Kurse gegen Hate & Fake

Wer heute jünger ist als 20 Jahre, kennt Screens und Smartphones seit dem Kindesalter. Laut einer Marktforschung des BVDW aus 2018 gehen 74 Prozent der 14- bis 24-Jährigen hauptsächlich mit dem Smartphone online. 97 Prozent aller befragten Internetnutzer verwenden das World Wide Web, um sich Informationen zu verschiedenen Themen zu beschaffen. Da auf den digitalen Kanälen zunehmend auch Fake News und Hate Speech anzutreffen sind, wird der Weg zur differenzierten Meinung und zu fundierten Argumenten oft erschwert.

Die Grimme Akademie, Referat und Fortbildungsschmiede des renommierten Grimme Instituts, packt das Problem mit Bildung an: mit der Zentralstelle Politische Jugendbildung des Deutschen Volkshochschul-Verbands (DVV) wurde ein umfangreiches Lernkonzept mit vielen unterschiedlichen Modulen entwickelt, das die Jugendlichen für Fake News sensibilisieren soll.

Reflexion gegen Manipulation

In den Unterrichtseinheiten sollen die Schüler verschiedene Medienkompetenzen erlernen. Zum Beispiel sollen sie systematisch ihr eigenes Medienverhalten reflektieren. Gleichzeitig soll kreativ erarbeitet werden, was Falschnachrichten und gezielte Manipulationen im Internet in der Gesellschaft bewirken können. Die dafür entwickelte Modulbox ist in sechs Unterrichtseinheiten á 45 Minuten aufgeteilt.

Der Verbandsdirektor des DVV Ulrich Aengenvoort betont, man müsse Jugendliche und junge Erwachsene auf ihrem Weg in der digitalen Welt begleiten. Erfreulicherweise finden die Module auch in der Praxis Anklang bei den Lehrenden. „Wir haben verschiedene Elemente in einem Workshop mit Jugendlichen ausprobiert und sind je nach Interesse der Teilnehmenden tiefer in einzelne Bereiche gestiegen. Das ist bei allen sehr gut angekommen.“, berichtet Felicitas Sieweck von der Volkshochschule Meppen. 


Image by Grimme Akademie.

Leonie Werner

interessiert sich für alles, was mit Medien zu tun hat. Insbesondere für Themen im digitalen Bereich ist sie offen und in Sachen Gaming immer auf dem neuesten Stand.


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