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Weitere Details zu iOS 13 veröffentlicht

Insider aus dem Hause Apple geben erste Informationen zu iOS 13 bekannt.

Auf der diesjährigen Worldwide Developers Conference (WWDC) von Apple erwarten viele die Vorstellung der neuen Betriebssoftware iOS 13. Das Online Magazin 9to5mac.com hatte nun die Möglichkeit, mit einigen der Entwickler in Kontakt zu kommen und bereits erste handfeste Neuerungen für iPhone, iPad und Co öffentlich zu machen. Hier eine Zusammenfassung der voraussichtlichen Neuerungen im Nachfolger zu iOS 12.

iPad und Maus werden Freunde

Apple möchte mit dem neuen iOS 13 eine Funktion einführen, welche sich iPad Besitzer wohl schon lange gewünscht haben. In Zukunft soll die Magic Mouse von Apple, die bisher vor allem für iMacs gedacht war, per Bluetooth mit dem iPad gekoppelt werden können. Und dann soll sie wie jede andere Computermaus einsetzbar sein. Die Bedienung mit der Maus eignet sich perfekt für die neuen Multitasking-Optionen in iOS 13. Doch dazu später mehr. Damit soll das iPad noch leichter zu bedienen sein und gerade die neueren iPad Modelle stehen somit einem vollwertigen Laptop in nichts nach.Darüber hinaus soll das iPad in Zukunft auch als Zweit-Bildschirm für den Mac verwenden werden können.

Foto-Implementierung endlich direkt möglich

Gerade für viele Hobby- und Berufsphotographen ist es im Moment schwierig, effizient mit dem iPad zu arbeiten. Denn um Fotos in eine Bearbeitungs-App einzufügen, müssen diese zuvor in der Camera Roll des jeweiligen Gerätes gespeichert werden. Davor sind schon so einige Creator verzweifelt. Aber nun möchte Apple mit dem Update auf iOS 13 nachbessern. Es soll in Zukunft möglich sein, bei dem neuen iPad Pro über den USB-C Anschluss externe Speicherkarten anzudocken. Danach sollen Fotos direkt in Apps wie Adobe Lightroom CC oder Affinity Photo importiert werden können. Und das Zwischenspeichern fällt weg.

Verbesserte Multitasking-Optionen

Die Verwaltung von Apps, sowohl auf iPad als auch Mac, war bisher immer ein wenig umständlich. Anders als zum Beispiel bei Windows, ist die Benutzung mehrerer Anwendungen beim Mac auf zwei gleichzeitig verwendbare Apps beschränkt. Verwendet man das iPad ist Multitasking sogar noch schwieriger. Doch genau das möchte Apple mit dem Update auf iOS 13 ändern. Dann soll es möglich sein, Apps nach Belieben in ihrer Größe zu ziehen und zu verändern. Auch das Anpinnen von Apps soll dann kein Problem mehr sein. Wie das am Ende konkret aussehen könnte, zeigt ein bereits jetzt verfügbares Tool genannt „PanelKit“.

Darüber hinaus soll sich in der Bearbeitung und Verwaltung von Dokumenten einiges ändern. So soll man in Zukunft direkt in den Einstellungen des Apple-Geräts verschiedene Schriftarten auswählen können. Auch eine verbesserte mehrsprachige Unterstützung wird implementiert werden. Das soll das Arbeiten mit anderen Sprachen und Tastaturen erleichtern. Auch Siri lernt in iOS 13 wieder dazu und soll in Zukunft weniger anfällig für Fehlannahmen sein.

Apple Mail wird intelligenter

Benutzer der Mail-App auf dem iPhone, Mac oder iPad dürfen sich des Weiteren auf eine intelligentere Einordnung von E-Mails freuen. Ab iOS 13 sortiert das Postfach automatisch in Kategorien wie „Privat“, „Geschäftlich“, „Urlaub“, und so weiter. Außerdem kommt mit iOS 13 endlich ein voll ausgereifter Dark Mode auf das iPad und iPhone, der in den Einstellungen ausgewählt werden kann.

Kurz vor der offiziellen Bekanntgabe werden viele Details öffentlicht

In iOS 13 erwarten uns darüber hinaus viele kleinere Änderungen, die zu allgemein einfacherem Handling führen sollen. Sowohl das iPad als auch das iPhone soll durch das Update eine verbesserte Benutzeroberfläche aufweisen, die darüber hinaus die Rechenleistung unterstützen soll. Auch auf eine überarbeitete Health- und Erinnerungs-App dürfen wir uns freuen. In iOS 13 sollen Eltern selbst festlegen, wann ihre Kinder welche App benutzen und mit welchen Kontakten sie kommunizieren dürfen. Das alles wird über die Bildschirmzeit-Funktion gesteuert. Zudem soll im Nacht- bzw. Ruhemodus der Apple-Geräte auch auf Schlaf-Tracker zugegriffen werden können.

Voraussichtlich am 3. Juni wird Apple das Update erstmals der Öffentlichkeit vorstellen. Ab September 2019 können wir es dann auf unsere Geräte laden.

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Image by Yura Fresh / unsplash.com

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Apple Arcade: Abo-Service für Spiele auf iPhone, Mac und TV

Apple Arcade kommt auf iPad, iPhone, Mac und Apple TV

2019 wird das Jahr der Abo-Dienste für Spiele. Nach Google hat nun überraschend auch Apple eine entsprechende Plattform vorgestellt. Apple Arcade heißt das Angebot, das ab Herbst dieses Jahres für eine pauschale Abo-Gebühr unbegrenzten Zugang zu einer Spielesammlung in den App Stores von Apple ermöglichen soll.

100 Exklusiv-Spiele zum Start von Apple Arcade

Zum Start soll der Katalog über 100 unveröffentlichte Titel für Spieler jeden Alters umfassen. Dabei setzt Apple auf Exklusivität. Sämtliche Spiele sollen daher auf keiner anderen Plattform verfügbar sein. Zu den Highlights zählen Spiele wie Sonic Racing, Beyond a Steel Sky, Lego Brawls und Oceanhorn 2: Knights of the Lost Realm. Die komplette Liste nannte Apple aber noch nicht.

Große Studios sind ebenso wie Indie-Entwickler an Bord. Unter Vertrag hat Apple unter anderem Annapurna Interactive, Bossa Studios, Cartoon Network, Finji, Giant Squid, Klei Entertainment, Konami, Lego, Mistwalker Corporation, Sega, Snowman, ustwo Games. Außerdem seien selbstproduzierte Spiele von Game Designern wie Hironobu Sakaguchi, Ken Wong, Will Wright und anderen enthalten.

Apple will die Spiele für die Sammlung nicht nur auswählen, sondern sich auch den Entwicklungskosten beteiligen. Der Schwerpunkt liegt somit stark auf kleineren Produktionen, die zwar oft Kritiker begeistern, aber kein Massenpublikum erreichen.

Apple Arcade mit Flatrate-Modell und Offline-Nutzung

Wer Apple Arcade nutzen möchte, braucht ein Apple-Gerät. Das Spiele-Abo wird auf dem iPhone, iPad, dem Apple TV und Mac-Computern verfügbar sein. Wie viel Apple Arcade für Anwender kosten wird, verrät das Unternehmen noch nicht.

Fest steht, dass die Plattform wie bei Netflix per Flatrate nutzbar ist. Daher können Kunden so viele Spiele aus der Sammlung ausprobieren, wie sie wollen. Weder In-App-Käufe noch Werbung sollen den Dienst finanzieren.

Ähnlich wie beispielsweise Microsofts Spiele-Abo Xbox Gamepass baut Apple auf die Infrastruktur seiner App Stores auf. Abonnenten nutzen einfach die Download-Plattformen für iOS auf dem iPhone und iPad, für tvOS auf dem Apple TV und macOS für iMac und MacBook, um ein im Abo enthaltenes Spiel zu installieren.

Via Internet gleicht Apple Arcade alle Spielstände ab. Daher können Nutzer beispielsweise ein Spiel auf dem iPhone anfangen und auf dem Mac fortsetzen. Eine ständige Internetverbindung ist allerdings nicht nötig. Denn alle Spiele sollen sich auch offline ausführen lassen. Um einen reinen Dienst für Cloud Gaming wie bei Google Stadia, Antstream und Microsoft xCloud handelt es sich somit nicht. Weil dann aber die Rechenleistung mobiler Geräte ausreichen muss, ist nicht damit zu rechnen, dass auch richtig große AAA-Titel wie für Xbox und PlayStation 4 ihren Weg zu Apple Arcade finden werden.

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Apple Pay startet in Deutschland: Das müsst ihr wissen

Apple Pay Symbolbild

Knapp vier Jahre nach dem Start in den USA ist Apple Pay seit heute auch in Deutschland verfügbar. Konzernchef Tim Cook hat Deutschland-Launch bereits zuvor vage für das Jahresende angekündigt. Die tatsächliche Einführung kam heute Morgen überraschend. Bisher lässt sich Apple Pay nur auf einem Umweg in Deutschland nutzen. In diesem Artikel zeigen wir euch, wie ihr den mobilen Bezahldienst einrichtet und mit welchen Banken, Karten und Geräten er funktioniert.

Was muss man über den neuen Bezahldienst Apple Pay wissen?

Mit Apple Pay könnt ihr ganz einfach ohne Bargeld oder EC-Karte bezahlen. Hierfür müsst ihr lediglich ein iPhone ab der Version iPhone SE beziehungsweise iPhone 6 oder eine Apple Watch mit euch führen. Um Apple Pay nutzen zu können, benötigt ihr zudem eine Kreditkarte einer Bank, die mit Apple kooperiert.

Sofern die Technik des Kassensystems das kontaktlose Bezahlen per NFC-Funk (Near Field Communication) unterstützt, könnt ihr euer Gerät einfach an den Terminal der Kasse halten. Rund 475.000 Kassenterminals in Deutschland besitzen die erforderliche Technik. Außer im stationären Handel könnt ihr mit Apple Pay auch in Onlineshops oder Apps bezahlen.

Welche Banken und Karten unterstützen Apple Pay?

Folgende Banken unterstützen Apple Pay zum Start: Boon, Bunq, Comdirect, Deutsche Bank, Fidor Bank, Hanseatic Bank, Hypo Vereinsbank, N26 (ehemals Number 26), O2 Banking und VimPay.

In Zukunft kommen noch diese Banken hinzu: Consors Bank, Crosscard, DKB, Fleetmoney, ING (ehemals Ing DiBa), Revolut und Viabuy.

Ferner zu beachten ist, das nur Kreditkarten genutzt werden können. Hierbei ist es aber egal, ob es sich um eine Prepaid-Karte (im Voraus aufgeladen), Debit-Karte (wird direkt vom Konto abgebucht) oder Kredit-Karte (wird am Monatsende vom Konto abgebucht) Kreditkarte handelt. Maestro, Vpay und Girocards werden leider nicht unterstützt.

Apple Pay nicht unterstützte Karte
Noch werden längst nicht alle Karten unterstützt. Image by Timo Brauer

Auf welchen Geräten funktioniert Apple Pay?

Apple Pay funktioniert auf dem iPhone 6, 6s, SE, 7, 8, X, Xs, Xr und allen Plus– oder Max-Modellen. Außerdem werden alle Versionen und Varianten der Apple Watch unterstützt. Für Zahlungen im Internet oder in Apps funktioniert Apple Pay auch auf iPads und Macs.

Bei den iPads sind folgende Modelle dabei: iPad Air 2, iPad 5G (2017), iPad 6G (2018), iPad mini 3, iPad mini 4 und alle iPad Pros. Bei den Macs ist die Liste etwas übersichtlicher. Es werden lediglich die MacBook Pro Modelle mit Touchbar sowie das 2018er MacBook Air unterstützt. Allerdings lässt sich Apple Pay auch auf älteren Macs (ab 2012) verwenden, wenn ein unterstütztes iOS-Gerät sich in der Nähe befindet.

Wo kann ich mit Apple Pay bezahlen?

Bezahlen könnt ihr mit Apple Pay überall dort, wo kontaktloses Bezahlen mit Bankkarten möglich ist. In Deutschland ist das an beinahe jedem Kartenterminal der Fall. Somit könnt ihr in eigentlich jedem Geschäft, das Kartenzahlungen unterstützt, auch mit Apple Pay bezahlen. Bittet beim Bezahlen einfach um die Bezahlung per Karte und haltet euer iPhone an das Terminal statt eine Karte zu benutzen.

Wie richte ich Apple Pay ein?

Zum Einrichten von Apple Pay öffnet ihr auf dem iPhone die Wallet App (auf dem iPad die Einstellungen, für die Apple Watch die Watch-App und auf dem Mac die Systemeinstellungen jeweils unter dem Punkt „Wallet und Apple Pay“) und klickt auf „Karte hinzufügen“.

Anschließend wählt ihr den gewünschten Kartenanbieter. Dann werdet ihr aufgefordert, die Karte in die Kamera zu halten, damit Karteninhaber, Nummer und Ablaufdatum gelesen werden können. Dann bittet euch Apple Pay je nach Bank die CCD (dreistellige Nummer auf dem Unterschrift-Feld auf der Kartenrückseite) einzugeben oder einen Bestätigungscode per SMS, Mail oder App zu empfangen und einzugeben. Schon ist Apple Pay fertig eingerichtet.

Diese Schritte könnt ihr auch mit weiteren Karten wiederholen. Außerdem ist es möglich, in den Einstellungen unter dem Punkt „Wallet & Apple Pay“ festzulegen, welche Karte bevorzugt verwendet werden soll. Auf diese Weise lassen sich je nach Gerät 8 bis 12 Kreditkarten hinterlegen.

Wie zahle ich mit Apple Pay?

Mit Apple Pay in einem Geschäft zu bezahlen unterscheidet sich je nach verwendetem Gerät.

Mit Touch-ID (Fingerabdruck): Doppelklickt auf den Home Button und lasst euren Finger liegen, bis die Karte entsperrt wurde. Haltet nun das obere Ende des iPhones gegen das Kartenterminal bis auf dem Display „Fertig“ und ein Häkchen angezeigt wird.

Mit Face-ID (Gesichtsscan): Doppelklickt auf die Seitentaste und blickt auf euer iPhone, bis die Karte entsperrt wurde. Haltet nun das obere Ende des iPhones gegen das Kartenterminal bis auf dem Display „Fertig“ und ein Häkchen angezeigt wird.

Auf der Apple Watch: Doppelklickt auf die Seitentaste und haltet das Display der Apple Watch gegen das Kartenterminal bis ihr eine Bestätigung per Vibration erhaltet.

Zum Bezahlen benötigt euer Gerät übrigens keine funktionierende Internetverbindung. Außerdem fallen keine zusätzlichen Kosten an und es gibt seitens Apple keinen Mindestumsatz. Bei Beträgen über 25 Euro kann es sein, dass ihr eure Karten-PIN auf dem Bezahlterminal eingeben müsst. Alternativ fordert das System euch auf eine Unterschrift zu leisten.

Apple Pay bezahlen im Internet
Auch im Internet könnt ihr mit Apple Pay bezahlen. Image by Apple

Auch im Internet oder in Apps lässt sich Apple Pay verwenden. Wenn diese Möglichkeit verfügbar ist, seht ihr neben den üblichen Bezahlmethoden (Kreditkarte, PayPal etc.) auch einen schwarzen Apple-Pay-Button. Klickt ihr diesen an, öffnet sich ein Fenster in dem ihr eure Karte und Lieferadresse auswählen könnt. Zum Bestätigen der Zahlung legt ihr euren Finger auf den Home-Button oder drückt zwei Mal auf die Seitentaste.

Wie sicher ist Apple Pay?

Apple Pay ist sicherer als die Bezahlung per Karte, da auch bei Kleinstbeträgen eine Authentifizierung per Touch-ID oder Face-ID erfolgt. Dabei liegt der Bezahlung nicht die eigentliche Kreditkartennummer zugrunde, sondern ein sogenannter Token.

Die tatsächliche Kreditkartennummer speichert euer Gerät nicht, sondern nur eine Geräte-Account-Nummer, über welche das System beim Bezahlen eine Transaktionsnummer generiert. Diese sieht für das Bezahlterminal aus wie eine normale Kreditkartennummer und lässt keine Rückschlüsse auf eure eigentliche Kreditkartennummer zu.

Bei Zahlungen in Apps und im Internet wird eine Adresse, Mail und Telefonnummer übertragen. Welche das sein soll, kann in den Einstellungen unter „Wallet & Apple Pay“ eingestellt werden.

Dieser Artikel erschien zuerst am 2. August 2018 und wurde seitdem aktualisiert.


Images by Apple, Timo Brauer

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Logitech geht mit MX Vertical steil: Ergonomische Computermaus ausprobiert (Update)

Logitech MX Vertical

Wer Tag um Tag, Jahr um Jahr mit der Computermaus scrollt und klick, spürt irgendwann die Folgen. Im besten Fall merkt euer Yoga-Lehrer, dass ihr die Hand nicht gerade ausrichtet, sondern in eine Klauenhaltung verfallt. Im schlechtesten Fall leidet eure Gesundheit. Wer den sprichwörtlichen Mausarm vermeiden möchte, kann zu einer ergonomisch konstruierten Version dieses Eingabegeräts greifen – eine sogenannte Vertikalmaus. Logitech erweitert sein Maus-Sortiment um ein solches Modell und stellt Computernutzern demnächst die Logitech MX Vertical auf den Tisch. Den Netzpiloten lag bereits ein Gerät zum Test vor.

Angeschrägte Grifffläche für Händedruck-Position

Die MX Vertical bedient ihr nicht, indem ihr die Hand waagerecht auflegt. Stattdessen ist die Grifffläche in einem Winkel von 57 Grad angeschrägt. Dies entspricht der Haltung bei einem natürlichen Händedruck. Dies soll die Muskelaktivität im Vergleich zu einer herkömmlichen Maus um zehn Prozent verringern, sagt der Hersteller. Dadurch will Logitech den Druck auf das Handgelenk und die Belastung des Unterarms reduzieren.

Angesichts dieses Designs ist die MX Vertical mit einer Höhe von fast acht Zentimetern größer und voluminöser als andere Computermaus-Modelle. Dabei soll sie einer Vielzahl an Handformen und -größen gerecht werden.

Für eine präzise Bedienung soll ein Sensor sorgen, der bis 4.000 dpi auflöst. Mit einem Schalter auf der Maus können Nutzer die Geschwindigkeit und Genauigkeit des Cursors an ihre Vorlieben anpassen.

Vier Monate Akkulaufzeit

Die MX Vertical lässt sich zwar per USB-C-Kabel mit dem Rechner verbinden, ist aber für den kabellosen Betrieb ausgelegt. Im kabellosen Betrieb soll der voll aufgeladene Akku vier Monate durchhalten. Benötigt er dann frische Energie, soll eine einminütige Aufladung für drei Stunden Nutzungsdauer genügen.

Ihr verknüpft die MX Vertical per Bluetooth Low Energy oder mit dem Funkstandard des Logitech-eigenen Unifying-Empfängers. Dieser benötigt einen normalen USB-Port am Computer. Die Maus versteht sich mit PC ab Windows 8 ebenso wie mit Macs, auf denen das aktuelle macOS 10.13.6 läuft. Entscheidet ihr euch für eine Verbindung per USB-C oder dem Unifying-Empfänger genügt auch Windows 7.

Weil die Maus Logitechs Software-Funktionen Easy Switch und Logitech Flow unterstützt, können Nutzer schnell zwischen zwei Computer wechseln und sogar Inhalte, Bilder und Dokumente zwischen ihnen kopieren und einfügen.

Erster Eindruck: MX Vertical in die Hand genommen

Schon vor dem Marktstart im September lag mir ein Testgerät vor, das ich an einem iMac von 2012 und einem MacBook Pro von 2015 ausprobiert habe. Mein Exemplar ist mit 126 Gramm schwerer als eine Apple Magic Mouse (110 Gramm), fühlt sich aber leichter an. Außerdem lässt sich die Logitech MX Vertical deutlich leichter über die Tischoberfläche führen. Selbst ohne Mauspad gleitet sie flüssig über die Unterlage.

Von einer klassisch konstruierten Maus zu einer ergonomisch geformten Vertikalmaus zu wechseln, ist ungewohnt, fühlt sich aber schnell sehr natürlich an. Daher gelang es mir, die MX Vertical schnell in meinen Alltag zu integrieren. Da ich keine gesundheitlichen Probleme mit meiner Maushand habe, kann ich keine Aussage zur Wirkung der MX Vertical in dieser Hinsicht treffen.

Die hochwertig designten Oberflächenmaterialien aus gummiertem Kunststoff und einer Zierplatte im Metallic-Look passen gut zu anderen hochwertigen Produkten von Logitech, wie etwa der Tastatur Logitech Craft. Allerdings fühlte sich meine Hand auf dem gummierten Teil der Maus schnell schwitzig an.

Tasten frei belegbar

Abgesehen von der Form, lässt sich die MX Vertical wie eine herkömmliche Maus bedienen. Sie hat je eine Taste für Links- und Rechtsklick sowie ein Scrollrad. Für den Wechsel zwischen zwei Computern verfügt sie auf der Unterseite über einen Druckschalter.

Neben der Cursortaste auf der Stirnseite bietet die Logitech MX Vertical neben der Daumenauflage zwei weitere Tasten an, die vermutlich für das Vor- und Zurückblättern im Browser gedacht sind. Ab Werk belegt macOS diese beiden Tasten allerdings nicht. Diese stattdessen manuell zu konfigurieren scheitert daran, dass die Setup-Software Logitech Options die MX Vertical in meinem Test nicht erkennt. Es ist denkbar, dass die im Handel erhältlichen Exemplare besser mit der Software harmonieren werden. (Update 21.8.) Nachdem der Hersteller die Setup-Software Logitech Options aktualisiert hat, erkennt sie die MX Vertical am Mac automatisch. Dadurch funktionieren auch auf Anhieb die beiden Tasten für Vor- und Rücklauf. Zusätzlich lassen sich alle Tasten mit einer Auswahl an Funktionen neu belegen. Das ist sehr praktisch gelöst.

Die Logitech MX Vertical wird 110 Euro kosten und kann jetzt im Logitech-Shop oder bei Händlern wie Amazon vorbestellt werden, ehe sie voraussichtlich im September ausgeliefert wird.

Logitechs neue Vertikalmaus bei Amazon (Promotions-Link)


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State of Mind: Transhumanismus-Thriller als Videospiel

state of mind daedalic

Berlin, 2048. Journalist Richard Nolan erwacht im Krankenhaus und kann sich an nichts erinnern. Sein Kind und seine Frau sind spurlos verschwunden und die Stadt, grau und dunkel, ist voller Roboter und Drohnen. So fängt das Spiel State of Mind der Hamburger Entwickler Daedalic an. Doch das ist nicht die einzige Erzählebene. Es gibt noch einen spielbaren Charakter, Adam Newman. Er lebt in einer utopischen modernen Stadt, die den Namen CITY 5 trägt. Dort scheint die Sonne, dort leben Menschen in einer Symbiose mit den Robotern.

Was erwartet uns bei State of Mind?

Die Entwicklergruppe aus Hamburg ist kein Blockbuster-Unternehmen. Der Name Daedalic Entertainment ist keine Marke, die jeder Spieler kennt. Ein begrenztes Budget zwingt die Firma ihr Spiel möglichst einfach zu halten. Auf den Zocker wartet keine Grafik, die der von Konsolen-Blockbustern gleicht. Für die wählerischen unter euch kann das Spiel langweilig sein. Denn es ist nicht kompliziert, man stockt nicht bei den Aufgaben, es gibt keine Levels, die man stundenlang entziffern muss. Durch eine Reihe an Minispielen statt Rätseln, spielt es sich sehr fließend.

Doch State of Mind fordert den Spieler, regt zum Nachdenken an. Es zeigt ein mögliches Szenario, eine potentielle Realität, eine Dystopie und eine Utopie. Berlin gegen CITY 5. Im weiteren Spielverlauf werden die Beobachter unter den Spielern merken, dass auch an der Utopie nicht alles stimmt.

Man darf aber nicht vergessen, dass State of Mind ein Thema anspricht, das uns seit Jahren beschäftigt. Künstliche Intelligenz, Zukunft mit Androiden, die Angst als Mensch überflüssig zu werden. Allein durch die Themenwahl finde ich das Spiel einen Versuch wert.

Verglichen wird es mit „Detroit: Become Human“ von der Blockbuster-Konkurrenz. Doch genau die Vielfalt an verschiedenen Spielen zum scheinbar gleichen Thema ist das, was das Spielerlebnis so spannend macht. Laut Hersteller bietet State of Mind 20 Stunden Spieldauer. Eindrücke vom Spiel ergänzen wir in Kürze.

Das Videospiel ist zum Preis von rund 40 Euro für PC, Xbox One, Playstation 4 und Nintendo Switch bei Amazon erhältlich (Provisions-Link)


Image by Daedalic.com

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20 Jahre iMac: Der Computer, der den Schreibtisch bunt färbte

Image by Lena Simonis and True Tech Talk Time [CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], from Wikimedia Commons

Überraschungen in letzter Minute waren ein Markenzeichen von Steve Jobs. Auch als er am 6. Mai 1998 im Flint Center Theater in Cupertino am Ende seiner Keynote den ersten iMac vom Typ G3 vorstellte, schlug die Nachricht ein wie eine Bombe. Jobs sagte damals: „Wir glauben, der iMac wird eine große Sache werden“. Und er hatte – wie wir inzwischen wohl alle wissen – absolut Recht damit.

Denn 20 Jahre iMac später ist klar: Der iMac sollte nicht nur die unrentable Consumer-Sparte von Apple wiederbeleben und damit das Unternehmen vor dem Ruin retten. Der iMac läutete den anhaltenden Siegeszug aller iGadgets und den Beginn einer Revolution im Produktdesign von Unterhaltungstechnik ein.

Internet-Computer mit Style-Faktor

„Die Rückseite dieses Dings sieht besser aus als die anderen Jungs von vorne“. So hatte sich Jobs ausgedrückt. Der iMac G3 hatte nichts mehr mit dem üblichen Kabelsalat der beigefarbenen Windows-Rechner zu tun. Mit seinem farbig-transparenten Polycarbonat-Gehäuse war der All-in-One-Desktoprechner tatsächlich ein echter Hingucker. Ein Objekt, das sich die Leute ins Wohnzimmer stellten, um damit ihre Individualität zu bekunden. „Er sieht aus wie von einem anderen Planeten, einem guten Planeten, einem Planeten mit besseren Designern“, präsentierte Steve Jobs sein erstes Produkt überhaupt, das das vielsagenden „i“ vor dem Produktnamen trug.

Der iMac G3 überzeugte aber nicht nur durch sein futuristisches Design, sondern vor allem mit dem benutzerfreundlichen Plug-and-Play-Konzept. Das neuen Betriebssystem OS X, dessen jüngster Ableger unter macOS High Sierra firmiert, und das kinderleichte Setup waren ein Durchbruch. Man musste nur den Stecker einstecken, die Maus an der Tatstatur anschließen (über das damals nur gering verbreitete USB-Kabel) und das 56-Kbps-Modem mit der Telefonleitung verbinden.

Nach ein paar Klicks konnten nun auch technisch weniger versierte Nutzer das ebenfalls noch neue Internet benutzen. Sie konnten digitale Fotos über die Infrarot-Schnittstelle kopieren oder über die Stereo-Lautsprecher an der Vorderseite Musik hören. Alles so, wie sich das Apples Designer wohl gedacht hatten, als sie den ersten stylischen Consumer-PC entwarfen, der aller Welt einen schnellen, einfachen und bezahlbaren Zugang zum Internet ermöglichen sollte.

Schon damals Kritik am Schnittstellen-Geiz

So entwickelte sich der iMac G3 fast über Nacht zu einem der kultigsten Geräte des vergangenen Jahrtausends. Aber natürlich gab es auch Kritiker. Wie beim Wegfall des SD-Karten-Slots beim MacBook Pro von 2016 war Apple auch damals seiner Zeit voraus. Die Umstellung auf USB gefiel langjährigen Mac-Usern ganz und gar nicht. Mit der neuen Schnittstelle waren andere Anschlüsse wie Serial-Ports, SCSI und das hauseigene ADB verschwunden und die alte Technikausstattung damit obsolet. Gamer und Power-User machten sich über die mangelnde Erweiterbarkeit und das fehlende Floppy-Laufwerk lustig, aber schaden tat Apple das nicht.

Erfolg verschaffte Apple ein Comeback

Der iMac G3 wandte sich nicht an Computerfreaks, sondern an den ganzen Rest der Menschheit, und der reagierte entsprechend positiv. Und zwar in Verkaufszahlen, die Apple seit Jahren nicht mehr gesehen hatte. Zweifelsohne rettete auch der iMac seine Erfinder damals vor der Pleite. Obwohl die Verbreitung von Mac im Vergleich zum PC im Jahr 1998 nur 1:32 betrug konnte Apple damit seine Gewinne von 1998 bis 1999 verdoppeln.

Zu verdanken hatte Apple seinen plötzlichen Erfolg dem Paradigmenwechsel bei Design und Produktpolitik, den Firmen-Gründer Steve Jobs bei seiner Rückkehr 1996 in Gang gesetzt hatte. Eine saubere und logische Produktfamilie fehlte bis dahin bei Apple. Jobs selbst beschrieb die Produktpolitik als verwirrend für den Verbraucher und zu teuer für Apple. Zu viele Modelle, die falsch bepreist waren und auf die falschen Märkte abzielten. Jobs brachte Klarheit in die Entwicklung und teilte von nun an den Computermarkt in zwei Bereiche ein: einen für Endverbraucher und einen für professionelle Anwender.

Mit dem Durchbruch des iMac hatten die Designer in Cupertino, allen voran Chef-Designer Jony Ive, zudem für alle Zukunft bewiesen, dass man Unterhaltungstechnik so gestalten kann, dass sie schön aussieht und gut arbeitet. Schließlich war der Erfolg des iMac wegweisend bei der weiteren Produktentwicklung von Apple. Das gilt natürlich für das kurz danach erschienene iBook G3. Außerdem gilt: Ohne den iMac wären die Errungenschaften des iPod oder des iPhone nicht denkbar gewesen. Auch wenn die Einnahmen mit dem iPhone aus dem Schatten der Mac-Sparte herausgetreten sind, sind Mac-Rechner immer noch eine wichtige Cash-Cow für Apple.

20 Jahre iMac: Die Evolution von Apples Komplettrechner

2002 folgte mit dem iMac G4 das erste große Redesign. Der All-In-One-Rechner verfügte nun über ein 15-Zoll-LCD, das auf einem verstellbaren Arm über einer kleinen Kugel angebracht war. Dieser Lampenfuß enthielt das Wesentliche des Computers. Als nächstes folgte 2004 der iMac G5, bei dem die Hauptplatine und das optische Laufwerk direkt hinter dem LCD-Panel montiert waren.

Im Januar 2006 stellte Apple den ersten Macintosh mit Intel-Prozessor vor. Dabei bot das Gerät etwa den gleichen Funktionsumfang wie sein Vorgänger, war laut Apple-Benchmarks aber zwei- bis dreimal schneller als der G5-iMac. Auch bot die neue Generation eine eingebaute Webcam iSight und eine mini-VGA-Schnittstelle.

Im August 2007 stellte Steve Jobs den ersten iMac in Aluminium- und Glas-Gehäuse vor. Der iMac dieses Modelljahres wird mit einem 20- oder 24-Zoll-Breitbildmonitor und der neuen, flachen USB-Tastatur in Aludesign ausgeliefert, die wegen ihres Designs und der hervorragenden Usability weit über Mac-Schreibtische hinaus verbreitet ist.

IMac Historie von G3 bis G5
Die Versionsgeschichte des iMac vom G3 bis zum G5. Images by Fernando Carmona, Masashige MOTOE and Bishonen from Wikimedia Commons

Macht seit zehn Jahren eine gute Figur: der iMac im Aluminiumbody

2009 folgte eine iMac-Generation, die einen komplett aus einem Stück Aluminium gefrästen „Unibody“ besaß. Dieses Design bestimmt das Aussehen der Apple-Rechner bis heute. Der neue iMac wird mit einer kabellosen Tastatur und der Magic Mouse ausgeliefert. Zu den weiteren Neuerungen dieser Version gehören unter anderem auch der SD-Kartenslot und eine leistungsstarke Quad-Core CPU.

Ab 2012 wird das Design immer dünner, das optische Laufwerk verschwindet und das Retina-Display kommt hinzu. Erst 2017 verändert Apple wieder etwas an den Anschlüssen. Ab sofort setzt man Thunderbolt 3 (USB-C) ein und holt die Mikrofonbuchse von der Rückseite nach vorne – viel zu bessern gibt es allerdings am Design des Kultrechners ohnehin nicht mehr.

Mit seinem stylischen All-in-One-Ansatz hat Apple die moderne Computerbauweise geprägt. Selbst Wettbewerber Microsoft gab irgendwann nach und präsentierte mit dem Surface Studio im Jahr 2016 eine vergleichbare Produktphilosophie. Microsofts Chef-Designer Ralf Groene, der für den Look der Surface-Reihe verantwortlich zeichnet, bezeichnet Apple-Koryphäe Jony Ive im Netzpiloten-Interview als große Inspiration.

One more thing: Ein Glückwunsch an den iMac

Happy Birthday iMac G3! Trotz deines stolzen Gewichts von 18 Kilogramm wird deinem unvergesslichen Röhrengehäuse mit dem lustigen Griff inzwischen nicht nur in den Designmuseen dieser Welt gehuldigt. Aber dort kann man Dich adoptieren – wie eine Seegurke im Zoo. Und Designer lassen dich auf einem Skateboard durch London rollen, weil du eine Ikone bist.

Du warst der erste deiner bunten, wohlgeformten Art auf dem grauen Tech-Planeten. Hier hast du Generationen von Nachfolgern diesen Hauch Kreativität hinterlassen, den Designer, Grafiker, Fotografen oder Filmemacher und so viele andere Anwender noch immer an Apple schätzen.

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Dieser Beitrag erschien zuerst auf Netzpiloten Apple.


Images by Lena Simonis, Fernando Carmona, Masashige MOTOE, Bishonen, Rama, Musée Bolo, True Tech Talk Time, via Wikimedia Commons


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FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

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  • UKW-RADIO Welt: Am Mittwoch droht das Aus für viele UKW-Sender: Ein Streit zwischen Sendernetzen und Betreibern von UKW-Antennen, könnte dazu führen, dass der Weg zur Arbeit im Auto in Zukunft ziemlich leise verlaufen wird. Am kommenden Mittwoch droht auf Grund der Streitereien zwischen den technischen Dienstleistern die Abschaltung des Sendebetriebs. Anstelle von Nachrichten und Musik würde man dann lediglich ein Rauschen hören. Der Media-Broadcast-Chef Wolfgang Breuer erklärte, dass dann bis zu zehn Millionen Hörer von der Abschaltung der UKW-Radiosender betroffen sein könnten. Die Gründe für die drohende Abschaltung sind unterschiedliche Vorstellungen von Preisen für die Nutzung von UKW-Antennen in Deutschland. Media Broadcast erklärte sich bereit die Verbreitung der Sender bis Ende Juni weiterzuführen, allerdings nur, wenn eine Beauftragung der Radiosender vorliegt. Wer sich bis Montagabend nicht gemeldet hat, wird dann am Mittwoch abgeschaltet.

  • FACEBOOK Heise: Facebook weiß nicht, welche Daten Cambridge Analytica besitzt: Welche Nutzerdaten liegen der umstrittenen Firma Cambridge Analytica eigentlich vor? Selbst Facebook kann dies nach eigenen Angaben nicht einmal genau beantworten. Laut Facebook könnten die Daten weltweit von bis zu 87 Millionen Nutzern betroffen sein. In Deutschland sind darunter knapp 310.000 Facebook-Nutzer. Hierzulande zeigen sich die Nutzer durch den Facebook-Datenskandal ziemlich verunsichert. Eine Umfrage des ARD-DeutschlandTrends zeigt beispielsweise, dass 61 Prozent der Internetnutzer große Sorge vor einem persönlichen Datenmissbrauch haben. Zudem ist laut der Umfrage das Vertrauen in die Plattform gering. Der Kartellamtspräsident Andreas Mundt ist der Meinung, dass Facebook seine Marktmacht bei der Datennutzung missbraucht hat.

  • AUTONOMES FAHREN ngin-mobility: Tech-Konzern ZF bringt selbstfahrenden Autos das Hören bei: Haben unsere Autos bald Ohren? Autonom fahrende Autos begeistern durch ihre Technik, aber da geht sogar noch mehr. Der Automobil-Konzern ZF möchte in einem Pilotprojekt den Autos nun das Hören beibringen. Hinter dieser Technik versteckt sich das Erkennen von Geräuschen wie beispielsweise dem Martinshorn eines Einsatzfahrzeuges. Mit einer Displayanzeige wird der Autofahrer hierbei auf das sich nähernde Fahrzeug aufmerksam gemacht und darüber hinaus darauf hingewiesen, aus welcher Richtung es kommt. Zudem erhält der Fahrer eine Empfehlung dafür, wie er sich im nächsten Schritt verhalten sollte. Unter dem Namen Sound.AI soll die Neuentwicklung des Unternehmens in Zukunft nicht nur diese, sondern alle Geräusche erkennen können.

  • IPHONE Focus: Apple-Pläne durchgesickert: iPhones sollen sich in Zukunft massiv verändern: Neues Konzept für Display und Bedienung – derzeit soll Apple an Neuerungen für die künftige iPhone-Generation arbeiten. Allem Anschein nach wird es ein neues Bedienkonzept geben und das Display könnte künftig gebogen sein. Hiermit möchte sich Apple mit seinen iPhones von anderen Smartphones auf dem Markt abheben. Laut einem Bericht soll die Gestensteuerung es erlauben, das Display ohne Berührung zu bedienen. Hierbei soll der Finger des Nutzers erkannt werden, auch wenn dieser den Display gar nicht berührt, sondern einfach nur darüber schwebt. Sollte es diese Funktion in Zukunft in der neuen iPhone-Generation geben, dann allerdings frühestens in zwei Jahren, ebenso wie die Curved Displays.

  • APPLE Chip: Neue Details zum nächsten Mac Pro: Er kommt nicht mehr in diesem Jahr: 2009 wurde Apples Mac Pro eingeführt aber seitdem nur minimal aktualisiert. Für Profis ist dieser durch die wenigen Erweiterungen und Aufrüstungen eher unbrauchbar geworden. Apple hat schon im vergangenen Jahr bekanntgegeben, dass es endlich einen Nachfolger geben wird. Doch hier wurden die Informationen zum Preis, Veröffentlichung oder andere Pläne eher vage gehalten. Zumindest hat Apple jetzt verraten, dass das neue Mac Pro nicht mehr in diesem, sondern im nächsten Jahr erscheinen wird. Mit weiteren Informationen geht der Tech-Riese nach wie vor sparsam um.

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CES 2018 für Apple-Fans: Die coolsten Gadgets für iOS, Mac und Homekit

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Die Consumer Electronics Show in Las Vegas ist wie jedes Jahr eines der großen Highlights der Technikbranche. Apple ist zwar nicht auf der Messe vertreten, aber dank vielen neuen Zubehörs für iOS, Mac und HomeKit gibt es selbstverständlich auch für Apple-Fans eine Menge zu bestaunen. Die Netzpiloten sind für euch in Las Vegas dabei. Wir haben die interessantesten Neuheiten von der CES 2018 für euch im Überblick.

Elgato Eve Button und Eve Room: Brückenlose HomeKit-Gadgets

Smart Home bleibt im Jahr 2018 ein großes Thema. Ein Schwerpunkt liegt auf der Automatisierung von Szenarien. Der minimalistische Eve Button von HomeKit-Spezialist Elgato ermöglicht auf Knopfdruck das Einstellen von drei verschiedenen Szenen. Mit einem einfachen Drücken, einem doppelten oder einem längeren. So ist er auch für bereits bestehende HomeKit-Umgebungen geeignet und lässt sich über die App von Apple Home oder die separate Eve-App steuern. „Nicht jeder hat permanenten Siri– oder App-Zugriff, nicht überall sind sensorbasierte Automationen sinnvoll. Deshalb ist eine einfache und elegante manuelle Steuerung die ideale Ergänzung für das Connected Home“, sagt Adam Steinberg, Vice President für Customer Experience bei Elgato.

Glücklicherweise ist eine Bridge oder eine Cloud dafür nicht notwendig. Der Eve Button wird von einem stabilen Aluminiumgehäuse eingefasst und von einer Batterie angetrieben. Die Knopfzelle soll dabei für eine lange Laufzeit ohne ständigen Wechsel sorgen. Preislich schlägt der Eve Button mit circa 50 Euro zu Buche und lässt sich hierzulande ab sofort vorbestellen.

Elgato Eve Button CES 2018
Eve Button. Image by Elgato

Auch im Gepäck für die CES 2018 hatte Elgato die zweite Generation von Eve Room, dem Raumklimasensor. In Kooperation mit den Schweizern von Sensirion misst die Raumklima-Station nicht nur die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit, sondern auch den Gehalt von sogenannten „flüchtigen organischen Verbindungen“ (VOC). Das sind beispielsweise Dämpfe oder Gase, die sich auf die Luftqualität niederschlagen. Die Raumklima-Station bietet zudem ein E-Ink-Display und einen Akku, der über USB geladen wird. Die Auswertung der Daten erfolgt in der Eve-App. Auch hier ist keine Bridge zum Betrieb notwendig. Im März 2018 landet die zweite Generation von Eve Room für 100 Euro im Handel.

Elgato Eve Room 2 CES 2018
Eve Room 2. Image by Elgato

Nanoleaf Remote: Knopflose Fernbedienung für Apple HomeKit

„Minimalismus“ ist ein Wort, das auf die neue Smart-Home-Fernbedienung von Nanoleaf in allen Punkten zutrifft. Und das fängt schon beim Namen an, denn man hat sie ganz innovativ auf „Remote“ getauft. Zudem verzichtet der Hersteller vollständig auf Knöpfe. Stattdessen sollen die Eingaben des Bluetooth-Gadgets lediglich über Positionierung und Drehung erfolgen. Dafür macht das Dodekaeder mit 12 Seiten ganz schön was her und versteht sich sowohl mit HomeKit als auch mit dem versatilen Automatisierungs-Webservice IFTTT. Neben voreingestellten Szenarien lässt sich auch auf solche von der Community zurückgreifen. Als Veröffentlichungszeitraum für die Nanoleaf Remote ist das Frühjahr festgelegt, die unverbindliche Preisempfehlung beträgt rund 60 Euro.

Nanoleaf Remote CES 2018
Nanoleaf Remote. Image by Nanoleaf

Insta360 Nano S: Verbesserte iPhone-Kamera für 360-Grad-Bilder

Mit einer verbesserten Version seiner iPhone-Kamera für 360-Grad-Bilder wartet Insta360 auf. Die erste Insta360 Nano hatte uns im Test gut gefallen. Der Formfaktor der Nano S entspricht weiterhin dem Original-Modell. Daher schmiegt sie sich weiterhin passgenau ans iPhone an. Die neue Nano-Generation versteht sich auch mit dem iPhone 8, iPhone 8 Plus und iPhone X. Allerdings hat Insta360 das Innenleben aufgebohrt. Videos löst die Kamera jetzt in 4K statt 3K auf, Fotos zählen bis zu 20 statt 4,6 Megapixel. Neu ist auch eine Video-Chat-Funktion. Dafür gehört nun ein zusammenfaltbarer Standfuß zum Lieferumfang. Der Preis von 279 Euro fällt etwas höher aus als bei der Erstauflage, ist aber im Vergleich zu anderen 360-Grad-Kameras weiterhin moderat. Die Insta360 Nano S ist ab sofort erhältlich.

Zurück zum Kabel: Alternative zum Apple Wired Keyboard von Matlas

Apple hatte die kabelgebundene Version seiner Mac-Tastatur vor einer Weile aus dem Programm genommen. Der Zubehörhersteller Matlas stellte nun auf der CES 2018 das Matlas Wired Aluminium Keyboard vor, das sich optisch und funktional deutlich am Apple-Produkt orientiert. Look & Feel sollen genauso wie beim Vorbild sein. Mac-Funktionstasten sind natürlich an Bord. Zusätzlich stattet Matlas die Tastatur mit zwei USB-Ports auf, an die ihr eine kabelgebundene Maus und einen USB-Speichermedium anschließen könnt. Kompatibel ist das Schreibbrett mit dem Mac-Betriebssystem bis zurück zur Version 10.6.8 (Snow Leopard). Bei Macland.de ist die Tastatur für rund 75 Euro erhältlich.

Matlas Wired Aluminium Keaybord CES 2018
Matlas Wired Aluminium Keaybord. Image by Matlas

Kingston Nucleum USB-Typ-C-Hub bietet sieben Anschlüsse fürs MacBook

Spätestens seit dem 12-Zoll-MacBook von 2015 ist der Bedarf an USB-Hubs mit Typ-C-Anschluss stark gewachsen. Diesem will der Hersteller Kingston mit dem „Nucleum“ gerecht werden und präsentiert einen 7-in-1-Hub, der für alle möglichen Alltagsszenarien eines Arbeitsgerätes optimiert sein soll. So lassen sich zum Beispiel Mäuse und Tastaturen über das übliche USB-A anschließen, ein zweiter Monitor über HDMI v1.4, welches bis zu 4K-Auflösungen unterstützt, betreiben oder ein iPhone aufladen – teilweise sogar alles gleichzeitig.

Dafür bietet der Hub einen USB-Typ-C-Anschluss zum Laden, einen zur Datenübertragung, den besagten HDMI-Port, einen microSD- und einen SD-Slot sowie zwei USB-A-Eingänge. Beim Design soll außerdem viel Wert darauf gelegt worden sein, wo die Anschlüsse platziert sind, sodass genügend Raum zwischen ihnen geboten wird. Auf die Waage bringt der Hub dabei unter 100 Gramm. Später im ersten Quartal dieses Jahr soll der Kingston Nucleum verfügbar sein, einen offiziellen Preis gibt es noch nicht. Einige Shop-Listungen lassen jedoch vermuten, dass er um die 85 Dollar kosten soll.

Kingston Nucelum CES 2018
Kingston Nucleum 7-in-1-USB-Hub. Image by Kingston

Nokia Sleep: Alte Kissen in neuen Bezügen

Schon vor einiger Zeit wurde der smarte, französische Hersteller Withings von Nokia aufgekauft. Daher schicken die Finnen auf der CES 2018 nun auch die ehemals als „Withings Aura“ bekannte Schlafmatte unter dem Namen „Nokia Sleep“ wieder ins Rennen. Dabei hat der Hersteller das Produkt abgespeckt: Der Lichtwecker ist entfallen, jetzt werden hauptsächlich Daten gesammelt, die sich per WLAN in die App einspeisen. Besonders interessant ist die Anbindung an IFTTT. Smarte Ausstattung vorausgesetzt, könnt ihr zum Beispiel das Licht automatisch ausschalten lassen, wenn ihr euch ins Bett legt, oder die Heizung einschalten, wenn ihr aufsteht. Im ersten Quartal dieses Jahr soll Nokia Sleep noch auf den Markt kommen. Mit 100 Euro liegt der Startpreis etwas niedriger als beim Originalprodukt Withings Aura.

Nokia Sleep CES 2018
Nokia Sleep. Image by Nokia

DJI Osmo Mobile 2: Jetzt auch geschmeidig hochkant filmen

Wer mit seinem Smartphone wackelfreie Videos aufnehmen will, kommt an einem sogenannten Gimbal kaum vorbei. Und dass vor allem die Kamera des iPhone inzwischen nicht nur für Hobby-Aufnahmen eignet, sollte weitläufig bekannt sein. Warum also teures Geld in eine Kamera investieren, wenn man mit einem Smartphone-Gimbal schon gute Ergebnisse erzielen kann? Einer der bekanntesten Vertreter ist hier der Osmo Mobile von DJI, der nun in die zweite Generation geht.

Obwohl er mit 149 Euro deutlich günstiger als sein Vorgänger zum Marktstart wird, der noch 100 Euro teurer war, kann DJI Osmo Mobile 2 mit einem essentiellen Feature auftrumpfen: Er unterstützt auch Aufnahmen im Hochkantformat. Die Positionierung der Bedienknöpfe hat sich ansonsten etwas verändert, die Batterien sind nicht mehr herausnehmbar, dafür soll eine Ladung für eine Laufzeit von rund 15 Stunden ausreichen. Neben iPhones werden von dem Gadget natürlich auch Android-Smartphones unterstützt.

DJI Osmo Mobile 2 CES 2018
DJI Osmo Mobile 2. Image by DJI

Colgate Smart Electronic Toothbrush E1: Zähneputzen mit ResearchKit

Die Zahnhygiene-Firma Colgate hat mit der Smart Electronic Toothbrush E1 eine erste Bürste vorgestellt, die sich mit Apples offener Schnittstelle ResearchKit verbindet. Mit Echtzeitsensoren überwacht die Toothbrush E1 die 16 Zonen eines Mundes und überträgt die Daten via Bluetooth an ein iPhone oder iPad. Mittels App werden auch Hinweise gegeben, wie die Zähne am besten gesäubert werden. Vorerst startet das Gadget für smarte Zähneputzer diesen Monat exklusiv in Apple Stores der USA, kommt aber hoffentlich auch später den Sprung über den großen Teich schafft. Zwar hat Colgate damit die Zahnbürste nicht neu erfunden, die Konkurrenz hatte sich bislang aber noch nicht ans Apple ResearchKit getraut.

Merge VR 6DoF: Nerf-Gun mit Smartphone-Aufsatz

Aber warum muss es denn immer ein nützliches Gadget sein, wenn es auch einfach mal nur Spaß machen kann? Die 6DoF von Merge VR ist eine Next-Level-Nerf-Gun und handlicher als ihr Name. Auf die Plastik-Knarre wird das iPhone aufgesteckt und bietet dann virtuelle Ziele. Zwar vermarktet Merge VR das unter dem Schlagwort “Augmented Reality”, tatsächlich wird auf dem Display jedoch eine komplett virtuelle Welt dargestellt. Insgesamt sind an der 6DoF vier haptische Knöpfe angebracht: Ein Abzug zum Feuern, ein Optionen-Button am hinteren Ende und noch zwei weitere am vorderen Lauf. Interessenten müssen sich jedoch noch einige Zeit gedulden. Im Sommer kommt die Merge VR 6DoF in den USA auf den Markt, zum Weihnachtsgeschäft dann hoffentlich auch in Europa. Ein Preis wurde noch nicht genannt.

Philips Hue Sync: Smarte Lichter passen sich Stimmung an

Eigentlich ist die neue Anwendung von Philips für Filme, Serien und Spiele optimiert: Über diese sollen sich die vernetzten Glühbirnen dem jeweiligen Fall farblich anpassen. Dafür entwickelt Philips aktuell die App “Hue Sync”, die für Windows und macOS erscheinen soll. Auch beim Abspielen von Musik verändert sich die Beleuchtung und sorgt für die entsprechende Stimmung. Zunächst konzentriert sich Philips aber aufs Gaming und hat eine Partnerschaft mit Razer angekündigt.

Neben Hue Sync verrät der Hersteller zudem, dass man an der dritten Generation der Hue App für Android und iOS arbeitet. Beide Applikationen sollen im zweiten Quartal dieses Jahr auf den Markt kommen, begleitet von den ersten Hue-Lampen für den Außeneinsatz.

CES 2018 für Apple-Fans: Meist Evolution statt Revolution

Ein wirkliches Killer-Gadget für Apple-Nutzer wurde auf der CES 2018 für Apple-Nutzer nicht vorgestellt. Stattdessen dominiert Produktpflege die Technik-Messe. So gibt es einen neuen DJI Osmo Mobile für Smartphone-Filmer und eine neue Iteration des Raumsensors Elgato Eve Room. Withings Aura heißt jetzt Nokia Sleep und wurde um das Feature des Lichtweckers beraubt, kann dafür aber mit anderen Smart-Home-Produkten kommunizieren. Lediglich die Fernbedienung Nanoleaf Remote scheint es so noch nicht gegeben zu haben und ist auch optisch eine Neuerung. Der zwölfseitige Würfel ermöglicht ganz ohne Knöpfe die Steuerung des vernetzten Heims, das dieses Jahr auch für die Apple-Welt ein großes Thema ist. Immerhin ist Merge VR ist eine gelungene Abwechslung im Smart-Home-Einerlei und zeigt auf, wie AR und VR die digitale Unterhaltung verändern.

Mit Material von Berti Kolbow-Lehradt

Dieser Artikel erschien zuerst auf Applepiloten.


Images by CTA, Elgato, Nanoleaf, Matlas, Insta360, Kingston, Nokia, DJI, Julia Froolyks


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Trick or Cheat: 5 Horror-Games zu Halloween 2017

oxenfree_screen_6 (adapted) (Image by Night School Studio)

Zugegebenermaßen bin ich ein richtiger Angsthase, was Horror-Games angeht. Anders als bei Horrorfilmen nimmt man in Horror-Games meist die Rolle einer Hauptfigur ein und erlebt die Geschehnisse durch die Augen dieser Figur. Das Hineinfühlen in den Raum einer virtuellen Welt wird dadurch viel immersiver, wie Medientheoretiker sagen würden. Gerade dieses Phänomen verstärkt ja den wohligen Schauer und macht Horror-Games erst interessant. Falls ihr noch nach ein wenig nervenaufreibender Unterhaltung während der schaurigsten Zeit des Jahres sucht, ist hier vielleicht der ein oder andere Mac- und iPhone-taugliche Spieletipp für euch dabei. Hier stelle ich euch fünf schaurige-schöne, atmosphärische – nicht immer, aber meistens – Horror-Games für die Hosentasche und Zuhause vor! Natürlich könnt ihr sie nicht nur an Halloween 2017, sondern auch an jedem anderen Tag spielen.

Oxenfree – das Stranger Things der Horror-Games

Mit Oxenfree geht es erstmal sachte los, denn das Game ist eigentlich mehr Mystery als Horror. Die schräge Stimmung und die unerklärlichen Ereignisse im Spiel haben mir beim Zocken im Dunkeln dann aber schon das ein oder andere Mal einen kalten Schauer über den Rücken gejagt. Das Spiel beginnt mit einer Gruppe Teenager, die sich mit einer Fähre zum Feiern auf eine kleine Insel begibt. Der Spieler schlüpft in die Rolle von Alex, die stets bemüht ist zwischen den Freunden zu schlichten, denn schon zu Beginn gibt es Spannungen. Teenie-Zoff allein ist schon der Stoff, aus dem Albträume gemacht sind. Als es aber auf der Insel nach und nach zu mysteriösen Zwischenfällen kommt, läuft alles aus dem Ruder. Schon nach kurzer Zeit ist nichts und niemand mehr so wie es scheint und man sieht sich mit verschiedenen Zeitlinien, Dimensionen und Versionen seiner Freunde und seiner selbst konfrontiert. Es braucht nicht immer Splatter oder Jumpscares, um den Spielern das Blut in den Adern gefrieren zu lassen. Oxenfree schafft es auf seine Weise eine einzigartige Stimmung aufzubauen – sei es subtiler Psychohorror, wie ein alternatives Spiegelbild von Alex oder der großartig schaurige Synthesizer-Soundtrack!

Der Indie-Titel stammt vom US-Entwickler Night School Studio und wurde 2016 zunächst für PC und aktuelle Konsolen und im Laufe des Jahres 2017 auch für iOS und Android veröffentlicht. Das Grafik-Adventure war 2016 für die LA Times das Stranger Things der Videospielwelt und so fühlt es sich auch an.

Limbo – alles will dich töten!

Limbo ist ähnlich wie Oxenfree ein Sidescroller. Es wurde vom dänischen Indie-Entwickler Playdead entwickelt und 2010 von Microsoft herausgegeben. Bei dem 2D-Sidescroller spielt man einen namenlosen Jungen, der sich auf der Suche nach seiner Schwester durch einen angsteinflößenden Wald begeben muss. Begegnungen mit Menschen und Tieren hat man nur vereinzelt, eines haben sie aber alle gemeinsam – alle wollen dich töten! Wegen seines hohen Schwierigkeitsgrades ist das Spiel regelrecht zum Haare raufen. Man kann gar nicht aufzählen, auf wie viele Weisen man an ein und derselben Stelle im Spiel sterben kann. Der schwarz-weiß Look und die schiere Tristesse schaffen es aber, eine unverwechselbare Atmosphäre herzustellen. Da kann man gerne darüber hinwegsehen, dass man diverse Male in Folge an derselben Stelle gestorben ist.

Limbo (Image by Playdead)
Image by Playdead.

Limbo ist für iOS, Android, PC und aktuelle gängige Konsolen erschienen erschienen.

Gone Home und das Spiel mit der Erwartung

Gone Home ist ein Walking Simulator aus dem Jahr 2013. Entwickelt wurde das Game von The Fullbright Company, allen voran vom leitenden Entwickler Steve Gaynor. Ich wiederhole mich, aber mit der Atmosphäre steht und fällt ein Game dieser Genrezugehörigkeit. Gone Home spielt mit der Erwartung des Spielers. Und zwar mit den Tropes vorhergegangener Spiele aus dem Genre der Horror-Games und den möglichen Jumpscares, die man auf Schritt und Tritt erwartet. Aber zunächst mal zur Synopsis. In Gone Home schlüpft man in die Rolle – und Ego-Perspektive – von Kaitlin Greenbriar, die am 7. Juni 1995 nach einem Auslandsjahr zurück nach Hause kehrt. Soweit so gut, aber dann geht es direkt mit den ersten Horror/Mystery-Klischees weiter. Es herrscht ein verheerendes Unwetter, Kaitlin findet ihr Zuhause komplett verlassen vor und stößt dabei nur auf eine Reihe verwirrender Briefe ihrer Schwester. Im richtigen Kontext kann selbst das eigene Zuhause zu einem angsteinflößenden Ort werden.

Gone Home (Image by The Fullbright Company)
Image by The Fullbright Company.

Gone Home ist erhältlich für Microsoft Windows, macOS, Linux, Xbox One und PlayStation 4.

Five Night’s at Freddy’s – sie wollen doch nur spielen…

Five Night’s at Freddy’s muss man eigentlich kaum mehr erwähnen. Das Game, das 2014 erschienen ist, wurde im Alleingang von Scott Cawthon entwickelt und mauserte sich binnen kürzester Zeit zum Kult-Titel. Ein Let’s Player nach dem anderen versuchte sich an dem Horror-Titel und verhalf dem Spiel zu außergewöhnlicher Bekanntheit. Schauplatz des Horror-Games ist eine Pizzeria, in der ihr als Hauptcharakter einen neuen Job als Nachtwächter beginnt. Erstmal ein leichter Job, schließlich müsst ihr einfach nur die animatronischen Figuren bewachen – oder etwa nicht? Diese verselbstständigen sich nachts nämlich und ab da beginnt für euch ein Kampf um Elektrizität und vor allem euer Leben!

Five Night’s at Freddy’s ist erhältlich für Microsoft Windows, Android, iOS und Windows Phone.

SOMA – auf dem Meeresgrund hört dich niemand schreien

SOMA entführt seine Spieler ähnlich wie die Bioshock-Reihe tief unter die Meeresoberfläche. Das Survival-Horror-Game ist 2015 erschienen und von Frictional Games entwickelt worden. Wer also die Atmosphäre der Unterwasserstadt Rapture in Bioshock 1 und 2 mochte, wird auch in SOMAs verlassener Forschungsstation auf seine Kosten kommen. Dabei schlüpft man in die Rolle des Simon Jarrett, eines Kanadiers, der nach einem Autounfall unter gesundheitlichen Problemen leidet. Deswegen entscheidet er sich experimentellen neurologischen Untersuchungen zu unterziehen. Wie es nicht anders kommen kann, geht das Experiment schief und Simon erwacht im Jahr 2103 auf dem Meeresgrund. Wie es dazu gekommen ist, wieso er – scheinbar – alleine ist und was es mit der dystopisch-schaurigen Forschungsstation auf sich hat, heißt es herauszufinden. SOMA könnt ihr auf der PlayStation 4, Microsoft Windows, macOS und Linux spielen.

Ihr interessiert euch eher für starke Geschichten, bei denen ihr viel beeinflussen könnt? Dann probiert doch mal unsere Tipps aus dem Interactive-Fiction-Genre!

Dieser Artikel erschien zuerst auf Applepiloten.de.


Images by Night School Studio, Playdead & The Fullbright Company


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DXO One im Test: Diese iPhone-Kamera ist besser als deine iPhone-Kamera

DxO-One-Test-Applepiloten-2

Klar, mit dem iPhone können tolle Bilder gelingen. Aber manchmal reicht es eben nicht, was Apples Mobiltelefon als Fotoapparat zu bieten hat. Mehr fotografischen Gestaltungsspielraum soll die zusätzliche Mini-Kamera namens DxO One aus dem iPhone herausholen. Ihr verbindet die Kamera per Lightning-Anschluss oder WLAN und steuert sie über das Smartphone-Display. Dank ihres vergleichsweise großen Sensors ist die Bildqualität der 500 Euro teuren DxO One der des iPhone überlegen. Vor einer Weile hatte ich die Kamera im Hands-on. Wie macht sie sich in der Praxis?

Warum die iPhone-Kamera manchmal nicht reicht

Zwar wirbt Apple mit den tollen Nacht-Fotos des iPhone. Aber die Leistung eines Smartphones bei schwachem Licht ist nun mal begrenzt. Die Mini-Kamera das französisch-amerikanischen Unternehmens DxO Labs bietet mehr Reserven. Der 1 Zoll in der Diagonale messende Sensor ist um mehr als doppelt so groß wie der des iPhone 7 (1/2,6 Zoll). Daher verursacht die DxO One schon bauartbedingt weniger Bildrauschen bei höheren ISO-Zahlen.

Wer Fotos gern mit mehr Dynamikumfang als Raw-Datei abspeichern möchte, muss zu einer der beiden jüngsten iPhone-Generationen greifen. Mit der DxO One können Besitzer älterer iPhones ebenfalls die Vorteile von Raw-Dateien nutzen. Auch der beliebte Unschärfeeffekt im Hintergrund gelingt mit der Mini-Kamera unabhängig vom gekoppelten Gerät und Datei-Format. Diesen vermag Apple nur im JPG-Modus mit der Dual-Kamera des iPhone 7 Plus zu leisten. Außerdem verzerrt die DxO One mit 32 Millimeter Brennweite Gesichter bei Porträtaufnahmen weniger als das 28-Millimeter-Weitwinkel der iPhone-Standardkamera.

Außerdem bietet die DxO One mit einer Auflösung von 20 Megapixeln mehr Potenzial für Ausschnittsvergrößerungen als das iPhone (8 bzw. 12 MP). Freunde von Langzeitbelichtungen freut, dass die DxO One mit F1.8 nicht nur eine lichtstarke Offenblende hat, sondern sich auch auf F5.9 abblenden lässt. Hingegen Geschmacksache ist es, dass die DxO One Bilder im klassischen DSLR-Seitenverhältnis von 3:2 statt wie beim iPhone in 16:9 abbildet.

DxO One
Die DxO One ist schön designt und passt bestens zum Look von Apple-Geräten. Image by Berti Kolbow-Lehradt

Ein Schmuckstück für die Hosentasche

Was in ihr steckt, sieht man der DxO One von außen nicht an. Aber ein Hingucker ist Kamera auf jeden Fall. Das rechteckige Gehäuse aus Kunststoff und Aluminium ist so edel designt und hochwertig verarbeitet, wie Apple-Nutzer es erwarten. Stylische Akzente setzen die geschliffenen Kanten um Objektivdeckel und Auslöseknopf. Die Formsprache ist angenehm minimalistisch.

Mit 108 Gramm wiegt die DxO One zwar nur etwas weniger als ein iPhone 7 selbst (138 Gramm). Immerhin sind die Maße mit weniger als 7 x 5 x 3 Zentimetern gerade noch kompakt genug, um die Kamera einigermaßen diskret in der Hosentasche zu verstauen. Befestige ich die mitgelieferte Trageschlaufe, kann ich die DxO One auch an der Hand spazieren tragen – wie damals zu Zeiten von Kompaktkameras.

Standalone geht, als iPhone-Zubehör besser

Als eigenständiger Fotoapparat ohne Smartphone lässt sich die DxOne tatsächlich verwenden. Insofern passt der Vergleich mit der Kompaktkamera. Mit dem grobpixeligen, monochromen Kleinstdisplay auf der Rückseite kann ich das Motiv zur Not auch ohne Smartphone anvisieren. Dank eines eigenen Akkus, den ich via microUSB lade, ist die DxO One nicht auf die Energie des iPhone angewiesen. Mittels des microSD-Kartenschachts lassen sich Aufnahmen ohne Umweg mit dem Computer austauschen. Eine 8-GB-große Karte gehört sogar zum Lieferumfang.

DxO One
Der Lightning-Stecker ist etwas tricky. Toll: Der Hersteller packt auch eine microSD-Karte in den Lieferumfang. Image by Berti Kolbow-Lehradt

Im Team mit einem Smartphone-Display macht die DxO One aber mehr Spaß. Für den gemeinsamen Einsatz mit einem iPhone (oder iPad) ab iOS 9 und mit Lightning-Anschluss hat der Hersteller die Kamera ja schließlich auch entwickelt. Um den eingeklappten Lightning-Stecker auszufahren und wieder einzuklappen, schiebe ich den Objektivdeckel ganz nach unten. Leider erklärt sich dieser wichtige Mechanismus nicht ohne einen Blick ins Handbuch. Einen intuitiveren Ansatz halte ich für wünschenswert.

Die Verbindung zwischen DxO One und iPhone ist zwar schon recht stabil, dennoch empfiehlt der Hersteller eine beidhändige Bedienung. Das Ensemble ist auch zu sperrig, um es nur in einer Hand zu halten. Habe ich die DxO One mit dem iPhone verbunden, startet die zuvor installierte, herstellereigene Kamera-App automatisch. Erst mit ihr kann ich auf alle Bedienmöglichkeiten der DxO One zugreifen.

Funktionsreiche Kamera-App

In der hervorragend durchdachten DxO-App in der Version 2.1 finde ich mich schnell zurecht. Ihr Layout ist fürs Querformat gestaltet. Auf der linken Seite der Live-Bildvorschau wechsele ich zwischen Foto- und Video-Modus. Zudem verändere ich dort Blende, Verschlusszeit, ISO, Belichtungskorrektur, Belichtungsmessung und Weißabgleich. Auf der rechten Seite entscheide ich mich mit dem Button unten für P, A, S, M oder einen szenenbezogenen Aufnahmemodus.

DxO One
Die gut durchdachte Kamera-App ist eine Freude! Screenshot by Berti Kolbow-Lehradt

Der Button rechts oben führt mich zu den Einstellungen. Dort kann ich viele Parameter zur Bildqualität und zu den Metadaten nach meinen Vorlieben konfigurieren. In dieser Hinsicht bietet die DxO One eine Optionsvielfalt, die auch Profis erfreuen dürfte. Zurück im Hauptbildschirm komme ich mit dem Thumbnail oben links in die Galerie. Dort kann ich die Fotoausbeute betrachten und an Nachrichten- sowie Social-Media-Apps weiterreichen.

DxO One per WLAN oder per Apple Watch fernsteuern

In vielen Situationen gelingen Fotos besser oder überhaupt erst, wenn der Fotograf die Kamera nicht direkt in der Hand hat. Mit der DxO One lässt sich das prima realisieren, denn ich kann sie auch per Funk fernsteuern.

Dazu rufe ich das Einstellungsmenü auf und verbinde die DxO One mit dem iPhone per WLAN. Entweder füge ich beide Geräte in ein bestehendes Drahtlosnetz ein oder stelle eine Direktverbindung zwischen ihnen her. Während der Einrichtung muss die DxO One per Lightning-Stecker mit dem iPhone kommunizieren. Danach kann ich sie abziehen.

Ohne spürbare Verzögerung konnte ich per WLAN Fotos auslösen oder die Videoaufnahme starten. Zwar hinkte die Übertragung des Live-Bildes bei schnellen Schwenks punktuell und minimal hinterher. Im fertigen Video ist davon aber nichts zu sehen.

DxO One
Die DxO One lässt sich per Apple Watch fernauslösen. Image by Berti Kolbow-Lehradt

Alternativ kann ich den Fotoauslöser der DxO One auch mit einer Begleiter-App für die Apple Watch fernsteuern. Dafür muss die Kamera aber am iPhone stecken, per WLAN funktioniert das nicht. Weil auf dem kleineren Smartwatch-Display außer dem Auslöseknopf weder Live-Bildvorschau noch andere Optionen eingeblendet sind, lassen sich Bilder bei dieser Option jedoch nur „aus der Hüfte schießen“.

Fotografieren mit der DxO One in der Praxis

Mit der DxO One zu fotografieren ist eine Freude. Dank der vorbildlich gestalteten DxO-App kann ich die Belichtung viel schneller und intuitiver verändern als in der nativen iPhone-App oder in dem an sich auch recht guten Kamera-Modul von Lightroom.

Die DxO One fokussiert und knipst ebenso verzögerungsfrei wie das iPhone. Aber sie bietet darüber hinaus noch einen coolen Trick, den ich sonst nur von ausgewachsenen Systemkameras kenne. So kann ich mit dem halb gedrückten physischen Auslöser am Kameragehäuse ein Objekt fokussieren und dann trotzdem den Bildausschnitt verändern, ohne dass sich die Schärfeebene verschiebt.

Ein Segen für Fotos aus der Käfer- oder Vogelperspektive ist der beweglich gelagerte Sockel des Lightning-Steckers. Er lässt sich um 45 Grad nach oben und unten drehen, sodass ich auch noch das iPhone-Display betrachten kann, wenn ich die Blickrichtung der DxO One ändere. Im WLAN-Betrieb könnte ich die Kamera getrennt vom iPhone natürlich noch freier bewegen. Meistens bevorzuge ich aber den gekoppelten Modus, weil ich das System dann stabiler halte und weniger verwackle.

Hingegen ein No-Go ist für mich die lange Einschaltzeit. Selbst wenn die DxO One bereits gekoppelt ist, dauert es mindestens geschlagene fünf Sekunden vom Öffnen des Objektivdeckels bis zum automatischen Start der App. Da ist jede Schnappschuss-Gelegenheit längst vorbei. Den Sperrbildschirm des iPhones zu deaktivieren und die Kamera-App zu starten, gelingt mir schneller. Wenn es schnell gehen muss, nutze ich dann doch die interne Kamera, obwohl ich die DxO One dabei habe.

Ein weiteres Manko ist die Ergonomie im Standby. Dann liegt das sperrige Duo nicht besonders angenehm in der neben mir baumelnden Hand. Wünschenswert wäre, wenn DxO Labs die Kamera so geschmeidig an den iPhone-Body anpassen könnte, wie es bei der 360-Grad-Kamera Insta360 Nano gelungen ist.

Mit dieser Bildqualität kann das iPhone nicht mithalten

In punkto Bildqualität macht die DxO One eine erstklassige Figur. Schon die JPGs sind scharf und detailreich. Zudem bieten sie einen hohen Dynamikumfang, der viel Spielraum bei Lichtern und Schatten lässt. Die Abstimmung ist so gut, dass ich aus den Raw-Dateien im DNG-Format nicht viel mehr rausholen kann. Nur bei sehr hohen Empfindlichkeiten ist der Raw-Entwicklung der Vorzug zu geben.

DxO One
Der Raw-Vergleich zeigt, dass die DxO One wegen des größeren Sensors deutliche Vorteile beim Rauschverhalten hat. Images by Berti Kolbow-Lehradt

Gerade bei schlechtem Umgebungslicht spielt der 1 Zoll große Sensor seine Stärke aus und lässt das iPhone in punkto Bildrauschen und Detailreichtum hinter sich. Wegen der höheren Auflösung des Sensors der DxO One bleibt die Bildqualität selbst bei etwas größeren Ausschnitten dann noch passabel, wenn es bei iPhone-Fotos schon etwas pixelig wird.

Auch den Schärfeverlauf mag ich sehr. Anders als beim Software-Filter im iPhone 7 Plus handelt es sich um einen natürlichen optischen Effekt, der auch entsprechend authentischer wirkt. Allerdings ist ein Direktvergleich wegen der unterschiedlichen Brennweiten schwierig.

Mini-Manko: Für meinen Geschmack sind die Bilder etwas zu entsättigt und zu dunkel, wenn sie direkt aus der Kamera kommen. Daran ändert auch die „Mobile Smart Lighting“-Funktion wenig, die Schatten in verschiedenen Stärken aufhellt. Aber der Look lässt sich mit einer Bildbearbeitungsapp ja nach Belieben anpassen.

Testfotos aus der DxO One

Bilder übertragen und bearbeiten

Eine Bearbeitungsfunktion bringt die App von DxO Labs selbst nicht mit. Stattdessen kann ich mit einer beliebigen anderen App wie etwa Lightroom oder Snapseed im Fotos-Ordner des iPhone auf die Bilder zugreifen und diese bearbeiten.

JPGs lädt die Kamera automatisch aufs Smartphone oder Tablet. Hingegen die 25 MB großen Raw-Dateien muss ich händisch übertragen, was nur über eine versteckte Funktion gelingt. Dazu wechsle ich aus dem Aufnahmefenster der DxO-App in die Galerie, tippe das gewünschte Bild an, wische nach unten in die Exif-Ansicht und aktiviere den „Raw übertragen“-Knopf.

Per microSD-Karte oder microUSB-Kabel kann ich die Bilder natürlich auch auf den Mac spielen. Mit DxO Connect stellt der Hersteller eine kostenlos nutzbare aber sehr schmalbrüstige Transfer- und Editor-Software zur Verfügung. Eine kostenpflichtige aber deutlich mächtigere Alternative ist DxO Optics Pro. Sie lässt sich per Plug-in auch in macOS Fotos und in Lightroom einbinden.

Warum die DNG-Dateien der DxO One in meiner Lightroom-CC-Installation seltsame Störstreifen und andere Artefakte auf den Bildern anzeigt, ließ sich bisher nicht klären. Weil aber Camera Raw in Photoshop CC und die Lightroom-Installation eines Kollegen die Raw-Fotos einwandfrei darstellen, dürfte es sich um einen Einzelfall handeln.

Fazit

Viele Fotografen wünschen sich eine möglichst kompakte Kamera, die qualitativ hochwertige Bilder erlaubt und diese auch gleich ins Social Web verschicken kann. Die DxO One ist in diesem Sinne eine gelungene „Connected Camera“ fürs iPhone oder iPad. Ihre Möglichkeiten erweitern den Spielraum für anspruchsvolle Fotografie mit den Apple-Geräten erheblich. Die Bildleistung spielt in einer Liga klar oberhalb des iPhones. Auch die Bedienung der Mini-Kamera bietet erheblich mehr Optionen als die native iPhone-App und macht anspruchsvolle Fotografen glücklich.

Hingegen die lange Einschaltzeit bekommt der Hersteller hoffentlich mit einem kommenden Update in den Griff. Wünschenswert wäre es zudem, dass sich die DxO in einer etwaigen künftigen Generation im gekoppelten Zustand noch etwas angenehmer in einer Hand transportieren ließe. Außerdem dürfte das Ensemble aus DxO One und iPhone generell gern etwas weniger sperrig und mehr aus einem Guss wirken. Begeistert wäre ich auch, wenn DxO Labs künftig noch Aufstecklinsen für Telebrennweiten veröffentlichen würde. Das gibt das kleine aber wachsende Zubehörsortiment noch nicht her.

Unter dem Strich ist die DxO One ein mächtiges Foto-Zubehör für iPhone-Fotografen. Als unauffällige Reportage-Kamera eignet sie sich hervorragend. Allerdings ist der Preis von rund 500 Euro im Hersteller-Shop an der Schmerzgrenze angesetzt.

DxO One
Stativadapter, Gegenlichtblende und Filteradapter bietet DxO Labs bereits an. Aufstecklinsen wie bei Zeiss wären auch toll. Image by Berti Kolbow-Lehradt

Dieser Artikel erschien zuerst auf Applepiloten.


Teaser Image by Timo Holthoff

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Backup-Strategien: So bleiben eure Daten unter macOS und iOS sicher

Backup-Mac-Time-Machine-Applepiloten

Es ist die absolute Horror-Story: Man arbeitet an einem wichtigen Dokument, schreibt die Bachelor-Arbeit oder sucht nach den Urlaubsfotos von letztem Jahr – und die Daten sind weg. Es gibt mehrere Möglichkeiten, eure Daten auf MacBook, iMac, iPhone und iPad zu sichern. Ich stelle euch Vor- und Nachteile verschiedener Backup-Strategien vor.

Einmal gesichert ist gar nicht gesichert

Wusstet ihr, dass eine Festplatte im laufenden Betrieb durchschnittlich nur fünf Jahre hält? Nicht viel besser sieht es mit gebrannten CDs aus, sie halten etwa fünf bis zehn Jahre. Was also könnt ihr tun, um eure Daten verlässlich zu sichern?

Voll und ganz fahrlässig ist es, Daten nur auf einem einzigen Datenträger zu haben. Mindestens ein zweiter muss her. Das Motto: Einmal gesichert ist gar nicht gesichert. Es bringt aber auch nichts, Laptop und Backup-Festplatte im gleichen Raum aufzubewahren, wenn bei einem Feuer beides zu Siliziumbrei verschmilzt. Gleiches gilt für eine zusätzlich in den Rechner eingebaute Platte. Deshalb ist die goldene Regel: Mindestens zwei Backups an mindestens zwei räumlich getrennten Orten.

Dabei gilt: Eure Backup-Strategien sollte zwar sicher, aber gleichzeitig so einfach wie möglich sein. Denn: Je mehr Aufwand ihr mit der Datensicherung habt, desto wahrscheinlicher ist es, dass ihr sie nicht regelmäßig genug durchzieht.

macOS-Variante 1: Time Capsule und andere externe Festplatten

Backup-Strategien Apple Time Capsule
Die Rückseite der Apple Airport Time Capsule. Image by Apple

Die Standardvariante ist eine externe Festplatte als Backup-Medium. Die gibt es in unzähligen Ausführungen und Preisklassen. Am günstigsten und schnellsten sind 3,5-Zoll-Festplatten. Etwas handlicher, aber minimal langsamer sind die kleineren 2,5-Zoll-Festplatten ohne eigenes Netzteil. Noch praktischer sind Festplatten mit Funkübertragung wie die Time Capsule von Apple, die allerdings mehr als dreimal so viel kostet. Das aktuelle Modell kostet in der kleineren Variante mit 2 TB bei Apple 329 Euro.

Eine wichtige Rolle spielt die Backup-Software. Im Idealfall nimmt sie automatisch Backups vor, sodass ihr nicht immer an eine Datensicherung denken müsst. Apple-Nutzern nimmt das die in macOS integrierte Lösung Time Machine ab. Sie arbeitet inkrementell. Das heißt: Bei jedem Sicherungsvorgang wird nur das gesichert, was sich seit dem letzten Mal verändert hat. Das ist genauso sicher und spart sowohl Zeit als auch Speicherplatz. Ist alles eingerichtet, startet das Backup automatisch, sofern die Festplatte angeschlossen ist und das MacBook oder der iMac am Strom hängt.

Ob ihr Time Machine nun mit einer Time Capsule oder einer anderen Festplatte nutzt – von folgenden Vorteilen profitiert ihr immer: Die Einrichtung ist selbsterklärend. Zudem macht die optional wählbare Verschlüsselung das Backup für potenzielle Datendiebe unbrauchbar. Zudem bleiben die Daten unter eurer Kontrolle. Allerdings muss man aktiv etwas dafür tun: Die Festplatte kaufen, einrichten und dann immer wieder anschließen. Auch die räumliche Trennung erfordert etwas Disziplin.

macOS-Variante 2: Ab in die Cloud damit

Heutzutage ein immer beliebterer Aspekt im Rahmen von Backup-Strategien ist es, Daten virtuell zu sichern: Über Cloud-Anbieter wie iCloud Drive, Dropbox oder OneDrive. Der Vorteil: Die Sicherung funktioniert vollautomatisch, solange die Dateien im richtigen Ordner liegen und noch Online-Speicherplatz frei ist. Arbeitet man direkt in einem synchronisierten Ordner, werden Dateien bei jedem Speichern sofort hochgeladen.

Zum Anfixen bietet praktisch jeder Anbieter ein wenig Gratis-Speicherplatz an. Bei Apples iCloud sind das etwa 5 GB. Für ein größeres Backup reicht das natürlich nicht. Wollt ihr mehr Speicher, zahlt ihr im Abo. Für 50 GB im Monat nimmt Apple 0,99 Euro, für 2 TB nimmt das Unternehmen 19,99 Euro. Das ist im Vergleich moderat. Mit der Funktion iCloud Drive könnt ihr die Daten, die in eurem Dokumente- und Schreibtisch-Ordner des Macs auch unterwegs mitnehmen.

Backup-Strategien iCloud Drive
Mit iCloud Drive könnt ihr Dokumente und den Schreibtisch des Macs sichern. Image by Apple

Eine automatische Spiegelung der kompletten Festplatte wie etwa Time Machine nimmt aber keiner der bekannten Cloud-Anbieter vor. Wollt ihr ein inkrementelles Auto-Backup, schaut euch mal Mozy Home oder Backblaze an. Mit monatlich 5 US-Dollar für unbegrenzten Speicherplatz ist Backblaze extrem günstig.

Praktisch alle Cloud-Dienste haben ein Web-Interface mit einem Account, den es mit Zugangsdaten zu schützen gilt. Wie leicht etwas schiefgehen kann, zeigen etliche Skandale, bei denen die Accounts prominenter User kompromittiert wurden. Kommt das vor, ist oft ein zu schwaches Passwort schuld. Nutzt ihr die von Apple angebotene Zwei-Faktor-Authentifizierung, ist iCloud so sicher, wie eine Cloud nur sein kann.

Das hilft aber nichts, wenn ihr ein Passwort wählt, das Hacker leicht herausfinden können. Auf Seiten wie How secure is my Password könnt ihr herausfinden, wie sicher ein Passwort ist. Aus taktischen Gründen ist es klüger, lieber ein ähnliches und nicht genau euer eigenes Passwort auszuprobieren. Wichtig ist auch, für verschiedene Dienste verschiedene Passwörter zu verwenden.

Nehmt ein willkürliches und möglichst kompliziertes Passwort mit Eselsbrücke. Ein Beispiel: Aus dem Satz „Das ist eins der 500 geilsten Passwörter überhaupt!“ wird „Di1d500gPü!“. Groß- und Kleinbuchstaben: Check. Zahlen: Check. Sonderzeichen: Check. Über zehn Zeichen: Check. Wirklich sicher? Nicht mehr, seit es in diesem Artikel steht, also überlegt euch lieber ein eigenes.

macOS-Variante 3: Mit einer privaten Cloud behaltet ihr die Kontrolle

Ihr solltet noch einen anderen Aspekt in euren Backup-Strategien berücksichtigen. Und zwar den Ort, an dem die Daten gespeichert werden. Die Server aller oben genannten Dienste stehen in den USA. Dort gilt ein vergleichsweise schwacher Datenschutz.

Wollt ihr wirklich sichergehen, auf welchen Festplatten eure Daten landen, aber nicht auf die Vorteile der Cloud verzichten, bleibt ein Mittelweg. Legt euch eine private Cloud dazu!

Bei einer solchen Lösung richtet ihr euch einen eigenen Server ein und greift darauf von überall über ein verschlüsseltes Web-Interface zu (an das sichere Passwort denken!).

Backup-Strategien Lima Ultra
Mit dem Netzwerk-Speicher LIma Ultra baut ihr eure eigene Cloud auf. Image by Lima Technology

Sehr flexible Möglichkeiten bietet aber auch viel Aufwand erfordert der Dienst OwnCloud, den ich bereits als mobile Version vorgestellt habe. Eine standardisierte und intuitivere Lösung ist Lima. Den privaten Cloud-Speicher Lima Ultra haben wir hier getestet.

Backup-Strategien für iOS: So sichert ihr euer iPhone und iPad

OwnCloud und Lima helfen euch auch weiter, wenn ihr die Daten eures iPhones oder iPads sichern wollt. Per iCloud könnt ihr das alternativ auch mit Apples Bordmitteln erledigen.

Backup-Strategien OwnCloud
Bei Owncloud hostet ihr eure Backups auf eurem eigenen Server. Screenshot by Anton Knoblach

Sofern in den Einstellungen aktiviert, sichert Apples Speicherdienst viele eurer Daten in der Cloud. Das ist einerseits extrem praktisch: Sobald euer eben geschossenes Foto hochgeladen ist, könnte das iPhone im schlimmsten Fall auch geklaut werden, die Daten wären noch da. Allerdings ist hier die Frage noch relevanter, ob ihr das möchtet. Bei vielen Bildern ist es egal, wer sie sieht – bei manchen jedoch nicht.

Überlegt euch deshalb gut, wie ihr euer Smartphone konfiguriert und geht lieber vom schlimmsten Fall aus: Was wäre, wenn all eure iCloud-Fotos veröffentlicht würden? Jede Antwort außer „kein Problem“ wäre ein Grund, die Sache zu überdenken.

Wer all seine Fotos oder gar ein vollständiges Backup seines iPhones oder iPads in iCloud speichern möchte, kommt an einem kostenpflichtigen Abo zu oben genannten Preise nicht vorbei.

Völlig kostenlos hingegen könnt ihr ein Backup mit iTunes realisieren. Ihr könnt euren Mac so einstellen, dass er stets das neueste Backup zieht, sobald das iDevice per Kabel oder WLAN verbunden ist.

Egal für welche der Backup-Strategien ihr euch entscheidet: In allen Fällen solltet ihr beachten, dass auch die Geräte selbst gut geschützt sind. iOS-Geräte lassen sich zusätzlich so einstellen, dass alle Daten nach zehn erfolglosen Zugriffsversuchen gelöscht werden. Das solltet ihr natürlich nur machen, wenn der Datensatz auch noch woanders gesichert ist.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Applepiloten.


Images & Screenshots by Anton Knoblach; Apple; Lima Technology


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Test: Apple AirPods klotzen mit smarter Technik, geizen mit Bass

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Um Apples groß angekündigte kabellose Kopfhörer AirPods herrschte lange Zeit viel Lärm um nichts. Erst mit monatelanger Verspätung kamen die Kopfhörer auf den Markt. Und auch zum Erscheinen dieses Artikels müssen Online-Käufer sich noch gedulden, bis sie das 180 Euro teure Lauscherpaar in den Händen halten. Die Wartezeit im Apple Store beträgt sechs Wochen. Mir lag inzwischen bereits ein Test-Exemplar vor. Vor meinem geistigen Ohr erklang die Frage: Lohnen sich Kaufpreis und Wartezeit? Am liebsten möchte ich mit einem Sprachbefehl antworten: „Siri, sag’ mal Apple, die AirPods sind nicht schlecht, da geht aber noch mehr.“

Warum Apple einen Bluetooth-Kopfhörer bringt

Die Auswahl an kabellosen Kopfhörern mit Bluetooth ist groß. Auch Apples Tochterfirma Beats mischt in diesem Bereich mit. Warum bringt Apple dann unter eigener Marke ein eigenes Modell heraus? Das lässt sich nur mit einem Blick auf die aktuelle iPhone-Generation 7 (Plus) verstehen (hier zu Test). Sie verzichtet auf einen Klinkenstecker. Ist der Lightning-Port fürs Aufladen belegt, kann das iPhone nur noch mit Funkkopfhörern kommunizieren. Die AirPods sollen als Referenz dafür herhalten, wie sich Apple smarte, kabellose Kopfhörer von heute vorstellt.

Das Design: Ein Griff ins Klo

Die Formsprache schauen sich andere Hersteller aber bitte gefälligst nicht ab. Die weißen Kopfhörer sehen einem Mundstück für eine Elektro-Zahnbürste täuschend ähnlich. Und die im Lieferumfang enthaltene weiße Transportbox mit den abgerundeten Ecken mutet wie ein Spender für Zahnseide an. Das Transportgehäuse lässt sich ja außer Sichtweite in der Hosentasche verstauen, aber diese Kopfhörer empfinde ich in der Öffentlichkeit als ästhetisch total indiskutabel. Beim Praxistest in der U-Bahn habe ich mich geradezu geniert.

Apple AirPods Toothbrush
Image by Berti Kolbow-Lehradt

Gut vernetzt im Apple-Ökosystem

Immerhin erfüllt das Verlängerungsstück der Ohrknöpfe einen höheren Zweck. Sie bieten Platz für die ganzen Chips, Mikros und andere Sensoren, die in den AirPods stecken. Diese Technik-Innereien ermöglichen ein paar ziemlich clevere Funktionen.

Apple hebt besonders den selbst entwickelten W1-Chip hervor. Damit lassen sich die AirPods in meinem Praxistest mit einem iPhone 6 so einfach und schnell verbinden, wie zuvor mit keinem anderen Bluetooth-Kopfhörer. Einfach Bluetooth auf dem iPhone aktivieren, die AirPods in die Nähe des iPhones halten und – zack – bestätigt ein eingeblendetes Fenster die erfolgreiche Kontaktaufnahme.

iMac Apple AirPods
Screenshot by Berti Kolbow-Lehradt

Ist dieses Pairing mit einem Apple-Gerät einmal vollzogen, kann ich die AirPods sogar an meinem iPad und iMac oder meiner Apple Watch verwenden – ohne weitere Einrichtung. Die Einstellungen wurden einfach automatisch per iCloud übernommen. Etwa im Bluetooth-Menü des iMac tauchen die AirPods dann bereits auf. Wähle ich sie aus, ist die Verbindung umgehend hergestellt.

Ob ich die AirPods im Ohr trage, erkennt ein Infrarotsensor. Entferne ich die Kopfhörer, unterbricht die Musik selbständig. Praktisch!

Sprachsteuerung per Siri nicht zu Ende gedacht

Die smarte Sensorik ist auch deshalb so wichtig, weil es keine physischen Bedienelemente an den Kopfhörern selbst gibt. Bei der Musiksteuerung kommt Apples Sprachassistentin Siri eine große Rolle zu. Habe ich mir bei Siri Gehör verschafft, stellt sie für mich auf Wunsch die Musik lauter und leiser oder ruft bestimmte Titel und Playlisten auf. Das klappt zuverlässig. Siris Dienstantritt gelingt jedoch nicht immer. Ein Doppeltipp auf die AirPods soll sie eigentlich aktivieren, führt aber in meinem Test nur in etwa der Hälfte der Fälle zum Erfolg.

Daher betrachte ich die Sprachsteuerung der AirPods als unausgereiftes Konzept. Selbst wenn Siri in neun Fällen reagiert und nur im zehnten nicht, wäre sie der Zuverlässigkeit einer physischen Fernbedienung an der Ohrmuschel immer noch unterlegen.

Außerdem ist es natürlich eine groteske Vorstellung, in der U-Bahn oder anderen öffentlichen Räumen die AirPods per Sprache zu steuern. Stattdessen dürften die meisten Nutzer das iPhone aus der Tasche holen und die Aktion am Gerät selbst vornehmen. Besteht keine Internetverbindung, müssen sie das sogar. Denn als cloud-basierter Dienst benötigt Siri auch für die Musiksteuerung Zugriff auf Apples Sprachserver. Sorry Apple, diese Idee ist in Sachen Usability nicht zu Ende gedacht.

AirPods sitzen gut, geizen mit Bass, schirmen nicht ab

Bei der Passgenauigkeit geht Apples „Keep it simple“-Credo immerhin auf. Die AirPods gibt es in genau einer Größe, Silikonaufsätze für den maßgefertigten Einsatz im Ohr sind nicht vorgesehen. Dennoch sitzen die Knöpfe stabil in meinen Ohren. Dem Vernehmen nach ist das bei der Mehrheit der Träger der Fall.

Apple AirPods
Image by Berti Kolbow-Lehradt

Dass Apple auf eine klassische In-Ear-Bauweise mit tiefer Verankerung im Gehörgang verzichtet, hat aber auch gravierende Nachteile. Die AirPods schirmen so gut wie gar nicht ab. Weder halten Umgebungsgeräusche fern, noch schützen sie meine Sitznachbarn davor, durch meine Musik belästigt zu werden.

Angesichts dieses Formfaktors überrascht es auch nicht, dass die AirPods sehr bass-arm klingen. Gerade bei den kleinen Treibern von In-Ears hängen Bassintensität und die Position im Gehörgang eng zusammen.

In anderen klanglichen Teildisziplinen überzeugen die AirPods. Sie machen auf mich einen sehr detailreichen, räumlichen Eindruck. Die Bluetooth-Verbindung hatte auf naher Distanz in meinem Testzeitraum keinen einzigen Aussetzer. Weil die AirPods dabei aber eben so unfassbar dünn klingen, ist das nur ein schwacher Trost.

Das perfekte Telefonie-Headset

Die einwandfreie Detailwiedergabe in den Mitten und Höhen kommt den AirPods beim Einsatz als Telefonie-Headset zugute. Zudem filtern die integrierten Richtmikrofone störende Umgebungsgeräusche souverän heraus. Ich kann mich an keinen Bluetooth-Kopfhörer mit besserer Sprachqualität erinnern. Auch meine Gegenüber verstanden mich einwandfrei, so, als säße ich am Hörer eines Festnetztelefons.

Akkulaufzeit nur mit Transportbox brauchbar

In den kleinen Knöpfen ist natürlich nicht viel Platz für einen Akku. Und all die smarten Funktionen zehren auch noch vom knappen Energievorrat. Mit bis zu fünf Stunden Laufzeit bis zur nächsten Aufladung sind die AirPods daher akkumäßig etwas kurzatmig aufgestellt.

Apple AirPods
Image by Berti Kolbow-Lehradt

Nur in Kombination mit der Transportbox ist die Akkulaufzeit praxistauglich. Sie beinhaltet einen eigenen Akku, der die AirPods bis zu vier Mal aufladen können soll, ehe sie selbst per Lightning-Kabel neue Energie tanken muss. Rund 24 Stunden maximale Akkulaufzeit sind ein gehobener Wert. In meinem Praxistest kam ich mit dieser Größenordnung prima über die Runden, ohne überraschend mit leeren Kopfhörern dazustehen.

Fazit: AirPods als Technologie-Demo für Apple-Fans

Unterm Strich bietet Apple mit den AirPods einen viel versprechenden Ausblick darauf, wohin die Reise bei smarten Kopfhörern geht. Das Pionier-Produkt teilt jedoch das Schicksal vieler anderer Modelle der ersten Generation. Für den Einsatz im Alltag einer breiten Masse taugen sie nicht. Das ungewöhnliche Design mit seinem Zahnhygiene-Flair ist sozial kaum akzeptabel, die Sprachbedienung ist nicht ausgereift, der bass-arme Klang ist nicht standesgemäß in dieser Preiskategorie.

Die einfache Vernetzung mit Apple-Geräten ist hingegen prima gelungen. Und als Telefonie-Headset machen die AirPods eine Top-Figur. Dies allein reicht aber nicht für eine Kaufempfehlung. Zur Anschaffung der AirPods ist nur Apple-Fans zu raten, die sich ihr Exemplar einer historisch bedeutsamen Technologie-Demo sichern wollen.


Images by Berti Kolbow-Lehradt


Dieser Text erschien zuerst bei den Applepiloten.

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Welchen Virenscanner Mac-Nutzer wann brauchen

robot (adapted) (Image by DirtyOpi [CC0 Public Domain] via Pixabay)

Schadsoftware attackiert viel seltener Macs als Windows-Rechner. Doch gefahrlos ist das Internet für Apple-Computer nicht. Auch Nutzer von iMacs und MacBooks müssen damit rechnen, Opfer von Computerviren, Erpresser-Trojanern und Werbemüll zu werden. Angesichts der geringen Gefährdung ist die Virenscanner-Auswahl für macOS überraschend groß. Für welches Programm solltet ihr euch entscheiden?

Das sind die besten Virenscanner

Es gibt mehrere Auswahlkriterien, die ihr zugrunde legen solltet. Die Schädlingsbekämpfer erkennen Bedrohungen unterschiedlich gut, lassen sich mal mehr, mal weniger intuitiv zu bedienen und sind unterschiedlich mit Zusatzfunktionen ausgestattet. Zudem nutzen einige die Systemressourcen verschwenderischer als andere.

Unter diesen Gesichtspunkten hat die Zeitschrift Computerwoche zwölf Programme getestet. Im Test traten drei kostenlos verwendbare Virenscanner von Avast, Sophos und AVG gegen neun kostenpflichtige Programme von Kaspersky, Eset, Bitdefender, Norton, Webroot, F-Secure, Sentinel One, Panda und Intego an.

Bei der Erkennung von Viren lieferten AVG, Bitdefender und Sentinel One insgesamt das beste Ergebnis. AVG und Bitdefender sind laut Computerwoche auch besonders einfach zu bedienen. Allerdings bieten beide Testteilnehmer nur wenige Funktionen an. Den besten Kompromiss zwischen Vielfalt und Übersichtlichkeit identifizierte das Magazin bei der Software von Kasperky. Diese zählt für Computerwoche auch zu den Programmen mit der größten Ausstattung.

Schutzsoftware als Systembremse

Virenscanner vereinnahmen immer einen Teil der Rechenleistung. Je nach Systemkonfiguration spüren Anwender das unterschiedlich stark. Während das permanente Überwachen jeder Dateiaktivität bei Macs mit SSDs kaum auffällt, bremsen Antivirenprogramme Apple-Computer mit herkömmlichen Festplatten zum Teil heftig aus, so die Computerwoche. Avast, AVG, F-Secure, Intego und Panda zeigten Test diesbezüglich Schwächen.

Lieber nur gelegentlich Virenscanner einsetzen

Weil Virenscanner mitunter mehr Schaden anrichten als sie nutzen, sollten Mac-Nutzer gut überlegen, ob sie überhaupt ein solches Programm benötigen. Heimnutzer sollten zugunsten der Performance darauf verzichten, ein Antivirenprogramm permanent im Hintergrund nach Schädlingen fahnden zulassen. Stattdessen lohne es sich, verdächtige Dateien gezielt und das System gelegentlich zu prüfen. Dafür genügt laut Computerwoche kostenlose Software wie die von AVG oder Avast.

Nur professionelle Anwender sollten in Erwägung ziehen, einen Hintergrundscanner einzusetzen. Für den geschäftlichen Einsatz empfiehlt das Magazin die besser ausgestatteten aber kostenpflichtigen Programme von Kaspersky und Bitdefender.

Sowohl im beruflichen als auch privaten Einsatz gelte jedoch: Noch viel wichtiger als ein Software-Abfangjäger ist Vorsicht beim Umgang mit Internet-Angeboten und Downloads.

Übrigens: Nutzer von iPhones und iPads können laut Computerwoche auf ein Antivirenprogramm verzichten. Nur iOS-Geräte mit Jailbreak solltet ihr mit einer Schutzsoftware absichern.

Quelle: Computerwoche

Dieser Artikel erschien zuerst auf „Applepiloten“ unter CC BY-ND 4.0.


Image (adapted) „robot“ by DirtyOpi (CC0 Public Domain)


 

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  • APPLE heise: Entwickler verlassen restriktiven Mac App Store: Der Mac App Store hat weitere Entwickler verloren: Das altgediente Mac-Entwicklerstudio St. Clair Software hat zwei Programme aus Apples Software-Laden genommen – und sich damit komplett von der Vertriebsplattform zurückgezogen. Es habe wirtschaftlich einfach keinen Sinn ergeben, die beiden Programme für Apples Sandboxing-Vorgaben anzupassen, erklärt der Entwickler Jon Gotow, der seit fast 30 Jahren Mac-Software schreibt. Der Mac App Store sei zwar bequem für Nutzer, erfülle aber nicht die Anforderungen der Entwickler, führt Gotow aus: „Trotz vieler Jahre an konstruktiver Kritik von Entwicklern hat Apple einige der großen Probleme nicht behoben“.

  • SOCIAL MEDIA t3n: Heiko Maas droht sozialen Netzen mit Millionenstrafen wegen Hasskommentaren: Die großen sozialen Netzwerke löschen zu wenig strafbare Inhalte, die von Nutzern gemeldet werden. Das geht aus einem Bericht von Jugendschutz.net hervor, der vom Bundesfamilienministerium und dem Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz unterstützt wird. Um das zu ändern, will Bundesjustizminister Heiko Maas jetzt den Druck auf die sozialen Netzwerke erhöhen. Dazu hat Maas am heutigen Dienstag, den 14. März 2017 einen neuen Gesetzentwurf vorgestellt. Der Entwurf sieht vor, dass Netzwerke wie Facebook oder Twitter Strafen von bis zu 50 Millionen Euro bezahlen müssen, wenn sie strafbare Inhalte nicht zeitnah löschen.

  • VISA golem: Visa will Sonnenbrillen zu Kreditkarten machen: Visa hat auf dem SXSW 2017 im texanischen Austin den Prototyp einer Sonnenbrille mit NFC-Modul vorgestellt, mit dem der Träger bezahlen kann. Die Brille wird dazu an ein Zahlungsterminal gehalten. Die Sonnenbrille beziehungsweise der Chip sind mit dem Kreditkartenkonto des Besitzers verknüpft. Der Sonnenbrille ist nicht anzusehen, dass in ihrem Bügel eine Zahlungsfunktion integriert ist. Wann die Sonnenbrille auf den Markt kommt, ist noch nicht bekannt.

  • WEBWELT Welt: Er erfand das Internet – und benennt nun dessen größte Probleme: Fast 30 Jahre ist es her, als Sir Tim Berners-Lee die Büchse der Pandora öffnete: Der Computerwissenschaftler reichte seine Pläne für das World Wide Web ein. Er hatte eine offene Plattform erdacht, auf der alle Menschen Informationen austauschen konnten – jenseits von geographischen und kulturellen Grenzen. In einem Artikel für den britischen „Guardian“ beschreibt der Wissenschaftler, dass vor allem drei Entwicklungen zu massiven Problemen werden können. Das sei zum einen der Kontrollverlust der persönlichen Daten, zum anderen „Fake-News“ und außerdem die politische Einflussnahme.

  • BAHN mobiFlip: Gratis-WLAN im Regionalverkehr: Bahn startet Testphase: Ende 2016 verkündete die Bahn, dass man das Gratis-WLAN zukünftig auch im Regionalverkehr anbieten möchte. In einer Pressemitteilung heißt es nun, dass das Projekt in die Testphase übergegangen ist. Zwei Züge der Linie RE 42 wurden mit Internetzugang ausgestattet. DB Regio NRW plant, insgesamt vier Züge des Typ ET 1428, die zwischen Mönchen-Gladbach und Münster verkehren, zu Testzwecken mit WLAN zu versehen. Um an Bord des Zuges ins WLAN zu kommen, muss man sich nicht registrieren, man muss lediglich im Browser die AGB akzeptieren.

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Gamifiziertes Radfahren im Wohnzimmer: Virtuelles Training mit Zwift

Zwift Setup

Bock auf Indoor-Cycling, aber ihr braucht etwas mehr Motivation? Die Software Zwift für Mac und iOS macht daraus ein Multiplayer-Spiel in einer Online-Community. Als großer Radfahr-Fan habe ich das ausprobiert.

Der Winter ist im Allgemeinen eine schlechte Jahreszeit für Ausdauersportler, insbesondere für Radfahrer. Bei Minustemperaturen sinkt meist auch die Motivation auf den Gefrierpunkt und schafft man es doch einmal, den inneren Schweinehund zu überwinden und zum Training die Wärme des Heimes zu verlassen, geht meist mehr Zeit fürs An- und Ausziehen der mehrlagigen Funktionskleidung drauf als für die eigentliche Trainingsfahrt.

Für viele Radsportler ist deshalb seit jeher das Training auf einem Rollentrainer im wohltemperierten Wohnzimmer oder Keller die bessere Option in der kalten Jahreszeit. Bei längeren Einheiten ist dies allerdings selbst mit spezifischen Trainingsprogrammen oder -videos nur eine Aktivität für Menschen mit einem leichten Hang zum Masochismus. Auf der Stelle vor sich hin zu strampeln ist einfach todlangweilig und weil im Gegensatz zum „echten“ Radfahren im Freien kaum die Sitzposition verändert wird, stellen sich auch recht schnell Rückenschmerzen und Beschwerden in anderen Körperregionen ein.

Die moderne Technik kann allerdings, wie so oft, Abhilfe schaffen. Seit einigen Jahren schon gibt es sogenannte Smarttrainer, die automatisch den Widerstand beim Training auf der Rolle justieren können und sich per Smartphone oder Computer kontrollieren lassen. Die mitgelieferten Apps oder Programme waren aber meist recht einfach und gingen über die Bereitstellung von Streckenvideos oder Trainingsprogrammen kaum hinaus. Die Software Zwift, die in der Radsportwelt immer populärer wird, hievt die Technologie nun aber auf ein ganz neues Level.

Was ist Zwift?

Vereinfacht ausgedrückt ist Zwift ein 3D-Multiplayer-Online-Videospiel, das sich anstatt mit Joystick oder Game Controller mit einem Smarttrainer steuern lässt. Dieser misst die Power, die der Radler aufs Pedal bringt, in Watt und berechnet dann unter Einbeziehung einer Vielzahl von Faktoren, wie zum Beispiel Fahrergewicht und -größe sowie Straßenneigung und Umweltfaktoren in der 3D-Welt, die Geschwindigkeit, mit der sich Rad und Fahrer im Spiel bewegen.

Und natürlich ist man auf den Straßen der Zwift-Welt nicht alleine. Zu jeglicher Tag- und Nachtzeit tummeln sich dort Radler aus aller Herren (und Damen) Länder. Es wird in Rennen gegeneinander angetreten oder man verabredet sich einfach zu einer lockeren Trainingsfahrt in der Gruppe. Wer eher keine Lust auf Gesellschaft hat, kann auch alleine nach vorgegeben Trainingsplänen trainieren oder versuchen, die Bestzeiten auf vordefinierten Streckensegmenten zu knacken.

Wie in jedem guten Spiel wird die Motivation weiter durch sogenannte „Achievements“ gesteigert, die man zum Beispiel durch abgespulte Distanzen oder erfolgreich absolvierte Workouts freischalten kann. So gibt es zum Beispiel exklusive Trikot-Designs oder immer besseres Rad-Material für den Avatar. Gefahren wird bisher in drei verschiedenen Szenarien: Auf der fiktiven Südseeinsel Watopia, in der Londoner Innenstadt, vorbei an vielen bekannten Sehenswürdigkeiten der britischen Hauptstadt, und auf einem Kurs in Richmond, Virginia, wo 2015 die Radweltmeisterschaften stattgefunden haben.

In der Praxis: Problemloser Aufbau und Ersteinrichtung

Soviel zur Theorie. Ich habe den Praxis-Selbstversuch gewagt und mir einen Zwift-kompatiblen Smarttrainer zugelegt: den Elite Rampa. Darauf lässt sich das Hinterrad eines Rennrades oder Mountainbikes einspannen und die auf der Rolle generierte Wattzahl wird per Bluetooth-Verbindung, oder dem im Fitnessbereich weit verbreiteten „ANT+“-Protokoll an PC, Mac oder iOS Geräte gesendet. Installation und Einrichtung verliefen unproblematisch und sollten für jeden, der ein Ikea-Regal zusammenschrauben kann und im Alltag Digitaltechnologie nutzt, einfach zu bewältigen sein.

Installation Zwift
Bevor es losgehen kann, mu?ssen Trainer, Sensoren und Computer beziehungsweise iOS-Gera?t gekoppelt werden. Image by Zwift

Nach Aufbau des Trainers und Einspannen des Rades muss die Zwift-App für Mac oder für iOS aus dem App Store installiert werden. Nach dem Start erscheint dann ein „Pairing“-Bildschirm, auf dem alle verfügbaren Geräte mit Zwift verbunden werden können. Theoretisch kann Zwift auch mit einem althergebrachten „dummen“ Trainer und einem kabellosen Geschwindigkeitssensor genutzt werden. Die Messwerte sind aber weniger präzise als beim Smarttrainer und der Rollwiderstand kann nicht automatisch angepasst werde. Das „Gameplay“ ist also weit weniger realistisch. Zusätzlich zum Smarttrainer können auch noch weitere Sensoren, zum Beispiel für den Puls oder die Trittfrequenz, genutzt werden, diese sind aber nicht zwingend notwendig.

Avatar Zwift
Der Avatar kann individuell ausgestattet werden. Image by Zwift

Sind Trainer und Sensoren gekoppelt, kann auch schon fast in die Pedale getreten werden. Auf dem Startbildschirm muss nur noch ausgewählt werden, ob man einfach alleine seine Runden drehen, mit einem Fahrer, der schon unterwegs ist, gemeinsam in die Pedale treten, ein spezifisches Workout absolvieren oder an einer organisierten Ausfahrt beziehungsweise einem Rennen teilnehmen will. Klickt man dann auf den „Ride“-Button, steht der Avatar schon auf der Straße bereit und wird durch einen kräftigen Tritt ins Pedal in Bewegung gesetzt.

Schöne Grafik und realistisches Fahrgefühl erhöhen die Motivation

Das Fahrgefühl hängt natürlich zu einem nicht unerheblichen Teil vom eingesetzten Smarttrainer ab. Auf meinem Elite Rampa wird jede Beschleunigung oder Verlangsamung des Trittes unmittelbar umgesetzt und Steigungen machen sich in einem stufenlos ansteigenden Tretwiderstand bemerkbar. Im Durchschnitt bin ich in der virtuellen Welt ungefähr zwei bis drei Stundenkilometer schneller unterwegs als im echten Leben, was eigentlich unerheblich ist. Der Schmerz in der Beinmuskulatur ist bei entsprechender Anstrengung jedenfalls höchst authentisch und der Schweiss fliesst mangels Fahrtwind in Strömen. Handtücher und ein leistungsstarker Ventilator sind daher unverzichtbares Zubehör.

Mit entsprechender Hardware ist die 3D-Grafik in Zwift sehr ansprechend und die virtuellen Landschaften sind toll gestaltet, vor allem die Vulkanlandschaft auf Watopia ist ein echtes Highlight. Da macht sogar einfaches Umherfahren schon Spass. Das eigentliche Highlight aber sind die strukturierten Workouts und Gruppenfahrten im Peloton. Mit Ersteren kann man das Training genau an individuelle Bedürfnisse anpassen und mit nur einer relativ kurzen Session auf der Rolle eine deutlich zeitintensivere Trainingseinheit auf der Straße ersetzen.

Training Zwift
Eine Vielzahl Daten zum eigenen Training und zu anderen Fahrern ist sta?ndig sichtbar. Image by Zwift

Bei den Gruppenfahrten, vor allem den Rennen, kommt dann der kompetitive Gedanke mit ins Spiel. Mir ist es in meiner nur wenige Wochen alten Zwift-Karriere schon mehrfach passiert, dass ich mich mich nahe dem Maximal-Puls während eines Rennens krampfhaft am virtuellen Hinterrad eines Fahrers im Vorderfeld festklammere und mich dann eine Stunde später schweißüberströmt und dem Kollaps nahe vom Rad falte. Dieses Level an Motivation ist, wenn man alleine trainiert, mit anderen Trainingsmethoden schwer zu erreichen.

Fazit

Ich bin seit früher Jugend passionierter Radfahrer und habe über die Jahre hinweg zahlreiche Innovationen im Material- und Technikbereich miterlebt. Aber trotz Karbon-Leichtbaukomponenten, aerodynamischen Laufrädern und elektronischen Schaltungen bin ich mir ziemlich sicher, dass Zwift die Neuerung sein wird, die mittel- und langfristig die größte Auswirkung auf mein Leistungsvermögen haben wird. Der Grund dafür ist einfach: Zwifts einzigartige Mischung aus Videospiel und Fitnessprogramm macht einfach viel mehr Spaß als alleine im Wohnzimmer oder Fitnessstudio zu strampeln. So hat man dann auch die Motivation, sich auch nach einem langen Arbeitstag oder wenn man es sich schon vor dem Fernseher gemütlich gemacht hatte, noch einmal für eine kurze Session aufs Rad zu setzen.

Workout Zwift
Im Workout-Modus kann nach strukturierten Trainingpla?nen trainiert werden. Image by Zwift

Zwift ist immer noch relativ neu und noch nicht ganz frei von Kinderkrankheiten. Die Trainerkalibrierung hat noch Verbesserungspotenzial und in einschlägigen Foren findet man immer wieder Berichte zu Verbindungsproblemen zwischen den Geräten. Zwift stellt jedoch regelmäßig Updates zur Verfügung und man kann davon ausgehen, dass sowohl Performance als auch Features der Software ständig weiter verbessert werden. Auch Erweiterungen der bestehenden Strecken sind in naher Zukunft zu erwarten.

Zwift kann umsonst sieben Tage getestet werden, danach werden 10,50 Euro im Monat fällig. Ein kompatibler Smarttrainer ist ab rund 400 Euro zu haben. Das Zwift-Training ist also nicht ganz billig. Wenn man das System, wie ich, mehrmals in der Woche nutzt, sind die Kosten aber schnell amortisiert. Das macht Zwift zu einem leistungsstarken und erschwinglichen Fitnesstool, an dem nicht nur passionierte Radfahrer sondern auch solche Nutzer, die sich einfach nur fit halten wollen, eine Menge Freude haben können.

Mehr Infos findet ihr auf der Hersteller-Webseite von Zwift. Die Software für Mac gibt es hier, die für iOS hier.

Dieser Text erschien zuerst auf unserer Schwesterseite Applepiloten.


Video und Images by Zwift


 

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  • NOKIA heise: 3310 Revival? Nokia vor dem Comeback auf der großen Bühne: Ein internationales Comeback wartet auf die Smartphone-Marke Nokia. Ende Februar wird auf de  Mobile World Congress (MWC) in Barcelona der Hersteller HMD Global, der Patente und Marken von Nokia und Microsoft nutzen kann, neue Smartphones vorstellen. Angeblich bringt HMD eine Neuauflage des legendären Nokia 3310 auf die Messe mit.

  • AMAZON t3n: Amazon erhält Patent für selbstlernenden Packroboter: Die Angestellten von Amazon, die für die Pakete in den Versandlagern zuständig sind werden schon jetzt von Kiva-Robotern unterstützt. Bald könnten die Mitarbeiter jedoch ganz überflüssig werden, denn Roboter können die Arbeit billiger ausführen. Nun hat Amazon ein Patent für einen selbstlernenden Packroboter samt Packrobotersystem beim US Patentamt zugesprochen bekommen.
  • VR golem: Oculus Rift mit Mac-Unterstützung: Mit der MacOS-Anwendung VR Desktop for Mac von Cindori ist es nun möglich, die Oculus Rift am Mac zu nutzen. Dazu ist aktuell jedoch eine Rift DK2 und nicht die Endkundenversion erforderlich. Zudem muss der Mac eine diskrete Grafiklösung bieten, was zahlreiche einfachere Modelle ausschließt. Künftig sollen auch die Handelsversion und HTC Vive unterstützt werden. 

  • MICROSOFT winfuture: Microsoft sagt Patch-Day für Februar 2017 ab: Microsoft sollte heute eigentlich seinen Patch-Day abhalten und mit der Auslieferung einer ganzen Reihe von Sicherheits-Updates für Windows veröffentlichen. Jetzt hieß es jedoch, dass der Patch-Day heute entfällt. Hintergrund ist der Umstand, dass man festgestellt hat, dass einer oder mehrere Patches bei einer nicht unerheblichen Zahl von Nutzern Probleme verursachen könnte.

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  • DROHNEN golem: Apple will mit Drohnen seine Karten verbessern: Apple will laut einem Bericht von Bloomberg künftig Drohnen über Städte fliegen und Straßen vermessen lassen, um Apple Maps genauer und aktueller zu machen. Dazu baue Apple eine entsprechende Abteilung in Seattle auf. Seattle ist auch der Sitz Amazons, wo mit Prime Air ebenfalls im Bereich Drohnen geforscht wird. Einige Teammitglieder sollen dem Bericht zufolge bereits zu Apple gewechselt sein.

  • NSA wikileaks: Materialien zum 1. Bundestags/Untersuchungsausschusses, NSAUA: Gestern, am 1. Dezember veröffentlichte Wikileaks über 90gb Dokumente, die Aufschluss über die Arbeit des 1. Untersuchungsausschuss des Deutschen Bundestages zu den Überwachungstätigkeiten des deutschen Geheimdienstes BND und seiner Zusammenarbeit mit der amerikanischen NSA sowie dessen privat-wirtschaftlichen Auftragnehmern geben. Die Dokumente stammen aus verschiedenen Bundesbehörden, nicht nur dem BND und dem Bundesamt für Verfassungsschutz, und gingen dem Untersuchungsausschuss im vergangenen Jahr im Rahmen von Anfragen der Ausschussmitglieder an die Dienste zu.

  • DIGITALCHARTA golem: Operation am offenen Herzen der europäischen Demokratie: Am Kern der europäischen Demokratie basteln sie seit gut einem Jahr herum: Mitarbeiter der Zeit-Stiftung und eine ausgewählte Gruppe von Politikern, Wissenschaftlern und Publizisten um Sascha Lobo, Frank Rieger (CCC), EU-Parlamentspräsident Martin Schulz und Parlamentsmitglied Jan Philipp Albrecht. Jetzt liegt er vor, der Entwurf für eine Digitalcharta, mit der die Grundrechte der Menschen in der EU fürs Digitale fit gemacht werden sollen. Die im Rahmen dieses Entwurfes vorgeschlagenen Artikel sollen die bestehenden Grundrechte, auf denen alle anderen Gesetze in der Europäischen Union aufsetzen, erweitern.

  • APPLE t3n: Sparc für den Mac ist da: Ein sehr beliebter iOS-Mail-Client hat eine große Schwester bekommen: Spark ist jetzt auch auf dem Mac zu Hause. Spark ist mit dem Konzept auf den iOS-Markt gekommen, Nutzern direkt beim ersten Blick in die Inbox eine Orientierung zu geben. Mails werden nach Newslettern, Notifications oder persönlich geschriebenen gruppiert. Diese und mehr Funktionen kommen damit jetzt auch in die ebenso kostenlose Mac-App. Nachdem Readdle, die Macher von Spark, einen Mac-Client schon lange angekündigt hatten und er vor kurzer Zeit in die Beta ging, ist er jetzt auch im Mac-App-Store erhältlich. Spark bietet alle grundlegenden Funktionen, die Nutzer von einem E-Mail-Client erwarten.

  • MOZILLA heise: Sicherheitsupdates: Zero-Day-Lücke in Firefox und Tor-Browser geschlossen: Mozilla und das Tor-Projekt haben ihre Webbrowser abgesichert. Die Entwickler haben in den ab sofort verfügbaren Versionen Firefox 50.0.2, Firefox ESR 45.5.1 und Tor Browser 6.0.7 eine als kritisch eingestufte Schwachstelle geschlossen. Offensichtlich klafft diese auch in Mozillas Mail-Client Thunderbird – die Ausgabe 45.5.1 soll abgesichert sein. Neben dem Schließen der Lücke haben die Entwickler des Tor Browsers auch die aktuelle Version von NoScript (2.9.5.2) integriert. Die Alpha- und speziell gehärteten Versionen des Webbrowsers für das Tor Netzwerk enthalten das Sicherheitsupdate zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht.

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  • YOUTUBE googlewatchblog: YouTube gibt Vereinbarung mit GEMA bekannt: YouTube gibt heute den Abschluss einer bahnbrechenden Vereinbarung mit der GEMA bekannt, auf deren Basis Nutzerinnen und Nutzer in Deutschland ab sofort noch mehr ihrer Lieblingssongs auf YouTube genießen können. Musikverleger, Songwriter und Komponisten, die von der GEMA vertreten werden, profitieren nunmehr davon, dass ihre Musikinhalte künftig auch auf YouTube in Deutschland verfügbar sind. Dadurch erreichen sie über YouTube ihre bestehenden sowie neue Fans und können durch die Monetarisierung ihrer Videos gleichzeitig Geld verdienen.

  • CYBERCRIME t3n: Angst vor Angriff auf das Internet am US-Wahltag: Am 21. Oktober legte eine DDoS-Attacke Twitter, Github, Airbnb oder die New York Times lahm. Die Attacke ging von IoT-Geräten aus und war auf die von der Infrastruktur-Firma Dyn verwaltete DNS-Infrastruktur ausgerichtet. Damals bereits berichtete die New York Times, dass sich US-Behörden Sorgen um einen möglichen weiteren Angriff während der US-Präsidentschaftswahl am 8. November machen. Die Folge könnte etwa sein, dass die US-Bevölkerung nur erschwert an der Wahl teilnehmen kann. Persönlichkeiten aus dem Silicon Valley diskutierten darüber jetzt auf Twitter.

  • APPLE golem: IOS 10.1.1 behebt Fehler in Health-App : Wegen eines Fehlers in der Health-App hat Apple mit iOS 10.1.1 schon kurz nach der Veröffentlichung von iOS 10.1 ein Update veröffentlichen müssen. Der Fehler führte dazu, dass die Fitnessdaten in der Anwendung nicht dargestellt wurden. Er trat allerdings nicht bei allen Nutzern auf. Angeblich sollen weitere Fehler in iOS 10.1 behoben worden sein. Apple hat bisher nicht dokumentiert, um welche Probleme es sich im Einzelnen gehandelt habe. IOS 10.1.1 wird über die Softwareaktualisierung over-the-air installiert und ist je nach Gerät etwa 50 MByte groß.

  • BITCOINS heise: Schweizerische Bundesbahnen testen Verkauf von Bitcoins: Ab dem 11. November kann man an den Fahrkartenautomaten der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) Schweizer Franken in Bitcoin tauschen, wie das Staatsunternehmen mitteilt. Nutzer benötigen dafür ein Smartphone mit Wallet-Anwendung sowie eine Schweizer Mobilfunknummer, die beim Tausch auch angegeben werden muss. Maximal 500 Schweizer Franken können so pro Tausch gewechselt werden, Mindestsumme sind 20 Franken.
    Pro Jahr könnten maximal 5000 Franken auf diese Weise getauscht werden, erklärte ein SBB-Sprecher der Schweizer Handelszeitung. Nutzer lassen ihre Wallet-Adresse per QR-Code vom Automaten scannen, geben ihre Wunschsumme an und müssen ihre Mobilfunknummer angeben. Danach folgt die Eingabe einer per SMS erhaltenen mTan, dann die Zahlung per Bargeld oder Debitkarte und schließlich die Bitcoin-Überweisung auf die Wallet.

  • APPLE giga: Der Mac ist ungeeignet für einen normalen Touchscreen: Während viele PC-Hersteller seit langer Zeit auf Touchscreens in ihren Notebooks und Tablets setzen, hat sich Apple bei MacBook und iMac gegen einen derartigen Bildschirm entschieden. Im Interview mit CNET erklärte Jony Ive, dass man sich bereits vor vielen Jahren dagegen entschieden habe. Man habe Multitouch damals untersucht, um die möglichen Einsatzzwecke zu finden. Dabei stellte Apple fest, dass der Mac nicht der richtige Platz für einen Touchscreen sei. Auf die Frage, warum dies so sei, wollte Ive nicht eingehen. Es sei ihm nicht möglich darüber zu reden, ohne gleichzeitig Hinweise darauf zu geben, woran man derzeit arbeite. Möglicherweise handelt es sich dabei um das in den Gerüchten behandelte E-Ink-Keyboard, welches von Sonder entwickelt wurde.

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FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

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  • EVERNOTE golem: Evernote verliert Daten: Evernote hat Daten von Kunden verloren, die diese dem Dienst in Form von Notizen anvertraut hatten. Der Fehler liegt in der Mac-Version von Evernote. Dort kamen durch einen Bug seit einiger Zeit Anhänge in den Textnotizen zu Schaden, die unbemerkt entfernt wurden. Angeblich soll nur eine kleine Personengruppe betroffen sein. Der Fehler existiert offenbar schon seit einigen Versionen. Laut Evernote begannen die Datenlöschungen im Juni 2016 und stiegen durch eine Version von September 2016 an. Nutzer sollten über die Softwareaktualisierung des Betriebssystems sofort das aktuelle Update 6.9.1 einspielen. Kunden, die vom Datenverlust betroffen sind, erhalten eine kostenlose Premium-Mitgliedschaft für ein Jahr.

  • KI t3n: Pech für Fußgänger: Selbstfahrender Mercedes soll im Zweifel immer den Fahrer schützen: Das Zeitalter der vollständig autonomen Fahrzeuge steht vor der Tür. Das wirft auch einige komplexe ethisch-moralische Fragen auf. Wissenschaftler, Philosophen und Rechtsexperten setzen sich derzeit mit genau diesen Fragen auseinander. Seit dem 30. September 2016 beschäftigt sich in Deutschland sogar eine Ethikkommission mit dieser Thematik. Nun erklärt Christoph von Hugo, Abteilungsleiter für aktive Sicherheit bei der Daimler AG, dass ein autonomes Fahrzeug im Zweifelsfall immer den Fahrer schützen sollte.

  • APPLE heise: Lahmer Speicher im Einstiegsmodell : Der Flash-Speicher des kleinsten iPhone 7 mit 32 GByte ist deutlich langsamer als die um 110 Euro teurere Ausführung mit 128 GByte Speicherplatz, wie ein Test von Mac & i ergab. Das Duplizieren eines 4K-Videos mit einer Länge von 5 Minuten dauerte auf dem 32-GByte-iPhone fast vier Mal länger als auf einem iPhone 7 mit 128 GByte Speicher. Das 32-GByte-iPhone-7 wies im Test sowohl eine auffällig niedrigere Schreib- als auch Lesegeschwindigkeit auf als das mit 128 GByte: der Unterschied betrug Faktor 7.

  • CYBERCRIME pressebox: Jeder zweite Internetnutzer durch Cybercrime geschädigt: Etwa 47 Prozent der Internetnutzer in Deutschland sind im vergangen Jahr in Deutschland mit Cybercrime konfrontiert gewesen – das meldet der Bitkom unter Berufung auf eine selbst durchgeführte repräsentative Befragung von 1.017 Internetnutzern. Rund die Hälfte der Betroffenen soll darüber hinaus konkrete wirtschaftliche Schäden erlitten haben. Daher sei es notwendig, das Sicherheitsniveau im Internet zu erhöhen. „Mehr Sicherheit für Internetnutzer erreichen wir nur, wenn alle Beteiligten daran mitwirken: Wirtschaft, Politik, Sicherheitsbehörden und nicht zuletzt jeder einzelne Verbraucher selbst“, sagte Winfried Holz, Bitkom-Präsidiumsmitglied.

  • SAMSUNG sueddeutsche: Runde Ecken: Apple und Samsung streiten über 399 Millionen Dollar: Die Rechtsabteilungen der Unternehmen dürften eigentlich gut beschäftigt sein, aber wütende Kunden und europäische Steuergesetze reichen Apple und Samsung offenbar nicht. Seit Jahren verklagen sie sich gegenseitig. Manche sprechen vom Patentkrieg. Nun trafen sie sich mal wieder vor Gericht und stritten um abgerundete Ecken, silberne Kanten, schwarze Vorderseiten und 16 bunte App-Symbole – und um 399 Millionen Dollar. Für beide Parteien sind dreistellige Millionensummen alltäglich, doch dieser Termin war ein besonderer.

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WLAN-Passwort für Windows und Mac auslesen

wifi-BIG (adapted) (Image by EFF-Photos [CC BY 2.0] via Flickr)

Wie kommt man an das Passwort des WLAN-Netzwerks, mit dem man verbunden ist, an das man sich aber nicht mehr erinnert? Ein einfacher Schritt kann helfen. Stellen Sie sich vor, sie sind mit einem WLAN-Netzwerk verbunden und möchten jetzt noch ein zweites Gerät mit diesem Netzwerk verbinden, beispielsweise ein Smartphone. Wie kommt man jetzt an das Passwort, an das man sich in dem Moment nicht mehr erinnert? Falls es nicht möglich ist, das Passwort vom Router abzulesen, können Sie entweder dem Netzwerkadministrator eine Passwort-Anfrage schicken, oder aber Sie öffnen die Eingabeaufforderung auf ihrem Computer und holen sich das gespeicherte Passwort in einem einfachen Schritt. Das Gute daran: Das Verfahren lässt sich sowohl für Computer mit Windows, als auch für Macs durchführen.

Das Passwort unter Windows auslesen:

Öffnen sie die “Eingabeaufforderung“ als Administrator. Dazu machen sie einen Rechtsklick auf das Symbol “Eingabeaufforderung“ und wählen anschließend “Ausführen als Administrator“. Schreiben Sie “cmd“ in die Ausführen-Box und geben Sie im Anschluss folgenden Befehl ein:

netsh wlan show profile name=NetzpilotenHQ key=clear

Denken Sie daran, “NetzpilotenHQ“ mit dem Namen ihrer Wireless SSID (der Name des WLAN-Netzwerks mit dem Sie verbunden sind) zu ersetzen. Das Passwort erscheint anschließend unter der Sektion “Sicherheitseinstellungen“, wie man auf dem Screenshot sehen kann.

WLAN Windows Screen 650x500 farbe

Das Passwort unter OS X auslesen:

Seit Mac OS X Lion gibt es die sogenannte Schlüsselbundverwaltung (Keychain). Diese wird verwendet, um die Konfigurationsdetails des WLAN-Netzwerks zu speichern. Der BSD Befehl “Sicherheit“ kann verwendet werden, um alles innerhalb der Keychain abzufragen, inklusive dem WLAN-Passwort. Und so funktioniert es:

Öffnen Sie Spotlight (CmD+ Leertaste) und schreiben Sie “terminal“, um das Terminal-Fenster zu öffnen. In die Kommandozeile geben Sie den folgenden Befehl ein (ersetzten Sie NetzpilotenHQ mit Ihrem WLAN-Namen), anschließend geben Sie ihren Mac-Benutzernamen und das Passwort ein, um Zugriff auf die OS X Keychain zu erhalten. Das WLAN-Passwort wird Ihnen im Anschluss auf dem Bildschirm angezeigt.

security find-generic-password -ga NetzpilotenHQ | grep password

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Mit diesen kleinen Schritten, können Sie ohne Problem das Passwort für WLAN-Netzwerke auslesen, mit denen Ihr Windows-PC oder Ihr Mac verbunden sind.


Image (adapted) „wifi-BIG“ by EFF Photos (CC BY 2.0)

Screenshots by Patrick Kiurina


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Die 10 Gebote, des mündigen Anwenders

Moses (adapted) (Image by Pascal (CC0 Public Domain) via Flickr)

Du bist neu in diesem Internet und hast keine Ahnung von Computern? Welche 10 Gebote es für PC- und Internetanwender zu befolgen gilt, erfährst du hier.

Jeder kennt sie, jeder hat sie. Ratschläge – die einem helfen sollen sich richtig im Umgang mit seinem Computer oder im World Wide Web zu bewegen. Derzeit gibt es in meiner Familie einige Personen, die sich dem Thema erstmals öffnen und sich mit neuen Laptops und einem Internetzugang digitalen Herausforderungen stellen. Ich finde das großartig! Auch wenn dies bedeutet, dass demnächst öfter mein Telefon klingeln wird und einem Fragen wie „Ich glaube, ich habe meine Urlaubsbilder gelöscht. Kann man die irgendwo wiederfinden?“ oder „Weißt du was dieses JavaScript ist?“ gestellt werden. Wie auch immer. Man hilft doch gerne.

Manche Fragen lassen sich eben nicht vermeiden. Auch manche Fehltritte wird man nicht umgehen können. Man kann aber das Risiko, beispielsweise gelöschter Bilder, verringern. Man muss als Otto-Normalo auch nicht jedes Update, dass Browser oder Betriebssystem durchführen wollen, als Aufforderung verstehen, den halben Tag jeglichen Aktualisierungen hinterher zu recherchieren. Grundsätzlich gilt es als Newbie ein paar Dinge zu verinnerlichen. Im Folgenden habe ich einmal die 10 Gebote, des mündigen Anwenders aufgeschrieben. Die Bibel für den Einsteiger sozusagen.

Gebot #1 – Erstelle Backups!

Das wohl unangenehmste Problem, dass man als Anwender haben kann, ist ein Datenverlust der durch ein abgestürztes System oder Hardware-Problemen hervorgerufen werden kann. Auch wenn du glaubst, dass du nie in die Misere kommst und dies immer nur anderen passiert – sei versichert: ES TRIFFT JEDEN EINMAL!

Darum ist es ratsam öfter mal sogenannte Backups (auf Deutsch: Sicherheitskopien) anzufertigen. Diese Backups dauern in der Regel nicht lange und sind auch einfach einzurichten. Wie man diese Sicherheitskopien erstellt, welche Programme als „tauglich“ befunden wurden und welche Backup-Lösung für Profis, Fortgeschrittene oder Anfänger per se als ratsam erachtet werden, hat die Computerwoche vor kurzem in einem ausführlichen Beitrag thematisiert. Liebe Interessierte, hier geht es lang!

Gebot #2 – Nutze sichere Passwörter!

Auch dieses Gebot ist eines, welches einem viel Kummer und Sorgen ersparen kann. Wem schon einmal das E-Mail-Postfach oder beispielsweise der Social-Network-Account gehacked wurde, weiß wie einem zumute wird, wenn man merkt, dass man nicht mehr der alleinige Besitzer dieses Accounts ist. Oftmals ist es ein leichtes für Dritte die Zugänge zu knacken. Ist eines deiner Passwörter oder Pins beispielsweise hier aufgeführt, sei versichert, du bewegst dich auf dünnem Eis.

Glücklicherweise wird einem heutzutage in den Anmeldemasken einiger Dienste bereits mitgeteilt, wie sicher ein Passwort wirklich ist. Eine Kombination aus kleinen und großen Buchstaben, aber auch Zahlen und Sonderzeichen gilt als absolut notwendig. Ansonsten gilt: umso länger ein Passwort ist, umso schwieriger ist es zu knacken. Wer zudem, das höchste Maß an Sicherheit für sich garantieren möchte, der nutzt für jeden Dienst ein anderes Passwort. Dennoch muss man sich klarmachen: 100 prozentige Sicherheit gibt es nicht.

Gebot #3 – Warte deinen Computer regelmäßig!

Egal ob PC oder Mac. Jeder Rechner, aber auch mobile Endgeräte à la Smartphone und Tablet, brauchen ein wenig Zuwendung von euch, damit die Systeme einwandfrei ihren Aufgaben nachgehen können. Dafür gibt es zahlreiche Programme, die einem helfen beispielweise Festplatten zu defragmentieren oder temporäre Dateien zu löschen. Aber auch ganz essentielle To-dos wie die Entfernung ungenutzter Programme oder einem Windows- bzw. Mac-Update solltet Ihr regelmäßig durchführen. Euer Rechner wird es euch danken und weiterhin schnell und ohne große Ausfälle arbeiten. Als hinlänglich gut befunden wurden u.a. Programme wie CCleaner (Chip-Server), TuneUp Utilities (Chip-Server) oder Glary Utilities (Chip-Server), mit denen man Wartungen durchführen kann.

Lesenswert in dem Zusammenhang sind auch die (englischsprachigen) Ratschläge von Lifehacker, die dir sagen, welche Wartungsarbeiten du beispielsweise als PC- oder Mac-Nutzer durchführen solltest.

Gebot #4 – Schütze dich vor Viren!

Viren, Trojaner und Malware sind die Schattenseiten des World Wide Webs. Und in der Regel entkommt man ihnen nicht. Schon alleine das Betreten einer Seite oder der Download einer Datei kann bewirken, dass sich dein System mit diesen Schadprogrammen infiziert. Wichtig ist also ein guter Virenschutz, damit diese ungewollten Eindringlinge abgefangen werden, noch bevor sie sich auf deiner Festplatte festbeißen. Dafür gibt es eine Vielzahl an Virenprogrammen. Im Grunde schwört hier jeder auf ein anderes. Ich persönlich nutze Kaspersky. Und lege dafür auch gerne einen kleinen Schein hin. Es gibt aber auch genügend kostenlose Programme, die nicht weniger gut sein müssen.

Eine kleine Auflistung, die sich am AV-Test orientiert gibt es immer mal wieder auf chip.de.

Gebot #5 – Halte deinen Desktop und deine Festplatte sauber!

Ja, ja. Das Genie beherrscht das Chaos. Ist angekommen! Und dennoch gibt es ein paar sinnvolle Argumente, die einem deutlich machen, warum es nicht schaden kann seine Festplatte und vor allem auch seinen Desktop frei von unnützem Kram zu halten. Argument Nummer Eins, gerade und überhaupt für einen sauberen Desktop, ist nicht zuletzt die Geschwindigkeit des Systems. Denn jede Verknüpfung und jede Datei darauf führt dazu, dass das System ein wenig mehr zu tun hat und dadurch verlangsamt wird.

Vermeide also einen Messi-Desktop, wie dem oben abgebildeten und lösche Dateien auf dem Rechner, die keinen Nutzen mehr haben.

Gebot #6 – Sei vorsichtig in öffentlichen Wlan-Netzwerken!

Öffentliches Wlan ist eine tolle Sache. Bei einem Kaffee im Geschäft um die Ecke sich kostenlos in den Internetanschluss des Betreibers einwählen zu dürfen, ist ein gern-genutzter Service. Und auch wenn man nicht allzu viel Panik verbreiten möchte, ist dieser gutgemeinte Dienst am Kunden auch mit ein wenig Vorsicht zu genießen. Denn innerhalb dieses Netzwerkes ist es ein leichtes die Nutzer, die sich darin bewegen, auszuspionieren. Nicht selten wurden Anwendern schon Logins und Adressbücher gestohlen und alles was man dafür braucht sind einfache, kostenlos erhältliche Apps und Programme, die einem „anspruchsvolle Angriffstechniken hinter einfach zu bedienenden Touchscreen-Oberfächen“ bieten, wie es Ronald Eikenberg und Jürgen Schmidt in einem c’t-Artikel formulierten.

Ein paar grundsätzliche Tipps wie man sich in öffentlichen Hotspots schützen kann, findest du bei Datev. Ausführlicher beleuchten diese und weitere Maßnahmen die beiden oben genannten Autoren im dritten Teil Ihres Artikelthemas „Cool bleiben am Hotspot“ für ein kleines Entgelt.

Gebot #7 – Sichere deine Privatsphäre in sozialen Netzwerken!

Auch wenn es lästig ist. Seit ein paar Jahren wird nichts gebetsmühlenartiger gepredigt, als die Privatsphäre-Einstellungen in sozialen Netzwerken auf Vordermann zu bringen. Seitdem der Siegeszug dieser Plattformen bewirkt hat, dass nun fast jeder sich darauf tummelt, kann nun auch fast jeder von jedem so gut wie alles erfahren. Verschaffe dir einen Überblick, wer deine Profilinformationen sehen, wer deine Statusupdates lesen oder wer dich beispielsweise auf Fotos markieren kann bzw. stelle fest, dass du davon überhaupt erst einmal erfährst. Grundsätzlich dürften diese Dinge Newbies erstmals auf Facebook beschäftigen, da man derzeit wohl hier seine ersten Laufschritte unternimmt.

Wer sich in den persönlichen Privatsphäre-Einstellungen auf Facebook einmal umgucken möchte, der klickt einfach oben links auf das kleine weiße Zahnrad und geht dann auf „Privatsphäre-Einstellungen“. Wer auf mehreren Plattformen angemeldet ist, kann auf AdjustYourPrivacy.org zudem via Opt-out-Methode sich von allem entledigen, was man nicht möchte. Und zwar auf allen gängigen Mainstream-Plattformen. Cooler Dienst!

Gebot #8 – Lass dich nicht von Internet-Mythen blenden!

Gerade auf sozialen Netzwerken kursieren so einige Internet-Mythen, die im Fachjargon als Hoaxes oder Scams bezeichnet werden. Da liest man Dinge wie: „Klicke hier gefällt mir, damit die neuen Facebook-Richtlinien bei dir nicht zum Einsatz kommen!“. Für den Power-User sind diese Internet-Mythen leicht zu durschauen. Für das ungeübte Auge jedoch nicht. Viele glauben, dass sie durch die Handlungsaufforderung schlimmeres umgehen können und folgen gutgläubig, den oftmals von Freunden „empfohlenen“ Tipps im Stream. Meist mit gegenteiliger Folge.

Einen typischen Fall und ein paar Ratschläge, wie man mit diesen Hoaxes umgehen soll, findest du hier.

Gebot #9 – Lies die Allgemeinen Geschäftsbedingungen!

Auch wenn Internet-Abzocker heutzutage kein leichtes Spiel mehr haben und die Wahrnehmung der Anwender dahingehend vielfach sensibilisiert ist, gibt es sie noch die unmoralischen und unseriösen Angebote. Gerade Kids und Rentner fallen hier leider viel zu oft auf Versprechungen herein, die sich nachträglich beispielsweise als Kostenfallen entpuppen. Berühmtestes Beispiel sind wohl versteckte Abos. Der Download eines Klingeltons kann beispielsweise oft das Eingehen eines ein- oder zweijährigen Vertrages bewirken, der mit monatlichen Gebühren verbunden ist. 100 kostenlose SMS, bekommt man nicht selten nur durch die Eintragung verschiedener Daten in ein Formular. Die Folge sind oft Newsletter, die man auf gar keinen Fall haben wollte.

Seriöse Geschäftemacher kommunizieren Preise und Abonnements offenkundig. Viele tun dies aber auch nur im Kleingedruckten der AGBs. Es ist daher ratsam, diese auch zu lesen!

Gebot #10 – Google dein Anliegen!

Das Beste was du tun kannst, wenn du ein Problem hast, ist dieses erst einmal selber zu googlen. Die Google Suche ist mächtig und hat auf (fast) alles eine Antwort. Nutze diesen Umstand, bevor du alle Pferde aufscheuchst und deinen nächstgelegen PC-Fachmann mit Nichtigkeiten konfrontierst. Oftmals findest du die Antworten selber. Doch Vorsicht: prüfe deine Quelle. Forenbeiträge, die dir beispielsweise raten, in den BIOS-Einstellungen deines Computers Veränderungen vorzunehmen, können nicht selten böse Auswirkungen nach sich ziehen. Allgemein sollte man technische Probleme nicht mit Ratschlägen auf Forenseiten behandeln. Wenn du dir mit deiner Quelle nicht sicher bist, dann solltest du doch lieber einmal mehr beim Fachmann deines Vertrauens anrufen.


Image (adapted) „Moses“ by Pascal (CC0 Public Domain)


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Apple MacBook Pro: Dreiteilige TV-Werbung gestartet

Apple MacBook Pro: Dreiteilige TV-Werbeserie gestartet

Apple hat drei neue TV-Werbespots für den Mac gestartet, die erstmals vor zwei Tagen während der Olympia 2012 Eröffnungsfeier ausgestrahlt wurden. Die 30-Sekunden Spots zeigen einen Apple „Genius“, der in einigen Alltagssituationen seinen Mann stehen muss. Kein leichtes Leben für solch einen „Genius“. Die drei Spots, die in Deutschland weitestgehend noch unbekannt sind, zeigen wir euch im Folgenden.

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Neu: Der Mac mini

Haben Sie auch einen Server in der Firma, aber der sieht bescheiden aus und macht Krach wie sechs brünftige Elche? Brauchen Sie einen Rechner, der zu ihren Philippe-Starck-Möbeln passt? Finden Sie, dass ein Computer am besten aussieht wie eine postmoderne Zigarrenkiste? Dann gehören Sie zur potenziellen Kundschaft für den Mac mini. Im Windschatten des iPad-Booms ist das kleine silberne Kästchen (jetzt mit schwarzem Apfel!) zum Liebling der Heimrechner avanciert, wenn man nicht so die ganz großen Ansprüche an Hardware oder Erweiterbarkeit hat.

Apple hat auf einmal die Marketingabteilung entlassen und wirbt mit so kruden Sätzen wie „2x schnellere Grafik, 2x so viel Spaß“. Er hat sogar endlich einen HDMI-Anschluß für den Heimfernseher. Im Unibody-Gehäuse steckt ein Core 2 Duo-Prozessor mit 2,4 Ghz sowie eine GeForce 320M Grafikkarte, 320 GB HD und in der Standardversion 2 GB RAM. Ähem. Bei der mageren Ausstattung muss eine Menge Marge abfallen. Einzige Neuerung – außer dem schwarzen Apfel – man kann endlich den Arbeitsspeicher erweitern ohne eine Feinmechanikerlehre absolviert zu haben. Ab 809 EUR ist man dabei, die Servervariante kostet ab 1.149 EUR und kommt ohne DVD-Laufwerk, aber dafür mit 2x500GB Festplatten und der SnowLeopard Serverversion.

Bildnachweis: Apple

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