All posts under urheberrecht

5 Lesetipps für den 15. Dezember

In unseren Lesetipps geht es um Uber, das Urheberrecht beim Selfie eines Affen, Google Loon, Videos auf YouTube und Facebook, sowie Nachtzüge. Ergänzungen erwünscht.

  • UBER The Washington Post: Uber pressures regulators by mobilizing riders and hiring vast lobbying network: Rosalind S. Helderman hat für die Washington Post einen wirklich lesenswerten Artikel über das Lobbing von Uber geschrieben, der ohne Bashing auskommt und sich auf die journalistische Darstellung der Strategie konzentriert. Uber steht in der Debatte oft für Disruption (des Taxi-Gewerbes), selten für Innovation (im Bereich von Same Day Delivery), aber so gut wie nie für einen Modernisierungsfaktor in der Regulierung, die vor 100 Jahren ebenfalls von Lobbyverbänden geschaffen wurden, die jetzt ihre Monopole und Positionen sich auflösen sehen. Dabei nutzt Uber seine Community und zeigt einen weiteren Machtfaktor auf, denn Gestrige haben meist keine Freunde mit Smartphones.

  • URHEBERRECHT Techdirt: Photographer Threatens Copyright Experts With His Confused Understanding Of Copyright: Am Samstag bekam ich eine Ausgabe von iRights‘ netzpolitischen Jahresrückblick „Das Netz 2014/2015„, in der mich das berühmte Affen-Selfie wieder anschaute. Der Besitzer der Kamera, mit der sich der Affe selber fotografierte, David Slater, beanspruchte das Urheberrecht auf das Foto. Dies führte zwar leider nicht zu einer Diskussion über die sich auflösenden Grenzen zwischen Mensch und Affe, aber über das Urheberrecht. Slater kämpft weiterhin dafür, dass das Bild ihm zugesprochen wird und bekam nun von Sherwin Siy eine alles zusammenfassende Antwort, die Mike Masnick auf Techdirt.com veröffentlicht und kommentiert hat.

  • GOOGLE CNET: Google, France space agency partner up on Project Loon: Eines der interessantesten (und wohl auch sympathischstes) Google-Projekte kommt nach Europa. Die französische Raumfahrtagentur CNES kooperiert mit Google bei Project Loon, den Internet anbietenden Ballons. Google profitiert hierbei von den Erfahrungen der Agentur mit der Ballonfahrt, während Frankreich durch die Ballons sein Internetangebot verbessern könnte. Schon jetzt haben die Ballons mehr als 3 Millionen Kilometer geschafft, dem nächst werden wohl ein paar im französischen Himmel dazu kommen.

  • VIDEO Broadmark: Sind Facebook- und YouTubeaufrufe eine Währung?: In seiner Kolumne auf Broadmark.de zeigt Julian Banse einen interessanten Unterschied zwischen den in Konkurrenz zueinander stehenden Videos von YouTube und Facebook. Beide Plattformen lösen differenzierte Sehgewohnheiten aus, denn Facebook-Nutzer gucken vor allem kürzere Videos, wogegen YouTube-Nutzer längere Videos (zwischen fünf und sieben Minuten) schauen, in denen auch Werbung vor und im Video möglich ist. Facebooks Reichweite scheint größer zu sein, YouTube punktet noch mit dem besseren Umfeld für Werbung.

  • NACHTREISEZUGVERKEHR Skift: End of Berlin-Paris Sleeper Train Signals Last Call for Europe’s Night Trains: „Ich dachte, ich hätte WLAN, aber es war okay.“ Mit dieser Einschätzung eines mexikanischen Reisenden endet die letzte Fahrt des Nachtzugs zwischen Berlin und Paris. Und sie offenbart das Problem: die Nachtzüge sind alles andere als modern und deshalb auch nicht sehr beliebt. Doch anstatt zu modernisieren, stellt die Deutsche Bahn die Verbindung jetzt ein, dazu werden weitere Strecken nach Kopenhagen, Amsterdam, Prag und Basel gestrichen. Doch Nachtzüge wären wirtschaftlich sinnvoll und klimapolitisch nachhaltig, wie eine Studie der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen herausfand. Und sie würden auch wieder angenommen werden, wenn sie den Ansprüchen der heutigen Zeit (Strom, WLAN, Rauchverbot) genügen würden.

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Tipps für Blogger: Quellen für rechtssicher nutzbare Inhalte

Home Office (adapted) (Image by markusspiske [CC0 Public Domain] via Pixabay)
Liste von ausgewählten Quellen für rechtssicher zu nutzende Inhalte, die Blogger kennen sollten. Am Wochenende sprach Netzpiloten-Projektleiter Tobias Schwarz beim Chemnitzer Blogger-Barcamper myBlögchen über Quellen für rechtssicher zu nutzende Inhalte, wie zum Beispiel unter Creative Commons lizenzierte Bilder oder auch YouTube und Soundcloud, um Videos und Podcasts in eigenen Blogbeiträgen [...]
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5 Lesetipps für den 13. November

In unseren Lesetipps geht es um das Ende des deutschen Wall Street Journal, Freunde von Freunden, YouTubes Einfluss auf die Musik, Estlands digitale Staatsbürgerschaft und das Urheberrecht. Ergänzungen erwünscht.

  • WALL STREET JOURNAL Blicklog: Schwarzer Mittwoch für deutschen Wirtschaftsjournalismus: Zum Jahresende wird die deutsche (und türkische) Ausgabe des Wall Street Journal eingestellt. Dirk Elsner bezeichnet diese Entscheidung auf seinem Blog als „schwarzen Mittwoch“ für den deutschen Wirtschaftsjournalismus und erklärt, was die Zeitung für ihn bedeutete. Genau wie ihn treibt auch uns die Frage um, was aus den deutschsprachigen WSJ-Artikeln wird, denn wir haben sie oft hier in unseren Lesetipps empfohlen. Es bleibt zu hoffen, dass sie archiviert erhalten bleiben.

  • FREUNDE VON FREUNDEN OSK-Blog: „Freunde von Freunden“ im Interview: Im OSK-Blog stellt Oliver Nermerich das Magazin „Freunde von Freunden“ vor, welches modern eingerichtete Arbeitsräume von Freunden ihrer Freunden vorstellt und die Akteure in den kreativen Arbeitsumgebungen interviewen und fotografieren. Inzwischen ist da raus eine erfolgreiche Agentur geworden, die mit ihrem globalen Netzwerk an Content-Produzenten die unterschiedlichsten Projekte stemmen. Ein interessanter Einblick auf die Bedeutung des Arbeits- und Wohnraums für das eigene Schaffen.

  • YOUTUBE TechCrunch: How YouTube Music Key Will Redefine What We Consider ‘Music’: YoutTube startet einen Streaming-Dienst, ähnlich wie Spotify, der neben einem Gratis-Angebot mit Werbung auch einen bezahlten Abo-Dienst haben wird. Durch den andauernden Streit mit der GEMA wird es den Dienst nicht in Deutschland geben, zum Ärger der Musikbranche und den Nutzern. Denn hier wird eine wohl entscheidende Entwicklung im Umgang mit Musik verpasst, über die sich Darrell Etherington auf TechCrunch Gedanken gemacht hat.

  • ESTLAND Netzwertig: Estland erfindet die virtuelle Staatsbürgerschaft: In den vergangenen fast fünfzehn Jahren hat Estland eine einzigartige Infrastruktur für die elektronische Kommunikation zwischen Behörden, Bürgern und Unternehmen aufgebaut. Jetzt wird diese international geöffnet: Im Dezember führt das baltische Land die weltweit erste virtuelle Staatsbürgerschaft ein. Martin Weigert stellt das Konzept auf Netzwertig.com näher vor.

  • URHEBERRECHT c’t: US-Parlament käuflich wie nie zuvor: Die c’t hat sich zu den kürzlich in den USA stattgefundenen Wahlen in verschiedenen Essays mit dem Land und seiner Politik beschäftigt. Im letzten Teil schreibt der Journalist Daniel AJ Sokolov über sein Gespräch mit Jim Griffin, einem Technologoieberater der Musikindustrie. Griffin spricht darüber, dass es bei den derzeitigen Abgeordneten wohl kein Modernisierung des veralteten Urheberrechts in den USA geben wird, das geplante Freihandelsabkommen TTIP wichtiger als das Parlament ist und technologische Herausforderungen im modernen Lizenzgeschäft.

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5 Lesetipps für den 11. November

In unseren Lesetipps geht es heute um Netzneutralität in den USA, Kommunikation ohne Internet, das Urheberrecht, Social Media im Wahlkampf und dem Studium. Ergänzungen erwünscht.

  • NETZNEUTRALITÄT Re/code: What President Obama’s Net Neutrality Proposal Means: In einem Blogpost auf Medium erklärt der US-Präsident Barack Obama sein Vorhaben, wie er sich für ein offene Internet einsetzen möchte, indem die Netzneutralität ein wesentlicher Bestandteil der Ordnung darstellt. Amy Schatz und Peter Kafka kommentieren auf Re/code, wie realistisch die Pläne sind, wie die Entwicklung aussehen könnte und das es sich bei Obamas Statement in erster Linie um ein Statement handelt und noch nicht mehr.

  • KOMMUNIKATION Nieman Journalism Lab: Can mesh networks and offline wireless move from protest tools to news?: In Zeiten der Digitalisierung konzentriert sich unsere Kommunikation verstärkt auf das Internet, doch es ist auch (immer noch) die Zeit von politischer Unterdrückung und Folgen der Klimakatastrophe. Demonstranten werden online überwacht, während zum Beispiel Flutopfern keine funktionierende Infrastruktur zur Verfügung steht. Für diese Menschen sind nicht auf das Internet setzende Wege der Kommunikation entscheidend. Susan E. McGregor vom Tow Center for Digital Journalism stellt im Blog des Nieman Journalism Lab einige Tools und die Entwicklung an sich vor.

  • WAHLKAMPF The Huffington Post: Wie Facebook künftig Wahlen entscheiden könnte: In den letzten Wochen haben wir in den Lesetipps verschiedene Artikel zum Einfluss von sozialen Netzwerken bei den kürzlich stattgefundenen Wahlen in den USA kuratiert. Auf der Seite der deutschsprachigen Huffington Post (am besten mit dem Browser-Add-on Clearly lesen) fasst Sebastian Christ die Entwicklungen gut zusammen, gibt einen lesenswerten Überblick zum Thema und ordnet am Beispiel eines historischen Wahlkampfmoments die Bedeutung von Social Media ein.

  • URHEBERRECHT Vox: How copyright law could get you killed: Das Urheberrecht ist im digitalen Zeitalter schon eine wirklich gefährliche Sache. Ein Fall von Wissenschaftlern in den USA zeigt jetzt, dass das Urheberrecht auch tödlich sein kann. Genauer gesagt geht es um das Patentrecht und der Unterschied zum Urheberrecht wird in den bekannten Vox-Cards auch erklärt, weshalb der Artikel trotz der etwas spitz formulierten Überschrift einen interessanten Einstieg in die Debatte um immaterielle Güter und ihren manchmal Schaden verursachenden Schutzgesetzen ist, die zum Wohle der Menschheit gelockert werden müssten.

  • SOCIAL MEDIA The Conversation: Why we banned laptops, iPads and smartphones in lectures: Im australischen The Conversation-Blog schreibt der dänische Professor Bent Meier Sørensen über den Bann von Laptops, iPads und Smartphones in seinem Unterricht. Bei allen Vorteilen von sozialen Netzwerken im Unterricht, zeigt sich in seinen Kursen, dass sich die Hälfte der Studierenden davon ablenken lassen, was wiederum Auswirkungen auf die andere Hälfte der Anwesenden hat. Sørensen steht nicht im Verdacht in Manier des F.A.Z.-Feuilleton die neuen Medien einfach zu verteufeln, viel mehr geht es darum, wie an Anwesenheit gebundener Unterricht in Zeiten der sozialen Netzwerke funktionieren kann, immer auch gekoppelt an ihren Nutzen außerhalb der Unterrichtsstunden.

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5 Lesetipps für den 7. November

In unseren Lesetipps geht es heute um einen Hoax, die Debatte um die Linkspartei, Kreativität und Urheberrecht, das Leistungsschutzrecht, sowie Selbstmord. Ergänzungen erwünscht.

  • HOAX Stern: Nacktfoto-Skandal war ein Fake: Auf Stern.de schreibt Jens Wiesner über einen interessanten Aspekt der Folgen von Emma Watsons HeForShe-Rede. Angebliche Hacker hatten im Anschluss an ihre Männer ebenfalls in Verantwortung für Frauenrechte nehmende Rede gedroht, Nacktbilder von ihr zu veröffentlichen. Die Frist verstrich nun, auf der Seite schreibt eine zweifelhafte Marketing-Agentur, dass es sich um einen Hoax handelt und man die Aufmerksamkeit nutzen wollte, um sich für Zensur im Internet einzusetzen. Doch der Hoax, den mehrere Medien wiedergegeben haben, scheint noch lange nicht zu Ende zu sein.

  • DIE LINKE Süddeutsche Zeitung: Gaucks Linken-Warnung bei Anne Will: Eigentlich können wir uns glücklich schätzen, so viele Politiksendungen im deutschen Fernsehen zu haben, doch oft sind die sehr schlecht. Die letzte Sendung von Anne Will war da mal eine willkommene Ausnahme, wie Markus Schulte von Drach auf Süddeutsche.de bestätigt. Die Debatte um einen linken Ministerpräsident und die Kritik daran von Bundespräsident Joachim Gauck wurde sehr gut geführt und Anke Domscheidt-Berg wies auf einen auch unabhängig von dieser Debatte interessanten Fakt hin: die Linkspartei ist die einzige Partei, „die im Bundestag noch nie einem verfassungswidrigen Überwachungs- und Sicherheitsgesetz zugestimmt hat“.

  • YOUTUBE Broadmark: Die Sache mit dem Urheberrecht: Im YouTube-Branchenmagazin Broadmark schreibt der Kolumnist Lars-Sören Steck darüber, wie wichtig das Thema Urheberrecht für Webvideoproduzenten sind. Dabei geht er auch auf einen oft unter den Tisch gekehrten Aspekt der hierzulande sehr strikten Regelung von Nutzungsrechten ein: das Urheberrecht schadet oft der Kreativität. Eine Lösung ist, und die benennt Steck auch, die Nutzung von Creative Commons, denn hier sind die Werke (zumindest meistens) frei wie in Freiheit und nicht nur wie in Freibier.

  • LEISTUNGSSCHUTZRECHT Kress: EU-Kommissar Oettinger eilt Verlegern zu Hilfe: Beim Publishers‘ Summit des Verbandes Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) zeigte sich mal wieder, wie sehr die Politik der Lobby nach dem Mund redet. Im Falle von Günther Oettinger, der am Dienstag hinter verschlossenen Türen einen halbwegs guten Eindruck hinterließ, war das in diesem Fall nur lächerlich, denn er plädierte für die Einführung eines europäischen Leistungsschutzrechts. Und das in der Woche, in der selbst die treibende Kraft hinter diesem Gesetz, der Presseverlag Axel Springer, freiwillig darauf verzichtet. Auch Olaf Scholz folgte einem Wunsch der Presseverlage, auch bei ihm wenig überraschend, und setzt sich dafür ein, dass es eine einheitliche (natürlich niedrigere) Mehrwertsteuer für gedruckte und digitale Medien gibt.

  • REPORTERPREIS Die Welt: „Bitte verzeih mir. dein lieber Sohn“: Am 1. Dezember wird der Reporterpreis „Egon-Erwin-Kisch-Preis“ verliehen. Unter den Nominierten ist auch ein Text von Erwin Koch über den Selbstmord eines Jungen, der zwar einen Abschiedsbrief hinterlassen hat, aber nie erklärte, warum er sich das Leben nahm. Der Text ist vor einem Jahr veröffentlicht wurden, aber der beste Artikel, den ich in den letzten zwölf Monaten gelesen habe und ihn deshalb hier empfehle. Ein sehr nachdenklich machender Text.

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5 Lesetipps für den 24. Oktober

In unseren Lesetipps geht es um die Apps der Zukunft, framende Links im Urheberrecht, Journalismus, USA vs. China und das wirkungslose Leistungsschutzrecht. Ergänzungen erwünscht.

  • APPS Inside Intercom: The End Of Apps As We Know Them: Die Apps der Zukunft werden vor allem als System funktionieren und nicht als das Ziel eines Nutzers. Karten werden dabei das vorwiegend genutzte Format sein, mit einem Design das weitaus weitergehen wird als heutzutage Responsive Design. Benachrichtigungen und die Integration interagierender Dienste wird dabei selbstverständlich sein und Apps über verschiedene Betriebssysteme gleich gut funktionieren. Irgendwie scheint die Zukunft richtig schick und praktisch zu werden.

  • URHEBERRECHT Golem.de: Framende Links sind keine Urheberrechtsverletzung: Auf Golem.de schreibt Achim Sawall über die jüngste Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs, der entschieden hat, dass framende Links, wie etwa auf ein Youtube-Video bei Facebook, keine Urheberechtsverletzung darstellen. Dem Argument der vor Gericht tätigen Kanzlei Knies & Albrecht, die an dem Beschluss beteiligt war, wurde mit dem Urteil gefolgt. Sie argumentierte, dass es sich nicht um eine öffentliche Wiedergabe im Sinne der Richtlinie zur Informationsgesellschaft handelt, solange sich die Wiedergabe nicht an ein neues Publikum wende und keine andere Wiedergabetechnik einsetze.

  • JOURNALISMUS Digiday: What journalists learn when they become entrepreneurs: Vor drei Jahren stellte eine Studie der Columbia Journalismus-Schule fest, dass Journalisten sich nicht um ihre eigene Branche kümmern. Lucia Moses hat sich für Digiday mit drei Journalisten unterhalten, die eigene Startups gegründet haben, um Journalismus betreiben zu können. Jessica Lessin von The Information, Ryan Singel von Contextly und Nicholas White von The Daily Dot berichten über ihre Erfahrungen.

  • CHINA PandoDaily: We asked Yahoo cofounder Jerry Yang: How much will China’s tech companies shape the new global economy?: Es könnte natürlich sein, dass die chinesische Regierung ihre eigenen Internetunternehmen aus Angst vor dem kapitalistischen Kontrollverlust über sie noch selber bremst, aber wenn nicht, könnte der chinesische Markt auch der entscheidende für die digitale Wirtschaft werden. Davon geht Yahoo-Mitgründer Jerry Yang aus, wie er beim PandoMonthly erklärte. Die USA, die ähnlich wie China noch einen für Nachfrage sorgenden Binnenmarkt besitzt, könnte vielleicht ein starker Konkurrent bleiben, aber von Europa, nicht ohne Grund, hat an dem Abend niemand gesprochen.

  • LEISTUNGSSCHUTZRECHT Golem.de: Streit zwischen Verlagen und Google geht weiter: Das Leistungsschutzrecht für Presseverlage hat eine lange Reise hinter sich, die wohl noch etwas weitergehen wird. Erst war es eine Schnapsidee der Presseverlage, dann der Beleg für undemokratischen Einfluss von Lobbyismus, nach Beschluss eine Gefahr für die Pressefreiheit, in Kraft getreten nur noch wirkungslos und jetzt wird es langsam aber sicher lächerlich. Google blieb stur, fast alle Presseverlage knickten ein und der das Gesetz erfundene Verlag Axel Springer lässt einige seiner Medien auf das Leistungsschutzrecht bestehen, weshalb sie nur noch verkürzt in den Suchergebnissen dargestellt werden, andere Medien werden aber wie bisher angezeigt werden. Wie kann man eigentlich als Gesellschaft solchen Unternehmen etwas so wichtiges wie Journalismus antun?

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ccMixter startet Crowdfunding-Kampagne

ccmixter – freie Musik dank Creative Commons
Die Betreiber der Musik-Community ccMixter.org haben eine Crowdfunding-Kampagne gestartet. Eine der beliebtesten Quellen für Open Source Musik will ihre technische Ausstattung künftig auf professionellere Beine stellen. // von Lars Sobiraj Von dort können mehr als 6.000 Samples, 3.000 A capellas, über 15.000 Remixes und diverse Podcasts heruntergeladen werden. Alle angebotenen [...]
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Die Daten der anderen – von Content-Wirtschaft und User-Rechten

Auf dem Reeperbahn Festival wurde über das Urheberrecht und die Vorratsdatenspeicherung diskutiert, wie anno dazumal. // von Tobias Schwarz Ein Podium zum Thema Vorratsdatenspeicherung, wie wir es seit Jahren kennen: der netzpolitische Lobbyist Markus Beckedahl, jemand aus dem Bundestag, in diesem Fall die neu gewählte Bundestagsabgeordnete Christina Kampmann (SPD), Florian [...]
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5 Lesetipps für den 21. August

In unseren Lesetipps geht es heute um die Digitale Agenda, Wearables, die Liebe zum Blogging, eine chinesische Bitcoin-Mine und das Urheberrecht vs. Fußball-Fankultur. Ergänzungen erwünscht.

  • DIGITALE AGENDA Edition F: Drei Minister, wenig Konkretes: Ich sitze noch an meinem Rant über die gestern vorgestellte Digitale Agenda, da ich mich gestern so sehr in Rage schrieb, dass ich dann doch eher an meinen Blutdruck als eine fristgerechte Abgabe (bei mir selber) dachte. Aber von allen Artikeln über gestern trifft es das Kommentar von Teresa Bücker auf EditionF.com ab besten. Viel sachlicher und ruhiger als ich das wohl nachher mache, arbeitet sie den Kern jeglicher Kritik heraus: „Stellenweise liest sich das Papier zur Digitalen Agenda wie ein Schulaufsatz, der das Thema digitale Zukunft knapp verpasst hat, und stattdessen eine banale Bestandsaufnahme der jüngeren Vergangenheit ist.“ Alles schon mal dagewesen.

  • WEARABLES PandoDaily: Young people are even less interested in “wearables” than the rest of us: Zäumen wir das Pferd von hinten auf: Wann habe ich das letzte Mal ein Kind oder Jugendlichen mit einer Armbanduhr gesehen? Hmm, ich selber trage eine von meinen schicken Uhren auch seit gut vier Jahren nicht mehr. Und was bedeutet das für Wearables? Das 67 Prozent von 1.000 befragten Studierenden in den USA noch nie davon gehört haben und auch nur jeder Dritte mehr als 150 US-Dollar dafür bezahlen würde. David Holmes stellt auf PandoDialy eine für den Wearables-Markt sehr deprimierende Studie vor, die irgendwie auch ganz genau meine Ansichten widerspiegelt, also wahrscheinlich vollkommen korrekt ist.

  • BLOGGING Das Kraftfuttermischwerk: Übers Bloggen: Im Gegensatz zu Ronny Kraak bin ich mir noch unsicher, was ich eigentlich hier genau im Internet machen. Nennen wir es journalistisches Bloggen. Ich sehe mich als Blogger und das ist ein wunderbares Gefühl, wie Kraak in seiner Antwort auf einen FAZ-Artikel schön zusammenfasst: „Mir ist egal, was Journalismus macht, ich will keinen machen. Ich will bloggen, ich will das bei mir sammeln, was mich täglich so anmacht; Punkt. Nicht mehr, nicht weniger.“ Dem kann ich mich nur anschließen.

  • BITCOIN The Coinsman: Inside a Chinese Bitcoin Mine: Der Blogger Jacob Bitsmith hat wohl eine der sichersten Minen in China besucht, die man heutzutage finden kann: eine Bitcoin-Mine (der Witz ist aus dem D64-Newsletter kopiert). Auf seiner werbefreien Website „The Coinsman“ bekommt man einen interessanten Einblick in die doch sehr zusammengeschustert wirkende Mine. Der Trip war übrigens auf Eigeninitiative von Bitsmith, weshalb am Ende des Artikel ruhig gespendet werden darf. So ein bis jetzt meiner Meinung nach einmaliger Artikel hat es verdient.

  • URHEBERRECHT Zeit Online: Kein Fußball in Vine-Kultur: Beenden wir den Lesetipps mit einem meiner absoluten Lieblingsfragen: Was hat das Urheberrecht heute kaputt gemacht? Antwort: wieder einmal ein Stück Netzkultur und zwar die am Rande von Fußballplätzen. In England will der Verband in dieser Saison stärker gegen Videosequenzen des Spiels auf YouTube, Vine oder als GIFs vorgehen. Es geht dabei natürlich um Geld und zwar um sehr viel Geld. Die englische Liga bekommt 3,7 Milliarden Euro für die TV-Übertragungen, lästige Konkurrenz zu den Sendern durch die Fans stört da nur. So sehr die Fußballvereine Social Media als Kanal für sich entdecken, es bleibt eine vom Marketing bestimmte Einbahnstraße. Die Fan-Kultur ist und bleibt ein Störfaktor im Fußball.

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Lesetipps für den 8. August

In unseren Lesetipps geht es heute um Plagiate aus Deutschland, digitale Leuchtturmprojekte, Urheberrechte im Bezug auf Fotos, Umgehung von Internetsperren und Datenspionage. Ergänzungen erwünscht.

  • PRODUKTPIRATERIE „Made in Germany“: Deutsche Unternehmen als Plagiatoren: Fast jedes vierte Plagiat werde mittlerweile im Auftrag eines deutschen Unternehmens hergestellt. Im gnadenlosen Kampf gegen die stetig an Überhand gewinnende Produktpiraten müssen es deutsche Unternehmen zunehmend mit Tätern aus dem eigenen Land aufnehmen. Auch hierzulande scheuen sich Firmen nicht vor Plagiaten: Für den Ideenklau ist oft nicht ein Produzent im fernen China, sondern der Konkurrent um die Ecke verantwortlich.

  • POLITIK Medienpolitik: „Wir brauchen digitale Leuchtturmprojekte“: Bei der geplanten digitalen Agenda der Bundesregierung sollen Verschlüsselung, Breitbandausbau und Schutz der Privatsphäre zu den Kernpunkten gehören. „Die Digitale Agenda ist ein ressortübergreifendes Projekt der Bundesregierung. Damit werden die politischen Vorhaben bestimmt, die in den kommenden Jahren zur gezielten Weiterentwicklung der Digitalisierung vorangetrieben werden sollen.„, verkündet Dorothee Bär (CSU), Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, im Interview.

  • URHEBERRECHT Urheberrechte – ein Affe auf Fototour: Ein frecher Affe klaut eine digitale Kamera und schießt damit ein Selfie. Der Besitzer der Kamera verlangt von Wikipedia, das Foto aus dem Netz zu nehmen. Die Macher des Lexikons widersprechen: Der Affe habe schließlich das Foto gemacht. Haben Tiere ein Urheberrecht?

  • NETZWERKE Mesh-Netzwerke: Wenn das Internet ersetzt wird: Eine Funktion in iOS 8 könnte 800.000 mobile Geräte miteinander verbinden. So könnte ein alternatives, von der Struktur des Internets unabhängiges Netzwerk entstehen.

  • DATENSCHUTZ Seitenkanalangriffe: Was verschlüsselte Kanäle verraten: Wer sich in potenziell gefährlichen oder zensierten Netzwerken bewegt, nutzt gerne verschlüsselte Tunnellösungen, um Netzwerkanwendungen über eine gesicherte Verbindung nach außen zu leiten. Gerne verwendet werden dafür etwa SSH oder OpenVPN. Doch auch wenn die Daten verschlüsselt sind, kann eine Analyse der übertragenen Daten trotzdem vieles über die Verbindung verraten. Durch die statistische Analyse des Netzwerkverkehrs eines verschlüsselten SSH-Tunnels gelang es nun Forschern, Rückschlüsse auf das verwendete Programm zu ziehen. Das entsprechende Tool wurde samt Quellcode veröffentlicht.

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5 Lesetipps für den 30. Juli

In den Lesetipps geht es heute um das Silicon Valley, warum Plagiate an sich kein Problem sind, BuzzFeed in Deutschland, der Einfluss von Technologie und Medium. Ergänzungen erwünscht.

  • SILICON VALLEY Tagesspiegel: Goldrausch im Silicon Valley: Jens Mühling war für den Berliner Tagesspiegel im Silicon Valley unterwegs, dem Land von Google, Apple, Facebook, WhatsApp & Co, in dem das Internet ständig revolutioniert wird. Sein Besuch führt ihn in die lokale Startup-Szene und zu ihren Gegner, die mit den Folgen des IT-Booms in San Francisco zu kämpfen haben.
  • PLAGIATE PandoDaily: The issue of Plagiarism in the Internet age isn’t copying, it’s attribution: Im Zuge der Debatte um den Artikel anderer kopierenden BuzzFeed-Journalisten Benny Johnson kommt der wohl beste Gedanke zu dem Thema von David Holmes auf PandoDialy. Das Plagiat an sich ist in einem auf Kopiervorgänge basierenden Netzwerk wie dem Internet nicht das eigentliche Problem, denn nie war es leichter Inhalte zu kopieren und zu teilen. Das Problemen bei Plagiaten ist die fehlende Nennung des Urhebers, dem die Anerkennung und Vorteile von erhöhten Reichweiten verloren geht.
  • BUZZFEED Gründerszene: Wird BuzzFeed in Deutschland verstanden, Juliane Leopold?: Noch diesen Herbst startet BuzzFeed auch in Deutschland und mit Juliane Leopold hat das Unternehmen eine bekannte Journalistin als Chefredakteurin ernannt. Im Interview mit Niklas Wirminghaus auf Gruenderszene.de legt sie erstmals dar, wie das Viral-Portal in Deutschland aussehen könnte. Schon jetzt steht fest, BuzzFeed wird „keine deutschsprachige Nachrichtenwebsite“.
  • TECHNOLOGIE CNET: Gadgets got Obama elected: In einer Sendung des US-amerikanischen Fernsehsender Fox News konnten die Zuschauer eine an sich interessante Unterhaltung zwischen der Moderatorin Mega Kelly und dem bekannten Journalisten Bill O’Reilly erleben, die über den Einfluss von Technologien auf junge Menschen diskutierten. Der für seine Schwarz-Weiß-Sicht der Dinge bekannte O’Reilly kritisierte, dass Geräte wie iPads den Konsum von Nachrichten und den Blick auf die Welt manipulierten. Chris Matyszczyk schreibt lesenswert über diese zum Teil absurde, aber auch aussagekräftige Sendung auf CNET.
  • MEDIUM Medienrauschen: Medium – Von der Plattform zum Publisher: Vor ein paar Tagen haben wir über die Blogging-Plattform Medium berichtet und sie auf Netzpiloten.de vorgestellt. Jetzt zeigt sich, dass Medium sein Engagement verstärkt, von der reinen Plattform selbst zum Publisher zu werden. Nach der Ankündigung künftig eigene Sammlungen und Magazine unterhalb der Nutzer-Plattform zu realisieren, zeigt man mit der Kollektion “re:form” nun, wie diese aussehen könnten. Thomas Gigold stellt das Vorhaben im medienrauschen-Blog vor.

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5 Lesetipps für den 25. Juli

In unseren Lesetipps geht es heute um uns, das Urheberrecht in Europa, das Recht auf Vergessen, die Metamorphose von Facebook und Tageszeitungen im Medienwandel. Ergänzungen erwünscht.

  • NETZPILOTEN Was mit Medien: 15 Jahre Netzpiloten: Im letzten Jahr feierten wir unseren 15. Geburtstag. Gestern Abend waren Wolfgang Macht und ich zu Gast in der Radiosendung „Was mit Medien“ und unterhielten uns mit Daniel Fiene und Dennis Horn über die Entwicklung des Magazin, den Wandel der Netzszene und die Zukunft des Online-Journalismus. Auf DRadio Wissen könnt ihr die Sendung nachhören.
  • URHEBERRECHT Netzpolitik.org: EU-Kommission legt Bericht zur Urheberrechtskonsultation vor: Auf Netzpolitik.org kommentiert Leonhard Dobusch den offiziellen Bericht der EU-Kommission über die Ergebnisse der öffentlichen Konsultation zum Urheberrecht, an der sich Anfang des Jahres die vergleichsweise hohe Zahl von rund 11.000 Menschen beteiligt hat. Die Auswertung der Konsultation zeigt, dass es einen vorherrschenden Frust über das aktuelle Urheberrecht in Europa gibt.
  • RECHT AUF VERGESSEN CNET: Google meets with EU over ‚right to be forgotten‘: Gestern trafen sich die Europäischen Datenschützer mit Google und Microsoft (und sonst niemanden), um über die Umsetzung des „Recht auf Vergessen“ zu unterhalten. Was bei den Gespräch herauskam ist noch unklar, aber diese beiden Unternehmen werden wohl als erstes Bescheid wissen, was sich der EU-Datenschützer wünschen. Don Reisinger wird seinen Artikel auf CNET aber stets aktualisieren, wenn es neue Informationen gibt.
  • FACEBOOK PandoDaily: Facebook is no longer a social network. It’s the world’s most powerful news reader: Facebook ist heutzutage die mächtigste Nachrichtenplattform der Welt. So sieht das Bryan Goldberg auf PandoDialy und erklärt, wie Facebook aus seiner vor zwei Jahren startenden Krise durch den Wandel zu einer Nachrichtenplattform herausarbeitete. Ausschlaggebend war dafür wohl der Erfolg von BuzzFeed, der Facebook einen Weg aus der Krise zeigte.
  • MEDIENWANDEL Katharina Brunners Blog: Ist das Internet nicht Schuld am Auflagenrückgang von Tageszeitungen?: Der Presseforscher Andreas Vogel hat für die Friedrich-Ebert-Stiftung den Auflagenrückgang der Tagespresse untersucht: “Talfahrt der Tagespresse: Eine Ursachensuche”. Unsere Autorin Katharina Brunner hat sich in ihrem Blog mit der Studie auseinandergesetzt und zeigt, dass das Argument, das Internet sei allein Schuld an den sinkenden Auflagen, sich nicht halten lässt.

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Boerse.bz: Piraten schießen sich selbst ab

Seit letzter Woche herrscht allseits Rätselraten, warum die Betreiber des größten illegalen Forums Boerse.bz derzeit eigenhändig für ihr vorzeitiges Ende sorgen. // von Lars Sobiraj Zwischen 8 und 10 Millionen Seitenzugriffe werden bei diesem illegalen Anbieter monatlich generiert, womit man mit der Internetpräsenz der Zeitschrift Stern auf gleicher Höhe liegt. [...]
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5 Lesetipps für den 10. Juli

In unseren Lesetipps geht es heute um Emails als Verkaufskanal, die Sicherheitslücke bei Protonmail, Googles Löschaktivitäten sowie neues zum Urheberrecht und Geoblocking. Ergänzungen erwünscht.

  • GEOBLOCKING: SZ: Internetanbieter gegen Geoblocking – Dieses Video ist in Ihrem Land verfügbar: Wenn einem beim Internetsurfen der Browser die Meldung „dieser Inhalt ist nicht verfügbar“ anzeigt liegt die Ursache oft im Geoblocking begründet. Ein neuseeländischer Provider hat einen Weg gefunden, die unliebsamen Ländersperren außer Kraft zu setzen, um das Internet wieder zu einem grenzenlosen Medium zu machen.
  • URHEBERRECHT: Senficon: Julia Reda – Frage an Juncker zum Urheberrecht: Die Grüne/EFA-Fraktion hatte gestern die Gelegenheit, EU-Kommissionspräsidentschaftskandidat über seinen Standpunkt zum europäischen Urheberrecht zu befragen. Sein Fazit: „Urheberrecht darf die digitalen Ambitionen Europas nicht erschweren, sondern muss ein Instrument der Mobilisierung der europäischen digitalen Potentiale werden.“
  • GOOGLE: EuGH-Urteil: Vergiss es, Google | ZEIT ONLINE: Wie vom Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) verlangt, hat Google damit begonnen, unliebsame Links auf Anfrage von Betroffenen aus seinen Suchergebnissen zu entfernen. Leider benehmen sich Googles Lösch-Algorithmen wie die sprichwörtliche Axt im Walde und verbannen neben den monierten personenbezogenen Daten, z.B Namen aus Kommentaren, zuweilen auch den gesamten Inhalt der Website auf der eben dieser Kommentar gepostet wurde. Noch ist unklar, wie Google zukünftig vermeiden will, dass seriöse Inhalte im Daten-Nirvana verschwinden.
  • DATENSCHUTZ: Golem: Kritik am E-Mail-Dienst Protonmail: Die Versprechen von Protonmail waren groß: mit perfekter Verschlüsselung wollte man eine nahezu sichere Email-Kommunikation erreichen. Ein Trugschluss, wie Sicherheitsexperte Thomas Roth herausfand. Er entdeckte den XSS-Fehler. Erst nach Roths zweiter Email schlossen die Entwickler die Lücke. Wie steht es um Protonmail nach dieser Panne?
  • PAYMENT: Pymnts: How To Turn Email Into A Buying Channel: Mehr als 5 Millionen Angebote werden jeden Tag in den USA per Email verschickt. Das sind 5 Millionen potentielle Käufer. Der Dienst @Pay will den Anbietern ein Werkzeug an die Hand geben, diese Käufer direkt aus der Email heraus zu erreichen. @Pay CEO John Killoran erzählt im Interview, wie er den Online Payment Markt revolutionieren möchte.

 

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5 Lesetipps für den 1. Juli

In unseren Lesetipps geht es heute um Facebook, wie das Urheberrecht schaden kann, den VOCER Innovation Day, Verbraucher- und Datenschutz sowie Foursquare. Ergänzungen erwünscht.

  • FACEBOOK Zeit Online: Die Macht der Timeline: Forscher haben versucht, die Gefühle von Facebook-Nutzern zu manipulieren. Für die Wissenschaft natürlich. Dies führte am Wochenende zu viel Aufregung in den sozialen Netzwerken. Auf Zeit Online fragt sich Johannes Wendt, ob Facebook das überhaupt darf und präsentiert die wichtigsten Fragen und Antworten.
  • COPYRIGHT WARS Techdirt: How The Copyright Wars Have Harmed Privacy And A Free Press: Ausgehend von einem Artikel von Parker Higgins auf Wired.com erklärt Mike Masnick, wie die sogenannten Copyright Wars, der Versuch mit allen Mitteln ein veraltetes Urheberrecht durchzusetzen, unsere Privatsphäre und die freie Presse geschadet haben.
  • JOURNALISMUS Lousy Pennies: Journalist 2.0 – Definitions-Versuche beim VOCER Innovation Day: Am Wochenende waren wir als Medienpartner beim VOCER Innovation Day. Für Lousy Pennies war die Journalistin Lisa Paetow da, die zwar leider keinen der von uns dokumentierten Workshops besucht hat, aber die Debatten auf dem Podium verfolgte und in einem lesenswerten Artikel zusammenfasste.
  • NETZPOLITIK Heise Online: Grüne wollen Datensouveränität technisch und rechtlich sichern: Der Opposition im Bundestag wird zur Zeit oft Untätigkeit vorgeworfen, im Bereich Netzpolitik kann das von den Grünen aber nicht behauptet werden. Auf Heise.de stellt Stefan Krempl ein neues Papier der Bundestagsfraktion der Grünen zum Verbraucher- und Datenschutz vor, in dem „klare gesetzliche Regelungen statt uneinlösbaren Selbstschutz“ gefordert werden.
  • FOURSQUARE allesfoursquare.de: Foursquare berechnet 1% der Datenbanknutzern den Zugang: Foursquare wird nach seinen Kartendaten nun auch seine Datenbank monetarisieren. Unternehmen, welche über die API auf die Datenbank zugreifen und diese intensiv nutzen, werden ab sofort zu Kasse gebeten. Achim Hepp erklärt auf allesfoursquare.de die Pläne des neuen Chief Operating Officer Jeff Glueck.

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5 Lesetipps für den 24. Juni

In den Lesetipps geht es um Bilder aus dem All, Google testet Domain-Registrierung, Debatte übers Leistungsschutzrecht, Mindestlohn und Startups, sowie eine Reform des Urheberrechts. Ergänzungen erwünscht.

  • BILDER AUS DEM ALL Hyperland: Die Überwachung aus dem All: Was NSA & Co. schon lange können, könnten bald auch kommerzielle Satelliten: Die Überwachung sämtlicher Orte weltweit, samt Erstellung hochauflösender Fotos. Wenige Tage, nachdem sich Google einen eigenen Satellitenbetreiber gekauft hat, lockert die USA Restriktionen für kommerzielle Satellitenbilder.
  • GOOGLE Golem: Google testet Domain-Registrierung: Google ist überraschend ins Geschäft mit Domain-Registrierungen eingestiegen. Thorsten Schröder schreibt auf Golem.de, das der Suchmaschinenkonzern die Seite Google Domains in einer Betaversion online gestellt hat. Um über den Dienst eine Domain zu erwerben, ist derzeit eine Einladung notwendig.
  • LEISTUNGSSCHUTZRECHT Meedia: Twitter-Beef zwischen FAZ-Mann Blumencron und Springers Keese zum LSR: Stefan Winterbauer fasst auf Meedia die Twitter-Debatte zwischen FAZ-Digital-Chef Mathias Müller von Blumencron und Christoph Keese, Chef-Lobbyist von Axel Springer zum Thema LSR zusammen. Hintergrund ist, dass u.a. Springer Google auf Basis des Leistungsschutzrechts verklagen will, sich selbst gleichzeitig aber an der Suchmaschine Qwant beteiligt.
  • MINDESTLOHN Silicon Allee: Minister’s Minimum Wage Plans Would Be Fatal For Germany’s Startup Scene: Im Silicon Allee-Blog schreibt Christopher Gerlinger, Gründer und CEO von German Startups Group Berlin, über die Folgen des von der Großen Koalition geplanten Mindestlohn für die Berliner Startup-Szene. Er fordert, das die Bundesminister Alexander Dobrindt, Sigmar Gabriel und Wolfgang Schäuble die Pläne von Arbeitsministerin Andrea Nahles stoppen.
  • URHEBERRECHT Heise Online: EU-Kommission umreißt Kurs zur Urheberrechtsreform: Auf Heise.de kommentiert Stefan Krempl ein im Internet aufgetauchtes Entwurfspapier der EU-Kommission mit Ideen für die künftige Copyright-Politik. Demnach sollen Provider und Suchmaschinen sich in Zukunft stärker in den Kampf gegen Rechtsverletzer mit einbringen. Noch sind die meisten Forderungen aber im Konjunktiv formuliert.

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5 Lesetipps für den 6. Juni

In unseren Lesetipps geht es heute um E-Commerce statt Kaufhalle, Amazon, ein EuGH-Urteil zum Urheberrecht, Proteste gegen YouTube und Bitcoin. Ergänzungen erwünscht.

  • E-COMMERCE Netzwertig.com: Lebensmitteleinkauf im Internet: Auch wenn deutsche Verbraucher noch immer zögern, werden Supermärkte irgendwann im großen Stil ins Netz ziehen. Eine aktuelle Studie zeigt, dass sich auch im Lebensmittel-Einzelhandel die “traditionelle” Verdrängung einheimischer Akteure durch Internetgiganten wiederholen könnte, wie Martin Weigert auf Netzwertig.com erklärt.
  • AMAZON PandoDaily: Amazon has opened a physical “store” in SF that doesn’t sell anything physical: In San Francisco hat Amazon einen Laden eröffnet, in dem allerdings keine Waren verkauft werden. Die Riese im E-Commerce hat auch nicht vor, einen physischen Ort mit seinem virtuellen Marktplatz zu verbinden, sondern zeigt interessierten Kunden vor Ort, wie sie einen eigenen Server aufsetzen können. Natürlich bei Amazon. Ob der Shop wie bisher angekündigt nur einen Monat existieren wird oder daraus eine permanente Anlaufstelle für Interessierte wird, steht noch nicht fest.
  • URHEBERRECHT Ars Technica: Web browsing is copyright infringement, publishers argue: Gestern hat der Europäische Gerichtshof mal eine auf Anhieb nachvollziehbare Entscheidung getroffen, aber die Berichterstattung darüber scheint auszubleiben. Zumindest David Kravets schreibt auf Ars Technica darüber, das die Klage der britischen Verwertungsgesellschaft für Presseverlage abgelehnt wurde, dass das Anzeigen von Artikeln auf Displays bereits eine Verletzung von Urheberrechten darstelle. Mit der Klage versuchte die Newspaper Licensing Agency die technologischen Grundlagen des Internets anzugreifen.
  • YOUTUBE Golem.de: Unabhängige Labels protestieren gegen YouTube-Sperre: Es wirkt wie ungleicher Kampf, den die Indie-Labels gerade versuchen gegen YouTube zu kämpfen. Hintergrund sind neue Verträge für einen Streaming-Service, den YouTube demnächst starten will. Die Indie-Labels sind mit den von YouTube angebotenen Konditionen nicht einverstanden und fordern nun, denn von der Plattform verschwinden wollen sie auch nicht, dass die EU-Kommission YouTube untersagen soll, ihre Inhalte zu sperren. Die Musikbranche versucht wieder einmal, sich mit politischer Regulierung an Googles Erfolg beteiligen zu lassen. Innovation ist was anderes.
  • BITCOIN W&V: „Das Bitcoin-Ökosystem hat sich deutlich verbessert“: Anfang September findet in Bonn die Konferenz „World Bitcoin Forum 2014“ statt. Professionell beschäftigen sich derzeit in Deutschland aber erst wenige mit der Digitalwährung. Über vergangene Skandale, Chancen und künftige Einsatzmöglichkeiten für das Digitalgeld sprach W&V-Autor Franz Scheele mit Bastian Brand, Investment Manager des Pathfinder Crypto-currency Fund (PCF) der Londoner Investment-Firma Pathfinder Capital.

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5 Lesetipps für den 30. Mai

In den Lesetipps geht es um Social Media für Millionen, digitale Bequemlichkeit, Automatisierung, Kritik am Urheberrecht und Google will europäischer werden. Ergänzungen erwünscht.

  • SOCIAL MEDIA Nieman Journalism Lab: Who’s behind that tweet?: Joseph Lichterman hat für das Nieman Journalism Lab die Social Media-Manager der US-Medien ABC News, AP, CNN, NBC News, The New York Times, USA Today und The Wall Street Journal gefragt, wie sie ihre Social Media-Accounts verwalten. Ein interessanter Einblick von Leuten, die tagtäglich Accounts mit Millionen Followern bespielen.
  • DIGITALE GESELLSCHAFT RP-Online.de: Apps bedrohen die Freiheit im WWW: Das Internet, wie wir es kennen, ist 25 Jahre alt – und vom Aussterben bedroht. Nicht nur durch politische Kontrollwut und den Kampf um „Vorfahrt“ für bestimmte Daten. Die größte Gefahr ist unsere eigene Bequemlichkeit, wie Tobias Jochheim in einem äußerst lesenswerten Kommentar auf RP-Online.de schreibt.
  • AUTOMATISIERUNG Netzwertig.com: Die Roboter kommen, doch Politiker sprechen noch immer von Arbeitsplatzschaffung: Das Beförderungs-Startup Uber will auf mittlere Sicht selbstfahrende Autos einsetzen. Amazon verzehnfacht in diesem Jahr die Zahl der Roboter in seinen Versandzentren. Maschinen nehmen Menschen die Arbeit weg – doch Politik und Volkswirtschaft sind überhaupt nicht vorbereitet, wie Martin Weigert auf Netzwertig.com erklärt.
  • URHEBERRECHT Interview mit Cory Doctorow: „Das Urheberrecht ist ein Nährboden für Überwachung“: Ein äußerst lesenswertes Interview von Lea Weitekamp mit dem Sci-Fi-Autor Cory Doctorow, in dem der EFF-Aktivist über die Vorteile von Creative Commons für Schriftsteller spricht und wieso die derzeitige Gestaltung des Urheberrechts „ein Nährboden für Überwachung“ ist.
  • GOOGLE de lege data: Google setzt EuGH-Entscheidung um und möchte europäischer werden: Nach der EuGH-Entscheidung im Streit zwischen der spanischen Datenschutzbehörde und Google um ein sogenanntes „Recht auf Vergessen werden“ im Internet, hat das Unternehmen am Freitag ein Webformular bereitgestellt, durch welches Nutzer nun Löschantrage für Suchergebnisse einreichen können. Dr. Carlo Piltz stellt das Formular auf seinem Blog vor.

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5 Lesetipps für den 22. Mai

In unseren Lesetipps geht es um Edward Snowden, ein neue Funktion von Facebook, Mediendisruption, Nutzerrechte bei Messaging-Diensten und Urheberrechtspolitik in den USA. Ergänzungen erwünscht.

  • EDWARD SNOWDEN Cicero Online: Schweden verhindert Snowden-Einladung: Ende Mai findet in Schweden das nächste europäische Treffen von Netzaktivisten statt. Auf dem „Stockholm Internet Forum“ soll es um globale Entwicklung sowie Überwachung gehen. Der wichtigste digitale Bürgerrechtler unserer Zeit ist allerdings unerwünscht. Petra Sorge schreibt auf Cicero.de, dass das schwedische Außenministerium eine Einladung an Edward Snowden und einigen seiner engsten Vertrauten verhinderte.
  • FACEBOOK ReadWrite: Facebook Can Now Spy On Your Surroundings Via Your Phone’s Microphone: Auf ReadWrite stellt Selena Gomez ein neues Tool von Facebook vor, mit dem, ähnlich wie bei Shazam, die Umgebung „abgehört“ werden kann. Das Smartphone kann dadurch erkennen, welche Sendung man gerade im Fernsehen schaut oder welche Werbung läuft, was Werbetreibenden die Möglichkeit gibt, gezielte Werbung auf das Smartphone zu schicken.
  • MEDIENDISRUPTION Neunetz.com: Heftig.co zeigt wie bedeutungslos Google für heutigen Medienerfolg sein kann: Am Beispiel von Heftig.co, egal wie man zu diesem seltsamen Medium steht, zeigt Marcel Weiss auf, dass Erfolg im Digitalen auch unabhängig von Google und SEO sein kann. In Deutschland behaupten die Presseverlage oft etwas anderes und verweisen auf ihre eigene Abhängigkeit zu ihrem persönlichen Staatsfeind Nr. 1. Wie immens der Erfolg abseits von Google und abseits von klassischen Medienstrukturen sein kann, zeigt Heftig.co (aber auch BuzzFeed) recht eindeutig auf.
  • MESSAGING Handelsblatt: Bild auf WhatsApp & Co. verschickt – Rechte verschenkt: Auf Handelsblatt.com schreiben Katharina Schneider und Jens Hagen über die rechtlichen Gefahren der Nutzung von Messaging-Diensten wie WhatsApp oder WeChat. Diese Dienste sind bei vor allem bei jugendlichen Nutzern beliebt, doch ob jung oder alt, welche Rechte durch die Nutzung abgegeben werden ist den Nutzern selten bekannt.
  • URHEBERRECHT Techdirt: The End Of Maximalist Copyright?: Was politisch gestaltet wurde, kann auch politisch verändert werden. Ein Gedanke des Politikwissenschaftlers Blayne Haggart auf Techdirt, der Hoffnung macht. In den beiden Legislaturperioden der Obama-Regierung wurde durch Einfluss der Unterhaltungsindustrie die extremste Position zum Ausbau des Urheberrechts eingenommen. Doch das Silicon Valley interessiert sich immer mehr für politischen Einfluss und ein Policy-Wechsel könnte laut Haggart bevorstehen.

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Urheberrecht schützen: löschen, sperren, abmahnen?

PubTalk (Bild: Andrea Tschammer, CC BY 4.0)
Beim Berliner Pub Talk diskutierten Thomas Robl (Büro Dr. Günter Krings MdB) und Videothekenvertreter Jörg Weinrich (IVD) mit dem Publikum über das Urheberrecht. // von Alexander Schröder und Matthias Bannas Urheberrecht und das Netz, wahrlich keine neue Debatte. Seit Napster im Jahr 1999 online gegangen ist, tobt der Streit zwischen [...]
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Ein Besuch auf dem DACH-Urheberrechtsforum

kreative arbeit und urheberrecht (adapted) (Image by Paul Keller [CC BY 2.0] via Flickr)
Letzte Woche diskutierten verschiedene Urheberrechtsorganisationen zusammen mit der Kreativwirtschaft übers Urheberrecht – leider wie anno dazumal. Am vergangenen Dienstag und Mittwoch trafen sich Teile der Kreativwirtschaft in der Kalkscheune in Berlin. Dabei wurde in einem geschlossenen Teil mit Judikative und Exekutive über die Möglichkeiten von Ermittlungen im Bereich von Urheberrechtsverletzungen [...]
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Alle tun es, das Urheberrecht schweigt: Remix

Remix gehört zum digitalen Alltag, aber das Gesetz erlaubt es eigentlich nicht. Ein neues Buch versammelt die Stimmen der Remix-Revolution.

 

Seit einem Jahr sammelt die Initiative „Recht auf Remix“ Interviews von Künstler, Musikern, Filmemachern, Medienwissenschaftlern und Veranstaltungsorganisatoren. Ihr Ziel ist es, ein Recht auf Remix im Urheberrecht einzuführen: „Remix und Remixkultur müssen als zentrale Ausdrucksform einer digitalen Gesellschaft anerkannt werden„. Das Buch „Generation Remix“ versammelt alle bisher erschienenen Interviews und ergänzt sie mit Aufsätzen von Künstlern und Rechtsexperten, die verschiedene Facetten des Themas vorstellen.

Künstlerische Formen analog und digital

Remix, Samples, Collagen, Cutups, Mashups – das Phänomen hat viele Namen und besteht nicht erst, seit Computer in den 1990er Jahren in die Haushalte einzogen. Schon Anfang des 20. Jahrhunderts experimentierten Künstler damit, vorgefundenes Material neu zusammenzustellen: Im Dadaismus und Surrealismus klebten sie Zeitungsausschnitte, Drucke, Tapeten, Stoffreste und was ihnen sonst noch in die Hände viel, zusammen und schufen draus etwas neues. Musiker experimentierten mit Tonband-Loops und vorhandenen Sounds, die sie neu arrangierten – das beschreibt zum Beispiel der Soziologe Georg Fischer in dem Buch. Auch in der Literatur entstanden Textcollagen, die Texte unterschiedlicher Herkunft – Zeitungstexte, Liedtexte, Werbung – neu zusammensetzten, um damit etwas von der Vielfalt der umgebenden (Medien-)Wirklichkeit darzustellen.
Mit digitalen Daten ist alles noch viel einfacher geworden, und Remixe und Mashups sind von einem Verfahren der Avantgardekunst zur Alltagshandlung geworden. Heute remixen nicht nur professionelle Künstler, mit Computer und Internet können auch Semiprofis und Laien ein weltweites Publikum erreichen. Auf Blogs und sozialen Netzwerken teilen Nutzer tausendfach animierte Bilder (sogenannte Gifs, nach dem Format, in dem sie gespeichert werden), auf denen Ausschnitte aus Filmen oder Fernsehserien zu sehen sind; auf Youtube veröffentlichen Hobbymusiker ihre Umarbeitungen bekannter Songs, um damit Aufmerksamkeit zu erregen; Medienfans veröffentlichen Zusammenschnitte der besten Szenen aus Harry Potter oder Twilight; Studierende untersuchen ihren Gegenstand mit Videoessays. Und das sind nur einige Bespiele.

Keine rechtliche Ausnahme für Remixe

So vielfältig die Remix, Mashup und Sampling-Szene auch ist, eines haben ihre Schöpfer gemeinsam: In Deutschland ist das, was sie tun, nicht erlaubt. Sie verletzen damit in den allermeisten Fällen das Urheberrecht, denn man darf fremde Werke nur benutzen – und das eigene Video oder Musikstück dann im Netz veröffentlichen –, wenn man die Erlaubnis des ursprünglichen Urhebers hat. Der darf ja oder nein sagen, aber auch Lizenzgebühren dafür verlangen.

Für viele Remixer – Laien und Profis – ist das nicht zu leisten, aus finanziellen und aus logistischen Gründen. Die Schülerin, die ein Musikvideo mit ihren Lieblingsszenen aus Harry Potter macht, kann weder bei der Filmproduktionsfirma noch beim Musikverlag nach den Rechten dafür fragen, noch wird sie sich diese leisten können. Genauso geht es der aufstrebenden Remix-Musikerin, die ihre Werke bei Soundcloud veröffentlichen möchte, damit das Publikum auf sie aufmerksam wird. Diese Tatsache verhindert massenhaft Kreativität – oder treibt Künstler und Nutzer zum Rechtsbruch.

Daher fordert die Initiative „Recht auf Remix“ eine Ausnahme im Urheberrecht in Deutschland und europaweit, die genau diese Praxis aus der Illegalität holen soll. Wie genau sie ausgestaltet werden könnte, bleibt der Debatte überlassen: Wann die ursprünglichen Urheber Vergütung erhalten, ob es eine Bagatellklausel für Nutzer generierte Inhalte gibt oder wie es mit den Persönlichkeitsrechten steht. Rechtsanwalt Till Kreutzer stellt ein solches Modell im Buch zur Diskussion.

 

Nachgefragt: Was ist ein Remix, Dr. Till Kreutzer?

Die Generation Remix meldet sich zu Wort

Solange ich am gesellschaftlichen Leben teilnehme, sind Massenmedien unausweichlicher Bestandteil der Wirklichkeit. Um künstlerischer Freiheit gerecht zu werden, muss die Wirklichkeit Fundament einer Auseinandersetzung sein“, sagt der Videokünstler Ulu Braun. Und tatsächlich: Wir leben in einer Wirklichkeit, die medial getränkt ist. Eine Auseinandersetzung damit entsteht nur auf der Basis der Transformation und Übernahme.

Tatsächlich leistet „Generation Remix“ etwas, was schon lange überfällig war. Es gibt den Protagonisten der Szene das Wort. Gerade in der elektronischen Musik hat sich Remix und Sampling als Standard herausgebildet. Erstaunlich daher, dass so wenig darüber geredet wird. „Don‘t ask, don‘t tell“ schreibt Leonhard Dobusch (einer der Herausgeber) in seinem Intro. Die Rechteproblematik sorgt dafür, dass kaum jemand reden will, um nicht am Ende abgemahnt zu werden.

Gerade deshalb ist „Generation Remix“ so wichtig: Das Buch zeigt, wie unterschiedlich die Künstler sind, aber auch dass sie an ihre Kunst ernsthaft herangehen. Von mangelnder Originalität kann keine Rede sein. Die Grenze zwischen Remix und Sampling auf der einen Seite und „originärer Schöpfung“ auf der anderen ist willkürlich – Kunst entsteht immer aus anderer Kunst. „Die wirklich guten Jungs haben kopiert und rekombiniert„, bringt es David Wessel, der als Mashup-Germany populäre Songs mit einander kombiniert, auf den Punkt.

Generation Remix. Zwischen Popkultur und Kunst. Herausgegeben von Valie Djordjevic und Leonhard Dobusch, Verlag iRights.Media Berlin. Das E-Book erscheint am 4. Mai 2014 und koset 5,99 Euro. Die Printversion erscheint voraussichtlich Anfang Juni und kostet 15,90 Euro. Ein Euro des Verkaufspreises geht als Spende an die „Recht auf Remix“-Kampagne. Mehr Info bei iRights.Media.

Dieser Beitrag steht unter der Creative Commons Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen ((CC BY 2.0))


 


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Die Bibliothek im digitalen Wandel

In einem ganztägigen Workshop der Berliner Gazette wurde am 6. April im Berliner SUPERMARKT über digitale Bibliotheken und neue Publikationsmodelle diskutiert. Im Nachgang sprachen Christina zur Nedden mit Corinna Haas, Bibliotheksleiterin am Institute for Cultural Inquiry und der wissenschaftlichen Bibliothekarin beim Kooperativen Bibliotheksverbund Berlin-Brandenburg, Beate Rusch, über die Deutsche Digitale Bibliothek, Zugang zu Wissen und Urheberrecht und ob gedruckte Bücher bald Vergangenheit sind.

Christina zur Nedden (CzN): Seit 15 Monaten gibt es die Deutsche Digitale Bibliothek (DDB), eine nationale Tochter der Europeana. Ziel ist es das kulturelle und wissenschaftliche Erbe Deutschlands in digitaler Form anzubieten und somit zu einer Bündelung der Kulturgüter auf europäischer Ebene beizutragen. Schätzen Sie diese Projekte als ambitioniert oder realisierbar ein?

Beate Rusch (BR): Wir wünschen uns, dass Museen, Archive und Bibliotheken – also die Institutionen, die heute unser kulturelles Erbe bewahren – auch im Netz zu aktiven Gestaltern werden. Das Internet mit seinen Inhalten darf nicht bei Null anfangen. Auch wenn das große Worte sind: Wir haben Traditionen und Wurzeln und die sollen auch im digitalen Raum sichtbar werden. Projekte wie die Deutsche Digitale Bibliothek und die Europeana sind hier wichtig. Ich würde es so formulieren: Die Deutsche Digitale Bibliothek ist ambitioniert, na klar, aber so wichtig, dass sie zum Erfolg verdammt ist.

CzN: Wie unterscheiden sich die DDB und andere digitale Bibliotheken von Suchmaschinen wie Google?

CH: Suchmaschinen durchpflügen quasi das offene Meer und fördern manchmal ein wildes Sammelsurium zutage. Dagegen bilden digitale Bibliotheken Sammlungen ab und weisen auf Zusammenhänge hin.

BR: Sie sind wohltuend. Es gibt keine Werbung! Und das ist auch gut so. Öffentlich getragene digitale Bibliotheken haben einen öffentlichen Auftrag und müssen kein Geld verdienen. Und damit bestimmen Werbeklicks nicht die Rangfolge der Ergebnisse.

CzN: Die DDB verlinkt hauptsächlich zu Inhalten anderer Wissenschaftseinrichtungen. Diese sind oft nicht frei zugänglich. Bedeutet digital nicht automatisch „offen“?

BR: Die Frage zielt auf die Urheberrechte ab und dieses Gebiet ist keineswegs trivial. Drei Anmerkungen dazu aber – Achtung – ich bin keine Juristin: Wissenschaftliche Bibliotheken kaufen heute keine eBooks oder e-Zeitschriften, in der Regel erwerben Sie nur die Zugänge. Dafür geben Universitätsbibliotheken heute mehr als die Hälfte ihres Jahresbudgets aus. Wie frei und wie offen die Zugänge gestaltet sind, regeln die Verträge zwischen Bibliothek und Verlag. Darf man nun eBooks über die Fernleihe bundesweit verschicken? Diese Frage ist zwischen Bibliotheken und Verlagen heiß umstritten. Bei digitalisieren Bibliotheken oder Museen und ihren vorhandenen, gekauften Beständen steht auch hier am Anfang immer die Frage: Gibt es Autorenrechte oder Verlagsrechte, die zu beachten sind? Wer hat an dem Werk welche Rechte? Lange haben Bibliotheken dafür gekämpft, (von Rechteinhabern) verwaiste und vergriffene Werke legal digitalisieren zu dürfen. Seit 2014 ist dafür endlich eine europäische Lösung gefunden. Das ist ein guter Schritt. Die Rechtefrage in Museen ist noch schwieriger, da es hier oft um Bildrechte oder aber um anonyme Werkstücke geht. Wo es gut funktioniert ist in kleinen Museen, die als Nachlassverwalter agieren und enge Kontakte zu den Erben pflegen – wie zum Beispiel das Brücke-Museum in Berlin. CH: Ich möchte noch auf einen anderen, mit dem Thema Offenheit verbundenen Aspekt hinweisen: Offenheit ist nicht dasselbe wie vollständiger Zugang. Denn digitale Bibliotheken haben eine weitere zentrale Aufgabe: Spuren in die physische Welt zu legen! Nur ein geringer Teil des kulturellen Erbes ist genuin digital oder Eins zu Eins digitalisierbar. Selbst die 3D- Darstellung eines Gebäudes ist natürlich nicht mit dem Original gleichzusetzen, sondern repräsentiert es lediglich. Außer „Access“ ist also „Reference“ die zentrale Aufgabe digitaler Bibliotheken: Dort, wo alle suchen – also im Internet – auf Objekte der physischen Welt hinzuweisen.

CzN: Unter den momentan 8 Millionen multimedialen Angeboten der DDB befinden sich 2,1 Millionen Bilder, 5000 Audio- und Videodateien, aber nur eine Million Texte. Gibt es heute genügend digitalisierte Bücher und Kulturgüter um eine virtuelle Bibliothek anzubieten?

BR: Wie schon gesagt, hier brauchen wir dringend eine Reform des Urheberrechts. Wir brauchen ein Urheberrecht, das der Freiheit von Wissenschaft und Forschung Rechnung trägt und einen zeitgemäßen Ausgleich schafft zwischen den Interessen der Gesellschaft auf der einen und den Urhebern und ihren Vertretern auf der anderen Seite.

CzN:Kathrin Passig ist der Meinung, dass Bibliotheken Papiermuseen sind und ihre Aufgaben vom Internet übernommen wurden. Und doch werden Bibliotheken mit zunehmender Digitalisierung immer beliebter bei Menschen, die in Ruhe an ihren Laptops arbeiten möchten. Was bieten Bibliotheken ihren Besuchern heute? Haben sie sich zu nicht kommerziellen Co-Working Spaces gewandelt und braucht man noch gedruckte Bücher?

CH: Bibliotheken haben sich in den letzten 20 Jahren sehr stark gewandelt; ihre Bestände und Services sind in weiten Bereichen digital geworden. Die Gleichsetzung „Bibliothek = Papier“ greift also nicht. Zu den Aufgaben von Bibliotheken zählen auch manche, die das Internet nicht ersetzt, etwa Unterstützung bei der Bewältigung der Informationsflut. Es stimmt, dass Bibliotheken als Lern- und Arbeitsorte – besonders Öffentliche Bibliotheken auch als Veranstaltungsorte – immer beliebter werden. Die Diskussion, ob sie sich auch als Coworking-Spaces für Selbständige und Start-Ups eignen, steht jedoch in Deutschland noch am Anfang. Print-Bücher haben in den Bibliotheken nach wie vor einen sehr hohen Umsatz. Ich denke, sie werden weiterhin gebraucht – und auch gewollt!

CzN: Wo sucht es sich einfacher – analog oder online? Existiert eine Kluft zwischen den Generationen?

CH: Ganz klar, online sucht es sich natürlich viel einfacher und effektiver, und man kann die gefundenen Materialien auch gleich online durchsuchen. Dass die jüngeren Generationen sich kompetenter in der digitalen Welt bewegen als die älteren, dürfte eher ein Vorurteil als eine Tatsache sein. Wahrscheinlich gibt es darüber schon Untersuchungen? Natürlich ist mit der Digitalisierung der Fortbildungsbedarf für jüngere und ältere Informationsprofis enorm gewachsen – wenn sie dem nicht nachkommen, geben sie keine kompetenten Auskünfte, etwa über das Datenbankangebot der Bibliothek.

CzN: Wenn es digitale Bibliotheken gibt, wird es dann auch digitale Bibliothekare geben?

CH: Die gibt es doch längst! Bibliothekare und Informationswissenschaftler engagieren sich in Digitalisierungsprojekten, sind an der Entwicklung von Standards zur digitalen Langzeitverfügbarkeit beteiligt und bieten viele Services in digitaler Form an. Auch die Chatbots, die Bibliotheken gern als elektronische Informationsassistenten einsetzen, könnte man vielleicht als „digitale Bibliothekare“ bezeichnen.

BR: Ich weiß nicht, ob ich mich als digitale Bibliothekarin bezeichnen würde. Ich fühl mich analog lebendig und ganz wohl (lacht)

CzN:Wie verändert Digitalisierung die Aneignung von Wissen in Bibliotheken? Fördert sie den Austausch zwischen Nutzern?

CH: Eine sehr komplexe Frage! Die Aneignung von Wissen, auch das Wissen selbst, haben sich generell sehr stark verändert – in Bibliotheken genauso wie anderswo. Mercedes Bunz beschreibt das zum Beispiel (Die Stille Revolution, 2012). Den Austausch zwischen Bibliotheksnutzern fördert die Digitalisierung höchstens indirekt. Ich denke, dass viele Faktoren ineinander greifen, wenn Nutzer sich austauschen – Studienanforderungen, Lern- und Arbeitsformen, Raumangebote, digital verfügbare Materialien, Lernplattformen und andere Tools, usw.

BR: Auch hier ist die Frage, was wir können und was wir dürfen. Ich bin nicht ganz sicher, dass ich die Frage verstanden habe. Vielleicht passt das: Auch die Geisteswissenschaften und Sozialwissenschaften sind nun digital. Man spricht von Digital Humanities. Technisch gibt es nun ganz neue Möglichkeiten. Riesige Textmengen – beispielsweise Zeitungsarchive – können nun nach bestimmten wiederkehrenden Argumentationsketten durchsucht werden und gesellschaftliche Diskurse können ganz anders untersucht und visualisiert werden. Aber hier ist sie wieder: die Kluft zwischen Können und Dürfen. Darf ein Forscher die Archive von Zeitungen durchsuchen und auswerten oder muss er zahlen? Darf er seinen Kollegen seine Daten weitergeben oder nicht? Und wieder reden wir über zahlreiche Rechtsprobleme.


Ergänzende Lesetipps:


 


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Essen ohne zu arbeiten: Bedingungsloses Grundeinkommen

Geld bekommen, ohne zu arbeiten – ein bedingungsloses Grundeinkommen hört sich ungewöhnlich an. Aber die Gesellschaft braucht neue Lösungen der Umverteilung. Bedingungsloses Grundeinkommen bedeutet, dass jeder Bürger monatlich Geld bekommt, in ausreichender Höhe, ohne dafür zu arbeiten, ohne nachweisen zu müssen, dass er oder sie bedürftig ist. Was zuerst klingt wie eine idealistische Träumerei, ist für immer mehr Leute die Lösung für die ungerechte Verteilung von Arbeit und Reichtum in unserer automatisierten Gesellschaft. Unterstützung kommt dabei auch aus der Commons-Ecke im Netz, denn dort wird deutlich, dass nicht immer Geld die Motivation ist, um etwas zu tun.

Weshalb bedingungsloses Grundeinkommen?

Befürworter des bedingungslosen Grundeinkommens (BGE) sehen darin ein Instrument der Befreiung: Niemand müsste mehr in Jobs arbeiten, die er hasst, sondern könnte tatsächlich unabhängig überlegen, was er machen will. Das bedingungslose Grundeinkommen wäre ein Mittel an der Gesellschaft teilzuhaben, auch wenn man nicht in Lohn und Brot steht.

Und das wird auch immer notwendiger: Denn Arbeit hat längst nicht jeder – und glaubt man Experten wird sie in Zukunft immer knapper. Constanze Kurz und Frank Rieger (beide sind SprecherInnen des Chaos Computer Club) beschreiben in ihrem Buch „Arbeitsfrei„, dass Maschinen immer mehr Menschen ersetzen werden. Wie sollen wir also in Zukunft unseren Lebensunterhalt verdienen, wenn es keine Arbeit mehr gibt? Mit dem BGE soll diese gesellschaftliche Produktivität umverteilt werden.

Deshalb überrascht es dann doch nicht, dass auch waschechte Kapitalisten das BGE unterstützen. Der bekannteste ist in Deutschland wahrscheinlich der DM-Drogerie-Gründer Götz Werner. Er setzt sich schon länger für das BGE ein und meint, dass das manische Schauen auf die Arbeit uns alle krank macht.

BGE und Internet

Im Netz entstehen viele gesellschaftlich nützliche Werke ganz ohne Geld: Open-Source-Software, Wikipedia-Artikel, Archive mit gemeinfreien Werken. Alle würden nicht funktionieren, wenn nicht Freiwillige dran arbeiten würden. Dadurch entstehen gemeinsame Güter, gemeinsames Wissen, auf das wiederum aufgebaut werden kann, wenn Neues entstehen soll.

Im Netz bieten viele Firmen selbst kein Produkt an, sondern bauen die Infrastruktur, die es den Nutzern erlaubt, ihre Inhalte zu veröffentlichen. Ilja Braun hat in seinem Buch „Grundeinkommen statt Urheberrecht“ einmal drüber nachgedacht, wie kreative Arbeit im Netz finanziert werden kann – das BGE wäre eine Lösung.

 

Aber auch außerhalb des Netzes arbeiten Menschen ohne Entlohnung – obwohl ihre Arbeit für das Funktionieren unserer Gesellschaft sehr notwendig ist. Das sind klassischerweise reproduktive Tätigkeiten wie Hausarbeit, Kindererziehung, Pflege von Alten und Kranken. Alles Arbeiten, die in der Regel von Frauen ohne Geld verrichtet werden. Das BGE würde ihnen erlauben, unabhängiger zu sein.

Eine Frage der Prioritäten

Eine Frage, die in diesem Zusammenhang immer wieder auftaucht, ist die Frage nach der Finanzierung. Die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens geistert schon seit den 1980ern durch die politische Szene, und so gibt es zahlreiche Modelle, die zeigen, dass ein BGE durchaus finanzierbar wäre – wenn es denn politisch gewollt ist. Beim „Netzwerk Grundeinkommen“ gibt es eine tabellarische Übersicht zu Modellen und Finanzierungen.


 


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5 Lesetipps für den 24. März

In unseren Lesetipps geht es heute um den Chromecast von Google, Werbung auf Instagram, Journalismus von Kapuzenpulliträgern, den historischen Ärger mit dem Urheberrecht und das Verhältnis von Demokratie und Technologie. Ergänzungen erwünscht.

  • CHROMECAST Hyperland: Chromecast – Was von Google TV übrig blieb: Seit einigen Tagen gibt es Googles Chromecast-Stick für den direkten Anschluss an den Fernseher endlich auch in Deutschland. Eine Sensation ist das nicht: Andreas Winterer hat das Gerät ausprobiert und fragt sich im Hyperland-Blog des ZDF, was Google seit der Vorstellung von “Google TV” im Mai 2010 eigentlich getrieben hat.
  • INSTAGRAM Ars Technica: The beautiful invasion: sponsorship and Instagram: Die Foto-Plattform Instagram war eigentlich schon immer ein guter Ort für Werbung – vor allem für sich selber. Im Laufe der Jahre haben professionelle Fotografen es verstanden, ihre Profile fürs Selbstmarketing zu nutzen. Seit Ende Dezember bietet Facebook auch Firmen an, durch visuelle Beiträge zu werben. Auf Ars Technica schreibt Casey Johnston über das Vor- und Nachteile von Werbung auf Instagram.
  • HOODIEJOURNALISMUS christophkappes.de: Hoodiejournalismus, beobachtet: Am Wochenende gab es für die deutschsprachige Twitter-Gemeinde mal wieder ein richtiges Aufregerthema: Hoodie-Journalismus. Auslöser ist eine interne Debatte in der Süddeutschen Zeitung über die Berufung von Sueddeutsche.de-Chef Stefan Plöchinger in die Chefredaktion der Zeitung, die auch einige Medienredaktionen hervorrief, u.a. ein Kommentar von Harald Staun im Print-Feuilleton der F.A.S., dass sich zweideutig (daher die Aufregung) mit den journalistischen Fähigkeiten von Plöchinger beschäftigte. Christoph Kappes fasst die Debatte in seinem Blog zusammen und kommentiert ebenfalls die Vorgänge.
  • URHEBERRECHT Zeit Online: „Das Neue entsteht nie da, wo man es erwartet“: Die Debatte um eine notwendige Modernisierung des Urheberrechts zeichneten sich in den vergangenen Jahren stets durch Emotionen aus, die teilweise sogar zur Unsachlichkeit führten als ob der Untergang des Abendlandes vom Schutz des „geistigen Eigentums“ abhinge. In einem lesenswerten Interview auf Zeit Online beschreibt die Historikerin Monika Dommann die Ursprünge der Debatte und zieht historische Vergleiche zu anderen Technologien und ihren Einfluss auf unsere Vorstellung von kultureller Schöpfung.
  • DEMOKRATIE Goethe-Institut: Technologie und die Zukunft der Demokratie: Ende Februar hielt EU-Präsident Martin Schulz eine Brandrede über die Gefährdung der Menschenrechte durch Internetkonzerne, am Samstag veröffentlichte Marie Katharina Wagner auf FAZ.de einen Artikel über Google als Gefahr für die Demokratie. Beide Beiträge behandeln, am Beispiel des „bösen“ Google, das Verhältnis von Technologie und Demokratie, leider aber schlecht und arm an Argumenten, deshalb sei als Lesetipp dazu ein älterer Beitrag vom Februar 2013 empfohlen, in dem Sascha Meinrath und Tim Maurer für das Goethe-Institut über Technologie und die Zukunft der Demokratie schrieben.

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Kaffeekapselkopierschutz als Gefahr für das Internet der Dinge

Too much (adapted) (Image by Karsten Seiferlin [CC BY-SA 2.0] via Flickr)
Der US-amerikanische Kaffee-Vertrieb Keurig stattet die Kapseln für seine Kaffeautomaten mit einem Kopierschutz aus und bringt damit das Internet der Dinge in Gefahr. Kaffee in Kapseln ist nicht wirklich neu und eigentlich auch nicht besonders gefährlich, außer vielleicht für die Umwelt. Doch nachdem ein US-amerikanischer Kaffeekonzern seine Kaffeeautomaten nach Ablauf [...]
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5 Lesetipps für den 10. März

In unseren Lesetipps geht es heute um Erfolg im Bereich Mobile Photography, das kaputte Urheberrecht, eine lesenswerte WLAN-Studie, Smart Toys im Kinderzimmer und ein innovatives Webformat im Journalismus. Ergänzungen erwünscht.

  • MOBILE PHOTOGRAPHY Mobile Photo Network: Daniel Arnold got paid… by his Instagram followers: Mobile Photography ist eine Kunst, die immer mehr Wertschätzung erfährt. Daniel Arnold gehört zu den umtriebigsten Nutzern auf Instagram und sein Engagement wurde ihm jetzt auch gut vergütet. Als Arnold knapp bei Kasse war, bot er seinen Followern an, Bilder von ihm zu kaufen. Dieses Angebot brachte ihm in kürzester Zeit über 15.000 US-Dollar zusammen.
  • URHEBERRECHT taz-Hausblog: Raubkopierer bei der SPD: Im taz-Hausblog erklärt Sebastian Heiser, wieso das (auch) von der SPD nicht modernisierte Urheberrecht ihn regelrecht dazu zwang, die Genossen für die Verwendung eines seiner Fotos abzumahnen, er aber trotzdem kaum Geld damit verdiente. Zwar vergisst auch Heiser in seinem eigenen Artikel die Angabe seiner eigenen Lizenz unter seinem eigenen Foto, aber nach der schon nicht lukrativen Abmahnung der SPD, wird er sich wohl verschonen. Lesenswertes Kommentar über das kaputte Urheberrecht.
  • WLAN OffeneNetze.de: Der (negative) Einfluss einer Registrierung auf das Geschäftsmodell eines WLANs: Zum Auftakt der CeBit 2014 in Hannover hat Kabel Deutschland – nach eigenen Worten einer der größten WLAN-Hotspot-Anbieter in Deutschland – im Rahmen einer Pressemitteilung über eine aktuelle (von Kabel Deutschland in Auftrag gegebene) Umfrage berichtet, deren spannendes Ergebnis auf OffeNetze.de lesenswert kommentiert wird.
  • SMART TOYS Fillmore: Smart Toys – Ubooly verwandelt das iPhone in ein Plüschtier: Ubooly verwandelt Smartphones und Tablets in Spielkameraden, die Kindern Wissen vermitteln. So revolutionieren Startups mit Smart Toys die Spielebranche. Elisabeth Oberndorfer erklärt auf Fillmore, wie das iPhone das Kinderzimmer spielend digitalisiert.
  • JOURNALISMUS jonasgerding.com: Homs – ein zerstörter Traum: Jonas Gerding stellt auf seinem Blog ein interessantes Web-Format von Arte vor, das die Chronik des Syrien-Konflikts auf beeindruckende Weise darstellt. Tagebuchartig erzählen drei junge Syrer in Kurzvideos, wie sie den Frieden wollen, aber sich immer mehr in den Konflikt verstricken. Für Gerding ein Beleg für innovativen Journalismus in der digitalen Revolution.

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ShortRead: ZPÜ plant Erhöhung der Urheberrechtsabgabe

P1i Outside (adapted) (Image by Bernard Goldbach [CC BY 2.0] via Flickr)
Die deutsche Zentralstelle für Überspielungsrechte (ZPÜ) plant eine Erhöhung der Tarife für Smartphones und Tablets – die Kosten könnten auf die Nutzer abgewälzt werden. Laut einem Bericht von „Spiegel Online“ plant die Zentralstelle für private Überspielungsrechte (ZPÜ) eine Erhöhung der Tarife für Smartphones und Tablets. Die jetzt geplante einseitige Erhöhung [...]
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Treiben 3D-Drucker die Kostenlos-Mentalität auf die Spitze?

3D Printer at the Fab Lab (adapted) (Image by Keith Kissel [CC BY 2.0] via Flickr)
Das IT-Marktforschungsinstitut Gartner malt ein wahrhaft düsteres Zukunftsbild. Die Einbußen für Rechteinhaber durch 3D-Drucker sollen bis zum Jahr 2018 auf mindestens 100 Milliarden US-Dollar anwachsen. Doch wer wird dafür die Verantwortung tragen? Die Analysten des IT-Marktforschungsunternehmens Gartner sagen für die nächsten Jahre ein immenses Anwachsen der Urheberrechtsproblematik voraus.Die massive Verbreitung [...]
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5 Lesetipps für den 11. Februar

In unseren Lesetipps geht es heute um den Streit zwischen MyTaxi und Taxifahrern, das Wesen des Internet der Dinge, The Intercept setzt auf unfreies Urheberrecht, Anonymität im Netz und Startups, die nicht existieren sollten. Ergänzungen erwünscht.

  • MYTAXI Hyperland: Aufstand der Taxifahrer: Vor knapp fünf Jahren hat die in Hamburg gestartete App mytaxi die Vermittlung von Taxikunden und -fahrern revolutioniert. Heute nutzen in Deutschland 17.000 Taxen den Dienst. Nach einer Umstellung des Provisionsmodells gibt es jedoch Ärger. Stefan Mey beschreibt im ZDF-Blog Hyperland die Debatte.
  • INTERNET DER DINGE PandoDaily: The Internet of Things must move beyond mere novelty: Auf PandoDialy spricht James Robinson einen interessanten Punkt zum Thema Internet der Dinge an. Nicht alles wird sich vom ersten Moment an wertvoll anfühlen, aber durchaus Substanz haben. Anstatt dem Hype um das Thema zu folgen, sollte weniger das Neue betont werden, sondern viel mehr den Nutzen, den wir als Gesellschaft aus bestimmten Entwicklungen und Erfindungen ziehen werden.
  • THE INTERCEPT Techdirt: The Intercept Releases Photos To The Public Domain… But Unfortunately Locks Up Text Content With Copyfraud Claims: Frei wie in Freiheit oder nur frei wie in Freibier? Das neue von eBay-Gründer Pierre Omidyar finanzierte Medienprojekt „The Intercept“, hat es sich zur Aufgabe gemacht, einen alternativen Journalismus anzubieten. Doch beim Urheberrecht scheint das Prinzip Freiheit zurückstehen zu müssen. Mike Masnick bemerkte die Nutzung von freiem Bildmaterial auf der Seite, aber auch, dass „The Intercept“ selbst die härteste Form des Urheberrechts fährt und sogar das in den USA verbreitete Prinzip von Fair Use ignoriert.
  • ANONYMITÄT Futurezone: „Anonymität ist oft nur reine Schimäre“: Anonymität kann ein kostbares Gut sein, doch ist sie weder geschützt noch vollständig akzeptiert. Die Journalistin Ingrid Brodnig hat ein Buch über Anonymität im Netz geschrieben, dass sie am Donnerstag in Wien präsentiert. Im futurezone-Interview spricht sie über den Klarnamenzwang auf Facebook, Überwachung und Hass-Postings.
  • STARTUPS VentureBeat: 7 great companies that really should not exist: Wie wichtig ist Marktführerschaft? Instagram entstand in Flickrs besten Zeiten, Airbnb fand seinen Platz neben Expedia, Snapchat setzte sich trotz Facebook durch und Flipboard besiegte News Corp. Nich Gregg stellt auf Venturebeat sieben Unternehmen durch, die es eigentlich nicht geben dürfte. Unternehmen mit Ideen und Strategien, gegen die den Markt dominierende Unternehmen nichts entgegenzusetzen hatten.

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5 Lesetipps für den 6. Februar

In unseren Lesetipps geht es heute um David Byrnes Frust über Streaming und Radios, die neue YouTube-Chefin Susan Wojcicki, Journalismus auf Kuba, ein Beispiel für fehlende Netzneutralität und Kritik am veralteten Urheberrecht. Ergänzungen erwünscht.

  • RADIO iRights.info: David Byrnes Frust: Auf iRights stellt Henry Steinhau das politische Engagement des New Yorker Musikers David Byrne genauer vor, der in der Vergangenheit mit seiner Kritik am Streaming auffiel (was die Musikindustrie auf der diesjährigen MIDEM anders sieht – Netzpiloten berichteten). Jetzt hat sich Byrne wieder zu Wort gemeldet: diesmal sind Streaming-Dienste, da sie überhaupt etwas zahlen, in Ordnung und kommerzielle Radiostationen in den USA, die nichts zahlen, das Problem. Wem das jetzt auch seltsam vorkommt, wird nach der Artikel von Steinhaus Artikel zumindest etwas klarer durchblicken.
  • YOUTUBE Süddeutsche.de: Führungswechsel bei Googles Videoplattform YouTube: Susan Wojcicki ist ein fester Bestandteil der Google-Legende. In ihrer Garage gründete ihr Schwager Sergey Brin zusammen mit Larry Page das Suchmaschinenunternehmen, deren 16. Mitarbeiterin sie wurde. Jetzt übernimmt Wojcicki die Leitung des Videoportals YouTube. Auf Süddeutsche.de stellt Pascal Paukner die neue Chefin von YouTube vor.
  • BLOGOSPHÄRE Knight Center: Cuban blogger Yoani Sánchez to open a new digital newspaper in the island: Die kubanische Bloggerin Yoani Sánchez, die mit ihrem in über 15 Sprachen übersetzten Blog „Generation Y“ stets informativ und kritisch über die kubanische Politik berichtete, kündigte am Freitag eine digitale Zeitung für die karibische Insel an. Damit möchte sie es ermöglichen, dass die kubanische Gesellschaft in ihrem Transformationsprojekt auf ein freies Medium mit einem weniger persönlichen Fokus zurückgreifen kann.
  • NETZNEUTRALITÄT Netzpolitik.org: US-Provider bremst Amazon-Cloud auf Schneckentempo: Was eine fehlende gesetzliche Verankerung der Netzneutralität bedeutet, ist gerade in den USA zu beobachten, wo Verizon, einer der großen US-Provider, vom Video-Streaming-Dienst Netflix zusätzliche Entgelte forderte, um dessen Stream-Daten durchzuleiten. Als Netflix sich weigerte, für die Durchleitung zu zahlen, drosselte Verizon nach Informationen des US-Blogger David Raphael bei Privatkunden seines Fiber-to-the-Home-Dienstes FIOS gezielt Daten von bestimmten Servern aus (sprich Netflix) – und zwar auf nur noch 40kB/s. So regelt das also der Markt.
  • URHEBERRECHT Social Media Watchblog: Das Urheberrecht ist von vorgestern: Im Social Media Watchblog schreibt Simon Hurtz über die beiden Aufreger dieser Woche in puncto Urheberrecht: Das Urteil des Landgerichts Köln über fehlende Urheberverweise in Dirkt-URLs von Pixelio-Bildern und die Forderung der GEMA, eine Lizenz für eingebettete YouTube-Videos zu bekommen und somit zweimal für den gleichen Inhalt zu kassieren. Sein Fazit: „Das derzeitige Urheberrecht muss endlich vereinfacht und den Gegebenheiten des digitalen Zeitalters angepasst werden“, denn die derzeitige Rechtslage kriminalisiert zu schnell Internetnutzer.

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5 Lesetipps für den 23. Januar

In unseren Lesetipps geht es heute um die Rettung des Internets, Unternehmen und Twitter, Bitcoin, Watson und warum Google Glass in einem Kino nichts zu suchen hat. Ergänzungen erwünscht.

  • INTERNET Heise Online: Experten-Ausschuss soll das Internet retten: Internationale Thinktanks haben die Freiheit des Netzes als schützenwertes Gut identifiziert und auf dem Weltwirtschaforum in Davos erstmal einen Ausschuss gegründet. Der soll jetzt mit Hilfe der Öffentlichkeit herausfinden, ob das Internet noch zu retten ist. Der schwedische Außenminister Carl Bildt steht dem Ausschuss vor.
  • TWITTER Mashable: Most Top Brands Still Don’t Engage With Twitter Followers: Zugegeben, Twitter und andere Social Media-Kanäle sind noch relativ jung, aber die Ergebnisse des Marktforschungsunternehmen Simply Measured überraschen dann doch ein wenig, wie schwer sich Unternehmen noch mit der Kommunikation tun. Zwar haben 98 der 100 größten Marken der Welt ein Twitter-Konto und twittern zwischen 1 und 12 Tweets am Tag, aber die Möglichkeiten der Interaktion mit Kunden wird kaum genutzt. 54 Prozent der Unternehmen senden weniger als einen Tag am Tag an einen Follower.
  • BITCOIN Politik-Digital.de: (R)Evolution des Währungssystems durch Bitcoins?: Als die Finanzkrise 2009 die breite Öffentlichkeit erreicht, ist klar: Es gibt ein Problem mit dem globalisierten Wirtschaftssystem. Staaten sind in einem historisch einmaligen Maße von Finanzmärkten abhängig und Reformvorschläge wie die Tobinsteuer werden aus genau diesem Grund verworfen. Ein Vorschlag jedoch setzt sich immer mehr durch, der nicht von Staaten abhängig ist: Die Revolution des Währungssystems durch rein elektronisches und dezentrales Geld: „Bitcoins“.
  • WATSON Ausgeheckt: Watson – ein Bild-HuffPost-Buzzfeed-Mix: Die Welt – na ja, zumindest die Schweiz – hat sehnsüchtig auf den Start gewartet. Um 21:00 Uhr gestern Abend ging dort das neue Newsportal online: Watson. Angelehnt an die englische Phrase “What’s on” soll der Name scheinbar Programm sein: darstellen, was in der Schweiz und auf der Welt los ist. An das 20 Millionen Euro teure Projekt werden hohe Erwartungen geknüpft.
  • GOOGLE GLASS Süddeutsche.de: US-Behörde hält Google-Glass-Träger stundenlang in Kino fest: Die berühmt berüchtigte Raubmordkopie ist kein Kavaliersdelikt, wie Kinowerbung über inhaftierte Urheberrechtsverletzer einem erklärte. In den USA kam es jetzt noch ein Stück härter: ein Mann wurde stundenlang von einer Teilbehörde der Homeland Security vernommen, weil er seine Datenbrille während einer Filmvorführung anbehalten hatte. Bei Urheberrechtsverletzungen kennt man im Land der Filmindustrie scheinbar kein Pardon.

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5 Lesetipps für den 21. Januar

In unseren Lesetipps geht es heute um die Transformation des Kundenservice, ein Interview mit Waze-CEO Noam Bardin, das Raspberry Pi, wie Technologie uns verbindet und die Bedeutung von Fair Use für Internetunternehmen. Ergänzungen erwünscht.

  • FAIR USE Wired.com: Corporations Abusing Copyright Laws Are Ruining the Web for Everyone: Auf Wired schreibt der Anwalt der WordPress-Firma Automattic, Paul Sieminski, über die Bedeutung der US-amerikansichen Urheberrechtsregelung Fair Use für das Internet und wie Fair Use zunehmend attackiert wird und was Internetunternehmen tun können.
  • KONNEKTIVITÄT NYTimes.com: Technology Is Not Driving Us Apart After All: Auch wenn es manchmal nicht so wirkt, wenn alle nur auf ihre Smartphones und Tablets blicken, im Grunde bringen uns die mobilen Technologien näher zusammen. Dies ergab eine von Mark Oppenheimer in der New York Times vorgestellte Studie. Besonders interessant ist, dass wir vor allem mehr mit Freunden und Nachbarn kommunizieren, sie sogar viel mehr wahrnehmen als früher.
  • RASPBERRY PI ReadWrite: Raspberry Pi – Everything You Need To Know: Auf ReadWrite berichtet Lauren Orsini von ihrem Raspberry Pi und wie sie es auch ohne große Kenntnisse schnell als einen Server für den Drucker im Haus einrichtete. In ihrem Erfahrungsbericht erklärt sie alles, was man über das Raspberry Pi wissen sollte und erzählt dabei gleich auch noch die Geschichte des kleinen Computers nach.
  • WAZE Zeit Online: Interview mit Waze-CEO Noam Bardin: Noam Bardin ist der CEO von Waze. Im Interview auf Zeit Online erklärt er im Gespräch mit Götz Hamann, warum seine App aktuellere und genauere Verkehrsinformationen liefern soll als jedes normale Navigationssystem und warum sogar die Polizei seinen Dienst nutzt.
  • SERVICE hsimmet.com: Polarisierung im digitalen Kundenservice: Die digitale Transformation verändert den Kundenservice in Zukunft deutlich. Eine klare Positionierung im enger werdenden klassischen Markt wird erforderlich. Self-Service oder Premium-Service sind die strategischen Optionen im digitalen Kundenservice, die Prof. Dr. Heike Simmet auf ihrem Blog näher vorstellt.

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EDRi: Die Europäische Kommission fragt, ob Surfen im Web illegal sein soll

European Commission (adapted) (Image by Sébastien Bertrand [CC BY 2.0] via Flickr)
Bis zum 5. Februar veranstaltet die Europäische Kommission eine öffentliche Konsultation, um die Bürger zur Modernisierung des Urheberrechts zu befragen. Die Europäische Kommission hat eine Umfrage zur Zukunft der europäischen Urheberrechtspolitik gestartet. Die Antworten zu dem Fragebogen müssen bis zum 5. Februar 2014 eingereicht werden und sollen als Begründung für [...]
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Bayerische Staatsbibliothek hat eine Million digitalisierte Bücher

Lesesaal mit Galerie (Bild: Bayerische Staatsbibliothek [CC BY-SA 3.0 DE], via Wikimedia)
Seit Anfang Januar bietet die Bayerische Staatsbibliothek durch ein Digitalisierungsprojekt mit Google mehr als eine Million Bücher als digitalisierte Werke online an. // von Tobias Schwarz Die Bayerische Staatsbibliothek besitzt damit das größte Angebot an digitalen Medienbeständen im deutschen Sprachraum. In der Zahl enthalten sind neben dem eigenen Bestand auch [...]
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Rückblick 2013: Leistungsschutzrecht für Presseverlage

DSC_2552 (adapted) (Image by Digitale Gesellschaft [CC BY SA 2.0], via flickr)
Im Jahr 2013 sorgte kein anderes Gesetzesvorhaben für soviel Aufregung, wie die Einführung eines Leistungsschutzrecht für Presseverlage. Nachdem es die Presseverlage in den Koalitionsvertrag der schwarz-gelben Bundesregierung rein diktierten, ruhte die Idee mehr als drei Jahre – in denen nur Experten rateten, was denn damit gemeint sein könnte – bis [...]
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5 Lesetipps für den 19. Dezember

In unseren Lesetipps geht es heute um Datenjournalismus, die neue Bundesdatenschutzbeauftragte, wie das Urheberrecht freie Fankulturen bedroht, eine Woche offline sein und die Etymologie von Unternehmensnamen. Ergänzungen erwünscht.

  • DATENJOURNALISMUS Carta: Datenvisualisierung ist noch lange kein Datenjournalismus: Daten werden häufig in simplen Linien-, Balken- oder Tortengrafiken dargestellt. Dabei kann man mit ihnen sogar Geschichten erzählen. Der Alltag in Redaktionen sieht leider oft noch immer anders aus. Egal, ob Arbeitslosenstatistiken, Exportdaten oder Sterbetabellen: Wenn überhaupt, werden die aktuellsten Daten als Diagramm dargestellt, vielleicht findet noch ein Vergleich zum Vorjahr statt. Datenjournalismus ist das nicht, sondern Datenvisualisierung. Der freie Medienjournalist Andreas Griess findet, es wird Zeit, das zu ändern.
  • BUNDESDATENSCHUTZBEAUFTRAGTE Internet-Law: Was qualifiziert die neue Bundesdatenschutzbeauftragte?: Andrea Voßhoff wird neue Bundesdatenschutzbeauftragte. Eine seltsame Personalentscheidung, denn die Frau ist der größtmöglichste Kontrast zu ihrem Vorgänger Peter Schaar. Als Abgeordnete hat sie alle bürgerrechtsfeindlichen Gesetzesvorhaben der letzten 15 Jahre mitgetragen. Das Spektrum reicht von den Antiterrorgesetzen über die Vorratsdatenspeicherung bis hin zum Zugangserschwerungsgesetz. Der Rechtsanwalt Thomas Stadler fragt sich, was also Voßhoff für dieses Amt qualifiziert.
  • FANKULTUR Berliner Gazette: Wie lange noch wird es im Netz freie Fan-Communities geben?: Die Kreativität von Fans blüht im Netz neu auf. Hier schreiben und veröffentlichen sie eigene Geschichten, hier vernetzen sie sich in ungekannter Weise. Doch es ziehen dunkle Wolken auf: Die Rechteinhaber und Inhalte-Ersteller, die einst Angst um ihre schönen Werke hatten, nutzen die lebendige Fankultur im Netz um noch mehr Geld zu machen. Die Journalistin Valie Djordjevic taucht ein in eine Welt, in der ständig neue Fronten entstehen.
  • OFFLINE Daniel Rehn’s Blog: No Internet Week: Im Blog von Daniel Rehn habe ich die Kurzdokumentation “No Internet Week” gefunden, die fünf Hardcore-Nutzer bei einem Experiment begleitet: eine Woche ohne Netz. Keine Mails. Keine Community. Keine Streams mit Infos, die normalerweise Dopamin ausgeschüttet haben und suchtähnliche Zustände bedeuten können. Was passiert mit ihnen bei ihrem kalten Entzug?
  • ETYMOLOGIE Kroker’s Look @ IT: Wo die Namen von Amazon, Google, Yahoo & Co. herkommen: In seinem WiWo-Blog gibt Michael Kroker einen etymologischen Blick auf die Herkunft prominenter Firmen-Namen. Die hat das amerikanische Hightech-Blog “Business Insider” kürzlich zusammengetragen. Yahoo ist zum Beispiel ein Akronym für „Yet Another Hierarchical Officious Oracle“.

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Monika Grütters – Eine Chance für die (digitale) Kulturpolitik?

Monika Grütters wird neue Kulturstaatsministerin und damit zuständig für ein hierzulande wichtiges Politikfeld, in dem es im Umgang mit der Digitalisierung noch hapert. // von Tobias Schwarz Die Berliner CDU-Politikerin Monika Grütters hat Kunstgeschichte und Politikwissenschaft studiert und in den letzten Jahrzehnten die Kulturpolitik des Landes Berlin und der Bundesrepublik [...]
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5 Lesetipps für den 29. November

In unseren Lesetipps geht es heute um den neuen Koalitionsvertrag, Anonymous, BuzzFeed, Urheberrecht und um staatenloses Internet. Ergänzungen erwünscht.

  • POLITIK heise.de Schwarz-Roter Koalitionsvertrag: Spagat zwischen Überwachung und Freiheit: Am Mittwochmorgen haben sich die Spitzen von CDU/CSU und SPD nach einer Marathonsitzung in Berlin auf eine 185 Seiten lange Koalitionsvereinbarung unter dem Motto „Deutschlands Zukunft gestalten“ geeinigt. Beide Seiten wollen damit unter anderem Konsequenzen aus der NSA-Affäre ziehen. Diese habe die „Verletzlichkeit der digitalen Gesellschaft“ aufgezeigt, heißt es in dem Vertrag. IT-Sicherheit werde damit zu einer wesentlichen Voraussetzung, um die Freiheitsrechte zu wahren.
  • ANONYMOUS Zeit: Was ist aus Anonymous geworden? Anonymous kämpft jetzt für die Delfine in Japan, organisiert Kleiderspenden für Obdachlose und legt sich mit korrupten Regierungen in Afrika an.  Prominente Anhänger der Netzbewegung sitzen im Gefängnis, zum NSA-Skandal hört man wenig von den Aktivisten. Hat sich Anonymous verändert?
  • BUZZFEED ndr: BuzzFeed und Co. – Der neue Journalismus? Die Internet-Plattform BuzzFeed macht in den USA schon lange Schlagzeilen. Auch mithilfe der Nutzer, die abstimmen können, über welche der Geschichten sie mehr lesen wollen. Hübsch häppchenweise verpackt – und gern als Listen und Rankings präsentiert. Trumpf. Für Kulturpessimisten ist das reinster Web-Boulevard. Doch gleichzeitig baut Buzzfeed auch eine Abteilung für investigativen Journalismus auf und enthüllt Politskandale.
  • URHEBERRECHT iRights.info: Wer die Freiheit der Kunst verteidigen will, darf die Künstler nicht zum Freiwild machen: Die österreichische Schauspielerin und Drehbuchautorin Eva Spreitzhofer erklärt die Bedeutung eines starken Urheberrechts im digitalen Zeitalter. Urheber brauchen Schutz, um neue Werke zu schaffen. Dafür müssen innovative Wege beschritten werden.
  • NETZPOLITIK UdL-Digital: Staatenloses Internet sucht Völkerrecht: „Wir werden uns auf internationaler Ebene für ein Völkerrecht des Netzes als UN-Charta einsetzen“, steht im Entwurf des Koalitionsvertrags zwischen Union und SPD. Bereits während der Sondersitzung des neuen Deutschen Bundestages zur NSA-Affäre am 18. November 2013 forderte SPD-Fraktionschef Steinmeier „ein Völkerrecht im Netz“. Ein Völkerrecht des Netzes, ein Völkerrecht im Netz – was mag das sein?
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Lesetipps für den 15. November

In unseren Lesetipps geht es um die Space Night mit Creative Commons Musik, eine neue Identität mit Hilfe des Deep Web, eine europäische Cloud, Gericht sieht Google Books als Nutzen für die Allgemeinheit und die Lobby nimmt Einfluss auf die Urheberrecht-Pläne der Großen Koalition. Ergänzungen erwünscht.

  • SPACE NIGHT Digitalfernsehen.de: „Space Night“ startet mit Creative Commons-Musik und HD-Bildern neu: In der Nacht zum Samstag wird die Kultsendung des Bayerischen Rundfunks, die „Space Night“, modernisiert und mit freier Musik, die unter Creative Commons lizenziert ist, neu starten. Möglich gemacht haben das konstruktive Proteste im Internet, die auf freie aber nicht kostenlose Inhalte setzten und den BR so zu mehr Fortschritt und Offenheit bewegten. Eine der wenigen netzpolitischen Erfolge im Jahr 2013.
  • DEEP WEB Motherboard: How Aaron Brown, a Fake Person, Was Created for Real on the Deep Web: Der Fotograf Curtis Wallen hat mit Hilfe des Deep Web, Bitcoin und Tor die Kunstfigur Aaron Brown erschaffen, die nicht wirklich existiert – außer im Digitalen. Aber Brown besitzt alles, was auch unsere Existenz amtlich bestätigt. Ein interessantes Kunstprojekt, dass nicht nur die Möglichkeit von Kriminalität aufzeigt, sondern wie unsere Gesellschaft etwas Offizielles anerkennt.
  • EU-CLOUD Futurezone.at: EU-Kommissarin Kroes warnt vor digitaler Abschottung: EU-Kommissarin Neelie Kroes hat in der Diskussion um europäische Cloud-Lösungen nach dem NSA-Skandal eindringlich vor einer nationalen Abschottung gewarnt. „Eine Fragmentierung wäre absolut das Ende für eine Erfolgsgeschichte“, betonte die für Digitales zuständige Vize-Vorsitzende der Europäischen Kommission am Donnerstag in Berlin. Zunächst soll ein technischer und rechtlicher Rahmen für eine gemeinsame europäische Cloud entstehen.
  • GOOGLE BOOKS Zeit Online: US-Gericht entscheidet, dass Google Bücher digitalisieren darf: Ein New Yorker Richter hat die Klage der US-Autorenvereinigung abgewiesen, die die Digitalisierung von Büchern durch Google als eine Form der Urheberrechtsverletzung betrachtete. Der Richter sieht aber darin einen Vorteil für die Allgemeinheit und eine Beschleunigung des Fortschritts „in Kunst und Wissenschaft, während es gleichzeitig die Rechte von Autoren und anderen Kreativen berücksichtigt.“
  • URHEBERRECHT Netzpolitik.org: Koalitionsverhandlungen beschwören den Geist von ACTA: Auf Netzpolitik.org hat Markus Beckedahl einen Teil des ihm zugespielten Zwischenstands der Verhandlungen zwischen CDU/CSU und SPD veröffentlicht. Darin geht es um das Urheberrecht und besonders die Positionen der Unionsparteien schein von der Content-Lobby verfasst zu sein. Anstatt eine notwendige Modernisierung des Urheberrechts anzugehen, wird wohl lediglich die Rechtsdurchsetzung verschärft.

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Unter Attacke: Das Recht auf Privatkopie

Das Recht auf Privatkopie ist zwar ein wackeliges Gesetz, aber Ausdruck des alltäglichen Nutzerverhaltens. Nun steht es unter Beschuss und wieder einmal geht es ums Geld. Die Privatkopie ist Teil unseres Nutzerverhaltens im Alltag und das auch nicht erst seit gestern. Mit dem Aufkommen von Videorekordern, Kassettendecks, DVD-Brennern, USB-Speichermedien und Filesharing-Plattformen ist das Kopieren und Teilen von urheberrechtlich geschützten Inhalten im eigenen sozialen Umfeld alltäglich geworden. Durch soziale Netzwerke ist das Teilen von Inhalten Ausdruck unserer alltäglichen Kommunikation geworden. Im digitalen Zeitalter hat dies aber Fragen zur Privatkopie aufgeworfen, denn diese sind nichts mehr, was innerhalb unserer vier Wände bleibt, aber für digitale Inhalte gibt es bisher kaum finanzielle Kompensation, findet die Contentindustrie.

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Reeperbahnfestival: Ein Sturm zieht auf

Reeperbahnfestival (Bild: Matthias Boem)
Um das Urheberrecht geht es dem Bundesverband Musikindustrie schon lange nicht mehr. Respekt und Bestrafung scheinen die neuen Ziele zu sein, wie Geschäftsführer Florian Drücke auf dem Reeperbahnfestival erkennen ließ. // von Tobias Schwarz Es muss erst schlimmer werden bevor es besser wird. Diese Erkenntnis brachte die Diskussion um immaterielle [...]
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Will die Musikindustrie eigentlich Musik verkaufen?

Rechtsanwalt Thomas Stadler kommentiert die Sperrung von Jörg Wagners Interview mit Ingo Pohlmann auf YouTube. // von Thomas Stadler Der Radiojournalist Jörg Wagner führt ein Interview mit dem Musiker Ingo Pohlmann. Das Interview wird zusätzlich gefilmt und von Wagner auch bei YouTube eingestellt. Es ist an ein paar Stellen mit [...]
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5 Lesetipps für den 12. Juli

In unseren Lesetipps geht es heute um illegale Fans von Untertiteln, den unnötigen Grabenkampf zwischen Bloggern und Journalisten, wie der Guardian mit Digital-Abos Geld verdient, die US-amerikanische Diskussion um das Kulturgut Buch und Crowdfunding in Deutschland. Ergänzungen erwünscht.

  • ILLEGALE FANS iRights.info: Schwedische Untertitel-Seite vom Netz genommen: Die schwedische Polizei hat die Website undertexter.se, auf der Fans Untertitel von Film- und Fersehproduktionen getauscht haben, nach einer Durchsuchung offline genommen und den Server beschlagnahmt. Nach Ansicht der Rechteinhaber handelt es sich bei Fan-Untertitelungen um Bearbeitungen, die vergleichbar mit unautorisierten Übersetzungen Urheberrechte verletzen.
  • BLOGOSPHÄRE Medium Magazin: Lindner und Knüwer zum Lagerdenken von Print und Online: Das „Medium Magazin“ hat Christian Lindner (Chefredakteur der “Rhein-Zeitung”) und Thomas Knüwer (Blogger auf „Indiskretion Ehrensache“) um ein Kommentar gebeten, was Zeitungsmacher und Onliner aneinander kritisieren. Auffallend ist, dass der Pressevertreter eine Mischung von Blogging und Journalismus sieht und der Blogger immer noch an die digitale Spaltung glaubt.
  • THE GUARDIAN Media Week: Guardian set to report annual losses of around £35m: Der britische Guardian hat sich in den letzten Jahren zum Vorzeigeprojekt gewandelt, wenn es um neue digitale Wege und beeindruckenden Investigativ-Journalismus ging. Doch lukrativ war das bisher für die stark verschuldete Zeitung nicht. Im abgelaufenden Geschäftsjahr sind die Verluste um 20 Prozent zurückgegangen – auf „nur“ noch 40,5 Mio Euro Minus. Doch nicht allein Einsparungen, sondern vor allem die steigenden Digitalerlöse sind der Grund dafür.
  • E-BOOKS Wired.com: Apple’s Court Loss Could End the Book as We Know It: Es geht ums Buch. Auch in den USA gibt es jetzt eine gesellschaftliche Debatte um den (kulturellen) Wert des Buches. Die von Amazon vorangetriebene Digitalisierung des Buchmarktes und Apple’s Versuch der Preisabsprachen beim Buchpreis, befeuern die Debatte gleich von zwei Seiten: den gesellschaftlichen Nutzen und die gesellschaftlichen Kosten.
  • CROWDFUNDING FAZ: Crowdfunding liegt im Trend: Durch deutsche Crowdfunding-Plattformen wurden bereits mehr als ze Millionen Euro gesammelt. Im Vergleich mit den USA ist diese Zahl nicht nicht sehr beeindruckend, aber es ist erkennbar, dass alternative Finanzierungsmodelle auch in Deutschland im stetig wachsenden Trend liegen.

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5 Lesetipps für den 11. Juni

In unseren Lesetipps geht es heute um Apple WWDC 2013, einen Tweet und seine Geschichte im Fall Mollath, einen BEsuch bei Giovanni di Lorenzo, wie das Urheberrecht Blinde von Inhalten aussperren soll und die Neuerungen auf Google+. Ergänzungen erwünscht.

  • neuerdings.com: Kritik an Apples Entwicklerkonferenz WWDC 2013: Apple hat heute Abend in San Francisco bei der Eröffnung der eigenen Entwicklerkonferenz WWDC 2013 neue MacBooks Air, einen neuen Desktop-Mac, sowie neue Versionen der Betriebssysteme OS X und iOS vorgestellt. Doch bei all dem Licht, dass von Apples Event ausgeht, erkennt Jürgen Vielmehr auch die Schattenseite: die kaum verbesserten MacBooks und die neue iTunes-Erweiterung Radio enttäuschen.
  • G! gutjahrs blog: Nach Mollath-Tweet: Besuch von der Polizei: Ursula Gresser twittert, dass man auf einer öffentlichen Veranstaltung die bayerische Justizministerin Beate Merk doch einmal zum Fall Mollath befragen könnte und bekommt sofort Besuch von der Polizei. Richard Gutjahr erzählt die Geschichte und den merkwürdigen Verlauf seiner Recherche.
  • Zentralprojektion: „Man kann Online nicht für alles verantwortlich machen“: Letzte Woche nahm Nina Galla an einem Hamburger PR Stammtisch teil, auf dem sie sich u.a. mit Giovanni di Lorenzo, Chefredakteur von „Die Zeit“, unterhalten konnte und einen interessanten Einblick in das Verlagshaus und seine Vorstellungen von der digitalisierten Zukunft bekam.
  • iRights.info: Harte Kämpfe um Ausnahmeregelungen für Blinde: Niemand will sich offen als Gegner des besseren Zugangs für Blinde zur Welt der Bücher „outen”. Dennoch wehren sich die US-Filmindustrie und andere Rechteinhaber mit Händen und Füßen gegen die Einführung entsprechender Ausnahmeregelungen, wie Monika Ermert auf iRights.info erklärt.
  • Pavni Diwanji: Update des Dashboard vereinfacht die Online-Verwaltung: Die Stärke von Google+ ist die Vernetzung mit allen anderen Google-Diensten. In einem Post kündigt Pavni Diwanji jetzt an, dass das Dashboard des sozialen Netzwerk ein Update bekommen hat und nun besonders für Geschäftskunden interessanter ist, die alle Google-Diensten für ihr Unternehmen zentral von Google+ aus steuern können.

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Hater: Daumen runter für neue „Dislike“-App

Mit „Hater“ wird ein langersehnter Traum erfüllt. Sie gibt dir die Möglichkeit zu „disliken“. Tobias Gillen, sieht dennoch Gefahren in der neuen iOS-App. „Wer sagt, dass ,Liken‘ die einzige Option sein muss?“, fragen die Macher der neuen App „Hater“ auf ihrer Website und treffen damit vermutlich bei vielen Facebook-Nutzern genau [...]
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1.746 Euro für ein Miniaturbild: Der Abmahnwahnsinn geht weiter

Ein neuer Facebook-Abmahnfall, bedingt durch die „Teilen“-Funktion, sorgt aktuell für Furore in der Blogosphäre.

1.746 Euro für ein Miniaturbild: Der Abmahnwahnsinn geht weiter

Abmahnungen gehören leider heute zum sozialen Internet wie Twitter und Facebook. Es ist schließlich ein Leichtes, Blogger wegen Urheberrechtsverstößen, nicht erfüllter Impressumspflicht oder anderen Tatbeständen abzumahnen und ihnen so das Geld schnell und einfach aus der Tasche zu ziehen.

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Über alte und neue Netzwerke – Scheiternde Seilschaften

Elite vertraut seit Jahrhunderten auf geschlossene Netzwerke. Das offene Internet ist aber Gift für die Controlling-Freaks von einst.

Welchen Wandel die Netzeffekte des Social Webs politisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich bewirken, hat der Internet-Visionär Howard Rheingold bereits 2002 in seinem Artikel „Smart Mobs – Die Macht der mobilen Vielen“ vorweggenommen: Die Konvergenz der Technologien bewirke neue Formen der Kommunikation. Ortungsfähige drahtlose Organizer, Drahtlos-Netzwerke und zu Computerverbünden zusammengeschlossene Kollektive hätten eines gemeinsam: Sie würden Menschen befähigen, auf neue Arten und in unterschiedlichen Situationen gemeinsam zu agieren. Weiterlesen »

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Wolfgang Blau über Urheberrecht, Internet, Eisenbahn und Buchdruck

Eine richtig gute Rede vom ZEIT ONLINE-Chefredakteur Wolfgang Blau zur Urheberrechtsdebatte: »Das Leistungsschutzrecht war eine Machtprobe für den Springer-Verlag, und Springer hat gewonnen.« Blau erklärt warum das geplante Leistungsschutzrecht nicht nur nicht hilfreich, sondern schädlich ist.

Diese 18 Minuten solltet Ihr euch nehmen. Und anschließend am besten direkt bei der Petition gegen das Gesetz mitzeichnen.

Tolle Rede von Wolfgang Blau bei grüner Urheberrechtstagung

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Google-Ranking: Herabstufung ist „Zensur light“

Google stuft seit kurzem Webangebote in den Suchergebnissen herunter, die wegen Urheberrechtsverletzungen auffallen. „Google verändert damit seinen Charakter“, beobachtet der Internettheoretiker Felix Stalder. Der Konzern stecke in einem Zwiespalt. // von Alexander Wragge

Der Internettheoretiker Felix Stalder von der Zürcher Hochschule der Künste hat Googles neue Praxis kritisiert, wegen Urheberrechtsverletzungen auffällig gewordene Internetangebote in den Suchergebnissen herunterzustufen (Downranking). „Da die meisten Nutzer nur die vorderen Suchergebnisse berücksichtigen, ist das nichts anderes als Zensur light“, sagte Stalder am Donnerstag iRights.info. „Entweder ein Angebot ist legal, und dann soll es wie jedes andere behandelt werden, oder es ist von einem Gericht als illegal befunden worden, dann muss man darüber sprechen, ob es ganz aus dem Index verschwinden soll.“

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