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Codewise – Online Marketing mit KI

Viele sehen sie im Bildschirm aufleuchten. Meistens im Hintergrund und scheinbar zufällig, stechen uns die markanten Werbebanner reflexartig in den Sehnerv. Nur selten kann man sich dieser Form des Merchandisings entziehen. Jedoch hat man oft den Eindruck, dass manche ihr Ziel verfehlen, da sie im Bilderdickicht des World Wide Web verschwinden. So geht aber auch eine Menge Kapital flöten. Die Optimierung und Skalierung von Online-Kampagnen ist jedoch entscheidend für die Monetarisierung und das Wachstum eines Unternehmens. Eine völlig neue Satzung ist die logische Konsequenz. Um die Vorgaben zu erfüllen und ökonomisch zu verwerten, benötigt man entweder eine hohe neuronale Vernetzungsintelligenz oder ein passendes Werkzeug. Das polnische Startup-Unternehmen Codewise hat nun ein Tracking-Werkzeug entwickelt, das mit künstlicher Intelligenz arbeitet und eine optimale Platzierung von Anzeigen-Traffic verspricht. Die Software nennt sich Voluum und basiert auf einer Offer Automation-Technologie.

Automatisiertes Marketing statt manuelle Tests

Die Ki-gestützte Engine des Voluum ermittelt aufgrund der Performance automatisch die optimale Verteilung des Datenverkehrs und passt sie in Echtzeit an. Sie arbeitet mit einer Präzision, die mit manuellen Tests nicht möglich wäre. Die Kapitalrentabilität steigt dadurch genauso, wie die Konversionsrate und Einnahmen pro Besucher. Durch die simultane Angleichung entfällt die bis dahin erforderliche Anpassung der Traffic-Flow-Strategie. Ein weiterer Vorteil ist die beinahe grenzenlose Kapazität mit der man Kampagnen verarbeiten kann, einschließlich der Skalierbarkeit, die jederzeit möglich ist. Damit der Voluum-Tracker auf dem neuesten Stand bleibt, wird ihre KI für die Erfolgsmessung und Optimierung der Werbekampagnen kontinuierlich mit neuen Fähigkeiten aufgewertet. Durch die regelmäßige Anpassung wird eine konstante Performance garantiert und die Wettbewerbfähigkeit erhalten. Bei einer manuellen Verteilung der Ad-Traffic würde der Zeit- und Budgetaufwand steigen, da man nicht weiß, welches Angebot das Beste ist. Die Offer-Funktion hingegen wertet alle verfügbaren Daten aus und setzt sie automatisch um. 

Codewise gehört weltweit zu den führenden Entwicklern von Ad-Exchange und Ad-Measurement-Plattformen. Das polnische Unternehmen wurde im Jahre 2011 von Robert Gryn gegründet und gehört zu den zweitstärksten wachsenden Unternehmen in Europa. Er ist mit seiner Firma zugleich der kreative Wegbereiter für KI-gestützte Lösungen im Online-Marketing-Bereich zur Messung der Wirkung und Verwaltung von Online Werbung. Mit der automatisierten Verfahrenstechnik konnten viele Unternehmen eine bessere Performancerate erzielen und ihre Renditen signifikant steigern. Das Produkt ist auch in der Lage, große Datenmengen zu verarbeiten, was ein weiterer Vorteil ist. Ein weiteres Codewise Produkt heißt Zeropark. Es bietet hochwertigen Push-, und Domain Traffic für Marketing Kampagnen an. Auf der Plattform kann man den Traffic von geparkten Domains einkaufen und weitervermitteln. Damit sind meist die Vertipper-Varianten von Domains gemeint. Der Inhaber solch einer Domain, kann die Besucher die aus Versehen bei ihm landen, weitervermitteln und somit Geld verdienen.


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Eine App stellt Fragen zum Thema Weihnachten

Es ist in jedem Jahr dasselbe – auf einmal steht Weihnachten vor der Tür. So plötzlich und unverhofft. Dann geht alles ganz schnell und die Familie, sowie die liebsten und engsten Freunde finden zusammen, um gemeinsam die schönste Zeit im Jahr zu feiern. Aber was wisst ihr eigentlich über das Weihnachtsfest? Kennt ihr die bekanntesten Weihnachtslieder oder die beliebtesten Gerichte am Heiligen Abend? Kennt ihr die bedeutsamsten Traditionen der Weihnachtszeit?

Viele Apps begleiten uns mittlerweile durch die Adventszeit und verkürzen die Tage bis zum großen Fest. Neben Adventskalendern, können wir viele nette Apps auf unser Smartphone downloaden. Mit dem großen Weihnachts-Quiz könnt ihr euer Wissen auf den Prüfstand stellen. Sie steht kostenfrei im Google-Play-Store zum Download bereit und ist ziemlich einfach aufgebaut.

Was erwartet euch?

Es gibt insgesamt 150 Fragen, die es zu beantworten gilt. Hierbei kann man zwischen den einzelnen Kategorien entscheiden, oder sich einfach gleich allen Fragen auf einmal stellen. Entscheidet sich der Teilnehmer für eine einzelne Kategorie, so werden weitaus weniger Fragen gestellt.

Pro Frage bleiben den Teilnehmern 20 Sekunden Zeit, um diese zu beantworten. Ist man sich nicht sicher, so kann man auch auf kleine Joker zugreifen, wie beispielsweise einen Timer, um sich mehr Zeit zu verschaffen oder aber auch die 50:50 Chance. Wer sich ganz unsicher ist, der darf bis zu fünf Mal eine Frage überspringen. Dabei hat der Nutzer drei Leben, ehe er von vorne beginnen muss.

Die Fragen sind jeweils unterschiedlich schwer. Während manche Fragen ganz einfach beantwortet werden können, so muss man bei anderen Fragen wiederum seine grauen Zellen ordentlich anstregen.

Sehr viel mehr gibt die App auch nicht her, aber um sich auf die Weihnachtszeit einzustimmen und nebenbei auch noch Wissenswertes dazuzulernen, kann ja auch nicht schaden, oder?


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Digitale Weihnachten – Ebooks als Geschenkidee

Weihnachten steht vor der Tür. Spätestens jetzt stürzen die Menschen los und machen sich auf die Suche nach dem perfekten Weihnachtsgeschenk. Da geht es schon mit der ersten Frage los, die oftmals nicht einfach zu beantworten ist: „Was schenke ich bloß?“

Es gibt natürlich so viele Möglichkeiten. Wenn es nicht jedes Jahr den gleichen Pulli, lediglich in einer anderen Farbe oder dasselbe Parfum geben soll, dann gilt es herauszufinden, welche Geschenke besonders angesagt sind. Dafür gibt es im Netz natürlich zahlreiche Anregungen und auch Statistiken, die unter anderem zeigen, welche Geschenke am liebsten verschenkt werden.

In einer Studie vom Handelsverband Deutschland zeigt sich, dass an erster Stelle, der am liebsten verschenkten Sachen zu Weihnachten, Geschenkgutscheine stehen. Kurz danach Produkte zur Kosmetik und Körperpflege. Ich persönliche finde den dritten Punkt ja sehr interessant: Bücher und Schreibwaren. Dabei müssen es ja auch nicht immer physische Bücher sein. Spart euch den Versand oder das Verpacken und verschenkt einfach mal ein Ebook!

Wie verschenkt man Ebooks?

Oft fragt man sich natürlich, wie man eigentlich ein Ebook verschenken kann. Dabei bieten viele Händler diesen Service mittlerweile schon an und das ist gar nicht mal schwer. Kunden, die beispielsweise gerne bei Thalia einkaufen, müssen lediglich das gewünschte Buch auswählen. Anschließend tragen sie den Empfänger mit einem Grußtext ein und dann das Wunschdatum. Schon in wenigen Augenblicken befindet sich das Ebook auf dem Weg zum Beschenkten.

Bei Hugendubel läuft das ganz ähnlich. Auch hier kann das Wunsch-Ebook verschenkt und per Mail mit dem passenden Wunschtermin versendet werden. Probiert es einfach mal aus!

Aber es muss nicht unbedingt dieser Weg zum Verschenken von Ebooks gewählt werden. Es gibt noch weitere Möglichkeiten dies zu tun. Passend zur Studie des Handelsverbands gibt es natürlich noch die Option Ebooks über Geschenkgutscheine zu verschenken. Bei Amazon beispielsweise, kann man digital einen passenden Kindle-Gutschein versenden, der ebenfalls per Email versendet wird. Diese Gutscheine sind eine wirklich schöne Idee, da man in Sachen Gutschein hier die Wahl hat zwischen dem klassischen Kindle-Design, einem eigenen Foto oder einem niedlichen Gruß-Video, welche der Beschenkte per Mail angezeigt bekommt.

Also, versucht es doch mal mit einem digitalen Geschenk, ich bin mir sicher, die beschenkten Bücherwürmer werden sich freuen!


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Einmal Alexa reicht

Amazon verschafft seinen Echo-Besitzern immer wieder kleine Überraschungen. Nachdem Alexa erst kürzlich zum hauseigenen Apotheker befördert wurde, gibt es wieder eine Neuerung. Wer den smarten Sprachassistenten in sein Wohnzimmer hat einziehen lassen, der kennt das Problem, dass bei jedem Befehl der Name Alexa vorweg gesagt werden muss. Wenn man dem Sprachassistenten mehrere Befehle vermitteln möchte, kann das manchmal ganz schön nervig sein. Was allerdings in den USA schon länger verfügbar ist, soll nun auch auf unsere Geräte einziehen und die Erleichterung bringen.

Mehr Aufmerksamkeit bitte

Kürzlich hieß es noch „Alexa, bitte schalte das Radio an“ und kurz darauf „Alexa, mach bitte das Licht an“ und anschließend noch „Alexa, sag mir, wie das Wetter draußen ist“. Sprach man diese Befehle aus, kam man sich reichlich komisch vor. Damit ist aber nun Schluss. Dafür sorgt der langersehnte „Aufmerksamkeitsmodus“, der in den USA schon eine ganze Weile verfügbar ist. Diesen können Echo-Besitzer dann in den Geräteeinstellungen der App vornehmen. Dahinter steckt nichts anderes, als dass Alexa nicht mehr nur auf einen einzelnen Befehl hört, sondern aufmerksamer ist und Nutzer gleich mehrere Befehle hintereinander weg aufgeben können. Hierfür bleibt sie einfach noch weitere fünf Sekunden, nach eurem Befehl „wach“, um auf weitere eventuelle Aufforderungen oder Nachfragen von euch zu warten.

Damit dieser Modus noch schneller auf eurem Gerät einzieht, müssen Nutzer ihr Gerät auf English US umstellen. Anschließend können die Nutzer dann den Aufmerksamkeitsmodus in der App aktivieren. Wenn daraufhin wieder die Einstellungen auf Deutsch umgestellt werden, bleibt die Aktivierung des Modus weiterhin bestehen.

Amazon Echo Dot 3 kaufen (Provisionslink).


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Netzpiloten @Digital Transformation Summit

Wir kennen keinen Bereich, der nicht mit den Herausforderungen der Digitalisierung befasst ist. Der Digital Transformation Summit will am 22. November in Berlin das wichtige Thema im Festival-Style auf zwei Bühnen und mit Workshop-Areas vermitteln. Wir Netzpiloten sind wieder mit dabei, wenn der Veranstalter WirtschaftsWoche bewährt hochkarätig die Unternehmerschaft weiterbildet.

Welche Speaker werden da sein?

Zur Keynote-Rede werden wir Digitalisierungs-Ministerin Dorothee Bär hören. Die Ohren spitzen werden wir außerdem bei Helge Braun, dem Bundesminister für besondere Aufgaben und Chef des Bundeskanzleramts, wenn er darüber referiert, wie Deutschland zum KI-Spitzenreiter werden wird. Ganz besonders interessant dürfte der Vortrag von Daniel Krauss, Dirk Kügler und Andreas Sujata werden. In ihrer Präsentation wird es um die urbane Mobilität in der Zukunft gehen. Die drei bringen als Mitbegründer & CIO von Flixbus, Institutsdirektor des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt und als Director Sales & Marketing für StreetScooter auf jeden Fall eine geballte Ladung Fachwissen für ihren Vortrag mit.

Um welche Themen wird es gehen?

  • Künstliche Intelligenz und Roboter
  • Mobility
  • Financing
  • Industrie 4.0

Und sonst noch? – 15% Netzpiloten Rabatt!

Reguläre Tickets sind noch auf der Website zu bekommen. Für Young Professionals und Existenzgründer gibt es noch einmal einen satten Nachlass. Mit folgendem Code gibt es 15% Netzpiloten-Rabatt: M-DTS18-NP.  Auf geht’s!

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Netzpiloten @Science & People

Angesichts der rasanten Entwicklung der digitalen Welten müssen wir unbedingt auch Schritt halten mit den gesellschaftlichen Fragen dieser Revolution. Am 6. November widmet sich im Rahmen der Berlin Science Week die Veranstaltung Science&People den schwierigen Fragen der Ethik, die selbstverständlich auch Technologien wie selbstfahrende Autos oder intelligente Kühlschränke betreffen. Wir Netzpiloten sind mit dabei, wenn über den Einfluß der Algorithmen debattiert wird.

Welche Speaker werden da sein?

Es diskutieren die Institutsleiterin des Fraunhofer-Instituts für Offene Kommunikationssysteme Ina Schieferdecker, die Professorin für Digitalisierung, Marketingcontrolling & Analytics an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin Katharina Simbeck. Besonders freuen wir uns auf den langjährigen Netzpiloten-Bekannten und Gründer von Algorithm Watch Matthias Spielkamp.

Zentrale Fragen der Veranstaltung

  • Können Algorithmen objektive Entscheidungen treffen?
  • Werden unsere eigenen Entscheidungen zunehmend von Algorithmen gesteuert?
  • Unterdrücken uns Algorithmen?

Und sonst noch?

Wer mit dabei sein möchte, meldet sich hier an. Wir sehen uns in Berlin!

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Ein entspannteres Leben mit Remente

Hast du schon einmal von einem digitalen Coach gehört? Es gibt ja schon länger virtuelle Trainer, die über dein Smartphone zu dir sprechen, sei es beim Sport oder bei der Ernährung. Nachdem ich mich mal im App Store umgesehen habe, was es noch so für digitale Alltagsbegleiter gibt, bin ich auf Remente gestoßen.

Remente soll meinen Alltag besser strukturieren. Die App soll mich produktiver machen und mir dabei helfen, meine Persönlichkeit zu entwickeln. Nun ja, das kling ja am Anfang erst einmal sehr weit hergeholt. Daher wollte ich mich selbst davon überzeugen und herausfinden, inwiefern mich diese App – oder besser: Wie sie mein Leben verändern soll.

Remente verändert mein Leben…

Eine niedliche Eule holt mich, nachdem ich die App auf mein Smartphone geladen habe, ab. Ein Bild eines chaotischen Zimmers soll mir noch einmal zu verstehen geben, dass ich etwas ändern soll. Okay, Remente, mache ich! Also melde ich mich an und bin gespannt, was jetzt passieren wird.

Als erstes werde ich von der App aufgefordert, meine einzelnen Lebensbereiche zu bewerten und mitzuteilen, wie ausgeglichen ich bin. Dafür bewerte ich von einer Skala von eins bis zehn meine Lebensbereiche wie beispielsweise Familie, Job, Entspannung oder Fitness. Da ich persönlich sagen muss, dass bei mir die Entspannung etwas zu kurz kommt, entscheide ich mich, nachdem Remente mich fragt, auf welchen Fokus ich diese App legen möchte, für den Bereich Entspannung.

Anschließend wähle ich ein Ziel, welches mir Remente zwischen mehreren Möglichkeiten aufweist. Ich entscheide mich für: Wie werde ich produktiver in sechs Tagen. Dadurch soll ich lernen, wie ich weniger Zeit für Dinge aufwende, die ich nicht machen möchte und wie ich dadurch mehr Zeit für schönere Dinge finde. Wenn ich das Ziel annehmen möchte, muss ich es nur anklicken und von jetzt an erwartet mich eine Woche, in der ich einiges für mich und mein Leben lernen kann.

Zu Beginn musst du ein Ziel auswählen, welchem du in den nächsten Tagen entgegeneiferst; Screenshot by Jennifer Eilitz

Das Ziel ist gewählt – es kann losgehen. Bevor ich beginne, muss ich mir eine Erinnerung einrichten, indem ich morgens und abends an meine gesteckten Ziele erinnert werde. Ich kann leider nicht schauen, welche Aufgaben mich in den nächsten Tagen erwarten, denn dafür brauche ich die Premiumversion.

Anschließend richte ich mir meinen Tagesplan ein. Hierbei stehen mir mehrere Aufgaben zur Verfügung, die ich einzuhalten habe. Beispielsweise soll ich Apps von meinem Smartphone löschen, die ich nicht weiter nutze. Gut, okay, tue ich! Weiterhin warten auf mich noch drei weitere Aufgaben für den Tag. Unter anderem soll ich mir ein neues Projekt suchen – ich weiß zwar nicht, was das mit Entspannung zu tun hat, wenn ich mir mehr Arbeit aufbrumme, aber ich möchte wissen, wie es weitergeht…

Mein Tag mit Remente

Ich kann mir meinen ganzen Tag anzeigen lassen und diesen genauer planen. Wenn mir die Aufgaben nicht reichen, kann ich jederzeit verschiedene Aufgaben hinzufügen und (hoffentlich) erreichen. Remente zeigt mir, zu welcher Uhrzeit ich wieder ein Ziel erreicht habe und kann zudem noch meine Stimmung dokumentieren. Habe ich negative Emotionen wie Stress, Müdigkeit oder Gereiztheit durchlebt oder positive wie Freude, Glück oder Motivation, so kann ich alles angeben, was mich den Tag über begleitet und es noch einmal kommentieren. Das Ganze wird dann anhand von Stimmungsbarometern aufgezeichnet, sodass ich nach einer längeren Nutzung auch genügend Material zum Auswerten habe.

Sobald ich Fortschritte mache, kann ich diese in meinem zu Beginn angegebenen Lebensbereiche-Diagramm anpassen. Habe ich Remente eine Woche lang genutzt, kann ich mir zudem eine Wochenauflistung anzeigen lassen, um meine Erfolge genauer zu durchleuchten. Du musst nicht immer dasselbe Ziel verfolgen, sondern kannst auch immer wieder neue Ziele anlegen. Wenn du beispielsweise Sport und Fitness als Ziel eingetragen hast, macht es sogar Sinn, wenn du die App mit der Google Fit-App verbindest und Remente deinen Bereich noch besser zuschneiden kann.

Zusammengefasst…

Gelungen finde ich vor allem die Übersicht der App und wie sie aufgebaut ist. Sie ist einfach zu bedienen und überhaupt finde ich das Design passend. Ich kann alles protokollieren und aufzeichnen, meine Stimmung festhalten und meine Ziele abarbeiten. Die App erinnert mich natürlich noch regelmäßig daran, und zeigt mir immer wieder meine Bilanzen auf. Was mich allerdings noch nicht so sehr überzeugen konnte, ist die Auswahl an Zielen. Das mag daran liegen, dass vieles nur in der Premiumversion nutzbar ist.

Wer sich selbst ein Bild von der App machen und sich ein paar Ziele für die nächsten Wochen stecken möchte, für den lohnt sich auf jeden Fall ein Blick auf die App. Der Aufbau macht die Nutzung sehr einfach und nach längerem Nutzen kann man viele Dinge über sich und den eigenen Alltag lernen.

Remente gibt es sowohl für Android als auch für Apple kostenlos zum Download.


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Netzpiloten @Digital Sports & Entertainment

Wir packen schon mal vorfreudig und virtuell die Sporttasche: „Monetarisierung, eSport und Content“ werden am 8. und 9. Oktober in Berlin ausführlich diskutiert. Auf dem Digital Sports & Entertainment Kongress werden also vor allem Entscheidungsträger aus Medien und Agenturen, Verbänden und Vereinen und natürlich auch klassischen Unternehmen aufeinandertreffen. Wir Netzpiloten sind das erste Mal als Medienpartner mit am Start und schon sehr gespannt, wenn über 450 Marketingverantwortliche sich über „Sport im Digitalfieber“ warmlaufen.

Der jährliche Branchentreff bietet Überblick über die aktuellen Entwicklungen und Trends in der digitalen Sport- und Medienbranche. Programm für euch.

Freut euch auf namhafte Referenten

Auch in diesem Jahr hat der Digital Sport & Entertainment Kongress in Sachen Experten einiges aufgefahren. Die Teilnehmer können sich unter anderem freuen auf Florian Schröder – Referent Sponsoring & PR von der Deutschen Bahn, der über ein interessantes Projekt zum Thema Podcast sprechen wird. Auch Sport Koordinator beim ARD Axel Balkausky lässt noch einmal die WM 2018 Revue passieren und hinterfragt, wie viel „digital“ das klassische TV eigentlich verträgt. Spannend wird zudem der Vortrag über Instagram Ads in Sports von Daniel Kramer – Client Solution Manager bei Facebook.

Welche Themen wird es geben?

  • Digital-Bilanz 2018: Welche Kanäle? Welcher Content? Welche Probleme?
  • Wie kann das Potenzial von eSport-Sponsoring optimal genutzt werden?
  • Digitale Strategien im Sport – Was zählt wirklich?
  • Digitale Kommunikation – Virale Effekte nutzen
  • Twitch – Die Entertainment-Plattform der Zukunft?

Was ist noch wichtig?

Wer gerne tiefer in einzelne Themen eintauchen möchte, bekommt in den Masterclasses noch exklusiven Input beispielsweise zu besseren Kampagnen durch Media Monitoring. Ebenfalls vermittelt werden die theoretischen und praktischen Grundlagen des Programmatic Advertising.

Neben den Vorträgen haben alle Teilnehmer natürlich die Möglichkeit sich beim leckeren Frühstück, beim Stehlunch oder in den Kaffeepausen auszutauschen. Ein entspannendes Abend-Event gibt es natürlich auch. Wer sich also an diesen zwei Tagen über all die aktuellen Themen rund um eSports fit machen möchte, der sollte jetzt schnell sein und sich direkt die Tickets ergattern. E-sport frei!

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Nuro R1 – die Zukunft des Einkaufens

Enge Parkplätze, Menschenmassen und langes Warten an den Kassen: selber einkaufen zu gehen ist nervenaufreibend und kostet Zeit.

Die Alternative dazu ist, sich die Lebensmittel vom Supermarkt direkt liefern zu lassen. Doch auch hier stößt man des Öfteren auf Probleme. Viele Supermarktketten können die Produkte nur innerhalb der nächsten Tage und teilweise nur zu sehr ungünstigen Zeiten liefern. Die spontane Grillparty mit Freunden am Abend ist somit kaum bequem möglich. Allerdings möchte die amerikanische Supermarkt-Kette „Kroger“ nun Abhilfe schaffen; sie führen in Zusammenarbeit mit dem Start Up-Unternehmen „Nuro“ erste Tests mit autonom fahrenden Lieferfahrzeugen durch.

Pilotprojekt startet diesen Herbst auf den ersten öffentlichen Straßen

Dies mag zuerst nicht sonderlich aufregend erscheinen, schließlich tüfteln auch Firmen wie Uber oder Google schon seit längerem an selbstfahrenden Fahrzeugen. Und das nicht nur zum Liefern von Lebensmitteln, sondern auch für den sonstigen alltäglichen Gebrauch. Doch „Nuro R1“, so der Name des selbstfahrenden Wagens, hat einen entscheidenden Vorteil gegenüber der Konkurrenz; da er ausschließlich zum Liefern von Lebensmitteln erdacht ist, ist er deutlich kleiner als ein gewöhnlicher PKW. Somit fällt ihm das Navigieren durch den Straßenverkehr leichter. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 40 km/h ist zudem die Gefahr eines Unfalls, welcher beträchtlichen Schaden nach sich zieht, geringer als bei normal großen autonomen Fahrzeugen.

Zurzeit liefert die Kette „Kroger“ jedoch noch nicht aktiv mit diesen Fahrzeugen aus. Ihr derzeitiges Projekt im Bereich autonomes Fahren beschränkt sich auf PKW anderer Hersteller wie Toyota, welche sie mit ihrer selbstfahrenden Technik aufrüsten. Auf abgeschlossenen Teststrecken führt das Unternehmen im Moment noch ausgiebige Versuche durch, bevor „Nuro R1“ reale Kunden bedienen darf. Kroger gab nun allerdings bekannt, die „Nuro R1“ Fahrzeuge erstmals im Herbst diesen Jahres im Bundstaat Arizona einzusetzen. Dann wird das kleine, runde Lieferfahrzeug mit einem Code bedient werden können, der vorher Kunden auf das Smartphone gesendet wird. Diese Art der Lebensmittellieferung erleichtert das Einkaufen nicht nur für vielbeschäftigte Berufstätige, sondern auch für ältere oder kranke Menschen, die ohnehin Schwierigkeiten im Alltag haben. Sollte sich dieses Projekt als erfolgreich herausstellen, gibt es bereits Vorschläge wie man auch andere Gegenstände wie Möbel oder Ähnliches mit jeweils angepassten Fahrzeugen einfach und schnell liefern lassen könnte.

Der „Nuro R1“ – auch bald bei uns in Deutschland?

Auch bei uns gibt es seit Jahren mehrere Projekte rund um das Thema „autonom fahren“, allerdings ist die Gesetzeslage hierzulande etwas komplizierter als in den USA. Bisher darf nur auf ausgewählten Testgebieten überhaupt mit selbstfahrenden Fahrzeugen experimentiert werden. In Arizona hingegen erlauben es die Gesetze diese Fahrzeuge auch aktiv einzusetzen. Sollte also das Fahrzeug „Nuro R1“ jemals auch auf deutschen Straßen verkehren, müsste zunächst ein entsprechendes Gesetz erlassen werden. Bis dahin können wir uns weiter an den Erfolgen der amerikanischen Konzerne erfreuen und hoffen, dass auch wir eines Tages in den Genuss eines solchen Lieferfahrzeuges kommen.


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Netzpiloten @NEXT18

Am 20. und 21. September steigt wieder die NEXT18 in Hamburg. Wir lieben das Event! Eigentlich können wir es kaum erwarten, wieder wegen der vielen spannenden Vorträge tagsüber auf der Reeperbahn herumzustreunern. Letztes Jahr lief die NEXT Conference unter dem provokanten Motto „Digital Sucks“. Sozusagen ein bisschen der Blues, dass die neuen digitalen Technologien oft mehr versprechen als sie halten können. Auch dieses Jahr wird eher reflektiert: „Let’s Fix Digital!“ will ausleuchten, dass es eine Vielzahl von Möglichkeiten gibt, um in der digitalen Welt zu reparieren, was uns vielleicht nervt oder unzugänglich erscheint.

Welche Speaker werden auf der Next sein?

Gelistet sind über 400 Referenten/innen aus aller Welt. Wir freuen uns besonders auf Data Scientist Rand Hindi, den kreativen Tausendsassa Jeremy Abbett, den Berliner Media Artist Christian “Mio” Loclair und die Wissenschaftlerin Amber Case.

Bereit fürs Reeperbahnfestival?

Das besondere Begleit-Bonbon der Next Conference ist allen Wiederkommern längst bekannt: Parallel läuft das jährlich immer besser werdende Reeperbahnfestival mit zig Music-Acts auf zahlreichen Bühnen! Also tagsüber bestes Wissen über digitale Trends tanken und abends zu feinsten Beats in trendigen Locations tanzen. Was will man mehr? Bewerbt euch hier für die Tickets und werdet Teilnehmer der NEXT18. Wir sehen uns!

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Netzpiloten @solutions.hamburg

„Digitalisierung ist Teamsport!“ – Wir finden, das ist ein super Motto unter dem in diesem Jahr die solutions.hamburg vom 12. bis zum 14. September stattfindet. Wir Netzpiloten sind gerne mit dabei wenn sich drei Tage lang in einer von Hamburgs besten Locations – der internationalen Kulturfabrik Kampnagel – alles um die große digitale Transformation dreht. Veranstaltet vom Silpion Team werden in verschiedenen Vortragsräumen und Hallen alle Digitalisierungsinteressierten jede Menge Wissenswertes, Trends, Strategien und Lösungsansätze für Unternehmen im digitalen Wandel erfahren.

Was die solutions.hamburg so spannend macht? Das ausgefeilte Programm! Die drei Kongresstage sind unterteilt in drei Themenbereiche, sodass jeder auf seine Kosten kommt. Erlebt den Mittwoch im Zeichen des Strategy Day. Lasst euch hier zeigen, wie digitale Schlüsseltechnologien auf strategischen Ebenen zu erfassen sind. Der Donnerstag widmet sich ganz dem Thema innovative Technologien und Lösungsansätze aus den Bereichen Künstliche Intelligenz oder Virtual Reality. Den Freitag verbringt ihr mit Themen rund um die Technologie. Blickt gemeinsam mit Experten in die Gegenwart und Zukunft und erlangt praktisches Wissen für eure Arbeit im Unternehmen.

Welche Speaker werden da sein?

Die solution.hamburg fährt rund 500 tolle Experten auf. Das macht sie ganz klar zu einem der größten Digitalisierungskongresse. Wir sind gespannt auf inspierende Vorträge wie etwa vom Wissenschaftsjournalisten und Autor Ranga Yogeshwar, der seine Keynote direkt am Mittwoch halten wird. Zudem wird uns Dr. Markus Durstewitz – Innovation Manager bei Airbus – etwas zum Thema Design Thinking erzählen. Spannend wird auch der Vortrag von Jenny Kornmacher, der Projektleiterin der Hamburg Kreativ Gesellschaft, die uns neue Impulse für die Industrie liefern wird. – Und wir freuen uns natürlich auf unseren Blogger-Freund Sascha Lobo!

Welche Formate und Themen erwarten dich?

  • Erfahrungsberichte, Impulsvorträge, Workshops und Netzwerkveranstaltungen
  • Zukunft Kundenkommunikation
  • KI Revolution
  • New Work & Digital Collaboration
  • Blockchain
  • AI in Brand Management
  • Mensch und Technik im Wandel

Und sonst noch?

Mit mehr als 5.000 Besuchern und mit über 400 Sessions, erwartet die Teilnehmer ein immenser Input. Haushaltet schön mit euren Kräften und wählt gut aus ;) Tickets gibt es hier! Wir seh’n uns auf Kampnagel!

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Guilty Pleasure: Wirtschaftswandel-Bücher schmökern!

Ich gehöre zur Generation der Digital-Unternehmer, die um die Jahrtausendwende angefangen haben ihre Firmen zu starten. Mein guilty pleasure ist es von jeher, dass ich Artikel, Dokumentationen und Bücher verschlinge, die den großen Wandel der Arbeitswelt zum Thema haben.

Vermutlich auch deshalb, weil ich ganz unbescheiden hoffe, dass wir als Pioniere der sogenannten New Economy viele Akzente gesetzt hatten, die heute schließlich die Transformationsprozesse großer Firmen mitbestimmen. Wir wollten uns Mitte der 90er Jahre in absolut allem absetzen von der Old Economy. Wir kamen angezogen wie coole Fahrradkuriere in unsere Büros und spazierten in genau demselben Outfit in die holzgetäfelten Notarräume zur Millionen-Unterschrift.

Nichts konnte uns lässig genug sein, alles musste unkonventionell und total unverstellt daherkommen. Hohen EU-Beamten wurden beim Bürobesuch Sitzbälle angeboten. Meetings fanden im Stehen statt, im Treppenhaus, im Cafe, auf der Parkwiese. Sehr schnell ging uns die Selbstinszenierung in Fleisch und Blut über. Die begeisterte Ungläubigkeit der Old-Economy erfüllte uns mit Genugtuung. – Ich bin ganz froh, dass diese naive Zeit vorbei ist ;)

Selbstvergewisserung für die eigene Arbeitsbiographie

Wie gesagt: Wenn mir heute ein Buch in die Hände kommt, wo vorne draufsteht „12 überraschende Lösungen für Menschen, Wirtschaft und Gesellschaft“, bin ich sofort neugierig. Als wollte ich insgeheim nachschauen, ob aus dem gefeierten Work- und Lifestyle unserer Anfangsjahre etwas Sinnvolles geblieben ist.

Stefanie Kuhnhen und Markus von der Lühe, zwei sympathische Media-Macher (sie ist Geschäftsführerin einer Hamburger Kreativagentur und er macht ein Digitalisierungsfestival in München) spielten mir ihren neuesten Meta-Trend-Reader in die Hände. Sie haben in großer Fleißarbeit „Das Ende der unvereinbaren Gegensätze“ nachgewiesen. Ich fand das Buch inhaltlich sehr anregend, als Publikation aber etwas schwerfällig und recht altmodisch ediert. Empfehlen will ich es mit ein paar O-Tönen der beiden Autoren zu ihrem Wurf:

Markus von der Lühe und Stefanie Kuhnhen; Fotografie von Engels Uli Schneider
Hallo Stefanie, hallo Markus! Vorab eine Frage zur Form eures Buches: Was genau habe hier gelesen? – Ihr hantiert mit vielen wissenschaftlichen Erklärmodellen, ihr führt akribische Quellennachweise. Liest sich streckenweise wie eine Doktorarbeit.

Gute Frage! Was wir geschrieben haben, ist ein Ratgeber mit zwölf Handlungsanweisungen. Wir haben bewusst eine Mischung aus Theorie und Praxis gewählt. Denn der Metatrend, den wir beschreiben, basiert auf harten Fakten, Sekundärstudien und bekannten Theorien. Und um in die konkrete Beweisführung zu gehen, haben wir diese bewusst mit lebendigen und persönlichen Stories aus unserer Lebenswelt kombiniert. So hoffen wir, die beiden Pole Lesespaß und Seriosität auf neue Art und Weise zusammen zu führen.

Eure Beobachtung ist, dass große Spannungsfelder sich derzeit auflösen (z.B. Arbeit – Privatleben, Mensch – Technologie). Eure Schlussfolgerung daraus ist, dass wir alle uns ganzheitlicher wahrnehmen und integrativer agieren müssen. Richtig verstanden?

Richtig verstanden. Wir glauben daran, dass die digitale Transformation nicht damit getan ist, sich einfach systematisch zu digitalisieren. Sie wird die Verflechtung von „allem mit allem“ nach sich ziehen. Das heißt, man muss auch sich selbst ganzheitlicher wahrnehmen, um der Ganzheitlichkeit überhaupt Raum geben zu können. Das Leben besteht aus Ying und Yang, aus Entspannung und Dynamik, aus Hartem und Weichem, aus Natur und Technologie. Es gilt, dem allen viel mehr, viel multioptionaler gerecht zu werden. Das geht nur über Wahrnehmung, Werte und sich immer wieder neu fragen, was jetzt Sache ist. Also, was im Moment das Wichtigste ist. Wir plädieren für eine multioptionale, integrierte Denkweise, die unserem Leben in der ganzheitlichen Welt gerechter wird.

Jetzt meine geltungssuchende Frage: Würdet ihr den Startups der Jahrtausendwende zuschreiben, dass sie die Auflösung vieler der von euch beschriebenen Gegensätze eingeleitet haben?

Wir glauben nicht, dass die Startup-Bewegung sie alleine eingeleitet hat. Startups sind vielmehr das Symptom einer komplexer werdenden Welt, bei denen die Veränderungen besonders stark und frühzeitig zum Ausdruck kommen. Das ist auch ein Phänomen der neuen Gesellschaftsordnung, die gerade entsteht: Ursache und Effekt stehen in keinem klaren Zusammenhang mehr. Wir glauben aber, dass Startups ein wichtiger Teilbereich dieser Bewegung sind, die sich durch unsere Gesellschaft wie ein roter Faden zieht.

So gerne ich eurem harmonischen Leitbild folgen würde, kann ich die Auflösung der Gegensätze auf der großen Weltbühne nicht sehen. Die Trumps und Putins und die ganze Weltmacht Chinas stehen mit genau dem gegenteiligen Verhalten in vollem Saft. Macht mir eher bange. Euch nicht?
Image by Springer Verlag

Im Gegenteil: Trump, Brexit, Erdogan, AfD, Putin und die Datenschutzdebatte sind für uns eher Symptome einer sich radikal verändernden Gesellschaft und somit Übergangsphänomene. Wir spüren alle, dass die Welt, so wie wir sie kennen, für immer der Vergangenheit angehören wird. Das ist es, was den Menschen Angst macht.

Für uns sind die aktuell negativen, nationalistischen, despotischen Symptome jedoch auch Hoffnungsboten für eine neue Zeit. Denn wir sehen sie als Zwischenschritt auf dem Weg in das neue Integrierte, mit dem wir die großen Probleme der Zeit dann auch lösen können. Ganz bestimmt ist das eine Betrachtungsweise in einem 50-Jahre-Zeitraum – so, wie es bei Metatrends der Fall ist. Wir wollen bestimmt nicht sagen, dass alles gut und harmonisch ist. Wir wollen uns alle aber dazu aufrufen, uns für diese integrierte Sicht.

Das Buch „Das Ende der unvereinbaren Gegensätze“ ist erschienen im Springer Verlag und z.B. per Amazon zu bestellen (Provisionslink)

 

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Raus aus dem Alltag – mit PackKing in den Urlaub!

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Wer in den Urlaub fährt hat einiges zu bedenken und wirklich sicher sind wir uns bei der Abfahrt nie, ob nicht doch irgendetwas vergessen wurde. Dabei muss es sich nicht immer um die Sachen handeln, die wir mit auf unsere Reise nehmen wollen. Auch daheim müssen einige Dinge geklärt werden, wie beispielsweise den Müll rausbringen, damit die große Überraschung nach dem Urlaub nicht auf einen wartet.

Hilfreich können hier vorgefertigte Listen aus dem Netz sein, doch diese sind oftmals nicht so individuell auf den Urlaub angepasst. Im Netz habe ich daher nach einer App gesucht, die das Planen einfacher machen kann. Ich zeige dir, wie hilfreich es sein kann, dein Smartphone bei bevorstehenden Reisen zu Rate zu ziehen.

Eine Packliste auf deinem Smartphone

Ich musste gar nicht lange suchen und wurde im Google Play Store sofort fündig. PackKing – die Packliste für Reisen – durfte direkt auf meinem Smartphone einziehen. Überrascht hat mich hier von Beginn an, wie detailreich die App gestaltet ist – und das von Anfang an.

Zuerst wirst du gefragt, wie in etwa dein Urlaub aussehen wird. Hierfür gilt es ein paar Details herauszurücken.

  • Benenne den Urlaubstripp
  • Bestimme die Reisedauer
  • Gib an für wen du packst (männlich / weiblich)
  • Nenne dein Reisemittel
  • Wähle das Wetter
  • Bestimme, was du für deinen Urlaub brauchst (Wandern, Schwimmen, Grundausstattung, etc.)
Wähle aus, wie dein Urlaub gestaltet ist, um deine Liste anpassen zu lassen – Screenshot by Jennifer Eilitz

Kurz danach zeigt dir die App alle möglichen Gegenstände auf, die du einpacken oder vor deinem Urlaub erledigen solltest. Ziemlich gut finde ich hierbei, dass PackKing dir ausrechnet, wie viele Kleidungsstücke du beispielsweise mitnehmen solltest. Dabei beachtet die App die Dauer deiner Reise und welche Tätigkeiten du angegeben hast. Du kannst sie jedoch auch individuell anpassen, wenn du lieber etwas mehr mitnehmen möchtest.

Sobald etwas in deinem Koffer gelandet ist, kannst du es abhaken. Möchtest du einen Gegenstand, den du nun wirklich nicht brauchst, entfernen oder noch etwas hinzufügen, dann kannst du das natürlich auch tun.

Eine Liste in der Liste

PackKing unterteilt die Listen noch einmal in einzelne Rubriken. Hierbei wurde mir unter anderem Kleidung, Hygiene, Dokumente und Gadgets angezeigt. Diese einzelnen Listen sind in sich noch einmal unterteilt in Kategorien. So ist gewährleistet, dass absolut nichts vergessen werden kann.

Damit auch daheim nichts vergessen wird, gibt es noch eine sehr hilfreiche Liste mit To-Dos. Hier bekommst du noch einmal ein paar Aufgaben aufs Auge gedrückt, die du vor dem Verlassen deiner Wohnung beachten solltest. Sind wirklich alle Fenster geschlossen? Hast du den Briefkasten noch einmal geleert?

Das Schöne ist auch, dass mehrere Urlaube geplant werden können und die App sich nicht nur auf eine Reise versteift – schade nur, dass man dafür die Premium-Version benötigt. Wer auf die Premium-Version verzichtet, muss auch mit kleinen Werbebannern innerhalb der Liste rechnen, die sich meiner Ansicht nach jedoch noch vollkommen im Rahmen halten.

Also?

Ist die App hilfreich? Auf jeden Fall. Besonders gut gefällt mir persönlich, dass so ziemlich an alles gedacht ist und PackKing so detailreich aufgeschlüsselt ist. Oftmals hat jeder noch irgendwelche Sachen, die er gerne mitnehmen möchte und die vielleicht nicht in der App enthalten sind – auch diese kann man ganz einfach hinzufügen. Wenn du also deine nächste Reise schon mal planen möchtest, dann könnte dir die App wirklich gut weiterhelfen. Die App findest du kostenlos für dein Android-Smartphone im Google Play Store.

Ich bin dann mal packen!


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Netzpiloten @DCX – Digital Content Expo 2018

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Schon im letzten Jahr haben wir euch von der IFRA und DCX erzählt – auch dieses Mal könnt ihr euch wieder auf das Partner-Event freuen! Vom 09. bis 11. Oktober 2018 findet in der Messe Berlin das 48. Meeting der Publishing Community statt.

Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

Experten und Branchen-Kollegen aus der ganzen Welt treffen sich zu den Co-Veranstaltungen IFRA – dem Weltverband der Zeitungen und Nachrichtenverbände – und der jüngeren Digital Content Expo, um zu networken und voneinander zu lernen. Immer ein bisschen Vergangenheit, sehr viel Gegenwart und vor allem auch Zukunft – das ist die IFRA beziehungsweise DCX und bereit sein für die Zukunft ist das große Ziel der Veranstaltung und der Grund, wieso Publishing und digitaler Content Hand in Hand gehen. 

Guided Tours, Networking Nights und mehr

Drei Tage Expo bieten selbstverständlich auch reichlich Zeit und Platz für ein breites Programm. Die Networking Night am Abend des 09. Oktobers beschließt den ersten Expo-Tag und bei Drinks und einem leckeren Buffet könnt ihr euch dort dann mit internationalen Branchenkollegen austauschen und den passenden Anstoß zur restlichen Expo-Woche einleiten. 

Wenn ihr nicht genau wisst, was euch auf der Messe erwartet, sind die Guided Tours genau das Richtige für euch. Ob Multichannel Publishing oder Digital Advertising und Paid Content – für jedes branchenrelevante Thema gibt es eine perfekt zugeschnittene Guided Tour, die euch an allen relevanten Standpunkten an der Messe vorbeiführt. Alle Highlights, die dich außerdem auf der Messe erwarten kannst du hier nachsehen.

Sichere dir dein Ticket!

Solltest du bei unserer Verlosung kein Glück haben, kannst du dir hier dein Ticket sichern. Bis zum 30. Juni profitiert ihr von einem Frühbucherpreis von 89 Euro für das 3-Tages-Ticket, bis zum 31. August kosten die Tickets 119 Euro. Noch Fragen? Die Veranstaltung findest du auf Facebook, Twitter und LinkedIn – verbinde dich mit ihr und verpasse so keine Updates!

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Netzpiloten @Digital Leadership Summit #3

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Der Digital Leadership Summit geht in die dritte Runde – am 21. Juni 2018 wird zum Digital Leadership Summit #3 in Köln eingeladen.

Was ist der Digital Leadership Summit?

Auch in seiner dritten Ausgabe ist der Digital Leadership Summit wieder Treffpunkt für die digitale Branche. Wie die Unternehmen der Zukunft aussehen, was der digitale Wandel für Führungskräft heißt, wo man die richtigen Mitarbeiter findet und wie man die digitale Transformation gestaltet – Antworten auf diese und viele andere Fragen bietet der Digital Leadership Summit. 

Das sorgfältig gestaltete Programm des eintägigen Events ist in drei verschiedene Themengebiete unterteilt. Am Vormittag dreht sich alles um „Digital Organization“ und wie neue Konzepte zur Organizationsentwicklung entwickelt werden können. Dazu könnt ihr euch unter anderem über Wissenschaftsjournalist und TV-Moderator Ranga Yogeshwar als Speaker und Sachverständigen zum Thema freuen.

Nach einer Mittagspause geht es dann mit Programmpunkt Nummer Zwei weiter – „Digital Leadership – Neue Konzepte zur Führung“. Dr. Reza Moussavian von der Deutschen Telekom AG gibt passend zum Thema einen Einblick in die digitale Transformation bei der Telekom. Nachmittags bis zum Veranstaltungsende wird sich last but not least mit dem Thema „Digital Recruitment – Neue Konzepte zum HR-Management“ auseinandergesetzt! StepStone ist eine der größten Online-Jobplattformen  und Dr. Anastasia Hermann erläutert ihre fünf Säulen der Recruitings. 

Seid dabei!

Im Mittelpunkt des eintägigen Events steht die Frage, welche unternehmerischen Auswirkungen die Digitalisierung auf die Zukunft unserer Arbeit hat. Trefft 300 von Deutschlands innovativsten HR- und Leadership-Köpfen und erhaltet wertvolle Impulse und nützliche Handlungsempfehlungen für euer Unternehmen. Tickets könnt ihr euch noch über Eventbrite sichern. Folgt der Veranstaltung auf Facebook, Twitter oder LinkedIn, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Hier gibt’s den Rückblick zum Digital Leadership Summit 2017

Digital Leadership #2 – Teaser from Web de Cologne e.V. on Vimeo.

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Auch im Wartezimmer auf dem aktuellsten Stand mit Sharemagazines

Magazine, vogue, magazine cover and rihanna (adapted) (Image by Charisse Kenion [CC0 Public Domain] via Unsplash)

Kennst du das? Du sitzt in einem Wartezimmer und möchtest gerade nach einer Zeitschrift greifen, doch im letzten Moment wird sie dir von einem anderen Besucher vor der Nase weggeschnappt? Oder das Magazin ist total zerlesen oder nicht mehr auf dem aktuellsten Stand? Mit Sharemagazines – dem digitalen Lesezirkel kannst du um dieses Problem allerdings einen großen Bogen machen.

Sharemagazines bietet dir nämlich über 250 digitale Magazine und Tageszeitungen direkt auf dein Smartphone. Betrittst du eine Location wie beispielsweise ein Café, einen Friseursalon, eine Werkstatt oder ein Restaurant, welches Sharemagazines anbietet, kannst du dich in der App anmelden und direkt drauf los lesen. So musst du auf deine Lieblingszeitschrift im Wartezimmer nicht mehr verzichten.

Das Ganze verläuft zudem sehr einfach. Du musst dir lediglich die App herunterladen und dich registrieren. Wenn du aber auf eine Registrierung verzichten möchtest und nur ein bisschen stöbern willst, dann kannst du das auch ohne dir einen Account anzulegen. Anschließend kannst du schauen, wer als Partner von Sharemagazines in deiner Umgebung aktiv ist und vor Ort kostenlos in einer Riesenauswahl an Zeitungen, Tageszeitungen und Magazinen blättern. Das Ganze verläuft ähnlich wie bei einem Streamingdienst.

Kleine App – viele Vorteile

Was bringt dir diese App eigentlich? Es gibt einige Vorteile, die für die Nutzung von Sharemagazines sprechen. Zum einen musst du nicht bangen, dass ausgerechnet die Zeitschrift, die dein Interesse geweckt hat, dir vor der Nase weggeschnappt wird. Außerdem erfüllt die App auch einen hygienischen Aspekt, indem du deine eigene Zeitschrift auf deinem eigenen Smartphone liest. Die Zeitschriften sind immer auf einem aktuellen Stand – du musst also nicht die News von vor drei Monaten lesen. Außerdem kannst du deine Inhalte auf dich zuschneiden lassen, indem du einfach ein Lesezeichen setzt, um beim nächsten Mal weiterzulesen oder deine Favoriten markierst.

Nichts für schwache Augen

Das Lesen auf dem Smartphone muss einem persönlich gefallen. Wer einen kleinen Bildschirm hat, der muss natürlich ordentlich zoomen. Wer mehr Wert darauflegt, eine Zeitschrift in der Hand zu halten, für den ist die App selbstverständlich nichts. Aber für alle Digitals unter uns, die ohnehin jede Nachricht via Smartphone in sich aufsaugen, ist Sharemagazines wirklich lohnenswert, da du eine große Auswahl an Tageszeitungen, Magazinen und Zeitschriften auf deinen Screen bekommst und direkt – auch ohne sich zu registrieren – drauf los lesen kannst.

Hol dir die App kostenlos im Google Play Store oder im Apple App Store.


Image (adapted) „Magazine, vogue, magazine cover and rihanna“ by Charisse Kenion (CC0 Public Domain)

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Die Netzpiloten sind Partner der Digital Finance World 2018

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Am 28. Februar und 1. März gewährt der Veranstalter KuppingerCole den Besuchern wieder Einblick in die Digital Finance World. Seid dabei, wenn in Frankfurt wieder zu den Top-Themen der Finanzwelt diskutiert wird. Die Location ist das HOLM – das House of Logistics & Mobility. Seid dabei, wenn sich CEOs, Gründer und Experten der größten digitalen Banken und FinTech-Experten zur sich rapide entwickelnden Finanzwelt diskutieren.

Blockchain, KIs, Cybersecurity – Was bewegt die Finanzwelt?

Auch 2018 gibt es an den zwei Veranstaltungstagen wieder ein breites Programm mit tollen Speakern. Die Leitthemen der Digital Finance World 2018 sind:

  • Blockchain
  • digitale Währungen
  • Künstliche Intelligenz
  • Innovationen beim Mobile Banking
  • Cybersicherheit in der Finanzindustrie
  • die Vorbereitung zur Datenschutz-Grundverordnung (GPDR) der EU
  • die EU-Richtlinie Payment Services Directive (PSD2)
  • erweitertes regulatorisches Management (Advanced Regulatory Management)

An Tag 1 steht die Veranstaltung ganz im Fokus der Themen Blockchain, künstliche Intelligenz und der Disruption der Finanzwelt. Passenderweise eröffnet Martin Kuppinger, Principal Analyst bei KuppingerCole, die Veranstaltung mit der Keynote „2018 – The Year of Disruption: Why the Finance Business Will Never Be the Same Again„. Am zweiten Veranstaltungstag steht dann alles im Zeichen der GPDR und von PSD2 und wie sich diese Regulierungen im Jahr 2018 auf die Finanzwelt auswirken.  

Earlybird-Preise für die Tickets gibt es noch bis zum 30.01, wenn ihr sie bis dahin bucht sind sie also günstiger! Die Digital Finance World findet am 28. Februar und 1. März 2018 in Frankfurt im HOLM in der Bessie-Coleman-Strasse 7 statt. Um euch schon mal einen Einblick in die Digital Finance World zu verschaffen, könnt ihr mal bei dieser Playlist von KuppingerCole zur letztjährigen Veranstaltung und relevanten Themen vorbeischauen.

+++ RABATTAKTION +++

Für die treuen Netzpiloten-Leser hat uns KuppingerCole auch in diesem Jahr wieder einen Rabattcode zur Verfügung gestellt. Mit dem folgenden Code könnt ihr ganze 15 Prozent beim Ticketkauf sparen: dfw15media

Einfach den Rabattcode in das Couponfeld beim Ticketkauf eingeben und dabei sein!

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Künstliche Intelligenz und die Angst vor ihr

Orb of power (adapted) (Image by Ramón Salinero [CC0 Public Domain] via Unsplash)

Die Künstliche Intelligenz hat in der deutschen Diskurslandschaft keinen guten Ruf. Sie bevormundet Menschen, entscheidet intransparent und gehört meist nur den Silicon Valley-Konzernen. Sollten wir Menschen, die wir den Planeten gegen die Wand fahren, nicht offener dieser Form von Intelligenz gegenüber auftreten? Bietet sie nicht auch sehr viele Chancen?

Jährlich sterben allein in Deutschland 100.000 – 200.000 Menschen am plötzlichen Herztod. Das Risiko steigt mit dem Alter. Männer sind fast doppelt so häufig betroffen. Auch intensiver Sport führt – bei fehlendem Wissen um eine unentdeckte Herzerkrankung – zu einer Verdoppelung des Risikos, daran zu sterben. Die wenigsten potenziellen Opfer gehen vorab zum Kardiologen, da sie zumeist keine Beschwerden verspüren. Wenn sie dann doch aufgrund temporärer Beschwerden zum Kardiologen gehen, ist die Wahrscheinlichkeit, das Problem im Rahmen eines 24-Stunden-EKGs zu entdecken, sehr gering.

Apple hat dieses Problem erkannt und wird wohl beim Nachfolgemodell der Apple Watch 3 einen Sensor für ein erweitertes EKG in die Uhren einbauen. Durch einen Abgleich der gemessenen EKG-Daten und möglicher enthaltener auffälliger Muster mit standardisierten beispielhaften „kranken“ Mustern, können unentdeckte Herzerkrankungen oder Anomalien erkannt werden.

Apple wird mit dieser Funktion und der Auswertung der Daten (indirekt) wahrscheinlich viel Geld verdienen. Wie sehen die Menschen, die schon um ihr erhöhtes Sterberisiko in Folge einer Vorerkrankung wissen, ein solches Device? Und wie sehen sie die Möglichkeiten der Diagnose infolge der Auswertung großer Datenmengen? Würden sie bemängeln, dass die oftmals so deklarierten „Internet-Riesen“ trotz ungeklärter Fragen des Datenschutzes Geld mit diesen Devices verdienen? Würden sie nach der Wirkungsweise des Algorithmus fragen? Und würden sie sich mit dessen Anwendung nur dann einverstanden erklären, wenn man ihnen den Programm-Code erklärt? Oder wenn eine deutsche Behörde diesen einen speziellen Algorithmus überprüft hat? Wohl eher nicht.

Wer sollte über die Anwendung einer Künstlichen Intelligenz (KI) entscheiden: Die betroffenen Menschen oder eine Kommission?

Umso weltfremder und an den Gesundheitsbedürfnissen der betroffenen Menschen vorbei scheinen daher momentane Beiträge in bekannten Medien. Diese fordern ein, dass es Experten geben müsste, die die Wirkungsweise jeder KI verstehen. Die sie kontrollieren und über deren Nutzung urteilen sollten. Obgleich sie nicht von einer tödlichen Bedrohung wie dem plötzlichen Herztod bedroht sind. Mit welchem Recht wird dann aber den betroffenen Menschen die Entscheidung zur Anwendung der Technik aus der Hand genommen? Wollte man aus dieser Situation eine steile These generieren, so könnte man sagen, dass die Debatte und die Verschleppung der Einführung von KI täglich unverantwortlicher Weise Menschenleben kostet.

Während diskutiert wird, welche Menschen eine KI in einem autonom fahrenden Auto am ehesten im Notfall „umfahren“ soll, sterben täglich in Deutschland ca. neun Menschen im Verkehr. Meist wurden diese Unfälle verursacht durch zu hohe Geschwindigkeit oder Fahren unter Alkoholeinfluss ihrer Mitmenschen. Warum wird also nicht die Frage nach der moralischen Verträglichkeit menschengelenkter Autos gefragt? Hat es eine solche Ethik-Debatte jemals gegeben, um zu überprüfen, ob der Vorstand von Volkswagen vor Bekanntwerden von Dieselgate „ethisch richtig handelt“? Wieso legen wir an KI solch hohe Maßstäbe an, die die Menschen bisher selbst meist nicht erfüllt haben?

Dürfen wir KI unsere menschliche Moral aufzwingen?

Sally Davies hat sich in ihrem Beitrag daher auch die Frage gestellt, mit welchem Recht wir versuchen, einer zukünftigen KI unser Verständnis von Moral aufzuzwingen. Viele technische KI-Experten werden einwenden, dass diese Form der KI noch lange nicht erreicht sei (worüber es zu Recht aber sehr unterschiedliche Auffassungen gibt). Nichtsdestotrotz ist damit zu rechnen, dass wir uns eines Tages diese Fragen stellen müssen. Wird sich die KI einsichtig zeigen, dass unser Wertmaßstab auch der ihrige sein soll? Was wäre, wenn die KI „Verbesserungsvorschläge“ für unser Wertesystem liefert?

Im Bereich strategischer Spiele sind wir bereits an diesem Punkt der KI-Entwicklung angekommen. In einem aktuellen Beitrag auf The Atlantik zu den neuen Fortschritten bei der KI-Entwicklung im Zuge der AlphaGo Zero-Entwicklung formulieren die Autoren, was im Kern die Botschaft aus den gegenwärtigen Entwicklungssprüngen ist. Die (genannte) KI benötigt keinen Menschen mehr, um in einem Gebiet „übermenschliche“ Fähigkeiten in kürzester Zeit zu entwickeln. Das ist insbesondere dann spannend, wenn die Erkenntnisse der KI-Entwickler auf die Bekämpfung von Krankheiten oder den Klimawandel angewendet werden, wie diese es selbst in ihrem Blog weitsichtig beschreiben.

Eine leidige kurzsichtige Diskussion über die vermeintliche Sinnhaftigkeit luftverdreckender Diesel-Pkw wäre unter diesen Umständen schnell obsolet. Sie könnte, im Gegensatz zu den derzeit beschlossenen politischen Maßnahmen, täglich Menschenleben retten. Ist es vielleicht an der Zeit, dass wir den Versuch aufgeben, eine höhere Intelligenz verstehen zu wollen?

Die Syntheist-Bewegung greift diese Überlegungen auf. Der schwedische Cyber-Philosoph Alexander Bard als einer der bekanntesten Vertreter begreift das Internet als „Gehirn“ der Menschheit. Laut ihm ist es ausgestattet mit Netzknoten, Netzwerken und Datenbanken. Sie alle zusammen sind mehr als die Summe der einzelnen Wissensbestandteile der Menschheit. Das Silicon Valley „Wunderkind“ Anthony Levandowski geht in dieselbe Richtung. Er versteht die internetbasierte Wissensgenerierung als Schritt hin zu einer übergeordneten Weisheit, infolgedessen er auch die „First Church of AI“ ausgerufen hat.

Können Androiden menschliche Reaktionen auslösen?

Die Fähigkeiten gerade von Robotern, in den zwischenmenschlichen Bereich vorzudringen, wurde bisher ebenfalls sehr zurückhaltend gesehen. Seien es doch die wahren menschlichen Eigenschaften der Kreativität, der Interaktion, der Empathie, die menschliche Reaktionen hervorriefen und durch Maschinen nie ersetzt werden könnten. Ist dem wirklich so? In einem aktuellen Beitrag stellt sich die Autorin Alex Mar die Frage, ob es diese angeblich genuinen Eigenschaften wirklich nur bei Menschen gibt.

Bei einem Besuch des Android-Forschers Hiroshi Ishi­guro wird sie an die Grenze des scheinbar intuitiv Menschlichen gebracht, als sie von den Erfahrungen des Forschers mit seinen Androiden hört. Indem Androiden basale menschliche Verhaltensweisen übernehmen, die einen Menschen positiv und emotional triggern, können sie bei Menschen echte mitmenschliche Emotionen erzeugen. In einem wissenschaftlichen Experiment konnten Forscher der Universität Calgary vor Jahren zeigen, dass selbst ein Stück Balsaholz bei Menschen Gefühle auslösen kann. Die positiven Gefühle Maschinen gegenüber können noch weiter befördert werden, wenn man sie ab und an „menschliche“ Fehler machen lässt und sie dadurch nicht unerreichbar perfekt erscheinen.

Spätestens mit der Nutzung der replika-App kann jeder Nutzer selbst überprüfen, ob der Dialog mit einer auf sich selbst trainierten KI wirklich immer nur als bewusster Dialog mit einem Code erfolgt. Und nicht mit einem „gefühlten“ realen Gegenüber. Die Gründerin des Startups hatte ihren besten Freund auf tragische Weise verloren. Daraufhin sammelte sie nach seinem Tod alle Chats, die sie mit ihm geführt hatte. Sie kreierte eine erste KI, die ihren toten Freund simulierte. Inzwischen können Nutzer weltweit eine eigene KI nach diesem Muster „erstellen“. Auch wenn das etwas seltsam klingt, haben Außenstehende kein Recht, der Gründerin oder Nutzern von „replika“ daraus einen Vorwurf zu machen.

Wäre es daher nicht an der Zeit, an der Einmaligkeit des Menschlichen zu zweifeln? Fand man in der Neurowissenschaft bereits vor Jahren heraus, dass der vorgebliche freie Wille der Menschen gar nicht so frei ist, ist es jetzt an der Zeit zu erkennen, dass auch unsere Gefühle nicht nur an Menschen gebunden sind.

Digitaler Darwinismus ist schon heute Realität

Man muss sicherlich nicht ganz so weit gehen, wenn es um das Mimikry menschlichen Verhaltens durch eine KI geht. Schon weiter vorangeschritten ist die Angleichung an menschliche Verhaltensweisen bei der Ausübung von beruflichen Tätigkeiten. So zeigt Miranda Katz anhand von Beispielen aus der Übersetzerbranche, der Juristerei und der Filmbranche, dass schon heute impliziter digitaler Darwinismus auf dem Arbeitsmarkt durch den Einsatz von KI ausgelöst worden ist. So ist es nach Meinung der dort zitierten ScriptBook CEO Nadira Azermai nicht die KI, die Menschen arbeitslos werden lässt. Es ist vielmehr die Verweigerungshaltung, KI für die eigene Tätigkeit einzusetzen. Auch wenn dies an vielen Stellen schon möglich ist.

“You’ll lose your job to people who have learned how to cooperate with machines. You will lose your job if you keep turning your head the other direction and pretending it doesn’t exist“, so Azermai.

Wenn aber KI zunehmend Tätigkeiten übernehmen, die Bestandteil menschlicher Berufe (Arzt, Drehbuchautor, Polizist) sind, muss die Frage gestellt werden, in welcher Weise sich Ausbildungsgänge nicht eigentlich sehr viel schneller anpassen müssten. Jon Marcus beschreibt in seinem Beitrag die erkennbaren Folgen für das bestehende Bildungssystem. So beginnen die ersten großen Unternehmen aus der IT-Branche, eigene Ausbildungsgänge aufzubauen. Hier erfolgt nämlich die Anpassung der bestehenden zu langsam und bürokratisch. KI, die Berufe verändert, hat demnach auch Auswirkungen auf das Bildungssystem. Sicher könnte man die ethische Frage anschließen, was denn mit dem Kompetenzaufbau in den Bereichen der Ausbildung geschieht, in denen die KI Menschen ersetzen.

Mit wissenschaftlichen Methoden des 20. Jahrhunderts lösen wir nicht die Probleme des 21. Jahrhunderts

Der Umgang der Wissenschaft und der Politik mit dieser Herausforderung zeigt sehr anschaulich das Dilemma, auf diese neue Herausforderung (KI, Roboter) mit tradierten Methoden und Sichtweisen zu reagieren. Seit der Veröffentlichung der allseits bekannten Frey/Osborne-Studie hat es viele volkswirtschaftliche Folge-Studien gegeben (so z.B. durch das ZEW). Diese waren am Ende stets zu dem Ergebnis gelangt, dass wir mit einem Abbau menschlicher Beschäftigung – in einem ungeklärten Umfang – rechnen müssen. Zeigt sich aber nicht zuletzt an der Methodik dieser Studien, dass wir inzwischen mit menschlicher Intelligenz allein die Komplexität, die uns zunehmend umgibt, nicht mehr bewältigen können? Wie kann es sein, dass Studien ernsthaft als politische Entscheidungsgrundlage dienen, die vorgeben, die Wahrscheinlichkeit einer digitalen Disruption in einer bestimmten Branche ex ante berechnen und daraus ableitend Arbeitsmarktprognosen abgeben zu können? Wir hinterfragen aber nicht diese wissenschaftlichen Methoden. Wir hinterfragen vielmehr die Entscheidungslogiken der KI und bezeichnen sie nur zu gern und schnell als diskriminierend.

Nicht die Künstliche Intelligenz sondern der Mensch diskriminiert

Eva Wolfangel zeigt in ihrem spannenden NZZ-Beitrag, warum es aber nicht die Algorithmen – auch nicht die selbst lernenden KIs – sind, die sexistisch, rassistisch oder diskriminierend sind. Es liegt vielmehr an dem, was wir der KI „vorleben“ und als Input zum Lernen zur Verfügung stellen. Ein Herausbrechen von Diskriminierung aus Algorithmen hingegen ist als Lösung des Problems in keiner Weise geeignet, da es keine übergeordnete Wahrheit und keinen absoluten Maßstab gibt, an dem sich diese Programmierer ausrichten können. Zudem kommt das Problem hinzu, so Wolfangel, dass Menschen allzuhäufig Korrelationen mit Kausalitäten gleichsetzen. Im Kern heißt dies also erneut, dass die KI nichts vom Menschen lernen kann, da er selbst nicht das passende Vorbild abliefert.

Hängt der Quanten-Computer die Menschen endgültig ab?

KI ist Bestandteil sehr vieler alltäglicher Lebensbereiche des Menschen. Sie unterstützt diesen, hilft dort aus, wo sie mehr leisten kann als ein Mensch, kann kreativ sein. Der nächste Entwicklungsschritt hin zur Intuition und einem menschenähnlichen Bewusstsein wird eventuell die Anwendung der Quantentechnik für KI sein. So wird bereits in den nächsten Monaten die „Quantum Supremacy“ gegenüber den uns bekannten Computern eintreten.

Wir sollten daher vielleicht nicht vergessen, die Probleme der Politik, der gesellschaftlichen Debatte und der Wissenschaft zu thematisieren. Gerade wenn es darum geht, mit dieser technischen Entwicklung Schritt zu halten. Experten sprechen von der exponentiellen Dynamik der KI-Entwicklung: „There will be an acceleration of pace as ever more people are put out of work “by technology” when artificial intelligence masters vision – and how to learn. (…) Unlike in the Industrial Revolution, we cannot expect a plateau of development here that will allow people to ‘catch up’”. Die Frage ist, wie wir als Menschen damit umgehen wollen.

Die Diskussion um die Gesundheitskarte zeigt es exemplarisch. Während in Deutschland über Fragen des Datenschutzes diskutiert wird, werden anderswo mit IBM Watson bereits Leben gerettet. Wird irgendwann der moralische Druck, die Entwicklung der KI einfach zu akzeptieren, nicht so groß werden, dass jahrelange politischen Debatten über neue Regulären zunehmend utopisch erscheinen? Was ist, wenn die durch eine Smart City induzierte Einsparung natürlicher Ressourcen den persönlichen Vorstellungen über Datenschutz gegenüber steht?

Benötigen wir nicht einen „politischen“ Algorithmus im Sinne einer Entscheidungslogik, der uns beim Umgang mit diesen strittigen Fragen Orientierung gibt und der zwischen individuellen und gesellschaftlichen Interessen abzuwägen hilft? Oder liegt es, wie der genannte provokante Beitrag auf AEON vorschlägt, am Ende gar nicht mehr im Ermessensspielraum des Menschen, über die Moral eines Algorithmus zu entscheiden, weil wir die sich daraus ergebende moralischen Regeln nicht mehr verstehen, wir aber davon ausgehen müssen, dass uns diese weiterhelfen als die Regeln und Verhaltensweisen, die uns seit Jahrtausenden Umweltzerstörung und Krieg bringen?

Wenn ihr mehr zu dem Thema „Angst vor der Künstlichen Intelligenz“ erfahren möchtet, dann gibt es hier von Arend Hintze einen spannenden Artikel mit dem Titel „Künstliche Intelligenz: Wovor die Forscher sich fürchten„.


Image (adapted) „Orb of power“ by Ramón Salinero (CC0 Public Domain)

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Die Papierakte ist weg! Lang lebe die Papierakte!

Woman, man, male and female (adapted) (Image by rawpixel_com [CC0 Public Domain] via Unsplash)

Im Dezember 2017 kann also auch das Freisinger Jobcenter verkünden, man habe jetzt von Papierakten auf die elektronische Aktenführung umgestellt. Eine Nachricht, die ein fahles Licht auf die Digitalisierung der Verwaltung wirft. Das Problem stellt dabei nicht unmittelbar das Jobcenter in Freising dar, sondern der unzureichende Fortschritt der Digitalisierung in der Verwaltung im Allgemeinen.

Die Lebenswelten der Menschen im digitalen Zeitalter haben sich stark gewandelt. Friseur- und Arzttermine lassen sich im Netz buchen. Einkäufe verlagern sich immer mehr ins Internet und die sozialen Kontakte werden über digitale Plattformen gepflegt. Medien- und Bildungsangebote sind mannigfaltig im Internet zu finden. Sollte aber ein Verwaltungsanliegen anstehen, klopft das 20. Jahrhundert wieder an die Tür.

Dabei ist die unzureichende Digitalisierung am sichtbarsten für den Bürger, wenn sie ihn unmittelbar betrifft. Die Studie der Initiative D21 „eGovernance Monitor“ macht dies deutlich. Demnach haben im Jahr 2017 weniger Menschen die digitalen Angebote der Verwaltungen genutzt und auch ihre Zufriedenheit mit den Angeboten lässt deutlich nach. Und das, obwohl die Digitalisierung der Verwaltung viel versprochen hatte: schnellere Behördenbearbeitungen, effizientere Behörden, einen bequemeren Umgang für die Bürger mit ihren Anliegen und auch die Serviceangebote sollten bürgerfreundlicher werden. Mit welchen Problemen kämpft die Verwaltung eigentlich, wenn es um die Digitalisierung der Arbeitsprozesse geht? Ist der Prozess der Digitalisierung der deutschen Behörden zu intellektuellen Küchenwitzen verkommen, oder handelt es sich dabei nur um ein Vorurteil?

Das Problem mit der Usability

Die E-Governance-Angebote werden nur von etwa 41 Prozent der Deutschen genutzt. Das liegt vor allem an der schlechten Auffindbarkeit von Angeboten und dem Zurückfallen in traditionelle Formen der Verwaltung während dem Prozess. „Wenn ich online eine Dienstleitung raussuche und am Ende des Tages wieder Ausdrucken und wieder auf die Seite der Behörde gehen muss, dann ist der Vorteil von online zu gering“, so Cornelia Gottbehüt, Government & Public Sector Advisory Leader und Vorstandsmitglied der Initiative D21. Die Informationen zu Serviceangeboten sind dabei auf mehreren Unterseiten verteilt, so dass die Suche nach Informationen zum Zeitfresser werden kann. Intuitiv geht anders. Ein weiteres Problem liegt laut Cornelia Gottbehüt in der mangelnden Sicht- und Auffindbarkeit der Serviceangebote.

Die Hoffnung, dass durch die Digitalisierung die Informationen schneller und gebündelter zu finden sind und sich Verfahren mit Behörden vereinfachen, haben viele längst verworfen.

Das „Once-Only“-Prinzip beispielsweise, welches in anderen Ländern wie der Schweiz und Österreich genutzt wird, sieht eine einmalige Weitergabe von Informationen des Bürgers an die Behörden vor. Danach werden diese Informationen intern und unter den Behörden, je nach Bedarf, weitergeleitet. Das erspart die meisten zeitintensiven Behördengänge. Dieses Verfahren kann allerdings nur mit transparenten Methoden der Verwaltung und der Einhaltung strenger Datenschutzbestimmungen als positiv betrachtet werden. Immerhin sagen laut Studie 1/3 der Deutschen, dass das „Once-Only“-Prinzip für sie zu einer modernen Verwaltung dazu gehört.

Die Deutschen sind in dieser Hinsicht weitaus skeptischer, was die Weitergabe von privaten Daten der Behörden untereinander angeht als andere europäische Länder. Das Sicherheitsbedenken steht der Digitalisierung an dieser Stelle zwar im Weg, ist aber aus datenschutzrechtlichen Gründen durchaus angebracht.

Digitalisierung first, Sicherheit second?

Bei der Sicherheit der Daten, die durch staatliche Stellen gespeichert werden, liegt ein zudem intransparentes Verhalten vor mit wem sie geteilt werden. Das Bekanntwerden des Dataminings der Geheimdienste hat zumindest nicht die Bereitschaft der Deutschen gefördert, personenbezogene Daten freiwillig unter den Behörden tauschen zu lassen. Aktuell sind laut dem Bericht der Initiative D21 nur 1/3 der Bundesbürger bereit im Rahmen des „Once-Only“-Prinzips, ihre Daten zum Austausch unter den Behörden freizugeben. Dabei ist für die anderen 2/3 vor allem der Datenschutz der Grund, sich gegen eine Weitergabe der Daten auszusprechen.

Der Datenschutz hat dabei mit den Verträgen von Lissabon den Status eines europäischen Grundrechtes bekommen. Das betont Maja Smoltczyk, die Berliner Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit, in ihrem Jahresbericht. Somit wäre die einzige Möglichkeit diesen Aspekt der Digitalisierung effektiv und unter Berücksichtigung des Rechtes auf Datenschutz umzusetzen, dem Bürger transparent zu zeigen mit wem und wann seine Daten genutzt und eingesehen worden sind. Der Datenschutz spielt für die Bürger und die europäischen Institutionen eine zentrale Rolle und darf daher nicht zugunsten der überhasteten Digitalisierung geopfert werden.

Auch bei der in den Behörden und Kommunen eingesetzten Software gibt es Probleme hinsichtlich der Sicherheit. So hatte die Software „PC-Wahl“ bei der Bundestagswahl 2018 große Sicherheitsbedenken ausgelöst. Der Chaos Computer Club konnte nämlich nachweisen, wie einfach die Software zu hacken ist. Schaden hätte so nicht entstehen können, so der Bundeswahlleiter Dieter Sarreither, da Veränderungen am Wahlergebnis spätestens im endgültigen Wahlergebnis aufgefallen wären. Des Weiteren würden nur vier von 396 Kommunen die Software einsetzen. Dennoch wirft auch dieser Vorfall ein schlechtes Licht auf die Art der Umsetzung der Digitalisierung der Verwaltung. So kommt es immer wieder zu Fällen, dass eine Software auf die verschiedenen Arbeitsbereiche angepasst werden muss und dabei die Sicherheit eine zweitrangige Rolle spielt. Dies liegt zweifelsfrei auch an der geringen Aufwendung der Mittel für Software mit einem hohen Sicherheitsanspruch.

Der Plan der Digitalisierung der Verwaltung- error 404

Das wohl größte Problem der Digitalisierung der Verwaltung hin zur E-Governance, liegt im Fehlen eines einheitlichen Konzeptes. Die deutsche Verwaltung ist schon seit je her bekannt für die wohlwollend formuliert „behutsame“ Anpassung bei Arbeitsprozessen an modern gewordene Standards. Dies war schon bei der Umstellung von einer inkrementellen Buchhaltung, zu einer modernen Buchhaltung mit einem Doppelhaushalt zu beobachten. In der deutschen Verwaltung werden beinahe alle föderalen Einheiten mehr oder weniger unabhängig voneinander digitalisiert. Besonders bei der Zusammenführung von Arbeitsprozessen, ist ein unterschiedlicher Standard aber hochgradig kontraproduktiv. Der Eindruck erhärtet sich zudem, dass die Digitalisierung einzelner Behörden oder Fachgruppen nur durch das Engagement einzelner Mitarbeiter vorangebracht wird.

Die Bertelsmann Stiftung hat im Mai 2017 einen Aktionsplan zur „Transformation der Verwaltung“ herausgegeben. In diesem lässt sich erkennen, wo eigentlich das Problem liegt, für das schnell Lösungen gefunden werden sollten. Schuld oder nicht Schuld, die Reform ist hier die Frage

Die Kommunen und Behörden sind im Grunde nicht das Problem. Vielmehr fehlen strategische und verbindliche Vorgaben, an denen diese sich orientieren können. Diese hätten den Vorteil, zu einer Vereinheitlichung der Digitalisierung zu führen, so dass nicht 396 Kommunen ebenso viele Konzepte zur Digitalisierung haben. Besonders bei den Entscheidungsstrukturen- und mechanismen gelingt, trotz verstärktem Einsatz von IT-Maßnahmen, zu wenig. Zudem haben die Verwaltungen mit dem massiven Problem zu kämpfen, IT-Techniker und Experten anzuwerben, die für eine Digitalisierung von Arbeitsprozessen nötig sind. So gab die Berliner IT-Staatssekretärin Sabine Smentek in einem Interview im Juni 2017 mit dem RBB an, dass besonders im Bereich der IT-Sicherheit und bei bestimmten Systemadministratoren, adäquates Personal fehlt.

Obwohl sich auf allen bundesstaatlichen Ebenen viele Akteure für das Anliegen der Digitalisierung einsetzen, so fehlt es doch an einer einheitlichen bundestaatlichen Lösung. Hier wäre eine vom Bund vorgegebene Föderale IT Architektur genauso wichtig, wie die gesonderte Bereitstellung finanzieller Mittel zur Digitalisierung der gesamten Verwaltung, von der Bundespolizei, bis zum Freisinger Jobcenter.

In dieser Hinsicht gibt der Bund bei der Digitalisierung von Verwaltung und deren Leistungsfähigkeit seine Verantwortung gerne ab. Das Ergebnis sind dann Meldungen, wie die Umstellung von Papierakten auf die elektronische Aktenführung im Jahr 2017. Dabei finden viele Konferenzen zu dem Thema statt. Viele der Akteure sind im regen Austausch miteinander und haben gute, proaktive Ideen. Es fehlt aber die Bereitschaft des Bundes, sich mit der Digitalisierung auf ein breit angelegtes, durch juristische Rahmenbedingungen gesichertes sowie vor allem gut finanziertes Konzept zu einigen. Der Prozess und dessen Umsetzung könnten zudem von einem Ministerium für Digitalisierung überwacht und auf die Einhaltung vorher festgelegter Standards überprüft werden.

Welche Parteien auch letztendlich Regierungsverantwortung übernehmen sollten, alle sollten ein Interesse an einer zukunftsorientierten, leistungsfähigen und am Bürger orientierten digitalen Verwaltung haben. Eine moderne Verwaltung sollte mit der sich rasant verändernden Lebensrealität seiner Bürger mithalten können. Wenn dafür nicht so schnell wie möglich das Fundament gelegt wird, werden sich die Probleme in der Zukunft exponentiell anstauen und daran kann niemandem gelegen sein.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Politik-Digital.de. Mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.

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Image (adapted) „Woman, man, male and female“ by rawpixel_com (CC0 Public Domain)


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Mal eben schnell gemerkt mit ColorNote

Ideas waiting to be had (adapted) (Image by Kelly Sikkema [CC0 Public Domain] via Unsplash)

Wer viel um die Ohren hat, der muss sich oftmals auch viel merken. Manchmal sind es schon die kleinsten Dinge, die so wichtig sind, dass man sie in einem Notizbuch festhalten muss. Ist man dann unterwegs kommt die Frage auf: „Was musste ich mir gleich noch so Wichtiges merken?“ Ärgerlich, wenn das Notizbuch mit den wichtigen Infos dann Zuhause liegt.

Schön ist es daher, dass man, egal wo man ist, auf kleine digitale Helfer zugreifen kann. Da ich das Problem mit dem Vergessen und Merken nur zu gut kenne, habe ich mich mal nach hilfreichen Notiz-Apps für das Smartphone umgesehen. Hier stelle ich dir einmal die App vor, die als erstes auf meinem Smartphone einziehen durfte.

Color Note

Eine Notiz-App, die super einfach zu bedienen ist und dazu noch sehr übersichtlich. Ich persönlich erstelle mir regelmäßig Listen zu allen möglichen Dingen. Eine Weihnachtsgeschenke-Liste, To-Do-Listen, eine Bücher-die-ich-noch-lesen-möchte-Liste, hier kannst du dir wirklich alles notieren. Aber auch reine Textmemos sind natürlich möglich.

ColorNote Notizübersicht (Screenshot by Jennifer Eilitz)
Die Notizen können als Raster oder als Liste angezeigt werden; Screenshot by Jennifer Eilitz

Wenn du es ganz übersichtlich und geordnet brauchst, dann kannst du dir auch die Notizen in verschiedenen Farben erstellen. Praktisch ist es zudem, dass du dir auf deinem Smartphone-Startbildschirm die Notizen anheften kannst. Entweder als Haftnotiz im 1:1 Format, mit einer Vorschau im Format 2:2, oder auch als Kalendervorschau. So hast du deine wichtigsten Notizen direkt griffbereit. Besonders gut eignet sich die Funktion vor allem für Einkaufslisten, wichtigen To-Do’s und Terminen.

ColorNote Smartphone Bildschirm (Screenshot by Jennifer Eilitz)
ColorNote Beispiel-Ansicht auf dem Smartphone Startbildschirm; Screenshot by Jennifer Eilitz

Nicht vergessen!

ColorNote bietet außerdem eine Erinnerungsfunktion an. Solltest du einmal Gefahr laufen etwas zu vergessen, so kann die App dich daran erinnern. Ein Kalender hilft dir dabei deine Termine im Blick zu behalten und erinnert dich auch wieder, wenn etwas Wichtiges ansteht. Du kannst in den Kalender entweder Textnotizen eintragen, oder aber auch hier eine Liste hinzufügen – beispielsweise wenn du etwas Dringendes abzuarbeiten hast. Möchtest du deine Notizen mit anderen teilen, dann kannst du diese auch via Twitter, Email oder SMS versenden.

Mir persönlich gefällt die App wirklich sehr gut und ich nutze sie auch schon länger. Eben mal schnell etwas ins Smartphone eintragen und schon hat man die Informationen immer dabei. Schon alleine für meine Weihnachtsgeschenk-Liste hat sich die App allemal bewährt. Einen weiteren Pluspunkt gibt es auch noch für die Passwort-Funktion, bei der bestimmte Listen gesichert werden können.

Du kannst dir ColorNote kostenlos im Google-Play-Store runterladen.


Image (adapted) „Ideas waiting to be had“ by Kelly Sikkema (CC0 Public Domain)

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Kartellrecht gegen Datenmonopole machtlos

Tower, television tower, blue sky and tall (adapted) (Image by Markus Spiske [CC0 Public Domain] via Unsplash)

In den vergangenen zwanzig Jahren sei es einer neuen Generation von Superstar-Firmen mit digitalen Plattformen gelungen, Quasi-Monopole zu errichten, bemerkt brandeins-Autor Thomas Ramge. Dieser „The-Winner-Takes-It-All-Trend“ werde sich in den kommenden Jahren weiter verstärken durch Daten lernende KI-Systeme und datenreiche Märkte.

„Das Kartellrecht, gemacht gegen Stahlbarone, zeigt sich dagegen schon jetzt als vollkommen machtlos“, meint Ramge. Das Bundeskartellamt hält hingegen das bestehende kartellrechtliche Instrumentarium für die wettbewerbliche Analyse und Beurteilung digitaler Plattformen und Netzwerke grundsätzlich für geeignet.

„Lediglich in wenigen Bereichen erscheint es geboten, die bestehenden kartellrechtlichen Regelungen zu ergänzen oder zu präzisieren. Entsprechende Ergänzungs- und Präzisierungsvorschläge finden sich auch im Grünbuch Digitale Plattformen, das das Bundeswirtschaftsministerium Ende Mai 2016 vorgestellt hat“, teilt das Bundeskartellamt mit.

Ex-ante-Vorschriften im Wettbewerbsrecht formulieren

Das sehen Professor Lutz Becker und Amit Ray von der Hochschule Fresenius in Köln anders. Im Kartellrecht könnte immer nur im Nachgang gehandelt werden. Man müsse einen Marktmissbrauch erst einmal nachweisen.

In der Geschwindigkeit, in der heute Märkte funktionieren, reiche das nicht mehr aus, etwa bei kurzfristigen Preisanpassungen. Erforderlich sei ein neuer Normenkatalog, der im Voraus Dinge regelt.

Pflicht zum Teilen von Daten

Dazu zählen die beiden Wissenschaftler auch die von Ramge ins Spiel gebrachte Pflicht zum Daten-Sharing: Der Staat müsse dafür sorgen, dass die großen Digital-Konzerne keine Oligopole und Quasi-Monopole bilden können, sondern fairer Wettbewerb herrscht, proklamiert Ramge im Interview mit dem CCB-Magazin.

„Zugleich müssen Menschen lernen, Daten und die sogenannte Künstliche Intelligenz zum Wohl des Einzelnen und für Gemeinschaften zu nutzen. Und beides muss in Einklang gebracht werden, das beschreiben wir ja auch in unserem Buch. ‘Das Digital’ möchte ein Beitrag zu der Diskussion sein, wie wir digitale Veränderung so gestalten, dass es Wohlstand und Teilhabe für alle mehrt und nicht nur für Digital-Konzerne und deren Aktionäre“. Ramge und Viktor Mayer-Schönberger schlagen eine regulatorische Innovation wider den Datenmonopol-Kapitalismus vor:

„Eine ‘progressive Daten-Sharing-Pflicht’. Das hört sich kompliziert an, aber das Prinzip ist im Kern einfach. Die Unternehmen mit extremem Datenreichtum müssen ihre Daten mit Wettbewerbern teilen. Konkret kann das so aussehen: Die Pflicht zum Teilen von Daten setzt ein, sobald ein Unternehmen einen bestimmten Marktanteil erreicht, beispielsweise zehn Prozent. Überschreitet ein Unternehmen diese Schwelle, muss es einen Teil seiner Daten mit allen Konkurrenten teilen, die dies wünschen“, so Ramge. Die Daten müssten zufällig gewählt sein, in einigen Fällen können sie auch durch einen neutralen Dritten bestimmt werden.

„Und natürlich muss dabei auch der Datenschutz beachtet werden. In der deutschen Versicherungswirtschaft gibt es so etwas übrigens schon: Die großen Versicherungen müssen den kleinen Hinweise geben, wie sie ihre Tarife sinnvoll schneiden können“, erläutert Ramge.

Offenlegung von Algorithmen greift zu kurz

Eine Offenlegung der Algorithmen, die von vielen Akteuren gefordert wird, würde zu kurz greifen. Als Produkt von in KI-Systemen eingespeisten Daten würden sich die Algorithmen verändern. Ein reiner Zugang zu den Algorithmen gewähre nur einen Blick in die Vergangenheit. Für funktionierenden Wettbewerb sollte der Datenrohstoff zur Verfügung gestellt werden, nicht nur ihre Werkzeuge. Was bislang vom Bundeskartellamt an Vorschlägen zur Bändigung des Datenkapitalismus erarbeitet wurde, hält das Notiz-Amt für unzureichend.

Die Wettbewerbswächter sollten das jetzt nicht mehr in geschlossenen Zirkeln ihrer Denkfabrik debattieren, sondern netzöffentlich verhandeln, dann kommen wir schneller zum Ziel.


Image (adapted) „Tower, television tower, blue sky and tall“ by Markus Spiske (CC0 Public Domain)


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Handwerk 4.0: Die digitalen Klempner kommen

Workbench and Tools (adapted) (Image by Jeff Sheldon [CC0 Public Domain] via Unsplash) Handwerk 4.0

Die beste Autowerkstatt online finden? Den Fahrradreparaturdienst per Twitter anheuern? Klimaanlage im Netz planen? Die Digitalisierung der Handwerksbranche, auch Handwerk 4.0 genannt, läuft in Deutschland auf Hochtouren.

Handwerk 4.0 – was ist das eigentlich?

Angelehnt an das Prinzip der Industrie 4.0, heißt dies, dass Abläufe und Arbeitsprozesse im Handwerk zunehmend digitalisiert werden. Sprich: Was vorher Menschen erledigt haben, übernimmt nun ein Computer, beziehungsweise eine Software und irgendwann wahrscheinlich ein Roboter. Die Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz definiert den Begriff folgendermaßen:

„Handwerk 4.0 beschreibt Betriebsstrukturen, Arbeitsprozessabläufe, Produkte und Dienstleistungen von Handwerksbetrieben, die in einem bisher noch nicht dagewesenen Maß digital vernetzt, adaptiv wissensbasiert und aus Kundensicht höchst intelligent in Erscheinung treten.“

Ganz klar, die Handwerksbranche ist im Wandel. Das hat auch die Politik erkannt, und sieht offensichtlich Handelsbedarf. So hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie als Teil der Förderinitiative „Mittelstand 4.0 – Digitale Produktions- und Arbeitsprozesse“ das Kompetenzzentrum „Digitales Handwerk” ins Leben gerufen. Von Infoveranstaltungen über Webinare bis hin zu Lehrvideos. Hier können traditionelle Handwerksbetriebe wie Dachdecker oder Bäckereien Informationen rund um die Digitalisierung ihres Fachfelds bekommen.

Auch ein Blick auf die Branchenpublikation handwerksblatt.de bestätigt, dass Handwerksbetriebe sich zunehmend digitalisieren. Viele Veröffentlichungen widmen sich explizit dem digitalen Wandel der Branche. Neben einer ganzen Serie „Handwerk 4.0” werden zum Beispiel regelmäßig Artikel mit Titeln wie „Cyberangriffe auf Handwerksbetriebe” oder „Online-Shops lohnen sich auch für Handwerker” veröffentlicht.

Der starke Fokus auf die Digitalisierung des Handwerks ist jedoch keine Einbahnstraße. Sie ist auch eine Antwort auf verändertes – digitales – Kundenverhalten. Nach einer Umfrage der Gelbe Seiten Marketinggesellschaft läuft beispielsweise das Suchen und Finden von Diensten, auch von Handwerkern, zunehmend im Internet ab. Demnach:

  • recherchieren 80 Prozent der 18 bis 39-Jährigen im Web
  • suchen 42 Prozent der Deutschen nach Handwerkern zuerst online statt Bekannte zu fragen
  • werden 25 Prozent aller Anfragen ab 2020 online gestellt

Startups stürmen die Handwerksbranche

Gerade junge Gründer sind sich darüber im Klaren, dass die nächste Welle von Kunden die Digital Natives sind. Und die suchen, wie diese Zahlen belegen, nicht mehr im Telefonbuch nach einem Klempner. Das Handwerk 4.0 ist für diese Kunden keine Entwicklung. Es ist bereits die grundsätzliche Erwartungshaltung an die Branche.

Bastian Scherbeck, Andreas Schmidt und Peter Pawlitzek gründeten zum Beispiel ihr Startup Livecycle, weil ihnen der Service bei Fahrradreparaturen gelinde gesagt, „unterirdisch” erschien, wie sie im Interview verrieten. Der Kunde sei bisher kaum ernst genommen worden. „Wenn dein Fahrrad kaputt ist, musst du es selbst in die Werkstatt bringen und dann auch noch lange auf die Reparatur warten. Wenn das dein Haupttransportmittel ist, ist das eigentlich nicht akzeptabel“, sagt Bastian Scherbeck.

Bei Livecycle drehen die Gründer daher das Prinzip um: Die Handwerker kommen zum Kunden und reparieren das Fahrrad vor Ort. Alles von der Terminvereinbarung über die Preisfrage wird vorab online geregelt. Schneller, zeitsparender, billiger ist auch das Motto von Caroobi. Das Berliner Startup bringt auf einer Online-Plattform Autowerkstätten mit Autobesitzern zusammen. User geben hier ein, welche Reparaturen sie benötigen und können anschließend verschiedene Angebote online vergleichen – und direkt über die Webseite buchen. Damit wollten sie Autoreparaturen übersichtlicher, transparenter, flexibler und einfacher gestalten, sagen die Gründer.

Ein Wandel der klassischen Handwerksdienste

So machen gerade viele klassische Handwerksdienste wie das Bodenhandwerk, Malerbetriebe oder Dachdecker eine digitale Wandlung durch, oft angetrieben durch junge Gründer.

Robin Lanzer ist einer dieser Gründer. Der gelernte Farben- und Lackentwickler mit BWL-Studium arbeitet seit 17 Jahren im Handwerk. Mit seinem Startup Jeez will er den lästigen Baumarkt-Besuch überflüssig machen. Seine Idee ist dabei ähnlich wie der Ansatz von Livecycle. Wenn es für Kunden zu umständlich ist zum Baumarkt zu gehen, kommt eben der Baumarkt zum Kunden. Statt also selbst stundenlang von einer Abteilung zur anderen zu rennen, Farben, Bodenbeläge, Regale und Nägel zu suchen, kommen die Experten von Jeez zu den Kunden in die Wohnung. Die Beratung findet in den eigenen vier Wänden statt. Auch hier wird der Service im Netz gebucht, sodass Kunden so wenig Zeit und Nerven wie möglich verlieren.

Das ist ebenfalls der Ansatz von Stegimondo. Das Startup mit Sitz in Berlin positioniert sich selbst wiederum als „Der Online Dachdecker“ und wirbt mit Attributen wie Schnelligkeit, Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit um seine Dienste.

All diese Beispiele zeigen: Das Handwerk 4.0 ist keine Zukunftsvision, es ist bereits Realität. Einige Brancheninsider sind daher der Meinung, dass traditionelle Handwerksbetriebe nur zwei Optionen haben: Voll in die Digitalisierung einsteigen – oder untergehen.


Image (adapted) „Workbench and Tools“ by Jeff Sheldon (CC0 Public Domain)

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Die Netzpiloten sind Partner der BloomReach Connect

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Lust bei der BloomReach Connect dabei zu sein? Dann gewinnt bei uns 3×1 Ticket für die spannende Konferenz in Amsterdam! Teilnahmebedingungen.


Hier dreht sich alles rund ums „Connecten“: BloomReach läd am 6. Dezember 2017 auf die Konferenz Connect Amsterdam ein! Das Verbinden von Content und Commerce, Maschine Learning und Human Creativity, Customer Journey und Customer Experience und vieles mehr stehen hier im Mittelpunkt. Denn der digitale Erfolg der Zukunft  liegt in diesen Verbindungen, die von den Experten der Branche bereits intensiv diskutiert werden: Wie sieht die Zukunft der Cloud, Customer Experience und Künstlichen Intelligenz aus? Und wie schafft man es, diese digitalen Trends zu verbinden?

Ein Experte auf diesem Gebiet ist der Gartner-Analyst Mike Lowdnes. Seine 18-jährige Expertise im Bereich Digital Commerce, Softwareentwicklung und Architektur bestimmen die Thematik seines Vortrags: Hier wird er sich mit dem aktuellen Stand von Digital Experience befassen und diskutieren, welche Innovationen und Fähigkeiten sich aus diesen Trends ergeben.

Auch der Gründer der Zukunftsforschungs-Agentur Whetston, Thimon de Jong, wird vor Ort sein. Unter dem Thema „Mensch & Maschine: Rivalen oder Gefährten?“ wird er seine Keynote halten: Hier zeigt er euch einen Einblick in die Welt der Künstlichen Intelligenz, sowie gesellschaftliche Veränderungen und Geschäftsstrategien.

Ihr dürft somit nicht nur internationale Speaker erwarten, sondern auch Best Practices, Workshops, sowie ein Hackmarathon, die die Veranstaltung BloomReach Connect abrunden werden. Das spannende Programm richtet sich dabei vor allem an Developer, Solutions-Experts und Digital Marketer, doch auch alle anderen Teilnehmer sind herzlich willkommen.

Wann & Wo?

6. Dezember 2017, 9 bis 18 Uhr, am Beurs van Berlage, Damrak 243, 1012ZJ in Amsterdam. Hier könnt ihr euch Tickets sichern. Wir wünschen allen Teilnehmern viel Spaß!

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Matching-Ökonomie mit Luhmann-Algorithmus – Warum die Kurvendiagramm-VWL ins Abseits gerät

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Ökonomen betrachten bekanntlich die gehandelte Menge an Gütern und Dienstleistungen als Ergebnis eines Zusammenspiels von Angebot und Nachfrage. Studierende der Wirtschaftswissenschaft werden damit in Kurvendiagramm-Vorlesungen gelangweilt. Problem: In den Modellen arbeitet man mit Interpretationen, die erst im Nachhinein der Öffentlichkeit präsentiert werden. Für Voraussagen sind die Kurvenspielchen völlig ungeeignet. Noch problematischer wird es, wenn man Preiserwartungen in die Rechnungen einbezieht.

Dann gehen die Wirkungen sogar ihren Ursachen voraus. Was in der Realität passiert: „Die Modelle können in nahezu jeder vorhandenen Datenreihe mehr oder weniger passend gemacht werden“, schreibt Tobias Schmidt in einem Beitrag für die Zeitschrift Merkur. Wie belastbar das wissenschaftstheoretisch wirklich ist, überlasse ich jetzt mal der Interpretation. Inwieweit die Preistheorie für das wirtschaftliche Geschehen in aggregierten Ex post-Rechnungen zum Erkenntnisgewinn beiträgt, ist zumindest ein paar kritische Fragen wert. Im digitalen Kontext ist das Zirkelschluss-Gesabbel noch idiotischer.

Wenn der Preis nur eine Nebenrolle spielt

Viktor Mayer-Schönberger und Thomas Ramge erläutern das in ihrem Buch „Das Digital – Markt, Wertschöpfung und Gerechtigkeit im Datenkapitalismus“ am Beispiel des Erfolgs der Firma BlaBlaCar. Bei dieser Plattform spielt nicht der Preis die Hauptrolle, sondern vielfältige Daten. Mitfahrer können die Angebote danach durchsuchen, wie gesprächig der Fahrer ist – daher der Name BlaBlaCar -, welche Musik sie mögen oder ob Haustiere mitfahren dürfen – und somit das für sich perfekt geeignete Angebot auswählen. „Der Preis spiel in dem Modell nur eine untergeordnete Rolle, denn die Fahrer können diesen nur innerhalb einer vorgegebenen Spanne festlegen“, so Mayer-Schönberger und Ramge.

Was sich immer mehr herauskristallisiert ist eine „Matching-Ökonomie“, in der man viel stärker auf die Details und Nuancen von wirtschaftlichen Entscheidungen schauen muss. Damit dieses Matching in der Flut von Informationen überhaupt möglich ist, braucht man Ontologien. Laut Wikipedia dienen sie als Mittel der Strukturierung und zum Datenaustausch,  um bereits bestehende Wissensbestände zusammenzufügen, in bestehenden Wissensbeständen zu suchen und diese zu editieren sowie aus Typen von Wissensbeständen neue Instanzen zu generieren.

Soweit die eher technokratische Definition. Meßbar ist jedenfalls, dass die schlechte Ontologie eines Anbieters oder eines Marktplatzes im Zeitverlauf zu einer Verringerung von Transaktionen führt. Der ökonomische Druck zur Entwicklung von Schlagwort-Strategien steigt, betonen die beiden Buchautoren und verweisen auf die Metadaten-Expertin Madi Solomon. Sie komme aus den Salzminen der Datenarbeit und war für die weitgehend manuelle Verschlagwortung beim Walt-Disney-Konzern verantwortlich. „Später wurde sie Direktorin für Datenarchitektur und semantische Plattformen beim Bildungsverlag Pearson.“

Ohne Meta-Daten kein Matching

Für die Zukunft erhofft sie sich ein besseres Zusammenspiel von Algorithmen und Daten-Ontologien. „Startups und große Datenspieler haben das Thema schon für sich entdeckt – und gehen es immer öfter gemeinsam an. Das ehrgeizige Datenprojekt bei eBay etwa hat genau das Ziel, durch bessere Katalogisierung die Auffindbarkeit der Produkte von 42 auf rund 90 Prozent zu steigern.“

Eine wichtige Rolle spielen dabei mehrere auf Metadaten-Management spezialisierte Startups wie Expertmaker, Corrigon und Alation, die eBay erworben hat oder mit denen die Handelsplattform eng zusammenarbeitet. Sie sollen zur automatischen Kategorisierung beitragen. Prognose von Mayer-Schönberger und Ramge: „Je stärker die Märkte sich vom Preisvergleich ab- und dem datenreichen Matching zuwenden, desto intensiver wird das Wettrennen um leistungsfähigere Algorithmen.“

Kreatives Matching mit Zufallsgenerator

Aktiv abwenden können sich Märkte von „Preisen“ natürlich nicht, denn sie existieren nur in der Fantasie der Zirkelschluss-Ökonomen, die eine Volkswirtschaft in aggregierten Zuständen betrachtet – jedenfalls tun das die Makroökonomen. Aber das Matching-Logiken der Katalysator des Netzes sind, dürfte wohl kaum einer bestreiten. Und wie sorgt das Ganze für Überraschungen jenseits von mechanistisch aufgebauten Algorithmen?

Wie das funktionieren kann, belegt der rein manuell gepflegte Zettelkasten des legendären Soziologen Niklas Luhmann. Der Zettelkasten ist eine Kombination von Unordnung und Ordnung, von Klumpenbildung und unvorhersehbarer, im ad hoc Zugriff realisierter Kombination. Das notierte Luhmann auf dem Zettel 9/8. An dieser Stelle verweist das Notiz-Amt auf die Forschungsarbeit von Johannes F.K. Schmidt, der den Nachlass des Bielefelder Soziologen bearbeitet und die Prinzipien des Luhmannschen Überraschungsgenerators der Öffentlichkeit zugänglich macht.

Ein Punkt ist hier aber wichtig. Die Funktion des Schlagwortverzeichnis im Zettelkasten von Luhmann: „Jede Notiz ist nur ein Element, das seine Qualität erst aus dem Netz der Verweisungen und Rückverweisungen im System erhält. Eine Notiz, die an dieses Netz nicht angeschlossen ist, geht im Zettelkasten verloren, wird vom Zettelkasten vergessen“, schreibt Luhmann.

Damit dieses Matching-Gedankenspiel in Gang kommt, braucht man Meta-Daten – also ein Schlagwortverzeichnis. „Will man sich nicht nur auf den Zufall verlassen, so muss man zumindest einen Punkt identifizieren und ansteuern können, an dem man in das entsprechende Verweisungsnetz einsteigen kann“, so Schmidt. Das Strukturprinzip führe dazu, dass der über das Schlagwortverzeichnis gesteuerte Zugriff auf eine begrifflich einschlägige Stelle die Suche gerade nicht auf diesen Begriff limitiert, sondern im Gegenteil aufgrund der spezifischen Einstellpraxis der Zettel und der Verweisungsstruktur der Sammlung ein schon bald nicht mehr überschaubares Netz von Notizen eröffnet. Was Luhmann analog vollbrachte, ist ein Multiple Storage-Prinzip – also eine Mehrfachablage mit völlig überraschenden Matching-Verläufen. Sein Datenbank-System ist überaus kreativ und bewährt sich als Denkwerkzeug.

Das kann man bislang von den Ontologien, die im Netz herumschwirren, nicht sagen. Wer den Luhmann-Algorithmus ins Netz überträgt, wird das Rennen auch gegen Google und Co. gewinnen. Hier wagt das Notiz-Amt mal eine Prognose, die allerdings völlig willkürlich ist.


Image (adapted) „Organisieren“ by myrfa (CC0 Public Domain)


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Die Netzpiloten sind Partner der Social Conference

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Die Social Conference ist die Konferenz für Digitiale Marketing Transformation, intensiven Wissens- und Erfahrungsaustausch, Inspiration und nachhaltiges Networking – und ihr könnt dabei sein! Am 14. November veranstaltet sie die Connecting Customers Conference in München.

Das Programm in München bezieht sich vor allem auf Digitale Kundengewinnung und -bindung. Denn die Touchpoints entlag der Customer Journey des Unternehmens sind ausschlaggebend dafür, ob die Kunden kaufen – und ob sie treu sind. Die Herausforderung dabei bezieht sich auf die steigende Anzahl von Daten, Touchpoints und Devices, die für eine immer komplexer werdende Customer Journey sorgt. 

Auf der Konferenz könnt ihr somit wertvolles Wissen von Experten rund um marketingorientierte Digitalthemen sowie interdisziplinäre Inhalte – wie der Aufbau einer gesamtheitlichen Customer Journey mit samt ihrer Phasen, kausalen Zusammenhänge, physischen und digitalen Touchpoints – vermittelt bekommen.

Führenden Experten und Unternehmen aus der deutschsprachigen digitalen Media Szene werden zusammentreffen, die zu den aktuellsten Digital Fachthemen auf allen bedeutenden nationalen und internationalen Podien sprechen. Durch ihre langjährigeErfahrung, sind sie zu Entscheidungsträger geworden, die die Entwicklungen und Trends des digitalen Wandels aktiv mitgestalten und reflektieren. Unter anderem werden als Speaker Prof. Dr. Klemens Skibicki, Unternehmer, Keynote-Speaker und Berater, und Magdalena Rogl, Head of Digital Channels bei Microsoft, erwartet.

Lasst euch dieses einmalige Konferenzerlebnis nicht entgehen! Hier findet ihr weitere Informationen und Tickets.

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Die Netzpiloten sind Partner der E-Book-Konferenz „Future Reading“ 2017

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Am 6. Dezember 2017 ist es wieder soweit: Die 10. E-Book-Konferenz wird von der Akademie der Deutschen Medien in München veranstaltet. Diesmal geht es rund um den Leser – unter dem Motto „ FUTURE READING – Leser, Produkte und Geschäftsmodelle“ werden internationale Experten aus Verlagen, Digital-Unternehmen und Branchendisruptoren die Bedürfnisse der Leser, Produktformen, Discoverbility und die Monetarisierung im E-Book-Business diskutieren.

Denn der digitale Kunde liest nicht nur anders – er sucht Inhalte auch anders und kauft sie anders. So möchte er das beste Leseergebnis finden, technologisch und inhaltlich: Es soll schnell, spannend und einfach sein. Die Frage ist hierbei nicht, wie man Inhalte bereitstellt, denn das ist die Kernkompetenz von Verlagen – sonder wie man sie vermarktet und kundenorientiert aufbereitet.

Es stellen sich Fragen wie: Wer ist der Kunde? Was sind seine Bedürfnisse? Und wann ist er bereit, für das digitale Lesen zu zahlen? Multimediale Wachstumsstrategien sind hier von Bedeutung, genauso wie neue Vermaktungsstrategien und Vetriebsmodelle. Denn sie sind ausschlaggebend dafür, gute Produkte, digitale Erlösquellen, sowie neue Distributionskanäle und den Verkauf über Nebenmärkte zu realisieren.

Interesse geweckt?

Es erwarten auch hochkarätige Speaker, die in Visionary Kenotes und Praxisvorträgen diese Fragen diskutieren. Unter anderem werden Dr. Niels Peter Thomas, Chief Book Strategist von Springer Nature, Dominic Myers, European Publishing Director von Amazon und Eliane Wurzer, Leiterin Digiale Imprints von Piper dabei sein.

Also los! Weiter Informationen und die die Online-Anmeldung findet ihr hier.

 

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Schumpeter, die Linke und der digitale Kapitalismus

Industrie (adapted)(Image by Huskyherz[CC0 Public Domain] via Pixabay)

Die Soziologie taucht nicht zufällig so häufig in den Bonner Vorlesungen des Ökonomen Joseph Schumpeter auf. Als er 1927 seinen ersten Aufenthalt als Gastprofessor an der Harvard Universität antrat, hatten sich die dortigen Soziologen noch nicht vom wirtschaftswissenschaftlichen Institut abgespalten, um eine selbständige „Gruppe für Sozialbeziehungen“ zu bilden. Das erwies sich für Schumpeter als glücklicher Umstand, denn seine eigene Betrachtungsweise der Nationalökonomie orientierte sich immer stärker an der Soziologie.

In Harvard hatte er die Möglichkeit, sich mit den besten Köpfen auf diesem Gebiet auszutauschen und diese Erkenntnisse mit seinen eigenen wirtschaftswissenschaftlichen Arbeiten zu kombinieren. Die Ökonomie blieb der Mittelpunkt seines Denkens – aber auch Geschichte, Soziologie und die Psychologie kamen hinzu. Schumpeter vermied die enge Spezialisierung und stellte sich damit gegen den akademischen Trend seiner Zeit. Er war bestrebt, unangemessene Vereinfachungen zu vermeiden.

Seine Hinwendung zu einer interdisziplinären Sichtweise des ökonomischen Geschehens brachte er bereits 1926 in einem Aufsatz unter dem Titel „Gustav von Schmoller und die Probleme von heute“ zum Ausdruck. Darin würdigt er Schmoller dafür, das Feld der Nationalökonomie über die Grenzen der reinen Theorie ausgeweitet zu haben. Schmoller habe gemeinsam mit Max Weber einer neuen Art von historisch fundierter Wirtschaftssoziologie oder Sozialökonomie den Weg gewiesen. Das war seinen eigenen Forschungen geschuldet und seinen Erfahrungen in Politik sowie Geschäftsleben.

Anachronistischer Klassenstatus

Das belegt auch die Abhandlung von 1928 „Die Tendenzen unserer sozialen Struktur“. Hier untersucht Schumpeter die Diskrepanz zwischen der Wirtschaftsordnung Deutschlands und der Sozialstruktur. Die Wirtschaftsorganisation war kapitalistisch, die deutsche Gesellschaft war aber in ihren Gebräuchen und Gewohnheiten nach wie vor in ländlichen, ja sogar feudalen Denkweisen gefangen – heute industriekapitalistisch.

Zur Reichsgründung 1871 haben nahezu zwei Drittel der Bevölkerung auf Gütern oder Gemeinden mit weniger als 2000 Einwohnern gelebt, noch nicht einmal 5 Prozent in Großstädten von mehr als 100.000 Einwohnern. Bis 1925 hatte sich der Anteil der Stadtbewohner verfünffacht, während der Anteil der Landbevölkerung um die Hälfte zurückgegangen ist. Ursache war vor allem ein sprunghafter Anstieg der Agrarproduktivität. Während 1882 in Deutschland nur 4 Prozent der kleinen Landwirtschaftsbetriebe Maschinen einsetzten, waren es 1925 schon über 66 Prozent. Die Mechanisierung löste eine Landflucht aus und trieb die Landarbeiter in die Städte.

1927 erschien „Die sozialen Klassen im ethnisch homogenen Milieu“ (Archiv für Sozialwissenschaft und Sozialpolitik) – ein wegweisender Beitrag zur noch jungen Disziplin der Soziologie. Schumpeter selbst zählte den Aufsatz zu den wichtigsten Werken, was aus Notizen hervorgeht, die er gegen Ende seiner Forschungstätigkeiten schrieb.

Seine Grundthese: Der Klassenstatus ist das Ergebnis vorhergegangener Ereignisse und daher anachronistisch. Er weist daraufhin, das die meisten reichen Familien, die um die Mitte des 19. Jahrhunderts an der Spitze der Gesellschaft gestanden haben, drei Generationen später dort nicht mehr zu finden waren.

Unaufhörliche Dynamik konkurrierender Neuerungen

Man könnte annehmen, vernünftige Sparsamkeit, eine bescheidene Lebensweise und der Erhalt einer soliden Grundlage seien für Unternehmen ausreichend, um an der Spitze zu bleiben. Hier greift er auf die protestantische Ethik nach Max Weber zurück. Schumpeter vertritt die These, dass jede Firma, die sich auf eine derartige Routine beschränkt, schon bald von offensiver agierenden, risikofreudigeren, wettbewerbsorientierten Unternehmen verdrängt werde: „Die Einführung neuer Produktionsmethoden, die Erschließung neuer Märkte, überhaupt die erfolgreiche Durchsetzung neuer geschäftlicher Kombinationen hat Fehlerquellen, Risiken und begegnet Widerständen, die in der Bahn der Routine fehlen“.

In seinem Werk „Theorie wirtschaftlichen Entwicklung“ schreibt er, Erfolge habe nicht in erster Linie der Innovator, der Erfinder und schöpferische Zerstörer, sondern jener, der das Neue am besten organisiert. Die Deutschen verstanden es im 19. Jahrhundert besser als die Briten, die Textilindustrie zu organisieren, selbst wenn sie wenig zu deren maschineller Technologie beitrugen.

Mentale Irrwege im Digitalen

Sind wir mental nun besser orientiert, um den Wechsel vom Industriekapitalismus zum digitalen Kapitalismus zu bewältigen? 1980 zählte der Industriesektor das erst Mal nicht mehr zur dominanten Branche in der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung. Den Gipfelpunkt hatte das produzierende Gewerbe 1960 erreicht, seit dem geht es stetig bergab.

Seit den neunziger Jahren sind mehr als 75 Prozent der Erwerbstätigen und ein ebenso hoher Prozentsatz der gesamtwirtschaftlichen Wertschöpfung durch immaterielle und nachindustrielle Produktion entstanden. Die innere Uhr der politischen Entscheider ist immer noch auf die industrielle Produktion gepolt. Man merkt es an der wenig ambitionierten Digitalen Agenda der Bundesregierung, man erkennt es an den lausigen Akzenten, die in der Bildungspolitik gesetzt werden und man hört es bei den Sonntagsreden der Politiker, wenn es um Firmenansiedlungen geht.

Es gibt keine Konzeption für eine vernetzte Ökonomie jenseits der industriellen Massenfertigung aus den Zeiten des Fordismus. Übrigens auch nicht im linken Spektrum der Politik: „Die Linke war historisch eine Befürworterin des Fortschritts, technologisch und sozial. Diese Rolle hat sie irgendwann verloren. Industrialisierung der Landwirtschaft war eine der zehn Forderungen des Kommunistischen Manifestes, eine damals unerhört futuristische Forderung. Wo ist heute eine Linke, die nur annähernd an solch visionäre Perspektive anknüpfen könnte? Die sich eine Vollendung der durch den fossilen Irrweg des letzten Jahrhunderts unvollständig gebliebenen Elektrifizierung auf die Fahnen schreibt? Die mehr Automatisierung fordert statt weniger?“, fragt sich Timo Daum in seinem neuen Opus „Das Kapital sind wir – Zur Kritik der digitalen Ökonomie“, erschienen im Edition Nautilus-Verlag.

Esoterik macht die Automatisierung nicht schöner

Ähnlich sieht es der CIO-Kurator Axel Oppermann: „Was die meisten als Arbeitsplatz der Zukunft verstehen, ist eigentlich der Arbeitsplatz der Vergangenheit. Sehr viele Ressourcen werden in die falschen Themen investiert. Jeder CIO oder Geschäftsführer ist beseelt von der Idee des Digital Workplace. Man kauft irgendwelche Kollaborationslösungen, dann gibt es mal einen Kurs für agile Arbeit und Teamdynamik. Das führt zu nichts.“

New Work und ähnliche esoterische Denkansätze führen nach Meinung von Oppermann in die falsche Richtung. „In den vergangenen zehn bis 15 Jahren haben es die Leute nicht geschafft, Kollaboration in der Breite hinzubekommen. Die Art und Weise, wie in der Vergangenheit gearbeitet wurde, werden in die neuen Konzepte übertragen. Es muss viel mehr auf Automatisierung und Standardisierung gesetzt werden.“

Da würde dann auch Design Thinking nicht greifen. Das werde von denen gepredigt, die mit Brainstorming gescheitert sind. Wie man das Ganze politisch gestalten kann, sollte so langsam vorgedacht werden. Also die Frage der informationellen Grundversorgung, die Frage von public services, die Frage der Verteilung und vieles mehr. Hier sieht das Notiz-Amt ordnungspolitische Herausforderungen, die auf die netzökonomische Agenda gehören.


Image (adapted)“Industrie“ by Huskyherz [CC0 Public Domain]


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Destination Check NEXT Conference 2017

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„Digital sucks“– das war das Thema der diesjährigen Next Conference 2017. Seit über zehn Jahren findet die NEXT einmal im Jahr statt und ist für jeden, der aktiv an der Gestaltung der Digitalen Transformation teilhaben möchte. Hier treffen Marketing- und Produktleiter, Führungskräfte der digitalen Wirtschaft, innovative Konzerne sowie innovative Startups aufeinander. Zum dritten Mal hat die NEXT nun in ihrer Gründungsstadt Hamburg stattgefunden und wurde von SinnerSchrader und Faktor3 ins Reeperbahn Festival integriert. 1300 Teilnehmer sind vor Ort, die in einem Bewerbungsverfahren selektiert wurden. Ob sich die Mühe gelohnt hat? Und wie kommt das Thema an, das sich deutlich von dem üblichen Optimismus in der Branche abwendet? Wir haben bei Speakern und Besuchern nachgefragt.


Speaker: Sven Wedig, Founder und CEO von Vollpension Medien GmbH


Sven Weding (Image by Ania Kozlowska)

Wie ist dein Gesamteindruck von der NEXT17?

Ich habe einen sehr guten Eindruck! Ich war schon gestern bei der Next Minds dabei – also dem Vortrag der NEXT – das war sehr inspirierend. Vor allem gab es coole Formate: Man stand mit 20 – 30 Leuten zusammen und konnte Themen diskutieren. Hier bin ich jedoch erstaunt, wie hipster Hamburg sein kann, also wenn man sich die Hipster-Tische anschaut und die hochgekrempelten Jeans. Alles in allem ergibt sich eine sehr gute Stimmung, es sind viele gemischte Leute da, viel altes Coporate aber auch ein Haufen junger Leute – die Mischung zahlt sich aus. Zudem sind alle sehr offen und man kann gute Dialoge führen. Und man muss in Hamburg nicht die ganze Zeit Englisch sprechen – wie in Berlin zum Beispiel.

Welche Erwartung hattest du an die NEXT17 und wurden sie erfüllt?

Für mich schon. Ich hatte gestern die Erwartungen, gute und inspirierende Leute zu treffen und neue Sachen zu erfahren, die ich so vorher noch nicht gehört habe – das war auch der Fall. Für heute habe ich mir eine volle Hütte gewünscht und das hat auch gut geklappt. Die NEXT lebt einfach davon, dass viele Leute kommen und somit sind meine Erwartungen auch erfüllt.

Was genau war denn dein Highlight gestern?

Es ging zum Beispiel um das Thema Influencer-Marketing und war von den Kunden, die da waren, sehr breit gefächert: Von einem medizinischen-technischen Dienstleister, der sich die Frage gestellt hat, wie er mit seiner Zielgruppe umgehen kann, bis zu einem Coporate-Influencer. Da hieß die Fragestellung: Du bist du – aber auch ein Influencer für deine Company. In wie weit solltest du eine Anleitung bekommen, wie du ein Influencer für deine Firma sein kannst? Es geht also um Employer-Branding, Coporate-Branding, B2C und wie kann ich meine Angestellten auch zu einem Influcencer machen.

Und heute in Hamburg waren die Leute das Highlight und die Mischung der unterschiedlichen Branchen. Denn ich denke, das ist das Einzige, was die Leute noch weiterbringt. Die Leute in meinem Bereich zum Beispiel: Wir haben vielleicht noch nicht alles gehört, aber wir kennen uns schon gut aus und jeder Impact, der aus einem anderen Bereichen kommt – oder einer anderen Company, einem anderem Brand – ist wirklich spannend. Und oft findet man auch gemeinsame Nenner, die einem vorher nicht bewusst waren.

Was hältst du von dem Thema der NEXT dieses Jahr?

Ich finde es gut, es will provozieren. Aber man merkt auch, dass das Thema „Digital“ überhaupt nicht „sucked“, alleine wenn man sich ansieht wie viele Leute hier sind und dass alle an ihren Geräten unterwegs sind – jeder hängt am Handy, Laptop oder Tablet. Es „sucked“ halt Null, aber ich denke die Botschaft ist, dass man sich damit kritisch auseinandersetzt und nicht immer alles sofort als Gesetz annimmt, frisst und dann weitermacht. Und nur weil es andere machen, muss es auch nicht immer geil sein.

Wem würdest du die Veranstaltung weiterempfehlen?

Bei dem, was ich mitbekommen habe, würde ich es auf jeden Fall Marketing-Entscheidern empfehlen, egal ob B2C oder B2B, um einen Impuls zu kriegen, was in anderen Branchen passiert. Aber auch für viel klassische Kommunikation und Social Media ist es gut, auch für junge Leute, die sich in den verschieden Märkten orientieren wollen. In erster Linie sehe ich das Thema jedoch für Marketingleiter als ziemlich relevant an.


Speaker: Samuel West, Kurator des Museum of Failure


Was ist dein Eindruck der NEXT17?

Die Konferenz ist viel größer als ich es erwartet habe. Ich habe mit einem kleinen Innovationsevent gerechnet, da es weltweit viele solcher Konferenzen gibt und sie alle einem ähnlichen Format folgen. Aber diese Konferenz ist viel größer und cooler als ich gedacht habe. Und eigentlich verfolge ich die anderen Speaker nicht wirklich, aber diesmal finde ich es sehr interessant. Das haben die Organisatoren sehr gut gemacht.

Was sind deine Erwartungen an die NEXT17?

Ich möchte David Lee kennenlernen, der heute über die kollobrativen Innovationen in China geredet hat. Und dann werde ich ein paar Interviews führen und einfach die Zeit genießen.

Was ist anders an dieser Konferenz, als die Üblichen, die du besuchst?

Also einmal ist es die Größe der Konferenz und auch die Location, wie das schöne Schmidts Tivoli. Zudem findet die NEXT mitten im Rotlichtmilieu statt, was echt cool ist.

Was denkst du über das Thema „Digital sucks“?

Ich liebe es! Obwohl das Digitale natürlich nicht „sucked“, weil es auch einfach Teil unseres Lebens ist. Aber ich mag die alternative Meinung und dass nicht jeder nur „Halleluja“ sagt. Oft wird das Digitale auf Tech-Events angepriesen und gelobt, was eigentlich gar nicht stimmt. Dieses Umdenken finde ich somit sehr gut.

Hast du so eine Einstellung auf einer anderen Konferenz schon mal erlebt?

Ich habe den Eindruck, dass andere Organisatoren oftmals Angst haben und somit lieber alle glücklich machen wollen, sodass das Ganze im Endeffekt Mainstream wird – und keiner mehr glücklich ist. Es ist doch gut, ein bisschen zu riskieren! Es ist nur ein Event. Niemand wird sterben, wenn der Kaffee schlecht schmeckt. Ich bin froh, dass damit experimentiert wurde.

Wem würdest du dieses Event weiterempfehlen?

Jedem der an neuen Perspektiven interessiert ist, ob im Branding oder Product Development – es ist weder eine pure wissenschaftliche Konferenz noch eine CEO-Konferenz: Es ist ein guter Mix.

Das Thema deiner Rede war „Learning from Innovation Failure – Lessons from the Museum of Failure“. Was war dein größter Fehler bis jetzt?

Ich habe viele! Mein größter Fehler ist wahrscheinlich, dass ich viele kreative Ideen habe, die ich verwirklichen möchte, aber ich denke nicht an den finanziellen Aspekt. Somit habe ich am Ende kein Geld. Mit dem, was ich mache und kann meine Projekte nicht weiterführen, was sehr ärgerlich ist. Die letzten fünf bis sechs Jahre ging das jetzt so. Somit hoffe ich, dass es mit dem Museum of Failure in nächster Zeit finanziell besser laufen wird und ich das besser hinkriege.


Veranstalter: Volker Martens, Vorstand Faktor 3 AG Kommunikationsagentur


Volker Martens (Image by NEXTConf)

Wie ist dein Eindruck von der NEXT17 bis jetzt?

Best NEXT ever! Dieses Jahr sind 1300 Leute hier, davon 70 Prozent aus Corporates – und wir sind seit der ersten Veranstaltung ausverkauft. Hier sind also wirklich Leute, die in Unternehmen digitale Themen vorantreiben, viele Innovatoren, viele aus IT und Marketing Departments. Das Ganze wird ergänzt durch Kreativleute, Agency People, digitale Vordenker – das ergibt eine Mischung, die einfach sensationell ist und von Anfang an richtig gut funktioniert hat. Das hat sich nun rumgesprochen und deswegen sind wir meiner Meinung nach dieses Jahr eine fantastische Audience. Und das dann mit der Atmosphäre Reeperbahn, der Musik und dem Spirit hier – also mir geht’s gut!

Was habt ihr besser gemacht als im Vorjahr?

Wir haben jetzt vor allem ein Bewerbungsverfahren für die Tickets. Man kann sich nicht einfach ein Ticket kaufen, um auf die NEXT zu kommen, sondern man muss sich bewerben. Und wir haben ein Team, das sich intensiv darum kümmert, welche Leute das sind, die hier herkommen. Es wird also selektiert – passt die Person hier rein, ist sie ein inspirierender Mensch, kommt sie aus diesem Umfeld und passt sie zu der Idee der NEXT? Erst dann werden entsprechend die Tickets ausgestellt. Und das führt Stück für Stück dazu, dass wir uns immer weiter verbessern und qualitativ eine immer schönere, bessere Gruppe von Menschen zusammenkriegen. Das hat dieses Jahr noch besser geklappt.

Was dieses Jahr auch noch anders ist, ist, dass wir das Netzwerkzentrum ins Copper House in der Davidstraße verlegt haben – hier haben wir viel Energie reingesteckt. Hier gibt es Inhalte, ein Coworking-Space, eine gute Versorgungssituation – alles gleichzeitig. Das Ding hat eingeschlagen wie eine Bombe, man kann draußen sitzen und drinnen, abends gibt’s hier eine Party, sodass es als Netzwerk auch richtig gut funktioniert. Was auch neu ist, ist das Festival-Gelände auf dem Heiligengeistfeld. Damit haben wir auch ein neues Venue für Inhalte und Präsentationen und es ist auch ist von Beginn an voll gebucht. Somit haben wir viele kleine Dinge immer weiter optimiert.

Woher kam die Idee, das Digitale mit der Musikszene zu verbinden?

Viele sagen, das ist so ein bisschen wie die South by Southwest in Texas: Die Idee aus dem Merch aus Musik, Popkultur und digitalen Vordenkern. Den Anspruch jetzt auf Hamburg zu übertragen, ist natürlich sehr ambitioniert, aber im Kern kann man diese Idee hier zum Leben erwecken, was uns natürlich auch motiviert.

Was ist dein persönliches Highlight?

Mein persönliches Highlight war der Vortrag von Tricia Wang “Why corporate “innovation” doesn’t work — and how to fix it“ und was es eigentlich bedeutet, diesen Innovationsprozess in bereits etablierten Unternehmen voranzutreiben und wie schwer das ist. Es gibt ja Ideen und Innovationslabore sowie viele junge Leute mit viele tollen Einfällen. Aber diese Ideen und dieses Neue, Innovative in das alte System reinzukriegend, damit sich der Laden verändert und die Konzerne Geschwindigkeit aufnehmen – diesen Gap hat sie super gut dargestellt und erklärt, warum es so kompliziert ist. Sie hat aber auch Ideen geliefert, wie man sich darauf vorbereiten und es beschleunigen kann. Ansonsten führe ich hier sehr viele Gespräche, da wir von Faktor3 auch viele Kunden eingeladen haben, genauso wie SinnerSchrader.

Wem würdest du die NEXT empfehlen?

Eigentlich geht es in ganz viele verschiedene Richtungen, es gibt nicht den einen Typus Mensch oder Unternehmenslenker, der hierhergehört. Ich kann somit nicht eine spezielle Gruppe ansprechen, denn der Charme der NEXT entsteht aus dem Zusammensetzen von verschiedenen Leuten aus Unternehmen, Incorporates, Leuten, die Innovationen vorantreiben, kreativen Geistern, digitalen Vordenkern. Dieser Mix bis hin zum Designer oder Programmierer, macht die NEXT aus und erschafft Ideen und Inspirationen. Wir wollen eigentlich nicht nur eine Konferenz für eine spezielle Zielgruppe sein, das würde uns nicht gerecht werden.


Besucher: Réne Dreske, Geschäftsführer von Hans Soldan GmbH


René Dreske (Image by Ania Kozlowska)

Was war deine Intention zur NEXT17 zu kommen?

Digitale Themen sind bei uns in der Firma ganz oben auf der Liste und ich bin häufig auf Konferenzen in dem Kontext, aber hier war ich noch nie.

Was war dein Highlight bis jetzt?

Ein Rede darüber, wie sich Demokratie durch das Internet verändern wird, fand ich bis jetzt toll. Leider ist hier im Copper House jedoch der Raum ziemlich klein und man versteht kaum etwas.

Wie findest du das Thema der NEXT17?

Ich finde das Thema cool gewählt. Es ist tatsächlich so, dass nicht jeder ein Gewinner dieser Entwicklung ist – es gibt viele Verlierer. Dass man auch mal diese Perspektive beleuchtet, finde ich gut. Jeder hat sich wahrscheinlich schon mal gefragt: „Komm ich da mit?“ „Krieg ich das hin in den Firmen?“ oder „Sind die Entwicklungen zu schwierig umzusetzen?“.

Denkst du, man kann in Zukunft dem Digitalen noch entfliehen?

Ich bin überzeugt, dass es in jeder Branche die Spielregeln verändern wird. Es gibt einige Branchen da, da hat es schon angefangen, aber das ist erst der Anfang, es wird weiter exponentiell ansteigen.


Besucher: Bendetik Lecheler, UX-Designer bei Aperto/IBM IX


Bendetik Lecheler (Image by Ania kozlowska)

Mit welcher Intention bist du auf die NEXT17 gekommen?

Zum einen bin ich wegen der Arbeit hier. Ich bin aber auch hergekommen, weil das Thema der Next17 den negativen Aspekt beleuchtet und ich das gut finde. Denn ich denke, es ist auch ein Zeichen der Zeit, dass man von diesem Optimismus – der immer vorherrschend war in der Tech-Branche – abweicht und kritisch hinterfragt. Die Leute merken mittlerweile, dass viele Dinge einfach nicht funktionieren oder zum Bösen genutzt werden. Daher denke ich, dass das in den nächsten zehn Jahren ein großes Thema sein wird und auch eine realistische Einstellung vermittelt.

Was war dein Hightlight bis jetzt?

Der Rede von David Mattin „We need to talk about Optimism“ hat mir sehr gut gefallen. Er hat nicht einfach alles schlecht geredet – so soll es ja auch nicht sein – sondern auch einen positiven Spin reingebracht. Es ging also darum, dass man schaut, wie die Dinge besser machen kann, indem nicht nur alles unkritisch produziert wird.

Wem würdest du diese Veranstaltung weiterempfehlen?

Jeder, der irgendwie technisch interessiert ist, kann die Topics hier verstehen. Egal, ob du Content im Web produzierst oder sonst irgendwas –  es ist auf jeden Fall keine reine Tech-Konferenz.


Images by Ania Kozlowska

Teaser (adapted by NextConf)

Image (adapted) „Volker Martens“ by NextConf [CC0 Public Domain]


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Check-Up Ireland: Im Nordwesten was Neues

Seit 1997 lebe ich nun schon in der irischen Hauptstadt Dublin. Mein erster Job bei AOL hatte auch ein wenig mit Tech zu tun – wenn man die berüchtigten Freistunden-CDs als “Tech” ansieht oder das Verbinden an die technische Hotline durchgehen lässt. Im November habe ich damit begonnen, die “Tech-Insel” ein Jahr lang aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. Diesmal geht es nach Sligo.

Auf dem Höhepunkt der Neuen Deutschen Welle gab es mal ein Lied „Wissenswertes über Erlangen“ von Foyer des Arts. Die Hitsingle fand sich auf dem Album mit dem tollen Namen „Von Bullerbü nach Babylon“. Fakt! So manch ein Leser fragt sich jetzt natürlich: „Ist der nun vollkommen durchgeknallt? Zu viel Guinness, oder was?“ Kein Grund zur Panik – der Song ist mir nur in den Sinn gekommen, als ich angefangen habe, mich mit dem Thema (oder der Stadt) für die neueste Ausgabe meiner Kolumne zu beschäftigen. Was gibt es also Wissenswertes über Sligo? Ich könnte mit meinem Wissen „protzen“, dass der Torwart des abstiegsbedrohten Fußballclubs Sligo Rovers den irischen Vornamen Michéal und den deutschen Nachnamen Schlingermann (Opa aus Duisburg) trägt, was aber nur wieder zu Fragen über Guinness führen würde. Stattdessen möchte ich davon berichten, dass nach Jahrzehnten, in denen Sligo von schmutzigen Fabriken und von der Pharmaindustrie geprägt wurde, es nun etwas Neues im Nordwesten gibt – digitale Startups.

Selten hat ein Coworking-Space so einen treffenden Namen gehabt wie diesen: „Building Block“. Und auch das Motto passt: „Move in. Move up.“ Firmen, die an einem Tisch im Erdgeschoss begonnen haben, setzen ihr Wachstum in den oberen Stockwerken fort. Zur Zeit beherbergt das Erdgeschoss 32 (demnächst 38) Fulltime-Desks und 7 Hotdesks. Im ersten Stock stehen 60 Desks und im zweiten Stock finden bis zu 80 Leute Platz. Noch wird der zweite Stock zwar nicht genutzt, was aber nur noch eine Frage der Zeit ist, denn Sligo hat Momentum. Viele junge, gut ausgebildete Fachkräfte, stemmen sich gegen den zuvor Jahrzehnte anhaltenden Trend der Auswanderung und versuchen ihr Glück in der Heimat.

Ein Beispiel ist Noel Dykes und sein Startup „Frankli“, das Software für das Personalwesen entwickelt. Nach Jahren, die er als Software Consultant in Neuseeland verbracht hatte, entschied sich Noel für die Heimat als Standort für sein eigenes Unternehmen. Und das aus mehreren Gründen: Niedrige Kosten (etwa im Vergleich zu Dublin, Cork oder Galway), kurze Wege, aber auch schöne Wege – die Stadt Sligo ist hübsch wenn es darum geht, sich mal kurz die Füße zu vertreten und eine kurze Autofahrt führt in malerische Landschaften in der umliegenden Grafschaft mit gleichem Namen.

Dass Noel nicht allein mit seinem Denken und Enthusiasmus ist, zeigen auch die monatlichen Startup Meetups in Sligo. Die Organisatoren der Meetups hatten festgestellt, dass es zwar eine gute Anzahl von Startups in Sligo gibt, es aber an Struktur und Networking mangelte. Mittlerweile tauscht man sich aus und lernt von Fehlern oder Errungenschaften – entweder von Nachbarn oder von Gästen, die nach Sligo kommen, um von ihren Erfahrungen zu berichten und Tipps zu geben. Im Durchschnitt versammeln sich jetzt 30 Gründer bei den Meetups.

Auch das „North West Regional Assembly“ – kurz NWRA, das staatliche und EU-Fördergelder koordiniert – ist voll des Lobes über Institutionen wie den „Building Block“ oder Veranstaltungen wie die „Startup Meetups“. Die Region Sligo hat gerade den begehrten „Entrepreneurial Region Award“ der EU für 2018 gewonnen und man ist beim NWRA fest entschlossen, dies als weiteren Schub zu nutzen, um Innovation in der Region voranzutreiben. Die Infrastruktur der Region kann sich sehen lassen: Neben den privatwirtschaftlichen Elementen, die ich oben genannt habe, gibt es auch noch die Fachhochschule „IT Sligo“ und der von der staatlichen Wirtschaftsförderung IDA betriebenen Business Park in Finisklin und Ballina – wo das transatlantische Glasfaser-Kabel aus den USA irisches Licht erblickt – ist auch nicht weit.

Die besten Voraussetzungen sind also gegeben, um Tech-Startups, die nach dem Motto „Think globally, act locally“ handeln, eine Basis für eine Zukunft mit stetem Wachstum zu ermöglichen. Und wer weiß? Vielleicht wächst eines dieser digitalen Startups zum globalen Tech-Giganten, wird die Sligo Rovers finanziell unterstützen und am Ende dem „Moving up“ im „Building Block“ auch sportliche Höhenflüge in Sligo folgen lassen. Und beim Champions League Spiel gegen die Bayern lassen wir dann „Foyer des Arts“ singen.


Image (adapted) „CliffofMoher“ by weareaway (CC0 Public Domain)


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Das Digitale sprengt Schulen auf: Jöran Muuss-Merholz über Digitalisierung in den Schulen

Klassenzimmer-Image-by-Dmitry-Vereshchagin-

Snapchat statt Zeitung, Youtube statt TV, Slack statt Arbeitsgruppentreffen: Für die Jugend ist das Digitale selbstverständlich. Über einen groß angekündigten „Digitalpakt“ zwischen Bund und Ländern sollen die Schulen – das tägliche Umfeld von Kindern und Jugendlichen – eigentlich besser ausgestattet werden. Die Rede ist von fünf Milliarden Euro, die in naher Zukunft fließen sollen. Nun stocken die Verhandlungen erst einmal.

Aber was heißt eigentlich ‚digitale Schule‘ bisher in Deutschland? Jöran Muuß-Merholz, Diplom-Pädagoge und Experte für digitale Medien im Bildungsbereich, zum Ist-Zustand und was er ändern würde. Dabei plädiert er dafür, sich bei der Digitalisierung in den Schulen nicht auf falsche Fährten locken zu lassen.

Netzpiloten: Wo stehen wir bei der Digitalisierung der Schule, also des Umfeldes, wo die junge Generation täglich mit am meisten Zeit verbingt?

Joeran Muuß-Merholz (CC-by-3.0) (Image by Hannah Birr) (cc-by-3-0 DE)
Jöran Muuß-Merholz. Image by Hannah Birr/J&K

Jöran Muuß-Merholz: Im Moment würde ich das als großes Durchwursteln bezeichnen. Es gibt zwar immer mehr Schulen, an denen das Internet und Digitales als hilfreich entdeckt wird. Das ist aber noch die Minderheit. Insgesamt erlebt das Thema Auftrieb, alle finden Digitalisierung plötzlich toll. Der Digitalpakt wird verhandelt. Bei den Parteien ist es im Bundestagswahlkampf ein großes Schlagwort. Das Schuljahr 2017/2018 könnte in Bezug auf die Schulen rückblickend irgendwann mal als Wendejahr wahrgenommen werden.

Das heißt, noch ist eher das Arbeitsblatt up-to-date?

Das Arbeitsblatt ist sogar Nummer Eins unter den Lehrmaterialien und einer Untersuchung der Uni Augsburg zufolge am Schulbuch vorbeigezogen.

Ideen für Digitales in der Schule scheitern an schlechter Ausstattung mit Hard- und Software, wird häufig beklagt…

Was die Ausstattung angeht, landet Deutschland im Industrieländervergleich regelmäßig hinten. Hardware ist allerdings das Zweitwichtigste. Davor kommt das Netz. Ich bin im Beirat einer Studie der Bertelsmann Stiftung, die im Herbst veröffentlicht wird. Ein Befund ist, dass Schulen ihr Internet als gar nicht so schlecht empfinden. Ich halte diese Selbsteinschätzung für falsch. Es ist nur solange nicht das Schlechteste, wie nur ein paar Geräte einbezogen sind.

Das heißt: Wenn wir Schulen jetzt ans Netz bringen, haben sie teilweise 50 Mbit pro Sekunde. Gehen alle Schüler gleichzeitig ins Netz, verursacht das aber irren Traffic. Das ist zu bedenken, wenn man auf politischer Ebene Infrastrukturmaßnahmen beschließt. Es reicht außerdem nicht, den Schulen einfach nur Netz und Technik zu geben. Jede Organisation, in der 500 Leute arbeiten, hat einen Systemadministrator. Das kann in der Schule niemand nebenbei leisten.

So denn Technik gegeben ist, wie digital ist der Schulalltag schon gestaltet?

Sehr viel wird entdeckt, was das Lehren und Lernen erleichtert. Um ein Beispiel zu nennen: Ein großer Hype ist der so genannte flipped classroom. Den Lehrstoff schauen sich die Schüler zuhause als Video an. Die Zeit in der Schule ist zum Üben und der Lehrer kann unterstützen. Die Videos machen die Lehrer selbst, das ist eine regelrechte Bewegung. Es gibt Youtuber mit Erklärvideos, die haben Millionen Klicks. Weiter werden Apps oder Quizze genutzt. Alles lauter gute Ideen. Allerdings handelt es sich bisher eher um eine Optimierung des Bestehenden.

Also noch nicht die große Revolution? Sind Apps, Videos und Quiz-Spiele nicht ein erster Schritt?

Das wäre der optimistische Blickwinkel, also dass im Fahrwasser der digitalen Medien neue Möglichkeiten in den Schulen einziehen. Ich glaube inzwischen, dass es so nicht funktioniert. So ist zum Beispiel die Ausstattung mit interaktiven Whiteboards an den Schulen sehr gut. Man kann damit bestimmt tolle Sachen machen – macht man aber nicht. Die Hauptanwendung besteht darin, dass Lehrer Youtube-Videos von einem USB-Stick abspielen. Hier, böse formuliert, optimiert es nur den Frontalunterricht.

Was wäre aus Ihrer Sicht stattdessen notwendig?

Neben einem technischen braucht es einen pädagogischen Wandel. Auch weil Computer immer mehr das übernehmen, wofür die Schule einmal Menschen ausgebildet hat. Wir müssen uns folgende Frage stellen: Was sollten Leute in der Schule lernen, damit sie mehr können als ein Computer. Die 4K-Kompetenzen, die von der OECD angeführt werden, zum Beispiel: Kreativität, Kollaboration, Kommunikation und kritisches Denken.

Wie anders sollten digitale Herangehensweisen ans Lernen aus diesem Blickwinkel aussehen?

Wie das pädagogisch aussehen kann, wissen wir schon länger als es Digitalmedien gibt. Das Lernen anhand von Projekten oder an Real-World-Zusammenhängen steht im Vordergrund. Das Digitale aber sprengt plötzlich auf, worauf Schule bisher limitiert war. Man hat nicht nur das Schulbuch als Quelle, sondern das ganze WWW. Früher war es sehr aufwändig, einen Experten in die Schule einzuladen, heute ginge das unkompliziert per Skype.

Ein tolles Beispiel kenne ich von einer Grundschullehrerin an der Nordsee. Sie hat mit ihren Schülern Partnerprojekte mit Schulen in Kanada und Neuseeland. Im Sachkunde-Unterricht stellen sie sich gegenseitig ihre Heimat vor, auf Englisch. Außerdem arbeiten sie gemeinsam an einer Blogplattform. Internet und reale Welt verbinden sich hier ganz stark.

Nun ist Bildung Ländersache. Welche Weichen müssten denn Bundesländer stellen, um ihre Schulen nach vorn zu bringen?

Infrastruktur braucht es auf jeden Fall. Ob der Netzzugriff dann über ein von Schülern mitgebrachtes oder von der Schule bereitgestelltes Gerät erfolgt, ist eine Frage der Konzepte und Kosten. Wenn man über eine Cloud arbeitet, ist es egal, von welchem Gerät aus er geschieht – Hauptsache, man hat einen Browser. Da spielt die Technik den Schulen in die Hände. Was aber ein Bundesland wirklich als erstes machen könnte, und zwar völlig kostenfrei, betrifft Open Educational Ressources: dafür nämlich eine Ermutigung auszusprechen. Die Stadt Leicester in England macht das vor. Als Schulträger sagt sie: Wir finden toll, wenn unsere Lehrer freie Materialien selbst entwickeln und unter freier Lizenz bereitstellen. In Deutschland ist für Lehrer unklar, ob sie überhaupt frei lizensieren dürfen, wenn sie etwas im Auftrag ihres Dienstherren gemacht haben.

Gibt es in Bezug auf freie Bildungsmaterialien nicht viel größere Bedenken beim Copyright?

Da gibt es eine seltsame Situation. Copyright-Unsicherheiten können ein großer Treiber für zwei verschiedene Tendenzen sein: Entweder stärkt es den Impuls zu sagen, dann machen wir die Fotos und Infovorlagen halt alle komplett selbst. Oder es wirkt bremsend. Viele lassen davon lieber die Finger – was ich nachvollziehen kann. Es ist nicht mal geklärt, wer bei Fehlern eines Lehrers haftet. Letztlich brauchen wir eine Reform des Urheberrechts.

Welche Chancen bieten Lernplattformen für die Schulen?

Lernplattformen erfüllen ganz verschiedene Zwecke: Zugang zu Tools, Videos und Dateien zu gewähren, die ganze Schulkommunikation kann darüber laufen. Möglich ist auch, Zugang zu Microsoft Office-Produkten in der Cloud zu schaffen. So etwas möchte Microsoft gern in die Schulen bringen.

Die deutliche Mehrheit der Schulen hat eine Lernplattform. Das heißt aber gar nichts: Ganz viele davon sind tot, werden kaum genutzt oder nur von einzelnen Lehrern. Zu dem, was möglich ist, hatte ich an einer Berufsschule in Kassel einen Aha-Effekt. Sie nutzen zwei Plattformen, eine für die Lehrmaterialien, eine für die Lernergebnisse. Tausende spannende Sachen, die andere Schüler anschauen können. Das geht nur mit einer modernen Pädagogik, wo Abschreiben nichts bringt. Es muss deutlich gesagt werden, dass es bei einer Aufgabenstellung nicht um reine Wiedergabe des Gelernten geht. Vielmehr muss der Schüler zeigen, dass er die Inhalte wirklich verstanden hat. So schließt sich übrigens der Kreis zu den 4Ks.


Jöran Muuß-Merholz schreibt Bücher über das Digitale und Bildung, darunter „Mein Kind ist bei Facebook. Tipps für Eltern“ (2012) und „Neues Lernen mit Medien. Wie man Internet und moderne Pädagogik verbindet“ (2009). Aktuell hat er ein Buch aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt, das unter dem Titel „Die vier Dimensionen der Bildung. Was Schüler im 21. Jahrhundert lernen müssen“ im September 2017 erscheint. In Hamburg betreibt er die Bildungs-Agentur „Jöran und Konsorten“.


Image „Klassenzimmer“ by Dmitry Vereshchagin/stock.adobe.com

Image by Hannah Birr / J&K (CC BY 3.0 DE)


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