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Wiko wishake Wireless Speaker im Test – Qualität zum kleinen Preis!

Wir haben den Wiko wishake Wireless Speaker für unter 20 Euro getestet und sind überrascht.

Bluetooth Wireless Speaker gibt es mittlerweile wie Sand am Meer und in wahnsinnig vielen verschiedenen Ausführungen. Wer sich den modernsten Speaker für eine Menge Geld kauft, wird vermutlich immer eine gewisse Qualität erwarten können. Wie sieht das aber bei einem Speaker für unter 20 Euro aus? Wir hatten den Wiko wishake Wireless Speaker im Test und haben den kleinen Bluetooth Speaker auf Herz und Nieren geprüft.

Optik – aufs Äußere reduziert

Auch wenn das eigentlich entgegen meiner Wertevorstellung geht, konnte ich nicht umhin, den Wiko Wishake Wireless Speaker im Test erst einmal auf sein Äußeres zu reduzieren. Der kleine Lautsprecher ist nämlich wahnsinnig schick. Farblich ist er mit seiner mit grauem Stoff überzogenen Front sehr elegant gehalten. Akzente setzen hier der Regler an der Oberseite sowie das Logo-Schild auf der Front in schlichtem Roségold. Für einen so günstigen Speaker ist ein derart schickes Design nicht üblich und vermittelt einen Eindruck von Qualität.

Erhältlich ist der kleine Speaker außerdem in den Farben Khaki und Weiß-Grau, wobei die zweite Variante etwas über 20 Euro liegt.

Haptik – fühlt sich gut an

Auch haptisch konnte mich der Wiko wishake Wireless Speaker im Test überzeugen. Der mattierte Plastikrahmen fühlt sich sehr geschmeidig an und auch die mit Stoff überzogenen Seiten vermitteln einen sehr wertigen Eindruck. Der Regler auf der Oberseite des Speakers – das einzige Bedienelement – lässt sich ebenfalls sehr angenehm bedienen. Durch Drehungen nach links und rechts lässt sich hierüber die Lautstärke verändern. Dabei sitzt der Knopf relativ fest und gibt bei jeder Stufe einen leichten Widerstand, sodass wir hier ein direktes Feedback über unsere Regelung bekommen.

Über ein kurzes Reindrücken des Reglers können wir die Wiedergabe außerdem pausieren und fortsetzen. Drückt man den Knopf länger, schaltet sich der Bluetooth-Speaker ein und aus. Auch hier gibt der Button ein angenehmes Feedback untermalt von einem entsprechenden Ton und lässt sich sehr gut drücken.

Unterhalb des Speakers befindet sich ein gummierter Streifen, der dem Wiko wishake Wireless Speaker im Test immer einen guten und rutschfesten halt gegeben hat. Gerade für Glasoberflächen ist diese Gummierung außerdem sehr angenehm. So wird ein unangenehmes „Klonk“ beim Platzieren des Speakers vermieden.

Die Vorder- und Rückseite des Wiko wishake Wireless Speakers sind mit Stoff überzogen.
Die Vorder- und Rückseite des Wiko wishake Wireless Speakers sind mit Stoff überzogen. / Image by Moritz Stoll

Inbetriebnahme – einfach und unkompliziert

Der Wiko wishake Wireless Speaker ließ sich im Test sehr einfach in Betrieb nehmen. Zuvor muss dieser über das mitgelieferte Micro-USB aufgeladen werden. Nicht im Lieferumfang enthalten ist ein Netzteil, doch kann hier jeder x-beliebige 5 Volt USB-Adapter benutzt werden. Über die Bluetootheinstellungen der Lautsprecherbox kann sich nun jedes Bluetooth-fähige Gerät verbinden und der Wiko wishake ist einsatzbereit.

Alternativ kann der Lautsprecher auch über ein Aux-Kabel benutzt werden. Da ihn das aber in seiner Mobilität deutlich einschränken würde, hat diese Funktion für mich einen eher geringen Nutzwert. Lediglich im Outdoor-Bereich kann sie, unter dem Aspekt Akku zu sparen, Sinn ergeben.

Der Wiko wishake Wireless Speaker kommt mit zwei Anschlüssen aus. Einem Aux- und einem Micro-USB-Anschluss.
Der Wiko wishake Wireless Speaker kommt mit zwei Anschlüssen aus. Einem Aux- und einem Micro-USB-Anschluss. / Image by Moritz Stoll

Der Sound – für den Preis wirklich in Ordnung

Für einen Lautsprecher, der gerade mal um die 20 Euro kostet, kann ich mich über einen nicht perfekten Klang des Wiko wishake Wireless Speaker im Test wohl kaum beschweren. Tatsächlich bekommt er in den Tiefen einige Probleme und sehr basslastige Lieder sind auf ihm nicht wirklich ein Genuss. Die Mitten und Höhen deckt die Box allerdings recht gut und auch mit einer durchaus vernünftigen Lautstärke ab.

Benutzung – für Musik okay. Brilliert bei Podcasts

Um ehrlich zu sein, hat der Wiko wishake Wireless Speaker im Test gezeigt, dass er nicht die allerbeste Klangqualität zu bieten hat. Bei einem Lautsprecher in dieser Preisklasse nicht anders zu erwarten. Dennoch hat er eine Akkulaufzeit von circa sechs Stunden und überzeugt für seinen Preis durchaus in den mittleren Frequenzbereichen. Das macht ihn in meinen Augen zu einem perfekten Gerät für das Hören von Podcasts oder Hörbüchern.

Stimmen liegen in der Regel klanglich eher in den Mitten. Gleichzeitig sollte ein Gerät, über das ein Podcast gehört wird, mobil sein. Hier bleiben in der Regel nur Kopfhörer oder das Smartphone direkt. Der Wiko wishake stellt allerdings mit seinem 11,2 x 3 x 7,9 Zentimetern eine dritte Alternative dar. So lässt er sich beispielsweise beim Putzen oder Aufräumen einfach mit in den nächsten Raum nehmen. Eine Anlage bietet diesen Komfort nicht.

Der Wiko wishake Wireless Speaker ist ziemlich handlich und kann einfach mitgenommen werden.
Der Wiko wishake Wireless Speaker ist ziemlich handlich und kann einfach mitgenommen werden. / Image by Moritz Stoll

Fazit – hohe Qualität im Niedrigpreissegment

Wer hier ein High-End Gerät erwartet, der wird mit dem Wiko wishake klar enttäuscht. Bei einem Preis von unter 20 Euro ist allerdings klar, dass irgendwo Abstriche gemacht werden müssen. Es handelt sich bei dem Lautsprecher um ein extrem hochwertiges Gerät aus dem Niedrigpreissegment. Nachdem wir den Wiko wishake Wireless Speaker im Test hatten, lässt sich abschließend sagen: Der Lautsprecher ist durchaus für das Spielen von Musik geeignet, falls die eigenen Ansprüche an die Klangqualität nicht zu hoch sind. Eine wirkliche Stärke stellt allerdings das Abspielen von Podcasts oder Hörbüchern dar. Seine lange Akkulaufzeit, die ansprechende Optik und die angenehme Haptik stellen für mich durchaus Kaufargumente dar.

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It’s a small world – Musik auf Taschenrechnern

YouTube versorgt uns mit einer Vielzahl von Videos, die uns mit ihren Ideen überraschen. Einer dieser ganz speziellen Kanäle ist „It’s a small world“. Doch was gibt es auf dem Kanal so Besonderes? Ganz einfache Antwort: Musik. Ich weiß, ihr werdet euch jetzt fragen, was an Musik denn bitte so außergewöhnlich ist. Na gut, ich verrate es euch.

Wenn Taschenrechner zu Instrumenten werden

Ein großer Teil der Videos auf It’s a small world verwendet ein ganz besonderes Instrument: Den Taschenrechner AR-7778. Ihr habt sicherlich alle mal die Musik von Super Mario gehört – oder aber auch das bekannte Theme des Kinohits Fluch der Karibik. Dieser Kanal verwendet dafür aber die Sounds eines einfachen Taschenrechners. Und da ein Taschenrechener allein nicht für sonderlich komplexe Kompositionen taugt, verwendet die Kanalbetreiberin gleich bis zu fünf der praktischen Rechenhelfer für ihre unterhaltsamen Videos.

Der Anfang war ein Kinderspiel

Die ersten beiden Videos des Kanals beinhalteten übrigens noch keine Taschenrechner. Stattdessen spielte It’s a small world auf einem nicht wesentlich größeren Spielzeug-Piano, das einen lächerlichen Tonumfang von gut zwei Oktaven bot. Darauf coverte sie ein Lied von Selena Gomez, sowie das bekannte Intro der Rekord-Serie Game of Thrones.

Bald darauf folgten dann aber schon die Videos mit den Taschenrechnern. Die Lieder sind zum großen Teil bekannte Lieder großer US-Stars wie Justin Bieber oder Ed Sheeran. Doch auch Nerds dürfen sich über zahlreiche Stücke aus Filmen, Serien und Spielen freuen.

Alles, außer gewöhnlich

Ein wenig eigen mag die etwas schüchterne Musikerin wirken, die auch erst in den neueren Videos ihr Gesicht vor der Kamera zeigt. Zuvor gab es nur ihre Hände und die „Instrumente“ zu sehen. Als erstes „Face Reveal“, veröffentlichte sie übrigens ein Video, in dem sie ihr Gesicht aus Ton selbst nachgeformt hat. Das passt irgendwie wunderbar zum etwas kuriosen Inhalt, der auch Bilder mit Fingerfarben beinhaltet, sowie auf der Tastatur gespielte Lieder.

Ebenso spielt sie Lieder auf dem Launchpad und dem Otamatone. Das Launchpad ist eine frei belegbare Oberfläche vieler in einem Gitter angeordneter Buttons. Auf diese werden Sounds und Effekte gelegt, mit denen man eigene Performances und Remixes erstellen kann. Das Otamatone ist hingegen ein Musiksynthesizer in Form einer Achtelnote, dessen Ton aus einem Mund im Notenkopf austritt. Die Tonhöhe wird über die Fingerposition am Notenhals geändert und lässt sich damit sehr ähnlich einer Geige spielen.

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Packt den Walkman aus – die Kassette ist wieder da

Ich gebe es zu. Ich habe dem derzeitigen Kassetten-Hype niemals besonders viel Aufmerksamkeit geschenkt. Als Schallplatten-Jüngerin war und bin ich fest davon überzeugt, dass auf Vinyl beinahe jedes Lied besser klingt. (Vorausgesetzt die Aufnahme im Studio war ordentlich und derjenige, der den Song auf Vinyl gepresst hat wusste, was er tut.) Trotzdem erwischte ich mich dabei, wie mich ein wohliges Gefühl der Nostalgie überkam, als ich mir das neue Album meiner Lieblingsband kaufte und dem „Exclusive Vinyl Bundle“ ebenfalls eine Kassette beigelegt war. Ich habe keinen Kassettenspieler mehr. Trotz dessen war es ein merkwürdig schönes Gefühl, diesen etwas in die Jahre gekommenen Tonträger wieder in den Fingern zu halten. Rückblenden in meine Kindheit zu alten Spongebob-Hörspielen und Bibi und Tina-Folgen inklusive.

Doch ich bin nicht die Einzige, die die Besonderheit der Kassette wiederentdeckt hat. Egal ob in Serien, in Filmen oder bei Neuerscheinungen in der Musik-Branche. Der Retro-Hype schreitet voran und mit ihm erwacht auch die Kassette zu neuem Leben.

Warum Kassette?

Darauf gibt es wohl keine rein rationale Antwort. Technisch gesehen steht die Kassette modernen CDs und vor allem Streaming Diensten in einiges nach. Maximal 90 Minuten Musik passen auf eine Seite der Kassette. Nach Benutzung muss man das Band manuell zurückspulen, es sei denn das Wiedergabegerät kann das selbst. Und das Wechseln von Songs, oder das Überspringen, ist deutlich komplizierter als bei anderen Tonträgern. Auch wenn die CD insgesamt nur 80 Minuten Musik speichern kann, rauscht und springt sie im Vergleich mit der Kassette nicht. Des Weiteren kann man hier Songs deutlich einfacher überspringen. Wenn es um die reine Praktikabilität geht, macht aber den heutigen Streaming Diensten keiner etwas vor. Millionen von Songs, von überall abspielbar, inklusive der Möglichkeit hunderte individuelle Playlists zu erstellen und diese mit Freunden zu teilen.

Aber um den „praktischen“ Nutzen geht es bei der Kassette auch eher weniger. Viel mehr hat der auflebende Hype etwas mit Nostalgie zu tun.

Totgesagte Technologien leben länger

Einige machen die Streaming-Plattform Netflix für das Wiederkehren der Kassette verantwortlich. In Serien wie „Stranger Things“ oder dem Film „Guardians of the Galaxy” wird die Kassette zum Kult-Objekt erhoben. Indirekt wird der Kassette also vorgeworfen, sie sei nur ein Mittel zum Zweck, um noch mehr Hype zu erschaffen und noch mehr Merchandise zu verkaufen. Aber das wäre zu kurz gedacht. So lässt sich zum Beispiel in Berlin beobachten, dass immer mehr Musikläden Kassetten wieder zunehmend in das Sortiment aufnehmen. Die Kassette sei auch nie ganz weg gewesen, wird hier argumentiert, sie lebe nur neu auf. Gleichzeitig beobachten die Betreiber der Musikgeschäfte das, was die Kassette auch auf längerfristige Sicht wieder stärker in den Mainstream holen könnte: Im digitalen Zeitalter gibt es immer mehr Menschen, die Musik wieder bewusster erleben wollen. Und dazu gehört eben auch, Tonträger wieder in der Hand zu haben. Ähnlich wie bei der Schallplatte sucht man nicht zwangsweise nach rauschfreier Perfektion, sondern nach dem individuellen Charakter der Musik. Somit ist die Kassette nicht einfach ein aufgewärmter „Werbegag“ großer Firmen, sondern sie hat ihren festen Platz in der Retro-Bewegung der Postmoderne gefunden.


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Sony eröffnet dritte Ausstellung von „Lost in Music“

Einen ganz eigenen, personalisierten Song erstellen und das nur durch Bewegung und einfachste Interaktionen. Klingt ziemlich cool – ist es auch. Der Technik- und Entertainment-Gigant Sony eröffnete am 15. November in der Melburry Street im New Yorker Stadtteil Soho die dritte Installation seines Projektes „Lost in Music“.

Bereits vorher gab es zwei Versionen des Langzeitprojektes. Einerseits in 2017, als Sony mit dem DJ-Duo The Chainsmokers zusammenarbeitete, welche ein interaktives VR-Musikvideo für ihre Single „Paris“ veröffentlichten. Andererseits im Januar 2018, als dann eine Kollaboration mit dem Singer-Songwriter Khalid folgte. Innerhalb eines speziellen Konzerts gingen Fans durch einen Tunnel, welcher von Sony mit 576 Lautsprechern ausgestattet worden war. Unter dem Namen „Odyssey“ erlebten die Teilnehmer, wie die Klänge sich um sie herumbewegten und wurden damit Teil einer ganz besonderen Hör-Erfahrung.

Die Verschmelzung von Technik und Musik

Sonys Ideen in diese Richtung sind einzigartig. Das betont auch Miki Anan, Senior Manager Of Entertainment Partnerships bei Sony. „Unsere größte Priorität war es, den Fans eine tiefere Bindung zur Musik, durch Technologie, zu ermöglichen“, sagt er in einem Rolling Stone-Interview. Das ist dem Technik-Konzern in seinem neuen interaktiven Aufnahmestudio in New York gelungen.

Mit Hilfe von Virtual Reality-Elementen und der Nutzung von Multi-Purpose-Concept-Spaces, können die Besucher der Installation ihren ganz persönlichen Song aufnehmen. Des Weiteren wird der erstellte Song mit dem eigenen Herzschlag synchronisiert. Zudem gibt es eine Vocal-Booth zum Aufnehmen der eigenen Stimme und einen interaktiven Dance-Floor, sowie eine Walk-Through-Sphäre in der Schlagzeug-Rhythmen aufgenommen werden können. Ziel dahinter sei es, das Erstellen von Musik so intuitiv und kreativ wie möglich zu gestalten.

Der eigene Song kann anschließend runtergeladen werden.

 

Lost in Music wieder mit zahlreichen Kollaborationen

Wie bei jedem bisherigen Projekt sind auch dieses Mal viele Künstler involviert. Unter anderem wird es exklusive Konzerte und Interviews in kleiner Runde geben. Infolgedessen nehmen Künstler wie Zara Larsson oder Tove Styrke teil. Außerdem ist es Besuchern der Installation möglich, die neusten Sony-Produkte vor Ort zu testen.

Für ganz besonders Audio-Begeisterte gibt es übrigens einen Raum, der mit einer multi-dimensionalen Anlage ausgestattet ist. Damit wird das Hören der Lieblingsmusik noch einmal eine ganz neue Erfahrung. Sony möchte mit diesen einzigartigen Projekten die Bindung zwischen Künstlern und Fans mittels Technologie erreichen und Musik somit auf eine ganz neue Ebene heben.

Die Ausstellung ist bis zum 10. Februar 2019 für die Öffentlichkeit frei zugänglich.


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Der MP3 Player und sein Untergang

Wie ein Format ausstirbt, sieht man am Beispiel des MP3 Players. Im Vergleich zu seinen heutigen Konkurrenten, wirkt der MP3 Player beinahe wie ein Relikt aus einer vergangen Zeit. Der erste MP3 Player der Geschichte war der Sehan MpMan F10. Damals noch als Innovation gefeiert mit sagenumwobenen 32-Mbyte-Speicher, wo ungefähr acht MP3s rauf passten. Das Kompressionsverfahren des MP3 revolutionierte die Medienlandschaft und eröffnete gleichzeitig neue Möglichkeiten für die Märkte portable Musik abzuspielen.

Seit seiner Einführung im Jahre 1998 sieht sich das einstige Wunderkind der Musikindustrie seit einigen Jahren einem starken Wandel gegenüber. Die Absatzzahlen beweisen diesen Niedergang des einstigen Lieblings der Musikindustrie. Laut gfu Consumer & Home Electronics GmbH liegt dieser für 2018 nämlich bei mageren 500.000 verkauften Audioplayern. Im Vergleich dazu hatte der MP3 Player seinen Höhepunkt im Jahre 2005 mit über acht Millionen verkauften Geräten. Dieser Umstand zeigt wieder einmal, wie vergänglich technische Errungenschaften sein können. Auch die Technik frisst ihre Kinder. Ihr 20-jähriges Jubiläum haben sich die Hersteller sicher anders vorgestellt. Der klassische MP3 Player wurde mittlerweile von alternativen Geräten abgelöst.

Die Zukunft

Neben den bereits erwähnten alternativen Gadgets, erklären sich die Analysten diesen Rückgang auch mit der mittlerweile einfachen Technik, MP3 Dateien abzuspielen. Dazu gehören Smartphones, Tablets, Notebooks und Autoradios. Aber auch unterschiedliche Streamingportale, Podcasts oder Audiotheken ermöglichen heute Musik zu beziehen und ins Ohr zu beamen. Über 40 Millionen Personen ab 14 Jahren nutzen zumindest gelegentlich Audioangebote aus dem Internet. Bei den öffentlich-rechtlichen und privaten Radioanbietern sind es sogar stolze 138 Millionen. Die Zahlen zeigen wie dynamisch der Sektor ist. Da scheint der Niedergang des klassischen MP3 Players nur klar und die logische Konsequenz. Aber auch hier profitiert die Industrie von den Möglichkeiten, die sich durch diesen Zuwachs eröffnen. So ist beispielsweise der Absatz von Kopfhörern für 2018 auf 12,8 Millionen Stück beziffert, mit einem Gesamtumsatz von 560 Millionen Euro. Das entspricht einer Steigerung von 17 Prozent, was enorm ist.

Die Dynamiken zeigen einerseits wie Fortschritt die Lebensqualität verbessert. Andererseits unterliegt der Markt seinen eigenen Gesetzen und verdrängt schrittweise bewährte Errungenschaften, indem sie sie ständig weiterentwickelt.


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Winamp 6 – Der Kult-Musikplayer kehrt zurück

Was für eine Überraschung! Fünf Jahre nach der letzten Winamp-Version 5.66 kündigt die Radioplattform Radionomy an, dass an Version 6 gearbeitet wird. Diesmal als All-in-One-Lösung und Konkurrenz zu den aktuellen Platzhirschen.

Winamp war vor allem um die Jahrtausendwende herum, einer der beliebtesten Mediaplayer auf dem Markt. Vorwiegend zum Abspielen von MP3-Dateien entwickelt, ließen sich die unterstützten Formate über Plugins beliebig erweitern. Mit Skins konnte man den Media Player zudem auch optisch ganz nach dem eigenen Geschmack anpassen.

Noch immer gibt es viele Winamp-Nutzer, dessen ist sich auch Radionomy-CEO Alexandre Saboundjian bewusst. Gegenüber Techchrunch erklärt er: „Winamp-Nutzer sind wirklich überall. Es ist eine riesige Zahl. Wir haben eine wirklich starke und wichtige Community. Aber jeder „weiß“, dass Winamp tot ist und wir nicht mehr daran arbeiten. Das ist nicht der Fall.“

Eine einzige Erfahrung

Nächstes Jahr soll die neue Version erscheinen. Radionomy nahm sich den Wunsch nach einer Komplettlösung zu Herzen. Winamp 6 bietet nicht nur das Abspielen lokaler Dateien. Auch die Wiedergabe aus der Cloud, Podcasts, Radiostreams und eigenen Playlists, sind Teil der kommenden Version.

Genauere Details zum Releasedatum oder den Features sind noch nicht bekannt, sollen aber im Laufe des Jahres folgen. Vor allem auf dem Mobilmarkt wolle man abzielen.

Vorher kommt Update 5.8

Bevor Winamp 6 den Markt aufmischen kann, gibt es einen kleinen Vorgeschmack in Form eines offiziellen Updates 5.8 für die alte Version. Bereits im September ist versehentlich eine Betaversion des Updates geleakt worden. Die neue Version behebt vor allem die Kompatibilitätsprobleme unter Windows 10. Außerdem trennt man sich von den Pro-Features.


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YouTube dominiert on-Demand-Musik – Music Consumer Insight Report

Der Weltverband der Phonoindustrie (IFPI) hat kürzlich den diesjährigen Music Consumer Insight Report veröffentlicht. Die Studie geht der Frage auf den Grund, wie die Menschen weltweit Musik konsumieren. Ein Ergebnis beeindruckt vor allem: Mit 47 Prozent fällt der größte Teil gestreamter Musik auf YouTube. Insgesamt machen Video-Portale 52 Prozent aus, kostenpflichtige Audio-Streamingdienste 28 Prozent und ihren kostenlose Konkurrenz 20 Prozent. Ein Drittel der Befragten gab die Verfügbarkeit auf YouTube übrigens als Hauptgrund an, keinen kostenpflichtigen Audio-Streaming-Dienst zu nutzen.

Wer glaubt die modernen Medien würden die alten Musikkanäle verdrängen, wird überrascht sein. 86 Prozent der Konsumenten hört noch immer Radio und überhaupt geht ein Viertel des gesamten Musikkonsums auf das Radio zurück.

Musik ist überall

Musik zieht sich quer durch unser Leben. Durchschnittlich hört der Mensch fast 18 Stunden Musik pro Woche – meist unterwegs. Zwei Drittel der Befragten gaben an, Musik im Auto zu hören. Mit 77 Prozent müssen sich die Deutschen in ihrem liebsten Fortbewegungsmittel nur Südafrika geschlagen geben. Auch in den öffentlichen Verkehrsmitteln (54 Prozent) und während der Arbeit oder des Lernens (40 Prozent) lassen wir uns gerne beschallen. Dass nur 36 Prozent ihre liebsten Künstler live auf Konzerten und Festivals hören, ist da fast schon ein bisschen traurig.

In Zukunft wird sich der Konsum aber weiter wandeln. Die jüngeren Teilnehmer der Studie neigen bedeutend eher dazu, ihre Lieblingsmusik unterwegs zu hören. Mehr als die Hälfte der Befragten zwischen 16 und 24 Jahren gaben außerdem an, sich für das Smartphone zu entscheiden, wenn sie nur ein Gerät zur Musikwiedergabe haben könnten. Das Smartphone ist zudem vor allem in südamerikanischen Ländern beliebt. Mexiko, Brasilien und Argentinien führen das Ranking an.

Andere Länder, andere Musik

Beim Musikgeschmack gibt es starke Unterschiede zwischen den Ländern. Zwar erfreuen sich vor allem Pop, Rock und Elektro globaler Beliebtheit, doch viele Kulturen sind auch noch fest mit ihren heimischen Genres verwurzelt. In Japan hören beispielsweise 66 Prozent der Befragten J-Pop und 29 Prozent Soundtracks speziell aus Animes. In Frankreich wird hingegen noch viel Chanson gehört und lateinamerikanische Musik ist in ihren Herkunftsländern auch noch immer sehr beliebt.

Beeindruckend ist auch der Stellenwert von Soundtracks. 30 Prozent der Befragten gaben an, gerne Soundtracks aus Film und Fernsehen zu hören – Platz 4 in den beliebtesten Genres weltweit.

Nicht immer legal

Um an die Musik zu kommen, sehen es viele nicht allzu eng mit Verletzungen des Urheberrechts. 17 Prozent gaben an, in Suchmaschinen nach illegalen Downloadmöglichkeiten zu suchen. Immerhin 23 Prozent downloaden Musik über File Hoster oder P2P-Anbieter. Ganze 32 Prozent laden sich jedoch Lieder illegal von Audio- oder Videostreams runter.


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Neue KI von Deezer erkennt Emotionen in Musik

Sobald ich meine Musikmediathek öffne, springen sie mir entgegen: Hunderte Playlists, Alben, Künstler und einzelne Titel. Wer auch nur ansatzweise so ein Playlist-Messie ist wie ich, der kennt das Problem: Welche Musik will ich jetzt hören? Zumal ich nicht nur „aufgeräumte“ Playlists habe, für bestimmte Interpreten oder Situationen. Sondern auch Playlists, in denen sich einfach alles Mögliche befindet. Ein einziges Chaos also, das oft darin mündet, dass ich ständig Songs skippe oder durch verschiedene Playlists nach genau diesem einen Song suche, von dem ich mir sicher war, er wäre hier irgendwo…

Der französische Streamingdienst Deezer hat nun einen großen Schritt getan, Playlist-Messies wie mir in Zukunft unter die Arme zu greifen. In einem kürzlich veröffentlichten Dokument haben die Forscher des Musik-Streamingdienstes ein Experiment vorgestellt, in dem sie ihre neue KI zur automatischen Emotions-Erkennung in Songs mit bisher „herkömmlichen“ Methoden vergleichen.

Die bisherigen Methoden

Bisherige Versuche, große Datensätze an Musik mithilfe von Computern eindeutigen Stimmungen und Emotionen zuzuordnen, verliefen eher schleppend. Denn die meisten Experimente in diese Richtung basierten auf festen Datenvorgaben. Betrachtet werden dabei bei jedem Track das Audio-Signal und die Songtexte. Für jeden Song wird vorher festgelegt, ob er eine negative oder positive Stimmung hat, und ob er ruhig oder aufbrausend ist. Doch durch diese einfache Kategorisierung ist nicht genug Differenzierung zwischen einzelnen Tracks möglich gewesen. Somit waren auch die Playlists, die von vorherigen Systemen zusammengestellt wurden, immer noch chaotisch.

Was die KI von Deezer besser macht

Deezer stützt seine KI nun auf ein zweidimensionales Stimmungs-System. Das bedeutet, dass ein Song nun auf einem Skala-Feld liegt. Ein Song kann dann z.B. als 85 Prozent positiv, 15 Prozent negativ, 30 Prozent ruhig und 70 Prozent aufregend eingestuft werden. Aus diesen Daten ergibt sich der genaue Punkt des Songs, den er auf dieser zweidimensionalen Skala einnimmt. Und aus diesem individuellen Punkt lässt sich dann die Emotion bestimmen. Das ermöglicht der KI deutlich mehr zu differenzieren und zudem repräsentiert dieses System die Emotionen-Vielfalt eines Menschen deutlich besser.

Das erste Experiment mit dieser neuen KI wurde mithilfe der Daten von 18.000 Songs durchgeführt. Das Ergebnis dessen war, dass die KI durchaus besser darin ist, zu erkennen ob ein Song eher positiv oder negativ ist. Allerdings ist die Trefferquote bei der Einteilung in ruhige und aufregendere Songs vergleichbar niedrig, wie bei älteren Methoden. Noch hat das Deezer-Team also einige Fehler zu beheben.

Wie diese KI die Art wie wir Musik hören beeinflussen könnte

Jedoch ist der Ansatz, eine KI für die Einteilung von Musik zu verwenden, gar nicht so verkehrt. Die Forscher von Deezer meinten, sie bräuchten Datensätze von synchronisierten Texten zu den Audio-Stücken, um die KI zu verbessern. Sollte diese oder ähnliche KIs dann aber irgendwann ausgereift sein, könnten sie die Art, wie wir Musik konsumieren, revolutionieren. Denn die Idee hinter diesen Vorhaben ist, dass man eines Tages in der Lage ist, die Stimmung von Musikkonsumenten automatisch zu erfassen und genau passende Playlists vorzuschlagen. Individualisiert man diesen Prozess noch weiter, könnten wir irgendwann ein perfekt auf unsere Hörgewohnheiten abgestimmtes Netzwerk aus Künstlern, Playlists und Titeln vorgeschlagen bekommen. Dann würden wir auch automatisch zu den besten Songs, die zu unserer derzeitigen Stimmung passen, geleitet. Und das Playlist-Chaos hätte ein Ende.


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Marshall Kilburn II im Test: Kraftvoller Bluetooth-Speaker im Verstärker-Design

Zound Industries ist seit einiger Zeit mit der Marke Marshall nicht nur im Bereich der Gitarren-Verstärker, sondern auch der Consumer-Speaker aktiv. Mit dem Kilburn II wurde nun im Rahmen der IFA in Berlin der Nachfolger des kompakten Bluetooth-Speakers vorgestellt. Er zeichnet sich durch rustikales Design mit gleichzeitig aktuellen Komponenten aus. Ich konnte den Lautsprecher in den letzten Wochen ausgiebig testen und verrate euch, ob er den Kaufpreis von 299 Euro wert ist.

Kompaktes Mobilgerät mit Drehreglern

Marshall-Produkte müssen nicht groß und wuchtig sein. Das beweist der Hersteller mit der Kilburn-Serie mit Abmaßen von 24,3 x 16,2 x 14,0 Zentimeter und einer Masse von 2,5 Kilogramm. Das Gehäuse besteht traditionell aus Holz, die Oberfläche ist einem Kunstleder nachempfunden. Die Front umspannt ein Gitternetz im Amplifier-Design. Zudem besitzt der Speaker einen praktischen Tragegurt auf der Oberseite. Das wirkt alles sehr hochwertig und an der Verarbeitung gibt es nichts auszusetzen.

Auf der Oberseite befinden sich die drei Drehregler für Lautstärke sowie Tiefen und Höhen. Beim ersten Blick sticht sofort die Haptik ins Auge oder besser, fährt in die Finger. Denn die gummierten Knöpfe bieten einen angenehmen Widerstand. Spiel sucht man hier vergebens. Neu beim Kilburn II ist die Akkustandsanzeige auf der rechten Seite: Zehn LEDs zeigen permanent den Ladestand des Energiespenders an.

Auf der Oberseite des Marshall Kilburn II befinden sich Drehregler für Lautstärke, Tiefen und Höhen. Image by Jonas Haller

Blumlein-Stereosound sorgt für tollen Klang

Bereits bei größeren Modellen konnte ich mich von der guten Klangqualität überzeugen und auch beim neuesten Produkt lässt sich Zound Industries nicht lumpen. Unter der Haupt sind zwei Speaker mit 15 Watt sowie ein Tieftöner mit 25 Watt Ausgangsleistung verbaut. Es wird ein großer Frequenzbereich zwischen 52 – 20.000 Hz abgedeckt. Die äußersten Grenzen sind dabei für das menschliche Ohr nicht hörbar.

Durch die räumliche Trennung der Speaker erreicht der Hersteller den sogenannten Blumlein-Stereosound, der einen imposanten 360-Grad-Klang generiert. Durch die bereits erwähnten Drehregler lässt sich der Sound feinjustieren. Vor allem rockige Klänge wirken auf dem kleinen Gerät sehr eindrucksvoll und wuchtig. Mit geschlossenen Augen könnte man meinen, dass ein mindestens doppelt so großer Lautsprecher den Raum beschallt.

Die Rückseite des Kilburn II ziert ein Tief- sowie ein Hochtöner für 360-Grad-Klang. Image by Jonas Haller

Die Musik landet per Aux-In oder akkusparender Bluetooth 5.0 aptX-Technologie auf dem Kilburn II. Das neue Modell ermöglicht dabei Multi-Host, sodass zwei Smartphones gleichzeitig verbunden werden können. Für unterbrechungsfreies Hörvergnügen sollten die Audioquellen höchstens neun Meter vom Speaker entfernt sein.

Akku hält fast 20 Stunden durch

Der Marshall Kilburn II ist in erster Linie für den Außeneinsatz gedacht. Genau deshalb hat er auch einen opulenten Akku spendiert bekommen. Über die genauen Eckdaten schweigt sich der Hersteller zwar aus, allerdings ist die Laufzeit sehr beeindruckend. Rund 20 Stunden Dauerlaufzeit sind mit dem Gerät möglich. Ein nahezu konkurrenzloser Wert. Das vollständige Aufladen des mobilen Speakers dauert anschließend bis zu drei Stunden.

Fazit: Marshall Kilburn II ist klein, aber oho

Äußerlich hat der Kilburn II der Marke Marshall etwas von einem geschrumpften Gitarrenverstärker. Drehregler sorgen zudem für ein nostalgisches Flair. Doch unter der Haube befindet sich aktuelle Technik. Die Soundqualität überzeugt und dank Tiefen- und Höhenverstellung lässt sich das Hörerlebnis anpassen. Für ein Langzeitvergnügen sorgt der große Akku.

Negativ fällt einzig das Gewicht von 2,5 Kilogramm auf. Unterwegs kann das Gadget schnell zur Last werden. Leider fehlt auch ein WLAN-Modul für Amazon Music oder Spotify Connect. Mitbewerber wie Ultimate Ears mit dem Megablast bieten im Preisbereich von 300 Euro dieses Feature an. Der Marshall Kilburn II bietet insgesamt solide Audiotechnik, die sich vor allem für Fans der gepflegten Rockmusik eignet. Der Bluetooth ist ab sofort online und im Einzelhandel zu einem Preis von 300 Euro verfügbar.

Der Marshall Kilburn II ist ein Bluetooth-Speaker für Rockfans. Image by Jonas Haller

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Telekom präsentiert „ELI’s Traum wird wahr – Im besten Telekom Netz“

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Es fing alles mit einem Traum an. Schon als Kind war es der größte Wunsch von Elias Breit – aka “ELI” – seine Musik mit so vielen Menschen wie möglich zu teilen. Denn die kann sich auch definitiv hören lassen – ELI hat eine unverwechselbare Stimme.

Es gibt keinen Plan B

ELI lebt für die Musik. Der 20-jährige tritt schon seit seinem 15. Lebensjahr als Musiker auf, übte erst nur zuhause und versuchte sich dann als Straßenmusiker. Mit der E-Gitarre hat es angefangen, später kam durch Youtube-Tutorials das Klavier dazu. In Sache Gesang ist ELI Autodidakt – Unterricht hatte er darin noch nicht und Noten lesen kann er laut eigener Aussage auch nicht wirklich. Aber das braucht er auch nicht – mit seinem Talent überzeugt der Singer-Songwriter definitiv!

In seiner Wahlheimat Berlin will sich der Kölner jetzt ganz und gar auf seine Musik-Karriere konzentrieren – denn einen Plan B gibt es nicht. ELI’s Ziel ist es von seiner Musik zu leben.

Verstecktes Talent im großen Rampenlicht

Die aktuelle Telekom-Kampagne hat es ELI möglich gemacht, seinen Traum zu verwirklichen. Sein erstes großes Konzert am 28.04 wurde für den Straßenmusiker und die Zuschauer zu einem ganz besonderen Erlebnis. Die Telekom übertrug diesen unvergesslichen Moment für den aufstrebenden Musiker nämlich live und deutschlandweit im besten Telekom Netz!

“Change your Mind” – der Song aus dem Werbespot

Im Zentrum der Kampagne steht ELI’s Song “Change your Mind”, den er mit einem guten Freund zusammen geschrieben hat. Der Song handelt von Verlust, Abschied, aber auch Hoffnung – jemandes Meinung zu ändern, der eigentlich schon aufgegeben hat. ELI hat seinen Traum der Musik nie aufgegeben und mit Telekom und MagentaMusik 360 hat er es geschafft seine Musik einem Weltpublikum zu zeigen.


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FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

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  • NETZNEUTRALITÄT t3n: USA schaffen Netzneutralität ab: Auch die massiven Proteste haben nichts genützt, jetzt ist es beschlossene Sache: die Netzneutralität in den USA ist Geschichte. Mit drei zu zwei Stimmen hat die Federal Communications Commission der USA das Aus der Netzneutralität beschlossen. Erst 2015 wurden unter der Obama Regierung strikte Regeln für die Durchsetzung der Netzneutralität eingeführt. US-amerikanische Internet-Nutzer bangen jetzt um das freie Internet. Bereits Anfang des Jahres wurde der Schritt vom FCC-Vorsitzenden Ajit Pai – für das Amt von Donald Trump persönlich vorgeschlagen – angekündigt. Netzneutralität-Befürwörter fürchten jetzt ein Zwei-Klassen-Internet, die Gegner sehen allerdings keine Gefahr um ein freies Internet.

  • APPLE t-online: Apple kauft Musikerkennungs-App Shazam: Ihr mögt einen Song, wisst aber nicht wie er heißt – da kommt die App Shazam ins Spiel. Sie kann auf Knopfdruck erkennen, welcher Song zu hören ist. Mit der Musikerkennungs-App ist dem Konzern Apple jetzt eine wertvolle Übernahme gelungen. Rund 400 Millionen Dollar soll Apple für Shazam laut der Financial Times auf den Tisch gelegt haben. Das soll sich lohnen, denn durch die App verspricht sich Apple einen besseren Einblick auf den Musikgeschmack der User zu erlangen. Das macht Geschmacks orientiertes Marketing einfacher. Apple verspricht gemeinsame Pläne für die Zukunft und die hauseigene KI Siri greift bereits auf den Dienst zurück, wenn man sie nach einem Song fragt.

  • NETZDG handelsblatt: Angriff auf das Anti-Hass-Gesetz: Das Netzwerkdurchsetzungsgesetz – kurz NetzDG – ist umstritten. Die Fraktionen der Linken, FDP und der AfD arbeiten derzeit deswegen an eigenen Gesetzentwürfen, um am NetzDG zu rütteln. Das Gesetz soll gegen Hass-Kommentare in sozialen Medien schützen. Nicht überraschend also, dass die AfD dies torpedieren möchte. Das NetzDG war erstmals zum 1. Oktober in Kraft getreten. Es verpflichtet Online-Netzwerke strafbare Inhalte umfassender zu bearbeiten und sie schneller zu löschen.

  • GOOGLE zeit: Danach haben die Deutschen 2017 gegoogelt: Das Ende des Jahres nähert sich mit schnellen Schritten und da bleiben diverse Jahresrückblicke auch nicht fern. Der global am häufigsten gegoogelte Suchbegriff war Hurrikan Irma. Was haben die deutschen im Jahr 2017 am häufigsten in die Suchmaschine eingetippt? Ganz vorne bei den beliebtesten Suchanfragen sind dabei der G20-Gipfel, Bitcoin, die Bundestagswahl und die erst am 1. Dezember stattgefundene WM-Auslosung. Im vergangenen Jahr waren EM 2016 und Pokémon Go die Suchbegriffe des Jahres.

  • NETFLIX welt: Dieser Deal ist eine Kampfansage an Netflix: Der Deal ist durch und das Timing könnte nicht besser sein! Der Unterhaltungskonzern Disney hat jetzt angekündigt große Teile des Medienkonzerns 21st Century Fox zu übernehmen. Der Mega-Deal beschert dem Konzern hinter der Maus nicht nur die Rechte an den X-Men, die durch Fox bisher aus dem Marvel-Filmuniversum ferngehalten wurden, sondern auch an Serien wie den Simpsons oder Modern Family. Vor allem kann der Schritt aber als indirekte Kampfansage an Netflix und Co. angesehen werden. Erstkürzlich verkündigte Disney die Pläne eines eigenen Streaming-Dienstes. Mit den diversen, nun eigenen Lizenzen würde der dann ernsthafte Konkurrenz für andere Anbieter darstellen.

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FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

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  • YOUTUBE t3n: Youtube will eigenen Musik-Streamingdienst starten: Damit die Nutzer endlich bezahlen, plant Youtube im kommenden Jahr seinen eigenen Streamingdienst. Hierfür habe die Plattform schon das Musiklabel Warner Music Group an Land gezogen. Zudem sei Youtube auch mit Sony und Universal im Gespräch. Diese Gespräche finden allerdings schon seit über einem Jahr statt. Der Versuch von der Plattform einen Streamingdienst einzuführen, ist jedoch nicht das erste Mal. Schon im Jahr 2014 wurde Youtube Music Key ins Leben gerufen, was im Jahr 2016 zu Youtube Red wurde. Die Nutzer zeigten daran nur wenig Interesse. Bleibt abzuwarten, wie sich der neue Streamingdienst, der unter dem Namen Remix erscheinen soll, bei den Nutzern im kommenden Jahr durchsetzen wird.

  • TAXIMARKT Handelsblatt: Angriff auf das Taxi-Monopol: Auf dem Taximarkt herrscht in Deutschland ein stetiger Wandel. App-Anbieter wie Uber, Mytaxi oder auch BlaBlaCar nehmen einen zunehmend großen Stellenwert in der Personenbeförderung ein. Für neue Anbieter wird der Eintritt in den Markt durch verschiedene Regelungen jedoch immer schwieriger. Experten raten der Politik daher, dass sie die Chancen der Digitalisierung nutzen müsse, um den Taximarkt zu liberalisieren. In der vergangenen Legislaturperiode, sah das noch so aus: Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CDU) sah zum Thema „Liberalisierung des Taxi-Markts“ keinen Handlungsbedarf. Nun heißt es allerdings vom Digital- und Verkehrsexperten der Unions-Bundestagsfraktion, Thomas Jarzombek (CDU), dass eine neue Koalition sich mit der Modernisierung des Personenbeförderungsrechts auseinandersetzen sollte.

  • GROUPON Horizont: Groupon bietet neuen Service für die Geschenksuche: Noch keine Weihnachtsgeschenke zu Weihnachten? Der Rabatt-Anbieter Groupon kann da weiterhelfen. Mit einer SOS-Hotline und einem Geschenke-Guide, soll das Finden von Geschenken für die Liebsten nun einfacher ablaufen. Die Weihnachtskampagne “Die Unbeschenkbaren” stellt daher einen Telefondienst zur Verfügung, der von “echten Schwiegermüttern” besetzt ist. Der Geschenke-Guide bietet zudem Präsent-Empfehlungen an, die dem Suchenden Inspirationen zum Schenken liefern sollen. Wer also auf der verzweifelten Suche nach Geschenken ist und einen “Unbeschenkbaren” in der Familie oder im Freundeskreis hat, sollte dort einfach mal vorbeischauen.

  • CHROME t-online: Warum Sie den Chrome-Browser aktualisieren sollten: Über eine kritische Schwachstelle im Chrome Browser konnten Angreifer ganze Computer übernehmen. Insgesamt gab es 37 Schwachstellen der letzten Version des Browsers, die jetzt mit einem Update geschlossen wurden. In vielen Fällen könnten Angreifer Speicherfehler provozieren und so Schadcodes ausführen. Falls das Update nicht automatisch ausgeführt wird, sollten User beachten es manuell im „Hilfe“-Menü zu installieren. Gleichzeitig zum Sicherheitsupdate wurden zudem die Chrome-Apps aus dem Web-Store genommen. Bereits installierte Apps sollen laut Google noch bis Anfang 2018 funktionieren.

  • INSTAGRAM Giga: Instagram plant Angriff auf WhatsApp mit Aufspaltung: Nach Snapchat sagt Instagram jetzt auch indirekt dem Messenger WhatsApp den Kampf an. Die Facebook-Tochter testet derzeit eine neue App, den Kurznachrichtendienst „Direct, der so mit WhatsApp und dem Facebook Messenger in direkter Konkurrenz stehen soll. Sowohl WhatsApp und Instagram gehören zwar beide zum Facebook-Konzern, ähnlich wie dort sollen aber private Nachrichten und öffentliche Inhalte in Instagram besser getrennt werden. In sechs Ländern ist Direct zum Testen bereits verfügbar und bewirbt sich selbst mit exklusiven Filtern, um sich den Usern schmackhaft zu machen.

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„Wir wollen, dass man weniger Kopfhörer hört und mehr Musik“ – Interview mit Axel Grell von Sennheiser

Kopfhörer sennheiser_titelbild_image by anne jerratsch

Wer am vergangenen Wochenende auf der Kopfhörer-Messe CanJam in Berlin unterwegs war, kam an ihm nicht vorbei: Axel Grell, der so etwas wie der Botschafter für High-End-Kopfhörertechnik ist, wirbelte von Stand zu Stand und tauschte sich nicht nur mit Branchenkollegen, sondern auch mit Besuchern rege über die Messeneuigkeiten aus. Schnell wird klar: Axel Grell ist durch und durch ein Audiomensch. Der Manager Portfolio Audiophile und Chefentwickler beim deutschen Traditionsunternehmen Sennheiser hat nicht nur den HE 1, unter Audiophilen auch bekannt als die „besten Kopfhörer der Welt“ mitentwickelt, sondern überlegt sich ständig neue Möglichkeiten, wie man Klangerlebnisse verbessern kann. Ich habe mich für die Netzpiloten mit ihm über die Faszination von Audiotechnik unterhalten – denn hier spielen die Gefühle mindestens eine ebenso wichtige Rolle wie das Technikwissen.

Netzpiloten: Was finden Sie an der Arbeit mit Soundtechnik so spannend?

Axel Grell: Es gibt Menschen, die sind mehr auf optische Eindrücke fixiert und nehmen gar nicht viel wahr. Das merkt man auch, wenn man heutzutage in moderne Kneipen oder Restaurants geht. Die sehen zwar toll aus, sind aber akustisch grausam und kalt. Ich denke, ich bin eher ein Ohren-Mensch. Ich nehme meine Umwelt sehr stark akustisch wahr. Und ich habe schon als Kind Lautsprecher gebaut, mein Vater hat mich dazu gebracht. Ich war auch in der Teeniezeit mal in einer Band, aber da war ich ziemlich mies. Glücklicherweise war ich ein ziemlich guter Mischer, ich fand es toll, wie man den Klang gestalten kann.

Hier erklärt Axel Grell auf der CanJam 2017, wo ein Kopfhörerbügel sitzen muss.

Muss man für Ihren Job ein besonderes Gehör haben?

Es hilft, viel Musik zu hören. Und zwar nicht nur von der Konserve, das ist ja schon wieder vorgefiltert, sondern eben auch richtige Musik. Man sollte lernen, Musik zu hören und den Produktionsprozess zu kennen, das hilft eine ganze Menge. Einfach, um einschätzen zu können: Ja, so klingt das richtig.

Was haben Sie für Möglichkeiten bei Sennheiser bekommen?

Ein Unternehmen wie Sennheiser bietet technisch so viele Möglichkeiten, von denen man sonst nur träumen kann. Es gibt Labore, deren Ausstattung in die Millionen geht. Wir haben große Fortschritte in Akustik gemacht. Und das ist genau der Punkt. Die schwierigen Dinge, seitdem es CDs gibt und diese digitale Verarbeitungskette, die ist natürlich auch immer verbesserbar. Das große Problem ist allerdings nach wie vor, Schall in Strom zu verwandeln und dann wiederum den Strom wieder in Schall zu verwandeln. Und genau das ist das, was Sennheiser gut kann. Wir wollen dass es dem Hörer kalt den Rücken runter rieselt, weil es sich so toll anhört. Das ist so ein Effekt, der passiert spontan. Leute hören Musik, die sie vielleicht auch gut kennen, die sie mitgebracht haben und urplötzlich läuft ihnen eine Träne aus den Augen. Das habe ich mehrfach erlebt. Das kann man nicht steuern.

Welche Rolle spielt der HE 1 dabei?

Mit dem HE-1 habe wir einen Standard erreicht, der für die nächsten 25 Jahre gut ist. Das Vorgängermodell war der Overvoice, der war um 1990 herum der neueste Stand. In der Akustik gibt es Verbesserungen, aber so riesige Schritte gibt es nicht. Aber es geht immer noch ein bisschen besser.

Worauf haben Sie bei der Entwicklung des HE 1 am meisten Wert gelegt?

Wir haben sehr, sehr viel Entwicklungszeit reingesteckt, damit der Wandler perfekt wurde. Der Klirrfaktor ist hier ganz besonders niedrig. Der Klirrfaktor kann man vielleicht mit Nebel vergleichen – etwas, was im Originalbild nicht drin ist. Der Frequenzbereich reicht von so tief wie möglich bis so hoch wie möglich, etwa bis 100 Kilohertz. Kein Mensch kann das hören, ich persönlich höre bis zwölf, dreizehn Kilohertz, dann ist Schluss. Das ist altersgemäß eben so.  Also warum macht man dann solche Wandler? Ein Wandler, der so weit funktioniert, arbeitet in einem Bereich, den die Menschen hören, absolut sauber. Früher waren wir glücklich, wenn wir bei Wandlern irgendwie 22 Kilohertz hinschreiben konnten. Bei manchen Kopfhörern hab es furchtbares Gezappel bei den oberen Frequenzen. Wir wollen, dass man weniger Kopfhörer hört und mehr Musik.

Der HE-1 von Sennheiser war eines der Highlights auf der CanJam 2017.

Gibt es denn eigentlich den perfekten Sound? Also den einen Sound, den jeder toll findet?

Nein. Den gibt es nicht, es ist immer eine Frage des Geschmacks.

Seit neuestem hat Apple die Klinke-Buchsen abgeschafft. Wie bewerten Sie den Trend zum kabellosen Hören, vor allem bei mobilen Geräten?

Heute ist ja alles auf Bluetooth ausgerichtet. Dabei ist das ein Standard, der nicht dazu gemacht wurde, um Musik zu übertragen. Es ging eigentlich um alle möglichen Gerätschaften und um Sprachübertragung, also um zu telefonieren. Der Standard-Codec von Bluetooth ist SBC, der klingt nicht gut. Es klingt wie eine singende Säge. Allerdings hat Apple AAC als Standard eingeführt, das klingt schon durchaus annehmbar. Bei Android ist App-Tags sehr verbreitet. Wir von Sennheiser haben auch Bluetooth-Kopfhörer, aber nicht im hochpreisigen Segment, weil einfach dafür die Übertragungstechnik und Übertragungsqualität nicht gut genug war.

Ist das die Zukunft? Werden wir uns irgendwann grundsätzlich von Kabeln verabschieden?

Ich denke, die Zukunft ist schon drahtlos. Aber es wird immer, wahrscheinlich in einer Nische für die so absolut tollen Lösungen, noch eine bedrahtete Lösung geben. Vielleicht geht es irgendwann mal. Man soll nie „Nie“ sagen.

Was sind derzeit die Trends, wenn es um 3D-Sounds geht?

Wir versuchen mit unserer Ambeo-Mikrofon-Technik tatsächlich Räume zu erfassen, so wie sie sind, auch für Live-Übertragungen aus Fußballstadien. Wir können den Sound so darstellen, als säße man mitten im Stadion. Das ist schon cooler, als einfach das vorne aus dem kleinen Fernseh-Lautsprecher rausquäkt. Den Raum so mitzuübertragen, ist natürlich ein Ziel, vor allem beim Kopfhörer. Und es gibt mehrere Ansätze, wie man das hinbekommt, den Sound aus dem Kopf rauszukriegen. Wir arbeiten bereits in unseren Forschungslaboren daran.

Es gibt auch Lösungen, aber die sind noch viel zu teuer für den Markt. Was wirklich sehr cool wäre: Wenn man Kopfhörer hätte, die wissen, wie ich meinen Kopf halte, mit Lage-Sensoren drin oder so etwas. Mit denen könnte man sich durch den Raum bewegen und es hört sich immer richtig und natürlich an.

Gibt es irgendwann auch vielleicht die Entwicklung von diesem Modell des Kopfhörers weg, so dass man nichts mehr direkt im oder auf dem Ohr hat?

Wir haben schon einmal einen Versuch mit einem Gerät gemacht, dem Surrounder. Das war so ein Ding, was man sich auf die Schultern gelegt hat, das war insbesondere auch für Gaming ziemlich spannend. Da hatte man wirklich diesen Eindruck, die Sachen sind tatsächlich um einen herum und nicht im Kopf. Das war aber nicht besonders erfolgreich, wahrscheinlich war es zu ungewöhnlich. Vielleicht gibt es irgendwann so etwas in der Art, noch einmal, warum nicht.

Eine kleine Servicefrage: Worauf sollte man beim Kopfhörerkauf am meisten achten?

Als erstes ist natürlich die Frage wichtig, wofür man das Ding wirklich braucht. Ist man immer unterwegs, wäre etwas Drahtloses gut. Sollen die Kopfhörer geschlossen oder offen sein? Wie empfindlich ist der einzelne mit seinen Ohren? Manche Leute können es überhaupt nicht ab, etwas in die Ohren zu stecken. Andere Leute finden es furchtbar, wenn sie etwas um die Ohren herumhaben, das ist Geschmackssache. Und dann muss man natürlich hören. Ein bißchen Bauchgefühl ist da immer mit dabei.

Eine Sache, die immer unterschätzt wird: Der Kopfhörer muss robust sein. Und ich muss wissen, wie ich normalerweise mit ihm umgehe. Schmeiße ich ihn einfach in meine Tasche, ist es nicht ratsam, eine hochglänzende Oberfläche zu wählen. Wenn der Kopfhörer ein schönes Leder um die Hörmuscheln hat, sind die nicht so empfindlich.  Und wenn das Leder altert, kriegt es eine Patina, das sieht aber immer noch gut aus. Das ist wie bei einer Lederjacke oder einer Tasche. Außerdem ein kleiner Tipp: Die Kopfhörerkabel verknoten sich nicht so schnell, wenn sie nicht ganz rund sind.

Aber grundsätzlich gilt, wenn man Musik mag, sollte man an den Kopfhörern nicht sparen. In der Musik steckt sehr, sehr viel mehr. Es gibt Aufnahmen, die ich ewig lange kenne und die ich mit unserem HE-1 gehört habe. Da habe ich Dinge gehört habe, die habe ich vorher noch nie gehört. Das ist einfach Wahnsinn.

Gibt es irgendetwas, das Sie furchtbar gerne mal entwickeln wollen?

Ideal wäre ein persönliches Beschallungssystem. Ich nenne es jetzt mal nicht Kopfhörer.

Für mobil oder zu Hause? Oder beides?

Für mich, für überall. Es sollte wie ein Kopfhörer funktionieren und nur mich beschallen. Es dürfte nicht auf meinen Kopf drücken, wie eine Art virtueller Lautsprecher, der eigentlich so gut ist wie ein Kopfhörer, aber eben kein Kopfhörer ist. Das wäre etwas, das hätte ich gerne. Man könnte auch eine Art drahtlose Schnittstelle entwickeln. Bei der Entwicklung von Cochlear-Implantaten sind die Kollegen aus der Medizin schon nah dran an dem, was ich meine. Allerdings weiß ich nicht, ob ich es benutzen würde, wenn man dafür eine OP braucht. Andererseits: Vielen Menschen ist vielleicht auch gar nicht bewusst, dass sie auch im Traum hören können, und manchmal träumen sie auch Musik. Das ist schon verdammt nah dran.

Was wollen Sie unseren Lesern noch mitgeben?

Das Wichtigste ist: Hört Musik! Und zwar viel davon! Nur so lernen wir, unserem Gehör zu vertrauen.

Vielen Dank für das Interview.


Images by Anne Jerratsch


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Was mich bei der Arbeit produktiver macht? Geräusche.

St-Oberholz (adapted) (Image by Tobias-Kremkau) (CC BY 4.0)

Der Weg zu allem Großen geht durch die Stille, schrieb einst der deutschsprachige Schriftsteller Paul Keller, einer der meistgelesenen Autoren in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und Inspirationsquelle für Michael Ende zu seinem Roman „Die unendliche Geschichte“. Nun gut, das mag sein, und bestimmt auch auf andere zu treffen, aber ich bin da anders. Ich brauche Geräusche, um vermeintlich Großes zu schaffen.

Vor Kurzem musste ich eine wichtige Abgabefrist für einen Artikel einhalten und plante etwas Zeit am Sonntag ein, um diesen Artikel fertig zu schreiben. Als ich an meinem neuen Schreibtisch saß, einem äußerst schicken Designerstück, passierte einfach nichts. Mir war schon länger bewusst, dass ich niemand mehr bin, der im Home Office produktiv sein kann. In diesem Moment wurde es mir wieder schmerzhaft bewusst.

Warum manche lieber im Café arbeiten

Erst nachdem ich in ein Café in meiner Friedrichshainer Nachbarschaft ging und etwas eingepfercht zwischen Szenetouristen aus Neukölln und Brooklyn saß, und mir den Steckdosenverteiler mit zwei anderen Menschen teilte, konnte ich mich voll dem Artikel widmen. Kaffee ist wichtig für Produktivität, aber ein genauso individueller Aspekt wird gerne schnell vergessen: Geräusche helfen dabei, produktiver zu sein.

Kohlenquelle_Tobias-Kremkau
Arbeiten in der Berliner Kohlenquelle. Image by Tobias Kremkau

Stille tut das unter Umständen nicht, wie ich im Frühjahr 2013 merkte. Es war der erste Tag im neuen Büro des Projekts, für das ich damals arbeitete. Als die Glocken der benachbarten Sophienkirche anfingen zu läuten, wurde mir schlagartig klar, dass ich zum ersten Mal in Berlin bewusst eine Kirchenglocke wahrgenommen hatte und wie still es bisher hier war. Ab dem Moment konnte ich mich nicht mehr konzentrieren.

Mein damaliger Kollege Sebastian Haselbeck empfahl mir daraufhin die App Coffitivity, die mich seitdem durch das Arbeitsleben begleitet. Dieser Webservice, den es auch als App für Android und iOS gibt, spielt einem Hintergrundgeräusche von Cafés aus der ganzen Welt vor. Momentan gibt es sechs Geräuschkulissen, drei davon umsonst. Das Startup selbst forscht nun bereits seit Jahren zum Thema Produktivität.

Ich nutze die App regelmäßig, wenn ich in einer Umgebung arbeite, deren Geräuschkulisse mir nicht liegt. Sogar in meinem Zuhause wende ich sie an. Neulich saß ich an einer für mich wichtigen Präsentation für einen Bankvorstand und schaltete die App ein. Ich kam dadurch so intensiv in meinem Flow, dass ich die nächsten vier Stunden nicht einmal aufblickte. Ich ging so in meiner Aufgabe auf, dass ich Raum und Zeit vergaß.

Hintergrundgeräusche helfen dabei, produktiver zu sein

Dies mag auf den ersten Blick zwar paradox erscheinen, aber ich als Coworking Manager kann am besten in Cafés arbeiten, also mit der Geräuschkulisse von Cafés im Ohr. Vor dem Hintergrund, dass Coworking Spaces aus der Kaffeehauskultur heraus entstanden sind, relativiert sich die Überraschung etwas. Dazu kommt, dass die offenen Räume in Coworking Spaces ähnliche Atmosphären wie in Cafés schaffen können.

Die Studie „Is Noise Always Bad?“ von 2012 wies nach, dass nicht zu laute Hintergrundgeräusche sich grundsätzlich positiv auf die kreative Leistung auswirken können. Das lebendige Drumherum hilft mir persönlich sehr, mich auf meine Arbeit zu konzentrieren. Für andere ist es Musik. Bei der richtigen Musikauswahl wird das Glückshormon Dopamin freigesetzt, was wiederum gute Laune machen und die Leistungsbereitschaft anregen kann.

Was Cafés und Coworking Spaces für manche Menschen zu idealen Arbeitsorten macht, wenden Raumplaner auch in Büros an. Soundscaping nennt sich das, Soundmapping habe ich auch schon einmal gehört, und meint die bewusste Gestaltung des akustischen Umfeld oder der Klangkulisse eines Büros. So soll die Konzentrationsfähigkeit gesteigert und bei richtiger Anwendung sogar die Produktivität vervielfacht werden.

Auf der TEDGlobal 2009 erklärt Julian Treasure, wie uns Geräusche beeinflussen.

Die Arbeit in einem Coworking Space und die intensive Auseinandersetzung mit Fragen zur Zukunft der Arbeit haben mir eines sehr bewusst gemacht: wo, wann und wie Menschen am besten arbeiten können, ist eine sehr individuelle Entscheidung. Für mich persönlich klappt es am besten in lebendig klingenden, offenen Umgebungen. Eine Blaupause für andere kann das aber nicht sein. Im besten Fall aber ein überfälliger Denkanstoß, sich diese Frage einmal selbst zu beantworten.


Images by Tobias Kremkau (CC BY 4.0)


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Klanglandschaften der Vergangenheit: Wie antike Kulturen eine neue Dimension bekommen

Heiligtum (adapted) (image by dimitrisvetsikas1969 [CC0]via pixabay)

Stellen wir uns eine archäologische Grabstätte vor – was geht uns durch den Kopf? Sandsteinwände in der Wüstenhitze? Stonehenge in einem grasbedeckten Feld? Wenn wir an archäologische Stätten denken, neigen wir dazu, sie uns in völliger Stille vorzustellen – leere Ruinen, verlassen von vergangenen Kulturen. Aber so haben sie die Leute, die an diesen Plätzen gelebt und sie genutzt haben, nicht erlebt. Die Bewohner hören, wie geredet und gelacht wird, Babys weinen, Menschen arbeiten, Hunde bellen und die unterschiedlichste Musik ist zu hören. Diese Klänge kommen aus der Nähe oder aus weiterer Entfernung.

Geräusche in Klanglandschaften einzuordnen, ist ein wichtiger Schritt, um zu verstehen, wie die Menschen gelebt haben, was sie schätzten, wie sie ihre Identitäten formten und wie sie die Welt und ihren Platz in ihr erlebt haben. Dieser wachsende Fachbereich heißt Akustische Archäologie oder Archäoakustik. Wenn wir den Geräuschen, die die umherstreifenden Menschen hörten, etwas Aufmerksamkeit schenken, sind wir besser in der Lage, ihre Kultur zu verstehen und uns mit ihnen als Menschen verbunden fühlen.

Kürzlich haben wir zum ersten Mal eine altertümliche Klanglandschaft erstellt. Was können uns unsere Ohren darüber sagen, wie die Anasazi, die Pueblo-Vorfahren, in New Mexicos Chaco Canyon vor mehr als tausend Jahren gelebt haben?

Altertümliche Geräusche modellieren

Der Chaco Canyon war das Zentrum der Pueblo-Vorfahren. Er ist bekannt für seine großartigen Häuser – groß, mehrstöckig, manche in der Größe eines Fußballfeldes – gebaut und bewohnt etwa von 850 bis 1150 nach Christus. Archäologen haben untersucht, wie die Pueblo-Vorfahren diese Strukturen des Chaco Canyons erbaut und in Verbindung zueinander und zur astronomischen Ausrichtung gesetzt haben.

Um unserem Verständnis dieser Zeit und dieser Plätze eine neue Dimension hinzuzufügen, haben wir untersucht, wie Geräusche an diesen Orten wahrgenommen wurden. Wir wollten wissen, wie ein Zuhörer die Klänge von einer bestimmten Entfernung – von wo auch immer sie herkamen – wahrnahm.

Um die Physik der Klänge und ihre Anwendung in der Archäologie zu erforschen, haben wir zuerst einmal eine Excel-Tabelle erstellt. Unsere Berechnungen beschrieben lineare Geräuschprofile, ähnlich einer Sichtlinienanalyse – diese berücksichtigte einen geraden Weg zwischen der Person oder des Instruments, das das Geräusch machte und der Person, die es hörte. Jedoch war diese Annäherung stark begrenzt, da die Ergebnisse nur auf einen einzigen Zuhörer an einem ganz bestimmten Ort angewendet werden konnten.

Unsere Forschung entsponn sich erst so richtig, als wir uns gefragt haben, ob wir dieselben klangphysikalischen Berechnungen an einer ganzen Landschaft gleichzeitig anwenden könnten. Wir verwenden ein Computerprogramm namens „Geographic Information System“ (GIS), das es uns ermöglichte, die Welt in drei Dimension darzustellen.

Das Software-Paket ArcGIS von ESRI, das wir verwendet haben, bietet jedem die Möglichkeit, mit Werkzeugen wie dem Soundshed Analyse-Werkzeug zu arbeiten, das wir kreiert haben, um Berechnungen anzustellen oder geographische Daten und Bilder zu erstellen. Das Soundshed Analyse-Werkzeug wurde abgeleitet von dem früheren Modellierungsskript „SpreAD-GIS“, das von der Umweltwissenschaftlerin Sarah Reed entwickelt wurde, um den Einfluss von Geräuschen auf die Umwelt, wie beispielsweise Nationalpark, zu messen. Dieses Werkzeug selbst wurde von SPreAD (System for the Prediction of Acoustic Detectability) adaptiert, einer Methode, die der U.S. Forest Service um 1980 entwickelt hat, um den Einfluss von Geräuschen auf die Erholung im Freien vorherzusagen.

Das Soundshed Analyse-Werkzeug benötigt sieben Eingangsvariablen, einen Forschungsort und Höhendaten. Die Variablen beinhalten die Höhe und Frequenz der Geräuschquelle, den Schalldruck, die gemessene Distanz von der Quelle, Lufttemperaturen, die relative Feuchtigkeit und den Umgebungsschalldruck. Wir trugen diese Informationen aus einer Auswahl an Quellen zusammen: öffentliche Höhendaten, archäologische Forschungen, paläoklimatologischen Forschungen und historischen Klimadaten. Aus einschlägiger Literatur erfassten wir außerdem die Tonhöhe von ganzen Menschenmengen, Einzelpersonen und einer speziellen Art von Trompeten, die die Pueblo-Vorfahren verwendeten.

Sobald die Eingangsvariablen eingegeben wurden, braucht das Soundshed Analyse-Werkzeug weniger als 10 Minuten, um durch diese komplexen Berechnungen zu jedem Punkt der Landschaft innerhalb von zwei Meilen von dem Ausgangsort zu gelangen. Unser Modell konstruiert dann Bilder, die zeigen, wo und wie sich der Klang in der Landschaft ausbreitet. Das ermöglicht uns, die Geräusche, die die Menschen beim Durchstreifen dieser Landschaften erlebt haben könnten, zu visualisieren.

Wer hörte was – und wo?

Wir haben uns bisher auf kulturell relevante Geräusche konzentriert und versucht, herauszufinden, wie sich diesen über die Landschaft ausgebreitet haben könnten. Diese sind zum Beispiel die Stimmen von Menschen, die Geräusche von Haustieren wie Hunden und Truthähnen, die Erstellung von Steinwerkzeugen oder der Klang von Musikinstrumenten. Im amerikanischen Südwesten gehörten zu diesen Instrumenten Flöten aus Knochen, Pfeifen, Fußtrommeln, Kupferglocken und Trompeten.

Soundshed zeigte, dass zwei Menschen, die vor zwei Nachbarhäusern wie Pueblo Alto und New Alto etwa 400 Meter voneinander entfernt standen, den anderen hören konnten, während er etwas rief oder zu einer Gruppe sprach. Das Modell unterschied sich geographisch, denn das Gelände zwischen zwei Orten unterschied sich enorm voneinander und die Gebäude blockten selbst auch Geräusche ab.

Eine dritte Karte stellt nach, dass jemand bei Sonnenuntergang bei der Sommersonnenwende nördlich von Casa Rinconada, einem großen Zeremoniegebäude, in eine Trompete bläst.

Der Klang verbreitet sich über den Canyon, wandert zu Schreinen, die heilige Stätten markierten und die oft in der Landschaft hoch oben angesiedelt waren. Vielleicht beeinflusste die Hörbarkeit die Auswahl der Position der Schreine, sodass die rituellen Ereignisse im Casa Rinconada hörbar gemacht werden konnten?

Die Erforschung der Interaktion von Klängen mit der von Menschenhand geschaffenen Umgebung verdeutlicht Details über die Wichtigkeit der Rituale. Es zeigt uns, dass Klänge von den Pueblo-Vorfahren geschätzt wurden, und besonders, dass die Schreine immer an Orten gefunden wurden, wo die Leute die Rituale, die weit entfernt durchgeführt wurden, noch hören konnten.

Die Zukunft der Archäoakustik

Unsere Forschung ist ein erster Schritt in die archäoakustischen Studien der Landschaften. Jetzt hoffen wir, dass wir unsere Forschungen ausbauen können, indem wir den Chaco Canyon besuchen, um Klangstudien durchzuführen und Messungen vorzunehmen. Wir können außerdem unser Modell auf andere Kulturen, geographische Gegenden und Zeitperioden anwenden.

Akustische Studien mit archäologischen Forschungen zu verbinden, trägt zu einem ganzheitlichen Verständnis der vergangenen Kulturen bei. Das Feld ist gewachsen, weil immer mehr Forscher ihr multidisziplinäres Streben, kombiniert mit anderen Fachbereichen, ausweiten wollen. Zum Beispiel machten der geographische, der physikalische, der psychologische und der technische Fortschritt so wie andere Fachbereiche unsere Akustikstudien erst möglich. Davor waren archäoakustische Forschungen aufgrund technischer Einschränkungen und den fehlenden Werkzeugen nicht möglich. Erst jetzt hat die Computerverarbeitungsleistung unsere Träume eingeholt.

Werkzeuge wie diese zu entwickeln, bietet außerdem den Vorteil, an jedem Ort zu jeder Zeit herauszufinden, was Menschen in einer Gegend hörten, ohne an diese Orte reisen zu müssen. Stattdessen können Forscher bereits existierende Daten, die sie durch literarische Recherchen gefunden haben, anwenden oder die Lautstärke von Geräuschen oder Musikinstrumenten messen und als beispielhafte Inputs verwenden. Das eröffnet neue Bereiche, die erkundigt und erforscht werden können.
Klangmodellierung kann Forschern dabei helfen, Fragen zu stellen, und hilft jedem dabei, zu verstehen und nachzuvollziehen, was andere Menschen in ihrer Welt erlebt haben. Ein Klangmodel öffnet eine neue Tür für unser Verständnis der Vergangenheit.

Dieser Artikel erschien zuerst auf „The Conversation“ unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image (adapted) „Heiligtum“ by geralt (CC0 Public Domain)


The Conversation

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The Sound Gaarden – Lokale Musiker mischen Dubais Musikszene auf

Gitarre (adapted) (Image by tresdetres [CC0 Public Domain] via pixabay)

Jay Abo singt lächelnd seinen letzten Song „City Lights“ an der Gitarre – um ihn herum wird es nach dem begeisterten Applaus wieder still. Seine Zuhörer sitzen auf dem Boden oder stehen an einer der vielen Imbissbuden.

Image by Maren Méheust
Image by Maren Méheust

Szenen, die an Musikfestivals in Europa erinnern, sich aber dank The Sound Gaarden nun auch in Dubai abspielen. Die Online-Plattform promotet seit November 2015 lokale Musiker in der Weltstadt.

Bei sommerlichen Temperaturen treffe ich Zain Khan zum Kaffee, der mir die Idee seiner Plattform erklärt: „The Sound Gaarden gibt lokalen Musikern die Möglichkeit, vor Publikum zu spielen, was sonst nicht so einfach ist in Dubai. Straßenmusiker gibt es hier nicht und die unzähligen Hotels, Restaurants und Veranstalter gehen ungern Risiken ein, wenn sie Musiker buchen. Sie engagieren lieber international bekannte Künstler, die Erfolg garantieren. Wir wollen aber den Talenten vor Ort Gehör verschaffen!“

The Sound Gaarden organisiert dafür eigene Events und produziert Videos der mittlerweile über 100 registrierten Künstler. Auch bieten sie Unternehmen und Privatleuten an, die Bands, Sänger und Songwriter über ihre Webseite zu buchen. Die Plattform ist die wichtige Schnittstelle zwischen den kreativen Köpfen und den Organisatoren großer und kleiner Events: „Aber wir stellen klar, dass unsere Künstler aus ihrem eigenen Repertoire die Show zusammenstellen und keine Cover-Versionen von großen Stars spielen müssen. Man bucht sie mit ihrem Talent und ihrer Kreativität – The Sound Gaarden garantiert dafür, dass es ein toller Abend wird!“

Image by Zain Khan
Image by Zain Khan

Der gelernte Investmentbanker wurde in Pakistan geboren, kam aber schon im Alter von drei Monaten nach Dubai „als hier noch Nichts war.“ Der 24-jährige vermisste eine bunte, junge und vielseitige Musikszene. Genauso wie sein Freundeskreis, zudem auch Jay Abo zählt. Khan merkte schnell, dass er von unglaublichem musikalischen Potential umgeben war, Dubai aber sich selbst im Wege steht: „Alle sagen immer, dass Dubai so zukunftsorientiert ist und eine Vorbildfunktion hat. Das stimmt nicht! Wenn man herkommt sieht man, wie gerade in der Musikszene oft nur das kopiert wird, was in Berlin, Amsterdam oder London funktioniert. Das ist ein großes Problem!“ The Sound Gaarden will nun mit der Vorstellung der Künstler via Video und eigenen Events den Veranstaltern das Vertrauen geben, was sie sonst nur in ausländische Produktion haben. Viel Arbeit für das mittlerweile dreiköpfige Team, die aber durch Erfolg belohnt wird. 119 Events sind bereits über die Bühne gegangen, weitere werden folgen.

The Sound Gaarden klärt zugleich ein wenig über die Musikszene in Dubai auf, die schwer zu beschreiben ist. Anders als in Berlin, das für seine House-Music oder Brooklyn, das für die Hip-Hop -Szene bekannt ist, gibt es für Dubai keinen gemeinsamen Nenner, erklärt Khan: „Es ist wirklich interessant hier, da eigentlich jeder ein Expat ist. In der Musik verbinden sich damit unfassbar viele Stile, die man nicht zu einer Richtung zusammenfassen kann. Das macht die Künstlerszene so vielseitig – aber man weiß nie, was einen erwartet, wenn man einen Musiker einlädt.“ Umso spannender ist es, den YouTube-Kanal von The Sound Gaarden zu durchstöbern.

Die letzte Frage, bevor der Kaffee ausgetrunken ist: Wie kam es eigentlich zu dem Namen? Lachend erklärt Khan: „Ich liebe die gleichnamige Band und habe ganz nach Dubai-Art einfach noch ein kleines A hinzugefügt und fertig war der Seitenname.“ Bis zu den Höchsttemperaturen im Sommer stehen noch viele Events auf der Agenda und Interessierte im Ausland sind eingeladen, immer wieder den Youtube-Kanal für neue Musikschätze zu besuchen.


Image (adapted) „Gitarre“ by tresdetres (CC0 Public Domain)


 

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Memes und die Wissenschaft des viralen Hits

Grumpy Cat (adapted) (Image by Gage Skidmore [CC BY-SA 2.0] via Flickr)

WHO LET THE DOGS OUT? WHO-WHO-WHO-WHO-WHO? WHO LET THE DOGS OUT?

Falls du jemals den Baha-Men-Hit „Who Let the Dogs Out“ aus dem Jahr 2000 gehört hast, wirst du wahrscheinlich schon die Erfahrung gemacht haben, dass der etwas nervige, aber sehr eingängige Refrain für mehrere Stunden als Ohrwurm in deinem Kopf herumspukte.

Wenn du ihn im Laufe des Tages leise vor dich hingesummt hast, hat dich vielleicht jemand gehört und sich ein paar Minuten später bei dir beschwert, dass du ihm diesen Ohrwurm in den Kopf gesetzt hast. Der Refrain des Songs scheint die Fähigkeit zu besitzen, von einem Gehirn zum nächsten zu springen. Und vielleicht springt er sogar von dem Webbrowser, den du gerade benutzt, auf dein Gehirn über. In der Tat ist es möglich, dass du dir diesen Refrain gerade selbst vorsingst. Etwas Ähnliches geschieht im Internet, wenn Dinge viral werden – scheinbar ohne Sinn und Verstand liken, teilen, retweeten und beschäftigen sich die Leute online mit bestimmten Dingen.

Zum Beispiel wurde ein Foto der sogenannten Grumpy Cat online so oft geteilt, dass es im Jahr 2013 die Auszeichnung der „größten Einzelleistung des Jahres“ erhielt. Die Besitzerin von Grumpy Cat, deren wirklicher Name Tardar Sauce lautet, macht deutlich, dass sie nicht ahnte, dass das ursprünglich auf Reddit gepostete Katzenfoto überhaupt etwas Besonderes wäre.

Aus heiterem Himmel heben einige Social-Media-Aktionen so sehr ab, dass man sie unmöglich ignorieren kann. Im Jahr 2014 erwähnten und teilten mehr als 3 Millionen Menschen innerhalb von weniger als drei Wochen sogenannte #IceBucketChallenge-Videos. Nachdem diese zum viralen Hit wurden, hat die Challenge mehr als 100 Millionen US-Dollar an Spenden für die ALS Association eingebracht. In anderen Fällen jedoch verkümmern Aktionen in den digitalen Medien. Andere lustige Katzenfotos und Challenges werden ignoriert und weder geteilt noch retweetet.

Warum und auf welche Weise unterliegen wir dem Drang, bestimmte kulturelle Elemente wie Songs, Videos, Texte und Bilder zu reproduzieren und zu teilen? Ist es einfach nur Zufall und die Gnade fremder Internetnutzer? Der Grund mag weniger mit Zufall und mehr mit dem kontroversen Themenfeld der Memetik zu tun haben, das sich mit der Frage beschäftigt, wie sich kleine kulturelle Schnipsel unter uns verbreiten.

Als Leiterin des Zentrums für Urheberrechtsgesetze der Drake University Law School habe ich Memes und ihre Beziehung zu viralen Medien untersucht. Man kann die Verbindung zwischen Memetik und der Frage, was bestimmte Medien dazu befähigt, millionenfach geteilt und reproduziert zu werden, kaum ignorieren. Unternehmen und Einzelpersonen täten gut daran, zu verstehen, ob es tatsächlich eine Wissenschaft des viralen Hits gibt und wie diese für Kampagnen genutzt werden kann.

Die Idee von „Memes“ basiert auf Genen

Der Begriff „Memetik“ wurde erstmals von dem Evolutionsbiologen Richard Dawkins in seinem berühmten Buch „Das egoistische Gen“ von 1976 benutzt. Er stellte eine Theorie darüber auf, wie kulturelle Informationen entwickelt und von Mensch zu Mensch übertragen werden. In der Art, wie ein Gen ein individuelles Paket genetischer Information darstellt, so sein Ansatz, ist ein Mem ein ähnliches Paket kultureller Information. Wenn eine Person eine andere imitiert, wird laut Dawkins ein Mem an den Imitator weitergegeben, in ähnlicher Weise, wie etwa blaue Augen durch die Gene von den Eltern an ihre Kinder weitergegeben werden.

Die Memetik stützt sich auf die Theorie der darwinistischen Evolution. Sie legt nahe, dass Meme miteinander konkurrieren, sich reproduzieren und weiterentwickeln, genau wie Gene dies tun. Nur die stärksten überleben. Meme kämpfen also erbittert um Raum und Vorherrschaft in unserem Gehirn und in unserem Verhalten. Diejenigen, die durch weit verbreitete Nachahmung Erfolg erlangt haben, haben sich für die Wiederholung und Kommunikation am besten entwickelt. Ein Mem kann nicht von einzelnen Individuen kontrolliert werden – viele Menschen können dem Mem gleichzeitig als Träger dienen.

Es ist schwierig, genau zu erklären, was alles unter den Begriff „Mem“ fallen könnte. Gewöhnlich stellen Wissenschaftler jedoch fest, dass ein Mem eine Phrase, eine eingängige Melodie oder eine Verhaltensweise sein kann. Dawkins zögerte, den Begriff klar zu definieren, aber er merkte an, dass Melodien, Ideen, eingängige Phrasen, Kleidermoden, sogar auch bestimmte Arten, wie man Töpfe herstellen oder Torbögen bauen kann, Meme sein könnten. Die Memetik legt nahe, dass Meme schon so lange existieren, wie es Menschen auf der Erde gegeben hat.

Eine geläufige Darstellung ist das Speichenrad-Mem. Es geht zurück auf den Philosophen Daniel C. Dennett„Ein Wagen mit Speichenrädern trägt nicht nur Getreide oder Fracht von Ort zu Ort; es trägt auch die geniale Idee eines Speichenradwagens von Geist zu Geist.“ Die erste Person, deren Hirn das Speichenrad-Mem in sich trug, baut einen Speichenradwagen. Andere werden diesen ersten Wagen sehen, dasselbe Mem reproduzieren und mit dem Bauen von Wagen fortfahren, bis es Hunderte, Tausende oder Millionen von Speichenradwagen gibt. In den frühen Tagen der Menschheit konnte sich so ein Mem schnell fortpflanzen, weil man sich in einer Welt befand, in der Alternativen nur selten vorhanden waren.

In der Memetik geht es um mehr als nur die Frage, was eine Sache populär macht. Die stärksten Meme – jene, die sich in den meisten Köpfen reproduzieren – sind verantwortlich für die Entstehung und Entwicklung der menschlichen Kultur.

Vom Geist ins Internet

Heute ist das Internet-Mem, von den meisten Leute mittlerweile einfach Meme genannt, ein kleines Medium, das online kopiert wird und sich schnell verbreitet. Eine der ersten Verwendungen der Idee des Internet-Mems entstand 1994, als Mike Godwin, ein amerikanischer Anwalt und Experte für Internet-Recht, den Begriff „Meme“ benutzte, um die rasche Verbreitung von Ideen im Netz zu charakterisieren. Er hatte festgestellt, dass in unterschiedlichen Newsgroups und virtuellen Communities bestimmte Nutzer, wenn sie unliebsame Kommentare hinterließen, als „nazimäßig“ oder „Hitler-ähnlich“ etikettiert wurden. Godwin nannte dies das Nazi-Vergleichs-Meme. Es tauchte immer und immer wieder auf, in den verschiedensten Arten von Diskussionen mit Nutzern aus aller Welt, und Godwin staunte über die „eigentümliche Unverwüstlichkeit“ des Memes.

Über 20 Jahre später ist das Wort „Meme“ zu einem festen Bestandteil unseres Lexikons geworden und wurde benutzt um alles Mögliche zu beschreiben, von Ermahgerd Girl über Crying Jordan bis hin zu Gangnam Style. In der heutigen Welt hat jedes Meme eine Menge Konkurrenz. Amerikaner verbringen durchschnittlich 11 Stunden pro Tag damit, mithilfe von digitalen Medien zu interagieren. Australier verbringen 10 Stunden pro Tag mit internetfähigen Geräten, während Lateinamerikaner mehr als 12 Stunden täglich mit Medienkonsum verbringen. Rund um die Welt erhalten die Menschen permanent Tausende von Fotos, Videos und andere Nachrichten. Herauszufinden, welche dieser Elemente die meiste Aufmerksamkeit erlangen, könnte für die Entwickler digitaler Inhalte einen erheblichen Vorteil bedeuten.

Memes manipulieren, damit sie viral gehen?

Das Internet-Meme und das wissenschaftliche Mem sind nicht identisch. Das Internet-Meme wird typischerweise bewusst durch die menschliche Erfindungsgabe variiert, während das wissenschaftliche Mem, das eingeführt wurde, bevor sich das Internet durchsetzte, zufällige Veränderungen und exaktes Kopieren beinhaltet. Darüber hinaus sind Internet-Memes beobachtbar dank ihrer Präsenz in den sozialen Medien, während wissenschaftliche Meme (zumindest bis jetzt) nicht beobachtbar sind, weil sie keine physische Form und keine Spuren hinterlassen. Dawkins hat jedoch festgestellt, dass das Internet-Meme und das wissenschaftliche Mem eindeutig verwandt und miteinander verbunden sind.

Was sind die Ursachen dafür, dass sich ein Meme besser verbreitet als das andere? Einige Forscher sagen, dass Memes bestimmte Eigenschaften entwickeln, die „gute Kniffe“ genannt werden, und die ihnen Wettbewerbsvorteile verschaffen, wie zum Beispiel:

  1. wirklich nützlich für einen menschlichen Träger zu sein
  1. für das menschliche Gehirn leicht nachahmbar zu sein und
  1. Fragen zu beantworten, die für das menschliche Gehirn interessant sind.

Zum Ersten: wenn ein Meme wirklich nützlich für Menschen ist, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass es sich verbreitet. Speichenradwagen haben sich schnell verbreitet, weil die frühen Menschen große Mengen von Fracht transportieren mussten.

Zum Zweiten: Memes, die leicht zu kopieren sind, haben einen Wettbewerbsvorteil gegenüber solchen, die es nicht sind – ein eingängiger Refrain wie „WHO LET THE DOGS OUT“ lässt sich leichter rekonstruieren als die Zeilen in U2s Numb, der als einer der am schwierigsten zu verstehenden Popsongs bezeichnet wird.

Zum Dritten: Memes, die drängende Fragen beantworten, werden sich sehr wahrscheinlich verbreiten. Schau dich in einer beliebigen Buchhandlung um und du wirst zahlreiche Bücher über deine Bestimmung im Leben, über die Frage nach dem Sinn des Lebens, oder darüber, wie man schnell und effektiv Gewicht verliert, finden – alles Themen, die für viele Menschen von großem Interesse sind.

Die Memetik legt nahe, dass große Vorteile darin liegen, ein starkes Mem nach Dawkins ursprünglicher Definition mit digitalen und anderen Inhalten zu kombinieren. Wenn es eine wissenschaftliche Erklärung für starke Reproduktion gibt, können Marketing- und Werbestrategien in Verbindung mit starken Memen die Geheimnisse des Teilens und Verbreitens viraler Medien offenlegen.

Die Antwort auf solche Geheimnisse könnte in Songs wie „WHO LET THE DOGS OUT“ liegen. Summst du es schon vor dich hin?

Dieser Artikel erschien zuerst auf „The Conversation“ unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image (adapted) „Grumpy Cat“ by Gage Skidmore (CC BY-SA 2.0)


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  • GOOGLE t3n: Die Zukunft der Suche: Das kann der Google Assistant : Mit seinem Assistant hat Google die Absicht, ein individualisiertes Google-Erlebnis für jeden Nutzer anzubieten. Zwar bieten die Google-Suche und Google Now Ansätze in diese Richtung, mithilfe der integrierten künstlichen Intelligenz kann der Google Assistant aber als eine Art „Google Now auf Speed” verstanden werden – mit der Zeit lernt der Assistent euch besser kennen und passt sich an eure Interessen an. Darüber hinaus ist der Assistant darauf optimiert, Befehle und Anfragen per Sprache zu erhalten.

  • FACEBOOK datenschutzbeauftragter-info: Ist Workplace by Facebook im Unternehmen datenschutzkonform?: Der Start von Workplace by Facebook wurde nun offiziell verkündet. Bei Workplace handelt es sich um ein soziales Netzwerk, das innerhalb eines Unternehmens oder Konzerns zur internen Kommunikation genutzt wird. Ähnliche Produkte gibt es bereits in Form von Yammer oder Slack. Anders als Facebook räumt sich Workplace keinerlei Nutzungsrechte bezüglich irgendwelcher Informationen ein. Man sollte jedoch datenschutzrechtliche Anforderungen beachten, da hier zwangsläufig eine Datenübermittlung in die USA stattfindet.

  • AMAZON heise: Amazon startet Streamingdienst Music Unlimited : Online-Versender Amazon hat wie erwartet einen vollwertigen Musik-Streamingdienst gestartet. Ab sofort ist Amazon Music Unlimited in den USA erhältlich, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Bis Jahresende soll der Dienst dann auch nach Deutschland, Österreich und Großbritannien kommen. Einen konkreten Termin und Preise nennt das Unternehmen noch nicht.

  • NETGEAR golem: Sicherheitskamera mit Mikro ganz ohne Kabel : Netgear hat mit der Arlo Pro eine verbesserte Version seiner kabellosen Sicherheitskamera vorgestellt, die mit einem Mikrofon und einem Lautsprecher ausgerüstet worden ist. Die Kamera kann bei erkannten Bewegungen oder Lärm eine Sirene auslösen. Außerdem verfügt sie über einen aufladbaren und austauschbaen Akku.

  • KI politik-digital: Autonome Autos auf deutschen Straßen? : In Deutschland gab es Ende September den ersten Unfall mit einem autonom fahrenden Auto auf einer Autobahn. Damit rückt die Diskussion über die ethischen Prinzipien des Straßenverkehrs mit selbstfahrenden Fahrzeugen wieder in den Blickpunkt der Öffentlichkeit. Denn bisher ist nicht nur ungeklärt, wie der autonome Verkehr rollen soll, sondern ob überhaupt und wer diese Entscheidung schlussendlich trifft.

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Amazon Echo bringt die KI nach Hause – und das früher als gedacht

Amazon_Echo (adapted) (Image by Scott Lewis [CC BY 2.0] via Flickr)

Was soll all die Aufregung um den sprachgesteuerten Hauslautsprecher, den Amazon Ende September in Deutschland und Großbritannien veröffentlicht hat? Das Gerät ist in den USA seit über einem Jahr erhältlich und hat sich als absoluter Hit herausgestellt. Die Verkaufszahlen wurden auf 1,6 bis 3 Millionen Einheiten geschätzt. Allerdings widersprechen diese Zahlen dem Einfluss, den solch ein Gerät, das mit künstlicher Intelligenz arbeitet, auf das moderne Zuhause schon in naher Zukunft haben könnte. Echo erlaubt es nicht nur, unsere Musik per Sprachsteuerung auszuwählen, dies ist nur die erste von vielen verschiedenen Smart-Home-Anwendungsmöglichkeiten, die weit über einfache Aufgaben wie das bloße Steuern von Musik oder Beleuchtung hinausgehen. Es nutzt einen Assistenten mit künstlicher Intelligenz namens Alexa, der es Nutzern ermöglicht, auf Informationen und Dienstleistungen aus dem Internet zuzugreifen und persönliche Organisationstools zu nutzen. So können Sie beispielsweise eine Pizza bestellen oder ein Taxi rufen, das Wetter oder Termine in Ihrem Kalender abfragen – alles nur durch eine Anfrage an Alexa. Somit ist es Apples Siri recht ähnlich, macht aber, was Mikrofon und KI Technologie anbelangt, demgegenüber deutlichere Fortschritt. Im Hinblick auf die Spracherkennung und Anfragenausführung arbeitet es treffsicherer als vergleichbare Geräte. Dies gilt für alle Bereiche in Ihrem Zuhause, wo das Gerät Sie hören kann.

Ich habe nun das vergangene Jahr mit Amazon Echo gelebt, nachdem ich es aus den USA über eBay importiert hatte. Es ist ein erstaunliches Werkzeug, das man selbst erlebt haben muss, um zu begreifen, warum es das Potenzial hat, den Gedanken vom intelligenten Assistenten für jedes Zuhause erfolgreich zu machen. Daher überrascht es nicht, dass selbst Amazons CEO Jeff Bezos sagte, es werde möglicherweise der vierte Amazon-Hauptservice, gleich nach der Verkaufsstelle, dem Cloud-Speicher und den Mobilgeräten. Viele von uns haben sich bereits an mangelhafte Spracherkennungssysteme und fehleranfällige Benutzung unserer Smartphones gewöhnt. Allerdings hat Amazon bereits zwölf Monate vor der Konkurrenz damit begonnen, ein Hochpräzisionsmikrophon und eine verfeinerte Spracherkennung zu entwickeln. Dadurch hat das Unternehmen gegenüber anderen einen deutlichen Vorsprung erhalten. Der Unterschied zu anderen KIs ist, dass Alexa statt einer einzelnen Software 300 ihrer eigenen Apps nutzt (die Amazon „skills“, also Fähigkeiten, nennt), um das Gerät mit entsprechenden Fähigkeiten auszustatten. All dies schafft ein System, das besser integriert und höher entwickelt ist und gleichzeitig ein Minimum an Einrichtung bzw. Konfiguration erfordert. Das ist eine durchaus signifikante Entwicklung im Aufkommen des vernetzten Zuhauses, die auf uns zukommt, während wir von der Epoche der PCs und mobilen Geräte zusteuern auf die Epoche des Internets der Dinge. Eine Epoche, in der Computerchips sich in beinah allen Geräten des täglichen Lebens finden lassen, die wir benutzen. Echo ist wohl das erste erfolgreiche System, dem es gelungen ist, diese Lücke zu schließen. Sein Spracherkennungsservice verknüpft, zusammen mit der Sensorik, Ihr Zuhause mit einer Lieferkette des Amazon Markts, die viele, wenn nicht sogar alle Ihrer Bedürfnisse bedient. Es ist vielleicht noch etwas früh für ein solches Gerät, aber es wirft dennoch die Frage auf, wie andere Geschäfte, Banken und Entertainmentunternehmen eventuell auf diese Technologie reagieren müssen, da es im Endeffekt einen Zwischenhändler zwischen Ihnen und den Kunden platziert. Anstatt zu einem Direktanbieter zu gehen, erledigen Sie eine Bestellung nun über Amazon mit Echo. Die IT-Industrie nennt das einen Aggregator oder eine Service-Broker-Plattform. Dies ist das allseits angestrebte, mythische Ziel vieler Tech-Unternehmen, die der Dienstleister aller erhältlichen Dienste werden wollen.

Was spricht dagegen?

Das Feedback der frühen Anwender von Echo aus den USA war solide. Nach meiner Erfahrung entfällt das Argument, das Gerät habe keinen Bildschirm, was die Interaktion erschweren würde, wenn man das Gerät einfach nutzt. Die Sprachinteraktion wirkt natürlich und wenn es wirklich ein Problem mit dem System gibt, liegt das eher daran, dass man erst den Umfang der Fähigkeiten des Systems verinnerlichen sollte, als sie direkt zum Laufen bringen zu wollen. Ein Gerät, das ständig auf Spracheingaben wartet (und das Unternehmen ist um die Klarstellung bemüht, dass anderweitige Konversationen nicht aufgezeichnet werden), wirft zweifelsohne die Frage nach der Privatsphäre auf, genauso wie es all unsere anderen verknüpften Geräte tun. Echo und Alexa arbeiten mit den entsprechenden Sicherheitsprotokollen, die viele Leute bereits nutzen, wenn sie online einkaufen oder den Cloud-Dienst von Amazon nutzen. Wie privat diese Systeme allerdings wirklich sind und welche Missbrauchsrisiken sie bergen, muss untersucht werden, sobald Amazon oder andere Smart-Home-Unternehmen damit einen Zugang nicht nur zu unseren Bankdaten, sondern auch zu unseren privaten Gesprächen erhält. Echo repräsentiert eine neue Art von Schnittstelle, die zusammen mit bahnbrechenden Konzepten im Bereich der virtuellen Realität Dienstleistungen im Hinblick auf Sprachsteuerung vorantreibt, die den innovativen Umgang mit Computern schon 2017 und den darauffolgenden Jahren prägen wird. Google hat in den USA bereits Google Home ein ganzes Jahr später auf den Markt gebracht und auch andere Unternehmen arbeiten momentan an ähnlichen Ansätzen. Das erstaunliche daran ist, dass dies eine Zukunftsvision darstellt, die viel eher als derzeit angenommen eintrifft. Wir sind zwar noch weit von allgemein künstlicher Intelligenz entfernt, mit Maschinen, die wie Menschen denken und handeln – aber die Tage von Tastatur und Maus sind gezählt. Dieser Artikel erschien zuerst auf „The Conversation“ unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image (adapted) „Amazon_Echo“ by Scott Lewis (CC BY 2.0)


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Digital killed the Radio Star: Warum irgendwann alle Popsongs gleich klingen werden

Rihanna (adapted) (Image by avrilllllla [CC BY 2.0] via Flickr)

Jeder, der schon einmal den kommerziellen Musiksendern im Radio gelauscht hat, ist sicherlich dem Eindruck erlegen, dass die Pop-Musik größtenteils sehr ähnlich klingt. Es wäre doch dann aber zu einfach, diese Beschwerde als das bloße Nörgeln der Alten und der Zyniker abzutun, doch tatsächlich bestätigt die Wissenschaft: Die Pop-Musik ist im Laufe ihrer Geschichte sehr homogen gewesen – und wird es sogar immer mehr. In einer Studie aus dem Jahr 2014 untersuchten Wissenschaftler aus den USA und Österreich über 500 000 Alben über 15 Genres und 374 Sub-Genres. Die Komplexität jedes Musik-Genres im Laufe der Zeit wurde mit seinen Verkäufen verglichen. Und fast immer war es so, dass Genres mit zunehmender Popularität immer ähnlicher klangen. Für sich genommen bedeutet dies jedoch nicht viel, da Genres und Sub-Genres immer wieder auseinander hervorgehen. Es mag als Binsenweisheit betrachtet werden, dass ein Genre als etabliert gilt, sobald seine Regeln definiert sind – und dass, sobald das Genre etabliert ist, Abweichungen davon in neuen Genres oder Sub-Genres resultieren. So entwickelte sich beispielsweise Funk als ein neues Genre aus dem Soul und R’n‘B heraus, mit einem weit stärkeren Fokus auf den Bass und den rhythmischen Groove. Eine andere Studie aus dem Jahr 2012 untersuchte die Entwicklung der westlichen Popmusik, indem sie auf ein großes Archiv zurückgriff, das als das ‚Million-Song-Dataset‘ bekannt ist, und das eine gewaltige Menge an Daten über den Inhalt jedes Songs enthält. Sie fand heraus, dass zwischen 1955 und 2010 die Songs lauter und weniger vielfältig in Bezug auf ihre musikalische Struktur geworden sind. Dies sind Trends – doch die Wahrnehmung vieler Zuhörer ist, dass diese Homogenisierung der Musik in den letzten Jahren einen großen Sprung vorwärts gemacht hat. Und es gibt eine Reihe wichtiger, technologischer Entwicklungen, die dies möglich gemacht hat.

Der Krieg der Lautstärke

Kompression über einen großen Dynamik-Bereich ist das (meist automatisierte) kontinuierliche Anpassen der Level eines Audio-Signals mit dem primären Ziel, die Variationen in der Laustärke zu reduzieren. Ihre übermäßige Anwendung hat zu einem „Krieg der Lautstärke“ geführt. Der Musiker, der eine laute Aufnahme haben möchte, der Produzent, der eine Klangmauer haben möchte, die Techniker, die sich mit den wechselnden Lautstärke-Leveln während der Aufnahme befassen, die Ingenieure, die die Inhalte für die Veröffentlichung vorbereiten und die Sendeanstalten, die um Zuhörer kämpfen, sind alle Kämpfer in diesem Krieg der Lautstärke. Doch der Krieg der Lautstärke ist möglicherweise bereits an seinem Höhepunkt angelangt. Audiowissenschaftler äußern sich besorgt darüber, dass die anhaltende Lautstärke neuer Platten Hörschäden produzieren könnte und Musiker heben das Problem mit der Klangqualität hervor. Es wurde einmal jährlich der Tag des dynamischen Ausgleichs ins Leben gerufen, um das Bewusstsein dafür zu stärken. Es entstand die Non-Profit-Organisation ‚Turn Me Up!‘, um Aufnahmen mit einer größeren dynamischen Bandbreite zu bewerben. Normierungsorganisationen haben Empfehlungen dafür bereitgestellt, wie Lautstärke und Lautstärke-Bereiche für die zu veröffentlichenden Inhalte gemessen werden können. Sie haben auch die jeweils angemessenen Bereiche für jene Werte empfohlen. Zu den Entwicklungen mit dem Ziel, einen Waffenstillstand im Krieg der Lautstärke zu etablieren, war es ein weiter Weg.

Und dann kam der Autotune

Doch es gibt noch einen anderen technologischen Trend, der keine Anzeichen des Niedergangs zeigt. Autotune, von einer überraschend hohen Anzahl der Plattenfirmen heutzutage benutzt, um die Tonhöhe ihrer Sänger zu korrigieren, entstammt ursprünglich einem Nebenprodukt in der Bergbauindustrie. Von 1976 bis 1989 arbeitete Andy Hildebrand in der Ölindustrie und wertete seismische Daten aus. Durch das Senden von Schallwellen in den Boden konnte er die Reflexionen aufdecken und potentielle Bohr-Standorte ausmachen. Er untersuchte die Benutzung von Schallwellen, um unter der Erde Öl aufzuspüren. Hildebrand, allgemein bekannt als Dr. Andy, hatte Komposition an der Rice University in Houston, Texas, studiert und wandte sein Wissen in beiden Bereichen an, um Audioverarbeitungsprogramme zu entwickeln. Das berühmteste ist eben jenes Autotune. Bei einer Abendgesellschaft forderte ihn ein Gast heraus, ein Werkzeug zu entwickeln, das dabei helfen würde, richtig zu singen. Basierend auf dem ‚Phase Vocoder‘, der eine Reihe mathematischer Methoden anwendet, um die Frequenzdarstellung eines Signals zu manipulieren, entwickelte Hildebrand Techniken, um Töne auf musikalisch relevante Art und Weise zu analysieren und zu bearbeiten. Hildebrands Kollege, Antares Audio Technologies, veröffentlichte Autotune Ende des Jahres 1996. Autotune war darauf ausgerichtet, falsche Töne zu finden und zu kaschieren.  Es bewegte die Höhe einer Note zum nächstmöglichen, korrekten Halbton (das nächste musikalische Intervall in der traditionellen, oktavenbasierten westlichen Tonmusik), und ermöglichte so, dass die Gesangsleistung für die Ohren einigermaßen gefällig war. Das ursprüngliche Autotune besaß einen Geschwindigkeits-Parameter, der zwischen 0 und 400 Millisekunden eingestellt werden konnte. Dieser bestimmte, wie schnell die Note zur Zielhöhe bewegt wurde. Techniker erkannten schnell, dass dies als ein Effekt genutzt werden könnte, um Töne zu verfälschen und es klingen zu lassen, als ob der Ton von Note zu Note springe, während er dabei perfekt und unnatürlich im Einklang bleibt. Es gibt der Stimme außerdem einen künstlichen, synthesizerartigen Klang, der je nach persönlichem Geschmack irritierend oder angenehm sein kann. Dieser unübliche Effekt wurde der Markenzeichen-Sound von Chers Song ‚Believe‘ vom Dezember 1998, der die erste kommerzielle Aufnahme darstellte, die den hörbaren Nebeneffekt von Autotune bewusst anwendete. Techniker und Interpreten fanden eine kreative Möglichkeit, Autotune zu nutzen, der von der intendierten Nutzung deutlich abwich. Wie Hildebrand sagte: „Ich hätte niemals erwartet, dass jemand bei klarem Verstand so etwas wollen würde“. Dennoch sind Autotune und konkurrierende tonhöhenkorrigierende Technologien, wie beispielsweise ,Celemony’s Melodyne‘, mittlerweile bei Amateur- und bei professionellen Aufnahmen – sowie über viele Genres hinweg verbreitet und werden künstlerisch angewendet – egal, ob dies nun so gedacht war oder nicht. Es ist sogar so vorherrschend, dass es heutzutage beinahe universell bei kommerzieller Pop-Musik erwartet wird. Kritiker sagen, dies sei einer der Hauptgründe, warum heutzutage so viele Aufnahmen gleich klängen (obwohl der Lautstärke-Krieg und die generelle Überproduktion auch bedeutende Faktoren sind). Und einige junge Zuhörer, die damit aufgewachsen sind, mit Autotune bearbeitete Musik zu hören, glauben sogar, dass ein Sänger mangelndes Talent hat, wenn sie eine unbearbeitete Stimme hören. Autotune wurde in der Musik, beim Fernsehen und in den sozialen Medien verspottet. Das Time Magazine bezeichnete es sogar als eine der „50 Schlimmsten Erfindungen“. Dennoch, wenn auch dezent, wächst die korrigierende und kreative Nutzung weiterhin. Und wenn Sie Chris Brown nicht mehr von Kanye West unterscheiden können, dann könnte dies an Dr. Andy liegen. Dieser Artikel erschien zuerst auf „The Conversation“ unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image (adapted) „Rihanna“ by avrilllllla (CC BY 2.0)


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  • AMAZON t3n: Schluss mit Fakes? Amazon-Rezensionen nur noch von Kunden mit 50-Dollar-Umsatz: Gefälschte Rezensionen sind ein großes Problem für Amazon, weil sie Kunden verunsichern und die Händler verärgern. Der E-Commerce-Riese geht schon seit längerer Zeit dagegen vor, aber jetzt wurde in den USA eine Umsatzhürde eingeführt. Nur Käufer oder Verkäufer, die Produkte in Höhe von 50 US-Dollar mit ihrem Account gekauft haben, dürfen auch Produkte bewerten. Mit diesem Verfahren sollen Fake-Accounts keine Rezensionen mehr abgeben können.

  • SMARTPHONE Süddeutsche Zeitung: Diese Smartphone-Tastatur will das Tippen revolutionieren: Swiftkey ist eine beliebte App, ein Mini-Programm für Smartphones und Tabletrechner: eine Tastatur, die treffsicher vorhersagt, welches Wort der Nutzer als nächstes eingeben will und Tippfehler korrigiert. Swiftkey hat gerade eine komplett überarbeitete Version seiner Tastatur auf den Markt gebracht. Bisher nur auf Englisch und nur für Handys mit Googles Betriebssystem Android. Andere Sprachen und Systeme sollen folgen.

  • SPOTIFY Gründerszene: Spotify soll Soundcloud-Übernahme verhandeln: Der schwedische Musikriese möchte das Berliner Startup SoundCloud übernehmen. Bereits im Juli wurde bekannt, dass die Investoren hinter SoundCloud einen Käufer suchen. Der gewünschte Kaufpreis liegt bei einer Milliarde US-Dollar. Aufgrund des hohen Preises ist es allerdings schwierig einen Käufer zu finden. Die Übernahme könnte Spotify mehr Musiktitel bringen und würde gleichzeitig einen Konkurrenten vom Markt nehmen.

  • GESUNDHEIT Handelsblatt: Digitale Gesundheitsangebote wachsen rasant: Der digitale Gesundheitsmarkt wächst rasant, wie eine Studie der Unternehmensberatung Roland Berger zeigt. Vor allem das Segment für mobile Dienste, wie zum Beispiel Apps für Smartphones, treibt mit einem jährlichen Wachstum von mehr als 40 Prozent die Digitalisierung der Branche voran. Apps sollen die Erstdiagnosen erstellen können und dem Benutzer bei Bedarf einen Arztbesuch oder direkt die passende Medikation empfehlen.

  • IKEA golem: Smarte Beleuchtung von Ikea: IKEA bietet ab Oktober 2016 LED-Leuchtmittel, LED-Lichtpaneele und Türen mit LED-Beleuchtung, die sich aus der Ferne dimmen oder farblich verändern lassen. IKEA Tradfri ermöglicht den Nutzern ihre Heimbeleuchtung mit einer Fernbedienung zu steuern. Dazu muss man einfach nur die bisher verwendeten Leuchtmittel gegen eine Tradfri-Lampe austauschen. Die Steuerungstechnik steckt im Leuchtmittel.

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  • YOUTUBE Business2Community: YouTube Launches Its Own Social Network Called “YouTube Community”: Es war nur eine Frage der Zeit, bis YouTube sein eigenes soziales Netzwerk startet. Nun ist es endlich so weit. Unter strenger Geheimhaltung wurde die Plattform entwickelt und von einigen wenigen YouTubern getestet. Das neue soziale Netzwerk mit dem Namen „YouTube Community“ soll nun als Betaversion in den kommenden Monaten eingeführt werden. Es soll die Kommunikation zwischen YouTubern und ihrer Community verbessern und persönlicher gestalten. Konkurrenz für Facebook, Twitter und Co. stellt die Plattform wohl kaum dar.

  • WHATSAPP Spiegel online: Verbraucherschützer mahnen WhatsApp ab: Verbraucherschützer versuchen zu verhindern, dass WhatsApp zukünftig Nutzer-Telefonnummern mit Facebook teilt. Das Unternehmen wurde von Deutschen Verbraucherschützern abgemahnt. Bei der Übernahme des Messenger-Dienstes 2014 hat Facebook noch beteuert, dass WhatsApp unabhängig bleiben soll. „Verbraucher vertrauten also darauf, dass ihre Daten allein bei WhatsApp bleiben und kein Datentransfer zu Facebook erfolgt. Ihr Vertrauen wurde enttäuscht“, heißt es. WhatsApp wurde nun eine Frist bis zum 21. September auferlegt, bevor eine Unterlassungserklärung abgegeben wird. Der vzbv (Verbraucherzentrale) rät WhatsApp-Nutzern, jetzt ihre Datenschutzeinstellungen zu prüfen.

  • Google GoogleWatchBlog: Hallo, Allo: Google veröffentlicht neuen Messenger ‚Google Allo‘ inklusive Google Assistant: Ganze vier Monate spannte Google uns auf die Folter! Heute veröffentlichte der Suchmaschinengigant schließlich endlich den neuen Messenger Google Allo. Es handelt sich dabei um einen simplen neuen Messenger mit den gewohnten Funktionen, die wir von WhatsApp und Co. kennen. Beim neuen Google Messenger geht es bunt zu. Die Nachrichten haben verschiedene Hintergrundfarben und neben Emojis stehen außerdem auch Sticker zur Verfügung. Google Allo bietet Smart Replys an und es ist eine Preview-Version des Google Assistant enthalten.

  • TINDER Horizont: Spotify und Tinder kooperieren: Dating-Plattformen wollen uns nach immer abstruseren Gemeinsamkeiten mit potenziellen Partnern zusammenführen. Nachdem Tinder nun eine Kooperation mit dem Streaming-Dienst Spotify geschlossen hat, können Tinder-Nutzer ihren zukünftigen Partner nun auch anhand des Musikgeschmacks aussuchen. „Fügt eurem Tinder-Profil einen Song hinzu, der euch beschreibt“, hieß es. „Denn manchmal sagt Musik mehr als tausend Worte!“. Aber auch Nutzern ohne Spotify-Konto ist es möglich ihren Lieblingssong ihrem Tinder-Profil hinzuzufügen.

  • SUNDISK t3n: Ordentlich Speicherplatz: Erste Terabyte-SD-Karte der Welt vorgestellt: Längst vorbei sind die Zeiten, wo viel Speicherplatz mit klobigen und unhandlichen Speichermedien in Verbindung stand. Sundisk präsentierte nun einen Prototyp der bislang größten SD-Karte der Welt mit einem Speichervolumen von einem Terabyte. Sundisk nutzte die Fotomesse Photokina 2016, wie bereits vor zwei Jahren, um einen neuen Rekord in Sachen SD-Karten aufzustellen. Verwendung soll die Speicherkarte vor allem bei der Produktion extrem hochauflösender Inhalte wie 360-Grad-Videos oder Virtual-Reality-Anwendungen finden.

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  • AMAZON handelsblatt: Wie man ins Internet hineinruft…: Amazon bringt seine Box Echo und die kleine Variante Echo Dot mit dem digitalen Assistenten Alexa nach Deutschland. Bei Echo handelt es sich um einen zylinderförmigen Lautsprecher, der per WLAN mit dem Internet verbunden ist. Außerdem verfügt er über ein Bluetooth-Modul zur Kopplung und Steuerung mit dem Smartphone. Der digitale Assistent kann einfach per Hotword „Alexa“ aktiviert und dann per Sprachsteuerung beeinflusst werden. Der Funktionsumfang entspricht dem anderer Sprachassistenten wie z.B. Siri.

  • APPLE heise: AirPods: Audiosteuerung nur über Siri: Alle Bedienfunktionen von Apples drahtlosen Kopfhörern AirPods müssen über die Sprachassistentin Siri ausgeführt werden. Mit einem Doppeltap auf die Außenseite der Kopfhörer kann man die Musik stoppen und Spracheingaben machen. Siri erledigt dann Lautstärkeveränderungen, den Songwechsel und die Auswahl eines anderen Musiktitels oder Albums. Dies könnte deutlich länger dauern als bei den aktuellen Kopfhörern, die mit einem Klicker ausgestattet sind. Wem das zu lange dauert, der muss entweder sein iPhone aus der Tasche nehmen, um dort die Audiowiedergabe zu kontrollieren oder eine Apple Watch benutzen.

  • SAMSUNG golem: Samsung drosselt Akku des Galaxy Note 7 auf 60 Prozent: Samsung will nun die Akkukapazität des Galaxy Note 7 auf maximal 60 Prozent limitieren. Mit diesem Software-Update sollen die letzten Nutzer gedrängt werden ihr Gerät einzuschicken. Der Grund für diese Maßnahme ist die Brandgefahr beim Aufladen des Akkus. Durch die Verringerung möchte Samsung das Risiko eines Akkubrandes reduzieren.

  • SPOTIFY heise: Spotify meldet 40 Millionen Abo-Kunden: Spotify durchbrach nun die Marke von 40 Millionen zahlenden Nutzern. Das bedeutet, dass der Streaming-Marktführer seit Mitte März rund zehn Millionen Abo-Kunden hinzugewonnen hat. Bei der Gratis-Version gibt es insgesamt mehr als 100 Millionen aktive Nutzer. Apple Music und Spotify sind mit Abstand die größten Anbieter bezüglich des Musik-Streamings. Doch nun möchte auch das US-Internetradio Pandora in dieses Geschäft einsteigen.

  • EBAY t3n: Altes Smartphone schnell verkaufen: Ebay startet Verkaufsportal Quick Sale: Ebay startet mit „Quick Sale“ in den USA ein Verkaufsportal für den Verkauf gebrauchter Smartphones. Bereits 2011 bot die Firma mit Instant Sale (in Deutschland: Ebay Sofort-Verkauf) einen Dienst über den Nutzer verschiedene Elektronikgeräte verkaufen konnten. Zwei Jahre später wurde dieser Service allerdings wieder eingestellt. In Deutschland wurde bereits im Mai der Ebay-Service Komfort gestartet. Dort wird privaten Verkäufern die komplette Verkaufsabwicklung abgenommen. Auf dieser Plattform nimmt man zwar nicht so viel ein wie bei einer Auktion, aber dafür entfällt das müßige Einstellen und die Kommunikation mit Interessenten.

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  • MUSIK STREAMING theverge: Kanye West is demanding that Apple buy Tidal from Jay Z: Kanye West ist einer der erfolgreichsten Rapper aller Zeiten. Er hat auf sozialen Netzwerken eine riesige Gefolgschaft. Sein Twitter Account zählt rund 24,7 Millionen Follower. Diese Reichweite benutzte er nun, um Apple zu überzeugen und unter öffentlichen Druck zu setzen. Der Konzern verhandelt seit langem mit Wests bestem Freund Jay Z, der einen Musik Streamingdienst ins Leben gerufen hat. Auf Twitter schrieb Kanye West am Samstag: „Lassen wir diesen dummen Schwanzvergleich. In 100 Jahren sind wir alle tot. Also gebt den Kindern die Musik.“ Der Tweet wurde 120 Tausend mal geliked und 40 Tausend mal retweetet.
  • DATEN sueddeutsche: Millionen Daten von Flugreisenden jahrelang ungeschützt im Internet: Beim Berliner Flugticket-Großhändler Airticket gab es über Jahre eine schwerwiegende Sicherheitslücke. Das Unternehmen zählt viele große Online-Reisebüros zu ihren Kunden. Über Jahre hinweg sollen die Daten von Millionen Flugreisenden im Netz abrufbar gewesen sein. Kriminelle konnten so mit wenig Aufwand an alle persönlichen Daten gelangen, die der Kunde für eine Flugbuchung abgibt – das schließt bei einigen Kunden die Bankdaten mit ein.
  • POKÈMON GO heise: Pokémon Go: Erstes Update und Aus für Kartendienste: Es ist soweit. Die erfolgreichste Spiele-App im iTunes Store bekommt sein erstes Update. Neben Fehlerbehebungen wird es eine Änderung geben, die bei vielen Nutzern Unmut auslösen könnte. Nach der Veröffentlichung des Augmented-Reality-Games sind Kartendienste entstanden, um den Spielern alle Pokémon im Umkreis von mehreren Kilometern zu zeigen. Diese Kartenanbieter haben nun Unterlassungsforderungen von Nintendo erhalten. Viele Pokémontracker sind kurz danach offline gegangen.
  • UBER financialtimes: Uber to pour $500m into global mapping project: Der Online-Vermittlungsdienst für Fahrdienstleistungen „UBER“ möchte nicht mehr von Google Maps abhängig sein. Seit geraumer Zeit fahre man kreuz und quer durch die USA und Mexico, um die Straßen des Heimatmarktes zu tracken. Man wolle außerdem bald in anderen Ländern damit beginnen. Diese Unabhängigkeit kostet UBER vorerst 500 Millionen Dollar. Dieses Vorhaben macht UBER und Google zu noch größeren Rivalen, die einmal eng zusammengearbeitet haben.
  • FACEBOOK wired: Facebook legt neue Zahlen vor – und wächst mit Werbung: Direkt nach Facebooks Quartalsbericht stieg der Aktienkurs des Unternehmens um acht Prozent auf den neuen Rekordwert von 131 Dollar pro Anteil. Inzwischen verdient die Firma von CEO Mark Zuckerberg einen Großteil ihres Geldes auf mobilen Endgeräten: 84 Prozent der Werbeeinnahmen kamen im vergangenen Quartal von Smartphones, schreibt Business Insider. 75 Prozent der Umsätze stammen aktuell allerdings aus Europa und den USA — in Asien gibt es für das soziale Netzwerk also noch Wachstumspotenzial.
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Wie Blockchain Musikern helfen könnte, von ihrer Musik zu leben

135365 (adapted) (Image by Ninac26 [CC BY 2.0] via Flickr)

In den 15 Jahren nach Napster wurde es für Musiker schwerer, von ihrer Musik leben zu können – zumindest von Musikaufnahmen. Sinkende CD-Umsätze, illegale Downloads, die niedrige Bezahlung von legalen Streaming-Plattformen und eine Verlagerung zum Kauf von Singles anstelle ganzer Alben sind mit dafür verantwortlich. In letzter Zeit wenden sich zahllose Musikindustrieprojekte bestimmten Technologien zu, die eine mögliche Lösung dieses Problems bilden. Darunter sind Mycelia, gestartet von der Sängerin, Songwriterin und Produzentin Imogen Heap und Dot Blockchain Music, gestartet von PledgeMusic-Gründer Benji Rogers. Dann gibt es noch Ujo Music, Blokur, Aurovine, Resonate, PeertracksStem and Bittunes, welches bereits Nutzer in 70 Ländern angibt. Diese Projekte verbindet, dass sie alle auf dem Prinzip Blockchain basieren. Blockchain ist eine Software, die Bitcoin und andere Kryptowährungen unterstützt. Sie besteht aus Datenblöcken, die in chronologischer Reihenfolge kryptografisch verkettet sind und hat zwei Schlüsselfunktionen. Sie ist unveränderlich: Daten können nicht abgeändert werden. Und sie ist verbreitet, statt zentralisiert zu sein: Viele exakte Kopien werden unabhängig voneinander erhalten. Die Blockchain-Technologie wurde als die Antwort auf die Probleme diverser Industrien, wie zum Beispiel des Bankwesens, dem Diamanthandel, dem Online-Glücksspiel und der Mode, sogar auf die Frage hin, wie wir die moderne Gesellschaft regieren, angepriesen. Wie kann es also den Musikern helfen?

Man muss es besitzen

Das erste Problem, das Musiker haben, lässt sich auf den Fakt herunterbrechen, dass keine verständliche Datenbank von Urheberrecht und Eigentum von Musik existiert. Es gibt mehrere Datenbanken, doch keine enthält jedes existierende Lied – wenn ein Song in mehr als einer Datenbank auftaucht, sind die Daten oft widersprüchlich. Blockchain, wie Vinay Gupta es vor kurzem ausdrückte, ist sowohl eine Datenbank als auch ein Netzwerk. Wenn Urheberrechtsinformationen durch einen kryptografischen Fingerabdruck (wie ein Barcode) in Blockchain gespeichert werden würden, wären aktuelle Informationen für alle Nutzer erreichbar, statt in der Hand von bestimmten Torwächtern zu sein.

Bezahlt werden

Das zweite Problem ist die Bezahlung. Hörer können mit einem Klick direkt auf die Songs zugreifen, doch gemäß eines Berichts von Rethink Music kann es Jahre dauern, bis die Tantiemen diejenigen erreichen, die für das Erschaffen des Songs verantwortlich sind. „Smart contracts“, die in der blockchain durch die Software durchgesetzt werden, könnten die Tantiemen in vereinbarte Portionen aufteilen, sobald der Song heruntergeladen oder gestreamt wird. Solche Mikrobezahlungen mögen sich in jetzigen Systemen nicht lohnen, doch Systeme, die mithilfe von Kryptowährungen wie Bitcoin gebaut wurden, können Bezahlungen in Bruchteilen von Cents ermöglichen.

Licht auf dunkle Stellen werfen

Drittens ist der Mechanismus, mit dem Tantiemen errechnet und bezahlt werden, oft undurchsichtig. Ein Teil des Umsatzes endet manchmal in einer Art „schwarzen Kasse“, außerhalb der Greifweite des Künstlers und Songwriters, dem er rechtlich gehört. In einer Diskretions- und Vertraulichkeitsvereinbarungskultur können Künstler (oder ihre Manager) ihre Bezahlungen nicht richtig überprüfen, wenn Sie sich nicht sicher sind, wie viel ihnen zusteht.

Die Zukunft fördern

Das letzte Problem ist das Geld, das vorab notwendig ist, um Musikern zu helfen, neue Musik zu komponieren. Es wird oft gesagt, dass Künstler keine Plattenfirmen mehr brauchen, doch Geld wird durchaus gebraucht, um kommerziell konkurrieren zu können – und das bedeutet, man braucht normalerweise immer noch die Unterstützung eines substantiellen Labels – ganz besonders von einem der drei verbleibenden „Riesen“: Sony, Universal und Warner. Die Transparenz, die von der Blockchain-Technologie geboten wird, könnte helfen, neue Investoren anzuziehen, genau wie Investoren, die momentan davon abgeschreckt sind, wie schwierig es ist, einen klaren Weg zum Profit für Musiker zu erkennen. Es könnte auch zur Entstehung von „artist accelerators“ führen, ähnlich denen, die für Technologie-Start-Ups bereits verfügbar sind, bei denen frühe Unterstützung mit einem Anspruch auf zukünftiges Einkommen belohnt wird, überwacht und automatisch durch „inteligente Verträge“ bezahlt. Die gleiche Transparenz und Nachvollziehbarkeit könnte Crowdfunding ermutigen, bei denen Künstler Anteile vergeben, die bei zukünftigem Einkommen in Geld umgetauscht werden können.

Mögliche Risiken und Belohnungen

Dies ist eine neue Technologie und neues Terrain. Außerhalb der Musikindustrie hat ein weiteres Blockchain-verwandtes Projekt, The DAO („decentralised autonomous organisation“ = dezentralisierte autonome Organisation), Millionen von Dollar an Spenden erhalten, nur um dann gehackt zu werden. Das Geld wurde schließlich gestohlen. Bitcoin überlebte eine ähnliche Krise, als Millionen während des Skandals um die Plattform Mt Gox gestohlen wurden. Auch wenn das nicht das Ende für die Blockchain-Technologie bedeutet, dient dies doch als eine Erinnerung an die Risiken, wie auch für das Potenzial. Blockchain hat die Unterstützung von Banken und sogar einigen Regierungen. Es gab bereits signifikante Investitionen in mehreren Industrien, einschließlich der Musikindustrie: Stem, eine Firma, die Einkommen von Streaming-Plattformen verfolgt und organisiert, hat in diesem Jahr nach Expertenangaben 4,5 Millionen US-Dollar beschafft. Einige der Behauptungen von Blockchain wurden bereits abgeschwächt, doch Blockchain hat definitiv das Potenzial, die Musikindustrie zu verändern. Wir müssen allerdings überlegen, ob dies die beste Möglichkeit ist, das Problem zu beleuchten. Zum einen gibt es nicht die eine Musikindustrie – die gern auch mal fälschlicherweise als Plattenindustrie bezeichnet wird – sondern es existieren verschiedene Industriezweige rund um die Musik. Die Blockchain-Technologie würde sie nicht unbedingt alle in derselben Weise beeinflussen. In jedem Fall ist garantiert, dass sich in dieser Hinsicht etwas ändern könnte – nicht aber, dass dies passieren wird. Es müssen erhebliche Hindernisse überwunden werden, angefangen mit Problemen mit Kryptowährungen selbst bis zu Sorgen über die Integrität der Daten sowie Widerstand aus der Industrie selbst, die diese neue Technologie als Bedrohung wahrnimmt. Vielleicht sollten wir nicht fragen, ob die Blockchain-Technologie die Möglichkeit hat, die Musikindustrie (hier in der Einzahl gemeint) zu verändern. Stattdessen sollten wir fragen, ob der Wille zur Veränderung da ist und – wenn das der Fall ist – wo und wie die beträchtlichen Hindernisse zur Anpassung überwunden werden können. Außerdem müssen wir uns fragen, wie die Auswirkungen – sowohl die negativen als auch die positiven – auf die verschieden Musikindustrien aussehen könnten. Dies sind die Fragen, die ich und meine Forschungskollegen der Middlesex- Universität in einem Bericht und einer Podiumsdiskussion in London stellen werden. Doch dies ist erst der Anfang. Dieser Artikel erschien zuerst auf „The Conversation“ unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image (adapted) „135/365“ by Ninac26 (CC BY 2.0)


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FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

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  • TECH-FESTIVAL gruenderszene: Tech Open Air bekommt erste Finanzierung und expandiert: Das Berliner Tech Festival „Tech Open Air“ möchte expandieren und hat direkt Investoren für diesen Plan gefunden. SoundCloud, Zalando und Native Instruments sollen überzeugt worden sein. Die Veranstalter möchten das Festival über den Atlantik bringen. Ein Ziel ist die kalifornische Stadt Los Angeles. Das Festival startete 2012 zum ersten mal und wurde die erste Konferenz der Startupbranche. Finanziert wurde das Projekt jedes Jahr durch Crowdfunding. Technologie, Kunst, Musik und Wissenschaft sollten die Themenbereiche des Festivals sein. Neben Los Angeles gaben die Veranstalter bekannt, dass man jedes Jahr auch einen exotischen Ort ansteuern wolle.

  • GOOGLE thenextweb: Google-funded $300 million 60Tbps trans-pacific cable goes live tomorrow: Vor einem Jahr kündigte Google Projekt an, das Japan und die USA verbinden werde. 300 Millionen Dollar steckte Google in dieses Projekt. Es handelt sich um eine Verbindung aus Fiberglas-Kabeln, die eine Geschwindigkeit von 60 Tps bringen sollen. Neben Google haben fünf andere Unternehmen an dem Projekt mitgearbeitet. Die Kabelverbindung soll vor allem Großstädten helfen mit der enormen Datenmenge, die dort unterwegs ist fertig zu werden. Auf amerikanischer Seite sollen Los Angeles, Seattle, Portland und die San Francisco Bay Area von dem Projekt profitieren.

  • CHATBOT t3n: Falschparker, aufgepasst! Dieser Chatbot geht für euch gegen Strafzettel vor: Auch schon einmal einen Strafzettel wegen Falschparkens zu Unrecht bekommen? In London hat ein 19-jährige Joshua Browder jetzt einen sogenannten Chatbot programmiert, um Strafzettel anzufechten – mit Erfolg! Bereits 150.000 Nutzer sollen in London umgerechnet vier Millionen Euro an Strafgeldern gespart haben. Wie das funktioniert? Die Website DoNotPay bietet die Möglichkeit der Eingabe der (angeblichen) Falschpark-Situation und ermittelt mithilfe eines Algorithmus individuell, ob die Strafe berechtigt ist oder nicht.

  • PINTEREST heise: Pinterest verstärkt Fokus auf Online-Handel : Durch die Etablierung eines plattformübergreifenden Warenkorbs für den US-amerikanischen Markt will Pinterest sich im Online-Shopping noch weiter ausbauen und seine Präsenz verstärken. Bei der Suche nach Ideen und Artikel für die Einrichtung oder Mode können diese, auch wenn es sich um verschiedene Anbieter handelt, im Warenkorb abgelegt werden. Die bisherigen Kaufen-Buttons, die Händler den Artikeln hinzufügen können, werden somit erweitert und so soll ein besseres Kauferlebnis gewährleistet werden. In Deutschland steht der Dienst jedoch noch nicht zur Verfügung.

  • APPS mashable: The app that matches surplus food with the hungry: Viele Unternehmen werfen unfassbare Mengen an Lebensmittel weg, die am Ende des Tages nicht gegessen wurde. Anstatt das Essen containerweise vergammeln zu lassen, will eine App nun das übrig gebliebene Essen von Unternehmen über ein Nachfrageportal an Institutionen vermitteln, die Essen für Hungernde bereitstellen. Die App nennt sich „Copia“ und will ein Bewusstsein dafür schaffen, zu überlegen wie verschwenderisch wir mit Lebensmitteln umgehen, während andere hungern.

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Deezer denkt europäisch, sucht aber nach globalen Antworten für die Zukunft

Man with Headphones ? (adapted) (Image by Sascha Kohlmann [CC by 2.0] via flickr)

Es sind die europäischen Startup-Zentren, die die weltweite Innovationskultur vorantreiben – so wünscht es sich zumindest die hiesige Politik und versucht ein wirtschaftliches Umfeld zu schaffen, indem überhaupt noch Konkurrenz zu den bisher den Lauf der Dinge bestimmenden Unternehmen aus den USA entstehen kann. Am besten noch, bevor die asiatischen Unternehmen mit ihren Millionen an Nutzern neue globale Standards setzen. Beim Streaming von Musik sieht die europäische Bilanz eigentlich ganz gut aus. Mit Spotify aus Stockholm, dem Berliner SoundCloud und Deezer aus Paris kommen gleich drei große Streaming-Anbieter, die in Konkurrenz zu Apple und Google stehen, aus Europa. Das ist bei der europäischen Kulturpolitik nicht immer ein Vorteil. Daniel Marhely, der zuvor das Projekt Blogmusik.net gestartet hatte, gründete im Jahr 2007 mit Deezer den ersten legalen Streamingservice Frankreichs. „Wir sind natürlich gerne europäisch“, erkärt Gerrit Schumann, Chief International Officer bei Deezer, beim Interview im Berliner St. Oberholz. Der Gründer des deutschen Online-Musikdienst Simfy ist Ende 2013 als Vice President Europe zu Deezer gekommen, welches im vergangenen Jahr dann auch noch die Nutzer von Simfy übernahm, nachdem das Unternehmen den Dienst einstellte. Die Herkunft ist für Schumann aber nicht entscheidend, viel mehr spielt für ihn das Verhältnis in der Plattform-Landschaft eine entscheidende Rolle.

Ich würde sagen, dass wir ein europäisches Unternehmen sind. Wir sind mit Stammsitz in Paris und 80 Prozent unseres Teams in Europa. Aber ist das jetzt ein Vorteil? Deezer steht gut in den europäischen Märkten dar, aber ist denn die Frage, ob amerikanisch oder europäisch überhaupt wichtig? Es geht eigentlich mehr darum, auch in der Industrie ein gesundes ausgewogenes Verhältnis in der Plattform-Landschaft zu haben.

Gerrit_Schumann_1_Deezer
Gerrit Schumann, Deezer

Schumann spielt auf den Status Quo der Musikindustrie an. Diese ist in einer starken Abhängigkeit von Google und Apple. Letzeres war es, das damals mit dem iPod und iTunes den Preis von 99 Cent pro Lied festlegte. Die Musikindustrie, damals vom Thema Piraterie besessen, freute sich zumindest, dass es endlich ein technisch gutes Angebot kam, bei dem überhaupt noch für Musik bezahlt wurde. Mit YouTube war Google die Plattform für Musikvideos in den letzten zehn Jahren. Das Verhältnis zu diesen Plattformen ist laut Schumann deshalb ebenso wichtig „für die Musikindustrie, als auch für die Künstler. Darum geht es eigentlich. Das ist entscheidend. Ob wir jetzt europäisch sind oder nicht, das ist daher nicht so wichtig“. Mit mehr Streaming-Unternehmen kann die Musikindustrie auch besser mitreden, zu welchen Preisen ihre Kataloge angeboten werden. Denn der Streaming-Markt wird immer wichtiger für die Musikindustrie:

„Wir sind ein sehr dynamischer Markt. In den letzten Jahren sind wir zu dem geworden, was wir vor fünf Jahren gesagt haben, was es sein wird: der Ort, an dem der Hauptkonsum für Musik stattfindet. Mittlerweile ist der Musikmarkt an sich digital und hat den physischen Markt überschritten – Musikstreaming macht im Schnitt inzwischen 15 Prozent am Gesamtumsatz aus und der Trend schreitet fort.“

Doch auch die Online-Musikdienste sind sich dieser Bedeutung bewusst. Schumann meint, dass man alle zwei Jahre, spätestens aber nach fünf Jahren, die Lizenzstrukturen noch einmal überprüfen sollte. Denn neben der wirtschaftlichen Bedeutung von Streaming verändern sich auch die Produkte der Online-Musikdienste und solche Verträge sollten stets „den aktuellen Bedarf und die aktuelle Marktsituation abbilden“. Bei neuen Produkten arbeitet auch Deezer mit den Plattformen zusammen. Während auch Apple und Google ebenfalls im Streamingbereich aktiv sind, arbeitet Deezer mit beiden Firmen beim Thema Auto zusammen. Deezer ist sowohl bei CarPlay als auch dem Android Auto mit unterwegs. Mit Amazon, das immer mehr auch für den Musikbereich spannende Geräte anbietet, sucht Deezer ebenfalls die Kooperation. Schumann spricht von „Frenemies“ – Freundfeinden. Der Begriff beschreibt das Verhältnis zwischen den USA und Europa oft recht treffend. Doch Unternehmen wie Deezer müssen internationaler denken als geopolitische Konzepte es ermöglichen. Zur Fußball-Europameisterschaft der Männer wird es die aus nationalen Ligen bekannten Livestreams der Fußballspiele geben. Neben Fußball soll es bald auch Content zu anderen Themen geben. Und nicht nur Musik, sondern auch News und Entertainment, wie Schumann aufzählt. Aufgrund der Masse an Content ist für ihn deshalb die Frage wichtig: „Wie bringe ich ihn dem Nutzer eigentlich möglichst einfach näher?“ Deezer setzt zurzeit auch auf Kuration durch die eigene Musikredaktion, das Hauptthema der Zukunft ist aber Personalisierung: Eine internationale Herausforderung für Content-Anbieter.


Image (adapted) „Man with Headphones ?“ by Sascha Kohlmann (CC BY-SA 2.0)


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5 Lesetipps für den 28. Januar

In unseren Lesetipps geht es heute um Überwachung, Reaktionen auf Facebook, die Gender Gap der Tech-Branche, Foursquare und Soundcloud versus Spotify. Ergänzungen erwünscht.

  • ÜBERWACHUNG Foreign Policy: The Espionage Economy: Beim Thema Überwachung zeigt sich, dass der neoliberale Markt versagt. Die Wirtschaft ist nicht dazu in der Lage, die politisch gewollte und aktiv betriebene Überwachung zu verhindern und ihre NutzerInnen, des Staates BürgerInnen, zu schützen. Sie möchte es auch nicht, zu lukrativ scheint das Geschäft mit der Überwachung zu sein, wie James Bamford auf Foreign Policy erklärt. Auch wenn die Politik in erster Linie das Problem beim Thema Überwachung ist, kann die Lösung auch nur ein politischer Wandel sein, denn nur die Politik kann die Überwachung beenden. Wir als Gesellschaft müssen deshalb eine Politik fordern und unetrstützen, die sich klar gegen Überwachung ausspricht.

  • FACEBOOK Bloomberg Business: Inside Facebook’s Decision to Blow Up the Like Button: Facebook ist das soziale Netzwerk mit dem Daumen nach oben. Dieses Icon ist in der Einfahrt zum Hauptquartier zu sehen, es ist ein das soziale Netzwerk grafisch darstellendes Logo und sagt sehr viel über Facebook aus. Etwas nicht zu mögen ging nicht, eine andere Reaktion als positiver Zuspruch war zumindest nicht mit einem Klick möglich. Sarah Frier gibt einen (dem Unternehmen sehr schmeichelnden Einblick) in die Pläne von Chris Cox, bei Facebook für Produkte verantwortlich. Seit Wochen testet Facebook bereits Reaktionen statt den Daumen, womit NutzerInnen mehr Ausdrucksmöglichkeiten erhalten. Die Frage ist, ob Facebook damit nicht an ein vielleicht zu wesentliches Element geht und es radikal ändert.

  • GENDER GAP The Huffington Post: Closing the Tech Industry Gender Gap: Die Gender Gap ist ein gesellschaftliches Problem, das an sich überall in der westlichen Berufswelt vorgefunden werden kann. Nur 26 Prozent der Mitarbeiter in der US-Techbranche sind Frauen, obwohl Frauen an den Universitäten die Hälfte aller Abschlüsse machen. Die wenigsten Frauen studieren aber Technologie-Themen und dies zeigt sich dann in der Berufswelt. Susan Wojcicki, Geschäftsführerin von YouTube, hat sich dazu in einer Keynote auf einer Konferenz geäußert und erklärt, wie man die Gender Gap schließen könnte. Die Rede ist als Gastbeitrag auf der US-HuffPost erschienen und ein lesenswerter Debattenbeitrag.

  • FOURSQUARE Pencil: Interview with Dennis Crowley: Zurzeit ist natürlich Twitter „unser“ Sorgenkind schlechthin, auch weil ich mir Social Media ohne meinen Lieblingsdienst kaum vorstellen kann. Danach kommt schon Foursquare, auch ein Dienst am Scheideweg, auch wenn es schon seit sieben Jahren diesen Status hat. Im Interview mit dem Startup Pencil, dass so seine auf GIFs setzendes Storytelling-App vorstellen kann, gibt der Foursquare-Gründer Dennis Crowley einen kurzen Einblick in das Unternehmen, das er nicht mehr als Geschäftsführer bertreut.

  • SOUNDCLOUD TechCrunch: Why SoundCloud Will Be Worth More Than Spotify: Bis zur Fertigstellung unserer Blogger Lounge in diesem Frühjahr sitzt unsere Berliner Netzpiloten-Redaktion im Coworking Space des Sankt Oberholz. Hier wurden u.a. HelloFresh und auch SoundCloud gegründet. Laut dem Sankt Oberholz ist Spotify die erste Wahl der eigenen Members im WiFi-Netzwerk, doch das könnte sich ändern. Alex Moazed zeigt auf TechCrunch.com die Entwicklung auf, wieso (und warum) SoundCloud demnächst Spotify überholen wird und wohl unser aller Musikstreaming-Dienst wird.

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5 Lesetipps für den 21. Dezember

In unseren Lesetipps geht es heute um Blogger in Bangladesch, Trauer und Technologie, die Beatles, das WiderNet-Projekt und Internet. Ergänzungen erwünscht.

  • BLOGGER The New Yorker: The Islamist War on Secular Bloggers: Hierzulande läuft es oft alles andere als gut. Dies kann Motivation genug sein, sich über Zustände zu beschweren, Debatten über Alternativen zu führen und Missstände aufzudecken. Bloggen ist eine Möglichkeit dies zu tun, zumindest hierzulande. In Bangladesch ist dies leider nicht der Fall, wie ein Artikel von Samanth Subramanian zeigt. In Bangladesch wurden in den letzten Jahren mehrere säkulare Blogger von religiösen Extremisten getötet, auf offener Straße, oft ohne Einschreiten der staatlichen Behörden. Eine traurige Erinnerung, wie gut es uns in unserer Demokratie geht und wie sehr Menschen woanders nicht die gleichen Freiheiten geniessen, die heutzutage so selbstverständlich für uns sind.

  • TRAUER The New Yorker: The Ghosts in Our Machines: Technologien sind ebenso Teil unserer Gesellschaft wie der Tod, mit beiden Themen sollte man sich aktiv beschäftigen. Letzte Woche hat Jonathan Jong auf Netzpiloten.de fünf wissenschaftliche Erkenntnisse über den Tod vorgestellt; in New Yorker betrachtet Matthew Malady dein Einfluss von Technologien aufs Trauern. Er hatte seine verstorbene Mutter auf einem veralteten Bild in Google Streetview wiederentdeckt. Solche Erlebnisse können schön sein, zugleich natürlich auch traurig, sie sind aber Ausdruck, dass wir neue Erfahrungen des Trauerns mit neuen Technologien machen werden.

  • THE BEATLES Variety: The Beatles’ Music Will Soon Be Available to Stream: Ein mal wirklich besonderes „Weihnachtsgeschenk“ macht uns das Musiklabel der Beatles, denn endlich – endlich! – kommt die Musik der sogenannten Fab Four auf eine Streaming-Plattform. Bisher musste man diese selber hochladen, wenn man sie auch unterwegs innerhalb seiner Streaming-App hören wollte (zumindest ging das bei Google Music und Spotify). Welche Plattform das ist, steht noch nicht fest, aber die Rechteinhaber der Beatles-Musik verschlafen gerne digitale Trends um mehrere Jahre, weshalb man sich wohl schon freuen kann, dass sie endlich den Weg ins Streaming gewagt haben.

  • OFFLINE Mashable: Ironically, offline Internet could help bridge the digital divide: Althergebrachte Idee funkionieren oft auch noch heutzutage nahezu perfekt, wie das WiderNet Project beweist. Um den Zugang zu Informationen in nicht ans Internet angeschlossene Regionen zu verbessern, vor allem zur medizinischen Aufklärung, wurden die Informationen fast wie in einem Buch auf einen Chip niedergeschrieben. Dort sind sie auch veränderbar, sprich Anwender können eigene Informationen ergänzen. Die Informationen können bei Konnektivität aktualisiert werden, doch auch offline wirkt der Chip wie eine kleine Form des Internets. Ein tolles Beispiel, wie die digitale Lücke überwunden werden kann, um Menschen mit Informationen zu helfen.

  • INTERNET Scientific American: The Rich See a Different Internet Than the Poor: In einem Beitrag für Scientific American kritisiert Michael Fertik den Trend der Personalisierung von Daten als Manipulation unseres Nutzungserlebnisses im Internet, denn seiner Theorie nach entscheiden wir nicht selbstständig, was wir im Netz sehen, sondern werden von Werbung beeinflusst. Dies kann auch auf politische Gedanken ausgeweitet werden, denn Algorithmen beeinflussen den uns angezeigten Content. Wir sehen nur noch das, was ein Algorithmus denkt, dass wir sehen wollen. Vincent F. Hendricks wies vor Kurzem auf Netzpiloten.de auf die Gefahr der Social-Media-Blase hin, in der nicht die Wahrheit viral geht, sondern die Version, die der breiten Masse am besten gefällt.

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5 Lesetipps für den 11. Dezember

In unseren Lesetipps geht es heute um den Musikdienst Aurous, Drohnen mit Wärmeblick, ungültige Führerschein-Regeln, Twitter und die Tagesschau auf Instagram. Ergänzungen erwünscht.

  • AUROUS heise online: Musikdienst Aurous macht nach Klage der Musikindustrie dicht: Gerade erst im Oktober gestartet und schon wieder vom Markt. Die Musik-App Aurous musste aufgrund einer Klage durch die US-Musikindustrie ihren Dienst wieder einstellen. Grund für die Klage waren zweifelhafte Quellen der Dateien aus dem Netz. Der Programmierer Andrew Sampson war der Meinung rechtens zu handeln, weil er die Dateien selbst nicht vorhalte. Sampson sagt auf seinem Blog: “Ich beschwöre den Kongress, das geltende Recht der Realität von Filesharing anzupassen.”

  • DROHNEN Golem.de: DJI Zenmuse XT: Drohnenkamera mit Wärmeblick: Eine lebensrettende Drohne? DJI bringt eine Drohne mit Thermalkamera auf den Markt: Die Zenmuse XT. Durch die Wärmeunterschiede, die sie aufnehmen kann, ist sie sogar in der Lage bei Brandbekämpfungen oder bei der Suche nach vermissten Personen zu helfen. DJI möchte nicht nur Spielzeugdrohnen verkaufen sondern sieht auch die Vorteile, Drohnen in der Wissenschaft und in der Technik einzusetzen. Die Wärmebildkamera eignet sich aber auch bei der Inspektion von Bauwerken und Stromleitungen, sowie bei der Analyse von landwirtschaftlich genutzten Flächen.

  • FÜHRERSCHEINE DIE WELT: Klage vor dem EuGH: EU erklärt deutsche Führerschein-Regeln für ungültig: Die EU-Kommission bemängelt die falsche Umsetzung bei der Ausstellung von Führerscheinen in Deutschland, Österreich, Polen und Finnland. Dabei sei die Gültigkeitsdauer nicht wie vorgeschrieben behandelt worden und zudem gibt es falsche Angaben bei den Führerscheinklassen. Vor dem EuGH müssen die Länder sich jetzt behaupten und bei einer Zustimmung, mit einer Geldbuße rechnen.

  • TWITTER horizont: Twitter-Werbung: Promoted Tweets sollen auch Nutzer ohne eigenen Account erreichen: Wie erreicht man Nutzer, die auf einer sozialen Plattform keinen eigenen Account haben? Twitter hat eine Idee: Promoted Tweets. Zusätzlich sollen mit ihnen 500 Millionen Menschen erreicht werden. Wenn jemand auf einen Tweet klickt, der in der Google-Suche angezeigt wird, kann man auf dem Profil des jeweiligen Twitterers in Zukunft die Werbung dazu vorfinden. Derzeit wird der neue Dienst erst mit ausgewählten Werbekunden in den USA, Japan, Großbritannien und Australien getestet.

  • INSTAGRAM tagesschau.de: tagesschau auf instagram: Von Null auf Zehntausend: Die Tagesschau nutzt jetzt auch Instagram. Und es läuft sogar ziemlich gut. Mehr als 10.000 User haben die Tagesschau in den ersten sechs Wochen bereits abonniert. Ziel ist es, auch die Leute zu erreichen, die sich am Abend nicht die Nachrichten ansehen. Aber nicht nur auf Instagram ist jetzt ein Profil der Tagesschau zu finden, sondern seit längerem auch auf Twitter und auf Facebook.

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