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Wikipedia offline: Darum macht das Web-Lexikon einen Tag dicht

Darum ist Wikipedia offline

Studenten und Schüler hatten vermutlich den schlimmsten Tag ihrer bisherigen Uni- oder Schulzeit. Immerhin ist Wikipedia offline. Das bedeutet, die weltweit wohl umfassendste Sammlung an Wissen, einen ganzen Tag lang nicht erreichbar.

Wikipedia offline aus Protest

Wikipedia ist aus Protest gegen die Reform für den kompletten 21. März nicht erreichbar. Besucht man die Seite trotzdem, wird einem ein schwarzer Hintergrund mit einem kurzen Brief an die Besucher präsentiert. Darin heißt es gleich zu Beginn:

„DIES IST UNSERE LETZTE CHANCE. HELFEN SIE UNS, DAS URHEBERRECHT IN EUROPA ZU MODERNISIEREN.“

In dem nachfolgenden Text schildern die Betreiber, warum sie Wikipedia offline schalten – wegen der befürchteten Folgen der EU-Urheberrechtsreform. So wären laut Wikipedia mit Artikel 11 und Artikel 13 die Meinungs-, Kunst- und Pressefreiheit erheblich beeinträchtigt. Laut der Seite sei Wikipedia zwar von Artikel 13 ausgenommen, doch würde das freie Wissen auch dann noch leiden, wenn Wikipedia als eine „Oase in der gefilterten Wüste des Internets“ bliebe. Wikipedia verweist auch darauf, dass bisher über fünf Millionen Menschen eine Petition gegen die Reform unterschrieben haben. Außerdem würden 145 Bürgerrechts- und Menschenrechtsorganisationen, diverse Wirtschafts- und IT-Verbände, sowie diverse Kreative gegen die Reform protestieren. Abschließend verlinkt die Online-Enzyklopädie auf den Abgeordneten-Suchdienst des Europäischen Parlaments mit der Bitte, die Abgeordneten zu kontaktieren und über die eigene Haltung zur geplanten Reform zu informieren.

Die EU-Urheberrechtsreform und ihre Folgen

Die geplante Reform soll am 26. März vom EU-Parlament verabschiedet werden. Viele befürchten mit der Verabschiedung weitreichende Konsequenzen für die Freiheit des Internets. Wir haben bereits hier, da und dort in der Vergangenheit ausführlich über die Reform und deren mögliche Folgen berichtet.

Laut John Weitzmann, dem Leiter für Politik und Recht bei Wikimedia sei Wikipedia offline zu nehmen, das drastischste Mittel, dass der Plattform zustände, um auf etwas hinzuweisen. Auch ist Weitzmann der Meinung der Ansatz über Ausnahmeregelung sei im jetzigen Entwurf noch sehr lückenhaft. So sollen zum Beispiel jüngere Unternehmen oder Unternehmen mit einem geringen Jahresumsatz von gewissen Verpflichtungen ausgenommen sein.


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Aspara bringt den Gemüseanbau in die Küche

Viele Lebensmittel, die wir täglich konsumieren, sind belastet mit allerlei Pestiziden. Auch wenn es in der EU zwar strenge Vorschriften gibt, wie sehr Lebensmittel belastet sein dürfen, so stellt sich für viele die Frage, was sie bedenkenlos essen können und was nicht. Einige argumentieren, es wäre inzwischen besser, selbst das Essen anzupflanzen. Nur so könne man sich zu 100 Prozent sicher sein, dass das was man isst, nicht schädlich ist. Und genau da setzt das chinesische Unternehmen „Aspara“ an. Sie entwickelten einen Mini-Indoor-Garten für die eigenen Küche.

Tomaten aus dem Heim-Anbau

Der Indoor Garten funktioniert durch ein vollautomatisches System. Sobald die Samen eingesetzt sind, kann man in der entsprechenden App angeben, welche Samen man wachsen lässt. Daraufhin reguliert das System automatisch die Wasser- und Lichtzufuhr. Des Weiteren kann man in der App einsehen, ob das System noch genug Wasser und die benötigte Temperatur hat. Außerdem zeigt sie an, wie lange es noch dauert, bis man ernten kann. Der Hersteller verspricht, dass man somit innerhalb von 30 Tagen das gewünschte Gemüse ganz einfach selbst anpflanzen kann. Mit Hilfe der sogenannten „Hydrokultur“ wachsen die Pflanzen. Dieser spezielle Wachstums-Vorgang funktioniert nicht mit Erde, sondern mit Mineral-Lösungen, die sich in den kleinen Kapseln befinden, die zu Beginn unten in das Gerät eingesetzt werden.

Laut der Firma verbraucht diese Anbaumethode nur zehn Prozent des Wassers, welches bei herkömmlichen Anbaumethoden verbraucht wird und dank der Hydrokultur wachsen die Pflanzen 25-30 Prozent schneller.

Kickstarter macht es möglich

Wie bei vielen neuen Konzepten, wurde auch hier die Kickstarter-Community gefragt, das Projekt zu finanzieren. Inzwischen wurden bereits 500.000 US-Dollar für den Indoor-Garten gesammelt. Wer das Projekt auf Kickstarter unterstützt, bekommt das Endprodukt um bis zu 40 Prozent günstiger. Die passenden Samen-Sätze liefert Aspara beim Kauf natürlich gleich mit.

Für ganz besonders findige Heim-Gärtner gibt es in der Aspara App die Möglichkeit, mit anderen Benutzern zu kommunizieren und die eigenen Wachstums-Erfahrungen auszutauschen. Mit dem derzeitigen Entwicklungszustand kann man Kopfsalat, Mizuna, Grünkohl, roten Kopfsalat, gemischten Salat, Baby-Leaf Salat und Rucola anpflanzen, sowie Basilikum, Koriander, Dill und Petersilie. Außerdem ist es möglich Cherry Tomaten, rote Radieschen und sogar Stiefmütterchen anzupflanzen. Ein Fest für jeden Hobby-Gärtner, der sich nicht die Hände schmutzig machen und trotzdem frisches, unbelastetes Essen genießen möchte.


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Cooles Kinder-Coden in Hamburg!

Vom 6. bis 21. Oktober findet in Hamburg wieder die außergewöhnliche Code-Week statt. Sie ist Teil einer europäischen Initiative, die Kinder und Jugendliche für das Programmieren und das Experimentieren mit Technik begeistern will. Ins Leben gerufen wurden diese Veranstaltungen im Jahr 2013 und sie erfreuen sich seither einer regen Beteiligung.

In über 80 verschiedenen Workshops können Kinder und Jugendliche zwischen fünf und 18 Jahren Spiele programmieren, mit dem 3D-Drucker arbeiten oder eigenen Apps entwickeln. Veranstaltet wird das Ganze zum einen von der Körber-Stiftung und den Bücherhallen Hamburg, sowie zum anderen von Initiativen der Hamburger Coding und Making-Szene und einigen engagierten Vertretern von Hochschulen und Unternehmen.

Eröffnungsveranstaltung und Anmeldung

Für interessierte Kinder, Jugendliche und Eltern gibt es am Samstag, den 6. Oktober, eine Auftaktveranstaltung in der Zentralbibliothek von 11 Uhr bis 17 Uhr. Dort gibt es dann auch die ersten aufregenden Projekte. So können Besucher der Eröffnung der Code-Week im Untergeschoss der Bücherhallen mithilfe von Luftballonketten selbst Computer-Geheimcodes schreiben und auch wieder dekodieren. Zudem gibt es viele offene Mitmachstationen an denen man zum Beispiel LED-Schmuck selbst gestalten, oder Roboter durch ein Labyrinth steuern kann. Außerdem kann man hier in einem Informatik-Test sein Wissen auf die Probe stellen. Darüber hinaus gibt es nicht nur am ersten Tag der Code-Week, sondern auch an jedem anderen Tag tolle Workshops. Wie man sich für diese anmelden kann, steht hier.

Wer sonst Interesse an der Code-Week hat, kann sich hier die Übersicht zu allen Workshops ansehen. Und wer genaueres zu der Auftaktveranstaltung wissen will, der sollte hier vorbeischauen.

Die Code-Week bietet eine tolle Möglichkeit, junge Menschen an diese wichtigen Berufsfelder heranzuführen. Jährlich finden bundesweit 425 solcher Veranstaltungen statt. Und mit so vielen verschiedenen Workshops und Initiatoren, die an dieser Code-Week beteiligt sind, ist Hamburg ganz vorne mit dabei.


Image by Pressebilder / Code Week Hamburg

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  • DATENSCHUTZ t-online: EU plant härtere Strafen für Facebook und Google: Als Konsequenz aus dem jüngsten Daten-Skandal bei Facebook plant die Europäische Union zum Datenschutz von Verbrauchern striktere Gesetze und härtere Strafen für Facebook, Google, Amazon und andere Internet-Plattformen. Das geht aus einem Dokument der EU-Kommission hervor. Bei Zustimmung durch das Europäische Parlament und seine Mitgliedsstaaten wird das Gesetz in absehbarer Zeit verabschiedet. Die Maßnahme soll in erster Linie Transparenz und Einhaltung von Bürger- sowie Datenrechten garantieren und gewährleisten. In Zukunft ist für die großen digitalen Plattformen also Vorsicht geboten.

  • BLOCKCHAIN t3n: Google investiert in Blockchain-Startups – und plant eigene Produkte: Internet-Gigant Google will nun auch den Blockchain-Markt erobern. Mitarbeiter der Firma sind dabei zur Zeit auf verschiedene Projekte fokussiert. Neben dem zuletzt regelrecht aggressiven Aufkauf anderer Blockchain-Unternehmen, bastelt der Konzern wohl auch an eigenen Produkten in dem Bereich. Nachdem Marktforscher dem Blockchain-Markt schon seit längerem ein enormes Wachstum voraussagen, will auch Google den Anschluss an die Branche nicht verlieren. Laut eigenen Angaben beobachtet man das Potenzial von Blockchain, Pläne über Einsatzgebiete sind aber wenn überhaupt noch in der frühen Anfangsphase.

  • FIREFOX chip: Firefox Roadmap 2018: Mit diesen Überraschungen plant der Super-Browser: Der Online-Browser-Riese Firefox hat für 2018 neue Funktionen und Erweiterungen angekündigt. In der Firefox Roadmap 2018 veröffentlichte das Mozilla-Team die geplanten Neuerungen. So sind zum Beispiel höhere Geschwindigkeit, mehr Persönlichkeit und ein Durchsetzen auf dem mobilen Markt vorgesehen. Einen besonderen Wert legt man dabei auf eine möglichst hohe Individualität des Browsers – je nach den Wünschen des Benutzers. Nachdem man zudem Mobil den Anschluss deutlich verloren hat, will Firefox außerdem mit Smartphone und Tablets aufwarten. Nutzer können sich auf jeden Fall auf mehrere neue Highlights freuen.

  • ELEKTROFAHRZEUGE golem: MAN baut Elektrotransporter ab Juli in Serie: Der deutsche Fahrzeug- und Maschinenbau Konzern MAN hat offiziell angekündigt, noch 2018 den Elektrotransporter eTGE in Serie zu bauen. Der dem Ford Transit ähnliche Kleintransporter soll schon im Juli 2018 für den Lieferverkehr gefertigt werden. Das Unternehmen, welches zu 75 Prozent der Volkswagen AG gehört, ließ des weiteren verlauten, die Fahrzeuge seien zunächst nur für innerstädtische Lieferungen gedacht. Dies ist laut der Pressemitteilung mit der geringen Reichweite und einem gedrosselten Leistungslimit verbunden. Nach der geplanten Markteinführung im Juli ist der MAN eTGE jedenfalls für 69.500 Euro verfügbar.

  • ELEKTRONISCHES GEHIRN heise: Forscher entwickeln neuartiges elektronisches Gehirn:Forschern von der University of Manchester ist ein großer Schritt in Sachen neuromorpher Hardware gelungen. Der leitende Forscher Steve Furber bestätigte, dass das neuartige elektrische Gehirn seinem realen Pendant schon deutlich näher kommt. Zwar sind künstliche neuronale Netze nach wie vor extrem vereinfachte Abbilder von einem echten Gehirn, dennoch gibt das Modell KI-und Hirnforschern eine gute Forschungsbasis. Der gigantische Rechner namens SpiNNaker schafft bereits eine Konnektivität, welche mit der des menschlichen Gehirns zumindest vergleichbar ist. Eine genau definierte Aufgabe hat das elektronische Gehirn bisher allerdings noch nicht.

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Brexit und das Recht auf Arbeit für Asylbewerber in Irland

Kolumnen_Rainer2

Die Hauptnachrichten des irischen Fernsehsenders RTE werden seit Beginn des Jahres nicht etwa deshalb Minute für Minute analysiert, weil auf einmal knallharter Journalismus zu bewundern wäre. Nein, der Fokus gilt dem neuen Duo vor der Kamera. “Anchorman” war gestern. RTE hat “Anchorwomen”. Zuletzt war es ein Mann und eine Frau, die gemeinsam die Sendung präsentierten. Bis sich die Frau darüber beschwerte, dass ihr Kollege mehr verdiente.

Die Diskussion bei RTE ward losgetreten. Der Mann wechselte zu RTE Radio, die Frau wurde zu den Spätnachrichten weggelobt. Nun geht alles davon aus, dass die beiden Frontfrauen natürlich beide gleich viel verdienen. Auch, dass das Gehalt natürlich auf Augenhöhe mit dem liegt, was ein Mann verdienen würde. Statt Geld wird nun gezählt, welche der beiden Damen öfter links am Pult sitzt und welche öfter rechts. Das ist ja wichtig. Denn die neue, revolutionäre Art der Anmoderation, dass beide am Anfang vor der Kamera stehen, war schon nach einer Woche nicht mehr so wichtig.

Ist es nicht egal, wer wo sitzt?

Meiner Meinung nach ist es generell vollkommen unwichtig, wer wo sitzt, wenn Beiträge anmoderiert werden. Ich kriege nur die Krise, wenn zwei Beiträge willkürlich im Programm auftauchen, ohne Zusammenhänge aufzuzeigen. Jüngstes Beispiel: Zwei Veranstaltungen, bei denen es um Jobs ging. Um Jobs im Zeitalter von Brexit. Um Jobs in Irland. In Irland, dem Land der Auswanderer. Dem Land, das fast schon einen Kult um seine eigenen Migranten betreibt. Und wenn der erste dieser Migranten fast 20 Jahre nach Auslaufen seines Visums von Trump’s Immigrations-Schergen des Landes verwiesen und heimgeschickt wird, dann ist das Geschrei so groß wie die Pressemeute, die sich zum Empfangs-Kommittee für den verlorenen, deportierten Sohn hinzugesellt. Aber zurück zu den Jobs und den beiden Veranstaltungen.

Unsicherheit darüber, wie Brexit tatsächlich aussehen wird, herrscht nicht nur bei denen, die die Sache angestoßen haben. Also bei der britischen Regierung. Unsicher fühlen sich auch viele Arbeitnehmer. Egal ob britische Staatsbürger oder EU-Bürger. Das gilt für fast alle Sektoren, außer vielleicht für Immigrations-Beamte. Aber im Londoner Tech-Sektor ist die Unsicherheit auf jeden Fall zu spüren. Somit machte es für die Macher von “Tech Life Ireland” absolut Sinn, eine Jobbörse in London zu veranstalten. Diese war, wenn man sich den betreffenden Bericht bei RTE anschaute, hervorragend besucht.

Berechtigte Sorgen

Fast 20 Firmen reisten mit Jobangeboten an und mit neuen Kollegen – oder besser gesagt erst einmal mit deren Zusagen – wieder ab. In ein paar Wochen oder höchstens Monaten müssen sich die Neurekruten keine Sorgen mehr um Brexit machen. Nein, Sorgen muss man sich eher um bezahlbaren Wohnraum machen. Denn sowohl Hypotheken als auch Mieten sind hier schon wieder so hoch – wenn nicht gar höher – wie im Boom. Und der Crash, der dem Boom folgte, ist schon wieder vergessen.

Da viele sich die immer weiter steigenden Mieten nicht leisten können, steigt die Zahl derer, die nach Rauswurf durch Vermieter in Notunterkünften enden, immer weiter an. Und mit der Zahl derer, die auf neue, normale Unterkünfte warten, die gar nicht so schnell gebaut werden können, wie sie gebraucht werden, steigt leider auch die Zahl derer, die die Schuld bei Unschuldigen suchen. Wie anders ist es zu erklären, dass die Angst vor dem “Faktor Anreiz im Zeitalter von Brexit” als Begründung dafür herhalten muss, dass das Urteil des höchsten irischen Gerichts, welches Asylbewerbern das Recht auf Arbeit gewährt, ignoriert und eben jenes Recht stark eingeschränkt wird.

Einschränkungen und Demonstrationen

Es geht um Asylbewerber, die seit Jahren in Aufnahmelagern leben. Und die sich vor allem mittels Arbeit nicht nur selber ernähren. Sondern es geht auch um die, die sich auch integrieren wollen. Womit wir bei der zweiten Veranstaltung zum Thema Jobs wären, die bei RTE im gleichen Programm lief. Nachdem eine Taskforce der irischen Regierung nach dem Urteil des Supreme Courts zum Recht auf Arbeit für Asylbewerber so reagierte, dass starke Einschränkungen gemacht wurden, fanden in mehreren Städten Demonstrationen statt, die sich gegen die Beschränkungen richteten. So muss ein neuer Job zum Beispiel mindestens mit 30.000 Euro vergütet werden und viele Jobs sind ausgenommen.

Dass dazu zum Beispiel auch Jobs für gut ausgebildete Ingenieure gehören, war anhand der Plakate so mancher betroffener Asylbewerber offensichtlich – “Ich möchte als Bau-Ingenieur arbeiten.” – dass solche Einschränkungen in einem Land gelten, das in London nach Fachkräften sucht, macht so gar keinen Sinn. Was Sinn machen würde, wäre wenn der Taskforce zumindest ein Arbeitgeber-Vertreter angehört hätte.

Noch ist es aber nicht zu spät

Es besteht noch die Möglichkeit, dass die Regierung Vertreter des Arbeitsministeriums mit Vertretern von Arbeitgebern im Einzugsgebiet von Asylbewerber-Heimen an einen Tisch bringt und Listen mit Anforderungen an Bewerber erstellt. Außerdem besteht noch die Möglichkeit, die Mitarbeiter des Arbeitsministerium danach diese Listen mit Asylbewerbern abgleichen zu lassen. Und Nein – ich sage nicht, dass jeder davon ein Coder oder ein Ingenieur ist. Aber jeder Einzelne, der so vermittelt werden kann, hilft hoffentlich ein bisschen, den Schreiern, die Asylbewerber als Schuldige sehen, das Maul zu stopfen. Und RTE hat auch noch die Möglichkeit, nicht nur einen Beitrag über solch gelungene Beispiele von Integration ins Programm zu nehmen. Sondern auch Kontext herzustellen, vollkommen egal, wer in welcher Position den Beitrag anmoderiert.

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  • FALCON HEAVY deutschlandfunk: Falcon Heavy erfolgreich gestartet: Das wahre Wettrennen kommt erst noch: Am Abend des 6. Februars, gegen 21:45 Uhr, war es soweit, die Falcon Heavy startete erfolgreich Ihren Erstflug. An Board der Rakete von SpaceX befand sich zudem ein Tesla Roadster des Firmengründers Elon Musk. Der PR-Coup wirkt fast perfekt, nach nur sieben Jahren hat es SpaceX geschafft mit der Falcon Heavy eine der leistungsstärksten Raketen zu Bauen, die sich jetzt, unterlegt mit “Life on Mars” von David Bowie, auf dem Weg in eine Mars-Umlaufbahn befindet. Das nächste Space-Race, das es so schon in den 1960er Jahren gab, könnte jetzt kurz bevorstehen. Konzerne wie Boeing sitzen SpaceX schon im Nacken.

  • GEOBLOCKING gamestar: Online-Einkäufe – EU verbietet Geoblocking – außer bei Digital-Inhalten: Häufig werden EU-Bürger davon abgehalten in Online-Shops aus dem Ausland einzukaufen. Das Ganze nennt sich Geoblocking. Die Händler sperrten bisher Käufer aus dem EU-Ausland auf diese Weise von ihrem Angebot aus und verhinderten eine potenzielle Schnäppchenjagd in anderen Ländern. Das hat jetzt ein Ende, wie das EU-Parlament mit einer deutlichen Mehrheit beschlossen hat. Unabhängig vom Wohnort können EU-Bürger jetzt also grenzübergreifende Einkäufe tätigen. Einzig digitale Inhalte wie e-Books, Filme, Musik und Online-Spiele sind davon ausgenommen.

  • WHATSAPP engadget: Bezahlen via WhatsApp gestartet: Die bargeldlose Gesellschaft scheint kurz bevor zu stehen. In China ist das Bezahlen per App – WeChat in diesem Fall – quasi schon Gang und Gäbe. WhatsApp testet jetzt ebenfalls eine Bezahl-Funktion. In vorerst nur Indien startet jetzt die Betaversion. Dort wird das ganze über ein so genanntes Unified Payments Interface realisiert, was Banken in Indien ermöglicht, direkte Zahlungen über Smartphones von Bankkonto zu Bankkonto in Sekundenschnelle zu realisieren.

  • JOHN PERRY BARLOW heise: Er kam aus dem Cyberspace. Zum Tode von John Perry Barlow: Internet-Aktivist und Gründer der Bürgerrechtsorganisation EFF John Perry Barlow ist am Mittwoch im Alter von 70 Jahren verstorben. Seines Zeichens war Barlow Kämpfer für die Unabhängigkeit des Internets und kämpfte 1996 dafür mit der “Unabhängigkeitserklärung des Cyberspace”. Neben zahlreichen Auftritten für die EFF arbeitete John Perry Barlow am Berkmann Center for Internet & Society und war „Professor of Cyberspace“ an der Schweizer European Graduate School. Neben seinem Engagement für die Freiheiten im Internet gehörte die eigenständige Entwicklung von Afrika zu seinen Herzensangelegenheiten.

  • IOS t3n: „Größter Leak der Geschichte“: iOS-Quellcode geklaut und ins Netz gestellt: Eine ältere Version des Quellcodes der Trusted-Boot-Routine iBoot, eine Komponente von Apples iOS, wurde jetzt von Anonymen auf der Software-Plattform GitHub veröffentlicht. Es ist einer der größten Leaks dieser Art und kann es Cyber-Kriminellen ermöglichen, leichter Zugang zu Sicherheitslücken zu erhalten. Deshalb werden in Zukunft neue Jailbreaks befürchtet.

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  • FIREFOX QUANTUM chip: „Wir fangen gerade erst an“: Firefox-Chef verrät, wie er Chrome wieder einholen will: Mozilla sagt Google den Kampf an. Firefox Quantum soll dem Google-Browser Chrome mächtige Konkurrenz machen. Nach über einem Jahr hat Mozilla nun die neue Version des Open Source Broswers vorgestellt. Die Entwickler haben rund 75 Prozent der 6,8 Millionen Zeilen Code umgeschrieben. Was Firefox 57 vor allem konkurrenzfähig macht sind die hohe Geschwindigkeit und gleichzeitig der wenige Speicherplatz der Software. Bei Mozilla hat sich in den letzten Jahren wenig getan, Firefox Quantum oder 57 soll deswegen frischen Wind in den Browser-Markt wehen.

  • NETZSPERREN netzpolitik: EU-Parlament: Mit dem Verbraucherschutz kommen Netzsperren: Ob es eher als Schutz oder mehr als Zensur gelten soll ist Ansichtssache. Das EU-Parlament hat jetzt jedenfalls eine Regelung in die EU-Verordnung hinein verhandelt, die den europäischen Verbraucherschützern künftig das Recht verleiht, Netzsperren zu verhängen. Sie können damit unliebsame Inhalte aus dem Internet verbannen, ohne eine richterliche Genehmigung einholen zu müssen.

  • HYPERLOOP wired: Sieht so der realistischere Hyperloop aus?: “The End of Traffic” das möchte die US-amerikanische Firma Arrivo schaffen. Schon 2021 soll der Verkehr in Denver damit revolutioniert werden. Die Firma des Ex-Hyperloop-Mitarbeiters Brogan BamBrogan will damit eine realistischere Version des Hyperloops anbieten. Statt Vakuumröhren sollen eine Kombination aus PKWs und Magnetschlitten die Bevölkerung auf parallel Highway verlaufenden Trassen befördern .

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Datenschutz-NGO fordert Abschaffung der Vorratsdatenspeicherung

Datenspeicherung (adapted) (Image by Samuel Zeller [CC0 Public Domain] via Unsplash)

Aktuell werden politisch viele Karten neu gemischt, ist doch die Berliner Jamaica-Koalition noch im Verhandlungsprozess. Aus diesem Anlass fordern namhafte NGOs aus dem Bürgerrechts- und Datenschutz-Bereich, die Vorratsdatenspeicherung endgültig abzuschaffen. Vieles spricht dafür – die Rechtmäßigkeit der Maßnahme ist fraglich, ihre Wirksamkeit widerlegt und ihr negativer Effekt auf die demokratische Kultur kaum anzuzweifeln. Druck von seiten der EU gibt es nach einschlägigen Gerichtsurteilen nicht mehr. Zeit, die Vorratsdatenspeicherung endgültig auf den Müllhaufen der Geschichte zu befördern.

Ende der Vorratsdatenspeicherung durchsetzen

Der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung, unter dessen Dach sich seit über zehn Jahren Datenschützerinnen und Datenschützer zusammenschließen, wendet sich mit einer Pressemitteilung  an die FDP und Bündnis 90/Die Grünen. Die beiden kleineren Koalitionspartner werden aufgefordert, „ein Ende des Gesetzes zur Vorratsspeicherung von Verbindungs-, Standort- und Internetdaten“ durchzusetzen.

Umstritten und umkämpft

Schon von Anfang an war die Vorratsdatenspeicherung in Deutschland umstritten. Ihre erste Einführung im Jahr 2007 führte zu einer Massen-Verfassungsbeschwerde, die über 30.000 Bundesbürgerinnen und Bundesbürger unterzeichneten. In der Folge wurde die umstrittene Sicherheitsmaßnahme am 2. März 2010 von Bundesverfassungsgericht für verfassungswidrig erklärt, kritisiert wurde unter anderem die mangelnde Absicherung der Vorratsdaten.

Nach dem Urteil kam jahrelang keine politische Mehrheit für eine Wiedereinführung der Vorratsdatenspeicherung zustande. Im Oktober 2015 wurde jedoch ein neues Gesetz, das die Kritikpunkte des Bundesverfassungsgerichts zumindest teilweise aufgriff, beschlossen. Auch dieses war sofort Gegenstand harscher Kritik und einer erneuten Verfassungsbeschwerde.

Lange Zeit beriefen sich Befürworterinnen und Befürworter der Vorratsdatenspeicherung unter anderem auf die EU-Vorschrift, die diese Maßnahme von den Mitgliedsländern forderte. Mittlerweile wurde auch diese EU-Vorschrift allerdings aus Gründen des Grundrechtsschutzes abgeschafft. Der Europäische Gerichtshof kam zu dem Schluss, dass eine verdachtsunabhängige Speicherung mit den europäischen Grundrechten nicht vereinbar ist. Lediglich unter strengen Auflagen dürfen die EU-Mitgliedsstaaten eine Vorratsdatenspeicherung durchführen – dazu verpflichtet werden dürfen sie nicht.

Viel Schatten, wenig Licht

Nach Meinung des Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung ist die verdachtsunabhängige Archivierung von Metadaten „schädlichste Altlast der Großen Koalition“ und „die am tiefsten in die alltägliche Privatsphäre eingreifende und unpopulärste Massenüberwachungsmaßnahme, die der Staat jemals hervorgebracht hat.“

Für diese vernichtende Einschätzung der Vorratsdatenspeicherung gibt es eine Reihe überzeugender Argumente. Der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung führt unter anderem die massive Erschwerung der Aufgaben von Berufsgeheimnisträgerinnen und -geheimnisträgern, etwa aus den Bereichen der Medizin, des Rechts und des Journalismus, an.

Daneben ist die Vorratsdatenspeicherung auch wegen der Gefahr des Missbrauchs und der unabsichtlichen Verbreitung der gespeicherten Daten gefährlich. Zwar wurden im Zuge der Wiedereinführung bessere Schutzmaßnahmen als zuvor beschlossen (ein Zugeständnis an das Gerichtsurteil von 2010). Doch wissen mittlerweile nicht nur IT-Sicherheitsfachleute: absolute Sicherheit gibt es nicht und kann es nicht geben. Selbst, wenn bei der Speicherung der Vorratsdaten nicht so gnadenlose Schlamperei und Inkompetenz an den Tag gelegt werden, wie es in der Vergangenheit bei deutschen Behörden in diesem Bereich häufiger der Fall war, reicht ein geringfügiger Programmierfehler, eine einzige Sicherheitslücke, um die Daten in die Hände Krimineller fallen zu lassen. Zahlreiche Leaks und Hacks der letzten Jahre machen deutlich, dass dieses Risiko kein theoretisches ist.

Der wohl schwerwiegendste Einwand gegen die Vorratsdatenspeicherung ist wohl, dass die massive und verdachtsunabhängige Überwachung der Bevölkerung den demokratischen Dialog und die Meinungsfreiheit merklich einschränkt. Entsprechende Effekte sind wissenschaftlich mehrfach nachgewiesen worden. Das Wissen, überwacht zu werden, schafft ängstliche, vorsichtige, auf Selbstschutz bedachte Menschen – keine mutigen Demokratinnen und Demokraten, die unkonventionelle Ideen einbringen und offen für ihre Ideale eintreten.

All diesen negativen Effekten steht wenig Positives gegenüber. Bislang ist es nicht gelungen nachzuweisen, dass eine Vorratsdatenspeicherung die Aufklärungsquote bei schweren Verbrechen signifikant erhöht. In Ländern, die eine Vorratsdatenspeicherung seit Jahren durchführen, sind dennoch schlimme Terroranschläge und weitere schwere Verbrechen verübt worden.

Vorratsdatenspeicherung jetzt abschaffen!

Da vieles gegen eine Vorratsdatenspeicherung spricht und nur sehr wenig dafür, ist die Forderung des Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung und der ihm angeschlossenen Aktivistinnen und Aktivisten vollauf nachvollziehbar und unterstützenswert. Die Vorratsdatenspeicherung ist eine fehlgeleitete und gefährliche politische Maßnahme, die schnellstmöglich abgeschafft werden sollte. An Stelle einer anlasslosen und ungezielten Überwachung aller in Deutschland lebenden Menschen müssen gezielte Polizeiarbeit und ein Vorgehen gegen die Ursachen des Terrorismus treten.


Image (adapted) „Datenspeicherung“ by Samuel Zeller [CC0 Public Domain]


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  • REDDIT t3n: Kein Reddit für Nazis: Onlineplattform schließt rechtsradikale Foren: Die Onlineforen-Plattform Reddit ist ein wahrer Pool an verschiedenen Themen, Gruppierungen und Meinungen. In sogenannten Subreddits kann sich zu allerlei möglichen Themen ausgetauscht werden, manchmal sucht man in diesen Unterforen aber vergeblich nach Moral wie man sie im richtigen Leben erwarten würde – und manchmal sind solche Inhalte sogar gesetzeswidrig, gewaltverherrlichend etc.. Reddit hat jetzt aber einen bedeutenden Schritt gegen Hassbotschaften im Netz gestartet und seine Richtlinien dementsprechend geändert. Denn zuvor waren rechtsradikale Inhalte auf der Plattform zumindest geduldet. Etliche Hass- und Nazi-Foren, wie /r/NationalSocialism und /r/ Rechtsradikalismus – sogenannte „Subreddits“ – wurden jetzt geschlossen. Ex-Chef Yishan Wong lehnt eine solche Art der „Zensur“ – selbst bei solchen Inhalten – jedoch ab.

  • EPRIVACY wired: Die ePrivacy-Verordnung macht das Netz datenschutzfreundlicher: Das EU Parlament hat sich gestern mit 318 gegen 280 Stimmen für besseren Schutz gegen Tracking und für verschlüsselte Kommunikation entschieden. Netz- und Werbeunternehmen müssen jetzt strengere Richtlinien befolgen und das Surfen im Interent und der Umgang mit Apps wie WhatsApp, Google Mail etc. sollte jetzt ein Stück weit sicherer sein. Ein Stück mehr ePrivacy für Europa, jedoch erst einer von vielen, die noch getätigt werden müssen.

  • TWITTER zeit: Twitter verbannt RT und Sputnik als Werbekunden: Wer, wie, wo, was bei der US-Wahl 2016 beeinflusst oder manipuliert hat ist nicht ganz klar. Vor allem russischen Medienquellen werden Beeinflussugnsversuche vorgeworfen. Auch die beiden Medienunternehmen RT und Sputnik sollen mutmaßlich manipuliert haben. Twitter zieht jetzt zur Verantwortung und last beide Medienhäuser nicht länger Werbung auf ihrer Plattform schalten. Twitter bestätigte im Vorfeld, dass zur US-Präsidentschaftswahl im letzten November gezielt russisch finanzierte Inhalte zugunsten des Kandidaten Donald Trump platziert wurden.

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EU plant Überwachung per Software-Exploit

Women look at security cameras (adapted) (Image by Matthew Henry [CC0 Public Domain] via Unsplash)

Auch auf EU-Ebene wird derzeit über Angriffe auf verschlüsselte Kommunikationsdienste mit dem Ziel der Telekommunikationsüberwachung diskutiert. Zwar geht es in erster Linie um das Ausnutzen vorhandener Schwachstellen, nicht um den absichtlichen Einbau von Hintertüren. Doch auch dieses Vorgehen, das zwangsläufig im Verzicht auf die Behebung von Software-Schwachstellen resultiert, hat sich in den letzten Jahren als sehr gefährlich erwiesen. Im Sinne der IT-Sicherheit wie der Bürgerrechte sollte die EU von ihrem Vorhaben abrücken.

Suche nach Software-Schwachstellen gefordert

Auch auf EU-Ebene stößt die aktuelle Tendenz, private Kommunikation zunehmend zu verschlüsseln, bei Politik und Ermittlungsbehörden auf wenig Begeisterung. Statt diesen Trend als Schritt hin zu besserem Datenschutz und effektiverem Schutz vor Online-Kriminalität zu sehen, befürchten die EU-Behörden vor allem eine Behinderung der Strafverfolgung. Dementsprechend suchen aktuell sowohl der EU-Rat als auch die EU-Kommission nach Lösungen, wie die Verschlüsselung bei populären Kommunikationsdiensten umgangen werden kann. 

Das geht aus einem Dokument, welches das Generalsekretariat des Rates an die Mitgliedstaaten versandt hat, hervor. In diesem wird dazu aufgerufen, „Schwächen bei Algorithmen und Implementierungen“ gängiger Kommunikations-Verschlüsselungslösungen zu suchen, um diese im Bedarfsfall ausnutzen zu können. Zu diesem Zweck steht sowohl die Forschung im Bereich der IT-Sicherheit als auch die Investition in moderne, leistungsstarke Hardware im Mittelpunkt der Pläne.

Beteiligung des deutschen ZITiS?

Die Pläne der EU tragen zweifellos die gleiche Handschrift wie die aktuellen Programme einiger nationaler Behörden, darunter der deutschen „Zentralen Stelle für IT im Sicherheitsbereich“ – kurz ZITiS. Vielfach wird spekuliert, dass diese gestaltend mitgewirkt hat.

Auch ohne Behörden-Backdoors gefährlich

Zwar geht es der EU derzeit „nur“ um das Ausnutzen bereits vorhandener Sicherheitslücken, nicht um den absichtlichen Einbau von Hintertüren für die Ermittlungsbehörden – noch, denn einige EU-Länder, insbesondere Frankreich, Großbritannien, Italien, Ungarn und Polen fordern, die Platzierung solcher „Backdoors“ in den Maßnahmenkatalog mit aufzunehmen. Doch auch diese Vorgehensweise hat sich in den letzten Jahren als äußerst riskant erwiesen. Sicherheitslücken, die die Behörden nutzen wollen, werden von diesen bei der Entdeckung nicht an die zuständigen Entwicklerfirmen gemeldet. Dementsprechend bleiben sie oft jahrelang offen. Werden sie dann kriminellen Dritten bekannt – sei es durch deren eigene Forschung oder den Leak von Behörden-Dokumenten -, können sie beispielsweise zur massenhaften Verbreitung von Schadsoftware genutzt werden. So waren die massenhaften Ransomware-Epidemien des letzten Jahres unter anderem Folge des bedenklichen Umgangs der Ermittlungsbehörden mit Software-Schwachstellen.

Eine Politik für die Wissensgesellschaft fordern

Sicherheitslücken offen zu lassen und mit Staatstrojanern oder ähnlichen Werkzeugen zur Telekommunikationsüberwachung auszunutzen, ist angesichts der Bedeutung von IT für unsere Gesellschaft verantwortungslos und gefährlich. Schon im Sinne der IT-Sicherheit und des angemessenen Schutzes kritischer Infrastrukturen sollte die EU von ihren aktuellen Plänen dringend abrücken, bevor sie ernsthaften Schaden anrichtet. Hinzu kommen die psychologischen und sozialen Folgen einer massiven staatlichen Überwachung und die bekanntermaßen oft intransparente und vorschriftswidrige Arbeit der Nachrichtendienste. All das sind Gründe genug, eine andere Politik zu fordern – eine Politik, die die digitale Wissensgesellschaft fördert und schützt, statt sie in Gefahr zu bringen.


Image (adapted) „Women look at security cameras“ by Matthew Henry (CC0 Public Domain)


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Check-up Ireland: Steuern im Fokus – und vor Gericht?

Blue (adapted) (Image by andreistroe [CC BY-SA 2.0] via flickr

Irland und seine Multinationals werden kritisch beäugt

Vorab ein Eingeständnis – ich habe in so manch einer Ausgabe meiner Kolumne tendenziell eher positiv über Multinationals geschrieben als negativ. Das kann durchaus damit zusammenhängen, dass mir gleich mehrere dieser Unternehmen Jobs gegeben haben. Ich war somit stets bemüht, dem Argument, dass einige der Multinationals sich sehr effektiv ums Zahlen von Steuern drücken, das Argument entgegenzuhalten, dass zehntausende Mitarbeitern, die von diesen Firmen beschäftigt werden, schließlich selbst Steuern zahlen und zudem für Umsatz – und somit auch Umsatzsteuer – bei lokalen Unternehmen sorgen. War ich zu bemüht? Vielleicht. Hab ich mich zum Sprecher der Multinationals gemacht? Mit Sicherheit nicht.

Beim jüngsten EU-Gipfel in Tallinn ging es vordringlich um die Digitalisierung innerhalb der EU. Wenn man jedoch über Digitalisierung spricht, kommt man um Namen wie Google und Facebook nicht herum; und schon ist man beim Thema Steuern angelangt. Von daher durfte sich niemand wundern, dass eine schnelle Harmonisierung der Körperschaftssteuer innerhalb der EU dringlich geboten ist. Gleich mehrere Staatsoberhäupter klangen hier wie ein Echo der Rede, die Emmanuel Macron unmittelbar vor dem Gipfel gehalten hatte. Seine Vorstellung einer neuen, reformierten EU beinhaltete auch eben jene Forderung nach Harmonisierung im Bereich Körperschaftssteuer.

In diesen unruhigen Brexit-Zeiten mag Irland zwar generell besonders harmoniesüchtig sein, was aber das Thema Körperschaftssteuer anbelangt, so klingt der Begriff Harmonie für irische Ohren verdammt schief. In der absoluten Opposition der irischen Regierung gegen Körperschaftssteuer-Harmonisierung manifestiert sich die Furcht vor deutlich geringeren Steuereinnahmen, aber auch vor geringeren Investitionen von Multinationals. Taoiseach bzw. Ministerpräsident Leo Varadkar verteidigte seinen Kollegen gegenüber sowohl niedrige Besteuerung als auch „Regulierung Light“ für den digitalen Sektor.

Das war aber wohl ein wenig zu locker und leicht für Kommissions-Chef Jean-Claude Juncker, der in seiner Abschluss-Pressekonferenz, zwar ohne Irland direkt zu nennen, aber doch sehr deutlich, seiner Überzeugung Ausdruck verlieh, dass Steuern dort erhoben werden müssten, wo Gewinne erzeugt werden und nicht etwa dort, wo Unternehmen ihre europäischen Zentralen haben.

In einem Fall von „whoops – talk about bad timing“ wurden am Rande des Gipfels auch die neuesten Zahlen bekannt, die der staatliche Auditor zu den Steuereinnahmen Irlands veröffentlicht hat. Demnach zahlen 13 der Top 100 Firmen in Irland effektiv einen Körperschaftssteuer-Satz von nur einem Prozent – was mit dem offiziellen Körperschaftssteuer-Satz von 12,5 Prozent natürlich herzlich wenig zu tun hat. Wenn selbst die 12,4 Prozent, die effektiv im Durchschnitt von allen in Irland ansässigen Unternehmen gezahlt werden, anderen Staaten ein Dorn im Auge sind, muss klar sein, dass die ein Prozent der „Glorreichen 13“ wie ein Dornenkranz wirken müssen, den Irland seinen EU-Partnern ins Gesicht klatscht.

Zwar wurden die Namen der 13 Unternehmen im schlecht getimeten Zahlenwerk nicht genannt, aber eigentlich musste jedem klar sein, dass Apple dazugehört. Schon vergessen? Es ist gerade mal ein Jahr her, dass die EU-Kommission Irland dazu verdonnert hat, 13 Milliarden Euro an fälligen Steuern von Apple einzutreiben. Zwar hatten Apple und die irische Regierung sofort Widerspruch eingelegt, aber gleichzeitig der Kommission gegenüber versichert, zu Jahresbeginn das Geld bis zur endgültigen Entscheidung auf einem Escrow-Konto zu verwahren. Hat Irland DAS vergessen?

Nach Auffassung der EU-Wettbewerbs-Kommissarin Margrethe Vestager schon. Die hat nun die Geduld verloren und zerrt Irland vor den EU-Gerichtshof, wo heftige und nicht gerade billige Strafen drohen. Mit der Verteidung, dass das mit dem Escrow-Konto nur so lange dauere, weil der Vorgang laut EU-Regularien ausgeschrieben werden müsse – irisch für „Ihr seid selber schuld“ – macht sich der irische Finanzminister Paschal Donohoe sicher auch keine Freunde in der EU. Herr Donohoe gab sich beim Fernsehsender RTE ohnehin recht locker: „Wir regeln das zeitnah und vor das EU-Gericht wird das niemals kommen.“ Na dann.

Auf jeden Fall vor das EU-Gericht kommen wird aber der bedeutende Fall „Max Schrems gegen Facebook“. Facebook hat sein europäisches Hauptquartier in Dublin – und nein, wie viel oder wenig Steuern die hier zahlen interessiert hier am Ende meiner Kolumne grad mal nicht – was dazu geführt hat, dass Max Schrems seine Beschwerde über den Transfer seiner persönlichen Daten durch Facebook in die USA erneut beim High Court in Dublin vorgebracht hat. Schon seine erste Klage war von dem irischen Gericht an den Europäischen Gerichtshof verwiesen worden, der dann in Folge das transnationale Safe-Harbour-Abkommen beendete.

Schrems änderte seine Beschwerde daraufhin ab, die wieder auf dem Schreibtisch der für Facebook zuständigen irischen Datensicherheits-Beauftragten Helen Dixon landete. Da Dixon in der Beschwerde einige bedeutende Punkte erkannte, die EU-weiten Belang hätten, bat sie den Dubliner High Court, die Beschwerde zur Entscheidung an den Europäischen Gerichtshof zu verweisen. Der High Court gab der Bitte nach, so dass zumindest eine der Top 13 Firmen in Irland vor den Richtern in Luxemburg vorstellig werden muss.


Image (adapted) „Blue“ by andreistroe (CC BY-SA 2.0)


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  • BITCOIN Trending Topics: Bitcoin-News: JPMorgan, Südafrika und Japan – das war übers Wochenende los: Dem Bitcoin wurde es in den letzten Tagen nicht leicht gemacht: Das ICO-Verbot in China sowie die eindeutigen Aussagen von JPMorgan-CEO Jamie Dimon haben einen Kursbruch von 20 Prozent hervorgerufen – doch der Bitcoin-Preis erholte sich schnell und ist momentan wieder auf 3.675 Dollar. Übers Wochenende hatte sich unter anderem MacAfee gegen die Meinung von Jamie Dimon ausgesprochen und Japan ist durch seine rechtlich gute Situation für Kryptowährungen und dem Exodus aus China nun das Land mit dem größten Handelsvolumen.

  • E-MOBILITÄT SpiegelOnline: „2026 kommt das Aus für den Verbrennungsmotor“: Ein deutscher Physiker hat nun berechnet, in welchem Jahr sich das E-Auto gegenüber Benziner und Diesel durchsetzen wird: So soll im Jahr 2022 jeder zehnte Neuwagen weltweit ein E-Auto sein. Auf diese Prognose kam der Physiker unter anderem durch die Errechnung des Wachstums der Verkaufszahlen für reine Batterie-Elektrofahrzeuge in den kommenden Jahren. Die Trendlinie zeigt an, dass im Sommer 2026 genug E- Autos für die ganze Weltproduktion hergestellt werden.

  • SLACK t3n: 250 Millionen Dollar für Slack: Microsoft-Konkurrent verkündet Hammer-Finanzierung: Nach einer Finanzierungsrunde wird der der Business-Messenger Slack auf rund 5,1 Dollar bewertet – damit ist Slack für den Kampf gegen andere geschäftliche Messenger wie Microsoft Team oder Facebooks Worspace gewappnet. Das Investment wird angeführt von dem japanischen Telekommunikationsunternehmen Softbank, das eine hohe Glaubwürdigkeit in Japan genießt. So hat sich das Unternehmen einen strategischen Investor mit ins Boot geholt.

  • BESTEUERUNG Finanzen.net: Steuerpläne für Internet-Riesen in EU umstritten: Deutschland und Frankreich wollen Internet-Riesen wie Google und Facebook höher Besteuern – und stoßen damit auf Widerstand in der EU. Der dänische Finanzminister betont beim EU-Treffen, dass Europa mit dem Verstoß innovative Unternehmen vergraulen könnte. Im Visier steht unter anderem Apple, da das Unternehmen 2014 nur 0,005 Prozent Steuern auf seine Gewinne in Europa und Irland gezahlt hatte und somit 13 Millionen Euro wegen illegalen Steuerdeals nachzahlen musste.

  • SCHADSOFTWARE T-Online: 50 Android-Apps wegen Betrug gelöscht: Mehr als 50 Apps mussten aus dem Play Store von Google entfernt werden, da Experten eine Malware entdeckt haben, die Android-Systeme befällt und von Geräten der Nutzer kostenpflichtige Premium-SMS verschickt. Es soll sich dabei um Schätzungsweise 4,2 Millionen Infektionen handeln. Die Schadsoftware „Expensive Wall“ gehört zu einer Malware-Familie, die insgesamt bis zu 21 Millionen Mal gedownloadet wurde.

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  • IPHONE X t3n: Samsung reagiert auf iPhone X mit faltbarem Smartphone – 2018: Gestern erst fand die Keynote zum neuen Apple-Smartphone – dem iPhone X – statt. Da der Markt der smarten Mobiltelefone nicht schläft, gibt es jetzt schon dir Antwort von Samsung. Denn für das nächste Jahr will der südkoreanische Hersteller, genau genommen der Mobile-Chef DJ Koh, ein Smartphone der Note-Serie mit faltbarem Display auf den Markt bringen. Bisherigen Gerüchten zufolge plant Samsung unter dem Codenamen „Project Valley“ die Veröffentlichung zweier Modelle frühestens 2018.

  • WLAN heise: EU-Parlament stimmt für kostenloses WLAN an öffentlichen Orten: Überall unbegrenztes und kostenloses WLAN ist noch ein eher utopischer Gedanke für die digitalisierte Gesellschaft. Die EU will diese Vision jetzt aber mit einem millionenschweren Programm fördern. Bis zu 8.000 kostenlose Hotspots sind an öffentlichen Orten wie Bibliotheken, Krankenhäusern oder ähnlichem angedacht. Das Projekt nennt sich WiFi4EU und soll mit rund 120 Millionen Euro unterstützt werden. Die Gemeinden und öffentlichen Einrichtungen sollen sich über ein Online-Portal für Internet-Gutscheine bewerben können, mit denen die Anfangskosten gedeckt werden sollen.

  • DMEXCO horizont: Das war der erste Dmexco-Tag: Gestern und heute trifft sich die Branche des digitalen Marketings wieder in der Kölnmesse zum größten deutschen Branchen-Event des Jahres – der dmexco! HORIZONT-Chefredakteur Volker Schütz fasst einige Höhepunkte von Tag 1 zusammen und kommt zum vorläufigen Fazit, dass sich die digitale Transformation irgendwo zwischen „digitaler Besoffenheit und neuem Realismus“ befindet. Zumindest um das Buzzword „Transformation“ scheint man am 1. Konferenztag kaum herumzukommen.

  • KI wired: Warum zur Hölle wollen Forscher homosexuelle Menschen am Gesicht erkennen?: Oftmals hört man von diversen US-Studien, die einfach nur lächerlich oder unnötig wirken. Diese neueste Studie setzt dem Fass jetzt aber die Krone auf. Michal Kosinski und Yilun Wang von der Stanford University hatten eine Studie vorgestellt, bei der sie mehr als 130.000 Portraits von einer Dating-Website von einer Software für Gesichtserkennung hatten analysieren lassen. Diese KI soll dann angeblich mit 83-prozentiger Wahrscheinlichkeit erkannt haben, ob die abgelichtete Person homosexuell ist. WIRED-Kolumnist bringt auch unsere Gedanken dazu auf den Punkt: Warum zur Hölle fertigt jemand so eine Studie überhaupt erst an?

  • TESLA golem: Teslas „Autopilot“ trug zu tödlichem Unfall bei: Autonome Fahrzeuge sind die Zukunft, dass früher oder später aber etwas passieren würde, ist fast traurige Gewissheit. Im letzten Jahr führte eine Fahrt mit dem Tesla-Autopiloten zum Tod des Fahrers. Das National Transport Safety Board – kurz NTSB, also die US-Behörde für transportsicherheit – ist nun zum Schluss gekommen, dass der Tesla zumindest eine Teilschuld trägt. Für die Unfallermittler vom NTSB war der tödliche Crash ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren.

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Check-Up Ireland: Im Nordwesten was Neues

Seit 1997 lebe ich nun schon in der irischen Hauptstadt Dublin. Mein erster Job bei AOL hatte auch ein wenig mit Tech zu tun – wenn man die berüchtigten Freistunden-CDs als “Tech” ansieht oder das Verbinden an die technische Hotline durchgehen lässt. Im November habe ich damit begonnen, die “Tech-Insel” ein Jahr lang aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. Diesmal geht es nach Sligo.

Auf dem Höhepunkt der Neuen Deutschen Welle gab es mal ein Lied „Wissenswertes über Erlangen“ von Foyer des Arts. Die Hitsingle fand sich auf dem Album mit dem tollen Namen „Von Bullerbü nach Babylon“. Fakt! So manch ein Leser fragt sich jetzt natürlich: „Ist der nun vollkommen durchgeknallt? Zu viel Guinness, oder was?“ Kein Grund zur Panik – der Song ist mir nur in den Sinn gekommen, als ich angefangen habe, mich mit dem Thema (oder der Stadt) für die neueste Ausgabe meiner Kolumne zu beschäftigen. Was gibt es also Wissenswertes über Sligo? Ich könnte mit meinem Wissen „protzen“, dass der Torwart des abstiegsbedrohten Fußballclubs Sligo Rovers den irischen Vornamen Michéal und den deutschen Nachnamen Schlingermann (Opa aus Duisburg) trägt, was aber nur wieder zu Fragen über Guinness führen würde. Stattdessen möchte ich davon berichten, dass nach Jahrzehnten, in denen Sligo von schmutzigen Fabriken und von der Pharmaindustrie geprägt wurde, es nun etwas Neues im Nordwesten gibt – digitale Startups.

Selten hat ein Coworking-Space so einen treffenden Namen gehabt wie diesen: „Building Block“. Und auch das Motto passt: „Move in. Move up.“ Firmen, die an einem Tisch im Erdgeschoss begonnen haben, setzen ihr Wachstum in den oberen Stockwerken fort. Zur Zeit beherbergt das Erdgeschoss 32 (demnächst 38) Fulltime-Desks und 7 Hotdesks. Im ersten Stock stehen 60 Desks und im zweiten Stock finden bis zu 80 Leute Platz. Noch wird der zweite Stock zwar nicht genutzt, was aber nur noch eine Frage der Zeit ist, denn Sligo hat Momentum. Viele junge, gut ausgebildete Fachkräfte, stemmen sich gegen den zuvor Jahrzehnte anhaltenden Trend der Auswanderung und versuchen ihr Glück in der Heimat.

Ein Beispiel ist Noel Dykes und sein Startup „Frankli“, das Software für das Personalwesen entwickelt. Nach Jahren, die er als Software Consultant in Neuseeland verbracht hatte, entschied sich Noel für die Heimat als Standort für sein eigenes Unternehmen. Und das aus mehreren Gründen: Niedrige Kosten (etwa im Vergleich zu Dublin, Cork oder Galway), kurze Wege, aber auch schöne Wege – die Stadt Sligo ist hübsch wenn es darum geht, sich mal kurz die Füße zu vertreten und eine kurze Autofahrt führt in malerische Landschaften in der umliegenden Grafschaft mit gleichem Namen.

Dass Noel nicht allein mit seinem Denken und Enthusiasmus ist, zeigen auch die monatlichen Startup Meetups in Sligo. Die Organisatoren der Meetups hatten festgestellt, dass es zwar eine gute Anzahl von Startups in Sligo gibt, es aber an Struktur und Networking mangelte. Mittlerweile tauscht man sich aus und lernt von Fehlern oder Errungenschaften – entweder von Nachbarn oder von Gästen, die nach Sligo kommen, um von ihren Erfahrungen zu berichten und Tipps zu geben. Im Durchschnitt versammeln sich jetzt 30 Gründer bei den Meetups.

Auch das „North West Regional Assembly“ – kurz NWRA, das staatliche und EU-Fördergelder koordiniert – ist voll des Lobes über Institutionen wie den „Building Block“ oder Veranstaltungen wie die „Startup Meetups“. Die Region Sligo hat gerade den begehrten „Entrepreneurial Region Award“ der EU für 2018 gewonnen und man ist beim NWRA fest entschlossen, dies als weiteren Schub zu nutzen, um Innovation in der Region voranzutreiben. Die Infrastruktur der Region kann sich sehen lassen: Neben den privatwirtschaftlichen Elementen, die ich oben genannt habe, gibt es auch noch die Fachhochschule „IT Sligo“ und der von der staatlichen Wirtschaftsförderung IDA betriebenen Business Park in Finisklin und Ballina – wo das transatlantische Glasfaser-Kabel aus den USA irisches Licht erblickt – ist auch nicht weit.

Die besten Voraussetzungen sind also gegeben, um Tech-Startups, die nach dem Motto „Think globally, act locally“ handeln, eine Basis für eine Zukunft mit stetem Wachstum zu ermöglichen. Und wer weiß? Vielleicht wächst eines dieser digitalen Startups zum globalen Tech-Giganten, wird die Sligo Rovers finanziell unterstützen und am Ende dem „Moving up“ im „Building Block“ auch sportliche Höhenflüge in Sligo folgen lassen. Und beim Champions League Spiel gegen die Bayern lassen wir dann „Foyer des Arts“ singen.


Image (adapted) „CliffofMoher“ by weareaway (CC0 Public Domain)


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  • BLOCKCHAIN t3n: Blockchain soll Wirtschaftsstandort stärken: Deutsche Startups gründen Bundesverband: Eine Gruppe deutscher Startups möchte noch dieses Jahr vor dem Bundestag einen Bundesverband Blockchain gründen. Dieser unparteiliche Verband soll den Mitgliedern der Szene eine einheitliche Stimme zu geben, und hofft auf die Onlineregulierungen der neuen Regierung Einfluss nehmen zu können. Blockchain sei die nächste Innovationsstufe des Internets. Deutschland habe die Chance Vorreiter in der Wirtschaft zu werden, wenn die Blockchain in den Regulierungen berücksichtigt werde. Der Verband möchte den Bundesverbänden und Digitalpolitiker als Experten zur Seite stehen.

  • CIA golem: Wie die CIA WLAN-Router hackt: Aus neuen Unterlagen von Wikileaks hervor, dass der amerikanische Auslandsgeheimdienst CIA über ein Programm verfügte, welches WLAN-Router hacken kann. Das Netzwerk der CIA besteht aus einem Botnetz, die mit einem kontrollierbaren Server verbunden sind. Die Daten, die aus den Wikileaks-Dokumenten hervorgehen wurden von 2007 bis 2012 gesammelt. Gesammelt wurden E-Mail Adressen, Chatnutzernamen, Mac-Adressen oder Voice-Over-IP-Nummern. Bis zu zehn Hersteller waren betroffen, darunter auch der Marktführer AVM. Die genauen Einsatzgebiete der „Cherry Blossom“-Software sind noch unklar.

  • FLUGGASTDATEN netzpolitik: Europäische Union will zentrale Datei für Fluggast- und Passagierdaten: Grenzbehörden dürfen von Airlines Passagierdaten anfordern. Jetzt möchten die InnenministerInnen der Europäischen Union eine zentrale Passagierdaten-Datenbank einrichten. Hierbei geht es um sogenannte API daten, die nach dem Check-in erhoben werden, müssen bis jetzt 24 Stunden nach Check-in wieder gelöscht werden. Die neue Datenbank soll einen dezentralen Datenaustausch über einen zentralisierten Router durchführen und als einzige Anlaufstelle für Airlines fungieren. Ob dieses System von Vorteil gegenüber der alten Methoden ist, soll bis 2018 mit einer Studie herausgefunden werde.

  • DATENSCHUTZ heise: E-Privacy-Verordnung: Entschlüsselung von Kommunikation soll verboten werden: Erst kürzlich forderte CSU Politiker Hermann, dass Whatsapp-Kommunikation abgehört werden müsse. Die Verhandlungsführerin für eine Datenschutzreform im EU-Parlament macht sich nun dafür stark, dass Hintertüren verboten werden. Der Einsatz von Kryptografie, die verwendet wird um verschlüsselte Daten wieder zu entschlüsseln, soll in EU-Mitgliedstaaten komplett verboten werden. Maju Lauristin fordert ebenfalls eine Stärkung des Schutzes von Verbindungs- und Standortdaten, verbote von Tracking-Walls und eine Informationspflicht für „Opt-ins“.

  • GOOGLE handelsblatt: EU-Kommission will Google Rekordstrafe aufbrummen: In Bezug auf die Shopping-Suche auf Googles Suchmaschinenangebot, möchte die EU Wettbewergskommission Google eine Rekordstrafe verhängen. Der Vorwurf von Wettbewerbern an Google ist, dass der Suchmaschinenalgorithmus einige Händler bevorzuge und so den Wettbewerb nicht gerecht darstelle. Das Bußgeld wird auf zehn Prozent des Umsatzes beschränkt und beläuft sich momentan auf 1,06 Milliarden Euro. Das Verfahren ist eines von drei, in denen die Kommission Google vorwirft, den Wettbewerb zu verzerren.

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  • ROAMING netzpolitik: Das Ende der Roaming-Gebühren: Erfolgsgeschichte mit Lücken: Seit dem 15.Juni werden in der EU keine Aufschläge für Roaming mehr eingezogen und Nutzer können grenzübergreifend mit ihrem regulären Vertrag im mobilen Datennetz surfen. Die Nutzung ist vorerst allerdings auf vier Monate beschränkt. Damit möchte die Kommission verhindern, dass sich Reisende mit günstigen ausländischen SIM-Karten eindecken und den Inlandsmarkt dadurch umgehen. Laut der EU-Kommission haben bereits einige Anbieter Einschränkungen erbeten, da sie ihr Geschäftsmodell bedroht sehen. Nutzer sollten bevor sie ins Ausland reisen ihren Mobilfunkvertrag überprüfen, ob dieser eine Roaming-Option enthält.

  • FILESHARING sueddeutsche: EuGH: Filesharing-Plattformen sind für Urheberrechtsverletzungen verantwortlich: Die Filesharing Plattform „The Pirate Bay“, auf der von Usern geschützte oder illegale Dateien zum Download bereit gestellt haben, wurde nun von dem Europäischen Gerichtshof für rechtswidrig erklärt. Die Betreiber der Website seien sich bewusst, dass der Service für illegalen Datenaustausch verwendet wird. Mit diesem Urteil soll es Gerichten in Zukunft erleichtert werden entsprechende Filesharing-Plattformen zu sperren. Die öffentliche Wiedergabe der urheberechtsgeschützten Inhalte war der entscheidende Punkt. Nach EU-Recht dürfen nur die Urheber die Verbreitung oder Bereitstellung ihrer Inhalte erlauben oder verbieten.

  • APPLE PAY golem: Transaktionen in Messages können teuer werden: Mit iOs 11 und MacOS High Sierra können sich Apple-Nutzer über die Einführung einer Apple Pay Funktion in die Messenger App freuen. Der Apple Pay-Service ist in Deutschland derzeit noch nicht verfügbar, in Großbritannien, Frankreich und Italien jedoch schon zahlreich genutzt. Die neue Bezahlfunktion ist insbesondere für kleine Transaktionen zwischen Freunden und weiteren Privatpersonen gedacht. Nutzer müssen jedoch damit rechnen, dass Gebühren anfallen. Beispielweise müsse für Zahlungen mit einer Kreditkarte mit einer Gebühr von 3 Prozent gerechnet werden.

  • ADS curved: Instagram zeigt künftig, ob Posts Eurer Lieblings-Influencer bezahlt sind: Influencer Marketing ist ein wachsender Trend in der Marketing Branche. Besonders beliebt ist hierbei das Soziale Netzwerk Instagram. Nach vielen Vorwürfen zu ungekennzeichneter Werbung, führt Instagram nun die „Branded Content“-Funktion ein. Damit können Influencer deutlicher Kennzeichen, ob ein Post von einer Marke gesponsert wurde oder nicht. Künftig ist direkt unter dem Namen des Influencers im Feed der Nutzer der Zusatz „bezahlte Partnerschaft mit …“ über dem bezahlten Beitrag zu sehen. Instagram selbst möchte bei Verstößen gegen die Kennzeichnung bezahlter Posts künftig härter durchgreifen. Wenn bezahlte Beiträge künftig nicht gekennzeichnet sind, müssen User mit Strafen rechnen.

  • KI t3n: The Art of the Deal: Facebook-KI lernt zu lügen, um ihren Willen zu bekommen: Die Entwickler der Facebook KI-Systeme entwickeln eine Software, die lernt, wie man handelt. Überraschend ist, dass die Software ohne menschliches Zutun absichtliche Täuschung angewendet hat. Das Experiment wurde mit zwei Chatbots durchgeführt, die eine bestimmte Anzahl an Gegenständen untereinander aufteilen sollten, jeweils mit eigenen vorausgesetzten Zielen, die sie einhalten sollten. Die Bots begannen zu handeln und Interesse an Gegenständen zu bekunden, die sie nicht haben wollten, um Kompromissbereitschaft vorzutäuschen.

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  • ZENSUR heise: Livestream ohne Hass: Journalisten befürchten Zensur im EU-Parlament: Die Sitzungen des EU-Parlaments können Bürger über Livestreams im Internet mitverfolgen. Nun hat das Parlament Anfang des Jahres eine Änderung in ihrer Geschäftsordnung verabschiedet, die dem Parlament erlaubt bei verleumderischen oder rassistischen Verhaltensweisen eines Mitglieds die Übertragung zu unterbrechen und dem Mitglied erlauben die Passage zu löschen. Journalisten sehen diese Zensur das als Eingriff in die Pressefreiheit, da viele Journalisten auf den Livestream angewiesen sind, wenn sie nicht vor Ort sein können. Das Parlament verteidigt die Änderung mit der Begründung, dass sie Extremisten keine Plattform bieten möchten.

  • AD-BLOCKER netzpolitik: Ad-Blocker: Schutz der Geschäftsmodelle wichtiger als Schutz vor Schadsoftware: Die Ad-Blocker des Internets schützen Nutzer nicht nur vor aufdringlicher Online Werbung, sondern auch vor so genanntem „Malvertising”, dem Transport von Malware über Werbeanzeigen. Aus diesem Grund sprach sich das Bundesamt für Sicherheit und Informationstechnik erst für die Verwendung eines Ad-Blockers aus, mit der Einschränkung, dass das Blockieren aller Werbebanner als unverhältnismäßig eingestuft werde. Nun zieht das BSI seine Empfehlung generell zurück. Nutzer sollten auf Antivirus-Software zurückgreifen.

  • ONLINE HANDEL t3n: Grüne in Niedersachsen wollen Online-Handel am Sonntag einschränken: Supermärkte und Geschäfte haben in Deutschland am Sonntag geschlossen. Durch die Einführung von Online-Shops konnten Kunden auch am Sonntag bestellen. Die Versammlung der Grünen in Niedersachsen möchten mit einem Änderungsvorschlag „den Sonntag schützen“ und Online-Shopping am Sonntag einschränken. Bestellungen können zwar am Sonntag aufgegeben werden, sollten allerdings erst am Montag bearbeitet werden.

  • KONTROLLE golem: US-Grenzschutz will Lichtfeldkamera für Gesichtserkennung: An den Grenzübergängen der USA sollen nun Lichtfeldkameras installiert werden. Mit dieser Neuerung können Insassen von Fahrzeugen auch durch getönte oder verspiegelte Scheiben erfasst werden. Die Kameras sind mit Gesichtserkennung ausgestattet und sollen eine Effizientere Abhandlung von Kontrollen ermöglichen, da die Insassen im Auto sitzen bleiben können. Eine Lichtfeldkamera erfasst nicht nur Farbe und Intensität von Licht, sondern auch die Richtung aus der es komme. Diese Technik ermöglicht es Fokus und Belichtung zu ändern.

  • COMPUTERSPIELE sueddeutsche: „Hey, wir haben echte Panzer!“: Viele junge Menschen haben ein Faible für Computerspiele. Auf der weltweit größten Videospielmesse Gamescom in Köln sind Aussteller aller großen Genres vertreten, aber auch weitere Aussteller wie die Bundeswehr. Sie möchte Messen wie die Gamescom nutzen um Nachwuchs zu generieren. Kritiker verurteilen diese Maßnahme. Ein Videospiel stehe im großen Gegensatz zu der Realität eines Soldaten. Die Bundeswehr äußert sich, dass sie mit der Präsenz nur die Zielgruppe erreichen möchten, nicht um eine viel zu junge Gruppe für Krieg zu begeistern.

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  • WHATSAPP t3n: CSU will Zugriff auf Whatsapp-Gespräche: Über WhatsApp den Terror bekämpfen? Genau das plant jetzt die CDU und fordert den Zugriff auf WhatsApp-Gespräche zur Terrobekämpfung. Terroristische Aktivitäten sollen in der Vergangenheit bereits über die Messenger-App geplant worden sein, eine gesetzliche Kontrollmöglichkeit sei nach Meinung der CDU dringend und würde nach der Wahl weiterverfolgt werden. Gleichzeitig kann sowas jedoch auch Hacker anlocken und ihnen Türen zu sensible Nutzerdatern öffnen.

  • WLAN welt: EU will kostenloses WLAN an Tausenden Orten finanzieren: Im EU-Raum soll es künftig mehr kostenlose Internetzugänge geben. Was in deutschen Großstädten meist kein größeres Problem darstellt, soll in der EU bald massiv ausgebaut werden, so die Pläne aus Brüssel. An tausenden öffentlichen Plätzen sollen EU-Bürger bald über EU-finanzierte Hotspots ins Internet können. Es sollen rund 120 Millionen Euro in das Unterfangen gesteckt werden, weitere Details sollen bis Ende des Jahres geklärt werden. Vor allem für die Touristik und Dienstleistung könnte ein solcher Ausbau des Netzes interessant werden.

  • DISPLAYWEEK golem: Die Display-Welt wird rund und durchsichtig: In Los Angeles hat vergangene Woche die Displayweek stattgefunden – ja, eine ganze Messe allein im Zeichen des Displays. Hersteller und Froscher zeigten dort vor allem einen Trend: flexible Displays. Durch neue Techniken kann das Verbauen von Displays also künftig in allen Formen und an allen Orten möglich sein. Dem südkoreanischen Unternehmen Samsung ist sogar die Entwicklung eines dehnbaren Displays gelungen. In Zukunft werden Displays also in sehr viel mehr Anwendungsbereichen eingesetzt werden können.

  • CROWDFUNDING suedeutsche: Facebook-Nutzer können jetzt bei ihren Freunden Geld einsammeln: Facebook ist nicht das erste Unternehmen, das das Konzept Crowdfunding für sich entdeckt. Die Social Media-Plattform führt jetzt eine neue Funktion ein, über die es möglich werden soll Geld zu sammeln – ob für den Kampf gegen Krebs oder Silikonbrüste ist dabei egal. Facebook verspricht, sämtliche Spendenkampagnen innerhalb von nur 24 Stunden auf ihre Aufrichtigkeit zu überprüfen. Bedenkt man die Art und Weise, wie das Netzwerk bislang die Kommunikation seiner Mitglieder moderiert, darf das allerdings bezweifelt werden.

  • KÜNSTLICHE INTELLIGENZ heise: Künstliche Intelligenz berechnet die Schönheit: Schönheit liegt doch bekanntlich im Auge des Betrachters. Wenn es nach bestimmten Startups und Forschern geht allerdings in der Vermessung durch Algorithmen. Bilderdienste, wie das Online-Angebot “EyeEm” eines Berliner Startups, sollen fortan das Maß an Schönheit in einem Bild errechnen und diese dann möglichst prominent platzieren, um dem Fotografen die Auswahl zu erleichtern. Seit Jahren forschen Wissenschaftler und Unternehmen daran, neuronalen Netzen einen Sinn für Schönheit beizubringen.

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  • MICROSOFT techradar: Build 2017: Microsoft Build 2017: the biggest highlights and news: Auf ihrer größten Entwicklerkonferenz des Jahres stellt Microsoft Mitarbeitern und Anhängern neuste Technologien und Ideen vor – und die Entwickler haben große Ziele. Microsoft wird mehr in Cloud Systeme investieren, ebenso wie in KI-Entwicklung. Eine der ersten Ankündigungen aus der Eröffnungskeynote von CEO Satya Nadella: Windows 10 hat jetzt 500 Millionen Nutzer, das Cloud-basierte Office 365 Paket hat nun 100 Millionen. Ebenso angekündigt: Microsoft Cortana soll eine Konkurrenz für Amazons Alexa und Google Home werden. Weitere Zusammenfassungen und was wir noch erwarten können lesen Sie im Artikel.

  • FACEBOOK golem: Machine Learning: Facebook übersetzt schneller und besser als Google: Facebook stellt nun kurz nach Google eine neue Möglichkeit der maschinellen Übersetzung vor und übertrifft seinen Konkurrenten sowohl in Schnelligekeit und Variabilität. Und im Gegensatz zu Google ist Facebook offener mit dem Teilen seiner Entwicklercodes und Modelle – der Code sowie schon trainierte Modelle sind unter einer Open Source Lizenz frei verfügbar. Ob das Facebook Modell weiterhin mit Googles Übersetzungsprogramm mithalten kann werden zukünftige Analysen zeigen.

  • SNAPCHAT meedia: Snap-Bilanz: Die Snapchat-Mutter steigert ihre Umsätze im ersten Quartal um 286 Prozent, verliert aber 2,2 Milliarden Dollar:Im März feierte die Mutterfirma von Snapchat ihr Debüt an der Wall Street. Nun wurden die ersten Quartalszahlen bekannt – mit Milliarden Verlusten. Ist der Hype um die App doch vergänglicher als vorerst gedacht? Leichte Vorwürfe gab es gegenüber Facebook, die mit Konkurrenzprogrammen den Markt erschließen. Gerade erst hatte Snapchat sich diesen neuen Bedingungen angepasst und neue Funktionen eingeführt, die man auch bei der Konkurrzenz nutzen kann.

  • REPUBLICA t3n: So weiblich wie 2017 war die Republica noch nie: Die Republica 2017 ist vorbei und viele ziehen ihre ersten Fazite. Ein erneuter Besucherrekord und eine hohe Frauenquote tragen zu der sehr positiven Bilanz bei. Auch das Motto habe den Zeitgeist getroffen und habe Menschen aus der ganzen Welt erreicht. Neben dem netzpolitischen Dialog mit Bundesinnenminister Thomas de Maizière und Arbeitsministerin Andrea Nahles fehlte ausgerechnet der Internetminister Alexander Doberindt. Themen dieses Jahr waren neben der Hate Speech und Fake News Debatte auch KI, Algorithmen, Datenschutz und Virtuelle Realität.

  • SUPERCOMPUTER spiegel online: EU strebt bei Supercomputern in die erste Liga: Die derzeit schnellsten Rechner stehen in China und den USA. Europa kann momentan noch nicht mithalten und sind auf internationale Partner angewiesen. Die EU-Kommission möchte das jetzt ändern. Bis Ende des Jahres soll ein Vorschlag zum Aufbau dieser Hochleistungsrechenstruktur vorgelegt werden. Helfen können solche Supercomputer in der Effizienz von Strom und Wasserversorgung, Medizin oder der Vorhersagung von Erdbeben. Gleichzeitig mit den Plänen für einen neuen Supercomputer kündigte die EU-Kommission neue Initiativen zur Cybersicherheit an.

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  • REPUBLICA heise: Social-Media-Kanäle der Öffentlich-Rechtlichen heftig umstritten: Heute ist der letzte Tag der re:publica in Berlin. Hans Demmel, Vorstand des Verbands Privater Rundfunk und Telemedien, äußerte auf der Media Convention große Vorwürfe den Öffentlich Rechtlichen Medien ARD und ZDF gegenüber. Mit ihren Angeboten auf Sozialen Medien wie Facebook und Twitter würden sie den amerikanischen Großkonzernen Gelder zuspielen. Auch aufgrund dieser Debatte befinden sich die öffentlich Rechtlichen jetzt erneut unter Legitimitätsdruck.

  • AMAZON golem: Amazon zeigt Alexa-Gerät mit Bildschirm und Kamera: Amazon hat jetzt den “Echo Show” vorgestellt. Die neue Version des Flagschiff-Geräts Echo mit der integrierten KI Alexa verfügt jetzt auch über Kamera und Display. Das Echo Show wird über einen 7-Zoll-Bildschirm und eine 5-Megapixel-Kamera verfügen. Wie auch der Vorgänger wird es per Sprachsteuerung über Alexa gesteuert und zeigt deren Antworten nun auch gleichzeitig auf dem Display. In den USA wird Echo Show gegen Ende Juni verfügbar sein, hierzulande muss man noch etwas länger warten.

  • GOOGLE spiegel online: Leistungsschutzrecht kommt vor EuGH: Der Streit zwischen Google und deutschen Verlegern geht jetzt vor den europäischen Gerichtshof. Das Gesetz dient dem Schutz verlegerischer Leistungen vor Zugriffen durch Suchmaschinen wie Google. Geklärt werden soll, ob die Bundesregierung die EU-Kommission über die Verabschiedung des Gesetzes hätte informieren müssen. Google betonte, dass sie mit den Verlegern zusammenarbeiten wollen und keinesfalls weitere juristische Auseinandersetzungen anstreben. Fraktionsabgeordnete im EU Parlament fordern jetzt unter anderem auch ein europaweites Leistungsschutzgesetz.

  • WINDOWS t3n: Update fixt „schlimme Code-Ausführungslücke“ in Windows: “This is crazy bad” verkündigte Tavis Ormandy, Mitglied von Googles Security-Spezialeinheit Project Zero, am Montag. Er und seine Kollegin Natalie Silanovich hatten eine dramatische Windows-Lücke, einen selbst verbreitenden Wurm, entdeckt. Schon in der Nacht zum Dienstag konnte diese, laut der Experten, schlimmste Code-Ausführungs-Lücke in Windows der letzten Zeit geschlossen werden. Abhilfe schafft ein simples Update.

  • FOODORA gründerszene: Foodora testet kleine Lieferroboter: Der Gastro-Lieferdienst Foodora testet jetzt die Lieferung mit Robotern in Hamburg. Bestellungen sollen mit den Robotern schneller zum Kunden kommen und mithilfe spezieller Isolierungen das Essen warm halten. Nur mithilfe eines Smartphones kann der Kunde den Frachtraum öffnen. Zurechtfinden sollen sich die Roboter mithilfe verschiedener Sensoren und durch ständige Überwachung durch die Zentrale. Diese Neuerung würde allerdings auch einen Rückgang der Fahrradkuriere bedeuten.

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  • STREAMING sueddeutsche: Warum Streaming-Fans jetzt aufpassen müssen: Wenn es nach dem Europäischen Gerichtshof geht, soll das, zuvor eher als rechtliche Grauzone angesehene, Streaming von urheberrechtlichen Inhalten auf dubiosen Seiten nun gegen das Recht verstoßen. Wer sich zuvor also auf nicht wirklich legale Alternativen zu Netflix und Amazon Prime verlassen hat, könnte es jetzt schwieriger haben. Für Fans von Seiten wie kinox.to oder movie4k.to bedeutet das: Die Chance, abgemahnt zu werden, ist gestiegen – zuvor wurden eher die Seitenbetreiber belangt, weniger deren Nutzer.

  • STARTUP welt: Mit drei Wörtern jeden Ort auf der Welt finden: Mit drei Wörtern um die Welt – die Idee des Startups “What3words” ist es jeden Fleck Erde mit einer Drei-Wort-Kombi zu versehen. Dazu wurde der Planet in 57 Billionen drei Mal drei Meter große Quadrate eingeteilt, welchen eine einzigartige Wortkombination zugeteilt wurde. Zunächst ein kurioses Konzept, aber vor allem für Logistik-Unternehmen ein interessanter Ansatz. Nicht zuletzt die Deutsche Bahn investiert jetzt auch in das Konzept.

  • ECHO faz: Nun will Amazon auch ins Schlafzimmer: Amazon übt jetzt auch seinen Schlafzimmerblick und nimmt Einzug in die Schlafzimmer. Eine neue Version des Amazon Echo – Amazons Smart Home Device mit dem integrierten Assistenzsystem “Alexa” – soll jetzt als Helfer in Modefragen fungieren. “Echo Look” ist als eine Art digitaler Spiegel konzipiert – mit einer integrierten Kamera und mehreren LED-Lampen kann er auf Zuruf Fotos und Videos aufnehmen. Nutzer können sich vor das Gerät stellen wie vor einen Spiegel und die Fotos oder Videos dann hinterher auf ihrem Smartphone begutachten.

  • FUNK heise: Bundestag gibt grünes Licht für einheitliche Ladegeräte – Funkabschottung befürchtet: Es gibt eine neue EU-Richtlinie für alle elektrischen oder elektronischen Geräte, die über Funk kommunizieren oder Funkortung betreiben. Im Juni 2017 soll sie in Kraft treten und somit ein mögliches EU-weites Verkaufsverbot von für Geräte mit Funkverbindung. Dieses möglicherweise schon in wenigen Wochen in Kraft tretende Verbot betrifft Navigationsgeräte, Smartphones, WLAN-Router und internetgesteuerte Haushaltsgeräte oder Industriemaschinen.

  • GAMING zeit: “Portal Knights” ist Spiel des Jahres: Am Mittwochabend wurde in Berlin der Deutsche Videospielpreis verliehen, einer der renommiertesten Preise in der Branche, aufrgrund der hohen Dotierung der Auszeichnungen. Bestes deutsches Spiel – ausgezeichnet mit 110.000 Euro – wurde das Abenteuerspiel “Portal Knights” des Frankfurter Entwicklerstudios Keen Games. Zum neunten Mal wurden von einer Jury aus 50 Experten der Spielebranche sowie Vertretern der Politik und Unterhaltung die besten Entwicklungen aus der deutschen Gamer-Szene gekürt.

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  • GOOGLE golem: Google-Kamera für 17.000 US-Dollar: Google hat sich mit dem Gopro-Konkurrenten Yi zusammengetan, um die nächste Generation seiner VR-Plattform zu bauen. Diese besteht aus 17 Kameras vom Typ Yi 4K. Die Kamera heißt Yi Halo und soll rund 17.000 US-Dollar kosten. Vor zwei Jahren stellte Google bereits die Surroundkamera Jump vor, die aus 16 Gopros besteht. Mit der kreisförmigen Kameraanordnung der Yi Halo können stereoskope Videos mit 8.192 x 8.192 Pixel Auflösung bei 360 Grad Abdeckung und 30 Bildern pro Sekunde aufgenommen werden. Auch 5.760 x 5.760 Pixel mit 60 Bildern pro Sekunde sind möglich. Eine Kamera filmt dabei immer nach oben und unten.

  • DATENSCHUTZ netzpolitik: Im Gesetz zum elektronischen Personalausweis versteckt sich ein automatisierter Abruf für Geheimdienste: Innenminister Thomas de Maizière will Ausweise nur noch mit aktivierter Funktion zur elektronischen Identifizierung ausgeben. Außerdem möchte er die biometrischen Merkmale von Ausweis und Pass in einem automatisierten Verfahren den Geheimdiensten freigeben. Das Gesetz soll noch diese Woche beschlossen werden, im Bundestag findet heute eine Anhörung dazu statt.

  • NSA heise: Geleakte NSA-Hackersoftware: Offenbar hunderttausende Windows-Computer infiziert: Dank eines NSA-Werkzeugs namens „Doublepulsar“ haben Unbekannte in den vergangenen Tagen offenbar fast 200.000 Windows-Computer in aller Welt übernommen. Das haben Sicherheitsforscher von Binary Edge ermittelt, die das Netz täglich nach infizierten Geräten durchsuchen. Besonders stark betroffen sind demnach die Vereinigten Staaten, vor Hongkong und China. Schon zuvor hatten Sicherheitsforscher ermittelt, dass mehr als fünf Millionen Geräte für die NSA-Malware angreifbar sein dürften, obwohl Microsoft bereits einen Patch veröffentlicht hat. Seit die Hacker der Shadow Brokers dieses und andere NSA-Hackingtools veröffentlicht haben, steigt die Zahl der Infektionen aber rasant an.

  • POLITIK handelsblatt: Wie die EU die Brexit-Gespräche angeht: Zuerst schien die Europäische Union wie erstarrt, überrumpelt und tief gekränkt vom Liebesentzug der Briten. Es folgten Trauer und Trotz, Selbstzweifel und Streit. Jetzt aber scheint die Rest-EU der 27 gefasst und bereit für die Verhandlungen über den Brexit. Kühl, präzise und stählern haben sie ihre Ziele formuliert. EU-Ratspräsident Donald Tusk hat das Motto vorgegeben: „Im Kern geht es um Schadensbegrenzung.“

  • GOOGLE googlewatchblog: Google Play Awards: Das sind die Nominierten für die besten Android-Apps 2017: Im Play Store tummeln sich Millionen von Apps in unzähligen Kategorien und allen Qualitätsstufen. Um die besten Apps herauszustellen hat Google im vergangenen Jahr die Google Play Awards geschaffen, mit denen die besten Apps in ihren Kategorien ausgezeichnet werden. Auch in diesem Jahr wird es diese Preisverleihung wieder geben, und jetzt wurden die Nominierten in den 12 Kategorien bekannt gegeben.

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  • BND heise: Der BND spioniert am größten Internetknoten der Welt: In Deutschland liegt der wohl größte Internetknoten der Welt. Schon vor zwei Jahren lag die Kapazität der Internet-Drehscheibe De-Cix bei 12 TBit/s, auch wenn in der Regel nur rund 3,5 TBit/s übertragen wurden. Der Bundesnachrichtendienst BND hat versucht, an diesem Punkt Daten abzugreifen, um sie auszuwerten. In der Nähe von De-Six liegt ein Rechenzentrum der Telekom. Dort hat der BND zunächst das Verfahren erprobt, um Zugriff auf den Knoten zu erhalten. Dort werden sowohl innnerdeutsche, als auch sogenannte „Mischdaten“ übertragen, also Daten deutscher und ausländischer Bürger. Die Gesetzeslage ist unklar, da die Richtlinien aus einer Zeit vor der paketvermittelten Netzkommunikation stammen und nichts zum „Mischverkehr“ sagen.

  • INDUSTRIALISIERUNG t3n: Merkel eröffnet Hannover Messe: „Apokalyptische Thesen“ nicht erfüllt: In Hannover hat am Sonntag zum nun 70. Mal die Hannover Messe begonnen. Die Messe, die sich mit Neuerungen der Industrie befasst, wurde am Abend von Bundeskanzelerin Angela Merkel eröffnet. Das Thema ist dieses Jahr erneut die vernetzte Industrie, bei der Roboter eine zunehmende Rolle spielen werden. Laut Merkel seien die „apokalypthischen These“, die Roboter würde die Menschen verdrängen, nicht eingetroffen. Zur Hannover Messe werden rund 200.000 Besuchen und 6.500 Aussteller erwartet.

  • APPLE golem: Patentverwerter klagt gegen Apple und Mobilfunkanbieter: Der bekannte Patentverwerter Cellular Communications Equipment (CCE) klagt derzeit wegen angeblichen Patentmissbrauch. Neben Apple sind auch Mobilfunkanbieter wie AT&T, T-Mobile und Verizon angeklagt, da sie die Geräte von Apple vertreiben. Die vier Patente beziehen sich auf verschiedene Mobilfunktechniken, darunter etwa, schnell einen Notruf absetzen zu können. Diese Patente wurden zwischen 1997 und 2010 von Nokia angemeldet. CCE klagt häufiger im Auftrag des finnischen Unternehmens. Im Jahr 2011 gab es eine Einigung zwischen Apple und Nokia, nachdem die beiden Firmen einen jahrelangen Rechtsstreit geführt hatten. Apple selbst hatte im Dezember eine Kartellrechtsklage gegen Nokia eingereicht.

  • MEDIEN Netzpolitik.org: EU-Richtlinie wird Video-Anbieter zwingen, legale Videos zu löschen: Auf EU-Ebene wird derzeit die Richtlinie über audiovisuelle Mediendienste überarbeitet. Vor knapp einem Jahr hat EU-Kommissar Günther Oettinger seinen Vorschlag für eine Änderung der Richtlinie vorgelegt. Jetzt ist das Parlament am Zug. Berichterstatter sind die beiden deutschen Abgeordneten Sabine Verheyen (Christdemokraten) und Petra Kammerevert (Sozialdemokraten). Am Dienstag wird der federführende Kulturausschuss des Europaparlaments seinen Bericht zur Richtlinie in erster Lesung beschließen.

  • ADBLOCK Zeit: Blockst du mich, block ich dich: Im Internet findet ein Wettrüsten statt. Auf der einen Seite stehen die Betreiber von kommerziellen Websites und ihre Werbepartner. Auf der anderen Seite stehen Start-ups, besorgte Nutzer und Datenschützer. Und zwischendrin: Entwickler, Forscher und Unternehmen wie Google, Apple und Facebook, die vermitteln wollen. Es geht um Ad-Blocker und Anti-Ad-Blocker zur Gegenwehr. Nachdem es Ad-Blocker, also Browser-Erweiterungen, die Werbeelemente auf Websites ausblenden, schon lange gibt, schlägt die Werbebranche zurück. Sie setzt vermehrt Technik ein, die entweder Werbung gezielt verschleiert oder die Ad-Blocker erkennen und blockieren soll – nur wer den Ad-Blocker deaktiviert, kann dann die Inhalte der Website lesen. Die Nutzer und Entwickler der Blocker versuchen ihrerseits wiederum, diese Mechanismen auszutricksen.

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Sensible Daten gehören nicht auf US-Server

Server (adapted) (Image by NeuPaddy [CC0 Public Domain] via pixabay)

Das amerikanische Datenschutzrecht soll dahingehend verändert werden, dass Ausländer von vielen Schutzklauseln, die US-Bürgern zustehen, ausgenommen werden. Die genauen Implikationen der geplanten Veränderungen sind noch unklar. Dennoch steht eines fest: wer sensible Daten in der Cloud speichern will, sollte jetzt noch weniger als zuvor auf US-Dienste zurückgreifen. Obwohl die EU und Deutschland durchaus selbst einige „Baustellen“ im Bereich Datenschutz haben, sind schützenswerte Informationen auf deutschen Servern im Vergleich weitaus besser aufgehoben.

Trump will den Datenschutz (weiter) einschränken

US-Präsident Donald Trump ist nicht gerade als großer Verfechter der Bürgerrechte bekannt. Auch in puncto Datenschutz steht er eher für eine Politik, die die Rechte der Bevölkerung weiter einschränkt. Das hat er am 25. Januar unter Beweis gestellt. Damals erklärte Trump per Dekret seine Absicht, dass bestimmte Datenschutzrechte nur noch für US-Bürger gelten sollen. Für Ausländer sollen sie eingeschränkt oder ganz abgeschafft werden.

Noch ist unklar, wie genau sich Trumps Pläne juristisch auswirken werden und inwieweit er sie umsetzen darf. Selbst für Fachleute sind die juristischen Folgen schwer abzuschätzen. Einig sind sich jedoch viele Rechts- und Datenschutzfachleute, dass das Datenschutzabkommen „Privacy Shield“ zwischen den USA und Europa im Zuge von Trumps neuer Politik wohl abgeschafft werden wird.

Sensible Daten raus aus der US-Cloud!

Schon vor Trumps Entscheidung war die Datenschutzgesetzgebung in den USA im Vergleich zur EU weitaus schwächer. Trumps Pläne – wie auch immer ihr Endergebnis konkret aussehen wird – verstärken diesen Trend noch einmal deutlich.

Unternehmen, die ihre sensiblen Daten externen Dienstleistern anvertrauen wollen, können aus der aktuellen Situation nur einen Schluss ziehen: Sie sollten sich keinesfalls für ein US-Unternehmen als Hoster entscheiden. Das empfehlen auch die Kollegen des IT-Magazins c’t, die fordern: „Raus aus den US-Clouds!“

Daten, die von US-Unternehmen auf amerikanischen Servern gehostet werden, unterliegen der US-Gesetzgebung. Das bedeutet, dass die dort liegenden Daten nur unzureichend vor behördlichen Zugriffen geschützt sind, umso mehr, wenn die Neuregelung den Schutz für die Daten von Nicht-US-Bürgerinnen und -Bürgern weiter einschränkt. Zudem unterstützen einige US-Firmen die Kompetenzüberschreitungen der Behörden, sei es aus falsch verstandenem Patriotismus oder um Schwierigkeiten aus dem Weg zu gehen.

Das sind schlechte Voraussetzungen für eine angemessen sichere Unterbringung sensibler Daten, seien es persönliche Informationen über Kundinnen und Kunden, Geschäfts-Interna oder Sonstiges. Derartige Daten sollten daher nach Möglichkeit immer in der EU, idealerweise in Deutschland mit seinen besonders strengen Datenschutzgesetzen, gehostet werden. Mittlerweile haben einige US-Cloud-Dienstleister, unter anderem Microsoft, eigens Server in Deutschland in ihr Portfolio aufgenommen, um europäische Nutzerinnen und Nutzer, die sich der Datenschutzproblematik zunehmend bewusst werden, nicht zu verlieren. Wer ganz sicher gehen will, sollte aber dennoch Unternehmen mit einem Firmensitz in der EU den Vorzug geben.

All dies gilt umso mehr, als die USA keineswegs nur in lauterer Absicht fremde Kommunikation bespitzeln. Unter dem Deckmantel der Verbrechensbekämpfung wird teilweise auch schlichtweg Wirtschaftsspionage bei ausländischen Konkurrenten von US-Unternehmen betrieben.

Verschlüsselung als zusätzlicher Schutz

Bekanntermaßen allerdings ist auch in der EU und in Deutschland die Datenschutzgesetzgebung nicht perfekt. Zudem umgehen Geheimdienste und Ermittlungsbehörden bei ihren Überwachungsprogrammen häufig geltendes Recht. Das gilt umso mehr für die Kooperation mit den US-Behörden.

Auch, wenn also die europäische Gesetzgebung einen weitaus besseren Schutz bietet als die US-amerikanische – gerade für EU-Bürgerinnen und -Bürger –, sollte, je nach Sensibilität der fraglichen Daten, auf zusätzliche technische Schutzmaßnahmen gesetzt werden. Eine Verschlüsselung der Daten schützt diese zuverlässig vor den Zugriffen Krimineller ebenso wie vor behördlichen Kompetenzüberschreitungen und gehört daher unabdingbar zu einem guten Sicherheitskonzept dazu.


Image (adapted) „Server“ by NeuPaddy (CC0 Public Domain)


 

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  • TWITTER zeit: Twitter verklagt US-Regierung: Dass Twitter eine mehr oder minder wichtige Rolle im US-Wahlkampf- und Regierungszirkus einnimmt, ist nicht abzustreiten. Jetzt verklagt das Unternehmen hinter dem Social-Media-Kanal gar die US-Regierung. Das Heimatschutzministerium hatte Nutzerdaten eines Trump-kritischen Accounts eingefordert, woraufhin Twitter sich weigerte und nun juristische Schritte einleitet. Besagter Account hat rund 100.000 Follower und ruft zum Widerstand gegen Trumps Einwanderungspolitik auf. Twitter will die Daten nicht herausgeben, solange die Regierung keine Beweise für straf- oder zivilrechtliche Verstöße vorlegt.

  • ROAMING spiegel: EU-Parlament besiegelt Ende der Roaminggebühren: Es ist endlich beschlossene Sache – pünktlich zum Sommer und der Urlaubszeit fallen Roaminggebühren in Europa endgültig weg. Ab Mitte Juni sollen Reisende im EU-Ausland endlich mobil telefonieren und surfen können, ohne anfallende Zusatzkosten. Am Donnerstag wurde in Straßburg ein Kompromiss über Roaming-Großhandelspreise beschlossen. Die Abschaffung der Roaminggebühren ist allerdings für Reisende gedacht, die sich nur zeitweise im europäischen Ausland aufhalten. Wer sich dauerhaft im Ausland aufhält, muss mit Extragebühren rechnen.

  • PLAYSTATION heise: PlayStation Experience (PSX) 2017: Prey, 360-Grad-Filme und Controller-Experimente: Die PlayStation Experience ist das hauseigene, alljährliche Event zu Sonys Mutterschiff-Konsole. Seit 2015 findet das Event ebenfalls in München statt. Headliner der Veranstalter war der Ego-Shooter Prey. Selbstverständlich durften auf der PSX auch brisante Themen wie Virtual Reality und 360 Grad nicht fehlen. Gerade mit letzterem experimentiert Sony derzeit verstärkt. Die Veranstaltung ist nicht dafür da, Plattform für große Neuankündigungen zu sein, vielmehr soll an die Sony Hardware herangeführt und begeistert werden.

  • SOCIAL MEDIA gruenderszene: Dieses neue soziale Netzwerk zieht gerade scharenweise Twitter-Nutzer an: Mastodon – so der Titel des Twitter-Konkurrenten, benannt nach den prähistorischen Mammuts – ist ein neues soziales Medium, das seit Anfang der Woche rund 40.000 neue Nutzer verbuchen konnte. Anders als bei kommerziellen Anbietern gebe es kein Risiko, dass „ein einzelnes Unternehmen unsere Kommunikation monopolisiert“, heißt es auf der Seite. Entwickler ist der 24-jährige Eugen Rochko aus Jena, der das Projekt über die Funding-Plattform Patreon finanziert.

  • NINTENDO chip: Harmlos oder verwerflich? PETA will dieses Nintendo-Spiel stoppen: Denkt man an ein Videospiel – speziell in diesem Fall an den Titel 1-2-Switch – würde man nicht darauf kommen, was daran verwerflich in Bezug auf Tierschutz sein könnte. Besagter Titel ist eine Minispiel-Sammlung auf der Nintendo Switch, erst mal nichts Verwerfliches. Die Tierschutzorganisation PETA ist da allerdings anderer Meinung. Sie prangern das Spiel dafür an, im Segment ‚Wettmelken‘ die Milchindustrie und den Melkprozess zu verharmlosen. Ob man dies nun für harmlos oder verwerflich hält, liegt natürlich im Auge des Betrachters.

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Die Netzpiloten sind Partner der EU-Startups Conference

Partnergrafik_EU-Startup_Conference

In Berlin findet am 13. April die EU-Startups Conference statt. Das Event wird einmal im Jahr veranstaltet und gilt als Flaggschiff-Veranstaltung von EU-Startups.com. Es werden über 400 Gründer, Gründungsinteressierte, Business Angels, VCs, und Medienleute erwartet.

Die Veranstaltung ist ideal zum Networken und für aufstrebende Entrepreneurs und Investoren, die in Europa gründen wollen, geeignet. Außerdem wird Platz sein für sogenannte Fireside Chats (dt. Kamingespräche), also Gespräche in gemütlicher Atmosphäre, an denen auch viele der international erfolgreichen Gründer teilnehmen werden.

Die Speaker, die vor Ort sein werden, sind bekannte Entrepreneurs und Investoren, darunter:

Hier seht ihr einige Impressionen aus dem letzten Jahr:

Lukrativer Wettbewerb

Ein weiterer Programmpunkt wird der Pitch-Wettbewerb sein. Alle Teilnehmer, das sind 15 Startup-Teams, haben drei Minuten Zeit, um das Publikum und eine strenge Jury, bestehend aus bekannten Investoren, von ihrer Idee zu überzeugen. Auf den Gewinner wartet ein Preis, der mit 17. 500 Euro dotiert ist.

Der Veranstaltungsort ist das HTW Audimax in Berlin. Hier bekommt ihr Tickets für die EU-Startups Conference.

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  • SAMSUNG heise: Galaxy S8 und S8+: Mehr Display und Desktop-Modus: Samsung hat am Mittwoch die aktuelle Version der Highend-Smartphones Galaxy S8 und S8+ vorgestellt. Dass die Displays von Handy-Generation zu Handy-Generation immer größer werden, ist nichts Neues. Doch Samsung hat es beim Galaxy S8 und S8+ geschafft, große Bildschirme in vergleichsweise kompakte Gehäuse zu bauen. Um das zu ermöglichen, sind alle Knöpfe von den Vorderseiten zugunsten der Anzeige verschwunden. Die seitlichen Display-Ränder sind leicht nach hinten gebogen. Dadurch wirkt der Display-Rand noch dünner – Samsung nennt dies „Edge“. Bis zum 19. April kann man die Geräte in Samsungs Onlineshop vorbestellen. Ab dem 28. April werden sie ausgeliefert und auch in anderen Geschäften erhältlich sein.

  • DATENSCHUTZ WIRED: Trump wird zur Gefahr für die Daten der EU-Bürger: Nach dem Senat hat auch das Repräsentantenhaus ein Verbot der Telekom-Aufsicht FCC gekippt, das noch unter Obama verabschiedet worden war. Unterschreibt Donald Trump diese Entscheidung beseitigt er damit eine Grundfeste des US-amerikanischen Datenschutzes. Internetprovider wie Verizon oder AT&T können dann ohne Zustimmung ihrer Kunden private Daten sammeln und verkaufen. Dazu gehören die Browser-History, heruntergeladene Apps, Ortsdaten und Sozialversicherungsnummern. Auch müssen sich die Unternehmen in Zukunft weniger stark gegen Hacker-Angriffe wappnen, was die Daten ihrer User zusätzlich gefährdet. Schon Ende Januar sorgte aber ein Erlass von Trump aber für Aufregung gesorgt, der auch ganz direkt die EU angeht. Darin nimmt der Präsident gezielt Nicht-US-Bürger vom Datenschutz aus.

  • GOOGLE golem: Kalender-App fürs iPad erweitert: Bisher gab es von Google nur eine für das iPhone optimierte Version des Google-Kalenders. Mit dem neusten Update kommt nun auch eine für das iPad angepasste Variante. Der Vorteil: es können mehr Daten parallel angezeigt und verschieden umfangreiche Ansichten eingestellt werden. Darüber hinaus kann der Kalender automatisch Termine aus Gmail erkennen, z. B. Flug- und Hotelbuchungen oder Einladungen. Für die Zukunft ist zudem noch ein Heute-Widget für die Mitteilungszentrale geplant.

  • ANDROID t3n: Android O: Das ändert sich mit der neuen Version für Entwickler: Seit dem 21. März 2017 steht Android O, die nächste Version von Googles Mobile-Betriebssystem, als Vorschauversion für Entwickler zum Download bereit. Diese werden eine Reihe von Änderungen beachten müssen, wenn sie Apps für die nächste Android-Version entwickeln möchten. Eine davon betrifft die Benachrichtigungen: Sie werden ab Android O in Kanälen organisiert. Ein Benachrichtigungskanal entspricht dabei einer Kategorie von Nachrichten aus einer bestimmten App. Darüber könnte eine Chat-App beispielsweise Benachrichtigungen zu zwei unterschiedlichen Kommunikationsverläufen ausspielen. Der Nutzer wiederum kann dann für jeden einzelnen davon festlegen, ob und wie er darüber informiert werden möchte.

  • ONLINESHOP Welt: Dürfen Online-Händler Kunden Hausverbot erteilen?: Manch einer bestellt immer wieder im großen Maßstab Ware bei Versandhäusern wie Amazon und schicken die Artikel dann kurz vor Ablauf der Frist zurück. Das legt den Schluss nahe, die Ware wird lediglich zurückgeschickt, um Kosten zu sparen. Tanya Stariradeff, Rechtsanwältin und Beraterin bei Trusted Shops, gibt Auskunft darüber, was Online-Händler tun können, wenn Kunden die Geduld der Verkäufer überstrapazieren. Prinzipiell könne der Inhaber eines Ladengeschäfts demnach frei darüber entscheiden, wem er Eintritt in seine Geschäftsräume gewährt. Es ereignete sich allerdings schon ein vergleichbarer Fall, in dem dem Betreiber eines Internetforums eine Art „virtuelles“ Hausrecht zugesprochen wurde, sofern er das Eigentum an der Hardware hat, auf der Beiträge der Nutzer gespeichert werden.

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Check-up Ireland: Wie Irland von der Scheidung der Briten aus der EU profitieren kann

Eu (adapted) (Image by Elionas2 [CC0 Public Domain] via pixabay)

Seit 1997 lebe ich nun schon in der irischen Hauptstadt Dublin. Mein erster Job bei AOL hatte auch ein wenig mit Tech zu tun – wenn man die berüchtigten Freistunden-CDs als „Tech“ ansieht oder das Verbinden an die technische Hotline durchgehen lässt. Im Verlauf der kommenden 12 Monate werde ich nun die „Tech-Insel“ aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten.

In der Woche, in der die Briten nun endlich Artikel 50 des EU-Vertrags ziehen, und somit Brüssel die Scheidungspapiere zustellen, kommt diese Kolumne nicht umhin, erneut über Brexit zu reden (mit Sicherheit nicht zum letzten Mal) und ein paar Fragen zu stellen: Bedeutet Brexit auch Techxit? Wird Irland, wenn die Scheidung zwischen Briten und der EU vollzogen ist, am Ende nicht nur Opfer sondern auch Profiteur sein?

Offiziell ist es die Brexit-Politik der irischen Regierung, dass die Briten enge Freunde und Alliierte sind, was bedeutet, dass Irland als Brücke zwischen der EU auf der einen Seite und dem wichtigen Partner auf der anderen Seite dienen kann. Inoffiziell gibt es jedoch beträchtliche Spannungen. Einige Kommentatoren fürchten, dass der Brexit einen erheblichen negativen Effekt auf die irische Wirtschaft haben wird und später sogar einen „Irexit“ nach sich ziehen könnte. Die Gegenseite sieht das Gegenteil – die Krise als Chance. Jobs und Investitionen, die eng mit der EU zusammenhängen, brauchen eine neue Heimat innerhalb der EU.

Insbesondere der Tech-Sektor ist für Irland von strategischem Interesse. Das gleiche gilt für den Finanz-Bereich und somit sind irische Fintech-Unternehmen an der Kreuzung zwischen diesen beiden Bereichen ideal positioniert. Nicht von ungefähr haben die beiden staatlichen Wirtschaftsförderungsgesellschaften Enterprise Ireland (zuständig für Exporte) und IDA (zuständig für das Anlocken von Unternehmen aus dem Ausland) einen zusätzlichen Personal-Etat von nahezu drei Millionen zugeteilt bekommen, um zwischen sich 60 neue Leute zu rekrutieren.

Nicht nur Nachteile

Fergus Kelly von Capstone, einem Spezialisten in Unified Communications im Finanzbereich, sieht den Brexit positiv. Capstone, die auch ein Büro in London haben, hören immer öfter von britischen Kunden, dass es Gedankenspiele gibt, die Belegschaft in Deutschland oder Frankreich zu erhöhen, eine Tochterfirma in Irland zu gründen oder sogar das ganze Unternehmen hierhin zu verlagern. Was die Art von Technologie anbetrifft, mit der Capstone arbeitet, spricht Kelly vom „Lift & Shift“-Phänomen – extremer Mobilität, die es Kunden ermögliche, schnell zu reagieren und umzuziehen. Zwar habe der Schock des Referendums nicht unmittelbar Bewegungen von Jobs und Investitionen nach sich gezogen, aber je näher die Scheidung rücke, desto nervöser würde man im Finanz-Distrikt London City. „Artikel 50 bedeutet für uns konkrete, neue IT-Projekte“, lautet die klare Ansage von Fergus Kelly.

Auch Tony Connolly von AccountsIQ, das Lösungen im Bereich Cloud Accounting anbietet, sieht im Brexit eher die Chance als die Krise. Der Markt werde nicht einfach verschwinden. Natürlich würden auch andere Standorte wie zum Beispiel Luxemburg versuchen, möglichst große Stücke vom Kuchen abzubekommen, aber Irland sei ideal positioniert. Die starken Verbindungen Irlands mit den Briten was Wirtschaft, Kultur und Sprache anbelangt, kombiniert mit dem starken Bekenntnis Irlands zur EU bedeute, dass man hier vom Brexit profitieren werde: „Tech ist hier ideal positioniert, um sowohl in EU-Märkte als auch in post-EU britische Märkte hinein zu verkaufen.“

Schon jetzt, da Artikel 50 gerade erst in Kraft tritt, fürchten viele irische Unternehmen in Nicht-Tech-Sektoren die neue, alte Grenze. Folgende Sätze von Tony Connolly stehen jedoch beispielhaft dafür, wie Unternehmen der Tech-Industrie das mit der Grenze sehen: „Vom Tech-Blickpunkt aus betrachtet spielt die Grenze keine Rolle. Dienstleistungen, die zurzeit von britischen Standorten aus erbracht werden, können ganz einfach auch von Dublin, Cork oder Limerick aus erbracht werden.“

Zwar weiß noch niemand (inklusive der Briten) ganz genau, ob die Scheidung, die gerade mit Artikel 50 beginnt, sauber verlaufen oder schmutzig enden wird und wie viele traurige Scheidungskinder danach zurückbleiben werden. Tech ist aber den Kinderschuhen schon lange entwachsen, geht mit der Trennung flexibel um und wird die Scheidung wohl erwachsen und gewachsen überleben.


Image (adapted) „Eu“ by Elionas2 (CC0 Public Domain)


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  • APPLE heise: iOS 10.3 ist da: Apple bringt neues Dateisystem APFS auf iPhone und iPad: Apple hat die finale Fassung von iOS 10.3 zum Download freigegeben. Das Update steht in den Einstellungen unter Allgemein/Softwareupdate zum Abruf bereit – die Download-Größe für die Installation auf dem iPhone 7 beträgt gut 613 MByte –, alternativ lässt sich die neue iOS-Version über iTunes installieren. Mit iOS 10.3 führt Apple das neue Dateisystem APFS (Apple File System) ein, das das altgediente HFS+ ablöst. APFS ist für Flash-Speicher optimiert.Die Umstellung des Dateisystems erfolgt automatisch bei der Installation des Updates, unter Umständen kann dies etwas länger als gewöhnlich in Anspruch nehmen. Durch den APFS-Umstieg ausgelöste Probleme wurden während der Betaphase nicht bekannt, dennoch sollten Nutzer vor der Installation von iOS 10.3 prüfen, ob sie ein aktuelles Backup haben – und falls nicht, eines anlegen.

  • GOOGLE t3n: Diese E-Mail verrät, warum Google jemanden einstellt: Genau das ist einem Bewerber tatsächlich passiert: Vor dem Vorstellungsgespräch bekam dieser eine E-Mail vom Konzern, in der er auf die Inhalte des Bewerbungsgesprächs vorbereitet wurde. Die Personalabteilung listete auf, worauf sich der (vermutlich sehr aufgeregte) Kandidat gefasst machen muss. Ein Freund von ihm, Sujay Maheshwari, veröffentlichte auf seinem Blog jetzt einen Artikel mit dem Inhalt der besagten Nachricht.

  • STARTUP gruenderszene: „Kein Notar, nur du und dein Computer“ – so einfach ist die Gründung in Estland: Die deutschen Mentoren warnten Juhan Kaarma: „Das dauert, beeilt euch lieber!“ Der Este arbeitete da gerade im Axel-Springer-Accelerator Plug and Play an seinem Startup Weps, das mithilfe von Chatbots Webseiten für kleine Geschäfte erstellt. Vor einer Finanzierungsrunde wollten Kaarma und seine Mitgründer die Anteile an ihrem Startup neu aufteilen – und sie überraschten ihre Berater: „Wir sind in unser Online-Banking gegangen und haben darüber die Verteilung geändert“, sagt der Gründer. Nach wenigen Stunden war alles wie gewünscht geregelt. Kein Notar, kein Warten – nur ein paar Klicks.

  • INTERNET zeit: Von wegen Highspeed-Internet: Die Versprechen von Internetprovidern für „schnelles Internet“ werden oft nicht eingehalten. Zu diesem Ergebnis kommt die Bundesnetzagentur, nachdem sie etwa 160.000 Festnetz- und Mobilanschlüssen überprüft hat. Demnach erreichen die Breitbandanschlüsse in den allermeisten Fällen nicht die versprochenen und oft groß beworbenen Maximalwerte. Der Studie zufolge boten im Festnetz nur rund zwölf Prozent der Anschlüsse tatsächlich die vertraglich zugesicherte Maximalgeschwindigkeit, bei Mobilfunkanschlüssen waren es sogar nur rund fünf Prozent. Ein Sprecher der Bundesnetzagentur warnte: „Wenn die Anbieter zukünftig weiter keine realistischen Geschwindigkeitsangaben machen, kann die Bundesnetzagentur gegen einzelne Unternehmen Verfahren durchführen.“

  • URHEBERRECHT netzpolitik: Urheberrechts-Richtlinie: Die EU will Copyright-Verstöße stärker filtern als Terror-Propaganda: Im September 2016 hat die Europäische Kommission ihren Vorschlag für eine EU-Richtlinie zum Urheberrecht veröffentlicht. Damit soll eine ständige Überwachung und Filterung von praktisch allem, was in Europa in das Internet hochgeladen wird, aufgebaut werden.Den drastischen Regeln zufolge müssen Internet-Uploads gescannt werden, um festzustellen, ob hochgeladene Fotos, Videos oder Texte urheberrechtlich geschützt sind – auf Basis von Informationen von Rechte-Inhabern. Damit würden beispielsweise Internetphänome wie Memes blockiert, die urheberrechtlich geschützte Bilder oder Videos, Parodien, Zitate und andere vollkommen harmlose Aktivitäten enthalten.

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  • WIKIPEDIA heise: IP-Sperre: Wikipedia blockiert zehntausende „anonyme“ Österreicher: „Deine IP-Adresse befindet sich in einem Bereich, der auf allen Wikis gesperrt ist.“ Diese Mitteilung haben in den letzten Tagen mehrere österreichische User erhalten, wenn sie an der Wikipedia oder verwandten Wikis mitarbeiten wollten, ohne sich einzuloggen (unscharf als „anonyme Edits“ bezeichnet). Manchmal war ihnen aber auch das Einloggen unter Verweis auf ihre IP-Adresse nicht möglich. Dabei haben sie sich nichts zuschulden kommen lassen. Ein langjähriger Berliner Wikimedia-Aktivist und Wikipedia-Administrator hat am 12. März eine dreimonatige Sperre für die gesamte IP-Range 178.190.0.0/16 verhängt. Begründung: „longterm abuse“ (langwährender Missbrauch). Der Admin zählt zu den Hundert fleißigsten Bearbeitern der deutschen Wikipedia und den überhaupt am häufigsten sperrenden Admins.

  • CEBIT t3n: Wie die Deutsche Bahn vom Berliner Startup Holoplot profitieren kann:Der Mensch nimmt hauptsächlich den Klang wahr, der vom Raum zurückkommt. Obwohl die Ausgangsqualität gut ist, ist das Ergebnis oft von bescheidener Qualität. Holoplot, ein junges Startup aus Berlin, erklärt die „akustische Veränderbarkeit von Räumen“. Laut Roman Sick, COO des Startups, sind Bahnhöfe ein akustischer Albtraum. Befragungen von Passanten und auch technische Messungen haben ergeben, dass sich die Sprachverständlichkeit wesentlich verbessert hat, nachdem in zwei Bahnhöfen ein System von Holoplot installiert wurde. Ziel ist es, Ansagen nur in Bereichen abzuspielen, für die diese auch relevant sind. Außerdem sollen die Ansagen von angrenzenden Bahnsteigen die Verständlichkeit nicht mehr beeinträchtigen.

  • AMAZON golem: Amazon plant Fire TV mit 4K- und HDR-Unterstützung: Amazon arbeitet derzeit an einem neuen Fire-TV-Gerät, das nicht direkt als Nachfolger der Fire TV Sticks oder der Fire-TV-Boxen gedacht ist, sondern diese noch ergänzen soll, berichtet AFTVNews. Der Blog zitiert aus einem aktuellen Benchmark und bezieht sich auf vertrauliche Informationen aus dem Amazon-Umfeld. Das neue Fire-TV-Modell ist gemäß den Benchmarks von der Leistung her zwischen den Fire-TV-Boxen und den Fire TV Sticks angesiedelt. Demnach ist auch das neue Modell weniger für Spielenutzung geeignet, es sollte aber zügiger als die bisherigen Fire TV Sticks sein. Vor allem bei der Navigation in der Fire-TV-Oberfläche könnte es weniger Wartesekunden und Hänger geben.

  • SOCIAL MEDIA Zeit: Richter fordern Auskunft über anonyme Hetzer: Der Deutsche Richterbund beklagt Schwierigkeiten, Auskünfte von den Netzwerken über die Identität anonymer Hetzer zu bekommen. „Es braucht verbindliche Auskunftsstellen von Facebook und Co. im Inland, die schnell und verlässlich auf Anfragen der Strafverfolger reagieren“, sagte der Geschäftsführer Sven Rebehn dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) hatte Unternehmen wie Facebook und Twitter harte Strafen angekündigt für den Fall, dass sie offensichtlich strafbare Postings nicht binnen bestimmter Fristen löschen. Der Richterbund kritisiert, Maas‘ Gesetzentwurf sehe zwar Auskunftsstellen vor – sie blieben aber freiwillig, da keine Sanktion drohe, wenn sie nicht eingerichtet würden.

  • DATENSCHUTZ NETZPOLITIK:ORG: EU-Datenschutzbeauftragter: Persönliche Informationen sind keine Ware: Datengetriebene Ökonomie hin oder her: Persönliche Informationen sind grundrechtlich geschützt und keine bloße Ware. Diese klare Botschaft hat der Europäische Datenschutzbeauftragte Giovanni Buttarelli für die EU-Kommission. In einem vom Europäischen Rat erbetenen Positionspapier [PDF] nahm Buttarelli vergangene Woche Stellung zum Vorschlag der EU-Kommission für eine Richtlinie über bestimmte vertragsrechtliche Aspekte der Bereitstellung digitaler Inhalte [PDF]. Auch wenn er das Ziel der Initiative unterstütze, befürchte er negative Konsequenzen für das Grundrecht auf Datenschutz und die Wirksamkeit der mühsam verhandelten Datenschutzgrundverordnung.

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