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5 Lesetipps für den 25. Februar

In unseren Lesetipps geht es heute um das Freihandelsabkommen TTIP, Selfpublishing überrundet klassische Verlagstitel, Facebook setzt auf Mobile, ein Mashup von Streetview und Kunst sowie die Frage, ob Quizze den Journalismus finanzieren können. Ergänzungen erwünscht.

  • FREIHANDELSABKOMMEN Tagesschau.de: Ist das Freihandelsabkommen TTIP eine Chance oder eine Gefahr für die EU?: Die einen erhoffen sich ein neues Wirtschaftswunder, die anderen fürchten einen Werteverlust. Das geplante Freihandelsabkommen zwischen der EU und den Vereinigten Staaten ist umstritten. Heute trifft sich zum ersten Mal in Brüssel eine Expertengruppe, die die EU-Kommission in den Verhandlungen mit den USA beraten soll.
  • SELFPUBLISHING e-book-news.de: Weniger als 1/3 klassische Verlagstitel in Kindle Top 100: Für die Self-Publishing-Revolution in der deutschen Buchbranche gibt’s wohl keinen besseren Gradmesser als Amazons Bestseller-Ranking: derzeit stellen klassische Verlagstitel dort nicht einmal mehr ein Drittel der Top 100-Titel. Unter den Top 20 finden sich sich dafür aber 7 Titel von Indie-Autoren.
  • FACEBOOK Süddeutsche.de: Warum der Facebook-Chef neue Freunde sucht: Facebook mit seinen weltweit 1,2 Milliarden Nutzern sehr gut da, aber Unternehmensgründer Mark Zuckerberg sieht das etwas anders, denn mehr als vier Milliarden Menschen auf der Welt sind noch nicht einmal ans Internet angeschlossen, also noch nicht auf Facebook. Da der mobile Zugang meist vor dem Breitband erhältlich sein wird, setzt Zuckerberg – siehe WhatsApp – hier den Schwerpunkt und sucht sich neue Freunde auf dem Mobile World Congress, wie Varinia Bernau auf Süddeutsche.de aus Barcelona berichtet.
  • MASHUP The Atlantic Cities: 18th Century Paintings of London, Remixed With Google Street View: The Atlantic Cities-Stipendiaten Jenny Xie hat auf Reddit eine neue tolle Serie an Mashups des Nutzers shystone gefunden, der historische Gemälde des Londoner Stadtbild in aktuelle Aufnahmen von Google Streetview setzt und somit die Veränderungen im Stadtbild der englischen Hauptstadt aufzeigt. Und außerdem sehen diese Remixe wirklich cool aus.
  • JOURNALISMUS Blogrebellen: Die Zukunft des Journalismus ist ein Quiz?: Martin Giesler fragt sich bei den Blogrebellen, ob ein Quiz die Zukunft im Journalismus ist. Hintergrund ist, dass Quizze die erfolgreichsten Formate bei den neuen Playern des Publizierens im Netz sind. Sie könnten Leser anziehen, deren Anwesenheit auf der Website monetarisiert wird und so den Journalismus an sich finanzieren.

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Facebook kauft die Kernkompetenzen von WhatsApp im Mobilen

iOS7 Homescreen blurred (DSC_0719) (adapted) (Image by Jan Persiel [CC BY-SA 2.0] via Flickr)
Facebook kauft WhatsApp, um schnell Kompetenzen im Mobilen und der privaten Kommunikation zu lernen, aber wie damit Geld verdient werden kann, ist noch offen. Sogar ein bisschen mehr: Insgesamt bezahlt Facebook vier Milliarden Dollar an WhatsApp aus, 12 Milliarden Dollar gibt es in Aktien dazu. Das entspricht etwa 11,65 Milliarden [...]
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„Bist du bei Facebook?“

„Cloudcuckoohome – Geschichten aus der digitalen Wolke!“ Hier resümiert die Netzpiloten Kolumnistin Miriam Pielhau regelmäßig über ihr tagtägliches Leben in der digitalen Welt. Miriam Pielhau. Die Schauspielerin, Moderatorin und Autorin resümiert einmal im Monat mit einer eigenen Kolumne auf Netzpiloten.de über ihren digitalisierten Alltag.

Früher habe ich Telefonnummern auf Bierdeckel oder Handinnenflächen gekritzelt. Später Email-Adressen im mobile Device gespeichert oder noch förmlicher: schicke Visitenkarten ausgetauscht. Und jetzt das. Die kompakteste Form, den Wunsch zu formulieren, in Verbindung zu bleiben:

„Bist du bei Facebook?“

Wenn der Fragende den vollständigen Namen seines Gegenüber kennt und der nicht, wie ich, mehrere Profile pflegt oder ein Benutzerpseudonym gewählt hat, dann funktioniert das sogar. Kurz später via Smartphone die Person des persönlichen Interesses suchen. Finden. Freundschaftsanfrage senden. Bestätigt bekommen. Zackbumm. Fertig. Willkommen in der Welt eines dir bis eben eher unbekannten Menschen. Ein neuer „Freund“, noch bevor das Taxi hinter der nächsten Ecke verschwunden ist. Tja, nun. Dass Social-Network-Freunde in der Definition und Bedeutung nicht langjährigen Wegbegleitern a.k.a. „echte Freunde“ gleichzusetzen sind – wissen wir. Dass die virtuelle Clique nicht das Zwiegespräch im Leben jenseits des Rechners ersetzt – wissen wir auch. „Anstupsen“ ist eben nicht umarmen. Und doch: Das Phänomen Facebook fasziniert enorm. Derzeit über eine Milliarde Mitglieder weltweit. Was ist dieses „Gesichtsbuch“, das in wenigen Wochen 10. Geburtstag feiert? Fluch oder Segen? Suchen oder pflegen? Zeitdieb oder Zugewinn?

Das Fahnden nach Antworten beginnt mit einem einfachen „Ja“. Ja, auch ich bin bei Facebook. Einmal offiziell. Und einmal incognito. Ich weiß noch nicht einmal mehr, wie lange genau. Und bin auch zu faul, das irgendwo nachzulesen. Das offizielle Profil habe ich anfangs eingerichtet, weil Managements auf der ganzen Welt sagen, dass es „schon wichtig“ sei, „so etwas zu haben und da auch mitzumachen“. Mittlerweile habe ich wirklich Spaß daran. Trenne aber inhaltlich pingelig genau, was ich auf welchem Account poste. Das private Profil ist für mich eher eine Family & Friends-Pinnwand. Die meisten meiner dort sehr handverlesenen Facebook-Freunde wurden als „Pielhau“ geboren oder angeheiratet. Was Familienfeste nur einmal im Jahr schaffen, haben wir da täglich: Austausch mit der lieben Verwandtschaft, Einblick in das Leben der Herzensmenschen. Egal, wo in Deutschland sie aktuell ihre Miete zahlen.

Das scheint mir schon Sieg(el) Nummer 1 zu sein. Kontakt. Halten. Pflegen. Auf dem Laufenden bleiben. Ohne zum Telefon zu greifen oder per ausführlicher email nachzuhorchen. Jede fröhliche Statusmeldung verheißt ein: denen geht es gerade augenscheinlich gut. Schön. Im Kurzchat Details erfahren und sich versichern, dass es so ist. Doppelschön. Oder aber, durch das Vermissen von Statusmeldungen daran erinnert werden, dass jetzt vielleicht ein Anruf doch angebracht wäre. Naja, und dann die wirklich erquickliche Sache mit den Bildern. Ich sehe einige Cousins und Cousinen viel zu selten. Aber ich kriege die Typveränderung von blond zu braun mit. Ich bekomme die süßeste Erklärung für Augenringe wegen Schlafmangels als Foto mit dem Neugeborenen darauf geliefert. Ich bin auf eine Art ein bisschen dabei. Und das ist besser als das Gegenteil. Apropos Bilder.

Natüüürlich habe auch ich, Achtung Sieg(el) Nummer 2, neugierig nach Fotos von Mitschülern und verflossenen Liebschaften gesucht, als das losging mit dem Facebook-Hype. Und noch nicht die Rede davon war, dass man den Zugriff auf die Alben beschränken kann – und sollte. Ein bisschen in nostalgischer Erinnerung schwelgen. Muss nicht in Wiederbelebung münden. Aber kann. Die Verbindung neu herstellen. Wiederfinden. Das funktioniert mit Facebook. Und die Hürde der Kontaktaufnahme ist niedrig. Überhüpfbar nahezu im Vergleich zu Telefonnummern-Recherche und Schweinehund-Überwindung vor dem Anruf in die eigene Vergangenheit. Facebook macht es einfacher. Und unverbindlicher. Jeder bestimmt selbst, wer was mitbekommt.

Teilen und Mitteilen. Das muss Sieg(el) 3 sein. Freude und Spaß genauso wie Kummer. Der Status bei Facebook geht in der Regel nicht nur raus an Freunde. Sondern auch Bekannte und Kollegen. Alles potenzielle Mitfreuer, Mitfühler oder Mitdenker. Und wenn wir nun leichtfüßig die Tresenseite wechseln, landen wir recht unkomplziert bei Teilhaben – Nummer 4.

Auch, wenn ich mich nicht aktiv am Leben des anderen beteilige oder Einfluss nehme: ich weiß, was los ist. Kann einschätzen, verstehen oder… einfach nur zur Kenntnis nehmen. Ich habe die Wahl. Immerhin. Für die privaten User, die anders als ich mit meiner Familien-Pinnwand, viele hundert oder tausend Facebook-Freunde ihre Crowd nennen, wird das tägliche Teilhaben vielleicht eher übersetzt in Mitbekommen. Sich die Möglichkeit wahren, nichts Wichtiges zu verpassen. Selbst, wenn die Inhalte der anderen Posts am eigenen Interessenshorizont vorbeischrammem. Man hat es gelesen. Oder könnte es gelesen haben. Und weiß daher im Zweifel, wovon die eigene und alle Welt womöglich morgen spricht – wenn sich Traurigkeiten, Aufreger, zukünftige Hits oder Spaß-Videos innerhalb von Stunden weltweit verbreiten. Genau das ist nach und neben Youtube & Co. ein weiterer Faktor geworden für den Facebook-Erfolg: die perfekte Plattform für die virale Kraft des WWW. Sie ahnen es:

Sieg(el) 5. Unbekannte Bands bauen durch engen Konsumentenkontakt ihre Fanbase auf. Privatpersonen mit riesigem Netzwerk nutzen dieses um kleine Probleme („günstige 2-Zimmer in München gesucht – weiß jemand was?“) kund zu tun und erfolgreich zu lösen. Selbst wenn das mit „günstig“ und „München“ in einem Satz nicht lösbar scheint. Tauchen plötzlich „große“ Herausforderungen auf – Stammzellenspender oder Unterstützer in einer Charity-Sache gesucht – hat sich Facebook meinem bescheidenen Erfahrungsschatz nach auch bewährt. „Gefällt mir.“ Und das darf und soll ich äussern. So die Idee. Bei Facebook sagt jede Gurke etwas zu jedem missratenen Lauch. Insofern findet auch meine Meinung hier ihren Niederschlag.

Sieg(el) 6 ist es, dass Meinungen verbreitet werden. Triviales Tratschen, lustiger Unfug, aber auch wirklich Wichtiges. Ich denke an die Videos von Demonstrationen in Instanbul im vergangenen Sommer zum Gezi-Park, die ins Netz gelangten und über Facebook um die Welt wanderten, obwohl der Staat alles daran gesetzt hatte, dies zu verhindern. Ich denke auch an „kleine Megaphone“. Kluge Menschen, Privatpersonen, die ihre Stimme erheben. Dies originell oder so wortgewaltig tun, dass sich Statusmeldungen / Clips in Windeseile verbreiten. Dank der Teilen-Funktion.Verdauen Sie diese Feststellung noch kurz. Denn das letzte Siegel, das ich ausgemacht habe, könnte nicht gegensätzlicher sein zum jüngsten Gedanken. Weder geht es um Weltpolitik, Hilfe, Kontakt oder Gefühl – es geht nur ums Ego.

Die 7: Selbstdarstellung. Hier muss fein differenziert werden. Privatpersonen haben die Chance, sich zu präsentieren, wie sie es sonst vielleicht nicht tun würden. Ein kleines, sympathisches Portfolio des „Ich“ für die, denen noch kein Wikipedia-Eintrag gewidmet wurde. Die Person des öffentlichen Interesses kommt um ein Mindestmaß an Selbstdarstellung nicht drum herum. Selbst, wenn einem (mir!) das tendenziell unangenehm ist.

Wissen Sie? Ich habe es versucht. Habe Informationen über das öffentliche Ich auf dem offiziellen Profil verbreitet. Die, die jeder wissen darf und soll. Und – die eigentlich keine Sau interessieren, weil man sich das alles ergoogeln kann. Der Kunde konsumierte. Der Kunde attestierte fahlen Beigeschmack. Der Kunde war gelangweilt. Kaum fand sich ein Foto Marke Zusselfrisur-hochgesteckt-mit-Sonnenbrille aus irgendeinem anonymen Garten auf der Pinnwand, das der Hauch „ui, das ist ein Einblick ins Private“ umwehte, ratterte der Zähler der neuen „Gefällt mir“-Klicker. Privat weckt Interesse. Und das, wo ich nichts Privates preisgeben möchte. Balance-Akt. Ich werde sicherer im Seiltanz. Und bediene die Bedürfnisse – nach strengen Regeln. Nur so wächst die gute Gemeinschaft stetig und hört hoffentlich auch zu, wenn ich wirklich Bedeutendes kund tun möchte.

Privatleute können zurückgelehnt andere Ziele verfolgen. Sie posten Impressionen, Zitate, Videos, Gedanken, die aussagekräftig sind. Das erschließt mir den Menschen dahinter auch auf eine Art. Vor allen Dingen, wenn der Profilinhaber nicht so gern „Aussage-kräftig“ ist. Weil eher von stillem Wesen. Oder zurückhaltend. Oder einsam. Oder alles zusammen. Ich finde das in Ordnung. Eine schüchterne, junge Frau würde es vermutlich nur schwer über die Lippen bringen, ihn nach einem ersten, mehr versprechenden Abend nach seiner Telefonnummer zu fragen. Wie viel einfacher ist da:

„Ähm, bist du eigentlich auch bei Facebook?“


 


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Vom geldgierigen Apple zum datenhungrigen Google

iPhone vs Android (adapted) (Image by nrkbeta [CC BY SA 2.0], via flickr)
Mehr als eine Milliarde aktivierter Android-Geräte, mehr als 700 Millionen verkaufter iOS-Geräte: Apple und Google sind die beiden vorerst unbesiegbaren Champions der mobilen Welt. Doch auf welche Seite schlägt man sich als Konsument? Als langjähriger iPhone-Nutzer habe ich vor einigen Monaten den Wechsel auf die andere Seite gewagt – und [...]
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Warum Apple einen Beta App Store braucht

Auf dem weihnachtlichen Wunschzettel vieler iOS-Programmierer wird sich auch dieses Jahr wieder folgender Wunsch finden: einen offiziellen Beta App Store von Apple. Einen Ort also, an dem Entwickler ihre Apps als Testversionen auf abenteuerwillige Nutzer loslassen können, bevor sie im offiziellen App Store für die breite Masse erhältlich sind. Dabei könnte Apple einiges von Google lernen, die bereits ein Beta-Programm für Entwickler im Angebot haben.

Bevor ein Entwickler eine App für die Aufnahmeprüfung in den Apple App Store vorlegt, muss diese auf Herz und Nieren geprüft sein. Um dies möglichst gründlich machen zu können, benötigt man eigentlich eine möglichst große Zahl an Testern, die die App im Alltag einsetzen können. Hier wird es bei Apple allerdings schwierig. Bekanntlich werden Apps von Apple auf Inhalt und Qualität geprüft, bevor sie in den App Store wandern und von allen Nutzern heruntergeladen werden können. Eine nicht ausreichend getestete und eventuell fehlerhafte App hat dementsprechend nur geringe Chancen auf Aufnahme. Apple bietet zwar die Möglichkeit für Entwickler, über den eigenen Account bis zu 100 Testgeräte anzumelden – dies ist für einen aussagekräftigen Test aber eine viel zu kleine Gruppe. Entwickler müssen also auf Alternativangebote wie Testflight der HockeyApp ausweichen. Diese Angebote sind allerdings nicht gerade im Sinne Apples, da sie das System umgehen und sich zudem nur sehr mühsam installieren lassen.

Die beste Lösung für Entwickler und Nutzer wäre eine offizielle Anlaufstelle, ein offizieller Beta App Store von Apple. Dabei könnte es sich nach Vorstellung des TechCrunch-Redakteurs MG Sieglers (der auch Partner bei „Google Ventures“ ist) um eine eigene App handeln, ganz ähnlich zur regulären App-Anlaufstelle. Wie auch beim offiziellen App Store wäre es denkbar, dass Apple die eingereichten Apps auf Sicherheit prüft. Da dies bei Testversionen natürlich um ein vielfaches schwieriger, als bei der bisherigen Vorgehensweise ist, könnten vertrauenswürdige Entwickler eine Art Freifahrtschein erhalten und somit neue Testversionen der Apps zeitnah und ohne zeitaufwändige Prüfung bereitstellen. Die Betatests könnten auf bestimmte Regionen oder nach anderen Parametern eingeschränkt sein, so dass der Nutzer nur zu für ihn bestimmte Apps Zugang erhält.

Ganz neu ist die Idee solch eines Beta-Kanals tatsächlich nicht – Google bietet App-Entwicklern bereits seit Mai eine solche Funktion an. Dies funktioniert allerdings nicht über eine gesonderte App, wie es für Apple denkbar wäre, sondern über den normalen Google Play Store. Hier können Entwickler gewillten Nutzern Beta-Versionen ihrer Apps anbieten, vorausgesetzt diese haben sich vorher über die dazugehörige Google+-Community für den Betatest registriert. Mit einem vergleichbaren Angebot könnte Apple das Leben der Entwickler deutlich vereinfachen und den App Store somit deutlich aufwerten.


 


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Candy Crush Saga: Wie ein Smartphone-Spiel süchtig macht

Mehr als eine halbe Milliarde Mal wurde das Game Candy Crush Saga von Macher King.com installiert und ist zu einer echten Geldmaschine herangewachsen // von Jakob Steinschaden Es gibt einen neuen Zeitfresser für Smartphones: Das Spiel “Candy Crush Saga” des britischen Herstellers King.com, bei dem man bunte Zuckerl nach Farbe [...]
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Mobile Liebe

Mobile Generation (adapted) (Image by Stefano [CC BY SA], via flickr)
„Cloudcuckoohome – Geschichten aus der digitalen Wolke!“ Hier resümiert die Netzpiloten Kolumnistin Miriam Pielhau regelmäßig über ihr tagtägliches Leben in der digitalen Welt. Miriam Pielhau. Die Schauspielerin, Moderatorin und Autorin resümiert einmal im Monat mit einer eigenen Kolumne auf Netzpiloten.de über ihren digitalisierten Alltag oder darüber, was ist, wenn Liebe [...]
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Highspeed-Internet ist Interpretationssache

Ich bin E-Plus-Kunde. Das sagt eigentlich schon viel über mich aus: Ich habe damals den großen BASE-Flatrate-Boom mitgemacht und surfe seither langsam. In so manch geschlossenem Raum ist Telefonie fast ausgeschlossen und selbst der SMS-Versand stockt nicht selten bis zum Erliegen. 

Warum ich das mitmache? Weil ich die Frist zur Kündigung meines Vertrages verschlafen habe – und dadurch weiterhin an die Düsseldorfer gebunden bin. Wenigstens ein Handy gab es „für den treuen Kunden“ obendrauf – wahrscheinlich, weil ich so böse war, nachdem ich 23 Minuten in der Warteschleife „BASE – Ihre Redefreiheit“ mit schlechter Gesprächsqualität zwecks mangelndem Empfang gehört habe. Freilich tat mir die Kundensupport-Mitarbeiterin mehr als leid, wir haben uns anschließend vertragen, ich habe inzwischen ihre Durchwahl und kann mir seither die Warteschleife sparen.

So wie mir geht es wohl ziemlich vielen Nutzern: BASE, E-Plus und all die vielen Vertriebspartner und Marken der Gruppe kosten Nerven. Gestern aber war Aufatmen angesagt, denn: „E-Plus-Gruppe startet ‚Highspeed für Jedermann„. Das zumindest ist der Titel einer Pressemitteilung, auf die gleich eine ganze Menge Medien aufsprangen. 

Doch was soll das sein, dieses „Highspeed“? Als E-Plus-Nutzer kennt man dieses Wort nicht. Als E-Plus-Nutzer kennt man nur „Lieber Kunde, ihr Datenvolumen für diesen Monat ist fast aufgebraucht“ mit einer anschließenden Nachricht, dass es nun nicht mehr „fast aufgebraucht“ sei, sondern endgültig und dass man nun lansamer surfe. Die beiden SMS haben irgendwas realsatirisches an sich. Langsamer als gar nicht? Wie soll das gehen? Kurz im Lexikon nachgeschlagen, war ich doch überrascht. Dieses „Highspeed“ steht für „schnelle Geschwindigkeit“. Auch „schnell“ muss ich nachschlagen, denn in den SMS von BASE ist immer nur vom – das verrät mir der Duden – Gegenteil, nämlich „langsam“ die Rede. Bei E-Plus klingt die Erklärung so: „Als erster Netzbetreiber im deutschen Mobilfunk macht das Düsseldorfer Unternehmen Schluss mit der gängigen Praxis, höhere Datengeschwindigkeiten nur in den teureren Tarifen anzubieten.“

Das bedeutet also, dass endlich Schluss ist, mit der Drosselung? Keine „langsamer“-SMS mehr in der ersten Monatswoche? Keine drei Wochen Quasi-Nicht-Surfen? Ich hole den Sekt aus dem Kühlschrank, jetzt wird gefeiert. Aber, Moment mal. Vielleicht sollte ich erst weiterlesen, irgendeinen Haken wird die Aktion wohl haben. Oder? Natürlich. Aber zunächst soll erwähnt sein, dass die „Highspeed für Jedermann“-Initiative durchaus ein schicker Ansatz ist. Denn: Alle Kunden – egal ob Neu- oder Bestand-, Vertrags- oder Prepaidkunden – bekommen nun die schnellstmögliche Datengeschwindigkeit in ihrer Region. Die liegt bei maximal – und jetzt gut festhalten, liebe E-Plus-Leidensgenossen – 42,2 Mbit / Sekunde im Download und bei 5,7 Mbit / Sekunde im Upload. Das sind Dimensionen, an ich nie zu denken auch nur gewagt habe. 

Die Initiative startet ab Dezember 2013, also ab Sonntag und geht vorläufig bis Mitte 2014. Warum die Aktion bis dahin limitiert ist, ist unklar. Vielleicht ist es ein erstes Experiment, vielleicht hat man den Blick aber auch auf die Fusion mit O2 gerichtet, die bis Mitte 2014 abgeschlossen sein soll, insofern die Kartellbehörden zustimmen. Im Kleingedruckten des Pressemitteilung heißt das: „Ab dem 01.07.2014 gelten wieder die ursprünglich im Tarif vereinbarten Konditionen bzgl. der Surfgeschwindigkeit.“ Kosten entstehen dadurch natürlich keine. Aber es geht noch weiter: Ab März 2014 will E-Plus seinen Kunden, so steht es in der Mitteilung, zusätzliche Kapazitäten über LTE anbieten. Wahnsinn.

Nun aber zum großen Haken: Denn ganz so fortschrittlich, wie sich die E-Plus-Gruppe in ihrer Pressemitteilung gibt, ist sie dann doch nicht. Dazu möchte ich zwei Dinge gegenüberstellen:

  • Erstens das Statement von Kay Schwabedal, CCO der E-Plus-Gruppe: „Es entspricht nicht dem heutigen Kundenbedarf, Datengeschwindigkeiten an die Größe des Highspeed-Volumens und damit die Höhe des Tarifpreises zu koppeln.“
  • Und zweitens ein Satz aus dem Kleingedruckten: „Nachdem das ungedrosselte Datenvolumen der Internet-Flat in Ihrem Tarif ausgeschöpft ist, verringert sich die Surfgeschwindigkeit bis zum Ende des jeweiligen Monats auf bis zu 56 kbit/s.“

Paff, dahin ist sie, die Hoffnung, dass nun zumindest bis Sommer 2014 keine „langsam“-SMS mehr kommen. Und bemerkenswert ist die Formulierung von Schwabedal auch. Schließlich richte sich demnach die Datengeschwindigkeit zwecks Kundenbedarf doch nicht mehr nach dem Highspeed-Volumen und damit dem Preis. Habe ich aber einen günstigen Tarif respektive ein kleines Highspeed-Volumen, ist die Freude über die 42 Mbit / Sekunde auch nur von kurzer Dauer. 

Der Umkehrschluss: Will ich mit „Highspeed für Jedermann“ surfen, brauche ich einen Tarif, der das auch lang genug mitmacht. Und damit ist der die Datengeschwindigkeit sehr wohl an Größe und Höhe des Tarifs gekoppelt. Von vielen Tech-Medien wurde das übrigens fast nicht oder nur am Rande erwähnt – der PR-Coup für E-Plus scheint also gelungen.Dabei ist es so schade für E-Plus, dass die Gruppe nicht ausnutzt, endlich mal eine gute Idee gehabt zu haben. Gerade im Prepaid-Markt wäre mit einer solch fixen Datenübertragung ohne Drosselkom-Hintertürchen viel drin gewesen. Aber auch die Vertragskunden hätten sich umgeschaut. 

Das beweist ein Blick auf die Zahlen der Konkurrenz. Die Telekom etwa bietet den Kunden Datengeschwindigkeit von „bis zu 16 MBit/s“, im LTE-Netz sind „bis zu 50 MBit/s“ drin. O2, künftiger E-Plus-Partner, schafft es auf immerhin „bis zu 21,1 MBit/s“ und auch Vodafone liefert nur 21,6 MBit/s bei kleinem Tarif an. 

Bei BASE hat E-Plus die Datengeschwindigkeit zur Mitte des Jahres erst auf 21,6 MBit / Sekunde erhöht. Das Angebot läuft allerdings am 1. Januar 2014 aus und die Kunden müssten, käme jetzt nicht die „Highspeed“-Initiative dazwischen, wieder auf 7,2 Mbit/s runter.

Es bleibt abzuwarten, was E-Plus nach den sieben Monaten Testballon aus der „Highspeed für Jedermann“-Sache macht. Viel wichtiger als 42,2 MBit / Sekunde wäre aber, dass sich die Telekommunikationsunternehmen – und da sollten sich alle vier an die Nase fassen – mal über den Begriff „Flatrate“ Gedanken machen würden. Denn eine „Internet-Flat“ sollte auch eine Flat sein – und nicht nach 500 MB auf ein lächerliches Minimum gedrosselt werden. Aber die Diskussion haben wir mit der Drossel, äääh, Telekom ja gerade erst hinter uns gebracht.


 

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Alles Apps: Österreichs Start-ups denken bereits “Mobile First”

Karte Österreich (adapted) (Image by Oliver Ponsold [CC BY 2.0] via Flickr)
Mobile Smartphone-Software und mittlerweile auch -Hardware entwickeln sich zu einer Stärke des kleinen Alpenlandes. “Das nächste große Ding kommt aus dem Bereich Local Social Mobile”, sagte Google-Vorstandsvorsitzender Eric Schmidt 2011 auf einer Konferenz in San Francisco. Irgendwo in einer Garage würde es gerade entwickelt werden, und auch er würde nur [...]
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Facebook Home: Umfassende Software für Android-Smartphones vorgestellt

Gestern Abend wurde in Kalifornien Facebook Home vorgestellt, ein neuer Facebook-zentrierter Launcher für Android-Smartphones, sowie ein dazugehöriges Smartphone, das HTC First.

Es gab im Vorfeld mehrere Gerüchte, was Facebook auf dem gestrigen Android-Event vorstellen könnte: eine neue Facebook App, eine eigene Android-Version oder gar ein eigenes Smartphone. Letztendlich wurde mit Facebook Home sowie dem HTC First gestern nichts von alledem und doch von allem ein bisschen vorgestellt.

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HTC One: Das momentane Maß aller Smartphone-Dinge

Von Krise ist bei HTC nichts zu spüren. Zumindest wenn man das neue HTC One als Indikator heranzieht. Daniel Kuhn über das momentane Maß aller Smartphone-Dinge. Nachdem Sony und Blackberry das neue Jahr mit zwei wirklich tollen Smartphones eingeleitet haben, konnte HTC mit der Präsentation des HTC One eines der [...]
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Curiosity – What’s Inside The Cube?

Curiosity – What’s Inside The Cube?
Lukrative Investitionen im Games-Segment sah man sich nicht selten in Casino- oder Facebook-Apps. Mit dem Social Game Curiosity geht man kreativere Wege. Selten hat ein mobiles App-Game so viel Hype erzeugt wie „Curiosity – What’s Inside The Cube?“ Natürlich lag das auch an den Entwicklern hinter dem Spiel. Die neu [...]
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Nexus 4: Megastar oder Megahype?

Das Interesse an Googles diesjähriger Neuauflage eines eigenen Smartphone, dem Nexus 4, ist größer als je zuvor, doch kann das Smartphone dem Hype überhaupt standhalten?

Nexus 4: Megastar oder Megahype?

Jedes Jahr im November steht die Android-Welt Kopf, wenn Google ein neues Nexus-Smartphone auf den Markt bringt. In diesem Jahr wurden genaugenommen neben dem Nexus 4 auch die Tablets Nexus 7 (in neuen Speichervarianten) und Nexus 10 vorgestellt, aber um die kümmern wir uns ein anderes Mal. Das Nexus 4 hat bei der prunklosen Vorstellung Ende Oktober bereits große Begeisterung ausgelöst. Weiterlesen »

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Die Post-PC-Ära und die Zukunft der Ökosysteme

Schon fast passend zum Beitrag über iPads im Bildungsmarkt und an Schulen, habe ich gestern bei Basic Thinking einen interessanten Bericht inklusive einer Grafik zur so genannten Post-PC-Ära gesehen. Dieser Begriff wurde in den letzten Wochen und Monaten gerne mal inflationär benutzt und oftmals wissen die Leute gar nicht, was damit eigentlich gemeint ist. Allgemein bedeutet dieser Begriff, dass es weg vom klassischen PC und hin zu mobilen Begleitern wie Smartphones und Tablets geht. Die Arbeit verlagert sich ganz einfach. Diesem Markt wird in den nächsten Jahren noch ein großes Wachstum vorhergesagt, das veranschaulicht auch die Grafik von Statista. Der Absatz von Smartphones und Tablets wird demnach weiterhin rasant steigen, doch der in der Grafik zusammengefasste Bereich aus Desktop-PC und Laptop wird auch nicht unbedingt stagnieren. Zumindest bei den Laptops rechnet man weiterhin mit einem kleinen Wachstum.

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Nachricht des Tages: Android

Laut Andy Rubin, Senior Vice President bei Google, werden aktuell täglich über 700.000 Android-Smartphones und -Tablets nach dem Kauf aktiviert. Könnte sein, dass das eine beeindruckende Zahl ist. Ich jedenfalls bin davon überzeugt. Noch spannender wäre es, wenn man jetzt die retention rate wüsste, also die Prozentzahl derjenigen, die dann auch bei diesem mobilen Betriebssystem bleiben, wenn sie das nächste Smartphone kaufen. Apple hatte bis zum Oktober 2011 insgesamt rund 250 Millionen System mit iOS verkauft (iPhone und iPad).

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Infographic: The Rise of the Mobile Workstyle!

Dank Laptops, Smartphones und Tablets scheint die Ära der 8-Stunden-Büro-Arbeitstage beendet. Viele Arbeitnehmer sagen, sie würden nicht zwangsweise im Büro arbeiten müssen. Vieles ging auch von zu Hause oder einem anderen Ort mit entsprechenden WiFi-Zugang aus. Diese Infografik von GIST zeigt wie es um den Mobile Worker steht und wie der Aufstieg dieser Art von Arbeit sich in Zahlen vollzieht. Viel Spaß beim lesen.

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Check-In: Realität oder Syndrom?

Weitgehend unter Ausschluß europäischer Wahrnehmung gab es vor 10 Tagen eine Konferenz zum Themenfeld Socialmedia und Location-Based-Services namens socialloco (loco ist übrigens das spanische Wort für verrückt, den eingeweihten Lesern aus dem Kunstwort cocoloco bekannt).

Social-Loco will dive into social and mobile web convergence, and what that means for SMB, big brands and consumers.

Anläßlich dieser Konferenz kam es zur Publikation folgender übersichtlicher Rieseninfografik zum Themenkomplex, das ihr erst zweimal anklicken solltet, damit es in voller Pracht erscheint… Weiterlesen »

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Schluss mit dem Nach-Hause-Telefonieren

E.T. hatte so seine Probleme mit dem Nach-Hause-Telefonieren – trotz des glühenden Fingers. Benutzer von iPhone und iPad (iOS 4) mit 3G-Funktion und diejenigen, die Telefone mit Googles Mobilbetriebssystem Android nutzen, wissen seit einer Woche, dass ihre Gadgets ohne eigenes Zutun allerlei Standortdaten zu den Firmen funken. Jetzt gibt es zwei Auswege, die beiden Systemen diese Funktion abgewöhnen sollen.

Apple hat mit der iOS-Version 4.3.3 die Möglichkeit eingeführt, das automatische Orten einfach „abzuschalten“. So ganz klappt das nicht, denn zum Bestimmen der Position bedienen sich iPhone und iPad nicht nur der GPS-Funktion, sondern machen auch Gebrauch einer Ortsdatenbank mit WLAN-Zugangspunkten (APs) und Mobilfunktürmen. In der Version iOS 4.3.3 wurde nur Zwischenspeicher für solche Daten verkleinert und die Daten werden auch nicht mehr an iTunes übertragen. Wer seine Ortungsdaten vom iOS-Gerät ganz löschen will, sollte einfach die Ortungsdienste in den Systemeinstellungen deaktivieren. Also entweder Dienste und Aufzeichnung oder keine Dienste und Datenschutz-Sicherheit.

Eine etwas bessere Lösung haben die Nutzer von Android. Whisper Systems hat eine App namens Whispermonitor entwickelt, die ähnlich einer Firewall den ausgehenden Datenverkehr überwacht und alles an den Nutzer meldet. Der kann dann entscheiden, was raus darf und was nicht. Mit einfachen Regeln kann man dem Datenversand so Einhalt gebieten. Warum das für das iPhone nicht gehen soll? Wahrscheinlich liegt es wieder an der legendären Nutzerfreundlichkeit der Apple-Produkte, dass sie den Nutzer nicht mit einfachem Anklicken von Regeln überfordern. Nett. Aber vielleicht sind die Apple-Nutzer einfach ein bißchen blöd und der freundliche Anbieter weiß das.

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Mobiles Bezahlen: NFC

Was ist eigentlich NFC (Near Field Communication) und wie soll das die Welt der Handys revolutionieren?

Seit vielen Jahren kann man in Afrika mit dem Handy seine Miete bezahlen, den Deckel bei der örtlichen Kneipe auslösen und sogar Geld an seine Verwandten verteilen. Da die meisten Afrikaner kein Bankkonto haben, wurde auf diese Weise der bargeldlose Zahlungsverkehr via Mobiltelefon eingeführt. Vodafone hatte 2007 mit dem Dienst M-Pesa in Kenia einen Stein ins Rollen gebracht, der leider nie nach Europa kullerte, obwohl er es von Tanzania über Äthiopien bis nach Afghanistan schaffte.

Bereits fünf Jahre zuvor hatten Sony und NXP auf dem lizenzfreien Frequenzband von 13,56 MHz eine andere Idee realisiert, die Near Field Communication. Sie soll nun das mobile Bezahlen bei uns ermöglichen. Die Technologie basiert auf Bluetooth, Smartcard-Chips und den allseits unbeliebten RFID-Chips, die mittlerweile an jedem Kleidungsstück kleben, das wir bei den großen Modeketten der Welt erstehen. Um das Ausspähen der übertragenen Daten zu erschweren, reicht die Übertragung bei NFC allerdings nur maximal 10 Zentimeter weit. Bei einer Übertragungsrate von mehr als 400KBit/sec können so Bezahlvorgänge mit einem schnellen Wischen des Handys oder Smartphones über einen Sender an der Kasse erledigt werden. Aktuell ist bisher nur das Ticketing, also der Kauf von Fahrscheinen per NFC realisiert. Im südfranzösischen Nizza hat man mit Nice Cityzi das einzige flächendeckende Großprojekt realisiert. Dort kann man mehrere Tickets für den öffentlichen Nahverkehr per Mobiltelefon erwerben und dann sukzessive abfahren. Das Handy ist dabei eine Art RFID-Transponder, der, an den Kartenautomaten gehalten, den Fahrpreis anzeigt und auch das Abbuchen vom gespeicherten Betrag auslöst.

Telefone, die keinen eigenen NFC-Chip an Bord haben, könnten in Zukunft mit erweiterten microSD-Karten mit Mini-Antennen aufgewertet werden. Auch mit ihnen kann man dann per Handy Beträge aufladen, abbuchen und Preise anzeigen lassen. Natürlich sind Visa und Mastercard mit ihm Boot und übernehmen das Verteilen und Verwalten der Beträge, da diese Technologie ja eigentlich das gesamte bargeldlose Zahlen per Kreditkarten obsolet machen könnten. So will man früh genug mit im Boot sitzen… Weiterlesen »

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App-Himmel: Ruhe kehrt ein

Nachdem der Verleger-Himmel voller App-Geigen gehängt wurde, kehrt Ruhe ein. Manche versteifen sich noch immer darauf nicht per media-query oder simpler Browser-Weiche ihre Website für mobile Geräte einfach im Layout anzupassen (flexible Breite und bilderloser Text zum Beispiel). Sie haben tolle Berater, die oft für Android, Symbian und iPhone/iPad je einzelne Apps stricken, damit sich die Initiative im mobilen Web wenigsten nie refinanziert. Dabei ist der Zug schon weiter und rollt mit mobile commerce schon in Richtung Gewinnzone. Nun kommt auch noch Tomorrow Focus mit seiner Studie um die Ecke und hat einen Rückgang der Akzeptanz gegenüber kostenpflichtigen Apps von 35 auf 26% ausgemacht. Stattdessen surfen die Leute lieber im mobilen Internet. Macht Sinn. Machte auch schon letztes Jahr Sinn.

Der Artikel bei meedia.de kommt schnell auf den Kern zu sprechen:

Rund jeder Dritte (35,1 Prozent) gab an, überhaupt keine Apps einzusetzen. Damit ist der Wert im Vergleich zur vorherigen Abfrage im August 2010 leicht gestiegen. 46,1 Prozent der Menschen verbringen weniger als die Hälfte ihrer Zeit mit Apps. Der Anteil der User, die mehr als zwei Euro für eine App zahlen würden, sank von 14 auf 7,1 Prozent. Bei drei von vier Nutzern besteht überhaupt keine Zahlungsbereitschaft.

Und das, wo mittlerweile ein Drittel der Befragten (rund 5.400 Leute) angab, das mobile Web zu nutzen… Weiterlesen »

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Sokari Ekine über Afrika und Aktivismus im Netz

Netzpiloten InterviewSokari Ekine im Netzpiloten-Interview. Sie beschäftigt sich mit mobilem Aktivismus, den Menschenrechten und Bloggen in und über Afrika.
Sokari Ekine is interested in seeking out ways to encourage more Africans to blog and creating a community of grassroots African bloggers as a way/space for Africans to exchange ideas and strategies for effecting change in their communities, share experiences and tell their own stories in their own words.


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CoolTool: iStreamer fürs iPad

iStreamer von AllOfMe ist was fürs iPad. Es ist für all die Informationsflüsse und -fluten, die man im Realtime Web so auf sich einprasseln lassen will, vom RSS-Feed über 1001 Statusmeldung bzw. tweet sowie auch spezielle Suchbegriffe oder Bilder aus der eigenen Freundeswelt. Man kann sogar rein und rauszoomen aus den Streams der Freunde und Freundesfreunde. CoolTool-Award des Tages! Now available on iTunes. Die Lightversion wird laut crunchgear nur einem Stream folgen….da gibt es auch ein Video dazu.

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5 Top Apps für Android

Die fünf Apps, die auf keinem Android-Telefon fehlen dürfen:

  • Vignette – Da ich im Alltag keine Kamera mitführe, dokumentiere ich die meisten Momentaufnahmen mit meinem Smartphone. „Vignette“ kommt
    mit einer Unzahl von verschiedenen Effekten, die sich in favorisierten Kombinationen – für schnellen Zugriff – speichern lassen.
  • Google Sky Map – Google Maps für Sternenkarten. Faszinierender Zugriff auf die märchenhafte Welt um unseren blauen Planeten. Praktisch: keine Datenverbindung notwendig, funktioniert also auch im Ausland ohne Roaming.
  • Cab4Me – Wer viel unterwegs ist und regelmässig Taxi fährt, bekommt mit Cab4Me einen praktischen Begleiter, der zum nächsten Taxistand leitet oder die lokalen Taxirufnummern kennt.
  • Aldiko – Schöner eBook Reader mit Zugriff auf eine imposante
    Kollektion von freien Büchern. Tipp: lässt sich auch sehr gut als PDF Reader verwenden.
  • Drop7 – Freunde von Kombinatorik- und Puzzlespielen kommen an Drop7 einfach nicht vorbei.
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Apple: Mobiles Bezahlen

Schon mal was von Nahfeldkommunikation gehört. Ja? Bestimmt im Jahr 2006. Es ist eine Mischung aus Bluetooth und RFID – eben ein Funkdienst. Apple hat sich gerade einen Experten geangelt, der schon für PayPal an mobilen Bezahllösungen gearbeitet hat. Insofern ist davon auszugehen, dass das nächste iPad und iPhone wohl bald als Bezahlplattform bzw. mobile wallet, also las mobile Brieftasche fungieren wird. Macht sehr viel Sinn, denn in Afrika haben fast alle Handybesitzer statt eines Bankkontos einen account bei MPesa und dort wird ihr Gehalt hin transferiert und damit bezahlen sie alles in vielen afrikanischen Ländern, vom Taschengeld bis zur Miete oder den Raten für den Fernseher.
Da wäre Apple schön blöd, wenn es den Trend verschlafen würde, einfach alle Privatkunden der Banken an ein schickes mobiles Gadget zu gewöhnen und so quasi nebenbei den Bankenmarkt gehörig aufzumischen. Bisher hat sich vodafone ja nicht getraut, diesen Bezahldienst hier bei uns einzuführen, obwohl vieles dafür spricht. Ob Benjamin Vigier Apple nun in dieser Hinsicht besonders Neues zeigen kann, werden wir sicher nächstes Jahr erfahren. Die New York Times ist jedenfalls überzeugt von diesem neuen Coup der Jobs-Maschine.

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iAds laufen ganz langsam an

Im Juli hat der neue Medien-/Werbung-/Plattform-/Kanalanbieter und Distributor Apple ein eigene Werbeplattform für das mobile web gestartet namens iAd. 17 Firmen haben sich bereit erklärt, vom Start weg mitzumachen. Einige haben sich zunächst zurück gehalten wegen der Ferienzeit, sodass eigentlich nur Unilever und Nissan im Moment über aktuelle reale Erfahrungen berichten können. Walt Disney, J.C. Penney und Citigroup haben vor wenigen Wochen erst begonnen loszulegen.

Aber die Gründe für den schleppenden Start liegen laut Wall Street Journal etwas tiefer. Denn Apple begibt sich nicht nur im App Store verdächtig geheimnisvoll in die Position eines allwissenden Zensors, auch bei iAds fummeln die Mannen um Steve Jobs bereits auf der kreativen Ebene der Werbeproduktion kräftig mit, was nicht immer und jeder Agentur bzw. deren Kunden gut schmecken dürfte. Und so dauert die gesamte Produktion nun deutlich länger. Insider sprechen von einer Verlängerung auf 8-10 Wochen von der Konzeption bis zurfinalen iAd-Werbung. Abgesehen von den nicht abreißenden Diskussionen um die Zulassung von Apps im Apple App Store wird auch hier klar, was passiert, wenn jemand mit Kontrollzwang eine erfolgreiche Firma leitet: … Weiterlesen »

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Iconist Magazin: Luxus auf dem Apple-Tablett serviert

“Man versehe mich mit Luxus. Auf alles Notwendige kann ich verzichten,” soll Oscar Wilde gesagt haben. Sicherlich wäre er begeistert gewesen von “The Iconist”. Das Ipad Magazine aus der Redaktion der Welt-Gruppe bietet Stil, Kultur und Gesellschaft in digitaler Form. Bei der Präsentation im Hotel de Rome in Berlin konnten wir schon einmal hinein schnuppern.

In der ersten Ausgabe finden wir 15 bunte Beiträge. Darunter einen Reisführer in die Kulturhauptstadt Istanbul, sowie einen interaktiven Rundgang durch das Berliner Szenerestaurant Grill Royal. „The Iconist“ zeigt uns, was Jamie Oliver für Angela Merkel kochen würde, welche Inhaltstoffe Luxusparfums zum Duften bringen und welcher Wein zum Lieblingsessen passt. Stargeiger David Garrett und die Schauspielerin Natalia Avelon führen in Bildern und Videos Mode vor, und wir können den neuen Rolls-Royce in seiner ganzen Pracht von innen und außen besichtigen. Weiterlesen »

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Video: Das WePad könnte doch irgendwann kommen

Diesmal keine Videodemo sondern ein echtes Hands On WePad. Naja fast. Sagen wir es so: Wenn es innerhalb von 8 Monaten erhältlich ist und bezahlbar, dann könnte es sein, dass der brand neofonie ein für alle mal weg von der Assoziation glückloser Suchmaschinenhersteller hin zu so etwas wie einem Maxfield-Wunder werden könnte. Oder der Besitzer wird in einem Jahr Milliardär. Falls nicht, sollte er eine starke Werbepartnerin brauchen.

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Linktipps zum Super Tuesday

Einige Links zum Super Tuesday haben wir ja schon vorgestellt. Das ist allerdings nicht im Vergleich mit der umfangreichen Liste, die mashable gerade veröffentlich hat. Unter den 40 Super Tuesday 2008 Ressourcen verstecken sich nicht nur die Websites aller Kandidaten, sondern auch einige innovative Fundstücke wir diesen Twitterstream zum Wahltag oder Collective Intellect, wo die Meinungen und Stimmungen von Blogs und Twitter während der Wahlen analysiert werden.

Mein Liebling? Steve Garfield, der den Super Tuesday mit seinem Videoblog begleitet und Bürgerjournalismus vom Feinsten bietet – live vom Handy. Wie das funktioniert zeigt Steve uns im Foto rechts oben.

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