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Amazon Echo Input – Alexa für die Heimanlage

Amazon liefert mit Echo Input einen weiteren virtuellen Sprachsteuerungsassistenten für smartes Wohnen. Für 40 Euro kann man nun die eigene Musikanlage oder seine Lautsprecher mit Alexa aufrüsten und mit dem Klang der eigenen Heimlautsprecher genießen. Im Gegensatz zum Echo, ist der Echo Input ein reines Eingabegerät. Mit anderen Worten, der Sound kommuniziert nur über eine externe Anlage und nicht mehr wie beim klassischen Echo über interne Lautsprecher. Die Verbindung ist sowohl mit einem 3,5-mm-Audiokabel per Klinkenbuchse, als auch per Bluetooth möglich. Im Echo Input befinden sich insgesamt 4 Fernfeldmikrofone, wodurch eine sensiblere Akustik gewährleistet ist. Dadurch vergrößert sich die Reichweite des Gerätes, sodass man vom ganzen Raum aus mit Alexa sprechen kann.

Alexa spielt Musik

Das Design des Echo Input erinnert ein wenig an eine Eishockey-Puck. Das Gerät gibt es im klassischen, matten schwarz und in einer edlen weißen Ausführung. Zudem passt sich der Input Echo durch seine dezente Größe perfekt seiner Umgebung an und kann unauffällig im Raum aufgestellt werden. Auf der Oberseite befindet sich außerdem eine Stummschalttaste, mit der sich die Mikrofone ausschalten lassen. Daneben gibt es eine Aktionstaste mit der man die Sprachsteuerung Alexa starten kann, ohne das Signalwort auszusprechen. Bei Betrieb sieht man in der Mitte einen blauen LED-Punkt aufleuchten. Mit der Alexa Multiroom-Funktion können die verbundenen Lautsprecher mit anderen Echo-Lautsprechern verknüpft werden.

Durch Echo Input verwandeln sich die Lautsprecher und die Musikanlage in einen virtuellen Assistenten, die auf Spracherkennung reagieren. Zum Beispiel kann man Musik von Amazon Music, Spotify, TuneIn, radio.de, Deezer oder audible streamen und dann über die hauseigenen Lautsprecher hören. Das Gerät kann darüber hinaus einfache Befehle ausführen, wie etwa den Wecker stellen, die Einkaufsliste erstellen, Begriffe erklären oder den Kalender verwalten. Außerdem gibt das Gerät Auskunft über Nachrichten, den Wetterbericht oder Verkehrsinformationen. Darüber hinaus ist es auch möglich Sportergebnisse, Öffnungszeiten oder das Kinoprogramm abzurufen.

Amazon erweitert somit sein Smart Speaker Angebot um ein weiteres intelligentes Tool. Man darf gespannt sein, welche Produkte sich die Technik-Experten von Amazon als nächstes einfallen lassen.

Der Input Echo bei Amazon (Provisionslink).


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PetitTube und Forgotify: Die unbekannten Tiefen des Internets

Ihr kennt ihn doch sicherlich auch: Diesen Moment, wenn ihr ein fragwürdiges Bild, Lied oder Video im Internet entdeckt und plötzlich das Gefühl habt, nun wirklich alles gesehen zu haben. Meist sind aber selbst diese zweifelhaften Inhalte bereits von Tausenden oder Millionen anderer Nutzer geklickt wurden. Darum hat man sie ja schließlich ebenfalls gefunden.

Unter der Oberfläche schlummert aber noch ein Potential an schlechtem und gutem Content, das bislang völlig unentdeckt blieb. Ihr habt jedoch die Möglichkeit, auch diese völlig unbekannten Inhalte zu entdecken. Doch erwartet nicht, dass diese Inhalte wirklich sehens- oder hörenswert sind. Eher tun sich riesige Abgründe auf.

PetitTube – Videos die noch keiner sah

Kaum ein Social Network kann so niederschmetternd sein wie YouTube. Wer keine Reichweite hat und Videos produziert, die in der Suche völlig untergehen, kann schnell ungesehen bleiben.

Die französische Seite PetitTube, oder auch die deutsche Variante ZeroTube, haben ein Herz für die Unbekannten und zeigt euch Videos, die bislang noch niemand auf YouTube angeschaut hat. Da können schon echte Perlen mit dabei sein. Schließlich fängt jedes Video zum Release ohne Views an, auch wenn große Kanäle schon nach Sekunden die ersten Aufrufe verzeichnen. Ebenso gibt es auch ständig neue Kanäle oder YouTuber, die zwar gute Videos machen, aber keine Ahnung von ihrer Vermarktung haben.

Das sind auf PetitTube aber zugegeben die Ausnahmen. In erster Linie erwartet euch auch qualitativ der Bodensatz des YouTube-Contents. Aber Trash-TV ist ja bekanntlich nicht erst eine YouTube-Erfindung.

Ich sah zum Beispiel erst ein achtsekündiges Video einer Familie, bei dem vorwiegend der nicht ganz saubere Boden zu sehen war. Danach folge ein kurzes Video einer Katze im Käfig, dass offenbar mit einem Bild pro Sekunde aufgenommen wurde. Anschließend durfte ich eine Minute lang Insektenlarven in einer Tupperdose zuschauen. Was ein Arzt mit einer Zange in der Nase eines Patienten gemacht hat, führe ich besser erst gar nicht aus. Zuletzt wurde mir auf dem Kanal eines Maklers eine hübsche Immobilie in Gibstown, New Jersey gezeigt.

Wäre ich auf Immobiliensuche, hätte mich PetitTube womöglich nach Gibbstown, New Jersey gebracht – Screenshot by Stefan Reismann

Forgotify – Lieder, die noch keiner hörte

Einen ähnlichen Ansatz wie PetitTube, verfolgt auch Forgotify. Der Name lässt allerdings schon den Bezug zu Spotify vermuten. Als die Seite erstellt wurde, gab es rund vier Millionen Lieder auf dem Musikdienst, die noch nie jemand angehört hat. Das mussten die Betreiber von Forgotify natürlich ändern.

Ob einmal über die Seite gehörte Lieder aus der Liste rausfallen, lässt sich allerdings anzweifeln, da der Vorrat an Liedern begrenzter ist, als bei den 300 Stunden Videomaterial, die minütlich auf YouTube hochgeladen werden. Zudem wurde Forgotify bereits von BBC, Time, VICE Motherboard und The Guardian beworben.

Mein erstes Hörerlebnis auf Forgotify waren indische Trommelklänge des Filmkomponisten und Playbacksängers Ghantasala Venkateswararao. Danach folgte etwas, das mit viel gutem Willen noch als Warteschleifenmusik durchgehen könnte. Anschließend lief dafür die schmissige Nummer „Tenessee-Woman“ des bekannten Bluesmusikers Charlie Musselwhite. Da hätte ich schon mit ein paar Spotify-Aufrufen gerechnet – doch vielleicht legen Genrefans auch einfach lieber die gute alte Platte auf. Anschließend ging es mit einem Stück von Beethoven, vorgetragen vom String Quartet der renommierten Julliard School weiter.

Auch ohne Spotify-Abo lassen sich auf Forgotify immerhin die ersten 30 Sekunden der Lieder anhören – Screenshot by Stefan Reismann

Underviewed – Videos mit generischem Namen

Auch die Seite Underviewed macht sich auf die Suche nach verborgenen Schätzen in den YouTube-Tiefen. Anders als PetitTube dürfen die Videos aber durchaus Views haben. Als „Qualitätsmerkmal“ dient in diesem Fall der Titel.

Geräte speichern Dateien standardmäßig nach einem bestimmten Muster ab. GOPR1337.MP4 ist beispielsweise ein typischer Name einer Aufnahme per GoPro-Kamera. Wer die Datei einfach mit dem Standardnamen hochlädt und nichts weiter auf YouTube daran ändert, hat diesen völlig ideenlosen Dateinamen auch als Titel auf YouTube.

Underviewed sucht nach genau solch einer Namensstruktur und listet alle zu dem Dateinamen gefundenen Videos auf. Entsprechend des generischen Titels, haben diese Videos selten großartige Aufrufzahlen.

GoPro-Videos mit dem gehaltvollen Titel GOPR1246.MP4 versprechen zumindest etwas Action – Screenshot by Stefan Reismann

Nur wenig Substanz am Grund der Internetmedien

Natürlich war davon auszugehen, dass ein Großteil dieser nie entdeckten Medien zurecht ihr unbeachtetes Dasein fristen. Vor allem PetitTube und Underviewed boten vorwiegend Videos, die bereits technisch ganz schlecht aufgenommen waren. Es ist ein wenig wie ein Autounfall, wo man trotzdem irgendwie hinschaut. Dass es überhaupt Personen gibt, die einige Inhalte für hochladenswert halten, ist die erschreckendste Erkenntnis.

Forgotify hingegen überraschte mich positiv. Es hatte einen sehr interessanten Genremix und mit manchen Liedern oder Künstlern konnte ich sogar halbwegs etwas anfangen. Womöglich habe ich auch einfach Glück gehabt und die schlimmsten Lieder verpasst. 


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Spotify: Wird der Musik-Streamingdienst von seinen Konkurrenten überholt?

Eugenio Marongiu/stock.adobe.com

Für viele Musikfans ist seit der Gründung des Musik-Streamingdienstes Spotify im Jahr 2006 ein Traum in Erfüllung gegangen: Endlich kann man gegen eine niedrige monatliche Gebühr seine Lieblingsmusik hören, wo man möchte. Spotify ist der größte und bekannteste Musik-Streamingdienst weltweit. Er zählt momentan rund 83 Millionen Abonnenten. Doch mittlerweile gibt es unzählige Konkurrenten, die erstaunlich schnell aufholen. Das hat eine enorme Auswirkung auf den momentanen Spitzenreiter des Musik-Streamings.

Damit können die Konkurrenten punkten

Es gibt mittlerweile eine ganze Menge Musik-Streamingdienste, die vergleichsweise kleiner sind als Spotify. Dazu zählen unter anderem Deezer, SoundCloud oder Napster. Doch auch große Unternehmen wie Apple, Google und Amazon bieten mittlerweile ihre eigenen Musik-Streaming-Angebote und stellen Spotify in den Schatten.

Besonders die Sprachsteuerung hat eine immer bedeutendere Rolle – und gerade bei dieser Funktion kann Spotify nicht mithalten. Die Sprachlautsprecher werden immer beliebter und auch beim Autofahren setzt sich diese Funktion immer mehr durch. Andere Dienste lassen sich gut über die Sprache steuern. Spotify hingegen hat damit große Schwierigkeiten. Bislang ist diese Funktion nur in Thailand verfügbar. Auch Im Vergleich zu den Konkurrenten findet Spotify viele Lieder über die Sprachsteuerung nicht. Zudem vertreibt Spotify derzeit keinen eigenen Sprachlautsprecher. Somit ist Spotify auf die Geräte der Konzerne angewiesen.

Diese Funktion wird von den Spotify-Nutzern vermisst

Wenn einem ein Lied besonders gut gefällt, nimmt man es doch gerne mal genauer unter die Lupe und guckt sich den Songtext an. Doch seit zwei Jahren ist diese Funktion bei Spotify nicht mehr möglich. Stattdessen gibt es eine neue „Behind the Lyrics„-Funktion. Hier erscheinen neben einzelnen Songtextausschnitten auch diverse Hintergrundinformationen zu der Erstehung des Liedes und dem Werdegang des Interpreten. Wer allerdings nur den Text sehen will, wird enttäuscht. Apple Music beispielsweise legt hingegen viel Wert auf die Songtexte und macht sie für jeden sichtbar.

Um weiterhin Spitzenreiter zu bleiben, muss Spotify am Ball bleiben. Apple Music und weitere Musik-Streamingdienste werden immer beliebter und holen kräftig auf. Dennoch geht es Spotify zurzeit sehr gut, aber die Konkurrenz schläft nicht und wird auch in Zukunft präsent bleiben. Es wird sich also zeigen, wie der Musik-Streamindienst sich entwickelt.


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YouTube Music: La-La-La-Lauch

YouTubeMusic_Titel by lena Simonis

YouTube Music ist eine “Lauch-App“. Nachdem ich einige Meinungen gelesen und mir auch selbst einen Überblick in der App verschafft habe, komme ich auf keinen besseren Vergleich: Alle Zutaten für ein Festessen sind da, das Essen ist auch schon fast fertig und es fehlt nur diese eine raffinierte Zutat, die aus dieser Malzeit ein 5-Sterne-Gericht zaubern würde. Aber Google kommt mit Lauch für 10 Euro das Kilo um die Ecke – und das ist kein Bio-Bärlauch.

YouTube Music im Club der Streamingdienste

YouTube Music gibt es bereits seit zwei Jahren, ist seit letzter Woche aber auch hierzulande verfügbar. Die Applikation hat Google für Nutzer konzipiert, die Audio über YouTube konsumieren wollen. Aber im Vergleich zu anderen Musik-Streaming-Diensten wie Spotify, Deezer, Apple Music oder Qobuz kann sie wenig. Im Gegenteil bietet die App in der kostenlosen Version nicht einmal dieses kleinen Feature, mit dem YouTube als Streaming-App überhaupt zu gebrauchen wäre und man die User so viel glücklicher machen würde. Natürlich sprechen wir von der Hintergrundwiedergabe, die kostenlose Drittanbieter-Apps wie OG YouTube so beliebt machen.


Die lange Liste des Nichtkönnens

Noch unsinniger werden die Beschränkungen bei der Nutzung von Google-Assistant-Lautsprechern. Die App möchte erstmal ein Upgrade in die Premium-Variante, bevor sie die Inhalte an den Lautsprecher sendet. Zwar lässt sich Musik über die Google-Home-App dann doch irgendwie an die Speaker senden. Aber selbst über die Premium-App reagieren die Google-Speaker nicht auf Sprachbefehle des Nutzers. Die zahlreichen nichtvorhandenen Funktionen und Features hat Golem bereits ausführlich besprochen. In etwa so, als hätte man Safran fürs Essen gebraucht und erklärt nun ausgiebig, wieso Curry außer der Farbe nichts damit gemeinsam hat.

Musikvideos ohne Bild = Audio in schlechter Qualität

Das größtes Manko: die Qualität der Musik lässt nicht einstellen, wie das etwa Apple Music erlaubt. Je nach Verbindung lädt die App mit maximal 128 Kilobit pro Sekunde im AAC-Format. Ist die Verbindung schlechter, gibt YouTube Music Dateien mit nur 64 Kilobit pro Sekunde aus. Und obwohl man als PlayMusic-Abonnent bei Google auch kostenlos Zugriff auf YouTubeMusic-Premium erhält, synchronisiert sich YouTubeMusic nicht mit PlayMusic, so dass man zwei Musikbibliotheken gleichzeitig pflegen muss. Andererseits übernimmt YouTube Music automatisch alle Daten aus der YouTube-App, lässt Nutzer die Daten aber nicht unabhängig managen, sondern löscht Musik immer automatisch in beiden Apps. Die neue App spielt Musik außerdem nicht auf Amazon Echos oder der Playstation von Sony ab.

YouTube Music ziemlich textsicher

Zwei praktische Funktionen, mit denen sich YouTube Music von anderen Apps abheben kann, gibt es aber doch. Die Suche nach Liedzeilen und in der Bezahl-Variante auch das Offline-Mixtape. Die smarte Suche lässt sich mit Textzeilen füttern und findet so tatsächlich meistens die passenden Titel dazu. Sucht man in YouTube Music unter „Heartbeats drifting together“ erscheint der gesuchte Metronomy-Song (Reservoir) an erster Stelle sowie zwei weitere Vorschläge. Klappt auch mit „Crying zeros and I’m hearing 111s“ von Alt-J (In Cold Blood) oder „Keine Atempause Geschichte wird gemacht“ von Fehlfarben (1 Jahr). Ein paar Fehlversuche gab es aber auch hier.

Offline-Mixtape
 vom Algorithmus

In meiner Jugend gab es Mixtapes, die man sich für besondere Gelegenheiten oder Menschen zusammen stellte. Das Kassettendeck im Auto, den Walkman für die Zugreise oder als Erinnerung an gute Zeiten für die Freunde im Ausland. Bei YouTubeMusic mixen kluge Algorithmen unsere Musikauswahl zusammen und machen Vorschläge, die sich an der Tageszeit und dem Standort des Nutzers orientieren. Und das ist zwar irgendwie praktisch, aber auch ein bißchen langweilig, vorhersehbar und unpersönlich.

…nicht von Herzen

Dennoch bietet YouTube Music in der Bezahl-Variante eine besondere automatische Playlist – das sogenannte Offline-Mixtape. Wenn man es möchte, speichert die App hier automatisch bis zu 100 favorisierte Lieder, je nachdem wie viel Platz auf dem Device zur Verfügung steht und wie hoch die Kompressionsrate ist. Diese Titel lassen sich dann auch ohne Internet-Verbindung abspielen. Einen Offline-Modus haben aber auch andere kostenpflichtige Streaming-Apps von Apple Music über Spotify bis Deezer.

Fazit: Lauch bleibt Lauch



YouTube Music erscheint unfertig und übereilt auf den Markt geworfen. Wann Google PlayMusic und YouTube Music endgültig zu einer App verschmelzen, ist noch nicht bekannt. Solange dürfen PlayMusic-Abonnenten auch die Premium-Variante von YouTube Music nutzen, können aber die Bibliotheken nicht synchronisieren. Der automatische Download in der kostenpflichtigen App ist zwar praktisch und die smarte Suche nach Liedzeilen macht Spaß, um damit die Nutzer von anderen Diensten wegzulocken, genügen die Funktionen meiner Meiner nach aber nicht.

Zum Launch bietet Google eine dreimonatige, kostenlose Testphase von YouTube Music Premium an, die ihr hier für iPhone und Android herunterladen und mit einem Google-Konto nutzen könnt. Anschließend kostet das Abo regulär 9,99 Euro, über die iPhone-App jedoch 12,99 Euro im Monat. Googles unübersichtliche Preisgestaltung macht das Angebot sicher nicht attraktiver. Wenn ihr das Test-Abo kündigt, könnt ihr es dennoch bis zum Ende des Zeitraumes testen.

Neues Smartphone bei Amazon aussuchen (Provisions-Link)


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  • AMAZON t3n: Amazon verschwindet aus Google Shopping: Ursachen und Folgen:
    E-Commerce-Riese Amazon hat seine Übertragung von Werbung und Produktanzeigen bei Google Shopping eingestellt. Das Unternehmen nennt diesbezüglich keine genauren Gründe für seinen Rückzug. Bereits seit Ende April ist der Bezos-Konzern nicht mehr bei Google Shopping zu finden. Experten vermuten hinter dem Schritt, dass Amazon sich bewusst gegen Google Shopping entscheidet um so Streuverluste zu vermeiden und zudem unabhängig zu sein. Als Produktsuchmaschine ist Amazon mittlerweile sowieso ein Marktführer, weshalb die Kooperation mit Google nicht mehr notwendig erscheint. Vom Ausstieg Amazons können Händler derweil kurzfristig profitieren, während Google unter dem Rückzug eher leiden könnte.

  • SPOTIFY golem: Alexa-Lautsprecher erhalten Spotify-Sprachsteuerung:
    Die Alexa-Lautsprecher “Blast” und “Megablast” erhalten künftig neue Funktionen. Ultimate Ears stellt die neuen Features zur Verfügung. Demnach sollen die Lautsprecher künftig auf Zuruf den Musik-Dienst Spotify verwenden können. Um auf Spotify zugreifen zu können ist dabei allerdings ein Premium-Konto, sowie die Aktualisierung der Ultimate-Ears-App erforderlich. Durch ein weiteres Update steht Nutzern künftig zudem ein Equalizer in der Ultimate-Ears-App zur Verfügung. Dieser macht die Anpassung des Klangbildes möglich. Benutzer des Blast und des Megablast dürfen sich also in Zukunft auf etwas mehr Komfortfunktionen freuen.

  • GOOGLE chip: Zwei Hammer-Updates für Google Maps: Kartendienst wird jetzt noch praktischer:
    Konzern-Gigant Google hat auf der Entwicklerkonferenz Google I/O zwei interessante neue Features für den Karten-Dienst Google Maps bekannt gegeben. Google kündigte an, den Dienst künftig individueller zu gestalten und es Fußgänger in Zukunft zudem leichter zu machen, sich nicht zu verlaufen. Dies soll nach eigenen Angaben durch eine neue AR-Ansicht funktionen. Durch diese sehen Nutzer ihre Umgebung durch die Kamera und den Weg durch große Pfeile. Außerdem bleibt im unteren Bereich des Bildschirms die Karte als Gesamtüberblick sichtbar. Die individuellere Gestaltung will Google währenddessen durch ein neues “ForYou”-Menü erzielen. Dieses soll Nutzern genauere Vor- und Ratschläge in Bezug auf beispielsweise Restaurants geben. Das Feature wird in den nächsten Monaten sowohl für iOS als auch Android nutzbar sein.

  • ANDROID heise: Android als Betriebssystem für Autos:
    Mit Android Auto Embedded soll Android künftig noch tiefer in Fahrzeuge integriert werden können. So ist es Googles Plan Android in Zukunft eigenständig auf der Hardware von Auto laufen zu lassen, wie auf der I/O-Konferenz präsentiert. Durch den Einbau des System stehen Nutzern damit verschiedenste Komforteinstellungen zur Verfügung. Android Auto Embedded unterstützt außerdem verschiedene Benutzerprofile, womit auch Steuergeräte und Fahrzeugeinstellungen individuell zu regulieren sind. Ob Autos mit dem integrierten Android allerdings auch zu kaufen sein werden, steht derweil noch nicht final fest. Daran ändert auch die intensive Kooperation mit Volvo bislang nichts.

  • DSGVO gruenderszene: Merkel will DSGVO-Regeln angeblich doch noch lockern:
    Bundeskanzlerin Angela Merkel möchte die angepeilte EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) nun offenbar doch noch etwas auflockern. Die DSGVO treten ab dem 25. Mai 2018 in Kraft, nachdem unter anderem bezüglich des Facebook-Skandals entsprechende Regeln festgelegt wurden. Merkel moniert diesbezüglich nun allerdings, dass Datensouveränität zwar notwendig ist, aber Unternehmen auch nicht so sehr einschränken darf, dass der Umgang mit großen Mengen an Daten nicht mehr praktikabel ist. Mehrere Unternehmen beklagen demnach Probleme bei der Umsetzung der Richtlinien. Ob diese allerdings überhaupt zu locker sind, ist höchst fraglich zumal darauf eher wenig Einfluss besteht – zumindest von Merkels Seite.

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Alles was wir über das Spotify Device fürs Auto wissen

Syda Productions - stock adobe com

Ihr kennt das Gefühl bestimmt. Im Radio läuft dieser perfekte Song zum Autofahren, bei dem ihr die Musik laut aufdreht und die Fahrt sich dadurch vielleicht gar nicht mehr so lang anfühlt. Der Musik-Streamingdienst Spotify setzt auf genau dieses Fahrgefühl und bringt wohl bald ein Device zum streamen im Auto auf den Markt. Wir haben alle bisherigen Infos für euch zusammengefasst!

Spotify Car Device (Screenshot by Lisa Kneidl)
Über diese Anzeige, die angeblich das neue Smart Device fürs Auto ankündigt, stolperten einige Spotify-Nutzer. Screenshot by Lisa Kneidl

Über 70 Millionen Autofahrer nutzen Spotify

Radio und Musik sind schon seit den 50er Jahren fester Bestandteil der meisten Autofahrten. Spotify arbeitet schon länger daran, ihr Angebot jetzt auch vermehrt in die Autos dieser Welt zu bringen. Über das Entertainment System kann in vielen Autos schon über Android Auto oder Apple CarPlay sowohl das gratis, als auch das Premium-Angebot genutzt werden. In einigen Autos ist die App auch bereits vorinstalliert, dazu gehören beispielsweise BMW, MINI, Tesla und jetzt auch Cadillac.

Kommt der smarte Spotify Auto-Lautsprecher?

Auf Reddit und andernorts im Internet wunderten sich Spotify Nutzer schon vor einiger Zeit über die neuen Werbeanzeigen des Streaminganbieters. Der Anzeige kann man entnehmen, dass man das Device vorbestellen kann. Es soll innerhalb eines Angebots von 12,99 Dollar monatlich verfügbar sein und im Preis inbegriffen sein. In anderen Anzeigen war von 14,99 Dollar pro Monat die Rede und dass im Modell ein 4G-Modul und die Spracheingabe über Amazons Alexa integriert sei. In den Spotify-Support-Foren soll es laut The Verge von offizieller Seite geheißen haben, die Werbeanzeigen seien lediglich Tests, sie würden das entsprechende Team aber wissen lassen, dass es Interesse an dem Projekt gibt.

Ebenfalls soll der Konzern auch bereits Stellenanzeigen für ihre Hardware-Projekte zum Thema Sprachsteuerung veröffentlicht haben. Auf Smart Home Devices wie dem Amazon Echo und Google Home können Kunden Spotify bereits per Sprachsteuerung nutzen. Da liegt es nah, dass der Konzern mit einem eigenen Gerät zur sprachgesteuerten Musik-Wiedergabe liebäugelt.

spotifycares (Screenshot by Lisa Kneidl)
@SpotifyCares, der Support-Twitteracount des Konzerns, gibt nur vage Antworten auf die Fragen eines Kunden. Screenshot by Lisa Kneidl

Spotify-Event am 24. April

Ob das ominöse Gerät bald erhältlich sein wird oder ob es sich wirklich nur um einen Test handelt, werden wir womöglich am 24. April 2018 erfahren. Spotify hat für diesen Termin ein Event angekündigt, bei dem der Konzern größere Neuerungen bekannt gegeben will. Wir bleiben gespannt!


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  • SPOTIFY golem: Spotify wählt einen ungewöhnlichen Börsengang: Der Musikstreaming-Gigant Spotify hat seinen Gang an die Börse nun auch offiziell angemeldet. Dafür wählt das Unternehmen allerdings einen eher unkonventionellen Weg, bei dem keine neuen Aktien freigegeben werden. Stattdessen wird Spotify bestehende Aktien durch Direktplatzierung an der New York Stock Exchange in den Umlauf bringen. In einer Mitteilung an die Börsenaufsicht werden dafür zwar stark steigender Umsatz, aber auch sehr starke Verluste für die Plattform angegeben. Der weltweite Marktfüher im Musikstreaming wird momentan mit einem Wert von über 22 Milliarden US-Dollar gehandelt.

  • SAMSUNG zdnet.de: Galaxy S9+: Kamera gewinnt DxOMark-Test: Samsungs neustes Smartphone, das Galaxy S9+, ist Testsieger. Beim DxOMark-Test erreichte das Samsung Galaxy S9+ in gleich mehreren Kategorien Bestwerte. Während das Googles Pixel 2 dem Galaxy S9+ in puncto Videos überlegen ist, führt Samsungs Flagschiff sowohl in der Kategorie Kamera, als auch bei der Gesamtpunktzahl, und erhält hier Bestnoten. Die hervorragenden Noten basierten auf zuvor erfassten und bewerteten Testbildern und Videos der DxOMark-Ingenieure.

  • MICROSOFT chip: Gegen Spectre und Meltdown: Microsoft veröffentlicht neue Updates für Windows 10: Gute Nachricht für Nuter von Microsoft Windows 10. Der Computer-Riese hat ein weiteres Sicherheitsupdate für seine Nutzer freigegeben. Das neue Update soll gegen die gefundenen Sicherheitslücken “Meltdown” und “Spectre” schützen. Außerdem aktualisiert Microsofts Update erstmals den Prozessor mit einem Microcode, welcher den Prozessor steuert. Im Vergleich zu vergangenen Software-Updates müssen sich Nutzer dieses Mal allerdings nicht durch ein kompliziertes BIOS-Update kämpfen. Der Vorgang wird für den Kunden in diesem Fall völlig unbemerkt vonstatten gehen. Wann das Update für andere Versionen verfügbar sein wird, ließen Microsoft und Intel dagegen offen.

  • FACEBOOK t3n: Kurzes Vergnügen: Facebook macht den Entdecker-Feed wieder dicht: Nach nur 4 Monaten wird Facebook den Entdecker-Feed bereits wieder abschaffen. Erst im Oktober 2017 hatte Facebook sein Tool zur Auslieferung von News mit womöglichem Interessenbezug präsentiert. In einer Mitteilung ließ Facebook verlauten, dass das Experiment, Beiträge von Freunden und öffentlicher Seiten gleichzeitig zu zeigen, nun beendet sei. Aufgrund des mangelnden Erfolges des Feeds, ist entschieden worden, dass es für eine Weiternutzung nicht effektiv genug ist.

  • E-PERSONALAUSWEIS heise: E-Personalausweis: Was den digitalen Amtsgang ausbremst: Eigentlich sollte er den Zugang zu staatlichen Dienstleistungen erleichtern, doch bis jetzt ist der E-Personalausweis ein großes Missverständnis. Zwar besitzt der Großteil der Deutschen den Person für den digitalen Zugang, nutzen tut ihn allerdings nur jeder zehnte. Dabei vereinfacht er den Alltag ungemein und erfordert nicht mehr als ein zertifiziertes Lesegerät oder oder compatibles Smartphone. Der E-Personalausweis macht beispielsweise Behördenanträge, Kontoeröffnungen oder Versicherungsangelegenheiten leicht und entspannt. In der Praxis lösen die Deutschen ihre Anliegen dennoch nach wie vor lieber persönlich.

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Android Auto im Test: So funktioniert Googles Infotainment auf vier Rädern

Android Auto Test

Von Autos, die so smart sind, dass sie selbsttätig agieren können, sind wir noch weit entfernt. Als Zwischenschritt lassen sich viele Neuwagen aufschlauen, indem ihr sie mit eurem Android-Smartphone verbindet. Voraussetzung ist, dass das Auto oder ein nachträglich eingebautes Autoradio Googles Technologie namens Android Auto unterstützt. Immer mehr Automodelle sind kompatibel. Um euch zu erklären, welche Vorteile diese Vernetzung bietet, habe für zwei Wochen Android Auto mit meinem Lenovo Moto Z ausprobiert.

Die Idee hinter Android Auto

Im Kern ermöglicht euch die Technologie, einige Funktionen eures Android-Smartphones auch im Auto zu benutzen. Eurer Smartphone bleibt dabei die zentrale Steuereinheit. Dadurch lässt sich Android Auto im Gegensatz zu Apple CarPlay auch sogar dann verwenden, wenn euer Auto kein Touchdisplay besitzt. Google trägt damit unterschiedlichen Innovationszyklen bei Autos und Smartphones Rechnung. Smartphones und ihre Betriebssysteme werden derzeit viel schneller erneuert als ihr euch ein anderes Auto kauft. Deshalb steht das Smartphone im Mittelpunkt. Die einzige Voraussetzung ist, das auf eurem Smartphone Android 5 oder neuer installiert ist.

Android Auto einrichten

Im Unterschied zu Apples CarPlay ist Android Auto nicht fester Bestandteil des Betriebssystems. Stattdessen ladet ihr es als separate App aus dem Play Store herunter. Nach der Installation verbindet ihr das Handy per USB-Kabel mit dem Auto und seht den Startbildschirm von Android Auto. Auf dem Startbildschirm erhaltet ihr alle wichtigen Informationen wie die momentane Routenplanung, die laufende Musik oder das aktuelle Wetter. Nach einiger Nutzungszeit werden euch aber auch Vorschläge zur Navigation angezeigt, wie zum Beispiel die Navigation zur Arbeit am Morgen oder nach Hause am Abend. Über empfangene Nachrichten oder verpasste Anrufe informiert euch Android Auto ebenfalls. Sie lassen sich per Sprache oder per automatischer Antwort beantworten. Dies könnt ihr in den Einstellungen der App festlegen.

Standard-Apps nach euren Vorlieben auswählen

Android Auto ist in drei Bereiche unterteilt: Navigation, Kommunikation und Musik. Diese lassen sich durch Antippen der Symbole am unteren Bildschirmrand auswählen. Tippt ihr beispielsweise auf Navigation, so öffnet sich Google Maps. Wenn ihr aber eine andere App zur Navigation verwenden möchtet, tippt ihr erneut auf das Navigationssymbol und seht eine Liste mit allen unterstützen Navi-Apps auf dem Smartphone. Bei den Bereichen Kommunikation und Musik verhält es sich genauso. Eine komplette Übersicht über alle unterstützen Apps findet ihr hier.

Mit Android Auto navigieren

Zur Navigation lassen sich wahlweise die Apps Google Maps sowie Waze nutzen. Die Anwendungen sind für den Bildschirm im Fahrzeug optimiert und bieten große, leicht sichtbare Schaltflächen. Wenn das Auto sich in Parkposition befindet oder der Motor ausgeschaltet ist, lässt sich das Ziel per Bildschirmtastatur eingeben. Ansonsten stehen euch die Sprachbedienung sowie die letzten Ziele aus dem Verlauf zur Verfügung. Während der Navigation lassen sich auch Zwischenziele wie Cafés oder Tankstellen suchen, die sich auf der Route befinden. Diese werden euch dann anschaulich auf einer Karte angezeigt und lassen sich durch Antippen der Route hinzufügen.

Android Auto Test
Die Navigation über Android Auto funktioniert gut. Image by Timo Brauer

Die Navigation funktioniert in meinem Test sehr zuverlässig und die angegebene Ankunftszeit war immer ziemlich genau. Einzig die Routenoptionen zum Vermeiden von Autobahnen und Mautstraßen wurden, sobald die Route neu berechnet wurde, einige Male zurückgesetzt. Das war relativ störend. Dieses Problem lässt sich aber sicher durch ein Softwareupdate seitens Google lösen.

Android Auto als Kommunikationszentrale

Im Bereich Navigation könnt ihr Telefonanrufe starten, die über die Freisprechanlage des Autos geführt werden können. Hier stehen euch eine Liste der letzten sowie der verpassten Anrufe zur Verfügung. Leider fehlt eine vollständige Liste der eigenen Kontakte, sodass ihr meistens auf die Sprachsteuerung zurückgreifen müsst. Diese funktioniert aber einwandfrei und hatte in meinem Praxistest keine Probleme, die genannten Namen zu verstehen. Eingehende Nachrichten werden auf Wunsch vorgelesen und lassen sich per Sprache beantworten. Ihr könnt aber auch in den Einstellungen der App von Android Auto festlegen, dass alle Nachrichten mit einer automatischen Antwort beantwortet werden.

Android Auto Test
Telefonieren lässt sich über Android Auto natürlich auch. Image by Timo Brauer

Musik hören mit Android Auto

Im Bereich Musik stehen euch nicht nur sämtliche Streaming-Dienste wie Google Music, Spotify, Deezer und Amazon Music zur Verfügung, sondern auch Podcast-Apps wie Pocket Casts oder die Radio App TuneIn. Wärend bei Letzterem quasi der komplette Funktionsumfang der App in einem angepassten Layout zur Verfügung steht, sind die Musikstreaming-Apps deutlich eingeschränkter.

Android Auto Test
Android Auto unterstützt viele Musik-Apps, darunter Spotify. Image by Timo Brauer

So könnt ihr bei Spotify beispielsweise die Playlists nur von Anfang abspielen und sie nicht durchscrollen und einen bestimmten Song abspielen. Auch die Playlisten selber könnt ihr nicht durchblättern. Solange sich das Auto nicht im Parkmodus befindet, bekommt ihr nur die ersten paar Playlisten angezeigt und werdet dann durch den Hinweis „Aus Sicherheitsgründen wird das Surfen gesperrt“ daran gehindert auf die weiteren Playlisten zuzugreifen.

Android Auto Test
Aus Sicherheitsgründen schränkt Android Auto die Bedienung von Spotify ein. Image by Timo Brauer

Test-Fazit Android Auto

Die bereits aufgezählten Einschränkungen bei der Nutzung bestimmter Apps wie der Zieleingabe bei der Navigation sowie beim Musik hören sind zwar nachvollziehbar, da die übermäßige Benutzung von Systemen wie Android Auto oder CarPlay während der Fahrt doch stark ablenken können und das Unfallrisiko erhöhen. Leider lassen sie sich aber auch nicht abschalten, wenn das System beispielsweise vom Beifahrer bedient wird. So kann ein Zwischenziel oder eine bestimmte Playlist während der Fahrt auch nicht vom Beifahrer eingegeben oder ausgewählt werden.

Diese Funktionen können so nur durch den Fahrer per Spracheingabe erledigt werden, da sich das Mikrofon zumindest in meinem Fahrzeug scheinbar im Lenkrad befindet und so den Beifahrer nur schlecht verstehen kann. Bis auf diesen Nachteil ist Android Auto aber eine tolle Möglichkeit, Navigation und Entertainment im Auto zu verwenden. Besonders die Möglichkeit, während der Navigation Zwischenziele einzufügen sowie die besseren Verkehrsdaten sind Vorteile gegenüber Apple CarPlay.

Bei der Musikwiedergabe ist aber Apples Lösung im Vorteil, da sie nicht über die genannten Beschränkungen verfügt. Welches System ihr einsetzt, hängt schlussendlich von eurem bevorzugten Smartphone-System ab. In vielen Fahrzeugen sind aber sogar beide Systeme verfügbar.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Androidpiloten.


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  • AUDI t3n: Radikaler Strategiewechsel: Radikaler Strategiewechsel: Audi will 10 Milliarden Euro in Elektro-Fahrzeuge stecken: Der Trend von Elektro-Fahrzeugen scheint großen Anklang zu finden. Denn jetzt will auch Audi 10 Milliarden Euro in Elektro-Fahrzeuge stecken. Ab 2022 kommt dieser neue Strategiewechsel, anstatt weiterhin in Verbrennungsmotoren zu investieren, schrieb die Nachrichtenagentur Reuters. Gleich 10 Milliarden Euro sollen es sein, dafür muss jedoch anderswo eingespart werden. Motorvarianten, bei denen die Nachfrage eher niedriger scheint, sollen demnach nicht mehr produziert werden.

  • TESLA golem: Tesla Model 3 wird durch Ausstattungspakete teuer: In letzter Zeit gab es immer mal wieder Meldungen um Elon Musk, jetzt aufgrund seines Tesla Models 3, welches durch aufwendige Ausstattungspakete nun zwar schneller aber dadurch auch teurer wird. Diese Aufpreise kommen unter anderem auch zustande, wenn sich der Kunde eine andere Farbe als Schwarz wünscht. Insgesamt wird der treue Kunde dann 60.0000 Dollar als Gesamtpreis zahlen müssen, wofür er jedoch mit vier Jahren oder 80.000 km Garantie ausgesöhnt wird.

  • HACKERANGRIFF heise: Hacker-Angriff auf HBO soll „Games of Thrones“ betreffen: Alle Game of Thrones-Fans werden bei dieser Meldung wahrscheinlich besorgt sein, denn der US-Fernsehsender HBO wurde von Hackern angegriffen. Sicherheitsexperten wurden umgehend informiert und suchen nach einer Lösung. Nach dem Enterntainment Weekly sei unter den Opfern des Hackerangriffes auch die Serie “Game of Thrones” betroffen. Die Auswirkungen, die den Raub von gestohlenem Material der Serie haben wird, ist noch nicht offiziell mitgeteilt worden.

  • SPOTIFY handelsblatt: Streamingdienst hat 60 Millionen zahlende Kunden:
    Streaming-Anbieter sind eine gern genutzte Alternativezum „normalen Fernsehen“ geworden, dass weiss auch das Unternehmen Spotify. Und es ist stark, wird allmählich sogar noch beliebter als seine Konkurrenz Apple. Mehr als 60 Millionen Kunden besitzt der Streaming-Anbieter mittlerweile und möchte sich auch weiterhin als Marktführer ausbauen. Eine weitere Entwicklung wird sich zukünftig noch zeigen.

  • HACKER-KONFERENZ wired: Die Highlights der Konferenzen Black Hat und Def Con: Vergangene Woche fand die wichtigste Hackerkonferenz der Welt statt. Besprochen wurden die spannendsten Hacks und das Thema der Sicherheit, das auch von Hackern nicht immer unbedingt beachtet wird.Dies bewiesen die Hacker beispielsweise, als ein Hacker die Kindersicherung einer smarten Pistolen-Abriegelung hackte und somit eine scharfe Pistole als Ergebnis erhielt. Unsichere Zeiten, wie sich zeigt. Weitere Beispiele und Gefahren wurden von den verschiedenen Parteien zusätzlich vorgestellt.

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  • GOOGLE GLASS t3n: Google Glass ist zurück – und soll diesmal die Industrie erobern: 2014 wollte Google die Augmented-Reality-Brille im Konsumentenbereich etablieren und konnte sich im Handel nicht durchsetzen. Ein Jahr später wurde der Verkauf bereits gestoppt. Jetzt soll die Brille – jetzt nur noch Glass genannt, da sie nicht mehr von Google entwickelt wird – ein Hilfswerkzeug für Handwerker werden. In Kooperation mit verschiedenen Dienstleistungspartnern hat das Unternehmen „X“ individuell zugeschnittene Lösungen. Mögliche Einsatzbereiche sind Medizin, Logistik, Marketing oder Industrielle Arbeit wie Autoherstellung. Ersten Ergebnissen eines Testunternehmens zufolge, soll die Brille die Produktivität in der Fertigung um 25 Prozent gesteigert haben.

  • QR CODE wired: The Curious Comeback of the Dreaded QR Code: QR Codes schienen lange wie die Innovation der Zukunft, bis sie von ihre Popularität verloren. Ihre Handhabung war zu umständlich für viele Nutzer. Aber mit der Entwicklung von Social Media QR Codes hat das System ein schleichendes Comeback gefeiert. Unternehmen wie Snapchat, Facebook oder Spotify nutzen ein QR Code System um Nutzer schnell miteinander verbinden zu können. Grund für das Comeback ist unter anderem auch der Fortschritt der Kameras, die mittlerweile auch ohne spezielle QR Code App diese erkennen und scannen können. War das System also nur zu weit vor seiner Zeit?

  • ZALANDO handelsblatt: Warum Zalando Amazon nicht fürchten muss: Abo-Dienste für Premium Kunden sind in der heutigen Zeit keine Besonderheit mehr. Zalando führt nun in Konkurrenz zu Amazon Prime ebenfalls einen Premium Abo Service „Zet“ ein. Dienstleistungen des Service sollen taggleicher Versand oder ein Stylisten-Beratungsservice. Zuvor hatte Amazon mit „Prime Wardrobe“ ein neues Konzept angekündigt, mit welchem Kunden vor Bezahlung die Klamotten anprobieren konnten und Zalando so vor eine kommende Krise gestellt.

  • NOTE 7 heise: Samsung schlachtet Debakel-Smartphone Galaxy Note 7 aus: Das südkoreanische Unternehmen Samsung kündigte in einer Pressemitteilung an, dass sie konkrete Recycling Pläne für das zurückgerufene Smartphone Galaxy Note 7 erarbeitet haben. Die Smartphone sollen demnächst ausgeschlachtet werden, um zum Beispiel die Edelmetalle, die in der Technik der Geräte verarbeitet sind zu extrahieren. Noch intakte Bauteile wie OLED-Displays oder Kameramodule sollen als Ersatzteile für Reperaturen genutzt werden. Mit diesen und weiteren Maßnahmen möchte Samsung Nachhaltig handeln. Das Problem des Smartphones war in erster Linie der Akku, der bei Überhitzung in Flammen aufging.

  • KOOPERATION golem: Microsoft will an autonomen Autos mitentwickeln: Das Softwareunternehmen Microsoft ist eine strategische Partnerschaft mit dem chinesischen Unternehmen Baidu eingegangen, um an der Entwicklung von autonomen Autos mitzuwirken. Baidu hatte erst kürzlich ein Open-Source-Betriebssystem vorgestellt, dass jede Autofirma nutzen kann. Neben Microsoft sollen auch Nvidia, Ford und Intel an der Entwicklung dieses Open-Source-Systems beteiligen.

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  • G20 golem: Hinweisportal der Polizei Hamburg hat rechtliche Probleme: Zur Nachbereitung der Proteste gegen den G20-Gipfel hat die Polizei Hamburg ein Hinweisportal für Bürger eingerichtet. Dort können Fotos und Videos hochgeladen werden, die Hinweise auf Straftäter der Protestnächte zu geben. Die zusätzlichen personenbezogenen Angaben unterliegen nach dem Telemediengesetz dem Datenschutz. Das Hinweisportal ist jedoch standardmäßig nicht verschlüsselt. Aus rechtlicher Sicht ergeben sich dadurch rechtliche Probleme. Die Vertraulichkeit der Datenübertragung im Klartext ist stark gefährdet. Ebenfalls kann bei einer unverschlüsselten Datenübertragung nicht sichergestellt werden, dass die Aufnahmen authentisch und unmanipuliert sind.

  • TASTATUR sueddeutsche: Das große ß sucht ein Zuhause: Vergangene Woche hat der Rat der deutschen Rechtschreibung beschlossen, dass ein großes ‘ß’ eingeführt warden soll. Nun wird eine Lösung für deutsche Tastaturen gesucht. Momentan kann man das große ß auf Windows-Rechnern mit der Tastenkombination Alt Gr, Shift und ß-Taste erreichen, wenn die Schriftart es schon eingeführt hat. Für Mac Nutzer oder Smartphone-User gibt es noch keine mögliche Tastenkombination. Eine mögliche Lösung bereitet das Deutsche Institut für Normen nun mit der DIN-Norm 2137 vor. Ein Vorschlag: Das große ß wird wie das €-Zeichen über einen Alt Gr-Befehl erreichbar sein.

  • SMARTPHONES curved: Forscher arbeiten an Smartphone-Steuerung durch Gesichtsgesten: Das Frauenhofer Institut für Graphische Datenverarbeitung arbeitet momentan an einer möglichen Smartphone-Steuerung durch Gesichtsgesten. Bei der Methode soll über einen speziellen Ohrstöpsel bestimmte Gesichtsgesten erkannt und erfasst werden, wie zum Beispiel Nicken, Lächeln oder Augenzwinkern. Gesteuert werden sollen zum beispiel die Wiedergabe von Musik oder das Annehmen eines Anrufs. Gleichzeitig können die EarFieldSensing –Ohrstöpsel auch Daten zum Tageszustand des Trägers liefern. Sie können Müdigkeit anzeigen und somit zum Beispiel Autofahrer vor Erschöpfung warnen.

  • KONSUM horizont: Junge Konsumenten kehren von Netflix und Co. zum TV zurück – aus Bequemlichkeit: Eine neue Studie der Hochschule Fresenius und des Marktforschungsinsituts YouGov hat herausgefunden, dass junge Konsumenten immer öfter zu traditionellem Fernsehen zurückkehren. Der Grund sei, dass viele Nutzer die Entscheidung, welchen Film oder Serie zu schauen auf Dauer zu anstrengend sei. Stattdessen lassen sie viele Nutzer lieber von linearem Fernsehen „berieseln“. Gleichzeitig sei die Bereitschaft für Musikstreaming-Dienste zu zahlen. Diese Zahlen zeigen, dass der Digitale Wandel sich nicht so schnell fortsetzt, wie es vielerseits erwartet wurde.

  • STREETVIEW googlewatchblog: Nach über 10 Jahren: Google Streetview kommt endlich nach Österreich: Es hat über zehn Jahre gedauert, dass Google StreetView nach Österreich kommt. Google hatte überraschend angekündigt Österreich nun doch in das Kartensystem aufzunehmen. Jedoch müssen neue Aufnahmen gemacht werden, da die bereits erstellten Karten mit einem Alter von 7 Jahren, nicht mehr dem neusten Stand entsprechen. Ab dem 19. Juli sollen die Fahrzeuge in den Österreichischen Großstädten beginnen. Einige Auflagen der Aufnahmen sind, dass jeder Nutzer Unkenntlichmachung von Fahrzeugen oder Wohnhäusern beantragen kann, keine Videoaufnahmen gemacht werden, sondern nur Bilder, die zu 360°-Panoramas zusammengesetzt werden und die Fahrzeuge offensichtlich als Google Fahrzeuge erkennbar sind.

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Wie Telekom mit der StreamOn-Funktion die Netzneutralität gefährdet

Telekom-StreamOn-Teaser-AP

Mobilfunkverträge mit inklusivem Datenvolumen sind hierzulande ja ein leidiges Thema. Während Anbieter in Nachbarstaaten wie Finnland mit Dutzenden Gigabytes um sich werfen, erhält der Otto Normalverbraucher in Deutschland nur ein mickriges Inklusiv-Volumen. Bei Verwendung von Streamingplattformen wie Spotify oder YouTube ist das schnell aufgebraucht. Abhilfe soll beim größten deutschen Mobilfunkanbieter Telekom die neue Option „StreamOn“ schaffen. Doch was gut gemeint ist, könnte den Streaming-Wettbewerb womöglich spürbar verzerren.

StreamOn: Streamingdienste vom Inklusivvolumen ausgenommen

Streaming ist der Trend der letzten Jahre. Songs und Videos müssen nicht mehr auf dem kostenbaren Speicher des mobilen Endgeräts gespeichert, sondern können unterwegs „on-the-fly“ von den Webservern abgerufen werden. Gerade das kostet allerdings eine Menge Bandbreite, die bei den meisten Verträgen rar ist. Der Netzanbieter Telekom hat diese Entwicklung erkannt und bietet ab 19. April eine neue Option mit dem Namen StreamOn an.

Dabei ist der Name Programm: Der Nutzer kann Musik hören und Videos schauen, ohne dass das im Tarif enthaltene Highspeed-Datenvolumen belastet wird. Die Telekom selbst gibt sich selbstbewusst und Unternehmenssprecher Niek Jan van Damme tönt: „Mit StreamOn werden wir den deutschen Mobilfunkmarkt revolutionieren. Das neue Angebot ist ein weiterer Schritt auf dem Weg, unseren Mobilfunkkunden auch unterwegs eine uneingeschränkte Nutzung von Audio- und Videoinhalten im besten Mobilfunknetz zu bieten.

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Spotify ist zum Marktstart von StreamOn noch nicht enthalten. (Image by Jonas Haller)

Doch uneingeschränkt gilt nicht ganz: Für die Aufnahme in die Liste der ausgewählten Dienste müssen die Anbieter Telekom-Partner sein oder werden. Zum Start werden im Audiosegment lediglich Apple Music, Amazon Music Unlimited, JUKE, Napster sowie radioplayer.de unterstützt. Verhandlungen mit Spotify laufen nach Unternehmensangaben, eine Einigung wurde aber noch nicht erzielt. Soundcloud oder Google Play Music wurden gar nicht angefragt. Auch im Videobereich sind zwar die Big Player wie YouTube, Netflix, Amazon Prime Video, Sky Go oder das ZDF an Bord, allerdings fehlen Dienste wie Google Play Filme, Vimeo oder die ARD. Letzteres Angebot steht lediglich über den Telekom-eigenen Service EntertainTV live zur Verfügung.

Selektierung von Seiten der Telekom

Das Dilemma der kostenlos hinzubuchbaren Option ist die Willkürlichkeit des größten deutschen Netzbetreibers. Schlussendlich entscheidet er, welche Streaming-Dienste es wert sind, für StreamOn freigeschalten zu werden. Zwar verspricht Michael Hagspihl, Geschäftsführer Privatkunden Telekom Deutschland GmbH, dass keine Einschränkungen vorliegen und jeder Anbieter von legalen Audio- und Video-Inhalten Partner werden kann, allerdings müssen die Streaming-Unternehmen erst auf die Telekom zugehen. Und das ist die falsche Vorgehensweise. Der Mobilfunkanbieter bevorteilt einmal mehr die großen Content-Lieferanten und beschneidet etwaige Mitbewerber in ihrer Konkurrenzfähigkeit.

Fazit: Entweder alle oder keine

Auf dem ersten Blick ist StreamOn eine echte Revolution für den Mobilfunkmarkt. Gerade große Datenmengen bleiben von der Anrechnung an das Datenvolumen verschont. Der zweite Blick offenbart allerdings vielmehr einen Rückschritt – vor allem in Sachen Netzneutralität. Kooperierende Streaming-Anbieter werden durch die Funktion in ihrer Wettbewerbsfähigkeit bevorteilt. Der Mobilfunkbetreiber sollte nicht die Schlüsselrolle spielen, warum ein Kunde genau diesen Streaming-Dienst nutzt. An die Telekom gilt deswegen der Appell: entweder alle oder keine. Entweder, man spendiert den Kunden echte Flatrates oder bleibt weiterhin im alten System der engen Datenvolumina.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Androidpiloten.


Image by Telekom


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  • SMART-TV zeit: Traue keinem Fernsehsignal: Experten sind sich seit Jahren einig, dass Smart-TVs zu den attraktivsten Zielen für Hacker gehören, um in den vernetzten Haushalt einzudringen. Auf einer Konferenz am Montag stellte der israelische Sicherheitsforscher Amihai Neiderman gleich 40 Schwachstellen und sogenannte Zero Days, also unentdeckte Lücken, in Samsungs Betriebssystem Tizen vor. Das System spielt in Sachen „Internet of Things“ eine wichtige Rolle, ist aber in der Sicherheistforschung tatsächlich im Vergleich zu Android oder iOs weniger präsent.

  • SMARTPHONE golem: Smartphone-Synchronisation mit dem Flugzeug-IFE: Noch bis morgen findet in Hamburg die Aircraft Interiors Expo statt, einer führenden Messe für Airlines und Ausstatter. Panasonic Avionics hat am ersten Messetag nun seine nächste Unterhaltungsplattform für Flugzeuge vorgestellt – Next. Das neue Inflight Entertainment System (IFE) soll auf das Android-System aufbauen. So soll das eigene Smartphone mit dem IFE synchronisiert und so auch Vielflieger erkannt werden. Mit Next synchronisierte Wearables sollen beispielsweise eine Dehydrierung des Gastes erkennen und den Steward darüber benachrichtigen.

  • SPOTIFY heise: Musikstreaming bei Spotify: Neue Alben künftig zum Teil nur in der Premium-Version: Spotify ist einer der führenden Musik-Streaming Anbieter. Streaming ist eine Erscheinung, die der Musikbranche beinahe das Genick gebrochen hat. Jetzt hat Spotify dem Druck der Musikbranche nachgegeben und einen Deal mit Universal Music abgeschlossen. Demnach sollen neu veröffentlichte Alben für zwei Wochen nur für Abo-Kunden zugänglich sein, während in der kostenlosen Version einige Single-Auskopplungen verfügbar sein sollen. Die langfristige Vereinbarung mit Universal Music ist ein Meilenstein für Spotify, der auch den Weg für einen Börsengang des Musikdienstes ebnen könnte.

  • YIK YAK theverge: Square is in talks to buy the Yik Yak team: Die Messaging App Yik Yak steht vor dem Aus. Yik Yak war einst eine beliebte, anonyme Messaging-App für Studenten, doch der Hype ist mittlerweile vorbei. 2014 wurde das Startup gegründet und hat ein Risikokapital von 73,5 Millionen US-Dollar eingesammelt. Nach dem Höhenflug musste das Unternehmen allerdings bereits 60 Prozent der Mitarbeiter entlassen und ist jetzt im Gespräch von Payment-Anbieter Square aufgekauft zu werden.

  • IPHONE spiegelonline: iPhone 6 Plus bei Aldi – Das Schein-Schnäppchen: Ein iPhone zum “Billig”-Preis und ohne Vertragsbindung gibt es jetzt bald bei Aldi. Das Premium-Smartphone von Apple wird in der kommenden Woche erstmals in den Filialen des Discounters zu kaufen sein – allerdings nicht in der neuesten Version. Das iPhone 6 Plus war das erste Smartphone von Apple im XL-Format und wird jetzt be idem Discounter zu einem vergünstigten Preis angeboten. Der Schnäppchen-Schein trügt allerdings – das Modell ist veraltet und bei Aldi nur mit der Minimalausstattung verfügbar.

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  • AMAZON t3n: Schluss mit Fakes? Amazon-Rezensionen nur noch von Kunden mit 50-Dollar-Umsatz: Gefälschte Rezensionen sind ein großes Problem für Amazon, weil sie Kunden verunsichern und die Händler verärgern. Der E-Commerce-Riese geht schon seit längerer Zeit dagegen vor, aber jetzt wurde in den USA eine Umsatzhürde eingeführt. Nur Käufer oder Verkäufer, die Produkte in Höhe von 50 US-Dollar mit ihrem Account gekauft haben, dürfen auch Produkte bewerten. Mit diesem Verfahren sollen Fake-Accounts keine Rezensionen mehr abgeben können.

  • SMARTPHONE Süddeutsche Zeitung: Diese Smartphone-Tastatur will das Tippen revolutionieren: Swiftkey ist eine beliebte App, ein Mini-Programm für Smartphones und Tabletrechner: eine Tastatur, die treffsicher vorhersagt, welches Wort der Nutzer als nächstes eingeben will und Tippfehler korrigiert. Swiftkey hat gerade eine komplett überarbeitete Version seiner Tastatur auf den Markt gebracht. Bisher nur auf Englisch und nur für Handys mit Googles Betriebssystem Android. Andere Sprachen und Systeme sollen folgen.

  • SPOTIFY Gründerszene: Spotify soll Soundcloud-Übernahme verhandeln: Der schwedische Musikriese möchte das Berliner Startup SoundCloud übernehmen. Bereits im Juli wurde bekannt, dass die Investoren hinter SoundCloud einen Käufer suchen. Der gewünschte Kaufpreis liegt bei einer Milliarde US-Dollar. Aufgrund des hohen Preises ist es allerdings schwierig einen Käufer zu finden. Die Übernahme könnte Spotify mehr Musiktitel bringen und würde gleichzeitig einen Konkurrenten vom Markt nehmen.

  • GESUNDHEIT Handelsblatt: Digitale Gesundheitsangebote wachsen rasant: Der digitale Gesundheitsmarkt wächst rasant, wie eine Studie der Unternehmensberatung Roland Berger zeigt. Vor allem das Segment für mobile Dienste, wie zum Beispiel Apps für Smartphones, treibt mit einem jährlichen Wachstum von mehr als 40 Prozent die Digitalisierung der Branche voran. Apps sollen die Erstdiagnosen erstellen können und dem Benutzer bei Bedarf einen Arztbesuch oder direkt die passende Medikation empfehlen.

  • IKEA golem: Smarte Beleuchtung von Ikea: IKEA bietet ab Oktober 2016 LED-Leuchtmittel, LED-Lichtpaneele und Türen mit LED-Beleuchtung, die sich aus der Ferne dimmen oder farblich verändern lassen. IKEA Tradfri ermöglicht den Nutzern ihre Heimbeleuchtung mit einer Fernbedienung zu steuern. Dazu muss man einfach nur die bisher verwendeten Leuchtmittel gegen eine Tradfri-Lampe austauschen. Die Steuerungstechnik steckt im Leuchtmittel.

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  • YOUTUBE Business2Community: YouTube Launches Its Own Social Network Called “YouTube Community”: Es war nur eine Frage der Zeit, bis YouTube sein eigenes soziales Netzwerk startet. Nun ist es endlich so weit. Unter strenger Geheimhaltung wurde die Plattform entwickelt und von einigen wenigen YouTubern getestet. Das neue soziale Netzwerk mit dem Namen „YouTube Community“ soll nun als Betaversion in den kommenden Monaten eingeführt werden. Es soll die Kommunikation zwischen YouTubern und ihrer Community verbessern und persönlicher gestalten. Konkurrenz für Facebook, Twitter und Co. stellt die Plattform wohl kaum dar.

  • WHATSAPP Spiegel online: Verbraucherschützer mahnen WhatsApp ab: Verbraucherschützer versuchen zu verhindern, dass WhatsApp zukünftig Nutzer-Telefonnummern mit Facebook teilt. Das Unternehmen wurde von Deutschen Verbraucherschützern abgemahnt. Bei der Übernahme des Messenger-Dienstes 2014 hat Facebook noch beteuert, dass WhatsApp unabhängig bleiben soll. „Verbraucher vertrauten also darauf, dass ihre Daten allein bei WhatsApp bleiben und kein Datentransfer zu Facebook erfolgt. Ihr Vertrauen wurde enttäuscht“, heißt es. WhatsApp wurde nun eine Frist bis zum 21. September auferlegt, bevor eine Unterlassungserklärung abgegeben wird. Der vzbv (Verbraucherzentrale) rät WhatsApp-Nutzern, jetzt ihre Datenschutzeinstellungen zu prüfen.

  • Google GoogleWatchBlog: Hallo, Allo: Google veröffentlicht neuen Messenger ‚Google Allo‘ inklusive Google Assistant: Ganze vier Monate spannte Google uns auf die Folter! Heute veröffentlichte der Suchmaschinengigant schließlich endlich den neuen Messenger Google Allo. Es handelt sich dabei um einen simplen neuen Messenger mit den gewohnten Funktionen, die wir von WhatsApp und Co. kennen. Beim neuen Google Messenger geht es bunt zu. Die Nachrichten haben verschiedene Hintergrundfarben und neben Emojis stehen außerdem auch Sticker zur Verfügung. Google Allo bietet Smart Replys an und es ist eine Preview-Version des Google Assistant enthalten.

  • TINDER Horizont: Spotify und Tinder kooperieren: Dating-Plattformen wollen uns nach immer abstruseren Gemeinsamkeiten mit potenziellen Partnern zusammenführen. Nachdem Tinder nun eine Kooperation mit dem Streaming-Dienst Spotify geschlossen hat, können Tinder-Nutzer ihren zukünftigen Partner nun auch anhand des Musikgeschmacks aussuchen. „Fügt eurem Tinder-Profil einen Song hinzu, der euch beschreibt“, hieß es. „Denn manchmal sagt Musik mehr als tausend Worte!“. Aber auch Nutzern ohne Spotify-Konto ist es möglich ihren Lieblingssong ihrem Tinder-Profil hinzuzufügen.

  • SUNDISK t3n: Ordentlich Speicherplatz: Erste Terabyte-SD-Karte der Welt vorgestellt: Längst vorbei sind die Zeiten, wo viel Speicherplatz mit klobigen und unhandlichen Speichermedien in Verbindung stand. Sundisk präsentierte nun einen Prototyp der bislang größten SD-Karte der Welt mit einem Speichervolumen von einem Terabyte. Sundisk nutzte die Fotomesse Photokina 2016, wie bereits vor zwei Jahren, um einen neuen Rekord in Sachen SD-Karten aufzustellen. Verwendung soll die Speicherkarte vor allem bei der Produktion extrem hochauflösender Inhalte wie 360-Grad-Videos oder Virtual-Reality-Anwendungen finden.

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  • AMAZON handelsblatt: Wie man ins Internet hineinruft…: Amazon bringt seine Box Echo und die kleine Variante Echo Dot mit dem digitalen Assistenten Alexa nach Deutschland. Bei Echo handelt es sich um einen zylinderförmigen Lautsprecher, der per WLAN mit dem Internet verbunden ist. Außerdem verfügt er über ein Bluetooth-Modul zur Kopplung und Steuerung mit dem Smartphone. Der digitale Assistent kann einfach per Hotword „Alexa“ aktiviert und dann per Sprachsteuerung beeinflusst werden. Der Funktionsumfang entspricht dem anderer Sprachassistenten wie z.B. Siri.

  • APPLE heise: AirPods: Audiosteuerung nur über Siri: Alle Bedienfunktionen von Apples drahtlosen Kopfhörern AirPods müssen über die Sprachassistentin Siri ausgeführt werden. Mit einem Doppeltap auf die Außenseite der Kopfhörer kann man die Musik stoppen und Spracheingaben machen. Siri erledigt dann Lautstärkeveränderungen, den Songwechsel und die Auswahl eines anderen Musiktitels oder Albums. Dies könnte deutlich länger dauern als bei den aktuellen Kopfhörern, die mit einem Klicker ausgestattet sind. Wem das zu lange dauert, der muss entweder sein iPhone aus der Tasche nehmen, um dort die Audiowiedergabe zu kontrollieren oder eine Apple Watch benutzen.

  • SAMSUNG golem: Samsung drosselt Akku des Galaxy Note 7 auf 60 Prozent: Samsung will nun die Akkukapazität des Galaxy Note 7 auf maximal 60 Prozent limitieren. Mit diesem Software-Update sollen die letzten Nutzer gedrängt werden ihr Gerät einzuschicken. Der Grund für diese Maßnahme ist die Brandgefahr beim Aufladen des Akkus. Durch die Verringerung möchte Samsung das Risiko eines Akkubrandes reduzieren.

  • SPOTIFY heise: Spotify meldet 40 Millionen Abo-Kunden: Spotify durchbrach nun die Marke von 40 Millionen zahlenden Nutzern. Das bedeutet, dass der Streaming-Marktführer seit Mitte März rund zehn Millionen Abo-Kunden hinzugewonnen hat. Bei der Gratis-Version gibt es insgesamt mehr als 100 Millionen aktive Nutzer. Apple Music und Spotify sind mit Abstand die größten Anbieter bezüglich des Musik-Streamings. Doch nun möchte auch das US-Internetradio Pandora in dieses Geschäft einsteigen.

  • EBAY t3n: Altes Smartphone schnell verkaufen: Ebay startet Verkaufsportal Quick Sale: Ebay startet mit „Quick Sale“ in den USA ein Verkaufsportal für den Verkauf gebrauchter Smartphones. Bereits 2011 bot die Firma mit Instant Sale (in Deutschland: Ebay Sofort-Verkauf) einen Dienst über den Nutzer verschiedene Elektronikgeräte verkaufen konnten. Zwei Jahre später wurde dieser Service allerdings wieder eingestellt. In Deutschland wurde bereits im Mai der Ebay-Service Komfort gestartet. Dort wird privaten Verkäufern die komplette Verkaufsabwicklung abgenommen. Auf dieser Plattform nimmt man zwar nicht so viel ein wie bei einer Auktion, aber dafür entfällt das müßige Einstellen und die Kommunikation mit Interessenten.

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„Nerve“: Wetten wir bald auf das Leben unserer Social-Media-Idole?

Am Donnerstag startet ein Zuckerwatte-Thriller in den Kinos, der sich mit den sozialen Medien auseinandersetzt. Spannend daran ist weniger die Machart als das Thema selbst. Denn hier trifft Live-Streaming auf riskante Mutproben. „Nerve“ ist der Titel eines nicht ganz legalen Online-Spiels, in dem die Menschen entweder Player oder Watcher sind.

Die Player erwartet das große Geld und Watcher zahlen immense Summen, um a) in den Profilen der Player herumschnüffeln zu dürfen, diese b) zu riskanten Challenges herauszufordern und c) zuschauen zu können, wenn es an die Umsetzung geht. Richtig perfide kann es werden, weil sich die Watcher dank der gesammelten Informationen aus den Social-Media-Profilen natürlich die Vorlieben und Ängste der Player zunutze machen. Ein Geheimnis vor den Eltern kann somit schnell zum Druckmittel werden, um den Player auch zur nächsten Mutprobe zu überreden – bis es richtig gefährlich wird.

Der Film startet mit dem Computer-Bildschirm von Vee (Emma Roberts, „Palo Alto“). Erst öffnet sie Spotify, startet einen Powerpop-Track von Lowell feat. Icona Pop, liest eine Mail, browst ein wenig durch Fotos und schon klingelt Facetime. Durch die Computer-Kamera bekommen wir die Hauptdarstellerin nun das erste Mal zu Gesicht. Ein cleverer Schachzug, bedenkt man die Prämisse des Werks. Hier wird Online First gelebt!

Obwohl die Zielgruppe des Social-Media-Krimis eher Schüler und Studenten sein dürften und alles auf Highschool-Teenie-Konflikte hinausläuft, kann man sich doch über den Zeitgeist erfreuen, den „Nerve“ von der ersten bis zu letzten Minute hinterfragt. Müssen wir alle Dinge online teilen, damit sie auch eine Wirkung für uns haben? Ist es gesund, dass ein andauernder Wettkampf um Likes, Shares und Views stattfindet? Und wie schnell lassen wir uns online in Rollen drängen, die uns eigentlich gar nicht entsprechen?

Die Mechanismen hinter „Nerve“ sind gar nicht mal so unrealistisch. Schon heute ist Aufmerksamkeit die absolute Währung in den sozialen Medien. Wenn Facebook beispielsweise ein neues Feature ausrollt, schenkt es den Anwendern auch Reichweite. Wer zuerst Videos postet, wird im Feed bevorzugt angezeigt. Wer zuerst Live-Streams anbietet, bekommt Mitteilungen an seine Follower geschenkt. Erst nach und nach wird die organische Reichweite wieder eingeschränkt, damit die Seiteninhaber Geld in die Hand nehmen, um ihre potentielle Reichweite auch auszuschöpfen.

„Nerve“ fügt diesem Prozess den Nervenkitzel hinzu. Außerdem stellt der Film die These auf, dass wir tatsächlich auch Geld in die Hand nehmen würden, um Teil der Lebenswelt unserer Social-Media-Ikonen zu werden. Schließlich ist es ein großer Spaß, an ihrem Alltag teilhaben zu können – informativ, unterhaltsam und orientierend zugleich.

Man stelle sich nur vor, dass Casey Neistat nicht mehr nur sein tägliches Video-Tagebuch veröffentlicht, sondern andauernd die Kamera mitlaufen lässt. Näher geht’s nicht! Und dann ist es schon nicht mehr so weit, bis uns der Live-Chat allein nicht länger genügt und wir Gefallen daran finden, die Ereignisse aktiv beeinflussen zu können. Warum auch nicht? Wir bezahlen ja schließlich dafür.

Erinnert sich noch jemand an „Second Life“? In der virtuellen Welt konnte jeder sein, wer er wollte. Von Außenstehenden wurde man allerdings immer schräg beäugt, weil das alles ja nicht echt sei. Guess what: Dank Live-Streaming, Virtual-Reality-Brillen und ein bisschen Geld-Motivation könnten wir schon bald wirklich ein „First Life“ erleben. Und quasi direkt in die Haut von jemanden schlüpfen, den wir in der Realität steuern.

Das Online-Spiel in „Nerve“ wirkt gegen diese Vorstellung noch harmlos. Kein Wunder, stammt die Jugendbuch-Vorlage „Das Spiel ist aus, wenn wir es sagen“ doch aus dem Jahr 2012. Instagram und Snapchat kannte zu dem Zeitpunkt noch niemand und auch die Mobilfunknetze waren noch nicht dazu in der Lage, Live-Streams stabil wiederzugeben. Das sieht heute schon ganz anders aus.

Es dürfte daher nur noch eine Frage der Zeit sein, bis die Plattformen den passiven Videokonsum durch Formate der aktiven Teilhabe aufbrechen. Und wenn das soweit ist, werden wir uns gar nicht mehr vorstellen können, wie wir jemals unbeteiligt vor einem Video verharren konnten.

„Nerve“ startet am 08.09.2016 in den Kinos. Der Thriller mit Emma Roberts und Dave Franco („21 Jump Street“) regt zu futuristischen Gedankenspielen ein.


Image by StudioCanal


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  • APPLE Süddeutsche Zeitung: Auch Mac-Nutzer sollten jetzt dringend ihr Betriebssystem aktualisieren: Eine Woche nachdem Apple eine Sicherheitslücke gestopft hat, die der Spionage-Software „Pegasus“ Zugang zu iPhones verschaffen konnte, warnt Apple nun erneut, dass die Spionage-Software auch Mac-Desktop-Computer und Macbooks angreifen könnte und rät Mac Nutzer nun sofort das Betriebssystem zu aktualisieren. Die Software kann alles mitlesen, Passwörter abgreifen und Anrufen verfolgen.
  • IRAN heise online: Iran stellte erste Phase seines nationalen Internets vor: Iran möchte ein eigenes nationales Internet haben. Am Sonntag wurde die erste Phase eines rein nationalen Datennetzwerks vorgestellt. Es gibt zurzeit nur lokale Webseiten und Online-Dienste von Behörden und Regierungsstellen, die Nutzer aufrufen können. Im Februar 2017 soll bereits Videostreaming möglich sein. Und im März 2017 beginnt die dritte Phase, wo weitere Dienste hinzugefügt werden sollen.
  • SPOTIFY t3n: Spotify: Warum einige Nutzer ihr Passwort ändern müssen: Einige Kunden von Spotify müssen ihr Kennwort ändern, der Hintergrund bleibt aber noch unklar. Noch ist nicht bekannt, nach welchen Kriterien die Nutzer ausgewählt wurden und wie viele betroffen sind. Nach eigenen Angaben reagiert das Unternehmen damit auf die Veröffentlichung großer Datensätze mit Passwörtern, etwa aus dem Dropbox-Hack aus dem Jahr 2012. Doch Passwörter als reine Vorsichtsmaßnahme zu wechseln, ist umstritten. Und wenn Nutzer zum regelmäßiges Wechseln von Passwörtern gezwungen werden erhöht nicht die Qualität und Sicherheit.
  • SCHUFA Spiegel Online: Identitätsdiebstahl: Schufa startet Angebot für Opfer: Die Schufa führt einen neuen Dienst für Opfer von Identitätsdiebstahl im Internet ein. Wenn man Opfer von Datenmissbrauch geworden ist, kann man sich dort bei der Auskunft melden und damit den weiteren Datenmissbrauch vorbeugen. Der Grund für die neuen Angebote sind die steigenden Zahlen von Identitätsdiebstahl. Händler, aber auch Telekommunikationsanbieter nutzen Schufa um die Identität ihrer Kunden zu überprüfen.
  • YOUTUBE Handelsblatt: Youtube kämpft gegen harte Konkurrenz: Youtube ist der unangefochtene Marktführer wenn es um vorproduzierte Videos geht. Doch bei Live-Angeboten versucht Youtube verzweifelt, gegen Facebook und Snapchat anzukommen, die beiden erfolgreichen Streaming Dienste haben den Fokus auf Smartphones und Tablets. Jetzt werden die Arbeiten am Backstage-Bereich noch mehr vorangetrieben um den Nutzer alles, von Text über Fotos bis zu Videos und natürlich Livestreams zu ermöglichen.
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  • APPLE golem: Apple will Diebe mit iPhone-Technik überführen: Apple möchte bald den Fingerabdrucksensor in seinen Geräten nutzen, um Diebe zu überführen, die diese Geräte gestohlen haben. Zu diesem Prinzip hat Apple nun einen Patentantrag gestellt. Apple und andere Smartphone-Hersteller arbeiten schon lange daran Diebstähle zu verhindern. Auch die iOS-Funktion „Mein iPhone suchen“ trägt dazu bei, sein Gerät aus der Ferne zu lokalisieren und die Inhalte zu löschen. Bei dem neuen Patent würde der Touch-ID-Sensor den Fingerabdruck des Diebes nicht nur einlesen, sondern auch weitergeben. Aber auch die Kamera und das Mikrofon sollen zur Ermittlung des Diebes genutzt werden.
  • ANDROID heise: Android N ist da: Google verteilt Android 7.0 Nougat: Google hat die nächste Android-Version veröffentlicht und für die hauseigenen Geräte bereitgestellt. Die anderen Hersteller werden ein paar Monate für die Veröffentlichung ihrer Updates benötigen. Android 7.0 beinhaltet unter anderem einen Mehrfenster-Modus und verbesserte Benachrichtigungen mit der Möglichkeit zum direkten Antworten. Außerdem gibt es 72 neue Emojis und einen verbesserten Standby-Modus zum Stromsparen.
  • FACEBOOK faz: Facebook tauscht Redakteure gegen Roboter: Facebook tauscht die Redakteure der Trending Topics gegen Roboter ein. Das Soziale Netzwerk wird sich zukünftig stärker auf einen Algorithmus und weniger auf Personen verlassen. Es wird keine kurze Beschreibung des Trending Topics mehr in der rechten Facebook-Spalte geben. Dort wird nur noch stehen, um welches Thema es sich handelt und wie viele Nutzer darüber diskutieren. Vor einigen Monaten bekam der Konzern Vorwürfe, dass die Auswahl der Trend-Themen manipulativ sei, dadurch wirkt die Änderung wie eine nachträgliche Antwort.
  • SPOTIFY macnotes: Apple Music: Neuer Streit mit Spotify: Der Streit zwischen Apple Music und Spotify spitzt sich zu. Spotify benachteiligt nun bewusst Künstler, die exklusive Deals mit Apple haben. Die Acts der Musiker sind nicht in Playlists zu finden und werden bei der Suche weiter nach unten gereiht. Dieses Vorgehen soll schon seit längerer Zeit stattfinden, aber die Verdrängung mancher Künstler hat sich in den letzten Wochen verstärkt.
  • TWITTER t3n: Twitter: MTV Video-Music-Awards mit eigenem Sticker-Set: Twitter hat Sticker für die MTV Video-Music-Awards veröffentlicht. Diese fanden gestern in New York statt und es gab ein eigenes Sticker-Set dazu. Die Promoted Stickers sind das neue Marketing-Instrument von Twitter. Vor kurzem wurde bekannt, dass das Unternehmen dafür mindestens 500.000 US-Dollar verlangt.
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  • FACEBOOK sueddeutsche: Facebook will die Jugend zurück: Facebook hat jetzt eine App speziell für Unter-21-Jährige gestartet. In der App „Lifestage“ können registrierte Nutzer Profile anlegen und die Profile ihrer Mitschüler scannen. Das Besondere ist, dass die Profilseiten aus selbstgedrehten Videos bestehen. Lifestage funktioniert ähnlich wie Snapchat überwiegend über Videos, jedoch gibt es keinen Messenger-Dienst. Facebook möchte mit dieser App bei den Jugendlichen wieder beliebter werden.

  • AMAZON handelsblatt: Pakete von der Tankstelle: Amazon verbündet sich nun mit der britisch-niederländischen Tankstellenkette Shell. Dadurch können Amazon-Kunden sich bald ihre Pakete auch an Shell-Tankstellen senden lassen. Die Bestellungen können dann zu sogenannten „Amazonlockern“, Automaten mit Schließfächern, an Shell Tankstellen umgeleitet werden. Das Unternehmen möchte damit unabhängiger von Dienstleistern wie DHL werden.

  • ANDROID golem: Honor gibt Update-Versprechen für Smartphones: Die Huawei-Tochter Honor verspricht ihren Kunden nun zwei Jahre lang Android-Updates. Das Versprechen gilt für in diesem Jahr erworbene Honor-Smartphones, ältere Modelle sind ausgenommen. Im ersten Jahr nach dem Kauf eines Smartphones bekommen die Kunden mindestens alle drei Monate ein neues Update. Nach Ablauf der ersten zwei Jahre will das Unternehmen entscheiden, ob die Smartphones noch aktualisiert werden.

  • SPOTIFY digiday: Spotify plans more original video series: Der Streamingdienst Spotify möchte nun mehr Videos veröffentlichen. Vor drei Monaten erschienen auf Spotify die ersten Videos, darunter eine 100-Sekunden-Version der Tagesschau und Inhalte von bekannten YouTubern. Nun möchte das Unternehmen diesen Bereich ausbauen. Auch Spotifys größter Konkurrent, Apple Music, möchte bald Serien veröffentlichen.

  • LYFT t3n: Gescheitert: Uber-Konkurrent Lyft verhandelte mit Alphabet, Microsoft, Apple über Verkauf: Der Verkauf des Fahrtvermittlungs-Dienst Lyft ist gescheitert. In den letzten Monaten wurden Verhandlungen über einen möglichen Verkauf des Unternehmens abgehalten. Darunter auch ein Gespräch mit General Motors, jedoch kam es nicht zu einem Angebot. Eine Übernahme für Lyft ist aber immer noch geplant. Unter anderem auch, weil ihr größter Konkurrent Uber, durch das Didi-Investment noch stärker geworden ist.

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Willkommen in der musikalischen Zeitmaschine: Das Radiogefühl unserer Kindheit ist zurück

Vielleicht ist dieses Erlebnis an den Millenials vorbeigegangen, aber ältere Semester dürften diese Erinnerung mit einem nostalgischen Gefühl verbinden: Endlose Stunden im Auto, meist auf dem Rücksitz und auf einer Fahrt in den weit entfernten Urlaub, die Eltern vorn nicht nur am Lenkrad, Gas und Bremse, sondern auch am Autoradio-Knopf – und irgendwann wurden die lokalen Radiosender durchprobiert.

Meistens hat das eine ganze Weile gedauert, bis man etwas gefunden hat, auf das sich alle einigen konnten, denn man kam auf der Suche an einer Menge Ungeliebtem vorbei – von urigen Blasmusiksendern über langweilige Dudelfunk-Gewinnspielsendungen bis hin zu ellenlangen Wortbeiträgen in fremder Sprache. Denn: Nicht immer gab es den Komfort der Auswahl zwischen verschiedenen, sorgfältig zusammengestellten Playlists oder Streams wie heutzutage.

Was vor einigen Jahren wie eine Erlösung vom lokalen Radiodiktat erschien, könnte jetzt aber wieder Trend werden. Eine Homepage stellt sich als mutiger Einzelkämpfer gegen die glattgebügelten, immergleichen, werbefinanzierten und allzeit verfügbaren Streams und gibt sich unberechenbar. Das Projekt radiooooo.com (geschrieben mit mindestens fünf und höchstens etwa 25 „O“) gibt dem Nutzer das unwiederholbare Erlebnis zurück, das es früher nur im Analogradio gab: Sich in Geduld zu üben und einen Song tatsächlich bis zum Ende anzuhören.

Back for Good: Das Radio, das man nicht vorspulen kann

Im Gegensatz zu randomisierten Streaming-Angeboten wie Spotify, Deezer oder den auf Empfehlungen basierenden YouTube-Playlisten, die andere Nutzer erstellt haben, definiert sich radiooooo.com durch seine Zufälligkeit und Unwiederholbarkeit. Eine Pause-Taste gibt es nicht, einen Zurück- oder Vorspul-Button sucht man ebenso vergeblich. Die einzige Auswahlmöglichkeit, die die Hörer haben, besteht darin, dass ungefähre Jahrzehnt und das Land, in das man musikalisch und gedanklich reisen möchte, auszuwählen – die Urlaubs-Assoziation und die Neugierde auf fremde Kulturen und Szenen muss also durchaus gegeben sein. Eine liebevoll gezeichnete Landkarte, auf der man sich zwecks Länderauswahl bewegt, hilft beim Navigieren.

In der Songauswahl kann der Nutzer die etwas ungenaue, aber deshalb nicht unspannende Auswahl zwischen den verschlagworteten Stilrichtungen „Slow“, „Fast“ und „Weird“ treffen. Zusätzlich gibt es noch einen „Taxi-Modus“, der den Hörern an mehrere Ziele bringt und eine Art Playlist erlaubt. Jeder Song, auch die Taxi-Strecke, kann natürlich auf sämtlichen sozialen Netzwerken geteilt und geliked werden – und so hoffentlich noch mehr Inspirationen hereinbringen. Außerdem erlaubt ein Link zum iTunes-Store, die Neuentdeckungen direkt zu kaufen.

Screenshot Homepage (Image via radiooooo.com)

Die Zeitspanne des musikalischen Repertoires umfasst etwa die letzten 100 Jahre – wer immer schon einmal wissen wollte, wie sich chinesische Volksmusik der 30er Jahre, russische Schmusehits der 70er oder echte Merkwürdigkeiten aus Ländern, die man musikalisch sonst eher nicht auf dem Schirm hat (hier sei nur die Antarktis, eine geheimnisvolle Insel namens „Lazy Island“ oder die verheißungsvolle „Party Island“ genannt), anhören möchte, sollte sich hier ausführlicher umschauen.

Mit Crowdfunding zum Radioprojekt

Entstanden ist diese Idee, wie sollte es auch anders sein, beim Autofahren. Benjamin Moreau, ein junger französischer DJ, wollte laut Gründungslegende den Oldtimer-Sportwagen seines Vaters testen – natürlich inklusive laut aufgedrehter Soundanlage. Als er das Autoradio anstellte, machten die kommerziellen Sender ihm aber einen Strich durch die Rechnung: stampfende Beats und verzerrte Autotune-Gesänge wollten so gar nicht zu den edlen Ledersitzen und dem mondänen Fahrgefühl passen.

Natürlich hätte sich Moreau auch einfach einen x-beliebigen YouTube-Stream suchen und auf das Beste hoffen können, doch die Algorithmen sind oft genug enttäuschend oder allzu vorhersagbar – jeder, der sich schon einmal im Laufe eines Abends im YouTube-Dschungel verirrt hat, kann das sicherlich bestätigen. Als DJ verfügte Moreau nicht nur über eine riesige Plattensammlung und jede Menge Unterstützer, sondern wusste auch, wie mühsam es sein konnte, sich seine Songs und Versionen zusammenzusuchen: „Das Internet sorgt dafür, dass man fast alles finden kann. Man muss aber wissen, wo man suchen muss.“ Ein eigenes Projekt musste also her.

Als die Idee der „musikalischen Zeitmaschine“ genug gereift war, wandte man sich an eine Crowdfunding-Plattform. Der Ansatz passte perfekt: Die Community sollte von vorn herein eingebunden werden, zunächst finanziell, später auch mit Inhalten. Die Idee hat sich auch auf die fertige Seite übertragen: Die Nutzer der Seite können in die Community eintreten und Songs aus ihrem Fundus aus allen Epochen hinzufügen, um zu diesem auditiven, weltumspannenden Puzzle etwas beitragen zu können – völlig ohne Algorithmen.

DJs und Musikliebhaber: Das Team von radiooooo.com (Image via radiooooo.com)
DJs und Musikliebhaber: Das Team von radiooooo.com (Image via radiooooo.com)

Die Urheberrechtsfrage wird umgedreht

Die komplizierte Frage nach dem Urheberrecht hat sich natürlich auch bei diesem Projekt gestellt. Die Betreiber operieren hier erfreulicherweise sehr offen: Jeder Song, den ein Nutzer hochlädt, wird zunächst vor der Freigabe von einem Urheberrechtsexperten geprüft. Im Anschluss wird das entsprechende Label angefragt, ob man deren Inhalte nutzen darf, und erst dann findet er Eingang in die Songdatenbank. Auf diese Weise kann eine Fehlermeldung umgangen werden und kein Nutzer muss juristische Konsequenzen fürchten.

In Fragen der Usability muss dem Entwicklerteam hier definitiv ein großes Lob ausgesprochen werden. Auch sollen vorrangig lokale Künstler und die Kulturszene gefördert werden – kommerzielle Hits wird man hier also, abgesehen von dem ohnehin beabsichtigten Zufallsprinzip, eher selten vorfinden.

Die Datenbank muss wachsen

Während dieser Beitrag entstanden ist, versuchte die Autorin, einen möglichst diversen Eindruck der Seite zu bekommen. Hierbei tat sich jedoch ein hausgemachtes Problem auf: je abseitiger und genauer die Angaben wurden, desto geringer war natürlich die Songauswahl – aserbaidschanische Musik aus den Zwanzigern hat schließlich nicht jeder auf der Festplatte. Leider ergibt sich hier irgendwann eine gewisse Wiederholung. Doch dieser kann jeder Nutzer entgegenwirken, in dem er selbst teilnimmt und Songs aus seinem Fundus hinzufügt. Einen Effekt hat die Seite auf jeden Fall bewirkt: sie will neugierig machen auf andere Epochen und Kulturen – mit Erfolg!

Mit der Aussage, von nun an müsse man „nie mehr in der Mittelmäßigkeit des Internets herumkramen“, haben sich die Entwickler sicherlich ein hehres Ziel gesetzt – doch diese Herausforderung, seine musikalischen Schätze mit der Welt zu teilen, nimmt sicherlich jeder Musikliebhaber gerne an.


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  • UBER techcrunch: Uber takes its most significant investment yet at $3.5 billion from Saudi Arabia: Das Ridesharing-Unternehmen „Uber“ regiert unangefochten den amerikanischen Markt. Schon länger steht der Plan international zu expandieren. Während man es in einigen Ländern Schwierigkeiten gibt, steht Uber nun im Mittleren Osten kurz davor einen weiteren Markt unter seine Kontrolle zu bringen. Gestern gab das Unternehmen bekannt, dass eine Investition von 3,5 Milliarden Dollar angenommen wurde. Das Geld kommt aus dem Public Investment Fund (PIF) Saudi Arabiens. Das Land möchte sich mehr von der Abhängigkeit des Ölverkaufs lösen und in Unterhaltung und Tourismus investieren.
  • KÜNSTLICHE INTELLIGENZ mashable: Bill Gates: AI is the holy grail: Die Code Conference 2016 hatte gestern Tech-Prominenz zu Besuch. Der ehemalige CEO von Microsoft, Bill Gates, gab sich die Ehre. Gates war vor allem in einem Thema sehr enthusiastisch – Künstliche Intelligenz. „Wir haben in den letzten fünf Jahren mehr Fortschritt gehabt, als jemals zuvor in der menschlichen Geschichte“, so Gates. Er sei davon überzeugt, dass in knapp zwanzig Jahren Roboter mehr physische Arbeiten ausführen werden, als Menschen.
  • SNAPCHAT digiday: Game, set, match: Wimbledon inks a three-year deal with Snapchat: Soziale Netzwerke setzen mehr auf Sport Events. Nachdem Twitter eine Partnerschaft mit der NFL bekannt gab, steigt nun auch Snapchat tiefer in die Materie ein. Am 27. Juni beginnt das prestigeträchtigste Tennis-Turnier der Welt. Wimbledon öffnet erneut seine Tore und möchte seinem traditionellen und etwas spießigem Image einen digitalen Touch verabreichen. Eine dreijährige Partnerschaft mit Snapchat wurde bekannt gegeben.
  • STARTUP gruenderszene: Number26 kündigt hunderte Konten: Das Berliner Fintech Startup „Number26“ zieht den Groll vieler Kunden auf sich. Ohne Grund wurde hunderten Konten der Banking App einfach gekündigt. Die Kündigungen sind rechtlich unantastbar. Das Image des Unternehmens allerdings nicht. „Mit der Kündigungswelle stößt Number26 die betroffenen Kunden vor den Kopf und man kann sich schon fragen, ob das bei einer internetaffinen Kundschaft eine gute Idee ist. Wenn die Erfahrung dann nicht besser, sondern sogar schlechter ist, weil man als Kunde plötzlich im Regen steht, produziert das Unsicherheit und Skepsis“, so Dirk Eilinghoff vom Verbauchermagazin Finanztip.
  • SPOTIFY thenextweb: Spotify has a plan to make money, but it’s still no match for Apple and Google: Der Musik Streaming Dienst „Spotify“ wird von vielen Nutzern geliebt. Bei gemütlichen Abenden läuft die Lieblingsliste auf Spotify im Hintergrund, auch beim Fertigmachen für eine Clubnacht ist bei einigen Spotify die Wahl. Doch das Unternehmen hat schwer zu kämpfen. Bei 30 Millionen zahlenden Kunden, muss es rund 40 Millionen kostenlose Nutzer kompensieren. Jetzt soll ein neuer Plan her.
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  • DATENSCHUTZ politik digital: Apple und Microsoft: Die Speerspitzen des Datenschutzes? Datenschutz ist gerade in der digitalen Welt ein großes Thema. Das haben auch Apple und Microsoft erkannt. Diese wehren sich nun gegen die Ermittlungen von FBI und Co. Oft bedienen sich die Ermittlungsbehörden an Gesetzen, die der heutigen Zeit nicht gewachsen sind. Denn der Datenschutz ist nun mal ein sehr wichtiger Aspekt von vielen Geschäftsmodellen und Angeboten. Während das FBI versucht den möglichst einfachsten Weg zu gehen, wehren sich Apple und Co. vehement.

  • SPOTIFY techcrunch: Spotify sharpens its focus on video with 12 new music-themed original programs: Neben Netflix, Amazon Prime Instant Video und Co., will nun auch Spotify im TV-Business mitmischen. Zwölf neue Originalserien kündigte das schwedische Unternehmen an. Dabei soll es bei den Neuproduktionen um Musik und die Popkultur gehen. Verbunden mit einem gewissen Humor. Videos sollen nicht länger als 15 Minuten und für Abonnenten aus Großbritannien, Schweden, den USA und Deutschland kostenlos sein.

  • SMART CAR Golem: Siri kann Tesla Model S per Sprachbefehl ausparken: „Siri, bitte einmal ausparken!“ Den Satz könnten Autofahrer vielleicht schon bald öfters hören. Ein Entwickler hat mittels der Smartphone-Schnittstelle von Apple (Homekit), der Sprachsteuerung Siri und einer Apple Watch, das Tesla Model S ein- und ausgeparkt. Wer also um die 80.000 Euro zur Verfügung hat und Apple-Fan ist, der kann seinem Tesla bald aus 12 Meter Entfernung beim einparken zuschauen.

  • UBER Welt: Taxi-Schreck Uber plant Neustart in Berlin: Auf ein Neues: Uber möchte wiederholt in Berlin starten. Da UberBlack und UberPop in Berlin bereits verboten worden waren, will der Taxi Konkurrent mit UberX nun wieder in die Hauptstadt. Die günstige Alternative zum Taxi bietet Uber gemeinsam mit Mietwagenfirmen an, die auch Fahrer mit Personenbeförderungsschein einstellen. Bislang sei das daran gescheitert, dass kein passender Mietwagenpartner gefunden wurde.

  • DROHNE t3n: DHL meistert letzte Meile: Privatkunden verschicken Pakete erstmals per Paket-Drohne: Zuerst in Bonn am Rhein, später die Nordseeinsel Juist und jetzt Reit im Winkl in Oberbayern. DHL hat die dritte Generation ihres Paketkopters erfolgreich getestet. Als ersten Paketdienstleister weltweit sei es der DHL gelungen, eine Paketdrone in die logistischen Abläufe der Paketzustellung einzubinden.


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Soeben gelandet – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

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  • SNAPCHAT Digiday: Colleges turn to Snapchat geofilters to lure new students: Der Messaging-Dienst hat seit seiner Einführung einen großen Nutzeranstieg erfahren. Vor allem Jugendliche und junge Erwachsene nutzen die App, um Fotos und Videos mit ihren Freunden zu teilen. Inzwischen ist Snapchat genau deshalb auch für Unternehmen und Universitäten interessant geworden. Sie nutzen den Messenger, um potentielle Praktikanten und Studenten zu werben. Die New York University bietet ihren Followern zum Beispiel virtuelle Campustouren und wirbt mit Geofiltern für ihre Universität.
  • RUNDFUNK Horizont: ARD hadert mit Spotify: Für Rundfunk-Anbieter sind Streamingdienste wie Spotify ein heikles Thema. Das musste auch die ARD erneut feststellen, nachdem Olli Schulz und Jan Böhmermann ihre Sendung beim Öffentlich-Rechtlichen beendeten und zu Spotify wechselten. Aber schon vorher war die Plattform in Rundfunk-Kreisen sehr präsent. Viele Hörfunkwellen der ARD stellen Spotify-Playlists oder andere Formate zur Verfügung, um ihre Reichweite zu erhöhen. Inzwischen fragen sich jedoch einige, ob der Streamingdienst nicht eher Feind als Freund ist, der den Öffentlich-Rechtlichen ihre Künstler stielt.
  • WEARABLES Forbes: Seeking Start-Ups: Topshop Launches Innovation Program Geared To Wearable Tech: Nachdem die Telekom kürzlich ankündigte, in das Geschäft der intelligenten Kleidung einzusteigen, gibt es jetzt weitere Newcomer auf dem Gebiet. Der britische Einzelhändler Topshop plant mit seinem Startup Top Pitch die Einführung einer eigenen Linie für Wearable-Technologien. Nach der Entwicklung verschiedener intelligenter Accessoires, wie beispielsweise der Apple Watch Hermés, fokussieren sich Anbieter verschiedener Branchen zunehmend auf intelligente Kleidungsstücke.
  • SMART CARStandard: Thousands of driverless cars set to arrive on London’s streets: Während die Regierung in Deutschland versucht, mehr Menschen für Elektroautos zu begeistern, stehen in London zurzeit selbstfahrende Autos im Fokus. Hinter ihrer Erfindung steckt die Idee, das Autofahren sicherer zu machen. Ingenieure schreiben ihnen 95% mehr Sicherheit zu, als herkömmlichen Fahrzeugen. Nach Googles Ankündigungen Anfang des Jahres, plant jetzt Volvo bis 2018 die Einführung von 100 Exemplaren im Londoner Straßenverkehr. Eine offizielle Zustimmung durch die britische Regierung steht noch aus.
  • WLAN Apfelpage: Air Berlin: Sondertarif ermöglicht WLAN im Flugzeug: Zunehmend bieten Fluggesellschaften in ihren Fliegern einen Wlan-Zugang an. Bisher galt das Angebot bei Emirates und Co. ausschließlich für Langstreckenflüge. Auch AirBerlin ermöglicht Reisenden gegen eine Gebühr die Wlan-Verbindung. Jetzt stockt die deutsche Airline auf und möchte ihren Kunden auch auf Kurzstrecken einen Internetzugang anbieten. Allerdings werden ihre Maschinen erst nach und nach an die Umstellung angepasst. Wer jetzt schon von dem Angebot profitieren möchte, sollte also im richtigen Flieger sitzen.

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Kann Crowdfunding den Journalismus retten?

Newspaper (image by bykst [CC0 Public Domain] via Pixabay)2-1

Der Journalismus steckt in einer existenziellen Krise: Die Erträge der Nachrichteneinrichtungen sind innerhalb der vergangenen zwei Jahrzehnte ins Bodenlose gefallen, und noch immer ist kein wirkliches Geschäftsmodell in Sicht, um Nachrichten auch im digitalen Zeitalter aufrechtzuerhalten.

Im letzten Teil unserer Serie über Geschäftsmodelle für die Nachrichtenmedien betrachtet die Journalistin und Akademikerin Angela Phillips die Möglichkeit des Crowdfundings und wie es zukünftige Nachrichtenprojekte finanziell unterstützen könnte.

In Schottland gibt es Pläne für eine neue Sportzeitung. Die angekündigte Zeitschrift soll wöchentlich erscheinen und Kolumnen von Prominenten wie der Tennistrainerin Judy Murray und dem Footballexperten Pat Nevin beinhalten. Um die erste Ausgabe im Mai zu veröffentlichen, sind lediglich 50.000 britische Pfund nötig, die aus Crowdfunding-Beiträgen bis zum 25. Februar zusammenkommen sollten. Von einer Gruppe schottischer Journalisten entwickelt und auf der Nachrichtenseite AllMediaScotland präsentiert, garantiert das Projekt ein Exemplar der ersten Ausgabe für jeden Unterstützer als Belohnung für ihren Beitrag.

Die Verwirklichung des Projekts scheint unwahrscheinlich. Zwar sehen viele im Crowdfunding das Potential, Journalismus für die Zukunft denkbar zu machen; allerdings hat die Scottish Sports Weekly bis zum Stichtag nur 211 Unterstützer gefunden, die insgesamt knapp 10.000 £ beitragen hätten, seit das Vorhaben Ende Januar angekündigt wurde. Der zugehörige Twitter-Account (der mittlerweile gelöscht ist, Anm. Netzpiloten-Redaktion) zählte gerade mal 1.200 Follower.

Crowdfunding erfordert eine große Anzahl an Menschen, die bereit sind, in eine Idee zu investieren. Die erfolgreichsten Projekte beinhalten meist ein Produkt, sodass man schlicht im Voraus zahlt, bevor es tatsächlich entwickelt und geliefert wird. Zugegeben, das war wohl auch der Plan hinter dem Vorschlag aus Schottland. Allerdings hätten sie wohl bestenfalls erwarten können, dass sich durch die Beiträge der Unterstützer eine Datenbank aufbaut, die den Grundstein für einen Abonnentenstamm legen könnte. Ohne die Unterstützung der schottischen Zeitungen, die das Projekt eher als Konkurrenz ansehen dürften, lag es beim Entwicklerteam, möglichst hohe Wellen zu schlagen.

Lichtblicke

Es gibt vereinzelte Beispiele von erfolgreichen journalistischen Projekten, die als Start-Ups durch Crowdfunding finanziert wurden. So wurde die niederländische Newsseite Der Correspondent mit einem durch Crowdfunding gesammelten Betrag von 1,7 Millionen US-Dollar (umgerechnet ca. 1,2 Mio. britische Pfund oder 1,55 Mio. Euro) gestartet, was es der Firma ermöglichte, renommierte Journalisten einzustellen. Aus den 19.000 Unterstützern wurden schnell 28.000 Abonnenten und binnen eines Jahres wurde die Webseite zu einem praktikablen Modell, welches sich über Abonnements und Paywalls finanzieren konnte. Mittlerweile ist die Newsseite ein etablierter Bestandteil der niederländischen Medienszene.

Nichtsdestotrotz bestätigt diese berühmte Ausnahme hier wieder einmal die Regel. Der Correspondent traf auf ein Medienfeld, das reif für etwas Neues war. Zudem bekam die Zeitschrift von Anfang an Unterstützung und das Crowdfunding sollte von Beginn an nur die Gründung der Zeitschrift unterstützen – was das spätere eher klassische Finanzierungsmodell erklärt.

Eine weitere Crowdfunding-Initiativen in diesem Bereich ist die von The Bristol Cable, einer englischen Lokalzeitung und Website, die von 600 Anteilhabern mit je 2,50 Pfund pro Monat “finanziert” wurde. Seit der Gründung  im Jahr 2014 ist die Zeitung eine beliebte, unabhängige Stimme in der lokalen Nachrichtenwelt, welche meist von großen Ketten dominiert wird, die ihren journalistischen Ehrgeiz aus Kostengründen zurückfahren.

Dennoch reicht das Crowdfunding nicht aus, um die Lohnzahlungen zu decken. Die Bristol-Journalisten arbeiten allesamt ehrenamtlich, gemäß der Tradition der radikalen Lokalzeitungen der 70er Jahre, die in lokalem Enthusiasmus aufblühte, um kurz darauf wieder zu vergehen. Langfristig ist die einzige zukunftsfähige Finanzierungsmöglichkeit für The Bristol Cable wohl das Abdrucken von Werbeanzeigen im Magazin. Wie Christopher Thomson, der Geschäftsführer des Verlags DC Thomson, dem Mehrheitsausschuss im britischen Oberhaus im Jahr 2013 mitteilte, macht digitale Werbung nur fünf bis zehn Prozent der Einnahmen seiner Lokalzeitungen aus. Lokalnachrichten sind typischerweise noch immer auf die Printausgaben angewiesen.

Das wahrscheinlich größte Experiment im britischen Crowdfunding bisher stellt das Mitgliedschaftssystem von The Guardian dar. Die Zeitung, die sich hauptsächlich aus Werbeeinnahmen und Treuhandfonds finanzierte, startete sein Mitgliedschaftssystem bereits 2014, um damit die jährlichen Verluste zu minimieren und die Nachrichtenorganisation zurück auf den richtigen Kurs zu holen. Laut Business Insider haben sich in den ersten sechs Monaten 35.000 Menschen registriert (Guardian.com erreicht täglich ca. 8 Millionen Menschen). Die Guardian Media Group hat kürzlich ihren Verlust von £100 Millionen innerhalb des letzten Jahres offengelegt, was einer Einsparung im Personalbereich von ca. 20% entspricht. Offensichtlich ist ein nachhaltigerer Einkommensfluss nötig, als die Spenden von besorgten Mitgliedern der Öffentlichkeit erzeugen.

Finanzierungsgeschichten

Wenn es um das Finanzieren individueller journalistischer Projekte ging, zeigte sich Crowdfunding allerdings ein wenig ergiebiger. Eine Reihe von Crowdfunding-Plattformen, wie beispielsweise Kickstarter, haben hierfür eigene Bereiche, während sich Seiten wie Byline voll und ganz dem einen Zweck widmen. Eine Analyse von journalistischen Kickstarter-Projekten der amerikanischen Forschungseinrichtung PEW bezifferte den Betrag an finanzieller Unterstützung auf 1,7 Millionen Dollar im letzten Jahr. Der Großteil davon ging für eine spezifische Recherche an einzelne Journalisten. 22% erhielten etablierte Organisationen, wie die durch Fonds finanzierte Einrichtung ProPublica, um spezielle Projekte zu ermöglichen.

Eine akademische Erhebung der amerikanischen journalistischen Crowdfunding-Website Spot.us suchte nach den Projekten, die am bereitwilligsten unterstützt werden. Dabei kam man zu dem Ergebnis, dass Spenden vor allem an “ausgewählte Themen” gehen, die “für die Unterstützer in ihrem Alltag von unmittelbarem Nutzen” waren. Besonders, wenn sich diese mit dem Gesundheitswesen oder der städtischen Infrastruktur auseinandersetzten. Leider musste Spot.us dennoch vor einem Jahr aussteigen.

Wenn Crowdfunding also nur eine relativ begrenzte Möglichkeit bietet, eine Art “Wachhund-Journalismus” zu unterstützen, der ein kritisches Auge auf die Mächtigen des Landes und der Welt wirft, ist eine Finanzierung auf anderem Wege erforderlich. Wir leben in einer Zeit, in der die klassische Finanzierung durch sinkende Zeitungsverkäufe und Werbeeinnahmen immer schwieriger wird. Paywalls und gebührenpflichtige Inhalte stellen bei größeren Onlinepublikationen eine vielversprechende Finanzierungsform für den Weg in die Zukunft dar. In Amerika beinhalten mittlerweile mehr als ein Drittel aller Nachrichtenseiten Paywalls.

Ein neues Experiment ist die Aufteilung der Abonnements in Kleinstbeträge (Micropayments). Sie könnten für Nachrichten die Bedeutung bekommen, die Spotify inzwischen für Musik hat. Beispiele sind die niederländische Seite Blendle, die von der New York Times und Axel Springer finanziert wird, oder Piano Media, welche in Osteuropa aktiv sind. Ob dem umstrittenen Scottish Sports Weekly irgendetwas davon helfen hätte können, muss an anderer Stelle behandelt werden. Aber eines ist im heutigen digitalen Zeitalter so sicher wie in der grauen Vorzeit der Druckerpresse: Guter Journalismus ist nicht umsonst.

Dieser Artikel erschien zuerst auf “The Conversation” unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image “Newspaper” by bykst (CC0 Public Domain)


The Conversation

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5 Lesetipps für den 28. Januar

In unseren Lesetipps geht es heute um Überwachung, Reaktionen auf Facebook, die Gender Gap der Tech-Branche, Foursquare und Soundcloud versus Spotify. Ergänzungen erwünscht.

  • ÜBERWACHUNG Foreign Policy: The Espionage Economy: Beim Thema Überwachung zeigt sich, dass der neoliberale Markt versagt. Die Wirtschaft ist nicht dazu in der Lage, die politisch gewollte und aktiv betriebene Überwachung zu verhindern und ihre NutzerInnen, des Staates BürgerInnen, zu schützen. Sie möchte es auch nicht, zu lukrativ scheint das Geschäft mit der Überwachung zu sein, wie James Bamford auf Foreign Policy erklärt. Auch wenn die Politik in erster Linie das Problem beim Thema Überwachung ist, kann die Lösung auch nur ein politischer Wandel sein, denn nur die Politik kann die Überwachung beenden. Wir als Gesellschaft müssen deshalb eine Politik fordern und unetrstützen, die sich klar gegen Überwachung ausspricht.

  • FACEBOOK Bloomberg Business: Inside Facebook’s Decision to Blow Up the Like Button: Facebook ist das soziale Netzwerk mit dem Daumen nach oben. Dieses Icon ist in der Einfahrt zum Hauptquartier zu sehen, es ist ein das soziale Netzwerk grafisch darstellendes Logo und sagt sehr viel über Facebook aus. Etwas nicht zu mögen ging nicht, eine andere Reaktion als positiver Zuspruch war zumindest nicht mit einem Klick möglich. Sarah Frier gibt einen (dem Unternehmen sehr schmeichelnden Einblick) in die Pläne von Chris Cox, bei Facebook für Produkte verantwortlich. Seit Wochen testet Facebook bereits Reaktionen statt den Daumen, womit NutzerInnen mehr Ausdrucksmöglichkeiten erhalten. Die Frage ist, ob Facebook damit nicht an ein vielleicht zu wesentliches Element geht und es radikal ändert.

  • GENDER GAP The Huffington Post: Closing the Tech Industry Gender Gap: Die Gender Gap ist ein gesellschaftliches Problem, das an sich überall in der westlichen Berufswelt vorgefunden werden kann. Nur 26 Prozent der Mitarbeiter in der US-Techbranche sind Frauen, obwohl Frauen an den Universitäten die Hälfte aller Abschlüsse machen. Die wenigsten Frauen studieren aber Technologie-Themen und dies zeigt sich dann in der Berufswelt. Susan Wojcicki, Geschäftsführerin von YouTube, hat sich dazu in einer Keynote auf einer Konferenz geäußert und erklärt, wie man die Gender Gap schließen könnte. Die Rede ist als Gastbeitrag auf der US-HuffPost erschienen und ein lesenswerter Debattenbeitrag.

  • FOURSQUARE Pencil: Interview with Dennis Crowley: Zurzeit ist natürlich Twitter „unser“ Sorgenkind schlechthin, auch weil ich mir Social Media ohne meinen Lieblingsdienst kaum vorstellen kann. Danach kommt schon Foursquare, auch ein Dienst am Scheideweg, auch wenn es schon seit sieben Jahren diesen Status hat. Im Interview mit dem Startup Pencil, dass so seine auf GIFs setzendes Storytelling-App vorstellen kann, gibt der Foursquare-Gründer Dennis Crowley einen kurzen Einblick in das Unternehmen, das er nicht mehr als Geschäftsführer bertreut.

  • SOUNDCLOUD TechCrunch: Why SoundCloud Will Be Worth More Than Spotify: Bis zur Fertigstellung unserer Blogger Lounge in diesem Frühjahr sitzt unsere Berliner Netzpiloten-Redaktion im Coworking Space des Sankt Oberholz. Hier wurden u.a. HelloFresh und auch SoundCloud gegründet. Laut dem Sankt Oberholz ist Spotify die erste Wahl der eigenen Members im WiFi-Netzwerk, doch das könnte sich ändern. Alex Moazed zeigt auf TechCrunch.com die Entwicklung auf, wieso (und warum) SoundCloud demnächst Spotify überholen wird und wohl unser aller Musikstreaming-Dienst wird.

CHIEF-EDITOR’S NOTE: Wenn Ihnen unsere Arbeit etwas wert ist, zeigen Sie es uns bitte auf Flattr oder indem Sie unsere Reichweite auf Twitter, Facebook, Google+, Soundcloud, Slideshare, YouTube und/oder Instagram erhöhen. Vielen Dank. – Tobias Schwarz

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten „vorgeblättert“ START.

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Engagement durch Technologie – Content allein reicht nicht

CrowdEmotion-Image-Paul-Clarke-Digital-Catapulte-CC-BY-3.0

Wie sieht eine gute Empfehlung für Entertainment und News-Inhalte aus, welche Datenquellen liegen ihr zu Grunde, wie muss die Gewichtung sein, um Relevanz beim Konsumenten zu erzeugen? Bei den Musikstreaming-Diensten hat Spotify mit der Funktion ‚Discover Weekly‘ anscheinend vieles richtig gemacht und Apple Music alt aussehen lassen. Dass hierfür zuvor größere Investitionen in Technologie getätigt werden mussten, wie den Zukauf von The Echonest, ist ein wichtiges Detail dieser Erfolgsgeschichte. Denn zukünftig wird Technologie das Zünglein an der Waage sein, wenn es um die Alleinstellungsmerkmale digitaler Angebote geht.

Publisher liefern in Zukunft nur noch den Content

In Deutschland wurden 2013 noch Videotheken gebaut als bei South Park bereits die Verwüstung von Blockbuster thematisiert wurde. Heute sind wir einen Schritt weiter: Videos werden gestreamt, die Mehrheit der Innovation früh annehmenden Verbraucher ist dabei, sich ihr eigenes Video-Programm zusammen zu basteln.

In anderen Bereichen sind wir noch weiter: Im Musik-Bereich hat Spotify das Rennen unter den Diensten gegen Deezer und Rdio gewonnen, wird nun von etablierten Giganten wie Apple, Google und Amazon attackiert. Bei der Kategorie News sind wir uns noch nicht ganz sicher: Die alten, lokalen Destinations ziehen dank ihrer Markenmacht noch stark, aber die Aggregatoren kratzen an der Tür und ihr Siegeszug ist unaufhaltsam.

Ihre stärkste Waffe: Relevanz. Ihr Geschäftsmodell: Disruptiv. Die eigentliche Marktveränderung steht somit auch den Verlagen noch bevor. Denn intelligente Dienste klauen dem Publisher die Startseite. Wie viel Prozent vom Umsatz für digitale Publisher macht heute die Startseite aus? 70 Prozent? Oder sogar 80 Prozent?

Selbst mit diesen Umsätzen schreiben die Online-Medien der Publisher – wie Bild.de, Stern.de oder Zeit Online – knapp eine schwarze Null. Was passiert, wenn die Startseiten – zum Beispiel für News oder Entertainment – zusätzlich zum bereits gewonnenen Ad Targeting zukünftig in der Hand von Tech-Firmen liegen? Die Publisher verkommen zu Content-Lieferanten, ganz so wie die Sender im TV Bereich.

Können Publisher und Sender diesen Trend aufhalten? Nein. Können sie davon profitieren? Ja, wenn sie Technologie als integralen Bestandteil ihrer digitalen Produkte verstehen und resultierend die Relevanz ihrer Inhalte für den Einzelnen erhöhen. Wie geht das? Indem sie Intelligente Produkte bauen.

Individualisierung und Optimierung des Nutzungserlebnisses

Entscheidende Faktoren für die Intelligenz zwecks Individualisierung von Produkten lassen sich in ein Dreieck aus Kontext, Social und Personalisierung clustern.

Kontext beinhaltet Faktoren wie Uhrzeit, Wochentag, Wetter, Ort und Gerät. Die Daten lassen sich je nach Plattform berücksichtigen. Social beinhaltet Freunde sowie Interessensgruppen, die erstmals bekannt wurden durch die Last.fm-“Nachbarn”, also persönlich unbekannte Nutzer mit einem ähnlichen Geschmacksprofil.

Personalisierung kann auf Basis von expliziten (aktive Eingabe durch den Nutzer) oder impliziten (Tracking des Verhaltens via Cookie) Faktoren erfolgen, sowie vor allem durch den Import von vorhandenen Interessensdaten. Aggregiert haben Nutzer diese im Social Web, in Diensten wie Facebook oder Twitter. Die Daten dieser beiden Plattformen werden vermehrt zu Produktbestandteilen von anderen Diensten.

Die Herausforderung besteht darin, diese Daten inhaltlich mit dem Content eines Dienstes zu verknüpfen, um den Nutzer bestmöglich zu erfassen. Dies bietet die Chance, dem Nutzer schon bei Erstnutzung individuelle Erlebnisse zu liefern, um einer möglichen Kundenabwanderung vorzubeugen. Die Chance auf eine weitere Lernkurve erhält heute kein Serviceanbieter mehr.

Die Ausprägung und das Nutzerlebnis sind abhängig vom Anwendungsfall. Während ich in Bezug auf Nachrichten eher zeitlich getrieben bin und einen schnellen Überblick erwarte, habe ich beim Konsum von Videos mehr Zeit und freue mich über einen größeren Einfluss des im Englischen als “Serendipity” beschriebenen “relevanten Zufalls”.

Gefragt: Ein personalisierter News Feed

Apple lässt seine Nutzer einen intelligenten Fragebogen bei der Registrierung für Apple News beantworten. Nutzer beantworten also zunächst allgemeinere Fragen. Je mehr (explizitere) Signale ich hinterlasse, desto detaillierter werden die Fragen in den einzelnen Verästelungen, zwischendurch aufgelockert durch mit Marketingbudgets aufgeladene Marken wie das Wall Street Journal oder Vice.

Der Vorteil des Fragebogen-Ansatzes ist, dass er relativ gute Ergebnisse liefert. Der Nachteil ist zugleich, dass er ein hohes kognitives Engagement beim Konsumenten voraussetzt. Für einen News-Dienst kann das durchaus aufgehen. Für Entertainment jedoch wäre das mit Sicherheit nichts, da sich der Nutzer in einem sogenannten ‚Leanback-Szenario‘ befindet, er also nicht aktiv sein möchte, sondern erwartet, dass die besten (ergo: relevantesten) Inhalte im aktuellen Kontext direkt präsentiert werden und mit einem Klick abspielbar sind.

Die iOS-App Something präsentiert in einer schicken Leseoberfläche sämtliche Artikel seiner Twitter-Follower zur Verfügung stellt. Die initial wahrgenommene Qualität zeigt die Stärke der personalisierten Kuratierung. Über Jahre hinweg habe ich die Liste der Twitter-Nutzer, denen ich folge, bewusst zusammengestellt.

Zusätzliche Besonderheiten sind die Offline-Lesbarkeit, sowie ein Tinder-ähnlicher Feedback-Modus bezüglich Interessantheitsgrad des einzelnen Artikels, welches als implizites Feedback in die Discovery eingeht – wobei ich das Gefühl habe, dass sich das Feedback lediglich auf das Ranking der Quelle auswirkt und nicht auf den Inhalt, was langfristig aus meiner Sicht nicht reicht, um relevante Inhalte nach oben zu bringen.

Der Newsfeed Nuzzel personalisiert am umfangreichsten: Man kann Freunden folgen, oder sogar Freunden von Freunden. Man hat einen Überblick über Facebook, Twitter und alle anderen gewünschten Kanäle. Der Nutzer kann hier viel Feintuning betreiben, was allerdings noch sehr manuell erfolgt und somit ein hohes Anfangs-Tuning-Investment erfordert.

Wie sieht Discovery für Entertainment-Inhalte aus?

Vor Kurzem sorgte der Release von Spotifys ‚Discover Weekly‘ in der Empfehlungs-Industrie für positive Stimmung. Ähnlich wie Netflix erhob Spotify, angegriffen durch Apple Music, Google und Amazon, die Personalisierung at scale zum Alleinstellungsmerkmal, zum Feature, das den Unterschied macht.

Gerade gegenüber Apple eine geschickte Strategie, haben die End2End-Giganten aus Cupertino in diesem Segment bislang noch nie ernsthaft Punkten können – weder im Bereich Maps, Filme, Apps oder Musik. Entsprechend positiv wurde Discover Weekly gefeiert.

Vom Himmel gefallen ist dieses Feature nicht. Spotify hatte im März 2014 Echonest (das Tweek für Musik) akquiriert. Die Dauer von 18 Monaten zwischen Akquise und erstem Feature-Release des Echonest-Teams in der Spotify-Plattform zeigt, dass eine vernünftige Personalisierung Ressourcen verschlingt.

Gleichzeitig ist es wohl kein Wunder, dass mit Netflix, die jährlich 150 Millionen US-Dollar in ihre Empfehlungen investieren und Spotify exakt die Dienste, die frühzeitig und entschieden auf diese Funktion gesetzt haben, am erfolgreichsten agieren.

Dass diese Strategie hier nicht aufhört, sondern weiter ausgebaut wird, ist bereits bekannt. Auf den Münchener Medientagen sagte Spotifys Deutschland-Geschäftsführer Stefan Zilch, dass die im Musikstreaming eingesetzte Personalisierung auch auf die neuen Spotify Video-Features ausgeweitet werden.

Engagement wird der entscheidende Erfolgsfaktor

Leider ist diese Einsicht bei europäischen Diensten selten. Streaming-Dienste werden hierzulande primär Content-seitig konzipiert, wobei allen Beteiligten klar ist, dass der Content weder im Musik noch im SVoD-Markt (Subscription-Video-on-Demand) wirklich als Differentiator eingesetzt werden kann und selbst die Content-Akquise zumeist nicht datengetrieben durchgeführt wird, sondern die Entscheidung einzelner ist. Dass die richtige durchgeführte Datenanalyse neben dem Nutzungserlebnis, den Content-Einkauf und die die Nutzergewinnung richtig steuern kann, sei hier nur erwähnt.

Engagement wird der wichtigste Erfolgsfaktor für zukünftige Produkte. Zu hoch sind die Marketingkosten ohne entsprechende Verweildauer, Wiederkehrraten und virale Verbreitungswege. Entsprechend werden auch Publisher und Video-Dienste den Weg zur Integration der Technologie jenseits von Traffic-Händler-oder Customer-Acquisition-Kanälen integrieren müssen. Oder eben nicht. Somit würde man in der Relevanz abnehmen und im Wettbewerb verlieren.


Teaser & Image „CrowdEmotion” by Paul Clarke/Digital Catapulte (CC BY 3.0)


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5 Lesetipps für den 7. Dezember

In unseren Lesetipps geht es heute um Virtual Personal Assistant, Spotify setzt auf Kuration, Afriactivistes, Podcast und Emojis in der Politik. Ergänzungen erwünscht.

  • VIRTUAL PERSONAL ASSISTANT TechRadar: Goodbye apps, hello smart agents: Are you ready for the post-app world?: Siri, M, Cortana, Google Now – noch stehen wir am Anfang der Entwicklung von smarten und virtuellen Assistenten, aber die Entwicklung schlägt eine eindeutige Richtung ein. Unsere Smartphones werden zu unseren persönlichen Hilfen, die uns nicht eine Unmenge an Apps zur Verfügung stellen, sondern die einzige Funktion sein werden, die wir noch brauchen. Sie twittern für uns durch Sprachbefehle anstatt dass wir die Twitter-App nutzen müssen, um ein Beispiel zu nennen. Dies wird übrigens noch zu einer weiteren Veränderung führen: UX-Designer sind nicht mehr gefragt.

  • KURATION Fast Company: Why Spotify’s Discover Weekly Playlists Are Such A Hit: Kuration ist das Zauberwort und seit rund zwei Jahren kommen die Einschläge an darauf setzende Trends immer näher. Vor allem Streaming-Apps, die ihren Nutzern für nur wenig Geld eine an sich nicht zu schaffende Menge an Content zur Verfügung stellen, setzen auf Kuration als Service, um ihre Dienste auch nutzbar zu machen. Jüngstes Beispiel ist Spotify, das vor fünf Monaten den Kurationsdienst Discover startete und bereits jetzt 1,7 Milliarden Streams vorweisen kann. John Paul Titlow bewertet den Erfolg des Dienstes für Fast Company.

  • AFRIACTIVISTES Radio Vatikan: Afrikanische Blogger werben für politisches Bewusstsein: Radio Vatikan berichtet über die Afriactivistes, den Verband der afrikanischen Blogger, die sich über die sozialen Netzwerke miteinander vernetzt haben, um koordiniert das politische Bewusstsein der Bevölkerung auf dem ganzen Kontinent zu stärken. Inzwischen sind Afriactivistes-Blogger in über 35 Ländern aktiv. Nicht als anders als in Europa, Asien oder Amerika, spielen auch in Afrika die neuen Medien eine bedeutende Rolle in der politischen Meinungsbildung.

  • PODCAST Re/code: How To Listen To Podcasts: Podcasts sind ein Mediumformat, das seit zehn Jahren ein Nischendasein fristet, doch dem seit Kurzem immer öfters eine große Zukunft prophezeit wird. Natürlich gab es stets eine Podcasts sehr schätzende Community, doch zuletzt setzten auch immer mehr traditionelle Medienunternehmen auf Podcasts. Eric Johnson hat auf Re/code eine Anleitung geschrieben, wie man auf welchen Plattformen und Geräten überhaupt Podcasts hören können.

  • EMOJI Fusion: Argentina’s ‘Facebook president’ announces his cabinet with emojis: Zum Schluss noch eher ein interessanter Hinweis als wirklicher Lesetipp: der frisch gewählte Präsident Argentiniens, Maurico Macri, hat sein Kabinett in einem Facebook-Post mithilfe von Emojis bekannt gegeben. Wir haben schon öfters auf Netzpiloten.de geschrieben, wie Emojis ein immer wichtig werdender Bestandteil unserer Sprache sind. Macri zeigt, dass diese Entwicklung schon in der Politik angekommen sind.

CHIEF-EDITOR’S NOTE: Wenn Ihnen unsere Arbeit etwas wert ist, zeigen Sie es uns bitte auf Flattr oder indem Sie unsere Reichweite auf Twitter, Facebook, Google+, Soundcloud, Slideshare, YouTube und/oder Instagram erhöhen. Vielen Dank. – Tobias Schwarz

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Spotify hat keine negativen Auswirkungen auf die Musikindustrie

dj (Image by Designatic [CC0 Public Domain] via pixabay)

Spotify ist die Rettung der Musikindustrie! Spotify ist schlecht für die Künstler! Wie eine Studie nun zeigt, hat Spotify weder positive noch negative Auswirkungen auf die Musikindustrie. Die Diskussion um Musik-Streaming-Anbieter wurde in letzter Zeit sehr verbissen geführt. Verschiedene Parteien vertreten verschiedene Standpunkte und die teilweise mit großer Vehemenz. Nun wurde eine Studie veröffentlicht, die all diese Standpunkte relativiert, denn Spotify und Co. haben zwar positive wie negative Auswirkungen auf verschiedene Bereiche des Musik-Business, insgesamt neutralisieren diese sich allerdings, so dass eigentlich niemand sich beschweren dürfte. Dass sich dennoch viele Beteiligte beschweren, liegt allerdings nicht am Konzept Musik-Streaming generell, sondern an ganz anderen Punkten.


Warum ist das wichtig? Musik-Streaming wird von den Künstlern immer für die geringen Umsätze verantwortlich gemacht, obwohl dies gar nicht unbedingt so stimmt.

  • Eine Studie der EU Kommission hat digitale Musikverkäufe, illegale Downloads und Spotify Streaming-Daten mit einander vergleichen.

  • Das Ergebnis: Spotify lässt zwar legale, aber auch illegale Downloadzahlen zurückgehen und gleicht dabei sogar die Einnahmeverluste aus.

  • Für die geringen Einnahmen der Künstler sind daher nicht Spotify, sondern die Plattenfirmen verantwortlich.


Streaming ist schlecht für die Musikindustrie?

Nachdem Spotify an den Start gegangen ist, haben es sich die Major Labels unheimlich schwer getan, das neue Konzept des Musik-Streamings gut zu finden, bei dem Nutzer immer und überall Zugriff auf alle Musik haben. Nachdem der Boom von mobilen Endgeräten wie Smartphones und Tablets dafür gesorgt hat, dass die Nutzerzahlen in den letzten Jahren nahezu explodiert sind, hat sich die Haltung der Musikindustrie zumindest einigermaßen entspannt, wenngleich Spotify und Co immer noch eher skeptisch beäugt werden. Einer der Hauptgründe ist, dass die Musikindustrie das Geschäftsmodell der Anbieter nicht genügend Umsatz generiert. Dafür wird immer wieder vor allem das kostenlose Angebot von Spotify, das sich durch Werbung finanziert, verantwortlich gemacht. Die beiden Forscher Luis Aguiar vom Institute for Prospective Technological Studies in Sevilla, Spanien und Joel Waldfogel von der University of Minnesota sind der Sache mit einer Studie für das Joint Research Center der EU Kommission einmal auf den Grund gegangen, in der sie die wöchentlichen Verkäufe digitaler Musik, sowie die Piraterie per Bit Torrent für 8.000 Künstler zwischen 2012 und 2013 ausgewertet und diese dann den Daten von Spotify gegenübergestellt haben.

Die Studie hat dabei einige interessante Ergebnisse zutage gefördert. So hat Spotify einen deutlichen Effekt auf Musikpiraterie. In den Ländern, in den Spotify verfügbar ist, ist für alle 47 Streams ein illegaler Download weggefallen. „Das klingt erstmal vielleicht nicht nach viel, in Anbetracht der schieren Masse von Streams ist der Effekt aber deutlich zu beobachten,“ wie die Seite TorrentFreak schreibt. Doch dieser sehr positive Effekt auf den einstigen Erzfeind der Plattenfirmen wird durch einen negativen Effekt auf die Verkaufszahlen von individuellen Songs überschattet. Für alle 137 Spotify-Streams wird ein Song weniger auf den Download-Portalen gekauft. „Wenn man von den üblichen Umsätzen pro Download (0,82 US-Dollar) und denen eines Spotify-Streams (0,007 US-Dollar) ausgeht“, schreiben Aguiar und Waldfogel in der Studie, „ergibt unsere Schätzung der Sales-Verschiebung, dass die Verluste der rückgängigen Verkäufe durch die Zuwächse durch Spotify-Streams ausgeglichen werden. In anderen Worten zeigt unsere Analyse, dass interaktives Streaming für die Musikindustrie Umsatzneutral zu seien scheint.“

Streaming ist schlecht für die Künstler?

Spotify ist also nicht nur ein sehr viel effektiverer Weg gegen illegale Downloads als die bisherigen Strafen gegen die Musikpiraten, sondern auch in der Lage, die Umsatzeinbußen durch sinkende Verkaufszahlen auszugleichen. Doch wenn dies doch beides eher positiv gewertet werden kann, warum belklagen sich dann immer noch so viele Künstler wie Taylor Swift über Spotify? Ein Grund ist, dass in Anbetracht der Streaming-Zahlen gefühlt nur sehr wenig Geld ankommt. Geoff Barrows von der britischen Band Portishead hatte zum Beispiel im April erst über Twitter bekanntgegeben, dass er aus 34 Millionen Streams lediglich 1.700 Britische Pfund (nach Abzug der Steuer) erhält. Es wird wahrscheinlich niemand bestreiten, dass dies nicht viel ist, vor allem wenn man bedenkt, dass die Anzahl an Streams für kleinere Künstler absolut utopisch ist.

Taylor Swift beklagte sich medienwirksam über das kostenlose Angebot von Spotify, da es den Nutzern suggeriert, dass man Musik etwas ist, für das man nichts bezahlen muss. Doch die Studie zeigt nun, dass Swift mit Spotify den falschen Feind auserkoren hat. Zwar steigen durch Spotify die Umsätze nicht, aber sie sinken eben auch nicht. Wenn nun also die Einnahmen der Künstler sinken ist die Schuld nicht beim Geschäftsmodell von Spotify zu suchen. Vielmehr hat Barrows in seinem Tweet den eigentlichen Schuldigen n den niedrigen Einnahmen bereits genannt: die Plattenfirmen. Die Studie von Aguiar und Waldfogel unterstützt dies zudem: Wenn die Einnahmen nicht, wie allgemein angenommen, sinken, sondern gleich bleiben, sind das Problem nicht die Streaming-Anbieter, sondern die Deals zwischen den Plattenfirmen und den Künstlern, die festlegen, wie viel von den Einnahmen direkt bei den Musikern und Rechteinhabern ankommt. Der Unmut der Künstler sollte sich entsprechend gegen die Plattenfirmen richten, aber nicht gegen die Streaming-Anbieter und die Fans, die darüber ihre Musik hören.


Image „dj“ (adapted) by Designatic (CC0 Public Domain) via Pixabay


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Hat Musik-Streaming den Höhepunkt bereits erreicht?

Spotify App (adapted) (Image by freestocks.org [CC0 1.0] via Flickr)

Musik-Streaming ist die Rettung und Zukunft der Musikindustrie, dachte man bisher. Doch das Wachstum lässt plötzlich nach – gibt es keine neuen Streaming-Nutzer mehr? Nach der Krise ist vor der Krise. Jetzt wo die Musikindustrie sich aus dem Würgegriff der illegalen Tauschbörsen der frühen 2000er Jahre befreit hat, versucht man eine Wiederholung einer derartigen Krise zu verhindern. Musik-Streaming soll dabei die Schlüsselrolle spielen, weisen die entsprechenden Anbieter doch seit Jahren massiv steigende Nutzerzahlen auf. Doch die schöne Zukunftsvision kommt derzeit etwas ins Straucheln, denn plötzlich stagniert das Wachstum. Ein Plateau wäre für die Major-Labels das Worst-Case-Szenario, denn ohne neue zahlende Nutzer ist der gesamte Streaming-Zweig, auf den alle setzen, wertlos.

Vorwärts immer?

Es sah lange Zeit so gut aus für die Musikindustrie. Nach dem die Filesharing-Krise überwunden war, sollte das Streamen von Musik das nächste große Ding sein. Und die Rechnung schien zunächst aufzugehen. Jahr für Jahr stiegen die Nutzerzahlen bei den verschiedenen Anbietern gewaltig an. Doch die aktuellen Halbjahreszahlen (PDF) des Verbandes der amerikanischen Musikindustrie, Recording Industry Association of America (RIAA), versetzt der Euphorie nun einen ersten heftigen Dämpfer. Innerhalb eines Jahres sind die Nutzerzahlen lediglich um 2,5 Prozent von 7,9 auf 8,1 Millionen zahlende Nutzer gestiegen. Im Vorjahreszeitraum betrug das Wachstum noch satte 43 Prozent. Auch ein genaueres Betrachten der Zahlen kann das Bild derzeit nicht schöner färben. Denn die große Mehrheit der Nutzer, nämlich diejenigen, die werbefinanzierte “Freemium”-Angebote von Spotify, Soundcloud oder YouTube verwenden, generieren mit 299 Millionen US-Dollar lediglich 27 Prozent des gesamten Umsatzes aus Streaming-Angeboten.

Das werbefinanzierte Freemium-Modell trägt also nur sehr wenig zum Gesamtumsatz bei, da verwundert es nicht, dass die Plattenfirmen diese Angebote unterbinden, oder zumindest einschränken wollen. Doch ob durch dieses Vorgehen das Problem gelöst werden kann, ist zweifelhaft, denn eine Umfrage vom Martforschungsunternehmen Nielsen für Digital Music News hat ergeben, dass die 3 häufigsten Gründe, warum Nutzer kein Geld für Streaming-Angebote ausgeben wollen wie folgt aussehen:

  • Sie sind zu teuer (46 Prozent)

  • Ich kann Musik auch kostenlos streamen (42 Prozent)

  • Ich werde den Streaming-Service nicht genug nutzen (38 Prozent)

Natürlich wird das Augenmerk der Major Labels auf dem zweiten Punkt liegen, doch sind die anderen beiden Punkte mindestens genau so wichtig. Der derzeitige Standardpreis von 9,90 Euro pro Monat liegt bereits deutlich über dem, was der Durchschnitt sonst für Musik in Form von physischen Datenträgern oder MP3s) ausgegeben hat. Nun also davon auszugehen, dass man die meisten Nutzer dazu bewegen kann, einen derart hohen Betrag pro Monat für Musik auszugeben, scheint deutlich naiver zu sein als anfangs gedacht.

Apple Music als Rettung?

Natürlich ist es verlockend, eine gewaltige Musikauswahl für nur 10 Euro im Monat zur Verfügung zu haben und sie von jedem Gerät im Haus und unterwegs hören zu können, doch letztendlich ist dies nur für Musikenthusiasten wirklich aufregend. Wer sich nicht besonders für Musik interessiert, ist besser bedient die Songs und Alben von Interesse einfach käuflich zu erwerben, oder schlicht im Radio zu hören. Und wer wirklich enthusiastischer Musikhörer ist, will sichergehen, dass von dem angelegten Geld auch möglichst viel bei den Künstlern ankommt, was bei Streaming ja leider nicht gegeben ist. Dazu passt auch ein anderer Trend, nämlich der zurück zu physischen Tonträgern, genauer gesagt zur guten alten Schallplatte. Das Vinyl-Revival hält derzeit nämlich weiter an und sorgt dafür, dass die Schallplatten-Verkäufe mehr Umsatz generieren, als die kostenlosen Streaming-Angebote von Spotify und YouTube zusammen. Die Masse interessiert sich einfach nicht genug für Musik, um eine regelmäßige Ausgabe von 10 Euro im Monat zu rechtfertigen. Dies belegt die Nielsen-Umfrage deutlich, denn von den befragten 3500 Amerikanern sagen 78 Prozent, dass sie nicht beabsichtigen, in den nächsten 6 Monaten Geld für ein Streaming-Abo auszugeben – 13 Prozent befinden sich in der Grauzone der Unentschlossenheit und nur 9 Prozent halten es für sehr oder einigermaßen wahrscheinlich.

Wie sehr sich dieser Trend derzeit bereits in den Zahlen der Streaming-Anbieter wiederspiegelt, wird anhand des Beispiels Deezer klar. Nur die Hälfte der rund 6 Millionen zahlenden Nutzer verwendet den Dienst überhaupt, die anderen Accounts liegen komplett brach, ohne dass ein Track gespielt wird. Schaut man sich die verbleibenden 3 Millionen aktiven Nutzer an, fällt schnell auf, dass nur die Hälfte von ihnen überhaupt zahlt, die andere Hälfte sind Nutzer, die das Deezer-Abo als Bundle zu ihrem Mobilfunkvertrag hinzubekommen haben. Ein erneuter Blick auf die Zahlen macht deutlich, dass auch die 3 Millionen inaktiven Nutzer eben solche Bundle-Nutzer sind. Von den über 6 Millionen Deezer-Nutzern zahlt also nur ein Viertel überhaupt den vollen Preis. Bei Spotify dürften ähnliche Verhältnisse herrschen, denn einige Mobilfunkanbieter bundeln ein Spotify-Abo an ihre Verträge.

Die Hoffnung liegt also mal wieder auf Apple, die mit Apple Music vor drei Monaten ihren eigenen Streaming-Dienst gelauncht haben. Genau diese drei Monate dauert die kostenlose Testphase an. Von den ungefähr 15 Millionen Nutzern haben laut der New York Post, zugegebenermaßen nicht gerade die seriöseste Quelle, rund die Hälfte die automatische Verlängerung des Abos nach Ablauf der Testphase deaktiviert. Nehmen wir mal an, die Zahlen stimmen halbwegs und die verbleibenden 7,5 Millionen Nutzer haben ihr Abo nicht einfach nur vergessen, sondern wollen Apple Music tatsächlich kostenpflichtig weiternutzen. In dem Fall hätte Apple auf einen Schlag mehr als ein Drittel der zahlenden Nutzermenge von Spotify (20 Millionen). Realistisch betrachtet ist aber eher damit zu rechnen, dass ein Großteil der Nutzer das Apple-Music-Abo aber spätestens dann kündigen wird, wenn sie das erste Mal per Rechnung daran erinnert werden. Mit aussagekräftigen Zahlen ist also erst in mehreren Wochen zu rechnen. Wenn Apple es allerdings nicht gelingen sollte, die Nutzer zum Zahlen zu bewegen, sollten die Streaming-Anbieter und vor allem die Major Labels vielleicht mal darüber nachdenken, warum doch nicht so viele Leute dazu bereit sind, für gestreamte Musik zu zahlen.


Image (adapted) „Spotify App“ by freestocks.org (CC0 Public Domain)


 

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