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Quadriga CX: Gründer der Kryptobörse stirbt – und nimmt 144 Millionen US-Dollar mit

Es gibt immer wieder Betriebsgeheimnisse, die nur der Chef weiß. Im Falle eines unerwarteten Ablebens nimmt er diese Geheimnisse dann mit ins Grab. Besonders schwerwiegend trifft es nun die Kryptobörse Quadriga CX. Dessen 30-jähriger Gründer Gerald Cotten ist auf einer Indienreise unerwartet verstorben. Quadriga CX ist mit 115.000 Kunden die größte kanadische Kryptowährungsbörse.

Ist der Verlust Cottens an sich nicht schon schwer genug, erlebt das Unternehmen auch einen geschäftlichen Albtraum. Auf der Seite der Börse blicken Besucher dieser Tage nur auf eine Meldung. Unter anderem heißt es in der Nachricht: „In den vergangenen Wochen haben wir unsere Liquiditätsprobleme zu lösen versucht. Dazu gehörte, dass wir versucht haben, Zugriff auf unsere Kryptowährungsreserven zu erlangen, die in Offline-Börsen liegen.“

Das Problem: Die einzige Person, die Zugriff auf diese Reserven hat, ist der verstorbene Firmenchef Gerald Cotten.

Cold Wallets nicht erreichbar

Doch wie kann das eigentlich passieren? Der größte Teil des Digitalgeldes lagerte im sogenannten Cold Storage, einem Offline-Speicher für Kryptowährungen. An sich ist das die sicherste Methode sein Erspartes zu lagern, da Hacker sich nicht einfach Zugang verschaffen können. Zugang zu diesem Cold Storage gibt es nur über Cottens Laptop. Doch niemand außer ihm weiß das Passwort. Die Suche nach Hinweisen in Cottens Nachlass sind bislang ebenfalls erfolglos geblieben.

Bislang ist es Experten lediglich gelungen das Smartphone des Gründers zu entschlüsseln. Die darauf befindlichen rund 15 Bitcoins wurden bereits dem Hot Wallet – dem Geld für laufende Transaktionen – zugeführt. Doch die knapp 50.000 US-Dollar sind nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Schätzungsweise 144 Millionen US-Dollar befinden sich auf dem unzugänglichen Cold Storage.

Obwohl es seit 2015 Richtlinien dazu gibt, verfügt die Kryptowährungsbörse über keine Backups oder andere Sicherheitsmaßnahmen, die vor solchen Ereignissen hätten schützen sollen.

Tod nur vorgetäuscht?

Im Internet wird der Vorfall heiß diskutiert. Einige zweifeln an der Geschichte um den plötzlichen Tod Cottens. Dieser sei bereits im Dezember verstorben, was jedoch lange verschwiegen wurde. Auch hatte er erst kurz vor seiner Indienreise ein Testament verfasst, das seine Frau als einzige Begünstigte angab. Mittlerweile gibt es zumindest einen von der Regierung Rajesthans zertifizierten Nachweis für seinen Tod. Dass Cotten vor Ort eingeäschert und es zunächst keinen Nachweis gab, nährte zuvor die Skepsis.

Auf Reddit gibt es noch immer viele Zweifler. Bis Untersuchungen weitere Erkenntnisse hervorbringen, wird der Verlust des Kryptogeldes zumindest das Misstrauen in diese als so sicher beworbenen Währungen nähren – Eine Sicherheit, die in diesem Falle sogar etwas zu gut war.

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Exodus 1 – HTCs neues Blockchain-Smartphone

Der Techtober schlägt erneut zu. Bereits vergangene Woche angekündigt, stellt HTC nun die Entwicklerversion des „Exodus 1“ vor. Erstmals setzt HTC dabei auf Blockchain-Technologie und arbeitet eng mit der Krypto-Community zusammen.

Eine sichere Enklave

Das HTC Exodus 1 enthält einen abgeschlossenen Bereich, Enklave genannt, der sogar vor dem Betriebssystem geschützt ist. Diese Enklave enthält die Schlüssel zu den Krypto. Das können sowohl Währungen, als auch Non-Fungible Tokens (NFTs) und andere digitale Daten sein.

Der Social Key Recovery-Mechanismus ermöglicht eine einfache, jedoch sichere Wiederherstellung der Schlüssel bei Verlust der Hardware. Die Schlüssel werden übrigens zu keinem Zeitpunkt zentral aufbewahrt. Der Nutzer entscheidet selbst, vertrauenswürdige Kontakte auszuwählen, die eine Key Management App herunterladen müssen. Ein geheimes Freigabeverfahren sendet den Seed dann an diese Kontakte weiter. So kann der Anwender im Bedarfsfall wieder Zugang erlangen.

Dicht an der Community

Das HTC Exodus 1 richtet sich an eine Zielgruppe, die sehr hohe Ansprüche an die Sicherheit legt. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, lädt HTC Kryptographen und Entwickler aus aller Welt ein, um die Sicherheit der Enklave zu verbessern. In Kürze will HTC auch APIs veröffentlichen, die es Drittanbietern ermöglichen, die Hardware des Exodus 1 zum Schutz von Schlüsseln und zum Signieren von Transaktionen zu verwenden.

Exodus 1 überzeugt mit starker Technik

Auch abseits der Blockchain-Features zeigt sich das Exodus 1 als Smartphone der Oberklasse. HTC verbaut neben 6 GB RAM auch einen leistungsstarken Qualcomm Snapdragon 845-Prozessor. Die 12 + 16 MP Dual-Hauptkamera erlaubt 4k-Videos mit 60 Bildern pro Sekunde. Ein 3.500 mAh starker Akku kümmert sich zudem um die Versorgung des Kraftpakets.

Das Exodus 1 könnt ihr über die offizielle Seite von HTC vorbestellen. Als Zahlungsmittel akzeptiert HTC erstmals in der Industrie ausschließlich die Kryptowährungen BTC (Bitcoin) und ETH (Ethereum). Die Auslieferung des Blockchain-Smartphones findet vermutlich im Dezember statt. 

Möchtet ihr auf dem Laufenden bleiben, könnt ihr den neu gestarteten Vlog von Phil Chen und seinem Team folgen und den Hashtag #HTCEXODUS auf sozialen Kanälen verwenden.

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  • WHATSAPP chip: WhatsApp: Mega-Feature wird vorbereitet – so aktivieren Sie es schon jetzt: Der Messenger-Dienst WhatsApp hat angekündigt auch in Zukunft weitere praktische Features für seine Nutzer zu aktivieren. Besonders im Fokus steht dabei ein neues Mega-Feature. Demnach plant WhatsApp mittels WhatsApp Payments, künftig Bankzahlungen und Überweisungen anhand der App zu tätigen. So soll es möglich sein Freunden nicht nur Geld zu überweisen, sondern sogar Rechnungen direkt zu bezahlen. Zu diesem Zweck baut der Dienst seinem Messenger nun einen QR-Code-Scanner ein. Durch diesen können ID und PIN eingegeben und der Geldtransfer in wenigen Sekunden abgeschlossen werden. In Indien feierte man bereits erste Erfolge. Die Ausbreitung von WhatsApp in neuen Geschäftssektoren ist dabei in erster Linie als eine Reaktion auf die wachsende Konkurrenz im Messenger-Geschäft zu verstehen.

  • APPLE t-online: Apple will eigene Chips entwickeln: Der US-amerikanische Technik-Riese Apple plant ab 2020 mit eigenen Prozessoren in seinen Notebooks. Damit bootet das Unternehmen die Firma Intel, den langjährigen Partner und Hersteller der aktuellen Chips, aus. Das iPhone und das iPad bekommen seit jeher eigens entwickelte Chips eingesetzt. Für seine Macs greift Apple hingegen seit etwa einem Jahrzehnt auf Intel-Prozessoren zurück. Über das nun angekündigte Vorhaben wurde allerdings schon länger spekuliert. Die Veröffentlichung sorgte zudem bereits für einen gewaltigen Einsturz der Intel-Aktie, was nach dem Abwärtstrend der letzten Jahre ein weiteres Tief für den Soft- und Hardware-Giganten zur Folge hat.

  • INTEL golem: Intel reicht Patent für Bitcoin-SoC ein: Der Soft- und Hardware-Hersteller Intel hat ein 2016 eingereichtes Patent veröffentlicht. Das Patent des Tech-Riesen beschreibt einen SoC-Bitcoin-Chip, welcher CPU-Kerne mit Bitcoin-Hardware-Beschleunigern verbinden kann. Dies soll in erster Linie eine bis zu 35-prozentige Minderung der Leistungsaufnahme beim Schürfen der Kryptowährung herbeiführen. Intel will die Bitcoin-Hardware demnach in allen möglichen Geräten, das heißt Desktop, Notebook, Smartphone, etc. verwenden. Mit Bitcoins hat das Unternehmen zudem schon in der Vergangenheit Schlagzeilen gemacht. Für den derzeitigen Marktführer der Branche in Sachen Kryptowährung agierte Intel bereits als Auftragsfertiger.

  • MYTAXI gruenderszene: Dieses Urteil bricht endlich den Taximarkt auf: Das Hamburger Startup MyTaxi hat vor dem Bundesgerichtshof ein Urteil durchgesetzt, welches die Taxi-Branche komplett umkrempelt. Nachdem dem zu Daimler gehörenden Unternehmen zweimal das Anbieten von zeitlich begrenzten Rabatten untersagt wurde, folgte jetzt in letzter Instanz der Rechtsspruch. Damit ist es MyTaxi in Zukunft erlaubt, über seine Plattform Taxis anzubieten und zudem Rabatte zu gewähren. Damit revolutioniert MyTaxi die Taxi-Szene, zumal diese bisher auf Tarifpflicht beruhte. Welche Folgen dies für die Branche haben wird, werden die nächsten Jahre zeigen. Auf jeden Fall ist mit gravierenden Veränderungen zu rechnen.

  • TESLA t3n: Elon Musk macht Produktion des Model 3 zur Chefsache und schläft in der Fabrik: Elon Musk reagiert auf die anhaltenden Produktionsschwierigkeiten des Autoherstellers Tesla. Der CEO des Unternehmens löst vorübergehend Doug Field, den bisherigen Chef der Enwicklungsabteilung, ab. Mit der Maßnahme gibt Elon Musk die Antwort auf den schon seit mehreren Wochen anhaltenden Abwärtstrend Teslas. Neben der trägen Produktion des Tesla Model 3, belastet die Firma auch der Rückruf von 120.000 Fahrzeugen, sowie der Autopiloten-Unfall eines Model X. Die Aktie der Automarke fiel in Folge dessen bereits um mehr als fünf Prozent. Als Konsequenz aus der schwierigen Phase Teslas kündigte Musk nun also an zur Not sogar in der Fabrik schlafen zu wollen.

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  • ANDROID t3n: Android P: Erste Developer-Preview ist da – mit „Notch“-Unterstützung und mehr: Noch dieses Jahr wird Google die nächste große Android-Version veröffentlichen. Nun wurde die Developer-Preview “Android P”, wie für den März üblich, veröffentlicht. Zu den größten Änderungen der Vorabversion, die in der Vorschau zu erkennen sind, gehören die Umgestaltung der Statusleiste zur Unterstützung der Notch, sowie eine erneute Überarbeitung des Benachrichtigungsbereiches. Außerdem gehören eine bessere Innenraum-Navigation und neue Kamera-Features zu den Neuerungen bei Android P. Mit der Vollversion wird allerdings vermutlich nicht vor August zu rechnen sein. Stattdessen kündigte Google noch fünf weitere Developer-Previews an.

  • AMAZON netzwelt: Amazons Alexa lacht euch aus: So klingt das unheimliche Gelächter: Alexa hat scheinbar einiges zu lachen – ihre Nutzer eher weniger. Seit ein paar Tagen fängt der smarte Lautsprecher nämlich an unheimlich zu lachen. Es erinnert eher an einen Horrorfilm, als an eine fröhliche Lache. Wie aus dem Nichts antwortet Alexa mit ihrem Gelächter, auch wenn sie gar nicht direkt angesprochen wurde. Während so manche Nutzer darüber ebenfalls lachen, gibt es andere, die das wiederum gar nicht so witzig finden. So wie es aussieht, weiß Amazon über den gruseligen Aussetzer Bescheid und arbeitet gerade an der Fehlerbehebung. Woher der Fehler rührt, weiß man bisher allerdings noch nicht.

  • NINTENDO gamestar: Konsolenmarkt – Nintendo wird 2018 Microsoft schlagen, sagen Analysten: Der japanische IT-Konzern Nintendo wird seinen Erfolgskurs laut Experten auch in den nächsten Jahren fortführen. Vermutlich wird dabei sogar Microsoft im Konsolenwettkampf überholt werden. Zahlen von IHS belegen dabei, dass Nintendo einen Wachstum von acht auf circa elf Millarden US-Dollar bezüglich getätigter Ausgaben für ihre Produkte erreichen wird, wobei Microsoft von zehn auf neun Milliarden zu sinken droht. Grund dafür ist nicht zuletzt die bereits 17 Millionen Mal verkaufte Nintendo Switch als Flaggschiff. Deutlich an der Spitze thront allerdings weiterhin Sony mit seiner Playstation 4. Dennoch stehen den Japanern nach dem Flop mit der Wii U wohl wieder erfolgreiche Zeiten bevor.

  • WHATSAPP Chip: WhatsApp erweitert die Löschfunktion: Eine Neuerung wird viele Nutzer freuen: Seit September können WhatsApp-Nutzer sich nun schon über die Löschfunktion im Chat freuen. Hierbei können Nachrichten gelöscht werden, die fälschlicherweise verschickt wurden. Der Sender hat dafür neun Minuten Zeit. Andere wiederum bekommen dann zu sehen, dass eine Nachricht des Senders entfernt wurde. Mit der Neuerung können Nachrichten nun innerhalb von 68 Minuten gelöscht werden – auch wenn die Nachricht schon gelesen wurde. Damit in Zukunft nicht nur die Nutzer der Beta-Version diese Funktion nutzen können, soll es vielleicht sogar schon im Mai mit dem neuen Update möglich sein.

  • DAIMLER gruenderszene: Daimler testet Kryptowährung für ökologisches Fahren: Nach BMW und Volkswagen zieht nun wohl auch Daimler in Sachen Kryptowährung für umweltbewusstes Fahren nach. Bereits auf der MWC Barcelona im Februar stellte Daimler die neuen Mobicoins vor, welche der Fahrer unter den 500 Testern mit den meisten gegen Großevents wie das MercedesCup-Finale eintauschen kann. Die Blockchain-Technologie, großes Thema in der Autoindustrie, speichert dabei Daten wie Beschleunigung, Bremsen und Geschwindigkeit. Zwar sind Blockchain und Kyptowährung noch Zukunftsmusik, aber man darf gespannt sein, wann und wie effektiv die Technologie die Automobilindustrie erobern wird.

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Blockchain-Startup Bitwala hält an Plänen für Krypto-Bank fest

Bitcoin

Krypto-Währungen wie Bitcoin oder Ethereum sorgen derzeit mit steilen Kursgängen und dem möglichen Aufbau einer Blase für Schlagzeilen. In den Hintergrund rückt, dass die zugrunde liegende Blockchain-Technologie nicht als Spekulationsvehikel geschaffen wurde, sondern als Ansatz, den elektronischen Zahlungsverkehr zu revolutionieren. So erlaubt die dezentrale Datenorganisation der Blockchain-Technologie, Geld grundsätzlich schneller, günstiger und sicherer zu überweisen. Das Fintech-Startup Bitwala hat ein solches Konto der neuen Generation im Angebot und strebt sogar den Bankstatus an.

Gegenwind aus dem traditionellen Bankensektor durchkreuzte dieses Vorhaben bisher. Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Im Gespräch mit den Netzpiloten auf der High-Tech Partnering Conference in Bonn bekräftigte Bitwala-CEO Jörg von Minckwitz die Ambitionen des Startups.

Investor HTGF stärkt Bitwala den Rücken

Anfang dieses Jahres musste das junge Startup am eigenen Leib erfahren, wie hart umkämpft der Finanzmarkt ist. Der Traum von der eigenen Krypto-Bank scheiterte im ersten Anlauf, aufgrund plötzlicher Unstimmigkeiten mit Partnern, wie die Bitwala-Führung in diesem Blog-Beitrag erklärt. Laut von Minckwitz sei das vor allem auf die Angst einiger Unternehmen zurückzuführen, die gegen nicht regulierte Märkte wie Kryptowährungen vorgehen. Im Laufe dieses Jahres will Jörg von Minckwitz mit dem Bitwala-Team jedoch weitermachen und die Idee der ersten Krypto-Bank doch noch umsetzen.

Unterstützt wird das junge Start-up-Team ungeachtet des Rückschlags vom High-Tech-Gründerfonds (HTGF), dem größten Seedinvestor Deutschlands. Der HTGF fördert junge Technologie-Unternehmen wie Bitwala und stellte auf der 9. High-Tech-Partnering Conference in Bonn den Kontakt zwischen gestandenen Unternehmen und Start-Up-Gründern her.

Dass vor allem bei jungen Gründern nicht immer alles nach Plan laufen kann, ist Alexander von Frankenberg, Geschäftsführer des HTGF, dabei bewusst. Im Gespräch erzählt er, dass es immer wieder Planabweichungen, Krisen und Rückschläge geben könne. „Was wir in solchen Fällen signalisieren, sind keine Zweifel am Team oder dem Projekt, sondern Ruhe und Gelassenheit. Wir unterstützen unsere Gründer, indem wir ihnen zur Seite stehen und in solchen Fällen gemeinsam einen Restart planen.“

Bitwala-CEO Jörg von Minckwitz
Mit den Netzpiloten sprach Jörg von Minckwitz, Mitgründer und CEO des Fintech-Startups Bitwala über die Blockchain als Zukunftstechnologie. Image by High-Tech Gründerfonds

Wie Überweisungen einfacher und sicherer werden sollen

Das Vertrauen in das große Marktpotenzial der Blockchain-Technologie ist bei Bitwala und dem HTGF ungebrochen. Bei der Blockchain-Technologie handelt es sich um eine stark verschlüsselte Datenbank, die auf tausende Server verteilt, also dezentral, ist. Das bietet zum einen den Vorteil, dass Fintech-Unternehmen wie Bitwala für die Durchführung der Transaktionen nicht auf die Infrastruktur einiger weniger marktbeherrschender Zahlungsanbieter angewiesen ist.

Dadurch können Transaktionen grundsätzlich günstiger abgewickelt werden, was sich auch in geringeren Gebühren für Endkunden niederschlagen kann. Außerdem ist diese Art des Zahlungsverkehrs besser vor Transaktionsbetrug und Datendiebstahl bei Hackerangriffen gefeit. Fallen Server aus, sind die Daten immer noch vorhanden, weil sie sich auf immer noch tausenden anderen Servern befinden und in Echtzeit synchronisiert werden.

Blockchain kann alle Lebensbereiche revolutionieren

Nicht nur Kryptowährungen und deren Transaktionshistorie lässt sich innerhalb der dezentralen Datenbank verschlüsselt sichern. Die Blockchain könnte das Leben aller Menschen verändern und vereinfachen. Im Gesundheitswesen ließen sich beispielsweise Patientenakten und Untersuchungsergebnisse sicher ablegen und nur von denjenigen Personen aufrufen, die dazu berechtigt sind.

Auch im Bereich Identitätsmanagement kann die Blockchain für mehr Sicherheit und weniger Papierkram sorgen. Da die Blockchain manipulationssicher ist, können Behörden beispielsweise Geburtsurkunden und Melderegister innerhalb der Blockchain ablegen. Universitäten und Hochschulen könnten über die Blockchain Abschlüsse und Zeugnisse sichern, sodass Absolventen und Arbeitgeber auf fälschungssichere Dokumente zugreifen.

Die meisten Anwendungsbeispiele für Blockchain sind jedoch Zukunftsmusik. Aktuell und deutlich realer sind hingegen Peer-to-Peer-Möglichkeiten, die die Blockchain schon jetzt bereithält. Gemeint sind damit direkte Transaktionen zwischen zwei Personen, also etwa das Überweisen von Geld. Das ist auch das Geschäftsmodell von Bitwala.

Blockchain ist keine Bubble, sagt Bitwala

Bevor die Blockchain allerdings zur Lösung aller Menschheitsprobleme werden kann, wird wohl noch viel Zeit vergehen. Jörg von Minckwitz hat in den vergangenen Wochen vor allem die aufkommende Regulierungsdiskussion zur Blockchain verfolgt. Hier stünden immer wieder Fragen nach Haftbarkeit im Raum. Laut von Minckwitz sei dafür eine gewisse Form von Zentralität notwendig. Hinzu käme die Problematik, dass Menschen ein gewisses Vertrauen in Systeme aufbauen müssten. Das sei deutlich schwieriger, als interpersonelles Vertrauen herzustellen. Bei einem ist sich der junge Gründer allerdings ganz sicher: „Blockchain ist nicht die nächste Bubble. Das System wird sich eigenständig weiterentwickeln und optimieren. Ob wir das wollen oder nicht.“

Dieser Text entstand in Zusammenarbeit mit dem High-Tech Gründerfonds.


Teaser Image by zapp2photo / stock.adobe.com; Image by High-Tech Gründerfonds


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Wallets, Portfolios, Spiele: die besten Bitcoin-Apps fürs iPhone

Büro, Steuern, Geschäft, Finanzen (adapted) (Image by FirmBee [CC0 Public Domain] via Pixabay)

Während der Bitcoin sein Kursziel für 2017 längst übertroffen hat und Satoshi Nakamoto, Erfinder des Bitcoins, irgendwo in sich hinein grinst, kommen für uns Nutzer immer mehr Bitcoin-Apps auf den Markt. Das Angebot reicht von der Brieftaschen-App für virtuelle Währung über Bezahl-Anwendungen bis hin zu Spiele-Apps. Wir haben eine kleine Übersicht mit den besten Bitcoin-Apps für Kryptowährungs-Einsteiger zusammengestellt.

Für den Start: Wallet-Apps 

Um loszulegen, benötigt ihr erst einmal ein Konto für eure virtuelle Währung. Mit den sogenannten Wallet-Apps könnt ihr Bitcoin oder andere virtuelle Währungen kaufen, aufbewahren und ausgeben. Der Unterschied zu einem normalen Konto: Bitcoin-Wallets speichern die privaten Sicherheitsschlüssel, die ihr für alle Transaktionen benötigt.

Coinbase ist wohl eine der beliebtesten Anwendungen für den Handel mit virtueller Währung, auch wenn sie sich seit rund zwei Jahren nicht mehr als Wallet verstehen möchte. Die Coinbase-App hat soeben Snapchat, Instagram und YouTube als gefragteste Software im Apple App Store abgelöst. Ebenfalls sehr beliebt: Das Urgestein Blockchain, das nutzerfreundlich gestaltete Bread und Xapo.

Bitcoin-Apps überholen Snapchat und Instagram
Die App Coinbase überholt Snapchat und Instagram im App Store. Screenshot by Lena Simonis

Letzteres ist vor allem aus Sicherheitsgründen zu empfehlen, da hier unter anderem Offline-Server eingesetzt werden. „Deep cold“ nennt Xapo das. Generell sind iOS-Wallets nämlich „Hot-Wallets“, da sie sich auf einem mit dem Internet verbundenen Gerät befinden.

Tipp: Hot Wallets sind anfälliger für Angriffe, da Hacker über das Internet auf Geräte zugreifen und diese infizieren können. Am sichersten speichert ihr euer Wallet also auf einem Offline-Gerät oder auf Papier. Übrigens: Auch iPhones mit Jailbreak sind anfälliger für Hackerangriffe, hier ist besondere Vorsicht geboten.

Für Investoren: Portfolio-Apps

Nach den „Cool-Kids“ haben nun auch die Investoren angebissen und tragen fleißig zum Kursanstieg des Bitcoins bei. Mit Portfolio-Apps behaltet ihr die Übersicht über eure Investitionen in virtuelle Währungen. Einer der bekanntesten Portfolio-Checker ist Blockfolio, das vor allem mit einem Preisalarm und der Funktion “Set and Forget“ punktet. Für den fortgeschrittenen Kryptowährungs-Händler eignet sich CoinTracking. Die Bitcoin-App bietet nicht nur hübsche Tortendiagramme und Echtzeitanalyse von Gewinn- und Verlust zahlreicher Kryptowährungen, sondern sogar detailierte Reportings für die Steuererklärung.

Bitcoin-Apps
Blockfolio verschafft einen Überblick über alle Kurse zu Kryptowährungen. Screenshot by Lena Simonis

Tipp: Hierzulande fallen Steuern auf Veräußerungsgewinnen nur an, wenn ihr vor Ablauf der Spekulationsfrist von zwölf Monaten eure Gewinne einstreicht. In diesem Fall müsst ihr alle über dem Freibetrag (600 Euro pro Jahr) liegenden Gewinne mit eurem persönlichen Einkommensteuersatz versteuern.

Für Konsumenten: Payment-Apps 

Neben den Spekulanten unter uns, möchte der ein oder andere seine Coins einfach auf den Kopf hauen. Dazu laden bereits einige Anbieter wie Wikipedia (Spenden) oder Microsoft (Stores für Windows und Xbox) im Netz ein. Mit speziellen Bitcoin-Apps könnt ihr eure digitale Währung aber auch in Geschäften in der realen Welt ausgeben – sollte sich denn ein entsprechendes Geschäft in eurer Nähe befinden. Fold wäre hier als Payment-App zu nennen, die in den USA bereits mit großen Unternehmen zusammen arbeitet. So können iPhone-Nutzer schon jetzt bei Starbucks oder Whole Foods mobil mit Bitcoins bezahlen. Auch Bitpay konzentriert sich darauf, sein Bezahlsystem auf Händlerseite zu integrieren und ermöglicht Transaktionen zwischen virtueller und physischer Welt über die Wallet-App.

Tipp: Bitcoins existieren schlicht gesagt nur durch Aufzeichnungen über Bitcoin-Transaktionen. Deshalb sind und bleiben Transaktionen das Rückgrat der virtuellen Währungen. Durch sie werden zurzeit noch neue Coins geschürft. Außerdem werden sich virtuelle Währungen langfristig nur durchsetzen, wenn entsprechende Unternehmen Umsätze machen. Beachtet, dass ihr Zahlungen mit Bitcoin nicht aus eigener Initiative rückgängig machen könnt. Zahlungen können nur durch den Empfänger zurückgezahlt werden. Ihr solltet also nur mit Personen und Organisationen handeln, die ihr kennt und denen ihr vertraut. Für Händler gilt: Sofort-Transaktionen sind nicht hundertprozentig sicher. In den ersten zehn Minuten nach der Anweisung (Input) gilt die Transaktion als glaubwürdig, aber umkehrbar. Dem relativen Risiko steht allerdings ein unverhältnismäßig hohes Marketingpotential gegenüber – solange ihr noch zu den wenigen Händlern hierzulande gehören wollt, bei denen Bitcoin-Enthusiasten ihr Geld lassen können.

Für den Spieltrieb: Bitcoin-Apps fürs Gaming

Mit einigen iPhone-Apps könnt ihr virtuelle Kätzchen züchten, mit anderen spielend Geld verdienen. The Blockchain Game von Daniel Bainbridge ist seit 2016 kostenlos im App-Store verfügbar. Die App teilt sich Werbeeinnahmen mit ihren Nutzern per Bitcoin. Die einfache Aufgabe: möglichst hohe Blöcke stapeln. Alternativ könnt ihr das Spiel eure Kinder ab vier Jahren spielen lassen. Aber mindesten 17 Jahre alt müsst ihr sein, um in Bitcoin Aliens Bitcoins zu verdienen, indem ihr Außerirdische tötet. Ganz neu im App Store und für alle interessant, die dem Cryptokitties-Hype auf dem iPhone fröhnen wollen, ist Toshi für Etherum. Die Toshi-App vereint eine sichere Messaging-Anwendung, ein Ethereum-Wallet und einen Browser für das Ethereum-Netzwerk, mit dem ihr euch nun auch mobil um eure CryptoKitties kümmern könnt. Das Spiel demonstriert auf unterhaltsame Weise das Potential des Ethereum-Netzwerks. Virtuelle Katzen im Wert von rund 15 Millionen US-Dollar sollen dort brüten.

Tipp: Glücksspiel macht süchtig und so. Auf dem App-Spielemarkt finden sich auch eine Menge zwielichtiger Gambling-Apps, bei denen man seine schönen Coins viel zu leicht verspielen kann.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Applepiloten.


Image (adapted) „Büro, Steuern, Geschäft, Finanzen“ by FirmBee (CC0 Public Domain), Screenshots by Lena Simonis


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  • AMAZON PCWelt: Patentanmeldung: YouTube-Konkurrent von Amazon?: Google wird ab 1. Januar 2018 seine YouTube-App nicht mehr für Amazons Fire-TV-Geräte zur Verfügung stellen . Damit protestiert das Unternehmen gegen Amazons Weigerung, Google-Produkte zu verkaufen, die in Konkurrenz zu den eigenen Produkten stehen – wie etwa Google Chromecast oder Google Home. Amazon verbietet außerdem die Nutzung von Amazon Video auf dem Chromecast.

  • UNSER APPLEPILOTEN-HIGHLIGHT Wallets, Portfolios, Spiele: die besten Bitcoin-Apps fürs iPhone: Während der Bitcoin sein Kursziel für 2017 längst übertroffen hat und Satoshi Nakamoto, Erfinder des Bitcoins, irgendwo in sich hinein grinst, kommen für uns Nutzer immer mehr Bitcoin-Apps auf den Markt. Das Angebot reicht von der Brieftaschen-App für virtuelle Währung über Bezahl-Anwendungen bis hin zu Spiele-Apps. Wir haben eine kleine Übersicht mit den besten Bitcoin-Apps für Kryptowährungs-Einsteiger zusammengestellt.

  • TWITTER netzpolitik: Twitter sperrt Account des ägyptischen Menschenrechtlers Wael Abbas: Twitter hat den Menschenrechtler und einen bekannten Chronisten der ägyptischen Revolution gesperrt – wegen Hate Speech. Was das Unternehmen dem Aktivisten genau vorwirft und ob das autoritäre ägyptische Regime Druck auf Twitter ausgeübt hat, ist nicht bekannt. Vor ein paar Tagen hat Twitter den Menschenrechtsaktivisten und Blogger Wael Abbas auf seiner Plattform gesperrt. Twitter begründet den Schritt gegen Abbas mit einem Verstoß gegen die Geschäftsbedingungen, insbesondere die Regeln für „Hateful Conduct“. Eine genaue Begründung blieb das Unternehmen dem Menschenrechtler allerdings schuldig.

  • WANNACRY zeit: US-Regierung macht Nordkorea für Cyberattacke verantwortlich: Die USA haben Nordkorea für die weltweite Cyberattacke mit der Schadsoftware WannaCry verantwortlich gemacht. „Die Attacke war groß angelegt und hat Milliarden gekostet, und Nordkorea ist direkt verantwortlich“, schrieb US-Heimatschutzberater Tom Bossert in einem Gastbeitrag für das Wall Street Journal. „Wir erheben diesen Vorwurf nicht leichtfertig. Er basiert auf Beweisen. Wir sind auch nicht allein mit unseren Erkenntnissen“, sagte Bossert, ohne näher zu erläutern, um was für Beweise es sich handele.

  • UNSER NETZPILOTEN-HIGHLIGHT iPhone & Co.: Mehr Akku für alle dauert nicht mehr lange: Es geht in jedem Jahr weiter mit den Veröffentlichungen von Apple – und natürlich auch mit dem Medienrummel. Es ist viel über das iPhone X, das Ende des Home-Buttons, die „Face ID“-Funktion, das drahtlose Aufladen und noch über vieles mehr geschrieben worden. Irgendwo auf der Liste der Neuerungen war eine verbesserte Akkulaufzeit, zumindest für das iPhone X. Dies wird Dank seines neuen, aufgemotzten A11-Bionik-Prozessors ermöglicht.

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Können Kryptowährungen der Überwachung von Zentralbanken standhalten?

Bitcoin (adapted) (Image tombark [CC0 Public Domain] via Pixabay)

In der Welt der Kryptowährungen sieht die Zukunft des Geldes sehr unterschiedlich aus. Es gibt einen steigenden Konsens zwischen Unternehmen, Investoren und Ländern (insbesondere Venezuela), dass diese alternativen Formen des Geldes die Bezahlvorgänge im nächsten Jahrzehnt dominieren werden. Auch wenn bezüglich des Potenzials Einigkeit herrscht – es ist noch unklar, wie genau Regulierer und Zentralbanken darauf reagieren könnten.

Der zusammengefasste Marktwert aller sich im Umlauf befindlichen Kryptowährungen erreichte Ende August einen Wert von 170 Milliarden US-Dollar, das ist nach CoinMarketCap, einem führenden Preisrechner, um 850 Prozent höher als noch am Anfang des Jahres. Es ist nicht überraschend, dass dieses Wachstum die Regulatoren und Zentralbanken zum Schwitzen bringt, die sich immer noch nicht darüber entschieden haben, ob man die Kryptowährungen als Ware, Anlage oder Währung behandeln sollte.

Das mag nach einer etwas abwegigen Diskussion klingen. Jedoch ist eines der grundlegendsten Funktionen einer Währung, Transaktionen in einer zeitgerechten Art zu vollziehen. Und durch die Sicherung der Blockchain (die Technologie, auf der Kryptowährungen wie Bitcoin basieren), sind die Verarbeitungen der Bitcoin-Transaktionen manchmal sehr langsam.

Aufgrund der Begrenzung der Bitcoin-Transaktionen mit einem bestimmten Tageslimit kann es durchaus ein paar Tage dauern, um eine einzelne Transaktion abzuschließen. Dies lässt die Kryptowährung teilweise unfähig erscheinen, selbst die grundlegendste Funktion des Geldbegriffes zu erfüllen. Private Blockchains können Transaktionen beschleunigen, sind aber nicht sehr beliebt und weiterhin begrenzt in ihrer Verfügbarkeit.

Geldsorgen

Der Aufruf, die Kryptowährungen zu verbessern, gewann an Schwung, nachdem der Internationale Währungsfond (IWF) ein Mitarbeiter-Diskussionspapier veröffentlichte mit der Aussage, dass Banken ein Investment in Kryptowährungen erwägen sollten.

Die enorme Entwicklung im digitalen Technologiebereich verändert die Umwelt der Finanzdienstleistungen. Sie schafft Möglichkeiten und Herausforderungen für Dienstleister und Regulatoren. Jede Art großzügiger Zustimmung des Bankensektors würde ganz klar einen riesigen Markt für Kryptowährungen eröffnen, jedoch bewegt sich diese Entwicklung nicht nur einseitig. Anfang September erschütterten chinesische Regulatoren den Markt für Kryptowährungen, als die chinesische Volksbank die Beschaffung finanzieller Mittel durch die Initial Coin Offerings (ICOs) für illegal erklärte.

Die ICO ist eine Geldbeschaffungsmaßnahme, die zukünftige Kryptomünzen gegen derzeitige Kryptowährungen mit derzeitigem liquidem Wert austauschte. Sie bekamen eine einfache Plattform für Digitalwährungsfreaks mit dem Ziel schneller Geldbeschaffung. Kurz gesagt bedeutet dies, dass die ICO eine Crowdfinanzierungsplattform für zukünftige Kryptowährung ist. Laut der Branchenwebsite Cryptocompare haben sie bereits 2,32 Millarden US-Dollar gesammelt.

China wird generell strenger. Es wurde sogar berichtet, dass die Chinesen den Handel mit virtueller Währungen auf heimischen Börsen ganz verbieten könnten. Wenn dies durchgehen sollte, könnte es den Enthusiasmus des Sektors deutlich zum Erliegen bringen- auch wenn immer wieder positive Meldungen auftauchen und eine intensivere Prüfung die Bedenken vertreiben könnte.

Das russische Finanzministerium hat es sich zum Ziel gemacht, den Gebrauch von Kryptowährungen in ihrem Land bis Ende 2017 zu regulieren – und tatsächlich arbeitet die Zentralbank schon seit Beginn des Jahres daran, digitale Währungen stärker zu regeln. Der größte Vertrauensschub für Kryptowährungen mag vielleicht von den Ökonomen der finnischen Zentralbank kommen, die die Infrastruktur, die hinter Kryptowährungen wie Bitcoin steht, als „revolutionär“ betitelte und darüber hinaus die Fähigkeit der Manipulationsumgehung lobte.

Anerkennung für Kryptowährungen gab es auch aus Ländern wie Australien und Japan, die beide Richtlinien bezüglich der Legalisierung des Handels von Kryptowährungen erließen. Japan machte es zur Pflicht, den Handel mit Bitcoin zu regulieren und sich einer jährlich von anerkannten Buchhaltung durchgeführten Rechnungsprüfung zu unterziehen.

Die Zentralbank von Singapur erläuterte, dass die Funktion von digitalen Wertmünzen ganz klar die Funktion einer digitalen Währung überschreitet – obwohl die Bank den Markt überwacht. Weiterhin sagten sie, dass ICO genehmigt beziehungsweise von Banken oder von Singapurs Wertpapier- und Termingeschäftsgesetz anerkannt werden müsse.

In den Vereinigten Staaten wurde diese Aussage von der Börsenaufsichtsbehörde mit der Ankündigung bestätigt, dass ICO als Wertpapiere reguliert werden und alle unangekündigten Transaktionen juristisch verfolgt werden können.

Zwei Optionen

Dadurch, dass die Akzeptanz – außer vielleicht in China – immer mehr zunimmt, zeigt sich, dass Kryptowährungen als Finanzinstrument immer beliebter werden. Es gibt in Zukunft also zwei Optionen:

Zunächst könnte härter durchgegriffen werden, um sicherzustellen, dass Transaktionen mit Kryptowährungen nicht in Verbindung mit dem Darknet, terroristisch motivierten Aktionen oder Geldwäsche durchgeführt werden. Alternativ könnten Zentralbanken anfangen, unter dem Stichwort Central Bank issued Digital Currency (CBDC) ihre eigene digitale Währung zu veröffentlichen. Diese Währung basiert auf der Distributed-Ledger-Technologie. Es handelt sich dabei um die gleiche Blockchain-Technologie wie sie auch hinter anderen Kryptowährungen steckt. Dies gibt ihnen die Möglichkeit, dass die CBDC den Wert aktueller Kryptowährungen zerstört.

Die Bank von England hat in der ursprünglichen Diskussion die Führungsposition übernommen, während ihre Amtskollegen in Kanada, Schweden und von der Europäischen Zentralbank alle die Umsetzbarkeit der Markteinführung digitaler Währungen analysieren.

Unklar ist weiterhin, ob es die Zentralbanken mit den Kryptowährungen wie CBDC ernst meinen. Sie könnten auch in Konkurrenz zu ihrer zunehmenden Beliebtheit stehen. Im schlechtesten Fall könnten die Zentralbanken den Handel und Besitz von Kryptowährungen verbieten. Die Durchsetzbarkeit eines solchen Verbotes wäre sehr schwer, weil es keine einzige Organisation oder Person gibt, die Kryptowährungen kontrollieren und darüber hinaus die Transaktionen nicht zentral registriert werden. Es gibt jedoch einen Präzedenzfall. Im Jahr 1933 erklärte der damalige US-Präsident Roosevelt den privaten Besitz von Goldbarren für illegal. Er forderte alle Amerikaner zur Übergabe ihrer Goldreserven zur amerikanischen Notenbank auf.

Wenn ein ähnliches Vorhaben hier in die Wege geleitet werden sollte, könnte der Markt für Kryptowährungen eines Tages ganz von selbst zum Erliegen kommen. Es hängt nun alles von den Zentralbankern ab. China hat uns einen Einblick in einer schwierige Zukunft gewährt. Die Krypto-Vertreter auf der ganzen Welt hoffen, dass die Mehrzahl der Nutzer den einfacheren Weg wählen werden.

Dieser Artikel erschien zuerst auf „The Conversation“ unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image (adapted) „Bitcoin“ by tombark (CC0 Public Domain)


The Conversation

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  • BITCOIN faz: Nobelpreisträger fordert Bitcoin-Verbot: Joseph E. Stiglitz ist ehemaliger Chef der International Economic Association und 2001 wurde ihm der Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften verliehen. Stimmen wurden kürzlich laut über ihn, da der Nobelpreisträger nun ein Bitcoin-Verbot fordert. Die Kryptowährung erlebt gerade einen regelrechten Hype und wer sich früh damit eingedeckt hat, kann im digitalen Geld schwimmen. Stiglitz spricht Bitcoin jedoch jeglichen Nutzen ab und plädiert daher über ein Verbot. Der US-Amerikaner hält das Konzept nur aus zwei Gründen für erfolgreich. So ist es nicht reguliert und umgeht staatliche Kontrollen, Stiglitz sieht die Aufgabe der Schaffung einer Währung eher in den Händen einer Regierung.

  • MACOS heise: Root-Lücke in macOS High Sierra: Sicherheits-Update hat Nebenwirkungen: Der Schock war erstmal groß, als Experten am Dienstag eine dramatische Sicherheitslücke im neuen MacOs High Sierra von Apple entdeckt haben. Das Update, das die Lücke schließen soll, ist jetzt verfügbar und wird von allen Rechnern mit Online-Verbindung automatisch heruntergeladen. Zwar wurde die Lücke nun geschlossen, so kommt das Update gleichzeitig aber auch nicht ganz ohne Nebenwirkungen. Das Update führt unter Umständen zu Problemen bei der Dateifreigabe. Nutzer berichten, dass der entfernte Zugriff auf die per File Sharing geteilten Verzeichnisse des Macs nicht länger funktionieren. Einen manuellen Workaround hat Apple zur Abhilfe bereits veröffentlicht.

  • TWITTER zeit: Ein Deutscher will Donald Trump gelöscht haben: Für ungefähr 11 Minuten war es in Twitter regelrecht ruhig – ungewohnt ruhig. Wie sich herausstellte war der Account des US-Präsidenten Donald Trump – @realdonaldtrump – auf der Kurznachrichten-Plattform für die Dauer des Zeitraums offline. Trump nutzt Twitter nur zu gerne für seine geistigen Ergüsse und verbrachte gefühlt auch einen Großteil seines Wahlkampfes auf der Plattform. Jetzt soll sich ein Deutscher dazu bekannt haben. Das Ganze ist angeblich unabsichtlich und als “Verkettung unglücklicher Zufälle”, aber gleichzeitig auch am letzten Arbeitstag des zuständigen Mitarbeiters geschehen.

  • SNAPCHAT wired: Ein Redesign soll Snapchat retten: Nachahmung ist bekanntlich die höchste Form der Anerkennung. Im Geschäft kann das allerdings schnell zum unverhofften Aus des Konkurrenten führen. So geschieht das derzeit auch langsam zwischen Snapchat und Instagram. Das Story-Feature der Plattform Instagram hat Snapchat fast den Garaus gemacht. Ein Update soll die App jetzt doch noch vor dem Aus bewahren. Das neue Design soll über getrennte Feeds für News und Freunde verfügen. Dieser Schritt soll auch der Verbreitung von Fake News entgegenwirken, wie Snap-Chef Evan Spiegel erklärt.

  • WHATSAPP t3n: Whatsapp down: Messenger auch in Deutschland mit Störungen: Über Nacht trendet #whatsappdown mit derzeit fast 48.000 Tweets auf Twitter. Auch die Whatsapp-Alternative Telegram schafft es dank des Ausfalls bei dem Branchenprimus in die Trending Topics. Denn am vergangenen Donnerstagabend ging bei dem Kurznachrichtendienst WhatsApp erstmal gar nichts mehr. Der letzte Totalausfall des Messengers ist dabei noch gar nicht mal lange her. Diesmal klagten Benutzer weltweit, vor allem aber in Europa und Südamerika, über Störungen bei der App.

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  • JAMAIKA-VERHANDLUNGEN Netzpolitik.org: Jamaika-Verhandlungen: Das hätte das Ende der Vorratsdatenspeicherung sein können: Dieser Artikel von netzpolitik.org beleuchtet, zu welchen Ergebnissen die Sondierungsgespräche hätten führen können. Eine bessere Netzpolitik hätte die Jamaika-Koalition jedoch wohl nicht erreicht: So seien die Ergebnisse zu Netzpolitik und Digitalsierung kein „digital first“ und nicht wegweisend gewesen. Die selbe Themenliste von der Lobby der IT-Industrie sei verfolgt worden, wie unter der früheren Regierung Merkels: „Hier rächt es sich, dass zumindest auf Seiten von FDP und Bündnis 90/Die Grünen wohl keine Netzpolitiker in wichtiger Position mit am Tisch verhandelt haben.“

  • KRYPTOWÄHRUNG thenextweb: Trendy cryptocurrency startup pulls an exit scam after raising $375K in ICO [Update]: Die Spam-Mails von Bitcoin sind nicht genug: Eine neue Kryptowährung namens Confido hat kürzlich 374.477 USD in einem ICO gesammelt und ist daraufhin verschwunden – notleidende Händler strömen nun nach Reddit, um andere Kryptobefürworter vor dem aufstrebenden Unternehmen zu warnen. Das Unternehmen hatte versprochen, eine neue dezentralisierte, vertrauensfreie Zahlungslösung für das Online-Shopping einzuführen. Die Webseite ist nun jedoch heruntegefahren worden, ganz zufällig nachdem es einen Wertverlust von 90 Prozent hinnehmen musste, weil Anleger über ein Rechtsproblem informiert wurden, die die Entwicklung des Projekts auf unbestimmte Zeit stoppen wird.

  • BANKING-TROJANER Chip: Fünf Banken betroffen: Gefährlicher Trojaner plündert Konten: Warnung an alle Android-Nutzer: Sicherheitsforscher von Avast, Eset und SfyLab haben den Banking-Trojaner BankBot entdeckt, der über den Play Store etwa in Form von Taschenlampen-Apps und Solitaire-Spielen verteilt wurde. So fälschen die Apps nach der Installierung die Benutzeroberflächen fünf deutscher Banking-Apps, über die sie alle Eingaben wie Zugangsdaten und Kontodaten abfangen können. Unter anderem sind Apps der Banken Commerzbank, Postbank, DKB, Citibank und Comdirekt betroffen – international lassen sich jedoch rund 160 Institute zusammenrechnen.

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Wie Merkel die VWL-Pseudorechnungen weglächelt: Mainstream-Ökonomen und Politik

Wissenschaft (adapted) (Image by Giammarco Boscaro [CC0 Public Domain] via Unsplash)

Obwohl vielen Vertretern der so genannten Mainstream-Ökonomie klar ist, dass man politisch nicht im luftleeren Raum operiert und es auch immer um normative Fragen geht, sehen sich die Mainstream-Ökonomen dennoch als politisch neutral. Es gibt nach Ansicht von Rüdiger Bachmann, Professor für Wirtschaftswissenschaften an der University of Notre Dame im US-Bundesstaat Indiana, keinen monolithischen Block von Marktliberalen oder Libertären.

Man würde eher das komplette parteipolitische Spektrum auch bei den Ökonomie-Professoren finden. „Der akademische Mainstream ist bei normativen Fragen zurückhaltender. Man kann Modelle oder Daten erst einmal sprechen lassen ohne direkt abzutesten, welche politischen Implikationen das nach sich zieht“, so Bachmann in einem Streitgespräch mit dem Autor der Notiz-Amt-Kolumne.

Auf meine Intervention, ob das nicht pharisäerhaft sei, sich hinter Modellen zu verstecken, antwortete Bachmann, das habe mit Pharisäertum nichts zu tun, das ist wissenschaftlich. „Ich habe da keine politische Agenda.“ Man könne Ökonomik betreiben mit einem Minimum an normativer Ausrichtung. Protagonisten, die sich von der herrschenden Lehre abwenden, werden aber nicht als Methoden-Kritiker gewertet, sondern vom Mainstream abgewatscht. Bachmann sprach von politischer Agitation. Der Vorsitzende des Vereins für Socialpolitik, Professor Achim Wambach, sieht das ähnlich. „Der pluralen Ökonomenbewegung geht es vielfach mehr um Politik als um Wissenschaft, da schwingt oft eine markt- und kapitalismuskritische Agenda mit.

Wer ist nun links und wer ist rechts in der Ökonomik?

Sind dann die Mainstream-Ökonomen rechts und reaktionär, wenn das andere Lager doch angeblich links ist? Diese Stigmatisierungen führen zu nichts. So wertet Professor Lutz Becker, Studiendekan der Hochschule Fresenius in Köln, die Disputation mit Bachmann:

„Da wird, wenn es um die Pluralen geht, in politischen Kategorien wie rechts und links argumentiert, die in meinen Augen – trotz einer aktuellen Renaissance – historisch obsolet sind.“ Dann gehe es in den Antworten des Mainstream-Ökonomen direkt wieder auf eine empiristische Argumentationslinie. Das sei auch nicht schlüssig, weil beispielsweise mit der Gewichtung von Faktoren riesige Hintertüren offen bleiben. „Oder anders: Man beruft sich auf Daten, verfolgt aber de facto und durch die Hintertür interpretative Zugänge, die aber dann ausgeblendet oder gar scharf zurückgewiesen werden.“

Becker fehlen in den Aussagen von Bachmann sowohl die Verortung der Mainstream-Ökonomik als auch der schlüssige rote Faden in der Argumentation. Bleibt das Argument von Wambach und Co. übrig, dass es ja mit der Verhaltensökonomie in Kombination mit neurowissenschaftlicher Kleckskunde, mit Institutionenlehre, Spieltheorie und finanzwissenschaftlichen Modellen genügend Ansatzpunkte für Methodenvielfalt im Mainstream gibt.

Rechtfertigungserzählungen der herrschenden Lehre

Aber auch das ist eine dürftige Replik. Es sind Rechtfertigungserzählungen. Bei den verhaltensökonomischen Laborexperimenten denkt man, den homo oeconomicus besser zu verstehen. Man hat ein wichtiges Defizit im klassischen Ansatz gekittet und alles ist wieder in bester Ordnung.

Die Ökonomie hat ihr Standardmodell, dann wirft man ihr irgendetwas vor: Kein Problem, das kriegen wir gefixt. Jetzt machen wir Experimente, jetzt haben wir doch einen sehr viel differenzierteren homo oeconomicus. Aber was sie eben nicht leistet in einer Zeit des massiven Umbruchs, ist Orientierung.  Diese Welt, in der wir heute leben, ist ja in einer ganz massiven Form durch die Ökonomie geprägt. Jetzt merken wir, dass ganz viele Dinge auf uns zukommen, die eine gewaltige neue Herausforderung darstellen“, so Professor Uwe Schneidewind in der Diskursreihe der D2030-Initiative. 

„Die ökonomischen Dynamiken treiben die ökologische Sache immer noch in die falsche Richtung. Aber auch Fragen wie die Digitalisierung. Plötzlich haben wir mit Null-Grenzkosten-Produkten zu tun, wir haben mit Produktivitätssprüngen zu tun, die vermutlich das Maß vorangegangener technologischer Wenden noch mal überwinden. Jetzt würde man sich ja eine Ökonomie wünschen, die vor denkt. Was heißt das? Auch so etwas wie Grundeinkommen, wie organisieren wir unseren Sozialstaat? Das sind ganz neue Formen. Was ist denn eigentlich mit der Geldwirtschaft in einem Zeitalter von Bitcoin? Also wenn es vielleicht gar keine Zentralbanken mehr gibt und braucht. Also ganz viele Fragen.“

Experimente in Boxen

Mainstream-Ökonomen wirken nicht als öffentliche Intellektuelle. Sie versagen als Orientierungskompass und verkriechen sich mit ihren teilweise irrelevanten Experimenten in Boxen und kanzeln Kritiker als linke Spinner ab, die mit statistischen Verfahren und Mathematik auf Kriegsfuß stehen. Wenn man tradierte Ökonomen mit empirischen Methoden in ihrem Modellplatonismus zerlegt, reden sie sich mit Rechenfehlern heraus oder verweisen auf notwendige Vereinfachungen in den Berechnungen.

Dahinter stecken Immunisierungsstrategien, um sich einer  wissenschaftstheoretisch sauberen Überprüfung zu entziehen. Hans Albert hat das in seiner Schrift „Nationalökonomie als Soziologie der kommerziellen Beziehungen“ ausführlich dargelegt: „Eines der beliebtesten Mittel, ökonomische Aussagen zu tautologisieren und sie damit empirischer Überprüfung zu entziehen, ist die Verwendung der so genannten ceteris-paribus-Klausel. Wenn ein ökonomisches ‚Gesetz‘ unter Anwendung dieser Klausel formuliert wird, dann ist der mehr oder weniger offenkundige Zweck dieser Einschränkung der, dieses Gesetz vor Falsifikation zu schützen. Wenn ein dem ‚Gesetz‘ widersprechender Fall aufgezeigt werden kann, dient die Klausel sozusagen seiner ‚Rettung‘ durch Aufweis eines Faktors, der nicht konstant geblieben ist.“

Wann stellt die Wirtschaftswissenschaft wieder spannende Fragen?

Man kann normativ, plural oder heterodox unterwegs sein und gleichzeitig etwa in der Bewertung von Szenarien mit statistischen Verfahren arbeiten. Was generell fehlt, ist nach Meinung von Schneidewind eine Ökonomie, die spannende und richtige Fragen stellt. „Das ist der Grund, warum ich gerne an die Uni gehe, weil ich merke: Wow, die behandeln da genau die richtigen Themen, die gesellschaftlich relevant sind. Von dorther wird man dann sehen, dass die Ökonomie automatisch pluraler und sehr viel interdisziplinärer sein muss. Etwa beim digitalen Wandel. Das bekommt man nur in den Griff, wenn ich auch ein technologisches Verständnis habe, wenn ich mich mit den sozialen, gesellschaftlichen, kulturellen Dynamiken auseinandersetze. Dadurch wird das also sehr viel multidisziplinärer und es findet idealerweise auch ein ganz intensiver Austausch mit Leuten statt, die diese Prozesse gestalten. Plötzlich kommen auch Unternehmen und Unternehmer gerne in Unis, um mitzudiskutieren, weil sie merken: Das hilft ihnen.“ Das sei heute alles nicht gegeben, weil sich das Fach nur über seine Methode definiert.

„Du kannst heute Karriere in dem Fach machen, wenn du die irrelevantesten Fragen ökonomisch sauber behandelst“, kritisiert der Präsident des Wuppertal-Instituts. Da gebe es keine Inspiration – beispielsweise für die Politik. „Wenn die Merkel den Sachverständigenrat weglächelt, weil sie sagt: Hey, das kann ich sowieso gleich in die Kiste schmeißen, weil es mir für meine Wirtschaftspolitik keine Orientierung gibt. Und wenn du einen Management-Praktiker fragst, wann er zum letzten Mal aus der Management-Lehre der BWL-Fakultäten einen Impuls bekommen hat, dann muss der ganz lange überlegen, wenn ihm überhaupt irgendetwas einfällt. Diese komplette Inspirationslosigkeit des Faches kann ich nur dadurch drehen, indem ich wieder die richtigen Fragen stelle. Dann ergibt sich der Rest von selbst“, sagt Schneidewind.

Private Hochschulen sorgen für frischen Wind

Es sei ja schon fast eine paradoxe Situation, dass die kritische Ökonomie, die das bestehende System hinterfragt, heute eher an privaten Hochschulgründungen gedeiht als an den staatlichen. Das sollte so nicht sein, moniert Schneidewind. Was wir ökonomisch erleben, müsse kritisch hinterfragt werden. „Dafür hat man staatliche Universitäten gegründet, damit es Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gibt, die frei von ökonomischen Zwängen das System in Frage stellen können. Es ist eine verkehrte Welt: Die staatlichen Häuser legitimieren das weiter und die kritischen Impulse kommen aus privaten Uni-Gründungen.“

Die Ursache sieht Schneidewind im Reproduktionsmodus des akademischen Systems. Nach den Reformwellen in den 60er und 70er Jahren, die sehr stark sozialwissenschaftlich und kritisch geprägt waren, kam eine Gegenbewegung mit einem naturwissenschaftlichen Paradigma. Am Ende verödet halt die Mainstream-Ökonomik an Monotonie. Das Notiz-Amt hält es für Zeitverschwendung, an eine Reformfähigkeit der etablierten Lehre zu glauben. Eher sollten private Institutsgründungen für neuen Geist sorgen.


Image (adapted) „Wissenschaft“ by Giammarco Boscaro [CC0 Public Domain]


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  • BITCOIN Trending Topics: Bitcoin-News: JPMorgan, Südafrika und Japan – das war übers Wochenende los: Dem Bitcoin wurde es in den letzten Tagen nicht leicht gemacht: Das ICO-Verbot in China sowie die eindeutigen Aussagen von JPMorgan-CEO Jamie Dimon haben einen Kursbruch von 20 Prozent hervorgerufen – doch der Bitcoin-Preis erholte sich schnell und ist momentan wieder auf 3.675 Dollar. Übers Wochenende hatte sich unter anderem MacAfee gegen die Meinung von Jamie Dimon ausgesprochen und Japan ist durch seine rechtlich gute Situation für Kryptowährungen und dem Exodus aus China nun das Land mit dem größten Handelsvolumen.

  • E-MOBILITÄT SpiegelOnline: „2026 kommt das Aus für den Verbrennungsmotor“: Ein deutscher Physiker hat nun berechnet, in welchem Jahr sich das E-Auto gegenüber Benziner und Diesel durchsetzen wird: So soll im Jahr 2022 jeder zehnte Neuwagen weltweit ein E-Auto sein. Auf diese Prognose kam der Physiker unter anderem durch die Errechnung des Wachstums der Verkaufszahlen für reine Batterie-Elektrofahrzeuge in den kommenden Jahren. Die Trendlinie zeigt an, dass im Sommer 2026 genug E- Autos für die ganze Weltproduktion hergestellt werden.

  • SLACK t3n: 250 Millionen Dollar für Slack: Microsoft-Konkurrent verkündet Hammer-Finanzierung: Nach einer Finanzierungsrunde wird der der Business-Messenger Slack auf rund 5,1 Dollar bewertet – damit ist Slack für den Kampf gegen andere geschäftliche Messenger wie Microsoft Team oder Facebooks Worspace gewappnet. Das Investment wird angeführt von dem japanischen Telekommunikationsunternehmen Softbank, das eine hohe Glaubwürdigkeit in Japan genießt. So hat sich das Unternehmen einen strategischen Investor mit ins Boot geholt.

  • BESTEUERUNG Finanzen.net: Steuerpläne für Internet-Riesen in EU umstritten: Deutschland und Frankreich wollen Internet-Riesen wie Google und Facebook höher Besteuern – und stoßen damit auf Widerstand in der EU. Der dänische Finanzminister betont beim EU-Treffen, dass Europa mit dem Verstoß innovative Unternehmen vergraulen könnte. Im Visier steht unter anderem Apple, da das Unternehmen 2014 nur 0,005 Prozent Steuern auf seine Gewinne in Europa und Irland gezahlt hatte und somit 13 Millionen Euro wegen illegalen Steuerdeals nachzahlen musste.

  • SCHADSOFTWARE T-Online: 50 Android-Apps wegen Betrug gelöscht: Mehr als 50 Apps mussten aus dem Play Store von Google entfernt werden, da Experten eine Malware entdeckt haben, die Android-Systeme befällt und von Geräten der Nutzer kostenpflichtige Premium-SMS verschickt. Es soll sich dabei um Schätzungsweise 4,2 Millionen Infektionen handeln. Die Schadsoftware „Expensive Wall“ gehört zu einer Malware-Familie, die insgesamt bis zu 21 Millionen Mal gedownloadet wurde.

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    • IPHONEX Apple: iPhoneX: Apple hatte für die Präsentation des neuen iPhones gestern ein paar Überraschungen bereit: So ist das neue IphoneX vorne wie von hinten komplett aus Glas. Zudem wurde es so intelligent gemacht, dass nur ein Tippen, ein Wort oder ein Blick ausreicht, damit das Smartphone reagiert. Apple sagt dazu nur: Hallo Zukunft!

    • ÜBERWACHUNG Deutschlandfunk: China auf dem Weg in die IT-Diktatur: Die kommunistische Partei möchte den moralisch einwandfreien und ehrlichen Bürger schaffen: Dafür sammelt der chinesische Staat schon länger fleißig die Daten seiner Bürger, um sie dann zusammenzutragen und auszuwerten. Bis 2020 soll so ein landesweites Sozialkreditsystem entstehen, auf dem jeder Bürger ein Punkte-Konto hat und so je nach Stand belohnt oder bestraft werden kann.

    • BITCOIN Frankfurter Allgemeine: JPMorgan-Chef Dimon: Bitcoin ist Betrug: Es sieht nicht gut aus für die digitale Währung Bitcoin: Bei einer Rede auf einer Investoren-Konferenz in New York bezeichnete der Chef der amerikanischen Großbank JPMorgan Chase, Jamie Dimon, die Kryptowährung Bitcoin als Betrug. Schon in den vergangenen Jahren hatte Bitcoin Probleme mit Betrugsvorwürfen, Börsenpleiten und dem Verdacht auf Geldwäsche und Terrorfinanzierung. Und auch China scheint gegen Bitcoin vorzugehen zu wollen, Aufsichtsbehörden des Landes erwägen anscheinend die Schließung von Handelsplattformen für Devisen wie Bitcoin.

    • WHATSAPP Curved: WhatsApp kann bald Nachrichten zurückholen: Server werden schon vorbereitet: Jedem von uns ist das schon mal passiert: Aus Versehen hat man eine Nachricht abgeschickt, die noch nicht fertig formuliert war oder die Nachricht sollte eigentlich eine andere Person erreichen – ärgerlich. Doch laut WABetaInfo könnte sich dies bald ändern: Die Server sollen bald auf das Zurückholen versendeter Chat-Nachtrichten vorbereitet werden. Dieser Schritt kann in Zukunft wohl einige Streitigkeiten verhindern.

    • SNOWDEN SpiegelOnline: ‚There Is Still Hope – Even for Me‘: Den Namen Edward Snowden kennt man. Seitdem der wohl bekannteste Whistlerblower vor vier Jahren das von der National Security Agency (NSA) eingesetzte globale Überwachungssystem aufdeckte und die NSA-Affäre auslöste, wird er als Gegner der Vereinigten Staaten angesehen. Nun hat der Spiegel es nach einem Jahr Bemühungen geschafft, ein Interview mit ihm zu führen: Hier spricht er über sein Leben in Russland und seinen Kampf gegen staatliche Überwachung.

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Bitcoin & Co: Alternative Währungen sind die Zukunft

Bitcoin (adapted) (image by MichaelWuensch [CC0] via pixabay

Als ich 2012 zu unterrichten begann, beschloss ich, meinen Kurs mit einer Analyse darüber zu beginnen, wie Geld die Ordnung der Gesellschaft beeinflusst. Was meine Schüler besonders faszinierend fanden, war die damals aufkommende Welt der Krypto-Währung, die ich schon ausführlich als wesentlichen Bestandteil in der Zukunft von Währung beschrieben habe.

Einige Kollegen kritisierten meine Herangehensweise. Sie beschuldigten mich, meine Studenten indirekt dazu zu ermutigen, in eine, wie sie es sahen, düstere, vom Verbrechen heimgesuchte, finanzielle Unterwelt zu investieren. Aber ich enthüllte lediglich jungen Köpfen ein sich schnell entwickelndes, komplexes Phänomen, das in meinen Augen einen großen Einfluss auf die Machtverteilung in der Weltwirtschaft haben würde.

Hinter den meisten Krypto-Währungen verbirgt sich eine einfache Technologie, die als “Blockchain” bekannt ist. Es handelt sich um ein System, das es peer-to-peer-Finanzkonten über mehrere Quellen ermöglicht, alle Transaktionen, die innerhalb eines Netzwerkes auftreten, aufzuzeichnen. Das führt zu einer transparenten Open-Access-Registry von Geldströmen, die die Vermittlung durch Finanzbehörden überflüssig macht. Dies fordert die allgemeine Annahme heraus, dass ein Geldsystem nur durch zentrale Planung funktionieren kann.

Wie ich in meinen Buch „Wellbeing Exonomy: Success in a World Without Growth“ erkläre, machen Geldsysteme einen beispiellosen Wandel von einer zentralen Behörde zu einem dezentralisierten Netzwerk durch. In der Regel wird Geld von Staaten und Banken verwaltet. Dabei befinden sich die Nutzer auf der Empfängerseite finanzieller politischer Entscheidungen. Im Gegensatz dazu sind die meisten alternativen Währungen peer-to-peer. Das bedeutet, sie werden von den Nutzern selbst verwaltet und benötigen niemanden, der hier Mittler ist. Einige davon haben dank der Technik eine internationale Reichweite, während andere sich ausschließlich an einem bestimmten Ort befinden.

Schauen wir uns einmal BitCoin an, die bekannteste peer-to-peer-Währung der Welt. Sie verfügt über ein Börsenkapital von über 40 Milliarden US-Dollar. Eine Person, die im Jahr 2009 das Äquivalent von einem US-Dollar in BitCoin gekauft hat, würde jetzt ungefähr 25 Millionen US-Dollar besitzen. Ein BitCoin ist aktuell genauso viel Wert wie zwei Unzen Gold. Andere mögliche Währungen, die in Zukunft enorm an Wert gewinnen werden, sind Ethereum, Litecoin und Ripple.

Die Welt im Sturm erobern

Viele dieser Währungen sind ziemlich unbeständig. Ihre Höhen und Tiefen erreichen über zehn Prozent des Wertes auf einer wöchentlichen Basis. Aber der längerfristige Trend ist beeindruckend. Viele Länder können sich dafür begeistern. Im April diesen Jahres akzeptierte Japan die Währung BitCoin als legale Bezahlmöglichkeit im Einzelhandelsmarkt. Nachdem man noch im vergangenen Jahr vor digitalen Währungen zurückschreckte, machte die russische Regierung eine 180-Grad-Wende. Präsident Wladimir Putin traf sich mit den Entwicklern von Enthereum und versprach, Krypto-Währungen bereits im Jahr 2018 anzuerkennen.

Nach anfänglichem Zögern ließ die People’s Bank of China Abhebungen in BitCoin im Juni 2017 wieder zu, was die Währung in neue Höhen katapultierte. In den USA werden Krypto-Währungen immer mehr sowohl als Zahlungsmethode als auch als Wertanlage akzeptiert.

Die Regierung von Australien hat ebenfalls beschlossen, neue innovative digitale Währungsunternehmen zu fördern, indem man Händler und Investoren von Steuern ausgenimmt. Es ist klar, dass Kryptowährungen in naher Zukunft als Zahlungsmethode für viele Transaktionen deutlich öfter genutzt werden – vom Online-Shopping bis hin zum Supermarkt um die Ecke.

Entwicklungsländer sind auf der Überholspur

Immer mehr aufstrebende Wirtschaftsysteme öffnen sich den Krypto-Währungen. In Venezuela ist BitCoin bereits zur Parallelwährung geworden. Sie bietet Millionen von Bürgern die Möglichkeit, Transaktionen durchzuführen und Unterhalt zu verdienen. In einem Land, wo die offizielle Währung fast nichts wert ist, können die Bürger ihr Essen und andere grundlegende Notwendigkeiten bezahlen. Es erlaubt ihnen zudem, Waren aus dem Ausland zu kaufen und dabei die noch strengeren Finanzkontrollbestimmungen zu überwinden.

Im Osten Afrikas haben heimische Erfinder Krypto-Währungssysteme vorgestellt, um grenzübergreifende Transaktionen zu unterstützen, wie beispielsweise Initiativen wie BitPesa unterstützen.

In Südafrika sind Krypto-Währungen besonders beliebt. In Nigeria setzen einheimische Händler und Aktivisten darauf, dass dieses neue Geld eine Möglichkeit schafft, die Wirtschaft zu demokratisieren. Dieser Wunsch wird dadurch verstärkt, dass Nigeria bisher mit konventionellem Geld gescheitert ist.

Laut meinem Kollegen Verengai Mabika, Gründer von BitFinance in Simbabwe, hat der Zusammenbruch des offiziellen Finanzsystems seines Landes die Währung Bitcoin zu einer attraktiven Alternative gemacht. Das ist besonders bei Online-Zahlungen der Fall, die von Banken eingeschränkt sind. Ebenso gilt dies für Überweisungen, die das Rückgrat der Wirtschaft darstellen.

Eine wachsende Anzahl der Bevölkerung in Simbabwe benutzen Krypto-Währungen auch als eine Art Sparschwein (37 Prozent aller Bitfinance-Kunden nutzen den Service für diesen Zweck), erzählt mit Verengai. Das geschieht vor allem nach dem massiven Verlust der eigenen Ersparnisse während der Hyperinflation im Jahr 2008, die zum Kollaps von Banken im ganzen Land geführt hat.

Dezentralisierung und lokale wirtschaftliche Entwicklung

Die Dezentralisierung des Geldes befindet sich tatsächlich im Zentrum dieses neuen Trends und kann sich möglicherweise auch auf andere Bereiche auswirken. Die Vertragsplattform Ethereum ist als intelligentes System designt und stellt ein Handelssystem dar, das komplett auf peer-to-peer-Besitzrechten basiert. FairCoin wurde für Genossenschaften, Sozialwirtschaften und Fair-Trade-Netzwerken weltweit entwickelt.

Krypto-Währungen sind nur die Spitze eines Eisberges. Laut neuesten Schätzungen gibt es über 6.000 komplementäre Währungen weltweit, 50mal so viel wie bei konventionellen Geldsystemen. Die meisten davon sind nutzerkontrolliert und zinsfrei. Man kann kein Geld verdienen, indem man einfach mit ihnen handelt. Geld anhäufen macht in dieser Welt keinen Sinn. Das ist so, weil der Wert nicht in der Anhäufung, sondern im Austausch liegt.

Der Anwendungsbereich ist oft auf gewisse Gebiete oder Transaktionstypen begrenzt, beispielsweise für Körperpflege, nachhaltige Mobilität und lokalen Handel. Das schafft einen Anreiz, einheimische ökonomische Entwicklung und Möglichkeiten des Geldwechsel, die von Nutzer-Communities bewertet sind, zu unterstützen.

Regiogeld, ein Netzwerk einheimischer Währungen, die ich untersucht habe, als ich in Deutschland geforscht habe, hat sich bereits im ganzen Land verbreitet. Es gilt als das größte System lokaler Währungen, die kleine Unternehmen unterstützt und Gemeinschaften stärkt.

In naher Zukunft werden wir eine Vielzahl an Währungen mit unterschiedlichen Eigenschaften und Zielen haben. Diese Entwicklungen wird die Wirtschaftssysteme in den verschiedenen Ländern gegenüber Krisen stärker machen und eine gerechtere und nachhaltigere Entwicklung fördern, denn die Nutzer werden mitbedacht und die lokalen Strukturen gestärkt.

Wie meine Untersuchungen zeigen, könnte eine Verquickung von regionalen, nationalen und einheimischen Währungen auch die beste Lösung nicht nur für Afrika, sondern auch für die Europäische Union sein, die sich noch immer mit dem instabilen und schwerfälligen Euro herumschlägt. Was auf anderen Kontinenten klappt, könnte auch hier funktionieren. Gilt das auch für jeden anderen Vorgang einer regionalen Integration von Afrika zu anderen Kontinenten.

Dieser Artikel erschien zuerst auf „The Conversation“ unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image (adapted) „Bitcoin“ by MichaelWuensch (CC0 Public Domain)


The Conversation

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  • BITCOIN t3n: Bitcoin knackt 2.000 Dollar: Darum boomt die Kryptowährung jetzt: Nach dem ersten Allzeithoch Anfang Mai folgt jetzt der Nächste Meilenstein. Die Kryptowährung Bitcoin steigert erneut seinen wert. Seit Beginn des Jahres zieht das Unternehmen viele internationale Investoren an. Wenn der Wert von Bitcoin weiterhin steigt, könnte die Währung demnächst doppelt so viel Wert haben wie eine Feinunze Gold. In Japan ist Bitcoin seit Anfang Mai ein offizielles Zahlungsverfahren. Eine weitere Erklärung des Aufschwungs kann auch das Wissen über die Funktionsweise sein, welches bei Investoren zu vertrauen führt.

  • WINDOWS heise: Windows 10 S: Nur Apps, aber kein Linux: Windows 10 soll demnächst um eine Schüler und Studenten Version erweitert werden, welche nur die Installation von Apps aus dem Microsoft Store erlaubt und deutlich bessere Administrationsfunktionen aufweisen soll. Allerdings sollen unter anderem Linux-Distributionen oder andere Kommandozeilen Zugänge nicht auf Windows S laufen. Grund dafür sei, dass sich die Schülervaritante an ein nicht technikaffines Publikum wende. Wen diese Grundlage stört, muss sein Windows S auf Windows 10 Pro umwandeln.

  • Protest wired: Twitter and Tear Gas: How Social Media changed Protest Forever: Der Wandel der Protestorganisation begann 2011 mit dem Arabischen Frühling, der es schaffte sich über Soziale Medien wie Twitter zu organisieren. Proteste heutzutage haben durch die Vernetzung durch das Internet deutliche Unterschiede zu Protesten der Vergangenheit, und zeigen spannende Veränderungen auf. Zeynep Tufekci schreibt über Vor- und Nachteile des Protests mit Sozialen Medien.

  • ALEXA golem: Amazon verbietet fast alle Werbung in Alexa-Skills: Ein neues Start-Up plante die Einbindung von Werbebotschaften durch die Voice Funktion des Amazon Assistenten Echo. Burger King hatte vor Kurzem für Nachrichten gesorgt, nachdem ein Werbespot einen Befehl für sprachgesteuerte Geräte wie Alexa Echo oder Google Home beinhaltete. Amazon selbst sieht allerdings keine Notwendigkeit, Skills-Entwicklern generell die Möglichkeit von Werbeeinnahmen zu erlauben und hat nun die Richtlinien für die Zulassung zu dieser Funktion gestrafft. Strenge Regeln gibt es besonders für Alexa Skills mit Bestellmöglichkeiten.

  • DROHNEN handelsblatt: Schöne neue Pharma-Welt: Amazon erwägte bereits einen Einstieg in die Pharmaindustrie, durch Drohnenlieferung von verschreibungspflichtigen Medikamenten. Diese Neuerung wäre eine Veränderung besonders für Apotheken und weitere Ketten. Eine weitere Neuerung in der Pharmaindustrie könnten Forschungen im Bereich der Sensorenüberwachung an. Diese Sensoren würden Ähnlich wie Kontrollleuchten im Auto Patienten niedrigen Blutzucker oder Blutdruck melden.

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Netzpiloten sind Partner der Digital Finance World 2017

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Vom 01. Bis 02. März 2017 findet in Frankfurt der Kongress KuppingerCole’s Digital Finance World 2017 (DFW) statt. Die Finanz- und Versicherungswelt trifft sich dort, um sich über Innovation und die digitale Transformation ihrer Betriebe auszutauschen.

An zwei Tagen von jeweils 8 bis 18 Uhr bedient die Digital Finance World ihre Besucher mit allerlei Informationen zu den Themen Blockchain, Bitcoins, Big Data und das Internet der Werte (IoV). Der Veranstalter KuppingerCole ist eine seit 2004 international und unabhängig arbeitende Analyse-Organisation. Ein zentrales Element der Arbeit der Organisation ist es, Unternehmen mit neutraler Beratung und Expertise in den Bereichen Informationssicherheit, Identitäts- und Zugriffsmanagement, Informations- und Zugriffssteuerung, Risikomanagement und Compliance und in Bereichen der digitalen Transformation zur Seite zu stehen.

Das Event findet direkt am Frankfurter Flughafen im HOLM – House of Logistics & Mobility in der Bessie-Coleman-Strasse 7 statt. Wenn ihr bis zum 20. Februar 2017 eure Tickets mit einem Kollegen oder Freund bucht, bekommt ihr sie zum Missed Early Bird-Preis.

Wenn ihr keine Infos oder Updates verpassen wollt, folgt KuppingerCole auf Facebook oder Twitter oder direkt dem Digital Finance World Event!

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Für euch als treue Leserschaft der Netzpiloten gibt es mit diesem Code 20 Prozent Rabatt auf den regulären Ticketpreis: DFW17NETZPILOTEN

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  • RANSOMWARE zeit: Infiziere deine Freunde, dann kriegst du deine Daten zurück: Die Taktiken von Cyber-Kriminellen werden auch immer perfider: jetzt werden die Opfer damit erpresst, dass sie statt dem Bezahlen eines Lösegeldes auch zwei weitere Opfer infizieren können. Ransomware ist eine Malware, die Ihren Computer infiziert, sperrt und dann Geld dafür verlangt, ihn zu entsperren. Die sogenannte „Popcorn Time“-Ransomware stellt das Opfer also vor die Entcheidung innerhalb weniger Stunden entweder das Lösegeld (eine Bitcoin, mit derzeitigem Wert von 736€) zu zahlen oder die Mail weiterzuleiten.

  • RAUMFAHRT heise: Mars One: Bemannte Mars-Missionen rücken in weitere Ferne: “Is there life on Mars?” fragte sich schon David Bowie. Noch nicht, aber zumindest bald, wenn es nach den Begründern des Projektes “Mars One” geht. Per Casting wurden für die Mars-Mission einst Teilnehmer gecastet, dass dies eine Reise ohne Wiederkehr sein wird war allen bewusst. Anfangs war 2022 als Ankunftsjahr vorgesehen, dieses musste aber später auf 2026 und schließlich auf 2032 verschoben werden und das nicht ohne Kritik an der ganzen Sache. In diesem Jahr wurde bereits ein Experiment abgeschlossen, bei dem die Teilnehmer am Hang eines hawaiianischen Vulkans 365 Tage lang das Leben auf dem Mars simulierten.

  • VIRTUAL REALITY t3n: Große Umstrukturierungen: Oculus verliert seinen CEO, Palmer Luckeys Zukunft ungewiss: Oculus sind die Vorreiter in Hinblick auf die Massentauglichkeit von Virtual Reality-Brillen. Mit als Erste haben sie vor einigen Jahren mit ihrer Oculus Rift den Hype wiederbelebt und ins 21. Jahrhundert geholt. 2014 wurde die Firma für 2 Milliarden US-Dollar von Facebook gekauft, jetzt werden im Unternehmen große Umstrukturierungen eingeleitet. So ist der Oculus CEO Brendan Iribe gestern von seiner Position zurückgetreten. Für die Nachfolge wird gesorgt, Iribe bemüht sich gemeinsam mit Facebook CTO Mike SChroepfer um ein neues Team.

  • INSTAGRAM digiday: Publishers see promise with Instagram Live: Facebook hat mit den 360-Grad-Live-Videos bereits vorgelegt. Jetzt zieht Instagram mit “Instagram Live” nach. Die Funktion wurde im November angekündigt und ist jetzt zunächst für US-amerikanische Nutzer verfügbar. Bereits mit “Instagram Stories“ näherte sich der Social-Media-Kanal an andere Branchen-Kollegen an. Jetzt soll über die Stories-Funktion auch das Live-Streamen auf der Schnappschuss-Plattform möglich sein. Einen großen Unterschied zu anderen Live-Funktionen gibt es aber: live heißt live!

  • BIOMETRIK digitaltrends: The future of biometric tracking will make step counters look like antiques: Ob einfache Schrittzähler-App oder Activity-Band mit GPS, Herzfrequenz-Messung oder Schlafrhythmus-Analyse – Technologien zur Messung unserer biometrischen Daten gibt es schon länger. Biometrik, also die Wissenschaft hinter der Analyse von biologischen Daten, die durch die entsprechenden Wearables nachvollzogen werden kann, kann viel, aber in Zukunft noch mehr! Für professionelle Athleten sollen die technologischen Helferlein sogar Verletzungen vorbeugen können und auch genetische Informationen sollen ermittelt werden können.

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Blockchain: Eine politische Revolution?

Voting (adapted) (Image by justgrimes [CC BY-SA 2.0] via flickr)

Blockchain: Eine Technologie fasziniert die Finanzwelt und die Politik. Kann sie wirklich unsere gesellschaftlichen Systeme effektiver und sicherer machen? Eines ist klar: Sie hat das Potenzial, Politik und Verwaltung gewaltig auf den Kopf zu stellen. “Blockchain” wird zunehmend zu einem der Buzzwords aktueller digitaler Trends. Zahlreiche Wirtschaftsvertreter stürzen sich mit großer Euphorie auf die Technologie und preisen sie als nächste große Revolution nach der Erfindung des Internet. Mittlerweile hat auch die ein oder andere Institution Interesse daran gefunden und träumt von einer grundlegenden Reform der Verwaltung. Das Potenzial hierzu ist durchaus vorhanden. Doch wie viel steckt hinter der Technologie? Und was wird darunter überhaupt verstanden?

Das Prinzip der Blockchain

Eine Blockchain ist im Endeffekt nichts anderes als eine Datenbank. Der zentrale Unterschied zu bisherigen digitalen Verzeichnissen: die Blockchain wird dezentral gespeichert. Kein einzelner Server ist mehr alleine für die Verwahrung der Datenbank verantwortlich, sondern alle im Netzwerk befindlichen Computer besitzen ihre eigene Kopie.

Ihren Ursprung findet die Technologie bei einem Dienst, der seit 2009 für mächtig Aufsehen sorgt: Bitcoin. Was ist die Kernessenz dieser Kryptowährung, die selbst Microsoft schon als Zahlungsoption akzeptiert? Möchte man heute im Internet eine Zahlung tätigen, ist man auf vertrauenswürdige Dritte angewiesen. Banken, PayPal und Co. lassen grüßen. Die Grundidee hinter Bitcoin: diesen Mittlern sollte man nicht mehr vertrauen müssen. Ein gewisser Satoshi Nakamoto, über den bis heute nur wenig bekannt ist, erfand eine vertrauenswürdige Peer-to-peer-Verbindung: Rechner übertragen Geldeinheiten auf direktem Wege ohne zwischengeschaltete Institutionen.

Warum ist nun ausgerechnet eine direkte Bitcoin-Überweisung von Person A zu Person B sicher? Die Zauberwörter lauten Kryptographie und Mathematik. Die Details der Transaktion werden sehr stark verschlüsselt. Die anderen Rechner im Netzwerk haben nun die Aufgabe, diese Nachricht zu entschlüsseln, um sie zu verifizieren. Wenn die Mehrheit des Netzwerkes die Transaktion bestätigt, wird sie getätigt. Die Konten von A und B werden entsprechend der Summe der Überweisung aktualisiert – und auch jede Datenbank auf den einzelnen Rechnern. So bleibt die gemeinsame Datenbank bei allen Mitgliedern des Netzwerkes auf demselben Stand – auch bei denen, die nicht an der Transaktion oder der Verifikation beteiligt waren.

Prinzipiell fälschungssicher

So kann natürlich jeder alle getätigten Transaktionen im Netzwerk einsehen. Die Anonymität bleibt bei Bitcoin teilweise gewahrt, weil der Dienst die Konten nicht mit Klarnamen ausstattet, sondern mit Zeichenketten. Trotzdem wäre es theoretisch möglich, Einsicht in die Überweisungen eines jeden zu erhalten, wenn man nur seinen Kontonamen kennt (“Pseudonymity”).

Woher kommt nun aber der Name der Technologie? Mehrere solcher Transaktionen werden zu einem Block zusammengefasst, der kryptographisch mit dem vorherigen Block verknüpft wird. Es entsteht eine Kette aus Blöcken, die Blockchain. Ähnlich wie eine Kette aus Legosteinen – mit einem kleinen Unterschied: die Blöcke werden mit Sekundenkleber fixiert. Mit dieser Technologie kann problemlos der Weg des Geldes nachvollzogen werden und das System wird prinzipiell fälschungssicher, da jede Veränderung der Blockchain durch eine Mehrheit der im Netzwerk befindlichen Computer bestätigt werden muss.

Wahlen per Blockchain

Bitcoin ist also nicht aufgrund seiner Funktion als digitales Geld bemerkenswert – auch wenn eine offizielle digitale Währung durchaus im Rahmen des Möglichen wäre. Vielmehr ist es die zugrundeliegende Blockchain-Technologie, die zahlreiche Akteure euphorisiert, denn sie hat disruptives Potenzial in sehr vielen Bereichen des heutigen Lebens. Viele preisen sie sogar als die nächste wirtschaftliche Revolution an. Viele Finanzinstitute beschäftigen sich bereits mit möglichen Anwendungen der Blockchain.

Doch auch in Politik und Verwaltung ist die Technologie bereits auf Interesse gestoßen. Das britische Wissenschaftsministerium publizierte im Januar einen 88-seitigen Bericht über die Blockchain und deren Potenzial für Regierung und Verwaltung. Und ganz so unwahrscheinlich klingen manche Vorschläge der Community sowie der britischen Regierung nicht.

Für demokratische Wahlen ließe sich das Blockchain-Prinzip durchaus leicht modifizieren. Dabei würde für jeden Kandidaten, jeder Partei oder jedem Thema (Referendum) ein eigenes Konto im Netzwerk angelegt. Jede Bürgerin und jeder Bürger erhält nun jeweils einen “Wahl-Coin”, den er oder sie an die gewünschte Person, Partei oder Position “überweist” und hierdurch eine Stimme abgibt. Eigentlich wäre das Bitcoin-Problem der Pseudonymity nicht mit dem Wahlgeheimnis kompatibel. Dieser Herausforderung haben sich schon einige Initiativen angenommen und schlagen in erster Linie eine Anonymisierung mittels noch zu erarbeitender Software vor – ähnlich dem bereits existierenden Anonymisierungsnetzwerk “TOR”.

Einige Pilotprojekte beschäftigen sich bereits mit einer solchen Wahlsoftware, unter anderem “Follow My Vote”. Dieses System basiert auf der Kryptowährung BitShares, einer Weiterentwicklung der Bitcoin-Technologie. Traum der Visionäre wäre dementsprechend eine “Liquid Democracy” und “Real-Time Democracy”. Vorteil dieses Systems: einerseits entfällt der Gang zur Urne in der örtlichen Schule, andererseits kann jeder problemlos nachvollziehen, ob seine Stimme wirklich gezählt wurde. Die Wahrscheinlichkeit für Wahlfälschung würde dramatisch sinken. Für Manipulation bräuchte es im Netzwerk eine Mehrheit – ein prinzipiell unmögliches Szenario.

Geld nur noch für bestimmte Zwecke

Eine solche Blockchain ist für alle Menschen zugänglich – eine unabdingbare Voraussetzung für die Demokratie. Andere mögliche Anwendungen der Blockchain brauchen diese Offenheit nicht zwangsläufig. Sogenannte “genehmigte” Datenbanken können auch mit einzelnen autorisierten Personen arbeiten. Ein neuer Datensatz muss nicht von einer Mehrheit der Rechner im Netzwerk bestätigt werden, sondern nur von jenen Teilnehmern, die hierzu im Vorhinein autorisiert wurden (permissioned). Das ist für Anwendungen in der politischen Verwaltung besonders interessant. Mit dem Blockchain-System lassen sich nämlich nicht nur Werteinheiten austauschen, sondern auch Daten. Für die Verwaltung eine interessante Anwendungsmöglichkeit.

Aber nicht nur Behörden untereinander könnten auf diese Technologie aufbauen. Das britische Wissenschaftsministerium verspricht sich eine neue Transparenz gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern. Mithilfe von Blockchain-Datenbanken können öffentliche Register, beispielsweise Grundbücher, transparenter werden. Der “gläserne Staat” wäre die mögliche Folge. Im Allgemeinen könnten alle Rechts- und Anspruchsgeschäfte dokumentiert und übertragen werden. Der Bürger könnte Einblick in all seine Daten haben, die Ausstellung von behördlichen Dokumenten vereinfacht werden. Im Sozialversicherungssystem könnte die Effektivität verbessert werden, unter anderem mittels geringerer finanzieller Verluste durch Fehler oder Betrug.

Daneben könnten digitale Coins problemlos an einen konkreten Zweck gebunden werden, zum Beispiel Gesundheit oder Rente. Wenn der Staat Geld für bestimmte Ausgaben bewilligt, könnte er Zeit und Aufwand für die Vor- und Nachkontrolle sparen; die Kosten für die Bürokratie würden sinken. Diese Idee der Zweckgebundenheit ließe sich auch auf andere Bereiche staatlicher Tätigkeit übertragen. Man denke nur an die Entwicklungshilfe. Das britische Wissenschaftsministerium hofft auch auf eine transparentere Steuererhebung und spricht sogar von einem europäischen Umsatzsteuersystem. Im Prinzip kann alles, so die Behörde, was heute auf Papier steht, in eine solche Blockchain-Datenbank verlagert werden. Darüber hinaus hätte die dezentrale Lagerung den Vorteil, dass Cyber-Angriffe extrem schwierig werden – vorteilhaft für kritische Infrastrukturen.

Risiken und Chancen

Absolute Sicherheit gibt es nicht, das müssen auch die Blockchain-Befürworter eingestehen. So werden zwar Manipulationen von außen extrem unwahrscheinlich, weil immer die Mehrheit des Netzwerkes zustimmen muss. Jedoch kann jeder, der legitim auf eine Kopie der Datenbank zugreifen kann, durchaus auch andere manipulieren. Und extrem gedacht entstehen sogar totalitäre Dystopien: jeder einzelne Coin, den man besitzt, wird zweckgebunden. Hiermit dürfte man nur Lebensmittel kaufen, hiermit nur Produkte für die Gesundheit, hiermit nur Rentenvorsorge betreiben. Wo bleibt da die Selbstbestimmung?

Wie sieht nun die Prognose aus? Die Finanzbranche ist bereits auf den Blockchain-Zug aufgesprungen und wird dem Staat meilenweit voraus sein, sofern sich die Technologie als bereichernd herausstellt. Eine Umstellung auf Blockchain wäre im Allgemeinen jedoch mit großem Aufwand verbunden. Laut des britischen Wissenschaftsministeriums wäre es sogar einfacher, eine komplett neue sichere Infrastruktur aufzubauen, als die bestehende anzupassen. Der Bericht warnt auch davor, schnell und unbedacht zu handeln, da ein solches System langfristig angelegt ist und deshalb gut durchdacht werden muss. Ein anderer Bericht geht davon aus, dass die systemweite Implementierung in der Wirtschaft mindestens – wenn überhaupt – noch 10 Jahre brauchen wird. Vom Staat ist da noch nicht die Rede. Die Technologie befindet sich in einem sehr frühen Stadium der Entwicklung. Doch für das britische Wissenschaftsministerium ist die Blockchain die nächste große Disruption des Internet, ja gar der Gesellschaft: die Auswirkungen der Technologie könnten so bedeutend sein wie die Vereinbarungen der “Magna Carta”.

Zuerst erschienen auf politik-digital.de und steht unter CC BY-SA 3.0


Image (adapted) “Voting” by justgrimes (CC BY-SA 2.0)


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5 Lesetipps für den 15. Januar

In unseren Lesetipps geht es um den Tod, digitale Verwaltungen, Twitter und Yahoo, das Ende von Huffpost Live und Kritik an Bitcoin. Ergänzungen erwünscht.

  • TOD Alphr: How Facebook and Twitter are changing the way we think about death: Social Media ist genauso Teil unserer Gesellschaft und unseres Lebens geworden wie der Tod. Über beides spricht man nicht gerne, aber das eine beeinflusst, wie wir über das andere denken. Ein interessanter Artikel von Thomas McMullan über ein Thema, dem man viel mehr Zeit widmen sollte.

  • VERWALTUNG Harvard Business Review: How Local Governments Are Using Technology to Serve Citizens Better: Eine der wichtigsten Aufgaben von kommunalen Regierungen ist die auf den Service der BürgerInnen ausgerichtete Digitalisierung der Verwaltung. Steve Ressler formuliert in seinem Artikel, was dazu nötig ist. Nach der Lektüre ist einem als Berliner aber umso mehr klar, dass nicht für uns alle die Zukunft neue Verheißungen verspricht.

  • TWITTER & YAHOO Pando: What Twitter and Yahoo should do next: Bevor wir uns den zwei Fehlschlägen von Huffington Post und Bitcoin widmen, noch ein kurzer Blick auf Yahoo und Twitter, den stets vor einem großen Fehlschlag stehenden Kandidaten, die es laut Sarah Lacy zumindest noch zusammen schaffen könnten. Sie meint, dass die beiden Unternehmen zusammengehen sollten, Dorsey kann dann weiterhin in Teiltzeit CEO sein, da ja Mayer den Rest des Tages leiten kann. Klingt nach einem Plan.

  • HUFFINGTON POST Observer: The Death of ‘Huffpost Live’: How to Fail at Video: Die Huffington Post stellt ihr täglich achtstündiges Videoformat HuffPost Live ein. Jeff Jarvis kommentiert diesen Entschluss und zeigt, dass die Huffington Post auf den Video-Trend mit einem klassischen Fernsehformat antwortete. Zumindest kann man also aus diesem Fehlschlag, wie aus jedem guten Fehschlag, etwas lernen.

  • BITCOIN Medium: The resolution of the Bitcoin experiment: Den letzten Fehlschlag der Woche legt Bitcoin hin. Mike Hearn hat jahrelang als Entwickler daran mitgearbeitet, die auf Verschlüsselung beruhende Digitalwährung zu entwickeln. Seiner Meinung nach hat Bitcoin versagt, da die Community es nicht geschafft hat, dass die dezentrale Währung von der breiten Bevölkerung angenommen wird. Deshalb ist sie zurzeit arm an Funktionen und unter der Kontrolle von nur einigen wenigen Menschen. Keine vertrauensvolle Grundlage.

CHIEF-EDITOR’S NOTE: Wenn Ihnen unsere Arbeit etwas wert ist, zeigen Sie es uns bitte auf Flattr oder indem Sie unsere Reichweite auf Twitter, Facebook, Google+, Soundcloud, Slideshare, YouTube und/oder Instagram erhöhen. Vielen Dank. – Tobias Schwarz

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5 Lesetipps für den 15. Januar

In unseren Lesetipps geht es heute um einen Startup-Contest von Twitter, David Cameron und WhatsApp, den Apple Watch-Leak, Google Translate und Bitcoins. Ergänzungen erwünscht.

  • TWITTER t3n: Startup-Contest in Berlin und Road-Trip um die Welt: Wie Twitter Entwickler an sich binden will: Twitter versucht weiter Entwickler an sich zu binden. Nachdem sie mit Fabric eine Suite für Mobile-Developer präsentiert haben, versuchen sie nun mit zwei großangelegten Events mehr interessierte Nutzer dafür zu gewinnen. Ab Januar startet der Micro-Blogging-Dienst einen Roadtrip um die Welt. Von den USA über Asien nach Europa soll die Reise gehen. Flankiert wird diese Aktion von einem Startup-Contest, bei dem Entwickler die Chance haben sich mit den Twitter-Chefs und Investoren zu treffen.

  • WHATSAPP Androidmag.de: Britischer Premier will verschlüsselte Messenger verbieten lassen: Das Ende von WhatsApp, Threema & Co.?: Täglich grüßt das Murmeltier. Einige Tage nach den tragischen Anschlägen von Paris quellen die Medien über vor Statements von europäischen Politikern. Sie wollen entweder zurück zur Vorratsdatenspeicherung oder die Befugnisse der Geheimdienste noch umfassender machen. Der britische Premierminister David Cameron will die Verschlüsselung von Kommunikation konsequent verbieten. Ob das das Aus für Messenger-Dienste wie WhatsApp oder Threema bedeuten würde, versucht das Android Magazin zu klären.

  • APPLE SPIEGEL ONLINE: Leak in iOS-Betaversion: Neue Details zur Apple Watch durchgesickert: Es werden eben nicht nur die Dokumente von Geheimdiensten geleakt, sondern auch Informationen über neue Produkte und das lange bevor die zuständigen Unternehmen vor hatten damit an die Öffentlichkeit zu gehen. So geschehen bei der Apple Watch, über die nun Neuigkeiten ans Licht kommen, die die Informationen aus bisherigen Vorführungen übertreffen. Spiegel Online hat sich den Leak einmal angesehen und berichtet darüber, was die neue Smart Watch können soll.

  • ÜBERSETZER ZEIT ONLINE: Wort für Wort zum Universalübersetzer: Willkommen in der Zukunft. Mit der aktualisierten Version der Übersetzungsapp Google-Translate bringt das Unternehmen ein deutlich effizienteres Programm unter die Leute. Die Übersetzungsgeschwindigkeit wurde deutlich verbessert und die App soll nun automatisch die gesprochene Sprache erkennen. Zudem wird die Stimme automatisch aufgezeichnet, damit der Gesprächsfluss nicht unterbrochen wird. Die wirkliche Neuerung ist aber auf jeden Fall die Übersetzung von mit der Kamera aufgenommenen Bildern. Zeit Online wirft einen ausführlichen Blick auf die neuen Fähigkeiten von Google-Translate.

  • BITCOIN Bloomberg: Bitcoin Plummets 32 Percent in Two Days: Binnen zwei Tagen sind die Preise für Bitcoins um 32% gefallen und der Kurs dadurch massiv eingestürzt. Bitcoin hat damit den niedrigsten Stand seit Oktober 2013. Experten warnen nun davor, dass die Akzeptanz für die Währung in der breiten Masse schwinden könnte. Zudem drohe ein gewaltiger Vertrauensverlust. Es wäre aber gut möglich, dass viele Nutzer gerade jetzt neue Bitcoins kaufen und darauf hoffen, dass die Währung wieder steigt.

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Die Trends des Monats – November

Gemeinsam mit der Standortinitiatve der Hamburger Medien- und Digitalwirtschaft, nextMedia.Hamburg, präsentieren wir euch ausgewählte Trends des Monats. // von Lukas Menzel

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Die Medien- und Digitalbranche ist ständig in Bewegung. Fast im Tagesrhythmus gibt es ein neues, innovatives Medienprojekt, ein praktisches Gadget oder ein neues digitales Geschäftsmodell. Wir stellen euch dieses Mal ein Bitcoin-WIFI System, die interaktive Radioshow Crowdstory, das neue Crowdsourcing Projekt der New York Times, Madision, das werbefreie, digitale Magazin Latterly und das soziale Netzwerk Tsu vor.

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Bitcoin Foundation lobbyiert jetzt auch in Europa

Bitcoin lobbyiert jetzt auch in Europa (Bild: BTC Keychain [CC BY 2.0], via Flickr)

Die Bitcoin Foundation stellt Lobbyisten ein, um neben den USA auch in der Europäischen Union politischen Einfluss auf Regulierungsdebatten zu nehmen. // von Tobias Schwarz

Bitcoin lobbyiert jetzt auch in Europa (Bild: BTC Keychain [CC BY 2.0], via Flickr)

Die gemeinnützige Bitcoin Foundation ist ein mehr durch dubiose Streitigkeiten und unethische Praktiken aufgefallene Organisation, die trotz der internen Probleme verstärkt für die vermeintlichen Interessen der Bitcoin-Community lobbyiert. Nachdem im Frühjahr 2014 vor allem für die US-Hauptstadt Washington, D.C. nach Mitarbeitern gesucht wurde, hat die Stiftung jetzt Monica Monaco als Brüssler Lobbyistin eingestellt, um die Regulierungsdebatten in der Europäischen Union mit zu beeinflussen.

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5 Lesetipps für den 27. Oktober

In unseren Lesetipps geht es heute um emanzipierende Selfies, Netflix-Konkurrent Qello, #theconf-Highlights, Bitcoin und die Schulden-Strategie von Amazon. Ergänzungen erwünscht.

  • SELFIE Zeit Online: Das nackte Selbst: Ich möchte diesem Gastbeitrag von Edition F-Chefredakteurin Teresa Bücker auf Zeit Online nicht mit zu vielen Worten anteasern, er sollte einfach gelesen werden. Sie setzt sich mit dem Selfie als einen Akt der Emanzipation auseinander. Das soll hier kein Lesebefehl sein, sondern ein gut gemeinter Ratschlag, diesen Artikel nicht zu verpassen.

  • QELLO PandoDaily: Qello is quietly building a “Netflix for music films” — and maybe building the future of digital video: In einem lesenswerten Beitrag auf PandoDialy wirft David Holmes einen Blick in die Nische neben Netflix und stellt den Streaming-Dienst Qello vor, der für 4,99 US-Dollar im Monat Konzertfilme und Musik-Dokumentationen anbietet. Was Qello zeigt, findet sich nur zum Bruchteil auch auf Netflix oder Hulu wieder und schon gar nicht im Fernsehen, was den Dienst so wertvoll für Musikinteressierte macht.

  • THE CONFERENCE Ole Reißmanns Blog: Was ich auf #theconf in Malmö gelernt habe: Auf seinem Blog listet der SPON-Redakteur Ole Reissmann in einem Rückblick seine persönlichen Highlights der „The Conference“ statt, die im August in Malmö stattfand. Diese skandinavische Version der re:publica hat rund tausend „Kreative und Irgendwas-mit-Internet-Menschen“, wie Reissmann es formuliert, zusammengebracht, um über die digitale Zukunft zu reden.

  • BITCOIN Welt.de: Bitcoin erlebt sein Comeback: Laut Welt-Finanzredakteur Daniel Eckert „kaum bemerkt“ (–> hier geht es zu unseren Newslettern, um mehr zu bemerken), macht Bitcoin weltweit Fortschritte als Zahlungsmittel. Trotz des etwas holprigen Einstiegs und der seltsamen Überschrift gibt Eckert einen lesenswerten Einblick in die Digitalwährung, benennt spannende Beispiele für die wachsende Relevanz von Bitcoin und zeigt auf, wo das wahre Potenzial des Netzgeldes liegt. Anfang Februar haben wir zusammen mit Politik Digital im 11. Berliner Hinterhofgespräch das Thema Bitcoin diskutiert – die Hangout-Debatte findet sich hier zum nachschauen.

  • AMAZON Quartz: Why Amazon has no profit—and why it works: Als Amazon letzte Woche seine aktuellen Zahlen bekannt gegeben hat, gab es vor allem in meinen diversen Timelines viel Hohn und Spott, denn vom traditionellen Wirtschaftsdenken her, kann es einem Unternehmen nicht gut gehen, dass keinen Gewinn macht und noch mehr Schulden anhäuft. Benedict Evans erklärt auf Quartz, was Amazon eigentlich macht und wieso es erfolgversprechend sein kann, denn das Unternehmen bastelt an der Zukunft des E-Commerce. Die Frage ist, wie lange die Aktionäre auf Jeff Bezos warten.

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5 Lesetipps für den 10. September

In unseren Lesetipps geht es heute um die Fusion zweier Paywall-Anbieter, dem Freedom Act, der Apple Watch, die Ausbildung von Journalisten und den Bitcoin-Erfinder. Ergänzungen erwünscht.

  • PAYWALL Spiegel Online: Digitale Abo-Modelle: Paywall-Anbieter Piano Media und Press+ fusionieren: Um es Verlagen in Zukunft leichter zu machen, sind die beiden auf Paywalls spezialisierte Unternehmen Piano Media und Press+ miteinander fusioniert. Durch die Fusion sollen Paywalls und andere Lösungen in Zukunft noch schneller umgesetzt werden. Der größte Vorteil der nun neugeschaffenen Firma dürfte der riesige Bestand an Daten sein, der Aufschluss über das Kaufverhalten der Kunden geben könnte. 

  • FREEDOM ACT Heise: NSA-Reformentwurf offenbar vor dem Aus: Der Freedom Act sollte eigentlich die Telefonüberwachung von Amerikanern einschränken. Nun scheint es aber so, als ob es dieser nicht mehr vor den Wahlen durch den Senat schaffen würde, berichtet das National Journal. Der Freedom Act geht auf ein Reformversprechen von Obama zurück, welches er nun anscheinend nicht einlösen kann.

  • APPLE Golem: Apple Watch mit Krone: Am gestrigen Abend stellte Apple nicht nur zwei neue iPhones und einen neuen Bezahldienst namens Apple Pay vor. Highlight der Veranstaltung war die die lang erwartete Smartwatch namens Apple Watch. Neben einer Vielzahl an Personalisierungsmöglichkeiten in Bezug auf das Aussehen der Uhr bietet die Apple Watch ein neues Bedienelement, die Krone, und zahlreiche Sensoren.

  • JOURNALISMUS TAZ:  Ausbildung von Journalisten: Weiß, akademisch, bürgerlich: Die Henri-Nannen-Schule kürzt ihre Journalistenausbildung und bietet in Zukunft nicht nur weniger Plätze, sondern auch weniger Beihilfen an. Damit werde es inbesondere für Arbeiterkinder und Migranten schwerer, Journalist zu werden, denn diese könnten sich eine Ausbildung zum Journalist schlicht nicht leisten. Somit sei Journalismus heute für Viele existenzbedrohend.

  • BITCOIN Zeit: Unbekannter droht, Bitcoin-Schöpfer zu enttarnen: Ein Unbekannter behauptet, den Bitcoin-Erfinder Satoshi Nakamoto enttarnt zu haben. So behauptet der Unbekannte, dass er das E-Mail Konto von Nakamoto übernommen habe, in dessen Postfach sich genügend Informationen befinden sollen, um Nakamoto zu enttarnen. Damit er dies aber tue, möchte er 25 Bitcoins, umgerechnet 9 800 Euro, erhalten. Solange dies nicht geschehe, wird voerst offen bleiben, ob der Unbekannte wirklich Zugriff auf das Konto hat.

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Dresdner Startup CoinBau entwickelt Bitcoin-Hardware

Das Dresdner Startup CoinBau setzt auf das „Mining“ von Bitcoins. In spätestens zwei Jahren soll das Unternehmen 15 Prozent der weltweit berechneten Bitcoins schürfen. Ein lukratives Vorhaben mit hohem Risiko. // von Anna Maria Landgraf

CoinBau aus Dresden biette Hardware für Bitcoins an

Die Herstellung von Bitcoins kostet Energie. Und zwar oft mehr, als die Währung eigentlich wert ist. Ein Minusgeschäft also? Zwar nicht immer, aber immer riskant. Das Dresdner Start Up CoinBau will dem mit ihren hoch entwickelten ASICs entgegen wirken: ein Chip, der doppelt so schnell ist wie der bislang schnellste Hochleistungsrechner. Doch um das zu realisieren, braucht die Firma Geld.

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5 Lesetipps für den 21. August

In unseren Lesetipps geht es heute um die Digitale Agenda, Wearables, die Liebe zum Blogging, eine chinesische Bitcoin-Mine und das Urheberrecht vs. Fußball-Fankultur. Ergänzungen erwünscht.

  • DIGITALE AGENDA Edition F: Drei Minister, wenig Konkretes: Ich sitze noch an meinem Rant über die gestern vorgestellte Digitale Agenda, da ich mich gestern so sehr in Rage schrieb, dass ich dann doch eher an meinen Blutdruck als eine fristgerechte Abgabe (bei mir selber) dachte. Aber von allen Artikeln über gestern trifft es das Kommentar von Teresa Bücker auf EditionF.com ab besten. Viel sachlicher und ruhiger als ich das wohl nachher mache, arbeitet sie den Kern jeglicher Kritik heraus: „Stellenweise liest sich das Papier zur Digitalen Agenda wie ein Schulaufsatz, der das Thema digitale Zukunft knapp verpasst hat, und stattdessen eine banale Bestandsaufnahme der jüngeren Vergangenheit ist.“ Alles schon mal dagewesen.

  • WEARABLES PandoDaily: Young people are even less interested in “wearables” than the rest of us: Zäumen wir das Pferd von hinten auf: Wann habe ich das letzte Mal ein Kind oder Jugendlichen mit einer Armbanduhr gesehen? Hmm, ich selber trage eine von meinen schicken Uhren auch seit gut vier Jahren nicht mehr. Und was bedeutet das für Wearables? Das 67 Prozent von 1.000 befragten Studierenden in den USA noch nie davon gehört haben und auch nur jeder Dritte mehr als 150 US-Dollar dafür bezahlen würde. David Holmes stellt auf PandoDialy eine für den Wearables-Markt sehr deprimierende Studie vor, die irgendwie auch ganz genau meine Ansichten widerspiegelt, also wahrscheinlich vollkommen korrekt ist.

  • BLOGGING Das Kraftfuttermischwerk: Übers Bloggen: Im Gegensatz zu Ronny Kraak bin ich mir noch unsicher, was ich eigentlich hier genau im Internet machen. Nennen wir es journalistisches Bloggen. Ich sehe mich als Blogger und das ist ein wunderbares Gefühl, wie Kraak in seiner Antwort auf einen FAZ-Artikel schön zusammenfasst: „Mir ist egal, was Journalismus macht, ich will keinen machen. Ich will bloggen, ich will das bei mir sammeln, was mich täglich so anmacht; Punkt. Nicht mehr, nicht weniger.“ Dem kann ich mich nur anschließen.

  • BITCOIN The Coinsman: Inside a Chinese Bitcoin Mine: Der Blogger Jacob Bitsmith hat wohl eine der sichersten Minen in China besucht, die man heutzutage finden kann: eine Bitcoin-Mine (der Witz ist aus dem D64-Newsletter kopiert). Auf seiner werbefreien Website „The Coinsman“ bekommt man einen interessanten Einblick in die doch sehr zusammengeschustert wirkende Mine. Der Trip war übrigens auf Eigeninitiative von Bitsmith, weshalb am Ende des Artikel ruhig gespendet werden darf. So ein bis jetzt meiner Meinung nach einmaliger Artikel hat es verdient.

  • URHEBERRECHT Zeit Online: Kein Fußball in Vine-Kultur: Beenden wir den Lesetipps mit einem meiner absoluten Lieblingsfragen: Was hat das Urheberrecht heute kaputt gemacht? Antwort: wieder einmal ein Stück Netzkultur und zwar die am Rande von Fußballplätzen. In England will der Verband in dieser Saison stärker gegen Videosequenzen des Spiels auf YouTube, Vine oder als GIFs vorgehen. Es geht dabei natürlich um Geld und zwar um sehr viel Geld. Die englische Liga bekommt 3,7 Milliarden Euro für die TV-Übertragungen, lästige Konkurrenz zu den Sendern durch die Fans stört da nur. So sehr die Fußballvereine Social Media als Kanal für sich entdecken, es bleibt eine vom Marketing bestimmte Einbahnstraße. Die Fan-Kultur ist und bleibt ein Störfaktor im Fußball.

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5 Lesetipps für den 1. August

In unseren Lesetipps geht es heute um gebührenfreies Zahlen mit Bitcoin, Airbnb, WhatsApp im Journalismus, die Digitale Agenda und Microsoft verliert vor Gericht. Ergänzungen erwünscht.

  • BITCOIN Netzwertig.com: Zahlungsdienstleister lösen das Versprechen von Bitcoin ein: Bei beiden führenden Payment-Dienstleistern für Bitcoin können Händler Transaktionen nun gebührenfrei abwickeln lassen. Bitpay und Coinbase (zumindest bis zu einem Transaktionsvolumen von einer Million Dollar) wollen ihre bisher erhobenen Transaktionsgebühren abschaffen. Martin Weigert erklärt auf Netzwertig.com das Vorhaben und wieso damit eines der großen Versprechen der virtuellen Währung Wirklichkeit werden lässt.
  • AIRBNB Skift: 6 Ways Airbnb Changed Hospitality and the Vacation Rental Industry: Zuerst merkten wir des Apps wie Yelp oder Foursquare, dass unser im Alltag wichtigstes Gadget auch im Urlaub relevant ist. Mit der Sharing Economy nimmt das Smartphone auch weiterhin den wohl wichtigsten Platz auf Reisen ein, denn Dienste wie Uber, Couchsurfing oder Airbnb sind neuen Reiseführer und Animatoren. Auf Skift listet Jason Clampet sechs Punkte auf, die den Wandel der Reisebranche durch Airbnb aufzeigen.
  • WHATSAPP Konrad Webers Blog: Wie Whatsapp zum neuen Nachrichtenmedium wurde: In seinem Blog schreibt Konrad Weber, der als Multimedia-Journalist beim Schweizer Radio und Fernsehen arbeitet, über WhatsApp als neues Nachrichtenmedium. Neben den auch in den Lesetipps schon vorgestellten Versuchen der BBC, Nachrichten via WhatsApp zu verbreiten, müssen Journalisten vor allem den Umgang mit via WhatsApp geteilten Informationen lernen. Wer schon einmal bei großen Ereignissen in einer geschlossenen Gruppe auf WhatsApp unterwegs war, wird erahnen, welchen Wert diese Informationen für recherchierende Journalisten haben kann.
  • NETZPOLITIK UdL-Digital: Die Digitale Agenda der Bundesregierung – Der Entwurf und die Reaktionen: Am Mittwoch, den 20. August, soll der endgültige Entwurf der Digitalen Agenda der Bundesregierung im Kabinett vorgelegt und verabschiedet werden. Nachdem ein erster Entwurf mit dem Stand vom 9. Juli mittlerweile verfügbar ist, befinden sich derzeit mehrere überarbeitete Versionen in der Abstimmung zwischen den Ressorts und den entsprechenden Bundesministerien der Wirtschaft, des Inneren und des Ministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur. Aylin Ünal stellt im Blog von UdL Digital den aktuellen Stand des Papiers vor.
  • MICROSOFT The Washington Post: Judge orders Microsoft to turn over data held overseas: Letzte Wochen berichteten wir in den Lesetipps über den Prozess vor einem New Yorker Gericht, indem Microsoft verhindern wollte, in Europa gespeicherten Daten auf Anfrage an die heimischen Behörden übermitteln zu müssen. Microsofts Chefjustiziar Brad Smith sagte, dass die deutsche Bundesregierung Microsoft zu diesem Prozess aufforderte. Das Gericht hat nun anders entschieden. Die Frage ist, ob es politische Konsequenz seitens der Bundesregierung geben wird, wie z.B. die Kündigung des „Safe Harbor“-Abkommen oder ob Angela Merkel auch dieses Thema ausschweigt.

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5 Lesetipps für den 4. Juli

In unseren Lesetipps geht es heute um die Finanzierung von Journalismus, Fußball statt YouPorn, das Recht auf Vergessen, Cards, sowie MasterCard und Bitcoin. Ergänzungen erwünscht.

  • JOURNALISMUS Meedia: “Je mehr Redaktionen sich unterhaken, desto gewaltiger ist ihr Aufschlag”: In den USA ist die die Finanzierung von Journalismus durch Stiftungen schon längst gang und gäbe. Nun kommt stiftungsfinanzierter Journalismus auch in Deutschland in die Gänge. Journalismus-Professor Stephan Weichert sagt im MEEDIA-Interview: Alternativ finanzierter Journalismus wird aus der Medienlandschaft nicht mehr wegzudenken sein.
  • YOUPORN Spiegel Online: YouPorn-Traffic leidet unter der Herrenfußball-WM: Auf Spiegel Online hat sich Claus Hecking mit dem Internetverkehr während der Weltmeisterschaft im Herrenfußall auseinandergesetzt und festgestellt, dass wenn die eigene Nationalmannschaft spielt, der Traffic bei der Pornoplattfrom YouPorn im jeweiligen Land in den Keller. Wer das Spiel gewonnen hat, zeigt sich übrigens auch am Pornokonsum.
  • RECHT AUF VERGESSEN Golem.de: Medien beklagen sich über das vermeintliche „Recht auf Vergessen“: Das sogenannten „Recht auf Vergessen“ zeigt immer mehr die befürchtete Anwendung als Werkzeug für die Zensur der Pressefreiheit. Schon jetzt erhielt Google europaweit mehr als 70.000 Anträge auf die Entfernung von Links aus seinen Suchergebnissen. Insgesamt wollen Bürger mehr als 267.000 Links streichen lassen, wie Google am Donnerstag auf Anfrage von Golem.de bestätigte. Aus Deutschland kämen mehr als 12.000 Anträge.
  • CARDS #DIGILAB: Warum Cards das Internet und unsere Arbeit verändern können: In ihrem Blog schreibt Vanessa Wormer über den Nutzen von Cards für den Journalismus dar, der dadurch an Struktur gewinnen kann. Das Prinzip der Cards kennen die meisten Nutzer schon von anderen Diensten und mit Vox.com gibt es auch schon ein Beispiel, wie Medienunternehmen explizit auf Cards für die Berichterstattung setzen. Eine spannende Option für Online-Medien.
  • BITCOIN PYMNTS: MasterCard’s Global Shopping Cart Patent: In den USA hat der Kreditkartengesellschaft Mastercard ein Patent für eine globale Shopping-Karte angemeldet, die die Zahlung mit Bitcoin ermöglicht. Die „non-traditional“ Zahlungsmethode, wie es in dem Patentantrag heißt, wäre eine von verschiedenen Wegen, mit Mastercard zu bezahlen.

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5 Lesetipps für den 25. Juni

In unseren Lesetipps geht es um BuzzFeed, Hypes und Daten in sozialen Netzwerken, kinderleichte Verschlüsselung und M-Pesa macht Bitcoin Konkurrenz. Ergänzungen erwünscht.

  • BUZZFEED Dan Barker: BuzzFeed is Watching You: In einem Beitrag auf seinem Blog erklärt der Blogger Dan Barker wie BuzzFeed die Quiz-Antworten seiner Leser trackt und was die Daten alles über uns verraten.
  • SOZIALE NETZWERKE OnlineMarketingRockstars: „Facebook ist langweilig“ – Wie die Rockstars von morgen das Web nutzen: Der Hype-Zyklus in der digitalen Welt dreht sich in einem rasanten Tempo und lässt Werbetreibende zeitweise atemlos zurück. Wo entstehen die neuen Mega-Reichweiten? Birthe Ziegler hat für Onlinemarketingrockstars.de sechs Jugendliche in einem persönlichen Gespräch befragt und auch wenn Facebook weiter wächst, ist bei den Jugendlichen ein Trend zu mobileren Anwendungen erkennbar.
  • VERSCHLÜSSELUNG Zeit Online: Verschlüsselung soll kinderleicht werden: Junge Firmen wollen die E-Mail aufpolieren und sicherer machen. Sie versprechen kinderleichtes Verschlüsseln oder einen Sicherheitscheck: Was nicht verschlüsselt ist, wird nicht gesendet. Johannes Wendt stellt auf Zeit Online verschiedene Anbieter genauer vor.
  • M-PESA ReadWrite: Forget Bitcoin, There’s A Better Model For Mobile Money: Die vom kenianischen Telekommunikationsanbieter Safaricom entwickelte Digitalwährung M-Pesa wird oft als Zeichen der fortschrittlichen Entwicklung von Mobile Payment in Afrika genannt. Bernard Lunn sieht auf ReadWrite noch darüber hinaus und schreibt, das M-Pesa auch global auftreten könnte und ein Konkurrent für Bitcoin werden könnte.
  • BIG DATA Golem: Wie sich Suizide durch Pinnwandeinträge vorhersagen lassen: Südkorea ist das Land der weltweit höchsten Internetdichte, aber auch der höchsten Selbstmordrate aller Industrienationen. Auf Golem schreibt Felix Lill über einen jungen Mediziner, der beides untersucht und beobachtet, wie soziale Medien wie Facebook und Twitter frühzeitig Hinweise auf Suizide geben können.

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5 Lesetipps für den 13. Juni

In unseren Lesetipps geht es um den Abschied von Frank Schirrmacher, Tracking, richtiges Benehmen, die Bitcoins der Silk Road und Disruption. Ergänzungen erwünscht.

  • ABSCHIED FAZ: Zum Tod von Frank Schirrmacher: Gestern starb Frank Schirrmacher. Ich selber kann nichts über diesen Mann sagen, den ich erst in den letzten Jahren als einen Journalisten wahrnahm und auch nur so kannte. Er hatte kluge Gedanken und hat eine Debatte über die Folgen der Digitalisierung angestoßen, die längst überfällig war. Mehr weiß ich nicht über diesen Mann. Auf FAZ.net schreibt Edo Reents, stellvertretender Leiter des Feuilleton, einen lesenswerten Nachruf auf seinen Vorgesetzten, mit dem er seit 13 Jahren zusammenarbeitete.
  • TRACKING Ars Technica: Why online tracking is getting creepier: Schon jetzt ist Tracking ein oft angewendetes Verfahren von Unternehmen, um Menschen durchs Netz zu verfolgen und das Wissen fürs eigene Marketing zu verwenden. Laut Julia Angwin wird das noch heftiger werden, wie sie auf Ars Technica schreibt. Der Trend geht dahin, das unsere Online-Daten mit über uns bekannten Offline-Daten vermischt werden.
  • KNIGGE Zeit Online: Studenten, die auf Smartphones starren: Auf Zeit Online schreibt Angela Gruber über die Akzeptanz der Smartphone-Nutzung in unserer Gesellschaft, mit besonderem Fokus auf Partys. Ist es in Ordnung, wenn jemand in der Ecke sein Smartphone checkt? Was sagt die Knigge-Gesellschaft dazu? Vielleicht sollten die Motzer lieber kreativ das Smartphone, dass Teil unseres Alltags ist, auch bei Parties einbinden. Sowieso braucht jede Party einen Hashtag, oder?
  • BITCOIN CNET: Feds to hold a Bitcoin auction for seized Silk Road money: In zwei Wochen versteigert eine Behörde des US-amerikanischen Justizministeriums die beschlagnahmten Bitcoins der Website Silk Road, die vergangenen Herbst wegen illegaler Geschäfte auf der Versteigerungsplattform. Insgesamt werden Bitcoins im Wert von 18 Millionen US-Dollar (13,3 Millionen Euro) versteigert.
  • DISRUPTION Avatter.de: Über das lauter werdende Mimimi der Wirtschaft 1.0: Mit dem interessanten Fakt, dass Archäologen bisher über 1.500 verschiedene Dinosaurier-Arten entdeckt haben, es aber auch noch wenige heute gibt, beendet André Vatter seinen lesenswerten Beitrag über die aufkommenden Proteste von Branchen, die sich jeder Innovation (Ja, sie haben Apps, aber das ist keine Innovation!) verweigern.

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