KOLUMNEN

Kolumne

Hendrik GeislerZurückgeblättert: moorhuhn.exe

Was Flappy Bird oder Candy Crush heute sind, war Ende der 1990er Jahre die virtuelle Jagd auf Moorhühner. Ein Rückblick. // von Hendrik Geisler

Moorhuhn 1 (Teaser: Screenshot, via Youtube).png

Eine 3,2 Megabyte große Datei brachte um die letzte Jahrtausendwende mächtig Wind in deutsche Büros. “Moorhuhnjagd”, ein als Werbespiel für die Whiskey-Marke Johnnie Walker konzipiertes Minigame, war der Vorreiter der heutigen Casual Games, führte angeblich zu Millionenverlusten deutscher Firmen und schlich sich in die Träume der Zocker.

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Gunnar SohnPodcaster als Entschärfungskommando

Die zunehmende Komplexität der Welt verleitet dazu, Wirklichkeiten zu konstruieren, die auf Vereinfachung und Stereotypisierung beruhen. Skeptisches Denken und Hinterfragen ist daher der nötige Schritt. // von Gunnar Sohn

Breitenbach und Köbel (teaser by Screenshot)

Die Autorin Nadia S. Zaboura hat eine kurze und sehr treffliche Einleitung für das neue Buch “Wie ich wurde, wer ich bin, und was wir einmal sein werden” (Lübbe-Verlag) des Dream-Teams vom Soziopod, dem sozialwissenschaftlichen Podcast von Patrick Breitenbach und Nils Köbel geschrieben: Wir könnten eine so schöne, sinnerfüllte und vernünftige Welt haben, wo sie doch vernetzter, informierter und selbstbestimmter denn je leben darf. Der Mensch sinnt laut Brecht nach freundlichen Formen des Zusammenlebens, erstrebt eine herrschaftsfreie Kommunikation, die nicht in der grauen Habermas-Theorie verharrt, sondern durchdrungen ist von Pluralität, Freiheit und Toleranz. “Doch unsere Zündschnur scheint kurz, unsere Geduld mit uns und mit anderen ein knappes Gut geworden”, so Zaboura.

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Steve Martin5 Lesetipps für den 12. Februar

In unseren Lesetipps geht es heute um Steine und WLAN, Paketlieferungen, die Erstellung von Charts, den Ameisenalgorithmus und die Twitter-Aktie. Ergänzungen erwünscht.

  • WLAN Das Kraftfuttermischwerk: Ein Stein, der Feuer zu WLAN macht: Na endlich! Nun können auch ausgefuchste Hobby-Wanderer und Campingprofis im Wald um die Ecke die neusten Staffeln bei Netflix streamen. Wie? Mit einem Stein. Zündet man ein Feuer am Stein, springt ein Generator an und dem Router im inneren des Steins wird Strom geboten. Keine schlechte Idee. Allerdings wird ein Streamen im Wald nicht möglich sein, denn der Router gewährt nur Zugang auf Survival-Guides.

  • GOOGLE t3n: Baldiges Aus für den Paketboten? Google arbeitet an autonomen Paketlieferwagen: Wie lange es den Paketboten wohl noch geben wird? Nachdem Amazon Lieferdrohnen los geschickt hat, will jetzt auch Google nachziehen. Allerdings mit autonom fahrenden Lieferwagen. Die US-Patentbehörde hat dieses Patent bereits bewilligt. Kunden würden dann mit einer SMS benachrichtigt werden, wenn der Lieferwagen draußen vor der Tür bereit steht. Über einen Code, können sie sich dann das Paket selber aus dem Wagen entnehmen. Wann allerdings die selbstfahrenden Wagen auf die Straße geschickt werden, ist noch unklar. Eines steht jedoch fest: Für den klassischen Paketboten sieht das nicht allzu gut aus.

  • TUTORIAL torial Blog: Schritt für Schritt zur Webreportage: amCharts: Datenjournalismus kommt in Deutschland leider noch nicht so oft vor, wie sich manch einer vielleicht wünschen mag. Einfache Charts lassen sich zwar mit Programmen wie Silk oder Datawrapper basteln, wenn es dann doch etwas „mehr“ werden soll, fehlt das gewisse Know-how. In folgender kleiner Anleitung finden Freunde und Fans von gut gemachten Charts einen Überblick, wie man mit amCharts etwas professioneller werden kann.

  • ALGORITHMUS techtag: Ameisenalgorithmus: Wie die Industrie 4.0 und das IoT von der Natur lernen können: Der Ameisenalgorithmus ist eigentlich einfach erklärt. Es handelt sich dabei um die sogenannte Schwarmintelligenz für das Internet of Thinks. Sie sorgt dafür, dass sich sämtliche Objekte, beispielsweise einer Produktionslinie, untereinander abstimmen. Jedes Objekt sucht sich quasi jeweils die kürzeste Route zum Ziel. Die Grundidee liegt in der Natur. Ameisen suchen sich immer die kürzeste Route von Bau zu Futterstelle. Effektive Arbeit eben.

  • TWITTER DIE WELT: Bilanz: Twitter wächst nicht mehr – Aktie stürzt ins Bodenlose: Für Twitter sieht es derzeit gar nicht gut aus. Die Zahlen sind eine Katastrophe, die Nutzerzahlen gehen runter und auch um die Aktie steht es nicht gut. Dabei versucht sich der Kurznachrichtendienst doch mit verschiedenen Mitteln über Wasser zu halten: Die Zeichenbegrenzung soll aufgehoben und die Statusmeldungen – ähnlich wie bei Facebook – nach Relevanz angezeigt werden. Twitternutzer sind davon allerdings wenig begeistert und entgegneten dem mit einem etwas unschönen Hashtag wie „#RIPTwitter“.


Joseph LichtermanRandgruppen bevorzugt: Vice bietet ein bezahltes Stipendium

Vice verkündete vor ein paar Tagen, dass die Firma im Sommer 2016 ein Stipendienprogramm für Studenten von unterrepräsentierten Gruppierungen anbieten wird. // von Joseph Lichterman

Notebook [Teaser: Anka Albrecht [CC BY 2.0], via Flickr)

Über eine Partnerschaft mit dem gemeinnützigen Center for Communication in New York werden im Sommer zwei Studenten für acht Wochen bei Vice arbeiten dürfen. Die teilnehmenden Studenten erhalten ein Stipendium über 5000 US-Dollar und eine Erstattung ihrer Reise- und Wohnkosten. Vice übernimmt zudem die Verwaltungskosten des Center for Communication.

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Annika KremerVorratsdatenspeicherung auf Webservern: Kein Ende in Sicht

Der Vorstoß, die anlasslose Speicherung von Nutzerdaten auf Webservern zu erlauben, ist gefährlich – vor allem angesichts bereits vorhandener Überwachung. // von Annika Kremer

Harddisk (Teaser by Christian Schnettelker [CC BY 2.0] via flickr)

Der IT-Bundesbeauftragte Klaus Vitt fordert, dass Betreibern von Webservern erlaubt werden soll, Nutzerdaten (einschließlich IP-Adressen) verdachtsunabhängig zu speichern. So soll IT-Kriminalität effektiver bekämpft werden können. Ein erster Anlauf, eine solche Regelung im Rahmen des IT-Sicherheitsgesetzes durchzusetzen, war 2014 aufgrund von Datenschutz-Bedenken gescheitert. Es bleibt zu hoffen, dass sich das wiederholt, denn Vitts Vorschlag ist hochproblematisch – insbesondere, da Überwachungsmaßnahmen wie diese niemals isoliert zu betrachten sind.

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Richard A. WatsonWarum die Evolution klüger ist als wir dachten

Die Evolution hat einige prominente Köpfe beschäftigt. Nun gibt es eine neue Theorie: Das Leben soll aus Genetik und Intelligenz gleichermaßen bestehen. Ist mit der Evolution der Evolvierbarkeit nun alles erklärt? // von Richard A. Watson

Owl (Teaser: Darrell Rudmann [CC BY 2.0] via flickr)

Die Evolutionstheorie nach Charles Darwin bietet eine Erklärung dafür, warum biologische Organismen scheinbar so gut konzipiert sind, um auf unserem Planeten leben zu können. Dieser Prozess wird typischerweise als  “unintelligent” beschrieben – also basierend auf zufälligen Variationen ohne Ausrichtung. Doch trotz ihres Erfolges stellen sich einige dieser Theorie entgegen, da sie nicht glauben, dass lebendige Dinge sich Schritt für Schritt entwickeln können. Sie behaupten, dass etwas so komplexes wie das Auge eines Tieres schlichtweg das Produkt eines intelligenten Schöpfers sein muss.

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AdvertorialSponsored Post: Erfolgsfaktoren für’s eigene Startup

Der wachsende Trend zu Startup-Unternehmen stellt viele Neugründer vor große Herausforderungen. Um diesen selbstbewusst zu begegnen, können hilfreiche Tipps aus dem Internet eine Lösung bieten.

Success Keyboard Button (image by GotCredit [CC BY 2.0] via flickr)

Im Web tummeln sich Websites voller Ratschläge und Ratgeber für Neueinsteiger. Die erfolgreiche Gründung eines Unternehmens erfordert eine gute Idee, eine gründliche Planung und schließlich eine gute Umsetzung. Das erscheint nahe liegend. Doch was sind die entscheidenden Faktoren für ein Startup mit Zukunft? Und wie sehen diese genau aus? [Mehr]


Joseph LichtermanQuartz passt sich mit einer neuen App an seine Leser an

Quartz-Herausgeber Jay Lauf steht Rede und Antwort im Bezug auf die bevorstehende App der Businessseite, Werbeblocker und den potentiellen Verkauf von Quartz. // von Joseph Lichterman

Quartz Newsletter Screenshot by Quartz small

Seit dem Launch im Jahr 2012 befand sich Quartz immer unter den am schnellsten wachsenden und am meisten beobachteten digitalen News-Seiten. Die zu Atlantic Media gehörende Seite war den Medientrends oft voraus, indem sie den Fokus auf Mobile-First und dem Teilen auf den sozialen Netzwerken, Email-Newslettern und hochqualitative Apps legte. In einem Memo, das der Quartz-Herausgeber Jay Lauf und Redakteur Kevin Delaney am Donnerstag an die Belegschaft veröffentlichten, heißt es, dass der Umsatz der Seite 2015 um 85 Prozent gestiegen ist und die Homepage allein im Dezember 16,8 Millionen Besucher hatte – teilweise bis zu 65 Prozent mehr als zur gleichen Zeit im Jahr 2014. [Mehr]


Sarah AtkinsonWie dein Smartphone das Kino verändert

Smartphones haben unser Leben für immer verändert. Aber nicht nur in Hinsicht auf die neue Mobilität, sondern auch unseren Blick auf die Welt. Seien es Instagram-Filter, die unsere Ästhetik bestimmen, oder einfach die Kamera, die immer dabei ist: Ohne geht es nicht mehr. Und jetzt hat das Smartphone das Kino erreicht. // von Sarah Atkinson

Smartphone (Teaser: SplitShire [CC0 Public Domain], via Pixabay)

Die Smartphone-Technik spielt eine immer größere Rolle in Produktion, Vertrieb und Rezeption von Filmen. In diesem Monat hat der erste Selfie-Film der Welt Premiere und bald erscheint sogar noch eine Serie bei Instagram. Letztes Jahr wurde ein Film namens “Tangerine” beim Sundance Film Festival aufgeführt – der Film wurde komplett auf einem iPhone gedreht.

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Marinela PotorGrundeinkommen per Crowdfunding: eine Utopie wird wahr

Es gibt eine uralte Idee, die uns alle freier machen kann: Jeder von uns erhält jeden Monat einen Fixbetrag, ohne dafür auch nur einen Finger rühren zu müssen. Genau dies setzt die Webseite ‚Mein Grundeinkommen‘ erfolgreich in die Praxis um – und zwar per Crowdfunding. // von Marinela Potor

Screenshot (Teaser: Mein Grundeinkommen.de)

Was wäre, wenn wir nicht für unser Geld arbeiten müssten? Wenn wir alle einen monatlichen Festbetrag bekämen – einfach so? Würden alle Menschen dadurch glücklicher und gleichzeitig viel produktiver werden? Oder würden wir alle zu Couchpotatoes werden und unsere Gesellschaft komplett zerstören? Über diese Idee, das bedingungslose Grundeinkommen, diskutieren Philosophen, Wirtschaftsexperten, Politiker und Schriftsteller schon seit Jahrhunderten. Während die Experten sich aber immer noch mit der Theorie beschäftigen, hat Michael Bohmeyer sie mal eben in die Praxis umgesetzt. Auf seiner Webseite Mein Grundeinkommen verlost er seit Juli 2014 bedingungsloses Grundeinkommen. Gewinner erhalten damit ein Jahr lang jeden Monat 1000 Euro – finanziert über Crowdfunding.

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Hella WittenbergBerlinale Shorts: Die Ambitionierten, die Irren und die mit Humor

Wenn vom 11. bis 22. Februar der Berlinale-Teppich ausgerollt wird, gibt es in den Hauptstadt-Kinos wieder jede Menge Film-Premieren und Schauspieler aus aller Welt zu sichten. Das eine oder andere Werk macht sich dabei Hoffnung auf den Goldenen oder wenigstens den Silbernen Bären. Doch die im Wettbewerb stehenden Beiträge kommen nicht nur im Langspielformat daher, sondern auch gern mal als knackiger Kurzfilm. // von Hella Wittenberg

Kurzfilme auf der Berlinale 2016

Die internationale Jury, bestehend aus den Film- und Kunstschaffenden Sheikha Hoor Al-Qasimi, Katerina Gregos und Avi Mograbi, hat nun die Aufgabe aus 25 kleinen Kunstfilmchen die Gewinner herauszupicken. In der Kategorie Berlinale Shorts werden außerdem noch die Sonderpreise Audi Short Film Award (mit 20.000 Euro dotiert) und Berlin Short Nominee for the European Film Awards vergeben. Wichtigste Bedingung, um bei dieser Sektion mitzumischen: Dreißig Minuten darf keines der Werke der jungen Filmemacher überschreiten.

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Jakob SteinschadenNetzneutralität: Indien verbietet Gratis-Internet von Facebook

Rückschlag für Zuckerberg: Sein Gratisprogramm “Free Basics” hätte eigentlich helfen sollen, mehr Inder in das Social Network zu bringen. Das Programm wahrt jedoch nicht die Netzneutralität. // von Jakob Steinschaden

Wifi Router (Teaser: Sunil Soundarapandian [CC BY 2.0], via Flickr).jpg

Eigentlich hätte Mark Zuckerberg Indiens Internetnutzern etwas Gutes tun wollen – mit dem Dienst Free Basics wollte seine Firma Facebook in dem nach China bevölkerungsreichsten Land der Erde ein Bündel an Internet-Diensten kostenlos anbieten. Doch die Telecom Regulatory Authority of India (TRAI) sieht dadurch das Prinzip der Netzneutralität verletzt und dreht Facebook den Saft ab.

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