Alle Beiträge zu Gesellschaft

Überwachung, macht nichts?

3744953433 (adapted) (Image by Jonathan McIntosh [CC BY-SA 2.0] via flickr)
Katharina Große, Tinka genannt, schreibt in ihrer Kolumne über den digitalen Wandel in unserer Gesellschaft. In diesem Artikel schreibt sie, wie sich Überwachung anfühlt. Die Enthüllungen von Edward Snowden haben uns allen gezeigt, dass wir in unserer sich stets mehr digitalisierenden Gesellschaft ständig überwacht werden. Die Bundesregierung spielt die Überwachung [...]
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Digital Diaries: „Mein Körper und ich“

Youtube (adapted) (Image by Esther Vargas [CC BY-SA 2.0] via Flickr)
In der zweiten Folge der Doku-Reihe Digital Diaries geht es um die Selbstdarstellung einzelner YouTuber, die ihre Erfahrungen, die sie mit sich und ihrem Körper gemacht haben, im Internet teilen. YouTube ist die ideale Plattform für Selbstdarstellung. Hier präsentieren viele Menschen ihren Körper einer kritischen Community. Acht deutsche Videoblogger erzählen [...]
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Digital Diaries: Sexualität weltweit

YouTube (Image: dandy [CC BY 4.0], via Sketchport
Für die erste Folge der Doku-Reihe „Digital Diaries“ wurden Videoblogger aus der ganzen Welt zum Thema Sexualität und Internet befragt. // von Larissa Werner Wie verändert das Internet unsere Sexualität? Wie unterscheiden sich Liebesbeziehungen in Deutschland, Japan und den USA? Wie mischt sich der Staat in das Sexualleben seiner Bürger [...]
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Mesh-Netzwerke: Alternatives unabhängiges Internet für alle

2255171925 (adapted) (Image by nrkbeta [CC BY-SA 2.0] via flickr)
Zensur ist längst Alltag im Internet, sei es aus politischen oder kapitalistischen Gründen. Sogenannte Mesh-Netzwerke sollen ein alternatives Internet schaffen, das wieder dezentral und unabhängig ist.   Das ursprünglich freie und dezentral geplante Internet ist schnell von der politischen und kapitalistischen Realität eingeholt worden. Nicht nur in Krisensituationen und bei [...]
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Phubbing: Wenn man das Smartphone dem Gegenüber vorzieht

7654478948 (adapted) (Image by Lars Plougmann [CC BY-SA 2.0] via Flickr)
Ein junges Phänomen wirft die Frage auf, ob das mobile Internet den Verfall der guten Sitten nach sich zieht.   Phubbing – eine neue Wortkreation für ein neues Problem. Das Kunstwort aus „phone“ und „snubbing“ (engl. für „gleichgültig abweisen“) beschreibt ein mittlerweile alltägliches Phänomen, das jeder kennt. Beim Plaudern mit [...]
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Der #ichMOOC – Nichts für die Web-Schickeria

#ichMOOC: Joachim Sucker und Nina Oberländer (Image: Jöran Muuß-Merholz, CC BY 4.0)
Im Interview erklären Nina Oberländer (Bremer VHS) und Joachim Sucker (VHS Hamburg) den MOOC „Mein digitales Ich“. // von Kristin Narr Massive Open Online Courses (MOOC) gewannen in den vergangenen Jahren verhältnismäßig schnell an Fahrt. Große Universitäten führten Kurse mit teilweise hunderten Teilnehmenden durch, erste Wettbewerbe fanden statt und spezielle [...]
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Massive Open Online Courses – Uni für alle?

Morning Coffee and Laptop (adapted) (Image by nosha [CC BY-SA 2.0] via flickr)
Sie könnten der Auslöser für eine globale Revolution des Bildungssystems sein: Massive Open Online Courses (MOOCs) versprechen einen kostenlosen Zugang zu höherer Bildung – für jeden, weltweit. Die alleinerziehende Afroamerikanerin aus der sozial benachteiligten Nachbarschaft beschäftigt sich mit Quantenphysik, der vielbeschäftige Manager frönt seiner geheimen Leidenschaft für Kunstgeschichte und der [...]
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WG-Portal vermittelt Wohnraum für Flüchtlinge

Flüchtlinge Willkommen (Bild: Jean-Paul Pastor Guzmán [CC BY-SA 3.0], via Flüchtlinge Willkommen)
Mit dem eigenen Online-Portal „Flüchtlinge Willkommen“ suchen Ehrenamtliche freie Zimmer für Flüchtlinge in WGs. // von Franziska Türk Es gibt eine Menge praktischer Internetseiten. Manche zeigen, wie man mit einfachen Tricks die heimische Wohnung verschönert, andere machen den geneigten Beobachter zum Sternekoch – und wieder andere verändern ein ganzes Leben. Letzteres [...]
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YouTube und das Embedding: Kaum Auswirkungen für den Nutzer

YouTube logo (adapted) (Image by Rego Korosi [CC BY-SA] via flickr)
Der Europäische Gerichtshof muss demnächst entscheiden, ob das Einbetten von YouTube-Videos eine Verletzungen von Urheberrechten darstellt oder nicht. Das Urteil wird so gut wie alle Menschen betreffen, doch ist die Teilhabe-Kultur des Netzes wirklich gefährdet? YouTube und andere Videoplattformen bietet die Möglichkeit an, Videos via Embed-Code auf der eigenen Website [...]
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Shitstorms im Internet

Mobbing (adapted) (Image by Arieth [CC0 Public Domain] via Pixabay)
Shitstorms, Mobbing, Rassismus, Sexismus und Stalking sind strafbar und durch Gesetze verboten. Spielen sich diese Straftaten online ab, scheinen alle Regeln außer Kraft gesetzt. Das muss sich ändern. Aber wie? Wer im Internet eine starke Meinung vertritt, wird oft Opfer von gewaltvoller Kommunikation bis hin zu Shitstorms. Anzeige erstattet fast [...]
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Warum Verschwörungstheorien der Wahrheit oft im Weg stehen

Verschwörungstheorien kommen als kritisch, als aufgeklärt daher – und verhindern leider oft eine effektive Kritik an den herrschenden Verhältnissen. // von Annika Kremer Sie sind ein allgegenwärtiges Phänomen des Internet-Zeitalters: Verschwörungstheorien. Viele, die an sie glauben, halten sich für kritisch, für skeptisch, für Kämpfer gegen das herrschende System. Leider enden [...]
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Peppr: Sexarbeit online bestellen

Pia Poppenreiter und ihr Mitgründer Florian Hackenberger wollen das gemeinsame Unternehmen Peppr verkaufen und neue Wege gehen. // von Lars Sobiraj Im Prinzip versucht die Berliner Pepper IT GmbH das Unmögliche. Die Website soll das älteste Gewerbe der Welt so neutral und so wenig anrüchig wie möglich ins Web übertragen. [...]
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Protest in unserer Gesellschaft: Wo Social Media versagt

Black Lives Matter (Bild: The All-Nite Images [CC BY-SA 2.0], via Flickr)
Proteste via Social Media verkommen immer mehr zum Störgeräusch statt wirkliche Veränderungen hervorzurufen. // von Imaani El-Burki Die öffentliche Reaktion auf die Morde an Michael Brown und Eric Garner haben diverse Vergleiche mit den Bürgerrechtsbewegungen der 1960er hervorgerufen. Es gibt aber eine Menge Unterschiede zwischen den Ereignissen vor rund 50 [...]
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Heute vor 70 Jahren: Historiker twittern Kriegsende

Von Bomben zerstörtes Magdeburg (Bundesarchiv, Bild 183-14025-0001 [CC BY-SA 3.0 de], via Wikimedia Commons)
Zum Jahrestag der Befreiung des KZs Auschwitz startete das Twistory-Projekt „Heute vor 70 Jahren“. Entstehen soll eine crossmediale Alltagsgeschichte. // von Dr. Erik Meyer Das Twitter-Profil @9nov38, unter dem die nationalsozialistischen Novemberpogrome nacherzählt wurden, bekam 2013 einige Resonanz. Nun geht es unter dem allgemeinen Namen @digitalpast weiter: Bis zum Jahrestag [...]
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Digital Detox: Die entdigitalisierte Gesellschaft

Als im Jahr 1994 die US-Amerikaner Henry Labalme und Matt Pawa eine „Screen-free Week“ ins Leben riefen, reagierten die meisten Menschen eher skeptisch. Doch heute, zwanzig Jahre später, erscheint solch ein Konzept wichtiger denn je. Durch Smartphones ist man heute immer und überall online. Dass diese ständige Erreichbarkeit, die das Leben zwar in vielerlei Hinsicht erleichtert, jedoch nicht nur positive Folgen nach sich zieht, sollte dennoch für jeden erkennbar sein. Immer mehr Menschen sind bei der Arbeit aber auch privat einem ständigen Leistungsdruck ausgesetzt. Im schlimmsten Fall kann die Digitalisierung dabei zu einem Burnout führen.

Damit es gar nicht erst so weit kommt, gibt es jetzt einen Ausweg aus der Flut an Informationen, der ständigen Erreichbarkeit und dem erhöhten Leistungsdruck. Digital Detox nennt sich der neueste Trend, der derzeit direkt aus dem Silicon Valley nach Deutschland schwappt. Das sind Ferienlager der etwas anderen Art für Erwachsene. Wie der Name schon sagt, handelt es sich hierbei um eine „digitale Entgiftung“, die Teilnehmer verzichten während der Zeit auf jegliche Art von digitalen Geräten: kein Facebook, Twitter, E-Mails, Fernsehen oder Smartphone.

Digital Detox erreicht Deutschland

Das wohl bekannteste dieser Camps ist das 2013 gestartete Camp Grounded, nur wenige Stunden von San Francisco entfernt gelegen, das in seinem zweiten Jahr aufgrund der hohen Nachfrage auf mehrere Termine ausgeweitet wurde. Hunderte Besucher strömen hierhin, um für ein paar Tage der ständigen Erreichbarkeit und der Abhängigkeit der digitalen Welt zu entfliehen. Die Teilnehmer konzentrieren sich hier nur auf sich und ihre Umwelt. Zahlreiche Workshops und unzählige Freizeitaktivitäten stehen zur Verfügung, egal ob Schwimmen, Bogenschießen, Lagerfeuer, Singen, Yoga oder gemeinsames Kochen.

Seit Ende 2014 wird diese Idee auch in Deutschland umgesetzt. Das erste nationale Digital Detox Camp fand Ende September in Schweighofen statt. Auch hier geht die Tendenz dahin, dass immer mehr solcher Camps angeboten werden. Die Veranstalter versuchen hierzulande mit Klosteraufenthalten oder Wanderungen auf Mallorca zu punkten und den Teilnehmern ein interessantes Angebot fernab der digitalen Welt zu liefern.


Auch Daimler hält Digital Detox für wichtig, um die Leistungsfähigkeit auf Dauer zu stärken.

Weshalb kommt dieser Trend?

Der Trend des Digital Detox ist kein Zufall. Nicht erst seit dem Aufkommen des Smartphones nehmen die digitalen Medien wie das Internet immer mehr unsere Zeit in Anspruch. Schon im Jahr 2013 berichtete Spiegel Online, dass zum Beispiel die 14- bis 49-jährigen sich jeden Tag annähernd zehn Stunden mit medialen Inhalten beschäftigen und warf gleichzeitig die Frage auf, ob es sinnvoll sei, fast die Hälfte seiner Lebenszeit mit Medien zu verbringen.

Zu einem noch extremeren Ergebnis kommt eine andere Studie, die auf offlines.net vorgestellt wird. Demnach verbringt der durchschnittliche PC-Nutzer über zwölf Stunden am Tag mit digitalem Medienkonsum, über eine halbe Million Deutsche zwischen 14 und 64 Jahren seien internetabhängig, was auch immer das bedeuten soll.

Wie Patrick Kury bei heise.de erklärt, ist die Digitalisierung für die in den letzten Jahren stark angestiegene Anzahl an Burnouts verantwortlich. Alleine von 2004 bis 2012 sind die Zahlen der Krankschreibungen in Deutschland aufgrund eines Burnouts um mehr als 700 Prozent angestiegen. Mehr und mehr Menschen fühlen sich von der vernetzten Welt überfordert und brauchen eine Pause. Und genau dafür eignet sich Digital Detox.

Die „Screen-Free-Week“: Die Anfänge des Digital Detox

Die Idee, die Zeit zu reduzieren, die wir vor dem digitalen Bildschirm verbringen, existiert dabei schon sehr lange. Noch ehe ein Großteil der Gesellschaft überhaupt ahnte, dass die Digitalisierung sich einmal als ein Problem erweisen könnte, organisierten die beiden US-Amerikaner Henry Labalme und Matt Pawa im Jahr 1994 erstmals eine nationale „Screen-Free-Week„. Aus dem Grund wurde diese Idee, die zeitweise auch auf den Namen „Digital Detox Week“ hörte, in der Anfangszeit zunächst skeptisch betrachtet, erreicht heute aber immer mehr Teilnehmer. Jährlich sind es mehrere Millionen, nach Angaben der Veranstalter steigt die Zahl der Teilnehmer rasant an. Sogar der US-Präsident Barack Obama unterstützt die Idee, die sich zwischenzeitlich in Ländern auf der ganzen Welt verbreitet hat.

Diesen Gedanken greift die Organisation Digital Detox auf, unter anderem der Veranstalter des Camp Grounded, und nimmt sich vor, die Welt ein wenig zu entschleunigen und die Menschen wieder mit sich und ihrer Umwelt zu verbinden. Auf ihrer Webseite haben sie einige erstaunliche Fakten zusammengestellt, die den Rang von digitalen Medien in der heutigen Welt demonstrieren und uns die Wichtigkeit von Digital Detox vor Augen führen.

Nicht nur Google, Facebook und Microsoft

Große IT- und Internetfirmen wie Google, Facebook oder Microsoft haben das Potenzial von Digital Detox ebenfalls erkannt und schicken ihre Mitarbeiter zur „digitalen Entgiftung“. Junge Unternehmer aus der Medienbranche, die ihre Arbeitszeit hauptsächlich online verbringen, machen einen Großteil der Zielgruppe aus, aber nicht ausschließlich. Auch Studierende, die sogenannten Digital Natives, versuchen mehr und mehr ihrem digitalisieren Alltag zu entfliehen und selbst Rentner entscheiden sich immer wieder, an einem der Camps teilzunehmen.

Wer kein Digital Detox Camp in seiner Nähe hat oder wem diese Art zu teuer ist, der kann sich auch von zu Hause aus entdigitalisieren. Es reicht schon, sich einmal einen Tag lang nicht im Internet einzuloggen, keine E-Mails zu lesen und sein Smartphone einfach zur Seite zu legen. So wie Frances Booth es für Forbes getan hat. Sie erzählt, Digital Detox habe ihr geholfen zu entspannen und wieder produktiver zu werden. Und davon wiederum können letztendlich wir alle profitieren. Einen anderen Weg kann man mit der App „Offtime“ einschlagen, die einem dabei hilft, seine Zeit im Digitalen bewusster zu gestalten. 


 


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Offener MOOC – Dein Weg zu einem kostenlosen MBA?

MOOC – digital Studenten (Bild: Jisc [CC BY-NC-ND 2.0 UK], via Flickr)
Einen Master of Business Administration (MBA) zu absolvieren ist sehr attraktiv, aber kostenlose Angebote sind schwer zu finden. Kann ein offener MOOC Abhilfe schaffen? // von John Rice Immer wieder wird vorgeschlagen, dass man sich mit entsprechenden Sorgfalt und Hingabe einen kostelosen Master of Business Administration zusammenstellen kann. Wahrscheinlich wird [...]
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Das Internet macht uns schlauer

Brain (adapted) (Image by dierk schaefer [CC BY 2.0] via Flickr)
Von wegen digitale Demenz: Wenn wir die neuen Werkzeuge richtig nutzen, werden wir mehr leisten können als je zuvor. Das Problem der digitalen Demenz scheint wohl doch nur ein singuläres Phänomen eines eifrig daherplappernden Bedenkenträgers zu sein, der mit seinen spitzen Hirnthesen durch die Lande zieht, um die Internet-Skepsis in [...]
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Die Service-Schimären der Netzbetreiber

Personalisierter Service statt Hotline-Gequatsche: Warum Telekom und Co. endlich Kundenversteher-Apps entwickeln sollten. Gespräche mit Kundenhotlines verlaufen butterweich, wenn man ein Upgrade-Sonderaktion-Cross-Selling-alles-wird-jetzt-besser-schneller-und-preiswerter-Bundle-Angebot kaufen möchte. Da sind die Agenten zuvorkommend und schnell. Es reicht ein profanes „Ja“ und die Vertragsumstellung wird mit Knopfdruck vollzogen. So ist es auch bei uns verlaufen mit [...]
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Warum uns das Smartphone nicht mehr begeistert

Das Smartphone ist mittlerweile kaum noch aus unserem Leben wegzudenken. Und trotzdem nichts besonderes mehr. // von Felicitas Hackmann „Da hätte ich mehr erwartet“. Enttäuschte Blicke als eine Freundin mir mein Smartphone zurückgab. „Früher waren iPhones irgendwie aufregender“, fügte sie hinzu. Ja. Aber wie viel können wir noch erwarten? Wie [...]
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Starkes langsames Bohren von harten Brettern

SLOW POLITICS (adapted) (Image by Berliner.Gazette [CC BY 2.0] via Flickr)
Krisen allenthalben. Ohnmachtsgefühle ob der rasenden Zyklen in der neuen Unübersichtlichkeit. Was tun? Den eigenen Standpunkt verlassen, hoch oben, aus der Vogelperspektive schauen, um sich selbst neu zu verorten. In „Slow Politics“ liegt die Kraft der Entschleunigung und Vernetzung.  Es ist gar nicht so lange her, da machte der Topos [...]
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