Gunnar SohnDie LEAD-SEO-ONE-TO-ONE-Propaganda-Alchemisten

Die Rechenschieber-Fraktion im Online-Marketing ist vom politischen Absolutismus nicht weit entfernt. Es sind seelenlose Technokraten, die uns wie weiße Mäuse im Versuchslabor betrachten. // von Gunnar Sohn.

 Leadership_250x143„In beinahe jeder Handlung unseres Lebens, ob in der Sphäre der Politik oder bei Geschäften, in unserem sozialen Verhalten und unserem ethischen Denken werden wir durch eine relativ geringe Zahl an Personen dominiert, welche die mentalen Prozesse und Verhaltensmuster der Massen verstehen. Sie sind es, die die Fäden ziehen, welche das öffentliche Denken kontrollieren“, zu dieser Einschätzung gelangte Edward Bernays, der Vater der Public Relations, in seinem Opus „Propaganda“. Das Standardwerk ist 1928 erschienen und war noch so herrlich freimütig und eindeutig formuliert. [Mehr]


Daniel KuhnProteste stören Googles Entwicklermesse Google I/O

Vergangene Woche fand in San Francisco die Entwicklermesse Google I/O statt, deren Eröffnungs-Keynote von zwei Demonstranten gestört wurde. // von Daniel Kuhn

Google Teaser (Bild: Carlos Luna [CC BY 2.0], via Flickr)

Proteste gegen Google sind sicher nichts Neues, doch in der vergangenen Woche haben sie eine neue Qualität erreicht. Während der zweieinhalbstündigen Eröffnungs-Keynote zur Entwicklermesse Google I/O störten zwei Demonstranten die Veranstaltung, als sie ihrem Unmut Luft machten. Diese stammen von lokalen Aktivisten-Gruppen, die vor allem den, durch Tech-Riesen wie Google, stark beschleunigten Verdrängungsprozess der Anwohner aufgrund rapide steigender Mieten in San Francisco kritisieren.

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Anna-Maria LandgrafWhisper kooperiert mit dem TV-Startup Fusion

Die Smartphone-App Whisper startet mit ihrer neusten Content-Sharing Kooperation eine Teilhabe am TV-Geschäft – was Fragen der grundsätzlichen Validität von Fusion aufwirft. //von Anna Maria Landgraf

WhisperTeaser

Whisper dealt mit Geheimnissen. Das muss den Usern bewusst sein, die insgesamt mehr als sechs Milliarden anonyme Nachrichten pro Monat in die Netzwelt verschicken – mit dem Versprechen des App-Betreibers, die Identitäten nicht preiszugegeben. Durch die neuste Kooperation mit dem TV-Broadcast Unternehmen Fusion sind nun einige dieser Nachrichten auch als Stream im Netz zu sehen. [Mehr]


Tobias Gillen“Tippen tötet”: Niedersachsen will Autofahrer warnen

Zu viele Unfälle passieren, weil Menschen SMS hinter dem Steuer schreiben. In Niedersachsen soll eine Warnaktion nun Bewusstsein schaffen. // von Tobias Gillen

Texting (Bild: Jason Weaver [CC BY 2.0], via Flickr)

Viel zu schnell ist das kleine Gerät in der Hosentasche gezückt, wenn der leichte Vibrationsalarm anzeigt, dass eine Nachricht eingegangen ist. Leider auch während der Autofahrt, was jährlich etliche Menschen in Unfälle verwickelt oder sogar tötet. Die Aktion "Tippen tötet" soll nun nach internationalem Vorbild in Niedersachsen vor den Gefahren warnen. Tobias Gillen ist dennoch skeptisch.

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Kristin NarrCrowdfunding-Projekt: “Die Bildung und das Netz”

Im Interview mit Netzpiloten.de spricht Martin Lindner über sein Crowdfunding-Projekt "Die Bildung und das Netz. Wie leben und lernen wir im digitalen Klimawandel?" // von Kristin Narr

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Bildung und Lernen verändern sich gerade tiefgreifend, aber wie genau? Wir wissen es noch nicht recht, aber Martin Lindner möchte mit dem Crowdfunding-Projekt "Die Bildung und das Netz" untersuchen, welche Rolle die Digitalisierung dabei spielt und welche das Netz. Im Interview mit Kristin Narr erklärt Lindner, dass das Buch nicht für Fachleute und Insider bestimmt ist, sondern ein Sachbuch für alle werden soll, die sich Gedanken über Bildung machen.

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Jakob SteinschadenGeneration Analog: Stößt die Digitalisierung an ihre Grenzen?

Chips und Netz sollen einmal alles durchdringen, heißt es. Doch 2014 mehren sich die Anzeichen für einen Rückbau der Digitalisierung. // von Jakob Steinschaden

Unplugged (Bild: Nomadic Lass [CC BY-SA 2.0], via Flickr)

Bald werden wir alle mit Smartwatches, Datenbrillen oder gar implantierten Chips herumlaufen, jede Sekunde und jeder Schritt unseres Lebens wird in den Clouds der IT-Riesen gespeichert, alles Konsumierbare, vom personalisierten Turnschuh bis zur Pizza aus dem 3D-Drucker, wird irgendwie auch digital sein. Unsere Autos werden ferngesteuert durch die Gegend düsen, Wahlen werden im Netz abgehalten, der Job im Coworking Space via Internetleitung erledigt, und den Sexpartner fürs Wochenende tindern wir uns einfach am Smartphone herbei. Doch derzeit häufen sich die Anzeichen, dass der Höhepunkt der Digitalisierung bald erreicht sein und sich die Technologisierung der Gesellschaft auf ein erträgliches Maß einpendeln könnte.

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Tobias SchwarzDigitale Aufklärung: 5 Fragen an Tim Cole

Gestern Abend las Tim Cole in den Räumen von Microsoft Berlin aus dem zusammen mit Ossi Urchs geschriebenen Buch "Digitale Aufklärung" vor. // von Tobias Schwarz

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Ende November hat Julia Solinksi das von Ossi Urchs und Tim Cole geschriebene Buch "Digitale Aufklärung" auf Netzpiloten.de rezensiert. Die beiden von ihrem Verlag als "Internet-Guru" und "Internet-Experte" bezeichnete Autoren gehen in dem Buch auf die wichtigsten Themen der aktuellen Netzdebatten ein. Gestern Abend las Tim Cole auf Einladung von Microsoft in Berlin aus dem Buch und beantwortete uns im Anschluss ein paar Fragen in unserem Instagram-Interview.

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Daniel KuhnBig Data – oder wie eine Schwangere kriminell erschien

Wer sich Big Data entziehen will, braucht sich nur auszuloggen. Ganz so leicht ist es leider nicht, wie Janet Vertesi erfahren musste. // von Daniel Kuhn

Pregnant (Bild: Yasser Alghofily [CC BY 2.0], via Flickr)

Wer nicht will, kann sich bewusst gegen Big Data entscheiden, richtig? Einfach bestimmte Dienste nicht nutzen, es geht doch auch ohne, oder gar zu sicheren Alternativen greifen? So einfach ist es allerdings leider nicht, wie Janet Vertesi erfahren musste, als sie versuchte ihre Schwangerschaft vor der Marketingmaschinerie im Internet geheim zu halten. Nicht nur war dieser Versuch sehr aufwändig, sondern auch mit Schritten verbunden, durch die sie es auf so manche Fahndungsliste geschafft haben dürfte.

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Lars SobirajPeppr: Sexarbeit online bestellen

Das Konzept von Peppr.it ist so offensichtlich. Es ist nicht zu verstehen, warum es solche Online-Angebote nicht schon seit vielen Jahren gibt. Die Netzpiloten haken nun bei den Betreibern nach, die ganz ohne Rotlicht und Schmuddelatmosphäre auskommen wollen. // von Lars Sobiraj

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Im Prinzip versucht die Berliner Pepper IT GmbH das Unmögliche. Die Website soll das älteste Gewerbe der Welt so neutral und so wenig anrüchig wie möglich ins Web übertragen. Nach Angabe des eigenen Aufenthaltsortes und Auswahl der Filterkriterien wie Geschlecht, Preis, Extras, Alter, Körbchengröße, Figur und Sprache kann die Person nach vorheriger Anmeldung online gebucht werden. Die Domain liegt in Italien, die Daten werden hingegen in Köln gehostet. Der Firmensitz ist – wie könnte es anders sein – in Berlin. Dort leben auch die meisten Sexarbeiter, die als Pepprs Pfeffer in unser aller Leben bringen sollen. Wir haben Geschäftsführerin Pia Poppenreiter zu ihrem Vorhaben befragt, ein Buchungsportal für sexuelle Dienstleistungen auf die Beine zu stellen.

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Nico LummaHeraus zum 1. Mai!

Heute ist der gute alte Kampftag der Arbeiterklasse und während für viele Menschen die Mai-Demonstration nur noch ein folkloristisches Element darstellt, wird die Zukunft der Arbeit in der digitalen Gesellschaft uns noch sehr beschäftigen. // von Nico Lumma

1. Mai (Bild: Zeitfixierer [CC BY-SA 2.0], via Flickr)

Ich sehe zwei Entwicklungen, die dafür sorgen können, dass Arbeitnehmervertretungen und Gewerkschaften in der digitalen Gesellschaft eine stärkere Rolle spielen werden. Klassischerweise sind Arbeitnehmer in der Kreativindustrie nicht so stark organisiert wie in anderen, eher traditionelleren Branchen wie der Automobilindustrie oder der Chemiebranche.

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Florian ErtelDie Zukunft der Arbeit in der digitalen Welt

Eine aktuelle Studie zum richtigen Umgang mit unseren digitalen Möglichkeiten möchte keine Leitfaden sondern eine Diskussionsanregung sein // von Florian Ertel

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"Die Datei, die find ich nie, ist sie benannt mit Fantasie" - eine Beispiel-Empfehlung der vorgestern erschienenen Telekom-Studie "eEtikette@work". Auf Basis einer sich wandelnden digitalen Arbeitswelt, in der klassische Arbeitsplätze zunehmend an Bedeutung verlieren werden, wurden aus den Untersuchungsergebnissen 30 Empfehlungen für den Arbeitsalltag abgeleitet und vorgestellt. Julia Leihener, verantwortlich für die Durchführung der Studie sowie Ulrich Klotz, Arbeitswissenschaftler und Experte zu Arbeitsformen der Zukunft, waren vor Ort, um einen persönlichen Einblick in die Ergebnisse zu geben und einen Denkanstoß zu liefern. [Mehr]


Christina zur Nedden(De)formiert die Digitalisierung unser Leben?

Digitalisierung und Technisierung sind allgegenwärtig. Erleichtern sie nur unser Leben oder verändern sie unser elementares Verhalten? // von Christina zur Nedden

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Digitalisierung ist Teil unserer Realität geworden. Gewinnt der Mensch durch sie an Souveränität oder verliert er seine Kulturtechniken, je weniger er selbst erledigen muss? Im telegraphen_lunch der Deutsche Telekom AG am 15. April wurde gefragt, wie sich der Mensch durch digitale Helfer verändert. Die Autorin und Journalistin Kathrin Passig diskutierte mit dem Professor für Design an der Fachhochschule Potsdam und Gründer und Design Direktor bei IXDS, Reto Wettach. Moderiert wurde die Veranstaltung von Volker Wieprecht von radioeins (rbb).

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Valie DjordjevicEssen ohne zu arbeiten: Bedingungsloses Grundeinkommen

Geld bekommen, ohne zu arbeiten – ein bedingungsloses Grundeinkommen hört sich ungewöhnlich an. Aber die Gesellschaft braucht neue Lösungen der Umverteilung. // von Valie Djordjevic

BGE (Bild: Generation Grundeinkommen [CC BY-SA 2.0], via Flickr)

Bedingungsloses Grundeinkommen bedeutet, dass jeder Bürger monatlich Geld bekommt, in ausreichender Höhe, ohne dafür zu arbeiten, ohne nachweisen zu müssen, dass er oder sie bedürftig ist. Was zuerst klingt wie eine idealistische Träumerei, ist für immer mehr Leute die Lösung für die ungerechte Verteilung von Arbeit und Reichtum in unserer automatisierten Gesellschaft. Unterstützung kommt dabei auch aus der Commons-Ecke im Netz, denn dort wird deutlich, dass nicht immer Geld die Motivation ist, um etwas zu tun.

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Katharina GroßeVon Neuland ins Wunderland mit dem Internet der Dinge und Dienste

Das Internet der Dinge und Dienste ermöglicht uns schon jetzt – bei allen Risiken und Nebenwirkungen – das Leben in einem smarten Wunderland. // von Katharina Große

Light Switch (Bild: Paul Cross [CC BY 2.0], via Flickr)

In letzter Zeit konnte man meinen, ich hätte mich zum Technologie-Pessimisten entwickelt. Ich habe über Überwachung geschimpft, mich über Apps aufgeregt und gewettert, dass wir uns in digitalen Blasen bewegen. Es wird höchste Zeit, dass ich ein wenig positiver werde! Wenn wir es schaffen, dass unsere Privatsphäre geschützt wird, dass wir kontrollieren können, wer was mit unseren Daten anstellt und wir uns die digitale Souveränität zurückgeholt haben, dann liegt uns ein Wunderland zu Füßen. Und dabei rede ich nicht von einer fernen Zukunft, die erst noch entwickelt werden muss. Ich spreche von dem, was hier und jetzt (fast) schon möglich ist.

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Gunnar SohnFür die Tonne: Kommunen und Wirtschaft streiten über duales System

Monopolbildung, Intransparenz, Streit: Bei der Abfallentsorgung geraten Kommunen und Wirtschaft regelmäßig aneinander. // von Gunnar Sohn

Müll (Bild: Uli Herrmann [CC BY-SA 2.0], via Flickr)

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks hat sich einiges in der Recyclingwirtschaft vorgenommen. Mit der sechsten Novelle der Verpackungsverordnung werden überfällige EU-Anpassungen vorgenommen. Danach folgt direkt die siebte Novelle, um fantasievolle Rechenmodelle bei der Organisation von Gelben Tonnen und Säcken in den Griff zu bekommen. So werden derzeitig Verpackungen bei den privatwirtschaftlich organisierten Dualen Systemen abgemeldet, da sie über Eigenrücknahmen oder sogenannte Branchenlösungen nicht direkt bei Privathaushalten, sondern im Handel als Abfälle erfasst werden. Wie viel da wirklich anfallen oder missbräuchlich abgemeldet werden, kann keiner so richtig erklären. In der Öffentlichkeit versteht das sowieso niemand mehr.

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