Review: Poken – Visitenkarten für Geeks

Unter dem etwas gewöhnungsbedürftigen Namen Poken (www.doyoupoken.com) macht ein kleines Spielzeug auf der re:publica die Runde. Wie eine Biene sehen die Pokens aus, wie ein Panda oder ein kleiner grüner Außerirdischer, und damit ehrlich gesagt nicht besonders hübsch. Aber wozu das Ganze?  Den Review gibt’s nach dem Klick. Pokens sind so etwas wie eine Visitenkarte für all diejenigen, die online leben. Wer sich zum ersten Mal trifft musste bisher die Visitenkarte hernehmen, Namen auf Facebook, Twitter, Flickr und Co suchen und anschließend auf all diesen Plattformen die Freundschaft bestätigen. Das ist langsam, nervig und vor allem kleinteilig – eben alles andere als Spaß. Und hier kommt der persönliche Poken ins Spiel. Jeder Poken hat eine eindeutige Identifikationsnummer, die online mit den persönlichen Profilen verknüpft werden. Wenn ein Poken auf einen anderen trifft – indem sie kurz aneinander gehalten werden – tauschen sie die Idenfitikationsnummer aus. Wer seinen Poken anschließend in den Rechner steckt (einfach per USB), der sieht eine Liste all der neuen Kontakte, die auf dem Poken gespeichert sind. Rund 60 Personen kann man hier auf einmal speichern, dann sollte das Gerät am Rechner entladen werden. Mit einem Klick können alle Kontakte auf allen voreingestellten Plattformen hinzugefügt werden. Das spart Zeit und jede Menge Nerven. Der Clou: Änderst du später deine Daten, dann werden sie automatisch auch bei allen Kontakten aktualisiert – ein Service, der Visitenkarten weit überlegen ist. Für wen ist das alles gut? Sicherlich nicht für jeden. Wer zu seinen Freunden viele Blogger zählt, der dürfte aber in den nächsten Monaten vermehrt den kleinen bunten Figürchen begegnen. Denn noch sind Pokens in Deutschland überhaupt nicht offiziell erhältlich, und dennoch sind seit einigen Wochen auf jeder Bloggerveranstaltung jede Menge zu sehen. Einen ausführlichen Poken-Review als Video von dotdean gibt’s auch auf Pl0g.de. Update: Sebastian hat mich darauf hingewiesen, dass die Poken einige Sicherheitsmängel haben, die hier nicht unerwähnt bleiben sollen: So müssen beim Anlegen der Profile auf DoYouPoken.com die Passwörter aller im Profil angezeigten Dienste hinterlegt werden. Zudem ist die Mailadresse, die für Administrationszwecke verwendet wird, für die die bestätigten Kontakte einsehbar. (Vielen Dank für den Hinweis, Sebastian!) 

Peter Bihr

war Netzpiloten-Projektleiter von 2007-2010. Heute hilft er als freier Berater Unternehmen, ihre Strategien erfolgreich ins Netz zu übertragen. Über Social Media und digitale Kultur schreibt und twittert Peter auch privat unter TheWavingCat.com. Mitglied des Netzpiloten Blogger Networks.


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11 comments

  1. Die angebliche ‚Überprüfung‘ ist reichlich bescheuert, schließlich kann ich email adressen und Nummern eingeben ohne das dort eine ‚Verifizierung‘ stattfindet.

    Insolchen Fällen ist immer zu empfehlen: Kurz Passwort auf ‚dummespoken‘ setzen, ‚anmelden‘ und wieder zurücksetzen. Ist aufwendig und daher gleichzeitig eine Mail an die Betreiber senden damit man denen Feuer unter dem Hintern macht diesen Blödsinn abzustellen.

    Wenn ich behaupte X zu sein, dann soll denen das egal sein.

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