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Von der Fiktion in die Wirklichkeit: Diese Dinge aus dem Roman QualityLand sind schon Realität

„Come to where the quality is! Come to QualityLand”, sind die ersten Worte aus dem Reiseführer für QualityLand, die uns in Marc-Uwe Klings Bestseller aus 2017 begrüßen. Die in diesem Buch libertär-dystopische Zukunftsversion einer Welt, in der nur noch Gewinnmaximierung und Fortschritt zählt, hat viele Leser regelrecht vor dem Buch gefesselt. Wohl auch aufgrund der gewohnt sympathischen Figuren Klings, die sich oft einem beinahe kafkaesken System gegenübersehen. Erst kürzlich verkündete der Autor selbst auf Twitter, der amerikanische Fernsehprogrammanbieter HBO würde seinen Roman in eine Serie umwandeln. Wir sind in jedem Fall gespannt auf das Endergebnis. Gleichzeitig kommen wir nicht umhin, uns zu fragen: Wie realistisch sind die dystopischen Vorstellungen im Roman? Oder anders ausgedrückt: Wie viel QualityLand steckt in unserer Realität? Wir haben einmal fünf Zukunftstechniken aus QualityLand zusammengetragen, die sich bereits in der Wirklichkeit anbahnen.

Die Zukunft des Online-Shopping

„Exakt in dem Augenblick, als Peter zu Hause ankommt, trifft eine Lieferdrohne von TheShop ein. Über Zufälle dieser Art wundert sich Peter schon lange nicht mehr. […] Wer sich durch nur einen Kuss auf sein QualityPad für OneKiss anmeldet, bekommt fortan alle Produkte, die er bewusst oder unbewusst haben will, zugeschickt, ohne sie bestellen zu müssen.“ (Marc-Uwe Kling, QualityLand, Ullstein Buchverlage GmbH, 2018, Seite 17-18)

Dass Drohnen Pakete liefern ist nicht unbedingt eine Neuigkeit. Amazon arbeitet schon seit geraumer Zeit an einer zuverlässigen Technik, die das Liefern mit Drohnen ermöglichen soll. Drohnen sollen dann den Kunden innerhalb von 30 Minuten ihr Wunsch-Produkt liefern. Auch deutsche Unternehmen wie DHL probieren sich im Moment in Beta-Tests an den Drohnen aus. Wirklich interessant ist aber der zweite Teil des Zitats. Google und Co werten schon heute unser User-Daten aus und auch Onlineshops speichern genau, was wir auf ihren Websites angucken. Aus all diesen Daten lassen sich schon heute sogenannten Predictive Analysen erstellen, die schon jetzt herausfinden können, ob jemand schwanger ist, oder an einer Krankheit leidet. Diese Technik ist natürlich auch für Online-Händler höchst interessant. Sie könnten mit diesen Verhaltens-Analysen vorhersagen, was ihre Kunden wann kaufen wollen.

Online-Shopping wird interaktiver

„Denise guckt ihre Lieblingsserie. Es ist eine alte Show über vier Frauen, die in einer Stadt namens New York leben. „Stopp“, sagt sie, und das Bild friert ein. „Die Bluse von Carrie Bradshaw.“ Auf dem Bildschirm wird die Bluse markiert, die die Schauspielerin trägt. Produktname, Markenname und aktueller Preis bei TheShop […] werden eingeblendet.“ (Marc-Uwe Kling, QualityLand, Ullstein Buchverlage GmbH, 2018, Seite 126)

Nicht nur künstliche Intelligenzen und Predictive Analysen werden das Online-Shopping beeinflussen, sondern auch die Art wie wir einkaufen wird sich verändern. Erst kürzlich integrierte Instagram in den USA ein Bezahlsystem, das es ermöglicht, sofort in der App zu shoppen. Bei Snapchat soll es bald sogar eine Funktion geben, mit der man zum  Beispiel ein Bild von einer Handtasche machen, und sofort Online-Shops vorgeschlagen bekommen kann, wo es diese Handtasche zu kaufen gibt. Die neue Funktion Google Lens für Smartphones schlägt ebenfalls in diese Kerbe. Wenn der User seine Kamera auf Gebäude oder Gegenstände richtet, erkennt Google Lens die Objekte und gibt Informationen und bei Produkten auch Online-Shops vor. Hier sind wir der Idee in QualityLand also schon fast ebenbürtig.

Fokussieren auf die wichtigen Dinge

„Eine neue Frage erscheint auf Sandras Brille: „Möchtest du, dass QualityPartner automatisch Ort und Termin für ein Rendezvous mit deinem Partner ausmacht?“ Sandra fokussiert ihre Pupillen wieder auf „OK“.“ (Marc-Uwe Kling, QualityLand, Ullstein Buchverlage GmbH, 2018, Seite 49)

Es ist vielleicht eher ein kleines Detail, auf das wir uns hier stützen. Aber die Technologie hinter Eyetracking ist einfach zu interessant, um sie an dieser Stelle nicht einmal zu erwähnen. Gerade für Menschen mit eingeschränkten motorischen Fähigkeiten durch Alter, Unfälle oder Behinderung gibt es schon heute technische Geräte, die sich komplett mit der Eyetracking-Technologie steuern lassen. Ein Beispiel gefällig: Der Tobii Eye Tracker 4C ist ein Gerät, das für 150 Euro online gekauft und dann mit einem PC mit Windows 10 verbunden werden kann. Das längliche Board erkennt anhand von Infrarot-Strahlen, wie sich die Augen des Benutzers bewegen und ermöglichen Laut Test der COMPUTER BILD eine komplette Benutzung der Windows Oberfläche, nur mit den Augen.

KIs übernehmen die Kunstszene

„Ich bin Kalliope 7.3. Die weltbekannte E-Poetin. Verfasserin des erfolgreichen historischen Romans „Die Praktikantin und der Präsident.“ […] „Es ist Ihnen vielleicht auch bekannt, dass schon seit geraumer Zeit die erfolgreichsten Romane von E-Poeten verfasst werden, also von künstlichen Intelligenzen, die die marktkonformste Zusammenstellung von Wörtern ausrechnen?“ (Marc-Uwe Kling, QualityLand, Ullstein Buchverlage GmbH, 2018, Seite 65)

Wir berichteten vor Kurzem von AICAN, der ersten KI, die eigenständig Gemälde erstellt und diese für bis zu 18.000 US-Dollar verkauft. So weit hergeholt ist die Idee hinter Kalliope 7.3 also nicht. Denn auch aus der Welt der Literatur gibt es inzwischen schon einige KIs, die ihre Fähigkeiten als „E-Poeten“ unter Beweis stellen wollen. Der Autohersteller Lexus ließ sich vor Kurzem zum Beispiel das Drehbuch für seinen Werbespot von einer künstlichen Intelligenz schreiben. Auch die KI der Firma OpenAI versucht sich jetzt an kreativen Geschichten, und damit ist sie erfolgreicher, als die meisten anderen ihrer Art. Trotz all diesen Fortschritten stehen künstliche Intelligenzen, die kreativ sein sollen, aber noch vor einigen Herausforderungen, wie wir bereits einmal erörtert haben. Auf eine ausgeklügelte KI wie Kalliope 7.3 müssen wir also noch ein wenig warten. Diese leidet im Buch übrigens an einer Schreibblockade, übernimmt also sogar menschliche Fehler.

Autos übernehmen bei Unfällen

„Als sich Peter Arbeitsloser in einem autonomen Fahrzeug auf dem Weg nach Hause befindet, beginnt er eine Unterhaltung mit der KI des Autos. Diese teilt ihm mit, dass sie bei Autounfällen selbst die Kontrolle übernimmt und ausrechnet, welcher Ausgang des Unfalls den kleinstmöglichen Schaden verursachen würde. Daraus resultiert die KI: „Eine Maschine reagiert viel schneller und hat Zeit für genau diese komplexe Überlegung. Für uns beinhaltet fast jeder Unfall eine moralische Entscheidung.“ (Marc-Uwe Kling, QualityLand, Ullstein Buchverlage GmbH, 2018, Seite 154)

Ja, auch in diese Richtung wird im Moment schon geforscht. In einem Experiment des nature-Wissenschafts-Magazines wurde getestet, wie sich autonome Autos im Falle eines Unfalls verhalten würden. Wie sie sich zum Beispiel entscheiden würden, wenn entweder die Insassen des eigenen Fahrzeuges sterben müssten, oder drei Rentner, die die Straße gerade überqueren. In dem Experiment versuchten die Wissenschaftler zu analysieren, welche Moralvorstellungen überhaupt in die KIs implementiert werden sollten. Sie fanden heraus, dass Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen auch unterschiedliche Moralvorstellungen vertreten. Diese einer künstlichen Intelligenz beizubringen dürfte eine große Herausforderung der Zukunft sein.

Es ist erstaunlich zu sehen in welchem Tempo sich im Moment die Technik weiterentwickelt. Dabei kommen wir der Fiktion des Sci-Fis und fiktionalen Zukunftsszenarien aus allen Genres immer näher. Bei der Recherche wurde ich selbst ein wenig überrumpelt, wie viele Dinge aus dem Roman von Marc-Uwe Kling inzwischen schon in der Realität auffindbar sind. Dass die technische Revolution in der Zukunft unseren Alltag umkrempeln wird, dessen sind sich viele sicher. Bleibt zu hoffen, dass wird dafür, anders als die Charaktere in QualityLand, nicht unsere Demokratie und Freiheit aufgeben müssen.

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Das Rehkitz und der fahrerlose Mähdrescher

Bei den Nutzfahrzeugen findet aktuell ein noch größerer Transformationsschub statt als bei den herkömmlichen Autos, findet der Digital-Berater Daniel Khafif. Wir haben ihn uns zum Interview geschnappt, als er frisch aufgeladen wie ein E- Car von der Nutzfahrzeugmesse aus Hannover zurückkam. Wir haben viel gelernt:

Wie war es auf der 67. IAA Nutzfahrzeuge, Daniel Khafif?

Umwerfend! Das Internet of Things hat die gesamte Mobilitätsbranche voll erfasst. Mein Eindruck: Das Auto ist heute mehr Showroom des IoT als Mantel für Motoren. Was das für die Netzwelt bedeutet, ist heute nur zu ahnen: Eine aktuelle Studie von Cisco identifiziert im Connected Car-Universum drei ineinander verzahnte Geschäftsfelder: Automotive OEM (Original Equipment Manufacturer), web Digital und Mobile.

Wer treibt die Digitalisierung?

Die großen Player in der globalen IT treiben die Automobilwirtschaft voran: High Tech Unternehmen wie Bosch, Magna, Continental oder Denso operieren immer stärker direkt am Automobilmarkt. Längst kann man nicht mehr von „Autozulieferern“ sprechen, sondern von Innovationsgebern, denn diese Unternehmen operieren genau an der Schnittstelle zwischen der IT und der Automobilproduktion.

Haben die Programmierer die Fahrzeug-Entwicklung übernommen?

Ja, so sieht’s aus! Das klassische Auto, sei es PKW oder Nutzfahrzeug, wird immer mehr zum Markt für das IoT, wird immer mehr zum Datensender (Stichwort „cloud based security“) als zum Datenempfänger. Die IT Programmierer gestalten das Auto von morgen in hohem Maße mit, nicht mehr ausschließlich die Fahrzeugentwickler.

image: Daniel Khafif
Warst du auch beim angeschlossenen CarIT Kongress?

Ein Highlight! Hier gab es hochkarätigen Input von Speakern wie Stefan Bratzel, Leiter des Center of Automotive Management (CAM) oder Qiang Wang, General Manager of IoT Connectivity von HUAWEI Technologies. Besonders beeindruckt hat mich die Keynote von Anoop Nannra, Global Head of Cisco Blockchain Initiative. Für ihn stellt Blockchain die neue weltweite industrielle Revolution dar. Er sieht neue Industriezweige entstehen, die neue Formen der Verteilung und Zulieferung, aber auch Bereitstellung von Energie zur Verfügung stellen werden. Bezahlprozesse und Dienstleistungssektoren wie wir sie heute kennen, werden komplett ihre Bedeutung verlieren – während gleichzeitig neue Wertschöpfungsketten in Proliferation (Erweiterung des Modell- und Variantenangebots) und Abnahme entstehen werden.

Das heißt, die Autoindustrie hat den Schuss der Digitalisierung gehört und stellt sich um?

Die Branchen Fahrzeugbau, Energie (und charge/battery ohnehin) haben den Hebel umgelegt: Das E-Car stellt kein lästiges Additiv, keine Nische und erst recht keine politisch oktroyierte Notwendigkeit mehr dar. Es bietet vielmehr ein veritables und langfristig ausbaufähiges und solides Geschäftsmodell. Vor allem weil die Vernetzung all dieser technischen, wie ökonomischen Bereiche eine starke Agilität und Dynamik entfaltet, die neue Anforderungen braucht und neue Geschäftsfelder bildet.

Wo liegt der Unterschied in der Entwicklung von PKW und Nutzfahrzeugen?

Der Trend zur Elektromobilität bzw. E-Mobility ist auch bei den Nutzfahrzeugen unumkehrbar. Innerhalb der E-Mobility werden zuhauf neue digitale Produkte verbaut. Deshalb ist die Logistikbranche derzeit sehr aktiv, die Personenkraftwagen bei der Automatisierung von Fahrfunktionen zu überholen.

Cool. Was können wir uns da vorstellen?

Zum Beispiel Bagger, die in und über Erzminen oder Erdstollen schaufeln, Mähdrescher, Fahrzeuge im öffentlichen Personennahverkehr und vieles mehr. – Sie alle bekommen bald das fahrerlose Fahren. Einer der letzten Helden der Landstraße, der Trucker, wird sukzessiv durch digitale Systeme ersetzt. Denn ein Kraftfahrer sitzt beruflich und nicht zum Spaß auf dem Sattel. Ein privater Autofahrer hingegen möchte weiterhin „Freude am Fahren“ spüren, um einen bekannten Autobauer zu zitieren. Und viele werden weiterhin selbst fahren wollen. Das wird auch noch eine ganze Weile so bleiben.

Das fahrerlose Fahren bei Nutzfahrzeugen ist sicher nicht weniger heikel als bei den PKW

Genau. Was passiert mit einem aufgeschreckten Rehkitz, das im gerade noch schützenden Kornfeld auf einen vollautomatisierten Mähdrescher mit 60 km/h trifft? Da sitzt kein Bauer mehr, der die Wildtiere erkennt.

Es braucht also weiter die menschliche Maschinensteuerung?

Im Moment läuft alles auf digitale Fernsteuerung hinaus: Remote drive ist zur Überwachung des Fahrzeugs, dessen Umgebung sowie der mitgeführten Ware oder Insassen enorm wichtig.

Dürfen wir dich zum Schluss noch um ein Fazit bitten. Was sind die wichtigsten digitalen Trends im Nutzfahrzeugbau?

Erstens werden Fahrzeug und Fahrer durch smarte, intelligente connectivity in ihrer täglichen Arbeit unterstützt. Und zwar nicht nur im Fahrzeug selbst, sondern auch nach außen mit den Spediteuren, Logistikunternehmen, Fuhrparkmanagern, Lageristen oder anderen Zentraleinheiten.

Zweitens werden Transport und Logistik voll digitalisiert, automatisiert und überwacht. Das macht ja die Seefahrt schon pionierhaft vor: Automatisierung von Ladeprozessen, Verwahrung, Transport, Sicherung und Auslieferung der Waren.

Drittens werden noch viel mehr digitale Services in der Personenbeförderung eingesetzt werden. Insbesondere im Nahverkehrsbereich, auf den letzten Kilometern, bedarf es der Integration digitaler Services (All in One) für mehr Komfort in der Mobilität. Wir erleben es bereits bei den Bezahlsystemen und bei der Koppelung mit kommunalen Verbundsystemen. Gleichzeitig werden Bedürfnisse des Komforts, nämlich der des „Chauffiert-Werdens“, bleiben.

Danke Daniel!

Daniel Khafif ist Fachautor, Dozent und Berater für die digitale Wirtschaft, für Change- und Innovationsmanagement. Seit 1999 produziert er redaktionelle Inhalte für Automobilhersteller wie BMW, Suzuki, Mercedes, VW Group. Sieben Jahre leitete er die Kommunikation für einen europaweit tätigen IT Systemdienstleister im Energiemarkt. Als Prüfer und Studienleiter für EU-Bildungsprogramme entwickelte er 2015 mit Kooperationspartnern des Energieclusters Berlin-Brandenburg das Berufsbild des IT-Energietechnikers. 

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Nuro R1 – die Zukunft des Einkaufens

Enge Parkplätze, Menschenmassen und langes Warten an den Kassen: selber einkaufen zu gehen ist nervenaufreibend und kostet Zeit.

Die Alternative dazu ist, sich die Lebensmittel vom Supermarkt direkt liefern zu lassen. Doch auch hier stößt man des Öfteren auf Probleme. Viele Supermarktketten können die Produkte nur innerhalb der nächsten Tage und teilweise nur zu sehr ungünstigen Zeiten liefern. Die spontane Grillparty mit Freunden am Abend ist somit kaum bequem möglich. Allerdings möchte die amerikanische Supermarkt-Kette „Kroger“ nun Abhilfe schaffen; sie führen in Zusammenarbeit mit dem Start Up-Unternehmen „Nuro“ erste Tests mit autonom fahrenden Lieferfahrzeugen durch.

Pilotprojekt startet diesen Herbst auf den ersten öffentlichen Straßen

Dies mag zuerst nicht sonderlich aufregend erscheinen, schließlich tüfteln auch Firmen wie Uber oder Google schon seit längerem an selbstfahrenden Fahrzeugen. Und das nicht nur zum Liefern von Lebensmitteln, sondern auch für den sonstigen alltäglichen Gebrauch. Doch „Nuro R1“, so der Name des selbstfahrenden Wagens, hat einen entscheidenden Vorteil gegenüber der Konkurrenz; da er ausschließlich zum Liefern von Lebensmitteln erdacht ist, ist er deutlich kleiner als ein gewöhnlicher PKW. Somit fällt ihm das Navigieren durch den Straßenverkehr leichter. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 40 km/h ist zudem die Gefahr eines Unfalls, welcher beträchtlichen Schaden nach sich zieht, geringer als bei normal großen autonomen Fahrzeugen.

Zurzeit liefert die Kette „Kroger“ jedoch noch nicht aktiv mit diesen Fahrzeugen aus. Ihr derzeitiges Projekt im Bereich autonomes Fahren beschränkt sich auf PKW anderer Hersteller wie Toyota, welche sie mit ihrer selbstfahrenden Technik aufrüsten. Auf abgeschlossenen Teststrecken führt das Unternehmen im Moment noch ausgiebige Versuche durch, bevor „Nuro R1“ reale Kunden bedienen darf. Kroger gab nun allerdings bekannt, die „Nuro R1“ Fahrzeuge erstmals im Herbst diesen Jahres im Bundstaat Arizona einzusetzen. Dann wird das kleine, runde Lieferfahrzeug mit einem Code bedient werden können, der vorher Kunden auf das Smartphone gesendet wird. Diese Art der Lebensmittellieferung erleichtert das Einkaufen nicht nur für vielbeschäftigte Berufstätige, sondern auch für ältere oder kranke Menschen, die ohnehin Schwierigkeiten im Alltag haben. Sollte sich dieses Projekt als erfolgreich herausstellen, gibt es bereits Vorschläge wie man auch andere Gegenstände wie Möbel oder Ähnliches mit jeweils angepassten Fahrzeugen einfach und schnell liefern lassen könnte.

Der „Nuro R1“ – auch bald bei uns in Deutschland?

Auch bei uns gibt es seit Jahren mehrere Projekte rund um das Thema „autonom fahren“, allerdings ist die Gesetzeslage hierzulande etwas komplizierter als in den USA. Bisher darf nur auf ausgewählten Testgebieten überhaupt mit selbstfahrenden Fahrzeugen experimentiert werden. In Arizona hingegen erlauben es die Gesetze diese Fahrzeuge auch aktiv einzusetzen. Sollte also das Fahrzeug „Nuro R1“ jemals auch auf deutschen Straßen verkehren, müsste zunächst ein entsprechendes Gesetz erlassen werden. Bis dahin können wir uns weiter an den Erfolgen der amerikanischen Konzerne erfreuen und hoffen, dass auch wir eines Tages in den Genuss eines solchen Lieferfahrzeuges kommen.


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BMW-Testzentrum für autonomes Fahren gibt bei High-Tech-Autos Gas

BMW-Testzentrum für autonomes Fahren

Geht es um selbstfahrende Autos, bestimmen beispielsweise Elon Musks Tesla oder die Google-Tochter Waymo die Schlagzeilen. Die deutsche Autoindustrie trommelt zwar nicht so laut wie die amerikanischen Tech-Konzerne. Dennoch schraubt und rechnet sie ebenfalls an den Autos der Zukunft. Der Autobauer aus München gibt hier besonders Gas und eröffnet heute ein BMW-Testzentrum für autonomes Fahren. Auf dem Autonomous Driving Campus in Unterschleißheim bei München haben Ingenieure und IT-Spezialisten ein klares Ziel: Bis zum Jahr 2021 wollen die 1.800 Mitarbeiter des Testzentrums ein Fahrzeug des Autonomie-Levels 3 marktreif machen. Damit wird es zumindest teilweise nicht mehr auf einen Fahrer angewiesen sein.

Daten, Daten, Daten: Und an die neuronalen Netze denken

Autos unabhängig von einem Fahrer zu machen, ist vor allem eine Rechenaufgabe. Denn die Fahrzeuge müssen in der Lage sein, das komplexe Geschehen aus ihrer Umgebung zu verarbeiten, richtig zu interpretieren und schnell genug in sinnvolle Handlungen umzusetzen. Die Technologie ist in Form von Prototypen schon da. Doch diese reif für den Alltag zu machen, ist noch eine große Herausforderung.

Daher ist das BMW-Testzentrum für autonomes Fahren vor allem ein riesiges Software-Studio mit angeschlossener Serverfarm. Ingenieure, Datenanalysten und Programmierer werden dort die Sensordaten von zunächst 40, ab nächstem Jahr 80 Testautos auswerten und auf dieser Basis Betriebsprogramme für automatisierte Fahrzeuge entwickeln. Dabei wird die Testflotte nicht nur in Deutschland, sondern auch in den USA, Israel und China zum Einsatz kommen.

Die Messwerte eines vollautomatisierten Entwicklungsfahrzeugs auf Level 4 (siehe Tabelle) sind so umfangreich, dass sie jeden Tag rund 40 typische Laptop-Festplatten zu je einem Terabyte füllen. Bei einem teilweise autonomen Fahrzeug (Level 3) erheben die dutzenden Sensoren im und um das Auto immer noch imposante 16 Terabyte Daten pro Tagestour.

BMW-Testzentrum für autonomes Fahren
In den Testfahrzeugen stecken dutzende Sensoren, die von Hochleistungscomputern ausgewertet werden. Image by Berti Kolbow-Lehradt

Mit diesen Informationen trainieren die Spezialisten des Autonomous Driving Campus die neuronalen Netze von Computern, deren Algorithmen dereinst so flexibel und spontan wie ein menschlicher Fahrer agieren sollen. Künstliche Intelligenz, die aus Ereignissen maschinell lernt, ist für autonomes Fahren unverzichtbar. Denn mit normaler, streng regelbasierter Software allein wäre ein fahrerloses Auto im modernen Straßenverkehr hoffnungslos überfordert.

2021 soll teilautonomes Modell BMW iNext serienreif sein

Das BMW-Testzentrum für autonomes Fahren ist ein großer, aber nicht der erste Schritt des Unternehmens hin zum selbstfahrenden Gefährt. Bereits 2006 umrundete ein BMW 3er selbstständig den Hockenheimring und seit 2011 werden automatisierte Prototypen von BMW auf der A9 zwischen München und Nürnberg auf der Straße erprobt.

Im Jahr 2014 driftete erstmals ein BMW-Prototyp automatisiert über den Las Vegas Speedway und bewies, dass auch das Fahren im Grenzbereich beherrscht werden kann.

Der nächste Meilenstein soll im Jahr 2021 erfolgen. Dann will BMW zusammen mit Intel, dem Kartenhersteller Here und dem Fahrassistenz-Spezialisten Mobileye das Modell BMW iNext zur verkaufsfertigen Serienreife bringen. Es wird dem Fahrer ermöglichen, zumindest teilweise die Hände vom Steuer zu nehmen. Damit handelt es sich um ein hochautomatisiertes Fahrzeug des Levels 3.

Weg zum autonomen Fahren: So unterscheidet BMW schlaue Autos

Autonomie-GradEigenschaftenBezeichnung
Level 0Das Auto fährt ohne Assistenzfunktion. Die Verantwortung trägt zu jedem Zeitpunkt vollständig der Fahrer.
Level 1Erste Assistenzsysteme erleichtern das sichere und komfortable Fahren mit Funktionen wie etwa einer Cruise Control, die für den Fahrer eine bestimmte Geschwindigkeit auf der Straße konstant hält.
Level 2 (Gegenwart)Fahrerassistenzsysteme bilden eine Vorstufe zum automatisierten Fahren. Der Fahrer bleibt aber permanent in der Fahrverantwortung.
Level 3 (BMW-Serienmodelle ab 2021)Die Technik ermöglicht, dass sich Fahrer und Fahrzeug die Verantwortung teilen. Der Fahrer kann sich während einer hochautomatisierten Fahrt im gleichgerichteten, vom Gegenverkehr abgegrenzten Straßenverkehr über einen längeren Zeitraum mit Nebentätigkeiten auf bordeigenen Medien beschäftigen oder entspannen. Er muss aber weiterhin in der Lage sein, die Steuerung innerhalb weniger Sekunden wieder zu übernehmen, wenn ihn das System dazu auffordert.Hochautomatisiertes Fahren; Eyes off
Level 4 (BMW-Pilotprojekte ab 2021)Das Fahrzeug kann praktisch alle Aufgaben alleine ohne Eingriff eines Menschen übernehmen. Sogar ein Nickerchen des Fahrers ist möglich. Im Notfall muss der Fahrer zwar noch eingreifen können, darf sich dafür im Vergleich zu Level 3 mehr Reaktionszeit gönnen.Vollautomatisiertes Fahren; Mind off
Level 5 (BMW-Pilotprojekte ab 2021)Die Passagiere können sich ohne Fahraufgabe vom Fahrzeug chauffieren lassen. Nicht mal eine Fahrerlaubnis müssen die Fahrgäste haben. Sofern Pedalerie und Lenkrad vorhanden sind, kann der Fahrer die Steuerung übernehmen, muss es aber zu keinem Zeitpunkt.Autonomes Fahren; Driver off
BMW 7er iNext BMW Autonomous Driving Campus
Noch sind automatisierte Autos des Levels 3, 4 und 5 nur als Prototyp oder Testfahrzeug verfügbar. Ab 2021 sollen sie schrittweise serienreif werden. Image by Berti Kolbow-Lehradt

Vollkommen unabhängige Autos erst 2050?

Bis zu einem komplett autonomen Fahrzeug wird es noch viel länger dauern. Zwar will BMW ebenfalls im Jahr 2021 Testfahrzeuge für Autos mit Autonomie-Levels 4 und 5 fertig haben. Bis es sie zu kaufen gibt, vergehen aber weitere Jahre. Die damit einhergehenden Sicherheitsfragen sind einfach zu komplex. EU-Verkehrskommissarin Violeta Bulc prognostiziert in einem Interview mit DIE WELT einen Marktstart nicht vor dem Jahr 2050.

Demgegenüber zeigen sich BMW-Mitarbeiter in Hintergrundgesprächen deutlich optimistischer. Denkbar ist demnach eine schrittweise Einführung. So könnten beispielsweise leichter von KI-Systemen beherrschbare Verkehrsbereiche wie Autobahnen früher für autonome Autos freigegeben werden, der unübersichtlichere Stadtverkehr aber erst später.

Probefahrt wie von Geisterhand

Wie eine Fahrt mit einem vollkommen automatisierten Auto des Levels 4 und 5 in Zukunft die Mobilität revolutionieren könnte, testete ich während einer Proberunde mit einem BMW 7er, der in den Jahren nach 2021 unter dem Namen BMW iNext in den Markt starten soll.

Über eine Smartphone-App rief ein Mitarbeiter das Fahrzeug, das mich in einer Leerfahrt abholte. Da ich beim Autonomie-Level 5 Fall keinen Einfluss mehr auf die Fahrt an sich nehmen muss, setzte ich mich auf die Rückbank und startete das Auto über einen Druck auf das Touch-Display des Bordentertainment-Systems. Die Zieladresse, in diesem Fall ein Stopp in 500 Metern Entfernung, hatte ein Mitarbeiter zuvor über Smartphone-App eingegeben. Der Fahrersitz blieb unbesetzt, das Lenkrad bewegte sich selbsttätig wie von Geisterhand.

BMW INext Level 4/5 Testfahrt
Probefahrt im voll automatisierten BMW-Testfahrzeug mit Autonomie-Level 4 bzw. 5. Das Fahrzeug starte ich auch von der Rückbank aus auf einem Touch-Display. Den kompletten Rest erledigt das Auto. Image by Berti Kolbow-Lehradt

Die Fahrt dauerte nur wenige Minuten. Dennoch war sie sehr aufschlussreich. Denn dieses Erlebnis war zwar ein wenig unheimlich, vor allem aber faszinierend. Schließlich finde die Vorstellung äußerst reizvoll, sich wie im Zug von A nach B chauffieren zu lassen – nur eben viel individueller – und dabei zu dösen, zu lesen oder zu arbeiten.

BMW-Testzentrum für autonomes Fahren setzt auf agiles Arbeiten für 1.800 Beschäftigte

Das neue BMW-Testzentrum für autonomes Fahren steht nicht nur für die Transformation des Konzerns vom traditionellen Autobauer zum Technologie-Unternehmen. Es reflektiert auch die veränderte Arbeitswelt. Auf 23.000 Quadratmetern Bürofläche werden bis zu 1.800 Beschäftigte schwerpunktmäßig auf agile Arbeitsmethoden setzen. Teilaufgaben in wechselnden Teams zu bewältigen, ist ein Kernaspekt dieser modernen, Scrum genannten Arbeitsweise. Ein offenes Raumkonzept, in dem Mitarbeiter und Führungskräfte auf den gleichen flexibel nutzbaren Flächen arbeiten, schafft die strukturellen Voraussetzungen dafür.

BMW Autonomous Driving Campus Unterschleißheim
Das neue Testzentrum von BMW in Unterschleißheim siet nicht so futuristisch aus wie der Apple Campus. Innen setzt der Autokonzern aber auf moderne Arbeitskonzepte. Image by Berti Kolbow-Lehradt

Der Autonomous Driving Campus liegt außerdem nah beim Forschungs- und Innovationszentrum von BMW in München. Die Beschäftigten beider Einrichtungen sollen auf diese Weise auch räumlich leicht zusammenarbeiten können. Denn auf dem Weg zum vollautomatisierten Fahrzeug ist menschliches Know-how der wichtigste Treibstoff.


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FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

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  • UKW-RADIO Welt: Am Mittwoch droht das Aus für viele UKW-Sender: Ein Streit zwischen Sendernetzen und Betreibern von UKW-Antennen, könnte dazu führen, dass der Weg zur Arbeit im Auto in Zukunft ziemlich leise verlaufen wird. Am kommenden Mittwoch droht auf Grund der Streitereien zwischen den technischen Dienstleistern die Abschaltung des Sendebetriebs. Anstelle von Nachrichten und Musik würde man dann lediglich ein Rauschen hören. Der Media-Broadcast-Chef Wolfgang Breuer erklärte, dass dann bis zu zehn Millionen Hörer von der Abschaltung der UKW-Radiosender betroffen sein könnten. Die Gründe für die drohende Abschaltung sind unterschiedliche Vorstellungen von Preisen für die Nutzung von UKW-Antennen in Deutschland. Media Broadcast erklärte sich bereit die Verbreitung der Sender bis Ende Juni weiterzuführen, allerdings nur, wenn eine Beauftragung der Radiosender vorliegt. Wer sich bis Montagabend nicht gemeldet hat, wird dann am Mittwoch abgeschaltet.

  • FACEBOOK Heise: Facebook weiß nicht, welche Daten Cambridge Analytica besitzt: Welche Nutzerdaten liegen der umstrittenen Firma Cambridge Analytica eigentlich vor? Selbst Facebook kann dies nach eigenen Angaben nicht einmal genau beantworten. Laut Facebook könnten die Daten weltweit von bis zu 87 Millionen Nutzern betroffen sein. In Deutschland sind darunter knapp 310.000 Facebook-Nutzer. Hierzulande zeigen sich die Nutzer durch den Facebook-Datenskandal ziemlich verunsichert. Eine Umfrage des ARD-DeutschlandTrends zeigt beispielsweise, dass 61 Prozent der Internetnutzer große Sorge vor einem persönlichen Datenmissbrauch haben. Zudem ist laut der Umfrage das Vertrauen in die Plattform gering. Der Kartellamtspräsident Andreas Mundt ist der Meinung, dass Facebook seine Marktmacht bei der Datennutzung missbraucht hat.

  • AUTONOMES FAHREN ngin-mobility: Tech-Konzern ZF bringt selbstfahrenden Autos das Hören bei: Haben unsere Autos bald Ohren? Autonom fahrende Autos begeistern durch ihre Technik, aber da geht sogar noch mehr. Der Automobil-Konzern ZF möchte in einem Pilotprojekt den Autos nun das Hören beibringen. Hinter dieser Technik versteckt sich das Erkennen von Geräuschen wie beispielsweise dem Martinshorn eines Einsatzfahrzeuges. Mit einer Displayanzeige wird der Autofahrer hierbei auf das sich nähernde Fahrzeug aufmerksam gemacht und darüber hinaus darauf hingewiesen, aus welcher Richtung es kommt. Zudem erhält der Fahrer eine Empfehlung dafür, wie er sich im nächsten Schritt verhalten sollte. Unter dem Namen Sound.AI soll die Neuentwicklung des Unternehmens in Zukunft nicht nur diese, sondern alle Geräusche erkennen können.

  • IPHONE Focus: Apple-Pläne durchgesickert: iPhones sollen sich in Zukunft massiv verändern: Neues Konzept für Display und Bedienung – derzeit soll Apple an Neuerungen für die künftige iPhone-Generation arbeiten. Allem Anschein nach wird es ein neues Bedienkonzept geben und das Display könnte künftig gebogen sein. Hiermit möchte sich Apple mit seinen iPhones von anderen Smartphones auf dem Markt abheben. Laut einem Bericht soll die Gestensteuerung es erlauben, das Display ohne Berührung zu bedienen. Hierbei soll der Finger des Nutzers erkannt werden, auch wenn dieser den Display gar nicht berührt, sondern einfach nur darüber schwebt. Sollte es diese Funktion in Zukunft in der neuen iPhone-Generation geben, dann allerdings frühestens in zwei Jahren, ebenso wie die Curved Displays.

  • APPLE Chip: Neue Details zum nächsten Mac Pro: Er kommt nicht mehr in diesem Jahr: 2009 wurde Apples Mac Pro eingeführt aber seitdem nur minimal aktualisiert. Für Profis ist dieser durch die wenigen Erweiterungen und Aufrüstungen eher unbrauchbar geworden. Apple hat schon im vergangenen Jahr bekanntgegeben, dass es endlich einen Nachfolger geben wird. Doch hier wurden die Informationen zum Preis, Veröffentlichung oder andere Pläne eher vage gehalten. Zumindest hat Apple jetzt verraten, dass das neue Mac Pro nicht mehr in diesem, sondern im nächsten Jahr erscheinen wird. Mit weiteren Informationen geht der Tech-Riese nach wie vor sparsam um.

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Netzpiloten auf der CES 2018: Diese Technik-Trends erwarten wir

CES 2018 Ausblick

Vom 9. bis 12. Januar leitet die Consumer Electronics Show (CES) das Jahr mit tausenden neuen Produkten und Gadgets aus dem Elektronikbereich ein. Alljährlich zeigen Hersteller in Las Vegas neue Spielereien und innovative Elektronik, die in den darauffolgenden Monaten erhältlich sein werden. Aber auch Prototypen von selbstfahrenden Autos, Robotern oder Neuheiten aus dem Bereich Smart Home werden präsentiert. Bei einer Vorab-Schau in Amsterdam konnten wir uns bereits ein erstes Bild von den Plänen einiger Tech-Startups machen. Worauf wir uns 2018 im Bereich Consumer Electronics gefasst machen können, zeigen wir euch in unserer Vorschau zur CES 2018.

Big Player: Diese Aussteller zeigen sich auf der CES 2018

Ob Samsung, LG, Sony oder Google: Die großen Technik-Hersteller lassen es sich nicht nehmen, ihre Neuheiten in Sachen Hardware aber auch Software auf der größten Elektronik-Messe der Welt zu präsentieren. Nur ein Technik-Riese fehlt seit eh und je: Apple. Das Unternehmen aus Cupertino zeigt seine Produkte ausschließlich auf Veranstaltungen, die selbst ausgerichtet werden. Entweder während der traditionellen Keynotes im Spätsommer und Frühjahr, oder während der alljährlichen WWDC.

Bis auf Apple ziehen die meisten Hersteller von Elektrogeräten aber mit und zeigen sich auf Keynotes, Shows und Ständen während der CES 2018 in Las Vegas. So wird es von Samsung aller Voraussicht nach neue Fernseher zu sehen geben, die noch smarter und hochauflösender daherkommen. Ein neues Smartphone stellt das südkoreanische Unternehmen erfahrungsgemäß nicht vor. Dafür nutzt Samsung traditionell den Mobile World Congress (MWC) in Barcelona, der im März 2018 stattfinden wird. Ob wir im Januar endlich einen Blick auf das angeblich faltbare Samsung Galaxy X werfen können, ist also fraglich.

Die großen Elektronik-Hersteller präsentieren daher vor allem Neuheiten aus dem Bereich Smart Home. Google wird während der CES 2018 wohl im Bereich Augmented- und Virtual Reality aufgestellt sein. Aber auch Neuheiten im Bereich Google Home könnten präsentiert werden.

CES 2018 Ausblick
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LG und Sony stellen aus

Auch LG wird sich wie Samsung vor allem im Bereich Smart-TV auf der CES 2018 in Las Vegas zeigen. So hat der Konzern beispielsweise den dünnsten OLED-Fernseher auf der CES 2017 präsentiert. Es ist zu erwarten, dass LG diese Technologie im vergangenen Jahr weiter vorantreiben konnte und weitere smarte Modelle im schlanken OLED-Stil präsentieren wird. Der Audio-Experte Sony wird auf der CES 2018 ebenfalls vertreten sein. Neue Kopfhörer, Sound-Systeme und professionelles DJ-Equipment wie Turntables erwarten Technik-Begeisterte am Sony-Stand.

Auch andere Größen wie Asus, Acer, Dell, HP und Razer geben sich auf der großen Elektronik-Show die Ehre. Auto-Hersteller werden sehr wahrscheinlich im Bereich autonomes Fahren Fortschritte präsentieren. So stellte Toyota bereits auf der CES 2017 die automobile Zukunft mit Concept Cars vor, die auf den ersten Blick aussehen, als seien sie einem Hollywoodstreifen entsprungen, der weit in der Zukunft spielt.

Roboter und Künstliche Intelligenz

Ein Bild, an das sich Besucher der CES 2018 in Las Vegas wohl außerdem gewöhnen müssen, sind Roboter. Vor allem aus den asiatischen Ländern wird die Entwicklung von künstlicher Intelligenz in Robotern stark vorangetrieben. Während der CES 2018 wird es rund um dieses Thema zahlreiche Keynotes und Veranstaltungen geben, die sich auch mit der Frage beschäftigen, wie sich intelligente Roboter nachhaltig in die Gesellschaft integrieren lassen.

Die CES wird vom 9. bis zum 12. Januar 2018 mehr als 3.900 Aussteller aus über 150 Ländern eine Plattform bieten, ihre neuen Produkte zu präsentieren. Auch die Netzpiloten werden live von der CES 2018 aus Las Vegas bei Twitter und Facebook über die neuesten Gadgets und Innovationen berichten.


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Hacks bei selbstfahrenden Autos: So halten wir sie auf

Autonomes Fahren (adapted) (Image by RioPatuca Images via AdobeStock)

Sobald Hacker in ein Auto gelangen, das mit den Internet verbunden ist, können sie die Airbags, Bremsen und Türverriegelungen ausschalten und sogar den Wagen komplett stehlen. Das sind die Ergebnisse von Forschern, die vor kurzem Sicherheitslücken bei verschiedenen Komponenten eines Autos entdeckt haben. Es konnte bei mehreren Tests nachgewiesen werden, dass es möglich ist, sich aus der Ferne in Autos zu hacken. Ein Fall zog sogar einen Rückruf von einem Jeep-Modell nach sich.

Keiner dieser Hacks konnte bis jetzt an normalen Fahrzeugen auf der Straße gezeigt werden. Doch sie zeigen, wie Cybersicherheit zu einer großen Herausforderung für die Autoindustrie wird. Vor allem, da in Fahrzeugen mehr und mehr fahrerlose Technologie eingebaut wird. Dies hat die britische Regierung so sehr beunruhigt, dass diese sogar eine Sammlung von Richtlinien für diesen Sektor veröffentlicht hat. Diese betonen den Bedarf von Unternehmen, zusammenzuarbeiten, um widerstandsfähige Fahrzeuge zu bauen, deren Sicherheit während der gesamten Lebenszeit gewährleistet werden kann. Aber was kann eigentlich gemacht werden, um Autos, die im Prinzip zu Computern auf Rädern werden, vor Hackern zu schützen?

Es gibt drei Hauptgründe, warum Autos verwundbar für Cyberattacken werden. Diese Trends haben es ebenfalls schwierig gemacht, Sicherheitssysteme zu designen und zu testen. Erstens werden Systeme, die in einem Auto integriert sind, immer öfter so entworfen, dass diese zusammenarbeiten, um ihre Effizienz zu erhöhen. Und deswegen müssen diese alle in der Lage sein, zu kommunizieren und auch mit einer zentralen Kontrolleinheit verbunden sein. Fügt man autonome Systeme hinzu, die die Autos teilweise oder komplett fahrerlos auf die Straße lässt, heißt das, dass diese sich mit anderen Autos und der Infrastruktur auf der Straße verbinden müssen.

Aber dies öffnet ein System, was traditionell nach außen hin geschlossen war, vor möglichen bösartigen Eingriffen. Zum Beispiel haben wir Demonstrationen von Angriffen gesehen, die Bluetooth, WLAN und Sendefrequenzen des Autos nutzen, um wichtige passive Zugangssysteme anzugreifen. All diese erzeugen mögliche Einstiegspunkte für Hacker.

Zweitens bedeuten mehr Features und Funktionen in Autos auch mehr Software und Komplexität. Ein einziges Fahrzeug kann inzwischen Millionen Zeilen an Computercodes benutzen. Und dies alles wird auf verschiedenen Arten, in verschiedenen Komponenten und von verschiedenen Herstellern zusammengepackt. Das macht es Sicherheitstestern schwerer zu wissen, wo sie zu suchen haben. Und das macht es auch Prüfern schwerer einzusehen, ob ein Auto die Richtlinien einhält. Wenn die Software, die kürzlich von Volkswagen benutzt wurde, um Emissionen zu beschönigen, ein bösartiger Virus gewesen wäre, dann hätte es Monate oder Jahre gebraucht, um das Problem zu finden.

Drittens steigen das Volumen und die Vielfalt der Daten und des Inhalts ständig, die in einem Fahrzeug benutzt und gespeichert werden. Beispielsweise könnte ein Multimedia-GPS-System in einem Auto Kontaktdaten, Informationen über die gewöhnlichen Routen des Fahrers und in der Zukunft sogar Finanzdaten enthalten. Dieser Hort an Informationen wäre für Cyberkriminelle sehr attraktiv.

Eine der besten Möglichkeiten, um Autos, die im Netz verbunden sind, vor dieser wachsenden Gefahr zu schützen, wäre es, Sicherheitssysteme im Design der Fahrzeuge einzubauen. Das würde beispielsweise heißen, dass sichergestellt wird, dass es keinerlei Konflikte, Fehler oder Fehlkonfigurationen in den einzelnen Teilen gibt. Vollständig zusammen gebaute Autos sollten strenger kontrolliert werden, damit das Endprodukt gegen Hackerangriffe bestehen kann. Dabei sollten Methoden wie Penetrationstests benutzt werden, bei denen Systeme absichtlich angegriffen werden, um Sicherheitslücken aufzudecken. Dies würde im Umkehrschluss bessere Werkzeuge und Standards bedeuten, die alle Industriehersteller dazu zwingen würden, Sicherheitssysteme von Anfang an mit einzuplanen.

Die nächste große Herausforderung wird wahrscheinlich sein, Autos zu entwerfen deren Sicherheitssysteme sich mit der Sicherheit beim Fahren abstimmen. So wie sich selbstfahrende Technologie weiterentwickelt und mehr künstliche Intelligenz und Deep-Learning-Methoden benutzt, werden wir uns auf noch mehr Software verlassen, um unsere Autos zu kontrollieren und um Entscheidungen aufgrund Sicherheitsbestimmungen zu treffen, wie es auch ein menschlicher Fahrer tun würde. Das macht es noch wichtiger, dass Autos so sicher sind, dass sie auch auf die Sicherheit des Fahrers achten.

Die Antwort der Industrie

Die Industrie reagiert langsam, aber beständig auf die Gefahr von Cyber-Angriffen. Neben den Regulierungen der Regierung hat die Society of Automotive Engineers (SAE) ihr eigenes Richtlinienpaket eingeführt. Dieses zeigt, wie Cyber-Sicherheit wie andere Sicherheitsgefahren behandelt werden kann, während man Autos entwirft. Es gibt auch Bemühungen, die Fahrer fähiger zu machen ihr eigenes Auto schützen zu lassne, indem beispielsweise in den Bedienungsleitungen davon abgeraten wird, unbekannte Geräte anzuschließen.

Langfristig ist die größte Herausforderung, die Autoindustrie dazu zu bringen, sich besser abzusprechen. Der Sektor ist hart umkämpft auf jeder Ebene und Unternehmen verlassen sich auf die neuesten autonomen und smarten Technologien, um sich abzusetzen und neue Kunden zu gewinnen.

Diese Rivalität bedeutet, dass Firmen sich davor sträuben, Informationen über Gefahren aus dem Netz und mögliche werwundbare Stellen miteinander zu teilen oder aber auch zusammenzuarbeiten, um ein sichereres Design zu entwerfen. Damit Autos wirklich sicher werden, müssen wir die Industrie dazu bringen, sich zu verändern.

Dieser Artikel erschien zuerst auf „The Conversation“ unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image (adapted) „Autonomes Fahren“ by RioPatuca Images/AdobeStock.com


The Conversation

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  • GOOGLE GLASS t3n: Google Glass ist zurück – und soll diesmal die Industrie erobern: 2014 wollte Google die Augmented-Reality-Brille im Konsumentenbereich etablieren und konnte sich im Handel nicht durchsetzen. Ein Jahr später wurde der Verkauf bereits gestoppt. Jetzt soll die Brille – jetzt nur noch Glass genannt, da sie nicht mehr von Google entwickelt wird – ein Hilfswerkzeug für Handwerker werden. In Kooperation mit verschiedenen Dienstleistungspartnern hat das Unternehmen „X“ individuell zugeschnittene Lösungen. Mögliche Einsatzbereiche sind Medizin, Logistik, Marketing oder Industrielle Arbeit wie Autoherstellung. Ersten Ergebnissen eines Testunternehmens zufolge, soll die Brille die Produktivität in der Fertigung um 25 Prozent gesteigert haben.

  • QR CODE wired: The Curious Comeback of the Dreaded QR Code: QR Codes schienen lange wie die Innovation der Zukunft, bis sie von ihre Popularität verloren. Ihre Handhabung war zu umständlich für viele Nutzer. Aber mit der Entwicklung von Social Media QR Codes hat das System ein schleichendes Comeback gefeiert. Unternehmen wie Snapchat, Facebook oder Spotify nutzen ein QR Code System um Nutzer schnell miteinander verbinden zu können. Grund für das Comeback ist unter anderem auch der Fortschritt der Kameras, die mittlerweile auch ohne spezielle QR Code App diese erkennen und scannen können. War das System also nur zu weit vor seiner Zeit?

  • ZALANDO handelsblatt: Warum Zalando Amazon nicht fürchten muss: Abo-Dienste für Premium Kunden sind in der heutigen Zeit keine Besonderheit mehr. Zalando führt nun in Konkurrenz zu Amazon Prime ebenfalls einen Premium Abo Service „Zet“ ein. Dienstleistungen des Service sollen taggleicher Versand oder ein Stylisten-Beratungsservice. Zuvor hatte Amazon mit „Prime Wardrobe“ ein neues Konzept angekündigt, mit welchem Kunden vor Bezahlung die Klamotten anprobieren konnten und Zalando so vor eine kommende Krise gestellt.

  • NOTE 7 heise: Samsung schlachtet Debakel-Smartphone Galaxy Note 7 aus: Das südkoreanische Unternehmen Samsung kündigte in einer Pressemitteilung an, dass sie konkrete Recycling Pläne für das zurückgerufene Smartphone Galaxy Note 7 erarbeitet haben. Die Smartphone sollen demnächst ausgeschlachtet werden, um zum Beispiel die Edelmetalle, die in der Technik der Geräte verarbeitet sind zu extrahieren. Noch intakte Bauteile wie OLED-Displays oder Kameramodule sollen als Ersatzteile für Reperaturen genutzt werden. Mit diesen und weiteren Maßnahmen möchte Samsung Nachhaltig handeln. Das Problem des Smartphones war in erster Linie der Akku, der bei Überhitzung in Flammen aufging.

  • KOOPERATION golem: Microsoft will an autonomen Autos mitentwickeln: Das Softwareunternehmen Microsoft ist eine strategische Partnerschaft mit dem chinesischen Unternehmen Baidu eingegangen, um an der Entwicklung von autonomen Autos mitzuwirken. Baidu hatte erst kürzlich ein Open-Source-Betriebssystem vorgestellt, dass jede Autofirma nutzen kann. Neben Microsoft sollen auch Nvidia, Ford und Intel an der Entwicklung dieses Open-Source-Systems beteiligen.

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  • STAATSTROJANER netzpolitik: Staatstrojaner: Kritik des Bundesrates an der weitgehenden Erlaubnis zum staatlichen Hacken: Das erst kürzlich verabschiedete Staatstrojaner-Gesetz steht wieder in harter Kritik. Grund dafür sind zum einen die Beschneidung der Grundrechte, zum anderen die Risiken für die IT-Sicherheit, sollte ein staatliches Hacken legalisiert werden. Denn die Spähsoftware könnte Schwachstellen, die bei einer solchen Installation nötig sind, auch von Kriminellen genutzt werden könnte. Da der Bundesrat an der Gesetzgebung nicht beteiligt war und im Sinne der Verbraucher sprechen konnte, wird jetzt um einen Vermittlungsausschuss gebeten, um das Gesetz erneut zu überprüfen. Ein Hindernis bei dieser erneuten Revision könnte jedoch der Rechtsausschuss sein, da dieser im Vergleich zu dem Verbraucherausschuss keine Notwendigkeit für einen zusätzlichen Ausschuss sieht.

  • DATENLECK golem: Datenleck bei der Deutschen Post: Die Deutsche Post hat bei der Sicherheit eines ihrer betriebenen Portale deutliche Sicherheitslücken. Das Umzugsportal „umziehen.de“ bietet einen Service an, dass man mittels einer Umzugsmitteilung Banken und Versicherungen automatisch informieren kann. Aufgrund eines Fehlers auf Seiten der Deutschen Post waren die Adressdaten von etwa 200.000 Kunden frei im Internet abrufbar.Die Deutsche Post meldete, dass die durch ein Sicherheitsupdate erstellte Kopie aufgrund „menschlichen Versagens nicht gelöscht wurde“. Für den Zugriff auf die Datenbanken war kein Expertenwissen zugänglich, man musste nur den Dateinamen der Datenbank kennen, der standartmäßig für Datenbankdateiendieses Typs identisch ist.

  • ALGORITHMEN t3n: Algorithmen kontrollieren: Heiko Maas möchte Daten in „gut” und „böse” teilen: Justizminister Heiko Maas fordert eine staatliche Agentur, die ein digitales Antidsikriminierungsgesetz und Transparenz für Algorithmen zur Aufgabe haben soll. Nach der Umsetzung des Netzwerkdurchsetzungsgesetzes könnte die staatliche Unterwerfung von Algorithmen weiterreichende Folgen haben. Nun wird kritisiert, dass es keine Diskriminierung durch Algorithmen gebe, nur Menschen tun es. Hate Speach entsteht nur da, wo Menschen auf andere Menschen treffen. Derzeit gibt es laut Algorithm Watch keine belastbare Studie, die belegt, dass Google über das Ranking von Suchergebnissen die öffentliche Meinung aktiv beeinflusst. Mit der Kontrolle von Algorithmen lässt sich da nicht viel tun, allenfalls mit tiefen Einschnitten in die Meinungsfreiheit.

  • MACHT sueddeutsche: Software frisst die Welt: Viele Anteile unseres Lebens warden immer mehr von Software und Geräten beeinflusst. Große Konzerne wie Google, Apple und Facebook sind schon lange nicht mehr nur Internetkonzerne, sondern auch Autobauer für autonome Fahrzeuge und Städteplaner für Smarte Städte und strecken dadurch die Grenzen des Machbaren. Der Staat gibt so einige Entscheidungen aus der Hand, kritisieren manche. Die Spielregeln für das World Wide Web schreibt heute weitestgehend eine kleine Programmiererelite im Silicon Valley. Die Frage ist, ob der demokratische Rechtsstaat diese zunehmende Machtverschiebung hinnehmen kann oder ob er seine Instrumente „updaten“ muss.

  • AUTONOMES FAHREN t3n: Volvo in Australien: Bewegungsmuster von Kängurus überfordern selbstfahrende Autos: Der Skandinavische Autohersteller Volvo testet seine Autonomen Fahrzeuge momentan in Australien. Bis jetzt konnten die Fahrzeuge den so genannten „Elchtest“ problemlos absolvieren, stellten in Australien jedoch ein anderes Problem fest. Das Nationaltier des Kontinents, das Känguru, überfordert den Tiererkennungs-Algorithmus des Autos. Volvos Technik-Manager in Australien: „Wenn die Tiere in der Luft sind, sieht es aus, als seien sie weiter entfernt, wenn sie am Boden aufkommen, erscheinen sie dagegen näher.”

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  • MP3 t3n: MP3 ist jetzt offiziell tot: Das Ende einer deutschen Erfolgsgeschichte: Es hat den iPod groß gemacht, und was vielen nicht bekannt ist – das Format MP3 ist eine deutsche Erfolgsgeschichte. Jetzt hat das Frauenhofer Institut die Einstellung des Formats angekündigt. Die Patente laufen aus. Das bedeutet nicht, dass es vom Markt verschwindet, sondern dass es nicht weiterentwickelt wird. Der Fokus liege nun auf anderen Medien. Zum Beispiel das AAC-Format sei dem Komprimierten MP3 Format deutlich überlegen. Apple nutzte beispielsweise bei seiner Einführung des iTunes-Stores das AAC-Format.

  • STREAMING golem: Root lässt Netflix-App aus dem Play Store verschwinden: Manche Nutzer von gerooteten Android-Geräten können die Streaming-App Netflix nicht mehr herunterladen. Das Unternehmen habe sich bewusst für diesen Schritt entschieden. Grund dafür ist, dass sich Netflix an Googles Widevine-DRM-System hält und nur noch auf von verifizierten Geräten kompatibel ist. Manche Root-Systeme können die App dennoch finden. Bis jetzt kann der Service noch problemfrei genutzt werden.

  • RANSOMWARE handelsblatt: So wappnen sich Nutzer gegen Cyber-Erpresser: Die Erpresser-Software „Wanna Cry“ beschäftigt die Digitale Welt. Die Erpressungs-Software richtete sich weltweit auf Rechnern ein und verschlüsselte Daten. Betroffen waren neben Privatnutzern auch Krankenhäuser und Großkonzernen wie der Deutschen Bahn. Experten analysieren die Spuren der Hacker und sprechen erste Theorien aus, dass der Angriff aus Nordkorea kommen könnte. Außerdem warnen sie vor erneuten Angriffen, die bis zum jetzigen Zeitpunkt ausblieben. Experten sprechen Tipps aus, wie man sich gegen einen Cyberangriff wappnen kann.

  • ZALANDO gruenderszene: Zalando liefert bald direkt zum Kunden – egal, wo der sich gerade befindet: Das Start-Up Parcify soll nun dafür sorgen, dass Pakete auf den Meter genau zum Kunden geliefert werden. Gemeinsam mit dem Online-Versandhaus Zalando wird der Service nun in Belgien getestet. Um an dem Lieferungssystem teilzunehmen muss man sich die Parcify-App herunterladen und per GPS orten lassen. Wenn sich der Kunde zu einem festgelegten Zeitpunkt im Liefergebiet des Unternehmens aufhält, kann die Sendung auch in einem öffentlichen Ort angenommen werden. Wann und ob der Service auch in Deutschland angeboten wird, ist noch nicht bekannt.

  • AUTONOMES FAHREN new york times: Lyft and Waymo Reach Deal to Collaborate on Self-Driving Cars: Der Google-Schwesterkonzern Waymo, ehemals das Google Self-Driving Project, und der Fahrdienstvermittler Lyft sind eine Allianz eingegangen um die Entwicklung für autonomes Fahren voranzutreiben. Gemeinsam wollen sie die Vormachtstellung auf dem US-Markt festigen. Waymo möchte nun gemeinsam mit Lyft die entwickelte Technik in der Praxis testen. Die Vereinbarung zwischen Waymo und Lyft ist ebenfalls strategisch gegen den Konkurrenten Uber gerichtet, welcher angeblich vertrauliche Technologiedaten von Google-Entwicklern gestohlen habe.

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CeBIT 2017: Das kann 5G, das Mobilfunknetz der Zukunft

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Seit mittlerweile 2011 ist LTE, das wir landläufig auch als 4G bezeichnen, verfügbar. Inzwischen wird es seit rund drei Jahren von nahezu allen Mobilgeräten unterstützt. Daher ist das für die Ingenieure Grund genug an ein Upgrade zu denken. Mit 5G soll ab 2020 die nächste Evolutionsstufe des mobilen Internets an den Start gehen. Dann soll sie Anwendungen wie hochauflösende VR-Spiele, autonomes Fahren und andere Connected Devices auf ein neues Level heben. Profitieren werden wir Endkonsumenten auch von einer noch nie da gewesenen Netz-Performance von Smartphone, Tablets und Co. Ich verrate euch die wichtigsten Eckdaten zu den Plänen der Netzbetreiber.

5G bringt mehr Speed und geringere Latenz

Die Internationale Fernmeldeunion (ITU) hat im Entwurf IMT-2020 die Anforderung für die ersten 5G-Systeme festgelegt. Sie sollen im Laufe des Jahres 2020 erscheinen. Demnach sollen dem Endgerät und damit dem Nutzer eine maximale Bandbreiten 20 Gbit/s im Download und 10 GBit/s im Upload zur Verfügung stehen. Minimal kommen 100 MBit/s im Downstream und 50 MBit/s im Upstream beim Kunden an. Zum Vergleich: Beim aktuellen Netzstandard LTE(-Advanced) beträgt die maximale Download-Bitrate 300 Mbit/s bis 4 GBit/s. Die Uploadrate liegt bei maximal 1 GBit/s.

Viel wichtiger für Anwendungen wie das autonome Fahren sind allerdings die Latenzzeiten, also die Verzögerung zwischen Eingabe und Reaktion. Diese soll sich für Smartphone- und Tabletnutzer im Bereich von lediglich 4 Millisekunden bewegen. Um sogenannte Ultra-Reliable and Low Latency Communications (URLLC) bei selbstfahrenden Autos zu gewährleisten, wird eine Reaktionszeit von maximal einer Millisekunde angestrebt.

Gleichzeitig unterstützt der Netzstandard 5G bis zu eine Million Geräte pro Quadratkilometer. Das entspricht einer rund 1000fach höheren Kapazität als mit 4G. Auch Cellroaming wird in Zukunft deutlich flüssiger und schneller vonstatten gehen. Das dürfte eine bessere Datenübertragung ermöglichen, wenn man – zum Beispiel als Bahnfahrer von Mobilfunkzelle zu Mobilfunkzelle springt. Nicht zu vernachlässigen ist zudem die verringerte Energieaufnahme: Mobilfunkanbieter rechnen mit 90 Prozent weniger Stromverbrauch je Mobildienst.

Telekom und Vodafone pushen Internet der Dinge

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Telekom zeigt auf der CeBIT die Möglichkeiten des 5G-Netzes mithilfe eines Roboters. Foto by Berti Kolbow-Lehradt

Auf der gerade stattfindenden Branchenmesse CeBIT in Hannover zeigt der Mobilfunkanbieter Telekom bereits einige Anwendungsfelder für das 5G-Netz. Es wird zuerst in der Industrie und an Flughäfen zum Einsatz kommen. Ein aufgebauter Industrieroboter demonstriert unter anderem die stabilen Reaktionszeiten von exakt acht Millisekunden.

Auch Vodafone zeigt ein Showcase zur Mensch-Maschine-Interaktion, das gemeinsam mit der TU Dresden entwickelt wurde. Der schnelle humanoide Roboter Pepper reagiert – ähnlich des menschlichen Nervensystems – in Echtzeit. Damit ist er rund tausendmal schneller als aktuelle Modelle. Das Konzept soll etwa bei der Bergung von Erbeben- oder Lawinenopfern zum Einsatz kommen.

5G ist für Privatkunden Zukunftsmusik – und könnte teuer werden

Wer sich nun auf erste Gadgets freut, der muss leider enttäuscht werden. Denn nachdem Ende des Jahres die Rahmenbedingungen feststehen sollen, folgt danach die Entwicklung von geeigneter Hard- und Software. Dabei stehen nicht nur passende Empfangs- und Verarbeitungsgeräte, sondern auch Sender im Fokus der Ingenieure. Wie auch beim 4G-Ausbau sind in erster Linie Industrie und öffentliche Einrichtungen an Ergebnissen interessiert. Deshalb dürften Blüten zunächst in den Maschinenhallen und Stadtzentren dieser Welt zu finden sein. Auch Fahrzeuge und der Straßenverkehr im Allgemeinen werden vom neuen Netzstandard zuerst profitieren.

Erst in der nächsten Ausbaustufe werden Kunden auch direkt 5G-Produkte für Anwendungen in der Augmented Reality oder Virtual Reality vorfinden. Denn dank der Rahmenbedingungen sollen sie für eine komplett neue Nutzererfahrung sorgen. Auch die Drohnentechnik wird sich durch das neue Mobilfunknetz rasant weiterentwickeln. Wie sich die neuen Geräte preislich von aktuellen Produkten unterscheiden werden, lässt sich momentan schwer abschätzen. Fakt ist, dass die Entwicklung und der Ausbau des 5G-Standards und der zugehörigen Glasfaser-Infrastruktur deutliche Kosten nach sich ziehen wird.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Androidpiloten.


Teaser Image by Vodafone, Image Robot by Berti Kolbow-Lehradt


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  • AUTONOMES FAHREN heise: Autonomes Fahren mit Sedric: Volkswagen zeigt erstes Konzept für autonomes Auto: „Shaping the Future“ stand auf der Einladung zum VW-Vorabend zum Genfer Autosalons, vom vom 9. bis 19. März. Die soll tatsächlich regelrecht würfelförmig sein, so sieht Sedric zumindest aus. Das neue „SElf-DRIving Car“ (daher der Name), das der Konzern jetzt anlässlich des anstehenden Autosalons vorgestellt hat, soll also die Zukunft des autonomen Fahrens gestalten und VW vielleicht auch weiter aus der Diesel-Affäre ziehen. Viele Details verriet der Konzern noch nicht, nur, dass Sedric elektrisch unterwegs sein, ohne Kabel geladen wird und per Knopfdruck angefordert werden kann.

    NINTENDO SWITCH zeit: Spaßpaket mit Schönheitsfehlern: Am Freitag wurde die Gamingwelt um eine neue Konsole erweitert. Mit der Nintendo Switch vereint der Hersteller stationäres und mobiles Gaming in einem Gerät. Nach einem ersten Zocker-Wochenende gibt es nun erste Gedanken und Urteile zur neuen Konsole. Der neue „The Legend of Zelda“-Teil „Breath oft he Wild“ ist dabei ein garantierter Blockbuster, hier verkauft aber eher die Software die Hardware, weitere große Titel für die Konsole bleiben erst noch aus.

  • SOUND engadget: Hands on: Das ist die Sonos Playbase: Für den April hat Lautsprecher-Hersteller Sonos jetzt ein neues, kompaktes Soundsystem vorgestellt. Die Playbase ist dabei vor allem eine geeignete Lösung für Film- und Musikfans ohne viel Platz, denn sie kann direkt unter dem Fernseher aufgestellt werden. Mittels der Trueplay-App wird zusätzlich der Raum soundoptimiert. Mit dem Fernseher wird sie mit Hilfe eines optischen Kabels verbunden, für alle anderen Einsatzgebiete – also das Streamen von Musik und die Kommunikation mit weiteren Sonos-Lautsprechern – kommt WiFi zum Einsatz.

  • NETFLIX t3n: Entscheide selbst, wie der Film endet: Netflix arbeitet an interaktiven Handlungsverläufen: Die Grenze zwischen filmischen und spielerischem Medium scheinen immer mehr zu verwischen. Filmische Spiele sind nichts neuer, aber wie sieht es mit gamifizierten Serien und Filmen aus? Der US-Streaming-Anbieter Netflix soll jetzt an einer Technologie arbeiten, die es dem Zuschauer ermöglicht per Knopfdruck den Handlugnsverlauf der jeweiligen Serie oder Films zu beeinflussen. Vorerst sei das Ganze ein Experiment seitens Netflix, so ermöglicht es den Filme- und Serienmachern aber ungeahnte Storytelling-Möglichkeiten. Bleibt nur die Frage: Will das der Zuschauer überhaupt?

  • FACEBOOK sueddeutsche: Facebook versucht, suizidgefährdete Nutzer zu erkennen: Eine neue Woche – ein neues, weltverbesserndes Facebook-Feature? Jetzt soll es eine künstliche Intelligenz geben, die Nachrichten und Status-Einträge der Nutzer, die auf suizidale Absichten anspielen, erkennen soll. Facebook kontaktiert die Nutzer daraufhin und gibt ihnen Tipps und empfiehlt Beratungsstellen. Das Konzept ist aber keineswegs neu. Schon die App Koko ist ein digitaler Seelsorger, der seit einiger Zeit fest in den bei Jugendlichen beliebten Messenger-Apps wie beispielsweise Telegramm oder Kik verankert ist.

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Netzpiloten sind Partner der Internet World Messe 2017

Am 07. März 2017 ist es endlich soweit: In München findet die E-Commerce Messe Internet World 2017 statt. Ganz unter dem Motto „Das Auto als Shoppingkanal“, ist jeder, der sich für den Bereich Automobil, Handel und Smartphones interessiert, herzlich willkommen.

Das Auto als Shoppingkanal?

Dass sich auch die Automobilbranche einem digitalen Wandel unterzieht, liegt in unserer heutigen Zeit natürlich sehr nahe. Es ist wichtig, dass es immer mehr innovative Neuerungen auch im Bereich der Autos gibt und dem Autofahrer, neben Komfort und Sicherheit, auch weiterhin immer interessantere Möglichkeiten geboten werden.

Autonom fahrende Autos sind lange nicht mehr unbekannt und stellen einen Meilenstein in der Autoindustrie dar. Da macht es doch nur Sinn, dem Fahrer ein paar Unterhaltungsmöglichkeiten und Kommunikationswege während der Fahrt aufzuzeigen, da künftig die Aufmerksamkeit der Fahrer kaum noch auf die Straßen gerichtet sein wird.

Eingebaute Sprachassistenten, Shopping-to-Go aus dem eigenen Fahrzeug und neue Werbemöglichkeiten für die Hersteller und Händler. All das sind wichtige Themen, die auf der Internet World Messe genauer betrachtet werden.

Zudem werden interessante Speaker wie Dr. Klaus Büttner, Vice President Autonomous Driving Projects, bei der BMW Group, auf spannende Fragen, wie Herausforderungen und die Zukunft von autonomen Fahrzeugen eingehen. Yvonne Bachmann, Rechtsanwältin und wissenschaftliche Redakteurin in der Händlerbund Management AG, erzählt etwas zum Thema „Wer den Shop hat, hat die Qual? Wenn die EU im Onlinehandel mitmischt“ und Stefan Bauer, Vorstand der Pluswerk AG, zeigt spannende Praxisbeispiele und Dos and Dont’s aus der Marketing Automation.

Wer also auf keinen Fall diese und viele andere Speaker, Diskussionen und spannende Austeller verpassen möchte, der sollte sich unbedingt Tickets für die Internet World Messe 2017 am 07. und 08. März am Messeturm in München, sichern.

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  • AUTONOMES FAHREN heise: Das erste selbstfahrende Auto wird ein Lastkraftwagen: Da ein großer Mangel an LKW-Fahrern in Nordamerika herrscht, sollen nun bald in der Logistikbranche selbstfahrende LKW eingeführt werden. Dieses Vorgehen soll die Fahrer nicht überflüssig machen, sondern den Beruf für die junge Generation attraktiver gestalten. Die Rolle des Fahrers soll dann ähnlich wie die eines Piloten sein: er ist beim Start, der Landung und in brenzligen Situationen gefragt, das Fahrzeug ist sonst auf Autopilot geschaltet.

  • TESLA t3n: Neuer Autopilot-Chef: Swift-Erfinder Chris Lattner verlässt Apple für Tesla: Nach elf Jahren verlässt nun Swift-Erfinder Chris Lattner Apple, um zu Tesla zu wechseln. Lattner wird ab sofort bei Tesla für die Autopilot-Software des Unternehmens verantwortlich sein, nachdem der frühere Autopilot-Leiter Sterling Anderson das Unternehmen verlassen hatte. Für Lattner wird es bei Tesla einiges zu tun geben: nach dem tödlichen Unfall im Frühjahr 2016 geriet der Autobauer in die Kritik, woraufhin dieser Neuerungen angekündigt hatte, die das Autopilot-System sicherer machen sollen.

  • YOUTUBE googlewatchblog: Hamburger Elbphilharmonie: Youtube überträgt das Eröffnungskonzert Live in 360 Grad: 9 Jahre Bauzeit und mehrere Hundertmillionen Euro verschlang die Hamburger Elbphilharmonie, die direkt am Hafen platziert ist. Heute findet endlich das feierliche Eröffungskonzert statt. Wer keine Karten hat, muss sich aber auch nicht grämen. Schon zur offiziellen Fertigstellung der Elbphilharmonie und auch jetzt zur Eröffnung sind Google-Nutzer ganz vorne mit dabei: Per Streetview kann man durch das Gebäude laufen und sich die öffentlich zugänglichen Teile frei ansehen. Wer zudem über ein Google Cardboard verfügt (die Papp-Variante einer Virtual Reality-Brille) kann das Live-Konzert so auch in VR erleben.

  • FACEBOOK golem: Facebook-App leert Akku in Rekordzeit: Schwache Akkus sind bei Smartphone-Nutzern immer ein leidiges Thema. Da hilft es nicht, wenn sich eine App zusätzlich belastend auf die Laufzeit auswirkt. Vor allem Android-Nutzer sind derzeit stinksauer, die Facebook- sowie die Messenger-App belastet den Akku wohl extrem. Neben der drastisch verkürzten Akkulaufzeit machen die Facebook-Apps noch andere Schwierigkeiten. Der Grund für die geschilderten Probleme ist derzeit nicht bekannt.

  • SOCIAL MEDIA dw: White House preserves Obama’s social media legacy: „Präsdient Obama ist der erste ‚Social Media Präsident'“ so ein Sprecher des Weißen Hauses und so hat er einem den Job des mächtigsten Mannes der Welt näher wie nie gebracht. Er verabschiedete sich nun von dem Twitter-Handle ‚@POTUS‘ (steht für ‚president of the united states‘) mit: „Thank you for everything. My last ask is the same as my first. I’m asking you to believe—not in my ability to create change, but in yours.“ Das Weiße Haus hat jetzt einen nahtlosen Übergang zwischen den präsidialen Social Media Accounts eingeleitet.

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  • DATENSCHUTZ golem: Gibt es 2017 den ersten Internetminister?: Die SPD nennt neben dem Breitbandausbau noch die Themen Gute Arbeit 4.0, digitale Bildung, Datensicherheit und Datensouveränität, die Internationale Charta „Digitale Grundrechte“ sowie Netzneutralität. Die FDP hat auf ihrem Parteitag im April 2016 schon ein recht ausführliches Papier zu den Chancen der digitalen Gesellschaft vorgelegt. Die zentralen Themen darin lauten Bildung, Arbeit, Datenschutz, Wirtschaft und Mobilität, Gesundheit und E-Government. Die CSU nennt ähnliche Politikfelder.

  • DIGITALISIERUNG nzz: Willkommen in der digitalen Diktatur: Vor kurzem weigerte ich mich am Berliner Flughafen, durch einen sogenannten «Nacktscanner» zu gehen. Ich bestand auf einer manuellen Kontrolle und wurde von den leicht verärgerten Security-Mitarbeitern sofort belehrt, dass es so etwas wie „Privatsphäre“ hier nicht gebe, schliesslich wolle ich ja fliegen. Inzwischen sehe ich diesen Fall eher als ein Beispiel für rührende Alltagsnaivität an.

  • ALEXA zeit: Alexa kriegt sie alle: Alexa ist überall. Mal taucht sie im Kühlschrank auf, mal wartet sie im Auto. Sie kann richtig laut werden, sitzt aber auch ganz leise im Kinderzimmer, und wenn man sie höflich bittet, passt sie auf, dass niemand zu Hause einbricht. Zwischendurch wirft sie noch die Waschmaschine an und dimmt das Licht, damit die Stromrechnung nicht zu hoch wird. Alexa ist ein Multitalent – und deshalb wie schon im vergangenen Jahr ein Star auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas.

  • GOOGLE googlewatchblog: Detroit Auto Show: Google-Schwester Waymo zeigt die neuen selbstfahrenden Chrysler Pacifica [Galerie]: Bei der Google-Schwester Waymo geht es weiterhin Schlag auf Schlag: Vor nicht einmal einem Monat wurde die Gründung des Unternehmens bekannt gegeben und wenige Tage später hatte man einen ersten Blick auf die neuen Fahrzeuge erlaubt. Jetzt wurde verkündet, dass die ersten Fahrzeuge der neuen Flotte noch in diesem Monat auf die Straßen kommen. Außerdem hat CEO John Krafcik das Geschäftsmodell des Unternehmens noch einmal klar gestellt.

  • MARKETING horizont: „Marketing muss heute keine dominante Führungsfunktion mehr einnehmen“: Auch mit seinen knapp 80 Jahren steigt Heribert Meffert, emeritierter Professor am Marketing Center Münster (MCM), noch regelmäßig die vier Stockwerke zu seinem Schreibtisch hoch – und scherzt: „Je höher man im Leben kommt, desto kleiner wird das Büro.“ Im Interview mit HORIZONT spricht der „Marketingpapst“ über die heutige Rolle der Zunft, aktuelle Buzzwörter und die Dominanz der Digitalisierung.

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  • APPLE t3n: Nokia verklagt Apple in Deutschland und den USA: Nachdem Nokia und Apple ihren letzten Patentstreit 2011 abgelegt haben, hat Nokia nun in München, Düsseldorf, Mannheim und Texas gegen den Smartphone-Hersteller erneut geklagt. Apple wird vorgeworfen, 32 Patente von Nokia verletzt zu haben. Die Patente betreffen unter anderem Displays, User Interface, Software und Video-Technologien. Nokia erklärt, dass man lange versucht habe, mit Apple zu verhandeln, bevor rechtliche Schritte eingeleitet wurden. Apple hingegen teilte mit, dass man für Lizenzzahlungen bereit sei, jedoch nur zu einem fairen Preis.

  • GOOGLE googlewatchblog: Google hat im vergangenen Jahr 3,6 Milliarden Dollar gespart: Es ist kein Geheimnis, dass fast alle großen internationalen Konzerne versuchen, jedes Steuerschlupfloch zu nutzen. Das wohl bekannteste und meist diskutierte ist das sogenannte „Double Irish“ und „Dutch Sandwich“. Auch Googles Muttergesellschaft Alphabet nutzt nun dieses Schlupfloch seit Jahren und spart dabei Unmengen an Geld. Welches Ausmaß dies mittlerweile angenommen hat, zeigt jetzt ein neuer Finanzbericht. Allein im Jahr 2015 soll Google/Alphabet laut des Berichts einen Betrag von 3,6 Milliarden Dollar an Steuern eingespart haben, indem das Geld durch mehrere Länder geschleust wurde.

  • AUTONOMES FAHREN heise: Führerlose Züge im Fernverkehr: Nachdem bereits Dutzende vollautomatische Bahnen im Nahverkehr unterwegs sind, sollte man meinen, dass es bis zu den ersten führerlosen Loks im Fernverkehr nicht mehr lange dauern kann. Das ist allerdings nur begrenzt der Fall. Denn der Fernverkehr hat – anders als der Nahverkehr – nicht seine eigenen geschützten Trassen, sondern ein offenes Streckennetz für Züge aller Art. Dabei müssen einige wichtige Aspekte wie Zugsteuerung, Sensoren, Signale, Datenübertragung und auch der rechtliche Rahmen reibungslos zusammenarbeiten.

  • TRACKING datenschutzbeauftragter: Neues Tracking System Icarus für Tiere könnte auch Menschen verfolgen: Im Rahmen des Projekts Icaurs, das von dem Max-Planck-Institut für Ornithologie ins Leben gerufen wurde, werden ab Sommer 2017 verschiedene Wildtiere mit Peilsendern ausgetattet, um ihre Wanderbewegungen nachvollziehen zu können. Dazu wurden besonders kleine und leichte Sender entwickelt, deren Daten direkt an die Raumstation ISS gesendet werden, statt sie über auf der Welt verteilte Handynetze laufen zu lassen, wie es in diesem Bereich üblich ist. Denkbar – und technisch umsetzbar – wäre es daher möglicherweise auch, Menschen oder die von ihnen mitgeführten Geräte wie z.B. Smartphones mit ähnlichen Sendern auszustatten. Damit könnten dann auch umfassende Profile der Wanderbewegungen von Menschen erstellt und so ihr Verhalten nachvollzogen werden.

  • FACEBOOK golem: Facebook überträgt nun auch Audiostreams: Facebook überträgt ab sofort auch Streams ohne Video – also nur den Ton. Vorerst testet Facebook nur mit ausgewählten Partnern die neue Funktion. Gedacht ist das etwa für klassische Podcasts, Hörbücher und Formate in der Art von Radio. Entsprechend wird Audio mit BBC World Service, dem Hörbuchverlag von Harper Collins und einigen Autoren ausprobiert. Wann das Ganze für die Allgemeinheit verfügbar sein wird, ist noch nicht bekannt – irgendwann 2017 soll es so weit sein. Die neue Möglichkeit ist auch praktisch für Streamer, die aus Orten mit schlechter Onlineverbindung senden, weil die Datenmenge ohne Videodateien oder ohne ein eingebettetes Standbild niedriger ist.

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  • WHATSAPP t3n: Whatsapp: Videochat-Funktion ab sofort auf Android-Smartphones nutzbar: Mit WhatsApp können Android-Nutzer ab sofort auch Videochats durchführen. Der Anbieter der weltgrößten Messenger-App hat die Funktion über das Beta-Programm großflächig ausgerollt. Schon im Dezember letzten Jahres gab es Berichte, dass WhatsApp eine Videotelefonie-Funktion intern testet. Im Mai dieses Jahres wurde die Testphase für den Videochat ausgeweitet – seit Dienstag kann sie jeder Android-Nutzer über den Beta-Kanal des Play-Stores installieren. Die Qualität von Video und Audio ist derzeit selbst im WLAN-Netz noch nicht optimal, es sollte aber nicht vergessen werden, dass die Funktion sich noch im Beta-Stadium befindet. iPhone-Besitzer sind ebenso noch außen vor. Allerdings soll WhatsApp schon eine aktualisierte App bei Apple eingereicht haben, mit der die Funktion auch für iOS-Geräte einsetzbar wird.

  • BLACKBERRY ZDNET: Blackberry stellt Android-Smartphone DTEK60 vor: Mit dem DTEK60 bringt Blackberry einen neuen Vertreter seiner nach eigenen Angaben besonders sicheren Android-Smartphones auf den Markt. Das Gerät hat ein großes, hochauflösendes Display, einen schnellen Prozessor und eine 21-Megapixel-Kamera. Das Gerät ist eine technisch verbesserte Version des DTEK50, mit dem es das Design teilt. Anders als beim Vorgänger stammt die Hardware-Ausstattung des DTEK60 aus dem Oberklassebereich. So hat das Smartphone einen 5,5 Zoll großen Bildschirm, der mit 2.560 x 1.440 Pixeln auflöst. Das ergibt eine Pixeldichte von 534 ppi, was Displayinhalte scharf darstellen sollte. Im Inneren des Gerätes arbeitet Qualcomms Snapdragon 820, ein Vierkernprozessor mit einer maximalen Taktrate von 2,15 GHz.

  • APPLE horizont: Apple will im Weihnachtsgeschäft Rückgang stoppen: Apple will mit dem iPhone 7 im anstehenden Weihnachtsgeschäft die seit Jahresbeginn andauernde Talfahrt stoppen. Der Konzern prognostizierte für das laufende Vierteljahr einen etwas höheren Umsatz als im Rekordquartal vor einem Jahr. Zugleich gingen die Geschäftsrückgänge auch in den vergangenen drei Monaten trotz des Starts des neuen iPhone-Modells weiter. Das führte wie erwartet zum ersten Geschäftsjahr mit einem Umsatzrückgang seit 15 Jahren.

  • GOOGLE Golem: Google arbeitet angeblich an AR-Headset: Gerade erst hat Google mit Daydream eine eigene Plattform inklusive Hardware im Bereich Virtual Reality vorgestellt und schon geht das ganze in die nächste Runde: Schon seit längerer Zeit kursiert das Gerücht über eine weitere Brille, die weit über Daydream und Virtual Reality hinaus geht und das gesamte Thema auf eine neue Stufe heben soll. Jetzt gibt es neue Belege über das in Entwicklung befindliche Headset. Das neue Headset soll, anders als die Cardboard- und Daydream-Betrachter, ohne ein Smartphone als Display auskommen. Stattdessen arbeitet es wohl mit eigenen Displays und soll die Augmented-Reality-Elemente mit Hilfe von Eye-Tracking-Sensoren und weiteren Sensoren platzieren.

  • UBER Wirtschafts Woche: Roboter-Lastwagen liefert 50.000 Dosen Bier: Uber hat in den USA mit einem hochautomatisiert fahrenden Lkw 50.000 Dosen Bier ausgeliefert. Damit hat Uber demonstriert, wie die Zukunft der Logistikbranche aussehen könnte. Ein hochautomatisiert fahrender Lkw des Startups Otto, das Uber gekauft hat, legte laut einem Bericht von Bloomberg eine Distanz von rund 190 km über die Interstate 25 zurück. Uber reklamiert damit die erste kommerzielle Lieferfahrt mit einem automatisiert fahrenden Lkw für sich. Hinter dem Steuer befand sich kein Fahrer. Das Fahrzeug fuhr allerdings in Colorado nur eine Highway-Strecke entlang, die zuvor vermessen worden war.

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FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

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  • NSA sueddeutsche: Wurde die NSA gehackt?: Die NSA gilt als mächtigster Spionagedienst der Welt. Die besten Informatiker und Hacker arbeiten für die National Security Agency, die der größte Auslandsgeheimdienst der Vereinigten Staaten ist. Die NSA soll allerdings von der Hackergruppe „Shadow Brokers“ angegriffen worden sein. Am Wochenende veröffentlichte die Gruppe eine Software, mit der der Geheimdienst die Firewalls verschiedenster Betriebssysteme umgeht. Der Whistleblower Snowden bezweifelt, dass das ganze System der NSA gehackt wurde. Er geht nur von einem Server aus und verdächtigt Russland.
  • YOUTUBE faz: Youtube will an die 30 Millionen deutschen Gamer ran: In einer Sparte ist der Wachstum von Youtube besonders stark – Livestreams. Auch die 360-Grad-Funktion bei einigen Videos macht das Angebot für Nutzer sehr attraktiv. Auf der Gamescom in Köln hat der US-Konzern eine App vorgestellt, mit der es Nutzer möglich gemacht wird, leichter mit professionellen Gamern zu chatten. Gaming-Videos funktionieren auf Youtube sehr gut und bringen dem Unternehmen enorme Summen an Werbegeldern ein. Nun will man sich mehr auf die Gamerszene konzentrieren, denn allein in Deutschland ist der Markt mit rund 30 Millionen Gamern sehr breit aufgestellt.
  • DATENSCHUTZ golem: „Microsoft ignoriert Datenschutz und Nutzerwillen eklatant“: Windows 10 ist bei Datenschützern sehr umstritten. Die US-amerikanische Bürgerrechtsorganisation „Electronic Frontier Foundation“ hat nun schwere Vorwürfe gegen Microsoft erhoben. Seit der Veröffentlichung von Windows 10 gibt es Kritik an den Datenschutzeinstellungen von Microsofts Betriebssystem. Auch die teils verzweifelt wirkenden Taktiken, mit denen das Unternehmen Nutzer zum kostenfreien Upgrade bewegen wollte, waren umstritten.
  • AUTONOMES FAHREN bloomberg: Hyundai Motor Says It’s Discussing Partnerships With Google: Süd Koreas größter Autohersteller Hyundai steht in Verhandlungen mit Google. Es soll um eine zukünftige Partnerschaft der beiden Konzerne gehen, die sich auf das autonome Fahren fixiere. Laut Ko Tae Bong, einem führenden Analyst des Autokonzerns, gehe es um das Überleben von Hyundai, da man in der Entwicklung des autonomen Fahrens weit zurückliege. Eine Zusammenarbeit mit IT-Unternehmen wie Google sei deshalb nicht nur eine Option, sondern dringend notwendig.
  • FITNESS mashable: The fitness tracker included in McDonald’s Happy Meals has just been recalled: Die McDonalds’s Filialen in den USA und Kanada baten seit geraumer Zeit einen Fitness Tracker in Happy Meals an. Was sich erstmal nach einer guten Idee anhört, hat jetzt für einen kleinen Skandal gesorgt. Bei einigen Kindern ist es beim Tragen des Trackers zu Hautirritationen gekommen. McDonald’s hat seine Kunden nun dazu aufgerufen, die Armbänder wieder an den Konzern zu schicken oder bei einer Filiale abzugeben.
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