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Im Test: die Smartwatch Steel HR Sport von Withings

Hybride Smartwatches sind der neue Renner. Wer sich dem Selbstoptimierungs-Hype der letzten Jahre anschließen und trotzdem stylish unterwegs sein will, kommt um diese Kombination aus Uhr und Fitnesstracker nicht mehr herum. Allerdings ist der Markt mit Smartwatches ziemlich überflutet. Es gibt sie in allen Formen und Farben und natürlich in allen Preislagen. Ich hatte die Chance, die neue Steel HR Sport zu testen, die der französische Hersteller Withings kürzlich vorgestellt hat. Als Smartwatch-Novizin war ich positiv überrascht!

Design: Eine Smartwatch, die sich optisch absetzt

Mein allererster Eindruck war: Etwas groß. Gerade für mein eher zartes Frauen-Handgelenk war ich zunächst Design-technisch etwas skeptisch. Doch um ehrlich zu sein, hatte ich mich innerhalb von 18 Stunden an das neue Accessoire an meinem Arm gewöhnt und festgestellt, dass es zu Pulli oder Mantel doch ganz gut aussieht.

Allgemein ist die Uhr sehr gut verarbeitet und schlicht gehalten. Besonders gefällt mir das Armband, welches aus Silikon gefertigt ist. Es ist atmungsaktiv, sodass ich auch beim Sport oder längerem Tragen kein Problem mit Schweißbildung hatte. Außerdem fühlt sich der Stoff des Armbandes sehr angenehm an. Auch positiv: die Uhr ist nicht schwer. Sie trägt sich angenehm den ganzen Tag lang.

Beim Design des Ziffernblattes lehnt sich Withings an die Vorgängermodelle der Uhr an, welche zwischenzeitlich unter dem Dach von Nokia weiterentwickelt wurden. Der OLED-Bildschirm der Smartwatch oben ist zwar ein wenig klein, aber er reicht allemal aus, um die Funktionen der Smartwatch überblicken zu können. Doch dazu gleich mehr.

Ansonsten ist positiv anzumerken, dass eben nicht gleich auffällt, dass man eine Smartwatch trägt. Wohl gerade deswegen passt sie auch so gut zu den meisten Outfits. Am besten gefällt mir am Ziffernblatt die zweite kleine Anzeige unter dem Bildschirm. Diese zeigt immer den Status des täglichen Schrittzieles an. Somit kann man, ohne den Bildschirm zu aktivieren, mit einem Blick sehen, wie viel man sich noch bewegen sollte. Und wird natürlich auch jedes Mal an das Schrittziel erinnert, wenn man nur einmal kurz auf die Uhr gucken will.

Die Uhr lädt unglaublich schnell auf – innerhalb von eineinhalb Stunden war sie vollgeladen. Und halten tut sie auch erfreulich lange: Nach einer Woche normaler Benutzung (circa 10 Aktivierungen am Tag) hatte ich noch 58 Prozent Akku übrig.

Features: Super fürs Fitnessstudio und beim Joggen

Die Features der Withings Steel HR Sport sind sehr vielseitig. Zudem ist das Einrichten der Uhr sehr einfach. Man muss lediglich die Withings Health Mate App herunterladen, die Uhr mittels Bluetooth mit dem Handy verbinden und schon wird man automatisch durch einen Guide zum individuellen Einrichten der Uhr geführt. Neben dem allgemeinen Tracken der Herzfrequenz, Schrittzahl und der gelaufenen Strecke finde ich persönlich den integrierten Kalorienzähler sehr gut. Dieser errechnet nämlich aus Gewicht, Körpergröße und Bewegung in Echtzeit, wie viele Kalorien man bereits verbraucht hat. Das konnte ich super mit meiner Kalorienzähl-App „Yazio“ kombinieren.

Des Weiteren bietet die Withings Steel HR Sport Tracking-Möglichkeiten für über 30 verschiedene Sportarten. Ich persönlich habe die Uhr vor allem für das Tracking meiner Fitnessstudio-Besuche benutzt. Vorinstalliert auf dem Display der Smartwatch, welches mit einem Knopfdruck aktiviert werden kann, sind: Laufen, Schwimmen, Radfahren, Gehen und Sonstiges. In der App kann man individuell Sportarten hinzufügen, wie in meinem Fall „Fitness“.

Tracking mit Schwächen

Sobald man das Sport-Tracking beginnt, zeichnet die Uhr verbrauchte Kalorien, Dauer der Aktivität und die Herzfrequenz auf. Diese können danach in der App eingesehen werden. Dabei ist mir aufgefallen, dass das Tracking teilweise während der sportlichen Aktivität nicht immer reibungslos funktioniert. So hatte ich laut Uhr nach 45 Minuten Fitness nur 16 Kalorien verbrannt. Zum Ende des Trainings zeigte die App dann aber 291 verbrannte Kalorien an, was sich mit meinen Daten aus anderen Fitness-Apps überschnitt.

Withings Health Mate App
Withings Health Mate App. Screenshot by Leonie Werner

Das Tracking von Aktivitäten wie simples Laufen funktioniert nur, wenn man wirklich draußen unterwegs ist. Als ich versuchte, die Uhr auf dem Laufband zu testen, zeigte sie mir bei der zurückgelegten Strecke und Geschwindigkeit ganz andere Werte an als das Laufband selbst.

Ein weiterer minimaler Kritikpunkt bei der Uhr ist, dass das integrierte „intelligente Wecken“ bei mir nicht so recht funktionieren wollte. Für gewöhnlich stehe ich um 5:40 Uhr auf. Damit die Uhr den perfekten Zeitpunkt zum sanften Wecken wählen kann, braucht sie ein Fenster von einer halben Stunde. Also stellte ich 5:10 Uhr bis 5:40 Uhr ein. Nun wurde ich ausnahmslos jeden Morgen um 5:11 Uhr geweckt, was für mich einfach zu früh war. Wenn ich doch um 5:11 Uhr aufstand, teilte mir die App mit, dass ich nicht lange genug schlafe. Na ja.

Außerdem erkannte die Uhr an einigen Stellen Aktivitäten, wo gar keine waren. Doch insgesamt war das Tracking meist präzise und half mir gut dabei, meine täglichen Ziele zu überblicken.

Wie gut ist die eigene Schlaf-Qualität?

Besonders gut gelungen finde ich die ausführliche Schlaf-Analyse. Wenn man die Uhr auch nachts trägt, zeichnet diese auf, wie lange man geschlafen hat. Außerdem wird der Puls, die Unterbrechungen während des Schlafes und die Tief- und Leichtschlafphasen überwacht. Daraus wird ein Schlaf-Index ermittelt, der von 0 bis 100 geht. Insgesamt empfinde ich die Bedienung der Uhr als sehr selbsterklärend, übersichtlich und einfach.

Withings Health Mate App Schlafanalyse
Besser schlafen mit der Withings Health Mate App. Screenshot by Leonie Werner

Praktische Notifications

Ebenfalls praktisch finde ich, dass die Benachrichtigungen vieler Apps vom Smartphone direkt als Vorschau auf die Uhr übertragen werden. Ich selbst hätte nie gedacht, dass es so angenehm sein kann, nicht ständig das Handy in der Hand haben zu müssen, um die wichtigsten Notifications zu bekommen. Hier gibt es eine jedoch eine kleine Einschränkung. Es werden nämlich nur Namen und Nachrichten angezeigt, die keine Emojis haben, da die Uhr diese nicht anzeigen kann. Aber zur Not kann man ohnehin noch einmal schnell aufs Handy gucken.

Zu jedem Tag gibt es eine Tagesübersicht und am Ende der Woche jeweils eine Wochenübersicht.

Withings Fitnesskurse

Darüber hinaus kann man in der App zwischen verschiedenen Fitnesskursen wählen. Diese begleiten einen entweder über einige Tage oder mehrere Wochen. Sie sollen dabei helfen, einzelne Fitnessbereiche, wie das Schlafen oder die Herzgesundheit, individuell zu fördern. Ich hatte mich für das Schlaf-Programm entschieden und erhielt wöchentlich eine Auswertung meines Schlafverhaltens.

Screenshot aus der Withings Health Mate App

Ich finde diese Funktion sehr hilfreich, da sie noch einmal mehr in den Vordergrund stellt, was man beachten sollte und wie man seine persönliche Fitness verbessert. Natürlich sollte man nicht vergessen, dass die Uhr nicht nur alle Daten aufzeichnet, sondern diese auch an Withings weiterleitet. Im Moment geschieht dies wohl nur für interne Zwecke, zur Verbesserung der Uhr und zur Fehlerbehebung.

Fazit: Withings Steel HR Sport punktet als unauffälliger Motivator

Ich selbst habe zugegeben nie ernsthaft darüber nachgedacht, mir eine Smartwatch zuzulegen. Das ist alles zu umständlich, dachte ich mir, und zu viel Arbeit. Doch ich war wirklich positiv überrascht. Denn dank der Uhr mit Unterstützung der App kann ich detailliert meinen Schlafrhythmus, meine Schrittzahl, mein Gewicht und meine allgemeine Fitness auf einen Blick einsehen.

Ich persönlich finde, dass die App mit der übersichtlichen Gestaltung  immer noch ein wenig extra Motivation gibt. Somit kann ich die Uhr allen empfehlen, die das Fünkchen zusätzliche Motivation gebrauchen können. Oder einfach allen, die ihre Fitness-Pläne endlich mal strukturieren und organisieren möchte.

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Screenshots und Images by Leonie Werner

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CASIO WSD-F20A: Robuste Android-Smartwatch für Outdoor-Fans

Casio WSD-F20A Pro Trek

Die Uhrenmarke Casio schnallt Outdoor-Fans eine Smartwatch mit dem Android-Ableger Wear OS ums Handgelenk. Die Casio WSD-F20A aus der Produktreihe Pro Trek Smart ist als Begleiter für die Bewegung im Freien konzipiert – egal, ob Wandern, Trekking, Mountainbiken, Golfen, Angeln oder Bergsteigen. Auch für Wasseraktivitäten soll die Uhr gerüstet sein, wobei sie einen Druck von 5 Bar aushält. Die Smartwatch lässt sich über drei Tasten und ein 1,3 Zoll großes Touch-Farbdisplay bedienen. Eine Lünette wie zum Beispiel die Samsung Gear bietet sie nicht.

Modernes Design und offline nutzbare Funktionen

Die Casio WSD-F20A steckt in einem indigoblauen Designgehäuse, das sowohl zu sportlicher Kleidung als auch zum Büro-Look passt. Sie ist nach MIL-STG-Standard stossfest und darf auch gern mal runterfallen. Die Outdoor-Smartwatch verfügt, wie das Basismodell WSD-F20, über ein energiesparendes GPS. Zusätzlich gibt es die nützliche offline nutzbare Farbkartenfunktionalität. So sind die smarten Funktionen auch einsatzfähig, wenn in den Bergen oder im Wald kein Mobilfunksignal vorhanden ist. Außerdem bietet die WSD-F20A einen Barometer, einen Kompass und einen Höhenmesser.

Casio WSD-F20A um neue Funktionen per App ergänzen 

Der Benutzer kann ganz leicht Apps hinzufügen um neue Funktionen zu ergänzen und auf diese Weise seine Outdoor-Smartwatch zu individualisieren. Das geschieht über die App Wear OS für Android und iOS. Neun Apps sind von Casio geprüft und werden empfohlen. Das sind

  • View Ranger fürs Wandern
  • Hole 19 für Golf
  • Glassy Surf Report fürs Surfen
  • Ski Tracks fürs Ski und Snowboard fahren
  • MySwim Pro fürs Schwimmen
  • FishBrain fürs Angeln
  • Zombies, Run! als Fitness-Spiel
  • Equilab fürs Reiten
  • Exercise Timer fürs Tracking von Workouts

Als Android-Smartwatch ist die Casio WSD-F20A aber natürlich um viele weitere Mini-Apps erweiterbar. Um die Outdoor-Smartwatch nutzen zu können, benötigt der Nutzer ein Smartphone mit dem Betriebssystem Android 4.3 oder höher oder ein iPhone 5 oder höher mit mindestens iOS 9 als Softwareupdate.

Je nach Nutzung hält die Uhr sechs Stunden bis zwei Tage, bevor sie wieder an die Steckdose muss. Die Outdoor-Smartwatch lässt sich über einen magnetischen Ladeanschluss aufladen, wobei die Ladezeit ungefähr zwei Stunden beträgt. Die Uhr ist für rund 400 Euro im Handel erhältlich.

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Image by Casio

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Withings kehrt mit neuer Hybrid-Smartwatch zurück

Am 31. Mai diesen Jahres koppelte sich der Gesundheitsgerätehersteller Withings wieder von Nokia ab und bringt nur vier Monate später mit der Steel HR Sport nun seine neuste Smartwatch auf den Markt.

Die Steel HR Sport vereint zeitloses Uhrendesign mit technischen Neuerungen und einer interaktiven Benutzeroberfläche. Diese Smartwatch kann nicht nur die Herzfrequenz messen, sondern besitzt auch integriertes Connected GPS und beurteilt das Fitnessniveau des Users mittels VO2 max-Schätzung. Diese VO2 max-Schätzung dient der Analyse der Sauerstoffversorgung des Nutzers.

Umfangreiche Features

Das analoge Ziffernblatt zeigt nicht nur die Uhrzeit an, sondern auch den prozentualen Teil des täglichen Schrittzieles. Auf dem dezenten OLED-Display werden die wichtigsten Gesundheits- und Sportdaten wie tägliche Schritte, Kalorien, die gelaufene Distanz und die Herzfrequenz angezeigt. Mit dem Multisport-Tracking kann für über 30 verschiedene Aktivitäten von Yoga und Volleyball über Rudern bis hin zu Boxen, Skifahren und Eishockey die Herzfrequenz und die Dauer des Trainings dokumentiert werden. Für Läufer hat sich Withings zudem einige besondere Features ausgedacht. Mit der Steel HR Sport kann der Nutzer Geschwindigkeit, Entfernung und Höhenmeter der zurückgelegten Strecke nachvollziehen. Außerdem kann auf einer Karte die gelaufene Strecke eingesehen werden. Diese Funktion kann auch beim Spazieren oder Radfahren genutzt werden.

Tracking des Schlafverhaltens

Die Steel HR Sport bietet eine detaillierte Übersicht über das Schlafverhalten des Users. So kann die Länge und Qualität des Schlafes eingesehen werden. Wer möchte, kann zudem einen sanften Vibrationsalarm für das morgendliche Aufstehen einstellen. Ein weiteres neues Feature der Steel HR Sport ist die Kompatibilität mit vielen Apps. Mit dem neuen Modell können aktuelle Nachrichten oder Mitteillungen von Freunden und Familie über Social Media mittels einer Inhaltsvorschau auf der Uhr eingesehen werden. Alle getrackten Informationen der Uhr lassen sich zentral über die Health Mate App von Withings einsehen und verwalten. Dort werden außerdem noch Coachings zur Verbesserung des Schlafverhaltens angeboten.

Technische Daten

Die hybride Smartwatch ist ausgestattet mit 316L Edelstahl und einem 40mm Gehäuse, welches ein zeitloses, abgerundetes Design aufweist. Die Uhr ist bei einer Tiefe von bis zu 50 Metern wasserfest. Erhältlich in den Varianten weiß und schwarz, hat die Steel HR Sport eine Akkulaufzeit von bis zu 25 Tagen. Sie ist ab jetzt für 200 Euro im Handel zu haben.


Image by Withings

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Für Hand, Arm, Ohr: Samsung zeigt Galaxy Note 9, Galaxy Watch und Galaxy Home

Samsung Galaxy Note 9 S Pen

Mehr Speicherplatz, Akku und Rechenleistung – das bietet das neue Phablet-Flaggschiff von Samsung. Hingegen mit überragenden Neuerungen hält sich der Hersteller beim Galaxy Note 9 zurück. Im Wesentlichen handelt es sich damit um eine verbesserte Note-8-Neuauflage mit Anleihen beim Galaxy S9 und S9+. Damit präsentiert Samsung zwar zweifellos ein Spitzengerät, gönnt sich aber eine Verschnaufpause und lässt die Chance ungenutzt, den Wettbewerbern in der aktuellen Modellsaison mit Smartphone-Innovationen zuvorzukommen. Huawei und Apple stellen die Nachfolger von Mate 10 Pro und iPhone X voraussichtlich Ende August und Anfang September vor.

Die Highlights des Samsung Galaxy Note 9

Mit 4.000 mAh Akkukapazität liefert das Galaxy Note 9 exakt 700 mAh mehr als das Vorgängermodell. Das ist ein überdurchschnittlicher Wert, den allerdings auch bereits einige günstige Mittelklasse-Modelle bieten. Den Speicherplatz für Fotos, Videos und Apps hat Samsung beim Standard-Modell von 64 auf 128 GB verdoppelt und lässt bei Bedarf eine Erweiterung durch eine Micro-SD-Karte mit 512 GB zu. Praktisch – aber nichts, was andere Oberklasse-Geräte im Android-Lager in den Schatten stellt. Außer der Reihe fällt allerdings eine zweite Version, die mit 512 GB internem Speicher kommt. Wenn Nutzer dann eine Micro-SD-Karte ergänzen, können sie bis zu 1 Terabyte Speicherplatz nutzen. Das gab es bisher noch nicht.

Fans grafisch aufwendiger Spiele freuen sich über 8 GB statt 6 GB Arbeitsspeicher. Wenn das Note 9 am 24. August erscheint, halten Käufer als eine der ersten Gamer Zugriff auf die Beta-Version von Fortnite für Android, wie Epic Games und Samsung ankündigten. Wer gerne mit den Smartphone-Lautsprechern Filme schaut, wird virtuellen Surround-Sound nach dem Dolby-Atmos-Standard zu schätzen wissen.

Intelligente Kamera ohne KI

In der Kameraabteilung übernimmt das Note 9 die Dual-Kamera mit variabler Blende vom S9+. Dadurch können Nutzer zwischen den Einstellungen F/1.5 und F/2.4 wählen. Die höhere Lichtstärke durch die weiter geöffnete Blende von F/1.5 ist ein Gewinn. Jedoch an der Idee mehrerer Blendenwerte bei kleinen Smartphone-Sensoren konnten wir schon beim S9+ keinen Vorteil erkennen.

Außerdem integriert Samsung eine intelligente Motivautomatik, die Belichtung und Farbeinstellungen von Szenen automatisch optimiert. Im Gegensatz zu Huawei und LG verzichtet Samsung aber darauf, dies durch Software zu realisieren, die Verfahren der Künstlichen Intelligenz nutzt. Zur den neuen intelligenten Funktionen soll auch eine Fehlererkennung gehören. Dann benachrichtigt die Kamera-App den Nutzer, wenn das Bild verschwommen ist, wenn Personen geblinzelt haben, ein Fleck auf dem Objektiv ist oder die Hintergrundbeleuchtung die Bildqualität beeinträchtigt.

Ferner haben auch die 3D-Emoticons namens AR-Emojis sowie Videos in Superzeitlupe mit 960 Bildern pro Sekunde ihren Weg vom S9 und S9+ in das Note 9 gefunden.

S Pen als Bluetooth-Fernbedienung

Zu guter Letzt hat Samsung auch am Funktionsumfang des Digitalstifts S Pen gefeilt. Dieser ist schließlich das Aushängeschild der Note-Serie. Anders als bisher verfügt er jetzt über Bluetooth Low Energy, sodass er aus bis zu zehn Metern das Note 9 kontaktieren kann. Anhand dieser Fernbedienung können Nutzer die Kamera auslösen, Zuschauer durch Präsentationen führen oder Musiktitel auswählen. Aufgeladen wird der Digitalstift in dem Fach des Note-9-Gehäuses. Eine Minute Ladezeit soll für 30 Minuten Betriebszeit reichen.

S Pen Samsung Galaxy Note 9
Der S Pen unterstützt jetzt Bluetooth und dient als Smartphone-Fernbedienung. Image by Samsung

Unabhängig davon bleibt der S Pen angesichts von 4.096 Druckstufen ein sehr feinfühliger Digitalstift fürs Zeichnen und Notizen aufschreiben.

Bewährte Display- und Leistungsdaten

Die weitere technische Ausstattung lässt Samsung praktisch unberührt, verbaut damit aber immer noch mit das Feinste, was der Smartphone-Markt zu bieten hat. Dazu zählen ein sehr großes Super-AMOLED-Display mit 6,4 Zoll (16,2 cm) Diagonale und einem schlanken Seitenverhältnis von 18,5:9. Mit einer Auflösung von 2.950 x 1.440 Pixeln und einer Pixeldichte von 516 ppi zählt der Bildschirm zu den schärfsten Vertretern seiner Art.

Das Display ist fast rahmenlos und bedeckt daher nahezu komplett die Vorderseite des Gehäuses aus Glas und Aluminium. Die Maße des Gehäuses und das Gewicht von rund 200 Gramm entsprechen dem Niveau des Note 8. Ein standesgemäßer Fingerabdruckscanner befindet sich auf der Gehäuserückseite. Raumklang-fähige Stereo-Lautsprecher der Tochtermarke AKG sorgen für den passenden Sound zu Videos und Spielen.

Unter der Haube rechnet weiterhin ein Prozessor aus eigener Entwicklung vom Typ Exynos 9810. Dessen acht Kerne takten mit bis zu 2,7 Ghz.  Software-seitig setzt Samsung nach wie vor auf die Kombination aus Android in der Version 8.1 und der hauseigenen Oberfläche namens Samsung Experience in der Version 9.5. Standesgemäß wäre in dieser Preisklasse aber das aktuellste Android 9 Pie.

Neben den Basisfunktionen bietet die Samsung-Software im Galaxy Note 9 auch diverse Komfortmerkmale. Dazu gehört der Assistent Bixby Vision, der nicht mehr nur beim Shoppen hilft, sondern auch Dokumente mithilfe von Adobe Scan leichter digitalisieren kann.

Im Gegensatz zu immer mehr Wettbewerbern bietet die Note-Reihe auch bei diesem Modell einen Klinkenanschluss für Kopfhörer. Zudem können Nutzer das Galaxy Note 9 an einen DeX-Adapter und einen Monitor anschließen und es als Computerersatz verwenden. Anstelle der herkömmlichen beiden DeX-Stationen genügt nun ein HDMI-Kabel, das Samsung vorgestellt hat.

DeX Galaxy Note 9 Kabel
Um das Samsung Galaxy Note 9 als Computerersatz zu nutzen, genügt jetzt ein DeX-Kabel statt einer DeX-Station. Screenshot by Berti Kolbow-Lehradt

Das Samsung Galaxy Note 9 erscheint am 24. August in Deutschland. Zwei Farbvarianten stehen dann zur Auswahl: Ocean Blue und Midnight Black. Die Version mit 128 GB kostet 999 Euro, die mit 512 GB internem Speicher kostet 1.249 Euro. Bereits jetzt ist das neue Gerät vorbestellbar. Vorbesteller, die ihr Altgerät in Zahlung geben, erhalten neben dem Verkaufspreis zusätzlich 100 Euro Rabatt oben drauf.

Samsung Galaxy Watch: Computeruhr mit 7-Tage-Akku

Neben dem Galaxy Note 9 hat Samsung auch eine Nachfolgemodell der Gear Sport angekündigt. Allerdings läuft die Computeruhr nicht mehr unter der Produktmarke Gear, sondern übernimmt die Bezeichnung der Smartphone-Serie. Daher heißt sie schlicht Samsung Galaxy Watch.

Wie bei einer Variante der Apple Watch 3 oder der Huawei Watch 2 bietet eine von beiden neuen Galaxy-Watch-Versionen einer eSIM-Karte Platz. Dank LTE-Modul ist sie daher auch ohne Smartphone mobil erreichbar und kann Musik streamen. Dazu können Nutzer Bluetooth-Kopfhörer wie die Gear IconX direkt mit der Uhr verbinden.

Anders als viele hochgerüstete Computeruhren will Samsung die Galaxy Watch mit einem langem Atem ausgestattet haben. Bis zu sieben Tage soll der Akku der Variante mit 46 Millimeter Durchmesser durchhalten. Darin befindet sich ein Akku mit 470 mAh Kapazität. Die kleinere 42-Millimeter-Variante mit 270 mAh großem Akku kommt aber auf eine geringere Laufzeit. In beiden Fällen versorgt eine induktive Ladestation die Akkuzelle mit neuer Energie.

Samsung Galaxy Watch
Die Samsung Galaxy Watch erscheint in zwei Größen und drei Farben. Image by Samsung

Wie die Samsung Smartwatches Gear 2, 3 und Sport verfügt die Galaxy Watch über ein rundes Ziffernblatt mit drehbaren Bedienring – Lünette genannt. Das Gehäuse besteht aus Stahl und ist gegen Wasser, Staub und Sand abgedichtet (5 ATM / IP68). Standardmäßig liegt ein Armband aus Silikon in der Verpackung. Alternativ können Nutzer auch andere Armbandmaterialien wählen.

Fitnesstracker und SmartThings-Fernbedienung

Obwohl die Galaxy Watch wie eine Uhr aussieht, steckt in ihr ein ausgewachsener Fitnesstracker, der Trainings und Schlafphasen aufzeichnet sowie Strecken per GPS protokolliert. Beim Stressmanagement und der Ernährungsberatung soll die Uhr ebenfalls behilflich sein.

Die Smartwatch läuft mit Tizen OS 4.0 ist Teil des SmartThings-Ökosystem von Samsung und kann daher kompatible Fernseher, Staubsaugerroboter und Bluetooth-Lautsprecher steuern. Sie versteht sich nicht nur mit Samsung-Smartphones, sondern auch mit dem iPhone und Android-Geräten anderer Hersteller.

In den Farbvarianten Silver (46-Millimeter-Variante) sowie Rosé Gold und Midnight Black (42-Millimeter-Variante) soll die Samsung Galaxy Watch am 7. September 2018 im deutschen Handel erscheinen. Dei LTE-Variante kostet 399 Euro (46 mm) und 379 Euro (42 mm). Für die Version ohne LTE, die stattdessen nur via Bluetooth funkt, werden jeweils 70 Euro weniger fällig. Wer die Uhr vom 9. bis zum 30. August 2018 im Samsung-Shop vorbestellt, erhält eine induktive Ladestation namens Wireless Charger Duo gratis dazu.

Samsungs smarter Lautsprecher heißt Galaxy Home

Smarte Lautsprecher wie Amazon Echo, Google Home und Apple HomePod liegen im Trend. Alle leben davon, dass sie sich per Sprache steuern lassen. Samsung hat mit Bixby ebenfalls einen digitalen Assistenten im Programm, hat sich im Geschäft mit Smart-Speakern aber bisher zurückgehalten. Bei der Vorstellung des Note 9 gab Samsung nun einen Ausblick auf entsprechende Pläne. Demnach arbeitet das Unternehmen an einem Lautsprecher namens Galaxy Home. Acht Fernfeldmikrofone werden Sprachbefehle entgegen nehmen, sodass Nutzer ihr Smart Home damit steuern können. „Hey Bixby“ lautet die Aktivierungsphrase. Samsungs Smart-Home-Ökosystem SmartThings wird im Vordergrund stehen. Dazu gehören zum Beispiel der smarte Kühlschrank Family Hub.

Natürlich wird der Lautsprecher auch Audio-Streaming unterstützen, wobei Spotify als Hauptpartner feststeht. Ähnlich wie Apple beim HomePod will Samsung sowohl auf guten Sound als auch smarte Eigenschaften achten. Für eine hohe Klangqualität soll die Expertise der Tochtermarke AKG sorgen, die an den acht internen Lautsprechern im Gehäuse feilt. Dabei strahlt das Audio-System den Klang auf Wunsch in eine Richtung oder im 360-Grad-Modus ab. Einen Rundumklang hat Samsung bereits bei WLAN-Lautsprechern aus dem eigenen Sortiment eingebaut.

Samsung Galaxy Home
Samsung Galaxy Home heißt der smarte Lautsprecher mit Bixby, auf den das Unternehmen einen kleinen Ausblick gab, inklusive einen Blick auf einen Prototyp. Screenshot by Berti Kolbow-Lehradt

Leistungsdaten, einen Preis oder einen Erscheinungstermin zum Galaxy Home nannte Samsung nicht. Weitere Details will das Unternehmen bald bekannt geben, namentlich auf der Samsung Developer Conference im November 2018. Hoffentlich aber auch schon früher, zum Beispiel auf der IFA 2018. Laut handy.de könnte das Audio-System um die 300 Euro kosten.

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Images by Samsung; Berti Kolbow-Lehradt

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Im Test: Samsung Gear Sport und Samsung Gear IconX (2018)

Samsung Gear Sport und Gear IconX (2018)

Auch wenn es draußen noch so heiß ist. Sport und Fitness bleiben für viele Menschen wichtig. Selbst im Urlaub wollen mindestens 20 Prozent der Urlauber nicht auf Smartwatch und Fitnesstracker verzichten, hat der Bitkom herausgefunden. Und Sportfunktionen sind nunmal die beliebtesten Eigenschaften der Computeruhren. Mit der Samsung Gear Sport und den passenden In-Ear-Kopfhörer Samsung Gear IconX (2018) haben wir zwei besonders gut aufeinander abgestimmte Fitness-Wearables getestet. Beispielsweise lassen sich Spotify-Playlisten auf der Uhr und den Kopfhörern abspeichern, sodass beim Jogging kein Smartphone und keine Internetverbindung nötig sind.

Beide Geräte kamen in hochwertigen Verpackungen an, die ein ähnliches Design haben. Gear Sport ist mit Gear IconX kompatibel und beides sorgt für ein einzigartiges Sporterlebnis mit den Lieblingsliedern, die dazu motivieren sich zu bewegen. Das farbenfrohe Duo hat mich überzeugt und dazu gebracht mehr Sport zu treiben. Hier die Details meines Tests im Zusammenspiel mit einem iPhone.

Samsung Gear Sport Blue

Die Samsung Gear Sport ist die Nachfolgerin der Gear 3, die wir neben der Apple Watch als die derzeit beste Smartwatch betrachten. Auch in der vierten Generation hat die Gear-Uhr ein rundes Display und ein Armband aus Silikon. Auf dem Markt sind zwei Farbvarianten des Bandes verfügbar: blau und schwarz. Die Uhr erweckt einen sportlichen Eindruck. Am Rande des Displays montierte der Hersteller eine drehbare Lünette, mit der man zwischen den Bildschirmen wechseln kann. Das Gerät ist in zwei Knöpfe ausgestattet, einmal „Zurück“ und einmal „Home“.

Kompatibilität mit iOS

Idealerweise verfügt man, neben der Gear Sport über ein Samsung-Smartphone, damit alle Funktionen einwandfrei mitmachen. Mit einem iPhone verläuft das ganze zwar etwas ruckeliger, dennoch funktioniert die Samsung-Uhr unter iOS grundsätzlich. Ein Samsung-Account ist erforderlich, um auf die Gear S App zuzugreifen und die Uhr mit dem iPhone zu verbinden. Anschließend ist es auch empfehlenswert, die Samsung Health App zu installieren, um die Aktivität, die Mahlzeiten, den Schlaf und das Gewicht im Überblick zu haben. Die Health-App von Samsung zählt zu den besten Sport-Apps der großen Android-Hersteller.

Kompatibilitätstabelle, Quelle: samsung.com

Technische Daten

Mit einem Super AMOLED-Display, das in der Diagonale 30,2 Millimetern misst, ist die Samsung Gear Sport groß genug, sodass man alles erkennen kann. Trotzdem sieht sie nicht klobig aus. Sie passt also sowohl auf einen männlichen sowie einen weiblichen Handgelenk.

In der Uhr befindet sich ein 1 GHz Dual-Core Prozessor und fünf Sensoren: Beschleunigungs-, Lage-, Puls- und Lichtsensor, sowie ein Barometer. Mit vier Gigabyte Gerätespeicher eignet sich die Uhr perfekt für Spotify-Playlists, die man im Offline-Modus über die kompatiblen Gear IconX EarPods hören kann.

Die Batterielaufzeit beträgt dabei bis zu sechs Tagen, abhängig von der Nutzungshäufigkeit. Das Gerät kann man innerhalb von zwei Stunden wieder komplett aufladen.

Apps und Notifications

Die Computeruhr ist eine prima Nachrichtenzentrale. Auf die Smartwatch werden Benachrichtigungen von Instagram, WhatsApp, Snapchat, Telegram, Kicker, Slack, Twitter, Facebook Messenger und vielen weiteren übertragen.

Samsung Gear Sport zählt eure Schritte und erkennt, wenn man länger unterwegs ist. Dies stuft sie dann als Spaziergang ein und somit als leichtes Workout. Das Tempo wird auch erkannt.

Sollte man einen Bürojob ausüben und länger als eine Stunde inaktiv bleiben, fragt die Smartwatch, ob man Torsodrehungen machen möchte. Fünf reichen, um die Aktivität auf dem richtigen Stand zu halten.

Eine Überraschung war für mich die Schlafbewertung. Ich empfehle es, die Uhr nachts oder wenigstens nachmittags beim Schlafen anzubehalten. Die Gear Sport verfolgt deinen Schlafrhythmus und schickt Feedback. Nach dem Aufwachen erscheint eine kurze Übersicht. Dort ist einsehbar, wie tief man geschlafen hat, die tatsächliche Schlafzeit, die Effizienz und die Anzahl der verbrannten Kalorien.

Samsung Gear Sport und Fitness

Nun aber zum Sport. Den meisten Spaß bringt die Fitnessübersicht. Wer gerne läuft, schwimmt oder Rad fährt, ist mit der Samsung Gear Sport bestens ausgestattet. Die Smartwatch ist wasserdicht, also muss man sich keine Sorgen machen, dass sie beim Schwimmen kaputt geht.

Ich habe das Gerät beim Joggen ausprobiert und bin mit der Leistung völlig zufrieden. Die Uhr teilt einem die durchgemachte Strecke mit, sowie die durchschnittliche Geschwindigkeit, die verbrannten Kalorien und den Puls. Die Gear Sport unterteilt dann die Leistung anhand des Pulses in der Abstufung mäßig über heftig bis Maximum.

Wer jedoch lieber ins Fitnessstudio geht und mit den Geräten trainiert, für den habe ich schlechte Neuigkeiten. Die Smartwatch ist für die Latzugmaschine, Beinpresse, Ab- und Adduktionsmaschine und alle sonstigen Geräte so gut wie nutzlos. Im Menü „Trainieren“ findet man bestimmte Übungen, die angeklickt werden müssen, um das Training zu starten. Eine Ausnahme ist die Rudermaschine, die als eine der Optionen erscheint. Natürlich hat Samsung die Gear Sport in eine Funktion ausgestattet, die sich „Anderes Workout“ nennt, doch außer Zeitmessung kann dir die Uhr hier nicht weiterhelfen.

Samsung Gear Sport
Samsung Gear Sport im Fitnessstudio. Image by Nina Brzeska

Doch nicht alles ist im Fitnessstudio verloren. Die Smartwatch ist in die Funktionen „Laufband“, „Stepper“, „Heimtrainer“ und „Ellipsenmaschine“ ausgestattet. So kannst du deine Ausdauer gezielt trainieren und überwachen. Die Gear Sport vermittelt am Ende, ähnlich wie beim Joggen, wie dein Training gelaufen ist und stuft die Anstrengung in mäßig, heftig und Maximum ein.

Perfektion sieht anders aus

Ein paar Kleinigkeiten, die mich an der Uhr stören: Sie sollte jedes Mal aufleuchten, wenn ich mein Handgelenk so drehe, als würde ich die Zeit kontrollieren wollen. Das tut sie leider nicht immer. Öfter will ich schnell die Zeit überprüfen, was mir durch die Fehlfunktion nicht gelingt. Dann muss ich die Lünette einmal drehen, um den Bildschirm anzuschalten.

Ein weiterer Aspekt ist das Versprechen, dass die Gear Sport erkennt, wenn man mit dem Auto unterwegs ist und keine Benachrichtigungen durchkommen lässt, um den Fahrer nicht abzulenken. Mehrfach jedoch habe ich die Vibration an meinem Gelenk gespürt, während ich am Steuer saß. Die Erklärung dafür liegt wahrscheinlich an meinem Fahrverhalten – ich besitze einen Wagen mit automatischem Getriebe und habe die rechte Hand öfter am Lenkrad als die linke. Da ich die Uhr am linken Handgelenk trage, ist es wahrscheinlich, dass der Mangel an Bewegung des linken Armes die Smartwatch glauben lässt, ich wäre nicht am Steuer des Fahrzeuges.

Samsung Gear IconX

Die kabellosen Kopfhörer Gear Icon X in der Modellgeneration 2018 sind nach dem Konzept von True Wireless konzipiert. Ebenso wie etwa die Jaybird Run oder die Apple Airpods verfügen sie wirklich über kein Verbindungskabel mehr. Auch über keines zwischen den beiden Lautsprechern. Bereits das erste Modell hat uns gefallen. Die Version von 2018 wurde minimal ergonomischer designt und verfügt über mehr Software-Funktionen.

Die Gear Icon X (2018) sind in den Farben Grau, Schwarz und Pink verfügbar. Ich habe sie in der letzteren Farbe erhalten. Die kleinen Stöpsel sind nicht größer als eine Traube und kommen mit einem Ladeetui der Größe eines Eis. In der Box befindet sich außerdem ein Aufladekabel mit einem USB-Anschluss und ein Tütchen mit verschiedenen Eartips und Wingtips (Größen: S, M, L). Auf den ersten Blick wirken die Kopfhörer wie normale Ohrstöpsel, worauf ich mehrmals angesprochen wurde.

Samsung Gear IconX 2018
Samsung Gear IconX 2018. Image by Nina Brzeska

Kompatibilität mit anderen Geräten

Zwar funktioniert Samsung Gear IconX (2018) als MP3-Player ohne zusätzliche Geräte, doch viele Nutzer beruhen heute auf der Musikauswahl von Streaming-Diensten wie Spotify oder Deezer. Dies macht es unmöglich, Lieder auf die Kopfhörer herunterzuladen, denn das Gerät sieht keine App-Installation vor. Wer aber noch über Lieder im MP3-Format verfügt, kann sich über 3,4 Gigabyte Speicher freuen.

Mit dem Smartphone verbindeen sich Gear IconX (2018) problemlos über Bluetooth. Genauso mit der Smartwatch. Wichtiger Tipp: Wer gerne Musik über die Gear Sport hören möchte, muss erst mal die Verbindung zwischen den Kopfhörern und dem Handy manuell trennen. Sonst sitzt man eine Stunde lang da und wundert sich warum nichts funktioniert.

Samsung Gear IconX 2018: das verbirgt sich dahinter

Über den Sound der Kopfhörer kann man sich echt nicht beschweren. Dafür, dass die IconX so klein sind, ist der Klang beeindruckend. Unterwegs hört man so gut wie nichts von der Außenwelt. Im Vergleich zu den Standard-Kopfhörern sind sie von sehr guter Qualität.

Wie bereits erwähnt, besitzen die Ohrhörer drei Sets an Aufsätzen in verschiedenen Größen, um sich perfekt ans Ohr anzupassen. Beim ersten Aufsetzen ist mir direkt aufgefallen, dass die bereits aufgesetzte Wingtips und Eartips in Größe M zu groß sind. Ich habe die S Aufsätze genommen und der Tragekomfort ist definitiv gestiegen. Doch trotzdem scheint es so, als wären meine Ohrmuscheln zu klein sogar für das kleinste Aufsatz-Set. Nach etwas mehr als einer Stunde drücken die Hörer gegen meine Ohren, sodass ich sie irgendwann weglegen muss. Ein großer Pluspunkt: es ist so gut wie unmöglich, dass die IconX während des Laufens rausfallen.

Eine hervorragende Funktion für alle Android-Nutzer ist der eingebaute Fitnesstracker. Wer Spaziergänge oder Joggen als sportliche Aktivität bevorzugt, kann sich freuen, dass das Gerät die Durchschnittsgeschwindigkeit, Distanz und den Kalorienverbrauch aufzeichnet. Diese Funktion bleibt leider für iOS-User aus, denn die erforderliche App „Samsung Gear“ ist nicht im App Store verfügbar.

Steuerung

Was die Gear IconX (2018) interessant macht, sind die Touchpads an beiden Hörern, die die Steuerung einfacher machen. Einmaliges Tippen bedeutet Pause/Wiedergabe. Mit zweimal tippen kommt man zum nächsten Lied, durch dreimal tippen – zum vorherigen. Einmal tippen und halten bedeutet Anruf ablehnen oder Menüoptionen vorlesen (hier wieder die eigeschränkte Kompatibilität mit iOS). Zweimal tippen und halten switcht zur nächsten Playlist, was für Streamingdienste nicht funktioniert. Um die Lautstärke zu erhöhen oder zu reduzieren muss man hoch- oder runterwischen.

Der Hersteller verspricht eine Akkulaufzeit von fünf Stunden beim Streamen der Musik vom anderen Gerät. Diese Laufzeit bezieht sich jedoch nicht auf die Hörer selbst, sondern auf die Laufzeit des Etuis. Das heißt: einmalig halten die Gear IconX maximal zwei Stunden. Das Etui kann den Ohrhörern eine Laufzeit von fünf Stunden insgesamt verleihen, bevor man wieder das Kabel anschließen muss, um das Etui aufzuladen.

Test-Fazit

Die Smartwatch Samsung Gear Sport hat mich dazu gebracht, wieder mehr Sport zu treiben. Sie ist der perfekte Begleiter für Einsteiger und Fortgeschrittene. Im Alltag kann sie schnell langweilig werden, da die Funktionen eingeschränkt sind (vor allem für iPhone-Nutzer). Für den nicht all zu niedrigen Preis von 350 Euro, den Samsung anbietet, würde es nicht schaden, die Funktionen zu perfektionieren.

Die Smartwatch von Samsung ist ein cooles Gadget für mehr Motivation beim Sport, das aber eine überschaubare Auswahl an Funktionen für den Büro-Alltag anbietet.

Die Samsung Gear IconX (2018) sind für meinen Geschmack mit einem Preis von 230 Euro zu teuer angesetzt. Kabellose Kopfhörer sind zwar eine nette Abwechslung zu den ewig verknoteten Kopfhörern mit Kabel, doch trotzdem nehme ich meine Standard-Kopfhörer überallhin mit. Wenn der Akku bei den IconX leer ist, greife ich zu meinen alten Hörern zurück. Für diejenigen, die sich das Leben ohne kabellosen Ohrhörer nicht mehr vorstellen können, sind die IconX aber keine schlechte Idee.

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Images by Samsung; Nina Brzeska

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Ticwatch Pro – eine Uhr, zwei Displays

ticwatch

Die smarten Uhren haben vor ein paar Jahren für einen Boom auf dem Markt gesorgt und sind heute noch ein begehrtes Produkt unter den Konsumenten. Doch auch sie, wie alle anderen digitalen Gadgets, sind nicht makellos. Die Nutzer klagen öfter über eine kurze Batterielaufzeit. Eine Smartwatch verfügt über viel weniger Funktionen als ein Smartphone oder Tablet und trotzdem muss sie fast jeden Tag geladen werden, um funktionsfähig zu sein. Das chinesische Unternehmen Mobvoi hat vor kurzem eine smarte Uhr vorgestellt, die aber keine gewöhnliche Smartwatch ist. Die Ticwatch Pro ist nämlich in zwei Displays ausgestattet und soll bis zu einem Monat ohne Aufladen aushalten. Wie geht das?

Eine Innovation im Aufbau der Ticwatch Pro

Die Displays der Uhr sind übereinandergelegt. Unten befindet sich ein regulärer OLED Touchscreen, wie man ihn von den anderen Smartwatches kennt. Auf diesem Bildschirm sitzt ein schwarz-weißer FSTN LCD-Display.

Der zweite Screen ist durchsichtig, man sieht ihn also nicht bei der gewöhnlichen Nutzung der Uhr. Er kommt erst dann zum Einsatz, sobald der Nutzer seine Uhr nicht mehr aktiv benutzt. Auf dem Bildschirm ist die Uhrzeit, das Datum, die Anzahl der Schritte und die Herzfrequenz zu sehen. Dies verlängert auch die Batterielaufzeit.

Es ist auch möglich, nur den LCD-Screen zu nutzen, was die Laufzeit der Batterie enorm steigert. Wenn Android Wear abgeschaltet ist, kann man die Uhr bis zu einem Monat ohne Aufladen nutzen. Doch wozu kauft man sich eine Smartwatch, wenn man die Funktionen gar nicht braucht? Bei einer weniger intensiven Benutzung von Android Wear verspricht der Hersteller eine Akkulaufzeit von mindestens fünf Tagen.

Universelles Design für jeden Anlass

Mobvoi hat bei dem Design der Uhr eher auf klassisches Aussehen gesetzt. Bei der Wahl des Bandes hat der Kunde acht Optionen. Die Silikon-Bänder kommen in den Farben schwarz und orange. Es gibt ein Band, welches nur aus Leder besteht – braun mit einer silbernen Schnalle. Die restlichen Bänder sind eine Mischung aus Silikon auf der Innenseite und Leder auf der Außenseite. Diese sind in schwarz, schwarz mit silberner Schnalle, orange, braun und schwarz mit orange auf der Innenseite erhältlich.

Photo by Mobvoi.com

Die Uhr ist nach IP68 wasserdicht, doch man sollte sie lieber nicht im Becken anhaben. Regen stellt keine Gefahr dar. Die Ticwatch Pro ist mit 4 GB Flash-Speicher ausgestattet. Angeblich sollte es in den Staaten ein Modell mit LTE inklusive geben, was heißen würde, dass der Nutzer sein Handy zuhause lassen könnte. Diese Information ist jedoch nicht bestätigt.

Bei einer Auflösung von 400 x 400 Pixeln und der Wear OS von Google ist die Ticwatch Pro keine Ausnahme unter den Smartwatches, doch sie überzeugt mit dem doppelten Display und einer längeren Akkulaufzeit. Zunächst ist sie für Amazon Prime-Abonnenten verfügbar und kostet 250 Euro.

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Photo by Mobvoi.com

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Garmin Fenix 5 im Test: Es geht auch ohne Touch-Display

Garmin Fenix 5 im Test (Image by Jonathan Kemper)

In den letzten Monaten hatte ich die Garmin Fenix 5 fast rund um die Uhr am Handgelenk. Die Sportuhr mit Smartwatch-Features wurde auf der diesjährigen CES in Las Vegas vorgestellt und soll alle Bedürfnisse des Technik-Enthusiasten und Teilzeit-Sportlers befriedigen. Ich bin zwar nur in einer dieser beiden Zielgruppen, trotzdem lest ihr hier meine Erfahrungen im Test.

Kein Touchscreen – ist aber auch nicht schlimm

Eigentlich dachte ich, ich hätte mich vor dem Test der Garmin Fenix 5 umfassend mit der Smartwatch beschäftigt. Als sie dann bei dem ersten Anschalten jedoch nicht auf meine Touch-Eingaben auf dem Display reagierte, war ich überrascht. Tatsächlich besitzt die Fenix 5 überhaupt keinen berührungssensitiven Bildschirm. Die komplette Steuerung erfolgt über die fünf Knöpfe – zwei rechts und drei symmetrisch angeordnet auf der linken Seite. Das klingt unübersichtlich und kompliziert, ist jedoch in Kürze intuitiv zu erlernen.

Der obere Knopf auf der rechten Seite hebt sich dank einer roten Umrandung optisch etwas von den anderen ab und ist der „Ok“-Knopf. Bei längerem Drücken startet er zudem die Sportartauswahl beim Aufzeichnen einer Aktivität. Darunter befindet sich der „Zurück“-Button, der funktioniert, wie man es erwartet. Auf der anderen Seite befinden sich die Tasten für Licht sowie „hoch“ und „runter“. Diese Aufteilung ergibt durchaus Sinn. Denn während der Knopf fürs Licht die Beleuchtung des Displays für kurze Zeit an- und wieder ausschaltet, lässt sich mit den unteren beiden schnell durch die Navigation blättern. Hat man die einzelnen Funktionen der Buttons mal vergessen oder kann sie sich am Anfang nicht so schnell einprägen, gibt es in der Lünette dezent eingravierte Beschriftungen.

Style für das Geld

Die Klassifizierung der “Sportuhr” hat irgendwie einen faden Beigeschmack und klingt nach funktionaler, aber keinesfalls hübscher Technik. In meinen Augen stimmt das bei der Garmin Fenix 5 aber absolut nicht. Mehrmals wurde ich auf sie von Freunden und Bekannten angesprochen, denn sie macht echt was her. Die metallisch etwas glänzende Lünette ist mit fünf kleinen Schrauben am Body befestigt. Auf der Innenseite gibt es feine Zeiger für analoge Watchfaces. In der günstigsten und der hier ausprobierten Variante wird die Garmin Fenix 5 mit einem Silikonarmband ausgeliefert, das ausgesprochen bequem ist. Das Metallarmband schlägt mit einem Aufpreis von 150 Euro zu Buche. Dank des QuickFit-Verschlusses lassen sich jedoch auch Bänder von Drittherstellern anklemmen, die teilweise schon für wenig Geld zu bekommen sind.

Die Garmin Fenix 5 hat eine Dicke von rund 15 Millimetern, wirkt aber selbst an meinen schmächtigen Handgelenken keinesfalls überdimensioniert. Zudem ist sie auch 24 Stunden am Tag gut tragbar, trotz der Maße. Selbst in der Nacht habe ich sie nicht abgenommen und hatte beim Schlafen keine Probleme – wollte ich doch auch morgens auf den äußerst effektiven Vibrationswecker vertrauen – nur vorm Duschen habe ich sie entfernt. Das Standardmodell Fenix 5 ist lediglich mit 47 Millimetern Durchmesser erhältlich. Während das Schwestermodell Garmin Fenix 5S 42 Millimeter misst, weist das Topmodell 5X 51 Millimeter Durchmesser auf.

Garmin Fenix 5
Image by Jonathan Kemper

Garmin Fenix 5 – Wie smart denn jetzt?

Ist die Garmin Fenix 5 nun eine Sportuhr oder doch eine Smartwatch? So ganz will Garmin vom smarten Areal nicht ablassen. Denn es gibt einen “Appstore”, der über die zugehörige Connect-App erreicht wird. Dieser ist mehr schlecht als recht optimiert und leitet auf eine Webseite weiter. Bei “Connect IQ” finden sich unter den über 1.000 Anwendungen (zum Vergleich: Die Apple Watch besaß ein halbes Jahr nach Veröffentlichung schon über 10.000) hauptsächlich neue analoge Watchfaces, teilweise mit einem erweiterten Funktionsumfang wie Wettervorhersage oder Sonnen- und Mondaufgang. Und wirklich optisch ansprechend sind davon nur die wenigsten.

Das Display wirkt allgemein sehr bläulich. Es ist nach Anschalten der Hintergrundbeleuchtung in der Sonne problemlos ablesbar. Von Haus aus sind Features wie Musiksteuerung des Smartphones vorinstalliert, die bei Spotify und Google Play Musik meistens funktionierten. Schicke Anzeigen wie das aktuelle Coverart dürft ihr aber nicht erwarten. Im besten Falle kannst du den kompletten Songtitel ablesen. Benachrichtigungen werden ebenfalls weitergeleitet. Nachrichten von WhatsApp, Facebook oder Twitter können also direkt auf der Uhr gelesen werden. So könnt ihr mit einem Blick entscheiden, ob es sich jetzt wirklich lohnt, das Smartphone für eine Antwort aus der Tasche zu ziehen.

Garmin Fenix 5
Image by Jonathan Kemper

Zwo, eins, ab: Auch fit im Wasser

Extra für den Test der Garmin Fenix 5 ging es dann auch ins kühle Nass. Und dort konnte sich die massive Uhr beweisen. Das Tracking über ein rund eineinhalb-stündiges Training (also Bahnen ziehen, nicht planschen) funktionierte bis auf 25 Meter genau. Die Uhr kam allerdings nicht mit dem Schwimmstilwechsel von Rücken auf Kraul klar, weil die Armbewegungen sich hier ähneln. Möglicherweise bekam der Bewegungssensor diese Änderung nicht mit. Auf drei geschwommene Kilometer (120 Bahnen) ist die Genauigkeit aber durchaus ausreichend.

Durch das hohe Gewicht der Uhr von 85 Gramm ist sie ergonomisch gesehen für den Schwimmsport leider nicht optimal. Zu viel Spiel zwischen Gelenk und Uhr sorgt dafür, dass die Garmin Fenix 5 bei jedem Armzug gegen die Handrückseite schlägt. Das kann nerven, im schlimmsten Fall sogar weh tun. Leichtere Fitness-Tracker wären für diese Sportart also vielleicht besser geeignet. Die Fenix 5 besitzt neben dem fürs Schwimmbad als eine der wenigen Watches ein eigenes Sportprofil für Schwimmen im Freiwasser oder einen Triathlon.

Vollblutsportler sind mit der Garmin Fenix 5 gut beraten, da sie auch als Hub für weiteres Zubehör fungiert. Es gibt beispielsweise einen Golfschwungsensor, einen Fahrrad-Leistungsmesser oder einen Brustgurt für eine noch genauere Herzfrequenzmessung.

Garmin Fenix 5
Image by Jonathan Kemper

Fazit und Alternativen

Als “GPS-Multisport-Smartwatch”, wie der Schweizer Hersteller sie selber nennt, richtet sich die Garmin Fenix 5 vor allem an vielseitige Sportler, die jedoch auch im Alltag mit wenigen smarten Features beglückt werden wollen. Dreht ihr nur hin und wieder eine Runde um den Block, ist die Fenix mit einem Preis von aktuell 700 Euro viel zu überdimensioniert.

Eine Smartwartch ist die Garmin Fenix 5 in dem Sinne nicht, sondern vielmehr eine sehr potente, zukunftssichere und ausdauernde Sportuhr. Wenn ihr jedoch nach einer smarten Uhr mit ein paar Sportfeatures sucht, die sich jedoch ebenfalls mit dem iPhone wie mit Android-Smartphones versteht, seid ihr vielleicht mit der Samsung Gear S3 gut beraten. Die Gear S3 ist zudem stoßsicher und wasserdicht, kostet jedoch eine ganze Ecke weniger.

Wenn euch die smarten Aspekte wie Musiksteuerung oder ein Appstore schon zu viel sind, ihr aber einen schlanken Begleiter für Sporteinheiten euer Eigen nennen wollt, ist ein Tracker eine gute Alternative. Wir haben die besten dieser Kategorie in einer Übersicht zusammengefasst.

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Images by Jonathan Kemper


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Apple Watch 3 mit LTE: Das Telefon fürs Handgelenk im Test

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Händler waren skeptisch, ob genügend Menschen eine Apple Watch 3 mit LTE möchten. Doch der Erfolg gibt Apple recht. Vor allem wegen der Nachfrage nach der Cellular-Variante ist die dritte Generation der Computeruhr laut Marktforscher Canalys derzeit ein Kassenschlager. Im dritten Quartal 2017 verkaufte Apple demnach 3,9 Millionen Apple Watches, davon 800.000 mit LTE-Chip. Damit ist der Tech-Gigant aus Cupertino abermals der erfolgreichste Wearable-Hersteller und die Apple Watch die populärste Computeruhr-Serie. Ohne Smartphone-Zwang telefonieren und Apple Music streamen zu können, trifft offenbar einen Nerv bei den Nutzern. Wie praktisch die Entfesselung vom iPhone im Alltag ist, habe ich anhand der Sport-Variante mit Aluminiumgehäuse und 38-Millimeter-Display getestet.

Telefonie an der Apple Watch 3 mit LTE einrichten

Geht es nur um die Optik, sind die Neuerungen der dritten Watch-Generation vernachlässigbar. Dass das schicke und hochwertige Gehäuse um einen Bruchteil dicker ist und die Krone eine rote Deckplatte hat, entdecken nur Kenner. Die wichtigste Neuerung ist für das Auge hingegen unsichtbar.

Im Gehäuse der Apple Watch 3 mit LTE ist eine sogenannte eSIM-Karte fest verbaut. Dadurch kann sie sich selbst dann ins Mobilfunknetz einwählen, wenn sie vom iPhone entkoppelt ist. Aber einen Handyvertrag brauchen Nutzer der Apple Watch 3 mit LTE hierzulande trotzdem. Und zwar zwingend einen von der Deutschen Telekom. Gemäß einer Exklusivvereinbarung mit Apple darf nur dieser Provider in Deutschland die eSIM für die Smartwatch freischalten.

Wer wie ich die Apple Watch 3 mit LTE online bei der Telekom bestellt hat, erhält die nötigen Zugangsdaten gleich mitgeliefert. Daher war die Einrichtung in wenigen Minuten erledigt. Watch mit dem iPhone koppeln, Aktivierungsprozedur der eSIM folgen, fertig.

Apple Watch 3 mit LTE
Der rote Punkt auf der Krone ist die markanteste optische Neuerung. Image by Berti Kolbow-Lehradt

So ganz ohne iPhone kommt die Apple Watch 3 mit LTE letztlich noch nicht aus. Denn mit einem anderen Mobilgerät außer einem iPhone 6 oder jünger gelingt die Aktivierung der eSIM nicht. Außerdem teilt sich die Watch mit dem iPhone die gleiche Mobilfunknummer. Bei der eSIM-Lösung der Telekom handelt es sich nämlich um eine MultiSIM-Karte. Sie wird zum Hauptvertrag als Option dazu gebucht und zerrt vom gleichen Datenvolumen wie das iPhone. Das ist insofern praktisch, als dass ihr nur eine Rechnung erhaltet, egal ob ihr mit einem iPhone, einem iPad oder eben der Apple Watch Daten verbraucht.

Für die eSIM-MultiSIM-Karte berechnet die Telekom derzeit aktionsweise die ersten sechs Monate nichts. Danach werden 4,95 Euro monatlich fällig. Es sei denn, eine oder zwei MultiSIM-Karten zählen ohnehin zu den Inklusivleistungen eures Telekom-Vertrags. Bei sehr teuren Tarifen ist das der Fall.

Tolle Sprachqualität

Anrufe zu führen und entgegenzunehmen erlaubt zwar schon die Apple Watch Series 2. Allerdings dient sie dann nur als Nebenstation des iPhone. Die eigentliche Verbindung baut Apples Mobiltelefon auf. Nicht nur deswegen konnte mich die zweite Modellgeneration als vollwertige Telefonie-Option nie überzeugen. Auch die bisweilen schlechte Sprachverständlichkeit vermieste mir so manches Gespräch. Das ist bei der Apple Watch 3 mit LTE nun anders.

Bei der Cellular-Variante der dritten Watch-Generation hat Apple die Sprachverständlichkeit drastisch verbessert. Zum Test versetze ich das iPhone in den Flugmodus und schalte bei der Apple Watch 3 das WLAN aus. Lediglich der Mobilfunk bleibt auf der Uhr aktiv. Über alle Durchläufe hinweg verstehen mein Gegenüber und ich mich einwandfrei. Keine abgehakten Sätze mehr wie noch bei der Apple Watch 2. Das Gesagte kommt deutlich rüber. Der Lautsprecher überzeugt mit klarem Klang und guter Lautstärke. Welchen Beitrag Apples ausgefeiltes Antennendesign zur Übertragungsqualität leistet, kann ich nicht überprüfen. Die Empfangs- und Sendeeinheit steckt direkt im Display, was eine Besonderheit darstellt.

Die Apple Watch 3 mit LTE ist praktisch für alle, die gern erreichbar sein möchten, ohne das iPhone dabei haben zu müssen. Jedoch als vollwertiges Kommunikationsgerät kann die Computeruhr ein ausgewachsenes Smartphone nicht ersetzen. Denn leider hat Apple nichts am Bedienkomfort geändert. Das Menü der Telefon-App ist in der aktuellen Betriebssystemversion von watchOS genauso fummelig wie beim vorherigen Modell. Auf dem 38-Millimeter-Display eine Nummer mit dem Ziffernblock zu wählen ist umständlich und anfällig für Vertipper. Idealerweise rufen Nutzer also nur eingespeicherte Nummern aus dem Kontaktbuch oder per Siri-Kommando auf.

Keine Messaging-Alternative zum iPhone

Als E-Mail- und Messaging-Gerät taugt die Apple Watch 3 mit LTE nur in eine Richtung. Natürlich können Nutzer über die LTE-Verbindung selbst dann Nachrichten empfangen, wenn das iPhone nicht gekoppelt ist. Das klappt auch ziemlich gut. Doch das Antworten ist umständlich. Die vorgefertigten Satzbausteine, Emojis oder die Spracheingabe genügen nur zum Erstellen kurzer Nachrichten. Längere Antworten lassen sich viel schneller und fehlerfreier mit dem iPhone texten. Selbst wenn Apple auch in der Watch eine Software-Tastatur integrieren würde, wäre diese angesichts der geringen Displayfläche kaum praxistauglich.

Apple Music ohne iPhone streamen

Weil ihr über die Mobilfunk-Verbindung nicht nur telefonieren, sondern ebenfalls aufs Internet zugreifen könnt, eignet sich die Apple Watch 3 mit LTE auch prima fürs Musik-Streaming. Zum Marktstart war nur das Abspielen von vorher per iPhone überspielter Musik möglich. Seit dem Update auf watchOS 4.1 haben Abonnenten von Apple Music eine viel größere Auswahl. Nun können sie den ganzen Katalog von Apples eigenem Musikdienst streamen, inklusive dem Radioangebot von Beats 1.

Was großartig klingt, erweist sich in meinem Test als noch nicht zu Ende gedacht. In der Musik-App kann ich als Apple-Music-Abonnent über Schaltflächen aus meiner gesamten persönlichen Mediathek wählen. Das umfasst alle Songs, Alben, Künstler und Playlists, die ich bislang zu meiner Sammlung hinzugefügt habt.

Apple Watch 3 LTE
Die Apple Watch 3 mit LTE ist ideal fürs Joggen, wenn man das iPhone nicht dabei haben möchte.

Möchte ich neue Musik hören, die nicht Teil meiner Mediathek ist, kann ich sie per Siri-Sprachbefehl abspielen lassen. Doch anders als bei iPhone, iPad, Apple TV oder Mac, kann ich nicht in einer grafischen Oberfläche durch den Katalog stöbern. Das ist unpraktisch, zumal es Siri im Test immer wieder schwerfällt, meine englische Aussprache zu verstehen. Weil sie unter „Looking for Frieden“ oder ähnlichem Kauderwelsch keine Treffer findet, bleiben meine Musikwünsche oft unerfüllt.

Um neue Musik zu euer Sammlung hinzufügen, nutzt ihr daher am besten weiterhin ein anderes Apple-Gerät. Wer ein kuratiertes Radioprogramm bevorzugt, hat es leichter. In den Senderlisten der Radio-App zu blättern, ist ein Leichtes. Sofern ich mich auf meine bestehende Mediathek beschränke oder Apples vorkonfektionierte Radio-Playlists höre, funktioniert das Streaming von Apple Music auf der Apple Watch 3 mit LTE ausgezeichnet.

Abo, Daten, Bluetooth-Kopfhörer: Was ihr fürs Streaming braucht

Neben einem Abo für Apple Music ab 9,99 Euro solltet ihr auch über einen Handyvertrag verfügen, der ein üppiges Datenkontingent beinhaltet. Alternativ könnt ihr auch die Telekom-Option StreamOn für 9,95 Euro hinzu buchen. Damit könnt ihr Apple Music und andere Streaming-Angebot nutzen, ohne dass der Traffic auf das Datenvolumen angerechnet wird.

Außerdem spielt die Apple Watch keine Musik über Lautsprecher ab, sondern verlangt nach Bluetooth-Kopfhörern. Sind noch keine verknüpft, fragt die Musik-App nach den Apple AirPods. Ihr müsst aber nicht Apples hauseigenes Kopfhörer-Modell verwenden, sondern könnt auch jedes beliebige andere Lauscherpaar koppeln. Dazu geht ihr mit der Krone in die App-Übersicht, öffnet die Einstellungen und wechselt dort in den Bluetooth-Eintrag. Das Pairing mit dem Kopfhörer-Modell Jaybird Run gelingt mir dort im Test auf Anhieb.

Apps gehen schneller auf, Akku schneller leer

Äußerlich unterscheidet sich die Apple Watch 3 kaum von der Vorgängerin. Unter der Haube hat Apple hingegen die Rechenhardware kräftig getuned. Die aktuelle Generation von Apples hauseigenem Prozessor namens S3 sorgt mit einem schnelleren Dual-Core-Prozessor für deutlich kürzere Ladezeiten bei App-Starts. Anwendungen wie Feedly, Instagram, DB Navigator oder Runtastic benötigen zum Öffnen einige Sekunden weniger als mein Exemplar der Apple Watch 2. Zwar soll die Rechenkonfiguration auch für eine flüssigere Grafikdarstellung sorgen, doch in diesem Punkt erkenne ich keine spürbaren Vorteile. Die Apple Watch 3 harmoniert sehr gut mit dem watchOS-Betriebsystem in Version 4.1. Das tut das Vorgängermodell aber auch.

Schnellere Hardware und das großzügige Angebot an Funkverbindungen fordern ihren Tribut beim Energieverbrauch. LTE, WLAN und GPS sind so stromhungrig, dass ich die Cellular-Variante der Apple Watch 3 zwingend jeden Abend an der Ladestation auftanken muss. Lasse ich das iPhone liegen und nutze ausschließlich die Computeruhr, erhöht sich der Verbrauch noch. Hingegen mit der Vorgängergeneration sind 1,5 Tage ohne Steckdosenkontakt bei mir die Regellaufzeit.

Neues Armband Sport Loop

Zusätzlich zum herkömmlichen Sportarmband hat Apple mit der dritten Watch-Generation nun ein Modell namens „Sport Loop“ eingeführt. Bei meinem Exemplar der Apple Watch 3 habe ich mich für den Armband-Neuzugang entschieden. Wie unterscheidet er sich von der Standard-Variante?

Apple Watch 3 Sport Loop
Das Sport Loop Armband ist weicher und atmungsaktiver als das herkömmliche Sportarmband. Image by Berti Kolbow-Lehradt

Statt aus weichem Kunststoff besteht das Sport-Loop-Modell aus einem weichen Stoffgewebe. Am Handgelenk befestigt ihr es mit einem Klettverschluss statt mit einem Druckknopf. Wie schmutzanfällig der Klettmechanismus ist, wird sich erst über die Zeit zeigen. Als One-Size-Modell konzipiert, lässt sich das Band in seiner Länge über eine Schlaufe verstellen. Dadurch ist es leichter an den Umfang des Handgelenks anzupassen. Schließlich müsst ihr euch nicht für eine kleinere oder größere Armbandöffnung entscheiden.

Das Sport-Loop-Modell ist atmungsaktiver als die Standard-Variante und klebt daher nicht so schnell schweißnass auf der Haut. Leider geht die Funktion zulasten des Designs. Zumindest meine „muschelgraue“ Farbvariante sieht kein bisschen schick aus, sondern bricht mit dem edlen Look des Uhrengehäuses aus Metall.

Fazit: Apples beste Computeruhr bietet ein bisschen mehr Freiheit

Die Apple Watch 3 mit LTE ist sinnvolle Modellpflege und erweitert die ohnehin schon vorzügliche Smartwatch um einen unabhängigen Telefon- und Internetzugang. Das ist attraktiv für alle Nutzer von Apple-Computeruhren, die ein iPhone beim Sport zu sperrig finden, aber trotzdem erreichbar sein und unterhalten werden möchten. Die Sprachqualität beim Telefonieren und das Musik-Streaming mit Apple Music sind auf hohem Niveau. Als Kommunikations- und Entertainment-Gerät hat die Apple Watch daher an Wert gewonnen.

Vollständig emanzipieren kann sie sich nicht. Denn allein die Einrichtung und die Verfügbarkeit einer Mobilfunknummer setzen weiterhin ein iPhone mit Vertrag voraus. Und weil sich zwar Kontaktdaten nutzen, Nachrichten lesen und Songs hören aber nicht editieren lassen, bleibt die Watch auch weiterhin letztlich nur eine Verlängerung eines Mobiltelefons.

Apple Watch 2 und Apple Watch 3
Die Apple Watch 3 (rechts) ist minimal dicker als die Vorgängerin. Image by Berti Kolbow-Lehradt

Wer außerdem schon aus Gewohnheit nie mehr ohne iPhone das Haus verlässt, kann getrost zur Variante ohne LTE greifen. Auf diese Weise sparen sich Nutzer Akkufresser und etwas Geld. Denn neben dem Aufpreis von 80 Euro für die Cellular-Version fallen je nach Handytarif auch 4,95 Euro monatlich für die eSIM-Karte an.

Die Apple Watch 3 mit LTE ist als Variante mit Sport-Loop-Armband und Aluminiumgehäuse im Apple Store ab 449 Euro (38-Millimeter-Display) bzw. ab 479 Euro (42-Millimeter-Display) erhältlich.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Applepiloten.


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Softe Hardware: Der smarte Schal „SKARV“

SKARV (Image by Lisa Kneidl)

Seit geraumer Zeit „schmücken“ sie schon die Handgelenke der Technik-Enthusiasten von nah und fern, überwachen unseren Schlaf und zählen unsere Schritte. Nicht etwa der dystopische Big Brother, nein – Gadgets wie Smartwatches oder Fitness-Armbänder sind schon längst im öffentlichen Interesse und Gebrauch angekommen.

Das sogenannten „Wearable“ ist kein gänzliches neues Konzept. So zählt beispielsweise der Walkman schon seit dem Jahr 1979 zur tragbaren Technologie, Hörgeräte und andere technische Hilfsmittel sind bei vielen Mitmenschen im täglichen Gebrauch. In jüngster Zeit hat sich das Konzept aber vor allem durch Unternehmen wie Google mit seinem als gescheitert geltendes Experiment Google Glass oder durch den Technologie-Platzhirsch Apple und deren Apple Watch wieder verstärkt ins öffentliche Interesse befördert.

Subtilität ist einer der primären Faktoren für das Durchsetzungsvermögen von tragbarer Technologie und ein Aspekt, an dem schon die Google Glass durch ihr ausgeprägtes Design scheiterte. Denn das ist der Key-Aspekt: Wearables müssen auch wirklich von jedem getragen werden wollen – nicht nur vom fancy IT-Enthusiast aus dem Silicon Valley. Und deshalb soll jetzt auch unsere Kleidung intelligent werden.

SKARV – das erste Social Wearable

denkwerk Montage (Images by Lisa Kneidl)

In der Kölner Filiale der Multimedia-Agentur denkwerk habe ich den SKARV ausprobiert. Der SKARV ist ein smarter Schal, der durch zwölf ultraflache Vibrationsmotoren Impulse an den Hals des Trägers abgibt und so menschliche Berührung simulieren soll. Gesteuert wird das Ganze mit einer eigens entwickelten iOS-App.

Mit ihr kann man die Impulse in Mustern abgeben, was ich dann auch am eigenen Leib testen durfte. Zugegeben, ich war anfangs skeptisch – ein Schal, der so etwas Intimes wie eine Berührung nachstellen soll, kann und soll es so etwas geben? Und wozu brauchen wir tragbare Technologien mit solchen Funktionen überhaupt?

Beim SKARV wird ganz auf das soziale Miteinander gesetzt. Deshalb geht es nicht einfach nur um ein „Ego Wearable“, das unsere körpereigene Fitness und unseren Schlaf misst, sondern um ein sogenanntes „Social Wearable“. Ein ziemlich dehnbarer Begriff, wie ich finde. Für die denkwerker soll der Schal das Teilen von Inhalten und Emotionen mit Freunden und Familie in den Vordergrund stellen.

Von der Idee zum Produkt

SKARV Montage (Images by Lisa Kneidl)

Jeden Sommer wird der sogenannte „Summer of Thinx“ veranstaltet. Hier werden Praktika an eine Handvoll internationaler Bewerber vergeben, die an einem Projekt arbeiten, das dann schließlich von denkwerk verwirklicht wird. So ist während des zweiten Summer of Thinx im Jahr 2015 der SKARV entstanden. „Thinx soll keine Gadgets auf den Markt bringen, sondern ist ein Tool mit viel Raum zum Experimentieren.“, erzählt mir Motion Director Gregor Kuschmirtz. Er und seine Kollegin Alina Schlaier, Creative Director im denkwerk Köln, sind es auch, die mich empfangen und herumführen.

Hergestellt wird der SKARV im Textiellab in Holland, wo auch schon Adidas und Gucci ihre Innovationen getestet haben. Der Schal wird hier aus nachhaltigem Garn im 3D-Verfahren gestrickt. Im fertigen Schal befindet sich dann ein Tunnel, in den die Motoren und der Akku eingesetzt werden können und sich so von hinten um den Hals legen. Der Akku wird dann per Micro-USB geladen und die Kommunikation zwischen Schal und Smartphone läuft über Bluetooth.

Wie tragbar ist das Wearable?

Der Schal unterscheidet sich vom Tragegefühl nicht von einem herkömmlichen Schal. Die eingenähte Tasche mit den Motoren ist tatsächlich sehr unscheinbar und kann sowohl von außen nicht gesehen, als auch von innen fast nicht gefühlt werden. Ich hatte von den Impulsen auch direkt eine Intensität wie bei einem dieser Teleshopping-Massagegeräten erwartet – also eher unangenehm – aber war von der tatsächlichen Subtilität der Impulse überrascht. Die denkwerklerin mit dem Smartphone hat also Befehle an die App abgegeben – die Motoren sind im Interface als Kreis dargestellt und können dadurch gesteuert werden – die dann direkt an den Schal per Bluetooth übertragen wurden.

Alina betonte zudem, dass rund 20 Prozent der SKARV-Tester den Sinneseindruck aber ablehnen, eine solch menschenähnliche Berührung sei zu befremdlich. Für mich war die „Berührung“ durch den Schal tatsächlich angenehm und nicht störend oder ähnliches. Ob man die Impulse tatsächlich für eine menschliche Berührung halten könnte, bezweifle ich aber. Das Wissen, dass es von Motoren ausgeht, schwingt dann doch immer mit.

Wann tragen wir alle schlaue Schals?

Ich war von der unauffälligen Erscheinung des SKARV überrascht und beeindruckt. Der Tragekomfort ist hoch und auch von außen würde man nie auf die Idee kommen, ein Wearable vor sich zu haben. Auch den Ansatz eines „Social Wearable“ finde ich grundsätzlich spannend, aber nicht unbedingt durchsetzungsfähig. Vielfältige Möglichkeiten für den Einsatz der im SKARV verbauten Technologie gibt es aber definitiv. So könnte sie beispielsweise im Gaming Verwendung finden – über die Motoren könnten in Multiplayer-Spielern Impulse wie Richtungen oder andere Team-Kommandos übermittelt werden. Möglichkeiten gäbe es auch bei der Navigation – man stelle sich einen Gürtel oder Schuhe mit ähnlichen Motoren wie im SKARV vor, die Richtungsimpulse der Navigations-App auf dem Smartphone abgeben, ohne dass man dieses aus der Tasche holen müsste.

Noch ist der SKARV ein Prototyp und geht noch nicht in die Massenproduktion. Ich könnte mir durchaus vorstellen, ihn zu kaufen, aber nicht als „social“ sondern doch lieber als „Ego-Wearable“, um mich und meine Aktivität zu messen oder mir im Alltag behilflich zu sein. Vielleicht ist die Gesellschaft – und ich selbst natürlich – noch zu leistungs- und nutzungsorientiert, um auf eine so einfühlsame Konzeptidee anzuspringen. Es bleibt spannend, wie die Modeindustrie das Konzept der smarten Kleidung aufgreifen wird. Alina meint dazu: „Die Fashion-Industrie wird in fünf oder zehn Jahren ihr blaues Wunder erleben, weil sie die komplette Digitalisierung verschlafen!”. Der intelligente Schal wird uns vielleicht beim Aufwachen helfen – oder zumindest sanft wachstreicheln.


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FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

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  • AV t3n: Sicherheitsrisiko Antivirus-Software: Selbst populäre Apps hebeln HTTPS aus: Ein Team aus Sicherheitsforschern von Google, Mozilla, Cloudflare und zahlreichen Universitäten hat eine umfangreiche Studie mit dem Thema „Der Einfluss von HTTPS-Überwachung auf die Sicherheit“ veröffentlicht. In dieser wird untersucht, in welchem Umfang HTTPS-Interception erfolgt und wie diese sich auf die Sicherheit auswirkt. Im Laufe der Studie haben die Forscher populäre Antivirus-Software getestet. 13 der 29 untersuchten Anwendungen haben sich dabei in die verschlüsselten Verbindungen eingeklinkt und ein neues Root-Zertifikat installiert. Darüber hinaus konnten die Forscher bei diversen Anwendungen, die eigentlich einen Schutzauftrag haben, teils massive Sicherheitsprobleme nachweisen.< p>

  • GOOGLE-KI Zeit: Google Brain erschafft Porträts aus ein paar Pixeln: Google Brain lässt wieder einmal künstliche Intelligenzen (KI) halluzinieren. Dieses Mal geht es nicht darum, fantastische Kreaturen in Bildern zu erkennen, wo keine sind. Sondern darum, realistische Details in Bilder hineinzuinterpretieren, wo es keine gibt. Aus bloß acht mal acht Pixeln machen die Forscher der KI-Abteilung im Mutterkonzern Alphabet zum Teil erstaunlich echt wirkende Bilder, selbst von menschlichen Gesichtern. Wie erstaunlich, zeigen diese Beispiele:

  • INTERNET Welt: Laser-Drohnen sollen abgelegenen Orten Internet bringen: Hinter dem Drohnenprojekt Aquila steckt der Tech-Konzern Facebook, dessen Chef mit seiner Initiative Internet.org Menschen in ärmeren Ländern und abgelegenen Regionen ans Netz anschließen möchte. Insgesamt vier Milliarden Menschen seien bislang ohne Internetzugang, predigt Mark Zuckerberg. Für seinen Plan benötigt er Drohnen wie Aquila, die eines Tages mit Solarantrieb für eine längere Zeit in der Luft bleiben sollen – und so die Leute aus der Luft mit Internet versorgen. Zuckerberg ist mit diesem Plan nicht allein: Firmen wie Google, SpaceX oder One Web tüfteln ebenfalls seit einigen Jahren an Ballons, Drohnen und Satelliten zur Internetversorgung. Für ihr Vorhaben sind die Unternehmen vor allem auf Lasertechnik angewiesen, die die Daten auf die Erde übertragen soll.

  • ANDROID heise: Android Wear 2.0 und neue Smartwatches veröffentlicht: Nachdem es um Android Wear in den letzten Monaten eher ruhig war, hat Google jetzt die Version 2.0 des Smartwatch-Betriebssystems und auch gleich zwei neue Uhren von LG veröffentlicht. Grundsätzlich wird Android Wear 2.0 einen neuen Look und ein auf die kleinen Uhren-Displays besser zugeschnittenes Bedienkonzept mitbringen: Die Krone der Uhren bekommt eine Funktion ähnlich wie bei der Apple Watch; sie ruft den App Drawer auf. Ebenfalls mit an Bord ist der von den Pixel-Smartphones bekannte Google Assistant, der eine umfangreiche Sprachsteuerung bietet. Auch die Abhängigkeit vom gekoppelten Smartphone verringert sich: Diverse Apps können direkt auf den Uhren installiert werden und funktionieren dank der WLAN- oder LTE-Schnittstellen ohne Smartphone.

  • AR chip: IKEAs smarter Küchentisch: So sieht die Zukunft aus: IKEA entwirft frei nach dem Motto „Die besten Partys finden immer in der Küche statt“ in Zusammenarbeit mit Ideo den Küchentisch der Zukunft. Durch Augmented Reality unterstützt, werden Sie durch jedes noch so aufwendige Rezept begleitet. Das Konzept-Video dazu sieht atemberaubend aus. Die AR-Technik unterstützt Sie auch beim Backen und Kochen, denn der smarte Tisch kann die Zutaten-Menge abmessen. Zudem bietet ein verbautes Induktionskochfeld verschiedene Zonen – damit ist von Frittieren bis Blanchieren alles möglich. Dabei werden Temperatur und Kochzeit direkt auf Topf und Pfanne projiziert. Doch das Induktionsfeld kann noch mehr: Mit der richtigen Ladetechnologie lädt es sogar mobile Geräte wie Smartphone.

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  • TECHNOLOGIE Süddeutsche: Rauchmelder und Überwachungskameras von Google: Die Firma Nest, eine Tochter des Unternehmens Alphabet, unter welchem Namen der Konzern hinter der Suchmaschine Google seit Sommer 2015 firmiert, entwickelt Produkte für den Smart-Home-Markt. Auch bei uns in Deutschland sollen jetzt ein smarter Rauchmelder sowie eine Überwachungskamera eingeführt werden. Auf seiner Internetseite wirbt der Hersteller damit, dass durch die Überwachung schon Einbrüche verhindert werden konnten bzw. dass das aufgezeichnete Material hinterher bei der Aufklärung der Diebstähle half. Kunden in Deutschland haben vor allem Angst um die sensiblen Daten, die solche Geräte aufzeichnen können, obwohl gut die Hälfte von 1000 Teilnehmern einer Befragung sich vorstellen kann, einen smarten Assistenten zu Hause zu betreiben.

  • WIKILEAKS Spiegel: Obama lässt Whistleblowerin Chelsea Manning im Mai frei: Der US-amerikanische Noch-Präsident Barack Obama hat die Whistleblowerin Chelsea Manning begnadigt. Sie war zu einer 35-jährigen Haftstrafe wegen Spionage und Verrats verurteilt worden, nachdem sie 700.000 vertrauliche Dokumente über die US-Armee und Diplomaten an die Enthüllungsplattform WikiLeaks weitergegeben hatte. Nun ist ihre Entlassung aus der Haft für den 17. Mai 2017 geplant. Julian Assange, Sprecher der Enthüllungsplattform WikiLeaks, hatte sich vor einer Woche zur Auslieferung in die USA bereit erklärt, falls Manning begnadigt werden sollte. Das Weiße Haus betonte, es gäbe keinen Zusammenhang zwischen diesem Zugeständnis und der Haftmilderung Mannings.

  • FAKE NEWS HORIZONT: Döpfner: „Fake News sind überbewertet“: Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender des Medienkonzerns Axel Springer, hält die Aufregung um Fake News für übertrieben. Fake News gäbe es, seit es Journalismus gibt. Durch die wachsende Bedeutung von Social-Media-Angeboten wie Facebook würden diese lediglich sehr transpartent. Döpfner hält die Diskussion über den Umgang mit den Falschmeldungen dennoch für hilfreich, da sie aufzeige, dass eine vertrauenswürdige Quelle ein Wert an sich sei. Der Vorstandsvorsitzende äußerte sich auf der Internetkonferenz DLD in München zu dem Thema.

  • ANDROID golem: Neue Smartwatches von LG: Anfang Februar wird LG die ersten Smartwatches mit der Smartwatch-Software Android Wear 2.0 vorstellen. Eines der Geräte wird mit LTE ausgestattet sein und wird über einen leistungsfähigen Akku verfügen. LG wird zwar der Hersteller sein, dennoch werden die Smartwatches unter der Marke Nexus zum Verkauf angeboten werden. Features, über die die vernetzten Uhren verfügen werden, sind außerdem WLAN, Bluetooth, GPS und NFC. Google Assistant, den Nachfolger von Google Now, wird es darüber hinaus auf beiden Geräten geben.

  • GOOGLE t3n: Google+ als Community-Plattform: Ab dem 24. Januar wird es die klassische Ansicht von Google+ nicht mehr geben. Derzeit besteht noch die Möglichkeit, die Ansicht zu wechseln. Gerüchten zufolge wurde schon vermutet, dass Google das soziale Netzwerk ganz fallen lassen wird. „Nur, weil wir uns vom klassischen Google+ verabschieden, heißt das nicht, dass wir nicht an der neuen Version weiterarbeiten.“, dementierte der Konzern allerdings. Es ist geplant, aus Google+ Stück für Stück eine Community-Plattform zu machen. Mit dem Ende der alten Ansicht bringt Google+ am 24. Januar ein Feature zurück: Mit „Events“ können Nutzer ähnlich wie bei Facebook Veranstaltungen erstellen und dazu einladen. Außerdem zeigt das Portal bei Diskussionen neuerdings nur die besten Kommentare an und versteckt minderwertigere Beiträge.

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  • ADOBE golem: Adobe entwickelt Sprachsteuerung für Bildbearbeitung: „Wie wäre es, wenn Sie einen intelligenten Assistenten bei der Bildbearbeitung hätten?“, fragt Adobe und liefert auch gleich die Antwort in Form eines kleinen YouTube-Videos. Dort sehen wir einen Bildbearbeiter, der einfache Aufgaben mündlich ans Programm delegiert. Noch hat Adobe keine Software veröffentlicht, mit der eine sprachgesteuerte Bildbearbeitung möglich ist. Es ist jedoch gut vorstellbar, dass auch komplexere Änderungen möglich wären.

  • ALPHABET gruenderszene: Alphabet gibt das Drohnen-Projekt Titan auf: Mit der Umwandlung von Google zu Alphabet sind viele Investitionen in andere Geschäftsfelder von Alphabet übernommen oder auch nur notdürftig integriert worden. Jetzt scheint es ein großes Aufräumen zu geben, denn wie Alphabet mittlerweile bestätigt hat, wurde die nächste Abteilung geschlossen: Das Start-Up Titan Aerospace hat den Betrieb und die Entwickler der Drohnen eingestellt.

  • INSTAGRAM t3n: Instagram Stories starten mit Video-Ads: Instagram hat am Mittwoch bekannt gegeben, dass sie in den nächsten Wochen für Instagram-Business-Tools auch Insights starten. Instagram-Profile, die in ein Business-Profil umgewandelt wurden, bekommen damit mehr Einblicke in den Erfolg ihrer Stories. Außerdem bekommen Werbetreibende bald die Möglichkeit, Werbung in Stories zu schalten. 

  • APPLE heise: Apple verliert wichtigen Mac-Produktdesigner angeblich an Tesla: Apple hat offenbar einen weiteren wichtigen Mitarbeiter verloren: Der für die Mac-Entwicklung zuständige Senior Director of Design, Matt Casebolt, arbeitet inzwischen für Tesla als Entwicklungschef für „Schließelemente und Mechanismen“. Der Wechsel sei bereits im Dezember erfolgt. Casebolt hat dem Bericht zufolge zuletzt die Entwicklung des neuen MacBook Pro mit Touch Bar geleitet und war zuvor am neu eingeführten Mac Pro beteiligt. 

  • GOOGLE googlewatchblog: Android Wear 2.0 und die Google-Smartwatches kommen Anfang Februar: Vor knapp drei Jahren hat Google bei dem damaligen Wearable-Trend mitgemacht und hat das Smartwatch-Betriebssystem Android Wear vorgestellt. Nun wurde mit der Version 2.0 der Nachfolger angekündigt. Laut einer E-Mail an Wear-Entwickler wird das neue Betriebssystem Anfang Februar vorgestellt und zur Verfügung stehen. 

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  • TESLA t3n: Tesla: Hardware-Update macht alle neuen Fahrzeuge zu selbstfahrenden Autos: Alle neuen Tesla-Fahrzeuge werden zukünftig mit Hardware für vollautonomes Fahren ausgestattet. Diese beinhaltet zwölf Sensoren, einen Radar und acht Kameras für einen 360-Grad-Blick. Das selbstfahrende System ist allerdings noch nicht ausgereift genug und kann noch nicht genutzt werden, Tesla muss noch viele Testmeilen zurücklegen. 2017 will CEO Elon Musk die neue Technologie mit einer Fahrt von Los Angeles nach New York demonstrieren. Ein Software-Update soll die neuen Modelle dann zu selbstfahrenden Autos machen. Tesla will, dass die Fahrzeuge damit sicherer als mit einem menschlichen Fahrer sind.

  • AMAZON golem: Amazon soll eigenen Internet Service Provider planen: Amazon untersucht den Aufbau eines eigenen Service Providers in Europa. Dadurch könnte das Unternehmen einen Internetzugang zusammen mit Prime Streaming Video anbieten. Der Online-Konzern würde somit in Konkurrenz zu TV-Kabelnetzbetreibern treten, die Internetzugang und das Fernsehprogramm verkaufen. Es gibt noch keine Pläne für den Aufbau eines eigenen Festnetztes, also müsste Amazon als Weiterverkäufer von Internetzugängen in fremden Netzen auftreten. Für das Projekt kommen regulierte Landesmärkte wie Deutschland und Großbritannien in Betracht.

  • SMARTWATCH t3n: Misfit Phase: Neue Hybrid-Smartwatch in klassischem Uhren-Design:
    Der Hersteller Misfit wird Anfang November eine Art Hybrid-Smartwatch auf den Markt bringen. Diese kombiniert das Design einer klassischen Armbanduhr mit smarten Zusatzfunktionen wie z.B. einem Schrittzähler. Die Uhr hält dank einer integrierten Knopfzelle sechs Monate mit einer Akkuladung durch. Außerdem verfügt die Uhr über ein paar interessante Spielereien. Der Nutzer kann beispielsweise per Knopfdruck die Kamera des Smartphones auslösen oder die Musikwiedergabe steuern.

  • APPLE MacLife: Apple: Die meisten Original-Kabel und Netzteile auf Amazon sind Fakes: Ein Händler soll bei Amazon.com gefälschte Apple-Produkte als Originale verkauft haben. Nun geht Apple juristisch gegen den Anbieter vor. Das Unternehmen vermutet, dass knapp 90 Prozent aller als „Original Apple“ klassifizierten Zubehörprodukte bei Amazon.com Plagiate sind. Die Verkäufer deklarierten sie als Originalware, verlangten jedoch deutlich niedrigere Preise als der Hersteller. Apple fordert, dass die Plagiate zerstört werden sollten und verlangt von dem Händler Mobile Star LLC zwei Millionen US-Dollar Schadenersatz für jede Produktkategorie.

  • DEUTSCHE BAHN heise: Deutsche Bahn fixt Schwachstelle im neuen WLAN von ICEs:
    Die Deutsche Bahn hat eine Schwachstelle im neuen WLAN der ICEs geschlossen. Dadurch konnte man den Log-in-Prozess missbrauchen, um z.B. die Position von ICE-Zügen und IP-/MAC-Adressen von Nutzern zu erfahren. Um das Problem zu beseitigen, hat die Deutsche Bahn nach eigenen Angaben ein Software-Update eingespielt und dadurch die Schwachstelle bei allen Zügen behoben.

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  • YAHOO heise: Yahoo leitet Mails wieder weiter: Yahoo ermöglicht es seinen Nutzern wieder eingehende E-Mails an andere E-Mail-Adressen automatisch weiterzuleiten. Der Internetdienstleister hat, die in der vergangenen Woche deaktivierte, automatische E-Mail-Weiterleitung wieder aktiviert. Zuvor war es Anwendern nicht mehr möglich gewesen, neue Weiterleitungen einzurichten. Als Grund für den Wegfall der Funktion hatte Yahoo Wartungsarbeiten angegeben, jedoch legte das Vorgehen den Verdacht nahe, dass es das Abwandern von Nutzern in Folge der Überwachungsaffäre „Yahoo-Gate“ erschweren sollte.
  • GOOGLE t3n: Android Wear 2.0: Zwei neue Google-Smartwatches kommen Anfang 2017: Im Sommer wurde bekannt, dass Google an zwei neuen Android-Wear-Uhren arbeitet, jetzt gibt es neue Informationen dazu. Die Smartwatches kommen im ersten Quartal 2017 auf den Markt und werden das aktualisierte Betriebssystem Android Wear 2.0 haben. Weitere Features sind derzeit nicht bekannt – nur, dass die Wearables den neuen virtuellen Assistenten Google Assistant erhalten. Ursprünglich sollte es sich bei den neuen Android-Wear-Produkten um Nexus-Uhren handeln, doch das Unternehmen zieht auch bei den Wearables seine neue Hardware-Strategie durch. Wie die neue Smartphone-Serie Pixel könnten auch die Smartwatches das Label „Made by Google“ erhalten.
  • SONY golem: Produktionsmenge von Playstation VR soll erhöht werden: Das Virtual-Reality-Headset Playstation VR ist so gut wie überall ausverkauft, nun plant Sony eine Steigerung der produzierten Menge. Bis sich an der Liefersituation etwas ändert, dürfte es aber noch dauern. Das hat Jim Ryan, Chef von Sony Interactive Entertainment Europe, vor einigen Tagen im Gespräch mit CNBC gesagt. Der Manager geht davon aus, dass innerhalb kurzer Zeit mehrere Hunderttausend PS VR einen Käufer finden. Das Marktforschungsunternehmen Superdata Research hatte in einer (allerdings etwas älteren) Prognose sogar den Absatz von bis zu 2,6 Millionen Playstation VR allein bis Ende 2016 erwartet.
  • FACEBOOK The Next Web: Future versions of Facebook Messenger will come with a Data Saver mode: Facebook arbeitet zurzeit an einem Datenspar-Modus für seinen Messenger. Nutzer des Android-Beta-Programms können dieses neue Feature bereits testen. Ohne den Datenspar-Modus wurden alle Bilder und Videos, die der Nutzer empfangen hat, automatisch runtergeladen. Mit dem neuen Feature muss man die Bilder und Videos zuerst anklicken damit sie runtergeladen werden. Für Textnachrichten gibt es keine Veränderungen.
  • FUJITSU Handelsblatt: Fujitsu streicht in Deutschland hunderte Jobs: Der japanische Elektronikkonzern Fujitsu will einem Zeitungsbericht zufolge in Deutschland 400 bis 500 Arbeitsplätze abbauen. Eine endgültige Entscheidung solle nach Verhandlungen mit den Beschäftigten fallen, berichtete die japanische Wirtschaftszeitung „Nikkei“. Insgesamt beschäftigt der Konzern hierzulande 12.000 Menschen. Die Stellenstreichungen beträfen hauptsächlich Entwicklung und Informationstechnik. Insidern zufolge könnte sich Fujitsu zukünftig auf IT-Dienstleistungen konzentrieren. Mit dem weltgrößten Computer-Hersteller Lenovo verhandelt das Unternehmen offenbar über einen Verkauf des PC-Geschäfts von Fujitsu.
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  • SAMSUNG n-tv: Samsung macht Beteiligungen zu Geld: Nachdem Samsung den großen Rückschlag mit dem Note 7 hatte, verkauften sie auf einen Schlag zahlreiche wertvolle Beteiligungen. Der Rückruf des Note 7 dürfte mehrere Milliarden Dollar kosten und das ist, selbst für einen Riesenkonzern, sehr viel Geld. Das Unternehmen verkaufte den Angaben zufolge seinen Anteil von 4,5 Prozent am Speicher-Spezialisten Rambus und die Beteiligung von 0,7 Prozent am japanischen Elektronik-Anbieter Sharp.
  • SNAPCHAT HORIZONT: So arbeitet die Snapchat-Agentur: Wer wollte nicht schon immer wissen wie es bei einem Großkonzern hinter den Kulissen aussieht? Im Interview mit Paul Marcum erfährt man Wissenswertes. Er ist Chef der Content-Agentur Truffle Pig, an der neben Snapchat auch die weltgrößte Werbeholding WPP beteiligt ist.
  • LINUX heise online: Linux 4.8 bringt neue Treiber und verbessert die Sicherheit: Das am 3. Oktober erwartete Linux 4.8 bringt zahlreiche neue und überarbeitete Treiber, durch die der Kernel 500 weitere Geräte oder Geräteklassen unterstützt. Linus Torvalds hat bei der Freigabe der neuesten Vorabversion angekündigt, wahrscheinlich noch eine weitere veröffentlichen zu wollen. Die Entwicklung der neuen Version wird daher wahrscheinlich nicht neun Wochen dauern, wie zuletzt üblich, sondern zehn.
  • SKYPE t3n: Skype macht Office in London dicht: 400 Mitarbeiter könnten Job verlieren: Nach der Brexit Abstimmung schließt Microsoft das Skype-Büro in London. Insgesamt streicht Microsoft 2850 Stellen. Bereits im Juli hat Microsoft angekündigt, dass sie 2850 Mitarbeiter in einem Zeitraum von 12 Monaten entlassen wollen. Gegenüber Fortune meinte Microsoft, dass sie versuchen, denen unter die Arme zu greifen, die von den Entlassungen betroffen sind.
  • SMARTWATCH golem: Samsungs Gear S3 wird günstiger als erwartet: Die neue Smartwatch Gear S3 kommt voraussichtlich zu einem geringeren Preis auf den Markt als bisher vermutet. Alle großen Händler verlangen 50 Euro weniger als zunächst angegeben. Nachdem Media Markt und Saturn vor zwei Wochen die Uhr zum Vorbestellen ins Sortiment genommen hatten, wurde noch ein Preis von 450 Euro verlangt. Mittlerweile ist der Preis für die Smartwatch, lange vor dem Verkaufsstart bei allen Onlinehändlern, auf 400 Euro gesunken. Verkaufsstart ist der 15. November 2016.
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5 Lesetipps für den 6. Januar

In den Lesetipps geht es um Sprachsteuerung per Smartwatch, Twitter und seine Kurzbeiträge, Facebook, einen fragwürdigen Wahlkampfspot und um Elektroautos. Ergänzungen erwünscht.

  • SPRACHSTEUERUNG Golem.de: Sprachsteuerung per Smartwatch: Volvo lässt Fahrer mit ihrem Auto sprechen: Mit seinem eigenen Auto sprechen? In Zukunft möchte Volvo genau das! Über das “Fitness-Wearable Microsoft Band 2” sollen Autobesitzer künftig per Spracheingabe mit ihrem Auto kommunizieren können. Mit diesen Sprachbefehlen sind Navigationsziele ganz einfach einzugeben. Selbst die Türen lassen sich mit der Volvo-On-Call-App öffnen. Mit diesen und vielen anderen Möglichkeiten, ist diese App zwar nicht die erste, mit der man Autos über eine Smartwatch bedienen kann, aber die erste, mit der man Sprachbefehle an sein Auto sendet. Schon im Frühjahr soll die Sprachfunktion bei den Volvo-Modellen, ab dem Baujahr 2012, möglich sein.

  • TWITTER SPIEGEL ONLINE: Twitter: 140 Zeichen Grenze soll offenbar 10.000 Zeichen weichen: 140 Zeichen reichen nicht. Twitter ist dabei, die 140-Zeichen-Grenze von Tweets aufzuheben und diese auf 10.000 Zeichen zu erhöhen. Jack Dorsey begründete, dass die derzeitigen Tweets bereits umgangen werden, indem viele Nutzer Screenshots von längeren Texten posten. Das Verhalten der Nutzer beobachte er schon seit längerem. Wie es heißt, würde sich an der Darstellung der Nachrichten nichts ändern, da sie dennoch in Kurzform angezeigt und sich erst bei einem Klick auf die Meldung komplett öffnen würden.

  • FACEBOOK t3n: Ohne Google: Facebook arbeitet an Notfallplan für Android-App: Facebook hat anscheinend für alles eine Lösung. So auch für den eventuellen Rauswurf der Facebook App aus dem Google Play Store. Zwar ist davon bislang noch nicht die Rede, jedoch ist nicht zu vergessen, dass Google und Facebook Kontrahenten sind und sich jeder um sich selbst kümmert. Für diesen Fall versucht Facebook jetzt verschiedene Wege zu finden, um die App weiterhin bereitstellen zu können, sollte der Fall eines Rauswurfs eintreten. Neben vielen Ideen besteht unter anderem die Option, dass das soziale Netzwerk mit Smartphone-Herstellern kooperiert, damit diese die Anwendung auf den Geräten schon vorinstallieren können.

  • WAHLKAMPFSPOT FOCUS Online: Donald Trump: Wahlkampfspot verwechselt Mexiko mit Marokko: Bei der US-Präsidentschaftskandidatur steht Donald Trump derzeit an der Spitze. Mit seinen provozierenden Äußerungen erlangt er stets die Aufmerksamkeit der Wähler. So auch in einem Fernsehspot, wofür er eine Menge Kritik einstecken musste. Denn in diesem Spot wetterte Trump gegen Einwanderer aus Mexiko und zeigte stattdessen Bilder von Menschen aus Marokko. Das Wahlkampfteam von Trump jedoch wehrte sich gegen die Kritik der Wähler und erklärte, dass man die Bilder “bewusst” ausgewählt habe.

  • ELEKTROAUTOS heise online: Umfrage: Großes Interesse an Elektroautos in Deutschland: Wie eine Bitkom-Studie ergab, interessieren sich rund 69 Prozent der Deutschen für Elektroautos – allerdings gibt es ein paar Bedingungen, die erfüllt werden müssen. Die Akkuleistung sollte, laut den Befragten, genauso lange anhalten wie eine normale Tankfüllung. Auch der Preis spielt eine große Rolle und ebenso der Komfort, auf den viele Autofahrer nicht verzichten möchten. Der Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder schließt aus diesen Ergebnissen jedoch, dass die Verbraucher durchaus offen für E-Autos sind.

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Wie funktioniert der Journalismus am Handgelenk?

Apple Watch (Image: Sandro Schroeder)

Als die Apple Watch angekündigt wurde, haben nicht nur viele Medien den Hype mitgetragen – sondern sind auch direkt mit eigenen Nachrichten-Apps für die Smartwatch angetreten. Wie sehen die Konzepte aus und wie gut funktionieren die News am Handgelenk? Zwei Herangehensweisen kristallisieren sich bei den Medien heraus. Erstens, die Pflichtversion: Die Watch-App deckt einfach den Kanal “Smartwatch” ab und dient als Filterwerkzeug, mit dem der Nutzer sich hauptsächlich seine Artikel für das Smartphone vorsortieren kann. Zweitens, die spannende Kür: Die App versucht mit angepassten Inhalten der Smartwatch-Nutzung gerecht zu werden und zeitgleich die Verbindung zur Smartphone-App herzustellen.

Ein weiterer Nachrichtenkanal

Allen Nachrichten-Apps gemein: Die Push-Benachrichtigungen funktionieren anstandslos. Außerdem gilt auch das grundsätzliche Konzept aller Anwendungen auf der Apple Watch: Die Uhr spielt dem Smartphone zu. Alle Medien-Apps bieten dafür das Handoff-Feature an: Ist ein Artikel auf der Watch geöffnet, wird auf dem Sperrbildschirm des iPhone das entsprechende App-Symbol angezeigt. Durch Hochstreichen lässt sich dann die Komplettversion des Artikels auf dem Smartphone öffnen.

Die Ladezeiten beim Öffnen sind bei nahezu allen Apps noch immer eine Spur zu lang. Besonders beim Starten der App dreht sich der Ladekreis unangenehm lang. Ein grundsätzliches Problem der Watch, denn die eigentliche Arbeit macht das iPhone – und die Inhalte müssen dann erstmal an die Uhr übertragen werden. Trotzdem gibt es unter den Apps einen (gefühlten, nicht gestoppten) Spitzenreiter: Die minimalistische App des Guardian. Die meisten Watch-Apps setzen auf weißen Text auf schwarzem Grund, das ist angenehm für den Kontrast –und spart stromfressende weiße Pixel.

Die Pflicht: Zeit Online, Süddeutsche Zeitung

Die Süddeutsche Zeitung hat sich gegen den allgemeinen Trend zum dunklen Hintergrund entschieden und bietet stattdessen schwarzen Text auf weißem Grund. Die Schriftart ist sowohl die kleinste als auch schmalste – und damit die größte Herausforderung für die Augen. In Sachen Lesbarkeit hinkt die schlichte App der SZ damit klar hinterher. Mit einem Tippen auf das Stern-Symbol unten rechts lassen sich Artikel für die iPhone-App vormerken. Mit einem festen Druck aufs Display (Force Touch) kann der Kompakt-Modus aktiviert werden, dann werden nur noch die Bilder und Überschriften angezeigt.

Die Watch-App von Zeit Online ist ebenfalls relativ unspektakulär gehalten und erfüllt ihre Aufgabe relativ leidenschaftslos: Den Ausspielweg Apple Watch abdecken und auf die iPhone-App verweisen. Bei einigen Artikeln fehlt das Artikel-Bild, die Force Touch-Geste wird gar nicht unterstützt. Stattdessen findet sich am Ende jedes der zehn Artikel der Hinweis auf die Handoff-Funktion: “Sie können diesen Artikel jetzt auf Ihrem Smartphone lesen”.

Im Mittelfeld: Spiegel Online, Buzzfeed News

Die App von Spiegel Online bietet als eine der wenigen Watch-Apps den Nutzern eine echte Wahlmöglichkeit, welche Inhalte sie sehen möchten. Beim Öffnen der App lassen sich entweder das Wichtigste, das Neueste oder die Leser-Favoriten anzeigen. Die App kann sich die Auswahl entweder dauerhaft merken oder bei jedem Öffnen erneut abfragen. Danach zeigt sich die App in der gewohnten Spiegel-Online-Optik aus breitformatigem Artikelbild, roter Themen-Überschrift und kurzem Teasertext.

Buzzfeed News hat sich bei seiner App für einen endlosen und vertikalen Nachrichten-Stream entschieden, der stark an die Watch-App von Twitter erinnert. Wird auf die einzelnen Nachrichten getippt, gibt es den selben Inhalt noch einmal: Nur mit den zusätzlichen Möglichkeiten, den Text in die Lese-Liste aufzunehmen und dem Thema (z.B. US Politics) nicht mehr zu folgen. Ähnlich wie bei den Push-Benachrichtigungen der Smartphone-App setzt Buzzfeed damit auf personalisierte Inhalte.

Die Kür: New York Times, The Guardian

Die New York Times hat sich bei ihrer schlichten Watch-App ein Ziel gesetzt: “Den Nutzer auf den Nachrichtenstand zu bringen, bevor ihr Arm müde wird.” Und das gelingt der New York Times mit den One-Sentence-Stories: Die Ultrakurz-Nachrichten haben noch weniger Zeichen als ein Tweet. Dabei werden keine Artikel-Überschriften kopiert, sondern Nachrichten auf die Quintessenz komprimiert. Viele One-Sentence-Stories passen somit vollständig auf das 38 Millimeter kleine Display – und können somit ohne scrollen gelesen werden. Die Ein-Satz-Geschichten entsprechen am ehesten der realistischen Watch-Nutzung im Alltag. Und wer mehr braucht, kann das Smartphone rausholen. Acht bunt gemischte Themen geben den Überblick, dann ist Schluss.

Das Watch-Konzept beim britischen The Guardian ist das mutigste: Statt viel Auswahl und Überblick zu bieten, entscheidet die App sich jedes Mal für genau einen Artikel, der bei jedem Öffnen der App gewechselt wird. Kein Scrollen, kein Wischen.

 

Dafür hat das Visuelle beim Guardian mehr Aufmerksamkeit bekommen: Stärker als bei anderen Apps weiß der Nutzer, wo er gerade liest: Die Optik der App hält sich mit dem Farbschema und Layout sehr nah an der Guardian-Optik – und hebt sich damit angenehm vom üblichen Watch-Schema “Weißer Text auf schwarzem Grund” ab, ohne an Lesbarkeit einzubüßen. Außerdem ist die Guardian-App die Einzige, die Werbung ausspielt – beispielsweise einen schmalen Ebay-Banner über den Empfehlungen am Wochenende.

Das Fazit:

Die Journalismus-Apps auf der Apple Watch zeigen deutlich, wie unterschiedlich die Medien das Potenzial und die Bedeutung der Apple Watch einschätzen. Dem Nutzer begegnet momentan die ganze Bandbreite: Von sehr schlichten bis zu sehr aufwendigen, durchdachten Anwendungen. Auch ein halbes Jahr nach Veröffentlichung steht aber noch nicht fest, inwiefern die Smartwatch aus Cupertino überhaupt Verbreitung findet und damit ein relevanter Kanal für die Medienhäuser wird. Somit steht ebenfalls noch aus, ob die schlichten Apps im Vergleich negativ auffallen oder sich die aufwendig entwickelten Watch-Apps tatsächlich lohnen werden.


Teaser & Images by Sandro Schroeder


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Wearables & Smartwatches: ist es wirklich an der Zeit?

Samsung Gear S smartwatch with Galaxy Note 4 (adapted) (Image by K?rlis Dambr?ns [CC BY 2.0] via Flickr)

Apple, Samsung, aber auch kleinere Hersteller wie Fitbit und Runtastic wollen die Handgelenke der Konsumenten erobern. Nicht alles spricht für einen Erfolg. Die Internationale Funkausstellung (IFA) in Berlin, die morgen zu Ende geht, steht ganz im Zeichen von Smartwatches. Uhren und Fitness-Tracker, vollgepackt mit Sensoren, gibt es natürlich schon länger, aber der Start der Apple Watch dieses Jahr hat den Markt so richtig befeuert.

Eine neue IDC-Studie zeigt, dass Apples Hightech-Uhr mit etwa 3,6 Millionen abgesetzten Stück, in wenigen Monaten zum zweit meist verkauften am Körper tragbaren Computer hinter Fitbit aufgestiegen ist und im Wearable-Markt einen Marktanteil von 20 Prozent erreichen konnte. Andere Hersteller wie Samsung müssen sich vorerst mit kleinen, einstelligen Prozentsätzen zufrieden geben.

Doch mit dem Gegenangriff ließ Samsung, weltweiter Marktführer bei Smartphones und Flat-TVs, nicht lange auf sich warten. Mit großer Show wurde die Smartwatch Gear S2 präsentiert, die ab Oktober für etwa 350 Euro zu haben sein wird (die Apple Watch kostet mindestens 400 Euro). Sie überzeugt vor allem mit einem (für Smartwatches) neuen Bedienkonzept: Ein drehbarer Ring rund um das Display lässt Apps anwählen oder durch Menüs navigieren. Mutig ist Samsung mit der Entscheidung, auf sein hauseigenes Betriebssystem Tizen, anstatt auf Android zu setzen. Das ist eine Kampfansage an Apple: Denn während Android Wear, das bei vielen anderen Smartwatches zum Einsatz kommt, in seiner neuesten Version auch im Zusammenspiel mit dem iPhone funktioniert, kann die Gear S2 nur mit Android-Handys betrieben werden. Der Apple Watch hat die Gear S2 voraus, dass sie auch in einer Version mit eingebautem GPS und integrierter SIM-Karte kommt, was sie unabhängiger vom Smarthpone macht. Die Apple Watch braucht hingegen fasst immer die Bluetooth-Verbindung zum iPhone, um Daten empfangen und verarbeiten zu können.

Doch nicht nur Samsung, Huawei, Sony oder Motorola raufen sich um den Wearables-Markt, sondern auch kleinere Player. Etwa die nunmehrige Adidas-Tochter Runtastic: Sie zeigte auf der IFA eine neue Kollektion analoger Uhren, die mit einem Fitness-Tracker zum Erfassen von Schritten, zurückgelegten Distanzen, verbrannten Kalorien oder Schlafphasen dienen soll. Die Daten werden an eine eigene App am Smartphone geschickt, wo sie zu Statistiken über die eigenen Körperleistungen zusammengefasst werden.

Welches Konzept (Sport-Tracker, vollwertige Smartwatch oder aufgemotzte Armbanduhr) sich letztlich durchsetzt, ist aus heutiger Sicht kaum vorauszusehen. Noch ist der Markt so neu, dass selbst Firmenvertreter noch nicht klar sagen können, welcher Anwendungsfall (Sport, Notifications am Handgelenk, Payment) sich letztendlich beim Konsumenten durchsetzen wird. Und da die Wearables nicht unbedingt billig sind, werden es viele vorerst dabei belassen, sich ein teures Smartphone zu kaufen, anstatt extra Geld für ein Gerät auszugeben, dessen Sinn und Zweck noch nicht wirklich gegeben ist.

Apple wird morgen Abend bei seiner großen Präsentation neuer Produkte vielleicht versuchen, mehr über den Nutzen seiner Watch zu sagen. Denn aller Voraussicht nach wird es sehr bald watchOS 2 zum Installieren geben, das neue Funktionen auf die Apple-Uhr bringen wird. Ob das aber reicht, um Konsumenten von dem teuren Gadget zu überzeugen, bleibt abzuwarten.


Image (adapted) „Samsung Gear S smartwatch with Galaxy Note 4“ by K?rlis Dambr?ns (CC BY 2.0)


 

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5 Lesetipps für den 5. August

In unseren Lesetipps geht es heute um Microsoft’s neue Website, Apple, Drohnenkameras, die wie Facettenaugen funktionieren, eine Smartwatch für Sehbehinderte und das neue Dating-Portal Unverblümt. Ergänzungen erwünscht.

  • MICROSOFT Golem.de: Docs.com: Microsoft eröffnet mit Docs neue Dokument-Sharing-Plattform: Microsoft hat eine neue Website mit dem Namen Docs.com vorgestellt: Hier geht es vor allem darum, die eigenen Office Dokumente zu veröffentlichen, die dann auf Websites eingebunden und verlinkt werden können. Das funktioniert mit Word-, Powerpoint- und Excel- , sowie mit PDFs und Sway-Dokumenten. Da die Plattform nur für das Veröffentlichen der Dokumente gedacht ist, steht es auch nicht in Konkurrenz zu Onedrive, was eher eine Cloudspeicherlösung ist.

  • APPLE STERN.de: iPhone-Nutzer kriegen Edel-Netz: Apple will Mobilfunk-Revolution: Apple hat ein neues Feld im Auge: den Mobilfunkmarkt. Der Konzern will sich selbstverständlich kein eigenes Netz aufbauen, er verhandelt aktuell mit verschiedenen Mobilfunkbetreibern darüber, ihre Netzt zu mieten. Apple würde damit ein ähnliches Geschäftsmodell anstreben, wie es hierzulande viele Discounter und kleinere Mobilfunkmarken machen. Höchstwahrscheinlich würde sich Apple’s Ansatz trotzdem von der Masse absetzen.

  • DROHNEN UBERGIZMO DE: Neue Drohnenkamera funktioniert wie Facettenauge: Ein Forscherteam der École Polytechnique Fedérale de Lausanne (EPFL) hat ein kleines Set elektronsicher Augen für Drohnen gebaut, die den Facettenaugen von Insekten nachempfunden sind. Diese Technik soll vor allem bei winzigen Überwachungsdrohnen eingesetzt werden. So eine Makroaufnahme von Insekten ist wohl für die wenigsten von uns etwas schönes, aber an Funktionalität sind diese kaum zu übertreffen. Denn sie generieren keine hohe räumliche Auflösung, also Pixeldichte eines Bildes, sondern basieren auf schneller Reaktion auf Veränderungen von Lichtreflexionen und die Erscheinung von Objekten, und genau so soll dann auch die neue Kamera funktionieren.

  • BRAILLE-SMARTWATCH Bluewin: Dot – Eine Smartwatch für Blinde: In der Zeit der Digitalisierung scheint die Blindenschrift Braille für manche als altbacken und undynamisch, das möchte die Firma “dot” aus Seoul, Südkorea, jetzt ändern: Sie möchten die Braille-Technologie jetzt an die Handgelenke der sehbehinderten Menschen bringen. Von außen sieht das Gerät aus wie ein Fitness-Tracker, in seinem Modul befinden sich aber vier sogenannte “Zellen” mit je sechs Braille-Blindenpunkten, was reicht, um gleichzeitig vier Braille-Zeichen anzuzeigen. Dabei kann ein Text als Abfolge von Zeichen abgespielt werden, von einer bis 100 Erneuerungen pro Minute.

  • UNVERBLÜMT Gründerszene: Jetzt gibt es auch Babys per Smartphone: Getreu dem Motto: “Verguckt, verliebt, verheiratet”, gibt es eine neue Dating-Plattform mit dem Namen Unverblümt – hier geht es aber nicht nur darum, einen tollen Partner zu finden, sondern vor allem einen Partner mit Kinderwunsch. Direkt bei der Registrierung muss der User ankreuzen, ob er beziehungsweise sie sich ein Kind wünscht – ja, vielleicht, oder nein, das sind die Antwortmöglichkeiten. Das soll vor allem für Frauen wichtig sein, denn wenn sie auf der Suche nach dem Mann fürs Leben sind, aber es immer nur in One-Night-Stands endet, ist das nicht das Gelbe vom Ei. Ob das wohl ein richtiger Erfolg wird?

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Push-Benachrichtigungen sind nervig. Geht es auch besser?

Apple - ? Watch Sport (adapted) (Image by Yasunobu Ikeda [CC BY-SA 2.0] via Flickr)

Die meisten Menschen stellen die Push-Benachrichtigungen ihrer Nachrichten-Apps aus. Kann man sie dazu bekommen, das nicht zu tun? Wenn Sie eine Apple Watch besitzen, haben Sie wahrscheinlich als erstes die Systemeinstellungen umgestellt, damit es nicht die ganze Zeit am Handgelenk rüttelt (Entschuldigung, ich wollte natürlich sagen, sanft vibriert). Ein vibrierendes Telefon in der Tasche ist schon relativ nervig, aber ein vibrierendes Handgelenk ist schlichtweg noch anstrengender. Die neuen tragbaren Geräte machen es den Nachrichtenorganisationen schwerer, wenn es um Nachrichtenstrategien für ihre Apps geht. Und dabei kann man ziemlich viel falsch machen.

Versuchen Sie sich an die Entwicklung, die der Updateprozess für die Nachrichten durchlaufen hat, zu erinnern: von den Portalen aus den 90ern über die Twitter- und Facebook-Feeds in den 2000ern bis hin zu den Benachrichtigungen auf den Desktops und Handys von heute. “Wir verzeihen eher mal einen Fehler, der auf einem Portal oder in einem Feed passiert”, sagt Matt Boggie, ausführender Geschäftsführer des New York Times R&D Lab beim “Future of Notifications”-Gespräch des NYC Media Lab.

Bisher schienen die Verleger ungefähr dieselben Strategien für ihre Armbandgeräte zu benutzen, die sie auch für die Smartphones einsetzten, sagt Boggie. Das ist der beste Weg, um seine Nutzer fernzuhalten. “In dem Moment, in dem man entschieden hat, einer App zuzugestehen, einem eine Benachrichtigung zu senden, ist man ein loyaler Nutzer. Jede Benachrichtigung ist eine neue Möglichkeit, diesen Eindruck vollkommen zu zerstören und ihnen wirklich auf die Nerven zu gehen.

Noch komplizierter wird es, wenn die Unternehmen private Daten haben wollen. “Es ist unglaublich mühsam, alles per Hand einzustellen, was man gerne haben möchte”, sagt Steven Levy, Stellvertreter des Backchannel von Medium. Er hat neulich über ein paar Probleme in diesem Themenfeld geschrieben. “Das für jede App voreinzustellen, ist wirklich eine mühselige Angelegenheit. Die Gefahr dabei ist, dass man, obwohl man eigentlich die Kontrolle über die Benachrichtigung haben möchte, die Verantwortung an große KIs wie Google, Apple und Co abgibt. Man gibt also mehr von sich preis, als man will.

In Diskussionen wurde sich schon viel darüber gestritten, wie man das besser machen könnte. “Vielleicht sollten wir Gebühren nehmen”, sagt Dana Karwas, eine Dozentin der NYU Polytechnic School of Engineering. “Wenn wir schon nicht den Präsidenten ans Telefon kriegen, sollten die Provider ein bisschen dafür zahlen, dass sie sich unsere Zeit einfach nehmen.

Otto Toth, CTO bei der Huffington Post, hält das für Blödsinn. Die Leute wollen und erwarten kostenlosen Content mit Qualität. Matt Hartman von Betaworks schlug vor, dass die Apps Zugang zu den Kalendern der Nutzer bekommen sollten. Im Gegenzug würden sie keine Benachrichtigungen schicken, wenn sich die Nutzer beispielsweise in einer Besprechung befänden. Als er aber nachfragte, wie viele Menschen ihm diesen Zugang auf dem Handy gewähren würden, meldete sich nur ein einziger Mensch.

Benachrichtigungen nerven wirklich ziemlich”, sagte Noah Chestnut, Leiter der Produktion der gerade erschienenen Buzzfeed-News-App. Er zitierte einen Artikel aus dem Urban Airshift, der herausgefunden hatte, dass im Jahr 2013 nur 5 von 10 Personen, die eine Nachrichten-App installiert hatten, die Benachrichtigungen eingestellt hatten. Im Jahr 2014 sank die Zahl auf 4 von 10 Personen. “Die Leute sagen nicht einmal, dass sie Ihnen eine Chance geben, sie zu überzeugen. Sie sagen einfach gleich nein.

Die Nachrichtenorganisationen, die für ihre Apps versuchen, die ideale Einstellung der Benachrichtigung herauszufinden, haben zwei Hauptprobleme, sagt Chestnut. “Zuerst müssen wir mit der Last all der anderen Apps und Produkte umgehen, die wir nicht selbst gebaut haben.

Wenn die Leute erst einmal von den Benachrichtigungen aus anderen Apps abgeschreckt worden sind, schalten sie diese wahrscheinlich eher nicht in Ihrer App an, egal, wie durchdacht man sie aufgebaut hat. Und wo wir gerade davon reden: “Wir müssen cleverer einstellen, wofür die App gedacht ist und einstellen, dass man fragen kann: Hey, wollt ihr Benachrichtigungen? Welche Rolle spielt der Kontext?” Beispielsweise, dass man direkt nach der Installation gefragt wird, ob man die Benachrichtigungen einstellen will, oder erst, nachdem man die App eine Weile genutzt hat.

Die Verleger brauchen auch neue Messwerte, um herauszufinden, ob ihre Benachrichtigungen funktionieren.

Die Klickrate ist ein eher merkwürdiges Maß für die vielen Benachrichtigungen, betont Chestnut. Wenn ich eine Schlagzeile aus der Breaking News App oder über Circa kriege, muss ich nicht unbedingt den ganzen Artikel lesen. Ich verstehe das auch so. Die einzigen Maße, die es gibt, sind: Haben wir es abgeschickt? Hat es jemand geöffnet? Hat jemand die App deinstalliert? Es sollte noch mehr sein. Wir müssen es noch besser hinbekommen, herauszufinden, welchen Eindruck eine Benachrichtigung macht und welchen Wert man ihr zumisst.

Dieser Artikel erschien zuerst auf NiemanLab. Übersetzung von Anne Jerratsch.


Image (adapted) “Apple – ? Watch Sport” by Yasunobu Ikeda (CC BY-SA 2.0)


 

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5 Lesetipps für den 9. Juni

In unseren Lesetipps geht es heute um stürzende Roboter, die WLAN-Router der Zukunft, Beamer aus Pizzaschachteln, Pebble Time und die WWDC. Ergänzungen erwünscht.

  • DARPA SPIEGEL ONLINE: Darpa Robotics Challenge: Stürzende Roboter: Wer Bilder von der Roboterweltmeisterschaft gesehen hat, dem dürfte danach wohl klar sein, dass es noch etwas dauern wird, bevor Roboter eine tragende Rolle in unserem Leben spielen werden. Statt Eleganz und Überlegenheit demonstrieren die Roboter in einem knapp einminütigen Video vom Roboter-Wettbewerb der amerikanischen Militär-Forschungsbehörde Darpa, vor allem Hilflosigkeit. Sie stolpern, sie straucheln, sie stürzen. Beinahe bedauernswert, aber auch wirklich lustig anzusehen.

  • WWDC DIE WELT: Entwicklerkonferenz: So renoviert Apple die Betriebssysteme OS X und iOS: Gestern fand die diesjährige Entwicklerkonferenz WWDC von Apple in San Francisco statt. Der iPhone Hersteller präsentierte unter anderem Software-Updates für die Betriebssysteme iOS und OSX, diese erhalten zum jährlichen Update eine Menge neuer Funktionen. Apple-Chef Tim Cook und seine Mitarbeiter möchten, dass alle Geräte noch enger ineinandergreifen und das die Betriebssysteme iOS und OSX noch mehr miteinander verschmelzen. Außerdem erhält die Apple Watch seinen ersten Anstrich, mit diversen Software-Updates.

  • MARKETING t3n: Pizza zum Filmabend: Geniale Marketing-Aktion macht Pizzaschachtel zum Beamer: Pizza Hut hat in Hongkong durch eine geniale Marketing-Aktion auf sich aufmerksam gemacht. Das Unternehmen lieferte Pizzaschachteln aus, die sich auch als Beamer für einen gemütlichen Filmabend nutzen lassen.Und das ganz unkompliziert. Nach dem entfernen der Pizza muss ein vorperforiertes Loch geöffnet werden, dahinter wird eine mitgelieferte Linse geklemmt. Jetzt braucht der Kunden nur per QR-Code eine App von Pizza Hut herunterzuladen, einen bereitgestellten Film auswählen und das Smartphone in den Pizzakarton stellen. Voila fertig ist der Beamer aus der Pizzaschachtel.

  • PEBBLE heise online: Apple lässt Pebble Time in den App Store: Mit der neuen iOS-App “Pebble Time Watch“ sind jetzt auch iPhone-Nutzer in der Lage, ihre Pebble Time Smartwatch in Betrieb zu nehmen. Da die App knapp zwei Wochen lang in Apples Zulassungsprüfung feststeckte, konnten iPhone-Nutzer ihre Uhr bislang nicht nutzen. Nachdem sich der Hersteller öffentlich beklagte, erfolgte dann kurze Zeit später die Freischaltung de Software. Seit Ende Mai wurden 24.000 Exemplare der Pebble Time an Frühbesteller verschickt. Außerdem seien inzwischen 47.000 der 57.000 Kickstarter-Vorbestellungen produziert und sollen bis Ende des Monats versendet werden.

  • WLAN-Router t3n: Da ist Energie in der Luft: WLAN-Router der Zukunft soll dein Smartphone aufladen: Es klingt zwar noch nach Zukunftsmusik, allerdings könnte sich das bald ändern. US-Forscher arbeiten zur Zeit an einem System, bei dem der WLAN-Router in der Lage sein soll, Smartphones und andere elektronische Geräte drahtlos aufzuladen. Bisher gelang es den Forschern Strom und Daten gleichzeitig zu übertragen, über eine Distanz von etwa 8 Meter. Angeblich ist dafür nicht einmal ein neuer Router nötig. Bei älteren Modellen müsste lediglich ein Firmware-Update gemacht werden, damit diese funktionieren.

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5 Lesetipps für den 20. Mai

In unseren Lesetipps geht es heute um Vorratsdatenspeicherung, selbstfahrende Autos, Twitter bei Google, mobile Adblock und Google Maps auf der Smartwatch. Ergänzungen erwünscht.

  • VORRATSDATENSPEICHERUNG heise online: Vorratsdatenspeicherung 2.0: Grundrechtsverletzung mit Zuckerguss: Verfassungsrechtler Ulf Buermeyer hat für Heise Online den Entwurf der Bundesregierung zur „Speicherpflicht für Verkehrsdaten“ bewertet. Dabei fällt das Urteil eindeutig aus: Soviel Mühe in dem Gesetzesentwurf stecken, er hat deutliche Schwächen. Zusammenfassend ist zu sagen, dass es keine überzeugenden Gründe für die Speicherung von Verkehrs- und Standortdaten gibt. In Deutschland ist seit dem Ende der Vorratsdatenspeicherung keine Kapitulation vor dem Verbrechen der Fall gewesen. Auch der Richtervorbehalt wird in vielen Punkten einfach ausgehebelt und ist damit nicht mehr notwendig. Genauso wenig ist der Entwurf irgendwie verhältnismäßig und ein massiver Eingriff in die Grundrechte der BürgerInnen. ??

  • NISSAN Digital Trends: Nissan Self Driving Car | News, Specs, Rumors: Nissan hat angekündigt, 2020 selbstfahrende und autonome Autos auf die Straße bringen zu wollen. Aktuell arbeitet der Autohersteller mit der NASA an einer selbstfahrenden Technologie. Während Google die ersten, selbstfahrenden Autos diesen Sommer vorstellen möchte, steckt Nissan mehr Vorbereitung in die Technologie. Ab nächstem Jahr wird eine Stau Pilot Funktion verfügbar sein, die im Stop-and-Go-Verkehr Gas, Kupplung und die Bremsen kontrolliert. Audi arbeitet an einer ähnliche Technologie. 2018 soll es Nissan-Autos dann möglich sein, Spuren zu wechseln und Objekten auszuweichen. Nissan möchte keine neue Linie auf den Markt bringen, die Technologie soll entweder als Option oder als Standard in allen Modellen eingeführt werden.

  • TWITTER t3n: Twitter wieder bei Google: So sehen die Tweets in der Suchmaschine aus: Twitter ist nun wieder bei Google verfügbar. In der mobilen, englischen Version werden Tweets in die Suchergebnisse eingebettet. Bald soll das Feature für den Desktop und internationalen Markt folgen. Die lange Vorlaufzeit ist begründet mit dem neuen Format für die Einbindung von Inhalten: sucht man nun etwas, werden einem vorgeschlagene Tweets im Karusselformat angezeigt. Durch diese kann man einfach blättern und diese mit einem Klick in der Twitter-App anzeigen lassen. Momentan werden noch Verfeinerungen vorgenommen. Für Twitter könnte die Präsenz auf der Suchmaschine den Zugang zum Massenmarkt ermöglichen und verbessern.

  • ADBLOCK Digiday: Publishers beware: ad blocking has gone mobile: Adblocking ist nun auch mobil verfügbar: Während schon lange möglich ist, ungewünschte Werbung von seinem Desktop verschwinden zu lassen, gab es für Smartphones bisher keine gute Lösung, auch wegen offensiven Schritten von Google und der Schwierigkeit der Herstellung einer App dafür. Mobile Adblocker sagen, dass mobile Werbung die Batterielaufzeit der Smartphones verkürzt, eine unmenge an Daten sammelt und mit einigen Privatsphäre-Problemen zu kämpfen hat. Für Publisher ist das allerdings eine schlechte Nachricht, da sie ohnehein schon Probleme haben, mobil Profit zu machen.

  • GOOGLE MAPS GWB: Google Maps am Handgelenk: Update bringt die volle Kartenansicht auf Android Wear-Smartwatches: Das neue Update der Google Map-App ermöglicht nun eine volle Kartenansicht auf Android Wear-Smartwatches. Neben kosmetischen Veränderungen wurde auch die volle Unterstützung eingeführt. Dazu ist die aktuell noch sehr fehleranfällige aktuellste Version der Android Wear notwendig, welche derzeit nur die LG Watch Urbane hat. Wie gewohnt kann man nun seine Umgebung auf einem Kartenausschnitt begutachten, oder eine Route planen. Bisher waren nur Informationen wie etwa die Routenplanung möglich. Die Navigation ist unkompliziert und funktioniert, wie man es gewohnt ist. Allerdings soll die App sehr unstabil sein und einige Probleme machen.

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5 Lesetipps für den 13. April

In unseren Lesetipps geht es heute um Native Advertising auf Imgur, iPhone-kompatible Android Wear, Verbraucher-Bewertungen, die  Generation Y und Spotify. Ergänzungen erwünscht.

  • IMGUR Digiday: Picture this: Native ads come to Imgur: Der Bilderdienst Imgur hat im letzten Jahr allein seine Reichweite auf 31 Millionen Menschen verdoppelt. Jetzt hat Imgur bekannt gegeben, ein neues Produkt für Native Advertising zu veröffentlichen. Es sind „Promoted Posts“ geplant, eine Art Weiterentwicklung von „Sponsored Posts“. Ähnlich wie bei Instagram und Pinterest wird dieser Post dann bei mehr Nutzern angezeigt, indem dieser in die Bilderstreams des Users integriert wird. Die Promoted Post unterscheiden sich allerdings deutlich von denen bei anderen Diensten: Sie werden nur in der App sichtbar sein und nicht auf der Homepage, da auf dieser nur sehr wenige User unterwegs sind.

  • SMARTWATCH SmartCompany: Google working on Android Gear compatibility with iPhones – but will Apple allow it?: Google arbeitet an einer Funktion, um seine Android Wear  mit iPhones kompatibel zu machen. Dazu soll das iPhone eine bestimmte App benötigen, um volle Unterstützung für Benachrichtigungen und die Google Now Features zu erhalten. Allerdings ist es noch sehr unklar, ob Apple erlauben wird, dass die App in seinem Appstore erscheint. Damit würden viele Smartwatches, wie das Motorola Moto 360, die Asus Zenwatch und das LG Watch Urbane, in direkter Konkurrenz zu der AppleWatch treten.

  • VERBRAUCHER-BEWERTUNGEN heise online: USA: Möglicher Maulkorb für Verbraucher-Bewertungen: In den USA versuchen Anbieter sich immer wieder durch Vertragsklauseln vor negativen Bewertungen im Netz zu schützen. Selten werden diese allerdings vor Gericht eingeklagt und noch seltener wird diesen Recht gegeben. So passierte es aber in einem aktuellen Fall in New York, in dem zwei Paare ein Appartment in Paris gebucht hatten und dieses anschließend negativ bewerteten. Laut einer Vertragsklausel ist das allerdings nicht erlaubt, da sie für Beschwerden keine Blogs und Websiten nutzen dürfen. Der Richter lies das Verfahren überaschenderweise zu. Sollte das Gericht die Klausel als legal anerkennen, könnte das weitreichende Folgen haben.

  • GENERATION Y t3n: Konzern oder Startup: Wofür entscheidet sich die Generation Y?: Die Generation Y wird sich entscheiden müssen: Lieber in ein Startup? Oder ein klassischen Großkonzern? Eine Umfrage hat untersucht, worauf es beim Berufseinstieg der GenY wirklich ankommt: 40 Prozent der 778 befragten Medienstudenten deutscher Hochschulen können sich vorstellen, in einem Startupp zu arbeiten. Diese wünschen sich ein innovatives Arbeitsumfeld und Möglichkeiten der Einbeziehung bei Entscheidungen. Knapp über die Hälfte entscheidet sich hingegen für traditionelle Großkonzerne. Für diese Befragten spielt meist Prestige, die Statussymbole und das Gehalt eine übergeordnete Rolle.

  • SPOTIFY t3n: 400 Millionen US-Dollar: Spotify wappnet sich gegen Beats Music, Tidal und Co.: Spotify rüstet sich gegen die neue Konkurrenz, vorallem Apples Beats Music und Tidal. Der Streamingdienst sicherte sich daher in einer neuen Finanzierungsrunde 400 Millionen US-Dollar. Damit soll das Unternehmen jetzt 8,4 Milliarden US-Dollar wert sein. Ein Börsengang soll auch geplant sein. Spotify hat 60 Millionen Nutzer, von denen 15 Millionen einen monatlichen Beitrag zahlen, um werbefrei Musik streamen zu können. Das neue Kapital sei wohl dringend notwendig gewesen, da fast 70 Prozent der Einnahmen direkt an Rechteinhaber der Songs gehen.

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5 Lesetipps für den 11. März

In unseren heutigen Lesetipps geht es um Drohnen, Yik Yak, deutsche Medien, Gewalt im Namen der Ehre und eine Binary Watch. Ergänzungen erwünscht.

  • DROHNEN The Verge: The Secret Service is training to knock dangerous drones out of the sky: Nachdem vor 2 Wochen eine Drohne direkt vor dem weißen Haus abgestürzt war, hat der amerikanische Geheimdienst nun mehrere Tests durchgeführt, welche dabei helfen sollen, sich zukünftig vor kleineren Drohnen zu schützen. Getestet wurden unter anderem Möglichkeiten, die Drohnen per Radar aufzuspüren, deren Steuerungssignal zu stören oder die Drohne vom Himmel zu holen. Da die Tests in der Nacht stattfanden und der Presse im Vorfeld nur wenig berichtet wurde, war das Interesse an den Tests natürlich hoch.

  • YIKYAK Slate: Yik Yak: The anonymous messaging app with a terrible rep is actually pretty great.: Mit der App Yik Yak ist es Usern möglich, völlig anonym kleine Botschaften an andere User zu senden, welche dann bewertet werden. Grade unter amerikanischen Jugendlichen, vor allem Schülern, ist die App sehr beliebt. Doch leider wurde die App häufig für Dinge wie Cybermobbing, rassistische Kommentare oder sogar für Amoklaufdrohungen verwendet. Darum wurde in der amerikanischen Presse sehr negativ über Yik Yak berichtet. Die Slate möchte jedoch auf die positiven Aspekte der App aufmerksam machen.

  • DIGITALISIERUNG Tobias Schwarz’s Logbook: Funkhaus Wallrafplatz: „Sind deutsche Medien technikfeindlich?“: Am 07. März 2015 wurde in der WDR5 Sendung “Funkhaus Wallrafplatz“ über die vermeintliche Technikfeindlichkeit und Technophobie der deutschen Medien diskutiert. Anwesend waren der Projektleiter der Netzpiloten Tobias Schwarz sowie der Blogger Michael Seeman. Auf seinem Blog beschreibt Tobias Schwarz nun den Hergang der Diskussion, beleuchtet einige der interessanten Thesen und schreibt über seine eigene Meinung zu dem Thema.

  • KULTUR Frankfurter Allgemeine: Sibel Kekilli gegen Gewalt im Namen der Ehre: In einer Rede zum Thema “Gegen Gewalt im Namen der Ehre“ spricht Sibel Kekilli über die Unterdrückung von Frauen in der muslimischen Gesellschaft. Sie spricht von ihrer großen Liebe zu ihrer Kultur, von vielen Wundern und Schätzen, aber auch von der Gnadenlosigkeit der selbigen. Sie spricht die Männer direkt an, fragt sie, ob sie Angst vor freien Frauen hätten, warum sie vertrieben werden. Außerdem spricht sie auch über ihre eigene Vergangenheit, darüber, wie sie behandelt wurde und was sie erdulden musste.

  • TECHNIK t3n: Nerd-Chic: Quelloffene Binär-Uhr statt Smartwatch: Nachdem Apple den Termin zum Verkaufsstart der Apple Watch bekanntgegeben hat, veröffentlichte der texanische Ingenieur Jordan Willis Baupläne seiner binären Armbanduhr. Es handelt sich hierbei um eine Leiterplatine, an die 2 Knöpfe und eine Reihe von Farbigen LEDs angeschlossen wurden. Gesteuert wird die Binary Watch von einem Mikrocontroller, welcher über ein Flachbandkabel programmiert wird. Dieses Kabel dient der Uhr auch als Armband. Mit einer Knopfzelle bestückt soll die Uhr etwa 3 Monate lang halten.

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5 Lesetipps für den 10. März

In unseren Lesetipps geht es heute um Datenschutz bei Gesichtserkennung, das Ende von Gigaom, Roboterjournalismus, den Umgang mit Shitstorms und die Apple Watch. Ergänzungen erwünscht.

  • DATENSCHUTZ Datenschutzbeauftragter: Software ermöglicht Identifizierung ohne Gesichtserkennung: Fujitsu hat jetzt eine Software entwickelt, welche Bewegungsprofile von Personen erstellt, aber dabei nicht die Gesichter dieser identifiziert. Selbst bei niedrig aufgelöstem Bildmaterial können Profile von Personen erstellt werden, wobei trotzdem die Privatsphäre dieser geschützt wird. Nur anhand von Körper- und Kopfformen und der Farbe der Kleidung werden Personen identifiziert. Das soll bei der Standortfindung und der Gestaltung von Geschäften helfen oder bei der Planung von Events und der Organisation des Nahverkehrs helfen.

  • GIGAOM The Verge: Pioneering tech blog Gigaom shuts down after running out of money: Der einflussreiche Technikblog Gigaom hat nach fast 10 Jahren seinen Dienst eingestellt. Das Unternehmen war nicht mehr in der Lage seine Schulden zu bezahlen. Montag noch war die Website gefüllt mit aktuellen Beiträgen, bis dann abends die Nachricht an die Leser rausging: „all operations have ceased“, also dass alle Tätigkeiten beendet wurden. Die Mitarbeiter teilten ihre Reaktionen dazu auf Twitter mit. Der Gigaom-Gründer Om Malik verließ das Unternehmen bereits vor einem Jahr.

  • ROBOTERJOURNALISMUS NYTimes.com: If an Algorithm Wrote This, How Would You Even Know?: Roboter sind mittlerweile so gut geworden, dass wir selbst nicht mehr unterscheiden können, was von Menschenhand kommt und was nicht. So kann es auch im Journalismus passieren: kommt dieser Artikel jetzt aus menschlicher Feder oder hat ein Roboter ihn verfasst? Die dafür benötigten Algorithmen und „natural language generator“, also der Generator für natürlich klingende Sprache, existieren bereits seit einer Weile, und sie werden besser und besser. Mittlerweile sprechen unsere Handys menschlich mit uns, unsere Autos parken für uns ein, wie wir es tun würden. Was bedeutet es dann noch, menschlich zu sein?

  • SHITSTORM HAMBURGER WAHLBEOBACHTER: Keine Angst vor Social Media: Wie man als Behörde mit einem „Shitstorm“ umgeht: Kann man sich auf einen Shitstorm vorbereiten? Ja kann man, so Autorin Christiane Germann. Sie ist Media-Managerin in Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Im Artikel berichtet sie von einem Vorfall auf der Facebook-Seite des Bundesamts. Es ging um einen geteilten Artikel über eine 4-köpfige Familie, die aufgrund ihrer dunklen Hautfarbe keine Wohnung fand. Darunter wurde ein rassistischer Kommentar gepostet, welcher offensichtlich von einem Mitarbeiter aus dem Hause stammt. Wie daraufhin mit dem Mitarbeiter und dem folgenden Shitstorm, als die User merkten wo dieser arbeitete, umgegangen wurde, berichtet Germann hier.

  • APPLE WATCH DIE WELT: Akkulaufzeit: Die Apple Watch geht nach 18 Stunden aus: Apple hat seine neue Smartwatch vorgestellt. Aber braucht man diesen Luxus wirklich? Luxus und Design sind die Punkte, die das Unternehmen sich besonders zu Herzen genommen hat: Mit der Uhr profiliert sich Apple endgültig zum Lifestyle-Unternehmen. Auch der Preis ist nicht ohne: Die günstigste Variante der Uhr liegt bei 400€, die teuerste Uhr kostet bis zu 18.000€. Abhängig ist der Preis je nach Modell, Größe und Armband, von letzterem gibt es eine Vielzahl. Damit ist es das persönlichste Gerät, was je entwickelt wurde, so Apple-Chef Tim Cook. Auch wurde ein neues Macbook vorgestellt, genauso wie eine neue Version des iOS-Betriebssystem.

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Android Wear: Smartwatch-Durchbruch dank Google-Starthilfe?

Nachdem letztes Jahr Google mit Android Wear den Durchbruch im Wearable-Markt nicht schaffen konnte, könnte 2015 nun das Jahr der Smartwatch werden – Apple sei dank. // von Daniel Kuhn

Android-Wear-Image

Smartwatches und Wearable Devices gelten schon seit einiger Zeit als das nächste große Ding in der Technikwelt – bis heute konnte allerdings keines dieser Geräte auf dem Markt signifikante Erfolge feiern. Nachdem bisher jeder Hersteller sein eigenes Süppchen kochte, hat Google im vergangenen Jahr mit Android Wear ein Betriebssystem speziell für Wearable Devices vorgestellt, mit dem Google der noch jungen Gerätekategorie helfen wollte, in der breiten Masse anzukommen. Die hat Google bislang aber nicht geschafft und noch immer sind Wearables nur eine Nische. Jetzt könnte aber neuen Schwung in den Wearable-Markt kommen, bringt mit Apple ein weiterer Big-Player eine Smartwatch auf den Markt.

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Wearables: Weihnachtsgeschenke für den Early Adopter

MWC Barcelona 2013 - Sony SmartWatch (adapted) (Image by K?rlis Dambr?ns [CC BY 2.0] via Flickr)

Wenn in diesem Jahr unter dem Weihnachtsbaum kein Smartphone oder Tablet liegt, dann bestimmt ein Wearable – ganz passend zum Vorsatz, sich mehr zu bewegen. Sie gehören eindeutig zu den Technik-Trends 2014 und werden auch 2015 für jeden Menge Gesprächsstoff sorgen. Wearables sind groß im Kommen, sie sind das nächste große Ding. Es wäre also kein Wunder, wenn unter dem ein oder anderen Weihnachtsbaum eines liegen würde. Die Frage ist nur: Welches soll es sein?

Tech-Liebhaber greifen bitte zur Smartwatch

Das lässt sich natürlich nicht pauschal beantworten. Aber man könnte grob zusammenfassen: Technik-Freaks, die zu den Ersten gehören wollen und sich damit auch ganz gerne schmücken, die sollten – wenn nicht zu mehreren Dingen – zu Smartwatches greifen. Mit der LG G Watch R oder der Motorola Moto 360 sind zwei runde Smartwatches erschienen, die einer Uhr noch am meisten ähneln und trotzdem mit Funktionen nicht sparen. Der Nachteil an diesen beiden und vielen anderen Modellen: Sie benötigen ein Smartphone an ihrer Seite, um viele ihrer Funktionen überhaupt nutzen zu können. Der Grund: Sie besitzen kein 3G-Modul und oft auch kein GPS-Modul, womit sie alleine nicht internetfähig sind. Wer eine Standalone-Uhr sucht, der sollte sich das Schmuckstück von Samsung anschauen. Die Galaxy Gear S ist auch ohne Smartphone brauchbar und hat ein besonderes, gebogenes Display. Allerdings ist die Gear S wahrscheinlich nichts für schmale Frauen- (oder Männer-) Arme.

Das Vorsatz-Gadget: Fitnesstracker

Weil Weihnachten ja bekanntlich kurz vor dem neuen Jahr liegt und für das neue Jahr gerne tolle Vorsätze formuliert werden, sind Fitnesstracker eine empfehlenswerte Wearables-Kategorie. Mit den Armbändern können Schritte und Kalorien gezählt, die gelaufene Distanz und sogar der Puls gemessen werden. Jede Menge Gesundheitsdaten, die man für sich nur noch auswerten und nutzen muss. Und wer das nicht alleine schafft, der kann beispielsweise zu einer Software wie KiQplan greifen, die als Personal- und Motivationscoach einspringt. Wenn es dann nicht mit den Abnehm- und Bewegungsvorsätzen klappt…

Alternativ: der Gutschein

Alle diejenigen, die weder eine existierende Smartwatch noch gewöhnliche Fitnesstracker überzeugt, sollten vielleicht noch etwas abwarten und sich einen Gutschein wünschen. Gerade werden beispielsweise jede Menge Tracker entwickelt, die nicht als Armband, sondern als Socke, Schuh, T-Shirt oder Stirnband getragen werden. Oder wie wäre es mit ein bisschen Virtual-Reality? Man kann davon ausgehen, dass im Laufe des nächsten Jahres die VR-Brille von Oculus erscheinen wird. Und auf die Datenbrille Google Glass warten ja auch noch einige. Achso: Die Smartwatch von Apple soll ja auch im Frühjahr erscheinen. Wer ein bisschen mehr Geld in der Kaffeekasse oder einen lieben Weihnachtsmann hat, der kann für 4.000 bis 5.000 Dollar bei der Gold-Version der Apple Watch zugreifen.

Dieser Artikel ist ein Ergebnis der Kooperation von Netzpiloten.de mit dem Branchendienst Techletter, der auch Newsletter zu den Themengebieten Smart Home, Wearables und Connected Car anbietet.


Image (adapted) „MWC Barcelona 2013 – Sony SmartWatch“ by K?rlis Dambr?ns (CC BY 2.0)


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Will.i.ams Smartwatch „Puls“ – davon profitiert die ganze Branche

Will.i.am präsentiert seine Smartwatch Puls

Die Wearables-Branche kommt langsam in die Gänge. Dass Superstar Will.i.am jetzt eine eigene Smartwatch auf den Markt bringt, hilft nicht nur ihm, sondern der gesamten Branche. // von Julian Heck

Will.i.am präsentiert seine Smartwatch Puls

Der Wearables-Markt hat täglich Neuigkeiten parat. Besonders Smartwatches dominieren die Meldungen. Eine jüngste Studie von Juniper Research geht davon aus, dass in fünf Jahren rund 100 Millionen Geräte über die (virtuelle) Ladentheke gehen. Für 2014 geht IDC von etwa einem Fünftel aus (19 Millionen Geräte).

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Smartwatches: Innen hui, außen pfui

AppleWatch (Bild: Apple)

Die ersten Smartwatches erinnern eher an die ersten klobigen Handys als an schicke Gadgets. Dabei ist der Mode-Faktor nicht zu unterschätzen, wie sich langsam zeigt. // von Julian Heck

AppleWatch (Bild: Apple)

Neu ist eine solche Entwicklung nicht: Wenn eine neue technische Gerätegruppe produziert wird, dann sind die ersten Modelle in der Regel keine edlen Schmuckstücke. Man erinnere sich noch an die ersten Mobiltelefone von Siemens oder Nokia, die heute jedes Festnetztelefon im unhandlichen Format übertrumpfen.

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