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Kurse gegen Hate & Fake

Wer heute jünger ist als 20 Jahre, kennt Screens und Smartphones seit dem Kindesalter. Laut einer Marktforschung des BVDW aus 2018 gehen 74 Prozent der 14- bis 24-Jährigen hauptsächlich mit dem Smartphone online. 97 Prozent aller befragten Internetnutzer verwenden das World Wide Web, um sich Informationen zu verschiedenen Themen zu beschaffen. Da auf den digitalen Kanälen zunehmend auch Fake News und Hate Speech anzutreffen sind, wird der Weg zur differenzierten Meinung und zu fundierten Argumenten oft erschwert.

Die Grimme Akademie, Referat und Fortbildungsschmiede des renommierten Grimme Instituts, packt das Problem mit Bildung an: mit der Zentralstelle Politische Jugendbildung des Deutschen Volkshochschul-Verbands (DVV) wurde ein umfangreiches Lernkonzept mit vielen unterschiedlichen Modulen entwickelt, das die Jugendlichen für Fake News sensibilisieren soll.

Reflexion gegen Manipulation

In den Unterrichtseinheiten sollen die Schüler verschiedene Medienkompetenzen erlernen. Zum Beispiel sollen sie systematisch ihr eigenes Medienverhalten reflektieren. Gleichzeitig soll kreativ erarbeitet werden, was Falschnachrichten und gezielte Manipulationen im Internet in der Gesellschaft bewirken können. Die dafür entwickelte Modulbox ist in sechs Unterrichtseinheiten á 45 Minuten aufgeteilt.

Der Verbandsdirektor des DVV Ulrich Aengenvoort betont, man müsse Jugendliche und junge Erwachsene auf ihrem Weg in der digitalen Welt begleiten. Erfreulicherweise finden die Module auch in der Praxis Anklang bei den Lehrenden. „Wir haben verschiedene Elemente in einem Workshop mit Jugendlichen ausprobiert und sind je nach Interesse der Teilnehmenden tiefer in einzelne Bereiche gestiegen. Das ist bei allen sehr gut angekommen.“, berichtet Felicitas Sieweck von der Volkshochschule Meppen. 


Image by Grimme Akademie.

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Fortnite – die Inkarnation des Hypes

Vielleicht sollte es mir mit meinen 19 Jahren zu denken geben, dass ich das Phänomen Fortnite einfach nicht verstehe. Während der Recherche zu diesem Artikel stolperte ich online über das ein oder andere „Ultimate Fortnite Fail Compilation“ Video, mit immerhin so um die vier bis sechs Millionen Aufrufe, das mich stocken ließ. Mich, die RPG-Spielerin, für die League of Legends im Bereich MOBA (Multiplayer-Online-Battle-Arena) das höchste der Gefühle war. Denn mir eröffnete sich in diesen Videos eine überdrehte, quietschebunte Welt voller absurder Tänze und ausgefallener Kostüme. Ach ja: gebaut und Gegner gekillt wird natürlich auch noch. Eigentlich sollte es mich wahrscheinlich gar nicht wundern, dass gerade in unseren schnelllebigen Zeiten besonders Kinder anfällig für diese, nun ja, „spezielle“ Art des Battle Royales sind.

Doch trotzdem wollte ich es jetzt genau wissen: Was macht Fortnite so „einzigartig“? Wie kommt es, dass gerade dieses Spiel sich einer so regen Beliebtheit erfreut, und das übrigens, wie ich herausfand, nicht nur bei pubertierenden Kindern?

Multimedial unterwegs

Zunächst einmal kann das Spiel Fortnite auf PC/Mac/Xbox/Playstation/iOS/ Android und der Nintendo Switch gespielt werden. Also eigentlich auf allen gängigen Computern, Konsolen und Smartphones. Das ist auch schon der erste Punkt, warum das Spiel bis heute circa 125 Millionen aktive Spieler weltweit verzeichnet. Wo auch immer du bist, was auch immer du gerade machst: Du kannst Fortnite spielen. Auf der Couch, vor dem Rechner oder in der Bahn. Das eignet sich besonders gut für die Generation Smartphone, die zu ihrem zehnten Geburtstag ein Handy geschenkt bekommen. Und dazu kommt noch, dass das Spiel komplett kostenlos ist. Außer im Xbox-Store. Hier muss man Xbox Live Gold hinlegen, also die interne Währung der Plattform, um das Spiel zu downloaden. Aber wie auch in anderen Spielen können Items, Kostüme und Waffen in einem zusätzlichen Shop mit Ingame-Geld erworben werden.

Klicks durch Content

Dieser „Grundsatz“ gilt im Internet schon seit längerem. Will man Aufmerksamkeit braucht man nicht nur guten Content, sondern auch möglichst viel davon. Und auch hier wurde ich von Epic Games, dem Herausgeber von Fortnite, leicht erschlagen. Allein im internen Shop für Kleidungsstücke, Waffen und andere Items tummeln sich hunderte und aberhunderte von gewöhnlichen, legendären, seltenen und besonderen Artikeln. Hier können Charaktermodelle, Emojis, Tänze und Ausrüstung noch und nöcher gegen echtes Geld eingetauscht werden. V-Bucks lautet der Name der Ingame-Währung, mit der die meisten der Artikel im Spiel gekauft werden können. Um die Währung zu erhalten, kann man im Spiel tägliche Quests abschließen, oder die V-Bucks eben kaufen. Dafür bietet der Shop mehrere Kaufoptionen, die von zehn Euro bis 100 Euro Echtgeld gehen. Allerdings müssen für einige Items auch besondere Missionen erfüllt, oder besondere Ränge und Abzeichen erreicht werden. Es wird also nie langweilig in der Fortnite Welt.

Das gilt allerdings nicht nur für die Items, die man sich im Shop kaufen kann, sondern auch für die Updates der Spiele. Auch wenn andere Entwicklerstudios wie Blizzard ebenfalls jährlich Updates für ihre beliebtesten Spiele raushauen, ist das nichts im Vergleich zu dem Hype, der sich online jedes Mal entfesselt, wenn eine neue Season Fortnite beginnt. Denn jede Season verspricht eine Veränderung der Spielwelt, neue Events und allgemein neue Items. Für Season acht zum Beispiel soll angeblich ein Wasserbiom auf der Map geplant sein. Zu dieser Vermutung passt zum Beispiel, dass es neue fischige Items und Skins im Shop gibt.

Und alle machen mit

Insbesondere interessant sind bei den Seasons jedoch nicht nur die Neuerungen im Spiel selbst, sondern vor allem die gewaltige Community, die auf diese Veränderungen reagiert. Fast schon wie ein zweites Zuhause wird in Echtzeit online über die Geschehnisse auf der Fortnite-Insel berichtet. Jede noch so kleinste Veränderung wird von den Spielern bemerkt, aufgegriffen und eifrig diskutiert. Inzwischen hat Fortnite sogar League of Legends vom Thron des Spiels mit den meisten Zuschauern auf Twitch gestoßen.

Man mag über Epic Games und Fortnite denken was man möchte, aber Community-Pflege können sie: Auf der Website von Fortnite gibt es immer wieder Kreativwettbewerbe, Ausschreibungen und Präsentationen der Kreationen der Spieler. Einige der Wettbewerbe sind mit bis zu 100.000 US-Dollar dotiert. Was Spiele wie League of Legends mit zahlreichen Sponsoren machen, stampfen die Entwickler von Fortnite mühelos selbst aus dem Boden. Bei einer Community von 125 Millionen aktiven Spielern ist das aber vielleicht auch kein Wunder. Tänze aus Fortnite, wie der Floss Dance, werden zum weltweiten Phänomen, Streamer zu Ikonen und Musiker wie DJ Marshmallow legen in Fornite auf.

Ja, richtig gehört. Auch das gab es erst kürzlich in Fortnite. Ein virtuelles Konzert eines echten DJs, im Spiel. Hunderte Spieler fanden sich auf verschiedensten Server zusammen und ließen die Hüften ihrer Charaktere schwingen. Das Ganze sieht dann so aus:

Fortnite, der Hype unserer Zeit?

Es gibt gefühlt keinen Aspekt des Spielerlebens, den Fortnite nicht abdeckt. Community-Wettbewerbe, Charaktergestaltung, Konzerte, Events, Pop-Kulturelle Anspielungen. Epic Games macht das so selbstverständlich wie kein andere Spieleentwickler. In Fornite verschwimmen die Grenzen der realen Welt mit der der Online-Welt. Zudem ist das Spiel immer erreichbar, immer spielbar und dabei für Einsteiger nicht allzu schwer zu erlernen. Egal wo du herkommst, egal was du sonst zockst, Fortnite garantiert dir sofortigen Spielspaß und bietet jedem der möchte ein virtuelles Zuhause. Dabei springt das Spiel genau auf die Schnelllebigkeit und das „einfach mal kopflos Spaß haben“-an, dass so viele sich zu wünschen scheinen.

Ich war und bin zugegebenermaßen noch immer überfordert mit der schieren Masse an Content, die es täglich zu diesem Phänomen gibt und präferiere weiterhin das ruhige Questen in Azeroth. Aber inzwischen ist Fortnite nun mal ein weltweites Erlebnis. Und auch wenn es Gerüchte gibt, das Spiel Apex Legends würde Fortnite den Rang ablaufen, dürfen sich die Fans des Spiels wohl noch eine Weile in der bunten Online-Welt vergnügen. Und natürlich auch weitertanzen.


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Mit IPGarten von der Couch aus Gemüse ernten

So ein eigener Gemüsegarten ist eine schöne Sache. Selber zu entscheiden, was man anpflanzt und das Gemüse jederzeit zu kontrollieren und anschließend zu ernten, machen das Ganze zu einem rundum schönen Erlebnis. Gerade wenn das Gemüse dann hinterher auf dem Teller landet, kann man sich voller Stolz auf die Schulter klopfen. Leider haben nicht alle die Möglichkeit einen eigenen Gemüsegarten anzulegen. In Großstädten kann dies ganz schön schwierig sein. Doch wer darauf nicht verzichten möchte, kann in Berlin seinen eigenen Gemüsegarten ganz einfach von der Couch aus managen!

Die Rede ist hier nicht von einem Online-Game, bei dem du dich um deinen eigenen Hof kümmern musst – doch ist es irgendwie auch ganz ähnlich. Mit IPGarten kannst du dir ganz einfach deinen eigenen Gemüsegarten zulegen und ihn von Zuhause aus steuern. Wir erklären dir einmal, was hinter dem Ganzen steckt.

Erfülle deinen Traum vom eigenen Gemüsegarten – egal wo du bist

Der IPGarten versteht sich als digitale Brücke zwischen dir und den Bio-Bauern. Per Mausklick bepflanzt du dein eigenes 16m² großes Ackerland ganz nach deinem Belieben. Diese 16m² sind in 16 Sektionen aufgeteilt, die du nach deinen Wünschen bestücken kannst. Hierbei hast du eine Riesenauswahl an verschiedenem Saatgut. Entscheide zwischen 50 Kräuter-, Gemüse- oder Blumensorten. Du bestimmst, wo du was pflanzt und bewässerst und pflegst dein Beet per App. Zudem kannst dabei deinem eigenen Gemüse via Life-Cam beim Wachsen zusehen. Deine Befehle führen direkt vor Ort die IPBauern aus. So kannst du sicher sein, dass es deinem Gemüse immer gut geht. Allerdings muss ein m² mit Blumen bepflanzt sein, damit die Bienen auch etwas von deinem Garten haben.

Eine gut durchdachte Umsetzung

Via Live-Cam kontrollierst du jede einzelne Parzelle ganz genau, oder bekommst einen Überblick über das, was gerade so auf den Feldern passiert. Zusätzlich sind die Parzellen mit einer Vitalsensorik ausgestattet, womit du ganz einfach wichtige Daten über die Pflanzen, Boden, Wasser und Luft aufrufen kannst. Umso wichtiger ist das Einschreiten, solltest du sehen, dass dein Garten bewässert oder gedüngt werden muss, oder sich etwas am Zustand deiner Pflanzen ändert.

Gartenübersicht – verschiedene Ansichten | Screenshot by Jennifer Eilitz

Zusätzlich hast du die Möglichkeit deinen Garten via Autopilot zu managen. Dieser macht Sinn, sollte dir selber die Zeit fehlen oder du Unterstützung beim Pflegen deines Gemüsegartens gebrauchen kannst.

Der Lerneffekt ist beim Online-Garten natürlich auch gegeben. Du lernst viele Gemüse-, Kräuter- und Blumenarten kennen und zusätzlich noch Wissenswertes über die Pflege und Ernte. Auch in Schulen ist dies eine gute Art, sich bewusst mit Lebensmitteln und Gemüse auseinanderzusetzen und gemeinsam zu lernen, wie man diese pflegt und anschließend zubereitet.

Zeit zu ernten

Am Ende soll deine Arbeit natürlich belohnt werden. Wenn du dich also gut um deinen Garten gekümmert hast und natürlich auch die Natur ihr Übriges getan hat, dann kannst du damit rechnen von Mai bis November etwa 20 bis 30 Kisten mit eigenem Gemüse zu erhalten. Dabei beliefern dich die IPBauern ganz persönlich gegen einen kleinen Lieferaufpreis. Wenn du lieber selbst dein Gemüse abholen möchtest, dann kannst du das natürlich auch tun. Wer spenden möchte, hat die Möglichkeit überschüssiges Gemüse an soziale Einrichtungen zu spenden – tolle Sache!

Nutze verschiedene Modelle

Hast du dich dafür entschiedenen deinen eigenen Garten anzulegen, stehst du noch vor der Entscheidung, in welchem Rahmen du das Ganze starten möchtest. Hierfür stehen dir verschiedene Modelle zur Auswahl.

Selbstständig Gärtnern kannst du schon für etwa 30 Euro im Monat. Hierbei überwachst du allerdings, wie der Name es schon sagt, selbstständig dein eigenes Gemüse und steuerst deinen Garten bei voller Kontrolle online. Beachte, dass hier eine Mindestlaufzeit von zwölf Monaten angesetzt ist.

Rundum sorglos bist du bei diesem Modell. Das Ganze läuft auf Autopilot und die IPBauern managen dein Gemüse und bescheren dir viele tolle Gemüsekisten. Hierbei bezahlst du monatlich für ein Jahr 34 Euro.

Kunden im Raum Berlin/Potsdam werden vom Team persönlich beliefert oder aber du holst dir deine Erntekiste selbst in der Berliner Malzfabrik ab. Dort hast du zusätzlich die Möglichkeit mit anderen IPGärtnern zu sprechen oder auch Gemüse mit ihnen zu tauschen.

Ab der kommenden Saison sollen auch Gärtner bundesweit ihre Gemüsegärten anlegen und anschließend von DHL beliefert werden können.

Wenn du Lust bekommen hast, deinen eigenen Online-Garten anzulegen, dann lohnt sich ein Blick auf die Möglichkeiten, die dir IPGarten bietet, allemal. Gründer Martin Kruszka und sein Team garantieren nach ökologischen Maßstäben angebautes Gemüse frei von Pestiziden oder synthetischem Dünger.

Profitiere vom Wissen der Profibauern, die dir mit Rat und Tat beiseite stehen und sei daheim auch ohne Garten immer bestens versorgt mit eigens angebautem Gemüse!


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Bücher finden leicht gemacht

Geschenke zu suchen ist das Eine, die passenden zu finden, das Andere. Um den Überblick zu behalten, gibt es sogar schon Apps, die uns beim Geschenke managen helfen sollen. Doch greifen wir oftmals auf die üblichen Geschenke zurück, wie beispielsweise Gutscheine, Parfum oder Bücher. Das muss allerdings gar nicht mal schlecht sein. Viele Bücherwürmer freuen sich immer über neuen Lesestoff – allerdings muss dieser auch zu den Vorlieben passen. Dass man dabei das Falsche schenkt, kommt nicht unbedingt selten vor. Hier tut sich somit direkt das nächste Problem auf: Welches Buch soll es sein? Um diese Frage einfacher zu klären, stelle ich euch hier einmal den Buchgeschenkefinder vor.

Online nach passenden Büchern suchen

Wer sich unschlüssig und nicht sicher ist, welches Buch zum Beschenkten passen könnte, der hat es hier einfach. Die Seite Buchgeschenkefinder von der Verlagsgruppe Random House gibt hier beste Anreize und Möglichkeiten den Geschmack der Person, die beschenkt werden soll, zu analysieren. Dabei ist die Seite kein bisschen kompliziert aufgebaut und man findet sich gut zurecht. Der Geschenkefinder springt einem direkt ins Auge und dann kann es auch schon losgehen.

Screenshot by Jennifer Eilitz

Zu allererst werdet ihr auf der Seite gefragt, für wen das Geschenk sein soll. Ihr habt die Wahl zwischen Kindern und Erwachsenen. Klickt euch hier also durch die anschließenden Fragen wie unter anderem, ob das Buch für Mann oder Frau gedacht ist und welche Eigenschaften zur Person passen. Das läuft ganz einfach nach dem Entweder – Oder-Prinzip. Ist die Person anspruchsvoll oder emotional, abenteuerlustig oder doch lieber auf der Suche nach Unterhaltung? Ganze fünf Fragen müsst ihr beantworten, ehe es die ersten Vorschläge gibt.

Anschließend gibt es eine kleine Analyse über den Beschenkten und Vorschläge von verschiedensten Romanen und Sachbüchern. Ab hier geht das eigentliche Klicken dann erst los.

Screenshot by Jennifer Eilitz

Ein Rundumblick

Ihr habt die Fragen beantwortet und könnt jetzt eure Bücher aussuchen. Hierfür schaut ihr euch die Vorschläge an. Interessiert ihr euch für ein bestimmtes Buch, so erhaltet ihr nach einem Klick alles Wissenswerte zum Fundstück.

  • Der Klappentext
  • Leserstimmen und Rezensionen
  • Der Buchpreis
  • Links zu verschiedenen Onlineshops

Wenn ihr dann noch mehr über das Buch erfahren möchtet, dann werft auch gleich einen ersten Blick ins Buch.

Nicht nur zum Verschenken

Wenn du selbst auf der Suche nach neuem Lesestoff bist, dann lass dich inspirieren. Klicke einfach an, wofür du dich interessierst und erhalte im Anschluss eine Reihe toller Romane nach deinem Geschmack. Auch hier kannst du wieder mit einem Klick alle nötigen Informationen anzeigen lassen, um dir deine Entscheidung zu erleichtern.

Screenshot by Jennifer Eilitz

Und weiter?

Sehr viel mehr gibt die Seite allerdings nicht her. Es macht Spaß sich durch die Auswahl an Bestsellern, Klassikern und tollen Romanen und Sachbüchern zu klicken, doch eine Sache fehlt mir persönlich: Die Individualität. Es wäre schon, wenn man seine Interessen genauer detaillieren könnte, um so noch optimierter Buchempfehlungen zu erhalten. Ein paar Filter mehr, könnten hierbei schon helfen noch individuellere Vorschläge zu bekommen.

Allerdings ist es eine schöne Möglichkeit nach einem guten Buchgeschenk zu suchen, wobei man nicht von der massigen Auswahl an Romanen überflutet wird. Die Seite wirkt „einladend“ und so macht das Stöbern gleich mehr Spaß.


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Temtem – Wie Pokémon, nur Online!

Vor mehr als 20 Jahren eroberten Pokémon gleichermaßen die Herzen und Gameboys im Sturm. Seitdem sind sieben Generationen der beliebten Taschenmonster erschienen, sowie mehrere Spinoff-Spiele. Sogar auf Smartphones ist mit Pokémon GO das Sammelfieber ausgebrochen. Viele Fans sehnen sich jedoch schon lange nach einem MMO der beliebten Spieleserie. Wer online durch die Pokémon-Welten tigern wollte, musste bislang auf fangemachte Editionen zurückgreifen. Projekte wie Pokémon Uranium, Pokémon Prism und Pokémon Brick Bronze mussten jedoch alle aus Copyright-Gründen vom Netz gehen.

Das Spiel Temtem des spanischen Entwicklers CremaGames nimmt die beliebte Spielformel rund um die sammelbaren Monster und erschafft damit ein eigenes Spiel, das als MMO aufgebaut ist.

Am 29. Mai startete die Finanzierung des Spiels über Kickstarter. Das Ziel von 70.000 Dollar wurde mit Leichtigkeit erreicht und sogar um ganze 500.000 Dollar übertroffen. Typisch für Crowdfunding-Projekte, wurden damit auch mehrere Stretch Goals erreicht, die zusätzliche Features ins Spiel bringen. Dazu aber später mehr.

Euer Temtem begleitet euch auf der Reise durch die bunte Spielwelt | Image by CremaGames

Was ist Temtem denn eigentlich?

Im Spiel träumt jedes Kind davon irgendwann ein Temtem-„Tamer“ zu werden. Der Spieler beginnt gerade seine Reise, die sechs Inseln des Airborne Archipels zu erkunden. Auf der Reise lernt ihr viele neue Temtems kennenlernen und fangt sie, um euch im Kampf mit anderen Tamern zu messen. Sowohl die Temtems, als auch deren Attacken sind einem Typ zugeordnet – beispielsweise Feuer, Wasser, Mental oder Kampf.

Wie beim geistigen Vorfahren, müsst ihr im Kampf die Typen clever einsetzen. Elektro ist gegen Wasser effektiv, Wasser gegen Feuer und Feuer gegen Pflanze. Attacken des Typs Metal bringen hingegen aber nur wenig gegen Kristall-Temtems. Eine gute Kenntnis über die Temtems und ihre Typen, helfen dir also wichtige, taktische Entscheidungen zu treffen.

Die Zucht von Temtems erlaubt euch zudem neue Attacken zu erlernen, die dieses Temtem normalerweise nicht beherrscht. Jedes Temtem hat aber einen genetischen Zerfall für jedes Ei, dass es produziert.

Am Ende soll das Spiel sowohl eine umfangreiche Story-Kampagne bieten, als auch die Möglichkeit sich im Kampf gegen andere Tamer zu messen. Doch auch die Story soll komplett kooperativ zu spielen sein. Obwohl Tamer ständig auf Reisen sind, könnt ihr euch ein eigenes Haus kaufen und es ganz nach euren Wünschen einrichten.

Eure eigenen vier Wände könnt ihr euch ganz individuell einrichten | Image by CremaGames

Natürlich gibt es auch eine dubiose Organisation im Hintergrund, die euch das Leben schwer macht. Ob Clan Belsoto jedoch den Kultfaktor eines Team Rockets erreichen kann, wird sich erst noch zeigen, wenn Spieler die Story spielen können.

Diese Strechgoals wurden erreicht

$90.000 – Nuzlocke Game Mode: Viele Pokémonspieler machen sich freiwillig das Spiel mit Challenges schwerer, die meist unter dem Begriff Nuzlocke zusammengefasst werden. Temtem setzt mit dem ersten Stretchgoal sogar eine offizielle Unterstützung von Nuzlocke-Regeln um.

$120.000 – Arcade Bar: Haut euer hartverdientes Geld in diversen Minispielen auf den Kopf.

$160.000 – Neues, mythisches Temtem: Ein neues, mythisches Temtem findet ins Spiel. Dafür wird extra ein eigenes Gebiet, sowie eine Quest erstellt.

$200.000 – Reittiere: Bestimmte Temtems lassen sich auch reiten.

$250.000 – Nintendo Switch: Das Spiel erscheint auch für Nintendos Mobil-Konsole.

$280.000 – Replay System: Matches lassen sich aufzeichnen und mit der Welt teilen.

$400.000 – Clubs: Temtem bekommt ein eigenes Gildensystem mit wöchentlichen Clan-Battles.

$500.000 – In-Game Turniere: Wöchentlich generiert das Spiel automatisch neue Turniere, an denen ihr um Items kämpfen könnt.

In die Alpha gestartet

Am 28. November öffnete das Spiel erstmals seine Pforten – vorrausgesetzt, ihr habt das Spiel mindestens als „Alpha Hero“ in der Kickstarter-Kampagne unterstützt. Die erste Alpha enthält vorerst nur eine Insel mit ersten Temtems. Das Spiel ist allerdings noch lange nicht fertig und die Entwickler möchten das Feedback in die weitere Entwicklung einfließen lassen.

Im April und im August 2019, sollen jeweils große Content-Updates für die Alpha-Version kommen, ehe das Spiel im September in die offizielle Early Access-Phase startet, die dann auch der breiteren Öffentlichkeit zugänglich ist. Der finale Release ist aber erst im Mai 2020 geplant.


Image by CremaGames

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Weihnachtsgeschenke per App managen

Der erste Advent ist schon vorbei und langsam aber sicher bewegen wir uns mit großen Schritten auf Weihnachten zu. Wer noch nicht alle Geschenke beisammen hat, für den haben wir hier eine besonders hilfreiche App-Empfehlung.

Den Überlick behalten

Die App “Christmas Gift List” soll euch dabei helfen, eure Geschenke für dieses Jahr zu planen, Ideen zu sammeln und im Weihnachtschaos den Überblick über eure Finanzen zu behalten. Eingeteilt ist das Ganze dann in drei Listen: die Budget-Liste, die Personen, die beschenkt werden sollen und eine Liste für Geschenkideen. Ihr fangt also damit an zuerst euer Gesamtbudget anzugeben. Ist das getan, fertigt ihr eine Liste mit all denjenigen an, die beschenkt werden sollen. Fallen euch zwischendrin noch Geschenkideen ein, könnt ihr diese im Bereich “Gifts” festhalten. Bei den Geschenken könnt ihr noch Bilder hinzufügen und angeben ob es nur eine Idee, bereits gekauft oder bereits verpackt ist.

Praktische App mit Schwächen

Was mir negativ an der App aufgefallen ist, ist der willkürliche Mix von Anwendungssprachen. Die Texte in der App sind an manchen Stellen englisch und an manchen deutsch. Die Navigation in der Anwendung erfolgt zwar intuitiv und sollte auch für Nutzer mit wenig Englischkenntnissen problemlos vonstatten gehen können. Trotzdem kann der willkürliche Mix der Sprachen von Zeit zu Zeit nerven. Auch das hohe Maß an Werbung fällt auf. Klar, eine kostenlose App muss sich mithilfe von In-App-Käufen finanzieren. Werbeanzeigen beim Öffnen einer App sind daher auch üblich und stören eher weniger. Hier werdet ihr aber auch mit Werbeanzeigen konfrontiert, wenn ihr nur zwischen den Reitern „People“ und „Gifts“ hin und herwechselt, was bei Zeiten durchaus abschreckend wirken kann. Alles in allem ist die App aber durchaus hilfreich, um alle Ideen, Käufe und Geschenke-Geistesblitze an einem Ort zu dokumentieren. Im Weihnachts-Stress verliert man sich gerne mal in einem Kaufrausch, da ist es praktisch einen genauen Überblick über sein Budget zu haben. Die App ist kostenlos im Google Play Store erhältlich.


Image Ivan Kruk via stock.adobe.com

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5 Highlights aus den Mediatheken!

20180801 Mediathekentipps KW 31

In den kostenlosen Mediatheken warten unzählige tolle Filme, Serien-Episoden und Dokumentarstücke auf ihre Entdeckung. Hier ist meine Auswahl für den August: ein Road-Movie von Fatih Akin, eine Krimi-Serie über Amnesie und drei Dokumentationen. Viel Spaß beim Streamen!

Digital Africa – Ein Kontinent erfindet sich neu

Es heißt, dass der afrikanische Kontinent eine Stufe der Digitalisierung einfach übersprungen hat: Von Kenia bis Ghana arbeiten unzählige Startups daran mobile Technologien überall im Land verfügbar zu machen. Die Arte-Doku zeigt, wie das Bezahlen mit dem Smartphone in die entlegensten Dörfer vordringt, Drohnen über Erntefeldern kreisen und welchen Mehrwert die Blockchain-Technologie für das Gesundheitswesen darstellt.

Arte / Verfügbar bis 29.08.: Zur Doku

Michael Jackson’s Journey from Motown to Off the Wall

Regisseur Spike Lee beleuchtet in seiner Doku die jungen Zwanziger der Pop-Legende. Damals konnte sich Michael Jackson über seine ersten Chart-Erfolge als Solo-Künstler freuen, wonach seine Karriere so richtig abhob. Den internationalen Durchbruch bescherte ihm schließlich 1979 sein Album „Off the Wall“ – dem bis dahin weltweit erfolgreichsten Album eines schwarzen Künstlers.

3sat / Verfügbar bis 16.10.: Zur Doku

Tschick

Erst sieht es so aus, als würde Außenseiter Maik (Tristan Göbel) die Sommerferien allein zuhause verbringen. Doch dann kreuzt sein Mitschüler Tschick (Anand Batbileg) auf und überredet ihn, zusammen eine Reise ohne Karte und Kompass durch die ostdeutsche Provinz zu starten. Ein chaotischer und nicht ganz ungefährlicher Roadtrip beginnt.

WDR/ Verfügbar bis 04.08.: Zum Film

Tabula Rasa (Staffel 1)

Seit einem Autounfall leidet Mie (Veerle Baetens) unter Amnesie und ist ohne ihr Notizbuch verloren. Doch nun muss sie sich um jeden Preis erinnern: Ein Mann ist verschwunden und Inspektor Wolkers (Gene Bervoets) ist überzeugt: Mie ist die letzte, die ihn womöglich lebend gesehen hat.

ZDF / Verfügbar bis 05.01.2019: Zur Serie

Das Notfall-Dilemma – Moralisch richtige Entscheidungen sind nicht programmierbar

Wie reagieren Menschen, wenn um sie das Chaos ausbricht? Wen soll man retten, wenn man sich in Bruchteilen von Sekunden zwischen zwei Menschen entscheiden muss? Notfälle, Unfälle und Unglücke passieren immer wieder – und nun versuchen wir Menschen diese Entscheidungsfähigkeit auch in selbstfahrende Autos zu implementieren. Doch nach welchen Kriterien hat das stattzufinden?

ZDF / Verfügbar bis 2023: Zur Doku


Image Arte, Sony Legacy Recordings

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Im Test: Die smarte Schuhkauf-App von Reno

Für mich war Schuhekaufen im Internet sehr lange ein No-Go. Wer kauft denn Sneakers, High Heels oder Sandaletten ohne Anprobieren?

Doch irgendwann habe ich es dann doch gewagt. Vorsichtig mit dem bewährten Trick, den wahrscheinlich viele am Anfang ihres Online-Shoppings anwenden: Erst mal im Einkaufzentrum die passenden Schuhe ausspähen, anprobieren und dann aber doch nicht kaufen (sorry an die netten Fachverkäuferinnen!). Zuhause dann das Wunschpaar frech beim Online Handel. Immerhin habe ich nicht einfach wahllos bei Amazon gesucht, sondern fair beim Reno Online-Shop. Dort wurde ich sogar mit einer smarten App überrascht. Hier ein kleiner Testbericht:

Übersichtlicher Aufbau ergo schönes Shopping-Erlebnis

Wie es sich gehört, ist die Reno App kostenlos im App Store und bei Google Play verfügbar. Man benötigt auch kein Kunden-Konto, um sie zu benutzen und kann munter draufloskaufen.

Auf der Startseite steht erst einmal eine klare Unterteilung in Damen, Herren und Kinder. Folgend kann man anklicken wonach genau gesucht wird. Die Liste beinhaltet vier Punkte: Neu, Schuhe, Accessoires und ganz wichtig: Sale. Weiter unten werden die modischen Bestseller und Trends vorgeschlagen.

Screenshot by Nina Brzeska

In dem Bereich „Schuhe“ erscheinen alle Schuhe, die Reno im Angebot hat. Doch davon gibt es Hunderte, wenn nicht Tausende. Deshalb ist es ganz praktisch, dass die Funktion „Kategorie“ zur Verfügung steht.

Ich bin zunächst auf „Sneaker“ gegangen und habe dann meine Suche auf „Lowcut Sneaker“ eingeschränkt. Das Ergebnis hat mir gefallen. Es lassen sich bequem unzählige Marken durchstöbern und besonders positiv fällt auf, dass auch die Schuhe im Sale angezeigt werden.

Eine Wunschliste habe ich vermisst. Als Umweg, kann man alles Interessante in den Warenkorb packen und den dann entsprechend aussortieren. Falls die Not überhaupt besteht.

Scanner außerhalb des Kassenbereiches

Eine Funktion, die ich bisher in keiner vergleichbaren App gefunden habe, ist der Scanner. Dieser braucht Zugriff auf die Smartphone-Kamera. Damit ist es möglich in einer Reno-Filiale die ausgewählten Schuhe beziehungsweise den Barcode auf dem Schuhkarton zu scannen. Dann springt eine Suchmaschine an, die das ganze Internet nach diesem Schuhmodell durchsucht und die Preise bei der Konkurrenz anzeigt. Sollte es passieren, dass dieses Modell irgendwo anders als bei Reno den günstigsten Preis erreicht, so wird in der App ein Coupon erstellt. Von dem günstigsten Preis zieht Reno nochmal fünf Prozent ab und sichert dem Kunden das beste Angebot.

Screenshot by Nina Brzeska

Insgesamt ist die Reno App sehr ansprechend und einfach zu bedienen. Sie ist eine vollwertige Alternative zur Webseite. Der Scanner ist ein absolutes Highlight der Reno App und nimmt mir nicht nur das schlechte Gewissen in der Filiale nur herumzuschnüffeln, sondern fordert mich sogar auf, die Webpreise unterbieten zu lassen. Und so geht Einzelhandel.


Chris Titze Imaging / stock.adobe.com

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5 Highlights aus den Mediatheken!

In den kostenlosen Mediatheken und Streaming-Plattformen warten unzählige tolle Filme, Serien-Episoden und Dokumentarstücke auf ihre Entdeckung. Hier ist meine Auswahl für Juli: zwei Dramen, zwei Dokus und ein ganzes Themen-Dossier. Viel Spaß beim Streamen!

Laurence Anyways

Drama von Xavier Dolan: Als Laurence (Melvil Poupaud) seiner Freundin Fred (Suzanne Clément) gesteht, dass er von nun an eine Frau sein möchte, stellt das ihre Liebe auf die Probe. Doch die zwei können nicht ohneeinander. Zusammen kämpfen sie gegen Widerstände, Vorurteile und Zweifel, aber immer wieder auch gegeneinander.

Arte / Verfügbar bis 30.09.: Zum Film

Mai 68 – Was bleibt 50 Jahre nach der Revolte? bei Arte

Dieser Tage gehen wir gegen Rechts oder für die Seenotrettung auf die Straße. Vor 50 Jahren haben Studenten für das Ende der kapitalistischen Ausbeutung, Unterdrückung und Entfremdung demonstriert. In dem Arte-Dossier „Mai 68“ beleuchten gleich mehrere Dokus, wie es zu der 68er-Bewegung kam und was von ihren Zielen übrig blieb.

Arte / Verfügbar bis 20.07. oder länger: Zu den Dokus

Der Tintenfisch und der Wal

Familiendrama von Noah Baumbach: Zwischen Joan (Laura Linney) und Bernard (Jeff Daniels) funkt es nicht mehr. Also lassen sich die beiden Autoren scheiden. Am härtesten trifft das ihre Söhne Walt (Jesse Eisenberg) und Frank (Owen Kline), die sich von der Situation überrumpelt und im Alltag ziemlich allein gelassen fühlen. Mit einem Mal fangen alle vier an sich immer komischer zu verhalten.

Watchbox / Dauerhaft verfügbar: Zum Film

Hinter den Kulissen: Das Phantasialand

Das Phantasialand ist einer der ältesten Freizeitparks in Europa und hält neun Weltrekorde für seine Fahrgeschäfte. Es betreibt die bestbesuchte Dinner Show Deutschlands und hat den größten chinesischen Gebäudekomplex außerhalb Asiens. Als Märchenpark vor gut 50 Jahren gestartet, muss sich der Park immer wieder neu erfinden, um im harten Konkurrenzkampf der Freizeitparks ganz vorne zu bleiben.

WDR / Verfügbar bis 29.06.2019: Zur Doku

Wie Free-to-Play-Games euch das Geld aus der Tasche ziehen

Überall sieht man Banner für Gratisgame wie Clash of Clans & Co. – sie versprechen schnelle Unterhaltung und auch ein bisschen Nervenkitzel. Doch was passiert, wenn man wirklich in den Pixelwelten vorankommen möchte? Der Spielfortschritt geht schnell richtig ins Geld. STRG_F-Reporter Johannes Edelhoff hat sich die Tricks der Spieleindustrie angeschaut und selbst zwei Monate exzessiv gezockt.

STRG_F / Dauerhaft verfügbar


Image NFP marketing & distribution*, Arte

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Gaming für Anfänger – welche Konsole passt am besten zu dir?

Carl Raw - unsplash com

Es ist Wochenende, das Wetter draußen lädt nicht dazu ein das Haus zu verlassen und du weißt nicht wohin mit dir? Wie wäre es denn mit Gaming? Hört sich erstmal gut an, aber die Auswahl ist viel zu groß: es gibt Xbox, PlayStation, Nintendo und Online-Spiele am PC, Tablet oder Smartphone. Man müsste schauen, welche Konsole am besten zu einem passt, in Abhängigkeit davon, nach welcher Unterhaltung gesucht wird.

Die einzelnen Konsolen unter der Lupe

Xbox One: Fangen wir mal mit dem Preis an. Bei Amazon variiert dieser zwischen 229 und 321 Euro. Eine gebrauchte Konsole findet man aber schon ab 110 Euro auf eBay. Manche Spiele gibt es in der Xbox One X Enhanced Version, was bedeutet, dass der Entwickler diese manuell für die erweiterte Xbox-Variante optimiert hat. Dazu zählen unter anderem Diablo III, Fallout IV, Outlast II und FIFA 18. Wer also auf Action- oder Sportspiele steht, ist hier gut aufgehoben. Leider muss man für den Multiplayer-Modus einen zusätzlichen Preis zahlen. Dieser fängt bei 6,99 Euro für einen Monat an und endet bei 59,99 Euro für eine 1-Jahres-Mitgliedschaft.

PlayStation 4: Preislich liegt die PS4 höher als die XB1. Eine neue Konsole kostet mindestens 249 Euro, der Preis kann sogar bis auf 399 Euro steigen. Es gibt berühmte Spiele, die für die teurere Version der Konsole – die PlayStation 4 Pro  – optimiert wurden. Dies wären unter anderem Battlefield I, Call of Duty, Hitman, Skyrim: Special Edition und The Last Of Us: Remastered. Zusätzlich kann die PS4 über Exklusiv-Spiele wie Uncharted IV oder Beyond: Two Souls verfügen, welche es nicht für Xbox gibt. So gilt die PS4 als die abwechslungsreichste Plattform auf dem Markt. Der Multiplayer-Modus kostet auch hier extra: 7,99 Euro für einen Monat und zwölf Monate für 59,99 Euro.

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Nintendo Switch: Die Nintendo Switch ist die neueste Nintendo Konsole auf dem Markt. Preislich liegt sie bei ca. 400 Euro. Ein großer Vorteil im Vergleich zu den zwei oben stehenden Alternativen ist, dass man die Nintendo Switch problemlos in einer Tasche transportieren kann, wenn man zum Beispiel Freunde besucht und mit ihnen spielen möchte. Die Spiele werden importiert, egal wo sie ursprünglich verkauft wurden. Die Auswahl ist bei der Nintendo Switch ganz anders als bei der PS4 oder der XB1. Im eShop stehen viele Indie-Spiele zu Verfügung, wie Stardew Valley, Overcooked oder Shovel Knight. Wer sich also eher für komplexe Spiele mit Story und einer hervorragenden Grafik interessiert, sollte die Switch lieber anderen Nutzern überlassen.

Photo by Corey Motta, unsplash.com

Online-Spiele auf PC, Smartphone und Tablet: Diese Version von Spielen ist preislich am günstigsten, denn man braucht dafür lediglich einen Computer, Tablet oder Smartphone, die die meisten schon so oder so besitzen. Viele Plattformen, die Online-Spiele anbieten sind kostenfrei nutzbar, sie finanzieren sich über Werbeeinblendungen. Die Auswahl variiert auch stark, von Koch-Spielen, über Racing, bis zu Action und Multiplayer. Zu den berühmtesten Online-Spielen gehören Forge of Empires, Farmerama, World of Tanks oder Die Siedler. Die Qualität der Unterhaltung ist dann auch von der Internetverbindung abhängig und die Grafikqualitäten lassen auch oft Luft nach oben.

Wie man also sieht, ist für jeden etwas unter den verschiedenen Plattformen dabei. Gaming kann teuer werden, also wären Online-Spiele ein guter Einstieg in diese Unterhaltungswelt. Und die Zeit wird zeigen, ob es sich lohnt in eine andere Konsole zu investieren.


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[UPDATE] Artikel 13: Kommt mit dem Upload-Filter das Ende vom Internet wie wir es kennen?

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Die Internet-Community ist mal wieder in Aufruhr. Kurz nach dem kuriosen Instagram-Werbe-Urteil bedroht die Reform Artikel 13 des EU Parlaments jetzt wohl das Internet so wie wir es bisher kannten. Doch worum genau geht es bei dem so genannten Upload-Filter?

Was ist Artikel 13 eigentlich?

Der Rechtsausschuss des EU-Parlaments, allen voran durch den CDU-Politiker Axel Voss, haben im Juni Artikel 13, den Upload-Filter, und Artikel 11, das Leistungsschutzrecht, beschlossen. Sprich, jede Art von Content, der ein Urheberrecht beinhalten kann, dürfte so nicht mehr hochgeladen werden. Damit soll die Nutzung geschützter Inhalte durch „Sharing Provider“ für Online-Content verhindert werden.

Einen ähnlichen Urheberrechts-Filter gibt es so beispielsweise schon auf der Video-Plattform Youtube. Upload-Plattformen aller Art, beispielsweise Instagram, Facebook und Co. würden bei der schieren Menge an täglich hochgeladenem Content gar nicht mit dem Überprüfen hinterherkommen. Als einzige Möglichkeit bliebe da das Blockieren. Viele sehen darin einen Verstoß gegen die Meinungsfreiheit, andere applaudieren dem Schutz des Urheberrechts. Aber ist so ein Beschluss im Internet der heutigen Zeit, das auf das veröffentlichen und teilen von Content basiert, denn vertretbar? Noch ist man sich uneinig.

Wer profitiert – wer verliert?

Der Upload-Filter steht heftig in der Kritik, im öffentlichen Diskurs ist von einer Zensurmaschine und dem Ende des freien Internets die Rede. Am Ende stellt sich beim Ganzen natürlich die Frage, wer denn schlussendlich davon profitiert. Die Urheberrechte-Inhaber sind in der Theorie diejenigen, die geschützt werden sollen, in der Praxis wird vermutet, dass wohl eher Rechtskanzleien Kasse machen werden. 

Indirekt profitieren können davon auch große Medienhäuser. Kleinere Publisher und Plattformen werden sich die Lizenzen für etliche Urheberrechte kaum leisten können und laufen so Gefahr, im Hintergrund zu verschwinden.

Was passiert jetzt?

Unter dem Hashtag #savetheinternet lassen Twitter-User derzeit die Tasten glühen. Die Petitions-Plattform Change.org hat außerdem eine Petitionen für eine Million Unterschriften gestartet und das Vorab-Ergebnis bereits dem EU-Parlament präsentiert. Zu welcher Entscheidung das EU-Parlament auch kommt, der 5. Juli 2018 wird wohl in die Geschichte des freien Internets eingehen.

UPDATE vom 5. Juli

Das EU-Parlament hat abgestimmt und die Stimmen sind ausgezählt! Dem umstrittenen Upload-Filter wurde vorerst eine, wenn auch knappe, Absage erteilt. Von 627 Abgeordneten stimmten 318 gegen Artikel 13 und 278 dafür, während sich 31 enthielten. Das Internet bleibt also vorerst „frei“.

 


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Von Google Drive zu Google One

Du nutzt die kostenpflichtige Variante von Google Drive? Dann musst du dich in Zukunft auf eine Umstellung gefasst machen, denn Google Drive wird sich verändern. Neue Preise, neue Services und ein neuer Name. Das künftige Google Drive wird dann unter dem Namen Google One im Netz zu finden sein.

Was wird sich ändern?

Zum einen können sich Nutzer über eine Familienoption freuen, bei dem bis zu fünf Personen auf den Speicher zugreifen können. Zum anderen fallen auch die Preise. Für den 100 GB-Tarif müssen Kunden dann in Zukunft 1,99 US-Dollar und für den 200 GB-Tarif 2,99 US-Dollar bezahlen. Außerdem wird es auch die 1 Terabyte-Option, die Nutzer derzeit nutzen können, nicht mehr geben, denn diese wird durch 2 Terabyte ersetzt und kostet dann 9,99 US-Dollar.

Des Weiteren legt Google künftig noch eine ausgebaute Service-Funktion obendrauf. Hier können Kunden einen direkten Chat-Kontakt zu Google-Experten herstellen, sobald Probleme oder Fragen auftreten.

Ein kleines Extra obendrauf

Wer außerdem ein kleines Geldgeschenk von Google in Form von Google-Pay-Guthaben erhaschen möchte, bekommt in Zukunft die Möglichkeit dazu. Das heißt, dass Nutzer für eine kleine Prämie lediglich neue Kunden anwerben müssen.

Bisher wird Google One jedoch nur in den USA gelauncht und anschließend auch global. Doch genau ist es noch nicht abzusehen, wann wir in Deutschland mit der neuen Version von Google Drive rechnen können.


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Die Netzpiloten sind Partner des ECC-Forums

In wenigen Tagen öffnet das ECC-Forum in den Balloni Hallen Köln seine Tore. Alle diejenigen, die sich mit den Themen rund um E-Commerce auseinandersetzen und mehr über die Möglichkeiten und Chancen die die heutige Technologie bietet, wissen möchten, sollten sich daher den 12.04 unbedingt merken.

Neue Wege zum Kunden

An diesem Tag dreht sich alles um das Motto „Neue Wege zum Kunden“. Durch die voranschreitende Technologie und die Innovationen im Online-Handel, wird es für Händler zunehmend schwerer ihre Kunden auf angemessener Höhe zu erreichen und neue Services zu bieten. Händler brauchen hier nicht nur neue Ideen und Ansätze. Vielmehr benötigen sie auch neue Strategien und Konzepte.

Auf dem ECC-Forum wird allen Teilnehmern genau das geboten. Namhafte Speaker wie unter anderem Marcus Diekmann von Matratzen Concord oder Ashley Corpe-Höffken des Unternehmens Vorwerk (Twercs) geben die besten Tipps und Insights aus ihren Branchen und zeigen ihre bisher umgesetzten Konzepte zu den Themen:

  • Content Commerce
  • Influencer Marketing
  • Sprachsteuerung
  • Mobile Commerce
  • User Experience
  • Social Media und vieles mehr …

On Top noch ein Award

Das ECC-Forum wird mit der Verleihung des Deutschen Onlinehandel-Awards 2018 gekrönt. Dieser wird bereits am 11. April 2018 zum 7. Mal durch das ECC Köln verliehen. Hier werden die besten Online-Shops aus Kundensicht in unterschiedlichen Branchen und Kategorien ausgezeichnet.

Seid am 12.04 dabei und sammelt neue Erkenntnisse, Kontakte und vor allem das nötige Know-how im E-Commerce. Hier könnt ihr euch die Tickets sichern.

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Kontext Mensch: datengetriebenes Marketing braucht neue Perspektiven

Image by everythingpossible via adobe_stock_com

Marketiers in nahezu allen deutschen Unternehmen müssen oder wollen neuerdings „datengetrieben“ unterwegs sein und „alle stürzen sich auf die Marketingtechnologie“, wie Pascal Lauscher, Inhaber und Lead Brand Strategy Consultant von Lauscherconsulting so treffend formuliert. Der Münchner Unternehmer berät namhafte Kunden wie Siemens oder Microsoft und wird beim Big Data Marketing Day am 22. Februar 2018 in München darüber berichten, wie Marketiers Daten nutzen können, um kreativer und wirkungsvoller zu kommunizieren.

Meist können sie nämlich schon froh sein, wenn wenigstens eine unternehmensweite Daten-Strategie existiert und schon jemand ein Daten-Audit gemacht hat. Von ihnen wird nun vor allem erwartet, dass sie Metriken und Conversion-Rates im Auge behalten, dass sie Zielgruppendaten, Kundenfeedbacks und Kaufverhalten auswerten, um das Angebot zu optimieren. Doch oft führt selbst das klassische Vorgehen nicht zum gewünschten Ergebnis, wie Pascal Lauscher weiß: „Das datengetriebene Marketing befasst sich sehr stark damit, Menschen schlauer und besser wissen zu lassen, dass es zum Beispiel ein Produkt gibt. Aber das reicht noch nicht. Die Frage ist: Wie bringe ich Menschen dazu, etwas zu tun?“

Also auch tatsächlich etwas zu kaufen, sich zu registrieren, zu sharen, zu liken, oder zu klicken. Lauschers Antwort ist so einfach wie überzeugend: „Ich muss die Menschen verführen, mit meiner Marke zu interagieren. Und dass mache ich mit Kreativität, denn mit Argumenten kann man nicht verführen.“

Daten müssen besser interpretiert werden

Wenn es um Handlungsmotivation geht, liefern Daten allerdings keine Insights. Dennoch steckt ein Teil der Antwort auch in den Daten, vor allem wenn man sie so zu interpretieren weiß, dass der Mensch dahinter wirklich besser sichtbar wird: „Dazu muss man sich hinsetzen, am besten im Team, und die Daten anschauen, drehen, wenden, diskutieren“, so Lauscher. Leider passiere das noch immer sehr selten und man bleibe gerne beim Offensichtlichen. „Doch wenn ich die Daten in den Kontext Mensch stelle, kann ich die Person hinter den Daten entdecken und sie mit all ihren Emotionen, Wertvorstellungen, Ängsten und Träumen adressieren. Der Mensch, den wir auch Kunde nennen, steckt ja da irgendwo hinter den Daten“, fügt er hinzu.

Beim Big Data Marketing Day wird Lauscher dazu sein 4D-Modell vorstellen. Dieses kann bei der Interpretation als Orientierung dienen, indem Marketiers nacheinander jede der vier Perspektiven auf die Daten einnehmen.

4d Modell von Pascal Lauscher (Image by Pascal Lauscher)
4D-Modell von Pascal Lauscher; Image by Pascal Lauscher

Zudem wird er fünf goldene Regeln vorstellen, mit denen Unternehmen ihre Kunden erreichen.

Eine davon verrät uns Pascal Lauscher schon vorab: „Eine meiner Regeln besagt: Wenn man nicht weiter weiß, universelle Motivatoren bedenken. Es gibt universelle Motivatoren, die jeder von uns kennt und die immer funktionieren. Die muss man nicht neu erfinden – sie sind schon in der menschlichen Psyche verankert. Limitation zum Beispiel (sechs Leute interessieren sich auch für dieses Hotel, nur noch drei Zimmer frei). Oder Neugier (25 alltägliche Dinge, von denen Du nicht wusstest, wozu sie gut sind. Nummer vier hätte ich nie erwartet…). Diese Motivatoren lassen sich auf jeden Fall immer abarbeiten und man ist schon ein Stück weiter in Sachen wirksames Marketing. Am besten verknüpft man diese Motivatoren allerdings in einer Kreativitätstechnik mit den Daten. Ich zeige im Vortrag, wie man das macht und wie man damit haufenweise kreative Ideen für Content generieren kann.“

„There are a lot of great technicians in advertising. And unfortunately, they talk the best game. They know all the rules … but there’s one little rub. They forget that advertising is persuasion, and persuasion is not a science, but an art. Advertising is the art of persuasion.“ – William Bernbach

Wichtig sind die Menschen hinter den Daten

Statt sich also im datengetriebenen Marketing immer stärker den predictive Algorithmen, den Tools und Prozessen zu unterwerfen und damit viel mehr Potential zu verschenken als wir es ahnen, sollten wir lernen, die Menschen hinter den Daten zu erkennen und sie auf kreative Weise zu begeistern. Mit den richtigen Methoden ist das durchaus möglich und als Resultat wird unser Marketing freier und gleichzeitig wirkungsvoller.


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Auch im Wartezimmer auf dem aktuellsten Stand mit Sharemagazines

Magazine, vogue, magazine cover and rihanna (adapted) (Image by Charisse Kenion [CC0 Public Domain] via Unsplash)

Kennst du das? Du sitzt in einem Wartezimmer und möchtest gerade nach einer Zeitschrift greifen, doch im letzten Moment wird sie dir von einem anderen Besucher vor der Nase weggeschnappt? Oder das Magazin ist total zerlesen oder nicht mehr auf dem aktuellsten Stand? Mit Sharemagazines – dem digitalen Lesezirkel kannst du um dieses Problem allerdings einen großen Bogen machen.

Sharemagazines bietet dir nämlich über 250 digitale Magazine und Tageszeitungen direkt auf dein Smartphone. Betrittst du eine Location wie beispielsweise ein Café, einen Friseursalon, eine Werkstatt oder ein Restaurant, welches Sharemagazines anbietet, kannst du dich in der App anmelden und direkt drauf los lesen. So musst du auf deine Lieblingszeitschrift im Wartezimmer nicht mehr verzichten.

Das Ganze verläuft zudem sehr einfach. Du musst dir lediglich die App herunterladen und dich registrieren. Wenn du aber auf eine Registrierung verzichten möchtest und nur ein bisschen stöbern willst, dann kannst du das auch ohne dir einen Account anzulegen. Anschließend kannst du schauen, wer als Partner von Sharemagazines in deiner Umgebung aktiv ist und vor Ort kostenlos in einer Riesenauswahl an Zeitungen, Tageszeitungen und Magazinen blättern. Das Ganze verläuft ähnlich wie bei einem Streamingdienst.

Kleine App – viele Vorteile

Was bringt dir diese App eigentlich? Es gibt einige Vorteile, die für die Nutzung von Sharemagazines sprechen. Zum einen musst du nicht bangen, dass ausgerechnet die Zeitschrift, die dein Interesse geweckt hat, dir vor der Nase weggeschnappt wird. Außerdem erfüllt die App auch einen hygienischen Aspekt, indem du deine eigene Zeitschrift auf deinem eigenen Smartphone liest. Die Zeitschriften sind immer auf einem aktuellen Stand – du musst also nicht die News von vor drei Monaten lesen. Außerdem kannst du deine Inhalte auf dich zuschneiden lassen, indem du einfach ein Lesezeichen setzt, um beim nächsten Mal weiterzulesen oder deine Favoriten markierst.

Nichts für schwache Augen

Das Lesen auf dem Smartphone muss einem persönlich gefallen. Wer einen kleinen Bildschirm hat, der muss natürlich ordentlich zoomen. Wer mehr Wert darauflegt, eine Zeitschrift in der Hand zu halten, für den ist die App selbstverständlich nichts. Aber für alle Digitals unter uns, die ohnehin jede Nachricht via Smartphone in sich aufsaugen, ist Sharemagazines wirklich lohnenswert, da du eine große Auswahl an Tageszeitungen, Magazinen und Zeitschriften auf deinen Screen bekommst und direkt – auch ohne sich zu registrieren – drauf los lesen kannst.

Hol dir die App kostenlos im Google Play Store oder im Apple App Store.


Image (adapted) „Magazine, vogue, magazine cover and rihanna“ by Charisse Kenion (CC0 Public Domain)

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3 Tipps, wie man mit wenigen Klicks Gutes tun kann – #AppHilfe

Woman with a MacBook on a sofa (adapted) (Image by Steinar Engeland [CC0 Public Domain] via Unsplash)

Wie kann ich einfach und schnell vom Smartphone aus helfen? Tatsächlich ist es einfacher als man denkt möglich, sich für verschieden Hilfsorganisationen oder -aktionen zu melden oder zu engagieren. In der Reihe #AppHilfe wollen wir euch zukünftig Apps und Websites vorstellen, mit denen ihr einfach, schnell und kostenlos vom Smartphone aus Gutes tun könnt. 

Mit wenigen Klicks Spender sein

Angefangen mit dem Organspendeausweis. Wenn ihr keinen habt, dann wird es höchste Zeit! Einen zu beantragen ist tatsächlich auch kinderleicht, weder müsst ihr einen Behördengang erledigen, noch irgendwelche komplizierten Formulare ausfüllen. Hier könnt ihr ihn mit ein paar Klicks ganz einfach online anfordern, zu euch schicken lassen und habt wenige Tage später schon eine Papierversion des Ausweises im Briefkasten, die ihr lediglich noch ausfüllen müsst! Oder ihr druckt ihn direkt selbst aus.

Auch die Registrierung für die DKMS Spenderdatei ist leichter als angenommen. Diese könnt ihr ebenfalls quasi von eurer Couch aus in maximal zwei Minuten erledigen. Dazu geht ihr auf die Website der DKMS, beantwortet ein, zwei Fragen zu eurer Gesundheit und könnt euch wenig später schon die nötigen Unterlagen – beispielsweise auch ein Set zur Speichelprobe – kostenlos zuschicken lassen. Jederlei spenden sind optional, das Set könnt ihr, wenn ihr wollt auch kostenlos an die DKMS zurückschicken. Also ganz gemäß dem Werbe-Slogan einfach “Mund auf, Stäbchen rein, Spender sein!”.

boost – Online shoppen und Gutes tun

Boost Project (adapted) (Screenshot by Lisa Kneidl via boost-project.com)
Einfach eine Hilfsorganisation auswählen und wie gewohnt beispielsweise ein Bahn-Ticket oder ein Mittagessen bestellen! Screenshot by Lisa Kneidl

Wer sich für nichts registrieren möchte, aber trotzdem kostenfrei und einfach Gutes tun möchte, dem kann ich noch Websites wie boost ans Herz legen. Das Ganze funktioniert nach dem Affiliate-Prinzip. Das heißt ihr geht auf die Website, sucht euch einen Online-Shop aus, auf dem ihr ohnehin einkaufen wolltet und setzt euren Einkauf wie gewohnt fort. Ihr bezahlt zwar keinen Cent mehr, aber durch den Affiliate-Link bekommen Hilfsorganisationen wie Oxfam, der WWF, PETA oder die UNO Flüchtlingshilfe über boost einen kleinen Vergütungsbetrag des Shop-Betreibers, der dann für gute Zwecke eingesetzt werden kann. Am einfachsten geht das mit der Boost-Browsererweiterung, die dich bei Einkäufen dann automatisch erinnert. Klein Vieh macht bekanntlich auch Mist und so könnt ihr ohne viel Aufwand einen kleinen Beitrag leisten!


Image (adapted) „Woman with a MacBook on a sofa“ by Steinar Engeland (CC0 Public Domain)

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Wishlist – Webserie um eine verhängnisvolle App

Wishlist (adapted) (Screenshot by Lisa Kneidl via Wishlist Youtube)

Stell dir vor du kannst dir etwas wünschen, egal was, und eine App erfüllt dir diesen Wunsch? Genau das ist das Grundprinzip der fiktiven App Wishlist der gleichnamigen Serie. Aber alles hat seinen Preis und am Ende wünschen sich die Protagonisten nichts mehr, als die App nie installiert zu haben.

Die Webserie Wishlist geht in die nächste Runde

2016 sorgte die Produktion des öffentlich-rechtlichen Jugendsenders Funk bereits für Aufsehen. Im Dezember 2017 geht sie endlich in die zweite Runde. Doch was verbirgt sich hinter dem ominösen Titel?

Die Prämisse erinnert zunächst an den Film Nerve aus dem gleichen Jahr. Eine mysteriöse App kommt auf den Markt und geht bei Jugendlichen in Umlauf. Möchte man seinen Wunsch erhalten, muss man auch eine entsprechende Gegenleistung erfüllen. Je größer der Wunsch, desto schwieriger oder verheerender die Aufgabe. Irgendwann geraten die Ereignisse so außer Kontrolle, dass sich die Protagonisten rund um die 17-jährige Mira dazu entschließen, die App und diejenigen die dahinter stecken zu zerstören.

Die Beta-Phase ist vorbei

Hinter der Idee zur Serie steckt Autor Marcel Becker-Neu, Produzenten sind Marc Schießer und die Youtuberin Christina Ann “Hello Chrissy” Zalamea. Gedreht wurde das Ganze in 4K und die Serie hat trotz des Status als Webserie dadurch einen sehr professionellen Look. Bereits über 130 Tausend Abonennten (Stand Dezember 2017) bestätigen den Erfolg des Projekts. Mit der ersten Folge der zweiten Staffel “Die Beta-Phase ist vorbei” geht es nun weiter. Hier gibt’s den Trailer zur 2. Staffel, wer Angst vor Spoilern hat oder die 1. Staffel noch nicht gesehen hat, kann diesen aber auch gerne überspringen.

Gelobt wird an der Serie der medienkritische Aspekt neuen Medien und dem Umgang junger Erwachsener damit. Das Format erinnert damit an die britische Produktion Black Mirror, die gleichermaßen aktuelle Technologien und Medien aus einer beinahe dystopischen Perspektive betrachtet.

Funk – Öffentlich-Rechtliche in “hip”?

Verantwortlich für die Serie ist wie bereits erwähnt das Medienangebot Funk, das von ARD und ZDF getragen wird. Das Angebot ging selbst erst zum 1. Oktober 2016 an den Start und richtet sich vor allem an Jugendliche und junge Erwachsene.

Die öffentlich-rechtlichen haben ja bekanntlich generell ein eher angestaubtes Image. Da sind neue Formate, gerade aus dem Online-Bereich, erfrischend und bekommen durch Funk die nötige finanzielle Unterstützung. Neben Wishlist werden durch Funk zudem das deutsche Youtube-Urgestein Coldmirror, das GIGA-Erbe Game Two und das Kliemannsland unterstützt.


Screenshot by Lisa Kneidl via Youtube


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Die dunkle Vergangenheit von Social Media

Dunkelheit (adapted) (Image by KristopherK [CC0 Public Domain] via Pixabay)

Im April des Jahres 2016 gab Facebook Gründer Mark Zuckerberg bekannt, dass die Social Media-Plattform seinen nahezu zwei Milliarden Benutzern die Möglichkeit des Livestreams von Inhalten zur Verfügung stellt. Dieser Schritt wurde als die natürliche Erweiterung der grundlegenden Ziele der Plattform betrachtet: Das Anbieten einer Plattform, auf der durchschnittliche Menschen ihre tagtäglichen Erfahrungen mit anderen teilen können – von Alltagserfahrungen bis hin zu bedeutsamen, einschlägigen Ereignissen.

Beinahe genauso schnell fanden die Benutzer der Plattform einen Weg, auch die schlimmsten Vorfälle live im Netz zu verbreiten, darunter das sogenannte Easter Day Slaughter, bei dem die fatale Schießerei auf einen 74-jährigen Rentner live übertragen wurde.

Als Resonanz forderten immer mehr Menschen Facebook dazu auf, das Anbieten des Livestreams zu beenden, oder wenigstens eine Möglichkeit zur besseren Überprüfung der Inhalte zu finden. Der Pastor Jesse Jackson merkte beispielsweise an, dass Facebook Live von den Menschen als Plattform genutzt wird, um ihre Wut, ihre Ängste und ihre Dummheit zu äußern.

Viele haben wegen dieser Verhaltensweisen Facebook eine Schattenseite zugeschrieben und fordern, dass das Unternehmen nach einer Lösung zur Prävention derartigen gesellschaftsfeindlichen Verhaltens sucht. Doch schon ein flüchtiger Blick auf die Geschichte der Sozialen Medien zeigt, dass die Verhaltensweisen, die aus den Schattenseiten resultieren, weder einmalig in der Geschichte von Facebook sind, noch als etwas Neues von den heutigen Benutzern betrachtet werden.

Eine dunkle Geschichte

Die Dichterin und Technologieautorin Judy Malloy beschrieb die ältesten Vorgänger der Social Media Netzwerke als Orte der Kreativität und Gemeinschaft. Programme wie beispielsweise die Berkeley’s Community Memory boten den Benutzern der 1970er einen digitalen Ort, um Inhalte zu posten und Geschichten, die von der Community gelesen wurden, zu teilen. Beliebte Inhalte waren dabei unter anderem persönliche Anzeigen und Kurzgeschichten.

Doch selbst diese friedvollen Tage hatten ihre dunklen Momente. Im Jahr 1985 schrieb die Autorin Van Gelder über ihre Erfahrungen mit dem CompurServe CB‘-Simulator einer der ersten online Chatrooms weltweit. Inmitten der beliebten Programme im CB-Simulator waren diese der Romantik und den Beziehungen gewidmet. Diese stoßen auf das besondere Interesse von LGBTQ-Menschen, denen es im Allgemeinen schwer fiel, über ihre geschlechtliche Identität und sexuellen Präferenzen im öffentlichen Raum zu sprechen. Während viele Nutzer auf der Suche nach der Liebe im Internet fündig wurden – 1991 wurde eine Hochzeit im CB-Simulator veranstaltet, bis heute gilt diese als die erste Online-Hochzeit – wurde Van Gelder getäuscht. Sie hatte eine intime, romantische Onlinebeziehung zu einem Mann, der sich als behinderte Frau ausgab.

Geschichten von sexueller Aggression bekamen im Jahr 1998 einen noch negativeren Touch, als der Technikjournalist Julian Dibbell von einer sexuellen Nötigung, die auf einer textbasierten Onlineplattform namens LambdaMoo stattfand, berichtete. Die Vorstellung einer sexuellen Nötigung im Internet mag abwegig erscheinen, wenn man bedenkt, dass die Benutzer keinen körperlichen Kontakt zueinander haben. Und doch war es einem Nutzer namens ‚Mr. Bungle‘ möglich, das Programm zu hacken und infolgedessen die komplette Kontrolle über die Handlungen der anderen Nutzer zu übernehmen, wie deren Gespräche und Beschreibungen ihrer Handlungsschritte.

Laut Dibbells Bericht benutzte ‚Mr. Bungle‘ diesen Hack, um die Nutzer zu veranlassen, obszöne Handlungen vorzunehmen und gewalttätige sexuelle Aktionen an ihren eigenen Körpern auszuführen. Die Benutzer der Plattform beschrieben auf welche Art und Weise sie sich und andere – ohne Erlaubnis – berührten. Mr. Bungle behauptete im Nachhinein, seine Aktionen seien lediglich ein Streich gewesen, trotz dem Beharren seiner Opfer darauf, dass sie durch seine Aktionen gedemütigt worden sind (oder zumindest durch die Aktionen die seine Opfer dazu gezwungen haben, sich vorzuführen). Die Geschichte ist denkwürdig angesichts der Tatsache, dass Beziehungen über das Internet genauso intim und wichtig sein können wie die Beziehungen außerhalb des Internets.

Springt man ins Jahr 2006, gerät man schnell an die Geschichte von Evan Guttmann und dem gestohlenen ‚Motorola Sidekick‘-Handy seines Freundes, das die Internetnutzer von damals faszinierte. Zunächst fing alles als schlichter Blogeintrag über einen Jugendlichen an, der es ablehnte, das Handy an seinen rechtmäßigen Besitzer zurückzugeben. Zum Schluss mündete es in einen wachsenden Internetmob, bei dem die Leser von Evans Blog die Adresse des Jugendlichen aufspürten und dessen Familie schikanierten.

Später im gleichen Jahr erfuhren die Nutzer der Plattform MySpace von der tragischen Geschichte der Megan Meier, einem Teenagermädchen aus Missouri, das sich das Leben nahm, nachdem sie von einem Jungen, den sie online kennengelernt hatte (es handelte sich um einen MySpace-Nutzer namens „Josh“), auf der Plattform gemobbt wurde. Erst nachdem Ermittlungen erfolgten, fand Megans Familie heraus, dass es sich bei „Josh“ tatsächlich um die Mutter eines Mädchens handelte, mit der Megan zuvor in einen Streit geraten war. Dieser Vorfall führte zum ersten Gesetzesentwurf in Bezug zum Onlinemobbing in den USA.

Soziale Medien verstehen

Diese Geschichten sind Beispiele dafür, was passieren kann, wenn einzelne Nutzer die Möglichkeiten zur Benutzung von moderner Technik entdecken: Man nutzt die Anonymität von CompuServe für Betrug, modifizierte mit cleveren Programmierungsskripten das Verhalten der anderen Nutzer, es wurden Blogs instrumentalisiert, um maximale Aufmerksamkeit auf ein geringes Vergehen zu lenken. Auch nutzt man Soziale Medien, um eine falsche Identität aufzubauen. In allen Fällen hatten die betrügerischen Aktionen dramatische Auswirkungen auf das Leben der Betroffenen in deren realen Leben.

Das Wichtigste ist, dass diese Geschichten als Beispiele dienen, wie besonders Facebook und auch andere soziale Medien im Allgemeinen aufzufassen und zu verstehen sind. Es ist wichtig, dass die Nutzer die Gleichwertigkeit der Moral sowohl in Bezug auf Facebook-Kommunikation als auch in Bezug auf zwischenmenschliche Kommunikation erkennen. Statt soziale Medien generell als sinnlos und ablenkend abzutun und diese Perspektive an unsere Kinder abzugeben, sollten sie eingestehen, dass die zwischenmenschliche Kommunikation online genauso bedeutsam ist wie offline.

Berichterstatter haben die Livestreaming-Option von Facebook als „wesentlich grenzenloses Verbreitungssystem“ verflucht. Derartige Kritiken ignorieren jedoch die Vorteile dieser „grenzenlosen“ Verbreitung, wie das Vernetzen von Familien und die Möglichkeit, dass auch Stimmen von Verfolgten gehört werden können. Selbst Filmmaterial mit Gewalttaten kann zur richtigen Zeit von Vorteil sein: Die Facebook Live-Übertragung von der Schießerei in Minnesota im Juli 2016 diente als einflussreiche Mahnung, um auf soziale Ungerechtigkeit und Polizeiarbeit in den Vereinigten Staaten aufmerksam zu machen.

Anti-Terror-Streitkräfte setzen auf soziale Medien, um terroristische Aktivitäten zurückzuverfolgen und besser nachvollziehen zu können. Um den Missbrauch von Livestreaming zu bekämpfen, hat Facebook kürzlich bekanntgegeben, 3.000 zusätzliche Monitore für die Kontrollierung der Livevideos einzusetzen. Jedoch liegt meiner Meinung nach die Verantwortung für den Inhalt in den sozialen Medien letztlich bei den Nutzern, die die Inhalte tagtäglich erstellen und sich auf der Plattform bewegen.

Dieser Artikel erschien zuerst auf „The Conversation“ unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image (adapted) „Dunkelheit“ by KristopherK (CC0 Public Domain)


The Conversation

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FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

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  • GETNOW Gründerszene: Dieser Online-Supermarkt will Amazon Fresh angreifen: Lebensmittel gibt es längst nicht mehr nur noch vor Ort im Supermarkt oder im Tante-Emma-Laden nebenan zu kaufen. E-Food wird bei Verbrauchern immer beliebter und so kämpfen Supermärkte, nach dem Einstieg von Amazon Fresh, auch online um jeden Kunden. Hierbei hat eine aktuelle Studie herausgefunden, dass Rewe derzeit der beliebteste Online-Supermarkt in Deutschland ist. Den zweiten Platz belegt Allyouneedisfresh.de, erst dahinter folgt Amazon. Das Berliner Startup Getnow möchte da mit seinem eigenen Lieferdienst mitmischen. Aber was unterscheidet das Startup von den anderen Anbietern? Getnow hat, anders als die anderen Anbieter, kein eigenes Lager, sondern kauft bei eingehender Bestellung die Ware in Metro-Märkten und gibt diese zum Versand an DHL weiter. Dahinter steckt zudem das Versprechen, dass die Ware innerhalb von 90 Minuten beim Kunden ankommt.

  • WHATSAPP Chip: WhatsApp: Umstrittene Funktion wird weiter verbessert: Noch gar nicht lange gibt es das neue Standort-Feature für WhatsApp-Nutzer. Hierbei können diese in Einzel- oder Gruppenchats ihren Live-Standort mitteilen. Nun gibt es schon die ersten Verbesserungen. Nutzer können bei den geteilten Standorten ihrer Freunde direkt eine Wegbeschreibung abrufen und die passende Route bei Google Maps planen, indem sie einfach das Infoprofil des Nutzers mit dem geteilten Live-Standort anklicken. Anschließend muss die Option “Wegbeschreibung” abgerufen werden. Der Standort wird dann in Google Maps angezeigt und die Route berechnet.

  • IPHONEX Heise: iPhone X: Stiftung Warentest warnt vor Sturzempfindlichkeit: Das neue iPhone X sollten Nutzer besser in Watte verpacken, denn ein Sturz auf den Boden kann teuer werden, wie Stiftung Warentest herausgefunden hat. Hierbei reagierte das aktuelle Modell empfindlicher als seine Vorgänger. Bei einem Sturztest in der Falltrommel wurden drei Geräte getestet. Bei einem Modell sei der Glasrücken gesprungen und die beiden anderen Modelle wiesen Darstellungsfehler auf dem Display auf. Das iPhone 8 – wessen Vorder- und Rückseite ebenfalls mit Glas ausgestattet ist – schnitt bei diesen Tests deutlich besser ab. Somit handelt es sich, laut den Warentestern, beim iPhone X um das zerbrechlichste Modell aller Zeiten. Den Nutzern wird daher geraten, sich eine Hülle zuzulegen. Das Beheben eines solchen Schadens bei Apple kann bis zu 600 Euro kosten.

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Die Netzpiloten sind Partner der SMX München

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Am 20. und 21. März 2018 öffnet die SMX München ihre Tore. Alle diejenigen, die sich für Themen und um Search- und Onlinemarketing interessieren, sollten sich dieses Datum besser merken. Besucher dieser beiden Tage können sich auf eine Menge Input freuen, denn die Leitkonferenz zum Thema SEO, SEA und Onlinemarketing hat einiges zu bieten.

Die Besucher erwarten fünf Workshops, zehn Thementracks und das erste Mal auf der SMX gibt es sogenannte Deep Dive Sessions. Bei diesen Workshop-ähnlichen Sessions können maximal 15 Teilnehmer in ganz spezielle Themen eintauchen. Zudem werden spannende Fragen geklärt wie die Bedeutung von SEO und SEA in einer Costumer Centric Welt oder was schon alles mit Augmented Reality umsetzbar ist und was noch auf uns zukommen wird. Diese Fragen werden von Top-Experten aus der ganzen Welt beantwortet.

Zwei Tage – viel Input

Die beiden Tage werden ziemlich spannend. Ein volles Programm mit über 80 Referenten wie unter anderem John Müller, Webmaster Trends Analyst bei Google, und Jens Hinrichs, Head Of Technology von Carnect, zeigen den Teilnehmern, wie man Schluss macht mit hartnäckigen SEO Mythen und Google Tag Manager Hacks für Online Marketers.

Zudem gibt es auf der SMX eine Auswahl von fünf Workshops mit internationalen Experten:

  • Advanced AdWords Tagesworkshop mit Brad Geddes
  • HandsOn SEO Workshop mit Mediadonis aka Marcus Tandler
  • ROI von Content Marketing jenseits von Sitzungen und Klicks mit Alexander Holl
  • Maximizing Mobile Potential – MobileMoxie Digital Marketing Training mit Cindy Krum
  • Workshop „Onlinethinking“ mit Karl Kratz

Am Ende des ersten Konferenztages muss jedoch nicht jeder seine Wege gehen, sondern kann sich auf der SMX After Dark bei einem leckeren Essen und guter Musik mit anderen Marketers, Teilnehmern und Referenzen vernetzen. Wer vorher aber lieber den deutschen Suchmarketingpreis verliehen bekommen möchte, der kann sich dafür noch bis zum 01.12. bewerben.

Wer Teil dieser spannenden Konferenz sein möchte, der kann sich hier die Tickets, mit Angabe dieses Rabattcodes „NETZPILOTENSMX“, bestellen.

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Die Netzpiloten sind Partner des Kindermedienkongresses 2017

Partnergrafik_Kindermedienkongress

„Wer liest was wo?“ diese Frage steht beim Kindermedienkongress 2017 der Akademie der Deutschen Medien am 8. November 2017 im Literaturhaus München im Fokus. Dazu werden die aktuellen Mediennutzungsgewohnheiten von Kindern und Jugendlichen, innovativen Technologien für die Generationen Z und Alpha sowie crossmediale Vermarktungsstrategien für Kinder- und Jugendmedien unter die Lupe genommen.

Die Art und Weise, wo und wie Kinder und Jugendliche Inhalte konsumieren, ändert sich rasant – „fly zu sein“ ist da alles andere als einfach. Manche Bücher werden in Print gelesen, andere auf dem Smartphone oder Online-Plattformen wie Wattpad. Innovative Digitalstrategien prägen die Kindermedienbranche zunehmend. Das Fernsehen könnte bald komplett von Netflix oder Amazon ersetzt werden und klassische Kinderspiele konkurrieren mit den neuen Mobile und Virtual Reality Games.

Darum geht’s

Auf dem Kindermedienkongress dieses Jahr stehen unter anderem folgende Fragen im Fokus: In welchen Themen- und Lebenswelten bewegen sich Kinder und Jugendliche heute? Welche Lesegewohnheiten und Mediennutzung zeichnen die Generation Z und Alpha aus? Und auf welchen Plattformen und Kanälen finden Kinder und Jugendliche ihre Lieblingsthemen?

Als Referenten erwarten euch unter anderem Ashleigh Gardner, Head of Partnerships von Wattpad Studios und Christoph Klara, Gründer & Geschäftsführer von WunderStudios.

Neugierig geworden? Anmeldung und weiter Infos findet ihr hier.

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Freunde finden im Flugzeug: Das ist Social Seating!

FlugzeugadaptedImage-by-StockSnap-CC0-Public-Domain-via-Pixabay

Die Zeiten, in denen man in Flugzeugen nur zwischen vegetarisch oder vegan, am Gang oder am Fenster wählen konnte, sind vorbei. Du hast jetzt auch die Möglichkeit, dich zwischen Tim aus England oder Tom aus Amerika zu entscheiden. Denn die Fluglinie KLM bietet mit dem Internetangebot „Meet& Seat“ seinen Passagieren eine Vorauswahl ihres Sitznachbars an. Keine schlechte Idee, wenn man sich dieses Mal nicht die Lebensgeschichte einer älteren Dame neben sich anhören möchte. Wer also lieber einen Einheimischen nach Ausgehtipps am Zielort fragen möchte, ist hier genau richtig.

Wie stehen die Chancen einen Social Seater zu treffen?

Das Programm hatte seinen Startschuss im Februar 2016 und laut KLM haben schon etwa 1.700 Menschen den Service seitdem genutzt. Rechnet man diese Anzahl jedoch auf die 34 Langzeitstreckenflüge runter, die „Meet& Seat“ anbieten, ist die Chance einen Social Seater zu treffen, jedoch nicht allzu groß. Ein weiterer Haken: Die Funktion erlischt 24 Stunden vor Abflug – und wir wissen ja selbst, dass der 24 Stunden Online-Log-In einfach super bequem ist. Doch auch wenn sich nur zwei Social Seater im Flugzeug befinden, lohnt sich die Mühe: Auf interessante Gespräche ist Verlass und die Wahrscheinlichkeit am Ende der Reise neue Freunde gefunden zu haben, steht bei Social Seatern wohl auch nicht schlecht!

Dieser Beitrag erschien zuerst auf Netzpiloten Klicktipps.


Image (adapted) „Flugzeug“ by StockSnap (CC0 Public Domain)


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Das Internet versetzt uns zurück ins Mittelalter

Ritter (adapted) (Image by NadineDoerle [CC0 Public Domain] via Pixabay)

Internetfähige Geräte sind so alltäglich und so anfällig, dass Hacker vor kurzem in ein Casino eindringen konnten – durch das hauseigene Aquarium. In diesem befanden sich mit dem Internet verbundene Sensoren, die die Temperatur und Sauberkeit des Aquariums messen sollten. Die Hacker verschafften sich Zugriff auf die Sensoren des Aquariums und von dort auf den Computer, der diese steuert und von dort aus wiederum zu anderen Teilen des Casino-Netzwerks. Die Eindringlinge konnten zehn Gigabyte Daten nach Finnland kopieren.

Hier wird das Problem des Internets der Dinge gut sichtbar: Wir kontrollieren es nicht wirklich. Und es ist auch nicht immer klar, wer es kontrolliert – obwohl oft Software-Designer und Werbetreibende beteiligt sind.

In meinem letzten Buch „Owned: Property, Privacy and the New Digital Serfdom“ behandele ich, was es heißt, wenn unsere Umgebung mit mehr Sensoren als je zuvor ausgestattet wird. Unsere Aquarien, intelligenten Fernseher, internetfähigen Heimthermostate, Fitnesstracker und Smartphones sammeln ständig Informationen über uns und unsere Umgebung. Diese Informationen sind nicht nur für uns wertvoll, sondern auch für Leute, die uns Sachen verkaufen wollen. Sie sorgen dafür, dass internetfähige Geräte so programmiert sind, dass sie Informationen teilen.

Nehmen wir zum Beispiel Roomba, den Roboter-Staubsauger. Seit 2015 haben die High-End-Modelle Karten der Häuser ihrer Benutzer erstellt, um sie bei der Reinigung effizienter zu navigieren. Aber wie Reuters und Gizmodo vor kurzem berichteten, kann iRobot – der Hersteller von Roomba – diese Karten der Privathäuser mit seinen Geschäftspartnern teilen.

Sicherheits- und Datenschutzverletzungen sind eingebaut

Wie der Roomba können auch andere intelligente Geräte programmiert werden, um unsere privaten Informationen mit Werbetreibenden über diverse Kanäle zu teilen, denen wir uns gar nicht bewusst sind. In einem Fall, der noch mehr Einblicke gewährte als der Roomba-Businessplan, sammelte ein Smartphone-gesteuertes erotisches Massagegerät namens WeVibe Informationen darüber, wie oft, mit welchen Einstellungen und zu welchen Zeiten es benutzt wurde. Die WeVibe-App schickte diese Daten an ihren Hersteller zurück, die sich bereit erklärten, einen Betrag in Millionenhöhe zur rechtlichen Streitschlichtung zu zahlen, als die Kunden dies herausfanden und gegen die Eingriffe in ihre Privatsphäre protestierten.

Diese heimlichen Datenverbindungen sind ein ernsthaftes Datenleck. Der Computerhersteller Lenovo hat seine Computer mit einem vorinstallierten Programm namens „Superfish“ verkauft. Das Programm sollte Lenovo – oder Unternehmen, die es finanziert haben – erlauben, gezielte Anzeigen in die Ergebnisse der Webseiten der Nutzer einzufügen. Die Art und Weise der Ausführung war extrem unsicher: Es wurde Web-Traffic ohne das Wissen des Nutzers einschließlich der Web-Kommunikation Benutzer generiert, von denen sie dachten, sie wären sicher verschlüsselt, wie Verbindungen zu Banken und Online-Shops für Finanztransaktionen.

Eigentum ist das Problem

Ein wichtiger Grund, warum wir unsere Geräte nicht wirklich kontrollieren, ist, dass verantwortliche Unternehmen sie immer noch „besitzen“, auch nachdem wir sie gekauft haben. So kann jeder ein hübsch aussehendes Kästchen voller Elektronik kaufen, das als Smartphone funktioniert, aber eigentlich kauft jeder nur eine Lizenz, um die verwendete Software nutzen zu dürfen. Das führt dazu, dass Unternehmen ihre Produkte über ihre Teilrechte auch nach dem Kauf kontrollieren können. Das ist so, als ob ein Autohändler ein Auto verkauft, sich aber sein Eigentum am Motor vorbehält.

Diese Art der Vereinbarung zerstört das Konzept des Grundbesitzes. John Deere hat den Landwirten bereits mitgeteilt, dass sie ihre Traktoren nicht tatsächlich besitzen, sondern nur die Software lizenzieren – sodass es ihnen nicht gestattet ist, ihre eigenen Landmaschinen zu reparieren oder in eine unabhängige Werkstatt zu bringen. Die Landwirte stellen sich einem solchen Vorhaben natürlich entgegen, aber vielleicht sehen es viele bei Smartphones nicht so eng, da diese vergleichsweise oft über Raten finanziert und ebenso oft weiterverkauft werden.

Wie lange wird es dauern, bevor wir erkennen, dass versucht wird, die gleichen modi operandi auf intelligente Häuser oder Fernseher in unseren Wohn- und Schlafzimmern, auf intelligente Toiletten und internetfähige Autos anzuwenden?

Zurück zum Feudalismus?

Die Frage danach, wer Eigentum kontrolliert, hat eine lange Geschichte. Im feudalen System des mittelalterlichen Europas besaß der König fast alles. Die Eigentumsrechte anderer waren also von ihrer Beziehung zum König abhängig. Die Bauern lebten auf dem Lande, die der König einem örtlichen Herrn gewährte und die Arbeiter hatten nicht immer Eigentum an den Werkzeugen, die sie für die Landwirtschaft oder andere Geschäfte wie Zimmerei oder in der Schmiede benutzten.

Im Laufe der Jahrhunderte entwickelten sich westliche Volkswirtschaften und Rechtssysteme zu unseren modernen, kommerziellen Vorstellungen: Menschen und Privatunternehmen kaufen und verkaufen oft selbst Sachen und eigene Grundstücke, Werkzeuge und andere Gegenstände. Abgesehen von einigen grundlegenden Regierungsregeln wie Umweltschutz und öffentlicher Gesundheit, schränken übrige Systeme den heutigen Besitz nicht mehr ein.

Dies bedeutet, dass beispielsweise eine Autofirma den einzelnen Verbraucher nicht davon abhalten kann, ein Auto in einem kreischenden Rosaton zu lackieren oder das Öl zu wechseln, egal, welche Reparaturwerkstatt damit beauftragt wird. Er kann sogar versuchen, sein Auto selbst zu modifizieren oder zu reparieren. Das Gleiche gilt für Fernseher, landwirtschaftliche Maschinen oder Kühlschränke.

Doch die Erweiterung des Internets scheint uns zurück zu etwas Ähnlichem wie diesem alten Feudalmodell zu bringen, wo die Menschen nicht die Gegenstände besaßen, die sie jeden Tag benutzten. In dieser Version des 21. Jahrhunderts verwenden Unternehmen das Recht des geistigen Eigentums, um Ideen zu schützen – um physische Objekte zu kontrollieren, von denen Verbraucher denken, sie zu besitzen.

Kontrolle über geistiges Eigentum

Ich nutze ein Samsung Galaxy. Google steuert das Betriebssystem und die Google Apps, die ein Android-Smartphone zum Laufen bringen. Google lizenziert sie an das Unternehmen Samsung, das eine eigene Änderung an der Android-Oberfläche vornimmt und mir das Recht, mein eigenes Telefon zu benutzen, unterlizenziert – oder zumindest wird dies von Google und Samsung behauptet. Samsung schließt dann Vereinbarungen mit Softwareanbietern, die Verbraucherdaten für eigene Zwecke nutzen möchten.

Dieses Modell ist aus meiner Sicht fehlerhaft. Wir müssen das Recht haben, unser Eigentum zu reparieren. Wir brauchen das Recht, invasive Werbetreibende von unserer Elektronik fernzuhalten. Wir brauchen die Möglichkeit, heimliche Datenverbindungen zu kappen – nicht nur, weil wir nicht ausspioniert werden wollen, sondern auch, weil solche Hintertüren enorme Sicherheitsrisiken bergen, wie die Geschichten von Superfish und dem gehackten Aquarium zeigen. Wenn wir nicht das Recht haben, unser Eigentum zu kontrollieren, ist das Eigentum auch nicht wirklich unseres. Wir sind nur digitale Bauern, die Dinge, die wir gekauft und bezahlt haben, nach der Laune unseres digitalen Herrn nutzen.

Auch wenn sich das jetzt düster anhört, gibt es Hoffnung. Diese Probleme werden schnell zu Albträumen öffentlicher Beziehungen für beteiligten Unternehmen. Es gibt ernsthafte Unterstützung von verschiedenen Parteien für Entwürfe zum Recht auf Reparatur, die Eigentumsbefugnisse für Verbraucher wiederherstellen.

In den letzten Jahren haben wir Fortschritte bei der Rückgewinnung des Eigentums von Möchtegern-Digitalbaronen gesehen. Wichtig ist, dass wir erkennen und es ablehnen, was diese Unternehmen zu tun versuchen, dass wir entsprechend kaufen, unsere Rechte ausüben, unsere intelligenten Immobilien nutzen, reparieren und modifizieren und die Bemühungen unterstützen, diese Rechte zu stärken. Die Idee des Eigentums ist in unserer kulturellen Phantasie immer noch mächtig und sie wird nicht so einfach sterben. Das gibt uns ein Zeitfenster, das wir ausnutzen sollten.

Dieser Artikel erschien zuerst auf „The Conversation“ unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image (adapted) „Ritter“ by NadineDoerle [CC0 Public Domain]


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Die Netzpiloten sind Partner der Social Media Conference

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Am 17. und 18. Oktober öffnet die Social Media Conference in Hamburg ihre Tore. Ganz getreu dem Motto „Social Media Conference meets Content Marketing“, richtet sich diese Konferenz vor allem an Verantwortliche aus dem Bereich Marketing, Business Development und an Führungskräfte aus Unternehmen, die sich und ihre Produkte auf sozialen Kanälen ausbreiten und auf dieser Ebene professioneller werden wollen.

Wer an dem Tag vor Ort ist, der darf sich auf ein vielfältiges Programm mit namhaften Speakern freuen und sich mit Themen wie beispielsweise „Strategisches Content-Marketing: zielgerichtetes Storytelling“, „Social Media Erfolgsmessung“ und „Organische Reichweite vs. Social Advertising“ auseinandersetzen:

69 Insights from 41 Kilo of (Content)Marketing books in 60 Minutes!

  • Hier zeigen euch die Speaker AJ Huisman und Bert van Loon – die Gründer von Content Marketing Fast Forward – ihre Lieblingsbücher aus dem Marketing, die für moderne Vermarkter und Kommunikationsprofis unerlässlich sind.

Influencer Marketing – Wie kennzeichne ich werbliche Beiträge, Posts und Videos in Social Media richtig?

  • Wer wissen möchte, in welchen Fällen der Online Werbung eine Kennzeichnungspflicht herrscht oder wie Werbung von PR und Product Placement unterschieden wird, der erfährt von Dr. Martin Gerecke, Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht und Tomma Rabach, Inhaberin der Kommunikationsagentur „rabach kommunikation“, die besten Beispiele aus der Praxis.

Bewegtbild für Social Media

  • Thorwald Erbslöh – Geschäftsführer der bluehouse GmbH – erklärt den Teilnehmern in diesem Vortrag, unter anderem welches Video auf welchem Kanal am besten und wirksamsten funktioniert.

Generation Z

  • Charles Bahr – gerade einmal 15 Jahre alt – gründete schon in diesen jungen Jahren seine eigene Künstleragentur. In seinem Vortrag über die Generation Z erklärt er wie Jugendliche Werbebotschaften auf sozialen Netzwerken erreichen.

Wer diese spannenden Inhalte nicht verpassen und sich mit interessierten und begeisterten Teilnehmern vernetzen und austauschen möchte, der sollte sich diese beiden Tage unbedingt merken und am besten jetzt schon Tickets bestellen, denn hier erhalten die Besucher unter anderem nach der Veranstaltung die Möglichkeit die zur Verfügung gestellten Vorträge nach der Veranstaltung zu downloaden und am anschließenden Get-together teilzunehmen.

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Facebook und die Teenager: Es ist kompliziert.

Sad and grumpy teenage girl (adapted) (Image by draganagordic via AdobeStock)

Der letzte Versuch von Facebook, sich als interessante Plattform für Teenager aufzustellen, wurde heimlich, still und leise zu Grabe getragen. Die Lifestage-App der Social-Media-Plattform (die so erfolglos war, dass die meisten wahrscheinlich gerade zum ersten Mal davon hören), wurde vor etwa einem Jahr unter einigem Getöse, aber mit ziemlicher Gleichgültigkeit ins Leben gerufen und hielt sich seitdem nur schwer.

Dennoch hat Facebook, wie es im Silicon Valley öfter mal vorkommt, auf das Scheitern eines Unternehmens schnell mit einem neuen reagiert und ein neuen Service zum Videostreaming enthüllt. Facebook Watch soll kurze Videos ins Portfolio aufnehmen, die live oder vorher aufgezeichnet werden und eigene, professionelle Inhalte enthalten. So kann die Plattform direkter mit den „Likes“ von YouTube, Netflix und traditionellen TV-Sendern in Konkurrenz treten.

Lifestage war nur ein Teil einer langen Serie von Facebooks Versuchen, gegen die Welle junger Leute anzukämpfen, die immer mehr auf verschiedensten Plattformen interagieren. Mit Facebook Watch scheint die Firma sich von dem Fokus, junge Leute zu behalten, abgewandt zu haben und stattdessen auf eine weit größere Basis an Benutzern abzuzielen. Vielleicht hat Facebook gelernt, dass es einfach nie cool sein wird – aber das heißt nicht, dass es nicht trotzdem beliebt sein kann.

Lifestage hätte mit dem immer beliebter werdenden Snapchat, der App, mit der man Fotos und Videos teilt und die besonders unter Teenagern beliebt ist, konkurrieren sollen. Doch der Ableger erreichte nie die Anzahl an Benutzern, die es gebraucht hätte, um das Unternehmen zu erhalten. Was beunruhigend für Facebook ist, dass nach den kurzlebigen Services Facebook Poke und Facebook Slingshot, die beide ebenfalls in ihr stilles digitales Grab verbannt wurden, bereits der dritte gescheiterte Versuch war, den Erfolg von Snapchat bei Teenagern nachzuahmen. Mit eher lauer Begeisterung hat Facebook außerdem einige Features von Snapchat, wie etwa die Stories-Funktion, in seine Haupt-App eingearbeitet.

Dies rührt daher, dass der Social-Media-Markt nach wie vor unheimlich schnell expandiert. Der Konkurrenzkampf ist heftig und zahlreiche Firmen wetteifern mit Neugründungen und aufsteigenden Marken, um die Aufmerksamkeit der wachsenden und immer stärker vernetzten Benutzer. Es ist nicht mehr der Fall, dass ein oder zwei Firmen das Monopol in der Social-Media-Landschaft besitzen. Die meisten Jugendlichen benutzen nach und nach mehr als eine Plattform, um online zu interagieren (wobei dieser Trend außerhalb der westlichen Welt etwas anders zu sein scheint). Junge Leute experimentieren mit neuen Formaten und Arten der Interaktion – dies reicht von kurzen Videos und Nachrichten, die nicht dauerhaft gespeichert werden, zu anonymen Feedback-Apps wie Sarahah, die bei Teenies sehr beliebt ist und Medienpädagogen zum Schluchzen bringt.

Trotz dieser Schwierigkeiten ist Facebook nach wie vor mit Abstand die beliebteste Social-Media-Plattform der Welt und hat mehr als zwei Milliarden Benutzer weltweit. Jüngste Daten zeigen, dass es unter Teenagern und jungen Benutzern beinahe so beliebt ist wie Snapchat. Ebenso verhält es sich mit der Foto-Plattform Instagram, die mittlerweile auch Facebook gehört.

Das Problem liegt hier selbstverständlich darin, dass durch die Beliebtheit und vor allem durch das klare, nutzerfreundliche Design nun auch die Eltern, Lehrer, Chefs und sogar die Großeltern die Plattform nutzen. Für die Teenager bedeutet das, dass die Plattform zu einem Problem geworden ist. Sie steckt voller konkurrierender und zwiespältiger Verpflichtungen, da nun verschiedenste Aspekte und Umstände ihres Lebens an einem einzigen Platz zusammenlaufen.

Die jungen Leute, mit denen ich für meine Untersuchung spreche, meinen, dass der große Anklang und das einfache Design von Facebook für sie eine einmalige Erfahrung sind. Facebook ist ein Ort mit potenziellen sozialen Landminen, mit der Angst, dass die verschiedensten Nutzer alles sehen, was gepostet wird – was zu Angst, Ausflüchten und Untätigkeit führt.

Dieses breite Publikum zu bewältigen bedeutet, dass junge Leute die öffentlichen Seiten von Facebook seltener nutzen und stattdessen auf Aspekte wie Gruppen und Privatnachrichten bauen. Das erklärt, warum sie anscheinend immer mehr auf Plattformen wie Instagram und Snapchat setzen, um mit ihresgleichen zu interagieren – ein Trend, der auch von anderen Forschern festgestellt wurde.

So gesehen scheint der Versuch, Teenager zu ermutigen, dieselben Features wie auf Snapchat zu benutzen, wenn die Marke Facebook doch so mit einem stark öffentlichen und sozial schwierigen Umfeld assoziiert wird, an sich fehlerhaft. Wir können nicht sagen, in welche Richtung sich die Firma in Zukunft entwickeln wird, aber es scheint naheliegend, dass sie Schwierigkeiten haben wird, jemals wieder so zentral für die Onlineerfahrungen von jungen Leuten zu werden, wie sie einmal war.

Facebook Watch zielt auf größeres Publikum ab

Das Einrichten von Facebook Watch suggeriert jedoch, dass die Firma vielleicht ihre Lektion gelernt hat. Das neue Service ist ein Versuch, einen umfassenderen Ort zu kreieren, der seine größere Benutzerbasis ansprechen kann und Inhalt, Ideen und Platz nicht nur auf Teenager und junge Leute ausrichtet.

Mit der Ankündigung des Services zum Teilen von Videos hat Facebook bekanntgemacht, dass man „gemeinschaftsorientierte“ Ergebnisse braucht. Nutzer werden Videovorschläge bekommen, die darauf basieren, was andere – insbesondere ihre Freunde – sich ansehen. Auf diese Art ermöglicht Facebook den Benutzern, Inhalte zu finden, die ihre Interessen und Freundschaften jeglicher Art widerspiegeln. Anstatt zu versuchen, eine bestimmte demografische Gruppe beizubehalten und nur auf sie abzuzielen, scheint Facebook Watch den breiteren Anklang der Plattform zu würdigen.

Dies scheint mit dem Schritt, weniger als reines soziales Netzwerk aufzutreten, und hin zu einem umfassenderen Zentrum für Neuigkeiten und Inhalte übereinzustimmen, den Facebook hier vornimmt. Dank Facebook Watch brauchen Benutzer die Plattform nie zu verlassen, da sie sowohl Inhalte, die im Netz eingebettet sind, als auch eigene Videos, die von der Seite zur Verfügung gestellt werden, ansehen können. Und weil Facebook hinsichtlich der Videoinhalte bereits an zweiter Stelle nach YouTube steht, sieht dieser Schritt abermals aus wie ein Versuch, sich auf einen breiteren Markt als nur den der Teenager auszurichten.

Die Tatsache, dass Facebook zunehmend seine diverser werdende Benutzerbasis nährt, kann zu einem Problem für junge Leute werden, die um ihre Interaktionen auf der Plattform besorgt sind. Wenn man jedoch den massiven Erfolg von YouTube bei den meisten Teenagern berücksichtigt, dient Watch vielleicht dazu, Teenager zurück zu Facebook zu locken. Es gibt wirklich nur eine Art, die Beziehung zwischen jungen Leuten und Facebook zu beschreiben: Es ist kompliziert.

Dieser Artikel erschien zuerst auf „The Conversation“ unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image (adapted) „Sad and grumpy teenage girl“ by draganagordic/AdobeStock.com


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Der coole Kanal: Youtuber als Wahlhelfer

YouTuber (adapted) (Image by StockSnap) (CC0 Public Domain) via Pixabay

Bei der Bundestagswahl 2017 spielt YouTube als Plattform für die Kommunikation mit jüngeren Zielgruppen eine besondere Rolle. Auch Kanzlerin Merkel macht mit.

Bereits bei der Wahl von Frank-Walter Steinmeier zum neuen Bundespräsidenten wurde die gestiegene Bedeutung von Youtubern für die Politik sichtbar. In die Bundesversammlung, die das deutsche Staatsoberhaupt wählt, entsenden die Landesparlamente neben Berufspolitikern gerne auch Prominente, die Mitglied einer Partei sind oder ihr nahe stehen. Nach Kulturschaffenden, Stars aus Film und Fernsehen sowie Sportlern hat sich 2017 eine neue Klientel für die Mitarbeit in diesem Verfassungsorgan qualifiziert. Dafür verantwortlich ist nicht nur die Piratenpartei, in deren Fraktion gleich zwei Youtuber mit politischem Profil vertreten waren: Rayk Anders und Tilo Jung. Auch Julien Bam, einer der populärsten deutschen Youtuber, war auf Betreiben der damaligen Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen zum Mitglied der Bundesversammlung gewählt worden. Wobei Hannelore Kraft (SPD) sich selbst schon an einem Video-Blog über ihre Arbeit als Regierungschefin versucht hat. Ihr Oeuvre ist aber nach der Löschung des Profils bei der Video-Plattform nicht mehr verfügbar.

Die neuen Meinungsmacher

Nachdem die Bundeskanzlerin 2015 unter dem Titel “#NetzFragtMerkel” LeFloid im Kanzleramt eine Audienz für ein halbstündiges Interview gewährt hat, wird es im Wahljahr nun eine Nummer größer. Angela Merkel (CDU) trifft am 16. August im YouTube Space Berlin in einem einstündigen Livestream nacheinander auf vier Fragesteller, die unterschiedliche Facetten repräsentieren. Mirko Drotschmann behandelt als MrWissen2go „Allgemeinwissen zu aktuellen und historischen Themen.

Dazu gehört auch die aktuelle Bundestagswahl, zu der er bereits einige Erklär-Clips produziert hat. Lisa Sophie liefert in ihrem Kanal “ItsColeslaw” eher Persönliches aus der Perspektive einer jungen Frau. AlexiBexi präsentiert ein Potpourri vom Technik-Test bis zur Comedy. Und schließlich Ischtar Isik, die laut Pressemitteilungmit gerade einmal 21 Jahren eine der erfolgreichsten deutschen Social-Media-Expertinnen im Bereich Fashion, Beauty und Lifestyle” ist. Formuliert hat diese Einschätzung das Studio71, das das Event produziert und redaktionell betreut. Das Tochterunternehmen der ProSiebenSat.1 Media SE vermarktet zahlreiche Youtuber international insbesondere im Rahmen kommerzieller Kampagnen des Influencer-Marketings.

Das gesamte Setting der Veranstaltung reflektiert einerseits die Kritik an der eher harmlosen Aufzeichnung von LeFloid und entspricht andererseits in etwa dem, was das Weiße Haus unter Obama etabliert hat. Beim US-Präsident war das Format allerdings klar als Regierungskommunikation im Anschluss an seine jährliche Rede zur Lage der Nation ausgerichtet. Hier wie da fungieren die Youtuber als Katalysatoren und Multiplikatoren, die sich im Vorfeld der Veranstaltung mit der durch die Abonnenten ihrer Kanäle konstituierten Community über relevante Themen austauschen und unter dem Hashtag #DeineWahl auch deren Fragen erheben.

So sollen Zielgruppen erreicht werden, die nicht mehr dort anzutreffen sind, wo sie einst Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) vermutet hat, als er die Parole ausgab: „Zum Regieren brauche ich nur BILD, BamS und Glotze.“

Nun hat allerdings gerade die heiße Phase des Wahlkampfs begonnen, und da würde ein Interview ausschließlich mit der Amtsinhaberin ihr doch Vorteile verschaffen. Sei es durch die exklusive Ansprache des Publikums der Youtuber oder dadurch, dass sie ihr Image damit aufpolieren kann, dass über das Event eben bei “BILD, BamS und Glotze” berichtet wird. Die Verantwortlichen scheinen sich dieser Problematik bewusst zu sein und stellen weitere Events dieser Art mit Politikern anderer Parteien in Aussicht.

TV-Duelle und Wahlabend bei YouTube

Unabhängig davon werden am 17. September rund 15 Youtuber in einem mehrstündigen „Community Live Stream“ mit ihren Fans zum Thema “Wahlen” in Dialog treten. Und auch die TV-Duelle am 4. und 5. September werden bei YouTube im Livestream zu sehen sein. Schließlich produziert Studio71 am Abend der Bundestagswahl für das öffentlich-rechtliche Online-Outlet funk.net unter dem Titel “Wahlgemeinschaft” eine mehrstündige Show: “Mehrere Moderatoren (…) führen durch den Abend und begrüßen prominente Youtuberinnen und Youtuber sowie aufstrebende Nachwuchs-Politikerinnen und -Politiker zum Talk. Das Format soll politische Inhalte für 14- bis 29-Jährige interessant aufbereiten, Informationen zum Wahlausgang vermitteln und natürlich unterhalten. Neben den Talks sind Auftritte von Musikerinnen und Musikern und spannende Live-Showelemente geplant.

Challenge und Comedy als politische Bildung

Auch die Bundeszentrale für politische Bildung (BpB) bedient sich der Influencer und platziert eine zehnteilige ‚YouTube-Reihe zur Sensibilisierung für demokratische Wahl- und Entscheidungsprozesse‘: „Das Angebot ‚#erstewahl2017‚ richtet sich primär an Menschen, die zu ihrer Informations- und Meinungsbildung über gesellschaftliche und politische Zusammenhänge primär Ressourcen der Sozialen Netzwerk-Dienstleister und des Social Web nutzen.”. Dabei wird das Format der “Challenge” genutzt. In der Pilotfolge von Fitness-Vloggerin Sofia Martinez werden verschiedene Optionen vorgestellt. Die Zuschauer können abstimmen, welcher Herausforderung sie sich stellen muss. Es geht also um die Konsequenzen von Abstimmungen. Weitere Beiträge zu diesen und ähnlichen Aspekten des Wählens liefern Alycia Marie, Moritz Garth, Malternativ, Salomé Sylvana und Silvi Carlsson.

Ab dem 11. September 2017 beschäftigt sich dann das Comedy-Duo Space Frogs in ihrer „Space Cabin“ im Auftrag der BpB mit unterschiedlichen Themen der Wahl. “In fünf Folgen, die täglich vom 11.-15. September 2017 auf ihrem YouTube-Kanal ‘Space Radio’ erscheinen, fragen sie etwa: Wie funktioniert die Bundestagswahl überhaupt? Welchen Stellenwert nehmen Bildung oder Digitalisierung in den Programmen der Parteien ein? Und welche Gestaltungsideen haben die Parteien für die Zukunft der Rente oder Europas?

Abseits solcher koordinierten Aktivitäten wird Tilo Jung zur Bundestagswahl wieder mit exponierten Vertretern von Parteien in seinem bekannten “Jung & Naiv”-Format reden. Pointiert setzt er dabei einen Kontrapunkt zum Kanzlerinnen-Interview indem er mit dem Spitzenkandidaten der AfD, Alexander Gauland, gestartet ist. Und dem “Alex” fast zwei Stunden lang “naive” Fragen stellt.


Image (adapted) „YouTube“ by StockSnap (CC0 Public Domain)


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Die Netzpiloten sind Partner der DCX Digital Content Expo

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In Berlin trifft die internationale Nachrichtenbranche aufeinander und ihr könnt dabei sein! Wir verlosen unter unseren Lesern fünf 3-Tages-Tickets für die Digital Content Expo . Um dabei zu sein könnt ihr hier an unserer Verlosung teilnehmen. Zeit dafür habt ihr bis zum 25. September. Wir wünschen euch viel Erfolg!

Teilnahmebedingungen


Vom 10 – 12. Oktober trifft sich die weltweite Nachrichtenbranche zur DCX Digital Content und IFRA World Publishing Expo auf dem Messegelände Berlin. Dieses Jahr werden neben den Verlegern der Zeitungsbranche auch Unternehmen angesprochen. Hauptthema wird dieses Mal die Frage, wie digitale Tools und Geschäftsmodelle für Nachrichtenmedien weiterhin Qualität garantieren und finanzieren können. Neben den messebegleitenden Konferenzen „Digital Media World“ und „Print World“ sind 150 Aussteller vor Ort und präsentieren ihre Produkte. Besucher erwartet ein vielseitiges Proramm mit Diskussionen und Vorträgen zu Best Practice, Trendreports und neuste Forschungen.

Hochkarätiges Programm aus aller Welt

Qualitätsjournalismus aus aller Welt erlebt momentan in der digitalen Welt viele Herausforderungen durch andauernde Veränderung. Deswegen wurden Internationale Medienvertreter eingeladen, die ihre Strategien und Perspektiven in verschiedenen Formaten präsentieren werden. Mit dabei sind unter anderem:

  • Michael Golden, der stellvertretender Vorsitzende der New York Times, wird die Eröffnungskeynote halten über anstehenden Aufgaben der Nachrichtenmedien in Zeiten des Internets.
  • Mathhias Döpfner, CEO der Axel Springer SE, über die wichtige Rolle der Medien in einer Demokratie
  • Rajiv C. Lochan, CEO von Kasturi & Sons Ltd., die mit The Hindu eine der größten englischsprachigen Tageszeitungen Indiens herausgeben, über Leserzentrierte Inhalte und aus der perspektive eines wachsenden Marktes.

Außerdem sind in diesem Jahr zwei „Content Stages“ neu in die Konferenz eingebunden, unter anderem mit Präsentationen von Michael Jaschke, Managing Director von ProSiebenSat.1 Digital, warum Video aus seiner Sicht das Medium der Zukunft ist. Auch die Debatte um den richtigen Umgang mit Fake News bleibt nicht aus. Zeitlich befristetes Problem oder Dauerkrise? Darüber referiert der russisch-amerikanische Medienanalyst und Forscher Vasily V. Gatov.

Themen der Podiumsdisskussionen sind ebenfalls weit gefächert. Zum einen geht um Facebook und die Stärken von Printmedien gegenüber diesen neuen Medienformen, zum anderen über die Zukunft von Roboterjounralismus und neue Bezahlmethoden für Online-Journalismus.

Gute Gründe dabei zu sein

Die DCX und die IFRA bieten für Besucher die Möglichkeit mit vielen internationalen Medienunternehmen und Kontakt zu treten und Netzwerke zu knüpfen. Über 6000 Besucher aus vielen Ländern kommen zusammen, viele Unternehemen informieren über aktuelle Trends der Branche. Die Trends sind vielseitig, der Diskussionsstoff wird definitiv nicht ausgehen. Weitere Informationen zu Tickets sind auf der Webseite der Expo zu finden.

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Die Netzpiloten sind Partner der Social Media Marketing Week

Am 26. – 29. Juni findet die Social Media Marketing Cyber Week der Marketing On Tour-Webinar Reihe statt. In den kurzen Online Seminaren können sich Interessierte Trends und Informationen rund um digitales Marketing einfach und kompakt aneignen. Hierbei steht jeder Tag unter einem anderen Fokus. Am Ende der Vorträge der Experten haben Teilnehmer die Möglichkeit Fragen zu stellen, was die Seminare sehr interaktiv gestaltet.

Social Media Marketing hat in den vergangenen Jahren immer mehr Bedeutung gewonnen, besonders um eine junge Zielgruppe auf ein Produkt oder Unternehmen aufmerksam zu machen. Die Keynotes dieser Vortragsreihe sind darauf ausgelegt, dass Teilnehmer relevante Grundlagen des Social Media Marketing erhalten und eine erfolgreiche Kampagne über soziale Medien erstellen können.

Aktuelle Themen und Speaker

Die vier Leitthemen dieser Social Media Marketing Week sind:

  • Allgemeine Trends mit Uwe-Michael Sinn (rabbit eMarketing)
    Was Social Media verändert, die vier großen Social Media Plattformen und ihre Entwicklung und was Unternehmen für erfolgreiches Social Media Marketing brauchen.
  • Influencer Marketing mit Torsten Panzer (PR Club Hamburg)
    Grundlagen für Unternehmen, Tools zur Recherche und welche Plattformen für Influencer Marketing in Frage kommen.
  • Facebook Advertising mit Christoph Steger , Dennis Hagemeier und Jan Golka (MSO Digital)
    Zielgruppen finden, Kampagnenarten und Targetingmöglichkeiten und Analyse-Möglichkeiten durch Facebook Analytics.
  • Grundlagen des Social Media Rechts mit Rechtsanwalt Dominik Schmidt
    Urheberrecht, Markenrecht, Telemedien- und Datenschutzrecht Grundlagen, die Unternehmen kennen sollten.

Die Konferenz findet ausschließlich Online statt, um teilnehmen zu können ist also eine bestehende Internetverbindung wird vorausgesetzt. Auf der Webseite wird ebenfalls ein Feature angeboten um seine Systemanforderungen zu testen. Die Webinare werden von den Veranstaltern aufgezeichnet und sind für Teilnehmer für zwei weitere Monate erreichbar. Wenn ihr interessiert seid – hier kann man sich für die Webinare anmelden.

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FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

Follow me
  • ZENSUR heise: Livestream ohne Hass: Journalisten befürchten Zensur im EU-Parlament: Die Sitzungen des EU-Parlaments können Bürger über Livestreams im Internet mitverfolgen. Nun hat das Parlament Anfang des Jahres eine Änderung in ihrer Geschäftsordnung verabschiedet, die dem Parlament erlaubt bei verleumderischen oder rassistischen Verhaltensweisen eines Mitglieds die Übertragung zu unterbrechen und dem Mitglied erlauben die Passage zu löschen. Journalisten sehen diese Zensur das als Eingriff in die Pressefreiheit, da viele Journalisten auf den Livestream angewiesen sind, wenn sie nicht vor Ort sein können. Das Parlament verteidigt die Änderung mit der Begründung, dass sie Extremisten keine Plattform bieten möchten.

  • AD-BLOCKER netzpolitik: Ad-Blocker: Schutz der Geschäftsmodelle wichtiger als Schutz vor Schadsoftware: Die Ad-Blocker des Internets schützen Nutzer nicht nur vor aufdringlicher Online Werbung, sondern auch vor so genanntem „Malvertising”, dem Transport von Malware über Werbeanzeigen. Aus diesem Grund sprach sich das Bundesamt für Sicherheit und Informationstechnik erst für die Verwendung eines Ad-Blockers aus, mit der Einschränkung, dass das Blockieren aller Werbebanner als unverhältnismäßig eingestuft werde. Nun zieht das BSI seine Empfehlung generell zurück. Nutzer sollten auf Antivirus-Software zurückgreifen.

  • ONLINE HANDEL t3n: Grüne in Niedersachsen wollen Online-Handel am Sonntag einschränken: Supermärkte und Geschäfte haben in Deutschland am Sonntag geschlossen. Durch die Einführung von Online-Shops konnten Kunden auch am Sonntag bestellen. Die Versammlung der Grünen in Niedersachsen möchten mit einem Änderungsvorschlag „den Sonntag schützen“ und Online-Shopping am Sonntag einschränken. Bestellungen können zwar am Sonntag aufgegeben werden, sollten allerdings erst am Montag bearbeitet werden.

  • KONTROLLE golem: US-Grenzschutz will Lichtfeldkamera für Gesichtserkennung: An den Grenzübergängen der USA sollen nun Lichtfeldkameras installiert werden. Mit dieser Neuerung können Insassen von Fahrzeugen auch durch getönte oder verspiegelte Scheiben erfasst werden. Die Kameras sind mit Gesichtserkennung ausgestattet und sollen eine Effizientere Abhandlung von Kontrollen ermöglichen, da die Insassen im Auto sitzen bleiben können. Eine Lichtfeldkamera erfasst nicht nur Farbe und Intensität von Licht, sondern auch die Richtung aus der es komme. Diese Technik ermöglicht es Fokus und Belichtung zu ändern.

  • COMPUTERSPIELE sueddeutsche: „Hey, wir haben echte Panzer!“: Viele junge Menschen haben ein Faible für Computerspiele. Auf der weltweit größten Videospielmesse Gamescom in Köln sind Aussteller aller großen Genres vertreten, aber auch weitere Aussteller wie die Bundeswehr. Sie möchte Messen wie die Gamescom nutzen um Nachwuchs zu generieren. Kritiker verurteilen diese Maßnahme. Ein Videospiel stehe im großen Gegensatz zu der Realität eines Soldaten. Die Bundeswehr äußert sich, dass sie mit der Präsenz nur die Zielgruppe erreichen möchten, nicht um eine viel zu junge Gruppe für Krieg zu begeistern.

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Zwischen Geschäftsmodell und Selbstverwirklichung: Der DIY-Trend im Internet

Nähen (adapted) (Image by ranii [CC0 Public Domain] via pixabay)

DIY steht für „do it yourself“ und bedeutet so viel wie: Mach es einfach selbst! Während viele vermuten mögen, dass selber kochen, basteln, werkeln und nähen eher ein Thema unter Baumarktfans und Hausfrauen ist, hat der DIY-Trend weltweit im Netz sehr viele Fans. So viele, dass vor allem internetgewandte Millennials die DIY-Produkte als Online-Geschäftsmodell erkannt haben – und damit zum Teil fünfstellige Summen im Monat einfahren. Was steckt hinter diesem Trend?

Nähen, Stricken, Häkeln. Wer glaubt, dass diese Themen vor allem in der Generation 50+ oder unter Hippies diskutiert werden, der irrt. Kleidung selber machen ist ein riesiger Trend – gerade unter Millennials. Die Initiative Handarbeit schätzt den Gesamtmarkt für Handarbeitsbedarf in Deutschland für das Jahr 2016 auf rund 1,25 Milliarden Euro.

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Marktsegment Handarbeit. Image by Initiative Handarbeit

Von Onlinemarktplätzen und Nähstars

Die hohen Verkaufszahlen von Onlinemarktplätzen für Selbstgemachtes wie Etsy oder DaWanda belegen, wie sehr diese Produkte gerade über das Internet vermittelt und verkauft werden. Das US-Unternehmen Etsy sprach von einem Anstieg von 19,5 Prozent der aktiven Verkäufer im letzten Geschäftsquartal im Jahr 2015 – und einem gleichzeitigen Anstieg von 25 Prozent von aktiven Käufern auf dem Portal. Dann gibt es noch DaWanda. Das Portal wird von vielen als die deutsche Version von Etsy angesehen. DaWanda wurde 2006 gegründet und verzeichnet nach Angaben des Unternehmens aktuell 7,3 Millionen Mitglieder und 360.000 registrierte Händler, die insgesamt 6 Millionen handgemachte Produkte anbieten. Angeblich kommen jeden Tag 15.000 neue Produkte hinzu. DaWanda behauptet außerdem, dass auf der Webseite jede Minute eine Tasche, alle 30 Sekunden ein Baby- oder Kinderprodukt und alle 20 Sekunden ein Schmuckstück verkauft wird.

Selbstgemachtes ist also nicht nur ein Trend, es ist ein Verkaufsschlager. Längst findet der Verkauf von selbstgemachten Produkten aber nicht mehr nur auf Online-Plattformen wie Etsy und DaWanda statt, sondern auch über Eigenvermarktung per Blog, Social Media oder der eigenen Webseite. Gerade Millennials verstehen hier sehr gut, wie sie die DIY-Produkte in Eigenregie für Internetnutzer vermarkten und verkaufen können.

Zu ihnen zählt auch Ricarda Masuhr. Sie ist eine der bekanntesten und erfolgreichsten DIY-Näherinnen Deutschlands. Die Hamburgerin fährt über ihre Webseite Pech & Schwefel (Untertitel: „Einfach machen“) nach Informationen von Online Marketing Rockstars vor allem über ihre Näh-E-Books fünfstellige Summen im Monat ein. Das Online-Ranking ihrer Seite scheint das zu bestätigen.

Ranking Ricarda Masuhr
Ranking Ricarda Masuhr. Image by Laura Waste

DIY: Viel mehr als nur Nähen und Stricken

Dabei beschränkt sich die Beliebtheit des Selbstgemachten nicht allein auf Handarbeiten im Modebereich. Basteln, Bauen, Backen, Kochen – die DIY-Welle scheint kein Ende zu kennen. Der BHB – Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten e.V. etwa vermeldete für das Geschäftsjahr 2016 einen Gesamtbruttoumsatz von 18,24 Milliarden Euro im Baumarkthandel in Deutschland. Damit stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 1,5 Prozent. Die Tendenz ist dabei laut BHB steigend.

Kein Wunder, dass immer mehr Menschen mit DIY-Produkten Geld verdienen. Vor allem online. Und vor allem die junge Generation im Alter zwischen 15 und 25 Jahren.

DIY als Geschäftsmodell für Millennials im Netz?

Johannes Wobus
Image by Laura Waste via LinkedIn

Der DIY-Trend ist definitiv auch ein lukraktives Geschäftsmodell, bestätigt Marketingexpertin und Content-Marketing-Beraterin Laura Waste im Gespräch mit den Netzpiloten. Gerade die Mischung der Zielgruppen aus einer Generation 50+ und dem neu erwachten Interesse der Millennials an allem Selbstgemachten mache diesen Trend so spannend. „Ich unterscheide zwischen den traditionellen Kunsthandwerk-Fans mit Filzstulpen und selbst gestalteter Brosche und den heutigen Hipstern mit Paletten-Möbeln und Chunky-Knit-Riesendecke. Die Erstgenannten waren schon immer da und werden auch weiter bleiben. Diese Gruppe freut sich maximal über die Möglichkeiten der neuen Medien. Die anderen wiederum werden gerade zu einer gigantischen Zielgruppe und sind die eigentlichen Träger des Trends. Diese Kombination macht das Thema gerade zum Megatrend.

Vor allem, da die Digital Natives es verstehen, die Arbeit aus der eigenen Hand geschickt im Netz zu präsentieren und zu vermarkten. Gerade Social-Media-Plattformen wie Pinterest und Instagram, aber auch YouTube sind die Kanäle, auf denen der DIY-Trend aktuell besonders boomt.

Doch das sei nur der Anfang, glaubt Waste: „Amazon startet gerade ein weltweites Rollout von Amazon Handmade – eine Plattform für Selbstgemachtes. Das lässt erahnen, welches Potential der DIY-Trend noch für uns parat hält.“

Der seltsame Erfolg des DIY-Slime im Netz

Wie groß dieses Potential tatsächlich ist, kann man jetzt schon an einigen sehr merkwürdigen Auswüchsen dieses Trends erkennen. Schleim. Beziehungsweise „Slime“. Diese glibberige Masse in Neonfarben war unter Kindern bereits in den 70er und dann nochmals in den 90er Jahren beliebt. Ein Trend, der jeweils nur kurze Zeit anhielt und dann wieder verschwand. Bis ihn jetzt Millennials wieder ausgegraben haben – in Form von DIY-Slime.

Der Trend kommt ursprünglich aus Thailand, es sind aber vor allem Jugendliche aus den USA, die mit dem Verkauf von selbstgemachtem Slime, in einigen Fällen sogar Tausende von Dollar im Monat verdienen. Der Verkauf findet auf Online-Marktplätzen wie Etsy, die Vermarktung vorwiegend auf Instagram statt. Aktuell lassen sich auf Instagram unter dem Hashtag #slime über 3 Millionen Posts finden, die sich überwiegend mit dem DIY-Slime befassen.

Auch in Deutschland wird dieser Trend von YouTube-Stars wie Bianca Heinicke aufgegriffen. Auf YouTube ist Heinicke unter dem Kanal „BibisBeautyPalace“ aktiv. Hier zeigt sie ihren Fans beispielsweise, wie man einen „Galaxy Slime“ selbst zubereiten kann.

Für viele Experten ist es sehr spannend zu sehen, wie einzelne Nutzer mit DIY-Produkten oder Anleitungen genau so viel – oder sogar noch mehr – verdienen wie etablierte Unternehmen. Wenn früher Konzerne wie Burda die Handarbeitswelt dominiert hat, sind es heute Millennials wie Ricarda Masuhr oder Bianca Heinicke, erklärt Laura Waste. „Online kann es zurzeit jeder mit den angestammten Medien-Goliaths wie Burda aufnehmen. Klassische Medienhäuser haben vor zehn Jahren verschlafen, ein gutes Bezahlmodell zu entwickeln, um ihre Inhalte auch online anzubieten. Vor allem Nischen lassen sich jetzt von kleinen Davids monetarisieren – mit E-Books, Abos und anderen Formaten.

Das liegt vor allem daran, dass die DIY-Entrepreneure besser und aktiver mit ihrer Zielgruppe kommunizieren, vermutet Waste. „Besonders spannend finde ich daher, dass zurzeit dieses Community-Building richtig Fahrt aufnimmt und mittlerweile im Mainstream angekommen ist. Wo früher nur Nerds in Foren unterwegs waren, tauschen sich jetzt auch DIY-Queens in Facebook-Gruppen aus und verlieren in einem halbwegs geschlossenen Kreis die Scheu, selbst Inhalte zu posten.

Gesellschaftskritik oder purer Individualismus?

Johannes Wobus
Image by Johannes Wobus

Die Beliebtheit der DIY-Produkte im Netz hat aber sicher nicht nur damit zu tun, dass Millennials diese besonders gut online vermarkten und präsentieren können. Es ist vielmehr ein Mix aus gesellschaftlichen und generationsbedingten Phänomenen, die im DIY-Trend im Netz zusammenkommen. „Hinter dem DIY-Trend steckt meiner Meinung nach auch der Wunsch nach Individualität und Authentizität“ , sagt Johannes Wobus, Geschäftsführer und Mitgründer der Onlinemarketingagentur Wobus & Lehmann GbR im Netzpiloten-Interview. Wobus beobachtet den DIY-Trend seit einiger Zeit und glaubt, dass vor allem Fotoplattformen wie Pinterest für eine große Wiederbelebung gesorgt haben.

Die Initiative Handarbeit hat wiederum drei Haupttrends ausgemacht: Individualisierung und Differenzierung, Post-Materialismus und Freizeitorientierung sowie Authentizität und Nachhaltigkeit. Geht es also doch um mehr als um das Herausstechen aus der Masse durch einen selbstgestrickten Pulli oder die selbstgewerkelte Küche?

Möglicherweise haben Einkaufspaläste wie H&M, Zara oder Mango für die individualistischen Millennials ausgedient. Viele mögen auch vom Überangebot an Waren schlichtweg überfordert sein, sodass sie sich lieber auf einfache, beinahe häusliche Werte besinnen. Für andere mag wiederum die Arbeit mit der Hand einfach ein schönes Hobby sein – und eine willkommene Abwechslung zum dauerhaften Starren auf den Bildschirm.

Sicherlich spielt auch der Kostenfaktor eine Rolle. Wer kann sich schließlich im Alter von 20 Jahren ein Designerkleid von Yves Saint Laurent kaufen? Vermutlich sehr wenige. Das Nähmuster für das gleiche Kleid im Preis von 20 Euro ist dagegen erschwinglich.

Darüber hinaus macht sich die junge Generation vermehrt Gedanken über Themen wie Umwelt und Nachhaltigkeit. Das zeigt sich am Nutzen von Angeboten wie Carsharing, dem bewussten Verzicht auf Autos – und eben auch im Erstellen und Kauf von DIY-Produkten im Netz. Eine ausgeprägte Konsum- und Gesellschaftskritik wie unter den Do-It-Yourselfern der 60er und 70er Jahre sieht Laura Waste dennoch nicht. Sie glaubt vielmehr, dass auch hinter der DIY-Welle letztlich der Traum der Selbstverwirklichung der jungen Generation steckt: „Früher steckte mehr dahinter: Kritik an der Konsumgesellschaft, Abkehr von der Industrie und den Massenmedien. Heute ist das Selbermachen ein Hobby. Es dient der Selbstverwirklichung, wie Meditation oder andere Trend-Hobbys.


Image (adapted) „Nähen“ by ranii (CC0 Public Domain)


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