Tobias Mayer(N)ONLINER-Atlas: Außenstehender Skeptiker oder passionierter Onliner?

Wie Internet-affin sind die Deutschen? Die Frage klingt simpel, aber ihre Beantwortung ist es nicht. Erhebungen wie die ARD/ZDF-Onlinestudie oder der N(ONLINER) Atlas messen, wer wie lange im Netz surft, sagen jedoch nichts über den Kompetenzstand der Nutzer oder darüber, auf welchen Seiten sie unterwegs sind. Darüber will ab sofort der D21-Digital-Index informieren – ihm zufolge ist Deutschland längst noch nicht komplett digitalisiert.

Computer Nutzer (Bild: Ed Yourdon [CC BY-SA 2.0], via Flickr)

„Ergebnisse in dieser Form hat es noch nie gegeben“, preist Robert A. Wieland den D21-Digital-Index an. Wieland ist Geschäftsführer von TNS Infratest und Vorstandsmitglied der Initiative D21. Auch international sei das ein neuer Ansatz, sagt Hans-Joachim Otto, politischer Staatssekretär im Wirtschaftsministerium. Beide beziehen sich auf Aussagen der Studie, die so bisher tatsächlich noch nicht verfügbar waren – weder im N(ONLINER) Atlas, noch in der ebenfalls bekannten ARD/ZDF-Onlinestudie. Diese sind darauf beschränkt, die Zahl der Bürger, die 2012 online waren, nach den üblichen Kriterien wie Alter, Geschlecht, Herkunft und Bildung aufzuschlüsseln. Der D21-Digital-Index erfragt neben dem Zugang auch die Nutzungsart, Offenheit und Kompetenz der deutschen User. Fazit: „Die Mehrheit der Deutschen ist noch nicht in der digitalen Gesellschaft angekommen.“

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Ralf PauliKritik im Netz: Wie viel Filter verträgt die Freiheit?

Journalisten werden weltweit zensiert, überwacht und verfolgt – mit westlicher Informationstechnologie. Doch Demokratien unterstützen nicht nur die Cyberrepression der Autokraten. Sie setzen selbst Filtersoftware ein.

Surveillance (Bild: Alexander Polyakov, RIA Novosti archive, image #827805 [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons)

Wie es global um die Meinungsfreiheit im Internet bestellt ist, lässt sich am besten an einer Zahl und einem Datum ablesen: Als die UN-Menschenrechtskommission bestätigte, dass fundamentale Rechte wie das auf freie Meinungsäußerung auch im Internet gelten, unterzeichneten gerade mal 71 Länder die Resolution. Das Prekäre: Sie wurde vor weniger als einem Jahr – im Juli 2012 – verabschiedet.

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Daniel KuhnGoogle Glass: Smart-Brille von Google wird an Entwickler ausgeliefert

Die ersten Google Glass-Exemplare werden momentan ausgeliefert, zudem gibt es eine eigene API, eine Android-App, sowie ein von Google verhängtes Werbeverbot für die Datenbrille.

Google Glass (Bild: Antonio Zugaldia [CC BY 2.0], via Flickr)

Smarthones sind zwar tolle Geräte, allerdings haben sie den Nachteil, dass man sie immer erst aus der Tasche kramen muss und dann für die Benutzung auf einen Bildschirm guckt und oftmals seine Umwelt nicht mehr wahrnimmt. Google will dies ändern und zwar mit Google Glass, einem Brillengestell mit integriertem Display. Dadurch kann das Smartphone, an das Google Glass via Bluetooth gekoppelt wird in der Tasche vergraben bleiben.

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Yannick HaanDie digitale Stadt – wie sich der Kampf um den urbanen Raum verändert

In der heutigen Zeit sind vor allem die großen Städte Impulsgeber des gesellschaftlichen Wandels. Urbane Räume bilden einen Mikrokosmos, der auf gesellschaftliche Trends erheblich stärker reagiert als ländliche Gebiete.

City Light (Bild: Vaughan Leiberum [CC BY 2.0], via Flickr)

Die Digitalisierung als ökonomischer und sozialer Paradigmenwechsel wird deshalb im urbanen Raum besonders anschaulich. In Berlin und vielen anderen Städten lässt sich nun beobachten wie die Digitalisierung auch die Politik in den Städten langsam verändert.

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Philippe WampflerGedanken über die Zukunft von Social Media

Social Media wird oft als Synonym für das Web 2.0 angesehen. Doch was kommt danach? Wie wird das Web 3.0 aussehen? Wo liegt die Zukunft von Social Media? Der Schweizer Gymnasiallehrer Philippe Wampfler hat sich darüber einmal Gedanken gemacht.

Social Media Class (Bild: Fora do Eixo [CC BY-SA 2.0], via Flickr)

In seinem Beitrag zeigt Wampfler den Kerngedanken des Web 2.0 auf, wie es sich vom Netz einer digitalen Avantgarde in ein soziales Netz vieler verwandelte. Von seinen Annahmen ausgehend, wie das Web 3.0 gestaltet sein wird, zeigt Wampfler auf, wie Kommunikation in der Zukunft gestaltet sein könnte und plädiert für die Einführung der temporären Kommunikation in der digitalen Sphäre.

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Tobias GillenTumblr ist angekommen zwischen Twitter und Facebook

Deutschland hat aktuell etwas mehr als 82 Millionen Einwohner. Genauso viele Posts wurden bis 11 Uhr allein heute auf Tumblr veröffentlicht. Das 170 Mitarbeiter-Unternehmen aus New York City durfte vor ein paar Tagen Blog Nummer 100.000.000 feiern, hat inzwischen 44,6 Milliarden Einträge gesammelt und existiert in 12 Sprachen. Eine Erfolgsgeschichte, die einen neuen Höhepunkt gefunden hat und zunehmend auch in Deutschland Zuspruch findet.

Tumblr (Bild: joshwept [CC BY 2.0], via Flickr)

Schon seit einiger Zeit befindet sich Tumblr, das immer wieder als Microblogging-Dienst bei Seite geschoben wird, auf einem aufsteigendem Ast. Die Mischung zwischen Twitter und Facebook sowie Multimedia-Plattformen wie Instagram, Flickr und YouTube scheinen zunehmend auch in Deutschland anzukommen. Auch wenn hier bekanntlich alles Digitale meist ein bisschen länger braucht als in den USA: Tumblr hat sich einen Status erkämpft, den zuvor nur WordPress und Blogger inne hatten. Tumblr wird nämlich nicht mehr mit dem Blog-Tool für Hipster assoziiert („Ein bisschen Foto, ein bisschen Mode und coole Zitate“), sondern inzwischen in der Branche der sozialen Netzwerke akzeptiert - und das aus gutem Grund.

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Benedict SchultheißZukunft Zeitung, mehr Flexibilität gefordert?

Dank dem Internet ist Informationsübermittlung wesentlich einfacher, aktueller und vielfältiger geworden. Davon sollten doch alle, vor allem auch die regionalen Zeitungen profitieren. Doch warum verliert die Tages- und Regionalzeitung immer mehr an Gewicht? Warum geht die Anzahl der Leser stetig zurück?

Zeitungen (Bild: NS Newsflash [CC BY 2.0], via Flickr)

Vergangene Woche fragte der Blogger Richard Gutjahr 6 sogenannte Medienprofis, wie die Zukunft der Zeitung aussehen wird. Allen war klar, dass die Printmedien sich verändern müssen. Warum, hat ein 18-jähriger Schüler in einem Kommentar unter dem Blogpost am besten zusammengefasst. Für Netzpiloten.de hat Benedict Schultheiß seine Ansichten noch einmal niedergeschrieben.

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Dr. Carlo PiltzVon Daten, von Öl und einem neuen Datenwertgefühl

Die Vize-Präsidentin der Europäischen Kommission, Neelie Kroes, bezeichnet im Rahmen einer Rede („The big data revolution“) Daten als das neue Öl, als Treibstoff der Innovation, der Stärkung und des Antriebs unserer Wirtschaft, der, anders als der fossile Rohstoff, nicht ausgehen wird.

Pumpe Hemmingstedt (Bild: Dirk Ingo Franke [CC-BY-SA-2.0-de], via Wikimedia Commons)

Meines Erachtens bestehen jedoch einige Unterschiede, welche es auch bei dem Entwurf der neuen Datenschutz-Grundverordnung und damit im zukünftigen System des Datenschutzes in Europa, zu berücksichtigen wären. Bleibt man bei dem Vergleich, dass Daten das neue (Roh-)Öl sind, dann wären die Menschen die abgestorbenen Organismen, aus denen unter Druck und Temperatureinfluss das Öl entsteht.

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Tobias SchwarzGoogle startet Kampagne gegen das Leistungsschutzrecht

Willst Du auch in Zukunft finden, was Du suchst? Googles Kampagne "Verteidige Dein Netz" macht mobil gegen das geplante Leistungsschutzrecht.

Google startet Kampagne gegen das Leistungsschutzrecht - Verteidige Dein Netz

Heute Morgen startete das Unternehmen aus dem kalifornischen Mountain View eine lange erwartete Kampagne gegen das geplante Leistungsschutzrecht für Presseverlage. Google verweist auf der Startseite der eigenen Suchmaschine auf die Kampagne “Verteidige dein Netz”, auf dessen Seite Nutzer_innen sich über das von der Presseverlagslobby initiierte Gesetzesvorhaben informieren können und mit einer Unterschrift ihren Protest ausdrücken können.

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Wolfgang MachtTipp: Schön-schlaue Zeit- und Info(grafik)reisen!

Ausnahmsweise kommt hier mal ein dicker Geschenktipp für Weihnachten von uns. Und es ist nicht einmal ein E-Book sondern exklusiv ein good old P(aper)–Book. Aber was für eines!

Tipp: Schön-schlaue Zeit- und Info(grafik)reisen! - deutschland verstehen

Deutschland verstehen: Ein Lese-, Lern- und Anschaubuch (Gestalten Verlag, Euro 29,90) ist verführerisch schön wie ein Coffeetable Book und so beeindruckend schlau mit Schaubildern, Charts und Infografiken gefüllt, dass es eine Freude ist, sich darin zu verlieren. Zu den Highlights gehören Rundgänge durch den Reichstag, das Kanzleramt, die deutsche Geschichte aber auch die Disco Jahres-Charts seit 1950. [Mehr]


Andreas WeckSUMMIT OF NEWTHINKING – Open Source in allen Lebensbereichen

Was ist dieses Open Source eigentlich? Was kann es? Und überhaupt wofür braucht man das? Die SUMMIT OF NEWTHINKING lädt zur Diskussion ein.

summit of newthinking

Sam Muirhead möchte Open Source leben. In seinem Projekt „Year of Open Source“ stellt er sich die Aufgabe ein Jahr lang nur noch Open Source Software, Hardware und Services zu nutzen. Doch was bedeutet Open Source eigentlich genau? In Vorbereitung auf sein Projekt hat Sam es seiner Mutter folgendermaßen erklärt: Kochbücher sind Open Source. Niemand hat das Recht einen Kopierschutz auf ein altes Rezept anzuwenden, möge es auch ein wenig modifiziert sein. [Mehr]


Leander WattigVideo: Urheberrechts-Ungehorsam analog zum zivilen Ungehorsam

Nina Paley Video: Urheberrechts-Ungehorsam analog zum zivilen UngehorsamIm Interview mit O’Reilly (s.u.) erklärt die Künstlerin Nina Paley, auf die ich schon öfter hingewiesen habe, warum sie das Urheberrecht analog zum zivilen Ungehorsam künftig ganz bewusst verletzen möchte und nicht wie andere nachträglich entschuldigend oder mit versuchten Rechtfertigungen. Interessant finde ich ihre Künstler-Perspektive, die man nicht teilen muss, die aber gesellschaftlich wichtige Punkte berührt, über die diskutiert werden sollte.

Dass sich bezüglich des Urheberrechts grundsätzlich etwas ändern muss, erkennt inzwischen ja sogar der Buchbranchen-Verband an und lädt zur Diskussion konkreter Anpassungen ein. Selbst mit Extrem-Standpunkten wird sich anlässlich aktueller Buch-Publikationen differenziert auseinandergesetzt.

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Jörg WittkewitzAufreger! Exklusiv für Dich!

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Es ist Saure-Gurken-Zeit. Der Euro liegt im Sauerstoffzelt. Der Dollar erholt sich auf wundersame Weise seit 2008. Und Asien erlebt das Platzen von Blasen. Außerdem ist Nils Minkmar weg von der FAS. Also tröpfelt deren Relevanz in der Diskussionskultur des nationalen Echtzeit-Stammtischs dahin. Bemüht man also eines der Zaubertrankheilkräuter, um das Röcheln zu einem gröhlenden Fanal aufzutunen. Sie nennen es ACTA, Leistungsschutzrecht, Urheberrecht, geistiges Eigentum. Wir nennen es das Umschmieden von Brandbomben zu Nebelkerzen.

Und schon hat eine Bloggeria, eine Plusseria und eine Facebookeria einen Feind sie zu knechten, sie alle zu finden, ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden. Ein kluger Mann hat einmal gesagt: "Es ist so langweilig mit einer deutschen Frau zusammen zu sein: Nach spätestens sechs Wochen versucht sie, auszustesten, ob sie den Mann beherrschen kann. Ab dann geht es nur noch um Machtspielchen." Etwas Ähnliches passiert bei jedem validen Thema rund ums Netz.

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Andreas WeckNGO veröffentlicht Bürgerrechts-App

NGO veröffentlicht Bürgerrechts-AppImage by baaker2009 (Some rights reserved)

Die Segnungen des digitalen Zeitalters scheinen für manch einen unermesslich. Der in Echtzeit stattfindende freie Meinungsaustausch ist so ein Paradebeispiel dafür, wie sehr wir durch elektronische Kommunikation unsere Belange binnen kürzester Zeit in die Welt hinausposaunen können. Twitter, Facebook und anderen Diensten sei Dank. Doch die NGO „New York Civil Liberties Union (NYCLU)“ zeigt uns jetzt, dass da noch viel mehr geht und hat eine Police Watch App entwickelt, die dem Bürger(-rechtler) bei der Durchsetzung seiner Rechte helfen soll.

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