Nuro R1 – die Zukunft des Einkaufens

Enge Parkplätze, Menschenmassen und langes Warten an den Kassen: selber einkaufen zu gehen ist nervenaufreibend und kostet Zeit.

Die Alternative dazu ist, sich die Lebensmittel vom Supermarkt direkt liefern zu lassen. Doch auch hier stößt man des Öfteren auf Probleme. Viele Supermarktketten können die Produkte nur innerhalb der nächsten Tage und teilweise nur zu sehr ungünstigen Zeiten liefern. Die spontane Grillparty mit Freunden am Abend ist somit kaum bequem möglich. Allerdings möchte die amerikanische Supermarkt-Kette „Kroger“ nun Abhilfe schaffen; sie führen in Zusammenarbeit mit dem Start Up-Unternehmen „Nuro“ erste Tests mit autonom fahrenden Lieferfahrzeugen durch.

Pilotprojekt startet diesen Herbst auf den ersten öffentlichen Straßen

Dies mag zuerst nicht sonderlich aufregend erscheinen, schließlich tüfteln auch Firmen wie Uber oder Google schon seit längerem an selbstfahrenden Fahrzeugen. Und das nicht nur zum Liefern von Lebensmitteln, sondern auch für den sonstigen alltäglichen Gebrauch. Doch „Nuro R1“, so der Name des selbstfahrenden Wagens, hat einen entscheidenden Vorteil gegenüber der Konkurrenz; da er ausschließlich zum Liefern von Lebensmitteln erdacht ist, ist er deutlich kleiner als ein gewöhnlicher PKW. Somit fällt ihm das Navigieren durch den Straßenverkehr leichter. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 40 km/h ist zudem die Gefahr eines Unfalls, welcher beträchtlichen Schaden nach sich zieht, geringer als bei normal großen autonomen Fahrzeugen.

Zurzeit liefert die Kette „Kroger“ jedoch noch nicht aktiv mit diesen Fahrzeugen aus. Ihr derzeitiges Projekt im Bereich autonomes Fahren beschränkt sich auf PKW anderer Hersteller wie Toyota, welche sie mit ihrer selbstfahrenden Technik aufrüsten. Auf abgeschlossenen Teststrecken führt das Unternehmen im Moment noch ausgiebige Versuche durch, bevor „Nuro R1“ reale Kunden bedienen darf. Kroger gab nun allerdings bekannt, die „Nuro R1“ Fahrzeuge erstmals im Herbst diesen Jahres im Bundstaat Arizona einzusetzen. Dann wird das kleine, runde Lieferfahrzeug mit einem Code bedient werden können, der vorher Kunden auf das Smartphone gesendet wird. Diese Art der Lebensmittellieferung erleichtert das Einkaufen nicht nur für vielbeschäftigte Berufstätige, sondern auch für ältere oder kranke Menschen, die ohnehin Schwierigkeiten im Alltag haben. Sollte sich dieses Projekt als erfolgreich herausstellen, gibt es bereits Vorschläge wie man auch andere Gegenstände wie Möbel oder Ähnliches mit jeweils angepassten Fahrzeugen einfach und schnell liefern lassen könnte.

Der „Nuro R1“ – auch bald bei uns in Deutschland?

Auch bei uns gibt es seit Jahren mehrere Projekte rund um das Thema „autonom fahren“, allerdings ist die Gesetzeslage hierzulande etwas komplizierter als in den USA. Bisher darf nur auf ausgewählten Testgebieten überhaupt mit selbstfahrenden Fahrzeugen experimentiert werden. In Arizona hingegen erlauben es die Gesetze diese Fahrzeuge auch aktiv einzusetzen. Sollte also das Fahrzeug „Nuro R1“ jemals auch auf deutschen Straßen verkehren, müsste zunächst ein entsprechendes Gesetz erlassen werden. Bis dahin können wir uns weiter an den Erfolgen der amerikanischen Konzerne erfreuen und hoffen, dass auch wir eines Tages in den Genuss eines solchen Lieferfahrzeuges kommen.


unlimit3d/stock.adobe.com


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