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Jump! Ins Praktikum. In Hamburg. Bei uns!

Wer uns als Leser/in bereits kennt, weiß dass wir neugierig, leidenschaftlich und locker über alle Themen berichten und nachdenken, die sich mit den digitalen Welten beschäftigen. „In Blogs We Trust“ – In der Zusammenarbeit mit Hunderten von Bloggern versuchen wir Schritt zu halten mit den digitalen Veränderungen, die uns täglich beschäftigen. Also sind wir eigentlich ständig online und verbreiten uns auf zahlreichen Diensten und Plattformen. Wenn du Lust auf ein spannendes Praktikum hast, bist du bei uns genau richtig!

Als Unternehmen sind die Netzpiloten ein stolzes Internet-Startup der ersten Stunde! Trotz unserer langjährigen Erfahrungen haben wir uns den Spirit einer kreativen und offenen Internetfirma aber ganz gut erhalten, finden wir. Deshalb hat bei uns ein Praktikantenjob garantiert nichts damit zu tun, ständig Kaffee zu kochen oder Stunden am Scanner zu verbringen. Bei uns wirst du vom ersten Tag an in den Redaktionsalltag eingebunden. Du wirst recherchieren, schreiben, veröffentlichen. Wir nehmen dich mit zu Interviews, Veranstaltungen und du wirst spannende neue Arbeitsweisen kennenlernen. Ein Praktikum bei uns ist ein super Crashkurs in Sachen moderner Kommunikation.

Wir sitzen mitten im Hamburger Schanzenviertel und lieben es hier! Unser Büro strotzt von netten Mitarbeitern, frischem Obst, Tausend Tees und sogar ganz passablem Kaffee. ;)

Ab sofort Plätze für Praktika frei !

Regulär sind ab sofort wieder freie Plätze verfügbar. Interessiert? Dann informiere dich über die Details zur Bewerbung und lass von dir hören: Praktikum

„Ich habe viel gelernt. Ich weiß jetzt, wie man diverse Social Media Plattformen optimal nutzt, habe gelernt Menschen zu interviewen, zu recherchieren, den Umgang mit WordPress, Newslettern und vielem mehr. Ich habe meine HTML-Kenntnisse und mein Wissen über CC-Lizenzen aufgefrischt, meine Begeisterung für Social Media vertieft und an meiner Schreibweise gearbeitet. Das Programm Slack habe ich zu lieben gelernt, ich kann mir eigentlich kein Arbeitsleben ohne vorstellen! Auch meine zwischenmenschlichen Skills sowohl mit Kollegen, als auch mit Interviewpartnern und ‚Kunden‘ am Telefon (ein Hoch auf die Zentrale) hat das Praktikum deutlich verbessert.“

– Alexandra aus Hamburg

„Ich habe vor etwa einem halben Jahr bei den Netzpiloten angefangen. Als Praktikant habe ich schnell verantwortungsvolle Aufgaben übernommen, wie die täglichen Lesetipps (#FollowUs), das Anlegen von Artikeln renommierter Autoren wie Gunnar Sohn und das Verbreiten dieser Texte über unsere Social-Media-Kanäle. Klar habe ich auch mal Kaffee gekocht, aber das macht hier jeder, selbst der Vorstand. Als Praktikant bei den Netzpiloten kann man sich einbringen und wunderbare Projekte vorantreiben, ohne dabei ein Risiko einzugehen. Wenn euch Schreiben Spaß macht, ihr eure Fertigkeiten in HTML und Social Media ausbauen wollt und euch eine entspannte, liebevolle und verständnisvolle Atmosphäre wichtig ist, seid ihr bei den Netzpiloten genau richtig. Ich freue mich, dass ich das letzte halbe Jahr so sinnvoll genutzt habe und bin froh, auch weiterhin noch für die Netzpiloten, Androidpiloten und Applepiloten schreiben zu können.“

– Niklas aus Hamburg

Weitere Eindrücke ehemaliger Praktikanten finden sich hier.


Image by Olia Nayda via unsplash.com

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FollowUs @Buchmesse – Lesetipps aus Blogs & Mags

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    An der alljährlich größten Buchmesse der Welt in Frankfurt interessiert uns Netzpiloten natürlich von jeher die digitale Seite des Buch-und Literaturbetriebs. Wir sind dieses Jahr nicht live vorort. Hier haben wir ein paar Lesetipps aus Blogs und Magazinen für euch zusammengetragen:

  • FÜR STATISTIK-FREUNDE -> print.de: Frankfurter Buchmesse eröffnet -> Rund 140 Euro geben die Deutschen pro Jahr für Bücher aus. Hier gibt’s den statistischen Überblick über den nach wie vor gigantischen Buch-Betrieb und die riesige Buchmesse.

  • AUFBRAUSENDE DISKUSSIONEN -> literaturcafe.de: Der Kampf um die Leser – Mitschnitt der Podiumsdiskussion von der Frankfurter Buchmesse 2018 -> Es diskutieren Experten der Self-Publishing- und Verlags-Branche über die Frage, wie man in Zeiten des digitalen Stress und des Convenience-Serien-Schauens wieder mehr Menschen zum zeitaufwändigen Lesen bringen kann. Sehr spannend!

  • LITERATUR UND POLITIK -> Frankfurter Allgemeine: Was Literatur politisch leisten kann –> Gefallen hat uns der Text von Julia Bähr zur Frage über den Zusammenhang zwischen Literatur und dem aktuellen politischen Diskurs.

  • KÜNSTLICHE INTELLIGENZ -> SummarizeBot als Startup ausgezeichnet -> CONTENTshift, der Branchen-Accelerator der Börsenvereinsgruppe hat soeben ein Startup ausgezeichnet, das mittels künstlicher Intelligenz und semantischer Analyse die wichtigsten Informationen aus Inhalten extrahiert und damit die Informationsflut überschaubar machen will.

  • BLOGGER RUNDGANG -> people abroad: Die Frankfurter Buchmesse aus der Sicht eines Bloggers -> Lesenswerter Rundgang des Bloggers Heiko Müller. Als Reise-und Outdoorblogger natürlich auch mit guten Fotos!
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Très chic! Die besten Tumblr-Blogs von Fashion-Medien

Life is Tumblr (adapted) (Image by Romain Toornier [CC BY 2.0] via flickr)

Wie nutzen Medien den Microblogging-Dienst Tumblr? Ein Blick in die Nutzung von einigen Fashion-Medien gibt darüber Auskunft. Tumblr ist das soziale Netzwerk der kreativen Köpfe. Durch die Gestaltungsfreiheit der Blogs und das einfache Einbinden von Fotos, Videos und GIFs machen es sich gerade Medien mit ästhetischen Anspruch zu Nutze. Tumblr hat die 21 besten Blogs von Medien zusammengestellt. Unter ihnen viele Mode- und Lifestyle-Magazine (Vogue, Teen Vogue, W Magazine, The New York Times Style Magazine, CR Fashion Book, Elle, Glamour), die trotz ähnlichem Content Tumblr auf ganz eigene Art und Weise nutzen.

Alles in Einem – die Idee hinter Tumblr

David Karp wollte für das Bloggen von Videos, Bildern, GIFs und Texten nicht mehr zwischen verschiedenen sozialen Netzwerken wechseln, sondern eine digitale Plattform schaffen, die alles vereinigt. 2007 gründete er den Micro-Blogging-Dienst, der 2013 von Yahoo übernommen wurde und mittlerweile auch in Deutschland zu den Top 5 der meistgenutzten sozialen Netzwerke zählt.

Dass sich auf Tumblr viele Medien der Fashion- und Beauty-Branche tummeln, ist nicht verwunderlich. Die Plattform ist wie eine Spielwiese für Kreative: Jeder Blog kann ganz nach den eigenen Vorstellungen gestaltet, (bewegte) Bilder aller Größen und Formen hochgeladen werden. Gerade deswegen sind die meisten Tumblr-Blogs multimedial gestaltet und grenzen sich damit von den klassischen Blogs ab, bei denen vor allem der textliche Inhalt im Mittelpunkt steht. Keine vorgegebene Form engt den ästhetischen Inhalt ein – sogar die Auswahl und Anzahl der Kategorien bleibt jedem überlassen. Einen Einblick in das “Archiv” bekommt man jedoch auf jedem Blog. Während soziale Netzwerke sonst so schnelllebig sind, kann hier im Handumdrehen der Eintrag der Elle von 2011 nachgelesen werden.

Ein wenig wie Twitter und Facebook und doch ganz anders

Registriert man sich als Nutzer bei Tumblr, erhält man automatisch seinen eigenen Blog und Zugriff auf das Tumblr-Dashboard, das dem Newsfeed aus Facebook oder Twitter gleicht. Angezeigt werden hier Beiträge von Nutzer, denen man folgt, deren Beiträge man auch rebloggen oder liken kann. Die Favoriten-Funktion ersetzt in gewisser Weise den Like-Button auf Facebook. Eine direkte Kommentarfunktion gibt es jedoch nicht und damit fällt der sogenannte “Shitstorm” wie in anderen sozialen Netzwerken aus.

Trotzdem bleibt das Bloggen durch die Funktion des Social Webs lebendig und vielseitig. In diesem blumigen Klima scheinen sich gerade die Fashion- und Lifestyle-Medien wohl zu fühlen. Wie oft ein Eintrag “gelikt” oder “rebloggt” wurde, wird – auch hier in eigener Entscheidung – auf dem Blog kommuniziert. Während VOGUE in der Bildlegende namentlich die Befürworter aufführt, zeigt das W-Magazine das Resultat in Zahlen.

Dies ist der einzige Hinweis darauf, wie viele Follower ein Blog hat. Anders als bei Twitter oder Facebook wird die Anzahl nur für den eigenen Blog aber nicht für andere preisgegeben. Wenig Ecken und Kanten, an denen sich gestoßen werden kann, dafür viel Freiheit in der Gestaltung. Diese geht so weit, dass manche Blogs der eigentlichen Webseite der vorgestellten Medien verwechselnd ähnlich sehen. Tumblr dient für mehr Reichweite für das Medium im Netz – sei es mit ganz eigenem Content ergänzend zum Magazin oder als Teaser zum Papierformat, dass dann am nächsten Kiosk gekauft werden kann. Und vor allen Dingen zur Repräsentation der Stil der Medienmarke, dem bis ins Detail die eigenen Handschrift verliehen werden kann.

Vogue

Hochwertige Fotos von neuen Modekreationen und ihren hübschen Trägerinnen, Videos von und über die VOGUE Crew – der Tumblr-Blog der amerikanischen Modezeitschrift bleibt dem bildstarken Image der Papierversion auch online treu. Wie ein Teaser zum eigentlichen Magazin wirkt die vornehme Galerie aus großformatigen Bildern, die nach alter Blog-Manier ordentlich untereinander gereiht sind. Dazu meist ein kurzer Fotokommentar (“Now THIS is a supermodel”) und ausgewählte Hashtags.

Möchte man mehr Informationen zu dem Bild, reicht ein Klick auf den Hyperlink, der zur Webseite führt. Die Kategorie “Issue of the Day” – die das Titelbild der gedruckten Version zeigt- und “Photo of the Day” promoten ebenfalls in eigener Sache. Seit Oktober 2010 bloggt VOGUE auf Tumblr über “Fashion im Kontext der Kultur und Welt, in der wir leben”.

CR Fashionbook

Ein eigenes Magazin über “Style und Inspiration” wollte die ehemalige Chefredakteurin Carine Roitfeld der französischen VOGUE herausbringen. Geboren war die Idee des CR Fashionbooks, das VOGUE nun nicht nur im Zeitschriftenregal, sondern auch auf Tumbrl Konkurrenz macht. Das gewählte Design des Tumblr-Blogs erinnert etwas an Instagram, das unter dem eleganten “CR”- Logo fein säuberlich die Fashion- und Style-Fotos und Videos aneinanderreiht. Diese bestimmen mit wenig Text und seltenen Hashtags den Inhalt der Seite und verweisen ebenfalls immer artig auf die eigene Webseite. Frisch und jung soll das Modemagazin sein – und so werden neben Modefotografien auch mal persönliche Schnappschüsse der Herausgeberin gezeigt.

Eine kleine Besonderheit hat sich der Blog erlaubt: “Tumblr” kommt aus dem Englischen “to tumble” und bedeutet nichts anderes als “durcheinanderbringen”. Das hat sich der Blog von Carine Roitfeld zu Herzen genommen: Mit der “random”- Funktion wird einem in zufälliger Wahl ein Blogeintrag aus dem Newsfeed gezeigt, der seit August 2012 gefüttert wird.

Elle

Was nicht überraschen sollte: Auch Elle bloggt gerne und viel über Fashion und Style – aber das nicht nur durch unzählige Fotos, sondern auch mit viel Text. Ganze Artikel finden sich auf Blog, der seit Januar 2011 unter dem Motto “Fashion – Beauty – Entertainment” läuft. Unterhalten wird mit hochwertiger Mode-Fotografie aber auch mit Klatsch und Tratsch.

Elle nutzt Tumblr wie eine zusätzliche Webseite, die eigenständig informiert – das zeigt sich schon an der Suchfunktion, die deutlich zeigt: Hier kann Inhalt gefunden werden. Trotzdem bleibt natürlich der Verweis auf die eigene Webseite durch die Kategorien “The Lates on elle.com” und “Elle loves”.

W Magazine

Weniger ist mehr – scheint das Motto des W-Magazins zu sein, dass auf Tumblr seit Januar 2011 bloggt. Auf dem pechschwarzen Hintergrund erscheinen die unzähligen Fotos des amerikanischen Fashion-Magazins eindrucksvoll. Knallige Farben, wenig Text, der sich auch erst beim Anklicken eines Fotos zeigt. Der Blog ist wie ein Kunstwerk, dass für sich selbst spricht. Keine Spielereien, keine weiteren Optionen. Mehr Text aber ebenso viel schwarz gibt es dann auf der eigentlich Webseite zu sehen, die wie gewohnt auf oder unter jedem Bild verlinkt ist.

Glamour

Auf dem Glamour-Blog wird das geteilt, für was sich das “Fashion Folks” der Glamour-Redaktion begeistern kann. Seit Februar 2011 werden hier Fotos, Videos und Zitate gebloggt. Das eigene Magazin wird promotet und Instagram-Fotos, die einem – so das Team selbst – dunkle Regentage versüßen können. Eine erlesene Auswahl zum passenden Thema findet sich in “Fashion Week”, “Street Style“, “Inspiration” und “In The Magazine”.

Das Team stellt sich persönlich vor und darf in der Kategorie “Ask” über alles und jeden ausgefragt werden. Wer dann noch nicht genug Glamour hat (Want more?) wird entweder zur Webseite weitergeleitet oder trägt sich für den Newsletter ein. Follow us! And please enjoy! Ein persönlicher Blog, der die Bindung zur Marke “Glamour” fördert.


Image (adapted) “Life is Tumblr” by Romain Toornier (CC BY 2.0)


 

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Vom Hobby-Blog zum Fulltime-Job

BLOG IDEAS (adapted) (Image by Owen W Brown [CC BY 2.0] via Flickr)

Wie das eigene Blog zum Aushängeschild im Netz wird – und wie man daraus Früchte für die eigene Zukunft ernten kann. In der Schule und im anschließenden geisteswissenschaftlichen Studium habe ich eigentlich alles „richtig“ gemacht: Netzwerke knüpfen, Praktika absolvieren, Gedanken über die Zukunft machen und nicht zu viel Zeit verlieren. Die ewige „Und was machst du dann damit?“-Frage („damit“ = Kunstgeschichte & Germanistik) konnte ich trotzdem nie beantworten. Bis mir was anderes dazwischen kam: Mein Netz-Leben und das Bloggen hat mir mehr Erfahrung und Pluspunkte gebracht als alle guten Abschlussnoten zusammen.

 


 

  • Quereinstieg in neue Jobs unabhängig von Studium, Ausbildung und Noten.
  • Knüpf dir dein Netzwerk.
  • Bleib authentisch.

Das digitale Schaufenster

 

Nach dem klassischen Verlags-Volontariat bewarb ich mich auf mehrere Texterinnen- und Redaktionsstellen. Auf die Erkenntnis, dass ich aus meinem Netzwissen und den kommunikativen Fähigkeiten mehr machen kann, musste ich erst gestoßen werden: Mein zukünftiger Arbeitgeber googelte und rief an. Allerdings wollten sie mich nicht als „Online-Redakteurin“, wofür ich mich ursprünglich beworben hatte, sondern fragten, ob ich mir auch vorstellen könnte, als „Social Media Managerin“ zu arbeiten. Sie würden jemanden wollen, die tatsächlich im Netz unterwegs ist. Abschlussnoten seien dabei egal. Das war vor zwei Jahren mein Quereinstieg in den Job, der mir immer noch den größten Spaß bereitet. Seitdem habe ich die Erfahrung gemacht, dass mein Blog meine digitale Visitenkarte geworden ist. Unabhängig vom Zugang zu meinem Lieblingsberuf brachte und bringt mir das Blog die meisten Kontakte, Schreibaufträge, Vortragsangebote und anderen Anfragen. Mein Blog ist mein digitales Schaufenster.

Doch was machen, wenn man noch gar nicht bloggt? Oder das eigene Blog noch nicht so aufgehübscht ist, dass es als Schaufenster durchgehen könnte? Absolute BeginnerInnen finden im Netz viele Tipps, wie ein Blog optimaler Weise aufgebaut und gestaltet sein sollte. Grundsätzlich gilt aber: Mach, was dir gefällt. Das Blog ist deine Plattform – es soll also dich und nicht irgendeine gut gemeinte Anleitung widerspiegeln. Überlege dir vorher, über welche Themen du bloggen möchtest, was dir am Herzen liegt, was du loswerden möchtest. Ein guter Tipp: Denk dir Rubriken aus – das erleichtert sowohl dir als auch den Lesenden die Orientierung.

Es geht es los: Die Adresse ist eingerichtet, das Template steht und die Finger liegen auf der Tastatur – und dann? Nichts. Eine Schreibblockade. Das kann passieren. In der Blogparade vom PR-Doktor gibt es viele nützliche Tipps gegen das schwarze Loch im Kopf.

Beziehungen knüpfen

Die Journalistin Carolin Neumann fragte auf Twitter ihre FollowerInnen, warum sie bloggen. Eine der häufigsten Antworten? Um Netzwerke zu knüpfen und andere BloggerInnen kennenzulernen. Allein davon, dass ein Blog im Netz existiert, wird es nicht gelesen oder gar weiterempfohlen. Lies andere Blogs, kommentiere, mach auf dich aufmerksam. Das funktioniert auch über Twitter – nutzt Hashtags und verbreite deine Blogposts. Nimm sogenannte „Blogstöckchen“ auf (Online-Fragebögen, die im Netz weitergereicht werden). Und, so marketinglastig das klingt, grundlegende SEO-Kenntnisse können nie schaden.

Irgendwann ist es dann soweit und du bekommst die erste Anfrage einer Agentur. Sie wollen ein Banner auf deinem Blog schalten, dass du ein Produkt von ihnen testest oder sie in einem netten Artikel verlinkst. Dafür bieten sie dir, wow, sogar einen Produktgutschein oder ködern dich mit Gimmicks, die du kostenlos (sic!) über deinen Blog verlosen darfst. Lass dich nicht verarschen. Die Firma, für die du wirbst, profitiert davon. In anderen Werbekanälen müssten sie dafür viel Geld bezahlen. Lass dich nicht instrumentalisieren, sondern professionalisier dich. Peter Manderfeld hat ein Dos and Don’ts in Sachen „Blogger Relations“ für BloggerInnen zusammengestellt.

Am wichtigsten, wenn du mit einem Unternehmen oder einer Agentur erfolgreich für beide Seiten zusammenwillst, ist dein Media Kit. Damit kannst du deinen Erfolg auch selbst in die Hand nehmen – such nach möglichen Kooperationspartnern und zeig Werbemöglichkeiten auf deinem Blog.

Sympathisch überzeugen

Was würdest du von dir lesen wollen, wenn du dich selbst im Netz suchst? Das ist auch das, was andere Leute von dir lesen sollten, wenn sie nach dir suchen. Zukünftige ArbeitgeberInnen können durch deinen Auftritt im Netz überzeugt werden. Gerade für Selbstständige ist eine gut sichtbare Präsenz im Netz unabdingbar. Mach dich zum/r ExpertIn in deinem Fachgebiet. Aber: Bei aller Professionalität – bleib du selbst. Eine glattgebügelte, hyperkorrekte Oberfläche nimmt einem sowieso niemand ab. Gerade eigene Charakterzüge und Meinungen machen dich zu der Person, die andere gerne in ihrem Team, ihrer Zeitung oder auf ihrer Plattform haben wollen.

Erfolge nicht zurückhalten: Zeig deine Erfahrung und dein Können. Bescheidenheit bringt dich nicht weiter. Aufträge und Jobangebote kommen, wenn Menschen wissen, was du kannst. Und wenn dich andere Menschen weiterempfehlen. Nur zu bloggen, um Aufträge oder Jobs zu bekommen – das funktioniert nicht. Spaß und Authentizität sind die Hauptsache. Dazu gehört auch, nicht jedes Kooperationsangebot oder jeden Auftrag anzunehmen. Über die Online-Pokerschule schreiben, obwohl man nicht einmal weiß, was ein Royal Flush ist? Nein. Im schlimmsten Fall verliert man dadurch sogar LeserInnen. Ausprobieren, dazulernen und ehrlich bleiben – das sind die besten Tipps, um den eigene Hobby-Blog zur Online-Visitenkarte zu pimpen. Gar nicht so viel anders wie in diesem „Real Life“.


Videotipp: re:publica 2013 – Personal Branding Kampagne: Wie der Job dich findet

Lektüretipp: Das Buch zur Jobsuche im Netz


Image (adapted) „BLOG IDEAS“ by Owen W Brown (CC BY 2.0)

 


 

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5 Lesetipps für den 8. Oktober 2015

In unseren Lesetipps geht es heute um die New York Times, das neue Design von Medium, Safe Harbor, Nachrichten für die Zukunft und ein Journalist unter Anklage. Ergänzungen erwünscht.

  • NEW YORK TIMES Nieman Lab: 4 takeaways from The New York Times’ new digital strategy memo: Gestern hat die New York Times das ambitionierte Ziel ausgegeben, den Umsatz von 400 Millionen US-Dollar aus dem Jahr 2014 bis zum Jahr 2020 zu verdoppeln. Der Geschäftsführer der Tageszeitung, Mark Thompson, hat zusammen mit anderen Führungskräften ein Memo veröffentlicht, das verrät, wie das gelingen soll. Joseph Lichterman hat daraus vier Lektionen extrahiert, die auch für andere Medien zukunftsweisend sein könnten.

  • MEDIUM The Next Web: Medium revamps on desktop and mobile, complete with logo redesign: Inzwischen sieht Facebooks Blogging-Funktion Notes aus wie Medium. Kein Wunder, denn Facebook hat das dafür verantwortliche Design-Team aufgekauft. Jetzt zieht Medium nach und ändert sein Design. Auf einer Veranstaltung in San Francisco hat Mediuem-Gründer Ev Williams das neue Design und einige neue Funktionen vorgestellt. Nutzer können beispielsweise jetzt untereinander kommunizieren, eine API gibt Verlegern neue Möglichkeiten Medium zu nutzen und die Blogging-Plattform hat seine mobilen Apps für iOS und Android verbessert.

  • SAFE HARBOR Digiday: What the EU’s safe harbor verdict means for platforms, brands… and you: Mit dem Urteil des Europäischen Gerichtshof vom Dienstag, dass das Datenschutzabkommen der Europäischen Kommission mit den USA, Safe Harbor, das Unternehmen ermöglicht, personenbezogene Daten in Übereinstimmung mit der europäischen Datenschutzrichtlinie aus einem Land der Europäischen Union in die USA zu übermitteln, keinen ausreichenden Schutz ermöglicht, ist ungewiss wie es weitergeht. Lucinda Southern listet die wichtigsten Fragen auf und versucht sie zu beantworten.

  • ZUKUNFT Vox: 7 messages to people 500 years in the future… and beyond: Die Zeit ist eine Barriere, die sich nur schwer überwinden lässt. Die Menschen im antiken Ägypten haben es beispielsweise mit den Pyramiden geschafft, auch noch heutzutage ein präsentes Zeichen gesetzt zu haben. Diese Motivation ist ungebrochen, wie eine interessante Auflistung von Phil Edwards zeigt. Auch heute noch gibt es Versuche, durch Erfindungen, Kunstprojekte und Statements eine Nachricht in die Zukunft zu schicken.

  • ANONYMOUS Ars Technica: Journalist linked to Anonymous found guilty of 3 federal counts of hacking: Dem US-amerikanischen Journalisten Matthew Keys drohen bis zu 25 Jahre Gefängnis für die vermeintliche Zusammenarbeit mit dem Hacker- und Aktivistenkollektiv Anonymous. Das FBI beschuldigt ihn, die Zugangsdaten zu einem Nachrichtennetzwerk preisgegeben zu haben, zu dem unter anderen die Los Angeles Times gehört, so dass Anonymous-Mitglieder Inhalte auf Webseiten ändern konnten. Laut Keys stimmt das aber nicht, denn zu der Zeit arbeitete er gar nicht mehr bei dem Unternehmen. Er vermutet, dass das FBI sch rächen will, weil der über Anonymous recherchierende Journalist nicht kooperieren wollte.

CHIEF-EDITOR’S NOTE: Wenn Ihnen unsere Arbeit etwas wert ist, zeigen Sie es uns bitte auf Flattr oder indem Sie unsere Reichweite auf Twitter, Facebook, Google+, Soundcloud, Slideshare, YouTube und/oder Instagram erhöhen. Vielen Dank. – Tobias Schwarz

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten „vorgeblättert“ START.

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Die Vermessung der österreichischen Blogger-Szene

Blogging (adapted) (Image by Till Westermayer [CC BY-SA 2.0] via Flickr)

Sie schreiben über Spritzwein, Palatschinken, Kirchen, Toiletten, Bier, Trachten, Hochzeiten und natürlich über Essen, Fashion, Reisen und Technik: In Österreich gibt es definitiv eine vielfältige Blogger-Szene (u.a. auf Blogheim.at gelistet), doch wie sie leben und arbeiten, darüber gibt es recht wenig Informationen. Die in der Szene sehr umtriebigen Teilzeit-Blogger Petra Köstinger und Tom Schaffer haben es sich deswegen zur Aufgabe gemacht, in regelmäßigen Abständen eine Umfrage zu machen, die genau das abfragt.

Heute haben sie die Ergebnisse veröffentlicht – und sie geben spannende Einblicke in die Welt der österreichischen Blogger. Zwar kann man die Umfrage nicht repräsentativ nennen, weil die Grundgesamtheit nicht bekannt ist, aber mit knapp 460 Teilnehmern gibt die Befragung sicher gute Insights in die Szene. Zu der Demografie: Österreichische Online-Schreiberlinge sind sehr oft Frauen (62 Prozent), die meisten sind zwischen 18 und 30 Jahren alt (47 Prozent). Und sie sind sehr ausdauernd: Die größte Gruppe (29 Prozent) betreibt einen oder mehrere Blogs bereits länger als fünf Jahre.

Auch die Hauptmotivationen überraschen nicht – Interesse am Thema, Spaß am Schreiben und das Teilen von Wissen stehen im Vordergrund. Nur sechs Prozent sehen Bloggen als Arbeit an, für 45 Prozent hat sich die Tätigkeit zu einer Mischung aus Beruf und Hobby entwickelt. Die überwiegende Mehrheit (80 Prozent) sieht ihren Blog als möglichen Partner für Unternehmen an.

Wenn es um das Veröffentlichen von bezahlten Beiträgen (“Sponsored Posts”) geht, ist die Mehrheit (64 Prozent) noch ablehnend. Für jene, die mit ihrem Blog Geld verdienen, ist Sponsored Content dann aber doch die wichtigste Einnahmequelle (27 Prozent), vor indirekten Einnahmen über Vorträge, Workshops etc. (25 Prozent), klassischer Online-Werbung (24 Prozent) und Partnerprogrammen (21 Prozent). Reich wird damit in Österreich niemand: Nur acht Prozent verdienen mit ihrem Blog mehr als 2.000 Euro pro Monat, weitere sieben Prozent zwischen 1.000 und 2.000 Euro. Satte 38 Prozent machen mit ihrem Online-Auftritt zwischen 0 und 50 Euro im Monat.

Das könnte auch an den Reichweiten liegen. 35 Prozent der Befragten geben an, pro Monat weniger als 1.000 Leser zu haben, weitere 41 Prozent haben eigenen Angaben zufolge zwischen 1.000 und 10.000 Leser pro Monat. Insgesamt 17 Prozent kommen auf mehr als 10.000 Besucher im Monat. Übrigens 36 Prozent sagen selbst, dass sie gerne mehr Leser hätten.


Image (adapted) „Blogging“ by Till Westermayer (CC BY-SA 2.0)


 

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LinkedIn startet sein Blogging-Feature auch auf Deutsch

Linkedin Chocolates (adapted) (Image by Nan Palmero [CC BY 2.0] via Flickr)

Das Business-Netzwerk LinkedIn lokalisiert seine Blogging-Funktion und ermöglicht ab heute auch deutschsprachigen Mitgliedern ausführliche Artikel zu veröffentlichen. Damit geht LinkedIn den Weg zu einer vor allem auf Content setzenden Plattform konsequent weiter. Die neuen Möglichkeiten könnten LinkedIn hierzulande noch mehr Zulauf bringen, das Netzwerk so an Relevanz gewinnen. Ein erster Test der Funktion überzeugte.

Lokalisierung als Grundlage für Erfolg

Grundvoraussetzung für internationalen Erfolg ist sprachliche Weitsicht – besonders in einer digitalisierten Wirtschaft sollte der Faktor Lokalisierung beachtet werden, schrieb Helmut Juskewycz in einem Gastbeitrag auf Netzpiloten.de. Die Richtigkeit dieser Aussage konnte ich selber schon öfters feststellen.

Bei Tumblr arbeitete ich im Bereich Lokalisierung mit, der spanischsprachige Raum brachte damals den meisten Traffic auf die Blogging-Plattform. Auf meiner Europareise in diesem Sommer stellte ich fest, wie groß Sprachbarrieren sogar noch in der internationalen Coworking- und Startup-Szene sind. Inhalte zu übersetzen ist wichtig, um ein größeres Publikum zu erreichen. Bei den Netzpiloten merken wir das jede Woche. Und die Autoren, deren Texte wir übersetzen, danken es uns. Lokalisierung, gerne verkürzt mit L10N dargestellt, lohnt sich immer.

Das weiß auch LinkedIn. Die Plattform hat inzwischen über 380 Millionen Mitglieder weltweit, davon allein sechs Millionen in den deutschsprachigen Ländern Deutschland, Österreich und Schweiz. Damit wächst LinkedIn alle sieben Monate um rund eine Million neue Nutzer, wie LinkedIns inzwischen ehemaliger DACH-Manager Till Kaestner im Februar diesen Jahres gegenüber dem Tagesspiegel erklärte. Noch führt Xing zwar den Vergleich mit rund acht Millionen deutschsprachigen Nutzern an, doch je internationaler ein Mitglied beruflich organisiert ist, desto wahrscheinlich nutzt er neben Xing auch schon LinkedIn oder zieht die Plattform aus Mountain View ganz vor.

Und Nutzer sind für LinkedIn wertvoll, wie Alexandra Kolleth vom Führungsteams bei LinkedIn DACH erklärt

Diese verfügen über ein enormes Wissen, das ihnen und anderen neue berufliche Möglichkeiten eröffnen kann. Wir wollen unseren Mitgliedern und einflussreichen Meinungsbildnern eine einfach zu nutzende Infrastruktur zur Verfügung stellen, in der sie ihr Knowhow mit anderen teilen können. Unser Ziel ist es, dass LinkedIn die Autoren-Plattform für Berufstätige im deutschsprachigen Raum wird.

Warum Content für LinkedIn relevant ist

LinkedIn geht den gleichen Weg zu einem sozialen Netzwerk für Content, wie ihn Facebook eingeschlagen hat und wie ihn Twitter zwanghaft sucht. Zuerst kaufte LinkedIn im April 2013 die App Pulse, mit der sich Content aus verschiedenen Quellen organisieren und lesen ließ. Ab Herbst 2013 durften dann ausgewählte „Influencer“ auf LinkedIn bloggen, Menschen wie Barack Obama, Bill Gates oder Richard Branson. Im Februar 2014 wurde dieses Feature dann für alle Mitglieder von LinkedIn geöffnet, aber nur auf Englisch.

Eine unserer größten, strategischen Wetten für das Unternehmen ist, dass LinkedIn die ultimative, berufliche Plattform zum Veröffentlichen von Artikeln wird“, erklärte Ryan Roslanski, Leiter der Abteilung Contentprodukte bei LinkedIn, gegenüber TechCrunch. Damit will LinkedIn auch den Reiz erhöhen, sich als neues Mitglied auf der Plattform anzumelden und zu engagieren, denn Content ist Teil der digitalen Identität der LinkedIn-Nutzer. Dadurch können Mitglieder andere Kontakte auf ihr berufliches Wissen und ihre professionelle Meinung aufmerksam machen.

LinkedIn ermöglicht es auf Deutsch zu bloggen

Bisher bloggen rund eine Million LinkedIn-Mitglieder, die bereits mehr als drei Millionen Artikel veröffentlicht haben. Selbstverständlich konnten Artikel auch schon vorher in jeder Sprache der Welt veröffentlicht werden, aber Linkedins Algorithmus erfasste nur den englischsprachigen Content. Jetzt werden auch Texte auf Deutsch in Linkedins Nachrichten-Dienst Pulse angezeigt. Dadurch erreichen Nutzer neben eigenen Kontakten auf Linkedin auch andere Mitglieder. Als Autor auf LinkedIn sieht man, wie oft ein Artikel gelesen, geliked oder geteilt wurden. Andere Mitglieder können die Artikel kommentieren.

Auf Deutsch zu Bloggen erhöht auch den Reiz für deutsche Nutzer und könnte zu einer neuen Anmeldewelle führen, worauf LinkedIn sich auch schon vorbereitet. Letztes Jahr wurde ein Deutsch sprechender News-Kurator für LinkedIn gesucht und diesen Sommer eine Redakteursstelle ausgeschrieben. Die Person soll:

Mitglieder dabei unterstützen, Blogeinträge zu erstellen (…), Redaktionen dabei behilflich ist, ihre Artikel auf LinkedIn einzustellen, Inhalte der englischen LinkedIn-Plattform auszusuchen und in das Deutsche zu übertragen, sowie im Rahmen des Influencer-Programms deutschsprachige Meinungsführer ansprechen und sie dafür zu begeistern, Teil des Programms zu werden.

Demnächst wird es also neben bloggenden Nutzern auch vermehrt deutsche Medien auf LinkedIn geben. Bisher teasern Medien auf LinkedIn ihre Artikel nur an und setzen einen Link zu ihrer eigenen Webseite. Demnächst könnten thematisch passende Artikel auch direkt auf LinkedIn veröffentlicht. Wir Netzpiloten haben bisher unsere Artikel auf LinkedIn in einer Gruppe für interessierte Mitglieder als Statusupdate geteilt.

Letzte Woche durfte ich das neue Blogging-Feature auf LinkedIn schon vorab testen und einen ersten Blogeintrag veröffentlicht. Darin stelle ich Lektionen aus den letzten 30 Monaten als Netzpiloten-Leiter vor. Mein erster Eindruck: auf LinkedIn zu bloggen ist sehr einfach, das Feedback des Fachpublikums kann wertvoll sein. Demnächst werde ich mein Wissen reglmäßig auf LinkedIn teilen.


Image (adapted) “Linkedin Chocolates” by Nan Palmero (CC BY 2.0)


 

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Notes ergänzt den medialen Walled Garden von Facebook

Facebook (image by geralt [CC0] via pixabay)

Chris Sutcliffe kuratiert in seinem (wirklich empfehlenswerten) morgendlichen Media Briefing ein paar Stimmen aus der US-Medienbranche zum Redesign von Notes, mit dem Facebook scheinbar sein Feature zum Blogging fit machen möchte. Demnach möchte Facebook mit Notes vor allem dafür sorgen, dass es einen vermeintlichen Grund weniger gibt, die sich immer mehr nach außen abschirmende Plattform zu verlassen: einen Ort für längere und von Nutzern generierte Inhalte, denn auf dem kann Facebook auch gleich mehr Werbung anzeigen. Es geht, wie immer, nur ums Geld verdienen.

Ein Blogging-Tool für mehr als eine Milliarde Menschen

Besonders interessant ist die Motivation der Designer John Lax and Geoff Teehan, die schon für Medium verantwortlich waren, wodurch sich auf die offensichtliche Ähnlichkeit erklärt. In dem Statement, das bereits gestern in meiner ersten Einschätzung der Chancen von Facebooks Notes als Blogging-Plattform verlinkt war, betonen die beiden, dass es ein unglaublicher Reiz für sie war, ein Dienst für über eine Milliarde Menschen zu entwickeln.

Unabhängig von der Wahrscheinlichkeit, dass nahezu jeder Nutzer von Facebook ab jetzt auch nur mindestens einmal mit Notes etwas bloggen wird, ist die Motivation für den Wechsel zu Facebook nachvollziehbar. Mit Medium haben die Designer von Teehan+Lax bewiesen, dass sie einen Sinn fürs Blogging haben. Ein über Jahre vernachlässigten Dienst des wohl bekanntesten sozialen Netzwerks aufzupeppen, ist sicher eine interessante Aufgabe. Ich hätte mir eigentlich nur gewünscht, Google hätte sie für ein Upgrade von Blogger verpflichtet.

Facebook baut einen Walled Garden für Online-Medien

Facebooks Gründe sind aber andere, als seinen Mitgliedern in erster Linie einen verbesserten Dienst anzubieten, damit diese endlich auch auf Facebook bloggen können. Das von Mark Zuckerberg gegründete soziale Netzwerk hat immer nur ein einziges Ziel: Geld verdienen. Und diesem Ziel muss auch das Redesign von Notes dienen.

Mic Wright stellt die Aktion in seinem Artikel auf The Next Web deshalb auch in eine Linie mit anderen Vorhaben von Facebook, wie den Ausbau des Video-Bereichs, das Instant-Stories-Programm und den Streaming-Dienst namens Mentions. Notes ist nur die Ergänzung für längere Inhalte, vor allem wenn sie von Nutzern verfasst wurden, um die selbigen komplett auf der Plattform zu halten. Eigentlich fehlt nur noch eine Podcast-Funktion.

Mathew Ingram geht in seinem Beitrag auf Fortune den gleichen Gedanken nach und sieht im Versuch der Wiederauferstehung von Notes einen Kampf um das digitale Publikum, das nun nicht mehr zu Medium oder LinkedIn wechseln muss, um in einem sozialen Netzwerk einen längeren Gedanken zu veröffentlichen. Jacob Kastrenakes sieht das in seinem Beitrag auf The Verge genauso, genau wie Brian Barrett auf Wired, doch gehen alle drei Autoren davon aus, dass Facebook den vermeintlichen Vorteil eines größeren Publikums hat. Ein Irrglaube.

Die richtige Nische ist wertvoll, nicht die Masse

Die mehr als 1,4 Milliarden Nutzer von Facebook sind nicht das potenzielle Publikum, welches man als Blogger auf der Plattform erreichen wird. Zum einen weil die Masse dieser Menschen alles andere als homogen ist: sie haben unterschiedliche Interesse, sprechen unterschiedliche Sprachen und nutzen Facebook auf unterschiedliche Art und Weise. Ihr größter gemeinsamer Nenner ist wahrscheinlich der Konsum und meiner Meinung setzt Facebook auch genau darauf. Vor allem Medien und Unternehmen werden viel Geld ausgeben, um mit ihren Postings Reichweiten zu erzielen. Chefredakteure und Geschäftsführer werden eher mit Notes bloggen als Blogger und einfache Nutzer, die sich das nicht leisten können oder wollen.

Und das müssen sie auch nicht, besonders nicht die Blogger. Einen vermeintlichen Blog wie die Nachrichtensendung Tagesschau gibt es auch nicht, also die breite Masse der Bevölkerung ansprechenden Content. Die Nische hat ihren Wert, also das Publikum, das sich für den Content wirklich interessiert und diesen auch gezielt konsumiert. Qualität ist hier wichtiger als potenzielle Reichweiten, die wie schon gesagt eigentlich unrealistisch sind.

Selbst Netzpiloten.de, mit einer für ein deutschsprachiges Blog beachtlichen Reichweite, ist ein deutschsprachiges auf den digitalen Wandel fokussiertes Nischenblog. Und deshalb ist es für uns interessanter, ein Publikum mit genau diesen Eigenschaften – beherrscht die deutsche Sprache und interessiert sich für den digitalen Wandel – zu erreichen, als auf den Facebook Walls einer nicht an unseren Inhalten interessierten Masse zu erscheinen. Besonders wenn diese Reichweite demnächst nur noch gegen Bezahlung zugänglich ist, wie es neben der Anzeige von Werbung ein weitere Option für Facebook ist, Geld zu verdienen.


Image „Facebook“ (adapted) by geralt (CC0 Public Domain)


CHIEF-EDITOR’S NOTE: Wenn Ihnen unsere Arbeit etwas wert ist, zeigen Sie es uns bitte auf Flattr oder indem Sie unsere Reichweite auf Twitter, Facebook, Google+, Soundcloud, Slideshare, YouTube und/oder Instagram erhöhen. Vielen Dank. – Tobias Schwarz

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Trotz Medium-Design wird Notes von Facebook kein Erfolg

Facebook (image by Simon [CC0] via pixabay)

Nach Jahren verpasst Facebook seinem niemals wirklich genutzten Blogging-Feature Notes ein schickes Design-Update, das nicht von ungefähr an Medium erinnert. Letztes Jahr verkündete die für Medium verantwortliche Design-Firma Teehan-Lax, dass sie sich Facebook anschließen wird. Einige Medien sehen in dem neu designten Dienst schon die vermeintliche Zukunft des Blogging, aber Blogger werden sich weiterhin hüten, direkt bei Facebook zu posten. Anders als die meisten Medien ist Unabhängigkeit für Blogger wichtiger und wirklich interessant ist Notes immer noch nicht. Es sieht jetzt nur schicker aus.

Erste Medium, jetzt Notes: Teehan-Lax

Vor vier Jahren wurde der Twitter-Mitgründer Evan Williams auf das aus Toronto stammende Design-Team Teehan-Lax aufmerksam. Sie sollten Williams sein nächstes Projekt, einen simpel gehaltenen Blogging-Dienst in dem das reine Blogging im Vordergrund steht, designen. Heute kennen wir dieses Projekt als Medium (unser Autor Jakob Steinschaden beantwortete zum Start der Plattform die wichtigsten Fragen zu Medium).

Inzwischen will Medium mehr als nur eine Plattform zum Blogging sein und schafft es, vor allem relevante Akteure außerhalb der Netzwelt als Autoren zu gewinnen, was es zu mehr als nur das schickeste Netzfeuilleton unserer Tage macht. Facebook hat dafür scheinbar sein Interesse am Blogging entdeckt und Teehan-Lax akquiriert, sein Feature Notes neu zu designen. Herausgekommen ist ein stark an Medium erinnerndes Blogging-Tool, das einen Nachteil hat: es ist ein Feature von Facebook.

John Biesnecker verfasste einen der ersten Blogpost mit Facebooks neu designtem Notes
John Biesnecker verfasste einen der ersten Blogpost mit Facebooks neu designtem Notes

Facebook baut Notes zum Blogging-Tool um

Notes sollte schon immer die Antwort von Facebook auf viele andere, wesentlich erfolreichere Publishing-Tools sein. Vor 2009 konnte man nur 160 Zeichen lange Meldungen absetzen, dann wurde das Zeichenlimit im März 2009 auf 420 Zeichen erhöht, im Juli 2011 dann auf 500 Zeichen, zwei Monate später sogar auf 5.000 Zeichen und seit November 2011 kann man sogar mehr als 60.000 Zeichen lange Beiträge veröffentlichen. Angenommen wurde der Dienst aber nicht. Persönlich habe ich Leute schon mit Twitlonger, Google+ und Evernote bloggen sehen, noch nie aber mit Notes auf Facebook.

Und das wird sich meiner Meinung so schnell auch nicht ändern, denn Notes kann wesentlich weniger als vergleichbare Dienste und die Entwicklung von Facebook lehrt uns, dass das an dieser Stelle gerne angeführte Reichweiten-Argument eine Täuschung ist. Perspektivisch werden auch Notes-Blogger sich Reichweite kaufen müssen. Und Facebook, das sich selbst verstärkt als Nachrichten-Plattform sieht, wird die viel Geld für Reichweite ausgebenden, traditionellen Medien stets bevorzugen. Facebook ist und wird kein Ort, an dem sich Blogger gerne aufhalten werden. Daran ändert auch kein Redesign von Notes.

Was Blogger wollen (und Notes nicht bietet)

Es gibt Blogger, die wollen einfach nur schreiben. Laut Brian Barretts Wired-Artikel über Notes sind das sogar wieder mehr Jugendliche, bei denen Blogging nach einer Dekade wieder beliebter wird. Sie werden Funktionen wie Embedding vermissen, denn in einem Beitrag bei Notes kann kein Video von YouTube oder Podcast von Soundcloud embedded werden. Und selbst wenn diese Feature kommen, bieten Blogging-Plattformen wie Medium, Tumblr und sogar Blogger mehr Möglichkeiten, sein Blog individueller zu gestalten. Und es sind eben nicht die Netzwerke, in denen sich jetzt schon unsere Eltern und Großeltern herumtreiben.

Andere Blogger wollen mit ihren Blogs Geld verdienen oder sich als eine Marke etablieren. Sie nutzen Blogs als Plattform für ihre digitale Identität, die mehr als nur das Profil bei Facebook ist. Sie wollen ihre Blogs um Funktionen ergänzen, die Facebook einem nicht bieten kann und mit den an Medium erinnernden Ansatz auch nicht bieten will. Meiner Meinung nach werden, ähnlich wie beim Facebook-Feature Mention, vor allem Unternehmen und Personen des öffentlichen Lebens, bzw. die ihre Profile betreibenden Agenturen, mit Notes bloggen. Notes ist nicht für uns Blogger und das ist wohl auch besser so. Es wäre sonst ein vom Start her schon peinlicher Versuch.


Teaser (adapted) by Foundry (CC0 Public Domain)

Image by Simon (CC0 Public Domain)


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#LessonLearned: Embedding von Videos, Fotos und Podcasts

Wie geht Embedding im eigenen Blog (Image by geralt [CC0 Public Domain], via Pixabay)

Durch das Embedding von Multimedia-Inhalten, also das „Einbetten“ von beispielsweise Videos, Fotos oder Podcasts, können eigene Beiträge interessanter gestaltet werden. Doch gerade diese für BloggerInnen praktische Funktion ist oft gar nicht bekannt, dabei bieten u.a. mit YouTube, Twitter, Facebook, Instagram und SoundCloud viele große Plattformen die Möglichkeit an, den Content von Dritten rechtssicher zu nutzen und in eigenen Beiträgen zu embedden.

Bei den Netzpiloten nutzen wir die Methode des Embedding von Multimedia-Inhalten, um in unseren Artikeln bestimmte Themen oder Aussagen weiterführend zu behandeln. Anstatt beispielsweise eine angesprochene Rede von jemanden Zitierten wiederzugeben, betten wir das Video der Rede ein, oder geben unseren LeserInnen, durch einen ein Thema behandelnden Podcast, auf unserer Seite die Möglichkeit, über unseren Text hinaus mehr zu erfahren. Hält man sich an die Regeln und achtet darauf, was für Inhalte durch Embedding genutzt werden, stellt dies keinen Rechtsverstoß dar.

Nachfolgend schildere ich für eine Auswahl an sozialen Netzwerken die Möglichkeit des Embedding von Inhalten (grundsätzlich ähnelt sich das Verfahren bei fast allen Plattformen):

1. Videos von YouTube

Embedding von YouTube-Videos im eigenen Blog

Unter jedem YouTube-Video findet sich die Option „Teilen“. Klickt man darauf, gibt es als zweite Möglichkeit das „Einbetten“ von Videos. Hier zeigt YouTube einen HTML-Code an, den man kopieren und in der HTML-Ansicht seines Blog-Editors einfügen kann. Unter der Vorschau des Videos können Nutzer zwischen verschiedenen Größen wählen, in denen das Video angezeigt werden soll oder eine benutzerdefinierte Größe nach den Maßen des eigenen Blogs festlegen. Dadurch können zum Beispiel in einem Beitrag besprochene Videos auch direkt in dem Artikel eingebetten werden, so dass die LeserInnen selber sehen können, ohne die Seite zu verlassen, was gemeint ist. So haben wir am Ende von Patrick Kiurinas Artikel über Slack, den Mitgründer und CEO Stewart Butterfield „selber zu Wort kommen lassen“.

2. Tweets und Videos von Twitter

Embedding von Tweets und Videos von Twitter im eigenen Blog

Während meiner Reise als ElbeBlogger habe ich viele Videos mit der Twitter-App aufgenommen und nach der Aufnahme getwittert. Wenn ich dann über das Erlebte bloggte, habe ich die Videos direkt bzw. die Tweets mit den Videos in den Artikel eingebaut. Ein gutes Beispiel dafür ist mein Artikel über die Elblotsen, in dem es viele kleine Twitter-Videos gibt (am Ende sogar ein Video von YouTube), die den Text perfekt ergänzen. Dazu öffnet man einen Tweet im Browser, klickt auf das Drei-Punkte-Menü und wählt „Tweet einbetten“ aus. Ähnlich wie bei YouTube kann dann ein HTML-Code kopiert und in der HTML-Ansicht des Blog-Editors eingefügt werden. Handelt es sich um ein getwittertes Video, kann dieses auch an sich embedded werden, es empfiehlt sich aber immer den Tweet (auch ohne Foto oder Video) zu embedden, da dann auch der Text angezeigt wird.

3. Fotos und Video von Instagram

Embedding von Fotos und Videos von Instagram im eigenen Blog

Beim Enbedding ähnelt Instagram in der Herangehensweise Twitter. Ist ein Bild oder Video im Browser geöffnet, kann man durch einen Klick auf das Drei-Punkte-Menü am unteren rechten Rand die Funktion des Embedding nutzen. Durch einen weiteren Klick auf den „Embed“-Knopf erscheint der HTML-Code, der wieder kopiert und dann in der HTML-Ansicht des Blog-Editors eingefügt werden kann. Wer in dem HTML-Code die passende Zeile zur Breitenangabe findet, kann auch selber den Code an die Maße des eigenen Blogs anpassen. Fotos und Video werden auf die gleiche Art und Weise eingebettet. Ich habe dies einmal für ein Videoformat genutzt, in dem ich dem Autor Tim Cole interviewte, seine Antworten als Instagram-Videos aufzeichnete und die veröffentlichten Videos hintereinander weg einbettete und nur noch die Fragen in Textform zwischen die Videos setzte.

4. Podcasts und Musik von SoundCloud

Embedding von Musik und Podcasts von SoundCloud im eigenen Blog

Musik nutzen wir (zumindest bis jetzt) auf Netzpiloten.de nicht, allerdings gerne mal einen Podcast oder die Audio-Aufzeichnung eines Interviews. Im Februar haben wir beispielsweise den Vorsitzenden des Bundestagsausschuss „Digitale Agenda“, Jens Koeppen, interviewt und die Aufzeichnung des Interviews auf SoundCloud veröffentlicht und dann die Datei dem Transkript des Interviews vorangestellt. Dazu muss die SoundCloud-Datei im Browser geöffnet und auf „Share“ gedrückt werden. Ähnlich wie bei YouTube wählt man jetzt die zweite Option, „Embed“, und bekommt den HTML-Code angezeigt, den man dann wieder kopieren und in der HTML-Ansicht des Blog-Editors einfügen kann. SoundCloud bietet einem noch die Wahl zwischen drei Größen des eingebetteten Players und noch kleine Individualisierungen, ähnlich wie auch YouTube.


Teaser & Image „Finger“ (adapted) by geralt (CC0 Public Domain)


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5 Lesetipps für den 15. Juni

In unseren Lesetipps geht es heute um das Silicon Valley, Netzneutralität in den USA, das Blog neu gedacht, Kunst auf Instagram und Twitter. Ergänzungen erwünscht.

  • SILICON VALLEY Wired: From Tech Reporter to Silicon Valley Writer and Back Again: In den USA ist gerade die zweite Staffel der Serie „Silicon Valley“ zu Ende gegangen, die den ganz normalen Alltag eines Startup behandelt. Wie Tim Moynihan auf Wired schreibt, kann man sich manche dieser Geschichten nicht ausdenken, sie müssen einfach echt sein und das sind sie auch. Einer der Drehbuchautoren ist Dan Lyons, der seit Ende der 90er Jahre als Journalist tätig war und über Technologien und Startups publizierte. Moynihan widmet ihm einen interessanten Artikel.

  • NETZNEUTRALITÄT Mashable: Net Neutrality rules roll out to keep Internet a one-lane highway: Seit Freitag gelten in den USA das neue Gesetz für Netzneutralität im Internet. Samantha Murphy Kelly fasst in einem Artikel für Mashable mit sehr vielen Worten den Fakt zusammen, dass jetzt einfach alle Nutzer das Internet gleichberechtigt nutzen können. Das bedeutet Netzneutralität, das ist das Wesentliche worauf es ankommt, und in unserer westlichen Gesellschaft ist dies elementar, damit sich neue Dienste entwickeln und gegenüber etablierten Anbietern behaupten können. Und Nutzer nicht für die Verwaltung eines Mangels an Infrastruktur zahlen müssen.

  • BLOG Medium: Are You Thinking About Your Blog All Wrong?: Auf Medium zeichnet Jay Baer eine interessante Parallele zwischen einem Musikalbum und dem klassischen Blog – beide sind seiner Meinung nach nicht mehr relevant. Wie die Musiksingle bzw. der Download heutzutage relevanter als das Album ist, stellt es sich auch beim Blog dar, der von dem einzelnen Blogbeitrag in der Bedeutung überholt wurde. Und wie bei der Single geht es vor allem auch um die Veramrktung um den Beitrag herum.

  • INSTAGRAM Mashable: How to use Instagram to invest in art: Laut der sogenannten Hiscox-Studie entdecken rund 41 Prozent der Käufer von Kunst bei Online-Aktionshäusern die Plattformen via Social Media. Und diese werden in den sozialen Medien besonders aktiv, wie der interessante Fall des Dänen Peter Ibsen zeigt. James Tarmy stellt seinen Fall auf Mashable vor und wie die Kunstszene sich mehr Verkäufe durch das Internet erhofft. Und wie manche Künstler direkt von Instagram profitieren.

  • TWITTER t3n: „Twitter wird zum BlackBerry im Social-Media-Sektor: Nach dem Abgang von Dick Costolo bei Twitter hat Jack Dorsey als neuer CEO jede Menge zu tun. Die Erhöhung des Zeichenlimits bei Direktnachrichten wird nicht die einzige Veränderung sein. Und das ist auch dringend nötig, wie Harvard-Professor Bill George in einem Fernsehinterview erklärt. Wenn Twitter seine seit fünf Jahren an sich unveränderten Probleme nicht bald löst, drohe Twitter das BlackBerry-Schicksal. Harte Worte, die hoffentlich auch an der richtigen Adresse ankommen.

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Medium.com: Blog-Plattform oder soziales Netzwerk?

Ist Medium eine Plattform für Blogs oder ein soziales Netzwerk? (Image: Medium.com)

An einer Einlassung von Medium-CEO Ev Williams hat sich eine (Strategie-)Debatte entzündet, in der es um die zukünftige Ausrichtung des Angebots geht. // von Dr. Erik Meyer

Ist Medium eine Plattform für Blogs oder ein soziales Netzwerk? (Image: Medium.com)

Medium is not a publishing tool”, so statuiert Medium-Mastermind Ev Williams in einem Beitrag auf der bei den “digital influencers” recht beliebten Plattform. Anhaltspunkt für diese Feststellung, sind die in letzter Zeit eingeführten Innovationen zur Interaktion mit den dort eingestellten Texten. Beobachter erkennen in den Veränderungen einen veritablen Strategiewechsel, der das Angebot im Kampf um Aufmerksamkeit und Nutzer neu positioniert. Eine andere Ausrichtung ist derweil auch beim Journalismus-Experiment reported.ly zu erkennen, das nun auch eine eigene Website hat.

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5 Lesetipps für den 21. April

In unseren Lesetipps geht es heute um Blogging, Regeln fürs Home Office, Kritik an Facebook und BuzzFeed, sowie digitale Rechte. Ergänzungen erwünscht.

  • BLOGGING Petapixel: How I Make Money as a Travel Photographer in 2015: Am zweiten Mai-Wochenende bin ich wieder auf meinem liebsten Barcamp: dem MyBlögchen in Chemnitz. Thema der dritte Auflage ist das Blog und der Kommerz. Passend dazu kann ich den Bericht des fotografierenden Reiseblogger Brendan van Son empfehlen, der erklärt, wie es dazu kam, dass er von unterwegs arbeitet und mit seinen Reisefotos Geld verdient.

  • HOME OFFICE Beziehungsweise.de: Homeoffice und Partnerschaft: Noch ist unsere Blogger Business Lounge in Berlin nicht eröffnet (aber bald). Noch arbeite ich vor allem in Coworking Spaces und im Home Office. Genau wie meine Freundin, weshalb wir uns auf bestimmte Regeln einigen mussten, damit das Arbeiten zu Hause klappt. Auf Beziehungsweise.de schreibt Bernd Slaghuis über solche Regeln, von denen wir zu Hause einige selber entwickelt haben und deshalb empfehlen können.

  • FACEBOOK Techdirt: Facebook’s Zuckerberg Thinks Aggressively Violating Net Neutrality Is Fine…If You Just Mean Well: Gestern hat Jakob Steinschaden über die Initiative von Facebook geschrieben, mithilfe des Projekts Internet.org vor allem Entwicklungs- und Schwellenländer ans Internet anzsuchließen. Was in erster Linier wie ein ehrenwertes Ziel aussieht, verordnet Steinschaden dann zwischen Entwicklungshilfe und digitalen Rassismus. Auf Techdirt.com geht Karl Bode in die gleiche Richtung und erklärt vor allem Facebooks wirtschaftliche Interessen, die konträr zu einem freien und offenen Internet sind.

  • INTERNETRECHT The Conversation: What use would a digital bill of rights be?: Die beiden britischen Wissenschaftler Ansgar Koene und Chris James Carter gehen auf der britischen Seite von The Conversation der Frage nach, was eine „Digital Bill of Rights“ nützen würde und vor allem, was sie beinhalten könnte. Denn es gibt sehr viele verschiedene Interessen, manche sind ausgeprägter als andere. Wichtig ist aber vor allem der öffentliche Rückhalt für bestimmte Forderungen.

  • BUZZFEED FAZ: Löschung von Artikeln bei Buzzfeed: BuzzFeed gilt oft als Vorbild, wenn es um Reichweite geht. Scheinbar weiß BuzzFeed, was die Leute lesen wollen. Trotz der mathematischen Analysen glaubt man aber, dass Kritik an den Werbepartnern von BuzzFeed nicht gefragt ist, denn zuletzt wurden öfters Artikel gelöscht, die genau solch kritischen Content enthielten. Die versprochene „strikte und traditionelle Trennung zwischen Werbung und redaktionellen Inhalten“ scheint Buzzfeed nicht hinzubekommen, was ein Problem ist. Denn Blogs wie wir leben von der Online-Werbung, schaffen die Trennung, werden aber wegen Medien wie BuzzFeed stets kritisch beurteilt. BuzzFeed reißt Vertrauen ein, den andere Blogs brauchen und verdienen.

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5 Lesetipps für den 20. April

In unseren Lesetipps geht es heute um das Urheberrecht, Tim Renner im Interview, E-Books, Blogging gegen Islamismus und das Bundesverfassungsgericht. Ergänzungen erwünscht.

  • URHEBERRECHT Priceonomics: Who Owns the Copyright to „Happy Birthday“?: Ich hatte diesen Monat Geburtstag und das englische Lied „Happy Birthday“ war wiederum ein Teil dieses Tages. Namen nenne ich jetzt nicht, denn es könnte Abmahnungen von Warner Music für die zum Teil öffentlichen Aufführungen hageln. Für das über 150 Jahre late Lied wurden schon öfters die Schutzfristen verlängert, denn es bringt immer noch viel Geld ein. Besser kann man das Phänomen Copywrong nicht erklären.

  • TIM RENNER FAZ: Wie das Amt die Rebellion organisiert: Hier in Berlin scheint Tim Renner sehr zu polarisieren. Ich kann nicht genau sagen, woran das liegt, aber das ich bisher bei jedem öffentlichen Auftritt als Kulturstaatssekretär von ihm dachte, dass zumindest mal einer in der Politik den digitalen Wandel verstanden hat, kann ein Grund sein. Ich bin sicher nicht immer einer Meinung, aber seine Denkrichtung stimmt. Im Interview mit Claudius Seidl und Mark Siemons geht es mal nicht ums Internet, sondern über Claus Peymann, Chris Dercon, die Simulation und andere Probleme der Verwaltung.

  • E-BOOK t3n: Buchhandel gegen E-Book-Weiterverkauf: Der Buchhandel und seine Lobby streiten vor Gericht über den Weiterverkauf von E-Books. Statt gegen Windmühlen anzurennen, sollte der Handel lieber versuchen an der Weitergabe von E-Books zu partizipieren, meint Jochen G. Fuchs in seinem Kommentar auf t3n.

  • BLOGGING NZZ: Islamismusgefahr in Bangladesh – Bloggen für einen säkularen Staat: Es mag für unsere Demokrtaie sprechen, dass Blogger hierzulande „nur“ eine notwendige Erweiterung der Meinungsvielfalt sind und nicht ein wichtiges Korrektiv, das die letzte Linie der Meinungsfreiheit darstellt. In anderen Ländern sieht das anders aus, wie Volker Pabst Dhaka am Beispiel von Bangladesh erklärt. Dort engagieren sich Internetaktivisten für einen säkularen Staat, denn sie sehen in islamistischen Kräften die grösste Gefahr für das Land.

  • BUNDESVERFASSUNGSGERICHT Welt.de: „Karlsruhe nicht der bessere Gesetzgeber“: Es ist eine feststehende Charakteristika der Politik von CDU/CSU (manchmal auch der SPD), dass jegliche Entscheidung vor dem Bundesverfassungsgericht gekippt werden kann. Das führt schon länger zu Groll in der Politik über das Gericht, dass auf die Grundrechte achten soll. Man kann beklagen, dass „Karlsruhe“ mehr Politik macht, was so nicht vorgesehen ist, aber man kann sich auch fragen, wieso es wohl stets gegen Grundrechte gerichtete Politik gibt, die diesen Umstand erst möglich und nötig machen.

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Läuten Screenshorts das Ende des Bloggings ein?

Twitter typographic wallpaper (adapted) (Image by Jennie [CC BY-SA 2.0] via Flickr)

Das 140 Zeichen Limit von Twitter ist so eine Sache. Viele lieben diese Begrenzung, da sie einen zwingt, sich kurz zu fassen und so zu Simplizität führt, andere verfluchen sie, da sie das Mitteilen tiefergehender Meinungen und Gedanken verhindert. Aus dieser Not ist nun ein neuer Trend, screenshorting, entstanden, bei dem Nutzer Screenshots von Textbeiträgen posten. Damit umgehen sie nicht nur die Zeichenbegrenzung des Social Networks, sondern führen auch dazu, dass immer mehr Nutzer lieber Screenshots ihrer Texte posten, statt diese als Blog Posts zu veröffentlichen.

Bloggst du noch?

Für kurze Gedanken und schnelle Mitteilungen ist Twitter ideal – sich in 140 Zeichen auszudrücken kann als wohltuende und kreativitätsfördernde, oder aber als einengende Limitierung wahrgenommen werden. Um sich dieser Begrenzung zu wiedersetzen haben viele Nutzer bisher Tweetstorms verfasst und ihre längeren Anliegen in mehrere Fragmente zu je 140 Zeichen aufgeteilt und diese dann aufeinanderfolgend gepostet. Diese Tweetstorms lesen sich nicht nur etwas anstrengend, sie können auch gewaltig nerven, wenn sie die Timeline verstopfen und immer wieder unterbrechen. Als weitere Alternative, die deutlich besser konsumierbar ist, haben sich Screenshorts inzwischen weitestgehend etabliert.

Der Begriff wurde das erste Mal im Dezember 2014 in einem Buzzfeed-Artikel über das Phänomen verwendet, wenngleich vorher auch schon andere Autoren darüber berichtet haben. Auf den ersten Blick scheinen vor allem Prominente aller Art auf diese Weise ihre Gedanken mit ihren Fans zu teilen – sucht man etwas genauer, merkt man aber schnell, dass dieses Phänomen längst viel weitere Kreise zieht. Vor allem junge Nutzer scheinen ihre Texte lieber auf diesem Weg mit ihren Followern zu teilen und das übrigens nicht nur auf Twitter, auch auf Instagram erfreuen sich Screenshorts immer größerer Beliebtheit. Doch warum ist diese Art der Mitteilung inzwischen so beliebt und kann sie tatsächlich den klassischen Blog Posts gefährlich werden?

 

my statement – first words i typed at 6am nz time. thankyou so much for this. i’m floating. Ein von Lorde (@lordemusic) gepostetes Foto am

Ein Bild sagt mehr mit tausend Worten

Die meisten Promis, die auf Twitter screenshorten haben mit Sicherheit einen eigenen Blog, der nicht immer von den Berühmtheiten selber, sondern vielleicht von einer Agentur, oder anderen Mitarbeitern befüllt wird. Screenshorts dagegen vermitteln den Fans eine deutlich größere Nähe, denn sie kommen ja direkt vom Smartphone der betreffenden Person und sind daher deutlich persönlicher und direkter als ein Blog Post, von dem man nie so genau weiß, wer ihn verfasst hat. Warum Normalnutzer allerdings diesen augenscheinlich aufwändigen Weg den klassischen Blogs oder selbst Microblogging-Plattformen wie Tumblr vorziehen, erschließt sich nicht sofort. Immerhin muss erst eine entsprechende App auf dem Smartphone geöffnet werden, in die der Text dann eingegeben werden kann – danach muss man einen Screenshot machen, die Twitter-App öffnen, eventuell einen Tweet-Text verfassen und dann noch den Screenshot anhängen. Tumbler aufzurufen, einen Text einzugeben und diesen dann nach der Veröffentlichung auch direkt bei Twitter zu teilen, erscheint da weniger aufwändig.

Doch den Aufwand nimmt man gerne in Kauf, denn schließlich spart man sich letztendlich einen Umweg über eine andere Seite und kann den Text direkt dort veröffentlichen, wo man ohnehin aktiv ist. Inzwischen gibt es natürlich auch längst Apps (zumindest für iOS), die diese Arbeitsschritte vereinfachen und das Argument entkräften. Posts mit Bildern werden zudem deutlich häufiger gesehen, als klassische Texte. Ein Test von Buffer hat ergeben, dass Tweets mit Bildern 89 Prozent häufiger favorisiert und ganze 150 Prozent häufiger retweetet werden. Ob sich diese Zahlen allerdings auch problemlos auf Bilder übertragen lassen, die ausschließlich Text enthalten, ist anzuzweifeln. Dass Screenshorts nun das Ende des klassischen Bloggings einläuten darf ebenfalls angezweifelt werden, dass sie aber einen Einfluss darauf haben, ist nicht von der Hand zu weisen. Wie sehr sich dieser Trend in Zukunft durchsetzt, wird durchaus spannend zu beobachten sein.


Image (adapted) „Twitter typographic wallpaper“ by Jennie (CC BY-SA 2.0)


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21 Shortcuts, um Tumblr effizienter zu nutzen

Tumblr-Entwurf (Bild: Alexandra von Heyl [CC BY 4.0])

Effizientes Arbeiten ist auch online möglich, zum Beispiel mit diesen 21 Shortcuts für die Blogging-Plattformen Tumblr. // von Alexandra von Heyl

Tumblr-Entwurf (Bild: Alexandra von Heyl [CC BY 4.0])

Tumblr ist einer der schönsten Orte, um Ewigkeiten durch Posts zu scrollen, Inspiration zu sammeln, Interessen zu suchen, Bilder zu finden oder Blogeinträge zu lesen. Die Microblogging-Plattform lässt sich aber auch effizienter nutzen, indem man mit Shortcuts quasi über die Seite fliegt. Viele kleine Möglichkeiten, wie man sich Klicks erspart und damit aus ewigem Scrollen eine effektive Arbeit machen sollen. Aber tun sie das im Endeffekt auch?

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Britta Smyrak: „Travel-Blogs sorgen für eine neue Qualität“

Interveiw mit Britta Smyrak über Travel-Blogs und Reisejournalismus

Für Britta Smyrak sorgen Travel-Blogs für eine ganz neue Qualität neben dem traditionellen Reisejournalismus. // von Wolfgang Macht

Interveiw mit Britta Smyrak über Travel-Blogs und Reisejournalismus

Mit unserem Reise-Magazin Hello-Travel.de sprach Britta Smyrak, Gründerin von Smart Family Travel, einem Online-Magazin, das sich Familienreisen zu den „kleinen, feinen Orten abseits des Mainstreams“ widmet, wie Reisen mit Kindern leicht gemacht wird. Wir haben die Chance genutzt und mit der Mutter einer Tochter, die noch nie Lust auf Cluburlaube hatte, über Travel-Blogs und die Unterschiede zum Reisejournalismus gesprochen.

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5 Lesetipps für den 25.02.2015

In unseren Lesetipps geht es heute um neue Funktionen bei Medium, die neue journalistische Leitung beim Guardian, die nun jugendfreie Bloggingplattform Blogger, Apple und Journalismus sowie die Nutzung der Sozialen Medien. Ergänzungen erwünscht.

  • MEDIUM GIGAGCOM: Medium gets a bit more Twitter-like, and a bit more blog-like: Die Blogging-Plattform Medium hat einige neue Tools eingefügt, die die Plattform mehr wie Twitter und Blogger erscheinen lassen. So gibt es nun die von Twitter bekannte Funktion „Schreib jetzt…“, mit der man mit nur einem Klick anfangen kann einen Text zu schreiben. Ebenso können mit einer neuen Funktion Tags vergeben werden, die unter verschiedenen Oberbegriffen wie Technik, Medien oder Fotos einsortiert werden und die Oberfläche erscheint nun ein wenig mehr wie ein Blog. Damit möchte Medium seine Nutzer mehr dazu bewegen, mehr eigene Inhalte und Inhalte die nicht unbedingt 1000+ Wörter lang sein müssen, zu erzeugen.

  • JOURNALISMUS DIRK VON GEHLEN: Neue journalistische Leitung beim Guardian: Nachdem Alan Rusbridger den Platz des Chefredakteurs beim Guardian im Dezember freigab und in die Rolle des “Chair of the Scott Trust” wechselte, wird nun beim britischen Traditionsblatt ein neuer Chefredakteur gesucht. Mit Emily Bell, Wolfgang Blau, Janine Gibson und Katharina Viner gibt es dabei vier Kandidaten. Was diese vorhaben und wie sie die Arbeit eines Chefredakteurs sehen, zeigen ihre vier Bewerbungen, die öffentlich einsehbar sind. Dirk von Gehlen hat aus diesen einige interessante Passagen rausgesucht.

  • BLOGGING READWRITE: Blogger Leaves The Porn To Tumblr: Zum 23. März wird Googles Bloggingplattform Blogger jugendfrei. Der Dienst verbietet seinen Nutzern nämlich ab diesem Datum nicht-jugendfreie und sexuell eindeutige Inhalte. Nutzer, die gegen diese Regelung verstoßen, sollen gesperrt werden. Lediglich private Blogs mit expliziten Inhalten sowie Nacktheit im künstlerischen, erzieherischen, dokumentarischen oder wissenschaftlichen Kontext mit einem erheblichen Nutzen sind weiterhin erlaubt. Damit übergibt Google der zu Yahoo zugehörigen Plattform Tumblr beim Thema nicht-jugendfreie Inhalte die Marktführerschaft. Dort sind solche Inhalte nämlich weiter erlaubt und erfreuen sich einer großen Beliebtheit.

  • APPLE Gizmodo: Apple baut Medienredaktion auf: Apple möchte nicht mehr nur der Hersteller von technischen Geräten, wie dem iPhone oder iPad und der Anbieter von Diensten wie iTunes oder iCloud sein. Einem neuesten Stellengesuch zufolge sucht das Unternehmen einen Musikredakteur für den hauseigenen Musikshop iTunes. Dieser soll anscheinend eine Medienredaktion zu den Themen Musik, Filme und Bücher aufbauen. Dazu wurde bereits in jüngster Vergangenheit ein bekannter, britischer DJ verpflichtet. Es stellt sich somit die Frage, was Apple mit diesem Schritt vor hat.

  • Social Media Philipp Steuer: Diese 4 sozialen Netzwerke nutzt eine 14 Jährige wirklich: Vor einigen Wochen machte auf medium ein Beitrag die Runde, in dem der 18 Jährige Teenager Andrew Watts von seinen Erfahrungen mit den Sozialen Medien erzählte. Auch wir Netzpiloten griffen diesen auf. Doch auch wenn der Beitrag bereits einen guten Einblick in die Nutzung der Sozialen Medien gab, zeigte dieser nur, wie Watts Social Media nutzt. Nun hat der deutsche Blogger, YouTuber und ehemalige Google-Mitarbeiter Philipp Steuer die 14-jährige Eva zu ihrer Social-Media-Nutzung befragt. Die Ergebnisse unterscheiden sich hierbei erheblich von denen von Watts und zeigen, welche Social-Media-Dienste Eva nutzt und warum.

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Mesbah Mohammady übers Bloggen im Iran

Mesbah Mohammadi spricht in Chemnitz übers Bloggen im Iran

Der iranische Blogger Mesbah Mohammady sprach am Mittwoch in Chemnitz über die Unterdrückung der Medien im Iran und seine Flucht nach Deutschland. // von Ben Franke

Mesbah Mohammadi spricht in Chemnitz übers Bloggen im Iran

Auf einer von örtlichen Bloggern organisierten Abendveranstaltung sprach am Mittwoch der iranische Blogger Mesbah Mohammady in Chemnitz über die Anfänge der iranischen Blogosphäre, politische Verfolgung und Unterdrückung, sowie seine Flucht nach Deutschland ins sächsische Chemnitz, wo er ironischerweise mehr Repressalien erdulden muss als im Iran.

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5 Lesetipps für den 12. Februar

In unseren Lesetipps geht es heute um vernetzte Autos, Bloggen als Business, den Social Media Hashtag, ein Interview mit Obama und den 1. Geburtstag des BTADA. Ergänzungen erwünscht.

  • DATENSCHUTZ DIE WELT: Warum mich mein Auto künftig verpetzen kann: Es steht außer Frage: Jeder von uns ist mit immer mehr Geräten immer mehr vernetzt. Dieser Trend erreicht auch unser Auto: Verkehrsmeldungen, Diagnosen, automatische Notrufsysteme und natürlich mit dem Smartphone verbunden – auf den erste Blick ist das alles praktisch. Doch wer kommt an die Daten heran und was geben sie alles Preis? Ist man überhaupt Herr dieser Daten? Und was passiert bei einem Hackerangriff?

  • BLOGGING Süddeutsche.de: Bloggen als Business: Sich selbst verwirklichen, über Dinge schreiben, die einen wirklich interessieren und andere begeistern – das ist wohl der Traum eines jeden Bloggers. Aber wenn man Bloggen längerfristig und mehr als nur hobbymäßig betreiben möchte, stellt sich auch die Frage nach den Verdienstmöglichkeiten. Von Sponsored Posts und Kooperationen bis hin zu Werbebannern. Vier Blogger erzählen aus ihrem Alltag und beantworten die Frage, ob und wie sie Geld damit verdienen.

  • SOCIAL MEDIA TEAMKBX: Social Media Hashtag by bastiankbx (Infografik): Der Dozent und Marketingberater Bastian Koch ist der Meinung, dass es nicht einfach ist, einen fundierten Einstieg in die Welt von Social Media zu schaffen. Die zahlreichen Netzwerke und Tools verursachen bei den Nutzern oft Verwirrung und Unsicherheit hinsichtlich ihrer Funktionen und Vorteile. Aus diesem Grund stellt er auf seinem Blog den Social Media Hashtag vor, ein Orientierungssystem, das als Landkarte für das Soziale Netz dienen soll.

  • BARACK OBAMA BuzzFeed: Obama verteidigt sein politisches Erbe: Am Dienstag gab US-Präsident Barack Obama dem Medienportal BuzzFeed ein sehr interessantes Interview, das Teil einer Reihe von Gesprächen ist, die der Staatschef mit neueren Medienkanälen führte. Ziel scheint es zu sein, vor allem über die neuen Medien, jüngere Wählergruppen anzusprechen. Barack Obama, der am Ende seiner zweiten und letzten Amtszeit steht, wirft einen Blick zurück und spricht unter anderem über den Politikstil in den USA, urbane Armut, sein politisches Erbe und seinen russischen Kollegen Wladimir Putin.

  • BTADA Politik Digital: Ein Jahr BTADA: Der Bundestagsausschuss Digitale Agenda in Zahlen: In einer Woche feiert der Bundestagsausschusses Digitale Agenda sein einjähriges Jubiläum. Das Gremium, das die Arbeit der Enquete-Kommission „Internet und digitale Gesellschaft“ fortführen soll, beschäftigt sich unter anderen mit den Themen Breitbandausbau, Datensicherheit und Startup-Unternehmen. Politik-Digital nimmt das zum Anlass sich einige Zahlen und Fakten rund um die Arbeit des BTADA anzusehen. Dabei ist eine durchaus kritische Würdigung der Arbeit der 16 Bundestagsabgeordneten herausgekommen.

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Wie Tumblr die Online-Berichterstattung verändert

TIME Magazine; Person of the Year, Greg's Art and My Photo Online (adapted) (Image by Tony Fischer [CC BY 2.0] via Flickr)

Mit Blogging-Diensten wie Tumblr kann sich die Art der Online-Berichterstattung verändern. Ein Beispiel hierfür ist das TIME Magazine mit seinem Konzept der „story behind the stories.“ Der Blogging-Dienst Tumblr war im zweiten Halbjahr 2014, was die Zahl der aktiven Nutzer betrifft, mit 120 Prozent Zuwachs innerhalb von sechs Monaten, die am schnellsten wachsende soziale Plattform. Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass sich das auch auf den Journalismus auswirkt. Immer mehr Medien setzen neben den klassischen sozialen Netzwerken, wie Facebook und Twitter, auch auf einen Account bei Tumblr.

Die Washington-Post ist schon seit 2011 auf der Blogging-Plattform aktiv, genau wie das TIME-Magazine. Aber was ist der Grund dafür, dass Tumblr im letzten Jahr, trotz der Stagnation im Jahr davor, so stark an Bedeutung gewonnen hat? Die Strategie des TIME-Magazines könnte darüber Aufschluss geben.

Das Konzept der „story behind the stories“

Das US-amerikanische Magazin wirbt auf seinem Tumblr-Account mit dem Motto: „TIME on Tumblr is the story behind the stories of the world’s first weekly news magazine. You’re already well-informed about the news. Now be well-informed about TIME.“ Mit Tumblr wird also ein anderes Ziel erreicht als beispielweise mit dem Facebook-Account, wo die Artikel „bloß“ gelikt oder promotet werden. Hier soll der Leser hingegen direkt an der Entstehungsgeschichte der einzelnen Artikel beteiligt werden und nachvollziehen können, wie es zu den Ideen und den Titelthemen einer großen Zeitschrift wie dem TIME-Magazine kommt.

Ein im Dezember 2012 veröffentlichter Artikel über ein junges pakistanisches Mädchen, das bei einem Erdbeben ihr Bein verlor und bei den Lesern des Magazins nach einem Foto-Essay im Jahr 2006 großes Mitgefühl auslöste, ist ein Beispiel dafür, wie das Magazin auf Tumblr berichtet. Der Artikel demonstriert mittels eines vor dem TIME-Büro aufgenommenen Foto, wie es dem Mädchen heute geht. Zusätzlich wird erklärt, wie damals das Foto-Essay über Flüchtlinge in Kashmir entstanden ist. Diese Art der Berichterstattung wäre auf Twitter, das von aktuellen Meldungen dominiert wird, nur schwer vorstellbar. Insofern hat Tumblr beim TIME-Magazine seinen Platz zwischen Facebook und Twitter gefunden. Der Leser erfährt nicht bloß, was aus dem Mädchen einige Jahre später geworden ist, sondern nimmt zeitgleich an der Idee zu dem Artikel und deren Umsetzung teil.

Unterhaltung und Seriosität

Auf kaum einer Plattform funktioniert die Vermischung von Unterhaltung und seriöser Berichterstattung so gut wie auf Tumblr. Das liegt zum einen an der leichten Bedienung und der Multimedialität des Blogging-Dienstes. Und im Gegensatz zu Twitter ist der Nutzer auch nicht an eine gewisse Zeichenbeschränkung gebunden, sodass auch lange Artikel mühelos realisierbar sind. Aus diesen Gründen nutzen nicht nur Magazine wie TIME diesen Dienst für Experimente wie der „story behind the stories“, sondern auch die Süddeutsche Zeitung betreibt hier beispielweise einen Blog über Phänomene und digitale Trends. 

Zwar sehen manche Kritiker nicht den Wert, viele Ressourcen in ein Netzwerk zu stecken, das aufgrund der geringeren Reichweite nicht mit Facebook oder Twitter konkurrieren kann, aber gerade die persönliche Ebene und die Interaktion mit dem (jüngeren) Publikum ist ein Aspekt, für den sich Tumblr besonders gut eignet. Und das kommt gut an bei den Nutzern, denn regelmäßig erreichen die Artikel auf Tumblr mehrere Tausend Gefällt-mir-Angaben. Diese Zahlen brauchen sich selbst vor der Facebook-Seite, trotz über sieben Millionen Fans (Stand 09.01.2015), nicht zu verstecken. Insofern lässt sich sagen, dass Tumblr zumindest in der Form, in der das TIME-Magazin sich mit diesem Blogging-Dienst auseinandersetzt, durchaus den Aufwand wert ist. In diesem Fall scheint die Nähe zu den Lesern einen größeren Nutzen zu haben als die bloße Reichweite.

Und auch wenn das TIME-Magazine sich im letzten Jahr nicht mehr so sehr auf die eigentlich deklarierte Tumblr-Strategie beschränkt und dort vermehrt Bilder gepostet hat, was wohl durch die höhere Interaktion der Nutzer bei Bild-Posts bedingt ist, zeigt dieses Experiment dennoch, dass es gerade in Zeiten von sozialen Medien genügend kreative Menschen gibt, die mit interessanten Ideen den Journalismus weiterentwickeln und verändern möchten.

Anmerkung der Redaktion: Auch die Netzpiloten sind auf Tumblr vertreten und das mit gleich drei Blogs: in unserem Foto-Tumblr lassen wir unsere Leserschaft an den Veranstaltungen teilhaben, die wir besuchen, der Tumblr-Blog „Netzpiloten Magazin“ stellt eine vereinfachte Form unseres Magazins dar und auf Netzpilotenonthefly.de berichten wir live von Veranstaltungen, wie zum Beispiel als nächstes von der Social Media Week Hamburg.


Image (adapted) „TIME Magazine; Person of the Year, Greg’s Art and My Photo Online“ by Tony Fischer (CC BY 2.0)


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5 Lesetipps für den 6. Januar

In unseren Lesetipps geht es heute um was du für Blogs tun kannst, den Umgang mit Trollen, die Regulierung von Uber, Patente von Toyota und BYOD an Schulen. Ergänzungen erwünscht.

  • BLOGGING Spreeblick: Wenn du Blogs unterstützen willst…: Diesen Lesetipp könnten wir wohl das ganze Jahr über unseren Lesetipps voranstellen: Spreeblick-Blogger Johnny Haeusler listet ein paar Verhaltenstipps auf, mit denen man Blogs unterstützen kann. Aber auch, was Blogs machen könnten, um unser aller Grundlage zu fördern. Diesen Punkten können wir uns eigentlich alle nur anschließen. Lest uns bitte auf unserer Seite, kommentiert da und nicht auf Facebook & Co., teilt auch unsere Inhalte und macht mal ein bisschen Werbung für uns, wenn wir euch überzeugt haben. ;-) Im Gegenzug werden wir weiterhin respektvoll unsere Quellen und Tipps ordentlich verlinken, selber die Blogosphäre fördern, denn auch wir sind nur ein Teil davon und unser Engagement weiterhin in unser Projekt stecken – auch für euch.

  • TROLLE Daniel Bouhs‘ Blog: Warum trollen Journalisten zurück?: Gerade in der Vorweihnachtszeit, auf dem Höhepunkt der islamophoben Pegida-Proteste, belustigten immer mehr die Reaktionen namhafter Medienhäuser auf die aggressiven Trolle in ihren Kommentarfeldern und sozialen Netzwerken. Daniel Bouhs hat sich mit den beiden Social Media-Verantwortlichen von Welt.de und Spiegel Online, Martin Hoffmann und Torsten Beeck, über den Umgang mit den Trollen im Netz unterhalten und die Strategie der Journalisten, zurück zu trollen.

  • UBER Slate: Why Uber will – and should – be regulated: In einem lesenswerten Kommentar auf Slate schreibt Eric Posner, dass das Unausweichliche kommen wird: Regierungen werden Uber regulieren. Aber nicht um die neue Konkurrenz zu vernichten und die Taxibranche zu retten, sondern einfach weil Uber ein fester Bestandteil von Mobilität wird, den man nicht ignorieren kann. Uber wird daraus gestärkt herausgehen, denn nach dem rapaten Markteintritt, in dem es vor allem um Landgewinn und Aufmerksamkeit ging, wird der Dienst durch die Regulierung quasi legalisiert und akzeptiert. Woher weiß Posner das? Das gleiche passierte vor über 90 Jahren mit den damals aufkommenden Fahrten in Automobilen.

  • TOYOTA Business Insider: Like Tesla, Toyota Is Now Giving Away Its Patents: Genau wie Elon Musk im letzten Jahr einige der Tesla-Patente zur Elektromobilität der Allgemeinheit zur Verfügung stellte, macht es jetzt auch Toyota. Auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas verkündete deren Vizepräsident Bob Carter den Schritt, der ähnlich wie Musks Aktion, vor allem den Markt stützen soll, denn beide Unternehmen setzen auf die selbe Brennstoffzellen-Technologie und wollen, dass sich ihre Technologie auf dem Markt durchsetzt.

  • BYOD Politik Digital: Eigene Geräte im Unterricht für mehr Bildungsgerechtigkeit: Für Politik-Digital.de hat sich Pia Thiele mit dem Mediendidaktiker Richard Heinen über „Bring Your Own Device“ (BYOD) unterhalten, ein Konzept dessen Kernidee es ist, dass Schüler ihr eigenes Gerät am besten kennen und seine Potenziale voll ausschöpfen können. Im Interview spricht Heinen über erste Erfahrungen mit dem Konzept an Schulen, an denen zumindest in Deutschland zur Zeit elf Schüler auf einen Schulcomputer kommen – ein schlechter Schnitt für das IT-Land Deutschland im 21. Jahrhundert. Mit BYOD könnten digitale Endgeräte besser in den Unterricht integriert werden.

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5 Lesetipps für den 5. Januar

In unseren Lesetipps geht es heute um das Streaming von Musik, die Sprache der Zukunft, Journalismus im Jahr 2015, die digitale Arbeitswelt und Geschichte. Ergänzungen erwünscht.

  • STREAMING Süddeutsche Zeitung: Spotify & Co. wird zum Massengeschäft: Über die Feiertage lockte der Streaming-Dienst Spotify hierzulande neue Kunden mit drei Monaten Mitgliedschaft für nur 99 Cent. Wie erfolgreich das Angebot war, weiß ich nicht, aber es ist eine bekannte Entwicklung des letzten Jahres, dass die Zahl der Musik-Downloads rückläufig ist, während die Zahl der Streaming-Abrufe wächst. Den meisten Nutzern geht es heute immer weniger um den Besitz einer Privatkopie, sondern viel mehr um den Zugang zu Musik – möglichst preiswert und von all ihren Geräten. Doch weil man damit weniger Geld verdient, wehren sich die ersten Musiker dagegen, wie z.B. Taylor Swift. Mal sehen, was das Jahr 2015 noch bringt.

  • SPRACHE The Wall Street Journal: What the World Will Speak in 2115: Das „The Saturday Essay“ des Sprachwissenschaftlers John H. Dr. McWhorter im Wall Street Journal hat mich an diesem Wochenende am meisten begeistert. Es ist ein spannender Text über die Entwicklung von Sprachen im Zeitalter der Globalisierung und die Thesen von McWhorter widersprechen wohl so jeder Aussage der hierzulande sehr konservativ geprägten Debatten zu diesem Thema. Zwar werden Sprachen verloren gehen und die restlichen Sprachen sich simplifizieren, aber das ist eine ganz normale Entwicklung und muss nichts schlechtes sein. Bisher wurde das biblische Sprachgewirr Bables als Fluch gesehen, der es zum einen nicht wirklich ist und dessen Zeit aber wohl langsam vorbei ist.

  • JOURNALISMUS Neue Digitale Medienwelt: Die sechs guten Vorsätze für Medien 2015: Ich habe gestern auf meinem Blog über vier Lektion des Medienwandel im Jahr 2014 geschrieben, den ich bei den Netzpiloten beobachtet habe. Diese Lektionen sind auch Arbeitsaufträge für uns, die ich gerne um diese sechs guten Vorsätze für Medien ergänzen möchte, die Stefan Westphal in seinem Blog über die neue digitale Medienwelt veröffentlicht hat. Denn das neue Jahr bietet viele Chancen, die Medienbranche und den Journalismus positiv weiterzuentwickeln, woran wir Netzpiloten uns gerne beteiligen.

  • ARBEITSWELT Golem: „Ganze Berufsfelder sind von der Digitalisierung bedroht“: Die Gewerkschaft Verdi will dasThema der Arbeitswelt im digitalen Zeitalter zu einem Schwerpunkt dieses Jahres machen, wie der Vorsitzende Frank Bsirske im Interview mit der dpa ankündigte. Mit einer Automatisierungsdividende, die in nicht bedrohte Branchen investiert werden müssen, um durch Automatisierung verloren gegangene Arbeitsplätze zu ersetzen, hat Bsirske schon eine diskussionswürdige Idee präsentiert. Ich bin gespannt, ob es nur um Reaktionen auf negativ gesehene Folgen gehen wird, wie z.B. ein Recht auf binäre Nichterreichbarkeit, oder ob die globale Vernetzung, Crowdsourcing, Coworking, etc. auch als zu gestaltende Chance gesehen werden. Dafür bräuchte es auch einen starken Wortführer, den die ihren zukünftigen Platz suchenden Gewerkschaften bisher nicht abgaben.

  • GESCHICHTE Blog von Achim Landwehr: Lepanto oder der fortgesetzte Missbrauch der Vergangenheit: In der Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung durfte gestern der AfD-Politiker Konrad Adam einen sehr geschichtsvergessenen Text über die Schlacht von Lepanto auf Seite 2 der Zeitung veröffentlichen. Zuerst ärgerte ich mich über die politisch eindimendionale Nacherzählung der Geschehnisse, denn Adam reduzierte die Schlacht auf einen Glaubenskampf zwischen Christentum und Islam. Doch nicht nur mir, der ein Semester lang venezianische Geschichte in Venedig studierte, missfiel das, sondern auch dem Düsseldorfer Historiker Achim Landwehr, der auf seinem Blog eine lesenswerte Antwort gab und mir dabei auch wieder einmal zeigte, was das Schöne am Blogging ist.

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5 Lesetipps für den 22. Dezember

In unseren Lesetipps geht es heute um Edition F, Barack Obama, Udo Jürgens, die Debatte um Gastbeiträge und den „Freiheit“-Konflikt auf YouTube. Ergänzungen erwünscht.

  • EDITION F Media Entrepreneurship: EDITION F im Interview: Für seines neuesten Projektes, Media Entrepreneurship, hat sich Julian Heck mit dem derzeitigen Vorzeigeprojekt im Journalismus beschäftigt: Edition F. Susann Hoffmann und Nora-Vanessa Wohlert haben die Plattform für Karrierefrauen mit Interesse an Lifestyle Anfang des Jahres gegründet und schnell ihre Qualität und die Notwendigkeit einer solche Seite bewiesen.

  • BARACK OBAMA Mic: Obama Just Made History by Ignoring Men for an Entire Press Conference: US-Präsident Barack Obama mag den Glanz des Hoffnungsträgers von 2008 im Laufe der Zeit verloren haben, aber im Grunde gehört er zu den erfolgreicheren Präsidenten der Vereinigten Staaten. Das kommt hierzulande selten an, aber mit seinen kleineren Aktionen zeigt er, was für ein besonderer Politiker er doch sein kann. Sei es ein Anruf bei einem lokalen Radiosender oder wie jetzt die traditionelle Pressekonferenz zum Jahresende, in dem er nur Fragen von Frauen annahm. Sicherlich nur ein kleines Zeichen, aber auch seine Gleichberechtigungspolitik kann sich sehen lassen.

  • UDO JÜRGENS Grüne Jugend: Udo Jürgens und Politik?: Gestern Nachmittag starb der österreichische Schlagersänger Udo Jürgens im Altervon 80 Jahren. In den nächsten Tagen werden sich sämtliche Medien mit Nachrufen und Geschichten über ihn befassen, aber was dabei sicherlich nicht geschrieben wird hat Malte Spitz vor 12 Jahren für die Grüne Jugend aufgeschrieben: Udo Jürgens war ein zutiefst politischer Mensch, der seine Popularität auch dafür nutzte, politische Themen in seinen Liedern aufzugreifen, wie z.B. die Konsumorientierung unserer Gesellschaft, Rassismus gegenüber Gastarbeitern, ungerechte Verteilung von Reichtum oder die Umweltproblematik.

  • GASTBEITRÄGE Business 2 Community: Experts are aaying Guest Blogging will rule in 2015: In der US-amerikanischen Marketing-Branche wird gerade eine interessante Debatte über Gastbeiträge egführt, nachdem Googles SEO-„Papst“ deren Ende vorausgesagt hat. Ayodeji Onibalusi ist deshalb für „Business 2 Community“ der Frage nachgegangen, ob das stimmt (Matt Cutts Thesen und „Macht“ in Frage zu stellen, lohnt sich meiner Meinung nach immer) und siehe da, alle befragten Experten haben für das Jahr 2015 einen Boom des Formats Gastbeitrag angekündigt. Die aufgelistetetn Gründe dafür sind natürlich sehr an den Bedürfnissen des Marketings von Unternehmen orientiert, aber grundsätzlich würde ich Gastbeiträge allen Bloggern empfehlen.

  • YOUTUBE Broadmark: Mediakraft äußert sich zu Simon Unges Abgang: Es war der vermeintliche Aufreger des Wochenendes. Der YouTube-Vlogger Simon Unge veröffentlichte ein Video, in dem er das Multi-Channel-Netzwerk Mediakraft, das ihn vertritt, stark kritisierte und die Einstellung seiner beiden erfolgreichen Kanäle ankündigte. Auf Broadmark schreibt unser Autor Lukas Menzel über den Fall und hat auch die Antwort von Mediakraft auf die Vorwürfe. Was nun stimmt, wer hier Recht hat, wissen wir nicht. Entweder hat ein Unge gelernt, wie Kapitalismus im Unterhaltungssektor funktioniert, oder ein YouTuber stellt hier wirklich das System von Labeln, sei es im Musik- oder im Video-Bereich, grundsätzlich und mit Erfolg in Frage.

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5 Lesetipps für den 16. Dezember

In unseren Lesetipps geht es heute um Podcast statt Kirche, die Blogging-Plattform Medium, Filesharing, Gerüchte in Social Media und Kunst auf Instagram. Ergänzungen erwünscht.

  • PODCAST Slate: Are Christian podcasts replacing church?: Fast möchte man einen Unterpunkt der berühmten Rule 34 aufmachen, denn es scheint so, dass es, egal welcher christlichen Glaubensauslegung man angehört, es einen passenden Podcast für einen gibt. Im Slate-Special zu Podcasts schreibt Ruth Graham über Podcasts als Teil des Kommunikationsalltag bei US-amerikanischen Christen. Wie schon das Radio, durch das seit den 1920er Jahren Gottesdienste übertragen wurde, werden auch Podcasts nicht für leere Kirchen sorgen, aber es ermöglicht eine Auseinandersetzung mit seinem Glauben durch die unterschiedlichsten Podcasts aus der ganzen Welt.

  • MEDIUM Fortune: Q&A with Evan Williams, co-founder of Medium and Twitter: Ende Oktober hat Dr. Erik Meyer auf Netzpiloten.de die Blogging-Plattform Medium vorgestellt, die nach zwei Jahren inzwischen einen enormen Bedeutungszuwachs erlebt hat. Inzwischen bloggt sogar der US-Präsident Barack Obama nicht mer auf LinkedIn, sondern verkündet neue politische Vorhaben gleich auf Medium. Erin Griffith hat sich mit Twitter- und Medium-Mtgründer Evan Williams getroffen und über sein neuestes Unternehmen gesprochen.

  • FILESHARING Golem: Schließung von Pirate Bay fast ohne Effekt auf Torrentszene: Auf Golem.de bringt Achim Sawall eine klassische „Told You So“-Geschichte: „Die Stilllegung von The Pirate Bay hat fast keine Auswirkungen auf den Tausch von illegalen Filmkopien im Internet.“ Auch wenn The Pirate Bay inzwischen alles andere als eine idealistische Gruppe ist, mit der man leicht sympathisieren kann, möchte man sich nur über den weiteren Beweis freuen, dass etwas aus dem Internet nicht durch Repressionen klein zu kriegen ist. Zwar hat die Content-Industrie ihre Angebote in den letzten Jahren gerade aufgrund von Seiten wie The Pirate Bay verbessert, beim Kampf gegen Piraterie opfern sie aber noch zu gerne unsere Freiheit.

  • SOCIAL MEDIA The Conversation: Why rumours about the Sydney siege spread on social media: In der britischen Version des akademischen Medienblogs The Conversation erklärt Alfred Hermida am Beispiel der Geiselnahme in Sydney, warum gerade Gerüchte in den sozialen Medien gut funktionieren. Auch wenn Hermida es nicht explizit anspricht, gerade weil Menschen für Gerüchte via Social Media empfänglich sind, haben Medien eine höhere Verantwortung im Umgang mit Informationen. Aber Klickzahlen wird das nicht bringen und Respekt lässt sich schlecht monetarisieren. Ich bin trotzdem guter Hoffnung.

  • INSTAGRAM Monopol: Gibt es auf Instagram gute Kunst?: Auf Monopol geht Jerry Saltz, Chefkritiker des New Yorker Magazine, der rhetorischen Frage nach, ob es Kunst auf Instagram gibt und präsentiert selbstverständlich im Anschluss einige sehenswerte Künstler, die die von Facebook aufgekaufte Foto-Plattform als Marketing- und Distributionskanal nutzen. Dabei entdeckt er, und das ist wohl der oft unterschätzte Mehrwert von Instagram, vor allem unbekannte Kunst von unbekannten Künstlern. Instagram scheint ein unendlicher tiefer Talentpool für Galeristen, Händler und Kuratoren zu sein, die das aber wohl noch gar nicht wissen.

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Warum Medium.com mehr ist als nur Netzfeuilleton

Nicht nur Netzfeuilleton: Medium.com

Die Blog-Plattform “Medium” existiert bereits seit 2012, doch in den letzten Monaten hat sich ihre Nutzung durch relevante Akteure intensiviert. // von Erik Meyer

Nicht nur Netzfeuilleton: Medium.com

Angetrieben von Verbesserungen der Editionsmöglichkeiten publizieren nicht nur interessante Autoren individuell bei Medium, sondern es haben sich einige journalistische Formate etabliert. Darüber hinaus kommunizieren inzwischen auch Startups und Institutionen wie Universitäten auf der Plattform. Bislang bleibt diese Expansion allerdings auf den englischsprachigen Raum beschränkt.

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Kommentar: Ein Jahr Huffington Post in Deutschland

Huffington Post Deutschland (Bild: t3n)

Die Huffington Post Deutschland feiert am Freitag Geburtstag – Zeit für eine bis jetzt versäumte Kritik zum Jubiläum. // von Tobias Schwarz

Huffington Post Deutschland (Bild: t3n)

Diesen Herbst erlebt die deutsche Medienlandschaft eine Neuerung nach der anderen. BuzzFeed ist hierzulande gestartet, Krautreporter folgt bald und die deutsche Wired erlebt gerade einen Erneuerungsprozess. Mit einem Jahr Vorsprung startete das Blogging-Netzwerk Huffington Post im vergangenen Oktober. Man selbst scheint zufrieden mit dem Erreichten zu sein, aber in Wirklichkeit war es ein verschenktes Jahr.

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5 Lesetipps für den 29. September

In unseren Lesetipps geht es heute um Amazon, den Aufstieg von Podcasts, europäische Netzpolitik, Blogging und Fappening in deutschsprachigen Blogs. Ergänzungen erwünscht.

  • AMAZON Amazon Strategies: Amazon’s Fulfillment Center (FC) Network: Wer Amazon und seine globalen Ambitionen verstehen will, sollte einen Blick auf die Daten werfen und sie gegebenenfalls noch visuell darstellen. Nichts anderes hat der Geschäftsführer von ChannelAdvisor, Scot Wingo, getan. Mit einer beeindruckenden Hingabe zu Logistik hat Wingo die Standorte von Amazon-Lagern aufgelistet, Unterschiede und Trends erklärt, sowie alle in eine Karte eingetragen. So bekommt man einen sehr guten Eindruck über Amazons globalem Auftreten.

  • PODCAST Fast Company: The (Surprisingly Profitable) Rise Of Podcast Networks: Während hierzulande das vorläufige Ergebnis der Podcast-Diskussion war, dass es Nischenprodukte sind, scheint in den USA die wirtschaftliche bedeutende Zeit für Podcasts gerade zu beginnen. Auf Fastcompany.com gibt Rebecca Greenfield einen interessanten Überblick über den Status Quo, die neuen Akteure und wohin die Richtung gehen könnte.

  • NETZPOLITIK UdL-Digital: Die europäische Netzpolitik: Die Berufung von Günther Oettinger zum neuen Kommissar der Europäischen Kommission für das Ressort Digitale Wirtschaft und Gesellschaft hat für viel Hohn und Spott gesorgt, der bei dieser besonderen Personalie durchaus seine Berechtigung hat. Auf dem Blog UdL Digital erklärt die Journalistin Aylin Ünal, warum dies trotzdem nicht das Ende europäischer Netzpolitik bedeutet und wie die netzpolitischen Herausforderungen der Europäischen Union gleich auf mehrere Schultern verteilt wurden.

  • BLOGGING Anil Dash: 15 Lessons from 15 Years of Blogging: Auf Netzpilote.de wird seit mehr als 16 Jahren gebloggt und vieles was wir und unsere Autoren dabei gelernt haben, decken sich mit den Erfahrung von Anil Dash, der aus seinen 15 Jahren Blogging-Erfahrung genau 15 Lektionen übers Blogging abgeleitet hat, die wir nur bestätigen können. Besonders „The scroll is your friend.“ und „It’s still early.“ sind zwei wesentliche Erfahrungen für Blogger und Bloggerinnen. Die Liste ist für jede Person, die bereits ein Blog hat, mit dem Bloggen angefangen hat oder sich noch nie darüber Gedanken gemacht hat.

  • FAPPENING Wirres.net: Haltungsschäden und Merkbefreiung: Auf seinem Blog wirres.net schreibt Felix Schwenzel über seine Beobachtung, wie zuletzt auch deutschsprachige Blogger Fotos von Fappening-Opfern veröffentlichten, getarnt als Unfappening-Kunstaktion, und dieses Vorgehen auf Nachfrage hin auch noch verteidigten. Schwenzel fasst die Debatte der letzten Tage zusammen und gibt einen Denkanstoß, wenn er überlegt, ob das auf die Professionalisierung der hiesigen Blogosphäre zurückzuführen ist.

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5 Lesetipps für den 16. September

In unseren Lesetipps geht es heute um Netflix, Googles Ambitionen mit Android One, Facebooks Unvollkommenheit, das Leistungsschutzrecht und Blogging. Ergänzungen erwünscht.

  • NETFLIX Wall Street Journal: Netflix startet in Deutschland: Es ist Dienstag und Netflix ist in Deutschland angekommen. Und auch wenn jetzt schon klar ist, dass die Inhalte nicht mit dem viel gelobten Programm in den USA mithalten werden, wird es spannend sein, wie der Streaming-Dienst sich in Deutschland machen wird. Bisher konnten Anbieter hier nicht gerade mit spannender Vielfalt überzeugen und das Netflix sich diverse Filme mit Til Schweiger für ze Germans gesichert hat, lässt mich daran zweifeln, dass das in absehbarer Zeit besser wird. Nichtsdestotrotz verdient das von Reed Hastings gegründete Unternehmen Beachtung und die gibt ihm Jörgen Camrath auf den Seiten des Wall Street Journal.

  • ANDROID ONE Official Google Blog: For the next five billion: Dieser Lesetipp ist zwar ein Blogpost auf einem Firmenblog und damit sicher durch Dutzende Marketing-Korrekturschleifen gegangen, aber davon mal abgesehen zeichnet Googles Android-Chef Sundar Pichai ein interessantes Bild vom Nutzen preiswerter Smartphones, in denen hochwertige Technik verbaut ist. Google möchte das mit der „Android One“-Reihe schaffen und die Welt würde wahrscheinlich wirklich eine andere sein, wenn Menschen mit wirklich niedrigen Einkommen, egal in welchen Ländern, Zugang zu Technologien haben, die sie mit dem Internet verbinden. Also lest bitte zwischen den Zeilen, denn warum Google das macht, ist ein über die Interessen einer Firma hinausgehendes Problem bzw. Möglichkeit unserer globalisierten Welt.

  • FACEBOOK Re/code: Facebook Will Never Perfect Mobile — And That’s Okay: Das die Facebook-App ein großer Mist ist, wäre mir an sich kein Lesetipp wert, auch nicht, dass das sogar Facebooks Chefingenieur Jay Parikh offen zugibt. Aber der Gedanke, dass in der sich stets weiterentwickelnden Digitalisierung sowieso nie Perfektion erzielt werden kann und das sich sogar das als „Mobile-first“-Unternehmen bezeichnende Facebook damit abfindet ist interessant, denn dieser Raum für Verbesserung wird Facebooks Grundlage sein, die Marke von zwei Milliarden Nutzern zu erreichen. Ist das getan, wird die mobile Nutzung voran geschritten sein, die App ihr wieder hinterher hinken und Facebook Möglichkeiten haben, durch Verbesserung drei Milliarden Nutzer anzuvisieren. Unvollkommenheit kann ganz schön lukrativ sein.

  • LEISTUNGSSCHUTZRECHT Zeit Online: Das Leistungsschutzrecht kennt bisher nur Verlierer: Während die das Leistungsschutzrecht durchgesetzten Presseverlage von Google immer noch kein Geld für die Snippets im Nachrichten-Aggregatordienst Google News haben wollen, ziehen kleinere Suchmaschinen schon Konsequenzen und listen bestimmte Verlage aus den Suchergebnissen aus. Auf Zeit Online erklärt Patrick Beuth, warum T-Online und das Unternehmen 1&1 mit seinen Marken GMX und Web.de sich zu diesem Schritt entschieden haben.

  • BLOGGING LinkedIn: How I Write Blogs: Und zum Schluss noch eine wirklich lesenswerte Motivation, warum man ein Blog führen sollte, von niemand geringeren als Virgin-Gründer Richard Branson, der auf seinem LinkedIn-Blog erklärt, wie und warum er eigentlich so viel bloggt. Besonders gut gefällt mir, neben der mal wirklich existierenden Authentizität bei seinen Blogposts, dass für Branson das Bloggen nicht nur ein Weg der Kommunikation seiner Agenda ist, sondern Ausgangspunkt von Debatten, die dann vor allem in den sozialen Medien weitergeführt werden.

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