Für das radioeins-Medienmagazin hat der Moderator und Redakteur Jörg Wagner den Kabarettisten Dieter Hildebrandt interviewt, der nach über 60 Jahren im Fernsehen sich mit einem Internetformat versucht.

Dieter Hildebrandt gilt als Begründer des politischen Kabaretts im Deutschland der Nachkriegszeit. Als Bühnenkabarettist galt er als führend in Deutschland, doch seine wahre Leistung liegt darin, durch politisches Kabarett maßgeblich "zur Information und zur Aufklärung durch das Medium Fernsehen beigetragen" zu haben. Mit 85 Jahren wendet sich Hildebrandt nun einem neuen Medium zu - dem Internet.
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Vergangene Woche beschäftigte sich der Ausschusses für Kultur und Medien des Deutschen Bundestag mit der deutschen Kreativ- und Kulturwirtschaft. In dem öffentlichen Fachgespräch unter dem Titel "Digitale Angebote der Kultur- und Kreativwirtschaft – über Geschäftsmodelle, Qualität der Angebote und Konsumentenwünsche"
![Bundestag (Bild: Baracoder [CC BY-SA 2.0], via Flickr)](http://www.netzpiloten.de/wp-content/uploads/2013/03/Bundestag-Bild-Baracoder-CC-BY-SA-2.0-via-Flickr.jpg)
Als geladene Expertinnen und Experten waren u.a, der Münchner Journalist und Blogger Dirk von Gehlen, C. Cay Wesnigk von der AK DOK, Skoobe-Geschäftsführer Christian Damke und Stefan Zilich, Managing Director von Spotify anwesend. Alle Sachverständigen gehen davon aus, dass die traditionellen Medien sich in einer enormen Umbruchphase befinden. Wie darauf reagiert werden sollte, wurde unterschiedlich aufgefasst.
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Eine Weltreise in die Zukunft der Medien. Sieben Städte. Zwei Reporter. Tolle Geschichten.

Der klassische Journalismus verlagert sich ins Digitale. Aber was heißt das eigentlich? Wie werden künftig Geschichten erzählt? Wie werden Nachrichten recherchiert? Wie wird in der digitalen Welt mit Journalismus Geld verdient? Diesen Fragen gehen die Hamburger Journalistinnen Amrai Coen und Caterina Lobenstein in einer fünfwöchigen Weltreise nach. Heute besuchen die Beiden den Datenjournalisten Simon Rogers in London.
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Ein Woche lang öffnete die Social Media Week Hamburg die Tore. Heute fanden die letzten Veranstaltungen statt. Ein Rückblick.

Viele Teilnehmer und Gäste freuten sich. Mal weg vom Schreibtisch und rein in die bunte Welt der Social Media, die ja ihres Zeichens eher in digitalen anstatt analogen Lebensbereichen ihr Emporkommen feiern. Dass das nicht so sein muss, haben die Hamburger Veranstalter ein zweites Mal bewiesen. Und dabei vieles richtig gemacht.
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Es ist Saure-Gurken-Zeit. Der Euro liegt im Sauerstoffzelt. Der Dollar erholt sich auf wundersame Weise seit 2008. Und Asien erlebt das Platzen von Blasen. Außerdem ist Nils Minkmar weg von der FAS. Also tröpfelt deren Relevanz in der Diskussionskultur des nationalen Echtzeit-Stammtischs dahin. Bemüht man also eines der Zaubertrankheilkräuter, um das Röcheln zu einem gröhlenden Fanal aufzutunen. Sie nennen es ACTA, Leistungsschutzrecht, Urheberrecht, geistiges Eigentum. Wir nennen es das Umschmieden von Brandbomben zu Nebelkerzen.
Und schon hat eine Bloggeria, eine Plusseria und eine Facebookeria einen Feind sie zu knechten, sie alle zu finden, ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden. Ein kluger Mann hat einmal gesagt: "Es ist so langweilig mit einer deutschen Frau zusammen zu sein: Nach spätestens sechs Wochen versucht sie, auszustesten, ob sie den Mann beherrschen kann. Ab dann geht es nur noch um Machtspielchen." Etwas Ähnliches passiert bei jedem validen Thema rund ums Netz.
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Wenn das Thema Games behandelt wird, berichtet man oftmals für Hardcore-Gamer. Dabei spielt doch eigentlich jeder. Der eine baut seine Farm auf Facebook und der andere spielt Angry Birds auf seinem iPhone. Spielen gehört für viele einfach dazu und wird als soziales Gefüge in den Alltag integriert. Diesen Umstand verstehen Mark Heywinkel und Henning Ohlsen zu gut und haben deshalb ein Magazin entwickelt, welches sich fernab von jeglicher Geek-Arroganz, mit der Themenvielfalt dieses Genres auseinander setzt – Games für alle ist die Devise.
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Clay Shirky hat den heiligen Gral des Investments in den Schmutz geworfen: Warren Buffett. Dessen Investitionen in 24 mittlere Tageszeitungen seien geradezu hanebüchen und sein Verdikt über die Facebook-Aktie wenig weitsichtig. Gut gebellt: "Der Erfolg der Tageszeitungen ist nur ein Unfall gewesen." Shirky weist darauf hin, dass Reichweite und Umsatz nicht immer linear korrelieren. Werbung kommt in Buffetts erklärendem Memo gar nicht vor. Das hat einen Grund. [Mehr]

Tim Renner hat in seinem Leben schon viele Rollen eingenommen – Punkrocker, Publizist und der mächtigste Mann der deutschen Musikbranche sind nur drei davon. Ein „kraftvoller Visionär“ für die einen, ein „überschätzter und aufgeblasener Kerl“ für die anderen – im persönlichen Gespräch wirkt der Medienmanager seiner Umstrittenheit zum Trotz völlig unaufgeregt.
Der gebürtige Berliner mit dem rotblonden Haar ist ein jugendlicher Typ, dessen Erscheinung so gar nicht zum Klischee eines aalglatten Managers passen will. Im Jeans-und-Turnschuh-Look, der auch dem Frontmann einer Indie-Band gut zu Gesicht stünde, sitzt er in seinem Büro in Berlin Mitte und begegnet dem Gesprächspartner mit Interesse, ja Neugierde. Seine blauen Augen leuchten, er wirkt sehr aufmerksam und entspannt zugleich. Wenn Tim Renner spricht, liegt seine Ausstrahlung irgendwo zwischen der eines Dozenten (er hat eine Professur an der Mannheimer Pop-Akademie inne) und eines Kumpeltypen. Man sollte den Sympathie-Faktor, den er zweifelsohne hat, jedoch keinesfalls mit einem Mangel an Biss verwechseln. Tim Renner war nicht umsonst der Chef von Universal Deutschland. Er weiß, was er kann und was er will. Doch nicht nur das macht ihn zu einem interessanten Player in der Musikbranche einerseits und in der Netzszene andererseits.
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Über zwanzig Autorinnen und Autoren haben sich zum Wandel und den neuen Chancen unserer Öffentlichkeit in Bezug auf Medien, Internet und Journalismus geäußert. Die Stimmen hat die Heinrich Böll Stiftung in dem kostenlosen und zum Download freigegebenen "Band 11 der Schriften zur Kultur und Bildung" zusammgeführt und mit den folgenden Worten beschrieben:

"Das veränderte Medienverhalten und der Schwund der Werbeeinnahmen in den Printmedien führen bei den Verlagen und den Sendern zu einer intensiven Suche nach neuen Verwertungs- und Distributionsmodellen. Die Öffentlichkeit ist im Wandel – nicht ohne gravierende Folgen für den Journalismus. Neue Akteure – meist ohne Zertifikat der Journalistenschulen - treten im Internet auf und verändern den professionellen Journalismus durch neue Formen. Die vierte Gewalt demokratisiert sich. Auf Kosten der Qualität?"
Mit Beiträgen von Sabria David, Gemma Pörzgen, Stephan Weichert, Robin Meyer-Lucht, Peter Glaser, Geert Lovink, Markus Beckedahl, Mercedes Bunz, Katrin Rönicke, Christiane Schulzki-Haddouti, Christoph Kappes, Tabea Rößner, Leonhard Dobusch, Karsten Wenzlaff, Anne Hoffmann, Matthias Spielkamp, Marcel Weiß, Jessanne Collins, Kai Biermann, Martin Haase, Hans Hütt uvm.
Zum Thema wurden auch verschiedene Podcasts konzipiert die Ihr euch im Folgendem anhören könnt. Wer den Band downloaden möchte, der wird hier fündig.
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Es sind Milliarden. Es sind Milliarden Dollar. Es sind Milliarden Werke. Es sind Milliarden Leser, Zuschauer, Zuhörer.
Aber es gibt nur Tausende Künstler, Musiker und Autoren, die von ihren Werken leben können.
Warum das so ist?
Wir haben wenig Zeit. Wir müssen arbeiten. Wir müssen einkaufen. Wir müssen die Hausaufgaben kontrollieren. Uns mit dem Partner streiten oder versöhnen. Wir gründen Familien oder Firmen. Wir sind lebendig und schaffen unsere eigenen Werke.
Aus Sicht des Gesetzes sind dies Alltagswerke aber nicht schützenswert. Und wenn, dann nur als Privatsphäre. Nur leider wird diese Privatsphäre zunehmend durch Medien gestört, die sich in unser Leben drängeln. Bücher fallen vom Himmel, Filme laufen ungefragt auf der Fassade des Bürogebäudes gegenüber und überall tönt uns Musik entgegen.
Nein?
Nein, natürlich nicht, denn wir holen uns all das in unser Leben, indem wir Fernseher, Radio oder Smartphone nutzen. Zumindest wenn die Medien elektronischer Natur sind. Bücher und Zeitungen müssen wir aktiv holen, falls sie nicht per Abo ins Haus flattern. Alles das kommt zu einem Preis zu uns. Der ist unsere kostbare Zeit.
Wir können nicht zu den Tausenden Künstlern gehen und sagen: Lasst uns unsere Zeit für die Kinder, das Spazierengehen oder die Liebe. Denn die Künstler wollen einfach von ihren Werken leben. Also müssen sie viel produzieren. Denn diejenigen, die den Preis bezahlen, sind nicht wir. Es sind Verlage. Sie zahlen einmal und bekommen vielfach. Von den Werbekunden. Von den Lesern, Zuschauern und Zuhörern. Von den Gebührenzahlern. Von den Hoteliers und Kneipenwirten. Von den ganzen Menschen, die bereits bezahlte Werke wieder und wieder bezahlen müssen, um sie anderen wahrnehmbar anzubieten als Wartezimmerhintergrund oder sonstwei als Aufführung - auch wenn die Kneipe gähnend leer ist...
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Hier müsste eigentlich der Wochenrückblick stehen. Ob Google eine gute Strategie fährt mit seiner Neuausrichtung, ob sich die Sonstigen (früher bekannt unter dem Namen FDP) einen Gefallen getan haben mit dem Bashing der Piratenwähler, ob am Ende Facebook bald eine valide Alternative mit Good Privacy erhalten wird, sowas würde hier eigentlich stehen...
Über all dieses und noch viel mehr hätte ich gern weiter geschrieben. Aber heute ist mein letzter Tag als Redaktionsleiter bei netzpiloten.de (früher blogpiloten.de) und ich schaue wehmütig auf die letzten 30 Monate zurück. Es gibt Tage, da gehen mir die Nabelschauen der Internetexperten und ihrer Vasallen gehörig auf den Geist. Es gibt Tage, da erreicht die Relevanz des Internet für mich kaum die Höhe eines Flohsprungs. Aber im Grunde bin ich noch immer beeindruckt von der Wucht, die vom Web ausstrahlt.
In anderen Ländern, da ist aus dem Internet eine Medienmasse geworden. Ganze Volksgruppen oder gar Völker betrachten sich selbst in den 1000 Spiegeln, die die Unzahl an Webseiten darstellt. Ich habe das Netz vor einem Jahr bei telepolis als Massenvergewisserungswaffe bezeichnet. In vielen Ländern, deren Kultur auf arachischen Stammesstrukturen basiert, entdecken die Frauen das Web als Mittel der Befreiung...
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Carta hatte es in kurzer Zeit zu einiger Berühmtheit gebracht. Mit der Mischung aus prominenten Autoren, soliden Artikeln und einer wachsenden Leserschaft zeigte das Multi-Autoren-Blog, dass auch jenseits klassischer Redaktionen Qualitäts-Journalismus stattfinden kann. Im Sommer 2011 verordnete der Gründer Robin Meyer-Lucht Carta eine Denkpause. Nach seinem unerwarteten Tod im September 2011 sah es so aus, als ob die Pause nie endet. Doch seit einigen Wochen ist Carta wieder aktiv. Die Interviewpartnerin Tatjana Brode war mit Robin Meyer-Lucht verheiratet und ist eine der vier Herausgeber von Carta...
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Katrin Viertel von medienlotse.com beantwortet Fragen rund ums Thema Erziehung und digitale Medien. Heute geht es um Eltern, die sich Sorgen machen, dass ihre Kinder den Anschluss an ihre Freunde verlieren, wenn sie Medien ignorieren.
Frage: Unser Sohn (5) interessiert sich weder für Fernsehen noch für digitale Spiele, sei es am PC oder auf den Gameboys seiner Freunde. Selbst mein iPhone ist ihm egal. Müssen wir uns langsam Sorgen machen, dass er den Anschluss verpasst, wenn er nun im Sommer in die Schule kommt? Wir möchten ihn davor bewahren, dort zum Außenseiter zu werden.
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Es gibt diese seltsamen Zeitschriften, bei denen man zwischen 5 und 10 Euro bezahlt und auf den ersten Seiten mit nichts als Werbung empfangen wird. Man muss sie durchblättern, um überhaupt auf den ersten redaktionellen Text zu stoßen. Das Faszinierende daran ist, dass diese Hochglanz-Anzeigen anders als sonst nicht stören. Vielmehr sind sie so schön, dass man sie sich herausreißen und an die Wand pinnen möchte.
Am letzten Freitag ist die erste Ausgabe eines neuen Hochglanz-Magazins an die Kioske gekommen. Nachdem man 26 Seiten Anzeigen durchblättert hat, begrüßt einen das Editorial. Dann folgen wieder Anzeigenstrecken, Impressum, Inhaltsverzeichnis, die Autorenübersicht und Anzeigen. Erst auf Seite 57 beginnt das Heft richtig...
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Aus der Slowakei kommen gute Nachrichten für die Medienwelt: Paid Content funktioniert. Es gibt allerdings einen Haken, der keiner mehr ist, wenn der Bund Deutscher Zeitungsverleger einen großen Einfluß hätte. Alle Verleger ziehen an einem Strang. Die Idee von Pianomedia ist simpel, wie alles was gut funktioniert. Für 1,99 EURO im Monat pro Woche (oder 48,90 EUR pro Jahr) kann man im Piano-Abo fast alle wichtigen slowenischen Zeitungen im Internet lesen. Das Geld wird zentral eingesammelt. Die angeschlossenen Medienhäuser entscheiden selbständig, welche Inhalte kostenlos bleiben (wie tagesaktuelle Ereignisse etc.) und welche Inhalte nur für Pianomedia-Abonennten zugänglich sind. 9 Medienhäuser machen mit insgesamt 40 Marken mit. Bisher haben sie 1,3 Millionen Kunden geworben, was unglaubliche 65% der Bevölkerung in dem kleinen Land ausmacht, jetzt werden sie expandieren ins Nachbarland Slowenien.