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So helfen Umfragen Kunden und Unternehmen

Selbsterkenntnis ist ein guter Anfang für große oder kleine Veränderungen. Wer sich selbst und sein Tun reflektiert, hat die Chance, Fehler zu erkennen und sie auszubessern. Gilt das auch für komplexe Organisationen wie ein Wirtschaftsunternehmen? Wie können Firmen Selbstreflexion betreiben, um zu mehr Qualität, Effizienz und letztlich Erfolg zu gelangen? – Probates Mittel für die unternehmensbezogene Selbsterkenntnis sind von jeher Umfragen. Was vor Jahren noch aufwendige Papier-Prozesse waren, ist heutzutage durch die digitalen Hilfsmittel ein Kinderspiel. Jedes Unternehmen kann in wenigen Schritten seine Kunden und Partner erreichen und deren Grundhaltung, Zufriedenheitsgrad und Wünsche abfragen.

Sowohl für bereits etablierte Betriebe als auch für Startups ist das unmittelbare Feedback vom Kunden ein wichtiges Instrument innerhalb der Unternehmensleitung. Denn nur so können Produkte und Dienstleistungen verbessert werden. Besonders hilfreich dabei ist ein starkes Umfrage Tool. Es stellt die Grundlage für einen wichtigen Wettbewerbsfaktor dar. Feedback von Kunden ist ein Geschenk, das sinnvoll genutzt werden sollte. Immerhin erhalten Unternehmen auf diese Weise wertvolle Hinweise darüber, was sie gut machen und wo sie den Bedürfnissen ihrer Kunden noch besser gerecht werden können. Übrigens sind Kunden nicht der einzige Faktor, der zum Erfolg oder Nicht-Erfolg einer Marke beiträgt. Auch Mitarbeiter leisten natürlich einen entscheidenden Beitrag. Eine Mitarbeiterumfrage durchzuführen kann deswegen ebenso zu wichtigen Ergebnissen führen.

Wie kann ich Kunden an mein Unternehmen binden?

Was ist Kunden am wichtigsten? Nur wer die Antwort darauf kennt, kann entsprechend handeln. Mit der Zeit können sich Kundenwünsche ändern. Und auch innerhalb einzelner Alters- und Zielgruppen sind Unterschiede möglich. So achten Leute ohne Auto zum Beispiel besonders darauf, dass das Geschäft gut an den öffentlichen Nahverkehr angeschlossen ist. Workaholics hingegen lieben es, ihre Waren unkompliziert und von überall aus via Internet bestellen zu können. Sicherlich gibt es allgemeine Umfrageergebnisse dazu, was Kunden bei einem Unternehmen wichtig ist. Jedoch besitzt nicht jede Firma die gleiche Zielgruppe, so dass sich hier durchaus Unterschiede ergeben können. Deswegen ist es besser eigene, zielgerichtete und individuelle Umfragen durchzuführen.

Jeder einzelne Kunde ist wichtig für ein Produktions- oder Dienstleistungsunternehmen. Wie Befragungen zeigen, lässt sich eine einmal gefasste Meinung nicht mehr so schnell ändern. In Zeiten des Internets nutzen Kunden gerne die Möglichkeit, ihre Meinung über Online-Bewertungen kundzutun. Dies kann von Vorteil sein, wenn man Wert auf die Kundenzufriedenheit legt. Bei zu vielen unzufriedenen Kunden kann das Ganze aber auch schnell nach hinten losgehen, denn Kunden vertrauen Online-Bewertungen. Das hat unlängst die Forschungsplattform Nielsen offengelegt. Demnach vertrauen etwa zwei Drittel aller Kunden den Online-Meinungen. Umso wichtiger, dass diese positiv ausfallen.

Einsatzmöglichkeiten von Umfragen

Umfragen haben einen wichtigen Einfluss auf den unternehmerischen Erfolg. Idealerweise sollte Kundenfeedback regelmäßig eingeholt werden. Die Auswertung muss auf Routinen und Automatismen beruhen, so dass hier keine Unregelmäßigkeiten auftreten können. Überall dort, wo man mit Kunden und potentiellen Kunden in Kontakt kommt, sollte idealerweise das Feedbackmanagement eingesetzt werden. Dabei wird in drei unterschiedlichen Typen von Fragen unterschieden: Offene Fragen sind so angelegt, dass der Befragte in einem dafür vorgesehenen Feld eine freie Antwort eintragen kann. Diese Art der Umfrage ist eher kompliziert auszuwerten und wird deswegen selten bevorzugt. Hilfreicher sind geschlossene Fragen, bei denen der Befragte aus unterschiedlichen Antwortmöglichkeiten wählen kann. Wer möchte, kann auch festlegen, dass Mehrfachnennungen zugelassen sind. Der dritte Umfragetyp sind Beurteilungsfragen. Sie sind ideal, um Trends, Stimmungen, eine Zustimmung oder Ablehnung abzufragen. Befragten wird hierbei eine Matrix, ein Schieberegler oder eine Skala zur Verfügung gestellt.

Und nicht zu vergessen: Nicht nur an die Kunden denken! Auch Mitarbeiterbefragungen sind wichtig und können helfen, Probleme und Lösungsansätze zu erkennen. Schließlich sind zufriedene Mitarbeiter ebenso maßgeblich am Erfolg eines Unternehmens beteiligt wie zufriedene Kunden und Geschäftspartner.


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Deutsche dissen Digital-Riesen

Schlechte Zahlen für die digitalen Marktführer: Laut einer aktuellen Civey-Umfrage haben 80 Prozent der Deutschen wenig oder gar kein Vertrauen in Digitalkonzerne wie Google, Amazon oder Facebook. Den Grund dafür sehen die Meinungsforscher vor allem in der Intransparenz der Arbeitsweise der großen Firmen. Die Technik entwickelt sich rasant schnell aber sie ist nicht für jeden erfassbar. 51 Prozent der Befragten gaben sogar an, sie würden sich eine stärkere Regulierung der großen Digitalkonzerne wünschen.

Als Vorbereitung auf die Digital-Konferenz Next18 am 20. und 21. September in Hamburg (wir Netzpiloten sind Medienpartner) haben die Veranstalter eine Reihe von Fragen zur Zufriedenheit der Deutschen im Umgang mit der vermeintlich schönen neuen Digitalwelt gestellt. – Wenig verwunderlich: Datenskandale und Hatespeech bringen allgemeine Verstimmung. Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz schafft erstmal kein Vertrauen. Auf der NEXT18 sind diese Umfragewerte beste Voraussetzung zur kritischen Diskussion und Ansporn für ihr Konferenz-Motto „Let’s Fix Digital!“

Mehr Informationen zur Umfrage ab Donnerstag, 20.September, 9 Uhr im Live-Stream der Next Conference.


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FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

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  • UKW-RADIO Welt: Am Mittwoch droht das Aus für viele UKW-Sender: Ein Streit zwischen Sendernetzen und Betreibern von UKW-Antennen, könnte dazu führen, dass der Weg zur Arbeit im Auto in Zukunft ziemlich leise verlaufen wird. Am kommenden Mittwoch droht auf Grund der Streitereien zwischen den technischen Dienstleistern die Abschaltung des Sendebetriebs. Anstelle von Nachrichten und Musik würde man dann lediglich ein Rauschen hören. Der Media-Broadcast-Chef Wolfgang Breuer erklärte, dass dann bis zu zehn Millionen Hörer von der Abschaltung der UKW-Radiosender betroffen sein könnten. Die Gründe für die drohende Abschaltung sind unterschiedliche Vorstellungen von Preisen für die Nutzung von UKW-Antennen in Deutschland. Media Broadcast erklärte sich bereit die Verbreitung der Sender bis Ende Juni weiterzuführen, allerdings nur, wenn eine Beauftragung der Radiosender vorliegt. Wer sich bis Montagabend nicht gemeldet hat, wird dann am Mittwoch abgeschaltet.

  • FACEBOOK Heise: Facebook weiß nicht, welche Daten Cambridge Analytica besitzt: Welche Nutzerdaten liegen der umstrittenen Firma Cambridge Analytica eigentlich vor? Selbst Facebook kann dies nach eigenen Angaben nicht einmal genau beantworten. Laut Facebook könnten die Daten weltweit von bis zu 87 Millionen Nutzern betroffen sein. In Deutschland sind darunter knapp 310.000 Facebook-Nutzer. Hierzulande zeigen sich die Nutzer durch den Facebook-Datenskandal ziemlich verunsichert. Eine Umfrage des ARD-DeutschlandTrends zeigt beispielsweise, dass 61 Prozent der Internetnutzer große Sorge vor einem persönlichen Datenmissbrauch haben. Zudem ist laut der Umfrage das Vertrauen in die Plattform gering. Der Kartellamtspräsident Andreas Mundt ist der Meinung, dass Facebook seine Marktmacht bei der Datennutzung missbraucht hat.

  • AUTONOMES FAHREN ngin-mobility: Tech-Konzern ZF bringt selbstfahrenden Autos das Hören bei: Haben unsere Autos bald Ohren? Autonom fahrende Autos begeistern durch ihre Technik, aber da geht sogar noch mehr. Der Automobil-Konzern ZF möchte in einem Pilotprojekt den Autos nun das Hören beibringen. Hinter dieser Technik versteckt sich das Erkennen von Geräuschen wie beispielsweise dem Martinshorn eines Einsatzfahrzeuges. Mit einer Displayanzeige wird der Autofahrer hierbei auf das sich nähernde Fahrzeug aufmerksam gemacht und darüber hinaus darauf hingewiesen, aus welcher Richtung es kommt. Zudem erhält der Fahrer eine Empfehlung dafür, wie er sich im nächsten Schritt verhalten sollte. Unter dem Namen Sound.AI soll die Neuentwicklung des Unternehmens in Zukunft nicht nur diese, sondern alle Geräusche erkennen können.

  • IPHONE Focus: Apple-Pläne durchgesickert: iPhones sollen sich in Zukunft massiv verändern: Neues Konzept für Display und Bedienung – derzeit soll Apple an Neuerungen für die künftige iPhone-Generation arbeiten. Allem Anschein nach wird es ein neues Bedienkonzept geben und das Display könnte künftig gebogen sein. Hiermit möchte sich Apple mit seinen iPhones von anderen Smartphones auf dem Markt abheben. Laut einem Bericht soll die Gestensteuerung es erlauben, das Display ohne Berührung zu bedienen. Hierbei soll der Finger des Nutzers erkannt werden, auch wenn dieser den Display gar nicht berührt, sondern einfach nur darüber schwebt. Sollte es diese Funktion in Zukunft in der neuen iPhone-Generation geben, dann allerdings frühestens in zwei Jahren, ebenso wie die Curved Displays.

  • APPLE Chip: Neue Details zum nächsten Mac Pro: Er kommt nicht mehr in diesem Jahr: 2009 wurde Apples Mac Pro eingeführt aber seitdem nur minimal aktualisiert. Für Profis ist dieser durch die wenigen Erweiterungen und Aufrüstungen eher unbrauchbar geworden. Apple hat schon im vergangenen Jahr bekanntgegeben, dass es endlich einen Nachfolger geben wird. Doch hier wurden die Informationen zum Preis, Veröffentlichung oder andere Pläne eher vage gehalten. Zumindest hat Apple jetzt verraten, dass das neue Mac Pro nicht mehr in diesem, sondern im nächsten Jahr erscheinen wird. Mit weiteren Informationen geht der Tech-Riese nach wie vor sparsam um.

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Fake News: „Soziale Medien sind Emotionsmedien“

Browser Fake News (adapted) (Image by Pexels) (CC0 Public Domain) via Pixabay

Fake News. Der Begriff ist den meisten mittlerweile bekannt, aber definitiv kein ausschließlich aktuelles Phänomen. Die Bezeichnung Fake News gibt es schon seit dem 19. Jahrhundert, aber seit einigen Jahren ist der Begriff aus der Internet und Nachrichtensprache kaum noch wegzudenken. Gründe dafür sind besonders soziale Medien und die Berichterstattung um den US-Präsidenten Donald Trump, der in seinem Wahlkampf öfter mit „alternativen Fakten“ argumentierte.

Nun gibt es Internetseiten, mit welchen man selbst eine Nachrichtenmeldung fälschen kann. Facebook hat kürzlich angekündigt, dass die Seiten, die Falschmeldungen verbreiten, den Zugang zu Werbung verbieten. Das ist ein weiterer Schritt des sozialen Netzwerks im Kampf gegen Fake News.

Aber wie gefährlich sind Fake News für unser Mediensystem und was können Nutzer tun, um Fake News aus dem Weg zu gehen? Darüber haben wir mit der Journalistin und Fernsehproduzentin Michaela Hummel gesprochen.

Doclights_Michaela Hummel
Michaela Hummel / Doclights

Sie entwickelte und produzierte verschiedene Factual-Entertainment-Formate und Dokumentationen, wie die Dokumentation „Auf der Flucht“ für die sie mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet wurde. Weitere Produktionen sind u.a. der ZDFdonnerstalk mit Dunja Hayali, die NDR-Reportagen mit Judith Rakers, die ZDFneo Dokumentation „Der Rassist in uns“. Ihr neustes Projekt dreht sich rund um das Thema Fake News.

Frau Hummel, sie haben gerade in Zusammenarbeit mit Sascha Lobo die Dokumentation, der offizielle Titel ist Social Factual, ein Einzelstück „Manipuliert“ mit dem Thema Fake News produziert. Haben sie sich davor bereits intensiv mit dem Thema beschäftigt?

Ich habe mich schon seit Jahren mit dem Thema Fake News beschäftigt, was auch einen privaten Grund hat. Ich habe einige Jahre in den USA gelebt und ein Teil meiner Verwandtschaft dort ist eher im konservativen Spektrum angesiedelt. Aufgefallen ist mir, dass sie als einzige Nachrichtenquelle Breitbart News genutzt haben. Natürlich hat jeder das Anrecht auf eine eigene Meinung, aber dadurch habe ich mich früh sehr intensiv mit dem Thema Manipulation von Informationen, Emotionalisierung und Polarisierung beschäftigt. Das hat (in der Familie) nicht zu wenig Streit geführt.

Man hat über die Zeit hinweg gemerkt, dass sich der Begriff „Fake News“ gewandelt hat vom rein beschreibenden Begriff, zum Anglizismus des Jahres und schlussendlich zum politischen Kampfschrei. Wie definieren Sie den Begriff „Fake News“?

Ich denke die meisten wissen, was es im wahrsten Sinne heißt, „Falschmeldung“. Über die eigentliche Bedeutung  müssen wir uns nicht unterhalten. Aber mir ist eine Veränderung aufgefallen. Beispielsweise Donald Trump, der in Pressekonferenzen die Medien mittlerweile schon mit „Fake News“ anspricht. Damit bekommt das Ganze einen stark politischen Charakter.

Zudem deckt es für mich das ganze Thema der Verschwörungstheorien, falsche Fakten und Propaganda ab. Fake News gibt es an und für sich schon lange. Aber durch das Internet haben sie eine neue Wirkmacht erreicht.

Interessant ist, was wir im Rahmen der Sendung „Manipuliert“ im Februar 2017 über eine repräsentative Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen herausgefunden haben: 82 Prozent der Befragten kennen das Phänomen „Fake News“, 47 Prozent der Deutschen halten es für ein großes oder sehr großes Problem und fast ein Drittel der Wahlberechtigten denkt, dass es einen starken oder sehr starken Einfluss auf den Ausgang der Bundestagswahl haben kann. Und hierbei machen sich Frauen mehr Sorgen als Männer. Ich nenne diese Zahlen, da sie eine statistische Sicht auf das Thema zeigen und unterstreichen, wie brandheiß es ist.

Herrscht ihrer Meinung nach zu wenig Transparenz und Aufklärung im Umgang mit Fake News?

Meiner Meinung nach gibt es jede Menge Transparenz und Aufklärung, man muss sie natürlich nur finden. Und bei Fake News geht es oft um Geschwindigkeit. Wenn man etwas wiederholt liest, hält man es eher für wahr und durch sharing (das Teilen in Sozialen Medien) erreicht eine solche Nachricht vielleicht eine Millionen Menschen oder mehr –  und von der späteren Richtigstellung erfährt dann keiner.

Es gibt im Netz zwei sehr gute Tools, um Falsche Fakten im Netz zu entlarven: die Rechercheeinheiten MimiKama oder Hoax Map. Aber letztlich bleibt es eine Frage der Geschwindigkeit. Man braucht eine Menge Ressourcen, um am Ball zu bleiben und dagegen anzugehen.

Nehmen Menschen alles, was sie im Internet lesen, zu ernst?

Ich denke nicht, dass die Leser alles zu ernst nehmen.  Ich glaube eher, dass sie oft zu wenig nachdenken. Der Like ist quasi die Währung des Internets und viele denken: „Was meine Freunde geliked haben kann ich in der Hinsicht auch direkt übernehmen“ – meist auch ungefiltert. Die Sozialen Medien sind eben ein sehr schnelles Medium. Daher denke ich, dass viele Nutzer sich nicht die Mühe machen,  den Wahrheitsgehalt der Posts und News zu prüfen.

Was haben Filterbubbles in Sozialen Medien mit Fake News zu tun?

Das Phänomen Filterbubbles gilt für alle Seiten – auch für Journalisten. Jeder kann sich im Internet seine eigene Welt bauen und dann sehen wir nur, was wir selber mögen. Alles was nicht unserem Weltbild entspricht, wird aus der Timeline herausgefiltert. Journalisten sollten allerdings diejenigen sein, die durch Recherche und kritische Prüfung für Meinungsvielfalt sorgen.

Diese Filterblasen bestätigen also letztlich  nur die eigenen Perspektiven und Meinungen. Wenn diese Blasen nur noch aus Fake News bestehen oder von einem Algorithmus entsprechend bestückt werden, kann das fatale Folgen haben.

Finden Sie, die Einrichtung von Löschzentren von beispielsweise Facebook ist der richtige Weg?

Das ist eine schwierige Frage. Allein das Wort Löschzentrum empfinde ich bereits als sehr stark und hart. Erstens ist es traurig, dass wir diese Wege gehen müssen und dass sich solche Abgründe auftun.  Wie ein Artikel in der SZ aufgezeigt hat, müssen auch die Mitarbeiter einiges mitmachen. Mir wäre es lieber, dass die Menschen, die das Netz nutzen, wissen was sie tun. Denn für eine funktionierende Netiquette und einen konstruktiven Austausch in Interessengruppen und Communities gibt es ja sehr viele positive Beispiele.

Aber zweitens, sind wir ja bereit, eine grundsätzliche Kontrolle zu akzeptieren. Und das nur, weil Menschen nicht in der Lage sind, mit dem Medium vernünftig umzugehen. Das ist schon ein großer Schritt. Eigentlich müsste es Social Media Schulen geben und wir müssten ganz früh mit der Aufklärung beginnen.  Dadurch wird es letzendlich zu einer Bildungsfrage.

Sie plädieren für die Einführung von Social Media Workshops schon im Kindesalter?

Absolut. Wir kennen alle kleine Kinder, die schon in der Lage sind, das Smartphone zu bedienen und damit unreflektiert umzugehen.

Sie haben zu Beginn bereits erwähnt, dass sie eine Zeit in den USA gelebt haben. Wie schätzen sie den Umgang der Medien mit Fake News in Amerika im Gegensatz zu Deutschland ein?

Ich hab damals beim Fernsehen gearbeitet und die Sozialen Medien spielten noch keine große Rolle. Aber zum Fernsehen kann ich sagen:  Es wird mehr polarisiert und provoziert, es gibt viel mehr schwarz-weiß Malerei. Wir Deutschen sind da eher in Grautönen unterwegs. Vergangenen November, zur Zeit der Wahlen, war ich zuletzt in den USA, wo sich dieses Bild bestätigte: DieSender greifen sich gegenseitig an. Ich denke Fake News sind auch deshalb ein größeres Thema, weil in den USA mit viel mehr reißerischen Schlagzeilen gearbeitet wird. Das ist mehr Show als Information. Die ausgewogene Information gibt es dort eher im Print. Und man darf nicht vergessen: Soziale Medien sind Emotionsmedien. Es geht um Klicks! Und letztlich sind sie auch ein Kommerz-Medium.

Wie gefährlich denken Sie können Fake News noch werden?

In Deutschland stellen sie in meinen Augen keine große Gefahr dar. Wir haben ein sehr gut funktionierendes Mediensystem, dass die Meinungsvielfaltn abdeckt. Wir haben auch die Möglichkeit, Sendeformate wie Manipuliert mit Unterstützung eines öffentlich-rechtlichen Senders zu entwickeln und damit Aufklärung zu leisten. Deswegen sehe ich Fake News nicht als Gefahr für das deutsche Mediensystem.

Dazu muss man sagen: Wir verteufeln bei unserer Sendung die Sozialen Netzwerke nicht und sind auch nicht mit erhobenem Zeigefinger unterwegs.  Schließlich nutzen wir alle Facebook und Co und wollen Spaß damit haben. Es ist also wichtig, dass Aufklärung nicht als belehrend angesehen wird.

Hat sich durch das Aufkommen von Fake News Verbreitung ihr eigenes Bild der Medien oder ihr Medienkonsum verändert?

Ich denke wirklich, dass wir in Deutschland und auch in vielen Ländern Europas den Luxus der Qualitätsmedien haben. Das gilt nicht für jedes Land.

Aber heute benötigen wir viel mehr Zeit als früher, um alles zu lesen und richtig zu erfassen. Die Medien sind so schnell geworden, dass es manchmal kaum möglich, ist die Menge an Informationen überhaupt zu verarbeiten. Und wenn dann in dieser Masse Falschmeldungen dabei sind, die man eigentlich recherchieren, vergleichen und nachverfolgen sollte, können sie als wahre Meldungen aufgefasst werden. Der Zeitaufwand im Umgang mit den Medien und die Informationsflut haben sich also definitiv erhöht.

Was ist ihr letzter Rat an Leser im Umgang mit Fake News?

Man kann es mit Humor nehmen, wie zum Beispiel die Satireseite „Der Postillion“ immer wieder zeigt. Abgesehen davon, sollte jeder sofort alles hinterfragen und nicht nur schnell klicken, sofort alles liken oder anhand der Überschrift kommentieren. Man sollte sich die Nachrichten genauer anschauen. Aber dabei immer eine Prise Humor behalten.


Image „Browser“ by Pexels (CC0 Public Domain)

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Die Herausforderungen einer effektiven Führungskraft

Führungskraft (adapted) (Image by Rawpixel) (CC0 Public Domain) via pixabay

Weil die Menschen mehr denn je auf ihre Entscheidungsträger im sozialen, politischen und organisatorischen Bereich schauen, steht eine ordentliche Führungskraft wie nie zuvor im Mittelpunkt. Statt zu helfen, erscheinen Entscheidungsträger allerdings oft als ein Teil des Problems. Wenn es um Politiker geht, wird den Anführern von politischen Parteien oft die Schuld zugesprochen, weil sie daran gescheitert sind, ihren Wählern eine klare Vision zu bieten und für ihre eigenen moralischen Fehler oder ihrer Unfähigkeit, Wahlversprechen einzuhalten, einzustehen.

Theresa May, die britische Premierministerin, wurde weitestgehend für das schlechte Abschneiden der konservativen Partei bei den Parlamentswahlen des Landes im Jahr 2017 verantwortlich gemacht. Ihr roboterhaft herübergebrachtes Motto, dass man „stark und stabil“ bleiben müsse, erhielt viel Kritik.

Währenddessen scheint ein nie endender Nachrichtenfluss die vermeintlichen Lügen des US-Präsidenten Donald Trump aufzudecken und darüber hinaus seine Geeignetheit für das Amt in Frage zu stellen. Andererseits scheint es einen steigenden Trend unter den Politikern auf der ganzen Welt zu geben, Gesetzesvorschläge aufgrund moralischer anstatt ökonomischer Standpunkte zu unterstützen oder sie abzulehnen.

In organisatorischer Hinsicht kriegen wir oft zu hören, dass sich das Vertrauen in Führungskräfte im Zuge der Finanzkrise, einer Reihe von Unternehmensskandalen sowie den fortwährenden Herausforderungen eines Mitarbeiters, eine „gute Arbeitsstelle“ zu sichern, auf einem Rekordtief befindet. Auch wenn man die aufsehenerregendsten Versagensfälle nicht übersehen kann, ist Führung nicht bloß ein Prozess, der sich auf der höchsten Stufe der Hierarchie abspielt. Wenn wir etwas über Führung, und wie sie in einem organisatorischem Umfeld funktioniert, erfahren wollen, müssen wir uns ebenso anschauen, wie Führungsverhalten und Einstellungen innerhalb der gesamten Organisation verbreitet werden.

Was die Forschung sagt

In unserer Forschung machen wir es uns zum Ziel, herauszufinden, was eine effektive Führungskraft ausmacht. Wir waren besonders interessiert an „zielgerichteter Führung“, weil ein rücksichtsvoller und zielgerichteter Ansatz oft als ein Gegenmittel für erzielte Misserfolge, herbeigeführt von einem rücksichtslosen Fokus auf kurzfristige finanzielle Erfordernisse, bejubelt wurde.

Zielgerichtete Führungskräfte sind Personen mit einer starken Überzeugung ihres persönlichen moralischen Kompasses, einer überzeugenden Vision für ihr Team und einer Berücksichtigung der Bedürfnisse des breiten Spektrums an Bedürfnissen der Stakeholder, wenn es um die Entscheidungsfindung geht. Es gibt viele weitere Führungstypen wie beispielsweise die charismatische Führungskraft, die auf die Stärke der Persönlichkeit und auf eine Vision vertraut, um die Leistungsfähigkeit ihrer Anhänger zu fördern. Dennoch kann die charismatische Führung, wie auch andere Führungsformen, eine dunkle Seite haben, die die Anhänger auf den falschen Pfad führen kann.

Zielgerichtete Führungspersonen sind jedoch vergleichsweise selten. Als wir eine Auswahl verschiedener Manager im Vereinigten Königreich befragten, bewerteten sich lediglich 21 Prozent als sehr zielgerichtet. Als wir diese Zahl noch weiter herunterbrachen fanden wir heraus, dass 35 Prozent aller Anführer aussagten, dass sie eine starke Vision für ihr Team haben und sich einem breiten Spektrum von Stakeholdern gegenüber verpflichtet fühlen. Nur acht Prozent sagten aus, dass sie einen starken moralischen Kompass besitzen. Als wir die Mitarbeiter fragten, sagten 40 Prozent aus, dass ihr Manager sich ethisch korrekt verhält.

Dies ist wichtig, weil die Befragung herausfand, dass zielgerichtete Führungskräfte von ihren Anhängern als moralisch vorbildlich angesehen werden. Dadurch sind die Mitarbeiter zufriedener, leisten mehr, kündigen nicht so schnell und sind eher zu Mehrarbeit bereit.

Zielgerichtete Anführer entstehen aber nicht im luftleeren Raum; einige Organisationen sind geeigneter als andere, wenn es darum geht, ein Arbeitsumfeld zu entwickeln, in der eine Führungskraft sich zielgerichtet verhalten kann. Als wir uns sowohl öffentliche, private und gemeinnützige Sektoren in Fallstudien angeschaut haben, tauchten hier einige interessante Abweichungen auf.

In Organisationen, bei denen die oberste Führung ein positives Beispiel darstellte, war die umfassende Verbreitung zielgerichteter Führung innerhalb der Organisation wahrscheinlicher. Eine Person, mit der wir in einem Handelsunternehmen sprachen, erläuterte: „Unser Vorstandsvorsitzender ist sehr, sehr visionär und absolut jeder hat die Vision geglaubt, die er wegen der Umwandlung des Unternehmens kommen sah. Ich glaube, dass es einen hohen Bewusstseinsgrad auf allen Mitarbeiterebenen gibt.“

Genauso wichtig ist eine starke Sammlung authentischer Unternehmenswerte. Bei einer Stiftung wussten und teilten die Leute dieselben Werte und ethischen Überzeugungen, was sie dazu ermutigt, sich übermäßigen Forderungen entgegenzustellen. Wir fanden auch heraus, dass klare und bekannte Richtlinien zum Whistleblowing viele Menschen von einer Organisation überzeugt hatte, die die Fragen der Ethik ernst nimmt. Auch wenn nicht alle Leute sich mit der spezifischen, religiösen Tradition der Stiftung identifizierten, waren sie dennoch begeistert vom ethischen Kodex, der von der Führungskraft vorgegeben wird.

Befreie deine Leute

Was sich aus der Studie ebenso ergab, war der schädigende Effekt, der die verborgene Arbeit in einer eingeengten Umwelt aufweist. Wo immer den Menschen entweder die Zeit oder die Ressourcen fehlten, war das erste Opfer meistens die Fokussierung auf Zielgerichtetheit und die ethischen Fragen. Wie es ein Anführer der Abteilung der Zentralregierung sagte: „Wenn Du sehr sehr hart arbeitest und die Dinge stressig werden, konzentrierst Du Dich auf die Aufgabe anstelle der Person.“

Eine andere Einschränkung von Organisationen ist die Schwierigkeit und Einbettung einer einzigen, klaren und konsequenten Vision, speziell in großen diversen Organisationen, die bereits eine Reihe von Neuorganisationen, Zusammenschlüssen und Übernahmen durchgemacht haben. Dies wurde von einem Teilnehmer zusammengefasst, der kommentierte, dass seine Organisation „eine Unmenge an Visionen hat“, die die Mitarbeiter verwirrte und im unklaren darüber ließ, wo die Prioritäten liegen.

Es gibt eine Reihe an Möglichkeiten für Führungskräfte, um zu zeigen, dass sie „zielgerichtet führen“. Die erste ist es, sicherzustellen, dass man weiß, wie die Vision der Organisation aussieht. Wer sich in einer leitenden Funktion befindet, sollte eine eine bedeutungsvolle und weit verbreitete Vision erarbeitet haben. Jede Führungskraft wird dann darüber nachdenken müssen, wie diese Vision für sein Team relevant werden kann. Regelmäßige Diskussionen über Visionen und Werte sind wichtig, damit die Menschen sehen, wir ihre Arbeit der Organisation nutzt und welchen Beitrag sie leistet.

Zweitens sollten sich Anführer Gedanken über ihren persönlichen moralischen Kodex machen: Welches sind die Kernwerte, die für Dich selber als Individuum am meisten zählen? Die Leute lassen ihre Werte nicht an der Eingangstür zurück, wenn sie ihre Arbeitsstelle betreten, also sollte man darüber nachdenken, wie die Werte in die eigene Arbeit integriert werden können. Schlussendlich sollte man sich im Entscheidungsfindungsprozess nicht auf kurzfristige Leistungsergebnisse konzentrieren, sondern ebenso darüber nachdenken, wie die verschiedenen Stakeholder davon beeinträchtigt werden.

Angesichts des momentan vorherrschenden Arbeitsklimas und der langen Zeit der Instabilität und Veränderung im Vereinigten Königreich während der Vorbereitungen auf den Brexit ist es wahrscheinlich, dass diese Belastungen nur größer werden. Dies wird Führungskräfte aus allen Bereichen vor weitere Herausforderungen stellen, „zielgerichtet“ zu handeln, obwohl die Notwendigkeit dieses Handelns noch nie wichtiger war.

Dieser Artikel erschien zuerst auf „The Conversation“ unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image (adapted) „Teamwork“ by rawpixel (CC0 Public Domain)


 

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  • CHIP heise: Chip-Implantat zur Idenfifikation: Firma will Mitarbeitern Chips einsetzen: Den Mitarbeitern der amerikanischen Firma Three Square Market soll ab dem 1. August ein Chip eingesetzt werden, der unter anderem dem Öffnen von Türen und Computer dient, sowie als neue Zahlungsmethode. Inspiration für diese revolutionäre Idee gab ein schwedisches Unternehmen mit Namen BioHax. Diese hat ihre Angestellten schon bereits vollkommen verchipt und gilt als Vorreiter einer zukunftsweisenden Innovation. Eine Zusammenarbeit der beiden visionären Unternehmen soll den Marktanteil der Firma Three Square Market revolutionieren.

  • DB t3n: Exklusiv: Deutsche Bahn steckt Millionen in Berliner Taxi-Startup: Das Berliner Start-Up Talixo vermittelt sowohl Taxis, als auch Limousinen zu einem fairen Preis. Gesponsert wird das seit 2012 bestehende Unternehmen jetzt von der Deutschen Bahn. Der siebenstellige Betrag der Bahn dient dem Unternehmen um nach Asien und in die USA zu expandieren. Bisher ist Talixo in 95 Ländern und über 700 Städten bekannt. Da die Konkurrenz in dieser Branche jedoch sehr hoch ist, kommt eine Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn nicht schlecht und auch die profitiert von einer Verbindung. Nach dem Geschäftsführer Manuel Gerres der DB Digital Ventures ist ein großes Wachstumspotenzial in diesem Bereich zu sehen.

  • AUTONOM golem: Autonomes Containerschiff soll elektrisch fahren: Erst autonomes Fahren von Autos und jetzt das! Ein Containerschiff soll fortan elektrisch fahren und somit seine Ladungen emissionsfrei transportieren können. Zwar wird es noch einige Jahre dauern, die Pläne für das Schiff Yara Birkeland stehen aber fest- 2020 soll das erste, emissionsfreie und autonom fahrende Containerschiff in See stechen. Erste Testläufe starten voraussichtlich im Jahr 2018, bis dahin tüfteln die Firma Yara International und Kongsberg Gruppen noch fleißig an ihrem Zukunfstprojekt. Ein weiteres Projekt in diese Richtung entwickelt derzeit der Automobilhersteller Rolls Royce mit mehreren finnischen Universitäten und Unternehmen aus der Schiffahrtsbranche.

  • CYBERSPIONAGE n24: Jedes zweite deutsche Unternehmen wird sabotiert und bestohlen: Mit Cyberspionage und zuweilen auch Sabotage haben deutsche Unternehmen jedes Jahr aufs neue zu kämpfen, doch aufgedeckt werden solche Vorfälle meist nur durch Zufall. Jedes zweite Unternehmen soll nach einer Studie des Digitalverbands Bitkom und dem Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) in Deutschland schon einmal ausspioniert oder beklaut worden sein. Die finanziellen Schäden, die dabei entstehen, sind immens. Eine Investition in die digitale Sicherheit ist somit unabkömmlich, wie die neuen Zahlen wieder deutlich zeigen.

  • PROZESS horizont: Prozess beginnt: Terrorvorwürfe gegen „Cumhuriyet“-Mitarbeiter: Insgesamt wurden 17 frühere Mitarbeiter der regierungskritischen Zeitung „Cumhuriyet“ verhaftet. Grund hierfür waren Terrorvorwürfe.
    Am Montag soll nun der Prozess in Istanbul stattfinden. Viele Reporter von Ohne Grenzen zweifeln an der Schuld der Angeklagten und halten die Vorwürfe für politisch motiviert. Derzeit droht den Angeklagten nach den Reportern eine Haftstrafe von 43 Jahren.

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D2030 – Die Initiative für ein gemeinsames Zukunftsbild

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Wie in den meisten anderen Ländern Europas haben auch wir in Deutschland mit unseren Krisen zu kämpfen. Sei es die Flüchtlingskrise oder ein Berg voller Schulden, den es zu bezwingen gilt. Auch das leidige Thema des umstrittenen Datensammelns ist allgegenwärtig und lässt heikle Debatten über unsere Privatsphäre immer wieder aufkochen.

Wichtig ist es, dabei nicht nur die jetzigen Probleme vor Augen zu halten, sondern auch die Zukunft zu beachten. Beispielsweise ist das Thema Arbeit und Bildung ein sich immer verändernder Prozess, der neben den vielen Problemen in unserem Land nicht außer Acht gelassen werden darf. Wie wird der Berufsmarkt in Zukunft eigentlich aussehen? Wie wird er sich verändern und welche Berufe werden entstehen? Was hat der Wandel für Auswirkungen auf unsere Gesellschaft? Gerade für die nächsten Generationen ist es wichtig, auf diese Fragen einzugehen, denn diese lebt schließlich die Zukunft.

Allerdings ist das gar nicht immer so einfach, denn wir wissen nicht, welche Herausforderungen auf uns warten und welche Handlungsalternativen wir künftig haben werden. D2030 – eine politisch unabhängige Initiative – hat da eine ganz eigene Lösung für die Gesellschaft: Eine Landkarte für Deutschlands Wege in die Zukunft in Form einer Umfrage, die von der Initiative ins Leben gerufen wurde. Ziel war es, gemeinsam ein Bild von Deutschland für die Zukunft zu schaffen.

Klaus Burmeister, Gründer des foresightlab, beschäftigt sich eingehend mit den Herausforderungen für die Wirtschaft und Gesellschaft und gehört zudem zum Kernteam der Initiative D2030. Im Interview hat er uns genauer erklärt, wofür genau die Initiative steht, was sie auch für uns bedeutet und warum es vor allem so wichtig ist, dass wir uns alle Gedanken darüber machen:

Jennifer Eilitz: Kannst du uns bitte in wenigen Worten erklären, worum es sich bei D2030 handelt und wie es zu dieser Initiative gekommen ist?

klaus-burmeister-profilfoto

Klaus Burmeister: Wir wollen gemeinsam Nachdenken im Voraus. Wir wollen uns der Vielfalt und Komplexität von Deutschlands langfristiger Zukunft stellen und einen Beitrag leisten für ein vernetztes Denken. Wir, das sind Freunde und Organisationen aus unserem Netzwerk, die in unterschiedlichen Praxisbereichen tätig sind und dort jeweils ihre Erfahrungen gesammelt haben und diese einbringen.

Erstaunt waren wir, dass alle immer mal wieder über Zukunft reden, aber jeder über seine eigene. Es gibt schon viele Szenarien, aber keines, das mal Deutschland als Ganzes in den Blick nimmt. Behandelt werden jeweils einzelne Themen wie der demographische Wandel, die Ökologie, die Mobilität, die Energie, die Industrie oder jetzt die Migration. Wir finden aber, wir müssen versuchen, alles zusammenzudenken, um nämlich Antworten auf die dahinter liegende große Frage zu bekommen: Was macht Deutschland nach innen und außen zukunftsrobust? Alleine schaffen wir das nicht, dass war uns klar, deshalb haben wir die Initiative D2030 gestartet.

Wir sehen sie als eine Einladung zu einer gemeinsamen Zukunftsreise. Das Ziel heißt Deutschland 2030, und alle Reisebegleiter steuern ihr Wissen bei. Wir liefern mit der Szenariotechnik ein geeignetes Tool, um zukunftsrelevantes Wissen einzusammeln, zu sortieren und zu analysieren, um es schließlich als Open Source allen zur Verfügung zu stellen. Die Szenarien zeigen, wie die Zukunft aussehen kann, sie werden fundiert und plausibel Möglichkeitsräume aufspannen und eignen sich damit für eine Diskussion von alternativen Zukünften.

Welches Ziel verfolgt die Initiative mit dem Projekt und wieso sollten die Menschen an eurem Online-Dialog teilnehmen?

Wir möchten der Zukunft eine politisch unabhängige Stimme geben, Zukunft wieder verbinden mit den ganz einfachen Fragen, die so schwer zu beantworten sind, wie zum Beispiel die Frage danach, wie wir leben und arbeiten werden. Der Dialog ist eine Einladung dazu, er zeigt schnell, wie voraussetzungsvoll Zukunft ist. Er zeigt auch deutlich die Grenzen von Online-Dialogen, er ist ein Experiment. Es gibt nicht Gutes, außer man tut es, sagte schon Erich Kästner. Wir werden im nächsten Schritt dazu einladen, konkrete Zukunftsbilder bzw. Szenarien von Deutschland zu kommentieren und zu erweitern, um dann die Frage zu beantworten: Wenn dass die Zukunft wäre, was müssten wir dann tun?

Das Projekt D2030 läuft ja bis zur Bundestagswahl 2017. Wenn man aber mal weiter als 2017 denkt, dann würden wir gerne einen solchen Prozess alle paar Jahre wiederholen. Genau mit Fragen wie: Was haben wir falsch eingeschätzt? Was haben wir übersehen? Warum kam diese und jene Entwicklung viel schneller? Und wie kann man die Beteiligung besser ermöglichen? Eigentlich wird es dann erst richtig interessant, aber das ist noch Zukunftsmusik.

Ist der Anspruch, fundierte und plausible Zukunftsszenarien zu entwickeln, nicht zu hoch gegriffen für einen Online-Dialog, der jedem zugänglich ist?

Ist er, einerseits. Nur, was sollte die Alternative sein? Wir machen einen Anfang und wollen dabei den Blick auf das Ganze richten, soweit es geht jedenfalls. Andererseits liefert das methodische Vorgehen plausible Szenarien und unterstützt systematisches und vernetztes Denken. Dabei ist es wichtig, sich bewusst zu machen, dass Szenarien keine Prognosen sind. Szenarien vermessen und leuchten Möglichkeitsräume in der Zukunft aus, sie laden zur Diskussion ein und regen das Zukunftsdenken an. Wenn man über Zukünfte redet, so denken wir, sollte man wissen, über was man redet. Szenarien bieten Leitplanken für einen rationalen Diskurs, gerade in postfaktischen Zeiten.

Online geschaffene Meinungsbilder haben selten etwas mit der Realität zu tun (siehe Pegida, Trump, Social Bots, etc.). Wie schützt ihr euch vor Manipulation?

Schutz vor Manipulation? Nun, wir reden, wir argumentieren miteinander und der direkte Dialog, ist der beste Schutz davor. Wir verbinden bei D2030 so verschiedene Arbeitsformen und vernetzten viele Bürger, die an der Erarbeitung der Zukunftsbilder für Deutschland mitwirken. Neben den Online-Dialogen gibt es auch Offline-Formate wie Workshops und eine Konferenz. Es gibt das Kernteam, das entstanden ist aus den Initiatoren von D2030 und Menschen, die sich nach und nach dazu gesellt haben.

Zunächst haben wir einen Aufruf unter den Menschen gestartet, von denen die Initiatoren annahmen, diese könnte so ein Projekt interessieren. So haben wir gut 250 Zukunftsbotschafter, Experten und Bürger gewonnen, die die Idee gut fanden. Jeder der Lust hat, kann immer noch mitmachen. Wir setzen auf das Schnellball-System, was bisher schon ganz gut funktioniert hat. Auch die Netzpiloten tragen dazu bei. Dann haben wir Experten an Board, die uns inhaltlich und methodisch beraten. Wir sind ja keine Vollzeit-Aktivisten, sondern machen unsere Arbeit neben unseren Jobs. Die drei Online-Dialoge sind der Versuch, mehr Menschen die Möglichkeit einer Teilhabe zu ermöglichen.

Jetzt, im ersten Dialog, geht es darum, die Einflussfaktoren zu identifizieren und zu beschreiben, die die Zukunft von Deutschland maßgeblich bestimmen werden. Wer sich einmal den Dialog anschaut, sieht, da steckt viel inhaltliche Vorarbeit drin, und sie ist noch unvollständig. Deshalb kann man alles kommentieren, verwerfen und auch Faktoren benennen, die fehlen. Die Ergebnisse werden nach jedem Schritt veröffentlicht. Natürlich fließen die Antworten in die weiteren Prozessschritte auf dem Weg zu ganzheitlichen und in sich stimmigen Zukunftsbildern ein.

Im Anschluss an den ersten von insgesamt drei Online-Dialogen werden wir die kommentierten Einflussfaktoren zu sogenannten Schlüsselfaktoren verdichten. Hier helfen uns auch unsere Beiräte. Wir werden in jeder Veröffentlichung aufzeigen, wie wir dabei methodisch vorgegangen sind. Anfang 2017 werden wir – ganz klassisch mit der Szenariomethode – auf Basis der Schlüsselfaktoren Rohszenarien, in sich schlüssige Zukunftsbilder, entwickeln.

Die werden dann im zweiten Online-Dialog zur Diskussion gestellt. Die Beiträge und die Kritik fließen dann ein in eine anschauliche Beschreibung mehrerer alternativer, prinzipiell möglicher Szenarien. Diese Zukunftsbilder werden, wie die Wirklichkeit, auch Konflikte enthalten. Hier ein reines Öko-Szenario, dort ein Hightech-Szenario wäre zu stereotyp und unwirklich. Öko und Hightech könnten vielleicht auch gut zusammenpassen, genauso wie eine dezentral organisierte Maker-Community mit einem globalisierten Handel von Produkten und Lösungen. Bitte verstehe das als Beispiele, die einzelnen Bestandteile der Szenarien liefert unter anderem jetzt der erste Online-Dialog.

In den Szenarien werden Sie Deutschland mit seinen Herausforderungen, Konflikten und Optionen wiedererkennen, aber in die Zukunft des Jahres 2030 versetzt. Wir werden die Szenarien dann wiederum in einem beteiligungsorientierten Prozess diskutieren: Wenn das die Erwartungen sind, was kommt dann auf uns zu? Wie können wir darauf reagieren? Sind wir vorbereitet?

Wir kommen von den großen Treibern, den Schlüsselfaktoren, zu den plausiblen Zukunftsbildern, werden dabei immer konkreter und möchten zum Schluss gemeinsam beispielsweise darüber debattieren, was die Szenarien für die Arbeit und Bildung bedeuten, ob uns Industrie 4.0 die Wettbewerbsfähigkeit erhält, wie wir den Zuzug nach Deutschland bewältigen, in Zukunft die Energieversorgung regeln, uns fortbewegen, uns informieren und was hält das Land zusammen hält. Es liegt auf der Hand, dass wir nicht auf alle Fragen Antworten finden werden. Aber mit den Szenarien fokussieren wir den Blick auf 2030 und sehen, welche Handlungsfelder weiter oder neu gedacht werden müssen, wo es fehlt, aber auch welche Chancen wir haben.

Das tun wir dann im dritten Online-Dialog und auf der Zukunftskonferenz im Juli. Die zentralen Ergebnisse möchten wir in einem „Memorandum“ zusammenfassen und dieses vor der Bundestagswahl veröffentlichen. Es sollte nicht die aktuelle Tagespolitik kommentieren, sondern kompakt die Felder und Themen enthalten, die aus unserer Sicht langfristig behandelt werden müssen.

Ohne etwas vorwegnehmen zu wollen, werden es sicher auch Themen sein, wie wir mit den Veränderungen der Arbeitswelt umgehen, wie die Sozialversicherungssysteme zukunftsfest gemacht werden können oder wie Deutschland lern- und wandlungsfähig bleibt. Es kann dabei nicht um einseitige Forderungen an die Politik gehen. Es geht vielmehr um ein neues Denken, neue Kooperationsformen (Unternehmen und Makern), Experimente (lokale Smartgrids auf Basis von Blockchain), Diskurse (Was bedeutet Künstliche Intelligenz für die Zukunft der Arbeit), um einen Aufbruch, der im besten Sinne eigeninitiatives Handeln fördert und unterstützt.

D2030 ist eine Ansammlung von deutschen Männern mit akademischem Hintergrund. Kann ohne Diversität die Zukunft überhaupt erahnt werden?

Wenn ich mir die Welt malen könnte, sie sähe bunt und schillernd aus. So lange alte Männer etwas in Gang setzen, das Vielfalt nicht nur anstrebt, sondern als elementar versteht, so lange ist mir nicht bange. Aber es stimmt, die meisten von uns haben einen akademischen Hintergrund, und die Männer sind in der Mehrheit, leider. Wenn Sie sich aber die Liste der mittlerweile mehr als 250 Initiatoren, Fachbeiräte, Zukunftsbotschafter, Experten und Bürger ansehen, die D2030 unterstützen, sind darunter auch zahlreiche Frauen. Aber wir wünschen uns sehr, dass es noch mehr werden.

Wieso lohnt es sich deiner Meinung nach, eine auf Deutschland beschränkte Landkarte in Zeiten der Europäischen Union und Globalisierung zu zeichnen?

Eine völlig verständliche Frage. Wir haben Deutschland gewählt, weil wir hier leben und weil hier wichtige Entscheidungen getroffen werden. Beispiele: Der gerade mit Ach und Krach verabschiedete Klimaschutzplatz der Bundesregierung oder die Entscheidung von Daimler, drei Milliarden Euro in ein neues Dieselmotorenwerk zu investieren. Solche Entscheidungen weisen weit über Deutschland hinaus, genau so wie unser Blick, der natürlich global sein muss. Unsere Landkarte und die Szenarien sind der Versuch, die jeden Tag erlebbare Komplexität und Dynamik nicht zu ignorieren, sondern sie aufzugreifen.

Deutschland ist als ein gestaltbarer Zukunftsraum zu verstehen. Wir befinden uns in diesem Reallabor. Wir müssen die Laborausstattungen kennen, um überhaupt angemessen reagieren zu können. Es wird nicht den einen großen Versuch geben, die Zukunft zu beeinflussen, sondern viele und in ganz unterschiedlichen Versuchsanordnungen. Wenn man weiß, wohin die Reise gehen sollte, man eine Landkarte hat, ist das von großem Vorteil. Wir wissen aus eigener Erfahrung, wie es ist, wenn der eine fährt und die andere die Karte liest. Wir liefern deshalb auch nicht den Masterplan, den es auch nicht gibt, wir liefern den Konfliktstoff für den Zukunftsdiskurs und die Leitplanken, damit wir nicht aus der Bahn getragen werden.

Was ist für dich selber das wichtigste Thema, das du in eurem eigenen Online-Dialog angesprochen hast? Was hast du auf die Landkarte gesetzt?

Mich beschäftigt sehr viel. Ich werde unruhig, wenn ich mitbekomme, dass keine Diskussion darüber stattfindet, dass der Verkehrsminister mit dem Verkehrswegeplan 2030 rund 300 Milliarden Euro in Teer und Beton investiert. Wo bleiben da die Mittel für intelligente Mobilitätsinfrastrukturen, für postfossile, intermodale, Verkehre? Brauchen wir 2030 überhaupt noch diese Straßendichte? Wie könnten die Städte neu gestaltet werden, wenn durch beispielsweise Carsharing einfach weniger Fahrzeuge benötigt werden? Ich sage nicht, dass nicht auch Infrastrukturen erneuert werden müssen, ich weise nur daraufhin, dass wir bei begrenzten Mitteln bewusst in die Zukunft investieren müssen.

Aber wenn selbst die Automobilindustrie und sämtliche Innovationsexperten der Forschungsunion schweigen, macht mich das unruhig. Robert Jungk hatte der deutschen Politik bereits Anfang der 60er Jahre „Zukunftsblindheit“ attestiert, die Situation heute ist nicht besser. Auch die Rentendiskussion zeigt deutlich den Bedarf an einer langfristig angelegten Politikgestaltung. Wenn man dann noch die Automatisierungsdiskussion in den Blick nimmt, die meist unter dem Label „Industrie 4.0“ geführt wird, in der die einen die Position vertreten, Roboter schafften Arbeit, die anderen erwidern, sie vernichteten Arbeitsplätze, vermisse ich doch eine Debatte zur Zukunft der Arbeit auf der Höhe der Zeit. Es geht eben nicht um Industrie 4.0 allein. Wenn, dann geht es um eine Wirtschaft 4.0. Es geht um einen grundsätzliche Wandel der oft postulierten „Arbeitsgesellschaft“, der sich jetzt anschickt, Realität zu werden.

Den Unterschied zu früher sehe ich in der Automatisierung der Wissensarbeit. Sie trifft – das hat gerade David Autor in der Neuen Zürcher Zeitung noch mal deutlich gemacht – jetzt immer stärker den Mittelstand. Des Weiteren sind es die Fortschritte der Wissenschaft und hier der Künstlichen Intelligenz, die in Deutschland zu wenig diskutiert werden. Ich meine damit keine Kassandra-Diskussion, sondern eine, die die Vielfalt der systemischen Veränderungen zur Kenntnis nimmt und sich fragt, wie eine Gesellschaft darauf reagieren kann. Der Heizer auf der E-Lok wäre sicher eine unterkomplexe Antwort und das bedingungslose Einkommen nicht die Lösung für alle Fragen. Ja, das beschäftigt mich!


Image by Klaus Burmeister


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Jung gegen Alt: Nachrichten werden anders gelesen

french tourists (Image by Ron Porter [CC0 Public Domain] via Pixabay)

Vergessen Sie die unterschiedlichen Meinungen zu Heirat, Hausbesitz und Politik: die aussagekräftigsten Unterschiede zwischen jungen und alten Menschen liegen in der Art und Weise, wie sie ihre Nachrichten bekommen.

Die neue Umfrage des Pew Research Centers über Trends der modernen Nachrichtennutzung, die mit der Knight Foundation zusammen durchgeführt wurde, zeigt, dass einen großen Unterschied zwischen jungen und alten Nutzern hinsichtlich der Nachrichtennutzung gibt. Während 54 Prozent der 18- bis 29-Jährigen sagen, dass sie ihre Nachrichten am liebsten digital abrufen, geben bloß 38 Prozent im Alter von 30 bis 49 und 15 Prozent im Alter von 50 bis 64 Jahren das gleiche an.

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Image by Pew Research Center

Die Ungleichheit in der bevorzugten Nachrichtennutzung der Jungen und der Alten ist sogar noch deutlicher, was Handys betrifft. Siebzig Prozent der 18- bis 29-Jährigen sagen, dass sie es bevorzugen, nur Nachrichten über mobile Geräte zu bekommen.

Diese Zahl sinkt auf 53 Prozent bei Menschen zwischen 30 und 49 Jahren und sogar nur 29 Prozent zwischen dem 50. und dem 64. Lebensjahr. (Die mobile Nachrichtennutzung insgesamt steigt jedoch: Ungefähr 72 Prozent der Befragten sagten, dass sie Nachrichten über mobile Geräte abrufen. 2013 lag diese Zahl noch bei 53 Prozent.)

Diese Unterschiede zwischen den Generationen könnten schlechte Nachrichten für das Fernsehgeschäft bedeuten. Pews Bericht beweist, was die meisten Fernsehnetzwerke bereits in ihren Zuschauerzahlen bemerkt haben: die Zahl der jungen Zuschauer sinkt.

Während 72 Prozent der Menschen zwischen 50 und 64 Jahren und 85 Prozent derer über 65-Jährigen sagen, dass sie ihre Nachrichten im Fernsehen anschauen, sagen nur 29 Prozent der 18- bis 29-Jährigen das gleiche.

Pew befragt nur Menschen ab 18 Jahren, was eine bedeutende Anzahl von jüngeren Nachrichtennutzer mit eigenen Bevorzugungen für die Beschaffung von Nachrichten auslässt. Es ist trotzdem wahrscheinlich, dass diese Vorlieben schlechte Nachrichten für die traditionellen Medien bedeuten.

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Image by Pew Research Center

Hier sind ein paar Highlights des Berichts:

  • Mehr schlechte Nachrichten für Verlage, die versuchen, dass die Menschen ihre Nachrichtenvideos online anschauen: Pew fand heraus, dass Menschen, die gerne Nachrichten sehen, dies zu 80 Prozent über das Fernsehen tun. Im Gegensatz dazu hat das Internet diejenigen angezogen, die die Nachrichten lieber lesen als sehen wollen.

    Vorhergehende Forschungen vom Oxford’s Reuters Institute for the Study of Journalism behandelten ebenfalls die Herausforderungen von digitalen Nachrichtenagenturen, die Menschen dazu bewegen sollen, sich die die Nachrichten-Videos online anzuschauen.

 

  • Druckerzeugnisse gehen weiterhin zurück: Nur 20 Prozent der Menschen bekommen ihre Nachrichten über analoge Zeitungen; drei Jahre zuvor waren es noch 27 Prozent. Nur 26 Prozent der Menschen, die die Nachrichten lieber lesen, tun dies mit Printerzeugnissen.

 

  • Menschen, die ihre Nachrichten online abrufen, haben öfter eine negative Meinung über die Medien. Ungefähr 67 Prozent der Menschen, die es bevorzugen, die Nachrichten online abzurufen, haben eine positive Meinung über die Medien, im Vergleich zu 81 Prozent der Menschen, die andere Plattformen bevorzugen. Besonders junge Erwachsene sind den Medien generell negativer eingestellt.

 

  • Nachrichten insgesamt scheinen ein Vertrauensproblem zu haben: Nur 20 Prozent der Amerikaner vertrauen den Informationen, die sie von Nachrichtenagenturen online und offline bekommen. Das Vertrauen in Nachrichten der sozialen Medien ist noch geringer,zeigen die Befunde eines Berichts im April vom AP-NORC Center for Public Affairs Research and the American Press Institute

Den vollständigen Bericht finden Sie hier.

Dieser Artikel erschien zuerst auf “Nieman Journalism Lab” unter CC BY-NC-SA 3.0 US. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image „French tourists“ by RonPorter (CC0 Public Domain)


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FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

Follow me

  • DATENSCHUTZVEREINBARUNG Deutschlandfunk: „Privacy Shield“ soll ab sofort EU-Bürger schützen: Seit gestern ist das sogenannte „Privacy Shield“ in Kraft. Es handelt sich dabei um eine Datenschutzvereinbarung zwischen der EU und den USA und löst das bisher gültige Vorgängerabkommen „Safe Harbor“ ab. Es soll dem Schutz der Grundrechte von Europäern und europäischen Firmen dienen, die Daten zwischen der EU und den USA austauschen und eine Massenüberwachung ausschließen. Grünen-Europaabgeordneter Jan Philipp Albrecht übt Kritik an der Vereinbarung und rechnet bereits mit Klagen gegen das „Privacy Shield“ vor dem Europäischen Gerichtshof.

  • SUMMIT Werbeplanung.at: Michael Derkits, VICE CEE: „Content Marketing macht schlechte Werbung nicht wett“: Bereits zum achten Mal findet am 13. und 14. Juli 2016 der Werbeplanung.at SUMMIT statt. Michael Derkits, Chief Business Development Officer von VICE CEE, ist ebenfalls am Event vertreten und geht der Frage nach: „Was macht eigentlich gutes Content Marketing aus?“ Im Fokus steht neben Content-Marketing die Kommunikation im Netz sowie der damit zusammenhängende Veränderungsprozess. Es geht darum zu erkennen, dass sich User qualitativ hochwertigen und gut recherchierten Content erwarten, der ihnen einen Mehrwert bietet. Werbplanung.at führte ein Interview mit Michael Derkits indem er seine Vorstellungen und Erwartungen an die Konferenz verrät.

  • IT-BRANCHE Business2community: Why Companies Need More Women in IT: Die IT-Branche wächst unaufhaltbar und rasend schnell. Talente in diesem Bereich sind daher gefragter denn je. Oft braucht es, um ein Problem zu lösen jedoch einen Perspektivenwechsel. Frauen könnten einen solchen Aspekt abdecken, jedoch wird die Technikbranche von Männern dominiert. Apple CEO Tim Cook sagt dazu: „I think the most diverse group will produce the best product.“ – Und nimmt mit diesem Statement eine klare Haltung für mehr Frauen in der IT-Branche ein.

  • FÜHRUNGSKRÄFTE Die Welt: Warum die Deutschen ihre Chefs nicht mögen: Führungskräfte haben es nicht leicht. Sie müssen den Anforderungen der Mitarbeiter entsprechen sowie stets die Unternehmensziele vor Augen haben. Dieser interne Konflikt wird einer Umfrage des Personaldienstleisters Randstad nach zulasten der Mitarbeiter oder des eigenen Ansehens gelöst. Der Arbeitsalltag wird immer rasanter und nimmt an Fahrt auf. Besonders in solchen Zeiten braucht es qualifizierte Führungskräfte, die zusammen mit ihren Mitarbeitern an einem Strang ziehen. Aber genau dort liegt das Problem. Laut der Umfrage sehen Beschäftigte vor allem in Bezug auf Personalführung und Motivation Aufholbedarf bei ihren Vorgesetzten.

  • TESLA Golem.de: Tesla will Autopiloten nicht abschalten: Autopilot bleibt! Tesla-Chef Elon Musk will Autopiloten des Model S und Model X trotz tödlichen Unfall in jüngster Vergangenheit nicht abschalten. Seit dem tragischen Vorfall im US-Bundesstaat Florida ermitteln die Verkehrsbehörden in den USA. Aber auch hierzulande gibt es Untersuchungen bezüglich einer unzulässigen Funktion für Überholvorgänge. Tesla will nun energischer vorgehen und die Kunde besser über die Technik des Autopiloten und seine Grenzen aufklären.

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5 Lesetipps über Twitter für den 14. Januar

In unseren Lesetipps geht es heute nur um Twitter, wie es das Fernsehen und unsere Sprache beeinflusst, neue Funktionen, virale Fakes und Cyberbullying. Ergänzungen erwünscht.

  • FERNSEHEN CNN: Can your tweets change your favorite TV show?: Die per Twitter den jeweiligen Tatort auseinander nehmende Community nutzt den Microblogging-Dienst wohl eher um Frust über oft schlechtes Fernsehen abzulassen. In unseren global vernetzten Welt kennen wir alle Beispiel, von richtigen guten Fernsehserien, die so viel besser sind, als was das deutsche Fernsehen hinbekommt. Diese Beispiele, oft aus den USA, nutzen Social-Media-Kanäle wie Twitter und Facebook aber auch anders als hierzulande. Auch da wird Frust kommuniziert, oft aber auch eine Community aufgebaut, die einer bestimmten Serie folgt.

  • FUNKTIONEN om.co: What Twitter Can Do To Get Better & Increase Engagement: Noch ist nicht raus, ob Jack Dorsey als Twitter-Chef mehr Schaden anrichten wird als er nützt, aber man muss ihm lassen, dass Stillstand nicht zu seinen Strategien gehört. Und vielleicht mag es an seiner Person liegen, dass sämtlichen Ideen und neuen Funktionen so kontrovers diskutiert werden. Der Kommentar von Om Malik ist dadür ein gutes Beispiel und eine lesenswerte Warnung, vielleicht auch einmal die Perspektive bei seiner Kritik mitzudenken.

  • SPRACHE The Huffington Post: Is Twitter Bad For Language? Statistical Analysis Says No: Die englische Sprache mag durch ihre globale Rolle, vor allem im Internet, vielleicht für digitale Kommunikation priviligiert sein, denn sie ist Arbeitssprache des Netzes, seiner ErfinderInnen und der Menschen, die es weiterentwickelt haben. OkCupid-Gründer und Ok-Trends-Blogger Christian Rudder hat die Auswirkungen von Twitter und seinem Zeichenlimit auf die englische Sprache untersucht und ist zu dem Fazit gekommen, dass solche technischen Restriktionen und die kulturelle Popularität von Twitter der englischen Sprache nicht geschadet haben.

  • FAKE BBC News: The Twitter murder that never happened: In Südafrika ging die Suche nach einem Mädchen und dann die Geschichte ihres Todes auf Twitter viral. Verschiedene Medien und auch ein Ministerium berichteten über die emotionale Geschichte oder den thematischen Hintergrund von Gewalt gegen Frauen und Kinder. Doch die Geschichte war ein Fake, auf den sehr viele Menschen reingefallen sind. Eine 18-jährige Südafrikanerin steckte hinter dem Twitter-Account, mit dem sie ihren Frust über das Leben in Südafrika ausdrücken wollte. Was bleibt ist die Grundaussage über die Situation von Frauen in der Gesellschaft, auf die sich scheinbar viele Menschen einigen konnten, und ein paar JournalistInnen, die hoffentlich etwas gelernt haben.

  • CYBERBULLYING WoodTV.com: Twitter polls become outlet for cyberbullies: Dass man auf Twitter auch kleine Umfragen machen kann, wurde in meiner Timeline bisher stets sinnvoll angewendet, meist aber mit einem Augenzwinckern. Ein nettes Feature, mit den man ein paar Scherze machen kann und vielleicht ab und zu sogar was interessantes. In Michigan haben verschiedene SchülerInnen diese Funktion für Cyberbullying genutzt, also mithilfe der Umfrage im Internet MitschülerInnen beleidigt. Daraus lernt man, dass man auch auf Twitter nicht anonym kommuniziert, dass man für seine Kommunikation haftbar ist und das Technologie neutral ist. Es kommt auf uns Menschen an, wie wir sie nutzen und was wir damit mitteilen wollen.

CHIEF-EDITOR’S NOTE: Wenn Ihnen unsere Arbeit etwas wert ist, zeigen Sie es uns bitte auf Flattr oder indem Sie unsere Reichweite auf Twitter, Facebook, Google+, Soundcloud, Slideshare, YouTube und/oder Instagram erhöhen. Vielen Dank. – Tobias Schwarz

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Das Coworking-Ranking von twago ist Unsinn. Grober Unsinn!

Coworking (Image by geralt [CC0 Public Domain], via Pixabay)

Welches ist das beste Coworking Space Deutschlands? Ein Ranking des Freelancer-Marktplatzes twago will darüber Auskunft geben, doch die Erhebung ist genauso nicht repräsentativ wie irreführend.

Ein vergleichendes Ranking von Coworking Spaces ist nicht per se falsch, denn das gesellschaftspolitische Gestaltungsprinzip der Gegenwart ist nun einmal der Wettbewerb; Coworking Spaces könnten aus solchen Vergleichen lernen. Das Ranking von twago ist aber keine verlässliche Entscheidungshilfe, denn wesentliche Faktoren, die die Qualität eines Coworking Spaces ausdrücken, wurden nicht abgefragt. Von erheblichen methodischen Schwäche zu reden, auch aufgrund der ungeklärten Selektivität der Befragten, wäre schon eine Übertreibung.


tl;dr: Das Coworking-Ranking von twago ist irreführender Unsinn. twago missbraucht den Begriff Coworking für billige PR, um seinen Freelancer-Report zu bewerben.


twago missbraucht den Begriff Coworking

Auf dem Online-Marktplatz twago können Freelancer ihre Dienste anbieten, der diese wiederum an Auftraggeber vermittelt. Nach eigenen Angaben haben Kunden von twago somit Zugriff auf fast 255.000 Experten aus über 190 Ländern, unter anderem Deutschland. Viele Freelancer arbeiten in Coworking Spaces, ist dieser sogenannte vierte Raum der Arbeit doch meistens die beste Verbindung der Vorteile des ersten Raums der Arbeit, dem Zuhause, mit denen des dritten Raums der Arbeit, dem Café (mit WLAN und Steckdose). Zur Vervollständigung sei gesagt, dass in diesem Bild von Arbeitsplätzen der Industriearbeitsplatz in einer Fabrik oder einem Büro den zweiten Raum der Arbeit darstellt.

Es ist anzunehmen, dass viele Freelancer, die ihre Dienste bei twago anbieten, auch in einem Coworking Space arbeiten, also eine Meinung zu diesem Raum der Arbeit haben. Sie nach den besten Coworking Spaces Deutschlands zu fragen, scheint naheliegend. Dass das Thema Coworking für twago relevant ist, arbeiten doch wahrscheinlich hier die meisten der Nutzer, ist auch nachvollziehbar. Thomas Jajeh, Gründer und Geschäftsführer von twago, lässt sich in der Pressemitteilung zum Start der Umfrage auch mit einer Aussage zitieren, die ein Verständnis für Coworking andeutet:

Coworking Spaces werden in Zukunft in unseren Großstädten noch wesentlich stärker zu Innovationskraft und Wirtschaftswachstum beitragen. Sie bieten kreativen Raum, Austausch, Zugang zu Netzwerken und eine angenehme Arbeitsatmosphäre. Nicht umsonst suchen sowohl stark wachsende Startups als auch Großkonzerne die Nähe zu Coworking Spaces.

Trotzdem ist meiner Meinung nach alles an dieser Umfrage, dem Ranking und der Berichterstattung darüber Unsinn. Und das ist in einer entscheidenden Phase für der Coworking-Bewegung eher schädigend als nützlich. Schon jetzt wird der Begriff als Buzzword vom Marketing missbräuchlich genutzt. Nicht alles, was sich in Anzeigen oder an Klingelschildern Coworking nennt, ist auch wirklich Coworking. Oft handelt es sich nur um Arbeitsplätze vermietende Anbieter von Bürofläche. Mit Coworking, der Zusammenarbeit und Vernetzung innerhalb einer Community, hat das nichts zu tun.

Genauso wenig wie twagos Umfrage und Ranking, denn eigentlich geht es dem Unternehmen nur um die Erwähnung des eigenen Freelancer-Reports, der, vollkommen losgelöst vom Thema, ebenfalls in der Pressemitteilung erwähnt wurde, und der mit twagos eigentlichem Geschäftsmodell Outsourcing wesentlich mehr zu tun hat als Coworking:

twago veröffentlicht neben den besten Coworking Spaces Deutschlands quartalsweise den twago Freelancer-Report. Bei der Untersuchung werden regelmäßig die in den Ausschreibungen geforderten IT- und Web-Fähigkeiten analysiert, ebenso wie die mit bestimmten Content-Management- und Shop-Systemen verbundenen Programmier-Skills. Ein weiterer Fokus liegt auf der Untersuchung der deutschen und europäischen Städte, in denen Freelancer ansässig sind.

Erhebliche methodische Schwächen

Von einer Suche kann man auch nicht wirklich sprechen, denn die Umfrage ist methodisch unhaltbar. In den Artikeln von Jürgen Stüber auf Morgenpost.de oder Lea Weitekamp auf t3n.de liest man leider keine kritische Bewertung dazu. Weitekamp erwähnt die Art der Erhebung nur in einem Nebensatz, Stüber übernimmt die Formulierung beinahe unverändert aus der Pressemitteilung:

Die Abstimmung lief von Mitte November bis Mitte Dezember auf twago.de. Tausende Befragte gaben gültige Stimmen ab. Jeder Coworking Space konnte mit 0 bis 5 Punkten bewertet werden, wobei die Befragten alle Coworking Spaces bewerten konnten, die sie kennen.

Laut Angaben der twago betreuenden PR-Agentur bedeutet “tausende Befragte” ein mittlerer vierstelliger Bereich an gültigen Stimmen, aber genaue Angaben konnte man auf telefonische Nachfrage unserer Redaktion auch nicht machen. Von der Quantität der Stimmen scheint das in Ordnung zu sein, aber die Qualität der Aussagen ist an sich überhaupt nicht vorhanden. Wenn die Person, die sich diese Umfrage ausgedacht hat, oder die darüber schreibenden Journalisten auch nur mal einen Tag in einem Coworking Space verbracht hätten, wäre das allen klar gewesen. Es wurden einige Spaces angeschrieben, aber längst nicht alle, und twago verbreitete die Befragung auch nur über eigene Kanäle, die in der Quantität zumindest überschaubar sind.

Man kann ein Coworking Space nicht mit 0 bis 5 Punkten bewerten. Dass alle in der Pressemitteilung gelisteten Coworking Spaces zwischen 3,65 und 4,3 Punkten liegen, zeigt, wie schwer es ist, einen Unterschied mit dieser Art der Bewertung zu schaffen. Ich bin diesen Sommer mit meiner Freundin zwei Monate durch Coworking Spaces in ganz Europa gereist. In unseren Auswertungen fanden wir kein Coworking Space schlecht, auch wenn keines wie das andere war. Eine verlässliche Bewertung ist deshalb nicht möglich, besonders nicht zwischen 0 und 5 Punkten.

Man kann fragen, ob der Kaffee in einem Coworking Space gut oder sogar umsonst ist, wie die Lautstärke im Space ist, welche Tätigkeiten die anderen Coworker ausüben, ob es gemeinsame Abende gibt oder nach welchen Regeln die Community zusammengesetzt wird, vielleicht auch ob es Kindergärten, Supermärkte und Banken im Umfeld gibt. All das und noch mehr macht ein Coworking Space aus. Am Ende ist es eine persönliche Entscheidung, in welchem Space man sich wohl fühlt. Mit einer Zahl kann man diese komplexe Entscheidung nicht ausdrücken. Viele Coworking Spaces bieten deshalb Probetage an, damit man sich einen persönlichen Eindruck machen kann.

Irreführendes Ranking

Deshalb sagt das Ranking auch überhaupt nichts über die Qualität eines Coworking Space aus. Die meisten der aufgelisteten Coworking Spaces kenne ich persönlich und sie sind wirklich toll. Trotzdem wäre nicht jedes ein für mich geeigneter Arbeitsplatz. Das Ranking ist aufgrund unbekannter Rücklaufquoten, der nicht bekannten Fallzahlen und der fehlenden Repräsentativität eher Ausdruck unkontrollierter Willkürlichkeit zum Zwecke der PR, als eine verlässliche Entscheidungshilfe.

Wenn man wirklich Interesse an einem Coworking Space hat, sollte man sich auf die Suche machen und dabei Sorgfalt walten lassen. Für die meisten Menschen sollte der Weg zur Arbeit nicht länger als 20 Minuten sein. Das macht die Suche nach einem Coworking Space in Deutschland schon kompliziert, denn mit Ausnahme von Berlin ist die Dichte an Coworking Spaces noch nicht sehr hoch. Auch gibt es noch keine verlässliche Datenbank an Coworking Spaces. Die von twago aufgelisteten Coworking Spaces für meinen Wohnbezirk Friedrichshain kenne ich beispielsweise alle nicht. Dafür ist kein einziges Coworking Space aufgelistet, das ich kenne. Während man in München, Leipzig, Köln oder Hamburg noch einen Überblick über die Coworking-Szene haben kann, ist dies in Berlin nahezu unmöglich.

Winston Churchill wird fälschlicherweise die Aussage zugeschrieben, “Ich traue keiner Statistik, die ich nicht selbst gefälscht habe.”, auch wenn dies aller Wahrscheinlichkeit nach eine Erfindung von Joseph Goebbels oder aus seinem Propagandaministerium war, um Churchill als Lügner hinzustellen. Trotzdem ist darin ein Funken Wahrheit enthalten, den man sich bei der Suche nach einem Coworking Space zu Herzen nehmen sollte. Trauen Sie keinen Rankings, Statistiken, Datenbanken etc., sondern machen Sie sich selber vor Ort einen Eindruck. Ein Coworking Space kann ein Arbeitsplatz sein, an dem man sich genauso wohlfühlt wie in seinem eigenen Zuhause oder einem schicken Café. Und da niemand von uns willkürlich Lokale oder seine Wohnung aussucht, bedarf es bei der Suche nach einem Coworking Space der gleichen Gründlichkeit.

Tobias Schwarz ist nicht nur Leiter von Netzpiloten.de, sondern arbeitet seit Jahren von verschiedenen Berliner Coworking Spaces aus. Er ist Mitgründer der German Coworking Federation, deren Gründungsvorstand er angehört, und besucht seit anderthalb Jahren Coworking Spaces in ganz Europa.


Image “Coworking” by geralt (CC0 Public Domain)


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Open-Source und Apple ist längst kein Widerspruch mehr

Apple Logo and Checkmark Symbol (adapted) (Image by C_osett [CC0 Public Domain] via Flickr)

Open-Source-Entwickler haben inzwischen kein Problem mehr damit, Apple-Geräte zu nutzen – auch wenn dies auf den ersten Blick wie ein großer Widerspruch wirkt. Open Source und Apple vertragen sich nicht gerade gut, so die landläufige Meinung. Eigentlich erwartet man, dass ein Entwickler von Open-Source-Software auch ein Open Source-OS wie Linux nutzt. Viele Open-Source-Entwickler nutzen aber inzwischen sehr gerne Apple-Geräte, was eine Umfrage des Unternehmens unterstreicht. Demnach legen viele Open-Source-Entwickler ihre Prioritäten auf Verlässlichkeit und guten Geschmack, statt allumfassender Quelloffenheit.

Sesam öffne dich

Open Source war lange Zeit mit einem Dogma verbunden. Wer Open-Source-Software entwickelt war so stark davon überzeugt, dass keine andere Software in Frage kam, und schon gar keine Geräte, auf denen sich derartige Software gar nicht erst installieren lässt. Dementsprechend kamen eigentlich nur Windows-Laptops in Frage, denn da konnte man immerhin das ungeliebte Closed-Source-OS runterwerfen und durch die Linux-Distribution der Wahl ersetzen. MacBooks von Apple waren völlig ausgeschlossen, da man sie nur mit Mac OS oder Windows nutzen konnte. Inzwischen hat sich diese Sicht aber deutlich verändert und viele Open-Sourceler haben kein Problem mehr damit, Apple-Produkte zu nutzen, auch wenn das OS nach wie vor nicht gerade für seine Offenheit bekannt ist.

Das Unternehmen Eldarion hat dies kürzlich erst in einer Umfrage bestätigt. Demnach gaben fast drei Viertel (73 Prozent) der Befragten Open Sourceler an, zumindest einige Apple Produkte zu nutzen. Unter den Befragten, die zu Open-Source-Software beitragen, gab die Mehrheit (65 Prozent) an, dass OS X ihr Haupt-OS ist – Linux nutzen dagegen 22 Prozent und Windows nur 8 Prozent. Die Gruppe der zu OSS Beitragenden nutzt zwar zu 38 Prozent Android-Smartphones, allerdings nutzt über die Hälfte (57 Prozent) ein iPhone.

Auch über die Gründe für diese Zahlen gibt die Umfrage interessante Einsichten. So war der Hauptgrund, Apple-Produkte zu wählen, bei den Befragten, die zu OSS beitragen „Ich mag das Ökosystem“ (33 Prozent), gefolgt von „Verlässlichkeit“ (30 Prozent) und „Besser als Microsoft“ (21 Prozent). Umgekehrt waren bei den Befragten, die Apple komplett meiden die häufigsten Antworten: „Weil Apple die Antithese zu Open Source ist“ (50 Prozent), vor „Es ist überteuert und das Geld nicht wert“ (31 Prozent) und „Es ist so cool, dass es uncool ist“ (13 Prozent).

Äpfel und Birnen

Nun muss ich zugeben, dass ein Teil von mir der Umfrage nicht allzu viel Wert beimessen will, da nur 132 Menschen daran teilgenommen haben und die Umfrage danach einfach nicht repräsentativ ist, der andere Teil von mir muss aber durchaus zugeben, dass die Umfrage trotzdem die Entwicklung in der Open-Source-Szene widerspiegelt. Dies liegt auch an meinen eigenen Erfahrungen, auch wenn es nicht allzu viele sind. Immer wieder sieht man an OSS arbeitende Entwickler vor einem silbernen Laptop mit leuchtenden Apfel-Logo sitzen. Und das ist bei genauerer Betrachtung ja auch gar nicht so abwegig, denn immerhin, OS X ist UNIX, also ein System in dem sich viele Open Sourcler wohl fühlen. Zwar versteckt OS X Unix hinter einem hochglanzpolierten UI, aber gleichzeitig macht es Apple unheimlich einfach an die Kommandozeile zu gelangen. Dadurch können Entwickler also nutzen was „einfach funktioniert“ wenn sie es wollen und können dabei noch tief in die Katakomben des OS vordringen, wenn es nötig ist.

Damit hätten wir schon den zweiten und wichtigeren Grund erreicht: „It just works“. Entwickler, die Zeit damit verbringen wollen z.B. einen neuen Compiler zu bauen, wollen selten nochmal so viel Zeit damit verbringen, die verbundene Infrastruktur auch noch aufzubauen. Manchmal will man eben nicht mit dem OS herumfummeln, sondern will stattdessen, dass es einfach funktioniert. Und ein tiefes Engagement ist zudem nur für manche Software sinnvoll. Bei vielen kritischen Projekten ist die Mitarbeit der Community unheimlich wichtig, bei allen anderen lohnt es sich aber nicht, wenn man zu dogmatisch wird, wie etwa beim OS. Open Sourcler sind letztendlich auch nur Menschen und sind daher mit begrenzter Zeit und Aufmerksamkeit gesegnet, so dass Apple-Produkte gewählt werden, auch wenn sie nicht unbedingt dem übergeordneten Interesse an OSS entsprechen. Es lohnt sich aber auch einfach nicht darüber einen Glaubenskrieg anzufangen, denn am Ende gibt es nicht das beste OS, sondern nur das, was am besten zu einem passt um mehr Zeit zu haben, an den Projekten zu arbeiten, die einem am wichtigsten sind. Und letztendlich können weder Apple noch Microsoft sich der immer größeren Open-Source-Bewegung komplett entziehen – das ist doch der eigentliche Erfolg.


Image (adapted) „Apple Logo and Checkmark Symbol“ by C_osett (CC0 Public Domain)


 

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Facebook-Nutzer wechseln zu Instagram

iPhone (adapted) (Image by helloolly [CC0 Public Domain] via Pixabay)

Die jüngeren Nutzer von Facebook finden Zuckerbergs soziales Netzwerk schon lange nicht mehr trendy. Eine neue Umfrage ergab, dass in den USA immer mehr Nutzer Facebook für andere Anbieter verlassen. Die Facebook-Tochter Instagram lockt immer mehr Nutzer an. Die Studie der Firma Frank N. Magid Associates zeigt, dass Facebooks Popularität in den letzten zwei Jahren um zehn Prozent gesunken ist. Als Reaktion wurden von der leitenden Mitarbeiterin Sheryl Sandberg Durchhalteparolen ausgegeben. Sie kommentierte, dort soll sich noch immer tagtäglich ein Großteil der Jugendlichen aufhalten.

Facebook: Für Minderjährige nicht zeitgemäß

Facebook altert vor sich hin. Was viele Medien in den letzten Monaten immer wieder behauptet haben, wurde nun von einer Umfrage aus den USA belegt. Instagram soll die jüngere Generation einfach besser für sich einnehmen. Zuckerberg hat den Trend vor einigen Monaten erkannt und versuchte neben Instagram auch die Sexting-App Snapchat zu kaufen. Die haben aber abgewunken. Google wollte Facebook im November letzten Jahres überbieten. Sie boten den Eigentümern statt drei sogar vier Milliarden Dollar an. Die Übernahmepläne von Google wurden aber nie offiziell bestätigt.

Entwicklung erstmals vor 14 Monaten erkannt

Einer der Finanzmanager von Facebook, David Ebersmon, soll die Abwanderung der jüngsten Teilnehmer bereits im Oktober 2013 erkannt haben. Seine Kollegin Sheryl Sandberg weist dies zurück. Nach ihren Erkenntnissen melden sich die meisten Minderjährigen bis heute tagtäglich bei Facebook an. Die drei größten Netzwerke weltweit sind übrigens Facebook, deren Tochter Instagram und last, but not least Twitter. Die drei Giganten scheinen dauerhaft bezogen auf die Anzahl der Nutzer stabil zu laufen. Auch sonst gehen Mark Zuckerberg kaum Kunden verloren, weil dem Konzern auch der Instant-Messaging-Dienst WhatsApp gehört. Diverse Jugendliche hat es statt Instagram dort hin verschlagen.

Instagram: Wert steigt auf 35 Milliarden US-Dollar

Neu ist auch die Ankündigung der Citigroup, die den Wert des Foto-Netzwerks Instagram auf 35 Milliarden US-Dollar beziffert. Die Betreiber gaben kürzlich bekannt, man habe bei Instagram die Grenze von 300 Millionen aktiven Nutzern überschritten. Alleine am Tag der Veröffentlichung der Android-App wurden im April 2012 bei Google Play eine Million Downloads gezählt. Instagram rüstet auf um dauerhaft konkurrenzfähig zu bleiben. So wurden neue Maßnahmen zur automatischen Beseitigung von Spam-Accounts eingeleitet. Zudem erscheinen mehrere neue Filter für Bilder und weitere Features.


Image (adapted) „IPhone“ by helloolly  (CC0 Public Domain)

 


 

 

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Streaming – Eine Frage des Preises und nicht der Inhalte?

Evening watching television (adapted) (Image by flash.pro [CC BY 2.0] via Flickr)

Nicht die Inhalte, sondern Preis ist für die Deutschen beim Streaming entscheidend. Eine wichtige Erkenntnis für Netflix & Co. Als bekannt wurde, dass Netflix in Deutschland launcht, zeigten sich Medien und Endverbraucher schwer aufgeregt. Man erhoffte sich mehr hochwertige Inhalte, die möglichst zügig immer und überall zur Verfügung stehen sollten. Der amerikanische Konkurrent werde es den deutschen Anbietern schwer machen, glaubten viele.

Vor drei Monaten kam dann die Ernüchterung: Selbstverständlich hat Netflix mit den gleichen Problemen und Lizenzkosten zu kämpfen. Aboalarm, eine Webseite und App, die Nutzern hilft Verträge zu kündigen, hat 600 Personen, die ihr Pay-TV Abo gekündigt haben, zu Streaming-Diensten und bezahltem Fernsehen befragt. Wie es aussieht ist nicht das Angebot, sondern besonders der Preis primär entscheidend.

Die mit Abstand meisten Kündigungen gingen an Sky (60 Prozent). Laut AboAlarm existiert jedoch eine Studie nach der 70 Prozent der Kündigungen an Sky geschrieben werden, um Neuvertragsvorteile zuverhandeln. Mit 35 Prozent liegt Maxdome auf Platz 2 der Kündigungsliste, Watchever belegt mit 4 Prozent Platz 3.

Obwohl Netflix bei über 60 Prozent der Befragten bekannt war und 58 Prozent vom Deutschland-Launch gehört hatten, überlegten nur 20 Prozent Netflix zu abonnieren. Mehr als zwei Drittel der Befragten (68 Prozent) möchten Netflix überhaupt nicht nutzen. Zwei Prozent nutzten bereits einen anderen Anbieter.

Eine Frage des Preises

Für viele Nutzer ist ein Abo-Abschluss eine Frage des Preises. 40 Prozent der Befragten glauben, dass deutsche Streaming-Anbieter noch über den Preis den Kampf entscheiden könnten. Das ist interessant, denn nur eine Minderheit argumentierte, dass an sich niemand mehr für TV-Inhalte bezahlen werde (20 Prozent), Anbieter wie Sky wichtige Trends bereits verschlafen habe (13 Prozent) oder das deutsche Angebot einfach zu schlecht sei (13 Prozent). Nur 8 Prozent hielten aber Netflix für einen vorübergehenden Hype und die restlichen 6 Prozent sind der Meinung, dass der Streaming-Anbieter gewinnt, der sich auf deutschsprachigen Content fokussiert.

Streaming wie wir es kennen, stößt also auf Akzeptanz unter den ehemaligen Pay-TV-Kunden, aber der Preis ist das Maß aller Dinge. Als Beweggrund um sich explizit für Netflix zu entscheiden, war die meist genannte Antwort der Preis (30 Prozent), erst an zweiter Stelle wurde das Filmangebot genannt (25 Prozent), an dritter Stelle das Serienangebot (21 Prozent).

Nimmt man die Zahlen so wie sie sind, stellt man fest, dass Streaming-Dienste ein sehr preissensibles Thema sind. So scheint es, dass die Zuschauer eher gewillt sind nach Preis als nach Inhalten zu entscheiden. Nun ist die befragte Gruppe jedoch nicht repräsentativ. Im Gegenteil. Sie hat gerade einen Service gekündigt, ist also (wahrscheinlich) nicht zufrieden mit der Auswahl, dem Preis oder Service. Sie schließt also nicht die ein, die sich für einen Service entschieden haben und dort bleiben, weil sie mit den Inhalten einverstanden sind und der Meinung sind, dass es das Geld wert sei.

Über den Erfolg von Netflix kann man noch nichts sagen

In den USA ist Netflix bereits in über 30 Prozent der Wohnzimmer eingezogen. Gleiches ist für Deutschland geplant. Ein sehr interessantes Interview zum Netflix-Start in Deutschland führte Daniel Fiene für rp-online. Netflix-Gründer Reed Hastings erklärte dabei, dass Deutschland nicht über Nacht erobert werden werde, sondern eine langfristige Strategie dafür notwendig sei. Den Netzpiloten gegenüber äußerte sich Netflixs Produktchef Neil Hunt über die zukünftige Entwicklung des Dienstes.

Darum sollte man auch keine voreiligen Schüsse ziehen. Netflix hat erst vor drei Monaten gelauncht und Weihnachten steht vor der Tür. Ein Jahresabo wird hier oder da sicherlich auch unter dem Baum liegen. Außerdem geht Netflix weiter ordentliche einkaufen. So wird in den USA ab Dezember z. B. The Wolf of Wall Street (2013) verfügbar sein. Wann das Kinohighlight in die deutschen Wohnzimmer kommt ist unklar. Und über welches Streamhaus bisher auch.

Der Kampf um Marktanteile belibt auf jeden Fall spannend. Denn nicht nur Filme und Serien wollen gestreamt werden, auch Live Events wie Fußball Spiele ziehen Millionen von Fans vor den Bildschirm und gelten als Abo-Argument. Diesen Markt möchte Netflix allerdings nicht betreten.


Image (adapted) „Evening watching television“ by flash.pro (CC BY 2.0)


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Umfrage: Was ist Netzpolitik?

Was ist eigentlich Internet- und Netzpolitik? Wann hat Internetpolitik begonnen? Welche Themen gehören dazu und welche nicht? Seit Oktober diesen Jahres beschäftigt sich die Forschungsgruppe „Politikfeld Internet“ am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) mit diesem Fragen. Zwei Dimensionen stehen dabei im Vordergrund: Erstens die Institutionalisierung von öffentlichen und privaten Regelungskompetenzen sowie entsprechender Akteurs-konstellationen; zweitens die Verfestigung kollektiver Ideen, Problemwahrnehmungen und Diskurse.

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Linktipp: Macht mit bei der deutschen Twitterumfrage

twitter-logoNachdem uns das Pew Internet & American Life Project schon mit Informationen über die amerikanischen Twitterer versorgt hat, wird es Zeit für eine Umfrage unter den deutschen Jüngern des Microbloggings. Die webevangelisten laden deshalb alle Twitterer ein, an der deutschen Twitterumfrage teilzunehmen. Verbesserungsvorschläge nehmen die Macher in ihrem Beitrag zur Twitterumfrage entgegen. Das Ausfüllen dauert wenige Minuten, Ergebnisse gibt es dann ab dem 31.3.2009. Wir werden berichten.

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Umfrage an Startups, Coder, Mashup-Künstler

Startups brauchen Berichterstattung, Redaktionen brauchen Inhalte – ein ewiger Kreislauf. Mediale Aufmerksamkeit kann über Erfolg oder Scheitern eines Webservices entscheiden. Wir als Redaktion streben danach, unseren Lesern die besten Dienste und Ideen vorzustellen. Gleichzeitig versuchen die PR-Arbeiter, für ihre Startups soviel Bericherstattung wie möglich zu bekommen. In der Regel läuft das per Email: Bei unseren Redakteuren kommen täglich eine ganze Ladung von Ankündigungen, Pressemitteilungen und Startup-News an.  Dieses Jahr stehen für viele kleine Firmen besonders harte Zeiten an. Wir möchten möglichst vielen von euch die Chance geben, die nötige Aufmerksamkeit zu bekommen. Dass die Community weiß, was euch besonders macht und von der Konkurrenz unterscheidet, ist der Schlüssel zum Erfolg. Zeigt ihnen, warum ihr Rockstars seid. Deshalb möchten wir von euch Startups wissen: Wie wollt ihr eure Dienste pitchen? Weiterlesen »

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Blogeinnahmen 2008: 1 Euro für 228 PI’s

Robert hat heute die Auswertung seiner Umfrage zu den Blogeinnahmen 2008 veröffentlicht. Im Vergleich zum Vorjahr sind die durchschnittlichen Einnahmen von 544 auf 424 Euro gesunken. Um einen Euro zu verdienen, müssen 228 Page Impressions her. Und auch sonst sind die Zahlen im Vergleich zum Vorjahr nach unten gegangen. Hier die Eckdaten zur Einnahmeverteilung für 2008.

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Umfrage: Kaufentscheidungen im Web 2.0

Aus der Serie „Wir fördern Nachwuchswissenschaftler“ hier der Hinweis auf eine Umfrage zu Kaufentscheidungen im Web 2.0: Ihr Initiator, Alexander Mock, betrachtet dabei folgenden Aspekt:

„Das Web 2.0 ist der neue Begriff im Internet, durch den Wandel vom passiven „Informationskonsumenten“ zum vernetzten „Freizeit-Journalisten“ besitzt der Web 2.0-Anwender durch Blogs, Kundenrezensionen und Communities einen starken Informationsgewinn. Dieser Aspekt, der sich zunehmend stärker auf Kaufentscheidungen des Konsumenten auswirkt, ist Teil der Studie, die als Bachelorarbeit am Lehrstuhl für Marketing und Innovationsmanagement der BTU Cottbus bearbeitet wird.“

Zur Umfrage geht es hier entlang. Nehmt Euch die 10 Minuten Zeit und tut dem Bachelor-Kanidaten Mock einen Gefallen. Die Blogpiloten wünschen viel Erfolg!

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Umfrage zum barrierefreien Internet

Im Web 2.0 kann jeder mitmachen, richtig? Nicht ganz, denn auch im Web 2.0 sind längst nicht alle Dienste barrierefrei und damit auch für jeden zugänglich. Dabei hat ein barrierefreies Internet Vorteile für alle Nutzer.

Die Aktion Mensch führt eine entsprechende Umfrage durch, in der es um die Internetnutzung von Menschen mit Behinderung geht. Die Umfrage richtet sich natürlich gleichermaßen and Nutzer mit und ohne Behinderung. So sollen die Barrieren abgebaut werden, die Menschen mit Behinderung oftmals den Zugang zu den Inhalten im Netz versperren. HIER geht es zur Umfrage.

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Hassen Blogger Weihnachten?

Diese Frage stellt Peer Wandiger auf seinem Blog. Früher, merkt der Autor an, bauten Webmaster (gibt’s das Wort noch?) andauernd fallende Schneeflocken und blinkende Weihnachtssterne in ihre Websites ein. Aber: „Doch davon scheint in der Blogsphäre nichts mehr vorhanden zu sein.“

Recht hat er, die Blogosphäre ist weitgehend schneeflockenfrei. Aber hassen Blogger deshalb gleich Weihnachten? Wer Peers Umfrage nicht beantworten möchte, den bitten wir um Feedback: Wie steht ihr zu Weihnachtsdeko im Netz? Antworten bitte direkt in die Kommentare!

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„Web 2.0“ unbekannt, na und?!

85 Prozent der Bundesbürger ist der Begriff „Web 2.0“ einer aktuellen Umfrage von PricewaterhouseCoopers nach bisher unbekannt. Die 501 repräsentativ ausgewählten Haushalte können mit dem Begriff nur selten etwas anfangen, im Gegensatz zum „Digitalfernsehen“, das 84 Prozent der Umfrageteilnehmer etwas sagt.

Hat die geringe Bekanntheit des Begriff nun Auswirkungen auf Web 2.0-Unternehmen in Deutschland? Wohl kaum, „Web 2.0“ ist ein Begriff wie „SEO“ oder „Webworking“, der innerhalb seiner Branche bekannt ist und ein gewisses Arbeitsumfeld oder eine Technologie beschreibt. So muss „Web 2.0“ nicht bekannt sein, um genutzt zu werden.
[via zweinull.cc]
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