59 Prozent mindestens einmal wöchentlich aufgerufen werden, von 12 Prozent sogar täglich.

Auch die Nutzung der Mediatheken von TV-Sendern wird in diesem Zusammenhang zunehmend wichtiger, wenngleich die Reichweite der Online-Angebote noch weit unter der des linearen Fernsehens liegt. 42 Prozent der Befragten schauen TV-Sendungen live oder zeitversetzt im Internet. Die Zuschauer über 30 sind im Internet eher den Angeboten der TV-Sender sowie YouTube und Co. zugeneigt, während Streamingdienste wie Netflix für Menschen ab 50 beinahe keine Relevanz haben.

Die VoD-Plattformen erreichen in der Gesamtbevölkerung Werte in Höhe von 18 Prozent, während sie allerdings nur von drei Prozent der Menschen täglich genutzt werden. Dabei ist Amazon Prime in der Gesamtbetrachtung klarer Spitzenreiter, auch wenn Netflix bei der täglichen Nutzung siegt und einen höheren Anteil von 14- bis 29-Jährigen des Gesamtpublikums hat.

Social Media: Facebook bleibt der Platzhirsch

Facebook ist in diesem Zusammenhang eines der wichtigsten sozialen Medien. Jeder Dritte gab an, Videos auf Facebook zu schauen – ein deutlicher Anstieg im Vergleich zum Vorjahr. Und auch im Allgemeinen wuchs die Nutzung der Zuckerberg-Plattform trotz aller Unkenrufe und Kritik weiter: 26 Prozent der Befragten nutzen Facebook täglich (bis zu drei Prozentpunkte mehr), 41 Prozent mindestens einmal wöchentlich (bis zu sieben Prozentpunkte Zuwachs). Noch höhere Werte erzielt die Plattform bei den 14- bis 29-Jährigen: 70 Prozent der jungen Deutschen sind regelmäßig auf Facebook unterwegs.

Damit liegt das soziale Netzwerk klar vor sämtlichen Konkurrenten – Instagram folgt auf Platz Zwei mit nur elf Prozent in der Altersgruppe der 14- bis 29-Jährigen mit 37 Prozent). Erstmals ermittelte die ARD-/ZDF-Studie auch die Werte von Snapchat, das sich mit sechs Prozent unmittelbar auf Platz Drei der sozialen Netzwerke drängte. Dabei geht die Nutzung des Dienstes fast vollständig auf die 14- bis 29-Jährigen zurück: 23 Prozent gaben an, den Dienst mindestens einmal pro Woche zu nutzen.

Twitter bleibt derweil in Deutschland ein Randphänomen, das nur von jedem Zwanzigsten regelmäßig genutzt wird. Aber auch die beruflichen Netzwerke Xing und LinkedIn kommen nicht über drei bzw. ein Prozent hinaus.

Zweistellige Zuwachsraten beim Instant Messaging

Besonders beeindruckend sind die Wachstumsraten des Instant Messagings. 68 Prozent der Deutschen gaben an, Dienste wie WhatsApp regelmäßig zu nutzen – das sind immerhin 14 Prozentpunkte mehr als noch vor einem Jahr. Bei den 14- bis 29-Jährigen nähert sich diese Nutzung zunehmend den 100 Prozent an: 92 Prozent schicken mithilfe dieser Dienste mindestens einmal die Woche Nachrichten – 84 Prozent machen das sogar täglich (das entspricht einem Zuwachs von 13 Prozentpunkten).

Aber nicht nur die Messenger verzeichnen zweistellige Zuwachsraten. Die kurioseste Statistik der neuen Studie gibt es zum Schluss: vor allem bei den 70-Jährigen stieg im Vergleich zum Vorjahr der Spieltrieb. 14 Minuten verbringen die Senioren täglich mit Online-Games, im vergangenen Jahr waren es nur drei. Sie sind damit die einzige Gruppe mit einer massiven Steigerung zum Vorjahreszeitraum – Candy Crush und Co. lassen grüßen.


Image „Macbook“ by FirmBee (CC0 Public Domain)


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Macht die Arbeit am Computer krank?

startup (image by StartupStockPhotos[CC BY 1.0] via Pixabay

Sie folgen uns ins Büro, begleiten uns in den Feierabend und leisten uns Gesellschaft im Schlafzimmer: Computer, Laptops, Tablets und Smartphones sind unsere ständigen Begleiter. Egal ob im Job oder in der Freizeit, diese Geräte sind einfach nicht mehr aus unserem Alltag wegzudenken. Doch so hilfreich diese technischen Helfer für uns auch sein mögen, so schädlich sind sie auf Dauer für unseren Körper. Vielen ist gar nicht bewusst, wie sehr sie ihren Körper durch die Dauernutzung von Laptops & Co. belasten.

Augen zu und durch?

Wir verbringen einen Großteil unseres Tages damit auf einen Bildschirm zu starren. Das geht morgens bei der Arbeit los und hört oft erst abends beim Lesen von Artikeln auf dem Tablet auf. Doch da lauert schon die erste Gefahr: Das LED-Licht der Displays stört unsere Augen. Rötungen, Augenschmerzen getrübte oder doppelte Sicht sowie Kopfschmerzen – oft als Computer-Vision-Syndrom zusammengefasst – sind die Folge.

Risiko Augenkrankheiten

Das Risiko auf Augenkrankheiten hängt dabei nicht nur von der Dauer am Bildschirm, sondern auch von dessen Eigenschaften ab. Drei Faktoren beeinflussen, wie sehr unsere Augen vom Display belastetet werden

  1. Die Auflösung

Je nachdem, wie scharf das Bild am Display ist, müssen unsere Augen sich mehr oder weniger anstrengen, um es zu erkennen.

  1. Der Kontrast

Damit ist der Kontrast zwischen den Buchstaben und dem Vergleich im Hintergrund gemeint. Je schwammiger der Unterschied, desto schwieriger ist es für unsere Augen etwas zu erkennen.

  1. Die Helligkeit

Die Stärke des Lichts, das vom Display ausgeht, beeinflusst ebenfalls unsere Augen. Zu grelles Licht kann schmerzen, zu dumpfes Licht strengt an.

Daneben ist auch noch die Schriftgröße wichtig: Je kleiner etwas auf dem Bildschirm erscheint, umso mehr müssen sich unsere Augen anstrengen, um es zu lesen. Auch starke Spiegelungen auf dem Display, besonders intensiv bei Smartphones, belasten die Augen.

Wer seinen Augen mal eine Ruhepause vom Monitorstarren gönnen möchte, dem empfehlen Experten spezielle Augenübungen. Dazu gehört häufigeres Blinzeln. Denn die Augen trocknen durch das konzentrierte Schauen auf den Monitor schneller aus. Blinzeln sorgt dafür, dass sie mehr Flüssigkeit bekommen. Es kann auch gut tun, die Augen eine Weile komplett zu schließen oder die Hände einige Minuten davor zu halten. So können sich die Augen vom Flimmerlicht erholen.

LED-Licht wirkt wie Koffein

Neben dem erhöhten Risiko auf Augenkrankheiten, haben Wissenschaftler noch eine weitere Gefahr in den Displays entdeckt: Sie stören unseren natürlichen Schlafrhythmus. Gerade wenn wir vor dem Schlafengehen noch kurz auf das Smartphone schauen und hier lesen oder chatten, sorgt das LED-Licht am Display dafür, dass unsere Müdigkeit verfliegt. Grund dafür sind möglicherweise die blauen Wellenlängen, die Smartphones oder Tablets ausstrahlen. Unsere Netzhaut scheint besonders empfindlich auf blaue Wellenlängen um 480 Nanometer zu reagieren. Sie signalisieren dem Körper Wachsamkeit. „Eine solche ‚Blaudusche‘ macht uns sehr schnell wach“, erklärt der Leiter des Zentrums für Chronobiologie an der Universität Basel, Christian Cajochen. „Das ist wie ein Koffeineffekt.“

Studien belegen darüber hinaus, dass das häufige Nutzen von Computern am Abend auslaugt. Wissenschaftler der belgischen Universität Leuven befragten über 1600 Schüler zwischen 13 und 17 Jahren zu ihren Smartphone-Gewohnheiten vor dem Zubettgehen. Das Ergebnis: Wer das Handy öfter als einmal pro Woche nutzte, nachdem er das Licht bereits ausgeschaltet hatte, bei dem war die Wahrscheinlichkeit fünfmal so hoch, dass er am nächsten Tag müde war.

Wer also seinen Augen etwas Gutes tun möchte, der sollte vor dem Schlafengehen nicht mehr zum Smartphone greifen. Es gibt zudem Applikationen, die das aggressive LED-Licht speziell für unsere Augen in angenehmere Wellenlängen bringen, und sie so schonen.

Kleines Gerät, große Wirkung: Die Arbeit am Bildschirm belastet uns vom Nacken bis zum Handgelenk

Doch die Augen sind längst nicht der einzige Körperteil, der unter der häufigen Nutzung von Computern, Laptops, Tablets und Smartphones leiden muss. Auch unsere Gelenke, Muskeln und Knochen werden in Mitleidenschaft gezogen.

Repetitive Bewegungen belasten die Gelenke

Das liegt zum einen daran, dass wir vor dem Bildschirm immer wieder die gleichen Bewegungen machen, sei es das Klicken mit der Maus oder das Tippen auf der Tastatur. Doch solche wiederkehrenden Bewegungen belasten unsere Gelenke, Muskeln, Sehnen und Nerven und können im schlimmsten Fall zu den sogenannten Repetitive Stress Injuries (RSI) führen. Der qualvolle Schmerz, den wir im Daumen durch zu häufiges SMS-Tippen verspüren, hat sogar seinen eigenen Namen – De Quervain’s Syndrom. Andere bekannte Folgen sind Sehnenscheidenentzündungen und das Karpaltunnelsyndrom, oft ausgelöst durch Dauertippen sowie die ungesunde Haltung unserer Handgelenke am Laptop.

Wer daher häufig am PC tippt, sollte etwa alle 30 Minuten innehalten und seine Handgelenke kreisförmig drehen. Eine weitere Entspannungsübung ist das breite Ausstrecken aller Finger während die Handgelenke gerade gehalten werden.

Laptop-Nutzer, die häufig in die Tasten hauen, sollten darüber hinaus versuchen, die Tastatur vom Bildschirm zu entkoppeln, zum Beispiel durch einen externen Monitor. Denn die Haltung, die wir beim Tippen am Laptop einnehmen ist durch die Form des Geräts besonders schädlich für unsere Handgelenke.

Touchscreen-User haben zudem noch ein ganz anderes Problem. Studien zeigen, dass wir bis zu achtmal so heftig auf Touchscreens einhauen als auf taktile Tastaturen, weil wir eben kein fühlbares Feedback dafür bekommen, wenn wir eine Taste gedrückt haben. Das belastet die Sehnen und Handgelenke zusätzlich. Wer also viel am Tablet mit einem Touchscreen arbeitet, kann Klickgeräusche als Drück-Bestätigung einstellen oder sein Gerät an eine externe Tastatur anschließen

Nackenschmerzen sind vorprogrammiert

Das Arbeiten am Bildschirm strapaziert schließlich auch unseren Nacken, bis hin zum gesamten Rücken. Denn eine gekrümmte Position über Stunden einzuhalten, ist alles andere als natürlich. Wer am PC vom Schreibtisch aus arbeitet kann diese Haltung immerhin noch körpergerecht gestalten. Schreibtische können heutzutage verstellt werden, genau so wie Stühle – von ergonomischen Sitzgelegenheiten einmal ganz abgesehen.

Wer aber bei flexibleren Geräten wie Laptops, Tablets oder Smartphones eine genau so flexible Haltung einnimmt (beispielsweise auf dem Bauch), tut weder seinem Nacken noch seinem Rücken etwas Gutes. Denn je mehr wir uns verbiegen, um auf den Bildschirm zu schauen, desto stärker beansprucht das unsere Nackenmuskulatur und den Rücken. Tablet-Nutzern wird deshalb geraten das Gerät horizontal zu halten, um so den Nacken zu entlasten. Wer gerne vom Sofa aus arbeitet, sollte immer wieder zurück zum Schreibtisch wechseln. Kurze Sportübungen zwischendurch helfen ebenfalls dabei, die Muskulatur zu entspannen. Das kann von der einfachen Streckung bis hin zum Laptop-Yoga reichen.

Klar ist, wir können uns in den seltensten Fällen weigern, Computer und Smartphones zu benutzen  – selbst wenn wir es wollten. Die beste Vorbeugung gegen die davon ausgehenden Gesundheitsrisiken sind daher wiederholte Arbeitspausen, eine ergonomische Haltung vor dem Bildschirm und Sport.


Image „Startup“ by StartupStockphotos (CC BY 1.0)


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Soeben gelandet – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

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  • ÜBERWACHUNG Süddeutsche: Bundestrojaner scheitert an Whatsapp und Macs : Der neue Bundestrojaner, der deutschen Ermittlern die Möglichkeit geben soll Smartphones und Computer zu überwachen, ist anscheinend unbrauchbar. Mehrere Kriminalbeamte halten das umstrittene Programm aktuell für unnütz. Unter anderem scheitert die Software an dem Messenger „Whatsapp“, der vor kurzem alle Nutzerchats mit einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung versah. Daher nutzt der Bundestrojaner auch bei vielen Smartphones nichts.
  • TABLET Welt: Für wen sich das neue iPad Pro lohnt: Ende März stellte Apple das iPad Pro in kleinerer Version vor. Und es ist nicht nur im Hause Apple aktuell das beste Tablet, auch auf dem Markt scheint es einsam an der Spitze zu stehen. Mit mehreren exklusiven Funktionen sticht die kleine Version ihren großen Bruder aus. Öfter kommt die Frage auf, ob Tablets den Laptop in den Ruhestand versetzen werden. Bisher konnte diese Frage meist sehr schnell mit „nein“ beantwortet werden. Das lag unter anderem an den unterschiedlichen Betriebssystemen. Wie schlägt sich das kleine iPad Pro?
  • FACEBOOK faz: Privates auf Facebook? Muss nicht sein: Wer seinen Newsfeed durch klickt, der wird in den meisten Fällen eher auf Nachrichten oder Unterhaltungsvideos treffen, als auf persönliche Einträge. Das Mittagessen in Form eines Fotos mit seinen Facebook-Freunden zu teilen ist wohl aus der Mode. Diesen Mangel an persönlichen Einträgen versucht Facebook mit verschiedensten Ideen zu korrigieren. So zum Beispiel Erinnerungen an vergangene Momente, die die Nutzer vielleicht mal wieder posten möchten. Ist das ein Hilferuf des Social-Media-Riesen?
  • START-UP techcrunch: Lady Gaga’s startup Backplane burns out and sells assets: Das Start-up „Backplane“ wurde 2011 gegründet und von Lady Gaga finanziert. Fünf Jahre später ist Schluss und die finanziellen Ressourcen sind aufgebraucht. Es sollte ein Social Network für Brands werden, das sogar Google als Investor anlockte. Nun verkaufte das Start-up die Assests an Investoren, die das Portal aus der Asche auferstehen lassen wollen. Der Name wurde schon in „Place“ geändert.
  • NETFLIX heise: Videostreaming-Dienst Netflix buhlt um Aufmerksamkeit für Eigenproduktionen: Netflix wird in Paris eine Großveranstaltung stattfinden lassen. Hintergrund sind die Eigenproduktionen des Streaming-Dienstes, in die Netflix jedes Jahr hunderte Millionen steckt. Präsentieren werden unter anderem Schauspieler wie Ashton Kutcher und Kevin Spacey. Auch in Deutschland plant Netflix eine Großveranstaltung, die viele Journalisten anlocken soll.

Image chalabala / 123RF Lizenzfreie Bilder


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Tablet für Kinder – Sorgen für Eltern

487093020 (adapted) (Image by verkeorg [CC BY-SA 2.0] via flickr)

Viele Eltern haben große Bedenken, wenn ihre Kinder E-Books auf Tablets lesen. Einer aktuellen Studie zufolge , bei der 1500 britische Eltern mit Kindern unter acht Jahren befragt wurden, ging es um ihre Einstellung gegenüber der Nutzung von Technik und E-Books zu Hause. Hierbei hatten nur 8 Prozent der Eltern keine Bedenken wegen der Nutzung von Tablet-PCs bei ihren Kindern. Bei der Frage nach der Nutzung digitaler Medien machten sich nur 16 Prozent der Eltern keine größeren Sorgen.

Bei dem Vergleich der Ergebnisse mit einer ähnlichen Studie, die vom Joan Ganz Cooney-Zentrum in den USA im Jahr 2014 durchgeführt wurde, stellte sich heraus, dass Eltern in Großbritannien und den USA verschiedene Gründe für die Nutzung oder die Nichtnutzung von digitalen Geräten für ihre Kinder hatten. Beispielsweise gaben mehr amerikanische als britische Eltern an, die digitalen Geräte gemeinsam mit ihren Kindern zu nutzen, um sicherzustellen, dass sie mit keinem unangemessenen Inhalten konfrontiert werden.

Unsere Umfrage, die von der gemeinnützigen Organisation Book Trust in Auftrag gegeben wurde, stellte die Sichtweisen britischer Eltern für “richtig und falsch” in Bezug auf Technik heraus. Beispielsweise dachten 35 Prozent der Eltern, dass die Nutzung von E-Books das Interesse an gedruckten Büchern schwinden lässt. 26 Prozent der Befragten waren besorgt, dass die Technik die Konzentrationsfähigkeit der Kinder beeinflussen könnte und 14 Prozent der Befragten hatten Bedenken, dass sie den Lernprozess behindern würden.

Dafür bevorzugen Eltern mit kleineren Kindern unter acht Jahren gedruckte anstelle von digitalen Büchern. Sie erkennen jedoch den Wert digitaler Bücher in Bezug auf konkrete Lernziele an. Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass wohltätige Erziehungs- und Bildungsorganisationen im offenen Dialog mit Eltern über die zahlreichen Möglichkeiten der Mediennutzung stehen müssen.

Es stellt sich jedoch auch die elementare Frage, wer Zugang zu dieser Technik hat. Eine weitere amerikanische Umfrage wurde mit fast 1200 geringverdienenden Eltern mit schulpflichtigen Kindern und mit Familien spanischer herkunft in drei finanziell schwachen Gemeinden in Arizona, Kalifornien und Colorado geführt. Hierbei stellte sich heraus, dass ein Großteil der Familien (94 Prozent) zwar über einen Internetanschluss verfügten, dieser jedoch oftmals zu langsam oder unterbrochen wäre oder über ein mit anderen Parteien geteiltes Empfangsgerät lief. Diese Umstände beeinflussten die Lernmöglichkeiten der Kinder tiefgreifend.

Strategien für Eltern

In ihrem neusten Buch “Tap Click Read” (dt.:“Tippen Klicken Lesen”) greifen der Vorstandsvorsitzende des Joan-Ganz-Cooney-Zentrums Michael Levine und die Journalistin Lisa Guernsey die Verschiedenheit von Familien auf und stellen die unbequeme Frage:“Was passiert, wenn die technologischen Unterschiede die Bildungsschere zwischen Arm und Reich noch weiter auseinandertreibt?”

Die Autoren beschreiben weiterhin, wie die Nutzung digitaler Medien sich zwischen Armen und Reichen, aber auch jungen Müttern, technikerfahrenden Eltern oder Immigrantenfamilien unterscheidet. Das Buch beinhaltet zusätzlich einige Kurzvideos zu Programmen und Initiativen, die versprechen allen Kindern gleichermaßen den Zugang zu technischen Lehrmöglichkeiten zu ermöglichen.

Die Bandbreite der Erwartungen und Motivationen von Familien betreffend der Technik für Kinder ist wichtig für alle mit Kindern arbeitenden Interessenvertretern, einschließlich Technikproduzenten und Gesetzgebern. Bisher lag der Aufmerksamkeitsschwerpunkt auf dem gesteigerten Zugang zu und Besitz von Technik durch junge Kinder, besonders auf Geräten mit Touchscreens.

Ein Drittel der Kinder unter fünf Jahren besitzt ein Tablet

Eine andere britische Umfrage unter 2000 Familien fand heraus, dass 31 Prozent der Kinder unter fünf Jahren einen eigenen Tablet-PC zu Hause haben. Im Bericht des Projekts  “Tech and Play” der Universität von Sheffield wird empfohlen, dass Kinder in Schulen Zugang zu Tablets haben sollten, falls sie zu Hause nicht über ein solches Gerät verfügen. Die Forscher fördern zudem die Entwicklung für ein besseres Design bei Apps für Kleinkinder, indem sie die Entwickler über Aspekte informieren die Spiel und Kreativität zufördern.

Während der Tech-and-Play-Bericht auf den Daten von Familien basiert, die bereits Tablet-PCs zu Hause haben, bestätigen auch Studien mit national repräsentativen Stichproben die Tatsache, dass zunehmend junge Kinder Zugang zu unterschiedlichster Technik haben oder diese zumindest besitzen.

In Großbritannien stellte man beispielsweise mit Hilfe der Ofcom-Umfrage fest, dass 71 Prozent der Fünf- bis 15-Jährigen zuhause über einen Zugang zu einem Tablet verfügen. In den USA berichtete im Jahr 2013 die Common Sense Media über diesen steigenden Trend und fand heraus, dass die Anzahl an Kindern mit Tablets unter acht Jahren auf das Fünffache gestiegen ist im Vergleich zum Jahr 2011.

Inwieweit Kleinkinder von einem Tablet-PC profitieren oder lernen können, wird gegenwärtig in der Amerikanischen Vereinigung für Kinderheilkunde (American Association of Pediatrics, kurz: APA) diskutiert. Diese hat sich zum Ziel gesetzt, einen erneuerten Leitfaden für den Herbst 2016 herzustellen.

Was auch immer die APA empfehlen wird, die Kultur innerhalb der Familie und die Sichtweisen der Eltern formen die Herangehensweisen, die die Techniknutzung ihrer Kinder bestimmt. In der aktuellen Diskussion geht es nicht nur darum, wer wozu einen Zugang zur Verfügung gestellt bekommt, sondern auch darum, was Eltern für ihre Kinder für wichtig erachten.

Wir müssen jedoch dringend Strategien entwickeln, um die tiefgreifende Ungleichheit auszugleichen, die herrscht, sobald es um die Nutzung von Technik geht.

Dieser Artikel erschien zuerst auf “The Conversation” unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image (adapted) „487093020“ by verkeorg (CC BY-SA 2.0)


The Conversation

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5 Lesetipps für den 5. Januar

In unseren heutigen Lesetipps geht es um Haushaltsroboter, das neue iPhone 7 Plus, teure Silvester-Fahrten bei Uber, Hasskommentare auf sozialen Plattformen und um die neue eSIM. Ergänzungen erwünscht.

  • HAUSHALTSROBOTER CNET.de: Mark Zuckerberg will 2016 einen intelligenten Roboter entwickeln: In einem Beitrag auf Facebook teilte Mark Zuckerberg sein neues Ziel für das Jahr 2016 mit: Ein intelligenter Haushaltsroboter, der dem Roboter Jarvis aus dem Film “Iron Man” gleicht. Nicht nur in fremden Haushalten soll er sich nützlich machen sondern auch dem Facebook-Gründer Mark Zuckerberg selbst zur Hand gehen. Seinen Vorstellungen zufolge wird es sich bei seinem Haushaltsroboter um ein intelligentes System handeln, welches Gesichter an der Haustür erkennt und von selber hinein lässt oder beispielsweise auch per Sprachsteuerung zu bedienen ist. Mal sehen, ab wann wir also in unseren Haushalten einen virtuellen Helfer vorfinden können.

  • IPHONE 7 PLUS turn-on: Apple spendiert dem iPhone 7 Plus wohl 256 GB & Riesen-Akku: Smartphone-Nutzer können vielleicht schon bald aufatmen, denn nicht mehr lange und dann sind schwache Akkus und zu wenig Speicher kein Thema mehr. Derzeit kursieren Gerüchte über das neue iPhone 7 Plus. Das neue Modell soll mehr Energie aufweisen und dazu noch mit einem 256 GB Speicher angeboten werden. Und trotzdem sollen Nutzer die Ankündigungen mit Vorsicht genießen, da die neuen Pläne nicht ganz zu den anderen Plänen Apples passen. Eigentlich sollten die Smartphones von Apple im Jahr 2016 noch dünner werden. Man darf also gespannt sein, inwiefern Apple seine Pläne umsetzen wird und kann.

  • UBER derStandard.at: Kunden in Wien klagen über teure Uber-Fahrten zu Silvester: In Wien haben sich Kunden in der Silvesternacht, die den Fahrdienst Uber genutzt haben, via Social Media über erschreckend hohe Preise beschwert. Rechnungen, teilweise in einer Höhe von bis zu 166 Euro für eine innerstädtische Fahrt, seien eindeutig zu teuer. Das Unternehmen wehrt sich allerdings gegen die Anschuldigungen und weißt darauf hin, dass die Preise sich nach Angebot und Nachfrage richten. Jetzt warnt die Wirtschaftskammer vor der Unsicherheit Kunden und dem Ärger über die unberechenbaren Preise.

  • HASSKOMMENTARE heise online: CSU: Facebook und Twitter sollen Hass und Hetze vor Veröffentlichung löschen: Die Betreiber sozialer Netzwerke sollen Hasskommentare in Zukunft nicht erst nach dem Veröffentlichen von der Plattform löschen, sondern diese schon im Vorfeld herausfiltern. So steht es jedenfalls in einem Papier der CSU. Zudem sollen auffällige Accounts gesperrt und die Sicherheitsbehörden darüber informiert werden. Besonders soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter sind hier angesprochen, denn Kommentare erst nach der Veröffentlichung zu löschen, scheint der CSU nur wenig wirksam.

  • SIM-KARTEN focus: eSIM: Diese Folgen hat die eSIM für Handynutzer: Auf alle Handy-, Tablet- und Smartphone-Nutzer könnte eine große Veränderung zu kommen, denn die herkömmliche SIM-Karte, wie die meisten sie kennen, wird es vielleicht schon bald nicht mehr geben. Die neue Chipkarte soll, anders als die alten, im Gerät fest eingebaut und von außen programmierbar sein. Unter dem Namen “eSIM” soll die neue SIM-Karte schon in diesem Jahr, laut Deutscher Telekom, auf den Markt kommen. Der Sinn dahinter ist die leichtere Handhabung und das bessere Vernetzen von Geräten wie beispielsweise Tablets. Die Telekom hält es sogar für möglich, dass die Mobilfunkpreise dadurch sinken könnten.

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Guide zum Verschlüsseln von Smartphone und Laptop

System Lock (adapted) (Image by Yuri Samoilov [CC BY 2.0] via Flickr)

Unsere Smartphones und Tablets enthalten eine Menge sensibler Daten über uns, daher sollte man sie verschlüsseln, um bei Verlust oder Diebstahl geschützt sind. Es gibt ebenso viele Möglichkeiten wie gute Gründe sich und seine Daten vor Angreifern im Internet zu schützen. Sichere Passwörter sind nur eine der dringendsten Maßnahmen. Doch das hilft verhältnismäßig wenig, wenn das Smartphone oder Laptop mal verloren geht oder gar gestohlen wird. Um die Daten in diesen Fällen vor neugierigen Blicken zu schützen hilft nur eine Verschlüsselung. Wie das mit den unterschiedlichen Plattformen für Laptop und Smartphone geht, zeigen wir euch hier.

 


Warum ist das wichtig? Gehen Smartphone oder Laptop verloren, haben der Finder bzw. der Dieb problemlos Zugriff auf unsere Login-Daten für viele Plattformen, oftmals Kreditkarten- oder Banking-Daten, sowie viele andere sensible Daten – es sei denn diese Daten sind verschlüsselt.


Warum Verschlüsseln?

Die Antwort auf die Frage, warum man die Daten auf seinem Smartphone oder Laptop verschlüsseln sollte, ist einfach: für die größtmögliche Sicherheit. Nahezu alle Geräte und Systeme erlauben mit einfachen Mitteln Zugriff auf den Speicher. Egal ob man, wie bei vielen Computern die Festplatte entfernt und sie in ein anderes System steckt, oder den Computer von einem externen Laufwerk bootet und die Daten dann auf dieses Laufwerk kopiert – selbst die meisten Smartphones und Tablets mit Android können über das Recovery-Menü, sowie einfache Debugging Tools, ausgelesen werden. Auch nach dem Löschen von Dateien sind diese mit verschiedenen Daten-Forensik-Tools problemlos zu finden.

Verschlüsselt man allerdings den Speicher des Gerätes, wird der Zugriff auf die Daten deutlich schwieriger, teilweise sogar unmöglich. Denn jeder, der versucht auf die Daten zuzugreifen, braucht den Schlüssel. Und auch nach dem Löschen sind die alten Datenleichen auf dem Datenträger verschlüsselt, selbst wenn die neuen Daten es nicht sind.

Bisher klingt das nach einer überwältigenden Menge von Vorteilen, doch leider gibt es auch ein paar Nachteile. Sollte man selber den Schlüssel verlieren oder der Datenträger ist defekt, wird es sehr schwierig bis unmöglich, die Daten zu retten. Außerdem kann Verschlüsselung das System ausbremsen, besonders wenn das Gerät nicht über Hardware-Beschleunigung zum Ver- und Entschlüsseln der Daten verfügt. Dies sollte vor allem bei modernen Maschinen kaum spürbar sein, so dass die Vorteile die Nachteile überwiegen.

Übersicht für verschiedene Betriebssysteme:

  • iOS: Unter iOS 8 hat Apple die Verschlüsselung des Systems standardmäßig aktiviert, der Nutzer muss sich also um nichts weiter kümmern. Dank einer Dedizierten AES 256 Crypto-Engine, die bei neueren Geräten in dem DMA-Pfad zwischen Flash-Speicher und Haupt-Systemspeicher integriert ist, hat die Verschlüsselung auch keine spürbaren Auswirkungen auf die Systemgeschwindigkeit.

  • OS X: Seit Apple 2011 OS X 10.7 (Lion) veröffentlicht hat, unterstützt das System bereits die Verschlüsselung der kompletten Festplatte mit FileVault 2. Neuere Macs bieten außerdem die Verschlüsselung gleich als Schritt bei der ersten Inbetriebnahme an – allerdings noch optional und nicht als Standard wie unter iOS.

    Die Verschlüsselung aktiviert man, indem man in den Systemeinstellungen auf Sicherheit und Privatsphäre geht und auf FileVault aktivieren klickt. Darauf bietet FileVault verschiedene Optionen an, wo man den Schlüssel speichern kann – lokal oder in der iCloud. Dabei ist aber zu beachten, dass der lokale Schlüssel sehr gut aufbewahrt werden muss, da man sonst beim Verlust aus dem System ausgesperrt ist. Entscheidet man sich für die iCloud als Speicherplatz, sollte man zu Sicherheitszwecken unbedingt noch die 2 Faktoren-Authentifizierung für die Apple-ID aktivieren.

    Hat man das System verschlüsselt, muss man das Passwort vor dem Boot eingeben, nicht mehr danach. Außerdem muss man noch festlegen, welche lokalen Nutzer-Logins das System entschlüsseln können, da sonst nur der Nutzer, der die Verschlüsselung durchgeführt hat, auch Zugriff auf das System hat. Abgesehen davon verändert sich die Nutzung des Macs aber nicht und auch die Performance wird bei neuerer Hardware nicht beeinträchtigt, da Intels Core i5- und i7-Prozessoren über Hardwarebeschleunigung verfügen – ältere Core 2 Duo-Prozessoren allerdings nicht.

  • Android: Auch wenn Google es versprochen hatte, ist die Verschlüsselung des Systems unter neuen Android-Geräten leider nicht standardmäßig aktiviert. Das liegt überwiegend daran, dass die Hersteller sich gegen diese Option entscheiden. Das ist zwar schade, aber nicht weiter schlimm, da der Nutzer sein Android-Gerät ohne größeren Aufwand nachträglich verschlüsseln kann.

    Im Folgenden ist der Vorgang auf einem Nexus 5 mit Stock Android beschrieben – bei Geräten die eine Herstelleroberfläche besitzen könnte er sich leicht unterscheiden, sollte aber grundsätzlich recht ähnlich aussehen.

    In den Systemeinstellungen muss man den Punkt “Sicherheit” auswählen und dann “Gerät verschlüsseln”. Um den Vorgang fortzusetzen muss das Gerät an das Netzteil angeschlossen sein. Nun muss man die PIN, oder besser das Passwort eingeben – je länger dies ausfällt, desto sicherer ist die Verschlüsselung der Daten. Nun startet das Gerät neu und beginnt den Verschlüsselungsprozess. Ist dieser Abgeschlossen – bei meinem Nexus 5 hat dies keine 20 Minuten gedauert – muss man PIN oder Passwort eingeben, bevor das Gerät bootet.

    Die Performance kann, je nach Gerät recht stark unter der Verschlüsselung leiden. Dies betrifft vor allem ältere Geräte mit schwächeren Prozessoren und langsamen Flash-Speicher. Neue Geräte mit 64-Bit-ARMv8-Prozessoren und schnellem Flash-Speicher sind davon weniger betroffen.Wenn man die Verschlüsselung später wieder aufheben möchte, ist dies nur durch einen kompletten Wipe möglich, der sämtliche Daten löscht.

  • Chrome OS: Anders als bei Android hat Google bei Chrome OS bereits die Verschlüsselung standardmäßig aktiviert. Chrome-OS-Nutzer können sich also entspannt zurücklehnen und sich sicher fühlen.

  • Linux: Linux ist schwierig, was die Verschlüsselung angeht. Aufgrund der unüberschaubaren Flut an Distributionen ist es schwer ein Tool oder Script zu empfehlen, um die Datenträger zu verschlüsseln. Nutzer von aktuellen Ubuntu- oder Ubuntu-basierten-Distributionen, können die Verschlüsselung bei der Installation auswählen. Alle anderen können sich aus dieser Liste mit Verschlüsselungs-Software von Drittanbietern das passende Tool raussuchen.

  • Windows Phone 8.1: Wo Linux bereits schwierig ist, setzt Windows Phone 8.1 noch einen drauf. Offiziell unterstützt Microsofts Mobile-OS zwar Verschlüsselung, allerdings nur wenn ein Device Management Server dem Gerät befiehlt sich selber zu verschlüsseln. Als Nutzer hat man derzeit keine Möglichkeit das System zu verschlüsseln. Unter Windows Mobile 10 sollte sich dies allerdings ändern.

  • Windows: Jetzt wird es komplex. Windows läuft in verschiedensten Versionen auf noch viel unterschiedlicherer Hardware. Hier ein universelles Verschlüsselungsprogramm zu empfehlen, ist leider nicht möglich. Microsoft bietet selber ab Windows 7 das Programm Bitlocker an, zumindest für Besitzer von Pro- oder Enterprise-Lizenzen. Die Verschlüsselung mit Bitlocker ist denkbar einfach, allerdings ist das Programm nicht ohne Kritik, denn da es Closed-Source ist, lässt sich schlecht überprüfen, wie sicher die Verschlüsselung tatsächlich ist. Wer es lieber transparenter und Open Source mag, sollte sich VeraCrypt näher ansehen, das dort weitermacht, wo das legendäre TrueCrypt leider aufgehört hat. In einer langen Liste auf Wikipedia, finden sich zudem noch massenhaft weitere Open- und Closed-Source-Verschlüsselungsprogramme, so dass für jede Windows-Version und für jede Hardware das passende Programm dabei sein sollte.


Image (adapted) „System Lock“ by Yuri Samoilov (CC BY 2.0)


 

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Phubbing: Wenn man das Smartphone dem Gegenüber vorzieht

Smartphone chat (adapted) (Image by Lars Plougmann [CC BY-SA 2.0] via Flickr)

Ein junges Phänomen wirft die Frage auf, ob das mobile Internet den Verfall der guten Sitten nach sich zieht. Phubbing – eine neue Wortkreation für ein neues Problem. Das Kunstwort aus „phone“ und „snubbing“ (engl. für „gleichgültig abweisen“) beschreibt ein mittlerweile alltägliches Phänomen, das jeder kennt. Beim Plaudern mit Freunden, Familienmitgliedern, Bekannten oder Geschäftspartnern greift einer plötzlich zum Smartphone, um E-Mails zu checken, mal kurz bei Facebook reinzuschauen oder eine SMS zu lesen – und ignoriert das Gespräch mit dem Gegenüber. Eine Online-Kampagne eines australischen Studenten nutzt das Phubbing-Phänomen geschickt aus, um Aufmerksamkeit zu erzeugen.

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Mit Dearsouvenir das perfekte Andenken finden

Dearsouvenir

DearSouvenir

Mit Dearsouvenir startet Internetpionier und Netzpiloten-Gründer Wolfgang Macht ein neues Magazin, das Reisenden schnell und informativ hilft, das richtige Andenken vor Ort zu finden: authentisch-lokale Mitbringsel statt Plastik. Mit im Gründungsteam des innovativen Tablet-Magazins ist Peter Bihr, ehemaliger Leiter von Netzpiloten.de, sowie das digitale Medienhaus Carry-On Publishing. Premiere der App ist am 24. September diesen Jahres.

Ein Besuch bei der Netzpiloten AG in Hamburg. Seit 1996 Pioniere im Online-Marketing & digitalen Trendspotting. Wolfgang Macht, Mitbegrunder der Netzpiloten Foto: Yannik Willing

Die Idee für Dearsouvenir kam Wolfgang Macht natürlich auf Reisen: “Dearsouvenir trage ich als Idee mit mir herum seit ich die ersten Apps gesehen habe. Auf Reisen habe ich mir oft gedacht, wie wunderbar es wäre, wenn ich eine Dearsouvenir-App öffnen könnte, die mir location based und von Insidern bereitgestellte Informationen gibt, was man von dem jeweiligen Ort mitbringen sollte.

Für die Rolle der Insider hat Dearsouvenir namhafte Reiseprofis und qualifizierte Autoren gewinnen können, die den Lesern die Produkt-Highlights vorstellen. Zu den Autoren in der ersten Ausgabe zählen u.a. Quatsch-Comedy-Club-Erfinder Thomas Hermanns und die US-amerikanische Entertainerin Gayle Tufts.

Mit Peter Bihr hat Wolfgang Macht auch einen ehemaligen Weggefährten gewinnen können, der vor Jahren die Netzpiloten-Magazinmarke erfolgreich ins Web 2.0 manövriert hat. Ergänzt wird das Duo durch Carry-On Publishing, einem Berliner Digitalverlag, der bereits mit dem Tablet-Magazin sistermag erfolgreich ein werbefinanziertes Digital-only Produkt auf den Markt gebracht hat. Theresa Neubauer von Carry-On Publishing wird zusammen mit Wolfgang Macht die redaktionelle Leitung von Dearsouvenir tragen.

Dearsouvenir launcht als Tablet-Magazin am 24. September 2015 auf allen Plattformen und wird auch im Web lesbar sein. Die begleitende Smartphone-App für den Guide vorort wird es erstmal nur für iOS geben.


Teaser & Image by Dearsouvenir


Foto by Yannik Willing


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5 Lesetipps für den 3. August

In unseren Lesetipps geht es heute um die Website TrendingTopics.at, den Einfluss von großen Smartphones auf Tablets, AppleTV, ein Tablet mit Brandgefahr und darum, welcher Browser der Akkulaufzeit am meisten schadet. Ergänzungen erwünscht.

  • WEBSITE-TIPP TrendingTopics.at: Hinter dieser Webseite steckt Netzpiloten-Autor Jakob Steinschaden: TrendingTopics.at informiert über das hierzulande zu unbekannte Technologie-Land Österreich. Die Themenschwerpunkte sind Start-ups, Social Media, Mobile Business, Digital Advertising, Big Data, Internet of Things und Netzpolitik. Zusätzlich werden die besten Links, Videos, Tweets und Bilder aus dem Netz in einem täglichen News Stream präsentiert.
  • SMARTPHONE VS. TABLET Digital Trends: Are Bigger Smartphones Killing Off the Tablet?: Es herrscht ein wachsender Trend bezüglich immer größer werdender Smartphones. Wie es scheint haben die größeren Modelle einen erheblichen Einfluss auf den Verkauf von Tablets, welcher seit einiger Zeit etwas schwindet. Nach den neusten Informationen, ging der weltweite Tablet Verkauf Jahr für Jahr um sieben Prozent zurück und um vier Prozent über die letzten drei Monate. Auch vor Apple machen diese Zahlen keinen Halt. Die Verkäufe der größeren und kleineren iPad-Modelle, sind seit 2013 um 26 Prozent gefallen.

  • APPLETV Golem.de: Streamingbox: Neues Apple TV soll mit App Store im September erscheinen: Im September soll eine neue Version der Set-Top-Box Apple TV erscheinen. Eigentlich hätte dies schon auf der WWDC15 stattfinden sollen, allerdings habe Apple im letzten Moment abgesagt. Das neue Modell soll etwas kleiner ausfallen als das Aktuelle und mit einem A8-Prozessor ausgerüstet sein, der auch im iPhone 6 und dem iPod Touch vertreten ist. Außerdem verfügt das neue Apple TV über mehr Speicher und einen App Store, mit dem erstmals Apps auf dem Gerät installiert werden können.

  • BRAND-TABLET B2C: This Tablet Was Recalled Because It Can Burst Into Flames: Das Nvidia Shield Tablet wurde zurückgerufen, Grund dafür ist, dass bei Benutzen des Tablets eine Brandgefahr besteht. Der Akku kann sich sogar so sehr erhitzen, dass sich Nutzer daran verbrennen, einige wurden sogar so heiß, dass sie Fußböden beschädigt haben. Die Nvidia Shield Tablets werden ganz besonders von Video Gamern benutzt. Nvidia gab bekannt, dass sie die Tablets kostenlos ersetzen werden.

  • BROWSER-VERGLEICH t3n: Mit diesem Browser macht dein Laptop-Akku am schnellsten schlapp: Battery Box, ein Betreiber von externen Akkus für Macbooks, untersucht, mit welchem Browser die User eines 13“ Retina MacBooks Pro von der Akkulaufzeit her am längsten surfen können – hierbei wurden Google Chrome, Mozilla Firefox und Safari verglichen, mit denen jeweils verschiedene populäre Webseiten angesurft, Videos geschaut, E-Mails geschrieben und in Suchmaschinen gesucht wurde. Demnach schnitt der momentan populärste Browser Google Chrome am schlechtesten ab, während der Laptop mit Safari am längsten durchhielt.

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Das perfekte Shut Up Toy für Erwachsene

quiet ! (32/365) (adapted) (Image by Tim Geers [CC BY-SA 2.0] via Flickr)

Ich habe gerade die perfekte Maschinerie entdeckt, um 300 Erwachsene im Handumdrehen in eine handzahme, stumme und bewegungslose Schafsherde zu verwandeln. Starten wir mit etwas Pädagogik. Von Katrin Hille vom ZNL Ulm habe ich den Begriff “Shut Up Toy” kennengelernt. Er bezeichnet im pädagogischen (bzw. im industriellen) Diskurs ein Gerät, das man Kindern gibt, auf dass diese die Klappe halten und still sitzen. 2015 ist das typischerweise ein Smartphone / ein Tablet mit Spiele-Apps und einem unerschöpflichen Repertoire an Videos.

Ganz neu ist das nicht. Schon in der prä-digitalen Zeit haben Fernsehen und Video hervorragend funktioniert, um (nicht nur) Kinder für einen großen Teil ihrer wachen Zeit ruhigzustellen. (Clay Shirky würde vielleicht ergänzen: “… und so einen gigantischen Anteil des gesellschaftlichen Cognitive Surplus zu verschwenden.”) Man könnte auch noch weiter zurückgehen und einen Schnuller als Shut Up Toy charakterisieren. Mit Smartphone und Tablet scheint mir der Schnuller perfektioniert worden zu sein. (Nebenbei: “Schnuller” heißt im Amerikanischen “pacifier”, also “Friedensstifter”.)

Während ich dies schreibe, sitze ich gut zehn Kilometer über dem Atlantik. Ich teile mir 200 Quadratmeter mit 300 Personen. Für acht Stunden sitzen wir eingepfercht in einer Boeing 777-300ER und sollten besser gut miteinander auskommen. Am besten wäre es, wenn wir alle für 8 Stunden die Klappe halten und uns nicht nennenswert bewegen. Um genau das zu erreichen hat die Fluggesellschaft die vollkommene Maschine gebaut: Das On-Board-Entertainment-System im Flugzeug ist das perfekte Shut Up Toy für Erwachsene. Es verwandelt 300 bunt zusammengewürfelte Menschen, die sich für 8 Stunden 200 Quadratmeter teilen, in stumme und bewegungslose Schafe.

Und diese Menschen, beziehungsweise wir Menschen, finden es gut. Es funktioniert auch bei mir. Ich habe mit Laptop, Smartphone und Kopfhörern meine eigenen Shut Up Toys mitgebracht. Und damit die auch funktionieren, spendiert mir die Fluggesellschaft eine Steckdose, einen USB-Port und eventuell auch noch etwas WLAN.

Noch vier Stunden Flug. Jetzt werde ich etwas darüber nachdenken, inwiefern diese Idee vom Shut Up Toy vom 200-Quadratmeter-Flugzeug auf eine ganze Gesellschaft übertragen werden kann. Oder ich gucke diesen neuen Film, den es in Deutschland noch nicht gibt…

tl;dr: Das On-Board-Entertainment-System auf Langstreckenflügen ist das perfekte Shut Up Toy für Erwachsene. Es macht aus 300 bunt zusammengewürfelten Menschen, die sich für 8 Stunden 200 Quadratmeter teilen müssen, stumme und bewegungslose Schafe.


Image (adapted) “quiet ! (32/365)” by Tim Geers (CC BY-SA 2.0)


 

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Sponsored Post: Das neue Surface 3 von Microsoft ist da

Surface3 200x200 Microsoft Presse Foto

Die Surface-Familie aus dem Hause Microsoft bekommt Zuwachs. Das neueste Mitglied der Tablet-Reihe, ist das Surface 3. Dieses ist etwas kleiner und leichter als seine Vorgänger und somit ideal geeignet, um unterwegs Notizen zu machen, zu spielen oder Filme zu gucken.

Surface3 650x387 Microsoft Presse Foto

Das Surface 3 von Microsoft ist ein echtes Multitalent und somit bestens geeignet für verschiedene Anwendungsbereiche. Durch seine Funktion, direkt auf dem Bildschirm zu schreiben und sogar gleichzeitig eine Vorlesung aufzuzeichnen, ist das Surface 3 unter anderem ideal für Studenten geeignet.

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Warum Tablet seine Kommentare zu Facebook auslagerte

Facebook Beachfront (adapted) (Image by mkhmarketing [CC BY 2.0] via Flickr)

Anstatt 180 US-Dolllar pro Jahr zu zahlen, um auf Tablet zu kommentieren, sahen sich die Leser in den sozialen Netzwerken um. “Eigentlich wollten wir nur die Kommentare von unserer Seite verschwinden lassen“, so das Magazin. Nach der Veröffentlichung des Artikels von Tablet-Autor Yair Rosenberg über jüdische Themen am 19. Mai, führte dieser fast eine Woche lang die Top-Listen des Online-Magazins an. Er schrieb über eine Rede, die Peter Salovey, Rektor der Universität von Yale, zu einer Absolventenfeier vortrug. Der Post wurde über 200 mal retweetet, schlug aber erst bei Facebook so richtig ein. Hier erreichte der Beitrag mehr als 3.100 Likes und wurde über 13.500 mal geteilt. Der Post bei Facebook zog zudem Dutzende Kommentare nach sich, die die Menschen als Reaktion auf die Rede von Salovey hinterließen.

Der einzige Ort, an dem nicht darüber gesprochen wurde, war auf der Webseite von Tablet selbst. Hier erreichte der Artikel genau null Kommentare. Und das war genau das, was das Magazin erreichen wollte.

Seit Februar nimmt Tablet als Teil der Bemühungen, den Kundenkontakt rund um die Artikel zu verbessern, Gebühren für Kommentare auf der Seite. Diese Entscheidung, und natürlich der Preis selbst, hat damals für ziemlichen Wirbel gesorgt, doch Redakteurin Alana Newhouse sagte mir, dass man damit den gewollten Effekt erreicht hätte: Die Qualität der Kommentare wurde besser, ohne dass der Traffic von Tablet eingebrochen sei.

“Manche Leute haben gradeheraus gesagt, dass sie das Format auf Tablet vermissen, auf dem sie bisher immer kommentiert haben“, sagt sie. “Aber die meisten, vor allem unsere aktiven Leser, teilten mir mit, dass es für sie kaum einen Unterschied macht.“ Vor der Umstellung nutzte Tablet ebenfalls Facebook als Kommentarplattform. Seither habe sich die Kommentare einfach zu Facebook verlagert, so Newhouse, und merkt an, dass Facebook und andere soziale Plattformen schon vorher viele der Kundenkontakte gehostet hatten.

Die Nutzer können sich einen Zugang zur Kommentarfunktion der Artikel von Tablet kaufen, das kostet 2 US-Dollar für 24 Stunden. Im Monat macht das 18 Dollar und für ein ganzes Jahr schon 180 US-Dollar. Etwa 100 Menschen haben für dieses Modell gezahlt, teilte mir Newhouse mit. Sie sagt aber auch, dass sie nicht genau weiß, wie viele Nutzer sich für welchen der Service angemeldet haben. In einer späteren Email meinte sie noch sie hätte “nie erwartet, dass sich so viele Menschen dafür eintragen würden!“

Von Anfang an hat Newhouse darauf bestanden, dass diese Entwicklung nicht beabsichtigt war, um Einnahmen zu generieren. “Es war ein Messaging-Versuch“, sagt sie. “Es geht darum, den Lesern mitzuteilen, dass wir im selben Boot sitzen. Wir geben euch kostenlosen Inhalt, und wir bekommen eure Leidenschaft, euren Respekt und euren Willen, das zu diskutieren, was wir hier auf den Tisch legen.“

Und trotzdem, sagt Newhouse, könne sie noch immer nicht mit “wissenschaftlicher Sicherheit“ sagen, ob sich der Inhalt der Kommentare nun verbessert habe, ob nun auf ihrer Seite oder bei Facebook. Sie sagt, sie hat nichts von “einer Riesenmenge leidenschaftlicher Schrecklichkeit“ mitbekommen. Das heißt aber noch lange nicht, dass es die nicht gibt – ein Teil der Kommentare über den Artikel von Saloveys Rede hat sich mittlerweile in einen rhetorischen Brandherd des Israel-Palästina-Konfliktes verwandelt. Der einzige Unterschied dabei ist, dass dies nicht mehr auf der Seite von Tablet passiert. “Tatsächlich ging es uns darum, diese Art Kommentare von unserer Seite zu verbannen“, schrieb sie in einer Mail. Die Autoren der Seite, sagt sie weiter, waren die größten Unterstützer der Umstellung. Die vorherigen Umstände haben “demoralisierend“ auf die Mitarbeiter gewirkt.

Das Lustige daran war, dass bestimmte Menschen dieses Thema verfolgt haben. Sie haben mir danach Mails geschrieben, die wirklich lustig waren, denn sie schrieben Sachen wie ‚Wie läuft’s denn mit eurem neuen Kommentarsystem, du Schwachkopf?‘ Und man dachte sich nur: ‚Naja, es verschont mich zumindest davor, mit Leuten wie dir umgehen zu müssen, also funktioniert es doch ganz gut.‘ Ich finde es immer noch erstaunlich, dass die Leute nicht kapiert haben, dass sie selbst das Problem waren. Die fehlende Selbsterkenntnis mancher User ist wirklich erstaunlich.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Niemanlab. Übersetzung von Anne Jerratsch.


Image (adapted) “Facebook Beachfront“ by mkhmarketing (CC BY 2.0)

 


 

 

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5 Lesetipps für den 23. März

In unseren Lesetipps geht es heute um deutsche Aufsichtsräte, ein „ebolasicheres“ Tablet, Pressefreiheit in der Türkei, Google und den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Ergänzungen erwünscht.

  • WIRTSCHAFT Capital: Wo sind die alten Männer für den Aufsichtsrat?: Auch wenn mir noch nicht ganz klar ist, unter welchen Umständen Bernd Ziesemer vom Handelsblatt zu Capital gekommen ist, das Online-Magazin hat mit mir einen neuen Leser gewonnen, denn Ziesemers Kolumnen sind stes lesenswert. So auch sein heutiger Beitrag über Deutschlands Aufsichtsräte, denen nicht nur Frauen fehlen, um die Quote zu erfüllen, sondern auch geeignete Männer für den Vorsitz.

  • EBOLA Heise Online: Freiwillige haben zusammen mit Google ein „ebolasicheres“ Tablet entwickelt: Freiwillige haben zusammen mit Google ein Tablet (wahrscheinlich ein Android-Tablet) entwickelt, das auch dass Übergießen mit Chlor aushält. Damit ist es „ebolasicher“ und das war auch das Ziel des Projekts. Ärzte, die Ebola-Patienten unterstützen, sollten ein Arbeitsgerät haben, das sich auch mit Schutzhandschuhen bedienen lässt und Wetterbedingungen wie Stürmen sowie großer Feuchtigkeit widerstehen kann.

  • PRESSEFREIHEIT Today’s Zaman: Journalist Kaba? reads ‘manifesto’ on TV ahead of court appearance: Die Journalistin Sedef Kaba? soll in der Türkei für fünf Jahre inhaftiert werden, da sie über Korruption in der Regierung twitterte und wie diese vertuscht werden soll. In einer Fernsehsendung verlas sie jetzt ein Statement zu dem gegen sie angestrengten Gerichtsverfahren, das Today’s Zaman veröffentlicht. Kaba? steht weiterhin hinter ihrem Tweet und wird vor dem Gericht erscheinen.

  • GOOGLE Spiegel Online: Google soll Konkurrenz mit Ausschluss gedroht haben: Angeblich plante die US-Handelsaufsicht FTC (Federal Trade Commission) im Jahr 2012 ein Kartellrechtsverfahren gegen Google, da das Unternehmen seine vermeintliche marktbeherrschende Stellung ausgenutzt haben soll. Woher weiß das von Spiegel Online zitierte Wall Street Journal das? Der niemals veröffentlichte Bericht über das dann doch nicht umgesetzte Vorhaben wurde ausversehen an Journalisten weitergeleitet.

  • RUNDFUNK Carta: Transparenz und Partizipation beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk: Auf Carta.info wird gerade viel über den öffentlich-rechtlichen Rundfunk diskutiert, vor allem seine Zukunft. Hanno Beck und Christian Herzog haben sich in ihrem Debattenbeitrag mit dem Thema Pratizipation beschäftigt und argumentieren, dass eine Beteiligung der Zuschauer an der Entscheidung über Formate und Themen dazu beitragen könnte, die Akzeptanzprobleme des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zu verringern.

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Quo Vadis Nokia? Das Android-Tablet Nokia N1 als Neuanfang?

Android-Tablet Nokia N1 (Bild: Felicitas Hackmann)

Die Mobilfunksparte von Nokia wurde an Microsoft verkauft, doch die finnische Firma lebt weiter und versucht mit dem Android-Tablet Nokia N1 den Neuanfang. // von Daniel Kuhn

Android-Tablet Nokia N1 (Bild: Felicitas Hackmann)

Nokia, einst weltgrößter Hersteller von Mobiltelefonen hat in den letzten Jahren einen harten Abstieg erlebt, der im Verkauf der Mobilfunksparte an Microsoft gipfelte. Doch auch wenn Microsoft inzwischen den Namen Nokia für die eigenen Smartphones eingestampft hat, ist die finnische Firma noch nicht am Ende. Gestern wurde das Android Tablet Nokia N1 vorgestellt und auch wenn viele nun lamentieren, dass der Schachzug gute vier Jahre zu spät kommt, markiert das Android-Tablet, das dem iPad Mini sehr ähnelt, für andere den Neuanfang für Nokia. Doch hat das Unternehmen mit einem Android Tablet und ohne Smartphones auf dem hart umkämpften Markt eine überhaupt Überlebenschance?

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Journalismus 2.0 oder die neue Art der Medien

Gastbeitrag von Nathanael Meyer, Gründer und Chefredakteur von Poltec-Magazin.de, über Journalismus mit mobilen Endgeräten. // von Nathanael Meyer

Mobiles Video-Interview mit einem iPad (Bild: Tobias Schwarz/Collaboratory, CC BY 4.0)
Mobiles Video-Interview mit einem iPad (Bild: Tobias Schwarz/Collaboratory, CC BY 4.0)

Günstig, schnell und von überall aus erreichbar. Das sind die neuen Anforderungen an den Journalismus. In der Welt der mobilen Endgeräte müssen Nachrichten immer „up-to-date“ sein. Schneller als die Konkurrenz lautet das Motto, dabei geht jedoch oft der Tiefgang sowie Inhalt verloren. Das einzige was zählt ist die Trough-Click Rate und das Suchmaschinen Ranking, wobei dies vornehmlich ein Google Ranking ist. Denn wer benutzt noch Yahoo oder Bing.

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Deutschland einig Android-Land?

Google Android Amigurumi (adapted) (Image by Kham Tran [CC BY 2.0] via Flickr)

In Deutschland laufen vier von fünf veräußerten mobilen Geräten mit Googles Android. Wird das Unternehmen aus Mountain View zu mächtig? Sie sind unsere alltäglichen Begleiter, helfen in allen erdenklichen Lebenssituationen und stellen für uns den Kontakt zu unseren Mitmenschen her. Die Rede ist von Smartphones, die in den letzten Jahren einen wenn nicht sogar den größten Entwicklungsschub der gesamten Technikbranche erfahren haben. Der aktuell größte Global Player im Bereich der Software ist zweifelsohne Google mit dem eigenen Betriebssystem Android.

Als Google im Jahre 2009 das erste Android-Phone vorstellte, dachte niemand an einen Siegeszug. Der ehemalige Platzhirsch Microsoft, der seinerzeit mit Windows Mobile-Geräten vor allem im Businessbereich auf Pirsch ging, wurde schnell ein- und überholt; heute ist eine Welt ohne Android kaum auszudenken. Mit den Nutzer- stiegen auch die Entwicklerzahlen. Auf mittlerweile über eine Million Apps können die Anwender zurückgreifen. Ein klares Plus für das mobile Betriebssystem. Der neue Berufszweig der App-Entwickler schuf eine Menge neue Arbeitsplätze. Werbung und In-App-Käufe bescheren passable Einnahmen. Auch Google selbst profitiert von den hohen Umsätzen, die mithilfe der Anwendungen erzielt werden können – hohe Investitionen in die Entwicklung ermöglichen erst Innovationen wie sie im letzten Monat auf der Google I/O vorgestellt wurden (Stichwort: Android Wear, Android Auto, Android TV).

Doch genau das zeigt, dass Google mehr will als nur unser Leben vereinfachen und verbessern. Schaut man sich die Android-Entwicklungen näher an, so erkennt man, dass der Konzern aus Mountain View vor allem die Vernetzung unserer Umgebung forcieren will – nicht nur untereinander sondern auch mit den Konzernservern selbst. Besonders gefährlich ist dabei, dass sich immer mehr unserer Daten auf amerikanischen Rechnern wiederfinden lassen. „Der gläserne Deutsche“ könnte also schon bald bittere Realität werden – auch weil die Preise der Smartphones aufgrund immer geringerer Produktionskosten weiter fallen und so jedermann Zugang zu Googles Telefonen erhält.

Ihren übrigen Teil tragen Drittanbieter bei, die die Popularität des mobilen OS ausnutzen, um Schad- und/oder Spionagesoftware an den Mann und die Frau zu bringen. Selbst einem Großkonzern wie Google gelingt der Kampf gegen die organisierte Kriminalität nur bedingt – z.B. durch Löschen der App aus dem Play Store. Nur wenige Nutzer verwenden einen Virenscanner und so gelangen Daten, die auf dem Telefon gespeichert sind, nicht nur in Googles Hände, sondern auch in böswillige Dritte.

Fazit: Auch wenn für uns Kunden die Vorteile überwiegen, so sollten wir mit einer gewissen Skepsis unser Smartphone nutzen und im Hinterkopf behalten, dass Googles Server in den datenschutzrechtlich bedenklichen USA stehen. Zwar werden Geräte immer günstiger, doch längst bezahlen wir nicht nur mit unserem Geld sondern vielmehr mit unseren Daten. Es wird interessant zu sehen wie sich der Markt weiter entwickelt und welche Innovationen das Unternehmen aus Mountain View auf den Weg bringt.


Image (adapted) „Google Android Amigurumi “ by Kham Tran (CC BY 2.0)


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Tablet-Müdigkeit: Warum man lieber „Smartphone first“ denken sollte

Marktzahlen zeigen, dass der Tablet-Markt schon seinen Zenith erreicht haben könnte, während großes Wachstum weiterhin im Smartphone-Bereich zu sehen ist. Dem Tablet wurde seit der Präsentation des iPad im Januar 2010 eine große Zukunft vorhergesagt. Den PC-Markt würden sie ruinieren, Zeitungen, Speisekarten und Schulbücher ersetzen, Navis im Auto und Displays im Flugzeug obsolet machen. Doch wie es derzeit aussieht, könnte der Tablet-Markt seinen Höhepunkt bereits erreicht haben.

Aus den aktuellsten Quartalszahlen von Apple geht hervor, dass im Vorjahreszeitraum 16 Prozent mehr iPads verkauft wurden. Während sich das iPhone weiter hervorragend verkauft und bereits 66 Prozent zum Umsatz von Apple beiträgt, scheint es am Tablet-Markt zu Ermüdungserscheinungen zu kommen. Visualisiert sieht das so aus:

Der angesehene Risikokapitalgeber Fred Wilson von Union Square Ventures (Tumblr, Twitter, Foursquare u.a.) etwa rechnet vor, dass der Tablet-Markt bei etwa 100 Millionen Stück pro Jahr stagnieren würde – so, wie der PC-Markt mit etwa 350 Millionen Stück pro Jahr seinen Plafond erreicht hätte.

Der Analyst Benedict Evans, tätig beim wichtigen Risikokapitalgeber Andreessen Horowitz (u.a. Facebook, Twitter, Pinterest, AirBnB), hat sich mit den iPad-Zahlen intensiv beschäftigt. Ihm zufolge würden PC- und Tablet-Markt stagnieren, während der Smartphone-Markt (im Wesentlichen iPhone und Android) weiter explodiert und kein Zeichen der Schwäche zeigen würde. „Tablets und Smartphones in eine Kategorie zu werfen, die mit PCs konkurriert, ist vielleicht der falsche Vergleich„, schreibt Evans. „Es wäre besser, PCs, Laptops und Tablets in einer eigenen ‚Big Screen‘-Kategorie zu denken, die alle mit Smartphones konkurrieren und für die die Marktchancen einfach kleiner sind als die für Smartphones„. Tablets würden mit der Zeit weiter Marktanteile bei PCs und Laptops wegfressen, während die echte transformative Kategorie das Smartphone sei, das auf dem besten Weg zu einer Milliarde verkauften Einheiten pro Jahr sei.

Große Smartphone reichen oft

Dass der Tablet-Markt offenbar an eine Wachstumsgrenze gestoßen ist, erscheint plausibel. Vor allem große Smartphones mit 5 Zoll oder mehr Display-Diagonale und HD-Auflösung machen die Anschaffung eines Tablets oft nicht notwendig. Ich habe mir 2010 das erste iPad gekauft, seitdem aber keinen Upgrade gemacht, weil ich das Tablet immer seltener zur Hand nehme. Auf der Couch als Second Screen reicht ein 5-Zoll-HD-Smartphone auch, und im Berufsleben kann mir ein Tablet-Computer einen Laptop oder einen PC nicht wirklich ersetzen – da braucht es nach wie vor eine physische Tastatur, einen großen Bildschirm und umfangreiche Software.

Die Erkenntnisse die Wilson und Evans über den Tablet-Markt formuliert haben, sind wichtig für alle Firmen, die „Mobile“ als Fixpunkt in ihrer Strategie stehen haben. Denn unter „Mobile“ sollte man nicht Smartphones und Tablets subsumieren, sondern diese getrennt denken. „Tablets sind nicht Mobile„, hat Facebook-Chef Mark Zuckerberg einmal gesagt, und in der Österreichischen Web-Analyse (ÖWA) etwa werden Tablets nicht der mobilen, sondern der stationären Nutzung zugerechnet. Wer Apps anbieten will – egal ob Zeitung, TV-Anstalt, Game-Publisher oder Service –, sollte „Smartphone first“ denken und sein Angebot dafür optimieren. „Designt und baut für das Smartphone„, rät Wilson. „Dort sind die Nutzer und werden es weiterhin sein„.


 


 

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Microsoft macht Windows Phone im Kampf gegen Android kostenlos

Microsoft sign outside building 99 (adapted) (Image by Robert Scoble [CC BY 2.0] via Flickr)

Hersteller dürfen Windows künftig kostenlos auf Smartphones und Tablets einsetzen, deren Displays unter 9 Zoll groß sind. Ein verzweifelter Schachzug von Microsoft im Kampf um mobile Marktanteile. Microsoft versucht seit Jahren, dem eigenen Smartphone-Betriebssystem, Windows Phone, zum Durchbruch zu verhelfen – bisher allerdings ohne nennenswerten Erfolg. Die Konkurrenz in Form von Android ist kostenlos und die Übernahme von Nokia hat auch nicht gerade Vertrauen seitens der Hersteller geschaffen. In einem etwas verzweifelten Versuch, Windows Phone nun doch zu mehr Marktanteilen zu verhelfen, hat Microsoft kurzerhand die Lizenzgebühr für die Hersteller gestrichen.

Chronische Startschwierigkeiten

Der neue CEO von Microsoft, Satya Nadella, hat zu seinem Amtsantritt verkündet, dass der neue Fokus des Unternehmens auf Mobile und der Cloud liegen wird. Einziges Problem an dieser neuen Ausrichtung, bisher hat Microsoft im Mobile-Bereich mit dem eigenen Betriebssystem Windows Phone keine nennenswerten Marktanteile gewinnen können. Es muss sich also etwas ändern, wenn man gegen die Vorherrschaft von Android und iOS etwas ausrichten will.

Das Android-basierte Smartphone Nokia X kann hier als ein erster Schritt gewertet werden. Bereits vor dem Verkaufsstart konnten über eine Millionen Vorbestellungen des günstigen Einsteiger-Smartphones in China verzeichnet werden – die Lektion, die Microsoft daraus zum Glück gelernt hat ist, dass der Bedarf an günstigen Smartphone sehr groß ist. Die bisherigen Windows-Phone-Geräte haben den Einsteigerbereich bisher allerdings vernachlässigt.

Zudem hat Microsoft mit der Übernahme von Nokia nicht gerade Begeisterung bei anderen Hardware-Herstellern ausgelöst. Nokia wurde zuvor ohnehin bereits durch einen Exklusivvertrag von Microsoft bevorzugt behandelt – mit der eigenen Hardware-Sparte hat Microsoft aber auch noch den letzten Anreiz für andere Hersteller beseitigt, ebenfalls Geräte mit Windows Phone auf den Markt zu bringen. Besonders die Lizenzgebühren für den Einsatz des OS machten es im Vergleich zur Konkurrenz aus dem Hause Google höchst unattraktiv.

Time for Change

Auf der gestrigen Eröffnungs-Keynote zur Microsoft-Entwicklerkonferenz Built wurde neben Updates für Windows und Windows Phone auch angekündet, dass die beiden Betriebssysteme künftig von Hardware-Herstellern ohne Lizenzgebühr eingesetzt werden können – zumindest auf Geräten, deren Display-Größe weniger als 9 Zoll besitzt. Mit dieser Ankündigung hat Microsoft eine kleine Bombe gezündet.

Bisher hat Microsoft durch den Verkauf von Windows-Lizenzen Geld verdient – die Software-Landschaft hat sich aber vor allem im Mobile-Bereich stark verändert, und das alte Modell ist heutzutage dank Open Source-Betriebssystemen wie Android schlicht nicht mehr zeitgemäß. Es gab schlicht keinen Anreiz mehr für Hardware-Hersteller Lizenzgebühren für ein mobiles Betriebssystem auszugeben, wenn andere Alternativen kostenlos angeboten werden, die zudem auch noch über ein größeres Ökosystem verfügen. Die Tatsache, dass außer Nokia schon länger keine windows-Phone-Geräte von anderen Herstellern erschienen sind, spricht Bände.

Was nichts kostet ist auch nichts wert?

Ein Betriebssystem plötzlich kostenlos anzubieten, macht es zwar zunächst interessant für Gerätehersteller, aber nicht unbedingt für Nutzer. Hier muss sich Windows Phone dem direkten Vergleich mit der Konkurrenz stellen. Damit das Mobile-OS auch auf dieser Eben spannend wird, hat Microsoft mit der neuen Version, Windows Phone 8.1, auch einige neue Features eingeführt. Allen Voran ist hier der Sprachassistent Cortana zu nennen. Dieser soll gegen die Angebote der Konkurrenz, wie Siri unter iOS oder Google Now unter Android, in den Kampf um die Gunst der Nutzer ziehen. Außerdem ist es für Entwickler nun möglich, eine App zu entwickeln, die sowohl unter Windows Phone sowie Windows 8.1 läuft.

Ob die Rechnung aufgeht und es Microsoft tatsächlich endlich gelingt mit Windows Phone Google und Apple wichtige Marktanteile streitig zu machen, hängt davon ab, wie sehr das Betriebssystem von den Hardware-Partnern nun tatsächlich angenommen wird. Ein wichtiger Aspekt hierbei dürfte allerdings sein, dass Windows Phone ohne Lizenzgebühr sogar noch günstiger ist, als der Einsatz von Android. Für die Nutzung von Googles Mobile-OS zahlen die Hersteller nämlich eine Lizenzgebühr an Microsoft für die Verwendung bestimmter Patente – diese fallen mit Windows Phone natürlich weg und machen die Geräte effektiv zumindest ein wenig günstiger. Das Rennen der mobilen Betriebssysteme ist also durch den Schachzug von Microsoft ein ganzes Stück spannender geworden.


Image (adapted) “Microsoft sign outside building 99” by Robert Scoble (CC BY 2.0)


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Nun beschlossen: Einheitliche Ladekabel kommen 2017

Das EU-Parlament hat am Donnerstag über einheitliche Ladekabel für Smartphones und Tablets abgestimmt: Ab 2017 gilt die neue Regelung. Nachdem eine freiwillige Vereinbarung der Gerätehersteller für gemeinsame Standards bei Ladegeräten von Smartphones und Tablets gescheitert ist, hat das EU-Parlament nun entschieden, dass ab 2017 in allen neuen Geräten ein und dieselben Anschlüsse verbaut werden müssen. Dies ist nicht nur gut für die Verbraucher, sondern auch für die Umwelt. Für die Unternehmen wird das erst einmal mühsam, denn sie müssen sich nun auf gemeinsame Standards einigen.

Freiwillige Vereinbarung ist gefloppt

Man kann sich die Gesichter der Chefs von Apple, Samsung und diverser anderer Smartphone-und Tablet-Hersteller nur zu gut vorstellen, nachdem das Ergebnis der EU-Abstimmung über einheitliche Ladekabel am Donnerstag bekanntgegeben wurde. Eine Überraschung gab es zwar nicht, das Ergebnis dürfte den Verantwortlichen dennoch nicht schmecken: Ab 2017 müssen alle Smartphones und Tablets mit ein und demselben Ladekabel kompatibel sein. Das bedeutet de facto: Kein überflüssiger Elektroschrott mehr, weniger Kabelsalat in der Reisetasche und einige Umstellungen für die Hersteller.

Eine freiwillige Vereinbarung unter den meisten Smartphone-Herstellern gibt es schon länger. Gehalten hat sich daran leider nicht so wirklich jemand. Im Gegenteil: Apple hat seinen 30-Pin-Anschluss mit dem iPhone 5 gleich noch mal verändert, so dass alle Nutzer von alten iPads oder Dockingstationen nicht umher kamen, Adapter oder zu kaufen. Selbiges passierte dann wenig später auch mit der neuen iPad-Generation.

Immerhin haben sich die Kabelsalatverantwortlichen dann mal darauf geeinigt, dass die Kabel an einer Seite immer einen USB-Anschluss haben müssen. So kann der Käufer wenigstens auf nur einen Adapter seitens der Steckdose bauen und jedes Ladekabel an diesen Adapter anschließen. Das ist etwas, aber sicher alles andere als der große Wurf.

51.000 Tonnen Elektromüll pro Jahr sollen eingespart werden

Nun hat das EU-Parlament endlich abgestimmt und eine feste Regelung vereinbart. In drei Jahren werden die Hersteller dazu gezwungen, in alle ab da an verkauften Geräte einen einheitlichen Anschluss zu bauen. Nun besteht die Herausforderung darin, alle Hersteller an einen Tisch und zu einer Lösung zu bewegen. In Anbetracht der angespannten Stimmung zwischen den mit Patentstreits beschäftigten Unternehmen ist das sicher keine so einfache Aufgabe – man denke da nur mal an Apple und Samsung, die sich seit jeher um jeden Millimeter Smartphonefläche streiten. Wenigstens ist die EU-Kommission bei den Verhandlungen und Beratungen involviert.

51.000 Tonnen Elektromüll pro Jahr sollen durch die Neuerungen eingespart werden. Wie genau das ablaufen wird, ist aber noch nicht ganz klar. Schließlich müssten die Kunden gezielt auf die Ladekabel verzichten, wenn sie diese bereits haben. Und das würde bedeuten, dass die Hersteller die Smartphones künftig nur noch ohne Ladekabel ausliefern können. Ansonsten spielt es ja keine Rolle, ob man nun acht verschiedene oder acht einheitliche Ladekabel in der Schublade liegen hat. Offene Fragen gibt es also noch einige, insbesondere zur Infrastruktur und der Einigung der Unternehmen.

Zwei Jahre Zeit für nationale Gesetze

Rein juristisch muss nun noch der Europarat über den Gesetzesentwurf abstimmen. Die einzelnen Mitgliedstaaten sind dann dazu verpflichtet, innerhalb von zwei Jahren entsprechende nationale Gesetze einzuführen. Anschließend haben die Smartphone- und Tablet-Hersteller noch ein Jahr Zeit, sich – insofern das bis dahin nicht schon passiert ist – auf die Neuerungen einzustellen und sie umzusetzen.

Das EU-Parlament hat also endlich ein Machtwort gesprochen, das über die halbherzige freiwillige Vereinbarung der Hersteller hinausgeht. Den Kunden wird es freuen, die Umwelt auch. Einzig manche Hersteller werden wohl ein wenig Mühe mit der Umstellung und dem dadurch fehlenden Alleinstellungsmerkmal (siehe Apple) haben.


 


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Tablet-PCs: Android übernimmt erstmals die Vorherrschaft

Das Marktforschungsinstitut Gartner veröffentlicht in regelmäßigen Abständen Schätzungen, wie sich der Anteil der verkauften Geräte und ihrer Betriebssysteme verändern. Freude bei Google: Obwohl Apple auch im Jahr 2013 noch immer der erfolgreichste Hersteller blieb, wurde deren Betriebssystem erstmals von der versammelten Android-Konkurrenz überholt.

Nicht erst seit der WhatsApp-Übernahme durch Facebook dürfte dem letzten Leser klar sein, wie wichtig die Nutzung mobiler Geräte im Internet ist. Im Jahr 2013 wurden nach Berechnungen des IT-Markforschungsunternehmens Gartner insgesamt 195 Millionen Tablet-PCs an Endkunden veräußert. Dabei wurden die iOS-Geräte erstmals von der Konkurrenz überholt. 2013 konnten weltweit 120,96 Millionen Geräte auf Basis von Android abgesetzt werden, was einen Anteil von 61,5 Prozent ausmacht. 2012 waren es 45,8 Prozent mit 53,34 Millionen verkauften Einheiten. Der Marktanteil von iOS sank hingegen im Vorjahr von über 50 auf 36 Prozent. Microsoft konnte zwar die Anzahl der verkauften Windows-Tablets verdoppeln. Dennoch blieb der Marktanteil trotz aller Bemühungen bei mageren 2,1 Prozent, was einem Absatz von 4,03 Mio. Geräten entspricht.

Beim Vergleich der erfolgreichsten Hersteller gab es weit weniger Überraschungen. Apple nahm voriges Jahr noch immer die Spitzenposition ein. Samsung konnte deutlich aufholen und lag in 2013 nur knapp 17 Prozent dahinter. Auf den erhofften Durchbruch der neuen Kindle-Generation warten die Amazon-Manager bis heute. Obwohl das Kindle Fire vergleichsweise günstig angeboten wird, konnten nicht allzu viele Kunden vom eigenen Produkt überzeugt werden. Das Marktforschungsunternehmen IDC kam übrigens Ende Januar 2014 zu einem ganz ähnlichen Ergebnis.

Tablet-PCs für die Generation Ü30?

Anlässlich vom Mobile World Congress hatte der Branchenverband BITKOM die Nutzung von Tablet-PCs in Deutschland untersucht. Gut jeder vierte Deutsche im Alter von über 14 Jahren soll einen solchen Computer besitzen. Am beliebtesten sind Tablet Computer bei den 30- bis 49-Jährigen. Jeder dritte von ihnen (34 Prozent) nutzt einen solchen PC. Ab 65 Jahren ist es immerhin jeder Zehnte mit 10 Prozent. Als Begründung wurde das wachsende Angebot im unteren Preissegment und das große Interesse der Kunden ab 30 Jahren und darüber angegeben. Tablet Computer sollen vor allem für Anfänger attraktiv sein. Die Steuerung mit dem Finger ist intuitiv, die Einarbeitung fällt bei vielen Nutzern entsprechend kurz aus. BITKOM-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder glaubt, die kleinen Alleskönner haben den Markt für Consumer Electronics im Allgemeinen und PCs im Besonderen stark durcheinandergewirbelt.

Fazit: Während Apple im oberen Preisbereich auch weiterhin die erste Geige spielen wird, gab es mit der Gardner-Kalkulation die erste Überraschung. Die Berechnungen zeigen, dass es immer mehr Menschen gibt, die ein bezahlbares Gerät einem exklusiven Design, Retina Display oder einer noblen Marke vorziehen. Wenn Apple diesem Trend entgegenwirken will, muss sich das Unternehmen aus Cupertino deutlich mehr einfallen lassen. Für einen Wettbewerbsvorteil reicht es auf Dauer nicht aus, jedem neuen iPad ein paar Verbesserungen mit auf den Weg zu geben. Wer seine Hardware dauerhaft zu derart hohen Preisen verkaufen will, muss seine Kunden mit großen Innovationssprüngen überzeugen. Ohne bahnbrechende Neuerungen, die früher das Alleinstellungsmerkmal von Apple ausgemacht haben, ist es in einigen Jahren mit der Dominanz des iPad vorbei.

 

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