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Instagram führt integriertes Bezahlsystem ein

Mit seinen 250 Millionen täglich aktiven Nutzern ist Instagram eine der führenden Social-Media Anwendungen. Inzwischen ist aus der auf Fotos fokussierten Plattform aber noch viel mehr geworden, als nur ein nettes Gimmick zum Teilen von Erlebnissen. Instagram ging bereits in der Vergangenheit immer mehr in Richtung Verkaufs-Plattform. Zum Beispiel mit dem Einführen von Werbeposts oder der Möglichkeit, Produkte im eigenen Post zu markieren. Nun legt das Unternehmen noch eine Schippe der Effizienz drauf und testet in den USA erstmals Werbeanzeigen, bei denen die User direkt in der App einen Kauf abwickeln können.

Test bezieht viele bekannte Marken ein

Gerade für große Marken, die ohnehin schon einen Teil ihres Gewinns durch Anzeigen auf Instagram generieren, bietet sich diese neue Feature an. Im Moment können Benutzer aus den USA unter anderem Produkte von Adidas, H&M oder auch Zara direkt in der App kaufen. Dazu müssen sie nur einmalig ihre PayPal- oder Kreditkarten-Information hinterlegen. Dann kann mit nur wenigen Klicks direkt in der App geshoppt werden.

Rund 130 Millionen Menschen klicken monatlich auf die Werbeanzeigen auf Instagram. Durch das Einführen des neuen Bezahlsystems soll die Hemmschwelle für einen Kauf gesenkt werden, da die User jetzt nicht mehr auf externe Seiten weitergeleitet werden müssen.

Instagram lebt von Produktplatzierung

Aufgrund der hohen Reichweite hat sich Instagram in den letzten Jahren zu einer wahren Oase für Influencer und Models gemausert. Auf dieser Plattform werden regelrecht Karrieren geboren und Rekorde gebrochen. Aber nicht nur für diverse Internet-Persönlichkeiten stellt Instagram eine wahre Goldgrube da. Das Unternehmen selbst soll in 2019 voraussichtlich 10 Milliarden US-Dollar allein durch Werbeeinnahmen verdienen. Da erscheint es nur ein logischer Schritt, diese Strategie weiterzudenken und direkt auf der Plattform Käufe abzuschließen. Das könnte Instagrams Vormachtstellung auf dem hart umkämpften Markt um Reichweite und Relevanz noch einmal einen Schub verpassen.

Wann dieses Bezahlsystem auch in Europa bzw. Deutschland eingeführt werden soll, ist noch nicht absehbar. Eines steht jedoch schon jetzt fest: Das neue Bezahlsystem von Instagram könnte die Online-Shopping-Welt mächtig verändern.


Image by Kasparas Grinvalds /adobestock.com

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Super Social Media Week Hamburg!

Vergangene Woche fand die Social Media Week in Hamburg statt. Prunkstück der Social Media Week war die dreitägige Fachmesse in Hamburg Altona. Bereits vor Konferenzstart waren die Free- und Standard-Tickets vergriffen und der Veranstalter zieht mit rund 3.000 Teilnehmern ein erneut durchweg positives Fazit. Auch wir haben die Konferenz an allen drei Tagen besucht und können schon einmal so viel verraten: Es war großartig!

Drei sehr unterschiedliche Hubs

Die Konferenz der Social Media Week fand auf drei Hubs verteilt statt, die auf gerader Linie und dicht beieinander lagen. Die University of Applied Science Europe war direkt am Ausgang des Bahnhofes zu finden. Hier fand das Programm des Premium Passes, die Workshops und Masterclasses statt. Auch gab es eine Lounge für Premium Pass-Besitzer, die sich hier stärken oder an ihrem Laptop arbeiten konnten.

Das Altonaer Museum bot allen Ticket-Besitzern ein buntes Programm auf zwei Bühnen, sowie eine kleine Interactive Area mit Ständen der SMWHH-Partnern. Auch konnte man sich hier etwas ausruhen oder networken. Die Interactive Area bot zugegeben nicht wirklich viel um dort länger zu verweilen. Dafür war der Galionsfigurensaal der absolute Hingucker der Social Media Week.

Das Altonaer Theater erweiterte die Konferenz erstmals als dritter Hub und bot zusätzlich eine sehr große Bühne für Keynotes, Panels und andere Vortragsformate.

Ein spannendes „Standard“-Programm

Auch wenn ich stolzer Besitzer eines Premium-Tickets war, stand für mich am Mittwoch „nur“ das Standardprogramm an. Den Anfang machte ein Beitrag über den Kampf gegen die German Angst, der Angst der Deutschen vor Veränderung – in diesem Falle, technologischem Wandel. Eine sehr spannende Keynote, die leider relativ spärlich besucht war. Vielleicht lag es aber auch am ersten Veranstaltungstag und der frühen Uhrzeit.

Nach dem Mittag stand für mich dann E-Sports an. Erfolgsfaktoren und Best Practise für Brand-Engagement waren Thema des Panels. Für mich interessant war, das zur Gesprächsrunde auch Marketing-Experten von Wüstenrot und Warsteiner gehörten, zweier eigentlich sehr klassischer Unternehmen. Da merkt man erst, wie stark das E-Sport-Thema tatsächlich in der Breite angekommen ist. Das Panel fand im Galionsfigurensaal des Hamburger Museums statt, der für mich ein Highlight war. Der Saal war fast immer gut gefüllt und die Themen vielfältig. Außerdem war er – mit den Galionsfiguren an der Längsseite, lila beleuchtet in Szene gesetzt – ein absoluter Hingucker.

In beiden Locations gab es übrigens auch eine Social Media Wall. Mit etwas Glück konnte man dort sogar den ein oder anderen eigenen Tweet finden. Allgemein war im Social Media, entsprechend der Thematik, eine Menge los und auch in den Panels, Keynotes, Masterclasses und Workshops waren mehr Smartphones als Notizbücher zu finden, immer mal wieder eines nach oben gereckt, um ein Foto zur eigenen Dokumentation oder für Twitter und Co zu schießen.

In die Tiefe mit dem Premium Pass

Am Donnerstag ging es dann so richtig los. Gleich drei Angebote des Premium Passes standen für mich an und machten die Universität an diesem Tag zu meinem Arbeitsplatz. Hier war deutlich mehr Zeit, um in die Tiefe zu gehen. Während die Vorträge auf den großen Bühnen meist um die 45 Minuten gingen, waren die Slots der Workshops und Masterclasses doppelt so lang. Auch die Räume waren deutlich kleiner und damit der Austausch etwas direkter.

Die Themen waren bunt gemischt. Der Schlaumacher erklärte in seinem Workshop, warum YouTube für Unternehmen interessant ist und wie der Suchalgorithmus funktioniert. Im nächsten Workshop lernte ich einiges über Artificial Storytelling, also KI-Technologie in Journalismus und Marketing. Wichtige Erkenntnis: KI wird uns Redakteure weniger ersetzen, als uns viel mehr zu unterstützen. Den Abschluss meines zweiten Tages bildete ein Beitrag über das Nutzen der Reichweite von Influencern für die eigenen Inhalte.

Durch die ganzen Workshops und Masterclasses konnte ich leider nicht zur Podiumsdiskussion zum Thema New Work, bei der auch unser Editor-at-Large Tobias Kremkau auf der Bühne war. Zum Glück hat er aber einen Artikel über seine Eindrücke geschrieben, bei der auch die Aufzeichnung eingebettet ist.

Am nächsten Tag ging es nochmals in die Universität für eine Gesprächsrunde über konstruktiven Journalismus. Es entstand eine kritische Diskussion über die Auswirkung der vorherrschenden Negativ-Berichterstattung und wie man damit brechen kann. 

Gespannt aufs nächste Jahr

Für mich war die Social Media Week ein kleines Abenteuer, da ich beruflich erst seit kurzem in der Medienwelt unterwegs bin. Hier merkte ich aber, was für ein breites Wissen ich mir bereits als YouTuber angeeignet habe, da ich bei vielen Programmpunkten einen eher überschaubaren Erfahrungsgewinn hatte. Trotzdem gab es natürlich zahlreiche Impulse und auch Anregung für künftige Artikel. Auch die gesamte Atmosphäre und die rege Social Media-Aktivität haben mich richtig begeistert. Überrascht war ich, dass der in den sozialen Medien so heiß diskutierte Uploadfilter, hier nicht ein einziges Mal Erwähnung fand.  

Schon jetzt bin ich auf die nächste Social Media Week gespannt. Dann bin ich weniger grün hinter den Ohren und kann auch Vergleiche zur vorigen Veranstaltung ziehen. Die Veranstalter wollen bis dahin weiter die Strukturen ausbauen. Wie wichtig die Social Media Week für den Digitalstandort Hamburg ist, erkennt auch Hamburgs Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher: „Mit der Social Media Week Hamburg hat unsere Stadt einen festen Platz im globalen Netzwerk der Digital- und Kreativwirtschaft“, äußerte sich dieser zur Konferenz.


Image by Malte Klauk: Die CARL GROUP im Expertengespräch mit Natascha Ochsenknecht, Jonas Kölln, Flemming Pinck und Sönke Nieswand. 

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Subscribe this! – Instagram Tipps für Bücherfreunde

Wir Netzpiloten sind ständig auf Instagram unterwegs. Uns begeistert die Bilderflut aus allen Lebensbereichen. Hier unsere aktuelle Empfehlungen speziell für Bücherfreunde. Ich bin selbst Buch-Autorin und liebe es anderen Usern zu folgen, deren Lebensinhalt eben auch zum Großteil aus Büchern besteht. Dabei treffe ich auf Rezensions-Beiträge, bei denen der Text ebenso wichtig ist, wie das Bild oder aber auf Lesemomente, die mit tollen Bildern festgehalten wurden. Zudem befinden sich zahlreiche Autoren in meiner Timeline, die mit ihren Bildern ihren Autorenalltag dokumentieren. Oder Blogger, die mit Tipps und Tricks rund um das Schreiben und Lesen von Büchern mit flotten Sprüchen und Bildern umso spannender machen.

Pinkfisch

Es startet mädchenhaft pink und auch der Name lässt erahnen, wie die Seite dahinter aussehen mag. Pinkfisch befasst sich, wie schon angekündigt, mit Büchern. Die Buchhändlerin Sarah beschäftigt sich hier vor allem mit ihren eigenen Leseerfahrungen und –eindrücken, empfiehlt und schwärmt nach Lust und Laune. Besonders ansprechend sind dabei ihre Bilder. Neben schick inszenierten Motiven, gibt es für die Follower auch immer mal wieder Schnappschüsse und Denkanstöße – stets mit einem gewissen Grad an Humor. Pinkfisch nimmt euch mit auf eine Reise querbeet durch alles, was irgendwie mit Büchern zu tun hat. Interviews, Statements, Eindrücke – es geht um die Stimmung in Büchern, und diese bringt euch Sarah auf sympathische Weise näher ;)

 
 
 
 
 
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diepetzi

Wer Bücher, Blumen, gutes Essen und vor allem die schönen Dinge im Leben liebt, der teilt seine Vorlieben mit diepetzi. Die Liebe zu den Büchern ist ein Account, der mir vor allem wegen der Vielfalt so gut gefällt. Während ich als Follower alles Mögliche an Literatur aus dem Belletristik und Sachbuch-Bereich vorgestellt bekomme, gibt es immer wieder wunderbare Eye-Catcher, die meine Timeline mit Blumen und tollen Gerichten verschönern.

Lasst euch mitziehen von den schönen Dingen des Alltags!

Die Liebe zu den Büchern auf Instagram

elizabeth_sagan

Bücher sind nicht nur zum Lesen da. Das beweist Elizwardbirth auf ihrem Account. Während andere in Büchern blättern, nutzt sie ebendiese literarischen Werke, um buchstäblich mit ihnen zu verschmelzen. Ob als Rock oder Superheldenumhang – Elizardbirth kommt wirklich auf fantastische Ideen Bücher in ihre Bilder zu integrieren. Wer also neben Büchern noch auf Kunst steht, der sollte einen Blick auf das Profil werfen!

 
 
 
 
 
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buchschnack

Lasst uns über Bücher schnacken! Mit tollen Beiträgen hat sich auch der Buchschnack in mein Herz gepostet. Schöne Bilder, Buchrezensionen, Ankündigungen und kurze Videos machen Buchfans wie mir natürlich sehr viel Spaß anzusehen. Wer also Abwechslung mag und nicht nur klassische Buchbilder sehen möchte, dem rate ich einmal beim Acoount von Buchschnack vorbeizuschauen. Hier führen euch Steffi und Sandra in die Welt der Bücher und haben dabei immer eine gewisse Prise Humor in petto.

buchschnack auf Instagram

dbroesel

Niemals langweilig wird es mit den Beiträgen von Brösels Bücherregal. Die Literaturbloggerin besticht nicht nur mir ihrer super sympathischen Ausstrahlung, sondern vielmehr noch mit tollen Bildern aus der Welt der Bücher und witzigen Zitaten, die einem beim Durchscrollen der Timeline ein Lächeln auf die Lippen zaubern. Empfehlenswert also einfach mal einen Blick auf Brösels Account zu werfen, wenn ihr mit lehrreichen Sprüchen und aktuellen Rezensionen zu Büchern, vorlieb nehmen wollt.

dbroesel auf Instagram


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Der TikTok Hype – Wie eine Video-App die Social Media Welt erobert

TikTok ist weder das Geräusch einer Uhr, noch ist es ein versehentlicher Rechtschreibfehler oder der abgewandelte Markenname einer bekannten Lutschdragée-Firma. TikTok ist vor allem die App der Stunde. Durchaus an die erste Hypothese angelehnt, handelt es sich bei TikTok jedoch um eine Video-App, die mit dem Motto „Make Every Second Count“ wirbt. Die App erlebt zurzeit einen Mega-Hype und überholt in den Download-Charts große Namen wie Instagram, Snapchat oder YouTube. Mit 45.8 Millionen Downloads innerhalb von drei Monaten, war sie 2018 die unangefochtene Nummer 1 unter den Download-Apps und setzt diesen Trend auch im Jahr 2019 fort.

Der rasante Aufstieg ist größtenteils dem riesigen asiatischen Markt zu verdanken, aus dem sie auch die meisten Downloads zu verzeichnen hat. Das liegt aber auch daran, dass die App aus China kommt und durch die enorm hohe Einwohnerzahl auch automatisch höheren Absatzmarkt generiert. In China gehört sie zu den populärsten Apps und ist auf ca. 14 Prozent der chinesischen Smartphones installiert. Bei einer geschätzten Einwohnerzahl von ca. 1,4 Milliarden sind das unglaubliche 200 Millionen.

Der Trend ist nun nach Europa und den USA übergeschwappt. Die monatliche Nutzungsrate in Deutschland liegt momentan immerhin bei stolzen 4,1 Millionen Menschen mit einer Download-Rate von 8,8 Millionen. Im Vergleich dazu liegt der monatliche Konsum im Reich der Mitte bei unfassbaren 500 Millionen Anwendern. In den USA zog die App im vergangenen September erstmals an Facebook, Instagram und Snapchat vorbei und behauptete wochenlang den ersten Platz in Apples App Store.

Was ist TikTok überhaupt?

Doch genug von Zahlen und Prognosen, kommen wir zu der wichtigsten Frage. Was ist TikTok überhaupt? TikTok ist eine Smartphone Video-App für kurze Videoclips. Die sogenannten Muser adaptieren darin bekannte Musikvideos oder popkulturelle Vorbilder mit Hilfe von Lippensynchronisation, bekannt auch als Lipsyncvideos. Wer jetzt Ähnlichkeiten oder Parallelen zu Musical.ly sieht, liegt in seiner Vermutung richtig. TikTok ist nämlich der Nachfolger von Musical.ly und wurde erst vor kurzem von dem chinesischen App-Entwickler ByteDance Technology übernommen. Es ist aber nicht nur ein Anwender-Tool, mit dem die Nutzer kurze Videoclips drehen können, sondern ähnlich wie YouTube, auch eine Video-Plattform mit Millionen von selbstgedrehten Videos und thematischen Hashtags, die auf die Interessen der Nutzer zugeschnitten sind.

Die App ist besonders bei Kindern und Jugendlichen beliebt, da die Handhabung einfach und unkompliziert ist. Mehr als 40 Prozent der Nutzer sind demnach unter 18 Jahre alt. Daran erkennt man auch den Einfluss jener Altersgruppen, die sehr oft unterschätzt wird und über ungeahnte Reichweiten verfügt. TikTok hat mit den zwei 16-jährigen deutschen Zwillingen Lisa und Lena, auch bereits seine ersten Stars heraus gebracht. Die Zwillinge haben bemerkenswerte 32 Millionen Follower auf TikTok und über 14 Millionen auf Instagram. Sie gehören damit zu den erfolgreichsten Social Media Stars, die die Social Media Welt jemals hervorgebracht hat.

Marketingmöglichkeiten

Die App ist natürlich auch wirtschaftlich äußerst attraktiv und zieht bereits diverse Großinvestoren an. Marketingbetreibende beobachten ganz genau die Szene und sehen einen riesigen Absatzmarkt darin. Ebenso wurden schon etliche Kampagnen auf der App gestartet und Produkte platziert. Der Filmverleiher Universal Pictures und andere große Markenunternehmen haben bereits erfolgreiche Projekte auf TikTok beworben. Bei der letzten Super Bowl Veranstaltung, startete zudem der NFL-Partner SportsManias, einen ersten Versuch und verlautete gleichzeitig, die herausragende und zukünftige Rolle von Social Media Kanälen wie TikTok, um Marken zu promoten.

TikTok wird auf jedenfall immer beliebter und scheint die nächste große Entdeckung in der Social Media Welt zu sein. Ihre Popularität erkennt man auch an der Tatsache, dass Analysten den chinesischen TikTok Hersteller ByteDance vor einem Jahr in die Liste der 50 innovativsten Unternehmen der Welt aufgenommen hat. Facebook, Snapchat, Instagram, Whatsapp und Co. können sich warm anziehen. Eine neue Generation wächst heran.


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The Useless Web – Willkommen im sinnlosen Zeitvertreib

Dass man mit dem Internet viel Zeit totschlagen kann, dürfte jedem bewusst sein. Egal ob man stundenlang durch Instagram-Stories sieht, die automatische Wiedergabe bei YouTube angestellt hat, oder sich durch dutzende Reddit-Posts liest. Das Internet ist das Unterhaltungsmedium des 21. Jahrhunderts und bringt täglich so viel Content, dass man ihn unmöglich überblicken könnte. Wenn ihr jedoch noch einmal eine Erfahrung der besonderen Art sucht und das Internet von einer ganz anderen Seite kennenlernen wollt, empfehlen wir euch folgende Websites.

TheUselessWeb.com

Der Name ist auf dieser Seite Programm. Das Layout besteht lediglich aus einem mittig platzierten Satz, der „Take me to another useless website“ (zu Deutsch: „Bring mich auf eine weitere unnütze Website.“) lautet. Mit einem Klick auf den rosafarbenen Button „Please“ geschieht genau das.

Die Seite TheUselessWeb.com führt euch auf Websites, auf denen ein Haufen Corn-Dogs durchs Bild fliegen, oder eine Seite die euch einfach „HEEEEEYYY! HOOOOO!“ entgegenruft und so weiter und so weiter. In meiner eigenen Reise durch das sinnlose Internet begegnete ich zum Beispiel Punkten, die sich in vier kleinere Punkte teilen, wenn man mit der Maus darüberfährt. Tut man dies lang genug ergibt sich irgendwann ein süßes Bild von zwei Koalas. Oder unzähligen Seiten, die alte Memes in Endlosschleife abspielten. Außerdem begegnete ich ebenfalls Dingen wie einem bunten Block, der mit seinen Kulleraugen meiner Mausbewegung folgt.

Doch es gibt noch mehr

Zu viel Geld in der Tasche und keine Ahnung, wofür man es ausgeben soll ? Die Website weirdorconfusing.com kann Abhilfe schaffen! Diese Website ist ähnlich wie TheUselessWeb.com aufgebaut und zeigt den Text „Sell me something weird or confusing“ an (zu Deutsch: „Verkaufe mir etwas komisches oder verwirrendes.“) Und genau das tut die Seite, wenn man auf den „Please“-Button klickt. Damit wird man direkt zu den merkwürdigsten Angeboten auf Ebay weitergeleitet.

Ich fand so zum Beispiel einen Bananen-Cutter, der Bananen in mundgerechte Stücke zerteilt. Oder Shakespeare Spruch-Bänder, die Beleidigungen in gehobener Sprache enthielten. Am besten gefiel mir aber immer noch das aufblasbare Einhorn-Horn für Katzen, das mir die Website zum Kauf anbot.

So merkwürdig es auch erst klingen mag: sich mit diesen Websites zu beschäftigen macht tatsächlich spaß! Oftmals trifft man zwar auf merkwürdige oder tatsächlich sinnlose Dinge, aber manchmal eben auch auf süße Bilder von Koalas oder eine jodelnden Gurke aus Plastik. Auf diesen Websites findet die Sinnlosigkeit im Internet ihren Höhepunkt und ist damit ziemlich unterhaltsam.


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Facebook, WhatsApp und Instagram – Der Mega-Messenger kommt!

Facebook ist ein wahrer Social Media-Riese. Er besteht schon längst nicht mehr aus Facebook selbst, sondern auch aus dem bekannten Messenger WhatsApp und der Foto-Sharing-Plattform Instagram. Die beiden Dienste wurden vor wenigen Jahren durch Facebook übernommen. Mehr als 2,6 Milliarden Menschen nutzen mittlerweile diese drei Dienste.

Nun plant Facebook die Messenging-Dienste aller drei Plattformen zu bündeln. Die Dienste sollen weiterhin autark funktionieren, nur auf einer gemeinsamen, technischen Infrastruktur laufen.

Wird das ein Whatsabook?

Das klingt nun so, als plant Facebook den großen Über-Messenger zu bringen, um sich ein Marktmonopol zu sichern. Doch im Prinzip ist das ein logischer Schritt. Eine einheitliche Infrastruktur vereinfacht die Pflege der Plattformen und lässt Features einfacher für die jeweils andere Plattform implementieren.

Außerdem schafft man mit der Vereinheitlichung der Messenger eine viel breitere Vernetzung. Es beschwert sich schließlich auch niemand darüber, dass man mit dem Telefon oder dem Internet an sich Personen aus unterschiedlichen Netzen erreicht.

In ihren Kernkompetenzen bleiben die drei Plattformen zudem treu. Es geht nur um die Messenger der drei bekannten Dienste.

Warum dann die Aufregung?

Trotzdem ist die Zusammenlegung der Messenger-Funktionen für viele Nutzer ein rotes Tuch. Das liegt unter anderem auch an einem Versprechen Facebooks bei der Übernahme WhatsApps. Damals wollte man die Nutzerdaten der beiden Dienste getrennt halten. Bereits der Abgleich von Telefonnummern zwischen Facebook und WhatsApp stieß auf Widerstand durch Datenschützer und wurde in Europa sogar ausgesetzt.

Hinzu kommt, dass WhatsApp der einzige der drei Messenger ist, der mit einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung mehr Sicherheit gewährleistet. Bis zu ihrem Abgang, haben sich die WhatsApp-Gründer Brian Acton und Jan Koum offenbar noch gegen Pläne zur Aufweichung dieser Verschlüsselung gewehrt. Mit dem gemeinsamen Messenger würde die Verschlüsselung vermutlich komplett wegfallen. Außerdem wäre der Weg frei, noch mehr Daten zwischen den Diensten auszutauschen. In Anbetracht des Cambridge-Analytica-Skandals lässt sich auch hier eine gesunde Skepsis verstehen.

Brian Acton gestand übrigens später gegenüber Forbes: „Letztendlich ist es so, dass ich mein Unternehmen verkauft habe. Ich habe die Privatsphäre meiner Nutzer für einen größeren Gewinn verkauft. Ich habe eine Entscheidung und einen Kompromiss getroffen. Und damit lebe ich jeden Tag.“

Facebook könnte sich selbst ins Bein schießen

Vor allem in Europa können wir fest damit rechnen, dass die Messenger-Pläne wieder die Datenschützer auf den Plan rufen. Doch das ist nicht das einzige Problem, dem Facebook gegenüber stehen könnte.

Derzeit trennen die Nutzer noch stärker zwischen Facebook, Instagram und WhatsApp. Es sind gewissermaßen Konkurrenten, wenn sie am Ende auch demselben Unternehmen angehören. Ein Wegfall dieser geistigen Trennung könnte dafür sorgen, dass die tatsächlichen Konkurrenten profitieren.

Auf der anderen Seite sinkt mit dem gemeinsamen Messenger aber auch die Barriere, die jeweils andere Plattform zu nutzen. Der Wechsel auf eine andere Plattform hängt meist davon ab, ob das soziale Umfeld an einem Strang zieht. Wessen Freunde alle nur auf Facebook sind, zieht es nicht unbedingt nach Instagram. Wenn er von dort jedoch auch noch seine Facebook-Kontakte hat, ist die Hürde eines Wechsels oder der Parallelnutzung deutlich geringer.

Bis der gemeinsame Messenger fertig ist, wird jedoch einige Zeit vergehen. Geplant ist ein Release bis Ende 2020. Nachdem sich Mark Zuckerberg bereits nach dem Cambridge-Analytica-Skandal vor Senatoren erklären musste, ist davon auszugehen, dass der Zusammenschluss der Messenger mit sehr scharfem Auge beobachtet wird.

Ein kritischer Blick auf Zuckerberg und Facebook im Film „The Social Network“ auf Amazon (Provisionslink).


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Steckt doch mal das Smartphone weg

Wovon du in den Social Networks kein Bild teilst, ist nie wirklich geschehen. Das ist das Mantra einer Zeit, in der wir alles von unserem Frühstück bis hin zu unseren Haustieren und Kindern auf Instagram und Co dokumentieren. Aber müssen wir wirklich alles im Internet teilen? Können wir nicht auch einfach schöne Momente genießen und später davon erzählen? Der Zwang alles dokumentieren zu müssen, nimmt uns die Fähigkeit, sich einfach fallen zu lassen.

„Ich stehe wirklich leibhaftig hier“

Nicht falsch verstehen: Ich habe nichts gegen Social Media. Ich habe einen aktiven YouTube-Kanal und auf Twitter ist die Marke von 5.000 Tweets auch schon längst gefallen. Ein großer Teil meines Lebens findet also längst in Social Networks statt.

Schon mit 16 Jahren besuchte ich fleißig Konzerte. Auch mehr als zehn Jahre später ist für mich das Liveerlebnis etwas Besonderes, auch wenn ich nicht mehr um jeden Preis in den vorderen Reihen stehen muss. Ein paar Reihen weiter hinten zu stehen kann aber nicht allein dafür verantwortlich sein, dass ich oft nicht mehr die gleiche Energie im Publikum spüre. Natürlich wird das Publikum einer Band über die Zeit älter und weniger agil. Trotzdem scheint vor allem die größte Erfindung des 21. Jahrhunderts Schuld zu sein: Das Smartphone.

„Kannst du bitte aufhören mich zu filmen? Ich stehe wirklich leibhaftig hier“, sprach Weltstar Adele einen Fan 2016 während ihres Konzerts an. „Das ist nämlich keine DVD, sondern ein richtiges Konzert. Ich wünsche mir, dass du meine Show genießt, denn draußen stehen eine Menge Leute, die das auch gerne würden, aber keine Karte mehr bekommen haben“.

Adele ist damit nicht allein. Auch der ehemalige White Stripes-Sänger Jack White und Comedian Chris Rock verbannen die Smartphones aus ihren Shows. Dafür nutzen sie Beutel des amerikanischen Startups Yondr. Diese Smartphone-Hüllen verriegeln sich innerhalb einer No-Smartphone-Zone von selbst und lassen sich erst nach der Veranstaltung oder außerhalb des Bereichs wieder öffnen. Nach Angaben des Herstellers, können Arenen bis zu einer Größe von 20.000 Plätzen abgedeckt werden.

Früher war alles besser – zumindest einiges.

Ich will mich da selbst nicht ausnehmen. Auch ich habe auf Konzerten schon den ein oder anderen Song aufgenommen. Zwar verschwand mein Smartphone danach wieder, doch klatschen, springen und mitgröhlen ließ sich währendessen nicht – immerhin wollte ich eine halbwegs qualitative Aufnahme.

Ein Großteil der filmenden Besucher achtet aber nicht einmal auf die Qualität. Es wäre ja nur halb so schlimm, wenn jemand wirklich hochwertig aufnimmt, und es auf YouTube hochlädt. Doch nur ein Bruchteil wird wirklich hochgeladen und nochmal weniger Videos haben dann auch noch eine Audioqualität, in der man das ganze Lied durchhält.

Einige nehmen ihr Smartphone während des Konzerts gefühlt gar nicht aus der Hand. Sie erleben das Konzert größtenteils durch ihr Display, sind teils sogar nebenher am chatten. Das ist nicht nur respektlos gegenüber der Band, die sich die Seele aus dem Leib spielt. Es beraubt auch sie selbst der Möglichkeit, einfach nur einen geilen Abend zu haben.

Es fiel mir besonders auf, als ich mir kürzlich den legendären Queen-Auftritt vom Live Aid-Benefizkonzert angeschaut habe. Ein Stadion voller Fans und alle schienen einfach nur die Zeit ihres Lebens zu haben. Aber auch bei einer alten In Extremo-DVD von 2005 dachte ich mir kürzlich „Wow! Das komplette Publikum macht mit und kein Leuchten in der Menge“.

Wenn der Papst Erleuchtung bringt

Dabei sind es nicht nur Konzerte, die seit Smartphone und Social Networks anders ausschauen. Bei der letzten Papstwahl dokumentierte NBC’s Today Show den Unterschied zwischen den Ernennungen 2005 und 2013. Bei der Ernennung Papst Benedikts hatte nur vereinzelt jemand sein Mobilgerät zur Hand. Acht Jahre später erblickte man ein Meer von Smartphones und Tablets, als Papst Franziskus ernannt wurde.

An sich ist das Smartphone ja fantastisch. Es vernetzt uns wie noch nie zuvor und ist in vielen Situationen ein praktischer Helfer. Wenn ich nicht gerade ein Buch dabei habe, fühle ich mich ohne Smartphone in der Bahn aufgeschmissen. Es ist meine eigene Blase, in der ich mich vor Blickkontakt mit anderen Fahrgästen flüchte und die Zeit „sinnvoll“ nutzen kann. Genau diese Blase vernichtet aber auch soziale Interaktion, wo sie angebracht wird.

Social Networks sind Social Killer

Wenn ich mich mit Freunden treffe, um einen Film zu schauen, gibt es nichts Störenderes, als wenn jemand dauernd mit dem Smartphone beschäftigt ist. Warum sich gemeinsam treffen, wenn andere dann offenbar trotzdem wichtiger sind?

Es sagt ja niemand was, wenn man zwischendurch schaut, ob man nicht eine wirklich wichtige Mitteilung bekommen hat. Auch einen lustigen Tweet kann man mal rumzeigen oder das gemeinsame Beisammensein mit ein bis zwei Bildern festhalten. Es stört aber wenn man sich extra trifft und der andere mehr damit beschäftigt scheint auf WhatsApp zu schreiben.

Man stelle sich auch vor, welche Signale man kleinen Kindern sendet, wenn das Smartphone offenbar immer Vorrang hat. Das nehmen auch die Kleinsten wahr. Es entwickelt sich eine paradoxe Erkenntnis: Ausgerechnet Social Networks scheinen unser direktes soziales Umfeld zu beeinträchtigen.

Dank dieser Netzwerke können wir allerdings auch Freundschaften über große Entfernungen pflegen. Auch die Organisation von Helfergruppen beim Hochwasser 2013 über Google Maps und Facebook oder die Aktion #HamburgRäumtAuf nach dem G20-Gipfel wären ohne Social Networks nicht möglich gewesen.

Trotzdem dürfen wir uns alle hinterfragen, ob wir wirklich alles teilen müssen oder ob wir uns nicht selbst auch eines Erlebnisses berauben, wenn wir manche Momente nicht einfach in unserer eigenen Erinnerung festhalten.


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Buchung per Foto mit der neuen „Look and Book“ Funktion von easyJet

Look&Book Funtkion von Easyjet

Wie oft sieht man auf Instagram schöne Urlaubsfotos von den zahlreichen Bloggern und Influencern, die ständig unterwegs sind und andauernd die besten Fotospots auf ihren Profilen teilen. Oftmals fragt man sich, wo dieser wundervolle Spot zu finden ist und möchte am liebsten direkt selbst dorthin reisen. Mit der neuen Funktion namens „Look and Book“ in der App von easyJet könnt ihr jetzt ganz schnell und einfach diesen Beitrag hochladen und euren Flug buchen. Denn die Funktion hilft euch herauszufinden, welchen Flug ihr buchen müsst, um an diesen Ort zu gelangen.

EasyJet bringt euch direkt zur Flugbuchung

Wenn ihr einen schönen Ort im Internet entdeckt habt und ihr euch fragt, wo genau sich dieser Ort oder das Gebäude befindet, dann könnt ihr ganz einfach einen Screenshot machen und diesen dann in der App hochladen. Euch wird dann auf einer Karte der genau Ort angeziegt und der dazu passende Flughafen in der Nähe, der von easyJet angeflogen wird. Unter der Karte könnt ihr dann ganz leicht direkt zu der Flugbuchung gelangen. Die Software erkennt wohl am besten, welcher Ort auf dem Foto zu sehen ist, wenn es sich um einen Screenshot von Instagram handelt.

Nicht erkannte Orte trotzdem auswerten lassen

Wenn die Look and Book Funktion mal einen Ort nicht erkennt, müsst ihr nicht ohne Informationen auskommen. Die App wertet nämlich das Foto mit dem Ort trotzdem aus und schlägt euch einen Flughafen vor, der zum Bild thematisch passt. Das heißt also, wenn ihr zum Beispiel einen Beitrag hochladet, auf dem ein Strand zu sehen ist, dann schlägt euch die App Flughäfen vor, die sich in Strandnähe befinden. Zu den vielen Destinationen von easyJet zählen allerdings nur Länder in Europa. Deswegen können auch nur Aufnahmen ausgwertet werden, die in Europa aufgenommen wurden.

Plakatwände hochladen und Flug buchen

Ihr wartet mal wieder auf euren Zug und entdeckt an der Bahnhofswand ein Plakat mit einem tollen Urlaubsmotiv und fragt euch, wo sich dieser schöne Ort befindet? Kein Problem, denn easyJet-Chef Daniel Young hat bekanntgegeben, dass auch Plakatwände in der App hochgeladen werden können und die App einem dann sagt, wo sich dieser Ort befindet und den passenden Flug mit vorschlägt.

In Deutschland ist die Funktion in der App leider noch nicht verfügbar. Das soll sich allerdings demnächst ändern.


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Instagram will Mobbing mit Machine Learning entgegenwirken

Instagram

Instagram führt pünktlich zum Mental Health Day neue Funktionen gegen Mobbing ein. Auf Instagram findet man neben den zahlreichen schönen Fotos und vielen Komplimenten leider immer häufiger auch beleidigende Kommentare und Beiträge. Mobbing ist in den sozialen Netzwerken keine Seltenheit mehr und auch sehr komplex.

Nicht in jedem Fall kann Mobbing über Bild- und Stichworterkennung erkannt und gelöscht werden. Rund 96 Prozent der Jugendlichen  und Erwachsenen im Alter von 14-24 Jahren hatten bereits Erfahrungen mit Hasskommentaren im Internet. Ein sehr erschreckendes Ergebnis und deswegen möchte Instagram etwas dagegen unternehmen und für mehr Freundlichkeit auf der Plattform sorgen. Machine Learning soll Mobbing nun endgültig einen Strich durch die Rechnung machen.

Das Team trifft die Entscheidungen

Instagram Chef Adam Mosseri erläutert, dass künftig ein Verfahren basierend auf Machine Learning dabei helfen soll, die Hasspostings zu ermitteln. Die KI soll in Fotos und den Bildunterschriften Mobbing erkennen. Die betroffenen Beiträge werden automatisch an das Community-Operations-Team weitergeleitet. Das Team trifft dann die endgültige Entscheidung über eine Lösung. Wenn der Beitrag gegen die Richtlinien verstößt, wird dieser direkt gelöscht. Ist das der Fall erhält der Nutzer eine Nachricht mit entsprechender Begründung.

Machine Learning als logischer Schritt

Viele der Mobbing-Opfer würden ihre Beiträge selbst nicht melden. Auch Außenstehende beobachten zwar die Hasskommentare und sehen die Beiträge, aber melden diese nicht. Aus diesen Gründen ist die Ermittlung mit Machine Learning ein logischer Schritt, sagt Adam Mosseri. Bereits vergangenes Jahr hat Instagram einen Filter integriert, mit dem beleidigende Kommentare erkannt und gelöscht werden. Jetzt erweitert sich die Funktion und der Mechanismus weitet sich auf Bilder und Live-Videos aus. Unter den Kommentareinstellungen könnt ihr den Filter aktivieren.

Instagram Machine Learning
Kommentareinstellungen, Screenshot by Lina Schilling

Neuer Facefilter gegen Mobbing

Um noch mehr Positivität und Freundlichkeit auf der Plattform zu verteilen, hat Instagram einen passenden Facefilter veröffentlicht. Zusammen mit Maddie Ziegler hat Instagram den Filter entwickelt. Das Model setzt sich für mehr Freundlichkeit im Umgang miteinander ein und spricht sich gegen Mobbing aus. Um den Filter nutzen zu können, müsst ihr Maddie auf Instagram folgen (@maddieziegler). Nun werdet ihr sehen, dass Herzen den Bildschirm füllen. Zusätzlich könnt ihr eure Freunde taggen. Sobald sie dann die Kamera öffnen, erscheinen Komplimente in verschiedenen Sprachen auf seinem Display. Fraglich bleibt, ob diese Methode wirklich eine Lösung ist, um Mobbing auf der Plattform entgegenzuwirken.


Image by Joshua Rawson Harris via unsplash.com

 

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Neue Features bei Instagram

Instagram stellt laufend neue spannende Features vor, die die Seite noch interaktiver und benutzerfreundlicher gestalten sollen. Doch auch Absurditäten und witzige Features finden ihren Weg in die App. Wir haben für euch mal wieder die interessantesten und besten neuen Features herausgesucht.

Freunde per Code adden

Ähnlich wie zuvor bereits zum Beispiel bei Snapchat, kann man mithilfe eines neuen Instagram Features seine Freunde nun mittels Code adden.

Dazu muss man einfach unten in der App auf die Lupe klicken. Dann gelangt man bekanntlich auf die Such-Option und auf die Entdecken-Seite. Oben rechts gibt es nun einen neuen Button. Klickt man auf diesen, gelangt man auf die Fläche, auf der man mittels Kamera die Codes von seinen Freunden scannen kann.

Der eigene Namestag kann angezeigt werden, indem man unten auf das entsprechende Feld dafür klickt. Diesen kann man personalisieren und entweder eine Hintergrundfarbe, Emojis oder ein Selfie auswählen.

Das GIF hält Einzug in die Chats

Endlich kann man auch bei Instagram seine Freunde im Chat mit seinen liebsten GIFs nerven! Sobald man im Chat das neue „GIF“ Symbol in der rechten unteren Ecke drückt, kann es losgehen. Über der Tastatur werden einem automatisch die gerade beliebtesten GIFs angezeigt, oder man kann die Suchen-Funktion benutzen, um selbst ein passendes GIF zur derzeitigen Situation zu senden.

Screenshot by Leonie Werner

Shopping Updates

Laut Aussage von Instagram benutzen monatlich über 90 Millionen Nutzer die Shopping-Tags auf Werbeposts in den Instagram-Stories. Mit den neuen Shopping-Funktionen kann man jetzt direkt in der App die Produktbeschreibung und weitere Details des Produktes einsehen.

Des Weiteren wurde ein Feature angekündigt, mit dem es einen neuen Tag auf der Entdecken-Seite nur fürs Shoppen geben soll. Bis jetzt wurde diese Funktion hierzulande aber noch nicht eingeführt.

Es bleibt also spannend bei Instagram. Vorbei sind schon lange die Zeiten, in denen man einfach nur Bilder hochgeladen und sie vielleicht mit seinen 30 bis 50 Bekannten und Freunden geteilt hat. Instagram ist zu einem wahren Business gewachsen. Und wir halten euch natürlich auf dem Laufenden.


Images by Leonie Werner und freestock/ unsplash.com

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Netzpiloten @INREACH

INREACH 2018

Kamera an für Influencer und Markenmacher – es ist wieder soweit! Am 19. Oktober findet in Berlin die INREACH Konferenz statt. Die Netzpiloten begleiten zum zweiten Mal das Event der Agentur Brandpunkt und wir sind gespannt was sich in den letzten zwölf Monaten getan hat im sich rasant entwickelnden neuen Werbemarkt. 

Wen könnt ihr erwarten?

Die INREACH ist derzeit eine der wichtigen Veranstaltungen in der Branche. Dieses Jahr erwarten euch Vorträge von Speakern wie dem YouTuber Luca, der unter dem Namen ConCrafter Millionen von Followern bespaßt. Auch Carsta Maria Müller, die für Social Media verantwortliche Direktorin bei ProSiebenSat.1 TV Deutschland GmbH, erscheint auf der Bühne. Prof. Dr. Stefan Engels, Rechtsanwalt bei DLA PIPER, und Cornelia Holsten, Direktorin der Landesmedienanstalt Bremen, beschäftigen sich mit dem Thema Recht auf dem Influencer-Markt.

Welche Themen werden besprochen?

  • WWE Insights: Social Media & Influencer Marketing Strategien zum Aufbau einer globalen Fanbase
  • Mit Branded Channels den Erfolg der eigenen Marke stärken
  • #INLAW – auf der sicheren Seite bei der Abmahnwelle, Kennzeichnungspflichten & Vertragsgestaltung
  • Germany’s Next Topmodel auf Instagram: Von null auf 2,5 Millionen Follower in vier Monaten

Und sonst noch?

Es gibt viel zu lernen und auszutauschen auf der INREACH und für gute Atmosphäre zum Networken ist gesorgt. Mischt euch unter die teilnehmenden rund 500 Markenvertreter von Audi, Instagram, Pinterest, Zalando und Adidas. Und nähert euch live den rund 250 Influencern wie zum Beispiel Fabiola Giunco, Florian Bornschier, Yannik Michael und Charlotte Schüler.

Tickets gibt es hier. Wir sehen uns in Berlin!

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IG Shopping: Plant Instagram eine Shopping-App?

IG Shopping Symbolbild

Bei Facebook erwartet die Nutzer immer wieder Neuheiten, Apps und Änderungen. Und auch jetzt scheint es hinter den Kulissen des sozialen Netzwerks wieder ordentlich zu brodeln. So konzentriert sich Facebook scheinbar derzeit auf sein Tochterunternehmen Instagram. In diesem Jahr konnten wir schon einige Neuerungen miterleben, wie unter anderem die Einführung von Instagram Music oder IG TV. Hier können Nutzer Videos mit einer Länge von 60 Minuten hochladen. Das Ganze gibt es als eigenständige App zum Download. Jetzt gibt es Andeutungen für eine weitere Standalone-App mit dem mutmaßlichen Namen IG Shopping, die die e-Commerce-Aktivitäten ausweiten soll.

Wie The Verge berichtet können User in IG Shopping dann direkt die Seiten ihrer Lieblingsmarken und Unternehmen durchstöbern und in der App selbst ihre Käufe tätigen. Wie Instagram berichtet, folgen etwa 80 Prozent der Instagram-Nutzer einem Unternehmen, was die Idee hinter der Shopping-App noch einmal bekräftigen könnte.

Mehr Kaufangebote durch IG Shopping

Es ist nichts Neues, dass Instagram sich im Bereich e-Commerce aufhält. Schon jetzt ist die Kauffunktion auf Instagram im vollen Gange. Sobald User Unternehmen oder Marken folgen und ihre Produkte sehen, können sie die getaggten Artikel auf dem Bildschirm anklicken. Sie erhalten somit wichtige Informationen über das Produkt auf dem Bild wie beispielsweise den Preis und den Link zum Onlineshop.

Ziel hinter IG Shopping ist, dass die Plattform eine Anlaufstelle für Marken und Unternehmen schaffen könnte und somit den e-Commerce-Bereich noch weiter zu durchdringen. Da Instagram etwa zwei Millionen Werbekunden und 25 Millionen Unternehmensseiten verzeichnet, würde sich eine eigenständige App dahingehend besonders lohnen. Wenn User Unternehmen folgen und somit immer Infos über die neuesten Angebote und Neuheiten erhalten, würde dies neue Kaufanreize setzen. Für Unternehmen und Marken könnte dies noch einem weiteren Reichweitenausbau dienen.

Instagram hat sich allerdings zu Gerüchten um IG Shopping selbst noch nicht geäußert und somit können User gespannt sein, wann das große Shoppen auf Instagram beginnen kann.


Andrey Kiselev via stock.adobe.com

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Instagram: Fast jeder zehnte Account ist fake

Jakob Owens unsplash com

In den letzten Jahren ist es für viele Unternehmen in der digitalen Branche essentiell geworden, dass potentielle Mitarbeiter einen gewissen Status in den Social Media haben. Am meisten zählt die Follower-Zahl auf Instagram. Klar, das Verhältnis zwischen den „Gefällt mir“-Angaben und der Anzahl an Abonnenten sollte stimmen, aber den besonderen ersten Eindruck erzeugt eben das Letztere.

Doch mittlerweile heißt es, die Agenturen seien davon nicht überzeugt. Die Follower würden an Bedeutung verlieren. Das liegt daran, dass ein Research-Unternehmen namens Ghost Data eine Untersuchung durchgeführt hat, bei der teilweise schockierende Informationen rauskamen. Auf Instagram sind 9,5 Prozent der Accounts fake. Solche Profile sind nicht echt. Sie existieren nur, um die Followerzahlen von Influencern zu steigern.

Instagram verwendet immer neue Algorithmen, um die Lücken im Kampf mit Fake-Accounts zu schließen. Doch auch die Leute, die an Bots Geld verdienen, werden schlauer. Mittlerweile gibt es auch echte Accounts, die durch eine Automatisierung Interaktionen führen können. Und in dem Fall ist es deutlich schwieriger, den permanenten Spam wirkungsvoll zu bekämpfen.

Bots sind gefährlich, denn sie sind in großem Maße dafür zuständig, politische Propaganda zu verbreiten.

Was sind die möglichen Folgen der hohen Bot-Anzahl?

Laut Instagram seien die Zahlen der aktiven Fake-Accounts sehr niedrig. Wenn man aber bedenkt, dass Facebook 580 Millionen Profile gelöscht hat und Twitter aktiv und regelmäßig seine User-Liste „reinigt“, dann könnte man behaupten, Instagram sei den Bots gegenüber nicht konsequent genug.

Jetzt sieht man die zwei Extreme, in die die beliebte Plattform verfällt. Auf der einen Seite wurden bereits einige Influencer wegen Werbeanzeigen verurteilt und müssen bei jeder Kleinigkeit mit Abmahnungen rechnen. Andererseits guckt Instagram bei einer steigenden Rate von Fake-Accounts dann abr doch nicht zu genau hin.

Offensichtlich schadet diese Tatsache dem Unternehmen, denn so verliert es an Bedeutung und Glaubwürdigkeit in den Augen der Agenturen. Dies wird nicht das Ende von Instagram sein, doch es ist der erste Schritt in diese Richtung. Jetzt bleibt es nur abzuwarten und zu schauen, ob auch Insta bald eine große Aufräum-Aktion startet.


Jakob Owens / unsplash.com

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Instagram Music: Teile deine Lieblingsmusik über die Insta-Story

Hans Vivek - unsplash com

Vor ein paar Jahren noch völlig unbekannt, heute ein essentieller Teil im Leben der heutigen Generation: Instagram und seine Storys.

Ist man beispielsweise am See, möchte man dies am liebsten mit seinen Freunden teilen. Dafür nimmt man einfach das Smartphone zur Hand und teilt die Aussicht über die beliebte Instagram-Story. Hier kann der Standort hinzugefügt werden und seit ein paar Monaten unter anderem auch ein Gif. Doch immer öfter machen User Screenshots von ihrer Lieblingsmusik und veröffentlichen diese auf der Plattform.

Instagram kommt jetzt seiner Community entgegen und ermöglicht es Lieder als Hintergrund in einer Story hochzuladen. Dafür wurde eine Instagram-Musikbibliothek erstellt, in der täglich neue Tracks erscheinen. Zur Auswahl stehen drei Kanäle: Beliebt, Stimmung und Genres. Alternativ kann man auch über die Suchleiste ein bestimmtes Lied aufrufen.

Instagram Songliste – Screenshot by Nina Brzeska

Diese Funktion kann man für Bilder und Videos nutzen, auch die Länge des Abschnittes ist zwischen fünf und 15 Sekunden frei wählbar.

Ist erst einmal eine bestimmte Szene mit der passenden musikalischen Unterlage im Kopf, so kann man direkt die Option „Musik“ wählen, den gewünschten Song anklicken und mit dem Aufnehmen loslegen.

Aber keine Sorge: wer es vergisst ein Lied für seine Story im Voraus auszuwählen, der kann es auch nachträglich machen, indem man hochwischt und den Button „Musik“ antippt.

Natürlich nicht ohne Bildschirm-Sticker

Sobald ein Track feststeht, erscheint auf dem Bildschirm ein Sticker mit dem Künstler und dem Titel. Genauso wie bei Gifs und Standorten kann man die Größe und den Platz des Aufklebers beliebig anpassen. Egal welchen Abschnitt man nehmen möchte, es ist von Anfang bis Ende des Songs alles möglich.

Instagram Bildschirm Sticker – Screenshot by Nina Brzeska

So macht Musik die Story noch unterhaltsamer als bisher. Es ist ganz unkompliziert umgesetzt, sodass auch die Instagram-Anfänger schnell ihren Weg finden sollten.

Die Funktion steht noch am Anfang ihrer Geschichte, deshalb lässt die Musikauswahl bisher noch Luft nach oben. Bisher können sich auch nur die iOS Nutzer über die neue Variante freuen, die Android-User müssen sich noch ein bisschen gedulden.

Die Musik-Option zeigt jetzt schon Hit-Potential, also sollte man keine Zeit verschwenden und schon heute die ersten Storys mit seinen Lieblingsliedern erstellen.


Hans Vivek / unsplash.com

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  • INSTAGRAM LITE handy.de: Instagram Lite: Spar-Version der Foto-App schon jetzt testen: Facebook hat es schon vorgemacht und Instagram zieht jetzt nach! Mit Instagram Lite wird demnächst die abgespeckte Version der Foto-App in Deutschland erscheinen. Mit nur rund 573 KB braucht die Light-Version nur einen Bruchteil des Speicherplatzes der Haupt-App – der beträgt rund 32 MB. Die App ist als Einsteigerversion der Haupt-App zu betrachten, Funktionen umfassen das Posten von Stories und Beiträgen im Feed. Lediglich das Senden von Direktnachrichten und die Einbindung ist nicht möglich – zumindest noch nicht. Auch diese Funktionen seien geplant und sollten in den nächsten Monaten implementiert werden.

  • GOOGLE DUPLEX t-online: Das sagen die ersten Tester über Google Duplex: Eine KI-Stimme, die fast nicht von einem Menschen zu unterscheiden ist. Als Google erstmals ihren Assistenten Duplex ankündigte, reagierte die Öffentlichkeit gleichermaßen mit Schrecken und Faszination. In einem aktuellen Demo-Video zeigt Google jetzt den Telefon-Assistenten. Der kann beispielsweise Reservierungen für den Nutzer tätigen, ohne dass dieser selbst zum Hörer greifen muss. Jetzt gibt es die ersten Tester-Stimmen zum smarten Assistenten. Google Duplex soll dann in den nächsten Wochen auf den Markt kommen.

  • PATENTSTREIT tagesschau: Apple und Samsung einigen sich – Patentstreit ums Smartphone beendet: Sieben Jahre hat er angedauert – der Patentstreit zwischen Apple und Samsung. Der große Apfel hat seinem koreanischen Konkurrenten 2011 Plagiat vorgeworfen – Samsung soll das Design von iPad und iPhone gestohlen haben. Die Unternehmen legten den Streit jetzt bei, stellten das Verfahren ein und konnten sich außergerichtlich einigen. Ursprünglich startete Apple-Gründer Steve Jobs die Fehde, um den Konkurrenten Samsung zu untermauern. In einem ersten Verfahren hat das Gericht Apple schließlich auch Recht gegeben. Die Konkurrenz durch die Koreaner besteht aber bis heute.

  • AR golem: Pokémon Go – Niantic öffnet seine AR-Plattform für Drittentwickler: Augmented Reality soll bald so flüssig wie nie funktionieren. In 2016 löste die Firma Niantic mit ihrer AR-App Pokémon Go einen globalen Hype aus. Einwandfrei funktionierte die AR-Technologie zu diesem Zeitpunkt aber nicht immer. Jetzt hat Niantic ein englisches Startup übernommen, sich in London niedergelassen und eine neue AR-Technologie vorgestellt, die das Verschmelzen der echten und simulierten Welt noch flüssiger macht. Das Stichwort dabei ist Machine Learning – dadurch sollen sich die echte und erweiterte Realität noch besser verstehen.

  • TRANSPARENZ t3n: Facebook und Twitter zeigen euch alle Anzeigen eines Accounts: Auf Facebook und Twitter soll künftig wieder für mehr Transparenz gesorgt werden. Der Nutzer kann jetzt einsehen, welche Anzeigen ein Account erstellt hat. Im Jahr 2016 gerieten die Plattformen während der US-Wahl mächtig in Kritik. Im Zuge des Wahlkampfes machten Fehlinformationen auf Social Media die Runde. Wie die Anzeigen eines Seitenbetreibers bei Facebook oder Twitter eingesehen werden können, zeigen die Kollegen von t3n.

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Neues Instagram-Urteil: Ist das denn Werbung?

rohappy - stock adobe com

Die mit Abstand beliebteste App unter meinen Freunden und auch in vielen anderen Kreisen – seien es Fashion-Victims, Wanderlustige oder Foodies – ist Instagram! Mal postet man sein #OOTD – das “Outfit of the Day” – mit den entsprechenden Marken in der Beschreibung oder markiert einen Beitrag in dem Restaurant, in welchem man gerade schlemmt. Das könnte so schon bald zu heftigen Abmahnungen führen. Was ist da denn los?

Absurdes Urteil: Der Fall Vreni Frost

Influencer erobern derzeit die Social Media Plattformen – allen voran die Bilder-Community Instagram! Vor einiger Zeit war bei deren Postings aber oft nicht klar, ob ihre Meinung zu bestimmten Produkten auch wirklich die eigene war oder ob nicht etwa ein Sponsoring oder ein PR Sample im Spiel war. Gegen diese Art von Schleichwerbung wurde bereits vorgegangen und Markenkooperationen müssen explizit als Werbung genannt werden. “In Kooperation mit..”, “Sponsored by…” oder “#Ad” reicht da nicht mehr!

Jetzt wurde Urteils-Irrsinn aber laut vieler Instagram-Nutzer zu weit getrieben –  so ist das Vreni Frost nämlich passiert. Jüngst hat das Urteil rund um die Bloggerin Instagram-Nutzer landesweit verunsichert. Der Verband Sozialer Wettbewerb (VSW) hat sie wegen unlauteren Wettbewerbs abgemahnt, da sie die Marken ihrer Kleidung in einem Bild getaggt hat ohne zu erwähnen, dass es sich um unbezahlte Werbung handelt. Das Urteil besagt, dass jede Art der Markennennung nun als Werbung bezeichnet werden muss, selbst wenn man nichts mit dem Konzern zu tun hat und das Produkt, die Dienstleistung etc. rein privat verwendet. Sollte man dem nicht folgen, können heftige Abmahnungen drohen!

Was bedeutet das Urteil jetzt für uns?

Es ist wichtig und notwendig gegen tatsächliche Schleichwerbung auf den sozialen Medien vorzugehen, um leichtgläubigere, aber vor allem auch jüngere Nutzer zu schützen. Dieses aktuelle Urteil gegen “unbezahlte Werbung” geht laut vieler Stimmen allerdings zu weit. Aktuell heißt das für Instagram-Nutzer, dass sie, sobald sie beispielsweise ihren Standort in einem Geschäft der Restaurant angeben, einen Markennamen taggen, in der Beschreibung oder als Hashtag erwähnen, all dies als Werbung kennzeichnen müssen. Diese Kennzeichnung muss zudem gleich zu Beginn der Beitragsbeschreibung erfolgen und nicht etwa unscheinbar am Ende.

Der Kampf gegen das #Abmahngate

Was den Influencern jetzt noch übrig bleibt, ist es dem Urteil den Kampf anzusagen. Wie die Kanzlerin einmal so stechend feststellte, ist das Internet Neuland – so auch viele Rechtslagen darin. Influencern und Privatpersonen sollte es daher ebenso wie Verlags- und Medienhäusern in Zeitschriften und TV-Beiträgen möglich sein redaktionell und ohne Werbeabsicht über Marken, Dienstleistungen etc. berichten zu dürfen.


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  • INSTAGRAM Heise: Instagram TV attackiert Youtube: Hochkant-Videos mit bis zu 60 Minuten Laufzeit: Jeder, der gerne Insta-Storys dreht weiß, dass normalerweise nach 15 Sekunden Schluss ist und die nächste Story gestartet werden muss. Für diejenigen, für die das nicht reicht, soll es bald die Möglichkeit geben 60-minütige Instastorys zu drehen. Das wird der Videoplattform YouTube ganz schön zusetzen, denn Instagram hat es sich fest zum Ziel gemacht, somit die jüngere Zielgruppe anzusprechen, die keine Lust auf klassisches Fernsehen hat. Unter dem Namen IGTV sollen die Hochkant-Videos, die den kompletten Bildschirm auf dem Smartphone ausfüllen, neben Privatpersonen auch Influencer ansprechen. Die Videos werden, ähnlich wie beim klassischen Fernsehen, in Kanälen gesammelt, um einen geordneten Überblick zu schaffen. Schon in den nächsten Wochen soll IGTV weltweit verfügbar sein.

  • FACEBOOK Computer Base: Paywall: Facebook testet kostenpflichtige Gruppen: Muss bald für Facebook-Gruppen bezahlt werden? Derzeit testet Facebook nämlich kostenpflichtige Gruppen, bei denen die Administratoren von ihren Gruppenmitgliedern einen monatlichen Beitrag zwischen fünf und 30 US-Dollar kassieren können. Die sogenannten Subscription Groups beschränken sich testhalber auf eine kleine Anzahl von Gruppen innerhalb der USA. Aber was steckt hinter dem Gedanken von den Gruppenmitgliedern Geld einzufordern? Facebook möchte mit diesen Beiträgen die Arbeit der Gruppen-Administratoren honorieren. Doch hofft das soziale Netzwerk auch, dass somit exklusive Inhalte innerhalb der Gruppen entstehen werden. Nutzer können, sobald sie ein Abo abgeschlossen haben, dieses auch wieder monatlich kündigen.

  • DIGITAL KEY GameStar: Digital Key 1.0 – Autos per Smartphone öffnen und starten: Wie wäre es, wenn man künftig sein eigenes Auto mit dem Smartphone öffnen und auf das lästige Schlüssel suchen verzichten könnte? Car Connectivity Consortium (CCC) möchte genau das möglich machen. Hinter dem Namen CCC versteckt sich eine interindustrielle Kollaboration von Auto- und Smartphone-Herstellern. Mit dem sogenannten Digital Key können Autofahrer dann ihr Auto mit dem Smartphone öffnen, starten und schließen. Zudem können mithilfe dieser Technologie auch weitere Schlüssel für das Auto erstellt oder auch geteilt werden. Was steht dabei im Fokus? Laut dem CCC soll natürlich der Komfort, die Bequemlichkeit und die sichere Nutzung der Fahrzeughalter im Vordergrund stehen.

  • GOOGLE Golem: Google veröffentlicht eigene Podcast-App: Wer ein Fan von Podcasts ist, für den hat Google jetzt eine neue Android-App unter dem Namen Google Podcast vorgestellt. Über den Google Assistant ist die App somit auf allen Geräten integriert. Somit können auch über Googles smarte Lautsprecher per Spracheingabe Podcasts aufgerufen und gehört werden. Startet man beispielsweise einen Podcast auf dem Smartphone, so kann dieser später über ein anderes Gerät weiter gehört werden, da die Hörstücke synchronisiert werden. Zudem können sich die Nutzer Empfehlungen zukommen lassen, die auf die Hörgewohnheiten der jeweiligen Nutzer abgestimmt sind. Wie genau das funktioniert, hat Google bisher noch nicht bekanntgegeben, dennoch steckt hier der Einsatz von künstlicher Intelligenz dahinter.

  • AMAZON Internetworld: Amazon lässt mit Alexa bezahlen: Online Banking ist ja schon was Feines und dann ist es noch so bequem und einfach. Allerdings kann online Bezahlen bald noch einfacher werden. Amazon möchte Kunden nämlich ermöglichen in Zukunft ihre Käufe per Sprachbefehl zu erledigen. Das Ganze wird derzeit noch getestet, aber soll sogar noch in diesem Jahr verfügbar gemacht werden. Ganz ohne Risiken ist diese Bezahlmethode natürlich nicht. Vielmehr bietet sich diese Art zu Bezahlen eher für Produkte des täglichen Bedarfs an, wie etwa Produkte, die man zum Kochen benötigt.

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Instagram wagt sich in den Online-Handel – Angriff auf Amazon?

estherpoor - pixabay com

Der Online-Dienst Instagram wagt durch die Einführung einer neuen Shopping-Funktion den Sprung in den Einzelhandel. Das neue Tool wird nun schon länger angetestet und könnte offenbar eine regelrechte Revolution des Online-Handels herbeiführen. Noch als kleine und harmlose Plattformen angefangen, stellen Social-Media-Dienste wie Facebook, Twitter, Pinterest mittlerweile eine gewaltige Einmischung im Leben der Nutzer und deren privatem Verhalten dar. Dies tun die Plattformen längst nicht mehr nur persönlich und politisch, sondern auch schon kommerziell. Mit der neuen internen Shopping-Funktion, gelingt Instagram nun scheinbar sogar ein echter Quantensprung in Sachen E-Commerce.

Der Plattform-Gigant Instagram

Gegründet und entwickelt wurde Instagram von Kevin Systrom und Mike Krieger, welche die App im Jahr 2010 schließlich im Apple App-Store veröffentlichten. Als kostenloser Online-Dienst dient die App zum Teilen von Fotos und Videos. Nachdem die App erste größere Erfolge verbuchen und namenhafte Investoren an Land ziehen konnte, wurde sie 2012 auch für Android veröffentlicht und kurz darauf verkauft. Für eine Milliarde US-Dollar übernahm Facebook Instagram, was drei Mal so viel war wie die Rekordsumme die jemals für einen Foto-Dienst bezahlt wurde. Mit 800 Millionen Usern, 15 Millionen davon in Deutschland, ist Instagram weltweit eine der größten Plattformen für Social Media.

Wie Instagram den Online-Handel erobern will

Mit dem neuen Shopping-Feature will Instagram sich nun auch in Sachen E-Commerce versuchen und weiter ausbreiten. Durch die eigene, extreme Reichweite, möchte Instagram es seinen Usern in Zukunft erleichtern, in Bildern gesehene Artikel käuflich zu erwerben.

Instagrams Intention sieht so aus, dass Bilder künftig mit einem kleinen Einkaufstaschensymbol versehen sind. Auf den jeweiligen Bildern ist es möglich, bis zu fünf Produkte zu markieren. Durch das einfache Anklicken des Artikels, gelangt man mittels eines Shopping-Links direkt zur Website, auf welcher Infos sowie Preis zu finden sind und der Kauf direkt abzuwickeln ist. Dies macht die übliche und mühselige Suche nach den Waren im Internet überflüssig. Händler benötigen für die Nutzung des Features einen speziellen Geschäfts-Account bei Instagram, für welchen zudem ein bestehendes Facebook-Konto notwendig ist.

In den USA läuft die Funktion bereits seit 2016 in Kooperation mit über 30.000 Firmen. Auch in Europa soll das Shopping-Tool, schrittweise aber zügig, eingeführt werden. In Deutschland ist es seit Ende März 2018 verwendbar. Weltweit sind mittlerweile mehr als 50 Prozent der Markenauftritte bei Instagram oder Facebook mit einem sogenannten „Pay-Button“ ausgestattet.

Zukunftsaussichten gegenüber Amazon

Nicht zuletzt durch die Abermillionen an Usern und der daraus folgenden Reichweite, prognostizieren Marktexperten ein enormes Potenzial. Fachleute gehen sogar davon aus, dass der Plattform-Gigant gegenüber Amazon eine komplett neue Machtverteilung im Online-Handel herbeiführen kann. Die Social Media Dynamik ist inzwischen groß genug, um den bisherigen Führern des E-Commerce den Kampf anzusagen.

Dennoch hat zumindest Amazon nach wie vor einen großen Vorteil. Dieser Vorteil sind Konsum-Daten. Kein Unternehmen kennt Kosumgewohnheiten seiner Käufer besser als Amazon. Durch genaue Analysen von Klicks verfolgt der Bezos-Konzern seine Kunden quer durch das Internet. Dabei erzielt man deutlich bessere Erfolge als Social Media-Plattformen, zumal hier Klicks noch lange keine Kaufabsicht bedeuten, während dies bei Amazon in der Regel der Fall ist.

Dennoch bietet die Shopping-Funktion von Instagram ein gewaltiges Potenzial. Alleine die 500 weltgrößten Online-Händler setzten 2017 über 6,5 Milliarden US-Dollar durch Social-Media-Shopping um. Eine Stichprobe ergab zudem, dass vier von fünf Insta-Usern mindestens einem Unternehmen folgen. Für Instagram bedeutet dies eine gigantische Zielgruppe und ein riesiges Marktpotenzial – vielleicht sogar groß genug für den Angriff auf Amazon.


estherpoor / pixabay.com

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Vero – Hype um die neue Social Media App

Wer sich viel im Netz und sozialen Medien aufhält, wird wohl kaum daran vorbei gekommen sein. Quasi über Nacht bahnte sich die neue Social Media App Vero mit einem unverwechselbaren Hype ihren Weg auf die Smartphones dieser Welt. Tatsächlich schlummert die App aber schon seit 2015 im Apple-Store. Aber was genau ist das “neue” Social Network und wird es dem Hype gerecht?

Nein zu Werbung und Datensammlerei, ja zu User-Content!

Social-Media-Plattformen wie Facebook und die Unternehmenstochter stehen vermehrt in der Kritik. Bezahlte Posts von Firmen und Influencern prägen die Feeds der User und die Algorithmen nehmen scheinbar kleinen, aufstrebenden Gewerben und Künstlern die nötige Reichweite, um ihr Following wachsen zu lassen. Vero will das ändern und hat dafür sogar ein Manifest aufgesetzt.

Wie bei jedem “Next Big Thing” war der Hype auch zu Vero anfangs groß. Auf Twitter vermuteten manche User hinter dem schlagartigen Hype schon eine Influencer-Kampagne.

Grund zur Begeisterung vieler war das Versprechen der App-Entwickler. Die App wird so als „True Social“ App bezeichnet. In Vero wird deshalb (noch) auf Werbung und Bezahl-Reichweite verzichtet – der User soll nur das sehen, was er sehen möchte und in der tatsächlichen chronologischen Posting-Reihenfolge. Ein nobles Versprechen, das aber auch die Frage nach der Finanzierung der App aufwirft. Für die ersten Millionen Nutzer soll Vero daher noch komplett kostenlos sein, alle, die sich danach anmelden, dürfen dann jährlich mit einem kleinen Betrag rechnen. Das traf zunächst auch auf viel Anklang in der Netzgemeinde. Allmählich schlagen die Meinungen teilweise aber auch um. Vor allem die AGB verunsichern aber viele User, da gepostete Bilder frei weiter verwendet und bearbeitet werden dürfen – was aber auf Instagram und Co. auch nicht anders ist.

Was kann die App?

Vero lässt sich wohl am besten als Facebook mit einer Prise Instagram beschreiben. Wenn ihr die App öffnet, findet ihr im chronologischen Feed, alle Inhalte von Freunden und Seiten, denen ihr folgt. Die Suchanzeige öffnet sich mit Trends, Vorschlägen und aktuell beliebten Hashtags.

Ihr könnt Freunde hinzufügen, Profilen aber auch gleichzeitig folgen. “Freunde” können zudem in die Kategorien “Bekannte”, “Freunde” und “Enge Freunde” eingeteilt werden und eure geteilten Inhalte so auch individuell nur für bestimmte Gruppen zugänglich gemacht werden. Ähnlich wie bei Twitter und Instagram, gibt es bei Vero aber auch Hashtags.

Wenn ihr Postings erstellt, habt ihr sechs verschiedene Optionen: Kamera, Link, Musik, Film/TV, Buch und Ort. Literarische Ergüsse durch reine Text-Postings sind dadurch also gar nicht möglich, was aber auch nicht stört. Das „Empfehlungs“-Feature durch die Posting-Optionen Musik, Film/TV und Buch sind eine nette Idee sich mit Freunden gezielt zu den Themen auszutauschen.

Fazit

Heutzutage erliegen viele Dinge im Internet dem “Next Big Thing”-Syndrom. Für etwa einen Tag bis zu einer Woche müssen sich Apps, News, Memes und mehr der Feuertaufe der Langlebigkeit im Internet unterziehen. Ob wir in den kommenden Monaten noch über Vero reden, bleibt abzuwarten. Potenzial hat die App definitiv und wenn sich das Konzept des Bezahl-Algorithmus- und werbefreien Feeds durchsetzt, kann sie sich definitiv durchsetzen. Ob man sich nur noch ein Social Media Profil antun will, das ebenso wie die anderen regelmäßig mit Inhalten versorgt werden möchte, ist fraglich.

Vero ist für iOS– und Android-Geräte verfügbar.


Image by Nils Hansen

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Die Netzpiloten sind Partner der AFBMC & AIMC 2018

Partnergrafik_2018aimc_afbmc

Als Partner der Veranstaltung können wir euch auch wieder einen tollen Rabatt in Höhe von 15 Prozent für die Tickets anbieten. Der jeweilige Rabattcode lautet NETZPILOTENAFBMC oder NETZPILOTENAIMC. Lasst euch die beiden Events nicht entgehen!


Wenn ihr einen Wissensvorsprung in Sachen Influencer Marketing und Facebook Marketing haben wollt, dann sind die AFBMC und AIMC die richtigen Events für euch! Ausgeschrieben sind das dann die AllFacebook Marketing Conference und die AllInfluencer Marketing Conference. Der Veranstalter Rising Media lädt euch am 20. und 21. März zu den beiden Events in das ICM der Messe München ein!

AllFacebook Marketing Conference

Für einen Tag wird München der Hotspot in Sachen Social Media Marketing. Nicht nur Themen zu Facebook, sondern auch zu Instagram, WhatsApp, Pinterest, Twitter oder YouTube werden auf vier Bühnen von über 40 Speakern behandelt. Unter anderem spricht Carsta Maria Müller, ihrerseits Director of Social Media bei ProSiebenSat. 1 TV, über die größten Social Media Fehler von ProSiebenSat. 1 und was daraus gelernt werden kann oder Nadine Neubauer, Brand Development Lead bei Instagram, darüber wie die Plattform für visuelles Storytelling genutzt werden kann. Einen besseren Überblick über das Programm und die Speaker bekommt ihr auf der Website der Veranstaltung. 

Schaut doch mal auf dem Hashtag #AFBMC vorbei! Eure Tickets für die Veranstaltung gibt es hier, am Ende dieses Beitrags haben wir zudem einen Rabattcode in Höhe von 15 Prozent für euch! Die 5. AFBMC findet am 20. März im ICM der Münchner Messe statt.

AllInfluencer Marketing Conference

“Learn. Connect. Inspire. Influence” ist das Motto der AIMC! Passend zum Motto wurden auch viele interessante Referenten eingeladen, die von ihren Erfahrungen im Influencer Marketing berichten werden. Christina Dörr – oder “nutellacinderella” in den sozialen Medien – ist selbst Influencerin und war schon im Produktionsmanagement für TV-Formate wie “Germany’s Next Topmodel” oder “The Taste” tätig. Sie ist Expertin im Bereich Social Media und Influencer Marketing und wird auf der AIMC in einer Session zu ihren Erfahrungen referieren. Weitere Infos zum Programm und zu den anderen Referenten erhaltet ihr auf der Website der AIMC.

Mit dem Hashtag #AIMC bleibt ihr während der Versnstaltung auf dem Laufenden. Tickets bekommt ihr hier, vergesst aber nicht den Rabattcode am Ende des Beitrags! Die 2. AIMC findet am 21. März im ICM der Münchner Messe statt.

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  • CES 2018 stern: TV-Giganten und knuffige Alltags-Helfer: Das sind die Highlights der CES 2018: Die Consumer Electronics Show – oder kurz CES – 2018 neigt sich dem Ende zu – und wir waren übrigens auch vor Ort! Wie jedes Jahr stellt die Messe den Auftakt für das folgende Tech-Jahr dar und setzt die kommenden Trends. Eines lässt sich aber jetzt schon sagen: künstliche Intelligenzen und Sprachassistenten werden die Technik-Welt und auch den Alltag vieler Nutzer weiterhin beschäftigen. Aber auch die Automobil-Industrie und TV-Hersteller sorgten in Las Vegas für Aufsehen.

  • SMART HOME androidpiloten: Google Home Mini vs. Echo Dot: der große Vergleich: Kampf der Mini-Giganten: die Androidpiloten haben sich die Mini-Versionen der beiden größten Smart-Home-Hersteller mal genauer angesehen. Google Home Mini versus Amazon Echo Dot – wer hat die Nase vorn? Was viele vor ein bis zwei Jahren noch skeptisch machte, hält heute schon Einzug in viele Haushalte. Sprachassistenten in smarten Lautsprechern lagen 2017 vielerorts unter den Weihnachtsbäumen. Technik-Experte Timo Brauer hat sich die beiden Helferlein genauer angesehen und weiß, welcher sich für welchen Nutzer eignet.

  • FACEBOOK spiegelonline: Neuer Newsfeed: Facebook stuft Inhalte von Medien und Firmen zurück: Facebook führt einen neuen Feed ein. Inhalte durch Medienhäuser, Unternehmen und politische Gruppen sollen zurückgestuft werden. Dafür sollen dann Beiträge von Freunden und Familien wieder sichtbarer werden. Zuckerberg möchte, auf den Wunsch vieler Nutzer, Facebook damit wieder zum Urpsrungsgedanken zurückbringen und die Plattform zum Austausch persönlicher Verbindungen zurückführen. Inhalte von Facebook-Seiten werden zwar trotzdem noch im Feed auftauchen, der Algorithmus wird aber so geändert, dass Beiträge von Facebook-Freunden priorisiert werden. Unternehmens-Seiten müssen also künftig noch tiefer in die Tasche greifen, um sichtbar zu bleiben.

  • INFLUENCER t3n: Wenn ein Youtube-Star eine Leiche filmt: Wie viel Verantwortung haben Influencer?: Das neue Jahr hatte kaum begonnen und schon war es wohl einer der Aufreger des Jahres: Youtuber filmt Leiche. Der US-amerikanische Content-Creator Logan Paul lädt ein Video zu seinem Besuch im japanischen “Suizidwald” hoch und stößt auf einen Mann, der sich an einem Baum erhängt hat. Statt die Kamera auszumachen hält Paul weiterhin drauf, zeigt den Körper nr spärlich zensiert. Was darauf folgte war ein Shitstorm sondergleichen, warf aber gleichzeitig auch Fragen auf. Wie haben Plattformen und Influencer auf solche Fälle zu reagieren, wo liegt die Verantwortung? Influencer-Experte Simon Staib von Blogfoster weiß mehr.

  • INSTAGRAM handelsblatt: Kein Kuscheln mit Quokkas auf Instagram: Sie zählen sicherlich zu den niedlichsten Tieren der Welt. Quokkas waren eine ganze Zeit lang ein viraler Hit, zahlreiche User posierten mit den knuffigen Tieren für Selfies, um das dann mit dem Hashtag #quokkaselfie auf Instagram hochzuladen. Tierschützer haben sich jetzt aber gegen den Trend ausgesprochen, die Selfies würden die Wildtiere zu sehr stressen. Instagram pflichtet dem zu und schaltet sich ein. Wenn dieser oder ähnliche Hashtags also gesucht werden, zeigt Instagram dem Nutzer künftig einen Hinweis zu Umweltschutz.

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  • YOUTUBE t3n: Youtube will eigenen Musik-Streamingdienst starten: Damit die Nutzer endlich bezahlen, plant Youtube im kommenden Jahr seinen eigenen Streamingdienst. Hierfür habe die Plattform schon das Musiklabel Warner Music Group an Land gezogen. Zudem sei Youtube auch mit Sony und Universal im Gespräch. Diese Gespräche finden allerdings schon seit über einem Jahr statt. Der Versuch von der Plattform einen Streamingdienst einzuführen, ist jedoch nicht das erste Mal. Schon im Jahr 2014 wurde Youtube Music Key ins Leben gerufen, was im Jahr 2016 zu Youtube Red wurde. Die Nutzer zeigten daran nur wenig Interesse. Bleibt abzuwarten, wie sich der neue Streamingdienst, der unter dem Namen Remix erscheinen soll, bei den Nutzern im kommenden Jahr durchsetzen wird.

  • TAXIMARKT Handelsblatt: Angriff auf das Taxi-Monopol: Auf dem Taximarkt herrscht in Deutschland ein stetiger Wandel. App-Anbieter wie Uber, Mytaxi oder auch BlaBlaCar nehmen einen zunehmend großen Stellenwert in der Personenbeförderung ein. Für neue Anbieter wird der Eintritt in den Markt durch verschiedene Regelungen jedoch immer schwieriger. Experten raten der Politik daher, dass sie die Chancen der Digitalisierung nutzen müsse, um den Taximarkt zu liberalisieren. In der vergangenen Legislaturperiode, sah das noch so aus: Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CDU) sah zum Thema „Liberalisierung des Taxi-Markts“ keinen Handlungsbedarf. Nun heißt es allerdings vom Digital- und Verkehrsexperten der Unions-Bundestagsfraktion, Thomas Jarzombek (CDU), dass eine neue Koalition sich mit der Modernisierung des Personenbeförderungsrechts auseinandersetzen sollte.

  • GROUPON Horizont: Groupon bietet neuen Service für die Geschenksuche: Noch keine Weihnachtsgeschenke zu Weihnachten? Der Rabatt-Anbieter Groupon kann da weiterhelfen. Mit einer SOS-Hotline und einem Geschenke-Guide, soll das Finden von Geschenken für die Liebsten nun einfacher ablaufen. Die Weihnachtskampagne “Die Unbeschenkbaren” stellt daher einen Telefondienst zur Verfügung, der von “echten Schwiegermüttern” besetzt ist. Der Geschenke-Guide bietet zudem Präsent-Empfehlungen an, die dem Suchenden Inspirationen zum Schenken liefern sollen. Wer also auf der verzweifelten Suche nach Geschenken ist und einen “Unbeschenkbaren” in der Familie oder im Freundeskreis hat, sollte dort einfach mal vorbeischauen.

  • CHROME t-online: Warum Sie den Chrome-Browser aktualisieren sollten: Über eine kritische Schwachstelle im Chrome Browser konnten Angreifer ganze Computer übernehmen. Insgesamt gab es 37 Schwachstellen der letzten Version des Browsers, die jetzt mit einem Update geschlossen wurden. In vielen Fällen könnten Angreifer Speicherfehler provozieren und so Schadcodes ausführen. Falls das Update nicht automatisch ausgeführt wird, sollten User beachten es manuell im „Hilfe“-Menü zu installieren. Gleichzeitig zum Sicherheitsupdate wurden zudem die Chrome-Apps aus dem Web-Store genommen. Bereits installierte Apps sollen laut Google noch bis Anfang 2018 funktionieren.

  • INSTAGRAM Giga: Instagram plant Angriff auf WhatsApp mit Aufspaltung: Nach Snapchat sagt Instagram jetzt auch indirekt dem Messenger WhatsApp den Kampf an. Die Facebook-Tochter testet derzeit eine neue App, den Kurznachrichtendienst „Direct, der so mit WhatsApp und dem Facebook Messenger in direkter Konkurrenz stehen soll. Sowohl WhatsApp und Instagram gehören zwar beide zum Facebook-Konzern, ähnlich wie dort sollen aber private Nachrichten und öffentliche Inhalte in Instagram besser getrennt werden. In sechs Ländern ist Direct zum Testen bereits verfügbar und bewirbt sich selbst mit exklusiven Filtern, um sich den Usern schmackhaft zu machen.

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  • BITCOIN faz: Nobelpreisträger fordert Bitcoin-Verbot: Joseph E. Stiglitz ist ehemaliger Chef der International Economic Association und 2001 wurde ihm der Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften verliehen. Stimmen wurden kürzlich laut über ihn, da der Nobelpreisträger nun ein Bitcoin-Verbot fordert. Die Kryptowährung erlebt gerade einen regelrechten Hype und wer sich früh damit eingedeckt hat, kann im digitalen Geld schwimmen. Stiglitz spricht Bitcoin jedoch jeglichen Nutzen ab und plädiert daher über ein Verbot. Der US-Amerikaner hält das Konzept nur aus zwei Gründen für erfolgreich. So ist es nicht reguliert und umgeht staatliche Kontrollen, Stiglitz sieht die Aufgabe der Schaffung einer Währung eher in den Händen einer Regierung.

  • MACOS heise: Root-Lücke in macOS High Sierra: Sicherheits-Update hat Nebenwirkungen: Der Schock war erstmal groß, als Experten am Dienstag eine dramatische Sicherheitslücke im neuen MacOs High Sierra von Apple entdeckt haben. Das Update, das die Lücke schließen soll, ist jetzt verfügbar und wird von allen Rechnern mit Online-Verbindung automatisch heruntergeladen. Zwar wurde die Lücke nun geschlossen, so kommt das Update gleichzeitig aber auch nicht ganz ohne Nebenwirkungen. Das Update führt unter Umständen zu Problemen bei der Dateifreigabe. Nutzer berichten, dass der entfernte Zugriff auf die per File Sharing geteilten Verzeichnisse des Macs nicht länger funktionieren. Einen manuellen Workaround hat Apple zur Abhilfe bereits veröffentlicht.

  • TWITTER zeit: Ein Deutscher will Donald Trump gelöscht haben: Für ungefähr 11 Minuten war es in Twitter regelrecht ruhig – ungewohnt ruhig. Wie sich herausstellte war der Account des US-Präsidenten Donald Trump – @realdonaldtrump – auf der Kurznachrichten-Plattform für die Dauer des Zeitraums offline. Trump nutzt Twitter nur zu gerne für seine geistigen Ergüsse und verbrachte gefühlt auch einen Großteil seines Wahlkampfes auf der Plattform. Jetzt soll sich ein Deutscher dazu bekannt haben. Das Ganze ist angeblich unabsichtlich und als “Verkettung unglücklicher Zufälle”, aber gleichzeitig auch am letzten Arbeitstag des zuständigen Mitarbeiters geschehen.

  • SNAPCHAT wired: Ein Redesign soll Snapchat retten: Nachahmung ist bekanntlich die höchste Form der Anerkennung. Im Geschäft kann das allerdings schnell zum unverhofften Aus des Konkurrenten führen. So geschieht das derzeit auch langsam zwischen Snapchat und Instagram. Das Story-Feature der Plattform Instagram hat Snapchat fast den Garaus gemacht. Ein Update soll die App jetzt doch noch vor dem Aus bewahren. Das neue Design soll über getrennte Feeds für News und Freunde verfügen. Dieser Schritt soll auch der Verbreitung von Fake News entgegenwirken, wie Snap-Chef Evan Spiegel erklärt.

  • WHATSAPP t3n: Whatsapp down: Messenger auch in Deutschland mit Störungen: Über Nacht trendet #whatsappdown mit derzeit fast 48.000 Tweets auf Twitter. Auch die Whatsapp-Alternative Telegram schafft es dank des Ausfalls bei dem Branchenprimus in die Trending Topics. Denn am vergangenen Donnerstagabend ging bei dem Kurznachrichtendienst WhatsApp erstmal gar nichts mehr. Der letzte Totalausfall des Messengers ist dabei noch gar nicht mal lange her. Diesmal klagten Benutzer weltweit, vor allem aber in Europa und Südamerika, über Störungen bei der App.

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Snapchat: Vom Reiz des Augenblicks zum Untergang

Smartphone (adapted) (Image by TeroVesalainen [CC0 Public Domain] via Pixabay)

Als Snapchat im Jahr 2011 auf den Markt kam, war seine Kurzlebigkeit das Alleinstellungsmerkmal. Die Idee, die Foto- und Videobotschaften direkt wieder zu löschen, war ein krasser Gegensatz zu den etablierten Social-Media-Plattformen, die die Nutzer dazu dazu bringen wollten, Profile mit haufenweise Inhalten zu erstellen. Verschwundene „Snaps“ mögen anfangs als diskrete Art des Sextings an Zugkraft gewonnen haben, aber ihre Kurzlebigkeit entpuppte sich als attraktiv.

Die Benutzer haben Snapchat als eine Möglichkeit verstanden, die unbedeutenden, albernen, alltäglichen oder einfach weniger ausgefeilten Momente des Alltagslebens zu teilen. Augenblicke, die nicht als Instagram-, Twitter- oder Facebook-würdig gelten, können als flüchtige Snaps geteilt werden. Snapchat-Mitbegründer Evan Spiegel dazu:„Bei Snapchat geht es nicht darum, den traditionellen Kodak-Moment für das Fotoalbum festzuhalten. Es geht um die Kommunikation mit der ganzen Bandbreite menschlicher Emotionen – nicht nur mit dem, was schön oder perfekt zu sein scheint.“

Für Snapchat sah es lange recht vielversprechend aus. Im Jahr 2013 stellte das Unternehmen Snapchat Stories vor, eine Montage von Snaps, die gleichzeitig über die gesamte Kontaktliste des Nutzers für einen Zeitraum von 24 Stunden ausgestrahlt wird. Im folgenden Jahr folgte die Einführung von Snapchat-Werbung, die es den Unternehmen ermöglichte, die wachsende Nutzerbasis der App zu erreichen und Snapchat mit einer wachsenden Einnahmequelle auszustatten. Snapchat war so zuversichtlich, dass es das Übernahmeangebot von Facebook in Höhe von drei Milliarden US-Dollar im Jahr 2013 ablehnte.

Trittbrettfahrer

Erfolg sorgt für Nachahmer. Im Jahr 2016 veröffentlichte Instagram, das inzwischen Facebook gehört, sein eigenes Stories-Feature, das die Funktionalität von Snapchat Stories widerspiegelt. Facebook selbst kam im Jahr 2017 mit einer eigenen Stories-Funktion dazu. Die Entstehung solcher Nachahmungsmerkmale hat natürlich Fragen über die Langlebigkeit von Snapchat aufgeworfen.

Snapchats monatliche Wachstumsrate der aktiven Nutzer sank von 17,2 Prozent pro Quartal Mitte 2016 auf nur fünf Prozent zu Beginn des Jahres 2017. Der Aktienkurs ist von einem Höchststand von mehr als 27 US-Dollar gesunken und notiert jetzt unter seinem Börsenkurs von unter 15 US-Dollar. Instagram Stories hat jetzt jeden Tag 250 Millionen Benutzer – das sind deutlich mehr als die 166 Millionen bei Snapchat. Wie können Social-Media-Plattformen also ihre Nutzerbasis halten, wenn ihr Hauptverkaufsargument anderswo nachgeahmt wird?

Anbindung

Meine jüngste Arbeit, die in Zusammenarbeit mit den britischen Wissenschaftlern Mike Molesworth und Janice Denegri-Knott entstanden ist, argumentiert, dass die Langlebigkeit vieler Social-Media-Plattformen auf das zurückzuführen ist, was wir als „Consumer Ensnarement“ bezeichnen. Im Gegensatz zu Snapchat regen die meisten Social-Media-Plattformen die Nutzer dazu an, kontinuierlich Inhalte hochzuladen, die Teil eines dauerhaften Profils werden. Dabei schaffen die Nutzer gleichzeitig die Plattform und binden sich daran an.

Werfen wir nun einen Blick auf Facebook. Seit vielen Jahren wird spekuliert, dass die Nutzer, insbesondere jüngere Altersgruppen, die Plattform bald verlassen würden, was aber nicht eingetreten ist. Das Unternehmen hat sich gegen Layout- und Funktionalitätsänderungen, Datenlecks und die zunehmende Kommerzialisierung durchgesetzt und behält dennoch täglich 1,32 Milliarden aktive Benutzer. Im Juli 2017 meldete Facebook einen Quartalsumsatz von insgesamt 9,32 Milliarden US-Dollar, 45 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Zukunft für Facebook scheint noch heller zu sein.

Die Langlebigkeit von Facebook ist zum Teil auf den Wert zurückzuführen, den die Nutzer den hochgeladenen Inhalten beimessen, die teils sehr aufwändig kommentiert und gestaltet werden. Der Social-Media-Riese ermuntert die Nutzer, Fotos und Videos hochzuladen und zu „taggen“, in aussagekräftigen Alben zu organisieren und aktuelle Informationen in Form von Status-Updates bereitzustellen. Dieser Inhalt ist für den Nutzer insgesamt von großem Wert.

Und tatsächlich ist es so, obwohl wir nur selten darüber nachdenken und es vielleicht nicht zugeben mögen, dass unsere Facebook-Profile zu wichtigen digitalen Besitztümern geworden sind. Ohne dass wir dies wollten, sind sie zu digitalen Sammelalben geworden. Nach all den Jahren der Updates erinnern sie an wertvolle Momente und erzählen einen Teil unserer Leben.

Dadurch entsteht eine neue Form der „Einschließung“, bei der die Nutzer nicht an Markentreue, sondern an eigene Uploads gebunden sind. Je mehr Zeit und Mühe die einzelnen Personen in ihre Profile investieren, desto schwieriger wird es für sie, die Plattform zu verlassen. Wenn eine solche Verknüpfung für den kommerziellen Erfolg und die Langlebigkeit von Social-Media-Unternehmen entscheidend ist, was bedeutet das für Snapchat?

An den Snappern festhalten?

Verschwundene Schnappschüsse lassen kein digitales Sammelalbum voller hochgeladener Inhalte entstehen. Abgesehen von den Kontakten, die auf anderen Plattformen neu erstellt werden müssten – was hinterlässt der Benutzer, wenn er Snapchat aufgibt? Wie kann Snapchat ohne die Einschnürungsmechanismen, die Verbraucher an konkurrierende Plattformen binden, verhindern, dass die Nutzer-Basis von Snapchat genauso schnell verschwinden wie die Snaps selbst?

Snapchat könnte sich darauf konzentrieren, neue, eigenständige Funktionen zu entwickeln, die einen Wettbewerbsvorteil bieten. Dennoch haben wir in den letzten Jahren mehrfach erlebt, dass Innovationen im Bereich Social Media schnell nachgeahmt werden. Die wiederholte Nachahmung von Konkurrenten durch Facebook behindere die Innovationsfähigkeit des Marktes.

In der Tat hat Facebook nicht nur die Stories-Funktion von Snapchat nachgebaut, sondern vor kurzem sogar auch die Einführung von Filtern angekündigt, die die lustigen Linsen von Snapchat nachahmen – ein weiteres Merkmal der Plattform. Ohne Mechanismen der Verankerung sind weitere Innovationen kein Garant für zukünftigen Erfolg mehr.

Eine Möglichkeit besteht in der Snapchat-Funktion „Memories“, die Mitte 2016 eingeführt wurde. Im Gegensatz zum anfänglichen Fokus der App auf flüchtige, verschwundene Snaps ermöglicht Memories den Benutzern, ihre Snaps zu behalten, Snaps in der App zu speichern oder sie auf ihr Profil herunterzuladen.

Snapchat Memories erstellt eine andere Art von digitalen Scrapbooks. Während andere Plattformen es uns ermöglichen, uns an die ausgefeilten Versionen unseres Lebens zu erinnern, die auf Facebook und Instagram präsentiert werden, kann eine Montage von Snaps die Teile unseres Lebens festhalten, die sonst herausgeschnitten würden – die dummen, alltäglichen, nicht auf Hochglanz polierten, aber dennoch wichtigen und wertvollen Momente.

Wenn man nun Snaps herunterladen kann, stellt sich die Frage, wie die Plattform die Snapper dazu ermutigen kann, diese digitalen Scrapbooks in den Apps zu erstellen und mit ihnen zu interagieren? Das wirkliche Potenzial von Snapchat Memories liegt in „intelligenten“ Funktionen, die die Interaktionen der Benutzer mit ihren Inhalten bereichern. Die Nutzer können nicht nur nach Stichworten, sondern auch nach bekannten Objekten suchen und erhalten eine Sammlung von Snaps, die an ihrem aktuellen Standort aufgenommen oder in früheren Jahren am selben Datum gepostet wurden (Facebook-Funktion „An diesem Tag“). Diese Funktionen haben eine begrenzte Aufmerksamkeit erlangt, die teilweise durch den späteren Launch von Instagram Stories überschattet wurde, jedoch bieten solche Funktionen einen Mehrwert bei der Speicherung von Inhalten innerhalb der App selbst und erleichtern die Art der Einbindung durch Wettbewerber des Konzerns.

Kurzlebigkeit mag die Ursache für den frühen Erfolg von Snapchat gewesen sein. Dass die App aber in der Lage ist, ein ehrliches, unvollständiges und dauerhaftes Bild vom Leben seiner Nutzer einzufangen, dürfte vielleicht die beste Hoffnung auf Überleben darstellen.

Dieser Artikel erschien zuerst auf „The Conversation“ unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image (adapted) „Smartphone“ by TeroVesalainen (CC0 Public Domain)


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Influencer-Marketing – aber bitte mit Kennzeichnung!

Influencer-Marketing Photographing a donut (adapted) (Image by Callie Morgan [CC0 PublicDomain] via Unsplash)

Ich bin durch und durch Millennial, auch was Social Media angeht. Als ich neulich einen Laden für Heimausstattung besuchte und dort einkaufte, wurde ich derart massiv beschenkt, dass ich mich für soviel Freundlichkeit gerne mit einem kleinen Tweet bedankt hätte. Ich fragte mich allerdings auch, ob ich diesen Tweet schon als Werbung kennzeichnen sollte – die aktuelle Debatte um Werbung durch Influencer hatte ihre Spuren hinterlassen. Bisher verliefen die Grenzen zwischen Influencer-Marketing und Schleichwerbung fließend. Jüngste Gerichtsurteile, wie das von Rossmann, laut dem die Kennzeichnung mit dem Hashtag #ad nicht als Kennzeichnung ausreicht – es droht Ordnungsgeld von bis zu 250.000 Euro – oder der Eklat um Lena Meyer-Landruts ungeschickte Werbekampagne für die Deutsche Telekom, müssen der Branche zu denken geben.

Trends im Influencer-Marketing

Influencer-Marketing macht inzwischen durchschnittlich sieben Prozent des klassischen Marketing Mix aus. Schon 2015 gaben rund 84 Prozent der Marketiers an, in den kommenden zwölf Monaten mit Influencern arbeiten zu wollen. Der langfristige Trend geht dabei in Richtung Micro-Influencer, denn die sind mit durchschnittlich 2,7 Prozent Engagement oft effektiver als Influencer mit großer und recht diffuser Followerschaft. Die Frage, wo persönliche Überzeugung aufhört und Werbung anfängt und damit das Thema rechtlich saubere Kennzeichnung von Werbebotschaften wird uns in den nächsten Jahren also alle immer wieder beschäftigen. Was gilt es nun zu bedenken?

Die Hauptverantwortung liegt beim Influencer

Das größte Risiko beim Influencer-Marketing trägt der Influencer selbst, denn erst seine Glaubwürdigkeit bei den Fans macht ihn zu dem, wofür ihn Marketiers schließlich engagieren. Geht die Reputation den Bach runter, weil Postings für Unternehmen wie Schleichwerbung – oder im Fall von Lena, wie ein sehr, sehr großer Fettnapf – wirken, dann darf man nicht nur die Kampagne getrost als gefloppt bezeichnen, sondern ebenfalls den Ruf des Influencers als ruiniert.

Aber auch auf juristischer Ebene sind die Influencer die erste Adresse, wenn es um Abmahnungen, Bußgelder und Unterlassungserklärungen geht. Da wäre zunächst §5a UWG, das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb, der die klassische Definition unerlaubter Schleichwerbung liefert:

Unlauter handelt, wer den kommerziellen Zweck einer geschäftlichen Handlung nicht kenntlich macht, sofern sich dieser nicht unmittelbar ergibt, und das Nichtkenntlichmachen geeignet ist, den Verbraucher zu einer geschäftlichen Handlung zu veranlassen, die er andernfalls nicht getroffen hätte.

Allerdings ist von verbotener Schleichwerbung nur dann auszugehen, wenn der Influencer tatsächlich einen kommerziellen Zweck mit der Produktbesprechung oder -platzierung verfolgt, also der Zweck seines Posts auf Verkauf gerichtet ist. Aber auch der Rundfunkstaatsvertrag (§§7, 58), das Telemediengesetz (§ 6 Abs.1 Nr. 1) sowie der Pressekodex (Ziffer 7) verlangen eine klare Trennung von journalistischen und kommerziellen Inhalten. Und das war erst der nationale Teil: Auf EU-Ebene ist bereits eine neue Richtlinie für audiovisuelle Mediendienste auf dem Weg, die das Thema Kennzeichnungspflicht in sozialen Medien ebenfalls befeuert. Jeder vernünftige Influencer wird sich zukünftig rechtlich absichern wollen.

Wie seriös sind solche Unternehmen?

Es muss jedoch in beiderseitigem Interesse liegen, dass bezahlte Kooperationen eindeutig als solche zu erkennen sind, denn sonst ist es eben sehr weit her mit der authentischen Produktempfehlung und der reichweitenstarken Kampagne. Leider versuchen Unternehmen immer wieder, den werbenden Charakter eines kommerziellen Beitrages zu verschleiern. Der Blogger Henning Uhle hat dazu gerade einen deutlichen Standpunkt geteilt. 

„Bitte verfassen Sie einen Artikel zu Thema XYZ. Der Artikel darf nicht als Werbung gekennzeichnet sein.“ – Solche Anfragen bekommt man manchmal als Blogger. Mir konnte aber noch nie eine der anfragenden Leute irgendwie klar machen, wieso man einen beauftragten Artikel nicht als Werbung kennzeichnen soll. Will man in meinem Blog etwa Schleichwerbung machen? Angeblich so seriöse Firmen wollen mich dazu bringen, das Gesetz zu beugen oder gar zu brechen? Schämt euch mal ein paar Takte lang.

Und dann einfach nie wieder fragen. Sondern im besten Fall den Influencer von Anfang an darum bitten, seine Posts eindeutig zu kennzeichnen!

Do’s und Dont’s beim Influencer-Marketing

Wenn also geklärt wäre, dass eine Kooperation immer erkennbar sein sollte, stellt sich nun die Frage, wie das rechtlich konform auszusehen hat. Spätestens seit dem Rossmann-Urteilt steht fest, dass man weder mit “sponsored by“ noch mit einem #ad ausreichend rechtssicher handelt. Die ganz sicheren Varianten lauten #Werbung oder #Anzeige, wie hier Edition F ihren bezahlten Content auf Twitter kennzeichnet.

 

 

Formulierungen wie “im Auftrag von“, „mit freundlicher Unterstützung von“ oder “unterstützt durch Produktplatzierungen“ genügen ebenfalls. Sie klingen doch etwas weniger werblich, aber transparent genug, um etwaige Irreführung des Konsumenten auszuschließen. Authentisch und transparent wäre auch: “Danke an soundso! Ihr stellt mir dieses Produkt zur Verfügung und ich kriege sogar Geld dafür!“. Einen guten Überblick zur Kennzeichnung von Werbung in Social Media liefern zudem die aktuellen FAQ der Landesmedienanstalten.

Professionelle Influencer gehen ganz sicher und kennzeichnen trotz neuem Instagram-Tool ihre Markenposts als #Anzeige. So bleiben alle Seiten glaubwürdig – die Voraussetzung für erfolgreiches Influencer-Marketing.

Nicht zuletzt bemühen sich auch die Social-Media-Plattformen selbst um transparente Werbepraktiken. So bietet die Facebook-Tochter Instagram ihren Nutzern seit kurzem das Branded-Content-Tool zur Kennzeichnung von bezahlten Inhalten. Was genau mit “bezahlter Inhalt“ gemeint ist, ist damit aber nicht abschließend geklärt. Ob eine Fülle an Geschenken genügt oder Geld geflossen sein muss, bleibt offen.

Transparenz ist alles

Deshalb sollte die Devise sowohl für Influencer als auch für Marketiers klar sein. Sie sollten mit größtmöglicher Offenheit und Transparenz auf die User zuzugehen. Das Verständnis und die Akzeptanz der Nutzer für bezahlte Postings dürfte sofort vorhanden sein, wenn die nervigen Werbebanner und ewig vorbei zielenden Targeting-Kampagnen dafür endlich weniger würden.


Image (adapted) „Photographing a donut“ by Callie Morgan (CC0 Public Domain)


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Wie schaffen wir es, dass uns Social Media nicht einsam macht?

Einsam (adapted) (Image by Jad Limcaco [CC0 Public Domain] via Pixabay)

Montagmorgen, 8 Uhr, es regnet. Wie ein Mantra scrollst du deinen Facebook und Instagram-Feed im Bett durch: Die Bilder vom Wochenende geben deinem Ego digitale Streicheleinheiten, die es leichter machen, aufzustehen. Doch spätestens wenn du am Montag Nachmittag zum hundertsten Mal dein Handy entsperrt hast, ohne genau zu wissen, warum, wird die Suchfunktion auf Instagram genau eine Funktion haben: Dich daran zu erinnern, dass Frauen mit thigh gap und operierten Nasen eine andere Liga sind. Wie Real Madrid für Eintracht Frankfurt: sie sind einfach unerreichbar.

Den Drang zur übertriebenen Selbstdarstellung nennt man performative Ökonomie. Wie so oft im menschlichen Verhalten ist der Wunsch nach Belohnung der Antrieb. Soziale Belohnung in diesem Fall, in Form von Likes, Abonnenten, Klickraten, Pressenennungen, Interviews.

Dass so ein Verhalten nicht lange gut gehen kann, ist nichts Neues: Eine Studie der University of Pittsburgh hat herausgefunden, dass junge Erwachsene, die mindestens zwei Stunden täglich in den sozialen Medien verbringen, doppelt so anfällig für das Gefühl der sozialen Isolation sind. So können zum Beispiel das Gefühl des Ausgeschlossen-Seins, wenn man Bilder von Unternehmungen der Freunde sieht, und die Auslassungen der negativen Ereignisse in einem zu Hochglanz polierten News-Feed eine geradezu bleierne Einsamkeit auslösen.

Das Alice-im-Wunderland-Syndrom: Es macht uns krank

Die Social Media Studie #StatusOfMind geht zudem davon aus, dass jeder sechste Jugendliche momentan an Angststörungen leidet. So geben vier von fünf Heavy Usern in der Studie an, dass Social Media sie ängstlicher macht. „Fomo“ nennt sich dieses Phänomen: Fear of Missing Out. Es entsteht somit Stress, wenn man immer die glücklichen Bilder seiner Freunde aus dem Urlaub sieht.

Eine weitere schlechte Nachricht für Heavy User: Wer mehr als zwei Stunden am Tag auf Social Media verbringt, hat ein schlechteres Selbstbild. Das eigene Leben scheint nicht mehr so attraktiv zu sein, wenn man die unrealistischen Ausschnitte aus dem Leben der Anderen sieht. Vielleicht ist es das Alice-im-Wunderland-Syndrom, das in uns steckt, und uns die Scheinwelt immer als schöner erachten lässt als sie eigentlich ist.

Selbstdarstellung und Körperkult: Und der Geist verkümmert

In dem Video „Wie perfekt wollen wir sein?“ spricht der Philosoph David Richard Precht mit der Schriftstellerin Juli Zeh über den heutigen Körperkult und Fitnesswahn. Es ist nicht zu leugnen, dass wir in einer Zeit leben, in der der Geist immer mehr verkümmert. Dies hat nicht nur mit der Abkehr von Religionen zu tun, sondern auch mit unserem Drang, uns vergleichbar und messbar zu machen. Hier zeigt sich die performative Ökonomie in ihrer vollen Pracht, denn der Köper ist im Gegensatz zum Geist greifbar.

Plattformen wie Instagram und Facebook spornen diese Entwicklung weiterhin an. Zudem werden die User immer jünger. Dies sind sehr beunruhigende Umstände, wenn man die Auswirkungen von sozialen Netzwerken auf die mentale Gesundheit betrachtet. So sind Jugendliche die am meisten gefährdete Gruppe für Suchtverhalten, da ihre neurobiologischen Prozesse anders verlaufen als bei Erwachsenen.

Das Gegenteil von Einsamkeit: Verbindung

Die Frage ist also: Wie können wir soziale Medien nutzen, ohne dass sie das Gefühl der Einsamkeit fördern?

Auf der Suche nach einer Antwort, bin ich auf einen sehr sehenswerten Ted Talk von der Forschungsprofessorin Bréne Brown gestoßen. Dort beschreibt sie, wie sie durch ihre Arbeit als Sozialpädagogin bereits lange Zeit wusste, dass es die Verbindungen mit anderen Menschen sind, die unserem Leben Sinn und Bedeutung verleihen.

In ihren Forschungen kam sie zu einer bedeutenden Erkenntnis: Menschen, die sich mit anderen verbunden fühlen, haben die Fähigkeit, sich anderen gegenüber verletzlich zu zeigen. Sie glauben daran, dass Verletzlichkeit wertvoll ist – obwohl es risikoreich ist und es keine Garantie gibt. Zum Beispiel wenn man als Erster „Ich liebe dich“ sagt. Brown schlussfolgert somit, dass Verletzlichkeit nicht nur mit Schande, Angst und dem Verlangen nach Selbstwert in Verbindung zu bringen ist – sondern auch essenziell  für Glück, Kreativität, Zugehörigkeit und Liebe ist.

Lassen wir das mal kurz sacken. Es scheint keineswegs so, als würde unser Drang nach Selbstdarstellung in den sozialen Medien es erlauben, sich verletzlich zu zeigen (auch nicht überraschend: Instagram wurde zu der Plattform mit dem größten negativen Einfluss gekürt). Dabei ist die meisten Zeit unseres Lebens Alltag – doch wo findet man im World Wide Web das Plätzchen,  wo sich die fettige Haut und die Speckröllchen verstecken?

Wie werden soziale Medien wieder sozial?

Einen Alltag ganz ohne Internet zu führen, ist heutzutage kaum möglich und auch für die meisten nicht erstrebenswert. So schlussfolgerte der Internetjunkie Paul Miller nach einem Jahr Internet-Abstinenz, dass diese Erfahrung nicht nur positiv war. Sein Fazit nach der Rückkehr in die Online-Welt: „Kann sein, dass ich mit dem Internet Zeit verschwende oder mich ablenke – aber zumindest hab ich wieder Anschluss.“

Es ist somit unsere Entscheidung, was dieser Anschluss im fördert: Sei es Neid, Hass, Einsamkeit – oder Zugehörigkeit und Verständnis. Denn es lassen sich auch starke Gegenbeispiele im Netz finden. So ging zum Beispiel der Instagram-Account von Celeste Baber viral. Und das nicht, weil sie Modelmaße hatte – sondern weil sie darstellte, wie absurd die Modelposen der Stars sind und absolut gar nichts mit der Realität zu tun haben. Ein weiteres Beispiel wäre Bodyposipanda: Megan Jayne Crabbe zeigt durch ihren harten Weg aus der Magersucht heraus, dass nicht die Klamottengröße bestimmt, ob man glücklich ist.

Was schlussfolgere ich daraus? Nicht das Perfekte schafft Verbindung – sondern vor allem das Verletzliche und Authentische, in dem wir uns selbst wiedererkennen. Denn das Netz eröffnet uns diese grandiose Möglichkeit, mit anderen Menschen von überall in Kontakt zu treten und unsere Ängste und Sorgen gemeinsam von Bord zu werfen. So können soziale Medien wieder sozial werden. Zudem sind die beiden genannten Accounts Beispiele für wahrhaftig mutige und selbstbewusste Frauen – ganz ohne Photoshop und Size Zero. Und sie sind in jedem Fall einen Klick auf den Folgen-Button wert.


Image (adapted) „Einsam“ by Jad Limcaco [CC0 Public Domain]


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  • INSTAGRAM t3n: „Viel zu weitreichende Rechte“: Instagram ändert AGB – nach Kritik von Verbraucherschützern: Die Social Media App Instagram passt jetzt ihre Nutzungsbedingungen in Deutschland an. Verbraucherschützer haben gleich 18 Punkte der AGB der Facebook-Tochter mit einer Abmahnung angeprangert. So habe sich die Foto-Plattform von ihren zumeist jugendlichen Nutzern viel zu weitreichende Rechte einräumen lassen. Bis Ende des Jahres möchte Instagram seine AGB angepasst haben, um so mehr dem deutschen Recht angepasst zu sein, beispielsweise soll deutlich gemacht werden, wann die Plattform Inhalte entfernen darf.

  • APPLE heise: Patentstreit mit Apple: Qualcomm will iPhone-Produktion stoppen: Der Konzern Qualcomm ist einer der größten Anbieter für Chips in Smartphones. Auch Patentlizenzen für verschiedenste Technologien werden von der Firma verkauft. Wegen einer Streiterei mit dem Smartphone-Hersteller Apple um solche Patente, will der Konzern jetzt die iPhone-Produktion in China boykottieren. Apple möchte nicht zahlen, da Qualcomm für Patentlizenzen einen prozentualen Anteil vom gesamten Gerätepreis verlangt. In Europa steigt der Konzern bereits auf Funkchips von Intel um, sollte der chinesische Markt allerdings wegbrechen, wäre das ein echter Einschnitt für den Konzern.

  • HUAWEI übergizmo: Huawei Mate 10: Der Livestream zum Launch-Event: Heute launcht der Smartphone Herstellers Huawei die neue Mate-Serie. Gegen 14 Uhr wird CEO Richard Yu in München die Bühne betreten und die neue Reihe präsentieren. Das Event kann per Livestream verfolgt werden und mit dem Hashtag #WeMate2017 könnt ihr euch austauschen und auf dem Laufenden halten. Das Huawei 10 ist der direkte Nachfolger der Mate 9 und soll das Smartphone durch einen Kirin 970-Prozessor zum maschinellen Lernen befähigen. Das Mate 10 könnte damit bestimmte Prozesse bos zu 20 Mal schneller ausführen als ein Smartphone mit einer herkömmlichen CPU.

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Facebook und die Teenager: Es ist kompliziert.

Sad and grumpy teenage girl (adapted) (Image by draganagordic via AdobeStock)

Der letzte Versuch von Facebook, sich als interessante Plattform für Teenager aufzustellen, wurde heimlich, still und leise zu Grabe getragen. Die Lifestage-App der Social-Media-Plattform (die so erfolglos war, dass die meisten wahrscheinlich gerade zum ersten Mal davon hören), wurde vor etwa einem Jahr unter einigem Getöse, aber mit ziemlicher Gleichgültigkeit ins Leben gerufen und hielt sich seitdem nur schwer.

Dennoch hat Facebook, wie es im Silicon Valley öfter mal vorkommt, auf das Scheitern eines Unternehmens schnell mit einem neuen reagiert und ein neuen Service zum Videostreaming enthüllt. Facebook Watch soll kurze Videos ins Portfolio aufnehmen, die live oder vorher aufgezeichnet werden und eigene, professionelle Inhalte enthalten. So kann die Plattform direkter mit den „Likes“ von YouTube, Netflix und traditionellen TV-Sendern in Konkurrenz treten.

Lifestage war nur ein Teil einer langen Serie von Facebooks Versuchen, gegen die Welle junger Leute anzukämpfen, die immer mehr auf verschiedensten Plattformen interagieren. Mit Facebook Watch scheint die Firma sich von dem Fokus, junge Leute zu behalten, abgewandt zu haben und stattdessen auf eine weit größere Basis an Benutzern abzuzielen. Vielleicht hat Facebook gelernt, dass es einfach nie cool sein wird – aber das heißt nicht, dass es nicht trotzdem beliebt sein kann.

Lifestage hätte mit dem immer beliebter werdenden Snapchat, der App, mit der man Fotos und Videos teilt und die besonders unter Teenagern beliebt ist, konkurrieren sollen. Doch der Ableger erreichte nie die Anzahl an Benutzern, die es gebraucht hätte, um das Unternehmen zu erhalten. Was beunruhigend für Facebook ist, dass nach den kurzlebigen Services Facebook Poke und Facebook Slingshot, die beide ebenfalls in ihr stilles digitales Grab verbannt wurden, bereits der dritte gescheiterte Versuch war, den Erfolg von Snapchat bei Teenagern nachzuahmen. Mit eher lauer Begeisterung hat Facebook außerdem einige Features von Snapchat, wie etwa die Stories-Funktion, in seine Haupt-App eingearbeitet.

Dies rührt daher, dass der Social-Media-Markt nach wie vor unheimlich schnell expandiert. Der Konkurrenzkampf ist heftig und zahlreiche Firmen wetteifern mit Neugründungen und aufsteigenden Marken, um die Aufmerksamkeit der wachsenden und immer stärker vernetzten Benutzer. Es ist nicht mehr der Fall, dass ein oder zwei Firmen das Monopol in der Social-Media-Landschaft besitzen. Die meisten Jugendlichen benutzen nach und nach mehr als eine Plattform, um online zu interagieren (wobei dieser Trend außerhalb der westlichen Welt etwas anders zu sein scheint). Junge Leute experimentieren mit neuen Formaten und Arten der Interaktion – dies reicht von kurzen Videos und Nachrichten, die nicht dauerhaft gespeichert werden, zu anonymen Feedback-Apps wie Sarahah, die bei Teenies sehr beliebt ist und Medienpädagogen zum Schluchzen bringt.

Trotz dieser Schwierigkeiten ist Facebook nach wie vor mit Abstand die beliebteste Social-Media-Plattform der Welt und hat mehr als zwei Milliarden Benutzer weltweit. Jüngste Daten zeigen, dass es unter Teenagern und jungen Benutzern beinahe so beliebt ist wie Snapchat. Ebenso verhält es sich mit der Foto-Plattform Instagram, die mittlerweile auch Facebook gehört.

Das Problem liegt hier selbstverständlich darin, dass durch die Beliebtheit und vor allem durch das klare, nutzerfreundliche Design nun auch die Eltern, Lehrer, Chefs und sogar die Großeltern die Plattform nutzen. Für die Teenager bedeutet das, dass die Plattform zu einem Problem geworden ist. Sie steckt voller konkurrierender und zwiespältiger Verpflichtungen, da nun verschiedenste Aspekte und Umstände ihres Lebens an einem einzigen Platz zusammenlaufen.

Die jungen Leute, mit denen ich für meine Untersuchung spreche, meinen, dass der große Anklang und das einfache Design von Facebook für sie eine einmalige Erfahrung sind. Facebook ist ein Ort mit potenziellen sozialen Landminen, mit der Angst, dass die verschiedensten Nutzer alles sehen, was gepostet wird – was zu Angst, Ausflüchten und Untätigkeit führt.

Dieses breite Publikum zu bewältigen bedeutet, dass junge Leute die öffentlichen Seiten von Facebook seltener nutzen und stattdessen auf Aspekte wie Gruppen und Privatnachrichten bauen. Das erklärt, warum sie anscheinend immer mehr auf Plattformen wie Instagram und Snapchat setzen, um mit ihresgleichen zu interagieren – ein Trend, der auch von anderen Forschern festgestellt wurde.

So gesehen scheint der Versuch, Teenager zu ermutigen, dieselben Features wie auf Snapchat zu benutzen, wenn die Marke Facebook doch so mit einem stark öffentlichen und sozial schwierigen Umfeld assoziiert wird, an sich fehlerhaft. Wir können nicht sagen, in welche Richtung sich die Firma in Zukunft entwickeln wird, aber es scheint naheliegend, dass sie Schwierigkeiten haben wird, jemals wieder so zentral für die Onlineerfahrungen von jungen Leuten zu werden, wie sie einmal war.

Facebook Watch zielt auf größeres Publikum ab

Das Einrichten von Facebook Watch suggeriert jedoch, dass die Firma vielleicht ihre Lektion gelernt hat. Das neue Service ist ein Versuch, einen umfassenderen Ort zu kreieren, der seine größere Benutzerbasis ansprechen kann und Inhalt, Ideen und Platz nicht nur auf Teenager und junge Leute ausrichtet.

Mit der Ankündigung des Services zum Teilen von Videos hat Facebook bekanntgemacht, dass man „gemeinschaftsorientierte“ Ergebnisse braucht. Nutzer werden Videovorschläge bekommen, die darauf basieren, was andere – insbesondere ihre Freunde – sich ansehen. Auf diese Art ermöglicht Facebook den Benutzern, Inhalte zu finden, die ihre Interessen und Freundschaften jeglicher Art widerspiegeln. Anstatt zu versuchen, eine bestimmte demografische Gruppe beizubehalten und nur auf sie abzuzielen, scheint Facebook Watch den breiteren Anklang der Plattform zu würdigen.

Dies scheint mit dem Schritt, weniger als reines soziales Netzwerk aufzutreten, und hin zu einem umfassenderen Zentrum für Neuigkeiten und Inhalte übereinzustimmen, den Facebook hier vornimmt. Dank Facebook Watch brauchen Benutzer die Plattform nie zu verlassen, da sie sowohl Inhalte, die im Netz eingebettet sind, als auch eigene Videos, die von der Seite zur Verfügung gestellt werden, ansehen können. Und weil Facebook hinsichtlich der Videoinhalte bereits an zweiter Stelle nach YouTube steht, sieht dieser Schritt abermals aus wie ein Versuch, sich auf einen breiteren Markt als nur den der Teenager auszurichten.

Die Tatsache, dass Facebook zunehmend seine diverser werdende Benutzerbasis nährt, kann zu einem Problem für junge Leute werden, die um ihre Interaktionen auf der Plattform besorgt sind. Wenn man jedoch den massiven Erfolg von YouTube bei den meisten Teenagern berücksichtigt, dient Watch vielleicht dazu, Teenager zurück zu Facebook zu locken. Es gibt wirklich nur eine Art, die Beziehung zwischen jungen Leuten und Facebook zu beschreiben: Es ist kompliziert.

Dieser Artikel erschien zuerst auf „The Conversation“ unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image (adapted) „Sad and grumpy teenage girl“ by draganagordic/AdobeStock.com


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  • MOBILITÄT golem: Grüne wollen Elektroautos mit 6.000 Euro fördern: Dass die Grünen sich für das Klima aussprechen ist nichts Neues. Doch jetzt wollen sie umweltbewusste Autofahrer zusätzlich unterstützen und jedes Auto mit emissionsfreiem Antrieb mit 6.000 Euro unterstützen. Diese Begünstigung läuft nach einem Bericht des Spiegels solange, bis eine Millionen solcher Autos auf den Straßen fahren. Doch trotz dieses großzügigen Angebotes scheint der Plan nicht wirklich zu funktionieren. Die Zahlen des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle zeigen nämlich seit Beginn des Programmes, dass nur 2000 Anträge auf einen zukünftigen Kauf gestellt wurden. Doch Özdemir stellt klar, dass er hinter diesem Projekt stehe, denn er machte in einem Interview deutlich, er werde nur mit einer Partei in Koalition gehen, die mit seinen Punkten zum Thema Elektromobilität übereinstimmen.

  • GELDANLAGE heise: Angst vorm Digitalen: Deutsche zögern bei Geldanlage im Netz: Das Digitale ist ein fester Bestandteil in unserer Gesellschaft geworden und wird von der deutschen Bevölkerung fleißig genutzt. Nicht aber wenn es um das Anlegen von Geld geht, denn da traut man dem Netz noch nicht über den Weg. Bankgeschäfte abzuwickeln oder aber bargeldlos Bezahlen, ist in Deutschland noch nicht angekommen. Haben Unternehmen wie Vaamo, Easyfolio, Ginmon oder Liqid, die damit werben eine Alternative zur klassischen Bankberatung zu sein, überhaupt eine Chance? Zurzeit sieht es noch nicht so aus, fest steht jedoch, dass sich die Deutschen als fleißige Sparer erweisen. Das hat sich das Hamburger Fintech Deposit Solutions zu Nutzen gemacht und bietet eine revolutionäre Methode an, mit der ihre Kunden trotzdem weiterhin sicher mit Festzins sparen können.

  • GAMESCOM horizont: Gamescom endet mit Besucherrekord: Nach fünf Tagen ist die Gamescom, die größte Messe für Computer- und Videospiele, jetzt vorbei und kann mit einer Rekord-Summe von über 350.000 Besuchern aus 106 Länder abschließen. Doch auch harte Kritik musste die Branche dieses Mal einstecken, denn die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler, warf der Branche vor zu wenig gegen die Suchtgefahr vorzunehmen. Mortler hatte schon letztes Jahr auf dieses Problem aufmerksam gemacht, doch sei ihrer Meinung nach nicht genügend darauf eingegangen worden sein. Dass sie damit nicht übertreibt, zeigt eine Studie der DAK-Gesundheit von 2016, nach der jeder zwölfte männliche Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 12 und 25 Jahren von Spielsucht geplagt ist. Ein Thema mit dem sich in der Zukunft neben den Chancen, die die Digitalisierung bringt, auch auseinandergesetzt werden muss. 

  • UBER gruenderszene: Expedia-CEO soll neuer Chef bei Uber werden: Nach endlosen Skandalen gibt es jetzt anscheinend einen neuen Chef für Uber. Der Nachfolger dem Firmengründer Travis Kalanick soll Doro Khosrowshahi sein. Der 48-Jährige ist der erfolgreiche Chef von Expedia, die Reiseseite die bereits 2005 gegründet wurde. Er war zwar nicht die erste Wahl, soll jedoch den Schaden der letzten Monate wieder in Ordnung bringen. Eine offizielle Bestätigung des neuen Chefs soll heute öffentlich gemacht werden.

  • INSTAGRAM t3n: Die 5 größten Fehler deutscher Politiker auf Instagram: Wenn Politiker social media nutzen wollen, funktioniert das nicht immer so perfekt. Die fünf größten Fehler, die dabei auftreten, werden hier zusammengefasst. Ein Fehler ist es, wenn Politiker gar nicht erst versuchen auf Instagram und Co. tätig zu sein, denn somit verpassen sie die Chance ihre Interessen auch den jüngeren Wählern näher zu bringen. Die fehlende Authentizität ist auch so eine Sache. Gestelltes Lächeln, gefakter Handschlag, all das wird den Politkern in ihrer Karriere eingeimpft, auf Instagram bringt ihnen diese Ausbildung jedoch gar nichts. Auch die Anstrengung den richtigen Ton zu treffen nervt viele Jugendliche und schreckt die potenziellen Wähler ab. Es zeigt sich also immer wieder, die Zeiten ändern sich und nicht jedem fällt das so leicht.

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Die Netzpiloten sind Partner der OMK 2017

Partnergrafik_OMK

Es ist bereits das sechste Mal, dass die Online-Agentur web-netz und die Leuphana Universität die „OMK 2017 – Online Marketing Konferenz Lüneburg“ veranstalten. Hier dreht sich alles um das Thema Online-Marketing mit spannenden Speakern aus der Wirtschaft und Wissenschaft, die ihre Erfahrungen mit rund 600 Besuchern teilen.

Am 28. September könnt ihr auf dem Leuphana Campus in Lüneburg mit Referenten wie unter anderem Marcell Jansen – Ex Nationalspieler – oder Luana Theodoro da Silva – Instagram Star und Influencer – über die neuen Herausforderungen des Online-Marketings diskutieren und spannende Einblicke im Bereich E-Commerce sammeln. Den ganzen Tag über erhaltet ihr bei einem vielfältigen Programm anregende 30-Minuten Slots von über 20 Speakern. Dabei dreht sich alles um die aktuellen Trends im Online-Marketing. Erhaltet aufschlussreiche Forschungsergebnisse und wertvolle Insights von großen Unternehmen wie beispielsweise Xing AG, Google, Tom Tailor oder Facebook.

Das Ganze wird untermauert mit einem gemütlichen Warm-up am Abend vor der Konferenz im Old Dubliner Irish Pub, Foodtrucks – die den Tag über für die Verpflegung sorgen – und einer After-Show Party.

Die OMK in Lüneburg ist eine Non-Profit-Veranstaltung, bei der der Erlös des Events in ein Forschungsprojekt der Leuphana Universität fließt.

Wer Teil dieser spannenden Konferenz sein möchte, der sollte sich schnellstens Tickets sichern!

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