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SPIKE Prime – LEGO Education stellt neues Lernkonzept für die Entwickler von Morgen vor

Mit LEGO in der Schule spielen – Das hört sich für viele vermutlich nach einer traumhaften Schulzeit an. Tatsächliche hat das dänische Spielzeugunternehmen aber eine ganze Reihe von Produkten, die genau dafür gemacht sind. Jüngst stellte LEGO® Education ein neues Lernkonzept vor. Mit SPIKE Prime will man Schüler spielerisch und vor allem praxisnah an MINT-Themen heranführen.

Das beinhaltet SPIKE Prime

SPIKE Prime ist ein Lernkonzept, zugeschnitten auf den MINT-Unterricht (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) der fünften bis achten Klasse. So sind im Paket natürlich eine Menge LEGO-Elemente sowie etliche Sensoren, Motoren und ein programmierbarer Hub enthalten. Der Hub hat dabei die Form eines LEGO Steins, verfügt über sechs Ein- und Ausgänge und kann mit Sensoren oder Motoren verbunden werden. Er stellt das Herzstück des Lernkonzepts dar.

Außerdem kommt SPIKE Prime mit der SPIKE App für Windows, Mac, Android und iOS daher. Diese baut auf der Programmiersprache Scratch auf. Scratch ist eine grafische Programmiersprache, die dafür gemacht wurde, um jüngeren Menschen die Konzepte des Programmierens beizubringen. Mit Scratch können die Schüler einfach Code-Blöcke per Drag and Drop hin und her schieben und aneinander reihen. So lassen sich spielerisch kleine Roboter bauen und programmieren, die mit der Umwelt interagieren.

Technik und Selbstvertrauen

„Unsere Mission bei LEGO Education ist es, die Entwickler, Ingenieure und Techniker von Morgen zu motivieren und auszubilden. SPIKE Prime unterstützt Schüler dabei, Erfolge zu erzielen“, Esben Stærk Jørgensen, Präsident von LEGO Education

Einer von LEGO Education in Auftrag gegebenen Umfrage nach zu urteilen, fördert selbständiges und praxisorientiertes Lernen das Selbstvertrauen der Schüler und sorgt für bessere Lernergebnisse. Laut LEGO Education soll genau das mit SPIKE Prime erreicht werden. Schüler sollen eine Möglichkeit bekommen, sich auszuprobieren und praktisch nach Lösungen zu suchen. So sollen Erfolge erzielt und die Schüler motiviert werden.

Entwickelt von Pädagogen für Pädagogen

LEGO Education gibt an, das Lernkonzept SPIKE Prime mithilfe von Pädagogen und Bildungsexperten entwickelt zu haben. Das habe man auch bei anderen Lernkonzepten schon so gehandhabt. So gehören LEGO® MINDSTORMS® und LEGO Education WeDo 2.0 ebenfalls zu der Reihe und verfolgen ähnliche Ansätze für andere Altersgruppen. Dabei wird SPIKE Prime etwas leichter zu benutzen sein, als sein Vorgänger LEGO MINDSTORMS.

Damit Lehrer das Konzept auch einfach in ihren Unterricht integrieren können, enthält die SPIKE App lehrplanbezoge Unterrichtseinheiten, die sich laut Hersteller bestens in eine 45-minütige Unterrichtseinheit integrieren lassen.

Ab wann wird SPIKE Prime erhältlich sein?

Das neue Lernkonzept wird voraussichtlich ab August diesen Jahres in allen Märkten erhältlich sein. Was das Ganze in Deutschland kosten soll, hat LEGO Education allerdings noch nicht bekannt gegeben. In den USA geht das LEGO-Set für 329,95 US-Dollar über den Tresen.


Image by LEGO Education

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Cooles Kinder-Coden in Hamburg!

Vom 6. bis 21. Oktober findet in Hamburg wieder die außergewöhnliche Code-Week statt. Sie ist Teil einer europäischen Initiative, die Kinder und Jugendliche für das Programmieren und das Experimentieren mit Technik begeistern will. Ins Leben gerufen wurden diese Veranstaltungen im Jahr 2013 und sie erfreuen sich seither einer regen Beteiligung.

In über 80 verschiedenen Workshops können Kinder und Jugendliche zwischen fünf und 18 Jahren Spiele programmieren, mit dem 3D-Drucker arbeiten oder eigenen Apps entwickeln. Veranstaltet wird das Ganze zum einen von der Körber-Stiftung und den Bücherhallen Hamburg, sowie zum anderen von Initiativen der Hamburger Coding und Making-Szene und einigen engagierten Vertretern von Hochschulen und Unternehmen.

Eröffnungsveranstaltung und Anmeldung

Für interessierte Kinder, Jugendliche und Eltern gibt es am Samstag, den 6. Oktober, eine Auftaktveranstaltung in der Zentralbibliothek von 11 Uhr bis 17 Uhr. Dort gibt es dann auch die ersten aufregenden Projekte. So können Besucher der Eröffnung der Code-Week im Untergeschoss der Bücherhallen mithilfe von Luftballonketten selbst Computer-Geheimcodes schreiben und auch wieder dekodieren. Zudem gibt es viele offene Mitmachstationen an denen man zum Beispiel LED-Schmuck selbst gestalten, oder Roboter durch ein Labyrinth steuern kann. Außerdem kann man hier in einem Informatik-Test sein Wissen auf die Probe stellen. Darüber hinaus gibt es nicht nur am ersten Tag der Code-Week, sondern auch an jedem anderen Tag tolle Workshops. Wie man sich für diese anmelden kann, steht hier.

Wer sonst Interesse an der Code-Week hat, kann sich hier die Übersicht zu allen Workshops ansehen. Und wer genaueres zu der Auftaktveranstaltung wissen will, der sollte hier vorbeischauen.

Die Code-Week bietet eine tolle Möglichkeit, junge Menschen an diese wichtigen Berufsfelder heranzuführen. Jährlich finden bundesweit 425 solcher Veranstaltungen statt. Und mit so vielen verschiedenen Workshops und Initiatoren, die an dieser Code-Week beteiligt sind, ist Hamburg ganz vorne mit dabei.


Image by Pressebilder / Code Week Hamburg

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FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

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  • STAATSTROJANER netzpolitik: Staatstrojaner: Kritik des Bundesrates an der weitgehenden Erlaubnis zum staatlichen Hacken: Das erst kürzlich verabschiedete Staatstrojaner-Gesetz steht wieder in harter Kritik. Grund dafür sind zum einen die Beschneidung der Grundrechte, zum anderen die Risiken für die IT-Sicherheit, sollte ein staatliches Hacken legalisiert werden. Denn die Spähsoftware könnte Schwachstellen, die bei einer solchen Installation nötig sind, auch von Kriminellen genutzt werden könnte. Da der Bundesrat an der Gesetzgebung nicht beteiligt war und im Sinne der Verbraucher sprechen konnte, wird jetzt um einen Vermittlungsausschuss gebeten, um das Gesetz erneut zu überprüfen. Ein Hindernis bei dieser erneuten Revision könnte jedoch der Rechtsausschuss sein, da dieser im Vergleich zu dem Verbraucherausschuss keine Notwendigkeit für einen zusätzlichen Ausschuss sieht.

  • DATENLECK golem: Datenleck bei der Deutschen Post: Die Deutsche Post hat bei der Sicherheit eines ihrer betriebenen Portale deutliche Sicherheitslücken. Das Umzugsportal „umziehen.de“ bietet einen Service an, dass man mittels einer Umzugsmitteilung Banken und Versicherungen automatisch informieren kann. Aufgrund eines Fehlers auf Seiten der Deutschen Post waren die Adressdaten von etwa 200.000 Kunden frei im Internet abrufbar.Die Deutsche Post meldete, dass die durch ein Sicherheitsupdate erstellte Kopie aufgrund „menschlichen Versagens nicht gelöscht wurde“. Für den Zugriff auf die Datenbanken war kein Expertenwissen zugänglich, man musste nur den Dateinamen der Datenbank kennen, der standartmäßig für Datenbankdateiendieses Typs identisch ist.

  • ALGORITHMEN t3n: Algorithmen kontrollieren: Heiko Maas möchte Daten in „gut” und „böse” teilen: Justizminister Heiko Maas fordert eine staatliche Agentur, die ein digitales Antidsikriminierungsgesetz und Transparenz für Algorithmen zur Aufgabe haben soll. Nach der Umsetzung des Netzwerkdurchsetzungsgesetzes könnte die staatliche Unterwerfung von Algorithmen weiterreichende Folgen haben. Nun wird kritisiert, dass es keine Diskriminierung durch Algorithmen gebe, nur Menschen tun es. Hate Speach entsteht nur da, wo Menschen auf andere Menschen treffen. Derzeit gibt es laut Algorithm Watch keine belastbare Studie, die belegt, dass Google über das Ranking von Suchergebnissen die öffentliche Meinung aktiv beeinflusst. Mit der Kontrolle von Algorithmen lässt sich da nicht viel tun, allenfalls mit tiefen Einschnitten in die Meinungsfreiheit.

  • MACHT sueddeutsche: Software frisst die Welt: Viele Anteile unseres Lebens warden immer mehr von Software und Geräten beeinflusst. Große Konzerne wie Google, Apple und Facebook sind schon lange nicht mehr nur Internetkonzerne, sondern auch Autobauer für autonome Fahrzeuge und Städteplaner für Smarte Städte und strecken dadurch die Grenzen des Machbaren. Der Staat gibt so einige Entscheidungen aus der Hand, kritisieren manche. Die Spielregeln für das World Wide Web schreibt heute weitestgehend eine kleine Programmiererelite im Silicon Valley. Die Frage ist, ob der demokratische Rechtsstaat diese zunehmende Machtverschiebung hinnehmen kann oder ob er seine Instrumente „updaten“ muss.

  • AUTONOMES FAHREN t3n: Volvo in Australien: Bewegungsmuster von Kängurus überfordern selbstfahrende Autos: Der Skandinavische Autohersteller Volvo testet seine Autonomen Fahrzeuge momentan in Australien. Bis jetzt konnten die Fahrzeuge den so genannten „Elchtest“ problemlos absolvieren, stellten in Australien jedoch ein anderes Problem fest. Das Nationaltier des Kontinents, das Känguru, überfordert den Tiererkennungs-Algorithmus des Autos. Volvos Technik-Manager in Australien: „Wenn die Tiere in der Luft sind, sieht es aus, als seien sie weiter entfernt, wenn sie am Boden aufkommen, erscheinen sie dagegen näher.”

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New School statt Old School – Digitalisierung in der Bildung auf der Didacta 2017

Adobe Didacta 2017 (adapted with Adobe Spark) by Lisa Kneidl

Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit Adobe entstanden.


Ich gehöre zur Generation Y oder den „Millenials“, die quasi halb-halb aufgewachsen sind – halb im Sandkastendreck mit aufgeschlagenen Knien und halb mit Gameboy in den Händen und der ersten eigenen E-Mail-Adresse mit sechs Jahren. Als ich zur Schule ging, war alles noch mehr oder weniger nach dem Prinzip „old school“, Informatik war, wenn überhaupt, ein Wahlfach, welches aus seinem Namen auch nicht wirklich viel machte und es das Höchste der Gefühle war, seinen PC korrekt rauf- und runterfahren zu lassen.

Was ich an Digitalisierung in der Schule mitbekommen habe, waren maximal noch die interaktiven Whiteboards, die quasi „digitale Tafel“, mit denen gefühlt jeder einzelne Lehrer Probleme hatte. Anders die „Generation Z“ oder Digital Natives, die heute 11 bis 17-jährigen, die im Zeitalter der Social Media und Tablet PCs aufwachsen. Was macht diese Generation aus und wie muss man sie in der Bildung ansprechen?

Vergangene Woche hat in Stuttgart die Bildungsmesse didacta stattgefunden. Digitale Bildung stand auch hier im Fokus, denn die Digitalisierung hält in beinahe allen Lebensbereichen Einzug, so natürlich auch in der Bildung. Schon lange gibt es in Klassenzimmern nicht mehr nur besagte Whiteboards – von programmierbarem Lego über Roboter bis hin zum Lernen in der virtuellen Realität – die Digitalisierung ist vollends in der Bildung angekommen und soll sie revolutionieren.

Auf der didacta hatte ich die Chance, Einiges davon auszuprobieren. Ob einem kleinen Lego-Roboter das Fahren in eine bestimmte Richtung beizubringen, mittels einer Oculus Rift in einen Rachen einzutauchen und über Enzyme zu lernen oder mit 3D-Druck Schüler dazu zu animieren, sich mit der Kombination aus Mathe und Design auseinanderzusetzen – zweifelsohne tolle, kreative Ansätze. Aber was davon sind nur Spielereien und was ist umsetzbar für Schulen?

 

Am @Lego-Stand kann man lernen kleine #Roboter selbst zu programmieren. #didacta #didacta17 #lego

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Statt Old School: #MakeItNewSchool

Schlicht Wolfgang (adapted with Adobe Spark) by Lisa Kneidl
Image by Lisa Kneidl (adapted with Adobe Spark)

Wirft man einen pauschalen Blick auf die Generation Z, denkt man meist an das regelrecht am Körper festgewachsene Smartphone, weiße Sneaker und große Begeisterung für Youtuber XYZ. Fakt ist, dass noch keine Generation vor ihnen ab solch jungem Alter schon mit solch einer Fülle von Informationen, Content und visuellen Eindrücken überhäuft wurde wie diese. Kreativität und den kreativen Umgang mit Medien sieht ein Großteil dieser Generation als Teil ihrer Identität.

Auf der Messe hatte ich die Chance mich mit Wolfgang Schlicht, einem Lehrer an der Realschule Viechtach und Mitglied des Adobe Education Leader Programs, über die Generation Z zu unterhalten.

Wolfgang Schlicht beschreibt diese digitale Generation und deren Medienkompetenz und –nutzung so: „Ich denke, dass die Lehrer das Problem haben, das einzuschätzen. Das ist ein anderes Verständnis von Arbeiten und von Kreativität. Der Lehrer sieht den Schüler vielleicht mehr als Knöpfchen-Drücker und –Wischer. Ich würde mir wünschen, dass nicht die User im Vordergrund stehen, sondern die Produzenten. Ein Kollege hat das mal schön formuliert, er wünsche sich den „prosumer“, also einen Produzenten und Konsumenten gleichzeitig“.

Am Adobe-Stand konnte ich mich vom Konzept des Unternehmens für die didacta 2017 überzeugen. Mit dem Motto #MakeItNewSchool wollen sie die Schüler nicht mit Spielereien und Gadgets anlocken, sondern an deren Kreativität appellieren und den Unterricht durch digitale Tools kreativer und interaktiver gestalten. Wolfgang Schlicht weiß, seine Schüler sind zwar medienaffin, aber sie nutzen meist ihr Potential für kreatives Arbeiten nicht ausreichend aus.

Die Studie zur Generation Z  von Adobe hat sich exakt mit der Generation Z und der digitalen Bildung beschäftigt. In Deutschland haben Sie dazu rund 500 Schüler und 200 Lehrer befragt und wollten herausfinden, welche Bedeutung Technologie und Kreativität in der Zukunft dieser Generation haben werden. Mehr zu den Ergebnissen gibt es auf der offiziellen Seite zur Studie.

Intelligenz, wenn sie gute Laune hat

Schlicht Wolfgang (adapted with Adobe Spark) by Lisa Kneidl
Image by Lisa Kneidl (adapted with Adobe Spark)

Der Fokus liegt ganz klar auf Kreativität und darauf, Schülern einen Baukasten an digitalen Werkzeugen bereitzustellen, mit denen sie sich auf Berufe vorbereiten können, die es so heute vielleicht nicht gar nicht gibt, wie mir Adobes Education-Marketing Manager Matthias Hoepfl das Adobe Motto im Bereich digitale Bildung erklärte.

Grundsätzlich geht es bei unseren Werkzeugen und Programmen immer um Kreativität. Sie sind ausgelegt, um sie im Schulunterricht einzusetzen. Wir haben eine Make-it-Area aufgestellt, wo alle Tools ausprobiert werden können, um den Lehrer zu inspirieren, den Unterricht so praxisnah wie möglich zu gestalten.“ 

Das Aushängeschild von Adobe ist ganz klar die Creative Cloud– ein Paket aus allen Desktop-Applikationen des Unternehmens, für alle möglichen kreativen Gestaltungsbereiche, von der Bildbearbeitung bis zum Drehbuch. Inwieweit diese aber alle für die Schule nutzbar sind, ist fraglich, vor allem aufgrund ihrer Komplexität.

Auf der Messe habe ich mich auch bei den Besuchern und ihrer Vorstellung von digitaler Bildung unterhalten, ein Schüler hätte sich noch einen größeren Fokus auf praxisorientiertes Arbeiten gewünscht: „Die Adobe Creative Cloud benutze ich auch privat. Einen vergrößerten Bereich für Praxisanwendungen fände ich noch gut. Weil das hier auf der Didacta vor allem auch Schüler ansprechen soll, wären wohl vereinfachte Versionen ideal, weil beispielsweise Photoshop schon auch sehr komplex ist.“ All diese Tools haben zwar nahezu unbegrenzte Möglichkeiten des kreativen Outlets, aber sind in Zusammenarbeit mit Schülern nur schwer nutzbar.

If you can dream it, Spark can do it

Die herkömmlichen Adobe Produkte sind altbekannt und wurden am Didacta-Adobe-Stand auch in regelmäßigen Abständen in Vorträgen erklärt. Nebenan konnte man sich in einem impromptu-Fotostudio vom Fotografen Alexander Heinrichs ablichten lassen und dann direkt in der „Make-it-Area“ Applikationen wie Photoshop oder Lightroom in Aktion gezeigt bekommen.

Alles schön und gut, aber was mich wirklich überzeugt hat, war Spark. Kein VR, kein Schnick Schnack, eine einfache, browserbasierte Anwendung, die es einem ermöglicht Posts, Blogeinträge und Videos zu gestalten. Es ist genau das, was der Schüler im Unterricht braucht: ein reduziertes, leicht zu erlernendes Tool, das ihn animiert, die Informationen aufs Wesentliche zu reduzieren.

Hier ist Filterkompetenz bei den Unmengen von Informationen und den Suchmaschinenalgorithmen wichtig, wie Wolfgang Schlicht betont. Ebenfalls ist es eher kontraproduktiv, wenn man sich im Unterricht an der Arbeit an einem Projekt länger mit Schriftgrößen oder Zeilenumbrüchen aufhält, Arbeitsschritte, die Spark automatisiert und so extrem vereinfacht. Der Fokus liegt auf den Informationen, Spark macht die Technik, der Schüler die Kür.

Schlicht Wolfgang (adapted with Adobe Spark) by Lisa Kneidl
Adobe Spark Interface. Screenshot by Lisa Kneidl

Möglich sind Posts, Pages und Videos. Damit können beispielsweise Projektarbeiten im Unterricht erstellt und dokumentiert werden. Wolfgang Schlicht erzählte etwa von einem Kochbuch, das er zusammen mit einer Klasse über Spark erstellte und auch gleichzeitig begleitende Videotutorials zu den Rezepten produzieren konnte. Das Tool ist kostenlos und derzeit auf dem Browser und iOS-Geräten (als separate App für die Anwendungen Post, Page und Video) verfügbar, eine Version für Android ist in Arbeit.  

 

Ich bin ehrlich und sage, dass ich gerne so ein Tool wie Spark bei meinen Projektarbeiten in der Schule oder Uni gehabt hätte. VR-Brillen und Roboter machen erstmal viel her und sehen spektakulär aus. Aber Tatsache ist, dass sie für den Unterricht, vor allem fächerübergreifend, wohl noch in den Kinderschuhen stecken – noch also viel Lärm um nichts.

Wichtig ist Digitalisierung, wo sie Sinn macht – ein Tool, das fächerübergreifend anwendbar ist, den Fokus auf den Content statt auf Formatierungen lenkt und sich die Schüler kreativ ausleben lässt. Ich denke da nur an mein 15-jähriges Ich, das den Glauben an alles Gute verlor, wenn die gesamte Folienformatierung sich nach dem Einfügen eines Bildes in PowerPoint mal wieder zerschossen hat.


+++ GEWINNSPIEL +++

 

Hier haben wir noch ein Schmankerl für euch, ihr könnt eine Jahreslizenz für die Adobe Creative Cloud gewinnen. Einfach klicken, mitmachen und Daumen drücken. Zeit habt ihr bis zum 28. Februar. Viel Glück!
Teilnahmebedingungen


Header & Images (adapted with Adobe Spark) by Lisa Kneidl
Screenshot by Lisa Kneidl


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Destination Check: Codemotion Berlin 2016

Partner-Codemotion

Am 24. und 25. Oktober fand die Codemotion in der Kulturbrauerei statt. Die Tech-Konferenz mit den Kernthemen Big Data, Internet of Things und Sicherheit ist die größte Konferenz mit einem städteübergreifenden Konzept in Europa. In den vergangenen Jahren fand sie bereits in Rom, Madrid und Mailand statt, dieses Mal war Berlin wieder an der Reihe.

Die Codemotion hat sich wieder als beste Netzwerker-Plattform für internationale Entwickler, Programmierer und Communities gezeigt. Mit über 40 Vorträgen und jeder Menge Platz zum Netzwerken und Kennenlernen konnte man sich hier auch als Nichtprogrammierer ein interessantes und buntes Programm zusammenstellen. Mit Louis De Bruin von IBM Corporation und Kerstin Puschke von Xing gab es Talks von großen Firmen zu begutachten, aber auch Talks von kleineren Unternehmen und Communities wie Andrea Bezold von den Women Techmakers Berlin boten interssante Einblicke.


Marie Claire Le Blanc Flanagan, Expermentielle Spieledesignerin


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Image by Marie Claire Le Blanc Flanagan

Marie ist Gründerin und Executive Director von Wyrd Arts Initiatives und Editor in Chief von Weird Canada. Als Marie vor einem Jahr von Kanada nach Berlin zog, ist sie eher durch Zufall zum Programmieren und Gamedesign gekommen. Sie hat sich auf Gesichtserkennung, Musik und VR spezialisiert und probiert alles aus, was Spaß machen könnte und sich in ein Spiel verwandeln lässt.

Was ist dein Gesamteindruck?

Ich mag es sehr hier. Als ich ankam, war man sehr freundlich zu mir, auch an der Tür – es sind diese kleinen Sache, die wichtig sind. Ich war schon auf vielen Events und das macht Einiges aus, wenn dich jemand anlächelt und dir das Gefühl gibt, willkommen zu sein. Und es gibt auch nicht so viel Diversität auf diesen Tech-Events, darum fand ich es besonders toll, dass die sehr nette Türsteherin eine Frau war. Das fühlte sich sehr gut an, es war viel los und alle waren sehr nett.

Haben Redner und Teilnehmer deine Erwartung erfüllt?

Ich wusste nicht, was ich zu erwarten hatte, aber alle Leute hier waren toll. Ich lerne gerade programmieren, daher waren manche Themen für mich eher herausfordernd, aber es gab eine Menge interessante Anfänger-Sachen, die gut zugänglich waren, aber auch viele Sachen, die ich auf jeden Fall noch verstehen lernen will.

Was war dein persönliches Highlight?

Ein kleines Highlight war für mich, als mir der Speaker, der vor mir dran war, mir seine Fernbedienung für meine Präsentation geliehen hat. Ich denke, das sagt viel über Events wie dieses aus, dass man sich gegenseitig hilft, obwohl man sich nicht kennt, und dass jemand dafür sorgt, dass ich mich wohlfühle, kurz bevor ich meinen Talk halte.

Würdest du wiederkommen, und wem würdest du die Codemotion empfehlen?

Ich würde das Event auf jeden Fall Programmierern empfehlen, die ein bißchen mehr Erfahrung haben als totale Anfänger, aber auch Erfahrenen, die nach Höhrerem streben, sind hier sicherlich gut aufgehoben. Und definitiv würde ich dieses Event Frauen empfehlen, denn ich will auf jeden Fall mehr Frauen auf diesen Veranstaltungen sehen.

Was war deine Motivation, hier herzukommen?

Ich wurde durch einen Freund aufmerksam, der meinte, ich sollte mein Spiel hier vorstellen. Er war selbst noch nicht hier, aber hat von der Codemotion gehört und meinte, ich soll hier unbedingt hin. Als man mich dann fragte, ob ich einen Vortrag halten wollte, war ich total dafür.


Organisatorin: Ellen König, Data Scientist bei Soundcloud, Mitorganisatorin Codemotion


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Image by Ellen König

Ellen arbeitet bei Soundcloud und ist seit zwei Jahren Mitorganisatorin der Codemotion und für die Organisation der Speaker zuständig. Sie kennt die Berliner Community-Szene durch ihre Teilnahme an diversen Frauen-Workshops und freut sich über jeden, der den Spaß am Coden entdeckt.

Was ist dein Gesamteindruck?

Ich mag die Codemotion sehr, es ist eine sehr entspannte, aber trotzdem interessante Konferenz. Ich mag auch den starken Fokus auf die Community sehr.

Haben Redner und Teilnehmer deine Erwartung erfüllt?

Ich bin zum zweiten Mal hier, da war ich auch schon im Programmkomittee, also wusste ich ungefähr, was für Referenten hier sind.

Was war dein persönliches Highlight?

Für mich ist immer ein Highlight, vor allem auf der Codemotion, aber auch auf anderen Berliner Events, dass ich Leute wiedersehen kann, die ich nur bei Communityevents treffe, das ist immer sehr schön. Außerdem hat der Tobias Pfeiffer einen Vortrag über Elixir gehalten, den fand ich hervorragend.

Würdest du wiederkommen, und wem würdest du die Codemotion empfehlen?

Die Codemotion ist glaube ich optimal für Leute, die sich auf dem Level zwischen Anfängern und Fortgeschrittenen befinden. Man findet hier wenig Advanced Talks, aber eine Menge Intermedia Talks, also für Leute, die sich über ihr eigenes Gebiet hinaus informieren wollen, was sonst noch so los ist in der Tech-Szene und in Berlin. Es ist eine schöne Konferenz, um den Horizont zu erweitern.

Was war deine Motivation, hier herzukommen?

Ich versuche, so viele Events wie möglich in Berlin zu besuchen, weil es eine sehr freundliche und sehr vielseitige Community ist. Da fühle ich mich immer sehr wohl.


Besucher: Johnathan Bender, Entwickler bei Contactually


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Image by Jonathan Bender

Jonathan Bender ist Entwickler bei Contactually und besucht die Berliner Tech-Konferenz, um neue Möglichkeiten für seinen Arbeitgeber zu finden, um besser und effektiver zu arbeiten. Außerdem war die Codemotion eine Möglichkeit für einen Europabesuch.

Was ist dein Gesamteindruck?

Es war toll, alle Speaker waren wirklich toll!

Haben Redner und Teilnehmer deine Erwartung erfüllt?

Ich wusste nicht genau, was ich zu erwarten hatte, aber ich war positiv überrascht von der Qualität der Talks. Meistens waren auch dei Fragen aus dem Publikum sehr gut, aber die meisten Speaker haben ihre Redezeit voll ausgenutzt, sodass es dafür nicht immer Zeit gab.

Was war dein persönliches Highlight?

Es gab ein paar sehr tolle Talks, vor allem gab es viele Talks über Microservices, Go, Elixir und Phoenix. Einer meiner liebsten Themen behandeln die Philosophie hinter der Technik und der Sprache, es gab eine Menge Talks darüber, wieso wir die Dinge so tun, wie wir sie tun, und wie es besser gehen könnte, und das Thema mochte ich sehr.

Würdest du wiederkommen, und wem würdest du die Codemotion empfehlen?

Es gab eine menge Anfänger-Talks und eine Menge Talks, die schon auf einem höheren Programmier-Niveau waren, aber das waren sicherlich nur die, auf denen ich jetzt war. Ich denke auch, dass es eine tolle Idee wäre, hierherzukommen, wenn jemand keine Ahnung von der Technik hat, denn da wird eine Menge davon erklärt, was gerade in der Industrie los ist. Ich glaube, einige meiner Kollegen würden davon sehr profitieren. Vielleicht kommen die dann nächstes Jahr mal her.

Was war deine Motivation, hier herzukommen?

Unsere Firma hat ein jährliches Reisebudget, um uns dahinzuschicken, wo wir hinwollen, und ich wollte mal nach Deutschland kommen. Ich bin sogar das erste Mal seit 15 Jahren wieder in Europa. Unsere Firma macht aber auch eine Menge zum Thema Systemverteilung und wir bewegen uns gerade weg von einem einzigen Anwendungsbereich hin zu Microservices, also gab es hier vieles, woran wir anknüpfen konnten.

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Die künstliche Hilfskraft: Wie ein Roboter jedes unserer Bedürfnisse errät

Banksy NYC, Coney Island, Robot (adapted) (Image by Scott Lynch [CC BY-SA 2.0] via Flickr)

Sie ist da – die Welt, in der Hilfsroboter mit uns leben, uns durch den Tag bringen und sogar unsere Freunde werden. Science-Fiction wird zur wissenschaftlichen Tatsache.Wie der Science-Fiction-Autor William Gibson offenkundig bemerkt hat: „Die Zukunft ist bereits hier – sie ist nur noch nicht gleichmäßig verteilt.“ Die Nachfrage nach Hilfs-Robotern boomt, und sowohl die akademische als auch die industrielle Welt und das Militär machen Überstunden, um den Bedarf zu decken, während eine völlig neue Industrie an Fahrt gewinnt. Die Nachfrage wird durch die Existenz dieser langweiligen, schmutzigen und gefährlichen Jobs angekurbelt, die trotzdem gemacht werden müssen. Also durch dieser schlecht bezahlten Jobs, die als unter der Würde eines Menschen angesehen werden, zumindest in der entwickelten Welt. Was gäbe es also besseres als einen lebensechten Roboter, um uns von dieser Schufterei zu befreien?

Gute Gesellschaft

Natürlich müssen Roboter auch eine angenehme Gesellschaft sein, wenn wir sie in unser Leben lassen, unser Zuhause und unseren Arbeitsplatz mit ihnen teilen und sie Dinge für uns tun lassen sollen. Diese Anforderungen gelten für alle Roboter, nicht nur diejenigen, die laufen und sprechen, sondern auch für künstliche Intelligenz, die in größere Systeme oder das Internet integriert sind. Benutzerfreundlichkeit wird durch natürliche Sprache und affektives Berechnen erreicht, die es der KI erlaubt, Sie „kennenzulernen“, indem sie den Zyklus Ihres emotionales Zustands durch eine Ableitung Ihrer Stimmlage oder Körpersprache im Laufe der Zeit erkennt. Die Großen in der Technikwelt, wie etwa Google, Microsoft, Apple und Facebook, stecken großen Aufwand in Softwares, die Sprache verstehen können und als sogenannte Chatbots bekannt sind. Sie werden als die nächste große Sache angesehen. Der Vorstandsvorsitzende von Microsoft, Satya Nadella, sagte auf der Build-Konferenz in San Francisco im März, dass Chatbots, oder „Konversation als eine Plattform“, die nächste große Sache im Programmieren wäre, genauso wichtig wie der Wechsel zu graphischen Benutzeroberflächen, dem Webbrowser und Touchscreens. Das ist ein hoher Anspruch, nachdem viele sagen würden, dass dies wichtige Entwicklungsschritte der Interaktion zwischen Mensch und Computer sind. Chatbots bergen das Potenzial in sich, Computerressourcen für nicht-technische Benutzer leicht erreichbar zu machen. Man kann einen Chatbot nutzen, um einen Termin auszumachen, das Auto zur Inspektion anzumelden, Blumen für den ganz besonderen Jemand zu kaufen, einen Urlaub zu buchen, eine Wohnung zu finden oder besondere Interessen auszuleben. All dies wird möglich werden, wenn man einfach einen natürlich sprechenden digitalen Assistenten danach fragen kann, dies zu erledigen. Unter dem Deckmantel von Microsofts Cortana, Facebooks M, Apples Siri, Amazons Alexa und all denen, die noch kommen, werden sich diese kleinen Chatbots einschmeicheln und die Kontaktstelle zwischen Ihnen und den vielen Arbeiterrobotern sein. Sie werden wie eine Kombination aus Vorstandsassistent und Concierge sein, ein enger Vertrauter, der Ihre Bedürfnisse vorhersieht und die Aktivitäten der Vertreter auf einer niedrigeren Ebene reibungslos koordiniert, während diese ihrer Arbeit in der Cloud nachgehen.

Die Poeten von Silicon Valley

Schriftsteller finden heutzutage einträgliche Beschäftigungen in der Welt der Spitzentechnologie, wie neulich in der Washington Post berichtet wurde. Autoren, die einst Drehbücher und Gedichte geschrieben haben nutzen ihr Talent nun, um liebenswerte Charaktere für Chatbots zu erschaffen und ihnen coole Dinge einzupflanzen, die sie sagen können. Die neue Rasse intelligenter digitaler Assistenten sieht gut aus, klingt gut und werden unterstütz durch die neuste KI. Da der Trend hin zur Integration von Geräten in verschiedenen informationstechnologischen Umgebungen geht und den Menschen somit Zugang zu ihren Cloud-verbundenen Anwendungen und Daten über Plattformen hinweg gibt, ist es angemessen, zu erwarten, dass Ihr digitaler Assistent mit Ihnen geht, wenn Sie von einem Gerät zum nächsten wechseln oder von einem Ort zum anderen gehen. Wenn Sie beispielsweise Ihr Zuhause verlassen und in Ihr selbst fahrendes Auto steigen, das seine Batterien mit der Energie der Solarzellen auf Ihrem Dach selbständig geladen hat, wird derselbe digitale Assistent, mit dem Sie in Ihrem Heimarbeitsplatz interagiert haben, zur Stimme in Ihrem Auto werden, der Sie nun die Richtung ansagen. An einem bestimmten Wochentag wird das Auto Sie, wohlwissend, dass Sie zu dieser Zeit an diesem Tag normalerweise zur Arbeit fahren, in einem angemessen gesprächigen Tonfall fragen, ob dies Ihr Ziel ist, so wie es jeder gute Chauffeur tun würde. In der Folgewoche werden Sie ins Auto springen und es bitten Sie zur Arbeit zu bringen, aber der digitale Assistent wird sie an Ihren Arzttermin in Ihrem Kalender erinnern und sollten Sie nicht stattdessen dorthin fahren? Auf dem Weg zu dem Termin werden Sie einige Emails, die der Assistent verfasst hat, überprüfen und versenden. Sie haben außerdem die Zeit, die Inhalte eines Antrags zu diktieren, mit Hilfe Ihres wissenschaftlichen Mitarbeiters/Fahrers. Die Vorstellung eines intelligenten, natürlich sprechenden Assistenten wird trotzdem wahrscheinlich die vier Stadien der Ideenakzeptanz durchlaufen, wie sie durch den Britischen Genetiker John Burdon Sanderson Haldane beschrieben wurden:

  1. Das ist wertloser Unsinn
  2. Das ist eine interessante, aber abwegige Sichtweise
  3. Das ist wahr, aber ziemlich unwichtig
  4. Ich hab’s doch immer gesagt!

In etwa fünf, vielleicht auch erst in zehn Jahren, wenn wir unsere Skepsis überwunden haben und auf unsere digitalen Assistenten angewiesen sind, werden wir uns wundern, wie wir überhaupt jemals ohne sie zurecht gekommen sind. Dieser Artikel erschien zuerst auf „The Conversation“ unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image (adapted) „Banksy NYC, Coney Island, Robot“ by Scott Lynch (CC BY-SA 2.0)


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Codemotion Berlin 2016

Partner-Codemotion

Am 24. und 25. Oktober findet die größte Tech-Konferenz in Europa statt. Die „Codemotion“ ist ein Konferenzkonzept, welches mittlerweile in über acht europäischen Städten wie Rom, Madrid oder Milan vertreten ist. Wie schon im letzten Jahr wird die Konferenz auch in Berlin in der Kulturbrauerei veranstaltet.

Es dreht sich alles um Themen wie Big Data, Internet of Things und Sicherheit. Mit mehr als 24 kooperierenden Communities wird die Veranstaltung ein wahres Fest für Programmier- und Techjunkies. Die Konferenz ist eine Plattform für internationale Entwickler, Ingenieure und Programmierer, auf der sie Ideen austauschen, auf neue Projekte aufmerksam machen und über die Facetten von Programmierung sprechen können. Auf der Codemotion geht es vor allem darum, den Enthusiasmus am Programmieren zu teilen und sich inspirieren zu lassen. Außerdem können die Besucher Wissenswertes lernen und sich vernetzen.

Communities wie up.front, Women Who Code, Hacking Health und Rust Berlin zeigen euch zudem, wie ihr über den Tellerrand schauen und thematische Barrieren überwinden könnt.

Bereits letztes Jahr war die Veranstaltung in Berlin mit über 400 Besuchern ein voller Erfolg. Für dieses Jahr haben sich die Organisatoren noch ein paar Besonderheiten einfallen lassen. Neben den drei Bühnen für Vorträge, wird es eine separate Community Stage und spezielle Räume zum Austauschen und Vernetzen geben. Außerdem werden über 40 spannende Vorträge zu verschiedenen Themenbereichen wie Handys, Sprachen und Innovationen gehalten.

Zudem gibt es ein vielversprechendes Nebenprogramm, denn die Communities haben schon vor Beginn der Konferenz einen 20-minütigen Talk ihrer Wahl abseits des üblichen Call for Papers-Prozesses eingereicht – also lasst euch einfach überraschen.

Zu den Speakern zählen unter anderem Fred George, er ist Berater im Industriebereich und programmiert bereits seit mehr als 46 Jahren in über 70 Sprachen. Auch Jessica Rose, selbst erlernte Technologin, wird einen Vortrag halten. Sie beschäftigt sich vor allem mit der Förderung von dem Zugang zu technischer Bildung und digitalen Medien.

Auf der zweitägigen Entwicklerkonferenz werdet ihr etwa 70 Speakern begegnen und zwei innovative, kreative und vor allem spannende Tage erleben. Tolle Projekte, Ideen und Möglichkeiten erwarten euch. Für nur 165 Euro könnt ihr Teil der Konferenz werden.

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  • CYBERSICHERHEIT Handelsblatt: Angriff ist nicht die beste Verteidigung: Die Bundeswehr plant die Erweiterung von Stellen im Bereich der Cyberabwehr. Voraussichtlich sollen dafür rund 13.500 Soldaten eingesetzt werden. Annegret Benediek, Expertin der Sicherheitspolitik, äußert sich im Interview zu den Gefahren und Problemen einer Militarisierung des Internets. Cyberangriffe seien oft nicht eindeutig zuzuordnen und somit ist die Gefahr einer Eskalation enorm hoch. Als relevant sieht Benediek, dass die Stärkung der Sicherheit nicht nur vom Militär gelenkt wird, sondern als „gesamtgesellschaftliche Aufgabe“ gesehen und gelöst werden sollte.
  • IPHONE golem: Nächstes iPhone soll keine Klinkenbuchse haben: Für das neue, ab Herbst erwartete iPhone kündigt Apple eine Veränderung zum bisherigen 6er-Modell an. Am Design wird sich kaum etwas ändern, grundsätzlich wird das Gerät aber keine klassische 3,5mm-Klinkenbuchse mehr haben. Die bisherigen Kopfhörer können dann nur noch mit einem Adapter am Smartphone genutzt werden. Vorteil soll sein, dass ein besserer Schutz vor Wasser gewährleistet wird.
  • VR theverge: Facebook now lets you ‚Like‘ 360-degree videos in virtual reality : Facebook versucht Virtual Reality sozialer einzubinden. Das zu Facebook gehörendende VR-System Oculus kündigte eine neue Möglichkeit der Interaktion an. Während man 360Grad-Videos auf Facebook schaut, hat man direkt die Wahl eine Reaktion, also das Like oder eines der fünf neuen Emojis, abzugeben. Auch die Reaktionen von anderen Personen werden sichtbar.
  • PROGRAMMIEREN faz: So fahndet der Geheimdienst NSA nach Programmierern: In den letzten Jahren wurde betont, dass eine ganz bestimmte Sprache immer mehr an Bedeutung gewinnt und Kinder schon früh mit ihr in Verbindung gebracht werden müssen. Die Rede ist nicht von Englisch, Russisch, Spanisch oder Chinesisch, sondern von der Programmiersprache. Frank Thelen gab bei einer Ausgabe der Talkshow „hart aber fair“ die Meinung ab, dass Menschen, die keine Programmiersprache beherrschen, die Analphabeten der Zukunft sein werden. An vielen Universitäten wird diese „neue“ Sprache untersucht. Und genau wie ein Dialekt oder Slang in den gesprochenen Sprachen, kann auch ein Programmierstil viel über eine Person verraten. Die NSA hofft dadurch gegen eine Anonymität von Programmierern ankämpfen zu können.
  • DROHNEN mashable: http://mashable.com/2016/06/22/abortion-drone-northern-ireland/#xuWrvO9GQEqV: Drohnen werden immer öfter gesichtet. Sie bringen die Möglichkeit tolle Fotos aus der Vogelperspektive zu schießen. Bald sollen die kleinen fliegenden Maschinen Pakete als Postlieferung zustellen. In Irland wurden Drohnen nun grundlegender Teil einer politischen Aktion. Ein Transport von Irland nach Nord-Irland wurde durchgeführt. An Bord der Drohne waren Abtreibungspillen, die in beiden Ländern verboten sind, allerdings von der WHO als sichere Medikamente eingestuft sind. Die irischen Frauen sehen sich in ihrer persönlichen Freiheit verletzt und wollten sich mit dieser Aktion solidarisch mit ihren nord-irischen Aktionspartnern zeigen.
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Produktmanagement ist der neue Journalismus

Pulse (adapted) (Image by Johan Larsson [CC BY 2.0] via flickr)

Das Gestalten von Medienprodukten ist grundlegend für die journalistische Arbeit. Leider wird das bisher nicht von allen als Journalismus angesehen. Im Jahr 2016 werden Medienunternehmen und Journalistenschulen anfangen, Produktmanagement zu verstehen, zu definieren und es als maßgeblichen Karriereweg zu akzeptieren, der durchaus Kritik beinhaltet. Sollten Leute in dieser Funktion nicht darauf trainiert werden, die erzählerische, ethische und juristische Denkweise eines Medienschaffenden anzunehmen?

Im Journalismus sind neue Rollen entstanden, die die digitalen Produkte unterstützen und Daten und Verbindlichkeiten integrieren soll. Jeder, der sich mit Internet- und Mobilentwicklung auskennt, wurde aufgerufen, sich an der Gestaltung von besonderen Projektseiten, Appentwicklung und der Weiterentwicklung von interaktiven Benutzeroberflächen zu beteiligen.

Die meisten Gestalter dieser Medienprodukte wurden bisher nicht als Journalisten angesehen und wurden größtenteils von der Fachwelt und der Forschung ignoriert. Diese Stellen im Produktmanagement werden oft einfach als technischer Support betrachtet, und nicht als grundlegend für die journalistische Arbeit, die daraus entsteht. Doch diese öffentlich zugänglichen Produkte helfen dabei, neue Zielgruppen zu erschließen und bieten Möglichkeiten der Teilnahme, Mitwirkung und Interaktion mit den Medien.

Das publikumsnahe Wesen dieser technischen Produkte macht sie genauso zu einer Art ‘Journalismus’ wie traditionelle Artikel. Und jene, die in den Teams arbeiten, die diese Produkte entwickeln, fällen oft redaktionelle Urteile und Entscheidungen. Im Jahr 2016 werden Medienunternehmen und Journalistenschulen anfangen, Produktmanagement zu verstehen, zu definieren und es als maßgeblichen Karriereweg zu akzeptieren, der durchaus Kritik beinhaltet.

Sollten Leute in dieser Funktion nicht darauf trainiert werden, die erzählerische, ethische und juristische Denkweise eines Medienschaffenden anzunehmen? Wie sieht der Markt für Personen aus, die sehr technisch versiert und medienverständig sind? Wie können wir diese Denkweise in den journalistischen Lehrplan integrieren?

Nehmen wir beispielsweise den Fall, dass man Sharing-Icons für Social Media auf seine Webseite integriert. Dieser Umstand erfordert jemanden, der die spezielle Funktionalität versteht, der entscheiden kann, welche Seiten repräsentiert werden sollen, und der weiß, was der Nutzer auf der jeweiligen Seite tun und die Interaktion zwischen dem Unternehmen und dem Inhalt planen kann. Die Daten, die mit dieser Funktion verknüpft sind, müssen gesammelt und verstanden werden, und der Stellenwert dieser Tätigkeit muss in die allgemeine Social-Media-Strategie des Unternehmens eingegliedert werden.

Hier ist noch ein weiteres Beispiel: Bei der Entwicklung von datengesteuerten Nachrichten-Applikationen müssen Entscheidungen darüber getroffen werden, wie die App genutzt wird, wie der Nutzer die Präsentation individuell anpassen kann und welche Daten und Inhalte dargestellt werden. Diese Aufgaben gehen weit darüber hinaus, einfach nur eine Webseite zu programmieren. Werden diese Entscheidungen immer von Personen getroffen, die die journalistische Mission und Ethik verstehen? Oder lagern Nachrichtenportale diese Aufgaben oft aus und hoffen schlichtweg das Beste?

Es ist offensichtlich, dass die Funktion des Produktmanagement durch die Ausbreitung von technischen Produkten der Nachrichtenunternehmen erfüllt wird. Aber die speziellen Elemente dieser Aufgaben sind unklar und nur schwammig definiert. Die Kombination aus Strategie, Führungsqualitäten, Kommunikation und Technologie wird eine begehrte Kompetenz werden.

Im kommenden Jahr werden Medienunternehmen versuchen, diese entstehenden Aufgaben besser zu verstehen und die journalistischen Fähigkeiten berücksichtigen, die bei Entscheidungen bezüglich technischer Produkte eine Rolle spielen sollten, insbesondere in Bezug auf die bürgerliche und demokratische Teilnahme der Leserschaft.

Journalistische Ausbilder sollten also anfangen, Themen zum Management von Medienprodukten und Medienbindung in ihre Kurse aufzunehmen. Sie sollten auch über eine mögliche Lehrplanänderung und die fakultätsinterne Einstellung nachdenken, die wichtig für die Unterstützung der Vorbereitung dieser Aufgaben ist.

Dieser Artikel erschien zuerst auf “Nieman Journalism Lab” unter CC BY-NC-SA 3.0 US. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image (adapted) “Pulse” by Johan Larsson (CC BY 2.0)


 

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Warum Ihre Tochter Minecraft spielen sollte

Hersman Girls - Already on Computers... (adapted) (Image by Erik (HASH) Hersman [CC BY 2.0] via flickr)

Kinder dürfen ruhig mal länger vor dem Bildschirm sitzen – zumindest solange sie dabei gegen Geschlechterstereotypen kämpfen. Ein Beitrag über Gender und Programmieren und warum Mädchen Minecraft spielen sollten. Es ist schon lange eine bekannte Tatsache, dass Frauen in den Bereichen Naturwissenschaften, Technologie, Mathematik und Ingenieurwesen unterrepräsentiert sind. Die Statistiken sind geradezu deprimierend. Nur 28 Prozent der Arbeitskräfte in naturwissenschaftlichen und Ingenieursberufen sind weiblich, obwohl die Hälfte der Absolventen an Colleges in den USA junge Frauen sind.

Die Gender-Ungleichheit beginnt schon früh, in der Grundschule. Schon im ersten Schuljahr, mit fünf bis sechs Jahren, schneiden Jungen in Mathematik und Naturwissenschaften besser ab als Mädchen. Ebenso in der vierten und achten Klasse, also im Alter zwischen neun und zehn beziehungsweise zwischen 13 und 14 Jahren. Auf der Highschool nehmen Jungen viermal so häufig wie Mädchen an dem Advanced-Placement-Examen in Informatik teil. Der Anteil der Frauen, die ein College mit einem Bachelor-Abschluss in Ingenieurwissenschaften verlassen, beträgt nur 19 Prozent, bei Informatik sind es 18 – und das, obwohl unter den Absolventen aller Fächer 57 Prozent weiblichen Geschlechts sind.

Wie kommt das?

Es ist nicht so, dass Mädchen in Mathe und Naturwissenschaften schlechter wären als Jungen. Auch wenn ihnen das schon von klein an suggeriert wird. Mal ganz direkt, indem Mädchen für ihre soziale Interaktion gelobt werden und Jungen für ihre Leistungen in Mathe. Mal subtiler, indem ein Mädchen, das in der Mathestunde den Finger hebt, einfach nicht drangenommen wird.

Dass unser Bildungssystem Mädchen mit Vorurteilen begegnet, ist kein Wunder. Unsere ganze Gesellschaft ist durchgegendert. Haben Sie schon mal versucht, für ein kleines Mädchen Anziehsachen zu bekommen, die nicht pink oder pastellfarben waren? Und so ist das nicht nur bei Kleidung. Auch Spielzeug wird spezifisch für Mädchen oder für Jungen verkauft. Mädchen bekommen meist Puppen mit dazugehörigem Outfit sowie Haushaltsspielzeug in Pink und Pastell, während Jungen Laster, Bauklötze und Konstruktionsspielzeug bekommen, in blauen und dunklen, erdfarbenen Tönen.

Kinder lernen, wenn sie spielen. Welche Fähigkeiten sie aber erlernen, hängt davon ab, was für eine Art Spiel sie spielen. Konstruktionsspielzeug befördert in erster Linie das räumliche Vorstellungsvermögen. Man könnte meinen, dass man eine solches Vermögen nur zum Konstruieren und Bauen von Objekten benötigt. Tatsächlich ist es aber nicht isoliert zu betrachten.

Das räumliche Vorstellungsvermögen macht einen großen Teil der nichtsprachlichen Intelligenz aus und stellt eine Grundlage für die Entwicklung weiterer, komplexerer Fähigkeiten dar. Neben den verbalen und mathematischen Kompetenzen ist das der dritte wichtige Faktor für Erfolg in Schule, Ausbildung und Beruf. Kinder mit einem gut entwickelten räumlichen Vorstellungsvermögen haben gute Chancen auf erfolgreiche Abschlüsse und berufliche Werdegänge im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik).

Was können Eltern tun?

In einer Welt, in der Spielzeug und Games stark genderspezifisch geprägt sind, hat Minecraft in bemerkenswerter Weise Augenhöhe hergestellt. Es ist eigentlich ein Videospiel, aber man kann es treffender als virtuelles Konstruktionsspiel kategorisieren. Die Spieler bauen für ihre Figuren ein Umfeld, in dem diese dann agieren. Wer Kinder hat, wird bestätigen können, dass Minecraft derzeit in den USA zu den populärsten Spielen überhaupt gehört. Mehr als 100 Millionen User haben sich registriert. Ich habe bei Mojang, der hinter dem Spiel stehenden Firma, nachgefragt, wie viele davon Mädchen sind. Das Unternehmen gibt solche Informationen leider nicht raus, aber klar ist zumindest, dass es bei Minecraft eine etwas ausgeglichenere Geschlechter-Verteilung unter den Spielern gibt als in der sonstigen Gaming-Welt. Nicht zufällig ist ein junges Mädchen eines der populärsten Minecraft-Youtube-Idole. Unter ihrem Nickname iHasCupquake lässt sie ihre 159 Millionen Abonnenten an den großartigen Welten teilhaben, die sie im Rahmen des Spiels gebaut hat.

Das Spiel kennt keine Geschlechterstereotypen. Es müssen keinen Prinzessinnen gerettet und keine Rennwagen gebaut werden. Es gibt auch keine bösen Bosse, die man besiegen müsste. Stattdessen geht es um nicht-stereotypisierte Prozesse wie etwa das Anlegen von Farmen, um die eigene Spielfigur mit Nahrungsmitteln zu versorgen.

Eltern werden ständig davor gewarnt, wie schädlich es sein kann, wenn Kinder zu viel Zeit vor dem Computerbildschirm verbringen. Und natürlich ist die Gesamtdauer ein nicht zu unterschätzender Faktor, aber es kommt auch auf die Qualität der Spiele an. Manche Dinge, die Kinder am Computer machen, sind eben pädagogisch wertvoller als andere. Bei meiner Forschung im Bereich der Pädagogik und der Mensch-Computer-Interaktion komme ich immer wieder zu dem Schluss, dass die Nutzung von Technologie an und für sich in keinerlei Verhältnis zu irgendwelchen Lernerfolgen steht. Es kommt viel mehr auf das Wie an.

Manche Technologien bieten von ihrer Struktur her mehr Möglichkeiten als andere. Der Spielvorgang in Minecraft dreht sich um das Konstruieren von Objekten aus würfelförmigen Blöcken und ist daher für die Beförderung des räumlichen Vorstellungsvermögens weit besser geeignet als zum Beispiel ein Ego-Shooter. (Tut mir leid, liebe Fans von Titanfall.)

Schickt die Mädels ins Netz!

Grundsätzlich kann man jeden beliebigen Aspekt eines Spiels modifizieren. Das wird modding genannt. Dafür muss man coden können, also programmieren, sprich Quellcode in einer Programmiersprache wie zum Beispiel Java schreiben können. Programmieren zu lernen, bedeutet nicht nur, eine Schlüsselqualifikation für das Arbeitsleben des 21. Jahrhunderts zu erlernen. Es werden dabei auch andere Fähigkeiten und Talente geschult, die im MINT-Bereich von Bedeutung sind, etwa kritisches Denken, Logik oder Problemlösungskompetenz.

Coding kann man durchaus als Basiskompetenz betrachten, ähnlich wie andere Grundkenntnisse, auf die Lernende weiter aufbauen. Schüler, die gut lesen können, haben zum Beispiel viel mehr Möglichkeiten, da sie sich zahlreiche Informationen erschließen können, die ihren Altersgenossen unzugänglich bleiben.

Wahrscheinlich ist Ihnen inzwischen schon aufgefallen, dass Programmieren im Lehrplan meist nicht vorgesehen ist. Die Kinder müssen es auf eigene Faust lernen. Und wenn es doch mal in einer Schule angeboten wird, melden sich fast nur Jungen dafür an, genau wie bei anderen naturwissenschaftlichen Fächern oder bei der Ingenieurslehre. Untersuchungen des Center for Reading Research zeigen, dass Mädchen immer noch suggeriert wird, Programmieren sei etwas für Jungs, genau wie Mathematik und Naturwissenschaften.

Minecraft-Modding aber gibt Mädchen die Gelegenheit, sich Programmier-Grundkenntnisse anzueignen, und zwar in einer Umgebung, die sie selbst als angenehm empfinden und die ihnen Spaß macht. Ein Mädchen, das aus eigener Motivation heraus lernt, wie man Minecraft-Mods erstellt, wird vielleicht auch Schulfächer wählen, bei denen ihre räumliche Vorstellungskraft, ihr Sinn für Logik und ihr kritisches Denkvermögen gefördert werden. Und natürlich spielt es eine große Rolle, dass Mädchen, wenn sie programmieren lernen und Feedback auf ihre Mods bekommen, eine Menge Selbstvertrauen entwickeln. Umso eher werden sie sich auch zutrauen, sich in Richtung Natur- und Ingenieurwissenschaften zu orientieren.

Es gibt einen einfachen Grund dafür, dass Mädchen in den Bereichen Naturwissenschaft und Technologie unterrepräsentiert sind: weil sie von der Schule nicht dabei unterstützt werden, ihre MINT-Fähigkeiten zu entwickeln und auszubauen. Vielleicht kann Minecraft dazu einen Beitrag leisten.

Das Netz – Jahresrückblick Netzpolitik

Dieser Beitrag ist Teil der Publikation “Das Netz – Jahresrückblick Netzpolitik” und erscheint auf Netzpiloten.de mit freundlicher Genehmigung der Redaktion. Sämtliche Artikel der diesjährigen Ausgabe sind hier auch online zu finden. Dieser Artikel erschien erstmals bei mom.me. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion. Aus dem Englischen von Ilja Braun.


Image (adapted) “Hersman Girls – Already on Computers…” by Erik (HASH) Hersman (CC BY 2.0)


 

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Jugend hackt: Programmiernachwuchs in Nord, Süd, Ost und West

DSC_7200 (adapted) (Image by Open Knowledge Foundation Deutschland [CC BY-SA 2.0] via Flickr)

Die Veranstaltung „Jugend hackt“ möchte Jugendlichen einen Raum geben, in dem sie Programmieren lernen und so ihre Ideen gemeinsam verwirklichen können. Ich mochte Computer von klein an. Hackte MS-DOS-Befehle in den Rechner meines Vaters, suchte nach Cheats für die Games, die ich von meinen Cousins bekam und besuchte später ein Gymnasium mit Informatikschwerpunkt. Über ein paar Grundlagen in Turbo Pascal, HTML und fortgeschrittene Office-Anwendung kamen wir aber leider nicht hinaus. Ich hätte gerne mehr gelernt – aber wäre niemals auf die Idee gekommen, Informatik zu studieren. Weil: Ich wollte später nicht tagelang alleine vor einem Computer sitzend arbeiten. Ich wollte Teamarbeit und Kreativität – und hatte einfach keine Ahnung, dass das auch als Informatikerin möglich ist. Alles was ich über diesen Beruf wusste, entstammte seltsamen Kinoklischees.

Zehn Jahre später hat sich zwar in der öffentlichen Wahrnehmung einiges verändert – aber junge Talente, die sich für IT und Software-Entwicklung interessieren, werden in Deutschland immer noch zu wenig gefördert. Was sie können, bringen sie sich meistens selbst bei, und auf Gleichgesinnte treffen sie meist nur online. Welche Möglichkeiten sie mit ihren Fähigkeiten haben, das dürfen sie selbst herausfinden. Wie viele Talente der Branche so vielleicht für immer verloren gehen, lässt sich schwer abschätzen.

Teil einer Jugendbewegung

Die Open Knowledge Foundation, die sich für offenes Wissen, offene Daten, Transparenz und Beteiligung einsetzt, möchte das ändern – und hat 2013 gemeinsam mit mediale pfade die Veranstaltung Jugend hackt ins Leben gerufen: 63 programmierbegeisterte Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren kamen an einem Wochenende zusammen und setzten gemeinsam 15 Softwarte- und Hardwareprojekte um. Im Jahr 2014 stieg die Zahl der Teilnehmenden bereits auf 120. Begleitet werden die Veranstaltungen von ehrenamtlichen MentorInnen. Am wichtigsten für die Jugendlichen ist aber wohl der Austausch mit Gleichgesinnten, wie auch dieses Video mit Eindrücken von Jugend hackt Berlin zeigt:

Ein Wochenende mit Wirkung

Jugend hackt dauert zwar nur zwei Tage lang – hinterlässt aber einen bleibenden Eindruck, wie die Masterarbeit von Paula Glaser zeigt, die untersucht, ob Jugend hackt seine selbst gesteckten Ziele tatsächlich erreicht. Glaser studierte Medien in der Bildung an der PH Freiburg/FH Offenburg und ist mittlerweile Projektmanagerin bei Jugend hackt. Nach den Ergebnissen ihrer Arbeit gefragt erzählt sie:

Die Jugendlichen konnten sich nach der Veranstaltung beispielsweise signifikant besser mit ihrer Vorstellung einer typischen Programmiererin oder eines typischen Programmierers identifizieren. Außerdem hatten sie signifikant mehr Lust darauf gemeinsam mit anderen an Programmierprojekten zu arbeiten. Ich konnte somit belegen, dass Jugend hackt die Jugendlichen in ihrem Selbstverständnis als Programmierer/innen stärkt und sie zu kooperativer Arbeit anregt.

Ein tolles Ergebnis – aber Glaser sieht auch Verbesserungsbedarf: “Wir haben zwar durchschnittlich etwa 25 Prozent Mädchen bei Jugend hackt, das ist schon ziemlich gut für gemischte Technikveranstaltungen, aber natürlich gibt es da Luft nach oben. Auch beim Bildungs- und Migrationshintergrund würden wir gerne noch etwas diverser werden.

Die Ausweitung der Hackerzone

Eine erste Reaktion auf die Ergebnisse von Glasers Masterarbeit gibt es bereits. Da sich die Jugendlichen am häufigsten eine zeitliche Ausdehnung sowie häufigere regionale Treffen wünschten, findet Jugend hackt 2015 erstmals an vier Standorten statt und eine durchgängigere Vernetzung der Jugendlichen ist geplant.

Jugend hackt Ost in Dresden und Jugend hackt Süd in Ulm sind bereits erfolgreich über die Bühne gegangen, nun stehen noch Jugend hackt West und Jugend hackt Nord in den Startlöchern. Um die Ausweitung des Förderprogramms zu finanzieren sowie den Jugendlichen die Reisekosten erstatten zu können, bittet die Initiative auf betterplace.org um Unterstützung.

In Hamburg wird Jugend hackt von Theresa Grotendorst und Stephanie Weber in ihrer Freizeit organsiert. Sie planen die erste Ausgabe in der Hansestadt mit circa 50 Teilnehmern im September. Ich habe ihnen ein paar Fragen gestellt:

Wie kam es dazu, dass ihr Jugend hackt Nord organisiert?

Theresa: Ich habe selber einen IT-Background und war hier in Hamburg bereits ehrenamtlich als Coach tätig, um Jugendliche im Bereich IT zu fördern. Als ich letztes Jahr das Jugend hackt Camp in Berlin verfolgt habe, war ich sofort begeistert. Ich dachte, so etwas muss es auch in Hamburg geben!

Stephanie: Ich habe letztes Jahr an Coding da Vinci teilgenommen, einem Kulturhackathon in Berlin. Dort wurde ich von einer OKFN Mitarbeiterin überzeugt, als Mentorin bei Jugend hackt 2014 mitzumachen. Die Jugendlichen dort haben mich total geflasht, die Projekte, die diese in kürzester Zeit umgesetzt haben und die Begeisterung, mit denen sie an diesen gearbeitet haben, haben mich selber viel gelehrt und motiviert. Ungefähr ein halbes Jahr später habe ich Theresa auf einem Event kennengelernt und als sie mich fragte, ob ich mit ihr Jugend hackt dieses Jahr in Hamburg organisieren möchte, musste ich nicht lange überlegen!

Hättet ihr selbst vielleicht einen anderen beruflichen Weg eingeschlagen, wenn es in eurer Jugend ähnliche Initiativen gegeben hätte?

Theresa: Definitiv! Mein Faible für IT/Tech hat sich erst im Laufe meines Studiums herauskristallisiert. Hätte mich jemand früher in diesem Bereich bestärkt, hätte ich sicher direkt Informatik studiert.

Stephanie: Auf jeden Fall. Ich war technologisch schon immer sehr affin, aber wusste als Jugendliche einfach nicht, dass man außer Computerspiele spielen noch so viel mehr machen kann. Erst in meinem Master habe ich mich an Processing und Arduino rangetraut. Wäre ich schon früher mit diesen Dingen in Berührung gekommen hätte ich mich sicher viel mehr damit beschäftigt und mein Kommunikationsdesigns-Studium mit Informatik ergänzt.

Was motiviert euch, eure Freizeit in dieses Projekt zu stecken?

Theresa: Die Ideen, die die Jugendlichen entwickeln und in die Realität umsetzen, lassen einen immer wieder Staunen, denn Innovation und Kreativität kennen hier noch keine Grenzen! Außerdem macht es natürlich großen Spaß mit einem tollen Team ein solches Event auf die Beine zu stellen!

Stephanie: Ich finde dass es viel mehr solch toller Initiativen geben müsste. Diese Jugendlichen sind unsere Zukunft und zu sehen, wie diese ein ganzes Wochenende lang hochmotiviert an tollen, teilweise sehr gesellschaftskritischen und hoch politischen, technologischen Projekten arbeiten und wie stolz sie am Ende auf diese sind, entschädigt für alles.

Wie kann man euch – außer durch Spenden auf betterplace.org – noch unterstützen?

Stephanie: Zur Zeit suchen wir noch MentorInnen, die Lust haben, die Jugendlichen vor Ort bei Ihren Projekten zu unterstützen. Außerdem natürlich Leute und Institutionen, die Hardware zur Verfügung stellen können (3D Drucker, Laser Cutter, Arduinos, Raspberry Pis etc.), sowie Kontakte zu Schulen und Bildungsträgern, Multiplikatoren und Presse.

Weiterführende Links:


Image (adapted) „DSC_7200“ by Open Knowledge Foundation Deutschland (CC BY-SA 2.0)


 

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Kleine Nerds und große Programmierer

Compuert Camp (Bild: Computer Camp)

Das Computer Camp bietet den Nerds von heute und Programmierern von morgen ein Ferienprogramm der etwas anderen Art.

Compuert Camp (Bild: Computer Camp)

Das Technikferienlager fängt da an, wo die Schule aufhört: In Kursen lernen die Kinder, die von Gerstgrasser und seinem Team liebevoll Nerds genannt werden, alles über Webdesign, Gamedesign, Webentwicklung, Softwareentwicklung und seit diesem Jahr im „Experts Special“ alles über die Oculus Rift. Neben den IT-Angeboten gibt es allerdings auch ein vielfältiges Freizeitangebot für Draußen, denn auch die soziale Komponente soll im Camp nicht zu kurz kommen.

Wir bieten Module für Beginner, Fortgeschrittene und Experten im EDV-Bereich“, sagt Christian Gerstgrasser, leitender Geschäftsführer des Computer Camps, was nach eigenen Angaben der größte Technikferienlageranbieter im deutschsprachigen Raum ist. Angesprochen werden sollen Digital Natives, Nerds, technikbegeisterte und technikaffine Kinder zwischen 10 und 17 Jahren. „Wir versuchen hier eine Förderung anzubieten, die ihren Interessen im Fokus ganz stark entspricht“, sagt Gerstgrasser.

Am stärksten nachgefragt sind die Programmier-Workshops, bei denen von Anfänger- bis Experten-Kursen alles dabei ist. Außerdem kann man sich in Kursen wie App-Entwicklung noch mehr spezialisieren. Bei den Einsteiger Workshops müssen keine hohen Kenntnisse vorhanden sein. Spielerisch wird hier an das Thema herangeführt und anschließend zu richtiger Programmiersprache übergeleitet. Bei den Fortgeschrittenen gibt es nach Gerstgrasser aber auch Kinder, welche mit 12 Jahren schon vollständig programmieren können, die sich „hier zusätzlichen Input erhoffen“, wie er erklärt. Meist lernen diese Kinder ihre Fähigkeiten aus dem Internet und sind mit ihrem speziellen Hobby sehr allein in ihren Schulklassen. Dementsprechend können sie, so der Geschäftsführer, nicht richtig von ihren Lehrern gefördert werden. 15 bis 20 Prozent der Kinder im Camp sind in der Regel hochbegabt, „im Sinne von, die sind sehr spezifisch auf den EDV-Bereich ausgerichtet“, wie es Gerstgrasser beschreibt. In Kleingruppen wird man ihrer deutlich schnelleren Lerngeschwindigkeit und dem Wunsch nach mehr Input gerecht.

Gerstgrasser Christian (Bild: Computer Camp)

Allerdings ist das Computer Camp „kein reiner EDV-Kurs, sondern auch ein Ferienlager“, in dem die soziale Komponente großgeschrieben wird, berichtet Gerstgrasser. „Es gibt immer den Wechsel zwischen EDV- und Freizeitmodulen“. Nach Möglichkeit geht es in der Freizeit raus, draußen werden dann Spiele wie „Capture the Flag“ oder Ultimate Frisbee mit den Kindern gespielt. Viele haben bisher keine großen Erfolge im Schulsport verzeichnen können und stehen diesem auch eher kritisch gegenüber. Aber Gerstgrasser erzählt, dass sie die Nerds „im Laufe der Woche sehr gut dazu bekommen, auch tatsächlich mal einen Ball anzufassen“. Das wird erleichtert, da sich oft Gleichgesinnte finden, welche alle auf dem selben Level sind.

1992 fand das erste Computer Camp statt. Damals noch mit dem Schwerpunkt der Aufbauarbeit, auch wurde das 10-Finger-System vermittelt, erst einige Jahre später kam das Internet hinzu. Heutzutage ist das der Standard in der Schule. Die Arbeit des Camps beginnt in dem Bereich, den die Schulen nicht mehr abdecken können, wie zum Beispiel die Vertiefung in den Bereich der Programmierung. Aber auch neue technische Möglichkeiten werden ausgeschöpft, wie dieses Jahr im speziellen Kurs zur immersiven 3D-Umgebungsbrille Oculus Rift.

Im Camp kann den Kindern die Frage beantwortet werden, wohin sie sich mit den Fähigkeiten, in denen sie wirklich gut sind, noch entwickeln können. Aber auch die soziale Komponente wird betont, denn „es ist nicht nur wichtig, dass du ein guter Programmierer bist und gut programmieren kannst, es ist nämlich auch super wichtig, dass du im Team programmieren kannst, dass du dich mit anderen Menschen im wesentlichen austauschen und zusammenarbeiten kannst“, so Gerstgrasser. Die Social Skills sind für ihn ein wichtiger Bestandteil von dem, was die Kinder mit nach Hause nehmen können.


Teaser & Image (adapted) by Computer Camp


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5 Lesetipps für den 10. Dezember

In unseren Lesetipps geht es um die Zukunft durch das Programmieren, Facebooks Trumpf gegenüber Google, den Podcast Serial, die Industrie 4.0 und die Wichtigkeit von Daten für Unternehmen. Ergänzungen erwünscht.

  • ZUKUNFT WIRED: Why the Future Will be Made by Creators, Not Consumers: In der Zukunft sollen die Kinder schon von Klein  an Creator anstatt Consumer werden. Dies soll dadurch geschehen, dass jedes Kind das Programmieren lernen soll, so der Wunsch von Megan Smith, CTO der USA. Mit der kreativen Fähigkeit und technischen Alphabetisierung werden die Schüler die Zukunft in ihren eigenen Händen halten und die nächste Generation an Gründern werden. Dies sei wichtig, um mit dem Rest der Welt zu konkurrieren und nicht den Anschluss an andere Länder zu verlieren.

  • FACEBOOK TIME: Facebook Just Took a Huge Shot at Google: Mit seiner verbesserten Suche hat Facebook einen großen Trumpf gegenüber Google gelandet, schreibt Alex Fitzpatrick für TIME.com. Bislang war die interne Suche die größte Schwachstelle des sozialen Netzwerkes. Dies hat Facebook nun aber geändert. So hat das Unternehmen angekündet, dass man mit der verbesserten Suche nun auch weiter in die Vergangenheit zurück suchen kann. Damit könnte Facebook zum direkten Konkurrenten von Google werden und dem Suchmaschinenkonzern einige Suchanfragen wegnehmen.

  • SERIAL Neue Digitale Medienwelt: Was Radiojournalisten vom Podcast – Rekord Serial lernen können: Der Podcast Serial ist zurzeit in aller Munde. Millionen verfolgen die Ermittlungen der Hörfunkjournalistin Sarah Koenig. Der Podcast hat somit viel richtig gemacht und liefert einige gute Beispiele, was Radiojournalisten von Serial lernen können. Stefan Westphal hat den Podcast genau analysiert. Für ihn sind vor allem die hohe Interaktivität, die Gradwanderung zwischen Seriosität und Emotionalisierung, das Storytelling, der große Aufwand und die Distribution über Online-Kanäle für den enormen Erfolg von Serial verantwortlich.

  • INDUSTRIE 4.0 DIE WELT: Industrie 4.0: Deutschland droht die Zukunft zu verschlafen: Deutschland ist ein starkes Industrieland – noch, denn Deutschland droht die digitale Zukunft zu verschlafen. Unter dem Schlagwort Industrie 4.0 soll, um dies zu verhindern, das Land für die digitale Zukunft fit gemacht werden. Doch auch wenn selbst Angela Merkel sich hierfür einsetzt, ist das Ergebnis bislang erschreckend. Bis auf ein paar vereinzelte Industrieunternehmen ist die Initiative bei kaum einem Industrieunternehmen angekommen. Deswegen müsse dringend ein Mentalitätswandel stattfinden, so Andre Tauber von der Welt.

  • DATEN Golem: Big Data: Daten sind wie Baumwolle: Daten gehören zu den wichtigsten Informationsquellen im Internet. Doch wie lässt sich aus diesen, oft unüberschaubaren Daten, eine Wertschöpfung für Unternehmen generieren? Damit hat sich Prof. Dr.-Ing. habil. Alexander Löser auf Golem.de auseinandergesetzt und kommt zu dem Schluss, dass Daten den Unternehmen gut dabei helfen können, Prozesse zu optimieren und Marktlücken zu entdecken. Damit kann die Datenanalyse das Risiko für die Zukunft mindern. Wichtig ist hierbei aber auch, dass die Informatiker die Grenzen der Datenanalyse kennen und Verantwortung übernehmen.

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5 Lesetipps für den 8. Dezember

In unseren Lesetipps geht es um die Netzneutralität auf europäischer Ebene, Programmierung für Mädchen, YouTube-Videos auf Facebook, den Sprachassistenten auf Windows 10 und Nordkoreas Cyber-Krieg. Ergänzungen erwünscht.

  • NETZNEUTRALITÄT Zeit Online:Spezialdienste: Bundesregierung will Netzneutralität mit Hintertür: Auf europäischer Eben will die Bundesregierung sich für eine Verankerung der Netzneutralität einsetzen. In dem vorgelegten Papier, lehnte sich diese deutlich an die Position des europäischen Parlaments an. Sogenannte Spezialdienste sollen nur unter engen Auflagen erlaubt werden. Kehrseite bleibt allerdings ein großes Schlupfloch der Provider: Diese Dienste können aus der Beschränkung von Datenvolumina und Übertragungsgeschwindigkeiten ausgenommen werden.

  • PROGRAMMIERUNG Bits-N-Kids: Nicht nur zur Weihnachtszeit: ‘Made with code’ will Mädchen zum Programmieren bringen: Mit „Made with code“ sollen Mädchen in Richtung IT bewegt bzw. das Thema Entwicklung interessanter gemacht werden. Hierbei will das Programm Mädchen inspirieren, sich stärker für Programmierung zu interessieren. Dabei werden auf der Website verschiedene kleine Programmierprojekte angeboten, die sich an den Interessen junger Mädchen orientieren.

  • FACEBOOK OnlineMarketingRockstars: Diskriminiert Facebook YouTube zugunsten eigener Videos?: Facebook ist mit seiner eigenen Bewegtbild-Plattform schon seit einiger Zeit aktiv. Nun allerdings werden immer mehr Stimmen laut, dass Facebook seinem Konkurrenten YouTube den Hahn abdreht. Nutzer beschweren sich, dass Videos von YouTube nicht mehr einfach zu teilen sind. Dies merke man auch an den Klickzahlen, die bei YouTube nach und nach nach unten gehen. Dieser Vorgang sei angeblich schon seit mehreren Monaten feststellbar.

  • MICROSOFT t3n: Windows 10: Microsoft bringt Sprachassistentin Cortana auf Desktop-PCs: Microsoft bringt mit Windows 10 die Sprachassistentin Cortana auf die Desktop-PCs. Laut dem aktuellen Zeitplan wird sich die Veröffentlichung des neuen Betriebssystems zwar noch etwas hinziehen (Frühherbst 2015), allerdings steht jetzt schon fest, dass eine neue Sprachassistentin schon mit an Bord sein wird. In dem Video von Tech-Blog wird gezeigt, wie das Ganze schon funktioniert.

  • CYBER KRIEG 20 Minuten: Nordkorea bildet Cyber-Krieger aus: In einem geheimen „Büro 121“ rekrutiert Nordkorea Cyber-Krieger, welche Cyber-Angriffe gegen den Nachbarn Südkorea, die USA und andere nicht befreundete Länder planen und durchführen. Allein im vergangenen Jahr wurden mehr als 30.000 Computer in südkoreanischen Banken durch Schadsoftware lahmgelegt.

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5 Lesetipps für den 22. Oktober

In unseren Lesetipps geht es heute um das Jubiläum von Spiegel Online, die Frage, ob Kinder programmieren lernen müssen, Merkels Rede auf dem IT-Gipfel, das Startup Magic Leap und eine Studie zur Social Media-Nutzung. Ergänzungen erwünscht.

  • JUBILÄUM SPIEGEL ONLINE: Geschichte und Entwicklung des Online-Journalismus: Vor 20 Jahren, im Jahr 1994, begann der Spiegel-Verlag, als eine der ersten Medien mit Spiegel Online auch eine Online-Präsenz aufzubauen. Nun feiert das Nachrichtenportal zwanzigjähriges Jubiläum, wozu die Redaktion einen multimedialen Rückblick auf die letzten zwei Jahrzehnte erstellt hat. In diesem wird gezeigt, was zum einen bei Spiegel-Online passiert ist und zum anderen, was in der Welt geschah. Durch den übersichtlichen Aufbau und die zahlreichen multimedialen Elemente auf jeden Fall empfehlenswert, sich den Rückblick einmal genauer anzuschauen.

  • PROGRAMMIEREN Heise Online: Kommentar: Müssen Kinder das Programmieren lernen?: Auf Heise Online äußert sich der Philosoph und IT-Unternehmer Jörg Friedrich zu der strittigen Frage, ob Kinder in der Schule das Programmieren lernen sollen. Zuletzt hatten sich dafür unter anderem Microsoft, SAP und Facebook stark gemacht und einen öffentlichen Brief veröffentlicht. Friedrich stimmt diesen zwar zu, dass Programmieren wichtig sei und gerne Teil der Schule sein dürfe, doch ist er der Meinung, das dieses bei weitem nicht das Wichtigste, was Kinder über die digitale Welt lernen sollten, sei. Vielmehr ist es wichtiger, dass diese lernen würden, wie Netze und Computer funktionieren und aufgebaut sind. So solle die Schule praktisches Orientierungswissen anstatt stumpfe Programmierbefehle vermitteln.

  • IT-GIPFEL Golem: Merkel auf IT-Gipfel: Netzneutralität wird erst im Glasfasernetz wichtig: Am Dienstag startete der achte nationale IT-Gipfel in Hamburg, auf dem sich Bundeskanzlerin Angela Merkel für die Digitalisierung stark machte und über Netzneutralität und Big Data sprach. So dürfe es laut Merkel keine völlige Regulierungslosigkeit im Netz geben, wobei sie die europäische Datenschutzverordnung als ein schwieriges Unterfangen sieht. Zu dem Thema der Netzneutralität vertrat Merkel die Ansicht, dass diese erst bei schnellen Internetverbindungen ab 50 Mbit/s eine Rolle spielen würde. Zudem outete sie sich als Unterstützer von Big Data und meinte scherzhaft, dass Big Data-Mining gewinnträchtiger als der Steinkohleabbau werden könne. Neben Merkel besuchten auch sechs weitere Mitglieder des Bundeskabinetts den IT-Gipfel.

  • STARTUP The Verge: Google leads $542 million funding of mysterious augmented reality firm Magic Leap: Google hat sich an einer 542 Millionen US-Dollar starken Investitionsrunde für das mysteriöse Startup Magic Leap beteiligt. Mysteriös deswegen, weil bislang nicht viel über die Arbeit des amerikanischen Startups bekannt ist. So weiß man lediglich, dass Magic Leap an der Zukunft von interaktiven Schnittstellen unter dem Namen „Cinematic Reality“ arbeitet. Mithilfe dieser Technologie soll es laut der Aussage von Thomas Tull, CEO von Legendary Pictures, möglich sein, dass Bilder direkt auf das Auge projiziert werden können, sodass es wirkt, als ob sich diese Bilder in der echten Welt befinden. Was Google mit dem Startup genauer plant, ist bislang aber noch unklar. Schon bald soll aber ein erstes Produkt von Magic Leap erscheinen.

  • SOCIAL MEDIA Studie zu Social-Media-Nutzung: Geplatzte Blase – Digital – Süddeutsche.de: Eine Studie zeigt, dass wir bei Facebook und Twitter nicht unter einer Filterglocke, sondern sogar politisch heterogener als im normalen Leben leben. So werden die Nutzer in ihrer Timeline mit politischer Vielfalt konfrontiert, was dazu führe, dass sich die Wahrscheinlichkeit, eine extreme politische Position zu beziehen, verringere. Ebenfalls ermöglichen es die sozialen Netzwerke, auch mit entfernteren Bekannten den Kontakt aufrecht zu erhalten. Dadurch erhalten Social Media-Nutzer Informationen aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln, sodass es keine Spur einer Filterblase gebe.

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Jugend hackt! – Jugendliche programmieren die Gesellschaft

Willkommen bei Jugend Hackt 2014 (adapted) (Image by Open Knowledge Foundation Deutschland [CC BY 2.0] via Flickr)

Am Wochenende fand in Berlin das 3-tägige Camp „Jugend hackt“ statt, bei dem sich 120 Jugendliche aus Europa zum Hacken trafen. Nach den Enthüllungen von Edward Snowden ist die digitale Überwachung überall in unseren Köpfen präsent. So fand sich das Thema auch bei der Veranstaltung „Jugend hackt“ in Berlin wieder. Das ganze Wochenende gehörte die Bühne den Jugendlichen, am Sonntag wurden deren Projekte erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Das Camp ist ein Gemeinschaftsprojekt von Young Rewired State und der Open Knowledge Foundation Deutschland. Nach der Präsentation der Projekte wurde deutlich: Wir brauchen mehr solcher Veranstaltungen – und nicht nur in Berlin!

„Jugend hackt“ – so lautete der Titel des 3-tägigen Camps, zu dem die Open Knowledge Foundation Deutschland im Jugendhaus Königstadt in Berlin-Mitte eingeladen hatte. Getroffen haben sich dort 120 TeilnehmerInnen zwischen 12 und 18 Jahren, die aus ganz Deutschland, Österreich und den Niederlanden angereist sind, um mit Gleichgesinnten eigene Projekte zu realisieren. Am Sonntag war die Veranstaltung auch zwischen 11:30 Uhr und 14:00 Uhr der Presse zugänglich – und so hatte ich die Möglichkeit, an der Präsentation der Jugendlichen teilzunehmen.

Das Schöne an der Veranstaltung war, dass die jugendlichen Nachwuchsprogrammierer die Möglichkeit hatten, eigene Projektideen einzubringen. Es ist wirklich bewundernswert, welche Tiefgründigkeit teilweise hinter den Ideen der Jugendlichen steckte. Eine Gruppe wollte beispielsweise den Versuch starten, der Zivilgesellschaft aufzuzeigen, wie sie ihre Daten sichern könne: ein Erinnerungsarmband vibriert, wenn man an etwas erinnert werden möchte – aufgezeigt am Beispiel der Überwachung. Dabei wurde extra eine Android-App für das Armband programmiert, das u.a. erkennen soll, wann man sich einer Überwachungskamera nähert. Es ging der Gruppe dabei nicht nur darum, dass die NSA am Gucken gehindert werden kann, sondern auch Kriminelle. Dazu bemerkte der Präsentierende: „Wobei, der Unterschied zwischen NSA und Kriminellen ist nicht besonders groß.“ Dieses Armband könnte jedoch auch anzeigen, wo sich der nächste Sparkassenautomat befindet. Bei einem anderen Projekt ging es darum, Verschlüsselung von E-Mails möglichst einfach zu machen.

Ob die Jugendlichen sozial isoliert sind, nur weil sie sich gerne mit Technik beschäftigen? Wer bei der Veranstaltung nerdige Jugendliche erwartet, liegt falsch. Offene, mutige und kreative junge Menschen haben offensichtlich einfach Spaß daran, gemeinsam etwas zu entwickeln und sich austauchen zu können. Beeindruckend war, wie viele Jugendliche sich für die digitale Technik auf dem Hintergrund von gesellschaftlichen, politischen und sozialen Prozessen interessieren.

Nach der Präsentation der 26 Projekte stand die Jury vor der schweren Herausforderung, die besten Projekte auszuwählen. Die Jury, die am Ende des Camps die besten Projektideen prämiert hat, bestand aus Petra Sorge (Cicero), Sabine Geithner (Rail Girls Berlin), Sebastian Seitz (Technologiestiftung Berlin), Daniel Dietrich (Open Knowledge Foundation Deutschland e.V.) und Michael Kreil (Open Data City). Die Jury zeigte sich tief beeindruckt von der Vielfältigkeit der gesellschaftlichen Bereiche, die von den Jugendlichen abgedeckt worden seien. Einer der Juroren meinte, man könne sogar regelrecht Angst vor ihnen haben. Und damit hatte die Jury nicht übertrieben: Die Projekte hatten ein solch hohes Niveau, dass man dachte, man habe sich bei einem Studentenwettbewerb verirrt.

Die Jugendlichen wurden am Ende dazu ermutigt, sich bei weiteren Veranstaltungen und Ausschreibungen zu bewerben und über „Jugend hackt“ zu reden, denn nur wenn die Anmeldebögen platzten, würden die Veranstalter Argumente und weitere Finanzmittel haben, dass „Jugend hackt“ im nächsten Jahr größer werden kann. Da ist den Veranstaltern nur zuzustimmen.


Image (adapted) „Willkommen bei Jugend Hackt 2014“ by Open Knowledge Foundation Deutschland (CC BY 2.0)


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#rp14: Teenager gründet Programmierschule in Nairobi

Martha Chumo (Bild: Christina zur Nedden-Netzpiloten, CC BY 4.0)

Als der damals 19-jährigen Martha Chumo die Einreise in die USA für die Teilnahme an der New York Hacker School verweigert wurde, gründete sie stattdessen Nairobi Dev School in ihrer Heimat. // von Christina zur Nedden

Martha Chumo (Bild: Christina zur Nedden-Netzpiloten, CC BY 4.0)

Martha Chumo hat sich selbst das Programmieren beigebracht und hatte ein Stipendium für die New York Hacker School in der Tasche. Als sie nicht in die USA einreisen durfte, beschloss sie die Hacker Schule nach Kenia zu bringen und gründete Nairobi Dev School. Auf der re:publica 2014 sprach sie mit uns über die Umstände, die sie dazu brachten die Schule zu gründen, die bisherigen Herausforderungen, Co-Working Spaces und Startups in Afrika und wie man die hohe Arbeitslosigkeit in Kenia durch Technologie verringern kann.

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Or Be Programmed

Wenn die Zukunft wirklich digital sein sollte, dann muss sich etwas ändern und dafür müssen wir schon bei den Kindern ansetzen: Program or be programmed. Informatikunterricht. Gab es schon in den 80ern an meiner Schule, hatte ich nicht, denn, ihr erinnert euch, meine Eltern führten auf meinem Rücken und mit meiner Unterstützung damals den Kulturkampf gegen Computer, obwohl wir später sogar zu den ersten gehörten, die BTX zu Hause hatten, aber das ist eine andere Geschichte.

Tablets, Smartboards. Ein Thema, das Eltern erregt und elektrisiert. Aktuell mal wieder aufgrund eines Schulmodells in Hamburg. Was haben wir im Elternrat auch um die weitere Einführung von Smartboards gerungen, wie fehlgenutzt auch immer die in der Praxis teilweise werden.

Was mich ärgert (ich kam darauf aufgrund einer Diskussion mit Hansjörg Schmidt, den ich nicht nur aber auch als Netz- und Medienpolitiker in Hamburg schätze und der nicht die Ursache des Ärgers ist), ist aber, wenn die beiden Dinge miteinander verknüpft werden. Oder gar in einem Atemzug genannt. Und das hängt mit einem Thema zusammen, zu dem Nico Lumma neulich was schrieb, das ich nicht wiederfinde, weil die Suche in seinem Blog für mich unbrauchbar ist. Der Idee, dass alle Schülerinnen eine Programmiersprache lernen sollten, dass es wie Fremdsprachen zum Basiscurriculum einer höheren Schule gehöre.

Update: Hier beispielsweise, sagt Nico, habe er das geschrieben, wie sonst auch überall immer (hier, hier und hier). Danke. Lesen.

Mit dem ersten meiner vier Kinder bin ich ja nun fast einmal durch das Schulsystem hindurch. Ok, in Hamburg. Und die anderen drei durchlaufen es. Und nun wechseln wir nach Schläfrig-Holstein in die Schulen, wenn alles klappt.

In keinem Fall meiner Kinder ist eine aus meiner Sicht auch nur rudimentär angemessene Mediennutzung Teil ihres Unterrichts gewesen. Aktueller Höhepunkt war, dass Tertius auf meine Anregung hin sein Baumtagebuch, das er im Nawi-Unterricht anfertigen muss, als Blog führt (was ihn, wie überraschend, tatsächlich motiviert, was eine handschriftliche Papiervariante nicht gekonnt hätte) – aber es keine Lösung dafür gab, wie er dieses Tagebuch dann in der Schule vorführt (außer es auszudrucken, was ja auch keine Lösung sein kann), obwohl der Lehrer die Idee mit dem Blog gut fand. Der Computer im Bioraum ist irgendwie nicht online oder so. Bereits vorher erlebte ich bei einem der beiden Großen so himmlische Dinge wie eine Lehrerin, die für die Bebilderung eines Referats empfahl, diese Bilder doch „von Google“ zu nehmen.

Kopf –> Tisch.

Meine Befürchtung ist – und die ist sicher nicht völlig aus der Luft gegriffen, denn ich beteilige mich ja nun schon seit mehr als zehn Jahren an der Elternmitarbeit in Schulen und mache noch länger mit bei Schulpolitik -, dass es zwar total wichtig ist, schon diese rudimentären Dinge glattzuziehen im Unterricht, aber der Fokus auf Smartboards und Tablets dazu führt, das weit wichtigere und dringendere Thema Informatik, Programmieren, Verständnis für Programme und Sprachen vollständig zu verdrängen. Dass die Frage der technischen Ausstattung der Schule sozusagen Symbolpädagogik für alles ist, was mit „dem Computer“ (und das heißt für die Generation der aktuellen Eltern und Lehrerinnen allzu oft auch noch „dem Internet“) zu tun hat. Smartboards da – alles ist gut.

Nix ist gut. An den Schulen meiner Kinder gibt es recht viele Smartboards. Aber keinen qualifizierten oder qualifizierenden Informatikunterricht. Geparkt im Wahlpflichtbereich in der Mittelstufe (Klasse 9 und 10) finden einige wenige uninspirierte und nicht inspirierende Einheiten statt, in denen einfache Spiele programmiert werden. Eine privatempirische Stichprobe in einer zehnten Klasse eines Gymnasiums ergab, dass keiner der Schüler (Mädchen wählten das Fach nicht) sich erinnern konnte, welche Sprache sie benutzt hatten oder warum. Oder für sich hätte behaupten wollen, er hätte was gelernt. Mag Pech sein, das glaube ich aber nicht. Vielleicht liegt es auch daran, dass dann die naturwissenschaftlichen Profile in den Oberstufen es so schwer haben, genug Schülerinnen zusammenzubekommen. Naja.

Ohne bisher Erfahrungen damit gemacht zu haben, finde ich den Weg, den die beiden Oberstufen in Eutin gehen, ganz interessant. In dieser kleinen „Stadt“ in Ostholstein werden meine Kinder ab dem Sommer wohl zur Schule gehen. Dort gibt es jeweils naturwissenschaftliche Profile in der Oberstufe, die als eines der beiden profilgebenden Fächer Informatik haben. Ob Informatik eine Naturwissenschaft sei, will ich hier mal nicht diskutieren – aber die Profile werden sehr gut angewählt. Informatik wird hier in der so genannten Eingangsstufe (früher: Klasse 11, heute: Klasse 10) neu aufgenommen, gleich auf einem Niveau, das für Jugendliche interessant ist, gleich mit fünf Wochenstunden, gleich so, dass es auch in die Abiturprüfung läuft. Einer meiner Jungs wird das wählen, dann werde ich es beobachten können. Primus hätte auch Lust dazu, aber da ihm das erste Jahr fehlt, kann er das nicht mehr aufholen, weil sein Informatikunterricht in der Mittelstufe im Vergleich dazu nur Killefitz war.

Fazit, vorläufig: Meine Kinder brauchen keine Computerräume in der Schule und kein iPad oder so einen Kram. Meine Kinder brauchen Lehrerinnen, die selbst wissen, was mit internetbasierten Medien im Unterricht möglich ist. Und meine Kinder brauchen das Angebot eines qualifizierten Informatikunterrichts, der keine Medienerziehung ist sondern eher Fremdsprachenunterricht. Mit den gleichen Abstufungen und Zielen wie anderer Fremdsprachenunterricht – denn nicht alle meine Kinder werden fließend eine andere Sprache sprechen oder gar Bücher schreiben in dieser Sprache. Aber alle sollen Code lesen können und wissen, wie sie rausfinden, wie man da was rausfindet.

Update: Ich habe den Gedanken noch einmal weitergeführt und in die Bildungsdebatte eingeordnet. Hier entlang, wenn ich bitten darf.

tl;dr

Program or be programmed (Rushkoff)


Dieser Beitrag erschien zuerst auf Haltungsturnen.de.


 


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Eine Deutschlandkarte mit Lokalblogs

Zehn Zeilen, ein Bild, ein PDF: Eine Deutschlandkarte der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) ahmt Papiermedien im Internet nach, um deutsche Lokalzeitungen aufzulisten. Nehmen wir an, ein Nutzer will von der Karte aus die Webseite einer Zeitung aufrufen, muss er drei Mal klicken. Denn die Karte ist statisch und es sind nur die Namen der Bundesländer eingezeichnet: Dekoration ohne Informationswert. Die Navigation erfolgt über eine herkömmliche Liste der Bundesländer.


  • Aus Usability-Sicht ist die Karte der Drehscheibe nicht gut umgesetzt.
  • Ein Selbstversuch: Statt Zeitungen Lokalblogs mit Hilfe der Java-Script-Library D3 visualieren.
  • URL selbst eintippen: Auch die Karte mit den Lokalblogs ist nicht ideal.

Auf der Karte der Drehscheibe, dem Portal für Lokaljournalisten der bpb, sind die einzelnen Zeitungen erst auf der Ebene der Bundesländer eingezeichnet, auch diese zweite Karte ist statisch. Ein Beispiel: 53 Zeitungen gibt es in Bayern, von A wie Abendzeitung bis W wie Windsheimer Zeitung. Ein Klick auf die Mittelbayerische Zeitung löst einen abrupten Wechsel der Ladegeschwindigkeit aus. Ein pdf mit einer schräg gelegenen Titelseite vom 3. Oktober 2011 erscheint in schlechter Qualität. Darunter eine Infotabelle: Erscheinungsort (Regensburg), Auflage (116.000), Erstausgabe (1945), Facebook. Darunter in dicken, kleingeschriebenen, roten, unterstrichenen Lettern die Internetadresse.

Ich gehe wohlwollend davon aus, dass es diese Auflistung auch gedruckt gibt und diese Dateien einfach exportiert und online gestellt wurden: Für Faulheit habe ich Verständnis.

Als ich mich darüber echauffierte und auch ein bisschen amüsierte, brachte es mich auf eine Idee: Eine Deutschlandkarte mit Lokalblogs. Dazu verwende ich D3, der im Moment heißeste Scheiß im Bereich der Datenvisualisierung. D3 steht für „Data-Driven Documents“, als Erfinder der Java-Script-Library gilt Mike Bostock, der sie an der Standford-Universität entwickelt hat.

Das Besondere an D3: Es werden Vektorgrafiken erzeugt. Das lädt schnell und funktioniert seit HTML5 in allen modernen Browsern ohne zusätzliche Plugins. Die „New York Times“ hat das Potenzial von Bostocks D3 erkannt und ihn als „Graphics Editor“ eingestellt. In vielen innovativen Geschichten der New York Times, bei denen sich irgendwelche Elemente auf der Webseite bewegen, kann man Bostocks Namen entdecken.

Der Nachteil von D3 ist die steile Lernkurve. Ich brauchte Wochen regelmäßigen Bastelns, bis sich aus Geodaten und Java-Script endlich Deutschland und seine Bundesländer darstellen ließen. Für die Blogger-Karte habe ich diesen Code aus einem Unterordner geholt und ihn mit einer Liste von Lokalblogs kombiniert.

In einer separaten CSV-Datei habe ich Name, Bundesland, URL und Koordinaten der Seiten gesammelt, die Lokalblogger.de auf seiner Seite auflistet. Die ersten Werte sind leicht aus dem Quellcode von Lokalblogger.de zu bekommen. Ein bisschen „Suchen und ersetzen“ und die Datei ist fix vom Quellcode gereinigt. Ein bisschen mehr Aufwand waren die Längen- und Breitengrade. Erst musste ich aus dem Impressum den Standort suchen und dann mit einem Tool die Koordinaten ausliefern lassen.

Problematisch war es bei Blogs in der gleichen Stadt, zum Beispiel Hamburg oder Berlin. Ich habe zuerst allen die gleichen Längen- und Breitengrade zugewiesen – wenig überraschend lagen nach dem Upload alle Punkte übereinander. Ich habe dann die Koordinaten ein bisschen verschoben: Der Altona-Blog liegt zwar jetzt streng genommen nicht mehr in Altona, dafür ist er sichtbar. Ähnlich bin ich in Berlin oder Nordrhein-Westfalen verfahren. Es gibt eine Möglichkeit, dass D3 solche Punkte nicht überlappen lässt. Aber ich erwähnte die Lernkurve: Ein bisschen Handarbeit geht schneller – zumindest wenn man nicht an zukünftige Projekte denkt.

Meinen Ansprüchen bin ich nicht gerecht geworden, denn auch bei der Karte mit den Lokalblogs kann man nicht mit einem Klick auf den jeweiligen Blog gelangen – man muss sich die URL merken und selbst eintippen. Denn erstens konnte ich keine Links in die Popups einfügen. Der Standard-Befehl, um aus der CSV-Datei die URL auszulesen und ihn in einen Hyperlink-Tag zu versehen, liefert nur Fehler. Zudem wäre das völlig sinnlos, denn das Popup erscheint, wenn man mit der Maus auf einen Punkt geht. Um einen Link anzuklicken, müsste man den Punkt verlassen und das Popup schließt sich. Ein Teufelskreis. Ich hab’s dann einfach so gelassen. Für Faulheit habe ich Verständnis.

 


 

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Kinder lernen Programmieren durchs Anfassen

In seiner Kolumne beschäftigt sich Nico Lumma mit dem Medienwandel und Kompetenzen die damit einhergehen. Nicht nur im Beruf, sondern auch in der Schule und Familie. Ich habe mir damals, als wir nix hatten, Programmieren selber beigebracht, auf einem Commodore C64. Dazu habe ich ein, zwei Bücher gelesen, eine C64 Zeitschrift jeden Monat verschlungen und ansonsten viele Zeilen Code von anderen Programmierern gelesen und so versucht, zu verstehen, warum da etwas funktioniert. Ich bin eigentlich nie über write-only Code hinausgekommen, es tat, was es sollte, aber man hat nur schwer verstanden, wieso eigentlich. In der Schule sollte uns irgendwann das Programmieren mit einer Computersprache beigebracht werden, die speziell für Kinder und Jugendliche entwickelt worden war. Bei Logo konnte man eine kleine Schildkröte über den Bildschirm laufen lassen, um Striche zu zeichnen. Nun ja, ich war in der 7. Klasse und so richtig begeistert war ich davon nicht, vor allem nicht nach meinem Selbststudium, das mir ermöglichte, es auf dem Bildschirm krachen und blinken zu lassen.

 
Kinder haben es heutzutage viel leichter. Nicht nur, weil ihre Eltern unter Umständen selber mit Computern aufgewachsen sind und daher ein gesteigertes Interesse am Programmieren mitbringen, sondern auch, weil man nicht mehr warten muss, bis Firmen aus dem Bildungsbereich auf die Idee kommen, etwas zu entwickeln, was Kindern und Jugendlichen gefallen könnte. Heutzutage gibt es Kickstarter und dort finden sich immer wieder Projekte, die von interessierten Menschen finanziell unterstützt werden, so dass sie irgendwann das Licht der Welt erblicken können. 
 
So haben knapp 14.000 Menschen das Projekt Robot Turtles untestützt, das als Brettspiel konzipiert bereits Kindern im Vorschulalter die Logik des Programmierens näher bringen soll. Dabei ist Robot Turtle als Brettspiel konzipiert und nimmt somit den Eltern die Sorge, dass die Kinder zu lange vor einem Display hocken könnten, sollten sie das Spiel faszinierend finden. Ursprünglich sollten $25.000 eingesammelt werden, es wurden dann doch $631,230, was man durchaus als Gradmesser dafür nehmen kann, wie wichtig derartige Hilfsmitteln für das Erlernen von Programmiersprachen mittlerweile sind. Primo hingegen erinnert sehr stark an Logo, nur dass Kinder hier ein kleines Auto anhand von Instruktionen fahren lassen können, die sie durch das Stecken von kleinen Symbolen zu einem Programmablauf verbinden können. Nach nur wenigen Tagen zeichnet sich auch hier ab, dass viele Unterstützer gefunden werden können. Primo basiert auf Arduino und viel Holz, was daher sehr kindgerecht wirkt und an anderes Spielzeug für Kinder erinnert. Für etwas ältere Kinder bietet sich Kano – a computer anyone can make an. Kano ist ein spezielles Bundle von Komponenten und Software rund um den beliebten Mini-Computer Raspberry Pi, das es Kindern ermöglicht, nicht nur ihren eigenen Computer ganz alleine zusammenzubauen, sondern auch gleich die ersten kleinen Spiele zu entwickeln. 
 
Zwar werden die Anforderungen an junge Programmierer immer umfangreicher, aber es gibt tolle Projekte, um schon Kindern den Einstieg zu ermöglichen. Ich hätte das damals sehr toll gefunden, aber ich bin mir sicher, dass meine Kinder an derartigen Projekten sehr viel Spaß haben werden.

 


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5 Lesetipps für den 19. November

In unseren Lesetipps geht es heute um die Netzpolitik der Großen Koalition, den Stand der Paywall bei US-Medien, Hacker unterstützen den Journalismus, die Sondersitzung des Bundestags zur NSA und Finnland denkt über Programmierkurse an Grundschulen nach. Ergänzungen erwünscht.

  • NETZPOLITIK Zeit Online: CDU/CSU und SPD entschärfen ihre eigene Netzpolitik: Wer sich in Deutschland für Netzpolitik interessiert, hat in den vergangenen Wochen mit großem Interesse die Verhandlungen zwischen CDU/CSU und SPD im Unterausschuss Digitale Agenda verfolgt. Teilwiese mit Argwohn – zu Recht, wie Patrick Beuths Analyse der Ergebnisse auf Zeit Online zeigt. Im letzten Moment haben die zukünftigen Netzpolitiker der Großen Koalition die wenigen Verhandlungsergebnisse noch einmal kräftig aufgeweicht.
  • PAYWALL Newsonomics: As Digital First Media Announces Its Paywalls, 41% of US Dailies Will Soon Have Them: Gestern kündigte der Chef von „Digital First Media“, John Paton, eine Paywall für all seine Medien an – insgesamt über 75 Zeitungen. Medienforscher Ken Doctor erklärt Patons Taktik und zeigt, warum bereits 41 Prozent der US-Medien auf Paywalls setzen, die bei digitalen Nachrichtenkonsumenten sehr umstritten sind.
  • JOURNALISMUS Berliner Gazette: Wie bei der “New York Times” Hacker und Journalisten zusammenarbeiten: Eine Frage treibt derzeit viele Journalisten um: Muss ich programmieren können? Dabei spielt Technik-Angst häufig eine größere Rolle als Neugier. Brian Abelson, der bei der New York Times arbeitet, ist ein Beispiel dafür, dass es auch anders gehen kann: Er ist erst durch seine Arbeit für die Zeitung zum wahren Datenexperten geworden. Berliner Gazette-Autorin Julia Müller portraitiert den News-Nerd.
  • BUNDESTAG Spiegel Online: Union und SPD üben beim Thema NSA schon Große Koalition: Die gestrige Sondersitzung des Bundestags zur NSA-Affäre war eine Besonderheit. Zwar saßen noch CDU/CSU und FDP auf der Regierungsbank, doch die SPD zeigte schon Solidarität mit die Union und schonte sie. Dazu kommt eine Verletzung der Geschäftsordnung, was die undemokratische Schwäche der Opposition zeigt, wenn es zu einer Großen Koalition kommt. Die Sondersitzung mitten in den Koalitionsverhandlungen trägt wenig zur Sache bei, meinen Annett Meiritz und Philipp Wittrock auf Spiegel Online.
  • FINNLAND Mashable: Finland Eyes Programming Classes for Elementary School Students: Das finnische Bildungssystem erreicht bei Rankings steht die vorderen Plätze. Das hat verschiedene Gründe – weniger Hausaufgaben, die Kinder bleiben lange zusammen und das Verhältnis zwischen Kindern und Lehrern ist persönlicher gestaltet. Gegenüber Mashable kündigte der finnische Europa- und Außenhandelsminister Alexander Stubb an, dass Prorammieren bald auch an Grundschulen unterrichtet werden könnte.

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5 Lesetipps für den 19. Juni

In unseren erlesenen Lesetipps geht es heute um Facebooks Vorteil bei Online-Werbung durch die neue Hashtag-Funktion, eine Infografik über die Geschichte der Programmiersprachen, den smarten Einsatz von Evernote, eine Top 10 von coolen Drohnenvideos und Gerüchte über Wasserkühlung bei Smartphones. Ergänzungen erwünscht.

  • FACEBOOK Jan Rezabs Blog: 5 Gründe, warum Hashtags auf Facebook eine sehr gute Idee sind: Facebook hat mit der Einführung von Hashtags einen brillanten Zug gegen Twitter getätigt, glaubt zumindest Socialbaker-CEO Jan Rezab. Seines Erachtens wird das die Werbung auf Facebook fördern und die ohnehin große Werbemacht des sozialen Netzwerk vervielfachen.
  • PROGRAMMIERSPRACHEN Von Ada Lovelace bis Java & PHP – Die Geschichte der Programmiersprachen: Der amerikanische Spezialist für die Sicherheit von Software-Anwendungen Veracode hat in einer Infografik die Geschichte der wichtigsten Programmiersprachen und ihre Erfinder zusammengestellt. Michael Kroker zeigt diese interessante Infografik zur Geschichte der Computer-Programmiersprachen in seinem IT-Blog.
  • EVERNOTE Evernote Blog: Clever arbeiten mit Evernote: Im Februar 2013 erhielt die Kommunikationsberatung Three-Headed Monkeys den Auftrag, für die DFDS Seaways Deutschland eine Markenerlebnis-Untersuchung durchzuführen, die Einblicke in die Erlebniswelt der Kunden eröffnet. Im Interview mit dem Tumblr-Blog von Evernote berichtet das Unternehmen, wie sie den Notizdienst in ihrer Arbeit einsetzen.
  • DROHNEN t3n: Drohnenvideos: Filmaufnahmen aus der Luft zu drehen ist dank ferngesteuerter Kameradrohnen längst kein Traum mehr. Schon mit minimalem Aufwand sind mittels dieser kleinen Helferlein Luftaufnahmen aus bis zu zwei Kilometern Höhe möglich. So entstehen spektakuläre Filmaufnahmen aus schwindelerregenden Höhen – wie diese von t3n zusammen gestellten Top 10 Drohnenvideos.
  • SMARTPHONE Androidnext.de: Werden Smartphones bald mit Wasserkühlung ausgestattet?: Die Rechenleistung von Smartphones wächst mit jedem neuen Gerät, in Japan hat NEC bereits das erste Smartphone mit Wasserkühlung heraus gekommen und es gibt bereits Gerüchte, dass diese Technologie bald auch von vielen anderen Herstellern eingesetzt wird. Unser Autor Daniel Kuhn schreibt auf Androidnext.de über diesen neuen Lösungsansatz.

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Lingohub bringt Entwickler und Übersetzer zusammen

Lingohub möchte mit seinem Lokalisierungsservice den Übersetzungsprozess fest in die Software- oder App-Entwicklung integrieren. Lars Sobiraj hat sich das Unternehmen aus Österreich einmal genauer angeschaut.

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Entwickler von Computer-Software oder mobilen Apps als auch Übersetzer haben jeweils ein Problem. Softwarehersteller brauchen zuverlässige Übersetzungen in vielen Sprachen, um dadurch deutlich mehr Benutzer zu erreichen und ihr Produkt an den Mann zu bringen. Auf der anderen Seite haben viele Menschen, die gegen Bezahlung Texte übersetzen, Probleme mit dem vorherrschenden Preisdumping großer Agenturen. Das Startup Lingohub versucht seit einigen Monaten beide Parteien zueinander zu bringen und dieser Tätigkeit die Anonymität zu nehmen.

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Or Be Programmed

Der österreichische Schriftsteller Oskar Kokoschka sagte, dass ihm aus der Schulzeit nur seine Bildungslücken in Erinnerung geblieben sind. Ähnlich wird es wohl einmal den Kindern von Wolfgang Lünenbürger-Reidenbach gehen, die in einer zunehmend digitalisierten Gesellschaft leben werden, ohne die notwendige Ausbildung bekommen zu haben.

Informatikunterricht. Gab es schon in den 80ern an meiner Schule, hatte ich nicht, denn, ihr erinnert euch, meine Eltern führten auf meinem Rücken und mit meiner Unterstützung damals den Kulturkampf gegen Computer, obwohl wir später sogar zu den ersten gehörten, die BTX zu Hause hatten, aber das ist eine andere Geschichte. Tablets, Smartboards. Ein Thema, das Eltern erregt und elektrisiert. Aktuell mal wieder aufgrund eines Schulmodells in Hamburg. Was haben wir im Elternrat auch um die weitere Einführung von Smartboards gerungen, wie fehlgenutzt auch immer die in der Praxis teilweise werden.

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DaWanda unterstützt die Rails Girls Berlin

Zum ersten Geburtstag der Rails Girls Berlin, einer Initiative die junge Frauen an das Programmieren heranführt, steigt DaWanda als langfristiger Partner ein und unterstützt das Projekt sowohl personell als auch finanziell.

Rails Girls Jubiläumsworkshop_2

DaWanda, der Online-Marktplatz für Selbstgemachtes und Unikate, fördert den weiblichen IT-Nachwuchs in Berlin. Die Rails Girls Berlin wurden im April 2012 gegründet. Sie sind Teil einer internationalen Non-Profit-Initiative, deren Hauptziel es ist, jungen Frauen mit dem bekannten Web-Application-Framework Ruby on Rails, basierend auf der Programmiersprache Ruby, die Welt der Webentwicklung nahezubringen.

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Das Digitale macht Schule anders

In seiner Kolumne beschäftigt sich Nico Lumma mit dem Medienwandel und Kompetenzen die damit einhergehen. Nicht nur im Beruf, sondern auch in der Schule und Familie.

Damals, kurz nach dem Krieg, als ich zur Schule ging, da gab es einen Computerraum, den ich während meiner Zeit auf dem Gymnasium gefühlt zweimal betreten habe. Bei beiden Besuchen ging es darum, mit der Programmiersprache LOGO eine Schildkröte durch einfache Befehle Linien auf den Bildschirm zeichnen zu lassen. Natürlich hatten sich jeweils 5 Schüler einen Computer zu teilen, also hakte ich das Thema Computer und Schule schnell ab, auch weil ich zuhause mit einem C64, der Datasette, der Floppy 1541 und einem Lötkolben alles hatte, was das Herz begehrte.

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