Alle Beiträge zu leistungsschutzrecht

5 Lesetipps für den 9. Juli

In unseren Lesetipps geht es heute um das untote Leistungsschutzrecht, Framing, Sexismus in Anzeigen, Brustwarzen auf Instagram und was Twitter ist. Ergänzungen erwünscht.

  • LEISTUNGSSCHUTZRECHT Golem.de: CSU will Leistungsschutzrecht in EU-Reform schmuggeln: Eigentlich sollte man nicht mehr auf Artikel zum Thema Leistungsschutzrecht für Presseverlage (LSR) verlinken, aúch nicht auf die guten Beiträge von Friedhelm Greis, denn so kann eigentlich nur noch mehr Politikverdrossenheit entstehen. Wie sich CDU/CSU und Springer im Europaparlament dafür einsetzen, dass das hierzulande gescheiterte LSR auch auf europäischer Ebene Schaden anrichtet, ist nicht mehr zu verstehen. Geld verdienen tut Springer damit nicht, aber es tötet jegliche Innovation und mögliche Konkurrenz für das Medienhaus.

  • FRAMING Tagesschau.de: Verletzt ein Link das Urheberrecht? [Spoiler: Nein!]: Etwas reißerisch liest sich der Titel des Artikels von ARD-Rechtsredakteur Kolja Schwartz, denn ob Framing eine Urheberrechtsverletzung darstellt, hat der Europäische Gerichtshof schon im Oktober 2014 geklärt: Nein, tut es nicht. Dass der Fall jetzt vorm Bundesgerichtshof weiter verhandelt wird, liegt daran, dass die Klägerin behauptet, das rechtskonform von einem Wettbewerber eingebettete Video nie hochgeladen zu haben. Betrachtet man den Artikel aber im Ganzen, ist er zumindest sehr informtaiv, was das Thema Framing und Urheberrecht angeht.

  • BRUSTWARZEN Süddeutsche.de: Weibliche Brüste nicht erwünscht: Die Doppelstandards sozialer Netzwerke, wenn es um Nacktheit geht, sind wirklich unverständlich. In dem Artikel von Simon Hurtz über Brustwarzen auf Instagram und Facebook, wird das noch einmal deutlich. Der Fall der Schwedin Aline Nilsson, deren Foto erst nicht mehr gelöscht wurden, nachdem sie in ihrem Foto Brustwarzen von Männern über die eigenen gelegt hat oder der Fall der Komikerin Chelsea Handler, die das Foto des mit freiem Oberkörper reitenden Putin kopierte, belegen den Unsinn.

  • SEXISMUS Digital Trends: Google Ads Target Men More Than Women For High Pay Jobs: Auf Digital Trends berichtet Lulu Chang über eine Studie, die scheinbar die in der Arbeitswelt vorherrschende „Gender Gap“ auch in Googles Werbeanzeigen für gut bezahlten Stellen nachweist. Frauen bekommen demnach weniger Stellenanzeigen für hochbezahlte Arbeit angezeigt als Männer. Der Fehler liegt nicht bei Google, das nur die Realität unserer Gesellschaft und ihrer Arbeitswelt wiederspiegelt. Genauso wie eine Bildersuche nach dem Begriff „CEO“.

  • TWITTER The New York Times: „.@Twitter. Who Do You Think You Are?“: Wenn Nick Bilton nicht erklären kann, was Twitter ist, dann muss ich das wohl nicht. Er hat zumindest ein gar nicht so schlechtes Buch darüber geschrieben und als Journalist das Unternehmen in den letzten Jahren verfolgt wie kein anderer. In seinem Artikel für die New York Times wird aber eines auf der Suche nach der Definition deutlich. Twitter hat seit Jahren ein Problem, das es nicht gelöst bekommen: Was ist Twitter eigentlich? Das zu wissen, ist elementar für das Geschäft. Wie auch wiederum Twitter seit Jahren beweist.

CHIEF-EDITOR’S NOTE: Wenn Ihnen unsere Arbeit etwas wert ist, zeigen Sie es uns bitte auf Flattr oder indem Sie unsere Reichweite auf Twitter, Facebook, Google+, Soundcloud, Slideshare, YouTube und/oder Instagram erhöhen. Vielen Dank. – Tobias Schwarz

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten „vorgeblättert“ START.

Weiterlesen »

5 Lesetipps für den 7. Juli

In unseren Lesetipps geht es heute um das untote Leistungsschutzrecht, LeFloid interviewt Merkel, ein Gesetz gegen Trolle, Journalismus und Rape Culture. Ergänzungen erwünscht.

  • LEISTUNGSSCHUTZRECHT Julia Redas Blog: In letzter Minute soll das Leistungsschutzrecht in den Urheberrechtsbericht gemogelt werden: An mein halbes Jahr als Praktikant in Brüssel erinnere ich mich eigentlich sehr gerne zurück, auch wenn solche Abende wie die der VG Media in der Bayerischen Landesvertretung in Brüssel zur “Bedeutung von Leistungsschutzrechten für die europäische Medienvielfalt“ eher gefühlte zwei nicht enden wollende Stunden zwischen mir und dem kostenlosen Feierabendbier waren. Für die CSU-Europaabgeordnete Angelika Niebler war es aber wohl eine ganz informative Veranstaltung, denn seitdem, obwohl der Vorstoß eines europäischen Leistungsschutzrechts für Presseverlage bereits im Rechtsausschuss gescheitert ist, setzt sich Niebler vehement dafür ein, wie ihre Parlamentskollegin Julia Reda bloggt. Mit einem Änderungsantrag möchte Niebler den Bericht von Julia Reda für eine Urheberrechtsreform unterminieren. So traurig das ist, daran kann man ganz transparent das allabendliche Einmaleins des Brüssler Lobbyismus erkennen. Und wie sich vom Thema nichts wissende Abgeordnete ausnutzen lassen.

  • BUNDESKANZLERIN Netzfeuilleton.de: LeFloid interviewt Bundeskanzlerin Angela Merkel: Die “Social-Media-statt-Journalismus“-Strategie des Bundespresseamts erfährt einen neuen Höhepunkt, denn wie Jannis Kucharz mit Verweis auf ein YouTube-Video des Vloggers Florian Mundt berichtet, darf dieser am Freitag der Bundeskanzlerin Angela Merkel Fragen zum Thema “Gutes Leben“ stellen, die er gerade in seiner Community unter dem Hashtag #NetzfragtMerkel sammelt. Wenn der sich LeFloid nennende Mundt nicht ganz blöd anstellt bzw. zu kritisch wird, dann sind die Sommerinterviews der Fernsehsender wohl bald Geschichte, denn mit ihrem eigenen Video-Podcast beweist die Kanzlerin ja schon, dass nicht hinterfragtes Senden von Botschaften ihr und dem Regierungssprecher liegen.

  • TROLLE The National Business Review: Harmful Digital Communications Bill passes: Chris Keall berichtet auf der neuseeländischen Website “National Business Review“ über das sehr absturs wirkende Gesetz namens “Harmful Digital Communications“, mit der in Neuseeland gegen “schädliche digitale Kommunikation“ vorgegangen werden soll. Trotz Kritik von Bürgerrechtsorganisationen nahm das Parlament den Gesetzesentwurf mit 116 zu 5 Stimmen an. Ob Debatten im Netz jetzt wesentlich konstruktiver ablaufen und Trolle erfolgreich verboten werden, bleibt wohl mehr als unwahrscheinlich. Sicher ist nur, dass ein beinahe willkürlich zu interpretierendes Zensur-Werkzeug geschaffen wurde, das Raum für Missbrauch bietet.

  • GOOGLE NEWS LAB medienMITTWEIDA: Journalismus, Qualitätsjournalismus, News Lab!: “Letztendlich macht das ‚News Lab‘ (…) die bestehenden Abhängigkeiten an einem Fleck sichtbar“, zitiert Laura Krämer in ihrem Artikel für Medien-Mittweida.de den Leiter der Mitteldeutschen Journalistenschule, Marcus Jänecke. In einem Blogpost wies ich Ende April auf die Initiative von Google hin, das damit im Umgang mit den Medien auf Kooperation statt Konfrontation setzt. Mit Erfolg, zumindest für das Unternehmen aus Kalifornien, aber nicht unbedingt zum Vorteil für die großen Presseverlage, die sich ihren Platz am Tisch gesichert haben und nun mit dem fremden Geld, das sie nicht übers Leistungsschutzrecht für Presseverlage erpressen konnten, in aufzusaugende Innovation Dritter investieren wollen.

  • RAPE CULTURE taz.de: Hotpantsverbot an Schulen: Gestern rutschte auf Twitter der Hashtag #hotpantsverbot in meine Timeline. Was seltsam wirkt, ist alles andere als nachvollziehbar. An einigen Schulen in Deutschland kamen Schulleiter auf die Idee, freizügig gekleideten Mädchen vorzuschreiben, was sie tragen dürften, denn sonst “schauen die Jungs eher auf die Beine der Mädchen denn an die Tafel“. Margarete Stokowski findet dafür in der taz deutliche Worte: Rape Culture und Victom Blaming. An einer brandenburgischen Schule in Michendorf kommt auch noch Rassismus dazu, denn laut dem Direktor könnte die Freizügigkeit der Schülerinnen von Asylbewerbern “falsch verstanden werden“. Man möge mir das abgewandelte Liebermann-Zitat an dieser Stelle verzeihen, aber manchmal kann ich gar nicht so viel fressen, wie ich kotzen möchte.

CHIEF-EDITOR’S NOTE: Wenn Ihnen unsere Arbeit etwas wert ist, zeigen Sie es uns bitte auf Flattr oder indem Sie unsere Reichweite auf Twitter, Facebook, Google+, Soundcloud, Slideshare, YouTube und/oder Instagram erhöhen. Vielen Dank. – Tobias Schwarz

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten “vorgeblättert“ START.

Weiterlesen »

LSR in Österreich: Ein Stolperstein für Medien-Start-ups

Masificación de Internet (adapted) (Image by Ministerio TIC Colombia [CC BY 2.0] via Flickr)
Ein geplantes Leistungsschutzrecht soll ab Oktober ermöglichen, dass Verlage Geld von Suchmaschinen und News-Aggregatoren verlangen können. In die Urheberrechtsnovelle, die das von Wolfgang Brandstetter (ÖVP) geführte Justizministerium im österreichischen Nationalrat eingebracht hat, hat auch ein Leistungsschutzrecht für Verlage seinen Einzug gehalten. Noch vor der Sommerpause soll es beschlossen werden und [...]
Weiterlesen »

5 Lesetipps für den 24. März

In unseren Lesetipps geht es heute um Verifizierung im Journalismus, eine Abmahnung auf Facebook, das Leistungsschutzrecht für Presseverlage, die Vorratsdatenspeicherung und Vine. Ergänzungen erwünscht.

  • JOURNALISMUS FAZ: Als die Bilder lügen lernten: In ihrer Kolumne auf FAZ.net schreibt Constanze Kurz vom Chaos Computer Club über die Lehren aus dem Fall „Varoufake“, der zum einen die skandalisierenden Strategien der Medien offenbarte, aber auch, wie leicht Bilder manipuliert werden können. Die Medien stehen vor der Herausforderung der nahezu zweifelsfreien Verifizierung von Inhalten, wenn sie nicht weiter an Glaubwürdigkeit einbußen wollen.

  • ABMAHNUNG t3n: Facebook-Nutzerin soll 1.000 Euro für geteiltes Foto zahlen: Die bisherigen Meinungen von Juristen zum Thema Teilen von Werken in sozialen Netzwerken waren eigentlich immer klar: das geht mit dem Urheberrecht nicht, trotzdem ist es, vor allem durch den globalen Charakter der sozialen Netzwerke, der Alltag. Bisher ging das auch gut, mit wenigen Ausnahmen auf Twitter. Daniel Hüfner stellt auf t3n einen bisher neuen Fall vor, auch wenn genau so etwas schon lange erwartet wurde, in dem die Inhaberin einer Fahrschule abgemahnt wurde, weil sie einen Bericht der BILD-„Zeitung“ geteilt hatte, ohne den Urheber des eingebetteten Vorschaubilds zu nennen.

  • LEISTUNGSSCHUTZRECHT Horizont: Deutsches Patent- und Markenamt verhandelt über Klage gegen Google: Heute kommt es in München zu einer nichtöffentlichen Verhandlung bei der Schiedsstelle für Urheberrechtsangelegenheiten beim Deutschen Patent- und Markenamt in München, in der es um die Vergütung von Online-Presseausschnitten in Deutschland geht, sprich das Leistungsschutzrecht für Presseverlage. Die Verhandlung beruht auf einer Klage der Verwertungsgesellschaft VG Media, die auf der Basis des Leistungsschutzrechtes für Presseverlage Geld von Google für die Darstellung Textauszügen verlangt.

  • VORRATSDATENSPEICHERUNG Zeit Online: Ein fast unmögliches Gesetz: Heiko Maas möchte man in diesen Tagen nicht sein. Er, der sich in den letzten 18 Monaten seit der Bundestagswahl zum Bürgerrechtsgewissen der SPD entwickelte, muss nach der populistischen Hauruck-Aktion seines Parteichefs Sigmar Gabriel nun ein Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung (VDS) schreiben, dass ihm sicher nicht behagt und das doch den Balanceakt schaffen muss, nicht gleich vom Bundesverfassungsgericht nach den zu erwartenden Klagen auseinander genommen zu werden. Nahezu unmöglich, sind doch zum Glück di durch die Verfassung gesetzenden Vorgaben nahezu nicht mit einer VDS in Einklang zu bringen, wie Maas bisher auch seine Ablehnung begründete.

  • VINE Süddeutsche.de: Die Vine-Stars wollen jetzt mehr als sechs Sekunden: In dem zu Twitter gehörenden sozialen Netzwerk Vine ist Logan Paul eine Art Berühmtheit, mehr als sieben Millionen Menschen folgen seinen sechsekündigen Videoclips. Hakan Tanriverdi stellt den Künstler vor, der wie einige andere mit seinen Videos auch Geld vwrdient – fünf- bis sechsstellig pro Kampagne. Doch Vine allein reicht den Künstlern nicht mehr aus. Sie suchen Wege, ihren Erfolg außerhalb der Plattform zu stabilisieren. Paul versucht es mit einer Spiele-App.

Die morgendlichen Lesetipps und weitere Linktipps am Tag können auch bequem via WhatsApp abonniert werden. Jeden Tag informiert dann Netzpiloten-Projektleiter Tobias Schwarz persönlich über die lesenswertesten Artikel des Tages. Um diesen Service zu abonnieren, schicke eine WhatsApp-Nachricht mit dem Inhalt arrival an die Nummer +4917622931261 (die Nummer bitte nicht verändern). Um die Nachrichten abzubestellen, einfach departure an die gleiche Nummer senden. Wir werden, neben dem Link zu unseren morgendlichen Lesetipps, nicht mehr als fünf weitere Lesetipps am Tag versenden.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten „vorgeblättert“ START.

Weiterlesen »

Das Leistungsschutzrecht gefährdet unsere Zukunft!

DSC_2409 (adapted) (Image by Digitale Gesellschaft [CC BY-SA 2.0] via Flickr)
Das Leistungsschutzrecht für Presseverlage (LSR) wird seit seiner Verabschiedung im Jahr 2013 kritisch beäugt. Am 11. Dezember 2014 reichten die Oppositionsparteien einen gemeinsamen Gesetzesentwurf ein, welcher vorsah, dass das Gesetz wieder abgeschafft wird. Vergangenen Dienstag kommentierten geladene Sachverständige in einer öffentlichen Sitzung des Rechtsausschusses im Bundestag den Vorschlag der Opposition. [...]
Weiterlesen »

Christian Flisek übers Leistungsschutzrecht: Mehr Schaden als Nutzen

SPD-Bundestagsabgeordneter Christian Flisek (Bild: Bundestag/Achim Melde)
Im Interview kritisiert Christian Flisek (SPD) das Leistungsschutzrecht für Presseverlage, bittet aber um Zeit für eine vernünftige Evaluierung des Gesetzes. // von Tobias Schwarz Am Mittwoch tagte der Rechtsausschuss des Bundestag öffentlich, um verschiedene Sachverständige zum Leistungsschutzrecht für Presseverlage zu hören. Anlass ist ein gemeinsamer Gesetzesentwurf der Opposition, die das [...]
Weiterlesen »

5 Lesetipps für den 4. März

In unseren Lesetipps geht es heute um neue Datenschutzziele der EU, Wikipedia Zero, das Leistungsschutzrecht, Arbeiten bei Facebook und Facebooks Vorgehen gegen Hetzpredigten. Ergänzungen erwünscht.

  • DATENSCHUTZ heise online: Europas Regierungen wollen Datenschutzreform aushöhlen: Die geplante Datenschutz-Grundversorgung soll aufgeweicht und das Prinzip der Datensparsamkeit gestrichen werden, da nach Ansicht von EU-Regierungen die Interessen der Datenverarbeitung von Firmen oder Behörden schwerer wiegen als das Schutzbedürfnis der Bürger. Eigentlich dürfen nach einer Datenschutzrichtlinie aus den 90er-Jahren Unternehmen und Behörden Informationen nur verarbeiten, wenn dies für spezielle Zwecke erforderlich ist. Ist die Abschaffung jetzt ein Freibrief zum Datensammeln und weitergeben an Dritte? Wie passt das zum Datenschutz?

  • WIKIPEDIA The Next Web: The next Billion People Are Coming Online Quick: Immer mehr Menschen haben Zugang zu Internet – Die Zahl steigt unaufhaltsam und immer schneller an, schneller als jeder bisher vermutet hat. Ein großes Problem in Entwicklungsländern ist in diesem Zusammenhang das teuere Datenvolumen, was deren Zugang einschränkt. Wikipedias Co-Founder Jimmy Wales hat deshalb das Projekt „Wikipedia Zero“ ins Leben gerufen, was erreichen möchte, dass User in Entwicklungsländern ohne den Verbrauch von Datenvolumen Zugang zu Wikipedia erhalten.

  • LEISTUNGSSCHUTZRECHT Golem.de: Leistungsschutzrecht: Wie die VG Media der Google-Konkurrenz das Leben schwermacht: Der Marktführer Google macht es seinen kleineren Konkurrenten auch wirklich nicht leicht. Noch schlimmer wird es allerdings durch eine Gratislizenz von VG Media, um welche kleinere Suchmaschinen sich vergeblich bemühen. Außerdem macht denen auch noch das Leistungsschutzrecht für Presseverleger zu schaffen. Aber Auslisten ist für die Suchmaschinenbetreiber auch keine Option, denn selbst auf diesem Weg werden ihnen Steine in den Weg gelegt. Immer mehr wird deshalb eine Abschaffung des Gesetzes gefordert.

  • FACEBOOK t3n: Mein erstes Jahr als Designer bei Facebook: Dass sich die Arbeit in einem kleinen Startup sehr von der bei einem großen Unternehmen unterscheidet, ist leicht vorstellbar. Aber gerade beim Wechsel von einem Startup zu einem Unternehmen wie Facebook kann es einem vorkommen wie der Sprung von einer Welt in eine andere. Der Autor fasst hier zusammen, was er gerne vor seinem Wechsel gewusst hätte. Da ist zum einen, dass man in einem Startup die komplette Wertschöpfungskette miterlebt. Facebook ist dahingegen deutlich komplexer, allein schon weil viel mehr Menschen daran mitarbeiten. Aber es gibt auch viel mehr Aufgaben zwischen denen man wählen kann, was ein Vorteil für die ist, die sich weiterentwickeln wollen. Gerade diese Bandbreite macht Facebook für den Autoren zu einem tollen Ort zum arbeiten.

  • FACEBOOK ReadWrite: How Facebook Is Taking On „Dangerous“ Speech: Facebook hat jetzt Maßnahmen unternommen um „Dangerous Speech“, also gefährlich hetzende oder diskriminierende Ansprachen zu unterbinden oder zu verringern. Gerde in Myanmar, das sich gerade erst von jahrelanger Militärdiktatur erholt, machen Gerüchte schnell die Runde. Einer der radikalsten Buddhisten postet feurige Reden und Predigten in Sozialen Medien wie Facebook, in welchen er auch viele Follower hat, die ihm seine Botschaften auch glauben. Um derartige Posts zu melden hat Facebook jetzt den Meldeprozess in Myanmar vereinfacht und dazu noch mehr Antwortmöglichkeiten auf die Frage, warum man diesen Post nicht mehr sehen möchte, eingefügt.

Die morgendlichen Lesetipps und weitere Linktipps am Tag können auch bequem via WhatsApp abonniert werden. Jeden Tag informiert dann Netzpiloten-Projektleiter Tobias Schwarz persönlich über die lesenswertesten Artikel des Tages. Um diesen Service zu abonnieren, schicke eine WhatsApp-Nachricht mit dem Inhalt arrival an die Nummer +4917622931261 (die Nummer bitte nicht verändern). Um die Nachrichten abzubestellen, einfach departure an die gleiche Nummer senden. Wir werden, neben dem Link zu unseren morgendlichen Lesetipps, nicht mehr als fünf weitere Lesetipps am Tag versenden.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten „vorgeblättert“ START.

Weiterlesen »

5 Lesetipps für den 3. März

In unseren Lesetipps geht es heute um WhatsApp, House of Cards, Interviews mit Juliane Leopold und Steffen Seibert, sowie das Leistungsschutzrecht. Ergänzungen erwünscht.

  • WHATSAPP Digiday: ‚WhatsApp alerts are easier said than done‘: Es ist eine Hassliebe, wie Ricardo Bilton auf Digiday schreibt. Einerseits sind Verlage von den Möglichkeiten fasziniert, die WhatsApp für die Content-Distribution bietet, andererseits sind nur sehr komplizierte Arbeitsabläufe nötig, damit das klappt. Wir selber testen seit Monaten WhatsApp und aus verschiedenen Gründen sehe ich das persönlich immer kritischer. Andere setzen darauf, ihre Leser trotz neuer Gewohnheiten des Konsums von Informationen zu erreichen.

  • HOUSE OF CARDS CNET: Some ‚House of Cards‘ viewers do whatever it takes to watch: Dieser Lesetipp hat einen leichten Hauch von „Ich habe es euch doch gesagt!“. Ob es nun Kurzsichtigkeit oder die Notwendigkeit mit Lizenzen Geld einzunehmen war, dass die dritte Staffel von „House Of Cards“ hierzulande (und woanders) nicht auf Netflix zu sehen ist, ist ein Abonnenten beleidigender Fehler. Wer sich nicht durch einen Wechsel seiner IP-Adresse helfen konnte, war zu unautosisierter Nutzung gezwungen und das waren scheinbar nicht wenige, denn wenn es um Zugang geht, interessieren veraltete Urheberrechtsgesetze auch den anständigsten Bürger nicht mehr.

  • BUZZFEED Vocer: Katzencontent… unterlegt mit Katzengejammer: Hmm, auf Vocer.org gibt Larissa Sartori sehr viel Raum für den Ärger von Juliane Leopold auf die hierzulande oft kritischen Reaktionen zum Start von BuzzFeed Deutschland. Als kleiner BuzzFeed-Fan und alles andere als ein Vertreter des Journalismus alter Schule, fühle sogar ich mich auch von dieser Kritik angesprochen, deshalb an dieser Stelle eine kritische Nachfrage (die eigentlich von Sartori hätte kommen sollen): Wenn eine sehr gute Journalistin von Zeit Online sich mit anderen Journalisten zusammen tut, darf man nicht irrtiert sein, wenn diese Leute über Monate hinweg etwas vollkommen belangloses machen? BuzzFeed kann ab und zu Journalismus, spannender sind die Kompetenzen im Publishing und neuen Strukturen von Redaktionen, aber dafür war wohl keine Zeit mehr in diesem Interview.

  • STEFFEN SEIBERT Daniel Bouhs‘ Blog: “Da gehört die Bundesregierung auch hin”: Im Interview mit dem Medienjournalisten Daniel Bouhs spricht Regierungssprecher Steffen Seibert über die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Regierung in den sozialen Netzwerken,wie man mit Trollen umgehen soll, das Verhältnis zur journalistischen Berichterstattung der Presse und die neue Facebook-Seite der Bundesregierung.

  • LEISTUNGSSCHUTZRECHT Netzpolitik.org: Chronologie des Leistungsschutzrecht für Presseverlage: Vergangenen Freitag veranstaltete das Informationsportal iRights.info eine Diskussion zum Thema Leistungsschutzrecht für Presseverlage. Florian Gilberg von Netzpolitik.org war dabei und hat fleißig mitgeschrieben und für seinen Artikel auch gleich mal eine Chronologie des Gesetzes gemacht, dass sich die Presseverlage mit aller Macht gewünscht haben, es dann aber niemals selber anwendeten.

Die morgendlichen Lesetipps und weitere Linktipps am Tag können auch bequem via WhatsApp abonniert werden. Jeden Tag informiert dann Netzpiloten-Projektleiter Tobias Schwarz persönlich über die lesenswertesten Artikel des Tages. Um diesen Service zu abonnieren, schicke eine WhatsApp-Nachricht mit dem Inhalt arrival an die Nummer +4917622931261 (die Nummer bitte nicht verändern). Um die Nachrichten abzubestellen, einfach departure an die gleiche Nummer senden. Wir werden, neben dem Link zu unseren morgendlichen Lesetipps, nicht mehr als fünf weitere Lesetipps am Tag versenden.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten „vorgeblättert“ START.

Weiterlesen »

Ein Jahr #BTADA: Die „Digitale Agenda“ braucht Taten statt Worte

Konstantin von Notz (Bild: Konstantin von Notz [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons).
Nach einem Jahr Ausschuss „Digitale Agenda“ fordert Konstantin von Notz (Bündnis 90/Die Grünen) Taten statt Worte – der digitale Wandel muss politisch gestaltet werden. // von Tobias Schwarz Am 19. Februar jährt sich die Einsetzung des Ausschuss „Digitale Agenda“ (BTADA) zum ersten Mal. Zusammen mit unserem Medienpartner Politik-Digital.de haben wir [...]
Weiterlesen »

Wider der Realität: das Leistungsschutzrecht in Europa

DSC_2579 (adapted) (Image by Digitale Gesellschaft [CC BY-SA 2.0] via Flickr)
In Deutschland verloren, in Spanien blamiert, in Frankreich kassiert – gegen Google machen die Presseverlage keine gute Figur. Auch nach über einem Jahr hat das Leistungsschutzrecht für Presseverlage (LSR) den Medienhäusern kein Geld eingebracht. Letztendlich gaben die deutschen Presseverlage nach und waren damit wohl erfolgreicher als die europäischen Nachbarn in [...]
Weiterlesen »

5 Lesetipps für den 19. Dezember

In unseren Lesetipps geht es heute um das Leistungsschutzrecht, die Deutsche Welle, Social Media in der Politik, Flickr und ein Essay über Journalismus. Ergänzungen erwünscht.

  • LEISTUNGSSCHUTZRECHT Julia Reda’s Blog: Oettinger kündigt EU-Leistungsschutzrecht für Verlage an: Das Leistungsschutzrecht für Presseverlage ist eine politische Idee, die bisher in jedem Land gescheitert ist. Trotzdem scheint es so, dass Günther Oettinger überlegt, dieses Instrument der Medienbranche gegen Google (auch wenn es noch andere Akteure trifft) auf europäischer Ebene einzuführen. Das schreibt zumindest die Europaabgeordnete Julia Reda in ihrem Blog. Gegenüber Golem widerspricht Oettingers Sprecherin Marlene Holzner, weshalb wir nur hoffen können, dass sich beide Akteure vielleicht dich einig sind: Das Leistungsschutzrecht für Presseverlage ist nicht deshalb gescheitert, weil es auf der falschen Ebene eingeführt wurden, sondern weil es das falsche Instrument ist.

  • DEUTSCHE WELLE Deutschlandradio Kultur: Debatte um Reform der Deutschen Welle: Anfang Dezember befragten wir den grünen Netzpolitiker Dieter Janecek zur Tagesordnung des Bundestagsausschuss „Digitale Agenda“. Beiläufig erfuhren wir, dass zur Zeit auch um die Zukunft der Deutsche Welle gesprochen wurde, was sich inzwischen zu einer breiten Debatte entwickelt hat. Peter Limbourg, Intendant der Deutsche Welle, will das englischsprachige Programm ausbauen und im Gegenzug deutsch-, spanisch- und arabischsprachige Programme kürzen. Zumindest, falls der Bundestag den Etat nicht erhöht. Liane von Billerbeck von Deutschlandradio Kultur hat sich darüber mit Tabea Rößner, medienpolitische Sprecherin der Grünen im Bundestag, unterhalten. Ein hörenswertes Interview, dass die Debatte gut zusammenfasst.

  • SOCIAL MEDIA Europäisches Journalismus-Observatorium: Social Media in der Politik: Zwar hat Social Media durchaus schon Einzug in die Kommunikation von Politikern und politischen Parteien gehalten, doch noch tuen sich die Akteure schwer damit, denn bisher werden die sozialen Kanäle nur für die gezielte Verbreitung einseitiger Information genutzt. Wirkliche Interaktion mit den Bürgern findet nicht statt, wie Ulrike Klinger und Jakob Svensson auf der Website des European Journalism Observatory schreiben. SIe kommen zum Fazit, dass sich zwar politische Kommunikation durch soziale Netzwerke verändert hat, diese dadurch aber nicht besser oder demokratischer geworden wären als traditionelle Massenmedien.

  • FLICKR CNET: Flickr ends sale of prints uploaded under Creative Commons: Yahoo ist unmöglich. Oder viel mehr unglaublich. Die Geschichte um die rechtskonforme Nutzung der unter Creative Commons lizenzierten Flickr-Bilder der eigenen Mitglieder, ohne sie dabei finanziell zu betiligen, ist dabei nur einer von vielen Aufregern der letzten Jahre, aber der meiner Meinung nach das grobe Unverständnis deutlich machendste. Die auf Freiheit setzenden und Teilhabe ermöglichenden Flickr-Nutzer nicht an den Gewinnen des Wall Art-Services zu beteiligen, war ein Fehler, der jetzt dadurch noch schlimmer gemacht wird, dass sie komplett aus dem Dienst rausgenommen werden. Hier hätte Yahoo mal zeigen können, was man anderso schon weiß: man kann auch Geld mit freien Inhalten verdienen. Das wäre ein wirklicher Dienst an den eigenen Mitgliedern gewesen.

  • JOURNALISMUS TagesWoche: Ein Essay zur Glaubwürdigkeit des Journalismus: In einem Essay setzen sich die beiden Schweizer Journalisten Matthias Oppliger und Thom Nagy mit dem in der Gesellschaft vorherrschenden Misstrauen gegenüber ihrem Berufsstand auseinander. Sie konstantieren, dass auch sie Journalisten ein Teil des Problems sind, denn sie sind auch Teil des Medien konsumierenden Publikums. Am Ende des Artikels, der Teril einer Artikelserie über Misstrauen gegen die Medien ist, führen sie Punkte auf, die Medienschaffende und auch Lesende tun könnten, um die SItuation zusammen zu verbessern.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten „vorgeblättert“ START.

Weiterlesen »

5 Lesetipps für den 18. Dezember

In unseren Lesetipps geht es heute um Kritik am Leistungsschutzrecht, Clipkit, neue Bezahlmodelle im Online-Journalismus, den Datenschutz bei Google und Facebook und Kritik an Uber. Ergänzungen erwünscht.

  • LEISTUNSSCHUTZRECHT torial Blog: Kommentar: das Leistungsschutzrecht als Stellvertreterkrieg: Im torial Blog kritisiert Stefan Mey die dominierende Machtstellung von Google und stellt zeitgleich die Sinnhaftigkeit des in Deutschland aktiven Leistungsschutzrechtes infrage. Dieses hält er nämlich nur für eine Art Stellvertreterkrieg aus Sicht der Verlage, das aber an dem Kern des Problems vorbeigeht: Die Tatsache, dass Google die Macht hat, seine Besucher gezielt auf seine eigenen Inhalte weiterzuleiten und externe Anbieter dagegen kaum etwas ausrichten können. Google News hingegen, das vom Leistungsschutzrecht eingeschränkt werden soll, ist demnach nicht das Problem.

  • CLIPKIT Gründerszene: Clipkit-Gründer: „Man muss Veränderung aushalten können“: Für Gründerszene hat Clipkit-Gründer und CEO Cengiz Kurt ein Interview gegeben. Mit seinem entwickelten Video-Syndication-System möchte er Advertiser, Publisher und Produzenten von Videos zusammenführen und erreicht damit heute alleine im deutschsprachigen Raum 280 Millionen Aufrufe im Monat. Unter anderem erzählt Kurt, auf welche Weise sich sein Unternehmen im Bereich der Vermarktung von der Konkurrenz abhebt und berichtet vom Wachstum von Clipkit. Und einen Rat an andere Gründer hat er auch noch: man solle schnell Profis in sein Team integrieren, um die Basisprozesse abzusichern.

  • ONLINE-JOURNALISMUS Press Gazette: Five reasons why pay-per-view journalism is the way forward for freelances: Auf Pressgazette.co.uk schlägt David Nicholson vor, dass Online-Journalisten fortan nach dem Modell Pay-per-View bezahlt werden sollten. Die Bezahlung sollte also von der Höhe der erreichten Leser abhängen und nicht von der Zahl der geschriebenen Wörter. Als größten Unterschied zu früher sieht er die Beziehung zu den Lesern – vor allem durch Social Media. Die Huffington Post bezahle demnach bereits einige Autoren nach diesem System und andere wollen wohl nachziehen. Auf diese Weise wäre es möglich, dass einige Autoren, wie Gordon Kelly von Forbes aufgrund ihrer Erfolge sehr viel verdienen.

  • DATENSCHUTZ Süddeutsche.de: Geschäftsmodelle von Google und Facebook: Unternehmen wie Google, Amazon oder Facebook wissen wesentlich mehr über ihre Kunden als diese ahnen. Dabei kann Amazon beispielweise nicht nur auswerten lassen, was Kunden gekauft haben, sondern auch wonach diese gesucht haben. Bei Facebook geben inzwischen 1,3 Milliarden Menschen freiwilllig jede Menge Informationen über sich preis. Und mithilfe der integrierten GPS-Funktion in Android-Smartphones kann Google jederzeit feststellen, wo dessen Besitzer sich gerade aufhält. Da sind die Entwicklungen neuer Technologien wie Google Cars, mit dem Standort und Route eines Autos vermittelt werden, keine Überraschung mehr.

  • UBER Skift: Uber Insists It Is Assessing Its Driver Screening Process: Der amerikanische Online-Fahrdienstvermittler Uber ist mal wieder einiger Kritik ausgesetzt. Nachdem Anfang dieses Monats Vorwürfe aufkamen, ein Uber-Fahrer in Neu Delhi hätte eine Frau vergewaltigt, muss das Unternehmen sich außerdem damit auseinandersetzen, dass ein anderer Fahrer in San Francisco letztes Silvester ein Mädchen überfahren haben soll. Um die Sicherheitsprobleme fortan in den Griff zu bekommen, möchte das Unternehmen seine Fahrer jetzt besser überprüfen und notfalls mehr Geld investieren. Das bestätigte jetzt Philip Cardenas, der bei dem Startup, das 40 Milliarden Dollar wert ist, für die Sicherheit zuständig ist.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten „vorgeblättert“ START.

Weiterlesen »

Tersee: Die Suchmaschine made in Germany

tersee, startup, mikael voss, lars petersen
Tersee nennt sich die Echtzeit-News-Suchmaschine aus Deutschland. Mit dieser möchte das gleichnamige Startup niemand geringerem als Google Konkurrenz machen. // von Lukas Menzel Der Suchmaschinenmarkt ist in der Hand von Google. Fast 95 Prozent beträgt der Marktanteil des „Quasimonopolisten“ in Deutschland. Doch auch, wenn es somit fast unmöglich scheint gegen [...]
Weiterlesen »

5 Lesetipps für den 17. Dezember

In unseren Lesetipps geht es heute um Google News in Spanien, das Urheberrecht, CETA, Netzneutralität in den USA und Daten verabeitender Journalismus. Ergänzungen erwünscht.

  • GOOGLE NEWS Gigaom: External traffic to Spanish news sites plummets after Google move: Klar wie Kloßbrühe war die Folge des Endes von Google News in Spanien (über die Lars Sobiraj gestern auf Netzpiloten.de berichtete), dass der externe Traffic auf die Seiten der Verlagsprodukte einbrechen würde. Innerhalb weniger Stunden bereits um 10 bis 15 Prozent, wie Chartbeat auf Grundlage von 50 Websites ermittelte. Dafür stieg aber der Anteil des internen Traffic an, der durch Verlinkungen zwischen spanischen Medien entsteht. Es wird spannend zu beobachten sein, ob die Medien sich weiterhin gegenseitig die Leser zu schieben oder weniger auf die direkte Konkurrenz verlinken.

  • URHEBERRECHT I taz: Freihandelsabkommen mit Kanada könnte Urheberrecht zementieren: Nach ACTA hat vor allem das Akronym TTIP eine breite Bekanntheit erlangt, allerings gibt es noch andere vier Buchstaben, die den Freihandel in seiner geplanten Form zu einer Bedrohung für unsere Gesellschaft machen könnten. Wie zum Beispiel CETA, dass geplante Handelsabkommen zwischen der Europäischen Union und Kanada. Ähnlich wie schon bei den anderen Vorhaben spielt auch das Urheberrecht eine entscheidende Rolle in dem Vertragswerk. Die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen gab deshalb bei dem Völkerrechtsexperten Henning Lahmann von der Unternehmensberatung iRights.lab ein Gutachten in Auftrag, indem Lahmann zu dem Schluss kommt, dass CETA die notwendige Modernisierung des Urheberrechts vereiteln könnte und den Status Quo zementiert.

  • URHEBERRECHT II Julia Reda’s Blog: Mein Bericht zum EU-Urheberrecht: Auf ihrem Blog stellt die Europaabgordnete Julia Reda, die vom EU-Parlament zur Berichterstatterin für die kommende Urheberrechtsreform ernannt wurde, den Fahrplan für die Evaluation vor. Und das übrigens in nicht weniger als sieben verschiedenen Sprachen. Mit ihrem Bericht will die Abgeordnete der Grüne/EFA-Fraktion dazu beitragen, dass mit der Urheberrechtsreform den Zugang zu Wissen und Kultur für alle Menschen verbessert und die nationalen Grenzen in der EU überwunden werden.

  • NETNEUTRALITÄT Ars Technica: “Shadowy” anti-net neutrality group submitted 56.5% of comments to FCC: Erinnern Sie sich, wie die US-Kommunikationsbehörde FCC im Sommer dazu aufforderte, dass man ihr seine Meinung zur Netzneutralität mitteilte? Der britische Comiker machte die Aufforderung und das Thema Netzneutralität einer breiten Masse bekannt, als er darüber in seiner Sendung sprach und seine Zuschauer aufforderte, sich bei der FCC für Netzneutralität auszusprechen. Ähnlichen Einfluss versuchte auch Koch Industries zu nehmen, zweitgrößte nicht börsennotierte Gesellschaft in den USA und die libertär-konservative Tea-Party-Bewegung unterstützende Firma der Koch-Brüder, indem sie eine verdeckte Mail-Kampagne initierten, die für mehr als 56 Prozent der eingegangenen Kommentare verantwortlich war. Natürlich ist Koch Industries gegen die Netzneutralität. Davor unterstützen die übrigens die globale Erwärmung bzw. deren Ursachen leugnende Kampagnen.

  • DATA TO TEXT Golem: Maschinen können keine Krimis schreiben: Im April diesen Jares hat Lars Sobiraj auf Netzpiloten.de über Roboterjournalismus geschrieben und sich dafür auch mit Saim Alkan unterhalten, einen der treibenden Kräfte in Deutschland. Auf Golem findet sich jetzt ein Interview von Christoph Schön mit Alkan, indem er erklärt, wie die automatische Generierung von Texten funktioniert, wohin sich die Technologie entwickeln könnte und warum „Data to Text“ die bessere Bezeichnung als Roboterjournalismus ist.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten „vorgeblättert“ START.

Weiterlesen »

Google News wird in Spanien eingestellt

Spanien (adapted) (Image by Efraimstochter [CC0 Public Domain] via Pixabay)
Heute wird der iberische Ableger von Google News abgeschaltet. Ab dem ersten Januar gilt in Spanien ein deutlich schärferes Leistungsschutzrecht als hierzulande. Dort können die Verleger nicht wählen, ob sie Google zur Kasse bitten wollen. Am heutigen Tag, dem 16. Dezember, schließt in Spanien der Nachrichtendienst Google News. Das neue spanische [...]
Weiterlesen »

5 Lesetipps für den 4. Dezember

In unseren Lesetipps geht es um die Folgen des Vinyl-Booms, Reddit, Papier fordert Grundrecht für IT-Sicherheit, das Leistungsschutzrecht und Social Media. Ergänzungen erwünscht.

  • VINYL Digital Trends: Vinyl Sales On Pace To Exceed 7 Million, But At What Cost?: Ich habe vor fast 12 Jahren meinen ersten eigenen Schallplattenspieler geschenkt bekommen und das erste Mal seit meiner Kindheit Ende 1980er Jahre wieder Schallplatten gehört. In den letzten Jahren habe ich mir nur noch Schallplatten (und MP3s) statt CDs gekauft und andere taten dies ebenso. Seit Jahren steigen die Verkaufszahlen für Schallplatten, aber ohne Investitionen in die Industrie, wie Keith Nelson Jr. erklärt. Seit Anfang der 1980er wurden keine neuen Schallplattenpressen mehr gebaut. Das oder mein Verkaufsverhalten, muss sich ändern.

  • REDDIT torial Blog: Reddit, die soziale Erbsensuppe: „Reddit ist wie Erbsensuppe“ – das ist zwar der ungewöhnlichste Einstieg in einen Erklärartikel und ich kann die optische Kritik, zumindest an der Erbsensuppe, auch nicht nachvollziehen, aber Johannes Wendt erklärt im torial-Blog sehr lesenswert, was es mit diesem besonderen sozialen Netzwerk auf sich hat. Ich nutze es zumindest schon ab und zu für meine Arbeit oder um mich unterhalten zu lassen, aber man spürt, dass sehr viel Potenzial in Reddit steckt. Es lohnt sich nach der Lektüre dieses Artikels vielleicht einmal auf Reddit umzuschauen.

  • ÜBERWACHUNG Golem.de: Papier fordert Grundrecht auf IT-Sicherheit: Auf einer Veranstaltung des Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG) machte sich der frühere Präsident des Bundesverfassungsgericht, Hans-Jürgen Papier, für ein Grundrecht auf IT-Sicherheit stark. Er fordert, dass der Staat eine sichere und vertrauenswürdige Kommunikation seiner Bürger garantieren können muss. Auf Golem.de schreibt Friedhelm Greis über den Abend.

  • LEISTUNGSSCHUTZRECHT Golem.de: Experten zerpflücken das Leistungsschutzrecht: Gestern gab es im Bundestagsausschuss „Digitale Agenda“ ein öffentliches Fachgespräch zur Reform des Urheberrechts. Die eingeladenen Sachverständigen aller Fraktionen waren sich einig, dass das umstrittene und nur Schaden anrichtende Leistungsschutzrecht für Presseverlage abgeschafft werden muss. Mal schauen, wie die Abgeordneten der Regierungsparteien damit umgehen. Wie mit der Störerhaftung umgegangen werden soll, beantworteten die Experten dann aber sehr unterschiedlich. Eine spannende Sitzung, die man auch auf Twitter unter dem Hashtag #BTADA ergänzend nachlesen sollte.

  • SOCIAL MEDIA The Conversation: Balotelli Instagram blunder shows how badly players need social media support: Gegen Rassismus muss sich der italienische Fußballer Mario Balotelli schon seine ganze Karriere über zur Wehr setzen, wahrscheinlich sogar schon viel länger. Mit der stärkeren Kommunikation von Profi-Sportlern in sozialen Netzwerken wird Rassismus auch hier sichtbarer, was laut dem Journalismus-Dozenten Daniel Kilvington dazu führen muss, dass die Sportverbände ihnen eine Form der Unterstützung in den sozialen Medien gegeben werden muss. Zum einen um das Problem in seiner ganzen Breite zu bekämpfen, zum anderen um Spielern, die vielleicht damit überfordert sind, zu helfen darauf zu reagieren und damit umzugehen.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten „vorgeblättert“ START.

Weiterlesen »

5 Lesetipps für den 26. November

In unseren Lesetipps geht es um Netzneutralität, mobile Fotografie, das Leistungsschutzrecht, festliches Social Media und ein Projekt der hr-Volontäre. Ergänzungen erwünscht.

  • NETZNEUTRALITÄT Deutschlandfunk: Von Datenstaus und Monopolen: Vor dem Provider sind alle Daten gleich – oder nicht? Internetbetreiber wie die Deutsche Telekom möchten mit Online-Diensten kooperieren, um am Geschäft im Internet mitzuverdienen. Aktivisten und Verbraucherschützer warnen vor einem Zwei-Klassen-Internet. In einem hörenswerten (und nachlesbaren) Beitrag hat sich unsere Autorin Jenny Genzmer im Rahmen ihres Volontariats mit der Debatte um Netzneutralität auseinandergesetzt.

  • FOTOGRAFIE LightBox: How Smartphones Have Changed the Way We Experience Photography: Im Lightbox genannten Foto-Blog der New York Times hat Krystal Grow einen lesenswerten Artikel über die Wirkung von Smartphones auf unsere Wahrnehmung von Fotografie geschrieben. Schon immer war Fotografie das Ergebnis der technischen Möglichkeiten und mit den Smartphones hat nun jeder Mensch die Möglichkeit ein Foto zu machen. Und nicht nur eins. In der Masse der so einen Auftrieb erfahrenen Fotografie finden sich neue Kunstwerke wieder, die auf das Teilen der Erfahrung setzen und nicht des Moments, der bei den bisherigen Produktionsmethoden im Vordergrund stand.

  • LEISTUNGSSCHUTZRECHT Internet-Law: Grüne und Linke fordern Abschaffung des Leistungsschutzrechts für Presseerzeugnisse: Die beiden im Bundestag vertretenden Oppositionsparteien haben gemeinsam einen Gesetzesentwurf auf Abschaffung des von Anfang an viel kritisierten Leistungsschutzrecht für Presseverlage gestellt. Leider trat genau das ein, was Kritiker stets betonten: Google wird die Muskeln spielen lassen, die Presseverlage dann einknicken und am Ende wird das Gesetz vor allem auf Startups eine Innovation verhindernde Wirkung haben. Es wird spannend zu beobachten sein, wie die SPD reagiert. Als Oppositionspartei war sie selbst dagegen, jetzt kann sie den Worten als Regierungspartei auch Taten folgen lassen.

  • SOCIAL MEDIA CNET: Facebook, Twitter ruining Christmas, says bishop: Vor dem von Traditionen geradezu übersprudelnden Weihnachtsfest ist stets eine gute Zeit, einmal in Ruhe über neue Angewohnheiten nachzudenken. Manche kommen dabei zu dem wenig überraschendem Ergebnis, dass diese modernen Medien vielleicht etwas unpersönlich sind. Ein britischer Bischof hat sich deshalb vorgenommen, zur Weihnachtszeit auf die sozialen Netzwerke zu verzichten und liebe 60 handgeschriebene Grußkarten zu versenden. Eine nette Geste, über die man zu Weihnachten nachdenken kann, gleich nachdem man ergründet hat, warum diese nette Idee einen Artikel wert war.

  • NACHTAKTIV Hessischer Rundfunk: 8 mal nacht: Im morgendlichen Krautreporter-Newsletter habe ich die Website „8 mal nacht“ der Volontäre des Hessischen Rundfunks gefunden, die acht verschiedene Arten zeigen, wie man die Nacht verbringen kann. Für manche der Nachwuchsjournalisten eine persönliche Grenzerfahrung, sei es beim Telefonsex, der Sauftour oder dem nächtlichen Training im Fitnessstudio. Was an sich ein Übungsprojekt ist, stellt sich zugleich als sehr lesenswertes und schick dargestelltes Rechercheexperiment heraus, dass interessante Einblicke in die hessische Nacht gibt.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten „vorgeblättert“ START.

Weiterlesen »

5 Lesetipps für den 17. November

In unseren Lesetipps geht es um Apple Pay, eine Partnerschaft zwischen Uber und Spotify, Axel Springer und das Leistungsschutzrecht, Facebook at Work und den Bundesnachrichtendienst. Ergänzungen erwünscht.

  • APPLE PAY New York Times: Apple Pay Gives Glimpse of Mainstream Appeal for Mobile Payments: Vor drei Wochen ist Apples mobiler Bezahldienst Apple Pay gestartet. Nun gibt es erste Zahlen, die zeigen, dass Apple Pay und andere mobile Bezahldienste auf den Weg in den Mainstream sind. So konnten zahlreiche Handelsketten und andere Anbieter von Apple Pay in den USA eine deutliche Steigerung erkennen. Bis der Dienst jedoch endgültig im Mainstream angekommen ist, dürften noch einige Jahre vergehen, schätzen Experten.

  • UBER CNET: Uber and Spotify set to announce partnership?: Wie es scheint, planen Uber und Spotify eine Partnerschaft, bei der die Kunden von Uber unterwegs ihre Playlists des Streamingdienstes weiterhören können. Dafür sollen die beiden Unternehmen ein System entwickelt haben, bei dem die Kunden einfach nur in ein Fahrzeug von Uber einsteigen müssen, wo dann automatisch das gerade gespielte Lied weitergespielt wird. Wie diese Technologie funktionieren soll, ist noch nicht bekannt, doch planen die beiden Unternehmen wohl zeitnah eine gemeinsame Vorstellung der Partnerschaft.

  • LEISTUNGSSCHUTZRECHT Online Marketing Rockstars: So streitet ein Springer-Mitarbeiter mit Döpfner über das Leistungsschutzrecht: Sebastian Ginter, Entwickler bei einer Tochter von Axel Springer, hat sich per Mail an den Vorstandsvorsitzenden Mathias Döpfner gewandt und diesem mitgeteilt, dass er sich schäme für Axel Springer zu arbeiten. Grund hierfür sei, dass Springer mit dem Durchsetzen des Leistungsschutzrechtes versuche, allseits gültige Wirtschaftsprinzipien auf den Kopf zu stellen. Döpfner antwortet auf diese Vorwürfe erstaunlich souverän und ein reger Dialog zwischen den beiden entspinnt. Online Marketing Rockstars hat diesen Mail-Wechsel dokumentiert.

  • FACEBOOK FAZ: Neues Firmenprodukt geplant: Facebook will das Büro erobern: Facebook möchte Xing und LinkedIn Konkurrenz machen, denn das soziale Netzwerk will nun auch in der Arbeitswelt deutlich mehr Präsenz zeigen. „Facebook at work“ soll dafür die Möglichkeit bieten mit Kollegen zu chatten, professionelle Kontakte zu erwerben und gemeinsam an Dokumenten zu arbeiten. Damit möchte das Unternehmen aus dem Silicon Valley gleichzeitig auch einen Angriff auf Cloud- und Softwaredienset wie Google Drive oder Microsoft Office starten.

  • BUNDESNACHRICHTENDIENST Golem: IMHO: Die Anarchos vom BND: Wie im NSA-Untersuchungsausschuss deutlich wurde, scheint der BND eine eigene Rechsauffassung zu haben. Beispielsweise vertritt der Bundesnachrichtendienst die Auffassung, dass im Weltraum gar keine Gesetze gelten und dies ein rechtsfreier Raum sei. Dazu haben laut dem BND Funktionsträger keinen Anspruch auf die Grundrechte. Warum dies rechtlich aber nicht stimmt, hat Golem anhand von insgesamt drei Beispielen deutlich gemacht und damit eine Diskussion angestoßen.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten „vorgeblättert“ START.

Weiterlesen »

5 Lesetipps für den 7. November

In unseren Lesetipps geht es heute um einen Hoax, die Debatte um die Linkspartei, Kreativität und Urheberrecht, das Leistungsschutzrecht, sowie Selbstmord. Ergänzungen erwünscht.

  • HOAX Stern: Nacktfoto-Skandal war ein Fake: Auf Stern.de schreibt Jens Wiesner über einen interessanten Aspekt der Folgen von Emma Watsons HeForShe-Rede. Angebliche Hacker hatten im Anschluss an ihre Männer ebenfalls in Verantwortung für Frauenrechte nehmende Rede gedroht, Nacktbilder von ihr zu veröffentlichen. Die Frist verstrich nun, auf der Seite schreibt eine zweifelhafte Marketing-Agentur, dass es sich um einen Hoax handelt und man die Aufmerksamkeit nutzen wollte, um sich für Zensur im Internet einzusetzen. Doch der Hoax, den mehrere Medien wiedergegeben haben, scheint noch lange nicht zu Ende zu sein.

  • DIE LINKE Süddeutsche Zeitung: Gaucks Linken-Warnung bei Anne Will: Eigentlich können wir uns glücklich schätzen, so viele Politiksendungen im deutschen Fernsehen zu haben, doch oft sind die sehr schlecht. Die letzte Sendung von Anne Will war da mal eine willkommene Ausnahme, wie Markus Schulte von Drach auf Süddeutsche.de bestätigt. Die Debatte um einen linken Ministerpräsident und die Kritik daran von Bundespräsident Joachim Gauck wurde sehr gut geführt und Anke Domscheidt-Berg wies auf einen auch unabhängig von dieser Debatte interessanten Fakt hin: die Linkspartei ist die einzige Partei, „die im Bundestag noch nie einem verfassungswidrigen Überwachungs- und Sicherheitsgesetz zugestimmt hat“.

  • YOUTUBE Broadmark: Die Sache mit dem Urheberrecht: Im YouTube-Branchenmagazin Broadmark schreibt der Kolumnist Lars-Sören Steck darüber, wie wichtig das Thema Urheberrecht für Webvideoproduzenten sind. Dabei geht er auch auf einen oft unter den Tisch gekehrten Aspekt der hierzulande sehr strikten Regelung von Nutzungsrechten ein: das Urheberrecht schadet oft der Kreativität. Eine Lösung ist, und die benennt Steck auch, die Nutzung von Creative Commons, denn hier sind die Werke (zumindest meistens) frei wie in Freiheit und nicht nur wie in Freibier.

  • LEISTUNGSSCHUTZRECHT Kress: EU-Kommissar Oettinger eilt Verlegern zu Hilfe: Beim Publishers‘ Summit des Verbandes Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) zeigte sich mal wieder, wie sehr die Politik der Lobby nach dem Mund redet. Im Falle von Günther Oettinger, der am Dienstag hinter verschlossenen Türen einen halbwegs guten Eindruck hinterließ, war das in diesem Fall nur lächerlich, denn er plädierte für die Einführung eines europäischen Leistungsschutzrechts. Und das in der Woche, in der selbst die treibende Kraft hinter diesem Gesetz, der Presseverlag Axel Springer, freiwillig darauf verzichtet. Auch Olaf Scholz folgte einem Wunsch der Presseverlage, auch bei ihm wenig überraschend, und setzt sich dafür ein, dass es eine einheitliche (natürlich niedrigere) Mehrwertsteuer für gedruckte und digitale Medien gibt.

  • REPORTERPREIS Die Welt: „Bitte verzeih mir. dein lieber Sohn“: Am 1. Dezember wird der Reporterpreis „Egon-Erwin-Kisch-Preis“ verliehen. Unter den Nominierten ist auch ein Text von Erwin Koch über den Selbstmord eines Jungen, der zwar einen Abschiedsbrief hinterlassen hat, aber nie erklärte, warum er sich das Leben nahm. Der Text ist vor einem Jahr veröffentlicht wurden, aber der beste Artikel, den ich in den letzten zwölf Monaten gelesen habe und ihn deshalb hier empfehle. Ein sehr nachdenklich machender Text.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten „vorgeblättert“ START.

Weiterlesen »

5 Lesetipps für den 6. November

In unseren Lesetipps geht es um Apps für Geschichte und Nachrichten, Sicherheit oder Komfort, eine Studie zu offenem WLAN und das Leistungsschutzrecht. Ergänzungen erwünscht.

  • GESCHICHTE Politik Digital: Timetraveler-App „The Berlin Wall“: Die Deutschen feiern Feste zwar nicht gerade wie sie fallen, z.B. zu den Jahrestagen der Reichsprogromnacht oder den beiden Weltkriegen wurde nur halb so viel Wirbel gemacht wie jetzt zum Gedenken an den Mauerfall, aber wenn sie es mal tun, spielen auch Apps eine immer größere Rolle in der Wahrnehmung von Geschichte. Auf Politik Digital stellt Pia Thiele die App „The Berlin Wall“ vor, mit der man durch Augmented Reality eine Zeitreise machen kann.

  • NACHRICHTEN New York Times: Flipboard, Circa and Other Apps to Keep Track of the News: In der New York Times stellt Kit Eaton ein paar Nachrichten-Apps vor, mit denen viele Menschen bereits Journalismus gebündelt konsumieren. Natürlich fehlt auch nicht die eigene App „NYT Now“, aber der Artikel ist allgemein interessant und bietet einen guten Überblick. Mit Circa wird auch ein spannender Dienst vorgestellt, der bereits plant, nach Deutschland zu kommen.

  • SICHERHEIT Wired: Dropbox-Chef antwortet auf Snowdens Kritik: Bei der Nutzung von digitalen Diensten muss man in der Post-Snowden-Ära einen Kompromiss zwischen Sicherheit und Komfort machen. Was Bundesinnenminister Thomas de Maizière immer wieder betont, hat gestern auch Dropbox-CEO Drew Houston auf dem Dubliner Web Summit gesagt und damit auf Snowdens Kritik reagiert. „Es ist eben ein Trade-off zwischen Komfort und Sicherheit“ zitiert ihn Timo Brücken auf Wired.de. Da trifft er einen wunden Punkt, denn darüber dass Verschlüsselung zu kompliziert sei, um sie im Alltag zu nutzen, wird immer wieder geklagt. Das muss aber nicht so bleiben. Eine Perspektive, die auch für Thomas de Maizière interessant sein kann.

  • OFFENES WLAN Deutschlandfunk: Extrem wenig offene Netze in Deutschland: Bei der gestrigen #cnight, einer netzpolitischen Veranstaltung der CDU (Bericht folgt auf Netzpiloten.de), drehte sich die erste Frage aus dem Publikum um das Thema freies und offenes WLAN. Was in Berlin und anderswo als Tourismus-Extra dargestellt wird, wurde von der Politik noch immer nicht als für die Innovation der Wirtschaft entscheidendes Element angesehen. Zwar soll die Störerhaftung abgeschafft werden, aber auch nur fürs Gewerbe – Flickwerk anstatt eine richtige Lösung. In einem Deutschlandfunk-Beitrag zeigt Philip Banse auf, dass es gerade in Deutschland extrem wenig offene Netze gibt und stellt eine neue Studie vor, die nach den Gründen dafür gesucht hat.

  • LEISTUNGSSCHUTZRECHT Stefan Niggemeiers Blog: Google bekommt Vorzugsbehandlung von Axel Springer: Das Leistungsschutzrecht für Presseverlage ist mit Springers Entschluss, Google eine „Gratis-Lizenz“ einzuräumen, endgültig gescheitert und noch ein Stück absurder geworden. Es ist das eingetreten, wovor seit Jahren gewarnt wurde. Die großen Presseverlage kapitulieren früher oder später, verzichten auf die Anwendung des Gesetzes, welches aber weiterhin bestehen bleibt und deshalb vor allem die kleinen Marktteilnehmer trifft, gegenüber die Presseverlage weiterhin auf Zahlungen bestehen werden. Wenn Axel Springer seinen wichtigsten Werbepartner mit dem Leistungsschutzrecht helfen wollte, haben sie das perfekt getan.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten „vorgeblättert“ START.

Weiterlesen »

5 Lesetipps für den 24. Oktober

In unseren Lesetipps geht es um die Apps der Zukunft, framende Links im Urheberrecht, Journalismus, USA vs. China und das wirkungslose Leistungsschutzrecht. Ergänzungen erwünscht.

  • APPS Inside Intercom: The End Of Apps As We Know Them: Die Apps der Zukunft werden vor allem als System funktionieren und nicht als das Ziel eines Nutzers. Karten werden dabei das vorwiegend genutzte Format sein, mit einem Design das weitaus weitergehen wird als heutzutage Responsive Design. Benachrichtigungen und die Integration interagierender Dienste wird dabei selbstverständlich sein und Apps über verschiedene Betriebssysteme gleich gut funktionieren. Irgendwie scheint die Zukunft richtig schick und praktisch zu werden.

  • URHEBERRECHT Golem.de: Framende Links sind keine Urheberrechtsverletzung: Auf Golem.de schreibt Achim Sawall über die jüngste Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs, der entschieden hat, dass framende Links, wie etwa auf ein Youtube-Video bei Facebook, keine Urheberechtsverletzung darstellen. Dem Argument der vor Gericht tätigen Kanzlei Knies & Albrecht, die an dem Beschluss beteiligt war, wurde mit dem Urteil gefolgt. Sie argumentierte, dass es sich nicht um eine öffentliche Wiedergabe im Sinne der Richtlinie zur Informationsgesellschaft handelt, solange sich die Wiedergabe nicht an ein neues Publikum wende und keine andere Wiedergabetechnik einsetze.

  • JOURNALISMUS Digiday: What journalists learn when they become entrepreneurs: Vor drei Jahren stellte eine Studie der Columbia Journalismus-Schule fest, dass Journalisten sich nicht um ihre eigene Branche kümmern. Lucia Moses hat sich für Digiday mit drei Journalisten unterhalten, die eigene Startups gegründet haben, um Journalismus betreiben zu können. Jessica Lessin von The Information, Ryan Singel von Contextly und Nicholas White von The Daily Dot berichten über ihre Erfahrungen.

  • CHINA PandoDaily: We asked Yahoo cofounder Jerry Yang: How much will China’s tech companies shape the new global economy?: Es könnte natürlich sein, dass die chinesische Regierung ihre eigenen Internetunternehmen aus Angst vor dem kapitalistischen Kontrollverlust über sie noch selber bremst, aber wenn nicht, könnte der chinesische Markt auch der entscheidende für die digitale Wirtschaft werden. Davon geht Yahoo-Mitgründer Jerry Yang aus, wie er beim PandoMonthly erklärte. Die USA, die ähnlich wie China noch einen für Nachfrage sorgenden Binnenmarkt besitzt, könnte vielleicht ein starker Konkurrent bleiben, aber von Europa, nicht ohne Grund, hat an dem Abend niemand gesprochen.

  • LEISTUNGSSCHUTZRECHT Golem.de: Streit zwischen Verlagen und Google geht weiter: Das Leistungsschutzrecht für Presseverlage hat eine lange Reise hinter sich, die wohl noch etwas weitergehen wird. Erst war es eine Schnapsidee der Presseverlage, dann der Beleg für undemokratischen Einfluss von Lobbyismus, nach Beschluss eine Gefahr für die Pressefreiheit, in Kraft getreten nur noch wirkungslos und jetzt wird es langsam aber sicher lächerlich. Google blieb stur, fast alle Presseverlage knickten ein und der das Gesetz erfundene Verlag Axel Springer lässt einige seiner Medien auf das Leistungsschutzrecht bestehen, weshalb sie nur noch verkürzt in den Suchergebnissen dargestellt werden, andere Medien werden aber wie bisher angezeigt werden. Wie kann man eigentlich als Gesellschaft solchen Unternehmen etwas so wichtiges wie Journalismus antun?

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten „vorgeblättert“ START.

Weiterlesen »

5 Lesetipps für den 16. September

In unseren Lesetipps geht es heute um Netflix, Googles Ambitionen mit Android One, Facebooks Unvollkommenheit, das Leistungsschutzrecht und Blogging. Ergänzungen erwünscht.

  • NETFLIX Wall Street Journal: Netflix startet in Deutschland: Es ist Dienstag und Netflix ist in Deutschland angekommen. Und auch wenn jetzt schon klar ist, dass die Inhalte nicht mit dem viel gelobten Programm in den USA mithalten werden, wird es spannend sein, wie der Streaming-Dienst sich in Deutschland machen wird. Bisher konnten Anbieter hier nicht gerade mit spannender Vielfalt überzeugen und das Netflix sich diverse Filme mit Til Schweiger für ze Germans gesichert hat, lässt mich daran zweifeln, dass das in absehbarer Zeit besser wird. Nichtsdestotrotz verdient das von Reed Hastings gegründete Unternehmen Beachtung und die gibt ihm Jörgen Camrath auf den Seiten des Wall Street Journal.

  • ANDROID ONE Official Google Blog: For the next five billion: Dieser Lesetipp ist zwar ein Blogpost auf einem Firmenblog und damit sicher durch Dutzende Marketing-Korrekturschleifen gegangen, aber davon mal abgesehen zeichnet Googles Android-Chef Sundar Pichai ein interessantes Bild vom Nutzen preiswerter Smartphones, in denen hochwertige Technik verbaut ist. Google möchte das mit der „Android One“-Reihe schaffen und die Welt würde wahrscheinlich wirklich eine andere sein, wenn Menschen mit wirklich niedrigen Einkommen, egal in welchen Ländern, Zugang zu Technologien haben, die sie mit dem Internet verbinden. Also lest bitte zwischen den Zeilen, denn warum Google das macht, ist ein über die Interessen einer Firma hinausgehendes Problem bzw. Möglichkeit unserer globalisierten Welt.

  • FACEBOOK Re/code: Facebook Will Never Perfect Mobile — And That’s Okay: Das die Facebook-App ein großer Mist ist, wäre mir an sich kein Lesetipp wert, auch nicht, dass das sogar Facebooks Chefingenieur Jay Parikh offen zugibt. Aber der Gedanke, dass in der sich stets weiterentwickelnden Digitalisierung sowieso nie Perfektion erzielt werden kann und das sich sogar das als „Mobile-first“-Unternehmen bezeichnende Facebook damit abfindet ist interessant, denn dieser Raum für Verbesserung wird Facebooks Grundlage sein, die Marke von zwei Milliarden Nutzern zu erreichen. Ist das getan, wird die mobile Nutzung voran geschritten sein, die App ihr wieder hinterher hinken und Facebook Möglichkeiten haben, durch Verbesserung drei Milliarden Nutzer anzuvisieren. Unvollkommenheit kann ganz schön lukrativ sein.

  • LEISTUNGSSCHUTZRECHT Zeit Online: Das Leistungsschutzrecht kennt bisher nur Verlierer: Während die das Leistungsschutzrecht durchgesetzten Presseverlage von Google immer noch kein Geld für die Snippets im Nachrichten-Aggregatordienst Google News haben wollen, ziehen kleinere Suchmaschinen schon Konsequenzen und listen bestimmte Verlage aus den Suchergebnissen aus. Auf Zeit Online erklärt Patrick Beuth, warum T-Online und das Unternehmen 1&1 mit seinen Marken GMX und Web.de sich zu diesem Schritt entschieden haben.

  • BLOGGING LinkedIn: How I Write Blogs: Und zum Schluss noch eine wirklich lesenswerte Motivation, warum man ein Blog führen sollte, von niemand geringeren als Virgin-Gründer Richard Branson, der auf seinem LinkedIn-Blog erklärt, wie und warum er eigentlich so viel bloggt. Besonders gut gefällt mir, neben der mal wirklich existierenden Authentizität bei seinen Blogposts, dass für Branson das Bloggen nicht nur ein Weg der Kommunikation seiner Agenda ist, sondern Ausgangspunkt von Debatten, die dann vor allem in den sozialen Medien weitergeführt werden.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten „vorgeblättert“ START.

Weiterlesen »

5 Lesetipps für den 25. August

In unseren Lesetipps geht es heute um den Börsengang von Rocket Internet, das Leistungsschutzrecht, Künstliche Intelligenz, Newsletter und die Online-Strategie des Playboy. Ergänzungen erwünscht.

  • ROCKET INTERNET Manager Magazin: Rockets Drehbuch für den Börsengang: Der Börsengang eines großen Technologie-Unternehmens ist manchmal mehr Show als Business und das aus gutem Grund: ein Drehbuch schreibt die Geschichte vorab. Vor dem Hintergrund des mutmaßlich anstehenden Börsengangs von Rocket Internet, erklärt Andrea Rungg auf Manager-Magazin.de, wie so ein Börsengang abläuft und bei wem die Samwer-Brüder diesmal kopiert haben.

  • LEISTUNGSSCHUTZRECHT iRights: Weshalb das Kartellamt die Google-Beschwerde der VG Media ablehnt: Eigentlich ist es nach der Aufhebung diverser Gesetze durch das Bundesverfassungsgericht ein weiteres Signal für die Inkompetenz der Bundesregierung, doch zumindest wahren einige Institutionen die Ordnung im Lande: das Bundeskartellamt hat die Beschwerde der VG Media gegen Google abgewiesen und damit ein Versäumnis der Politik ausgebessert. Das Kartellamt sieht Google nicht in der Pflicht Lizenzen aufgrund des Leistungsschutzrecht von den Verlegern zu erwerben und das Kartell der Großverlage scheint demnächst selbst in den Fokus des Kartellamts zu rücken. Mit einer vernünftigen Politik unter Angela Merkel, egal mit welchem Koalitionspartner, wäre das alles nicht nötig gewesen.

  • KÜNSTLICHE INTELLIGENZ Vox: Will artificial intelligence destroy humanity? Here are 5 reasons not to worry.: Endlich kann ich wieder ruhig schlafen und das nur aufgrund dieser fünf Punkte von Timothy B. Lee, die erklären, warum wir uns nicht davor fürchten müssen, ob Künstliche Intelligenz die Menschheit zerstören wird oder nicht. Denn wie in Hollywoods besten Filmen kommt es dann doch nicht. Punkt 4, für Macht braucht man Beziehungen und nicht Intelligenz, finde ich noch am verständlichsten, aber Punkt 5 kann richtig gut diskutiert werden: Je mehr Intelligenz in der Welt existiert, desto weniger wertvoll wird sie. Gelten die Gesetze des Kapitalismus hier wirklich?

  • NEWSLETTER do-s.de: Die Renaissance der E-Mail: In seinem technisch höchst interessant selbst aufgesetzten Blog schreibt der Journalist Dominik Schmidt über die Renaissance der E-Mail und ihren Bedeutungsgewinn, trotz sozialer Netzwerke. Ein schon lang diskutiertes Geheimnis, dass so manches Thema im hinterem Raumende einer Journalismus-Veranstaltung ist und den auch wir bestätigen können, denn neben unseren Leserzahlen wächst nichts so schnell wie die Abonnenten unserer Newsletter. Für Medien, in den USA ist man hier natürlich auch schon weiter, aber für Blogger, stecken hier enorme Potenziale drin.

  • PLAYBOY Digiday: Playboy goes (mostly) smut-free for a digital rebrand: An sich ist die Digitalisierung für die Erotik-Branche bisher mehr Segen als Fluch, doch gerade ein Magazin wie der „Playboy“, ein Medium, dass vor allem aus Content in Form von Artikeln und Bilder setzt, steht vor den gleichen Herausforderungen wie alle anderen Medien auch. Deshalb lohnt sich ein Blick in die Online-Strategie des Verlages, denn die Voraussetzungen ähneln denen anderer Medien: mehr als 60 Prozent der Leser kommen aus den sozialen Netzwerken, klassische Playboy-Leser sind nicht an Medien wie BuzzFeed oder GQ interessiert und lesen den Playboy sowieso ja schon seit Jahren nur wegen der Artikel.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten „vorgeblättert“ START.

Weiterlesen »

5 Lesetipps für den 7. August

In unseren Lesetipps geht es heute um ein Jahr Leistungsschutzrecht, Journalismus auf Smartphones, Roboter bei der Arbeit, Sponsored Post in der New York Times und Netzneutralität. Ergänzungen erwünscht.

  • LEISTUNGSSCHUTZRECHT WSJ.de: Außer Spesen bislang nichts gewesen: Am 1. August 2013 trat das Leistungsschutzrecht für Presseverlage in Kraft. Die deutsche Medien-Lobby hatte es geschafft, dass die damalige Bundesregierung aus CDU/CSU und FDP, sowie Teile der SPD im Bundesrat, ein absolut sinnloses Gesetz beschließen, dass rein gar nichts mit dem Urheberrecht zu tun hat und nur gegen Google und andere online erfolgreicher agierende Internet-Unternehmen gedacht war. Das Leistungsschutzrecht für Presseverlage ist ein an sich beeindruckendes Beispiel von Macht, dass aber auch nach einem Jahr mehr Schaden als Nutzen anrichtete, wie Stephan Dörner in der deutschsprachigen Ausgabe der Wall Street Journal dokumentiert.

  • MOBILE FIRST Wired.com: How the Smartphone Ushered In a Golden Age of Journalism: In unseren gestrigen Lesetipps haben wir auf einen lesenswerten Artikel von Ricardo Bilton auf Digiday hingewiesen, der erklärte, dass eine Mobile First-Strategie zu kurz gedacht ist, da je nach Tageszeit auch der Desktop sehr relevant zum Lesen von Inhalten ist. Das stimmt, aber warum trotzdem eine gute Mobile First-Strategie wichtig ist, erklärt Frank Rose auf Wired.com, denn Smartphones & Co. sind wahrscheinlich wirklich der Anfang für eine wirklich goldene Zeit im Journalismus.

  • ROBOTER Theguardian.com: Will robots take our jobs? Experts can’t decide: Auch wenn es bei mancher Lektüre oft so scheint, als ob für die Innovation von morgen schon Hopfen und Mal verloren ist, interessieren sich noch manche Menschen dafür, was bzw. wer kommen wird. Das Pew Research Institut hat über 2.000 Experten zur Zukunft der Arbeit interviewt und diesmal ging es knapp Pro Roboter aus. 52 Prozent der Befragten sehen die zukünftige Entwicklung optimistisch, 48 Prozent nicht. Alex Hern fasst den Report im Guardian lesenswert zusammen und verweist auch auf andere lesenswerte Berichte von Pew Research.

  • SPONSORED POST The Dish: The NYT Caves Further To Sponsored Content: Es muss für Journalismus-Nostalgiker, oder netter ausgedrückt Romantiker, ein Grauen sein, dass gerade die große New York Times mit Siebenmeilenstiefeln in eine Zukunft des Journalismus voranschreitet, in den Sponsored Post eine grundlegende Bedeutung zur Finanzierung von journalistischen Inhalten sind. Das muss nicht immer positiv sein, wie John Oliver vortrefflich erklärt, kann aber auch Positives schaffen, wie uns zum Beispiel. Aber auch uns überrascht die Konsequenz der New York Times, die Andrew Sullivan in seinem Blog The Dish erklärt.

  • NETZNEUTRALITÄT t3n: 4 Gründe, warum Netzneutralität wichtig ist – und gerade Startups dafür kämpfen müssen: Unser ehemaliger Netzpiloten ist gerade für t3n im Silicon Valley und hat abe rnoch Zeit gefunden, eine lesenswerte Analyse zu schreiben, warum die Netzneutralität als Garant für Fortschritt und Innovation im Netz und das Rückgrat der Wettbewerbsfähigkeit gerade für junge Startups von besonderem Interesse ist. Doch anders als in USA interessiert sich die europäische Digitalwirtschaft noch zu wenig für ihren Erhalt. Etwas, dass sich schnell ändern sollte.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten „vorgeblättert“ START.

Weiterlesen »

5 Lesetipps für den 28. Juli

In unseren Lesetipps geht es heute um den Mindestlohn im Journalismus, Mode und Internet, Medienwandel und Medienwirkung, sowie das Leistungsschutzrecht in Spanien. Ergänzungen erwünscht.

  • MINDESTLOHN Netzkolumnistin: Mindestlohn für Praktikanten auch im Journalismus: Der Mindestlohn für Praktikanten würde im Journalismus neue Ungerechtigkeiten schaffen, schreiben Jana Gioia Baurmann und Alina Fichter in der aktuellen Ausgabe der Zeit. Sie freuen sich, dass in letzter Sekunde eine Ausnahme vereinbart wurde – das sei ein großes “Glück” für angehende Journalisten. Von wegen! Die Argumentation hinkt und blendet wichtige Aspekte aus, wie Angela Gruber in ihrem Blog erklärt.
  • SOCIAL FASHION Süddeutsche.de: Veränderungen in der Modebranche: Auf Süddeutsche.de schreibt Nicole Urbschat, wie das Internet in den letzten 15 Jahren die Fashionbranche verändert hat, denn heutzutage sind die wichtigsten Schaufenster der Modebranche die Displays der Smartphones. Instagram & Co. haben die Mode aus ihrem Elfenbeinturm geholt und machen sich Vernetzung. E-Commerce und Selbstdarstellung zunutze.
  • MEDIENWANDEL Medium: I could spend days just wandering through The New York Times’ ancient archives. Indeed, I have…: Jeff Jarvis stöbert zur Zeit gerne in den Archiven der New York Times herum und hat dabei einen interessanten Kommentar zur Einführung der Fotografie in den Journalismus aus dem Jahr 1903 gefunden. Das es nun Fotografen in den Redaktionen gab, führte zur Disruption des Berufes Illustrator, wovon es bei den damaligen Zeitungen rund 85 Stück gab. Sie malten, was sie sahen oder was andere Journalisten mithilfe des Telegrafen ihnen mitteilten.
  • MEDIENWIRKUNG DRadio Wissen: Einfluss von Unterhaltungssendungen: In einem Beitrag für DRadio Wissen setzt sich Katrin Ohlendorf mit dem sogenannten „Simpsons-Experiment“ auseinander. Der Medienwirkungsforscher Carsten Wünsch konnte tatsächlich nachweisen, dass unterhaltende Medienangebote wie Filme oder Serien unsere politischen Einstellungen beeinflussen und sich auch auf die journalistische Wahrnehmung gesellschaftspolitischer Fragen beeinflussen.
  • LEISTUNGSSCHUTZRECHT Golem: Spanien besteuert Hyperlinks: In Spanien wurde vergangene Woche eine der sinnlosesten Verschärfungen des Urheberrechts beschlossen, von der ich jemals gehört habe. Um stärker gegen unautorisierte Downloads vorzugehen, hat die Regierung beschlossen, für kleinste Textzitate und sogar Hyperlinks eine Abgabe zu verlangen. Das Gesetz beruht, wie das spanische Kultusministerium kritisierte, auf einer „von Interessengruppen in Auftrag gegebene Meinungsstudie„. Die Ähnlichkeiten zum Leistungsschutzrecht sind frappierend.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten „vorgeblättert“ START.

Weiterlesen »

5 Lesetipps für den 24. Juli

In unseren Lesetipps geht es heute um Journalismus via WhatsApp, das Leistungsschutzrecht, einen Hackerspace in Magdeburg, Drohnen und lesenswerte Medienkritik. Ergänzungen erwünscht.

  • JOURNALISMUS BBC: How BBC News covered Indian elections on WhatsApp and WeChat: In einem Blogeintrag gibt Trushar Barot vom Social Media Hub der BBC einen Einblick in eines der wohl spannendsten Experimente im Journalismus in diesem Jahr. Bei den Wahlen in Indien, Nigeria und Südafrika setzte die BBC die Chat-Dienste WhatsApp und WeChat ein, um ein unvorstellbar großes Millionenpublikum zu erreichen. Die BBC ist weltweit die erste Nachrichtenorganisation, die mit diesen Plattformen experimentierte.
  • LEISTUNGSSCHUTZRECHT iRights.info: Gesetze wie Bananensoftware – sollen bei den Anwendern reifen: Mit einer kleinen Anfrage erkundigte sich die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen bei der Bundesregierung, wie es mit der Umsetzung des Leistungsschutzrechts für Presseverleger (LSR) aussieht. Die Antwort zeigt, dass die Regierung selbst nicht weiß, wie das offenkundig unausgereifte LSR jemals funktionieren soll – und dass ihr das offenbar egal ist, wie der Journalist Henry Steinhau auf iRights.info kommentiert.
  • HACKERSPACE MDR: Die netten Hacker von nebenan: Die Volontäre des MDR haben die Themenserie „Generation Zukunft – Junges Leben in Sachsen-Anhalt“ gestartet, in der sie sich mit dem Alltag von jungen Menschen im Bundesland Sachsen-Anhalt beschäftigen. Dabei haben sie auch einen Hackerspace in Magdeburg besucht und geben einen kurzen, aber sehenswerten und informativen Einblick in die Kultur des Hacken, warum wir Hacker brauchen und worum es beim Hacken eigentlich geht.
  • DROHNEN Badoink: Commercial Drones – The Next Innovation: Drohen sind nicht nur im Silicon Valley eine interessante Angelegenheit, aber mit Google, Facebook und Amazon forschen hier die größten Internet-Unternehmen der Welt daran, wie Drohnen im zivilen Transportwesen eingesetzt werden können. In seinem Artikel auf Badoink setzt sich Ivor Irwin lesenswert mit der Entwicklung und den hierbei zu erwartenden Innovationen auseinander.
  • MEDIENKRITIK Stefan Niggemeiers Blog: Der „Spiegel“ wird Qualitätsansprüchen gerecht: Es bräuchte mehr lesenswerte Medienjournalisten wie Stefan Niggemeier. Zum einen, weil es nie gut ist, wenn es so eine kritische Beobachterrolle nur einmal gibt, zum anderen, weil wir dann mehr solche Kritiken lesen könnten, wie diese hier über das Gespräch des Spiegel-Magazins mit Christian Wulff. Ein interessante Kritik über die Rolle der Medien im digitalen Zeitalter.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten „vorgeblättert“ START.

Weiterlesen »

5 Lesetipps für den 22. Juli

In unseren heutigen Lesetipps geht es um Social Media in der Außenpolitik, Microsoft, Netflix kommt nach Deutschland, YouTubes Identität und das Leistungsschutzrecht für Presseverlage. Ergänzungen erwünscht.

  • SOCIAL MEDIA Watson: Interview mit Moira Whelan über Social Media in der Außenpolitik: Moira Whelan ist im US-Außenministerium für soziale Medien zuständig und glaubt, dass die Social Media-Aktivitäten die beste Seite der USA zum Vorschein bringen könne. Deshalb ebsitzt jede US-Botschaft ein Profil auf Facebook und Twitter. Bei einem Besuch in Bern sprach sie mit watson über John Kerrys Twitter-Aktivitäten, digitale Diplomatie und die Affäre Snowden.
  • MICROSOFT The New York Times: Microsoft’s Top Lawyer Is the Tech World’s Envoy: In einem Porträt von Microsofts Chefjustiziar Brad Smith schreibt Nick Wingfield in der New York Times, dass es wohl bei einem Besuch von Smith in Berlin zu einem ungewöhnlichen Treffen mit einem unbekannten Vertreter der Bundesregierung gekommen ist. Demnach soll die Bundesregierung das Unternehmen dazu aufgefordert haben, gegen die Entscheidung eines New Yorker Richters zu klagen, dass Microsoft Daten vom Servern im Ausland auch in den USA herausgeben muss.
  • NETFLIX Tagesschau.de: Netflix kommt im September nach Deutschland: Das US-Videostreaming-Portal Netflix geht im September pünktlich zur IFA auch in Deutschland auf Sendung. Die kalifornische Firma nannte den Termin bei Vorlage aktueller Geschäftszahlen am Montag. Zeitgleich startet Netflix in Österreich, der Schweiz, Frankreich, Belgien und Luxemburg.
  • YOUTUBE PandoDaily: Can YouTube launch a Spotify-style service witout losing its soul?: Auf PandoDialy fragt sich David Holmes, ob der Versuch einen Spotify-ähnlichen Abo-Dienst aufzubauen, wirklich im Interesse von YouTube ist. Was die Videoplattform groß machte, war auch immer das Stück Unabhängigkeit und Freiheit, die Google seinen Nutzern hier einräumte und somit für eine Demokratisierung in der Verbreitung von Inhalten sorgte.. Besonders unorganisierte und unabhängige Musiker profitierten davon. Doch Wachstum scheint Google wichtiger zu sein als die eigene Identität von YouTube.
  • LEISTUNGSSCHUTZRECHT Spiegel Online: Regierung lässt Gerichte über das Leistungsschutzrecht für Presseverlage entscheiden: Von Anfang an war unklar, was vom Leistungsschutzrecht für Presseverlage betroffen sein wird und welche Zitate und Snippets nicht lizenzpflichtig sind. Auch ein Jahr nach Inkrafttreten, weiß die Bundesregierung nicht, was das von den Presseverlagen geforderte Gesetze soll und wie es im Detail funktionieren könnte. Verlage und Google werden sich wohl die nächsten Jahre vor Gericht darum streiten.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten „vorgeblättert“ START.

Weiterlesen »

5 Lesetipps für den 2. Juli

In den Lesetipps geht es um das Leistungsschutzrecht, eine neue Serie von Amazon, E-Books, wie Ikea Instagram nutzt und ein Google Glass-Verbot in Kinos. Ergänzungen erwünscht.

  • LEISTUNGSSCHUTZRECHT VOCER: Wiederholt sich mit dem LSR die Geschichte?: Mit der Klage der VG Media und einer Kartellbeschwerde gegen Google geht die Diskussion um das Leistungsschutzrecht für Presseverlage (LSR) in die nächste Runde. Um den Kontext der Debatte zu verstehen und ihre Entwicklung abzuschätzen, hilft der Blick zurück. Im VOCER-Blog bieten Heidi Tworek und Christopher Buschow einen sehr lesenswerten und vielsagenden Rückblick auf eine ganz ähnliche Debatte Anfang der 1920er.
  • AMAZON CNET: Amazon announces original thriller about a social media plague: Nach Serien wie „Betas“ und „Alpha House“ plant Amazon eine weitere Eigenproduktion namens „Hysteria“. Wie auch bei anderen Serienprojekten ist zuerst ein Pilot geplant und wenn dieser ankommt, wird erst die Serie gedreht. Mena Suvari spielt in dem Projekt eine Ärztin, die mithilfe von Social Media die Ausbreitung eine Seuch untersucht.
  • E-BOOKS 3sat: Völlig entblättert – E-Books sind die Zukunft des Buches: Vor anderthalb Wochen fand in Berlin die erste Messe für E-Books statt und die Netzpiloten waren dabei (Fotos von der Veranstaltung findet Ihr auf unserem Instagram-Account). In einem 3sat-Beitrag, der noch 5 Tage in der Mediathek zu sehen ist, wird die Messe als Anlass genommen, sich einmal mit der Zukunft des Buches zu beschäftigen. Im Gegensatz zum typischen Feuilleton wird das hier ohne Kulturangst des Bürgertums vorgenommen, was den Beitrag sehr sehenswert macht.
  • INSTAGRAM W&V: Ikea kapert Instagram und baut Webseite nach: Nach Ikea Norwegen, dass im letzten Jahr eine interessante Kampagne auf Instagram startete, zeigt nun Ikea Russland ein tieferes Verständnis für das von Facebook aufgekaufte Foto-Netzwerk. Durch die Verlinkung diverser Accounts auf den Fotos wird der Katalog des schwedischen Möbelhaus smart auf Instagram abgebildet.
  • GOOGLE GLASS tragbar.technology: Google Glass in britischen Kinos verboten: In Großbritannien ist kurz nach Einführung eine interessante Abwehrreaktion auf die neue Technologie zu beobachten. Der Kino-Branchenverband Cinema Exhibitors’ Association (CEA), in dem nach eigener Aussage 90 Prozent der Kinobetreiber organisiert sind, verbietet Google Glass in seinen Kinos. Grund ist die Angst vor Filmpiraterie, also dem illegalen Mitschneiden und Veröffentlichen von Filmmaterial. Wer die Brille schon einmal nutzte und kennt, kann darüber nur den Kopf schütteln.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten „vorgeblättert“ START.

Weiterlesen »

5 Lesetipps für den 30. Juni

In unseren Lesetipps geht es heute um Amazon, die Krautreporter, QR-Codes auf Friedhöfen, eine Farce namens Leistungsschutzrecht und den 7. Geburtstag des iPhones. Ergänzungen erwünscht.

  • AMAZON FAZ: Wir drucken dann einfach eure Bücher nach: In England berichten Verleger von Vertragsverhandlungen mit Amazon, welche die Grundlagen des klassischen Verlagswesens erschüttern. Frankreich dagegen erlässt ein Gesetz, das Amazon dazu zwingt, Portokosten in Rechnung zu stellen. Andreas Platthaus stellt in der FAZ die weitgehenden und aggressiv vorgetragenen Forderung von Amazon vor, die so eigentlich nicht haltbar erscheinen.
  • KRAUTREPORTER Die Trendblogger: Krautreporter – ein Rück- und Ausblick auf ein Mammutprojekt: Die Mission Krautreporter ist nach einem fulminanten Endspurt erfolgreich abgeschlossen – beziehungsweise die erste Phase davon. Denn im Grunde genommen geht es jetzt erst los. Auf dem Blog „Die Trendblogger“ gibt unser Autor Julian Heck einen Rück- und Ausblick auf ein journalistisches Mammutprojekt.
  • DIGITALER NACHLASS MDR.de: Friedhof mit QR-Codes: In der Mediathek des MDR Sachsen-Anhalt ist ein interessanter Beitrag von Marko Litzenberg zu sehen, der den Ascherslebener Friedhof vorstellt, auf dem seit neuestem QR-Codes auf ausgewählten Grabsteinen, die Besucher über die an der Stelle begrabene Persönlichkeit informieren. Zur Zeit bekommen nur historische Persönlichkeiten der Stadtgeschichte einen QR-Code, der zu einem weiterführenden Text führt, aber die Methode könnte auch der Nachwelt eine Verbindung zu unseren digitalen Identitäten anbieten.
  • LEISTUNGSSCHUTZRECHT Zeit Online: Eine Farce nähert sich ihrem Höhepunkt: Deutsche Verleger wollen Google zwingen, ihre Texte zu verlinken und dafür auch noch zu zahlen. Ihre absurde Kartellbeschwerde ist rechtlich aber wohl unhaltbar. Auf Zeit Online erklärt der Rechtsanwalt Till Kreutzer die unglaubliche Farce, die das Leistungsschutzrecht für Presseverlage darstellt.
  • IPHONE TIME: 7 Years of the iPhone: Gestern feierte das iPhone von Apple seinen 7. Geburtstag. Das damals von Steve Job vorgestellte Smartphone revolutionierte unser Verhalten grundlegend. Inzwischen gibt es erstklassige Smartphones von verschiedenen Herstellern, aber man muss Apple lassen, das das iPhone der Anfang war. Doug Aamoth lässt auf Time.com die letzten Jahre in einer interaktiven Grafik Revue passieren.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten „vorgeblättert“ START.

Weiterlesen »

5 Lesetipps für den 26. Juni

In unseren Lesetipps geht es um die Kreativität von Netflix, Pressefreiheit. Andrea Voßhoff im Interview, die Google I/O und das Leistungsschutzrecht. Ergänzungen erwünscht.

  • NETFLIX Variety: Beau Willimon on Netflix’s Rule-Breaking Creativity: Im Interview mit Laura Prudom auf Variety.com gibt Beau Willimon, Drehbuchautor der Netflix-Serie „House Of Cards“, einen interessanten Einblick in die viel beachtete Revolution des Unterhaltungsfernsehen.
  • PRESSEFREIHEIT Zeit Online: Ermittler erzwingen von Zeitung Herausgabe von Nutzerdaten: Wegen eines Online-Kommentars haben Ermittler einen Durchsuchungsbeschluss gegen die „Echo“-Zeitung erwirkt. Die Redaktion sollte den Namen eines Nutzers preisgeben. Die Daten seien übergeben worden, alles andere hätte die Tageszeitung und den Onlineauftritt gefährdet, hieß es am Mittwoch auf Echo Online.
  • ANDREA VOßHOFF Medienpolitik.net: Interview mit Andrea Voßhoff: Im Interview mit Medienpolitik.net spricht die Bundesdatenschutzbeauftragte Andrea Voßhoff über das jüngste Urteil des Europäischen Gerichtshofs gegen Suchmaschinen. Sie glaubt, dass eine gesetzliche Definition eines Abwägungsrahmens, ob ein Link gelöscht werden müsse oder nicht, diskussionswürdig ist.
  • GOOGLE ReadWrite: 10 Things Google Didn’t Talk About At I/O 2014: Auf ReadWrite stellt Dan Rowinski 10 Dinge vor, die Google auf seiner Entwicklerkonferenz nicht vorgestellt hat. Eine interessante Änderung des Blickwinkels, die vielleicht mehr über das Ergebnis der Konferenz aussagt als die Auflistung der Ankündigungen.
  • LEISTUNGSSCHUTZRECHT Golem.de: Heiko Maas stützt Verlage im Kampf gegen Google: Im Bundestagswahlkampf lehnte die SPD das Leistungsschutzrecht noch ab, bevor die SPD-regierten Länder es dann zusammen mit CDU/CSU und FDP im Bundesrat beschlossen. Nun stellt sich SPD-Justizminister Maas mit markigen Worten vollkommen auf die Seite der Verlage und will das Gesetz sogar noch verschärfen, wie Friedhelm Greis auf Golem.de schreibt.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten „vorgeblättert“ START.

Weiterlesen »