All posts under werbung

Zurückgeblickt: Ich bin ja schon drin

playing with the Amiga 1000 (adapted) (Image by Blake Patterson [CC BY 2.0] via flickr)
Videos und Werbeclips aus der Blütezeit des World Wide Web bieten im Jahr 2015 vorzügliche Unterhaltung. Ist der Einsatz von Werbeblockern sinnvoll oder gar moralisch verwerflich? Müsste nicht Werbung besser, interessanter, wertvoller werden, damit die Diskussion überflüssig wird? Fragen, die zur Blütezeit des World Wide Web noch keine Rolle spielten. [...]
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5 Lesetipps für den 17. Dezember

In unseren Lesetipps geht es heute um die Whatsapp Blockade, Hasskommentare im Netz, den Suchbegriff des Jahres, Facebook und die Klarnamenregel und um automatische Werbung. Ergänzungen erwünscht. WHATSAPP heise online: WhatsApp: Brasilianische Justiz ordnet Blockade an: Durch ein Strafverfahren, bei dem Whatsapp nicht kooperieren wollte, wird der Nachrichtendienst in Brasilien vorerst nicht [...]
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Warum 600 Fake-Plakate während der COP21 in Paris hingen

Brandalism Street (Image by Thomas Dekeyser)
Die COP21 in Paris hat viel Kritik einstecken müssen. Die Organisation Brandalism entwickelte sogar Fake-Plakate der Teilnehmer. Noch 72 Stunden bis zum offiziellen Start der COP21. Sechzig Freiwillige, bewaffnet mit Steckschlüsseln und 600 Postern, schleichen mit siebbedruckten JC-Decaux-Westen durch die Straßen von Paris. Ihre Mission: Werbeplakate mit Kunst zu ersetzen und [...]
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5 Lesetipps für den 11. Dezember

In unseren Lesetipps geht es heute um den Musikdienst Aurous, Drohnen mit Wärmeblick, ungültige Führerschein-Regeln, Twitter und die Tagesschau auf Instagram. Ergänzungen erwünscht. AUROUS heise online: Musikdienst Aurous macht nach Klage der Musikindustrie dicht: Gerade erst im Oktober gestartet und schon wieder vom Markt. Die Musik-App Aurous musste aufgrund einer Klage [...]
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Trends des Monats Dezember

Altwork Screeshot by Youtube
Gemeinsam mit der Standortinitiative der Hamburger Medien- und Digitalwirtschaft, nextMedia.Hamburg, stellen wir euch ausgewählte Trends des Monats vor. Die Medien- und Digitalbranche ist ständig in Bewegung. Fast im Tagesrhythmus gibt es neue, innovative Medienprojekte, praktische Gadgets oder neue digitale Geschäftsmodelle. Wir stellen euch dieses Mal AD Replacer gegen nervige Werbung, beliebte [...]
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5 Lesetipps für den 24. November

In unseren Lesetipps geht es heute ums Urheberrecht, Flipagram, wie Snapchat funktioniert, Science Fiction bei Microsoft und die Antiwerbung der Telekom. Ergänzungen erwünscht.

  • URHEBERRECHT Tom Hillenbrands Blog: Armer Autor, Du hast echt keine Freunde: In seinem Blog kommentiert der Schriftsteller Tom Hillenbrand das aktuelle Urteil des Europäischen Gerichtshof zur Urheberpauschale und erklärt die Thematik und Entwicklung an sich. Es geht darum, ob die Verlage etwas von der eingesammelten Urheberpauschale wie bisher abbekommen oder nicht, vor allem da das EuGH diese Praxis als rechtswidrig ansieht. Fazit der ganzen Geschichte ist eigentlich die Erkenntnis, die man bei jeder Debatte um das Urheberrecht bekommt: Es geht nie um Rechte, sondern stets um Geld.

  • FLIPAGRAM Forbes: Flipagram Could Be Bigger Than Instagram: Mit Flipagram können aus Bildern, Videos und Musik kurze Mashups erstellt und in den sozialen Netzwerken geteilt werden. Die App hatte nach einem Jahr bereits 30 Millionen Nutzer, eine Benchmark für die Facebook drei Jahre gebraucht hat, Snapchat immerhin zwei Jahre. Kathleen Chaykowski geht für Forbes der Frage nach, ob es sich bei Flipagram um das nächste Instagram handelt und gibt einen interessanten Einblick in die Entwicklung durch den Gründer Farhad Mohit.

  • SNAPCHAT Medienspinnerei: Was ist Snapchat? Wie geht das? Wozu brauche ich das?: Snapchat ist ein Messenger, mit dem man zeitlich nur begrenzt angezeigte Bilder und Videos veröffentlichen kann. Soweit so gut, was Snapchat ist, kann man leicht erklären, aber wie es funktioniert und wie man es nutzen kann, fällt mir persönlich schon schwerer zu erklären, denn bisher hat es für mich nur in der direkten Kommunikation mit meiner Freundin Sinn ergeben. Etwas mehr Klarheit bringt dieser Artikel von Falk Sieghard Gruner, der gleich auch ein paar Beispiele für gelungene Kommunikation mithilfe von Snapchat anzeigt.

  • MICROSOFT The Next Web: 9 sci-fi authors went to Microsoft’s research labs and wrote a book: Microsoft hat neun Science-Fiction-Autoren – Elizabeth Beat, David Brin, Nancy Kress, Greg Bear, Ann Leckie, Seanan McGuire, Jack McDevitt und Robert J. Sawyer – in sein Forschungslabor eingeladen und ihnen die vermeintliche Zukunft gezeigt. Herausgekommen ist ein Buch mit Science-Fiction-Literatur über eine mögliche Version der Zukunft, in dem es vor allem um das Verhältnis zwischen Mensch und Technologie geht. Amanda Connolly zeigt sich in ihrem Artikel auf The Next Web beeindruckt.

  • DEUTSCHE TELEKOM Horizont: Warum die Antiwerbung in Wahrheit ein Geniestreich ist: Marco Saal kommentiert die aktuellen Werbespots der Telekom, die sich mit dem Thema „Digital Detox“ auseinandersetzen und, für einen Telekommunikationsanbieter sicher ungewöhnlich, es beinahe propagieren, im Familienkreis auch einmal die vielen Geräte wegzupacken, die uns sonst so wichtig geworden sind. Doch von Antiwerbung kann keine Rede sein, wie Saal erklärt, sondern von einem aus Markensicht gelungenen Geniestreich, auch wenn der Vertrieb der Telekom vielleicht ganz leichte Bauchschmerzen bekommt.

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Cloud-Geschäft wird für Google wichtiger als Werbung

cloud-computing (1) (adapted) (Image by George Thomas Folgen [CC BY 2.0] via flickr)
Während sich immer mehr Bezahl-Dienste ins Google-Portfolio mischen, setzt man im Hintergrund vor allem aufs B2B-Geschäft. Urs Hölzle, als Senior Vice President bei Google für die technische Infrastruktur zuständig, hat im Rahmen der Konferenz “Structure” einen spannenden Einblick in die geschäftliche Zukunft von Google, demnach wie vor führenden Werbekonzern im [...]
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5 Lesetipps für den 16. November

In unseren Lesetipps geht es heute um Snapchat, Lkw mit Elektromotoren, eine Sicherheitslücke beim Samsung Galaxy S6, Sponsored Cards bei YouTube und den VW-Skandal. Ergänzungen erwünscht. SNAPCHAT t3n: Selfie-Filter für 99 Cent: So will Snapchat Geld verdienen: Viele Snapchat-User sind empört, denn für die sogenannten “Lenses”, die man bei Snapchat für [...]
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Wie Blogfoster Werbung für Blogger leicht machen will

Blogvermarktung abseits von Google Adsense ist – gelinde gesagt – schwierig. Das gilt auch für Blogs mit hohen Zugriffszahlen. Die Situation hat sich in den letzten Jahren trotz immer mehr Menschen, die in Deutschland im Internet unterwegs sind, kontinuierlich verschlechtert. Simon Staib von Blogfoster glaubt, er kennt einen Ausweg. // von Lars Sobiraj

Blogfoster-Gründer Simon Staib (links) und Jan Homann (Image: Blogfoster)

Simon Staib (links im Bild) ist Mitbegründer von blogfoster und will den deutschen Markt für Online-Werbung umkrempeln. Unser Autor Lars Sobiraj hat ihn gefragt, was sein Angebot so signifikant vom Wettbewerb unterscheidet. Staib und seine Kollegen haben eine andere Strategie als ihre Konkurrenz gewählt und die ist tatsächlich neu: Niemand kennt die Webseiten besser, als die Betreiber selbst, deshalb haben bei Blogfoster die Blogger die Kontrolle über die ausgelieferten Anzeigen keine Algorithmen. Blogfosters könnte mittelfristig zu einem zweiten Google Adsense werden. Allerdings wird es die Google-Werbung nicht ersetzen, sondern lediglich sinnvoll ergänzen.

Lars Sobiraj (LS): Vielleicht magst Du zunächst Deinen beruflichen Hintergrund erklären. Was tust Du bei Blogfoster? Wie bist Du überhaupt zu diesem Projekt gekommen?

Simon Staib (SS): Mein Name ist Simon Staib, ich habe zusammen mit Jan Homann im Oktober 2013 Blogfoster.com gegründet. Bei Blogfoster habe ich vor allem drei Aufgaben: Zu verstehen welche Herausforderungen Blogger täglich in puncto „Geld verdienen mit dem Blog haben“, sicher zu stellen, dass Blogfoster dafür die beste Lösung baut und dass viele Blogger davon erfahren und Blogfoster nutzen.

Jan und ich sind seit 2012 in der Blogosphäre unterwegs, damals noch mit unserer ersten Firma stilanzeigen.net gestartet. stilanzeigen ist ein Anzeigen-Vermarkter für Blogs, das nur ein exklusives Werbeformat – die Stilanzeige – anbietet. Das war und ist für einige Blogs erfolgreich, wir merkten aber auch sehr schnell, dass jeder Blog individuelle Wünsche und Anforderungen an die Vermarktung hat.

Die Idee zu Blogfoster, einem Self-Service-Tool Lösung für Blogger war dann Ende 2013 geboren.

LS: 2007 gründete Spreeblick und Lobo die Blogvermarktung adical. Damit war es aber schon wieder nach kurzer Zeit vorbei. Wo sind die Unterschiede zu Blogfoster? Was hat Euch überhaupt dazu bewogen, Blogs vermarkten zu wollen?

SS: Adical hat vieles richtig gemacht und war vor allem sehr früh am Start – eventuell auch etwas zu früh. Das Thema „Blogs“ ist bei werbenden Unternehmen und auch Agenturen erst in den letzten zwei bis drei Jahren wirklich relevant geworden. Vor drei Jahren mussten wir Unternehmen noch erklären was ein Blog ist, das ist heutzutage nicht mehr nötig. Aktuell laufen wir hier wirklich offene Türen ein.

Bei Blogfoster legen wir sehr viel Wert darauf, dass der Blogger selbst über die Werbung bestimmen kann und jedes einzelne Banner, Sponsored-Posting und Produktlink selbst auswählt und mit seinen Inhalten abstimmt. Da agieren wir anders als alle anderen Anbieter, die Werbung in ihr Netzwerk pumpen bzw. Leser targeten. Wir haben schon bei stilanzeigen gemerkt, dass diese Form für viele Blogs besser funktioniert: Für den Werbepartner, für den Blogger selbst und vor allem für seine Leser.

LS: In den USA sieht die Lage für Blogger aufgrund der Anzahl der möglichen Leser deutlich positiver aus: Ab welcher Größe ist eine Vermarktung der Werbung eines Blogs überhaupt sinnvoll? Nico Lumma sprach vor Jahren schon, vor mehr als einer Million Zugriffe monatlich, damit es sich rechnet.

SS: Ob sinnvoll oder nicht, ist vor allem erstmal eine Frage fernab von Seitenaufrufen. Diese sollte jeder Blogger für sich beantworten. Natürlich kann man mit mehr Lesern auch mehr Einnahmen generieren, aber auch das gilt nicht uneingeschränkt. Wir messen immer wieder, dass gerade kleine und mittelgroße Blogs, die noch eine intimere Beziehung zu ihren Lesern haben, im Vergleich zu den Seitenaufrufen höhere Einnahmen erzielen als größere Blogs. Im Übrigen messen wir auch, dass diese im Verhältnis überwiegend eine deutlich bessere Werbeleistung bieten als die ganz Großen.

LS: Richtet sich Euer Angebot eher an thematisch breit aufgestellte Webseiten, oder vielmehr an Nischenblogs, wie z.B. Tarnkappe.info? Welche Voraussetzungen müssen die Teilnehmer erfüllen, um für die Kampagnen freigeschaltet zu werden?

SS: Thematisch spezifische Blogs haben den großen Vorteil, eine sehr homogene Leserschaft zu erreichen, die meist über die Blog-Inhalte klar definiert werden kann. Das sehen Werbepartner, vor allem mit zielgruppenspezifischen Kampagnen, sehr gerne, da Streuverluste vermieden werden können. Andere Werbepartner zielen auf die breite Masse. Blogfoster bietet Kampagnen für beide Arten von Blogs und erwartet auch keine Mindestanzahl an Seitenaufrufen pro Monat bei der Nutzung von Bannern. Bei Advertorials sollte natürlich eine gewisse Anzahl an Stammleserschaft vorhanden sein.

LS: Wie muss ich mir eine Teilnahme eigentlich vorstellen? Bekomme ich eure fertigen Plug-ins für WordPress an die Hand? Oder muss ich den Code händisch erstellen?

SS: Blogfoster funktioniert in etwa wie ein Online-Shop, nur für Werbung. Ich erstelle mir einen Account und kann dann frei auswählen, welche Banner ich schalte und für welche Sponsored-Content Kampagnen ich mich bewerbe. Bei den Bannern bieten wir an, einmal über Codes Werbeflächen in dem Blog zu definieren und danach können beliebig die passenden Banner per Drag and Drop aktiviert werden – das geht in Sekundenschnelle.

Wer keine Banner schalten möchte findet bei Blogfoster eine Übersicht an aktuellen Sponsored-Posting-Kampagnen, über die man sich informieren und danach für eine Teilnahme bewerben kann. Wichtig für uns ist, dass der Blogger in seinem Blogprofil mitteilt, für welche Kampagnen er sich interessiert und über welche Themen gebloggt wird – dann können wir besser Kampagnenvorschläge liefern.

LS: Wieso gibt es so wenige konkrete Anhaltspunkte im Internet, was man als Webseitenbetreiber für Online-Werbung verlangen kann? Offenbar ist dabei wirklich alles Verhandlungssache. Kannst Du uns ein paar konkrete Zahlen oder Informationsportale im Internet nennen, damit man als Blogger einen Anhaltspunkt hat, was man überhaupt verlangen kann?

SS: Eine pauschale Aussage ist kaum zu treffen. Das liegt vor allem auch an der Vielfalt in der Blogosphäre und der Werbelandschaft. Preise richten sich nicht nur nach dem Format, sondern auch an das Umfeld (über was schreibt der Blogger), über dessen Zielgruppe (wird der Blog eher von Frauen oder Männern gelesen), über dessen Traffic-Qualität (Stammleser oder Suchmaschinen-Traffic) etc. Es ist in der Tat Verhandlungssache, die unser Sales-Team bei Blogfoster für die Blogger in unserem Netzwerk übernimmt. Die Preise werden dann transparent in dem Blogfoster-Account dargestellt, so dass schon vor der Schaltung der Banner oder bei der Teilnahme von Sponsored Postings klar ist, wie und was vergütet wird.

LS: Die größte Hürde bei allen kleinen Anbietern ist der Wert, ab dem überhaupt Werbeeinnahmen ausgezahlt werden. Wieso zahlt ihr schon ab dem ersten Euro Umsatz aus?

SS: Dank unserer auf den Longtail ausgerichteten Technologie, können wir es uns leisten, auch „kleine“ Umsätze monatlich an Blogger in unserem Netzwerk auszahlen zu können. Wir halten das für fair und sind froh, uns damit von anderen Plattformen differenzieren zu können.

LS: Euer größter Konkurrent dürfte Google AdSense sein. Wodurch hebt ihr Euch von der Google-Werbung ab, die zwar wenig bringt aber nach der Einrichtung keine Arbeit mehr macht?

SS: Zu Google Adsense unterscheiden wir uns vor allem in einem Punkt: Kontrolle über die ausgespielten Werbemittel. Blogger entscheiden bei Blogfoster selbst, welche Banner-Werbung auf ihren Blogs rotiert. Bei Adsense ist das zwar auch möglich, aber nur auf Kategorie und nicht auf Kunden-/Kampagnen-Ebene.

Wir haben die Erfahrung gemacht, dass Blogger den „Aufwand“, Banner per Drag and Drop zu aktivieren, gerne in Kauf nehmen. Außerdem stellen wir immer wieder fest, dass die Auswahl die der Blogger trifft, in den allermeisten Fällen deutlich treffsicherer in puncto Themen und Relevanz für den Leser ist, als jeder Algorithmus. Das schlägt sich dann auch in den Klickraten und weiter in den Einnahmen deutlich für den Blogger nieder.

LS: Was würdest Du Gegnern von Affiliate-Programmen entgegnen? Diese sind bei vielen kleinen Blogs unbeliebt, weil unklar ist, ob überhaupt etwas dabei rumkommen wird.

SS: Unsere Erfahrung, gerade mit kleinen Blogs, zeigt, dass diese mit clever gesetzten Affiliate-Links und Bannern oftmals höhere Einnahmen erzielen als mit TKP- oder CPC-Bannern auf ihren Seiten. Natürlich liegt das Risiko bei diesem Werbeprodukt voll auf der Seite des Publishers (Blogbetreibers). Aber: Mit Affiliate-Links und Produktdaten lassen sich für Blogleser meist ansprechende Produktwelten schaffen, die dann besser konvertieren (Umsätze bringen), als herkömmliche Affiliate-Banner. Dafür möchten wir mittelfristig auch Werkzeuge bereitstellen, um auch ohne technisches Fachwissen, beispielsweise eine Produkt-Collage erstellen zu können.

LS: Ich habe gesehen, ihr vermittelt auch Advertorials. Werden diese zumeist einmalig geschaltet? Wäre eine Wiederholung der gleichen Marke bzw. des gleichen Produkts/Dienstleistung nicht sinnvoller aber natürlich zugleich für den Werbetreibenden deutlich teurer?

SS: Es ist gar nicht so unüblich, dass Werbetreibende mehrere Advertorials auf den gleichen Blogs buchen. Beispielsweise berichten Blogger erst über den Auswahl- und Bestellprozess auf einem Online-Shop in einem Artikel und berichten dann in einem zweiten Post über das erhaltene Produkt. Wir fordern teilnehmende Blogs auf, so souverän wie möglich mit solchen Produkttests und Postings umzugehen und diese auch als solche zu kennzeichnen. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass dabei die wertvollsten Artikel – und vor allem Reaktionen von Lesern – entstehen.

LS: Ist Blogfoster als Ersatz oder primär als Ergänzung der eigenen Vermarktung gedacht?

SS: Unsere Vision von Blogfoster ist, dass es das einzig nötige Tool für Blogger ist, um den Blog selbstbestimmt und effizient zu vermarkten. Das Anmelden bei fünf anderen Plattformen, um den richtigen Mix an Monetarisierungsmöglichkeiten zu bekommen, werden wir abschaffen. Aktuell bieten wir Affiliate-, CPC und TKP-Banner sowie Sponsored-Content-Kampagnen an.

Die ersten Beta-Tester nutzen schon unsere Affiliate-Linking-Tools, die wir Ende des Jahres veröffentlichen wollen. Trotzdem ist Blogfoster nicht exklusiv. Man kann gerne andere Monetarisierungsmöglichkeiten parallel laufen lassen und auch gerne direkt mit Werbepartner kooperieren. Diese Freiheit für Blogger halten wir für selbstverständlich und wollen das auch nicht einschränken. Langfristig möchten wir auch die Möglichkeit geben, Banner von selbst akquirierten Werbepartnern und Kooperation über Blogfoster in seinem Blog zu schalten. In diesem Fall geben wir dem Blogger die Möglichkeit, professionelle Reportings an seine Werbepartner liefern zu können.

LS: Ein Großteil der im Netz verfügbaren Artikel aus dem Bereich Marketing klingen überschwänglich positiv und sind gespickt von Buzzwords, die außerhalb der Werbewirtschaft niemand versteht. Wieso werden die Leser so selten im normalen Deutsch angesprochen? Befinden sich die Vermarkter etwa in einer Blase, innerhalb der ständig in dieser Form kommuniziert wird?

SS: Es stimmt, die Branche hat schon sehr starke Fach-Terminologie. Das merken wir immer auch bei Blogfoster, wenn wir Bloggern erklären, was ein CPC oder ein TKP ist. Wir hatten bei uns intern die Entscheidung, ob wir dafür Übersetzungen finden oder darauf hinarbeiten, dass Blogger die Fachbegriffe verstehen und damit ein professionellerer Umgang mit Vermarktung möglich wird. Das stärkt die Blogosphäre an sich, da Blogger und Vermarkter dann auf einer Ebene kommunizieren können.

LS: Wie hat sich der Markt in den letzten Jahren geändert? Welche Entwicklungen hälst Du für wahrscheinlich? Gehen die Preise aufgrund des Konkurrenzdrucks der Vermarkter weiter runter?

SS: Es ist Realität, dass sich die Preise für klassische Werbemittel, vor allem für Banner, nach unten entwickeln. Die sinkenden Preise liegen nicht unbedingt am Konkurrenzdruck der Vermarkter, sondern eher daran, dass die Budgets auf andere Werbeformate, bspw. Content- oder Programmatic-Formate verschoben werden. Gerade Ersteres ist für Blogger meist die bessere Alternative, vor allem hinsichtlich der Frage, welchen Mehrwert der Leser daraus ziehen kann. Blogs werden weiterhin die Plattform sein, auf der Werbekunden das wertvollste Autoren-Leser Verhältnis im Internet vorfinden.

Die Frage nach dem „besten“ Weg sich als Blogger zu monetisieren ist noch lange nicht beantwortet und muss vor allem jeder Blogger selbst für sich herausfinden. Blogfoster wird aber auf jeden Fall die Blogosphäre dabei begleiten.


Teaser & Image by Blogfoster


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5 Lesetipps für den 13. November

In unseren Lesetipps geht es heute um Facebook und Hasskommentare, einen Shitstorm auf Twitter, Apple Pay, Google Maps und YouTube Music – die neue Streaming-App. Ergänzungen erwünscht. FACEBOOK SPIEGEL ONLINE: Facebook sperrt mehr Hasskommentare und Gewaltverherrlichungen: In seinem Bericht über Regierungsanfragen hatte Facebook bekannt gegeben, dass das Unternehmen in diesem Jahr mehr [...]
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Bruce St. Clair bewirbt entspanntes Fahren für Audi

Audi (Images by Bruce St. Claire )(Screenshots)
Wer entspannt mit dem Auto auf zwei Rädern durch die Landschaft fährt, ist entweder großer Fan des aus dem Fernsehen bekannten Stuntman Colt Seavers, dargestellt von Lee Major, oder nutzt bereits Audis Garantieangebot “Audi Gebrauchtwagen :plus”, das der für seine Auto-Videos bekannte Regisseur Bruce St. Clair in einem neuen Werbespot [...]
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Audi bewirbt entspanntes Fahren

Nach Jahren dreht der italienische Regisseur Bruce St. Clair wieder einmal einen Werbespot für Audi und definiert entspanntes Fahren ganz im Stile eines Colt Seavers. Wer entspannt mit dem Auto auf zwei Rädern durch die Landschaft fährt, ist entweder großer Fan des aus dem Fernsehen bekannten Stuntman Colt Seavers, dargestellt [...]
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Das Tauziehen zwischen Werbung und Adblock

E-Mail Marketing (adapted) (Image by Tumisu [CC0 Public Domain] via Pixabay)
Beim Surfen im Web wird durch Ad-Blocker lästige Werbung verbannt. Das bedingt jedoch  vermehrt Spannungen im Gefüge der Werbeindustrie. Nach Apples Entscheidung, Ad-Block-Erweiterungen für ihren Safari Browser zuzulassen, hat der Kampf zwischen Werbebranche, Mobilfunkbetreibern, Verlagen und Privatsphäre- Befürwortern ein neues Hoch erreicht. Damit werden Ängste geschürt, dass die Multi-Milliarden schwere mobile [...]
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Warum alle einen News Feed wie Facebook wollen

Facebook Favourites Menu (adapted) (Image by Mixy Lorenzo [CC BY 2.0] via Flickr)
Die Personalisierung von Content bietet neue Möglichkeiten für das Werbegeschäft. Nummer US 8171128 B2. Dieses Patent gehört seit dem August 2006 Facebook und beschreibt die Funktion des News Feed – jener zentralen Spalte im Online-Netzwerk, die uns täglich die wichtigsten Updates unserer Freunde und Fan-Seiten präsentieren soll. Diese Funktion ist [...]
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Internet-Industrie reagiert auf Adblocker-Hype

[2005] Crossroads of the World (adapted) (Image by Diego Torres Silvestre [CC BY 2.0] via Flickr
Die Werbeindustrie will angenehmere Ads entwickeln und so der Popularität von Werbeblocker entgegenwirken. Publisher wie Bild.de gehen härter gegen Adblocker vor. “Wir haben es vermasselt”. Es sind bemerkenswerte Worte, die Scott Cunningham, Senior Vice President of Technology and Ad Operations beim Interactive Advertising Bureau (IAB) kürzlich gewählt hat. Das IAB [...]
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AdBlocker sind Teil des “Kriegs” von Apple gegen Google

Half an hour of web ads (adapted) (Image by Daniel Oines [CC BY 2.0] via Flickr)
Es kommt einem versteckten Angriff auf Googles Einnahmequelle Nummer Eins gleich, den Apple in das neue Betriebssystem iOS 9 für iPhone und iPad eingebaut hat: die Möglichkeit, Werbeblocker zu installieren. Den Sommer über bauten App-Entwickler an “Peace”, “Crystal”, “Purify” oder “Blockr”, und vergangene Woche haben sie den Erfolg geerntet. In [...]
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All About The Money: Mehr Werbung auf Instagram

Smartphone (image by YashilG [CC0 Public Domain] via Pixabay)
Instagram entwickelt sich für mich immer mehr zu einer Hass-Liebe. Einerseits macht es mir sehr viel Spaß, Bilder auf der Plattform zu veröffentlichen, dann gibt es auf Instagram auch etwas wie den Essay-Journalismus von Jeff Sharlet oder spaßige Hashtag-Trends wie #fromwhereistand. Die andere Seite von Instagram ist der Spam, der [...]
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Flash-Werbung im Netz geht es an den Kragen

Adobe Flash Platform camp 2010 (adapted) (Image by bm.iphone [CC BY 2.0] via Flickr)
Google, Amazon, Facebook und Apple sind für ein rasches Ende von Flash. Online-Werber müssen wohl auf HTML 5 umsatteln. Ab morgen, das hat Google kürzlich in einem Blogpost angekündigt, wird der Browser Chrome standardmäßig Inhalte auf Webseiten blocken, die nicht “zentral” für die Website sind. Heißt im Klartext: Flash-Animationen und [...]
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PR-Debakel für Spotify wegen neuer Datensammelei

Spotify easter eggs (adapted) (Image by Jon Åslund [CC BY 2.0] via Flickr)
Instagram ist es schon passiert, Facebook passiert es dauernd und jetzt war einmal Spotify dran: Weil man die Nutzer nicht ausreichend über die anstehende Änderung der Nutzungsbedingungen informierte, musste der Musik-Streaming-Dienst einen medialen Shitstorm über sich ergehen lassen. Spotify-Chef Daniel Ek entschuldigte sich sogar öffentlich für die Kommunikationspanne und versprach [...]
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5 Lesetipps für den 20. August

In unseren Lesetipps geht es heute um ein Google+ Update, Datenverlust durch einen Blitzeinschlag, Facebook, eine Studie über Technologie im Bezug auf Jobs und Werbenetzwerke. Ergänzungen erwünscht.

  • GOOGLE+ GWB: Erstes Google+ Update seit über 3 Monaten: Ab sofort kann auch gezielt nach Collections gesucht werden: Nachdem man für YouTube seit neustem kein Google+-Konto mehr braucht, ist es wirklich sehr, sehr ruhig um die Plattform geworden. Nach einer ziemlich langen Zeit gibt es jetzt aber ein neues Update, das wohl einige Nutzer ziemlich erfreuen wird: Vor drei Monaten wurden die Google+ Collections eingeführt, die bestimmte Themen oder Interesen beinhalten und die sind auch echt gut angekommen. Bisher gab es noch keine Suche, in der man ausschließlich Collections suchen konnte, was Google jetzt aber nachgeholt hat. Ob damit wieder mehr auf Google+ los ist, bleibt abzuwarten.

  • DATENVERLUST TIME: Google Lost Data After Lightning Hit Its Data Center in Belgium: Genau das, was man so über einen Blitz sagt, dass er zwei, drei, oder vielleicht sogar viermal einschlägt, ist vor einigen Tagen in einem Google-Daten-Center in Belgien passiert. Das löste für die nächsten paar Tage massive Probleme aus und sorgte zum Leidwesen von einigen sehr unglücklichen Nutzern zum Datenverlust. Jetzt kümmert sich Google darum, dass sowas auch ja nicht noch einmal passiert.

  • FACEBOOK Fortune: Facebook now drives more traffic to media sites than Google: Jeder, der für eine News-Website oder ähnliches arbeitet, weiß, dass gerade durch die sozialen Medien der Traffic auf der eigenen Website steigt und es ein guter Weg ist, um neue Leser für sich zu gewinnen. Laut neuen Ergebnissen von Parse.ly, ein Service, der den Traffic auf verschiedenen Webseiten analysiert, sorgt Facebook nicht mehr für ungefähr so viel Traffic, wie Google – die Social Media Plattform hat die Suchmaschine bereits überholt, Google sorgt für knapp 38 Prozent, während Facebook bei 43 Prozent liegt.

  • STUDIE The Guardian: Technology has created more jobs than it has destroyed, says 140 years of data: Man ist sich nicht immer ganz sicher, ob die Technologie eher die Jobs wegnimmt, oder ob sie uns einfach die Arbeit erleichtern. Eine Studie von ein paar Wirtschaftswissenschaftlern hat ergeben, dass durch die Technologie sogar noch mehr Arbeitsplätze erschaffen wurden. In einigen Branchen hat die Technologie zwar eindeutig Jobs weggenommen, zum Beispiel in der Landwirtschaft. In der Krankenpflege, oder auch im Bildungsbereich wurden aber dafür unglaublich viele Jobs geschaffen.

  • TRACKING TrendingTopics: Browser-Software, die trackende Werbenetzwerke blockiert: Wir alle werden wohl im Internet immer wieder von einem bestimmten Schuh, Laptop, oder Smartphone verfolgt, weil wir ihn uns einmal auf einer Website angeguckt haben. Diese Werbenetzwerke, die der Grund dafür sind, stehen schon länger in die Kritik, die Privatsphäre der User mit dem Tracking zu verletzen. Mittlerweile gibt es aber einige Tools, die uns dabei helfen, genau dieses Tracking zu unterbinden.

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Privatsphäre im Netz: Software will Trackern an den Kragen

Half an hour of web ads (adapted) (Image by Daniel Oines [CC BY 2.0] via Flickr)
Mit dem Add-on Privacy Badger (derzeit für Firefox und Chrome, Opera, Safari und Firefox Mobile in Planung) hat die für Datenschutz eintretende US-Organisation EFF (Electronic Frontier Foundation) eine neue Software veröffentlicht, mit deren Hilfe Internetnutzer verhindern können, dass sie beim Surfen von Werbenetzwerken und anderen Trackern verfolgt werden. Zwar basiert [...]
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Dörner kritisiert: Merkel trennt nicht zwischen Partei und Staat

Katja Dörner MdB (adapted) (Image by Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen [CC BY 2.0] via Flickr)
Mitte Juli interviewte Vlogger Florian Mundt, besser bekannt als LeFloid, die Bundeskanzlerin Angela Merkel. Das Thema “Das Gute Leben“ war vorgegeben, die Fragen sammelte Mundt unter dem Hashtag #NetzFragtMerkel auf Twitter. Das Interview löste viel Kritik an der naiven Herangehensweise von Mundt aus, aber auch weil Merkel das kritiklose Gespräch [...]
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Instagram startet seine Advertising-API

Instagram (image by YashilG [CC0] via pixabay)
Instagram hat seine bereits angekündigte Advertising-API aktiviert – ab jetzt wird nichts mehr so sein wie es einmal war. Rückwirkend betrachtet war die Akquise der sozialen Plattform ein Schnäppchen für Facebook, aber auch die eine Milliarde US-Dollar müssen wieder rein geholt werden und so war es von Anfang an klar, [...]
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5 Lesetipps für den 9. Juli

In unseren Lesetipps geht es heute um das untote Leistungsschutzrecht, Framing, Sexismus in Anzeigen, Brustwarzen auf Instagram und was Twitter ist. Ergänzungen erwünscht.

  • LEISTUNGSSCHUTZRECHT Golem.de: CSU will Leistungsschutzrecht in EU-Reform schmuggeln: Eigentlich sollte man nicht mehr auf Artikel zum Thema Leistungsschutzrecht für Presseverlage (LSR) verlinken, aúch nicht auf die guten Beiträge von Friedhelm Greis, denn so kann eigentlich nur noch mehr Politikverdrossenheit entstehen. Wie sich CDU/CSU und Springer im Europaparlament dafür einsetzen, dass das hierzulande gescheiterte LSR auch auf europäischer Ebene Schaden anrichtet, ist nicht mehr zu verstehen. Geld verdienen tut Springer damit nicht, aber es tötet jegliche Innovation und mögliche Konkurrenz für das Medienhaus.

  • FRAMING Tagesschau.de: Verletzt ein Link das Urheberrecht? [Spoiler: Nein!]: Etwas reißerisch liest sich der Titel des Artikels von ARD-Rechtsredakteur Kolja Schwartz, denn ob Framing eine Urheberrechtsverletzung darstellt, hat der Europäische Gerichtshof schon im Oktober 2014 geklärt: Nein, tut es nicht. Dass der Fall jetzt vorm Bundesgerichtshof weiter verhandelt wird, liegt daran, dass die Klägerin behauptet, das rechtskonform von einem Wettbewerber eingebettete Video nie hochgeladen zu haben. Betrachtet man den Artikel aber im Ganzen, ist er zumindest sehr informtaiv, was das Thema Framing und Urheberrecht angeht.

  • BRUSTWARZEN Süddeutsche.de: Weibliche Brüste nicht erwünscht: Die Doppelstandards sozialer Netzwerke, wenn es um Nacktheit geht, sind wirklich unverständlich. In dem Artikel von Simon Hurtz über Brustwarzen auf Instagram und Facebook, wird das noch einmal deutlich. Der Fall der Schwedin Aline Nilsson, deren Foto erst nicht mehr gelöscht wurden, nachdem sie in ihrem Foto Brustwarzen von Männern über die eigenen gelegt hat oder der Fall der Komikerin Chelsea Handler, die das Foto des mit freiem Oberkörper reitenden Putin kopierte, belegen den Unsinn.

  • SEXISMUS Digital Trends: Google Ads Target Men More Than Women For High Pay Jobs: Auf Digital Trends berichtet Lulu Chang über eine Studie, die scheinbar die in der Arbeitswelt vorherrschende „Gender Gap“ auch in Googles Werbeanzeigen für gut bezahlten Stellen nachweist. Frauen bekommen demnach weniger Stellenanzeigen für hochbezahlte Arbeit angezeigt als Männer. Der Fehler liegt nicht bei Google, das nur die Realität unserer Gesellschaft und ihrer Arbeitswelt wiederspiegelt. Genauso wie eine Bildersuche nach dem Begriff „CEO“.

  • TWITTER The New York Times: „.@Twitter. Who Do You Think You Are?“: Wenn Nick Bilton nicht erklären kann, was Twitter ist, dann muss ich das wohl nicht. Er hat zumindest ein gar nicht so schlechtes Buch darüber geschrieben und als Journalist das Unternehmen in den letzten Jahren verfolgt wie kein anderer. In seinem Artikel für die New York Times wird aber eines auf der Suche nach der Definition deutlich. Twitter hat seit Jahren ein Problem, das es nicht gelöst bekommen: Was ist Twitter eigentlich? Das zu wissen, ist elementar für das Geschäft. Wie auch wiederum Twitter seit Jahren beweist.

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Ärgernis Autoplay: Social Networks drängen in den Videomarkt

Facebook und Twitter setzen bei Videos auf Autoplay (Image by jeshoots [CC0 Public Domain], via Pixabay.jpg
Nach Facebook hat nun auch Twitter in seinem Stream automatisch abspielende Clips, die viele Nutzer ärgern. Gut sein soll es das für das Werbegeschäft. Beim Scrollen durch den News Feed oder die Timeline fällt in letzter Zeit auf, dass Videos automatisch zu spielen beginnen. Facebook und Twitter behaupten zwar, dass [...]
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5 Lesetipps für den 5. Juni

In unseren Lesetipps geht es heute um Drohnen per Mobilfunk, einen Flight-Tracker für Bus und Bahn, die WWDC und Popcorn Buzz. Ergänzungen erwünscht.

  • NASA SPIEGEL ONLINE: Nasa will Drohnen von Mobilfunktürmen aus kontrollieren: Wie es scheint strebt die Nasa eine Zukunft an, in der der Himmel voller Drohnen ist. Einem Zeitungsbericht zufolge, arbeitet die Raumfahrtbehörde zusammen mit Verizon an einem System zur Flugsicherung für unbemannte Fluggeräte. Der britischen Zeitung The Guardian zufolge, haben die beiden Unternehmen bereits im vergangenen Jahr eine Vereinbarung getroffen. Gemeinsam soll erkundet werden, ob Mobilfunktürme für die Kommunikation und Kontrolle von unbemannten Fluggeräten genutzt werden können. Laut dem Guardian stehen für das Projekt 500.000 Dollar bereit. Bereits in diesem Sommer soll es demnach erste Tests geben.

  • TRAVIC DIE WELT: In Echtzeit: Das ist der Flight-Tracker für Bahnverbindungen: Für Flugverbindungen gibt es bereits zahlreiche Apps, mit dessen Hilfe man live den Verkehr in der Luft verfolgen kann. Auch für die Schifffahrt gibt es Live-Tracker und bei Fahrdienste lässt sich auf dem Handy die Anfahrt des bestellten Fahrzeugs auf dem Stadtplan verfolgen und mit dem Fahrer in Kontakt treten. Nur bei den öffentlichen Verkehrsmittel bleibt man während des Wartens in Ungewissheit. Mit der Website Travic soll sich das nun ändern. Die Seite greift nämlich von Verkehrsbetrieben veröffentlichte Daten ab und macht daraus einen Live-Tracker. Somit werden Zug- und Busfahrten und sogar Fähren in Städten Europas, Nordamerikas, Brasiliens, Israels, Australiens, Neuseelands und Japans live auf der Landkarte angezeigt

  • MEDIENUMSÄTZE Horizont: PWC-Prognose: Medienumsätze steigen um jährlich 5 Prozent / Internetwerbung wird TV überholen: Experten prognostizieren, dass in den kommenden fünf Jahren die globalen Umsätze in der Unterhaltungs- und Medienbranche um durchschnittlich 5,1 Prozent pro Jahr zulegen. Zu diesem Ergebnis kommt der Global Entertainment and Media Outlook, den Pricewaterhouse Coopers jährlich vorlegt. Den größten Sprung sollen demnach die digitalen Medien machen. Bezüglich der Werbeausgaben prognostizieren die Experten, dass Internetwerbung TV-Werbung bis 2019 überholen wird. Insgesamt sollen die Erlöse in der Unterhaltungs- und Medienbranche zwischen 2014 und 2019 von 1,74 auf 2,23 Billionen US-Dollar steigen, dabei ist das Wachstum regional sehr unterschiedlich.

  • WWDC CNET: Apple’s 2015 developers conference: What we expect: Am 8. Juni beginnt Apples Entwicklerkonferenz WWDC 2015 in San Francisco. Mehr als 5.000 App-Hersteller werden bei der zweistündigen Keynote am Monat anwesend sein. Normalerweise nutzt Apple die WWDC Keynote um neue Features und Versionen von iOS und Mac OS X vorzustellen, was dann aber tatsächlich alles an Neuerungen präsentiert wird, bleibt vorerst Tim Cooks Geheimnis. Nachdem bereits eine Ankündigung der neuen Generation von Apple TV zurückgezogen wurde, wird dieses Jahr mit der Vorstellung von iOS 9 und OS X 10.11 gerechnet.

  • POPCORN BUZZ t3n: Mit bis zu 200 Menschen gleichzeitig plaudern: Popcorn Buzz bietet kostenlose Gruppengespräche: Die Macher der Whatsapp-Alternative Line-Messenger, haben für Android eine VoIP-Telefonkonferenz-App mit dem Namen Popcorn Buzz vorgestellt. Mit der App sollen bis zu 200 Menschen gleichzeitig an einem Gruppengespräch teilnehmen können. Die Nutzung der App ist zudem völlig kostenfrei. Vor allem zeichnet sich die App durch ihre einfach Bedienung aus. Wenn man ein Gruppengespräch starten möchte, wählt man zunächst einen passenden Titel und läd anschließend die Teilnehmer per Link zu dem Gespräch ein. Der Link lässt sich über E-Mail oder die üblichen Social-Media-Kanäle versenden.

CHIEF-EDITOR’S NOTE: Wenn Ihnen unsere Arbeit etwas wert ist, zeigen Sie es uns bitte auf Flattr oder indem Sie unsere Reichweite auf Twitter, Facebook, Google+, Soundcloud, Slideshare, YouTube und/oder Instagram erhöhen. Vielen Dank. – Tobias Schwarz

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Pinterest fokussiert sich auf Werbung

Neues Format fürs Marketing: Cinematics Pins von Pinterest
Mit neuen Funktionen beweist Pinterest, dass der Kommerz die treibende Kraft auf der virtuellen Bilder-Plattform ist. // von Tobias Schwarz Mit „Cinematic Pins“ zieht quasi das Video in die Foto-Community Pinterest ein, aber die neue Funktion ist nicht für die Nutzer gedacht. Nur Werbetreibende können mit das neue Anzeigenformat nutzen, [...]
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Warum ein neues Gerät kaufen, wenn das alte noch gut genug ist?

Smartphone Evolution (adapted) (Image by Phil Roeder [CC BY 2.0] via Flickr)
Unsere Laptops, PCs,  Smartphones und Tablets sind längst gut genug für das, was der Normalnutzer damit anstellt – warum müssen wir also ständig neue Geräte kaufen? Sie kommen fast täglich neu auf den Markt und jedes verspricht ein bisschen besser zu sein, als die Konkurrenz. Dabei unterscheiden sich die Geräte oft [...]
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5 Lesetipps für den 21. April

In unseren Lesetipps geht es heute um Blogging, Regeln fürs Home Office, Kritik an Facebook und BuzzFeed, sowie digitale Rechte. Ergänzungen erwünscht.

  • BLOGGING Petapixel: How I Make Money as a Travel Photographer in 2015: Am zweiten Mai-Wochenende bin ich wieder auf meinem liebsten Barcamp: dem MyBlögchen in Chemnitz. Thema der dritte Auflage ist das Blog und der Kommerz. Passend dazu kann ich den Bericht des fotografierenden Reiseblogger Brendan van Son empfehlen, der erklärt, wie es dazu kam, dass er von unterwegs arbeitet und mit seinen Reisefotos Geld verdient.

  • HOME OFFICE Beziehungsweise.de: Homeoffice und Partnerschaft: Noch ist unsere Blogger Business Lounge in Berlin nicht eröffnet (aber bald). Noch arbeite ich vor allem in Coworking Spaces und im Home Office. Genau wie meine Freundin, weshalb wir uns auf bestimmte Regeln einigen mussten, damit das Arbeiten zu Hause klappt. Auf Beziehungsweise.de schreibt Bernd Slaghuis über solche Regeln, von denen wir zu Hause einige selber entwickelt haben und deshalb empfehlen können.

  • FACEBOOK Techdirt: Facebook’s Zuckerberg Thinks Aggressively Violating Net Neutrality Is Fine…If You Just Mean Well: Gestern hat Jakob Steinschaden über die Initiative von Facebook geschrieben, mithilfe des Projekts Internet.org vor allem Entwicklungs- und Schwellenländer ans Internet anzsuchließen. Was in erster Linier wie ein ehrenwertes Ziel aussieht, verordnet Steinschaden dann zwischen Entwicklungshilfe und digitalen Rassismus. Auf Techdirt.com geht Karl Bode in die gleiche Richtung und erklärt vor allem Facebooks wirtschaftliche Interessen, die konträr zu einem freien und offenen Internet sind.

  • INTERNETRECHT The Conversation: What use would a digital bill of rights be?: Die beiden britischen Wissenschaftler Ansgar Koene und Chris James Carter gehen auf der britischen Seite von The Conversation der Frage nach, was eine „Digital Bill of Rights“ nützen würde und vor allem, was sie beinhalten könnte. Denn es gibt sehr viele verschiedene Interessen, manche sind ausgeprägter als andere. Wichtig ist aber vor allem der öffentliche Rückhalt für bestimmte Forderungen.

  • BUZZFEED FAZ: Löschung von Artikeln bei Buzzfeed: BuzzFeed gilt oft als Vorbild, wenn es um Reichweite geht. Scheinbar weiß BuzzFeed, was die Leute lesen wollen. Trotz der mathematischen Analysen glaubt man aber, dass Kritik an den Werbepartnern von BuzzFeed nicht gefragt ist, denn zuletzt wurden öfters Artikel gelöscht, die genau solch kritischen Content enthielten. Die versprochene „strikte und traditionelle Trennung zwischen Werbung und redaktionellen Inhalten“ scheint Buzzfeed nicht hinzubekommen, was ein Problem ist. Denn Blogs wie wir leben von der Online-Werbung, schaffen die Trennung, werden aber wegen Medien wie BuzzFeed stets kritisch beurteilt. BuzzFeed reißt Vertrauen ein, den andere Blogs brauchen und verdienen.

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5 Lesetipps für den 8. April

In unseren Lesetipps geht es heute um Werbung, ein Newsgame von der BBC, Instagram statt Galerien, Propaganda im Internet und Amazon. Ergänzungen erwünscht.

  • WERBUNG PandoDaily: How Mad Men became an accidental allegory for the modern tech world: Auf PandoDialy hat David Holmes eine interessante Theorie veröffentlicht: die TV-Serie „Mad Men“ hat sich zufällig zu einer Allegorie auf die moderne Technologie-Branche gewandelt. Denn bei sozialen Netzwerken, dem Medienwandel, das Internet of Things und Messenger-Programmen, geht es immer um Werbung. Und das hassen wir, genauso wie die Protagonisten der Serie.

  • NEWSGAME taz: Syrien-Spiel der BBC über das Leid von Flüchtlingen: Newsgames sind ein spannender Ansatz, um Nachrichten zu vermitteln. Die BBC hat nun ein Computerspiel entwickelt, dass mit einem interaktiven Gamificationansatz auf das Leid syrischer Flüchtlinge aufmerksam machen möchte. Nutzer müssen entscheiden, wie sie fliehen und lernen verschiedene Szenarien als Konsequenz kennen. Doch es gibt auch Kritik an der spielerischen Darstellung des Leids.

  • INSTAGRAM SmartCompany: How Instagram is changing the business of art: Auf SmartCompany erklärt Cara Waters, welche Bedeutung Instagram für die Kunst-Branche haben kann. Die Künstlerin CJ Hendry verzichtet auf Galeristen und nutzt das von Facebook aufgekaufte soziale Foto-Netzwerk, um sich einen eigenen Kundenstamm aufzubauen. Und das mit beeindruckenden Erfolg. Ihre Serie „50 Foods in 50 Days“, für je 50.000 Euro pro Gemälde, war schon nach der Veröffentlichung auf Instagram und noch vor der eigentlichen Ausstellungseröffnung komplett verkauft.

  • PROPAGANDA Welt: Russland bezahlt Trolle für Netz-Propaganda: Ljudmilla Sawtschuk arbeitete zwei Monate in einer Agentur, die im Internet Propaganda im Sinne des russischen Präsidents verbreitet. Die Frau gibt einen interessanten Einblick in die sogenannte „Trollfabrik“, einem Onlinepropagandazentrum, in dem wahrscheinlich inzwischen mehr als 400 Menschen regelmäßig arbeiten und Tagesbefehle umsetzen, wie sie bestimmte politische Ereignisse im Sinne des Kremls kommentieren.

  • AMAZON The Conversation: Amazon Dash is a first step towards an internet of things that is actually useful: In den gestrigen Lesetipps war ein Artikel von Jean-Louis Gassée, der die Pläne von Amazon kommentierte, vollkommen neu zu definieren, was das Internet der Dinge sein wird. Und natürlich diesen Begriff selber zu besetzen. Gordon Fletcher sieht Amazon auf den selben Weg wie Gassée, bewertet die jetzige Position von Amazon aber viel positiver, denn das Unternehmen hat schon viele kleine Schritte gemacht, um das Internet der Zukunft zu entwickeln.

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Medien: Ein AdBlocker für Tragödien

Clarity (image by Ariel Dovas (CC BY-NC 2.0) via flickr)
Für Geschichten wie diejenige des Flugzeugunglücks der Germanwings-Maschine haben die New York Times und andere Medien einen Schalter eingebaut, der unerwünschte Verbindungen zu bestimmten Werbungen deaktiviert. Liest man die Titelstory in der New York Times über den Flug der Germanwings-Maschine, die in den Bergen von Südfrankreich abgestürzt ist, erkennt man den [...]
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Big Data – Datensammlung: Fluch oder Segen?

Gazzang at Partner Palooza (adapted) (Image by Garrett Heath [CC BY 2.0] via Flickr)
Das Verhindern von Daten ist keine zeitgemäße Position im Datenschutz, doch wie können in Zeiten von Big Data Rechte gewahrt werden? Predictive Policing, personalisierte Werbeanzeigen im Internet oder selbstfahrende Autos. In fast allen Bereichen des Lebens fallen große Mengen von Daten an. Nicht immer ist ersichtlich, wo Daten erhoben oder [...]
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5 Lesetipps für den 19. März

In unseren Lesetipps geht es heute um die Störerhaftung, den nationalen Aktionsplan „Open Government Data“, Zensur in Frankreich, Revenge Porn und Pangaea. Ergänzungen erwünscht.

  • STÖRERHAFTUNG WIRED Germany: Über den Unsinn der Störerhaftung für WLANs: Was Armin Hempel auf Wired sagt. Ohne weitere Anmerkungen. Einfach nur das: „Das neue WLAN-Gesetz ist ein Witz, Herr Gabriel.“

  • OPEN DATA Politik Digital: Der nationale Aktionsplan „Open Government Data“: Behörden werden zunehmend digitaler – bei der Verarbeitung und vor allem bei der Erhebung von Daten. In allen Bereichen der öffentlichen Verwaltung werden große Datenmengen generiert, auf die die Öffentlichkeit bislang kaum Zugriff hat. Das soll der nationale Aktionsplan „Open Government Data“ ändern, wie Jan Voß auf Politik-Digital.de erklärt.

  • ZENSUR Techdirt: French Government Starts Blocking Websites With Views The Gov’t Doesn’t Like: Das Land, das uns das Grundrecht auf freie Meinungsäußerung brachte und erst vor wenigen Wochen mit den Anschlägen in Paris einen hohen Preis dafür zahlen musste, fängt nun an, ohne richterliche Anordnung oder sonst einen Rechtsweg, Websites zu blocken, die der Regierung nicht passen. Der feuchte Traum eines jeden Innenministers. Wenn die französische Parole „Liberté, égalité, fraternité!“ ein Witz der Geschichte wird, gibt es ja noch das unkritische „Vive la France!“.

  • REVENGE PORN The Conversation: Social media and the law are striking back at revenge porn: Das Problem von Revenge Porn, sogenannten Rache-Pornos, die Veröffentlichung intimer Fotos und Videos ehemaliger Beziehungspartner, ist ein durch leistungsfähige Aufnahmegeräte und leichten Zugang zu Distributionskanälen gemachtes Internet-Problem. Dan Svantesson zeigt in seinem Beitrag, dass es dagegen einen Mix aus Regulierung, technischen Lösungen und vor allem Medienbildung braucht. Und scheinbar haben das inzwischen auf die Politik und die Unternehmen hinter den sozialen Netzwerken verstanden.

  • PANGAEA The Guardian: Guardian, FT, CNN and Reuters in ad deal to take on Facebook and Google: Die Idee ist gut, doch der Zug vielleicht schon lange abgefahren. Mehrere internationale Medien wollen sich für eine Werbe-Netzwerk namens Pangaea zusammenschließen, um den sozialen Netzwerken die Marketing-Budgets streitig zu machen. Der Guardian, die Financial Times, CNN, Reuters und der Economist haben zusammen eine Reichweite von 110 Millionen Lesern und damit im Ranking genau hinter Facebook (823 Mio.), Twitter (178 Mio.) und LinkedIn (173 Mio.).

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Instagram ermöglicht Marken mehr Werbung

Instagram führt Carousel Ads ein
Der Anfang ist gemacht – zumindest können Marken jetzt auch auf Instagram Links setzen und somit die Reichweite der sozialen Foto-Plattform nutzen. Keine Ahnung, welche Nutzer angeblich Instagram gesagt haben, dass sie gerne mehr über die Marken wissen möchten, die in dem von Facebook gekauften Foto-Netzwerk Fotos veröffentlichen, aber laut [...]
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Adware und Bloatware birgt viel öfter Sicherheitsrisiken als gedacht

Sicherheit (adapted) (Image by JanBaby [CC0 Public Domain] via Pixabay)
Das Beispiel um die gefährliche Superfish-Adware auf Lenovo-Laptops ist kein Einzelfall. Es ist daher an der Zeit, dass Hardware-Hersteller aufhören, die Sicherheit ihrer Kunden aufs Spiel zu setzen. Unter den Begriffen Ad- und Bloatware versteht man Software, die ein Hardware-Hersteller auf seinen Laptops, Smartphones etc. vorinstalliert – die drei Probemonate für [...]
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Google: Gar nicht so allmächtig

Google (Bild: Simon [CC0 Publc Domain], via Pixabay)
Unbesiegbar wirkte der Internet-Konzern lange Zeit. Doch bei neuen digitalen Trends und Geschäftsfeldern ist Google nur mehr eine von vielen Firmen, die auf Expansionskurs sind. Ist der Riese angeschlagen? // von Jakob Steinschaden Google ist nach wie vor der König der Online-Werbung und dominiert mit seiner Suchmaschine, dem mobilen Betriebssystem [...]
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5 Lesetipps für den 20. Januar

In unseren Lesetipps geht es heute um ein neues Urheberrecht für Europa, Prashant Fuloria, Überwachung und Forderungen nach einer neuen Netzpolitik. Ergänzungen erwünscht.

  • URHBERRECHT Netzpolitik.org: Was läuft falsch beim EU-Urheberrecht?: „Der Berichtsentwurf von Julia Reda ist zweifellos das fortschrittlichste offizielle EU-Dokument in Urheberrechtsfragen seit das erste Katzenfoto im Internet veröffentlicht wurde.“ Leonhard Dobusch bringt es mit seiner Analyse des von der Europaabgeordneten Julia Reda geschriebenen Entwurfs einer neuen EU-Urheberrechtsrichtlinie auf den Punkt. Bis dieses Papier in Kraft tritt, wird noch viel Wasser die Elbe hinab fließen und es wird Änderungen und Kompromisse geben, aber etwas wird hängen bleiben und die InfoSoc-Richtlinie aus dem Jahr 2001 modernisiert werden. Der Entwurf von Reda ist der erste konkrete Schritt auf Seiten des Parlaments in Vorbereitung der anstehenden EU-Urheberrechtsreform.

  • YAHOO Wall Street Journal: Meet Yahoo’s New Ad Product Chief Prashant Fuloria: Erst Facebook, dann Google, jetzt Yahoo – Prashant Fuloria ist schon viel herum gekommen und all diese Erfahrung wird er als neuer Chef für Werbung bei Yahoo auch brauchen. Marissa Mayer hat in den letzten Jahren viel eingekauft, z.B. Reichweite mit Tumblr, aber auch jede Menge Unternehmen mit neuen Ideen für digitale Werbung. Es wird Fuloria sein, der mit all diesen Werkzeugen jetzt neue Einnahmen erwirtschaften muss und dazu vor allem neue Produkte entwickeln wird. Es lohnt sich, diesem Namen in den nächsten Monaten mehr Beachtung zu schenken.

  • ÜBERWACHUNG The New Yorker: How to Catch a Terrorist: Der erste Satz von Mattathias Schwartz seinem lesenswerten Artikel im New Yorker gibt einen eigentlich schon genug zu denken: „Almost every major terrorist attack on Western soil in the past fifteen years has been committed by people who were already known to law enforcement.“ Trotzdem reagiert die Politik auf die vermeintliche Angst in der Bevölkerung mit mehr Überwachung, wie Annika Kremer auf Netzpiloten.de erklärt. Die gleiche Debatte läuft in den USA, wo die sowieso schon allwissend wirkende NSA jetzt noch mehr Zugriff haben möchte und zwar auf alle Telefonate der Bevölkerung. Erschreckend, dass das Speichern aller Telefonate schon möglich zu sein scheint, schlimmer noch, dass diese staatliche Überwachung als Terror-Abwehr verkauft wird, bringt sie doch nachweislich nichts. Und dann wäre da noch der erste Satz des Artikels.

  • NETZPOLITIK I Yannick Haan’s Tumblr: Wir brauchen einen netzpolitischen Neuanfang!: Neuanfang statt Neuland. Denn die meisten Diskussionen in Deutschland über die Gestaltung der digitalen Gesellschaft sind älter als es die Worte der Bundeskanzlerin scheinen lassen. Doch die Gesetze sind teilweise veraltet und vor allem auf vermeintliche Kontrolle ausgerichtet (siehe Urheberrecht, siehe Taxi-Monopol, siehe Datenschutz, etc.), die immer mehr schwindet. Die heutigen Debatten werden vor dem Hintergrund dieses Kontrollverlusts stets nur mti Angst geführt, der fast schon berühmten German Angst. Das muss sich ändern, meint Yannick Haan, Sprecher des Forums Netzpolitik der Berliner SPD und Mitglied in der Netz- und Medienpolitischen Kommission beim SPD Parteivorstand. Jemand, auf dem die SPD mehr hören sollte, denn Haan steht in meinen Augen für eine Netzpolitik, die auf Engagement statt Populismus setzt.

  • NETZPOLITIK II Neues Deutschland: Digital ist besser: Dass das Problem der SPD mit einer Angst befreiten Netzpolitik kein Parteiproblem ist, erklärt ND-Chefredakteur Tom Strohschneiders Warnung an die gesellschaftliche Linke, nicht dass zweite Maschinenalter zu verpassen und die Aufforderung, jetzt theoretisch die Zukunft zu gestalten, bevor nur noch Zeit für Abwehrschlachten sind. Das Internet hat es zwar schon in die meisten Wahlprogramme geschafft, bei manchen Parteien auch nur wegen der kurzen Erfolgsphase der Piraten, aber Themen wie z.B. die Automatisierung der Wirtschaft sind noch unzureichend debattiert wurden, die Weichen aber schon längst gestellt. Ein lesenswerter Debattenbeitrag von Strohschneider.

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Sponsored Post: Hyper günstig einkaufen bei Edeka

„How much is the Fish?“ Endlich liefert Edeka uns die Antwort auf eine der bekanntesten Fragen von Scooter-Sänger H.P. Baxxter. Einen Euro und 59 Cent kostet dieser hier nämlich. Mit dem Slogan „Hyper günstig einkaufen“ wirbt die Supermarkt-Kette Edeka aktuell. Und was wäre da naheliegender, als sich H.P. Baxxter, der [...]
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Twitter sollte wirklich Angst vor Instagram haben

Die Ankündigung von Instagram, nun 300 Millionen monatlich aktive Nutzer zu haben, hat beim Kurznachrichten-Dienst Twitter in Unruhe versetzt. Immerhin geht es um die millionenschweren Budgets der Mobile Marketer. // von Jakob Steinschaden Auch bei uns in Österreich ahnte man es schon länger: Instagram ist größer als Twitter. Währnd der [...]
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Ditto-Gründer David Rose: In Zukunft keine Werbung mehr

LEWEB 14 - CONFERENCE - LEWEB TRENDS - WEARABLE COMPUTING - READY TO TAKE OFF - DAVID ROSE (DITTO LABS) (adapted) (Image by OFFICIAL LEWEB PHOTOS [CC BY 2.0] via Flickr)
Keine sichtbaren Werbeanzeigen mehr in der Zukunft, dafür aber lauter verzauberte Objekte. Auf der LeWeb hat Ditto-Gründer David Rose die Zukunft erklärt. Das Unternehmen Ditto hat im Sommer für Aufsehen gesorgt, als die Zusammenarbeit mit Tumblr bekannt wurde. Das Scannen der öffentlich geposteten Fotos nach Markenzeichen und deren Auswertung sind nicht [...]
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Pinterest – das soziale Netzwerk der Zukunft?

Pretty Pinterest (adapted) (Image by mkhmarketing [CC BY 2.0] via Flickr)
Pinterest ist kein soziales Netzwerk wie jedes andere. Und genau darin liegt die Stärke des amerikanischen Startups mit derzeit ungefähr 70 Millionen Nutzern weltweit. Obwohl Pinterest bereits seit fast fünf Jahren aktiv ist, wurde dem Netzwerk erst vor kurzem eine Funktion hinzugefügt, die es Nutzern ermöglicht, sich untereinander Nachrichten zu [...]
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Google baut seit 2009 an der Post-Werbe-Ära

Google (Bild: Hebi65 [CC0], via pixabay)
Google diversifiziert seine Geschäftsfelder und Erlösquellen zunehmend. Spätestens 2009 hat man erkannt, dass die Internetwerbung nicht für immer die Cashcow bleiben wird. // von Jakob Steinschaden Google ist der Werberiese im Internet, richtig? Ja, auch 2013 verdiente der Internetkonzern aus Mountain View etwa 91 Prozent seines Umsatzes mit Online-Anzeigen. Doch [...]
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5 Lesetipps für den 26. September

In unseren Lesetipps geht es heute um Foursquare, Werbung auf Facebook, konservative Digitalisierung, Ello und Pornhub steigt ins Musikgeschäft ein. Ergänzungen erwünscht.

  • FOURSQUARE Inc.com: How to Drive Foot Traffic with Foursquare: Auf Inc.com ist ein interessantes Interview mit Foursquare-Mitgründer Dennis Crowley über Vorhersagen treffende Technologien und die Personalisierung der Suche erschienen. Ähnlich wie bei unserem in insgesamt fünf kurze Videos aufgeteiltem Interview mit Tim Cole, hat Inc. das Interview ihres Redakteurs Scott Gerber in elf Kurzvideos aufgesplittet, die jeweils drei bis sieben Minuten lang sind. Das macht es (anders als in unserem Beispiel) zwar etwas schwer zu schauen, aber es lohnt sich wirklich, Crowley zu zuhören.

  • FACEBOOK My Social Sherpa: Pranking My Roommate With Eerily Targeted Facebook Ads: Melange-Liebhaber Jannis Kucharz hat uns in seinen Morgenlinks auf die Story von Brian Swichkow aufmerksam gemacht, der seinem Mitbewohner einen ziemlich interessanten Streich gespielt hat, der viel darüber aussagt, wie Facebook-Anzeigen funktionieren (und irgendwie auch, wie man sich im digitalen Zeitalter einen „Klingelstreich“ spielt“). Swichkow schaltete auf Facebook Anzeige, die nur auf eine einzige Person getargetet waren: Seinen Mitbewohner. In seinem Blogpost könnt Ihr nachlesen, wie sein Mitbewohner langsam darüber verzweifelte.

  • DIGITALISIERUNG Cicero Online: Ideologisch, ängstlich, antimodern – das Dogma der neuen Netz-Konservativen: „Enzensberger wütet gegen Smartphones, Grass wird ordinär, wenn es um Facebook geht und das Feuilleton der FAZ polemisiert gegen die Allianz der Netzkonzerne: Die Auseinandersetzung um das Netz gleicht mittlerweile einer weltanschaulichen Endschlacht“, wie Alexander Pschera in einem lesenswerten Beitrag auf Cicero.de anmerkt. Konservative Denker und Medien simplifizieren den Wandel durch die Digitalisierung und finden so auf scheinbar im kern einfache Probleme zu einfache Antworten.

  • ELLO Netzwertig.com: Die gesamte US-Techbranche spricht über Ello: Auf Netzwertig.com hat Martin Weigert einen interessanten Fakt angemerkt. Vor vier bis sechs Wochen wurde der Microblogging-Dienst Ello innerhalb der deutschsprachigen Netzszene getestet und diskutiert, jetzt springt auch die US-Presse auf den Zug, was wiederum es spannend macht, ob Ello eine wirkliche Chance hat, sich als Konkurrent von Facebook zu etablieren. Doch nicht vergessen, auch Ello geht es irgendwann darum, einmal Geld zu verdienen.

  • PORNHUB Billboard: Pornhub Launches Pornhub Records Label: Sex sells. Das gilt für die Erotikindustrie genauso wie für die Musikindustrie. Die US-amerikanische Plattform Pornhub will deshalb ein eigenes Musiklabel gründen. Wie das aussehen könnte, zeigt der Rapper Coolio, der das Video zu seinem neuen Album exklusiv auf der Porno-Webseite veröffentlichte und in der ersten Woche über 500.000 Aufrufe schaffte. Vielleicht ist das auch für deutschsprachige Bands ein interessantes Geschäftsmodell, immerhin sind Deutsche die viertgrößte Nutzergruppe bei Pornhub, wie Achim Sawall auf t3n anmerkt.

Auf Startnext.de kann noch die nächsten 35 Tage das Crowdfunding-Projekt unserer Autorin Gina Schad unterstützt werden: „Durchgedreht mit…„. 

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5 Lesetipps für den 8. September

In unseren Lesetipps geht es heute um Twitter, die Digitale Agenda der Bundesregierung, den Bundesnachrichtendienst, Gründe für den Nicht-Kauf von Fire TV und Video-Werbung bei Facebook. Ergänzungen erwünscht.

  • TWITTER dradio: Frühwarnsystem Twitter: Wo auch immer auf dieser Welt wichtige Entscheidungen fallen oder ein Unglück geschieht: In vielen Fällen verbreiten soziale Netzwerke wie Twitter Meldungen, noch bevor sie in den klassischen Nachrichtenformaten erscheinen. Wie die Welt der sozialen Netzwerke die Nachrichtenwelt verändert hat, darüber haben wir mit Tagesthemen-Moderatorin Pinar Atalay gesprochen.

  • POLITIK E-Plus Gruppe: Digitale Agenda – die Bundesregierung und der digitale Wandel: Die Bundesregierung hat im August 2014 die „Digitale Agenda für Deutschland“ verabschiedet und will mit ihr die Chancen der Digitalisierung nutzen. Die Digitale Agenda stellt alle aus Sicht der Bundesregierung relevanten Bereiche dar, die in den kommenden Jahren politischer Aufmerksamkeit bedürfen. In welchem politischen Kontext ist sie entstanden und welche konkreten Maßnahmen sind geplant?

  • NSA Zeit Online: Überwachung: BND bereitet Daten aus Krisenregionen für NSA auf: Der Bundesnachrichtendienst speichert am Horchposten im bayerischen Bad Aibling zeitweilig den gesamten Datenverkehr der von ihm angezapften Verbindungen in Afghanistan, Somalia und dem Nahen Osten. Betroffen sei „jegliche Art von Kommunikation“ und gibt sie an die NSA weiter.

  • FIRE TV Curved: Sechs Gründe, Amazons Fire TV jetzt nicht zu kaufen: Der Run auf Amazons Fire TV ist groß: Schon jetzt müssen sich Vorbesteller bis zum 1. November gedulden, bis sie ihre Set-Top-Box in den Händen halten. Das muss doch nicht sein. Sechs Gründe, Amazons Fire TV jetzt nicht zu kaufen.

  • FACEBOOK netzökonom: „Das Facebook-Story des Jahres heißt Video-Werbung“: „Facebooks großes Werbethema in den kommenden zwölf Monaten heißt Video“, sagte Carolyn Everson, die weltweite Werbe-Chefin des Netzwerkes, im Netzökonom-Interview. „Der Videokonsum steigt auf Facebook und Instagram dramatisch an“.

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76 Wege, um mit digitalen Medien Geld zu verdienen

Wie kann man Geld im Journalismus verdienen?
Mit dem Medienwandel haben sich auch die Möglichkeiten des Geld verdienen im Journalismus verändert – sie haben sich vervielfacht. // von David Plotz Auf ziemlich die gleiche Weise, auf die ich meine Großmutter ausfragte, wie sie die Große Depression überlebt hatte, fragte mich kürzlich ein jüngerer Arbeitskollege, wie Journalismus in [...]
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Soundcloud: Streaming-Rennen gegen YouTube, Apple & Co.

Day 18, Project 365 - 11.7.09 (adapted) (Image by William Brawley [CC BY 2.0], via flickr)
Das Berliner Start-up macht Ernst bei der Monetarisierung: Künftig will man sich Werbeeinahmen mit Musikern und Labels teilen, während User sich von den Ads gegen eine Monatsgebühr freikaufen können. Der Zeitpunkt ist kein Zufall: Auch die Google-Tochter YouTube und Apple mit seinem Einkauf Beats Music werden den Markt für Musik-Subscriptions [...]
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Tumblr-Fotos werden nun nach Markenlogos gescannt

Tumblr kooperiert mit Ditto
Als neue Monetarisierungsmöglichkeit lässt Tumblr das Unternehmen Ditto Fotos nach Markenlogos scannen und begibt sich damit auf dünnes Eis. // von Daniel Kuhn Tumblr steht unter Druck. Nach der Übernahme durch Yahoo muss das Unternehmen Profit abwerfen und die Übernahmekosten wieder einspielen. Die bisherigen Werbeeinblendungen reichen hierfür nicht aus, weshalb [...]
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Werbung im Internet

Die Online-Werber führen einen Krieg gegen die Internet-Nutzer, die sie als reines Klickvieh sehen. Woher kommt der Hass auf die Onlinewerbung, fragt sich Unternehmensberater Nicolas Clasen im brandeins-Streitgespräch mit Stephan Noller, Gründer und Vorstandsvorsitzender des Targeting-Spezialisten Nugg.ad. Die meisten Banner seien hässlich und nervig. Das habe nichts mit der Anmutung einer Print-Anzeige zu tun und auch nicht mit dem Humor eines Werbespots. „Diese Banner sind einfach nur belästigend, weil nicht verstanden wurde, wie Werbung wirkt. Das liegt auch daran, dass die besten Werbeleute immer noch für Print und TV arbeiten.“

Nun gibt es sicherlich auch bei klassischen Werbekampagnen unglaublich viel Schrott. Aber die kleine Spitze gegen die SEO-Targeting-Lead-Mailingattacken-Stalking-Fraktion reichte schon aus, um dem Online-Werber Noller so einiges zu entlocken, was er in Kundengesprächen wohl nicht vom Stapel lässt.

Werbung müsse eigentlich gar keinen Spaß machen: „Die viel größere Aufgabe von Werbung ist, Bedürfnisse zu wecken. Die Leute zu überzeugen und, ja, auch zu nerven„, so das freimütige Bekenntnis des Agenturchefs. Kein Werbetreibender mache sich Illusionen darüber, ob sich ein Nutzer darüber freut, wenn das, was er eigentlich sehen will, unterbrochen wird – und sei die Werbung noch so toll gemacht. Und jetzt kommt der Hammer-Satz, der wohl noch lange die Gemüter erhitzen wird: „In einer Marktwirtschaft ist Werbung nun einmal kein Freund des Konsumenten. Die nüchterne Funktion von Werbung ist es, zu verkaufen. Es gibt in unserer Branche eine Reihe kluger Köpfe, die sagen: ,Wir brauchen Formate, die noch stärker unterbrechen. Nur dann wird es zum Beispiel gelingen, hochwertige redaktionelle Inhalte im Netz über Werbung zu refinanzieren.‘“

Nudelweisheiten mit Nudelzahlen

In einer Marktwirtschaft ist also die Berieselungswerbung der Feind des Kunden, um irgendetwas anderes damit finanzieren zu können? Der Internetnutzer als ziemlich dümmliches Klickvieh muss einfach verstehen, dass es überhaupt nicht um seine Interessen oder Belange geht. Die klugen Köpfe der Online-Werbung halten uns anscheinend für geistig umnachtete Netzsurfer, die froh sein müssen, überhaupt Angebote im Internet nutzen zu können. Lustig wird es, wenn solche Nervensägen dann auch noch Siegeshymnen über ihre gelungenen Feindattacken anstimmen. Da hat die Agentur von Noller doch die Markteinführung einer Nudelmarke in Dänemark begleitet. Zum Einsatz kamen „gut gemachte“ Banner auf „qualitativ hochwertigen“ Websites. Und das Ergebnis waren Schlangen vor den Supermärkten!!!!!!?

Die Marktforschung habe dann gezeigt, dass Markenbekanntheit, Erinnerungseffekte und Sympathiewerte stark nach oben gegangen seien. Was früher Medizinmänner, Hohepriester und Hofnarren erledigten, scheint heute das Metier von digitalen Nudelverkäufern zu sein. Nudel-Supermarktschlangen sind mir bei meinen samstäglichen Einkäufen bislang nicht untergekommen. Vielleicht besuche ich die falschen Läden. Zudem gibt es in Bonn-Duisdorf keine dänischen Supermärkte. Faszinierend sind immer wieder die zirkusreifen Aufführungen mit „empirischen“ Erhebungen, die sich nur schwer überprüfen lassen.

Auch die Konkurrenz hat gute Nudelwerte

Man könnte die einschlägig bekannten Marktforschungsinstrumente auch als Malen nach Zahlen bezeichnen: In der Werbewirtschaft produzieren Auftraggeber und Auftragnehmer hübsche Datenberge, um die eigene Existenzberechtigung abzusichern. Befragungen von Testteilnehmern, Reichweiten, Werbeträger-Analysen, Monitoring, Targeting und sonstige Zahlenspielchen bringen rein zufällig genau das, was beide Seiten glücklich macht und fette Budgets absichert. Häufig haben die Konkurrenzunternehmen sogar die gleichen Nudelwerte über die Durchschlagskraft von Werbung. Was sich Online und Offline abspielt, ist arrogantes und anmaßendes Vertriebsdenken – ohne Rücksicht auf Verluste. Und die Verluste treten ja schon ein, wenn man sieht, mit welchen Gegenmaßnahmen Internetnutzer reagieren, um den Nervpegel der Online-Werber zu reduzieren.

Wirkung ohne Ruhmsucht

Wir sollten uns generell im Netz-Diskurs von der Sucht nach Aufmerksamkeit verabschieden, um aus dem Erbsenzählermodus rauszukommen. Wie wäre es mit der Kategorie „Wirksamkeit“, die der Philosoph François Jullien in einem Merve-Band so schön ausgebreitet hat? Da könnten Noller und die liebwertesten Gichtlinge seiner Branche dann ein wenig bei Laozi in die Schule gehen und über folgende Sätze sinnieren: „Wer sich erhöht, ist nicht zu sehen. Wer sich selber rühmt, hat kein Verdienst. Wer sich selber verherrlicht, hat keine Dauer.“ Oder anders ausgedrückt: Da die Größe selbstgeschaffen ist, bleibt sie klein. Der Weise ist in der Lage, seine Größe entstehen zu lassen.

Man sollte sich auf die reine Wirkung beschränken – ohne anmaßend zu sein, ohne Ruhmsucht und ohne zu prahlen. „Die Wirkung soll ausschließlich als Resultat der Situation erscheinen und sich in ihrem Zusammenhang abspielen …„, schreibt Jullien. Die Wirkung sollte sich als Resultat ergeben, sie gehört zur Ordnung der Konsequenz und nicht der Planung. Es wäre ja schon ein Schritt nach vorne, den Empfehlungen von Clasen zu folgen: „Ich hätte gerne Werbung, die mich möglichst interessiert, in einer Dosis, die nicht nervt, in einem Format, das ich notfalls ignorieren kann, wenn ich das möchte. Also ein Video, das ich wegklicken kann, und eine Anzeige, die mich nicht beim Lesen eines Artikels stört.

Eigentlich nichts Besonderes. Für die Schreihälse der Online-Werbung wohl eine Zumutung.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf The European.

 

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