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Wie Online-Streaming TV und Hörfunk revolutioniert

TV- und Hörfunk-Autonome beschreiten neue Wege der Echtzeit-Kommunikation. Online-Streaming bietet völlig neue Möglichkeiten. Ein Überblick. Blogger, Podcaster, YouTuber, Gamer, Journalisten, Unternehmer, Kulturschaffende, Laien und Profis trafen sich am Wochenende im Kölner Startplatz zur StreamCamp-Weltpremiere, um sich über Ideen, Konzepte und technische Möglichkeiten sowie Erfordernisse für Liveübertragungen im Internet auszutauschen. Hardware-Feuerwerk von quick & dirty bis pro und Greenscreen-Couch, wie es Thomas Riedel aka Droid Boy von Nerdhub ausdrückte. Es wächst eine autonome TV- und Hörfunk-Szene heran, die im Vergleich mit den Webvideo-Größen noch in den Kinderschuhen steckt und mit unglaublicher Experimentierfreude neue Bildsprachen für Echtzeit-Kommunikation bastelt.

Therapeutisches Katzen-Livestreaming

Etwa die stundenlange Übertragung von Katzenbildern, die fast schon eine therapeutische Wirkung in der Web-Hektik entfalten – Schnodderpepe sei Dank. Oder das kollektive Livestreaming in der Session des WDR-Fernsehjournalisten Kai Rüsberg, der über One-Shot-Videojournalismus sprach. Sehr vielen klassischen Fernsehmachern fehlt das Mindset, um die richtigen Antworten für die Graswurzel-Bewegung zu finden, meint etwa Markus Hündgen vom Webvideopreis im Sammelband „Einfach fernsehen“ vom Grimme-Institut. Es sei mehr als ein Handwerk nötig, um Bewegtbild zu produzieren. Es sei eine andere Herangehensweise, eine andere Denke und ein anderes Feeling, die hier zum Ausdruck kommen.

Wenn TV-Talkshows abnerven, macht man eigene Formate

Die Livestreaming-Technik bietet nach Ansicht von YouTube-Star Dr. Allwissend völlig neue Möglichkeiten. Auch aus dem kulturellen Blickwinkel heraus könnte da was entstehen – aber was genau, wird man noch sehen müssen. So sei Katerfrühstück ein Versuch, es anders als im Fernsehen zu machen. Was viele in den üblichen Talkshows abnerven würde, seien die immer gleichen Floskeln, die Politiker und Experten zum Besten geben. Warum wandern millionenfach junge Menschen zu Plattformen wie Twitch.tv ab, um sich live die Pro-Gamer von „Starcraft“ oder „League of Legends“ anzuschauen? Auf dem StreamCamp gaben Constantin Sohn (der Sohn vom Sohn) und Dominik Warwass eine deftige Antwort.

„Wetten, dass..?“-Fernsehen vor der Ablösung

Die Pläne von ARD und ZDF zur Gründung eines neuen Jugendsenders seien nur noch Verzweiflungstaten. In der Gaming-Szene hätten diese Sender eh nichts zu bestellen. Serien, Filme oder Berichte über Computerspiele schauen die beiden Twitch.tv-Experten schon lange nicht mehr in der Flimmerkiste. Hier steht das „Wetten, dass..?“-Fernsehen vor der Ablösung. Und wenn sich das seriöse Feuilleton nicht mehr mit Literatur, Literaturzeitschriften und unabhängigen Literaturverlagen fernab des Mainstreams beschäftigt, machen es die Kulturinteressierten in Eigenproduktion, wie beim Wortspiel-Radio mit meinem Freund Wolfgang Schiffer:

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Veränderungen sieht man auch in der Unternehmenskommunikation, wie Agrarblogger Hannes Schleeh mit dem kleinsten Ü-Wagen der Welt auf der größten Hallenmesse Agritechnica unter Beweis stellte. „Messemarketing mit bewegten Live-Bildern wird immer wichtiger, aber auch einfacher. Wo früher riesige Übertragungswagen mit mannshohen Satellitenschüsseln und enorm teures Equipment im Einsatz waren, genügt heute ein schneller Internetzugang über LAN, WLAN oder LTE, um die Livebilder ins Internet zu streamen.“ Die Sendungen fanden im Stundentakt statt und wurden direkt auf der Startseite der Messe eingebettet. Schon nach drei Tagen hatten die YouTube-Clips über 40.000 Abrufe erreicht. Mit schwerer Technik ist das nicht machbar.
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Kundenkommunikation ohne Separatismus

Die Unternehmen sollten sehr schnell ihre digitale Feindlichkeit gegenüber den neuen Kommunikationsformen im Social Web überwinden, fordert Andreas Klug vom Kölner Software-Unternehmen Ityx, der zu den StreamCamp-Sponsoren zählt. Echtzeit-Kommunikation habe unendlich viele Vorteile, besonders für vernetzte Services. So ist es keine Hexerei, wenn Anbieter Plattformen anbieten, damit sich Kunden untereinander austauschen können, um Probleme bei der Bedienung von Geräten oder bei der Installation von Software für alle schnell zu beantworten – in der Netzöffentlichkeit. „Was machen die Firmen? Jeder Servicefall wird nach wie vor separat beantwortet, auch wenn das Serviceproblem bei Tausenden von Kunden gleichzeitig auftritt. Das ist strategisch ein großer Fehler“, so Klug. Etwas verschlafen reagiert auch noch die Medienaufsicht auf die Streaming-Revolution, weshalb wir in Bloggercamp.tv die liebwertesten Gichtlinge von Bundeskanzlerin Merkel wohl auch in Zukunft besiegen müssen. Wer beim Weckdienst für Echtzeitkommunikation mitmachen möchte, ist herzlich eingeladen, beim StreamCamp14 mitzumachen – am 15. und 16. November 2014 in München.


 

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5 Lesetipps für den 22. November

In unseren Lesetipps geht es heute um die Silk Road, die Paywall der New York Times, die Koalitionsgespräche, den Patentstreit zwischen Samsung und Apple und das zukünftige Streaming-TV von Amazon. Ergänzungen erwünscht.

  • SILK ROAD Hyperland: Wie sieht eigentlich die Silk Road 2.0 aus?: Vor etwa einem Monat wurde Silk Road, ein anonymer Marktplatz in den Tiefen des Internet, vom FBI geschlossen. Keine 30 Tage hat es gedauert, bis der Nachfolger eröffnete, doch der tut sich schwer – Andreas Winterer hat sich für Hyperland umgeschaut und stellt den aktuellen Zustand des zu kurzsichtig als „Drogen-Ebay“ abgestempelten Online-Marktplatz vor.
  • PAYWALL Newsonomics: The Newsonomics of the New York Times’ Paywalls 2.0: Die New York Times gilt als Vorreiter der Paywall im Internet und hat die Entwicklung stets vorangetrieben. Ken Doctor hat sich mit NYT-Geschäftsführer Mark Thompson über die Paywall unterhalten, wie sie sich entwickelt hat, welchen Nischenprodukte entstanden sind und wie moderne Paywall ausgestaltet sind. Eine interessante Einführung in das Thema, denn besonders bei US-Medien spielen Paywalls eine immer stärkere Rolle.
  • GROßE KOALITION Carta: Aktuelle Koalitionspapiere zu UADA, Kultur- und Wirtschaftspolitik (Update): In den Koalitionsverhandlungen befassen sich derzeit verschiedene Arbeitsgruppen mit unterschiedlichen Themen. Auf Carta.info dokumentiert Ilja Braun den Verhandlungsstand in den Bereichen Kultur-, Wirtschafts- und Netzpolitik. Ein lesenswerter Einstieg zum Ende der Koalitionsverhandlungen.
  • PATENTSTREIT Zeit Online: Samsung muss Apple weitere 290 Millionen US-Dollar zahlen: Seit Jahren bekämpfen sich Apple und Samsung vor Gerichten im unendlichen Patentstreit. Nun hat ein kalifornisches Gericht hat die Höhe weiterer Schadenersatz-Zahlungen von Samsung an Apple festgelegt. Insgesamt 290 Millionen US-Dollar muss Samsung jetzt zahlen, doch der lange Patentstreit der Konzerne ist damit auch noch lange nicht beendet. Samsung hat bereits Widerspruch eingelegt.
  • AMAZON CNET News: Amazon signs exclusive deal for movies from indie studio: Amazon arbeitet weiter an seinem eigenen TV-Angebot für Prime-Kunden. Jetzt hat das Versandhandelsunternehmen einen Vertrag mit dem indischen Filmstudio A24 geschlossen, dass schon an Filmen wie „Spring Breakers“ und „The Bling Ring“ mitarbeitete. A24-Filme sollen 3 bis 4 Monate nach DVD-Veröffentlichung exklusiv auf Amazon streambar sein.

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5 Lesetipps für den 13. November

In unseren Lesetipps geht es um Storytelling mit Twitter, wie die Bundesregierung den Drohnenkrieg verschleiert, Qualitätsfernsehen dank Netflix, virales Publizieren und die Rolle von Papier für Deutsche. Ergänzungen erwünscht.

  • DROHNEN Zeit Online: Bundesregierung verschleiert den Drohnenkrieg: Die Regierung antwortet nur ausweichend, wenn sie nach Überwachungs- und Kampfdrohnen in Deutschland gefragt wird. Sie kaschiert den deutschen Anteil am Drohnenkrieg, wie Kai Biermann auf Zeit Online schreibt.
  • 10.000 FLIES Süddeutsche.de: Gespräch mit Jens Schröder über virales Publizieren: Die Website verspricht in der Unterzeile: “Die Social-Media-Charts” – 10.000 Flies ist die Hitparade der häufig geteilten und verlinkten Texte im deutschsprachigen Netz. Der Mann dahinter heißt Jens Schröder. IM SZ-Interview spricht er über Likes und Share und darüber, wie das virale Publizieren den Journalismus verändert.
  • NETFLIX FAZ.net: Qualitätsfernsehen im Internet: Der amerikanische Streamingdienst Netflix mischt in vielerlei Formen das Fernsehen auf. Zum einen, weil Netflix beweist, dass erfolgreiches Fernsehen nicht im Mittelmaß enden muss, an sich eine lehrreiche Lektion für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Denn nicht durch eine Quote ermittelt Netflix, was die Zuschauer wollen (und liefert es dann), sondern durch Algorithmen.
  • TWITTER CNET News: Twitter goes for the masses with new storytelling feature: Twitters Stärke liegt im Moment, doch mit einem neuen Feature will das Unternehmen neue Nutzer von sich überzeugen und neue Bedeutung gewinnen. Mit den sogenannten „Custom Timelines“ werden neue Formen des Storytelling möglich, durch das flüchtige Momente länger erhalten bleiben und in bestimmte Kontexte gesetzt werden können. Das neue Feature erinnert an Storify, wenn auch auf Tweets beschränkt.
  • PAPIER Caschys Blog: Der Großteil der Deutschen setzt auf Papier: Papier ist geduldig, die Deutschen damit noch viel geduldiger. Auf seinem Blog schreibt Caschy über Dokumentenverwaltung im Zeitalter der Digitalisierung: laut einer BITKOM-Umfrage heften 8 von 10 Bundesbürgern (82 Prozent) Rechnungen und Verträge ab. Nur 6 Prozent der Deutschen scannen ihre Unterlagen ein, um sie platzsparend digital zu speichern.

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„Ich habe die TV-Zukunft gesehen, und sie heißt Netflix“

Der Streaming-Dienst Netflix wird Kabelsendern künftig das Leben schwer machen. Wie schwer, erklärt unser Autor Jakob Steinschaden. // von Jakob Steinschaden Auf einer Reise nach Amsterdam habe ich eine der spannendstens Bekanntschaften der letzten Jahre gemacht. Nein, keine weichen Drogen und leichten Mädchen, sondern den TV-Streaming-Dienst Netflix. Denn der US-Service [...]
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5 Lesetipps für den 30. Juli

In unseren Lesetipps geht es heute um Netflixs Rolle neben dem traditionellen Fernsehen, Twitters Vorgehen gegen beleidigende Tweets, Springers Einknicken beim Leistungsschutzrecht, Microsofts Vorgehen gegen Microsoft und Netzsperren in Großbritannien. Ergänzungen erwünscht.

  • NETFLIX CNET News: Netflix ist kein Ersatz für Fernsehen: Netflix ist kein Ersatz für traditionelles Fernsehen, vielmehr wird der Video-Streamingdienst zusätzlich genutzt. Zu dem Ergebnis kommt eine Studie von TiVo’s.
  • TWITTER The Guardian: Twitter geht gegen beleidigende Tweets vor: In Zukunft wird Twitter verstärkt gegen beleidigende Tweets vorgehen. Nutzer können demnächst via Web- und Android-App Nutzer melden. Das Unternehmen reagiert damit auf Tweets mit Vergewaltigungsdrohungen gegen eine britische Feministin.
  • LEISTUNGSSCHUTZRECHT taz.de: Springer kuschelt mit Google: Das muss ein Zeichen von Machtpolitik sein: Der Axel-Springer-Verlag wollte ein Gesetz gegen Google, bekam sein Gesetz namens Leistungsschutzrecht für Presseverlage, dass am 1. August eintritt und nun nehmen sie es erst einmal nicht in Anspruch nehmen. Konsequent (und vieles mehr) ist was anderes.
  • MICROSOFT PCWorld: Microsoft mal konsequent bei Urheberrechtsverletzungen: Microsoft geht hart gegen Urheberrechtsverletzungen bekannt. Eine vom Unternehmen beauftragte Agentur hat bei Google die Löschung von Links gefordert, um Urheberrechtsverletzungen zu verhindern. Konsequent wie Microsoft ist, sind sie dabei gegen sich selber vorgegangen.
  • NETZSPERREN FAZ-Maschinenraum: Das britische Netz soll schöner werden: Der britische Premierminister David Cameron möchte Pornographie im Netz gerne ausfiltern und setzt dabei auf eine technische Infrastruktur, die auch Wortfilter verwendet. Laut Cameron haben die Internetanbieter die moralische Verpflichtung zu filtern, er strebt aber auch eine gesetzliche Regelung an.

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Video verändert die Medienlandschaft: Die TV-Autonomen kommen

Do-It-Yourself-Fernsehen bildet die Realität nicht nur ab, sondern bietet echten Einblick. Was diese Entwicklung für ein Potenzial hat, zeigt eine revolutionäre Erfindung der alten Griechen.

Eine Welt verändert sich, wenn sich die Medien ändern, meinte der Schriftsteller Walter Benjamin.

Und vielleicht sind es gar nicht so gravierende Veränderungen, die zu einer gesellschaftlichen Veränderung beitragen. Zu dieser Auffassung neigt auch der Philosoph Peter Sloterdijk im Gespräch mit Hubert Burda – veröffentlicht in dem Band „IN MEDIAS RES – Zehn Kapitel zum Iconic Turn“:

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ikono.tv: „Was MTV für Musikvideos war, sind wir jetzt für die Kunst!“

Leonard da Vinci„Art is coming home“. Dieser Claim beschreibt in wenigen Worten den Kultursender ikono.tv, der vor 3 Jahren von Unternehmerin und Kunstexpertin Elizabeth Markevitch in Berlin gegründet wurde:
In einem unscheinbaren Gebäude eines Werkhofes im Prenzlauer Berg produziert das 24-köpfige, multinationale Team von ikono.tv zusammen mit vielen freischaffenden Kreativen, vom Kameramann bis zur Kunsthistorikerin, in aller Stille Filme und Beiträge über zeitgenössische wie klassische Kunst, Kunstwerke, Werkschauen oder Ausstellungen einzelner Künstler. Zum Portfolio gehören auch neue Kurationen oder Retrospektiven wie aktuell mit Gerhard Richter in der neuen Nationalgalerie zu Berlin, oder die kürzlich eröffnete Biennale in Marrakesch.

So nah an Leonardo wie in keinem Museum

Stille ist neben den ausschließlich im hochwertigen HD – Format gedrehten Beiträgen das Markenzeichen des Senders, denn nur die Kamera führt den Zuschauer zu den Kunstwerken, ja, in sie hinein, beschreibt wie das Auge des Betrachters im Museum das Gemälde im Detail, größeren Ausschnitten, bis zum Ganzen und vielleicht wieder ins Detail. So sehen wir beispielsweise Leonardo da Vincis Gemälde „Dame mit dem Hermelin“: Wir blicken zunächst auf die Hand der Porträtierten, langsam kommen wir näher, dann folgen wir der Bildführung zum Hermelin auf ihrem Arm, hin zum Gesicht der jungen Dame (wahrscheinlich Cecilia Gallerani, 1473 – 1536). Gestochen scharf zeigt uns die Kamera gar Pinselstriche und Altersspuren der Ölmalerei. Schließlich, langsam und leise, fast ins Bild eingetaucht, vergrößert sich der Ausschnitt, zeigt schließlich das ganze Werk des Meisters… Weiterlesen »

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Einfach unbegreiflich: Die TV-Vorlieben der Jüngsten

medienlotseKatrin Viertel von medienlotse.com beantwortet Fragen rund ums Thema Erziehung und digitale Medien. Heute geht es um SpongeBob und andere Lieblingsfiguren im Fernsehen.

Meine Söhne (6 und 8 Jahre) dürfen sich ihr Fernsehprogramm selbst zusammenstellen, so lange sie sich ans Kinderprogramm halten. Ich schlage immer wieder Sendungen vor, die mir gefallen, aber am Ende gucken wir doch meist SpongeBob. Ich begreife dieses Entzücken einfach nicht und würde gern auch mal etwas anderes schauen. Sollte ich – als geschmacksbildende Maßnahme – auch mal eine Sendung durchsetzen?

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Live-Sendungen und TV-Serien via Torrent anschauen

TV

Bram Cohen ist einer der wenigen, der wirklich was gerissen hat im Web. Auf seinem Mist ist das Protokoll für den hierarchiefreien Austausch von Daten via BitTorrent gewachsen. Dieser Erfinder des populärsten P2P-Netzwerks will nun den Fernsehmarkt aufmischen. Auf dem SF Music Tech Summit in San Francisco hatte er vorgestern BitTorrent Live vorgestellt. Damit kann jeder Nutzer gleichzeitig TV-Sendungen empfangen und an andere Nutzer weiter übertragen. Und selbstverständlich wird auf diese Weise auch jeder zu einem potentiellen Fernsehsender.

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Fernsehen, fomerly known as the internet

AppleTV gibt es ja schon etwas länger. Und auch dass Google mit einem eigenen Angebot mitmacht, ist kein Geheimnis. Youtube ist ja jetzt schon für viele unter 30 ein prima Ersatz für das besonders dröge Programm, dass entweder auf halbdebile Akoholkranke abzielt oder vor allem am Wochenende ganze Salven absondert an Dreitonmusik und Romanzen der unterdurchschnittlichsten Sorte mit einer Staffage aus insgesamt 25 Schauspielern und Moderatoren.

Dass GoogleTV nun via Youtube Dutzende Kanäle startet, darunter Tanz-Channel im Madonna (sic!) und Comedy mit The Shaq (O’Neal) ist sicher ein schlaue Idee, denn bisher sind noch keine webfähigen Fernseher bekannt, die mit einem youtube2mp3-Werkzeug aus dem Laden kommen. Und so lächeln auch fast alle Jugendlichen über P2P-Portale wo sich jeder Idiot beim Saugen der Lieblings-CD schnappen lässt. Die Songs die man mag, saugt man sich einfach bei Youtube. Und die grottenschlechte Qualität der MP3-Songs hört eh niemand auf seinem Smartphone. Wenn dann noch Netflix und Hulu in Deutschland Fuß fassen und alle Serienjunies dort ihrer Sucht frönen, dann kann die Werbeindustrie sich schon mal darauf einstellen, dass Fernsehsender eine Reichweite von 55 bis 95 Lenzen abbbilden. Wieviele Privatsender das überleben werden, steht in den Sternen. Ich bin mir sicher, dass bei Bertelsmann noch keiner weiß, dass RTL in 10 Jahren denselben Nimbus haben wird, wie heute 9Live: „Kenn ich, sehe ich bei meiner Oma manchmal beim Durchzappen. Ist das ein Regionalsender?“

Denn selbst wenn das stimmt, was die Auguren sagen, dass im Fernseher Internet und normale Sender gleichberechtigt nebeneinander bestehen bleiben werden, sollte man bedenken, dass der demografische Wandel nicht jede Einbahnstrasse im Zeitalter digitaler Distribution von Massenmedien retten wird.

Mit dem gerade angekündigten Software-Update will GoogleTV aber nicht nur 100 Channels starten, sondern nun endlich bedienerfreunlicher werden. Wer mehr über die Neuerungen erfahren will, schaut auf das GoogleTVblog

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Interview: Social Media on CNN

Was machen amerikanisches Sender wie CNN mit Social Media und was ist die Zukunft von News im Zeitalter von social media. Auf diese Fragen hatte Samuel Burke von CNN International auf der Social Media Week geantwortet.

Vimeo

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Fernsehen im Kindergartenalter

Katrin Viertel von medienlotse.com beantwortet Fragen rund ums Thema Erziehung und digitale Medien. Heute geht es ums Fernsehen für Kinder: Sollten Kindergartenkinder schon fernsehen dürfen?

Im Kindergarten meiner Tochter gucken fast alle Kinder mindestens das Sandmännchen, viele aber auch deutlich mehr. Bei uns zu Hause ist das nicht erlaubt, obwohl die Kleine (4) quengelt, sie wolle auch gucken – alle dürften schließlich, nur sie nicht. Sollte ich ihr das Fernsehen gestatten?

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Jetzt ist der Fernseher auch weg

Es war vor ungefähr zwei Jahren: Ich hatte – ohne es aktiv vorgehabt zu haben – einfach den Kauf von Zeitungen und Zeitschriften eingestellt. Das Lesen von Massenmedien in Zügen, in Wartebereichen auf dem Flughafen oder einfach mal in Ruhe am Sonntag morgen war jahrzehntelang Teil meiner Aktivitäten. Wenn man aber jeden Tag beruflich im Internet liest und schreibt, dann verlässt einen offenbar irgendwann das Interesse. Meine journalistische Tätigkeit hatte mit dem Siegeszug des Web Ende der Neunziger Jahre eingesetzt. Jetzt hatte der ständige Fokus auf Buchstaben mein Studium der Printwelt exmatrikuliert.

Aber es gab ja immer noch das Fernsehen. Ich muss zugeben, dass ich seit dem Anbiedern der öfffentlich-rechtlichen Sender an das Prekariatsfernsehen auf SAT1, RTL und VOX auch dort kaum noch meine Heimat fand. Aber ich sah eigentlich immer 3SAT, arte und die Dritten Programme. Nach der Welle von Talkshows in den letzten Jahren reduzierte sich auch diese Gewohnheit. Ich vergaß sogar meine hämischen Kommentare über das Fernsehprogramm.

Dann kam der verheerende Dreischlag auf Japan: Erdbeben, Tsunami und Atomkraftwerksexplosionen. Die Hilflosigkeit der versammelten Experten auf dem gesamten Globus, sei es auf TV5, CNN, BBC, ARD oder NHK machte mir schlagartig klar, dass die Milliarden Euro, die jedes Jahr in Tausende von Journalisten, Ingenieuren und Naturwissenschaftlern versenkt werden in keinem Verhältnis zur gesellschaftlichen Praxis von Technologie und kommunikativem Austausch darüber steht. Es findet keine öffentliche Meinungsbildung sondern eine amtliche Verhöhnung der Bürger durch Wissenschaftler und Politiker statt… Weiterlesen »

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Kostenlose Videothek im Netz

Die Amerikaner können schon lange im Web Fernsehen. Vor allem Serien und bestimmte Sitcoms oder tägliche Talkshows sind dort beliebt und hulu.com liefert die Plattform dafür – kanalübergreifend. Als in Deutschland die öffentlich-rechtlichen Sender ihr Angebot im Netz ausweiteten, sahen die privaten Sender die Freiheit des Marktes beschränkt durch die gebührenfinanzierten Angebote. Denn anders als die öffentlich-rechtlichen Mediatheken mussten und müssen sich ihre Sendungsarchive im Netz via Werbung finanzieren. Jetzt schließen sich die RTL-Gruppe und ProSieben.Sat1 zusammen und wollen eine hulu-ähnliche gemeinsame Plattform ins netz bringen, wo man all die verpassten Sendungen und Serien im nachhinien (nochmal) sehen kann.

Vordergründig macht das Sinn, denn man muss nicht dieselbe Technologie des Archivierens, des Streamings und der Werbevermarktung mehrmals erfinden und umsetzen. Und sogar die öffentlich-rechtlichen Sender betrachten dieses Entwicklung mit Wohlwollen und schließen nicht grundsätzlich aus, dabei zu sein. Ob allerdings die Kartellwächter der EU dabei mitspielen bleibt fraglich. In England wurde so ein joint venture namens Kangaroo mit der BBC gerade gekippt und auch in den USA steht hulu vor einer kritischen Prüfung der kartellsensiblen Obama-Administration… Weiterlesen »

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BBC Digital Revolution: neuer dokumentarischer Ansatz

Die BBC arbeitet an einer Dokumentation über das Internet. Mit der vierteiligen Produktion „Digital Revolution“ scheint sie sich den Herausforderungen stellen zu wollen, die das Netz dem Fernsehen stellt: das Team hat ein Blog eingerichtet, mit dem man in Austausch mit den Nutzern treten möchte. Produzent Russel Barnes dazu:

So we have decided to adopt a radical, open-source approach to the production process. We don’t just want to observe bloggers from on high; we want to blog ourselves and get feedback and comment on our ideas. Weiterlesen »

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ARD Netzrauschen: Online-Wahlkampf im TV

netzrauschen

Dass das Netz im Wahlkampf angekommen ist, dürfte nichts Neues sein. Die ARD springt nun auf den Zug auf und hat das neue Format „Netzrauschen“ entwickelt. Dort will man in den Wochen vor der Bundestagswahl den Wahlkampf im Internet auf die TV-Bildschirme bringen und dabei auch mit Bloggern diskutieren. Den Piloten gibt’s schon mal vorab: SPD-Wahlkampfmanager Kajo Wasserhövel erzählt von der Onlinekampagne der SPD, den Internetsperren und der Piratenpartei. Der Pilot ist gelungen, was auf ein schönes neues Format im TV hoffen lässt, das lange schmerzlich vermisst wurde und den Menschen endlich nahebringen könnte, dass das Internet auch in der Politik ein wichtiges Thema ist.

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Jahresrückblick 2008: Web und Fernsehen

Weihnachten 2008. Wie jedes Jahr schneit es in Deutschland. Die weihnachtlich gestimmten Familien versammeln sich vor den heimischen Fernsehgeräten und betrachten das eigens für mehr oder weniger auf sie zugeschnittene Zielgruppen-Programm. Im Internet herrscht indes gähnende Leere. Vergessen sind die Tage, als die ominösen Blogpiloten arrogant den Tod des Fernsehens hinausposaunten. Das Leitmedium hat die besinnlichen Tage fest im Griff. Aber dennoch: das vergangene Jahr hat gezeigt, wie gut sich Internet und Fernsehen vertragen können – und dass WebTV nicht einfach TV im Web ist. Weiterlesen »

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24 Stunden Live TV Blogging aus Deutschland

Kommenden Samstag, 14.12.2008, um 18 Uhr startet er: der erste 24 Stunden Live TV Blogging Marathon Deutschlands. Die Macher von nomnomnom starten mit dem „A-Team“ und bloggen sich dann einen ganzen Tag lang mehr oder weniger wach durch das deutsche Fernsehprogramm. Mit dabei sind illustre Gäste der deutschen Blogosphäre, und selbstverständlich darf sich der geneigte Leser zuschalten. Der genaue Programmablauf folgt noch.

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Filme aus dem Netz auf 3sat

Der öffentlich-rechtliche Sender 3sat sendet zur Zeit eine Reihe interessanter Filme aus dem Netz. Vergangene Woche zeigten sie eine gekürzte Fassung von „Web 2.0 – Der Film“, den Anne Arndt, Felix Kolb und Heiko Brandosch im Rahmen ihres Studiums der Medienwissenschaft an der Universität der Medien Stuttgart gedreht haben. Der Film gibt Einblicke in die Arbeit der Macher verschiedener Web2.0-Plattformen. Die gesendete, gekürzte Fassung gibt es in der 3sat-Mediathek, das Original bei Sevenload.

Kommenden Sonntag, den 03.08.2008, 16.30 Uhr geht die Reise weiter. Mit „7DAYSGC“ zeigt 3sat eine Dokumentation über die Games Convention in Leipzig.

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Telewebber: Das Beste beider Welten?

Wer den Blogpiloten in den letzten Wochen gefolgt ist, konnte den Eindruck gewinnen: du bist entweder mehr Fernsehen oder mehr Web. Beides geht nicht, oder?

Doch, dachten sich wohl die Macher von telewebber.de, dem Dienst, der das Beste aus beiden Welten vereinen will, eben Tele und Web. Blogpilot Björn Rohles hat überprüft, ob diese Liaison gut geht.

Wie funktioniert telewebber.de?

Telewebber kommt mit überraschend wenig Bedienelementen aus: Nach der Anmeldung kann man die Sendung wählen, die man gerade schaut. Dabei ist die Auswahl noch auf die großen Sender beschränkt, was aber gewiss nur vorübergehend der Fall sein wird. Anschließend gelangt man in einen Chat-Raum. Dort kann man dann alles machen, was man auch an privaten Fernsehabenden mit Freunden machen würde: über den Inhalt reden, virtuelle Getränke bereitstellen oder sich mit lustigen Spielchen wie Werbung-Raten vergnügen. Mittels drei Buttons kann man auf die Sendung emotional reagieren („Applaus“, „Witzig“ und „Buh!“) und die Reaktionen auf einer Sendung als Grafik anschauen.

 

Neben den kommunikativen Seiten gibt es noch einige weitere hilfreiche Features. So kann sich der Nutzer an eine gewünschte Sendung erinnern lassen oder über verschiedene Statistiken erfahren, was er am meisten geschaut hat. Telewebber vernetzt sich auf Wunsch mit Twitter, um den Freunden mitzuteilen, dass man dort gerade aktiv ist. Außerdem gibt es ein Punktesystem, das sich nach der Aktivität bemisst. Das Erscheinungsbild lässt sich über vorgegebene Designs oder eigene Einstellungen anpassen.

An wen richtet sich Telewebber?

Telewebber ist vollends auf Unterhaltung und Kommunikation ausgelegt. Chats, Bewertungen und kleine Spielchen für zwischendurch prädestinieren den Dienst für Abende, die man gezwungenermaßen alleine vorm TV verbringt, aber eigentlich lieber mit anderen teilen möchte. Telewebber macht das möglich – wenn auch nur virtuell.

Blogpiloten-Urteil

Telewebber setzt auf das Beste beider Welten: die Unterhaltung im Fernsehen und die Kommunikation im Web. Das Interface verhält sich erwartungsgemäß, auch unerfahrene Nutzer finden sich schnell zurecht. Witzige Features wie die Spielchen für zwischendurch bieten einen echten Mehrwert für einsame Fernsehabende. Vermisst wurde eine größere Auswahl an Sendern und eine Empfehlungsfunktion, über die man seine Freunde mittels eines Klicks auf gute Sendungen aufmerksam machen könnte. Zudem wären Beschreibungen zu Sendungen hilfreich, die in Web 2.0-Manier die Nutzer selbst liefern könnten. Spaß macht Telewebber aber auch heute schon.

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Das TV versendet seinen eigenen Tod!

Es hat es nur selbst noch nicht gemerkt.
Gastbeitrag von Sebastian Sooth.

 

Eine Fernsehsendung, die sich einem speziellen Thema widmet, die jede Woche aus einem Studio mit Publikumsbeteiligung gesendet wird, jede Woche Gäste einlädt, unter der Woche Menschen vor Ort besucht und kleine Einspieler draus macht – eingebettet in eine dokufiktionale Fortsetzungsgeschichte um ein junges Paar, das gemeinsam ein Café mit Internetzugang betreibt und während der Sendung live mit dem Publikum chattet. Das Ganze begleitet von einer Internetcommunity, einer umfangreichen Infowebsite mit weiterführendem Material zur Sendung, einem Themenheft zu jeder Folge und ergänzenden Texten in gedruckten Zeitungen. So könnte intelligentes Fernsehen aussehen, wenn es neben der Funktion als reine Abspielinfrastruktur für Filme, Serien, Boulevardformate und vor allem Werbung jeglicher – vor allem schlechter – Qualität überleben will.

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Das Fernsehen ist tot, jedenfalls ein bißchen

Gastbeitrag von André Krüger aka Bosch

 

Mir geht es nicht gut. Ich bin krank, ich habe Fieber und liege im Bett. Ich greife zu meiner Fernbedienung, und nachdem ich mich eine Weile durch die Senderlandschaft gezappt habe, stelle ich fest: Dem Fernsehen geht es noch viel schlechter als mir. Wohin man auch schaltet: Gossentalk, Vergewaltigungsprozesse in Nachmittagsgerichtsshows oder Menschen in schlecht sitzenden Anzügen, die einem veraltete Mobiltelefone, nicht funktionierende Sparschäler oder lackschädigende Autopolituren verkaufen wollen. Abends wird das Schlimmste aus den Talkshows noch einmal recycelt, und es werden abwechselnd Wiederholungen von Seifenopern und Verfilmungen der „People-Magazine“ Bunte, Gala und Frau im Spiegel gezeigt. Der Unterschied zwischen Privatfernsehen und öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten lässt sich nur noch daran erkennen, dass in den Model-Casting-Shows der ersteren den häßlichen Entlein eingeredet wird, gar nicht so häßlich zu sein, wie sie zu sein glauben, während im Privatfernsehen sofort ein paar Kilo Silikon implantiert werden. Eine ganze Industrie von Castingshows formte in den vergangenen Jahren eine Armee von Superstars und -modellen; weit mehr als ein einzelnes Land verkraften könnte. Ihr Weg ins Big-Brother-Haus oder Call-In-Shows scheint bereits vorgezeichnet – das Fernsehen fungiert zunehmend als eine Art mediale Resterampe.

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4 Thesen zur Überlebenskunst des Fernsehens!

Gastbeitrag von Thomas Praus

 

Totgesagte leben länger, und was kratzt es überhaupt die Eiche. Nur weil ein paar Internetheinis nur noch sporadisch zappen, aber natürlich trotzdem die EM-Spiele schauen und natürlich trotzdem wissen, was GNTM bedeutet, ist das TV noch lange nicht tot. Wir reden hier über eine Industrie, die Milliarden umsetzt, die wird sich nicht einfach wegmarginalisieren lassen. Fragen wir lieber, was aus dem Fernsehen wird. Oder fragen wir noch lieber, was das Wort „Fernsehen“ in ein paar Jahren bedeuten wird.

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Warum Fernsehen?

Gastbeitrag von MSPro

Jetzt sitze ich hier im Café, das Notebook auf dem Schoß, ganz klischeehaft, und mache mir Gedanken über das Fernsehen. Das Fernsehen! Ausgerechnet ich, der ich das Fernsehen seit nunmehr 6 Jahren verschmähe. Vielleicht sollte ich über seinen Tod schreiben? Nur allzu deutlich steht er ihm ins Gesicht geschrieben. Längst ist die lange beschworene Quote nicht mehr das allentscheidende Kriterium für den Fortbestand für Sendungen, sondern alleine die Rendite steht im Mittelpunkt der Medienplaner. Dementsprechend ausgezehrt ist das Programm. Wirklich. Ich bin froh, kein Fernsehen mehr zu gucken.

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Zack die Bohne, Fernsehen tot

Gina-Lisa ist nicht Germany’s Next Topmodel geworden – das war auch zu keinem Zeitpunkt zu erwarten. Aber dennoch war Gina-Lisa ein Quotenbringer für die aktuelle GNTM-Staffel, ihr Lieblingsspruch „Zack die Bohne“ war diesmal das, was in den alten Staffeln Bruce Darnells „Das ist der Wahrheit“ war. Nun hat Gina-Lisa eine eigene Sendung – nicht im Fernsehen, sondern im Internet. Sie heißt „Gina-Lisas Welt“, dauert rund fünf Minuten und erzählt Banales aus Gina-Lisas Alltag.

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[Screenshot: myvideo]

Warum das interessant ist? Weil es Gina-Lisas Sendung vor fünf Jahren nicht gegeben hätte. Ein solches Format wäre im klassischen Fernsehprogramm nicht rentabel gewesen: Zu speziell, zu kurz, zu nischig. Im Internet hingegen hat es „Gina Lisas Welt“ auf Anhieb auf Platz 1 der iTunes Podcast-Charts geschafft. Weiterlesen »

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Hobnox (Teil 2): „Ich bin der Sender!“

„Ich bin der Sender!“, hat Gerrit van Aaken 2005 seine Diplomarbeit genannt – damals zum Thema Podcasting. Seitdem ist einiges im Web passiert, was diese Aussage wahr werden lässt. hobnox schickt sich an, eine neue Stufe in diesem Prozess einzuleiten: mit den umfangreichsten frei verfügbaren Webprogrammen zur Video- und Musikproduktion, die Blogpilot Björn Rohles bisher gesehen hat. Nachdem wir im ersten Teil schon die Anwenderseite besprochen haben, wechseln wir nun die Seiten: der Rezipient wird Produzent.

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Videointerview: Yousef Hammoudah über die Neuerfindung des Bewegtbildes

Tja, es ist schon irgendwie gewagt, in Zeiten, da die Fussball-EM Millionen vor die Glotze und Hunderttausende zu den Public Viewing Plätzen lockt, vom Tod des Fernsehens zu sprechen. Dennoch, vielleicht ist es genau deswegen der richtige Zeitpunkt zu fragen, denn bei solchen Großevents zeigt sich, wo das Fernsehen seine Stärken hat. Wo die Zukunft des Fernsehens liegen könnte und wie Hobnox versucht diese Zukunft im Web schon heute zu leben, erklärt Yousef Hammoudah, einer der Gründer des Dienstes. Mit Blogpilot Volker traf er sich im Berliner Büro von Hobnox und konterte unser aktuelles Titelthema erst mal mit der These, dass das Fernsehen gar nicht tot ist. Aber hört und seht selbst, was Yousef zur Zukunft des Bewegtbildes zu sagen hatte.


Blogpiloten-Interview mit Yousef Hammoudah von Hobnox from Blogpiloten on Vimeo.

In einem zweiteiligen Review hat sich Blogpilot Björn intensiv mit Hobnox auseinandergesetzt. Teil 1 gibt es hier, Teil 2 folgt morgen.

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Hobnox (Teil 1): Fernsehen nach Lust und Laune

„Fernsehen ist tot!“, schreien die Blogpiloten der Webgemeinde entgegen. Björn Rohles hat sich einen Dienst angeschaut, der diese Behauptung einerseits wahr werden lassen könnte, andererseits aber die Qualitäten des Fernsehens um die Möglichkeiten des Social Web erweitert: Die Rede ist von hobnox. Alles rund um Fernsehkanäle, ob zum Zuschauen oder Produzieren. Und da der Dienst so umfangreich ist, gibt es heute den ersten Teil des Reviews: die Seite des Konsumenten. Der zweite Teil wird dann testen, wie die Produzentenseite von hobnox aussieht – und warum diese Unterteilung im Web wegfällt.

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Pirates of Silicon Valley

Am Freitag, den 20. April, widmet sich der TV-Sender arte ab 22:10 Uhr dem Thema Internet und neue Medien. Auftakt des Themen-Spätabend ist die französische Dokumentation „Wer hat Angst vor Google?„.
Sylvain Bergère und Stéphane Osmont beleuchten darin die Erfolgsgeschichte des Suchriesen und lassen Google-Macher, -Fans und -Kritiker zu Wort kommen.

Danach sendet arte um 23:45 Uhr „Die Silicon Valley Story“ (1999), eine Inszenierung der Anfangsjahre von Microsoft und Apple als Spielfilm, in dem Michael Hall als Bill Gates und Noah Wyle als Steve Jobs gegeneinander antreten.
Der Film hält sich nicht an allen Stellen an die selbst auferlegte Pflicht zur dokumentarischen Wahrheit, berichtet aber spannend und mit Witz über den Aufstieg und die Rivalität zwischen Bill Gates und Steven Jobs.
[tags]dokumentation,arte,fernsehen[/tags]

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