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  • FACEBOOK wired: Gerichtsurteil: Mit dem Tod erlischt auch der Facebook-Zugang: Am gestrigen Tag wurde bereits über den Fall vor dem Berliner Kammergericht berichtet, bei dem die Eltern einer Tochter auf deren Facebook-Profil zugreifen wollten, um eventuell aus Chatverläufen oder Ähnlichem Gründe für den Tod des Mädchens zu erschließen. 2012 wurde die 15-jährige von einer U-Bahn erfasst, die genauen Umstände bleiben bis heute rätselhaft. Das Gericht beschloss jetzt jedoch erneut in zweiter Instanz, dass Profile weiterhin nicht für Außenstehende zugänglich gemacht werden.

  • COVFEFE welt: Clinton zieht Trumps „covfefe“ gnadenlos durch den Kakao: Es scheint kaum ein Tag zu vergehen, an dem der 45. US-Präsident Donald Trump keine fragwürdige Bemerkung äußert oder sonderbares Verhalten an den Tag legt. So verfiel das Internet – vor allen Dingen Twitter – gestern in einen regelrechten Aufruhr, als Trump sich in einem Tweet mit “covfefe” verschrieb. Eigentlich erstmal nichts weltbewegendes, aber binnen kürzester Zeit häuften sich Reaktionen und Häme, so auch von Ex-Konkurrentin Hillary Clinton.

  • STREAMING curved: iTunes könnte Filme zeitgleich zum Kinostart zeigen: Anbieter von Video-on-Demand-Diensten wie Amazon, Google, Apple und Netflix stehen in ständiger Konkurrenz und Rennen miteinander, nicht nur wer welche Inhalte anbietet, sondern wer sich auch zuerst anbieten kann. Der Mitbegründer von Napster, Sean Parker, ist aktuell damit beschäftigt, Filmstudios von seinem neuen Unternehmen „Screening Room“ zu überzeugen. Die Idee ist es, Kinofilme, die so auch aktuell noch dort gezeigt werden, gegen eine entsprechend hohe Gebühr On-Demand bereit zu stellen. Dem Bericht zufolge laufen die Verhandlungen aber recht zäh.

  • NOKIA3310 spiegel: Endlich mal wieder „Snake“ spielen: Das Nokia 3310 ist Kult. Das Mobiltelefon aus den Nullerjahren ist ein wahrer Klassiker und vielen noch ein Begriff. Jetzt wurde der Handyklassiker neu aufgelegt und war in Großbritannien auch direkt ausverkauft. Mit gerade einmal 16 Megabyte – ja, Mega, nicht Giga – hat das Handy zwar 16-mal so viel Speicherplatz wie das Original damals, aber ob der Retrofaktor über die praktischen Abstriche hinwegtrösten kann ist fraglich. Die Kollegen von Spiegel haben das Nokia 3310 direkt auf Herz und Nieren getestet.

  • WEBVIDEOPREIS rp-online: Der Kampf um die Zuschauer: Wenn aus einer Szene eine Branche wird. Am heutigen Abend wird in Düsseldorf der bereits 7. Webvideopreis verliehen. Moderiert wird die Veranstaltung von Barbara Schöneberger und ehrt Content-Creator und Influencer von Video-Plattformen wie Youtube. Der nach Angaben des Veranstalters größte Social-Media-Award verstärkt den Branchen-Status des ehemals eher als “Szene” bezeichneten Mediums. Die schnelllebige Welt der Webvideos stecke jedoch derzeit in einer Krise – Grund dafür: der Youtube-Algorithmus.

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  • BITCOIN t3n: Bitcoin knackt 2.000 Dollar: Darum boomt die Kryptowährung jetzt: Nach dem ersten Allzeithoch Anfang Mai folgt jetzt der Nächste Meilenstein. Die Kryptowährung Bitcoin steigert erneut seinen wert. Seit Beginn des Jahres zieht das Unternehmen viele internationale Investoren an. Wenn der Wert von Bitcoin weiterhin steigt, könnte die Währung demnächst doppelt so viel Wert haben wie eine Feinunze Gold. In Japan ist Bitcoin seit Anfang Mai ein offizielles Zahlungsverfahren. Eine weitere Erklärung des Aufschwungs kann auch das Wissen über die Funktionsweise sein, welches bei Investoren zu vertrauen führt.

  • WINDOWS heise: Windows 10 S: Nur Apps, aber kein Linux: Windows 10 soll demnächst um eine Schüler und Studenten Version erweitert werden, welche nur die Installation von Apps aus dem Microsoft Store erlaubt und deutlich bessere Administrationsfunktionen aufweisen soll. Allerdings sollen unter anderem Linux-Distributionen oder andere Kommandozeilen Zugänge nicht auf Windows S laufen. Grund dafür sei, dass sich die Schülervaritante an ein nicht technikaffines Publikum wende. Wen diese Grundlage stört, muss sein Windows S auf Windows 10 Pro umwandeln.

  • Protest wired: Twitter and Tear Gas: How Social Media changed Protest Forever: Der Wandel der Protestorganisation begann 2011 mit dem Arabischen Frühling, der es schaffte sich über Soziale Medien wie Twitter zu organisieren. Proteste heutzutage haben durch die Vernetzung durch das Internet deutliche Unterschiede zu Protesten der Vergangenheit, und zeigen spannende Veränderungen auf. Zeynep Tufekci schreibt über Vor- und Nachteile des Protests mit Sozialen Medien.

  • ALEXA golem: Amazon verbietet fast alle Werbung in Alexa-Skills: Ein neues Start-Up plante die Einbindung von Werbebotschaften durch die Voice Funktion des Amazon Assistenten Echo. Burger King hatte vor Kurzem für Nachrichten gesorgt, nachdem ein Werbespot einen Befehl für sprachgesteuerte Geräte wie Alexa Echo oder Google Home beinhaltete. Amazon selbst sieht allerdings keine Notwendigkeit, Skills-Entwicklern generell die Möglichkeit von Werbeeinnahmen zu erlauben und hat nun die Richtlinien für die Zulassung zu dieser Funktion gestrafft. Strenge Regeln gibt es besonders für Alexa Skills mit Bestellmöglichkeiten.

  • DROHNEN handelsblatt: Schöne neue Pharma-Welt: Amazon erwägte bereits einen Einstieg in die Pharmaindustrie, durch Drohnenlieferung von verschreibungspflichtigen Medikamenten. Diese Neuerung wäre eine Veränderung besonders für Apotheken und weitere Ketten. Eine weitere Neuerung in der Pharmaindustrie könnten Forschungen im Bereich der Sensorenüberwachung an. Diese Sensoren würden Ähnlich wie Kontrollleuchten im Auto Patienten niedrigen Blutzucker oder Blutdruck melden.

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  • WHATSAPP meedia: 175 Millionen Status-Nutzer: Auch WhatsApp überholt Snapchat beim Stories-Feature: Es war nur ein Nebensatz von Mark Zuckerberg auf der Telefonkonferenz mit Analysten, doch er hatte es in sich. Die zugekaufte Facebook-Tochter WhatsApp bringt es gerade mal zehn Wochen nach dem Start ihres Stories-Features, das bei der Messenger-App Status heißt, bereits auf 175 Millionen tägliche Nutzer. Stories-Pionier Snapchat wurde damit binnen weniger Wochen ein zweites Mal von einer Facebook-Tochter abgehängt. CEO Evan Spiegel kann an der Wall Street aber wenigstens mit einer Nachricht zur Werbevermarktung punkten.

  • SPACEX dw: SpaceX erstmals in militärischer Mission: Bislang hat die Firma des Milliardärs Elon Musk Aufträge für die zivile Raumfahrt erledigt. Jetzt beförderte eine Rakete von SpaceX zum ersten Mal ein militärisches Objekt ins All, vermutlich einen Spionagesatelliten. Nachdem der ursprünglich für Sonntag geplante Start wegen eines defekten Sensors verschoben wurde, hob die Falcon-9-Rakete am Montagmorgen (Ortszeit, 13.15 Uhr MESZ) in Cape Canaveral in Florida ab. An Bord war ein offiziell nicht näher beschriebenes Objekt des Nationalen Aufklärungsamtes der USA (NRO). Dabei handelt es sich um einen militärischen Nachrichtendienst, der Spionagesatelliten herstellt und betreibt. Bekannt ist mit der Bezeichnung NROL-76 lediglich der Name des Objekts,

  • DIGITALISIERUNG politik-digital: „Wenn die Möglichkeit da ist, unterrichte ich digital!“ Einblicke in die Lehrerwelt: Facebook, Twitter, Youtube und Co sind für viele Lehrkräfte eher Fluch als Segen. Die Ablenkung durch soziale Medien beeinträchtigt das Lernverhalten der Schüler. Doch ist dies wirklich der Fall? Denn im Zusammenhang mit der Digitalisierung und der Bildung wird auch viel über die Lehrer und Lehrerinnen geredet. Kommen sie mit dem Wandel gut klar? Wollen sie überhaupt irgendwas ändern? Um diese Mutmaßungen zu beenden, wurde nachgefragt. Im Gespräch mit dem Schweizer Deutschlehrer Philippe Wampfler geht es um seinen eigenen digitalen Unterricht, Tipps für Neueinsteiger und das Mädchen-Jungen-Klischee.

  • UBER sueddeutsche: Das Chaosprinzip: Irgendwie ist Uber nichts Halbes und nichts Ganzes. Zumindest in vielen europäischen Städten. Die Idee von Uber ist klasse, setzt sich in einigen Ländern nur nicht so richtig durch. Sei es durch rechtliche Verordnungen oder negative Eskalationen der Uber-Spitze. Also was hilft diesem mittlerweile 70 Milliarden teuren Dienstleistungsunternehmen? Das Prinzip Chaos hält an, obwohl mittlerweile auch schon Kai Diekmann zum Beratergremium gehört.

  • SOCIAL MEDIA techtag: Wie beliebt ist Social Media bei Jugendlichen?: Der Jugend-Internet-Monitor in Österreich zeigt auf, welche sozialen Netzwerke von den Jugendlichen dort favorisiert werden. Grund genug, einen kleinen Vergleich zu Deutschland zu ziehen. Eines vorweg: WhatsApp, YouTube, Instagram und Snapchat sind die Netzwerke schlechthin – egal im welchem Land wir uns befinden.

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  • WINDOWS heise: Microsoft will mit Windows 10 S die Schulen zurückgewinnen: Mit der neuen Programmvariante Windows S will Microsoft wieder Marktführer im Segment Schulcomputer werden. Ein besonderes Highlight ist hierbei die Software „Setup my School PCs“: Der Administrator kann damit die Konfiguration des PCs vornehmen und die Einstellungen hinterher auf einem USB-Stick speichern. Dieser wird anschließend in den nächsten einzurichtenden PC gesteckt und binnen 30 Sekunden wird die gespeicherte Konfiguration auf das Gerät geladen. Danach kann das Verfahren schon mit dem nächsten Computer wiederholt werden. Auf diese Art und Weise können an nur einem Tag Hunderte Schulcomputer eingerichtet werden.

  • WERBUNG t3n: Nicht nur online: Google und Facebook kontrollieren 20 Prozent des Werbemarktes: Die Technik-Unternehmen Google und Facebook hatten 2016 knapp 20 Prozent des Werbemarktes inne. Das geht aus dem „Top 30 Global Media Owners Report“ des Analyseunternehmens Zenith hervor. Google bzw. Alphabet steht mit Einnahmen in Höhe von 79,4 Milliarden US-Dollar an der Spitze. Das ist fast dreimal so viel wie der Verdienst des Zweitplatzierten Facebook; das Unternehmen hinter dem sozialen Netzwerk konnte im vergangenen Jahr 26,9 Milliarden US-Dollar durch Werbung einnehmen. Erst an dritter Stelle des Rankings steht ein klassisches Medienunternehmen, der US-Konzern Comcast lukrierte 2016 rund 12,9 Milliarden US-Dollar.

  • APPLE golem: iPhone-Absatz fällt, die Gewinne steigen: Apple hat am Dienstag (02. Mai) nach Handelsschluss an der Börse die neusten Verkaufszahlen zum iPhone bekannt gegeben. Im März endete das zweite Finanzquartal, nachdem das Smartphone im September 2016 in siebter Generation herausgekommen war. 50,8 Millionen Geräte wurden demnach verkauft, das ist 1 Prozent weniger als im vorherigen Quartal. Dennoch konnten die Gewinne gesteigert werden, sie legten um 4,9 Prozent zu und liegen somit bei 11,03 Milliarden US-Dollar, das entspricht 2,40 US-Dollar pro Aktie.

  • TWITTER Welt: Dank Chicken Nuggets gibt es den Twitter-Weltrekord: Der 16-jährige Carter Wilkerson hat die US-amerikanische Fast-Food-Kette Wendy’s bei Twitter herausgefordert und gefragt, wie oft sein Tweet retweetet werden muss, damit er ein Jahr lang kostenlos Chicken Nuggets bekommt. Die Antwort kam prompt: 18 Millionen Mal. Für den Schüler mit zu diesem Zeitpunkt gerade einmal 147 Followern eine schier aussichtslose Herausforderung. Mit Stand von heute wurde der Tweet 3,4 Millionen Mal geteilt. Das ist zwar nicht so viel, wie von Wendy’s gefordert, aber die neu gewonnene Aufmerksamkeit wissen alle Beteiligten zu nutzen. Der Mobilfunkanbieter T-Mobile hat versprochen, die Kosten für ein Jahr Chicken Nuggets zu übernehmen, sollte sich Carter dazu entscheiden, von seinem bisherigen Anbieter AT&T zu T-Mobile zu wechseln.

  • GRIMME Spiegel: Jury nominiert Facebook-Gruppe gegen Hassrede: Online-Angebote gegen Fake News und Verschwörungstheorien sind am Dienstag in Köln für den Grimme Online Award 2017 nominiert worden. Dazu gehört zum Beispiel „Datteltäter“ des jungen ARD/ZDF-Angebots „Funk“, das sich mit Vorurteilen befasst, mit denen sich Muslime konfrontiert sehen. Oder die Facebook-Gruppe #Ichbinhier, die gegen Hasskommentare und Hetze im Internet vorgeht. Spiegel Online listet die Nominierten auf.

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  • EMOBILITÄT golem: Wie kommt der Strom in die Tiefgarage?: Wären benzinbetriebene Automobile so weit verbreitet, wenn jeder Halter sich eine eigene Zapfsäule dafür aufstellen müsste? Was für Eigenheimbesitzer noch vorstellbar wäre, stieße in Städten schnell an seine Grenzen. Doch genau vor diesem Problem stehen derzeit Käufer von Elektroautos. Selbst wer für seinen Wagen einen festen Stellplatz in einer Tiefgarage hat, steht bei der Installation einer Ladesäule vor großen Hürden und hohen Kosten. Falls er überhaupt die Erlaubnis bekommt, die erforderlichen Anschlüsse zu verlegen. Kein Wunder, dass der Verkauf von Elektroautos trotz Prämie von bis zu 4.000 Euro nicht vorankommt.

  • CLOUD heise: c’t empfiehlt: Raus aus den US-Clouds: In puncto Datenschutz sind Deutsche seit dem 25. Januar in den USA Internetnutzer zweiter Klasse. Denn US-Präsident Donald Trump hat per Dekret im Januar erklärt, Nicht-US-Bürger vom US-amerikanischen Datenschutzrecht auszuschließen oder zumindest ihre Rechte diesbezüglich einzuschränken, „soweit dies mit geltendem Recht vereinbar ist“. Die rechtlichen Folgen sind noch ungeklärt, doch Heise-Justiziar Joerg Heidrich schätzt die Chancen hoch ein, dass das Datenschutz-Abkommen Privacy Shield zwischen USA und EU nicht lange überleben wird. In der aktuellen Ausgabe 9/17 widmet sich das Computermagazin c’t diesem Problem und rät Anwendern, ihre Daten auf deutsche oder zumindest EU-Server umzuziehen.

  • FACEBOOK horizont: Facebook will Umgang mit Gewaltbeiträgen überprüfen: Es müsse für Nutzer einfacher werden, gefährliche Beiträge zu melden und die anschließende Prüfung müsse schneller ablaufen. Hintergrund ist ein Video von einem Mord in Cleveland, das am Sonntag zwei Stunden lang online und über die Facebook-App zu sehen war. Der US-Polizei zufolge stellte der mutmaßliche Täter das Video selbst ins Netz, auf dem zu sehen ist, wie er einen älteren Mann erschießt. Die Fahndung nach ihm läuft auf Hochdruck.

  • POLITIK netzpolitik: Treue Gefolgschaft – so twittert die AfD: Die AfD schafft sich auf Twitter eine eigene Öffentlichkeit. Eine umfangreiche Datenanalyse von netzpolitik.org und Tagesspiegel ergibt: Die Partei spielt dabei nicht immer mit offenen Karten. Die Analyse verschiedener Parteien zeigt die Nutzung der Social-Media-Plattform auf und wie diese speziell von der AFD genutzt wird

  • KI heise: Gigabitnetz, KI & Robotik: Zypries will Innovationen ankurbeln: Rund eine Woche vor Beginn der Hannover Messe hat Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) am Dienstag Eckpunkte für eine neue Innovationsagenda vorgestellt. „Wir wollen, dass Deutschland seine Forschungsanstrengungen deutlich steigert“, heißt es in dem Papier des Ministeriums. Ziel sei es, die Ausgaben für Forschung und Entwicklung (F&E) bis 2025 von 3 auf 3,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) zu steigern.

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Die Netzpiloten sind Partner der Nürnberger Web Week

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In Nürnberg findet vom 15. bis zum 22. Mai die Nürnberger Web Week statt. Hier kommen alle Business Professionals und all die, die ihre berufliche Heimat im Internet gefunden haben. Zu den Themen, zu denen es bei der Nürnberger Web Week Vorträge geben wird, gehören:

  • Online Marketing
  • Webentwicklung
  • Social Media
  • E-Commerce
  • SEO
  • Programmierung

Die Nürnberger Web Week bietet als Veranstaltung selbst nur einen Rahmen für viele kleine, einzelne Events, z.B. das 9. Barcamp Nürnberg 2017, das Devops Camp 17 oder das Coderdojo Nürnberg #8. Deshalb könnt ihr euch nicht allgemein für alle Events, die im Rahmen der Nürnberger Web Week stattfinden, anmelden, sondern müsst euch für alle Veranstaltungen anmelden, die euch interessieren. Grund hierfür ist, dass die einzelnen Veranstaltungen zu verschieden in der Art der Organisation sind.

Zu den Hauptaspekten der Nürnberger Web Week gehören die fachliche Expertise und Networking. Ihr trefft Experten und Entscheider der Webszene aus der Metropolregion Nürnberg. Nutzt die entspannte Atmosphäre und kommt mit kreativen Köpfen ins Gespräch. Interessierte, Professionals, Nerds and Geeks und alle, die sich im Internet zuhause fühlen sind auf der Nürnberger Web Week genau richtig.

Bei Twitter bleibt ihr unter dem Hastag #NUEWW auf dem Laufenden. Hier kommt ihr zum Programm und zu den einzelnen Anmeldungen. Wir wünschen euch viel Spaß!

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  • WIKILEAKS spiegel: Sicherheitsexperten könnten CIA-Hackergruppe enttarnt haben: “Grasshopper”, “Weeping Angel” oder “Candy Mountain” – die CIA ist bei ihren Codenamen wirklich kreativ! Diese Namen hat jetzt die Enthüllungsplattform WikiLeaks in einer Liste von Werkzeugen und Projekten der CIA veröffentlicht. WikiLeaks könnte es dadurch gelungen sein, bestimmte Hacker-Angriffe dem US-amerikanischen Geheimdienst zuzuordnen. Wie der Sicherheitsdienstleister Symantec nach einer Untersuchung verlauten ließ, geht man von mindestens 40 Fällen in insgesamt 16 Ländern aus, in denen die in den neuen CIA-internen Dokumenten beschriebenen Angriffswerkzeuge gegen verschiedene Ziele eingesetzt wurden.

  • WINDOWS zeit: Wie Windows 10 diskret werden soll: Neues Update für Windows 10! Beim dritten Anlauf wird das Microsoft Betriebssystem jetzt mit dem Creators-Update ausgestattet. Wichtiger Kernpunkt des Updates ist vor allem auch der Datenschutz. Heute soll das Paket mit den neuen Funktionen an die rund 400 Millionen Nutzer ausgerollt werden. “Creators-Update” heißt es zudem durch seinen Fokus auf Aspekte wie Augmented Reality und 3D-Design. Zudem soll es für mehr Transparenz sorgen – zur Veröffentlichung der originalen Version in 2015 wurde das System aufgrund seiner Überwachung stark kritisiert.

  • MINECRAFT t3n: Microsoft startet Marketplace für Minecraft mit eigener Währung: Im neuen Minecraft Marketplace dürfen unabhängige Entwickler von nun an eigene Kreationen veröffentlichen und verkaufen. Das Klötzchen-Spiel ist schon lange für seine kreative Spielerschaft bekannt, jetzt können solche Inhalte von Creators angeboten und zu einem selbst festgelegten Preis verkauft werden. Wer im Marketplace Inhalte anbieten will, muss allerdings zuerst vom Microsoft Partner-Programm akzeptiert warden. Der Minecraft Marketplace ist für Windows, iOS und Android verfügbar.

  • TWITTER wired: Warum Twitters Zukunft in den Händen der Community liegt: Im Mai werden sich Twitter-Aktionäre zur Hauptversammlung zusammenfinden. Thema dabei wird sicherlich auch der Vorschlag der Community sein, eine eigene Genossenschaft zu gründen. Liegt darin die zukünftige Überlebensstrategie des Unternehmens oder ist eine solche Entwicklung eher unwahrscheinlich? Letzteres sei wohl eher der Fall, aber dass das Unternehmen die „We are Twitter“-Bewegung als Tagesordnungspunkt aufnimmt, zeugt zumindest davon, dass die Wünsche der Community berücksichtigt werden. Trotzdem scheint Twitter seien Krise noch nicht überwunden zu haben.

  • KI golem: VW will Autos mit künstlicher Intelligenz versehen: VW ist jetzt eine strategische Partnerschaft mit dem auf künstliche Intelligenz spezialisierten Startup Mobvoi eingegangen. Der deutsche Autohersteller investiert in das Projekt mit dem chinesischen Unternehmen rund 180 Millionen US-Dollar. Spracherkennung war nur der Anfang, fortan sollen anhand der KI-Technologie weitaus mehr möglich sein. Mit diesem Joint Venture begibt sich auch VW nun in den Wettbewerb um die besten Assistenzsysteme in der Automobilbranche.

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  • TWITTER zeit: Twitter verklagt US-Regierung: Dass Twitter eine mehr oder minder wichtige Rolle im US-Wahlkampf- und Regierungszirkus einnimmt, ist nicht abzustreiten. Jetzt verklagt das Unternehmen hinter dem Social-Media-Kanal gar die US-Regierung. Das Heimatschutzministerium hatte Nutzerdaten eines Trump-kritischen Accounts eingefordert, woraufhin Twitter sich weigerte und nun juristische Schritte einleitet. Besagter Account hat rund 100.000 Follower und ruft zum Widerstand gegen Trumps Einwanderungspolitik auf. Twitter will die Daten nicht herausgeben, solange die Regierung keine Beweise für straf- oder zivilrechtliche Verstöße vorlegt.

  • ROAMING spiegel: EU-Parlament besiegelt Ende der Roaminggebühren: Es ist endlich beschlossene Sache – pünktlich zum Sommer und der Urlaubszeit fallen Roaminggebühren in Europa endgültig weg. Ab Mitte Juni sollen Reisende im EU-Ausland endlich mobil telefonieren und surfen können, ohne anfallende Zusatzkosten. Am Donnerstag wurde in Straßburg ein Kompromiss über Roaming-Großhandelspreise beschlossen. Die Abschaffung der Roaminggebühren ist allerdings für Reisende gedacht, die sich nur zeitweise im europäischen Ausland aufhalten. Wer sich dauerhaft im Ausland aufhält, muss mit Extragebühren rechnen.

  • PLAYSTATION heise: PlayStation Experience (PSX) 2017: Prey, 360-Grad-Filme und Controller-Experimente: Die PlayStation Experience ist das hauseigene, alljährliche Event zu Sonys Mutterschiff-Konsole. Seit 2015 findet das Event ebenfalls in München statt. Headliner der Veranstalter war der Ego-Shooter Prey. Selbstverständlich durften auf der PSX auch brisante Themen wie Virtual Reality und 360 Grad nicht fehlen. Gerade mit letzterem experimentiert Sony derzeit verstärkt. Die Veranstaltung ist nicht dafür da, Plattform für große Neuankündigungen zu sein, vielmehr soll an die Sony Hardware herangeführt und begeistert werden.

  • SOCIAL MEDIA gruenderszene: Dieses neue soziale Netzwerk zieht gerade scharenweise Twitter-Nutzer an: Mastodon – so der Titel des Twitter-Konkurrenten, benannt nach den prähistorischen Mammuts – ist ein neues soziales Medium, das seit Anfang der Woche rund 40.000 neue Nutzer verbuchen konnte. Anders als bei kommerziellen Anbietern gebe es kein Risiko, dass „ein einzelnes Unternehmen unsere Kommunikation monopolisiert“, heißt es auf der Seite. Entwickler ist der 24-jährige Eugen Rochko aus Jena, der das Projekt über die Funding-Plattform Patreon finanziert.

  • NINTENDO chip: Harmlos oder verwerflich? PETA will dieses Nintendo-Spiel stoppen: Denkt man an ein Videospiel – speziell in diesem Fall an den Titel 1-2-Switch – würde man nicht darauf kommen, was daran verwerflich in Bezug auf Tierschutz sein könnte. Besagter Titel ist eine Minispiel-Sammlung auf der Nintendo Switch, erst mal nichts Verwerfliches. Die Tierschutzorganisation PETA ist da allerdings anderer Meinung. Sie prangern das Spiel dafür an, im Segment ‚Wettmelken‘ die Milchindustrie und den Melkprozess zu verharmlosen. Ob man dies nun für harmlos oder verwerflich hält, liegt natürlich im Auge des Betrachters.

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  • DEUTSCHE BANK MOBILE PAY: Deutsche Bank startet Bezahlen per Smartphone – Apple Pay lässt weiter warten: Ab dieser Woche können Deutsche Bank-Kunden mit ihrer Banking-App auch bezahlen. Kunden mit Android-Smartphone sollen ihre Mastercard-Kreditkarte in die Deutsche Bank App integrieren können und dann per Smartphone bezahlen. Die Funktion groß auszurollen, traut sich die Bank offenbar noch nicht: Vorerst sollen nur 300.000 von acht Millionen Kunden den Service nutzen können, wie das Handelsblatt berichtet.

  • TOR golem: Tor-Entwickler experimentieren mit Rust: Die Entwickler des Browsers Tor, der als sicherer als andere Browser gilt, denken darüber nach, die Sprache des Programms zu wechseln. Die Sprache, die bisher zum Einsatz kommt, ist C. „Ein kleiner Fehler in C könnte echte Konsequenzen für echte Menschen haben“, sagte allerdings Entwicklerin Isis Aora Lovecruft auf Twitter. Beim einem Treffen letzte Woche wurde diskutiert, ob statt C nun die Sprache Rust Einzug halten soll. Sie soll bald für erste Tests genutzt werden.

  • SMARTHOME heise: Versteckte Mikrofone in euren Haushaltsgeräten: Alles wird smart: Überwachungskameras, Heizungsthermostate und Schaltsteckdosen kommunizieren munter über das Internet mit ihren Herstellern und verwandeln die Router-Firewall in einen Schweizer Käse. Was genau die IoT- und Smart-Home-Geräte tun, erfahren die Kunden jedoch nicht. In Ausgabe 8/2017 hat das c’t magazin am Beispiel etlicher Geräte aus dem Fundus der Mitarbeiter untersucht, wie es um die Sicherheit von IoT- und Smart-Home-Geräten bestellt ist, ob die Privatsphäre gewahrt bleibt und welche Möglichkeiten der Kunde hat, Gefahren zu erkennen und zu vermeiden.

  • TELEKOM Welt: Gratis-Streaming beim Telekom Mobilfunk: Niek Jan van Damme, Deutschland-Chef der Telekom, hat angekündigt, dass für Nutzer, die den Magenta-Mobil-Tarif L gebucht haben, künftig Video- und Musikstreaming „kostenlos“ sein werden. Damit gemeint ist, dass sich das Datenvolumen nicht mehr dadurch verringert, dass Musik oder Videos gestreamt werden. Laut van Damme haben viele Nutzer „Angst davor, ihr Datenvolumen zu verbrauchen“. Ihnen wolle man mit der neuen Option die Angst nehmen. Hingegen anders lautender Vermutungen, dieses Angebot würde die Netzneutralität gefährden, sagte der Telekom-Chef: „Wir verletzen hier keine Netzneutralitätsregeln, weil wir alle Interessenten und Partner gleich behandeln“.

  • YAHOO kurier.at: Aus AOL und Yahoo soll Oath werden: Das US-Internetunternehmen Yahoo soll nach seiner Übernahme durch den US-Telekommunikationsriesen Verizon offenbar mit der Verizon-Tochter AOL zu einer Einheit verschmelzen, die offenbar den Namen Oath tragen soll. „TakeTheOath“ schrieb AOL-Chef Tim Armstrong am Montag im Kurzmitteilungsdienst Twitter und machte damit ein Wortspiel, das sowohl „Nimm Oath“ als auch „Leiste den Eid“ bedeutet. Den geplanten Zusammenschluss nannte Armstrong ein „nicht zu bremsendes Team“.

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  • SPACEX golem: Wiederverwendung soll normal werden: Nachhaltigkeit im Weltraum – das Projekt war 15 Jahre in Arbeit und nun ist es den Entwicklern von SpaceX endlich gelungen, eine wiederverwendbare Antriebsrakete, die „Falcon 9“, ins All zu schicken. In der Nacht zum Freitag startete die Rakete im Kennedy Space Center im US-Bundesstaat Florida und landete rund zehn Minuten später auf einer schwimmenden Plattform im Atlantik. Gründer und Multi-Unternehmer Elon Musk sprach von einem Meilenstein in der Raumfahrt. Für 2018 hat sich Musk für das Projekt „Falcon 9“ schon wieder höhere Ziele gesetzt.

  • VIRTUAL REALITY gruenderszene: Oculus-Gründer Palmer Luckey verlässt Facebook: Er brachte mit seiner Firma “Oculus VR” das angestaubte Thema “Virtual Reality” wieder ins öffentliche Intersse, um kurz darauf von Social-Media-Übermacht Facebook aufgekauft zu werden. Heute ist jedoch Oculus-Gründer Palmer Luckeys letzter Tag bei Facebook. Der Konzern möchte sich derzeit nicht weiter zu den Gründen äußern, Luckeys Ruf hat jedoch die letzten Monate durch diverse Vorkommnisse – beispielsweise die Unterstützung durch Donald Trump und aktive Verunglimpfung von Hillary Clinton – gelitten und auch von seinen Social-Media-Kanälen hat sich der 24-jährige seit Wochen zurückgezogen.

  • FILESHARING t3n: Illegaler Upload: Eltern müssen Kind verraten – oder selber zahlen: Der Bundesgerichtshof (BHG) hat jetzt entschieden, dass Eltern den Namen ihrer Kinder angeben müssen, wenn diese im Internet auf Tauschbörsen unterwegs waren und Urheberrechtsverletzungen begangen haben. Ausgangspunkt für das Urteil war eine Schadensersatzklage der Plattenfirma Universal an einen Münchner Familienvater. Wenn die Eltern also wissen, dass die Kinder eine Urheberrechtsverletzung begangen haben und dies nicht melden, dann machen sie sich selbst schadenersatzpflichtig. Der Schadensersatz beläuft sich auf rund 3.500 Euro.

  • TWITTER computerbild: Einer der größten Störfaktoren ist beseitigt!: Die 140 Zeichen, die ein Tweet maximal lang sein darf, machten schon so manchem Plappermaul Probleme. Bei direkten Antworten an Tweets – vor allem, wenn mehrere Gepsprächspartner verlinkt wurden – wurde der Platz schnell knapp und man musste sich extreme kurz fassen. Einen der größten Störfaktoren hat Twitter jetzt mit einem Update beseitigt. Der Nutzername am Anfang des Antwort-Tweets entfällt und taucht stattdessen über dem Tweet selbst auf. Somit stehen die vollen 140 Zeichen für Antworten zur Verfügung.

  • KINO heise: Ghost in the Shell: Die Renaissance des Cyberpunk: Zu Beginn der Dreharbeiten war die Manga-Verfilmung “Ghost in the Shell” noch Gegenstand heftiger Debatten, vor allem auch aufgrund des angeblichen “Whitewashing” mit der Besetzung von US-Amerikanerin Scarlett Johansson in der japanischen Hauptrolle Motoko Kusanagi. Erste Kritiken äußern jedoch ein größtenteils positives Urteil und gleichzeitig kann der Film das Genre des Cyberpunk – einer Subkategorie der Science Fiction – ganz neu beleben.

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  • FERNSEHEN rp-online: Das neue DVB-T startet: Es ist das Ende des Fernsehens, wie wir es kannten. In der Nacht wird der TV-Standard DVB-T in Deutschland weitgehend abgeschaltet. Die Umstellung zum neuen Standard DVB-T2 erfolgt aus ähnlichen Gründen, wie damals die Umstellung vom analogen zum digitalen Antennenfernsehen. Kanäle können besser komprimiert werden und die Qualität verbessert sich mit der Auflösung von 1920 zu 1080 Bildpunkten bei einer Bildwiederholfrequenz von 50 Hertz deutlich und kann potenziell besser sein als bei Kabel-TV. Weitere Fragen und Antworten zum neuen TV-Standard gibt’s bei RP-Online.

  • SPIEGEL wuv: Spiegel Online war offline – Abrufe bei Konkurrenten steigen: Nichts da mit “Online” – das Nachrichten Portal Spiegel Online war am Dienstag für mehrere Stunde offline. Grund dafür sei ein Stromausfall in einem Rechenzentrum gewesen. Tatsächlich bescherte der Stromausfall Konkurrenzseiten erhöten Zulauf – kurzzeitig gab es etwa bei Sueddeutsche.de Spitzen von 15 bis 20 Prozent über Normal. Focus Online beobachtete ein Plus von sieben bis zehn Prozent. Nachrichten wurden stattdessen über Facebook und Twitter geteilt.

  • ELON MUSK heise: Neue Firma: Elon Musk will Gehirn mit Computern vernetzen: Ob Elon Musk ein Visionär oder einfach nur größenwahnsinnig ist, teilt die Meinungen. Jetzt hat der Unternehmer offenbar ein Unternehmen gegründet, das Computer mit menschlichen Gehirnen vernetzen soll. Mit „Neuralink“ sollen laut Musk schwerwiegende Krankheiten behandelt werden, gleichzeitig soll es aber auch eine wichtige Zukunftstechnologie, ähnlich der künstlichen Intelligenz, darstellen. Vergangenes Jahr hatte der Unternehmer bereits ein direktes Interface zur Hirnrinde vorgeschlagen, um die Hirnkapazität zu erweitern. Noch befindet sich „Neuralink” aber in den Kinderschuhen.

  • FACEBOOK t3n: Facebook stattet jetzt auch die reguläre App mit Snapchat-artigem Feature aus: Instagram, WhatsApp und jetzt auch Facebook – nach und nach gleichen sie einander, wie ein Ei dem anderen. Snapchat ist der große Vorreiter und die Konkurrenz schaut sich das prominenteste Feature – die Stories – schamlos ab. Mit Facebook-Stories bekommen jetzt auch die iOS- und Android-Apps des sozialen Netzwerks eine Funktion, die nicht ganz zufällig an Snapchat erinnert. Facebook-Tochter hat ein ähnliches Feature schon seit 2016, den WhatsApp-Status gibt es erst seit kurzem, fraglich ist jetzt nur, wie das Überangebot an Video-Diensten beim Nutzer ankommt.

  • SAMSUNG spiegel: Samsung plant Wiederverkauf von Pannen-Smartphones: Im letzten Jahr wurden Sie aufgrund von Explosionsgefahr noch aus Flugzeugen verbannt – jetzt soll das Galaxy Note 7 zurückkehren. Samsung hat jetzt angekündigt, die umstrittenen Smartphones wieder in Umlauf zu bringen. Es sollen nicht nur Rohstoffe und Bauteile wiederverwendet werden, sondern sogar ganze Geräte wiederverkauft werden.

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  • WIKIPEDIA heise: IP-Sperre: Wikipedia blockiert zehntausende „anonyme“ Österreicher: „Deine IP-Adresse befindet sich in einem Bereich, der auf allen Wikis gesperrt ist.“ Diese Mitteilung haben in den letzten Tagen mehrere österreichische User erhalten, wenn sie an der Wikipedia oder verwandten Wikis mitarbeiten wollten, ohne sich einzuloggen (unscharf als „anonyme Edits“ bezeichnet). Manchmal war ihnen aber auch das Einloggen unter Verweis auf ihre IP-Adresse nicht möglich. Dabei haben sie sich nichts zuschulden kommen lassen. Ein langjähriger Berliner Wikimedia-Aktivist und Wikipedia-Administrator hat am 12. März eine dreimonatige Sperre für die gesamte IP-Range 178.190.0.0/16 verhängt. Begründung: „longterm abuse“ (langwährender Missbrauch). Der Admin zählt zu den Hundert fleißigsten Bearbeitern der deutschen Wikipedia und den überhaupt am häufigsten sperrenden Admins.

  • CEBIT t3n: Wie die Deutsche Bahn vom Berliner Startup Holoplot profitieren kann:Der Mensch nimmt hauptsächlich den Klang wahr, der vom Raum zurückkommt. Obwohl die Ausgangsqualität gut ist, ist das Ergebnis oft von bescheidener Qualität. Holoplot, ein junges Startup aus Berlin, erklärt die „akustische Veränderbarkeit von Räumen“. Laut Roman Sick, COO des Startups, sind Bahnhöfe ein akustischer Albtraum. Befragungen von Passanten und auch technische Messungen haben ergeben, dass sich die Sprachverständlichkeit wesentlich verbessert hat, nachdem in zwei Bahnhöfen ein System von Holoplot installiert wurde. Ziel ist es, Ansagen nur in Bereichen abzuspielen, für die diese auch relevant sind. Außerdem sollen die Ansagen von angrenzenden Bahnsteigen die Verständlichkeit nicht mehr beeinträchtigen.

  • AMAZON golem: Amazon plant Fire TV mit 4K- und HDR-Unterstützung: Amazon arbeitet derzeit an einem neuen Fire-TV-Gerät, das nicht direkt als Nachfolger der Fire TV Sticks oder der Fire-TV-Boxen gedacht ist, sondern diese noch ergänzen soll, berichtet AFTVNews. Der Blog zitiert aus einem aktuellen Benchmark und bezieht sich auf vertrauliche Informationen aus dem Amazon-Umfeld. Das neue Fire-TV-Modell ist gemäß den Benchmarks von der Leistung her zwischen den Fire-TV-Boxen und den Fire TV Sticks angesiedelt. Demnach ist auch das neue Modell weniger für Spielenutzung geeignet, es sollte aber zügiger als die bisherigen Fire TV Sticks sein. Vor allem bei der Navigation in der Fire-TV-Oberfläche könnte es weniger Wartesekunden und Hänger geben.

  • SOCIAL MEDIA Zeit: Richter fordern Auskunft über anonyme Hetzer: Der Deutsche Richterbund beklagt Schwierigkeiten, Auskünfte von den Netzwerken über die Identität anonymer Hetzer zu bekommen. „Es braucht verbindliche Auskunftsstellen von Facebook und Co. im Inland, die schnell und verlässlich auf Anfragen der Strafverfolger reagieren“, sagte der Geschäftsführer Sven Rebehn dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) hatte Unternehmen wie Facebook und Twitter harte Strafen angekündigt für den Fall, dass sie offensichtlich strafbare Postings nicht binnen bestimmter Fristen löschen. Der Richterbund kritisiert, Maas‘ Gesetzentwurf sehe zwar Auskunftsstellen vor – sie blieben aber freiwillig, da keine Sanktion drohe, wenn sie nicht eingerichtet würden.

  • DATENSCHUTZ NETZPOLITIK:ORG: EU-Datenschutzbeauftragter: Persönliche Informationen sind keine Ware: Datengetriebene Ökonomie hin oder her: Persönliche Informationen sind grundrechtlich geschützt und keine bloße Ware. Diese klare Botschaft hat der Europäische Datenschutzbeauftragte Giovanni Buttarelli für die EU-Kommission. In einem vom Europäischen Rat erbetenen Positionspapier [PDF] nahm Buttarelli vergangene Woche Stellung zum Vorschlag der EU-Kommission für eine Richtlinie über bestimmte vertragsrechtliche Aspekte der Bereitstellung digitaler Inhalte [PDF]. Auch wenn er das Ziel der Initiative unterstütze, befürchte er negative Konsequenzen für das Grundrecht auf Datenschutz und die Wirksamkeit der mühsam verhandelten Datenschutzgrundverordnung.

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  • HACKER sueddeutsche: Tausende Twitter-Accounts offenbar von Erdogan-Anhängern gehackt: Sie verbeiteten in großem Stil die Hashtags “#NaziAlmanya” und “#NaziHollanda”. Hacker haben am gestrigen Tag tausende prominente Twitter-Accounts, betroffen waren beispielsweise Amnesty International, Pro Sieben, Borussia Dortmund oder Ex-Tennisprofi Boris Becker, gehackt und für diese Botschaften missbraucht. Verantwortlich sind offenbar Erdogan-Sypmathisanten und den Einstieg haben ihnen mutmaßlich Drittanbieter-Apps ermöglicht.

  • FACEBOOK zeit: Pakistan schränkt soziale Medien ein: Gotteslästerliche Inhalte sind in pakistanischen sozialen Medien nicht gerne gesehen. Der Ministerpräsident Nawaz Sharif hat jetzt das Innenministerium angewiesen, umgehend alle Seiten mit solchen Inhalten zu sperren. Ebenfalls wies er das Außenministerium an, internationale Institutionen und sozialen Netzwerken in Kontakt zu treten, um das Problem zu lösen. Die Zensur erfolgt seit Anfang des Jahres und schon bis 2016 war YouTube drei Jahre lang gesperrt, weil dort ein islamfeindlicher Film hochgeladen worden war.

  • TESLA golem: Tesla braucht neues Geld für Model 3: Für die Produktion des “Model 3” will sich Tesla jetzt eine Milliarden-Geldspritze verschaffen. Der Elektroauto- und Ökostromkonzern braucht für seine ambitionierten Expansionspläne und den Vorstoß in den Massenmarkt frisches Geld. Wie Tesla am Mittwoch nach US-Börsenschluss mitteilte, sollen die Mittel vor allem zur Stärkung der Bilanz und somit zur Minimierung von Risiken beim Anlauf der Produktion des ersten Mittelklasse-Elektrowagens „Model 3“ genutzt werden.

  • SXSW t3n: Holoplot: Berliner Audio-Startup räumt bei Tech-Festival SXSW ab: Noch ist das South by Southwest Festival (SXSW) in Austin, Texas in vollem Gange. Auch ein deutsches Tech-Startup konnte auf dem Festival jetzt Wellen schlagen. Das Berliner Startup Holoplot setztt sich mit seinen Produkten das Ziel, zielgerichtet Schall zu verteilen. Sie haben ein Audiosystem entwickelt, das die Akustik etwa in Museen, Bahnhöfen oder Konzertsälen verbessern soll. Auf dem SXSW haben sie dafür jetzt den „Interactive Innovation Award“ in der Kategorie „Music & Audio“ verliehen bekommen.

  • MESSAGING heise: Schwere Sicherheitslücke in den Web-Oberflächen von WhatsApp und Telegram geschlossen: Nachdem bei den beiden Messaging-Diensten WhatsApp und Telegram kürzlich eine Schwachstelle gefunden wurde, konnten diese mittlerweile beide geschlossen werden. Die Lücke erlaubte es den Angreifern, die Web-Sessions der Messenger zu kapern und so Nachrichten mitzulesen, Adressbücher zu kopieren und Schadcodes an Kontakte zu versenden. Wer vor allem die App-Versionen verwendet, sei auf der sicheren Seite, die Angriffe betrafen vor allem die Browser-Versionen und Web-Apps.

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  • TWITTER t3n: Studie: Bis zu 48 Millionen Twitter-Nutzer sind in Wirklichkeit Bots: Jeder siebte Twitter-Nutzer ist ein Bot. Das hat die University of Southern California jetzt in einer Studie ermittelt. Das sind bis zu 15 Prozent der rund 319 Millionen aktiven Nutzern, die gar nicht echt, sondern Social Bots sind. Die Studien-Autoren machten dabei eine ganze Reihe verschiedener Account-Klassen aus. Tatsächlich sind laut der Studie nicht alle Bots schlecht, eine Großzahl wird jedoch auch für politische Stimmungsmache genutzt. Vor allem angesichts der deutschen Bundestagswahl sind Social Bots ein brisantes Thema, so hat sich die Bundesregierung gegen den Einsatz derer entschieden.

  • TECHNOLOGIE heise: Männer weich wie Stahl: Von Gendered Technology und Normkörpern: Technologie ist gegenderet. Das ist eine These von Prof. Dr. Sigrid Schmitz, welche sie innerhalb eines Gastauftrags beim Kick-Off Meeting des Promotionskollegs KoMMa.G (Konfigurationen von Mensch, Maschine und Geschlecht) in Braunschweig vorgestellt hat. „Gendered Technology“ beschreibt demnach geschlechtlich beeinflusste Technologie und Schmitz’ Ziel ist es die soziale Konstruktion von Technologie zu verstehen, die „co-construction of gender and technology“.

  • SMART CLOTHING golem: Smarte Jacke ermöglicht Gestensteuerung des Smartphones: Wearables und smarte Kleidung kommen langsam aber sicher auf den Mainstreammarkt. Unter der Zusammenarbeit von Google und Levi’s ist jetzt eine smarte Jeansjacke, die Commuter Trucker, entstanden. Die Jacke für soll schon bald erscheinen und wird innerhalb von Google’s “Project Jacquard”, dabei geht es um Textilien mit leitenden Fasern, entwickelt. Die leitenden Fasern sollen als Touchpads fungieren und so durch Gesten die Smartphonesteuerung ermöglichen, um dieses beispielsweise auf dem Fahrrad nicht mehr aus der Tasche holen zu müssen.

  • AFFECTIVE COMPUTING zeit: Fühlst du es auch?: Gefühle und Emotionen sollten herkömmlicherweise immer die menschlichen Attribute sein, die Computer und künstliche Intelligenzen nicht adaptieren sollten. Auf der noch laufenden Digitalkonferenz SXSW in Austin in Texas wurde jetzt die Zukunft des affecitve computing, also der einfühlsamen Maschinen, vorgestellt. Mehrere Vorträge in diesem Jahr beschäftigen sich mit der Frage, wie diese emotional intelligenten Maschinen aussehen könnten – und welche Regeln sie beachten müssen.

  • CYBERPUNK spiegel: Die Angstmacher lagen ziemlich richtig: Vor allem in den Achtzigerjahren erfreuten sich die düsteren Zukunftsvisionen der Autoren und Filmemacher des Cyberpunk-Genres großer Beliebtheit. Dystopien zeigen im Gegensatz zu Utopien zukunftspessimistische Szenarien einer einer Gesellschaft, die sich zum Negativen entwickelt. Die Kollegen der Spiegel Online-Redaktion geben einen interessanten Überblick über dystopische Thesen der Achtziger, die sich in gewisser Form in 2017 bewahrheitet haben.

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Blender im Management werden keine Social-CEOs – sie bleiben unter sich

Evolution (adapted) (Image by Thomas Wensing [CC BY-SA 2.0] via flickr)

Es gibt nur wenige Unternehmensvertreter, die die digitale Abstinenz deutscher Führungskräfte so nüchtern betrachten, wie Stephan Grabmeier von Haufe-Umantis:

Wenngleich es die sozialen Medien nun seit rund 15 Jahren in der breiten Nutzung gibt, strotzt die DAX Management Elite mit digitaler Ignoranz. Fast alle Dax-Vorstände meiden – trotz des wachsenden Drangs zur Digitalisierung und der notwendigen Transformation in ihren Unternehmen – den Kurznachrichtendienst Twitter und die wesentlichen Social Media Netzwerke“ , schreibt Grabmeier in seinem Blog.

Führungskräfte mit Lücken

Die Lücke zwischen dem allgegenwärtigen Digitalisierungsanspruch der Konzerne und dem persönlichen Verhalten ihrer Führungskräfte sei riesig. Sie hinterlassen keinen digitalen Fußabdruck. Dafür dominieren aber eine Menge Ausreden, um in der alten Generaldirektor-Attitüde zu verharren. Etwa die Furcht vor Shitstorms. Es werde immer wieder befürchtet, dass eigene Aktivitäten im Web irgendwelche unkontrollierbaren Kettenreaktionen auslösen, die dann nicht mehr in den Griff zu bekommen seien, so die Erfahrung von Kerstin Hoffmann aka @pr_doktor, Autorin des Buches „Lotsen in der Informationsflut“: Eine der interessantesten Ideen zum Selbstschutz präsentierte mir der Geschäftsführer eines mittelständischen Unternehmens in der Diskussion nach einem meiner Vorträge: Er selbst lade nur unscharfe Bilder von sich selbst hoch, selbst bei Xing, und er empfehle seinen Mitarbeitern das Gleiche. So könne man die automatisierte Bilderkennung unterlaufen und zudem einer widerrechtlichen Nutzung des eigenen Bildes vorbeugen.

Man hat Besseres zu tun

Blöd nur, wenn andere Nutzer aus dem Netzwerk aktiv werden und die Fotos teilen und personalisieren. Für Hoffmann ist diese Aussage ein Beleg für Kontrollillusionen. Entwicklungen und Reaktionen im Netz werden nicht besser kontrollierbar, wenn man sich heraushält oder mit angezogener Handbremse unterwegs ist. Eher sei das Gegenteil der Fall: „Womöglich erfährt man sogar viel zu spät davon, dass etwas schief läuft oder sich falsche Informationen verbreiten. Es fehlt das Netzwerk derjenigen, die einem Informationen zeitnah zutragen oder unterstützend ihre Stimme für jemanden erheben, der von anderen derzeit Gegenwind erfährt.“

Ein weiteres inflationär vorgetragenes Abwehrargument rangiert unter der Kategorie „Zeitfresser“ oder „Ich habe Besseres zu tun.“ Selbst eine große Zahl von PR- und Marketingsfachleuten denkt bei Stichworten wie Social Media und digitale Medien nicht zuerst an professionelle und zeitgemäße Kommunikation, betont Hoffmann: „Dabei müsste es ja einleuchten, dass jegliche Form der Kommunikation, die nicht mit Erfahrung, Fachwissen und den richtigen Werkzeugen betrieben wird, nicht zeiteffizient stattfinden kann. Das ist ungefähr so, als wollte man den Erfolg eines Telefonates zwischen zwei Zwölfjährigen als Referenz für einen Vertriebsanruf herbeiziehen.“

Der 4.0-Spießercode für Stillstand

Vielleicht liegen die Ursachen für die digitale Diätkost in Vorstandsetagen auch tiefer. Wolf Lotter beleuchtet sie in seinem Prolog in der März-Ausgabe von brandeins: „Alles bleibt, wie es ist, nur mit Internetanschluss.“ Dafür steht auch das elende Kürzel 4.0. Leerformel-Geschwätz zur Systemerhaltung – „ein Spießercode“, so Lotter: „Der Wissensarbeiter wacht in einem Unternehmen und in einem Staat auf, der für die Fabrikgesellschaft entwickelt wurde, und Parteien und Institutionen, die im Schatten des Schornsteins erdacht wurden, erklären ihm die Welt.“

Fast überall trifft man auf „Vorgesetzte“, die eigentlich viel weniger wissen als ihre Mitarbeiter, ihnen aber qua Amt ständig sagen, wo es langgeht. So zitiert Lotter den IG-Metall-Berater und Informatiker Ulrich Klotz. Was von oben kommt, sind häufig hohle Befehle einer Positionselite, die ohne Positionen zu kleinbürgerlichen Gestalten schrumpfen. Zu bewundern an gescheiterten Heroen des Managements wie Martin Winterkorn oder Thomas Middelhoff. Als Symbol dieser aalglatten Ikonen rhetorischer Nichtigkeit sehe ich Johann Holtrop, die Hauptfigur im gleichnamigen Roman von Rainald Goetz. Das Werk ist ein erschreckendes Panoptikum der Wirtschaftselite. Holtrop ist auswechselbar. Ein Schnösel und Wichtigtuer, der sich mit abgedroschenen Plattitüden durchs Leben boxt. Er erzählt überall zusammengelesenes, letztlich nur nachgeplappertes Zeug. „Holtrop selbst merkte nicht, wem er was nachplapperte, wo er sich bediente und von wem er was übernommen oder gestohlen hatte“ , so Goetz.

Jämmerliche Söldner meiden die Nahbarkeit

Durch diese Defizite entstand die besondere mimetische Energie, „die Holtrop das von außen anverwandelte, was ihm fehlte.“ Er implantierte der Außenwelt seine Ideen, indem er sie kopierte und zugleich so manipulierte, dass sie seine Ideen für ihre eigenen hielten – ein begnadeter Blender. Und diese Blender haben es schwer, sich offen und nahbar im Social Web zu bewegen. Es sind jämmerliche Söldner, die der Schweizer Publizist Frank A. Meyer so herrlich aufs Korn nimmt. „Sie verfügen nicht über Produktionsmittel, sie stehen nicht mit eigenem Kapital in der Verantwortung, ihre gesellschaftliche Position entspricht der von Kleinbürgern: nicht unten, aber auch nicht wirklich oben.“

Unkultivierte Typen und neureiche VIPs, die ohne Positionen wieder zu Gartenzwergen schrumpfen. So eine neofeudal gestimmte Luxusclique, die ihre Kinder in der Potsdamer Luxus-Kita „Villa Ritz“ für eine Monatspauschale von mindestens 1.000 Euro (ein Schnäppchen) unterbringt, muss sich abschotten. „Wer sich global wie lokal so behütet, so getrennt vor der wirklichen Wirklichkeit durch den eigenen Lebensfilm bewegt, dem fehlt die Lust am Engagement für die ferngerückte Gemeinschaft“, schreibt Meyer.

Deshalb ist die Suche nach den Social-CEOs in der Deutschland AG auch sinnlos. Das passt nicht zum Mindset der Teleprompter-Topmanager. Für inhabergeführte Unternehmen gibt es also ein enormes Potenzial, sich von den Lackaffen der Wirtschaft abzusetzen und auf die persönliche Vernetzung zu setzen. Marken und die Winterkorns dieser Welt geraten schnell in Vergessenheit. Aber glaubwürdige Markenbotschafter, die auf der digitalen Klaviatur spielen können, verankern sich dauerhaft in den Köpfen. Das Notiz-Amt wird sie registrieren und vorstellen.


Image (adapted) „Evolution“ by Thomas Wensing (CC BY-SA 2.0)


 

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Muss man wissen: So twittert @realdonaldtrump

Donald Trump (adapted) (Image by Gage Skidmore [CC BY-SA 2.0] via Flickr)

Ein neuer Tag, ein neuer Tweet, ein neuer Vorfall. Bei einem der neuesten Ereignisse schädigte Donald Trump – der reiche und scheinbar wahllose Twitterer, der zufällig auch noch der Anführer der freien Welt ist – die diplomatischen Beziehungen zu Australien, indem er gegen ein Abkommen bezüglich der Umsiedlung von Flüchtlingen wetterte, das in den letzten Tagen der Präsidentschaft Obamas beschlossen worden war.

Als Malcolm Turnbull, der australische Premierminister, Präsident Trump kontaktierte, um sich Klarheit über das Abkommen, das die Umsiedlung in die USA von bis zu 1.250 Asylsuchenden, die Australien in einem Gefangenenlager auf offener See hält, beinhaltete, war Trump unfreundlich und schroff, sodass er den Anruf unerwartet bereits nach weniger als der Hälfte der vereinbarten Stunde beendete.

Wie üblich nutze er später Twitter, um seine Gedanken weiterzugeben:

Die Ausdrucksweise, Zeichensetzung, Wortwahl und der Tonfall dieses einen Tweets sind ein Beispiel für den gesamten Kommunikationsstil, mit dem die Trump-Anhänger mittlerweile vertraut sind.

Zuerst gibt es die faktischen Ungenauigkeiten – es handelt sich um Asylsuchende, nicht illegale Einwanderer. Dann ist da der Stil der Ansprache. Trump twittert häufig, als würde er sich an jemanden persönlich in einem Gespräch richten („Kannst du das glauben?“). Dies hilft natürlich dabei, die Illusion von Vertrautheit und gemeinsamer Erfahrung zu erschaffen. Der Punkt ist, dass es so weit weg von der herkömmlichen, politischen Diskussion sein soll, dass es als erfrischend und anders angesehen wird. Wir erwarten in den meisten Fällen nicht, dass Staatsmänner so herablassend in Bezug auf den politischen Prozess sind und Umgangssprache verwenden – das heißt, die Sprache („blödes Abkommen“), die normalerweise mit ’normalen‘ Menschen assoziiert wird.

Dann haben wir noch Trumps übermäßige Nutzung von Großbuchstaben und Ausrufungszeichen. Stilistische Leitfäden zeigen uns, dass dies Unreife und maßlose Aufregung kennzeichnen – aber Ausrufungszeichen wurden durch die Verbreitung von Emails und Texten ein universeller Ausdruck für die Stimmung des Autors. Wie Jean Berko Gleason herausstellt: „Sie können die Schroffheit einer kurzen Antwort mäßigen, indem sie den Enthusiasmus, die Ehrlichkeit, die Überraschung des Autors ausdrücken – es hängt alles von der Situation ab.“

Mediale Vermittler übergehen

Diese Tweets sind keinesfalls wahllos und unüberlegt. Es ist klar, dass Trump und seine Berater den Wert verstehen, der darin liegt, die „betrügerischen“ etablierten Medien zu umgehen und direkt das Fundament dieser mit einer verständlichen Sprache zu adressieren. Er ist ein Präsident, dem die Macht der sozialen Medien äußerst bewusst ist. Im November erzählte er im 60 Minuten Programm des Senders ABC:

Ich finde es unglaublich. Es ist eine moderne Art der Kommunikation. Es sollte nichts geben, wofür Sie sich schämen sollten… Die Tatsache, dass ich solch eine zahlenmäßige Macht durch Facebook, Twitter, Instagram, etc. habe, hat mir geholfen, all diese Rennen, in denen sie so viel mehr Geld ausgegeben haben als ich, zu gewinnen.

Auf Twitter verhält sich Trump wie die Berühmtheit, die er ist – er übergeht lästige Mittelsmänner, um sich selbst und seine Grundsätze ohne die Unannehmlichkeiten langer Erklärungen zu vermarkten. Die Begrenzung auf 140 Zeichen ist perfekt geeignet für die Übermittlung von Gefühlen, statt eine eventuelle Ausgewogenheit darzustellen. Der bekannte Akademiker und Medien-Kommentator Jay Rosen sieht es meiner Meinung nach richtig. Das, was Trump kommuniziert, nur als Tweets abzutun, ist eine Illusion, die sie nicht ernst genug zu nehmen droht:

Dies sind öffentliche Aussagen des gewählten Präsidenten. Amtliche Bekanntmachungen von ganz oben. Diese nach ihrer Verbreitungsmethode (Twitter) zu benennen, hilft nicht. Sie können nicht mehr ignoriert werden, genauso wie eine Ankündigung auf whitehouse.gov nicht außer Acht gelassen werden kann.

Wer Trump folgt

Zum Zeitpunkt der Erstellung des Artikels hat Trump 23,3 Millionen Anhänger auf Twitter – und während viele von diesen offensichtlich nicht zu seinen Unterstützern zählen, ist es dennoch klar, dass eine riesige Menge seine Basis bildet und viele von ihnen seine Gedanken an ein sogar noch größeres Publikum weiterleiten. Wer braucht also noch die herkömmlichen Medien?

Trump merkt offensichtlich, dass er diese nicht braucht – es ist aufschlussreich, wenn man feststellt, dass unter den mageren 40 Leuten, denen @realdonaldtrump folgt, nur wenige Journalisten sind. Vielleicht sollte man diese zutreffender als „Medienarbeiter“ bezeichnen. Unter den Familienmitgliedern und Vertretern der verschiedenen Geschäftsinteressen von Trump finden sich Leute wie Bill O’Reilly, Laura Ingraham, Sean Hannity und Eric Bolling, die alle auf die eine oder andere Weise mit Fox News in Verbindung gebracht werden.

Fox News und der aktuelle Vorsitzende und CEO Rupert Murdoch setzte sich über die letzten fünf Jahre aktiv für die politischen Ziele Trumps ein – und trotz gelegentlicher Streits ist die Bewunderung beiderseits vorhanden. Vor wenigen Tagen erklärte Trump während einer Rede, die eigentlich den Black History Month thematisieren sollte: „Ich schaue kein CNN… Ich mag es nicht, falsche Nachrichten zu sehen… Aber Fox hat mich sehr nett behandelt, wo auch immer Fox ist, danke.“

Dies ist von großer Bedeutung, denn, wie Politico berichtet, ist Fox News seit 15 Jahren der am besten bewertete Kabel-Nachrichtensender der USA. Durchschnittlich hat er 2,8 Millionen Zuschauer zur Hauptsendezeit und 1,8 Millionen Zuschauer über den gesamten Tag hinweg. Seine Bewertungen steigen ebenfalls im zweistelligen Bereich, verglichen mit den Zahlen aus dem Vorjahresmonat.

Der Journalist, der vielleicht Trump zu dieser Zeit am nächsten ist, ist Sean Hannity. Es war dieser zuverlässige Unterstützer, dem Trump sein erstes Interview als Präsident im Kabel-Fernsehen gewährte – und es ist eindeutig Hannity, der energisch und auf wirksame Weise Trumps Gesamtbild der herkömmlichen US-Medien darstellte. Hannity sieht die Wahl 2016 als einen Wendepunkt in der Geschichte, durch den die Glaubwürdigkeit der herkömmlichen Medien zerstört wurde. Er sieht den Berufszweig, dessen Teil auch er ist, mit gänzlicher Verachtung an. In einem Interview mit Politico erklärte er: „Die Medien bestehen aus einem Haufen aus überbezahlten, abgehobenen, faulen Millionären, die nichts als Verachtung für die Menschen, die dieses Land großartig machen, verspüren. Ich gehöre nicht zu diesen Menschen.“

Die sozialen Medien sind jedoch der Bereich, in dem Trump unangefochten an erster Stelle steht, und wie Gavin Fernando schrieb, hat er das Spiel der sozialen Medien für Politiker revolutioniert. Jetzt liegt es in der gemeinsamen Verantwortung der Journalisten (wer auch immer dann das Weiße Haus besetzt), den Inhalt der Tweets der Politiker genauso eingehend wie jede andere politische Aussage zu untersuchen.

Eine letzte Sache, die von Interesse für Leser aus Großbritannien sein könnte: Trump folgt nur einem einzigen britischen Journalisten – und das ist der ehemalige CNN-Reporter Piers Morgan.

Dieser Artikel erschien zuerst auf „The Conversation“ unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image (adapted) „Donald Trump“ by Gage Skidmore (CC BY-SA 2.0)


The Conversation

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  • WHATSAPP spiegel: Whatsapp wird Snapchat ähnlicher: Imitation ist die höchste Form der Schmeichelei, so wohl auch zwischen App-Entwicklern. So sollen jetzt auch die Grenzen zwischen Whatsapp und Snapchat verwischen. Nach dem Status-Update ist es dem Whatsapp-Nutzer möglich, Bilder und Videos mit mit einer Lebensdauer von 24 Stunden an ihre Kontakte zu verschicken. Whatsapp scheint immer mehr den Weg vom Messenger zum sozialen Netzwerk zu gehen.

  • TRUMP merkur: #lastnightinsweden: Trumps Fox-Bericht war voller Fehler: Es ist wirklich tragisch was da letzte Woche in Schweden geschehen ist – nur, was denn eigentlich? Über solche Aussagen wie Trumps #LastNightInSweden kann man mittlerweile nur noch schmunzeln. Auch das Internet beweist mal wieder seinen Galgenhumor und nimmt die Aussage des US-Präsidenten grandios aufs Korn. Auch die schwedischen Medien lassen diese Farce nicht auf sich sitzen und berichtigen einige der Fehler in dem Fox-News-Bericht, den Trump gesehen hatte.

  • FACEBOOK netzpolitik: Mark Zuckerberg stellt die Machtfrage und antwortet mit: „Mehr Facebook“: Angesichts Trump oder dem Brexit und dem Hehl um Dinge wie Fake News braucht es in der globalen Gesellschaft Lösungen für solche neuen Probleme. Ansätze für Lösungen im Bereich Kommunikation machte Facebook-Gründer Mark Zuckerberg letzte Woche in einer Art „Manifest“ klar. Ausgangspunkt ist die Rolle der Facebook-Plattform in der Bildung einer globalen Gesellschaft. Zuckerbergs Aussage ist klar: Mehr Facebook zur Bildung einer digitalen Gesellschaft.

  • SNAPCHAT computerbild: Snapchat-Brille: Regulärer Verkauf gestartet: Wo Google Glass scheiterten wittert Snapchat mit ihren Spectacles eine Chance. Das Wearable ist in der Lage zehn Sekunden lange Snaps aufzunehmen, dadurch muss die Brille einfach an der Seite angetippt werden. Die Kamera nimmt die Umgebung in einem Winkel von 115 Grad auf und schickt die Videos per Bluetooth ans Smartphone. Nachdem der Verkauf bereits mit einem fahrenden Verkaufsautomaten und einem temporären Verkaufsstand in New York startete, wird die Brille ab sofort auch online vertrieben.

  • COPYRIGHT heise: Kim Dotcom darf in die USA ausgeliefert werden: Neues im Fall Megaupload und dessen Gründer Kim Dotcom. Im neuseeländischen Recht wurde jetzt eine Lücke im Fall Dotcom gefunden, demnach könne der deutsche Internetunternehmer in die USA ausgeliefert werden. Die US-Ankläger hatten dem Gründer der Internet-Tauschplattform Megaupload und seinen Mitarbeitern ursprünglich Copyright-Betrug im großen Stil vorgeworfen. Dadurch ist für die Copyright-Besitzer ein Schaden von rund einer halben Milliarde US-Dollar entstanden.

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  • USA süddeutsche: Tausche USA-Visum gegen Facebook-Passwort: Die Themen USA und die Einreise nach ebenda waren in letzter Zeit ohnehin bereits schwierig – jetzt will der US-Heimatschutzminister Visa-Antragsteller noch gründlicher beleuchten. Zu solchen Überprüfungsmaßnahmen einer Person könnte unter anderem auch die Abfrage von Passwörtern für Konten in sozialen Medien zählen. Bereits seit Ende 2016 können USA-Urlauber freiwillig ihre Nutzernamen bei Facebook oder Twitter angeben. Noch ist die Passwort-Abfrage nur eine Idee, wie in vielen Aspekten sollte man aber unter der Regierung auf alles gefasst sein.

  • SOCIAL MEDIA heise: Steckt in jedem ein Troll?: Jeder der schon mal in den Kommentarsektionen von Social Media Kanälen unterwegs war hat wahrscheinlich Begegnung mit ihnen gemacht – Trolle. Keine Monster unter Brücken, sondern Kommentatoren deren einziges Ziel es ist, ein Maximum an Störung zu verursachen und Streit anzuzetteln. Forscher der Universitäten Stanford und Cornell behaupten in jedem von uns könnte ein solcher Troll stecken. Zu deren Studie soll nun Ende Februar ein Fachaufsatz auf der CSCW 2017 vorgestellte werden.

  • CROWDFUNDING golem: Protonet ist insolvent: Das Server-Startup Protonet aus Hamburg ist insolvent. Einst hatte die Firma über Crowdfunding eine, für deutsche Verhältnisse, Rekordfinanzierung von 3,2 Millionen Euro erhalten. Laut eigener Aussage habe Protonet intern nicht erfolgreich gewirtschaftet und neue Investoren blieben auch aus. Vor fünf Jahren wurde das Unternehmen mit dem Ziel gegründet, sichere und unkompliziert zu betreibende Server für Kunden herzustellen, bei denen Daten nur in Deutschland gespeichert werden sollten.

  • SLACK t3n: Chatbot fürs Firmenwissen: Obie bringt Confluence, Evernote und mehr in eure Slack-Kanäle: Obie zeigt, wie viel Arbeit uns Chatbots schon heute in der Teamkommunikation abnehmen können. Wichtige und arbeitsrelevante Informationen liegen oft genug auf einer Unzahl von verschiedenen Diensten verstreut, von Cloud-Speichern über Notizdienste hin zum firmeneigenen Wiki. Der Bot führt diese jetzt aus diversen Tools zusammen und setzt sich so zum Ziel, Ordnung und Übersicht im Kommunikations-Verlauf zu schaffen. Der Chatbot kann kostenlos zu Slack hinzugefügt werden.

  • WEARABLES googlewatchblog: Smartwatches: Google stellt Android Wear 2.0 sowie LG Watch Style & LG Watch Sport vor: Am gestrigen Abend hat Google sein neues Smartwatch Line-up inklusive neuem Betriebssystem präsentiert. Wofür benutzen Menschen Wearables wie Smartwatches eigentlich? Für diese Frage hat sich der Konzern für den Nachfolger des Android Wear Betriebssystems knapp drei Jahre Zeit gelassen und stellt jetzt das Modell 2.0 in den Fokus. Besonderes Feature ist beispielsweise die Option, mehrere Watch Faces gleichzeitig anlegen zu können, beispielsweise für eine Oberfläche für die Arbeit oder für zu Hause.

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Check-up Ireland: Webwise ist Irlands Beitrag zum Safer Internet Day

student (adapted) (Image by StartupStockPhotos [CC0 Public Domain] via Pixabay)

Seit 1997 lebe ich nun schon in der irischen Hauptstadt Dublin. Mein erster Job bei AOL hatte auch ein wenig mit Tech zu tun – wenn man die berüchtigten Freistunden-CDs als „Tech“ ansieht oder das Verbinden an die technische Hotline durchgehen lässt. Im Verlauf der kommenden 12 Monate werde ich nun die „Tech-Insel“ aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten.

Webwise sorgt in Irland für ein sicheres Netz (nicht nur am Safer Internet Day)

Der Safer Internet Day ist für Webwise natürlich so etwas wie der beste Tag zur Außendarstellung. Zahlreiche Schulen organisieren Veranstaltungen unter dem Motto „Seid der Wandel! Vereinigt euch für ein besseres Internet!“

Webwise, hinter dem das irische Bildungsministerium und das Safer Internet Programme der EU stehen, ist aber auch über diesen besonderen Tag hinaus äußerst aktiv. Als Teil von „PDST Technology in Education“ steht das ganze Jahr über die Förderung der Integration von ICT in das Lehren & Lernen an Grundschulen und weiterführenden Schulen auf dem Programm.

Webwise – der Kern

Der Kern der Tätigkeit von Webwise liegt bei der Förderung der autonomen, effektiven und vor allem sicheren Nutzung des Internets durch junge Menschen mittels nachhaltiger Informations-Kampagnen, die sich gleichsam an Eltern, Lehrer und die jungen Menschen selbst richten. Eltern bekommen Rat, wie sie das Online-Leben ihrer Kinder begleiten können. Lehrer bekommen Werkzeuge an die Hand, die es ihnen leichter machen, Internet-Sicherheit in den Unterricht einzubauen. Und die Heranwachsenden bekommen Hilfestellung zum Umgang mit Cyber-Bullying.

Webwise – die Partnerschaften

Webwise ist Mitglied sowohl des „Insafe“-Netzwerks als auch des „SaferInternetIE“-Projekts – einem Konsortium, in dem sich Industrie, Bildungs-Sektor, Kinderwohlfahrts-Organisationen und Regierungsstellen zusammengefunden haben, um Aktivitäten im Bereich „Sicheres Internet“ zu koordinieren, sowie um Kindern und Jugendlichen Hotlines & Helplines zur Verfügung zu stellen.

Die nachhaltige Arbeit der Organisation trägt zweifelsohne Früchte. Laut einer Studie, die aus Anlass des Safer Internet Day 2015 veröffentlicht wurde, rangieren irische Schulen über dem EU-Durchschnitt was Internet-Sicherheit betrifft. Sowohl irische Eltern als auch Lehrer stehen bei der Vermittlung von Internet-Sicherheit besser dar als die durchschnittlichen Erziehenden & Erzieher. 87 Prozent irischer Eltern greifen ein (im Vergleich zu 77 Prozent im EU-Durchschnitt), während bei den Lehrern die Zahlen sogar noch ein bisschen besser aussehen: 89 Prozent in Irland im Vergleich zum 79 Prozent EU-Durchschnitt.

Niemand kann und will sich jedoch auf diesen Zahlen ausruhen. Die Zahlen zum Safer Internet Day 2016 (hier auf der ausführlichen Infografik nachzulesen) sind weiterer Ansporn für dieses Jahr.

Noch eine Bemerkung zum Schluss: In den 20 Jahren, die ich schon in Irland lebe, haben sich Regierungen wahrlich selten durch gemeinsames Denken und Handeln einzelner Ministerien hervorgetan. Oft zählt der „Parish“ – also die Gemeinde oder besser und ehrlicher gesagt der Wahlkreis – einzelner Minister mehr als das Gemeinwohl der ganzen Nation, oder wenigstens einer besonders schutzbedürftigen Bevölkerungsgruppe.

Umso mehr muss aber lobend hervorgehoben werden, dass der für den Bereich Internet zuständige Minister für Kommunikation schon Wochen vor dem Safer Internet Day 2017 seinem Kollegen im Bildungsministerium tätig unter die Arme griff und einen Wachhund für Online Trolls benannte. Der „Digital Safety Commissioner“ wird unter anderem das Recht haben, Social Media Firmen wie Facebook oder Twitter anzuweisen, Cyber Bullying Postings zu löschen.

Die tägliche Praxis des Umgangs mit Unternehmen wie Facebook und Twitter, die hier Tausende beschäftigen, wird jedoch zeigen müssen, ob ich die Herren Minister eventuell zu früh gelobt habe. Es gibt schliesslich auch noch die Frau Wirtschaftsministerin, die die genannten Firmen glücklich halten muss. Und irgendwie geht es mir da wie bei den Trumps – wenn ich einerseits eine Rede von Melania im Kopf habe, die sich den Kampf gegen Cyber Bullying ganz oben auf die Liste ihrer Aktivitäten als First Lady schreiben will und andererseits so manchen Tweet des Online Trolls No. 1 Donald vor Augen habe.

Ich bin schon gespannt auf den 17. März, den Nationalfeiertag St. Patrick’s Day, wenn der US-Präsident traditionell den irischen Ministerpräsidenten (= Taoiseach) empfängt. Der Titel dieser Kolumne könnte dann „Taoiseach trifft Troll“ lauten.


Image (adapted) „student“ by StartupStockPhotos (CC0 Public Domain)


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Trump-Ideologie hinter der Bubblegum-Hippie-Fassade im Silicon Valley

startup (adapted) (Image by StartupStockPhotos [CC0 Public Domain] via Pixabay)

In der Wirtschaft geht es immer um Wertentscheidungen. Jeder ökonomische Formelkonstrukteur ist gefordert, seine Weltsicht zu erklären. Das gilt auch für jene, die auf Bühnen über die Notwendigkeit der Digitalisierung schwätzen, aber sich in Wirklichkeit hinter Begriffskaskaden verstecken. Die Keynote-Dauerredner sprechen von Digitaler Transformation, Digitalem Darwinismus (sozusagen die Donald Trump-Variante des Business-Darwinismus), Disruption oder Innovation, erläutern aber nicht, welche Programmatik dahinter steckt.

„Wenn wir wirklich eine inklusive, nachhaltige und verantwortliche Gesellschaft und Ökonomie wollen, müssen wir unsere Bilanzen und Logiken ändern. Ich halte das für fundamental. Was sind die grundlegenden Paradigmen und Theorien der Ökonomie? Die sind implizit normativ. Am Ende ist Digitalisierung kein Selbstzweck. Es gibt auch keinen Determinismus* (*=Die Anschauung, dass alle Ereignisse im Voraus festgelegt sind und es keinen freien Willen gibt, Anm. des Autors). Wir haben gestalterische Freiheiten. Wohin führen unsere Denkansätze?“, fragt sich Winfried Felser in der netzökonomischen Ideenrunde.

Wie gerecht ist die Netzökonomie?

Darüber denkt in der digitalen Technologieszene kaum einer nach. Umso mehr müsste sich die Wirtschaftswissenschaft mit diesen Fragen beschäftigen, fordert Uwe Schneidewind, Präsident des Wuppertal-Instituts.

Die Ökonomik sollte etwas zu möglichen und wünschenswerten Szenarien in der Zukunft sagen. Sie muss wieder Möglichkeitswissenschaft werden: Wie könne eine Ökonomie aussehen, die die Produktivitäts­fortschritte der Informationswirtschaft für einen Wohlstand nutzt, der bei möglichst vielen Menschen ankommt? „Sind Postwachstums­gesellschaften denkbar, die dennoch eine hohe Lebensqualität für zehn Milliarden Menschen innerhalb der planetaren Grenzen schaffen? Wie sehen Perspektiven für einen zeitgemäßen Kapitalismus aus? Ein solches Zielwissen ist normativ, die zugrunde liegenden Normen bedürfen der Explizierung und der Begründung“, so Schneidewind.

Tschakka-Weisheiten im Killermodus

Im Silicon Valley ist davon wenig zu spüren. Da findet man eher eine Menge Donald Trump-Ideologie, auch wenn die kalifornischen Protagonisten der Netzökonomie das empört zurückweisen würden: Das Dasein sei ein Dschungel, in dem man bereit sein muss, zu kämpfen – das ist das Credo von Trumps „kontrollierter Paranoia“. Überleben werde nur der Stärkere. Für den neuen Präsidenten der USA gibt es nur zwei Sorten von Menschen: Gewinner und Verlierer, man ist entweder das eine oder das andere. „Sei ein Killer“, so der „pädagogische“ Leitspruch seines Vaters.

Den ideologischen Überbau für den donaldistischen Siegeszug lieferte der evangelikale Tschakka-Wanderprediger Norman Vincent Peale, Autor des Bestsellers  „The Power of Positive Thinking“: „Formuliere und präge deinem Verstand ein mentales Bild von dir selbst als jemand ein, der Erfolg hat. […] Halte hartnäckig daran fest. Lass es niemals verblassen. Denk nie von dir selbst als jemand, der versagt“, so die anarcho-kapitalistischen Phrasen von Peale. Bei Trump wird das Prinzip zur Manie: „Ich gewinne, ich gewinne, ich gewinne immer. […] Am Ende gewinne ich immer, ob nun beim Golf, beim Tennis oder im Leben, ich gewinne einfach immer. Und ich sage den Leuten, dass ich immer gewinne, weil ich eben immer gewinne.“ Und wenn er nicht gewinnt, straft er die Leute eben ab, die nachweisen, dass er nicht immer gewonnen habe. Oder er empfiehlt gar die Übernahme oder gar Schließung von Institutionen, die seinem Siegeswahn im Wege stehen.

Hütchenspieler im Tal der Zukunft

Plappern die Papageien im „Tal der Zukunft“ einen anderen Sound? Hinter der sektenhaften New-Age-Wir-verbessern-die-Welt-Fassade steckt doch sehr viel Sieger-Gequatsche und Aufgeblasenheit á la Trump.

Ein Großteil der Silicon-Valley-Gründergeneration besteht aus ziemlich unangenehmen Typen, schreibt der Journalist und Drehbuchautor Dan Lyons in seinem Opus „Von Nerds, Einhörnern und Disruption“. „Frühere Hightech-Unternehmen wurden von Ingenieuren und MBAs gegründet, heutige von jungen, moralfreien Hütchenspielern, von der Art Jungs (und es sind fast alles junge Männer), die sich im Kino ‚The Social Network‘ angesehen haben, in dem Mark Zuckerberg als diebischer, heimtückischer Lügner dargestellt wird, und die danach genauso werden wollen wie er. Viele haben gerade erst das College abgeschlossen – oder sich nicht einmal die Mühe gemacht, es abzuschließen.“ In ihren Unternehmen gehe es zu wie im Hauptquartier einer Studentenvereinigung. Twitter habe wirklich einmal eine Betriebsfeier mit dem Thema Fraternity (Studentenverbindung) gegeben.

Frauen begrapschen und Wasserpfeifen mit Bier befüllen

„Seit 2012 gibt es im Silicon-Valley-Wörterbuch den Begriff brogrammer – ein Programmierer vom Typ bro, ein jugendlicher Macho, der seine Wasserpfeife mit Bier füllt und Frauen begrapscht. Bald kommen die unvermeidlichen Skandale und Prozesse, die Geschichten über schleimige Gründer, die weibliche Angestellte belästigen oder, in einem extremen Fall, ihre Freundin zusammenschlagen. Solche Leute stehen an der Spitze der neuen Generation Hightech-Unternehmen, solchen Leuten vertrauen viele Menschen sehr viel Geld an. Man möchte sich ja gerne vormachen, dass die Zeche, wenn diese Blase platzt, von den Risikokapitalgebern der Sand Hill Road in Menlo Park gezahlt wird, aber ein Großteil des Geldes, das man diesen Kids jetzt nachwirft, stammt aus Pensionsfonds“, warnt der frühere Newsweek-Technologieredakteur. Die Zeche werden sehr viel mehr Leute zahlen müssen als nur ein paar Berufsinvestoren, die Risiken gewohnt seien.

Gierige Investoren und unmoralische Gründer

„Wenn ich mich in San Francisco umsehe, fürchte ich, dass das alles nicht gut gehen kann. Diese Kombination aus Wunschdenken, billigem Geld, gierigen Investoren und unmoralischen Gründern ist das Rezept für eine Katastrophe“, so Lyons. Gute Gründe, um auch den netzökonomischen Diskurs mit normativer Brille zu führen. Fernab von den Hurra-Meldungen über neue Gadgets, Apps und Plattformen.

Das Silicon Valley ist ethisch betrachtet kaum hübscher als die Wall Street, mit deren Milliarden aus dem Derivatenhandel es reich geworden ist, bemerkt Zeit-Autor Alard von Kittlitz. Wenn es nicht sogar noch unangenehmer sei, wegen seiner grell geschminkten Bubblegum-Hippie-Fassade. Das Notiz-Amt sieht die Notwendigkeit eines kritischen Rationalismus im Umgang mit den „Helden“ der Digitalisierung.


Image „startup“ by StartupStockPhotos (CC0 Public Domain)


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#BorninBonn – Über die Wiederbelebung des Bonner Geistes in Zeiten der 140-Zeichen-Agitation

cell-phone (adapted) (Image by Unsplash [CC0 Public Domain] via Pixabay)

Hinter den Brandreden und nationalistisch durchtränkten Reden von Björn Höcke steckt eine perfide Methode. Es geht nicht nur darum, rechte Gedankenbilder in den politischen Diskurs einzuführen, ohne sich juristisch angreifbar zu machen, schreibt die Zeit in einer lesenswerten Analyse: „Das Ziel ist Überwältigung. Systematisch deuten rechtsgerichtete Politiker und Agitatoren zentrale Symbole des freiheitlichen, demokratischen Gemeinwesens Deutschlands um, und der Bürger weiß sich nicht zu wehren. Die Strategie ist es, Begriffe und Bilder des demokratischen Diskurses zu diskreditieren und Demokraten im Wortsinn sprachlos zu machen. Jemand will uns die kollektive Identität rauben, sagt Höcke? Stimmt, Höcke selbst will das.“

Höcke demontiert die bundesdeutsche Erinnerungskultur

Seine Umdeutungsabsichten zielen vor allem auf die bundesdeutsche Erinnerungskultur: „Wir Deutschen sind das einzige Volk der Welt, das sich ein Denkmal der Schande in das Herz der Hauptstadt gepflanzt hat“, sagte er. In diesem Satz zeige sich die ganze Perfidie der Methode. „Denn wer rechts denkt, weiß ihn zu deuten. Gleichzeitig schob Höcke für alle Empörten am Tag nach der Rede eine persönliche Erklärung nach. Er habe den Holocaust als Schande für ‚unser Volk‘ bezeichnet, dem ‚wir Deutschen‘ ein Denkmal gesetzt hätten“, schreibt Karsten Polke-Majewski.

Die Protagonisten im rechten Spektrum tanzen um einen Kessel mit brauner Suppe und sind bemu?ht, selbst keine braunen Flecken auf ihre Westen und Blusen abzubekommen. „Das gelingt ihnen meistens?—?nur ab und zu steht man?—?wie ju?ngst?—?selbst mitten in der braunen Soße“führt der bildende Künstler Edgar Piel aus.

Die nationalistischen Akteure agieren mit Untergangsformeln und inszenieren sich dabei als die Erlöser. Wer sich dem widersetzt, wird als undeutsches Element und Volksverräter denunziert.

Kampf um Wörter

Diese politische Auseinandersetzung ist ein Kampf mit Wörtern und immer stärker ein Kampf um Wörter?—?in 140 Zeichen. Donald Trump ist dafür der Wegbereiter. Sein Sieg wirkt wie ein Katalysator und beflügelt jene politischen Kräfte, die jetzt ihre Morgenbräune kommen sehen, „ihre vermeintliche Mehrheit abseits der Umfragen und ihre trumphaft unmittelbar bevorstehende Herrschaft zu spüren glauben. Politische Kräfte, die genau deshalb wie Trump in radikaler, nie gekannter Offenheit kommunizieren“so Sascha Lobo in seiner Spiegel Online-Kolumne. Er zitiert die Höcke-Rede in Dresden, die klar macht, auf was wir uns im Bundestagswahlkampf einstellen müssen: Ich weise euch einen langen und entbehrungsreichen Weg, ich weise dieser Partei einen langen und entbehrungsreichen Weg, aber es ist der einzige Weg, der zu einem vollständigen Sieg führt, und dieses Land braucht einen vollständigen Sieg der AfD.“

Wenn ein Geschichtslehrer vom „vollständigen Sieg“ spricht, dann lässt sich ahnen, woher er seine Inspiration bezieht. Das sei kein Zufall mehr, erklärt Lobo.

Angriff auf Symbole

Es ist ein Angriff auf die Symbole und Institutionen der Bundesrepublik Deutschland?—?das ist ein Angriff auf den Geist der Bonner Republik, denn in Bonn sind die Wurzeln des Grundgesetzes, hier tagte der Parlamentarische Rat im Museum König, hier sind in der Nachkriegszeit wichtige Weichen gestellt worden für politische Stabilität in einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung. Bonn stand für das pragmatische Gebot politischer Nüchternheit, geschichtlicher Verantwortung und Weltoffenheit. Hier entwickelten die Mütter und Väter des Grundgesetzes die institutionellen Sicherungen, um Weimarer Verhältnisse zu verhindern. Repräsentative Demokratie, Verhältniswahlrecht, Fünf-Prozent-Klausel, Verhinderung negativer Mehrheiten, föderale Struktur und Interessenausgleich mit den Bundesländern im Bundesrat und das Bundesverfassungsgericht als Korrektiv der Gesetzgebung. Es sei „das beste, demokratischste Deutschland, das wir jemals hatten“, bilanzierte Bundespräsident Joachim Gauck in seiner Abschiedsrede.

Faktoren für Stabilität

Das Fundament für diese Erfolgsgeschichte wurde in Bonn gelegt. Dieser Geist ist allerdings nicht in Stein gemeißelt. Er muss immer wieder vermittelt werden?—?besonders in der politischen Bildung. In Anlehnung an Thukydides, Aristoteles und Tocqueville benennt der Politikwissenschaftler Wilhelm Hennis drei Faktoren für politische Stabilität:

  • die Weisheit der Gesetze bzw. die Kraft der Institutionen,
  • die Qualität des politischen Personals
  • und die Tugend der Bürgerinnen und Bürger.

All das muss eine Zivilgesellschaft im Auge haben, um nicht den völkisch gesinnten Agitatoren, die unsere Republik zerstören und umwälzen wollen, die Deutungsmacht zu überlassen. Um das zu erreichen, müssen eben auch Kompetenzen für die Kommunikation in 140 Zeichen angeeignet werden.

#smcbn meets Bundeszentrale für politische Bildung

Das ist muss sich auch in der politischen Bildungsarbeit widerspiegeln, wie die Wissenschaftlerin Sabria David bei der Abendveranstaltung des Social Media Chat Bonn in der Bundeszentrale für politische Bildung (BpB) ausführte: „Politisch Bildung wird immer mehr auch digitale Bildung bedeuten, weil digitale Mechanismen Deutungshoheit setzen.“

BpB-Kommunikationschef Daniel Kraft machte auf die Aktion #BorninBonn aufmerksam, die in diesem Jahr zum 65-jährigen Jubiläum seines Hauses stattfindet. Er erwähnte Professor Carl Christoph Schweitzer, der die Bildungsinstitution gegen massive Widerstände kämpfen aufbaute: „Vor allem sollte die neue Bundeszentrale dabei helfen, den Deutschen die Demokratie nahezubringen. Viele hätten immer noch nicht glauben wollen, dass das Terrorregime und der Holocaust Millionen Menschen das Leben gekostet hatten. ‚In vielen Köpfen galten die Widerständler des 20. Juli weithin als Verräter. Dieser Lüge mussten wir entschieden entgegentreten‘, betont der 92-Jährige im Rückblick.“

Demokratieauftrag aktueller denn je

Sein programmatisches Credo ist aktueller denn je. Letztlich muss mit politischer Bildung klargemacht werden, wie wichtig es ist, den Geist der Bonner Republik mit Leben zu füllen Höcke und Co. wollen ihn beschädigen: Es gehe diesen Akteuren, Gruppierungen und Bewegungen nicht um die Liberalisierung der Öffentlichkeit und folglich auch nicht der Politik, die eigentlich mit den genannten Werten einhergeht. Im Gegenteil: Es geht schlicht um die Propaganda der eigenen Ziele, also um den Versuch, die vermeintlich liberale Hegemonie durch die eigene autoritäre Ideologie zu ersetzen, führt Professor Armin Scholl in einem Beitrag für die Netzdebatte der BpB aus. 

„Ist diese erst einmal durchgesetzt – wie Entwicklungen in UngarnPolen oder der Türkei befürchten lassen – ist Schluss mit Toleranz und Meinungsvielfalt, mit der Repräsentanz von Minderheiten und gleichen Beteiligungschancen für alle politischen Richtungen. Denn diese Werte gelten nicht mehr für den politischen Gegner, sondern nur für die eigene Klientel – solange man sich in der Opposition zu einer illegitimen Regierung und als unterdrückte Mehrheit wähnt.“

Das Notiz-Amt sieht die Bundeszentrale für politische Bildung als wichtige Quelle, den Konsens über die demokratischen Werte der Bundesrepublik bei aller Unterschiedlichkeit der politischen Positionen zu fördern. Der Social Media Chat Bonn könnte in diesem Jahr dafür einige Stationen ansteuern: Museum König, Kanzler Bungalow, Beethovenhalle, Langer Eugen, Bundestag, Wasserwerk, Kanzleramt und einiges mehr.


Image „cell-phone“ Unsplash (CC0 Public Domain)


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Netzpiloten sind Partner der Digital Finance World 2017

Partnergrafik_Digitalfinanceworld

Vom 01. Bis 02. März 2017 findet in Frankfurt der Kongress KuppingerCole’s Digital Finance World 2017 (DFW) statt. Die Finanz- und Versicherungswelt trifft sich dort, um sich über Innovation und die digitale Transformation ihrer Betriebe auszutauschen.

An zwei Tagen von jeweils 8 bis 18 Uhr bedient die Digital Finance World ihre Besucher mit allerlei Informationen zu den Themen Blockchain, Bitcoins, Big Data und das Internet der Werte (IoV). Der Veranstalter KuppingerCole ist eine seit 2004 international und unabhängig arbeitende Analyse-Organisation. Ein zentrales Element der Arbeit der Organisation ist es, Unternehmen mit neutraler Beratung und Expertise in den Bereichen Informationssicherheit, Identitäts- und Zugriffsmanagement, Informations- und Zugriffssteuerung, Risikomanagement und Compliance und in Bereichen der digitalen Transformation zur Seite zu stehen.

Das Event findet direkt am Frankfurter Flughafen im HOLM – House of Logistics & Mobility in der Bessie-Coleman-Strasse 7 statt. Wenn ihr bis zum 20. Februar 2017 eure Tickets mit einem Kollegen oder Freund bucht, bekommt ihr sie zum Missed Early Bird-Preis.

Wenn ihr keine Infos oder Updates verpassen wollt, folgt KuppingerCole auf Facebook oder Twitter oder direkt dem Digital Finance World Event!

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#ibes – Das Dschungelcamp als crossmediales Phänomen des Hate-Watching

Monkey (adapted) (Image by samuelrodgers752 [CC BY 20] via flickr)

Weihnachten ist vorbei, das Feiertags-Fernsehprogramm ausgeschöpft und allgemein herrscht einfach Antriebslosigkeit und dem Wetter entsprechend graue Stimmung. Doch der Silberstreif am Horizont des Trash-TV kommt so sicher wie das Amen in der Kirche. Alle Jahre wieder können wir uns Mitte Januar auf das Dschungelcamp „freuen“ und von den Dschungel-Moderatoren Sonja Zietlow und Daniel Hartwich (in Nachfolge des verstorbenen Dirk Bach) zu einer neue Staffel „Ich bin ein Star – holt mich hier raus!“ begrüßen lassen. In der nunmehr elften Staffel kommen jetzt Z-Promis im australischen Dschungel zusammen, um zwei Wochen lang zwischen Klatsch und Kakerlaken die Zuschauer zu bespaßen.

Auf der heimischen Couch nehmen dann auch Angehörige aller Bildungskategorien Platz. Ob man ihn mag oder nicht, ihn als Trash-TV abtut oder sich darüber echauffiert – der Dschungel ist ein wahres Medienphänomen und der massive Marktanteil der Werberelevanten Zielgruppe spricht dafür. Sogar in die Popkultur hält das Dschungelcamp schon Einzug, „Good Morning in the Morning“ und „Was geht los da rein?“ sind beliebte und kultverdächtige Phrasen. Das letztjährige Finale haben mehr als sieben Millionen Zuschauer gesehen. Doch was fasziniert die Zuschauer so an dem Format, dass es sogar bereits im Feuilleton und verschiedenen Werken im akademischen Diskurs auftaucht und sich damit auseinandergesetzt wird?

Meta-Ebene Twitter

Wodurch entsteht der Unterhaltungsfaktor beim Dschungelcamp? Sind es die Prüfungen, der Ekel, der Klatsch und das (manchmal auch nicht) inszenierte zwischenmenschliche Drama der Kandidaten? Oder fiebern wir einfach gern mit ihnen mit? Vor allem die Begleitung der Sendung durch Twitter macht für viele einen großen Spaßfaktor beim Dschungelcamp aus. Während der zwei Wochen Sendezeit ist der Hashtag #ibes mit ziemlicher Sicherheit wieder häufiger in den Twitter-Trends. Die Nutzer fiebern mit, kommentieren und inszenieren sich so auch selbst mit Witzchen, Bemerkungen und sarkastischen Kommentaren. Man kann es teilweise schon fast ‚Hate-Kultur‘ nennen.

So entsteht ein ganz neues Dispositiv, denn zum Konsum der Serie ist der Fernseher nicht mehr das einzige Medium, das zum Erlebnis beiträgt. Dieses entsteht quasi auf zwei medialen Kanälen und wird so zum crossmedialen Konsumerlebnis. Twitter ist das Sekundärmedium neben dem Primärmedium Fernseher und lässt eine neue Meta-Ebene entstehen, durch die das Konsumverhalten und das Konsumieren der Sendung verändert wird.

Authentizität und Inszenierung zwischen Klatsch und Kakerlaken

Teilnehmer gehen zwischen Authentizität und Inszenierung quasi von der Person zum Charakter über. Ob ihnen ihre Rolle nun vorgeschrieben wurde oder ob sie sie irgendwann von selbst übernehmen und weiterspielen, ist dabei nicht von Bedeutung. Durch das Wechselspiel der extremen Ausgangssituation (man bedenke: der Hunger und die Hygienezustände sind echt) und dem Geltungs- und Inszenierungsdrang der Kandidaten vor allem während der Prüfungen, entsteht eine gewisse Theatralik, das Camp wird zur Bühne und zum Schauplatz für die Figuren.

Großer Spaß unter den Zuschauern und vor allem Twitter-Nutzern entsteht so vor allem um das „Haten“ gewisser Teilnehmer. Bestes Beispiel ist der sogenannte „Honey“, einer der Kandidaten des aktuellen Camps. Alexander Keen, so der volle Name des Male-Models, erlangte zuerst „Prominenz“ durch einen Gast-Auftritt in „Germany’s Next Topmodel“ als Freund einer Kandidatin, ein Format, bei dem die Grenzen zwischen Inszenierung und Authentizität auch immer mehr zu verwischen erscheinen. Auf Twitter mauserte sich der eigentliche Nebencharakter in der Model-Saga bald zum Publikums-Liebling beziehungsweise eher Anti-Liebling. Woche für Woche explodierte der Hashtag #Honey auf Twitter und Nutzer verfielen in einen wahren Hate-Rausch. Sogar ProSieben griff dies auf und passte die Promos für die aktuellen Folgen auf das Phänomen „Honey“ an.

Prinzip Hate-Watching

Das Format SchleFaz treibt das Prinzip des Hate-Watching, sich also etwas nicht zum Vergnügen, sondern um sich darüber auslassen zu können, dabei auf die Spitze. „Die schlechtesten Filme aller Zeiten“ ist eine satirische Filmreihe des Senders Tele 5, bei der die Moderatoren Oliver Kalkofe (der das Dschungelcamp ebenfalls auch in Kalkofes Camp-Report mit erwartungsgemäß spitzem Ton kommentieren wird) und Peter Rütten in jedem Nebensatz humorvoll, spitzzüngig und gezielt denunzierend den jeweiligen Trash-Film vorstellen und ihn meist begleitet durch ein Trinkspiel zusammen mit den Zuschauern ansehen. Das klingt nach einem großen Spaß – wenn man sich darauf einlassen kann.

Das Prinzip des Hate-Watching kommt einem Unfall gleich, es ist schrecklich, man kann aber nicht wegsehen. Durch Hate-Watching oder auch das Guilty Pleasure“, etwas, das einem Freude bereitet, obwohl man weiß, wie schlecht“ es ist, lassen ein ganz neues Dispositiv für Konsumenten entstehen. Viele Serien und Filme werden nicht mehr zur Freude am Content angesehen, sondern gezielt gehasst, um später in Social Media dazu zu diskutieren und sich in manchen Fällen auch zu echauffieren.

Das Dschungelcamp muss man nicht verstehen. Das macht vielleicht aber auch die Faszination aus. Vorbei sind die Zeiten, wo man noch Sendungen geschaut hat, weil sie einem gar gefallen. Heutzutage wird Hate-Watching betrieben und der richtige Spaß entsteht für viele erst an der multimedialen Missgunst online.


Image (adapted) Monkey“ by samuelrodgers752 (CC BY 2.0)

Screenshots by Lisa Kneidl


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  • AUTONOMES FAHREN heise: Das erste selbstfahrende Auto wird ein Lastkraftwagen: Da ein großer Mangel an LKW-Fahrern in Nordamerika herrscht, sollen nun bald in der Logistikbranche selbstfahrende LKW eingeführt werden. Dieses Vorgehen soll die Fahrer nicht überflüssig machen, sondern den Beruf für die junge Generation attraktiver gestalten. Die Rolle des Fahrers soll dann ähnlich wie die eines Piloten sein: er ist beim Start, der Landung und in brenzligen Situationen gefragt, das Fahrzeug ist sonst auf Autopilot geschaltet.

  • TESLA t3n: Neuer Autopilot-Chef: Swift-Erfinder Chris Lattner verlässt Apple für Tesla: Nach elf Jahren verlässt nun Swift-Erfinder Chris Lattner Apple, um zu Tesla zu wechseln. Lattner wird ab sofort bei Tesla für die Autopilot-Software des Unternehmens verantwortlich sein, nachdem der frühere Autopilot-Leiter Sterling Anderson das Unternehmen verlassen hatte. Für Lattner wird es bei Tesla einiges zu tun geben: nach dem tödlichen Unfall im Frühjahr 2016 geriet der Autobauer in die Kritik, woraufhin dieser Neuerungen angekündigt hatte, die das Autopilot-System sicherer machen sollen.

  • YOUTUBE googlewatchblog: Hamburger Elbphilharmonie: Youtube überträgt das Eröffnungskonzert Live in 360 Grad: 9 Jahre Bauzeit und mehrere Hundertmillionen Euro verschlang die Hamburger Elbphilharmonie, die direkt am Hafen platziert ist. Heute findet endlich das feierliche Eröffungskonzert statt. Wer keine Karten hat, muss sich aber auch nicht grämen. Schon zur offiziellen Fertigstellung der Elbphilharmonie und auch jetzt zur Eröffnung sind Google-Nutzer ganz vorne mit dabei: Per Streetview kann man durch das Gebäude laufen und sich die öffentlich zugänglichen Teile frei ansehen. Wer zudem über ein Google Cardboard verfügt (die Papp-Variante einer Virtual Reality-Brille) kann das Live-Konzert so auch in VR erleben.

  • FACEBOOK golem: Facebook-App leert Akku in Rekordzeit: Schwache Akkus sind bei Smartphone-Nutzern immer ein leidiges Thema. Da hilft es nicht, wenn sich eine App zusätzlich belastend auf die Laufzeit auswirkt. Vor allem Android-Nutzer sind derzeit stinksauer, die Facebook- sowie die Messenger-App belastet den Akku wohl extrem. Neben der drastisch verkürzten Akkulaufzeit machen die Facebook-Apps noch andere Schwierigkeiten. Der Grund für die geschilderten Probleme ist derzeit nicht bekannt.

  • SOCIAL MEDIA dw: White House preserves Obama’s social media legacy: „Präsdient Obama ist der erste ‚Social Media Präsident'“ so ein Sprecher des Weißen Hauses und so hat er einem den Job des mächtigsten Mannes der Welt näher wie nie gebracht. Er verabschiedete sich nun von dem Twitter-Handle ‚@POTUS‘ (steht für ‚president of the united states‘) mit: „Thank you for everything. My last ask is the same as my first. I’m asking you to believe—not in my ability to create change, but in yours.“ Das Weiße Haus hat jetzt einen nahtlosen Übergang zwischen den präsidialen Social Media Accounts eingeleitet.

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  • FAKE NEWS golem: Die große Angst vor dem Internet: Wie wichtig ist das Internet für den Wahlkampf? Diese Frage stellen sich die Parteistrategen seit dem Ende der 1990er Jahre. Ging es früher darum, mit Hilfe des Netzes die eigenen Inhalte unters Wählervolk zu bringen und die Parteimitglieder zu mobilisieren, könnte das in diesem Jahr völlig anders werden. Der schmutzige Wahlkampf in den USA dient der deutschen Politik als Warnung: Die sozialen Netzwerke mit ihren Fake-News und Social Bots sowie mögliche Leaks von gehackten Parteirechnern könnten auch hierzulande den Ausgang der Wahl beeinflussen. In eine unerwünschte Richtung.

  • MEDIENPOLITIK medienpolitik: „Wir müssen digitale Mittler in die Pflicht nehmen“: Vor einem halben Jahr hat die Bund-Länder-Kommission ihren Abschlussbericht vorgelegt. Wie geht es mit den Empfehlungen nun weiter? Werden die Gespräche mit dem Bund zu medienpolitischen Themen fortgesetzt? Besteht bei Intermediären schneller Handlungsbedarf? Dazu sagte Dr. Carsten Brosda in einem medienpolitik.net-Gespräch: „Der Prozess ist langsamer, als ich es mir wünschen würde, aber immerhin zweifelt niemand mehr daran, dass wir diese Bereiche medienpolitisch in den Blick nehmen müssen. Das war vor ein paar Jahren noch anders. Ich bin optimistisch, dass wir in diesem Prozess auch nach Abschluss der Bund-Länder-Kommission miteinander reden werden. Und wir werden am Ende auch zu Maßnahmen gelangen, die Vielfalt und Meinungsfreiheit auch im Bereich der digitalen Mittler sichern.“

  • EU gruenderszene: Viel Glück im nächsten Job, Günther Oettinger!: Sagen wir es mal so: Günther Oettinger hatte nicht den allerbesten Ruf. Vor allem nicht bei Menschen, die etwas vom Internet verstehen. Das wäre ja nicht weiter schlimm, wenn er sich nicht beruflich auf höchster europäischer Ebene mit diesem Thema hätte auseinandersetzen müssen – als Digitalkommissar bei der Europäischen Kommission in Brüssel. Sein Aufgabengebiet waren digitale Wirtschaft und Gesellschaft. Auch abseits von seinem Kerngebiet verwechselte der ehemalige Ministerpräsident von Baden-Württemberg gerne mal rassistische Sprüche, Frauenfeindlichkeit oder mangelnde Englischkenntnisse mit Leutseligkeit und Volksnähe. Seine zwei Jahre als Digitalkommissar sind jetzt jedenfalls beendet. Oettinger selber wertet seine Amtszeit übrigens als vollen Erfolg.

  • 33C3 netzpolitik: „Nicht öffentlich.“ – Skript zum Theater über den NSA-Untersuchungsausschuss veröffentlicht: So manches Mal gleichen die Sitzungen des bald zu Ende gehenden NSA-Untersuchungsausschusses einem absurden Theaterstück. Da nicht jeder die Gelegenheit hat, eine der Sitzungen im Bundestag zu besuchen, haben Kai Biermann und ich charakteristische Szenen zu einer Inszenierung zusammengestellt. Sie vermitteln einen Eindruck von den Mühen, einen Geheimdienst als Zeugen zu vernehmen. Auf dem 33. Chaos Communication Congress feierte das Stück mit dem Titel „Nicht öffentlich.“ Premiere. Wer nicht live dabei sein konnte, kann sich das Stück auf media.ccc.de ansehen und herunterladen

  • SOCIAL MEDIA onlinemarketingrockstars: Das sind die erfolgreichsten Instagram-Foto-Postings deutschsprachiger Influencer 2016: Der Titel der am schnellsten wachsenden und Engagement-stärksten Plattform 2016 dürfte mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Instagram gebühren. Aber welche Inhalte funktionieren in dem Foto-Netzwerk besonders gut, welche Influencer verbuchen die meisten Interaktionen und mit welchen Kniffen kann man die Interaktionsrate steigern? Das zeigt ein Online Marketing Rockstars exklusiv vorliegendes Ranking der erfolgreichsten deutschsprachigen Instagram-Posts aus dem vergangenen Jahr.

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  • 33C3 sueddeutsche: Alle Computer sind kaputt: Aus dem Internet kommt, wie immer bei diesem Kongress, noch eine Frage. Ein Mitarbeiter des Chaos Computer Clubs (CCC) verliest sie, des großen deutschen Hackervereins. Es ist die Frage, die sich alle im Saal stellen, aber Jessy Campos auf dem Podium mag sie nicht beantworten. Die Frage lautet: Waren es die Russen? Es ist kurz vor Mitternacht auf dem Jahreskongress des CCC in den Tiefen des Hamburger Kongresszentrums. Campos ist Experte für IT-Sicherheit. Er hat die Software analysiert, mit der in den USA die Demokratische Partei gehackt wurde, in Deutschland der Bundestag und mehrere andere Systeme. Die amerikanische Regierung spricht von digitaler Vergeltung. Campos beantwortet die Frage in Hamburg nicht.

  • TWITTER t3n: CEO Jack Dorsey bittet Twitter-Nutzer um Feedback: Viele wollen Tweets bearbeiten: Airbnb-CEO Brian Chesky fragte die Airbnb-Nutzer auf Twitter bereits vor einigen Tagen was sie sich für 2017 wünschen. Jetzt folgt ihm auch Dorsey und gibt Nutzern die Möglichkeit Wünsche für Twitter und auch seine zweite Firma, Square, zu äußern. Dabei antwortet er zahlreichen Usern auch direkt auf ihre Vorschläge. Besonders häufig gefordert wird, dass die lang gewünschte Möglichkeit Tweets zu bearbeiten endlich kommt. Dorsey zeigt sich dafür auch offen. Er meint, dass eine Form einer Bearbeitungs-Möglichkeit definitiv gebraucht wird, nicht nur für verifizierte Accounts.

  • MENSCHENRECHTE netzpolitik: Security Without Borders: Hacker helfen Dissidenten: Auf dem 33. Chaos Computer Congress im Hamburg hat der Sicherheitsforscher Claudio Guarnieri die Organisation „Security Without Borders“ (dt. „Sicherheit ohne Grenzen“) vorgestellt. Sie soll, in Anlehnung an Hilfsorganisationen wie Ärzte ohne Grenzen, Anwälte, Journalisten und Aktivisten bei allen Fragen zur Computer- und Internetsicherheit beraten. Die Gruppe von Malware-Experten, Entwicklern und Hackern bietet ihre Hilfe kostenfrei an und ist für Neuzugänge offen

  • INTERNATIONALtech: Kuba beginnt mit Tablet- und Laptop-Produktion: Kuba hat angekündigt eine Fabrik aufzubauen, die Notebooks und Tablets herstellen soll. Die Kapazität der Fabrik soll bei rund 120.000 Geräten pro Jahr liegen. Hergestellt werden sollen unter anderem 8-Zoll-Tablets und 10-Zoll-Tablets sowie Notebooks mit Intel-Prozessoren der sechsten Generation (Skylake). Völlig unklar ist jedoch, was für Betriebssysteme zum Einsatz kommen sollen. Bei den Tablets wird es sehr wahrscheinlich Android sein. Bei den Notebooks kommt aber im Grunde sowohl Windows als auch eine Linux-Distribution in Frage.

  • SSD heise: SSDs im Stresstest – mit überraschenden Ergebnissen: Flash-Speicherzellen lassen sich nicht beliebig häufig überschreiben. Wenn man hört, dass einzelne Zellen von Solid State Disks nur etwa 1000 Schreibzyklen verkraften, bekommt man schnell Angst um seine Daten. Doch keine Panik: Die SSD-Controller sorgen dafür, dass die Schreibvorgänge gleichmäßig über alle Zellen verteilt werden – Wear Leveling genannt. Das erhöht die Lebenserwartung deutlich. Da es nicht auf die einzelne Zelle ankommt, sondern auf das ganze Laufwerk, geben die Hersteller die Lebensdauer in Terabyte Written (TBW) an, für Laufwerke mit 250 GByte beispielsweise 80 TBW. Aber was bedeutet das im Alltag und halten die SSDs tatsächlich so lange durch?

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Twitters unsichere Zukunft

Donald Trump und Twitter – es ist eine dieser Beziehungen, ohne die der US-Wahlkampf wohl ein anderer geworden wäre. Es verging kaum ein Tag, an dem sich der künftige US-Präsident mithilfe seiner beleidigenden und beleidigten Tweets nicht wieder in die Medienberichterstattung katapultiert hat. Der Kurznachrichtendienst ist nicht nur für Journalisten ein wichtiges soziales Netzwerk – am Wahltag äußerten sich die Menschen weltweit auf Twitter.  Über 75 Millionen Tweets wurden im Laufe des 8. November bis zur Siegesrede von Trump abgesetzt.

Twitter ist aus der heutigen Zeit eigentlich nicht mehr wegzudenken und hat die Welt oft verändert, doch den Kurznachrichtendienst plagen derzeit ernsthafte wirtschaftliche Sorgen. Vor allem in den vergangenen Jahren zeigt der Trend für Twitter nur noch in eine Richtung: nach unten. Seit dem Börsengang Ende 2013 und dem Spitzenwert der Aktie einen Monat später, der bei 69 Dollar lag, sank der Wert des Papiers kontinuierlich: heute steht Twitter pro Aktie bei nur noch 18 Dollar. Hinzu kommt, dass die Umsätze von Twitter nicht mehr so schnell wachsen wie einst. Verbuchte die soziale Plattform im vergangenen Jahr noch ein Umsatzplus von 58 Prozent und im Frühjahr 2016 immerhin noch um die 20 Prozent, waren es im dritten Quartal nur noch 8 Prozent. Damit verzeichnete Twitter zwischen Juli und September das geringste Umsatzwachstum seit dem Börsengang.

Die zahlreichen Baustellen von Twitter

Weiterhin schreibt der Kurznachrichtendienst rote Zahlen – erst kürzlich entschied Twitter, den Videodienst Vine.co demnächst zu schließen. Da schwingt nicht nur der verlorene Kampf gegen Konkurrent Facebook im Video-Segment mit, sondern vor allem die große Sparkeule. Ende Oktober kamen 300 Entlassungen hinzu, im November wurde bekannt, dass Chief Operating Officier Adam Bain das Unternehmen verlassen wird. Laut der Financial Times war er der Kopf hinter dem Umsatzwachstum von Twitter.

Zwar sammelte das Unternehmen unter anderem beim Börsengang genug Geld ein, um noch bis Juni 2020 überstehen zu können, doch im Moment ist noch nicht wirklich klar, woher die Einnahmen eines Tages kommen sollen, um Twitter in absehbarer Zeit profitabel zu machen. In letzter Zeit versucht sich der Dienst auch zunehmend zu diversifizieren – beispielsweise mithilfe des Livestreamings einiger NFL-Spiele, das vor allem neue User anlocken soll. Denn das Nutzerwachstum ist eines der Kernprobleme von Twitter: in den USA stagnieren die Zahlen schon länger, während die weltweiten Wachstumsraten überschaubar sind. Seit Mitte 2015 stieg die Zahl monatlich aktiver User nur um drei Prozent. 317 Millionen Nutzer hat Twitter laut eigener Angabe derzeit, in Deutschland ist die soziale Plattform weiterhin ein Nischenphänomen.

Einnahmenquelle Nummer eins: Werbung

So ambitioniert die Suche nach alternativen Einnahmequellen auch sein mag: das Gros des Umsatzes macht Twitter immer noch mit Werbung. 89 Prozent nach aktuellem Stand – das entsprach im dritten Quartal 545 Millionen US-Dollar. Und genau in diesem Kernbereich des Geschäftsmodells irritierte der Kurznachrichtendienst im November viele User im deutschsprachigen Raum. Dubiose gesponserte Tweets sexueller Natur wurden in den Timelines vieler Nutzer angezeigt – mehrmals. Eigentlich verbietet Twitter solche Werbeanzeigen in seinen Richtlinien, doch hier scheint vieles durch das Kontrollnetz von Twitter geschlüpft zu sein. Auf eine Anfrage diesbezüglich reagierte das Unternehmen bisher nicht.

Letztendlich überraschen die zahlreichen aufgekommenen Übernahme-Gerüchte also kaum. Mehrere Unternehmen wie Cloud-Anbieter Salesforce oder Medien-Riese Disney sollen schon Interesse an Twitter bekundet haben, sind aber durch die Bank weg abgesprungen. Zweiterer soll sich vor allem an einer weiteren Twitter-Baustelle gestoßen haben: Hatespeech. Twitter zeichnete sich in den vergangenen Jahren nicht durch besonders engagiertes Vorgehen gegen Hass und Trolle aus, hat aber mittlerweile eine neue Leitlinie ausgegeben. Seit kurzem ermöglicht Twitter das Stummschalten bestimmter Schlüsselwörter in den Benachrichtigungen und man führte eine neue Melde-Kategorie ein, mit deren Hilfe Diffamierungen bezüglich Herkunft, Geschlecht, sexueller Orientierung oder Religion gezielter benannt werden können. Solche Maßnahmen werden das Problem nicht grundsätzlich lösen können, sind zumindest aber ein Schritt in die richtige Richtung.

Sprengt die Fesseln der Wall Street

Aber nicht nur börsennotierte Unternehmen sind an der Übernahme von Twitter interessiert. Zuletzt formierte sich eine kleine Initiative unter den Hashtags #WeAreTwitter und #WeBuyTwitter, die die „Fesseln der Wall Street“ sprengen möchte. Die Idee, angestoßen von Guardian-Autor Nathan Schneider: die Nutzer kaufen Twitter und überführen es in ein genossenschaftliches Modell, um das soziale Netzwerk von seinen wirtschaftlichen Zwängen zu befreien.

Diese Vorstellung ist zwar eine schöne Utopie, aber wohl unrealistisch. Denn die Zukunft des Kurznachrichtendienstes steht auf wackeligen Füßen – und bisher hat sich noch keine Perspektive aufgetan. Solche Initiativen zeigen aber vor allem eines: viele Menschen wollen Twitter und dessen Grundidee nicht missen, ein Scheitern wäre ein großer Verlust. Denn wo sonst sollte Donald Trump dann seine Kritiker beleidigen?


Image „Twitter“ by WDnetStudio (CC0 Public Domain)


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Destination Check: NEPTUN Award 2016

Der NEPTUN Award hat am 17.11 zum bereits 11. Mal die besten Crossmedia-Kampagnen Deutschlands ausgezeichnet. Neben Preisen wie dem „NEPTUN Talents Award“ (Sieger: „Wir sind das Volt“) oder den „best use of mobile Award“ (Sieger: Volkswagen up!-Kampagne) wurden selbstverständlich auch die begehrtesten Preise des Abends verliehen: der durch das Publikum gevotete Grand Prix, sowie der durch die Jury bestimmte X-Media Award. Das Preisgeld der Hauptpreise und Platzierten beläuft sich dabei auf einen Gesamtwert von 120.000€ als Werbefläche in ausgewählten Titeln des Axel Springer Verlags.

Herzstück des Abends waren vor allem die Präsentationen der 5 Kampagnen-Teilnehmer, denn das Herausragende am NEPTUN Award sind die 10 minütigen, einem Pitch ähnelnden Vorträge der Vertreter der jeweiligen Agentur. Hierbei wird noch einmal das Konzept, die Umsetzung und Reichweite der Kampagne erläutert und kreativ und einladend dargestellt. Anschließend hatte neben der Jury auch jeder aus dem Publikum die Chance mittels eines Voting-Geräts an der Entscheidung teilzunehmen. Gevotet wurde in den 5 Kategorien Innovation, Kreation, Intelligenz, Viralität und Effizienz. Hier nochmal die Teilnehmer im Überblick:

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Startnummer 1: Grabarz & Partner, mit einer Kampagne für den VW up!, vor allem an die „Generation Y“ gerichtet. Image by Lisa Kneidl
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Startnummer 2: Überground mit einer Kampagne für Freeletics, die zu mehr Sportlichkeit motivieren soll. Image by Lisa Kneidl
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Startnummer 3: Grabarz & Partner die 2. – Für den Art Directors Club 2016: Battle of Content (ADC) setzten sie auf die Experten schlechthin, wenn es um Viralität geht: Katzen! Image by Lisa Kneidl
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Startnummer 4: Kolle Rebbe mit dem Aktion Mensch e.V. und einem als Casting getarnten sozialen Experiments gegen zwischenmenschliche Berührungsängste. Image by Lisa Kneidl
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Startnummer 5: GUD. Grüner und Deutscher mit #weilwirdichlieben für die BVG. Image by Lisa Kneidl

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Besondere in diesem Jahr – Jury und Publikum waren sich einig und bestimmten einen gemeinsamen Sieger: die Kampagne „#weilwirdichlieben“ von GUD. Grüner und Deutscher für die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG). Eine mutige und schlagfertige Kampagne, wie sich die Besucher einig waren. Einem Betreiber öffentlicher Verkehrsmittel ein gutes Image zu bereiten ist schon ein wahnwitziges Unterfangen, es gibt wohl weniges, was der arbeitenden Gesellschaft mehr Unmut bereitet als die um zwei Minuten verspätete U-Bahn.

So löste der Kampagnen-Hashtag zunächst auch einen regelrechten Shitstorm aus. Aber wie man so schön sagt: Jede Presse ist gute Presse – und so hat sich die Kampagne wie ein Lauffeuer durch Social Media und die Medienkanäle verbreitet und im Endeffekt ihr Ziel erreicht.

Wir haben mit Vertretern der Gewinnern, Jury und dem Publikum über den Abend gesprochen:


Gewinner: Christian Artopé, GUD. Grüner und Deutscher


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Image by Lisa Kneidl
Wie ist dein Gesamteindruck?

Wir sind das erste Mal dabei und sehr glücklich und überwältigt von unserem doppelten Gewinn.

Was hältst du vom Voting?

Toll und herausfordernd. Die Tatsache, dass man für die Präsentation nochmal bewertet wird, ist durchaus ungewöhnlich und wird bei den meisten Award-Zeremonien nicht so gehandhabt. Deswegen waren wir auch ein klein wenig aufgeregt. Aber es ist ja gut ausgegangen.

Haben die Teilnehmer deine Erwartungen erfüllt?

Das steht uns natürlich nicht zu zu beurteilen, aber es waren großartige Kampagnen und Kollegen dabei, was es noch so unglaublicher macht, dass wir gewonnen haben. Die Kollegen von Kolle Rebbe und Grabarz & Partner und auch die jüngeren Agenturen waren fantastisch und haben sich auch sehr viel Mühe bei den Präsentationen gegeben, deswegen haben wir mit überhaupt nichts gerechnet.

Hattest du einen Favoriten?

Mein Favorit waren die ADC Katzen von Grabarz & Partner, das war schon großer Sport!

Wem würdest du die Veranstaltung empfehlen?

Kreativen Kollegen, die einen schönen Abend haben wollen und ihre Arbeit prämieren lassen wollen, weil das grade für Agenturen auch ein Sprungbrett sein kann.

Wo siehst du die Zukunft der Crossmedia-Vermarktung?

Es gibt keinen einen guten Social-Media-Kanal für Vermarktung, es muss immer eine Geschichte, die zum Produkt passt, dahinter stehen. Wenn ich weiß, was ich erzählen will und welches Produkt ich bewerben will, kann ich mir Gedanken machen, welcher Kanal der Richtige ist und das kann ich niemals verallgemeinern. Deswegen gibts für jede Marke, jedes Produkt, zu jedem Zeitpunkt und gegebenenfalls auch für die einzelnen Zielgruppen ganz unterschiedliche Kanäle und nicht den einen richtigen Kanal. Wenn Sie die maximale Reichweite wollen, dann ist es aktuell Facebook.


Jury-Mitglied: Florian Lormes, fandom by wikia


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Image by Lisa Kneidl
Wie ist dein Gesamteindruck?

Toll! Die Stimmung war gut, die Leute hatten Spaß und die Kampagnen waren sehr nah beieinander. Alle fünf sind dann am Ende gevotet worden und der Gewinner hat dann offensichtlich jeden überzeugt und beides gewonnen (Jury- und Publikums-Voting).

Was hältst du vom Voting?

Ich war ja in der Jury und auch sofort von Berlin (Grüner und Deutscher) begeistert und alle anderen waren auch gut, aber das war einfach rund und toll und es war interessant zu sehen, dass das Publikum das genauso gesehen hat. Im letzten Jahr war ich auch dabei, da war das nicht so und das ist auch schön. Insofern ist es immer spannend, es ist der einzige Award, der das bietet, dass eben das Publikum auch seine Meinung abgeben kann und nicht nur die „langweilige“ Jury.

Haben die Teilnehmer deine Erwartungen erfüllt?

Die Erwartungen wurden übertroffen. Wer hier überhaupt schon auf der Shortlist ist, ist ja schon herausragend. Wir als Jury haben uns ja durch alles andere durchgegraben, was auch schon gute Einreichungen waren, aber das waren schon die Top 5 und das hat man auch gesehen.

Hattest du einen Favoriten?

Ja und der hat auch gewonnen!

Wo siehst du die Zukunft der Crossmedia-Vermarktung?

Crossmedia ist heute zum Glück ja eigentlich alles. Also die Kampagne „machen wir nur Plakat“ oder „machen wir nur Radio“ ist ja selten geworden. Insofern sehe ich eine große Zukunft dieses Awards. Ich finde nur die Stadt Hamburg müsste sich mehr engagieren, müsste hier nochmal einsteigen. Alle Unterstützung außerhalb von Hamburg läuft in Berlin und das hilft weder der Stadt und noch dem Award. Dieser Award hat, eben, weil er so besonders ist, das Potential, viel größer zu sein. Da müssten eben auch mal in Institutionen mit hinein gehen und nicht nur die Privatwirtschaft.


Jury-Mitglied: Gunnar Brune, STORIES


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Image by Lisa Kneidl
Wie ist dein Gesamteindruck?

Extrem gut! Wir haben volles Haus gehabt, super Kampagnen und eine Veränderung gespürt, denn die Kampagnen sind wesentlich druckvoller gewesen, kreativer, multimedialer, crossmedialer – alles, was man will. Die schnelle Form der Präsentation, die Inhalte der Kampagnen und dann nicht einer, der herausragt, sondern alle – es hat sich was getan und das haben wir hier gesehen. Das kann man in keinem anderen Award sehen, denn dort findet das auf einer anderen Ebene statt.

Was hältst du vom Voting?

Es gibt zwei Dinge, die den NEPTUN Award besonders machen: er ist der einzige Award, bei dem eine crossmediale Kampagne als crossmedial und nicht nach ihrem Leitmedium ausgezeichnet wird. Das zweite ist diese Kombination aus einer Fach-Jury und dem Live-Pitch, bisschen wie eine TED-Konferenz, wo die besten Kampagnen auf die Bühne gehen und sich vor einem Fachpublikum präsentieren, weil diese wissen wollen, was crossmedial passiert. Die haben gevotet und dann sogar gemeinsam mit der Jury den Sieger gewählt, das gibts sonst nirgendwo.

Haben die Teilnehmer deine Erwartungen erfüllt?

Die Teilnehmer hier, ja. Man weiß mittlerweile, was der NEPTUN Award ist und wenn man in der Shortlist ist, weiß man, dass man auf der Bühne performen muss und das kann einen zwei bis drei Plätze nach vorne oder hinten bringen. Wir haben gesehen, dass Kampagnen, die in der Jury-Bewertung mäßig abgeschnitten haben, dann hier auf der Bühne richtig performt haben und das ist ganz interessant für unsere Branche. Normalerweise sehe ich eine nicht fertige Kampagne als Marketingleiter im Pitch. Das hier sind fertige Kampagnen, die gelaufen sind, im Pitch auf einer Bühne und vor einem sehr fachkräftigen Publikum. Da sind wir stolz drauf!

Hattest du einen Favoriten?

Das Problem war, dass es dieses Jahr keinen richtigen Favoriten gab. Nehme ich den, der mein Herz am meisten bewegt hat? Da hatten wir zwei. Oder nehme ich den, der in die Breite der technischen Möglichkeiten geht? Nehme ich einen der sein Konzept super witzig überall ausrollt? Nein! Wir haben dieses Jahr keinen Hornbach-Hammer oder Opel-Kampagne. Dieses Jahr war es ganz knapp, das haben wir auch in den Zahlen gesehen. Wer gewonnen hat, hat verdient gewonnen, weil beide Jurys, Publikum und Fachjury, gleich entschieden haben.

Wo siehst du die Zukunft der Crossmedia-Vermarktung?

Die Zukunft wird noch eine Steigerung haben. Wir haben heute gesehen, wie wichtig Snapchat, ein Kanal, den viele hier wahrscheinlich gar nicht richtig kennen, in den Gewinnerkampagnen war und wir werden uns hier also vorbereiten müssen, Kampagnen auf Kanälen zu machen, die wir nicht einfach abends beim Lagerfeuer betrachten können. Wir müssen viel mehr unterwegs sein und medial kleine, private Abenteuer wagen, damit wir unseren Kunden die besten Kampagnen vorschlagen können.


Besucherin: Yanni Subki, Schülerin


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Image by Lisa Kneidl
Wie ist dein Gesamteindruck?

Ich finde ihn eigentlich ganz schön, die Raumgestaltung ist sehr schön und das Publikum entspannt.

Was hältst du vom Voting?

Ich fands ganz cool, ich finde Sie hätten das ein paar Sekunden schneller machen können und das Schulnoten-System war leicht verständlich.

Haben die Teilnehmer deine Erwartungen erfüllt?

Da ich die meisten davon auch kannte würde ich sagen ja. Ich war total begeistert und fand es auch schön sich mit dem Publikum darüber zu unterhalten.

Hattest du einen Favoriten?

Ich finde Aktion Mensch mega cool. Ich gehe selber noch zur Schule und das war so ein Thema, über das alle gesprochen haben und fand das dann auch cool und interessant, als es hier erwähnt wurde.

Aus welcher Motivation bist du zum Award gekommen?

Mein Vater arbeitet bei der Bild und meinte, ich sollte mir das unbedingt ansehen. Ich fand es sehr spannend und würde auf jeden Fall nochmal kommen!


Images by Lisa Kneidl


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Wie sich Trump in das Weiße Haus getwittert hat

donald-trump-image-by-lisettebrodey-via-pixabay-[CC0 Public Domain]

Der Sieg von Donald Trump bei der Präsidentschaftswahl wurde als atemberaubend und schockierend beschrieben und hat einen „Aufschrei“ in den Medien hervorgerufen. Der gewählte Präsident fand bei mehr als 59 Millionen Amerikanern genug Gehör, dass sie in der Wahlkabine für ihn den Ausschlag gaben und ihm zum Sieg verhalfen. Trump erreichte seine Unterstützer sowohl persönlich als auch über die Social-Media-Plattformen, vor allem über Twitter. Wenige Stunden, nachdem er seine Siegesrede gehalten hatte, war er schon wieder am twittern.

Trumps Twitter-Affinität ist gut dokumentiert. Ein Politiker charakterisierte die Präsenz des Kandidaten auf der Social-Networking-Seite als „eine kontinuierliche Trump-Kampagne, die rund um die Uhr auf Twitter statfindet.“. Angesichts seines Geschicks erklärten ihn einige Leute zum Gewinner in den sozialen Medien und in der Wahlkampfschlacht.

Aber wie viel Einfluss hatte Twitter während der Präsidentschaftswahl 2016? Als Rechtsprofessor, der die Auswirkungen des Internets auf die äußere Welt untersucht, glaube ich, dass die Antwort auf diese Frage durchaus die Art und Weise verändern könnte, wie politische Kandidaten ihre Kampagnen für die kommenden Jahre gestalten.

Politik im Taschenformat

Mit mehr als 300 Millionen aktiven Nutzern in den ersten drei Quartalen des Jahres 2016 ermöglicht Twitter den Menschen, mit Scharen von Freunden und Followern in 140 Zeichen oder weniger zu kommunizieren. Während Amerikaner dazu neigen, Diskussionen über Politik offline zu vermeiden, machen soziale Medienumgebungen wie Twitter es fast unmöglich, sich von politischen Interaktionen im Internet fernzuhalten. Obwohl die Forschung zeigt, dass nur wenige Clinton- oder Trump-Fans enge Freunde im gegnerischen Lager haben, weiten die sozialen Medien diese Kontakte erheblich aus. Vor allem auf Twitter neigen die Nutzer statistisch gesehen eher dazu, Menschen zu folgen, die sie nicht persönlich kennen, als das auf Facebook der Fall ist, wo sich die Nutzer oft mit denen anfreunden, die sie persönlich kennen.

Dies ist besonders entscheidend, wenn man bedenkt, welche Auswirkungen soziale Medien auf politische Meinungen haben. Langanhaltende Konfrontationen mit politischen Diskursen können die Anteilnahme an der Politik verstärken, und die Kommunikation mit anderen elektrisiert politische Aktivitäten bezüglich gemeinsamer Anliegen. Einer von fünf Menschen berichtet, dass sich seine Ansichten über eine politische oder soziale Frage ändern, weil er etwas in den sozialen Medien gelesen hat, und fast die gleiche Anzahl an Menschen sagt, dass sie ihre Ansichten zu einem bestimmten Kandidaten auf Basis dessen, was sie dort gelesen haben, änderten.

Trumps unzensierte Tweets haben überzeugt

Trump war bemerkenswert effektiv darin, die meinungsbildende Macht der sozialen Medien zu nutzen. Seine Kampagne nutzte erfolgreich die Kenntnisse, Kontakte und Fähigkeiten seiner Anhänger im Verbreiten seiner Tweets, um mit dem Werkzeug des Crowdsourcings Wut und Angst zu verbreiten. Zum Beispiel erreichte Trump jeden Tag fast doppelt so viele Twitter-Erwähnungen wie Hillary Clinton, obwohl (oder vielleicht gerade weil) seine Meldungen viel negativer waren. Er brüstete sich auch mit etwa 40 Prozent mehr Twitter-Anhängern als seine demokratische Rivalin.

Trump baute eine Beziehung zu seinen Anhängern auf, indem er seinen eigenen Twitter-Account während eines Großteils seiner Kampagne selbst verwaltete. Clinton nutzte vor allem ein Medienteam – und das merkte man auch. Experten haben darauf hingewiesen, dass Trumps Tweets für seine Anhänger sehr überzeugend waren, weil man ihnen weitgehend anmerken konnte, dass sie direkt von ihm kamen – sie wirkten spontan und nicht so, als wären sie von Medien-Profis bearbeitet worden.

Auf diese Art eine Beziehung aufzubauen, erwies sich als entscheidend, da sich Fans und Follower der Trump-Bewegung anschlossen und sich zu großen Wahlblöcken entwickelten. Scott Adams, der den „Dilbert“-Comic erschuf, verbrachte den Großteil der Wahlkampfphase damit, über Trump als einen Meister der Überzeugung zu schreiben, der besonders das Mittel der Angst nutzt.

Trumps scheinbar ungefilterte Beiträge, die ihre Kernaussagen regelmäßig wiederholten, führten zu viel mehr quantitativem Twitter-Engagement für ihn, im Vergleich zu Clinton. Trumps Anhänger wiederholten und teilten seine Botschaften in Scharen. Manche beschrieben eine „emotionale Verbindung“ zu ihm und sagten, sie würden Stunden damit verbringen, seine Botschaft mit ihren eigenen Netzwerken zu teilen, obwohl sie keine offiziellen Mitarbeiter der Trump-Kampagne waren.

Darüber hinaus erzeugten Trumps Beiträge einen Rückkopplungseffekt, das heißt Social Media Beiträge schafften es in die Fernseh-Nachrichten – und das immer kostenlos in einem Umfang, dessen Äquivalent von medialer Berichterstattung und Werbung Kosten von 3 Milliarden US-Dollar aufgeworfen hätte. Er bezahlte letztlich weniger Geld pro Stimme und pro Delegiertem als jeder andere, der in diesem Jahr für die Präsidentschaft kandidieren wollte, erreichte dabei aber den höchsten Grat an Sichtbarkeit. Ich möchte damit nicht behaupten, dass Clinton keine eigenen Erfolge hatte. Als Reaktion auf eine Beleidigung von Trump, gelang ihr der Tweet, der im Laufe der Wahlkampfphase am meisten geteilt wurde, als sie vorschlug, dass Trump seinen Twitter-Account löschen solle.

Aber Trump monopolisierte Twitter und den Nachrichtenzyklus und erhielt schließlich die meisten Wählerstimmen.

Aktuelle Techniken nutzen

Historiker haben festgestellt, dass in den Alltag eindringende Technologien die Macht haben, politische Wahlen zu beeinflussen. Franklin D. Roosevelt verwendete das neue Medium des Radios, um seine Kamingespräche zu verbreiten, weil seine Konkurrenten viele der Zeitungen in den dreißiger Jahren kontrollierten und eine gewisse Voreingenommenheit durch Zeitungsberichte vermeiden wollte.

John F. Kennedy sagte vier Tage nach der knappen Niederlage von Richard Nixon: „Mehr als alles andere war es das Fernsehen, das das Blatt wendete.“ Das Fernsehen, das neue aktuelle Medium, hatte im Jahrzehnt vor der Wahl von 1960 massiv an Popularität gewonnen. Es scheint so, dass Trump einige Erfahrungen aus der Geschichte genutzt hat, um eine der größten Überraschungen in der modernen Wahlgeschichte zu bewirken.

Ich denke, die Forscher werden Trumps Wahlkampfstrategien noch jahrelang analysieren. In der Tat haben Analysen der Auswirkungen von Twitter auf die Präsidentschaftswahl von 2016 bereits begonnen. Die New York Times hat sogar kürzlich alle „Menschen, Orte und Dinge“ aufgelistet, die Trump auf Twitter beleidigt hat. Trumps unkonventionelle Methoden, die ursprünglich von traditionellen Experten als ineffektiv und wie ein „überstürztes Schulsprecherwahlprogramm“ klingend verspottet wurden, zeigten in dem schnellen und ungefilterten Universum von Twitter einen enormen Effekt. Mit seiner Kampagne konnte er die Wirkung schroffer Wortmeldungen beinahe in Echtzeit anhand seiner Follower testen, um festzustellen, ob sie ihm im weiteren Wahlkampf von Nutzen sein werden.

Traditionellen Politikern, die im Amt bleiben wollen, könnte bald einleuchten, dass Trumps unkonventioneller Aufstieg einen neuen Standart für Wahlkampfstrategien geschaffen hat. Es ist nicht überraschend, dass Twitter-Nutzer, deren Beiträge eine Menge von Aufmerksamkeit durch Likes, Retweets und Antworten bekommen, häufiger twittern als Benutzer, bei denen das nicht der Fall ist. Und die Forschung zeigt auch, dass Emotionen auf Twitter ansteckend sind – sowohl negative als auch positive Tweets erzeugen mehr von dem Gleichen auf der Plattform (positive Tweets sind ansteckender).

Da Emotionen im diesjährigen politischen Wahlkampf eine Rolle spielten, wird das Erlernen der Strategien zu einer weiten und dauerhaften Verbreitung für politische Kandidaten sehr wertvoll sein, um die Macht von Twitter und anderer sozialer Plattformen zu nutzen… zumindest, bis die nächste Innovation kommt.

Dieser Artikel erschien zuerst auf „The Conversation” unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image Donald Trump” (adapted) by LisetteBrodey (CC0 Public Domain)


 

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