Anja C. WagnerWieviel Wirtschaft darf’s denn sein in der digitalen Bildung?

Drei bemerkenswerte Beispiele digitaler Transformation, die den Spagat zwischen Individuum und Gesellschaft wagen - und damit zentrale Fragen aufwerfen. // von Anja C. Wagner

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Drei Beispiele, die zum Nachdenken anregen, ob und inwiefern wir bei der digitalen Transformation einen Eingriff der Wirtschaft in unser Bildungssystem zulassen wollen. Zum ersten ist das der neue Campus der Cornell Tech University, welcher ein Ökosystem für technologiebegeisterte Studenten bilden soll. Zum Zweiten die Hour of Code, die schon den Kleinen Programmieren näher bringen möchte und zum Dritten die Digitale Agenda der EU.

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Daniel KuhnWer hat Angst vor Künstlicher Intelligenz?

Künstliche Intelligenz ist ein Angstthema für die meisten Menschen, befeuert von Horrorszenarien in Science-Fiction-Filmen, die ihnen durch intelligente Apps auf ihrem Smartphone empfohlen werden. // von Daniel Kuhn

robot and shadow (Image by Hsing Wei [CC BY 2.0] via Flickr)

Das Ende der Menschheit wird in Endzeitszenarien meistens durch Naturkatastrophen, Alien-Invasionen oder aber rebellierende Maschinen eingeläutet, die der Menschheit in allen Belangen überlegen sind. Also eine der wenigen, vom Menschen selbst geschaffenen, Bedrohungen. Es überrascht also nicht, dass so viele Menschen Angst vor künstlicher Intelligenz haben. Doch diese Angst ist oft in Unwissenheit darüber begründet, was künstliche Intelligenz eigentlich genau ist – dabei nutzen wir sie täglich auf unseren Smartphones. [Mehr]


Erik MeyerOnline organisieren: Gewerkschaften in der Gig-Economy

Von Politik und Gewerkschaften wird verstärkt die Diskussion um die Digitalisierung der Arbeit geführt. Aber gibt es auch eine digitale Arbeiterbewegung? // von Dr. Erik Meyer

Keyboard (Image: edar [CC0 Public Domain], via Pixabay)

Während in Deutschland gut organisierte Beschäftigtengruppen gerade ihre Streikfähigkeit demonstrieren, suchen die Gewerkschaften noch ihre Rolle in den diversen Beschäftigungsverhältnissen zwischen dereguliertem Crowdworking und disruptiver Startup-Szene. In den USA werden derweil auch im Netz neue Ansätze zur Organisierung der Interessen insbesondere von prekär beschäftigen Solo-Selbständigen erprobt. Erleben wir also bald Barcamps statt Betriebsversammlungen und Arbeitskämpfe per App?

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Joanna RodriguezIhr Smartphone könnte gut für Ihre Psyche sein

Mit Smartphones und der heutigen Technik ist es möglich, psychisch kranken Menschen in Form von Apps zu helfen oder von zuhause aus Therapiesitzungen abzuhalten. // von Joanna Rodriguez und Nadine Page

Close up person using smartphone (Image by: Japanexperterna.se [CC BY-SA 2.0] vie Flickr)

Wenn es um die geistige Gesundheit geht, werden Smartphones und Social Media fast immer in Zusammenhang mit Gefahr gebracht. Viele Experten äußerten ihre Besorgnis, dass Technologie für die immer weiter ansteigenden psychischen Krankheiten verantwortlich sein könnte. Es gibt jedoch auch Hinweise darauf, dass Ihr Smartphone gut für die Psyche sein kann. [Mehr]


Anna-Maria LandgrafWie nutzen Menschen mit Behinderung das Internet?

Wie nutzt ein Mensch ohne Hände das Internet? Oder ein vollständig Gelähmter? Die Bandbreite der Hilfsmittel ist so vielfältig wie die verschiedenen Grade der körperlichen Behinderungen. Wichtig ist, dass die Webseiten für alle Mittel ausgerichtet sind. // von Anna Maria Landgraf

Rollstuhl in Lisboa (Image: Andreas Kollmorgen [CC BY 2.0], via Flickr)

In Deutschland gibt es zirka sieben Millionen Menschen mit einer Behinderung – ob durch Unfall, Erkrankung oder genetischen Defekt. Sie sind es, die vom Internet am meisten profitieren: Umfragen zufolge nutzen Menschen mit Behinderung das Internet häufiger als Menschen ohne Beeinträchtigung. So haben sie leichteren Zugang zum sozialen und kulturellen Leben.

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Anja C. WagnerDie neue soziale Arbeit: Trägst auch du zum Elitenreichtum bei?

Die Reichen werden immer reicher und der Anteil der Armen wächst. Absolut wie relativ und besonders in Deutschland, sagt der aktuelle Sozialbericht der OECD. Das Ergebnis ist hausgemacht. // von Anja C. Wagner

Lamborghini Aventador und LaFerrari (Image: Axion23 [CC BY 2.0], via Flickr)

Die klassischen Medien fassten den OECD-Bericht wie folgt zusammen: Die Reichen werden immer reicher. Die Einkommensschere geht zumindest in Deutschland nicht weiter auf. Aber die vielen armen Haushalte verhindern weiteres Wachstum. Es müsse mehr getan werden, z.B. durch einen Kitaausbau, damit mehr Frauen Vollzeitjobs annehmen können. Jedoch: Es steht noch viel mehr drin in dem Bericht - und es betrifft auch die Wissensarbeiter/innen, also uns.

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Ole WintermannThis is not a Rückblick

Das Digitale offenbart eine politische und moralische Systemkrise. Die Verweigerer der digitalen Entwicklung beschimpfen uns aus Hilflosigkeit als Taliban und Maoisten. Wir sollten diese Versuche, uns Digitale zu diskreditieren ignorieren und uns auf die wichtigen gesellschaftlichen Fragen konzentrieren. // von Ole Wintermann

I Can't See You... (Image_ Peter [CC BY-SA 2.0], via Flickr)

Die re:publica lebt meiner Meinung nach immer davon, dass erstens vor Ort spontane Eindrücke von neuen Projekten, Ideen oder spannenden Personen gesammelt werden können, die in dieser Form online zu nachzuvollziehen sind. Zugleich geht es aber zweitens immer darum, langfristige Trends zu diskutieren und eine persönliche Landkarte der wichtigsten Eindrücke zu erstellen, die dann doch zumindest 12 Monate Gültigkeit behalten sollte. Bei einem Rückblick (nicht nur auf die #rp15 sondern auch die netzpolitischen Debatten der letzten Wochen) und zugleich einem Blick nach vorn stellen sich mir die folgenden fünf Fragen für die Zukunft der Digitalisierung in Deutschland.

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Kristin NarrDer #ichMOOC – Nichts für die Web-Schickeria

Im Interview erklären Nina Oberländer (Bremer VHS) und Joachim Sucker (VHS Hamburg) den MOOC "Mein digitales Ich". // von Kristin Narr

#ichMOOC: Joachim Sucker und Nina Oberländer (Image: Jöran Muuß-Merholz, CC BY 4.0)

Massive Open Online Courses (MOOC) gewannen in den vergangenen Jahren verhältnismäßig schnell an Fahrt. Große Universitäten führten Kurse mit teilweise hunderten Teilnehmenden durch, erste Wettbewerbe fanden statt und spezielle MOOC-Plattformen wurden entwickelt. Neben den Hochschulen wenden sich zunehmend auch andere Bildungsbereiche dem Format zu. Am 28. Mai 2015 startet der MOOC "Mein digitales Ich" (kurz #ichMOOC genannt). Die Veranstalter sind die Volkshochschule Bremen und Hamburg, gemeinsam mit der Fachhochschule Lübeck. Für Netzpiloten.de sprach Kristin Narr mit den Machern Nina Oberländer (Bremer VHS) und Joachim Sucker (VHS Hamburg).

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Anna-Maria LandgrafBarrierefreiheit im Netz

Barrierefreiheit beschäftigt Menschen ohne Behinderung nicht. Das sollte sich aber ändern, meint Jan Hellbusch, der selbst betroffen ist. // von Anna Maria Landgraf

Jan Eric Hellbusch

Jan Hellbusch ist Accessibility-Consultant und berät Organisationen darin, ihre Webauftritte barrierefrei umzusetzen. Daneben hat er noch weitere Dienstleistungen im Programm, etwa Schulungen für Entwickler oder Online-Redakteure. Da er selbst erblindet ist spricht er aus eigener Erfahrung. Passend zum Europäischen Protesttag der Menschen mit Behinderungen ein Gespräch über Barrierefreiheit im Netz, Blindheit und seine eigenen Erfahrungen damit.

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RedaktionBibliotheken vernetzen – Analog und Digital

Am heutigen Welttag des Buches startet der Deutsche Bibliotheksverband eine neue Website für die Kampagne "Netzwerk Bibliothek", um digitiale Optionen von Bibliotheken zu zeigen.

"Bibliothek_Stuttgart_005" (Adapted) by Rob124 (CC BY 2.0)

Mit der heute gestartenen neuen Kampagnenseite www.netzwerk-bibliothek.de wird ein Überblick zu den digitalen Angeboten der Bibliotheken geboten. Die Website verfügt über eine Veranstaltungsdatenbank und zeigt wichtige digitale Services, zeitgemäße Formate und aktuelle Trends der Bibliothekslandschaft. "Netzwerk Bibliothek" bietet Bibliotheken eine Plattform, sich aktiv mit den internationalen digitalen Entwicklungen in der Gesellschaft auseinanderzusetzen, die identifizierten Trends aufzugreifen und im gemeinsamen Austausch die Entwicklung von lokalen Bibliotheksstrategien weiter zu befördern.

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Anna-Maria LandgrafEine multimediale Flüchtlingsgeschichte

Der Schweizer Journalist Simon Krieger reist mit seiner Kamera den Weg eines Flüchtlings nach. Über Griechenland über die Türkei bis in den Iran – am Ende soll eine Multimediareportage entstehen. // von Anna Maria Landgraf

"Darfurians refugees in Eastern Chad" (Adapted) by European Commission DG ECHO (CC BY-SA 2.0)

Das abstrakte Flüchtlingsthema wird bei Simon Krieger durch die Reportage Ozra konkret: Es erscheint in Form von Yaved, ein junger Mann aus Afghanistan, der als kleiner Junge von zu Hause weg ist. Mit der Reportage geht das neue multimediale Onlinemagazin WHY ISSUE an den Start.

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Heather Brunskell-EvansWieso wir in der Schule über Sex und Pornos reden müssen

Sex und Pornos sind digital stets zugänglich, doch wie können Jugendliche im Umgang mit solchen Inhalten geschult werden? // von Heather Brunskell-Evans

Let's talk about sex (Image: Rob Allen [CC BY-NC-SA 2.0], via Flickr)

Vor Kurzem hat der Kinderschutzverein NSPCC Childline (Nationale Society for the Prevention of Cruelty to Children) eine Studie veröffentlicht, in der herausgearbeitet wurde, zu welchem Maße Kinder dargestellt, abhängig gemacht und für pornographisches Material ausgenutzt werden und diesen Zugang selbst nutzen. Die Studie zeigte, für wie viele Kinder und Jugendliche Pornographie ein Teil ihres Alltagslebens ist. Die Ergebnisse mögen schockierend sein, doch die neuen Möglichkeiten des Internets und der sozialen Medien, die zunehmende sexualisierte Umwelt, sowohl offline als auch online, zeigen auf, dass wir neue Wege finden müssen, um die Probleme anzupacken, wie wir momentan mit Sex umgehen und darüber reden.

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Angela GruberZu Tisch bei Fremden

Das Start-Up EatWith aus Israel bringt hungrige Reisende und gastfreundliche einheimische Köche zusammen. Ein Jerusalemer Sabbatessen bei Fremden. // von Angela Gruber

Eatwith by Angela Gruber

Bei der israelischen Essens-Community EatWith bekochen Einheimische Reisende oder andere Gourmets, die keine Lust aufs Restaurant haben. Wer ein Essen über die Seite bucht, trifft Menschen, mit denen man wahrscheinlich sonst nicht ins Gespräch gekommen wäre - und kann einen neugierigen Blick in fremde Kochtöpfe und Küchen werfen und so viel über den Alltag der Menschen am Zielort erfahren. Aber kann das Versprechen eines persönlichen Essens-Erlebnisses eingelöst werden, wenn Fremde am Essenstisch zusammen kommen? Ein Selbstversuch in Jerusalemer Küchen.

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Franziska TürkMassive Open Online Courses – Uni für alle?

Sie könnten der Auslöser für eine globale Revolution des Bildungssystems sein: Massive Open Online Courses (MOOCs) versprechen einen kostenlosen Zugang zu höherer Bildung – für jeden, weltweit. Tatsächlich profitieren von den Bildungsangeboten aber vor allem jene, die gar nicht auf sie angewiesen sind. // Franziska Türk

Morning Coffee and Laptop by nosha (CC BY-SA 2.0) via Flickr

Die alleinerziehende Afroamerikanerin aus der sozial benachteiligten Nachbarschaft beschäftigt sich mit Quantenphysik, der vielbeschäftige Manager frönt seiner geheimen Leidenschaft für Kunstgeschichte und der jugendliche Schulabbrecher oder der rüstige Rentner tauchen in die Welt der englischen Literatur ein. Massive Open Online Courses (MOOCs) sollen das Bildungswesen umkrempeln und auch die Personengruppen erreichen, die statistisch gesehen bislang häufig von höherer Bildung ausgeschlossen sind. Bei MOOCs handelt es sich um kostenlose, frei zugängliche Online-Kurse, die maximale Flexibilität erlauben und doch ähnlich aufgebaut sind wie Seminare an einer Universität: Sie haben einen fixen Anfangs- und Endtermin und einen festen Vorlesungsplan mit wöchentlichem Input in Form von Videovorlesungen und Übungsaufgaben – und am Ende steht teilweise eine Prüfungsleistung. Foren und soziale Netzwerke ermöglichen den Austausch der Studierenden untereinander.

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