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Tipps für Blogger: Quellen für rechtssicher nutzbare Inhalte

Home Office (adapted) (Image by markusspiske [CC0 Public Domain] via Pixabay)
Liste von ausgewählten Quellen für rechtssicher zu nutzende Inhalte, die Blogger kennen sollten. Am Wochenende sprach Netzpiloten-Projektleiter Tobias Schwarz beim Chemnitzer Blogger-Barcamper myBlögchen über Quellen für rechtssicher zu nutzende Inhalte, wie zum Beispiel unter Creative Commons lizenzierte Bilder oder auch YouTube und Soundcloud, um Videos und Podcasts in eigenen Blogbeiträgen [...]
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5 Lesetipps für den 20. November

In unseren Lesetipps geht es um Apples Plan mit Beats Music, mobile Suchergebnisse von Google, erfolgreiche Blogs, Netzneutralität und den gescheiterten Freedom Act. Ergänzungen erwünscht.

  • APPLE New York Times: Apple’s Plans for Beats Music Start to Take Shape: Apple plant, Beats Music in seine Geräte einzubauen. Ziel des Unternehmens ist es, gegen den Wunsch der Musiklabels die Gebühren des Streaming Services für Konsumenten von zehn Dollar auf fünf Dollar im Monat zu senken. Wegen der hohen Menge an kostenloser Musik im Internet bei Spotify und YouTube haben zuletzt viele Musiker ihren Frust kundgetan. Wie die Financial Times berichtet, möchte Apple Beats ab März 2015 in iOS aufnehmen. Bislang hat das Unternehmen keine Stellungnahme zu diesem Vorhaben abgegeben.

  • GOOGLE PHP Magazin: Google überarbeitet seine mobilen Suchergebnisse: Google plant offenbar, für mobile Geräte designte Seiten speziell zu markieren. Auf diese Weise soll es Nutzern künftig möglich sein, sofort zu erkennen, ob eine Webseite für die Nutzung durch Smartphones optimiert wurde. Google hofft, dass Webdesigner fortan mehr Seiten speziell für mobile Geräte konzipieren, um den Smartphone Besitzern das Internet zu erleichtern. Es ist sogar eine Überlegung von Google, diese in das Suchmaschinenranking miteinzubeziehen.

  • JOURNALISMUS OSK: Mit Vergnügen: Matze Hielscher und Pierre Türkowsky haben 2010 in Berlin das digitale Stadtmagazin „Mit Vergnügen“ gegründet. Darin empfehlen sie Partys, Ausstellungen, Filme und Musik in der Hauptstadt. Inzwischen schreiben über 20 Autoren an dem Projekt. Im Interview erzählt Matze Hielscher, wie es zu dem Blog gekommen ist, auf welche Weise man an seine Inhalte kommt und welche Art von Beiträgen die höchste Reichweite erzielt. Er berichtet weiter, wodurch man mit einer journalistischen Seite Geld verdient und warum die Art der Ausbildung für ihn dabei keine Rolle spielt.

  • NETZNEUTRALITÄT The Drum: Net neutrality could be ‘competitive advantage’ for Europe if ‚wrong‘ decision made in US, says Baroness Joanna Shields: Joanna Shields, die Digitalberaterin des britischen Premierministers, unterstützt Obamas Standpunkt zur Netzneutralität. Sie wünscht sich mehr Regeln, um die Offenheit des Internets weiterhin zu gewährleisten, denn anderenfalls könnte dies in eine falsche Richtung führen, was einen Wettbewerbsvorteil für Europa nach sich ziehen könnte. In der letzten Woche hat sich Präsident Obama für striktere Regeln zum Thema Netzneutralität stark gemacht, nachdem einige Provider die Möglichkeit verkündet hatten, besser bezahlten Datenverkehr zukünftig eventuell zu bevorzugen.

  • FREEDOM ACT Heise: NSA-Skandal: Republikaner verhindern „Freedom Act“ zur Beschränkung der NSA-Befugnisse: Die Republikaner haben den Versuch der Demokraten blockiert, mithilfe des Freedom Acts die Datenspionage der NSA zu begrenzen. Die Möglichkeit, Telefondaten zu sammeln, sollte mit dem Gesetz eingeschränkt werden, ebenso wie der Zugriff des US-Geheimdienstes auf die Standortdaten von Providern. Die Republikaner begründeten ihre ablehnende Haltung damit, dass die USA anderenfalls nicht mehr vor Terroranschlägen geschützt werden könnte. Datenschützer hielten das Gesetz sogar noch als zu schwach, da die NSA trotzdem weiter hätte Daten sammeln dürfen.

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Stephan Lamby startet Videoplattform dbate

Der neue Internet Sender dbate.de von Dokumentarfilmer Stephan Lamby bietet alternative Erzählformen, die Videoblogger aus aller Welt mit einbeziehen. // von Anna-Maria Landgraf Die Seite dbate.de ist diese Woche gestartet und bietet eine neue Form des Geschichtenerzählens. Bilder von zerstörten Häusern in Doneszk oder deutsche Fans bei der Fußball-WM in [...]
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Warum Medium.com mehr ist als nur Netzfeuilleton

Nicht nur Netzfeuilleton: Medium.com
Die Blog-Plattform “Medium” existiert bereits seit 2012, doch in den letzten Monaten hat sich ihre Nutzung durch relevante Akteure intensiviert. // von Erik Meyer Angetrieben von Verbesserungen der Editionsmöglichkeiten publizieren nicht nur interessante Autoren individuell bei Medium, sondern es haben sich einige journalistische Formate etabliert. Darüber hinaus kommunizieren inzwischen auch [...]
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Wondermags soll Wunderwaffe für Self-Publisher werden

Tablet (Image: junpinzon, via PicsaStock.com)
Autoren, Blogger und Journalisten können ein Lied davon singen wie schwer es ist, mit Inhalten Geld zu verdienen. Wondermags will das ändern. // von Lars Sobiraj Wondermags klingt ein bisschen wie eine Eier legende Wollmilchsau. Damit sollen alle Arten von Text-Produzenten in die Lage versetzt werden, digitale Magazine zu erstellen, [...]
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Storytelling mit Storify

Lange Zeit galt „Content is King“. Storify zeigt nun, dass man auch durchs Kuratieren wunderbar Geschichten erzählen kann. // von Lukas Menzel 2010 vom ehemaligen AP-Journalisten Burt Herman und dem Belgier Xavier Damman gegründet, ist Storify heute der Marktführer unter den Kurationsdiensten. Kein Wunder, überzeugt Storify durch einfache Bedienbarkeit und [...]
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5 Lesetipps für den 16. September

In unseren Lesetipps geht es heute um Netflix, Googles Ambitionen mit Android One, Facebooks Unvollkommenheit, das Leistungsschutzrecht und Blogging. Ergänzungen erwünscht.

  • NETFLIX Wall Street Journal: Netflix startet in Deutschland: Es ist Dienstag und Netflix ist in Deutschland angekommen. Und auch wenn jetzt schon klar ist, dass die Inhalte nicht mit dem viel gelobten Programm in den USA mithalten werden, wird es spannend sein, wie der Streaming-Dienst sich in Deutschland machen wird. Bisher konnten Anbieter hier nicht gerade mit spannender Vielfalt überzeugen und das Netflix sich diverse Filme mit Til Schweiger für ze Germans gesichert hat, lässt mich daran zweifeln, dass das in absehbarer Zeit besser wird. Nichtsdestotrotz verdient das von Reed Hastings gegründete Unternehmen Beachtung und die gibt ihm Jörgen Camrath auf den Seiten des Wall Street Journal.

  • ANDROID ONE Official Google Blog: For the next five billion: Dieser Lesetipp ist zwar ein Blogpost auf einem Firmenblog und damit sicher durch Dutzende Marketing-Korrekturschleifen gegangen, aber davon mal abgesehen zeichnet Googles Android-Chef Sundar Pichai ein interessantes Bild vom Nutzen preiswerter Smartphones, in denen hochwertige Technik verbaut ist. Google möchte das mit der „Android One“-Reihe schaffen und die Welt würde wahrscheinlich wirklich eine andere sein, wenn Menschen mit wirklich niedrigen Einkommen, egal in welchen Ländern, Zugang zu Technologien haben, die sie mit dem Internet verbinden. Also lest bitte zwischen den Zeilen, denn warum Google das macht, ist ein über die Interessen einer Firma hinausgehendes Problem bzw. Möglichkeit unserer globalisierten Welt.

  • FACEBOOK Re/code: Facebook Will Never Perfect Mobile — And That’s Okay: Das die Facebook-App ein großer Mist ist, wäre mir an sich kein Lesetipp wert, auch nicht, dass das sogar Facebooks Chefingenieur Jay Parikh offen zugibt. Aber der Gedanke, dass in der sich stets weiterentwickelnden Digitalisierung sowieso nie Perfektion erzielt werden kann und das sich sogar das als „Mobile-first“-Unternehmen bezeichnende Facebook damit abfindet ist interessant, denn dieser Raum für Verbesserung wird Facebooks Grundlage sein, die Marke von zwei Milliarden Nutzern zu erreichen. Ist das getan, wird die mobile Nutzung voran geschritten sein, die App ihr wieder hinterher hinken und Facebook Möglichkeiten haben, durch Verbesserung drei Milliarden Nutzer anzuvisieren. Unvollkommenheit kann ganz schön lukrativ sein.

  • LEISTUNGSSCHUTZRECHT Zeit Online: Das Leistungsschutzrecht kennt bisher nur Verlierer: Während die das Leistungsschutzrecht durchgesetzten Presseverlage von Google immer noch kein Geld für die Snippets im Nachrichten-Aggregatordienst Google News haben wollen, ziehen kleinere Suchmaschinen schon Konsequenzen und listen bestimmte Verlage aus den Suchergebnissen aus. Auf Zeit Online erklärt Patrick Beuth, warum T-Online und das Unternehmen 1&1 mit seinen Marken GMX und Web.de sich zu diesem Schritt entschieden haben.

  • BLOGGING LinkedIn: How I Write Blogs: Und zum Schluss noch eine wirklich lesenswerte Motivation, warum man ein Blog führen sollte, von niemand geringeren als Virgin-Gründer Richard Branson, der auf seinem LinkedIn-Blog erklärt, wie und warum er eigentlich so viel bloggt. Besonders gut gefällt mir, neben der mal wirklich existierenden Authentizität bei seinen Blogposts, dass für Branson das Bloggen nicht nur ein Weg der Kommunikation seiner Agenda ist, sondern Ausgangspunkt von Debatten, die dann vor allem in den sozialen Medien weitergeführt werden.

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5 Lesetipps für den 29. August

In unseren Lesetipps geht es um vernetzte Roboter, Datenschutz, Startups in Deutschland, Misogynie in Computerspielen und Googles Desinteresse an Blogs. Ergänzungen erwünscht.

  • ROBOTER Medium: Robots With Their Heads in the Clouds: In einem Blogpost auf Medium schreibt der Berkely-Professor Ken Goldberg über unsere Wahrnehmung und Vorstellungen von Robotern und erklärt, dass die wahre Stärke von Robotern sich dann zeigen wird, wenn sich diese miteinander vernetzen, effizient Rechenleitung teilen und miteinander Daten austauschen. Und nebenbei bemerkt, dass Ergebnis wäre zwar nicht ganz so beeindruckend, aber dies können übrigens auch alles jetzt schon Menschen miteinander machen, wenn da nicht Angst und Kontrollverlust so bestimmende Faktoren wären.

  • DATENSCHUTZ Handelsblatt: Bundesdatenschutzbeauftragte wird oberste Bundesbehörde: In den gestrigen Lesetipps haben wir uns schon darüber gewundert, dass Andrea Voßhoff nicht nur die inaktivste Besetzung des Amtes aller Zeiten ist, dafür aber bald auch die unabhängigste Datenschützerin, die es je gab, denn das Amt sollte aus dem Bundesinnenministerium heraus geholt werden. Ergebnis ist wohl, dass Voßhoff nicht mehr Kompetenzen bekommt, sondern nur mehr Gehalt, denn das Amt wird zu einer obersten Bundesbehörde aufgewertet. Mein Blick in die Zukunft verrät mir schon, außer Spesen (wird) nichts gewesen (sein).

  • STARTUPS Deutsche-Startups.de: Über Neid, Missgunst und ganz viel Schadenfreude: Auf Deutsche-Startups.de schreibt Alexander Hüsing über die harte Realtität von Startups in Deutschland. Obwohl der Ruf nach einer Innovationen fördernden Fehlerkultur schon so oft von Podien gerufen wurde, dass es langweilte, haben es Gründer hierzulande noch schwer respektiert zu werden, wenn sie nicht erfolgreich sind oder etwas machen, dass die Menschen noch aus der Zeit vor dem Internet kannten. Neid, Missgunst, Schadenfreude, Unverständnis und Unwissen über Startups sind an der Tagesordnung, wie Hüsing schreibt und wünscht sich mehr Aufklärungsarbeit im Rest der Gesellschaft.

  • MISOGYNIE Ars Technica: The death of the “gamers” and the women who “killed” them: Gewalt in Videospielen ist hierzulande stets ein großes Aufregerthema gewesen, aber meiner Meinung nach ist die Darstellung von Frauen und vor allem Gewalt gegen Frauen in Computerspielen schlimmer. Casey Johnston schildert dazu einen Fall in den USA, der die schlimmste Seite der Gaming-Kultur darstellt. Im Artikel wird auch ein Video der Vloggerin Anita Sarkeesian vorgestellt, deren Videopodcasts über Misogynie in Computerspielen mit zu den besten Medien gehören, die sich mit dem Thema beschäftigen und mir jedesmal eine Gänsehaut verpassen, wenn ich sie, wie schlimm es wirklich um die Rolle von Frauen in unserer Gesellschaft steht.

  • BLOGOSPHÄRE Schneeschmelze: Google schaltet seine Blogsuche ab: Es scheint so, als ob Google seine Blogsuche abgestellt hat und das in Zeiten, in denen die Blogosphäre weltweit an Bedeutung gewinnt. Das dahinter System steckt, erklärt Jürgen Fenn auf seinem Blog Schneeschmelze: „Google entwickelt eine Technik als Clouddienst zur Marktreife, besetzt den Markt, weil die Technik gut ist, verdrängt die Wettbewerber, die daneben kaum noch einen Ort finden, zieht sich dann plötzlich aus dem Geschehen zurück und hinterläßt eine Lücke, so daß das Jammern groß ist.“ Dieser weitere Vorgang unterstreicht noch einmal die Notwendigkeit von nichtkommerziellen Plattformen, denn Privatunternehmen wie Google können machen, was sie wollen und nicht, was für uns alle praktisch und gut ist.

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Hamburger Startup Jimdo präsentiert neues Design

Bloggen mit Jimdo aus Hamburg
Jimdo überrascht mit einem neuen Design, das es für Nutzer, besonders für die ohne große Vorkenntnis, noch einfacher macht Webseiten zu erstellen. // von Felicitas Hackmann Jimdo präsentiert das größte Update seit seiner Entstehung 2007. Der Webseiten-Baukasten hat damit technisch, aber vorallen Dingen optisch einen großen Sprung nach vorne gemacht. [...]
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Warum ist Unternehmenskommunikation so langweilig?

sweet, sweet honey (adapted) (Image by Peter Shanks [CC BY 2.0] via flickr)
Immer mehr Firmen setzen auf eigene Blogs. Wenn sie ihren Mitarbeitern aber keinen Spielraum erlauben, lässt das Ergebnis zu wünschen übrig. Viele Unternehmen haben heute einen Blog, aber kaum Kommunikation, beklagt der Berater Christian Henne. Gleiches gilt für die Präsenzen auf Facebook oder Google Plus. Abschalten wäre die naheliegende Entscheidung, [...]
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5 Lesetipps für den 30. Juli

In den Lesetipps geht es heute um das Silicon Valley, warum Plagiate an sich kein Problem sind, BuzzFeed in Deutschland, der Einfluss von Technologie und Medium. Ergänzungen erwünscht.

  • SILICON VALLEY Tagesspiegel: Goldrausch im Silicon Valley: Jens Mühling war für den Berliner Tagesspiegel im Silicon Valley unterwegs, dem Land von Google, Apple, Facebook, WhatsApp & Co, in dem das Internet ständig revolutioniert wird. Sein Besuch führt ihn in die lokale Startup-Szene und zu ihren Gegner, die mit den Folgen des IT-Booms in San Francisco zu kämpfen haben.
  • PLAGIATE PandoDaily: The issue of Plagiarism in the Internet age isn’t copying, it’s attribution: Im Zuge der Debatte um den Artikel anderer kopierenden BuzzFeed-Journalisten Benny Johnson kommt der wohl beste Gedanke zu dem Thema von David Holmes auf PandoDialy. Das Plagiat an sich ist in einem auf Kopiervorgänge basierenden Netzwerk wie dem Internet nicht das eigentliche Problem, denn nie war es leichter Inhalte zu kopieren und zu teilen. Das Problemen bei Plagiaten ist die fehlende Nennung des Urhebers, dem die Anerkennung und Vorteile von erhöhten Reichweiten verloren geht.
  • BUZZFEED Gründerszene: Wird BuzzFeed in Deutschland verstanden, Juliane Leopold?: Noch diesen Herbst startet BuzzFeed auch in Deutschland und mit Juliane Leopold hat das Unternehmen eine bekannte Journalistin als Chefredakteurin ernannt. Im Interview mit Niklas Wirminghaus auf Gruenderszene.de legt sie erstmals dar, wie das Viral-Portal in Deutschland aussehen könnte. Schon jetzt steht fest, BuzzFeed wird „keine deutschsprachige Nachrichtenwebsite“.
  • TECHNOLOGIE CNET: Gadgets got Obama elected: In einer Sendung des US-amerikanischen Fernsehsender Fox News konnten die Zuschauer eine an sich interessante Unterhaltung zwischen der Moderatorin Mega Kelly und dem bekannten Journalisten Bill O’Reilly erleben, die über den Einfluss von Technologien auf junge Menschen diskutierten. Der für seine Schwarz-Weiß-Sicht der Dinge bekannte O’Reilly kritisierte, dass Geräte wie iPads den Konsum von Nachrichten und den Blick auf die Welt manipulierten. Chris Matyszczyk schreibt lesenswert über diese zum Teil absurde, aber auch aussagekräftige Sendung auf CNET.
  • MEDIUM Medienrauschen: Medium – Von der Plattform zum Publisher: Vor ein paar Tagen haben wir über die Blogging-Plattform Medium berichtet und sie auf Netzpiloten.de vorgestellt. Jetzt zeigt sich, dass Medium sein Engagement verstärkt, von der reinen Plattform selbst zum Publisher zu werden. Nach der Ankündigung künftig eigene Sammlungen und Magazine unterhalb der Nutzer-Plattform zu realisieren, zeigt man mit der Kollektion “re:form” nun, wie diese aussehen könnten. Thomas Gigold stellt das Vorhaben im medienrauschen-Blog vor.

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Die LEAD-SEO-ONE-TO-ONE-Propaganda-Alchemisten

Die Rechenschieber-Fraktion im Online-Marketing ist vom politischen Absolutismus nicht weit entfernt. Es sind seelenlose Technokraten, die uns wie weiße Mäuse im Versuchslabor betrachten. // von Gunnar Sohn.  „In beinahe jeder Handlung unseres Lebens, ob in der Sphäre der Politik oder bei Geschäften, in unserem sozialen Verhalten und unserem ethischen Denken [...]
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Medium: Schöner bloggen, aber mit Stolpersteinen

Die beiden Twitter-Mitgründer Evan Williams und Biz Stone haben mit Medium eine Blog-Plattform ins Netz gestellt, die in den letzten Monaten stark Fahrt aufgenommen hat. // von Jakob Steinschaden Die Blogging-Plattform Medium wird auch im deutschsprachigen Raum zunehmend interessant für Netzschreiberlinge. Auf sehr einfache und bequeme Weise lassen sich Artikel [...]
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Die Kontroverse um den Livestream der Kanzlerin

Big Sister is Watching You - Stop Watching Us, Berlin, 27.07.2013 (adapted) (Image by mw238 [CC BY-SA 2.0] via Flickr)
Als wir von Bloggercamp.tv die Bundeskanzlerin Angela Merkel besiegten. Über den Piratensender der Regierungschefin. Vor gut einem Jahr, also im April 2013 überraschte Bundeskanzlerin Angela Merkel die Netzöffentlichkeit mit der Videobotschaft an ihre Untertanen, ein eigenes Livestreaming-Format via Hangout on Air zu starten, um mit den Bürgerinnen und Bürgern des [...]
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Money, Cash, Blog$ – Geld verdienen in der Blogosphäre

BLOG IDEAS (adapted) (Image by Owen W Brown [CC BY 2.0] via Flickr)
Die Spezies der Journalisten hat eine neue Gattung hervorgebracht. Den Blogger. Wird sich die Blogosphäre im Informationsdschungel behaupten können? Sie sitzen in abgedunkelten Kellerräumen, durchforsten die entlegensten Ecken des Internets und chatten mit mysteriösen Gesinnungsgenossen. Immer auf der Suche nach der ganz großen Nachricht. Doch was ist dran am Klischee [...]
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Automattic: Wie wertvoll ist das Unternehmen hinter WordPress.com?

New WordPress Buttons and Stickers (adapted) (Image by Nikolay Bachiyski [CC BY 2.0] via Flickr)
WordPress.com-Betreiber Automattic ist auf Expansionskurs: 160 Millionen Risikokapital, fünf Übernahmen in einem Jahr und die Aufnahme im „Billion Dollar Club“. Die Journalisten beim Wall Street Journal sollten bald tun, was sie in ihrer Fußnote versprechen: Die Infografik „Billion Dollar Club“ updaten. Dort zählen sie diejenigen Startups auf, deren Wert auf [...]
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LinkedIn entwickelt sich zur Content-Plattform

Obwohl LinkedIn als Social Network gehandelt wird, will es genau dies gar nicht sein – die Plattform ist längst dabei sich in eine Content Plattform zu entwickeln. Linked in ist doch auch nur ein weiteres Social Network für Arbeitssuchende oder Menschen, die sich mit anderen Branchenköpfen vernetzen wollen. So ungefähr hört sich die landläufige Meinung an. Doch LinkedIn befindet sich schon seit einiger Zeit im Umbruch und will sich ganz stark von anderen Social Networks unterscheiden. Es will eigentlich gar kein Social Network sein, sondern ein ‚Professional Network‘ und eine Plattform für Content.

Sinn und Zweck

Vor knapp zwei Wochen erhielt ich eine Kontaktanfrage von einer Freundin bei LinkedIn. Natürlich nahm ich an und sah auf ihrem Profil, dass sie gerade erst ihr Profil erstellt hat. Als ich sie am letzten Wochenende darauf ansprach gab sie sich desinteressiert. Sie habe sich nur angemeldet, weil sie gerade auf Jobsuche ist und ihr geraten wurde, sich dort anzumelden. „Aber was ist eigentlich der Sinn von LinkedIn? Das ist doch auch nur ein weiteres Social Network, das einem die Zeit stiehlt oder„.

LinkedIn ist durchaus bewusst, dass es dringend notwendig ist, eine eigene Identität zu finden. Zwar gibt es inzwischen über 300 Millionen angemeldete Nutzer, doch die Zahl der monatlich aktiven Nutzer liegt eher bei 200 Millionen. Dabei gehen die Besuche über die Desktop-Besucher und –Seitenzugriffe stetig zurück, wohingegen die mobilen Zugriffe deutlich steigen. Die meisten Nutzer greifen nur auf die Seite zu, wenn sie auf Jobsuche sind – LinkedIn muss also einen Anreiz für diese Nutzer finden, öfter wiederzukommen. Der resultierende Findungstrip scheint durchaus erfolgreich gewesen zu sein, wie die Entwicklungen der letzten Zeit deutlich machen.

The Times They Are a-Changin‘

Das Ziel von LinkedIn ist es, den Social Network-Charakter hinter sich zu lassen. Nach eigener Aussage war LinkedIn ohnehin nie ein Social Network, sondern ein ‚Professional Network‘. Content soll nun in den Fokus rücken, und den Nutzer dazu bewegen, den LinkedIn-Newsfeed künftig am Morgen so zu konsumiert, wie in vielen Fällen den Twitter- oder Facebook-Feed. Gewisse Ähnlichkeiten bleiben also doch bestehen, allerdings sollen statt Buzzfeed-Artikeln und Katzenvideos professionelle Inhalte erstellt und geteilt werden.

Mit dem stärkeren Fokus auf Inhalte sollen die Nutzer nicht nur zur häufigeren Wiederkehr bewegt werden, sondern auch dazu sich stärker auf der Seite zu engagieren. Die reine Zahl der Neuanmeldungen lässt sich schließlich schlecht monetarisieren. Sobald die Nutzer aber viel Zeit auf LinkedIn verbringen und Inhalte konsumieren, wird das Portal auch für Werbekunden interessant. Zwar bietet LinkedIn schon die Möglichkeit Werbeanzeigen zu schalten, allerdings ist deren Anteil am Umsatz bisher gering und sogar rückläufig, während Recruiter und Premium-Abos den Löwenanteil ausmachen.

Content is King

Der Content soll also eine prominentere Rolle einnehmen – doch wie will LinkedIn dies bewerkstelligen? Zunächst einmal wurde bereits 2011 LinkedIn Today eingeführt, was dann wiederum im April 2013 mit der Übernahme der Newsreader-App Pulse nochmals verfeinert wurde. Der Konsum von relevanten News, die im Übrigen auch von LinkedIn kuratiert werden, ist also schon mal gesichert. Doch noch wichtiger ist es, dass auch eigene Inhalte auf LinkedIn erstellt werden, um die Plattform nicht nur zum Link-Umschlagplatz zu machen.

Im Februar wurde dann die Blog-Plattform, die bisher nur für wenige auserwählte Branchengrößen zugängig war, für die Allgemeinheit geöffnet. Nun kann jeder seine Gedanken über bestimmte Aspekte und Entwicklungen seines Berufsfeldes oder der Branche direkt an die vernetzten und potenziell interessierten Nutzer teilen. Das ehrgeizige Ziel sind übrigens die nächsten 3 Milliarden Nutzer, was zwar aus derzeitiger Sicht mit 300 Millionen Nutzern in weiter Ferne scheint – die massiven Zuwächse in Indien sowie dem gerade erschlossenen chinesischen Markt lassen das Ziel wiederum realistisch erscheinen. Ob all dies allerdings ausreichen wird, um meine Freundin doch von der Plattform zu überzeugen wird sich erst noch zeigen.


 


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Russland attackiert Blogosphäre. Kein Glasnost online mehr?

Russland will totale Kontrolle über das Internet: Nach der Übernahme von führenden Online-Medien nimmt der Kreml die Blogosphäre ins Visier. Im neo-sowjetischen Mediensystem stellen private Blogs einen essentiellen Teil in der Informationsvermittlung zu den Themen dar, die häufig von den vom Staat kontrollierten konventionellen Medien verschwiegen werden. Angesichts der eingeschränkten Pressefreiheit und Zensur im russischen Fernsehen übernehmen Blogger die Funktion des Watchdogs zur Kontrolle des Staates und agieren nicht selten als investigative Journalisten zur Offenlegung von Unregelmäßigkeiten bei den Wahlen, Nepotismus unter den Beamten und Korruptionsaffären. Das Regime wehrt sich gegen Glasnost im Internet mit immer strengerer Gesetzgebung.

Wir kehren in die UdSSR zurück

Die Initiatoren des neuen Gesetzes betonen die Notwendigkeit zur Regulierung der „grauen Zone des Internets“ nach dem Motto, Eigentümer und Autoren aller wesentlichen Online-Ressourcen sollen registriert und für staatliche Behörden zugänglich sein. Nach der Anmeldung tragen Blogger nach den neuen strengen Mediengesetzen die volle Verantwortung für die Inhalte. Alle Foren, soziale Netzwerke, Weblogs und Webseiten, die den Nutzern Services zum Austausch von Informationen anbieten, sind verpflichtet den Datenaustausch für sechs Monate auf den russischen Servern abzuspeichern und sie nach Anfrage den Sicherheitsorganen zur Verfügung zu stellen. Die Interaktionen mit den Ermittlungsbehörden dürfen nicht bekanntgegeben werden.

Der Kreml will mit der neuen Regelung offenbar mehr Kontrolle über LiveJournal, bei dem der Großteil russischer Blogger ihre Blogs führen. Auch Facebook, Twitter und der russische Facebook-Klon Vkontakte können mit zunehmenden Druck rechnen. Unklar bleibt allerdings die Prozedur der Rechtsanwendung und der Mechanismus, nach dem die Popularität von Blogs sowie ihre Leserschaft bestimmt werden sollen. Roskomnadsor, die russische Aufsichtsbehörde für die Aufsicht im Bereich der Kommunikation, Informationstechnologie und Massenkommunikation, verfügt über keine eigenen Instrumente zur Erstellung von Ratings und ist momentan auf externe Dienste angewiesen. Ein Vertreter der Aufsichtsbehörde teilte in einem Interview mit, bestimmte Ratings-Dienste werden zum Zeitpunkt des Inkrafttretes des Gesetzes am 1. August 2014 erarbeitet. Nebenbei könnte die Popularität von Bloggern nach Anzahl von Freunden und Followern ausgerechnet werden. Viele Blog-Hostingsdienste führen eigene Statistiken und helfen dabei den Nutzern ihre Blogs zu promoten und zu monetisieren. Soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter veröffentlichen aber nicht Angaben über die Zahl der Leser zu den Einträgen. Es ist auch schwer vorzustellen, dass Mark Zuckerberg solche Informationen sowie persönliche Daten von Facebook-Nutzern, den russischen Sicherheitsorganen übergeben würde.

Um Blogger von gefährlichen Angriffen seitens russischer Behörden zu schützen, informierte der russische Internet-Riese Yandex über die Einstellung eigener Ratings-Dienste mit folgender Begründung: „Der Service hat schlecht funktioniert und könnte für Blogger, die demnächst den Massenmedien gleichgesetzt werden, negative Auswirkungen haben„. Auch LiveJournal musste seine Ratings der neuen rechtlichen Grundlage anpassen. Nun wird die Zahl an Followern und Freunden maximal mit „2.500+“ markiert. Die tatsächlichen Statistiken können nur Eigentümer von Blogs und Moderatoren der Internet-Plattform sehen.

Die liberale Öffentlichkeit in Russland hat mit Besorgnis auf die neue Gesetzesinitiative der Duma-Abgeordneten Irina Jarowaja und Alexej Mitrofanow reagiert. Die kritische Netzöffentlichekeit fürchtet zunehmende Kontrolle seitens des Staates und diskutiert über Schutzmechanismen. Berühmtheiten, wie die Fernsehmoderatorin und Bloggerin Xenia Sobtschak, zeigt sich kämpferisch gegenüber dem steigenden Druck des Regimes: „Ich werde meine Konten auf Twitter und Instagram weiter führen, solange es noch möglich ist. Alle Gesetze gehen in die gleiche Richtung: wir kehren in die UdSSR zurück. […] Der ganze öffentliche Raum für die Äußerung eigener Gedanken und Meinungen wird ausgerottet. Ich werde kämpfen bis zum Ende. Das ist mein Land!„. Der Menschenrechtsrat beim russischen Präsidenten hat die neuen Regelungen für die Blogosphäre scharf kritisiert und das Oberhaus sowie den Föderationsrat um die Zurückweisung des Gesetzentwurfes gebeten.

Kritische Internet-Medien werden wegen „extremistischer Materialien“ gesperrt

Das „Blogger-Gesetz“ folgt dem aktuellen politischen Kurs des Kremls zur Einschränkung der öffentlichen Sphäre und Unterbindung freier Meinungsäußerung. Eine ganze Reihe von drakonischen Gesetzen ist die Antwort Putins auf die Massendemonstrationen vom Dezember 2011 in Moskau. Neben der Einschränkung der Versammlungs- und Redefreiheit, Eindämmung des internationalen Austausches auf der zivilgesellschaftlichen Ebene nach dem „Gesetz über ausländische Agenten“ und Verfolgung von Regime-Kritikern steigt nun der Druck auf die unabhängige Presse und Online-Medien.

Seit Herbst 2012 dürfen Internetseiten nach dem Kinderschutzgesetz wegen Verbreitung von Informationen über Drogenmissbrauch, Selbstmord, Kinderpornographie ohne Gerichtsbeschluss gesperrt werden. Auch ohne Gerichtsbeschluss werden Online-Medien seit 1. Februar 2014 wegen „extremistischer“ Inhalte gesperrt. In der Wirklichkeit können kritische Online-Zeitungen und Blogs der Opposition auch ohne rechtliche Grundlage auf dem Territorium Russlands blockiert werden. Top-Blogger Ilja Warlamow ist aber gegenüber den Möglichkeiten russischer Behörden zur Kontrolle der Blogosphäre skeptisch: „Russland hat weder technischer noch finanzieller Ressourcen zur Einführung solcher Systeme wie in China. Es bleibt lediglich ein einziges ‚Know-how‘, nämlich das Kabel abschneiden. […] Es gibt keine hundertprozentig erfolgreichen Fälle, bei denen es den Regimen gelungen wäre, Kontrolle über das Internet zu bekommen. Das jüngste Beispiel aus der Türkei, als Twitter abgeschaltet wurde, hat dazu geführt, dass Menschen auf den Wänden Anweisungen zum Umgang mit der Sperre aufzeichneten„. Nichtsdestotrotz wurden allein in den letzen Wochen das Blog von dem Spitzenpolitiker aus der Oppositionsbewegung, Alexej Nawalnyj, sowie Informationsportale wie kasparov.ru, ej.ru und Menschenrecht-Seite grani.ru gesperrt.

In dem zunehmend autorisierenden politischen System stützt sich Putin auf die Loyalität und Kontrolle der führenden Rundfunk- und Internet-Medien. Populäre kritische Online-Zeitungen werden von kremlnahen Oligarchen oder staatlichen Medienholdings aufgekauft und die Redaktionen beeinflusst. So wurden Chefredakteure von den einst meist gelesenen Online-Zeitungen gazeta.ru und lenta.ru mit loyalen Chefredakteuren ausgetauscht. Auch die Unabhängigkeit des in Russland populärsten sozialen Netzwerkes VKontakte ist in Gefahr, nachdem sein Gründer Pawel Durov von den kremltreuen Aktionären aus dem Direktorenrat gejagt wurde. In seinem Blog schrieb er über den Druck der Sicherheitsorganen: Offiziere des russischen Inlandsgeheimdienst FSB sollen von ihm verlangt haben, ihnen den Zugang zu den persönliche Angaben von den Moderatoren der Euromaidan-Gruppen zur Verfügung zu stellen sowie die Fan-Gruppe von Alexej Nawalnyj in VKontakte zu sperren. Mittlerweile hat Durov Russland verlassen und will nicht zurückkehren. Am 24. April 2014 schrieb er auf Facebook, dass er in Europa sei und ein neues Projekt zur Entwicklung eines mobilen sozialen Netzwerkes starten will.


 


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5 Lesetipps für den 26. März

In unseren Lesetipps geht es heute um Datenjournalismus bei der L.A. Times, das Hochtechnologieland Deutschland, Blogs über Feminismus, die NASA lässt über Space-Anzüge abstimmen und Facebook kauft Oculus. Ergänzungen erwünscht.

  • DATENJOURNALISMUS Source: How to Break News While You Sleep: Der Datenjournalist der L.A. Times, Ken Schwencke, erklärt in einem Blogpost auf dem Blog des Opennews-Projekts Source, wie er mithilfe des Mailprogramms Mailgun und einem eigenen Programm Daten aus Mails des Erdbebenwarnsystems zieht und daraus einen Zeitungsartikel entwickelt, den er nur noch teilweise editieren muss und dann gleich veröffentlichen kann. Dadurch kann die Zeitung in einer Stadt berühmt für Erdbeben, in kürzester Zeit über Erdbeben informieren. „Code is a tool“ schreibt Schwencke am Ende. Lesson learned.
  • TECHNOLOGIE Carta: Willkommen im Hochtechnologieland Deutschland: Der selbstständige Kommunikationsberater Frank Hamm schreibt auf Carta über das Hochtechnologieland Deutschland, in dem neben IT-Gipfeln der Bundesregierung, den Versprechen der Telekommunikationsunternehmen auf schnelleres Internet und der medialen Berichterstattung über das Internet, eigentlich kein wirklicher Fortschritt im und für das Digitale entwickelt wird, denn noch ist das Thema hierzulande eine Glaubensfrage.
  • FEMINISMUS Tumblr: Women’s History Month: Ausnahmsweise mal kein klassischer Lesetipps, sondern fünf Tipps für Blogs, die sich mit Frauen und modernem Feminismus beschäftigen. In den USA ist „Women’s History Month“ und Tumblr stellt fünf Blogs seiner Plattform vor, in denen etwas über Frauen der Vergangenheit gelernt werden kann, aber auch wie Frauen sich noch im Jahr 2014 nur eine gleichberechtigte Gesellschaft vorstellen können anstatt in ihr zu leben.
  • ABSTIMMUNG Siliconrepublic.com: Vote for NASA’s new spacesuit online: Die US-amerikanische Raumfahrtbehörde NASA hat drei Entwürfe für den Space-Anzug der Zukunft entwickelt und lässt die Crowd darüber entscheiden, in welchem schicken Design zukünftige Astronauten das Weltall erforschen. Noch bis zum 15. April kann abgestimmt werden. Tina Constanza stellt auf Silicon Republic die drei Entwürfe vor.
  • OCULUS Netzökonom: Facebook kauft Virtual-Reality-Brille Oculus für 2 Milliarden US-Dollar: Mark Zuckerbergs Einkaufstour geht weiter. Nach WhatsApp übernimmt Facebook jetzt Oculus VR, einen Hersteller für Virtual Reality-Brillen. Zwei Milliarden US-Dollar zahlt Facebook für das zwei Jahre alte Startup, aber wie auch bei WhatsApp nur einen Teil in bar: 400 Millionen Euro + Anteilsscheine. Fun Fact: Mark Zuckerberg wurde laut einem Reddit-User schon vor einem Monat in den Räumen von Oculus gesehen wurde, aber keiner konnte sich einen Reim darauf machen. Für Zuckerberg ist Oculus ein Baustein für die mobile Zukunft von Facebook.

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Mehr Macht für Transformatoren: Ran ans rote Telefon

B/W Trafalgar Square & Red Telephone boxes (adapted) (Image by Mario Sánchez Prada [CC BY-SA 2.0] via Flickr)
Viele Unternehmen haben noch nicht den Einstieg in den digitalen Wandel gefunden, zu diesem Befund kommt die Studie „Digitale Transformation“ der Smarter-Service-Initiative. Den meisten Unternehmen fehle die notwendige Expertise, um die Chancen digitaler Technologien für das eigene Geschäft zu erkennen, zu bewerten und zu erschließen. Das gilt für das interne [...]
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5 Lesetipps für den 6. Februar

In unseren Lesetipps geht es heute um David Byrnes Frust über Streaming und Radios, die neue YouTube-Chefin Susan Wojcicki, Journalismus auf Kuba, ein Beispiel für fehlende Netzneutralität und Kritik am veralteten Urheberrecht. Ergänzungen erwünscht.

  • RADIO iRights.info: David Byrnes Frust: Auf iRights stellt Henry Steinhau das politische Engagement des New Yorker Musikers David Byrne genauer vor, der in der Vergangenheit mit seiner Kritik am Streaming auffiel (was die Musikindustrie auf der diesjährigen MIDEM anders sieht – Netzpiloten berichteten). Jetzt hat sich Byrne wieder zu Wort gemeldet: diesmal sind Streaming-Dienste, da sie überhaupt etwas zahlen, in Ordnung und kommerzielle Radiostationen in den USA, die nichts zahlen, das Problem. Wem das jetzt auch seltsam vorkommt, wird nach der Artikel von Steinhaus Artikel zumindest etwas klarer durchblicken.
  • YOUTUBE Süddeutsche.de: Führungswechsel bei Googles Videoplattform YouTube: Susan Wojcicki ist ein fester Bestandteil der Google-Legende. In ihrer Garage gründete ihr Schwager Sergey Brin zusammen mit Larry Page das Suchmaschinenunternehmen, deren 16. Mitarbeiterin sie wurde. Jetzt übernimmt Wojcicki die Leitung des Videoportals YouTube. Auf Süddeutsche.de stellt Pascal Paukner die neue Chefin von YouTube vor.
  • BLOGOSPHÄRE Knight Center: Cuban blogger Yoani Sánchez to open a new digital newspaper in the island: Die kubanische Bloggerin Yoani Sánchez, die mit ihrem in über 15 Sprachen übersetzten Blog „Generation Y“ stets informativ und kritisch über die kubanische Politik berichtete, kündigte am Freitag eine digitale Zeitung für die karibische Insel an. Damit möchte sie es ermöglichen, dass die kubanische Gesellschaft in ihrem Transformationsprojekt auf ein freies Medium mit einem weniger persönlichen Fokus zurückgreifen kann.
  • NETZNEUTRALITÄT Netzpolitik.org: US-Provider bremst Amazon-Cloud auf Schneckentempo: Was eine fehlende gesetzliche Verankerung der Netzneutralität bedeutet, ist gerade in den USA zu beobachten, wo Verizon, einer der großen US-Provider, vom Video-Streaming-Dienst Netflix zusätzliche Entgelte forderte, um dessen Stream-Daten durchzuleiten. Als Netflix sich weigerte, für die Durchleitung zu zahlen, drosselte Verizon nach Informationen des US-Blogger David Raphael bei Privatkunden seines Fiber-to-the-Home-Dienstes FIOS gezielt Daten von bestimmten Servern aus (sprich Netflix) – und zwar auf nur noch 40kB/s. So regelt das also der Markt.
  • URHEBERRECHT Social Media Watchblog: Das Urheberrecht ist von vorgestern: Im Social Media Watchblog schreibt Simon Hurtz über die beiden Aufreger dieser Woche in puncto Urheberrecht: Das Urteil des Landgerichts Köln über fehlende Urheberverweise in Dirkt-URLs von Pixelio-Bildern und die Forderung der GEMA, eine Lizenz für eingebettete YouTube-Videos zu bekommen und somit zweimal für den gleichen Inhalt zu kassieren. Sein Fazit: „Das derzeitige Urheberrecht muss endlich vereinfacht und den Gegebenheiten des digitalen Zeitalters angepasst werden“, denn die derzeitige Rechtslage kriminalisiert zu schnell Internetnutzer.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten „vorgeblättert“ START.

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Eine Deutschlandkarte mit Lokalblogs

Zehn Zeilen, ein Bild, ein PDF: Eine Deutschlandkarte der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) ahmt Papiermedien im Internet nach, um deutsche Lokalzeitungen aufzulisten. Nehmen wir an, ein Nutzer will von der Karte aus die Webseite einer Zeitung aufrufen, muss er drei Mal klicken. Denn die Karte ist statisch und es sind nur die Namen der Bundesländer eingezeichnet: Dekoration ohne Informationswert. Die Navigation erfolgt über eine herkömmliche Liste der Bundesländer.


  • Aus Usability-Sicht ist die Karte der Drehscheibe nicht gut umgesetzt.
  • Ein Selbstversuch: Statt Zeitungen Lokalblogs mit Hilfe der Java-Script-Library D3 visualieren.
  • URL selbst eintippen: Auch die Karte mit den Lokalblogs ist nicht ideal.

Auf der Karte der Drehscheibe, dem Portal für Lokaljournalisten der bpb, sind die einzelnen Zeitungen erst auf der Ebene der Bundesländer eingezeichnet, auch diese zweite Karte ist statisch. Ein Beispiel: 53 Zeitungen gibt es in Bayern, von A wie Abendzeitung bis W wie Windsheimer Zeitung. Ein Klick auf die Mittelbayerische Zeitung löst einen abrupten Wechsel der Ladegeschwindigkeit aus. Ein pdf mit einer schräg gelegenen Titelseite vom 3. Oktober 2011 erscheint in schlechter Qualität. Darunter eine Infotabelle: Erscheinungsort (Regensburg), Auflage (116.000), Erstausgabe (1945), Facebook. Darunter in dicken, kleingeschriebenen, roten, unterstrichenen Lettern die Internetadresse.

Ich gehe wohlwollend davon aus, dass es diese Auflistung auch gedruckt gibt und diese Dateien einfach exportiert und online gestellt wurden: Für Faulheit habe ich Verständnis.

Als ich mich darüber echauffierte und auch ein bisschen amüsierte, brachte es mich auf eine Idee: Eine Deutschlandkarte mit Lokalblogs. Dazu verwende ich D3, der im Moment heißeste Scheiß im Bereich der Datenvisualisierung. D3 steht für „Data-Driven Documents“, als Erfinder der Java-Script-Library gilt Mike Bostock, der sie an der Standford-Universität entwickelt hat.

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Das Besondere an D3: Es werden Vektorgrafiken erzeugt. Das lädt schnell und funktioniert seit HTML5 in allen modernen Browsern ohne zusätzliche Plugins. Die „New York Times“ hat das Potenzial von Bostocks D3 erkannt und ihn als „Graphics Editor“ eingestellt. In vielen innovativen Geschichten der New York Times, bei denen sich irgendwelche Elemente auf der Webseite bewegen, kann man Bostocks Namen entdecken.

Der Nachteil von D3 ist die steile Lernkurve. Ich brauchte Wochen regelmäßigen Bastelns, bis sich aus Geodaten und Java-Script endlich Deutschland und seine Bundesländer darstellen ließen. Für die Blogger-Karte habe ich diesen Code aus einem Unterordner geholt und ihn mit einer Liste von Lokalblogs kombiniert.

In einer separaten CSV-Datei habe ich Name, Bundesland, URL und Koordinaten der Seiten gesammelt, die Lokalblogger.de auf seiner Seite auflistet. Die ersten Werte sind leicht aus dem Quellcode von Lokalblogger.de zu bekommen. Ein bisschen „Suchen und ersetzen“ und die Datei ist fix vom Quellcode gereinigt. Ein bisschen mehr Aufwand waren die Längen- und Breitengrade. Erst musste ich aus dem Impressum den Standort suchen und dann mit einem Tool die Koordinaten ausliefern lassen.

Problematisch war es bei Blogs in der gleichen Stadt, zum Beispiel Hamburg oder Berlin. Ich habe zuerst allen die gleichen Längen- und Breitengrade zugewiesen – wenig überraschend lagen nach dem Upload alle Punkte übereinander. Ich habe dann die Koordinaten ein bisschen verschoben: Der Altona-Blog liegt zwar jetzt streng genommen nicht mehr in Altona, dafür ist er sichtbar. Ähnlich bin ich in Berlin oder Nordrhein-Westfalen verfahren. Es gibt eine Möglichkeit, dass D3 solche Punkte nicht überlappen lässt. Aber ich erwähnte die Lernkurve: Ein bisschen Handarbeit geht schneller – zumindest wenn man nicht an zukünftige Projekte denkt.

Meinen Ansprüchen bin ich nicht gerecht geworden, denn auch bei der Karte mit den Lokalblogs kann man nicht mit einem Klick auf den jeweiligen Blog gelangen – man muss sich die URL merken und selbst eintippen. Denn erstens konnte ich keine Links in die Popups einfügen. Der Standard-Befehl, um aus der CSV-Datei die URL auszulesen und ihn in einen Hyperlink-Tag zu versehen, liefert nur Fehler. Zudem wäre das völlig sinnlos, denn das Popup erscheint, wenn man mit der Maus auf einen Punkt geht. Um einen Link anzuklicken, müsste man den Punkt verlassen und das Popup schließt sich. Ein Teufelskreis. Ich hab’s dann einfach so gelassen. Für Faulheit habe ich Verständnis.

 


 

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Aus russischen Blogs: Über soziale Netzwerke und russische Politik

Auch in Russland werden politische Debatten lebhaft im Netz geführt, wie unser Blick in die russische Blogosphäre zeigt. // von Sergey Medvedev Sergey Medvedev hat drei verschiedene russischsprachige Blogs ausgewählt und zusammengefasst, um einen Einblick in die russische Blogosphäre zu geben. In einem Blog wird über Bots für politische Werbung [...]
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Ghost: Bloggen soll wieder einfacher werden

Blogging-Plattformen gibt es viele, doch sind sie oft kompliziert zu nutzen oder anzuwenden. Ghost will Bloggern wieder den Fokus aufs Wesentliche ermöglichen, das Publizieren. // von Daniel Kuhn WordPress, Habari und Tumblr sind nur einige der bekannteren Blogging-Plattformen, die trotz der unterschiedlichen Ausrichtung alle das gleiche Ziel verfolgen – nämlich [...]
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Regenbogenpresse: Hinterm Horizont lügt es sich leichter?

Zwei Journalistikstudenten setzen einen Watchblog zur Regenbogenpresse auf und versuchen die gedruckten Lügen aufzudecken. Diese sind sowohl amüsant als auch schockierend. // von Lars Sobiraj Wer die Produkte der Regenbogenpresse systematisch umgeht, kommt damit spätestens im Warteraum eines Arztes in Berührung. Berichtet wird über mehr oder weniger bekannte Adelige, Musiker, [...]
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Interview mit der Langstreckenwanderin Christine Thürmer

Wie gehen zivilisationsfernes Wandern und Internet zusammen? – Die beeindruckende Reise-Bloggerin Christine Thürmer (The Big Trip) beantwortet uns ein paar Fragen zu ihrer extremen Lebensführung.


Du bist die krasseste Frau die wir kennen: In den letzten 5 Jahren bist du über 50.000 (in Worten: fünfzigtausend!) Kilometer um die Welt gelaufen, geradelt und gepaddelt. Wir haben dir vor ein paar Jahren empfohlen ein Blog zu starten, auf dem du deine unglaublichen Reisen dokumentierst. Seither lesen wir nun begeistert wie beeindruckend und freigebig du deine Erfahrungen schilderst und teilst. Macht’s Spaß?

Mittlerweile sogar sehr! Aber mein Blog und dessen Zielgruppe hat sich im Laufe der Jahre total verändert. Gestartet bin ich mit einem geschlossenen Blog, in dem meine Freunde nur auf Einladung über meine Trips lesen konnten. Nach ein paar Jahren habe ich das Blog öffentlich gemacht und damit wurde es sozusagen zu meiner Visitenkarte. Wann immer ich Fremde oder Bekannte um Unterstützung bitten musste, konnte ich mit Hinweis auf das Blog zeigen, wer ich bin und was ich eigentlich mache. Das hat mir viele Türen geöffnet. Als ich dann anfing, weniger bekannte Trails zu laufen, habe ich meine Erkenntnisse und Tipps im Blog gepostet, um anderen Wanderern zu helfen. Am liebsten blogge ich über meine Langstreckenerfahrungen, z.B. Wie lange hält die Ausrüstung bei Dauerbelastung? Wie plane ich Langstreckenwanderungen? Da es darüber nur sehr wenig im Netz gibt, hat mich das dann in der Outdoorszene ziemlich bekannt gemacht. Weiterlesen »

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“Unternehmen möchten Blogger identifizieren und gezielt ansprechen”

Im Interview mit Bloggerszene.de spricht spricht die Reisebloggerin Anja über die Reichweitenstärke von Reisebloggern und warum sie Journalisten ebenbürtig sind.

Bloggen hat gerade im Bereich Reise in den letzten Jahren stark zugenommen. Inzwischen haben viele Unternehmen erkannt, dass Blogger ein Schlüssel zur Vermarktung von Reiseangeboten sind. Unter anderem aus diesem Grund haben sich die Beziehungen zwischen Reiseanbietern und -bloggern in den letzten Jahren intensiviert. Reisebloggerin Anja steht mit ihrem Blog Travel on Toast auf Platz zwei der EBuzzing-Reiseblogger-Auswahl.

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#rp13: Unsere Sessiontipps für den zweiten Tag

Gestern begann die Digitalkonferenz re:publica und auch in diesem Jahr erwartet die Besucher ein riesiges Programm. Wir sagen euch, was ihr am zweiten Tag nicht verpassen dürft. Aus den über 450 Sprecherinnen und Sprechern, 263 Vorträgen, Diskussionen und Workshops, verteilt auf 11 Bühnen, haben wir für euch die heutigen Höhepunkt [...]
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#rp13: Unsere Sessiontipps für den ersten Tag

Heute beginnt die Digitalkonferenz re:publica und auch in diesem Jahr erwartet die Besucher ein riesiges Programm. Wir sagen euch, was ihr am ersten Tag nicht verpassen dürft. Aus den über 450 Sprecherinnen und Sprechern, 263 Vorträgen, Diskussionen und Workshops, verteilt auf 11 Bühnen, haben wir für euch die heutigen Höhepunkt [...]
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Storify baut aus: Was kann der neue VIP-Zugang?

„Content Curation is King“, titelt t3n-Redakteur Andreas Weck seinen Artikel über die Möglichkeiten für Unternehmen, ihr Markenprofil durch kuratierte Inhalte zu schärfen.

Auch auf externe Portale und Produkte zu verlinken, würde die Beliebtheit steigern und auch zeigen, „dass es bei der eigenen Marke immer etwas Spannendes zu entdecken gibt“. Weck beschränkt sich bei seinem lesenswerten Text auf Unternehmen, doch auch die Medien können durchaus vom Kuratieren interessanter Inhalte und Links profitieren, wie das Beispiel Storify zeigt.

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Tumblr ist angekommen zwischen Twitter und Facebook

Deutschland hat aktuell etwas mehr als 82 Millionen Einwohner. Genauso viele Posts wurden bis 11 Uhr allein heute auf Tumblr veröffentlicht. Das 170 Mitarbeiter-Unternehmen aus New York City durfte vor ein paar Tagen Blog Nummer 100.000.000 feiern, hat inzwischen 44,6 Milliarden Einträge gesammelt und existiert in 12 Sprachen. Eine Erfolgsgeschichte, die einen neuen Höhepunkt gefunden hat und zunehmend auch in Deutschland Zuspruch findet.

Schon seit einiger Zeit befindet sich Tumblr, das immer wieder als Microblogging-Dienst bei Seite geschoben wird, auf einem aufsteigendem Ast. Die Mischung zwischen Twitter und Facebook sowie Multimedia-Plattformen wie Instagram, Flickr und YouTube scheinen zunehmend auch in Deutschland anzukommen. Auch wenn hier bekanntlich alles Digitale meist ein bisschen länger braucht als in den USA: Tumblr hat sich einen Status erkämpft, den zuvor nur WordPress und Blogger inne hatten. Tumblr wird nämlich nicht mehr mit dem Blog-Tool für Hipster assoziiert („Ein bisschen Foto, ein bisschen Mode und coole Zitate“), sondern inzwischen in der Branche der sozialen Netzwerke akzeptiert – und das aus gutem Grund.

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Das Ende von Posterous ist eine Niederlage für die Onlinewelt

Die Übernahme von Posterous durch Twitter ließ dunkle Wolken aufkommen am Online-Horizont. Nun wurde die Plattform geschlossen. Dominik Ruisinger spricht von „einer Niederlage für die Onlinewelt“.

Seit den letzten Tagen ist klar: Die Zeit von Posterous ist zum 30. April 2013 abgelaufen. Ziemlich genau ein Jahr nach der Übernahme der 2008 gegründeten Blogging-Plattform schließt Twitter also den Dienst wieder. Noch kann jeder – wie hier beschrieben – seine bisherigen Beiträge retten. Aber danach ist Schluss.

Kein überraschendes Ende

Schade, sage ich ganz offen. Posterous war sicherlich der einfachste und schnellste Weg zu bloggen, den man sich vorstellen konnte. Bloggen war plötzlich so einfach wie der Versand einer E-Mail. “Our mission was to make it easier to share photos and connect with your social networks“, schreibt Posterous zum Abschied. Genau das war der Vorteil und die Marktchance. Und doch kommt das Ende nicht überraschend: Bereits in meinem Beitrag vom 7. Januar hatte ich Posterous auf den Social Media Friedhof geworfen, da ich wie viele davon ausgegangen war, dass 2013 Schluss sein würde.

Der Grund: Seit Übernahme im März vergangenen Jahres war kaum mehr etwas von Posterous zu hören bzw. zu spüren. Den damaligen Spruch, dass für die Posterous Spaces “up and running without disruption” gelte, musste man seitdem wörtlich nehmen: Eine Weiterentwicklung von Posterous fand nämlich nicht mehr statt. Außerdem hieß es damals in der Mitteilung zur Twitter-Übernahme bereits vielsagend: “We’ll give users ample notice if we make any changes to the service.” Es war also schon damals nur eine Frage der Zeit, bis Twitter den Stecker ziehen würde. Dies ist nun also so weit.

Chance zur Blog-Aufklärung verspielt

Dieser Schluss ist für mich auch die Folge einer Niederlage für die Online-Welt. Warum Niederlage? Posterous war wie gesagt das einfachste Blogsystem, das es gab und gibt – und deutlich simpler zu bedienen als Blogger.com, WordPress oder Tumblr. Kinderleicht konnten gerade (noch) nicht online-affine Nutzer ein Blog aufbauen. Der Email sei dank. Nur hat es kaum jemand gemacht. Warum?

Wenn man bedenkt, dass laut Studien wie der ARD-ZDF-Onlinestudie die Zahl der regelmäßigen und gelegentlichen Blognutzer in Deutschland gerade einmal bei 9 Prozent liegt, wurde eine gewaltige Chance verspielt. Hätten nicht viel weitere Menschen auf das Thema Blogs und Bloggen aufmerksam gemacht werden können? Wäre dieses Blogging-System nicht eine geringe Eingangsschwelle gewesen, um vielen Online-Nutzer zum eigenen Bloggen zu verhelfen? Diese Chance wurde vergeben. Auch weil es uns allen nicht gelungen ist, Systemen wie Posterous eine größere Öffentlichkeit zu verschaffen. Schade.

Vertrauen in kleinere Unternehmen sinkt

Das Ende von Posterous zeigt noch etwas: Wenn große Unternehmen wie Twitter oder gerade Google Hoffnungsträger wie Posterous, die E-Mail-Anwendung Sparrow oder die Online-Bildbearbeitung Picnik aufkaufen, bedeutet dies nicht immer etwas Gutes für die Entwickler wie die Nutzer; im besten Fall werden die Anwendungen unsichtbar integriert, im schlechten Fall geschlossen.

Sollte man es künftig also überhaupt als User noch wagen, auf ein kleines Unternehmen und sein innovatives Produkt zu setzen, wenn die Platzhirsche dieses mehr oder weniger ausradieren und die ganze Arbeit “für die Katz” ist? Auf jeden Fall macht diese Entwicklung wieder einmal sehr deutlich, wie wichtig es ist, seine Website oder sein selbst gehostetes Blog als Heimat zu begreifen und Social Media eher als Planeten zu erkennen, die hell aufglühen und dann auch wieder verglühen.

Und noch etwas frage ich mich: Warum hat Twitter vor nicht einmal einem Jahr diesen Service überhaupt übernommen, eine Frage, die ich mir bei der Übernahme von Picnik durch Google im letzten April ebenfalls gestellt hatte? Johannes Lenz schreibt: “inter­es­sant an dem Deal war ein­zig das team und des­sen know how“. Stimmt. So heißt es auch im Posterous-Blog: “On April 30th, we will turn off posterous.com and our mobile apps in order to focus 100% of our efforts on Twitter.”

Kritik von den Posterous-Gründern

Nur, wie lange unterstützen die Posterous-Schlüsselfiguren wirklich Twitter? Wenn ich mir andere Unternehmen ansehe, so ist die Fluchtquote des Führungspersonals raus aus dem großen neuen Unternehmen recht hoch. Es passt hier dazu, dass mit Garry Tan und Brett Gibson zwei der Posterous-Mitgründer mit Posthaven gleich die nächste Plattform gegründet haben. Ihre unverhohlene Kritik am Twitter-Umgang mit Posterous: “Posterous was acquired by Twitter in 2012, and while we were happy that it was a meaningful acquisition for the team and investors, we were bummed to see something get shuttered that we believed should last forever.”

Bei Posthaven wollen sie vieles anders machen. Das beginnt mit dem Geschäftsmodell: Wer eine Gebühr von 5 US-Dollar pro Monat bezahlt, darf ab sofort mitmachen. Dazu versprechen sie: “We’ll never be acquired. We’ll always keep your URLs online. We’ll always keep it the best place to post.”

Ein Versprechen, das im ersten Moment glücklich und Mut macht. Aber ist es haltbar? Was passiert beispielsweise in Fall einer Insolvenz bzw. des Unternehmensendes? Reicht solch ein Versprechen aus, um Nutzer zu überzeugen, jetzt zu Posthaven zu wechseln und dort monatlich 5 Dollar zu bezahlen? Wie viele werden da wohl mitmachen, solange es kostenlose Alternativen gibt? Ich habe bezüglich der Marktchancen meine Zweifel – auch wenn ich gerne an Produkte wie Posthaven glauben würde, die ihr eigenes Geschäftsmodell fahren und sich nicht von den Großen fressen und vernichten lassen. Und dies gerade im Sinn ihrer Nutzer.


Dieser Beitrag ist zuerst erschienen auf www.dominikruisinger.wordpress.com.


 


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Preferred Blog: Fakebuch – satirische Buchdesign-Vorschläge

Manche Bücher schaut man sich an und denkt: „Hä?! Ist das ein Fake?“. Erinnern wir uns an die sarrazinische Streitschrift „Deutschland schafft sich ab“ oder an das derzeit stark diskutierte Buch Manfred Spitzers „Digitale Demenz“.

fakebuch

Es gibt so Werke, die man (normalen Geistes) nicht unbedingt für bare Münzen nehmen kann. Als Anlass zur Parodie nimmt das Matthias Töpfer, der sich zum einen, einen Spaß daraus macht satirische und fiktive Buchdesigns sowie Rezensionen zu entwerfen, die nicht zuletzt auch ein Stück weit Gesellschaftskritik transportieren sollen und der damit zum anderen auch seine Finesse als Buch-Layouter an den Mann bringen will – und das mittels seines Blogs Fakebuch.

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Ich bin Journalist, ähm Blogger.. oder doch beides…?

Der Pulitzer-Preis, den die Huffington Post für eine Serie über verletzte Soldaten erhalten hat, wird als großer Sieg der Blogger über die Journalisten gefeiert. Zumindest von Einigen. Doch warum so zänkisch? Die Tatsache, dass traditionelle Online-Medien zu Blogs werden und Blogs zunehmend den traditionellen Online-Medien ähneln, liegt doch auf der Hand. Was herauskommt sind nämlich die neuen Medien und nur dieser Begriff ist es, der heute noch Gewicht haben sollte.

Dabei hat die Huffington Post zweifelsohne mal als Blog angefangen. Oder besser gesagt als loses Netzwerk von Bloggern, die einfach eine Plattform gesucht haben, um deren Artikel zu bündeln. Bis heute werden die meisten Autoren und Kolumnisten nicht bezahlt, was schon zu solch starker Kritik führte, dass dem Gebaren ein Rechtsstreit anhängt. Dieser Punkt alleine macht für viele Leser und auch Blogger aus, dass die Huffington Post also ein Polit-Blog ist, jedoch gibt es da draußen auch genug Zeitungsverlage, die Ihre Autoren kostenfrei arbeiten lassen. Prestige und Reichweite durch die Zeitung für den Autor gilt heutzutage scheinbar ebenfalls als Zahlungsmittel. Ebenso gibt es Blogger, die bezahlt werden für Ihre Texte. Das Paradebeispiel dafür ist Brain Stelter, der sogar vom Blogger zum Redakteur der New York Times aufstieg.

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Preferred Blog: adbusters.org

Am 13 Juli 2011 hatte adbusters.org mit einer Mail an seine 90.000 Leser den Startschuß für Occupy Wall Street gegeben. Kurze Zeit später war der Zucotti Park in New York voller Zelte und Aktivisten. Die Bewegung namens #ows war geboren. Schon vorher waren sie mit coolen Aktionen wie dem Buy Nothing Day und ähnlichem positiv aufgefallen. In ihrem Selbstverständnis ist die Website einfach nur der virtuelle Sammelpunkt einer heterogenen Menge von Leuten, die das Eine oder Andere ändern wollen – mindestens ihren Unwillen kundtun und etwas Konstruktives gegen Herrschendes setzen.

We are a global network of culture jammers and creatives working to change the way information flows, the way corporations wield power, and the way meaning is produced in our society.

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Preferred Blog: Chantalismus, der

Was soll ich bloß sagen? Dass ich Tränen gelacht habe und die Auslegeware geküsst. Aber seht selbst, diese junge Wissenschaft des Chantalismus ist die Krönung der zeitgenössischen Ethnologie. Nur so kommt man dem Phänomen der rückläufigen Geburtenrate auf die Schliche: Es gibt vielleicht bald keine total abgeschraubten Namen mehr. Aber Rettung naht. Ein dreifaches Hipp-Hipp-Hurra auf Sharlyn-Monika und Melisande- Lilly-Christin. Mein Gott, wenn ich das geahnt hätte, dann hätte ich die Quer-Hängetaschen und die Polyacryl-Fake-Wollmützen schon früher verbieten lassen. Ich hatte ja nicht geahnt, was das für Auswirkungen auf die kommenden Generationen hat.

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Preferred Blog: Phrasen auf dem Seziertisch

Phrasen und Worthülsen sind wie Umweltgifte, die langsam in unser Denken eindringen und es schädigen – bis hin zum völligen Zusammenbruch des selbständigen Denkvermögens. Zu eben diesem Zweck werden sie in der Werbesprache und in der Sprache der Politik verwendet. Nun habe ich einen Blog gefunden, der zur Stärkung des gedanklichen Immunsystems beiträgt: neusprech.org. Weiterlesen »

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Update: WordPress 3.2 (Gershwin) steht bereit!

Das freut die Blogger-Szene: WordPress 3.2 ist fertig und steht zum Download bereit. Eine ganze Menge Neuerungen haben sich die Entwickler einfallen lassen, die größenteils auf eine schlankere und schnellere Einstellung des Contents abzielen. Die Bearbeitungsoberfläche wurde überarbeitet und soll stark vereinfacht, unnötige Ablenkungen ausblenden. Es gibt auch einige neue Plugins und Themes, die euern Internetauftritt noch professioneller wirken lassen werden.

Noch eine gute Nachricht: WordPress 3.2 ist weiterhin kostenlos! Den Entwicklern war es außerdem wichtig, dass das Blog-Content Managment System weiterhin einfach zu installieren und beliebig erweiterbar ist. Es basiert auf PHP und nutzt MySQL zur Datenhaltung. Die deutsche Version gibt es wie immer hier

Für weitere Informationen schaut euch das Promovideo an oder geht auf die Funktions-Seite von „Gershwin“.

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One-Post-Wonder

WordPress und die fehlende Qualitätskontrolle

Wie viele Blogs gibt es auf der Welt? Genau kann das keiner sagen, denn sie lassen sich kaum zählen. Jens Schröder hat es eine Weile lang versucht, doch dann damit aufgehört. Blogpulse ermittelt mehr als 160 Milionen Blogs weltweit.

Die Illusion der vielen Blogger
Eine Gruppe von Menschen, die doppelt so groß wie die Bevölkerung Deutschlands ist, scheint also ihre eigenen Medien zu haben, über die sie frei verfügen, bei denen Sie Verleger, Chefredakteur und Layouter zugleich sind… Weiterlesen »

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Preferred Blog: wunder/schön

Sowas gibt’s nur im Netz. Vorhin einen schönen tweet als RT gesehen. Dann die Autorin gefunden. Hat ein Blog. Habe ich gelesen. Fast zwei Stunden lang. Sehr selten. Einige Texte habe ich zweimal gelesen. Sowas gab es noch nie. Diese Frau ist eine Wucht. Ich kenne sie nicht, aber ich beneide ihren Freund. Denn wer solche Texte schreibt, der trägt die Flügel nach innen. Und nur so kann man wirklich fliegen. Lest das. Sofort und später. Und nächste Woche auch noch! Liebe Honig, schreib ein Buch.
Probe:
Zu spät bemerke ich die nahende Bedrohung, die Abteilung für Obst und Gemüse. Ich bin ein Kind der Generation Cheeseburger, nach dem Krieg gab es ja sonst nichts, und wer braucht schon Vitamine, die machen nur albern. Doch in diesem Augenblick geschieht, was ich nie für möglich hielt. Ich habe in dieser Abteilung einen Seelenverwandten gefunden. Es ist: eine Avocado. Avocado Hass.

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Klickhungrig – im Inneren der Blogwelt

Seit gut einem Jahr verbringe ich viel Zeit im Blog-All – oft genug mehr, als mir lieb ist. Es drängt mich deshalb, hier ein paar Bemerkungen zu meinen Erfahrungen und Beobachtungen als Astronaut im Universum der Bloggerinnen und Blogger zu äussern. Und ich bin gespannt, von MitastronautInnen zu erfahren, ob nur ich diese Welt so erlebe oder ob auch andere solche und ähnliche Beobachtungen machen. Ergänzungen sind willkommen.

Wenn ich von Blog-All und Universum schreibe, so soll damit zunächst die überwältigende Vielfalt der Blogosphäre zum Ausdruck kommen. Kaum ein Thema, das nicht aus unterschiedlichsten Perspektiven beleuchtet und – meist pointiert – kommentiert wird: Aquarien, Hartz IV, Neuerscheinungen von Büchern, Finanzkrise, Katzenpflege, Indien und, und, und … Weiterlesen »

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Preferred Blog: punktefrau

Ein Blog über Social Media ist ja keine Kunst, oder? Naja. Es gibt schon den Einen oder die Andere, der bzw. die so etwas macht. Da werden dann alle neuen Studien, alle Nutzerzahlen, alle neuen Säue im Dorf und uralte Kamellen durchgekaut. Das kann…nett sein. Bei Diplom-Medienwirtin Christine Heller (@punktefrau) ist das anders. Sie kümmert sich in ihrem Blog punktefrau um reale Themen aus dem Alltag derjenigen Kommunikationsmenschen, die Social Media einsetzen müssen: Also Aktionen, die niemanden zum Gähnen oder Erbrechen animieren. An vorderster Front ist da das Thema Social Media Monitoring.

Am 3. März war sie Zeuge, wie der Videopunk das Sterben der Frankfurter Rundschau für 2013 vorhersagte. Seit gestern wissen wir es besser. Sie ist schon diese Woche gestorben. Wer also jemanden braucht, der bei dem aktuellen Tempo der Medien mithält, der sollte das Blog aufmerksam studieren: Sie ist eine Macherin im Kommunikationsgeschäft rund um Social Media und hat genug Distanz, um nicht darin unterzugehen.

Achja…

Warnung: Ihr Blog kann Spuren von Hundecontent enthalten.

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Preferred Blog: le bohémien

Es gibt eine Unmenge an guten politischen Texten im Internet – bloss sind sie schwer zu finden …

Die Bezeichnung „gute politische Texte“ ist natürlich verfänglich und heisst zweierlei: Zum einen sind das Texte – ich gebe es zu –, die meinem eigenen politischen Verständnis nicht grundsätzlich widersprechen – ein ziemlich subjektiver Anspruch also. Doch die Qualität eines (politischen) Textes lässt sich durchaus auch objektiv feststellen. Dazu gehört etwa eine gewisse intellektuelle Redlichkeit oder zumindest das Streben danach. Dazu gehören Sorgfalt, fundiertes Wissen und die Abwesenheit von Dogma und Polemik.

Auf dem Blog le bohémien sind ausgesprochen viele „gute politische Texte“ unterschiedlichster Autoren versammelt. Als roter Faden gilt die Kritik am neoliberalen Gesellschaftsentwurf. Die Themen sind trotzdem durchaus vielfältig. So wird etwa die Entwicklung der Medien, insbesondere der Presse, laufend kritisch durchleuchtet, und zwar von der Theorie her wie anlässlich der Verzerrungen in der Medienlandschaft. Da darf natürlich Noam Chomsky, der grosse amerikanische Intellektuelle und Sprachwissenschaftler, mit einem Text in deutscher Übersetzung – Der Mythos der freien Presse – nicht fehlen.

Weitere wichtige Themen sind der Lobbyismus und der (Neo)Kolonialismus – neben der kritischen Beleuchtung, zugegeben aus linker Sicht, der Hintergründe und Zusammenhänge aktueller politischer Ereignisse in Deutschland und der restlichen Welt, und zwar in dieser Reihenfolge. Besonders erwähnenswert hier: der auf Europe bezogene Krisenticker, der regelmässig Hintergrundartikel anderer Medien zur Entwicklung und Bewältigung der Finanzkrise in Europa verlinkt.

Das Selbstverständnis des Gemeinschaftsblogs le bohémien wird im folgenden Satz wohl treffend charakterisiert: „Ziel des bohémienist nicht, dogmatische Positionen einzunehmen, sondern im Gegenteil, diese durch den Diskurs und die mögliche Konfrontation verschiedener Stellungnahmen bzw. Perspektiven aufzubrechen.“ Das macht ihn sympathisch und lesenswert.


Crosspost von Walter Beutlers Blog

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Preferred Blog: Vorspeisenplatte

Wie soll ich anfangen? Die Vorspeisenplatte lese ich seit Anfang an, irgendwann 2005, 2006 oder sogar noch früher muss das gewesen sein. Dies ist ein ein echtes Blog. Nicht so ein Ding, wo einer Selbstmarketing betreibt, um dann in vier Monaten ein Buch über Kommunikation im Web oder Social Marketing zu inflationieren, bzw. nach einem Buch die Leser für Volume 2 bei der Stange zu halten. Die Kaltmamsell schreibt immer, wie ihr der Schnabel gewachsen ist – für sich und über sich. Sehr persönlich. Genau so soll ein Blog sein. Wer es mit echten Menschen zu tun haben will, sollte sich bei ihr umsehen. Ich kenne sie nicht in der Realität aber ihr Blog, und insofern würde ich nach all den Jahren des Mitlesens die Autorin übermorgen ungesehen heiraten. Für Neugierige ist es zumindest ein Reise wert. Die Beiträge sind sehr unterschiedlich, sehr tendenziell und sehr aufrichtig. Und es gibt dort tatsächlich auch sehr tolle Rezepte, also ist es ein Medium mit Mehrwert, viel mehr Wert als viele LifeStyle-Magazine die von professionellen Medienplanern immer hübsch haarscharf am Leser vorbei aber direkt auf die Anzeigenkunden geschneidert werden.

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Preferred Blog: Hyggelig

Allen die Geschmack haben, deren Wohnung, aber aus Ermangelung an Geld, guten Ideen oder einfach Zeit trotzdem etwas lieblos daher kommt – schließe ich mich mit ein –, möchte ich den Blog Hyggelig empfehlen. Die sympathische Catherin Hug stellt dort seit April 2010 Sommer 2008 einen wunderbaren Fundus an Einrichtungs-, Deko- und Design-Ideen zusammen. Am besten gefällt mir Ihre DIY-Kategorie: Die Stücke sind manchmal zwar etwas aufwendiger zum Nachmachen als gedacht, aber man muss ja auch nicht gleich mit einem Holzmöbel-Projekt beginnen.

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Preferred Blog: in|ad|ae|qu|at

Nicht alle Blogs sind Journale, in denen die Persönlichkeit der Autorin, des Autors im Mittelpunkt steht. Es gibt auch solche, die verstehen sich als Plattform, wo sich die Werke anderer und ihre Schöpfer bestmöglich entfalten sollen. in|ad|ae|qu|at ist ein Beispiel dafür. Nicht die Selbstverwirklichung, sondern die Ermöglichung steht hier im Zentrum.

Vielleicht deshalb gestaltet sich der Zugang zu in|ad|ae|qu|at zunächst etwas sperrig: Man sucht – als Blogger fast schon gewohnheitsmässig – nach dem vermeintlich kantigen Blog-Ich, nach der Persönlichkeit, die hinter dem Weblog steckt – und findet stattdessen Texte, Bilder und Töne unterschiedlichster Herkunft, ein Sammelsurium zunächst, dessen Ordnung erst auf den zweiten Blick ersichtlich wird – ebenso wie der dahinterliegende Gestaltungswille… Weiterlesen »

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Preferred Blogs: deus ex machina

??? ??????? ???? – apò m?chan?s theós – heißt der Urspruch, um der Historie die Ehre zu gereichen. Denn da kommt tatsächlich eine Gottheit mithilfe einer Maschine auf die Bühne. Zumindest möchte man mit solch antikem Tand die Fassade des Humanismus exhumieren. Und so bemüht man sich ganz bildungsbürgerlich das Netz und seine Pestbeulen, Eiterpickel und wohlgeratenen Rundungen und Kurven larmoyant zu kommentieren – und das unter dem Dach der FAZ. Dass ich das noch erleben darf.

Jetzt, wo das Bildungsbürgertum sozusagen zum neuen Proletariat verkommen ist – im Zeitalter der Vernutzung, die man früher gemeinhin noch als Pragmatismus brandmarken wollte. Aber seit Hilmar Koppers Bürovorsteher Nummer Eins Helmut Schröder die Kreditversicherungen ermöglicht und gewerbesteuerbefreit hatte und noch viele andere herrliche Wohltaten über die privaten Banken ausschüttete, damit sie in ihrem Wahn die öffentlichen Banken aber mal so richtig über den Tisch ziehen konnten, da wurde es im Frankfurter Pförtnerdienst des Marktliberalismus verdächtig laut.

Nun, seit die FAZ bemerken konnte, dass sie sich zu Claqueuren der ewig selben Handvoll Familien mit Einfluß gemacht hatte, entdeckt sie, dass man doch nur mit mehr als 2000 Lesern überleben kann. Und so geriert man sich nun zum postmodernen Erasmus von Frankfurt und spricht täglich das bürgerlich-humanistische Credo. Tja, und einige Geisteswissenschaftler dürfen nun sogar bloggen. Mal sehen, ob die es ohne Antiquitäten und Wochenendtrips nach Meran schaffen, im Haifischbecken der allseits nachlassenden Aufmerksamkeit für das Web zu überleben. Einfach mal hinsurfen und rumlesen. Langatmig, oft mit Halbwissen protzend und immer einen halben Schritt zu hastig, aber gerade deshalb lesenswert. deus ex machina.

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Lifestyle Lektüre vom 25. August 2010

1. Riechen wie die Sex Pistols, das ist mal was Neues. Viele Stars und Sternchen haben ja bereits ihre eigenen Parfums, meist mädchenhaft und floral. Von einer englischen Punk Band erwarte ich etwas Exotischeres. Vorauf wir uns gefasst machen sollten, sagt uns Refinery 29.

2. König Karl bei der Arbeit über die Schulter schauen? Chanel News macht es möglich und hat Lagerfeld beim aktuellen Shooting zur Herbst/Winterkollektion 2010/11 begleitet.

3. Seit neuestem sind Socken nicht mehr nur dazu da Füsse zu wärmen, jetzt sind sie das Trend-Accessoire. Fröhliche Füsse in bunten Modellen zeigt uns Backyard Bill. Nachmachen empfohlen.

4. Vogue schwelgt in Vorfreude auf Fashion’s Night Out in Berlin und zeigt uns schon mal, welche Zuckerstückchen uns am 10.9.2010 erwarten. Auf das internationale Shopping Event zur späten Stunde können sich alle schlaflosen Fashionistas freuen.


5. Das ist doch mal was für den gestressten Geschäftmann in der BusinessLounge internationaler Flüge: Schnell und bequem Luxusmode per ipad bestellen. Herrenausstatter macht es mit einer neuen app möglich.

6. Und hier gleich noch eine app, diemal für den guten, alten ipod. Diesmal für umweltbewusste Konsumenten. Als Virtual Waters bezeichnet man die Wassermengen, die bei der Herstellung von Produkten verbraucht werden. Bewusstseinserweiterung der anderen Art bei Design made in Germany.

7. Und damit zum letzen Product mit dem kleinen i: Eine schöne Idee und die Vereinigung von zwei Designklassikenr ist das Little Black Book. Ein iphone Etui der nostalgischen Art im Stil eines Notizbuchs. Gefunden auf Pad and Quill.

8. Was kam zuerst? Mad Men oder der Petticoat? Auf jeden Fall kommt der 50ties Style mit voller Kraft zurück. Schöne Einblicke ins Original bietet uns A Blog Curated By mit wunderschönen Fotografien von Olivier Theyskens.

9. Kunst an der Küche zeigt uns Design Boom. Interior Designer Burkhard Schäller hat die wohl praktischste Mini Küche entwickelt. Stylish, klappbar, Augenschmaus. Damit wird der Kochplatz auch im kleinsten Apartment zum Hingucker.

10. Und zum Ende noch etwas schlechter Geschmack. Bad Yearbook Photos zeigt uns, warum man im Alter von 15 bis 18 Kameras meiden sollte. Ein Glück, das Yearbooks in Deutschland selten sind.

(Fotos: www.refinery29.com, http://chanel-news.chanel.com, www.herrenausstatter.de, http://www.backyardbill.com/, www.designmadeingermany.de)

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