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KOLUMNEN

Kolumne: Miriam Pielhau

Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 26. August

In unseren Lesetipps geht es heute um die Akquise von Twitch durch Amazon, die New York Times, WhatsApps Höhenflug, China und ein Interview mit Hal Varian. Ergänzungen erwünscht.

  • TWITCH Golem: Amazon schnappt Google Twitch weg: Dass das Streaming-Portal Twitsch an dem interessanten Projekt DERP teilnahm (wir berichteten), ließ erahnen, welchen Wert die Nutzerdaten haben. Das passte in die Gerüchte, dass Google seit Monaten das Unternehmen aufkaufen möchte, doch gestern vor Börsenschluss gab es Überraschung. Amazon kaufte Twitch für 970 Millionen US-Dollar, was abseits vom WhatsApp-Kauf, wirklich viel Geld ist. Dafür bekommt der Online-Versandhandel Zugang zu 55 Millionen Nutzer pro Monat, die sich in einem Monat mehr als 15 Milliarden Minuten Spiele-Übertragungen ansehen. Um sich das so bequem wie möglich zu machen, werden die Nutzer sicher bald bei Amazon das passende Zubehör finden.

  • NEW YORK TIMES Re/code: New York Times’ Digital Subscription Growth Story May Be Ending: Vor vier Jahren machte sich die New York Times zum Vorreiter von Paywalls, also den ach so beliebten Bezahlschranken um Inhalte im Internet. Zeitgleich ließ der Verlag von einer Unternehmensberatung ermitteln, wie viele Abonnenten denn bereit wären, einen Abo-Preis zwischen 15 und 30 US-Dollar zu bezahlen. Lange Rede, kurzer Sinn: das beeindruckende Wachstum der New York Times könnte zu Ende sein. Die Zeitung hat die prophezeiten 800.000 bis 900.000 Online-Abonnenten erreicht. Mehr ist wohl nicht drin, das Wachstum zu Ende, außer der Verlag kommt mit der nächsten Ideen um die Ecke. Die kürzlich vorgestellte und äußerst schicke “NYT Now”-App scheint es aber wohl nicht zu sein.

  • WHATSAPP Digital Trends: WhatsApp hits 600 million active users: Die sogenannte German Angst ist eher ein Standortvorteil für die Sicherheitsindustrie als ein globaler Wirtschaftsfaktor. Während sich hierzulande einige nach der Übernahme von dem überhaupt nicht Datenschutz-freundlichen WhatsApp durch das ebenso nicht Datenschutz-freundliche Facebook von dem Messenger verabschiedeten, wächst WhatsApp international weiter. Gestern verkündete Firmenchef und Gründer Jan Koum in einem Tweet, dass auf WhatsApp nun mindestens 600 Millionen Nutzer aktiv sind.

  • CHINA PandoDaily: China works to improve its operating systems to reduce dependence on Western companies: Noch kurz vor Abgabefrist hat Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel ein paar Textstellen in die letzte Woche vorgestellte Digitale Agenda einbauen lassen, die direkt an die mächtigen Internet-Konzerne aus den USA gerichtet waren. Mehr Schein als Sein, denn Gabriel weiß genau, dass er nicht einfach so globale Internet-Unternehmen auf deutschem Boden zerschlagen kann, ohne das sowieso hinterherhinkende Land endgültig auf eine Ebene mit Nordkorea hinab zu stoßen. Aber das Volk ließt solche Sätze gerne, zumindest glaubt wohl Gabriel das. Ganz anders reagiert eine andere Wirtschaftsmacht auf diese Dominanz der Technologie-Firmen aus den USA. China lässt ein eigenes Betriebssystem für seine Bürger entwickeln. Das hat in einer Diktatur natürlich auch andere Gründe und Folgen, ist aber wirtschaftlich gesehen der bessere Weg als ihn unser Wirtschaftsminister gewählt hat.

  • HAL VARIAN FAZ: Interview mit dem Google-Chefökonomen Hal Varian: Vergangene Woche war Googles Chefökonom Hal Varian in Berlin und hielt in Googles Berliner Büro seinen viel beachteten Vortrag über die Ökonomie der Zeitungsbranche. Im Raum saßen die Vertreter von wohl fast allen großen Zeitungen des Landes, Netzpiloten-Kolumnist Nico Lumma und ich. Besonders interessant fand ich die vielen Fragen der anwesenden FAZ-Journalisten, neugierig auf die Ausführungen des berühmten Wirtschaftswissenschaftler und mit Fragen ohne das Wort Angst, oft typisch für einen FAZ-Artikel über Google. Dafür haben es Patrick Bernau und Corinna Budras dann im Interview mit Varian gleich sechs Mal unter bekommen und trotzdem ein interessantes Gespräch führen können.

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Karsten WenzlaffOne Spark: Die Crowd will – die Wissenschaft will nicht

In einem Gastbeitrag erklärt uns One Spark-Juror Karsten Wenzlaff, warum in Deutschland Crowdfunding für die Wissenschaft fast unmöglich ist. // von Karsten Wenzlaff

Crowdfunding Science? (Bild: Steve Rainwater [CC BY-SA 2.0], via Flickr)

Am 13. September findet in der Berliner Platoon-Kunsthalle das internationale Crowdfunding-Festival One Spark statt. Die Netzpiloten sind als Medienpartner live vor Ort dabei und berichten, aber bis dahin sprechen wir mit den Experten auf dem Event, welche Rolle Crowdfunding in ihrem Bereich spielt. Den Anfang macht Karsten Wenzlaff, Geschäftsführer und Gründer des Instituts für Kommunikation in sozialen Medien (ikosom) und Gründer des German Crowdfunding Networks, mit einem Gastbeitrag über Crowdfunding in der Wissenschaft:

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Tobias Schwarz14. Berliner Hinterhofgespräch: Digitale Agenda

Im 14. Berliner Hinterhofgespräch besprechen wir heute mit unseren Gästen die Digitale Agenda der Bundesregierung. // von Tobias Schwarz

Tango

Am Donnerstag präsentierten die drei Bundesminister Sigmar Gabriel, Thomas de Maizière und Alexander Dobrindt die erst am Morgen vom Kabinett abgesegnete Digitale Agenda. Mit dem netzpolitischen Regierungsprogramm will die Große Koalition bis zum Ende der Legislaturperiode die Weichen für die digitale Zukunft Deutschlands legen. Zusammen mit unseren Gästen wollen wir die Digitale Agenda besprechen.

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Jakob SteinschadenSoundcloud: Streaming-Rennen gegen YouTube, Apple & Co.

Wo spielt künftig die Musik? Aufstrebende Internet-Firmen und IT-Giganten ringen um den digitalen Abo- und Werbemarkt. // von Jakob Steinschaden

Music Streaming via Soundcloud (Bild: William Brawley [CC BY 2.0], via Flickr)

Das Berliner Start-up macht Ernst bei der Monetarisierung: Künftig will man sich Werbeeinahmen mit Musikern und Labels teilen, während User sich von den Ads gegen eine Monatsgebühr freikaufen können. Der Zeitpunkt ist kein Zufall: Auch die Google-Tochter YouTube und Apple mit seinem Einkauf Beats Music werden den Markt für Musik-Subscriptions bald intensiv beackern.

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Katharina BrunnerScott Berkun über seine Zeit bei Automattic

In seinem Buch “Mein Jahr ohne Hosen” schreibt Scott Berkun über den Arbeitsalltag bei Automattic, einer dezentral organisierten Firma. // von Katharina Brunner

„Mein Jahr ohne Hosen“ erschien im August 2014 im Wiley-VCH Verlag.

Im Jahr 2010 hatte Automattic, die Firma hinter WordPress.com, 50 Mitarbeiter, die fast ausschließlich online zusammenarbeiten, ein Büro nur zu Demonstrationszwecken bei Fototerminen und keine Hierarchien. Gründer Matt Mullenweg und der damalige CEO Toni Schneider stellten fest, dass das nicht mehr optimal war und entschieden sich, eine Hierarchieebene einzuführen.

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Tobias SchwarzDie nächste Stufe der Suche im Internet

Beim gemeinsamen Tech-Talk des Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz und Google stand die Zukunft der Suche im Mittelpunkt. // von Tobias Schwarz

DFKI Google Tech-Talk mit Ben Gomes, Thomas Range und Hans Uszkoreit (Bild: a+o GmbH)

Am Donnerstagnachmittag gaben die beiden Redner des Tech-Talk, Googles Vizepräsident Ben Gomes, der seit über 15 Jahren für die Suchmaschine zuständig, sowie Hans Uszkoreit vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), einen Einblick in die zukünftige Entwicklung der Suche im Internet. Diese wird sich grundlegend verändern.

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Tobias GillenMemento mori: Was tun mit dem digitalen Nachlass?

Was macht man mit dem digitalen Nachlass? Twitter und der US-Staat Delaware planen Neuerungen. // von Tobias Gillen

Digitaler Nachlass (Bild: Chris Maidlow [CC BY-SA 2.0], via Flickr)

Ein Todesfall ist nicht nur mit Trauer verbunden, sondern auch mit vielen Aufgaben für die Hinterbliebenen. Neben der Trauerfeier, der Beerdigung und den Erbschaftsangelegenheiten gibt es heutzutage in der vernetzten Welt auch noch andere offene Fragen, die möglicherweise wichtig werden können. So etwa der digitale Nachlass.

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Stefan KrombachGekaufte Bewertungen: Wie HRS seine iPhone-App promotet

Um im riesigen Angebot des App Stores mit guten Bewertungen herauszustechen, bezahlt das Hotelbuchungsportal HRS Studenten für positive Rezensionen. //von Stefan Krombach

All about smartphones (Bild: Denis Dervisevic [CC BY 2.0], via Flickr)

Studenten geben regelmäßig Geld aus: 30 Euro bei der Party am Wochenende, ein Lehrbuch für 50 Euro und jeden Monat ein paar hundert Euro Miete. Den Kontostand bessern die angehenden Akademiker typischerweise mit Kellnern oder einem Job im Call-Center auf. Wenn sie darauf keine Lust haben, können sie für kleine Aufgaben im Netz ein paar Euro verdienen. Das Hotelbuchungsportal HRS zahlt zum Beispiel für einen Test der eigenen iPhone-App – und eine damit verbundene positive Bewertung im App Store. 

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AdvertorialInterview mit Kate Palmer über viralen Journalismus

Erfolg im Internet bedeutet Probieren, Probieren, Probieren. Mit Zugang zu mehr Daten als je zuvor können Verlage ihre besten Inhalte für sofortige Viralität platzieren, während sie ihre weniger populären vom Rande der Vergessenheit zurückholen. // von Parse.ly

Kate Palmer von der Huffington Post

Mit über 1,200 täglich veröffentlichten Originalinhalten (zusammen mit zwischen 500 und 600 Blogs) ist die Huffington Post der Traum eines jeden Datenwissenschaftlers. Aber die mengenmäßigen Einblicke, die all diese Inhalte bieten, sind nur dann wertvoll, wenn sie mit der guten, alten menschlichen Intuition kombiniert werden. Wir sprachen mit Kate Palmer, der leitenden Herausgeberin des Huffington Post, über die Tradition des Verlages, zu experimentieren, den Aufschwung dessen Viral-Redakteuren und mehr. [Mehr]


Gunnar SohnDigitale Agenda: Deutschland verliert die IT-Expertise

Die neue Digitale Agenda der Bundesregierung soll Deutschland aus der Netz-Rückständigkeit führen. Doch was von solchen digitalen Naivlingen konzipiert wurde, kann nur scheitern. Da hilft auch de Maizières Teflon-Taktik nicht weiter. // von Gunnar Sohn

CeBIT Delegation 01 022 (Bild: Sterling Communications [CC BY 2.0], via Flickr)

Schon vor vier Jahren wollte Bundeskanzlerin Angela Merkel Deutschland mit einem schnellen Internet von mindestens 50 Megabit pro Sekunde erfreuen und sprach auf IT-Gipfeln bereits von Visionen einer Gigabit-Gesellschaft. Über durchschnittlich 7 Megabit sind wir bislang nicht hinaus gekommen. Mit der “neuen” Digitalen Agenda, auf die man sich heute im Kabinett geeinigt hat, soll der Sprung bis 2018 erreicht werden – ein Jahr nach der nächsten Bundestagswahl.

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Tobias SchwarzNeue Netz-Interviewserie “Durchgedreht mit..” startet

Die Netzpiloten-Autorin Gina Schad startet mit “Durchgedreht mit..” eine neue Netz-Interviewserie – Premierengast ist der Regisseur Dani Levy. // von Tobias Schwarz

Durchgedreht mit… Interview von Gina Schad mit Dani Levy

Durchgedreht mit (…)” ist ein innovatives Interviewformat, das sich auf die Kultur spezialisiert, mit einer weiblichen Redakteurin, einem humorvollen schrägen Ansatz, einer breiten Auswahl an Interviewpartnern und einer bewussten Netz-Fokussierung. Im Mittelpunkt wird dabei folgende Frage stehen: Wie hat die Digitalisierung die Arbeitswelt des jeweiligen Interviewpartners verändert? [Mehr]


Daniel KuhnTumblr-Fotos werden nun nach Markenlogos gescannt

Als neue Monetarisierungsmöglichkeit lässt Tumblr das Unternehmen Ditto Fotos nach Markenlogos scannen und begibt sich damit auf dünnes Eis. // von Daniel Kuhn

Tumblr kooperiert mit Ditto

Tumblr steht unter Druck. Nach der Übernahme durch Yahoo muss das Unternehmen Profit abwerfen und die Übernahmekosten wieder einspielen. Die bisherigen Werbeeinblendungen reichen hierfür nicht aus, weshalb man das Unternehmen Ditto Labs angeheuert hat, um alle veröffentlichten Beiträge auf vorhandene Markenlogos und Emotionen zu scannen. Nicht etwa um gezielter Werbung zu schalten, sondern den Marken darüber Aufschluss zu geben, wie sie auf einer bestimmten Plattform wahrgenommen werden.

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