Katharina GroßeVon Neuland ins Wunderland mit dem Internet der Dinge und Dienste

Das Internet der Dinge und Dienste ermöglicht uns schon jetzt – bei allen Risiken und Nebenwirkungen – das Leben in einem smarten Wunderland. // von Katharina Große

Light Switch (Bild: Paul Cross [CC BY 2.0], via Flickr)

In letzter Zeit konnte man meinen, ich hätte mich zum Technologie-Pessimisten entwickelt. Ich habe über Überwachung geschimpft, mich über Apps aufgeregt und gewettert, dass wir uns in digitalen Blasen bewegen. Es wird höchste Zeit, dass ich ein wenig positiver werde! Wenn wir es schaffen, dass unsere Privatsphäre geschützt wird, dass wir kontrollieren können, wer was mit unseren Daten anstellt und wir uns die digitale Souveränität zurückgeholt haben, dann liegt uns ein Wunderland zu Füßen. Und dabei rede ich nicht von einer fernen Zukunft, die erst noch entwickelt werden muss. Ich spreche von dem, was hier und jetzt (fast) schon möglich ist.

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Gunnar SohnFür die Tonne: Kommunen und Wirtschaft streiten über duales System

Monopolbildung, Intransparenz, Streit: Bei der Abfallentsorgung geraten Kommunen und Wirtschaft regelmäßig aneinander. // von Gunnar Sohn

Müll (Bild: Uli Herrmann [CC BY-SA 2.0], via Flickr)

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks hat sich einiges in der Recyclingwirtschaft vorgenommen. Mit der sechsten Novelle der Verpackungsverordnung werden überfällige EU-Anpassungen vorgenommen. Danach folgt direkt die siebte Novelle, um fantasievolle Rechenmodelle bei der Organisation von Gelben Tonnen und Säcken in den Griff zu bekommen. So werden derzeitig Verpackungen bei den privatwirtschaftlich organisierten Dualen Systemen abgemeldet, da sie über Eigenrücknahmen oder sogenannte Branchenlösungen nicht direkt bei Privathaushalten, sondern im Handel als Abfälle erfasst werden. Wie viel da wirklich anfallen oder missbräuchlich abgemeldet werden, kann keiner so richtig erklären. In der Öffentlichkeit versteht das sowieso niemand mehr.

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Tobias SchwarzISPRAT: Deutschland braucht Digitale Räume

Der Förderverein für "Interdisziplinäre Studien zu Politik, Recht, Administration und Technologie" (ISPRAT ) skizziert in einem Whitepaper die Notwendigkeit "digitaler Räume" für Deutschland. // von Tobias Schwarz

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Die digitale Revolution und die fortschreitende Urbanisierung werden zu prägenden Bestimmungsfaktoren für den Wohlstand von Industrienationen. Die Informationstechnik wird dabei laut dem ISPRAT-WHitepaper einen großen Einfluss auf Städte und geografische Räume im Allgemeinen haben. Als neue Infrastruktur durchzieht sie die moderne urbane Lebenswelt und wird diese deutlich verändern. Urbane Räume bilden den Nährboden, in dem sich IT gut entwickeln kann. Dort ist der Bedarf für IT‐Lösungen vorhanden und es herrscht ein gesellschaftliches Umfeld, in dem sich Innovatoren wohl fühlen.

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Katharina GroßeApps der nächsten Generation müssen Informationsvielfalt schützen

Apps sorgen dafür, dass unsere bereits eingeschränkte Nutzung der Informationsvielfalt weiter begrenzt wird. Das müssen wir verhindern! // von Katharina Große

Information (Bild: John Cooper [CC BY-SA 2.0], via Flickr)

Die Vielfalt, die uns das Internet bietet, nutzen wir kaum, denn wir bewegen uns in einer sehr begrenzten Blase, die durch unsere Freunde und durch Technik geformt wird. Je mehr wir über mobile Endgeräte im Netz sind, desto kleiner wird unsere Blase und das gefährdet die Demokratisierung von Informationen, die Hochzeit des nutzergenerierten Inhalts und die neugewonnene many-to-many Interaktion. Deswegen brauchen wir eine neue Generation von Apps, die uns hilft, aus dieser Blase auszubrechen und die Möglichkeiten zu nutzen, die uns das Internet bietet.

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Tobias SchwarzShop-in-Shop: Samsung Mobile Store im Berliner KaDeWe

Samsung eröffnet im Berliner Kaufhaus des Westens einen Shop-in-Shop – ein für Technologie-Unternehmen interessantes Laden-Format mit eigenem Bildungsauftrag. // von Tobias Schwarz

Samsung Experiences Store (Bild: Vernon Chan [CC BY 2.0], via Flickr)

Seit heute gibt es im Berliner Traditionskaufhaus "Kaufhaus des Westens" (KaDeWe) eine eigene Shop-Fläche für Produkte des südkoreanischen Technologie-Unternehmen Samsung. Diese Form der horizontalen Kooperation im Einzelhandel, bei der das KaDeWe dem Samsung Mobile Store-Betreiber gomobile24.de Verkaufsflächen für Samsung-Produkte zur Verfügung stellt, wird ein für Technologie-Unternehmen immer wichtiger werdendes Konzept, denn es bietet Raum für Erklärungen rund um die angepriesenen Technologien.

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Nico LummaHans Magnus Enzensberger und die digitale Agenda

In seiner Kolumne beschäftigt sich Nico Lumma mit dem Medienwandel und Kompetenzen die damit einhergehen. Nicht nur im Beruf, sondern auch in der Schule und Familie. Diesmal geht es um den Debattenbeitrag von Hans Magnus Enzensberger. // von Nico Lumma

Hans Magnus Enzensberger (Bild: Felix König [CC BY 3.0], via Wikimedia Commons)

In seinem viel diskutierten Artikel Wehrt Euch! spitzt Hans Magnus Enzensberger mit 10 Handlungsempfehlungen zu, wie der einzelne Bürger sich der Digitalisierung entziehen kann. Was auf den ersten Blick wirkt wie weltfremdes Geschreibsel eines alternden Intellektuellen, hat auf den zweiten Blick eine faszinierende Komponente erhalten: die Büchse der Pandora ist geöffnet und wir können, größtenteils wollen wir es aber auch gar nicht, die Entwicklungen der Digitalisierung der Gesellschaft nicht zurückdrehen.

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Thomas VorreyerVollkommen vermessen: Das Projekt Tango von Google

Mit dem Projekt "Tango" will Google zukünftig mittels Smartphone in Echtzeit und 3-D jede Umgebung erfassen. Nicht jeder freut sich auf so viel Durchsicht. // von Thomas Vorreyer

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Wo Satelliten und Kamera-Fahrzeuge nicht hinkommen, sollen nun die Nutzer selbst Google hinführen. Unter dem Projektnamen "Tango" entwickelt der Konzern eine Technologie, die Smartphones ihrer Umgebung erfassen lässt und somit auch dreidimensionale Abbilder aller Räume erstellt – in Echtzeit. So ist die Lebenswelt dann irgendwann auch bis zum letzten Quadratmillimeter vollkommen vermessen. Die Musikerin Holly Herndon hat jedoch bereits eine Vorahnung, dass diese Zukunft nicht unbedingt so rosig sein wird, wie es jetzt heißt.

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Gunnar SohnViva la Revolución digital

Die Jedermann-Ökonomie ist auf dem Vormarsch. Wer wissen will, was jetzt zu tun ist, sollte besser nicht den Slipperschuh-Managern zuhören. // von Gunnar Sohn

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In der Weltwirtschaft nimmt Deutschland immer noch einen Spitzenplatz ein. Betrachtet man die Leistungen, die wir netzökonomisch auf die Beine stellen, droht der Absturz ins Mittelmaß. Spätestens wenn sich der froschgrüne Fuhrpark des neuen Lebensmitteldienstes "Amazon Fresh" in deutschen Städten in Bewegung setzt, dürfte es auch den Handelsbaronen der Discounter dämmern, dass kein stationäres Geschäftsmodell vor den Online-Angreifern sicher ist. Und das ist nur ein kleines Beispiel von vielen, wie wir die digitale Revolution verpennen.

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Daniel KuhnHTC Power to Give: Smartphone-Rechenleistung der Wissenschaft spenden

Die Wissenschaft wird schon die Probleme unserer Welt lösen, irgendwann. Mit der von HTC veröffentlichten App "Power to Give" kann man nun das eigene Smartphone dabei helfen lassen. // von Daniel Kuhn

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Viele wissenschaftliche Berechnungen benötigen Unmengen an Rechenleistung, die nur wenige Supercomputer bereitstellen können. Diese Computer sind nicht nur rar, sondern deren Benutzung aus dem Grund auch entsprechend teuer. Dr. David Anderson von der University of California in Berkeley hat sich nun mit HTC zusammengetan, um die ungenutzte Rechenleistung von Smartphones für derartige wissenschaftliche Berechnungen zu nutzen.

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Katharina GroßeInternet der Dinge: Die Black Box in unserem Zuhause

Unser vernetzter Alltag basiert auf Technologie, die wir nicht durchschauen und der wir nicht vertrauen (können) – besonders beim Internet der Dinge. // von Katharina Große

Control (Bild: Faramarz Hashemi [CC BY 2.0], via Flickr)

Vor ein paar Tagen kamen meine Kollegin und ich gut gelaunt zurück aus der Mittagspause, als unsere Unterhaltung durch ein entsetztes „oh nein“ ihrerseits unterbrochen wurde. Sie hatte in gewohnter Nach-Pausen-Routine den Laptop aufgeweckt und auf das Handy geschaut. Dieses hatte unbemerkt ein Update installiert. Resultat: Eine Handvoll neuer Apps – natürlich ohne dass vorher gefragt worden wäre. Abgesehen davon, dass hier Unternehmen ihre zumeist nervigen Eigenentwicklungen pushen, ist die Geschichte zwar ärgerlich, aber nicht richtig tragisch. Immerhin kann man die ungewollte Software wieder löschen.

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Christina zur NeddenHartmut Rosa über die digitale Beschleunigung der Gesellschaft

Unsere Gesellschaft setzt in der Digitalisierung auf Beschleunigung – warum und wo die Grenzen des Menschen liegen, erklärte Hartmut Rosa Ende Januar in Berlin. // von Christina zur Nedden

Hartmut Rosa (Bild: Heinrich-Böll-Stiftung [CC BY 2.0], via Flickr)

Die Veranstaltungsreihe Hertie Forum Berlin beschäftigt sich mit dem Einfluss des digitalen Wandels auf Gesellschaft und Politik. Am 30. Januar diskutierte der Zeitforscher Hartmut Rosa gemeinsam mit dem Leiter der Hertie Stiftung Berlin, Michael Knoll, und anderen Gästen die soziale Beschleunigung als Grundprinzip der modernen Gesellschaft. Für Rosa kennt der Drang nach Beschleunigung nur eine Grenze: den menschlichen Körper. Bleibt die Frage offen, ob der Mensch vernünftig genug ist, diese Grenze zu akzeptieren.

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Christina zur NeddenGeert Lovink: Paranoide Kommunikation lähmt unsere Gesellschaft

Im Interview mit den Netzpiloten spricht der Medientheoretiker Geert Lovink über die Veränderungen von Kommunikation im Internet durch Bekanntwerden der Überwachung durch Geheimdienste. // von Christina zur Nedden

Geert Lovink (Bild: Tobias Schwarz/Netzpiloten, CC BY 4.0)

Auf der Konferenz Netzkultur der Berliner Festspiele und der Bundeszentrale für politische Bildung sprachen wir mit dem Medientheoretiker Geert Lovink über den Status der Kommunikation im Internet und sozialer Netzwerke nach den Enthüllungen von Edward Snowden. Der niederländische Medientehoretiker erforscht digitale Gemeinschaften und organisierte Gruppen im Internet. Seiner Meinung nach wird durch die Aufdeckung der Überwachung durch Geheimdienste unser Verhalten im Internet stark verändern.

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Gunnar SohnMehr Macht für Transformatoren: Ran ans rote Telefon

Viele Firmen verzweifeln am digitalen Wandel. Sie brauchen Entscheider mit direktem Draht zum Management. // von Gunnar Sohn

Red Telephone (Bild: Mario Sánchez Prada [CC BY-SA 2.0], via Flickr)

Viele Unternehmen haben noch nicht den Einstieg in den digitalen Wandel gefunden, zu diesem Befund kommt die Studie "Digitale Transformation" der Smarter-Service-Initiative. Den meisten Unternehmen fehle die notwendige Expertise, um die Chancen digitaler Technologien für das eigene Geschäft zu erkennen, zu bewerten und zu erschließen. Das gilt für das interne Management und für die Kommunikation nach draußen. Besonders die Marketing-Gilde sollte so langsam anfangen, über die eigene Existenzberechtigung nachzudenken, wenn selbst Blog-Projekte, die man intern mit riesigem Getöse neben Twitter und Facebook als gigantischen Schritt in die Social-Web-Welt verkauft, kläglich scheitern. In Wahrheit interessiert sich keine Sau für das immer gleiche Wortgeklingel der keimfreien "Kommunikationsexperten".

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Gunnar SohnDer Bundesgerichtshof benötigt Mathe-Nachhilfe

Mathematiker und Wirtschaftswissenschaftler erstellen laufend fragwürdige Modelle. Und der Bundesgerichtshof gibt ihnen auch noch recht. // von Gunnar Sohn

BGH (Bild: Thomas Steg [CC BY 2.0], from Wikimedia Commons)

Die Modelle, mit denen Händler, Banken und Versicherungen arbeiten, sind, wie der Mathematiker Yuri Manin sagt, in hohem Maße in der Software ihrer Computer codiert. Was diese mathematisch-statistischen Verfahren leisten, sind Optionen, Wahrscheinlichkeiten, Vorschläge, Hinweise und Anregungen. Dahinter stecken allerdings wiederum Menschen, die mit Annahmen und Gewichtungen für ihre Prognose-Rechnungen operieren. Und die können Unternehmen, Volkswirtschaften, Konsumenten, Wähler und Politiker auch völlig in die Grütze manövrieren.

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Julian HeckBeendet den Petitionswahn!

Weit über 200.000 Menschen unterzeichnen eine Petition gegen einen deutschen TV-Moderator. Ein Missbrauch eines wertvollen demokratischen Tools, der Folgen haben könnte. // von Julian Heck

Petition (Bild: neuesgeld [CC BY-SA 2.0], via Flickr)

Eine Demokratie lebt von der Partizipation der Bürger. Das größte demokratische Element ist die Wahl, die in den vergangenen Jahrzehnten aber stetig Nutzer verloren hat. Die Demokratie in der Krise? Mit dem Internet haben sich neue Möglichkeiten der Beteiligung ergeben, wie zum Beispiel die Online-Petition, die sehr einfach umsetzbar ist. Zu einfach? Zu unüberlegt? So scheint es zumindest, wenn man sich die Anzahl der Unterzeichnungen ansieht, welche die Online-Petition „Raus mit Markus Lanz aus meinem Rundfunkbeitrag“ bisher angesammelt hat.

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