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Gigaset GS185 im Test: Starker Alltagsbegleiter für unter 200 Euro

Gigaset GS185

Vor kurzem hat Gigaset seine neuen Mittelklasse-Smartphones vorgestellt. Dabei zeigte der Hersteller seine Modelle GS180, GS100 und das GS185 welche schon für wenig Geld erhältlich sind. Um zu sehen, was genau das leistungsstärkste Modell der Reihe – das Gigaset GS185 – alles kann, habe ich das Smartphone in meinen Alltag integriert und es auf Herz und Nieren getestet. Wie das GS185 hergestellt, konnte die Netzpiloten-Redaktion übrigens während eines Werksbesuchs in Bocholt erleben.

Mein erster Eindruck

Nachdem ich das Smartphone aus dem Karton geschält habe, war ich freudig überrascht, denn ich hatte für so ein günstiges Smartphone – was gerade einmal um die 179 Euro kosten soll – nicht so etwas Schickes erwartet. Das Design erinnert an die Modelle von LG und sieht zudem sehr stylisch und elegant aus. Das Smartphone ist in verschiedenen Farben erhältlich: Midnight Blue und Metal Cognac in metallic-farbener Effekt-Lackierung. Mit seinem 5,5 Zoll IPS-Panoramadisplay im 18:9-Format, HD+-Auflösung und einem schmalen Rand, hat es für mich persönlich genau die richtige Größe und lässt sich gut bedienen.

Auf der Rückseite befindet sich ein Fingerabdrucksensor und meiner Meinung nach auf genau der richtigen Stelle, denn so lässt sich das Gerät handlich einschalten. Dieser reagiert zudem auch äußerst schnell. Dennoch kann man einstellen, dass neben dem Fingersensor noch eine andere Entsperrvariante gewählt werden kann, wie beispielsweise ein Muster eingeben oder eine PIN.

Das Einrichten verlief ganz schnell, unkompliziert und ohne Probleme. Das Smartphone läuft mit Android Oreo 8.1 und ist mit einem 425 Quad-Core Prozessor von Qualcomm ausgestattet.

Das Gigaset GS185 im vollen Einsatz

Ich habe das Gigaset GS185 sofort gegen mein altes Smartphone eingetauscht und voll in Betrieb genommen. Das bedeutet die Nutzung von sämtlichen Apps wie unter anderem Google Maps, Spotify, Facebook, oder auch WhatsApp. Auch mit meiner Fitbit konnte ich mich nach anfänglichen Verbindungsproblemen dann schließlich koppeln.

Die Nutzung des Smartphones hat mir von Beginn an sehr gut gefallen. Es lässt sich angenehm bedienen und besonders gut finde ich die Auflösung des Displays mit 1440 x 720 Pixel (HD+), die ich für ein günstiges Smartphone kaum erwartet habe.

Mein Smartphone ist bei mir viel im Einsatz, weshalb es mich umso mehr überrascht hat, wie standhaft der Akku ist. Mit einem 4.000 mAh fassenden Akku mit Fast-Charge-Technologie muss ich das Smartphone viel seltener an den Strom anschließen als ich es bei meinem Sony bisher machen musste. Je nachdem wie sehr ich es beanspruche hält dieser auch mal bis zu drei Tage.

Ein paar Auffälligkeiten gibt es dennoch

Negativ fällt mir allerdings auf, dass nach mehreren Tagen Nutzung das Gerät in allem etwas länger braucht. Drücke ich beispielsweise auf die Power-Taste, dauert es mehrere Sekunden, bis es sich einschaltet. Nachdem ich das Smartphone neu gestartet habe, läuft es allerdings wieder reibungslos und angenehm schnell. Was außerdem auffällt ist auch das ruckelige Verhalten, sobald ich mich auf Facebook herumtreibe. Beim Scrollen ist das Gerät manchmal eher zögerlich unterwegs und braucht seinen Moment, bis es sich wieder gefangen hat. Das ist auch nicht bei jeder Nutzung der Fall, sondern scheint tagesformabhängig zu sein.

Dennoch punktet das Smartphone in anderen Bereichen. Unter anderem macht es mit seiner 13-Megapixel-Kamera Fotos, die für den normalen Alltag absolut in Ordnung sind. Auch an der Frontkamera habe ich nichts zu meckern und selbst hier fand ich die Möglichkeit, auch einen Blitz zu aktivieren, sehr praktisch.

Hat man ein paar schöne Bilder gemacht, kann man diese auch noch bearbeiten. Dafür stellt das Smartphone eine ganze Reihe an Tools zur Verfügung, bei denen man sich ordentlich austoben und die Bilder bearbeiten kann.

Das Haar in der Suppe

Es gab hier und da ein paar kleine Auffälligkeiten, die ich mir bisher noch nicht erklären konnte. Die LED-Anzeige im oberen Bereich des Smartphones wollte irgendwie nicht so reibungslos funktionieren. Jedenfalls nicht bei meiner Web.de-App. Bei WhatsApp blinkt, sofern es nicht anders eingestellt wurde, das LED-Lämpchen normalerweise grün. Bis das so richtig lief, hat es eine ganze Weile gedauert, aber nach langem Hin- und Herstellen klappte es dann.

Bei meiner Mail-App, die üblicherweise gelb blinkt, wollte das einfach nicht ohne Probleme laufen. Anstelle eines gelben Lichts bekam ich vielmehr ein wirres Blinkgewusel in den Farben Grün und Rot. Als es mir nicht gelang, die Ursache dafür zu finden, habe ich mir einen LED-Manager auf das Smartphone geladen, doch auch hier drang die gelbe Farbe einfach nicht durch. Ich entschied mich dann für rot, was, wie sich leider herausstellte, auch die einzige Farbe war, die mir angezeigt wurde.

Ein treuer Alltagsbegleiter ohne viel Schnick-Schnack

Da ich täglich viel Zeit im Auto oder in der Bahn verbringe, höre ich auch dementsprechend viel Musik. Da ist mir ein angenehmer Klang ganz besonders wichtig. In dieser Hinsicht hat mich das Gigaset GS185 nicht enttäuscht. Der Sound ist absolut in Ordnung, bietet aber auch nichts Außergewöhnliches. Für meine täglichen Reisen reicht es jedoch allemal.

Wer Musik nicht via Spotify oder anderen Streaming-Diensten hört, der kann das Smartphone mit einer SD-Karten aufrüsten, falls der interne Speicher von 16 GB nicht ausreicht. Hierfür bietet das Gerät einen Dual-SIM und einen SD-Slot. Hier finden also zwei Dual-SIM-Karten und eine SD-Karte mit bis zu 256 GB Platz.

Für wen geeignet?

Das Smartphone hat seine Stärken und Schwächen und für mich überwiegen ganz klar die Stärken. Um auf sozialen Kanälen unterwegs zu sein, mit den Freunden und der Familie zu kommunizieren, nette Bilder zu schießen oder seine Emails im Blick zu behalten (wenn auch mit rotem Blinklicht) ist das Smartphone für einen Preis von 179 Euro mehr als ausreichend. Es reagiert schnell, hat eine angenehme Größe für diejenigen, die lieber ein größeres Smartphone in der Hand halten und sieht dazu noch sehr stylisch aus. Auch Spiele lassen sich ohne Umstände auf dem Smartphone gut spielen. Der Akku hat einen langen Atem und hält einiges aus.

Ja, das Smartphone weist hier und da ein paar kleine Macken auf, aber für das Geld sollte man eben auch nicht zu viel erwarten. Besonders gut eignet es sich für diejenigen, die nicht den ganzen Tag am Smartphone hängen und nicht den allerbesten Standard erwarten. Als Einsteigergerät empfinde ich es als ebenso gut geeignet. Ich persönlich arbeite viel mit meinem Smartphone und hab mich dabei nicht von den Kleinigkeiten stören lassen, zumal diese auf alle Fälle ausbaufähig sind. Wer also nach einem fähigen Mittelklasse-Smartphone sucht, der ist hier meiner Meinung nach genau an der richtigen Stelle.

Gigaset Smartphone GS185 bei Amazon (Provisions-Link).


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  • INSTAGRAM LITE handy.de: Instagram Lite: Spar-Version der Foto-App schon jetzt testen: Facebook hat es schon vorgemacht und Instagram zieht jetzt nach! Mit Instagram Lite wird demnächst die abgespeckte Version der Foto-App in Deutschland erscheinen. Mit nur rund 573 KB braucht die Light-Version nur einen Bruchteil des Speicherplatzes der Haupt-App – der beträgt rund 32 MB. Die App ist als Einsteigerversion der Haupt-App zu betrachten, Funktionen umfassen das Posten von Stories und Beiträgen im Feed. Lediglich das Senden von Direktnachrichten und die Einbindung ist nicht möglich – zumindest noch nicht. Auch diese Funktionen seien geplant und sollten in den nächsten Monaten implementiert werden.

  • GOOGLE DUPLEX t-online: Das sagen die ersten Tester über Google Duplex: Eine KI-Stimme, die fast nicht von einem Menschen zu unterscheiden ist. Als Google erstmals ihren Assistenten Duplex ankündigte, reagierte die Öffentlichkeit gleichermaßen mit Schrecken und Faszination. In einem aktuellen Demo-Video zeigt Google jetzt den Telefon-Assistenten. Der kann beispielsweise Reservierungen für den Nutzer tätigen, ohne dass dieser selbst zum Hörer greifen muss. Jetzt gibt es die ersten Tester-Stimmen zum smarten Assistenten. Google Duplex soll dann in den nächsten Wochen auf den Markt kommen.

  • PATENTSTREIT tagesschau: Apple und Samsung einigen sich – Patentstreit ums Smartphone beendet: Sieben Jahre hat er angedauert – der Patentstreit zwischen Apple und Samsung. Der große Apfel hat seinem koreanischen Konkurrenten 2011 Plagiat vorgeworfen – Samsung soll das Design von iPad und iPhone gestohlen haben. Die Unternehmen legten den Streit jetzt bei, stellten das Verfahren ein und konnten sich außergerichtlich einigen. Ursprünglich startete Apple-Gründer Steve Jobs die Fehde, um den Konkurrenten Samsung zu untermauern. In einem ersten Verfahren hat das Gericht Apple schließlich auch Recht gegeben. Die Konkurrenz durch die Koreaner besteht aber bis heute.

  • AR golem: Pokémon Go – Niantic öffnet seine AR-Plattform für Drittentwickler: Augmented Reality soll bald so flüssig wie nie funktionieren. In 2016 löste die Firma Niantic mit ihrer AR-App Pokémon Go einen globalen Hype aus. Einwandfrei funktionierte die AR-Technologie zu diesem Zeitpunkt aber nicht immer. Jetzt hat Niantic ein englisches Startup übernommen, sich in London niedergelassen und eine neue AR-Technologie vorgestellt, die das Verschmelzen der echten und simulierten Welt noch flüssiger macht. Das Stichwort dabei ist Machine Learning – dadurch sollen sich die echte und erweiterte Realität noch besser verstehen.

  • TRANSPARENZ t3n: Facebook und Twitter zeigen euch alle Anzeigen eines Accounts: Auf Facebook und Twitter soll künftig wieder für mehr Transparenz gesorgt werden. Der Nutzer kann jetzt einsehen, welche Anzeigen ein Account erstellt hat. Im Jahr 2016 gerieten die Plattformen während der US-Wahl mächtig in Kritik. Im Zuge des Wahlkampfes machten Fehlinformationen auf Social Media die Runde. Wie die Anzeigen eines Seitenbetreibers bei Facebook oder Twitter eingesehen werden können, zeigen die Kollegen von t3n.

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  • INSTAGRAM Heise: Instagram TV attackiert Youtube: Hochkant-Videos mit bis zu 60 Minuten Laufzeit: Jeder, der gerne Insta-Storys dreht weiß, dass normalerweise nach 15 Sekunden Schluss ist und die nächste Story gestartet werden muss. Für diejenigen, für die das nicht reicht, soll es bald die Möglichkeit geben 60-minütige Instastorys zu drehen. Das wird der Videoplattform YouTube ganz schön zusetzen, denn Instagram hat es sich fest zum Ziel gemacht, somit die jüngere Zielgruppe anzusprechen, die keine Lust auf klassisches Fernsehen hat. Unter dem Namen IGTV sollen die Hochkant-Videos, die den kompletten Bildschirm auf dem Smartphone ausfüllen, neben Privatpersonen auch Influencer ansprechen. Die Videos werden, ähnlich wie beim klassischen Fernsehen, in Kanälen gesammelt, um einen geordneten Überblick zu schaffen. Schon in den nächsten Wochen soll IGTV weltweit verfügbar sein.

  • FACEBOOK Computer Base: Paywall: Facebook testet kostenpflichtige Gruppen: Muss bald für Facebook-Gruppen bezahlt werden? Derzeit testet Facebook nämlich kostenpflichtige Gruppen, bei denen die Administratoren von ihren Gruppenmitgliedern einen monatlichen Beitrag zwischen fünf und 30 US-Dollar kassieren können. Die sogenannten Subscription Groups beschränken sich testhalber auf eine kleine Anzahl von Gruppen innerhalb der USA. Aber was steckt hinter dem Gedanken von den Gruppenmitgliedern Geld einzufordern? Facebook möchte mit diesen Beiträgen die Arbeit der Gruppen-Administratoren honorieren. Doch hofft das soziale Netzwerk auch, dass somit exklusive Inhalte innerhalb der Gruppen entstehen werden. Nutzer können, sobald sie ein Abo abgeschlossen haben, dieses auch wieder monatlich kündigen.

  • DIGITAL KEY GameStar: Digital Key 1.0 – Autos per Smartphone öffnen und starten: Wie wäre es, wenn man künftig sein eigenes Auto mit dem Smartphone öffnen und auf das lästige Schlüssel suchen verzichten könnte? Car Connectivity Consortium (CCC) möchte genau das möglich machen. Hinter dem Namen CCC versteckt sich eine interindustrielle Kollaboration von Auto- und Smartphone-Herstellern. Mit dem sogenannten Digital Key können Autofahrer dann ihr Auto mit dem Smartphone öffnen, starten und schließen. Zudem können mithilfe dieser Technologie auch weitere Schlüssel für das Auto erstellt oder auch geteilt werden. Was steht dabei im Fokus? Laut dem CCC soll natürlich der Komfort, die Bequemlichkeit und die sichere Nutzung der Fahrzeughalter im Vordergrund stehen.

  • GOOGLE Golem: Google veröffentlicht eigene Podcast-App: Wer ein Fan von Podcasts ist, für den hat Google jetzt eine neue Android-App unter dem Namen Google Podcast vorgestellt. Über den Google Assistant ist die App somit auf allen Geräten integriert. Somit können auch über Googles smarte Lautsprecher per Spracheingabe Podcasts aufgerufen und gehört werden. Startet man beispielsweise einen Podcast auf dem Smartphone, so kann dieser später über ein anderes Gerät weiter gehört werden, da die Hörstücke synchronisiert werden. Zudem können sich die Nutzer Empfehlungen zukommen lassen, die auf die Hörgewohnheiten der jeweiligen Nutzer abgestimmt sind. Wie genau das funktioniert, hat Google bisher noch nicht bekanntgegeben, dennoch steckt hier der Einsatz von künstlicher Intelligenz dahinter.

  • AMAZON Internetworld: Amazon lässt mit Alexa bezahlen: Online Banking ist ja schon was Feines und dann ist es noch so bequem und einfach. Allerdings kann online Bezahlen bald noch einfacher werden. Amazon möchte Kunden nämlich ermöglichen in Zukunft ihre Käufe per Sprachbefehl zu erledigen. Das Ganze wird derzeit noch getestet, aber soll sogar noch in diesem Jahr verfügbar gemacht werden. Ganz ohne Risiken ist diese Bezahlmethode natürlich nicht. Vielmehr bietet sich diese Art zu Bezahlen eher für Produkte des täglichen Bedarfs an, wie etwa Produkte, die man zum Kochen benötigt.

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“Mobile Recruiting” – mit einem Wisch zum Traumjob?

mohamed_hassan - pixabay

Anschreiben formulieren, Lebenslauf überarbeiten, Zeugnisse scannen und professionelles Bewerbungsbild erstellen lassen. Der Weg zu einer soliden Bewerbung, wenn auch online versendet, beinhaltet noch immer viele Schritte. Doch ist dieser Prozess überhaupt noch zeitgemäß? Die Bewerbung per Smartphone verspricht Abhilfe. Aber wie genau verändert „Mobile Recruiting“ den Bewerbungsprozess und welche Vor- und Nachteile entstehen dabei für Privatpersonen und für Firmen?

Kaum ein Unternehmen setzt heutzutage noch auf Printanzeigen, wenn es um die Rekrutierung von neuem Personal geht. Stellenanzeigen in verschiedenen Online-Portalen gehören längst zum guten Ton im Personalmanagement von Unternehmen aller Art, ob Mittelständler oder Großkonzern. Doch nicht nur der Stellenmarkt, sondern auch der Bewerbungsprozess selbst steht dabei im Wandel der Digitalisierung. So versprechen zahlreiche Apps, den Bewerbungsprozess zu erleichtern, indem sie umfassend auf diesen vorbereiten oder gar versuchen ihn komplett zu erneuern. Vereinfachte Bewertungssysteme oder mit Hilfe von Algorithmen optimierte Auswahlprozesse sollen dabei helfen, Job und Bewerberin oder Bewerber noch besser aufeinander abzustimmen. Besonders die typischen Wünsche der Generation Y, wie beispielsweise Flexibilität, Mobilität und schnelle Informationsbeschaffung, erhalten dabei die Möglichkeit, endlich auch bei der Jobsuche Berücksichtigung zu finden.

Bewerbung per App – it’s a match!

Laut einer Studie der Hochschule Rhein Main und der Jobbörse Jobware benötigen die Hälfte aller Befragten noch immer zwischen ein und drei Stunden für eine Bewerbung. Zeitersparnis, das höchste Gut der Generation Y, steht deshalb im Vordergrund jeder App. Jobportale wie Monster.de oder Stepstone.de werben daher mit Kurzbewerbungen, die versprechen die Bewerbung mit einem Klick zu versenden. Gleichzeitig bekommen Unternehmen standardisierte Bewerbungen, die einfacher vergleichbar sind.

Die App „TalentCube“ geht einen Schritt weiter. Mit Hilfe von selbstgedrehten Kurzvideos soll das klassische Bewerbungsgespräch künftig bequem mit dem Smartphone von zu Hause geführt werden. Unternehmen erhalten die Möglichkeit, die App mit job- oder persönlichkeitsbezogenen Fragen zu füttern. Die Bewerberinnen oder Bewerber beantworten diese Fragen dann mit Hilfe von kurzen Videos, die sie selbst mit der Frontkamera ihres Smartphones drehen. Der Clou: Dabei erhalten alle nur einen Take, um die Fragen zu beantworten, so wird die Situation eines klassischen Bewerbungsgesprächs simuliert und simultan die Spontanität getestet. Keine Anreisekosten, keine Wartezeit und trotzdem ein persönlicher Eindruck der Jobanwärter. Ein Gewinn an Zeit und Effizienz sowohl für Jobsuchende als auch für die Personalabteilung, so zumindest die Hersteller der App.

Beim „Robot Recruiting“ entscheidet der Algorithmus

Nicht nur der Bewerbungsprozess, sondern auch das Auswahlverfahren selbst wird zunehmend durch moderne Technik optimiert. Beim sogenannten „Robot Recruiting“ liest nicht die Personalabteilung, sondern der Computer den Lebenslauf der Jobinteressenten. Dabei entscheidet ein Algorithmus, wer für den Job geeignet ist. Unter dem Deckmantel der fairen Bewertung gleicht der Algorithmus dabei ab, ob die für den Job geforderten Eigenschaften erfüllt sind. Welche Eigenschaften gefragt sind, entscheidet die Person, die den Algorithmus programmiert. Hard-Skills wie Sprachkenntnisse oder Jahre an Berufserfahrung sind dabei für die meisten Algorithmen selbstverständlich einfacher auszulesen als Soft-Skills, wie beispielsweise Teamfähigkeit. Trotzdem könnte ein transparentes Bewertungssystem frei von menschlichen Vorurteilen für ein Plus an Fairness auf dem Arbeitsmarkt sorgen, wenn auch (unter Umständen) auf Kosten des Bauchgefühls, das bisher noch in den meisten Unternehmen darüber entscheidet, wer wirklich ins Team passt.

Damit sind Algorithmen in der Lage, nicht nur unter Personen auszuwählen, die sich aktiv für den Job beworben haben, sondern auch selbständig in verschiedenen Netzwerken nach passenden Kandidatinnen und Kandidaten zu suchen. Welche Seiten wurden geliked, worüber wird gepostet und vor allem: wer verfügt über ein ausreichend großes Netzwerk? Wer kennt die führenden Köpfe der Branche? Ist eine passende Kandidatin oder ein passender Kandidat gefunden, bewirbt sich das Unternehmen bei diesen. Damit dreht sich der klassische Bewerbungsprozess und Unternehmen buhlen aktiv um ihr zukünftiges Personal. Setzt sich diese Form des „Robot Recruitings“ durch, bedeutet das, dass sowohl Firmen als auch Privatpersonen, ob auf der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle oder nicht, darauf angewiesen sind, Präsenz auf Online-Plattformen zu zeigen. Laufen damit alle, die nicht bereit sind ihre Daten online preiszugeben Gefahr, auf dem Arbeitsmarkt abgehängt zu werden?

Risiken und Nebenwirkungen

Um die Vorteile der Digitalisierung im Bewerbungsprozess langfristig nutzen zu können, gilt es nach offenen Baustellen in der aktuellen Entwicklung zu suchen. Die Suche danach beginnt mit der Zielgruppe. Die Generation Y, die gerade erste Schritte auf dem Arbeitsmarkt unternimmt, bewegt sich gewohnt intuitiv und damit problemfrei in digitalen Gewässern. Sie ist gewöhnt an schnelle Bewertungssysteme und kurze Kommunikationswege. Damit liegt ein naheliegendes Problem auf der Hand: Andere Generationen sind gewohnt an alte Bewerbungsprozesse und sind weniger präsent auf den entsprechenden Plattformen. Diese Beobachtung geht Hand in Hand mit der, über die Art der Jobs, die auf den neuen digitalen Pfaden wandern. Scheinbar naturgegeben erscheinen Sektoren, die ihr täglich Brot auf die eine oder andere Weise durch oder mit Hilfe von medialen Prozessen verdienen, offener für neue digitale Entwicklungen. Eine Stelle in einer Redaktion oder einer Marketing Abteilung wird daher potentiell eher Gebrauch von den neuesten Bewerbungstools machen, als ein Ausbildungsplatz in einer Autowerkstatt.

Eine weitere Herausforderung bietet der Datenschutz. Was passiert mit sensiblen Bewerberdaten nach dem Bewerbungsverfahren und wie erkläre ich dem Algorithmus, dass ich nicht möchte, dass meine Daten in autonomen Headhuntings Berücksichtigung finden? Letztendlich birgt die mobile Bewerbung damit die Gefahr, die gläserne Bürgerin oder Bürger zum Optimum des Bewerbungsmarktes zu erheben. Privates und Berufliches vermischen sich unwiderruflich, wenn auf sozialen Netzwerken nur noch das geteilt wird, was dem zukünftigen Arbeitgeber oder der zukünftigen Arbeitgeberin potentiell gefallen könnte. Wird der Arbeitsplatz zudem beispielsweise auf dem eigenen Profil angegeben, stellt sich außerdem die Frage, ob auf der entsprechenden Plattform noch als Privatperson agiert wird, oder doch als Repräsentant des Unternehmens.

Letztendlich erscheinen besonders kleine und mittelständische Unternehmen in Deutschland noch immer im Dornröschenschlaf hinsichtlich der Akzeptanz neuer Techniken. An innovativen Ideen, die versprechen den Bewerbungsprozess einfacher, transparenter und damit letztendlich effektiver zu machen mangelt es jedenfalls nicht. Denn die Bewerbung per Smartphone bietet nach wie vor viel Potential. Neben der Zeitersparnis stellt vor allem die objektive Bewertung einen großen, potentiellen Vorteil des Mobile Recruitings dar. Ob zwischenmenschliche Prozesse und das Recht auf Privatsphäre dabei jedoch genügend berücksichtigt werden, bleibt abzuwarten.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Politik-Digial


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WhatsApp und seine neuen Updates

Bei WhatsApp hagelt es seit einiger Zeit Updates. Nachdem wir uns schon darüber gefreut haben, dass man WhatsApp-Nachrichten jetzt auch im Hintergrund hören kann, gibt es neben einem weiteren neuen Gruppen-Feature jetzt auch die Möglichkeit sich in Gruppen per Videochat zu unterhalten.

Gruppenchats besser organisieren

In Gruppenchats gibt es ja oft das Problem, dass wenn jemand im Nachgang hinzugefügt wurde, dieser noch einmal die wichtigsten Fakten der Gruppe erklären muss, oder worum es sich in der Gruppe handelt. Jetzt kannst du aber eine Gruppenbeschreibung direkt hinzufügen. Was du da rein schreibst, bleibt dir als Gruppenadmin natürlich selbst überlassen. Das kann zum einen der Zweck der Gruppe, wichtige Daten, oder auch Regeln für die Gruppe sein. Diese Informationen kannst du dann unter der Gruppeninfo abrufen und bist sofort auf dem neuesten Stand.

Gruppen können detailiert geschrieben werden. Screenshot by Jennifer Eilitz

Lege Admins fest

Wenn du Admin einer Gruppe bist, dann kannst du jetzt auch festlegen, welche der anderen Administratoren ihre Rechte wieder verlieren sollen. Außerdem kannst du als Admin auch entscheiden, ob andere Mitglieder in der Gruppe befugt sind, das Gruppenbild zu ändern, oder die Gruppenbeschreibung oder den Betreff zu bearbeiten.

Nicht den Überblick verlieren

Wer in vielen Gruppen unterwegs ist, in denen viel geschrieben wird, der wird das Problem kennen, nicht immer alles mitzubekommen. Mit dem neuen Update kannst du jetzt allerdings über die @-Suchfunktion herausfinden, wann du erwähnt wurdest. Dafür kannst du einfach im Chatfenster rechts unten neben dem @ deinen Namen schreiben. Anschließend kannst du sehen, wann dein Name erwähnt wurde, oder aber auch, wer auf deine Nachrichten geantwortet hat – vorausgesetzt, derjenige hat auch die @-Funktion im Chat benutzt.

Wer suchet, der findet

Besonders bei Gruppen mit vielen Mitgliedern, weiß man manchmal gar nicht, wer sich eigentlich alles in der Gruppe befindet. Bei großen Gruppen kann es deshalb manchmal ganz nützlich sein einen besseren Überblick zu bekommen. Daher kannst du jetzt auch über die Suchfunktion in der Mitgliederliste nach den Leuten suchen.

Und du bist raus

Manchmal wird es jedoch in einigen der Gruppen einfach zu viel. Ein Blick auf das Smartphone und schon findet man gefühlt 1.000 neue Nachrichten auf dem Display. Wem das zu viel wird, der kann natürlich auch Gruppen verlassen. Wenn du allerdings erstmal eine Gruppe verlassen hast, dann kann man dich nicht mehr so schnell wieder in diese Gruppe aufnehmen.

Für diejenigen, die tatsächlich viel die Gruppen-Funktion nutzen, für die wird das Update ganz gelegen kommen, denn endlich es ein bisschen mehr Ordnung und Möglichkeiten innerhalb der Gruppen, was ja vorher erst noch ein bisschen dürftig war.

Von Angesicht zu Angesicht

Jetzt ist eine weitere Neuheit im Gespräch: Gruppen-Video-Chats. Dass man sich per Videoübertragung via WhatsApp mit seinem Chatpartner unterhalten kann, ist ja keine Neuigkeit mehr. Aber in Zukunft sollen auch Gruppen davon profitieren können. Wann diese Funktion allerdings verfügbar sein wird, kann man noch nicht genau sagen, denn lediglich diejenigen, die WhatsApp-Beta Funktion 2.18.162 nutzen, konnten von dem neuen Feature bisher Gebrauch machen.


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  • YOUTUBE MUSIC golem: Google attackiert Spotify mit kostenlosem Musikstreaming: Spotify, Amazon Music und Co. bekommen Konkurrenz! Auch Youtube möchte jetzt einen eigenen Musikstreamingdienst anbieten. Wie die Konkurrenz,  soll dieser Dienst zum Teil werbefinanziert und dafür kostenlos sein. Weitere Funktionen würde es dann gegen Bezahlung geben. Außerdem kommt das Modell Youtube Premium nach Deutschland, welches ein Nachfolgemodell von Youtube Red darstellt und hierzulande nie angeboten wurde. Youtube Music soll laut Google noch im Mai in den USA und zu einem späteren Zeitpunkt in Deutschland erscheinen.

  • WHATSAPP chip: Großes Update für WhatsApp: Gruppen bekommen neue Funktionen: Ein neues Update für die Messenger-App hält viele Neuerungen bereit, die vor allem für Gruppen interessant sind. Die neuen Features sind bereits in den Beta-Versionen von WhatsApp für iOS und Android zum Testen verfügbar. Zu den neuen Features zählt eine Gruppenbeschreibung odere genauere Admin-Berechtigungen, Gruppengründer dürfen beispielsweise nicht mehr aus Gruppen entfernt werden. Auch Gruppenbilder und -beschreibungen können nicht mehr von jedem Mitglied einfach geändert werden. Alle Neuerungen hat euch Chip in ihrem Artikel zusammengefasst.

  • GOOGLE PAY curved: Deutschlandstart von Google Pay: Erste Nutzer haben die App schon: Bargeldlose Bezahlen ist nach wie vor ein großes Thema. Auch Googles Bezahldienst Google Pay könnte in Deutschland bald an den Start gehen. Erste Nutzer haben die App zum bargeldlosen Bezahlen bereits auf dem Smartphone. Die App funktioniert an Terminals, die kontaktloses Bezahlen ermöglichen. Dafür muss man das Smartphone einfach über das Terminal halten und den Einkauf mit einem Code oder Fingerabdruck bestätigen. Der Dienst soll schon bald starten – sollte das wirklich so sein, wäre Google der Konkurrenz einen Schritt voraus, die ihren kontaktlosen Bezahldienst bisher noch nicht launchte.

  • DSGVO heise: Last-Minute-Hilfe gegen Abmahnungen und Bußgelder: Zum 25. Mai 2018 wird die EU-Datenschutzgrundverordnung wirksam. Der Wirbel in der Onliner-Welt und die Angst um Abmahnwellen und Bußgelder ist groß. Was am 25. Mai wirklich passieren wird, ist nicht ganz klar, wichtig ist es aber vorbereitet zu sein und zu prüfen, ob man DSGVO-konform ist. Aktuelle Entwicklungen und konkrete Leitfäden haben die Kollegen von Heise und c’t zusammengefasst.

  • STEAM LINK computerbase: Steam Link App im Test: Die Hardware per Software getötet: Hochauflösende PC-Spiele auf dem Handy zocken soll mit der Steam Link App bald möglich sein. Die App wahrscheinlich noch im Mai für iOS und Android erscheinen. Gamer erhalten so die Möglichkeit ihre Steam-PC-Games auch auf dem Smartphone zu zocken. Das Ganze funktioniert dann mit dem hauseigenen Steam-Controller, aber auch mit den meisten anderen Bluetooth-Controllern. Die Steam Video App soll dann im Sommer folgen.

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„Für Originalität muss man die Welt wahrnehmen“: Technikphilosoph Mads Pankow im Interview

Den Rückruf zum Interview über KI und Kreativität mit Mads Pankow bekomme ich auf einer kleinen Lichtung mitten im Teutoburger Wald. Der 33-jährige Technikphilosoph, Herausgeber und Politikberater sitzt an diesem sonnigen Dienstagnachmittag im Mai gut vorbereitet in seinem Berliner Büro – ihm liegen meine Fragen vor – ich habe immerhin Stift und Papier dabei. Es geht um KI und Kreativität. Dazu gehören das bisschen Bewusstsein, das Computern fehlt, poetisch interessante Ergebnisse, die sie trotzdem liefern und den Mensch als letztverantwortliche Instanz. Mads Pankow wird beim Kongress Mind the Progress eine Keynote zum Thema halten, wie originell die Technik ist. Der Kongress kümmert sich um Themen zu Kreativität und Digitalisierung und findet am 1. Juni in Hamburg statt. Im Anschluss wird auf einem Panel mit Branchenexperten über KI als kreativen Partner diskutiert. 

Lena Simonis (Netzpiloten): Man sagt, Not mache erfinderisch. Wie kann man sich das kreative Potential eines Algorithmus vorstellen, der zwar ein Problem löst, dazu aber nur definierte Schritte durchrechnet?

Mads Pankow: Klar, ein Algorithmus kennt keine Not. Er hat keine Absicht, keine Motivation. Sein einziger Antrieb sind unsere Anweisungen. Der Mut zu ungewöhnlichen Ansätzen und Kombinationen, aus denen sich die Kreativität derer schöpft, die in Not sind, kennt ein Algorithmus nicht. Aber ein Computer kann natürlich trotzdem mutig kombinieren, er weiß nur nicht was er da tut. Da gibt es etwa das All prior arts project: Hier rekombiniert eine Software Millionen von Patenten, aber bisher war keins davon brauchbar.

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Adrian Thompson ließ 1996 einen Algorithmus einen Schaltkreis zur Tonausgabe berechnen. Der Algorithmus kam nicht nur zu einem effektiveren Ergebnis, sondern auch zu einem originellen Lösungsansatz.

Spannend bei „problemlösenden“ Algorithmen sind evolutionäre Algorithmen. Das ist keine KI, aber schon in den 90ern haben Algorithmen nach dem Optimierungsprinzip eigene Schaltpläne entwickelt, die effizienter, aber für Menschen regelrecht unverständlich waren. Man könnte sagen, die Software hätte da etwas Originelles gemacht. Da werden nicht nur definierte Schritte durchgerechnet, sondern wirklich wild kombiniert. Das können Computer gut, weil sie viel, viel schneller sind als Menschen.

Es gibt inzwischen Programme, die bessere Sportmeldungen texten als mancher Redakteur – welche „kreativen“ Jobs können uns Maschinen demnächst noch abnehmen?

Naja, was heißt „bessere“ Sportmeldungen. Wenn sie nur Informationen enthalten, kann man nicht viel falsch machen: Das Spiel ging 7:1 aus, eine Demütigung. Fakten in Phrasen übersetzen ist wirklich nicht aufwändig. Die Frage ist hier nicht, ob die Maschine kreativ ist, sondern ob das, was wir als kreative Arbeit bezeichnen wirklich immer so originell ist, oder doch nur die Anwendung eingeübter Gestaltungs- und Stilregeln. Maschinen können gut Lösungen für Probleme finden, die Menschen nicht durchschauen. Aber sie wissen am Ende nicht, ob die Lösung in der Praxis taugt. Menschen müssen also nach wie vor die Ergebnisse prüfen, einen Realitätscheck machen und auch die Anweisungen und Aufträge so übersetzen, dass Maschinen sie verstehen.

Algorithmen haben also keine Wahrnehmung, sie können weder Mehrdeutigkeit, Intuition, noch Neugier; all die wichtigen Fähigkeiten für kreative Prozesse fehlen ihnen – noch?

Nein, also dieses nachgeschobene “noch“ können wir vorerst streichen. Wir haben keinen Hinweis darauf, dass sich mit digitaler Technik ein Bewusstsein ähnlich dem menschlichen realisieren ließe. Dafür braucht es Selbstbewusstsein, also die Beobachtung der eigenen Beobachtung, eine paradoxe Operation. Aber Paradoxien führen bei Computern zum Absturz, sie lassen sich formallogisch nicht abbilden. Da möchte ich also mindestens bis zur Funktionsfähigkeit von Quanten- oder Biocomputern entwarnen – und wann die mal laufen sollen, ist bisher völlig unabsehbar. Aber klar, viele Formen der Kreativität lassen sich simulieren: etwa Lösungsfindung durch Versuch und Irrtum, wie bei den evolutionären Algorithmen, oder Gestaltung nach Schema F, beziehungsweise gelernten Gestaltungsroutinen. Das sieht tatsächlich häufig besser aus als das, was Menschen so liefern.

Vor 100 Jahren schworen die Post-Impressionisten auf La fée verte. Sind Algorithmen sowas wie der neue Absinth der Kreativbranche, Inspiration und Mode?

Ja klar, Algorithmen können sehr inspirierend sein, weil sie außerhalb unserer eingeübten Denkstrukturen funktionieren. Sie rekombinieren und vermischen völlig ohne Absicht und Einsicht. Da kann durchaus Neues entstehen. Googles Mensch-KI-Kollaboration Deep Dream mit seinem digitalen Surreal-Impressionismus wäre ein Beispiel. Das verfolgt keinen Zweck und dient nur der Inspiration. In der Praxis wird uns die Software vor allem assistieren, indem sie beispielsweise Arrangements nach vorgegebenen oder erlernten Regeln vorschlägt und wir dann nachbessern oder aufbohren. Aber wie gesagt, da geht es vornehmlich um zweckmäßige gestalterische Tätigkeiten. Für die Kunst sind Algorithmen bisher nur Spielzeug, da hilft der gute alte Absinth doch deutlich mehr.

Wir müssen also nicht um unsere Jobs bangen?

Ich denke, die wenigsten Jobs werden durch KI ersetzt werden. In den meisten Fällen erleichtert die KI unsere Arbeit, assistiert uns, rechnet mit, schlägt vor und inspiriert. Aber nichts was KI bisher geliefert hat, hat aus sich heraus schon funktioniert, auch im Kreativbereich noch nicht. Am Ende war alles nur interessant, aber durchschnittlich, uninspiriert eben. Oder Menschen mussten die Ergebnisse nachjustieren, damit sie wirklich ästhetischen Wert hatte. Dennoch reichen ja manchmal auch durchschnittliche Leistungen. Nicht jede Zahnarzt-Homepage muss den Ansprüchen ästhetischen Genusses genügen, da tut‘s dann vielleicht auch die sich selbst erstellende Homepage von the grid.

Vielen Dank für das Interview Herr Pankow!


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Crowd-Juwel: Das Gärtnerglück CloudRain

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Supersmarte Gartenbewässerung mit crowd-finanzierter Lösung CloudRain

Wir Netzpiloten durchstreifen regelmäßig die verschiedenen Crowdfunding-Projekte im Internet. Uns begeistern Produkte und Aktionen, die durch diese innovative Finanzierungsform erst möglich gemacht werden. Hier im Telegrammstil unser Lieblingsprojekt der Woche:

Was ist CloudRain? – Ein per App steuerbares Bewässerungssystem (kabellose Controller und Ventile), solarbetrieben und mit bereits vorhandenen Gerätschaften zu verwenden. Der besondere Clou: die innovative Smart Garden- Anwendung bezieht lokale Wetterdaten mit ein. Klingt genial, oder? Detaillierte Infos zum Produkt gibt es bei Kickstarter.

Wie ist die Crowd-Finanzierung gelaufen? – Erfolgreich! Insgesamt haben 131 Unterstützer satte 24.750 Euro beigetragen, um dieses Projekt zu verwirklichen.

Wo bekommt man CloudRain? – Über die Homepage der glücklichen Crowd-Projektstarter Henry Bröker, Mathias Mortag und Nils Borgböhmer: https://cloudrain.de/.

 

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Harry Potter: Hogwarts Mystery – alles was du wissen musst!

Harry Potter Hogwarts Mystery - Screenshot by Lisa Kneidl (7)

Wenn du als jugendlicher Harry Potter-Fan vergeblich auf deinen Hogwarts-Brief gewartet hast, dann solltest du jetzt herhören. Ab sofort kannst du in dem Mobile-Game Harry Potter: Hogwarts Mystery in die Welt von J.K. Rowlings Zauberlehrling eintauchen. 

Hogwarts erwartet dich!

Harry Potter: Hogwarts Mystery trägt zwar den Namen des berühmtesten Zauberlehrlings der Welt, allerdings wird dieser im Spiel nicht vorkommen. In einem Monolog verrät der Hogwarts-Schulleiter Dumbledore, dass der junge Harry nach dem Angriff durch Lord Voldemort in Sicherheit ist. Er ist zum Zeitpunkt der Spielgeschehnisse also noch ein Kleinkind. Das Game ist ein Roll-Playing Game – kurz RPG. Somit erstellen Spieler darin ihre eigenen Charaktere, mit denen sie die Zauberer-Schule Hogwarts erkunden können. Vom goldenen Trio Harry, Ron und Hermine fehlt zwar jede Spur, aber trotzdem darfst du dich über ein Wiedersehen mit alten Bekannten freuen, wie Rubeus Hagrid, Severus Snape oder Minerva McGonagall. Umso besser: die tatsächlichen Schauspieler aus den Filmen Michael Gambon, Maggie Smith und Warwick Davis leihen ihren ikonischen Rollen Dumbledore, McGonagall und Flitwick in Hogwarts Mystery ihre Stimmen. 

Harry Potter Hogwarts Mystery - Screenshot by Lisa Kneidl (4)
Der Brief, den sich beinahe jeder mit elf gewünscht hatte.

Das Game stammt aus dem Hause der Entwickler Jam City und wird herausgegeben durch Portkey Games. Letztere sind das hauseigene Gaming-Label von Warner Bros. Interactive Entertainment, das sich komplett auf Gaming-Inhalte rund um die Zauberer-Welt aus der Feder von J.K. Rowling drehen soll. Im folgenden erkläre ich dir Schritt für Schritt wie das Game funktioniert!

1. Charaktererstellung

Harry Potter Hogwarts Mystery - Screenshot by Lisa KneidlHogwarts Mystery ist ein Rollenspiel, das bedeutet, dass du dir zuerst einen Avatar nach Belieben zusammenstellen kannst. Zur Auswahl hast du einen männlichen oder weiblichen Avatar und ein kleines Angebot an Frisuren, Gesichtsformen, Haarfarben etc. Wer mit den begrenzten Möglichkeiten nicht zufrieden ist, muss einfach etwas abwarten und Ressourcen sammeln. Im späteren Verlauf des Spiels können noch allerhand Frisuren, Outfits etc. mithilfe von Münzen oder Edelsteinen freigeschaltet werden!

2. Account mit Facebook verbindenHarry Potter Hogwarts Mystery - Screenshot by Lisa Kneidl (15)

Es mag wie eine Option aussehen, die du sonst auch eher ignorieren könntest, allerdings empfehle ich dir deinen Hogwarts Mystery Spielstand mit deinem Facebook-Konto zu verknüpfen. Nur die Verknüpfung ermöglicht es, das Spiel exakt zu speichern. Fehlt diese Verknüpfung wirst du an den letzten automatischen Speicherpunkt zurückgeworfen.

3. Ab in die Winkelgasse

Die Winkelgasse fungiert als Tutorial für das Spiel. Nachdem du deinen Hogwarts-Brief erhalten hast, streifst du durch die Einkaufsstraße, um alle nötigen Schulutensilien zu besorgen. Gleichzeitig lernst du durch den NPC Rowan etwas über den Plot des Spiels. Das namensgebende “Hogwarts Mystery” scheint wohl etwas mit dem verschwundenen Bruder deines Avatars zu tun zu haben. Was genau es damit auf sich hat, gilt es herauszufinden.

4. Wähle dein Haus und erkunde Hogwarts

Nach einem kurzen Aufenthalt in der Winkelgasse geht es auch schon gleich nach Hogwarts! Kurz nach einer Begrüßung durch Professor McGonagall darfst du auch prompt dein Hogwarts-Haus aussuchen. Hier hätte ich mir einen Test ähnlich wie bei Pottermore gewünscht, denn dort entscheiden einzig und allein die Antworten auf obskure Fragen, ob man in Gryffindor, Hufflepuff, Ravenclaw oder Slytherin einsortiert wird. Als frischgebackener Gryffindor – in meinem Fall – bist du dann auch endlich bereit für den Unterricht in Hogwarts. Das Spiel ist durch die sieben Hogwarts-Schuljahre mit je zehn Kapiteln aufgeteilt, in denen es gilt, das Mysterium um den verschollenen Bruder aufzudecken – und natürlich den Zauberer-Unterricht zu besuchen.

5. Ressourcen und Attribute im Spiel

Im Game stehen dem Spieler drei verschiedene Ressourcen zur Verfügung: Energie, Münzen und Edelsteine. Energie – in Form von blauen Blitzen – brauchst du, um Handlungen auszuführen, sie lädt sich allerdings nach einigen Minuten auch automatisch wieder auf. Falls dir die Energie knapp wird, kannst du dir mit Edelsteinen mehr Energie kaufen. Edelsteine erhältst du wiederum durch Levelaufstiege und kannst sie dann anschließend für neues Zubehör ausgeben. Münzen verdienst du dir durch das Lösen von Aufgaben. Sie werden ebenfalls für Zubehör benötigt, können aber auch neue Aufgaben freischalten. Auch In-App-Käufe sind möglich, aber nicht notwendig, um das Spiel zu bestreiten. Du kannst beispielsweise mehr Energie für deinen Charakter kaufen, um Aufgaben gleich erledigen zu können und nicht auf den Cooldown warten zu müssen. 

Attributpunkte kannst du dir durch Interaktionen in Dialogen verdienen. Es gibt die drei Attribute Tapferkeit, Empathie und Wissen. Es ist zu empfehlen, die drei Attribute immer auf einem ungefähr gleichen Level zu halten. Hast du bei einem Attribut zu wenig Punkte, hast du eventuell nicht die Möglichkeit später bestimmte Antwort-Möglichkeiten auszuwählen.

Fazit

Harry Potter: Hogwarts Mystery ist ein liebevoll gestaltetes Spiel, das vor allem für all diejenigen gedacht ist, die heute noch auf ihren Hogwarts-Brief warten. Nur kommen gelegentlich kleine Übersetzungsfehler vor. Zudem muss die App hin und wieder neu gestartet werden und alles in allem ist es ein eher seichteres Spiel. Dennoch ein schönes und Nostalgie-geladenes Wiedersehen mit den Schauplätzen und Charakteren des Harry-Potter-Universums. 

Harry Potter: Hogwarts Mystery ist ab sofort kostenlos für iOS und Android verfügbar.

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Fit in den Frühling: Was kann der Fitnesstracker Fitbit Charge 2?

Adam Birkett - via unsplash

Vor einigen Wochen habe ich angefangen, mich mit dem Thema Fitnesstracker auseinanderzusetzen. Dafür habe ich den Huawei Band 2 Pro getestet, der mir wirklich sehr gut gefallen hat. Bevor ich mich jedoch für einen endgültigen Kauf entscheiden wollte, brauchte ich einen Vergleich. Da ich diesen noch nicht hatte, wollte ich unbedingt noch den Fitbit Charge 2 testen.

Ausgepackt und dann?

Vom Design des Fitbit Charge 2 war ich von Anfang an begeistert. Der Fitbit Charge 2 sieht nicht nur super aus, er sitzt auch sehr bequem, was ich Anfangs beim Huawei Band 2 Pro zu bemängeln hatte. Er wirkt mit seiner Breite von gerade mal 21,45 mm entgegen meinen Erwartungen überhaupt nicht klobig, sonbdenr ist sehr unauffällig und anschmiegsam. Passend zu seinem schlanken Design kann man noch viele weitere Armbänder erstehen. Dabei gibt es die Fitbit in verschiedenen Größen passend für jedes Handgelenk. Außerdem ist der Fitbit Charge 2 schweiß-, spritzwasser- und regendicht. Allerdings sollte man den Tracker unter der Dusche oder beim Schwimmen nicht tragen.

Los geht’s!

Das Einrichten hat sich etwas in die Länge gezogen. Das Aktualisieren brach immer wieder ab, sodass ich einige Male neu starten musste. Das kann allerdings auch an meinem Smartphone liegen, da dieses nicht offiziell von Fitbit unterstützt wird und die Bluetooth-Verbindung immer wieder abbricht. Nachdem das Gerät es dann zehn Minuten geschafft hat, die Aktualisierung durchzuziehen, ging es endlich los.

Zunächst benötigt man die App, die man sich im Google Play Store oder im Apple Store kostenlos herunterladen kann. Die dazugehörige App für den Fitbit Charge 2 hat mir in ihrer Aufmachung sehr gut gefallen. Sie ist sehr übersichtlich gestaltet und bietet viele Möglichkeiten, seine Fitness und täglichen Daten zu überblicken. Wer das Ganze lieber am großen Bildschirm tun möchte, kann das auch in der Fitbit-Browserversion erledigen.

Fitbit Dashboard Browser
Sowohl in der App als auch in der Browser-Version kann man alles genau überblicken. Screenshot by Jennifer Eilitz

Wie funktioniert die Fitbit?

Das OLED-Display zeigt die Uhr im gewünschten Design an. Hierbei kann man sich für verschiedene Anzeigeoptionen entscheiden. Die Bedienung ist sehr einfach. Am seitlichen Knopf drücken, um das Display einzuschalten oder einfach den Arm anheben, so als würde man auf die Uhr schauen, dann schaltet sich das Gerät automatisch an. Sobald der Arm wieder eine andere Position einnimmt, geht dieser wieder aus. Auf der Uhr kann man nun hin- und herswitchen, entweder anhand des Knopfes oder indem man oberhalb des Bildschirms tippt. Laut Hersteller soll die Akkulaufzeit des Trackers etwa fünf Tage betragen, was ich gut bestätigen kann. Das Aufladen geht ebenfalls sehr einfach und nimmt lediglich ein bis zwei Stunden in Anspruch.

Ein Alleskönner

Die App verfügt über viele Funktionen die die tägliche Nutzung sinnvoll einteilen.

Tagesziele: In der App erhält man einen Überblick über die gelaufenen Schritte. Klickt man direkt auf das Symbol, zeigt sie zudem eine ausführliche Statistik mit den wöchentlichen Zielen. Ich versuche täglich auf mindestens 6.000 Schritte zu kommen. Daneben zeigt sie noch die Anzahl an Etagen, da das Gerät mit einem Höhenmesser ausgestattet ist. Somit können deine gelaufenen Etagen, die gelaufenen Kilometer, die verbrannten Kalorien und die aktiven Minuten aufgezeichnet werden.

Aktive Stunden: Die Fitbit möchte, dass man sich auch innerhalb der einzelnen Stunden genügend bewegs und fordert den Nutzer daher einmal in der Stunde auf, etwa 250 Schritte zu gehen. Hat man das Ziel erreicht, bekommt man einen pinken Punkt angezeigt, der sagt, ob man das Ziel erreicht hat oder nicht.

Die Anzahl an aktiven Stunden bestimmt man bei den Einstellungen. Meine aktiven Stunden befinden sich in einer Zeit zwischen sechs Uhr am Morgen und 18 Uhr am Abend. In dieser Zeit bin ich den Tag über unterwegs und kann anschließend schauen, wie viele Stunden ich dann auch tatsächlich geschafft habe.

Freunde: Wer nicht alleine trainieren möchte, muss das auch nicht tun. Man kann seine Freunde einladen, mit denen man Wettkämpfe austragen will. Man kann seine Freunde allerdings auch motivieren oder spaßeshalber necken, wenn man mit deren Leistungen nicht zufrieden ist.

Neben den Einstellungen gibt es natürlich eine ganze Reihe Möglichkeiten, sich selbst zu kontrollieren. Du kannst beispielsweise das wöchentliche Training festlegen und einstellen, an wie vielen Tagen man unter der Woche trainieren will. Oder man überwacht die eigenen Schlafgewohnheiten.

Höre auf das, was dein Herz dir sagt

Mit dem Fitbit Charge 2 hat man seine Herzfrequenz immer im Auge. Sowohl der Tracker als auch die App zeigen auf Abruf die Herzfrequenz an. Man kann herausfinden, wie viele Schläge pro Minute das eigene Herz braucht, oder wann es sich in der Ruhefrequenz befindet. Zudem kann man seine Sporteinheiten, Fettverbrennung und Cardiofitness besser kontrollieren.

Essen, Kalorien, Trinken: Zu einem sportlichen und gesunden Alltag gehört natürlich auch eine gesunde Ernährung. Auf der Fitbit Charge 2-App kann man alles eintragen, was du am Tag zu dir genommen und wie viel du getrunken hast. Die App zeigt an, wie viele Kalorien mn bereits zu sich genommen hat. Die Mglichkeiten sind erstaunlich weitreichend. Man kann fast alles eintragen und die App weiß sofort Bescheid. Sie wusste sogar die Angaben zu meinem Salat, den ich mir morgens auf meinem Weg am Bahnhof gekauft habe. Diese Funktion gefällt mir mitunter am besten, da ich endlich sehe, wie viel ich am Tag eigentlich zu mir nehme, ohne mühsam Kalorien zählen zu müssen.

Gemeinsam geht’s besser: Gamification deluxe

Ist der Sportsgeist so richtig entfacht, kann man mit dem Fitbit Charge 2 mehrere Tage an virtuellen Wettrennen teilnehmen – und das an allen Orten der Welt. Wenn dabei ein bestimmtes Zwischenziel erreicht wird, erhält man Panoramafotos von dem Ort, an dem man das Rennen austrägt. Wenn man aber lieber alleine auf Reise gehen möchte, kann man auch an einem Solorennen teilnehmen und zum Beispiel gemütlich durch New York spazieren.

Anleitungen: Wer sich mit Training und sportlichen Übungen schwertut, kann sich ganz einfach Anleitungen auf der App ansehen, die einem genügend Inspiration liefert, um sein eigenes Training in den eigenen vier Wänden zu starten. Wenn nan dabei auch noch die Leistungen seiner Freunde checken möchte, kann man sich mit ihnen vernetzen und schauen, welche Ziele und Fortschritte sie machen. Man kann sie unterwegs motivieren, necken und ihnen Nachrichten senden.

Stell dich auf was ein!

Das Menü beim Fitbit Charge 2 ist variierbar, dafür gibt es deutliche Pluspunkte. Ich habe mich für meine Schritte, meine Herzfrequenz, Stoppuhr, Relaxen und für Laufen, bzw. verschiedene Trainingsarten entschieden. Wenn ich mit dem Sport beginne, lasse ich den Sportmodus laufen, der mir durchgehend meine Herzfrequenz und die Zeit anzeigt. So kann ich genau sehen, ob mein Training effektiv ist und ich mich zumindest im Fettverbrennungsmodus befinde.

Eine für mich persönlich schöne Nebensache ist das Empfangen von Nachrichten auf dem Fitbit Charge 2. Hier kann man zwischen herkömmlichen SMS, Kalenderbenachrichtigungen, Anrufen und WhatsApp-Nachrichten auswählen. Manch einer mag sich durch das Vibrieren am Handgelenk vielleicht gestört fühlen, ich hingegen finde diese Funktion sehr praktisch. So schaue ich tatsächlich weniger auf mein Smartphone. Schade finde ich allerdings, dass ich, anders als beim Huawei Band 2 Pro, meine Emails nicht auf dem Tracker anzeigen lassen kann.

Fazit: Fitbit Charge 2 gewinnt durch Punktsieg

Nachdem ich endlich einen Vergleich hatte muss ich sagen, dass mir der Fitbit Charge 2 noch besser gefällt als der Huawei Band 2 Pro. Das liegt aber weniger an den Funktionen, sondern vielmehr an der vielseitigen Fitbit-App. Hier hat der Nutzer tatsächlich viele Möglichkeiten, sich selbst und seine sportlichen Aktivitäten zu überwachen. Auch das schlanke Design des Trackers und der App hat mich überzeugen können.

Leider kann ich persönlich die Verbindung zwischen Smartphone und Fitnesstracker nicht vollkommen auskosten, da mein Smartphone leider nicht von Fitbit unterstützt wird. Immer wieder kommt es zu fehlgeschlagenen Synchronisierungen und auch das Empfangen der Nachrichten auf dem Tracker wird ständig unterbrochen. Das nervt wirklich enorm. Vor dem Kauf sollte man also unbedingt darauf achten, ob das eigene Smartphone kompatibel mit dem Gerät ist.

Unabhängig davon bin ich sowohl mit der App als auch mit dem Fitnesstracker recht zufrieden. Ich nutze den Fitbit Charge 2 mittlerweile tatsächlich jeden Tag, um meine Schritte zu kontrollieren. Abends oder auch mal zwischendurch schaue ich in die App, um meine Mahlzeiten und mein Trinkverhalten dort einzutragen.

Wer sich selbst und seine sportlichen Fortschritte genau überprüfen möchte, gerät mit der Fitbit Charge 2 an einen wirklich guten Fitnesstracker. Die dazugehörige App bietet mehr als genügend Möglichkeiten und Hilfestellungen, um die eigene Fitness im Alltag ganz einfach auszubauen.

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Slidejoy – mit einem Wisch Geld verdienen

Jane Kelly - stock adobe com

Kleines Geld für kleine Aufträge: Über Online-Umfragen oder Produkttests einen kleinen Verdienst zu erhalten, ist kein neues Konzept. Anbieter erkennen mittlerweile aber immer mehr das Potential von Smart Devices und bringen die Idee auf Smartphones. Das große Geld verdient man dabei also selbstverständlich nicht, aber über einen kleinen Nebenverdienst mit geringem Aufwand kann eigentlich auch nicht gemeckert werden. Die Firma Slidejoy hat sich eine einfache Idee zum Konzept gemacht: Ein paar Mal wischen bringt schon ein paar Cents.

Einfach Geld verdienen mit dem Lockscreen

Aktiv müsst ihr bei der App Slidejoy eigentlich nichts machen, das Geld verdient ihr ganz simpel durch euren Lockscreen. Bei Slidejoy müsst ihr einfach nur euer Handy entsperren und erhaltet eine kleine Vergütung dafür. Das Smartphone kann dabei zum Geld verdienen ganz normal genutzt werden. Wenn man seinen Screen entsperren möchte, wird lediglich vor dem Homescreen ein Werbebanner angezeigt. Mit einem Swipe nach Links entsperrt man seinen Lockcreen und mit einem Wisch nach Rechts erfährt man mehr über die Werbeanzeige.

In welche Richtung man wischt – also ob man mit der Werbung interagiert oder sie ignoriert – ist der App egal, beides wird gleichermaßen gewertet. Das heißt jetzt aber nicht, dass ihr euer Smartphone wie wild sperren und entsperren sollt – nicht jeder Swipe bringt Geld und die Macher der App empfehlen das Smartphone ganz einfach wie gewohnt zu verwenden. Das Punktesystem erfolgt in sogenannten “Carats”. Euer Punktestand wird täglich zu einer festen Zeit erweitert. Eintausend Carats entsprechen dem Wert eines US-Dollars. Ab 2.000 Carats können diese dann über PayPal, einen Amazon-Gutschein oder ähnliches ausgezahlt werden. In App-Bewertungen sprechen Nutzer von Gesamtbeträgen von um die 20 Cent pro Woche oder 20 Euro im Jahr.

Ob es sich für euch lohnt, für derart kleine Beträge ständig eine App im Hintergrund laufen zu lassen, bleibt euch überlassen. Auf meinem Smartphone nimmt die App 38,52 MB Speicher ein. Nach einem normalen Arbeitstag wurden durch die App etwa 380 KB genutzt, was in etwa der Datennutzung von drei Websites entspricht.  Die Beträge mögen zwar nicht hoch sein, aber simpler kann man mit dem Smartphone wohl nicht Geld verdienen!

Wenn es euch nicht stört, ständig Werbung auf dem Homescreen zu sehen, dann probiert die App doch mal aus. Sie ist kostenlos im Google Play Store – deswegen bis jetzt nur für Android – verfügbar.


Jane Kelly/stock.adobe.com

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Mit Tigerbooks anders lesen

Kelly Sikkema - stock adobe com

In vielen Bereichen bringt die Digitalisierung ständig neue Innovationen mit sich. Auch auf dem Buchmarkt hat sich einiges getan. Ebooks sind immer mehr im Kommen und etablieren sich zunehmend in unseren Lesealltag. Verschiedene Apps geben dem Leser die Möglichkeit ein Buch unterwegs zulesen, obwohl man es gar nicht bei sich trägt. Aber auch für die jungen Leser gibt es nicht nur etwas auf die Augen, sondern auch auf die Ohren.

Mit den Augen lesen, mit den Ohren hören

Nachdem ich mich zum Thema Buch-Apps im Internet einmal umgesehen habe, bin ich auf eine spannende App gestoßen. Auch wenn ich aus dem Alter raus bin, habe ich etwas gefunden, was die jungen Leser begeistern könnte.

Mit Tigerbooks können Kinder von zwei bis zwölf Jahren ein ganz neues Lesevergnügen erleben. Hierbei sind sie nicht nur bloßem Text und Bildern ausgesetzt, sondern mit dieser App geht es weit über das Lesen hinaus.

Tigerbooks Screenshot by Jennifer Eilitz
Tigerbooks Hauptmenü (Screenshot by Jennifer Eilitz)

Tigerbooks bietet den Kindern hier das Lesen in einer besonderen Form an. Die Bücher sind interaktiv gestaltet und können sowohl als Hörbuch genutzt oder eben selber gelesen werden. Die Bilder sind ebenfalls interaktiv und mit verschiedensten Geräuschen und Tönen bereichert. Kinder können somit auf die unterschiedlichsten Gegenstände und Figuren klicken, um das Leseerlebnis noch einmal zu untermauern.

Mit der App können aber auch Bücher ab 12 Jahren gelesen werden. Somit wird Lesespaß für kleine und große Kinder geboten. Mit Tigerbooks stehen Lesern eine Vielfalt an Büchern, Hörbüchern und interaktiven Büchern zur Verfügung. Wer ein Abonnement mit Tigerbooks eingehen möchte, der kann dies für 9,99 Euro monatlich tun.

Tigerbooks Shop Screenshot by Jennifer Eilitz
Tigerbooks Bibliothek und Shopübersicht (Screenshot by Jennifer Eilitz)

Ich persönlich fand die App wirklich gut. Selbst die Lesemuffel haben hier einiges zu entdecken und können sich aktiv an den Geschichten beteiligen. Besonders schön finde ich, dass Eltern die Geschichten einlesen können, sodass ihre Kinder die Stimmen der Eltern immer dabeihaben.

Schaut euch die App mal an, es gibt sie kostenlos im Google App-Store und im Apple App-Store.


Kelly Sikkema / stock.adobe.com
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Polaroid Zip vs. Prynt Pocket: Sofortbilddrucker für iOS im Test

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Seit nunmehr zehn Jahren existieren portable Sofortbilddrucker auf dem Markt, die eure Smartphone-Fotos in Sekundenschnelle greifbar machen sollen. Per App könnt ihr zudem Filter, Rahmen und Grafiken vor dem Ausdrucken hinzufügen. Ich habe mit dem Prynt Pocket und dem Polaroid Zip zwei Sofortbilddrucker über mehrere Wochen im Zusammenspiel mit dem iPhone X getestet. Wie gut die Mini-Druckereien für die Handtasche funktionieren, verrät mein Test.

Zink-Technologie: Wärme statt Tinte

„Zink“ – Das bedeutet „Zero INK“, also keine Tinte und beschreibt die Funktionsweise des Polaroid Zip und Prynt Pocket. Beide portablen Drucker arbeiten nämlich mit dieser sehr sauberen Technik. Die Druckfarbe stammt demnach nicht aus dem Drucker selbst, sondern befindet sich bereits in den kleinen zugehörigen Foto-Bögen. Der Prynt Pocket sowie der Polaroid Zip benötigen nämlich ganz spezielles Zink-Druckerpapier. Das Verfahren ist übrigens von Zink Imaging, ein Tochterunternehmen von Polaroid, patentiert. Der Vorteil der Zink-Technik ist vor allem die sehr leichte und kompakte Bauweise der Sofortbilddrucker, da Patronen oder Toner wegfallen. Das klebefähige Zink-Papier besteht dabei aus drei Schichten, die die Grundfarben Gelb, Magenta und Cyan beinhalten. Um dem weißen Papierbogen Foto-Action einzuhauchen, wird beim Druckvorgang mit unterschiedlichen Temperaturen gearbeitet, die je nach Einwirkstärke unterschiedliche Farben auf dem Papier hervorrufen. So viel zur theoretischen Funktionsweise des Prynt Pocket und Polaroid Zip. Doch wie gut funktioniert das Ganze?

Prynt Pocket: Das iPhone wird zum Sofortbilddrucker

In meinem Test habe ich mir zwei sehr unterschiedliche Sofortbilddrucker angesehen. Zum einen den Prynt Pocket, noch sehr jung auf dem Markt und realisiert durch eine Kickstarter-Kampagne. Andererseits den Sofortbilddrucker der Mutter aller Sofortbilder: Polararoid Zip. Der Prynt Pocket verfügt über einen Lightning-Connector. Daraus schließt ihr schon ganz richtig, dass sich mit dem relativ kompakten Gadget nur iPhone-Fotos ausdrucken lassen. Durch einen Schiebemechanismus lassen sich alle auf dem Markt verfügbaren iPhones mit Lightning-Connector einlegen.

Im Lieferumfang des Prynt Pocket befinden sich neben dem Hauptgerät ein Micro-USB-Aufladekabel, das Cartridge fürs Zink-Papier und zehn Fotobögen. Da mir zehn Bögen zum Testen und Ausprobieren nicht gereicht haben, habe ich bei Gravis ein 40er-Pack Blanko-Fotos für rund 20 Euro nachgekauft. Im Internet bekommt ihr das 2 x 3 Zoll kleine Prynt-Papier auch günstiger. Wie ihr seht, kostet eines der Mini-Fotos stolze 50 Cent. Für den Preis muss der Prynt Pocket mich echt von den Socken hauen.

Prynt Pocket als Kamera-Gadget: Viel Fummelei bevor es losgeht

Um mit dem Prynt Pocket einige meiner iPhone-Schnappschüsse auszudrucken, muss ich ihn vorher komplett aufladen. Das dauert etwa drei Stunden und gibt Saft für das Ausdrucken von etwa 20 Fotos. Das Zink-Papier könnt ihr nach dem Druck übrigens zu Aufklebern umfunktionieren. Vorausgesetzt ihr bekommt das Schutzpapier von der Rückseite gelöst. Das Papier müsst ihr vor dem Druck in die dafür vorgesehene Cartridge einlegen. Sie fasst zehn Fotobögen auf einmal. Zudem müsst ihr die Prynt-App aus dem iOS-App-Store herunterladen, um das Gerät nutzen zu können. Die App ist kostenlos. Habt ihr die Software auf eurem iPhone installiert und es eingesteckt, könnt ihr nun entscheiden, ob ihr vorhandene Fotos ausdrucken möchtet oder neue Schnappschüsse erstellt. Entscheidet ihr euch fürs Neuaufnehmen, verwandelt sich Prynt Pocket in eine Kamera. Dabei ist euer eingestecktes Smartphone der Bildschirm. Oben rechts auf dem Prynt Pocket befinden sich ein Auslöser sowie ein kleines Stellrad zum Zoomen. Das funktioniert einwandfrei, ist meiner Meinung nach aber gänzlich ohne einen Mehrwert. Deutlich bessere Fotos gelingen ohne zusätzliches Gewicht am Smartphone. Dafür ist Prynt Pocket sehr anschmiegsam und ergonomisch konzipiert.

Sofortbilddrucker als Party-Highlight

Bevor ihr ein Foto ausdruckt, könnt ihr es innerhalb der App mit Rahmen oder Filtern versehen. Außerdem könnt ihr die Bilder vorher im Bereich Helligkeit und Schärfe nachbearbeiten. Drückt ihr auf den gelben „Print“-Knopf, startet im Inneren des Prynt Pocket der Druck-Prozess. Das kleine Foto wird sehr schnell ausgedruckt. Im Gegensatz zu Tintendrucken müsst ihr das Bild nicht mehr trocknen lassen. Ihr könnt es nach dem Ausdrucken sofort in die Hand nehmen und euren Freunden in die Hand drücken.

Sofortbilddrucker im Test
Image by Julia Froolyks

Die Qualität der Prynt-Pocket-Ausdrucke ist gut. Aber allein schon aufgrund der kleinen Größe von knapp 5 x 8 Zentimetern solltet ihr euch darüber im Klaren sein, dass detailreiche Landschaften kein ideales Motiv für einen Ausdruck mit dem Prynt Pocket sind. Schnappschüsse von Tieren und Selfies hingegen sehen auf dem tintenfreien Papier richtig gut und annähernd farbgetreu aus. Mit einem Rotstich müsst ihr allerdings leben. Bei zu dunklen Bildern würde ich zudem auf jeden Fall vorher aufhellen. Der Prynt Pocket ist auf jeder Party sicher ein gern gesehener Gast. Für diesen Zweck kann man auch mal 50 Cent pro Mini-Aufkleber-Foto ausgeben. Ich kann euch nicht empfehlen, ganze Fotoalben mit dem Mini-Drucker befüllen zu wollen. Hier liefern Foto-Kioske in Drogerien erstens größere und zweitens bessere Bilder ab, die ihr euren Enkeln später zeigen könnt.

Prynt Pocket Community: Aktiv sein und Lollipops sammeln

Besonders gelungen finde ich beim Prynt Pocket das App-interne Punkte-Sammel-System. Denn ihr könnt euch innerhalb der App mit unterschiedlichen Aktionen Punkte (in diesem Fall Lollis) sammeln und diese im Shop gegen neue Blanko-Fotos, Zubehör oder neue Prynt-Drucker einlösen. So erhaltet ihr beispielsweise Punkte, wenn ihr euer erstes Foto ausgedruckt habt. Fürs Teilen in sozialen Netzwerken gibt es ebenfalls Punkte. Innerhalb der Pynt-eigenen Community könnt ihr außerdem Ausdrucke von anderen Prynt-Besitzern ansehen. Das Prinzip erinnert ein wenig an Snapchat oder Instagram. Denn auch das Erstellen von sogenannten Stories ist möglich.

Sofortbilddrucker im Test
Image by Julia Froolyks

Mein Fazit zum Prynt Pocket: Nette und durchdachte Spielerei

Der Prynt Pocket kostet bei Amazon rund 170 Euro (Provisions-Link) und ist damit ein recht teurer Spaß. Für das Luxus-Gadget sprechen die gute Qualität der Zink-Fotos und der Spaßfaktor. Die interne Community mit Punkte-Sammelsystem ist charmant umgesetzt und bietet euch die Möglichkeit, kostenlos an Foto-Nachschub zu kommen. Mir wäre es jedoch lieber, wenn der Prynt Pocket auch kabellos drucken würde und ich das iPhone nicht via Lightning-Connector verbinden müsste. Dann könnten auch Freunde mit Android-Smartphones bei mir ausdrucken. Der Prynt Pocket soll laut Hersteller in Zukunft auch für Android-Smartphones, also mit anderem USB-Anschluss, erscheinen.

Polaroid Zip: Sofortbilddrucker von Polaroid MÜSSEN liefern, oder?

Das 120 Euro teure Pendant zum Prynt Pocket war in meinem Test der Polaroid Zip. Polaroid gelang es im Jahre 1947 erstmals, ein Schnellentwicklungsverfahren in der Fotografie zu entwickeln, das an Ort und Stelle ein belichtetes Negativ auf ein Positiv übertrug. Das Sofortbild war geboren. Nachdem vor allem in den 80er und 90er Jahren Sofortbildkameras an Popularität verloren hatten, besteht seit einigen Jahren wieder ein regelrechter Retro-Hype rund um Drucker und Kameras für Sofortbilder. Polaroid bietet mit dem Zip einen Instantdrucker für Smartphones an, der kabellos über Bluetooth oder NFC verbunden wird. Somit kann der kleine kompakte Drucker auf einem Tisch liegen, während Smartphone-Fotos ausgedruckt werden. Das hat zum Vorteil, dass sich mehrere Familienmitglieder oder Freunde mit dem Drucker verbinden können, ohne dass dieser umhergereicht werden müsste.

Der Polaroid Zip arbeitet ebenfalls mit Zink-Papier. Allerdings müsst ihr darauf achten, dass ihr immer das entsprechende Papier für euren Sofortbilddrucker verwendet. Im Test musste ich leider feststellen, dass der Prynt und der Polaroid Zip mit unterschiedlichen Blanko-Größen arbeiten. Ein genormtes Format lässt also noch auf sich warten – besonders, um ein bisschen Wettbewerb in den Zink-Foto-Markt zu bringen. Um den Polaroid Zip mit eurem Smartphone zu verbinden, müsst ihr ebenfalls die passende App herunterladen. Diese bietet euch zwar kein witziges Punktesammelsystem für kostenfreien Bildernachschub. Dafür könnt ihr mit dem Polaroid Zip auch schnell Visitenkarten drucken. Für höchst wichtige Business-Termine ist das natürlich nicht zu empfehlen. Erstens kostet hier eine Visitenkarte (also ein Ausdruck) rund 58 Cent. Das sind noch mal 8 Cent mehr als beim Prynt. Außerdem sehen die vermeintlichen Visitenkarten dank Polaroid-Aufdruck auf der Rückseite nicht über-professionell aus. Eure Geschäftspartner können sich die Zink-Visitenkarten allerdings auch auf den Schreibtisch kleben, wenn sie das wollen.

Polaroid Zip: Perfekt für Sepia-Liebhaber

Innerhalb der Polaroid-App habt ihr zahlreiche Bearbeitungsmöglichkeiten. Neben Verbesserungen, Helligkeitsregelungen, Rahmen und Filtern, könnt ihr auch Emojis und andere partymäßige Grafiken auf die Bilder bringen. Außerdem könnt ihr Memes aus euren Bildern erstellen, bevor ihr sie ausdruckt. Bevor der Druckspaß losgehen kann, müsst ihr zehn Bögen des Zink-Papiers einlegen und das Smartphone mit dem Polaroid Zip verbinden. Der Akku des Polaroid Zip hat in meinem Test bis zu 40 Ausdrucke über die Bühne gebracht. Die kleinen Zink-Fotos sind zudem schnell ausgedruckt und können sofort geklebt oder weitergereicht werden. Über die Bildqualität müssen wir allerdings mal reden.

Sofortbilddrucker im Test
Der Direktvergleich: Links das Bild ausgedruckt mit dem Prynt Pocket. Rechts der Ausdruck des Polaroid Zip. Image by Julia Froolyks

Die Ausdrucke des Polaroid Zip erscheinen sehr farbwarm und mit einer Art Sepia-Filter überzogen. Der Direktvergleich zeigt: Links, der Ausdruck des Prynt Pocket, ist wesentlich farbgetreuer und heller als rechts, das Ergebnis des Polaroid Zip. Die Bilder des Zip weisen einen automatischen Vintage-Stil auf, was schön aussehen kann, aber nicht bei jedem Ausdruck die Regel sein sollte. Zudem wellt sich der Polaroid-Ausdruck deutlich stärker. Beim Aufkleben macht das allerdings nichts aus. Positiv ist, dass Polaroid auch nach knapp drei Jahren den Zip noch mit regelmäßigen Updates versorgt. So war außerdem die App relativ schnell auf iOS 11 des iPhone X angepasst. Außerdem gewöhnt man sich daran, dem vermeintlichen Sepia-Filter entgegenzuwirken. Ihr könnt das Bild so aufhellen und bearbeiten, dass es nahezu originalgetreu vom Polaroid Zip ausgespuckt wird. Wem die Bildbearbeitung Spaß macht, sollte damit also kein Problem haben.

Mein Fazit: Sofortbilddrucker nur für besondere Anlässe

Der Polaroid Zip kostet 120 Euro und ist damit deutlich günstiger als der ebenfalls von mir getestete Prynt Pocket. Dafür sind die Zink-Bögen für den Zip teurer als beim Prynt und ihr könnt auch keine Punkte sammeln, um kostenloses Papier zu bekommen. Der Prynt Pocket ist dem Polaroid Zip allerdings um zwei Jahre Weiterentwicklung voraus. Denn während Polaroid seinen Sofortbilddrucker schon 2015 auf den Markt gebracht hat, konnte Prynt den Pocket-Drucker im vergangenen Jahr dank zahlreicher Kickstarter-Unterstützer rausbringen. Ich empfehle euch den Kauf eines Sofortbilddruckers fürs Smartphone lediglich für Parties oder Familienfeste. Um Fotoalben mit Erinnerungen zu bestücken, solltet ihr entweder auf einen hochwertigen Foto-Drucker für zu Hause setzen oder den Gang zu einem Foto-Kiosk im Drogeriemarkt oder Fotofachhandel wählen. Spaß machen die Sofortdrucker in Kombination mit der passenden Software aber auf jeden Fall.

Polaroid Zip bei Amazon kaufen (Provisions-Link).
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Dieser Artikel erschien zuerst auf Applepiloten.


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FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

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  • FALCON HEAVY deutschlandfunk: Falcon Heavy erfolgreich gestartet: Das wahre Wettrennen kommt erst noch: Am Abend des 6. Februars, gegen 21:45 Uhr, war es soweit, die Falcon Heavy startete erfolgreich Ihren Erstflug. An Board der Rakete von SpaceX befand sich zudem ein Tesla Roadster des Firmengründers Elon Musk. Der PR-Coup wirkt fast perfekt, nach nur sieben Jahren hat es SpaceX geschafft mit der Falcon Heavy eine der leistungsstärksten Raketen zu Bauen, die sich jetzt, unterlegt mit “Life on Mars” von David Bowie, auf dem Weg in eine Mars-Umlaufbahn befindet. Das nächste Space-Race, das es so schon in den 1960er Jahren gab, könnte jetzt kurz bevorstehen. Konzerne wie Boeing sitzen SpaceX schon im Nacken.

  • GEOBLOCKING gamestar: Online-Einkäufe – EU verbietet Geoblocking – außer bei Digital-Inhalten: Häufig werden EU-Bürger davon abgehalten in Online-Shops aus dem Ausland einzukaufen. Das Ganze nennt sich Geoblocking. Die Händler sperrten bisher Käufer aus dem EU-Ausland auf diese Weise von ihrem Angebot aus und verhinderten eine potenzielle Schnäppchenjagd in anderen Ländern. Das hat jetzt ein Ende, wie das EU-Parlament mit einer deutlichen Mehrheit beschlossen hat. Unabhängig vom Wohnort können EU-Bürger jetzt also grenzübergreifende Einkäufe tätigen. Einzig digitale Inhalte wie e-Books, Filme, Musik und Online-Spiele sind davon ausgenommen.

  • WHATSAPP engadget: Bezahlen via WhatsApp gestartet: Die bargeldlose Gesellschaft scheint kurz bevor zu stehen. In China ist das Bezahlen per App – WeChat in diesem Fall – quasi schon Gang und Gäbe. WhatsApp testet jetzt ebenfalls eine Bezahl-Funktion. In vorerst nur Indien startet jetzt die Betaversion. Dort wird das ganze über ein so genanntes Unified Payments Interface realisiert, was Banken in Indien ermöglicht, direkte Zahlungen über Smartphones von Bankkonto zu Bankkonto in Sekundenschnelle zu realisieren.

  • JOHN PERRY BARLOW heise: Er kam aus dem Cyberspace. Zum Tode von John Perry Barlow: Internet-Aktivist und Gründer der Bürgerrechtsorganisation EFF John Perry Barlow ist am Mittwoch im Alter von 70 Jahren verstorben. Seines Zeichens war Barlow Kämpfer für die Unabhängigkeit des Internets und kämpfte 1996 dafür mit der “Unabhängigkeitserklärung des Cyberspace”. Neben zahlreichen Auftritten für die EFF arbeitete John Perry Barlow am Berkmann Center for Internet & Society und war „Professor of Cyberspace“ an der Schweizer European Graduate School. Neben seinem Engagement für die Freiheiten im Internet gehörte die eigenständige Entwicklung von Afrika zu seinen Herzensangelegenheiten.

  • IOS t3n: „Größter Leak der Geschichte“: iOS-Quellcode geklaut und ins Netz gestellt: Eine ältere Version des Quellcodes der Trusted-Boot-Routine iBoot, eine Komponente von Apples iOS, wurde jetzt von Anonymen auf der Software-Plattform GitHub veröffentlicht. Es ist einer der größten Leaks dieser Art und kann es Cyber-Kriminellen ermöglichen, leichter Zugang zu Sicherheitslücken zu erhalten. Deshalb werden in Zukunft neue Jailbreaks befürchtet.

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Quartz nutzt AR-Technik bei Apple: Artikel neu darstellen und verstehen

Smartphone (adapted) (Image by janeb13 [CC0 Public Domain] via Pixabay)

Unter all den aufstrebenden Technologien, die Apple im Blick hat, scheint CEO Tim Cook vor allem besonders von Augmented Reality begeistert zu sein. In Kürze werden viele Menschen „jeden Tag Erfahrungen mit Augmented Reality machen – das wird so normal werden, wie drei Mahlzeiten am Tag zu essen. Es wird ein wichtiger Teil von uns werden“, prognostiziert Cook bei einer Konferenz im vergangenen Jahr.

Entwickler verschwenden keine Zeit, um zu versuchen, Cooks Vision Realität werden zu lassen. Neben der Einführung von iOS 11 aktualisiert Quartz seine iOS App, die Augmented Reality-Eigenschaften nutzt, um einige Artikel zu illustrieren. Zum Beispiel die Berichterstattung vom Absturz des Cassini-Raumschiffs, das mit einem 3D-Modell des Raumfahrzeugs verknüpft wurde, das die Nutzer untersuchen können, als wären sie physisch in demselben Raum.

John Keefe, der Chef des Quartz Bot-Studios, sagt, dass Berichte wie diese das Potential von Augmented Reality veranschaulichen, das Nutzern Geschichten durch genauere Betrachtung von Objekten, die sie sonst nie gesehen hätten, näher bringt. „So wie wir Bilder, Emojis und Gifs nutzen können, um die Geschichten, die wir teilen, lebendig zu machen, können wir AR nutzen, um Menschen zu helfen, die Fakten in den Nachrichten besser zu verstehen“, sagt er und ergänzt, dass die Technologie auch genutzt werden könnte, um Geschichten mit 3D-Landschaften, Modellen von Wahrzeichen und historische Strukturen, oder sogar bestimmte Arten von Datenvisualisierungen zu illustrieren.

Wenn du Menschen bei Berichterstattungen helfen möchtest, ein Objekt oder einen Raum zu erleben – egal ob groß oder klein, glauben wir, dass wir Menschen helfen können, etwas besser zu verstehen, wenn sie es selbst handhaben können.

Die AR-Funktionen sind mit Hilfe von ARKit erstellt, der Augmented Reality-Funktion, die Apple im Juni angekündigt und für Entwickler veröffentlicht hat. Während telefonbasierte Augmented Reality nicht komplett neu ist, wird Apples Erschließung der Technologie auf Betriebssystem-Ebene die neue Technologie noch viel mehr Leuten näherbringen. Es gibt laut BMO Capital Markets momentan 700 Millionen iPhones, die weltweit genutzt werden. Google hat auch sein eigenes AR-Entwicklertool für Android-Entwickler veröffentlicht, das das Potential weiter vergrößert.

Das Ausmaß der iOS- und Android-Userbases wird es für Entwickler, die bereits ARKit genutzt haben, um Demos wie etwa Virtual Pets, Essensbestellungen, Balkendiagramme und Fidget Spinner zu veranschaulichen, verlockender machen, AR-basierte Apps zu konstruieren.

Wenn es um Journalismus geht, hat Augmented Reality bisher deutlich weniger Beachtung bekommen als ihre Schwestertechnologie Virtual Reality. Sie hat die Fantasie von Nachrichtenorganisationen wie etwa der New York Times, dem Guardian und USA Today so ziemlich aus dem Stand erobert. Die VR-Technologie wurde aber bisher aufgrund hoher Entwicklungskosten und der Unzugänglichkeit der Hardware zurückgehalten. Augmented Reality ist im Vergleich dazu schon für jeden mit einem Smartphone zugänglich.

Viele nehmen an, dass Apples momentane Konzentration auf Smartphone-basierte AR ein Vorläufer für zukünftige Augmented-Reality-Brillen ist. Bloomberg hat zu Jahresbeginn berichtet, dass Apple bereits hunderte von Ingenieuren an verschiedenen AR-bezogenen Projekten arbeiten lässt, was suggeriert, dass das Unternehmen große Pläne mit dieser Technologie hat.

Die Frage ist, ob Nachrichtenorganisationen für die Zukunft die sich Apple vorstellt, bereit sind. Manche wie etwa die New York Times, Story[X] und Quartz blicken schon voraus, aber viele andere werden wahrscheinlich auf der Strecke bleiben, wie Joshua Benton, der Herausgeber von Nieman Lab, aufzeigt: „Was einst die Aufgabe des iPhone war, wird jetzt Stück für Stück auf eine Gruppe kleiner und persönlicher Geräte aufgeteilt – die Apple Watch am Handgelenk, die AirPods im Ohr und die AR-Brillen, von denen es in den kommenden Jahren wohl auch ein Modell von Apple geben soll. Und mit der Zeit, wenn diese Geräte leistungsfähiger und miteinander verbunden sind, werden sie dafür sorgen, dass die zentrale Bedeutung des Smartphones immer mehr abnimmt.“

Weiter fragt Benton: „Doch wieso ist das für die Nachrichtenherausgeber wichtig? Das ist ein weiterer Paradigmenwechsel, auf den sie nicht vorbereitet scheinen. Wenn die mobile Aufmerksamkeit von Nutzern sich immer weniger auf einen großen Bildschirm konzentriert, wie können die Produzenten von Nachrichten ihre Aufmerksamkeit erregen und ihnen das geben, was sie brauchen und eine Möglichkeit finden, dies zu monetarisieren?“

Nachrichtenorganisationen werden aber wahrscheinlich froh sein, zu hören, dass die ARKit-Werkzeuge in bereits existierenden iOS-Apps recht unkompliziert zu erlernen und zu implementieren sind. „Es ist nicht unbedingt wie Drag&Drop, aber es kommt dem am Ende sehr nahe“, sagt Keefe. „Apple sorgt dafür, dass jeder AR nutzen kann. Aber sie machen es auch für Entwickler möglich, mit sehr einfachen Werkzeugen zu arbeiten“.

Dieser Artikel erschien zuerst auf „NiemanLab“ unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image (adapted) „Smartphone“ by janeb13 (CC0 Public Domain)


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4 Apps für umweltbewusstes Einkaufen – #AppHilfe

Young woman shopping in the fresh produce section at the grocery store.

In unserer Reihe #AppHilfe wollen wir euch regemäßig Apps und Websites zeigen, mit denen ihr einfach und schnell Gutes tun könnt und ein umweltbewusstes Leben führen könnt. Diesmal dreht sich alles um Ernährung und wir stellen euch vier Apps für bewusstes Einkaufen von Lebensmitteln. Oft wissen wir gar nicht so recht, was da im Supermarkt eigentlich vor uns liegt, diese Apps sollen helfen, mehr Durchblick zu bekommen!

WWF Fischratgeber

Die Meere sind überfischt und viele Arten wie der Kabeljau oder Scampi haben einen so geringen Bestand, dass die Überfischung verheerende Ausmaße für diese Arten haben kann. Der Fischratgeber vom WWF ist eine einfach Möglichkeit an der Fischtheke genau überprüfen zu können, welcher Fisch ohne Bedenken gekauft werden kann. Unterteilt werden die Fischarten in die drei Kategorien „Gute Wahl“, „Zweite Wahl“ und „Lieber nicht“, sodass der Käufer direkt sieht, welchen Fisch er kaufen kann.  

Den WWF Fischratgeber gibt es kostenlos für iOS– und Android-Geräte.

Barcoo

Barcoo ist eine Scanner-App, mit der ihr beim Einkaufen den Barcode von Lebensmitteln oder anderen Produkten ganz einfach mit eurer Handy-Kamera scannen könnt. Die App erkennt über eure Smartphone-Kamera jeden beliebigen QR Code, Barcode, EAN oder ISBN. Nach dem Scannen zeigt dir Barcoo dann direkt was genau in dem jeweiligen Produkt enthalten ist und wo es das am günstigsten zu kaufen gibt. Diese App ist also sowohl für Sparfüchse als auch für diejenigen zu empfehlen, die ganz genau auf bestimmte Inhaltsstoffe achten wollen.

Sowohl iOS– als auch Android-Nutzer können sich Barcoo kostenlos aufs Smartphone laden. 

PETA Vegan einkaufen

Wer sich für eine vegane Ernährung entscheidet hat sich einiges vorgenommen. Die Lebensweise und Ernährung muss in vielen Fällen erstmal grundlegend umgestellt werden. Oftmals ist es aber gar nicht so leicht vegane von nicht veganen Produkten zu unterscheiden. Tierische Produkte verbergen sich oft in Lebensmitteln, in denen man sie gar nicht erwartet. PETA hat deswegen eine Ratgeber-App zur Verfügung gestellt, die bei der Umstellung auf die pflanzliche Ernährung behilflich sein soll. Über die Suchfunktion können dabei entweder bestimmte Produkte gesucht werden oder einzelne Supermarkt-Sortimente nach passenden Produkten durchgesehen werden. Im Blog-Feed werden euch Rezepte gezeigt und weiter Tipps zum veganen Leben gegeben.

Der vegane Einkaufsguide ist kostenlos im Apple App Store und im Google Play Store erhältlich.

CodeCheck

Auch bei CodeCheck können passende Produkte über diverse Kategorien – von Lebensmitteln über Haushalt bis zu Kosmetik – gesucht werden oder Barcodes direkt eingescannt werden. Wenn man zudem ein individuelles Profil anlegt, kann man Produkte nach eigenen Kriterien filtern lassen. So können auf einen Blick wie bspw. laktosefreie, vegane oder Produkte ohne Aluminium etc. angezeigt werden lassen. In wenigen Klicks erfährt man mehr über die Inhaltsstoffe eines jeweiligen Produkts und kann den Geschmack oder die Wirkung eines Produktes für andere Konsumenten bewerten. Im App-eigenen Feed stehen zudem noch interessante Artikel und DIYs zum Thema bewusstes Leben zur Verfügung. 

CodeCheck ist kostenlos für iOS– und Android-Geräte verfügbar.


arinahabich/stock.adobe.com

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Wallets, Portfolios, Spiele: die besten Bitcoin-Apps fürs iPhone

Büro, Steuern, Geschäft, Finanzen (adapted) (Image by FirmBee [CC0 Public Domain] via Pixabay)

Während der Bitcoin sein Kursziel für 2017 längst übertroffen hat und Satoshi Nakamoto, Erfinder des Bitcoins, irgendwo in sich hinein grinst, kommen für uns Nutzer immer mehr Bitcoin-Apps auf den Markt. Das Angebot reicht von der Brieftaschen-App für virtuelle Währung über Bezahl-Anwendungen bis hin zu Spiele-Apps. Wir haben eine kleine Übersicht mit den besten Bitcoin-Apps für Kryptowährungs-Einsteiger zusammengestellt.

Für den Start: Wallet-Apps 

Um loszulegen, benötigt ihr erst einmal ein Konto für eure virtuelle Währung. Mit den sogenannten Wallet-Apps könnt ihr Bitcoin oder andere virtuelle Währungen kaufen, aufbewahren und ausgeben. Der Unterschied zu einem normalen Konto: Bitcoin-Wallets speichern die privaten Sicherheitsschlüssel, die ihr für alle Transaktionen benötigt.

Coinbase ist wohl eine der beliebtesten Anwendungen für den Handel mit virtueller Währung, auch wenn sie sich seit rund zwei Jahren nicht mehr als Wallet verstehen möchte. Die Coinbase-App hat soeben Snapchat, Instagram und YouTube als gefragteste Software im Apple App Store abgelöst. Ebenfalls sehr beliebt: Das Urgestein Blockchain, das nutzerfreundlich gestaltete Bread und Xapo.

Bitcoin-Apps überholen Snapchat und Instagram
Die App Coinbase überholt Snapchat und Instagram im App Store. Screenshot by Lena Simonis

Letzteres ist vor allem aus Sicherheitsgründen zu empfehlen, da hier unter anderem Offline-Server eingesetzt werden. „Deep cold“ nennt Xapo das. Generell sind iOS-Wallets nämlich „Hot-Wallets“, da sie sich auf einem mit dem Internet verbundenen Gerät befinden.

Tipp: Hot Wallets sind anfälliger für Angriffe, da Hacker über das Internet auf Geräte zugreifen und diese infizieren können. Am sichersten speichert ihr euer Wallet also auf einem Offline-Gerät oder auf Papier. Übrigens: Auch iPhones mit Jailbreak sind anfälliger für Hackerangriffe, hier ist besondere Vorsicht geboten.

Für Investoren: Portfolio-Apps

Nach den „Cool-Kids“ haben nun auch die Investoren angebissen und tragen fleißig zum Kursanstieg des Bitcoins bei. Mit Portfolio-Apps behaltet ihr die Übersicht über eure Investitionen in virtuelle Währungen. Einer der bekanntesten Portfolio-Checker ist Blockfolio, das vor allem mit einem Preisalarm und der Funktion “Set and Forget“ punktet. Für den fortgeschrittenen Kryptowährungs-Händler eignet sich CoinTracking. Die Bitcoin-App bietet nicht nur hübsche Tortendiagramme und Echtzeitanalyse von Gewinn- und Verlust zahlreicher Kryptowährungen, sondern sogar detailierte Reportings für die Steuererklärung.

Bitcoin-Apps
Blockfolio verschafft einen Überblick über alle Kurse zu Kryptowährungen. Screenshot by Lena Simonis

Tipp: Hierzulande fallen Steuern auf Veräußerungsgewinnen nur an, wenn ihr vor Ablauf der Spekulationsfrist von zwölf Monaten eure Gewinne einstreicht. In diesem Fall müsst ihr alle über dem Freibetrag (600 Euro pro Jahr) liegenden Gewinne mit eurem persönlichen Einkommensteuersatz versteuern.

Für Konsumenten: Payment-Apps 

Neben den Spekulanten unter uns, möchte der ein oder andere seine Coins einfach auf den Kopf hauen. Dazu laden bereits einige Anbieter wie Wikipedia (Spenden) oder Microsoft (Stores für Windows und Xbox) im Netz ein. Mit speziellen Bitcoin-Apps könnt ihr eure digitale Währung aber auch in Geschäften in der realen Welt ausgeben – sollte sich denn ein entsprechendes Geschäft in eurer Nähe befinden. Fold wäre hier als Payment-App zu nennen, die in den USA bereits mit großen Unternehmen zusammen arbeitet. So können iPhone-Nutzer schon jetzt bei Starbucks oder Whole Foods mobil mit Bitcoins bezahlen. Auch Bitpay konzentriert sich darauf, sein Bezahlsystem auf Händlerseite zu integrieren und ermöglicht Transaktionen zwischen virtueller und physischer Welt über die Wallet-App.

Tipp: Bitcoins existieren schlicht gesagt nur durch Aufzeichnungen über Bitcoin-Transaktionen. Deshalb sind und bleiben Transaktionen das Rückgrat der virtuellen Währungen. Durch sie werden zurzeit noch neue Coins geschürft. Außerdem werden sich virtuelle Währungen langfristig nur durchsetzen, wenn entsprechende Unternehmen Umsätze machen. Beachtet, dass ihr Zahlungen mit Bitcoin nicht aus eigener Initiative rückgängig machen könnt. Zahlungen können nur durch den Empfänger zurückgezahlt werden. Ihr solltet also nur mit Personen und Organisationen handeln, die ihr kennt und denen ihr vertraut. Für Händler gilt: Sofort-Transaktionen sind nicht hundertprozentig sicher. In den ersten zehn Minuten nach der Anweisung (Input) gilt die Transaktion als glaubwürdig, aber umkehrbar. Dem relativen Risiko steht allerdings ein unverhältnismäßig hohes Marketingpotential gegenüber – solange ihr noch zu den wenigen Händlern hierzulande gehören wollt, bei denen Bitcoin-Enthusiasten ihr Geld lassen können.

Für den Spieltrieb: Bitcoin-Apps fürs Gaming

Mit einigen iPhone-Apps könnt ihr virtuelle Kätzchen züchten, mit anderen spielend Geld verdienen. The Blockchain Game von Daniel Bainbridge ist seit 2016 kostenlos im App-Store verfügbar. Die App teilt sich Werbeeinnahmen mit ihren Nutzern per Bitcoin. Die einfache Aufgabe: möglichst hohe Blöcke stapeln. Alternativ könnt ihr das Spiel eure Kinder ab vier Jahren spielen lassen. Aber mindesten 17 Jahre alt müsst ihr sein, um in Bitcoin Aliens Bitcoins zu verdienen, indem ihr Außerirdische tötet. Ganz neu im App Store und für alle interessant, die dem Cryptokitties-Hype auf dem iPhone fröhnen wollen, ist Toshi für Etherum. Die Toshi-App vereint eine sichere Messaging-Anwendung, ein Ethereum-Wallet und einen Browser für das Ethereum-Netzwerk, mit dem ihr euch nun auch mobil um eure CryptoKitties kümmern könnt. Das Spiel demonstriert auf unterhaltsame Weise das Potential des Ethereum-Netzwerks. Virtuelle Katzen im Wert von rund 15 Millionen US-Dollar sollen dort brüten.

Tipp: Glücksspiel macht süchtig und so. Auf dem App-Spielemarkt finden sich auch eine Menge zwielichtiger Gambling-Apps, bei denen man seine schönen Coins viel zu leicht verspielen kann.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Applepiloten.


Image (adapted) „Büro, Steuern, Geschäft, Finanzen“ by FirmBee (CC0 Public Domain), Screenshots by Lena Simonis


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Das Feriencamp für die Jackentasche – Animal Crossing: Pocket Camp

Animal Crossing Pocket Camp (adapted) (Screenshot by Lisa Kneidl)

Nach den erfolgreichen Smartphone-Ablegern der IPs Super Mario und Fire Emblem, hat sich Nintendo nun einem weiteren seiner beliebten Titel angenommen. Animal Crossing: Pocket Camp ist der aktuelle Smartphone-Ableger der beliebten Animal Crossing-Reihe.

Seit rund 16 Jahren können Spieler auf Nintendo-Konsolen, später vor allem Handhelds, in die liebevolle Welt von Animal Crossing eintauchen. Das Ziel des Spiels? Gibt es eigentlich nicht!

Seele baumeln lassen statt Power-Leveln 

Ihr startet damit euren Spielcharakter nach euren Wünschen zu erstellen und kommt sodann in eurem Camp an. Nachdem ihr einen Style für euer Camp ausgewählt habt, geht es auch schon gleich mit der ersten Quest los. Von da an heißt es Sammeln, Angeln und die Wünsche der Camp-Bewohner zu erfüllen. Über die Freundescodes kann im Multiplayer dann auch mit anderen Usern gespielt werden.

Highscores oder Storylines gibt es hier nicht – Animal Crossing: Pocket Camp gilt einzig und allein der seichten Unterhaltung. Ihr könnt im Alltag nicht so richtig die Seele baumeln lassen? Dann schaut doch in eurem Jackentaschen-Feriencamp vorbei. Power-Leveler werden in dem Game jedoch nur wenig zu tun finden. 

Neues Update bringt mehr Abwechslung

Das Spielprinzip von Animal Crossing ist zugleich Fluch und Segen. So entspannend das Früchte sammeln und Käfer sammeln auch sein kann – so eintönig wird es mit der Zeit auch. Nach dem Release am 22. November bahnt sich nun aber ein erstes großes Update zu Animal Crossing: Pocket Camp an. In der App selbst kündigte Nintendo jetzt ein Update für den Januar 2018 an, das das Game dann um zwei Elemente erweitert. 

Animal Crossing: Pocket Camp ist bereits auf Android– und Apple-Geräten erhältlich. 


Screenshots by Lisa Kneidl


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Auch im Wartezimmer auf dem aktuellsten Stand mit Sharemagazines

Magazine, vogue, magazine cover and rihanna (adapted) (Image by Charisse Kenion [CC0 Public Domain] via Unsplash)

Kennst du das? Du sitzt in einem Wartezimmer und möchtest gerade nach einer Zeitschrift greifen, doch im letzten Moment wird sie dir von einem anderen Besucher vor der Nase weggeschnappt? Oder das Magazin ist total zerlesen oder nicht mehr auf dem aktuellsten Stand? Mit Sharemagazines – dem digitalen Lesezirkel kannst du um dieses Problem allerdings einen großen Bogen machen.

Sharemagazines bietet dir nämlich über 250 digitale Magazine und Tageszeitungen direkt auf dein Smartphone. Betrittst du eine Location wie beispielsweise ein Café, einen Friseursalon, eine Werkstatt oder ein Restaurant, welches Sharemagazines anbietet, kannst du dich in der App anmelden und direkt drauf los lesen. So musst du auf deine Lieblingszeitschrift im Wartezimmer nicht mehr verzichten.

Das Ganze verläuft zudem sehr einfach. Du musst dir lediglich die App herunterladen und dich registrieren. Wenn du aber auf eine Registrierung verzichten möchtest und nur ein bisschen stöbern willst, dann kannst du das auch ohne dir einen Account anzulegen. Anschließend kannst du schauen, wer als Partner von Sharemagazines in deiner Umgebung aktiv ist und vor Ort kostenlos in einer Riesenauswahl an Zeitungen, Tageszeitungen und Magazinen blättern. Das Ganze verläuft ähnlich wie bei einem Streamingdienst.

Kleine App – viele Vorteile

Was bringt dir diese App eigentlich? Es gibt einige Vorteile, die für die Nutzung von Sharemagazines sprechen. Zum einen musst du nicht bangen, dass ausgerechnet die Zeitschrift, die dein Interesse geweckt hat, dir vor der Nase weggeschnappt wird. Außerdem erfüllt die App auch einen hygienischen Aspekt, indem du deine eigene Zeitschrift auf deinem eigenen Smartphone liest. Die Zeitschriften sind immer auf einem aktuellen Stand – du musst also nicht die News von vor drei Monaten lesen. Außerdem kannst du deine Inhalte auf dich zuschneiden lassen, indem du einfach ein Lesezeichen setzt, um beim nächsten Mal weiterzulesen oder deine Favoriten markierst.

Nichts für schwache Augen

Das Lesen auf dem Smartphone muss einem persönlich gefallen. Wer einen kleinen Bildschirm hat, der muss natürlich ordentlich zoomen. Wer mehr Wert darauflegt, eine Zeitschrift in der Hand zu halten, für den ist die App selbstverständlich nichts. Aber für alle Digitals unter uns, die ohnehin jede Nachricht via Smartphone in sich aufsaugen, ist Sharemagazines wirklich lohnenswert, da du eine große Auswahl an Tageszeitungen, Magazinen und Zeitschriften auf deinen Screen bekommst und direkt – auch ohne sich zu registrieren – drauf los lesen kannst.

Hol dir die App kostenlos im Google Play Store oder im Apple App Store.


Image (adapted) „Magazine, vogue, magazine cover and rihanna“ by Charisse Kenion (CC0 Public Domain)

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Gut organisiert durch die stressige Zeit mit ClevNote

Plan-a-lifetime-adventure-adapted-Image-by-Glenn-Carstens-Peters-CC0-Public-Domain-via-Unsplash

Gerade in stressigen Zeiten gibt es nichts Wichtigeres als etwas, was unsere Gedanken beisammenhält. Oftmals muss man sich so viel merken, dass das Meiste im Kopf schnell wieder verloren geht. Geschenkelisten, Termine, To-Dos. Ich persönlich bin natürlich ein Fan von dem guten alten Notizbuch, doch leider passt es nicht immer in meine Tasche und auch meine Einkaufslisten schleppe ich nicht in einem dicken Wälzer umher. Daher habe ich mich schon öfter mit Notizapps auseinandergesetzt.

Hier möchte ich einmal eine App vorstellen, die mir besonders gut gefallen hat: Ich habe die App ClevNote getestet, da sie mir im Play Store direkt in die Augen gesprungen ist und war von Anfang an sehr überzeugt. Begrüßt wird der Nutzer mit vorgefertigten Textlisten, die die einzelnen Funktionen der App genauer beschreiben und dem Nutzer erklären, worauf genau zu achten ist. Dabei gefiel mir direkt die angenehme Übersicht und die Einfachheit der App. Was mich am meisten angesprochen hat: Die Auswahl der Hintergrundfarbe in den Einstellungen. Weg vom tristen Grau und ab zum pinken Hintergrund.

ClevNote Hintergrund Theme Pink (Screenshot by Jennifer Eilitz)

Schnell hineingefuchst

Auf ClevNote befinden sich bereits installierte Listen unter der Rubrik „Alltägliche Notizen“ und „Vorgefertigte Listen“. Hier gibt es die verschiedensten Checklisten für den Alltag. Bankkonten, Lebensmittel oder Geburtstage kann der Nutzer so direkt übernehmen. Man kann diese Listen natürlich so annehmen, wie sie sind, sie fortführen oder verändern, muss man aber nicht. Sie sind auf Wunsch auch ganz einfach zu löschen. Auch das Hinzufügen von Listen geht ganz einfach. Unter dem Menüpunkt „Ordner bearbeiten“ kann der Nutzer Listen neu erstellen, erweitern, löschen oder eine komplett neue Rubrik, unter der weitere Listen aufgeführt werden sollen, eingeben.

ClevNote Notizen bearbeiten (Screenshot by Jennifer Eilitz)
Eigene Notizen bearbeiten und Listen erstellen (Screenshot by Jennifer Eilitz)

Das Abarbeiten der Listen fand ich ebenfalls super. Nehmen wir beispielsweise eine Einkaufsliste: Hier werden alle benötigten Produkte und Lebensmittel aufgelistet, die der Nutzer nach und nach auf dem Button „Noch“ abhaken kann. Klickt man auf „Noch“ erscheint automatisch das Wort „Fertig“ und das Produkt verblasst auf der Liste. Am Kopf der Liste wird zudem mitgezählt, wie viel Produkte beziehungsweise wie viel Prozent der Produkte noch offen sind. Das ist bei wenigen Artikel natürlich kaum brauchbar, aber bei einem Großeinkauf kann das hilfreich sein. Zudem kann der Nutzer die Liste jederzeit sortieren, sodass die noch fehlenden Produkte ganz oben angezeigt werden.

ClevNote Einkaufsliste (Screenshot by Jennifer Eilitz)
Einkaufen mit ClevNote (Screenshot by Jennifer Eilitz)

Außerdem kann man über Google-Drive seine Daten sichern, falls man über ein anderes Gerät auf seine Notizen zugreifen möchte. Ebenfalls praktisch ist die Erinnerungsfunktion der App. Sie sagt Bescheid, wenn noch eine Liste aussteht, oder man ja eigentlich noch einkaufen gehen wollte. Natürlich muss der Nutzer nicht alles in Form von Listen eintragen. Notizen können auch anhand von Texten angefertigt werden, was auch wirklich übersichtlich wirkt.

ClevNote Beliebige Listen (Screenshot by Jennifer Eilitz)
Auch einzelne Texte sind auf ClevNote möglich (Screenshot by Jennifer Eilitz)

Fazit

Mir persönlich gefällt die App wirklich gut. Sie ist super einfach zu bedienen und bietet viele Möglichkeiten, sich perfekt zu organisieren, damit man auch bei der Planung für das neue Jahr nichts vergisst. Besonders praktisch finde ich die Einkaufslisten und das Sortieren der Produkte. Die App kann ich auf jeden Fall weiterempfehlen! Wer also noch einen kleinen digitalen Helfer für die nächste Zeit gebrauchen kann, findet ClevNote im Google Play-Store zum kostenlosen Download.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Klicktipps.


Image (adapted) „Plan a lifetime Adventure“ by Glenn Carstens-Peters (CC0 Public Domain)


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3 Tipps, wie man mit wenigen Klicks Gutes tun kann – #AppHilfe

Woman with a MacBook on a sofa (adapted) (Image by Steinar Engeland [CC0 Public Domain] via Unsplash)

Wie kann ich einfach und schnell vom Smartphone aus helfen? Tatsächlich ist es einfacher als man denkt möglich, sich für verschieden Hilfsorganisationen oder -aktionen zu melden oder zu engagieren. In der Reihe #AppHilfe wollen wir euch zukünftig Apps und Websites vorstellen, mit denen ihr einfach, schnell und kostenlos vom Smartphone aus Gutes tun könnt. 

Mit wenigen Klicks Spender sein

Angefangen mit dem Organspendeausweis. Wenn ihr keinen habt, dann wird es höchste Zeit! Einen zu beantragen ist tatsächlich auch kinderleicht, weder müsst ihr einen Behördengang erledigen, noch irgendwelche komplizierten Formulare ausfüllen. Hier könnt ihr ihn mit ein paar Klicks ganz einfach online anfordern, zu euch schicken lassen und habt wenige Tage später schon eine Papierversion des Ausweises im Briefkasten, die ihr lediglich noch ausfüllen müsst! Oder ihr druckt ihn direkt selbst aus.

Auch die Registrierung für die DKMS Spenderdatei ist leichter als angenommen. Diese könnt ihr ebenfalls quasi von eurer Couch aus in maximal zwei Minuten erledigen. Dazu geht ihr auf die Website der DKMS, beantwortet ein, zwei Fragen zu eurer Gesundheit und könnt euch wenig später schon die nötigen Unterlagen – beispielsweise auch ein Set zur Speichelprobe – kostenlos zuschicken lassen. Jederlei spenden sind optional, das Set könnt ihr, wenn ihr wollt auch kostenlos an die DKMS zurückschicken. Also ganz gemäß dem Werbe-Slogan einfach “Mund auf, Stäbchen rein, Spender sein!”.

boost – Online shoppen und Gutes tun

Boost Project (adapted) (Screenshot by Lisa Kneidl via boost-project.com)
Einfach eine Hilfsorganisation auswählen und wie gewohnt beispielsweise ein Bahn-Ticket oder ein Mittagessen bestellen! Screenshot by Lisa Kneidl

Wer sich für nichts registrieren möchte, aber trotzdem kostenfrei und einfach Gutes tun möchte, dem kann ich noch Websites wie boost ans Herz legen. Das Ganze funktioniert nach dem Affiliate-Prinzip. Das heißt ihr geht auf die Website, sucht euch einen Online-Shop aus, auf dem ihr ohnehin einkaufen wolltet und setzt euren Einkauf wie gewohnt fort. Ihr bezahlt zwar keinen Cent mehr, aber durch den Affiliate-Link bekommen Hilfsorganisationen wie Oxfam, der WWF, PETA oder die UNO Flüchtlingshilfe über boost einen kleinen Vergütungsbetrag des Shop-Betreibers, der dann für gute Zwecke eingesetzt werden kann. Am einfachsten geht das mit der Boost-Browsererweiterung, die dich bei Einkäufen dann automatisch erinnert. Klein Vieh macht bekanntlich auch Mist und so könnt ihr ohne viel Aufwand einen kleinen Beitrag leisten!


Image (adapted) „Woman with a MacBook on a sofa“ by Steinar Engeland (CC0 Public Domain)

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Starte mit einer App organisiert ins neue Jahr

Diary desk business meeting and meeting (Image by Anete Lüsina [CC0 Public Domain] via Unsplash)

Das neue Jahr beginnt häufig mit guten Vorsätzen, Zielen und vielen Dingen, die man sich unbedingt vornehmen möchte. To-Do’s und Checklisten sind da oftmals eine gute Hilfe. Besser ist es noch, wenn man diese immer bei sich trägt, sodass man sie nicht so einfach vergessen kann. Erst kürzlich habe ich hier einmal eine praktische Notizapp vorgestellt. Mit ColorNote kann man super einfach Checklisten erstellen und seinen Alltag planen.

Ich habe dennoch weitergesucht und möchte dir noch eine weitere Notepad-App vorstellen, die mir ebenfalls ziemlich gut gefallen hat.

Notizen und Einträge immer dabei

Die App trägt den ganz einfachen Namen „Meine Notizen speichern“ und bietet einige nützliche Features. Natürlich steht hier das Speichern von Notizen im Vordergrund, aber auch als Tagebuch eignet sich die App sehr gut. Du hast verschiedene Möglichkeiten deine Notizen zu verfassen. Die Notepad-App lässt es also offen, ob man lieber im Textformat, im Checklistenformat oder sogar handschriftlich seine Notizen verfassen möchte. Ich muss ehrlich sagen, dass ich mit der handschriftlichen Notizmöglichkeit eher weniger anfangen kann. Da gefallen mir die Checklisten, die ich übrigens in verschiedenen Farben gestalten kann, und das reine Textformat um einiges besser. Wenn du lieber sprichst anstatt zu tippen, dann nutzt du einfach die Sprachnachrichten-Funktion.

Auf Nummer sicher gehen

Wenn du die App als Tagebuch nutzen möchtest, aber nicht willst, dass irgendjemand deine Einträge lesen kann, dann sichere diese einfach mit einem Passwort. Die Passwortfunktion in der App erlaubt dir nämlich alles mit Passwörtern zu schützen, was du möchtest.

Auch wenn du bei all den Listen und Notizen Angst hast den Überblick zu verlieren, dann bieten sich einzelne Ordner sehr gut an. Diese kannst du in verschiedene Oberkatergorien einteilen wie beispielweise wichtige Einkaufslisten, Reisechecklisten oder Tagebuchkapitel. Wenn du Gefahr läufst deine Notizen zu vergessen, dann stellst du einfach die Erinnerungsfunktion ein.

Ein bisschen Spielkram muss sein

Wer sich gerne mit Spielkram auseinandersetzt, kann davon auch ein bisschen auf dieser App finden. Texte können individuell gestaltet werden. Zwar gibt es nicht so viele Möglichkeiten, aber immerhin können Schriften in ihrer Größe verändert, in kursiv, fettgedruckt oder unter- und durchgestrichen wiedergegeben werden. Wichtige Textpassagen kannst du zudem auch in verschiedenen Farben markieren.

Mir persönlich gefällt die App ziemlich gut. Sie ist einfach gehalten und sehr übersichtlich. Mit den verschiedenen Farben, den Schriftformen und der Rechtschreibüberprüfung bleibt auch für diejenigen, die gerne ein bisschen rumspielen was übrig. Du kannst dir die App kostenlos für dein Android-Smartphone oder -Tablet im Google Play Store herunterladen.


Image (adapted) „Diary desk business meeting and meeting“ by Anete Lūsiņa (CC0 Public Domain)

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Mal eben schnell gemerkt mit ColorNote

Ideas waiting to be had (adapted) (Image by Kelly Sikkema [CC0 Public Domain] via Unsplash)

Wer viel um die Ohren hat, der muss sich oftmals auch viel merken. Manchmal sind es schon die kleinsten Dinge, die so wichtig sind, dass man sie in einem Notizbuch festhalten muss. Ist man dann unterwegs kommt die Frage auf: „Was musste ich mir gleich noch so Wichtiges merken?“ Ärgerlich, wenn das Notizbuch mit den wichtigen Infos dann Zuhause liegt.

Schön ist es daher, dass man, egal wo man ist, auf kleine digitale Helfer zugreifen kann. Da ich das Problem mit dem Vergessen und Merken nur zu gut kenne, habe ich mich mal nach hilfreichen Notiz-Apps für das Smartphone umgesehen. Hier stelle ich dir einmal die App vor, die als erstes auf meinem Smartphone einziehen durfte.

Color Note

Eine Notiz-App, die super einfach zu bedienen ist und dazu noch sehr übersichtlich. Ich persönlich erstelle mir regelmäßig Listen zu allen möglichen Dingen. Eine Weihnachtsgeschenke-Liste, To-Do-Listen, eine Bücher-die-ich-noch-lesen-möchte-Liste, hier kannst du dir wirklich alles notieren. Aber auch reine Textmemos sind natürlich möglich.

ColorNote Notizübersicht (Screenshot by Jennifer Eilitz)
Die Notizen können als Raster oder als Liste angezeigt werden; Screenshot by Jennifer Eilitz

Wenn du es ganz übersichtlich und geordnet brauchst, dann kannst du dir auch die Notizen in verschiedenen Farben erstellen. Praktisch ist es zudem, dass du dir auf deinem Smartphone-Startbildschirm die Notizen anheften kannst. Entweder als Haftnotiz im 1:1 Format, mit einer Vorschau im Format 2:2, oder auch als Kalendervorschau. So hast du deine wichtigsten Notizen direkt griffbereit. Besonders gut eignet sich die Funktion vor allem für Einkaufslisten, wichtigen To-Do’s und Terminen.

ColorNote Smartphone Bildschirm (Screenshot by Jennifer Eilitz)
ColorNote Beispiel-Ansicht auf dem Smartphone Startbildschirm; Screenshot by Jennifer Eilitz

Nicht vergessen!

ColorNote bietet außerdem eine Erinnerungsfunktion an. Solltest du einmal Gefahr laufen etwas zu vergessen, so kann die App dich daran erinnern. Ein Kalender hilft dir dabei deine Termine im Blick zu behalten und erinnert dich auch wieder, wenn etwas Wichtiges ansteht. Du kannst in den Kalender entweder Textnotizen eintragen, oder aber auch hier eine Liste hinzufügen – beispielsweise wenn du etwas Dringendes abzuarbeiten hast. Möchtest du deine Notizen mit anderen teilen, dann kannst du diese auch via Twitter, Email oder SMS versenden.

Mir persönlich gefällt die App wirklich sehr gut und ich nutze sie auch schon länger. Eben mal schnell etwas ins Smartphone eintragen und schon hat man die Informationen immer dabei. Schon alleine für meine Weihnachtsgeschenk-Liste hat sich die App allemal bewährt. Einen weiteren Pluspunkt gibt es auch noch für die Passwort-Funktion, bei der bestimmte Listen gesichert werden können.

Du kannst dir ColorNote kostenlos im Google-Play-Store runterladen.


Image (adapted) „Ideas waiting to be had“ by Kelly Sikkema (CC0 Public Domain)

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Wishlist – Webserie um eine verhängnisvolle App

Wishlist (adapted) (Screenshot by Lisa Kneidl via Wishlist Youtube)

Stell dir vor du kannst dir etwas wünschen, egal was, und eine App erfüllt dir diesen Wunsch? Genau das ist das Grundprinzip der fiktiven App Wishlist der gleichnamigen Serie. Aber alles hat seinen Preis und am Ende wünschen sich die Protagonisten nichts mehr, als die App nie installiert zu haben.

Die Webserie Wishlist geht in die nächste Runde

2016 sorgte die Produktion des öffentlich-rechtlichen Jugendsenders Funk bereits für Aufsehen. Im Dezember 2017 geht sie endlich in die zweite Runde. Doch was verbirgt sich hinter dem ominösen Titel?

Die Prämisse erinnert zunächst an den Film Nerve aus dem gleichen Jahr. Eine mysteriöse App kommt auf den Markt und geht bei Jugendlichen in Umlauf. Möchte man seinen Wunsch erhalten, muss man auch eine entsprechende Gegenleistung erfüllen. Je größer der Wunsch, desto schwieriger oder verheerender die Aufgabe. Irgendwann geraten die Ereignisse so außer Kontrolle, dass sich die Protagonisten rund um die 17-jährige Mira dazu entschließen, die App und diejenigen die dahinter stecken zu zerstören.

Die Beta-Phase ist vorbei

Hinter der Idee zur Serie steckt Autor Marcel Becker-Neu, Produzenten sind Marc Schießer und die Youtuberin Christina Ann “Hello Chrissy” Zalamea. Gedreht wurde das Ganze in 4K und die Serie hat trotz des Status als Webserie dadurch einen sehr professionellen Look. Bereits über 130 Tausend Abonennten (Stand Dezember 2017) bestätigen den Erfolg des Projekts. Mit der ersten Folge der zweiten Staffel “Die Beta-Phase ist vorbei” geht es nun weiter. Hier gibt’s den Trailer zur 2. Staffel, wer Angst vor Spoilern hat oder die 1. Staffel noch nicht gesehen hat, kann diesen aber auch gerne überspringen.

Gelobt wird an der Serie der medienkritische Aspekt neuen Medien und dem Umgang junger Erwachsener damit. Das Format erinnert damit an die britische Produktion Black Mirror, die gleichermaßen aktuelle Technologien und Medien aus einer beinahe dystopischen Perspektive betrachtet.

Funk – Öffentlich-Rechtliche in “hip”?

Verantwortlich für die Serie ist wie bereits erwähnt das Medienangebot Funk, das von ARD und ZDF getragen wird. Das Angebot ging selbst erst zum 1. Oktober 2016 an den Start und richtet sich vor allem an Jugendliche und junge Erwachsene.

Die öffentlich-rechtlichen haben ja bekanntlich generell ein eher angestaubtes Image. Da sind neue Formate, gerade aus dem Online-Bereich, erfrischend und bekommen durch Funk die nötige finanzielle Unterstützung. Neben Wishlist werden durch Funk zudem das deutsche Youtube-Urgestein Coldmirror, das GIGA-Erbe Game Two und das Kliemannsland unterstützt.


Screenshot by Lisa Kneidl via Youtube


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80er in 8-Bit – Stranger Things: The Game

Stranger Things The Game (adapted) (Screenshot by Lisa Kneidl via Netflix & BonusXP)

Es war der Serien-Überraschungs-Hit im Jahr 2016. 80er-Retro-Charme, ein Synthesizer-Soundtrack und ein Setting das an einen Steven King Roman erinnert. Durch diese Erfolgsformel gelang dem Netflix-Original Stranger Things binnen kürzester Zeit der Kultstatus. Es dauert nicht lange, bis man die Bewohner der fiktiven US-Kleinstand Hawkins ins Herz schließt. Für jeden der nicht genug von Eleven, Mike, Dustin und Co. bekommt, gibt es jetzt das passende Smartphone Game.

80er in 8-Bit

Im Oktober 2017 erschien die lang erwartete 2. Staffel der beliebten Serie Stranger Things. Um die – über ein Jahr lang andauernde – Wartezeit zwischen den Staffeln zu überbrücken, brachte Netflix zusammen mit dem Studio BonusXP, Inc. eine passende App.

Das Gameplay ist relativ einfach, man bewegt seine Spielfigur simpel per Tapping auf den Bildschirm fort. Gleiches gilt für das Interagieren mit Gegenständen, anderen Charakteren oder Kampfsituationen. Kleine Rätsel und die aus der Serie bekannten Charaktere werten das Spiel auf. Denn obwohl das Spiel recht simpel gehalten ist und relativ kurzweilig ist, macht es großen Spaß, sich im 8-Bit Hawkins zu bewegen.

Kostenlos und werbefrei

Was mir besonders gefällt ist, dass die App komplett kostenlos ist, aber gleichzeitig auch nicht auf nervige In-Game Werbung zurückgreift. Das ist oft ein böses Omen für ein schlechtes Spiel. Bei Stranger Things ist das aber nicht der Fall, es ist komplett kosten- und werbefrei, aber macht gleichzeitig großen Spaß und bietet viel Raum für Interaktion. So hat jeder Charakter eine passende Fähigkeit für die jeweilige Situation. Die Jäger und Sammler unter den Spielern kommen aber durch die Sammelobjekte auch auf ihre Kosten.

Wenn ihr also nach dem Binge-Watching doch wieder Sehnsucht nach Hawkins und deren charismatischen Bewohnern rund um Eleven, Chief Hopper und Co. habt, dann holt euch Stranger Things: The Game kostenlos für iOS und Android. Notwendig dafür sind minimal die Versionen iOS 9.0 und Android 4.4.


Screenshots by Lisa Kneidl


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Barrierefreies Kino: Die Technologie von Greta & Starks macht’s möglich

StarksGlassGirl (adapted) (Image by Greta & Starks)

Ins Kino zu gehen ist für die meisten von uns eine ganz normale Freizeitbeschäftigung. Worüber wir uns dabei wahrscheinlich kaum Gedanken machen: In Deutschland allein gibt es über eine Million sehbehinderte und etwa 80.000 gehörlose Menschen, die das nicht können. Das Berliner Unternehmen Greta & Starks hat dafür eine clevere Tech-Lösung entwickelt.

Zwei Apps und das eigene Smartphone machen Inklusion möglich

Mit zwei kostenlosen Apps, Greta und Starks, wird für blinde und gehörlose Filmfans damit das Kinoerlebnis endlich barrierefrei. Greta bietet blinden Gästen die passenden Audiodeskriptionen zu einem Film, Starks spielt spezielle Untertitel für gehörlose Besucher ab. All das passiert auf dem eigenen Smartphone oder Tablet, sodass Nutzer auf keine spezielle Technologie oder große Geräte angewiesen sind. Über eine Audioerkennungssoftware werden die Audio- und Tonspuren des Filmes im Kino mit den Fassungen auf der App synchronisiert.

Nutzer wählen dafür über die App einen aktuellen Kinofilm. Nur die Filme, die in der App aufgelistet werden, gibt es mit Audiodeskriptionen oder Untertiteln. Im Kino müssen die User lediglich den passenden Film über die App aufrufen und es werden dann automatisch die Audiodeskriptionen oder die Untertitel abgespielt. Für blinde Filmfreunde reichen also ein Paar Kopfhörer und das Smartphone, um den Film verfolgen zu können. Gehörlose Gäste sehen die passenden Untertitel gleichzeitig zur Handlung auf der großen Laufwand auf ihrem eigenen Smartphone. Eine große Bereicherung, wie die betroffene Community findet.

Sinnesbeinträchtigte Kinofans können so in jeden verfügbaren Film zu jeder Zeit gehen, ohne dass es für sie einen großen Aufwand bedeutet. Ein weiterer Vorteil ist, dass das Kinoerlebnis damit wirklich inklusiv wird. Es muss keine getrennten Vorführungen mehr geben. Alle – Menschen mit Sinnesbeinträchtigungen und Menschen ohne – können gemeinsam den gleichen Film anschauen.

Fast 300 Filme im Angebot

Seneit Debese Profilfoto (Image by Seneit Debese)
Die Geschäftsführerin von Greta & Starks, Seneit Debese. Image by Seneit Debese

Das war von Anfang an ein großes Anliegen für Gründerin Seneit Debese. Sie arbeitete vor Greta & Starks selbst in der Filmbranche und lernte beim Drehen einer Reportage eine blinde Läuferin kennen. Als diese sagte, dass eine der größten Einschränkungen in ihrem Alltag sei, dass sie nicht mit ihren nicht-blinden Freunden ins Kino könne, war die Idee für Greta & Starks geboren. Seit 2013 gibt es das Unternehmen offiziell, „die kleine Firma mit einer großen Vision”, wie Debese es im Interview mit den Netzpiloten ausdrückt.

Damit hat sie gar nicht so Unrecht. Denn bevor es Greta & Starks gab, war es für Menschen mit Sinnesbeinträchtigungen in Deutschland sehr schwierig, überhaupt Kinofilme zu sehen. Die meisten Verleihe boten keine geeigneten Fassungen an und wenn, dann sehr spärlich über das Jahr verteilt. Zwar gibt es regelmäßige Filmveranstaltungen wie etwa im Kleisthaus in Berlin. Doch auch diese beschränken sich auf wenige Ereignisse im Jahr und Besucher können sich die Filme nicht selbst aussuchen.

Greta & Starks hat aktuell knapp 300 Filme im Programm, vom Kinderfilm über die Komödie bis hin zu Blockbustern wie den aktuellen Teil von Star Wars. Im Angebot sind aber nicht nur aktuelle Kinofilme, sondern auch spezielle DVD-Fassungen für den Filmabend daheim. Das ist wahrscheinlich aktuell das Angebot mit der größten Bandbreite. Das Unternehmen wird von den Filmverleihern dafür bezahlt, die speziellen Fassungen für sinnesbeinträchtigte Menschen auf ihre App zu stellen. Das ist das Geschäftsmodell und Haupteinnahmequelle des Unternehmens.

Neues Headset soll Kinoerlebnis weiter verbessern

In diesem Jahr hat das Unternehmen damit sogar den Publikumspreis beim KfW Award Gründen gewonnen. “Ich wollte schon immer etwas machen, dass wirklich sinnvoll ist und ein echtes Problem löst – und nicht einfach die hundertste Shampoosorte verkaufen. Ich freue mich wirklich, dass wir mit unserer Arbeit so vielen Menschen helfen können”, sagt Debese.

2017-03-03 Starks App Smartphone EN (adapted) (Image by Greta & Starks)
Image by Greta & Starks

Voraussichtlich im kommenden Sommer will Greta & Starks das inklusive Kinoerlebnis auf die nächste Stufe heben. Dazu hat das Unternehmen ein spezielles Headset entwickelt das vor allem gehörlosen Kinogängern zugute kommt. Durch ein spezielles Sichtfenster werden die Untertitel damit direkt vor der Leinwand erscheinen. So müssen gehörlose Zuschauer nicht mehr zwischen ihrem Smartphone und dem Bildschirm hin und her wechseln, sondern können sich entspannt zurücklehnen.

Das Headset kann zwar auch direkt von den Nutzern gekauft werden, wenn gewünscht. Doch grundsätzlich soll es als kostenloser Service im Kino zur Verfügung stehen: „Unsere Idee ist es, dass die Kinobetreiber das Headset kaufen, damit Besucher es, wie auch unsere anderen Angebote, weiterhin kostenlos nutzen können”, sagt Debese.

Greta & Starks soll inklusiv wie der Pizzaschneider werden

Ende des Jahres soll der Prototyp in die Testphase gehen. Im Januar 2018 möchte das Unternehmen eine Crowdfunding-Kampagne dazu starten. Greta & Starks erhält zwar auch Fördergelder für die inklusive Technologie, die Lage könnte aber deutlich besser sein, findet Seneit Debese. „Es gibt in Deutschland zu wenig Förderung für inklusive Technologie. Gerade für Unternehmen ist es nicht so leicht, Unterstützung zu bekommen. Ich würde mir wünschen, dass es an der Schnittstelle zwischen inklusiver Arbeit und Technologie mehr Fördertöpfe geben würde.”

Dies gilt vor allem, weil Debese nicht ausschließt, dass ihre Technologie auch für andere Zwecke genutzt werden kann. So soll das Headset in Zukunft nicht nur Untertitel für Menschen mit Hörbeeinträchtigungen einspielen, sondern auch für anderssprachige Gäste. Das könnte zum Beispiel ausländischen Studenten zugute kommen, die in Deutschland einen Film im Kino anschauen wollen. Oder auch Deutschen, die im Ausland einen Film in der Originalsprache schauen und dann Untertitel einspielen können.

„Ich möchte, dass Greta & Stark irgendwann so wird wie der Pizzaschneider”, sagt Debese. Dieser wurde ursprünglich als Inklusionshilfsmittel erfunden, um Menschen mit Handicaps das Schneiden der Pizza zu erleichtern. „Heute nutzt fast jeder diesen Pizzaschneider, ohne darüber nachzudenken. Es hilft allen, Menschen mit Behinderungen und Menschen ohne. Das ist wirklich Inklusion und das würde ich gerne auch mit unserer Technologie erreichen.”


Image by Seneit Debese

Headphones and Phone: Greta & Starks


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Lass das Smartphone liegen!

Hammrock, relax, person and boot (adapted) (Image by Nicole Harrington [CC0 Public Domain] via Unsplash)

Schlimm ist das mit dem Smartphone. Man hört es ja immer wieder. Ständig ist man abgelenkt, dauernd piept es in den unmöglichsten Momenten. Und irgendwie schafft es das Smartphone, dass wir es dennoch ständig bei uns tragen und versuchen, dann, wenn gerade niemand hinschaut, oder jemand beim Erzählen eine kurze Pause macht, einen schnellen Blick auf den Bildschirm zu werfen. Es könnte ja eine Nachricht eingegangen sein oder vielleicht auch ein unbeantworteter Anruf.

Aber auch, wenn es uns eigentlich nicht ablenkt, lenkt es uns doch trotzdem ab. Wir arbeiten an einem wichtigen Aufsatz oder einer Präsentation – was passiert so auf Facebook? Oder wir lesen einen wichtigen Beitrag – was wohl gerade auf Instagram so abgeht? Wir bereiten uns auf die Arbeit vor – mal schnell einen Blick auf Twitter werfen, wer weiß, was man verpasst haben könnte!

Das, was oben beschrieben ist, ist vielleicht ein wenig übertrieben, aber vielleicht hast auch du dich in der einen oder anderen Situation wiedererkannt. Ich selbst, habe schon oft solche Momente gehabt. Und ich gebe zu: Ich bin einer von denen, die ständig einen Blick auf ihr Smartphone werfen. Ich möchte das gerne ändern und habe dafür mal – wie könnte es auch sonst sein – nach einer passenden App gesucht.

Vom Smartphone freinehmen

Als ich nach einer App, die mir hilft mich von meinem Smartphone zu distanzieren, Ausschau gehalten habe, ist mir „Offtime“ aufgefallen. Diese App ermöglicht es, sich wirklich eine Auszeit von seinem Smartphone zu nehmen. Und die Funktionen sind dazu noch sehr leicht zu bedienen.

Zu Beginn möchte die App ein paar Sachen über dich wissen. Deinen Namen unter anderem und wobei du in der nächsten Zeit nicht gestört werden möchtest, wie etwa Arbeiten, Entspannen oder Schlafen. Du kannst dir aber auch ganz eigene Profile, frei nach deinen Wünschen, erstellen. Außerdem möchte die App wissen, ob du bestimmte Apps oder Anrufe und SMS sperren oder doch lieber zulassen möchtest.

Kleine App – viele Möglichkeiten

Mit Offtime stehen dir viele Möglichkeiten, um dich von deinem Smartphone nicht ablenken zu lassen, zur Verfügung. Du kannst neben den blockierten Anrufen oder Benachrichtigen auch auswählen, ob bestimmte Kontakte ungeblockt bleiben sollen. Außerdem kannst du angepasste Antworten an diejenigen schicken, die versuchen dich zu erreichen. So kannst du ihnen beispielsweise mitteilen, dass du gerade beschäftigt bist und dich später zurückmelden wirst.

Du kannst deine eigenen Regeln erstellen und anhand der Insights herausfinden, wie gut du dich wirklich an deine eigenen Regeln hältst. Eine Liste zeigt dir im Anschluss an, was du alles verpasst hast, während du nicht auf deinem Smartphone herumgespielt hast. Außerdem ist die App stolz auf dich, wenn du es geschafft hast, eine Weile stark zu bleiben und dich anderen Dingen zu widmen.

Zugegeben für meinen Test dieser App, ist meine Offtime-Zeit mit zwei Minuten nicht wirklich überragend…

Abschalten bitte!

Wenn du wirklich mal eine kleine Pause von deinem Smartphone brauchst, dann ist diese App, die du kostenlos im Google Play Store runterladen kannst, wirklich äußerst sinnvoll. Einfach mal die Finger von Facebook und Co. lassen und sich auf die wichtigen Dinge konzentrieren.

Irgendwie liegt die Ironie doch genau darin: Dass wir eine App brauchen, mit der wir die Finger von unseren Smartphones lassen.


Image (adapted) „Hammrock, relax, person and boot“ by Nicole Harrington (CC0 Public Domain)

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FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

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  • NETZNEUTRALITÄT t3n: USA schaffen Netzneutralität ab: Auch die massiven Proteste haben nichts genützt, jetzt ist es beschlossene Sache: die Netzneutralität in den USA ist Geschichte. Mit drei zu zwei Stimmen hat die Federal Communications Commission der USA das Aus der Netzneutralität beschlossen. Erst 2015 wurden unter der Obama Regierung strikte Regeln für die Durchsetzung der Netzneutralität eingeführt. US-amerikanische Internet-Nutzer bangen jetzt um das freie Internet. Bereits Anfang des Jahres wurde der Schritt vom FCC-Vorsitzenden Ajit Pai – für das Amt von Donald Trump persönlich vorgeschlagen – angekündigt. Netzneutralität-Befürwörter fürchten jetzt ein Zwei-Klassen-Internet, die Gegner sehen allerdings keine Gefahr um ein freies Internet.

  • APPLE t-online: Apple kauft Musikerkennungs-App Shazam: Ihr mögt einen Song, wisst aber nicht wie er heißt – da kommt die App Shazam ins Spiel. Sie kann auf Knopfdruck erkennen, welcher Song zu hören ist. Mit der Musikerkennungs-App ist dem Konzern Apple jetzt eine wertvolle Übernahme gelungen. Rund 400 Millionen Dollar soll Apple für Shazam laut der Financial Times auf den Tisch gelegt haben. Das soll sich lohnen, denn durch die App verspricht sich Apple einen besseren Einblick auf den Musikgeschmack der User zu erlangen. Das macht Geschmacks orientiertes Marketing einfacher. Apple verspricht gemeinsame Pläne für die Zukunft und die hauseigene KI Siri greift bereits auf den Dienst zurück, wenn man sie nach einem Song fragt.

  • NETZDG handelsblatt: Angriff auf das Anti-Hass-Gesetz: Das Netzwerkdurchsetzungsgesetz – kurz NetzDG – ist umstritten. Die Fraktionen der Linken, FDP und der AfD arbeiten derzeit deswegen an eigenen Gesetzentwürfen, um am NetzDG zu rütteln. Das Gesetz soll gegen Hass-Kommentare in sozialen Medien schützen. Nicht überraschend also, dass die AfD dies torpedieren möchte. Das NetzDG war erstmals zum 1. Oktober in Kraft getreten. Es verpflichtet Online-Netzwerke strafbare Inhalte umfassender zu bearbeiten und sie schneller zu löschen.

  • GOOGLE zeit: Danach haben die Deutschen 2017 gegoogelt: Das Ende des Jahres nähert sich mit schnellen Schritten und da bleiben diverse Jahresrückblicke auch nicht fern. Der global am häufigsten gegoogelte Suchbegriff war Hurrikan Irma. Was haben die deutschen im Jahr 2017 am häufigsten in die Suchmaschine eingetippt? Ganz vorne bei den beliebtesten Suchanfragen sind dabei der G20-Gipfel, Bitcoin, die Bundestagswahl und die erst am 1. Dezember stattgefundene WM-Auslosung. Im vergangenen Jahr waren EM 2016 und Pokémon Go die Suchbegriffe des Jahres.

  • NETFLIX welt: Dieser Deal ist eine Kampfansage an Netflix: Der Deal ist durch und das Timing könnte nicht besser sein! Der Unterhaltungskonzern Disney hat jetzt angekündigt große Teile des Medienkonzerns 21st Century Fox zu übernehmen. Der Mega-Deal beschert dem Konzern hinter der Maus nicht nur die Rechte an den X-Men, die durch Fox bisher aus dem Marvel-Filmuniversum ferngehalten wurden, sondern auch an Serien wie den Simpsons oder Modern Family. Vor allem kann der Schritt aber als indirekte Kampfansage an Netflix und Co. angesehen werden. Erstkürzlich verkündigte Disney die Pläne eines eigenen Streaming-Dienstes. Mit den diversen, nun eigenen Lizenzen würde der dann ernsthafte Konkurrenz für andere Anbieter darstellen.

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Die Macht liegt in eurer Hand: Der Sphero R2D2 im Test

R2D2 - header - Image by Lisa Kneidl

Alle Jahre wieder entfacht Star Wars einen großen Hype. Auch in diesem Dezember feiern wir nicht nur Weihnachten, sondern die Premiere des nächsten Teils der Space-Opera. Kurz vor dem Start von „Die letzten Jedi“ läuft die Marketingmaschine auf Hochtouren. Auch vor smarten Gadgets macht das Merchandise nicht halt. Die Firma Sphero hat – wie schon zu Episode 7 – nun wieder einen per App steuerbaren Droiden auf den Markt gebracht. Diesmal aber nicht den kugelrunden BB-8, sondern Fan-Favorit R2D2! Ich habe mir den Sphero R2D2 mal kurz von der Resistance ausgeborgt und getestet!

Sphero R2D2 im Unboxing

Als Star-Wars-Fan fiel es mir schwer, mich beim Auspacken des Sphero R2D2 nicht wie das Nintendo-64-Kid einfach meinen Fan-Emotionen hinzugeben. R2D2 kommt in einer schicken schwarzen Box mit ordentlich Polsterung daher, das wirkt sehr wertig.

R2D2 Vergleich Disneystore
Der Sphero R2D2 (links) und sein großer Bruder aus dem Disneystore (rechts).

Überrascht haben mich allerdings die Maße. Der Sphero R2D2 ist 17 mal 11 Zentimeter groß und wiegt rund 370 Gramm, was vergleichbar mit einem Tablet im 7-Zoll-Format ist. Nicht ganz zum Einsatz als Kampfdroide geeignet, aber als Spielzeug allemal tauglich! Zum Vergleich: sein großer nicht-elektronischer Bruder aus dem Disney Store hat ein Größe von 26 mal 17,5 Zentimetern und kostet mit derzeit rund 20 bis 40 Euro einen Bruchteil des Geldes. Beide sind aus Plastik, aber zumindest die Bemalung und die silbernen Elemente des Sphero R2D2 wirken hochwertiger als beim matten Disney-Kollegen.

In der Box enthalten ist außerdem noch ein USB-Kabel, mit dem der Droide nach einem Ladevorgang auch schon fast betriebsbereit ist. Fehlt nur noch das Herunterladen der kostenlosen App und eine Bluetooth-Verbindung zwischen Smartphone und dem Sphero R2D2.

Zur Inbetriebnahme ist die offizielle Sphero-App “Star Wars Droids App by Sphero” notwendig, die für Apple und Android verfügbar ist. Erforderlich dafür sind mindestens die Versionen iOS 8.0 und Android 4.4.

Ich habe die App mit einem Lenovo Motorola G4 Plus mit Android 7.0 getestet. Darauf lädt die App recht lange und führt außerdem dazu, dass das Smartphone im Betrieb schnell recht heiß wird. Daher ist die für die Nutzung der App ein leistungsstärkeres Smartphone zu empfehlen.

App geht’s: So steuert ihr den Sphero R2D2

Es gibt fünf Modi, in denen ihr den Droiden per App steuern könnt.

  1. ihr könnt R2 steuern und “Emotionen” anwenden
  2. R2 kann mit einer Patrouillenstrecke programmiert werden
  3. ihr könnt ihn Muster fahren lassen
  4. innerhalb des AR-Modus könnt ihr den Sphero R2D2 durch den Millenium Falcon fahren lassen
  5. lasst ihr R2 wissen, dass ihr einen der Star-Wars-Filme schaut, kann er mittels Soundeffekten auf das Geschehen reagieren

Die “Emotionen” die man R2D2 durchspielen lassen kann, sind wirklich süß und hauchen dem Droiden richtig Leben ein. Auch die Musterfunktion macht Spaß, aber trotzdem hätte ich meinen halben Arbeitstag wohl in der Steuerfunktion verbringen können. Es macht einfach zu viel Freude, den kleinen Droiden über den Flur und in andere Büros fahren zu lassen und die Kollegen mit einem lauten “BOO-BEEP!” aus dem Nachmittagstrott zu wecken. Der AR-Modus hat mich hingegen nicht überzeugt. Statt mit R2D2 in der Augmented Reality durch die Smartphone-Kamera in der echten Welt zu interagieren, bewege ich mich auf dem Smartphone durch Orte wie beispielsweise den Millenium Falcon, während R2 lediglich mit Kopfdrehungen sowie Licht- und Audioeffekte reagiert. Ebenfalls ärgerlich: Die Patrouillenfunktion und Filmfunktion waren auf meinem Smartphone buggy und konnte daher von mir nicht getestet werden.

Pädagogisch wertvoll: Coden lernen mit dem Sphero R2D2

Wer trotzdem keinen dreistelligen Betrag für ein reines Spielzeug ausgeben mag, dem sei gesagt, dass der Sphero R2D2 und seine Kollegen durch eine App sogar pädagogisch wertvoll gemacht werden können. Neben der regulären Steuerungs-App bietet der Hersteller auch noch die Sphero Edu App an. Diese ist wie ein Github und ermutigt den Droiden-Besitzer zum Coden von Javascript-Textprogrammen. Mit drei Basis-Code-Methoden – Blocks, Zeichnen und Text Coding mit Javascript – wird es den stolzen Droiden-Besitzern dann ermöglicht, ihre Schützlinge individuell zu steuern. Neue Programme können dann ganz einfach erstellt und der Typ der Programms und der Droide, für den es bestimmt ist, ausgewählt werden. Auf der Sphero-Edu-Plattform erwartet die Nachwuchs-Coder dann eine regelrechte Community, innerhalb der Programme und Wissen ausgetauscht werden können. Solch ein Droide aus dem Star-Wars-Universum eignet sich also ideal dafür, auch jüngeren Nutzern den Spaß am Programmieren schmackhaft zu machen.

Fazit: Charmanter, aber teurer Star-Wars-Spaß

Der Sphero R2D2 kostet laut Preisempfehlung vom Hersteller rund 150 Euro. Für das Weihnachtsbudget nicht ganz so schmerzhaft wie das 800 Euro teure Modell des Millenium Falcon von Lego, aber dennoch ein echtes Liebhaberspielzeug für Star-Wars-Fans mit sehr großem Budget. Für das gleiche Geld bekommt man auf dem Markt auch schon ein Einsteiger-Smartphone. Aus meiner Sicht ist der Preis für den gebotenen Spaß zu hoch. Letzlich ist der Sphero R2D2 nur ein besseres Funk-Auto. Das kann auch der Charme des populären Star-Wars-Charakters nicht wettmachen. Immerhin bietet das Gadget dank Sphero-Edu-App noch didaktisches Potenzial für Nachwuchs-Coder.

Alternativ bietet der Disney Store für um die 20 bis 40 Euro einen batteriebetriebenen R2D2 mit einfachen Sound- und Lichteffekten an, der auf Geräuschimpulse wie Klatschen reagiert. Im Vergleich dazu ist der Sphero R2D2 flüssiger animiert und weist die authentischeren Sound- und Licht-Effekte auf. Der Disney-Droide hingegen überzeugt durch größere Maße und hat insgesamt ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis zu bieten.


Images & Screenshots by Lisa Kneidl


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Fit und entspannt mit dem iPhone: Die 5 besten Yoga-Apps

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Wenn es draußen kühler wird und die Blätter sich gelb und rot verfärben, bis sie schließlich vom nächsten Windstoß auf den Boden getragen werden, wissen wir: es ist Herbst. So schön es auch anzusehen ist, werden wir in den kälteren und dunkleren Jahreszeiten oftmals müde und kraftlos. Um also beim nächsten Couch-Marathon nicht für immer in der Sofaritze zu verschwinden, müssen wir Körper und Geist wieder in Bewegung bringen. Dafür eignen sich Yoga-Apps hervorragend. Es verhilft zu neuer Energie, baut stress ab und wer weiß, vielleicht können sie uns auch noch zu einem knackigen Hintern verhelfen.

Wie schlimm kann es also sein? Egal ob Anfänger oder Yoga-Meister: Eine kleine Hilfestellung kann uns allen nicht schaden und womöglich sogar motivieren. Aus diesem Grund möchte ich euch die meiner Meinung nach fünf besten Yoga-Apps für das iPhone vorstellen. Alle Yoga-Apps stehen zum kostenlosen Download zur Verfügung, sodass der innere Schweinehund zumindest kein preisliches Gegenargument hervorbringen kann.

1. Asana Rebel

Beginnen wir mit der Nummer 61 aus der App-Store Kategorie „Gesundheit und Fitness“: Asana Rebel.

Diese Yoga-App aus Berlin bietet eine Vielzahl von Funktionen, die ihr erst sehen könnt, wenn ihr euch einen Account angelegt habt. Wahlweise könnt ihr euch per E-Mail oder Facebook anmelden. Zu Beginn wählt ihr euer Ziel aus, welches entweder „Fit werden“ oder „Gewicht verlieren“ ist. Auf dem Startbildschirm von Asana Rebel angekommen, könnt ihr eines aus fünf kostenlosen Workouts wählen. Diese bestehen aus einer guten Mischung an Übungen, die alle einen anderen Fokus besitzen und unterschiedlich lang sind. Zudem gibt es täglich kleinere Fünf-Minuten-Workouts, die ebenfalls kostenlos sind.

Wollt ihr Zugriff auf alle Inhalte der App haben, müsst ihr den Premium-Zugriff aktivieren. Für Starter gibt es ein dreimonatiges Abonnement für 12,66 Euro pro Monat (ihr zahlt beim Checkout 37,99 Euro). Für eine zwölfmonatige Laufzeit kostet das Abo 4,92 Euro pro Monat (ihr zahlt beim Checkout 58,99 Euro). Wollt ihr für immer einen Premium-Zugriff haben und habt gerade 329,99 Euro übrig, gehört dieser euch.

Die Workouts kommen als Video-Einheiten auf eurem iPhone daher. Die angenehm gesprochenen Anweisungen begleiten die Übung und erklären die gerade gezeigte Pose. Das Workout könnt ihr jederzeit pausieren und ihr habt sogar eine Auswahl an Musikstücken, die im Hintergrund gespielt werden. Während der Einheiten läuft auf eurem iPhone-Display ein Timer mit. So könnt ihr den zeitlichen Rahmen verfolgen. Die Übungssequenzen können außerdem heruntergeladen werden. Diese Funktion steht aber nur mit dem Premium-Zugriff zur Verfügung. Zudem bietet euer Profil bei Asana Rebel einen Kalender, in dem ihr festhalten könnt, wann und wie viele Workouts ihr gemacht habt und wie viele Kalorien ihr dabei verbrannt habt.

Ein bisschen Übung schadet nie: Schwierig für Anfänger

Trotz der guten Nutzbarkeit ohne Abonnement ist die Yoga-App von der Asana Yoga GmbH aus Berlin für Anfänger nur bedingt geeignet. Die einzelnen Posen werden zwar gezeigt und beschrieben, jedoch wird dabei nicht genug ins Detail gegangen. Ich habe zwar bereits etwas Übung, dennoch finde ich, dass gerade bei Anfängern mehr darauf geachtet und kommentiert werden sollte, welche Muskeln bei den einzelnen Übungen beachtet werden müssen. Zudem vermisse ich, dass die gesprochenen Anweisungen nicht auf mögliche Haltungsfehler hinweisen. Die Atmung wird ebenfalls etwas vernachlässigt. Der Timer ist zwar ganz nützlich, wenn es darauf ankommt, ich hätte mir aber gewünscht, dass man diesen ein- und ausblenden kann.

Alles in allem ist Asana Rebel eine schöne und strukturierte App. Wenn man bereits etwas Übung besitzt oder andere Yoga-Apps bereits kennt, kann man mit den kostenlosen Workouts eine Menge erreichen. Will man aber das volle Potenzial der App nutzen, muss man den Premium-Zugang freischalten. Dieser kann sich aber durchaus lohnen und ist immer noch günstiger als ein Yoga-Kurs oder eine Mitgliedschaft im Fitnessstudio. Asana Rebel stellt den dynamischen Yoga-Stil ganz klar in den Vordergrund – die Bezeichnung „Asana“ für „Körperhaltungen“ verrät dies bereits. Wem es beim Yoga also eher um die Meditation geht, für den ist die App eher ungeeignet.

2. Daily Yoga

Beim Stöbern durch die unterschiedlichen Yoga-Apps ist mir eine weitere Anwendung ins Auge gefallen: Daily Yoga. Ähnlich wie bei Asana Rebel müsst ihr für die Nutzung von Daily Yoga einen Account anlegen. Einige Workouts stehen euch auch hier kostenlos zur Verfügung. Für die volle Nutzung der App müsst ihr aber wieder einen Premium-Zugriff buchen. Im Gegensatz zu Asana Rebel gibt es bei Daily Yoga immerhin mehrere kostenlos nutzbare Übungssequenzen. Zudem ist der Premium-Zugriff bei Daily Yoga günstiger zu haben. Es gibt dabei zwei Optionen: Silber und Gold. Erstere ist bereits für 1,87 Euro pro Monat bei einjähriger Laufzeit zu haben.

Damit schaltet ihr sieben Privilegien frei, wie beispielsweise die Nutzung aller Pro-Kurse, Werbefreiheit, das Deluxe-Music-Packet und die Möglichkeit, die App auf fünf Endgeräten gleichzeitig zu nutzen. Mit der Gold-Option, die ihr für 3,42 Euro pro Monat bei ebenfalls einjähriger Laufzeit haben könnt, schaltet ihr zwölf Privilegien frei. Zusätzlich bekommt ihr hier alle Workshops, einen auf euch abgestimmten Yoga-Plan, erweiterte Gesundheitsdaten und die Nutzung auf acht Endgeräten gleichzeitig.

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Auch Daily Yoga setzt wie andere Yoga-Apps auf Übungsvideos mit angenehmen Audio-Anweisungen und sanften Hintergrundklängen. Die Workouts könnt ihr jedoch nicht sofort abspielen, sondern ihr müsst sie vorher herunterladen. Diejenigen unter euch, die das chronische „Kein Speicherplatz“-Syndrom kennen, wird das sicherlich nicht sehr freuen. Nichtsdestotrotz gibt den Punkt „Download-Management“, unter dem ihr Übungen, die euch nicht gefallen oder ihr nicht mehr benötigt, löschen könnt.

Es wirkt ein wenig so, als würden die Entwickler gerade erst die deutschsprachige Version einführen. Einige Inhalte findet ihr auf Deutsch, andere nur auf Englisch. Mich persönlich stört es nicht zwingend. Es sei aber trotzdem gesagt, denn nicht jeder möchte Yoga-Apps auf einer anderen Sprache nutzen.

Schritt für Schritt mit Yoga-Apps besser werden – auch als Anfänger

Ich kann Daily Yoga für Anfänger definitiv empfehlen, da die App auf eurem iPhone mit einem zwölftägigen kostenlosen Einstiegskurs daher kommt. Dabei werden Grundlagen Schritt für Schritt erklärt. Angefangen bei der richtigen Atmung über das richtige Sitzen bis hin zu flüssigen Bewegungsabläufen. Wenn man die Anweisungen genau beachtet, kann man ein gutes Gespür für die Yoga-Praxis entwickeln. Grundsätzlich sollte man jedoch, wenn man Yoga korrekt erlernen möchte, zumindest einmal eine richtige Yoga-Stunde besuchen.

Daily Yoga ist also eine App, die euch ähnliche Funktionen wie andere Yoga-Apps, zum Beispiel Asana Rebel, bietet. Für Anfänger ist sie jedoch ein wenig besser geeignet, es gibt mehr kostenlose Inhalte und ist in der Premium-Version günstiger. Wen es nicht stört, dass einige Workouts auf Englisch sind (was sich vielleicht noch ändert), dem bietet Daily Yoga eine schöne App für die Yoga-Praxis.

3. Down Dog

Benannt nach der typischen Yoga-Pose ist Down Dog eine App, die neben anderen Yoga-Apps einen sehr schlichten und übersichtlichen Eindruck macht. Sie kommt ohne viel Schnick-Schnack daher und ist intuitiv bedienbar.

Es werden verschiedene Kurse für fünf unterschiedliche Schwierigkeitsstufen angeboten, was mir sehr gut gefällt. Dabei könnt ihr entscheiden, wie lang die Übung sein soll. Das funktioniert so: Ihr wählt erst, ob ihr eine volle Übung, eine kurze Übung, einen kurzen Flow oder eine Entspannungsübung machen möchtet. Dann wählt ihr euer Level, ich habe es mal mit „Intermediate 2“ probiert, was gut gepasst hat, da ich seit circa zehn Monaten Yoga praktiziere. Zuletzt könnt ihr auswählen, wie lang die Übung sein soll und schon startet der Download. Die heruntergeladenen Übungen sind nachträglich löschbar, ähnlich wie bei Daily Yoga.

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Die Übungen werden zwar als Video mit gesprochenen Anweisungen und Musik dargestellt, aber im Vergleich zu anderen Yoga-Apps besteht ein markanter Unterschied. Down Dog bietet eher eine Aneinanderreihung von Fotos der Yoga-Trainerin, die die gerade gewünschte Übung ausführt. Ich finde jedoch, dass es den Videos trotzdem an nichts fehlt, da die Audio-Anweisungen sehr deutlich sind. Der visuelle Part dient hier eher dem Zweck der Hilfestellung.

Die Musik könnt ihr während der Übung beliebig verändern. Dafür skippt ihr einfach die Songs, bis euch einer gefällt. In den Einstellungen könnt ihr zuvor auch auswählen, aus welcher app-eigenen Playlist die Songs kommen sollen. Zudem könnt ihr euch den Namen der gerade gezeigten Pose auf Englisch oder in Sanskrit anzeigen lassen, oder eben nicht. Sobald ihr den Bildschirm berührt, pausiert die Übung und ihr könnt von dort aus zu der nächsten oder vorherigen Position gelangen, was mein Lieblingsfeature von Down Dog ist.

Down Dog überzeugt mit viel kostenlosem Inhalt

Trotz der Funktionalität und guten Übersichtlichkeit gehört Down Dog zu den Yoga-Apps, die sich eher für Fortgeschrittene eignen. Es gibt keine einführenden Workouts oder an die Posen heranführenden Sequenzen. Dafür werdet ihr unter dem Punkt „Pose Breakdowns“ auf den YouTube Channel von Adrienne Kimberley Yoga weitergeleitet, wo alle Posen als ausführliches Video vorhanden sind. Wen das als Anfänger nicht stört, kommt so ebenfalls Schritt für Schritt an die Yogaübungen heran.

Alle beschriebenen Features – und das sind nicht wenige – sind kostenfrei. Es gibt auch bei Down Dog die Möglichkeit, eine Premiumversion zu buchen, jedoch konnte ich nicht herausfinden, wie viel mehr ihr dafür bekommt. Die Kosten dafür belaufen sich auf entweder 8,99 Euro pro Monat oder 56,99 Euro im Jahr.

Einziges Manko: Die App gibt es nur auf Englisch. Wer das gut genug beherrscht, bekommt mit Down Dog eine funktionale und übersichtliche App. Die App bietet euch eine Vielzahl von Einstellungsmöglichkeiten, so dass ihr genau das aus der App holen könnt, was ihr braucht. Wer aber lieber mit klassischen Trainingsvideos Yoga macht, für den ist Down Dog nicht unbedingt das Richtige, da bei der Übung nur Fotos der Posen gezeigt werden.

4. Gotta Yoga

Die komplett deutschsprachige App Gotta Yoga punktet mit einem süßen Design im Comic-Stil und Übersichtlichkeit auf eurem iPhone. Hier wirkt viel Liebe zum Detail auf eure Sinne. Auch diese App bietet wieder Übungssequenzen in Form von Videos, mit denen ihr Yoga praktizieren könnt.

Die App ähnelt im Aufbau den vorherigen, kann aber mit einigen netten Details punkten. Auch Gotta Yoga kann mit einer intuitiven Bedienung überzeugen. Während der Yoga-Sequenz könnt ihr die App durch Berührung auf dem Display pausieren. In diesem Zustand könnt ihr sehen, wann welcher Abschnitt der Übung kommt und, wenn nötig, vor- oder zurückspulen. Die Stimme, die euch anweist, ist sehr beruhigend und die harmonischen Klänge im Hintergrund lassen euch abschalten.

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Leider könnt ihr kostenlos nur eine Übungsreihe nutzen, je nach dem, ob ihr zu Beginn angegeben habt, dass ihr Anfänger oder Fortgeschrittene seid. Das Abonnement, um den vollen Umfang der App nutzen zu können, beläuft sich auf 9,99 Euro pro Monat. Momentan gibt es einen 50 prozentigen Nachlass auf die Ein-Jahres-Version, die ihr euch statt 79,99 Euro für lediglich 39,99 Euro klicken könnt.

Was mir bei Gotta Yoga als kleines Feature sehr gut gefällt, ist der Yoga-Baum. Zu Beginn seht ihr nur Wiese, doch sobald ihr mit der Yoga-Praxis loslegt, fängt ein kleiner Baum an zu wachsen. Der Gedanke dahinter ist wirklich sehr schön: Der Baum wächst mit euch.

5. Yogaia

Abschließend möchte ich euch die App Yogaia nicht vorenthalten. Die App unterscheidet sich ziemlich von den anderen vorgestellten Yoga-Apps. Denn diese englischsprachige App konzentriert sich vor allem auf Live-Sessions. So fühlt es sich schon fast an wie eine richtige Yoga-Stunde. Ihr könnt euch für die Kurse anmelden oder ihr seht euch Aufzeichnungen der vergangenen Übungen an. Dabei gibt es viele unterschiedliche Trainer, die euch durch die Übungen führen.

Eine aufgenommene Sequenz ist kostenlos, für alle anderen Inhalte müsst ihr zahlen: 15 Euro pro Monat bei dreimonatiger Laufzeit oder zehn Euro pro Monat bei einjähriger Laufzeit. Yogaia ist von allen vorgestellten Yoga-Apps die einzige, bei der ich sagen würde, dass man die Zahlungsoption tatsächlich braucht, da ein einziges kostenloses Workout recht wenig ist. Doch dafür bekommt ihr Live-Sessions, bei denen ihr sogar eure Kamera einschalten könnt und somit Feedback vom Trainer erhaltet. Fast wie ein echter Kurs. Und trotzdem viel günstiger.

Keep calm and Yoga on

Nun liegt die Entscheidung bei euch: Probiert euch gerne durch die unterschiedlichen Yoga-Apps. Habt ihr einmal die passende Yoga-App für euer iPhone gefunden, dann nichts wie ran an die Yoga-Matten! Damit ihr endlich der Müdigkeit und Kraftlosigkeit trotzen könnt.

Namaste.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Applepiloten.


Screenshots / Teaser-Image by Jessica Julia Mrzik


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