Amicella

KOLUMNEN

Kolumne

Felicitas HackmannWas machen wir hier eigentlich?

Das Startup Proboneo bietet einem die Möglichkeit, seine Fähigkeit bei helfenden Organisationen für das Gemeinwohl einzusetzen. // von Felicitas Hackmann

Proboneo

Wann haben wir das letzte Mal die Welt ein Stückchen besser gemacht, und zählt ‘Müll trennen’ schon dazu? Es ist ja nicht so, als gäbe es da draußen keine Probleme, die man lösen könnte anstatt vor Kunden zu pitchen, die man eigentlich panne findet oder die das 500. me-too Produkt launchen wollen. Jetzt alles hinschmeißen und Gutmenschen werden? Wer bezahlt dann die Miete? Arbeiten müssen wir, aber vielleicht schafft Proboneo Licht in die Sinnkrisedunkelheit zu bringen.

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Ekki KernGoogle setzt seine Smart-Home-Einkaufstour fort

Die Google-Tochter Nest hat den US-amerikanischen Smart-Home-Anbieter Revolv übernommen. Die Entwickler beider Unternehmen sollen fortan gemeinsam an neuen Produkten fürs vernetzte Zuhause arbeiten. // von Ekki Kern

Revolv wurde von Nest gekauft

Der Markt des vernetzten Zuhauses ist gestern um eine Marke ärmer geworden: “Wir möchten mit Ihnen eine spannende Neuigkeit teilen. Revolv ist nun ein ‘Nest‘-Unternehmen“, heißt es auf der Website des Herstellers. Die in den USA bekannte Heim-Automatisierungslösung Revolv ist nun also von Nest übernommen worden. Diese Firma wiederum war ihrerseits vor einigen Monaten von Google gekauft worden, für den stolzen Preis von 3,2 Milliarden Dollar.

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Helge DenkerSponsored Post: Startups auf dem IT-Gipfel

Startups und IT-Innovationen zu fördern, gehört zu den Forderungen vieler Politiker. Wir haben einen jungen Gründer und einen erfahrenen IT-Experten auf dem 8. Nationalen IT-Gipfel in Hamburg begleitet, auf dem die Politik der “Digitalen Agenda” diskutiert wurde. // von Helge Denker

Software Campus und Bundeskanzlerin Angela Merkel (Bild: Daniel Reinhardt))

Stefan Appel arbeitet bei Siemens im globalen Forschungszentrum München an einer Mobilitätsplattform. Damit lässt sich zum Beispiel eine Bahnreise mit anschließendem Carsharing buchen und so verknüpfen, dass die Buchung des Autos verschoben wird, wenn die Bahn später ankommt. Und die Reise kann in einer Summe über die Plattform bezahlt werden, wobei die Anbieter ihre Teilsummen automatisch bekommen. “Intelligentes Mobilitätsmanagement” nennt sich das. [Mehr]


Daniel KuhnTwitter Fabric: Der Stoff aus dem App-Entwicklerträume sind?

Mit der Fabric-Plattform hat Twitter eine Reihe Tools für Entwickler von Mobile Apps vorgestellt, die gleichzeitig eine Abkehr vom bisherigen Kerngeschäft. // von Daniel Kuhn

Twitter Flight (Bild: Twitter, CC BY-NC-SA 2.0)

Mittwoch fand die erste Entwicklerkonferenz von Twitter unter dem Namen Twitter Flight statt und markiert einen gewaltigen Kurswechsel für das Unternehmen. Kern dieser Neuausrichtung ist die Fabric-Plattform, die die Tools Twitter Kit, MoPub und Crashlytics bietet. Mit dieser Plattform, die nahezu gar keine Verbindung zum bisherigen Kerngeschäft aufweist, will das Unternehmen App Entwickler für sich gewinnen. Ganz einfach wird dieses Vorhaben allerdings nicht, da Twitter genau diese Entwickler in der Vergangenheit mit API-Restriktionen vergrault hat.

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Dr. Erik MeyerWarum Medium.com mehr ist als nur Netzfeuilleton

Die Blog-Plattform “Medium” existiert bereits seit 2012, doch in den letzten Monaten hat sich ihre Nutzung durch relevante Akteure intensiviert. // von Erik Meyer

Nicht nur Netzfeuilleton: Medium.com

Angetrieben von Verbesserungen der Editionsmöglichkeiten publizieren nicht nur interessante Autoren individuell bei Medium, sondern es haben sich einige journalistische Formate etabliert. Darüber hinaus kommunizieren inzwischen auch Startups und Institutionen wie Universitäten auf der Plattform. Bislang bleibt diese Expansion allerdings auf den englischsprachigen Raum beschränkt.

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Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 24. Oktober

In unseren Lesetipps geht es um die Apps der Zukunft, framende Links im Urheberrecht, Journalismus, USA vs. China und das wirkungslose Leistungsschutzrecht. Ergänzungen erwünscht.

  • APPS Inside Intercom: The End Of Apps As We Know Them: Die Apps der Zukunft werden vor allem als System funktionieren und nicht als das Ziel eines Nutzers. Karten werden dabei das vorwiegend genutzte Format sein, mit einem Design das weitaus weitergehen wird als heutzutage Responsive Design. Benachrichtigungen und die Integration interagierender Dienste wird dabei selbstverständlich sein und Apps über verschiedene Betriebssysteme gleich gut funktionieren. Irgendwie scheint die Zukunft richtig schick und praktisch zu werden.

  • URHEBERRECHT Golem.de: Framende Links sind keine Urheberrechtsverletzung: Auf Golem.de schreibt Achim Sawall über die jüngste Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs, der entschieden hat, dass framende Links, wie etwa auf ein Youtube-Video bei Facebook, keine Urheberechtsverletzung darstellen. Dem Argument der vor Gericht tätigen Kanzlei Knies & Albrecht, die an dem Beschluss beteiligt war, wurde mit dem Urteil gefolgt. Sie argumentierte, dass es sich nicht um eine öffentliche Wiedergabe im Sinne der Richtlinie zur Informationsgesellschaft handelt, solange sich die Wiedergabe nicht an ein neues Publikum wende und keine andere Wiedergabetechnik einsetze.

  • JOURNALISMUS Digiday: What journalists learn when they become entrepreneurs: Vor drei Jahren stellte eine Studie der Columbia Journalismus-Schule fest, dass Journalisten sich nicht um ihre eigene Branche kümmern. Lucia Moses hat sich für Digiday mit drei Journalisten unterhalten, die eigene Startups gegründet haben, um Journalismus betreiben zu können. Jessica Lessin von The Information, Ryan Singel von Contextly und Nicholas White von The Daily Dot berichten über ihre Erfahrungen.

  • CHINA PandoDaily: We asked Yahoo cofounder Jerry Yang: How much will China’s tech companies shape the new global economy?: Es könnte natürlich sein, dass die chinesische Regierung ihre eigenen Internetunternehmen aus Angst vor dem kapitalistischen Kontrollverlust über sie noch selber bremst, aber wenn nicht, könnte der chinesische Markt auch der entscheidende für die digitale Wirtschaft werden. Davon geht Yahoo-Mitgründer Jerry Yang aus, wie er beim PandoMonthly erklärte. Die USA, die ähnlich wie China noch einen für Nachfrage sorgenden Binnenmarkt besitzt, könnte vielleicht ein starker Konkurrent bleiben, aber von Europa, nicht ohne Grund, hat an dem Abend niemand gesprochen.

  • LEISTUNGSSCHUTZRECHT Golem.de: Streit zwischen Verlagen und Google geht weiter: Das Leistungsschutzrecht für Presseverlage hat eine lange Reise hinter sich, die wohl noch etwas weitergehen wird. Erst war es eine Schnapsidee der Presseverlage, dann der Beleg für undemokratischen Einfluss von Lobbyismus, nach Beschluss eine Gefahr für die Pressefreiheit, in Kraft getreten nur noch wirkungslos und jetzt wird es langsam aber sicher lächerlich. Google blieb stur, fast alle Presseverlage knickten ein und der das Gesetz erfundene Verlag Axel Springer lässt einige seiner Medien auf das Leistungsschutzrecht bestehen, weshalb sie nur noch verkürzt in den Suchergebnissen dargestellt werden, andere Medien werden aber wie bisher angezeigt werden. Wie kann man eigentlich als Gesellschaft solchen Unternehmen etwas so wichtiges wie Journalismus antun?

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Lars SobirajJailbreak von iOS 8 verfügbar: machen oder lassen?

Gestern haben die chinesischen Hacker vom Pangu Team überraschend den Jailbreak von iOS 8 veröffentlicht. Die Jailbreak-Community und Apple liefern sich seit Erscheinen des ersten iPhone ein ewig andauerndes Rennen um unsere Freiheit. // von Lars Sobiraj

jailbreak

Da die Chinesen beim letzten Jailbreak ungefragt Insiderwissen des Kölner Jailbreakers i0n1c verwendet haben, fiel Stefan Esser als Informationsquelle weg. Eigentlich hat niemand so bald mit einem durchschlagenden Erfolg gerechnet. Mit einer Softwarelösung aus China erst recht nicht. Das mag auch der Grund sein, warum der alternative App Store Cydia nicht rechtzeitig fertig war.

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Gunnar SohnVertrauen versus Kontrolle

Wie Excel-Manager die digitale Gegenwart verschlafen. // von Gunnar Sohn

17 (Bild: K D [CC BY 2.0], via Flickr)

Vertrauenskultur scheint in der Wirtschaft nicht hoch im Kurs zu stehen, besonders dann, wenn die eigene Zukunft nicht mehr aus den Erfolgen der Vergangenheit abgeleitet werden kann. Wolf Lotter leitet das in seiner “Brandeins”-Kolumne aus der “Führungskräftebefragung 2014″ des Reinhard-Mohn-Instituts der Universität Witten /Herdecke ab.

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Jens von RauchhauptAgenturen machen sich fit für Cross-Channel

Die fragmentierte Mediennutzung der Konsumenten gepaart mit der Möglichkeit, alles Digitale zu messen, stellt die Agenturen – und hier besonders die vertriebsorientierten Performance- Marketing-Agenturen – vor gewaltigen Aufgaben. Man hat fast den Eindruck, die Technologien treiben die Agenturen vor sich her. // von Jens von Rauchhaupt

 meiden, iphone, tvAffiliate-Marketing, Social-Media-Marketing, E-Mail-Marketing, Display Advertising, Programmatic Buying oder Mobile Apps und Mobile-Advertising, die Liste könnte noch weitergeführt werden; die Konsumenten hinterlassen so viele Spuren und Touchpoints in einer Vielzahl von digitalen Kanälen, die mit Marketingmaßnahmen bedient werden können. Mit der steigenden Zahl der Werbe- bzw. Marketingkanäle wachsen auch die Anforderungen an die tägliche Arbeit der Agenturen. Insbesondere die Performance-Agenturen stehen unter Druck und müssen sich ständig den technologischen Weiterentwicklungen stellen, wenn die digitalen Kontaktpunkte mit den Verbrauchern für eine zielgerichtete Marketingkommunikation beherrschbar bleiben sollen. Jede Auslieferung von Media müssen sie verfolgen und bewerten können. Das ist ihr Schicksal, um gegenüber ihren Kunden effizient zu sein.

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Merle Miller“Durchgedreht mit…” – Gina Schad über ihr Crowdfunding-Projekt

Bereits seit Ende August läuft das neue Interview-Projekt “Durchgedreht mit…” unserer Autorin Gina Schad, das mittels Crowdfunding finanziert werden soll und unter anderem Künstler zu einem unverfälschten Gespräch einlädt. // von Merle Miller

Image by José Luis Cortés González

Zusammen mit soilfilms und Carta.info ist Netzpiloten.de Kooperationspartner des Projekts “Durchgedreht mit…” von Gina Schad. Bereits fünf Folgen der Video-Interviewreihe wurden veröffentlicht und können auch auf Netzpiloten.de angeschaut werden. Hinter dem Projekt steckt medienfische, welches Gina Schad als studentisches Projektmodul an der Humboldt-Universität Berlin gestartet hatte, und die Videos werden von der Produktionsfirma Soilfilms fertiggestellt – also ein besonderes Teamprojekt, das nun auf Crowdfunding angewiesen ist, um die erste Staffel zu Ende drehen zu können. In einem ebenso unverfälschten Gespräch verrät uns Gina, welche Themen in den Video-Interviews angesprochen werden, wie die Idee zu der Webserie entstanden ist und was sie von anderen unterscheidet.

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Daniel KuhnPreiskampf bei Streaming-Diensten: Keine gute Nachricht für Musiker

Noch bevor Apple selber Musik-Streaming anbietet, hat der Konzern bereits einen Preiskampf mit Spotify begonnen, unter dem besonders die Künstler leiden werden. // von Daniel Kuhn

Beats Headphones Wallpaper (Bild: Paul Mood)

Nächstes Jahr will Apple in das Musik-Streaming-Business einsteigen, indem der kürzlich gekaufte Dienst Beats Music in iTunes integriert wird. Doch bereits jetzt fordert das Unternehmen aus Cupertino, dass der Dienst-übergreifende Standardpreis von 10 Dollar halbiert werden müsse. Spotify hat umgehend mit einer Preissenkung reagiert, die sich hinter einem sogenannten Familientarif versteckt. Während sich die Konsumenten und die Musikindustrie freuen, gucken die Künstler erneut in die Röhre. Von den bereits geringen Erlösen aus dem Streaming wird am Ende noch weniger übrig bleiben.

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AdvertorialSponsored Post: Die Helden der IT

Mit der neuen Comedy-Serie „Neulich in der IT“ und dem „Tough Enough“ Tumblr zeigt Dell, dass IT-Kommunikation nicht nüchtern und trocken sein muss, sondern auch humorvoll und unterhaltsam sein kann.

DELL

ITler haben es nicht leicht. Was für sie zum Selbstverständnis dazu gehört, ist für viele Menschen ein scheinbar „unlösbares Problem“. Schon einfachste Sachen, wie das Anschalten des Computers können so zu kuriosen, aber lustigen Situationen führen. Beispielsweise müssen sie sich mit Fragen wie „Was’n Internet? oder Problem wie das Kopieren von Dokumenten von einem zum anderen PC mithilfe der Tastenkombination STRG + C herumplagen. Da wundert es nicht, dass einem oft nichts anderes übrig bleibt, als am Verstand dieser Menschen zu zweifeln.

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Lukas MenzelDroht durch Google eine Monopolisierung der digitalen Welt?

Google und andere Internetgiganten wie Facebook oder Amazon halten in ihren Bereichen eine marktherrschende Stellung inne. Zu welchen Wettbewerbsproblemen dies führen kann, erklärte Prof. Dr. Justus Haucap vom DICE beim Workshop “Wettbewerb und Regulierung im Internet”. // von Lukas Menzel

google-monopol

Die durch die Digitalisierung hervorgerufene Konvergenz der Medien sowie die Erkenntnisse aus der Theorie der zweiseitigen Märkte haben zu neuen Herausforderungen sowohl für Medienunternehmen als auch den Wettbewerbs- und Regulierungsbehörden geführt. Zu diesen Herausforderungen gehören auch unweigerlich die Fragen nach einer adäquaten Wettbewerbspolitik und einer angemessenen Regulierung, welchen sich am 17. Oktober 2014 beim Workshop “Wettbewerb und Regulierung im Internet” in Hamburg angenommen wurden. So stellte sich Prof. Dr. Justus Haucap vom Düsseldorf Institute for Competition Economics der Frage, ob durch Google, Amazon und Co. eine Monopolisierung der Welt drohe.

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