Daniel KuhnBig Data – oder wie eine Schwangere kriminell erschien

Wer sich Big Data entziehen will, braucht sich nur auszuloggen. Ganz so leicht ist es leider nicht, wie Janet Vertesi erfahren musste. // von Daniel Kuhn

Pregnant (Bild: Yasser Alghofily [CC BY 2.0], via Flickr)

Wer nicht will, kann sich bewusst gegen Big Data entscheiden, richtig? Einfach bestimmte Dienste nicht nutzen, es geht doch auch ohne, oder gar zu sicheren Alternativen greifen? So einfach ist es allerdings leider nicht, wie Janet Vertesi erfahren musste, als sie versuchte ihre Schwangerschaft vor der Marketingmaschinerie im Internet geheim zu halten. Nicht nur war dieser Versuch sehr aufwändig, sondern auch mit Schritten verbunden, durch die sie es auf so manche Fahndungsliste geschafft haben dürfte.

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Lars SobirajPeppr: Sexarbeit online bestellen

Das Konzept von Peppr.it ist so offensichtlich. Es ist nicht zu verstehen, warum es solche Online-Angebote nicht schon seit vielen Jahren gibt. Die Netzpiloten haken nun bei den Betreibern nach, die ganz ohne Rotlicht und Schmuddelatmosphäre auskommen wollen. // von Lars Sobiraj

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Im Prinzip versucht die Berliner Pepper IT GmbH das Unmögliche. Die Website soll das älteste Gewerbe der Welt so neutral und so wenig anrüchig wie möglich ins Web übertragen. Nach Angabe des eigenen Aufenthaltsortes und Auswahl der Filterkriterien wie Geschlecht, Preis, Extras, Alter, Körbchengröße, Figur und Sprache kann die Person nach vorheriger Anmeldung online gebucht werden. Die Domain liegt in Italien, die Daten werden hingegen in Köln gehostet. Der Firmensitz ist – wie könnte es anders sein – in Berlin. Dort leben auch die meisten Sexarbeiter, die als Pepprs Pfeffer in unser aller Leben bringen sollen. Wir haben Geschäftsführerin Pia Poppenreiter zu ihrem Vorhaben befragt, ein Buchungsportal für sexuelle Dienstleistungen auf die Beine zu stellen.

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Nico LummaHeraus zum 1. Mai!

Heute ist der gute alte Kampftag der Arbeiterklasse und während für viele Menschen die Mai-Demonstration nur noch ein folkloristisches Element darstellt, wird die Zukunft der Arbeit in der digitalen Gesellschaft uns noch sehr beschäftigen. // von Nico Lumma

1. Mai (Bild: Zeitfixierer [CC BY-SA 2.0], via Flickr)

Ich sehe zwei Entwicklungen, die dafür sorgen können, dass Arbeitnehmervertretungen und Gewerkschaften in der digitalen Gesellschaft eine stärkere Rolle spielen werden. Klassischerweise sind Arbeitnehmer in der Kreativindustrie nicht so stark organisiert wie in anderen, eher traditionelleren Branchen wie der Automobilindustrie oder der Chemiebranche.

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Florian ErtelDie Zukunft der Arbeit in der digitalen Welt

Eine aktuelle Studie zum richtigen Umgang mit unseren digitalen Möglichkeiten möchte keine Leitfaden sondern eine Diskussionsanregung sein // von Florian Ertel

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"Die Datei, die find ich nie, ist sie benannt mit Fantasie" - eine Beispiel-Empfehlung der vorgestern erschienenen Telekom-Studie "eEtikette@work". Auf Basis einer sich wandelnden digitalen Arbeitswelt, in der klassische Arbeitsplätze zunehmend an Bedeutung verlieren werden, wurden aus den Untersuchungsergebnissen 30 Empfehlungen für den Arbeitsalltag abgeleitet und vorgestellt. Julia Leihener, verantwortlich für die Durchführung der Studie sowie Ulrich Klotz, Arbeitswissenschaftler und Experte zu Arbeitsformen der Zukunft, waren vor Ort, um einen persönlichen Einblick in die Ergebnisse zu geben und einen Denkanstoß zu liefern. [Mehr]


Christina zur Nedden(De)formiert die Digitalisierung unser Leben?

Digitalisierung und Technisierung sind allgegenwärtig. Erleichtern sie nur unser Leben oder verändern sie unser elementares Verhalten? // von Christina zur Nedden

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Digitalisierung ist Teil unserer Realität geworden. Gewinnt der Mensch durch sie an Souveränität oder verliert er seine Kulturtechniken, je weniger er selbst erledigen muss? Im telegraphen_lunch der Deutsche Telekom AG am 15. April wurde gefragt, wie sich der Mensch durch digitale Helfer verändert. Die Autorin und Journalistin Kathrin Passig diskutierte mit dem Professor für Design an der Fachhochschule Potsdam und Gründer und Design Direktor bei IXDS, Reto Wettach. Moderiert wurde die Veranstaltung von Volker Wieprecht von radioeins (rbb).

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Valie DjordjevicEssen ohne zu arbeiten: Bedingungsloses Grundeinkommen

Geld bekommen, ohne zu arbeiten – ein bedingungsloses Grundeinkommen hört sich ungewöhnlich an. Aber die Gesellschaft braucht neue Lösungen der Umverteilung. // von Valie Djordjevic

BGE (Bild: Generation Grundeinkommen [CC BY-SA 2.0], via Flickr)

Bedingungsloses Grundeinkommen bedeutet, dass jeder Bürger monatlich Geld bekommt, in ausreichender Höhe, ohne dafür zu arbeiten, ohne nachweisen zu müssen, dass er oder sie bedürftig ist. Was zuerst klingt wie eine idealistische Träumerei, ist für immer mehr Leute die Lösung für die ungerechte Verteilung von Arbeit und Reichtum in unserer automatisierten Gesellschaft. Unterstützung kommt dabei auch aus der Commons-Ecke im Netz, denn dort wird deutlich, dass nicht immer Geld die Motivation ist, um etwas zu tun.

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Katharina GroßeVon Neuland ins Wunderland mit dem Internet der Dinge und Dienste

Das Internet der Dinge und Dienste ermöglicht uns schon jetzt – bei allen Risiken und Nebenwirkungen – das Leben in einem smarten Wunderland. // von Katharina Große

Light Switch (Bild: Paul Cross [CC BY 2.0], via Flickr)

In letzter Zeit konnte man meinen, ich hätte mich zum Technologie-Pessimisten entwickelt. Ich habe über Überwachung geschimpft, mich über Apps aufgeregt und gewettert, dass wir uns in digitalen Blasen bewegen. Es wird höchste Zeit, dass ich ein wenig positiver werde! Wenn wir es schaffen, dass unsere Privatsphäre geschützt wird, dass wir kontrollieren können, wer was mit unseren Daten anstellt und wir uns die digitale Souveränität zurückgeholt haben, dann liegt uns ein Wunderland zu Füßen. Und dabei rede ich nicht von einer fernen Zukunft, die erst noch entwickelt werden muss. Ich spreche von dem, was hier und jetzt (fast) schon möglich ist.

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Gunnar SohnFür die Tonne: Kommunen und Wirtschaft streiten über duales System

Monopolbildung, Intransparenz, Streit: Bei der Abfallentsorgung geraten Kommunen und Wirtschaft regelmäßig aneinander. // von Gunnar Sohn

Müll (Bild: Uli Herrmann [CC BY-SA 2.0], via Flickr)

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks hat sich einiges in der Recyclingwirtschaft vorgenommen. Mit der sechsten Novelle der Verpackungsverordnung werden überfällige EU-Anpassungen vorgenommen. Danach folgt direkt die siebte Novelle, um fantasievolle Rechenmodelle bei der Organisation von Gelben Tonnen und Säcken in den Griff zu bekommen. So werden derzeitig Verpackungen bei den privatwirtschaftlich organisierten Dualen Systemen abgemeldet, da sie über Eigenrücknahmen oder sogenannte Branchenlösungen nicht direkt bei Privathaushalten, sondern im Handel als Abfälle erfasst werden. Wie viel da wirklich anfallen oder missbräuchlich abgemeldet werden, kann keiner so richtig erklären. In der Öffentlichkeit versteht das sowieso niemand mehr.

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Tobias SchwarzISPRAT: Deutschland braucht Digitale Räume

Der Förderverein für "Interdisziplinäre Studien zu Politik, Recht, Administration und Technologie" (ISPRAT ) skizziert in einem Whitepaper die Notwendigkeit "digitaler Räume" für Deutschland. // von Tobias Schwarz

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Die digitale Revolution und die fortschreitende Urbanisierung werden zu prägenden Bestimmungsfaktoren für den Wohlstand von Industrienationen. Die Informationstechnik wird dabei laut dem ISPRAT-WHitepaper einen großen Einfluss auf Städte und geografische Räume im Allgemeinen haben. Als neue Infrastruktur durchzieht sie die moderne urbane Lebenswelt und wird diese deutlich verändern. Urbane Räume bilden den Nährboden, in dem sich IT gut entwickeln kann. Dort ist der Bedarf für IT‐Lösungen vorhanden und es herrscht ein gesellschaftliches Umfeld, in dem sich Innovatoren wohl fühlen.

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Katharina GroßeApps der nächsten Generation müssen Informationsvielfalt schützen

Apps sorgen dafür, dass unsere bereits eingeschränkte Nutzung der Informationsvielfalt weiter begrenzt wird. Das müssen wir verhindern! // von Katharina Große

Information (Bild: John Cooper [CC BY-SA 2.0], via Flickr)

Die Vielfalt, die uns das Internet bietet, nutzen wir kaum, denn wir bewegen uns in einer sehr begrenzten Blase, die durch unsere Freunde und durch Technik geformt wird. Je mehr wir über mobile Endgeräte im Netz sind, desto kleiner wird unsere Blase und das gefährdet die Demokratisierung von Informationen, die Hochzeit des nutzergenerierten Inhalts und die neugewonnene many-to-many Interaktion. Deswegen brauchen wir eine neue Generation von Apps, die uns hilft, aus dieser Blase auszubrechen und die Möglichkeiten zu nutzen, die uns das Internet bietet.

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Tobias SchwarzShop-in-Shop: Samsung Mobile Store im Berliner KaDeWe

Samsung eröffnet im Berliner Kaufhaus des Westens einen Shop-in-Shop – ein für Technologie-Unternehmen interessantes Laden-Format mit eigenem Bildungsauftrag. // von Tobias Schwarz

Samsung Experiences Store (Bild: Vernon Chan [CC BY 2.0], via Flickr)

Seit heute gibt es im Berliner Traditionskaufhaus "Kaufhaus des Westens" (KaDeWe) eine eigene Shop-Fläche für Produkte des südkoreanischen Technologie-Unternehmen Samsung. Diese Form der horizontalen Kooperation im Einzelhandel, bei der das KaDeWe dem Samsung Mobile Store-Betreiber gomobile24.de Verkaufsflächen für Samsung-Produkte zur Verfügung stellt, wird ein für Technologie-Unternehmen immer wichtiger werdendes Konzept, denn es bietet Raum für Erklärungen rund um die angepriesenen Technologien.

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Nico LummaHans Magnus Enzensberger und die digitale Agenda

In seiner Kolumne beschäftigt sich Nico Lumma mit dem Medienwandel und Kompetenzen die damit einhergehen. Nicht nur im Beruf, sondern auch in der Schule und Familie. Diesmal geht es um den Debattenbeitrag von Hans Magnus Enzensberger. // von Nico Lumma

Hans Magnus Enzensberger (Bild: Felix König [CC BY 3.0], via Wikimedia Commons)

In seinem viel diskutierten Artikel Wehrt Euch! spitzt Hans Magnus Enzensberger mit 10 Handlungsempfehlungen zu, wie der einzelne Bürger sich der Digitalisierung entziehen kann. Was auf den ersten Blick wirkt wie weltfremdes Geschreibsel eines alternden Intellektuellen, hat auf den zweiten Blick eine faszinierende Komponente erhalten: die Büchse der Pandora ist geöffnet und wir können, größtenteils wollen wir es aber auch gar nicht, die Entwicklungen der Digitalisierung der Gesellschaft nicht zurückdrehen.

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Thomas VorreyerVollkommen vermessen: Das Projekt Tango von Google

Mit dem Projekt "Tango" will Google zukünftig mittels Smartphone in Echtzeit und 3-D jede Umgebung erfassen. Nicht jeder freut sich auf so viel Durchsicht. // von Thomas Vorreyer

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Wo Satelliten und Kamera-Fahrzeuge nicht hinkommen, sollen nun die Nutzer selbst Google hinführen. Unter dem Projektnamen "Tango" entwickelt der Konzern eine Technologie, die Smartphones ihrer Umgebung erfassen lässt und somit auch dreidimensionale Abbilder aller Räume erstellt – in Echtzeit. So ist die Lebenswelt dann irgendwann auch bis zum letzten Quadratmillimeter vollkommen vermessen. Die Musikerin Holly Herndon hat jedoch bereits eine Vorahnung, dass diese Zukunft nicht unbedingt so rosig sein wird, wie es jetzt heißt.

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Gunnar SohnViva la Revolución digital

Die Jedermann-Ökonomie ist auf dem Vormarsch. Wer wissen will, was jetzt zu tun ist, sollte besser nicht den Slipperschuh-Managern zuhören. // von Gunnar Sohn

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In der Weltwirtschaft nimmt Deutschland immer noch einen Spitzenplatz ein. Betrachtet man die Leistungen, die wir netzökonomisch auf die Beine stellen, droht der Absturz ins Mittelmaß. Spätestens wenn sich der froschgrüne Fuhrpark des neuen Lebensmitteldienstes "Amazon Fresh" in deutschen Städten in Bewegung setzt, dürfte es auch den Handelsbaronen der Discounter dämmern, dass kein stationäres Geschäftsmodell vor den Online-Angreifern sicher ist. Und das ist nur ein kleines Beispiel von vielen, wie wir die digitale Revolution verpennen.

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Daniel KuhnHTC Power to Give: Smartphone-Rechenleistung der Wissenschaft spenden

Die Wissenschaft wird schon die Probleme unserer Welt lösen, irgendwann. Mit der von HTC veröffentlichten App "Power to Give" kann man nun das eigene Smartphone dabei helfen lassen. // von Daniel Kuhn

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Viele wissenschaftliche Berechnungen benötigen Unmengen an Rechenleistung, die nur wenige Supercomputer bereitstellen können. Diese Computer sind nicht nur rar, sondern deren Benutzung aus dem Grund auch entsprechend teuer. Dr. David Anderson von der University of California in Berkeley hat sich nun mit HTC zusammengetan, um die ungenutzte Rechenleistung von Smartphones für derartige wissenschaftliche Berechnungen zu nutzen.

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