Marinela PotorGrundeinkommen per Crowdfunding: eine Utopie wird wahr

Es gibt eine uralte Idee, die uns alle freier machen kann: Jeder von uns erhält jeden Monat einen Fixbetrag, ohne dafür auch nur einen Finger rühren zu müssen. Genau dies setzt die Webseite 'Mein Grundeinkommen' erfolgreich in die Praxis um – und zwar per Crowdfunding. // von Marinela Potor

Screenshot (Teaser: Mein Grundeinkommen.de)

Was wäre, wenn wir nicht für unser Geld arbeiten müssten? Wenn wir alle einen monatlichen Festbetrag bekämen – einfach so? Würden alle Menschen dadurch glücklicher und gleichzeitig viel produktiver werden? Oder würden wir alle zu Couchpotatoes werden und unsere Gesellschaft komplett zerstören? Über diese Idee, das bedingungslose Grundeinkommen, diskutieren Philosophen, Wirtschaftsexperten, Politiker und Schriftsteller schon seit Jahrhunderten. Während die Experten sich aber immer noch mit der Theorie beschäftigen, hat Michael Bohmeyer sie mal eben in die Praxis umgesetzt. Auf seiner Webseite Mein Grundeinkommen verlost er seit Juli 2014 bedingungsloses Grundeinkommen. Gewinner erhalten damit ein Jahr lang jeden Monat 1000 Euro – finanziert über Crowdfunding.

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Sebastian HaselbeckDie 5 Zukunftstechnologien über die wir schon heute sprechen sollten

Während das Establishment sich noch über die Disruptionen der letzten Jahre streiten, müssen wir uns darauf vorbereiten was auf uns zu kommt. Nur so entkommen wir dem Teufelskreis aus Reaktion, Abwehr und “German Angst”. // von Sebastian Haselbeck

Display Dummy (Image: geralt [CC0 Public Domain], via Pixabay)

Technologische Vorhersagen zu treffen ist ein undankbares Unterfangen. Gleichsam sollte man aber nicht müde werden, gerade den digitalen Biedermännern und -Frauen immer wieder klar zu machen, dass wir uns in der tagespolitischen Diskussion (vor allem im analogen Deutschland) primär bei Themen im Kreise drehen, die auf dem Markt schon völlig von gestern sind.

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Hendrik GeislerZurückgeblättert: Nackte Menschen überall

Niemand ist im Netz geschützt, unsere Daten wandern unkontrollierbar durch die Welt. Das wissen wir spätestens seit Edward Snowden. Doch die Gruselvorstellung hat sich normalisiert: wir haben keine Angst mehr, uns im Netz zu zeigen. Früher war das anders. // von Hendrik Geisler

Binoculars (Teaser: Edith Soto [CC BY SA 2.0], via Flickr

Edward Snowden enthüllte im Sommer 2013 die Machenschaften der Nachrichtendienste weltweit. Die folgende Debatte war bei weitem nicht die erste über Privatsphäre und den Schnüffeltrieb von Staaten und Unternehmen. “Digitale Vollkontrolle – Das Ende des Privaten”. So hieß der Titel des Spiegel-Hefts 27/1999. Die beiden Journalisten Uwe Buse und Cordt Schnibben befassten sich in ihrem Artikel “Der nackte Untertan” mit Spionage-Satelliten, winzigen Überwachungskameras, dem Datensammeltrieb von Marktforschern und in Datenbank erfassten Bürgern. Und was hat die 17 Jahre alte Debatte bewirkt? Wenig bis gar nichts. 2016 sind wir keine nackten Untertanen mehr, wir fühlen uns so frei und so verbunden mit der Weltbevölkerung wie nie zuvor. Wir hüpfen oft bar jeglicher Zurückhaltung über die digitale Wiese und schenken mächtigen Firmen vollkommen ohne Zwang Informationen über unser Privatleben.

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Annika KremerWie der Ausnahmezustand die Grundrechte untergräbt

Kritik von Menschenrechtlern an der Verlängerung des Ausnahmezustands in Frankreich ist exemplarisch: Durch Angst-Rhetorik werden Grundrechte untergraben. // von Annika Kremer

Kontrolle ist gut, Überwachung ist besser(Image by Robert Agthe (CC BY 2.0) via Flickr)small

Die französische Regierung rief aufgrund der Terroranschläge in Paris den Ausnahmezustand aus. Das gibt den Ermittlungsbehörden zahlreiche Sonderrechte. Bald läuft diese Regelung aus, soll aber nach dem Wunsch der Regierung noch einmal verlängert werden. Amnesty International kritisiert das: Die Situation greife unverhältnismäßig in die Grundrechte ein. Leider passiert dies nicht nur in Frankreich, denn schon seit Jahren wird der Ausnahmezustand zur Regel – mit schlimmen Folgen für unsere Freiheit. Das betrifft auch die Netzpolitik. [Mehr]


Andrew WhiteWie das Grundeinkommen die Probleme der digitalen Wirtschaft lösen kann

Ein großer Seufzer geht durch die Postmoderne: Da sind wir technisch schon so weit gekommen und lassen unser Leben noch immer von Maschinen diktieren. Das muss doch besser gehen! Mit dem Grundeinkommen wäre es endlich möglich. // von Andrew White

Money (Teaser: Pictures of Money [CC BY 2.0], via Flickr)

In einer Zeit der globalen, wirtschaftlichen Unsicherheit hat ein einfühlsamer Kommentator herausgestellt, welche grundlegende Gefahr die Technologie für unsere Arbeitswelt bedeutet:

“Wir wurden mit einer Krankheit angesteckt, von der einige Leser noch nicht einmal den Namen kennen dürften, aber von der sie in den nächsten Jahren noch so einiges hören werden – nämlich der der technologischen Arbeitslosigkeit. Das bedeutet, die Arbeitslosigkeit aufgrund unserer Entdeckung, Arbeit in einem schnelleren Tempo einsparen zu können, als wir neue Möglichkeiten der Arbeit finden können.”

Diese Worte von John Maynard Keynes aus dem Jahr 1930 erinnern uns daran, dass die gegenwärtige Angst davor, dass Roboter unsere Arbeit übernehmen können, nicht so weit entfernt ist von den Ängsten der vorherigen Generationen.

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Gunnar SohnNationalstaatliche Macher-Attitüden ohne Politik-Kompetenz

Nicht der ideenlose Populismus eines Peter Sloterdijk, sondern die Sozialtechnik der kleinen Schritte hilft, gesellschaftliche Herausforderungen zu bewältigen. // von Gunnar Sohn

Peter Sloterdijk (Image: Hans Dunkelberg [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons)

Es gibt sehr viele optimistische Menschen, die von der Zukunft mehr erwarten, als eine Energiesparvariante der Gegenwart. Sie können mit neurotischen Weltuntergangs-Szenarien nichts anfangen und finden es spannend, einen evolutionären Prozess mitzugestalten, der die Welt sozial, kulturell und technisch verändert. Sie halten die Zukunft für nicht eingrenzbar und kaum planbar, sondern für durch und durch offen und voller Überraschungen. Um die Probleme der Welt zu meistern, setzen sie auf den Erfindungsreichtum der Menschen, auf Selbstverantwortung und Freiheit. Die Welt von morgen stellen sie sich als ein Ergebnis von Versuch und Irrtum vor, entwickelt von Milliarden Individuen, die ihre Lebenssituation verbessern wollen.

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Frank T. McAndrewTratschen ist eine soziale Kompetenz – kein schlechter Charakterzug

Vor Leuten, die gerne tratschen, schrecken wir oftmals zurück. Dabei kann gerade erfolgreiches Tratschen der Beweis dafür sein, dass man ein guter Teamplayer ist. // von Frank T. McAndrew

Freunde-Flüstern(Image by gerryimages(CC0) via Pixabay)small

Seien wir ehrlich: Tratschen hat einen schlechten Ruf. Wir sehen selbstgefällig aus einer moralisch höhergestellten Perspektive auf andere herab, und mit der Sicherheit, dass wir diesen schlechten Charakterzug nicht teilen, weisen wir diejenigen als oberflächlich von uns, die von den Angelegenheiten anderer besessen sind. [Mehr]


Anja C. WagnerDer digitale Countdown – was er mit der Zukunft zu tun hat

Wir sind bequem. Uns geht es gut. Warum sollten wir etwas verändern? Das ist der Sound in unseren analogen Stuben. Aber es ginge auch anders. Ganz leicht. // von Anja C. Wagner

My Comfort Zone by Anja C. Wagner small

Letzthin habe ich einen schönen Satz gelesen, der den Nagel auf den Kopf trifft: Heute ginge es für Unternehmen und Institutionen nicht mehr darum, eine digitale Strategie zu entwickeln, sondern es ginge darum, eine Strategie für das digitale Zeitalter zu entwickeln. Voila! Gut auf den Punkt. [Mehr]


Angela HobbsWas Philosophie über Bildung für eine bessere Zukunft sagen kann

Wie schafft man eine Generation, die Lösungen für ihre Probleme erdenken und den Herausforderungen einer sich schnell verändernden Welt begegnen kann? // von Angela Hobbs

Questioned Proposal(Image by Ethan Lofton(CC BY 2.0) via Flickr) small

Das diesjährige Treffen in Davos befasst sich damit, wie wir die immensen Herausforderungen der sogenannten “vierten Industriellen Revolution” meistern können – einer Ära rasanter und komplexer technologischer Veränderungen, in der unsere Rolle in der Welt einem stetigen Wandel unterworfen ist. [Mehr]


Maren JentschkeHydro Coach: Stressfrei ans Wasser trinken erinnert werden

Der tägliche Wasserkonsum ist wichtiger Bestandteil einer gesunden und ausgeglichenen Lebensweise. Mit der Android—App Hydro Coach vergisst man nie mehr ausreichend zu Trinken. // von Maren Jentschke

Nicht vergessen: Wasser trinken (Image: Mbragion [CC0 Public Domain], via Pixabay)

Klirrende Kälte draußen, Wollsocken an und eine heiße Schokolade. Und dazu ein großes Glas Wasser? Daran denkt wohl kaum jemand. Dabei ist Wasser das Zauberelixier – es verfeinert das Hautbild, steigert die Fitness, hilft gegen Stress, Müdigkeit und Kopfschmerzen. Es ist so einfach und doch gibt es viele, die immer wieder vergessen genügend zu Trinken. Damit genau das nicht mehr passiert, springt der Hydro Coach der Grazer Jungunternehmer Christoph Pferschy und Christian Rückert ein. Die kostenlose Android-App der Codium App Ideas OG erfreut sich immer mehr Beliebtheit. Was kann das digitale Helferlein? [Mehr]


Anne JerratschTypisch Berlin: Selbst Diebe sind schneller und netter als die Verwaltung

Ein geübter Handgriff – und weg ist das Portemonnaie. Doch wie kommt man in Berlin an einen neuen Personalausweis, während in den Ämtern das Chaos regiert? // von Anne Jerratsch

Erika Mustermann (Teaser by Lumu (CC0 Public Domain), via Wikimedia Commons)

Es ist Freitagnacht gegen zwei Uhr. Ich bin auf dem Heimweg von einer Party, müde und leicht beschwipst stehe ich an der Haltestelle. Während ich auf die Bahn warte, lese ich ein bißchen im Internet – ich hätte es dem Taschendieb kaum leichter machen können. Ich bemerke, wie jemand schräg hinter mir in meine Umhängetasche greift und drehe mich erschrocken um, zu langsam, um zu verstehen. Wer ist der junge Mann, und wieso hat er meinen Regenschirm in der Hand? Er ist scheinbar ebenso erstaunt wie ich, drückt mir den Schirm wieder in die Hand und läuft davon. Ich stehe verdattert da. Was war das? Dann dämmert es mir langsam. Ich krame in der Tasche: tatsächlich, das Portemonnaie ist weg. Ich versuche noch ein paar Schritte in die Richtung, die der Mann eingeschlagen hat – aber vergeblich, er ist natürlich längst verschwunden. Und ich bin einfach nur genervt.

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Daria KussKontakte sind wichtig – ein gutes Gespräch ist wichtiger!

Die sozialen Netzwerke und ihre Kontakte haben viele Vorteile – aber auch einige Nachteile. Denn Technik, die alles möglich machen kann, kann auch einiges zerstören: wir verlernen, ein richtig gutes Gespräch zu führen. // von Daria Kuss

Businessman (Teaser by Unsplash (CC0 Public Domain), via Pixabay)

Ein US-Häftling, der wegen versuchten Mordes an einem Polizisten in Haft saß, wurde nach 44 Jahren Haft entlassen. Als der nun 69jährige Otis Johnsen die Straßen von New York City betrat, traute er seinen Augen kaum. Die Menschen schienen auf den Straßen Selbstgespräche zu führen, während ihnen futuristische Kopfhörer an den Ohren hingen. All das erinnerte ihn an Agenten der CIA. Es war, als würden die Menschen in ihrer eigenen kleinen Blase leben, denn sie beachteten ihre Umgebung kaum, stattdessen starrten sie ihre Smartphones an, während sie die Straße überquerten.

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Donald E. MillerDie Gesellschaft zwischen Religion, Technologie und Extremismus

Unsere Gesellschaft wird inzwischen eher von Technologie als von Religion geprägt – der Graben verläuft zwischen antimodernen Fundamentalismus und der postmodernen Mentalität der Jugend. Trotz aller Konflikte darf man sich keiner der beiden Welten entziehen. // von Donald E. Miller

Kreuz (Teaser by HannahJoe7 (CC0 Public Domain), via Pixabay)

Kürzlich haben Extremisten sowohl bei dem Anschlag auf die Planned Parenthood Federation of America als auch bei der Schießerei in San Bernardino die hässliche Fratze der Religion enthüllt. Der Einfluss dieser Taten und die Demagogie der Wahlkampfperiode erzeugen in den USA Angst und Empörung. Inmitten dieser nationalen Kämpfe bereiteten sich viele Familien auf einen viel persönlicheren religiösen Kampf vor: die Frage, ob sie an Weihnachten in die Kirche gehen sollten oder nicht. Amerikaner identifizieren sich zunehmend nicht mehr mit Religion, wobei es signifikante Generationsunterschiede gibt.

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Hendrik GeislerZurückgeblättert: Online-Dating anno 1998

Vor 17 Jahren förderte der Focus ein modernes Liebesleben und hielt zehn Ratschläge fürs Online-Dating bereit, die an sich heute noch genauso gelten – nur die Technologie hat sich etwas verändert. // von Hendrik Geisler

FOCUS-Magazin-Cover-51-1998

Wer sich im Jahr 2015 online auf die Suche nach einem Liebespartner macht, wird nicht mehr schief angeschaut. Im Internet nach einem Menschen fürs Leben oder auch nur für ein paar warme Stunden zu suchen, gehört zur Normalität. Nicht so 1998. Das Focus Magazin wollte nachhelfen und lieferte “10 Flirttips für Chateinsteiger[Mehr]


Anne JerratschWas Sie schon immer über Tischtennis wissen wollten… Hier steht es!

Ping Pong, Wiff Waff oder Flim Flam – Tischtennis hatte schon viele Namen, aber die Sportart trug zur Beliebtheit des Spiels bei. Zumindest heutzutage, wie ein Blick in die Geschichte des Sports zeigt. // von Anne Jerratsch

Table Tennis (Image: Huskyherz [CC0 Public Domain], via Pixabay)

Die Sportart stammt aus der viktorianischen Zeit und wurde mit Vorliebe in den Gesellschaftsräumen der Herrenhäuser gespielt – und zwar immer dann, wenn es regnete und man nicht draußen auf dem Platz wie gewohnt Tennis (oder auch unmissverständlicher: Lawn Tennis) spielen konnte. Zwar belegen meteorologische Untersuchungen, dass es wohl wirklich nicht öfter in England regnet als anderswo, doch wenn die Briten selbst ebenfalls den Eindruck haben, dass dem so wäre, und dementsprechend eine Indoor-Version eines ihrer Lieblingsspiele erfinden, will das auch schon etwas heißen.

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