Anlässlich des heutigen Internationalen Tages der Kinderrechte protestiert Globalisierungskritiker Klaus Werner-Lobo per Ebay-Auktion.
Natürlich verkaufe ich nicht wirklich Kindersklaven. Wer bei Ebay auf “Bieten” klickt, kann nur einen Schokoriegel – wahlweise von Ferrero, Nestlé oder Kraft Foods - erstehen.
Warum gerade Schokoriegel? Die Beschreibung der (mit "süße Kinder" etwas merkwürdig betitelten) Auktion verrät:
Sie bieten auf 100g süße "kinder" mit Kakaobestandteilen aus Westafrika. Auf Wunsch liefere ich statt "kinder"-Schokolade von Ferrero die gleiche Menge "KitKat" von Nestlé oder "Milka" von Kraft Foods: "Kakao der Elfenbeinküste, Milch aus der Alpenregion und Zucker – das sind die wesentlichen Bestandteile der Milka Schokolade in der berühmten lila Verpackung, die Kraft Foods Deutschland in Lörrach für ganz Europa produziert", heißt es auf deren Firmen-Homepage. An der Elfenbeinküste kann man übrigens nicht nur "kinder"- oder "Milka"-Schokolade kaufen, sondern auch wirkliche Kinder. Viele von ihnen um den Preis von nur 25 Euro pro "Stück". Dort und in Ghana, Nigeria und Kamerun arbeiten nach Schätzungen des International Institute of Tropical Agriculture rund 284.000 Kinder auf Kakaoplantagen.
Eine Spende für Human Rights Watch wäre vielleicht leichter gewesen, wer aber lieber Schokoriegel ersteigern will, findet hier die Auktion. [MEHR]
Dass in Twitter viel über den aktuellen Wahlkampf gesprochen wird, ist uns ja nicht neu. Twitter hat inzwischen auch eine eigene Wahlkampf-Seite aufgebaut, die Tweets zu Kampagnen und Kandidaten sammelt. Einen Höhepunkt erreichte das politische Gezwitscher natürlich vergangenen Freitag, als Obama und McCain in einer ersten Fernsehdebatte aufeinandertrafen. Twitter und der TV-Sender current.tv nahmen das zum Anlass, das Gezwitscher auch auf den Bildschirm zu bringen. "Hack the Debate" legt die Tweets der Nutzer direkt über das Fernsehbild der Debatte und liefert so einen wunderbaren, sichtbaren "Backchannel" des Duells. Twitterer mussten ihrem Tweet nur #current hinzufügen und der Kommentar ging auf Sendung. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Twitter hat jetzt auch eine Kurz-Analyse der Tweets während der Debatte veröffentlicht. In der Debatte nach der Debatte spielen erneut Videos eine zentrale Rolle: Das McCain-Lager hat einige Statements von Obama zu einem "John is right"-Video zusammengeschnitten. Genauso erfolgreich läuft bei YouTube aber auch ein Ausschnitt, in dem McCain "Horseshit" murmelt, während Obama redet (via Internet und Politik): Der absolute Renner in den YouTube-Charts ist aber weiterhin das grandiose Palin-Interview. Der US-Wahlkampf wird dank Social Media tatsächlich immer interessanter. [MEHR]
Gast-Blogpilot Christoph Bieber hatte auf seiner aktuellen US-Reise die Gelegenheit mit Biz Stone von Twitter ein Gespräch zu führen. Im ersten Teil des Interviews ging es um die Rolle von Twitter als Kampagnentool und die Art, wie Twitter die (politische) Kommunikation und Kultur verändern kann. Im zweiten Teil spricht Christoph mit Biz über Signal and Noise im Twitterverse, die Kooperation mit Current.TV und die Rückschlüsse, die sich aus der Auswertung des weltweiten Gezwitschers über den aktuellen Themenpuls ziehen lassen. [MEHR]
Twittergründer Biz Stone im Interview [MEHR]
Facebook, MySpace, StudiVZ: Social Networks soweit das Auge reicht. Wir zeigen eine neue Generation von sozialen Netzwerken, bei der es nicht nur um Geselligkeit geht, sondern um Inhalte und soziale Verantwortung. Spaß machen sie trotzdem. [MEHR]
Ein spannendes Mashup zum Super Tuesday ist dieses Mashup, das Twitter, Twittervision und Google Maps zusammenmischt. So können wir live verfolgen, was das Twitterverse zu den US-Wahlen zu sagen hat. Als kleiner Bonus werden auch gleich noch die Ergebnisse mit angezeigt. Super Tuesday: Twitter + Google Maps [MEHR]
Steve Garfield (Quelle: Screeonshot)Einige Links zum Super Tuesday haben wir ja schon vorgestellt. Das ist allerdings nicht im Vergleich mit der umfangreichen Liste, die mashable gerade veröffentlich hat. Unter den 40 Super Tuesday 2008 Ressourcen verstecken sich nicht nur die Websites aller Kandidaten, sondern auch einige innovative Fundstücke wir diesen Twitterstream zum Wahltag oder Collective Intellect, wo die Meinungen und Stimmungen von Blogs und Twitter während der Wahlen analysiert werden. Mein Liebling? Steve Garfield, der den Super Tuesday mit seinem Videoblog begleitet und Bürgerjournalismus vom Feinsten bietet - live vom Handy. Wie das funktioniert zeigt Steve uns im Foto rechts oben. [MEHR]
Heute ist Super Tuesday, der wichtigste Tag im U.S.-Vorwahlkampf. In über 20 Bundesstaaten entscheiden Demokraten und Republikaner, welche Kandidaten in den Präsidentschaftswahlkampf einziehen werden. Bei der CNN werden Analysen und Hochrechnungen übertragen, klar. Umfassender, schneller - und sicher auch beißender - dürfte die Berichterstattung aber im Netz sein. Neben den politischen A-Blogs DailyKos (pro-demokratisch) und Instapundit (pro-republikanisch) widmen sich auch viele bekannte Webdienste dem Super Tuesday. Um nur zwei zu nennen: YouTube hat eine eigene Microsite für Videos rund um das Wahlspektakel eingerichtet. Etwas nüchterner, dafür aber wohl auch informativer, sind die Election Pages bei Pageflakes. In den Dutzenden von RSS-Feeds tummeln sich neben aktuellsten Hochrechnungen die Feeds der wichtigsten traditionellen Medien ebenso wie die wichtigsten Kampagnenblogs der Kandidaten. Wo und wie verfolgst du die Vorwahlen? Welche spannenden Links und Tipps haben wir übersehen? [MEHR]
"Bei Trupoli hat jeder Bürger die Möglichkeit, Politiker anhand ihrer Aussagen zu bewerten", so Johannes Zumpe von Trupoli. Wie Trupoli die Hürde zur politischen Teilhabe senken und dabei sogar Geld verdienen möchte, erklärt Zumpe im Blogpoliten-Interview. [MEHR]
Dr. Peter Merschitz von Power Of Politics spricht über gespielte Politik und häufig wechselnde Bundeskanzler im Internet. Hier klicken für weitere Blogpiloten-Interviews. [MEHR]
Im Juli diesen Jahres mussten sich die Präsidentschaftskandidaten der Demokraten den Fragen der YouTube-Nutzer stellen. Am 29. November sind nun die Republikaner an der Reihe. Moderiert wird die Debatte von CNN Journalist Anderson Cooper, der einer internationalen Öffentlichkeit durch seine Berichterstattung über den Hurrikan Katrina bekannt wurde. Sogar Fragen aus Deutschland kamen in die engere Auswahl. Die Debatte wird live aus St. Petersburg, Florida, übertragen. Die "CNN - YouTube Presidential Debate" wird am Donnerstag, den 29. November 2007, von 02:00 bis 04:00 Uhr auf CNN International gezeigt. Eine Wiederholung wird von 10:00 bis 12:00 Uhr gesendet. [MEHR]
Trupoli (Logo)Wahre Politik im Internet machen, das ist die Intention, mit der die Politikplattform Trupoli angetreten ist. Hier wird über Politik diskutiert und informiert – über Themen, Personen, Konstellationen. Die Macher von Trupoli hoffen, so den Grundstein für direkte Webdemokratie zu legen – eine Gegenbewegung zur verbreiteten Politikverdrossenheit und eine Ergänzung zum konventionellen, zeitaufwändigen politischen Engagement. "Die meines Erachtens größte Stärke des Web 2.0 sind seine äußerst demokratischen Strukturen: Jeder kann sich äußern, jeder wird gehört," erklärt Trupoli-Gründer Johannes Zumpe. "Und es ist wirkliche Webdemokratie", ergänzt er im Blogpiloten-Interview, "wenn die Politiker eines Tages wirklich darauf hören und entsprechend handeln." [MEHR]
Auf der neu ins Leben gerufenen Website stasi-in-erfurt.de können mittels GoogleMaps ehemalige Stasi-Unterkünfte in Erfurt entdeckt werden. Erfurt dient dabei als Beispiel, anhand dessen Strukturen und Arbeitsweise des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) dargestellt werden. In den FAQs wird erklärt, was eine konspirative Wohnung war und was in ihrem Inneren geschah. [MEHR]
Beim Online-Wahlkampf sind die amerikanischen Parteien meist kreativer als ihre Kollegen in Deutschland. Nicht zufällig sind Blogs im Präsidentschaftswahlkampf 2002 zum Massenphänomen geworden. Auch im laufenden Wahlkampf sind Republikaner und Demokraten sehr umtriebig im Netz, haben doch die Parteistrategen die Macht sozialer Netzwerke erkannt. Ein großes Problem war dabei stets, wie man den Erfolg solcher Kampagnen messen kann. (Ob Rudy Giuliani sich mit seinen 9216 MySpace-Freunden zufrieden geben wird?) Eine Möglichkeit zum Auswerten von Onlinekampagnen hat gerade Compete.com vorgestellt. Der Statistikdienst schlägt vor, "Facetime" zu messen, also die Zeit, die die potenziellen Wähler im Netz mit dem Kandidaten verbringen. [MEHR]
Wer über die Ereignisse rund um den G8-Gipfel in Heiligendamm auf dem Laufenden bleiben möchte, der hat dank des Internet reichlich Gelegenheit dazu. Neben den Nachrichten und Podcasts auf den offiziellen Regierungsseiten befassen sich alle Nachrichtenseiten und einige Weblogs ausführlich mit dem Treffen der G8-Staatsoberhäupter. Eine Übersicht gibt es im Weblog von Ulrich Wolf. [tags]g8,politik[/tags] [MEHR]
 
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