KOLUMNEN

Kolumne

Rainer KiebatFacebooks neues Datenzentrum: Die Zukunft liegt in Irland.

Facebook eröffnet mit dem neuen Datenzentrum in Clonee ein innovatives Quartier. Der Standort könnte Maßstäbe setzen: innovativ und absolut energieeffizient. // von Rainer Kiebat

Facebook Data Centre (Teaser: Facebook)

Facebook hat in seinem Dubliner Hauptquartier schon heute etwa 1000 Beschäftigte in den “Silicon Docks” am Hafen. 100 Kollegen werden dazu kommen, sobald das neue Datenzentrum in Clonee in der Grafschaft Meath fertiggestellt ist. Das Projekt wurde vom Chef gerade persönlich auf seinem sozialen Netzwerk vorgestellt. Kurz darauf wurden Journalisten zu einem noch unscheinbaren Feld “deep in the heart of nowhere” gekarrt, wo der erste Bagger im Blitzlichtgewitter damit begann, den Baugrund für das erste Datenzentrum von Facebook in Irland zu begradigen. Der eigentliche Baubeginn soll in zwei bis drei Monaten erfolgen. Rund 2000 Arbeiter werden beim Bau eingesetzt. Nach Fertigstellung, die für Ende 2017 oder Anfang 2018 geplant ist, werden 100 Facebook-Mitarbeiter dort arbeiten.

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Marinela Potor#EsIstVorbei – Schlussmachen im Zeitalter des Internets

Warum es Algorithmen uns so schwer machen, mit einer Beziehung endgültig abzuschließen // von Marinela Potor

Love (of technology) (Image by Matthew G [CC BY 2.0] via Flickr)

Menschliche Beziehungen umspannen mittlerweile längst auch unsere sozialen Netzwerke. Wir sind über etliche Social Media Accounts miteinander verbunden. Das ist aber nur so lange wünschenswert, bis wir eine Beziehung beenden wollen. Denn auch wenn das Internet uns besser als je zuvor vernetzen kann, kann es eins bisher noch nicht sehr gut: Beziehungen beenden. Müssen wir also eine adäquate Schlussmach-Netiquette entwickeln? [Mehr]


Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 26. Januar

In unseren Lesetipps geht es heute um das kommende Ende von Twitter, Cybersecurity, Social Media in China, der digitale Vatikan und WhatsApp. Ergänzungen erwünscht.

  • TWITTER Mashable: Twitter’s darkest hour is now: Hinter dem wirklich inzwischen phänomenalen Absturz von Twitter könnte natürlich auch System stecken. Indem Jack Dorsey Twitter erst einmal alles auf Neuanfang setzt, kann alles was danach kommt ja nur noch als Fortschritt gedeutet werden. Oder so ähnlich. Der Dienst hat sich seit Jahren nicht weiterentwickelt, sämtliche Neuerungen dienten mehr Werbetreibenden als NutzerInnen und mit Jack Dorsey durfte dann auch der letzte Twitter-Gründer es einmal versuchen, wobei es einen Grund gab, warum er bisher nicht ans Ruder gelassen wurde. Wir sehen gerade einen Dienst sterben. Twitter wird wohl bald das neue MySpace sein.

  • CYBERSECURITY MIT Technology Review: Creating a More Resilient Cyber Infrastructure: In einer zunehmend digitalisierten Gesellschaft sind Daten stets im Fluss. Da auch Kriminalität sich ins Netz verlagert, werden wir noch öfters Datendiebstähle sehen. Und wenn bei größeren Unternehmen geklaut wird, werden auch die geklauten Datenmengen größer – sogenannte Megabreaches. David Talbot fragt sich, wenn Unternehmen schon nicht den Diebstahl von Daten verhindern kann, wie gehen sie dann damit um?

  • CHINA BBC News: China’s social media search for stolen children: Ein mir vollkommen unbekanntes Problem in China ist die Entführung von Kleinkindern, die auf einem finanziell lukrativen Schmarzmarkt gehandelt werden (ein Mädchen kostet 8.000 US-Dollar, Jungs werden für das Doppelte gehandelt). Das Ganze ist ein unmenschliches System, auf das die chinesischen Behörden jetzt auch im Internet aufmerksam machen. Vor allem die sozialen Medien werden genutzt, um entführte Kinder wieder aufzuspüren.

  • VATIKAN Politico: The Pope’s digital guru: Hinter jedem Vertreter Gottes auf Erden steht ein Mann, der auf Twitter angemeldet ist. Seit ein paar Jahren schon nutzt auch der Vatikan die sozialen Medien um die Menschen auf der ganzen Welt zu erreichen. Verantwortlich dafür ist Antonio Spadaro, den Jacopo Barigazzi auf Politico.eu genauer vorstellt. Spannend ist, dass wohl niemand mehr mit dem Papst unterwegs ist als Spadaro. Den Wert seiner Kommunikation wird man erst in der Zukunft rückblickend beobachten können, aber er ist ein online kommunizierender Zeuge der Führung der katholischen Kirche im 21. Jahrhundert.

  • WHATSAPP iGyaan.in: What’s Next for WhatsApp?: WhatsApp gehört zu den bekanntesten Messengern, die es heutzutage gibt. Für die meisten unserer älteren Bekannten und Verwandten ist einfach nur eine kostenlose SMS. Doch mit der Perspektive durch Künstliche Intelligenz Messenger in Virtuelle private Assistenten zu verwandeln, ist WhatsApp mit seinen fast eine Milliarden Nutzern eine der spannendsten Dienste zurzeit. Sanket Vijaygeht in seinem Artikel der Frage nach, welchen Schritt WhatsApp als nächstes unternimmt.

CHIEF-EDITOR’S NOTE: Wenn Ihnen unsere Arbeit etwas wert ist, zeigen Sie es uns bitte auf Flattr oder indem Sie unsere Reichweite auf Twitter, Facebook, Google+, Soundcloud, Slideshare, YouTube und/oder Instagram erhöhen. Vielen Dank. – Tobias Schwarz

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten „vorgeblättert“ START.


Maren JentschkeHydro Coach: Stressfrei ans Wasser trinken erinnert werden

Der tägliche Wasserkonsum ist wichtiger Bestandteil einer gesunden und ausgeglichenen Lebensweise. Mit der Android—App Hydro Coach vergisst man nie mehr ausreichend zu Trinken. // von Maren Jentschke

Nicht vergessen: Wasser trinken (Image: Mbragion [CC0 Public Domain], via Pixabay)

Klirrende Kälte draußen, Wollsocken an und eine heiße Schokolade. Und dazu ein großes Glas Wasser? Daran denkt wohl kaum jemand. Dabei ist Wasser das Zauberelixier – es verfeinert das Hautbild, steigert die Fitness, hilft gegen Stress, Müdigkeit und Kopfschmerzen. Es ist so einfach und doch gibt es viele, die immer wieder vergessen genügend zu Trinken. Damit genau das nicht mehr passiert, springt der Hydro Coach der Grazer Jungunternehmer Christoph Pferschy und Christian Rückert ein. Die kostenlose Android-App der Codium App Ideas OG erfreut sich immer mehr Beliebtheit. Was kann das digitale Helferlein? [Mehr]


Jakob SteinschadenIm Gerichtssaal und im Netz: Kampf um Adblocker verschärft sich

Digitale Werbung im Jahr 2016 ist fast 200 Mrd. US-Dollar wert. Publisher und Technologieunternehmen raufen um die Kontrolle dieser Werbemilliarden. // von Jakob Steinschaden

Half an hour of web ads(Image by Daniel Oines (CC BY 2.0) via Flickr)smallHalf an hour of web ads(Image by Daniel Oines (CC BY 2.0) via Flickr)small

Es sind 198 Mrd. US-Dollar, die Werber im Jahr 2016 einer Analyse von eMarketer zufolge für Reklame im Internet ausgeben werden – mehr als die Hälfte davon (101 Mrd. US-Dollar) werden dabei in Anzeigen gesteckt, die auf Smartphones und Tablets aufpoppen. Kein Wunder, dass Internetfirmen und Medienkonzerne um größtmögliche Kontrolle dieses Riesenmarktes raufen – Werbeblockern kommt dabei eine ganz spezielle Rolle zu. [Mehr]


Catharina SiemerFokus auf Nutzen statt Angst – Aufruf zum Perspektivwechsel!

In der Debatte um die Nutzung von Smartphones und digitaler Medien ist ein Wechsel der Perspektive dringend notwendig – der Nutzen muss im Fokus stehen, weniger die Gefahren. // von Catharina Siemer

Medienkompetenz in Aktion (Image: Garry Knight [CC BY 2.0], via Flickr)

Die sich immer schneller entwickelnden Kommunikationstechnologien und die heute erreichte Ausstattung von Jugendlichen mit Smartphones führen zu einer Durchdringung aller Lebensbereiche: 97 Prozent der Zwölf- bis 19-Jährigen besitzt ein eigenes Mobiltelefon – bei 88 Prozent ist dies ein Smartphone mit Touchscreen und Internetzugang (JIM-Studie 2014: 7). Mit der Verbreitung von Smartphones geht eine vermehrte Nutzung sozialer Medien einher: Insbesondere Facebook, Instagram, YouNow sowie die Messenger-Dienste Whatsapp und Snapchat schaffen neue Möglichkeiten zur Kommunikation und zur Vernetzung.

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Peter EllertonWas ist Denken – und wird eine Maschine je dazu in der Lage sein?

Wenn Maschinen denken könnten – wie wäre das? Seit Urzeiten beschäftigt dieses Thema die Menschen. Aber würden wir uns verstehen? Und woher wissen wir, was Denken wirklich ist? // von Peter Ellerton

Thinking (Image: Wade M [CC BY-SA 2.0], via Flickr)

Die Vorstellung einer denkenden Maschine ist fantastisch. Es ist, als würden Menschen künstliches Leben schöpfen – nur noch beeindruckender, da wir ein Bewusstsein erschaffen würden. Oder etwa nicht? Es ist verlockend, sich auszumalen, dass eine Maschine, die denken kann, vielleicht sogar so denken könnte wie wir. Aber wenn man sich die Idee länger durch den Kopf gehen lässt, wird klar, dass das nicht zwangsläufig so sein muss.

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Anne JerratschTypisch Berlin: Selbst Diebe sind schneller und netter als die Verwaltung

Ein geübter Handgriff – und weg ist das Portemonnaie. Doch wie kommt man in Berlin an einen neuen Personalausweis, während in den Ämtern das Chaos regiert? // von Anne Jerratsch

Erika Mustermann (Teaser by Lumu (CC0 Public Domain), via Wikimedia Commons)

Es ist Freitagnacht gegen zwei Uhr. Ich bin auf dem Heimweg von einer Party, müde und leicht beschwipst stehe ich an der Haltestelle. Während ich auf die Bahn warte, lese ich ein bißchen im Internet – ich hätte es dem Taschendieb kaum leichter machen können. Ich bemerke, wie jemand schräg hinter mir in meine Umhängetasche greift und drehe mich erschrocken um, zu langsam, um zu verstehen. Wer ist der junge Mann, und wieso hat er meinen Regenschirm in der Hand? Er ist scheinbar ebenso erstaunt wie ich, drückt mir den Schirm wieder in die Hand und läuft davon. Ich stehe verdattert da. Was war das? Dann dämmert es mir langsam. Ich krame in der Tasche: tatsächlich, das Portemonnaie ist weg. Ich versuche noch ein paar Schritte in die Richtung, die der Mann eingeschlagen hat – aber vergeblich, er ist natürlich längst verschwunden. Und ich bin einfach nur genervt.

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Gunnar SohnDisruption durch Innovation: Selbermachen statt Lemming-Verhalten

Neue Unternehmen müssen sich gegen Markenriesen am Markt behaupten, wenn sie mehr sein wollen als Randerscheinungen, und werden zu disruptiven Innovatoren. Firmen wie Netflix und Uber machen vor, wie das geht. // von Gunnar Sohn

Disruption (Image: Tsahi Levent-Levi [CC BY 2.0], via Flickr)

Das Notizamt verzeichnet eine gestiegene Aufmerksamkeit bei der kritischen Auseinandersetzung mit worthülsen-produzierenden Keynote-Sprechautomaten, die in jeder Ecke disruptive Silicon Valley-Bombenleger wahrnehmen, aber in ihrer digitalen Bühnenshow stets die gleichen Beispiele an die Wand projizieren.

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Hendrik GeislerZurückgeblättert: Bewährung für den Morris-Wurm

Vor 26 Jahren verurteilte ein Gericht den Studenten Robert Tappan Morris zu einer Bewährungsstrafe. Er hatte den ersten großen Computerwurm programmiert. // von Hendrik Geisler

Roboter-Wurm (Image by 849356 CC0) via Pixabay)small

Morris war 1988 Student an der Cornell University in Ithaca, New York, als er die mangelhafte Sicherheit von Computernetzwerken unter Beweis stellen wollte. Eigentlich hatte er geplant, keinen Schaden anzurichten, sondern sein Programm lediglich möglichst weit zu verbreiten. Die Gerichtsunterlagen des Bundesberufungsgerichts der Vereinigten Staaten von Amerika aus dem Jahr 1991 belegen, dass dieser Plan mächtig in die Hose ging. [Mehr]


Thomas NowotnyÜber den Antrieb der Künstlichen Intelligenz von Google und Facebook

Das Gerüst der Künstlichen Intelligenz von Facebook und Google sieht anders aus als man sich vorstellt. Die Frage ist, warum sie nicht aus typischen Computerprozessoren aufgebaut sind. // von Thomas Nowotny

artificial neural network Image Akritasa(CC BY-SA 4.0) via Wikimedia Commons small

Sowohl Google als auch Facebook haben die Designs der Computerhardware, die die Künstliche Intelligenz (KI) und Logik in ihren Produkten mit Energie versorgt, in Form von Open Source öffentlich zur Verfügung gestellt. Diese intelligenten Algorithmen treiben sowohl Googles Such- und Empfehlungsfunktionen als auch den digitalen Assistenten M an, der für den Facebook-Messenger verwendet wird – und natürlich wird auch die gezielte Werbung beider Unternehmen davon gespeist. [Mehr]


Tobias SchwarzPrevievv-Tipp der Woche: Nico Lumma in diesem TV

Das alpha-Forum hat eine ganze dreiviertel Stunde dem Blogger Nico Lumma gewidmet, der in seinen besten Tagen auch auf Netzpiloten.de veröffentlichte. ;-) // von Tobias Schwarz

Blogger Nico Lumma (Image: Bayerischer Rundfunk)

Für Netzpiloten.de durchforsten Hella Wittenberg und David Streit jeden Mittwoch die deutschen Mediatheken nach den spannendsten Beiträgen zu den Themenfeldern digitale Kultur, Internet, Startups und Medien. Diesmal geht es um Nico Lumma, ehemaliger Netzpilot und inzwischen beim Hamburger Next Media Accelerator tätig.

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