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Über den Erfolg der chinesischen Supraplanung. Europa muss Strategeme lernen!

Politische und wirtschaftliche Entscheider des Westens sollten endlich anfangen, das Denken und die Kultur in China tiefgründig zu verstehen. „In der westlichen Welt scheint man zu meinen, Hintergrundwissen über die Volksrepublik China sei überflüssig, es genüge, von Fall zu Fall die Tagesereignisse zu verfolgen und mit westlichem Alltagswissen ad hoc zu reagieren“, so die Erfahrung von Professor Harro von Senger.

Welchen Stellenwert die Parteinormen der KP China und das Gesetzesrecht der Volksrepublik China haben, stellt von Senger in seinem Buch „Supraplanung“ (Provisionslink) dar, das jetzt in einer erweiterten und aktualisierten Neuauflage bei Hanser erschienen ist: „Wenn man nur schon die Verfassungsartikel zur Kenntnis nehmen und in ihrer vollen Tragweite begreifen würde, dann würde vieles, was in der politischen Tagespraxis geschieht, durchschaubar und leicht vorhersehbar werden. Aber leider werden offizielle Dokumente der Volksrepublik China im Westen regelrecht boykottiert und planmäßig nicht gelesen oder mit einem Lacher abgetan. Sie seien das Papier nicht wert, auf dem sie stehen.“

Ist China nur geschickt?

Der wirtschaftliche Aufstieg der VR China seit 1978, mit dessen die ganze Welt überspannenden, auch außenpolitischen Auswirkungen, verblüffe hierzulande viele Beobachterinnen und Beobachter. „Geschickt“ – so kennzeichnet Frank Sieren in seinem Buch „Der China Code“ (Provisionslink) mehrfach chinesische Vorgehensweisen. „Geschickt“, so der indische Ökonom und Nobelpreisträger Amartya Sen, „habe China die globalen Märkte benutzt.“ „Bis heute hat die chinesische Führung alles richtig gemacht“, schreibt Professor Eberhard Sandschneider, Leiter des Arbeitsschwerpunkts Politik China und Ostasiens der Freien Universität Berlin und Vertrauensdozent der Friedrich-Ebert- Stiftung. „Die enormen Leistungen Chinas“ werden in einem Positionspapier der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag zur Asienpolitik gewürdigt. „Im Grunde genommen machen die Chinesen in ihrem Sinn alles richtig.“

Aus welchen geistigen Quellen speist sich das „geschickte“ und „richtige“ Verhalten von Politikern der VR China, fragt von Senger in seinem Opus: „Immer wieder verweist man im Westen auf den chinesischen ‚Pragmatismus‘. Noch nie habe ich indes eine Stellungnahme aus der VR China gelesen, die das auch so monokausal darstellen würde, zumal ‚Pragmatismus‘ (shiyongzhuyi) ein eher verpöntes Wort ist. Irgendwie begreift man die Hintergründe ‚des phänomenalen wirtschaftlichen Aufstiegs Chinas in den zurückliegenden Jahrzehnten‘ nicht so recht. Wer im Westen hat in diesem Zusammenhang das chinesische Konzept der Zukunftsgestaltung ‚Moulüe‘ gewürdigt?“

Hierzu schreibt der Journalist Fu Jing in China Daily, der größten und ältesten in der VR China erscheinenden englisch-sprachigen Tageszeitung: „Harro von Sengers Buch Moulüe, das in deutscher Sprache 2008 veröffentlicht wurde, ist bislang das einzige westliche Buch über diesen Gegenstand.“

Foucault und das kulturelle Gedächtnis

Wieso hat seither kein anderer westlicher China-Experte dem Konzept der Supraplanung eine eingehende Untersuchung gewidmet? In diesem Zusammenhang verweist von Senger auf Michel Foucault: Die jeweilige „Ordnung der Dinge“ beeinflusst die Sprache und die Wahrnehmungsschemata der im betreffenden Kulturraum lebenden Menschen und formt deren „kodierten Blick“. Er wird vom kulturellen Gedächtnis geprägt, „die Tradition in uns, die über Generationen, in jahrhunderte-, ja teilweise jahrtausendelanger Wiederholung gehärteten Texte, Bilder und Riten, die unser Zeit- und Geschichtsbewusstsein, unser Selbst- und Weltbild prägen“. „Es ist eine Binsenweisheit, dass in China die Uhren anders ticken. Wer sich anmaßt, durch eine westliche Brille auf das asiatische Land zu schauen, wird viele Dinge nie verstehen.“ Oder er wird von den strategemkundigen und supraplanenden Chinesen auseinandergenommen.

Die normative Kraft des Normativen

Harro von Senger beschäftigt sich ausführlich mit der normativen Kraft des Normativen und nicht mit der im Westen vorherrschenden Sichtweise von der normativen Kraft des Faktischen. Mittlerweile müsste eigentlich jedem klar sein, dass das langfristig orientierte Regime der KP China mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit seine Ziele erreichen wird. „Die Effizienz der chinesischen politischen Führung ist ziemlich unbestritten. Man betrachte die Entwicklung des chinesischen Pro-Kopf-Einkommens. Betrug es 1978 160 US-Dollar, so lag es Ende 2017 ‚bei über 8000 US-Dollar‘. Innerhalb von 35 Jahren sind zwischen 600 und 700 Millionen Menschen aus extremer Armut befreit worden. ‚Das ist beeindruckend und außergewöhnlich‘, meint Philipp Alston, UNO-Sonderberichterstatter für extreme Armut und Menschenrechte. ‚In der Geschichte der Menschheit ist diese rasante Entwicklung einzigartig‘“, führt von Senger aus.

Die Schwächen der Spieltheorie

Spannend ist sein Hinweis, wie kritisch die chinesischen Supraplaner mit der westlichen Spieltheorie umgehen – Professor Lutz Becker bezeichnet das immer als theoretisches Sandkasten-Spielchen. Die Spieltheorie gehe von Konstellationen aus, die man mathematisch erfassen kann, erläutert der Begründer der militärischen Moulüe’-Kunde Li Bingyan. Moulüe bewegt sich hingegen außerhalb des Berechenbaren, im nicht quantifizierbaren Bereich jenseits der herkömmlichen Routinerationalität. Schöpferische Leistung lässt sich nur schwer mathematisch modellieren.

Während die Spieltheorie Probleme innerhalb des Spielgeheges nach feststehenden Regeln zu lösen trachte, verlasse der Anwender von Moulüe die Spielwiese und löse den Widerspruch außerhalb des Widerspruchs. Der Moulüe-Anwender beobachte in erster Linie das Gegenüber und versuche zu ergründen, was dieses im Schilde führe. Habe er die Agenda des Gegenübers erfasst, dann versuche der Moulüe-Anwender, die sich durch die Vorhaben des Gegenübers ergebende Konstellation auszunutzen und das Gegenüber, ohne dass es diesem bewusst werde, zu Schrittfolgen zu verleiten, die dem Moulüe-Anwender den größtmöglichen Nutzen einbringen. Die Spieltheorie gehe von blutleeren Abstraktpersonen aus, wogegen sich die Moulüe-Kunde geistig regsamen Menschen mit ihren Gefühlen und individuellen Besonderheiten zuwende.

Vorteilhafte Konstellationen herbeiführen

Bei der Spieltheorie sei, so Li Bingyan, die Konstellation vorgegeben und bekannt. Auch die Mitspieler und die Spielregeln seien fixiert. Die Spieler dürfen Handlungsoptionen nur unter den ihnen zur Verfügung gestellten Wahlmöglichkeiten aussuchen. Eine Quintessenz der Supraplanung aber sei die Konstellationskreation (zuoju, auch zaoshi genannt). „Auf eine vorteilhafte Konstellation wird also nicht unbedingt passiv gewartet, sondern sie wird oft aktiv herbeigeführt, indem man ‚Faktoren günstig macht‘. Eine vorteilhafte Konstellation entsteht nicht nach vorgegebenen Regeln und gemäß einer von den in die Konstellation ein- gebundenen Personen getroffenen Vereinbarung, sondern einseitig durch das Konstellationsdesign des Supraplaners. Je weiter die von ihm geschaffene Konstellation von den Erwartungen der anderen Konstellationsbeteiligten abweiche, umso besser. So gesehen beschäftigt sich die Supraplanungskunde mit der Erforschung irregulärer, regelloser, vorvertraglicher menschlicher Auseinandersetzungen“, sagt von Senger.

Der Papst als Gegenspieler der KP China

„Während die politische Führung in China genau weiß, was sie über lange Zeiträume hinweg will, scheint die EU in Bezug auf ihre Zukunftsvorstellungen im Dunkeln zu tappen“, kritisiert der Schweizer Sinologe. Allenfalls könnte man den katholischen Papst als Gegenspieler der VR China in Betracht ziehen. Er denkt nicht in Jahrhunderten, sondern in den zeitlosen Kategorien einer jenseitigen Welt. Für die politische Sphäre reicht das aber nicht aus. „Warum nicht dem Auge des europäischen Betrachters beispielsweise neben einem altehrwürdigen Relikt aus dem Reich der Mitte simultan die Himmelsscheibe von Nebra darbieten? Dies könnte die äonen- und kontinenteüberspannende Fantasie von Europäerinnen und Europäern beflügeln“, meint von Senger.

Sinomarxismus-Forschung in Trier

Weiterer Vorschlag: Deutschland wäre prädestiniert für die Errichtung des westlichen Forschungszentrums für Sinomarxismus. Eigentlich fiele diese Aufgabe der Universität Trier zu. „Deutsche Wissenschaftler sollten an diesem Zentrum fortlaufend dokumentieren und verfolgen, sowie das Publikum darüber informieren, wie sich der Sinomarxismus entwickelt.“ Es sollte nicht sein, dass in Europa, infolge diesbezüglicher Ignoranz, kein einziger Mensch mit Chinesen über deren Ideologie zu diskutieren vermag. Da es sich beim Sinomarxismus nach gerade um eine „Seele“ der VR China zu handeln scheint, erscheine westliche Forschung mehr als geboten. Dazu zählen auch die Strategem-Kunde und die Supraplanungen der KP China. Als Gegenrezept empfiehlt von Senger eine biblische Klugheitslehre: „Europäer sollten ihre Scheuklappen gegenüber dem Listwissen ablegen und sich intensiv damit befassen. Der Rat von Jesus Christus ‚Seid klug wie die Schlangen und sanft wie die Tauben‘ ist aus seinem Dornröschenschlaf zu wecken.“

Das Buch „Supraplanung“ von Harro von Senger auf Amazon kaufen (Provisionslink)

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Netzpiloten @VIR Online Innovationstage

In weniger als drei Wochen ist es soweit und der Verband Internet Reisevertrieb e.V. öffnet wieder die Türen des Marshall Hauses auf der Messe Berlin und veranstaltet seine alljährliche Branchenveranstaltung für die Digital-Touristik, die VIR Online Innovationstage.
Bei einem abwechslungsreichen und informativen Programm trifft sich hier in familiärer Atmosphäre das „Who is who“ der Touristik.

Wann: am 19. Und 20. Juni 2018
Wo: im Marshall Haus auf der Messe Berlin
Wer: ca. 250 Vertreter der deutschen Digitaltouristik

Programm:
Der erste Veranstaltungstag widmet sich jedes Jahr mit dem VIR Innovationswettbewerb „Sprungbrett“ ganz den Innovationen der Branche. Dabei bekommen fünf Bewerber in der Kategorie „Start-up“ sowie sechs Unternehmen in der Kategorie „Established“ die Möglichkeit, ihr Innovationen dem Fachpublikum zu präsentieren. Während die Pitches das gesamte Tagesprogramm einnehmen, findet abends im Rahmen der Award-Night die große Preisverleihung statt. Der Start-up Gewinner bekommt hier ein Preispaket im Wert von 38.000€ Motto „Neue Märkte, neue Chancen“ auf die aktuellen Themen und Entwicklungen des Reisemarktes in China. An diesem Tag erwarten Sie folgende Highlights:

„Lessons for travel innovation from China’s digital ecosystem“ Andreas Reibring – Keynote Speaker (Head of Research, Kairos Future China)
„How to succeed as a European start-up on the chinese market“ Jean-Michel Petit (CEO & Co-Founder, EatWith)
„Alexa, ich brauche Urlaub!“ Marco Neumann (Director IT, Invia Travel Germany)
Weitere Speaker und Vorträge werden noch bekannt gegeben

Die Teilnahme an den VIR Online Innovationstagen ist ab 159 Euro möglich. Informationen zur Veranstaltung sowie Tickets erhalten Sie unter dem Link.

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Chinas grüner Plan für die Welt beginnt mit Infrastruktur

Neue-Seidenstraße-Initiative

Die Vereinigten Staaten ziehen sich aus einer globalen Gemeinschaft unter einem Präsidenten, der das Pariser Klimaabkommen verwarf und NAFTA und NATO verleumdet, zurück. Das bietet China eine Möglichkeit, eine größere Rolle in globalen Fragen zu spielen. Dies stellt den Hintergrund für den 19. Parteitag dar, bei dem China versucht hatte, externe Einflüsse mit inländischer ökonomischer Stabilität zu balancieren. Ein Bereich, in dem China einen größeren Einfluss ausüben kann, ist die Infrastruktur ein dringendes Thema für Entwicklung. Laut den OECD benötigt das Unterstützen der weltweiten Entwicklung eine Investition in Höhe von 6,3 Milliarden US-Dollar jährlich bis zum Jahr 2030. Mit einem Wissen über Entwicklung, das durch Jahrzehnte des rapiden inländischen ökonomischen Wachstums geschliffen wurde, ist China gut positioniert, um die globale Entwicklung auf solch eine Art und Weise zu gestalten, dass dies den Rest des 21. Jahrhunderts definiert. Ein wichtiges Vorhaben ist hier nach wie vor die Neue-Seidenstraße-Initiative.

China hat seit den 1970ern in Infrastruktur-Projekte auf der ganzen Welt investiert, aber eine einheitliche Politik für Infrastruktur-Investition tauchte erstmals 2013 auf. Während einer Rede in Kasachstan enthüllte Xi das Silk Road Economic Belt-Konzept (Neue Seidenstraße). Kurz danach regte er die Asiatische Infrastrukturinvestmentbank an. Andere Einrichtungen, die Chinas globale Infrastruktur-Initiativen unterstützen, beinhalten den 40 Milliarden US-Dollar Seidenstraßen-Fond und die Neue Entwicklungsbank, die von China, Brasilien, Russland, Indien und Südafrika geführt wird. Das Kronjuwel, Chinas Neue-Seidenstraße-Initiative, wird laut Erwartungen eine Milliarde US-Dollar für Handel, Transport und Energieinitiativen auf der ganzen Welt locken.

Auf eigene Gefahr bauen

Infrastruktur ist eine Notwendigkeit für Entwicklung, aber der Kostenaufwand dafür ist ein Hindernis und Unterstützung durch China ist attraktiv. Mehr als 60 Länder haben Vereinbarungen unterzeichnet, dass China Infrastruktur-Projekte finanziert. Trotzdem sollten Kreditnehmer nicht davon ausgehen, dass Infrastruktur automatisch ihre Wirtschaft verwandeln wird. Projekte können Ressourcen erschöpfen und stellen oft nur einen kleinen Nutzen für die größere Gesellschaft dar. Ein Projekt für die Neue-Seidenstraße-Initiative zu gewinnen mag Schlagzeilen machen, ist aber kein Allheilmittel.

Die wirtschaftlichen Vorteile von Infrastruktur werden meist erheblich überschätzt. Sri Lanka ist momentan nicht dazu fähig, die Schulden für teure, aber weitestgehend ungenutzte Häfen, Flughäfen und Autobahnen bei chinesischen Kreditgebern zu begleichen. Während er für eine Million Passagiere im Jahr konzipiert wurde, befördert der Internationale Flughafen Mattala Rajapaksa im Südosten Sri Lankas momentan nur etwa zwölf Passagiere pro Tag. Das ist weniger als ein Prozent der ursprünglichen Prognosen, aber der Flughafen hat das Land 209 Millionen US-Dollar gekostet.

Als sich die Vorteile der Infrastruktur nicht verwirklichten, schoss Sri Lankas Auslandsverschuldung von zehn Milliarden US-Dollar im Jahr 2006 auf 25 Milliarden US-Dollar im Jahr 2016, wobei vieles davon auf Kosten Chinas geht. Die Abgabenbelastung trieb die Regierung Sri Lankas dazu an, im Juli 2017 70 Prozent des Hambantota-Hafens, der an der Südküste des Landes lokalisiert ist, an einen im Besitz des chinesischen Staates befindlichen Hafenbetreibers zu verkaufen

Im Jahr 2015 wies Ghana wegen der mangelnden Aufnahmekapazität des Landes, um mit solch hohem Kapitalzufluss fertig zu werden, eine zweite Tranche Darlehen der chinesischen Regierung für ein anderes Energieprojekt zurück. Empfängerländer müssen wirtschaftliche Vorteile mit finanzieller Nachhaltigkeit abwägen, wenn sie entscheiden müssen, ob sie mit ausländischen Partnern bezüglich der Infrastruktur kollaborieren wollen.

Nicht nachhaltige Projekte

Umweltpolitische Fallstricke stellen auch eine Sorge dar. Präsident Xi erklärte 2017, dass die Neue-Seidenstraße-Initiative “grün, kohlenstoffarm, rund und nachhaltig” sein würde. Und doch fließt eine Flut von chinesischen Investitionen zu ökonomisch nicht nachhaltigen Projekten. Eine signifikante Menge des Investments für den chinesisch-pakistanischen Wirtschaftskorridor wird ein Energie-Portfolio unterstützen, das Kohlekraftwerke umfasst. In Bangladesch hat die Sorge über Umweltverschmutzung zu gewalttätigen Protesten gegen ein Kohlekraftwerk, das durch chinesische Firmen gebaut worden ist, geführt.

Chinesische Zement-Firmen, die auf Kohle angewiesen sind, sind nach Tadschikistan gezogen. China-finanzierte Projekte für Straßen, Öl- und Gasleitungen und Staudämme könnten ökologisch sensible Gebiete in von Unterstützung abhängigen Ländern wie Myanmar und der Mongolei gefährden. Dieser Trend wird wahrscheinlich beschleunigt werden, wenn kein lokales Zurückdrängen oder Sorge über größere Auswirkungen besteht. In einem Beispiel von 2011 hat die Regierung von Myanmar das Myitsone-Talsperre-Projekt unterbrochen. Proteste hatten Bedenken über die potenziellen ökologischen und sozialen Auswirkungen auf den Irrawaddy, den größten und wirtschaftlich wichtigsten Fluss des Landes, ausgelöst.

Neue-Seidenstraße-Initiative: Grüne Auswirkungen?

China hat einen historischen Fortschritt in inländischem Wachstum erreicht und wendet sich nun ökologischer Nachhaltigkeit zu. Bis 2020 plant China mehr als 360 Milliarden US-Dollar zu verwenden, um erneuerbare Energien zu entwickeln, während sie Kohlekraftwerke außer Betrieb nehmen. Chinas Einsatzbereitschaft für saubere inländische Energie wird auch durch seine Emission von 40 Prozent für die grünen Anleihen im Jahr 2016 bewiesen.

Vom Beginn der Neuen-Seidenstraße-Initiative an kann China seine wachsende Erfahrung nutzen, um von nicht nachhaltigen zu grünen Energiequellen überzugehen. Dies könnte eine neue Generation von ökologisch sensiblen Infrastrukturentwicklungen auf der ganzen Welt formen. China und die anderen Länder, die hier beteiligt sind, müssen alle Risiken bedenken, die mit Infrastrukturprojekten assoziiert sind, nicht nur finanziell, sondern auch ökologisch und sozial. Teilnehmer an der Neue-Seidenstraße-Initiative sollten die Infrastruktur sorgfältig unter Bezugnahme auf nationale Entwicklungsziele bewerten, anstatt solche Projekte lediglich für politisches Theater zu nutzen.

Im Jahr 2016 veröffentliche die chinesisch geführte Asiatische Infrastrukturinvestmentbank, deren Kreditportfolio mit dem der Weltbank in den nächsten zwei Jahrzehnten konkurrieren könnte, einen Rahmenplan, der ökologische, soziale und Führungsstandards beinhaltet. Diese Richtlinien stellen eine gebrauchsfertige Schablone für chinesische Institutionen dar, die in das globale Kreditwesen für Infrastruktur involviert sind. Sie können auch für individuelle Projekte in den Neue-Seidenstraße-Ländern implementiert werden. Die Sicherstellung, dass diese Richtlinien gewissenhaft befolgt werden, benötigt ein Level an Transparenz, das wohl beispiellos in China ist.

Länder sind bereit für Nachhaltigkeit

Die Neue-Seidenstraße-Initiative stellt eine Möglichkeit dar, das chinesische Modell des staatsgeführten wirtschaftlichen Wachstums zu internationalisieren. Durch vorsichtige Strategie und sorgfältiges Kontrollieren könnte die Initiative ein Abwenden von Dekaden nicht nachhaltiger und gescheiterter globaler Infrastrukturentwicklung einläuten. Wenn das entstehende weltpolitische Machtvakuum zu Chinas Vormachtstellung führt, muss die Regierung des Landes die immense Verantwortung für die Anführung der Entwicklung ernst nehmen. Auf Unterstützung angewiesene Länder sind bereit für nachhaltige Infrastruktur, und sie verdienen bessere Unterstützung als die, die ihnen bisher zuteil geworden ist.

Dieser Artikel erschien zuerst auf The Conversation. Mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image (adapted) „Straße“ by Erdenbaya (CC0 Public Domain)


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Können Kryptowährungen der Überwachung von Zentralbanken standhalten?

Bitcoin (adapted) (Image tombark [CC0 Public Domain] via Pixabay)

In der Welt der Kryptowährungen sieht die Zukunft des Geldes sehr unterschiedlich aus. Es gibt einen steigenden Konsens zwischen Unternehmen, Investoren und Ländern (insbesondere Venezuela), dass diese alternativen Formen des Geldes die Bezahlvorgänge im nächsten Jahrzehnt dominieren werden. Auch wenn bezüglich des Potenzials Einigkeit herrscht – es ist noch unklar, wie genau Regulierer und Zentralbanken darauf reagieren könnten.

Der zusammengefasste Marktwert aller sich im Umlauf befindlichen Kryptowährungen erreichte Ende August einen Wert von 170 Milliarden US-Dollar, das ist nach CoinMarketCap, einem führenden Preisrechner, um 850 Prozent höher als noch am Anfang des Jahres. Es ist nicht überraschend, dass dieses Wachstum die Regulatoren und Zentralbanken zum Schwitzen bringt, die sich immer noch nicht darüber entschieden haben, ob man die Kryptowährungen als Ware, Anlage oder Währung behandeln sollte.

Das mag nach einer etwas abwegigen Diskussion klingen. Jedoch ist eines der grundlegendsten Funktionen einer Währung, Transaktionen in einer zeitgerechten Art zu vollziehen. Und durch die Sicherung der Blockchain (die Technologie, auf der Kryptowährungen wie Bitcoin basieren), sind die Verarbeitungen der Bitcoin-Transaktionen manchmal sehr langsam.

Aufgrund der Begrenzung der Bitcoin-Transaktionen mit einem bestimmten Tageslimit kann es durchaus ein paar Tage dauern, um eine einzelne Transaktion abzuschließen. Dies lässt die Kryptowährung teilweise unfähig erscheinen, selbst die grundlegendste Funktion des Geldbegriffes zu erfüllen. Private Blockchains können Transaktionen beschleunigen, sind aber nicht sehr beliebt und weiterhin begrenzt in ihrer Verfügbarkeit.

Geldsorgen

Der Aufruf, die Kryptowährungen zu verbessern, gewann an Schwung, nachdem der Internationale Währungsfond (IWF) ein Mitarbeiter-Diskussionspapier veröffentlichte mit der Aussage, dass Banken ein Investment in Kryptowährungen erwägen sollten.

Die enorme Entwicklung im digitalen Technologiebereich verändert die Umwelt der Finanzdienstleistungen. Sie schafft Möglichkeiten und Herausforderungen für Dienstleister und Regulatoren. Jede Art großzügiger Zustimmung des Bankensektors würde ganz klar einen riesigen Markt für Kryptowährungen eröffnen, jedoch bewegt sich diese Entwicklung nicht nur einseitig. Anfang September erschütterten chinesische Regulatoren den Markt für Kryptowährungen, als die chinesische Volksbank die Beschaffung finanzieller Mittel durch die Initial Coin Offerings (ICOs) für illegal erklärte.

Die ICO ist eine Geldbeschaffungsmaßnahme, die zukünftige Kryptomünzen gegen derzeitige Kryptowährungen mit derzeitigem liquidem Wert austauschte. Sie bekamen eine einfache Plattform für Digitalwährungsfreaks mit dem Ziel schneller Geldbeschaffung. Kurz gesagt bedeutet dies, dass die ICO eine Crowdfinanzierungsplattform für zukünftige Kryptowährung ist. Laut der Branchenwebsite Cryptocompare haben sie bereits 2,32 Millarden US-Dollar gesammelt.

China wird generell strenger. Es wurde sogar berichtet, dass die Chinesen den Handel mit virtueller Währungen auf heimischen Börsen ganz verbieten könnten. Wenn dies durchgehen sollte, könnte es den Enthusiasmus des Sektors deutlich zum Erliegen bringen- auch wenn immer wieder positive Meldungen auftauchen und eine intensivere Prüfung die Bedenken vertreiben könnte.

Das russische Finanzministerium hat es sich zum Ziel gemacht, den Gebrauch von Kryptowährungen in ihrem Land bis Ende 2017 zu regulieren – und tatsächlich arbeitet die Zentralbank schon seit Beginn des Jahres daran, digitale Währungen stärker zu regeln. Der größte Vertrauensschub für Kryptowährungen mag vielleicht von den Ökonomen der finnischen Zentralbank kommen, die die Infrastruktur, die hinter Kryptowährungen wie Bitcoin steht, als „revolutionär“ betitelte und darüber hinaus die Fähigkeit der Manipulationsumgehung lobte.

Anerkennung für Kryptowährungen gab es auch aus Ländern wie Australien und Japan, die beide Richtlinien bezüglich der Legalisierung des Handels von Kryptowährungen erließen. Japan machte es zur Pflicht, den Handel mit Bitcoin zu regulieren und sich einer jährlich von anerkannten Buchhaltung durchgeführten Rechnungsprüfung zu unterziehen.

Die Zentralbank von Singapur erläuterte, dass die Funktion von digitalen Wertmünzen ganz klar die Funktion einer digitalen Währung überschreitet – obwohl die Bank den Markt überwacht. Weiterhin sagten sie, dass ICO genehmigt beziehungsweise von Banken oder von Singapurs Wertpapier- und Termingeschäftsgesetz anerkannt werden müsse.

In den Vereinigten Staaten wurde diese Aussage von der Börsenaufsichtsbehörde mit der Ankündigung bestätigt, dass ICO als Wertpapiere reguliert werden und alle unangekündigten Transaktionen juristisch verfolgt werden können.

Zwei Optionen

Dadurch, dass die Akzeptanz – außer vielleicht in China – immer mehr zunimmt, zeigt sich, dass Kryptowährungen als Finanzinstrument immer beliebter werden. Es gibt in Zukunft also zwei Optionen:

Zunächst könnte härter durchgegriffen werden, um sicherzustellen, dass Transaktionen mit Kryptowährungen nicht in Verbindung mit dem Darknet, terroristisch motivierten Aktionen oder Geldwäsche durchgeführt werden. Alternativ könnten Zentralbanken anfangen, unter dem Stichwort Central Bank issued Digital Currency (CBDC) ihre eigene digitale Währung zu veröffentlichen. Diese Währung basiert auf der Distributed-Ledger-Technologie. Es handelt sich dabei um die gleiche Blockchain-Technologie wie sie auch hinter anderen Kryptowährungen steckt. Dies gibt ihnen die Möglichkeit, dass die CBDC den Wert aktueller Kryptowährungen zerstört.

Die Bank von England hat in der ursprünglichen Diskussion die Führungsposition übernommen, während ihre Amtskollegen in Kanada, Schweden und von der Europäischen Zentralbank alle die Umsetzbarkeit der Markteinführung digitaler Währungen analysieren.

Unklar ist weiterhin, ob es die Zentralbanken mit den Kryptowährungen wie CBDC ernst meinen. Sie könnten auch in Konkurrenz zu ihrer zunehmenden Beliebtheit stehen. Im schlechtesten Fall könnten die Zentralbanken den Handel und Besitz von Kryptowährungen verbieten. Die Durchsetzbarkeit eines solchen Verbotes wäre sehr schwer, weil es keine einzige Organisation oder Person gibt, die Kryptowährungen kontrollieren und darüber hinaus die Transaktionen nicht zentral registriert werden. Es gibt jedoch einen Präzedenzfall. Im Jahr 1933 erklärte der damalige US-Präsident Roosevelt den privaten Besitz von Goldbarren für illegal. Er forderte alle Amerikaner zur Übergabe ihrer Goldreserven zur amerikanischen Notenbank auf.

Wenn ein ähnliches Vorhaben hier in die Wege geleitet werden sollte, könnte der Markt für Kryptowährungen eines Tages ganz von selbst zum Erliegen kommen. Es hängt nun alles von den Zentralbankern ab. China hat uns einen Einblick in einer schwierige Zukunft gewährt. Die Krypto-Vertreter auf der ganzen Welt hoffen, dass die Mehrzahl der Nutzer den einfacheren Weg wählen werden.

Dieser Artikel erschien zuerst auf „The Conversation“ unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image (adapted) „Bitcoin“ by tombark (CC0 Public Domain)


The Conversation

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Online-Manipulation schränkt Internetfreiheit ein

Internet (adapted) (Image by Avi Richards) via Unpslash

„Im vergangenen Jahr haben Regierungen rund um die Welt ihre Bemühungen dramatisch verstärkt, Informationen in den sozialen Medien zu manipulieren.“ Zu dieser Erkenntnis kommt die Nichtregierungsorganisation Freedom House in ihrem neuen Bericht „Freedom on the Net 2017“, die es sich zum Ziel gesetzt hat, liberale Demokratien weltweit zu fördern. Die Organisation attestiert den insgesamt 65 untersuchten Ländern, die insgesamt 87 Prozent der Internetnutzer zusammenfassen, im siebten Jahr hintereinander eine rückläufige Freiheit im Internet. Vor allem die Manipulation von Inhalten und Desinformationskampagnen hätten diesen Trend im Untersuchungszeitraum zwischen Juni 2016 und Mai 2017 befördert.

Bezahlte Trolle, automatisierte Bots

Bekanntestes Beispiel waren die im Vorfeld der US-Präsidentschaftswahlen kursierenden Falschinformationen in den sozialen Medien. Das führte auch dazu, dass die Vereinigten Staaten trotz ihrer weiterhin „lebhaften und vielfältigen“ Medienlandschaft im Freedom House-Ranking zwei Plätze nach unten auf Rang sechs rutschten. Der Bericht geht in diesem Zusammenhang vor allem mit Russland hart ins Gericht und wirft der Putin-Regierung vor, Fake News und Bots benutzt zu haben, um den Wahlkampf zwischen Donald Trump und Hillary Clinton zu beeinflussen. Doch die USA sind nur der prominenteste Fall von gezielten Desinformationskampagnen. In 17 der 65 untersuchten Länder stellte Freedom House eine solche Manipulation im Kontext von Wahlen fest. Allerdings bleibt die russische Einmischung in ausländische Angelegenheiten ein Ausnahmefall: Meistens zielten die Kampagnen der Regierungen gegen die eigene Bevölkerung.

Einen gehörigen Anteil an solchen Kampagnen haben bezahlte Meinungsmacher, die Freedom House in 30 der betrachteten Staaten fand. In ihrem Bericht nennt die Organisation beispielsweise die 6.000 Trolle der türkischen Regierungspartei AKP oder die Kommentatoren auf den Philippinen, die für zehn Dollar am Tag regierungsfreundliche Kommentare schreiben. Doch bezahlte Online-Schreiber sind nicht das einzige Problem: in mindestens acht Ländern wird die Bevölkerung dazu aufgerufen, „unpatriotische Inhalte“ zu melden und soziale Medien mit regierungsfreundlichen Kommentaren zu fluten. Auch Bots spielten in der Beeinflussung des Meinungsklimas eine wichtige Rolle. In 20 Staaten fand Freedom House Hinweise auf die systematische Nutzung von automatisierten Social-Media-Accounts, jedoch nicht nur in Autokratien – man nehme beispielsweise die 75.000 Bots, die den mexikanischen Präsidentschaftswahlkampf zugunsten von Amtsinhaber Peña beeinflussen sollten.

Kritik am NetzDG

Besorgniserregend sei in diesem Zusammenhang auch der Wille demokratischer Staaten, Desinformationen mit Gesetzen dem Kampf anzusagen. In 14 Ländern gebe es die laut Freedom House „beunruhigende“ Entwicklung, Fake News mithilfe der Gesetzgebung entgegenzuwirken. Laut Freedom House hätten solche Entscheidungen den gegenteiligen Effekt und würden die Internetfreiheit eher einschränken. Dies ist auch Grund dafür, dass Deutschland im Ranking der Organisation etwas schlechter dasteht als noch im Vorjahr. Das 2017 in Kraft getretene Netzwerkdurchsetzungsgesetz (NetzDG) könnte laut Freedom House Anreize schaffen, dass soziale Netzwerke vorauseilend auch legale Inhalte löschen, um den drakonischen Strafen zu entgehen.

Die Organisation fürchtet darüber hinaus, dass demokratische Länder wie Deutschland oder Italien mit solchen Gesetzen Präzedenzfälle für die weitere Einschränkung der Meinungsfreiheit in autokratischen Staaten schaffen. Auch auf die in den Augen vieler Kritiker nachträgliche Legalisierung der Methoden des Bundesnachrichtendienstes (BND) im vergangenen Jahr oder die andauernde Diskussion um die Vorratsdatenspeicherung ging der Bericht ein. Beides könnte negative Auswirkungen auf die Meinungsfreiheit im Netz haben. Nichtsdestotrotz bleibt Deutschland eines der liberalsten Länder, was den Zugang zum Internet angeht. Nur Estland, Island und Kanada standen 2017 vor der Bundesrepublik.

Einschränkung des Livestreamings

Doch nicht nur das vergiftete Klima im Netz war eine der zentralen Entwicklungen im vergangenen Jahr. Staaten versuchten zunehmend, den mobilen Internetzugang einzuschränken – für die meisten Menschen auf der Welt mittlerweile die wichtigste Tür ins Netz. Die Hälfte aller beobachteten Abschaltungen des Internet betraf den mobilen Bereich – viele davon in Regionen mit ethnischen oder religiösen Minderheiten, die die Regierung infrage gestellt haben oder mehr Rechte einforderten. Während politischer Proteste wurde in autokratischen Systemen auch zunehmend die Möglichkeit des Livestreamings unterbunden.

Auch technische Angriffe gegen unabhängige Medien, Oppositionelle und Bürgerrechtsgruppen haben im vergangenen weiter zugenommen – beispielsweise DDoS-Attacken oder das illegale Hacking von Smartphones. Die vergleichsweise geringen Kosten einer Cyberattacke führen auch lokale Behörden immer mehr in Versuchung, diese Methode zur Unterdrückung der Meinungsfreiheit zu nutzen. Sechs Länder haben darüber hinaus ihre Bemühungen verstärkt, die Nutzung von Virtual Private Networks (VPN) einzuschränken. Leider beschränkte sich der Kampf gegen die Meinungsfreiheit nicht nur auf das Internet: Die Zahl der Länder, in denen Netizens und Online-Journalisten physisch angegriffen wurden, um 50 Prozent gestiegen – von 20 auf 30.

Die rote Laterne des Rankings hält übrigens zum dritten Mal hintereinander die Volksrepublik China in den Händen. Neben den üblichen, massiven Eingriffen in die Freiheit des Netzes beschloss die Führung des Landes 2016 erneut ein Cybersecurity-Gesetz, das die Registierungs- und Klarnamen-Pflichten verschärfte. Die weltweiten Zahlen zur Internetfreiheit stagnierten im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt lebt 2017 nur jeder vierte Nutzer weltweit in einem Land mit freiem Internet, ein Drittel hat aufgrund von staatlichen Beschränkungen keinen freien Zugang ins Netz.


Image (adapted) „Internet“ by Avi Richards (CC0 Public Domain)


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  • KRACK-ANGRIFF Golem: AVM liefert erste Updates für Repeater und Powerline: Vergangenen Montag war die WPA2-Sicherheitslücke „Krack“ bekannt geworden. Im 802.11-Protokoll ermöglicht sie Angriffe auf die WLAN-Verschlüsselung, ohne das Passwot der Nutzer auszulesen. Die Angriffe betrifft vor allem 802.11-Implementierungen verschiedener Clients, besonders bei Smartphones. Nun hat der Berliner Routenhersteller AVM erste Geräte gepachet: Die Updates stehen für Fritz-WLAN-Repeater 1750E und die Hausnetzerweiterung Fritz-Powerline 1260E zur Verfügung. Über die jeweiligen Benutzerprofile können die neuen Versionen installiert werden. Weitere Upodates sollen folgen, jedoch nicht für Fritzboxen.

  • DIGITALISIERUNG SpiegelOnline: Sei eine 1 – oder du bist eine 0: China ist auf dem Vorsprung: Rollende Supermärkte, Smartphones statt Bargeld und iPhones für die Welt – digitale Technologie verändert das Land schneller als den Westen. Die totalitären Pläne von Staatschef Xi Jinping zeigen jedoch seine konsequenten Entscheidungen darüber, was für ihn Segnungen und Chancen des digitalen Kapitalismus sind. Dennoch ist China in mehrfacher Sicht abgeschottet, dies wird vor allem durch die App WeChat deutlich: Die App vereint sozusagen Facebook, WhatsApp und Paypal in einem – und macht sich so unabhängig von den Big Five, den Tech-Riesen von der amerikanischen Westküste. Xi Jinping hat angekündigt, in den nächsten fünf jahren eine „schmarte Gesellschaft“ aufzubauen – dazu gehört auch das System zur biometrischen Gesichtserkennung. Mit einem Social Credit Score werden den Bürgen Punkte verteilt, je nachdem wie ihr beobachtetes Verhalten ausfällt. Das System soll vor allem ein funktionales System für Kreditwürdigkeit werden.

  • APPLE GoogleWatchBlog: Oh, oh! Pixel 2 XL-Nutzer berichten über ein gravierendes Einbrenn-Problem – nach nur zwei Wochen: Keine guten Neuigkeiten für die Besitzer deines Pixel 2XL-Smartphones: Vor wenigen Tagen hat Google das Smartphone auf den Markt gebracht – Tester die das Gerät schon seit etwas mehr als zwei Wochen haben, sollen jedoch schon jetzt die ersten Probleme auf den Geräten gefunden haben. So handelt es sich hierbei nicht um Schwierigkeiten, die durch die Software behoben werden können – von einem starken Einbrenn-Problem ist hier die Rede: Vor allem am unteren und oberen Rand des Displays soll das Problem sichtbar sein. Man will sich somit nicht vorstellen, wie das Smartphone in ein paar Jahren aussehen wird. Google hat sich zu den Vorfällen jedoch noch nicht geäußert, es besteht jedoch die Möglichkeit, dass die ganze Charge des LG-Displays betroffen ist.

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  • INSTAGRAM t3n: „Viel zu weitreichende Rechte“: Instagram ändert AGB – nach Kritik von Verbraucherschützern: Die Social Media App Instagram passt jetzt ihre Nutzungsbedingungen in Deutschland an. Verbraucherschützer haben gleich 18 Punkte der AGB der Facebook-Tochter mit einer Abmahnung angeprangert. So habe sich die Foto-Plattform von ihren zumeist jugendlichen Nutzern viel zu weitreichende Rechte einräumen lassen. Bis Ende des Jahres möchte Instagram seine AGB angepasst haben, um so mehr dem deutschen Recht angepasst zu sein, beispielsweise soll deutlich gemacht werden, wann die Plattform Inhalte entfernen darf.

  • APPLE heise: Patentstreit mit Apple: Qualcomm will iPhone-Produktion stoppen: Der Konzern Qualcomm ist einer der größten Anbieter für Chips in Smartphones. Auch Patentlizenzen für verschiedenste Technologien werden von der Firma verkauft. Wegen einer Streiterei mit dem Smartphone-Hersteller Apple um solche Patente, will der Konzern jetzt die iPhone-Produktion in China boykottieren. Apple möchte nicht zahlen, da Qualcomm für Patentlizenzen einen prozentualen Anteil vom gesamten Gerätepreis verlangt. In Europa steigt der Konzern bereits auf Funkchips von Intel um, sollte der chinesische Markt allerdings wegbrechen, wäre das ein echter Einschnitt für den Konzern.

  • HUAWEI übergizmo: Huawei Mate 10: Der Livestream zum Launch-Event: Heute launcht der Smartphone Herstellers Huawei die neue Mate-Serie. Gegen 14 Uhr wird CEO Richard Yu in München die Bühne betreten und die neue Reihe präsentieren. Das Event kann per Livestream verfolgt werden und mit dem Hashtag #WeMate2017 könnt ihr euch austauschen und auf dem Laufenden halten. Das Huawei 10 ist der direkte Nachfolger der Mate 9 und soll das Smartphone durch einen Kirin 970-Prozessor zum maschinellen Lernen befähigen. Das Mate 10 könnte damit bestimmte Prozesse bos zu 20 Mal schneller ausführen als ein Smartphone mit einer herkömmlichen CPU.

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  • GESICHTSERKENNUNG Netzpolitik: G20-Gipfel: Polizei durchsucht zehntausende Dateien mit Gesichtserkennungssoftware: Nach den heftigen Protesten und Ausschreitungen beim Gipfelprotest in Hamburg, wertet die Polizei derzeit massenhaft Bild- und Videodaten aus, um Kriminelle im Nachhinein identifizieren zu können. So soll eine Gesichterkennungssoftware das Material durchsuchen. Videodaten aus Verkehrsmitteln werden ebenfalls analysiert, diese wurden über ein Hinweisportal gesammelt und umfassen nach eigenen Angaben mittlerweile etwa 7.000 Dateien. Zudem werden auch Geo-Daten genutzt, um Bewegungsprofile von Verdächtigen zu erstellen. Zusätzlich wird auch wegen schweren Landfriedensbruchs und Hehlerei ermittelt.

  • E-AUTOS t3n: China macht Ernst mit der E-Auto-Quote: Das müssen Autobauer ab 2019 beachten: Vor einem Jahr hat die Ankündigung der Gesetzesvorlage für E-Autos in China in der Branche für Aufregung gesorgt – doch offizielle Regelungen gab es noch nicht. Die Lage hat sich am Donnerstag jedoch ein wenig entspannt: Das Pekinger Ministerium für Industrie- und Informationstechnologie hatte auf seiner Webseite angekündigt, dass die E-Auto-Quote erst 2019 in Kraft treten soll. Für chinesische Autohersteller, mit einer Produktion von mehr als 30.000 Autos pro Jahr, bedeutet dies somit eine Elektroquote von zehn Prozent. Für Hersteller mit reinen Elektroautos und sehr hoher Reichweite, ist die Quote jedoch deutlich niedriger.

  • WHATSAPP Chip: WhatsApp: Ein Symbol dürfen Sie bald nicht mehr benutzen: Die Einführung des Business Modells bei Whatsapp hält bald die erste Konsequenz für den Nutzer bereit: Firmen sollen durch die Implementierung des Businessbereichs nun mit ihren Kunden über die App kommunizieren können. Ein Verifizierungshaken soll dabei als eine Art Ausweis für die Unternehmen dienen, dieser wird auch bei Facebook, Twitter oder Instagram angewendet. Doch die Haken sollen künftig nur für Unternehmen vorbehalten ein: Die Dataminer von „WABetaInfo“ haben scheinbar entdeckt, dass gewöhnliche User den „normalen“ Haken in ihrem Usernamen bald nicht mehr verwendet werden dürfen – denn dieser soll dem Verifizierungshaken zu ähnlich sein.

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    • IPHONEX Apple: iPhoneX: Apple hatte für die Präsentation des neuen iPhones gestern ein paar Überraschungen bereit: So ist das neue IphoneX vorne wie von hinten komplett aus Glas. Zudem wurde es so intelligent gemacht, dass nur ein Tippen, ein Wort oder ein Blick ausreicht, damit das Smartphone reagiert. Apple sagt dazu nur: Hallo Zukunft!

    • ÜBERWACHUNG Deutschlandfunk: China auf dem Weg in die IT-Diktatur: Die kommunistische Partei möchte den moralisch einwandfreien und ehrlichen Bürger schaffen: Dafür sammelt der chinesische Staat schon länger fleißig die Daten seiner Bürger, um sie dann zusammenzutragen und auszuwerten. Bis 2020 soll so ein landesweites Sozialkreditsystem entstehen, auf dem jeder Bürger ein Punkte-Konto hat und so je nach Stand belohnt oder bestraft werden kann.

    • BITCOIN Frankfurter Allgemeine: JPMorgan-Chef Dimon: Bitcoin ist Betrug: Es sieht nicht gut aus für die digitale Währung Bitcoin: Bei einer Rede auf einer Investoren-Konferenz in New York bezeichnete der Chef der amerikanischen Großbank JPMorgan Chase, Jamie Dimon, die Kryptowährung Bitcoin als Betrug. Schon in den vergangenen Jahren hatte Bitcoin Probleme mit Betrugsvorwürfen, Börsenpleiten und dem Verdacht auf Geldwäsche und Terrorfinanzierung. Und auch China scheint gegen Bitcoin vorzugehen zu wollen, Aufsichtsbehörden des Landes erwägen anscheinend die Schließung von Handelsplattformen für Devisen wie Bitcoin.

    • WHATSAPP Curved: WhatsApp kann bald Nachrichten zurückholen: Server werden schon vorbereitet: Jedem von uns ist das schon mal passiert: Aus Versehen hat man eine Nachricht abgeschickt, die noch nicht fertig formuliert war oder die Nachricht sollte eigentlich eine andere Person erreichen – ärgerlich. Doch laut WABetaInfo könnte sich dies bald ändern: Die Server sollen bald auf das Zurückholen versendeter Chat-Nachtrichten vorbereitet werden. Dieser Schritt kann in Zukunft wohl einige Streitigkeiten verhindern.

    • SNOWDEN SpiegelOnline: ‚There Is Still Hope – Even for Me‘: Den Namen Edward Snowden kennt man. Seitdem der wohl bekannteste Whistlerblower vor vier Jahren das von der National Security Agency (NSA) eingesetzte globale Überwachungssystem aufdeckte und die NSA-Affäre auslöste, wird er als Gegner der Vereinigten Staaten angesehen. Nun hat der Spiegel es nach einem Jahr Bemühungen geschafft, ein Interview mit ihm zu führen: Hier spricht er über sein Leben in Russland und seinen Kampf gegen staatliche Überwachung.

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  • AMAZON Onlinehändler-News: Bewertungen: Jede fünfte Amazon-Rezension ein Fake?: Eine Analyse des Softwareunternehmens Reviewmeta hat sich die Bewertungen auf dem Online-Marktplatz Amazon einmal genauer angesehen und ist zu dem Schluss gekommen, dass etwa jede fünfte Rezension auf Amazon gefälscht ist. Hierfür hat der Softwareanbieter rund sieben Millionen Bewertungen aus verschiedenen Ländern unter die Lupe genommen. Zudem bietet Reviewmeta ein Analyse-Tool auf seiner Webseite an, bei dem Nutzer die URL ihres gewünschten Produkts dort angeben und dies auf Fake-Rezensionen prüfen können.

  • DHL Welt: DHL und VW testen Paket-Zustellung in den Kofferraum: Beinahe jeder kennt das Warten auf den Postboten und auf das langersehnte Paket. Volkswagen hat sich jetzt etwas ganz Besonderes ausgedacht: Das Liefern von Paketen direkt in den Kofferraum. Das Pilotprojekt startet derzeit in Berlin und soll etwa ein halbes Jahr lang getestet werden. Die Art wie das Ganze ablaufen soll, ist ganz einfach. DHL bietet hierfür die Lieferoption an, dass das Paket im Kofferraum hinterlegt werden soll. Das Auto muss lediglich in einem Zeitfenster von zwei Stunden an einem angegeben Platz stehen. Der Zusteller bekommt dann einen Code gesendet, mit dem er sich einmal einen Zugang zum Kofferraum verschaffen kann. Wer als Tester zur Verfügung stehen möchte, kann sich bei VW bewerben.

  • YOUTUBE t3n: Youtube Kids: Kostenloses Angebot für Kinder ab sofort in Deutschland und Österreich nutzbar: YouTube für die Kleinen – bereits seit zwei Jahren läuft YouTube Kids schon in den USA, jetzt soll es auch für Deutschland und Österreich verfügbar sein. Hierbei handelt es sich um kindergerechte und familienfreundliche Inhalte, die von den Eltern kontrolliert und individuell angepasst werden können. YouTube Kids gibt es als App für Andorid und iOS und ist vor allem für Kinder im Vorschul- und im Grundschulalter gedacht. YouTube Kids eignet sich zudem gut dafür, auch die Eltern an die Mediennutzung der Kinder heranzuführen.

  • WINDOWS10 CHIP: Neue Zahlen zeigen: Windows 10 kommt nicht in die Gänge: Windows 10 kommt nicht gegen den Vorgänger Windows 7 an – das von Microsoft gesteckte Ziel, dass bis 2018 eine Milliarde Nutzer Windows 10 auf ihren Geräten installiert haben, hat das Unternehmen schon zurückgezogen. Die Zahlen stagnieren, das Wachstum läuft nur schleppend. Lediglich für die Gamer hat das Betriebssystem einen hohen Stellenwert und ist bei ihnen beliebter als Windows 7. Das mag daran liegen, dass Microsoft den Fokus bei dem aktuellen Betriebssystem auf den Bereich Gaming gelegt hat – was sich wenigstens hier bislang gut auszahlt.

  • APPS Focus: Kamera-Apps funken persönliche Daten nach China: Dass man mit seinen Daten vorsichtig sein soll, ist allen bekannt. Das gilt natürlich auch bei Apps für das Smartphone. Experten von Stiftung Warentest haben sich jetzt besonders Kamera-Apps genauer angesehen. Eigentlich dienen sie lediglich der Verbindung zwischen Kamera und Smartphone, doch einige Apps versenden persönliche Daten der App-Nutzer. Vor allem die App „Mirrorless“ des Herstellers Yi war besonders auffällig. Sie sendet auf Server in China unter anderem Daten wie Name und Kennwort des WLAN-Netzes.

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  • GESICHTSERKENNUNG heise: Face++: Das Gesicht als Universalschlüssel: Ein chinesisches Startup aus Peking hat ein Face-Scanning entwickelt. Demnach funktioniert Vieles in China jetzt nur noch via Gesichtserkennung. Ob der Zugang zum Bahnsteig, ins Büro oder aber zum Geld abheben, überall muss man nur sein Gesicht vor die Kamera halten. Das Unternehmen, das hinter diesem Konzept steckt wurde 2011 gegründet und heißt Megvii und scheint Erfolg zu haben, da sich das Gerücht, dass auch das neue iPhone 8 mit dieser Technik ausgestattet sein wird, hartnäckig hält. Können iPhone-Nutzer demnach ab jetzt ihren Bildschirm nur mit ihrem Gesicht entsperren? Es bleibt weiterhin spannend.

  • TWITTERgruenderszene: Ex-CIA-Agentin will Twitter kaufen und Trump verbannen: Er polarisiert und ist Meister des Twitters, Donald Trump. Wie man seine Tweets zukünftig stoppen könnte, möchte eine ehemalige CIA-Agentin zeigen. Sie will nämlich Twitter aufkaufen um somit Trumps Account schließen zu können. Die speziell dafür ins Leben gerufene Crowdfunding-Kampagne soll dies finanzieren. Sieben Tage wird sie noch genau laufen und als gewünschtes Ergebnis schließlich verhindern, dass weiterhin Journalisten beschimpft werden und sich der Konflikt mit Nordkorea weiterhin aufheizt.

  • GAMESCOM golem: Aufstand der Androiden: Für die Playstation 4 arbeitet das Entwicklerstudio Quantic Dream an dem Adventure-Thriller Detroid Become Human. Getestet wurden kleine Sequenzen bereits auf der Gamescom 2017. Unter anderem besteht das Spiel aus dem Android Markus, der wundersamerweise menschliche Gefühle entwickelt hat und von dem Wunsch nach Unabhängigkeit getrieben wird. Spannend ist, dass er außerdem die Fähigkeit besitzt diese Gefühle auch auf andere Androiden zu übertragen. Sein Gegner wird von dem wirklichen Androiden Connor gespielt, der Markus und seine Pläne unscharf machen soll. Durch die sehr emotionalen Bilder soll ein hautnahes und menschliches Spielgefühl entstehen. Wann genau das Spiel erhältlich sein wird, ist noch nicht genannt worden, dennoch ist sicher, dass es nicht nur allein für die Playstation 4 erscheinen wird.

  • DROHNEN wired: In Island startet der erste echte urbane Drohnenlieferdienst: In Island ist es jetzt soweit; der erste Drohnenlieferdienst startet. Vorerst dient diese Funktion Lieferdienst Restaurants und Geschäften bei Bestellungen. Aufgrund der Zeiteinsparung, die bei der Benutzung von Drohnen ermöglicht wird, erhoffen sich die Geschäftsführer eine Kosteneinsparung von 60 Prozent. Demnächst soll zudem auch nach Festlandeuropa und Südamerika expandiert werden, so das Unternehmen. In Gebieten wie Ruanda beispielsweise können mit den Drohnen bereits sogar Blutkonserven transportiert werden.

  • CHATBOT gruenderszene: Fünf Millionen Euro für Münchner Chatbot-Spezialist: WhatsBroadcast hilft Unternehmen besser mit ihren Kunden über Messenger zu kommunizieren, über 800 sind es seit der Gründung 2015 nach eigenen Angaben. Das Münchner Startup bekam jetzt wieder fünf Millionen Euro um seine Dienste weiterhin ausbauen zu können. Dass sich diese Investition lohnt, zeigen die derzeitigen Entwicklungen, denn WhatsApp, WeChat und Facebook Messenger ermöglichen den Unternehmen den direkten Kundenkontakt. Auch für Startups lohnt sich das Anbieten dieser Dienstleistung, da nach der Investmentmanagerin Tanja Emmerling vom HTGF der Messenger-Bereich in Zukunft ein Milliardenmarkt werden könnte.

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  • MOZILLA golem: Mozillas Send erlaubt einfachen Datentausch: Mit Send wagt Mozilla jetzt etwas Neues. Der Austausch von größeren Daten (bis zu ein GByte) sollte somit zukünftig kein Problem mehr sein. Momentan ist Send jedoch noch in der Testphase. Trotz der Funktion, dass die Daten nach einmaligem Herunterladen bzw. nach spätestens 24 Stunden gelöscht werden, gibt es noch Bedenken im Bereich des Datenschutzes, da die gelöschte Datei eventuell auch wiederhergestellt werden kann und somit an eine Drittperson weitergereicht werden könnte.

  • DIGITAL t3n: Digitales Zeitalter: So verschieben sich jetzt die Machtverhältnisse: Wo wollen und können deutsche Unternehmen mit ihrer Innovationsfähigkeit noch hin im Zeitalter von internationaler Konkurrenz wie China und Co.? Eine Frage, die sich mehr denn je gestellt wird. In Zusammenarbeit mit der TU München wurde daher eine Studie durchgeführt um wesentliche Hinderungsgründe aus zu arbeiten. „Das Streben nach Perfektion“ und die fehlende Risikobereitschaft seien unter anderem dafür verantwortlich, dass sich deutsche Unternehmen nicht in der Schnelligkeit entfalten wie ihre Konkurrenz.

  • APPLE horizont: Apple: Erste Details zu neuen Produkten: Apple hat in den letzten Tagen seine neu geplanten Artikel vorgestellt, unter ihnen auch die neue Apple Watch. Direkt in das Mobilfunknetz könnte sie dann auch ohne iPhone Kurznachrichten verschicken, Musik streamen und Anrufe machen. Genauere Informationen wie genau diese Funktion dann auch umgesetzt werden kann, gab es bisweilen noch nicht von Apple. Ein weiteres Produkt ist selbstverständlich das iPhone 8, mit 1.000 US-Dollar das wohl teuerste bis dato. Eine Innovation sei die Gesichtserkennung, die es dem Nutzer ermöglicht via eigenem Gesicht das Smartphone zu entsperren.

  • KLIMAWANDEL heise: Geo-Engineering: China betreibt eines der größten Forschungs-Programme weltweit: Der Klimawandel ist ein akutes Problem unserer Gesellschaft, was behoben bzw. Aufgehalten werden muss. China ist eines der Länder, dass sich diesem Problem annimmt und in Forschung für Maßnahmen gegen den Klimawandel investiert. Seit drei Jahren unterstützt China das weltweite Geo-Engineering-Forschungsprogramme, welches nach Lösungen und Strategien sucht. Diese Forschungsrichtung wirft jedoch auch unter anderem die Frage wieder auf, ob ein technischer Eingriff in das Klima Rettung oder eine erneute Herausforderung heißt.

  • AMAZON gruenderszene: Amazon will mobile Drohnen-Stationen für Züge und Lastwagen entwickeln: Der Plan, dass Waren zukünftig mit Drohnen verschickt werden sollen, hat Amazon schon etwas länger, doch jetzt stehen die Pläne, was ein Patent Amazons nun gezeigt hat. Damit das auch reibungslos funktioniert, gibt es jetzt sogar schon geplante Wartungsstationen für Drohnen, in denen beispielsweise ihre Batterien aufgeladen werden können oder sie gänzlich repariert werden. Extra Container sorgen für den nötigen Raum.

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VPN-Zensur: Apple beugt sich erneut Druck aus China

Apple Store (adapted) (Image by Robert_z_Ziemi) (CC0 Public Domain) via Pixabay

Apple hat still und leise zahlreiche Apps, die der Nutzung eines Virtual Private Network (VPN) dienen, aus seinem chinesischen App-Store entfernt. Darüber haben bereits mehrere betroffene Anbieter berichtet. VPNs sind ein wichtiges Werkzeug zur Umgehung von Überwachungs- und Zensurmaßnahmen und als solches der chinesischen Regierung ein Dorn im Auge. Es ist nicht das erste Mal, dass Apple aus opportunistischen Gründen legale und sinnvolle Apps aus seinem App-Store entfernt.

VPNs: Wertvoll gegen Überwachung und Zensur

Ein sogenanntes „Virtual Private Network“ oder VPN ist eine Möglichkeit, Daten sicher über eine eigentlich unsichere Verbindung zu übertragen. Hierzu verbindet sich die Nutzerin oder der Nutzer mit einem VPN-Server, der die Daten dann weiterleitet. Dabei werden die Daten in einem verschlüsselten „Tunnel“ übertragen.

VPNs schützen sensible Daten bei der Übertragung vor unbefugtem Mitlesen. Deswegen betreiben einige größere Unternehmen oder Bildungseinrichtungen ihre eigenen VPNs. Mitarbeiter, die auswärts arbeiten, können so ihre Daten sicher übertragen und dadurch sensible Interna schützen. Internet-Nutzer, die um ihre Privatsphäre besorgt sind oder kriminelle Angriffe auf ihre sensiblen Daten fürchten, können sich ebenfalls durch ein VPN schützen. Es gibt eine Reihe von kostenlosen wie auch kommerziellen Angeboten, die sich im Leistungsumfang unterscheiden.

Neben dem Schutz der Daten vor Überwachung und Angriffen sind VPNs aber auch ein wertvolles Werkzeug zur Umgehung von Zensurmaßnahmen. Durch die Verschlüsselung ist von außen nicht zu sehen, welche Daten wohin übertragen werden. Somit können missliebige Verbindungen nicht identifiziert und somit auch nicht zensiert werden.

Apple entfernt VPN-Apps

Apple hat offenbar eine ganze Reihe von Apps, die der Nutzung von VPNs dienen, aus seinem chinesischen App-Store entfernt. Das hat einen einfachen Grund: China führt im Rahmen der „Great Firewall of China“ umfangreiche Zensurmaßnahmen durch. Für Chinesinnen und Chinesen ist es sehr schwer, sich im Internet unabhängig zu informieren. VPNs würden eine Umgehung der Zensurmaßnahmen ermöglichen. Diese Möglichkeit ist der Regierung natürlich ein Dorn im Auge. Dementsprechend übt sie Druck auf Unternehmen aus, die Nutzung entsprechender Apps zu unterbinden.

Für Apple ist China (nach den USA) der zweitwichtigste Markt. Dementsprechend ist das Unternehmen aus dem kalifornischen Cupertino offenbar schnell bereit, aus wirtschaftlichen Gründen auch Apps, die weder gegen ein konkretes chinesisches (oder US-amerikanisches) Gesetz noch gegen Apples eigene Nutzungsbedingungen verstoßen, aus dem App-Store zu entfernen.

Wie Apple immer wieder politischem Druck nachgibt

Apples Verhalten ist nicht ohne Präzedenzfall. Schon mehrfach hat Apple auf politischen Druck hin legale und sinnvolle Apps aus seinem App-Store entfernt. So löschte der IT-Gigant ebenfalls auf Druck der chinesischen Regierung die App der New York Times aus seinem chinesischen App-Store, weil diese von vielen Chinesinnen und Chinesen genutzt wurde, um sich über Sachverhalte zu informieren, die der Zensur der chinesischen Regierung unterliegen. Dagegen spielte sich ein weiterer, in der Sache ähnlicher Vorfall in den USA ab. Dabei löschte Apple die Info-App „Metadata“. Diese informiert über Drohnen-Angriffe der US-Regierung und wurde von dieser offenbar als Kritik an ihrer Art der Kriegführung ausgelegt. Auf Druck aus Washington hin machte Apple auch diese App – trotz mehrfacher Beschwerden der Entwicklergruppe und zahlreicher Unterstützerinnen und Unterstützer – unzugänglich.

Apple wird seiner Verantwortung nicht gerecht

Apples Verhalten ist, vor allem, da es sich eindeutig nicht um einen Einzelfall handelt, ein Armutszeugnis. Natürlich ist der IT-Konzern ein profitorientiertes Unternehmen und will als solches Geld verdienen. Das darf jedoch nicht um jeden Preis geschehen. Wo freiheitliche Werte so eindeutig hinten angestellt werden – und das ohne ernst zu nehmende Bedrohung, einfach nur um der Bequemlichkeit und Gewinnmaximierung willen – wird Apple eindeutig seiner Verantwortung als einflussreicher Global Player noch nicht einmal ansatzweise gerecht.

Es wird Zeit, dass dieses Verhalten deutlicher kritisiert wird und Apple vor allem auch wirtschaftlich zu spüren bekommt, dass die Nutzerinnen und Nutzer einen solchen Verrat an der Meinungsfreiheit nicht ungestraft hinnehmen. Das Bankkonto und der Aktienwert scheinen nämlich die einzigen Werte zu dein, die Apple verteidigt.


Image (adapted) „Apple Store Hong Kong“ by Robert_z_Ziemi (CC0 Public Domain)


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  • WINDOWS chip: Windows Phone ist tot: Jetzt zieht Microsoft den Stecker: Microsoft zieht sich vorerst aus dem mobilen Markt zurück – Grund dafür ist das Scheitern des Windows Phone. Dieses steht nun offiziell vor dem Aus, Microsoft hat diese Woche den Support eingestellt. Damit werden Windows Phone 7, Windows Phone 8 und Windows Phone 8.1 werden nicht mehr unterstützt. Ob Microsoft den mobilen Markt noch einmal betreten wird ist fraglich, die Konkurrenz durch Android uns iOs war einfach zu groß, zumindest gäbe es aber Pläne, in Zukunft weitere Smartphones zu bauen.

  • MOBILE t3n: Xiaomi kommt nach Europa: Wird das chinesische Startup Xiaomi jetzt zum Global Player? Der Smartphone-Hersteller, auch bekannt als das Apple Chinas, expandiert und tastet sich langsam auf den europäischen Markt. Deshalb sollen Xiaomi-Produkte jetzt über offiziellen Weg in den europäischen Handel kommen. Für den Anfang sollen Smartphones und Fitnessbänder angeboten werden, aber auch Lautsprecher und Power-Packs.

  • VIRTUAL REALITY golem: Oculus plant drahtloses 200-Dollar-Headset: Der Boom des Virtual-Reality-Marktes scheint nicht abzuebben. VR-Pionier und Facebook-Tochter Oculus will jetzt ein VR-Headset veröffentlichen, das rund 200 Euro günstiger als das Rift und kabellos sein wird. Die Facebook-Tochter will damit den Massenmarkt ansprechen, was mit Modellen wie dem Rift oder konkurrierenden Modellen wie HTCs Vive und Sonys Playstation VR bisher nicht gelang. Das Headset wird unter dem Codenamen Pacific entwickelt und voraussichtlich für 2018 angekündigt werden.

  • POKEMON GO spiegel: Ein Jahr „Pokémon Go“: 1000 Kilometer, 5390 Monster: Heute vor genau einem Jahr konnte man vielerorts nicht vors Haus gehen, ohne auf hysterisch auf dem Screen wischende Pokémon-Trainer zu treffen. Der Pokémon Go-Hype hat die Welt im Sturm erobert, der Nostalgie-Faktor war groß und die Nutzung der Augmented Reality Technologie für den Zweck ideal eingesetzt. Spiegel-Autor Stephan Freundorfer hat seine Eindrücke und Erfahrungen nach einem Jahr gesammelt und zusammengefasst.

  • WIRTSCHAFT gründerszene: Flixbus‘ Allmacht sorgt bei Reisenden für Ernüchterung: Der Fernbus-Konzern Flixbus hat in den vergangenen Jahren erfolgreich die Konkurrenz vom Markt vertrieben und sich so ein regelrechtes Bus-Monopol aufgebaut. Nachdem diverse Konkurrenten wie MeinFernbus, Postbus oder City2City geschlcukt wurden, hat Flixbus jetzt einen Marktanteil von 93 Prozent, aber das Wachstum stagniert und das soll sich in steigenden Preisen bemerkbar machen. Es bleibt abzuwarten, ob und wie sich diese Entwicklung der letzten Jahre im Fernverkehr nun auch auf die Deutsche Bahn auswirken könnte.

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  • WDR horizont: WDR legt im Juni beim Markenwert zu, die Telekom schwächelt: Der öffentlich-rechtliche Sender WDR legt trotz Kritik in den letzten Wochen an Markenwert zu, die Telekom muss hingegen mit einem Verlust von 28% bei der letzten Monatsauswertung rechnen. Experte Brecht verbucht diesen Erfolg aufgrund der positiven Assoziation mit der Marke, die als „modern„ und „innovativ“ beschrieben wird. Ein Ritterschlag in den kritischen Zeiten der Fake News. Zu der Telekom äußert sich Brecht, indem er feststellte, dass Telekom, um wieder wettbewerbsfähiger zu werden, mehr als nur gute Finanzen bräuchte.

  • BOSCH golem: Bosch testet selbstfahrende Taxis ab 2018: Selbstfahrende Autos scheinen immer attraktiver zu werden. So auch für das Unternehmen Bosch, welches jetzt selbstfahrende Taxis testen will. Ab 2018 soll diese Idee realisiert werden und erste kleine Robo-Taxis in deutschen Städten getestet werden. In welchen Städten genau diese Taxis dann zum Einsatz kommen werden, ist noch unklar. Fest steht jedoch, dass diese neue Technologie zum einen die Sicherheit auf den Straßen minimieren soll, zum anderen soll es die ebenfalls neue Idee des Carsharing attraktiver machen.

  • TENCENT heise: Chinesische Internetriesen liefern sich Wettkampf in Deutschland: Von China zu Deutschland, Alibaba und Tencent werden jetzt auch in Deutschland ihre Programme für mobiles Zahlen etablieren. Vorerst ist dies jedoch nur für chinesische Touristen möglich, die somit über das Chatprogramm WeChat von Tencent in Deutschland per Handy bezahlen können. Das sich diese Investition lohnt, zeigte die Auswertung des Unternehmen Wirecard, da chinesische Touristen pro Kopf ca. 3000€ während ihres Aufenthaltes ausgeben. Die Ausgaben konzentrieren sich dabei vor allem auf Luxusartikel wie Bekleidung, Schmuck und Kosmetik. Welche Marktmacht beide Unternehmen von China besitzen, ist alleine an der Anzahl der Nutzer, 938 Millionen, die WeChat-Nutzerkonten bei Tencent, sowie 400 Millionen Nutzer von Alipay, der Konkurrenzmarke von Alibab, zusehen.

  • KONKURRENTEN t3n: Apple vs. Google: Das sind die Stärken und Schwächen der beiden Tech-Riesen: Apple und Google sind die Großkonzerne. Die stärksten Konkurrenten wurden jetzt getestet und miteinander verglichen, unter anderem wurden die Aspekte Desgin und Userinterfaces miteinander verglichen, wobei Apple besser abschnitt. Doch Aussehen ist nicht alles, entschieden sich die Nutzer, bei der Software lag Google eindeutig vorne, nicht schön, aber zuverlässig sei die Google-Web-Software, zudem hatte sie noch keinerlei Skandale im Bezug auf Datensicherheit und Verlusten. Doch nicht nur bestehende Funktionen werden genauer gegenübergestellt, auch die Frage wie zukunfts tauglich beide Unternehmen mit dem Thema der künstlichen Intelligenz umgehen, wird auch dargestellt.

  • HACKERATTACKEN wired: Hackerattacken auf die Ukraine sind nur der Vorgeschmack: Die Ukraine als Testlabor für kommende Hackerangriffe? Die Ukraine ist ein beliebtes Land für viele Hackerangriffe, warum gerade dieses Land damit zu kämpfen hat, haben Experten untersucht und stellen ihren Verdacht nun vor. Ob Medien, der Finanzsektor, Transport, das Militär, oder die Energie, alle diese Sektoren waren schon einmal Opfer eines Angriffes, keiner war sicher vor dem gehackt werden, berichtete Kenneth Geers, der NATO-Botschafter mit Fokus auf die IT-Sicherheit. Nicht gänzlich unwichtig ist die Beziehung der Ukraine zu Russland, Spekulationen, dass es sich bei diesen systematischen Hackerangriffen womöglich um den russischen Geheimdienst handle, weisen Sicherheitsexperten zwar noch von sich, der Präsident Poroschenko hingegen ist sich sicher. Sicherheitsexperten betrachten diese Vorfälle geopolitischer und entwickeln die Theorie, dass es sich hierbei um ein Versuchsgebiet Russlands für einen Cyberkrieg gegen die USA handle.

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„Digital Factory Talk“ der Beiersdorf AG: Prof. R. May Lee über Digitalisierung in China

City of Lights (adapted) (Image by Maher Najm [CC0 Public Domain] via flickr)

Eine Sache über China, die komplex ist, stellt seine Größe dar – es gibt nicht wirklich ein China”, betonte Prof. May Lee bei ihrem exklusiven Vortrag Mitte März bei der Beiersdorf AG in Hamburg. Im Rahmen des Digital Factory Talks, der für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Unternehmens abgehalten wird, referierte sie über die Problematik des Verstehens des chinesischen Marktes. Ein gerade für die Beiersdorf AG wichtiges Thema, möchte das Unternehmen doch noch in diesem Jahr neue Produkte für den asiatischen Markt launchen.

May Lee (Image by Beiersdorf AG)
Prof. R. May Lee. Image by Beiersdorf AG

Mit Frau Lee als Referentin hatte sich das Unternehmen eine hervorragende Rednerin nach Hamburg eingeladen. Sie ist Dekanin der Fakultät für Unternehmertum und Management an der ShanghaiTech University und eine Expertin für Themen wie Innovation, Geschäftsführung und bi-kultureller Bildung. Sie betonte vor allem die von Außenstehenden unerwartete Komplexität und vielen Gegensätze Chinas. „Nur sehr wenig ist in China einfach oder uniform“, so May Lee.

Vor allem im Westen wird China als allgemein reiches und mächtiges Land angesehen. Dies stimmt zwar, trotzdem leben aber noch heute rund 650 Millionen chinesische Bürger in Armut – rund die Hälfte der Gesamtbevölkerung. Derartig markante Unterschiede zeichnen das Land wie kein anderes aus. Reichtum existiert neben Armut, urbane Superlativen neben ländlicher Simplizität, Tradition trotz Moderne und sogar analog wie auch digital – China ist ein Land der Gegensätze.

Polarisierender Populismus, wie wir ihn zurzeit in der politischen Landschaft der USA beobachten, faszinieren zwar die chinesische Regierung ebenso wie den Westen, zwingen aber auch zu einer Politik der Stabilität, um den in Armut lebenden Teil der Bevölkerung ruhig zu halten, genau wie die Menschen in den städtischen Metropolregionen, denn für die wachsende Mittelklasse wird das Leben in den Städten immer teurer. Schon jetzt orientieren sich viele Richtung Land.

Existiert Innovation in China?

Denkt man an die chinesische Industrie, ist dieser Gedanke oft negativ mit dem Vorwurf des ‚copycatting‘ konnotiert. Ein Produkt kommt auf den Markt und wird in Windeseile in China kopiert, hergestellt und schamlos weitervertrieben. Auch May Lee sieht das Fehlen von Entwicklung neuer, innovativer Produkte noch als großes Problem, gleichzeitig sei es aber eine Stärke, existierende Produkte in einer solch immensen Geschwindigkeit herzustellen oder zu ändern.

Gibt es aber dann überhaupt noch Innovation in China? Ja – meint May Lee, den größten Innovationsfaktor sieht sie bei neuen Geschäftsmodellen. China könne wie kein anderes Land Modelle kombinieren und verbessern und sich so regelrechte Imperien aufbauen. Ein weiteres Talent sei es, dieses Geschäftsmodell auch in Windeseile wieder anzupassen. Das Adaptionsvermögen des chinesischen Marktes ist auch eine seiner unverwechselbaren Stärken.

Ein Beispiel dafür ist das chinesische Vorzeigebeispiel WeChat – eine Mischung aus Twitter, WhatsApp, Facebook und Instagram mit 800 Millionen Nutzern – das mit dem Feature ‚WeChat Wallet’ mittlerweile auch ein chinaweites Mobile-Payment-System anbietet. Auch die großen BAT-Firmen Baidu, Alibaba und Tencent stehen für den Fortschritt in der chinesischen Internet- und Big-Data-Branche und zeugen von Chinas Innovationsvermögen im Bereich Geschäftsmodelle.

Was man über den chinesischen Markt wissen muss

Nach dem Vortrag hatte ich exklusiv für die Netzpiloten die Gelegenheit, Prof. May Lee nach einer eigenen Zusammenfassung ihres Vortrages bei der Beiersdorf AG zu bitten und die ihrer Meinung nach drei wichtigsten Haupterkenntnisse zusammenzufassen. Sie betonte, „dass man, um China und dessen Unterschiede in seiner Gesamtheit zu verstehen, es unter Einbezug der Historie betrachten muss“.

Es muss verstanden werden, dass China ein Land der Gegensätze ist. Viele Menschen begreifen das nicht, denn wenn sie von China sprechen, denken sie an eine Milliarde Menschen, die alle gleich aussehen und sind“. Dabei ist China „heutzutage in vielen Aspekten, wie beispielsweise Alter, Geschlecht, Vermögen, Geografie oder Einstellung, sehr unterschiedlich“, wie May Lee in ihrem Vortrag aufgezeigt hat.

Und May Lee plädiert für eine angstfreiere Betrachtung des Landes: „China bewegt sich immer noch rasend schnell nach vorn. Man sollte versuchen, nicht so viel Angst vor China zu haben. Es ist immer noch separiert genug, dass wir im Westen uns nicht davor sorgen müssten, dass sie plötzlich ‚die Führung übernehmen’. Ich denke, es ist viel wichtiger, darüber und davon zu lernen und darüber nachzudenken, was das für uns bedeutet.

Die Digital Factory von Beiersdorf

Zu unserem Besuch in der „Digital Factory“ der Beiersdorf AG werden wir noch gesondert berichten – wer sich schon mal einen Überblick verschaffen möchte, wie das Unternehmen dort mit digitalen und innovativen Methoden arbeitet, schaut sich am besten dieses Video an:

 


Image (adapted) „City of Lights“ by Maher Najm (CC0 Public Domain)


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China: Das Reich der Internetzensur

Zensur (adapted) (Image by stevepb [CC0 Public Domain] via pixabay)

Knapp jeder fünfte Internetnutzer auf der Welt sitzt hinter dem weltweit größten und ausgeklügelten System für Netzzensur. Im Internet-Freiheits-Ranking der Nichtregierungsorganisation Freedom House belegt China dank massiver Anstrengungen, bestimmte Inhalte aus der Wahrnehmung der eigenen Bürger zu streichen, weltweit den letzten Platz. Aufgrund Chinas ökonomischer Stärke und dem ausgeprägten politischen Willen, neueste Technik zur Verhinderung von Protesten zu nutzen, ist das chinesische System zum – wie es beschönigt heißt – „sozialen Management“ durchaus bemerkenswert.

Vor allem seit den Aufständen des Arabischen Frühlings, bei denen Social Media durchaus eine wichtige Rolle spielte, ist die chinesische Führung aufgrund der potenziellen Macht digitaler Kanäle besorgt. Hinzu kommt ein schwach ausgeprägtes Bewusstsein für Menschenrechte im Land, sodass die Zensurhürden für das Regime vor allem technischer Natur sind. Schon die Enthüllungen von Edward Snowden zeigten, dass selbst in liberalen Demokratien eine umfassende Überwachung möglich ist – und der öffentliche Aufschrei und die politischen Konsequenzen sich in Grenzen halten.

The Great Firewall of China

Selbst unternehmerische Riesen wie Google kommen nicht gegen die Macht des chinesischen Regimes an, das bereits wenige Monate nach dem Start des Internet im Land mit dem Blockieren von Websites begonnen hat. Schon 1997 prägte das Magazin Wired einen plakativen Begriff für die chinesischen Zensurmaßnahmen im Netz: „The Great Firewall of China“ – in Anlehnung an die bekannteste Sehenswürdigkeit des Landes. Das heutige System existiert in seiner Form jedoch erst seit Anfang der 2000er und setzt sich auch verschiedenen Komponenten zusammen. Die Blockade von unerwünschten Webseiten ist ein Standbein chinesischer Zensurbemühungen: von den 1.000 meistbesuchten Internetseiten der Welt werden laut der Nonprofit-Organisation Greatfire.org 176 in China blockiert. 15 der 18 global operierenden Nachrichtenseiten sind ebenfalls nicht zugänglich.

Dasselbe Bild ergibt sich bei sozialen Netzwerken. Von den 15 Diensten mit der weltweit größten Nutzerbasis werden sieben blockiert – davon profitiert natürlich vor allem die chinesische Internetindustrie. Fünf dieser acht nicht gesperrten Social Media-Anbieter stammen aus China. Prinzipiell hat man in China als Social Media-Anbieter nur zwei Möglichkeiten: sich aus dem aufgrund seiner Größe attraktiven Markt zurückziehen oder im Sinne des Regimes für das Verschwinden unerwünschter Inhalte sorgen.

Allerdings lässt sich die „Great Firewall“, die auch die Blockade bestimmter Ausdrücke wie „Tiananmen“ bzw. „June 4“ (Keyword Blocking) beinhaltet, durchaus mithilfe von VPN-Diensten oder schlicht der Nutzung anderer Ausdrücke für geächtete Begriffe umgehen. In keinem anderen Land der Welt gibt es so viele VPN-Nutzer wie in China. Zwar werden auch diese regelmäßig blockiert, jedoch lässt die chinesische Regierung auch Freiräume zu. Darüber hinaus gibt es für sämtliche amerikanische Social Media-Dienste chinesische Pendants, auf denen die Bürgerinnen und Bürger weitgehend unbeeinflusst von der Blacklist der Behörden kommunizieren können. Der Einfluss der „Great Firewall“ auf die öffentliche Meinungsäußerung ist laut Forschern entsprechend gering. Hierfür hat das chinesische Regime ein deutlich effektiveres System entwickelt.

Kritik zulassen, Proteste verhindern

Interessanterweise fand die Sperrung großer sozialer Netzwerke oft nach aufsehenerregenden Aufständen statt: YouTube im Nachgang der Proteste in Tibet, Facebook und Twitter nach den Unruhen in Xinjiang. Hinter diesem Vorgehen der chinesischen Regierung steckt ein größerer Zusammenhang: denn letztlich dürfte die größte Angst des kommunistischen Regimes darin liegen, dass sich Menschen im Internet organisieren und es dadurch zu Protesten kommt. Die entsprechende Handlungsmaxime: solche „kollektiven Handlungen“ („collective action“, wie es in der Forschung heißt) sollen um jeden Preis verhindert werden. Hierfür hat der Staat ein aufwändiges System der Nachzensur kreiert, das beinahe mit militärischer Präzision funktioniert. Der Großteil der Nachzensur erfolgt innerhalb von nur 24 Stunden, die das Potenzial zu „kollektiven Handlungen“ haben. Vor allem die Betreiber sozialer Netzwerke sind hier in der Pflicht: beim chinesischen Twitter-Pendant Weibo sind laut Berichten 150 Mitarbeiter in Zwölf-Stunden-Schichten für die Zensur verantwortlich.

In einer bahnbrechenden Studie gelang es Forschern der Harvard University vor einigen Jahren den weitverbreiteten Irrglauben zu widerlegen, dass das Zensieren regimekritischer Stimmen das oberste Ziel sei. Gary King, Jennifer Pan und Margarete Roberts fanden mithilfe einer umfangreichen Vorher-Nachher-Analyse chinesischer Social Media-Posts heraus, dass sich die Zensur positiver und negativer Kommentare zum Regime über alle untersuchten Themen hinweg die Waage hält. Bei heiklen Sachverhalten wird im Schnitt gerade mal jeder vierte Post zensiert, über alle Themen hinweg 13 Prozent. Solche Themen allerdings, die potenziell zum Zusammenschluss von Menschen führen könnten, kommen auf eine 60-prozentige Zensurquote – egal ob Pro oder Contra. Vor allem nach bestimmten Ereignissen wie der Verhaftung des Dissidenten Ai Weiwei schießen die Zensurmaßnahmen entsprechend der höheren öffentlichen Aufmerksamkeit in die Höhe. Die Schlussfolgerung: schlecht auszusehen scheint für das Regime nicht schlimm zu sein, solange man kollektives Handeln unterbinden kann.

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Image by King/ Pan/ Roberts (2013), How Censorship in China Allows Criticism but Silences Collective Expression: S. 337

Gezielte Ablenkung

Einen weiteren Beweis dafür, dass das chinesische Regime die Mechanismen des Internet verstanden hat, ist eine erst kürzlich erschienene Studie, ebenfalls durchgeführt vom Harvard-Dreigespann rund um Gary King. Ein weiteres Standbein der Verhinderung kollektiver Handlungen ist das Prinzip der systematischen Ablenkung. Lange wurde die sogenannte „50c-Party“ verdächtigt, gegen Bezahlung (50 Cent pro Post) positive Kommentare über das Regime zu verfassen – dafür gab es jedoch keine Beweise, weshalb vor allem Gerüchte die Berichterstattung dominierten.

Die Harvard-Forscher analysierten vor kurzem einen umfangreichen Leak aus dem Büro für Internetpropaganda, wobei sich zwei Umstände offenbarten. Erstens, die „50c-Party“ existiert und besteht hauptsächlich aus Regierungsmitarbeitern. Zweitens, das Verfassen der geschätzt 448 Millionen Posts jährlich hat nicht das Ziel, gegen skeptische Stimmen zu argumentieren, sondern für Ablenkung zu sorgen. Das einfache Ziel: die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf andere Themen lenken und bloß nicht die Narrative aus der Hand geben. Hier schließt sich auch wieder der Kreis zur Zensur: solche Kommentare häufen sich ebenfalls nach Ereignissen, die Potenzial für „collective action“ haben.

Zuletzt darf man die Wirkung der Selbstzensur nicht unterschätzen. Social Media-Dienste müssen von ihren Nutzern Realnamen und die persönliche ID verlangen, die dann mit den Datenbanken der Behörden abgeglichen werden. Das Verbreiten von Gerüchten wird beispielsweise drakonisch bestraft, Aktivisten werden für ihre Handlungen verhaftet, Webseiten werden von Hackern angegriffen. Solche Maßnahmen führen natürlich dazu, dass Menschen sich auf Social Media-Kanälen eher zurückhalten.


Image (adapted) „Zensur“ by stevepb (CC0 Public Domain)


 

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E-Autos in China: Low-Speed-Motorisierung trifft auf High-Speed-Urbanisierung

Während viele Länder weitweit die Erderwärmung zu bekämpfen versuchen, wurde in China der Übergang zum kohlenstoffarmen Transport zum vorrangigen Ziel erklärt. Ein Teil der Bemühungen, kohlenstoffarme Fahrzeuge zu entwickeln, liegt darin, dass nationale Produzenten elektrischer Autos vom chinesischen Staat unterstützt werden. Trotz dieser Unterstützung gehen die Verkäufe nur schleppend voran. Sie werden sogar noch von einer außergewöhnlichen Entwicklung überholt: dem elektrischen Low-Speed-Fahrzeug.

Ein Low-Speed-Fahrzeug ist allerdings nicht ganz so langsam unterwegs, wie es der Begriff zunächst vorgibt. Bei einer Maximalgeschwindigkeit von 60 Stundenkilometern sind sie schnell genug für die überfüllte Großstadt. Die meisten Modelle sind eher klein und ähneln den Dreirad-ähnlichen Fahrzeugen, die für die Straßenreinigung oder auf dem Golfplatz eingesetzt werden. Das kann sehr praktisch sein, da der Parkplatzmangel ein echtes Problem geworden ist, seit immer mehr Chinesen Autos besitzen.

Das wohl beste Arument, das für ein Low-Speed-Fahrzeug spricht, ist, dass es mit 4.000 Euro recht günstig in der Anschaffung ist. Jeder Low-Speed-Fahrzeughalter bekommt zudem ein Nummernschild zugesprochen – egal, um welche Marke es sich handelt oder wieviel Platz sein Auto beansprucht. Bemerkenswert ist das deshalb, weil bis vor Kurzem die meisten Low-Speed-Fahrzeuge keine Nummernschilder besaßen – tatsächlich gab es bis zum Oktober 2015 keine Regulierung zur Nutzung oder auch nur der Herstellung dieser Fahrzeuge. Nun jedoch hat die Regierung angekündigt, dass man den Sektor genauer überwachen wolle. Denn bei der massiv voranschreitenden Urbanisierung spielen diese Minifahrzeuge eine wichtige Rolle.

Die Städte der Zukunft

Der neue Plan zur Urbanisierung Chinas sieht die Umsiedlung von 100 Millionen Menschen in Städte dritten oder vierten Ranges bis 2020 vor, eine Lösung für einen erschwinglichen Transport wird also zwigend gebraucht. Die chinesische Regierung hat durch ihre Erkenntnisse über die Entwicklung und Zunahme der Low-Speed-Fahrzeuge eine neue Möglichkeit an die Hand bekommen, mit der die Umwelt neu gestaltet werden kann. Chinas Städte gelten als autofreundlich, oftmals gibt es jedoch Probleme wie Staus und Luftverschmutzung. Die Low-Speed-Fahrzeuge könnten neben dem Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel die beste Möglichkeit darstellen, um Chinas Städte wieder in Ordnung zu bringen. Hier könnte man den Nutzern schadstoffärmere und platzsparendere Fahrzeugalternativen bieten.

Das Low-Speed-Fahrzeug ist aber nicht die einzige städtische Transportmöglichkeit in China, die mit Low-Tech funktioniert – wir zählen ungefähr 300 Millionen elektrische Roller verschiedener Formen und Fabrikate. Das E-Bike ist derzeit neben dem Auto das wohl beliebteste kraftstoffbetriebene Fahrzeug seit Beginn der Motorisierung in China. E-Bikes waren den Oberen lange ein Dorn im Auge, die modernere technische Lösungen vorzogen, um ihre Städte moderner wirken zu lassen. Tatsächlich wurden vor allem in Peking und Shenzhen strengere Regeln eingeführt, um kontroversen Bemühungen zu Folge den Gebrauch einzudämmen.

Ob E-Bikes tatsächlich einmal aussterben könnten, ist schwierig zu sagen. Unsere eigenen Forschungsergebnisse der kohlenstoffarmen Mobilitätsinnovation in China haben ergeben, dass E-Bikes und Low-Speed-Fahrzeuge in den kommenden Jahrzehnte weiterhin nebeneinander existieren und miteinander konkurrieren werden. Dennoch wird die Entscheidung des chinesischen Staates, den Low-Speed-Fahrzeugen einen amtlichen belgaubtigten Status zu verleihen, den Fahrzeugbauern definitiv neuen Schwung im Rennen um Low-Tech-Mobilität verleihen.

Trotzdem sind die bisherigen Versuche, Chinas Geschäft in Sachen Elektroautos zu regulieren, etwas aus dem Ruder gelaufen, um es vorsichtig auszudrücken. Im August 2016 wurde berichtet, dass 90 Prozent der Autobauer wegen strengerer Regeln aus dem Geschäft verdrängt werden könnten. Eine strenge Regulierung hebt also den Standard zu Gunsten einiger großer Produzenten und unterdrückt die Konkurrenz.

Weltweite Trendsetter

In China besitzen derzeit weltweit die meisten Privatpersonen ein Low-Speed-Fahrzeug. Hier werden auch die meisten Low-Speed-Fahrzeuge für Car-Sharing genutzt. Die Regierung möchte auf diesen Erfolg aufbauen. Aus Europa wird ein Interesse an kleineren und auseinandernehmbaren Low-Speed-Fahrzeugen immer deutlicher, in Japan interessiert man sich für Low-Speed-Fahrzeuge aus dem 3D-Drucker. Bis jetzt zögerten viele internationale Städte jedoch, diese in größeren Mengen einzuführen. Dies ist auch ein Grund, wieso die Low-Speed-Fahrzeuge noch nicht überall verbreitet sind.

Der chinesische Staat will Standards erheben können, indem er den wachsenden Sektor kontrolliert. Dies wird nicht nur den Konsumenten zu Gute kommen und interne Verkäufe steigern, sondern auch Produzenten helfen, neue europäische Absatzmärkte, wie beispielsweise Mailand zu erreichen.

Internationale Märkte zu erschließen, wird den Produzenten mehr Kapital bringen, das sie wieder darin investieren können, die Low-Speed-Technologie auszubauen. Die Fahrzeuge werden noch ansprechender werden und besser mit Autos und konventionellen E-Autossowohl für die Privatnutzer als auch für die Car-Sharing-Pläne konkurrieren können.

So mancher Gelehrte geht von dem Grundsatz aus: „Was in China funktioniert, klappt auf der ganzen  Welt. Etwas bescheidener betrachtet, werden wohl viele Länder der Welt Chinas Beispiel folgen, was die urbane Entwicklungen angeht. Die Entscheidung des chinesischen Staates, die Produktion der Low-Speed-Fahrzeuge mitzubestimmen, zeigt, dass China die Entwicklung der kohlenstoffarmen Mobilität ernst nimmt und anführen will – und das nicht nur zu Hause, sondern auf der ganzen Welt.

Dieser Artikel erschien zuerst auf „The Conversation” unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion. 


Image „traffic“ by quinntheislander (CC0 Public Domain)


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Apple, China und die New York Times: Geld über Prinzipien

not-found (Image by xiaoxinghai [CC0 Public Domain] via Pixabay)

Apple hat die New-York-Times-App aus dem chinesischen AppStore entfernt, da sie angeblich dortigen Vorschriften widerspricht. Vorangegangen war eine Kontroverse um einen Artikel über Ex-Staatschef Wen Jiaobao. Der Spagat zwischen den Werten der Führungsspitze und den Gesetzen und Normen der bedienten Länder ist für internationale Konzerne oft schwierig. Apples Einlenken geht jedoch zu weit – und zeigt damit klar, welchen wirtschaftlichen und politischen Druck China ausüben kann.

China lässt New-York-Times-App entfernen

Wie viele populäre Publikationen bietet auch die New York Times Nutzerinnen und Nutzern von Mobilgeräten eine eigene App an. Unter anderem gibt es diese für Geräte mit Apples Betriebssystem iOS, namentlich das iPhone und iPad. Chinesische Apple-Nutzer allerdings können auf die App seit Kurzem nicht mehr zugreifen. Apple hat sie nämlich auf Aufforderung der chinesischen Regierung aus dem AppStore, über den Software heruntergeladen werden kann, entfernt. Davon war sowohl die englischsprachige als auch die ins Chinesische übersetzte Version der App betroffen. Dieser Schritt erfolgte bereits am 23. Dezember 2016. Die Hintergründe waren jedoch lange unklar.

Apples chinesische Pressesprecherin Carolyn Wu erklärte auf Nachfrage, die App verstoße gegen lokale Vorschriften und habe deswegen aus dem AppStore entfernt werden müssen. Welche Vorschriften die App genau verletzt, erläuterte Wu allerdings nicht. Ebenso wenig äußerte sie sich dazu, wie die chinesische Regierung an Apple herangetreten ist. Die New York Times bat Apple nach eigenen Angaben darum, die App auch in China wieder freizugeben, blieb damit allerdings bislang erfolglos.

Verbotene Informationen

China ist dafür bekannt, umfassend das Internet zu zensieren. Umgangssprachlich werden die extremen Zensurmaßnahmen auch ‚Great Firewall of China‘ genannt. Auch die Website der New York Times unterliegt schon lange dieser Zensur. Sie ist für chinesische Nutzerinnen und Nutzer bereits seit 2012 blockiert. Damals hatte die Zeitung einen Artikel veröffentlicht, der kritisch die Vermögensverhältnisse von Chinas Ex-Staatschef Wen Jiabao und dessen Familie durchleuchtete.

Seit der Blockierung der NYT-Website durch die Regierung griffen immer mehr Chinesinnen und Chinesen zur App der Zeitung, um die Artikel trotzdem lesen zu können. Die allermeisten Menschen in China besitzen ein Smartphone. Dieser Strategie, die behördliche Zensur zu umgehen, wollte die chinesische Regierung nun mit der Entfernung der NYT-App wohl einen Riegel vorschieben. Nach chinesischem Recht dürfen Apps keine „verbotenen Informationen oder Inhalte publizieren oder analysieren“. Verbotene Inhalte sind unter anderem solche, die beispielsweise „die nationale Sicherheit gefährden, die gesellschaftliche Ordnung stören und die legitimen Rechte und Interessen anderer Menschen verletzen.“denn auch

Allerdings ist die Zensur der App nur effektiv gegen diejenigen, die sich erst jetzt für die Zeitung zu interessieren beginnen, ein neues Mobilgerät gekauft beziehungsweise ihr altes zurückgesetzt oder ein neues Benutzerkonto bei Apple angelegt haben. Wer die App nämlich bereits heruntergeladen hat, kann sie weiterhin nutzen. Lediglich downloaden lässt sie sich nicht mehr.

Die Macht Chinas und die Profitgier Apples

Auch internationale Unternehmen, die Inhalte im Internet anbieten, können nicht losgelöst von nationalen Gesetzen agieren. So viel steht fest. So zeigt beispielsweise Googles Transparenzbericht, dass immer wieder Inhalte aus den Suchergebnissen deutscher Nutzer entfernt werden, die gegen die vergleichsweise strenge deutsche Gesetzgebung zur Volksverhetzung verstoßen. Innerhalb gewisser, sinnvoller Grenzen hat diese Vorgehensweise ja auch ihre guten Seiten – schließlich soll das Internet, um einmal eine beliebte Phrase der Konservativen zu zitieren, die hier ausnahmsweise zutrifft, ja kein rechtsfreier Raum sein.

Im Falle Chinas allerdings bezweifelt wohl kaum jemand, dass die Regierung autoritär und die Zensur von Internet-Inhalten rigoros sind. Apples Einlenken dürfte also weder politisch noch ethisch, sondern vielmehr rein wirtschaftlich motiviert sein. Immerhin ist China – trotz zunehmender Konkurrenz von chinesischen Anbietern – Apples drittstärkster Absatzmarkt. Diesen will der Elektronik-Gigant aus dem kalifornischen Cupertino offensichtlich nicht durch das Beharren auf politischen Werten gefährden.

So bleibt ein negativer Beigeschmack bei der Betrachtung dieses Falles. Apple kann sich an anderer Stelle noch so als Hüter von Freiheit und Bürgerrechten zu präsentieren versuchen – letztendlich werden diese anscheinend dem Profit komplett untergeordnet. Das muss auf lange Sicht keine sinnvolle Geschäftsstrategie sein, denn auch die Verteidigung solcher Werte kann durch erhöhtes Vertrauen der Nutzer in die Marke langfristig bares Geld bringen – ist aber kurzfristig bestimmt der einfachere und profitablere Weg.

Neben den mangelnden Prinzipien Apples wird durch die Vorgänge rund um die NYT-App auch wieder einmal offen gelegt, welchen enormen wirtschaftlichen Druck China ausüben kann. Es ist schließlich kein Zufall, dass nicht nur Apple, sondern auch zahlreiche andere wirtschaftliche Akteure – nicht zuletzt die deutsche Bundesregierung – vor der Wirtschaftsmacht Chinas immer wieder einknicken. Und das ist angesichts des Verhältnisses der chinesischen Regierung zu den Menschenrechten eine ausgesprochen beunruhigende Erkenntnis.


Image „not-found“ by xiaoxinghai (CC0 Public Domain)


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  • MICROSOFT t3n: Microsoft plant Smartphone-Comeback: Die vergangenen Monate hat Microsoft offenbar dazu genutzt, eine neue Ausrichtung für den Mobile-Markt zu finden. In einem Interview mit dem Australian Financial Review erklärt CEO Satya Nadella: „Wir werden am Smartphone-Markt nicht so weitermachen wie die heutigen Marktführer ihn definieren, sondern so wie wir einzigartig das ultimative Mobilgerät schaffen können.“ Für die nächste Generation der Microsoft-Smartphones stellt sich Nadella die Frage, welchen Mehrwert Microsoft schaffen kann. Eine Komponente könnte dafür auch Artificial Intelligence sein. In diesem Bereich glaubt der Geschäftsführer, Konkurrenten wie Google, Amazon oder IBM voraus zu sein. Bei der Sprach- und Bilderkennung sei Microsoft „State of the Art“.

  • AMAZON golem: China hält mit Linglong Dingdong dagegen: Amazon Echo bekommt mit Linglong Dingdong Konkurrenz aus China. Noch muss Amazon das Assistenzsystem aber nicht fürchten. Das chinesische Unternehmen Beijing Linglong will laut einem Bericht von Wired zusammen mit dem chinesischen Onlineshop JD.com ein digitales Assistenzsystem namens Dingdong auf den Markt bringen. Dieses lehnt sich optisch an Amazons Echo an und wird wie das Vorbild per Sprache gesteuert. Unterstützt werden Mandarin und Kantonesisch, allerdings kann der Nutzer die Sprache nicht wechseln, er muss sich beim Kauf für eine entscheiden. Die verbaute Technik soll nur zur Erkennung einer Sprache ausreichen.

  • TECHNOLOGIE heise: Autonomere Drohnen dank besserer Umgebungserkennung: Die meisten heute auf dem Markt befindlichen Drohnen sind weitgehend blind: Hier und da haben sie zwar Kameras zur Objekterkennung und fürs Ausweichen vor Hindernissen, einen Rundumblick haben die kleinen Fluggeräte aber normalerweise nicht. Wenn es nach dem Start-up Echodyne geht, ändert sich das in absehbarer Zeit, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe („Kleine Drohne mit großem Radar“). Die Firma hat eine Prototypdrohne gezeigt, bei der ein neuartiges Kompaktradar mitfliegt, das ähnlich genau arbeiten soll wie Systeme, die bislang nur für Militäranwendungen gedacht sind. Darüber wird ständig die Umgebung beobachtet und es kann auch andere Flugobjekte identifizieren.

  • SUPERCOMPUTER lanline: Weltweit erster solarbetriebener Supercomputer: Besucher des Texas Advanced Computing Centers (TACC) an der University of Texas bemerken als erstes die großen Solar-Panels über dem Parkplatz. Diese liefern die Energie für Hikari, den weltweit ersten solarbetriebenen Supercomputer, der dieser Tage biologische Verfahren zur Lösung der Probleme rund um den Zika-Virus berechnet, wie aus einer aktuellen Meldung von HPE hervorgeht. Supercomputer haben das Potenzial, Wissenschaft und Innovation entscheidend voranzubringen. Ihr Energiebedarf war jedoch laut HPE lange ein limitierender Faktor für einen weitreichenden Einsatz. Da traditionelle Supercomputer große Mengen an Energie verbrauchen und dabei viel Hitze produzieren, sind große Kühleinrichtungen erforderlich, um den laufenden Betrieb sicherzustellen.

  • WHATSAPP digitaltrends: You can now watch a video on WhatsApp before it finishes downloading: You will no longer need to download videos on WhatsApp to watch them — the app is rolling out with a handy new feature that will let you stream videos while the video is downloading to your device. One of the main issues with WhatsApp has long been how it handles video and the new feature should help make watching videos on WhatsApp a lot more convenient and knock a few seconds off the waiting time between being sent a video and being able to watch that video. The new streaming feature works in multiple ways. If you have your app set up to automatically download media when you get it, the message will start downloading to your device when it arrives and you will see the progress meter in the bottom left of the display, as usual. Now, however, even before that video has downloaded, you will be able to start watching it.

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  • FACEBOOK heise: Facebook Messenger: Malware via SVG: Angreifer versuchen derzeit erneut, via Facebook Malware zu verbreiten. Über gekaperte Rechner oder Facebook-Accounts schicken sie Freunden des Opfers per Messenger kommentarlos Dateien, die den Empfänger zu einer verseuchten Webseite lotsen sollen. Neu ist dabei, dass es sich nicht etwa um ein Zip-Archiv handelt, sondern um eine SVG-Grafik – ein von Facebook bislang als harmlos erachtetes Dateiformat, welches die Sicherheitsfilter passieren lassen.

  • MOBILITÄT golem: Chinesen bauen schnellsten elektrischen Supersportwagen: Der Supersportwagen Next EV NIO EP9 aus China wird rein elektrisch angetrieben. Das Auto könnte auch als fahrender Akku bezeichnet werden, denn 635 Kilogramm des Gesamtgewichts von 1.735 Kilogramm stammen vom Stromspeicher. Das Fahrzeug kann enorm stark beschleunigen und soll innerhalb von 2,7 Sekunden auf 100 km/h kommen. Das schafft zwar der Tesla Model S auch, doch der lässt danach schnell nach. Beim EP9 ist das nicht so. Er erreicht 200 km/h in 7,1 Sekunden und 300 km/h in 10,1 Sekunden. Die Spitzengeschwindigkeit soll bei 312 km/h liegen.

  • APPLE motorsport-total: McLaren bestätigt: Es gab Gespräche mit Apple: Im September kamen plötzlich Gerüchte über eine mögliche Übernahme der McLaren-Gruppe durch Technologieriese Apple auf. Die ‚Financial Times‘ wollte von Verhandlungen zwischen den beiden Unternehmen gewusst haben, doch kurze Zeit später dementierte McLaren durch einen Sprecher Gespräche „im Hinblick auf ein potenzielles Investment“. Jetzt hat Mike Flewitt, Geschäftsführer der Sportwagen-Abteilung McLaren Automotive, jedoch bestätigt, dass es ein Treffen und sogar Gespräche zwischen beiden Parteien gab – allerdings kein Übernahmeangebot: „Sie haben uns besucht. Wir haben geredet. Wir haben über ihre Geschäfte geredet. Wir haben über unsere Geschäfte geredet. Es ist aber nie zu einem definitiven Angebot gereift“, erklärt Flewitt gegenüber ‚Reuters‘.

  • TELEFONICA handelsblatt: Thorsten Dirks macht überraschend Schluss: Der Telekomkonzern Telefonica Deutschland (O2) verliert überraschend seinen Vorstandschef Thorsten Dirks (53). Der seit Oktober 2014 amtierende Dirks wird zum Ende des ersten Quartals 2017 aus dem Vorstand ausscheiden, wie Telefonica Deutschland am Montagabend mitteilte. Zur Begründung hieß es vom TecDax-Schwergewicht, Dirks wolle sich neuen Herausforderungen stellen. Der Aufsichtsrat habe einer vorzeitigen Auflösung seines Vertrags zugestimmt. Das Kontrollgremium will sich unverzüglich mit der Nachfolge befassen und hierzu zeitnah informieren.

  • SAMSUNG t3n: Marke übersteht Note-7-Debakel nahezu unbeschadet: Das Fiasko rund um das Galaxy Note 7 könnte Samsung rund 15 Milliarden US-Dollar kosten. Nach einem Verkaufsstopp und einer weltweiten Rückrufaktion hat der südkoreanische Konzern die Produktion des Note 7 eingestellt. Jetzt geht es noch um eine möglichst umweltfreundliche Entsorgung der Millionen schon produzierten Smartphones. Die Marke Samsung hat unter dem Note-7-Debakel aber offenbar nicht gelitten, wie eine Umfrage von Reuters/Ipsos in den USA ergeben hat. Demnach sind Nutzer von Samsung-Smartphones ähnlich loyal wie iPhone-Nutzer. Und Leute, die von dem Note-7-Fiasko gehört hatten, waren laut der Umfrage genauso interessiert an den anderen Smartphones des Konzerns wie jene, die nichts von den Akku-Problemen mitbekommen hatten.

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  • NETZSICHERHEIT heise: Websummit: Entsetzen in der Tech-Szene nach Trumps Sieg: Ein Tag später und man mag das Wahlergebnis des gestrigen Tages immer noch nicht so recht fassen. Auf dem Websummit in Lissabon diskutierte die US-Internet-Elite jetzt über Trump und dessen Bedeutung für Freiheit und Sicherheit im Netz. Schon bei einem Fall zwischen Apple und dem FBI, bei der das iPhone des San Bernadino-Attentäters hätte entsperrt werden soll, weigerte sich das Tech-Unternehmen, was von Trump heftig kritisiert wurde. Ebenfalls diskutiert wurde die Rolle der sozialen Medien bei Trumps Sieg. Schauspielerin Shaileene Woodley („Snowden“) brachte es auf den Punkt: „Egal ob gute Presse oder schlechte Presse, Trump war immer in den Medien, und das war sein größter Vorteil.“

  • INTERNET Zeit: Regierung will Übertragungsqualität verbessern: Die Bundesregierung will jetzt auf mehr Sicherheit, Verfügbarkeit und die Verringerung der Latenzzeiten setzen. Beim sechsten Treffen der Netzallianz Digitales Deutschland wurde vor allem der Ausbau hin zu besserer Übertragungsqualität, neben dem Hauptziel die Übertragunsgeschwindigkeit. Langzeit-Ziel sei ein Anstreben der sogenannten Gigabit-Gesellschaft, eine nahtlos vernetzte Gesellschaft mit einer flexiblen und energieeffizienten Vernetzung. Das Ziel für das Erreichen dieser Infrastruktur ist für Ende 2025 angesetzt.

  • APPS stern: Apple hat ein Problem mit Hunderten Fake-Apps aus China: Imitation ist die höchste Form der Bewunderung oder nicht? Bei einer routinierten Marktbeobachtung des Apple App Stores sind einem Unternehmen unzählige App-Klone bekannter Marken oder Online-Shops aufgefallen. Ziele solcher Fake-Apps sind klassische Kundendaten wie Social Media Zugänge oder Kreditkarteninformationen. Laut Angaben wurden die hauptsächlich aus China stammenden Anwendungen zum Großteil aus dem App-Store entfernt. Ob der App-Store jetzt unsicherer wird bleibt fraglich, derartige Fakes werden beliebte Marken und Hypes wie Pokemon Go wohl immer ausnutzen.

  • SMARTPHONES faz: Neues Zeitalter: Die einhändige Gesellschaft: Stehen wir etwa vor einer neuen Etappe der menschlichen Evolution? Forscher des Medical Research Center der University of Oklahoma haben in einer Studie mit über 1000 Probanden herausgefunden, dass sich der linke Daumen in Rekordgeschwindigkeit von etwa einem Millimeter pro Jahr vergrößert. Kultur- und Sozialwissenschaftler unterstützen diese These mit ihrer Prognose einer zukünftigen einhändigen Gesellschaft. Grund dafür sei die vermehrte Nutzung der zudem immer größer werdenden Smartphones. Ob Auto oder Fahrrad fahren, Multitasking ist das Stichwort und das Smartphone schon fast bei jeder Aufgabe gezückt. Ob diese „neue evolutionäre Etappe“ wirklich eintritt bleibt wohl abzuwarten.

  • GELD diepresse: Indien: Alle großen Geldscheine sind plötzlich wertlos: Der Halbkontinent ist jetzt einen Schritt näher an deer bargeldlosen Gesellschaft. In der Nacht der US-Wahl brachte eine Nachricht der indischen Regierung die Bevölkerung erneut zum Beben. In einer Fernsehansprache verkündete Premierminister Narenda Modi die Entwertung der 500 und 1000 Rupienscheine. Mit letzterem verschwindet damit die beliebteste indische Zahlungswährung. Die Bargeldreform löste einen definitiven Wirtschaftswirbel aus und soll eine Maßnahme gegen die in Indien weit verbreitete Schattenwirtschaft sein.

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  • AMAZON finanzen: Amazon enttäuscht Anleger mit Quartalszahlen: Amazon hat im dritten Quartal deutlich weniger Gewinn gemacht als erwartet. Der Überschuss kletterte zwar im Jahresvergleich von 79 auf 252 Millionen Dollar (231 Mio Euro), wie der Online-Händler am Donnerstag nach US-Börsenschluss mitteilte. Analysten hatten jedoch mit erheblich mehr gerechnet. Die Aktie fiel nachbörslich zunächst um über sieben Prozent. Beim Umsatz lag das Ergebnis hingegen im Rahmen der Erwartungen – die Erlöse legten vor allem dank boomender Geschäfte mit Cloud-Diensten um 29 Prozent auf 32,7 Milliarden Dollar zu. Für das laufende vierte Quartal, das traditionell durch das Weihnachtsgeschäft angetrieben wird, stellte Amazon einen Umsatz zwischen 42,0 und 45,5 Milliarden Dollar in Aussicht.

  • MICROSOFTdatenschutzbeauftragter-info: Windows Hello am Arbeitsplatz datenschutzkonform einsetzbar? Microsoft ermöglicht mit Windows Hello die Authentifizierung mittels Biometrie. Windows 10 Nutzer können sich anstelle eines Passwortes auch per Fingerabdruck oder Gesichtserkennung auf ihrem Endgerät anmelden. Auch Unternehmen stellen teilweise ihre Authentifizierungsverfahren auf biometrische Methoden um. In Punkto Bequemlichkeit und Sicherheit können biometrische Verfahren eine Alternative zum herkömmlichen Passwort bieten. Dennoch sollte vor dem produktiven Unternehmenseinsatz unbedingt der Datenschutz berücksichtigt werden.

  • APPLE golem: In Apples Macbook Pro steckt der Vollausbau von Polaris 11: Parallel zur Ankündigung der Macbook Pro hat AMD neue Grafikeinheiten für Notebooks vorgestellt: Die Radeon Pro 460, die Radeon Pro 455 und die Radeon Pro 450 basieren alle auf dem Polaris-11-Grafikchip und kommen mit weniger als 35 Watt elektrischer Energie aus. Technisch entsprechen sie der Radeon RX 460 für Desktop-Systeme, allerdings ist der Chip anders konfiguriert, um dem Anwendungszweck eines Notebooks gerecht zu werden.

  • CYBER-SPIONAGE heise: Deutschland und China wollen Mechanismus gegen Cyber-Spionage schaffen: Deutschland und China sagen Cyber-Spionage gegen Unternehmen gemeinsam den Kampf an. Eine Konsultationsverfahren, das konkrete Verdachtsfälle verfolgen wird, soll nach Informationen der dpa beim Besuch des mächtigen Vorsitzenden der Parteikommission für Politik und Recht, Meng Jianzhu, nächste Woche in Berlin geschaffen werden. „Er will über Maßnahmen gegen Cyber-Angriffe verhandeln und auch schon einen Mechanismus einrichten“, verlautete am Freitag aus der deutschen Botschaft in Peking. In einer gemeinsamen Erklärung beim letzten China-Besuch von Kanzlerin Angela Merkel im Juni war ein gegenseitiger Verzicht auf Cyber-Spionage zu kommerziellen Zwecken und die Schaffung eines solchen Konsultationsprozesses vereinbart worden.

  • APP t3n: Die Vine-Gründer arbeiten bereits an einer neuen Video-App namens „Hype“: Das Ende von Vine hat die Gründer Rus Yusupov und Colin Kroll eigenen Aussagen zufolge überrascht. Doch die beiden nutzen die spontane Öffentlichkeit dazu, ihre neue App zu bewerben. Kurz nachdem Twitter bekannt gab, Vine einzustellen, stellten die beiden „Hype“ auf das Tech-Portal Product Hunt. Bei „Hype“ setzen die Gründer einmal mehr auf Video, diesmal in Form von Livestreaming und mit Interaktion der Nutzer. Ähnlich wie bei Snapchat können die „Hype“-Videos mit Filtern und Text ergänzt werden. Die App befindet sich in der Betaphase und ist vorerst nur für iOS verfügbar, Android ist laut Mitgründer Kroll geplant.

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  • NETFLIX Horizont: Netflix mit überraschend vielen Neu-Kunden und hohem Umsatz: Netflix hat das Vertrauen der Anleger zurückgewonnen: Nach unerwartet gut ausgefallenen Quartalszahlen sprang die Aktie um rund ein Fünftel hoch. Netflix konnte im vergangenen Vierteljahr 3,57 Millionen neue Kunden gewinnen. Den Ausschlag hätten populäre Eigenproduktionen wie die Mystery-Serie „Stranger Things“ gegeben, sagte Netflix-Chef Reed Hastings am Montag. Netflix hatte den Dienst im Januar auf einen Schlag in 130 neue Länder gebracht und deckt damit fast die ganze Welt bis auf China ab. Netflix war trotz der nahezu weltweiten Verfügbarkeit zu Jahresbeginn in den vergangenen Quartalen zunächst schwächer als erwartet gewachsen.

  • SAMSUNG t3n: Samsung Galaxy S8: Das soll das nächste Flaggschiff an Bord haben: Bald kommt das neue Samsung Galaxy S8, nach dem Note-7-Debakel ein äußerst wichtiges Produkt. Auf dem Samsung Galaxy S8, das wohl das nächste High-End-Modell wird, lasten entsprechend hohe Erwartungen. Obwohl es noch etwa ein halbes Jahr dauert, bis das Galaxy S8 vorgestellt wird, kursieren schon viele Gerüchte und Details über das Smartphone-Flaggschiff.Es werden wie in den vergangenen zwei Jahren, abermals zwei Modelle erwartet. Die beiden Geräte sollen die Codenamen Dream und Dream2 tragen. Auch wenn Samsung jetzt aufgrund des Note–7-Fiaskos eine große Lücke zu füllen hat, gehen wir davon aus, dass die neuen Galaxy-S8-Modelle nicht vor Ende Februar das Licht der Welt erblicken werden.

  • TESLA golem: Behörde verlangt Umbenennung des Tesla-Autopiloten: Das Kraftfahrt-Bundesamt will eine Umbenennung des Tesla-Autopiloten erreichen. Nach Ansicht der Behörde ist der Begriff missverständlich für Fahrer des Elektroautos. Der Begriff Autopilot könnte zu der Annahme führen, dass sich der Fahrer um nichts kümmern müsse. Fahrer müssten ständig aufpassen, dass das Auto keine Fehler mache und nötige Korrekturen vornehmen. Tesla weist die Kritik an seinem Assistenzsystem zurück und will mit einer Umfrage klären, ob der Begriff missverstanden werde.

  • ALLIANZ Die Welt: Allianz wird zum Amazon des Gebrauchtwagenhandels: Der Versicherungspolicen-Verkauf reicht der Allianz nicht mehr. Künftig will sie über das Netz Gebrauchtwagen verkaufen und per Spedition liefern. Nach den Vorstellungen der Allianz soll der Gebrauchtwagenkauf der Zukunft nach dem Amazon-Vorbild ablaufen. Von zu Hause sucht der Kunde im Internet ein Fahrzeug seiner Wahl aus und bekommt es dann samt Wunschkennzeichen zugelassen vor die Tür gestellt – plus 14 Tage Umtauschrecht, beispielsweise wenn das Auto doch nicht so fährt wie erhofft. Der Versicherungskonzern bestätigte der Welt auf Anfrage das Vorhaben.

  • APPLE Frankfurter Allgemeine: Baut Apple doch kein eigenes Auto?: Apple macht ein großes Geheimnis um sein „Apple Car“. Doch nun gibt es Hinweise dafür, dass das Projekt in Problemen steckt. Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet über Umstrukturierungen in der Entwicklungsabteilung, die für das „Apple Car“ zuständig ist. Von insgesamt 1000 Mitarbeitern seien in den vergangenen Monaten mehrere hundert in andere Abteilungen versetzt worden oder hätten gekündigt. Ob Apple demnächst ein eigenes Auto baut, wird immer fraglicher.

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  • APPLE t3n: 7 neue Funktionen von iOS 10: Nachdem das iPhone 7 vorgestellt wurde, ist nun das neue Betriebssystem iOS 10 rausgekommen. Das Update gibt es für alle Geräte ab iPhone 5, iPad mini 2, iPads der 4. Generation und iPod Touch der 6. Generation. 7 neue Funktionen wie z.B. die Intelligente Tastatur, man kann ab sofort mit einer einzigen Tastatur in mehren Sprachen schreiben, ohne ständig diese wechseln zu müssen, hält das neue Update bereit.
  • CHINA Welt: Wirtschaft in China stabilisiert sich wieder: Chinas Wirtschaft scheint wieder zulegen zu können. In China wächst vor allem die Nachfrage nach Autos stark. Außerdem gab es noch 1,13 Millionen zusätzliche Arbeitsplätze im August. Der Sprecher Sheng Laiyun sehe „positive Veränderungen und viele Lichtblicke“, besonders in der Realwirtschaft, bei der Vorlage der Wirtschaftsdaten für den Einzelmonat August.
  • ADBLOCKER Trending Topics: „Adblocker werden den Markt verändern, weil sie zeigen, dass die Big-Data-Geschäftsmodelle nicht funktionieren“: 100 Millionen Nutzer soll Adblock Plus laut Angaben des Herstellers haben. Weltweit setzt der irischen Firma PageFair zufolge jeder fünfte Smartphonenutzer auf einen Werbeblocker. Bereits 2013 wurde bekannt, dass sich Google und Amazon mit Eyeo arrangierten und sich von der Werbeblockade freikauften. In Brüssel braut sich derzeit ein Gewitter zusammen, das die Geschäftsmodelle der großen Silicon-Valley-Riesen massiv infrage stellt.
  • UBER heise online: Schweiz lockert Regeln für Taxis wegen Konkurrenz mit Uber & Co.: Gestern stimmte in der Schweiz der Nationalrat mit deutlicher Mehrheit für eine Lockerung der strengen Vorschriften für Taxifahrer. Taxifahrer befänden sich im Nachteil gegenüber des Fahrdienstes Uber. Der Schweizer Nationalrat will gleiche Ausgangsbedingungen für den Wettbewerb zwischen Taxifahrern und Fahrdiensten wie Uber. Aktuell unterliegen Taxifahrer speziellen Vorschriften, beispielsweise einer Bewilligung für berufsmäßige Personentransporte, einer Fahrtenschreiberpflicht oder speziell geregelten Arbeitszeiten.
  • IOS Süddeutsche Zeitung: Rückkehr des „Ziegelsteins“: iPhone-Nutzer berichten von Update-Problemen Kaum ist iOS 10 rausgekommen, da gibt es schon Probleme. Viele Nutzer berichten von Update Problemen wie z.B. dass das Wlan-Update auf iOS 10 iPhone und iPad im Wartungsmodus einfriert. Das Problem lässt sich nur durch eine Wiederherstellung reaktivieren.
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Nach dem NSA-Hack: Cyber-Sicherheit in einer verletzlicheren Welt

Binary code (adapted) (Image by Christiaan Colen [CC BY-SA 2.0] via flickr)

Es sieht immer mehr danach aus, dass Hacker tatsächlich den Dienst attackiert haben, der als die Krönung der Cyber-Sicherheit galt – den US-Geheimdienst NSA. Vor ein paar Tagen kamen Berichte auf, dass eine Hackergruppe namens ‚Shadow Brokers‘ in das Netzwerk eingebrochen sei und Zugang zu kritischem Inhalt der Computer der ‚Equation Group‘ erlangt habe. Dies erregte mehr als das gewöhnliche Maß an Aufmerksamkeit, da die Equation Group weitestgehend als Spionage-Element der NSA gesehen wird. Es ist möglich – vielleicht sogar wahrscheinlich – dass Shadow Brokers eine Hackergruppe ist, die mit der russischen Regierung in Verbindung steht. Shadow Brokers stellten einige Beispiele der Daten online, von denen sie behaupten, sie gestohlen zu haben, einschließlich Skripte und Anleitungen, um Firewalls zu knacken. Sicherheitsexperten, die die Informationen gesichtet haben, sind überzeugt, dass es sich tatsächlich um Material der Equation Group handelt. Diese Nachricht führt zu einer weiteren Frage: Was folgt daraus, wenn die Equation Group – und weiterführend dann auch die NSA – tatsächlich gehackt wurde?

Was wurde gestohlen?

Die NSA besitzt eine riesige Menge von Daten, unter anderem Informationen über US-Bürger, Telefongesprächen von Ausländern, sozialen Verbindungen, E-Mails, Browser-Historien, Suchanfragen und anderen Kommunikationen. Wie viel Daten? Allein das Daten-Zentrum der NSA in Utah gibt an, eine Speicherkapazität von fünf Zetabyte zu haben – das sind eine Billion Gigabytes. Anhand des veröffentlichten Inhalts, der durch Shadow Brokers gestohlen wurde, wird geschätzt, dass diese riesige Datenfundgrube nicht gehackt wurde. Aber die anderen digitalen Hauptresourcen der NSA sind Sammlungen von sehr raffinierter, oft spezifischer Hacking-, Analyse- und Überwachungssoftware. Der Geheimdienst nutzt diese Werkzeuge, um in Computernetzwerke in Amerika und im Ausland einzudringen und spezielle Ziele und großflächig die Allgemeinheit zu überwachen. Die Shadow Brokers haben behauptet, sie hätten Kopien dieser Software die, die NSA für seine Attacken benutzt, und Informationen über Sicherheitslücken, inklusive Anleitungen um in Computernetzwerke einzudringen. Falls das stimmt, wäre dies von höchstem strategischem Wert für jemanden, der sich gegen Cyber-Attacken schützen will oder seine eigenen durchführen will.

Was ist die Equation Group?

Die Equation Group wurde genau durch die Sicherheitsforscher von der russischen Sicherheitsfirma Kaspersky Lab seit der Aufdeckung ihrer Existenz im Frühjahr 2015 beobachtet. Cyber-Attacken mit den charakteristischen Methoden der Equation Group wurden seit 2001 durchgeführt, mit extrem spezifisch modifizierten Techniken. Zusätzlich zu den geplanten Angriffen, um das Risiko zu verringern, erkannt zu werden, behalten sie ihre Ziele genau im Blick, um dafür zu sorgen, dass ihre Überwachung tatsächlich unentdeckt bleibt. Und die Anzahl der Ziele, die sie wählen, ist sehr gering – gerade mal Zehntausende Computer im Vergleich zu den hundert-, tausend- oder sogar millionenfachen Maschinen, die in Hauptattacken gehackt werden. Die Ziele der Equation Group beinhalteten Regierungen und diplomatische Strukturen, Unternehmen in diversen Bereichen und auch Einzelpersonen in mehr als 30 Ländern. Kaspersky Lab berichtet, dass China und Russland unter den Ländern sind, die am meisten durch die Hacker-Programme der Equation Group infiziert sind. Unter den vermeintlichen Zielen seien die russische Gasfirma Gazprom und die Fluggesellschaft Aeroflot. Ebenfalls seien die großen chinesischen Mobilfunkkonzerne und Universitäten Opfer der NSA.

Wer hackt wen?

Cyber-Waffen und deren Möglichkeiten werden ein wachsender Teil internationaler Beziehungen, tragen zu ausländischen politischen Entscheidungen bei und lösen sogar etwas aus, das „Cyber-Wettrüsten“ genannt wird. Die Attacke der Shadow Brokers könnte Teil dieses globalen Spiels sein. Die US-Regierung erwägt wirtschaftliche Sanktionen gegen Russland, als Reaktion auf die angeblichen Cyber-Attacken auf Computer des Democratic National Committee durch zwei russische Geheimdienste. Dieselben Angreifer werden verdächtigt, hinter den Cyber-Attacken von 2015 auf das Weiße Haus, das State Department und den Staatschef zu stehen. Falls die Shadow Brokers durch das gestohlene Material Cyber-Attacken auf Gazprom, Aeroflot und andere russische Ziele mit der NSA in Verbindung bringen kann, kann Russland vor der internationalen Gemeinschaft erklären, dass die USA kein unschuldiges Opfer sind, wie sie behaupten. Das könnte die erwogenen Sanktionen abschwächen. Russland und China haben neben anderen Gegnern in der Vergangenheit bereits ähnliche Beweise genutzt. Die Enthüllungen von Edward Snowden bezüglich des PRISM-Überwachungsprogramms, das große Mengen von Internetdaten überwacht, wurden zu einem wichtigen Wendepunkt in den Cyber-Beziehungen zwischen China und den USA. Als Kommentar auf die angeblichen Attacken der NSA auf chinesische Mobilfunkkonzerne und Universitäten gab ein Leitartikel der staatlich-organisierten Nachrichtenagentur Xinhua folgendes an: „Dies sind, zusammen mit vorherigen Vorwürfen, eindeutig beunruhigende Signale. Sie zeigen, dass die Vereinigten Staaten, die sich lange als unschuldiges Opfer von Cyber-Attacken darstellten, sich als größter Schurke unserer Zeit herausgestellt haben.“ Allgemein war die gegenseitige Beschuldigungen ständig Thema in den chinesisch-amerikanischen Beziehungen bezüglich Cyber-Verbrechen und Cyber-Sicherheit. Chinas Ansatz bewegte sich mehr in Richtung offensiver Strategien, die auf Snowdens Veröffentlichungen über das PRISM-Überwachungsprogramm folgten. Es ist wahrscheinlich, dass dieser Hack von Cyber-Waffen China und andere Gegner der USA mit stärkeren Beweisen versorgen könnte, die zeigen, dass Amerika in viele Cyber-Attacken gegen ausländische Ziele involviert war.

Werkzeuge für Cyber-Attacken jetzt breiter zugänglich

Es gibt auch andere Gefahren. Hacker haben jetzt Zugang zu extrem ausgeklügelten Werkzeugen und Informationen, um Cyber-Attacken gegen weltweite militärische, politische und wirtschaftliche Ziele zu fahren. Der NSA-Hack könnte also zu mehr Unsicherheit im Cyberspace führen. Die Attacke ist außerdem ein weiterer Beweis für das Axiom der Industrie der Cyber-Sicherheit über sehr asymmetrische Wahrscheinlichkeiten von erfolgreicher Attacke und erfolgreicher Verteidigung: Angreifer müssen nur ein einziges Mal Erfolg haben, während Verteidiger immer perfekt gerüstet sein müssen. So raffiniert das Sicherheitsnetzwerk der NSA auch ist, der Geheimdienst kann sich nicht immer komplett vor Cyber-Attacken schützen. Entweder sind die Angreifer schon hinein gelangt oder eine andere Gruppe wird dies in der Zukunft schaffen. Akteure mit geringeren finanziellen und technischen Ressourcen können wertvolle Ziele angreifen. Was nach dieser Attacke folgt, bleibt abzuwarten, aber das Potenzial für tiefergehende und weitreichende, weltweite Effekte ist eindeutig vorhanden. Dieser Artikel erschien zuerst auf „The Conversation“ unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image (adapted) „Binary code“ by Christiaan Colen (CC BY-SA 2.0)


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Wie Uber in China abgestürzt ist

taxi (image by laurapuig4 [CC0] via pixabay)

Uber hat seinen Austritt aus dem chinesischen Taximarkt durch eine Fusion mit dem Erzrivalen Didi Chuxing in einem 35 Milliarden US-Dollar schwerem Deal bekannt gegeben. Uber verkauft sein operatives Geschäft an Didi, wobei Berichten zufolge Investoren von Uber China einen Anteil von 20% an Didi erhalten.

Dies steht für eine große Niederlage für den Technik-Giganten aus San Francisco nach einer langen und hart umkämpften Schlacht um die Vorherrschaft um Chinas Taximarkt. Uber versuchte, dort erfolgreich zu sein, wo andere westliche Unternehmen gescheitert waren und musste, wie auch Google und Amazon zuvor erkennen, dass die chinesischen Märkte stark konkurrenzbetont, bei sehr geringen Handelsspannen sind. Zu allem Überfluss wurde Uber Opfer des Geschäftsmodells, dass seinem Erfolg in zahlreichen anderen Ländern zugrunde liegt – dem Netzwerkeffekt.

Ubers Geschäftsmodell basiert darauf, als Erster einen Markt zu betreten, um dann seine Größe und seine Ausmaße so rasant zu entwickeln, dass folgende Wettbewerber benachteiligt sind, bis hin zu einem erzwungenen Marktaustritt. Ubers Erfolg in anderen Ländern folgte dieser Formel. Durch seine Position als Erster am Markt erzeugt Uber rasantes Wachstum durch Subventionen, sodass sowohl günstige Fahrten für Passagiere angeboten, als auch Fahrer mit Boni angelockt werden können.

Wenn die Passagierzahlen steigen, zieht dies auch mehr Fahrer an, die mehr Einnahmen durch die Beförderung erhalten. Höhere Fahrerzahlen führen zu einer schnelleren Reaktion auf Kundenbedürfnisse und geringere Kosten – und so gewinnt man Kunden. Dieses Modell führt üblicherweise zu einer Situation, in der der Sieger alles für sich beansprucht, da die, die später auf den Markt drängen, ebenso Passagiere anlocken müssen, ohne jedoch die Fahrer vorrätig zu haben, um einen wettbewerbsfähigen Service anbieten zu können.

Zweitbester

Das Modell des Netzwerkeffektes schüttete Uber Dividenden in den USA und vielen europäischen Städten aus, doch in China war Didi Chuxing zuerst da. Als Produkt einer Fusion zwischen den führenden einheimischen Unternehmen am Taximarkt, den Diensten Didi Dache und Kuaidi Dache, wird der Marktanteil von Didi Chuxing auf 80 Prozent geschätzt. Dieser kommt ebenfalls durch den offensiven Einsatz von Subventionen zustande.

Wer später dazustößt, kann eigentlich auch gleich aufgeben. Die Kosten, die überwunden werden müssen, um den Marktführer hinter sich zu lassen, sind enorm, wie Uber in China erfahren hat. Die Versuche, in den chinesischen Markt mit Hilfe von Rabatten und Werbung einzutreten, haben zu Unternehmensverlusten von etwa 2 Milliarden US-Dollar geführt.

Der Drang, den chinesischen Markt zu dominieren, kam direkt von Uber-Chef Travis Kalanick. Er war an Ubers Lancierung in China stark beteiligt – das erste Mal bei einer Reise zur Markterschließung im April 2013. Andernorts haben sich seine Investitionen im Allgemeinen ausgezahlt. Mit den Profiten aus Geschäften in 75 anderen Ländern, die die Geschäfte in China subventionieren, hatte Kalanick zweifellos gehofft, dass sich die Investition in China am Ende genauso auszahlen würde. Letztlich musste man sich mit einer Hilfestellung von Didi Chuxing zufriedengeben, bei der man wenigstens noch das Gesicht wahren konnte.

Das Versprechen und die Fallstricke Chinas

Der chinesische Markt wurde schon zum Investitionsgrab für viele westliche Unternehmen. Trotz Sensibilität für die einzigartigen Eigenschaften des chinesischen Marktes (etwa durch den Aufbau eines eigenen Konzerns wie Uber China, um mit lokalen Investoren zusammenzuarbeiten), teilt Uber dieses Schicksal.

Obwohl die chinesischen Märkte hunderte Millionen Konsumenten bieten, sind sie sehr wettbewerbsorientiert. Nicht nur, dass Technologie und Know-How schwer zu schützen sind, die Wettbewerber sind oft verstaatlicht und müssen keinen Gewinn abwerfen. Didi Chuxing erhält erhebliche Investitionen von Chinas Internet-Giganten Tencent und Alibaba, ebenso vom Staatsfonds des Landes CIC sowie von Apple.

Wenn Unternehmen sich weltweit ausstrecken, benötigen sie üblicherweise einen Partner, der die Kultur, die Kontakte, den Vertrieb und den Markt selbst versteht. Das Ziel ist in der Regel, den örtlichen Partner zu übernehmen, sobald der multinationale Konzern Verständnis für den Markt entwickelt hat. Doch in China kommt durch die Schwierigkeit des Marktes häufig das Gegenteil vor, so dass multinationale Konzerne von ortsansässigen Partner aufgekauft werden.

Beispielsweise wurde die Biermarke Snow des Brauereigiganten SABMiller, die schätzungsweise 20 Prozent der Anteile des chinesischen Biermarktes hält, zu Jahresbeginn für einen Spottpreis von 1,5 Milliarden US-Dollar an China Resource Enterprise, seinen staatseigenen Partner, verkauft. Andere Unternehmen wie Tesco und Groupon haben den Markt ebenfalls verlassen. Westliche Unternehmen bringen oft ihr Wissen, ihre Erfahrungen, ihre Technologie und ihr Können mit – und lassen sie dann da. Im Fall von Uber ist dies die Gegenleistung für 20 Prozent Aktienbeteiligung an Didi Chuxing. Wenn Yahoos Erfahrungen mit Alibaba etwas sind, nach dem man sich richten kann, könnte dies der beste Weg sein, um profitabel an diesem schwierigen Markt beteiligt zu sein.

Insgesamt zeigt Ubers Ausstieg die Problematik später Markteintritte in web-basierten „Netzwerk-Märkten“, die auf einen Wandel in der Technologie oder der Markttrends warten müssen, bevor sie florieren. Er zeigt auch die Schwierigkeit der chinesischen Märkte, die ein enormes Marktvolumen bieten, aber in hohem Maße wettbewerbsorientiert sind. Der Vorteil liegt oft bei ortsansässigen Wettbewerbern. Hierbei reiht sich Uber in eine lange Kette von Unternehmen aus der ganzen Welt ein, deren Vorstandsetagen ihre Verluste in Chinas Märkten bedenken und ihre Möglichkeiten abwägen.

Dieser Artikel erschien zuerst auf “The Conversation” unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image „Taxi“ by laurapuig4 (CC0 Public Domain)


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  • CHEMIE mashable: This company plans to grow armies of drones in giant tubs of chemicals: Chemikalien in denen sich Maschinen selber produzieren. Alles unter Kontrolle eines Computers, also einem Chemputer. Das Unternehmen BAE Systems will einen Chemputer gebaut haben, der eine Armee von Drohnen bauen soll. Es wurden Bildern veröffentlicht, die der Klonproduktion aus den Star Wars Filmen gleicht. Laut Experten sei der offensichtliche nächste Schritt, Roboter in diesen Chemikalien zu entwickeln.
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  • STARTUP sueddeutsche: Wie ein Start-up den Lautsprecher neu erfinden will: Im Smartphone funktioniert alles digital oder? Fast. Eine Funktion, die mit am meisten benutzt wird – Lautsprecher – ist noch analog. Ein Startup aus Österreich möchte das nun ändern. USound will die Lautsprechertechnik revolutionieren. Die Lösung soll Silizium bringen.
  • HACKER techcrunch: Hacker takes over Oculus CEO’s Twitter account, announces new CEO: Kürzlich wurden die Social Media Accounts von Facebook-Gründer Mark Zuckerberg gehackt. Nun hat es auch den CEO von Occulus, Brendan Iribe, erwischt. Auf seinem Twitteraccount wurde ein neuer CEO von Occulus vorgestellt. Bei den meisten klingelte es wohl direkt und man war sich sicher, dass Iribe Opfer eines Hackerangriffs geworden war. Hat Twitter ein Sicherheitsproblem?
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  • TECHNOLOGIE sueddeutsche: China schockt die Konkurrenz mit extrem schnellen Supercomputern: In der digitalen Aufrüstung scheint die Volksrepublik China den anderen Großmächten einen ordentlichen Schritt voraus zu sein. Auf der International Supercomputing Conference (ISC), die in Frankfurt stattfand, kündigte die chinesische Delegation einen Fortschritt in ihrer Entwicklung an, der wohl über den Globus verteilt einige Unterkiefer Richtung Boden fallen ließ. Der neue Supercomputer aus China hört auf den Namen „Sonnenweg“ und erreicht eine theoretische Maximalleistung von 93 Billiarden Rechenoperationen pro Sekunde.
  • DIGITALISIERUNG gruenderszene: „Wir sind Europäer. Aus anderem Holz geschnitzt.“: Claus Kleber war für eine Reportage im Silicon Valley in Kalifornien unterwegs. Er hat mit einigen der klügsten Köpfe gesprochen, die gerade versuchen, durch digitale Innovationen die Welt zu verändern. Themen wie „selbstfahrende Autos“ und die Möglichkeit mit ihnen die Anzahl an Unfalltoten drastisch zu senken werden angesprochen. Man kriegt viele interessante Gedanken zu hören und Klebers Beitrag scheint von der „deutschen Angst“ befreit zu sein. Doch dann kommt sein Schluss-Statement: „Müssen wir mitgehen? Auf diesen Trip? Nein! Wir sind Europäer. Aus anderem Holz geschnitzt. Wir vergöttern Veränderungen nicht so. Das ist nicht unser Trip.“
  • TWITTER techcrunch: Twitter pays up to $150M for Magic Pony Technology, which uses neural networks to improve images: Nachdem Twitter 70 Millionen Dollar in den Musikdienst SoundCloud investierte, folgt nun die nächste Investition. Mit einer Summe von 150 Millionen Dollar wird das Londoner Unternehmen „Magic Pony Technology“ unterstützt, das Techniken entwickelt, um von Mensch geschossene Bilder durch selbstständiges Lernen zu verbessern. Twitter will so die Performance seiner Smartphone-App verbessern, weil vor allem damit viele Bilder hochgeladen werden.
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