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Memes und die Wissenschaft des viralen Hits

Grumpy Cat (adapted) (Image by Gage Skidmore [CC BY-SA 2.0] via Flickr)

WHO LET THE DOGS OUT? WHO-WHO-WHO-WHO-WHO? WHO LET THE DOGS OUT?

Falls du jemals den Baha-Men-Hit „Who Let the Dogs Out“ aus dem Jahr 2000 gehört hast, wirst du wahrscheinlich schon die Erfahrung gemacht haben, dass der etwas nervige, aber sehr eingängige Refrain für mehrere Stunden als Ohrwurm in deinem Kopf herumspukte.

Wenn du ihn im Laufe des Tages leise vor dich hingesummt hast, hat dich vielleicht jemand gehört und sich ein paar Minuten später bei dir beschwert, dass du ihm diesen Ohrwurm in den Kopf gesetzt hast. Der Refrain des Songs scheint die Fähigkeit zu besitzen, von einem Gehirn zum nächsten zu springen. Und vielleicht springt er sogar von dem Webbrowser, den du gerade benutzt, auf dein Gehirn über. In der Tat ist es möglich, dass du dir diesen Refrain gerade selbst vorsingst. Etwas Ähnliches geschieht im Internet, wenn Dinge viral werden – scheinbar ohne Sinn und Verstand liken, teilen, retweeten und beschäftigen sich die Leute online mit bestimmten Dingen.

Zum Beispiel wurde ein Foto der sogenannten Grumpy Cat online so oft geteilt, dass es im Jahr 2013 die Auszeichnung der „größten Einzelleistung des Jahres“ erhielt. Die Besitzerin von Grumpy Cat, deren wirklicher Name Tardar Sauce lautet, macht deutlich, dass sie nicht ahnte, dass das ursprünglich auf Reddit gepostete Katzenfoto überhaupt etwas Besonderes wäre.

Aus heiterem Himmel heben einige Social-Media-Aktionen so sehr ab, dass man sie unmöglich ignorieren kann. Im Jahr 2014 erwähnten und teilten mehr als 3 Millionen Menschen innerhalb von weniger als drei Wochen sogenannte #IceBucketChallenge-Videos. Nachdem diese zum viralen Hit wurden, hat die Challenge mehr als 100 Millionen US-Dollar an Spenden für die ALS Association eingebracht. In anderen Fällen jedoch verkümmern Aktionen in den digitalen Medien. Andere lustige Katzenfotos und Challenges werden ignoriert und weder geteilt noch retweetet.

Warum und auf welche Weise unterliegen wir dem Drang, bestimmte kulturelle Elemente wie Songs, Videos, Texte und Bilder zu reproduzieren und zu teilen? Ist es einfach nur Zufall und die Gnade fremder Internetnutzer? Der Grund mag weniger mit Zufall und mehr mit dem kontroversen Themenfeld der Memetik zu tun haben, das sich mit der Frage beschäftigt, wie sich kleine kulturelle Schnipsel unter uns verbreiten.

Als Leiterin des Zentrums für Urheberrechtsgesetze der Drake University Law School habe ich Memes und ihre Beziehung zu viralen Medien untersucht. Man kann die Verbindung zwischen Memetik und der Frage, was bestimmte Medien dazu befähigt, millionenfach geteilt und reproduziert zu werden, kaum ignorieren. Unternehmen und Einzelpersonen täten gut daran, zu verstehen, ob es tatsächlich eine Wissenschaft des viralen Hits gibt und wie diese für Kampagnen genutzt werden kann.

Die Idee von „Memes“ basiert auf Genen

Der Begriff „Memetik“ wurde erstmals von dem Evolutionsbiologen Richard Dawkins in seinem berühmten Buch „Das egoistische Gen“ von 1976 benutzt. Er stellte eine Theorie darüber auf, wie kulturelle Informationen entwickelt und von Mensch zu Mensch übertragen werden. In der Art, wie ein Gen ein individuelles Paket genetischer Information darstellt, so sein Ansatz, ist ein Mem ein ähnliches Paket kultureller Information. Wenn eine Person eine andere imitiert, wird laut Dawkins ein Mem an den Imitator weitergegeben, in ähnlicher Weise, wie etwa blaue Augen durch die Gene von den Eltern an ihre Kinder weitergegeben werden.

Die Memetik stützt sich auf die Theorie der darwinistischen Evolution. Sie legt nahe, dass Meme miteinander konkurrieren, sich reproduzieren und weiterentwickeln, genau wie Gene dies tun. Nur die stärksten überleben. Meme kämpfen also erbittert um Raum und Vorherrschaft in unserem Gehirn und in unserem Verhalten. Diejenigen, die durch weit verbreitete Nachahmung Erfolg erlangt haben, haben sich für die Wiederholung und Kommunikation am besten entwickelt. Ein Mem kann nicht von einzelnen Individuen kontrolliert werden – viele Menschen können dem Mem gleichzeitig als Träger dienen.

Es ist schwierig, genau zu erklären, was alles unter den Begriff „Mem“ fallen könnte. Gewöhnlich stellen Wissenschaftler jedoch fest, dass ein Mem eine Phrase, eine eingängige Melodie oder eine Verhaltensweise sein kann. Dawkins zögerte, den Begriff klar zu definieren, aber er merkte an, dass Melodien, Ideen, eingängige Phrasen, Kleidermoden, sogar auch bestimmte Arten, wie man Töpfe herstellen oder Torbögen bauen kann, Meme sein könnten. Die Memetik legt nahe, dass Meme schon so lange existieren, wie es Menschen auf der Erde gegeben hat.

Eine geläufige Darstellung ist das Speichenrad-Mem. Es geht zurück auf den Philosophen Daniel C. Dennett„Ein Wagen mit Speichenrädern trägt nicht nur Getreide oder Fracht von Ort zu Ort; es trägt auch die geniale Idee eines Speichenradwagens von Geist zu Geist.“ Die erste Person, deren Hirn das Speichenrad-Mem in sich trug, baut einen Speichenradwagen. Andere werden diesen ersten Wagen sehen, dasselbe Mem reproduzieren und mit dem Bauen von Wagen fortfahren, bis es Hunderte, Tausende oder Millionen von Speichenradwagen gibt. In den frühen Tagen der Menschheit konnte sich so ein Mem schnell fortpflanzen, weil man sich in einer Welt befand, in der Alternativen nur selten vorhanden waren.

In der Memetik geht es um mehr als nur die Frage, was eine Sache populär macht. Die stärksten Meme – jene, die sich in den meisten Köpfen reproduzieren – sind verantwortlich für die Entstehung und Entwicklung der menschlichen Kultur.

Vom Geist ins Internet

Heute ist das Internet-Mem, von den meisten Leute mittlerweile einfach Meme genannt, ein kleines Medium, das online kopiert wird und sich schnell verbreitet. Eine der ersten Verwendungen der Idee des Internet-Mems entstand 1994, als Mike Godwin, ein amerikanischer Anwalt und Experte für Internet-Recht, den Begriff „Meme“ benutzte, um die rasche Verbreitung von Ideen im Netz zu charakterisieren. Er hatte festgestellt, dass in unterschiedlichen Newsgroups und virtuellen Communities bestimmte Nutzer, wenn sie unliebsame Kommentare hinterließen, als „nazimäßig“ oder „Hitler-ähnlich“ etikettiert wurden. Godwin nannte dies das Nazi-Vergleichs-Meme. Es tauchte immer und immer wieder auf, in den verschiedensten Arten von Diskussionen mit Nutzern aus aller Welt, und Godwin staunte über die „eigentümliche Unverwüstlichkeit“ des Memes.

Über 20 Jahre später ist das Wort „Meme“ zu einem festen Bestandteil unseres Lexikons geworden und wurde benutzt um alles Mögliche zu beschreiben, von Ermahgerd Girl über Crying Jordan bis hin zu Gangnam Style. In der heutigen Welt hat jedes Meme eine Menge Konkurrenz. Amerikaner verbringen durchschnittlich 11 Stunden pro Tag damit, mithilfe von digitalen Medien zu interagieren. Australier verbringen 10 Stunden pro Tag mit internetfähigen Geräten, während Lateinamerikaner mehr als 12 Stunden täglich mit Medienkonsum verbringen. Rund um die Welt erhalten die Menschen permanent Tausende von Fotos, Videos und andere Nachrichten. Herauszufinden, welche dieser Elemente die meiste Aufmerksamkeit erlangen, könnte für die Entwickler digitaler Inhalte einen erheblichen Vorteil bedeuten.

Memes manipulieren, damit sie viral gehen?

Das Internet-Meme und das wissenschaftliche Mem sind nicht identisch. Das Internet-Meme wird typischerweise bewusst durch die menschliche Erfindungsgabe variiert, während das wissenschaftliche Mem, das eingeführt wurde, bevor sich das Internet durchsetzte, zufällige Veränderungen und exaktes Kopieren beinhaltet. Darüber hinaus sind Internet-Memes beobachtbar dank ihrer Präsenz in den sozialen Medien, während wissenschaftliche Meme (zumindest bis jetzt) nicht beobachtbar sind, weil sie keine physische Form und keine Spuren hinterlassen. Dawkins hat jedoch festgestellt, dass das Internet-Meme und das wissenschaftliche Mem eindeutig verwandt und miteinander verbunden sind.

Was sind die Ursachen dafür, dass sich ein Meme besser verbreitet als das andere? Einige Forscher sagen, dass Memes bestimmte Eigenschaften entwickeln, die „gute Kniffe“ genannt werden, und die ihnen Wettbewerbsvorteile verschaffen, wie zum Beispiel:

  1. wirklich nützlich für einen menschlichen Träger zu sein
  1. für das menschliche Gehirn leicht nachahmbar zu sein und
  1. Fragen zu beantworten, die für das menschliche Gehirn interessant sind.

Zum Ersten: wenn ein Meme wirklich nützlich für Menschen ist, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass es sich verbreitet. Speichenradwagen haben sich schnell verbreitet, weil die frühen Menschen große Mengen von Fracht transportieren mussten.

Zum Zweiten: Memes, die leicht zu kopieren sind, haben einen Wettbewerbsvorteil gegenüber solchen, die es nicht sind – ein eingängiger Refrain wie „WHO LET THE DOGS OUT“ lässt sich leichter rekonstruieren als die Zeilen in U2s Numb, der als einer der am schwierigsten zu verstehenden Popsongs bezeichnet wird.

Zum Dritten: Memes, die drängende Fragen beantworten, werden sich sehr wahrscheinlich verbreiten. Schau dich in einer beliebigen Buchhandlung um und du wirst zahlreiche Bücher über deine Bestimmung im Leben, über die Frage nach dem Sinn des Lebens, oder darüber, wie man schnell und effektiv Gewicht verliert, finden – alles Themen, die für viele Menschen von großem Interesse sind.

Die Memetik legt nahe, dass große Vorteile darin liegen, ein starkes Mem nach Dawkins ursprünglicher Definition mit digitalen und anderen Inhalten zu kombinieren. Wenn es eine wissenschaftliche Erklärung für starke Reproduktion gibt, können Marketing- und Werbestrategien in Verbindung mit starken Memen die Geheimnisse des Teilens und Verbreitens viraler Medien offenlegen.

Die Antwort auf solche Geheimnisse könnte in Songs wie „WHO LET THE DOGS OUT“ liegen. Summst du es schon vor dich hin?

Dieser Artikel erschien zuerst auf „The Conversation“ unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image (adapted) „Grumpy Cat“ by Gage Skidmore (CC BY-SA 2.0)


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App-heben mit der iPhone-Drohne: Ghostdrone 2.0 von Ehang im Test

Wenn selbst Action-Cam-Anbieter GoPro mit einer Drohne im Handel landet, heißt das nur eins: Multicopter stehen vor dem Durchbruch im Massenmarkt. Immer mehr Anbieter lassen immer mehr Modelle steigen. Nicht nur für Profis, auch für Konsumenten. Vor allem eine einfache Steuerung soll helfen, die Einstiegshürde zu überwinden. Bei der Ghostdrone 2.0 reichen Touch- und Wischgesten auf dem iPhone und ein Kopfnicken mit einer Videobrille, um mit der vierrotorigen Drohne von Anbieter Ehang durchzustarten. Ist das wirklich so einfach? Als totaler Drohnen-Anfänger habe ich einen Probeflug mit dem Luftgefährt gewagt und mich zudem schlau gemacht, was Einsteiger rechtlich beachten sollten. Noch nie war der Magazin-Titel „Applepiloten“ daher so wörtlich zu nehmen wie bei diesem Test.

Wer braucht eigentlich die Ehang-Drohne?

Aufnahmen aus der Luft sind der wesentliche Einsatzzweck von Multicoptern. Bildjournalisten, Unterhaltungsfilmcrews, Landvermesser oder Bauinspekteure setzen darauf. Im Freizeitbereich sind die Fluggeräte vor allem unter Modellflug-Enthusiasten präsent. Aber auch immer mehr ambitionierte Foto- und Filmbegeisterte entdecken das Genre für sich. Für sie bringen Hersteller wie Ehang gebrauchsfertige Sets aus Copter und Kamera in den Handel. Ehang kommt aus China und tritt gegen die Platzhirsche DJI und Yuneec aus gleichem Lande an. Die Ghostdrone 2.0 ist mit 989 Euro Listenpreis eher im mittleren Preissegment angesiedelt. Der Herausforderer will in Deutschland durchstarten, indem er es der breiten Masse besonders einfach macht. Dazu gehört eine einjährige Vollkasko-Garantie. Geht das Gerät kaputt, weil sich der Pilot zu ungeschickt angestellt hat, repariert oder ersetzt Ehang trotzdem. Damit lässt der Anbieter keinen Zweifel an sein Vertrauen darin, dass eigentlich gar nichts schiefgehen könne. Ihr Werbespruch lautet: „Anyone can fly“.ghostdrone2weissapplepiloten3-1024x683

Vor dem Start

Tatsächlich ist der Multicopter schnell flugbereit gemacht. Akkus der Drohne und der Videobrille aufladen, Ehang Play aus Apples App Store installieren, Propeller handfest anschrauben, einschalten, App koppeln, Anweisungen auf dem Bildschirm folgen – und losfliegen. Vorher die Tutorials im Web oder bei YouTube zu verinnerlichen, kann nicht schaden. Und dann bitte noch einmal kurz innehalten und sich daran erinnern, dass man erwachsen ist: Keine leichtsinnigen Moves! Selbst wenn ihr im Innenraum die benötigte GPS-Verbindung herstellen könnt – ein Teststart im Wohnzimmer ist keine gute Idee. Die Ghostdrone steigt nämlich automatisch zehn Meter hoch. Auch „einfach mal so ausprobieren“ im dicht bebauten Innenhof ist nicht empfehlenswert. Zentimetergenau kontrollieren lässt sich kein Multicopter.

Wo darf ich eigentlich Multicopter fliegen?

Die Auswahl des Fluggeländes erfordert mehr Grips als die Drohne in Betrieb zu nehmen. Multicopter und das deutsche Flugrecht – es ist kompliziert! Um es einfach zu formulieren: Sucht euch eine große freie Fläche abseits von hohen Bäumen, Strommasten, Gebäuden und ähnlichen Hindernissen. Informiert euch im Web über generelle Flugverbotszonen. Über Menschengruppen, fremde Schrebergärten und Privatgrundstücke zu fliegen, ist ebenfalls tabu. Die Ghostdrone wiegt mit rund 1,2 Kilogramm weit unter der Schwellengrenze von fünf Kilogramm. Außerdem gehe ich davon aus, dass euer Einsatzzweck nicht gewerblich ist und ihr unter 100 Metern Flughöhe bleibt. Häkchen bei diesen drei Aspekten bedeutet: Ihr braucht keine behördliche Aufstiegsgenehmigung. Wer sich intensiver mit dem Multicopterfliegen, gar kommerziell, befassen möchte, kann sich zum Beispiel hier und hier bei Workshops fit machen lassen. Eine verständliche Orientierung für Einsteiger bietet die Stiftung Warentest.

Die Drohne mit dem gewissen Touch: App geht der Flug!

Wenn die Propeller hochfrequent rotieren und das Gras sich in deren Fahrtwind bewegt, kriege ich plötzlich einen Heidenrespekt. Mit einem Spielzeug hantiere ich da gerade definitiv nicht herum. Zum Glück könnte die Bedienung tatsächlich einfacher nicht sein. In die Tasten und Joysticks eines ehang_play_bkl_applepiloten2-169x300physischen Controllers muss ich mich nicht einfuchsen. Damit liefert Ehang die Ghostdrone 2.0 gar nicht erst aus. Flugkommandos gebe ich im „Touch-to-Go-Modus“ per Fingerbedienung im Interface der iOS-App. Die Ansicht ähnelt einer Navi-App wie Google Maps. Zum Starten drücke und wische ich einmal. Um die Drohne zu navigieren, tippe ich zweimal auf einen beliebigen Punkt der eingeblendeten Karte und sie fliegt dorthin. Dies alles quittiert die Ehang-App mit einer akustischen Sprachausgabe auf Deutsch. Nicht perfekt lokalisiert, aber verständlich genug. Nach drei Touren dieser Art schaltet die App den „Avatar“-Modus frei. Dann kann ich den Multicopter manuell fliegen. Dazu halte ich das iPhone flach vor mir. Neige ich es zu einer Seite, folgt die Drohne am Himmel dem Signal des Bewegungssensors. Drehe ich mich oder das iPhone um meine Körperachse, fliegt auch der Multicopter nach links oder rechts. Das klappt auf Anhieb, aber für einen flüssigen Flug brauche ich definitiv mehr Übung.

Was ist das für 1 Video-Steuerung?

Sobald sie abhebt, zeichnet die Kamera der Ghostdrone automatisch ein Video in 4K-UHD (3840 x 2160 Pixel) auf einer microSD-Karte auf. In der App kann ich die Aufnahme händisch unterbrechen oder fortsetzen und auch Einzelfotos in einer Auflösung von 16 Megapixel schießen. Das Kamerabild lässt sich live in der Videobrille kontrollieren. Es wird leider per analogem Funk in völlig unzeitgemäß niedriger VGA-Auflösung übertragen. Die Älteren unter uns erinnern sich noch an derartig aufgelöste Röhrenfernseher. Auf der IFA erklärte mir Ehang-Geschäftsführer Matthias Hagedorn, dass die Videobrille in einer der nächsten Generationen höher aufgelöst werden soll. Cool: Neige oder hebe ich den Kopf mit der Videobrille vor den Augen, senkt oder hebt sich auch die Ghostdrone-Kamera. Seitlich schwenken kann ich sie aber nicht. Das wiederum geht nur über einen Regler in der App. Und diese Trennung ist völlig unverständlich. Brille und App gleichzeitig bedienen darf ich nämlich gar nicht. Der Gesetzgeber verlangt, dass Piloten ihre Drohne nie aus den Augen verlieren. Daher muss also ein Video-Operator mit der Brille einem iPhone-Piloten Schwenkanweisungen geben. Wie soll das in der Praxis bitte vernünftig gehen?berti_ehang_ghostdrone2_applepiloten-3-1024x768 Hoffentlich bessert Ehang hier nach und verbaut eine komplette Kopfsteuerung in der idealerweise höher aufgelösten Videobrille. Eine interessante Alternative haben gerade Epson und DJI mit der Drohnen-Steuerung per Augmented-Reality-Brille vorgestellt. In der jetzigen Lösung kann Ehang aber nicht auf die Videobrille verzichten. Sie ist ein zentrales Bindeglied und leitet die WLAN-Signale vom iPhone per Funk an die Ghostdrone weiter.

Der 30-Minuten-Spaß

Stundenlang über malerischen Landschaften schweben – das geht derzeit mit noch keinem Multicopter. Wie bei vergleichbaren Geräten auch, ist der Akku der Ghostdrone nach weniger als einer halben Stunde leer. Die App fordert mich rechtzeitig zum Landen auf. Beruhigend: Ohne meine Reaktion würde sie letztlich selbsttätig zum Ausgangspunkt zurückkehren. Das täte sie übrigens auch, wenn die Funkverbindung abbräche.

Videos lieber von der Speicherkarte laden

Hat man keinen Ersatzakku dabei, währt das Flugerlebnis an sich also recht kurz. Für Filmer beginnt erst hinterher die richtige Arbeit, wenn es ans Sichten und Bearbeiten der Videoaufnahmen geht. Ich kann Foto, aber kein Video. Von daher ist mein ungeschnittenes Erstlingswerk so langweilig, dass es vielleicht doch schon wieder Kunst sein könnte.

Die Aufnahmen kommen auf zwei Weisen von der Kamera herunter. Über die Ehang-App kann ich per WLAN darauf zugreifen, aufs iPhone laden und gleich auf den Apple TV streamen. Aber Moment mal, wieso ist das Video denn so pixelig? Aha, weil bei diesem Verfahren nur ein niedrig aufgelöstes Vorschauvideo übertragen wird. Die „große“ UHD-Version kann ich nur per Speicherkarte auf den Mac ziehen.

Fazit

Eine Drohne mit dem iPhone steuern? Mein erster Einsatz als „Applepilot“ war aufregend und faszinierend zugleich. Die Steuerung ist so einfach, wie Hersteller Ehang es verspricht.berti_ehang_ghostdrone2_applepiloten-5-300x225 Trotzdem wurde mir bewusst, dass die Drohne kein Spielzeug ist und ich große Verantwortung übernehme, wenn ich sie im öffentlichen Raum verwende. Jederzeit aufmerksam zu sein, ist unerlässlich. Flüssige Flugmanöver und gleichzeitig noch schöne Videoaufnahmen machen – das ist anspruchsvoll. Die Videobrille ist ein nettes Gimmick. Wegen der geringen Auflösung und der eingeschränkten Bewegungssteuerung macht sie nur begrenzt Freude. Die Kamera über die Videobrille und die App zu bedienen, ist umständlich gelöst. Wer großen Wert aufs Filmen legt, wird sich mehr Präzision wünschen. Ich bin gespannt, inwiefern es der Ehang Ghostdrone 2.0 gelingen wird, ihre Nische zu finden. Für die Masse der Konsumenten dürften der immer noch sehr hohe Kaufpreis und die kurze Akkulaufzeit große Hürden sein. Und Videoprofis dürften sich sicher präzisere und flexiblere Lösungen wünschen. Um erste Erfahrungen zu sammeln, ist die Ehang Ghostdrone 2.0 für Multicopter-Einsteiger jedoch eine gute Wahl.


Dieser Artikel erschien zuerst auf „Applepiloten“ unter CC BY-ND 4.0.


Images & Video by Berti Kolbow-Lehradt


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Wie ist eigentlich das Leben als Gründer?

Creative Company Conference 2011 (adapted) (Image by Sebastiaan ter Burg [CC BY-SA 2.0] via Flickr)

Work-Life-Blending statt vermeintliche Balance – Das Leben als Gründer ist härter als es von außen wirkt, doch auch genauso lohnenswert. Sieben von zehn Startups überleben nicht. Das schreckt viele junge Europäer ab, so eine aktuelle Studie zu Arbeitsmarkt, Karriere und Digitalisierung des internationalen Vodafone Instituts. Gründer, die den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt haben, bereuen ihn nicht. Das Unbekannte sehen sie als Chance, Scheitern als Zwischenschritt zum Erfolg.

Das ist der letzte Aufruf für alle Passagiere des Fluges…„. Peter Langmar, Gründer des internationalen Tech-Startups Brickflow, kennt dies nur zu gut. Der 28-Jährige ist fast das ganze Jahr „on the road„, um Investoren zu treffen, Kontakte zu potenziellen Partnern zu knüpfen und sich über neue Technologien zu informieren. 2013 lebte er auf drei Kontinenten – in Paris, Tallin, Santiago de Chile, Budapest und New York. In seiner Heimatstadt Budapest, in der das Brickflow-Team derzeit arbeitet, verbringt er nur wenig Zeit. Nur jede dritte oder vierte Woche ist er in der ungarischen Hauptstadt. Vor allem im Herbst, wenn große internationale Startup-Festivals der IT-Branche, wie das Pioneers Festival in Wien, die Web Summit in Dublin oder Slush in Helsinki stattfinden, ist er bis zu 20 Tage pro Monat unterwegs. Arbeit und Freizeit verschmelzen dabei oft.

Was ist Arbeit, was Freizeit?

Statt Work-Life-Balance diskutiert die Branche nun Work-Life-Blending – für viele engagierte Gründer längst Lebensmotto. Auch Johann Huber, 28-jähriger Mitgründer des Startups Soma Analytics, ist wie Peter Langmar oft unterwegs. SOMA Analytics misst, managed und reduziert Stress in Firmen mit einer Smartphone-App auf wissenschaftlich validierter Basis. Mitarbeiter erhalten durch die App personalisiertes Feedback, Tipps und Übungen um besser mit Stress umgehen zu können. Das gesamte Geschäftsmodell ist auf das Work-Life-Balance-Problem ausgerichtet. Gerade auf Startup Veranstaltungen wird er daher oft mit anderen Gründern angesprochen. Mindestens einmal im Monat nimmt er an einer internationalen Veranstaltung teil. In der Londoner Startup-Szene, in der Soma Analytics beheimatet ist, netzwerkt Johann jeden zweiten Abend. Mit gesunder Ernährung, Sport und gezielter Organisation meistert er das Startup-Leben und das mit Leidenschaft.

Ich kann und will nicht wirklich zwischen Work und Life differenzieren. Ich brenne für meine Arbeit, verstehe ‚Arbeit‘ nicht unbedingt als ‚Arbeit‘ im herkömmlichen Sinn.“ ?Für sein junges Startup, das er gemeinsam mit drei Freunden vor rund 18 Monaten gegründet hat, weil ein Bekannter durch mangelnde Work-Life–Balance kurz vor dem Burnout stand, legte er sogar sein Ingenieurstudium vorübergehend auf Eis, obwohl nach dem Studienende hohe Einstiegsgehälter und ein sicherer Job in Aussicht standen. Dass es gut läuft, Johann und seine Mitgründer haben Bestätigung und Investitionen durch Wettbewerbe wie die EIT ICT Labs Idea Challenge erhalten, reduziert den Stress, nimmt den Druck aber nie ganz heraus. Das junge Team arbeitet noch immer mehr als 12 Stunden pro Tag.

Mut zur Unsicherheit

100 prozentige Erfolgsgarantien gibt es in der Gründerszene nicht. Unsicherheit ist der ständige Begleiter eines Entrepreneurs. Die IT-Branche unterscheidet sich dabei kaum von anderen Bereichen. Laut dem Startups R.I.P.-Report des Analytics- und Research-Unternehmen CB Insights straucheln mehr als die Hälfte der jungen Unternehmen noch vor der Erreichung der ersten Million. Sieben von zehn Startups überleben nicht. Diese Unsicherheit schreckt viele junge Europäer ab. Eine aktuelle Studie des Vodafone Institute belegt, dass jeder dritte 18 bis 30jährige keine Karriere in der Digitalindustrie anstrebt. Nur 13 Prozent wollen in der IT-Branche durchstarten. Jedoch nicht in Startups. 70 Prozent der deutschen Befragten sagen „Nein“ . Sie schrecken die Arbeitsmenge (46 Prozent), die schwierige Work-Life-Balance (43 Prozent) sowie die fehlende Berufserfahrung (40 Prozent), die Berufsanfänger oft mitbringen. Auf der anderen Seite der Medaille schätzen junge Gründer vor allem, dass sie sich selbst verwirklichen und eigene Ideen umsetzen können (44 Prozent), ihr eigener Chef sind (38 Prozent) und im Idealfall mehr verdienen als Angestellte (29 Prozent), so die Ergebnisse der aktuellen Vodafone Studie.

Die Unsicherheit über Zukunft, Märkte, Mitarbeiter, Geld, Beziehungen, Unsicherheit, keine Pläne machen zu können„, ist daher Johann Hubers größter Stressfaktor, aber auch sein größter Motivator. „Man muss lernen, mit Unsicherheit umzugehen und daraus eine Stärke zu machen!“ Für Peter Langmar, Johann Huber und all die mehr als 3.000 Gründer, die sich auf dem Pioneers Festival, der Web Summit und der Slush präsentiert haben, ist das Leben eines Angestellten keine Alternative. Sie leben für ihre Ideen, werden diese auch im kommenden Jahr präsentieren, um Investoren und Kunden von ihrem Produkt, dem Geschäftsmodell und dem Team zu überzeugen. „Sollte das aktuelle Produkt von Brickflow nicht funktionieren, richten wir das Unternehmen neu aus. Wir haben viele Ideen und einige sind bereits gescheitert. Das hat uns nur motiviert, mit frischen Ansätzen neu durchzustarten.


Image (adapted) „Creative Company Conference 2011“ by Sebastiaan ter Burg (CC BY-SA 2.0)


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Google vs. Apple: Die Ausweitung der Kampfzonen

Android eating Apple (adapted) (Image by Aidan [CC BY 2.0] via Flickr)

Unsere Autos, unser Zuhause, unsere Gesundheit: Die beiden Silicon-Valley-Riesen wollen mit ihren Geräten und Diensten in alle erdenklichen Lebensbereiche vordringen und liefern sich gerade einen erbitterten Zweikampf um die Geschäftsfelder der Zukunft. Heute lebt Apple vorrangig vom Verkauf von iPhones, und Google verdient seine Milliarden mit Suchmaschinen-Werbung. Doch beide IT-Konzerne arbeiten fieberhaft an ihrer eigenen Business-Zukunft, haben Heimautomation, Autos, den Gesundheitsbereich oder Home Entertainment als digitale Expansionsfelder definiert und scharen Partner um sich. Arbeit, Mobilität, Gesundheit, Unterhaltung, Eigenheim: Wenn die Pläne von Google und Apple aufgehen, dann wird man sich irgendwann einmal entscheiden müssen, in welcher Welt man leben will: In der von Apple oder in der von Google?

Smartphones: Android 5 gegen iOS 8

Die mobilen Betriebssysteme stellen für Google und Apple das Fundament ihrer Welteroberungspläne dar. Android ist mit einer Milliarde monatlich aktiven Nutzern die weltweit dominierende mobile Software und wird im Herbst in seiner fünften Version (“L”) erscheinen. Dem gegenüber stehen 800 Millionen verkaufte iOS-Geräte, ebenfalls im Herbst wird iOS 8 auf den Markt kommen. Wie stark sich die beiden Betriebssysteme ähneln oder auch nicht, kann jeder in diesem direkten Vergleich für sich entscheiden.

Intelligentes Heim: HomeKit gegen Nest

Anfang 2014 hat sich Google den Heimautomationsspezialisten Nest – übrigens gegründet von Ex-Apple-Designer Tony Fadell – um 3,2 Milliarden Dollar gekauft, Nest wiederum hat sich vor kurzem Überwachungskamera-Hersteller Dropcam um 555 Millionen Dollar einverleibt. Heißt insgesamt: Google will ganz dringend in unsere Eigenheime vordringen und nicht nur Hardware verkaufen, sondern auch kräftig Daten sammeln. Apple hat auf der WWDC-Konferenz sein HomeKit entgegen gestellt: Software- und Hardware-Entwickler können mit dem Framework Produkte und Services bauen, die sich dann mit iPhone oder iPad steuern lassen (z.B. Garagentor öffnen, Heizung aufdrehen, Licht abdrehen). Zu den ersten Apple-Partnern zählen Philips und Honeywell, Partner von Googles Nest sind u.a. Mercedes, Logitech oder Whirlpool.

Gesundheitsdaten: HealthKit gegen Google Fit

Während Facebook und Twitter stark auf die Sammlung unserer geistigen Daten spezialisiert sind, wollen Apple und Google an unsere Körperdaten. Google hat mit Google Fit auf seiner I/O-Konferenz eine Software-Plattform vorgestellt, in der alle Gesundheitsdaten eines Users, die verschiedene Sport- oder Fitness-Apps sammeln, zusammenfließen können – erste Partner sind Nike, Adidas, Polar, Runkeeper oder Runtastic. Apple hält dem sein HealthKit entgegen, mit dem Software- und Hardware-Entwickler Gesundheitsanwendungen bauen können. Auch hier ist die zentrale Sammlung von Gesundheitsdaten des Users das Ziel – erste Apple-Partner sind Nike und verschiedene US-Kliniken.

Smart Car: Android Auto gegen CarPlay

Ihre Software-Systeme wollen Apple und Google auch auf die Straße bringen. Im PKW werden iOS und Android als Entertainment- und Info-Systeme zum Einsatz kommen, die sich Daten vom jeweiligen Smartphone schnappen (z.B. Navigation, Musik, SMS) und diese auf einem Amaturen-Display anzeigen bzw. per Sprachbefehl steuerbar machen. Android Auto hat dazu bereits 28 Automarken als Partner, CarPlay kann 29 Partner vorweisen.

Fernsehen 2.0: Android TV gegen Apple TV

Apple, seit jeder fest im Entertainmentbereich verankert, hat seit Jahren sein Apple TV im Angebot, über das man kostenpflichtige Filme oder Serien und, je nach Land, auch auf Netflix, Hulu, HBO oder YouTube zugreifen kann. Seit der I/O gibt es auch darauf eine Antwort von Google: Android TV soll das sehr ähnlich ermöglichen und außerdem Gamen mit einem Android-Gerät als Controller erlauben.

Wearables: Android Wear gegen iWatch

Im Bereich der Körper-Computer hat Google mit seiner Datenbrille Glass und verschiedenen Smartwatches, auf denen Android Wear läuft, die Nase eindeutig vorne – Motorola, LG oder Samsung haben bereits Uhren mit dem mobilen Betriebssystem gezeigt. Die seit Jahren kolportierte iWatch soll im Herbst endlich Realität werden – sich verdichtende Gerüchte meinen, dass die smarte Uhr von Apple ein 2,5-Zoll-Display und verschiedenste Sensoren zur Messung von Körperfunktionen haben soll. Zudem hat Apple kürzlich Jean-Claude Biver, einen Top-Manager beim Luxusuhrenhersteller Tag Heuer, abgeworben.

Internet-Wolke: Google Drive gegen iCloud Drive

Ab iOS 8 will Apple seinen Nutzern endlich einen vernünftig funktionierenden Cloud-Dienst bieten, der alle Dateien auf alle (Apple-)Geräte des Users bringt. 5 GB Speicherplatz sind bei iCloud Drive kostenlos, allerdings ist da der große Konkurrent Google Drive viel attraktiver: Dort bekommt der User mittlerweile 15 GB Gratis-Speicher.


Image (adapted) „Android eating Apple“ by Aidan (CC BY 2.0)


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TV-Serie: Black Mirror

blackmirror

Was passiert, wenn eine spektakuläre Entführungsgeschichte in die Hände von Youtube und Twitter gerät? In welches Setting wird uns einmal unsere Obsession nach medialer Trash-Zerstreuung führen und wozu sind wir fähig, wenn wir unsere Erinnerungen mittels eines Memory-Chips digital speichern und jederzeit abrufen könnten? Charlie Brooker gibt darauf eine Antwort: Black Mirror heißt seine neue Science-Fiction-Miniserie, die vor wenigen Wochen in Großbritannien auf Channel 4 über die Bildschirme flimmerte und hierzulande bislang nur über Youtube zu empfangen ist. Jede der drei knapp 60minütigen Episoden weist mit einer anderen Besetzung, einem anderen Schauplatz und einer anderen Realität auf. Im Kern geht es aber immer um die gleiche Frage: in welcher Form beeinflussen Technologien zukünftig unser Leben? Und hat der Wahnsinn wohlmöglich schon längst begonnen..?

If technology is a drug – and it does feel like a drug – then what are the side-effects?

Um welchen schwarzen Spiegel es sich bei seiner Serie genau handelt, weiß Produzent und Autor Charlie Brooker ganz genau: „In every home; on every desk; in every palm – a plasma screen; a monitor; a Smartphone – a black mirror of our 21st Century existence.“ Nachdem sich der in England auch als scharfzüngiger Moderator und Comedian bekannte Brooker mit Serien wie Dead Set oder der TV-Dokumentation How TV ruined your life einen Namen als bissiger TV-Satiriker gemacht hat, knöpft er sich mit Black Mirror den Einfluss von sozialen Netzwerken im durchdigitalisierten Zeitalter vor. Seine orwell´schen Szenarien, die in einer nicht näher bestimmten Zukunft spielen, sind dabei nicht nur äußerst spannend, sondern auch haarsträubend echt erzählt… Weiterlesen »

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Gut gerüstet in den Park

Der Sommer ist da, die Sonne scheint, es zieht uns in Scharen in die Parks. Grillen, Picknicken, Musik hören, mit Freunden feiern; all das macht im Sommer draußen am meisten Spaß. Doch einen großen Nachteil haben Freiluft-Aktivitäten: Um auch auf der Sommerwiese auf einen gewissen Komfort nicht verzichten zu müssen, schleppt man oft den halben Haushalt ins Grüne. Doch wer transportiert schon wirklich gerne einen Klapptisch auf dem Fahrrad? Oder trägt seinen massiven Grill mit sich herum? Viel zu schwer, unpraktisch und sperrig. Darum haben wir nach cleveren Lösungen gesucht, damit beim nächsten Picknick im Park Nerven und Rücken geschont werden…

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Im Fokus: Das trägt der Frühling

Die Frühlingsgefühle der Modeblogger sprudeln gerade rund um den Globus über. Wir haben die schönsten Schnappschüsse von den Strassen der Metropolen herausgesucht…

1. Italiniensische Momente gibt es beim Satorialist, da fühlen wir uns gleich nach Urlaub.

2. Der Facehunter hat die besten Frühlingsoutfits auf der Zagreb Fashion Week eingefangen.

3. Katja von Glamcanyon macht im Mai mal wieder die Strassen von Berlin mit ihrer Kamera unsicher und schießt bunte Ensembles in Mitte…

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Geschenke für den Mann


Die letzte, aber natürlich nicht unwichtigste Gruppe zuletzt: In unserer kleinen Reihe mit Geschenkideen wollen wir heute die schönsten Geschenke für Männer vorstellen. Für technikbegeisterte Väter, sportliche Brüder und musikalische Onkel ist sicher etwas dabei. Natürlich sind alle Geschenke wieder online bestellbar.


Die einzelnen Beschreibungen und Bezugsquellen findet Ihr nach dem Click… Weiterlesen »

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Advent in Berlin: Weihnachtsmarkt mal anders

Advent, Advent ein Lichtlein brennt. Und allmählich brennt auch die Frage nach den perfekten Geschenken für die Liebsten – und mit einbrechender, eisiger Kälte auch der Wunsch nach einem wärmenden Glühwein. Berlin kümmert sich natürlich um diese Bedürfnisse: Mit unzähligen Weihnachtsmärkten. Ob in allen Farben glitzernd, wie am Alexa, historisch-romantisch am Schloss Charlottenburg und Gendarmenmarkt oder Chanukka Markt im Jüdischen Museum Berlin. Die Auswahl an traditionellen Märkten ist endlos. Allerdings sucht nicht jedermann nach Nikolausmützen und Schnitzereien aus dem Erzgebirge, wenn er auf den Weihnachtsmarkt geht. Und manch einem sind Temperaturen in empfindlichen Minusgraden auch zu kalt zum gemütlichen Bummeln. Wer einen etwas individuelleren und wärmeren Weg sucht nach Geschenken zu stöbern, für den gibt es jetzt hier ein paar Geheimtipps für die Adventswochenenden:

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Ushahidi: Crisis Mapping in Afrika

Bekannt wurde das Projekt durch seine Haiti-Heatmap, die vielen NGOs direkt nach dem Erdbeben durch die aktuellen Hinweise der Bevölkerung gute Dienste leistete, was wo gebraucht wurde. Doch die eigentliche Herkunft ist Afrika. Und in der afrikanischen Blogosphäre gibt es noch vieles zu entdecken. Im Netzpiloten Interview spricht Juliana Rotich von  Globalvoicesonline.org über Social Media in Afrika und Grassroots-Bewegungen in Kenia. Das angesprochene Projekt Ushahidi haben wir uns einmal genauer angeschaut. Nach dem Klick gibt es das Interview und den Netzpiloten-Review. Weiterlesen »

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Lifestyle Lektüre vom 24. September 2010

1. Die Fashion Week in New York ist gerade vorbei und die ersten Trends für den nächsten Frühling zeichnen sich ab. Redakteurin Nina Stotler von Stylesight beleuchtet die wichtigsten Entwicklungen für The Cut.

2. Wer jetzt gerade in London unterwegs ist kann sich persönlich vom London Design Festival inspirieren lassen. Design aus allen Disziplinen wird hier zu einem einzigen festival zusammengebracht. Allen anderen bleiben sie besten Eindrücke vom London Design Festival Blog

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Lifestyle Lektüre vom 16. September 2010

1. Jedes Jahr im November ermöglicht die schwedische Kette H&M auch Otto-Normal-Verbrauchern die Anschaffung von Designerstückchen. Vogue verrät uns, dass dieses Jahr der französische Designer Lanvin Einzug in viele deutsche Kleiderschränke halten wird.

2. Modedesigner Marc Jacobs liest offensichtlich gerne – zumindest hat er jetzt einen eigenen Buchladen in New York eröffnet, der auf den schönen Namen Book Marc hört, wie style.com weiß.

3. Eine gute Verwendung für ausgelesene Bücher hat hingegen der briyische Künstler Jeremy Mays gefunden. Mittels Druck und einem speziellen Lack kreiert er außergewöhnliche Schmuckstücke aus jedem Lieblingsgedicht. Dieses etwas andere Papier-Recycling stellt uns Ecouterre vor.

4. Dieses Restaurant finden sie garantiert nicht bei Google, darum stellen wir es heute lieber vor. Das Restaurant i in New York hat den häufigsten Buchstaben der englischen Sprache zu seinem Namen gemacht und bewirtet seit dieser Woche mit seinem deutschen Küchenchef die New Yorker Szene. Curb Street hat die Speisekarte des brandneuen Hot Spots gefunden.

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Lifestyle Lektüre vom 25. August 2010

1. Riechen wie die Sex Pistols, das ist mal was Neues. Viele Stars und Sternchen haben ja bereits ihre eigenen Parfums, meist mädchenhaft und floral. Von einer englischen Punk Band erwarte ich etwas Exotischeres. Vorauf wir uns gefasst machen sollten, sagt uns Refinery 29.

2. König Karl bei der Arbeit über die Schulter schauen? Chanel News macht es möglich und hat Lagerfeld beim aktuellen Shooting zur Herbst/Winterkollektion 2010/11 begleitet.

3. Seit neuestem sind Socken nicht mehr nur dazu da Füsse zu wärmen, jetzt sind sie das Trend-Accessoire. Fröhliche Füsse in bunten Modellen zeigt uns Backyard Bill. Nachmachen empfohlen.

4. Vogue schwelgt in Vorfreude auf Fashion’s Night Out in Berlin und zeigt uns schon mal, welche Zuckerstückchen uns am 10.9.2010 erwarten. Auf das internationale Shopping Event zur späten Stunde können sich alle schlaflosen Fashionistas freuen.


5. Das ist doch mal was für den gestressten Geschäftmann in der BusinessLounge internationaler Flüge: Schnell und bequem Luxusmode per ipad bestellen. Herrenausstatter macht es mit einer neuen app möglich.

6. Und hier gleich noch eine app, diemal für den guten, alten ipod. Diesmal für umweltbewusste Konsumenten. Als Virtual Waters bezeichnet man die Wassermengen, die bei der Herstellung von Produkten verbraucht werden. Bewusstseinserweiterung der anderen Art bei Design made in Germany.

7. Und damit zum letzen Product mit dem kleinen i: Eine schöne Idee und die Vereinigung von zwei Designklassikenr ist das Little Black Book. Ein iphone Etui der nostalgischen Art im Stil eines Notizbuchs. Gefunden auf Pad and Quill.

8. Was kam zuerst? Mad Men oder der Petticoat? Auf jeden Fall kommt der 50ties Style mit voller Kraft zurück. Schöne Einblicke ins Original bietet uns A Blog Curated By mit wunderschönen Fotografien von Olivier Theyskens.

9. Kunst an der Küche zeigt uns Design Boom. Interior Designer Burkhard Schäller hat die wohl praktischste Mini Küche entwickelt. Stylish, klappbar, Augenschmaus. Damit wird der Kochplatz auch im kleinsten Apartment zum Hingucker.

10. Und zum Ende noch etwas schlechter Geschmack. Bad Yearbook Photos zeigt uns, warum man im Alter von 15 bis 18 Kameras meiden sollte. Ein Glück, das Yearbooks in Deutschland selten sind.

(Fotos: www.refinery29.com, http://chanel-news.chanel.com, www.herrenausstatter.de, http://www.backyardbill.com/, www.designmadeingermany.de)

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Lifestylelektüre vom 18.8.2010

1. Zurück zur Natur scheint auch in Sachen Schönheit der Trend schlechthin zu sein. Zeitschriften fotografieren lieber “echte” Menschen als Models, Photographen wollen Photoshop von ihrer Festplatte löschen und jetzt ist auch Botox schon wieder out. Terry Hatcher beweist es uns fotografisch indem sie sich mit gerunzelter Stirn im Bad, wie uns Us Weekly zeigt. Wir bleiben natürlich dran und freuen uns schon auf die ersten Beweisfotos in Sachen “Meine Brüste sind echt.”

2. Die Vorteile der interaktiven Möglichkeiten des ipads hat sich Designer Amit Pitaru zu Nutzen gemacht und Sonic Wire Sculptor entwickelt. Design Boom zeigt uns wie man damit aus dreidimensionalen Zeichnungen auf iphone and ipad neue Klangwelten erstellt.

3. Space Invaders haben natürlich durch Street Art und nostalgische Gefühle aller Computerbenutzer über 35 längst Kultcharakter. Jetzt kann man sich die grobpixeligen Gestalten auch als Sofa ins Wohnzimmer stellen und immer an die guten alten Zeiten von Atari und Co. denken, wie uns Horstson zeigt…

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Die besten Skybars der Welt: Unsere Favoriten

Auch die schönste Serie muss einmal ein Ende haben und so schreiben wir heute das letzte Mal über die besten Sky Bars der Welt. Zum Abschied haben wir als kleines Bonbon nochmal eine Liste von allen Sky Bars, die wir in den letzten Wochen besprochen haben. Als Bonus haben wir die Liste mit weiteren Favoriten ergänzt, damit ihr weltweit über den Dingen stehen und geniessen könnt. Hier die Liste:
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Lifestyle-Lektüre vom 12.8.2010

1. Die Rückkehr der Oma-Unterhose kündigt uns The Cut an. Vorreiter des Trends sind die Mädels aus Mad Man und Lady Gaga. Bequem sicher, aber den entsetzten Aufschrei aus Brasilien kann man jetzt schon hören.

2. Der Telegraph berichtet uns, dass logolastige Luxus Labels auf dem absteigenden Ast sind. Die Nachfrage nach Understatement und logofreien Luxusartikeln steigt hingegen. War ja auch nötig, finden wir, denn der WM Pokal in Louis Vuitton war ja wohl die Krönung.

3. Erst kamen die Leggins zurück, dann die Schulterpolster. Da hat nur noch eine gruselige 80er Erfindung noch auf ihr Come-back gewartet. Und hier ist sie wieder: Die Dauerwelle. Refinery 29 weiss wie sie im Jahr 2010 aussieht.

4. We Live Young teilt eine wunderbare Fotostrecke mit uns. Tolles Licht und das absolute Sommerfeeling, dass wir uns für diesen August nochmal zurück wünschen.

5. Dass im Bereich Sneaker eigentlich alles möglich ist zeigt uns ChuhChuh. Diesmal Turnschuhe mit integriereten Lampen. Die neuen, patentiereten Fussleuchten von Adidas sparen sicher mal das Fahrradlicht, kombinieren wir. Prädikat: Praktisch.

6. Während Naomi Campbell und Mia Farrow sich zum Thema Blutdiamanten um Kopf und Kragen reden, stellt Ecofabulous lieber konfliktfreien Schmuck vor. Armbänder und Ringe aus recyceltem Edelmetall, da macht man nachts doch gerne die Tür auf.

7. Wie der Gentleman von Welt sich in diesem Winter kleidet, weiss die Redaktion von OK Cool, die uns die neue Kollektion von Herr von Eden vorstellt. Alles ganz schön Dandy, da können die Damen sich wohl schon auf aufgehaltene Türen freuen.

8. Seit Facebook den Unlike-Button abgeschaft hat, fehlt ja irgendetwas. Trendhunter stellt eine schöne Idee zu einem neuen Button vor, der auch nicht so schrecklich negativ wie Unlike ist: Der Button für mittelmässige Ideen.

9. Mobiles Wohnen mal anderes: Mit dem Vieleck in die Natur.  Den traumhaften und naturnahen Entwurf von Manuel Villa Arquitecto zeigt uns Design Boom.

10. Zum Abschluss wieder etwas Kurioses aus dem Netz. Diesmal zeigt uns Grist zum Thema umweltfreundliche Geräte den solarbetriebenen Vibrator. Wir sind gespannt, auf wie vielen Schlafzimmerfensterbänken man ihn demnächst sehen wird.

Bildnachweise: www.designboom.com, www.ecofabulous.com, www.trendhunter.com, www.weliveyoung.blogspot.com

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Die besten Skybars der Welt: 360 in Istanbul

Der Sommer lacht uns auch weiterhin, die Nächte sind warm und elektrisch aufgeladen. Glasklar: es ist wieder Skybar Zeit. Nachdem wir letzte Woche im Rare View im Schatten des Empire State Buildings eine Cocktail getrunken haben, verlassen wir heute New York und reisen nach Istanbul. Die Kulturhauptstadt 2010 entwickelt sich schnell zwischen traditionellen und modernen, orientalischen und okzidentalen Einflüssen. Auf Plakaten zur Kulturhaupstadt 2010 preist sich Istanbul als inspirierendste Stadt der Welt an, das wollen wir natürlich auch erleben. Einen der schönsten Blicke auf die 15 Millionen Metropole hat man vom 360 Istanbul, einer modernen Skybar auf dem Dach eines historischen Wohngebäudes, auch hier der Kontrast zwischen Tradition und Moderne. Gelegen am lebhaften Boulevard Istiklal Caddesi, ist das 360 Istanbul gut zu Fuß zu erreichen, wenn man sich im Herzen der Stadt, in Beyoglu aufhält.

Hier geht man flanieren, einkaufen, essen und trinken. Das 360 Istanbul liegt im Penthouse auf dem achten Stockwerk, gar nicht so hoch möchte man meinen. Da Beyoglu jedoch auf einer Anhöhe liegt ist der Blick über das goldene Horn von hier atemberaubend und wie der Name vermuten lässt, es ist ein Rundum-Blick. Südlich auf der anderen Seite des dunklen Fluss mit seinen glitzernen, beleuchteten Booten liegt Sultanahmed mit seinen historischen Bauwerken, der byzantinische Hagia Sofia und den prächtigen Topkapi Palast. Nachts sind sie in wunderschönes Licht getaucht und beleuchten wie orientalische Luftschlössern die dunkle, warme Nacht. Im Osten kann man bis zum orientalischen Teil der türkischen Metropole schauen, ganz Istanbul liegt dem Barbesucher zu Füßen, im Westen schaut man aufs goldene Horn und im Norden auf den Galaturm und Beyoglu. Rundum eine gelungene Sache und unser Tipp für den nächsten Istanbulaufenthalt.

360 Istanbul

Istiklal Ceddesi

Misir Apt K8 N311

34330 ?Istanbul,

www.360istanbul.com

Bildnachweis: www.360Istanbul.com, Silke Lambers)

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Lifestyle Lektüre vom 4.8.2010

Als Netzpiloten sind wir täglich auf dem Rundflug durchs Netz und finden die interessantesten oder kuriosesten Trends weltweit. Ab heute schicken wir auch Euch wöchentlich auf einen Lifestyletrip mit 10 Stops. Enjoy your flight:

1. Raus aus der Stadt, rauf aufs Land: Der Trend setzt sich fort und ist jetzt beim Satorialist angekommen. Nicht Hipsters aus New York, sondern Landkinder aus Pennsylvania finden wir diese Woche auf seinem Blog:

2. Brook & Lyn ist die Schmuckkollektion von Mimi Jung aus –dreimal dürft Ihr raten- Brooklyn. Auf ihrem Blog stellt sie uns ihre unglaublich schöne Kollektion”surrounded” vor:

3. Curb Street aus New York zeigt uns diesmal ein kleines Café in Little Italy. Ansehen, merken, in den Reiseführer schreiben und beim nächsten Soho Besuch die altbekannten Kaffeeketten überspringen:

4. Für den Paparazzi in uns: Eine ehemalige Präsidententochter hat geheiratet. Alles über die Hochzeit weiß The Cut:

5. Freunde von Freunden lädt uns zu einer besonders schönen Wohnungsbesichtigung bei Malin Elmlid in Berlin ein:


6. Noch liegen wir am Badesse, aber der Herbst wird kommen. Bei Sommergewitter kann man sich schon die neuesten Trends aus der Vogue Redaktion ansehen:

7. Hussein Chalayan bereitet eine Ausstellung vor. Sicher sehenswert, denken wir. Modabot weiß wann und wo:

8. Lack ab? Nein, Lack dran. Und zwar die neuen Herbstnagellacke. Refinery 29 zeigt uns eine ausführliche Übersicht darüber, was der modebewusste Fingernagel jetzt trägt.

9. Einen Blick in das Atelier von Maison Martin Margiela in Paris hat A Blog Curated By geworfen. Glücklicherweise hatten sie eine Kamera dabei, der Beweis hier:

10. Zum Abschluss noch ein Dessert? Vielleicht eine dreistöckige Pizza mit Bananen und Schoko-Soße? „Leckereien“ der extremen Art gibt es auf This is Why You’re Fat. Tipp: Lieber nicht direkt vor dem Essen anschauen, es könnte einem der Appetit vergehen.

(Fotos: www.brookandlyn.com, www.satorialist.com, www.refinery29.com)

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Parfum Men: Notte Bianca – Linari

Männer in tollen Anzügen können sehr sexy sein. Notte Bianca, was so viel heißt wie „durchfeierte Nacht“, ist der passende Duft zu diesem Outfit – ein unglaublich männliches Parfum, das nach frisch gestärkten Hemden und Zigarren riecht.
Bei einem unserer legendären kochen-und-bis-tief-in-die-Nacht-reden-und-trinken-Abende mit meiner Freundin Anja kamen wir nach zwei Flaschen Weißwein zu der Überzeugung, dass Notte Bianca nach Schnee riecht. Und tatsächlich, am Morgen nach dieser “Notte Bianca”, wiederholte ich den Test und stellte fest, dass der Duft neben der warmen Kaschmirholznote und der würzigen Tabaknote etwas klirrend Kaltes hat, wie Wäsche, die an der Winterluft getrocknet wurde.
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Ist Apple nur faul? Flash vs. HTML5

Wer folgenden Text von Jan Ozer (englisch) liest, der wird sich verwundert die Augen reiben. In dem ausführlichen Test treten HTML5 und Adobe Flash 10.1 gegeneinander an auf OSX und den bekannten Windows-Versionen. Die Ergebnisse sind spannend. Denn bei der Vorstellung des iPad gab es einiges Gepolter rund um die Nicht-Unterstützung von Flash-Videos. Apple hatte sich früh und umfassend für die Zukunft in Gestalt von HTML5 und all seine Vorteile ausgesprochen. Diese Vorteile liegen aber offenbar darin, dass Flash auf der verbreiteten Windows-Plattform sehr wohl von der Hardwareunterstützung durch eine Grafikkarte profitiert. Dieses Feature fehlt aber bei den Apple-Plattformen. Insofern könnte diese Strategie des HTML5-Hypes eine Schwäche der Apple-Plattformen kaschieren. Auch Linux unterstützt die Hardwarebschleunigung von Flash nicht. Und das, obwohl mittlerweile viele Grafikkarten die Videounterstützung per Fabrik mitbringen. Was also hat man von all den tollen Funktionen neuer Notebooks, Netbooks und Desktop-PCs, wenn nur eine Plattform davon im Alltag Gebrauch macht?

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