Tobias SchwarzSmart Hero Award: Gesucht werden soziale Helden

Im Interview spricht Eva-Maria Kirschsieper von Facebook über den Smart Hero Award und Social Media als Plattform für gesellschaftliches Engagement. // von Tobias Schwarz

Eva-Maria Kirschsieper von Facebook Deutschland (© Frank Ossenbrink/Media Group GmbH)

Der Smart Hero Award ist ein Anfang 2014 von der Stiftung Digitale Chancen und Facebook Deutschland initiierter Wettbewerb, bei dem soziales Engagement mit Hilfe von sozialen Medien ausgezeichnet wird. Wir haben uns im Vorfeld des Wettbewerbs mit Eva-Maria Kirschsieper, Head of Public Policy für Facebook Deutschland, über den Smart Hero Award, gesellschaftliches Engagement und Protest in sozialen Netzwerken unterhalten.

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Christina zur NeddenShitstorms im Internet

Shitstorms, Mobbing, Rassismus, Sexismus und Stalking sind strafbar und durch Gesetze verboten. Spielen sich diese Straftaten online ab, scheinen alle Regeln außer Kraft gesetzt. Das muss sich ändern. Aber wie? // von Christina zur Nedden

Laptop und Smartphone (Image: Daniel Foster [CC BY-NC-SA 2.0] via flickr)

Wer im Internet eine starke Meinung vertritt, wird oft Opfer von gewaltvoller Kommunikation bis hin zu Shitstorms. Anzeige erstattet fast niemand, denn das Netz wird von vielen immer noch als „rechtsfreier“ Raum betrachtet in dem alles nicht so „echt“ scheint wie in einem analogen Umfeld. Dabei leben wir schon lange nicht mehr in zwei Welten. Mobbing und Harrassment tun online genauso weh wie offline, denn hinter jedem Computer sitzt (meist) ein Mensch. Brauchen wir neue Gesetze für das Internet oder reichen die alten? Und was passiert mit der Meinungsfreiheit, wenn der Staat härter im Netz durchgreift? [Mehr]


Anja C. Wagner20 populäre Mythen zu zeitgemäßer Weiterbildung

Bildung ist in. Wir wissen alle: Davon hängt unsere Weiterentwicklung ab. Aber etwas läuft schief in unserem langweiligen Bild von der Bildung. // von Anja C. Wagner

Arena des Orakel von Delphi (Bild: photogon [CC BY-NC 2.0] via flickr)

"Wissensvermittlung finde ich total wichtig," so lautet ein gern gesprochener Satz in klassischen Smalltalks. Es scheint Common Sense zu sein. Wer will schon im Zeitalter der Wissensarbeiter/innen etwas gegen Wissen sagen? Und so verdrehen sich die Mythen immer weiter. Sie verstärken sich wechselseitig. Mit fatalen Folgen für den Einzelnen.

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Annika KremerWarum Verschwörungstheorien der Wahrheit oft im Weg stehen

Verschwörungstheorien kommen als kritisch, als aufgeklärt daher – und verhindern leider oft eine effektive Kritik an den herrschenden Verhältnissen. // von Annika Kremer

9/11-Truth-Bewegung (Bild: Damon D'Amato [CC BY 2.0], via Flickr)

Sie sind ein allgegenwärtiges Phänomen des Internet-Zeitalters: Verschwörungstheorien. Viele, die an sie glauben, halten sich für kritisch, für skeptisch, für Kämpfer gegen das herrschende System. Leider enden sie dabei oftmals als unfreiwillige Helfer der Strukturen, die sie ablehnen, als Bauernopfer im Kampf um eine Deutungshoheit in der heutigen, komplizierten Welt. Denn in Wirklichkeit sind die Faktoren, die uns unfrei machen, weitaus komplizierter – und bedürfen gar keiner Verschwörung.

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Lars SobirajPeppr: Sexarbeit online bestellen

Pia Poppenreiter und ihr Mitgründer Florian Hackenberger wollen das gemeinsame Unternehmen Peppr verkaufen und neue Wege gehen. // von Lars Sobiraj

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Im Prinzip versucht die Berliner Pepper IT GmbH das Unmögliche. Die Website soll das älteste Gewerbe der Welt so neutral und so wenig anrüchig wie möglich ins Web übertragen. Nach Angabe des eigenen Aufenthaltsortes und Auswahl der Filterkriterien wie Geschlecht, Preis, Extras, Alter, Körbchengröße, Figur und Sprache kann die Person nach vorheriger Anmeldung online gebucht werden. Die Domain liegt in Italien, die Daten werden hingegen in Köln gehostet. Der Firmensitz ist – wie könnte es anders sein – in Berlin. Dort leben auch die meisten Sexarbeiter, die als Pepprs Pfeffer in unser aller Leben bringen sollen.

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Imaani El-BurkiProtest in unserer Gesellschaft: Wo Social Media versagt

Proteste via Social Media verkommen immer mehr zum Störgeräusch statt wirkliche Veränderungen hervorzurufen. // von Imaani El-Burki

Black Lives Matter (Bild: The All-Nite Images [CC BY-SA 2.0], via Flickr)

Die öffentliche Reaktion auf die Morde an Michael Brown und Eric Garner haben diverse Vergleiche mit den Bürgerrechtsbewegungen der 1960er hervorgerufen. Es gibt aber eine Menge Unterschiede zwischen den Ereignissen vor rund 50 Jahren und heute – einer der wichtigsten ist hierbei das Vorhandensein des Internets.

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Dr. Erik MeyerHeute vor 70 Jahren: Historiker twittern Kriegsende

Zum Jahrestag der Befreiung des KZs Auschwitz startete das Twistory-Projekt "Heute vor 70 Jahren". Entstehen soll eine crossmediale Alltagsgeschichte. // von Dr. Erik Meyer

Von Bomben zerstörtes Magdeburg (Bundesarchiv, Bild 183-14025-0001 [CC BY-SA 3.0 de], via Wikimedia Commons)

Das Twitter-Profil @9nov38, unter dem die nationalsozialistischen Novemberpogrome nacherzählt wurden, bekam 2013 einige Resonanz. Nun geht es unter dem allgemeinen Namen @digitalpast weiter: Bis zum Jahrestag des Kriegsendes am 8. Mai werden einige Aspekte des historischen Geschehens 70 Jahre später jeweils in weniger als 140 Zeichen wiedergeben. Die Perspektive dieses historischen Echtzeitformats reflektiert der Titel des dazu erscheinenden Begleitbuchs: "Als der Krieg nach Hause kam". Darin fokussiert Moritz Hoffmann die letzten Monate des deutschen Kriegsalltags als Kontext der Tweets.

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Niklas MöllerDigital Detox: Die entdigitalisierte Gesellschaft

Als im Jahr 1994 die US-Amerikaner Henry Labalme und Matt Pawa eine "Screen-free Week" ins Leben riefen, reagierten die meisten Menschen eher skeptisch. Doch heute, zwanzig Jahre später, erscheint solch ein Konzept wichtiger denn je.  // von Niklas Möller

Digital Detox wird auch in Deutschland immer wichtiger (Bild: Paynes Hut [CC BY 2.0], via Flickr)

Durch Smartphones ist man heute immer und überall online. Dass diese ständige Erreichbarkeit, die das Leben zwar in vielerlei Hinsicht erleichtert, jedoch nicht nur positive Folgen nach sich zieht, sollte dennoch für jeden erkennbar sein. Immer mehr Menschen sind bei der Arbeit aber auch privat einem ständigen Leistungsdruck ausgesetzt. Im schlimmsten Fall kann die Digitalisierung dabei zu einem Burnout führen.

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John RiceOffener MOOC – Dein Weg zu einem kostenlosen MBA?

Einen Master of Business Administration (MBA) zu absolvieren ist sehr attraktiv, aber kostenlose Angebote sind schwer zu finden. Kann ein offener MOOC Abhilfe schaffen? // von John Rice

MOOC – digital Studenten (Bild: Jisc [CC BY-NC-ND 2.0 UK], via Flickr)

Immer wieder wird vorgeschlagen, dass man sich mit entsprechenden Sorgfalt und Hingabe einen kostelosen Master of Business Administration zusammenstellen kann. Wahrscheinlich wird es die wenigsten Eingeweihten überraschen, dass von dieser Idee bisher eher wenig übrig geblieben ist.

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Dr. Erik MeyerBesuch im Weißen Haus: YouTube-Stars interviewen Obama

Im Anschluss an seine alljährliche Ansprache zur Lage der Nation hat sich US-Präsident Obama mit drei YouTube-Stars getroffen und über Politik geplaudert. // von Dr. Erik Meyer

Ein Interview mit Barack Obama auf YouTube (Bild: YouTube)

 

Die Regierungskommunikation des Weißen Hauses ist auch im Netz einigermaßen avanciert. Zumindest werden von der Obama-Administration online alle relevanten Kanäle mit eigenen Formaten bespielt. Die "State of the Union Address", die vor beiden Kammern des Kongresses im Plenarsaal des Repräsentantenhauses gehalten wird, wird so zu einem digitalen Medienereignis. Ein Element der Inszenierung ist in diesem Jahr ein Livestream, der einem Publikum die Agenda das Präsidenten vermitteln soll, das über etablierte Medien nicht mehr zu erreichen ist.

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Gunnar SohnDas Internet macht uns schlauer

Von wegen digitale Demenz: Wenn wir die neuen Werkzeuge richtig nutzen, werden wir mehr leisten können als je zuvor. // von Gunnar Sohn

Demenz

Das Problem der digitalen Demenz scheint wohl doch nur ein singuläres Phänomen eines eifrig daherplappernden Bedenkenträgers zu sein, der mit seinen spitzen Hirnthesen durch die Lande zieht, um die Internet-Skepsis in bildungsbürgerlichen Salon-Gesprächen zu beflügeln. An der Wissenschaftsfront gibt es jedenfalls Entwarnung:

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Tobias Schwarz“Fakt ist…!” über die Generation Y und modernes Arbeiten

Die MDR-Politiksendung "Fakt ist…!" diskutierte über die Generation Y und die neue Arbeitswelt – und das sehr sehenswert. // von Tobias Schwarz

Wiresless (Bild Mr. Theklan [CC BY-SA 2.0], via Flickr)

Politiksendungen werden leider immer nur auf die meist schlechten Formate in der ARD oder im ZDF begrenzt, die diese Aufmerksamkeit nur selten durch Qualität rechtfertigen. Ganz anders als manche Sendung in den Dritten, wie zum Beispiel die Sendung "Fakt ist…!" des Mitteldeutschen Rundfunk (MDR), die sich gestern mit dem Thema "Generation Y" beschäftigte.

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Gunnar SohnDie Service-Schimären der Netzbetreiber

Personalisierter Service statt Hotline-Gequatsche: Warum Telekom und Co. endlich Kundenversteher-Apps entwickeln sollten. // von Gunnar Sohn

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Gespräche mit Kundenhotlines verlaufen butterweich, wenn man ein Upgrade-Sonderaktion-Cross-Selling-alles-wird-jetzt-besser-schneller-und-preiswerter-Bundle-Angebot kaufen möchte. Da sind die Agenten zuvorkommend und schnell. Es reicht ein profanes "Ja" und die Vertragsumstellung wird mit Knopfdruck vollzogen.

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Gunnar SohnWarum sich das Personalmanagement ändern muss

Das moderne Personalmanagement verkommt zur Show: Büros bekommen zwar Kuschel-Ecken und Hipster-Brausen, hinter den Kulissen bleibt aber alles wie gehabt. Ist das schon die Zukunft der Arbeitswelt? // von Gunnar Sohn

arbeitsplatz, office, arbeit

Die "Wirtschaftswoche" titelt: "HR-Abteilungen – Personaler vergraulen Fachkräfte" und schreibt: "Wenn Betriebe gute Leute finden, geschieht es nicht wegen, sondern trotz der Personaler." Das "Manager Magazin" fragt in der November-Ausgabe "Die Bonsai-Manager – wer braucht eigentlich noch HR?" und nimmt sich damit der Thematik an, dass DAX-Unternehmen aktuell ihre Personalvorstände abschaffen (SAP, Deutsche Post) und HR in vielen Unternehmen in die esoterische Ecke abdriftet.

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Felicitas HackmannWarum uns das Smartphone nicht mehr begeistert

Das Smartphone ist mittlerweile kaum noch aus unserem Leben wegzudenken. Und trotzdem nichts besonderes mehr. // von Felicitas Hackmann

Das Smartphone im Alttag verliert seinen Reiz

"Da hätte ich mehr erwartet". Enttäuschte Blicke als eine Freundin mir mein Smartphone zurückgab. "Früher waren iPhones irgendwie aufregender", fügte sie hinzu. Ja. Aber wie viel können wir noch erwarten? Wie viel Überraschung kann Hardware uns noch liefern und in wiefern kann ein Alltagsgegenstand uns überhaupt noch beeindrucken?

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