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Facebook Watch – Was steckt hinter dem Symbol in der App?

Dem einen oder anderen mag es aufgefallen sein. Dieses neue Symbol in der Facebook-App, das einem an ein gewisses Videoportal erinnert. Will das neue Facebook Watch damit etwa den Marktprimus YouTube stürzen? Und was kann dieser neue Facebook-Dienst überhaupt?

In den USA schon länger online

So ganz neu ist der Video-on-Demand-Dienst von Facebook nicht. Bereits im August vergangenen Jahres fiel in den USA der Startschuss. Zum anfänglichen Programm gehörte unter anderem „Little Kitchen“, eine Kochshow mit Kindern, sowie die Übertragungen ausgewählter Spiele der US-Baseball-Liga MBL. Aber jetzt stellt sich die Frage, was Facebook Watch nun eigentlich anders macht?

Facebook will nicht wie YouTube sein. Wo die Google-Tochter ganz nach dem Motto „Broadcast yourself“ jedem die Möglichkeit bietet, seine Videos zu veröffentlichen, geht Facebook restriktiver vor. Neben professionell produzierten Inhalten können zwar auch Facebook-Nutzer eigene Videos veröffentlichen, müssen dafür aber schon 5.000 Fans mitbringen. Dem Zuschauer werden die Videos nach dem gleichen Prinzip empfohlen, wie bereits bei Facebook-Beiträgen.

Wenn man sich auf der Videoseite befindet, wird die Suchleiste für die gezielte Suche nach Videos genutzt. Über den Filter könnt ihr bestimmen, ob ihr für sich losgelöste Videos, Sendungen oder Folgen einer Serie suchen wollt und könnt den Suchradius auf Freunde oder Gruppen beschränken.

Die Suchfunktion von Facebook Watch. Es wird nach einzelnen Videos gesucht. Screenshot by Stefan Reismann

Facebook Watch Party

Eines der interessanten Features von Facebook Watch sind jedoch die „Facebook Watch Partys“. Dabei handelt es sich um eine besondere Art der Facebook-Gruppe. Die Administratoren oder Moderatoren der Gruppe können bestimmen, wann die Gruppe etwas schaut. Das können sowohl Live-Videos sein, als auch eigene Videos oder welche, die auf anderen Facebook-Seiten hochgeladen wurden.

Die Party sieht dann gemeinsam das gleiche Video zum gleichen Zeitpunkt und kann dabei live kommentieren und Emoticons verwenden. Bislang hatte man dieses Erlebnis des gemeinsamen Schauens nur offline auf der heimischen Couch oder beim Verfolgen eines Livestreams. Mit Facebook Watch Party könnt ihr jederzeit übers Internet einen kleinen oder größeren Fernsehabend veranstalten – und jeder muss nur sein eigenes Popcorn mitbringen.

Videomacher könnten außerdem die Veröffentlichung eines neuen Videos gemeinsam mit den Zuschauern feiern und direkt mit ihnen interagieren. Das würde die Zuschauerbindung immens stärken.

Bislang nur auf mobilen Endgeräten

Ein kleiner Wermutstropfen bleibt: Bislang ist das Angebot nur über mobile Geräte verfügbar. Wer etwa über den heimischen Browser auf die Watch-Seite geht, bekommt die Fehlermeldung „Leider ist dieser Inhalt derzeit nicht verfügbar“. Da der Service in den USA bereits auch über Desktop verfügbar ist, sollte es nicht lange dauern, bis ihr Facebook Watch auch in Deutschland über euren PC nutzen könnt.


Image by Jacob Lund via stock.adobe.com

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Warum Google+ in den USA das meistgeliebte Netzwerk ist

1 Google-Communities-Teaser-AP

Soziale Netzwerke bestimmen unseren Alltag. Facebook ist hierzulande die meist genutzte Plattform, Twitter und Google+ sind nur für Geeks gelungene Alternativen. Auch in den Vereinigten Staaten lässt sich ein ähnliches Bild erkennen. Doch die Anzahl der Nutzer muss kein Indiz für dessen Qualität sein. In einer Kundenzufriedenheitsstudie, dem American Satisfaction Index, belegte das Nischennetzwerk Google+ den ersten Platz. Doch warum ist das so? Ich habe mich auf Spurensuche begeben.

Google+ punktet durch Übersichtlichkeit

Trotz des kleinen Kundenstamms zeigen sich die Nutzer engagiert und sehr zufrieden. Grund dafür ist das etwas andere Konzept als beim Primus Facebook. Zwar gibt es auch eine Art Freundesfeed, allerdings steht der mit seinen romantischen Pärchen- und fernwehauslösenden Urlaubsfotos nicht im Vordergrund. Zentrales Bestandteil des Netzwerkes sind vielmehr sogenannte Circles und themenspezifische Communities. Durch letztere ist ein unkomplizierter Austausch mit Gleichgesinnten möglich. Jeder Nutzer kann Communities erstellen und Kontakte einladen. Wer allzu private Dinge besprechen will, kann die Gruppen privat setzen. Andererseits ist als Nutzer das Beitreten in öffentlichen Communities ohne Probleme möglich.

2 Google-App-Screenshots
Die Android-App von Google+ gibt sich schlicht und aufgeräumt. Screenshots by Jonas Haller

Für jeden Themenbereich existieren diese Gruppen. Besonders hoch im Kurs sind selbstverständlich Technologie-Themen und natürlich Android. Aber auch für Foto-Fans finden sich qualitativ hochwertige Gruppen. Ich persönlich kann im Smartphone-Bereich die Communities „Android“ (englischsprachig) und „Android Geräte“ (deutschsprachig) empfehlen. Der wohl größte Pluspunkt gegenüber den einschlägigen Facebook-Gruppen: Die Communities sind (nahezu) frei von Spam-Beiträgen und ungewollter Werbung. Je nach Interessen werden zudem passende Gruppen vorgeschlagen und angezeigt. Ein relativ neues Feature sind die „Sammlungen“. Damit können Nutzer themenspezifische Inhalte verbreiten. Man muss also nicht einer Person folgen. Vielmehr genügt es, der angelegten Sammlung zu folgen. Dank der nahtlosen Verbindung mit anderen Google-Diensten stieg die Bewertung des Netzwerks von 73 auf 81 von 100 möglichen Punkten.

Pinterest und Instagram folgen, Facebook und Twitter abgeschlagen

Auch der zweite Platz der US-amerikanischen Kundenzufriedenheitsstudie überrascht. Das kreative Netzwerk Pinterest erreicht eine Bewertung von 78 Punkten und kann aufgrund verbesserter Servertechnik und damit einhergehender Performance und verbesserter Suchfunktionen überzeugen. Dahinter folgt der Foto-Dienst Instagram, der einen Punkt im Vergleich zum Vorjahr zulegen konnte und nunmehr eine Bewertung von 75 Punkten erreicht. Grund dafür sind Funktionserweiterungen wie das von Snapchat bekannte Story-Feature. Nutzer loben zudem die hohe Interaktionsrate.

3 Statistik-Soziale-Netzwerke-ACSI
Mit Google+ und Pinterest befinden sich Nischennetzwerke an der Spitze der Kundenzufriedenheitsskala. Table by ACSI

Mit einer Steigerung um fünf Punkte ist Twitter ein weiterer Gewinner der Studie und zieht damit am Primus Facebook vorbei. Dafür sorgte nicht zuletzt der Twitter-Hype um Donald Trump, der Nutzer zum Kurznachrichtendienst zog. Anwender wollen zudem Echtzeitnachrichten und keine gefilterten Timelines wie bei Facebook, das bei lediglich 68 Punkten verharrt.

Fazit: Schwarmintelligenz liegt nicht immer richtig

Die sozialen Netzwerke leben von ihren Mitgliedern. Ohne Nutzer wird eine Plattform nicht populär – so gut sie auch sein mag. Das wird aktuell immer stärker deutlich. Das Google-Netzwerk überzeugt durch clevere Features und ein aufgeräumtes Design. Werbung sucht man vergebens. Und trotzdem hat es keine Chance gegen das mächtige Zuckerberg-Imperium Facebook, welches stetig Nutzer gewinnt. Schritte, um das Netzwerk profitabler zu machen und ein schlechtes Management gegen sogenannte Hatespeech quittieren die Anwender mit nur noch durchschnittlichen Bewertungen. Die Verantwortlichen sollten sich in diesen turbulenten Zeiten genau überlegen, welche Funktionen hohe Priorität genießen und welche Ressourcen für welchen Bereich eingesetzt werden sollten.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Androidpiloten


Teaser and Screenshots by Jonas Haller, Table by ACSI


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  • WINDOWS Chip: Erstes Update seit 20 Jahren: Microsoft renoviert wichtigen Teil von Windows: Kann man Windows 10 demnächst lediglich anhand der Augen bedienen? Eye Control nennt sich dieses Feature, welches Windows in einer Insider-Version von Windows 10 erneuert hat. Diese Funktion soll vor allem Menschen, die körperlich beeinträchtigt sind, dabei helfen, einen Computer zu bedienen. Außerdem soll es weitere Neuerungen geben, wie unter anderem das Design der Kommandozeile oder Anpassungen am Browser Edge.

  • E-COMMERCE t3n: 5 Tipps: Besser werben auf Google und Amazon: Heutzutage werden in der Amazon-Suche und in den Google-Product-Listings sämtliche Produkte angeboten. E-Commerce Marketer nutzen diese Plattform immer intensiver – was auch durchaus Sinn macht. Sobald der Kunde das gewünschte Produkt in der Suche der beiden Plattformen eingibt, ist seine Kaufbereitschaft ziemlich sicher. Wie aber kann man sich diese Art zu werben zunutze machen? Hier gibt es fünf wertvolle Tipps, wie man auf Amazon und Google werben kann.

  • APPLE Heise: iPhone per iCloud von Erpressern gesperrt: Was Sie tun können: Lösegeld bezahlen, um sein eigenes iPhone, iPad oder iPod touch wieder benutzen zu können? Kriminelle haben sich die iPhone Fernsperr- und Ortungsfunktion „Mein iPhone suchen“ zunutze gemacht, um die iPhone-Besitzer zu erpressen. Erst nach Zahlung eines geforderten Lösegeldes wollen die Erpresser wieder die Geräte freigeben. Selbst die Zwei-Faktor-Authentifizierung beugt dem Ganzen nicht vor. Eine eigene PIN für das iPhone ermöglicht jedoch dem Nutzer auch trotz Fernsperre das Gerät zu benutzen und die Code-Sperre aufzuheben.

  • FAKE NEWS Süddeutsche: Facebooks Lügendetektor: Jetzt ist auch Facebook mit von der Partie, wenn es darum geht, Fake News aufzudecken. Hierzu möchte das soziale Netzwerk eine selbstlernende Software einsetzen, die die Beiträge anhand von verschiedenen Kriterien überprüft und in bestimmten Fällen auch anschlägt. Zudem will Facebook externe Journalisten einsetzen, um das Ganze zu unterstützen. Diesen Vorgang testet das Netzwerk vorerst an kleinen Nutzergruppen in vier Ländern, unter anderem auch in Deutschland.

  • AMAZON ECHO Spiegel: Experte zeigt Lauschangriff mit Amazons Echo: Amazon Echo als Abhörgerät. Wie ein Sicherheitsexperte herausgefunden hat, können Hacker mit ein paar einfachen Hackerwerkzeugen den intelligenten Lautsprecher von Amazon in eine Wanze umwandeln. Diese können dann ganz einfach von außen auf das Mikrofon zugreifen und die Nutzer abhören. Der Sicherheitsexperte Mark Barnes hat sich das Verfahren genauer angesehen und erklärt, wie leicht es für ihn gewesen ist Amazon Echo zu manipulieren. Anfällig für diese Hackerangriffe sind vor allem die Geräte aus den Baujahren 2015 und 2016.

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Tandem: Bannflüche statt Mediation im Netz – Große Lücke für Internet Governance

Verbot (adapted) (Image by Martin Abegglen) [CC BY-SA 2.0] via flickr

Sie spielen Polizei, Geheimdienst, Sittenwächter, Zensor, Staatsanwalt, Richter und initiieren mittelalterliche Prangermethoden zur Verbannung von vermeintlichen Querulanten. Gaming-Anbieter, Netz-Giganten und Betreiber von Social Networks mutieren immer mehr zum Staat im Staate unter Missachtung rechtsstaatlicher Regeln.

Sie instrumentalisieren Allgemeine Geschäftsbedingungen für Sanktionen, schließen Nutzer willkürlich aus und erteilen nach Belieben Ermahnungen, gegen die sich keiner so richtig wehren kann. Was macht ein professioneller Computerspieler, der von der Gaming-Community unter Duldung des Betreibers in einem „Tribunal“ wie zu Zeiten der Jakobiner-Herrschaft lebenslänglich von der Plattform verbannt wird, weil er als unhöfliche Nervensäge einigen Konkurrenten auf den Keks gegangen ist? Der Betroffene ist hilflos, es gibt keine Schiedsgerichte, Mediatoren oder juristisch saubere Verfahren. Am Ende wirkt der Bannspruch wie ein Berufsverbot.

Schand- und Ehrenstrafen

Es sind Schand- und Ehrenstrafen, die die Reputation vernichten. Ab dem 12. Jahrhundert eine beliebte Methode der Herrschenden, um die Fassade der „ehrbaren“ Bürger zu wahren. Wenn der Delinquent nicht geköpft, erhängt oder gevierteilt wurde, sollte er zumindest der Lächerlichkeit preisgegeben werden. Die bigotte Community vertrieb den Außenseiter. An dieser Stelle folgt meistens der Einwand, dass ja niemand gezwungen sei, die sittenwidrigen Geschäftsbedingungen zu akzeptieren. Es ist wie bei einer Hausordnung. Wer das Hausrecht besitzt, könne auch sanktionieren. Bei einem Music-Club oder einer Bar nehmen wir das leider allzu oft hin, weil es genügend Alternativen gibt. Der Türsteher mokiert sich über meine krumme Nase, Hautfarbe oder mein schlampiges Outfit und lässt mich nicht rein. Wenn Plattformbetreiber meine virtuellen Accounts wegen irgendwelcher Regelverstöße löschen oder sperren, kann das meine komplette Arbeitsfähigkeit gefährden. Werden Applikationen inhaltlich zensiert, bleiben die Grundrechte auf der Strecke.

Betreiber verstecken sich hinter AGB-Prosa

Selbst wenn man sich die Mühe macht, die wenig erfrischende AGB-Prosa der Anbieter zu studieren, müsste danach noch die Konsultation bei einem Anwalt folgen, um am Ende auf den Button zu klicken, der besagt: „Ich habe die Allgemeinen Geschäftsbedingungen sorgfältig gelesen und akzeptiere sie.“ Wie muss ich denn folgende Formulierung interpretieren: „Die vorgenannten Haftungsbeschränkungen gelten nicht in den Fällen zwingender gesetzlicher Haftung – insbesondere nach dem Produkthaftungsgesetz – sowie bei Übernahme einer Garantie oder schuldhaft verursachten Körperschäden“? Hä? So geht es in der Regel noch 500.000 Zeichen weiter. Ohne Jura-Studium mit jahrelangem Besuch von überteuerten Repetitorien kommt man wohl nicht weiter. Und selbst Juristen legen sich bei diesem verschachtelten Gemurmel die Karten. Es sind Gummi-Paragrafen, die den Firmen maximale Bewegungsfreiheit gewähren, um gegen Anwender irgendwelche Knüppel zu schwingen oder sich bei Rechtsstreitigkeiten aus der Affäre zu ziehen.

Sohn & Sohn (Image by Gunnar Sohn)
Sohn & Sohn (Image by Gunnar Sohn)

Sohn vom Sohn verliert Tandem-Community

Was dem Sohn vom Sohn mit dem Dienst Tandem widerfuhr ist symptomatisch für die Ignoranz vieler Angebote, die zwar hipstermäßig im freundlichen Jargon daherkommen und dann auf irgendein nicht nachvollziehbares Denunziantentum von anderen Nutzern mit einer lebenslänglichen Verbannung reagieren. Dabei wollte der Sohn mit der App doch nur koreanisch lernen. Das kollaborative Lernprinzip überzeugte ihn: „Du lernst ihre Sprache, sie lernen deine Sprache. Übe das Zuhören, verbessere deine Aussprache und lerne mit Nativespeakern. Keine Verabredungen, keine Skype-Termine – Tandem-Lernen geht überall und jederzeit.“ Also ein Geben und Nehmen. Nach der anfänglichen Euphorie, einer schnell wachsenden Community und ersten Erfolgen bei einer nicht ganz so einfachen Fremdsprache folgte die Ernüchterung. Der Sohn vom Sohn sei ausgeschlossen worden, da Verstöße gegen die Richtlinien der Plattform gemeldet wurden. Keine Anhörung, keine Gelbe Karte, keine Konkretisierung, kein Zugriff mehr auf die Peer-Group. Nur der lapidare Hinweis, dass man aus der Lerngemeinschaft für immer verbannt sei:

Dear Constantin, our highest priority is to make Tandem a friendly, safe place to practice foreign languages. A ban happens when we receive a complaint from other members that you have broken Tandem rules. While we never monitor any calls, we take all reports very seriously, and take immediate action. Our decision is final and we will not revisit it. We will also not accept any of your further applications to join Tandem. Thank you for understanding. Julie“. Die heuchlerische Freundlichkeit kann sich Julie sparen.

Vorschläge für Internet Governance gefragt

Was folgt, ist klar. Es breitet sich das Gift von gegenseitigen Verdächtigungen aus. Wer hat mich gemeldet, warum ging ich einem anderen Teilnehmer auf den Keks, wer hat da ständig Hinweise auf konkurrierende Unternehmen gepostet, wie reagiert die Gruppe und, und, und. Auf Facebook ist über diese Bannflüche intensiv diskutiert worden.

Posted by Gunnar Sohn on Sonntag, 26. März 2017

Das Kopfschütteln ist in fast jedem Posting spürbar: Undifferenzierte Verbannungen seien nicht zielführend, so der Kommentar von Yanick. „Warum Nutzern nicht einfach ermöglichen, andere in der App zu blockieren, wenn sie sich belästigt fühlen.“

Internet Governance-Experte Professor Wolfgang Kleinwächter fordert im ichsagmal.com-Interview eine Abkehr von Prangermethoden, die im 15. oder 16. Jahrhundert üblich waren. So etwas gehört nicht in unsere Zeit. Auch Internet-Plattformen benötigen transparente Verfahren zur Streitschlichtung. Kleinwächter verweist auf die Uniform Domain-Name Dispute-Resolution Policy von Icann. Leider zählt das nicht zum Standard in Netz. „Hier sehe ich eine große Lücke für Internet Governance“, beklagt Kleinwächter. Das Notiz-Amt wird in einer Tandem-Aktion nicht nur die Fremdsprachen-Plattform um eine Erklärung bitten, sondern auch die Netzcommunity einbinden, um generell Vorschläge für eine faire Mediation zu machen.


Image (adapted) „Verbot“ by Martin Abegglen (CC BY-SA 2.0)


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  • APPLE heise: Entwickler verlassen restriktiven Mac App Store: Der Mac App Store hat weitere Entwickler verloren: Das altgediente Mac-Entwicklerstudio St. Clair Software hat zwei Programme aus Apples Software-Laden genommen – und sich damit komplett von der Vertriebsplattform zurückgezogen. Es habe wirtschaftlich einfach keinen Sinn ergeben, die beiden Programme für Apples Sandboxing-Vorgaben anzupassen, erklärt der Entwickler Jon Gotow, der seit fast 30 Jahren Mac-Software schreibt. Der Mac App Store sei zwar bequem für Nutzer, erfülle aber nicht die Anforderungen der Entwickler, führt Gotow aus: „Trotz vieler Jahre an konstruktiver Kritik von Entwicklern hat Apple einige der großen Probleme nicht behoben“.

  • SOCIAL MEDIA t3n: Heiko Maas droht sozialen Netzen mit Millionenstrafen wegen Hasskommentaren: Die großen sozialen Netzwerke löschen zu wenig strafbare Inhalte, die von Nutzern gemeldet werden. Das geht aus einem Bericht von Jugendschutz.net hervor, der vom Bundesfamilienministerium und dem Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz unterstützt wird. Um das zu ändern, will Bundesjustizminister Heiko Maas jetzt den Druck auf die sozialen Netzwerke erhöhen. Dazu hat Maas am heutigen Dienstag, den 14. März 2017 einen neuen Gesetzentwurf vorgestellt. Der Entwurf sieht vor, dass Netzwerke wie Facebook oder Twitter Strafen von bis zu 50 Millionen Euro bezahlen müssen, wenn sie strafbare Inhalte nicht zeitnah löschen.

  • VISA golem: Visa will Sonnenbrillen zu Kreditkarten machen: Visa hat auf dem SXSW 2017 im texanischen Austin den Prototyp einer Sonnenbrille mit NFC-Modul vorgestellt, mit dem der Träger bezahlen kann. Die Brille wird dazu an ein Zahlungsterminal gehalten. Die Sonnenbrille beziehungsweise der Chip sind mit dem Kreditkartenkonto des Besitzers verknüpft. Der Sonnenbrille ist nicht anzusehen, dass in ihrem Bügel eine Zahlungsfunktion integriert ist. Wann die Sonnenbrille auf den Markt kommt, ist noch nicht bekannt.

  • WEBWELT Welt: Er erfand das Internet – und benennt nun dessen größte Probleme: Fast 30 Jahre ist es her, als Sir Tim Berners-Lee die Büchse der Pandora öffnete: Der Computerwissenschaftler reichte seine Pläne für das World Wide Web ein. Er hatte eine offene Plattform erdacht, auf der alle Menschen Informationen austauschen konnten – jenseits von geographischen und kulturellen Grenzen. In einem Artikel für den britischen „Guardian“ beschreibt der Wissenschaftler, dass vor allem drei Entwicklungen zu massiven Problemen werden können. Das sei zum einen der Kontrollverlust der persönlichen Daten, zum anderen „Fake-News“ und außerdem die politische Einflussnahme.

  • BAHN mobiFlip: Gratis-WLAN im Regionalverkehr: Bahn startet Testphase: Ende 2016 verkündete die Bahn, dass man das Gratis-WLAN zukünftig auch im Regionalverkehr anbieten möchte. In einer Pressemitteilung heißt es nun, dass das Projekt in die Testphase übergegangen ist. Zwei Züge der Linie RE 42 wurden mit Internetzugang ausgestattet. DB Regio NRW plant, insgesamt vier Züge des Typ ET 1428, die zwischen Mönchen-Gladbach und Münster verkehren, zu Testzwecken mit WLAN zu versehen. Um an Bord des Zuges ins WLAN zu kommen, muss man sich nicht registrieren, man muss lediglich im Browser die AGB akzeptieren.

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  • APPLE t3n: Sicherheitsprobleme bei iOS: Forscher decken Lücke in Sandboxing auf: iOS schnitt bisher immer besser ab als Android, internationale Forscher aber fanden eine Sicherheitslücke bei der Sandboxing Funktion. Die Sandboxing Funktion soll verhindern, dass Apps ohne Berechtigung auf die Datenspeicher anderer Apps zugreifen können. Die Forscher wollten ein System entwickeln, was iOS automatisch auf mögliche Sicherheitsprobleme abcheckt. Dabei fanden die Forscher diese Lücke und benachrichtigten Apple darauf hin.
  • YOUTUBE GoogleWatchBlog: Backstage: YouTube will sich von der reinen Video-Plattform zum Social Network wandeln: Laut einer anonymen Quelle will Youtube nicht mehr nur eine Videoplattform bleiben, sie will sich in Richtung Social Network entwickeln und durch ein Backstage-Bereich den Usern ermöglichen, nicht nur Videos zu teilen sondern auch Postings zu verfassen. Zurzeit ist es noch nicht bekannt, ob der Backstage-Bereich mit in die Youtubefläche integriert wird oder ob es eine Stand-Alone-App geben wird.
  • MEDIZIN heise online: Die neue Waffe gegen Bakterien: Die Menschen werden immer resistenter gegenüber Antibiotika. Seit langem versuchen Pharmahersteller neue Antibiotika auf den Markt zu bringen gegen die, die Menschheit nicht resistent wird, leider ohne Erfolg. Doch jetzt gibt es wieder Hoffnung, etliche Forscher bauen nun auf Viren die, die gefährlichen Bakterien vernichten und die bereits Antibiotika resistenten zu bekämpfen. Zurzeit ist diese Behandlungsmethode aber noch im Test.
  • EBAY Handelsblatt: Richter stoppen den Abbruchjäger: Es gibt unzählige Verkäufer auf ebay. Sie alle wollen ihre Ware für einen guten Preis verkaufen. In manchen Fällen ist dies dennoch nicht der Fall und dann ziehen die Verkäufer Ihr Angebot zurück. Das ist laut den Ebay Richtlinien aber nicht erlaubt, es sei denn, die Ware ist durch einen Unfall beschädigt. Immer wieder werden diese Verkäufer von sogenannten Abbruchjägern auf Schadensersatz verklagt. Nun will der Bundesgerichtshof für mehr Rechtssicherheit sorgen.
  • CARSHARING all-in: Bundesregierung einigt sich auf Carsharing-Gesetz: Immer mehr Menschen steigen vom eigenen Auto zum Carsharing um. Mittlerweile gibt es viel zu viele Autos auf der Welt, aber nicht alle werden genutzt und verrotten bloß auf Ihrem Parkplatz. Carsharing ist für Menschen, die sich kein eigenes Auto kaufen wollen oder leisten können. Die Bundesregierung will Carsharing immer mehr fördern und das mit besonderen Privilegien.
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Heady Up: Eine App, die Menschen im echten Leben zusammenführt

mobile generation (adapted) (Image by Stefano [CC BY-SA 2.0] via Flickr)

Zwei junge Schweizer haben mit HeadyUp eine neue Handy-App herausgebracht, die Menschen über’s Internet auch im echten Leben miteinander verbinden soll. Fotos uploaden und sofort Menschen im direkten Umfeld kennen lernen. So funktioniert HeadyUp. User können Fotos hochladen, die dann auf einer interaktiven Landkarte erscheinen. Registrierte Nutzer können so nicht nur ihre eigenen Fotos sehen, sondern auch, wer ebenfalls Bilder in ihrer Nähe hochlädt. Eine einfache Form, um spontan andere Menschen im Umkreis kennen zu lernen. Das Besondere von HeadyUp: Nutzer können nur unbearbeitete Fotos hochladen, die nach 24 Stunden automaisch wieder gelöscht werden. Anders als bei image-lastigen sozialen Netzwerken wie Facebook oder Instagram geht es bei HeadyUp also um die reale Welt in Echtzeit. Aber: Hat eine App, die auf Natürlichkeit und Unverfälschtheit setzt, überhaupt eine Chance?

HeadyUp ist die Geschichte von zwei Schweizern, die auszogen, um die Welt der Handy-Apps neu aufzumischen. Armin Juon und Hans Stuffer, 23 und 21 Jahre jung, lernten sich beim Studium im Kanton Wallis kennen. Wie viele junge Menschen, sind auch sie auf Twitter, Instagram und Facebook unterwegs. Doch ihnen fiel auf, dass es außer zahlreichen Dating-Apps, keine App gab, mit der sie tatsächlich neue Menschen in ihrer Nähe kennen lernen konnten. „Wir fanden es einfach schade, dass so viele Möglichkeiten gab, mit denen sich Menschen in virtuellen Welten treffen können, aber eben nicht in der realen Welt,“ sagt Armin. Also setzten sie sich mit zwei Programmierern zusammen und erstellten kurzerhand genau so eine Applikation – HeadyUp. Kopf hoch, Brust raus, zeigt wer ihr seid – dafür steht der Name „HeadyUp“. Die kostenlose App wurde vor ca. vier Wochen auf den Markt gebracht und ist für’s Erste nur für iPhones (mindestens iOS 8) zu haben. Eine Android-Version ist aber schon in Arbeit. Doch was genau kann HeadyUp? Wie funktioniert die App? Und bringt sie tatsächlich Menschen zusammen?

HeadyUp ist spontan, direkt und vor allem ungefiltert

User können über HeadyUp auf eine interaktiven Landkarte Fotos von sich oder ihrer Umgebung hochladen. Diese erscheinen dann direkt auf der Karte. So sehen Nutzer nicht nur ihre eigenen Fotos, sondern auch, wer weitere Fotos direkt in ihrer Nähe hochlädt. Es entsteht somit eine Landkarte voller Bilder.

Das soll User dazu anregen, andere Menschen in ihrer unmittelbaren Umgebung in Echtzeit kennen zu lernen. Nun braucht die Welt sicherlich keine weitere App, die nur Fotos hochladen kann. Doch Armin Juon und Hans Stuffer geht es um etwas anderes. Die Fotos, die hochgeladen werden, können nicht mehr bearbeitet werden und sie werden automatisch nach 24 Stunden von der Karte gelöscht. Es geht also um’s Spontane, um das Hier und Jetzt, erklärt Hans Stuffer: „Wenn du Beispiel auf ein Konzert gehst und niemanden kennst, dann postest du einfach ein Foto von dir beim Konzert auf HeadyUp und andere Nutzer, die dort sind, können dich dann direkt ansprechen. So lernst du dann ganz einfach neue Leute kennen.“

Den Machern von HeadyUp ist es wichtig, dass Menschen sich wirklich live und in Farbe kennen lernen können, ohne dass sie vorher aufwendige Profile kreieren und Fotos bis zur Unkenntlichkeit verändert können. Über die Landkarte von HeadyUp können User auch nach anderen Nutzern um sie herum suchen und sich so direkt im echten Leben begegnen.

Ein Gegentrend zur Scheinwelt der sozialen Netzwerke?

HeadyUp ist nicht einfach nur eine neue Applikation, sie zeigt auch eine Gegenbewegung zu sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter oder Instagram. Armin Juon und Hans Stuffer sehen sich zwar nicht als Gegner von Facebook, aber sie legen mit ihrer App den Finger auf die Wunde von Social Media: Jeder schafft sich seine virtuelle Welt, wie sie ihm gefällt und keiner weiß am Ende, was noch echt ist. Doch kann HeadyUp tatsächlich einen Gegentrend erzeugen? Wollen sich Menschen überhaupt noch so zeigen, wie sie wirklich sind?

Bisher haben sich 10.000 User bei HeadyUp registriert, die meisten davon in der Schweiz. In Deutschland sieht die Fotolandkarte dagegen noch recht mager aus. Im Selbstest zeigte die App gerade mal einen anderen aktiven User im Umkreis von 200 Kilometern an – zu wenig und zu weit weg, um tatsächlich reale Kontakte herzustellen. Denn es ist klar, wenn HeadyUp tatsächlich Menschen miteinander verbinden möchte, steht und fällt dies mit der Userzahl. Je mehr Menschen sich auf der HadyUp-Karte tummeln, umso interaktiver und interessanter wird die App. Die Zeit wird zeigen, ob sich HeadyUp tatsächlich durchsetzen kann.

Doch so spannend diese neue Entwicklung von HeadyUp auch ist, am Ende bleibt die Frage: Warum brauchen wir eigentlich eine App, um uns gegenseitig im echten Leben anzusprechen?


Image (adapted) „mobile generation“ by Stefano (CC BY-SA 2.0)


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5 Lesetipps für den 5. Mai

In unseren Lesetipps geht es um das soziale Netzwerk 8, Hart aber Fair, Probleme der Hebammen, Startups und um die Entrepreneur’s Organisation. Ergänzungen erwünscht.

  • TV Frankfurter Allgemeine: TV-Kritik „Hart aber fair“: Der könik krif zum telefon: In der gestrigen Ausgabe von Hart aber Fair ging es um ein Thema, welches viele Deutsche beschäftigt und welches viel Diskussionsbedarf bietet: das deutsche Bildungssystem. Gäste waren unter anderem Mirko Drotschmann, Florian Langenscheidt oder Josef Kraus. In einer Kritik zur Sendung beschreibt Sandra Kegel die Diskussion und kritisiert dabei, dass sie nach einem guten Start eher ins Belanglose abgedriftet sei.

  • SOCIAL NETWORK t3n: Social Network „8“: Videos und Fotos für eine Handvoll Dollar posten: Das soziale Netzwerk 8 möchte Nutzer für Inhalte bezahlen. Es ist nicht das erste Netzwerk, dass so versucht, Benutzer zu generieren, doch zurzeit wahrscheinlich das lukrativste für die Nutzer. 80 Prozent der Umsätze von 8 sollen an die Nutzer gehen, bisher mehr als bei jedem anderen Netzwerk. Mit dem Netzwerk soll eine Alternative zu Youtube geschaffen werden, der Fokus liegt auf Videos und Fotos.

  • HEBAMMEN Kleinerdrei: Elend ohne Ende – Warum wir keine Lösung für die Geburtshilfe finden: In einem Gastbeitrag auf Kleinerdrei.org berichtet Hester Hansen über die momentanen Probleme der Hebammen und der Geburtenhilfe. Zurzeit schließen immer mehr Kreissäle, auf Sylt zum Beispiel sind Geburten garnicht mehr möglich. Schwangere Frauen sollen entweder auf dem Festland gebären. Auch heute, am internationalen Tag der Hebammen, sollen viele Aktionen das große Problem in den Fokus der Öffentlichkeit rücken.

  • STARTUP t3n: „Shut up and take my Wohnung“ – Dieses Startup zahlt dir deine Miete: Das Startup Flatbook möchte Verreisenden ihre Miete bezahlen. Klingt zu schön um wahr zu sein? Ist es eigentlich auch, doch das Unternehmen möchte es trotzdem möglich machen. Flatbook zahlt Mietern 100 US-Dollar und bittet dafür um die Erlaubnis, die gesamte Wohnung auszuräumen, neu zu möblieren und dann zu vermieten. So sollen sowohl die Mieten für die Zeit der Abwesenheit bezahlt als auch für besonders günstige Wohnungen gesorgt werden.

  • EO Gründerszene: Wenn Gründer ihr Sushi von nackten Frauenkörpern naschen…Nach einer großen Feier in LA, welche von der Entrepreneur’s Organisation ausgerichtet wurde, gibt es Online viel Kritik an dem Gründernetzwerk. Der Grund hierfür ist ein Foto von der Feier, auf welchem eine nackte Frau zu sehen ist, auf deren Körper Sushi serviert wird. Viele Gründerinnen sind empört über dieses Foto, da es ein überaus frauenfeindliches Bild auf das Gründernetzwerk EO wirft.

Die morgendlichen Lesetipps und weitere Linktipps am Tag können auch bequem via WhatsApp abonniert werden. Jeden Tag informiert dann Netzpiloten-Projektleiter Tobias Schwarz persönlich über die lesenswertesten Artikel des Tages. Um diesen Service zu abonnieren, schicke eine WhatsApp-Nachricht mit dem Inhalt arrival an die Nummer +4917622931261 (die Nummer bitte nicht verändern). Um die Nachrichten abzubestellen, einfach departure an die gleiche Nummer senden. Wir werden, neben dem Link zu unseren morgendlichen Lesetipps, nicht mehr als fünf weitere Lesetipps am Tag versenden.

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5 Lesetipps für den 4. Mai

In unseren Lesetipps geht es heute um den erneuten Bahnstreik, Gossip-Dienste, Kunst im Internet, Artikel auf Facebook und intelligente Mülleimer. Ergänzungen erwünscht.

  • BAHNSTREIK Die Welt: GDL: Lokführer starten ab Montag bisher längsten Streik: Die Lokführer der GDL befinden sich ab heute in dem bereits achten Streik, welchen sie seit dem Beginn der Tarifverhandlungen mit der deutschen Bahn begonnen haben. Diesmal sollen die Lokführer „richtig lange“ streiken. Nach einem Spitzengespräch am vergangenen Mittwoch hatte die GDL das Tarifangebot der deutschen Bahn, welches eine Lohnerhöhung um 4,7 Prozent und eine einmalige Zahlung von 1000 Euro vorsah, zurückgewiesen.

  • GOSSIP Gründerszene: Diese Gossip-Dienste leben von und auf Instagram: In Amerika bilden sich zurzeit ein Trend, welchen man auch als die Modernisierung der Klatschpresse bezeichnen könnte. Gossip-Dienste wie The Shade Room, Baller Alert oder Entertainment for Breakfast durchforsten soziale Netzwerke wie Twitter oder Instagram nach brisanten Posts von Prominenten, um diese dann auf ihren eigenen Kanälen zu präsentieren. So sorgen die Seiten für viel Trafic.

  • KUNST Berliner Gazette: Werner Herzog auf Kickstarter: Von der Unordnung der Kunst im Zeitalter neoliberaler Logik: Kunst ist schon seit jeher ein Thema, über das man sich über Stunden hinweg streiten kann. Auch in der heutigen Zeit gibt es vieles, was von Nichtkünstlern als „unschicklich“ oder fast schon „pervers“ beschrieben wird. Die Kulturwissenschaftlerin Mercedes Bunz hat sich mit der Frage auseinandergesetzt, wie sich Kunst in der modernen Zeit verbreiten kann und wie sie im Internet, zum Beispiel auf Kickstarter, wahrgenommen wird.

  • FACEBOOK t3n: Werbedollars gegen Content: Facebook will dir bald ganze Artikel zum Lesen anbieten: Während viele Medien Facebook dazu nutzen, Leser für ihre eigenen Seiten zu generieren, möchte Facebook nun, das Artikel komplett auf der Seite hochgeladen werden. Hiermit soll Nutzern die lange Wartezeit beim Laden von Artikeln erspart bleiben. Firmen, welche diese Möglichkeit nutzen, sollen ihre eigenen Werbeeinnahmen komplett behalten dürfen. Jedoch möchte das soziale Netzwerk 30 Prozent der Einnahmen, welche mit der Werbung verdient wird, die von Facebook vermittelt wird.

  • TECHNIK Golem: Genican: Wenn der Mülleimer weiß, was fehlt: Bei GeniCan handelt es sich um ein Projekt, welches Nutzern dabei helfen soll, ihre Lebensmittel oder andere Produkte, welche für Müll sorgen, besser zu verwalten. Das Gerät wird an dem Mülleimer befestigt und besitzt einen eingebauten Barcode-Scanner. Mit diesem werden weggeworfene Produkte zu einer Einkaufsliste hinzufügt. GeniCan verfügt außerdem über eine Sprachsteuerung und der Akku soll sieben Tage lang halten.

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5 Lesetipps für den 9. Dezember

In unseren Lesetipps geht es um Tipps für Journalismus, Prognosen für die Apple-Watch, Opensensors.io, das mangelnde Interesse der Deutschen an Wearables und die Kritik von Facebook gegenüber Apple. Ergänzungen erwünscht.

  • JOURNALISMUS Digiday: Mother Jones‘ nonprofit fix for serious journalism work: Anhand des Magazins „Mother Jones“, einer sehr erfolgreichen Zeitschrift in den USA, wird aufgezeigt, auf welche Weise Journalismus heutzutage funktioniert. Fünf Tipps werden gegeben, mit denen das Magazin seine Erfolge erzielt hat. Man benötigt verschiedene Geldquellen, im Fall von „Mother Jones“ sind das neben Werbung und Verkaufserlösen auch Spender, die das Magazin finanzieren. Interaktion mit Fans ist ebenso wichtig wie Partnerschaften. Und: die Menschen interessieren sich besonders für investigativen Journalismus, denn das sind die Geschichten, die Auswirkung auf die Gesellschaft haben.

  • APPLE Mondaynote: Apple Watch: Hard Questions, Facile Predictions: Es ist schwierig einzuschätzen, wie hoch die Verkaufszahlen von Apple’s demnächst erscheinender Uhr Apple Watch ausfallen werden, aber es wird mit einer achtstelligen Zahl gerechnet. Dennoch stellt sich bei dem Produkt eine Frage: Wie gelingt es Apple, die Uhr auf die Dauer zu verkaufen, denn nicht jeder Mensch braucht alle zwei Jahre eine neue. Ob deren Qualitäten sich wirklich unter den Nutzern herumsprechen und dauerhaft für Erfolge sorgen, wird sich erst mit der Zeit entscheiden.

  • OPENSENSORS.IO Wired: The Internet of Anything: A Social Network for the World’s Online Sensors: OpenSensors.io funktioniert ähnlich wie ein „Twitter für Sensoren“. Ursprünglich zur Überwachung der Gesundheit entwickelt, ist es mittlerweile möglich, jede Art von Daten in das Netzwerk einzugeben, wie zum Beispiel den Wasserstand von Flüssen in der eigenen Umgebung, und von Experten auswerten zu lassen. Das Ziel des Unternehmens ist es, auf diese Weise einen Ort der freien Informationen und Daten zu kultivieren, auf die jeder Zugriff hat.

  • WEARABLES Horizont: Technologie-Trends: Deutsche stehen Wearables noch skeptisch gegenüber: Laut einer Studie des Onlinevermarkters Tomorrow Focus Media verhalten sich die Deutschen zurückhaltend neuen Technologien gegenüber. Gerade ein Drittel einer Befragten hätte demnach Interesse an Wearables gezeigt, an denen Samsung, Apple und Microsoft derzeit intensiv arbeiten. Sogar nur ein Viertel kann sich vorstellen, tatsächlich eine vernetzte Uhr oder Brille zu kaufen. Die meisten Menschen befürchten offenbar, von den wichtigen Dingen abgelenkt zu werden. Am interessantesten scheinen Alarmanlagen mit Internetverbindung zu sein, so das Ergebnis der Studie.

  • FACEBOOK Meedia: Time-Titel: Mark Zuckerberg attackiert Tim Cook frontal: Facebook Gründer Mark Zuckerberg hat in einem Interview mit dem Time Magazine Apple-CEO Tim Cook gekontert. Dieser hatte zuvor behauptet, in einem werbefinanzierten Online-Dienst seien die Kunden nicht Kunden, sondern nur ein Produkt. Von dieser Kritik, die ursprünglich gegen Google gerichtet war, fühlte sich offenbar auch Zuckerberg angesprochen und zweifelte nun ebenfalls die Augenhöhe der Kunden mit Apple aufgrund der hohen Preise des Unternehmens an.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten „vorgeblättert“ START.

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just.me als Knotenpunkt im Sharing-Dschungel

WhatsApp ist eine der meistgenutzten Apps für mobile Endgeräte. Genau wie Facebook, Twitter und die E-Mail-Apps. Der nächste Renner könnte just.me werden.

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Wer viel SMS, Mails oder WhatsApp-Nachrichten schickt und zudem seine Kontakte via Twitter und Facebook auf dem Laufenden hält, der dürfte sich über die neuste App aus dem Hause vom Unternehmer Keith Teare freuen. just.me heißt das Programm, das aktuell nur für iOS-Geräte verfügbar ist und anders als die ganzen Twitter-, Facebook- oder WhatsApp-Kopien tatsächlich eine neue Komponente in den Sharing-Dschungel bringt.

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MySpace 2.0: Gibt es wieder Hoffnung für den Ex-Marktführer?

MySpace versucht einen Relaunch und punktet mit einem tollen Design. Doch reicht das um sich wieder einen Platz an der Sonne zu sichern?

MySpace 2.0: Gibt es wieder Hoffnung für den Ex-Marktführer?

Was einmal der unangefochtene Platzhirsch in der Social-Network-Branche war, wird heutzutage meist nur noch dazu gebraucht, die Sterblichkeit von sozialen Netzwerken zu belegen und die Facebook-Euphorie zu bremsen. MySpace wurde lange Zeit totgeredet, lag quasi jahrelang im Wachkoma, während Facebook, Twitter und Google+ die Herren über des Nutzers Daten wurden.

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Ein Pinterest für Musikfans – THIS IS MY JAM

Ein Pinterest für Musikliebhaber - THIS IS MY JAMEs gibt ja so einige Wege seinen Lieblingssong im Social Web zu pushen und diesen bestimmten Leuten zu zeigen. Der gängigste Weg hierzulande ist es sicherlich einfach einen YouTube-Link via Facebook an seine Freunde bzw. Follower zu schicken. Andere Möglichkeiten bieten Anbieter wie Spotify oder im deutschsprachigen Raum eher weniger bekannte Plattformen wie Rdio. Diese machen es möglich ganze Playlists mit der Community zu teilen. Ein neuer Dienst, der das Pinterest-System aufgreift, ist seit letzter Woche hinzugekommen und teilt keine ellenlangen Playlists, sondern nur einzelne Songs. Der Dienst feiert nun sein Debüt und tritt hervor aus seinem Beta-Schatten-Dasein. Die Rede ist von „This is my Jam“. Einem neuen möglichen Star im Social Web.

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Infographic: Google vs. FB on Privacy and Security

Google vs. FacebookSeit dem Launch von Google Plus steht das Unternehmen, das seinen Namen einer mathematischen Bezeichnung verdankt (Googol), mehr den je in Konkurrenz zu Facebook. Diese Infografik vergleicht die beiden Datensammler einmal in Sachen Privatsphäre und Sicherheit und peppt das Thema mit ein paar Anekdoten auf. Besonders interessant ist die Aussage über den Zeitraum der Datensicherung.

Google: 18 Monate. Facebook: forever. Erschreckend oder?

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Google+ jetzt offen für alle

Google+ tritt aus dem Feldversuch heraus und geht über in die Betaphase. Das bedeutet, dass das soziale Netzwerk jetzt auch offen für alle ist. Doch damit nicht genug. Über 100 Neuerungen sind seit dem Start vor ungefähr drei Monaten ausgerollt wurden und einige Bugs wurden behoben. Dabei ist Google stark auf das Feedback seiner Nutzer eingegangen. Eine große Neuerung ist z.B. die mobile Version der Hangout-Funktion per Live-Videochat. Um diese Version nutzen zu können, muss man sich die neue Google+-App im Android Market herunter laden. Erste Screenshots der Applikation gibt es auch schon.

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Facebook: zurück zum alten Facebook-Chat!

Facebook Gefällt mir ButtonKaum etwas hat einige meiner Freunde mehr auf Facebook aufgeregt in den letzten Tagen, als der neue Facebook-Chat. Zu unübersichtlich und zu unhandlich soll er sein. Selbst die ein oder andere Mittagspause hielt dafür hin, um sich Luft zumachen, über die neue Errungenschaft (oder soll ich sagen Plage?). Ist doch alles nicht so schlimm – hier findet Ihr zwei Möglichkeiten wieder zurück zum alten Chat zu kehren! Wobei ich an dieser Stelle noch sagen muss eine 1:1 Übertragung wird es nicht geben. Kleine Veränderungen bleiben bestehen.

ABER: Ihr habt die Anordnung der Freunde wieder so wie gewohnt. Online-Freunde oben, Offline-Freunde unten und eure Listen sind auch wieder vorhanden.

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Wie geht das? Das ABC für Twitter in Firmen

In Anlehnung an SMS (Short Message Service) bei Handys kann man Twitter als Mobile & Web Message bezeichnen. Toll. Jetzt wissen Sie genau, was ich meine, oder? Der Twitterboom in Deutschland beginnt gerade zu stagnieren. Das bietet die Gelegenheit, eine Bestandsaufnahme zu machen: Was ist es? Wer braucht es? Und was liefert es für einen Nutzen – speziell für Firmen.

Was ist Twitter?

Manchmal würde jeder gerne wissen, was seine Freunde, Familienmitglieder oder guten Kollegen eigentlich gerade tun, was sie denken oder wo sie sind. Dazu bräuchte man eine Art Echtzeit-Schnittstelle für das Kurzzeitgedächtnis. Vor einigen Jahren haben ICQ und andere Chatfunktionen das Web erobert – in jüngster Zeit vor allem die jüngeren Mitbürger. Wer Kinder hat, weiß wovon ich hier schreibe. Twitter ist etwas Vergleichbares für die Großen. Man verschickt Kurznachrichten über den Ort, an dem man gerade ist, stellt Fragen zu guten italienischen Restaurants. Oder man verschickt Links zu guten Websites oder lustigen Youtubevideos. Jeder kann seinen Bekannten und Freunden kleine Nachrichten schreiben. Dazu braucht man einen Twitteraccount. Die Adresse der Twitterkonten sehen dann so aus, wenn der eigene Wunschname noch frei ist, liegen hier www.twitter.com/wunschname . Die Freunde und Bekannten, die sich dieses Konto abonnieren müssen dort auf FOLLOW klicken. Will man jemandem etwas mitteilen, schickt man eine Nachricht an @wunschname. Weiterlesen »

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Sandbox: Netzwerk für die junge Elite

Ein Social Network für „young overachievers“, also die junge Elite unter 30, will Nico Luchsinger (Twitter) mit einer kleinen Gruppe in aller Welt verstreuter Mitstreiter aufbauen. Sandbox heißt das ambitionierte Projekt, das vor allem auf Vernetzung und Austausch setzt.

All over the world we see extraordinary young people in Generation Y who accomplish extraordinary things – we call them talents. They are active in many different areas, but have all something in common: they are driven by a desire to make new ideas happen.

Der Natur der Sache entsprechend kann nicht jeder beitreten, ohne Einladung geht gar nichts. Hauptkriterien sind, was die Person leistet und ihr Antrieb, etwas Besonderes aufzubauen. Auf der LeWeb Konferenz in Paris hat Nico uns erklärt, wie Sandbox funktioniert und wohin die Reise geht.

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want2do: Es gibt viel zu tun

 

Es gibt sogar eine wissenschaftliche Bezeichnung dafür: Prokrastination. Eine Verhaltensbeschreibung für alle, die gerne Aufgaben aufschieben. Schließlich ist doch morgen oder übermorgen oder auch nächste Woche noch ein Tag. Es wäre aber gelacht, wenn es nicht auch im Internet Angebote gäbe, die gegen diese Krankheit ein Rezept bereithalten und auch noch weit über die lästigen Aufgaben hinausblicken. want2do ist eines davon… Weiterlesen »

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Moli.com: Ein Profil für alle Fälle?

Wie wichtig ist es, verschiedene Profile auf Social Networks zu pflegen? Sehr wichtig, sagt Judy Balint, Chefin von Moli, eines sozialen Netzwerks für Erwachsene und Unternehmen, das heute in Deutschland ans Netz geht.

Datenschützer sind sich einig: Die Art, wie die meisten Nutzer im Netz mit Informationen um sich werfen, kann nicht gesund sein. Trotzdem produzieren viele von uns durchaus bereitwillig eine Datenspur wie eine fünfspurige Autobahn, sei es auf Blogs, Twitter, Flickr oder Friendfeed. Ob das gut oder schlecht ist, sei hier mal hintenangestellt. Sicher ist: Tauchen Partybilder im Netz auf, wird es den meisten Arbeitnehmern eher mulmig.

Am Rande des heutigen Deutschen Multimedia Kongesses (DMMK) haben wir mit Moli-Chefin Judy Balint über die Bedeutung von Privacy in Social Networks gesprochen, während sie uns die Website präsentiert hat.

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Social Edge: Netzwerk für Weltverbesserer

Social Edge hat kein geringeres Ziel als Visionäre zu vernetzen. Visionäre, die die Welt verbessern wollen – oder dies bereits tun. Visionäre, für die soziales Engagement und Geschäftssinn keinen Widerspruch darstellen und die ihre Visionen in nachhaltige Projekte mit einer gehörigen Portion Herzblut und Mut angehen. Soweit in Kurzform die Theorie, wie man sie im Press Kit von Social Edge lesen kann.

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